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Limmatwelle Woche 21

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Offiz. Amtliches Publikationsorgan des Kreis 2 Limmattal für die Gemeinden Wettingen, Neuenhof, Killwangen, Spreitenbach und Würenlos Freitag, 22. Mai 2020, 59. Jahrgang, Nr. 21

Gemeinden halten sich an Kanton

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Marcel Lang folgt auf Vali Schmid

Wenn es um die Bewilligung des Die Spreitenbacherinnen Baus von 5G-Antennen geht, halten und Spreitenbach haben sich die Gemeinden an die Vorgaben von Kanton und Bund. Gibt es we- am Sonntag Marcel Lang sentliche Veränderungen oder neue deutlich zum GemeindeAntennen, braucht es ein normales präsidenten gewählt. Bewilligungsverfahren. Bei «unwesentlichen» Änderungen gibt es ein vereinfachtes Verfahren. Neuenhof MELANIE BÄR handhabt die Regeln allerdings et- «Ich freue mich auf die Zusammenwas anders. (rb) S. 13 arbeit mit den Kolleginnen und Kollegen der Gemeinde sowie den Austausch mit der Bevölkerung», schreibt Marcel Lang (parteilos) auf Anfrage nach seiner Wahl am Sonntag. Mit 969 von 1413 Stimmen ist der 45-Jährige im ersten Wahlgang Seit 11. Mai sind die Restaurants als Gemeindepräsident gewählt und Bars in der Schweiz wieder of- worden. Er folgt auf Valentin fen. 800 bis 900 von 1200 Betrieben Schmid (parteilos), der nach acht haben laut GastroAargau-Präsident Jahren als Gemeindepräsident zuBruno Lustenberger geöffnet. Eine rücktrat. Vizepräsident Markus Umfrage bei verschiedenen Restau- Mötteli (CVP) erhielt 405 Stimmen. rants in der Region bestätigt seine Für den frei gewordenen Sitz als Aussage. Die Wirte sind froh, dür- Gemeinderat wurde SVP-Ortspräsifen sie ihre Betriebe wieder öffnen, dent Edgar Benz gewählt. Er holte sagen sie. (rb) S. 14/15 815 von 1413 Stimmen. 399 Perso-

Viele Restaurants sind wieder offen

Marcel Lang (r.) stiess mit Partner Sébastien Van de Walle auf die Wahl an. nen stimmten für Kandidat Erhard Fricker (parteilos). Als Mitglied der Geschäftsprüfungskommission ist Mike Heggli mit 868 Stimmen gewählt worden (von 1288 Stimmen). 369 Personen

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stimmten für Stefan Waldvogel (FDP). Die Stimmbeteiligung betrug bei den Ersatzwahlen des Gemeinderats 30 Prozent und bei der Geschäftsprüfungskommission 28,2 Prozent. Bericht S. 8/ und10/11


2 Absage Ortsbürgergemeindeversammlung vom 15. Juni 2020 Gemäss der kantonalen Sonderverordnung 1 zur Begegnung von Störungen der öffentlichen Ordnung und Sicherheit sowie sozialen Notständen infolge des Coronavirus vom 1. April 2020 dürfen derzeit keine Gemeindeversammlungen durchgeführt werden. Sofern ein Geschäft keinen Aufschub duldet, ist dieses der Urnenabstimmung zu unterstellen (§ 12 Sonderverordnung 1). Die Frist für die Genehmigung der Jahresrechnung wurde gemäss § 13 Sonderverordnung 1 bis am 31. Dezember 2020 verlängert. Dem Gemeinderat sind aktuell keine Geschäfte bekannt, die nicht bis zur ordentlichen Ortsbürgergemeindeversammlung im Dezember aufgeschoben werden können. Demzufolge hat der Gemeinderat am 7. Mai 2020 folgende Beschlüsse gefasst: 1. Die für die Ortsbürgergemeindeversammlung vom 15. Juni 2020 vorgesehenen Geschäfte werden auf die nächste ordentliche Versammlung verschoben. Diese findet voraussichtlich am 14. Dezember 2020 statt. 2. Die Ortsbürgergemeindeversammlung vom Montag, 15. Juni 2020, wird abgesagt. Der Gemeinderat dankt den Mitgliedern der Ortsbürgergemeinde für die Kenntnisnahme sowie das Verständnis. Wettingen, 14. Mai 2020 Gemeinderat Wettingen

Baugesuche Bauherrschaft: Ronola Immobilien AG Rafael Geiser, Blegistrasse 11b, 6340 Baar Bauobjekt: Umnutzung Gastronomieräume in Praxis Baustelle: Seminarstrasse 71 Parzelle: 5303 Zusatzgesuche: keine Bauherrschaft: Monika Waldis und Andreas Weber, Heckenweg 5, 5430 Wettingen Bauobjekt: Anbau Einfamilienhaus Baustelle: Heckenweg 5 Parzelle: 4626 Zusatzgesuche: keine Gemäss § 10 SonderV 20-1 erfolgt die öffentliche Auflage der Pläne bis auf Weiteres online über www.wettingen.ch. Eine Einsichtnahme vor Ort kann nur in begründeten Fällen und nach vorheriger Absprache zugestanden werden. Öffentliche Planauflage vom 23. Mai bis 22. Juni 2020. Allfällige Einwendungen sind im Doppel während der Auflagefrist dem Gemeinderat einzureichen. Sie haben eine Begründung und einen Antrag zu enthalten.

Bau- und Planungsabteilung

WETTINGEN

«Ohne Hilfe hätte Michael aus Wettingen schliesst dieses Jahr seine Lehre ab. Wie viele andere im Kanton Aargau auch. Der Unterschied: Er brauchte dabei finanzielle Unterstützung. RAHEL BÜHLER

Genau wie tausende andere junge Erwachsene schliesst Michael dieses Frühjahr seine Lehre ab. Er befindet sich im Endspurt seiner vierjährigen Ausbildung zum Automatiker. Eine Lehre kostet Geld. Geld für Schulbücher, Mittagessen, Busabo. Geld, das Michael und seine Familie nicht hatten. Deshalb erhielt er Unterstützung von der Wettinger Joseph- und Franz-Prost-Stiftung. Michael heisst eigentlich nicht Michael. Er steht zwar zu seiner Geschichte. Seinen vollen Namen in der Zeitung zu lesen, ist ihm aber unangenehm. Seit zehn Jahren lebt der heute 20-Jährige mit Mutter, Schwester und Bruder in Wettingen. «In der dritten Sek kam das Thema Berufswahl auf den Tisch», sagt Michael beim Telefoninterview. Zuerst habe er sich für den Hochbauzeichner interessiert, später für den Automatiker. «Ich habe mich bei verschiedenen Unternehmen beworben, befand mich in der engeren Auswahl. Es hat aber nie geklappt.» Er vermutet, das habe mit seinen Noten zu tun gehabt. Laut berufsberatung.ch erfordert eine Automatikerlehre gute Leistungen in Mathema-

Der 20-jährige Michael erhielt finanzielle Hilfe tik und Physik. Michaels Noten pendelten sich zwischen 4 und 4,5 ein. Also suchte er nach Alternativen. Und fand den Beruf des Automatikmonteurs. Nach einer Schnupperlehre erhielt er die Lehrstelle in einem Aargauer Betrieb, der Schaltanlagen und Steuerungen entwickelt. Um an seinen Arbeitsort zu gelangen, brauchte er ein Busabo. «Zu Beginn der Lehre hat man noch nicht so viel Geld. Meine Mutter ist alleinerziehend. Sie konnte mich auch nicht unterstützen», blickt der 20-Jährige zurück. Da habe sie ihn auf Stiftungen aufmerksam gemacht, die junge Menschen in Ausbildung unterstützen. Wie die Jo-

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die Lehre nicht geklappt»

für seine Lehre.

Symbolbild: Sandra Ardizzone/Archiv

seph- und Franz-Probst-Stiftung. Sie bewilligte Michaels Antrag. So erhielt er 1000 Franken für das erste Lehrjahr. Nach dem ersten Lehrjahr wechselte er den Beruf Während dieses Jahres habe er «den Knopf aufgemacht»: «Die Fächer machten mir Spass. Deshalb machte ich auch die Hausaufgaben gerne. Sie waren mir aber zu einfach», sagt er. So habe er mit der Zeit etwas das Interesse verloren. «Damit mir die Lehre wieder Spass macht, haben wir nach Lösungen gesucht.» Und eine gefunden: den Wechsel zu einer Lehre als Automatiker. Der

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Betrieb gab seine Zustimmung. Michael startete aber von vorne mit der Ausbildung: «Der Berufsberater riet mir dazu. Der Sprung wäre sonst zu gross gewesen.» An der Arbeit des Automatikers gefällt ihm, dass er nach Abschluss der Arbeit ein Produkt in den Händen hält. Man sehe, was man hergestellt hat, sagt er. Weniger gut gefällt ihm, wenn er bei grossen Aufträgen stundenlang die gleiche Arbeit ausführen müsse. Mit jedem neuen Lehrjahr musste der angehende Automatiker das Unterstützungsformular der Stiftung neu ausfüllen. Michael hat den Beitrag jedes Jahr erhalten. «Unsere finanzielle Situation hatte sich nicht verbessert.» Das Gehalt der Mutter und die Alimente des Vaters reichten nicht aus. «Ich weiss nicht, wie ich meine Lehre ohne die Hilfe der Stiftung hätte absolvieren können», sagt er heute. Mittlerweile sehe die Situation etwas besser aus: Der Bruder verdiene gut und wenn er, Michael, die Lehre abschliesse, würde er auch mehr Lohn erhalten. «Bei uns leistet jeder einen finanziellen Beitrag.» Das erachtet er als selbstverständlich: «Meine Mutter hat mich jahrelang finanziert. Jetzt kann ich ihr etwas zurückgeben.» Während der vergangenen zwei Monate fand der Unterricht der Berufsschule via Video, Chats und selbständiges Arbeiten statt. Das Homeschooling habe ihm keine Mühe bereitet. Er könne sich zu Hause besser konzentrieren. «Es ist eine Frage der Selbstverantwortung, ob man mitmacht oder nicht.»

Der neue Arbeitsplatz sei eine neue Chance für ihn Normalerweise würde Michael jetzt mitten in den Vorbereitungen für die schriftlichen Lehrabschlussprüfungen stecken. Die praktische war im Februar. Wegen des Coronavirus finden sie aber nicht statt. Er stehe dieser Entscheidung mit gemischten Gefühlen gegenüber: «Viele Leute denken, es sei ein geschenkter Abschluss.» Der Wettinger sieht die Herausforderung der LAP in der praktischen Prüfung. Und die findet ja statt. «Ich bin aber schon auch erleichtert. Ich weiss, ich habe die Lehre bestanden.» Im Anschluss wird er eine neue Stelle im Kanton Zürich antreten. Der Arbeitsweg wird noch länger sein als sein bisheriger. Aber das sei es ihm wert: «Es ist eine neue Chance für mich. Dort wird man mich als Schemazeichner einarbeiten.»

Joseph- und Franz-ProbstStiftung Die Joseph- und Franz-Probst-Stiftung unterstützt junge Wettingerinnen und Wettinger während ihrer Ausbildung. Pro Jahr seien das zwischen fünf und zehn Personen, sagt der Präsident der Stiftung, Sandro Sozzi. Je nach Lebenssituation verteile sie Stipendien zwischen 1000 und 4000 Franken pro Jahr. Das Geld stammt vom Stiftungsvermögen, von der Gemeinde Wettingen und von Spenden. Der Stiftungsrat hat die Eingabefrist für Unterstützungsgesuche wegen der Coronakrise bis 31. Mai verlängert. (rb)

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LESERBRIEF Keine untauglichen Sparvorschläge Mit der Zustimmung zur eher luxuriösen Sanierung des «Tägi» musste der Bevölkerung klar sein, dass sich der Steuerfuss erhöhen würde. In der Folge hat sich jedoch das Stimmvolk gegen eine moderate Steuererhöhung ausgesprochen. Nun soll, so der Vorschlag der Wettinger CVP, bei der Verwaltung und weiteren bewährten und wichtigen Institutionen gespart werden. Gerade in der jetzigen Krise zeigt sich jedoch, wie wichtig gut funktionierende staatliche respektive kommunale Strukturen sind. Wettingen hat bereits eine sehr schlanke Verwaltung und beim Personal zu sparen, ist kontraproduktiv. Kinderkrippen sind systemrelevant und die Kosten dafür werden durch besseres Steuersubstrat mehrfach kompensiert. Auch die bewährten kulturellen Einrichtungen wie die Musikschule und das Gluri-SuterHuus gehören zu einer attraktiven Gemeinde und sie dürfen nicht durch Sparen und Privatisierung gefährdet werden. Nicht nur der Steuerfuss ist relevant für die Qualität einer Gemeinde, sondern gut funktionierende soziale und kulturelle Institutionen, das zeigten fundierte Studien. Zudem spüren höhere Steuern vor allem Besserverdienende, während Familien mit geringerem Einkommen nur eine minimale Zusatzbelastung erwartet. Für diese fallen höhere Krippengebühren und höhere Kosten für die Musikschule stärker ins Gewicht. Aus diesen Gründen wäre es für die Mehrzahl der Wettinger vorteilhafter, eine Steuererhöhung in Kauf zu nehmen. Andernfalls kann Wettingen sehr gut über eine bestimmte Zeit mit einer höheren Schuldenlast leben. Die Schuldzinsen werden über Jahre tief bleiben und sie würden die Gemeinde kaum finanziell belasten. Es kommen wieder bessere Zeiten und die Bautätigkeit lässt den Zuzug von weiteren Steuerzahlern erwarten. Deswegen sollen keine schlecht überlegten Sparübungen, die der Bevölkerung und unserer Gemeinde schaden, durchgepaukt werden. Marianne Weber

Zurückgeben oder behalten Bereits gekaufte Bänder für das Wettinger Jubiläumsfest kann man bis 30. Juni den Vereinen, bis 31. August der Gemeinde zurückgeben. Oder behalten. Am 1. Mai verkündete das Organisationskomitee des Wettinger 975-Jahr-Jubiläums «Atmosphäre» offiziell das Aus des zehntägigen Festes (die Limmatwelle berichtete). Das finanzielle Risiko sei zu gross. Nun ist klar, was mit den «Atmosphäre-Bändeli», quasi den Eintrittskar-

ten, passiert. Es gebe drei Möglichkeiten, wie das OK in einer Medienmitteilung schreibt: Erstens könne man das Band als Erinnerung behalten und so «bereits getätigte Vorbereitungsarbeiten durch den Verein 975 Jahre Wettingen» unterstützen. So erhält man kein Geld zurück. Zweitens könne man sein Bändchen dem Verein, bei dem man es gekauft hatte, zurückgeben. Dieser kann das Geld dann beim OK zurückfordern. So erhält der Verein Geld, der Besucher nicht. Drittens kann man sein Bändchen bei einem

Verein oder der Gemeinde abgeben und sein Geld zurückerhalten. Für den Festpass sind dies 33 Franken, für die «Atmosphäre-Box» sowie den Gönnerpass je 90 Franken. Bis 30. Juni kann man sein Bändchen bei den Vereinen und den Betreibern zurückgeben, heisst es weiter in der Mitteilung. Vom 1. Juli bis 31. August kann man seinen Festpass zudem im Rathaus gegen den entsprechenden Geldbetrag eintauschen. Der 31. August ist der letzte Tag, an dem das Rathaus die Bändchen zurücknimmt. (LiWe)


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WETTINGEN/NEUENHOF AUS DEM GEMEINDERAT

VERMISCHTES WETTINGEN Glückwunsch zum 90. Geburtstag Am 20. Mai feierte Theresia Indergand, Bahnhofstrasse 101, Wettingen, ihren 90. Geburtstag. Der Gemeinderat gratuliert recht herzlich und wünscht alles Gute.

Anmeldung neu bis 1. Juni.

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Die Musikschule Wettingen verlängert die Meldefrist für den Instrumentalunterricht zum Schuljahr 2020/2021 ein weiteres Mal, neu bis 1. Juni. Die Musikschule darf ihre Türen zwar noch nicht öffnen, bis 29. Mai können Instrumente nach Terminvereinbarungen mit den Lehrpersonen ausprobiert und Fragen zum Unterricht geklärt werden.

Selbstverständlich werden dabei die vorgeschriebenen Schutzmassnahmen eingehalten. Für die Kontaktaufnahme können die auf der Website in der Rubrik Lehrpersonen gelisteten E-Mail-Adressen verwendet werden. Bei weiteren Fragen zu unserem Angebot geben Sekretariat und Musikschulleitung Auskunft. Weitere Informationen zum Angebot finden sich auch auf der Website musikschule.schule-wettingen.ch. Waldkinder Wettingen Im Mai und Juni finden das «Basteln und spielen im Wald» sowie die Samstagsabenteuer statt. Für die Sommerferien sind Waldtage in Planung und mit dem neuen Schuljahr starten Waldkindergruppen, die sich im Zwei-Wochen-Rhythmus treffen. Dabei soll das freie Spiel in einer altersdurchmischten Gruppe im Vordergrund stehen. Alle Anlässe finden in den Wäldern von Wettingen statt. Anmeldungen werden ab sofort entgegengenommen. Informationen unter www.waldkinder.jimdosite.com.

Pfingstmontag – Gemeindeverwaltung geschlossen Die Türen der Gemeindeverwaltung Neuenhof bleiben am Pfingstmontag, 1. Juni, den ganzen Tag geschlossen. Der Bevölkerung wird für das Verständnis gedankt.

ELTERNVEREIN NEUENHOF In einer Wohnung auf dem Schulareal bietet der Elternverein Neuenhof Spielgruppenabteilungen an. Dies für Kinder im Alter von zwei Jahren bis zum Kindergarteneintritt. Ab August hat es in der Spielgruppe Wunderchischte und in der Waldspielgruppe Wirbelwind (ab 2,5 Jahren) noch freie Plätze. Betreut durch eine ausgebildete Spielgruppenleiterin und eine Praktikantin (im Wald durch zwei ausgebildete Spielgruppenleiterinnen) können die Kinder erste Erfahrungen sammeln, sich in der Gruppe zu bewegen, Rücksicht zu nehmen

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oder sich zu behaupten. Die Kinder können Freundschaften schliessen, kommen früh in den Kontakt mit der deutschen Sprache und können durch gleichbleibende Rituale und Abläufe Selbstvertrauen gewinnen und leichter lernen, sich vom Elternhaus zu lösen. Die Kinder werden singen, malen, basteln, werken, kneten, spielen. Oder auch verschiedene Materialien ausprobieren und Geschichten hören. Anmeldungen nimmt Anita Frei unter Tel. 076 711 22 75 entgegen. Weitere Informationen auch unter www.elternverein-neuenhof.ch.

Publireportagen stehen ausserhalb der redaktionellen Verantwortung; Informationen erhalten Sie beim Verlag der Limmatwelle, brigitte.gaehwiler@chmedia.ch, Tel. 079 798 17 86.

DR. BAHRI ADIS ZAHNÄRZTE, WETTINGEN

Kompetent und empathisch – die Familienpraxis Die Praxis von Dr. med. dent. Bahri Adis Zahnärzte in Wettingen nimmt sich der ganzen Bandbreite von Zahnbehandlungen an – vom Kind bis zum Senior. Zahnarztbesuche stehen bei Kindern wohl nicht zuoberst auf der Beliebtheitsskala. Wenn hingegen das Mami und der Papi und vielleicht sogar noch das Grossmami den gleichen Zahnarzt aufsuchen, kann dies für Erleichterung sorgen. In der Praxis von Dr. med. dent. Bahri Adis Zahnärzte werden alle Zahnbehandlungen in einem angenehmen Ambiente mit modernster Einrichtung und von einem kompe- Kompetent und empathisch: Dr. med. dent. Bahri Adis. tenten, empathischen Team durchgeführt. So, dass niemand Angst nen wir in unserer Praxis durch pädie mit verschiedensten Behandunseren Kieferorthopäden Dr. Sti- lungsmöglichkeiten angeboten werhaben muss. ckel korrigieren und begradigen den», sagt Dr. med. dent. Bahri Adis. lassen. Dank seiner jahrelangen Er- Etwa mit Zahnspangen, die an der Spangen, die nicht sichtbar sind «Fehlstellungen bei Kindern, Ju- fahrung und Kompetenz kann die Zahninnenseite angebracht werden gendlichen und Erwachsenen kön- ganze Bandbreite an Kieferortho- und dadurch unsichtbar sind.

Mundhöhle einfach scannen Und – das lästige Abdrucknehmen ist längst Vergangenheit, dank dem Digitalscanner. Mit diesem Hightechgerät lässt sich die Mundhöhle bis ins kleinste Detail scannen. Der Vorteil beim digitalen Scannen – dem Patienten bleiben Würgereize und unangenehmes Herauszerren des Abdrucks erspart. Der Scanner kommt bei Implantaten, Brücken, Kronen und anderem zum Einsatz. Dr. Bahri Adis Zahnärzte decken alle Bedürfnisse ab – von der Kinderzahnheilkunde über Kieferorthopädie bis hin zu komplexen Fällen mit Knochenaufbau. Eine Familienpraxis eben.

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«Hoffe auf einen heissen Sommer» Die Neuenhoferin Veronika Ammann führt neu das Restaurant der Badi Fondli in Dietikon. Die vielen Auflagen seien zwar «happig», aber notwendig, sagt sie.

«Die Leute wollen wieder nach draussen gehen» 27. Mai. Dieses Datum hat sie sich rot angestrichen. Dann will der Bund die nächsten Lockerungen bekannt geben. Welche, waren bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt. «Einerseits wollen die Leute wieder nach draussen gehen. Andererseits hängen viele Existenzen an diesem Entscheid.» Damit meint sie Lieferanten, Badmeister und auch sich selbst. Sie sei ein positiv denkender Mensch. «Es kommt schon gut.» Auch sei sie davon überzeugt, dass die Badi Gäste haben wird. «Die Leute wollen nicht weiter eingesperrt sein.» Wie viele Leute die Dietiker Badi auf einmal besuchen dürfen, sei noch unklar. Wegen des Grossveranstaltungsverbots, das Events mit mehr als 1000 Personen bis Ende August verbietet, dürften es aber nicht mehr als diese Anzahl sein. Trotzdem: «Ich hoffe auf einen heissen Sommer.» Sie selbst sei auch ein Sommertyp. «Mir kann es nicht heiss genug sein.» Das habe wahrscheinlich auch zu ihrem neuen Job im Badirestaurant geführt. Was passiert, wenn der Bundesrat am 27. Mai entscheidet, die Badis nicht zu öffnen? «Dann akzeptieren wir den Entscheid zähneknirschend und warten auf den nächsten Termin.» Sie sei aber zuversichtlich. Es komme schon gut.

RAHEL BÜHLER

Normalerweise öffnen die Badis um Auffahrt ihre Türen. Am heutigen Freitag wäre die Saison zwar noch nicht voll im Gange, aber in den Kinderschuhen. Nicht in diesem Jahr. Wegen des Coronavirus ist der Saisonbeginn bis auf Weiteres vertagt. «Ich hoffe auf den 8. Juni», sagt Veronika Ammann im Restaurant des Freibads Fondli in Dietikon. Die Neuenhoferin hat es auf diese Saison hin als Pächterin übernommen. Das Restaurantkonzept hatte sie schon geschrieben. Sie musste ein neues Konzept anfertigen und das alte in die Schublade legen. «Das kann ich dann nächstes Jahr wieder hervorholen.» 4000 Gäste haben eigentlich in der Badi Platz. Im Restaurant wären sechs Angestellte beschäftigt. «Wenn 4000 Leute in der Badi sind, dann ‹räblets› hier. Alle wollen Pommes», erklärt die 60-Jährige. Die gelernte Köchin arbeitet seit 40 Jahren in der Gastronomie. 20 Jahre als Küchenchefin. Davon 6,5 Jahre im Tägerhard in Wettingen. In den vergangenen zwei Jahren war sie Geschäftsführerin im Restaurant Souperbe in Brugg. Die Besitzerin wollte das Lokal aus gesundheitlichen Gründen ohnehin im April schliessen. Wegen Corona wurde daraus sogar März. Im Badirestaurant dürfen sich fünf Personen gleichzeitig aufhalten Ammann steht hinter der Selbstbedienungstheke des Restaurants: «In Abständen von zwei Metern stehen die Gäste bei den Gittern vor dem Eingang an.» Sie zeigt nach draussen. Dort stehen mehrere Absperrgitter. «Fünf Personen dürfen sich zur gleichen Zeit im Restaurant aufhalten. Inklusive Personal.» Deshalb betreibe sie das Restaurant diese Saison alleine. Nur eine zusätzliche Person hat sie als Aushilfe angestellt. Sie habe sich das Selbstbedienungsrestaurant so eingerichtet, dass sie alles alleine bewirten könne: «Beim Eingang desinfiziert man sich die Hände. Dann kann man sich Getränke, Glacen, Salate aussuchen. Weiter vorne können

Das machen die anderen Badis in der Region

Die Neuenhoferin Veronika Ammann steht vor dem Eingang des Badirestaurants in Dietikon. Mehrere Gitter weisen den Gästen den Weg dorthin. Rahel Bühler die Gäste ihre Bestellungen für warme Speisen aufgeben und ich gebe sie ihnen. Dann bezahlt man am Schluss bei mir und verlässt das Restaurant durch die Ausgangstüre wieder.» Vor der Kasse und der Selbstbedienungstheke hat die Stadt Dietikon diese Woche zudem Glaswände montiert. Auch die Speisekarte hat Ammann angepasst: Ursprünglich hätte sie jeden Tag ein frisches Menü kochen wollen. Das liegt in einem Ein-Frau-Betrieb nicht drin. So gibt es neben Glacen und Salaten nur Pommes, Chicken Nuggets und

Grillwaren. Eine weitere Auflage betrifft das Geschirr: Sie darf nur Einweggeschirr verwenden. Einen Rückzieher machen will sie trotz allen Vorschriften nicht: «Die Auflagen sind happig. Aber sie sind sinnvoll. Hygiene ist das Wichtigste.» Sie werde diese Saison als Einarbeitungszeit sehen, um dann nächstes Jahr voll durchzustarten. Wieso sie den neuen Job in der Badi angenommen habe? «Ich wollte noch einmal etwas Neues anfangen. Etwas, wo ich selbständig arbeiten kann», sagt die Mutter zweier erwachsener Kinder.

Das Gartenbad in Wettingen wird laut Tägi-Chef Marco Baumann am 8. Juni öffnen (die Limmatwelle berichtete). Genau wie das Schwimmbad Wiemel in Würenlos, wie Badmeister Simon Studer auf Anfrage sagt. «Wir freuen uns sehr auf diesen Moment.» Das Meierbädli in Killwangen öffnet in dieser Saison gar nicht. Grund dafür ist unter anderem die Sanierung, wie der Gemeinderat bekannt gibt (mehr dazu in den Gemeinderatsnachrichten auf Seite 7). Der Verband Hallen- und Freibäder hat in der Zwischenzeit ein Schutzkonzept für die Wiedereröffnung der Freibäder erarbeitet. Es ist 15 Seiten lang und umfasst unter anderem folgende Massnahmen: Abstandsmarkierungen, Zutrittsbeschränkung, weniger Garderoben, Duschen und Pissoirs. (rb)


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KILLWANGEN

«Es kann alles sehr Die Killwangener Pflegefachfrau Evelyne Lüchinger arbeitet im Zürcher Stadtspital Triemli. Im Interview sagt die 47-Jährige, wie sie die Stimmung erlebt und warum das Pflegepersonal eine zweite Welle befürchtet. MELANIE BÄR

Der Briefeinwurf an der Dorfstrasse 12 wurde entfernt.

Archiv

Neuer Briefeinwurf beim Gemeindehaus ersetzt den Briefkasten im Oberdorf Der Briefkasten an der Dorfstrasse 12 musste wegen eines Umbaus weichen. Ab Ende Mai können Briefe wenige Gehminuten vom alten Standort entfernt eingeworfen werden. Seit dieser Woche existiert der Briefeinwurf an der Dorfstrasse 12 in Killwangen nicht mehr. Eine Leserin der Limmatwelle machte die Redaktion auf das Fehlen des Postbriefkastens aufmerksam. Die Post bestätigt auf Anfrage, dass der Briefeinwurf im Oberdorf entfernt wurde. «Er musste demontiert werden, weil das Haus an der Dorfstrasse 12 umgebaut wird», sagt Postsprecher Markus Werner. Da der Briefeinwurf nach dem Umbau nicht wieder angebracht werden könne, habe die Post mit Hochdruck nach einem neuen Standort gesucht. Fündig ist man nach Gesprächen mit den Killwangener Gemeindebehörden nun beim Gemeindehaus geworden. «Dank der Unterstützung der Gemeinde planen wir nun, Ende Mai einen neuen Briefeinwurf beim Gemeindehaus am Schürweg 2 in Betrieb zu nehmen», sagt Werner. Dieser befinde sich nur wenige Gehminuten vom bisherigen entfernt. Es handle sich hierbei um einen Einzelfall. Die Post sei nicht generell auf der Suche nach neuen Standorten. Postkunden benutzen bis zur Inbetriebnahme des neuen Briefeinwurfs den Briefkasten am Bahnhof an der Bahnhofstrasse 17 oder in der Umgebung, in Spreitenbach oder Würenlos.

Nach wie vor keine Postagentur für Killwangen vorgesehen Die Gemeinde hat seit Februar 2014 keine Postfiliale mehr. Damals wurde die Filiale Killwangen an der Bahnhofstrasse 1 aufgehoben. Postagenturen, also Filialen mit Partner, wie sie in anderen Gemeinden in Zusammenarbeit mit Geschäften oder Kiosken geführt werden, sind nach wie vor nicht vorgesehen. «Aufgrund der guten Erreichbarkeit der umliegenden Filialen, insbesondere jener in Spreitenbach, hat die Post entschieden, keine Postagentur in Killwangen zu realisieren», sagt Werner. Die Zahl der Postgeschäfte, die am klassischen Schalter abgewickelt werden, gehe aufgrund der Digitalisierung kontinuierlich zurück. «Diese Entwicklung betrifft natürlich auch die Filialen in Spreitenbach, Neuenhof und Würenlos. Wir erachten deshalb eine zusätzliche Filiale mit Partner in Killwangen weiterhin als wirtschaftlich nicht sinnvoll.» Ende 2022 wird die Limmattalbahn das Limmattal zwischen Zürich Altstetten und KillwangenSpreitenbach besser erschliessen. Eine höhere Frequenz von öV-Benutzern ist zu erwarten. Für die Post ist dies derzeit jedoch noch kein Grund, sich Gedanken über eine zusätzliche Filiale mit Partner an der Endhaltestelle am Bahnhof Killwangen zu machen. «Wir überprüfen die Entwicklung der Kundenzahlen und Kundenströme natürlich laufend», sagt Werner dazu. Aktuell habe die Post jedoch keine Pläne dafür. (Sibylle Egloff)

Wir haben kurz vor dem Lockdown schon einmal miteinander telefoniert. Damals gingen Sie davon aus, dass Sie im Spital Mehreinsatz leisten werden. Es kam dann aber anders. Wie? Evelyne Lüchinger: Das Pflegepersonal rechnete ganz klar mit einem Mehreinsatz aufgrund der Ereignisse in Italien und im Tessin. Weil zu Beginn aber im Spital nur noch Notfälle behandelt werden durften, hatten wir am Anfang aber sogar weniger zu tun. Grund dafür ist einerseits, dass das normale Pflegepersonal nicht ohne Schulung mit den Beatmungsgeräten umgehen kann, und andererseits waren wesentlich weniger Leute unterwegs, was dazu führte, dass es weniger Unfälle und entsprechend weniger Spitalbehandlungen gab. Aus diesen Gründen arbeitete ich in den vergangenen sechs Wochen sogar etwas reduzierter als üblich, solche Schwankungen sind jedoch mit meinem Teilzeitpensum normal. Sie sind auch Mutter von drei Kindern im Alter zwischen 13 und 18. Wie erlebten Sie die Doppelbelastung Homeschooling und Arbeit? Ich war sehr froh, musste ich nicht mehr arbeiten und konnte mehr Zeit zu Hause verbringen. Denn gerade unser Jüngster brauchte am Anfang noch etwas Unterstützung im Umgang und beim Lernen mit dem Computer sowie sich den Tag gut einzuteilen. Es war eine erlebnisreiche Zeit für uns alle. Glücklicherweise gab es auch nicht mehr Streit als üblich zwischen den Kindern und Eltern. Unsere Kinder haben sich vorbildlich an die Vorgabe des Bundes gehalten und sind immer zu Hause geblieben. Im Spital konnte ich mitverfolgen, wie alles für Coronapatienten vorbereitet wurde und die psychische Anspannung von Tag zu Tag stieg. Allerdings hat mich frustriert, als ich sah, wie vie-

le alte Leute unterwegs waren. Den Jungen schärfte man ein, zu Hause zu bleiben; viele ältere Personen gingen demgegenüber sorglos einkaufen, obwohl wir diesen Lockdown ja vor allem für sie machten. Sie hielten sich nicht an die Empfehlungen des Bundes und sagten: «Ich bin sowieso schon alt, dann sterbe ich halt.» Ich bin mir aber sicher, dass ihnen nicht bewusst ist, auf welche Art Coronapatienten sterben, sonst würden sie anders denken. Wie sterben Coronapatienten? Ich selbst war nie auf einer Coronastation im Einsatz, sondern arbeite auf der Privatstation Chirurgie. Aber wir erfuhren von Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen, dass der Sterbeprozess bei Coronapatienten auch für erfahrene Pflegende eine grosse psychische Belastung darstellt. Erschwerend kommt für das Betreuungspersonal und die Patienten hinzu, dass die Angehörigen, wenn überhaupt, ihre Liebsten erst kurz vor dem Tod oder im ganz kritischen Zustand sehen konnten. Die Angehörigen konnten sich genauso wenig wie die Pflegenden auf die Krankheit einstellen, weil alles sehr schnell gehen kann. Sie durften auch nicht vorbeikommen und sie in den Arm nehmen, sondern sie lediglich auf Distanz mit Schutzkleidung besuchen. Fürs Personal war diese Ausnahmesituation intensiv und auch schwer zu ertragen. Nebst der Betreuung der Patienten kam auch eine intensive Betreuung der Angehörigen nach dem Tod dazu. Auch wenn die ganze Situation in unseren Schweizer Spitälern nicht so schlimm war wie in Italien, ist diese Ausnahmesituation für das Personal auf der Intensivstation extrem herausfordernd, belastend und psychisch wie auch physisch äusserst intensiv. Ganz am Anfang bestand auch grosse Unsicherheit unter dem Pflegepersonal, da man noch keine Erfahrung hatte, wie die Patienten auf Medikamente reagieren und wie viele Leute tatsächlich erkranken werden. Hatten Sie Angst, sich anzustecken? Ich persönlich fühle mich im Spital sicherer als auf dem Weg zur Arbeit oder beim Einkaufen. Wir halten uns im Spital sowieso an die Hygienemassnahmen und tragen alle während des ganzen Diensts Schutzmasken. Nach wie vor herrscht im


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schnell gehen»

Evelyne Lüchinger im Einsatz im Stadtspital Triemli am Wochenende. Spital ein Besuchsverbot. Meine grösste Angst ist, den Virus ins Spital zu tragen oder wegen der Krankheit nicht zur Arbeit erscheinen zu können und das Team im Stich lassen zu müssen. Deshalb halte ich mich konsequent an die Schutzvorkehrungen des Spitals und auch im Privaten an die Empfehlungen des Bundesrates. Wie schwierig ist für die Patienten das Besuchsverbot? Es ist sehr einschränkend. Nur Patienten mit Ausnahmebewilligungen, beispielsweise Schwerstkranke, dürfen besucht werden. Sonst gilt das Verbot uneingeschränkt. Ist man den ganzen Tag an das Krankenbett gefesselt und darf keinen Besuch bekommen, ist ein Tag sehr lang. Viele Patienten haben deshalb ein grösseres Bedürfnis, zu reden. Ansonsten gab es Lockerungen. Wirken sich diese auf die Stimmung im Krankenhaus aus? Ja, es ist wieder eine grössere Anspannung zu spüren. Das Bewusstsein der Bevölkerung geht zurück, sie halten sich weniger an die Schutzmassnahmen, die Grenzen öffnen und die Menschen sind wieder vermehrt unterwegs. Im Spital befürchten deswegen viele eine zweite Welle. Ich bin selbstverständlich sehr glücklich, wenn diese Welle nicht kommt, aber es fehlt einem einfach die Erfahrung mit diesem heimtückischen Virus. Deshalb war ich ziemlich erschrocken, als ich letzten

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AUS DEM GEMEINDERAT Ausserordentliche Altpapier- und Kartonsammlung Wegen der Coronapandemie wurde die Altpapier- und Kartonsammlung vom 9. Mai abgesagt. Aufgrund diverser Anfragen aus der Bevölkerung konnte eine Lösung mit der Obrist Transporte AG gefunden werden. Es wird deshalb am Donnerstag, 28. Mai, eine ausserordentliche Altpapier- und Kartonsammlung durchgeführt. Folgendes gilt es zu beachten: Das Altpapier sowie der Karton müssen am Sammeltag bis spätestens um 7 Uhr bei den Kehrichtcontainern bereitgestellt werden; das Altpapier sowie der Karton sind ordentlich zu bündeln; Altpapier und Karton in Tragtaschen und/oder grossen Kartonschachteln werden nicht mitgenommen.

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Freitag in der Migros im Shoppi einkaufte und sah, wie viele Menschen sich dort treffen und die Freizeit verbringen, ohne Notwendigkeit. Können Sie dem Ganzen auch etwas Positives abgewinnen? Das Thema Patientenverfügung wurde vermehrt thematisiert. Solange nichts anderes geregelt ist, wird wiederbelebt – das wurde vielen bewusst. Ich hoffe, dass sich die Leute mehr Gedanken darüber machen und allenfalls eine entsprechende Verfügung unterschreiben. Und natürlich war es schön, dass unsere Arbeit wertgeschätzt und für uns geklatscht wurde. Doch im Grunde nützt uns das nichts. Ich bin gespannt, ob die Wertschätzung anhält und es auch eine positive Veränderung im Ausbildungsbereich oder bei Lohndiskussionen gibt. Schliesslich ist der Mangel an Ausbildungsplätzen bekannt. Ich liebe meinen Job. Er ist sehr abwechslungsreich und befriedigend. Ich kann Menschen in schweren Situationen helfen und bekomme von ihnen auch viel Dankbarkeit zurück. Evelyne Lüchinger, 47, ist ausgebildete Pflegefachfrau, hat im Inselspital Bern, im Kantonsspital St. Gallen und in einer Rehaklinik in Paris gearbeitet, bevor sie vor 20 Jahren ins Stadtspital Waid und Triemli in Zürich wechselte. Sie ist verheiratet, Mutter dreier Kinder und seit 16 Jahren in Killwangen wohnhaft.

Baubewilligungen Der Gemeinderat hat folgende Baubewilligungen erteilt: Chantal Falk-Enz und Bruno Enz, Rütihaldenstrasse 28c, Killwangen, für den Anbau einer Sitzplatzüberdachung mit Lamellendach, Parz. Nr. 475, Rütihaldenstrasse 28c; Einwohnergemeinde Killwangen, Schürweg 2, Killwangen, für die Erweiterung des Gemeinschaftsgrabes, Parz. Nr. 537, Friedhof Killwangen. Absage Veranstaltungen Aufgrund der aktuellen Ausgangslage mit dem Coronavirus hat der Gemeinderat entschieden, folgende Veranstaltungen abzusagen: Polit-Info vom 8. Juni; Gemeindeversammlung vom 15. Juni; Ortsbürgergemeindeversammlung vom 19. Juni; Ortsbürgeranlass vom 20. Juni; Seniorenausflug vom 22. Juni; Bundesfeier vom 1. August; Anna-Würsch-Konzert vom 13. September. Der Gemeinderat trägt eine gewisse Verantwortung und hat deshalb zum Schutze der Bevölkerung entschieden, die vorerwähnten Anlässe abzusagen. Meierbädli bleibt geschlossen Covid-19 und fehlendes Budget verhindern Eröffnung des «Meierbädli». Aus verschiedenen Gründen hat der Gemeinderat Killwangen schweren Herzens beschlossen, das Meierbädli im Jahr 2020 geschlossen zu halten. An der Gemeindeversammlung vom November 2019 wurde ein Verpflichtungskredit für die Sanierung des Schwimmbades genehmigt. Darauf hin sollten die Arbeiten im Frühling 2020 ausgeführt werden, wobei es bereits im März zu verschiedenen Einschränkungen we-

Das Meierbädli bleibt in diesem Jahr geschlossen. Archiv gen des Coronairus kam und die Arbeiten noch nicht ausgeführt werden konnten. Die dringende Sanierung der Buechbühlstrasse und der damit verbundene Platzbedarf wirkten sich ebenfalls negativ auf die bevorstehenden Arbeiten aus. Schliesslich zeigte auch die Ablehnung des Budgets 2020 seine Wirkung, da die Gemeinde nur noch dringend notwendige Ausgaben tätigen darf und das Schwimmbad nicht unter diese Kategorie fällt. Im Mai veröffentlichte der Verband Hallen- und Freibäder (VHF) Richtlinien, welche für den Betrieb solcher Anlangen verbindlich sind. So darf sich in einem Schwimmbecken und auf der Liegewiese pro 10 Quadratmeter nur eine Person aufhalten was für das Meierbädli bedeutet, dass sich maximal 13 Besucher im Wasser und 24 Leute auf der Liegewiese in Gruppen von höchstens 5 Personen auf halten dürfen. Weiter muss die stetige Überwachung der Anzahl Personen im Bad durch eine Eintritts- und Austrittskontrolle am Eingang gewährleistet sein. Ebenso muss die Abstandsregel von zwei Meter auch auf dem gesamten Gelände eingehalten und kontrolliert werden, davon betroffen sind auch die Umkleide- und WC-Anlagen. Die Hygienevorschriften wurden ebenfalls angepasst, was bedeutet, dass zur Erfüllung aller Vorschriften während der ganzen Öffnungszeit eine Kontrollperson anwesend sein müsste und auch bauliche Anpassungen vorgenommen werden müssten. Alle diese Bestimmungen kann die Gemeinde Killwangen nicht gewährleisten und allfällige Investitionen durch das fehlende Budget nicht tätigen. Das erwähnte Schutzkonzept und weitere Informationen können auf der Homepage des Verbandes unter www.vhf-gsk.ch abgerufen werden.


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SPREITENBACH AUS DEM GEMEINDERAT Gemeindewerken im Voraus per E-Mail oder Telefon zu vereinbaren und/oder Sachgeschäfte nach Möglichkeit schriftlich oder per E-Mail zu beantragen. Mit einer Terminvereinbarung können unnötige Wartezeiten und Warteschlagen vermieden werden. Gemeinderat und Personal danken für die entsprechende Terminvereinbarung unter info@spreitenbach.ch oder Tel. 056 418 85 11.

Schalterdienste Aufgrund der bekannten Umstände wird die Bevölkerung ersucht, Termine mit den Abteilungen von Verwaltung und INSERATE

Bauausschreibung BG Nr: Bauherr:

3181 Genossenschaft Ortoloco, Vertr. Robi Barmet, Spreitenbacherstrasse 35, 8953 Dietikon Bauobjekt: Drei Folientunnel (bereits erstellt) Baustelle: Grütstrasse Parzelle: 2064 Zusatzbew.: Departement Bau, Verkehr und Umwelt Ausnahmeg.: Baute ausserhalb Baugebiet

Personelles Renato Giolo, Mitarbeiter des Bauamtes, hat seine Anstellung per Ende Juni gekündigt, um sich einer neuen Herausforderung anzunehmen. Der Gemeinderat dankt Renato Giolo bestens für die guten und langjährigen Dienste. Die Stelle ist zur Neubesetzung ausgeschrieben.

HINWEIS Spaghettiplausch Familientreff Infolge der aktuellen Coronasituation findet der traditionelle Spaghettiplausch vom Familientreff Spreitenbach am Mittwoch, 27. Mai, nicht statt. Dies bedauert der Familientreff sehr, dürfen doch jedes Jahr viele Personen begrüsst werden und die Spaghettivariationen und Desserts finden stets grossen Anklang.

FRÜHLINGSFOTO

BG Nr: Bauherr:

2981-001 Partner Immobilien AG, Lowmattweg 8, 6044 Udligenswil Bauobjekt: Überbauung Althaustrasse Projektänderung Baustelle: Althaustrasse Parzelle: 3638, 3639 Zusatzbew.: Departement Bau, Verkehr und Umwelt Departement Gesundheit und Soziales Procap Schweizerischer Invaliden-Verband Die öffentliche Auflage erfolgt vom 25. Mai 2020 bis 23. Juni 2020 auf der Homepage der Gemeinde und auf der Bauverwaltung, Gemeindehaus, Spreitenbach. Für die Akteneinsicht bitte telefonisch einen Termin vereinbaren. Allfällige Einwendungen können während der nicht erstreckbaren Auflagefrist beim Gemeinderat, 8957 Spreitenbach eingereicht werden. Zustelladresse: Bauverwaltung, Poststrasse 13, 8957 Spreitenbach. Sie haben einen Antrag und eine Begründung zu enthalten. Gemeinde Spreitenbach

Gaby Kost, freie Mitarbeiterin der Limmatwelle, hat sich auf die Suche nach Frühlingssujets gemacht. Haben auch Sie ein tolles Sujet in der Region mit Ihrer Kamera oder Ihrem Handy aufgenommen? Dann schicken Sie uns das Foto (im JPG-Format und in der Grösse von mind. 1 MB) an redaktion@limmatwelle.ch.

«Langfristige Planu Seine letzte Amtshandlung als Gemeindepräsident hatte Valentin Schmid (FDP) letzten Sonntag bei der Wahl seines Nachfolgers. Im Gespräch mit der Limmatwelle schaut er zurück und voraus. RAHEL BÜHLER

Die letzte Amtswoche von Valentin Schmid war vollgepackt mit Terminen. Er hatte noch so viel zu tun, Zeit für das Interview mit der Limmatwelle fand er erst am Samstagvormittag, an seinem zweitletzten Amtstag. In den acht Jahren zuvor stand der 52-jährige FDP-Politiker der Gemeinde Spreitenbach mit ihren 12 000 Einwohnern als Gemeindepräsident vor. Valentin Schmid, mit welchen Gefühlen haben Sie dem Ende Ihrer Amtszeit entgegengeschaut? Ich bin zufrieden mit dem, was wir in diesen acht Jahren erreicht haben. Zum einen als Gesamtgemeinderat, zum anderen auch mit dem Verwaltungspersonal. Andererseits bin ich auch enttäuscht über die Ablehnung der «Neumatt» im Januar. Was haben Sie denn alles erreicht? Das grösste Projekt ist die Limmattalbahn. Als ich 2012 das Amt angetreten habe, hatte die Projektierungsphase der Bahn grad angefangen. Ich bin auch stolz auf die vielen kleineren Projekte, die wir realisiert haben. Der Neubau des Gemeindehauses wird Spreitenbach 40, 50 Jahre lang prägen.

sprünglich Elektroingenieur. Von daher war der Einstieg in die Politik auch ein Stück weit ein Sprung ins Ungewisse. Hatten Sie ein Motto, das Sie durch diese Zeit begleitet hat? Nicht wirklich. Geblieben ist mir aber folgende Begegnung: Nach etwa drei Jahren ging ich mit dem damaligen Stadtpräsidenten von Dietikon, Otto Müller, mittagessen. Er fragte mich, wie lange ich schon im Amt sei. Ich sagte drei Jahre. Darauf antwortete er: «Drei Jahre reichen nicht, damit du alle einmal ‹verrückt› gemacht hast.» Diese Aussage stimmt schon: Man muss auch Entscheidungen treffen, die nicht allen gefallen. Entscheide fallen auch nicht immer einstimmig. Aber man muss sie mittragen und sie sind auch immer gut begründet. Welches Ereignis ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben? Der Baustart für die Limmattalbahn. Das ist ein Infrastrukturprojekt, das Jahrzehnte überdauern wird. Als Gemeindepräsident habe ich auch Einwohner und Einwohnerinnen an ihrem 90. oder 100. Geburtstag besucht. Das waren immer sehr interessante Gespräche. Wo war Spreitenbach vor acht Jahren? Spreitenbach war die Gemeinde im Kanton Aargau, die sich am meisten entwickelt hat. Ich bin in einer Phase Gemeindepräsident geworden, in der mit dem Projekt Tivoli Garden ein solcher Entwicklungsschub im Gange war. Das Projekt hat mich mit den Einsprachen und Verzögerungen bis zum Baustart die ganze Zeit begleitet.

Sie waren acht Jahre im Amt. Können Sie sich noch an Ihren ersten Tag erinnern? Ja. Es ging alles sehr schnell: Zwischen meiner Wahl am 26. Februar 2012 und dem Amtsantritt am 1. März lagen nur drei Tage. Am ersten Tag bin ich mit meinem Vorgänger, Josi Bütler, durch das Gemeindehaus gelaufen. Er hat sich verabschiedet und ich habe mich vorgestellt. Das war ein bewegender Moment.

Wo ist Spreitenbach heute? Immer noch auf gutem Weg.

Wie meinen Sie das? Da gehen zwei Personen durch das Gemeindehaus. Die eine verabschiedet sich. Für die andere ist es ein Schritt in eine neue Richtung. Ich bin ur-

Was macht Spreitenbach sonst noch aus? Das Zusammenleben von verschiedenen Kulturen. Wir haben ein intaktes Dorfleben mit vielen Vereinen und Anlässen: die Fas-

Können Sie das etwas konkretisieren? Spreitenbach wird sich positiv weiterentwickeln. Die Infrastruktur dafür ist vorhanden. Es ist die Gemeinde der Quartiere: Schleipfe, Seefeld, Langäcker, Halde und so weiter. Jedes Quartier hat seinen eigenen Charakter. Das macht Spreitenbach aus.


WOCHE NR. 21 FREITAG, 22. MAI 2020

ungen sind Meilensteine» Sind Sie auch einmal in ein Fettnäpfchen getreten? Ich glaube nicht. Es kommt mir grad nichts in den Sinn. Aber das schliesst nicht aus, dass ich einmal etwas Peinliches gemacht habe. Vielleicht habe ich es gar nicht gemerkt (lacht). Jetzt, zum Ende Ihrer Amtszeit, gab es mit dem Coronavirus noch einmal eine besondere Herausforderung zu meistern. Wie sind Sie als Gemeindepräsident damit umgegangen? Mit dem Fall der Kindergartenlehrperson im Langäcker sind wir sehr schnell mit dem Thema konfrontiert worden. Danach haben wir alle Massnahmen auf der Gemeindeverwaltung umgesetzt. Es fanden keine externen Sitzungen, wie die von BadenRegio oder anderen Gremien, statt. Von diesen Leuten konnte ich mich nicht verabschieden. Das ist schade. Was werden Sie jetzt beruflich machen? Das ist noch ungewiss. Ich kann mir vorstellen, Richtung Technik zurückzugehen. Während meiner Amtszeit habe ich auch einen Master in Public Management gemacht. Ich könnte bei einer öffentlichen Verwaltung oder einem Energieversorger arbeiten. Die Coronakrise ist mir da etwas dazwischengekommen. Ich bin in verschiedenen Bewerbungsprozessen drin. Aber sie stehen im Moment still. Ich suche einen Job per 1. Oktober. Welche Pläne haben Sie für die Zwischenzeit? Dazwischen wollte ich mit meinem VW-Bus sechs Wochen durch Norwegen reisen, Land und Leute kennen lernen und Landschaften fotografieren. Das ist ein Hobby von mir. Landschaften und der Weg dorthin faszinieren mich. Bis zum 20. August kann man als Eigentlich wollte Valentin Schmid im Sommer mit dem VW-Bus nach Norwegen Europäer aber nicht nach Norwegen fahren. Jetzt plant er eine Rundreise durch die Schweiz. Alex Spichale/CHMedia einreisen. Deshalb plane ich jetzt eine Route durch die Schweiz. nacht, der Pizzaplausch des Turn- Welche Errungenschaften oder Entvereins, die Konzerte der Musik- scheide würden Sie denn als Ihre Werden Sie in Spreitenbach wohnhaft gesellschaft. persönlichen Meilensteine bezeich- bleiben? Ja. Meine Partnerin und ich nen? Es ist die Summe vieler klei- haben vor fünf Jahren eine WohInwiefern haben Sie zu dieser Ent- ner Dinge: Die Verwaltung hat im nung gekauft. Ich bin Spreitenbawicklung beigetragen? Es ist schwer Gemeindehaus zu wenig Platz. Da cher und ich bleibe Spreitenbacher. zu sagen, was genau ich beeinflus- fragten wir uns: Wollen wir das Spreitenbach ist für mich die tollste sen konnte. Der Gemeinderat ist alte sanieren, ein neues bauen? Gemeinde der Welt: Es ist eine urbaein Gesamtgremium. Als Einzelner Wir entschieden uns, Synergien zu ne Gemeinde mit ländlichem Chakann man sicher mit den Themen, nutzen und das alte in ein Schul- rakter und grossstädtischen Zügen. die man auf den Tisch bringt, die haus umzubauen. Ich denke, das Wir haben Arbeitsplätze, EinkaufsAgenda der Gemeinde beeinflus- sind Meilensteine: langfristige Pla- center, ein Naherholungsgebiet. Es sen. nungen. ist einfach lebenswert.

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PERSÖNLICH

Rahel Bühler, Stagiaire Limmatwelle

Wie wird es wohl sein, nach zwei Monaten wieder in einem Restaurant essen zu gehen? Freue ich mich auf einen Salat mit Sauce, die, im Gegensatz zu meiner, perfekt abgeschmeckt ist? Oder verdirbt mir der Geruch von Desinfektionsmittel im Lokal sofort den Appetit? Das habe ich mich während der Zeit, in der die Lokale geschlossen waren, dutzende Male gefragt. Deshalb habe ich meine Familie vergangene Woche in einem Restaurant getroffen. Vor allem aber, um den 56. Geburtstag meiner Mama zu feiern. So fand sich meine vierköpfige Familie in einem kleinen orientalischen Lokal wieder. Am Eingang erinnern bekannte rote Plakate an die Hygiene- und Abstandsmassnahmen. Auf einem kleinen Holztisch mit Ornamenten stehen Desinfektionsmittel und Papiertücher. Wo sonst 30 Gäste dinieren, ist noch Platz für 10. Die kleinen, viereckigen Holztische stehen weit voneinander entfernt. Speisekarten gibt es keine. Man kann sie sich via QR-Code auf sein Smartphone herunterladen. Der Wirt trägt schwarze Handschuhe und desinfiziert nach jedem Gast Tische und Stühle. Bei der Bestellung hält er genügend Abstand, merkt sich alles im Kopf. «Sich an alle Regeln zu halten, ist schon mühsam», wird er nach dem Essen zu uns sagen. Aber man gewöhne sich daran. Das Essen verläuft in gewohntem Rahmen: Man isst, trinkt, unterhält sich. Weil deutlich weniger Gäste im Raum sind, versteht man sich ausserordentlich gut. Knapp zwei Stunden später verlassen meine Familie und ich das Lokal. Mein Fazit? An das Auf-Abstand-Gehen habe ich mich schon lange gewöhnt. Nun macht man es eben auch im Resti. Ansonsten bedeutet die wiedererlangte Möglichkeit, auswärts zu essen, vor allem eines: ein Stück Normalität. Egal, ob es ab und zu etwas nach Desinfektionsmittel riecht oder nicht. Feedback an: redaktion@limmatwelle.ch


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SPREITENBACH

INSERATE

Junge Turmfalken Am 15. Mai sind im Kirchturm der katholischen Kirche in Spreitenbach vier Turmfalken geschlüpft. Im Nest ist noch ein fünftes Ei vorhanden. Sollte auch aus diesem noch ein Junges schlüpfen, wären seit 2011 bereits 39 Jungvögel in diesem Nistkasten zur Welt gekommen und ausgeflogen. Ein schöner Erfolg. Hoffentlich dürfen auch diese Jungvögel in etwa 35 Tagen gesund ausfliegen. Dank künstlicher Nisthilfen konnte sich der Bestand an Turmfalken in den letzten Jahren gut erholen. Die grazilen Jäger halten den Mäusebestand etwas in Schach, zählen doch die Mäuse zu deren Hauptnahrung. Die Landwirte werden froh darum sein. (Koni Wiederkehr, Präsident Natur- und Vogelschutzverein Spreitenbach-Killwangen)

Das Weibchen mit der Brut.

Wir suchen infolge Pensionierung des Stelleninhabers für unsere Primar- und Oberstufen Schulanlage Zentrum per 1. Dezember 2020 oder nach Vereinbarung eine/n

Schulhauswart/in (100%-Pensum) Hauptaufgaben – Betreuung zweier Schulhäuser und einer Turnhalle – Durchführung und Begleitung von Reinigungsarbeiten und Umgebungspflege (ohne Grünanlage) – Zuständigkeit für die einwandfreie Funktion der technischen Anlagen inkl. Erstinterventionen – Ausführung von Kleinreparaturen – Fachliche und terminliche Führung des Reinigungspersonals – Begleitung von Veranstaltungen und Erbringen von Dienstleistungen für den Schulbetrieb – Nacht- und Piketteinsätze bei Veranstaltungen – Schneeräumung Unsere Erwartungen – Abschluss oder in Weiterbildung zum Hauswart/in mit eidg. Fachausweis – Vielseitige handwerkliche Berufserfahrung – Selbständige, exakte und zuverlässige Arbeitsweise – Freundliches Auftreten sowie gutes Einfühlungsvermögen im Umgang mit Schülern, Eltern und Lehrerschaft – Wohnsitz in Spreitenbach oder nächster Umgebung Unser Angebot – Interessante, abwechslungsreiche und selbständige Tätigkeit – Zusammenarbeit mit zwei erfahrenen Hauswarten – Zeitgemässe Anstellungsbedingungen Fühlen Sie sich angesprochen, dann erwarten wir gerne Ihre schriftliche Bewerbung mit den üblichen Unterlagen bis zum 14. Juni 2020. Bauverwaltung Spreitenbach, Poststrasse 13, 8957 Spreitenbach Für weitere Auskünfte steht André Wenzinger, Bereichsleiter Liegenschaften, andre.wenzinger@spreitenbach.ch, gerne zur Verfügung.

Die vier bisher geschlüpften Turmfalken. Ob noch ein fünfter schlüpft? INSERATE

Pikettdienst während Pfingsten Montag, 1. Juni 2020 (Pfingsten) bleiben sämtliche Büros der Gemeindeverwaltung und des Werkhofes geschlossen. In dringenden Fällen können erreicht werden: Polizei: Tel. 117 Bestattungsamt (Todesfälle): Tel. 079 369 39 92 Störungsdienst: – Elektrizitätsversorgung – Wasserversorgung – Kommunikationsnetz Wir danken für Ihr Verständnis.

Tel. 056 402 00 55 Tel. 056 402 01 77 Tel. 056 410 21 20 Gemeinderat und Personal


WOCHE NR. 21 FREITAG, 22. MAI 2020

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Edgar Benz, Gemeinderat.

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geschlüpft Marcel Lang, Gemeindepräsident.

san

Spreitenbacher haben Lang und Benz gewählt zVg

Ersatzwahlen: Im ersten Wahlgang wurden ein neuer Gemeindepräsident, Gemeinderat und ein neues Mitglied der Geschäftsprüfungskommission gewählt. MELANIE BÄR

«Ein so deutliches Resultat kann man nicht erwarten», resümiert der neu gewählte Gemeindepräsident Marcel Lang (parteilos) am Montagmorgen. Er bedankt sich bei den Spreitenbacherinnen und Spreitenbachern für das Vertrauen, das sie

«Ich mag es, den Menschen zuzuhören.» MARCEL LANG, NEUER GEMEINDEPRÄSIDENT

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ihm mit den 969 Stimmen entgegengebracht haben. Als mögliche Gründe für die deutliche Wahl nennt er das Vernetztsein im Dorf, seine aktive Teilnahme am Dorfleben, «und ich mag es, den Menschen zuzuhören.» Der 45-Jährige hat sich am Montag bereits mit dem zurückgetretenen Valentin Schmid (FDP) getroffen, um die Übergabe zu planen. Lang geht davon aus, dass er das Amt ab Juli vollumfänglich antritt. Seit 2007 amtet Lang als Gemeinderat und betreut die Ressorts Sozialwesen, Kindes- und Erwachsenenschutzrecht, Gesundheit, Verkehr und Vereine. Mit Übernahme des Vollzeitamts als Gemeindepräsident gibt er seinen Job bei der Rundschau beim Schweizer Fernsehen auf.

Vizepräsident Markus Mötteli (CVP), der ebenfalls für das Amt kandidierte, unterlag mit 405 Stimmen. Er zeigte sich enttäuscht über die Deutlichkeit des Ergebnisses. Er habe mit einem knappen Ausgang gerechnet, bedankt sich jedoch bei allen, die seine Kandidatur unterstützt hatten. Mötteli, der die Ressorts Hochbau, Tiefbau und öffentliche Gebäude und Anlagen betreut, wird weiterhin als Vizeammann im Amt bleiben. «Ich kann den Entscheid akzeptieren und bin der vollen Überzeugung, mit Marcel Lang als Präsident weiterhin zugunsten von Spreitenbach gut zusammenarbeiten zu können.» Edgar Benz deutlich in den Gemeinderat gewählt Auch Edgar Benz (SVP) hat nicht mit einem so deutlichen Wahlergebnis gerechnet: «Es freut mich darum umso mehr.» Der 58-Jährige erhielt mehr als doppelt so viele Stimmen, wie Erhard Fricker (parteilos). «Das zeigt, dass meine Verwurzelung und langjährige Mitgestaltung im Dorf doch von vielen Leuten geschätzt werden», zeigt sich Benz erfreut. Er wird am nächsten Montag an der ersten Gemeinderatssitzung teilnehmen. Er hat angekündigt, sich als Gemeinderat dem Themenschwerpunkt Finanzen zu widmen. Nicht enttäuscht zeigte sich der unterlegene Erhard Fricker. Er habe nicht abschätzen können, wie viele Stimmen er erzielen werde. Er bedauert jedoch den durch die Wahlen ausgelösten Rechtsrutsch: «Denn Spreitenbach ist multikulti», so Fricker. Er will sich nun mit der SP kurzschliessen und ihr unter die Arme greifen, um sie wieder stärker zu machen, so Fricker.


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WÜRENLOS

WOCHE NR. 21 FREITAG, 22. MAI 2020

GLÜCKWÜNSCHE ZUM GEBURTSTAG (3.TEIL)

AUS DEM GEMEINDERAT

Folgenden Einwohnern im Alter von 75 und mehr Jahren gratuliert der Gemeinderat zum Geburtstag recht herzlich und wünscht ihnen ein schönes Geburtstagsfest und weiterhin gute Gesundheit. Paul Krissler, Bachstrasse 95

31./85 Jahre

Ruth Steinmann-Huber, Grimmistalstrasse 3

30./81 Jahre

Ruth Meier-Sami, Schliffenenweg 34

24./79 Jahre

David Brunner, Bachwiesenstrasse 25

30./79 Jahre

Josef Brunner, Bachwiesenstrasse 5

31./78 Jahre

Willy Manser, Bachwiesenstrasse 39

31./78 Jahre

Heidi Zimmermann, Landstrasse 34

25./76 Jahre

Paul Isler, Gerstenweg 2

26./76 Jahre

Alban Lenz, Bachstrasse 91

27./76 Jahre

David Smith, Birkenweg 9

27./76 Jahre

Personen, welche keine Publikationen ihres Geburtsdatums und ihrer Adresse im Rahmen dieser Gratulationswünsche möchten, können dies frühzeitig der Gemeindekanzlei Würenlos mitteilen.

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Reiten und Biken im Wald Im Wald sind grundsätzlich alle willkommen, sei es zum Wandern, Biken, Joggen oder Reiten. Dennoch gilt es, sich an die örtlichen Gegebenheiten und Gesetze zu halten. Der Wald hat neben der Erholung verschiedene Funktionen zu erfüllen. So ist er auch Lebensraum vieler Tier- und Pflanzenarten. Der Gemeinderat bittet die Bevölkerung, sich respektvoll zu verhalten und auf die Pflanzen und Tiere Rücksicht zu nehmen. Die gesetzlichen Bestimmungen sind strikte einzuhalten. Waldstrassen und Waldwege dürfen nur zu forstlichen Zwecken mit motorisierten Fahrzeugen befahren werden. Es gilt ein generelles Fahrverbot für Motorfahrzeuge. Das Radfahren und Reiten im Wald ist nur auf Strassen und Wegen erlaubt. Strassen und Wege sind Verkehrsflächen, die mit Schotter oder sonst einem erkennbaren Belag bedeckt sind. Die Büros der Gemeindeverwaltung bleiben an Pfingstmontag, 1. Juni, geschlossen. Für Notfälle können folgende Abteilungen erreicht werden: Bestattungsamt: 079 779 66 08 oder 079 380 94 60, Technische Betriebe: 056 436 87 60, Regionalpolizei wettingen-limmattal / Polizei 056 437 77 77 oder Notruf 117

Absage Seniorenausflug vom 24. September Aufgrund der Covid-Situation und der Tatsache, dass die Seniorinnen und Senioren zur Risikogruppe zählen, sieht sich der Gemeinderat leider gezwungen, den diesjährigen Seniorenausflug zum Schutz der Teilnehmenden abzusagen. Er hofft, den Ausflug im 2021 wieder durchführen zu können, und dankt für das Verständnis. Mütter- und Väterberatung; Termine bis Dezember Für Eltern und Betreuungspersonen mit Kindern von 0 bis 5 Jahren mit telefonischer Beratung unter 056 437 18 40 zu folgenden Zeiten: Montag bis Freitag, 9–13 Uhr. Ausserhalb dieser Bürozeiten oder wenn die Leitung besetzt ist, besteht die Möglichkeit, eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter zu hinterlassen. Zusätzlich können Termine online unter www.mvb-baden.ch gebucht werden. Die Daten und Öffnungszeiten der Beratungsstelle in Würenlos, Schulstrasse 40, Annexbau reformiertes Pfarrhaus: Donnerstag, 14.30–17.30 Uhr (mit Voranmeldung): 25. Juni, 9. Juli, 6. August, 3. September, 1. und 29. Oktober, 26. November. Donnerstag, 14.30–17.15 Uhr (ohne Voranmeldung): 23. Juli, 20. August, 17. September, 15. Oktober, 12. November, 10. Dezember.

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WÜRENLOS/LIMMATTAL

WOCHE NR. 21 FREITAG, 22. MAI 2020

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Gemeinden geben Okay meistens Wie bewilligen Gemeinden 5G-Antennen? Eine Umfrage zeigt: Sie halten sich an die Vorgaben von Bund und Kanton. Neuenhof hat auch eigene Regeln. RAHEL BÜHLER

5G-Antennen sind immer wieder in aller Munde: Sie ermöglichen die schnellere Übertragung von grösseren Datenmengen. Wiederholt diskutiert wird über die neue Technologie, weil einige Menschen um ihre Gesundheit fürchten. Auch im Aargauer Teil des Limmattals gibt es einige 5G-Antennen, wie eine Karte des Bundesamts für Kommunikation zeigt: neun in Wettingen, vier in Würenlos sowie je zwei in Neuenhof, Killwangen und Spreitenbach. Aktuell liegt in Würenlos ein weiteres solches Baugesuch auf. «Umbau bestehender Mobilfunkanlage mit neuen Antennen» lautet das Vorhaben. Was die Bewilligung angeht, halte man sich an die Vorgaben von Bund und Kanton, heisst es vonseiten der Würenloser Bauverwaltung. Eine spezielle Bewilligungspraxis habe man nicht. Was genau bedeutet das nun? Je nach Bauvorhaben gibt es unterschiedliche Bewilligungsverfahren Die 5G-Technologie setzt adaptive Antennen ein. Das heisst, sie können ihre Leistung gezielt auf den Nutzer ausrichten. Im Unterschied zu den bisherigen Antennen geben sie ihre Leistung nicht mehr flächendeckend ab. Das geht aus einem Informationsblatt des kantonalen Departements für Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) hervor. Alle Mobilfunkantennen müssen die Regeln der Verordnung über den Schutz von nichtionisierender Strahlung (NISV) befolgen. Darin sind etwa die Grenzwerte definiert, die die Anlagen einhalten müssen. Möchte ein Mobilfunkanbieter eine neue Antenne bauen oder eine bestehende von 4G auf 5G aufrüsten, gibt es zwei verschiedene Verfahren: Neue Anlagen müssen ein normales Bewilligungsverfahren durchlaufen. Das gilt auch für bestehende Antennen, bei denen wesentliche Änderungen, wie zum Beispiel eine Vergrösserung des Mastens, geplant sind. Ist die Aufrüstung einer bestehenden Antenne, etwa

Im Aargauer Teil des Limmattals gibt es mehrere 5G-Antennen, wie eine Karte vom Bakom zeigt. Symbolbild: Claudio Thoma/Archiv von 4G auf 5G, geplant, kommt unter gewissen Umständen auch ein vereinfachtes Verfahren zum Einsatz: das Bagatelländerungsverfahren. Es braucht also keine neue Baubewilligung. Die Gesamtleistung der Antenne beziehungsweise die Strahlenbelastung darf sich dabei aber nicht oder nur wenig erhöhen. Auch diese Informationen gehen aus dem Bericht des BVU hervor. Einfach so könne ein Anbieter eine Anlage allerdings nicht umrüsten, sagt Heiko Loretan, Leiter der Abteilung für Umwelt: «Der Kanton überprüft auch diese Vorhaben und gibt dann sein Okay.» Beim Gesuch einer neuen Anlage wie in Würenlos reicht der Mobilfunkbetreiber, in diesem Fall die Swisscom, das Gesuch bei der Gemeinde ein. Sie leitet es dem BVU weiter. Es prüfe dann das Gesuch, so Loretan. Grundlage dafür ist die NISV. Sie gibt die Bestimmungen vor. Wie diese aber umgesetzt werden können, ist noch unklar. Der Bund werde eine Vollzugshilfe erarbeiten, wie er in einer Medienmitteilung vom 22. April bekannt gab. Bis es diese Hilfe gibt, beurteilt der Kanton die Strahlung in einem Worst-Case-Szenario. «Wir überprüfen Fragen wie ‹Sendet die Antenne nicht zu viele Strahlen für die Bevölkerung aus?›», erklärt Loretan. Befindet der Kanton das Gesuch für in Ordnung, erteile er die Bewilli-

gung und übergebe es wieder der Gemeinde. Diese erteile dann die abschliessende Baubewilligung. «Wenn das Gesuch alle Bestimmungen, wie etwa die Bauvorschriften oder den Ortsbildschutz, einhält, hat der Einreicher das Recht auf die Baubewilligung.» Ist das Gesuch vonseiten des Kantons nicht in Ordnung, ist etwa der Ortsbildschutz verletzt oder die Strahlenbelastung zu hoch, kann es auch die Gemeinde nicht bewilligen. Neuenhof hat eigene Regeln aufgestellt. Kanton mischt sich nicht ein Aus Spreitenbach und Wettingen klingt es ähnlich wie aus Würenlos: «Das sind Baugesuche wie jede anderen auch», sagt beispielsweise Spreitenbachs Bauverwalter Lukas Nadig. Die Verfahrensabläufe seien vorgegeben und werden so eingehalten. In Wettingen liegt derzeit ein Swisscom-Gesuch für den Umbau einer bestehenden Anlage auf. Dabei handle es sich um ein ordentliches Verfahren, sagt Gemeindeschreiber Urs Blickenstorfer. Die Swisscom plant bei dieser Antenne also eine «wesentliche Änderung». Einzig Neuenhof schert in der Bewilligungspraxis etwas aus: Nachdem im vergangenen Jahr Widerstand gegen eine geplante 5G-Antenne entstand, informierte der Gemeinderat über vier Kriterien, nach denen die Gemeinde eingehende Gesuche beurteilen wollte: Ers-

tens bewillige die Gemeinde keine Anlagen auf freistehenden Masten. Zweitens beiwillige die Gemeinde keine 5G-Anlagen, bis eine definitive Rechtsgrundlage, die bereits angesprochene Vollzugshilfe, vorliege. Drittens bewillige die Gemeinde nur 4G-Anlagen. Viertens seien in Neuenhof Aus- und Umbau bestehender Anlagen bewilligungspflichtig und müssen durch das BVU geprüft werden. Das Bagatellverfahren kommt in Neuenhof also nicht zum Einsatz. Diese Kriterien gelten auch heute noch, sagt Pepe Romero, Leiter Bau und Planung, auf Anfrage. Loretan sagt dazu: «Wir erklären den Gemeinden, wie die Rechtsgrundlage aussieht. Wir mischen uns aber nicht aktiv ein, wenn sie eigene Regeln verordnen». In Killwangen gibt es laut Bakom-Karte zwei Standorte von 5G-Antennen. Timon Schlumpf, der externe Bauverwalter, wusste auf Anfrage nur von einem Standort. Ob es sich um eine 5G-Antenne handelte, war der Bauverwaltung ebenfalls nicht bekannt. Die Lösung darin liegt wohl im Bagatelländerungsverfahren: Ist die Änderung gering, braucht es kein Bewilligungsverfahren. Im Moment seien in der Gemeinde keine neuen 5G-Antennen geplant, so Schlumpf. Wenn es denn eine geben sollte, halte man sich an Vorgaben von Bund und Kanton.


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LIMMATTAL/KIRCHLICHE MITTEILUNGEN

Über Wiedereröffnung freuen sich die Seit knapp zwei Wochen sind Restaurants und Bars wieder geöffnet. Aber mit teils strengen Vorgaben. Wie ist es den Gastronomen ergangen? RAHEL BÜHLER

Knapp zwei Monate, von Mitte März bis Mitte Mai, mussten Restaurants und Bars in der ganzen Schweiz ihre Türen schliessen. Manche haben die Zeit für Renovationen genutzt. Andere haben ihre Menüs zum Abholen angeboten. Seit 11. Mai, also seit knapp zwei Wochen, können sie nun wieder Gäste bewirten. Allerdings mit Auflagen. Das Schutzkonzept für die Gastronomie umfasst sieben Seiten. Der Inhalt des Konzepts ist bekannt: Pro Tisch dürfen sich nur vier Personen setzen. Die Tische müssen zwei Meter voneinander entfernt sein. Das Personal muss nach jedem Besucher Speisekarten, Tische und Stühle desinfizieren. «Ja, die Massnahmen sind rigoros. Aber wenn sie dazu dienen, die Fallzahlen zu senken, sind sie sinnvoll», sagt Bruno Lustenberger, Präsident von GastroAargau, gegenüber der Limmatwelle. Er schätzt, von den 1200 Mitgliedern des kantonalen Verbands hätten etwa 800 bis 900 ihre Lokale wieder geöffnet. «Es brennt uns Wirten unter den Nägeln. Ferien sind zwar schön, aber wir wollten wieder Gäste bewirten», sagt er. Er selbst betreibt das Hotel Krone in Aarburg (AG). Die Recherchen der Limmatwelle bestätigen die Aussage Lustenbergers: Die allermeisten Restaurants sind wieder offen. Das «Alpenrösli» in Würenlos hat noch Platz für 90 Gäste Eines dieser Restaurants, die seit 11. Mai wieder geöffnet haben, ist das «Alpenrösli» in Würenlos. «Wir haben uns die Massnahmen angeschaut und entschieden, das Beste daraus zu machen», sagt Serviceangestellte Fatma Karabulut. Auch finanzielle Überlegungen hätten zu diesem Entscheid geführt. Das Restaurant hat normalerweise 130 bis 140 Plätze. Durch das Schutzkonzept sind es noch etwa 90 Stück. Das Konzept sah ursprünglich auch vor, dass sich die Gäste mit Namen registrieren, um sie vor allfälligen Infektionen im Nachhinein zu warnen. Dies ist mittlerweile lediglich

Das neue japanische Restaurant Kasai in Wettingen war vor dem Lockdown nur vier Tage offen. einer komfortablen Situation», sagt Wirt Hans Steiner. Sie können sich problemlos an die Massnahmen halten. «Deshalb haben wir auch wieder geöffnet.» Die Arbeitsabläufe seien zwar aufwändiger, aber die Gäste seien froh, dürften sie wieder mehr nach draussen. Bislang hätten sie keine grossen Diskussionen mit den Gästen wegen der Massnahmen gehabt. «Sie sind alle gut informiert, wissen, worum es geht, und haben die Situation akzeptiert.» Keinen einfachen Start hatte das Restaurant Kasai in Wettingen. Das japanische Lokal ist seit dem 12. «Wir sind mit 100 Plätzen März im alten «Texmex» beheimatet. Damit konnte es seine Tore nur in einer komfortablen vier Tage vor dem Lockdown offen Situation.» halten. «Uns gehören mit dem Restaurant Torre und der Bar Laden 5 HANS STEINER, «STERNEN» SPREITENBACH noch andere Gastronomiebetriebe. Dadurch stehen wir finanziell solide geöffnet. Das Lokal umfasst norma- da. Der Lockdown bedeutet nicht lerweise 180 Plätze. Derzeit sind es das Ende für uns», sagt Christian noch deren 100. «Wir sind damit in Schneitter. Er ist der Inhaber vom noch eine Empfehlung. Das «Alperösli» hält sich daran. «Man kann bei uns das Formular ausfüllen, wenn man will. Es ist aber kein Müssen», so Karabulut. Schlechtes Feedback hätten sie bisher nur wenig erhalten. Es gehe halt alles etwas länger. Die Wiedereröffnung sei ruhig verlaufen. Am vergangenen Wochenende hätten sie mehr Gäste gehabt. «Ich denke, die Reservationen steigen langsam wieder an.» Ebenfalls seit dem 11. Mai ist der «Sternen» in Spreitenbach wieder

Sibylle Egloff

«Kasai». «Eine Neueröffnung nicht wieder öffnen geht nicht. Wir wollen, dass die Leute uns wahrnehmen.» Wirtschaftlich gesehen lohne sich der Betrieb allerdings nicht: Die Versicherungen würden nicht mehr vollständig zum Einsatz kommen. Auch kann das Lokal nur begrenzt Kurzarbeit anmelden. «Wir bezahlen jetzt mehr Geld. Denn wir können das Restaurant nur zu 50 Prozent besetzen.» Normalerweise hätte das Lokal 50 Plätze. Jetzt sind es noch 28. Die Mitarbeitenden tragen keine Masken. Von den Gästen hätten sie gehört, dass Masken ein Gefühl des Unwohlseins auslösen. «Man geht in ein Restaurant, um zu geniessen. Die Gäste sind sich der Gefahr bewusst», ist Schneitter überzeugt. Masken dienen daher eher dazu, dass man sich unwohl fühle, da man ständig an diese Gefahr erinnert werde. Am 1. März haben Sascha Bart und seine Verlobte Sandra Annen


WOCHE NR. 21 FREITAG, 22. MAI 2020

Wirte

LESERFOTO

«MEIN GOTT» Christina Wunderlin, Pfarreiseelsorgerin i.A. der Pfarreien St. Anton & St. Sebastian Wettingen und St. Maria Würenlos.

das Restaurant Santos in Neuenhof übernommen. Auch ihnen spielte der Virus nicht gerade in die Karten. «Anstatt Gäste zu bedienen, haben wir renoviert», sagt Bart. Das Restaurant, das statt 140 Plätze noch 65 hat, ist seit dem 11. Mai wieder offen. Sie seien aber skeptisch gewesen: «Einerseits wollten wir die Gäste nicht im Stich lassen. Andererseits waren wir uns unsicher, ob sie überhaupt kommen würden.» Momentan mache das Restaurant etwa einen Drittel des gewohnten Umsatzes. Die Gäste seien vorsichtig, sagt Bart. Momentan würden er und Annen das Restaurant alleine führen. Er kocht, sie serviert. Die anderen Angestellten haben nach wie vor Kurzarbeit. Die Rückmeldungen von den Gästen seien gemischt: «Einige loben uns. Andere finden es lächerlich, wenn sie zu fünft den ganzen Tag zusammen arbeiten, aber im Restaurant nicht an einem Tisch sitzen dürfen», meint Bart. Dieses Widerspruchs sei er sich bewusst. Eine Busse wolle er aber nicht riskieren. Neue Wirte im «Santos» haben in der Zwangspause renoviert Ebenfalls wieder offen seit knapp zwei Wochen ist das «Schwyzerhüs-

«Einerseits wollten wir die Gäste nicht im Stich lassen. Andererseits waren wir uns unsicher, ob sie überhaupt kommen würden.» SASCHA BART, «SANTOS» NEUENHOF

li» in Killwangen. Laut Wirt Budirim Jovanovic habe das Lokal mit den Schutzmassnahmen 60 statt 74 Plätze. «Wir haben Vorhänge aufgehängt und Stellwände aufgestellt», sagt er. Manche der Gäste hätten sich auf den Wänden sogar verewigt. «Die Menschen, die optimistisch eingestellt sind, gehen wieder ins Restaurant. Die anderen bleiben zuhause.» Das Lokal an der Zürcherstrasse war während zweier Monate geschlossen. Der Aufbau eines Takeaways hätte sich nicht gelohnt, sagt Jovanovic. Der Restaurantbetrieb sei aber wieder gut angelaufen. «Am Mittag haben wir noch nicht so viele Gäste. Aber über die Besuche am Abend dürfen wir uns nicht beschweren.»

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Dieses Frühlingsfoto hat Leserin Luisa Allevato im Eigi in Wettingen aufgenommen. Haben auch Sie ein tolles Sujet in der Region mit Ihrer Kamera oder Ihrem Handy aufgenommen? Dann schicken Sie uns das Foto (im JPG-Format und in der Grösse von mind. 1 MB) an redaktion@limmatwelle.ch.

KIRCHLICHE VERANSTALTUNGEN Wallfahrt verschoben Die geplante Wallfahrt der röm.-kath. Pfarrei Neuenhof/Killwangen am 14. Mai auf den Lindenberg zur Kapelle Maria zum Schnee konnte aufgrund der aktuellen Situation nicht stattfinden. Neu ist die Wallfahrt am 17. September geplant. Bei Fragen gibt Hilda Benz unter Tel. 056 406 38 35 Auskunft.

Gottesdienste Neuenhof/Killwangen Voraussichtlich und abhängig vom Entscheid des Bundesrates sind Gottesdienste frühestens ab dem 8. Juni wieder möglich. Im Moment sind die Kirchenpflege und das Pfarreiteam daran, die Schutzvorkehrungen des Bundesrates und des Bistums in den Kirchen zu erarbeiten.

Seit dem speziellen Karfreitag in diesem Jahr lässt mich das Bild des Kreuzes nicht mehr los. Dieses todbringende Symbol erschliesst sich in seiner Sinnhaftigkeit erst im Nachgang. Vermutlich wurde uns allen schon einmal die wenig trostvolle Redewendung «im Nachhinein ist man immer schlauer» an den Kopf geworfen. Im Gegensatz zu dieser Floskel hat der Blick auf das Kreuz für mich in den vergangenen Wochen jedoch etwas Heilsames gewonnen. Folgendes Zitat eines griechisch-orthodoxen Theologen hat mich dazu sehr berührt: «Jesus zeigt uns keinen Weg um das Leiden herum, sondern durch das Leiden hindurch, das bedeutet, kein ersatzweises Leiden, sondern rettendes Begleiten.» Ich denke, dieser Gedanke gilt in vielerlei Hinsicht – ob nun in der Coronazeit, in Krankheit, beim Verlust eines lieben Menschen oder in den vielen kleinen Schatten und dunklen Zeiten unseres Lebens – ganz egal, ob aktuell oder im Rückblick. Wer einmal ein dunkles Tal durchwandert hat, der weiss, wie schwer diese Zeiten auszuhalten sind. Nur wenig hilft und manchmal gerät auch der Glaube ins Wanken. Mir stellt sich dann häufig die Frage: Was trägt wirklich? Und was ist nicht nur billige Vertröstung? Für mich neu gewonnen habe ich den Gedanken, dass Gott nichts von meinem Leid und Schmerz hinwegnehmen kann. Gläubig zu sein, ist keine Schmerztablette, die mich einnebelt und das Leiden nur noch halb so schmerzvoll macht. Das Ausharren in schwierigen Zeiten bleibt gleich schwer. Aber mir bleibt ebenfalls die Zusage, dass Christus mein rettender Begleiter sein will, der mir zeigt, wie die Last sich verteilen, besser schultern und aushalten lässt. Feedback an: redaktion@limmatwelle.ch


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AGENDA

WOCHE NR. 21 FREITAG, 22. MAI 2020

KREUZWORTRÄTSEL 24 300 Exemplare. Erscheint jeden Donnerstag. Amtliches Publikationsorgan der Gemeinden Wettingen, Neuenhof, Killwangen, Spreitenbach und Würenlos. HERAUSGEBERIN CH Regionalmedien AG, Kronenplatz 12, 5600 Lenzburg GESCHÄFTSFÜHRER Stefan Biedermann, stefan.biedermann@chmedia.ch, Telefon 058 200 58 10

REDAKTION redaktion@limmatwelle.ch, Telefon 058 200 58 20 REDAKTIONSLEITUNG Melanie Bär, melanie.baer@chmedia.ch

BINOLOGIC

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In jeder Zeile oder Spalte, aber auch in jedem der neun Quadrate, müssen Zahlen von 1 bis 9 stehen. Jede Zahl darf in jeder Zeile oder Spalte sowie in jedem Quadrat nur einmal vorkommen.

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