Offiz. Amtliches Publikationsorgan des Kreis 2 Limmattal für die Gemeinden Wettingen, Neuenhof, Killwangen, Spreitenbach und Würenlos Freitag, 12. Juni 2020, 59. Jahrgang, Nr. 24
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Lang ist zurückgetreten Am 17. Mai wählten die Spreitenbacher Marcel Lang (parteilos) zum Gemeindepräsidenten. Am 8. Juni demissionierte er per sofort. MELANIE BÄR
Wettinger Tägi wieder offen Nach knapp zweijähriger Umbauphase und zweimonatiger Coronaverzögerung öffnete das Freizeit-, Sport und Eventzentrum am Samstag seine Tore. Am Eröffnungswochenende strömten fast 900 Personen ins sanierte Zentrum. Damit seien sie zufrieden, meinte der CEO. S. 4
Der Rücktritt erfolgt aus gesundheitlichen Gründen, heisst es in den Gemeinderatsnachrichten. Lang habe das Gemeindepräsidium in gleicher Form wie das Gemeinderatsamt weiterführen wollen, schreibt der 45-Jährige weiter: «Ich musste leider schmerzlich feststellen, dass diese Umsetzung, welche ich auch als Qualitätsmerkmal von mir verlange, ausserordentlich belastend ist. Mein Rücktritt ist daher als Schutz meiner
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Marcel Lang hat demissioniert. Ardizzone Gesundheit zu verstehen.» Über das weitere Vorgehen und die Anordnung der Ersatzwahl entscheidet der Gemeinderat und hält den Betrieb mit der Verwaltung aufrecht. S. 10
Vorübergehende Verkehrsbeschränkungen Wettingen / Neuenhof K 273, ausserorts Für die Dauer der Baustelle «Instandsetzung Limmatbrücke N1-504». Von Autobahnausfahrt Neuenhof (Richtung Zürich) und von Neuenhof (K 274) in Richtung Wettingen, Limmatbrücke – Allgemeines Fahrverbot, mit Zusatztafel «Ausgenommen öffentlicher Verkehr» – Abbiegen nach rechts verboten – Busfahrbahn Einsprachen gegen diese Verkehrsbeschränkung(en) sind innert 30 Tagen seit Publikation im Amtsblatt, vom 13. Juni bis 13. Juli 2020, bei der verfügenden Behörde einzureichen. Die Einsprache muss einen Antrag und eine Begründung enthalten. Aarau, 3. Juni 2020 Departement Bau, Verkehr und Umwelt, Abteilung Tiefbau, Unterabteilung Verkehrsmanagement,
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WETTINGEN
WOCHE NR. 24 FREITAG, 12. JUNI 2020
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AUS DEM GEMEINDERAT Bundesfeier abgesagt Die Bundesfeier findet in Wettingen aufgrund der Vorgaben zur Bekämpfung der Coronapandemie nicht statt. Seit 6. Juni sind Veranstaltungen mit bis zu 300 Personen erlaubt. Die Wettinger Bundesfeier zieht regelmässig mehr als doppelt so viele Personen an. Eine Durchführung ist somit aus heutiger Sicht nicht möglich. Auch eine Verschiebung kann nicht in Betracht gezogen werden. Erst Ende Juni wird der Bundesrat über allfällige weitergehende Lockerungen beschliessen. Dies sind zu viele Unsicherheiten für die Vorbereitung und mögliche finanzielle Konsequenzen bei einer sehr kurzfristigen Die Fachstelle Sport würde sich um die 50 Sportvereine, wie etwa den HC Rotweiss Wettingen, kümmern. Alexander Wagner/Archiv Absage. Ganz unbeachtet soll die diesjährige Bundesfeier nicht bleiben. Grossratspräsidentin Edith Saner hat sich auf Anfrage bereit erklärt, ihre Ansprache in elektronischer Form als Videobotschaft vorzubereiten, die dann über das Internet verbreitet werden wird. Gemeindeverwaltung geschlossen Die Büros der Gemeindeverwaltung Wettingen bleiben am Freitag, 12. Juni (Tag nach Fronleichnam), geschlossen. Informationen zum Pikettdienst des Bestattungsamtes sind über die Telefonnummer 056 437 71 11 erhältlich. Ab Montag, 15. Juni, sind alle Abteilungen zu den normalen Öffnungszeiten wieder für die Anliegen aus der Bevölkerung erreichbar: Mo.: 8.30–12/13.30–18.30 Uhr; Di.-Fr.: 8.30–12/13.30–16 Uhr. Die Sozialen Dienste sind auch wieder zu den ordentlichen Öffnungszeiten der Verwaltung erreichbar. INSERATE
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Gemäss § 10 SonderV 20-1 erfolgt die öffentliche Auflage der Pläne bis auf weiteres online über www.wettingen.ch. Eine Einsichtnahme vor Ort kann nur in begründeten Fällen und nach vorheriger Absprache zugestanden werden. Öffentliche Planauflage vom 13. Juni bis 13. Juli 2020. Allfällige Einwendungen sind im Doppel während der Auflagefrist dem Gemeinderat einzureichen. Sie haben eine Begründung und einen Antrag zu enthalten.
Bau- und Planungsabteilung
Der Gemeinderat will eine Fachstelle für den Sport Sport geniesse in Wettingen einen hohen Stellenwert, sagte der Gemeinderat an einer Pressekonferenz. Um den Betrieb zu professionalisieren, möchte er eine 50-Prozent-Stelle schaffen. RAHEL BÜHLER
Zum dritten Mal dieses Jahr lud der Wettinger Gemeinderat am Freitag zu einer Pressekonferenz. Auf dem Programm standen die Schaffung einer Fachstelle Sport und die Sanierung der Tägerhardstrasse. Der Einwohnerrat wird über beide Geschäfte an der Sitzung vom 25. Juni entscheiden. Vor allem die Sportfachstelle hatte schon zuvor für Aufsehen gesorgt: Um den Jahreswechsel gab es sowohl von der FDP als auch der GLP Vorstösse im Einwohnerrat, die eine solche Stelle verlangten. Nun wird das Vorhaben konkret: Der Gemeinderat möchte per 1. Januar 2021 eine Fachstelle Sport einrichten. Die Stelle wird 50 Prozent umfassen. «Wir möchten eine zentrale Anlaufstelle für alle sportlichen Anliegen schaffen und den Betrieb so professionalisieren», erklärt Ressortchef Philippe Rey. Bisher sei das nicht so: Wettingen habe eine kom-
plexe Sportinfrastruktur mit zu vielen Anlaufstellen für die 50 in Wettingen ansässigen Sportvereine. Derzeit kümmert sich unter anderem die Kanzlei, die Bau- und Planungsabteilung oder die Turn- und Sportvereinigung um die Anliegen. So könne es beispielsweise vorkommen, dass die gleiche Halle an einem Tag von drei Stellen vergeben wird. Die Person, die die Fachstelle übernähme, würde sich zum Beispiel um die Turnhallenvergabe oder die Organisation vom OpenSunday, des schnellsten Wettingers oder anderer Sportanlässe kümmern. Fachstelle Sport würde die Gemeinde jährlich 57 500 Franken kosten Der Vorschlag sei ehrlich, keine Luxusvariante, betonte Rey. Die Gemeinde wird die Fachstelle selbst finanzieren müssen. Der Kanton will alle Gemeinden gleich behandeln und Wettingen nicht unterstützen. Der Betrieb der Fachstelle würde die Gemeinde jährlich 57 500 Franken kosten. Die Idee eines Sportkoordinators in Wettingen ist nicht neu: Bereits zwischen 2008 und 2013 gab es die Stelle. Damals hat sie der Kanton finanziell unterstützt. Nach der Kündigung der Stelleninhaberin wurde sie gestrichen. Mit dem neuen Tägi oder der neuen Dreifachturnhalle im Margeläcker sei eini-
ges in die sportliche Infrastruktur investiert worden. Die Vereine sollen sie auch nutzen können, ergänzte Gemeindeammann Roland Kuster: «Die Fachstelle ist ein klares Bekenntnis zum Sport als eine der drei Säulen von Wettingen.» Die Tägerhardstrasse soll saniert werden Gemeinderätin Kirsten Ernst informierte zuvor über die Sanierung der Tägerhardstrasse. Der Strassenbelag zwischen der Fohrhölzli- und der Weberstrasse sei in einem sehr schlechten Zustand, sagte sie. Zudem stamme die Trinkwasserleitung aus dem Jahr 1944. «Das Risiko von Leitungsbrüchen ist hoch.» Auch die Kanalisation müsse man ausbauen, so Ernst. Sobald dies gemacht ist, könne man das Pumpwerk Bernau aufheben. Zudem hat der Kanton Aargau verfügt, dass die Gemeinde die Regenentlastung in die Limmat bei der Bernaustrasse aufheben muss. Auch ist vorgesehen, ein neues Regenbecken beim Kloster, das den neusten Vorgaben zur Regenwasserbehandlung entspricht, zu bauen. 199 000 Franken will der Rat für die Erarbeitung des Bauprojekts ausgeben. «Wir wollen zuerst abklären, was Sinn macht», sagte Ernst. Der Plan ist, den Baukredit in der ersten Hälfte 2021 dem Einwohnerrat zu präsentieren.
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«Symbolische Eröffnung»: Wettingens Gemeindeammann Roland Kuster, Verwaltungsrat Jürg Schmidli, Tägi-CEO Marco Baumann, Betriebsleiter Kurt Müller und Gastronomieleiter Pascal Schelbert (v.l.) springen in das sanierte Schwimmerbecken im Tägi und schwimmen eine Länge. zVg
Das Warten aufs Tägi ist zu Ende Nach zweijähriger Umbauzeit ist das sanierte Tägi seit Samstag offen. Die ersten Besucher warteten schon 15 Minuten vor dem Einlass.
richtig gefreut», sagte ein kleiner Junge auf den Armen seines Vaters. Zuvor führte Tägi-Geschäftsführer Marco Baumann durch das renovierte Gebäude. «Es ist ein grosser Tag. Wir freuen uns sehr», meinte er. Ganz unbeschwert sei die Eröffnung wegen des Coronavirus allerdings nicht. Derzeit dürfen RAHEL BÜHLER sich im sanierten Tägi 3500 PersoDie Uhr im Eingangsbereich des nen aufhalten. Das seien grosszüsanierten Tägi zeigte 8.40 Uhr an. gige Verhältnisse, bemerkte aber Da standen die ersten Besucher vor auch Baumann. der Glastür und warteten auf den Einlass. 15 Minuten später war es 900 Gäste besuchten die Freizeitso weit: Nach zweijähriger Umbau- anlage am Eröffnungswochenende phase und zweimonatiger Zwangs- Nach dem Gang durch die Garderopause drückte Wettingens Gemein- be folgte die «symbolische Einweideammann Roland Kuster auf einen hung», wie es Gemeindeammann weissen Knopf neben der Eingangs- Kuster formulierte: Zusammen mit tür. Sie öffnete sich und die Besu- Marco Baumann, Betriebsleiter cher traten ein. Etwa 25 Menschen Kurt Müller, Gastronomieleiter Paswaren es um 9 Uhr. «Ich habe mich cal Schelbert und Verwaltungsrats-
mitglied Jürg Schmidli absolvierte er den «Tägi-Triathlon»: Zuerst sprangen die fünf Herren in das Indoorbecken, schwammen eine Länge, rannten die Treppe zur 100 Meter langen Rutschbahn hoch und rutschten sie im Anschluss hinunter. Das Hallenbad umfasst neben dem Schwimmerbecken auch eines für Nichtschwimmer und neu ein Plantschbecken für Kinder. «Es ist nebst dem Wellnessbereich der grosse Mehrwert gegenüber vorher», meinte Kuster. Der Wellnessbereich ist heller gestaltet als vorher. Fertig eingerichtet ist er allerdings noch nicht: Wegen der Grenzschliessung seien die Möbel aus Italien noch nicht angekommen, so Baumann. Die jetzigen Liegestühle im Wellnessbereich seien nur eine Übergangslösung.
Seit Samstag sind auch das Gartenbad und die verschiedenen Restaurants geöffnet. Die «Ankerbar» steht nach wie vor im Aussenbereich. Neu gibt es im Inneren zwei Restaurants: Beim «LägereSnack» kann man selbst Pizzas belegen. Der «Treffpunkt 74» ist ein Selbstbedienungsrestaurant. Der Eventsaal, der sich im Obergeschoss befindet, kommt unter anderem mit einer modernen Soundanlage und neuen LED-Lampen daher. Bei einem Konzert unter normalen Umständen bietet er Platz für 1900 Personen. Derzeit sind es 300. Am Eröffnungswochenende besuchten laut Baumann knapp 900 Gäste das neue Tägi: «Wir sind mit den Besucherzahlen sehr zufrieden und konnten allen Gästen einen entspannten und sicheren Aufenthalt ohne Zwischenfälle ermöglichen.»
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Richtige Eröffnung: Roland Kuster drückt auf den Knopf. Die Tür geht auf.
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VERMISCHTES Gemeindebibliothek Leseanimatorin Barbara De Angelis erzählt am Samstag, 13. Juni, von 10 bis 11 Uhr Geschichten in Italienisch. Für Eltern mit Kleinkindern. Die Veranstaltung wird per Zoom (Videokonferenz) durchgeführt. Interessierte melden sich bei Barbara De Angelis: 077 442 84 56. Gestaltungswettbewerb Mitte Februar wurde an der Kantonsschule Wettingen der diesjährige Gestaltungswettbewerb zum Thema «1000 Jahre Wettingen» lanciert. Im Kontext des 975-Jahr-Jubiläums von Wettingen wurden die Schüler aufgefordert, sich Gedanken über die Zukunft der Region zu machen und einen Blick in das Jahr 2045 zu wagen. Die Jury bestand aus den beiden Lehrpersonen Corina Zünd und Marian Beck und Gemeinderat Philippe Rey. Der erste Preis geht an Sulamith Anna Luca Tamborriello (G2A), der zweite Preis an Joana Hirt (G31), der dritte Preis an Jade Hochreutinger (GSA) und Leoni Frei (G3B). INSERATE
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Sorge ums Fachgeschäft Das Elektrizitäts- und Wasserwerk Wettingen (EWW) blickt auf ein gutes Jahr 2019 zurück. Sorgen bereitet Geschäftsleiter Peter Wiederkehr der erneut rückläufige Umsatz im EWW-Elektrofachgeschäft. SIBYLLE EGLOFF
«Das Elektrizitäts- und Wasserwerk Wettingen erreichte im Geschäftsjahr 2019 ein erfreuliches Resultat», sagte Geschäftsleiter Peter Wiederkehr an der Presseorientierung vergangenen Montag, an der auch EWW-Verwaltungsratspräsident und Wettingens Vizeammann Markus Maibach und Wiederkehrs Nachfolger Guido Hüni anwesend waren. Wiederkehr präsentierte die Jahresrechnung 2019 und gab einen Überblick darüber, was das EWW im vergangenen Jahr beschäftigte. Zufrieden ist Wiederkehr mit dem Jahresabschluss. Das EWW erzielte ein Plus von rund 532 000 Franken. Dadurch erhöht sich das Eigenkapital der Aktiengesellschaft auf rund 74 226 000 Franken. Das Ergebnis liege im Bereich des Vorjahres und der Planwerte. «Zum guten Ergebnis hat hauptsächlich das Stromgeschäft beigetragen. Beim Wasser gleichen sich Aufwand und Ertrag ziemlich aus», sagte Wiederkehr. Festgestellt habe man jedoch einen Rückgang des Strom- und Wasserverbrauchs. Das entspreche
«Die Situation im Detailhandel wird sich nicht entspannen.» PETER WIEDERKEHR, GESCHÄFTSLEITER
zwar der allgemeinen Energiepolitik, sei für die EWW-Kasse aber nicht dienlich. Beunruhigend ist für Wiederkehr die Entwicklung des EWW-Elektrofachgeschäfts an der Landstrasse. «Wir haben im vergangenen Jahr erneut einen Verlust eingefahren.» Entsprechend falle das Ergebnis des Elektrofachgeschäfts weiter in den negativen Bereich. Wiederkehr sieht wenig Hoffnung auf Besserung. «Die Situation im Detailhandel wird sich auch in den nächsten Jahren nicht entspannen. Das Kaufverhalten mit der Verlage-
Geschäftsleiter Peter Wiederkehr (von links) und Verwaltungsratspräsident Markus Maibach begrüssen den neuen Geschäftsleiter Guido Hüni. Sibylle Egloff rung in den Onlinehandel macht dem Fachgeschäft zu schaffen. Der Coronavirus verschärft das Problem zusätzlich.» Gleichzeitig spüre man, dass die Kunden die Beratung schätzten, sagte Markus Maibach. «Das Verkaufsteam ist mit viel Herzblut dabei, doch scheinbar reicht das heute nicht mehr, um finanziell erfolgreich zu sein», so Maibach. Shop-in-Shop-Lösung mit der Stiftung Arwo eingegangen Um den Trend abzuwenden, wurde die Leuchtenausstellung vergrössert und mit Show-Wänden ausgestattet. «Dies, weil der Beleuchtungssektor nach wie vor ein wichtiges Standbein des Geschäfts ist», sagte Wiederkehr. Eine weitere Neuerung ist die Kooperation mit der Stiftung Arwo. «Mit einem Shop-in-Shop mit Produkten der Stiftung wurde das Sortiment erweitert und diversifiziert», sagte Wiederkehr. Die Gelegenheit habe sich nach der Schliessung der Arwo Laden-Boutique an der St.-Bernhard-Strasse im Gebäude der Raiffeisenbank per Ende Februar geboten. «Da nun aber der
Coronalockdown dazwischenkam, können wir noch nicht sagen, wie gut das neue Angebot angelaufen ist», sagte Wiederkehr. Erfreulich sei, dass am 5. Juni die erste öffentliche E-Ladestation des EWW beim RVBW-Busdepot an der Halbartenstrasse 5 habe in Betrieb genommen werden können. Dort befinden sich zwei Schnellladestationen an zwei dafür reservierten Standplätzen. Beim Sportzentrum Tägi sei eine weitere Anlage geplant. Mit diesen teils positiven, teils negativen Aussichten verabschiedet sich Peter Wiederkehr nach fast 13 Jahren als Geschäftsleiter in den vorzeitigen Ruhestand. Er übergibt die Aufgabe ab dem 1. Juli an Guido Hüni. Der 47-jährige Elektroinstallateur und Umweltwissenschaftler leitete bisher die Gemeindewerke in Dietlikon. Er freue sich, das gut funktionierende Unternehmen zu übernehmen, so Hüni. Wiederkehr freut sich indessen auf die Zeit danach: «Geplant sind eine Wanderreise auf dem Jakobsweg nach Spanien und längere Aufenthalte in Brasilien, der Heimat meiner Frau.»
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NEUENHOF AUS DEM GEMEINDERAT
Polysportcamp in Neuenhof Spiel und Spass mit Freunden und Geschwistern, geniessen hat in den Ferien oberste Priorität. Nach dem Motto «Sport & Fun für alle Kids» bietet MS Sports allen bewegungsbegeisterten Jungs und Mädchen mit den Jahrgängen 2005 bis 2014 die Möglichkeit, eine unvergessliche Ferienwoche zu erleben. Vom Montag, 28. September, bis Freitag, 2. Oktober, führt MS Sports in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Neuenhof ein Polysportcamp durch. Das tägliche Programm dauert von 10 bis 16 Uhr. Täglich finden zwei Trainingseinheiten statt, welche von erfahrenen Trainern und Trainerinnen mit pädagogischem Geschick geleitet werden. Ziel ist, dass die Kinder und Jugendlichen neue Sportarten kennenlernen und sozial sowie motorisch gefördert werden. In den Polysportcamps dürfen die Kinder und Jugendlichen täglich neue Sportarten ausprobieren, wodurch bekanntere Sportarten wie Fussball, Tanzen oder Tennis mit Unihockey, Geräteturnen, Leichtathletik, Trampolin, Lacrosse, Selbstverteidigung und vielem mehr erweitert werden. Das Programm wird individuell an die Wünsche der Kinder angepasst und der Spass steht stets an erster Stelle. Dazu gibt es täglich ein frisch gekochtes Mittagessen und ein erholsames Mittagsprogramm. Die Kinder übernachten zu Hause in ihrer gewohnten Umgebung. Um dem eigenen Fanclub zu Hause präsentieren zu können, was man in der Woche gelernt hat, findet am letzten Camptag ein Turnier statt. Die Sportbekleidung
darf behalten werden. Alle Infos zu den Daten, Preisen und Standorten unter www.mssports.ch (Campnummer: A20-044). Auskünfte werden auch gerne unter info@mssports.ch oder 041 260 33 67 erteilt. Quartierspielanimation Neuenhof findet ab dem 9. Juni wieder statt Das lange Warten vieler Kinder hat ein Ende. Mit dem nächsten Öffnungsschritt in der Coronakrise darf die Gemeinde die Quartierspielanimation wieder aufnehmen. Seit 9. Juni sind Enza Siino und Franz Kohler wieder mit dem Spielewagen unterwegs. Und: Es hat neue Spiele an Bord. Flugblätter mit den Präsenzzeiten werden in den vier Quartieren Eichstrasse, Lindenstrasse, Althof und Webermühle am Montag in die Brief kästen der Anwohner verteilt. Genauso wie die Kinder freuen sich auch Enza Siino und Franz Kohler auf die Begegnungen. Baubewilligungen Die Baubewilligung wurde erteilt an: Raffaele und Doretta Di Maso, Letzistrasse 13, Neuenhof, Erstellen einer Einfriedung/Umfassungsmauer, eines Gewächshauses und eines Glasdaches, auf der Parzelle Nr. 2130, Letzistrasse 13, in Neuenhof; Gemeinnützige Bau- und Siedlungsgenossenschaft c/o Tobias Schauenberger, Birkenstrasse 17, Neuenhof, Überdachung Garagentreppe, auf der Parzelle Nr. 2263, Birkenstrasse 17/19/21, in Neuenhof; Nicole Walther-Rebsamen, Verein Ort für Kinder in Neuenhof, Industriestrasse 5, Neuenhof, Erstellen eines Spielplatzes mit Spielturm und
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Schaukel, auf der Parzelle Nr. 243, Industriestrasse 5, in Neuenhof. SBB Tageskarten Mit der Tageskarte SBB reist man einen Tag lang kreuz und quer durch die Schweiz. Sie berechtigt am Geltungstag zu beliebigen Fahrten in der 2. Klasse auf den Strecken des GA-Bereiches (SBB-Netz, Regionalbus wie RVBW, Postauto, Tram, Schiff und viele Privatbahnen). Die Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde Neuenhof profitieren seit Jahren von diesem Angebot. Der Gemeinderat Neuenhof hat wiederum Tageskarten angeschafft, welche für 45 Franken erhältlich sind. Ab 1. Juli stehen pro Tag zwei Karten zur Verfügung. Die Tageskarten können ab sofort direkt unter www. neuenhof.ch oder telefonisch beim Gemeindebüro Neuenhof (056 416 21 40) reserviert werden. Die Gemeinde Neuenhof bietet für die Tageskarten ausserdem ein Last-Minute-Angebot an. Dies bedeutet, dass nicht vorreservierte Tageskarten am Vortag des Reisetages, jeweils eine Stunde vor Schalterschluss, beim Gemeindebüro Neuenhof zum reduzierten Preis von 29 Franken bezogen werden können (für Sonntag und Montag gilt der Freitag). Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung Die Öffnungszeiten und die Erreichbarkeit (Schalterdienst) der Gemeindeverwaltung sind wie folgt: Montag, 8 bis 11.30 und 14 bis 18 Uhr, Dienstag bis Donnerstag, 8 bis 11.30 und 14 bis 17 Uhr, Freitag, 7.30 bis 14.30 Uhr. Telefon: 056 416 21 11, E-Mail: gemeindekanzlei@neuenhof.ch.
Ihr Garten Svetlana und Tuso Kitanov sind die neusten Mitglieder des Gartenvereins Härdli in Neuenhof. Kurz vor dem Lockdown konnten sie ihren Garten beziehen – er half ihnen, die Coronazeit zu überstehen. SIBYLLE EGLOFF
Die Sonne bahnt sich den Weg durch die dunklen Regenwolken. Gärtnerinnen und Gärtner des Gartenvereins Härdli in Neuenhof nutzen die Aufhellung, um nach dem Rechten in ihren grünen Oasen neben dem Altersheim Sonnmatt zu sehen. Die Gemüsebeete in Svetlana und Tuso Kitanovs Schrebergarten sind prall gefüllt, in den Sträuchern hängen rote Beeren. «Der Fenchel ist sehr gut gewachsen. Letzte Woche konnte ich schon ganz viele Blaubeeren ernten», sagt Svetlana Kitanov stolz. Ihr Mann freut sich über den Unterstand, den er neben dem Gartenhaus realisiert hat. «Der Garten war unsere Rettung in der Coronakrise», sagt Svetlana Kitanov und ihr Mann nickt. «Die Gartenarbeit war eine schöne Beschäftigung während des Lockdowns. Wir konnten uns hier draussen in der Natur von all den schlechten Nachrichten erholen und etwas Sinnvolles machen», sagt der 61-Jährige. Das Ehepaar gehört zu den neusten Mitgliedern des Gartenvereins Härdli. Am 1. März, kurz vor Ausbruch der Pandemie, konnten die beiden den frei gewordenen Garten beziehen. Sie seien überglücklich gewesen, als sie davon erfuhren, sagt Svetlana Kitanov. «Wir haben leider nur einen Balkon und ich habe schon lange von einem Garten geträumt.» Sie erhielten Tipps und Hilfe von den anderen Gärtnern Schätzen würden sie und ihr Mann die Hilfsbereitschaft der anderen Vereinsmitgliedern. «Sie gaben uns Tipps und packten mit an. Giovanni hat uns zum Beispiel gesagt, was wir beim Säen und Setzen der Pflanzen beachten müssen», sagt Svetlana Kitanov und zeigt in den Garten gleich nebenan. Giovanni Venditti winkt durch die Himbeerstauden rüber zu seinen Nachbarn. Auch er liebt seinen Garten. Der gebürtige Italiener ist seit einem Jahr pensio-
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rettete sie in der Coronakrise
Für Tuso und Svetlana Kitanov ging ein Traum in Erfüllung. Das Neuenhofer Ehepaar hat vor dem Lockdown seinen ersten Garten erhalten. niert und kann sich nun noch mehr seinem Hobby widmen. Verschiedene Bohnenpflanzen schlängeln sich an Stangen empor. Im Garten des 66-Jährigen gedeihen auch Tomaten, Zwiebeln und frischer Oregano. «Für mich ist es das Schönste, im Sommer hier mit meiner Familie und mit Freunden zusammenzusitzen und zu grillieren», sagt Venditti. Er schätze es, Teil eines so multikulturellen Vereins zu sein. «Ich lerne immer wieder etwas Neues kennen.» Auch Mirjana Banovic freut sich über den Zusammenhalt «ihrer Kinder». «Ich fühle mich wie die Mutter der Gärtnerinnen und Gärtner. Die 14 Nationen halten zusammen wie eine Familie», sagt die Präsidentin des Gartenvereins. Bei Gartenangelegenheiten, aber auch bei privaten Problemen sei sie stets zur Stelle, sagt die 66-Jährige. Mit ihrem Mann Drago hegt und pflegt sie selbst seit 25 Jahren einen Garten. «Die 92 Gärten sind der schönste grüne Fleck in Neuenhof», findet sie. Ohne ihren Garten zu sein, könne sie sich nicht vorstellen. «Er gibt mir Kraft und Freude.» Zuzuschauen, wie die Pflanzen und das Gemüse wachsen würden, sei etwas Wunderbares. «Ich rede sogar mit meinen Pflan-
zen, mein Mann lacht mich immer aus.» Vor 15 Jahren übernahm Banovic das Amt als Präsidentin. «Ich war die erste Präsidentin. Als Frau traute man mir die Aufgabe anfangs nicht zu. Doch das spornte mich noch mehr an, zu zeigen, was wir Frauen mit Fleiss und Arbeit erreichen können.» Die Zweifel verflogen aber bald. Das Gärtnern sei in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden, sagt die pensionierte Spitex-Pflegerin. «Noch vor sieben Jahren wusste ich nicht, wie ich alle 92 Gärten unter die Leute bringe.» Damals seien viele Italiener nach der Pensionierung wieder zurück in die Heimat gekehrt und hätten die Gärten aufgegeben. Unterdessen ist davon nichts mehr zu spüren. «36 Personen stehen derzeit auf der Warteliste. Seit der Coronakrise erhalte ich zudem jeden Tag neue Anfragen. Die Leute haben nach dem langen Eingesperrtsein zuhause Lust aufs Gärtnern bekommen», sagt Banovic. Sie freue sich, dass man nun mit den Coronalockerungen auch wieder fremde Gäste und die Nachbargärtner in den Gärten empfangen könne. Zudem sei es nun an der Zeit, die erweiterte Gemeinschafts-
Sibylle Egloff
Die Gemeinschaftspergola wurde von Svetlana Kitanov, Giuseppe Campesano, Giovanni Venditti sowie Drago und Mirjana Banovic erweitert (v. links). Sibylle Egloff pergola in Betrieb zu nehmen. Ihr Mann Drago, Giovanni Venditti, Giuseppe Campesano und Arealchef Ahmed Göz errichteten innerhalb eines halben Jahrs einen geschützten Anbau samt Heizofen, in dem 30 Personen Platz haben. «Wenn eine Gesellschaft in der Gemeinschaftspergola früher ein Fest feier-
te, stand sie bei schlechtem Wetter wortwörtlich im Regen. Das ist jetzt vorbei», sagt Banovic. Ende Februar war das Projekt beendet. Am 5. Juli will die Präsidentin ein Fest für die Kinder der Gartenfamilien veranstalten. «Das werden wir natürlich in der neuen Gemeinschaftspergola tun und sie gleich einweihen.»
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KILLWANGEN AUS DEM GEMEINDERAT
Gemeindeverwaltung bleibt am Freitag, 12. Juni, geschlossen. Die Gemeindeverwaltung Killwangen bleibt auch nach Fronleichnam am Freitag, 12. Juni, geschlossen. Bei Todesfällen ist das Bestattungsamt während der ordentlichen Bürozeiten via Pikettdienst unter der Nummer 079 559 73 00 erreichbar. Ansonsten gelten die folgenden Öffnungszeiten: Montag, 8.30–11.30 Uhr und 14–18.30 Uhr; Dienstag, 8.30–11.30 Uhr und 14–16 Uhr; Mittwoch, 8.30–11.30 Uhr, nachmittags geschlossen; Donnerstag, 8.30– 11.30 Uhr und 14–16 Uhr; Freitag, 7.30–14 Uhr (durchgehend). Infos unter www.killwangen.ch. INSERATE
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Das Baugesuch liegt vom 11. Juni 2020 bis 13. Juli 2020 während den ordentlichen Schalteröffnungszeiten öffentlich auf der Gemeindekanzlei zur Einsichtnahme auf. Einsprachen sind innert der Auflagefrist an den Gemeinderat Killwangen zu richten. Eine Einsprache hat schriftlich zu erfolgen und muss einen Antrag sowie eine Begründung enthalten.
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Kein Platz mehr im alten Weil das alte Gemeinschaftsgrab belegt und das neue noch nicht fertig gestellt ist, muss eine Trauerfamilie bis Mitte Juni warten, bis sie ihr verstorbenes Familienmitglied beerdigen lassen kann.
noch Platz für zwei weitere Beisetzungen habe. Der Grund, warum das neue Gemeinschaftsgrab trotzdem nicht früher erstellt worden ist und diese Wartezeit für Beisetzungen hätte verhindert werden können, liegt gemäss Hanspeter Schmid nicht an der Coronapandemie. Sie habe lediglich dazu geführt, dass das Baugesuch für das neue Gemeinschaftsgrab zwanzig Tage länger als
MELANIE BÄR
«Es kann doch wirklich nicht angehen, dass man in der Zeit der Trauer fünf Wochen warten muss, bis man die geliebte Person verabschieden kann», schreibt Maja Germade der Limmatwelle. Am 8. Mai wurde ein Mitglied ihrer Familie im Gemeinschaftsgrab des Friedhofs Killwangen beigesetzt. Am gleichen Tag verstarb ein weiteres Familienmitglied. Die Familie wollte die Verstorbene ebenfalls im Gemeinschaftsgrab beerdigen lassen. Doch sie müssen warten. «Uns wurde doch tatsächlich gesagt, dass auf dem bestehenden Gemeinschaftsgrab kein einziger Platz mehr frei sei und wir mit der Beisetzung warten müssen, bis der neue Ort fertig ist.» Als Grund sei die Coronapandemie angegeben worden. «Meines Wissens haben aber Gärtner, Landschaftsgärtner und Friedhofgärtner ihre Arbeit durchgehend weiter erledigt. Jetzt frage ich mich, wer hat da versagt?» Gemeinderat Hanspeter Schmid (parteilos) bestätigt, dass im alten Gemeinschaftsgrab alle Plätze belegt sind. Bereits im April hat Schmid gegenüber der Limmatwelle gesagt, dass das Gemeinschaftsgrab nur INSERATE
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«Jetzt frage ich mich, wer hat da versagt?» MAJA GERMADE, ANGEHÖRIGE
üblich aufgelegt werden musste. «Der Hauptgrund liegt beim nicht bewilligten Budget», so Schmid. Der Gemeinderat habe den Betrag für die Erstellung des neuen Grabs im Budget 2020 aufgenommen und an der Wintergmeind vom Stimmvolk absegnen lassen. Geplant war, das Baugesuch im Januar aufzulegen, sodass man das neue Grab im Februar oder März hätte bauen können. Weil gegen das Budget das Referendum ergriffen wurde, war es nicht rechtskräftig und der Gemeinderat durfte nur noch «dringend notwendige Ausgaben» tätigen. «Dazu gehört das Gemeinschaftsgrab zwar. Weil wir aber damit rechneten, dass das Budget an der Urnenabstimmung gutgeheissen wird, und diesen rechtsgültigen Beschluss abwarten wollten, haben wir den Urnengang am 1. März abgewartet. Als das Budget dann an der Urne abgelehnt wurde und der Platz im Grab immer knapper wurde, wollten wir nicht länger warten und legten das Baugesuch auf.» Niemand hatte bis zur verlängerten Frist bis am 11. Mai Einsprache erhoben, sodass nach den Vorbereitungsarbeiten Ende Mai mit dem Bau der neuen Grabstätte begonnen wurde. «Ich finde, der Gemeinderat hätte früher reagieren müssen» Zu spät, um sicherzustellen, dass im Gemeinschaftsgrab immer genug Platz für Verstorbene vorhanden war. «Ich finde, der Gemeinderat hätte früher reagieren müssen. Spätestens als er sah, dass Platz im Gemeinschaftsgrab knapp wurde. Die gesetzliche Grundlage zum Bau des neuen Grabs hätte er ja auch ohne abgesegnetes Budget gehabt und die Kosten dafür sind ja nicht riesig.»
Neues Gemeinschaftsgrab wurde vergangene Hanspeter Schmid kann den Unmut der Familie verstehen, die mit der Beisetzung ihres verstorbenen Familienmitglieds warten muss: «Ich habe absolutes Verständnis dafür, leider konnten wir den Zeitplan nicht verkürzen.» Gemäss Aussagen der Gemeindeschreiberin Sandra Spring betrifft es eine Familie, die auf die Beisetzung warten muss. Eine andere Familie habe die Beisetzung freiwillig verschoben, weil ein Teil der Familie im Ausland wohnt und aufgrund der Pandemie nicht einreisen konnte. Mehr Todesfälle und weniger Bestattungen im Reihengrab Zum Engpass geführt habe auch eine Zunahme von Bestattungen im Gemeinschaftsgrab anstelle der Reihengräber, wo es noch genügend freie Plätze hat. Dieses Jahr gab es zudem überdurchschnittlich viele Todesfälle. «Durchschnittlich haben wir jährlich zwischen sechs und zehn Todesfälle. Dieses Jahr sind es bereits dreizehn und sie haben mehrheitlich nichts mit dem Coronavirus zu tun», sagt Spring. Bereits letztes Jahr habe es schon überdurchschnittlich viele Todesfälle gegeben. «Deshalb haben wir dem Gemeinderat letztes Jahr geraten, den Budgetposten für das neue Grab an der Wintergmeind zu beantragen», so die Gemeindeschreiberin. Dieser ist auf 10 000 Franken veranschlagt.
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Gemeinschaftsgrab
Budget mit 402 Stimmen angenommen Im dritten Anlauf nahmen die Stimmbürger das Budget an der Urne deutlich an (402 Ja, 41 Nein). Noch deutlicher wurde der Senkung der Abfallgebühr (428 Ja, 18 Nein) zugestimmt. Nach dem knappen Ja an der Wintergmeind, dem noch knapperen Nein an der Urnenabstimmung am 1. März hat das Stimmvolk am Sonntag dem Budget nun entsprechend deutlich zugestimmt: Das Budget 2020 wird mit einem Steuerfuss von 105 Prozent mit 402 Ja und 41 Nein angenommen. Die Senkung der Abfallgrundgebühr von 155 auf 110 Franken wurde noch deutlicher mit 428 zu 18 Stimmen gutgeheissen. «Ich bin sehr zufrieden mit dem Resultat, insbesondere dass nun die Ausgaben nicht mehr blockiert sind und wir nach Abwarten der Referendumsfrist zum Tagesgeschäft über-
Woche von Rafael Spring (l.) und Andrin Bernet erstellt. Dass die neue Grabstätte nicht teurer kommt, hängt damit zusammen, dass die Arbeit nicht an externe Fachleute vergeben werden musste, sondern von Bauamtsleiter Rafael Spring und dem Lernenden Andrin Bernet ausgeführt wird. Als gelernter Maurer mit Erfahrung in der Gartengestaltung ist Spring dafür ausgebildet und hat sich grundsätzlich auch über die
«Durchschnittlich haben wir jährlich zwischen sechs und zehn Todesfälle.» SANDRA SPRING, GEMEINDESCHREIBERIN
Arbeit gefreut. «Es ist eigentlich eine sehr schöne Arbeit, wäre da nicht der Zeitdruck, weil wir wissen, dass die Angehörigen auf die Fertigstellung warten», sagt er. Vor zwei Wochen haben sie damit begonnen, westlich der Abdankungshalle den Platz fürs neue Gemeinschaftsgrab zu gestalten. Mindestens hundert Urnen können dort begraben werden. Die Namen der Verstorbenen werden auf eigene Platten graviert und danach einzeln auf den sechs Granitplatten angebracht. Deshalb muss die Grabplatte zur Anbringung der Namen nicht mehr wie beim alten Gemeinschaftsgrab entfernt werden. «Das hat den Vorteil, dass es schneller geht und günstiger ist.» Am 18. Juni
Melanie Bär
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gehen können», sagt Gemeinderat und Vorsteher des Ressorts Finanzen Markus Schmid (CVP). Bereits im Vorfeld hatte sich die Annahme des Budgets abgezeichnet. Auch das Referendumskomitee hatte sich in seiner Stellungnahme vor der Abstimmung für Annahme des vom Gemeinderat überarbeiteten Budgets ausgesprochen. «Die vom Referendumskomitee geforderten und an der Urnenabstimmung vom 1. März von den Stimmberechtigten bestätigten Punkte sind vom Gemeinderat umgesetzt worden», schrieben sie. «Ich danke der Bevölkerung fürs Vertrauen und frage mich einzig, wieso trotzdem 41 Personen gegen das Budget gestimmt haben», so Schmid. Er vermutet, dass dies möglicherweise der Ausdruck von Unzufriedenheit mit den Behörden sei. «Das ist eventuell auch mit ein Grund, weshalb das Referendum damals angenommen wurde.» (bär)
LESERBRIEF Unabhängig vom Resultat und von den
und Steuerzahler betreffen, informiert
mit Bedacht eingesetzt werden. Die Stellungnahme von Herrn Käppeli am 28. Mai in der Limmatwelle zeigt eine für Killwangen nicht unbekannte Haltung auf: 1. Mehrwert für Einzelne zu Lasten der Öffentlichkeit. 2. Statt Meinungsverschiedenheiten und Unmut fundiert auf gleicher Ebene zu diskutieren, wird zu einem Rundschlag ausgeholt. Anders kann ich mir die Anzahl der Unterschriften zum Referendum nicht vorstellen als aufgrund von Unzufriedenheit mit den Behörden und der Situation. Eventuell wurde dabei nicht bedacht, dass die Angestellten ein halbes Jahr mit angezogener Handbremse arbeiten mussten, das Skilager nur dank privaten Eingreifens und Vorschiessen des Geldes durchgeführt werden konnte. Vor allem aber sind die Probleme mit dem gekürzten Budget nicht gelöst! Der Personalbestand – das ist nicht von Laien nachgewiesen – ist zu klein. Auslagerungen sind in der Regel teurer, fragwürdig, intransparent und lassen an Effizienz zu wünschen übrig. Es kann doch nicht sein, dass Private die Versäumnisse von ausgelagerten Regiebetrieben inkl. Bauverwaltung korrigieren müssen. So wie im Beispiel der berechtigten Reklamation betreffend die unsinnige, störende, aber abgenommene Lichtverschmutzung und Beleuchtung des Fressbalkens. Dank Markus Würschs Engagement brauchen wir nachts keine Augenbinden mehr, da der Irrsinn abgestellt ist. Eine Chance bietet das Referendum für die Gemeinde, wenn im Moment auch nicht für die Gehaltserhöhung der Angestellten: Auch ich möchte über Probleme, Verfahren und anstehende Entscheide des Gemeinderates, welche die Bürger
ben teilweise unsere Nachkommen auszubaden. Das Kollegialprinzip wird leider nicht fallen, aber wieso soll der Bürger über Probleme, Gesuche und Sonderreglungen nicht informiert werden? Ohne grosse Details oder Persönlichkeitsverletzungen. Aber, entsprechend den Absichten der Neujahrsrede von Gemeindeammann Werner Scherer, mit mehr Transparenz und demokratischen Spielregeln. Sehen wir das Referendum als möglichen Start zu einem gemeinsamen Wirken, ohne gleich die Repol zu rufen. Differenzen am richtigen Ort und mit der betreffenden Person besprechen. Mit Gemeinschaftssinn mithelfen, Kosten und Probleme zu verhindern. Dazu gehört auch die Bekämpfung von Littering und Ansprechen der Verursacher. Sich freuen an blühenden Feldern und den Tieren, aber nicht verhindern, dass diese am Abfall krepieren? Grillplatz, Meierbädli von Auswärtigen belegt, einfach akzeptieren? Es kann nicht sein, dass unsere Fachleute, verdankenswerterweise, jeden Montag zuerst den Dreck entlang der Limmat, dem Grillplatz und den Schulanlagen zu Lasten der Steuerzahler entfernen müssen. Sie sind in dieser Beziehung auf unsere Mithilfe angewiesen, wie wir auf die ihre. Betrifft auch den Egoismus von Hündelern, Sportlern oder Autofans. Zivilcourage, persönliches Engagement für Anliegen aller, einstehen für andere ist nicht immer einfach. Aber wirkungsvoller und effizienter als die Faust im Sack halten oder abwarten, bis der Kragen platzt. Zudem ist es Kosten senkend und somit dem Referendum entsprechend. Oder habe ich was falsch verstanden? Herbert Schraner, Killwangen
findet die erste Beisetzung im neu- entstandenen Kosten, ein «Referendum» werden. Entscheide, die juristisch korriist ein demokratisches Mittel und sollte giert werden müssen, tun weh und haen Gemeinschaftsgrab statt. Friedhof erregt die Gemüter: Vom Kompliment bis zur Kritik Rafael Spring arbeitet seit knapp fünf Jahren auf dem Bauamt und im Werkhof der Gemeinde und ist in dieser Funktion auch für den Friedhof zuständig. Er habe schnell gelernt, dass dieser Ort die Gemüter besonders erregt: «Es kam schon vor, dass dankbare Einwohner uns Komplimente für den schön gepflegten Friedhof machten und andere am gleichen Tag reklamierten, die Anlage sei schlecht unterhalten. Das ist frustrierend, stecken wir im Sommer doch bis zu anderthalb Tage Arbeit pro Woche in den Unterhalt des Friedhofs.» Bereits beim Bau des neuen Gemeinschaftsgrabs seien vergangene Woche Einwohner vorbeigekommen und hätten kritisiert, die Granitplatten seien zu klein. Auch das alte Gemeinschaftsgrab war von der Kritik nicht ausgenommen. Der Killwangener Max Ritter hatte bemängelt, dass es «düster und nicht so einladend» wirke (die Limmatwelle berichtete). Sobald das zweite Gemeinschaftsgrab fertiggestellt ist, werden Spring und Bernet die Pflanzen vom angrenzenden Hang beim ersten Gemeinschaftsgrab entfernen, mit Mulch ersetzen und Sträucher zurückschneiden. Im Wissen, dass auch dieses nicht allen gefallen wird.
SPREITENBACH
WOCHE NR. 24 FREITAG, 12. JUNI 2020
Bauausschreibung 3189 Farhat Zein, Kartausstrasse 57, 8008 Zürich Bauobjekt: Imbiss Take Away «Bi Beirut» Baustelle: Fegistrasse 18 Parzelle: 2550 Zusatzbew.: Departement Volkswirtschaft und Inneres
AUS DEM GEMEINDERAT
BG Nr: Bauherr:
Die öffentliche Auflage erfolgt vom 15. Juni 2020 bis 14. Juli 2020 auf der Homepage der Gemeinde und auf der Bauverwaltung, Gemeindehaus, Spreitenbach. Allfällige Einwendungen können während der nicht erstreckbaren Auflagefrist beim Gemeinderat, 8957 Spreitenbach eingereicht werden. Zustelladresse: Bauverwaltung, Poststrasse 13, 8957 Spreitenbach. Sie haben einen Antrag und eine Begründung zu enthalten. Gemeinde Spreitenbach
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Demission Gemeindepräsident Gemeindepräsident Marcel Lang ist aus gesundheitlichen Gründen mit sofortiger Wirkung per 8. Juni als Gemeindepräsident und Gemeinderat zurückgetreten. Marcel Lang informiert: «Ich habe als Gemeinderat immer mit vollem Elan, Herzblut und Aufrichtigkeit sowie einem hohen Anspruch an eine saubere und gute Umsetzung meiner Aufgaben gearbeitet. Dies wollte ich als Gemeindepräsident in der gleichen Form auch weiterführen. Ich musste leider schmerzlich feststellen, dass diese Umsetzung, welche ich auch als Qualitätsmerkmal von mir verlange, ausserordentlich belastend ist. INSERATE
Mein Rücktritt ist daher als Schutz meiner Gesundheit zu verstehen. Ich danke meinen Kolleginnen und Kollegen sowie dem Gemeindepersonal herzlich für die stets gute Zusammenarbeit und der Bevölkerung für das Verständnis.» Marcel Lang wirkte seit 2018 als Gemeinderat und zeichnete insbesondere für die sehr erfolgreiche Reorganisation der Sozialen Dienste verantwortlich. Gemeinderat und Gemeindepersonal bedauern den Entscheid von Marcel Lang ausserordentlich und danken für die geleisteten Dienste. Über das weitere Vorgehen und die Anordnung der Ersatzwahl wird der Gemeinderat noch befinden. Offene Projekte werden vom Gemeinderat und der Gemeindeverwaltung weitergeführt. Finanzkommission Edgar Benz hat mit der Wahl in den Gemeinderat seine Demission als Mitglied der Finanzkommission erklärt. Edgar Benz wird für den Einsatz in der Finanzkommission gedankt. Die Ersatzwahl ist vom Gemeinderat auf den 27. September festgesetzt worden.
ackerstrasse/Althardstrasse; Sunrise Communications AG, Zürich, für den Ausbau bestehender SBB-Anlage mit Sunrise-Mobilfunkanlage, Rangierbahnhof 23. Termine 4. Juli bis 9. August: Sommerferien der Schule. Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung Heute Freitag (Tag nach Fronleichnam) bleiben sämtliche Büros der Gemeindeverwaltung und des Werkhofs geschlossen. Ansonsten sind die Schalter wie folgt geöffnet: Mo., 8.30–11.30 Uhr und 13.30– 18.30 Uhr, Di.–Do., 8.30–11.30 Uhr und 13.30–16 Uhr, Fr., 8.30–15 Uhr. Telefon 056 418 85 11, Fax 056 402 02 82. www.spreitenbach.ch. Schalteröffnungszeiten der Regionalpolizei an der Poststrasse 13 in Spreitenbach Montag, 8.30–11.30 Uhr und 13.30–18.30 Uhr; Dienstag, 8.30–11 Uhr; Mittwoch, Posten geschlossen; Donnerstag, 8.30–11 Uhr; Freitag, 8.30–15 Uhr.
Neuzuzügerbegrüssung verschoben Aufgrund der aktuell bekannten Bestimmungen zur Eindämmung der Coronapandemie hat der Gemeinderat diesen Anlass ins Jahr 2021 verschoben. Es wird im kommenden Jahr somit eine Begrüssungsfeier für die Neuzuzüger der letzten zwei Jahre organisiert werden.
Spreitenbach
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Baubewilligungen sind erteilt worden an: Altersheimverein, Spreitenbach, für Neubau Alterswohnungen im Brühl, Untere Dorfstrasse 8; Modellfluggruppe Dietikon, für Modellflugpiste, Rasenfläche, HardINSERATE
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WÜRENLOS
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Virus fördert Dichtestress im Wald Jagdaufseher Sven Böhringer stellt mehr Verstösse von Mountainbikern und Waldbesuchern fest. Er versucht aufzuklären – stösst dabei aber nicht immer auf Verständnis. SIBYLLE EGLOFF
Sven Böhringer bahnt sich den Weg durch den Bicker Wald in Würenlos. Er ist mit seinem Hund Floki abseits des befestigten Wegs unterwegs – für Fahrzeuge und Reiter eigentlich verboten. Doch der Jagdaufseher der Gemeinde Würenlos will zeigen, dass das einige Waldbesucher nicht ernst nehmen. «Die Seitentriebe wurden bewusst abgeschnitten. Das ist ein glatter Schnitt», sagt Böhringer und zeigt auf ein paar Jungpflanzen entlang des Wegs. «Das ist ein illegaler Mountainbike-Trail, der zum Befahren absichtlich freigehalten wird.» Böhringer ist fast jeden Tag im Würenloser Forst unterwegs und trifft immer wieder auf Personen, die sich nicht an die Regeln halten. «Es gilt ein generelles Fahrund Reitverbot im Wald, nur auf befestigten Wegen aus Asphalt, Schotter oder Kies darf geritten und gefahren werden.» Viele würden sich daran halten, aber nicht alle. Seit der Coronakrise stellt Böhringer häufiger als sonst Verstösse fest. «Man könnte überspitzt sagen, dass die Pandemie für Dichtestress im Wald sorgt.» So ist es auch an diesem Samstagmorgen. Der Parkplatz beim Hüttikerberg ist um 10 Uhr bereits gut besetzt. Im Internet gebe es viele Seiten, auf denen Mountainbiker ihre Touren festhalten. «Die Leute haben dann das Gefühl, dass es in Ordnung ist, hier durch den Wald zu fahren. Das verschärft das Problem.» Böhringer meldete die Verstösse der Gemeinde Würenlos. Diese macht deshalb auf ihrer Website ebenso auf die Vor-
Jagdaufseher Sven Böhringer geht mit Hund Floki durch den Wald. schriften im Wald aufmerksam. «Es geht mir nicht darum, dauernd den Mahnfinger zu erheben. Doch ich möchte das Verständnis dafür wecken, dass jeder Besuch im Wald Spuren hinterlässt. Die Leute müssen begreifen, dass der Wald nicht ihnen gehört. Der Wald ist nicht das erweiterte Wohnzimmer oder das Fitnessstudio des Menschen.» Die Waldbewohner flüchten vor heranfahrenden Mountainbikern Der Wald diene Tieren als Lebensraum. «Die Störung durch den Menschen hat Konsequenzen.» Das Betreten von Pfaden abseits des Waldwegs führe beim Wild zu Stress. «Das Heranfahren eines Mountainbikers, der viel schneller unterwegs ist als ein Fussgänger, löst bei den Tieren Alarmbereitschaft aus. Sie flüchten. Während der Flucht können sie nicht fressen, sich nicht um ihre Jungen kümmern. Das hat Auswirkungen auf ihre Gesundheit», erklärt Böhringer. Zudem würde das Wild eine Fluchtdistanz von etwa 50 Metern einhalten. «Wenn ihr Lebensraum zusätzlich durch illegale Mountainbike-Trails durchschnitten wird, ziehen sie sich noch
Sibylle Egloff
mehr zurück, finden vielleicht zu wenig Nahrung», sagt Böhringer. Ein Dorn im Auge sind dem Jagdaufseher auch Spaziergänger, die Blumen im Wald und auf Wiesen ausreissen. «Wenn ich sie darauf anspreche, sagen sie, dass es sich ja nur um ein paar Blumen handle. Doch wenn das 30 Leute tun, ist der Schaden beträchtlich.» Er verstehe nicht, wieso sich die Leute nicht einfach an einem schönen Plätzchen in der Natur an den Pflanzen erfreuen könnten, ohne diese gleich mitnehmen zu müssen. Es raschelt im Wald. «Da sind schon die Ersten», sagt Böhringer, noch bevor er sich in Richtung Geräuschquelle umdreht. Tatsächlich kommen ihm ein Vater und ein Kind auf dem Velo entgegen. Als Böhringer Ersteren auf das Fahrverbot im Wald anspricht, reagiert dieser überrascht. Er habe nicht gewusst, dass das nicht erlaubt sei. Der Vater zeigt sich einsichtig und will mit seinem Sohn auf den befestigten Weg zurückkehren. Einen halben Kilometer tiefer im Wald trifft Böhringer auf den nächsten fehlbaren Mountainbiker. Er zeigt kein Verständnis. «Es ist verrückt,
dass man den Leuten alles kaputt macht», sagt der Mann entrüstet. Die Wege sollten mit Schildern gekennzeichnet werden. Das sei genau das, was man verhindern wolle, sagt Böhringer. «Wer in den Wald geht, soll sich vorher darüber informieren, was er darf und was nicht. Wir wollen ihn nicht in einen Schilderwald verwandeln.» Als er dem Mountainbiker erklären will, weshalb das Fahren abseits des befestigten Wegs für die Tiere verheerende Folgen haben kann, reagiert dieser defensiv. Er sei Veganer, ihm würden Tiere am Herzen liegen. «Sie wollen die Tiere doch nur schützen, damit Sie sie nachher abknallen können», sagt er zu Böhringer. Die Konsequenz für ihn sei, dass er nie wieder hierher kommen werde, sagt er und fährt davon. Böhringer muss sich öfters solche Aussagen anhören. «Viele Leute fühlen sich angegriffen, wenn ich sie auf das Verbot aufmerksam mache.» Man müsse sich ein dickes Fell zulegen. Er ärgere sich, dass viele kein Unrechtsbewusstsein hätten. «Wir Jäger sind die letzten Fürsprecher des Waldes. Das Erlegen der Tiere macht fünf Prozent unserer Tätigkeit aus. Dies tun wir, um das Gleichgewicht der Flora und Fauna zu regulieren.» Er ist sich sicher, dass er den Mountainbiker wieder im Bicker Wald antreffen wird. Auf dem Weg zurück schüttelt er den Kopf, als er Pferdeäpfel und ein verlassenes Zelt samt Feuerstelle entdeckt. An einer Gabelung besprechen drei Mountainbiker ihre Route. «Ich wusste, dass er wiederkommen wird», so Böhringer. Einer der drei Männer ist der Mountainbiker, der 15 Minuten zuvor noch gelobte, nie wieder den Wald zu besuchen. Für Böhringer ist das frustrierend. Doch er gibt nicht auf. «Die Natur und die Tiere entschädigen mich. Wenn ich eine Weile im Wald sitze und junge Rehkitze beobachte, dann weiss ich, wofür ich das hier alles mache.»
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WÜRENLOS AUS DEM GEMEINDERAT
Saisoneröffnung im Schwimmbad Wiemel Das Schwimmbad Wiemel ist – mit coronabedingter Verspätung – seit 6. Juni für die diesjährige Saison geöffnet. Während der Sommermonate Juni, Juli und August ist das Bad täglich bis 20.30 Uhr geöffnet. Die detaillierten Öffnungszeiten und das ganze Angebot können der Website unter www.wiemel.ch oder dem Flyer, der allen Würenloser Haushaltungen verteilt wird, entnommen werden. Auf der Website ist täglich auch ersichtlich, ob das Freibad geöffnet ist oder nicht. Die Badesaison dauert bis 13. September. Die Badibeiz ist jeweils ab 9 Uhr geöffnet. Der Zutritt ist auch ohne Besuch des Freibades möglich. Unentgeltliche Rechtsauskunft per Telefon Aufgrund der momentanen Situation mit dem Coronavirus können die persönlichen Beratungstermine der unentgeltlichen Rechtsauskunft aktuell nicht stattfinden.
Als Ersatzlösung wird die unentgeltliche Rechtsauskunft während dieser Zeit telefonisch angeboten. Für die kommenden Tage wird die Auskunft wie folgt angeboten: 15. Juni, 17–18.30 Uhr, Tel. 062 752 80 00; 17.30–18.30 Uhr, Tel. 062 822 93 82; 17.30–19 Uhr, Tel. 062 865 10 05; 16. Juni, 12–13 Uhr, Tel. 056 675 10 20; 18. Juni, 17–18 Uhr, Tel. 056 460 60 00; 18.30–19.30 Uhr, Tel. 056 204 02 00; 22. Juni, 16.30–17.30 Uhr, Tel. 062 888 25 21; 17– 18 Uhr, Tel. 056 203 14 95; 17–18.30 Uhr, Tel. 062 752 80 00; 17.30– 18.30 Uhr, Tel. 062 832 55 55; 23. Juni, 12–13 Uhr, Tel. 079 981 65 11; 24. Juni, 12–13 Uhr, Tel. 056 245 62 45; 17.30–18.30 Uhr, Tel. 062 824 84 04; 29. Juni, 17.30–18.30 Uhr, Tel. 056 203 14 95; 18–19 Uhr, Tel. 062 837 50 37; 30. Juni, 17.30–18.30 Uhr, Tel. 056 282 28 80. Alle Auskunftstermine und die entsprechenden Auskunftstelefonnummern sind auf der Website des Anwaltsverbandes www.anwaltsverband-ag.ch aufgeschaltet.
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Du bist immer positiv durchs Leben gegangen und hast mit deiner unbändigen Energie und unglaublicher Stärke alles gut gemeistert. Du gabst Deine Liebe den Menschen und den Tieren gleichermassen. Deine grosse Hilfsbereitschaft und Güte bleibt unvergessen. – Wir sind für immer in unseren Herzen verbunden!
Alice Ernst-Moser 5. März 1931 - 6. Juni 2020
Die Termine für Juli werden Ende Juni bekannt gegeben. Gartenabfälle schaden der Waldgesundheit Es blüht wieder in den Gärten. Was manche Gartenbesitzer nicht wissen: Auch wenn sie noch so schön sind, von einigen als Zierpflanzen von weit hergeholten Gewächsen geht eine ernstzunehmende Gefahr aus. Sie haben bei uns keine natürlichen Konkurrenten, breiten sich leicht über den Gartenzaun hinaus aus und verdrängen wertvolle heimische Arten oder verschleppen Krankheiten und Schädlinge. Besonders betroffen ist der Wald. Fatal ist, wenn solche Pflanzen, sogenannte Neophyten, mit Gartenabfällen direkt in den Wald gelangen. Einmal ausgewildert, ist es für Waldeigentümer und Forstprofis schwierig und teuer, die wuchernden Fremdlinge wieder zu stoppen – mancherorts sogar unmöglich. Neophyten wachsen unkontrolliert zu neuen, dichten Beständen heran und nehmen anderen Pflanzen, besonders jungen Bäumchen, den Platz und das Licht weg. Damit stören sie die Naturverjüngung, wie sie in vielen Wäldern praktiziert wird, also das eigenständige Nachwachsen der verschiedenen heimischen Baumarten. Das Problem ist so ernst geworden, dass das Jahr 2020 von der FAO, der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen, gar zum Internationalen Jahr der Pflanzengesundheit ausgerufen wurde. Die Bevölkerung wird gebeten, verantwortungsbewusst zu handeln und Gartenabfälle fachgerecht zu entsorgen. Neophyten gehören in den Abfallsack! Infos unter www.waldschweiz.ch. INSERATE
Baugesuchspublikation Voller wunderschöner Erinnerungen, Liebe und Dankbarkeit: Erwin Ernst-Moser und Rita & Urs Ernst-Möckel Die Urnenbeisetzung findet im engsten Familienkreis statt. Traueradresse: Erwin Ernst, Flühstrasse 6, 5436 Würenlos
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Würenlos, 08.06.2020
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Baugesuch Nr.: 202051
Bauherrschaft: Brunner Josef, Bachwiesenstrasse 5, 5436 Würenlos Bauvorhaben: Aussengerät für Luft-Wasser-Wärmepumpe Lage: Parzelle 3491 (Plan 71), Bachwiesenstrasse 5 Zone: Wohnzone W2 Gesuchsauflage vom 12. Juni bis 13. Juli 2020 während der ordentlichen Schalterstunden im Büro der Bauverwaltung. Allfällige Einwendungen sind innerhalb der Auflagefrist im Doppel an den Gemeinderat zu richten und haben einen Antrag und eine Begründung zu enthalten. BAUVERWALTUNG WÜRENLOS
«‹Bei uns Am 14. Juni 2019 fand in der Schweiz der Frauenstreik statt. Gianna und Silvia Ferrari haben teilgenommen. Ein Jahr später sind sie sich einig: Verändern müsse sich noch viel. RAHEL BÜHLER
In Violett gekleidet, mit Plakaten und Spruchbändern bewaffnet, auf Pfannen trommelnd haben am 14. Juni 2019 schätzungsweise 500 000 Menschen, vorwiegend Frauen, am Frauenstreik teilgenommen (siehe Box rechts). Unter ihnen auch die Würenloserin Silvia (56) und ihre Tochter Gianna (25) Ferrari. Die Limmatwelle hat bereits damals über das Mutter-Tochter-Paar geschrieben. Im Gespräch ein Jahr später schauen die Berufsschullehrerin und die Masterstudentin auf den Anlass zurück. Wie haben Sie den 14. Juni 2019 verbracht? Gianna Ferrari: Am Mittag war ich mit meiner Grossmutter in Baden beim Streikzmittag. Am Nachmittag nahmen wir mit Mama, ihren und meinen Freundinnen an der Demonstration in Aarau teil. Silvia Ferrari: Ich hatte Unterricht bis 15.30 Uhr und ging dann nach Aarau. Gianna: Mein Höhepunkt war, als Mama und ihre Freundinnen begannen «Ufe mit de Frauelöhn, abe mit de Boni» zu singen. Bei «ufe» haben sie sich in die Höhe gestreckt, bei «abe» gebückt. Silvia: Alle waren in Aufbruchsstimmung. Wir spürten eine grosse Solidarität. Auch Männer fühlten sich angesprochen. Es waren auch viele ältere Frauen unter den Demonstrierenden in Aarau. Gianna: Ich kenne Aktivismus vor allem unter Menschen in meinem Alter. Ich bin es gewohnt, dass sie für ihre Überzeugungen einstehen. Von den älteren Generationen kenne ich das weniger. Aber sie waren auch da. Und das fand ich cool. Silvia: Punkto Gleichberechtigung hat sich schon etwas verändert. Wir sind uns des Themas heute bewusster. Aber es muss sich noch viel mehr ändern. Gianna: Es ist besser, aber nicht gut. Silvia: Genau. Die Löhne von Frauen sind zum Beispiel immer noch tiefer als jene von Männern.
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bezahlt die Frau›, sagte mein Mann» Was haben Sie sich vom Frauenstreik gewünscht? Silvia: Ich wollte, dass sich endlich etwas verändert. Ich finde, wir müssen Verantwortung wahrnehmen. Nicht nur privat, sondern auch in der Gesellschaft. Eingetreten ist dieses Szenario in der Schweiz aber noch nicht. Gianna: Verantwortung ist ein gutes Stichwort. Diskriminierung von Frauen ist kein Frauenproblem. Männer tragen zum Problem bei und müssen Teil der Lösung sein. Wir als weisse Menschen müssen zum Beispiel auch Verantwortung übernehmen beim Thema Rassismus.
Mutter und Tochter im Gespräch: Silvia (links) und Gianna unterhalten sich über den Frauenstreik von 2019. Was ist Ihnen vom Frauenstreik besonders in Erinnerung geblieben? Silvia: Die Frauenanliegen sind noch nirgends. Im Vorfeld wurde ja gesagt, es brauche den Streik nicht. Das ist falsch. Wir könnten jedes Jahr einen Frauenstreik machen. Um an den Punkt zu gelangen, wo andere Länder, wie Schweden oder Dänemark, bereits sind. Dort ist es keine Frage: Die ganze Familie ist für die Kinder verantwortlich. Frauen arbeiten. Es gibt einen Vaterschaftsurlaub. Und wenn man eine Kinderbetreuung braucht, erhält man sie. Gianna: Kinderbetreuung ist nicht Privatsache. Corona hat aufgezeigt, was passiert, wenn Tagesstätten ausfallen. Wie viel Arbeit Kinderbetreuung ist. Silvia: Jeder Mensch muss privat Verantwortung tragen. In der Gesellschaft aber auch. Alle sind verantwortlich, dass es den Kindern und der Gesellschaft gut geht. Ich finde, es müsste in der Schweiz so sein wie in Schweden. Wenn Sie in Ihrer Familie oder mit Freunden darüber sprechen, wie ist die Reaktion? Gianna: Viele Leute, die sich zuvor nicht verantwortlich gefühlt oder sich nicht dafür interessiert haben, haben sich dann auch dafür engagiert und waren ein Teil
der Bewegung. Die Aufmerksamkeit für den Streik war gross. Silvia: Es gab aber auch viele kritische Stimmen, die fanden, es gehe ihnen ja gut. Wenn du zufrieden bist, gehst du nicht auf die Strasse. Gianna: Es kann jetzt niemand mehr sagen, die Frauen in der Schweiz seien zufrieden. Sonst wäre nicht eine halbe Million auf die Strasse gegangen. Das war das Allercoolste am Frauenstreik. Hat der Frauenstreik überhaupt etwas gebracht? Gianna: Es ging ein Ruck durch die Gesellschaft. Silvia: Ja. Das Resultat der Parlamentswahlen im November hat das gezeigt. Die Leute sind sich heute bewusster, was alles anders laufen könnte. Was könnte anders laufen? Silvia: Die Löhne für die gleiche Arbeit könnten gleich sein. Es könnte mehr Frauen in Führungspositionen geben. Die Kinderbetreuung könnte verstaatlicht sein. Das Ergebnis der Parlamentswahl im Oktober mit einem noch nie dagewesenen Frauenanteil oder die Diskussion um den Vaterschaftsurlaub, sind das Folgen des Frauenstreiks? Gianna: Ja. Das Thema Vaterschaftsurlaub
Rahel Bühler
schwebte schon vorher umher. Aber das Geld fehlte. Ich verstehe nicht, wieso Politiker für Dinge wie Kinderbetreuung kein Geld ausgeben wollen, aber für anderes, wie die Rettung der Swiss nach der Coronakrise, schon. Es ist den Politikern – ich sage bewusst Politiker, nicht Politikerinnen – nicht genug wichtig. Wenn Sie an das vergangene Jahr zurückdenken, kommt Ihnen eine Situation in den Sinn, in der Sie sich diskriminiert gefühlt habt? Silvia: Ja. Als die Offerte für Umbauarbeiten im Haus an meinen Mann adressiert war, nachdem ich das Vorhaben mit dem Handwerker besprochen hatte. Beim nächsten Treffen habe ich ihn darauf angesprochen. Das sei so, meinte er. Schliesslich sei es immer der Mann, der die Rechnungen bezahle. Mein Mann war bei diesem Gespräch dabei. Er antwortete: «Nein, bei uns bezahlt die Frau.» Später kam nochmals eine Offerte. Sie war immer noch an meinen Mann adressiert. Das hat mich persönlich getroffen. Gianna: Die Lösung des Gleichstellungsproblems ist auch Männersache. Es braucht Männer, die in solchen Situationen nicht nur mitlachen oder nicht reagieren, sondern die Frauen unterstützen.
Wie soll es jetzt weitergehen? Silvia: Das Bewusstsein für die Gleichberechtigung soll noch grösser werden. Es soll Veränderungen geben. Das fängt etwa beim Sprachgebrauch an: Wir können nicht nur die männliche, sondern auch die weibliche Form verwenden. Es sind kleine Dinge, die sich in den Alltag schleichen, und plötzlich sind sie normal. Und irgendwann ist dann allen bewusst: Frauen werden benachteiligt und das ist falsch so. Wie verbringen Sie den 14. Juni dieses Jahr? Silvia: Ich werde an den 14. Juni von vor einem Jahr denken. Und hoffen, dass es bald wieder einen Streik gibt. Gianna: Auch heuer gibt es Aktionen. Das Ziel im Aargau ist es, in allen Bezirken Plakate in kleinen Gruppen aufzuhängen. Oder die Botschaft via Social Media zu verbreiten. Ich sehe mich schon, wie ich beim Coop Würenlos mit einem Plakat sitze. Wichtig finde ich beim Aktivismus: Es sollen sich alle so beteiligen, wie sie mögen.
Das war der Frauenstreik Der Frauenstreik fand am 14. Juni 2019 statt. Laut dem Schweizerischen Gewerkschaftsbund nahmen 500 000 Menschen in der ganzen Schweiz daran teil. Es gab Kundgebungen, Sitzstreiks, Demonstrationen. Die Nationale Streikkoordination spricht von der grössten politischen Demonstration der neueren Schweizer Geschichte. Gemäss Frauenstreik Aargau haben im Aargau 7000 Menschen an den Aktionen an elf Standorten teilgenommen. Etwa 3500 waren an der Demonstration in Aarau dabei. Für heuer sind kleinere Aktionen, wie etwa Lärm vom Balkon oder Plakate aufhängen, geplant. (rb)
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RAIFFEISENBANK LÄGERN-BAREGG
Mit einem neuen Flaggschiff fährt die Raiffeisenbank in die Zukunft Die Raiffeisenbank Lägern-Baregg baut in Wettingen einen neuen Hauptsitz. In einem Wettbewerb hat die Bank ein städtebaulich passendes Projekt ausgewählt. Iwan Suter, Vorsitzender der Bankleitung, erläutert das Projekt und die Entwicklung des Unternehmens. Herr Suter, vor rund 40 Jahren verlegte die Raiffeisenbank Wettingen ihren Sitz ins Wohn- und Geschäftshaus an der St.-Bernhard-Strasse. Weshalb genügt dieses den Anforderungen nicht mehr? Iwan Suter: In den Obergeschossen des Hauses waren ursprünglich Wohnungen untergebracht. Diese wurden aufwändig in Büros umgebaut. Trotzdem genügen die Räume den Anforderungen für optimale Arbeitsabläufe nicht mehr. Auch der Kundenraum im Erdgeschoss ist ungeeignet. Der Hauptgrund des Neubaus ist aber die sehr schlechte Bausubstanz. Sie präsentieren nun ein Neubauprojekt, das in den nächsten Jahren realisiert werden soll. Es besteht aus zwei Gebäuden. Weshalb? Für das Projekt hatten wir einen Wettbewerb ausgeschrieben mit der Vorgabe, dass sich der Neubau städtebaulich in die Umgebung einpassen muss. Die Parzelle gehört noch zur Landstrassenzone und gleich dahinter beginnt die Dorfzone. Diese Situation haben die Architekten des Siegerprojektes sehr gut aufgenommen, indem sie zwei Gebäudekörper vorschlugen, wobei das östliche Gebäude eine Etage weniger hoch ist, als es von der Zonierung her möglich wäre. Wie sieht der Realisierungsplan der neuen Bank in Wettingen aus? Wir sind in der Projektierungsphase und diese wird uns noch das ganze Jahr beschäftigen. Mit der Gemeinde stehen wir in Kontakt. Wir sind optimistisch, das Baugesuch im 1. Quartal 2021 einreichen
Aussenansicht und Wohnung Es handelt sich bei beiden Fotos um Simulationen aus der Vorprojektphase, die einen ersten groben Eindruck der Gebäude und der wohnlichen Atmosphäre darstellen sollen. zu können. Wenn die Bewilligungsphase optimal verläuft, hoffen wir, im 2. Quartal 2021 mit dem Abbruch beginnen zu können. Sicher ist, dass das Gebäude nach nachhaltigem Prinzip gebaut wird. Wann werden Sie die ersten Kundinnen und Kunden im Neubau begrüssen? Der 22.12.2022 ist unser Wunschdatum für die Eröffnung. Was wird die Kunden im Neubau erwarten? Unser rechtlicher Hauptsitz wird eine moderne, schöne Bank mit hellen Räumen sein. Direkt beim Eingang liegt die 24-Stunden-Zone mit Bargeldautomaten und Kundentresor. In der Kundenhalle steht ein Empfangsdesk und dahinter sind Besprechungsräume vorgesehen. Insgesamt richten wir Arbeitsplätze für 5 bis 6 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein. Mit dem Neubau gibt es weniger Parkplätze. Wir wollen damit dem Nachhaltigkeitsgedanken nach weniger motorisiertem Verkehr Rechnung tragen. Die Anlage wird aus zwei Gebäuden bestehen, was ist neben der Bank noch vorgesehen? Die Bank richten wir im Erdgeschoss des östlichen Gebäudes ein. Im westlichen Gebäude ist im Erdgeschoss ebenfalls ein publikumsnaher Betrieb vorgesehen, das verlangt der Zonenplan. Willkommen wäre uns eine Bäckerei mit Café, die auch den Vorplatz beleben
würde. In den Obergeschossen sind 15 Mietwohnungen vorgesehen. Insgesamt werden wir in den Neubau rund 10 Millionen Franken investieren. Wo wird während des Umbaus das Bankprovisorium stehen? Das Provisorium soll so nahe wie möglich beim heutigen Standort eingerichtet werden. Wir bieten möglichst alle Bankdienstleistungen an. Die Geldautomaten werden rund um die Uhr zugänglich sein. Da der Platz für unser Provisorium jedoch beschränkt sein wird, müssten komplexere Beratungen in Baden stattfinden. Wie sieht es mit Umbauten in Baden, Birmenstorf und Ehrendingen aus? Die modernisierte Geschäftsstelle Birmenstorf wurde am 13. März eingeweiht. Bis im Sommer modernisieren wir den Verkaufsraum in Baden und die Geschäftsstelle Ehrendingen. Mit der Eröffnung von Wettingen werden alle unsere Immobilien auf dem neuesten Stand sein. Welchen Einfluss hat die Coronapandemie auf die Bank? Wir haben das Hygienekonzept des BAG umgesetzt. Die direkten Kundenkontakte reduzierten wir auf ein Minimum. Besprechungen mit den Bankberatern sind nur nach vorgängiger Terminvereinbarung möglich. Temporär wurden die offenen Schalter mit Plexiglasscheiben ausgerüstet.
Hat die Kundschaft ihr Verhalten geändert? Wir stellen fest, dass viele Leute auf bargeldlose Zahlungsmittel umgestellt haben. Deutlich mehr Bankgeschäfte erledigen unsere Berater via Telefon und Skype. Ich nehme an, dass einige Menschen nach der Lockerung wieder in ihr altes Verhaltensmuster wechseln. Viele dürften ihr «Coronaverhalten» aber in die Zukunft mitnehmen, weil sie positive Erfahrungen damit gemacht haben. Wie sieht die Strategie der Bank nach Corona aus, welche Ziele haben Sie für die nächsten Jahre? Wir bauen unsere Beratungskompetenz weiter aus. Deshalb investieren wir parallel zu den Gebäuden in die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 2019 bauten wir das Anlagekundengeschäft aus. Im laufenden Jahr wird das Privatkundengeschäft angepasst und 2021 wollen wir das Firmenkundengeschäft stärken. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im direkten Kundenkontakt stehen, werden SAQ-zertifiziert. Das heisst, die Banker werden weiter ausgebildet und ihr Wissen wird regelmässig aufgefrischt. Unser Leitbild und Informationen haben wir ins Internet gestellt. Die Kundinnen und Kunden müssen wissen, was bei uns läuft und welche Ziele wir haben. Zudem bekennen wir uns klar zu unseren Standorten und leisten damit einen wichtigen Beitrag für diese Gemeinden. Dies ist Teil unserer genossenschaftlichen Prinzipien, mit welchen wir unsere Wertschöpfung in Form von Krediten, Löhnen unserer Mitarbeitenden und Steuerabgaben der Bank direkt in den lokalen Wirtschaftskreislauf zurückgeben können.
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KIRCHLICHE MITTEILUNGEN
WOCHE NR. 24 FREITAG, 12. JUNI 2020
WOCHE NR. 24 KIRCHLICHE MITTEILUNGEN 15 FREITAG, 12. JUNI 2020
Gottesdienst (Kornelia Baumberger-Dängeli).
«MEIN GOTT»
SPREITENBACH Kath. Pfarrkirche St. Kosmas & Damian, Ratzengasse 3 Samstag, 13. Juni, 18 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunion (Benjamin Meier). Sonntag, 14. Juni, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier (Abbé Zacharie); 18 Uhr, Santa Messa. Mittwoch, 17. Juni, 15 Uhr, Versöhnungsweg für die kath. Schulkinder der 4. und 5. Primarklasse gemäss persönlicher Einladung. Ev.-ref. Kreuzkirche Hasel, Poststrasse 219 Sonntag, 14. Juni, 9.30 Uhr, Gottesdienst (Renate Bilinski).
KILLWANGEN Kath. Pfarrkirche Bruder Klaus, Kirchstrasse 9 Sonntag, 14. Juni, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier (Laurentius Bayer).
WÜRENLOS Kath. Pfarrkirche St. Maria, Schulstrasse 21 Sonntag, 14. Juni, 9.45 Uhr, Zwergligottesdienst im Sigristenhaus; 10 Uhr, Eucharistiefeier (Franz Toni Schallberger); 18 Uhr, Rosenkranzgebet. Mittwoch, 17. Juni, 9.30 Uhr, Wortgottesfeier.
WETTINGEN Kath. Kirche St. Sebastian, Schartenstrasse 155 Samstag, 13. Juni, 17.30 Uhr, der Gottesdienst entfällt; 18 Uhr, Patrozinium in St. Anton: Eucharistiefeier (Hans Boog, Markus Heil, Mario Stöckli, Christina Wunderlin). Sonntag, 14. Juni, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier (Hans Boog). Mittwoch, 17. Juni, 9 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier. Donnerstag, 18. Juni, 8 Uhr, Eucharistiefeier. Kath. Kirche St. Anton, Antoniusstrasse 12 Freitag, 12. Juni, 18.30 Uhr, Eucharistiefeier in der Kirche. Samstag – Patrozinium, 13. Juni, 18 Uhr, Eucharistiefeier (Joseph Kalamba, Markus Heil, Mario Stöckli, Christina Wunderlin). Sonntag, 14. Juni, 11 Uhr, Santa Messa in lingua italiana; 12.30 Uhr, Gottesdienst in kroatischer Sprache. Mittwoch, 17. Juni, 9 Uhr, Eucharistiefeier in der Kirche. Donnerstag, 18. Juni, 19.30 Uhr, Rosen-
kranzgebet mit Eucharistiefeier in kroatischer Sprache in der Kirche. Kloster Wettingen, Klosterstrasse 12 Sonntag, 14. Juni, 9.30 Uhr, christkatholische Eucharistiefeier (Wolfgang Kunicki); Sonntag, 14. Juni, 11 Uhr, römisch-katholische Eucharistiefeier (Hans Boog). Ref. Kirche, Etzelstrasse 22 Sonntag, 14. Juni, 9.30 Uhr, Gottesdienst (Kornelia Baumberger-Dängeli).
NEUENHOF Kath. Pfarrkirche St. Josef, Glärnischstrasse 12 Samstag, 13. Juni, 18.30 Uhr, Eucharistiefeier (Abbé Zacharie). Sonntag, 14. Juni, 11 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier (Benjamin Meier). Ev.-ref. Kirchgemeindehaus Lindenstrasse 11 Sonntag, 14. Juni, 10.30 Uhr,
Ref. Kirche Würenlos, Gipfstrasse 4 Sonntag, 14. Juni, 9.30 Uhr, Gottesdienst (Timothy Cooke). Klosterkirche Fahr Es finden noch keine Gottesdienste in der Klosterkirche statt. Die St.-Anna-Kapelle ist von Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr geöffnet.
KIRCHLICHE HINWEISE Retraite Am Mittwoch, 17. Juni, bleibt das Pfarramt Neuenhof am Nachmittag geschlossen. Das Pfarramtteam befindet sich in einer Retraite. Besten Dank für das Verständnis. Morgengebet, ev.-ref. Dorfkirche, Chilegass 18, Spreitenbach, Donnerstag, 18. Juni, 7 Uhr Bibelforum Johannesbrief, reformierte Kirche, Chilestübli, Gipfstr. 4, Würenlos, Donnerstag, 18. Juni, 19 Uhr.
Stefan Moll Pfarrer der evangelischmethodistischen Kirche Baden-Wettingen
Jetzt sind Gottesdienste wieder erlaubt. Allerdings mit Hygienevorschriften: Abstand halten, nicht singen, kein Schwätzchen beim Kirchenkaffee, Abendmahl mit Maske. Wenn es um die Gesundheit geht, werden die Kirchen zu den Vorsichtigsten im Land gehören. In Frankreich und Deutschland wurden viele in Gottesdiensten angesteckt. Das soll nicht noch einmal passieren. Darum werden die Massnahmen minutiös umgesetzt. Das ist auch richtig so. Und doch werde ich mit dieser klinisch reinen Kirche nicht richtig warm. Ich freue mich auf den Tag, an dem wir uns wieder die Hände geben werden. Dann werden wir wieder als ganze Gemeinde Platz finden, denn bei uns gibt es keine leeren Kirchenbänke, um Abstände einzuhalten. Ich freue mich, wenn wieder Kinder herumrennen, mal ein Hund im Gottesdienst sitzt oder einer ungewaschen und mit zerrissenen Kleidern aus der Bibel liest. Kirche so überhygienisch ist nichts für mich. «Meh Dräck», sagte einst Chris von Rohr. Und genau das brauchen auch die Kirchen. Keine so ausgewogenen Predigten, dafür mal eine Pfarrerin, die mit der Faust auf die Kanzel haut und Unrecht beim Namen nennt. Wieder Feste feiern, wie einst Jesus mit jenen, die sonst nichts zu feiern haben. Auch mal Platz für Streit. Sich die Hände dreckig machen, wenn man jemandem ganz praktisch hilft. Vorläufig sind uns noch besondere Hygienemassnahmen verordnet. Das geht vorbei. Es ist nötig, damit niemand angesteckt wird. Aber Kirche soll ansteckend sein: ansteckend mit Liebe und Lebensfreude, infiziert mit dem Gottvertrauen und der Hoffnung von Jesus Christus. So stelle ich mir Kirche vor. Vielleicht manchmal etwas schmuddelig. Aber voller Leben. Feedback an: redaktion@limmatwelle.ch
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AGENDA
WOCHE NR. 24 RÄTSEL 16 FREITAG, 12. JUNI 2020
WOCHE NR. 24 FREITAG, 12. JUNI 2020
KREUZWORTRÄTSEL 24 300 Exemplare. Erscheint jeden Donnerstag. Amtliches Publikationsorgan der Gemeinden Wettingen, Neuenhof, Killwangen, Spreitenbach und Würenlos. HERAUSGEBERIN CH Regionalmedien AG, Kronenplatz 12, 5600 Lenzburg GESCHÄFTSFÜHRER Stefan Biedermann, stefan.biedermann@chmedia.ch, Telefon 058 200 58 10
REDAKTION redaktion@limmatwelle.ch, Telefon 058 200 58 20 REDAKTIONSLEITUNG Melanie Bär, melanie.baer@chmedia.ch
BINOLOGIC
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In jeder Zeile oder Spalte, aber auch in jedem der neun Quadrate, müssen Zahlen von 1 bis 9 stehen. Jede Zahl darf in jeder Zeile oder Spalte sowie in jedem Quadrat nur einmal vorkommen.
Es dürfen nicht mehr als zwei aufeinanderfolgende X oder O in jeder Zeile oder Spalte vorkommen und in jeder Zeile und jeder Spalte stehen gleich viele X und O. Alle Zeilen und alle Spalten sind einzigartig.
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