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Limmatwelle Woche 19

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Offiz. Amtliches Publikationsorgan des Kreis 2 Limmattal für die Gemeinden Wettingen, Neuenhof, Killwangen, Spreitenbach und Würenlos Donnerstag, 7. Mai 2020, 59. Jahrgang, Nr. 19

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«Ich bin mit vielen Projekten vertraut»

Sie landete auf dem Erdbeerfeld

Markus Mötteli (CVP) ist seit sechs Jahren Gemeinderat von Spreitenbach. Nun tritt er als Gemeindepräsidentskandidat an. Seine Erfahrung als Verkehrsplaner und Vizepräsident will der 61-Jährige dafür nutzen, sein Dorf weiterzuentwickeln. Würde er gewählt, würde er auch für eine zweite Legislatur bleiben. (LiWe) S. 10/11

Flugbegleiterin Rachel Bösch half in der Coronaarbeitspause auf den Feldern der Lüschers in Wettingen aus. Die Erdbeerpflücker wirds freuen.

Kein Eröffnungsfest, aber bald Öffnung Das geplante Eröffnungsfest des sanierten Wettinger Sport- und Kongresszentrums ist abgesagt. Stattdessen kümmert sich Tägi-Chef Marco Baumann um Schutzmassnahmen, damit das Bad am 8. Juni für die Bevölkerung geöffnet werden kann. Dabei erlebt er ein Wechselbad der Gefühle und durch die Erkrankung des Schwiegervaters, wie nah der Virus plötzlich ist. (bär) S.4 INSERATE

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Ihre Arbeit trägt wortwörtlich Früchte. Rachel Bösch geht durchs Erdbeerfeld der Lüschers in Wettingen und freut sich über die roten und weissen Erdbeeren, die unter dem grünen Kraut hervorschimmern. In der Zeit um Ostern bereitete die Flugbegleiterin das Feld für die Erdbeersaison Mitte Mai vor. Seit Ausbruch der Coronakrise kann die 32-jährige Würenloserin nicht mehr arbeiten. Weil sie mit ihrer freien Zeit etwas Sinnvolles anstellen wollte, engagierte sie sich auf dem Erdbeerfeld. Dort lernte sie andere Helferinnen und Helfer kennen, deren Pläne von Covid-19 ebenso durchkreuzt wurden. (sib) S. 3 Rachel Bösch arbeitete zwei Wochen auf dem Erdbeerfeld in Wettingen.Sibylle Egloff


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WETTINGEN

Baugesuche Bauherrschaft: Wogenoaargau Rolf Wagner Limmatauweg 20 5408 Ennetbaden Sanierung und Bauobjekt: Umbau Zweifamilienhaus Baustelle: Feldstrasse 20 Parzelle: 2776 Zusatzgesuche: keine Gemäss § 10 SonderV 20-1 erfolgt die öffentliche Auflage der Pläne bis auf weiteres online über www.wettingen.ch. Eine Einsichtnahme vor Ort kann nur in begründeten Fällen und nach vorheriger Absprache zugestanden werden. Öffentliche Planauflage vom 9. Mai bis 8. Juni 2020. Allfällige Einwendungen sind im Doppel während der Auflagefrist dem Gemeinderat einzureichen. Sie haben eine Begründung und einen Antrag zu enthalten.

Bau- und Planungsabteilung

NOTIZEN PARTEIEN UND INTERESSENSGEMEINSCHAFT FDP In Wettingen kann man zurzeit in allen Bereichen eine Solidarität beobachten, wie man es sich immer wünschen würde. Viele Freiwillige bieten ihre Zeit, Transportmöglichkeit oder Wissen und Fähigkeiten an, um Risikogruppen zu unterstützen. Dabei werden sämtliche digitalen und analogen Kanäle aktiviert und genutzt, um möglichst viele Personen zu erreichen. Aufträge werden teilweise sekundenschnell entgegengenommen und fast so schnell und zuverlässig erledigt. Aber auch die Telefonhilfe wird stark beansprucht, wobei es dort nicht nur um die Erledigung der Aufträge geht, sondern auch ums Zuhören, was im Moment sicher auch wichtig ist. Auch die Gemeinde unterstützt, wo noch nicht geholfen werden konnte. Die Angebote während der Coronakrise werden laufend zusammengestellt und auf INSERATE

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Gemeinde Wettingen

Öffentliche Planauflage Gestützt auf § 95 BauG liegt folgendes Projekt zur öffentlichen Einsichtname auf: Sanierung Etzel-, Eiger-, Bernina- und Lägernstrasse Die Auflage findet vom 8. Mai 2020 bis zum 6. Juni 2020 statt. Auf Basis der Sonderverordnung 1 (SonderV 20-1) wird die öffentliche Auflage ausschliesslich online auf der Homepage der Gemeinde Wettingen durchgeführt. Allfällige Einwendungen sind schriftlich im Doppel während der Auflagefrist dem Gemeinderat Wettingen einzureichen. Sie haben eine Begründung und einen Antrag zu enthalten. Bau- und Planungsabteilung

– Wasserenthärtung – Reparaturen

– Boilerentkalkung – Badumbauten

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der Website publiziert. Zudem zeigen zahlreiche lokale Unternehmen mit Eigeninitiative und Kreativität, dass sie zu Recht systemrelevant sind und auch jetzt wichtige Dienstleistungen sicherstellen (zum Beispiel Lieferdienste und Abholmöglichkeiten in allen Bereichen). Man kann stolz darauf sein, wie sich die Bevölkerung in Wettingen und auch sonst in der Schweiz in der Krise verhält, auch wenn viele darunter leiden. Man ist auf jeden Fall füreinander da und das macht Mut und gibt Hoffnung für die Zukunft. CVP Die CVP Wettingen hat sich mit dem Volksentscheid sowie dem Beschluss des Regierungsrats zum Budget 2020 sowie zur Rechnung 2019 auseinandergesetzt und Schlussfolgerungen für das Budget 2021 gezogen. Aus Parteisicht hat der sehr klare Volksentscheid zur Ablehnung des Budgets 2020 mit einer vorgesehenen Steuerfusserhöhung aufgezeigt, dass die Wettinger mit der finanziellen Situation unzufrieden sind und ein Zeichen setzen wollten. Die CVP interpretiert dies als Auftrag, die freiwilligen Ausgaben noch mehr einzuschränken bzw. abzubauen. Die Nettoschuld pro Einwohner beträgt aktuell 6000 Franken und wird noch gegen 7000 ansteigen. Die Empfehlung des Kantons liegt bei maximal 2500 Franken. Die CVP ist der Meinung, dass jede Generation ihre Schulden selbst tilgen sollte. Die Steuern wurden lange mit dem Argument «keine Steuern auf Vorrat» gesenkt. In den letzten Jahren wurde kräftig investiert. Vor allem notwendige Schulbauten und die unumgängliche Sanierung des Tägi konnten mit der Unterstützung der Bevölkerung realisiert werden. Die Schulden werden sich nicht von selbst auflösen und es wäre unverantwortlich, diese auf die nächste Generation abzuschieben. Umso mehr muss der Spardruck erhöht werden, um zumindest, wenn auch verlangsamt, die Schulden auf ein vernünftiges Mass reduzieren zu können. Der Regierungsrat hat den Steuerfuss für das Budget 2020 auf 95 Prozent festgelegt. Die CVP erwartet vom Gemeinderat, dass er einen operativen Verlust verhindert und nicht weiterfährt wie bisher. Sparen ist nun angesagt, zumal der Steuerertrag aufgrund von Covid-19 wohl geringer ausfallen wird als geplant. Für 2021 sieht die CVP aufgrund der aktuellen Lage einen unveränderten Steuerfuss von 95 Prozent und fordert den Gemeinderat, aber auch die Parteien und die grosse Mehrheit der Parteilosen auf, Vorschläge zum Leistungsverzicht bzw. -abbau vorzubringen, um dies zu ermöglichen. Die Rechnungen 2018 und 2019 wurden positiv abgeschlossen. 2018 konnte das positive Resultat durch Nach- und Strafsteuern erzielt werden. 2019 haben Buchgewinne der Wertschriften dazu beigetragen. Es ist unwahrscheinlich, dass sich diese Ereignisse wiederholen werden. Die CVP erwartet vom Gemeinderat, dass er

gegenüber der Rechnung 2018/2019 (ohne die erwähnten Sonderfaktoren) zusätzlich spart und bei einem Steuerfuss von 95 Prozent eine Million Franken, was zwei Steuerprozenten entspricht, für den Schuldenabbau zu verwenden. Um dies zu erreichen, schlägt die CVP vor, freiwillige Leistungen konsequent zu hinterfragen, abzubauen oder mindestens zu optimieren; Stellenprozente auf dem Niveau von 2019 einzufrieren; Subvention für Tagesstrukturen und Krippen nur an Einwohner mit steuerbarem Einkommen bis 100 000 Franken zu gewähren; Vorschläge zur Kostenreduktion bei der Musikschule zu machen, die zurzeit jährlich 1,2 Millionen Franken kostet, sowie eine regionale Zusammenarbeit zu prüfen; Strassensanierungen zu Gunsten des Unterhalts von Liegenschaften zu drosseln unter Beibehaltung des Ausbaustandards und Verringerung der Frequenz der Sanierungen; den Bereich Kultur kritisch zu hinterfragen und das Gluri-Suter-Huus als gemeindeeigene Galerie zu privatisieren; regionale Kooperationen zu prüfen, beispielsweise bei Bibliothek, Steuern, Betreibungsamt, Sozialen Diensten, Musikschule; Hochwasserschutz zurückzustellen; Augenmass bei Lohnerhöhungen der Gemeindeangestellten. Mit diesen Vorschlägen lässt sich ein Budget 2021 auf der Basis eines Steuerfusses von 95 Prozent realisieren. Die CVP ist sich bewusst, dass diese Vorschläge auf Widerstand stossen werden, erwartet auch von den übrigen Fraktionen Vorschläge und nimmt Vorschläge aus der Bevölkerung entgegen. IG Attraktives Wettingen Die IG Attraktives Wettingen nimmt den Regierungsratsbeschluss, den Steuerfuss in Wettingen auf 95 Prozent zu belassen, mit Freude zur Kenntnis. Der Gemeinde- und der Einwohnerrat müssen nun zeigen, dass sie bei den nächsten Projekten Sparmassnahmen umsetzen können. Wie sich in einem der letzten Vorhaben, dem Minikreisel, gezeigt hat, ist diese Botschaft noch nicht verstanden worden. Es ist an der Zeit, dass sich die Gemeinde auf das Notwendigste konzentriert. Auch soll in den nächsten Jahren der Sach- und Personalaufwand nicht weiter erhöht werden. Der Gemeinderat muss minutiös jeder Sparforderung nachgehen und detailliert erklären, warum er was nicht umsetzt. Weitere Steuerfusserhöhungen dürfen, solange diese Hausaufgaben nicht gemacht sind, nicht zur Diskussion stehen. Ansonsten sieht sich die IG gezwungen, bei den nächsten Wahlen massiv Werbung dafür zu machen, dass die Mehrheit der heutigen Gemeinde- und Einwohnerräte nicht mehr wiedergewählt wird. Die IG hat mittlerweile sehr viele Sympathisanten gewonnen und sie ist auch referendumund initiativfähig. Sie hofft aber, dass nun die Politiker diesen letzten Warnruf hören werden, damit Wettingen wieder für alle attraktiv werden kann.


WOCHE NR. 19 DONNERSTAG, 7. MAI 2020

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«PERSÖNLICH»

Melanie Bär Redaktionsleiterin

Liebe Leserinnen und Leser

Flugbegleiterin Rachel Bösch und Produktentwicklerin Constanze Schneider (v.l.) ackerten auf dem Erdbeerfeld.

Sibylle Egloff

Erdbeerfeld statt Flugzeug Der Coronavirus stellte das Leben von Constanze Schneider und Rachel Bösch auf den Kopf. Weil die beiden ihre freie Zeit sinnvoll nutzen wollten, unterstützten sie den Lüscherhof in Wettingen.

Schneiders Ferienpläne wurden durchkreuzt. «Ich wollte mit meinem Partner John eine vierwöchige Australienreise unternehmen. Er ist Brite und kam bereits Mitte März in die Schweiz, damit wir zusammen nach Australien hätten fliegen können», erzählt Schneider. Die Pläne mussten sie begraben. «John ist nun hier gestrandet und weiss nicht, wann er wieder zurück nach England SIBYLLE EGLOFF kann.» Auch die Idee, ihren Eltern Unter den kräftig grünen Blättern in Berlin bei der Gartenarbeit zu blitzen rote und weisse Erdbeeren helfen, scheiterte wegen der gehervor. «Die Mühe hat sich ge- schlossenen Grenzen. lohnt, die Früchte kommen», sagt Constanze Schneider zu Rachel Dank Facebook-Gruppe auf den Bösch. Die beiden Frauen schreiten Bauernhof aufmerksam geworden durch das Erdbeerfeld der Lüschers Die 47-Jährige erkundigte sich desin Wettingen. Die Erdbeersaison halb, was sie Sinnvolles mit ihrer startet Mitte Mai, ab dann können freien Zeit anstellen könnte. Fündig Kunden die Früchte wieder selber wurde sie auf Facebook. «In der pflücken. Gruppe ‹Gern gscheh – Wettige Schneider und Bösch leisteten hilft› fragte ich, ob jemand einen einen Beitrag, damit das möglich Tipp hat, wo ich mich in der Landist. Sie unterstützten die Bauern- wirtschaft einbringen kann. Eine familie mit ihrem Einsatz und be- mir unbekannte Person machte stellten das Feld mit weiteren Hel- mich auf den Lüscherhof aufmerkfern. Und das, obwohl beide mit der sam.» Schneider wohnt nur wenige Landwirtschaft sonst nichts am Meter entfernt von der Geisswies. Hut haben. Bösch ist Flight Atten- Auf ihre E-Mail-Anfrage erhielt sie dant und Schneider arbeitet in der prompt Antwort und wurde am Produktentwicklung. Was die Frau- Dienstag vor Ostern aufs Erdbeeren auf dem Feld vereinte, war der feld bestellt. Umstand, dass der Coronavirus ihr Auch Bösch suchte aufgrund der gewohntes Leben auf den Kopf Arbeitspause nach einer sinnvollen stellte. Bösch kann seit Ausbruch Tätigkeit. «Ich hörte in den Medien, der Krise nicht mehr arbeiten und dass vielen Bauern wegen der ge-

schlossenen Grenzen Erntehelfer fehlen. Ein Kollege von mir ist mit den Lüschers verwandt und klärte ab, ob sie Hilfe brauchen», sagt die 32-jährige Würenloserin. Eine willkommene Abwechslung zum Bürojob Und so standen Schneider, ihr Partner John Poole und Bösch bald gemeinsam auf dem Feld. Zwei Wochen lang befreiten sie es während zweier bis dreier Stunden am Tag von Unkraut. Zum Ende halfen sie, das Stroh auszulegen. Die Lüschers verpflegten die Freiwilligen mit Getränken und Kuchen. «Wir wurden wirklich gut umsorgt», sagt Schneider. Für sie war es eine gute Erfahrung. «Die Arbeit ist körperlich anstrengend und eine Abwechslung zu meinem Bürojob. Ich ging stets mit Muskelkater und einem zufriedenen Gefühl nach Hause.» Ihr Partner John feierte auf dem Feld sogar Geburtstag. «Rachel brachte extra eine Bündner Nusstorte mit», erzählt sie. Auch Bösch sieht den Einsatz als Bereicherung. «Ich habe eine schöne Zeit gehabt, Neues dazugelernt und vor allem tolle Leute kennengelernt.» Die Lüschers ziehen ebenso ein positives Fazit. «Wir haben das Experiment gewagt und es hat geklappt», sagt Ueli Lüscher. Man hätte die Arbeit ohne die ungewöhnlichen Helfer nicht stemmen können, ist er sich sicher.

Verfolgen Sie die Medienkonferenz des Bundesrats mit, deren Massnahmen unseren Alltag beeinflussen? Das Verbot von Grossveranstaltungen führte letzte Woche zum Beispiel zu den Festabsagen in Wettingen und Würenlos. Die Würenloser verschieben ihr Fest um ein Jahr, während es das OK in Wettingen ersatzlos strich (Berichte S. 6/13). Für (Wasser)sportler gab es hingegen Erfreuliches vom Bund. Voraussichtlich am 8. Juni dürfen Bäder öffnen. Allerdings mit vielen Auflagen, wie Tägi-Chef Marco Baumann im Interview auf S. 4 sagt. Mich persönlich hat die Medienkonferenz letzte Woche schockiert. Nicht die Worte des Bundesrats, sondern die Reaktionen auf den von ihm gesprochenen Kredit von 400 Millionen Franken für die Unterstützung internationaler Aktionen gegen die Pandemie. Das Geld soll unter anderem in Flüchtlingslagern in Serbien und Griechenland verwendet werden. Nach dieser Neuigkeit wurde auf den sozialen Medien das Bild eines bettelnden Mannes und Bundesrat Ignazio Cassis gepostet. Darunter steht: «Schweiz in Not! Bundesrat verschenkt zig Millionen ins Ausland!» 48 Stunden später war der Post bereits 1375mal geteilt worden und mit 613 Kommentaren versehen. Die nettesten lauteten «Das Geld gehört uns», «Schweinerei» oder «unverschämt». Ich bin echt schockiert über diese Reaktionen auf das Hilfspaket. Trotz Pandemie verhungert in der Schweiz niemand und wir haben ein Sozialsystem, das bei Arbeitsoder Wohnungsverlust zum Tragen kommt. Zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen hat der Bundesrat in der Schweiz über 40 Milliarden Franken bereitgestellt. Im Vergleich dazu sind die 400 Millionen für die Menschen im Ausland, deren Grundbedürfnisse nicht mehr gestillt sind, zu verkraften und helfen indirekt auch der Schweiz. Wir haben ein Interesse, dass der Virus global eingedämmt wird. Feedback an: melanie.baer@chmedia.ch


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WETTINGEN

WOCHE NR. 19 DONNERSTAG, 7. MAI 2020

Öffnen ja, aber mit Einschränkungen Morgen Freitag hätte die Wiedereröffnung des sanierten Tägis gefeiert werden sollen. Stattdessen beschäftigt sich Tägi-Chef Marco Baumann mit Schutzkonzept und Auflagen, um das Bad voraussichtlich am 8. Juni für die Bevölkerung zu öffnen. MELANIE BÄR

Nach über zweijähriger Um- und Ausbauphase war für morgen die Einweihungsfeier für das neue Tägi geplant. Wie schwer fiel es Ihnen, diese abzusagen? Marco Baumann: Es ist eine sehr schwierige Situation. Statt des Eröffnungsfests herrscht grosse Unsicherheit. Wir wissen zum Beispiel noch nicht, mit welchen Einschränkungen wir das Bad öffnen dürfen. Auch in welcher Art und Weise eine Eröffnungsfeier zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden kann, ist völlig ungewiss. Gemäss Bundesratsentscheids darf die Öffentlichkeit voraussichtlich ab 8. Juni wieder ins Bad. Ja, wir dürfen am nächsten Montag, 11. Mai, das Schwimmbecken grundsätzlich nur für Trainingsgruppen von Sportklubs freigeben. Und auch sie dürfen nur mit einer maximalen Gruppengrösse von fünf Personen trainieren. Diese Gruppengrösse gilt auch für Kurse und Ausbildungen wie Badmeisterkurse. Der öffentliche Badibetrieb wird voraussichtlich ab dem 8. Juni möglich sein – unter welchen Auflagen und Einschränkungen, werden wir aber wohl erst Ende Mai erfahren. Wir rechnen mit starken Einschränkungen. Es ist von einer Personenbegrenzung, sowohl im Wasser als auch im Liegebereich, auszugehen. Der Verband Hallen- und Freibäder (VHF), in dessen Vorstand ich mich persönlich engagiere, ist im Austausch mit verschiedensten Verbänden, dem Bundesamt für Sport und Swiss Olympic. Im VHF haben wir auch ein Schutzkonzept erarbeitet, das bei der Öffnung von den Badbetreibern umgesetzt werden soll. Wie sieht das im Moment aus? Hygiene sowie die Massnahmen zur Einhaltung des Social Distancing stehen im Vordergrund. Handläufe, Toilet-

sind also noch eine junge Firma, die noch nicht über Reserven verfügt. Verlief der Schluss der Sanierung plangemäss? Die am 20. März geplante Bauübergabe hat stattgefunden, die Handwerker sind nun an den Ausbesserungsarbeiten. Aber natürlich gab es aufgrund der Pandemie ein paar Verzögerungen. Das Mobiliar für die Sauna ist zum Beispiel noch immer in Italien oder die Schulung für das Parksystem wurde verschoben. Doch grossmehrheitlich sind wir parat und könnten öffnen, was den Bau betrifft. Kann der Kredit von 51 Millionen Franken eingehalten werden oder kommt zum Nachtragskredit von 4,5 Millionen Franken noch mehr dazu? Es ist schwierig, jetzt schon eine Aussage über die Schlussabrechnung zu machen. Die Bauabrechnung wird bis in einem Jahr abgeschlossen sein. Mussten Sie für Ihre Mitarbeiter Kurzarbeit anmelden? Ein Grossteil der Mitarbeiter ist aktuell in Kurzarbeit. Bis am 20. April haben wir die Vorbereitungsarbeiten für die Saisoneröffnung des Freibades gemacht, wie beispielsweise die Beckenreinigung oder den Abbruch der ContaiMarco Baumann vor dem noch geschlossenen Tägi. Melanie Bär ner. Danach haben wir einen Stopp eingelegt. Die Mitarbeiter halten ten usw. müssen regelmässig gerei- Nachfrage aus, Säle für Sitzungen zu sich auf Abruf bereit. nigt und desinfiziert werden. Ab- mieten. Aufgrund der Abstandsrestände müssen überall eingehalten geln braucht es grössere Räumlich- Wie geht es Ihnen dabei? Ich erlebe werden können. Für Trainingsgrup- keiten. Aktuell wird beispielsweise ein totales Wechselbad der Gefühle. pen ist eine Rückverfolgbarkeit vor- geprüft, ob Einwohnerratssitzungen Einerseits herrscht bei uns Euphogeschrieben. Sportvereine müssen im Tägi abgehalten werden können. rie und Aufbruchsstimmung, weil die Sanierung abgeschlossen ist und also Auskunft geben können, wer wann mit wem trainiert hat, und War auch eine Überlegung, das Tägi die Wiedereröffnung bevorsteht. über ein bewilligtes Schutzkonzept geschlossen zu halten? Wenn wir Andererseits frage ich mich, ob die verfügen. Im Bereich der Gastrono- öffnen dürfen, werden wir öffnen. Strategie des Bundes aufgeht, was mie müssen die separaten Vorgaben Das Tägi soll als Freizeit- und Sport- passiert, wenn sich bei uns jemand angebot für die Bevölkerung zu- ansteckt oder die Infektionszahlen gänglich sein. Wir wollen einen wieder steigen. Es kommt mir vor aktiven Beitrag dazu leisten, dass wie ein schlechter Traum. Als ich in «Wir rechnen mit starken sich das Leben wieder normalisiert. den Skiferien die Bilder aus China Einschränkungen.» Aber es ist klar, dass wir mit all den sah, habe ich zu meiner Frau gesagt, Einschränkungen dieses Jahr ein dass ein solcher Lockdown nur in deutliches Minus ausweisen wer- China möglich sei. Und einen Monat für Restaurantbetriebe umgesetzt den. Den letztjährigen Spitzentag später sind wir gleich weit. Mein werden. All dies wird zu einem gros- im Juni mit 4500 Besuchern werden Schwiegervater war der erste Cosen Mehraufwand und Minderein- wir diesen Sommer beispielsweise vid-19-Patient im Spital in Olten. nahmen führen. Auch im Event-Be- nicht erreichen können. Diese und Mittlerweile geht es ihm wieder gut. reich gibt es viele Veränderungen. viele weitere Einnahmen werden Es war jedoch eine schwierige Zeit, Grossanlässe sind allesamt abgesagt fehlen. Für uns ist das umso schwie- als er auf der Intensivstation lag, – davon sind auch wir sehr stark be- riger, weil uns aufgrund der sanie- wir ihn nicht besuchen durften und troffen. Einige Anlässe haben wir rungsbedingten Schliessung dieses nicht wussten, ob wir ihn nochmals bereits sechsmal verschoben und Jahr ja sowieso Einnahmen von sehen werden. Auf einmal war der wissen nicht, wann sie durchgeführt einem Vierteljahr fehlen. Zudem Virus ganz nah und ich sah die Siwerden können. Anstelle der Publi- wurde die gemeindeeigene Tägi AG tuation aus einer ganz anderen Perkumsanlässe gehen wir von einer erst Anfang 2018 gegründet, wir spektive.


WETTINGEN

WOCHE NR. 19 DONNERSTAG, 7. MAI 2020

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Für Enten ist niemand zuständig Wer ist für den Schutz von Stockenten verantwortlich, wenn diese auf ihrem Weg an die Limmat stark befahrene Strassen überqueren müssen? Die Frage lässt sich nicht abschliessend beantworten.

Gebiet Wettingen-Ennetbaden. Er pflichtet Osterwalder bei: «In einer solchen Situation kann entweder die Polizei oder der Jagdaufseher helfen.» Gehe der Anruf bei der Polizei ein, leite es diese weiter an ihn. Dann komme entweder er oder die Polizei an den Ort. «Entweder begleite ich die Tiere an die Limmat oder eine Gruppe fängt sie ein und trägt sie zum Fluss.» Geht es aber darum, eine Strasse zu sperren, müsse man hingegen die Polizei einschalten: «Nur die Polizei hat die Berechtigung dafür.» Auch er sagt: «Wir werden erst tätig, wenn uns jemand darauf aufmerksam macht. Vorher können wir nichts tun.» Zudem sollen sich auch die Autofahrer achten. So wie bei Rehen und anderen Wildtieren auch. 2019 habe er mehrmals Enten vom Wettinger Dorf kern an die Limmat begleitet oder getragen. Enten auf dem Friedhofsweiher in Wettingen seien kein Einzelfall: Enten und Vögel würden gerne auf Balkonen, Flachdächern oder in Gärten nisten. Ist kein Gewässer in der Nähe, machen sie sich auf die Suche nach einem. Ein anderes Beispiel ist etwa der Franzosenweiher in Spreitenbach: Dort nisten derzeit Stockenten. Die Jungen sind geschlüpft.

RAHEL BÜHLER

Der Wettinger Leonardo Curcuruto macht sich Sorgen um Stockenten: «Beim grossen Verkehrsauf kommen ist die Chance gross, dass die Enten auf ihrem Weg an die Limmat überfahren werden», sagt er gegenüber der Limmatwelle. Er hat sein Anliegen auch in einem Facebook-Post auf der Seite «Du bisch vo Wettige wenn...» publik gemacht. Konkret geht es um diesen Fall: Im Weiher des Friedhofs Brunnenwiese brüten jedes Jahr im Frühling Stockenten ihre Jungen aus. So auch dieses Jahr. Am vergangenen Sonntag hat Curcuruto bei einem Spaziergang eine Entenmutter und acht Jungtiere entdeckt. Nach einigen Tagen würden sie sich auf den Weg an die Limmat machen. «Wahrscheinlich, weil die Enten rund um den Weiher zu wenig Futter haben», begründet der 48-Jährige. Der Weg an die Limmat führe via Bifang- und Landstrasse über den Tägipark an die Limmat. «Das ist gefährlich für die Enten.» In den vergangenen Jahren haben laut Curcuruto Privatper-

«Prophylaktisch eine Strasse sperren kann man nicht.» ARNO HEINZ, JAGDAUFSEHER WETTINGEN

sonen die Enten auf ihrem Weg zum Fluss begleitet. So auch am vergangenen Sonntagnachmittag, als sich die Entenmutter mit ihren Küken auf den Weg an die Limmat machte. Mehrere Helfer, darunter auch Curcuruto, begleiteten die Tiere. Dabei ist es laut dem Wettinger zu turbulenten Szenen gekommen: «Als die Ente die Bahngleise hinter dem Tägipark überqueren wollte, senkten sich die Schranken.» Die von Drittpersonen gerufene Regionalpolizei Wettingen-Limmattal konnte per Telefon den Zug anhalten lassen. Trotzdem: Curcuruto wünscht

Am vergangenen Sonntag musste die Regionalpolizei in Wettingen ausrücken, um eine Entenmutter mit ihren Jungen an die Limmat zu begleiten. zVg sich mehr Schutz: «Indem wir sie schützen, können wir den Wildtieren etwas zurückgeben.» Der Medizintechniker hat laut eigenen Angaben auch schon mit dem Wildhüter und der Regionalpolizei Kontakt gehabt. Es fühle sich aber niemand für dieses Thema verantwortlich. Weil Wildtiere herrenlos sind, sei niemand für sie verantwortlich Die Frage nach dem Schutz von Wildtieren lässt sich nicht abschliessend beantworten, wie Erwin Osterwalder, Fachbereichsleiter Jagd der Sektion Jagd und Fischerei vom Kanton Aargau, auf Anfrage erklärt: «Wildtiere sind herrenlos. Sie gehören niemandem.» Daher sei auch niemand verantwortlich.

«Wenn eine Stockente auf eine starkbefahrene Strasse zuläuft, ist jeder Autofahrer selbst dafür verantwortlich, dass er das Tier nicht überfährt», so Osterwalder weiter. Sehe aber ein Passant, dass eine Ente mit ihren Jungen eine stark frequentierte Strasse überqueren will, dies aber wegen des Verkehrs nicht schafft, soll er sich an die Polizei oder den zuständigen Jagdaufseher wenden. Beide würden aber erst aktiv, wenn ein konkreter Fall vorliege. «Prophylaktisch eine Strasse sperren, damit sie eine Ente vielleicht einmal überqueren kann, kann man nicht», so Osterwalder. Jedes Jagdgebiet hat einen eigenen Jagdaufseher. Arno Heinz ist der zuständige Jagdaufseher für das

Polizei benachrichtigen ist laut Kommandant nicht falsch «Es kam in den vergangenen Jahren gelegentlich vor, dass uns solche Szenarien gemeldet wurden», sagt Roland Jenni, Kommandant der Regionalpolizei Wettingen-Limmattal, auf Anfrage. Mit «solchen Szenarien» meint er Enten an Strassenrändern. Wenn jemand in einer solchen Situation die Polizei benachrichtigt, mache er es nicht falsch, so der Kommandant weiter. «Unsere Patrouillen werden dann aufgeboten, schauen den Fall an und entscheiden, wie er gelöst werden kann.» Dann würde die Repol die Enten zum Beispiel über die Strasse begleiten. «Einfangen tun wir sie nicht. Dafür sind wir nicht ausgerüstet.» In der Regel reiche es, wenn man sie ein Stück aus den gefährlichen Verkehrszonen begleite. «Wenn nötig, müssen wir punktuell kurz den Strassenverkehr anhalten», sagt Jenni. Grundsätzlich sei die Jagdaufsicht für Wildtierrettungen zuständig. Aber das Ganze sei schon auch eine Verbundaufgabe der verschiedenen Stellen.


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WETTINGEN/NEUENHOF AUS DEM GEMEINDERAT

Jubiläumsfest wird nicht nachgeholt Das Organisationskomitee des Jubiläumsfests «975 Jahre Wettingen» hat am Freitag bekannt gegeben, dass die Feier ersatzlos gestrichen wird.

Normalisierte Erreichbarkeit der Gemeindeverwaltung Im Zuge der allgemeinen Lockerung der Schutzmassnahmen sind die Schalter der Gemeindeverwaltung im Rathaus sowie an der Landstrasse 89 ab Montag, 11. Mai, wieder zu den normalen Öffnungszeiten erreichbar: Montag 8.30–12/13.30–18.30 Uhr, Dienstag bis Freitag 8.30–12/13.30– 16 Uhr. Die Räumlichkeiten werden mit genügend Schutzmassnahmen so angepasst, dass Kundinnen und Kunden sowie Mitarbeitende stets optimal geschützt sind. Ein Grossteil der Dienstleistungen wird weiterhin digital angeboten. Informationen erhält man auf www.wettingen.ch. Eine kleine Anpassung bei der Erreichbarkeit erfährt das Regionale Zivilstandsamt. Diese Abteilung ist bis auf weiteres am Dienstagnachmittag und Donnerstagnachmittag am Schalter nicht erreichbar. INSERATE

«Das wirtschaftliche Risiko einer Durchführung im Jahr 2021 ist nicht mehr kalkulierbar», begründet das Organisationskomitee in seiner Mitteilung den Entscheid, das Fest ersatzlos zu streichen. Das OK habe diesen Entscheid einstimmig gefällt. Es gab ihn am Freitagmittag bekannt, nachdem der Bundesrat zwei Tage zuvor sein Verbot für Grossveranstaltungen

«IN EIGENER SACHE»

Elsbeth SahliReber ist mit 100 Jahren gestorben

Vergangene Woche porträtierte die Limmatwelle Elsbeth Sahli-Reber aus Wettingen, die am 25. April ihren 100. Geburtstag gefeiert hat. Leider ist die Jubilarin am Dienstag, 28. April, nach Redaktionsschluss gestorben. Wir sprechen den Angehörigen unser Beileid aus. Die Redaktion

ab 1000 Personen bis Ende August verlängert hatte. Es sei ein harter Schlag für alle Beteiligten und die Region, schreibt der Präsident des Organisationskomitees, Paul Koller: «Die Unsicherheit, die der Virus Covid-19 in unser Leben gebracht hat, wird andauern und verunmöglicht es dem OK, ein seriöses Budget und einen für die Betreiber umsetzbaren Zeitplan für eine allfällige Durchführung im nächsten Jahr zu erstellen.» Das OK will nun die bereits geflossenen finanziellen Mittel aufzeigen und grösstmöglich zurückerstatten. «Das wird einige Zeit in Anspruch nehmen und wir bitten alle Beteiligten um die nötige Geduld.» (bär)

Gluri-Suter-Huus passt Angebot an Die Wiedereröffnung ist für den 27. Mai geplant. Die Galerie hat ihre Ausstellungen angepasst. «Wir planen die Wiedereröffnung auf Mittwoch, 27. Mai», schreibt das Gluri-Suter-Huus in einer Mitteilung. Die Organisatoren haben ihr Programm angepasst. Die im Jahresprogramm angekündigte Ausstellung mit Marc Elsener und Klodin Erb wird bis zum 5. Juli verlängert. Die Ausstellung mit Simone Holliger und Markus Weggenmann wird ins Ausstellungsjahr 2021 verschoben. Bis zur Wiedereröffnung gibt das Museum in regelmässigen Abständen per Videoführung Einblicke in die aktuelle Ausstellung von Marc Elsener und Klodin Erb. Zudem zeigen Zechnerinnen und Zeichner des Netzwerks Urban Sketchers Switzerland, was sie derzeit zuhause entdecken. Zu sehen sind die Zeichnungen im Internet unter www.glurisuterhuus.ch. (bär) INSERATE

«Freizeit Martin Uebelhart (CVP) amtet seit drei Monaten als Gemeindeammann von Neuenhof. Damit startete er sein Amt unmittelbar vor der Coronakrise. RAHEL BÜHLER

Am 9. Februar haben die Neuenhoferinnen und Neuenhofer im ersten Wahlgang den CVP-Ortsparteipräsidenten Martin Uebelhart zum neuen Ammann gewählt. Von 1260 Stimmen holte er 598. Für die Limmatwelle schaut er auf seine ersten drei Monate als Gemeindeammann zurück. Uebelharts erster Amtstag war der 10. Februar. Dann fand die offizielle Amtsübergabe statt: «Vizeammann Petra Kuster hat mir Schlüssel und Akten übergeben», sagt er. Der Rest des Tages sei wie ein normaler Arbeitstag gewesen: «Ich habe den Computer in Betrieb genommen und erste Protokollauszüge gelesen.» In der Anfangszeit habe er von seiner Erfahrung aus der Finanzkommission profitieren können. «Ich habe viele Abläufe und Leute bereits gekannt.» Der Vater zweier erwachsener Kinder war 20 Jahre Mitglied der Kommission, 12 davon als Präsident. Seine Anfangszeit sei durch den Rechnungsabschluss 2019 geprägt gewesen. «Der Gemeinderat und die Verwaltung haben mich gut aufgenommen», schaut er zurück. Er glaubt, man sei froh, ist die Stelle des Gemeindeammanns wieder besetzt. «Ohne Ammann bleibt viel Arbeit liegen.» Uebelharts Vorgänger haben das Amt in einem 80-Prozent-Pensum ausgeführt. Bis Ende Mai ist er noch zu 100 Prozent bei der Huba Control in Würenlos im Verkauf Aussendienst und als Leiter des Verkaufsinnendienstes angestellt. Momentan arbeite er dort nur 80 Prozent. Pro Woche setzt er einen Ferientag ein, an dem er für die Gemeinde arbeitet. Immer den Montag. «Mein Arbeitgeber lässt mir auch sonst viel Flexi-


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fehlt mir derzeit etwas»

Seit drei Monaten ist Martin Uebelhart Ammann von Neuenhof. Sandra Ardizzone/Archiv bilität», so der 56-Jährige. «Ich arbeite also nicht 160 Prozent.» Momentan ist er auch oft im Home-Office tätig. Vizeammann Petra Kuster und die anderen Gemeinderäte unterstützen ihn. Nachher sei er vollamtlich als Gemeindeammann tätig. Zu welchem Pensum, 80 oder 100 Prozent, sei noch unklar. Er wisse, welche Themen er angehen müsse. Genauer darauf eingehen möchte er nicht. Bisher habe er einige Bauprojekte behandelt. Als Nächstes stehe das Budget 2021 an. Vom Umgang im Gemeinderat wünsche er sich, dass man auf der Sachebene miteinander «chäre», nach der Sitzung aber auch miteinander etwas trinken gehen könne. Das hätten sie bisher nach jeder Sitzung gemacht. In letzter Zeit jedoch nicht im Restaurant, sondern im grossen Sitzungszimmer.

Bundesrat den Lockdown beschlossen. Auch in dieser Zeit sei er nach wie vor immer montags im Gemeindehaus. Da er ein Einzelbüro hat, erachtet er das Arbeiten vor Ort als weniger kritisch. Ausserdem fahre er mit dem Velo ins Gemeindehaus. «Das ist das Schöne, wenn man im gleichen Dorf wohnt und arbeitet.» Am Morgen findet die Sitzung der Geschäftsleitung statt. Jede zweite Woche, am frühen Abend, jene des Gemeinderats. Ein paar Umstellungen gibt es: «Es sind viel weniger Leute im Haus anwesend.» Der Gemeinderat trifft sich nach wie vor physisch im grossen Sitzungszimmer im Gemeindehaus. Die Geschäftsleitung wie auch der Führungsstab treffen sich via Videokonferenz. «Nur wenn ich jemanden von der Verwaltung etwas fragen will, kann ich nicht zu ihm ins Büro laufen, sondern muss ihn anrufen.» Kurz vor dem Lockdown hat NeuUebelhart hat ein Einzelbüro und enhof einen Führungsstab eingearbeitet vom Gemeindehaus aus Am 16. März, knapp einen Monat setzt. Er besteht aus zehn Personen nach Uebelharts Amtsantritt, hat der in wichtigen Funktionen und ent-

scheidet, wie die Gemeinde die Weisungen von Bund und Kanton umsetzt. Der Gemeinderat hat diesem Stab im Zusammenhang mit dem Virus die Entscheidungsbefugnis erteilt. «Damit er schneller entscheiden kann», erklärt der CVP-Lokalpolitiker. Eine dieser schnellen Entscheidungen war zum Beispiel die Schliessung des Gemeindehauses bei gleichzeitiger voller Funktionsfähigkeit und Erreichbarkeit für die Bevölkerung. Er persönlich sei mit dem Lockdown in einen Funktionsmodus übergegangen: «Wir wussten, jetzt passiert etwas Heftiges. Da haben wir uns die Frage gestellt: ‹Was müssen wir als Gemeinde tun, damit die Situation in Neuenhof sauber geregelt ist?›» Er glaube, in dieser Krise müsse man als Gemeindeammann entscheidungsfreudig sein: «Man muss schneller über eine Sache entscheiden als vorher.» Manche Menschen hätten keine Freude an gewissen Entscheidungen. Dessen müsse man sich auch bewusst sein. «Aber es geht darum, unsere Bevölkerung zu schützen.» Uebelhart selbst hat Respekt vor dem Coronavirus. «Mir ist wichtig, dass die Zahl der Infizierten nicht höher wird, als unser Gesundheitssystem tragen kann.» Er geht davon aus, dass eine Rückkehr zum Normalzustand nicht vor 2021 möglich sein wird. Noch sei vieles unsicher und es gebe noch keinen Impfstoff. Er habe das Glück, gehöre er nicht in die Risikogruppe und betreibe in seiner Freizeit keinen Mannschaftssport. Er widme sich gerne seinem Garten oder helfe dem Theaterverein «Schnägge-Bühne» bei ihren Aufführungen im Service oder an der Eingangskontrolle. Seine Leidenschaft gelte aber vor allem dem Rennvelo. Durch die Doppelbelastung Gemeinderat und Arbeit in der Huba Control habe er das gute Wetter bislang jedoch noch nicht allzu viel zum Velofahren nutzen können: «Die Freizeit und die geistige Erholung fehlen mir derzeit etwas.»

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AUS DEM GEMEINDERAT Auswirkungen Lockerungen auf die Gemeindeverwaltung und deren Dienstleistungen ab 11. Mai Ausgehend von den Lockerungen, die der Bundesrat am 29. April präsentiert hat, wird auch bei der Gemeindeverwaltung die Normalität bzw. das Alltagsgeschehen schrittweise zurückkehren. Das prioritäre und oberste Ziel ist nach wie vor die Gesundheit aller Mitarbeitenden und der Bevölkerung. Zum Schutze aller bleibt der persönliche Kundenkontakt, d. h. die Schalterbesuche, ab 11. Mai weiter eingeschränkt. Die Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung sind ab diesem Zeitpunkt: Montag: 8–11.30 Uhr und 14–18 Uhr; Dienstag/Mittwoch: 8–11.30 Uhr, Nachmittag geschlossen; Donnerstag/Freitag: 7.30 Uhr durchgehend bis 14.30 Uhr. Die Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung sind auch auf der Website publiziert. Selbstverständlich ist unter vorgängiger Kontaktnahme jederzeit eine individuelle Terminvereinbarung möglich. Die Bevölkerung wird weiterhin gebeten, den persönlichen Kontakt mit der Gemeindeverwaltung auf ein Minimum zu beschränken und Anliegen hauptsächlich via Telefon, E-Mail oder per Post abzuwickeln. Für Abgaben von Unterlagen (z. B. Steuererklärungen, Einbürgerungsgesuche usw.) ist der Briefkasten beim Haupteingang zu benützen. Wird die Gemeindeverwaltung betreten, soll man sich an die entsprechenden Verhaltens- und Hygienemassnahmen sowie Schutzmassnahmen der Gemeinde Neuenhof halten. Der Gemeinderat bittet um Verständnis und appelliert an die Bevölkerung, sich nach wie vor an die Weisungen des Bundesrates zu halten und diese, zum Schutze aller, strikte zu befolgen. Gesuche um ordentliche Einbürgerung Folgende Personen haben bei der Gemeinde Neuenhof ein Gesuch um ordentliche Einbürgerung gestellt: Radmila Ilic, 1976, serbische Staatsangehörige, Hardstrasse 77, Neuenhof, mit den Töchtern Jovanovic, Adriana (2007) und Jovanovic, Nina (2009); Aferdita Hoti, 1989, kosovarische Staatsangehörige, Hardstrasse 95, Neuenhof, mit den Kindern Besjan (2006), Ledjona (2008) und Erijon (2010). Jede Person kann innert 30 Tagen seit der amtlichen Publikation dem Gemeinderat eine schriftliche Eingabe zum Gesuch einreichen. Diese Eingaben können sowohl positive wie negative Aspekte enthalten. Der Gemeinderat wird die Eingaben prüfen und in seine Beurteilung einfliessen lassen.


KILLWANGEN/SPREITENBACH

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AUS DEM GEMEINDERAT Schalter Gemeindeverwaltung ab 11. Mai geöffnet Die Schalter der Gemeindeverwaltung Killwangen sind ab Montag, 11. Mai, wieder zu den ordentlichen Zeiten geöffnet. Wie die vergangenen Wochen gezeigt haben, besteht die Möglichkeit, einen Grossteil der Angelegenheiten telefonisch oder schriftlich abzuwickeln. Die Bevölkerung wird deshalb gebeten, den Schalterkontakt auf ein Minimum zu beschränken und wenn immer möglich den Onlineschalter zu nutzen sowie Anfragen telefonisch oder per Mail zu tätigen.

henden Traktanden werden an der Einwohnergemeindeversammlung vom 25. November behandelt. Aufgrund einer Sonderverordnung des Regierungsrates besteht die Möglichkeit, dringende Geschäfte, welche üblicherweise in die Kompetenz der Gemeindeversammlung fallen, direkt einer Urnenabstimmung zu unterstellen. Das überarbeitete Budget 2020 wird deshalb – zusammen mit den angepassten Grundgebühren in der Abfallbewirtschaftung – einer ausserordentlichen Urnenabstimmung vom 7. Juni unterbreitet. Die Ortsbürgergemeindeversammlung vom 19. Juni wird verAbsage bzw. Verschiebung Einwohner- schoben, das neue Datum wird sound Ortsbürgergemeindeversamm- bald wie möglich bekannt gegeben. lung Der Gemeinderat hat entschieden, dass aufgrund der Coronapandemie und der Wahrscheinlichkeit, dass Ansammlungen von grösseren Personengruppen auch weiterhin nicht erlaubt sind, die Einwohnergemeindeversammlung vom 15. Juni ersatzlos abzusagen. Die ansteINSERATE

Alles hat seine Zeit: eine Zeit zum Säen, eine Zeit zum Ernten, eine Zeit zum Arbeiten, eine Zeit zum Ruhen, eine Zeit zum Geben, eine Zeit zum Nehmen, eine Zeit zum Abschied nehmen.

Diese Zeit ist gekommen und wir haben Abschied genommen von meiner lieben Schwester, unserer Schwägerin, unserer Tante und Gotte

Margrith Markwalder-Gerster 1. 7. 1925 bis 24. 4 2020 Den derzeitigen Umständen entsprechend hat eine Urnenbeisetzung im engsten Familienkreis bereits stattgefunden. Grosszügig und frohgemut wirst du uns in Erinnerung bleiben. Von Herzen sagen wir danke für alles.

Paul und Ursula Gerster Friedrich Boss-Gerster Alle Nichten, Neffen und Patenkinder Traueradresse: Rosmarie Weiss-Boss Rössliwis 20 8132 Egg bei Zürich

Die Lösung ist ein be Die Wasserversorgung in Spreitenbach ist bis Ende Jahr geregelt: Die Regionalwerke Baden helfen aus. Wie es danach weitergeht, ist noch unklar. RAHEL BÜHLER

Die Situation um die Wasserversorgung in Spreitenbach hat sich vorerst entschärft: Seit Februar kümmern sich die Regionalwerke Baden um die Spreitenbacher Wasserversorgung. Gilles Tornare, Marketingleiter der Regionalwerke, bestätigt die entsprechende Aussage von Gemeindepräsident Valentin Schmid: «Wir betreiben die Spreitenbacher Wasserversorgung zu 100 Prozent.» Dazu gehörten die vollständige Betriebsleitung, der Betrieb sowie die Instandstellung der Wasserversorgung. Handlungsbedarf war angesagt: Im November wurde der Brunnenmeister Kurt Pauli pensioniert. Im Februar kündete sein Stellvertreter, Beat Amsler. Für beide Stellen hat die Gemeinde laut Gemeindepräsident Valentin Schmid noch immer keine einzige Bewerbung erhalten. Daher sei die einzige mögliche Lösung eine Zusammenarbeit mit den Regionalwerken Baden gewesen. Genau diese Lösung hatte das Spreitenbacher Stimmvolk im Januar an der Gemeindeversammlung noch abgelehnt. «Wir mussten die Wasserversorgung sicherstellen», erklärt Schmid. Der Vertrag mit den Wasserwerken ist befristet: Er startete Anfang Februar und sollte ursprünglich Ende Juli enden. Spreitenbach habe den Vertrag aber vorzeitig bis Ende Jahr verlängert. Man habe auch andere Lösungen überprüft, so Schmid: Den Betrieb mit eigenem Personal aufrechtzuerhalten, sei zurzeit keine, da kein Personal zur Verfügung steht. Spreitenbach hat auch umliegende Gemeinden wie Dietikon, Würenlos oder Wettingen für eine Zusammenarbeit angefragt. «Wir können uns durchaus betriebliche Synergien vorstellen», schreibt der Wettinger Gemeinderat Markus Maibach auf Anfrage. Diese müssten aber zuerst gemeinsam ausgeleuchtet werden. Man warte auf ein Gespräch mit Spreitenbach. Auch von diesen Gemeinden könne die Spreitenbacher Wasserversorgung niemand komplett überneh-

men, so Schmid. Ein gemeinsamer Pikettdienst wäre eine Möglichkeit. Allerdings nur, wenn Spreitenbach die offenen Stellen besetzen kann. Als Begründung, wieso Spreitenbach keine Bewerbungen für die offene Stelle erhalten hat, sagte Gemeindepräsident Schmid schon an der Wintergmeind im Januar, der Markt für Brunnenmeister sei ausgetrocknet. Andreas Mori, Präsident des Schweizerischen Brunnenmeiserverbands, bestätigt dies: «Brunnenmeister sind gesuchte Fachleute.» Jede Wasserversorgung oder Gemeinde brauche einen Brunnenmeister. Derzeit gebe es allerdings nur um die 1000 Brunnenmeister mit eidgenössischem Fachausweis. Als Grund für den Mangel sieht Mori zwei Punkte: einerseits die Ansprüche: «Der Job des Brunnenmeisters ist hoch spezialisiert. Er arbeitet mit dem Lebensmittel Nummer eins: unserem Trinkwasser.» Andererseits die Ausbildung: Der Schweizerische Brunnenmeisterverband (SBV) organisiert gemeinsam mit dem Schweizerischen Verein des Gas- und Wasserfachs (SVGW) die Ausbildung der Brunnenmeister. Pro Jahr würden 40 bis 50 Brunnenmeister ihren Fachausweis erhalten, so Mori. «Mit dieser Anzahl stossen wir heute an unsere Kapazitätsgrenzen.» Das bedeutet: «Uns fehlen die Fachleute, um die Ausbildungswilligen zu unterrichten. Schliesslich sollen die Brunnenmeister einen gewissen Ausbildungsstand haben», erklärt Mori.

Die Sommergmeind vom 23. Juni findet definitiv nicht statt An der Sommergmeind will der Ge- Beat A meinderat Spreitenbach mit einem bach. D neuen Antrag vors Volk treten: Er legt der Stimmbevölkerung den gleichen Antrag wie bereits im Januar vor: Sie soll nochmals über die Auslagerung der Unterhaltsarbeiten der Wasserversorgung an einen externen Dienstleister abstimmen. Dies schreibt die Gemeinde in den Gemeinderatsnachrichten dieser Woche. In der Zwischenzeit ist auch bekannt, dass die Gemeindeversammlung vom 23. Juni verschoben wird. Allenfalls würde die Gemeinde die Versammlung im September nachholen. Mittlerweile hat auch der Leiter der Gemeindewerke, Roman Willi, seine Stelle per Ende Juni gekündigt. Er hat als Leiter der Gemeindewerke die Wasserwerke unter sich. In dieser Position habe er auch immer wieder


WOCHE NR. 19 DONNERSTAG, 7. MAI 2020

efristeter Vertrag

AUS DEM GEMEINDERAT Ortsbürgergemeindeversammlung abgesagt Aufgrund der Coronapandemie und des bundesrechtlich verfügten Versammlungsverbots von grösseren Gruppen wird die Ortsbürgergemeindeversammlung vom 16. Juni abgesagt. Folgende Traktanden wären vorgesehen gewesen: 1. Protokoll, 2. Rechenschaftsberichte 2019, 3. Baukredit Holzschnitzelheizung Neumatt, 4. Jahresrechnungen 2019. Mit Ausnahme des Traktandums 3 unterliegen die weiteren Sachgeschäfte keiner Dringlichkeit und werden der Versammlung vom 24. November zum Beschluss unterbreitet. Für das Traktandum 3 ist derzeit die Verifizierung der Kosten pendent. Je nach Ergebnis wird der Gemeinderat über das weitere Vorgehen befinden und informieren. Organisation Wasserversorgung Der Gemeinderat wird an der nächsten Einwohnergemeindeversammlung erneut beantragen, einer Auslagerung der Unterhaltsarbeiten der Wasserversorgung an einen externen Dienstleister zuzustimmen. Mehr dazu lesen Sie im nebenstehenden Artikel.

Einwohnergemeindeversammlungen Aufgrund des bundesrechtlich verfügten Versammlungsverbots von grösseren Personengruppen wird die Einwohnergemeindeversammlung vom 23. Juni abgesagt. Folgende Traktanden wären vorgesehen gewesen: 1. Protokoll, 2. Rechenschaftsbericht 2019, 3. Rechnung 2019, 4. Teildigitalisierung Gemeindeverwaltung, Kreditantrag über 180 000 Franken. 5. Wasserversorgung, Organisation Unterhalt und Amsler war bis Ende April der stellvertretende Brunnenmeister in der Gemeinde Spreiten- Pikett, 6. Personalreglement, SpesenDie Gemeinde hat noch keinen Nachfolger gefunden. Rahel Bühler/Archiv und Sitzungsgelder Lehrpersonen, 7. mit den Wasserwerken zu tun gehabt. Auch schon, als die Stellen des Brunnenmeisters und seines Stellvertreters noch besetzt waren. «Im Zusammenhang mit dem Bau der Limmattalbahn gab es oft Verhandlungen, an denen ich dabei war», sagt er. Konkret ging es dabei etwa um neue Strom- oder Wasseranschlüsse. Seine Kündigung habe aber nichts damit zu tun, dass es bei der Wasserversorgung zu wenig Personal habe. Schmid zeigt sich zuversichtlich, dass diese Stelle besetzt werden kann: Sie sei seit vier Wochen ausgeschrieben. Die Gemeinde habe schon mehrere Bewerbungen dafür erhalten. Auch die anderen beiden Stellen sind nach wie vor ausgeschrieben.

INSERATE

GEMEINDE KILLWANGEN

Baugesuch Bauherrschaft:

Grundeigent.: Bauobjekt: Bauvorhaben:

Edlira und Alibert Bekiri, Schliffenweg 13, 5436 Würenlos do. Rütirain, 8956 Killwangen (Parz. Nr. 476) Projektänderung Neubau Einfamilienhaus

Das Baugesuch liegt vom 7. Mai 2020 bis 8. Juni 2020 während den ordentlichen Schalteröffnungszeiten öffentlich auf der Gemeindekanzlei zur Einsichtnahme auf. Einsprachen sind innert der Auflagefrist an den Gemeinderat Killwangen zu richten. Eine Einsprache hat schriftlich zu erfolgen und muss einen Antrag sowie eine Begründung enthalten.

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Schaffung Stelle eines Feuerwehradministrators. Ende Juni wird der Gemeinderat darüber befinden, ob im September eine ausserordentliche Gemeindeversammlung durchzuführen ist oder ob sämtliche verschobenen Traktanden der Versammlung vom 1. Dezember unterbreitet werden. Verkehr mit Gemeindeverwaltung und Werken Nebst Läden, Märkten, Restaurants, Volksschulen werden auch die Schalter von Gemeindeverwaltung und Gemeindewerken ab 11. Mai wieder geöffnet. Die Bevölkerung wird darauf hingewiesen, dass der Coronavirus nach wie vor ein Problem darstellt und die Hygienemassnahmen als auch das Abstandhalten weiterhin einzuhalten sind. Im Umgang mit Gemeindeverwaltung und -werken wird empfohlen, trotz der Lockerungen der Einschränkungen nur für Dringliches an die Schalter im Gemeindehaus zu kommen und wenn immer möglich weiterhin Termine per Telefon oder E-Mail zu vereinbaren oder Sachgeschäfte auf dem Brief- oder E-MailWeg zu beantragen. So kann verhindert werden, dass sich zu viele Personen in den Wartebereichen aufhalten. Personen ohne Internetanschluss können sich an folgende Telefonnummer der Gemeindeverwaltung für die Vereinbarung eines Besprechungstermines wenden: 056 418 85 11. Absage Sommernachtsfest Das Sommernachtsfest der Kulturkommission Spreitenbach, das am 19. Juni ab 19 Uhr auf dem Boostockplatz stattgefunden hätte, muss aufgrund der Coronapandemie abgesagt werden.


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SPREITENBACH/SPREITENBACH

LESERBRIEFE ZU GEMEINDEPRÄSIDENTS- UND -RATSWAHLEN Marcel Lang und Edgar Benz Durch die langjährige Zusammenarbeit mit Marcel Lang in zwei und mit Edgar Benz in einem Gremium weiss ich, dass beide ihre Meinungen und Entscheide jeweils gut recherchiert, den Gesetzen entsprechend und zum Wohle der Spreitenbacher Bevölkerung treffen. Daher kann ich ihre Kandidatur als Gemeindepräsident und Gemeinderat mit gutem Gewissen unterstützen. Renate Holliger

Erhard Fricker, besonnen, lebenserfahren. Die Gemeinde Spreitenbach braucht einen Kandidaten, der sich konstruktiv ins politische Geschehen einbringen kann. Einer, der in Spreitenbach ein grundlegendes Kommunikationsproblem entkrampfen möchte: «Wir haben viele Menschen mit Migrationshintergrund, die wir zu wenig einbinden und INSERATE

Bauausschreibung BG Nr:

3180

Bauherr:

Fiumefreddo Remo, Brüelstrasse 49, 8957 Spreitenbach

Bauobjekt:

Terrassenverglasung

Baustelle:

Brüelstrasse 49

Parzelle:

3623

Zusatzbew.: Keine BG Nr:

3182

Bauherr:

Einwohnergemeinde Spreitenbach Poststrasse 13, 8957 Spreitenbach

Bauobjekt:

Abbruch Gebäude Nr. 196 und 218; Neubau Gemeindehaus

Baustelle:

Bahnhofstrasse

Parzelle:

2973, 2, 1186, 1185

Zusatzbew.: Departement Bau Verkehr und Umwelt Aargauische Gebäudeversicherung Departement Volkswirtschaft und Inneres Procap Schweizerischer Invaliden-Verband Die öffentliche Auflage erfolgt vom 11. Mai 2020 bis 9. Juni 2020 auf der Homepage der Gemeinde und auf der Bauverwaltung, Gemeindehaus, Spreitenbach. Die Einsicht auf der Bauverwaltung kann nur nach telefonischer Voranmeldung erfolgen. Allfällige Einwendungen können während der nicht erstreckbaren Auflagefrist beim Gemeinderat, 8957 Spreitenbach eingereicht werden. Zustelladresse: Bauverwaltung, Poststrasse 13, 8957 Spreitenbach. Sie haben einen Antrag und eine Begründung zu enthalten. Gemeinde Spreitenbach

nicht über die Sprachbarrieren hinwegkommen.» Einer, der in nachbarschaftliche Beziehungen investieren möchte. Einer, der während 25 Jahren bei der Stadtpolizei Bern gelernt hat, schnell und vorausschauend zu entscheiden, um Schlimmeres zu verhüten. Einer, der den Tatbeweis erbringt, sich für schwächere, ältere und körperlich beeinträchtigte Bürger einzusetzen. Erhard Fricker ist für mich eindeutig die richtige Wahl – kreativ, kommunikativ, vorausschauend. Dijana Hasanbegovic Spreitenbach braucht einen Gemeindepräsidenten wie Marcel Lang Ich kenne Marcel Lang seit vielen Jahren als Turnkollegen. Auf seine aktive Mitarbeit im Verein sowie seine Einsätze als Helfer bei den verschiedenen Anlässen kann man sich verlassen. Er ist zuverlässig und kompetent. Für die Zukunft von Spreitenbach ist es wichtig, eine dynamische und zupackende Person in die Funktion des Gemeindepräsidenten zu wählen. Marcel Lang bringt mit seinen 45 Jahren und seinem beruflichen Hintergrund die optimalen Voraussetzungen für dieses Amt mit. Daher wähle ich ihn am 17. Mai zu unserem neuen Gemeindepräsidenten. Mike Heggli Marcel Lang als Gemeindepräsident Spreitenbach ist ein vielseitiges, buntes und aktives Dorf. An oberster Stelle braucht es einen Menschen, der Jung und Alt sowie den verschiedenen Kulturen mit Respekt und Anstand begegnet. Jemand, der zuhören kann, Verständnis hat, sich jedoch auch freundlich und klar durchsetzen kann. Marcel Lang bringt genau diese Eigenschaften mit. Es ist ihm unter anderem ein Anliegen, Anstand und Vertrauen in Bevölkerung und Mitarbeitende wiederherzustellen. Wir empfehlen, Marcel Lang als Gemeindepräsidenten zu wähUeli und Nelly Hirzel len. Marcel Lang – die ideale Besetzung Mit Marcel Lang, 45 Jahre, kandidiert eine vertrauensvolle, offenherzige und intelligente Person im besten Alter zum Gemeindepräsidenten. Ich habe ihn auf den sozialen Medien angeschrieben, ein Termin wurde von Herrn Lang unkompliziert vereinbart – wir haben uns getroffen und ausgetauscht. Dieses Gespräch war wohltuend und sehr angenehm. Das erwarte ich als Stimmbürgerin (71 Jahre) von unseren Würdenträgern. Ich bin nun mehr als überzeugt, dass Marcel Lang die ideale Besetzung für dieses Amt sein wird, und wähle ihn zum Gemeindepräsidenten in Spreitenbach. Esther Beer

In eigener Sache Die Limmatwelle wird zu den Gemeinderats- und Gemeindepräsidentswahlen in Spreitenbach keine weiteren Leserbriefe und Stellungnahmen mehr abdrucken. Dies, weil die Wahlen am Sonntag, 17. Mai, stattfinden werden. Die Redaktion

«Den Aufschwung Seine Erfahrung als Verkehrsplaner will Vizepräsident Markus Mötteli für die Entwicklung seines Dorfs einsetzen. SIBYLLE EGLOFF

Es ist nicht das erste Mal, dass Markus Mötteli (CVP) für das Gemeindepräsidium kandidiert. Der Spreitenbacher kämpfte vor acht Jahren bereits um das Amt. Der abtretende Gemeindepräsident Valentin Schmid (FDP) machte damals das Rennen. «Ich habe nicht damit gerechnet, dass sich diese Chance noch einmal ergibt», sagt der aktuelle Vizepräsident und Bauvorstand. Nichtsdestotrotz überlegte er sich diesen Schritt reiflich. «Ich habe mich mit meiner Frau beraten und abgeklärt, was sie davon hält», sagt Mötteli. Nicht nur ihre Unterstützung bewog ihn zur Kandidatur. «Der Zeitpunkt hat einfach gepasst. In meinem Geschäft konnte ich kürzlich zwei grosse Projekte abschliessen.» Mötteli arbeitet in einem Ingenieurbüro in Zürich Oerlikon. Er ist dort als Projektleiter für Verkehrsplanungen und für die IT-Infrastruktur der Firma verantwortlich. Für den Posten als Präsident müsste der studierte Bauingenieur seinen Beruf aufgeben. «Ich fühle mich fit und würde gerne die letzten Jahre meiner Arbeitstätigkeit der Politik widmen», sagt der 61-Jährige. Das heisse aber nicht, dass er, falls er gewählt würde, nur für eine Legislaturperiode bleiben wolle. «Ich habe nicht vor, mit 65 aufzuhören.» Unter seiner Leitung wurde das Schulhaus Hasel realisiert Mötteli engagiert sich bereits seit sechs Jahren als Gemeinderat für die Ressorts Hoch- und Tiefbau. In dieser Zeit konnte er die Infrastruk-

Markus Mötteli (CVP) will starke Steuerzahler tur in Spreitenbach mitgestalten. Unter seiner Leitung wurde etwa das Schulhaus Hasel realisiert. Derzeit wird das Schulhaus Boostock erweitert und das Hallenbad saniert. Seit zwei Jahren amtet Mötteli zudem als Vizepräsident. «Ich bringe schon einiges an Erfahrung mit und bin mit vielen Projekten vertraut. Das spricht für mich», sagt der Vater dreier erwachsener Söhne. Ihm ist wichtig, dass er auch weiterhin zur Entwicklung des Dorfs beitragen kann. «Vor allem jetzt, wo mit dem Bau der Limmattalbahn die Post abgeht.» Das Pro-

PARTEINOTIZ SVP Gemeinderatskandidatur Edgar Benz Mit dem Einzug der Limmattalbahn erfährt die Gemeinde Spreitenbach viele Veränderungen, welche vor allem einen sorgfältigen Umgang mit den Finanzen erfordern. Aktuell ist auch nicht abzuschätzen, welche wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen die derzeit noch immer anhaltende Coronakrise in der Gemeinde auslöst. Für die Zukunft benötigt Spreitenbach deshalb einen

starken Gemeinderat, der nebst anderem mit den Finanzen und Ressourcen sorglich umgeht. Mit der langjährigen Führung seiner inzwischen verpachteten Autogarage mit 16 Angestellten kennt der Gemeinderatskandidat Edgar Benz nebst der Führung von Personal, wie man die Finanzen umsichtig einsetzt, um wirtschaftlich zu bestehen. Als ehemaliger Grossrat, seit über zehn Jahren Präsident


WOCHE NR. 19 DONNERSTAG, 7. MAI 2020

muss Spreitenbach nutzen» noch mit einer negativen Aussenwahrnehmung zu kämpfen. «Die bringt man leider nicht von einem Tag auf den anderen weg. Ich empfehle jedem, vorbeizukommen und sich selbst ein Bild zu machen», sagt Mötteli. Vereinsleben und Kulturen sieht er als Bereicherung Ihm liegt Spreitenbach sehr am Herzen. «Wir haben alles, grossstädtische Gebiete, einen intakten Dorfkern und Naherholungsgebiete wie die Limmat oder den Franzosenweiher.» Zudem seien das Zusammenleben mit so vielen unterschiedlichen Kulturen und das reiche Vereinsleben eine Bereicherung. Spreitenbach bedeutet für Mötteli Heimat. 1964 zog er im Vorschul-

«Ich bin jemand, der keine Extrempositionen vertritt.»

jekt sorge für einen weiteren Entwicklungsschub. «Meine Kenntnisse aus der Verkehrs- und Raumplanung würde ich gerne einbringen», sagt Mötteli. Es ist ihm wichtig, dass nachhaltig gebaut wird. «Spreitenbach hat eine schwache Finanzkraft. Wir müssen den Aufschwung durch die Limmattalbahn nutzen und attraktiven Wohnraum entlang der Linie anbieten, der starke Steuerzahler ins Dorf bringt.» Künftig sei man noch weniger auf das Auto angewiesen, um von Spreitenbach nach Zürich zu gelangen. Die Gemeinde hat zum Teil immer

alter mit seinen Eltern von Zürich in die Gemeinde. Er erlebte die Entwicklung des damaligen Bauerndorfs zur Agglomerationsgemeinde hautnah mit, sah, wie das Langäcker-Quartier entstand und wie das Shoppi und das Tivoli aus dem Boden schnellten. Anfang der 1990er-Jahre beschloss er, seiner Verbundenheit auch politisch Ausdruck zu geben, und trat der Schulpflege bei. Später war er überdies in der Finanz- und in der Baukommission tätig. Seit mehr als 20 Jahren weilt er zudem im Vorstand der CVP-Ortspartei. «Ich bin jemand, der keine Extrempositionen vertritt und auf der Suche nach vernünftigen Lösungen ist. Die CVP passt am besten zu mir», sagt Mötteli. Er ist zuversichtlich, dass er gute Chancen hat, die Wahl am 17. Mai

der SVP-Ortspartei und Mitglied der Sozial- und Finanzkommission hat Edgar Benz die für dieses anspruchsvolle Amt notwendige langjährige politische Erfahrung. Die SVP-Ortspartei kennt ihren Präsidenten Edgar Benz als einen in Spreitenbach verwurzelten, bodenständigen und bekannten Kommunalpolitiker, welcher sich in den Kommissionen und Gemeindeversammlungen fun-

diert und wortgewandt stets zum Wohl der Einwohner einbringt. Er ist gesellig und kontaktfreudig und spürt mit seinem guten Draht zur Bevölkerung jederzeit den Puls der Spreitenbacher. Bei den Gemeinderatswahlen vom 17. Mai unterstützt die SVP Spreitenbach Edgar Benz, da sie davon überzeugt ist, dass er Spreitenbach mit seiner Offenheit, seiner klaren Haltung und seinem

in die Gemeinde locken.

Alexander Wagner

für sich zu entscheiden. Beim Wahlkampf tatkräftig unterstützt wird er von seinem jüngsten Sohn. «Er studiert Kommunikation und hat mir schon einige Tipps geben können», sagt Mötteli. Kraft schöpft er auch aus seiner Ehe. Mit seiner Frau ist er schon beinahe 33 Jahre verheiratet. Beide verbindet die Leidenschaft zum Reisen. «Wir fahren seit 30 Jahren in unseren Ferien mit einem Campingbüssli durch ganz Europa.» Früher habe man den Süden mit den Kindern erkundet, heute entdecke er mit seiner Frau den Norden, sagt Mötteli. Nach neun Jahren Pause kommt wieder ein Hund ins Haus Eine weitere Familientradition ist das Halten von Hunden. «Wir kümmerten uns insgesamt 22 Jahre lang um je zwei Tiere, nun nach 9 Jahren Pause wird es wieder Zeit.» Ein schwarzer Labrador-Golden-Retriever-Mischling wird die Möttelis bald auf Trab halten. «Er ist am 15. März geboren und wir durften ihn schon zweimal beim Züchter besuchen», sagt Mötteli. Mit Spannung und Freude erwartet er nun also nicht nur die Ersatzwahl am 17. Mai, sondern auch die Ankunft seines neuen Hundes.

Wahlen in Spreitenbach In einer Serie stellt die Limmatwelle die Kandidaten für die Ersatzwahlen des Gemeinderates und des Gemeindepräsidenten vom 17. Mai vor. Heute erscheint das vierte Porträt über Markus Mötteli (CVP). Er kandidiert als Gemeindepräsident. Der Sitz wird frei, weil Valentin Schmid (FDP) im Januar seinen Rücktritt bekannt gab. Die bisherigen Gemeinderäte Markus Mötteli (CVP) und Marcel Lang (parteilos) kandidieren für das Amt des Präsidenten. Erhard Fricker (parteilos) und Edgar Benz (SVP) als Gemeinderäte.

Sinn für die Realität in eine positive Zukunft begleiten kann. Da das Hearing mit den Kandidaten für die neu zu besetzende Stelle des Gemeindepräsidenten wegen des Versammlungsverbotes abgesagt werden musste und die Kandidaten objektiv nicht verglichen werden können, erteilt die SVP aus Gründen der Fairness und des Respekts gegenüber den beiden Gemeindepräsidentschaftskandidaten Stimmfreigabe.

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PERSÖNLICH

Stefan Biedermann, Leiter Wochenzeitungen

Liebe Leserinnen und Leser In der Covid-19-Pandemie ist mir einmal mehr bewusst, welches Glück mir das Leben beschert hat. In der Schweiz zu leben, ist ein unschätzbares Privileg! Wir alle stehen inmitten der grössten Herausforderung seit dem 2. Weltkrieg. Nach 75 Jahren mit steigendem Wohlstand und sozialer Sicherheit ist innert weniger Wochen vieles in Frage gestellt. Unsicherheit, Zweifel und Zukunftsängste machen sich in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft breit. Alle diese Gefühle sind mehr als berechtigt. Zuversicht gibt mir, dass die Schweiz wie kaum ein anderes Land auf dieser Welt bestens gerüstet ist, diese Krise zu überwinden. Ein gut funktionierendes politisches System und ein gesunder Staatshaushalt, funktionierende Institutionen, eine innovative Wirtschaft gepaart mit dem hohen Ausbildungsniveau der Angestellten werden uns helfen, diese Krise zu überwinden. Wir haben allen Grund zur Zuversicht. Ich mag diesen unzähligen Kritikern an den bundesrätlichen Verordnungen, Besserwissern, Angstmachern und Pseudoexperten nicht mehr zuhören. Bis jetzt hat die Schweiz – und das ist zweifelsohne der Fall – diese Krise besser als alle anderen Länder gemeistert. Zuversicht, Fleiss, Fantasie, Ehrgeiz und Gemeinsinn sind unerschöpfliche Energiequellen und dank den guten Rahmenbedingungen werden wir die Krise meistern. In den letzten Wochen habe ich darum ganz bewusst meinen Medienkonsum zu Covid-19-Themen auf das Wesentliche reduziert, mich auf meine beruflichen Aufgaben konzentriert und in der Freizeit beim Kochen mit meiner Frau, Jogging mit dem Hund und beim Lesen von einem spannenden Sachbuch meine Gedankenwelt gezielt virusfrei gehalten. Feedback an: redaktion@limmatwelle.ch


Pikettdienst während Auffahrt Donnerstag, 21. Mai 2020 (Auffahrt) sowie am Freitag, 22. Mai 2020 bleiben sämtliche Büros der Gemeindeverwaltung und des Werkhofes geschlossen. In dringenden Fällen können erreicht werden: Regionalpolizei: Tel. 117 Bestattungsamt (Todesfälle): Tel. 079 369 39 92 Störungsdienst: – Elektrizitätsversorgung – Wasserversorgung – Kommunikationsnetz

Tel. 056 402 00 55 Tel. 056 402 01 77 Tel. 056 410 21 20

Wir danken für Ihr Verständnis.

Gemeinderat und Personal

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Markus Mötteli Gemeindevizepräsident

als Gemeindepräsident Erfahren und Lösungsorientiert

verheiratet, 61, drei erwachsene Söhne dipl. Bauingenieur ETH / Verkehrsplaner SVI / Vorstand CVP Spreitenbach früher Mitglied Finanzkommission, Schulpflege, Vorstand QuartiervereinSchleipfe www.cvp-spreitenbach.ch www.markusmoetteli.ch


WÜRENLOS

WOCHE NR. 19 DONNERSTAG, 7. MAI 2020

AUS DEM GEMEINDERAT Papiersammlung im Juni Nach dem Ausfall von insgesamt drei Sammlungen (21. März, 28. April und 9. Juni) aufgrund der Coronapandemie findet nun am Samstag, 13. Juni, eine Altpapier- und Kartonsammlung statt. Die nächste offizielle Sammlung ist am Samstag, 22. August, vorgesehen. Bitte Papier und Karton, getrennt gebündelt und verschnürt, zu max. 5 kg, am Abfuhrtag vor 7 Uhr am Strassenrand bereitstellen.

Unentgeltliche Rechtsauskunft Aufgrund der momentanen Situation mit dem Coronavirus können die persönlichen Beratungstermine der unentgeltlichen Rechtsauskunft aktuell nicht stattfinden. Als Ersatzlösung wird die unentgeltliche Rechtsauskunft während dieser Zeit telefonisch angeboten. Alle Auskunftstermine und die entsprechenden Auskunftstelefonnummern sind auf www.anwaltsverband-ag.ch aufgeschaltet.

SCHNAPPSCHUSS

Der Würenloser Gemeindeammann Anton Möckel hat vor einer Woche Caroline Flück das Jawort gegeben. Die Redaktion gratuliert den frisch Vermählten und wünscht ihnen alles Gute für die Zukunft. (zVg)

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Dorffest wird auf Juni 2021 verschoben

Auch das Würenloser Dorffest ist vom Verbot des Bundes von Grossveranstaltungen betroffen. Es wird jedoch nicht ganz abgesagt, sondern um ein Jahr verschoben.

sei der Entscheid begrüsst worden, das Fest nicht ganz abzusagen, sondern zu verschieben, so Gerster. Bereits am 20. April hatte das Organisationskomitee des Dorffests die Verschiebung beantragt. Nachdem das Verbot von Grossveranstaltungen vom Bundesrat vor acht Tagen bis Ende August verlängert worden war, teilten Gemeinderat und OK vor einer Woche mit: «1150 + 1 JahMELANIE BÄR re Würenlos – Dorffest wird ver«Würenlos wäre nicht Würenlos, schoben.» wenn der Anlass ersatzlos abgesagt würde», heisst es in der Mitteilung Dreitägiges Fest mit über des Gemeinderats und des Organi- 30 Beizen und Bars sationskomitees. Damit wolle man Das Fest wird gefeiert, weil Würenkeinesfalls auf das Jubiläumsfest in los vor 1150 Jahren zum ersten Mal Wettingen anspielen, das ebenfalls urkundlich erwähnt wurde. Desdiesen Sommer hätte stattfinden halb sollte im Dorf ein dreitägiges sollen und ersatzlos abgesagt wur- Fest mit über 30 Beizen und Bars de: «Absolut nicht. Als unsere Mit- sowie einem Rahmenprogramm teilung publiziert wurde, wussten stattfinden. «Drei Tagen der Begegwir gar noch nicht, dass das Fest in nung und des Feierns stand nichts Wettingen ersatzlos gestrichen mehr im Weg, bis die Coronakrise wird», sagt Barbara Gerster Rytz. weltweit das Leben stilllegte», schreiben der Gemeinderat und das OK in ihrer Mitteilung. Rund 20 000 Franken wurden be«Wir haben von den Verreits in die Planung des Fests inveseinen und vom OK Signale tiert und müssen deshalb jetzt aberhalten, dass sie auch geschrieben werden. «Die unzähligen Stunden des OK und der nächstes Jahr mitmachen Beizenbetreiber können und wollen werden.» wir nicht beziffern», so Gerster. Sie BARBARA GERSTER, GEMEINDERÄTIN hofft, dass ein grosser Teil der Vorarbeiten für das Dorffest 2021 eingesetzt werden kann. Das OK erDie Gemeinderätin ist zusammen stellt nun eine Abrechnung der mit Vizeammann Nico Kunz Co-Prä- bereits getätigten Investitionen und erstellt fürs Dorffest 2021 ein neues sidentin des OK Dorffest. Trotz Unsicherheiten über den Budget. Verlauf der Pandemie habe man Auch ein neues Konzept wird für sich bewusst für die Verschiebung das Fest erarbeitet, das nun vom 18. anstelle einer ersatzlosen Strei- bis 20. Juni 2021 stattfinden soll. chung entschieden. Dieser Ent- «Das wird ähnlich sein, wie das Konscheid werde von mitmachenden zept für das diesjährige Fest», sagt Vereinen und dem OK unterstützt. Gerster. Im Verlauf des Spätsom«Wir haben von den Vereinen und mers wird das OK unter www.dorfvom OK Signale erhalten, dass sie fest-wuerenlos.ch die ersten Inforauch nächstes Jahr mitmachen wer- mationen zum Dorffest 2021 aufden.» Und auch aus der Bevölkerung schalten.

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GEMEINDE

WÜRENLOS

Baugesuchspublikation Nachträgliches Baugesuch Nr.: 201978 Bauherrschaft: Arlt Thilo, Mühleweg 8, 2543 Lengnau Bauvorhaben: Legalisierung des bestehenden Zauns und der bestehenden Bauten Lage: Parzelle 1295 und 1296 (Plan 30), Oberbick Zone: Landwirtschaftszone, Landschaftsschutzzone Zusatzgesuch: Departement Bau, Verkehr und Umwelt

Baugesuch Nr.: 202013 Bauherrschaft: Nieli Giovanni, Landstrasse 88, 5436 Würenlos Bauvorhaben: Ersatz Hecke durch Sichtschutz Lage: Parzelle 582 (Plan 71), Landstrasse 88 Zone: Wohn- und Gewerbezone WG

Baugesuch Nr.: 202036 Bauherrschaft: Hediger-Petz Urs und Waltraud, Lättenstrasse 48, 5436 Würenlos Bauvorhaben: Ausbau bestehender Sitzplatz zu Wintergarten Lage: Parzelle 4106 (Plan 67), Lättenstrasse 48 Zone: Wohnzone W2

Baugesuch Nr.: 202038 Bauherrschaft: Einwohnergemeinde Würenlos, Schulstrasse 26, 5436 Würenlos Bauvorhaben: Sanierung «Roter Platz» und Neubau Nebenanlagen Lage: Parzelle 527 und 1630 (Plan 64 und 69), Schulareal «Ländli» und «Wiemel» Zone: Zone für öffentliche Bauten ÖB Gesuchsauflage vom 8. Mai bis 8. Juni 2020 während der ordentlichen Schalterstunden im Büro der Bauverwaltung. Allfällige Einwendungen sind innerhalb der Auflagefrist im Doppel an den Gemeinderat zu richten und haben einen Antrag und eine Begründung zu enthalten. BAUVERWALTUNG WÜRENLOS

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WÜRENLOS/KIRCHLICHE MITTEILUNGEN

Im Sommer kommt wohl die Weil die alte Reithalle dem Neubau des Werkhofs weichen musste, plant der Reitverein Würenlos und Umgebung einen Neubau. Nun kommt Bewegung ins Projekt: Der Gemeinderat erteilt die Baubewilligung. RAHEL BÜHLER

Seit 20. April hat Würenlos einen neuen Werkhof: An diesem Tag haben die technischen Betriebe den Neubau im Gebiet Tägerhard bezogen. Dieser Neubau hatte Konsequenzen für ein anderes Gebäude: Bereits im April vor einem Jahr musste der Reitverein Würenlos und Umgebung seine Reithalle abreissen lassen (die Limmatwelle berichtete). Sie stand am gleichen Ort wie der heutige Werkhof. Damals sagte Katja Hasani, die Präsidentin des Reitvereins, sie rechne damit, im Herbst 2019 mit dem Bau der neuen Reithalle beginnen zu können. Bereits damals erachtete Markus Roth, der Würenloser Bauverwalter, dieses Ziel als «unrealistisch». Nun, ein Jahr später, kommt Bewegung ins Projekt: Der Gemeinderat hat das Baugesuch des Reitvereins bewilligt. Dies geht aus den Gemeinderatsnachrichten hervor. Der Reitverein möchte im «Tägerhard» eine Reithalle und einen Reitplatz realisieren. Dort erschliesst die Gemeinde derzeit ein neues Gewerbegebiet: Auf dem Land, das der Ortsbürgergemeinde gehört, werden neben dem Werkhof und dem INSERATE

Gartenrestaurant am Bach Landstrasse 78 5436 Würenlos 056 424 18 44 Info-am-bach@bluewin.ch

Bald ist es wieder soweit! Wir freuen uns, Sie ab dem 11. Mai wieder bei uns begrüssen zu dürfen. Aufgrund der Sicherheitsmassnahmen des Bundes können wir Ihnen leider nicht alle Plätze zur Verfügung stellen. Wir bitten Sie, vorgängig zu reservieren. Sämtliche Gerichte sind bei uns auch über d‘Gass erhältlich. Ihre Gastgeber Esther und Peter Andres

So soll die Reithalle des Reitvereins Würenlos und Umgebung einst aussehen. Sie wird Reitverein fünf weitere Firmen ihre Neubauten errichten. Die Ortsbürger haben an ihrer ausserordentlichen Gemeindeversammlung im April 2019 diese fünf Unternehmen bestimmt: Es sind drei aus Würenlos, eine aus Henggart und eine aus Endingen. Bevor die Gemeinde mit den Arbeiten zur Erschliessung dieses neuen Gewerbeareals beginnen konnte, brauchte sie eine Bewilligung vom Kanton. Dies, damit der Baugrund des Areals verfestigt werden konnte. Ohne Verfestigung wäre diese Parzelle nicht genug stabil für die geplanten Bauten gewesen. Bauverwalter Roth bestätigt dies auf Anfrage und ergänzt: «Der Boden wurde bereits verfestigt.» Derzeit wird das Areal erschlossen: Dazu gehört der Bau einer Strasse sowie diverser Wasser-, Strom- und Abwasserleitungen, wie

Roth erklärt. Er rechnet damit, dass diese Arbeiten bis Mitte Juli abgeschlossen sein werden. Dann werde die Gemeinde die Baufreigabe erteilen und die Unternehmen könnten mit ihren Bauten loslegen. Dann könne auch der Reitverein mit dem Bau seiner neuen Halle beginnen. Präsidentin erhofft sich durch Neubau auch neue Mitglieder Katja Hasani ist froh, geht es weiter mit dem Projekt: «Jetzt können wir nach vorne schauen und sobald wie möglich starten.» Auch sie rechnet damit, mit dem Bau im Sommer beginnen zu können. Damit der Reitverein die Zeit bis zum Baubeginn nutzen kann, sei er derzeit mit der Gemeinde am Abklären, ob er mit einigen Arbeiten bereits vorher starten könnte. «Der Tiefbau könnte mit Kleinlastwagen bewältigt werden. Dafür braucht es die Er-

KIRCHLICHE VERANSTALTUNGEN Muttertag Zum Muttertag wünscht die kath. Pfarrei Neuenhof/Killwangen allen Müttern ein schönes Fest. Ohne sie wäre die Welt nicht möglich. Ein kleines Muttertagsgeschenk liegt am 9./10. Mai in den Kirchen in Neuenhof und Killwangen auf. Mittagstisch der Kath. Kirchgemeinde Neuenhof/Killwangen Aufgrund der Coronakrise müssen alle weiteren Daten des Mittagstisches abgesagt werden. Das ist schade, denn alle genossen jeweils die familiäre Stimmung, die angeregten Gespräche und natürlich das gute Essen,

welches die vier Teams unter der Leitung von Ruedi Mohr, Marco Ferrari und Monika Santner jeweils kochten und servierten. Diese Saison war zudem speziell, da es nun den Mittagstisch schon seit 25 Jahren gibt. 25 Jahre à 12 Menüs, da kann man sich ausmalen, wie viele Zwiebeln geschnippelt, Schnitzel angebraten, Kartoffeln geschält wurden. 25 Jahre, in welchen ehrenamtliche Helfer durch ihre Arbeit hungrige Mägen gefüllt haben und viele Leute satt und zufrieden Heim gehen konnten. An dieser Stelle gratuliert das Pfarramtteam zu die-


WOCHE NR. 19 DONNERSTAG, 7. MAI 2020

neue Reithalle

im «Tägerhard» gebaut.

Visualisierung: zVg

schliessungsstrasse noch nicht», so Hasani. Der Holzbauer werde aber die Holzelemente auf LKWs transportieren, die 40 Tonnen schwer sind. Ohne Strasse würden die Lastwagen auf dem Boden einsinken. Die Reithalle wird knapp 1000 Quadratmeter gross sein. Darin sind auch ein Unterstand für das Material, eine Küche und Toiletten inbegriffen. Der vor der Halle gelegene Reitplatz wird 3500 Quadratmeter gross werden. Der Reitverein Würenlos und Umgebung hat derzeit 180 Mitglieder. Bis sie den Neubau nutzen können, trainieren sie in einem Zeltprovisorium. «Bisher haben wir von unseren Mitgliedern nur gutes Feedback zum Provisorium erhalten», so Hasani. Sie erhofft sich durch den Neubau auch neue Mitglieder: «Wir werden zum Beispiel wieder Dressuroder Springkurse anbieten.» Das

sem Jubiläum und dankt ganz herzlich für den Einsatz. Wer mag, kann sich schon die Daten für die nächste Mittagstischsaison reservieren. Im 2020 sind dies: 20. Oktober, 3./17. November sowie 1. und 15. Dezember. Im 2021: 5./19. Januar, 2. Februar, 2./16./30. März, 27. April, 11./25. Mai, 8. und 22. Juni. «Gemeinsam stark» Auch im Monat Mai findet man dazu Ideen und Impulse auf der Spezial-Homepage unter www.gemeinsamstark.parishnet.ch. Aktuelle Informationen gibt es auf der Pfarrei-Homepage

hätten sie vor dem Neubau nicht gekonnt, weil die Infrastruktur fehlte. Der Verein plane auch, Junioren vermehrt zu fördern. Etwa mit Kursen zum Verhalten, Futter, zum Verladen von Pferden. Durch den Neubau würden die Mitgliederbeiträge zwar etwas steigen, aber «die Preise sind auf der attraktiven Seite», wie Hasani sagt. Zudem seien Helfereinsätze sowohl von Junioren als auch von Senioren gut zu meistern. Auch wenn die neue Halle das Potenzial mit sich bringt, neue Mitglieder zu generieren: Ohne den neuen Werkhof hätte der Reitverein laut Hasani keine neue Halle gebaut. «Dann hätten wir unsere bestehende renoviert. Dort hätten wir mit wenig Aufwand wieder etwas Gutes herstellen können.» Zur alten Halle gehörte bisher auch ein Sandplatz. Er befindet sich jedoch auf dem Land der Huba Control AG. So ist er von den Bauarbeiten auf der Parzelle der Ortsbürgergemeinde nicht betroffen. Deshalb bleibe er vorerst bestehen, sagt die Vereinspräsidentin. 1,1 bis 1,2 Millionen Franken wird der Bau der neuen Reitanlage kosten. Finanziert wird sie einerseits durch Eigenmittel, einen Bankkredit, einen Betrag aus dem Sportfonds von Swisslos und ein Darlehen der Gemeinde. Wenn der Terminplan aufgeht, können die Bauarbeiten für die neue Stätte des Reitvereins im Sommer starten. Hasani rechnet damit, die Halle Anfang 2021 in Betrieb zu nehmen. Sie ist zuversichtlich: «Der Tiefbauer braucht etwa zwei Monate, der Holzbauer ebenfalls.»

KATH. FRAUENVEREIN Mitglieder gesucht Für das Fortbestehen des kath. Frauenvereins Spreitenbach werden dringend neue Mitglieder gesucht. Angesprochen sind alle Mitchristinnen von Spreitenbach. Zum Verein: Gegründet wurde er 1917 von vier Frauen mit dem damaligen Pfarrer von Spreitenbach, Johann Birchmeier. Diese Gründung erfolgte aus der Not heraus, da während des 1. Weltkrieges jede helfende Hand aus der Zivilbevölkerung bzw. aus den Reihen der christlichen Vereine ein Segen war. Diese Grundhaltung hat auch heute noch im kath. Frauenverein oberste Priorität. So helfen die Frauen bei Pfarreianlässen mit: Organisation und Durchführung der Roratezmorgen. Des Weiteren organisiert der Verein alljährlich den Fastensuppenzmittag und eine Kaffeestube für den Weihnachtsmarkt. Beide Erlöse gehen vollumfänglich an hilfsbedürftige Mitmenschen. Mit der Aktion «Licht anzünden», welche am Anfang des Advents stattfindet, verteilt eine Besuchergruppe betagten Mitmenschen aus Spreitenbach eine Tasche mit weihnachtlichen Leckereien. Auch an drei Gottesdiensten wirken die Frauen des Vereins aktiv mit: an einer Maiandacht, einem Frauengottesdienst im Juni und am Elisabethengottesdienst im November. Für das Gesellige sorgt der Vorstand jeweils mit einem Halb- oder Ganztagesausflug. Leider ist der Verein mitgliedermässig etwas in die Jahre gekommen. Daher braucht er dringend neue Mitglieder und vor allem neue und willige Mitglieder im Vorstand. Wer sich angesprochen fühlt, melde sich bei Teamleiterin Bernadette Tobler unter Tel. 056 401 21 77 oder 076 512 17 11.

unter www.pfarrei-neuenhof.ch/ hof: Sonntag, 13. September; Firmung in Neuenhof: Samstag, 17. www.pfarrei-killwangen.ch. Oktober. Neue Termine in Neuenhof/Killwangen Viele Gottesdienste und Feiern Hausandacht christkatholische Kirmussten diesen Frühling leider aus- che Baden-Brugg-Wettingen Nach fallen. Einige davon, wie zum Bei- wie vor hält das Verbot an, öffentspiel Ostern, können nicht verscho- lich Gottesdienste zu feiern. Um als ben werden. Andere hingegen wer- Gemeinde im Gebet verbunden zu den zu einem späteren Zeitpunkt sein, feiert die christkatholische gefeiert als geplant. Nachfolgend Kirche Baden-Brugg-Wettingen jedie neuen Termine: Versöhnungs- weils am Sonntagvormittag eine weg: Mittwoch, 24. Juni, von 16 bis Hausandacht. Dazu kann man Pfar20 Uhr und Donnerstag, 25. Juni, rer Kunicki seine E-Mail-Adresse von 17 bis 20 Uhr; Erstkommunion unter wolfgang.kunicki@christkain Killwangen: Samstag, 12. Sep- tholisch schicken. Er sendet dann tember; Erstkommunion in Neuen- die Sonntagspredigt zu.

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«MEIN GOTT»

Verena Lang, pensionierte ref. Spitalpfarrerin und Lyrikerin, Wettingen

Seit fast 120 Jahren wird Muttertag gefeiert. Eine der Initiantinnen war Anne Jarvis, eine frühe Frauenrechtlerin. Sie wollte vor allem Müttern mehr Gehör verschaffen und setzte sich dafür ein, dass sie in ihrer Hausfrauenund Mutterrolle mehr Gleichberechtigung erfuhren. Um ihrem Anliegen mehr Gewicht zu verliehen, schlug sie vor, einen Tag im Jahr als Muttertag zu feiern. Anne Jarvis, selber kinderlos, musste aber dann erleben, wie sich dieser Tag, gedacht für die Rechte der Frau, zu etwas anderem entwickelte und von der Wirtschaft vereinnahmt wurde. Sie wollte sich mit dieser Entwicklung nicht abfinden und versuchte, den Muttertag wieder abzuschaffen. Dafür kam sie ins Gefängnis. Der Muttertag war nicht mehr aus der Welt zu schaffen. Ich frage mich, wie es dieses Jahr am zweiten Maisonntag aussieht. Ein digitaler Muttertag? Umarmungen und Liebesbezeugungen über Skype? Virtuelle Blumensträusse? Oder wäre jetzt vielleicht der Moment gekommen, diesen auf ein altes Frauenbild fixierten Tag aus seiner überholten Rolle zu befreien und aus ihm einen Mütterlichkeitstag zu machen? Kinderlose und Männer würden so mitgefeiert. Gerade jetzt wird doch sichtbar, dass ausser Müttern noch viele andere sich mütterlich, helfend und fürsorglich für andere einsetzen. Hätten sie nicht auch einen Muttertagsdank verdient? Wir könnten auch die Mütterlichkeit Gottes bedenken und feiern und nicht zuletzt auch Mutter Erde einschliessen. Ihr würden unsere Zuwendung und unser Dank besonders guttun, zum Beispiel mit einem autofreien Tag oder einem verbindlichen Versprechen, nachhaltiger und umweltschonender zu leben. Wir haben doch gezeigt, dass wir zu verändertem Verhalten fähig sind. Feedback an: redaktion@limmatwelle.ch


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AGENDA

WOCHE NR. 19 DONNERSTAG, 7. MAI 2020

KREUZWORTRÄTSEL 24 300 Exemplare. Erscheint jeden Donnerstag. Amtliches Publikationsorgan der Gemeinden Wettingen, Neuenhof, Killwangen, Spreitenbach und Würenlos. HERAUSGEBERIN CH Regionalmedien AG, Kronenplatz 12, 5600 Lenzburg GESCHÄFTSFÜHRER Stefan Biedermann, stefan.biedermann@chmedia.ch, Telefon 058 200 58 10

REDAKTION redaktion@limmatwelle.ch, Telefon 058 200 58 20 REDAKTIONSLEITUNG Melanie Bär, melanie.baer@chmedia.ch

BINOLOGIC

SUDOKU

REDAKTIONSTEAM Rahel Bühler, rahel.buehler@chmedia.ch Manuela Page, manuela.page@chmedia.ch REDAKTIONSSCHLUSS Montag, 8 Uhr COPYRIGHT Herausgeberin Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material. INSERATE Brigitte Gähwiler, brigitte.gaehwiler@chmedia.ch, Telefon 058 200 53 73

In jeder Zeile oder Spalte, aber auch in jedem der neun Quadrate, müssen Zahlen von 1 bis 9 stehen. Jede Zahl darf in jeder Zeile oder Spalte sowie in jedem Quadrat nur einmal vorkommen.

Es dürfen nicht mehr als zwei aufeinanderfolgende X oder O in jeder Zeile oder Spalte vorkommen und in jeder Zeile und jeder Spalte stehen gleich viele X und O. Alle Zeilen und alle Spalten sind einzigartig.

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