Offiz. Amtliches Publikationsorgan des Kreis 2 Limmattal für die Gemeinden Wettingen, Neuenhof, Killwangen, Spreitenbach und Würenlos Donnerstag, 11. März 2021, 60. Jahrgang, Nr. 10
Wer folgt auf Lang? Spreitenbachs Vizepräsident Markus Mötteli (CVP) und Gemeinderätin Doris Schmid (FDP) kandidieren fürs Gemeindepräsidium. Im Interview nennen sie ihre politische Einstellung, ihr Ziel und wie sie mit dem Gemeindewachstum umgehen wollen. (bär) S. 18/19
Corona, RAV und die Sozialen Dienste Die Arbeitslosenzahlen sind wegen der Coronakrise so hoch wie lange nicht mehr. Die Folgen für das Sozialsystem sind absehbar. Das sorgt für Unstimmigkeiten zwischen Gemeinden und RAV. Kritik kommt vor allem aus Würenlos. (rsz) S. 20
PP 5432 Neuenhof Post CH AG
Dorfstrasse 49 ∙ 5430 Wettingen 056 426 42 42 ∙ emil-schmid.ch
Corona verändert den Abschied Die Arbeit von Bestatter Sandro Güntert ist seit der Pandemie distanzierter und aufwendiger geworden. SIBYLLE EGLOFF
Eine Übersterblichkeit stellt das Bestattungsunternehmen Badener Bestattungen in Wettingen seit der Coronakrise nicht fest. Nichtsdestotrotz hat das Virus einen Einfluss auf die Arbeit von Bestatter Sandro Güntert. Tröstende Gesten wie ein Händedruck fallen weg. Die Pflege von Coronaverstorbenen erfolgt in Schutzanzügen und erfordert viel Bestatter Sandro Güntert findet es schade, dass persönliche und tröstende Gesten mehr Zeit. S. 4/5 wie ein Händedruck momentan nicht erlaubt sind. Sandra Ardizzone/Archiv
INSERATE
Für Ihre Gesundheit – Getränke in Glasflaschen efern Wir li die e n Ih n auch nke Geträ Hause. nach
Christen hat’s! Noble und andere Schreibgeräte – mit SofortGravur ...
www.peter-ag.ch
Roger Käslin, neuer Niederlassungsleiter Aargauische Kantonalbank Landstrasse 88 5430 Wettingen Telefon 056 437 33 33, akb.ch
VORHÄNGE
Wir kaufen Immobilien* und Bauland. Auch renovationsbedürftige oder baufällige Objekte Faire Preise Schnell und unkompliziert
... und Parkplätze. Landstrasse 8 5430 Wettingen 056 426 92 93
* Wohnungen, EFH’s und MFH’s
P A P E T E R I E
Online-Webshop: www.christen-wettingen.ch
BODENBELAG & WOHNCENTER
Landstrasse 46 | 5430 Wettingen 056 437 03 70
Marktnotiz 24 300 Exemplare. Erscheint jeden Donnerstag.
Bauherrschaft:
Amtliches Publikationsorgan der Gemeinden Wettingen, Neuenhof, Killwangen, Spreitenbach und Würenlos.
Bauobjekt:
HERAUSGEBERIN CH Regionalmedien AG, Kronenplatz 12, 5600 Lenzburg
Parzelle:
4117
Zusatzgesuche:
keine
Bauherrschaft:
Monika und Ueli Mösch
FC Wettingen Postfach 124 5430 Wettingen
GESCHÄFTSFÜHRER Stefan Biedermann, stefan.biedermann@chmedia.ch, Telefon 058 200 58 10 REDAKTION redaktion@limmatwelle.ch, Telefon 058 200 58 20 REDAKTIONSLEITUNG Melanie Bär, melanie.baer@chmedia.ch
Aufstellen eines Materialcontainers, befristet
Baustelle:
Zentralstrasse, Sportplatz Kreuzzelg
5210 Windisch Bauobjekt:
Neubau Lukarne, Dachsanierung
Baustelle:
Utostrasse 61
Parzelle:
3797
Zusatzgesuche:
keine
Bauherrschaft:
Johannes Gebhard Bifangstrasse 22 5430 Wettingen
Bauobjekt:
Umgebungsgestaltung
Baustelle:
Bifangstrasse 22 5525
Zusatzgesuche:
keine
REDAKTIONSTEAM Manuela Page, manuela.page@chmedia.ch Robin Schwarz, robin.schwarz@chmedia.ch
Bauherrschaft:
Ricarda Fuchs und Lorenz
FREIE MITARBEITER DIESER AUSGABE Sibylle Egloff
COPYRIGHT Herausgeberin Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material.
Lüchinger Forchstrasse 4 8008 Zürich Bauobjekt:
Umbau Einfamilienhaus
Baustelle:
Hintere Höhenstrasse 6
Parzelle:
5356
Zusatzgesuche:
keine
Bauherrschaft:
Werner Burger Pilgerstrasse 27 5405 Baden
Bauobjekt:
Balkonverglasung, Pavillon
Baustelle:
Alberich Zwyssig-Strasse 86
Parzelle:
5010
Zusatzgesuche:
keine
April 2021. Die öffentliche Auflage der Pläne
DRUCK CH Media Print AG, 5001 Aarau
dem Gemeinderat einzureichen. Sie haben eine
erfolgt ausschliesslich online über www.wettingen.ch. Eine Einsichtnahme vor Ort kann nur in begründeten Fällen und nach vorheriger Absprache zugestanden werden. Allfällige Einwendungen sind im Doppel während der Auflagefrist Begründung und einen Antrag zu enthalten.
Bau- und Planungsabteilung
ZUSTELLUNG Die Post
EIN PRODUKT DER
Korrigendum Bauherrschaft:
Bauobjekt: Baustelle: Parzelle: Zusatzgesuche:
VERLEGER Peter Wanner www.chmedia.ch Beteiligungen der CH Media AG auf www.chmedia.ch
Bauherrschaft:
Bauobjekt: Baustelle: Parzelle: Zusatzgesuche:
Garagen- und Aussenparkplätze An der Bahnhofstrasse in Spreitenbach Frau Vanessa Ruff, Tel. 044 456 57 47
Lyric ist weltweit das erste Hörgerät, das 100% unsichtbar und rund um die Uhr tragbar ist. Es kann zwei bis drei Monate lang rund um die Uhr getragen werden, sodass weder ständige Batteriewechsel noch umständliche Pflege erforderlich ist. Lyric macht alle Alltags- und Freizeitaktivitäten mit, kann also beim Duschen ebenso getragen werden wie beim Ausüben von Sport, beim beruflichen Meeting oder im Bett. Zusammengefasst: Man kann vergessen, dass das Hörgerät überhaupt da ist.
Geeignet für einen leichten bis und mit mittleren Hörverlust. Testen Sie jetzt die «Kontaktlinse fürs Ohr» während unseren Lyric Gratis-Testwochen bis Ende April 2021. Lassen Sie sich überraschen! Erfahren Sie mehr über Lyric oder vereinbaren Sie mit uns noch heute einen Termin unter: Hörberatung Wettingen Heinz Anner AG Landstrasse 88, 5430 Wettingen Telefon 056 427 21 66 Rufen Sie uns an – wir beraten Sie gerne
Die unter «Marktnotiz» publizierte Texte stehen ausserhalb der redaktionellen Verantwortung. Meldungen von KMU sind buchbar unter brigitte.gaehwiler@chmedia.ch, Tel. 058 200 53 73.
Öffentliche Planauflage vom 13. März bis 12.
INSERATE Brigitte Gähwiler, brigitte.gaehwiler@chmedia.ch, Telefon 058 200 53 73
ABO SERVICE E-Mail: abo@chmedia.ch / Stichwort Liwe, Telefon 058 200 55 55, Telefax 058 200 55 56
100 Prozent unsichtbar. Lyric sitzt vollständig im Gehörgang, sodass es von außen komplett unsichtbar ist. Man vergisst sogar ganz, dass man ein Hörgerät trägt.
Dorfstrasse 66c
Parzelle:
REDAKTIONSSCHLUSS Montag, 8 Uhr
Lyric – «Die Kontaktlinse für das Ohr»
Einwohnergemeinde Wettingen Alberich Zwyssig-Strasse 76 5430 Wettingen Neubau öffentliche WC-Anlage Rebhaldenstrasse 1780 keine Suva, Abt. Immobilien, Bereich Baumanagement Daniel Emmenegger Fluhmattstrasse 1 6004 Luzern Abbruch Gewerbe- und Wohnliegenschaft Schartenstrasse 149 6062/1794 keine
Öffentliche Planauflage vom 6. März bis 5. April 2021. Die öffentliche Auflage der Pläne erfolgt ausschliesslich online über www.wettingen.ch. Eine Einsichtnahme vor Ort kann nur in begründeten Fällen und nach vorheriger Absprache zugestanden werden. Allfällige Einwendungen sind im Doppel während der Auflagefrist dem Gemeinderat einzureichen. Sie haben eine Begründung und einen Antrag zu enthalten.
Bau- und Planungsabteilung
Gemeinde Wettingen
Jahrmarkt – Sperrung der Landstrasse Teilstück Kreisel Staff ffelstrasse bis Kreisel Alberich-Zwy wyssig-Strasse Anlässlich des Jahrmarktes am 31. März 2021 muss die Landstrasse im Teilstück Staffel- bis zur Alberich-Zwyssig-Strasse in der Zeit von 6.00 bis ca. 22.00 Uhr gesperrt werden. Die Umleitung inkl. der RVBW-Busse erfolgt in beiden Richtungen über die Staffel-, Zentral-, AlberichZwyssig-Strasse und ist entsprechend signalisiert. Wir bitten Sie deshalb höflich, Ihr Fahrzeug am Markttag vor 6.00 Uhr ausserhalb der gesperrten Zone abzustellen und für allfällige Warentransporte die nötigen Dispositionen zu treffen. Wir danken Ihnen für Ihre Mithilfe und Ihr Verständnis. Einwohnerdienste Wettingen
Gutachter kauft zu fairen Preisen Pelze, Zinn, Silberbesteck, Schmuck, Uhren, Münzen, antike Möbel, Teppiche, Schreib-/ Nähmaschinen. Zahle bar und fair. Tino Braun, Hergiswil Tel. 076 204 29 22
Suche Menschen zwischen 40–60 Jahren Für ein ernsthaftes, gesundes Gewichts- und Wohlfühl-Programm. Erstgespräch mit Body-Scan-Messung ist unverbindlich und kostenlos. Praxis für Lebens-Energie & Zellernährung Katharina Keller, Tel. 079 298 90 92 kathy.bonvin@bluewin.ch www.nubolife.ch
2E4RV/IC7E35 S
38 05 056 4
WETTINGEN
WOCHE NR. 10 DONNERSTAG, 11. MÄRZ 2021
3
AUS DEM GEMEINDERAT Die Urnenabstimmung zur totalrevidierten Wettinger Gemeindeordnung findet am 13. Juni statt. Die Gemeindeordnung ist vom Einwohnerrat am 19. November 2020 einer Totalrevision unterzogen worden. Die aktuell geltende Gemeindeordnung datiert aus dem Jahr 2003. In den vergangenen Jahren hat sich in verschiedenen Bereichen Änderungsbzw. Ergänzungsbedarf aufgezeigt. Die heutige Gemeindeordnung beinhaltet sehr viele Bestimmungen, die bereits im kantonalen Recht oder im Geschäftsreglement Einwohnerrat geregelt sind bzw. geregelt werden können. Die neue Gemeindeordnung umfasst daher neu noch 14 Paragrafen, vorher waren es 45. Auch im 2021 gibt es kein Wettiger Fäscht Aufgrund der anhaltenden Coronapandemie und der nur langsamen Lockerungen der bundesrätlichen Massnahmen ist der Vorstand zum Entscheid gelangt, das Fest auch im Jahr 2021 nicht stattfinden zu lassen. Zu unsicher sind die Entwicklungen in Bezug auf Grossveranstaltungen im Sommer. Es wird weiter mit umfassenden Schutzkonzepten zu rechnen sein, sollte eine Öffnung für grosse Events überhaupt in Frage kommen. Damit bleibt eine zu grosse Unsicherheit in Bezug auf die Festvorbereitung und mögliche finanzielle Folgen bei kurzfristiger Absage. Vorstand und Gemeinderat bedauern den erneuten Verzicht auf die Durchführung des traditionellen Grossanlasses in Wettingen. Resultate Abstimmungen vom 7. März Friedensrichterwahl: eingelangte Stimmzettel: 5545; davon leer und ungültig: 257; in Betracht fallende Stimmzettel: 5288; Kleger Andrea: 3321; Rellstab Martin: 1903; Vereinzelte: 64. Wahl und Abstimmungsbeschwerden sind innert 3 Tagen nach der Publikation an den Regierungsrat des Kantons Aargau, 5001 Aarau, einzureichen.
Zukunftsvisionen: Die Wettinger Landstrasse.
Sandra Ardizzone
Wie soll Wettingen 2035 aussehen? Wettingen analysiert, wie sich die Gemeinde in 15 Jahren präsentieren und wodurch sie sich auszeichnen soll. Das Volk kann mitreden. Wettingen soll auch in den nächsten Jahren und Jahrzehnten ein schöner Ort zum Wohnen und ein attraktiver Ort zum Arbeiten sein, eine Gemeinde mit einem modernen Schulangebot, vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten und attraktiven Erholungsgebieten. Dies schreibt die Gemeinde Wettingen. «Das soll auch so bleiben, wenn Wettingen wächst und mehr Leute in Wettingen wohnen und arbeiten werden», heisst es in einer Medienmitteilung. Heute hat Wettingen gut 21 000 Einwohnerinnen und Einwohner und ist damit die zweitgrösste Gemeinde im Kanton Aargau. Die Prognosen des Kantons gehen davon aus, dass Wettingen bis 2035 – also
in den nächsten 15 Jahren – 5000 zusätzliche Einwohnerinnen und Einwohner haben wird. Eine der wichtigsten rechtlichen Grundlagen, um diese Entwicklung zu steuern, sei die Bau- und Nutzungsordnung mit dem dazugehörigen Bauzonenplan, erklärt die Gemeinde Wettingen. Die Bau- und Nutzungsordnung regle, wo in Wettingen gewohnt und gearbeitet wird und auf welche Art und Weise und wie viel gebaut werden kann. Die Bau- und Nutzungsordnung und der Bauzonenplan müssten rund alle 15 Jahre überprüft und überarbeitet werden. Die letzte grundsätzliche Anpassung fand 2001 statt. Darum sei die Gemeinde seit 2018 und noch die nächsten Jahre daran, das Planungsinstrument zu prüfen und «wo nötig zu justieren». In einem ersten Schritt erarbeite die Gemeinde dazu ein sogenanntes «Räumliches Entwicklungsleitbild». Im Räumlichen Entwicklungsleitbild analysiert sie den heutigen Zustand
und formuliert Ziele für die Entwicklung der Siedlungsgebiete, der Freiräume und der Landschaft. Bereits zweimal hat der Einwohnerrat die Aspekte des Räumlichen Entwicklungsleitbildes diskutiert. Um den Blick auf das Leitbild noch einmal etwas zu erweitern, findet ein digitaler Workshop für die Bevölkerung statt. Alle interessierten Wettingerinnen und Wettinger erhalten die Gelegenheit, das Räumliche Entwicklungsleitbild zu verstehen und dem Gemeinderat Inputs für die weiteren Arbeiten mitzugeben. Die Ergebnisse des Workshops fliessen in die weitere (zVG/LiWe) Planung ein.
ruflich neu zu orientieren. Dies schreibt die Gemeinde Wettingen in ihrer Medienmitteilung. Bösch wird die Schule per Ende Juli verlassen. Schulpflege und Gemeinderat bedauern diesen Entscheid, heisst es in der entsprechenden Mitteilung
weiter. Andreas Bösch startete 2020 in einer für die Schule Wettingen coronabedingt anspruchsvollen Zeit. Trotzdem sei es ihm gelungen, als Geschäftsleiter Schwerpunkte zu setzen und «sich in Zusammenarbeit mit den Schulleitungen und mit Herzblut für bestmögliche Lö-
sungen im Sinne der Gesamtschule zu engagieren». Der Gemeinderat habe die Nachfolgeregelung an die Hand genommen und werde gemeinsam mit Andreas Bösch und der Schulpflege die Übergabe an die Nachfolge «sorgfältig vorbereiten». (zVg)
Workshop Samstag, 27. März, von 9 bis 13 Uhr. Pandemiebedingt findet die Veranstaltung online auf einer Videoplattform statt. Anmeldung und Infos unter www.wettingen.ch/planungsprojekte.
AUS DER SCHULE
Andreas Bösch. Archiv
Der Geschäftsleiter der Schule Wettingen, Andreas Bösch, hat gekündigt. Er hat sich entschieden, sich im Sommer be-
4
WETTINGEN
Kälter und
VERMISCHTES Wohnhaus statt Gewächshaus – «Lägere Blueme» bleibt Ende Juni 2020 schloss die Gärtnerei «Lägere Pflanze» an der Schartenstrasse 149 ihre Türen. Nun ist klar: Gewächshäuser und Produktionshalle werden im Mai oder Juni abgerissen, an ihrer Stelle entsteht eine Wohnüberbauung. Das berichtete das «Badener Tagblatt» vergangene Woche. Das daneben stehende Wohnhaus und der Blumenladen «Lägere Blueme» hingegen bleiben. Walti Huber: «Wir sind dankbar, dass der Blumenladen auf unbestimmte Zeit am Standort bleibt und sich damit für unsere Kundschaft nichts ändert.» Tambourenvereinigung Wettingen und Umgebung (TVWU) Die diesjährige Generalversammlung fand per Zoom statt. Trotz spezieller Situation nahmen zusätzlich zu den 11 Aktivmitgliedern auch einige Passiv-Gönner- und Ehrenmitglieder teil. Die Traktandenliste wurde flott abgearbeitet. Die Jahresberichte fielen erwartungsgemäss kurz aus. Fast alle Aktivitäten wurden im Jahr 2020 annulliert. Unter Mutationen erhoben sich alle, um eines verstorbenen Passivmitglieds zu gedenken. Die Jahresrechnung wurde nach dem Verlesen des Revisorenberichts wie auch das Budget 2021 einstimmig bewilligt. Das Traktandum Wahlen führte Martin Vogt als Tagespräsident durch. Er konnte allen Vorstandsmitgliedern, Urs Hunziker als musikalischem Leiter und den Revisoren zur Wahl gratulieren. Sobald sich die Pandemielage bessert, werden die Aktiven gemäss Jahresprogramm wieder einige Auftritte wahrnehmen. Natürlich ist jedes Engagement willkommen, sei es eine Geburtstagsfeier, eine Hochzeit, ein Firmenanlass, ein Grillfest oder eine Jubiläumsfeier. Die TVWUler sind immer dankbar für eine Auftrittsplattform. Die Generalversammlung bewilligte einen Antrag zur Beschaffung einer eigenen Vereinsfahne. Dafür wird ein Fahnengötti und/oder eine Fahnengotte gesucht. Geehrt wurden Andrea Vogt und Alex Müller für 10 Jahre Aktivmitgliedschaft. Eveline Willi wurde für 10 Jahre als Revisorin gedankt. Die Präsidentin Fabienne Speckert dankte am Schluss allen Aktiven, Familienangehörigen, Passiv-, Gönner- und Ehrenmitgliedern, den Gemeinden Wettingen, Neuenhof und Würenlos, den Katholischen Kirchgemeinden Wettingen und Würenlos und der Harmonie Wettingen Kloster für ihre Unterstützung.
Bestatter Sandro Güntert setzt sich dafür ein, dass Angehörige sich richtig von Coronaverstorbenen verabschieden können. SIBYLLE EGLOFF
Bis 1. April können sich Interessierte für den Musikunterricht anmelden.
Chris Iseli
Noch freie Plätze in der Musikschule
Das Angebot der Musikschule Wettingen ist vielfältig und kann am 13. März öffentlich ausprobiert werden.
eines ganzen Schulsemesters und Unterricht im Abo-System wählen. Während der wöchentliche Unterricht ans Schulsemester und an die Meldetermine der Musikschule gebunden ist, kann der Unterricht im Abo-System jederzeit gebucht und nach individueller Absprache mit Wer an der Musikschule Wettingen der Lehrperson bezogen werden. Musikunterricht belegen möchte, kann sich bis zum 1. April anmel- Freifach Instrumentalunterricht den. Es hat noch freie Plätze. Volksschule Kanton Aargau Musik und insbesondere das eige- Schülerinnen und Schüler des 6. bis ne Musizieren seien wesentliche 9. Schuljahrs können neu das FreiBausteine in der Entwicklung jun- fach Instrumentalunterricht Volksger Menschen und bereichern das schule Kanton Aargau als eigenstänErwachsenenleben nachhaltig, sagt diges kostenloses Angebot nutzen. die Musikschule. Damit der musi- Das kantonale Freifachangebot ist kalische Einstieg gelingt, kann man seit Gründung der Musikschule Wetam 13. März Instrumente der Mu- tingen im Schulgeld der Tarifstufe sikschule, Lehrpersonen, Wunsch- 2 berücksichtigt und wird auch weiinstrument und Unterrichtsweise terhin miteingerechnet. Sämtliche Details zum öffentliim Voraus kennen lernen und ausprobieren sowie Fragen zum Unter- chen Instrumenteausprobieren, richt klären. zum Erwachsenenunterricht, zum Aufgrund der aktuellen Coronasi- Freifach Instrumentalunterricht, zu tuation ist der Besuch nur über die den Schulgeldtarifen und MeldeterOnline-Anmeldung auf der Homepage minen, der aktualisierten Schulordder Musikschule möglich. Zusätzlich nung ab Schuljahr 2021/2022 und können im März nach individuellen vieles mehr findet man unter www. Absprachen kurze Probelektionen musikschule.schule-wettingen.ch oder Unterrichtsbesuche vereinbart und in der Fächerbroschüre, die in werden. Die Coronaschutzmassnah- der Musikschule bezogen werden men gelten wie üblich. kann. Nicht vergessen: An-, Umund Abmeldungen müssen schriftErwachsenenunterricht lich mit den Meldeformularen bis neu im Angebot zum 1. April erfolgen. (zVg/LiWe) Neu bietet die Musikschule Wettingen auch Erwachsenen Zugang zu Öffentliches Instrumenteausprobieren: ihrem Angebot. Diese können ab Samstag, 13. März, 10–14 Uhr, nur nach Schuljahr 2021/2022 zwischen wö- vorgängiger Anmeldung online unter chentlichem Unterricht während www.musikschule.schule-wettingen.ch.
Sandro Güntert und sein Team des Bestattungsdiensts Badener Bestattungen in Wettingen kümmern sich um die letzte Reise von Verstorbenen. Sie begleiten sie und die Angehörigen auf dem Weg des Abschieds. Aufgrund der Pandemie ist dieser jedoch mit einigen Hürden verbunden. «Der Tod ist ein emotionales Thema. Die Mimik oder ein Händedruck kann Hinterbliebenen Kraft und Wärme in dieser kalten Zeit spenden. Doch mit einer Maske im Gesicht und Abstandsgebot ist das nicht möglich», sagt Güntert. Kleine Gesten, die viel ausmachen würden, fehlen. «Die Pandemie macht unsere Arbeit eine Spur kälter und distanzierter. Das ist sehr schade und tut uns vor allem für die Angehörigen leid», sagt der Geschäftsleiter. Die Pflege von Personen, die an Corona verstorben sind, ist deutlich aufwendiger. «Es braucht doppelt bis dreifach so viel Zeit, weil wir uns jeden Handgriff zweimal überlegen müssen», sagt der 36-Jährige. Güntert und die anderen Bestatter arbeiten dann in Schutzanzügen. Masken und Schutzhandschuhe gehörten bereits vor der Pandemie zur normalen Ausrüstung. Eine Maske müssen die Bestatter auch den verstorbenen Covid-Patienten anziehen. Zudem werden der ganze Raum und alle Instrumente danach gereinigt und desinfiziert. Aufbahrungen sind nur selten möglich Das passiert auch nach einer Aufbahrung. In einem Raum des Bestattungsdienstes an der Etzelstrasse 13 in Wettingen können Angehörige von ihren Liebsten Abschied nehmen. Badener Bestattungen ist eines von wenigen Bestattungsunternehmen in der Region, die derzeit Aufbahrungen von CoronaVerstorbenen ermöglichen. «Die Aufbahrungsräume im Krematorium Liebenfels in Baden sind seit März 2020 geschlossen. Im Spital und auf den Friedhöfen ist es derzeit ebenso nicht gestattet», sagt Güntert. Dass die Familie den Ver-
WOCHE NR. 10 DONNERSTAG, 11. MÄRZ 2021
5
distanzierter bestatten
Bestatter Sandro Güntert desinfiziert den Raum nach jedem Covid-Verstorbenen. storbenen nochmals sehen könne, sei für den Trauerprozess wichtig. «Der Kontakt und der Besuch zu Coronapatienten im Spital oder im Altersheim war für die Angehörigen bereits vor dem Tod begrenzt. Sie sollen wenigstens in diesem Rahmen die Chance haben, auf Wiedersehen zu sagen.» Als Angehöriger könne man sich nur einmal verab-
«Die Pandemie macht unsere Arbeit eine Spur kälter und distanzierter.» schieden, eine Beerdigung könne nicht einfach rückgängig gemacht oder wiederholt werden, so Güntert. Daher sei dieser Moment von grosser Bedeutung. Nichtsdestotrotz müssen gewisse Regeln eingehalten werden. Die Angehörigen dürfen
Sandra Ardizzone
den Verstorbenen nicht mehr berühren, eine Plexiglasscheibe trennt ihn von den Hinterbliebenen. Güntert bemerkt seit der Coronakrise einen Rückgang der Teilnehmerzahl an Beerdigungen. «Im ersten Lockdown war die Zahl auf fünf Personen beschränkt. Nun, während der zweiten Welle, wären 50 Personen zugelassen, doch die wenigsten Begräbnisse zählen so viele Leute.»
Medien vielfach die Rede sei, nehme er nicht wahr. «Wir müssen keine Lastwagen voller Särge bestellen und hatten nie einen Engpass», be-
Zahl auf über 60.» Das habe keinen Einfluss auf das ganze Jahr, vor allem weil die anderen Monate ruhiger gewesen seien als sonst, sagt Güntert.
«Wir müssen keine Lastwagen voller Särge bestellen und hatten nie einen Engpass.»
Eine Übersterblichkeit wegen Corona stellt er nicht fest Viele Menschen, vor allem ältere, verzichten darauf, an Beerdigungen zu gehen. Sie würden sich unwohl fühlen und hätten Angst vor einer Ansteckung. «Das ist das Schlimmste, was diese Pandemie bewirkt. Sie führt dazu, dass Menschen Angst vor Menschen haben. Das ist schon bedenklich», findet Güntert. Eine Übersterblichkeit, von der in den
tont Güntert. Bis Ende Oktober 2020 seien die Coronaverstorbenen nicht ins Gewicht gefallen. Erst ab November 2020, als das Virus einige Altersheime in der Region traf, sei es zu einem Anstieg gekommen. In der Regel kümmert sich der Bestattungsdienst um 30 bis 40 Verstorbene pro Monat. «Im November pflegten wir einen Drittel Verstorbene mehr als gewöhnlich und im Dezember verdoppelte sich die
Arbeits- und Freizeitunfälle haben stark abgenommen Ein Phänomen der Pandemie sei nämlich, dass tödliche Arbeits- sowie Freizeit- und Sportunfälle stark abgenommen hätten. «Aufgrund der Homeoffice-Pflicht und der tieferen Risikobereitschaft verzeichnen wir praktisch keine solchen Todesursachen mehr.» Und auch Todesfälle aufgrund der normalen Grippe gebe es nur sehr selten. «Den Menschen scheint es gesundheitlich besser zu gehen, doch zu welchem Preis?», fragt sich Güntert. Das soziale Leben verkümmere, viele Menschen, vor allem Jugendliche und Senioren, fühlten sich einsam.
FORD HYBRID DIE ZUKUNFT ZUM ANFASSEN: JETZT PROBE FAHREN! Di Maio AG Garage & Autoelektro
Willestrasse 1, 8957 Spreitenbach, 056 401 22 22, info@dimaio-garage.ch, www.dimaio-garage.ch
WIR BRINGEN IHR AUTO ZUM LÄCHELN. Garage Kieser GmbH Ringstrasse 16 5432 Neuenhof +41 56 406 10 19 info@garage-kieser.ch
Die nächste Sonderseite AUTO EXTRA erscheint am 15. April 2021. Ihr Kontakt: Brigitte Gähwiler brigitte.gaehwiler@chmedia.ch – 079 798 17 86
FORD PUMA FORD PUMA HYBRID AB FR. 169.-/MT.
JETZT MIT ATTRAKTIVEN HYBRID-BONUS Auto-Center Küng AG
Landstrasse 148, 5430 Wettingen, Tel. 056 426 26 36 admin.ac@kueng-automobile.ch, www.kueng-automobile.ch Ford Puma Cool & Connect, 1.0 EcoBoost Hybrid, 125 PS/92 kW, 6-Gang-Schaltgetriebe: 6.0 l/100 km, 139 g CO2/km, Kat: A, Fahrzeugpreis Fr. 21’900.- (Listenpreis Fr. 24’100.- abzüglich Prämie Fr. 2200.-). Berechnungsbeispiel Leasing Ford Credit by BANK-now SA: Fr. 169.-/Monat, Sonderzahlung Fr. 4471.-. Zins (effektiv) 2.94%, Laufzeit 48 Monate, 10’000 km/Jahr. Kaution und Restwert gemäss Richtlinien von Ford Credit by BANK-now SA. Obligatorische Vollkaskoversicherung nicht inbegriffen. Die Kreditvergabe ist verboten, falls sie zur Überschuldung des Konsumenten führt (Art. 3 UWG). Angebot gültig bei teilnehmenden Ford Partnern bis auf Widerruf, spätestens bis 31.3.2021. Irrtum und Änderungen vorbehalten. Abgebildetes Modell: Ford Puma ST-Line, 1.0 EcoBoost Hybrid, 125 PS/92 kW, 6-Gang-Schaltgetriebe: 6.0 l/100 km, 139 g CO2/km, Kat.: A, Listenpreis Fr. 27’600.- plus Optionen in Wert von Fr. 3600.-.
NISSAN e-NV200 EVALIA – der 100% elektrische Familien-Van
NISSAN e-NV200 EVALIA 40 kWh / 109 PS: Elektrischer Verbrauch kombiniert: 25.9 kWh/100 km; CO₂-Emissionen kombiniert: 0 g/km; Energieeffizienz-Kategorie A.
Garage Kieser GmbH • www.garage-kieser.ch Ringstr. 16 • 5432 Neuenhof • Tel.: 056 406 10 19
Der neue SEAT Leon e-HYBRID Attraktive Hola! Prämien oder 0.9% Leasing. NEUE CENTRUM GARAGE AG Landstrasse 62 – 5436 Würenlos T. 056 436 80 60 – www.centrum-garage.ch
A B C D E F G
A
8
WETTINGEN
Die Fraktion FDP Wettingen hat sich intensiv mit dem vorgeschlagenen Provisorium für die Bezirksschule auseinandergesetzt und ist zum Schluss gekommen, dass die Planung sorgfältig erfolgte und der Gemeinderat zahlreiche Alternativen abgeklärt hat. Die präsentierte Lösung ist zweckmässig, effizient und beschränkt sich auf das Notwendige. Für die Fraktion steht ausser Frage, dass der zusätzliche Schulraum benötigt wird. Allerdings erwartet die Fraktion, dass im Rahmen der Überprüfung der Schulraumplanung im kommenden Frühjahr die aktuellen Zahlen nochmals genaustens angeschaut und Konsequenzen daraus dargelegt werden. Die Begründung für die Ablehnung ihres Vorstosses betreffend DataHub Wettingen hat die Fraktion mit Befremden zur Kenntnis genommen. Es war selbstredend nie die Absicht der Fraktion, den Grundeigentümern vorzuschreiben, wie sie ihren Gewerberaum zu nutzen haben. Das würde gegen alles stehen, wofür die Fraktion einsteht. Vielmehr geht es ihr darum, die aus ihrer Sicht äusserst attraktiven Gewerberäume richtig zu positionieren, sich für eine zeitgemässe Infrastruktur einzusetzen (z. B. Glasfasernetz) und Anreize zu schaffen, damit Unternehmen aus der ITBranche die Vorzüge des Standorts Wettingen erkennen. Die Fraktion hat den Eindruck, dass sich der Gemeinderat hinter formellen Argumenten versteckt und ist frustriert über die augenscheinliche fehlende Vision, wenn es darum geht, zukunftsträchtiges Gewerbe nach Wettingen zu locken. Weil sie davon überzeugt ist, dass eine zukunftsorientierte Positionierung des Bahnhofareals und der Klosterhalbinsel absolut wünschenswert ist, hält sie an ihrer Motion fest. Die Fraktion begrüsst es, dass der Gemeinderat den Nutzen eines hochwertigen Glasfasernetzes erkannt hat und das EW Wettingen entsprechend Kooperationen mit Dritten prüft. Sie ist überzeugt, dass eine solche Kooperation, sofern sie sorgfältig geprüft wird, ein Gewinn für alle sein kann; für das EW, die Einwohnerinnen und Einwohner von Wettingen, das Gewerbe und die Drittinvestoren.
Die Bezirksschule platzt aus allen Nähten aufgrund des Schülerzuwachses aus Wettingen, Würenlos und Neuenhof. Der akute Handlungsbedarf hatte sich bereits im Mai 2019 mit dem letzten Update der Schulraumplanung abgezeichnet. Es ist sehr ärgerlich, dass der Einwohnerrat zwei Jahre später schon wieder mit einer Schulvorlage erpresst wird, sollen die Schüler nicht im nächsten Sommer auf der Strasse stehen. Jetzt gehts um Container, im Juni dann um den viel teureren Neubau. Wir machen seit längerem darauf aufmerksam, dass die Schulraumplanung jährlich zu aktualisieren ist, um mit der Entwicklung Schritt halten zu können. Wir halten es für unrealistisch, im Sommer 2022 den Erweiterungsbau fertig stellen zu können, obwohl dieser in Elementbauweise erstellt wird. Eine längere Mietdauer des Provisoriums ist verkraftbar, wenn dafür vermieden werden kann, dass ein unter hohem Zeitdruck erstellter Schulbau, welcher einige Jahrzehnte seinen Dienst leisten wird, hingepfuscht wird. Die CVP stimmt dem Raumprovisorium für die Bezirksschule zähneknirschend zu. Es soll aber eine allfällige Verlängerung auf zwei Jahre berücksichtigt werden. Der Antrag auf Ablehnung des Gemeinderates zum Postulat «Belebung der Landstrasse» kommt einer Kapitulation gleich. Die Geschäfte an der Landstrasse kämpfen seit längerem mit dem Rückgang der Kundschaft. Das Verlagern des Wochenmarktes auf den Zentrumsplatz wäre eine geeignete Aktion und auf jeden Fall einen Versuch wert. Die Reaktion des HGV enttäuscht, wir hätten uns ein grösseres Engagement für die Geschäfte erwünscht. Es ist zu hoffen, dass der Gestaltungsplan Landstrasse bald Früchte trägt. Einer grossen Gemeinde wie Wettingen würde eine zentrale Wertstoff-Sammelstelle gut anstehen. Leider verschwindet mit dem Wegfall der Entsorgungsstelle Geisswies diese Dienstleistung. Stattdessen müssen Abfälle und Recyclingstoffe zu den dezentralen Sammelstellen gebracht oder in den Sammelstellen der umliegenden Gemeinden deponiert werden. Die CVP setzt sich bei der Suche nach einer geeigneten Lösung ein und will das Postulat noch nicht abschreiben.
Im Frühjahr 2019 führte Wettingen letztmals eine Schulraumplanung durch. Bereits wenige Monate später war diese für teures Geld an ein externes Büro vergebene Planung überholt. Der Zuwachs an Schülerinnen und Schülern in Wettingen hatte die angeblich «strategische» Schulraumplanung für die nächsten Schuljahre bereits wieder über den Haufen geworfen. Der Gemeinderat, der diese Fehlplanung zu verantworten hat, redete sich auf unerwartete Schülerzuwächse heraus. Leider hat der Gemeinderat aus seinen damaligen Fehlern (wieder) nichts gelernt. Er erdreistet sich im Jahr 2021 sogar, den Einwohnerrat faktisch zu erpressen. Warum: Der Einwohnerrat muss an seiner Märzsitzung (viel zu spät) über einen Kredit von rund 1 300 000 Franken entscheiden, damit an der Bezirksschule provisorische Unterrichtsräume für ein einziges Schuljahr aufgestellt werden können. Eine Rückweisung des schludrig vorbereiteten Kreditantrags würde bedeuten, dass die provisorischen Schulpavillons im Sommer nicht bereitstehen würden; damit müssten unsere Bezirksschüler ab August 2021 im Freien unterrichtet werden. Man mag sich gar nicht vorstellen, welche Schlagzeilen dies generieren würde. Im Zusammenhang mit dem Kreditantrag stellt sich die SVP-Fraktion einige Fragen. Warum schafft es der Gemeinderat nicht, dem Einwohnerrat die Kredite für das Pavillonprovisorium und den im Sommer geplanten Erweiterungsbau frühzeitig und zusammen vorzulegen? Warum werden Schulverträge mit Partnergemeinden nicht abgeschlossen, bevor Erweiterungsbauten beantragt werden? Warum kann ein Traktandenbericht zu einem Kreditantrag nicht so abgefasst sein, dass der Inhalt verständlich und nachvollziehbar ist, ohne dass dem Einwohnerrat nachträglich diverse ergänzende Dokumente vorgelegt werden müssen? Zudem: Die Pavillons sollen für nur ein Jahr gemietet werden, weil in der Zwischenzeit der Erweiterungsbau der Bezirksschule hochgezogen werden soll. Zweifel an dieser doch sehr ambitiösen Planung sind vorhanden. Nicht nur bei der SVP-Fraktion.
Mit grosser Freude und hohen Erwartungen begrüsst die Fraktion ihr neues Mitglied Alexandra Wernli. Sie ist Oberstufenlehrerin, aktives Mitglied im DTV Wettingen und bestens für die Arbeit im Einwohnerrat gewappnet. Kinder und Jugendliche brauchen Bildung, und Bildung braucht genügend Schulraum. Weil der Unterricht nicht unter den Bäumen stattfinden kann, stimmt die Fraktion dem Kreditbegehren für ein Schulprovisorium zu. Die Hau-RuckÜbung ist leider nicht gerade ein Musterbeispiel an langfristiger Planung. Die FDP möchte mit einer Motion erreichen, dass sich im Bahnhofareal und auf der Klosterhalbinsel Betriebe aus der IT-Branche ansiedeln (DataHub). Es erstaunt, dass der Vorschlag, den privatwirtschaftlichen Sektor zu lenken und nicht dem freien Markt zu überlassen, ausgerechnet von der FDP kommt. Für ein solches Vorhaben müssten auch die notwendigen Mittel für das Standortmarketing zur Verfügung stehen, diese wurden aber von bürgerlicher Seite bereits aus dem Budget gestrichen. Und selbstverständlich bleibt SP/WettiGrüen dabei, weiterhin Visionen für Wettingen zu entwickeln. Eine Sportschule in Wettingen ist sicher eine tolle Idee (Motion Notter SVP). Aber auch hier zeigt sich einmal mehr, dass sich Visionäres schlecht vereinbaren lässt mit extremer Sparpolitik. SP/WettiGrüen wird sich aber dafür einsetzen, dass in einer «Light-Version» Talente aus Sport, aber auch Musik und Kultur an den Wettinger Schulen gefördert werden können. Entsprechende Schritte werden in die Wege geleitet. Der Gemeinderat ist bereit, das Postulat «Smarte Gemeinde Wettingen» entgegenzunehmen, und zeigt auf, wo die Gemeinde digitale Lösungen heute einsetzt und künftig noch mehr nutzen möchte. Die Fraktion SP/WettiGrüen ist zufrieden, erwartet aber, dass die Gemeinde weitere Schritte Richtung digitale Transformation und Nachhaltigkeit macht und bei den nächsten Legislaturzielen smarte Ideen und Projekte für Wettingen dabei sind.
WOCHE NR. 10 DONNERSTAG, 11. MÄRZ 2021
9
PARTEINOTIZEN
Beim einzigen Geschäft, bei dem es sich nicht um einen Vorstoss handelt, geht es um ein Kreditbegehren in der Höhe von 1 310 000 Franken zur Bereitstellung eines Provisoriums für die Bezirksschule, die auf Beginn des Schuljahres 2021/2022 dringend mehr Unterrichtsräumlichkeiten benötigt. Dass zusätzliche 100 Schülerinnen und Schüler mehr Platz brauchen und die Schulraumplanung für eine Gemeinde in der Grösse von Wettingen eine Herausforderung ist, leuchten ein. Jedoch fragen wir uns schon, welches die Gründe sind, weshalb der Anteil der Übertritte in die Bezirksschule in den letzten Jahren in Wettingen von 38,8 Prozent auf 47 Prozent angestiegen ist. Die Fraktion wird dem Kreditbegehren zustimmen und hofft, dass der äusserst sportliche Fahrplan für den Erweiterungsbau dann auch eingehalten werden kann. Andernfalls drohen Zusatzkosten für die Verlängerung der Containermiete. Die Motion «DataHub in Wettingen» der Fraktion FDP kommt im Zusammenhang mit dem im Rat bereits behandelten Bahnhofarealprojekt definitiv zu spät. Genau solche Projekte brächten einen «Return on Investment» einer Standortförderung, welche der Einwohnerrat leider abgeschafft hat. Eine Sportschule tönt attraktiv, aber die Gemeinde kann sich einen Leistungsausbau im Moment nicht leisten. Umso mehr erstaunt es, dass der Vorstoss ausgerechnet aus den Reihen der «Sparpartei» SVP kommt. Die Aufhebung des Entsorgungsplatzes Geisswies verlangt eine Neuausrichtung einer zentralen Wertstoffsammelstelle. Die Entgegennahme des Postulates zu diesem Thema freut uns, doch stellt die Fraktion beim zukünftigen Entsorgungsangebot einen klaren Leistungsabbau fest. Schade ist, dass es anscheinend keinen geeigneten Platz für eine Ersatzlösung für die Geisswies gibt. Weshalb wird beispielsweise das schon bestehende Werkhofareal nicht besser genutzt? Der Platz für die Deponie der zusätzlich anfallenden Abfälle wäre vorhanden und die Situation rund um die Zu- und Wegfahrt wäre ebenfalls kein Problem.
Die GLP-Fraktion beurteilt die traktandierte Kreditvorlage zur Bereitstellung eines Provisoriums für die Bezirksschule kritisch. Einmal mehr liegt ein Kreditantrag vor, welcher zeitlich so gelegt wurde, dass man ihn nicht mehr zurückweisen oder ablehnen kann. Der Bedarf sei gegeben und unter einer Ablehnung würden nicht der Gemeinderat, sondern die Schule und die Schülerinnen und Schüler leiden. Es ist schade, dass der Gemeinderat einmal mehr dem Einwohnerrat keine Gelegenheit bieten will, seine Arbeit zu tun. Dass nun anscheinend grosse Dringlichkeit vorliegt und man diese nicht habe voraussehen können, erstaunt. Es stellt sich die Frage, was denn die teure Schulraumplanung, welche vor wenigen Jahren bewilligt und bezahlt wurde, gebracht hat. Anscheinend ist diese gründlich misslungen, da ja nun das Schülerwachstum nicht vorausgesehen wurde. Hat der Gemeinderat auf diesen Missstand reagiert? Zieht der Gemeinderat Lehren daraus? Falls die Schulraumplanung hingegen gelungen war und damit die jetzige Situation vorausgesehen wurde, stellt sich die Fragen an den Gemeinderat, warum er dann erst jetzt, im allerletzten Moment, mit der Vorlage kommt. Vom Inhalt der Kreditvorlage ist die GLP ebenfalls enttäuscht. Nach kurzem Vergleich und oberflächlichen Recherchen lässt sich feststellen, dass die Preise für die Container total überrissen sind. Die GLP ist der Überzeugung, dass es viel günstigere Lösungen gibt und auch dass man eine allfällige Weiterverwendung für die später anstehende Altenburg-Sanierung ebenfalls vorausschauend hätte einplanen können. Hinzu kommt der Verlust von Grünflächen, welcher langfristig zu verhindern wäre. Insgesamt ist die GLP-Fraktion sehr unglücklich (um nicht zu sagen wütend) über die schlechte Planung des Gemeinderats. Die Fraktion wünscht sich in Zukunft eine professionellere Planung und frühere Information des Einwohnerrats, auf dass auch der Einwohnerrat in Zukunft seine Arbeit tun und auf die Geschicke der Gemeinde Einfluss nehmen kann – und nicht nur am Ende JA sagen MUSS, weil sonst ein Teil der Bevölkerung (in diesem Falle die Schülerinnen und Schüler) darunter leiden würde.
SP/WettiGrüen Die Raumplanung ist ein Thema mit einem langen Zeithorizont und weitreichenden Folgen für die Gemeinde Wettingen. Die Erhaltung von Grünflächen trotz Verdichtungsdruck, der kantonale Entwicklungsschwerpunkt im Osten von Wettingen, und die Erschliessung von neuem Siedlungsgebiet durch Strassen, -bahnen und Abflugschneisen sind wichtige Aspekte in diesem Zusammenhang. Leo Scherer, Einwohnerrat und Initiant zahlreicher Vorstösse zu diesem Thema, und Dacfey Dzung, Mitglied Planungskommission, erläutern ihre grüne Sicht zur Raumplanung der Gemeinde in einem Zoom-Meeting am Montag, 15. März, um 20 Uhr. Der Link für das Zoom-Meeting kann angefordert werden bei info@wettigruen.ch. FDP Wie das Sprichwort sagt, macht Not erfinderisch. Viele Einwohner und Unternehmen mussten im vergangenen Jahr auf irgendeine Weise erfinderisch werden und neue Wege beschreiten. Auch die Gemeinde Wettingen steht vor grossen finanziellen Herausforderungen und eine Steuererhöhung stand schon mehr als einmal im Raum. Die Fraktions- und Vorstandsmitglieder der FDP Wettingen haben sich daher zu einer digitalen Klausur getroffen und sich dabei Gedanken gemacht, wie den finanziellen Herausforderungen der Gemeindefinanzen begegnet werden kann. Mögliche Lösungsansätze für die Bereiche Digitalisierung, Führungsstruktur, blaue Ökologie und soziale Sicherheit wurden diskutiert. Die Partei macht sich nun an die Ausarbeitung konkreter Vorschläge, um eine nachhaltige und ökologisch sinnvolle Ausgabenpolitik voranzutreiben. GLP Am Mittwoch, 3. März, fand die virtuelle Mitgliederversammlung der GLP Wettingen statt. Das Haupttraktandum war die Nomination der Top-11-Kandidat(innen) für die Einwohnerratswahlen. Für die Bestimmung der Reihenfolge ab Platz 12 wird dem Wahlkampfteam die Kompetenz gegeben, dies bis zur Abgabe der Einwohnerratsliste zu tun. Hinter den bisherigen Einwohner-
räten, Orun Palit, Manuela Ernst, Ruth Jo. Scheier und Yvonne Hiller, wurden die folgenden Personen von der Mitgliederversammlung nominiert: Hannes Streif, Sarah Steinmann, André Schär, Antonia Zumstein, Kay Buntschu, Emanuel Aegerter und Andrea Kleger. Palit meint weiter, es sei sehr gut, junge Personen wie Sarah Steinmann und Emanuel Aegerter auf den vorderen Plätzen zu haben, denn die Jugend wolle ihre Zukunft mitgestalten. Auch sei die GLP Wettingen glücklich darüber, einen erfahrenen Politiker als neues Mitglied gewonnen zu haben, der sich auch sofort für den Einwohnerrat zur Wahl stelle. Hannes Streif, Rechtsanwalt, ist vor vier Jahren mit seiner Familie von Baden nach Wettingen gezogen. Er war zehn Jahre für das Team Baden im Einwohnerrat und viele Jahre Präsident jener Partei. Mit André Schär, Antonia Zumstein und Kay Buntschu setzt die Partei auch drei erfahrene Mitglieder auf die vorderen Plätze. André Schär hat sich einen Namen mit den Projekten «Bahnhofareal» und «Tag der Sonne» gemacht und Antonia Zumstein ist für die Gemeinde sehr aktiv als Mitglied in der Kommission für Einbürgerung und Integration und im Wahlbüro. Kay Buntschu ist Kassier und Webmaster der GLP-Ortspartei. Orun Palit fügt hinzu: «Mit den Top-Kandidat(innen) wollen wir einen engagierten Wahlkampf führen, um bei den Einwohnerratswahlen gut abzuschneiden. Wettingen braucht einen politischen Wandel, alte Strukturen müssen aufgebrochen und alte Zöpfe abgeschnitten werden. Es ist eindeutig Zeit für mehr progressive Kräfte im Wettinger Einwohnerrat. Durch Wettingen muss ein Ruck gehen. Das geschieht nur, wenn die politischen Mehrheitsverhältnisse nachhaltig im Parlament verändert werden. Alle 4 Jahre hat die Bevölkerung die Chance dazu, dies zu tun!» An der Mitgliederversammlung wurde auch Marcel Hug als Kandidat für die Wahl in die Steuerkommission in Wettingen nominiert. Er trat schon vor 4 Jahren an, erreichte das absolute Mehr, schied aber als Überzähliger aus. Jetzt will er es noch einmal versuchen.
Traktanden Einwohnerratssitzung, 11. März, 19 Uhr, Tägi 1. Einwohnerrat; Protokoll der Sitzung vom 17. Dezember 2020; 2. Inpflichtnahme von Alexandra Wernli, SP; 3. Geschäftsprüfungskommission; Ersatzwahl Mitglied für den Rest der Amtsperiode; 4. Kreditbegehren von 1 310 000 Franken zur Bereitstellung eines Provisoriums für die Bezirksschule; 5. Motion FDP, «DataHub» – Ablehnung; 6. Postulat Marie Louise Reinert, EVP, und Leo Scherer Kleiner, WettiGrüen, Ausgleich von Planungsvorteilen – Entgegennahme; 7. Postulat Daniel Notter, SVP, «Sportschule Wettingen» – Ablehnung; 8. Postulat CVP, Belebung und Aufwertung der Landstrasse – Ablehnung; 9. Simon Bürgler, CVP, und Markus Zoller, CVP, Neuausrichtung zentrale Wertstoffsammelstelle – Entgegennahme und Abschreibung; 10. Postulat Alain Burger, SP, Strategie «smarte Gemeinde Wettingen»– Entgegennahme und Abschreibung; 11. Postulat FDP, Glasfasernetz in Wettingen – Entgegennahme und Abschreibung; 12. Interpellation Dacfey Dzung, WettiGrüen, und Leo Scherer Kleiner, WettiGrüen, Mehrwert bei Aufzonungen im Bahnhofareal – Beantwortung; 13. Interpellation CVP, Ausleihung gemeindeeigener Kunstwerke an Dritte – Beantwortung; 14. Interpellation Mia Gujer, SP, Demokratische Prozesse und Covid-19 – Beantwortung.
10
WETTINGEN/NEUENHOF
Scott Bärlocher ist Aargauer Wettinger Kunst im Gluri-Suter-Huus und im Museum Eduard Spörri. zVg
Kunst-Schau 5430 verlängert Seit dem ersten März gelten die gelockerten Coronamassnahmen: Museen wieder offen. Deshalb wird die Ausstellung Kunst-Schau 5430 verlängert. Sie zeigt 222 Kunstwerke von Wettinger Kunstschaffenden im Museum Eduard Spörri und im benachbarten Gluri-Suter-Huus. Die Ausstellung kann von Mittwoch bis Samstag von 15 bis 18 Uhr und am Sonntag von 11 bis 17 besucht werden. Weitere Informationen unter www.glurisuterhuus.ch und www.eduardspoerri.ch. (zVg)
Die Wahl verleiht dem Würenloser Ruderer Motivation, seinen Olympiatraum zu verwirklichen. SIBYLLE EGLOFF
Zum ersten Mal nominiert und im ersten Anlauf zum Sieger gekürt. Scott Bärlocher gewinnt die Wahl zum Aargauer Sportler des Jahres 2020 mit 1490 Stimmen und lässt die weitaus bekannteren Athleten im Online-Voting weit hinter sich. Auf den zweiten Platz schafft es Judoka Daniel Eich aus Gebenstorf mit 1040 Stimmen. Das Curling-Team Bern Schwaller mit Marcel Käufeler aus Wettingen und Romano Meier aus Ehrendingen landet mit 978 Stimmen auf Platz 3. Schlusslicht bildet die 1. Mannschaft des FC Aarau mit 593 Stimmen. Als das Team der Sport-Gala am Freitagvormittag im Zentrum des
war sprachlos und froh, dass ich keine Rede halten musste», sagt der 23-Jährige und lacht. Die Freude über den Titel ist gross. «Ich bin sehr glücklich und fühle mich extrem motiviert.» Es sei ein tolles Gefühl, zu wissen, dass so viele Menschen mit einem mitfiebern und einem den Erfolg gönnen würden. «Das spüre ich hier im Trainingsalltag beim Nationalkader weniger. Ich mache mein Ding und kriege diesen Zuspruch nicht mit», sagt Bärlocher. Die Wahl zeige ihm, dass eben nicht nur seine Familie und Freunde hinter ihm stehen würden. «Mehrere hundert Leute haben für mich, den Newcomer, abgestimmt, darunter sehr viele, die ich gar nicht kenne.»
Der Gewinner wurde mit einem Pokal ausgezeichnet. zVg/Alexander Wagner Sein Handy klingelt und vibriert ununterbrochen Schweizerischen Ruderverbands in Seit seiner Wahl vibriert und klinSarnen vor der Türe stand, konnte gelt sein Handy ununterbrochen. es Bärlocher kaum glauben. «Ich «Ich komme fast nicht mehr nach,
WOCHE NR. 10 DONNERSTAG, 11. MÄRZ 2021
Sportler des Jahres 2020 allen zurückzuschreiben und mich für die Glückwünsche zu bedanken», sagt Bärlocher, der seit acht Jahren rudert und seine Sportkarriere beim Ruderclub Baden startete. Dieser war es auch, der ihn der IG Sport Aargau als Kandidaten vorschlug. Zu seinem Sieg erhielt Bärlocher einen Pokal und ein Preisgeld von 6000 Franken. «Das ist sehr wertvoll für mich. Ich bin finanziell immer noch von meinen Eltern abhängig. Bis ich grössere Sponsoren finde, um mich unabhängig zu machen, wird es wohl noch eine Weile dauern.» In der Coronazeit sei es schwieriger, Geldgeber zu suchen, weil viele Firmen und Unternehmen zögerlich seien, da vieles im Ungewissen liege. Ansonsten hat der Elektrotechnikstudent von der Pandemie profitieren können. Dem Würenloser gelang 2020 der Sprung ins sechsköpfige Olympiakader des «Vierer
ohne». Aufgrund des Coronavirus wurden die Olympischen Spiele in Tokio auf 2021 verschoben. Das bewog zwei Ruderer, aus dem Olympiakader auszusteigen. Dank seiner
«Ich bin sehr glücklich und fühle mich extrem motiviert.» Leistungssteigerung im Coronajahr konnte sich Bärlocher einen dieser beiden Plätze sichern. In Sarnen trainiert er nun so hart, dass er es in ein paar Monaten auch tatsächlich als einer der vier Ruderer ins Boot an den Olympischen Spielen in Tokio schafft. Noch mehr Kraft, um seine Ziele zu erreichen Die Wahl zum Aargauer Sportler des Jahres 2020 verleiht ihm dazu
die nötige Kraft. «Ich habe nun noch mehr Motivation, um meinen Traum zu verwirklichen», sagt Bärlocher. Das sei nicht nur der Start an den Olympischen Spielen im Sommer. «Wichtig ist, dass ich es dieses Jahr ins Boot schaffe und mein Bestes gebe. Doch noch wichtiger ist es mir, längerfristig Olympiagold zu erreichen.» Um es so weit zu bringen, müsse er jahrelang dranbleiben. Auf seine neue Auszeichnung hat er mit seiner Familie bereits angestossen. So richtig feiern konnte der 23-Jährige aber noch nicht. «Ich befinde mich aktuell in der Ausscheidungsphase für die Olympischen Spiele. Daher liegt der Fokus in den nächsten zwei Wochen auf dem Rudern», sagt Bärlocher. Ganz Sportsmann findet er: «Ich bin ja für meine sportliche Leistung geehrt worden. Deshalb will ich die Leute, die an mich glauben, jetzt nicht enttäuschen.»
11
AUS DEM GEMEINDERAT
Publikation von Gesuchen um ordentliche Einbürgerung Folgende Person hat bei der Gemeinde Neuenhof ein Gesuch um ordentliche Einbürgerung gestellt: Naile Thaqi, 1993, kosovarische Staatsangehörige, Dorfstrasse 7, Neuenhof. Jede Person kann innert 30 Tagen seit der amtlichen Publikation dem Gemeinderat eine schriftliche Eingabe zum Gesuch einreichen. Diese Eingaben können sowohl positive wie negative Aspekte enthalten. Der Gemeinderat wird die Eingaben prüfen und in seine Beurteilung einfliessen lassen.
SAMARITERVEREIN NEUENHOF
Marktnotiz
Klosterrüti Garage in Neuenhof geht an zweite Generation Eduard Huser, Geschäftsführer der Klosterrüti Garage in Neuenhof, Baden übergibt seine Autogarage per 2021 an Sohn David Huser. Seit 1986 setzt sich die Toyota Garage für den fairen Verkauf und Unterhalt von Neu- und Occasionswagen ein. Ein Betrieb mit langer Tradition. seit über 35 Jahren steht die Klosterrüti Garage in Neuenhof unter der Führung von Eduard Huser für den transparenten Autoverkauf und zuverlässigen Service mit der Marke Toyota. Der langjährigen Kundschaft ist die Garage für ihre unaufdringliche und ehrliche Beratung bekannt. Eigenschaften, die mit der nächsten Generation weitergeführt werden sollen. «Ich weiss, dass mein Sohn die Philosophie einer offenen Kundenbetreuung in unserem Betrieb weiterführen wird», so Eduard Huser zum gemeinsamen Entscheid. David
Huser ist nicht neu im Geschäft. Nachdem er in einem anderen Garagen-Betrieb, im Bereich Technik und Werkstatt, seine Erfahrungen sammeln durfte, arbeitet er nun seit neun Jahren im Familienbetrieb und leitete bis heute den Verkauf und Kundendienst. Er freut sich auf die neue Herausforderung und auf die Führung seines bestehenden neunköpfigen Teams. Dem Anspruch, die ehrlichsten Autoverkäufer der Schweiz zu sein, will er alle Ehren machen. Auch weiterhin werden Doris & Eduard Huser ihren Sohn hie und da im Betrieb unterstützen. Service, Kaufinteresse, Probefahrt? David Huser und sein Team freuen sich auf Ihren Kontakt. Klosterrüti Garage AG Klosterrütistrasse 17 5432 Neuenhof Telefon: 056 406 19 79
Die unter «Marktnotiz» publizierte Texte stehen ausserhalb der redaktionellen Verantwortung. Meldungen von KMU sind buchbar unter brigitte.gaehwiler@chmedia.ch, Tel. 058 200 53 73.
Der Samariterverein Neuenhof hat am 3. März eine Blutspendeaktion durchgeführt – trotz Corona. Blutspenden kamen von 71 Spenderinnen und Spendern, 14 davon neu. Der Blutvorrat des regionalen Blutspendedienstes Aargau-Solothurn ist im Schnitt und im Schweizer Vergleich hoch. Nur die Reserven für die Blutgruppen AB+ und B- befinden sich gemäss Blutspende SRK Schweiz auf lediglich «normalem» Niveau, während der Vorrat der anderen Gruppen «hoch» ist (Stand 9. März). Es herrschen aber grosse Unterschiede zwischen den verschiedenen regionalen Diensten. Die Daten werden täglich aktualisiert. Ist der Blutvorrat gemäss Barometer tief, bedeutet das, dass der Bedarf «knapp gedeckt» werden kann und für sechs Tage reicht. Der normale Vorrat hingegen geht erst nach zehn Tagen zur Neige, Spenden sind aber dennoch willkommen. Befinden sich die Spenden auf hohem Niveau, wird aufgrund der kurzen Haltbarkeitsdauer gebeten, sich vor der Spende entsprechend zu informieren. Spenden sind auch während Corona möglich – die Blutproben werden auch nicht auf eine Infektion untersucht, dies, weil eine Übertragung des Coronavirus über Blut bisher nicht nachgewiesen wurde. Trotzdem müssen Blutspenderinnen und Blutspender gesund sein. Wer krank ist – oder an spezifischen Coronasymptomen leidet –, darf nicht spenden. Bei Kontakt mit einer an Covid erkrankten Person gilt eine Wartefrist von 14 Tagen, bei Krankheit muss nach Abklingen der Symptome ein Monat gewartet werden.
(Text: rsz / Bild: zVg)
12
NEUENHOF/KILLWANGEN/SPREITENBACH
Seit Corona floriert ihr Geschäft mit Patrik Turner und Momcilo Obradovic betreiben CBDHanfplantagen in Neuenhof und Ennetbaden. In der Pandemie versprechen sich immer mehr Leute Linderung durch ihr preisgekröntes «Helvetic Hemp». SIBYLLE EGLOFF
Die Ventilatoren an der Decke surren, das gelbe Licht scheint grell auf die Hanfblüten, die den unverkennbar süsslichen Duft versprühen. Patrik Turner (42) und Momcilo Obradovic (44) stehen zwischen 250 Pflänzchen. Die Raumtemperatur beträgt angenehme 24 Grad. «Wir simulieren, was in der Natur perfekt für das Wachstum wäre», sagt Turner. Die beiden Freunde aus Wettingen und Baden betreiben hier im Keller eines Mehrfamilienhauses in Ennetbaden seit vier Jahren auf 50 Quadratmetern eine CBD-Hanfplantage. Der Aktivkohlefilter sorgt dafür, dass der Duft nicht nach draussen ins Quartier strömt. Eine weitere, doppelt so grosse Anlage besitzen sie im Industriegebiet in Neuenhof. Dort hegen und pflegen sie Mutterpflanzen, von denen sie bald Stecklinge ziehen
«Im Januar haben wir zum ersten Mal ein stattliches Plus gemacht.» PATRIK TURNER, CBD-PRODUZENT
werden. Doch zuerst fällt in Ennetbaden noch ein grosses Stück Arbeit an. «Wir stehen kurz vor der Ernte. Am Wochenende werden wir mit Hilfe von Familie und Freunden die Blüten abschneiden. Dafür werden wir wohl acht bis zehn Stunden brauchen», sagt Obradovic. Abnehmer für den «Helvetic Hemp», so nennen die beiden ihre Blüten und ihr Unternehmen, müssen sie keine suchen. «Die Blüten der 250 Pflanzen sind theoretisch ausverkauft», sagt Turner mit einem breiten Lächeln. Das Geschäft mit den CBD-Blüten und dem CBD-Öl, das sie ebenso anbieten, floriert seit der Coronapandemie. «Im Herbst erhielten wir massiv viele Anfragen. Unsere Stammkunden konnten wir belie-
Die beiden CBD-Produzenten Patrik Turner aus Wettingen (links) und Momcilo Obradovic aus Baden. fern, aber die Firmen und CBD-Läden, die gerne bei uns eingekauft hätten, mussten wir enttäuschen», sagt Obradovic. In Zeiten von Homeoffice, Kindern zuhause im Fernunterricht und den die Krise begleitenden Existenz- und Zukunftsängsten scheint der Wirkstoff Canabidiol (CBD), der in den Hanfpflanzen steckt, ein willkommenes Mittel zu sein, um sich zu entspannen – und das ohne Rausch und völlig legal. Ihr ältester Kunde ist 88 Jahre alt «Viele unserer Kunden plagen Schlafstörungen. Sie liegen stundenlang wach im Bett. Mit unseren Produkten gelingt es ihnen, runterzukommen», sagt Turner. Auch dass das Kraut das Kiffer- und DrogenKlischee langsam überwunden habe und nun als Medizin und Lifestyleprodukt gelte, komme ihnen entgegen, finden die Kollegen. Denn nicht nur 20- bis 40-Jährige setzen
auf CBD. «Helvetic Hemp» hat einige ältere Kunden. «Unser ältester Abnehmer ist 88 Jahre alt. Vor allem Seniorinnen und Senioren wenden bei Muskelbeschwerden, Schmerzen, Parkinson oder Weichteilrheuma das Öl an», so Obradovic. Der zweite Lockdown kurbelte das Geschäft nochmals an. «Im Januar haben wir seit der Firmengründung zum ersten Mal ein stattliches Plus gemacht», sagt Turner und Obradovic fügt an: «In den ersten beiden Monaten dieses Jahres haben wir bereits über die Hälfte des Umsatzes erreicht, den wir bislang in einem Jahr erwirtschafteten.» Das Ziel, bald ganz vom Hanfanbau und -verkauf zu leben, rückt näher. «Bisher haben wir uns nie einen Lohn auszahlen können. Wir haben die Anlagen einfach kostendeckend betrieben. Wenn etwas mehr Geld reinkam, haben wir in die neue Plantage in Neuenhof investiert», erzählt Obradovic, der wie
Severin Bigler
auch sein Freund zu 100 Prozent in der IT-Branche tätig ist. Hilfreich für das Vorhaben der beiden ist auch die Auszeichnung, die ihren CBD-Blüten kürzlich zuteilwurde. Am Jack-Herer-Cup, einem renommierten Wettbewerb in Amsterdam, schaffte es ihr bereits in der Schweiz preisgekröntes «Helvetic Hemp» in der Kategorie «Bestes CBD-Produkt» auf den dritten Platz. «Es ist ein schönes Lob für unsere Arbeit und eine Genugtuung», sagt Obradovic. In jedem Webshop würden Anbieter mit guter Qualität werben, doch die werde vielfach nicht geliefert. «Mit diesem Gütesiegel können wir uns davon abheben.» Marienkäfer helfen bei der Schädlingsbekämpfung Für die beiden Freunde hat Qualität oberste Priorität. «Wir giessen die Pflänzchen von Hand und verwenden statt Pestizide Marienkäfer zur
WOCHE NR. 10 DONNERSTAG, 11. MÄRZ 2021
CBD-Hanf
AUS DEM GEMEINDERAT
13
ZEICHNUNG FÜR DIE SENIOREN IN KILLWANGEN
Baubewilligungen Der Gemeinderat Killwangen hat folgende Baubewilligung erteilt: Patrick und Nicole Graf, Rütenenstrasse 26, 8956 Killwangen, für den Ersatz der Ölheizung durch eine Luft-/Wasserwärmepumpe, Rütenenstrasse 26.
Schädlingsbekämpfung. Diese helfen als Nützlinge gegen Blattläuse oder Spinnmilben», erklärt Turner. Das merke man ihrem Hanf an. «Nur schade, dass das Bundesamt für Gesundheit bei ihren regelmässigen Kontrollen das nicht überprüft. Es geht nur um den CBD- und LESERBRIEF KILLWANGEN den THC-Gehalt», sagt Obradovic. Die Idee wäre, dass Hersteller zu- Gemeinderatswahlen Killwangen In Killsammen ein Label gründen, welches wangen ist die Unzufriedenheit der Ein-
«Senioren wenden bei Muskelbeschwerden unser CBD-Öl an.» MOMCILO OBRADOVIC, CBD-PRODUZENT
dieses Qualitätsmerkmal bescheinigt. «Das wäre zwar aufwendig, aber ein Vorteil für die Kundinnen und Kunden», finden die beiden. Der Markt sei lange übersättigt gewesen, weil viele mit dem legalen Hanf das grosse Geschäft witterten. Die Preise fielen in den Keller. Viele kleine und gute Anbieter hätten nicht mithalten können und seien eingegangen. Obradovic und Turner hoffen, dass sich der Markt nun wieder erholt. Sollte der CBD-Boom anhalten, wollen sich die Freunde ein Polster aufbauen, um grösser zu werden. «Unser Traum wäre es, eine grosse Anlage zu eröffnen, damit wir nicht zwischen zwei Standorten hinund herspringen müssen», sagt Turner. Und vielleicht klopft auch bald ein Investor an, sodass die Leidenschaft endgültig zum Beruf wird.
wohnerinnen und Einwohner gegenüber dem Gemeinderat seit längerem deutlich spürbar. Bei den Gemeinderatswahlen im kommenden Herbst gibt es die Chance, daran etwas zu ändern. Ich finde, es braucht mindestens drei neue Personen, die etwas bewegen wollen und bereit sind, sich aktiv mit den notwendigen Aufgaben zu beschäftigen und sich zur Wahl zu stellen. Die beste Voraussetzung als Gemeinderätin oder Gemeinderat ist eine offene, geradlinige, sachliche und entscheidungsfreudige Persönlichkeit. Damit ein Neuanfang gelingt, braucht es meiner Meinung nach zwingend eine neue Führungsperson und es muss daher auch eine neue Person als Gemeindeammann gewählt werden. Denn es braucht dringend frischen Wind im Killwangener Gemeinderat. Sie können mithelfen, aktiv ein neues Kapitel aufzuschlagen und sich als Gemeinderätin oder Gemeinderat zur Verfügung stellen. Sonst bleibt alles beim Alten, also bei der Faust im Sack und gelegentlichen Referenden. Meiner Erfahrung nach kann im Gemeinderat immer eine gute Lösung der anstehenden Probleme gefunden werden, sofern Frau oder Mann denn will. Ich bin gerne bereit, interessierten Personen zusätzliche Informationen, soweit möglich, zur Verfügung zu stellen und sie zu vernetzen. Markus Würsch, Killwangen, 077 412 20 04
PARTEINOTIZ SP SPREITENBACH SP Spreitenbach zu den Wahlen Für die bevorstehende Wahl vom 28. März empfiehlt der Vorstand der SP Spreitenbach, Markus Mötteli (CVP – Die Mitte) zum Gemeindepräsidenten zu wählen. Angesichts aktueller Herausforderungen und nach negativen Erfahrungen mit dem 22-Tage-Intermezzo soll das Gemeindepräsidium einer kompetenten Persönlichkeit übertragen werden. Markus Mötteli überzeugt durch Ausgewogenheit, Verlässlichkeit und hinterlässt bereits heute schon als krisenerprobter Vizepräsident vielversprechende Spuren: Er ist bemüht, tragfähige Lösungen mit Augenmass zu finden. Seine Amtsführung zeichnet sich durch eine mit Argumenten fundierte Kommunikation in beständigem Austausch und in gegenseitigem Respekt aus. Die SP Spreitenbach hat zwei der Partei näherstehende Kandidaten für die
Schüler Elmin: «Ihr seid die tollsten Grosseltern.» In dieser Ausgabe erscheint das letzte Bild der Killwangener Fünf- und Sechstklässler. Sie haben die Zeichnungen für die Senioren in Killwangen gemalt, «damit sie spüren, dass wir sie nicht vergessen». Die Redaktion dankt herzlich, dass die Bilder in der Limmatwelle abgedruckt werden durften.
LESERFOTO SPREITENBACH Ersatzwahl für den vakanten Sitz im Gemeinderat interviewt: Adrian Mayr (parteilos) und Flavio Zani (CVP). Bei beiden gewinnen wir den Eindruck, dass es sich um aufgeschlossene Kandidaten handelt, die mit interessanten Lebens- und Berufserfahrungen neue Impulse für Spreitenbach vermitteln können. Beide vertreten ähnliche Positionen zur Siedlungs- und Wirtschaftsentwicklung. Während Adrian Mayr noch ein Quäntchen mehr Sensibilität zu Migrations-, Schul- und Umweltthemen aufweist, werten die Parteimitglieder Flavio Zanis Aussagen zur Diversität (der Geschlechter) in den Gremien der Gemeinde, ebenso energiepolitische Auffassungen (Label «Energiestadt» weiterentwickeln) als interessant. Der Vorstand kann sowohl Adrian Mayr als auch Flavio Zani für den Gemeinderat empfehlen.
Der Fischreiher spürt bereits den Frühling. Fotografiert von Leser Fredy Nüesch aus Spreitenbach bei der alten Badi in Spreitenbach. Haben auch Sie ein tolles Sujet in der Region aufgenommen? Dann schicken Sie uns das Foto (im JPG-Format und in der Grösse von mind. 1 MB) an redaktion@limmatwelle.ch.
14
KILLWANGEN/SPREITENBACH
100 Einsätze im 2020 bewältigt 100-mal rückten die Männer und Frauen der Feuerwehr Spreitenbach-Killwangen im vergangenen Jahr aus: zu 62 Ernstfällen und 38 Fehlalarmen. 91-mal rückten die Feuerwehrleute im 2020 in Spreitenbach aus, fünfmal nach Killwangen, dreimal waren sie in Neuenhof und einmal in Würenlos im Einsatz. Von den 62 Ernstfällen waren bei 24 Einsätzen kleinere oder grössere Feuer zu löschen. Je 2 Elementarereignisse und Gasalarme waren zu bewältigen. Elfmal stand die FWSK zu Hilfeleistungen im Einsatz. Ebenso kam es zu Tier- und Personenrettungen. Bei je 8 Öl- und Wasserwehralarmen leisteten die AdF der FWSK ihren Einsatz. Leider hatte die FWSK im vergangenen Jahr bei zwei Einsätzen je ein Todesopfer zu beklagen. So war sie beim Zimmerbrand in einem Altersheim zu spät vor Ort und konnte der Bewohnerin leider keine Hilfe mehr leisten. Zudem konnte bei einer Liftrettung nur noch der Tod eines Mannes festgestellt werden, der in einem mehrstöckigen Wohnhaus in den Liftschacht gestürzt war. Bei diesem Einsatz unterstützten die FWSK die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei bei den Untersuchungen und der Bergung.
Eingeklemmter LKW in der Unterführung von Killwangen nach Würenlos.
gen nach Würenlos eingeklemmt. So mussten auch 2020 zwei solche Fahrzeuge, bei denen sich der Lenker in der Höhe des Fahrzeuges verschätzt hatte, befreit werden. Wegen Sturmwinden musste die FWSK diverse umgeknickte Bäume von Strassen und Fusswegen entfernen. Sogar ein Abfallcontainer wurde durch eine Windböe in den Dorfbach geblasen und wieder an den vorgesehenen Platz gebracht. Die 60 Brandmeldeanlagen (BMA) in Spreitenbach und KillwanSchwierige Unterführung gen hielten die FWSK ebenfalls auf Trab. Ganze 46 Mal ging eine Melfür Lieferwagen Immer wieder werden Lieferwagen dung ein. Bei 11 solcher Einsätze bei der Unterführung von Killwan- hatte die Anlage ihre Aufgabe kor-
rekt ausgeführt und die Feuerwehr wegen Rauch oder Feuer aufgeboten. 35-mal handelte es sich um einen Fehlalarm, zum Beispiel auf Grund einer technischen Störung der Anlage, oder es wurde ein Sprinklerkopf oder eine Sprinklerleitung abgefahren. Coronavirus forderte Anpassungen Auch die FWSK hat das Coronavirus gespürt. So konnten von Mitte März bis Anfang Juni keine Übungen abgehalten und keine Ausbildungskurse besucht werden. Bei den Einsätzen wurde immer mit Schutzmaske ausgerückt und auf den geforderten Abstand geachtet,
zVg
sofern dies auch möglich war. Das Übungsprogramm wurde ab dem Sommer so angepasst, dass in einem sicheren Rahmen wieder trainiert werden konnte. Die FWSK war aber trotz einzelner Krankheitsfälle zu jeder Zeit voll einsatzfähig. Ende Jahr kam es im Rahmen der Pikettversammlung zum Kommandowechsel von Sven Imboden zu Dani Wiederkehr. Sven Imboden wurde in den wohl verdienten Feuerwehrruhestand entlassen und Dani Wiederkehr übernahm eine bestens motivierte und ausgebildete Feuerwehr Spreitenbach-Killwangen. (LiWe/zVg)
INSERATE
IMMOBILIEN
Wir verwa alten zu interessanten Konditionen • STOCKWERKEIGENTUM • MIETWOHNUNGEN www.interna-treuhand.ch | Tel. 056-410 00 51 | info@interna-treuhand.ch
2020 gab es zwei Fälle, bei denen sich Lenker in der Höhe des Fahrzeuges verschätzt hatten.
WOCHE NR. 10 DONNERSTAG, 11. MÄRZ 2021
15
AUS DEM GEMEINDERAT Prüfung Einführung Ortsbus Mit der Inbetriebnahme der Limmattalbahn (LTB) wird die Buslinie 303 Ende 2022 eingestellt. Als Ersatzlösung ist der Kanton bereit, den Betrieb eines Ortsbusses zu finanzieren, der als Zubringer zur LTB dient. Dabei werden die Kosten zumindest für einen Testbetrieb von 2 bis 3 Jahren übernommen, sofern dafür ein Fahrzeug ausreicht. Verlangt die Gemeinde mehr als ein Fahrzeug, zum Beispiel für einen gleichzeitigen Ortsbusbetrieb in beiden Richtungen oder eine längere Linienführung, so hätte sie die Betriebskosten des zweiten Fahrzeugs im Umfang von rund 600 000 Franken pro Jahr alleine zu tragen. Die Infrastrukturkosten für neue Haltestellen fallen in jedem Fall bei der Gemeinde an. Im Rahmen der Evaluation hat der Gemeinderat rund ein Dutzend verschiedene Betriebsvarianten geprüft, welche sich bezüglich Linienführung, Taktfrequenz, baulicher Anpassungen und Betriebskosten unterschieden. Letztlich sind zwei Möglichkeiten einem Vernehmlassungsverfahren bei den Ortsparteien, der Finanz- und Geschäftsprüfungskommission sowie Pro Spreitenbach unterstellt worden. Leider hat sich daraus ergeben, dass keine der Varianten vollends überzeugt und eine Mehrheit der Stimmen auf sich vereinigen konnte. Bevor die Einwohnergemeindeversammlung über die Erstellung und/oder Anpassung teurer Bushaltestellen oder über den Betrieb eines zweiten Fahrzeuges befindet, soll nun Ende 2022 nur ein einfacher Testbetrieb für den Ortsbus mit einem Fahrzeug installiert werden. Dabei wird vorerst auf die Erstellung definitiver Haltestellen verzichtet. So ist es möglich, gestützt auf die Erkenntnisse des Testbetriebes schon nach wenigen Monaten allfällige Anpassungen betreffend die Standorte der Haltestellen ohne grosse Änderungskosten umzusetzen. Dabei wird der Gemeinderat auf weitere Rückmeldungen aus der Bevölkerung angewiesen sein. Erst wenn sich der Testbetrieb bewährt hat, ist alsdann über die definitive Linienführung, die Anpassungen und Erstellung von Bushaltestellen als auch über eine allenfalls höhere Taktfrequenz zu befinden.
cher Verkehrsverbunds liegen im März öffentlich auf. Darauf abgestimmt führt der Kanton Aargau vom 8. bis 28. März für die Fahrpläne der Limmattalbahn und für die neue RVBW-Linie 13 (Ortsbus Spreitenbach) eine Fahrplan-Vernehmlassung durch. Am 11. Dezember 2022 wird die Limmattalbahn (LTB) von Zürich Altstetten via Schlieren, Dietikon zum Bahnhof Killwangen-Spreitenbach den Betrieb aufnehmen. Die LTB wird von Montag bis Sonntag durchgehend im 15-MinutenTakt verkehren und für die Spreitenbacher Bevölkerung sehr gute Anschlüsse an die S-Bahnen bieten. In Dietikon funktionieren die Anschlüsse auf die S-Bahn-Linien 11 und 12 nach Zürich–Winterthur alle 15 Minuten. In Killwangen-Spreitenbach vermittelt die LTB halbstündlich Anschlüsse nach Baden–Brugg (S12) und nach Lenzburg–Aarau (S11, vorerst bis Dezember 2023 nur in Spitzenzeiten im 30-Minuten-Takt und danach ganztags). Die neue RVBW-Linie 13 (Ortsbus Spreitenbach) bedient das östliche Gemeindegebiet von Spreitenbach mit einem Rundkurs im 15-Minuten-Takt, wobei ein Fahrzeug im Einsatz steht. Die Bevölkerung im Einzugsgebiet des Ortsbusses profitiert von Umsteigeverbindungen an der LTB-Haltestelle Kreuzäcker zur Fahrplan-Vernehmlassungsverfahren Limmattalbahn. Die Fahrplanentwürfe 2022/2023 Die RVBW-Linie 13 bedient auch der öV-Linien im Gebiet des Zür- die Haltstellen Spreitenbach, Alters-
heim und Spreitenbach, Brühl und ersetzt dort die heutige VBZ-Linie 303. In den Randzeiten, am Abend und am Sonntag fährt die RVBWLinie 13 im Halbstundentakt mit guten Anschlüssen mit der LTB. Das Angebot auf den Buslinien 2 und 4 der Regionalen Verkehrsbetriebe Baden-Wettingen bleibt unverändert bestehen, da die Hauptwohngebiete in Spreitenbach relativ weit entfernt von der LTB liegen und auch eine grosse Nachfrage auf den direkten Verbindungen nach Neuenhof–Wettingen/Baden besteht. Die Fahrpläne können auf der Internetseite www.ag.ch/fahrplanvernehmlassung heruntergeladen werden. Eingaben zu den Fahrplänen sind an folgende Mailadresse zu richten: verkehr.aargau@ag.ch. Stimmenzähler-Ersatzwahl, Rest Amtsperiode 2018–2021 Im ersten Wahlgang vom 7. März ohne angemeldete Wahlvorschläge hat Dimitri Rüegg 41 Stimmen erhalten. Auf eine grosse Anzahl an weiteren Personen entfielen 233 Einzelstimmen. Das absolute Mehr von 138 Stimmen wurde nicht erreicht, weshalb ein zweiter Wahlgang am 13. Juni erforderlich ist. Baubewilligungen sind erteilt worden an Room4u AG, Fruthwilen, für Reklamegesuch Industriestrasse 173a; Besim Halimi, Spreitenbach, für zwei Parkplätze Althauweg 19; Agron und Ajkune Ahmetaj, Gräni-
chen, für Einbau Coiffeursalon Landstrasse 140; A. Steffen AG, Spreitenbach, für Reklame «Kablan AG» Limmatstrasse 12; Idriz Kastrati, Spreitenbach, für Neubau Wärmepumpe Bahnhofstrasse 113; Marisa Steiger und Marlene Bous, Spreitenbach, für Umnutzung Gewerbefläche Poststrasse 12; Logis Suisse AG, Baden, für Sanierung Flachdach, Langäckerstrasse 42/44; Toplica Misic, Spreitenbach, für Dacherneuerung Garten- und Geräteschuppen, Bahnhofstrasse 83; Einwohnergemeinde Spreitenbach, Spreitenbach, für Abbruch Gebäude Nr. 196 und 218 sowie Neubau Gemeindehaus, Bahnhofstrasse. Verkehr mit Gemeindeverwaltung und -werken Die Bevölkerung von Spreitenbach wird angehalten, auch nach den aktuellen Lockerungsmassnahmen zur Bekämpfung der Pandemie vorerst Sachgeschäfte mit der Gemeindeverwaltung und den Gemeindewerken ausschliesslich per E-Mail, Briefpost oder Telefon zu klären. Termine 15. März, 17 Uhr: unentgeltliche Rechtsauskunft, nur telefonisch möglich zwischen 17 und 18 Uhr. Die Telefonnummer wechselt jeweils, daher bitte aktuelle Telefonnummer auf der Homepage beachten. Der Waldreinigungstag vom 20. März, welcher dieses Jahr zum 10. Mal stattgefunden hätte, muss aufgrund der Coronapandemie leider abgesagt werden.
Wahlen vom 28.3.2021
Unterstützt die regionalen Firmen
Mario Hofer (part rteilos) t in den Gemeinderat
Geboren am 11.3.1962, seit 28 Jahren verheiratet, in und mit Spreitenbach, Vater eines erwachsenen Sohnes, Lehre als Radio TV Elektriker, Militär: Rekrut und normaler Soldat, Servicetechniker bei Escor AG und Siemens, Handelsschule KLZ, Geschäftsführer/Inhaber seit 1.10.93 Hobby’s: Politik, Camping, Reisen, Jassen, Darts Dafür setze ich mich ein: Vernünftige Sozialpolitik, KMU’s, gesundes Wachstum, Zusammenarbeit mit Parteien
Spreitenbach
Wohnen mit Dienstleistungen ALTERSWOHNUNGEN BITZER & PARTNER TREUHAND Gewerbestrasse 6 6330 Cham Tel Mail
041 560 06 50 office@bitreu.ch
· 2.5 & 3.5 Zimmerwohnung · inkl. 24-h-Notfallbereitschaftsdienst · Pflege- und weitere Dienstleistungsangebote im Haus (wie Spitex etc.) www.alwo-steiacherhof.ch
An der Haufländlistr. 15 in Spreitenbach zu vermieten
An der Haufländlistr. 17 in Spreitenbach zu vermieten
3½-Zimmer-Wohnung
4½-Zimmer-Wohnung
im 1. OG Nettomietzins CHF 1180.00 + NK CHF 210.00/Mt. Kontakt: Vanessa Ruff, Telefon 044 456 57 47
im 1. OG Nettomietzins CHF 1410.00 + NK CHF 280.00/Mt. Kontakt: Vanessa Ruff, Telefon 044 456 57 47
SPREITENBACH
WOCHE NR. 10 DONNERSTAG, 11. MÄRZ 2021
17
LESERBRIEFE WAHLEN Doris Schmid-Hofer als neue Gemeindepräsidentin Ich kenne Doris SchmidHofer seit vielen Jahren als engagierte Politikerin, die sich aktiv für das Dorf einsetzt. Sie trägt mit ihren Einsätzen bei Festen und Anlässen dazu bei, dass das Zusammenleben in Spreitenbach spannend und abwechslungsreich bleibt. Als Inhaberin und Geschäftsführerin ihrer Schwimmschule weiss sie, was kleinen und mittleren Unternehmen am Herzen liegt. Nur mit einem gesunden Finanzhaushalt, verbunden mit einem wirtschaftsfreundlichen Steuerfuss, kann die Gemeinde ihren Verpflichtungen nachkommen. Mit der bürgerlichen Doris Schmid-Hofer haben die Spreitenbacherinnen und Spreitenbacher die Gewähr, dass eine gesunde Balance bestehen bleibt. Kurt Heiniger, SVP Spreitenbach
Adrian Mayr in den Gemeinderat Mit der Kandidatur von Adrian Mayr als neues Gemeinderatsmitglied hat Spreitenbach die Chance, nicht nur eine fachlich überaus qualifizierte Person zu wählen, sondern auch einen sehr engagierten, umgänglichen und vielseitig versierten Menschen mit positiver und aufgeschlossener Einstellung. Er hat das Verständnis für verschiedenste Anliegen und setzt sich ein für eine fortschrittliche und zukunftsorientierte Entwicklung. Mit seinen vielfältigen Kenntnissen und Fähigkeiten bringt er die nötigen Kompetenzen mit, um das Amt als Gemeinderat ausführen zu können. Wir kennen Adrian Mayr seit 13 Jahren, als er in der Schulpflege tätig war. Aktuell ist er Mitglied in der Energiekommission. Er hat sich immer für das Gemeindeleben interessiert und möchte sich verstärkt aktiv einsetzen. Durch seine Familiengründung in Spreitenbach ist er solide verwurzelt in unserer Kommune. Als vierfacher Familienvater und mit seiner beruflichen Ausbildung als Elektro- und Wirtschaftsingenieur sowie seiner Führungsposition in einem internationalen Unternehmen ist er es gewohnt, und es entspricht auch seinem persönlichen Naturell, lösungsorientiert zu denken und zu handeln. Nebst seiner offenen und sympathischen Art bringt er Scharfsinn und gesunden Menschenverstand mit. Wir kennen ihn als familiären, geselligen und sportlichen Typ, ein kreativer Macher mit genialen Ideen, Verantwortungsbewusstsein und Durchhaltevermögen. René und Gisela Guggenbach, Spreitenbach
Doris Schmid als Gemeindepräsidentin Für das Gemeindepräsidium stehen zwei Kandidaten am Start – beide haben Chancen auf den Sieg. Ich wähle Doris Schmid, weil sie mehr den Kontakt zur Bevölkerung und deren Meinung sucht. Doris Schmid hat sich beim abgelehnten Grossprojekt Neumatt nicht aus dem Fenster gelehnt, sondern die Meinung der Mehrheit vertreten. Auch erhält sie meine Stimme, weil sie als oberste «Schulleiterin» Führungserfahrung zeigt, mit manchmal nicht einfach zu klärenden Aufgaben. Weil sie auch manchmal aus dem Bauch heraus ihre
Spreitenbach bei Sonnenaufgang. Meinung vertritt und dazu steht. Weil Doris Schmid in Spreitenbach verwurzelt ist und aktiv schon viele Anlässe in unserem Dorf erfolgreich mitorganisiert und begleitet hat. Ich wähle Doris Schmid, weil ich ihr dieses Amt absolut zutraue. Mit ihrer langjährigen Erfahrung als Gemeinderätin kennt sie die Anliegen der Bevölkerung und kann uns gut vertreten und die Aufgaben kompetent angehen. Sie wird als Gemeindepräsidentin eine Bereicherung für unser Dorf sein. Karin Wacker, Spreitenbach Doris Schmid-Hofer als neue Gemeindepräsidentin Seit Doris Schmid-Hofer im Gemeinderat ist, engagiert sie sich als Kulturkommissionsmitglied. Ohne Wenn und Aber ist sie stets zur Stelle, wenn es darum geht, ein Projekt umzusetzen. Seien es Veranstaltungen im Zentrumsschopf, das Kulturfest oder das unvergessliche Dorffest, Doris SchmidHofer ist präsent und findet auch bei äusserst schwierigen Bedingungen immer eine Lösung. Sie findet mit ihrer kommunikativen und weitsichtigen Art schnell Zugang zu allen Beteiligten. Ihr Organisationstalent sowie ihre Professionalität runden ihr Profil ab. Mit ihr als unsere neue Gemeindepräsidentin bin ich überzeugt, dass diese wichtigen Anlässe in unserem Dorf weiterhin einen grossen Stellenwert haben werden. Deshalb freue ich mich auf Doris Schmid-Hofer als neue Gemeindepräsidentin. Silvia Pinato, Präsidentin Kulturkom-
Raoul Gardon/Archiv/zVg
Amt einbringen kann. Schliesslich soll die Person einen Mehrwert für Spreitenbach bringen. Andererseits soll nicht nur geschrieben werden, was jemand kann. Nein, die Kandidatur soll es beweisen. Darum, Inhalte statt Schlagwörter. Lassen Sie sich durch die Homepage www.adrianmayr.ch überzeugen. Mit Adrian Mayr steht ein Kandidat zur Verfügung, der die Anforderungen an einen Gemeinderat erfüllt. Mich überzeugen nicht nur seine fachlichen Kompetenzen, sondern auch seine persönliche Ausstrahlung. In der Schulpflege durfte ich mit ihm zusammenarbeiten. Ich kann ihn den Spreitenbacherinnen und Spreitenbachern bestens empfehlen. Fredy Nüesch, ehem. Gemeinderat Spreitenbach
mission Spreitenbach
Doris Schmid-Hofer als Gemeindepräsidentin Als wir vor vielen Jahren nach Spreitenbach gezogen sind, hat uns Gemeinderätin Doris Schmid-Hofer am Neuzuzügerapéro ohne Vorurteile herzlich empfangen. Das Limmattal mit Spreitenbach ist eine prosperierende Wirtschaftsregion. Als Unternehmer glaube ich an die positive Entwicklung dieser Region und wir haben deshalb letztes Jahr eine weitere Niederlassung unserer Firma eröffnet. Dieser Entwicklung muss einerseits Sorge getragen, und andererseits muss sie auch stets kritisch hinterfragt werden. Als weitsichtige Powerfrau erfüllt Doris Schmid-Hofer das geforderte Profil als Gemeindepräsidentin perfekt. Ich wähle sie daher aus Überzeugung. Emre Özdemir, Spreitenbach
Adrian Mayr in den Gemeinderat Wie könnte das Anforderungsprofil für einen Gemeinderat aussehen? Sicher wäre es ein Vorteil, wenn Strategien definieren, Projekte leiten, Konzepte überprüfen oder erstellen, Menschen führen und fördern zu seinen Kompetenzen zählen würden. Er sollte ein Gestalter und Taktgeber sein. Auch Marketingerfahrung wäre eine Bereicherung, denn eine positivere Positionierung unserer Agglomerationsgemeinde wäre dringendst notwendig. Eine politische Kandidatur ist auch ein bisschen wie eine Stellenbewerbung. Einerseits soll sie aufzeigen, welchen Rucksack jemand in ein politisches
Adrian Mayr in den Gemeinderat. Nach der langen Durststrecke seit Mitte 2020 haben wir die Chance, am 28. März einen neuen Kandidaten zu wählen. Mit Adrian Mayr hätten wir einen idealen Ersatz in den bestehenden Gemeinderat von Spreitenbach. Er würde mit seiner Person und seinen Fähigkeiten sehr gut in den Gemeinderat passen. Er, der seit 2003 in Spreitenbach wohnt und mit seiner Familie sehr gut verwurzelt ist in unserer Gemeinde, hätte unser Vertrauen durch seine Wahl verdient. Seine Vorkenntnisse aus der Schulpflege und als Mitglied in der Energiekommission zeigen seine Erfahrung auf
Gemeindeebene. Aus der Zusammenarbeit in der Energiekommission erlebe ich ihn als kompetentes und sachkundiges Kommissionsmitglied. Als ausgebildeter Elektroingenieur FH mit Nachdiplomstudium als Wirtschaftsingenieur FH bringt Adrian Mayr einen gut gefüllten Rucksack für das Amt als Gemeinderat mit. Die langjährige Erfahrung aus der beruflichen Führungstätigkeit bei einer international tätigen Aargauer Firma wird bei der Bewältigung der Herausforderung als Gemeinderat sicher hilfreich sein. Bernhard Gerig, Spreitenbach
Mario Hofer in den Gemeinderat Mario Hofer kandidiert für den Gemeinderat. Gratulation! In dieser Funktion wird er sich für das Gemeinwohl der Spreitenbacher mit viel Leidenschaft einsetzen – und darauf wollen wir nicht verzichten! Ich kenne Mario seit vielen Jahren, und zwar so gut, dass ich davon überzeugt bin, dass er der richtige «Macher und Problemlöser» für diesen Job ist. Was er anpackt, macht er korrekt und nicht halbbatzig. Er ist stets positiv eingestellt, verhält sich offen und weiss, was er will. Er ist kein «Plauderi», sondern was er sagt, hat Bedeutung und die gesetzten Ziele erreicht er mit seinem unermüdlichen Elan, ungehemmt, mit voller Begeisterung sowie seinem grossen Engagement. Mit ihm haben wir einen nahen Volksvertreter mit einer klaren Haltung. Er ist ein bodenständiger, sehr geselliger, unkomplizierter und feiner Typ. Es ist schön, dass es noch solche Personen gibt, die sich für dieses Amt zur Verfügung stellen. Olivier Delaquis, Spreitenbach
In eigener Sache Leserbriefe dürfen max. 1500 Zeichen umfassen. Die Redaktion behält sich vor, Texte zu kürzen, und entscheidet über die Veröffentlichung. Da die Wahlen Gemeinderat und Gemeindepräsidium am 28. März stattfinden, werden nur noch in der nächsten Ausgabe Leserbriefe dazu abgedruckt. Die Redaktion
18
SPREITENBACH Ihre politische Einstellung in einem Satz?
Doris Schmid: Ich stehe ein für eine liberale, wirtschaftsfreundliche, bürgernahe, lösungsorientierte, selbstbewusste und aufgeschlossene Politik.
Markus Mötteli: Als Politiker der Mitte ist mir wichtig, immer nach positiven und allseits unterstützten Kompromissen zu suchen, weil ich davon überzeugt bin, dass nachhaltige und tragfähige Lösungen, Fairness und gegenseitiger Respekt unserer Gesellschaft und damit auch allen Spreitenbacherinnen und Spreitenbachern den grössten Nutzen bringen. Politische Rundumschläge hingegen blockieren und populistische Schnellschüsse führen meist nur kurzfristig zum Ziel und können niemals nachhaltig sein.
Wie schaffen Sie es, die Aussenwahrnehmung von Spreitenbach zu verbessern?
Doris Schmid: Mit der Limmattalbahn sind wir auf bestem Weg dazu, die Attraktivität unserer Region nachhaltig zu stärken, und damit wird sich auch die Aussenwahrnehmung von Spreitenbach automatisch verbessern. Zusammen mit den Erneuerungen von innen und dem damit verbundenen gesunden Wachstum haben wir hervorragende Chancen, Spreitenbach immer wieder in ein positives Bild zu rücken. Aber ich will an dieser Stelle auch klar erwähnen, dass ich schon heute stolz auf Spreitenbach bin!
Markus Mötteli: Die – oftmals negative – Aussenwahrnehmung unserer Gemeinde hat sich über Jahre aufgebaut. Spreitenbach wird oft mit negativen Ereignissen in Verbindung gebracht, welche auch andernorts geschehen. Realistisch gesehen lässt sich dies leider nicht auf einen Schlag ändern. Aber wir sind und bleiben dran. Dazu braucht es viel Ausdauer und Energie. Mit positiven Schlagzeilen und einem professionellen, noch zu erarbeitenden Kommunikationskonzept werden wir Spreitenbach besser «vermarkten» können. In meiner Amtszeit werde ich ein besonderes Augenmerk auf diese Aufgabe richten.
Was war der grösste Sieg in Ihrer Amtszeit als Gemeinderat? Doris Schmid: Als Gemeinderätin war ich stets zufrieden, wenn die Geschäfte an der Gemeindeversammlung von der Bevölkerung angenommen wurden. Das zeigte mir, dass nicht am Volk vorbeipolitisiert wurde. Das will ich auf jeden Fall weiterführen und hier möchte ich auf meinen Slogan verweisen – nur zusammen bringen wir Spreitenbach vorwärts!
Markus Mötteli: Die Arbeit eines Gemeinderates ist kein Kampf. Darum erachte ich das Wort «Sieg» als nicht passend. In demokratischen Prozessen hat man Erfolg mit seinen Ideen und Vorschlägen oder findet andernfalls keine Mehrheit in der Bevölkerung. Das gehört immer dazu. Es freut mich natürlich, dass die allermeisten durch mich vertretenen Anträge des Gemeinderates schlussendlich gutgeheissen wurden. So durften wir das Hallenbad sanieren, das Schulhaus Boostock erweitern und werden ab Herbst dieses Jahres ein neues Gemeindehaus bauen.
Welches Ziel können Sie nur als Gemeindepräsident, als Gemeindepräsidentin erreichen? Doris Schmid: Als volksnahe und wirtschaftlich orientierte Politikerin werde ich die Gemeinde Spreitenbach gegen aussen transparent, mit Stolz und viel Engagement vertreten. Als erste Frau als Gemeindepräsidentin in Spreitenbach werde ich das mir zugebrachte Vertrauen und die Aufmerksamkeit ebenfalls zugunsten der Gemeinde und der Menschen nützen. Gemeinsam kommen wir vorwärts und erreichen mehr.
Markus Mötteli: Der Gemeinderat definiert Ziele und fällt Entscheide immer als Gesamtgremium. Der Gemeindepräsident hat daher nicht die Befugnisse, eigenmächtig zu handeln oder Ziele zu verfolgen. Er übernimmt aber die Führungsrolle und kann Impulse setzen. Im Gegensatz zu den weiteren Gemeinderatsmitgliedern hat man in diesem Amt mehr Zeit. Dies ermöglicht mir, zukunftsfähige Ideen anzustossen, mit allen Akteuren in der Gemeinde zu koordinieren und für Spreitenbach nachhaltige Entwicklungen zu erreichen.
Der Vorgänger trat nach drei Wochen Amtszeit zurück. Was tun Sie, damit Ihnen das nicht passiert? Doris Schmid: Der Gemeinderat hat seine Lehren aus dem Rücktritt, welcher mir persönlich sehr leidtat, gezogen und hat die Strukturen der Führung unserer Gemeinde reflektiert. Mit der Einsetzung eines Verwaltungsleiters wird ein grosser Teil der operativen Führung an ihn gehen und der Aufgabenbereich des Präsidiums entsprechend entlastet. Dieser Schritt war meines Erachtens zeitgemäss und notwendig für eine Gemeinde dieser Grösse.
Markus Mötteli: Mit der Vakanz des Gemeindepräsidiums durfte ich Aufgaben übernehmen, die mir die Anforderungen noch besser zeigten. Zusätzlich zu dieser Stellvertretung half mir meine berufliche Erfahrung bei anspruchsvollen Projektleitungen. Doch ich musste meine Ressourcen mit der Doppelbelastung Amt und Beruf sorgfältig einteilen. Es braucht deshalb umfassende Kenntnisse der eigenen Möglichkeiten und Fähigkeiten. Man muss Prioritäten setzen und delegieren können. Dank meiner guten Gesundheit bin ich sehr zuversichtlich, die erforderliche Ausdauer und Energie über mehrere Jahre aufbringen zu können.
Was war Ihre grösste Niederlage in Ihrer Amtszeit als Gemeinderat? Doris Schmid: Es gibt weder Sieg noch Niederlage. Unsere gelebte direkte Demokratie an den Gemeindeversammlungen oder den Urnen zeigt, was die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger für richtig halten.
Markus Mötteli: Wie bei «Sieg» ist meines Erachtens der Begriff «Niederlage» falsch gewählt. Es gibt aber Sachgeschäfte, bei welchen ich es sehr bedauere, dass der Gemeinderat keine Mehrheit finden konnte. Da wir aber mehrheitlich Erfolg hatten, sticht eigentlich nur ein wichtiges Ereignis heraus. Das Projekt Neumatt erlebte in meiner Amtszeit die deutlichste Ablehnung in der Bevölkerung und wird mir noch lange in Erinnerung bleiben. Längerfristig brauchen wir aber neue Ideen für die Entwicklung dieses Gebietes.
WOCHE NR. 10 DONNERSTAG, 11. MÄRZ 2021
Doris Schmid-Hofer (FDP, 60) ist seit 11 Jahren Gemeinderätin. Vor fast 20 Jahren wurde sie in die Schulpflege gewählt, amtet seit rund 16 Jahren als Präsidentin. Seit 11 Jahren ist Schmid Mitglied der Kulturkommission, Präsidentin der Musikschule- und Jugendkommission und im Ausschuss der Partnerstadt Bra. Schmid hat als OK-Präsidentin das Dorf- und Kulturfest mitorganisiert. Seit 25 Jahren ist sie Geschäftsführerin und Inhaberin der Spreitenbacher Schwimmschule Doris. Schmid ist Mutter von zwei erwachsenen Kindern. LiWe/Archiv
Markus Mötteli (CVP, 62) ist seit 7 Jahren Gemeinderat, seit 3 Jahren Vizepräsident und seit Juni 2020 interimistischer Gemeindepräsident. Er engagiert sich seit rund 27 Jahren ehrenamtlich für Spreitenbach. Vor seiner Zeit als Gemeinderat war er Mitglied der Schulpflege, der Finanzkommission sowie Vorstandsmitglied der CVP Spreitenbach. Der diplomierte Bauingenieur ETH arbeitet seit 34 Jahren als Projektleiter und EDV-Verantwortlicher für ein Ingenieurbüro in Zürich. Er ist verheiratet und Vater von drei erwachsenen Söhnen. LiWe/Archiv
Ersatzwahlen am 28. März Für die Ersatzwahlen des Gemeindepräsidiums stellen sich Doris Schmid und Markus Mötteli zur Verfügung. Diese Wahl ist nötig, weil Marcel Lang (parteilos) nach nur 22 Tagen Amtszeit am 8. Juni 2020 als Gemeindepräsident zurücktrat. Das Amt wurde nicht sofort wieder besetzt, sondern einer Reorganisation unterzogen. Neu wird das Gemeindepräsidium in einer 80-Prozent-Stelle mit vorwiegend strategischen und repräsentativen Aufgaben ausgeführt. Zusätzlich soll ein Verwaltungsleiter oder eine -leiterin angestellt werden. Die Redaktion
Sie haben beide schon Wahlniederlagen erlitten: Sie, Doris Schmid, unterlagen Markus Mötteli beim Vizepräsidium und Sie, Markus Mötteli, Valentin Schmid und Marcel Lang beim Präsidium. Warum tun Sie sich das nochmals an? Doris Schmid: Ich bin eine Vollblutpolitikerin und kann mit Niederlagen umgehen. Das gehört zum Leben. Wegen einer Niederlage stecke ich nie den Kopf in den Sand. Sonst wäre ich auf keinen Fall die richtige Person für dieses wichtige und anspruchsvolle Amt der Gemeindepräsidentin. Vielmehr ziehe ich stets das Positive, die Chancen und die Lehren daraus.
Markus Mötteli: «Mir etwas antun» stand nie im Fokus. Im Vordergrund meiner Überlegungen stehen die anstehenden Aufgaben, die mich reizen und motivieren. Aber selbstverständlich fragte ich mich nach der Niederlage im letzten Jahr und der schwierigen Situation ohne amtierenden Gemeindepräsidenten, ob es Sinn macht, noch einmal anzutreten. Beruf und politisches Engagement liessen sich oft nur schwer miteinander vereinbaren. Ich lernte aber auch die positiven Seiten des Amtes kennen und die vielen positiven Feedbacks für meine Arbeit motivieren mich zusätzlich.
19
Spreitenbach wächst weiter: Wie gehen Sie mit dieser Herausforderung um? Doris Schmid: Die Stimmbevölkerung hat mit dem Nein zu Neumatt ein klares Signal gesendet. Dies gilt es für die zukünftigen Entscheidungen zu berücksichtigen. Das Limmattal erlebt zurzeit einen enormen Bauboom. Hier die gesunde und ausgeglichene Balance zwischen den Interessen der Wirtschaft und der Bevölkerung zu finden, wird der Schlüssel für eine gut funktionierende Wirtschaft und ein friedvolles Zusammenleben sein.
Markus Mötteli: Wachstum bietet auch Chancen, nicht nur Herausforderungen. Diese gilt es für die Entwicklung von Spreitenbach zu nutzen. Mit dem Bau der Limmattalbahn verbessert sich die umweltverträglichere Mobilität trotz mehr Einwohnern. Mit der dadurch besseren Erreichbarkeit steigt die Attraktivität der Wohnungen. Wir überarbeiten zurzeit unsere Bau- und Nutzungsordnung und schaffen so die planerischen Randbedingungen für eine qualitätsvolle Siedlungserneuerung. Mit attraktivem Wohnraum werden vermehrt zahlungskräftigere Einwohner zuziehen.
Wo hat Spreitenbach die Finanzen Ihrer Meinung nach im Griff und wo besteht Handlungsbedarf? Doris Schmid: Es schleckt sprichwörtlich keine Geiss weg, Spreitenbach ist finanziell nicht auf Rosen gebettet. Aber dank einer vorausschauenden und nachhaltigen Finanzpolitik und einer kostenbewussten Verwaltung, auch dank deren Mitarbeitenden, konnte Spreitenbach dieses Jahr sogar die Steuern senken. Die finanzielle Lage wird in den nächsten Jahren, auch aufgrund der Pandemie, jedoch angespannt bleiben.
Markus Mötteli: Mit umsichtiger Finanzplanung und Verzicht auf unnötige Ausgaben verzeichneten wir in den letzten drei Jahren sehr positive Jahresabschlüsse. Auf den ersten Blick haben wir trotz hoher Investitionen also alles im Griff. Doch dabei war auch viel Glück auf unserer Seite. Mein Traum ist es, unkonventionelle Ideen oder auch neue, nicht zwingend notwendige Aufgaben angehen zu können. Das scheitert meist an den finanziellen Möglichkeiten. So ist mein oberstes Ziel, die Ertragslage zu verbessern. Aus meiner Sicht erreichen wir das am einfachsten mit einem sehr attraktiven Wohnumfeld für Zuzüger.
Spreitenbach hat eine hohe Zahl von Sozialhilfeempfängern. Wie begegnen Sie dem finanziell, wie menschlich? Doris Schmid: Wie in der Verfassung verankert: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Wer Unterstützung benötigt, soll diese auch erhalten. Sozialhilfemissbrauch muss aber vehement geahndet und bestraft werden.
Markus Mötteli: Aufgabe der materiellen Sozialhilfe ist, in finanzielle Not geratenen Einwohnern zu helfen. Das erfordert sehr viel Fingerspitzengefühl, um im Einzelfall die wirkliche Bedürftigkeit herauszufinden. Viele Menschen sind in den letzten Jahren meist unverschuldet in eine solche Lage geraten und ich befürchte, dass aufgrund der Pandemie diese Zahl noch ansteigen wird. Neben der menschlichen Pflicht zu helfen, dürfen wir die finanzielle Belastung für uns alle als Steuerzahler nicht vernachlässigen. Nur durch genaues Hinsehen können wir Missbräuche aufdecken und verhindern.
20
WÜRENLOS
«Ausgerechnet das
AUS DEM GEMEINDERAT
Wie Kanton und RAV in der Coronakrise mit den Gemeinden zusammenarbeiten – und welche Unstimmigkeiten es gibt. ROBIN SCHWARZ
Geometrisch, mystisch: Ein Werk von Emma Kunz. Emma Kunz im Kunsthaus Aargau Erstmals seit 1973 widmet das Kunsthaus Aargau in Aarau einer der bedeutendsten Aargauerinnen des 20. Jahrhunderts eine umfangreiche Ausstellung. Emma Kunz hatte im Würenloser Steinbruch das Heilmittel Aion A entdeckt. Anton C. Meier richtete 1986 in ebendiesem Steinbruch das Emma-KunzZentrum mit Museum ein, um die Erkenntnisse und Forschungsergebnisse sowie das Bildwerk von Emma Kunz für die Nachwelt zu erhalten. Emma Kunz (1892–1963) fasziniert – heute mehr als je zuvor. Am selben Ort, an dem ihr Werk 1973 für die Kunst entdeckt wurde, wird das Schaffen der Aargauer Forscherin, Naturheilerin und Künstlerin Positionen der zeitgenössischen Kunst gegenübergestellt. Diese setzen sich mit Kunz’ Arbeit und spezifischen Themen aus ihrem Wirkungskreis auseinander. Die Zeit werde kommen, in der man ihre Bilder versteht, soll Emma Kunz einst prophezeit haben. Tatsächlich scheint vieles, was sie in ihrem ganzheitlichen Denken und Praktizieren vorwegnahm, heute selbstverständlich: Zurückgezogen und fern vom Kunstgeschehen lebte sie eine erweiterte Kunstauffassung vor, lehnte die Frage nach Kunst oder Nicht-Kunst ab und bezog verschiedenste Handlungsfelder – Forschung, Medizin, Naturkunde ebenso wie das Übersinnliche, Magische, Visionäre – mit ein. Kunz schuf ihre
zVg
Zeichnungen auf der Grundlage von Fragen, die sie mittels eines Pendels auf Millimeterpapier kartographierte. Im Zeichen von Wiederholung und Appropriation verwendete sie die Blätter auch nach ihrer Fertigstellung weiter und befragte sie von Neuem. In der Ausstellung sind rund sechzig dieser Zeichnungen – davon zahlreiche zum ersten Mal überhaupt – zu sehen. Der Dialog mit jüngst entstandenen Arbeiten von vierzehn zeitgenössischen Positionen zeigt neue und unbekannte Facetten eines Schaffens, das in einer Zeit, in der althergebrachte Kategorien kritisch hinterfragt werden müssen, grosse Aktualität aufweist. Die Ausstellung findet vom 2. März bis 24 Juni statt. Weitere Informationen zur Ausstellung in Aarau unter www.aargauerkunsthaus.ch. Auch im Emma-Kunz-Zentrum, das seit der Aufhebung des CoronaShutdowns wieder geöffnet ist, können Bilder von Emma Kunz besichtigt werden. Vor wenigen Tagen wurden neue Bilder aufgehängt. Ein Besuch lohnt sich also auch hier. Weitere Informationen unter www. emma-kunz.com. Unentgeltliche Rechtsauskunft Die Beratung findet von 18.30 bis 19.30 Uhr statt. Aufgrund der Coronapandemie wird derzeit die Rechtsauskunft telefonisch durchgeführt. Nächste Beratung: Donnerstag, 18. März, unter Telefon 056 203 00 11.
Die Coronakrise trifft den Arbeitsmarkt mit verheerender Härte. Der Kanton Aargau gab Anfang Februar bekannt, dass die Arbeitslosenquote auf 4 Prozent angestiegen ist. Das ist so hoch wie seit den 90er-Jahren nicht mehr – und höher als die Quote der Gesamtschweiz. Auch der neue Monat brachte keine Entspannung. Die Situation ist prekär, denn die RAVs finden keine genügend qualifizierten Berater und Beraterinnen. Das Ergebnis: Personalknappheit. Während die RAVs bereits am Anschlag sind, merken die Sozialen Dienste der Region die Auswirkungen der steigenden Arbeitslosigkeit noch wenig. Es gebe zwar vereinzelte Fälle von Menschen, die in vom Coronavirus besonders betroffenen Berufen keine Stelle mehr gefunden hätten, ausgesteuert worden seien und nun materielle Hilfe in Anspruch nehmen müssten. Insgesamt sei es jedoch schwierig, die neuen Sozialfälle eindeutig der Coronakrise zuzuordnen, erklären zum Beispiel die Sozialen Dienste Neuenhof und Baden. Aber: Das ist auch nicht weiter überraschend, so würde man die Auswirkungen von Krisen am
«Bei den bestehenden Fällen haben wir massiv Mühe, sie wieder in den Markt zu integrieren.» EVA BÜHLER, SOZIALDIENST BADEN
Arbeitsmarkt üblicherweise erst mit einer Verzögerung von zwei, drei Jahren spüren, sagt Eva Bühler, CoLeiterin des Sozialdienstes Baden. Dann nämlich laufen üblicherweise die Taggelder der Arbeitslosenversicherung aus. Das heisst jedoch nicht, dass die Sozialen Dienste nicht jetzt schon vor Schwierigkeiten stünden: «Bei den bestehenden Fällen haben wir massiv Mühe, sie wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren», sagt Bühler. «Es ist kaum
Nicht alle sind zufrieden mit der Arbeit des erfolgreich, weil der Markt im Moment nicht viel hergibt.» Keine persönlichen Treffen seit bald einem Jahr Wie happig die Krise bis in die Sozialen Dienste überschwappen wird, hängt aber auch von den Massnahmen ab, die das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) und die Kantone beschliessen. Im Moment diskutiere man darüber, Stellensuchende stärker beim Weg in die Selbstständigkeit zu unterstützen, etwas, bei dem man in der Vergangenheit wenig Hilfe zusprechen wollte, erklärt Bühler. Doch die Sozialen Dienste üben auch Kritik an der Vorgehensweise des Kantons und des RAVs Baden, das zuständig für alle Gemeinden im Limmatwelle-Gebiet ist. Dass seit über einem Jahr kaum persönliche Gespräche mehr stattfinden können, findet man beispielsweise in Neuenhof und Würenlos problematisch. Via Telefon oder Computer zu kommunizieren, falle vielen Klienten schwer. Es komme dabei zu Problemen beim Sprachverständnis und Menschen, die kaum Erfahrung mit Computern hätten, würde die neue Digitalität der Prozesse Mühe bereiten, sagt beispielsweise Jelena Lolic von den Sozialen Diensten Neuenhof. Die Rückmeldungen der Neuenhofer Klienten diesbezüglich seien eher negativ. Daniel Huggler, Gemeindeschreiber und Leiter der Sozialen Dienste
WOCHE NR. 10 DONNERSTAG, 11. MÄRZ 2021
21
RAV geht jetzt auf Distanz» die Weichen gestellt werden. Das Problem: Sind die Taggelder der Arbeitslosenversicherung aufgebraucht, bleibt nur die wirtschaftliche Sozialhilfe. Dass die Sozialen Dienste aber nicht «nur» Sozialhilfe auszahlen, sondern auch in anderen Situationen Hilfestellung bieten, ist manchen Menschen unklar, andere wiederum würden den Kontakt mit Sozialen Diensten von vornherein ablehnen, sagt Eva Bühler.
RAVs Baden und des Kantons. Würenlos, beurteilt diese Tatsache besonders kritisch: «Ausgerechnet das RAV, das in der Not helfen soll, geht in dieser Situation auf Distanz.» Isabelle Wyss, Leiterin der Arbeitsmarktlichen Integration (AMI) des Kantons Aargau, der das RAV Baden unterstellt ist, relativiert die Kritik. Man würde in Ausnahmefällen immer noch persönliche Gespräche führen, das liege im Ermessensspielraum der jeweiligen Beratenden. Ausserdem hätten Klienten Angst vor persönlichen Treffen und die RAVs seien erfahrungsgemäss ein idealer Nährboden für die Verbreitung von Krankheiten, sagt Wyss. Für Huggler ist das nicht mehr als eine Ausrede. «Fakt ist: Mit unserem Sozialdienst können Sie einen Termin für ein persönliches Gespräch vor Ort vereinbaren, beim RAV ist das grundsätzlich nicht möglich». Huggler weiter: «Man bietet das persönliche Gespräch in gewissen Sonderfällen zwar an, aber es ist nicht Standard. Das stellen wir in Frage.»
Archiv/Chris Iseli
Spätestens seit Sommer habe man ja gelernt, sich richtig zu schützen. Anscheinend habe der Kanton keine Probleme damit, Pflegekräfte oder Lehrpersonen «an die Front» zu schicken, warum das beim RAV nicht möglich sei, ist für ihn unklar und die Argumentation des Kantons daher nicht überzeugend.
«Man bietet das persönliche Gespräch zwar in gewissen Sonderfällen an, aber es ist nicht Standard. Das stellen wir in Frage.» DANIEL HUGGLER, GEMEINDE WÜRENLOS
Jetzt proaktiv vorgehen, um Schlimmeres zu verhindern Die noch grössere Herausforderung aber kommt erst in den kommenden Jahren auf die Sozialen Diensten zu. Um eine grössere Krise zu verhindern, müssten jetzt schon proaktiv
der Sozialen Dienste. Das wäre auch im Sinne Neuenhofs, sagt Jelena Lolic, auch wenn sie Hugglers Kritik abschwächt: Man sei nicht grundsätzlich unzufrieden mit dem RAV, aber es gebe immer wieder Fälle, in denen früher etwas hätte passieren müssen. Dass das RAV Baden ein Angebot auf engere Zusammenarbeit mit Würenlos ignoriert habe, ist Isabelle Wyss neu. Die Anfrage sei nicht bei der derzeitigen RAV-Leiterin in Baden eingegangen, man gehe dem Hinweis aber nach. Der Limmatwelle liegt die Anfrage der Jugend- und Familienberatung im Wortlaut vor. Grundsätzlich würde das RAV immer Hand bieten. Aber: Den Gemeinden sei oft nicht klar, wo beim RAV die Grenzen des Möglichen sind. Allerdings erfahren die Gemeinden erst spät, wer Arbeitslosentaggeld erhält, weshalb sich die Zusammenarbeit auf wenige Tage beschränkt. Denn nur, wenn jemand von der Gemeinde Sozialhilfe bezieht und ergänzend arbeitet, hat die Gemeinde von Anfang an Kenntnis über die Arbeitslosigkeit. Für Daniel Huggler ist aber eines klar: «Es geht hier um Menschen, die keinen Job mehr haben und irgendwann gerne wieder eine Perspektive haben möchten. Es geht darum, pragmatische und zielführende Lösungen zu finden.»
Mangelnde Zusammenarbeit zwischen Gemeinden und RAV Die deutlichste Kritik am RAV kommt aus Würenlos. Für Daniel Huggler fehlt es an der Bereitschaft zur Zusammenarbeit, die bisher «nur sehr marginal» stattfinde und «für die Sozialbehörde seit vielen Jahren ein Thema» sei. Nur: «Dazu bietet das RAV leider keine Hand», sagt Huggler. Auf eine Anfrage der Gemeinde Würenlos Anfang Januar, ob das RAV Baden bereits frühzeitig über die Möglichkeit einer Unterstützung durch den Sozialdienst hinweisen kann, kam eine abschlägige Antwort: Versicherte, die kurz vor der Aussteuerung stünden, würden über die weiteren Schritte informiert, so über die Themen Unfallversicherung, AHV-Beiträge und Existenzsicherung durch den Sozialdienst. AMI-Leiterin Isabelle Wyss kann die Kritik Hugglers nicht nachvollziehen und sagt, die RAVs würden mehrere Monate vor der Aussteuerung auf potenzielle Sozialfälle zugehen und sie auf die Leistungen der Sozialen Dienste hinweisen. Das allerdings reicht Huggler nicht, da die Sozialen Dienste das RAV ergänzend unterstützen könnten und je früher dieses Angebot genutzt würde, desto höher sei die Chance auf eine erfolgreiche arbeitsmarktliche Reintegration. Huggler wünscht sich eine tatsächliche interdisziplinäre Zusammenarbeit und mehr als «bloss einen einfachen Hinweis» auf die Arbeit Daniel Huggler, Gemeinde Würenlos
INSERATE
Telefon 056 424 11 31 info@schwab-beck.ch schwab-beck.ch
Handgefertigte Schoggi-Hasen von der Bäckerei Schwab
Landstrasse 56 5436 Würenlos
bär
22
LIMMATTAL/KIRCHLICHE MITTEILUNGEN
Andrea Kleger gewählt Die Wettingerin Andrea Kleger (GLP) beerbt ihre Parteikollegin Manuela Ernst und wird neue Friedensrichterin. SIBYLLE EGLOFF
Die Ersatzwahl für das Friedensrichteramt für die Gemeinden Wettingen, Würenlos, Neuenhof, Killwangen, Spreitenbach und Bergdietikon entschied Andrea Kleger (GLP) am Abstimmungssonntag für sich. Die 41-jährige Geschäftsführerin erzielte 5892 Stimmen. Konkurrent Martin Rellstab (SVP) aus Würenlos holte sich 4563 Stimmen. Das absolute Mehr lag bei 5276 Stimmen. Kleger tritt nun die Nachfolge von Friedensrichterin Manuela Ernst (GLP) aus Wettingen an. Sie wurde erfolgreich in den Grossen Rat gewählt und gibt ihr Amt deshalb ab. «Ich freue mich ausserordentlich über das klare Resultat. Es ist schön, dass die GLP weiterhin eine Friedensrichterin stellen darf», reagiert Kleger auf ihre Wahl. Sie bedanke sich ganz herzlich bei den 5892 Personen, die ihr das Vertrauen ausgesprochen hätten. Sie habe 56 Pro-
VERMISCHTES
Am 15. März öffnet die Kinderbrocki wieder ihre Türen. zVg Kinderbrocki des Familienzentrums Karussell öffnet seine Türen wieder Viele Kinderkleider, Accessoires und Spielsachen warten in der Kinderbrocki auf ihre neuen Besitzerinnen und Besitzer. Am Montag, 15. März, werden unter Einhaltung der Schutzmassnahmen die Türen wieder geöffnet. Auch Spenden nehmen die freiwilligen Mitarbeitenden der Kinderbrocki zu den Öffnungszeiten gerne entgegen. Die Kinderbrocki im Familienzentrum Karus-
Andrea Kleger.
sib
zent der Stimmenden mit ihrer Kandidatur überzeugen können. Die grosse Zustimmung in Wettingen freut sie besonders «Besonders freut mich die grosse Zustimmung in Wettingen, meiner Wohngemeinde, und dass ich in vier von sechs Gemeinden den ersten Platz gemacht habe», sagt Kleger. Das bedeute, dass ihre Wahl gut im Kreis IV des Bezirks Baden abgestützt sei. Als Nächstes geht es für sie nun ans Einarbeiten. Kleger hat bereits Termine mit ihrer Vorgängerin Manuela Ernst fixiert und Literaturempfehlungen erhalten. Für sie gelte jetzt: «Liefere nöd lafere.»
WETTINGEN Kath. Kirche St. Sebastian, Schartenstrasse 155 Samstag, 13. März, 17.30 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier (Christina Wunderlin). Sonntag, 14. März, 11 Uhr, Eucharistiefeier (Joseph Kalamba und Christina Wunderlin). Mittwoch, 17. März, 9 Uhr, Eucharistiefeier. Donnerstag, 18. März, 8 Uhr, Eucharistiefeier. Kath. Kirche St. Anton, Antoniusstrasse 12 Freitag, 12. März, 8 Uhr, Preghiera delle Lodi in der Kapelle; 18.30 Uhr, Eucharistiefeier in der Kirche; 20 Uhr, Kreuzweggebet in italienischer Sprache in der Kirche. Samstag, 13. März, 18 Uhr, Eucharistiefeier zum FastenopferProjekt «Guatemala» (Joseph Kalamba und Marcel Mehlem). Sonntag, 14. März, 11 Uhr, Santa Messa in lingua italiana; 12.30 Uhr, Gottesdienst in kroatischer Sprache; 13.15 Uhr, Gottesdienst in kroatischer Sprache. Montag, 15., bis Donnerstag, 18. März, jeweils 8 Uhr Preghiera delle Lodi in der Kapelle. Mittwoch, 17. März, 9 Uhr, Eucharistiefeier in der Kirche. Donnerstag, 18. März, 19.30 Uhr, Kreuzwegandacht mit Eucharistiefeier in kroatischer Sprache in der Kirche.
Kloster Wettingen, Klosterstrasse 12 Sonntag, 14. März, 9.30 Uhr, sell, Haselstrasse 6, Baden, ist jeweils christkatholische Eucharistiefeier offen am Montag und Mittwoch, von 15 bis 16.30 Uhr. www.karussell-baden.ch/kinderbrocki. Rotkreuz-Schreibdienst: Zusätzlicher Standort in der Stadtbibliothek Baden Im Schreibdienst helfen Freiwillige des Aargauer Roten Kreuzes Personen beim Verfassen von Briefen oder Bewerbungen, setzen gemeinsam einfache Verträge auf oder klären sonstige schriftliche Fragestellungen. Der Schreibdienst kann ohne Voranmeldung in Anspruch genommen werden und kostet 5 Franken pro Besuch. Neben den bisherigen Standorten in den Rotkreuz-Regionalstellen in Aarau und Ennetbaden erweitert das Aargauer Rote Kreuz das Angebot: Ab sofort findet der Schreibdienst zusätzlich jeweils dienstags, 17 bis 19 Uhr in der Stadtbibliothek Baden statt. Damit ist der Rotkreuz-Schreibdienst an zwei Standorten und an zwei Tagen pro Woche in der Region Baden zugänglich. Infos dazu auf www.srk-aargau.ch/schreibdienst.
(Wolfgang Kunicki); 11 Uhr, römisch-katholische Eucharistiefeier (Joseph Kalamba und Christina Wunderlin). Ref. Kirche, Etzelstrasse 22 Sonntag, 14. März, 9.30 Uhr, Gottesdienst (Lutz Fischer-Lamprecht). Alterszentrum St. Bernhard, Rebbergstrasse 24 Dienstag, 16. März, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier.
NEUENHOF Kath. Pfarrkirche St. Josef, Glärnischstrasse 12 Samstag, 13. März, 17 Uhr, Rosenkranzgebet; 18.30 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier (Benjamin Meier). Sonntag, 14. März, 9.30 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier (Benjamin Meier). Montag, 15. März, 17 Uhr, Rosenkranzgebet. Mittwoch, 17. März, 19 Uhr, Eucharistiefeier. Donnerstag, 18. März, 17 Uhr, Rosenkranzgebet. Alterssiedlung Sonnmatt, Sonnmattweg 2 Die Gottesdienste in der Alterssiedlung finden sicherlich bis Ende März nicht statt.
SPREITENBACH Kath. Pfarrkirche St. Kosmas & Damian, Ratzengasse 3 Freitag, 12. März, 19 Uhr, Eucha-
KIRCHLICHE VERANSTALTUNGEN
Workshop Immobilienstrategie – via Zoom, ev.-ref. Kirche SpreitenbachKillwangen, Samstag, 13. März, 10 bis max. 12 Uhr, in einer Videokonferenz. Anmeldung bitte bis 11. März an sekretariat@spreitenbachkillwangen.ch. Die Teilnehmenden bekommen vorab eine Anleitung, den Link zur Videokonferenz und Unterlagen zur Vorbereitung. Egli-Figuren-Ausstellung: Der Weg zu Ostern in 14 Bildern vom 13. März bis 11. April bei der katholischen Kirche in Spreitenbach. Der Rundweg ist frei zugänglich. Die Ausstellung beginnt beim Eingang zum Friedhof oberhalb der Ratzengasse und endet bei der Kirche. Der Eröffnungsgottesdienst findet am Samstag, 13. März, um 18 Uhr statt. Nach diesem und nach
dem Gottesdienst vom 14. März um 10 Uhr stehen die beiden Künstlerinnen, Maria Mariani und Corinne Voellmin, beide Mitglieder des EgliFiguren-Arbeitskreises, für Auskünfte zur Verfügung. Mariani bietet auch Auskünfte und Führungen ausserhalb dieser Daten an. (Tel. 079 660 37 53). Fastensuppe in Neuenhof und Killwangen Auch dieses Jahr wird eine Fastensuppe angeboten. In Neuenhof gibt es am Samstag, 13. März, um 18.30 Uhr eine Gemüse-CrèmeSuppe und in Killwangen am Samstag, 20. März, 18.30 Uhr, eine Griess-Lauch-Suppe. Dafür kann ein Tupperware mitgebracht werden und vor dem Gottesdienst um 18.30 Uhr im Pfarreiheim resp. Pfarrsaal abgegeben werden. Bitte Namen
WOCHE NR. 10 DONNERSTAG, 11. MÄRZ 2021
ristiefeier (Abbé Zacharie). Nachtwallfahrt abgesagt. Samstag, 13. März, 18 Uhr, Eucharistiefeier (Einweihung Osterweg) (Abbé Zacharie und Petre Karmazicev). Dreissigster für Maria StegerSchaller, Jahrzeit für Karl und Rosa Wiederkehr-Konrad. Sonntag, 14. März, 10 Uhr, Eucharistiefeier (Abbé Zacharie); 18 Uhr, Santa Messa. Mittwoch, 17. März, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier (Abbé Zacharie).
«MEIN GOTT»
Christina Wunderlin, katholische Pfarreiseelsorgerin i. A., St. Anton und St. Sebastian, Wettingen
Alters- und Pflegeheim Im Brühl, untere Dorfstrasse 10 Freitag, 12. März, 10.15 Uhr, Eucharistiefeier Ev.-ref. Dorfkirche, Chilegass 18 Freitag, 12. März, 18.40 Uhr, «Zwänzg vor sibni»-Abendgottesdienst (Arnold Bilinski).
KILLWANGEN Kath. Pfarrkirche Bruder Klaus, Kirchstrasse 9 Freitag, 12. März, 19 Uhr, Eucharistiefeier (Laurentius Bayer), da die Nachtwallfahrt in Spreitenbach abgesagt wurde. Sonntag, 14. März, 11 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier (Benjamin Meier).
WÜRENLOS Kath. Pfarrkirche St. Maria, Schulstrasse 21 Sonntag, 14. März, 10 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommu-
Weltgebetstagsfeier in Spreitenbach – grosse Solidarität mit Vanuatu Trotz Coronamassnahmen machten sich einige auf den Weg zur diesjährigen Feier in die katholische Kirche Spreitenbach. Dieses Jahr bereiteten Frauen aus Vanuatu die Liturgie vor und erzählten von den Schönheiten und Schwierigkeiten in ihrem Land. Vanuatu ist ein Inselstaat, gebeutelt vom Klimawandel, von Vulkanausbrüchen, Tsunamis. Die Frauen bauen fest auf den Grund ihres Glaubens in widrigen Umständen. Mit Engagement und viel Liebe wurde die schlichte Feier vom Vorbereitungsteam Spreitenbach-Killwangen gestaltet und musikalisch umrahmt von Bojan Kolarov (Klavier), Ursi Bösch (Gitarre) und Gordana Kekenowska (Gesang). Für Schulen und Ausbildung insbesondere der Frauen in Vanuatu konnte eine Kollekte von 1200 Franken zusammengelegt werden. Den Spenderinnen und Spendern herzlichen Dank für die grossartige Unterstützung. Bild: Rhetoh aus Vanuatu erkämpfte sich trotz schwieriger Kindheit eine Ausbildung zur Schneiderin. So kann sie heute ihre Familie ernähren. (zVg) nionfeier (Marcel Mehlem); 17.30 Uhr, Rosenkranzgebet. Mittwoch, 17. März, 10 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier. Ref. Kirche Würenlos, Gipfstrasse 4 Sonntag, 14. März, 9.30 Uhr,
und die Anzahl der gewünschten Portionen auf einen Zettel schreiben. Nach dem Gottesdienst kann dann das gefüllte Gefäss abgeholt werden. Auf ein gemütliches Zusammensein muss leider verzichtet werden. Trotz der misslichen Lage soll man sich aber den Appetit nicht verderben lassen. Kath. Frauenverein Spreitenbach – Suppenzmittag Leider kann zum alljährlichen Suppenzmittag im Pfarreiheim wegen der Coronasituation nicht eingeladen werden. Es dürfen noch keine solchen Anlässe stattfinden. Der Vorstand des kath. Frauenvereins Spreitenbach hofft, dass es bald Lockerungen gibt, man sich wieder treffen und etwas vom Jahresprogramm 2021 durchführen kann.
23
Agronom Fernando Castrillón Zapata aus Kolumbien. zVg Online-Veranstaltung zur Fastenzeit Thema: Klimagerechtigkeit und Klimawandel am Beispiel Kolumbien. Wie reagiert man in Kolumbien auf den Klimawandel? Was bedeutet Klimagerechtigkeit? Diese Fragen sind Thema der Online-Veranstal-
Gottesdienst, (Walter Mäder). Dienstag, 16. März, 10.30 Uhr, ökumenische Andacht, ohne Suppe (Timothy Cooke). Klosterkirche Fahr Sonntag, 14. März, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier. Dienstag, 16. März, 8 Uhr, Eucharistiefeier.
tung, bei der Agronom Fernando Castrillón Zapata aus Kolumbien von seiner Arbeit als Projektleiter bei Grupo Semillas berichtet. Diese Partnerorganisation von Fastenopfer setzt sich für einheimisches Saatgut und die Anpassung der Landwirtschaft an die Folgen des Klimawandels ein. Ablauf der Veranstaltung: Fachpräsentation zu Klimagerechtigkeit (deutsch), Klimawandel in Kolumbien (spanisch), Austausch und Fragen. Übersetzung Spanisch-Deutsch ist gewährleistet. Die Online-Veranstaltung findet statt am Samstag, 20. März, von 14 bis ca. 16 Uhr. Genauere Infos folgen nach Anmeldung. Fragen und Anmeldung bei Manuel Bischof, Tel. 056 437 08 54 oder per E-Mail: manuel.bischof@kath-wettingen.ch.
Kennen Sie dieses Gefühl, wenn Sie glauben, vor Glück zu platzen? Kürzlich ist es mir so ergangen. Ich sass gemütlich auf der Couch, las, betete und plötzlich kam es über mich. Diese seltene Erfahrung von purem Glück und Freude. Ich fühlte mich überraschend beschenkt. Es war das Sonntagsevangelium, das ich las. Die Kurzform: Jesus steigt mit ein paar Jüngern auf einen Berg, er wird verwandelt, Gott spricht aus den Wolken und die Jünger sind perplex. Sie verstehen nicht, was geschieht, und doch verändert sich ihr Blick auf die Welt, als sie vom Berg hinabsteigen. Was da passiert, ist Verwandlung und Geheimnis. Mit meinem Glücksgefühl ist es ähnlich. Diese unerwartet über mich kommende Freude verwandelt mich innerlich, lässt mich vieles anders sehen und ich sage dazu Gottesbegegnung. Vielleicht hat zu diesem guten Moment beigetragen, dass ich selbst auf einem Berg war. Berge sind meine Sehnsuchtsorte. Sie sind ihrer Natur gemäss massiv, schwer und unumgänglich. Steht man aber erst mal obendrauf und überblickt den eigenen Alltag, wird das Leben plötzlich leichter, trotz aller Schwere. Dieses Hochgefühl an meinem Sehnsuchtsort hat mich Bilanz ziehen lassen, denn es ist Fastenzeit und damit auch Zeit, alten Ballast abzuwerfen. Ein Jahr der anderen Art liegt hinter mir. Was schmerzt und was hat sich Neues ergeben? Von beidem könnte ich viel erzählen und wie so häufig hat das Leben zwei Gesichter. Ich bin dankbar, meine Bilanz in meinem Glauben verwurzeln zu können: «Ich erhebe meine Augen zu den Bergen: Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde erschaffen hat. Er lässt deinen Fuss nicht wanken; dein Hüter schlummert nicht ein.» (Ps 121) Feedback an: redaktion@limmatwelle.ch
24
RÄTSEL
WOCHE NR. 10 DONNERSTAG, 11. MÄRZ 2021
KREUZWORTRÄTSEL
«DAS LETZTE WORT»
Melanie Bär, Redaktionsleiterin Limmatwelle
SUDOKU
BINOLOGIC
In jeder Zeile oder Spalte, aber auch in jedem der neun Quadrate, müssen Zahlen von 1 bis 9 stehen. Jede Zahl darf in jeder Zeile oder Spalte sowie in jedem Quadrat nur einmal vorkommen.
Es dürfen nicht mehr als zwei aufeinanderfolgende X oder O in jeder Zeile oder Spalte vorkommen und in jeder Zeile und jeder Spalte stehen gleich viele X und O. Alle Zeilen und alle Spalten sind einzigartig.
BILDER-RECHNUNG
LÖSUNGEN
Kaltluft
Gleiche Bilder = gleiche Zahlen
Beim Thema Homeoffice geht es mir ein bisschen wie «Hans im Schneckenloch» im bekannten Kinderlied. Wenn ich von daheim aus arbeite, fehlen mir meine Arbeitskolleginnen und -kollegen, das kurze Gespräche im Gang, der Austausch beim Mittagessen. Ich vermisse die einfachen Arbeitsabläufe, die das Hin-und-her-Schreiben per Mail erübrigen. Deshalb freute ich mich sehr, als wir die letzten beiden Limmatwellen endlich wieder einmal von der Redaktion aus produzieren durften – dem neuen Mitarbeiter, der eingearbeitet werden muss, sei Dank. Doch was ist passiert? Genau wie Hans vermisste ich im Büro nun meine häuslichen Annehmlichkeiten: meine Katze, die sich gerne streicheln lässt, sich auf meinen Schreibtisch legt und schnurrt; die Ruhe, die ich beim Textschreiben habe, und der Liegestuhl, der in der Mittagspause zum Hinlegen einlädt. Neigen Sie manchmal auch dazu, den Mangel anstatt das Glück zu sehen? Was fehlt, anstatt was vorhanden ist? Dem Gestern nachzutrauern statt im Heute zu leben? Dabei bietet sich gerade jetzt im Coronajahr die Chance, umzudenken. Das Homeoffice ist hierbei nur ein kleines Beispiel. Die gute Nachricht: Es ist eine Haltungsfrage. Ich bestimme selbst, worauf ich den Fokus lege. Ob ich mich unzufrieden ins Schneckenhaus zurückziehe und auf bessere Zeiten warte oder neugierig rausgehe und das Schöne suche. Ich gebe zu, es ist in diesem Krisenjahr ein Suchen. Doch wer sucht, der findet. So ging es mir jedenfalls heute Morgen auf dem Weg zur Redaktion. Das Glück sprang mir in Form einer Nachbarskatze entgegen. Noch ist sie scheu und legt sich nicht auf den Schreibtisch in der Redaktion. Aber ich arbeite daran. Einen passenden Namen habe ich auch schon gefunden: Hans. Aber nicht «Hans im Schneckenloch», sondern «Hans im Glück». Feedback zur persönlichen Meinung: melanie.baer@limmatwelle.ch
6+6=12 6-2=4 6÷3=2 4-2=2