DIE GENERATION WECHSELT – DER ANSPRUCH BLEIBT: Offiz. Amtliches Publikationsorgan des Kreis 2 Limmattal für die Gemeinden Wettingen, Neuenhof, Killwangen, Spreitenbach und Würenlos Donnerstag, 15. April 2021, 60. Jahrgang, Nr. 15
Magisches Tor nach Würenlos
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Ein Blick hinter die Fassade
Die Forscherin und Künstlerin Emma In ihrer Diplomarbeit widKunz soll mit Würenloser Gestein einmet sich Rahel Bühler der mal einen an Kinderlähmung erkrankten Jungen geheilt haben. Er Frage, wie es ist, in Spreisollte später das Emma-Kunz-Zent- tenbach zu leben und zu rum in Würenlos gründen. Nun zeigt arbeiten. eine Ausstellung im Aargauer Kunsthaus das Werk der Zeichnerin im Dialog mit zeitgenössischer Kunst RAHEL BÜHLER und wirft Fragen über die Grenzen Was macht Spreitenbach lebensder Kunst auf. (rsz) S. 16/17 wert? Ein Dorf, das in der Vergangenheit immer wieder mit negativen Ereignissen auf sich aufmerksam machte. Diese Fragen habe ich mir immer wieder gestellt, als ich vor In einem Pilotprojekt im Regionalen etwas mehr als zwei Jahren mein Pflegezentrum Baden soll jüngeren Stage bei der Limmatwelle begann. Pflegebedürftigen ein Zuhause ge- Während dieser zwei Jahre absolgeben werden. Die Bewohner leben vierte ich neben der Arbeit den Diim «Sonnenblick» Wettingen in plomlehrgang an der Schweizer einer homogenen Gemeinschaft, Journalistenschule MAZ in Luzern. deren Tagesablauf selbstbestimmt Die Fragen haben mich auch durch ist und der Raum für Individualität zahlreiche Besuche im Dorf begleilässt. Projektleiter und Geschäfts- tet. Sei es beim Porträt über eine leitungsmitglied Markus Simon gibt Bachelorkandidatin, beim Einblick Auskunft über den derzeitigen in ein Badmintontraining unter CoStand und gibt Einblick ins Leben ronabedingungen oder bei den Reim «Sonnenblick». (rsz) S. 4/5 portagen über das sanierte Hallen-
Pflege für Jüngere
Gegensätzliches Spreitenbach Blick vom Dorf zum Shoppi Tivoli. bad. Die Fragen liessen mich nicht los. Als es, vor etwa einem Jahr, darum ging, ein Thema für meine MAZ-Diplomarbeit zu finden, war relativ schnell klar: Ich wollte mich diesen Fragen widmen. Das tat ich schliesslich auch. Ich habe fünf Spreitenbacherinnen und Spreiten-
Gaby Kost
bacher oder Menschen, die mit der Gemeinde zu tun haben, getroffen, bin mit ihnen durch «ihr» Dorf spaziert und habe mich über das Leben dort unterhalten. Entstanden sind vier A-4-Seiten, die zeigen: Spreitenbach ist viel mehr als Shoppi Tivoli, Ausländer und Baustellen. S. 12–15
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Marktnotiz
Schlüsselübergabe bei Germann & Gfeller Seit dem 1. Juli 2000 besteht die Germann & Gfeller Immobilien AG in Wettingen. Nun tritt Michael Käufeler, langjähriger Mitarbeiter, in die Fussstapfen von Heinz Germann und wird neu zusammen mit Daniel Gfeller das Immobilienunternehmen führen. Immobilienprofis mit Heimvorteil: Daniel Gfeller, Mitgründer der Firma, steht mit seinen über 20 Jahren Erfahrung für die Kontinuität im Unternehmen. Aber auch Michael
Daniel Gfeller (links) und Michael Käufeler (rechts) bilden die neue Geschäftsführung von Gfeller & Käufeler. Heinz Germann (Mitte) tritt in den Teilruhestand und wird im Hintergrund dem Team mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Käufeler bringt seinerseits InsiderWissen mit. Die Immobilienexperten sorgen im östlichen Limmattal für die Bedürfnisse von Hausbesitzern, Vermietern und Bewohnern: «Ich bin hier in Wettingen aufgewachsen und verwurzelt, weshalb ich mich in der Umgebung gut auskenne und so unsere Kunden bestens betreuen kann», so Käufeler. Die Unterstützung von Heinz Germann fehlt nicht: Er wird dem Team auch in Zukunft zur Seite stehen. Germann&Gfeller heisst jetzt Gfeller&Käufeler. Das Geschäftslogo erscheint in Zukunft mit dem neuen Namen. Und zum besonderen Anlass erhält Gfeller & Käufeler eine neue Website. Das gesamte Angebot ist auf www.gfeller-kaeufeler.ch zu finden.
Gfeller & Käufeler Immobilien AG Bahnhofstrasse 88 5430 Wettingen Telefon 056 437 03 03 info@gfeller-kaeufeler.ch
Die unter «Marktnotiz» publizierten Texte stehen ausserhalb der redaktionellen Verantwortung. Meldungen von KMU sind buchbar unter brigitte.gaehwiler@chmedia.ch, Tel. 058 200 53 73.
WOCHE NR. 15 DONNERSTAG, 15. APRIL 2021
WETTINGEN
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AUS DEM GEMEINDERAT Alle Gemeinderatsmitglieder kandidieren bei Gesamterneuerungswahlen Am 26. September finden die Gesamterneuerungswahlen der Gemeindebehörden statt. Alle Gemeinderatsmitglieder stellen sich in den gleichen Funktionen der Wiederwahl. Gemeindeammann Roland Kuster ist seit 2008 im Gemeinderat und seit 2017 Gemeindeammann. Markus Maibach ist seit 2014 im Kollegium und seit 2017 Vizeammann. 2014 wurde Philippe Rey in den Gemeinderat gewählt, 2017 folgten Kirsten Ernst und Martin Egloff. 2018 stiessen Markus Haas und Sandro Sozzi dazu.
Polizist Michael Krassnig im Gespräch mit Schülerinnen und Schülern aus dem Schulhaus Altenburg. zVg Publikation von Gesuchen um ordentliche Einbürgerung Folgende in Wettingen wohnhafte Personen haben bei der Gemeinde Wettingen ein Gesuch um ordentliche Einbürgerung gestellt: Gorana Milicevic geb. chael Krassnig besuchte den Schü- dern an der Schwierigkeit der BeMilenkovic (w), 1971; Milorad Mili- Mit einem Monster gingen lerrat. Er versprach, dass häufiger weisführung. «Um eine Busse cevic (m), geb. 1967; Boris Milicevic Primarschüler das Abfallauf dem Altenburg-Pausenplatz ausstellen zu können, müssen wir (m), geb. 2005, alle serbische Staatsangehörige, Langäcker 110. Jede problem an und wurden patrouilliert werde und Personen, den Täter in flagranti erwischen. die sich nicht an die Regel halten, Doch niemand wirft vor den Augen Person kann innert 30 Tagen seit der dafür mit einem Preis ausamtlichen Publikation dem Gemeinder Polizei Abfall unsachgemäss gezeichnet. Bei der Polizei würden weggewiesen. derat eine schriftliche Eingabe zu weg», so Jenni. Zudem sei das Ordden einzelnen Gesuchen einreichen. und Politik bleibt Littering nungsbussenverfahren nur anwendDie Höhe der Busse gibt zu reden Diese Eingaben können sowohl posi- ein Thema. Die Schüler sind nicht die Einzigen, bar, wenn die Polizei den Tatbestand die sich am herumliegenden Abfall selber feststellt. Mit häufigem Pattive wie auch negative Aspekte enthalten. Der Gemeinderat wird die stören. Das widerrechtliche Deponie- rouillieren in den öffentlichen AnlaEingaben prüfen und in seine Be- MELANIE BÄR ren von Siedlungsabfällen wird urteilung einfliessen lassen. Zuerst mit Plakaten, dann mit schon seit Jahren mit maximal 200 einem aus Abfall hergestellten Franken gebüsst. Dieser Tatbestand «Wir müssen den Täter in «Monster»: Die Primarschüler im ist im Polizeireglement festgehalten. INSERATE Altenburg störten sich am herum- Erst seit Anfang 2020 können im flagranti erwischen. Doch liegenden Abfall auf dem Schul- Aargau aufgrund politischer Vorstös- niemand wirft vor den Auhausareal und bekämpften ihn auf se auch Litteringsünder mit Bussen gen der Polizei Abfall weg.» ihre Weise (die Limmatwelle berichte- von 300 Franken bestraft werden. Bauherrschaft: Christine Petrascheck te). Damit gewannen sie den ersten In den ersten fünf Monaten wur- ROLAND JENNI, REPOL-CHEF Neustrasse 34 Preis beim Wettbewerb von Swiss den im ganzen Kanton rund 40 Lit5430 Wettingen Recycling. «Mit ihrem kreativen tering-Ordnungsbussen ausgestellt. gen und dem Gespräch mit der BevölBauobjekt: Heizungsersatz Öl zu Wärmepumpe und ‹gfürchigen› Abfallmonster Das hat der Regierungsrat in einer kerung durch die Jugendpolizei und die Baustelle: Neustrasse 34 und der wichtigen Botschaft des Antwort auf eine Interpellation im patrouillierenden Polizisten versucht Parzelle: 3597 Anti-Litterings haben sie uns voll- 2020 mitgeteilt. Gemäss kürzlichen die Repol, das Problem zu bekämpfen. Zusatzgesuche: keine ends überzeugt», begründet Rahel Berichten in verschiedenen Medien Eine lückenlose Überwachung neurBauherrschaft: Maria Luiza Ostgen von Swiss Recycling. Sie möchte der Regierungsrat die Höhe algischer Plätze – etwa durch einen Aeschbach-Hatanaka überbrachte dem Schülerrat aus der Busse nun nach unten korrigie- Sicherheitsdienst – erachtet Jenni hinGerstenstrasse 16 5430 Wettingen dem Altenburg vergangene Woche ren. Gegenüber dem Regionaljour- gegen als unverhältnismässig. Für die Bauobjekt: Gartenmauer den Siegerpreis: einen Ausflug in nal Aargau-Solothurn von Radio SRF Repol sei das aus personellen Gründen Baustelle: Gerstenstrasse 16 begründet Samuel Helbling vom auch gar nicht möglich. die Umweltarena. Parzelle: 4091 Stattdessen schlägt der Repol-Chef Das Abfallproblem bekamen die Innendepartement: «Es kann sein, Zusatzgesuche: keine Primarschülerinnen und -schüler dass Polizisten aufgrund der Bus- vor, vermehrt suchtmittelfreie Zonen Öffentliche Planauflage vom 17. April bis allerdings trotzdem nicht in den senhöhe eine Zurückhaltung an den zu ernennen und mit Verbotstafeln 17. Mai 2021. Die öffentliche Auflage der Griff. Nicht nur die Plakate wurden Tag gelegt haben.» darauf hinzuweisen. «Solche StrafPläne erfolgt ausschliesslich online über heruntergerissen, sondern auch das androhungen haben eine abschrewww.wettingen.ch. Eine Einsichtnahme vor Ort kann nur in begründeten Fällen Abfallmonster zerstört. Trotzdem Regionalpolizei Wettingen-Limmattal ckende Wirkung», so Jenni. Für ihn und nach vorheriger Absprache zugemachten sie mit ihrer Aktion darauf patrouilliert in öffentlichen Anlagen ist Littering ein Gesellschafts-Probstanden werden. Allfällige Einwendungen aufmerksam, dass sie der herum- Auch die Regionalpolizei Wettin- lem. «Je früher Kinder von ihren Elsind im Doppel während der Auflagefrist liegende Abfall stört und schafften gen-Limmattal hat nur wenige Lit- tern vorgelebt bekommen, Abfall dem Gemeinderat einzureichen. Sie haben eine Begründung und einen Antrag tering-Bussen ausgestellt, wie deren sachgemäss zu entsorgen, je besser.» sich für ihr Anliegen Gehör. zu enthalten. Auch bei der Regionalpolizei (Re- Chef Roland Jenni auf Anfrage be- In diesem Sinne ist die Aktion der pol) Wettingen-Limmattal. Der stätigt. Allerdings liege das keines- Primarschüler also auch ganz im Bau- und Planungsabteilung stellvertretende Repol-Chef Mi- wegs an der Höhe der Busse, son- Sinne der Repol.
Littering schwer beweisbar
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WETTINGEN
Keine Anti-CoronaDemo in Wettingen Eine coronaskeptische Vereinigung plante für den 8. Mai eine Anti-Corona-Demo in Wettingen. Der Gemeinderat reagiert. Das «Aktionsbündnis Aargau Zürich», das sich gemäss eigenen Angaben für eine «vernünftige CoronaPolitik» einsetzt, hatte für den 8. Mai geplant, in Wettingen einen Protestmarsch respektive eine Kundgebung durchzuführen. Der Wettinger Gemeinderat reagiert nun auf das Vorhaben der Gruppe und erteilt dem Vorhaben keine Bewilligung, wie es in einer Medienmitteilung vom Montag heisst. «Die jüngsten Ereignisse mit Kundgebungen in verschiedenen Schweizer Ortschaften haben gezeigt, wie ab einer gewissen Anzahl von Kundgebungsteilnehmenden die Maskentragpflicht nicht mehr durchgesetzt werden kann», schreibt der Gemeinderat in Bezug auf die Demonstrationen in Liestal und Altdorf. Für den Gemeinderat sei es aufgrund der anhaltend angespannten epidemiologischen Lage wichtiger denn je, dass die Massnahmen gegen die Pandemie eingehalten würden. Auf den offiziellen Kanälen der Veranstalter gibt es noch keine Stellungnahme zum Demonstrationsverbot, die Verweigerung der Bewilligung in Altdorf, Schwyz, bezeichnet die Gruppe jedoch als «verfassungswidrig». (rsz)
LESERBRIEF
Pilotprojekt für jüngere Seit März läuft im Regionalen Pflegezentrum Baden ein Pilotprojekt, das jüngeren Pflegebedürftigen ein Zuhause mit professionellen Fördermöglichkeiten bietet. CAROLIN FREI
«Mit diesem Pilotprojekt schliessen wir eine Lücke», sagt Projektleiter und Geschäftsleitungsmitglied Markus Simon. «Jüngere Pflegebedürftige haben aufgrund ihres Alters andere Bedürfnisse. Sie sind durch einen Unfall, durch eine Krankheit oder eine angeborene Behinderung
«Sie sollen in einem altersgemässen Umfeld Tagesstrukturen und soziale Kontakte pflegen können.» MARKUS SIMON, PROJEKTLEITER
auf langfristige Pflege angewiesen. Sie sollen bei uns professionelle Pflege, Betreuung und Therapie erhalten und dennoch in einem altersgemässen Umfeld Tagesstrukturen und ihre sozialen Kontakte pflegen
können», sagt Simon. Das Pilotprojekt wird im «Sonnenblick» durchgeführt und bietet bis zu zehn Personen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren ein neues Zuhause. Im März hat die operative Phase gestartet. Zusammen mit fünf Bewohnern, die seit dem Start des Pilotprojekts dabei sind, werden Strukturen aufgebaut. Nebst Pflegefachpersonen sind Sozialpädagogen und Fachpersonen Betreuung involviert. Ziel ist, ein normales Leben abzubilden. Gemeinsam essen und gemeinsam an Aktivitäten teilnehmen soll genauso Platz haben wie Zeit, um für sich selber zu sein. Oder wenn möglich und gewünscht, ausserhalb des «Sonnenblicks» in einer geschützten Werkstatt einer Tätigkeit nachzugehen. Die fünf Bewohner waren bereits Bewohnende im Regionalen Pflegezentrum Baden (RPB). In den nächsten Wochen werden vier weitere Personen aus dem RPB ins Pilotprojekt aufgenommen. Sie alle sind zwischen 40 und 62 Jahre alt und leben künftig als homogene Gruppe im Erdgeschoss des «Sonnenblicks». Kontakte zu all den anderen Bewohnern wird es etwa bei einem Grillplausch, einem Sommerfest und Ähnlichem auch immer wieder geben.
Malen zusammen: v.l. Rudolf Ketterer,
(DGS) und vom Departement Bildung, Kultur und Sport (BKS) unterstützt wird, hat man grünes Licht bis Ende 2022 bekommen. In dieser Zeit ist eine Aufnahme in das neue Vom Kanton unterstützt Projekt für Personen aus dem KanFür das Pilotprojekt, das vom De- ton Aargau möglich. Nach Abpartement Gesundheit und Soziales schluss der Pilotphase können Men-
VERMISCHTES
Unfaire Lohnkürzungen Die Forderung der IG unter Führung von Andrea Bova, die Löhne des Wettinger Gemeindeammanns und der Gemeinderäte zu kürzen, ist dreist und ungerechtfertigt. Zur Begründung wird angegeben, dass zum Beispiel der Fislisbacher Gemeinderat auf die neue Legislaturperiode keinen Antrag auf Lohnerhöhung stellt, um ein Zeichen zu setzen. Ich denke, es ist schon noch ein Unterschied, ob man für 5500 Einwohner (Fislisbach) oder für über 20 000 Einwohner (Wettingen) verantwortlich ist. Da sind doch die Aufgaben für Wettingen wesentlich umfangreicher (auch finanziell). Da die Einwohner Wettingens eine notwendige Steuererhöhung einmal mehr abgelehnt haben, wird es immer schwieriger, dringende Anliegen zu realisieren. Gemeindeammann und Gemeinderäte deswegen zu bestrafen, ist äusserst unfair. Mein Vorschlag: Wenn die Gemeinde Probleme hat, soll sie sich doch an den Tausendsassa Bova wenden, der wird es schon richten.
Schildkröten oder Kindergärtler? zVg
Die Spielsachen sind in den Ferien Einige Kindergärten in Wettingen nahmen dieses Jahr am Projekt «Spielzeugfreier Kindergarten» teil. Von Januar bis Anfang April erlebten die Kinder den Kindergarten und sich selber auf eine neue Weise. Die Spielsachen wurden zuvor geMax Bürgis, Wettingen meinsam verstaut und die Gestelle
leergeräumt. Die fast kahlen Räumlichkeiten luden die Kinder ein, selbstständig und verantwortungsvoll neue Spielorte zu kreieren. Die Lehrperson liess dabei die Kinder bewusst selber Ideen entwickeln und gab keine Anleitung. Dafür beobachtete sie aktiv das Geschehen und reagierte nur wenn nötig. Das Miteinanderspielen, Kommunizieren und Kooperieren der Kinder erhielt eine zentrale Rolle. Mit unstrukturierten Materialien wie Seilen, Tüchern, Klammern, Brettern, Kartonschachteln und Möbeln seien immer wieder neue Welten entstanden, heisst es vonseiten des Projekts. Damit sollen Kreativität und Fantasie beim Kind angeregt und geweckt werden. «Ein Tisch wurde zur Höhle, Stühle zu einem Flugzeug, Tücher zu Verkleidungen, eine Schachtel zu einem Boot und Kissen zu Schildkrötenpanzern», heisst es in einer Mitteilung.
Die Kinder lernten, auch Momente der Langeweile auszuhalten und zu überwinden. Passend zum Projekt galten neue Regeln und ein Signal wurde vereinbart, mit dem Kinder bei Problemen oder Konflikten um Unterstützung bitten konnten. Am Ende des Tages lernten die
Bergbesteigung oder doch nur Matratzenerkletterung? zVg
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Pflegebedürftige Gute Zahlen für die Gemeindebibliothek Wettingen im letzten Jahr.
zVg
Bibliothek mit stabilen Zahlen 2020 Trotz Lockdown und Planungsunsicherheit konnte die Gemeindebibliothek 2020 gute Zahlen generieren.
Bethli Brügger, Ramona Solombrino, Markus Simon und Andrea Fujii.
cfr
schen aus der ganzen Schweiz integriert werden. Im «Sonnenblick» leben bis zu zehn Bewohner in diesem neuen Zuhause mit professionellen Fördermöglichkeiten. Das BKS schätzt den Bedarf auf 40 bis 50 Plätze, die künftig auf verschiedene Institutionen im Aargau verteilt wer-
den sollen. Sofern alles nach Plan verläuft, wird der Neubau des RPB 2026 fertiggestellt sein. Dann werden auch die Bewohner des «Sonnenblicks» in die neuen Gebäude umziehen. Alle unter einem Dach und alle so platziert, dass sie ihren Bedürfnissen entsprechend leben können.
Kinder in einer Auswertungsrunde ihre Befindlichkeit bewusster wahrzunehmen und zu äussern. Die Kinder üben in diesem Projekt Lebenskompetenzen, die ihnen helfen sollen, das Leben zu meistern. Zum Beispiel: Sich selber kennen und mögen, sich in andere hineinfühlen, erfolgreich kommunizieren, Beziehungen gestalten und Entscheidungen treffen. Sie lernen, angemessen mit Mitmenschen, Problemen und Stresssituationen im Alltag umzugehen. Aus diesem Grund bildet die Fachstelle Suchtprävention Aargau Lehrpersonen für dieses Projekt aus, coacht sie und informiert die Eltern.
Preis von einem Franken verkauft. Für den Bücherflohmarkt gelten die üblichen Öffnungszeiten.
Wettinger Bücherflohmarkt Die Gemeindebibliothek Wettingen veranstaltet noch bis am 21. April im Untergeschoss einen Bücherflohmarkt. Dabei werden ausgeschiedene und geschenkte Bücher zum
Mit Recyclingmaterial basteln.
zVg
Workshops für Kinder Im Figurenatelier Wettingen finden während der Frühlingsferien mehrere Workshops statt. In einem Kurs gestalten Kinder zum Beispiel selber Figuren und Objekte aus Recyclingmaterial, in einem anderen Workshop werden zunächst Figuren gebaut und dann damit kleine Szenen gespielt. Genauere Informationen unter www.figurenatelierwettingen.ch
«Die Ausleihzahlen bewegten sich auf einem konstant hohen Niveau, allerdings ist eine deutliche Tendenz weg von den physischen und hin zu den digitalen Büchern festzustellen», was auf die vielen Downloads (+21 %) auf den beiden Plattformen «ebookplus» und «freegal» zurückzuführen sei, meldet die Gemeindebibliothek Wettingen in ihrem Jahresbericht. Ein Einbruch musste einzig bei den Nonbooks hingenommen werden, Bücher in gebundener Form würden sich «ungebrochener Beliebtheit erfreuen», und dies insbesondere im Kinder- und Jugendbereich. Die Gemeindebibliothek wertet das als «deutlichen Indikator», dass die Bibliothek «gerade auch in schwierigen Zeiten» rege genutzt wird. Der während des Lockdowns im Frühling in Zusammenarbeit mit der Jugendarbeit Wettingen kurzfristig auf die Beine gestellte Lieferservice «löste zusätzlich viel Goodwill aus», heisst es in einer Mitteilung. Im Schuljahr 2020/2021 habe die Zusammenarbeit mit der Primarschule Wettingen mit den obligatorischen Klassenführungen für die 2. Kindergärten sowie die 2. und 4. Klassen weiter gefestigt werden können. Das Projekt «Lesetandem» (die Limmatwelle berichtete) – Lesementoren und Lesementorinnen unterstützen primär leseschwache Kinder – wurde fortgesetzt, wenn auch mit Unterbrüchen, und für die Bewohner und Bewohnerinnen des Alterszentrums schnürte man regelmässig massgeschneiderte Bücherpakete zum Abholen. Das Jahr 2020 hätte auch in der Gemeindebibliothek mit 12 Sonder-
veranstaltungen ganz im Zeichen der 975-Jahre-Feier stehen sollen. Aufgrund der Pandemie mussten aber geplante Anlässe abgesagt, verschoben oder bestenfalls nachgeholt werden. Bekannte Reihenveranstaltungen wie «Lirum Larum Verslispiel», «Kamishibai», «Schenk mir eine Geschichte» oder die «GschichteChischte» hätten dennoch mehrheitlich durchgeführt werden können, wenn auch manchmal in einem Onlineformat. «Eine witzige Bilderbuchlesung mit der Illustratorin Vera Eggermann begeisterte die Kinder, und für die Erwachsenen standen zwei Krimilesungen mit Hansjörg Schertenleib und Gabriela Kasperski auf dem Programm», berichtet die Bibliothek weiter. Kooperationen ging die Bibliothek mit der Ludothek und der Musikschule Wettingen ein: «In einem Quizduell wetteiferte Gross und Klein mit viel Allgemeinwissen um den Sieg, und mit Musik und Märchen verzauberten der Vorleser Dominik Beer sowie musikalisch talentierte Schüler und Schülerinnen der Musikschule Wettingen das Publikum», schreibt die Gemeindebibliothek. Neues wagte man mit einer Living Library (Menschen werden zu Büchern) und einer Stunde Rückenfit für jedermann mit dem Physioflex Wettingen. Abgerundet wurde das Jahr mit der Kunstausstellung «Ein Bild und mehr als tausend Worte» (Bilder aus der Kunstsammlung der Gemeinde Wettingen trafen auf Bücher) sowie mit der Buchvernissage zum Jubiläumstitel «975 Jahre Wettingen – ein Dorf schreibt Geschichte». Weiterhin grossen Anklang finde auch die Beratung zu eMedien, eReadern und Tablets während der wöchentlich angebotenen Sprechstunde. (LiWe/zVG)
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NEUENHOF AUS DEM GEMEINDERAT
Gesamterneuerungswahlen für die Amtsperiode 2022/2025 Vom Volk gewählte Behörden und Kommissionen Die Anmeldefrist für die vom Volk gewählten Behörden- und Kommissionsmitglieder für den ersten Wahlgang endet am Freitag, 13. August, 12 Uhr. Der Termin eines allfälligen zweiten Wahlganges wurde auf Sonntag, 28. November, festgelegt. Weitere Details können dem Inserat, welches ebenfalls in der heutigen Limmatwelle abgedruckt ist, entnommen oder auf der Webseite der Gemeinde (www.neuenhof.ch/aktuelles) nachgelesen werden. Gemeinderätliche Kommissionen – Aufruf zur Mitarbeit in der Sozialkommission Erfreulicherweise stellen sich bei den gemeinderätlichen Kommissionen, mit Ausnahme von Andreas Eggmann, langjähriges Mitglied der Sozialkommission, sämtliche Mitglieder für eine Wiederwahl in der Amtsperiode 2022/2025 zur Verfügung. Damit die Vakanz wieder besetzt werden kann, besteht für interessierte stimmberechtigte Einwohnerinnen
und Einwohner, die sich in der Sozialkommission engagieren möchten, die Möglichkeit, sich schriftlich bei der Gemeindekanzlei Neuenhof bis spätestens Freitag, 13. August, 12 Uhr, zu melden. Gerne steht die Gemeindekanzlei Neuenhof für allfällige weitere Auskünfte zur Verfügung (Tel. 056 416 21 70 oder gemeindekanzlei@ neuenhof.ch). Die Wahl der gemeinderätlichen Kommissionen für die Amtsperiode 2022/2025 durch den Gemeinderat ist im September 2021 vorgesehen.
Neuenhof schliesst mit einem erfreulichen Ertragsüberschuss von Fr. 934 787.51 (Vorjahr Fr. 3 807 159.89) ab. Das Budget 2020 sah einen Aufwandüberschuss von 100 000 Franken vor. Das erfreuliche Ergebnis ist auf Mehreinnahmen bei den Steuererträgen zurückzuführen. Die Verselbstständigung von Wasserwerk und Elektrizität per 1. Januar 2020 in eine gemeindeeigene öffentlichrechtliche Gemeindeanstalt ergibt ein einmaliges ausserordentliches Ergebnis von Fr. 19 808 784.21, sodass die Jahresrechnung einen geDie Baubewilligung wurde erteilt an samten Ertragsüberschuss von Fr. den Tennisclub Neuenhof, Nicole 20 743 571.72 ausweist. Voser, Sonnmattweg 1, Neuenhof, auf der Parzelle Nr. 1782, Sonnmatt- 1. Erfolgsrechnung der Einwohnergemeinweg 1, in Neuenhof für die Erstel- de präsentiert sich gemäss unten stelung einer Pergola sowie für die Er- hendem erstem Bild. stellung einer Luft-Wasser-WärmeBei den Steuereinnahmen von pumpe (Aussengerät). natürlichen Personen liegt der tatsächliche Steuerertrag dank einer Jahresrechnung 2020 mit erfreulichem leichten Zunahme der BevölkeErtragsüberschuss Die Erfolgsrech- rungszahl im Rahmen des Budgets. nung 2020 der Einwohnergemeinde Dabei ist zu beachten, dass im Jahre
2019 ein einmaliger Steuerertrag von rund 3,5 Mio. Franken verbucht werden durfte. Bei den Quellensteuererträgen ist trotz erwarteten Rückgängen aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung ein erfreuliches Ergebnis zu verzeichnen. Ebenfalls erfreulich hoch fallen die Einnahmen aus Aktiensteuererträgen aus, wobei im verbuchten Steuerbetrag ein einmaliger Steuereingang stammt. Die verbuchten Erträge aus den Sondersteuern (Nach- und Strafsteuern, Grundstückgewinnsteuern und Erbschafts- und Schenkungssteuern) liegen teilweise deutlich über den Budgetwerten und den langjährigen Durchschnittswerten. Die hohen Einnahmen aus Grundstückgewinnsteuern sind auf die weiterhin guten Immobilienpreise sowie den regen Immobilienhandel in Neuenhof zurückzuführen. Bei den Erbschafts- und Schenkungssteuern sind die Erträge auf einige wenige Dossiers zurückzuführen.
INSERATE
Gemeinde Neuenhof Gesamterneuerungswahlen für die Amtsperiode 2022 – 2025 1. Wahlgang: Sonntag, 26. September 2021 Wahl von • 5 Mitgliedern des Gemeinderates, des Gemeindeammanns und des Vizeammanns; • 7 Mitgliedern der Finanz- und Geschäftsprüfungskommission; • 3 Mitgliedern der Steuerkommission; • 1 Ersatzmitglied der Steuerkommission; • 8 Stimmenzählenden der Einwohnergemeinde (Wahlbüro); 2. Wahlgang: Sonntag, 28. November 2021 Dieser Termin wird eingesetzt, wenn im ersten Wahlgang nicht alle Behörden und Kommissionen vollständig besetzt werden können. Anmeldeverfahren Wahlvorschläge sind gemäss § 29a des Gesetzes über die politischen Rechte (GPR) und § 21b der Verordnung über die politischen Rechte (VGPR) von 10 Stimmberechtigten der Gemeinde Neuenhof zu unterzeichnen und bei der Gemeindekanzlei Neuenhof, Gemeindehaus, 2. Stock, bis spätestens Freitag, 13. August 2021, 12.00 Uhr (= 44. Tag vor dem Wahltag), einzureichen. Die erforderlichen Formulare können bei der Gemeindekanzlei Neuenhof, Tel. 056 416 21 70, gemeindekanzlei@neuenhof.ch oder unter www.neuenhof.ch bezogen bzw. heruntergeladen werden. Sind weniger oder gleich viele wählbare Kandidatinnen oder Kandidaten vorgeschlagen, als zu wählen sind, wird mit der Publikation der Namen eine Nachmeldefrist von 5 Tagen angesetzt, innert der neue Vorschläge eingereicht werden können. Gehen innert dieser Frist keine neuen Anmeldungen ein, werden die Vorgeschlagenen als in stiller Wahl gewählt erklärt. Für allenfalls noch zu vergebende Sitze ist eine Wahl an der Urne durchzuführen (§ 30a GPR). Diese Regelung gilt nicht für die Erneuerungswahl des Gemeinderates, wofür im ersten Wahlgang in jedem Fall ein Urnengang durchzuführen ist (§ 30b GPR). Im Übrigen wird darauf hingewiesen, dass – als Gemeindeammann oder Vizeammann eine Person nur gültige Stimmen erhalten kann, wenn sie gleichzeitig als Gemeinderat/Gemeinderätin gewählt wird, – im ersten Wahlgang jede in der Gemeinde Neuenhof wahlfähige Person als Kandidat/in gültige Stimmen erhalten kann. Neuenhof, April 2021 Wahlbüro Neuenhof
Erfolgsrechnung der Einwohnergemeinde.
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Steuereinnahmen der Einwohnergemeinde.
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Eigenwirtschaftsbetriebe mit Abwasser- und Abfallbeseitigung.
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Bilanz mit dem Eigenkapital.
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KULTURWEG LIMMAT Den vergleichsweise hohen Mehreinnahmen bei den Steuern stehen auch deutlich gesteigerte Ausgaben gegenüber. Die betrieblichen Aufwendungen betragen rund 29 Mio. Franken. Im Budget wurde mit rund 27,2 Mio. Franken gerechnet. Die Mehraufwendungen von fast 2 Mio. Franken betreffen praktisch sämtliche Bereiche und umfassen praktisch sämtliche Aufwandarten. Der Gemeinderat wird alles daran setzen, dass die Kosten gesenkt werden können, jedoch ist ein Grossteil der Mehrkosten auf Kostensteigerungen in Bereichen zurückzuführen, welche vom Gemeinderat nicht grundlegend beeinflusst werden können, wie beispielsweise bei der Pflegefinanzierung (+ 400 000 Franken) oder den Krankenkassenprämienausfällen (+ 175 000 Franken). Die Jahresrechnung 2020 enthält diverse Positionen, welche infolge der Covid-19-Pandemie Abweichungen erfahren haben. So mussten zum Beispiel Plexiglasscheiben, Desinfektionsmittel, Spendersysteme, Masken, etc. beschafft werden. Aufgrund der Covid-19-Pandemie konnten jedoch auch verschiedene Aktivitäten nicht oder nur bedingt stattfinden (Schulreisen/-lager, Sommer-Gemeindeversammlung, Gemeindeanlässe etc.), welche zu Kosteneinsparungen führten. 2. Investitionsrechnung Einwohnergemeinde In der Investitionsrechnung 2020 der Einwohnergemeinde (ohne Eigenwirtschaftsbetriebe) sind Ausgaben von rund 0,97 Mio. Franken verbucht. Nach einer Periode von hohen Investitionen in die Infrastruktur erreichen diese somit einen leicht unterdurchschnittlichen Umfang. 3. Eigenwirtschaftsbetriebe Die Ergebnisse der Eigenwirtschaftsbetriebe präsentieren sich gemäss nebenstehender Abbildung. Der Aufwandüberschuss konnte bei der Abfallbeseitigung gegenüber den Vorjahren nochmals deutlich reduziert werden. Dies vor allem aufgrund des leichten Bevölkerungswachstums und der Mehrverkäufe an Abfallsäcken und Gebührenmarken. Das Ergebnis der Abwasserbeseitigung liegt im Rahmen des Budgets, welches leichte Defizite zum Abbau des vergleichsweisen hohen Kapitals beinhaltet. 4. Bilanz Das Eigenkapital der Einwohnergemeinde nimmt um den Übertragungsbetrag von rund 20 Mio. Franken aus der Verselbstständigung von Wasser und Elektrizität in ewn zu. Durch die Verselbstständigung
entfallen die Eigenkapitalpositionen von Wasserversorgung und Elektrizitätswerk. Es darf davon ausgegangen werden, dass sowohl die Rechnung der Einwohnergemeinde wie auch diejenigen der spezialfinanzierten Eigenwirtschaftsbetriebe weiterhin solid finanziert sind. Der Gemeinderat wird die Entwicklung des Finanzhaushaltes weiterhin genau beobachten und insbesondere die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie laufend mitberücksichtigen. Inwieweit diese Entwicklungen längerfristige Folgen für die Entwicklung der Gemeindefinanzen haben werden, ist zum heutigen Zeitpunkt nur sehr schwer abschätzbar. Rückbau Pavillons – öffentliche Ausschreibung Die Gemeindeversammlung vom 23. November 2020 hat den Rückbau der Pavillons beim Schulhaus sowie den Rückbau des Kindergartens Hard beschlossen. Die umfangreichen vorbereitenden Planungsarbeiten wurden nach Rechtskraft im Januar 2021 gestartet und konnten vor Ostern abgeschlossen werden. Insbesondere die detaillierte Analyse der notwendigen Rückbaumassnahmen aufgrund der Schadstoffbelastungen erforderten umfangreiche Abklärungen. Zurzeit läuft die öffentliche Ausschreibung der Arbeiten. Geplant ist die Arbeitsvergabe im Juni, sodass die eigentlichen Rückbauarbeiten während den Sommerferien 2021 erfolgen können.
Die Neuenhofer Schülerinnen und Schüler Adam Abou Khalil, Fatjon Kabashi und Oliver Popadic haben das Kunstwerk «Grosses Weib» von Rudolf Blättler im Rahmen des Wettbewerbs der Kulturwegstiftung neu interpretiert und dieses Bild davon gemacht. Der Kulturweg Limmat wurde von der Stadt Baden sowie von den Gemeinden Wettingen und Neuenhof anlässlich des 700. Geburtstag der Schweizerischen Eidgenossenschaft entlang der Limmat realisiert. Knapp 30 Freiluftskulpturen sind auf beiden Flussuferseiten ausgestellt. Die Stiftung Kulturweg kümmert sich um die Vermittlung der ausgestellten Werke. Sie lancierte den Gestaltungswettbewerb «Reaktionen». Schülerinnen und Schüler haben die Werke neu interpretiert und auf Fotos und Videos festgehalten. In der Limmatwelle werden die Bilder in loser Folge abgedruckt. Infos und Standort des Kulturwegs unter www.kulturweg-limmat.ch. Die Redaktion .
INSERATE
Mirjam Wetzel (l.) und Stina Forss.
zVg
Personalwesen, Gratulationen Stina Forss, Verwaltungsangestellte des Gemeindebüros, und Mirjam Wetzel, Verwaltungsangestellte der Finanzverwaltung, haben den Zertifikatslehrgang Öffentliches Gemeinwesen, Grundlagen (Stufe I), an der Fachhochschule Nordwestschweiz ausserordentlich erfolgreich absolviert. Sie durften am 30. April ihr wohlverdientes Diplom entgegennehmen. Gemeinderat und Verwaltung gratulieren zu diesem sehr guten Abschluss und wünschen ihnen alles Gute sowie weiterhin viel Freude bei der Arbeit
– Wasserenthärtung – Reparaturen
– Boilerentkalkung – Badumbauten
Cristofero Callerame Hürdlistrasse 7 5436 Würenlos
Telefon 056 610 16 13 Mobile 076 365 46 56 cris.sanitaer@gmail.com
NEUENHOF/KILLWANGEN
Sechs Projekte für den Limmatsteg Ingenieurbüros und Planer erarbeiteten in den letzten Monaten Beiträge für die Limmatbrücke. Im Juni steht der Sieger des Wettbewerbs fest. SIBYLLE EGLOFF
Im Jahr 2025 sollen die Bauarbeiten für den Limmatsteg starten. Die Brücke wird das Neuenhofer Limmatufer nahe des Quartiers Kirchfeld und die andere Seite der Limmat bei der Kleingartenanlage im Raum Chlosterschür im Grenzgebiet Wettingen und Würenlos miteinander verbinden. Die Planung des Projekts schreitet voran. Sechs Ingenieurbüros und Planer reichten vergangenen Freitag ihre Wettbewerbsbeiträge bei der Abteilung Tiefbau des Kantons Aargau ein, wie Projektleiter Brücken und Tunnel des kantonalen Departements Bau, Verkehr und Umwelt Guido Sutter auf Anfrage sagt. Eine Jury wählte die Ingenieurbüros im Dezember 2020 unter 16 Bewerbern aus, um am Brückenwettbewerb teilzunehmen. Der Steg, der die neue kantonale Radroute tragen und für Naherholende das zentrale
Element des Wanderwegs SulpergRüsler bilden wird, scheint nicht nur für Planer aus der Region, sondern schweizweit und sogar für solche aus dem Ausland ein attraktives Projekt zu sein. «Das Schwergewicht der Bewerber kam aus dem Raum Zürich und dem östlichen Teil der Schweiz, doch wir haben auch Bewerbungen aus Deutschland, Italien und dem Tessin erhalten», sagt Sutter. Das zeige, dass der Brückenwettbewerb eine grosse Ausstrahlungskraft habe. Bewerber kommen aus der Schweiz und dem Ausland Zu den sechs finalen Wettbewerbsteilnehmern gehören die Bergmeister GmbH aus Vahrn im Südtirol, die Dr. Lüchinger + Meyer Bauingenieure AG aus Zürich, die Equi Bridges AG aus Chur, die Ingegneri Pedrazzini Guidotti aus Lugano, die Ingeni AG aus Zürich sowie die Bänziger Partner AG aus Baden. «Die Beiträge werden nun durch unser beauftragtes Ingenieurbüro technisch geprüft», sagt Sutter. Im Juni wird sich zeigen, wer das Rennen macht. Dann findet nämlich die Jurysitzung statt, an welcher der Wettbewerbssieger des Limmatstegs Der Limmatsteg soll am Limmatuferweg in Neuenhof im Jahr 2025 gebaut werden. bestimmt wird.
KILLWANGEN
Fotografin Gaby Kost war in Killwangen unterwegs. Haben auch Sie ein tolles Sujet in der Region aufgenommen? Dann schicken Sie das Foto (im JPG-Format und in der Grösse von mind. 1 MB) an die Limmatwelle-Redaktion per Mail an redaktion@limmatwelle.ch.
WOCHE NR. 15 DONNERSTAG, 15. APRIL 2021
eingereicht
AUS DEM GEMEINDERAT Baubewilligungen Der Gemeinderat Killwangen hat folgende Baubewilligungen erteilt: Haqif Haziri, Fluestrasse 44, 8957 Spreitenbach, Abbruch Wintergarten mit Schopf und Garage sowie Neubau Vordächer und Überdachung Terrasse, Steinigstrasse 1; Daniel Surber, Föhrenweg 17, 8956 Killwangen, Sitzplatzüberdachung, Föhrenweg 17; Maria Mazza, Zelgmattstrasse 4, 8956 Killwangen, Verglasung Balkon, Zelgmattstrasse 4; Salvatore Mazza, Zelgmattstrasse 14, 8956 Killwangen, Verglasung Balkon, Zelgmattstrasse 14.
Sibylle Egloff
Sanierung Lichtsignalanlage Im Zeitraum vom 22. April bis 11. Mai wird die Lichtsignalanlage an der Kreuzung «Schul-/Bahnhof-/Zürcherstrasse» saniert. Während der Sanierungsarbeiten wird der Verkehr durch einen Verkehrsdienst geregelt. Zu Beginn wird der Verkehrsdienst von morgens bis abends vor Ort sein, danach werden die Einsatzzeiten je nach Bedarf angepasst. Aufgrund der Arbeiten auf dem Trottoir in der Nähe des Steuergeräts müssen die Fussgänger auf der Strasse geführt werden. Um die Verkehrssicherheit gewährleisten zu können, wird die Linksabbiegespur von Spreitenbach in die Schulstrasse mit Doppellatten komplett
INSERATE
Öffnungszeiten der Gemeindekanzlei Montag, 8.30–11.30 Uhr und 14– 18.30 Uhr; Dienstag, 8.30– 11.30 Uhr und 14–16 Uhr; Mittwoch, 8.30–11.30 Uhr, nachmittags geschlossen; Donnerstag, 8.30–11.30 Uhr und 14–16 Uhr; Freitag, 7.30– 14 Uhr (durchgehend). Tel. 056 418 10 60, E-Mail: gemeindekanzlei@ killwangen.ch. www.killwangen.ch Die Bevölkerung wird jedoch weiterhin gebeten, den persönlichen Kontakt mit der Gemeindeverwaltung möglichst zu vermeiden und nur zwingend notwendige und nicht aufschiebbare Besuche (beispielsweise Todesfallgespräche oder Lebensbescheinigungen) persönlich zu tätigen. Viele Dienstleistungen können sehr gut telefonisch oder via E-Mail erledigt werden oder sind online verfügbar. Der Online-Schalter bietet diverse Dienstleistungen (Bestellung von Hauptwohnsitzbescheinigungen und Gebührenmarken, Baugesuchsformulare usw.) an. INSERATE
PARTEINOTIZ CVP KILLWANGEN Die CVP Killwangen heisst neu die Mitte Killwangen Die CVP heisst neu die Mitte. Auch die Ortspartei Killwangen hat mit grosser Mehrheit dem Namenswechsel zugestimmt. In einer schriftlichen Abstimmung haben die Parteimitglieder
gesperrt. Die Linksabbieger werden über die Geradeausrechtsspur geführt. Zusätzlich wird für die Bauphase ein provisorischer Linksabbiegepfeil aufgeklebt. Für den motorisierten Individualverkehr bleiben somit alle Fahrbeziehungen offen.
die Gelegenheit gehabt, den Namen zu behalten oder dem neuen Namen zuzustimmen. Die Möglichkeit dazu hat die nationale Partei den Ortsparteien offeriert. Damit hat die Ortspartei gleich entschieden
wie die kantonale Partei und viele Ortssektionen. An den Statuten und am gewählten Vorstand mit dem Präsident Urs Alt ändert sich nichts. Neue Mitglieder sind weiterhin herzlich willkommen bei der Mitte Killwangen.
GEMEINDE KILLWANGEN
Baugesuche Bauherrschaft: Grundeigent.: Bauobjekt: Bauvorhaben:
Bauherrschaft: Grundeigent.: Bauobjekt:
s’ isch Früehlig! Jetzt gibt es wieder feine Sachen mit frischem
BÄRLAUCH Bratwurst, Grillschnecke, Knöpfli, Fleischkäse, etc. Metzgerei Felder Bahnhofstrasse 4, Wettingen Tel. 056 426 70 48 P direkt vor dem Haus
Bauvorhaben:
Gemeinde Killwangen Schürweg 2 8956 Killwangen do. Brühlstrasse 8956 Killwangen (Parz. Nr. 1041) Erstellung Informationstafel Erholungsweg Sulperg Rüsler Daniel Irniger Brühlhaldenweg 7 8956 Killwangen do. Brühlhaldenweg 7 8956 Killwangen (Parz. Nr. 1019) Garagenanbau und Ersatz Ölheizung durch Wärmepumpe mit Erdsonde
Die Baugesuche liegen vom 15. April 2021 bis 17. Mai 2021 während den ordentlichen Schalteröffnungszeiten öffentlich auf der Gemeindekanzlei zur Einsichtnahme auf. Einsprachen sind innert der Auflagefrist an den Gemeinderat Killwangen zu richten. Eine Einsprache hat schriftlich zu erfolgen und muss einen Antrag sowie eine Begründung enthalten.
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SPREITENBACH
Ein bisschen Norma Ein bisschen Normalität erlebten die Schülerinnen und Schüler während ihrer Projektwoche. MELANIE BÄR
Ari, 10 Jahre
bär
«Es war schwierig, den Bach von den Steinen zu befreien. Zu viert haben wir Jungs einen 10 Kilogramm schweren Stein weggetragen. Jetzt fliesst das Wasser wieder schneller. Im Kloster konnten wir ein Pergament aus einer Ziegenhaut anfassen. Ich wusste nicht, dass im Kloster geregelt war, wer wo sass.»
Entony, 12 Jahre
bär
«Am ersten Tag der Projektwoche haben wir das Schulzimmer aufgeräumt. Am zweiten Tag waren wir im Wald. Ich gehe auch sonst zum Joggen in die Natur. Im Kloster haben wir heute in den Raum geschaut, in dem die Mönche sprechen durften. Nun freue ich mich auf die Ferien.»
bär
«Gehört das Kloster Ihnen?», fragt einer der 5.-Klässler auf dem Rundgang durchs Wettinger Kloster die Führerin. Das Interesse der Schülerinnen und Schüler ist gross, die Stimmung fröhlich. «Sie sind viel gelassener als in der Schule und es gibt kaum Streit», sagt ihre Klassenlehrerin Rosa Marina Fernandez. Wegen Corona gibt es seit einem Jahr nur selten Projekte ausserhalb des Schulzimmers. Umso mehr haben sich die Kinder auf die Projektwoche vor den Frühlingsferien gefreut. Selbst der mehrstündige Spaziergang von der Schule in Spreitenbach bis ins Wettinger Kloster und zurück tat ihrer Freude keinen Abbruch – wegen Corona darf die Klasse keine öffentlichen Verkehrsmittel benützen. «Das macht aber nichts, wir haben in der Schule mehrere Monate das Thema Vögel behandelt und konnten heute an der Limmat brütende Vögel beobachten.»
Melisa: «Ich hatte viel Spass dabei, die Äste aus dem Bach zu entfernen – auch wenn ich dreimal hineinfiel. Ich finde es schön, immer wieder etwas Neues zu machen und zu lernen.» Marcelina: «Es hat mir gefallen, dass auch die Älteren im Wald waren. Auch das Grillieren war toll. Im Kloster konnten wir einen alten Brief lesen.»
Bach von Astmaterial befreit Der Besuch im Kloster war nicht der einzige Höhepunkt in der vergangenen Woche. Am Tag zuvor waren sie und zwei 9.- und eine 6.-Klasse im Wald. Dort räumten sie abgebrochenes und angeschwemmtes Astmaterial aus den Bächen. «Sie widmeten sich auch der Bekämpfung des Hen-
Andjelina, 11 Jahre
bär
«Wir haben den Bach geputzt und im Wald grilliert. Das hat grossen Spass gemacht. Auch im Kloster hat es mir gefallen. Wir haben in der Mönchskirche einen Geheimgang entdeckt. Nun freue ich mich auf die Ferien. Wegen Corona können wir leider nicht viel unternehmen.»
Melisa, 11, Marcelina (r.), 11 Jahre
Schüler bei ihrem Einsatz im Wald. ry Geissblattes, ein fieser und stark invasiver Neophyt, welcher sich schnell verbreitet und samt Wurzel ausgerissen werden muss», sagt Förster Peter Muntwyler. Er bedankt sich bei ihnen und den Lehrerinnen für den Einsatz der rund 70 Schüler, die sich auch von Schmutz und Nässe nicht hätten aufhalten lassen. Auch den Jugendlichen scheint der Einsatz Freude bereitet zu haben, wie der 11-jährige Giuseppe sagt: «Jetzt fliesst das Wasser wieder schneller.» Die 5.-Klässler fanden es auch toll, mit den «Grossen» im Wald zu sein. Auch wenn sie wegen Corona klassenweise im Einsatz waren. «Normalerweise führen wir alle zwei Jahre eine klassenübergreifen-
VERMISCHTES Bibliothek Spreitenbach sucht Lesementorinnen und -mentoren Die Bibliothek Spreitenbach sucht Personen, die Freude haben, Kinder beim Lesen zu unterstützen. Einmal pro Woche treffen sich Mentoren und Kinder und verbringen eine Stunde in der Bibliothek, um gemeinsam zu lesen. Diese sogenannten Lesetandems sind ein von der Bibliotheksförderung des Kantons Aargau unterstütztes ausserschulisches Sprach- und Leseförderungsprojekt. Das Angebot ist freiwillig, aber verbindlich. In einem zweitägigen Kurs werden die Mentoren auf die ehrenamtliche Tätigkeit vorbereitet. Die Gemeindebibliothek Spreitenbach
Verfügung stellen. Interessenten können sich bei Claudia Trefz von der Gemeindebibliothek Spreitenbach melden: claudia.trefz@spreitenbach.ch oder 056 418 86 80. Der Natur- und Vogelschutzverein Spreitenbach-Killwangen lädt zum Morgenspaziergang unter dem Thema «unsere einheimischen immergrünen Gehölze» ein. Die Teilnehmer halten sich zwar draussen auf, trotzdem soll zur Sicherheit Gemeinsames Lesen in der Bibliothek eine Maske mitgebracht werden. Spreitenbach. Archiv Diese muss getragen werden, wenn der nötige Abstand nicht eingehalsucht Personen, die sich im kom- ten werden kann. Der Spaziergang menden Schuljahr 2021/2022 zur findet am Freitag, 16. April. statt,
Treffpunkt ist um 9 Uhr beim Sprützehüsli Sternenplatz Spreitenbach. Ausstellung in der Umweltarena Die Sonderausstellung «Bündner Pärke und Jurapark Aargau» zeigt in Modulen, Videos und einer Schatzsuche die Natur- und Kulturschätze, innovativen Projekte und kleinen Weltwunder der Pärke. Weitere Infos unter www.umweltarena.ch Die Ausstellung ist jeweils von Mittwoch bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Die Stiftung Umwelt Arena Schweiz befindet sich an der Türliackerstrasse 4 in Spreitenbach.
WOCHE NR. 15 DONNERSTAG, 15. APRIL 2021
alität
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de Atelierwoche durch, das war wegen Corona dieses Jahr leider nicht möglich», so Fernandez. Nicht nur bei den Schülern im Boostock war vergangene Woche eine Projektwoche angesagt, sondern auch in fast allen anderen Klassen im Hasel und Seefeld. Aufgrund der aktuellen Situation konnten sie ebenfalls kein Projekt auswählen: «Dem Spass und Eifer tat das aber keinen Abbruch», heisst es in der Schulmitteilung. Und auch Fernandez zieht positive Bilanz: «Eine Projektwoche ist zwar mit sehr viel Aufwand verbunden, es fördert aber den Team geist und die Kinder können ihre Stärken auf eine andere Weise zeigen.» INSERATE
Bauausschreibungen
AUS DEM GEMEINDERAT Rückblick ins Jahr 2020 Im vergangenen Jahr hat der Gemeinderat im Rahmen von 53 Sitzungen 1001 Entscheide gefällt. Mit 12 093 Personen zählte Spreitenbach per Ende 2020 38 Einwohner mehr als per Ende 2019. Schliesslich sank die Anzahl an Sozialhilfefällen erfreulicherweise um 9,2 %. Der ausführliche Rechenschaftsbericht des Jahres 2020 im Umfang von rund 90 Seiten kann auf der Gemeindewebsite im Bereich «Politik/ Gemeindeversammlung» heruntergeladen und eingesehen oder bei der Gemeindekanzlei bezogen werden. Er wird der nächsten Gemeindeversammlung zur Kenntnis gebracht.
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GmbH, c/o OBT AG, Zürich, für Umbau Ladengeschäft Claire’s im Shopping Center 4; Hasipi Halil, Dietikon, für Umnutzung in Hobbyraum und Lager Sanitärfirma an der Dorfstrasse 36; Limeco Regiowärme, Dietikon, für Fernwärmeanschluss IKEA ab Landstrasse an der Land- und Industriestrasse; Görmar-Stegmann Justin und Daniela, Spreitenbach, für Ersatz Fenster 1-teilig statt 3-teilig an der Poststr. 93.
BG Nr:
3242
Bauherr:
Wartmann Immobilien AG, Klausstrasse 48, 8034 Zürich
Bauobjekt:
Aufstellen Werbepylon
Baustelle:
Landstrasse 140
Parzelle:
1562
Zusatzbew.: Departement Bau, Verkehr und Umwelt BG Nr:
3241
Bauherr:
Zweifel Pomy-Chips AG, Zweifelstrasse 5, 8957 Spreitenbach
Bauobjekt:
Ergänzungen und Erneuerung Kälteanlagen
Baustelle:
Zweifelstrasse 5
Personelles Als Feuerwehr-AdministParzelle: 2954, 2870 Zusatzbew.: Aargauische rator ist Markus Käppeli, SpreitenGebäudeversicherung bach, mit Wirkung ab 1. Juli 2021 Amt für Wirtschaft und angestellt worden. Gemeinderat und Arbeit Gemeindepersonal heissen ihn beDie öffentliche Auflage erfolgt vom Einbürgerungen Im 1. Quartal 2021 reits heute herzlich willkommen. 19. April 2021 bis 18. Mai 2021 auf der sind bei der Gemeindekanzlei 11 Bauverwaltung, Gemeindehaus, neue Einbürgerungsgesuche einge- Verkehr mit Gemeindeverwaltung und Spreitenbach. gangen. Per 31. März 2021 waren Werken Die Bevölkerung wird angeAllfällige Einwendungen können während total 31 Gesuche hängig. Im Rahmen halten, nach wie vor zur Bekämpfung der nicht erstreckbaren Auflagefrist der Bearbeitungen ist im 1. Quartal der Pandemie Sachgeschäfte mit der beim Gemeinderat, 8957 Spreitenbach durch den Gemeinderat bei 7 Gesu- Gemeindeverwaltung und den -wereingereicht werden. Zustelladresse: chen das Gemeindebürgerrecht zu- ken ausschliesslich per E-Mail, Brief Bauverwaltung, Poststrasse 13, 8957 gesichert worden. 1 Gesuch musste oder Telefon zu klären. Spreitenbach. Sie haben einen Antrag und eine Begründung zu enthalten. abgewiesen werden. 18 Personen haben sich neu für den Test angemelGemeinde Spreitenbach det, bei welchem die staatsbürgerli- INSERATE chen Kenntnisse (Grundkenntnisse der geografischen, historischen, politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse) über die Schweiz und den Kanton Aargau vor der Gesuchseinreichung durch die Gemeinden geErsatzwahl 1 Mitglieds des Gemeinderates prüft werden. Unter BerücksichtiRest Amtsperiode 2018 – 2021 gung der bereits aus dem letzten Quartal 2020 bestehenden AnmelAnmeldungen 2. Wahlgang vom 13. Juni 2021 dungen haben 21 Personen den Test Nachmeldefrist erfolgreich abgeschlossen. Baubewilligungen sind erteilt worden an Dicoval AG, Zürich, für Umbau und Erweiterung div. Ladenflächen im Tivoli 5; Claire’s Switzerland
Innert der gesetzlichen Frist wurde für den freien Sitz im Gemeinderat folgender Kandidat angemeldet: Mayr Adrian, geb. 1971, von Lüsslingen SO, Kirchstrasse 87, parteilos Sind im 2. Wahlgang weniger oder gleich viele wählbare Kandidatinnen oder Kandidaten vorgeschlagen, als zu wählen sind, ist mit der Publikation der Namen eine Nachmeldefrist von 5 Tagen anzusetzen, innert der neue Vorschläge eingereicht werden können. Übertrifft die Anzahl der Anmeldungen nach dieser Frist die Anzahl der noch zu vergebenden Sitze nicht, werden die Vorgeschlagenen von der anordnenden Behörde beziehungsweise vom Wahlbüro als in stiller Wahl gewählt erklärt. (§ 33 GPR) Weitere Wahlvorschläge sind von 10 Stimmberechtigten des Wahlkreises zu unterzeichnen und bei der Gemeindekanzlei, Poststrasse 13, 8957 Spreitenbach, innert 5 Tagen seit der Publikation im Amtsblatt des Kantons Aargau, das heisst bis zum Dienstag, 20. April 2021, 12.00 Uhr, einzureichen. Das erforderliche Formular kann bei der Gemeindekanzlei bezogen oder auf www.spreitenbach.ch im Bereich Online-Schalter/Gemeindekanzlei, heruntergeladen werden. Gemeindewahlbüro Spreitenbach
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SPREITENBACH
Ein Dorf mit zwei Ge Spreitenbach wandelt sich vom Bauerndorf zum urbanen Vorort von Zürich. Mittendrin: die 13,4 Kilometer lange Limmattalbahn. Ein Porträt über die klischeebehaftete Gemeinde anhand der Menschen, die in ihr leben und arbeiten. RAHEL BÜHLER*
Der Pensionär: Bernhard Gerig, 65.
Der Detailhändler: Matthias Seifritz, 40.
Rahel Bühler
Ein Schweissgerät dröhnt. Der Lärm vermischt sich mit Geschrei aus dem nahen Kindergarten. Eine Baustelle zeichnet sich wenige Meter weiter vorne deutlich ab: in der Strassenmitte eine meterlange, gleichmässige Erhöhung. Bestimmt der Perron. Am Strassenrand Ausbuchtungen. Frischer, dunkler Teer. Daneben Bauarbeiter. Man hört die eigene Stimme kaum. Hier, nach 10,1 Kilometern, entsteht der erste Halt der Limmattalbahn auf Spreitenbacher Boden:
Rahel Bühler
Kreuzäcker Wie lebt es sich in einer Gemeinde, die ein Grossteil der Schweiz hauptsächlich mit negativen Ereignissen in Verbindung bringt? Ein pensionierter SBB-Mitarbeiter, ein Weinshopleiter, ein Student, eine Hundebesitzerin und eine Weggezogene erzählen von ihrem Spreitenbach. Bernhard Gerig wohnt seit 1981 im Ort. Der 65-Jährige wird ab Dezember 2022 die Haltestelle Kreuzäcker benutzen. Von seinem etwas südlich gelegenen Wohnquartier Seefeld bis hierhin dauert der Marsch zehn Minuten. An diesem Morgen Anfang Dezember sind es mehr. Tritt Gerig vor die Tür seines Wohnhauses, erblickt er einen roten Baukran, eingerüstete Mehrfamilienhäuser. Aus einem Winkel des Bauplatzes sendet ein Radio seine Musik. Arbeiter diskutieren in einer fremden Sprache. Die Limmattalbahn, das sind 27 Haltestellen, 13,4 Kilometer, sechs Gemeinden, zwei Kantone. Von Killwangen bis Zürich Altstetten. Sie soll das Limmattal näher an Zürich bringen. Die Agglomeration näher an die Stadt. Sie durchsticht Spreitenbach von Ost nach West. Erst verläuft sie parallel zur Landstrasse, der vier Kilometer langen Lebensader der Gemeinde. Dann auf ihr. Wegen ihr ist
Im Jahr 1124 taucht «Spreitenbachin» das erste Spreitenbach eine Baustelle. Von der Kantonsgrenze bei Dietikon bis zum Nachbardorf Killwangen entfaltet sie sich über das Gemeindegebiet. Verschlingt Trottoirs, Fussgängerstreifen, Kandelaber. Lässt die Strassenführung täglich anders aussehen. Bringt damit manch geübten Automobilisten zur Verzweiflung. An der nächsten Kreuzung, dem Wigartenkreisel, bleibt Gerig stehen. Hier soll in Zukunft der Ortsbus halten. Der gross gewachsene Pensionär zeigt auf den Strassenrand. Der Bus würde zwischen Dorfzentrum und Kreuzäckerstrasse pendeln. Und so die Leute aus Spreitenbach-Ost zur Limmattalbahn befördern. Gerig ist gut informiert. «Ich fand immer, man muss sich mit dem Ort befassen, in dem man wohnt.» 1983 wird er Teil des Veloclubs. Später sein Präsident. Heute ist er Mitglied der Natur- und Umweltkommission und im Vorstand der Spitex. Der kürzeste Fussweg zur Haltestelle führt an modernen Hauseingängen und einer alten Holzscheune vorbei. Dann mündet er in die
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esichtern 40-Jährige leitet die Filiale eines Weinshops im Erdgeschoss. Die Firma gibt es seit 40 Jahren. Die Filiale hingegen ist die erste. «Die gute Erschliessung von Spreitenbach war ausschlaggebend für die Wahl unseres Ladenlokals», sagt er während eines Spaziergangs entlang der Geleise der neuen Bahn. Spreitenbach ist eine der östlichsten Gemeinden im Aargau. Sie hat eine eigene Ausfahrt von der Autobahn A1, der Hauptverkehrsachse von Zürich nach Bern. Mit der SBahn dauert die Fahrt 21 Minuten bis Zürich Hauptbahnhof, nach Baden 9. Unmittelbar vor dem Weinladen entsteht «Grabäcker». Neben den erhöhten Perrons sind bereits die zwei Geleise am linken Strassenrand Richtung Killwangen sichtbar. Kein Lärm, keine Maschinen an diesem Vormittag. Obwohl die Arbeiten an der Limmattalbahn schon liefen, bevor Kaufmann den Laden eröffnete, habe er sie bisher
«Ich bin erleichtert, wenn die Arbeiten abgeschlossen sind.»
e Mal in einer Urkunde auf. Ende 2020 wohnen 12 093 Menschen in der Gemeinde. Landstrasse. «Viele Leute finden, ser, die seit der Jahrtausendwende die Bahn fährt am falschen Ort im Osten entstehen. Auch Gerig durch.» Der ehemalige SBB-Mit- gehört dazu. «Im Osten haben wir länger Sonne als im Westen. Das gefällt mir.» Eine Absetzbewegung «Wir Einwohner finden Richtung «Kreuzäcker» habe er nicht festgestellt. Hier wohnten nicht, dass wir in einer vor allem Neuzuzüger. schlechteren Ecke wohnen.» Im Verlauf des Spaziergangs sagt der Pensionär: «Für mich ist SpreiBERNHARD GERIG, EINWOHNER tenbach ein Dorf.» Eigentlich zwei: Oben im alten Dorf kern kenne jearbeiter überquert die Strasse. der jeden. «Das klingt komisch. Unten, entlang der Industrie. Nicht Spreitenbach hat 12 000 Einwohoben im Dorf. Er findet das nicht. ner. Aber es ist so.» Im unteren Teil Am anderen Ende des Fussgän- der Gemeinde, dort, wo es vergerstreifens steht die Überbauung mehrt Hochhäuser und Industrie Kreuzäcker: Ein Quartier mit gibt, sei der zweite Teil. Dort sei rechteckigen dunkelblauen Mehr- alles unpersönlicher. familienhäusern. Dazu KindergarAm Ruf der Gemeinde haftet viel ten, Ärztehaus, Hotel. «Vorher Negatives: Schlägereien, Industrie, waren hier Obstkulturen und Wie- «Usländer-Ghetto», Bauboom, sen.» Entstand in der Vergangen- Hochhäuser. Von daher stammt heit in Spreitenbach ein Quartier, vermutlich der Übername, «Manseien viele Alteingesessene aus äl- hattan des Aargaus». Die beiden teren Dorfteilen in die neuen Ge- Wolkenkratzer des Shoppi, so genden umgezogen. Von den Hoch- nennt der Volksmund das Shophäusern im Westen in die moder- pingcenter, gehören zum Ortsbild neren Mehrfamilienhäuser im wie das Bundeshaus zu Bern. Der Dorfzentrum. Weiter in die Häu- rote wird «Blutwurst» genannt.
MATTHIAS KAUFMANN, LEITER WEINSHOP CH Media/Severin Bigler/Archiv
Der graue «Leberwurst». Das negative Image von Spreitenbach ist nicht neu: Bereits in den 1970erJahren sagte der damalige Gemeindepräsident, es gebe nur schlechte Nachrichten übers Dorf. Auch wer heute erzählt, er stamme aus der Siedlung an der A1, dem ist eine naserümpfende Reaktion gewiss. Gerig: «Spreitenbach wird oft schlecht dargestellt. Wir Einwohner finden aber nicht, dass wir in einer schlechten Ecke wohnen.» 600 Meter weiter westlich, bei Kilometer 10,7, folgt die nächste Station: Grabäcker Wo seit 2019 die Überbauung Limmatspot steht, zeigt Google Maps noch immer eine leere Wiese. «Limmatspot» – das sind 195 Wohnungen und 10 Kinosäle unter einem Dach. Berühmt ist das Gebiet allerdings wegen der Ikea. Seit 2006 hat das schwedische Möbelhaus hier einen seiner neun Schweizer Standorte. Matthias Kaufmann arbeitet seit Herbst 2019 im «Limmatspot». Der
noch nie von nahem gesehen. «Die Baustelle beeinträchtigt uns stark», sagt der Familienvater aus Aarau. Kunden fänden den Laden schlechter. «Ich bin erleichtert, wenn die Arbeiten abgeschlossen sind.» Er kann sich vorstellen, dass Leute für Degustationen mit dem öffentlichen Verkehr anreisen. «Dazu ist die Haltestelle vor der Haustür ideal.» 400 Meter von «Grabäcker» entfernt, erhält auch das Shoppingcenter seine eigene Haltestelle: SCS/Tivoli Das Center ist in zwei Teile geteilt. Östlich der Landstrasse ist das Tivoli, westlich das Shoppi. Verbunden sind sie mit einer überdachten Brücke. Die Haltestelle kommt unter ihr zu stehen. Erkennbar ist sie noch nicht. Nur abgesperrt. Lukas Zweifel, 25, Vollbart, Mütze tief in die Stirn gezogen, steht unter der Brücke. Er blickt der Limmattalbahn mit gemischten Gefühlen entgegen: «Ich werde wohl nach wie vor die S-Bahn nehmen. Sie ist Fortsetzung auf S. 14/15
SPREITENBACH Fortsetzung von S. 12/13 schneller. Aber die Kantone haben sich schon etwas überlegt, als sie sich für die Limmattalbahn entschieden.» Die Linienführung versteht er. Eine Bahnlinie mitten durchs Dorf hätte die Bevölkerung nicht befürwortet, glaubt er. Zweifel wohnt in Spreitenbach, seit er sechs Jahre alt ist. Er war in der Jugi, ist heute noch Mitglied des Unihockeyteams. «Immer wenn ich sage, ich wohne in Spreitenbach, machen die Leute Witze.» Manchmal imitieren sie auch den fiktiven Charakter «JK» aus dem Programm des Komikerduos Divertimento. Mit Schwester und Eltern wohnt der Pädagogikstudent unweit von Heitersberg, Dorfbach und Sternenplatz. Dort steht in der Weihnachtszeit eine überdimensionale, beleuchtete Tanne. Auch der Limmatbeck und der «Sternen», die Dorfbeiz, sind hier zu finden. Diesen Flecken meinen die Spreitenbacher, wenn sie vom «alten Spreitenbach» oder vom «Dorfkern» sprechen. Zum ersten Mal taucht «Spreitenbachin» bereits 1124 in einer Urkunde auf. 1485 besteht das Dorf aus 17 Bauernhöfen. Der Weg vom «Dorf kern» zum Shoppi dauert zehn Minuten. Am Die Baustelle für die Limmattalbahn erstreckt sich über das ganze Dorf. Im Bild: das Shoppingcenter. CH Media/Colin Frei/Archiv Rand des Gehwegs liegt Schnee. Er fiel in der Nacht. Der Weg führt an einer Stadt. Das muss man akzep- pert am Schnee am Trottoirrand. wurde das Gebiet erschlossen. «Seit verdorrten Sonnenblumen vorbei. tieren.» Die Haltestelle ist nun einen Kat- 30 Jahren hat sich hier nichts ver«Aargauer Wanderweg» steht mit zensprung entfernt. Snowy zieht an ändert.» Der Weg an die Landstrasse Kilometer 11,4, nächster Halt: der Leine. Seit ihrem vierten Le- führt an ihrem Elternhaus vorbei, Furttalstrasse bensjahr wohnt Toufeili in Sprei- dann einen steilen Fussweg hinunter. Am Fuss des Hügels eröffnete «Immer wenn ich sage, ich Auf dem mittleren von drei Fahrstreifen liegt Erde, nicht Asphalt. die Ikea 1973 die erste Filiale ausserwohne in Spreitenbach, Links und rechts davon stehen rot- «Spreitenbach ist nicht halb Schwedens. Heute ist das braumachen die Leute Witze.» weiss gestreifte Absperrschranken. mehr Spreitenbach.» ne Gebäude Heimat eines Fitnesscenters, eines Haushaltsgeschäfts, Hier entsteht die «Furttalstrasse». LUKAS ZWEIFEL, EINWOHNER VANISSA TOUFEILI, EINWOHNERIN Damit erhalten Umweltarena und diverser Büros. Das Möbelgeschäft Langäckerquartier eine Haltestelle. ist gen Osten gezogen. «Spreiti schwarzen Lettern auf gelbem Es ist jenes Quartier, das durch sei- tenbach. Die Mutter ist Libanesin. West» heissen Industriezone und Grund. Darunter hat jemand mit ne vielen Wolkenkratzer aus den Zu Hause sprechen sie Deutsch. Die Bushaltestelle. Auch die letzte Limschwarzem Stift das Wort «Nicht» 1970ern auffällt. Vanissa Toufeili Mutter betreibt einen Kosmetikla- mattalbahn-Haltestelle auf Spreigekritzelt. «Ich bezeichne mich als lebt hier. Gemeinsam mit Mutter, den in der Nähe des Shoppi. Die tenbacher Grund wird so heissen. Spreitenbacher. Mit diesem Namen Bruder und Hundewelpen Snowy. Tochter ist gelernte Fachfrau Kun- Sie entsteht derzeit am westlichsten verbinde ich mein Daheim.» Der Von ihrer Haustür zur Haltestelle dendialog. Heute hilft sie im müt- Teil der Landstrasse, an der Grenze schlechte Ruf stört Zweifel nicht. Furttalstrasse sind es fünf Minuten terlichen Laden aus. Den Schweizer zu Killwangen. Sie soll vor allem So habe man stets etwas zum zu Fuss. Toufeili fragt sich trotz- Pass hat sie, seit sie 15 Jahre alt ist. dieses Industriegebiet erschliessen. Smalltalken, wenn man jemanden dem, wieso es die Bahn braucht. «Damit wird man respektvoller be- Ziccone wohnt seit zwölf Jahren in kennenlernt. Das Leben in Sprei- «Die S-Bahn fährt ja schon regel- handelt.» Vorläufig bleibe sie in Killwangen. Sie wollte ausziehen tenbach sei nicht anders als sonst mässig nach Zürich.» Die 24-Jährige Spreitenbach. Wegen der Familie. und dort war etwas frei. Heute ist wo. «Wir haben hier alles: Im Shop- ist kein Fan der vielen Neubauten sie 40 Jahre alt. «Mit Spreitenbach pi kann man einkaufen. Im Wald im Dorf. Früher sei es ruhiger, per- Spreiti West bin ich trotzdem stark verbunden.» kann man sich erholen. Die Gegend sönlicher gewesen. Heute sei das Eine Woche vor Weihnachten. Der Einerseits wohnen die Eltern noch ist super zum Velofahren.» Für ihn Dorf verbaut. «Ich fühle mich nicht Schnee von vergangener Woche ist immer im Haus ihrer Jugend. Andeist Spreitenbach Teil der Agglome- mehr so wohl.» Ende 2020 wohnten geschmolzen. Susanna Ziccone, ge- rerseits betreibt sie in «Spreiti West» ration von Zürich. Der städtische 12 093 Menschen in der Gemeinde. borene Giannola, steht dick einge- einen Laden für Reinigungsgeräte. Charakter werde weiter zuneh- Die ausländische Bevölkerung packt vor dem Schulhaus Hasel. Ziccone steht vor einem Absperrmen, ist er überzeugt. «Einerseits macht 53 Prozent aus. Italiener gibt Hier, in Spreitenbachs Westen, ist gitter und blickt auf die Landstraswegen des erwarteten Einwohner- es am meisten, dann folgen Serben sie aufgewachsen. Das Quartier liegt se. Hier, bei Kilometer 12,4, kommt anstiegs. Andererseits wird die Lim- und Kosovaren. «Shippibach» ist ein erhöht, direkt unter dem Heiters- eine weitere Haltestelle hin. Braumattalbahn die Gemeinde näher an weiterer Übername für den Ort. berg. Es gibt Ein- und Mehrfamilien- ner Untergrund, so weit das Auge Zürich bringen. Spreiti wird zu Hund Snowy bleibt stehen, schnup- häuser. In den 1980ern und 1990ern reicht. Ein Bagger fährt vorbei. In
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Der Student: Lukas Zweifel, 25. einem grauen Industriegebäude neben der braunen Strasse stand früher das Logistikcenter der Ikea. Der Rest war grün. «Für mich, die hier aufgewachsen ist, ist die Veränderung sehr eindrücklich.» Die Entwicklung vom Bauerndorf zur modernen Vorstadt erfülle sie mit Stolz. «Klar, es hat viele Ausländer.
«Klar, es hat viele Ausländer. Aber in einem grösseren Dorf ist das so.» SUSANNA ZICCONE, GESCHÄFTSFÜHRERIN
Aber in einem grösseren Dorf ist das so.» Sie selbst hat nur den italienischen Pass. Sie lacht. «Ich müsste mich mal ‹ad Säck› mache.» Die Eltern und der Ehemann sind eingebürgert, der Sohn ist Doppelbürger. Trotz der Entwicklung: Spreitenbach ist für die 40-Jährige noch immer ein Dorf. Obwohl sie seit zwölf Jahren im Nachbardorf wohnt, kennt man sie. Einmal hupt die Fahrerin eines vorbeibrausenden SUVs. Später trifft Ziccone auf eine alte Schulfreundin und hält einen Schwatz aus sicherer Distanz. Auch sie wohnt nicht mehr in Spreitenbach, die Eltern schon. Klar, man
Rahel Bühler
Die Fachfrau Kundendialog: Vanissa Toufeili, 24, mit Hund Snowy.
Rahel Bühler
höre viel Schlechtes aus Spreitenbach. Meist gehe es um Auseinandersetzungen beim Shoppi, um den hohen Ausländeranteil. Aber auch sie komme immer wieder hierher zurück. «Gell, Susi, es ist halt unsere Heimat.» Der Familie und der Erinnerungen wegen. Die letzte Haltestelle der Limmattalbahn ist 13,4 Kilometer vom Start in Zürich Altstetten entfernt: der Bahnhof Killwangen-Spreitenbach. Er liegt auf Killwangener Boden. Die Eröffnung der Bahn ist im Dezember 2022 geplant. Spreitenbach an sich wird weiterwachsen. Vertraut man den Prognosen, werden 2030 15 000 Menschen hier leben. Wie sich die Gemeinde dann wohl präsentiert? Heute hat sie jedenfalls zwei Gesichter: Hochhäuser versus Dorf kern, Shoppingcenter versus Naherholungsgebiete, Bauboom versus aktives Vereinsleben. Das eine Gesicht ist für die ganze Schweiz sichtbar. Nach dem anderen muss man suchen. * Rahel Bühler absolviert die Diplomausbildung am Medienausbildungszentrum MAZ in Luzern und erhält heute ihr Diplom. Dieser Artikel ist ihre Abschlussarbeit. Ein Video und eine Karte von Spreitenbach f inden sich Die Geschäftsführerin: Susanna Ziccone, 40. online unter limmatwelle.ch
Rahel Bühler
WÜRENLOS
Baugesuchspublikation Einsicht nur nach telefonischer Vereinbarung (056/436 87 50) möglich Baugesuch Nr.: 202124 Bauherrschaft: Sciuto Guiseppe Buechzelglistrasse 48a, 5436 Würenlos Bauvorhaben: Ersatz bestehende innen aufgestellte Luft-WasserWärmepumpe Lage: Parzelle 4739 (Plan 75), Buechzelglistrasse 48a Zone: Wohnzone E2 Baugesuch Nr.: 202125 Bauherrschaft: Egloff Roland und Sandra, Kornstrasse 16, 5436 Würenlos Bauvorhaben: Aussengerät Luft-WasserWärmepumpe Lage: Parzelle 611 (Plan 67), Kornstrasse 16 Zone:: Wohnzone W2 Baugesuch Nr.: 202132 Bauherrschaft: Markwalder-Fässler Felix, Kempfhofstrasse 57, 5436 Würenlos Bauvorhaben: Mobiler Hühnerstall mit Wintergarten Lage: Parzellen 2118, 2150 und 2106 (Plan 38), Bodenhag/Birch Zone: Landwirtschaftszone Zusatzgesuch: Departement Bau, Verkehr und Umwelt Gesuchsauflage vom 16. April bis 17. Mai 2021 während der ordentlichen Schalterstunden im Büro der Bauverwaltung. Allfällige Einwendungen sind innerhalb der Auflagefrist im Doppel an den Gemeinderat zu richten und haben einen Antrag und eine Begründung zu enthalten. BAUVERWALTUNG WÜRENLOS
AUS DEM GEMEINDERAT Einbürgerungsgesuche Folgende Personen haben ein Gesuch um ordentliche Einbürgerung gestellt: Martin Rolf Strohmeier, geb. 1. März 1967, deutscher Staatsangehöriger, wohnhaft in 5436 Würenlos, Zelglistrasse 12c; Maren Oepke, geb. 21. März 1967, deutsche Staatsangehörige, wohnhaft in 5436 Würenlos, Zelglistrasse 12c; Annegret Louise Oepke, geb. 7. Dezember 2007, deutsche Staatsangehörige, wohnhaft in 5436 Würenlos, Zelglistrasse 12c; Marlena Charlotte Oepke, geb. 22. Dezember 2010, deutsche Staatsangehörige, wohnhaft in 5436 Würenlos, Zelglistrasse 12c; Francesco Sappia, geb. 19. Juli 1967, italienischer Staatsangehöriger, wohnhaft in 5436 Würenlos, Florastrasse 2. Jede Person kann innert 30 Tagen seit der amtlichen Publikation dem Gemeinderat eine schriftliche Eingabe zum Gesuch einreichen. Diese Eingaben können sowohl positive wie negative Aspekte enthalten.
Das übersinnliche Die Künstlerin Emma Kunz ist in Würenlos bestens bekannt. Nun zeigt eine Ausstellung im Aargauer Kunsthaus ihr Schaffen im Dialog mit zeitgenössischer Kunst. ROBIN SCHWARZ
Im Innenhof des Aargauer Kunsthauses in Aarau steht ein schwarzer Spiegel. Auf dem Spiegel ein Tor aus Muschelkalk, der aus der Emma-Kunz-Grotte in Würenlos stammt. Schwarze Spiegel haben in der Esoterik und im Okkultismus eine spezielle Bedeutung, sie sind Portale in die Unterwelt, in der sich Dämonen manifestieren können, vielleicht sind es aber nur Übergänge in eine übersinnlichere Welt. Fest steht, es ist eine künstleSteuererklärung einreichen nicht vergessen Die Frist zur Einreichung der risch hergestellte Verbindung zwiSteuererklärung ist für Unselbststän- schen Würenlos und Aarau und digerwerbende am 31. März 2021 eine, die die Brücke zwischen Kunst abgelaufen. Wer die Steuererklärung und Esoterik hin in zu einem internoch nicht eingereicht hat und dies disziplinären, ganzheitlichen Vernicht in den nächsten Tagen noch ständnis von Kunst schlagen soll. nachholen kann, hat die Möglichkeit, eine Fristerstreckung zu beantragen. Auf der Website der Gemeinde Würenlos (Verwaltung > Steueramt) findet man einen Link zum Kantonalen Steueramt, über welchen die Verlängerung online beantragt werden kann. Wer keinen Internetzugang hat, kann die Verlängerung telefonisch beantragen (Tel. 056 436 87 40). Bitte beachten: Fristerstreckungen bis zum 30. Juni 2021 müssen nicht eingereicht werden.
Der Innenhof des Aargauer Kunsthauses ist quasi der Dreh- und Angelpunkt der Ausstellung Kosmos Emma Kunz, die sich mit dem Werk der Aargauerin, die sich selber mehr als Forscherin denn als Künstlerin verstanden hat, auseinandersetzt – im Dialog mit moderner Kunst. Emma Kunz, geboren im aargauischen Brittnau, begann ungefähr 1938 mit dem Zeichnen, allerdings ohne grosse Ambitionen, jemals eines ihrer Werke zu verkaufen. So soll sie oft die Nacht durchgezeichnet, das fertige Werk zusammengerollt und es auf dem Estrich verstaut haben. Wie genau Emma Kunz ihre geometrischen, mandala-artigen Zeichnungen angefertigt hat, ist bis heute nicht ganz klar und wenn, dann nur über Aussagen von Zeitzeugen kolportiert. Mithilfe eines Pendels soll sie auf Millimeterpapier bestimmte Punkte markiert haben, dem vorausgehend: Fragen über das Politische, das Persönliche, das Philosophische. Die daraus entstandenen Zeichnungen mit Farbstiften waren für sie aber nicht primär Kunst, sondern zuvorderst Werkzeuge. So soll sie mithilfe ihrer Wer-
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«Peering through a Half-Open Door» von Lauryn Youden.
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Portal von Aarau nach Würenlos
Die Neoninstallation von Mai-Thu Perret namens Untitled (after no. 067).
zVg/Conradin Frei
Zeichnungen von Emma Kunz haben auch ihre eigenen Ausstellungsräume.
zVg/Conradin Frei
ke Menschen geheilt oder gar die Zukunft vorausgesagt haben. Ihr heute bekanntester Patient: Anton C. Meier, der Mann, der den Nachlass von Emma Kunz verwaltete und das Emma-Kunz-Zentrum in Würenlos gegründet hatte. Hintergrund seines Schaffens: Anton C. Meier
war als fünfjähriger Bub an der Kinderlähmung erkrankt – «der zweitschwierigste Fall» aus der Sicht des damaligen Chefarztes. Meier überlebte, seine Beine allerdings waren gelähmt. Bis Emma Kunz ihn mit dem in Würenlos gefundenen Stein AION A (vom altgriechischen Wort
für Ewigkeit) geheilt haben soll. Emma Kunz verstand sich als Forscherin, trat gemäss Aussagen Meiers im weissen Kittel auf, führte Experimente durch, die wir heute in der Parawissenschaft und in der Esoterik verorten. Kunz suchte die Lösungen – aber auch die zu ihnen gehörigen
Fragen – nicht auf den Schienen der klassischen Naturwissenschaft oder der Schulmedizin, sondern eben auch im Verborgenen, Unsichtbaren. Verbindungen in die Kunstwelt hatte Emma Kunz keine bis auf ihren Bekannten Jakob Friedrich Welt, dessen Kunst, so schreibt es Yasmin Afschar, die Kuratorin des Aargauer Kunsthauses, «im besten Fall als konventionell zu bezeichnen ist». Erst in den 70er-Jahren wurde sie tatsächlich als Künstlerin rezipiert, als unter Heiny Widmer rund 10 Jahre nach ihrem Tod die erste Ausstellung ihres Werks im Aargauer Kunsthaus stattfand – perfekt in den Zeitgeist der Post-68er-Jahre passend. Das Motiv des schwarzen Spiegels findet sich bereits im ersten Raum wieder, in einer Installation von Florian Graf, die verschiedene Begriffe wie «Genius», «Mediator» oder «Freedom Fighter» zeigt und damit den konventionellen Begriff der Kunst und der Künstlerin hinterfragen möchte. Im selben Raum steht eine Position von Dora Budor, ein Glaskasten, in dem durch unsichtbar wirkende Kräfte Staub aufgewirbelt wird, begleitet von düster-orangem, fast apokalyptisch anmutendem Licht, referierend auf den Künstler William Turner. Oder dann die Emma-Kunz-Zeichnung, die die Genfer Künstlerin Mai-Thu Perret mit NeonRöhren reinterpretiert hat. Das Esoterische wird in der Ausstellung Kosmos Emma Kunz weder überschwänglich und unkritisch begrüsst, noch kategorisch abgelehnt. Das zeigt zum Beispiel die Position von Shana Moulton, die sich in einer Video-Installation mit der Kommerzialisierung alternativmedizinischer und esoterischer Ansätze auseinandersetzt. Auch die polnische Künstlerin Goshka Macguga zeigt mit «Madame Blavatsky» die Auseinandersetzung mit einer alles andere als unkontroversen historischen Figur – aber ebenso, dass Emma Kunz heute auch für den feministischen Diskurs eine Rolle spielt. Für Würenloserinnen und Würenloser stellt sich die Frage: Lohnt sich ein Besuch in Aarau, wenn man sich nur für Emma Kunz und nicht für die zum Teil extra für die Ausstellung erstellten Werke interessiert? Schliesslich steht das EmmaKunz-Zentrum ja direkt im Dorf. Die Antwort: Ja, denn es werden auch Zeichnungen von Emma Kunz gezeigt, die bisher so noch nirgends gesehen wurden.
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KIRCHLICHE NACHRICHTEN
WOCHE NR. 15 DONNERSTAG, 15. APRIL 2021
WETTINGEN 24 300 Exemplare. Erscheint jeden Donnerstag. Amtliches Publikationsorgan der Gemeinden Wettingen, Neuenhof, Killwangen, Spreitenbach und Würenlos. HERAUSGEBERIN CH Regionalmedien AG, Kronenplatz 12, 5600 Lenzburg GESCHÄFTSFÜHRER Stefan Biedermann, stefan.biedermann@chmedia.ch, Telefon 058 200 58 10
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Kath. Kirche St. Sebastian, Schartenstrasse 155 Samstag, 17. April, 17.30 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier (Christina Wunderlin). Sonntag, 18. April, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier (Joseph Kalamba). Mittwoch, 21. April, 9 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier. Donnerstag, 22. April, 8 Uhr, Eucharistiefeier. Kath. Kirche St. Anton, Antoniusstrasse 12 Freitag, 16. April, 18.30 Uhr, Eucharistiefeier in der Kirche. Samstag, 17. April, 18 Uhr, Eucharistiefeier (Joseph Kalamba); 19.30 Uhr, Gottesdienst in kroatischer Sprache. Sonntag, 18. April, 11 Uhr, Santa Messa in lingua italiana; 12.30 Uhr, Gottesdienst in kroatischer Sprache. Mittwoch, 21. April, 9 Uhr, Eucharistiefeier in der Kirche. Donnerstag, 22. April, 19.30 Uhr, Rosenkranzgebet mit Eucharistiefeier in kroatischer Sprache in der Kirche. Kloster Wettingen, Klosterstrasse 12 Sonntag, 18. April, 9.30 Uhr, christkatholische Eucharistiefeier (Wolfgang Kunicki); 11 Uhr, römisch-katholische Eucharistiefeier (Joseph Kalamba). Ref. Kirche, Etzelstrasse 22 Sonntag, 18. April, 9.30 Uhr, Gottesdienst (Renate Bolliger König).
NEUENHOF Kath. Pfarrkirche St. Josef, Glärnischstrasse 12 Samstag, 17. April, 17 Uhr, Rosenkranzgebet; 18.30 Uhr, Eucharistiefeier (Kornelius Politzky). Sonntag, 18. April, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier (Kornelius Politzky); 18 Uhr, Santa Messa in lingua italiana. Montag, 19. April, 17 Uhr, Rosenkranzgebet. Mittwoch, 21. April, 19 Uhr, Eucharistiefeier. Donnerstag, 22. April, 17 Uhr, Rosenkranzgebet.
«MEIN GOTT»
Verena Lang pensionierte ref. Spitalpfarrerin und Lyrikerin, Wettingen
la Covello Manenti; Jahrzeit für Guido Lutz, Paul Melliger, Alois und Pia Brander-Zahner. Sonntag, 18. April, 10 Uhr, Eucharistiefeier (Zacharie Wasuka). Mittwoch, 21. April, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier (Zacharie Wasuka). Alters- und Pflegeheim Im Brühl, untere Dorfstrasse 10 Freitag 16. April, 10.15 Uhr, Eucharistiefeier (Zacharie Wasuka). Ev.-ref. Dorfkirche, Chilegass 18 Sonntag, 18. April, 9.30 Uhr, Gottesdienst (Walter Mäder).
KILLWANGEN Kath. Pfarrkirche Bruder Klaus, Kirchstrasse 9 Freitag, 16. April, 19 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier. Sonntag, 18. April, 11 Uhr, Eucharistiefeier (Laurentius Bayer).
WÜRENLOS Kath. Pfarrkirche St. Maria, Schulstrasse 21 Sonntag, 18. April, 10 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier (Christina Wunderlin); 17.30 Uhr, Rosenkranz-Gebet. Mittwoch, 21. April, 10 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier. Ref. Kirche Würenlos, Gipfstrasse 4 Sonntag, 18. April, 9.30 Uhr, Gottesdienst (Arnold Bilinski). Klosterkirche Fahr Sonntag, 18. April, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier. Dienstag, 20. April, 8 Uhr, Eucharistiefeier.
SPREITENBACH
HINWEIS
Kath. Pfarrkirche St. Kosmas & Damian, Ratzengasse 3 Freitag, 16. April, 19 Uhr, Eucharistiefeier (Laurentius Bayer) – ohne Anmeldung; 19.30 Uhr, Anbetung. Samstag, 17. April, 18 Uhr, Eucharistiefeier (Zacharie Wasuka). Dreissigster für Donatel-
Mittagstisch Neuenhof Leider müssen die restlichen Termine für den Mittagstisch im Pfarreiheim in Neuenhof bis im Sommer 2021 abgesagt werden. Man hofft, im Oktober wieder Gäste dazu begrüssen zu dürfen.
Ums Ostergeschehen herum ranken sich viele Geschichten. Geschichten vom Aufblühen, vom Neuwerden, vom Aufstehen und Sich-auf-den-Weg-Machen, vom Überwinden von Angst und Verzweiflung. Sanfte Geschichten und trotzige, uralte und solche von heute, wie zum Beispiel diese: Das rote Sofa im Gang war Emmis Lieblingsplatz. Es gab bequemere Sessel und schönere Plätze im und rund ums Pflegezentrum. Das rote Sofa war als Rastplatz fürs Gehen im langen Korridor vorgesehen. Seit Emmi vor einigen Monaten hier eingezogen war, hatte die Sitzgelegenheit einen Dauergast. Emmi verbrachte lange Nachmittage und Abende in dieser schummrigen Ecke. Ich mochte das rote Sofa auch. Hier konnte man ungestört miteinander sprechen. Als ich mich einmal kurz nach Ostern zu Emmi setzte, zog sie aus ihrer Tasche ein Foto. Sie streckte es mir hin. Ein Strahlen ging über ihr Gesicht. Da war ein stämmiger Mann mit Bart zu sehen. Er sass auf einem mit Gepäck beladenen, staubigen Motorrad. Im Hintergrund eine kahle, felsige Landschaft. «Hugo», sagte sie, «auf seiner Weltreise. Er wollte zu Weihnachten zurück sein, dann zu Ostern. Er ist nicht gekommen. Jetzt wissen Sie, warum ich hier sitze. Von hier aus sehe ich direkt zum Eingang. Eines Tages wird sich die Tür dort öffnen, nur für mich. Ostern ist für mich erst dann, wenn Hugo dort unter der Türe steht.» Recht hatte sie. Ostern hat damit zu tun, dass man die Hoffnung nicht aufgibt, dass Türen ins helle Leben hinein aufgehen und uns lebensspendende Kräfte zufliessen. Hugo ist dann tatsächlich vierzehn Tage nach Ostern aufgetaucht und Emmi ist mit österlichem Schwung vom Wachposten aufgesprungen und hat ihren Sohn in die Arme geschlossen. Feedback an: redaktion@limmatwelle.ch