INNENBES SCHATTTUNGEN BESCHATTUNGEN www.peter-ag.ch Offiz. Amtliches Publikationsorgan des Kreis 2 Limmattal für die Gemeinden Wettingen, Neuenhof, Killwangen, Spreitenbach und Würenlos Donnerstag, 29. April 2021, 60. Jahrgang, Nr. 17
Mayr ist gewählt Der Spreitenbacher Gemeinderat ist wieder komplett. Adrian Mayr wurde in stiller Wahl gewählt. Mario Hofer, Flavio Zani und Peter Grass stellten sich im zweiten Wahl nicht mehr zur Verfügung. Im Juni wird über das Vizepräsidium abgestimmt. (bär) S. 9
Gegner wehren sich Die Gegner der geplanten Deponie «Steindler» in Würenlos wollen keine Mediation. Das teilen sie in einem Brief dem Gemeinderat mit. Dieser hatte letzte Woche mitgeteilt, dass er einen Marschhalt einlegt. Die Dereba AG solle Gelegenheit erhalten, sich mit der Gegnerschaft auszutauschen. (bär) S. 10/11
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Er setzt «Hexen» ein Mahnmal Der Zürcher Ex-Staatsarchivar Otto Sigg befasst sich in seinem letzten Werk mit der Hexenverfolgung in der Grafschaft Baden. SIBYLLE EGLOFF
Gefoltert, enthauptet, verbrannt: Der Inhalt von Otto Siggs neu erschienenem Buch «Hexenverfolgung der alten Eidgenossenschaft in der Grafschaft Baden» ist schwere Kost. Er dokumentiert 59 Fälle von Frauen aus der Region, die zwischen 1550 und 1650 als vermeintliche Hexen den Tod fanden. Damit will er ein Mahnmal setzen. S. 14/15 Otto Sigg arbeitete drei Jahre lang an seiner neusten Publikation.
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Öffentliche Planauflage vom 1. Mai bis 31. Mai 2021. Die öffentliche Auflage der Pläne erfolgt ausschliesslich online über www.wettingen.ch. Eine Einsichtnahme vor Ort kann nur in begründeten Fällen und nach vorheriger Absprache zugestanden werden. Allfällige Einwendungen sind im Doppel während der Auflagefrist dem Gemeinderat einzureichen. Sie haben eine Begründung und einen Antrag zu enthalten.
Bau- und Planungsabteilung
Korrigendum Bauherrschaft: Monika und Karl Willi-Steimer Schönenbühlstrasse 2 5430 Wettingen Bauobjekt: Heizungsersatz Öl zu Wärmepumpe Baustelle: Schönenbühlstrasse 2 Parzelle: 5375 Zusatzgesuche: keine Öffentliche Planauflage vom 24. April bis 24. Mai 2021. Die öffentliche Auflage der Pläne erfolgt ausschliesslich online über www.wettingen.ch. Eine Einsichtnahme vor Ort kann nur in begründeten Fällen und nach vorheriger Absprache zugestanden werden. Allfällige Einwendungen sind im Doppel während der Auflagefrist dem Gemeinderat einzureichen. Sie haben eine Begründung und einen Antrag zu enthalten.
Bau- und Planungsabteilung
WETTINGEN AUS DEM GEMEINDERAT
Eine Initiative für
Wechsel in der Personalfachstelle der Gemeinde Wettingen Der Gemeinderat hat sich entschlossen, Eine Initiative verlangt, das Arbeitsverhältnis mit der Leitedass ein fixer Steuerbetrag rin Personal Christine Gisler per Ende Juli aufzulösen. Seit längerer für Kultur, Vereine, Sport Zeit bestanden unterschiedliche und Generationenprojekte Auffassungen in Bezug auf die inverwendet wird. haltliche Ausgestaltung der Personalfachstelle der Gemeinde Wettingen. Die Stelle wird zur Wiederbe- DIETER MINDER «Das ist ein ungewöhnlicher Ort, setzung ausgeschrieben. um eine ungewöhnliche Initiative vorzustellen», begrüsste Pia Müller (SP), Mitglied des Initiativkomitees VERMISCHTES «Lebendiges Wettingen», rund 20 «GschichteChiste» Die Lockerung der Personen im Park beim Rathaus Coronabestimmungen erlaubt wieder Wettingen. Die Initiative verlangt, Veranstaltungen. In der Gemeinde- dass die Gemeinde rund 7 % des bibliothek Wettingen findet deshalb Steuerertrages der natürlichen Perdie «GschichteChischte» statt. Kinder sonen für Aufgaben verwendet, die können dort die Welt in Geschichten Wettingen als Sport- und Generatioentdecken. Dabei zeigt Primarlehre- nenstadt, seine Vereine und das rin Carole Muggli in Mundart Bilder- Kulturleben aufblühen lassen. buchklassiker und NeuerscheinunDie Idee zum Vorstoss hatte Leo gen. Bei den Kindern soll die Leselust Scherer (WG), der die Initiative prägeweckt und der Sprachschatz geför- sentierte: «Es ist ein detailliert ausdert werden. Für die «GschichteChis- formulierter Text, wir wollen, dass te» am 3. Mai um 16.30 Uhr gibt es dieser in die Gemeindeordnung aufnoch Platz. Mehr unter eveeno.com/ genommen wird.» Das stärke die GschichteChischte. Demokratie wesentlich: «Für jede Reduktion und Erhöhung müsste Lachen für einen guten Zweck Barbara eine Volksabstimmung durchgeBucher Senn, die Betreiberin von führt werden.» Bis jetzt ist dies Lachraum, ruft zur Lachwanderung nicht möglich, weil die Einzelbeträam Weltlachtag am 2. Mai auf. Der ge Bestandteil des Budgets sind und Wandertrupp solle sich am Sonntag diese nur gesamt angenommen an der Märzengasse 44 in Wettingen oder abgelehnt werden können. Beum 14 Uhr treffen. Gewandert wird sonders in finanziell schwierigen bei jedem Wetter, passende Schuhe Zeiten werden so Einzelbeiträge zu und Kleider werden empfohlen. Über politischen Spielbällen im Gemeineine Kollekte soll Geld für die Stif- deparlament. tung Theodora gesammelt werden, Neu soll in der Gemeindeordnung die Kindern den Aufenthalt im Spital festgehalten werden, dass die Gedurch den Auftritt von Künstlern er- meinde jährlich einen Minimalanleichtern will. teil ihrer Steuereinnahmen wie folgt INSERATE
Herzliche Gratulation
zum 93. Geburtstag Am Mittwoch, 5. Mai 2021 darf unser Vater, Grossvater und Schwiegervater
Hermann Spörri seinen hohen 93. Geburtstag feiern.
Wir freuen uns mit Dir und wünschen Dir alles Gute, Gesundheit und Gottes Segen. Geniesse diesen besonderen Tag und noch viele weitere. Deine ganze Familie, Freunde und Nachbarn gratulieren Dir ganz herzlich.
Leo Scherer (M.) präsentiert die Initiative. verwendet: Musikschule (2,9 %), kulturelle Aktivitäten (1,5 %), Gemeindebibliothek (1,3%), sportliche Aktivitäten (1,3 %), Freizeitangebote (1,5 %) und Leistungen an das Alter (0,8 %). Als Basis sind die Steuereinnahmen der natürlichen Personen in den drei Vorjahren vorgesehen. Damit werden die Beträge an die finanzielle Realität angepasst und Schwankungen berücksichtigt. Basierend auf der Rechnung 2020 wären dies 3,97 Millionen Franken oder 6,4 % des Steuerertrages von 62,4 Millionen Franken. Mit der Gefahr einer Negativspirale begründete Werner Kaufmann,
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Kultur und Sport
Dieter Minder
Präsident des Figurentheaters, sein Engagement für die Initiative. Die Aktivitäten des Figurentheaters wären gefährdet. Von dessen Vorstellungen haben unter anderen 200 Kinder der Schule Wettingen profitiert. «Kultur ist überlebenswichtig für Wettingen», stellte Marie Louise Reinert fest. Als Präsidentin der «Klangwelt Lägern» vertritt sie das Musikprogramm, das zum Gemeindejubiläum zusammengestellt worden war. Wegen der Pandemie musste es verschoben werden. Nun sollen die Konzerte in den nächsten Monaten im Reservoir Scharten 2 stattfinden.
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Seit 42 Jahren ist Karl Gruber Mitglied der Musikgesellschaft Harmonie Wettingen Kloster. «Wir sind von den Sparmassnahmen hart getroffen», sagt er. Innert zweier Jahre sei der Beitrag der Gemeinde von 15 000 auf 5000 Franken reduziert worden. «Die Generalversammlung hat den Jahresbeitrag der Mitglieder zwar um 50 % erhöht, aber wenn es so weitergeht, ist das Vereinsvermögen in vier bis fünf Jahren aufgebraucht.» Für Adrian Knaupp sind die Gemeindebeiträge an die Sportvereine nötig, damit die Sportlerinnen und Sportler ihre Leistungen erbringen können. «Deshalb ist es wichtig, dass mit dieser Initiative auch der Sport unterstützt wird.» Weiter verwies er auch auf das gemeinsame Angebot der Gemeindebibliothek und der Schule, von dem die Jugendlichen profitieren. Ebenso seien die älteren Leute auf eine lebendige Gemeinde angewiesen. Auf das Finanzierungsproblem der Zauberlaterne machte Christa Camponovo aufmerksam: Der Gemeindebeitrag ist nötig, damit der Kanton das Projekt auch unterstützt: «Dies ist der grössere Anteil.» Erstmals werden die Initianten am Freitag am Wochenmarkt auf dem Rathausplatz Unterschriften sammeln. Insgesamt haben sie 12 Monate Zeit, um mindestens 1250 gültige Unterschriften zusammenzubringen. Scherer hofft, dass die Zahl früher erreicht wird und dass viele Wettingerinnen und Wettinger das Vorhaben unterstützen: «Viele Unterschriften geben der Initiative viel Gewicht.»
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Setzen den Baum: (v.l.) Markus Schneider, Kirsten Ernst und Thomas Baumann.
Baden schenkt Wettingen einen Baum
Dank einer Aktion vom Naturama hat Wettingen nun eine neue Klimaoase. GABY KOST
Die Aktion Klimaoase vom Naturama regt Aargauer Gemeinden an, schattenspendende Bäume in Siedlungsgebieten zu pflanzen. Dabei beschenkt eine Klimaoase-Gemeinde eine andere Gemeinde. Am Freitag erhielt Wettingen von Baden einen Nussbaum. «Bis zu 150 Jahre alt und 30 Meter hoch kann ein Nussbaum werden», sagte Gemeinderätin Kirsten Ernst am vergangenen Freitag und bedankte sich beim Badener Stadtammann Markus Schneider für das Geschenk, einen Baum. Wettingen habe sich für einen Nussbaum entschieden, da er ein wertvoller Baum sei, der nicht nur wohlschmeckende Früchte und wertvolles Holz habe, sondern auch eine interessante Herkunftsgeschichte. Schon in der Antike wurde der Nussbaum von den Römern über die Alpen in die Schweiz gebracht. Nussbäume bilden eine weit ausladende, kugelförmige Krone, die einen Durchmesser von über 15 Metern erreichen kann. Sie bringen Schatten und mehr Grün zwischen Stein und Beton. «In ein paar Jahren wird dieser Baum an heissen Tagen in der Lage sein, die Luft unter seinem Blätterdach um gefühlte 15 Grad abzukühlen» führte Ernst aus. Die neue Klimaoase entsteht an der Kreuzung Margelstrasse/Feldeggstrasse. Nebst Schneider und Ernst packte auch Thomas Baumann, Projektleiter vom Naturama, eine Schaufel, um den von Mitarbeitern vom
Das Schild erinnert an die KlimaoaseAktion Gaby Kost Werkhof bereits vorbepf lanzten Baum mit Erde zuzuschaufeln. «Ein Nussbaum passt sehr gut hierher, denn das Klima wird in 50 Jahren durch den Wandel wie südlich von den Alpen sein» erklärte Baumann und schenkte Ernst eine Spritzkanne, damit der Baum bewässert werden kann. «Ich hoffe, dass möglichst viele Leute an dieser Stelle Nüsse sammeln werden und der Baum gross und markant wird», sagte Schneider. In der Tat kann ein Nussbaum bis zu 120 kg Nüsse jährlich abwerfen, was in 10 bis 12 Jahren für Pausen-Zvieris der Kinder vom Schulhaus Margeläcker sorgen wird. Die Projektidee «Aktion Klimaoase» stammt von Corinne Schmidlin aus Baden, die ebenfalls bei der Bepflanzung anwesend war. Der Hitzesommer 2018 war der Ausschlaggeber, denn da waren die Hitzetage in stark bebauten Gebieten besonders unangenehm. So entstand das Projekt Klimaoase im Naturama mit dem Ziel einer Anpassung an den Klimawandel in urbanen Gebieten. Unterstützt wird das Projekt vom Bund und vom Kanton (www.klimaoase.org).
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WETTINGEN/NEUENHOF
Er ist bekannt als Paul Attiger packte das Fieber für Saurer-Lastwagen in seiner Kindheit. In den letzten 55 Jahren sammelte der Wettinger alles, was mit den Nutzfahrzeugen zu tun hat – sogar richtige Gefährte. SIBYLLE EGLOFF
Ballone gehören zu jeder Jubiläumsfeier dazu.
zVg
Die KiTa feiert ihr 20-Jähriges
Die Kindertagesstätte Chlostergarte ist ins Jubiläumsjahr gestartet und blickt auf 20 Jahre zurück.
durchführen. Am 20. April wurden T-Shirts bemalt, am 20. Juni wird voraussichtlich ein Event für die ehemaligen Mitarbeitenden der KiTa durchgeführt. Dabei wird Marina Carisch, pädagogische Leiterin der KiTa, unter Auf stolze 20 Jahre blickt die KiTa anderem von drei pädagogischen Chlostergarte beim Klosterpark Fachfrauen, drei Lernenden und Wettingen mittlerweile zurück – einer Praktikantin unterstützt. eine Zeit, in der bereits mehrere Hundert Kinder die Betreuung in Geschichte und Jubiläumsangebot Die KiTa Chlostergarte war am 1. Anspruch genommen haben. Auch wenn das Coronavirus den April 2001 eröffnet worden. GestarAlltag weiterhin einschränkt – Ge- tet hat die Institution auf der Klosburtstag gefeiert wird dennoch. terhalbinsel Wettingen mit 10 bis Der Startschuss der Festivitäten 12 KiTa-Plätzen. fiel am 1. April, wo rund 20 KiTaIn der mittlerweile auf 18 Plätze Kinder und -Angestellte den Him- gewachsenen Kindertageseinrichmel über dem Klostergarten in ein tung sei auch der Kulturmix gebuntes Ballonmeer verwandelt währleistet, sodass man seit jeher haben. Höhepunkt des Nachmit- Kinder verschiedener Nationalitätags bildete die Taufe des Maskott- ten und Religionen betreut. chens «Gartli» am Brunnen im Vier Plätze sind für Babys im AlKlosterpark – die Puppe wird die ter ab drei Monaten reserviert, der KiTa durch ihr Jubiläumsjahr be- Rest wird durch Kinder bis Kindergleiten. garteneintrittsalter belegt. Die Verantwortlichen der KiTa Bis am 20. Mai noch übernimmt werden in den kommenden zwölf die KiTa Chlostergarte die EinMonaten jeweils am 20. Kalender- schreibegebühr im Wert von 150 tag weitere Überraschungsanlässe Franken für neue Kinder. (zVg)
Fein säuberlich stehen Hunderte von Lastwagenmodellen in verschiedenen Farben in der schwarzen Vitrine. Es scheint beinahe Stau aufzukommen, so dicht gedrängt reihen sich die Miniaturgefährte aneinander. «Die habe ich alle von Hand zusammengesetzt und angemalt», sagt Paul Attiger. In seinen Hobbyraum kommen aber nicht irgendwelche Lastwagen. Der 67-Jährige ist bekennender Saurer-Lastwagen-Fan. Neben Miniaturmodellen und Figuren sammelte der Wettinger in den vergangenen 55 Jahren auch Werbeartikel, Fotos, technische Unterlagen und Prospekte rund um die Nutzfahrzeuge aus Arbon, die von 1903 bis 1986 von der Adolph Saurer AG hergestellt wurden. Doch es blieb nicht nur bei der Kollektion zuhause. Attiger war so im Saurer-Fieber, dass er seinem VW-Käfer in den 1970er-Jahren eine selbst gebaute Saurer-Haube verpasste. «Meine Ausbildung als Carrosseriespengler kam mir dabei zugute», sagt Attiger und lacht. Das
«Acht bis zehn Jahre lang schraubte ich in der Freizeit am Saurer rum.» Auto war in Wettingen und der Region bald Kult und mit ihm auch sein Lenker. «Ich verdanke ihm meinen Übernamen ‹Saurer-Paul›. Noch heute gebe ich mich als diesen zu erkennen, wenn ich das Telefon abnehme.» Als Achtjähriger begleitete er Lastwagenchauffeure Seine Faszination für Lastwagen begann bereits im Kindergartenalter. «An schulfreien Tagen war ich immer auf den Baustellen, wo Lastwagen verkehrten, anzutreffen», erinnert sich Attiger. In den Schulferien durfte er mit den grossen
Im Saurer-Paradies: In Paul Attigers Hobbyraum Transportwagen der Firma Emil Schmid in Wettingen mitfahren. «Ich packte jeweils ein T-Shirt und ein paar Unterhosen in eine Tasche und reiste als Achtjähriger mit den Chauffeuren nach Dänemark, England, Deutschland und Frankreich», erzählt Attiger. Das habe früher problemlos geklappt. «An der Grenze fragte mich niemand nach meinem Ausweis. Das wäre heute unmöglich», sagt er und lacht. Die Erinnerungen an den Motorenlärm und den Geschmack des Öls in den Lastwagen würden ihn heute noch zum Schmunzeln bringen. Als Erwachsener entwickelte sich die Vorliebe weiter. Er liess sich in der Rekrutenschule zum Motorfahrer ausbilden. «Natürlich, um mit einem Saurer fahren zu können. Die Firma stellte nämlich auch Militärfahrzeuge her», sagt Attiger. Er wurde Spengler und verband so seine Leidenschaft mit seinem Beruf. Über 30 Jahre lang arbeitete er für die Carrosserie Neuenhof nur mit Lastwagen, Cars und Linienbussen. 1982 entdeckte er eingangs Zürich Altstetten einen alten verrosteten Saurer CR 1D und erstand ihn. «Er war über und über mit Brombeeren bewachsen. Das Fahrzeug davon zu befreien und zu putzen, dauerte schon einen ganzen Tag», sagt Attiger. Für die Restaurierung nahm er sich noch mehr Zeit. «Acht
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Saurer-Paul Motorsägekünstler, der vor mir ein Stück Holz zu einem Saurer-Lastwagen formte», sagt Attiger. Er habe es aber nie übertrieben mit seiner Leidenschaft. «Wenn es darum ging, Zeit mit der Familie zu verbringen, habe ich den Saurer-Lastwagen und den Hobbyraum links liegen gelassen.» Vor zehn Jahren trennte er sich vom eigenen Saurer-Lastwagen. «Er steht nun in Werner Gehrigs Sammlung in Rudolfstetten. Dort kann ich ihn immer besuchen.» Über 30 Jahre lang pflegte Attiger zudem Kontakte zur Saurer-Produktionsstätte in Arbon. «Über Fron-
stehen Lastwagen im Mittelpunkt.
Sibylle Egloff
Der rote VW Käfer mit Saurer-Haube gab ihm seinen Übernamen. Sibylle Egloff bis zehn Jahre lang schraubte ich am Wochenende und in der Freizeit daran rum.» Seine Frau Brigitte war am Anfang gar nicht begeistert, als sie vom neuen Projekt ihres Mannes erfuhr. «Als er mit dem Schrotthaufen ankam, habe ich mir schon gedacht, dass er nun tatsächlich seinen Verstand verloren hat», sagt sie und beide lachen. Vor zehn Jahren trennte er sich von seinem Saurer-Lastwagen Doch als sich das Gefährt langsam in einen schönen Saurer-Lastwagen verwandelte, liess sie die Zweifel hinter sich. Sie selbst teilt das Hobby mit ihrem Mann nicht, doch sie stand ihm niemals im Weg. Im Gegenteil: Viele Modelle, Fotos und Werbeartikel kaufte sie ihm. «Zu einem meiner Geburtstage organisierte sie mit unserer Tochter einen
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AUS DEM GEMEINDERAT
Die Wiedereröffnung wird am 30. April gebührend gefeiert.
Papiersammlung Mai Die nächste Papiersammlung findet am Samstag, 1. Mai, statt und wird durch die Jungwacht durchgeführt (Kontakttelefon 078 698 16 07). Sammelware bitte immer bündeln und verschnüren. Nur korrekt bereitgestelltes Papier bzw. korrekt bereitgestellter Karton «Die Firma Saurer hat wird übernommen. Grössere Mengen mich mein ganzes Leben oder Dimensionen von Karton, inslang begleitet.» besondere aus Gewerbebetrieben, sind weiterhin gebührenpflichtig der Kehrichtabfuhr oder direkt einem leichnam, wenn ich frei hatte, fuhr Altstoffhändler zu übergeben. ich in die Saurer-Fabrik. Über all die Jahre konnte ich in den Werkhallen Spielplatz Bifang – Wiedereröffnung viele Freundschaften schliessen. Zu- Spielgeräte wurden inzwischen insdem war ich für die Erweiterung talliert und die notwendigen Anpasmeiner Sammlung direkt an der sungen der Umgebung vorgenomQuelle», erzählt Attiger. Es war ein men. Die Bepflanzung im Bereich Schock für ihn, als er am 2. März der ehemaligen Kletterwand ist für 1982 in der Tagesschau vom Ende Mitte Mai vorgesehen. Dennoch der Lastwagenproduktion am Bo- steht der Wiedereröffnung des Spieldensee vernahm. «Ich hätte nie da- platzes nichts mehr im Wege und er mit gerechnet. Ich erhielt viele An- kann somit ab sofort freigegeben rufe. Die Leute wollten sich verge- werden. Unter Berücksichtigung der aktuellen Sicherheitsverordnungen wissern, ob das auch wahr sei.» Saurer-Paul begrub seine Faszina- soll daher die Wiedereröffnung nun tion mit dem Ende der Fabrik nicht. gebührend gefeiert werden. Am Er sammelte weiter und fuhr jedes Freitag, 30. April, von 14 bis 16 Uhr Jahr Ende August an die Saurer-Old- erwarten das Team der Quartiertimer-Treffen nach Sursee. Seit zwei Spielanimation und eine kleine Jahren ist er pensioniert und hat Überraschung die Kinder. nun mehr Zeit, sich mit all den zahlreichen Saurer-Geschenken von Quartier-Spielanimation Neuenhof – Freunden und Familie zu beschäfti- Frühling/Sommer Auch im Frühling/ gen. «Die Firma Saurer hat mich Sommer ist die Jugendarbeit Neumein ganzes Leben begleitet und enhof mit einem Wagen voller Spielmir beruflich sowie privat Freude sachen in den Quartieren von Neubereitet», sagt Attiger. Und das Last- enhof unterwegs und animiert die wagenfieber hat nun auch die Kinder zum Spielen. Flugblätter mit nächste Generation gepackt. Attiger den Präsenzzeiten werden in den blickt auf ein eingerahmtes Bild in vier Quartieren Bifang, Lindenstrasseinem Hobbyraum. Es zeigt das se, Althof und Webermühle in die Signet der Saurer-Lastwagen in Briefkästen der Anwohner verteilt. blauer Farbe. «Das hat unser Enkel Genauso wie die Kinder freut sich Janik als Fünfjähriger gezeichnet», auch die Jugendarbeit Neuenhof auf sagt der Grossvater stolz. Wenn der die Begegnungen. Die genauen Kleine einen Saurer-Lastwagen auf Daten sind auch auf der Gemeindeder Strasse sehe, mache er immer Webseite unter der Rubrik Aktuelein Foto davon. «Er zeigt es mir les (www.neuenhof.ch/aktuelles) zu dann immer voller Freude und finden. nervt seine Eltern damit. Die Saurer-Geschichte geht in meiner Fami- SBB Tageskarten – für 45 Franken lie also weiter.» durch die ganze Schweiz Mit der Ta-
zVg
geskarte SBB kann man einen Tag lang kreuz und quer durch die Schweiz reisen. Sie berechtigt am Geltungstag zu beliebigen Fahrten in der 2. Klasse auf den Strecken des GA-Bereiches (SBB-Netz, Regionalbus wie RVBW, Postauto, Tram, Schiff und viele Privatbahnen). Die Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde Neuenhof profitieren seit Jahren von diesem Angebot. Der Gemeinderat Neuenhof hat für das Jahr 2021 wiederum Tageskarten angeschafft, welche für 45 Franken erhältlich sind. Pro Tag stehen zwei Karten zur Verfügung. Die Tageskarten können direkt unter www. neuenhof.ch oder telefonisch beim Gemeindebüro Neuenhof (056 416 21 40) reserviert werden. Die Gemeinde Neuenhof bietet für die Tageskarten ausserdem ein Last-Minute-Angebot an. Dies bedeutet, dass nicht vorreservierte Tageskarten am Vortag des Reisetages, jeweils eine Stunde vor Schalterschluss, beim Gemeindebüro Neuenhof zum reduzierten Preis von 29 Franken bezogen werden können (für Sonntag und Montag gilt der Freitag). Publikation von Gesuchen um ordentliche Einbürgerung Folgende Personen haben bei der Gemeinde Neuenhof ein Gesuch um ordentliche Einbürgerung gestellt: Arbnore Ajdari, 1982, kosovarische Staatsangehörige, Wiesenstrasse 9, Neuenhof mit den Kindern Shabani, Bleanit, 2003 und Ajdari, Alea, 2017; Florentin Ahmeti, 1995, kosovarischer Staatsangehöriger, Weststrasse, 12 Neuenhof; Serpil Samanci, 1978, türkische Staatsangehörige, Glärnischstrasse 19, Neuenhof; Blerta Bytyqi, 2004, kosovarische Staatsangehörige, Weststrasse 5, Neuenhof. Jede Person kann innert 30 Tagen seit der amtlichen Publikation dem Gemeinderat eine schriftliche Eingabe zum Gesuch einreichen. Diese Eingaben können sowohl positive wie negative Aspekte enthalten. Der Gemeinderat wird die Eingaben prüfen und in seine Beurteilung einfliessen lassen.
Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Wettingen-Neuenhof Redaktionsteam: Etzelstrasse 22 Pfr. S. Burkhard 5430 Wettingen Pfr. L. Fischer-Lamprecht 056 437 30 30 Sekretariat: N. Bischof www.ref-wett-nhf.ch
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Info-Anlass Seniorenferien 2021
Fiire mit de Chliine
Der Informationsanlass kann nur stattfinden, wenn das generelle Veranstaltungsverbot aufgehoben wird.
Wir feiern 2021 an folgenden Sonntagen jeweils um 11 Uhr in der reformierten Kirche in Wettingen: 30. Mai 5. September 14. November
Zielgruppe sind Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren mit ihrer Familie. Kommen darf aber jeder, der mag. Im Anschluss gibt es normalerweise ein kleines Zmittag im Kirchgemeindehaus. Im Moment sind diese aufgrund der Corona-Krise ausgesetzt.
G ot tesdiens te Sonntag, 2. Mai 9.30 Wettingen Pfr. Lutz Fischer-Lamprecht
Das unerhörte Wort Gottes und die Kirche
Kollekte: ACAT, Aktion Menschenrechte Sonntag, 9. Mai 9.30 Wettingen Pfr. Stefan Burkhard Kollekte: Arbeitsgruppe Christen und Energie Donnerstag, 13. Mai, Auffahrt 10.30 Neuenhof Pfr. Lutz Fischer-Lamprecht Kollekte: Schweizerische Stiftung für Taubblinde Sonntag, 16. Mai 9.30 Wettingen Pfrn. Kornelia Baumberger-Dängeli Kollekte: Protestantisch-kirchlicher
«Die Schlange im Paradies» «Mose teilt das Meer» «Ein Afrikaner wird getauft»
Mittwoch, 12. Mai 2021, 14.30 Uhr, kleiner Saal, ref. Kirchgemeindehaus Wettingen
Alle Interessierten sind herzlich willkommen zum ersten Info-Treffen für die diesjährige ökumenische Ferienwoche im Hotel Artos in Interlaken BE. Termin der Ferienwoche: Samstag, 28. August, bis Samstag, 4. September 2021
Anmeldetalons sind am Infoanlass direkt erhältlich. Wer nicht am Info-Treffen vom 12. Mai 2021 teilnehmen kann, setzt sich bitte telefonisch oder via E-Mail mit Yvonne Keller, Telefon 056 437 30 33, yvonne.keller@ref-wettnhf.ch in Verbindung. Anmeldeschluss: Dienstag, 25. Mai 2021 (nach Pfingsten). Der Corona-Krisenstab empfiehlt allen Teilnehmenden, sich vorgängig gegen Corona impfen zu lassen!
Sommerlager zum Thema «Harry Potter»
Hilfsverein
Wir hätten noch immer etwas zu sagen, wenn wir nur etwas zu sagen hätten! Aber wir haben derzeit gar nichts zu sagen! Obwohl: Im Anfang war das Wort! Und das Wort erging an Elija. Und das Wort erging an Jesaja. Und das Wort erging an Jeremia. Und das Wort erging an Ezechiel. Und das Wort erging an mich:
(Joh 1,1) (1. Kön 18,1) (Jes 38,4) (Jer 1,11) (Ez 1, 3) (Jer 1,4; Ez 11,14)
«Wir haben heut nichts mehr zu sagen! Obwohl wir durchaus noch etwas zu sagen hätten, wenn man das Wort uns nur gäbe und das Gehör uns nur schenkte. Aber so wird es nun still; und das Wort lässt sich nicht finden, selbst wenn man es will. Das Wort zieht sich ins Schweigen zurück! Unerhört!»
Sonntag, 23. Mai, Pfingsten 9.30 Wettingen
Perspektivenwechsel
Pfrn. Renate Bolliger König Flurin Cuonz, Violoncello; Jonas
Mir Mönsche säge: «Itz längt’s! Mir hei gnueg!»
Hablützel, Orgel Kollekte: Frauenhaus der Kantone
Öpper angers seit: «Es längt gäng no! Dir heit gnueg!»
Aargau und Solothurn Sonntag, 30. Mai 9.30 Wettingen Pfrn. Kornelia Baumberger-Dängeli 10.30 Neuenhof Pfrn. Kornelia Baumberger-Dängeli Kollekte: Aargauische Evangelische Frauenhilfe
In der ersten Sommerferienwoche vom 3. bis 10. Juli findet wieder das Sommerlager für Kinder statt. Die detaillierten Lagereinladungen mit Anmeldetalon sind auf dem Sekretariat oder via Homepage www.ref-wett-nhf.ch erhältlich. Diese werden auch auf verschiedenen Wegen verteilt oder verschickt. Eine kurzfristige Absage des Lagers aufgrund der CoronaKrise kann nicht völlig ausgeschlossen werden. Für Fragen wenden Sie sich an Pfr. Lutz Fischer-Lamprecht, Tel. 056 437 30 51.
Stefan Burkhard Gewiss ist es fast noch wichtiger, wie der Mensch das Schicksal nimmt, als wie es ist. Wilhelm von Humboldt (1767–1835)
KILLWANGEN
WOCHE NR. 17 DONNERSTAG, 29. APRIL 2021
AUS DEM GEMEINDERAT Gleitzeit Personal Der Gemeinderat wird von einzelnen Einwohnerinnen und Einwohnern immer wieder auf die Aktivitäten (Hundespaziergang, Rauchpausen etc.) des Personals angesprochen. Der Gemeinderat möchte klarstellen, dass solche Aktivitäten ausserhalb der Arbeitsund Öffnungszeiten stattfinden. Für das Personal der Gemeinde Killwangen gilt gleitende Arbeitszeit, was bedeutet, dass sich sämtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausserhalb der Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung uneingeschränkt bewegen dürfen. Absage Seniorenausflug Leider hat sich die Situation im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie noch immer nicht wie gewünscht verbessert. Der Gemeinderat sieht sich deshalb leider gezwungen – zum Schutz aller Beteiligten –, auch den diesjährigen Seniorenausflug abzusagen. Man hofft sehr, diesen traditionellen Anlass im nächsten Jahr endlich wieder durchführen zu können.
Erneute Urnenabstimmung Der Gemeinderat sagt die Sommergmeind ab und lässt wiederum an der Urne abstimmen. Die Politinfo wird durchgeführt. MELANIE BÄR
«Im Durchschnitt nahmen in den letzten Jahren zirka 100 Personen pro Einwohnergemeindeversammlung teil. Aufgrund der Schutzmassnahmen könnten wir in der Mehrzweckhalle Zelgli jedoch nur für maximal 70 Personen Platz bieten», sagt Gemeindeammann Werner Scherer (SVP). Ein Ausweichen in grössere Räumlichkeiten, etwa in Nachbargemeinden, erachtet der Gemeinderat als nicht sinnvoll. «Wir gehen davon aus, dass viele Stimmbürger nicht kommen würden, weil der Weg sie abschreckt», so Gemeinderat Jürg Lienberger (parteilos). Die Gemeinde hätte für den Transport sorgen müssen. «Das wäre mit viel Organisation und Kosten verbunden gewesen», so Scherer. «Zudem wollen wir allen die Möglichkeit geben, sich an der Abstimmung beteiligen zu können, ohne sich einschränken zu müssen», begründet auch Gemeinderat Markus Schmid (CVP). Einstimmig hat der Gemeinderat deshalb beschlossen, auf die Durchführung der Gemeindeversammlung am 23. Juni zu verzichten und stattdessen wie schon im vergangenen Jahr an der Urne abstimmen zu lassen. In den anderen Limmatwelle-Gemeinden ist geplant, die Gemeindeversammlung im Juni wiederum vor
Der Gemeinderat (im Bild ohne Vizepräsident Walter Hubmann) tagt aufgrund der Schutzmassnahmen zurzeit im Saal des Kirchgemeindehauses (26.4.2021). Melanie Bär Ort durchzuführen. Sie alle haben Räumlichkeiten mit genug Platz, um die vorgeschriebenen Schutzvorkehrungen einzuhalten, die sich bewährt hätten. «Die Meinungsbildung kann im Rahmen der Gemeindeversammlung sichergestellt werden», so der Spreitenbacher Gemeindeschreiber Jürg Müller. Auf eine vorgängige Informationsveranstaltung verzichtet man in Spreitenbach und Neuenhof hingegen. Würenlos führt sowohl die Infoveranstaltung als auch die Gemeindeversammlung vor Ort durch. Zur Meinungsbildung wird in Killwangen die Politinfo durchgeführt, je nach Anzahl Anmeldungen mehrmals. Abstimmung an der Urne über nicht aufschiebbare Traktanden Von Gesetzes wegen darf an der Urne nur über jene Geschäfte der Gemeindeversammlung abgestimmt werden, die keinen Aufschub zulassen. Dazu gehören in Killwangen die Jahresrechnung, die Kreditabrechnung Knoten Fadacker, das Parkierungsreglement, der Kreditantrag SBB für die Zufahrt zur Abwasserreinigungsanlage (ARA)
Archiv
Meierbädli bis auf Weiteres geschlossen Im gleichen Zusammenhang hat der Gemeinderat wiederum schweren Herzens entschieden, das «Meierbädli» bis auf Weiteres geschlossen zu halten. Die momentan geltenden Regelungen für den Betrieb von Sport- und Freizeitanlagen bedeuten einen nicht umsetzbaren Aufwand für die Gemeinde. Sollte sich die Lage verbessern, wird der Gemeinderat die Situation neu beurteilen. Der Gemeinderat dankt für das Verständnis.
Folgende Personen, welche in Killwangen wohnhaft sind, werden im Mai 70 Jahre und mehr. Der Gemeinderat gratuliert herzlich und wünscht alles Gute. Maria Löliger-Rohr Günter Büchner-Kapahnke Metie Mehmeti Peter Hauck-Lorch Johann Frei-Lodder Verena Noser-Bürgin Jürgen Raissig-Matthey Hannelore Arndt Johanna Widmer-Blaser Marco Ferrari-Roggo Ferdinando Cortesi-Schaller Oswald Schaub-Flückiger Heinz Urfer-Grögli
sowie die Festlegung der Gemeinderatsbesoldung für die Amtsperiode 2022–2026. Über die von der CVP gewünschte Einführung einer Geschäftsprüfungskommission darf aufgrund der Bestimmungen hingegen nicht an der Urne abgestimmt werden. Um das Thema trotzdem aufzugreifen, will der Gemeinderat der Bevölkerung an der Politinfo ihren Antrag dazu präsentieren. «Denn wir begrüssen es, wenn Geschäfte vor der Abstimmung nochmals von einer Kommission angeschaut werden, bevor sie zur Abstimmung kommen», sagt Hanspeter Schmid (parteilos). «Schliesslich soll der Vorstoss helfen, dass mehrheitsfähige Geschäfte präsentiert und sinnlose Referenden verhindert werden», doppelt Markus Schmid nach. Zwar verzögert sich nun die Abstimmung. Trotzdem will der Gemeinderat bei einem Ja an der Wintergmeind und später an der Urne mit der Einführung der GPK nicht nochmals eine Amtsperiode abwarten. In diesem Fall will er danach Ersatzwahlen durchführen, um die Kommission vorher zu bilden. INSERATE
GLÜCKWÜNSCHE ZUM GEBURTSTAG Bleibt weiterhin geschlossen.
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31. / 95 Jahre 23. / 82 Jahre 05. / 80 Jahre 15. / 80 Jahre 17. / 79 Jahre 19. / 78 Jahre 15. / 77 Jahre 14. / 75 Jahre 20. / 75 Jahre 19. / 74 Jahre 04. / 71 Jahre 02. / 70 Jahre 14. / 70 Jahre
GEMEINDE KILLWANGEN
Baugesuch Bauherrschaft:
Grundeigent.: Bauobjekt:
Bauvorhaben:
Irhan Bedzeti Buechbühlstrasse 15a 8956 Killwangen do. Buechbühlstrasse 15a, 8956 Killwangen (Parz. Nr. 1148) Umbau (Teilverglasung) Windschutzverglasung
Das Baugesuch liegt vom 29. April 2021 bis 31. Mai 2021 während den ordentlichen Schalteröffnungszeiten öffentlich auf der Gemeindekanzlei zur Einsichtnahme auf. Einsprachen sind innert der Auflagefrist an den Gemeinderat Killwangen zu richten. Eine Einsprache hat schriftlich zu erfolgen und muss einen Antrag sowie eine Begründung enthalten.
Ersatzwahl eines Mitgliedes des Gemeinderates 2. Wahlgang, Rest der Amtsperiode 2018 – 2021 Nachdem innert der 5-tägigen Nachmeldefrist für den offenen Sitz im Gemeinderat keine weiteren Anmeldungen eingereicht worden sind, hat die anordnende Behörde gemäss § 33 Abs. 2 GPR in stiller Wahl als gewählt erklärt: Mayr Adrian geb. 1971, von Lüsslingen SO, Kirchstrasse 87, parteilos. Gegen diese Wahl kann gemäss § 66 ff GPR bis spätestens am 3. Tag nach der Publikation im Amtsblatt des Kantons Aarau beim Departement des Innern, Frey-Herosé-Strasse 12, 5000 Aarau, Beschwerde erhoben werden.
Amtsperiode 2022 bis 2025 Gesamterneuerungswahlen Gemeindebehörden 1. Wahlgang: 26. September 2021 Wahl von 5 Mitgliedern des Gemeinderates Wahl von Gemeindepräsident/in und Vizepräsident/in Wahl von 7 Mitgliedern der Finanzkommission Wahl von 7 Mitgliedern der Geschäftsprüfungskommission Wahl von 3 Mitgliedern der Steuerkommission Wahl von 1 Ersatzmitglied der Steuerkommission Wahl von 6 Mitgliedern des Wahlbüros Wahl von 2 Ersatzmitgliedern des Wahlbüros 2. Wahlgang: 28. November 2021 Dieser Termin ist notwendig, sofern im ersten Wahlgang nicht alle Behörden und Kommissionen vollständig gewählt werden können. Anmeldeverfahren Für die Wahl in die genannten Behörden und Kommissionen kann jede in Spreitenbach stimmberechtigte Person vorgeschlagen werden (§ 30 des Gesetzes über die politischen Rechte, GPR). Als Gemeindepräsident/in oder Vizepräsident/in kann eine Person nur vorgeschlagen werden, wenn sie gleichzeitig als Gemeinderat/Gemeinderätin vorgeschlagen wird (§ 27a GPR). Wahlvorschläge sind gemäss § 29a GPR und § 21b der Verordnung über die politischen Rechte (VGPR) von 10 Stimmberechtigten der Gemeinde Spreitenbach zu unterzeichnen und bei der Gemeindekanzlei, Poststrasse 13, Spreitenbach, bis spätestens am 13. August 2021, 12.00 Uhr, einzureichen. Die erforderlichen Formulare können bei der Gemeindekanzlei bezogen oder auf www.spreitenbach.ch im OnlineSchalter im Bereich der Gemeindekanzlei heruntergeladen werden.
Wahlbüro Spreitenbach
Pikettdienst während Auffahrt Donnerstag, 13. Mai 2021 (Auffahrt) sowie am Freitag, 14. Mai 2021 bleiben sämtliche Büros der Gemeindeverwaltung und des Werkhofes geschlossen. In dringenden Fällen können erreicht werden: Polizei: Tel. 117 Bestattungsamt (ausschliesslich Todesfälle): Tel. 079 369 39 92 Störungsdienst: – Elektrizitätsversorgung Tel. 056 402 00 55 – Wasserversorgung Tel. 056 402 01 77 – Kommunikationsnetz Tel. 056 410 21 20 Wir danken für Ihr Verständnis. Gemeinderat und Personal
Weiterführende Informationen sind dem GPR, der zugehörigen Verordnung und dem Unvereinbarkeitsgesetz zu entnehmen. Die Gemeindekanzlei steht bei Fragen gerne zur Klärung zur Verfügung. Gemeinderat Spreitenbach
Spreitenbach
Bauausschreibung BG Nr: Bauherr:
3218 Salt Mobile SA, c/o Swiss Infra Services SA, Thurgauerstrasse 136, 8152 Opfikon Bauobjekt: Erweiterung der bestehenden Mobilfunkanlage, überarbeitetes Standortdatenblatt Baustelle: Shopping-Center 7 Parzelle: 2745 Zusatzbew.: Departement Bau, Verkehr und Umwelt
Die öffentliche Auflage erfolgt vom 3. Mai 2021 bis 1. Juni 2021 auf der Bauverwaltung, Gemeindehaus, Spreitenbach. Allfällige Einwendungen können während der nicht erstreckbaren Auflagefrist beim Gemeinderat, 8957 Spreitenbach eingereicht werden. Zustelladresse: Bauverwaltung, Poststrasse 13, 8957 Spreitenbach. Sie haben einen Antrag und eine Begründung zu enthalten. Gemeinde Spreitenbach
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WOCHE NR. 17 DONNERSTAG, 29. APRIL 2021
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AUS DEM GEMEINDERAT Fahrplanverfahren Zürcher Verkehrsverbund Zum Fahrplanverfahren des Zürcher Verkehrsverbunds ZVV hat der Gemeinderat folgende Punkte eingebracht: • Bereinigung der Benennung der Haltestellennamen von Limmattalbahn und Ortsbus mit konkreten Vorschlägen zur effektiven Namensgebung • Anschlusssicherung an den ersten RVBW-Linien-4-Kurs morgens sowie Anschlusssicherung an die letzten zwei RVBW-Linien-2-Kurse abends durch Verlängerung eines LTB-Kurses auf ganzer ordentlicher Linienführung • Prüfung eines Viertelstundentaktes beim Ortsbus ab 21.30 Uhr am Freitag- und Samstagabend; allenfalls auch werktags Bezüglich Tarifeinheit (ZVV/A-Welle/Ortsbus) ist festgestellt worden, dass hier weiterer Handlungsbedarf besteht, was jedoch in einem anderen Verfahren zu klären ist.
rige, Groppenackerstrasse 5 c; Albunit Sulejmani, geb. 1995, Elvira Sulejmani, geb. 2000, Erblin Sulejmani, geb. 2004, alle serbische Staatsangehörige, Langäckerstrasse 1. Jede Person kann innert 30 Tagen seit der amtlichen Publikation dem Gemeinderat eine schriftliche Eingabe zum Gesuch einreichen. Diese Eingaben können sowohl positive wie negative Aspekte enthalten. Der Gemeinderat wird die Eingaben prüfen und in seine Beurteilung einfliessen lassen.
Baubewilligungen sind erteilt worden an Yin Theaven und Ngo Rachana, Spreitenbach, für Terrassenverglasung, Boostockstrasse 8; Stockwerkeigentümergemeinschaft Tivoli, c/o Shoppi Tivoli Management AG, Spreitenbach, für digitale Parkleitanzeige Shoppi Tivoli AG, Landstrasse; Interswiss Immobilien AG, c/o Credit Suisse, Zug, für Verlängerung Schwalbenschwanzdach, ShoppingAbsage Politapéro Der für den 25. Center 5; StockwerkeigentümergeMai geplante Politapéro findet auf- meinschaft Tivoli, c/o Shoppi Tivoli grund der anhaltenden Pandemie- Management AG, Spreitenbach, für Erneuerung Kundentoiletten, Saniesituation nicht statt. rung Raucher Lounge, Tivoli 5. Publikation von Gesuchen um ordentliche Einbürgerung Folgende in Sprei- Verkehr mit Gemeindeverwaltung und tenbach wohnhafte Personen haben -werken Die Bevölkerung wird anbei der Gemeinde Spreitenbach ein gehalten, nach wie vor zur BekämpGesuch um ordentliche Einbürge- fung der Pandemie Sachgeschäfte rung gestellt: Yusuf Besun, geb. mit der Gemeindeverwaltung und 2005, türkischer Staatsangehöriger, den Gemeindewerken ausschliessLangäckerstrasse 56; Dion Bytyqi, lich per E-Mail, Briefpost oder Telegeb. 2008, kosovarischer Staatsan- fon zu klären. gehöriger, Bahnhofstrasse 96; Mehmet Roni Erhalaç, geb. 1979, Gülay Termine 10. Mai, 17 Uhr: unentgeltErhalaç geb. Kocahal, geb. 1982, liche Rechtsauskunft, nur telefoPelin Erhalaç, geb. 2006, Asmin Er- nisch möglich zwischen 17 und 18 halaç, geb. 2010, Selin Erhalaç, geb. Uhr. Bitte aktuelle Telefonnummer 2010, alle türkische Staatsangehö- auf der Homepage beachten.
Adrian Mayr stellte sich als Einziger im zweiten Wahlgang zur Verfügung.
Mayr ist «still» gewählt Adrian Mayr ist neuer Gemeinderat und übernimmt das Ressort Soziales.
MELANIE BÄR
Vier Spreitenbacher stellten sich Ende März im ersten Wahlgang fürs Amt als Gemeinderat zur Verfügung. Drei davon traten im zweiten Wahlgang nicht mehr an. Weil sich innerhalb der Nachmeldefrist keine zusätzliche Person bewarb, wurde Adrian Mayr (parteilos) Mitte vergangener Woche in stiller Wahl zum Gemeinderat ernannt. Er hat in seinen Ferien davon erfahren und im kleinen Rahmen darauf angestossen. Am Montag nahm er an seiner ersten Gemeinderatssitzung teil. Ein positiver Einstieg, wie er sagt: «Ich wurde gut aufgenommen und habe das Klima als sehr gut und angenehm empfunden.» Mayr übernimmt das Ressort Sozialwesen von Gemeinderat Edgar Benz (SVP), das er zusätz-
lich zum Ressort Werke, Infrastruktur und Verkehr interimsmässig führte. Dies, weil seit dem überraschenden Abgang vom ehemaligen Gemeinderat und späteren Gemeindepräsidenten Marcel Lang ein Gemeinderatssitz vakant war. Aufgrund eines Interessenskonflikts – Mayrs Frau ist Leiterin der Spitex Spreitenbach-Killwangen – bleibt der Bereich Gesundheit bei Benz, stattdessen wird Mayr den Bereich Verkehr von Benz übernehmen. Nach rund einjähriger Vakanz ist der Gemeinderat nun wieder komplett. Allerdings muss nach der Wahl von Markus Mötteli (CVP) als Gemeindepräsident das Vizepräsidium neu vergeben werden. Die Meldefrist läuft bis am Freitag. Bis Redaktionsschluss reichte einzig Gemeinderätin Doris Schmid (FDP) im Wahlbüro ihre Anmeldung ein. Für Mayr, der sich nach seiner Wahl auch zur Verfügung stellen könnte, ist eine Kandidatur kein Thema.
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LESERFOTO «In diesen schwierigen Zeiten muss man lernen, die Schönheit um sich herum zu geniessen», schreibt Leserin Galyna Skabyk aus Spreitenbach zu ihrem Foto. Haben auch Sie ein tolles Sujet in der Region aufgenommen? Dann schicken Sie uns das Foto (im JPG-Format und in der Grösse von mind. 1 MB) an redaktion@limmatwelle.ch.
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WÜRENLOS AUS DEM GEMEINDERAT für die Anforderungen bezüglich Covid-19 aufwenden musste. Die Schulpflege dankt allen, welche die Schule in den vergangenen zwei Jahren unterstützt haben, im Besonderen aber der Schulleitung!
Das neue Leitungsmodell, verbunden mit den diesbezüglichen Neubesetzungen innerhalb der Schulleitung. Nachevaluation und Neuorganisation der Führungsstrukturen Nachevaluation: Grüne Ampel Vor zwei Jahren hat die Schulpflege über die Ergebnisse der Externen Schulevaluation (ESE) orientiert. Damals wurde einer der sieben überprüften Bereiche – die Schulführung – mit einer roten Ampel bewertet. Die Beanstandungen bezogen sich einerseits auf die Führungsstruktur; diese war nicht mehr an die Grösse und die Komplexität der stark gewachsenen Schule angepasst. So konnte die damalige Schulleitung für das Führen und Entwickeln des Personals mittels regelmässiger Unterrichtsbesuche und Mitarbeitendengespräche nicht die notwendige Zeit aufbringen. Andererseits stufte die ESE das Herstellen und das Sicherstellen von Verbindlichkeiten als mangelhaft ein. Eine solche Beurteilung hat automatisch zur Folge, dass sich die Schulführung in Kooperation mit der kantonalen Schulaufsicht auf einen Entwicklungsprozess einlässt, welcher eine Verbesserung der beanstandeten Bereiche zum Ziel hat. In der Zwischenzeit haben Schulpflege und -leitung viel Energie in die Reorganisation der Schulführung investiert. Ein erster Meilenstein hierbei war die Einführung des neuen Leitungsmodells, verbunden mit den diesbezüglichen Neubesetzungen innerhalb der Schulleitung.
Im Weiteren wurden sämtliche Leitungsaufgaben und -abläufe überprüft und gegebenenfalls optimiert. Dieser Prozess war insgesamt sehr aufwändig, aber besonders das neue Schulleitungsteam und auch die Behörden waren sehr unterstützend. Zudem zog auch das Lehrpersonenkollegium wohlwollend und aktiv mit, was für Verbesserungen, beispielsweise in der obenerwähnten «Verbindlichkeit», unabdingbar war. Das engagierte Vorgehen hat sich erfreulicherweise als zielführend und nachhaltig erwiesen. Die im März durchgeführte Nachevaluation durch die ESE brachte ein sehr gutes Ergebnis: Die Ampel in der Schulführung leuchtet wieder grün! Schulpflege und Schulleitung sind stolz über das Ergebnis und das Geleistete. Neuorganisation der Führungsstrukturen Gemäss dem Volksentscheid vom 27. September 2020 über die Neuorganisation der Führungsstrukturen der Volksschulen wird die Schulpflege auf Ende 2021 aufgehoben. Ab dem 1. Januar 2022 übernimmt der Gemeinderat die Gesamtverantwortung. Alle Kompetenzen und Aufgaben der Schulpflege werden auf ihn übertragen. Die Entwicklung und die Führung der Schule über Strategie und Finanzen erfolgen künftig aus einer Hand. Mit dem Systemwechsel führen neu
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drei und nicht mehr vier Instanzen die Schule: Kanton, Gemeinderat und Schulleitung. Der Gemeinderat Würenlos hat zur Erarbeitung eines Konzepts für die Umsetzung der neuen Führungsstruktur eine Arbeitsgruppe eingesetzt. Als Ressortvorsteherin Bildung leitet diese Gemeinderätin Barbara Gerster. Mit dabei sind zudem Schulpflegepräsident Rainer Kirchhofer und Gesamtschulleiter Lukas Müller. Grundsätzlich orientiert man sich an den kantonalen Empfehlungen, welche Delegationen an die Schulleitungen dort vorschlagen, wo diese möglich sind. Bestimmte Bereiche werden nicht delegiert. Hier wird künftig auf die Unterstützung einer Kommission gesetzt, welche eine beratende Funktion ausüben wird. Im Nachhinein erwies sich der Aufarbeitungs- und Neuerungsprozess in Zusammenhang mit der Nachevaluation als sehr wertvoll, konnten doch die vielfältigen Anpassungen auch unter der Perspektive der Neuorganisation der Führungsstrukturen gezielt beurteilt und adaptiert werden. Die Führung der Schule Würenlos ist also gut unterwegs Dennoch soll an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass die neue Schulleitung darüber hinaus auch den Neuen Aargauer Lehrplan einführen, die Neuressourcierung umsetzen und viel Zeit
Info-Abend für die Bevölkerung – Teilnahme mit vorgängiger Anmeldung Der Gemeinderat führt am Dienstag, 11. Mai, um 19.30 Uhr im Gmeindschäller einen Info-Abend für Bevölkerung, Parteien und Kommissionen durch. Die Durchführung von solchen Informationsveranstaltungen zur politischen Meinungsbildung sind gemäss Covid-19-Verodnung erlaubt. Allerdings ist die Teilnehmerzahl auf 50 Personen beschränkt. Die bekannten Schutzmassnahmen (Maskentragpflicht, Abstand halten, Erhebung der Kontaktdaten) müssen eingehalten werden. Dem Gemeinderat ist es auch unter diesen Umständen ein Anliegen, Interessierte über die wichtigsten Traktanden der kommenden Einwohnergemeindeversammlung vom 8. Juni zu informieren und dazu Fragen beantworten zu können. Ferner wird über den Stand einzelner Projekte informiert, so unter anderem über den Stand der Planungen und Arbeiten betreffend Alterszentrum, die Aushubdeponie «Steindler», die neuen Führungsstrukturen der Schule Würenlos ab 1. Januar 2022, den Umbau des Gemeindehauses und die Gesamtrevision Allgemeine Nutzungsplanung. Der Info-Abend wird wie folgt organisiert: • Durchführung im Gmeindschäller mit maximal 50 Personen unter Einhaltung der Corona-Schutzmassnahmen • Für die Teilnahme vor Ort ist zwingend eine Anmeldung erforderlich • Anmeldungen sind bis spätestens Montag, 10. Mai, an die Gemeindekanzlei (gemeindekanzlei@wuerenlos.ch oder 056 436 87 20) unter Bekanntgabe des Namens, des Vornamens, der E-Mail-Adresse und der Telefonnummer der teilnehmenden Person zu richten. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Einganges berücksichtigt • Der InfoAbend wird für diejenigen, die keinen Platz mehr haben oder die Veranstaltung lieber von zu Hause mitverfolgen möchten, live übertragen. Der Link für den Livestream wird rechtzeitig auf der Website www.wuerenlos.ch unter «Aktuelles» aufgeschaltet. Bei Fragen steht die Gemeindekanzlei gerne zur Verfügung.
WOCHE NR. 17 DONNERSTAG, 29. APRIL 2021
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Gegner wollen keine Mediation Die Gegner der Deponie «Steindler» wollen keinen Marschhalt bei der Realisierung der Aushubdeponie. Sie fordern den Gemeinderat auf, das Gesuch für den Richtplaneintrag ganz zurückzuziehen. MELANIE BÄR
Vergangene Woche teilte der Würenloser Gemeinderat mit, dass er den Antrag auf Richtplananpassung auf unbestimmte Zeit sistiert hat. Dies als Reaktion auf die deutliche Ablehnung, die sich im kantonalen Mitwirkungsverfahren gegen die vorgesehene Aushubdeponie «Steindler» gebildet hatte. Ehe er aber endgültig über das Vorhaben entscheidet, will er die von der Dereba AG gewünschte Mediation abwarten (die Limmatwelle berichtete). Als «Zeitschinden» und «Salamitaktik» bezeichnet die IG «Nein zur Aushubdeponie Steindler/Teuermoos» dieses Vorgehen, wie Roger Moser von der IG schreibt. Die IG sieht sich als Vertreterin der Gegnerschaft und für sie komme eine Mediation nicht in Frage. «Es gibt absolut keinen Spielraum für Verhandlungen. Für die Gegner kommt auch kein Kompromiss für eine kleine Deponie in Frage – einfach nur ein klares NEIN», so Roger Moser. In einem Brief teilte die IG am Dienstag dem Gemeinderat mit, «dass die
grosse Mehrheit der Bevölkerung keine Deponie will, die gewachsene und vernetzende Naturschönheiten, einen Lebensraum für Pflanzen und Tiere sowie ein Naherholungsgebiet unwiederbringlich zerstört.»
den Gemeinderatswahlen verstanden werden: «Aufgrund der anstehenden Gemeinderatswahlen werden wir dem aktuellen Gebaren nicht weiter untätig zusehen. Wir wollen mit Sicherheit beurteilen können, welche Personen wir mit Wenn nötig soll Entscheid mit politigutem Gewissen bei den anstehenschen Werkzeugen erzwungen werden den Wahlen unterstützen können Diese Haltung teilen auch die zehn und welche nicht», heisst es weiter. Personen, die nach eigenen Aussagen in Würenlos rund 700 Unter- Gemeinderat will nach wie vor schriften gegen die Deponie gesam- Raum für Mediation bieten melt haben und sich deshalb als Gemeindeammann Anton Möckel Vertreter der Gegnerschaft sehen. (parteilos) bestätigt den Eingang des Dazu gehört auch der Würenloser Briefes. Wider der Erwartungen der Bernhard Moser, der Vater von Ro- Schreiber halte der Gemeinderat ger Moser. In einem Schreiben, das jedoch an seinem Vorgehen fest, so sie am Montag an den Gemeinderat Möckel auf Anfrage: «Wir können sandten und das der Limmatwelle niemandem eine Mediation aufvorliegt, teilten sie mit, dass sie kein zwingen und führen diese auch Interesse an einer Mediation haben: nicht selber durch. Der Gemeinde«Für uns ist nur eine komplette Ab- rat will der Dereba AG allerdings lehnung der Deponiepläne akzep- Zeit geben, um eine Mediation zu tierbar», heisst es darin. Deshalb machen, und somit die Chance bieerwarten sie vom Gemeinderat ten, sich mit der Gegnerschaft zu einen sofortigen Entscheid. Im finden», sagt Möckel. Er verweist Schreiben fordern sie den Gemein- auf Beispiele, wo mit Mediation derat auf, bis am 20. Mai oder frü- mehrheitsfähige Lösungen gefunher den entsprechenden Gemeinde- den wurden. ratentscheid zur Ablehnung der Deponie zu fällen und das Gesuch Dereba AG möchte mit Mediationsfür den Richtplaneintrag zurückzu- verfahren das Gespräch suchen ziehen. Weiter: «Bei Nichtumset- Urs Meier, Verwaltungspräsident zung dieser Forderung werden wir der Dereba AG, zeigt sich verständerneut aktiv werden und den Ent- nisvoll, dass sich nicht alle über scheid mit Hilfe politischer Werk- eine Deponie freuen: «Ich lade die Gegnerschaft herzlichst ein, in zeuge erzwingen.» Durchaus als Drohung könnten einer sachlichen Diskussion eine die ebenfalls im Brief erwähnten Auslegeordnung zu machen, um Folgen für die im Herbst anstehen- herauszufinden, was die Wahrheit
LESERFOTO Ungewöhnliche Begegnung mit einer Schmuckschildkröte am Limmatufer in Würenlos. Fotografiert von Leserin Linda Gebistorf. Haben auch Sie ein tolles Sujet in der Region aufgenommen? Dann schicken Sie uns das Foto (im JPG-Format und in der Grösse von mind. 1 MB) an redaktion@limmatwelle.ch.
ist und wo das Problem liegt», so Meier. Ein kategorisches Nein der Gegner löse das Problem nicht. «Das Limmattal ist eine der wirtschaftlich am stärksten wachsenden Regionen mit regem Baubetrieb und es ist nicht sinnvoll, den Bauaushub kilometerweit herumzufahren.» Mit der Mediation wolle er die Notwendigkeit von Deponieflächen aufzeigen. Zudem würden mit diesem Projekt die Biodiversität sowie die Bodenqualität verbessert. «Ein kategorisches Nein nach neunjähriger Vorarbeit wäre ein völlig falsches Zeichen und auch gegen die Tradition der Schweiz, Kompromisse zu finden.» Meier will sich nächste Woche mit dem Mediator treffen und in Absprache mit dem Kanton, Baden Regio und dem Gemeinderat Würenlos das weitere Vorgehen planen. Später sollen die Vertreter aus der Gegnerschaft zum Gespräch eingeladen werden. INSERATE
Baugesuchspublikation Einsicht nur nach telefonischer Vereinbarung (056/436 87 50) möglich Baugesuch Nr.: 202121 Bauherrschaft: Vlajic Sasa, Altwiesenstrasse 86, 5436 Würenlos Bauvorhaben: Aussengerät Luft-WasserWärmepumpe Lage: Parzelle 4698 (Plan 77), Altwiesenstrasse 86 Zone: Wohnzone W2 Baugesuch Nr.: 202123 Bauherrschaft: Cuca Dalibor und Cuca-Kovacevic Rada, Altwiesenstrasse 88, 5436 Würenlos Bauvorhaben: Aussengerät Luft-WasserWärmepumpe Lage: Parzelle 5022 (Plan 77), Altwiesenstrasse 88 Zone: Wohnzone W2 Baugesuch Nr.: 202139 Bauherrschaft: Büttgenbach Simon und Emöke, Altwiesenstrasse 90, 5436 Würenlos Bauvorhaben: Aussengerät Luft-WasserWärmepumpe und Vordach über Eingangsbereich (bereits erstellt) Lage: Parzelle 5023 (Plan 77), Altwiesenstrasse 90 Zone: Wohnzone W2 Gesuchsauflage vom 30. April bis 31. Mai 2021 während der ordentlichen Schalterstunden im Büro der Bauverwaltung. Allfällige Einwendungen sind innerhalb der Auflagefrist im Doppel an den Gemeinderat zu richten und haben einen Antrag und eine Begründung zu enthalten. BAUVERWALTUNG WÜRENLOS
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WOCHE NR. 17 DONNERSTAG, 29. APRIL 2021
WETTINGEN Kath. Kirche St. Sebastian, Schartenstrasse 155 Samstag, 1. Mai, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier zur Erstkommunion (Joseph Kalamba und Christina Wunderlin); 17.30 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier, (Markus Heil). Sonntag, 2. Mai, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier zur Erstkommunion (Joseph Kalamba und Christina Wunderlin). Mittwoch, 5. Mai, 9 Uhr, Eucharistiefeier. Donnerstag, 6. Mai, 8 Uhr, Eucharistiefeier. Kath. Kirche St. Anton, Antoniusstrasse 12 Freitag, 30. April, 18.30 Uhr, Eucharistiefeier in der Kirche. Sonntag, 2. Mai, 9.30 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier (Markus Heil); 11 Uhr, Santa Messa in lingua italiana; 12.30 Uhr, Gottesdienst in kroatischer Sprache; 13.15 Uhr, Gottesdienst in kroatischer Sprache. Montag, 3. Mai, 20 Uhr, Santa Messa in lingua italiana. Dienstag, 4. Mai, 20 Uhr, Rosenkranzgebet in italienischer Sprache in der Kapelle. Mittwoch, 5. Mai, 9 Uhr, Eucharistiefeier in der Kirche; 20 Uhr, Rosenkranzgebet in italienischer Sprache in der Kapelle. Donnerstag, 6. Mai, 18.30 Uhr, Gebet am Donnerstag in der Kapelle; 19.30 Uhr, KEIN Rosenkranzgebet in kroatischer Sprache. Kloster Wettingen, Klosterstrasse 12 Sonntag, 2. Mai, 11 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier (Markus Heil). Donnerstag, 6. Mai, 17 Uhr, Maiandacht (Marcel Mehlem und Walter Brühlmeier).
Ref. Kirche, Etzelstrasse 22 Sonntag, 2. Mai, 9.30 Uhr, Gottesdienst (Lutz Fischer-Lamprecht). Anschliessend Kirchenkaffee.
NEUENHOF Kath. Pfarrkirche St. Josef, Glärnischstrasse 12 Samstag, 1. Mai, 9.30 Uhr, feierliche Erstkommunion (Jacqueline Meier, Helen Haas und Abbé Zacharie); 11 Uhr, feierliche Erstkommunion (Jacqueline Meier, Helen Haas und Abbé Zacharie); 15 Uhr, feierliche Erstkommunion (Jacqueline Meier, Gabi Pollinger und Abbé Zacharie); 17 Uhr, Rosenkranzgebet; 18.30 Uhr, die Messe entfällt. Sonntag, 2. Mai, 9.30 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier (Benjamin Meier); 18 Uhr, Santa Messa in lingua italiana. Montag, 3. Mai, 17 Uhr, Rosenkranzgebet. Mittwoch, 5. Mai, 19 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier. Donnerstag, 6. Mai, 17 Uhr, Rosenkranzgebet. Alterssiedlung Sonnmatt, Sonnmattweg 2 Freitag, 7. Mai, 9.30 und 10.30 Uhr, Maiandacht (sofern es die Coronabestimmungen zulassen). Es wird frühzeitig in den Mitteilungen und in den Webseiten informiert, ob diese Anlässe stattfinden können.
SPREITENBACH Kath. Pfarrkirche St. Kosmas & Damian, Ratzengasse 3 Freitag, 30. April, 19 Uhr, Eucharistiefeier (Laurentius Bayer), 19.30 Uhr, Anbetung. Samstag, 1. Mai, 18 Uhr, Wortgottesdienst
mit Kommunion (Petre Karmazichev). Sonntag, 2. Mai, 10 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunion (Petre Karmazichev). Mittwoch, 5. Mai, 9.30 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunion (Jasmin Meier). Alters- und Pflegeheim Im Brühl, untere Dorfstrasse 10 Freitag, 30. April, 10.15 Uhr, Eucharistiefeier (Zacharie Wasuka). Ev.-ref. Dorfkirche, Chilegass 18 Sonntag, 2. Mai, 9.30 Uhr, Gottesdienst (Stephan Matthias).
KILLWANGEN Kath. Pfarrkirche Bruder Klaus, Kirchstrasse 9 Freitag, 30. April, 19 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier. Sonntag, 2. Mai, 10 Uhr, feierliche Erstkommunion (Jacqueline Meier und Abbé Zacharie); 11 Uhr, die Messe entfällt.
WÜRENLOS Kath. Pfarrkirche St. Maria, Schulstrasse 21 Samstag, 1. Mai, 18 Uhr, Eucharistiefeier mit Jahrzeiten (Joseph Kalamba); Sonntag, 2. Mai, 17.30 Uhr, Rosenkranzgebet. Mittwoch, 5. Mai, 10 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier. Ref. Kirche Würenlos, Gipfstrasse 4 Sonntag, 2. Mai, 9.30 Uhr, Gottesdienst (Pfr. Peter Ladner) Klosterkirche Fahr Sonntag, 2. Mai, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier; 19.30 Uhr, Maiandacht/ Komplet. Dienstag, 4. Mai, 8 Uhr, Eucharistiefeier.
KIRCHLICHE VERANSTALTUNGEN/HINWEISE Fiire mit de Chliine, Kirche, Gipfstr. 4, gen ihre Erstkommunion. Zum Würenlos, Freitag, 30. April, 15.30 ersten Mal werden die Kinder das Sakrament der Eucharistie empfanUhr. gen und Jesus auf diese besondere Weise begegnen. Wegen Corona fand die Vorbereitung auf das Fest zum grössten Teil im Religionsunterricht statt. Trotz erschwerter Umstände ist die Vorfreude bei den Kindern deutlich spürbar. Ende Februar durften sie ihr Taufgelübde erneuern. Freudig aufgeregt haben Die Vorfreude auf das Fest ist gross. zVg sie ihre Erstkommuniongewänder anprobiert und mit einer kleinen Erstkommunionen Neuenhof/Kill- Versöhnungsfeier die Vorbereitung wangen Am 1. und 2. Mai feiern 39 auf den grossen Tag abgeschlossen. Kinder aus Neuenhof und Killwan- Das Katechese- und Seelsorgeteam
wünscht den Erstkommunionfamilien ein schönes Fest. Gottesdienste vom 1. und 2. Mai Man beachte bitte, dass die Erstkommunion-Gottesdienste für die Familien der Kinder reserviert sind. Der Wortgottesdienst vom 2. Mai, 9.30 Uhr in Neuenhof und die Wortgottesdienste vom 1. Mai, 18 Uhr respektive 2. Mai, 10 Uhr in Spreitenbach sind für die Öffentlichkeit gedacht. Für das Verständnis wird gedankt. Senioren: English Reading, Kirchgemeindehaus, Gipfstr. 4, Würenlos, Donnerstag, 6. Mai, 8.50/10 Uhr.
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«MEIN GOTT»
Yvonne Keller, Sozialdiakonin Evangelische Kirchgemeinde WettingenNeuenhof
Vor ziemlich genau einem Jahr startete die Telefonaktion der reformierten Kirche Wettingen-Neuenhof. Natürlich keine Werbekampagne und kein Telefonverkauf. Die «Aktion» ist dem Virus geschuldet, das uns alle mehr oder weniger beschäftigt. Als Erstes wurden die allerältesten Mitglieder kontaktiert. Seither habe ich unzählige Telefongespräche mit Seniorinnen und Senioren geführt – aktuell mit Jahrgang 1950. Natürlich unterliegt der Inhalt der einzelnen Gespräche der Schweigepf licht. Über den «Grundtenor» darf ich mich hier sicher einmal äussern: Da höre ich zum Beispiel: «Die Initiative der Kirchgemeinde ist sehr begrüssenswert» und «Sicher gibt es viele einsame Menschen, welche auf einen Anruf warten». Ja, die Einsamen gibt es, hat es leider auch vor Corona schon gegeben! Ein einzelner Anruf ist für sie zwar schön, aber noch lange kein Weg aus der Einsamkeit. Deshalb ist es toll zu hören, wie viele dankbare und achtsame Seniorinnen und Senioren es gibt: Sie schätzen sich glücklich, selbst ein gutes Netzwerk zu haben, und nehmen auch ein gewisses Risiko auf sich, um weniger gut Vernetzte mal auf einen Kaffee zu sich einzuladen, oder telefonieren regelmässig mit Menschen, die nicht mehr mobil sind. All diesen Männern und Frauen winde ich hier ein Kränzchen. Das ist gelebte Nächstenliebe, wie sie Jesus gelehrt hat: «Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.» Und was ist mit den jüngeren Menschen, die direkt oder indirekt unter den Auswirkungen von Corona leiden? Die einsam sind, die Stelle verloren oder noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben? Mögen auch sie stets Menschen in ihrem Umfeld haben, die bereit sind, aus der eigenen Quelle zu schöpfen, um einem anderen Menschen Trost zu spenden und neue Hoffnung zu vermitteln. Feedback an: redaktion@limmatwelle.ch
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LIMMATTAL
Hexenprozesse als Otto Siggs neustes Werk «Hexenverfolgung der alten Eidgenossen in der Grafschaft Baden» dokumentiert die Gerichtsfälle von 59 Frauen, die zwischen 1550 und 1650 der Hexenjagd in der Region zum Opfer fielen. SIBYLLE EGLOFF
Hier entsteht die neue Limmattalbahn-Haltestelle Kreuzäcker.
Severin Bigler
Wünsche für Fahrplan Die Gemeinde Spreitenbach reichte beim Zürcher Verkehrsverbund Inputs zum Fahrplan der Limmattalbahn ein. In Killwangen will man noch warten.
gen», sagt Vizeammann Walter Hubmann (parteilos). Über den Fahrplan sei im Gemeinderat nicht diskutiert worden, da dieser über den Viertelstundentakt vorgegeben sei. Hubmann ist sich sicher: «Wenn der definitive Betrieb läuft, wird die Bevölkerung mit Wünschen und Bedürfnissen auf uns zukommen.» SIBYLLE EGLOFF Selbstverständlich werde sich der Ab Dezember 2022 wird die Lim- Gemeinderat dann für die vorliegenmattalbahn von Zürich Altstetten den Anliegen beim ZVV einsetzen. bis zum Bahnhof Killwangen-Spreitenbach im Viertelstundentakt ver- Namen der Haltestellen kehren. Ab 2023 erhält Spreiten- sollen überdacht werden bach mit der neuen Linie 13 der In Spreitenbach standen die FahrRegionalen Verkehrsbetriebe Baden- pläne zur Debatte. Der Gemeinderat Wettingen (RVBW) zudem einen meldete dem ZVV einige ÄndeOrtsbus. Ohne diesen wären unter rungsbegehren. Dazu gehören die anderem die Haltestellen Alters- Namen der Haltestellen. «Es geht heim und Brüel weggefallen – ob- darum, dass keine Doppelnennunwohl sie nicht in der Nähe einer gen von Haltestellen anderer Verkehrsträger an anderen Orten in Limmattalbahn-Haltestelle sind. Die Fahrpläne des Zürcher Ver- Spreitenbach zu beklagen sind», kehrsverbunds (ZVV) für 2022 und sagt Gemeindeschreiber Jürg Mül2023 und der Fahrplan der RVBW- ler. Überdies wird die AnschlusssiLinie 13 für 2022 und 2023 waren cherung an den ersten RVBW-Linivom 8. bis 28. März öffentlich auf- en-4-Kurs morgens sowie die Angelegt. Änderungswünsche konnte schlusssicherung an die letzten die Bevölkerung von Spreitenbach zwei RVBW-Linien-2-Kurse abends und Killwangen bis am 29. März bei durch die Verlängerung eines Limden Gemeinden einreichen. In Kill- mattalbahn-Kurses gewünscht. Der wangen machte niemand davon Ge- Gemeinderat regt des Weiteren bei brauch. «Bis zu diesem Zeitpunkt den RVBW an, für den Ortsbus ab sind auf der Gemeindekanzlei keine 21.30 Uhr am Freitag- und SamstagStellungnahmen oder Begehren be- abend und allenfalls auch werktags züglich Limmattalbahn eingegan- einen Viertelstundentakt zu prüfen.
«Tod durch das Feuer»: Am 23. November 1585 wurde das Schicksal von Anndli Wild von Wettingen und von Barbel Willi von Rieden vom Landgericht Baden besiegelt. Die beiden Frauen mussten sterben, weil sie zur damaligen Zeit als Hexen galten, die Gott verleugneten und Beischlaf mit dem Teufel vollzogen. So steht in den transkribierten Gerichtsakten zu Anndli Wild etwa: «Namlich [nämlich], dass ungefahrlich vor sechs Jahren [ungefähr vor sechs Jahren] der bös Geist, der Teufel, ihr Buhl, so sich der hübsche Hensli nenne, zu ihr im Tägerhard [Wettingen] in Vergleichung eines Mannes, blau und gelb gekleidet, gekommen [sei] und sie angesprochen [habe], dass sie sich zu seinem Willen ergeben und Gott verleugnen solle, wolle er ihr dargegen ihr Leben lang genug geben. Auf das [sei] sie seinem bösen Willen gefolgt, da dann er sie beschla-
«Den Frauen wurde die Menschenwürde durch die Folter genommen.» fen habe.» Dargestellt ist die Geschichte von Anndli Wild im Januar erschienen Werk «Hexenverfolgung der alten Eidgenossen in der Grafschaft Baden» von Otto Sigg. Der ehemalige Zürcher Staatsarchivar trug insgesamt 59 Fälle namentlich genannter Frauen zusammen, die der Hexenverfolgung zwischen 1550 und 1620 zum Opfer fielen. Einige von ihnen wohnten im heutigen «Limmatwelle»-Gebiet im Aargauer Limmattal. Die Grundlage für Siggs Dokumentation liefern Strafverfolgungsakten des Landgerichts Baden, die im Staatsarchiv des Kantons Aargau in Aarau aufbewahrt werden. Es ist nicht das erste Mal, dass sich der
Geständnis unter Folter: Mutter und Tochter promovierte Historiker Sigg mit Hexenprozessen auseinandersetzt. Der 77-Jährige veröffentlichte 2012 «Hexenprozesse mit Todesurteil. Justizmorde der Zunftstadt Zürich» und 2019 erschien sein Buch «Hexenmorde Zürichs und auf Zürcher Gebiet». Er setzt ein Mahnmal für die ermordeten Frauen Mit seinem Schaffen verfolgt er das Anliegen, «den justitiablen ermordeten Frauen ein möglichst getreues und verständliches schriftliches Mahnmal zu setzen. Opfer eines religiösen Wahnsinns christlicher Prägung.» Wieso ihn die Ungerechtigkeit an diesen Frauen bis heute nicht loslässt, beschreibt Sigg im Gespräch so: «Ihnen wurde die Menschenwürde durch die Folter genommen, ihr Leben wurde zerstört. Ich kann sie mit meinem Buch nicht würdigen, aber zumindest auf die Verbrechen an ihnen aufmerksam machen.» Den verurteilten Frauen wurde oftmals eine Palette an Vergehen vorgeworfen. In jedem Urteil werden die Personen des Geschlechtsakts und des gemeinsamen Schaffens mit dem Teufel bezichtigt. Damit verbunden ist fast immer die Verleugnung Gottes, wie der Fall von Anndli Wild von Wettingen zeigt. «Das waren die beiden sprin-
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religiöser Wahn der Obrigkeit
wurden 1577 in Mellingen misshandelt. So erging es vielen Opfern. gende Punkte für die Gerichtsherren. Wer diese unter Marter gestand, landete auf dem Scheiterhaufen», erklärt Sigg. Doch auch die Schädigung von Mensch und Tier wurde den vermeintlichen Hexen vor allem von den Menschen im Dorf zur Last gelegt. So steht in der Auflistung der Vergehen von Anndli Wild: «Zum dritten wäre sie unlängst gen Wettingen in das Kloster in die Küche, als sie einen Ochsen gemetzgt [haben], gekommen und [habe] von dem Koch Ochsenblut begehrt, das er ihr abgeschlagen und keines [habe] geben wollen. Auf das [sei] sie erzürnt geworden und habe den Koch in ihres Buhlen, des bösen Geists, Namen, angeblasen. Da sei dem Koch sein Hals angehend krumm und geschwollen geworden.» Auch Magdalena Schürhenslin aus Spreitenbach soll ihren Mitmenschen geschadet haben: «Zum andern als sie nachgehend in ihrem Haus Küchlein gebacken [habe], habe ihr der böse Feind, ihr teuflischer Buhl, Samen gegeben wie Räbsamen. Als sie von gemeltem Küchlein Heinrich Bossgeten eines gegeben, darauf angedeuteten Samen gezettelt [habe], welches er gegessen [habe] und darab unbesinnt geworden [sei].», steht im Geständnis und Todesurteil vom 15. Oktober 1615.
Zentralbibliothek Zürich
Sie und ihre Schwester Agnesa wurden zum Tod durch das Feuer verurteilt, aber nachträglich begnadigt und zuerst enthauptet, bevor sie auf dem Scheiterhaufen landeten. Beschuldigt wurden die Frauen manchmal auch, Wetter zu machen. Das ist im Todesurteil von Margret Röslin von Spreitenbach dokumentiert. «Etwa vor zehn Jahren habe ihr der böse Geist eine Rute gegeben, mit welcher sie drei Mal in den Bach schlagen solle, das sie getan [habe]. Darauf ein schädliches Ungewitter und Hagel erfolgen [erfolgt seien].» Auffällig ist, dass sich die Verurteilten meist in einer schwierigen Lebenssituation befunden haben. Sie waren verwitwet, vom Ehemann verlassen worden oder litten unter Armut. Der Teufel begegnete ihnen oftmals in
«Prozesse dürfen nicht mit dem Zeitgeist von damals entschuldigt werden.» emotional instabilen Momenten. So etwa im Falle der Spreitenbacherin Margret Röslin. «Vor mehr als zwanzig Jahren, als eine teure Zeit gewesen und sie Mangel gelitten, sei sie in das Holz gegen dem Egelsee gegangen. Da [sei] ihr ein Jüngling
Das Landvogteischloss Baden dient als Cover von Otto Siggs Buch. begegnet, schwarz bekleidet […] welcher sie angeredet [habe], [sie] solle Jesus und seiner Heiligen verleugnen, seines [des Bösen] Willens pflegen. So wolle er ihr Guts genug geben.» Hexenprozesse fallen mit Teuerung in Spreitenbach zusammen Auch wenn die Geständnisse unter brutaler Folter erzwungen wurden, zeigen sie doch ein Abbild der Region und der Bevölkerung zu dieser Zeit. Historisch gesehen, scheint die Notlage der Frauen und die Suche nach einem Sündenbock seitens Gesellschaft mit der Knappheit der landwirtschaftlichen Ressourcen zusammenzuhängen, die in Spreitenbach zu einer extremen Teuerung um 1571 führte. Sigg verweist auf den ehemaligen Lehrer und Spreitenbacher Ortschronisten Karl Zimmermann (1898 bis 1958), der dies in seiner ortsgeschichtlichen Schrift über Spreitenbach von 1930 andeutete. Im späteren 15. Jahrhundert habe sich wegen des Bevölkerungsdrucks der Bestand von Ackerund Weideland sowie Wald zu verknappen begonnen. Ein Antrieb besonderer Art für die Verfolgung von «Hexen» sei die drastische Klimaverschlechterung ab den 1570erJahren gewesen, schreibt Sigg. Dass fast ausschliesslich Frauen vom Hexenwahn betroffen waren,
Sibylle Egloff
habe mit der Doktrin des monotheistischen Frauenbildes zu tun. Zudem spreche die sexuelle Verklemmtheit der männlichen Obrigkeit deutlich aus den Akten, sagt Sigg. Für ihn sind die Frauen in diesem dunklen Kapitel der Schweizer Geschichte klar die Opfer: «Es waren meist lebenslustige und heilkundige Frauen, die im Dorf als Sündenböcke herhalten mussten und vom irrsinnigen Glauben der Obrigkeit getötet wurden.» Die Obrigkeiten stellten somit die Täter dar, welche diese Justizmorde veranlassten. Im Falle der Grafschaft Baden waren das der Landvogt, seine Untervögte und die verschiedenen Beamten, die sich im Landvogteischloss zum Landgericht versammelten. Fürs Grobe, also für die Verhöre mit Folter und danach für den Vollzug der Todesurteile, war der Nach- oder der Scharfrichter zuständig. Die Grafschaft Baden richtete die Frauen auf zwei Wahlstätten, eine befand sich in Dättwil, die andere in Ehrendingen. Sigg hofft, dass er mit seinem letzten Werk das Bewusstsein für dieses Unrecht stärken kann. Er findet: «Hexenprozesse dürfen nicht mit dem damaligen Zeitgeist entschuldigt und durch die moderne Wissenschaft relativiert, sondern müssen zu jeder Zeit als Justizmorde angesehen werden.»
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AGENDA
WOCHE NR. 17 DONNERSTAG, 29. APRIL 2021
«DAS LETZTE WORT» 24 300 Exemplare. Erscheint jeden Donnerstag. Amtliches Publikationsorgan der Gemeinden Wettingen, Neuenhof, Killwangen, Spreitenbach und Würenlos.
Sibylle Egloff, Freie Mitarbeiterin Limmatwelle
HERAUSGEBERIN CH Regionalmedien AG, Kronenplatz 12, 5600 Lenzburg GESCHÄFTSFÜHRER Stefan Biedermann, stefan.biedermann@chmedia.ch, Telefon 058 200 58 10
REDAKTION redaktion@limmatwelle.ch, Telefon 058 200 58 20 REDAKTIONSLEITUNG Melanie Bär, melanie.baer@chmedia.ch REDAKTIONSTEAM Manuela Page, manuela.page@chmedia.ch Robin Schwarz, robin.schwarz@chmedia.ch
Vögel zählen Der Natur- und Vogelschutzverein Würenlos hält die Bevölkerung dazu an, zwischen dem 5. und dem 9. Mai während einer Stunde aus dem Fenster zu sehen und alle Vögel zu zählen. Die Zählresultate können je nach Vogelart in ein Online-Meldeformular eingegeben werden. Das Formular dazu findet man auf birdlife.ch/gartenvoegel. (zVg)
FREIE MITARBEITER DIESER AUSGABE Sibylle Egloff (sib), Gaby Kost (gk), Dieter Minder (dm) REDAKTIONSSCHLUSS Montag, 8 Uhr COPYRIGHT Herausgeberin Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material. INSERATE Brigitte Gähwiler, brigitte.gaehwiler@chmedia.ch, Telefon 058 200 53 73
DRUCK CH Media Print AG, 5001 Aarau ZUSTELLUNG Die Post ABO SERVICE E-Mail: abo@chmedia.ch / Stichwort Liwe, Telefon 058 200 55 55, Telefax 058 200 55 56
EIN PRODUKT DER
VERLEGER Peter Wanner www.chmedia.ch Beteiligungen der CH Media AG auf www.chmedia.ch
Eröffnung Hofladen Fahr Im Rahmen der Neugestaltung des Ausflugsziels Kloster Fahr wird am 1. Mai der Hofladen eröffnet. Dieser dient dem Verkauf landwirtschaftlicher Produkte und des Sortiments des bestehenden Klosterladens. Beim Kloster Fahr können auch Erlebnisnachmittage für Kinder gebucht werden, an denen diese das Bauernhofleben kennen lernen können. (zVg)
SPREITENBACH Auf zur Schatzsuche – Bündner Pärke und den Jurapark Aargau entdecken Die Sonderausstellung «Bündner Pärke und Jurapark Aargau» zeigt in spannenden Modulen, Videos und einer Schatzsuche die Natur- und Kulturschätze, innovativen Projekte und kleinen Weltwunder der Pärke. www.umweltarena.ch Umwelt-Arena, 30. April, 1., 2., und 5. Mai, 10–17 Uhr.
WETTINGEN «GschichteChischte» Eine Überraschung für Kinder ab 3 Jahren mit
Begleitperson. Mit Anmeldung. www.eveeno.com. Gemeindebibliothek, Montag, 3. Mai, 16.30–17 Uhr. Lachwanderung zum Weltlachtag Wanderung mit Kollekte zugunsten der Stiftung Theodora «Lachen für Kinder im Spital». Treffpunkt: Märzengasse 44, 5430 Wettingen, Sonntag, 2. Mai, 14–16 Uhr.
WÜRENLOS «Ich bin noch nicht fertig» – Uta Köbernick beginnt erst Mit Uta Köbernick gastiert einer der Shootingstars der Comedy-Szene in Würenlos. Alte Kirche, Freitag, 30. April, 20.15 Uhr.
Die Tritte im Bauch werden jeden Tag etwas kräftiger. Ein schönes Gefühl, wenn im eigenen Körper neues Leben entsteht. Doch so wunderbar die Bewegungen des eigenen Kindes auch sind, so unmissverständlich machen sie einem auch klar, dass das Baby die heimelige Herberge bald einmal verlassen wird. Höchste Zeit also, sich mit der Geburtsvorbereitung zu befassen. Eine Hebamme muss her. Was sie alles macht und welche Arten von Geburtshelferinnen es gibt, davon hatte ich vor meiner Recherche natürlich keine Ahnung. So, wie das Kind arglos in die Welt gesetzt wird, so werden erstwerdende Mütter und Väter ins kalte Wasser geschmissen. Mittlerweile weiss ich, dass ich gerne von einer Beleghebamme betreut werden möchte. Diese wird sich während der Schwangerschaft, bei der Geburt und zuhause im Wochenbett um mich und das Kleine kümmern. Eine angenehme Vorstellung, nicht mit einer völlig unbekannten Person einige der intimsten Momente meines Lebens erleben zu müssen. Doch Wünsche bleiben manchmal Wünsche. Die Beleghebammen des Spitals meiner Wahl sind bis im Oktober ausgebucht. Ich hätte am besten nach dem positiven Schwangerschaftstest bereits eine suchen sollen. Und die Zeugung hätte im Nachhinein zu einem anderen Zeitpunkt stattfinden sollen. Denn auch normale Hebammen scheinen rund um den Geburtstermin im August anderes vorzuhaben, als mir beim Pressen zu assistieren. «Dann bin ich in den Ferien», bekomme ich stets zu hören – wenn meine Anrufe überhaupt entgegengenommen werden. Enttäuschung macht sich breit. Das Baby versucht mich mit Tritten zu trösten. Das Telefon klingelt. Meine künftige Hebamme spricht am anderen Ende der Leitung. Wünsche erfüllen sich manchmal doch. Feedback zur persönlichen Meinung: sibylle.egloff@chmedia.ch