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Donnerstag, 16. April 2020

112. Jahrgang – Nr. 16

P.P. A 4242 Laufen Post CH AG

Ökologisch – sozial – ökonomisch

8ºC 24ºC

Der Verein «Permakulturgärten Grüner Zweig» will eine Brache in ein Paradies verwandeln. Nachhaltige Lebensweise und Landnutzung stehen dabei im Vordergrund.

Samstag, 18. April 2020 Sonne, Wolken und etwas erhöhte Schauerneigung. 11ºC 24ºC

8ºC 24ºC

Gaby Walther

Wir liefern warme Speisen zu Ihnen nach Hause

Sonntag, 19. April 2020 Am Morgen weiterhin sonniges Wetter. Am Nachmittag Zunahme von Wolken, gegen Abend könnte es Regentropfen geben.

Breitenbach

E

in Gegenmodell zur Globalisierung schaffen, eine Kreislaufwirtschaft verwirklichen mit nachhaltiger Produktion, regionaler Vermarktung und Wiederverwertung organischer Abfälle, dabei Arbeitslosen und AHV- wie auch IV-Rentnern eine sinnstiftende Tätigkeit anbieten – was bis vor kurzem nach Utopie und Idealismus klang, macht plötzlich Sinn. Dass die Welt sich so schnell verändert, hätte sich der im letzten Juni gegründete Verein «Permakulturgärten Grüner Zweig» kaum gedacht. Der Verein ist aus der StopArmut-Regionalgruppe Laufental entstanden und bezweckt die Förderung und Verbreitung der Permakultur im Laufental und Schwarzbubenland. Inspiriert wurde die Gruppe vom Dokumentarfilm «Tomorrow – die Welt ist voller Lösungen». Das Konzept der Permakultur entwarf in den 1970er-Jahren der Australier Bill Mollison. Seither ist dieses Konzept von nachhaltiger Lebensweise und Landnutzung weltweit nachgeahmt worden. Start des Projekts in Laufen wäre der Spatenstich am 4. April gewesen. Dieser musste aus bekannten Gründen abgesagt werden. Gestartet wurde trotzdem – natürlich unter Einhaltung der behördlichen Vorschriften. Einen grossen Teil des Brombeergestrüpps haben die Mitglieder des Vereins auf dem ein Hektaren grossen Stück

Freitag, 17. April 2020 Trotz jeweils vermehrt hohen Wolken und sich im Tagesverlauf bildenden Quellwolken, recht sonnig.

Packen an für eine bessere Welt (v. l.): Luigi Gschwind, Evelyne Graf und Peter Seeberger.

Land im Industriegebiet an der Wahlenstrasse bereits entfernt. Ein Bauer hat Champignonkompost geliefert, auf dem bald Gemüse angepflanzt werden soll. «Wir wollen eine hohe Produktivität ohne Raubbau an der Natur erlangen, ohne Einsatz von Pestiziden und chemischem Dünger», erzählt Vorstandspräsident Peter Seeberger. «Auf der Brache soll ein Paradies entstehen.» «Dabei schauen wir Standort, Bodenbeschaffenheit, Sonneneinstrahlung, Wasserzufuhr genau an und entscheiden, wo was gepflanzt werden kann», erläutert Luigi Gschwind, der eine Weiterbildung in Permakultur besucht hatte und nun gemeinsam mit Brigitta Diggelmann, Permakulturgärtnerin aus Grellingen, für die Planung und Ausführung verantwortlich ist. Eine ungenutzte Naturzone für die Förderung der Biodiversität soll bestehen bleiben, eine Extensionszone für die Lagerung von organischem Material, eine Wiesenzone für die Gewin-

Hauptstrasse 4 - 4242 Laufen www.steinparadies-laufen.ch Tel: 061 761 75 55

Die Heuschnupfen-Kombi

Bernstein, Aquamarin und Rutilquarz als Kette oder Armband getragen, ist eine beliebte Kombi bei unserer Kundschaft.

nung von Mulchmaterial, eine Zone für den Gemüse- und Obstanbau sowie eine Gemeinschafts- und Begegnungszone sollen geschaffen werden. Das Nachbarsdach dient zur Wassersammlung. Sorgfältiger Bodenaufbau und Mischkulturen stehen im Vordergrund. Bebaut wird das Land von Hand, möglichst ohne Maschinen. In Einsatz kommen sollen Freiwillige, aber auch Menschen ohne Arbeit. Bindeglied zu möglichen Partnern von Sozialbetrieben ist Evelyne Graf Kotán, Leiterin der Fachstelle Arbeitsintegration in Laufen: «Gerade jetzt können wir Menschen, die in eine Krise stürzen, weil sie ihren Job verloren haben, eine sinnstiftende Beschäftigung bieten, bis sie wieder Arbeit finden. Auch viele Asylbewerber sind dankbar, wenn sie anpacken dürfen.» Viel Arbeit steht an. Bereits haben die Vereinsmitglieder angefangen, Pflanzsetzlinge zu züchten. «Wir beginnen mit einem Versuchsjahr. Schauen, was sich

Wegen Corona sind unsere Läden in Laufen und Basel geschlossen. Bitte beachten Sie unseren Heimlieferservice auf www.richterich-ag.ch und auf facebook. Bleiben Sie gesund!

Seit drei Wochen können sich Risikopatienten im «Grien» in Breitenbach auf das Coronavirus testen lassen. Im Einsatz steht die Ärztin Cornelia Rohr.

FOTO: GABY WALTHER

in der Praxis bewährt», so Seeberger. Mit der Zeit soll ein funktionierendes Ökosystem entstehen und dadurch der Arbeitsaufwand kleiner werden. «Bei der Monokultur muss der Mensch viel planen, braucht viele Maschinen, Pestizide und Arbeit. Bei der Permakultur schafft die Natur für den Menschen», erklärt Gschwind. Die Vereinsmitglieder arbeiten alle ehrenamtlich. Angestellt wird eine Fachperson. Interessierten jeden Alters bietet der Verein die Möglichkeit, selber Hand anzulegen und die Permakultur in Theorie und Praxis kennen zu lernen. Die Stiftung Abendrot stellt das Land für zehn Jahre zur Pacht zur Verfügung. Finanziert wird das Projekt durch Spenden, auch Sachspenden sind willkommen. Die geernteten Produkte sollen in der Region verkauft werden. Weitere Infos unter: http://gruenerzweig-nw.ch; sehenswert: Dokumentarfilm «Tomorrow – die Welt ist voller Lösungen»

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Mariastein

9 Die Gottesdienste fanden in Mariastein ohne Publikum statt, die Worte wurden aber in die Wohnzimmer übertragen – und die Kerzenlichter vor dem Gnadenbild können entfacht werden.

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LAUFENTAL RÖSCHENZ/REGION

Fortsetzung, aber auch eigenständig «Beim Übersetzen meines Debütromans ‹Der gestrandete Wassermann› ins Englische wurde mir bewusst, diese Geschichte könnte weitergehen», erklärt Priska Thomas. So erzählt der neue Roman die Geschichte der nächsten Generation. Sie handelt von Sarah, die ihrem Vater, dem gestrandeten Wassermann, in Kenia begegnet. Doch lässt sich die Geschichte auch gut verstehen, ohne das erste Buch gelesen zu haben. Die Engländerin Sarah arbeitet als Kindermädchen in einem Erstklasshotel

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LAUFEN

Ein Wohlfühlbuch mit Zuversicht gwa. Quarantäne gibt es nicht nur zu Corona-Zeiten. Wer ein Buch schreibt, setzt sich zumindest zeitweise einer Selbstquarantäne aus – in Klausur vor dem Computer, um die Gedanken aufzuschreiben. Ist das Buch geboren, ist es Zeit, damit hinauszugehen. So auch für Priska Thomas. Ihren zweiten Roman wollte sie an der Buchmesse in Leipzig vorstellen, und eine der ersten Lesungen hätte im Röschenzerhof in Röschenz am 23. April stattfinden sollen. Daraus ist nichts geworden. Stattdessen bleibt die Schriftstellerin in ihrem Haus in Pfeffingen und befolgt wie alle «stay at home». Statt Lesungen zu halten, beginnt sie, sich Gedanken über einen nächsten Roman zu machen. Viel lieber hätte sie aber getestet, wie «Sarah Penrose – Auf fremden Wegen» beim Publikum ankommt. Sie wird es nachholen. Vielleicht haben bis dann einige den Roman schon gelesen, und es wird eine Lesung ganz anderer Art werden – Diskussion statt Vorschau. Jedenfalls kann der Roman im Buchhandel bereits bestellt werden und ist auch schon als E-Book erhältlich.

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im Schwarzwald, um Deutsch zu lernen. Dabei stösst sie auf einige Geheimnisse. In Basel beginnt sie, Ethnologie zu studieren und gelangt dadurch nach Afrika. Sarahs prägende Jahre von 20 bis 25 werden erzählt. Die junge Frau ist oft auf Reisen und muss ihren Weg noch finden. «Es ist ein Wohlfühlbuch. Wobei es nicht einfach um eine heile Welt geht, sondern um Zuversicht», erklärt die Autorin. Die Geschichte habe einen Vorwärtsdrall, Gewisses werde nicht zu Ende erzählt, es werde Raum gelassen und so Spannung erzeugt. Natürlich beinhalte der Roman auch autobiografische Züge. Die ehemalige Journalistin war während Jahren unterwegs in Afrika und lebte lange in England. So sind die Handlungsorte authentisch erzählt. «Es sind Orte, die ich kulturell, sozial und geografisch derart anschaulich beschreiben kann, weil ich sie so gut kenne und liebe.» So wird ein echter Eindruck vom Schwarzwald, von der Region Basel, aber auch von Cornwall und Kenia vermittelt. Die Schriftstellerin hatte eine starke Bindung zu ihrer Grossmutter väterlicherseits und nimmt dieses Gefühl der Verbundenheit im Buch auf. «Sarah lebt bei einer alten Frau, und beide profitieren von diesem Austausch», erzählt Priska Thomas. Das Buch sei für jede Frauengeneration interessant. Es bilde einen Brückenschlag zwischen den Generationen. Auch wenn das Ende offenbleibt, eine weitere Fortsetzung wird es nicht geben. Das nächste Buch werde von ganz etwas Neuem handeln, verrät Priska Thomas. Priska M. Thomas Braun: Sarah Penrose – Auf fremden Wegen, erschienen im März 2020, Münster Verlag Basel, erhältlich auch als E-Book, www.muensterverlag.ch.

Musikschulunterricht funktioniert auch auf Distanz

Das Klavierlehrteam dreht Videoclips: Tobias Cramm an der Kamera bespricht sich mit Aniele Steinegger.

Wie die Volksschulen ist derzeit aufgrund der Corona-Pandemie auch die Musikschule LaufentalThierstein geschlossen. Lehrpersonen, Schülerinnen und Schüler sind aber aktiver denn je. Martin Staub

F Zweiten Roman vollendet: Die Lesungen muss Priska M. Thomas Braun in den Herbst verschieben. Im Buchhandel ist das Buch aber bereits erhältlich. FOTO: ZVG

ernunterricht an der Musikschule? «Das ist eine Herausforderung, die wir so noch nie hatten», erklärt Ulrich Thiersch. Der Leiter der Musikschule Laufental-Thierstein ist seit dem 16. März, am Tag, als der Bundesrat die Schliessung der öffentlichen Schulen durchgesetzt hatte, meistens der einzige, der in seinem Büro im alten Schlachthaus anzutreffen ist. Die Musiklehrpersonen unterrichten von zu Hause aus. «Im Einzelunterricht funktioniert das recht gut», so Thiersch, «Gruppen, Ensembles und Bands müssen zurzeit leider pausieren. Um im Einzelunterricht

die Schülerinnen und Schüler auch während der Corona-Krise kontinuierlich zu unterrichten, verwenden die Lehrpersonen entweder Videotelefonie und verteilen über digitale Kanäle musikalische Aufgaben und drehen kurze Filme, um nicht nur das Akustische, sondern auch die richtigen Griffe und Handstellungen zu zeigen. Und schliesslich zeugen einige Tage später HandyTonaufnahmen oder auch Filme der Lernenden von erfolgreichem Üben. Die Lehrerinnen und Lehrer haben sich laut Ulrich Thiersch hervorragend an die neue Situation angepasst und leisten noch mehr als bei Normalbetrieb. Der Mangel an persönlichem Kontakt zwischen Lehrperson und Schüler kommt allerdings in dieser distanzierten Lernform schon auch zum Ausdruck. «Die Lehrpersonen sind aber mit ihrer unkonventionellen Art des Unterrichtens erfolgreich unterwegs, und schaffen es auch weitgehend, die Motivation aufrecht zu erhalten», erklärt der Schulleiter. Musiklehrpersonen als Filmemacher und Darsteller Wie überall im öffentlichen Leben fallen auch an der Musikschule bis auf weiteres sämtliche Veranstaltungen aus. So

FOTO: MARTIN STAUB

zum Beispiel alle Schülerkonzerte und auch die Zertifikate 2020, die am 9. Mai zum 20. Mal hätten stattfinden sollen. Dass die öffentliche Instrumentenpräsentation vom 16. Mai ebenfalls den Pandemiemassnahmen zum Opfer fällt, ist so gut wie sicher. «Zu diesem Anlass hatten wir immer viele Kinder, welche sich ein Bild von ihrem Wunschinstrument machen durften, um im nächsten Semester definitiv in die Musikschule Laufental-Thierstein einzusteigen», erklärt Thiersch. Um weiterhin Kinder und Eltern von der Qualität der Musikschule zu überzeugen, hat sich das Lehrteam etwas Besonderes einfallen lassen. In diesen Tagen haben alle Unterrichtenden in Eigenregie kurze Videoclips gedreht, in denen sie sich und ihre Instrumente auf originelle Art präsentieren. Nach den Osterferien werden diese für alle zugänglich auf der Homepage Musikschule-laufen.ch aufgeschaltet. So dürfte ein allfälliger Ausfall der diesjährigen Instrumentenpräsentation im Forum Alts Schlachthuus für dieses Jahr würdig ersetzt werden. Die Produktion dieser Kurzfilme bereitete im Übrigen den Musiklehrpersonen offensichtlich Spass, wie der Besuch des «Wochenblatts» deutlich zeigte.

NENZLINGEN

Es dauert noch ein Weilchen, bis der neue Honig da sein wird gin. Honig ist begehrt. Plötzlich noch begehrter als sonst. Etliche Imker berichten, dass sie keinen Honig mehr haben. Und bis es neuen gibt, kann es dauern. «Neuen Honig gibt es erst ab Mitte bis Ende Mai, je nach Wetter», bestätigt Ferdinand Fringeli, Vizepräsident des Bienenzüchtervereins Laufental. Dass der Honig im Augenblick rar ist, hängt nicht nur mit der gesteigerten Nachfrage zusammen. Das vergangene Honigjahr war in der ganzen Schweiz spärlich. Nach einer anfänglich schönen Blust war es sehr lang kalt und nass. Was die Bienen an Frühlingshonig produziert hatten, brauchten sie wieder für sich selbst. Viele Imker mussten bis in den Juli hinein die Bienen zufüttern. «Auch vom Sommerhonig von den Lindenblüten und vom Waldhonig gab es weniger als normal», so Fringeli.

Kontrolle: Ferdinand Fringeli schaut nach, wie es den Bienen geht. PS: Bei den Aufnahmen kamen keine Tiere zu Schaden. Menschen auch nicht!

FOTO: GINI MINONZIO

Manche haben einen Totalausfall Wie gut die Bienenvölker im Laufental durch den Winter gekommen sind, weiss Fringeli nicht. Weil die Vereinstreffen ausgefallen sind, sind wenig diesbezügliche Informationen vorhanden. Seine eigenen Bienenvölker sind gut durch den Winter gekommen. Von 17 Völkern sind 2 gestorben. Das entspricht ungefähr dem langjährigen Mittel. Fringeli weiss allerdings von einem Vereinsmitglied, das sämtliche Bienenvölker verloren hat. Möglicherweise liegt es an der aussergewöhnlichen Witterung im letzten Jahr. Die Bienen haben sehr spät noch viel Tannenhonig in den Kasten ge-

tragen. Reiner Tannenhonig schwächt die Bienen allerdings, weil sie davon Durchfall bekommen. Auch war der Herbst so mild, dass die Bienen noch spät viel Nektar und Honigtau gesammelt haben. Diese Arbeit hat sie aber erschöpft und etliche sind wohl frühzeitig gestorben. Bienen, die viel ausfliegen, werden maximal 40 Tage alt. Winterbienen hingegen, die nur wenig ausfliegen, müssen acht Monate alt werden. Ihre Hauptaufgabe ist es, den Bienenstock warm zu halten. Mit ihrer Flugmuskulatur zittern sie, was den ganzen Bienenstock erwärmt. Sind jedoch im Winter zu wenige Bienen im Stock, so können sie die erforderliche Wärme von zirka 30 bis 37 Grad nicht erzeugen, um zu überleben und sich für das neue Bienenjahr zu entwickeln. So stirbt das ganze Volk. Sehr wichtig sei natürlich auch, dass der Imker im Herbst rechtzeitig und korrekt die Varroamilbe im Stock bekämpft. Denn diese Parasiten können die Bienen so schwächen, dass ein ganzes Volk eingeht, erklärt Fringeli. Er hat schon sein Leben lang Kontakt zu Bienen. Bereits als Kind schaute er seinem Urgrossvater, seinem Grossvater und seinem Vater über die Schultern, wenn sie zu den Bienen gingen. Seit über 30 Jahren hat er eigene Völker, im Jahr 1997 übernahm er den Laufentaler Vereinsbienenstand, den er seither erfolgreich betreut. Der Bienenstand steht an einer idealen Lage, denn im nahen Ricola-Schaugarten blüht es den ganzen Sommer lang.


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Donnerstag, 16. April 2020 Nr. 16

Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Laufental Für Gespräche, Einkäufe und sonstige Unterstützungen dürfen Sie sich gerne melden beim Sekretariat 061 761 40 43, Pfarrerin Regine Kokontis 076 582 37 24 und Pfarrer Claudius Jäggi 061 761 64 12

… und am Ende meiner Reise hält der Ewige die Hände, und er winkt und lächelt leise und die Reise ist zu Ende. Mathias Claudius

Traurig, jedoch in Liebe und Dankbarkeit, nehmen wir Abschied von unserer lieben Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Urgrossmutter, Schwester, Schwägerin und Gotte

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Margrit Hammel-Lötscher

Sonntag, 19. April, 10 Uhr Online: Podcastgottesdienst, Pfarrer Michael Brunner und Organist Stefan Pöl

Wir sind dankbar für die Zeit, die wir mit Dir sein durften.

Wir sind für Sie da! Weitere Infos und Angebote unter www.kgleimental.ch

Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Thierstein Gottesdienste und kirchliche Anlässe: bis zum 26. April 2020: weder Gottesdienste noch kirchliche Anlässe, BAGweisungsbedingt. Grün-Do.-, Kar-Fr.-, Kar-Sa.-, und Oster-So.-Predigten und auch Kurzfilme zur Woche werden auf www.refkirchethierstein.ch und Facebook veröffentlicht: Bitte teilen/weiterleiten! Konfirmanden- und Religionsunterricht: Beides entfällt bis zum 26. April 2020. Beerdigungen: Abdankungen können gemäss neuer Corona-Weisung und unter Abstandswahrung auch wieder in der Kirche stattfinden: im engeren Familienkreise bis ca. 20 Personen, als auch mit (oder nur) als Beisetzung auf dem Friedhof, Telefon: 061 781 12 50. Seelsorge: Seelsorge via Telefon und Handy: die Kontaktmöglichkeit! Via Pfarramt: 061 781 12 50 / 079 465 77 69. Auch wir vom Kirchenvorstand sind für Sie da und können Ihre Anliegen (z.B. Einkäufe tätigen) aufnehmen. Die Koordination erfolgt hierbei über das Pfarramt.

12. Juli 1931 bis 8. April 2020

Einen besonderen Dank richten wir an das Pflegeteam im Zentrum Passwang, Frau Dr. Z. Glanzmann, Frau Dr. K. Müller sowie an alle anderen, die unserer Mutter im Leben Gutes getan haben. Wir trauern um Dich: Martin und Käthi Hammel-Meister Erhard und Monica Hammel-Spies Claudia und Beat Jermann-Hammel mit Finn und Noah Marco Hammel Verwandte Die Trauerfeier findet im engsten Familienkreis statt. Traueradressen: Martin Hammel-Meister, Egliswilerstrasse 2 B, 5707 Seengen Erhard Hammel-Spies, Bündtenrain 676, 4245 Kleinlützel

«Der Herr hat sie gegeben. Der Herr hat sie genommen. Der Name des Herrn sei gepriesen.»

In Liebe und Dankbarkeit nehmen wir Abschied von unserem Mami, Omi, Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante

Pia Imhof-Borer 27. Februar 1936 – 8. April 2020 Völlig unerwartet wurde Mami aus ihrem erfüllten Leben gerissen. Fleissige Hände haben ihre Ruhe gefunden und ihren Platz im Himmel verdient. Wir werden Dein hilfsbereites und grosszügiges Herz und deine fröhliche Art vermissen. Mit liebevollen Erinnerungen wirst Du immer in unseren Herzen sein.

Wir vermissen Dich: Urs und Mirjam Imhof mit Lario Yvonne und Daniel Neuschwander-Imhof mit Gian und Liv Helene Borer Marcel Borer Klaus und Renate Borer mit Familie Marie-Theres und Gianni D’Aquino mit Familie Mario Borer und Franziska Angst-Borer mit Familie Verwandte Aufgrund der aktuellen Situation haben die Beerdigung und Bestattung im engsten Familienkreis stattgefunden. Für Spenden berücksichtige man «Kirche in Not», Luzern. IBAN CH55 0900 0000 6001 7200 9 Der Dreissigste findet aufgrund der aktuellen Situation zu einem späteren Zeitpunkt statt. Traueradresse: Yvonne Neuschwander-Imhof, Sonnenweg 32, 4242 Laufen Gilt als Leidzirkular.

Wir warten aufgrund seiner Verheissung auf einen neuen Himmel und eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit wohnt. 2. Petrusbrief 3, 13


Donnerstag, 16. April 2020 Nr. 16

• AMTLICHE MITTEILUNGEN

− Gemeindeversammlungsvizepräsidium, Frist Wahlvorschlag 11. Mai 2020 Die Wahlen vom 17. Mai 2020 wurden vom • 27. September 2020 Regierungsrat abgesagt. Die Landeskanzlei empfiehlt den Gemeinden, die Wahlen der Ge- − Sozialhilfebehörden, Frist Wahlvorschlag 10. August 2020 meindepräsidien und Bürger-/Burgergemeindepräsidien auf den 28. Juni 2020 anzusetzen. − Schulrat, Frist Wahlvorschlag 10. August Der Wahltermin wird mit Vorbehalt publiziert, 2020 da nicht ausgeschlossen werden kann, dass die Wahlen Anfang Juni abgesagt werden Baugesuche, Auflage müssen. Die Wahlen der Sozialhilfebehörden, der Schulräte, der selbständigen Kommissionen vom 16. bis 27. April 2020 der Einwohner- und Bürger-/Burgergemeinden BG-Nr. 0550/2020. Bauherrschaft: Fuchs Pesowie die Wahlen der Wahlbüros sollen auf ter / Grubenstrasse 12 / 4142 Münchenstein den 27. September 2020 angesetzt werden. Projekt: 2 Mehrfamilienhäuser mit AutoeinDer Stadtrat hat entschieden, die Wahlen stellhalle, Parz. 2732, Schliffweg, 4242 Laufen. werden unter Vorbehalt, dass sie nicht abgeProjektverfasser/in: BmV Wohntraum GmbH / sagt werden, wie folgt festgelegt: Burgacher 15, 6207 Nottwil • 28. Juni 2020 BG-Nr. 0558/2020. Bauherrschaft: Eschle− Gemeindepräsidium, Frist Wahlvorschlag Cueni Alfons / Baselstrasse 53 / 4242 Laufen. 11. Mai 2020 Projekt: Zweckänderung: alt Zahnarztpraxis in

Gemeindewahlen, neues Datum

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neu Wohnung, Parz. 1428, Baselstrasse 51, 4242 Laufen. Projektverfasser/in: Eschle-Cueni Alfons / Baselstrasse 53, 4242 Laufen BG-Nr. 0571/2020. Bauherrschaft: Sigrist Kurt / Allmendweg 38 / 4242 Laufen. Projekt: Dachaufbau / 3 Dachflächenfenster / Sitzplatzüberdachung, Parz. 2861, Lerchenweg 16, 4242 Laufen. Projektverfasser/in: Sigrist Kurt / Allmendweg 38, 4242 Laufen Die Unterlagen können während der oben genannten Frist, nach telefonischer Vereinbarung (061 766 33 40), bei der Abteilung Bau & Planung oder auf der Website eingesehen werden. Begründete Einsprachen sind mit der Baugesuchs-Nummer versehen, innerhalb der Auflagefrist in drei Exemplaren an das Bauinspektorat Liestal, Rheinstrasse 29, 4410 Liestal zu richten.

Neue Gehwege im Kirchgarten Zusammen mit den Umgebungsarbeiten der neuen Überbauung Kirchgarten wird auch das öffentliche Fusswegnetz in diesen Tagen fertig erstellt. Zurzeit wird noch alles fertig erstellt, ab 1. Mai stehen diese Wege dann der Öffentlichkeit zur freien Benutzung zur Verfügung. Sie dienen nicht zuletzt auch als sicherer Schulweg. Auch der Spielplatz bei der Überbauung zum Kirchgarten ist öffentlich und kann, sobald es die Situation rund um das Coronavirus wieder zulässt, von allen Kindern benutzt werden. (stl)

Eine Tulpe fürs Leben

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ei Frauen zwischen 40 und 50-jährig ist Brustkrebs die häufigste Todesursache, eine von acht Frauen ist betroffen. Um darauf aufmerksam zu machen, pflanzen Schweizer Gemeinden «Lebenszwiebeln»: Im ganzen Land blühen zurzeit in öffentlichen Parkanlagen, Gärten und Beeten rosarote und weisse Tulpen. Die Stadt Laufen beteiligt sich an dieser Aktion des Vereins «L’aimant Rose». Die Tulpenzwiebeln wurden in der Rabatte zwischen dem Soldatendenkmal und dem Stadthaus gepflanzt. Die Pflanzen stehen jetzt in voller Blüte. Der Stadtrat möchte sich mit dieser Teilnahme solidarisch zeigen und ein Zeichen zur Unterstützung von Brustkrebs-Erkrankten und ihren Angehörigen setzen. (stl)

Neues Bänkli am Vorstadtkreisel Am Vorstadtkreisel steht seit Kurzem eine neue Sitzbank, die künftig von allen genutzt werden kann. Die alten Betonklötze wurden entfernt. Mit dem Einrichten der Sitzbank soll einerseits die Umgebung um den Vorstadtkreisel belebt werden. Nicht zuletzt dient die neue Gestaltung jedoch auch der Vereinheitlichung des Bildes. (stl)

Öffentlich: Die Wege durch die Überbauung im Kirchgarten sind öffentlich und ab 1. Mai offen. (Fotos stl)

Neue Sitzgelegenheiten: Vorher standen hier zwei Betonklötze, die nur bedingt zum Verweilen einluden …

Noch gesperrt: Schon bald sollen hier auf dem öffentlichen Spielplatz beim Kirchgarten wieder Kinder herumtoben.

… jetzt steht hier eine neue Sitzbank. (Fotos Martin Hofer)


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Ärztlicher Notfalldienst Telefon 061 261 15 15 Unter dieser Nummer erreichen Sie in Notfällen den diensttuenden Arzt, Kinderarzt und Zahnarzt in Baselland sowie in den Solothurner Bezirken Thierstein und Dorneck Telefon 0848 112 112 Bitte versuchen Sie zuerst, Ihren Hausarzt zu erreichen.

Büren

Baupublikation Bauherrschaft: Stephan + Christa Schönenberger-Stalder, Oberdorfstrasse 48, 4412 Nuglar Bauobjekt: Anbau / Sanierung EFH und Einbau einer Erdsonden-Wärmepumpe Projektverfasser: Holbi14 architekten GmbH Holbeinstrasse 14, 4051 Basel Bauplatz: Rebenweg 18, 4413 Büren Grundbuch Nr.: 2334 Planauflage: Beim Baupräsidenten Einsprachefrist: bis 1. Mai 2020

Büsserach

Baupublikation

Gesuchsteller: Hartmann Peter, Kirchägerten 3, 4223 Blauen Bauobjekt: Umnutzung Teil von Sockelgeschoss in Gewerbehalle Standort: Industriestrasse 12 Grundstück: GB 2233 Nutzungszone: Industriezone Projektverfasser: Brogtec Mischtechnik AG, Industriestrasse 12, 4227 Büsserach Planauflage: Bauverwaltung, Breitenbachstrasse 22, 4227 Büsserach (nur auf Voranmeldung) Einsprachefrist: 1. Mai 2020

Erschwil

Baupublikation

Bauherr: Einwohnergemeinde Erschwil, Schulstrasse 21, 4228 Erschwil Verantwortlicher: Anklin Peter, Schmelzistrasse 80, 4228 Erschwil Bauprojekt: Platzgestaltung Grüngutsammelstelle Bauplatz: Passwangstrasse 24 Bauparzelle: 918 Planauflage: Gemeindeverwaltung Einsprachefrist: 16. April – 30. April 2020

Baupublikation

Bauherr: Albin Borer AG, Wydenmattstrasse 10, 4228 Erschwil Verantwortlicher: Borer Anton, Niederebnetstrasse 23, 4228 Erschwil Bauobjekt: Umgestaltung Erschliessung, Regallager und neue Halle Bemerkungen: Ausnahmegesuch: Unterschreitung der Strassenbaulinie für Regallager Bauplatz: Büsserachstrasse Bauparzelle: 650 Planauflage: Gemeindeverwaltung Einsprachefrist: 16. April – 30. April 2020

Hofstetten-Flüh

Baupublikation

Bauherr: Welte Anica und Mathias, Hollenweg 2, 4114 Hofstetten Projektverfasser: Welte Anica und Mathias, Hollenweg 2, 4114 Hofstetten Bauobjekt: Stützmauer Bauplatz: Hollenweg 2, 4114 Hofstetten SO Bauparzelle, GB-Nr.: 4482 Planauflage: Gemeinde Hofstetten-Flüh, Abteilung Bau-, Umwelt- und Raumplanung, Neuer Weg 7, 4114 Hofstetten SO Einsprachefrist: 16. April 2020 – 30. April 2020

Hofstetten-Flüh

Baupublikation

Bauherr: Trachsel-Schumacher Susanne, Fabrikstrasse 6, 8925 Ebertswil Projektverfasser: W. Holzherr AG, Sandweg 38A, 4123 Allschwil Bauobjekt: Heizungssanierung und Aussenkamin Bauplatz: Flühstrasse 17 Bauparzelle, GB-Nr.: 3169 Planauflage: Gemeinde Hofstetten-Flüh, Abteilung Bau-, Umwelt- und Raumplanung, Neuer Weg 7, 4114 Hofstetten SO Einsprachefrist: 16. April 2020 – 30. April 2020

Meltingen

Baupublikation

Bauherrschaft: Jeger Martin, Branstel 111, 4233 Meltingen Bauobjekt: Sitzplatzüberdachung & Terrainanpassung Bauplatz: Branstel 111 Bauparzelle: GB Nr. 767 Planauflage: Gemeindeverwaltung Meltingen Einsprachefrist: 30. April 2020

Baupublikation

Bauherrschaft: Gemeinde Meltingen, Hauptstrasse 54, 4233 Meltingen Projektverfasser: Umweltschutz u. Fronkommission der Gde. Meltingen, Präsident Daniel Vögtlin Bauobjekt: Mergelplatz für Grüngutsammelstelle Bauplatz: Bündte Parzelle / Zone: GB-Nr. 332 & 336 / öBA Planauflage: Gemeindeverwaltung Meltingen Einsprachefrist: 30. April 2020

Nuglar-St. Pantaleon

Baupublikation

Bauobjekt: 20-010 Skate-Park Grundbuch-Nr.: 1918 Adresse: Ausserdorfstrasse 41, 4412 Nuglar Gesuchsteller: Einwohnergemeinde NuglarSt. Pantaleon, Ausserdorfstrasse 49, 4412 Nuglar Grundeigentümer: Einwohnergemeinde NuglarSt. Pantaleon, Ausserdorfstrasse 49, 4412 Nuglar Planverfasser: Gesuchsteller Datum Baugesuch: 16. April 2020 Planauflage: Gemeindeverwaltung NuglarSt. Pantaleon Einsprachefrist: 4. Mai 2020 Einsprachen sind in 3-facher Ausfertigung einzureichen.

Baupublikation

Bauobjekt: 20-009 Erdsondenbohrung: Tiefe 80 m Grundbuch-Nr.: 1902 Adresse: Bifangstrasse 23, 4412 Nuglar Gesuchsteller: Christian Bosshard, Bifangstrasse 23, 4412 Nuglar Grundeigentümer: Christian und Regina Bosshard, Bifangstrasse 23, 4412 Nuglar Planverfasser: Allemann Energietechnik GmbH, Kirchhölleliweg 2, 4228 Erschwil Datum Baugesuch: 16. April 2020 Planauflage: Gemeindeverwaltung NuglarSt. Pantaleon Einsprachefrist: 4. Mai 2020 Einsprachen sind in 3-facher Ausfertigung einzureichen.

Seewen

Baupublikation

Bauherrschaft: Hochreuter-Leinenweber, Thomas und Andrea, Untere Grundstrasse 3, 4206 Seewen Eigentümer und Projektverfasser: Bauherrschaft Bauobjekt: Anbau Wintergarten Bauplatz: Untere Grundstrasse 3 Bauparzelle: GB 1211 Planauflage: Einsehbar unter: www.seewen.ch/de/gemeinde/verwaltung/ verwbauwesen/baupublikationen/ oder nach terminlicher Vereinbarung auf der Gemeindeverwaltung Einsprachefrist: Bis 1. Mai 2020 schriftlich und begründet an die Baukommission 4206 Seewen

Weitere Baupublikationen siehe Seite XX Weitere Baupublikationen siehe Seite XX

Todesanzeigen online aufgeben: www.gedenkzeit.ch


THIERSTEIN

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BREITENBACH

«Geht trotzdem zum Arzt» Seit drei Wochen können sich Risikopatienten im «Grien» in Breitenbach auf das Coronavirus testen lassen. Rund zehn Personen machen täglich davon Gebrauch. Kapazität für mehr Personen wäre aber vorhanden. Gaby Walther

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ie Absperrung ist nicht zu übersehen. Auf dem Parkplatz bei der Sportanlage «Grien» in Breitenbach sind zwei Container und ein Zelt aufgestellt. Seit drei Wochen werden hier Corona-Tests durchgeführt. Cornelia Rohr ist froh, gibt es das Testzentrum: «In unserer Praxisgemeinschaft im Lüsselpark in Breitenbach wollten wir keine Tests durchführen, da einige unserer Patienten schwere Erkrankungen haben und intensive Therapien erhalten.» Die Ärztin half mit, ein Testzentrum diesseits des Passwangs einzurichten, und betreibt dieses nun in Zusammenarbeit mit dem Zivilschutz (RZSO Thierstein) im Auftrag des Kantons Solothurn. «Der Zivildienst leistet hervorragende Arbeit», erzählt sie dankbar. Getestet werden hier Risikopatienten oder Menschen, die bei der Polizei oder im Gesundheitswesen tätig sind. «Wer zu einer dieser Gruppen gehört und leichte Symptome hat, soll sich unbedingt beim Hausarzt melden und sich zu

Gut geschützt: Die Ärztin Cornelia Rohr (r.) und Debora Staudt, MPA, führen im «Grien» die Corona-Tests durch. FOTOS: GABY WALTHER uns überweisen lassen», erklärt Cornelia Rohr. Nur auf telefonische Anmeldung ist ein Test im «Grien» möglich. Dadurch entstehen keine Warteschlangen. Man solle aber keine Hemmungen haben, sich beim Hausarzt zu melden, betont sie. Kapazität zum Testen von noch mehr Personen sei gut vorhanden. Nebst dem Abstrich werden Blutdruck, die Lunge und die Sauerstoffsättigung kontrolliert und ein Beratungsgespräch durchgeführt. Nach 36 Stunden steht das Resultat. Dieses teilt der Hausarzt den Getesteten mit und berät sie im weiteren Vorgehen. Angst vor Ansteckungen muss im «Grien» niemand haben, die Sicherheitsvorkehrungen sind hoch, nach jeder Testperson wird der Untersuchungsraum desinfiziert.

Zivilschutz im Einsatz: Alessandro Costanzo und Michael Walser sorgen dafür, dass das Testzentrum virenfrei bleibt.

Wer nicht zu den Risikogruppen gehört, kann sich in Breitenbach nicht testen lassen. Diese Personen sollen bei auftretenden Symptomen unbedingt zu Hause bleiben und in Selbstisolation gehen. «Bei schwerem Verlauf muss das Bruderholzspital aufgesucht werden», betont Cornelia Rohr. Ganz wichtig sei es, dass Menschen mit allgemeinen Krankheiten weiterhin den Arzt aufsuchen, sei dies bei Herzproblemen, Blut im Stuhl, bei Verdacht auf einen Schlaganfall oder Thrombosen. Auch eine schwere Verletzung oder eitrige Infektion soll dem Arzt gezeigt werden. Man solle nicht abwarten, «sonst haben wir im Juli ein Problem». Für die Ärztin ist klar, dass die Corona-Krise nicht so schnell vorbei sein wird. Sie nimmt an, dass das Testzentrum bis im Sommer stehen bleiben wird und dann vielleicht schon die zweite Welle anrollen könnte. Auch betreffend Immunität ist sie vorsichtig. Es gäbe Viren, wie zum Beispiel das Norovirus, nach dessen Krankheit man nur gerade drei Wochen geschützt ist, bei anderen Viren, wie bei den Masern sei man danach lebenslang sicher. Man wisse einfach noch zu wenig über das Coronavirus. Betreffend Personen, welche das Coronavirus nicht ernst nehmen, meint sie pragmatisch, das Problem sei, dass noch zu wenige Leute im Bekanntenkreis ein Opfer zu beklagen hätten. Und was das Altersthema anbelangt: «Wer will schon sein Grosi verlieren?»

BÜSSERACH

Erfolgreiche Repatriierung dank dem EDA Dank dem EDA schaffte es Hildegard Liebherr von Peru wieder nach Hause, nach Büsserach. Doch die Rückreise stellte sich als ständiges Auf und Ab zwischen Hoffnung und Verzweiflung heraus.

LESERFOTO

Im Garten entdeckt: Eine sehr lange Blindschleiche!

FOTO: PAUL HASLER, HOFSTETTEN

zaz. Schon über fünftausend Schweizer Touristen, welche aufgrund der Krise verteilt auf der ganzen Welt feststeckten, konnte das EDA (Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten) sicher nach Hause fliegen. Darunter auch Hildegard Lieberherr aus Büsserach. Noch vor einigen Tagen steckten Hildegard und ihr Ehemann in einem Hotel in Pisco, Peru, fest. Ihre Reise begann vor etwa drei Monaten in Lima. Anschliessend starteten sie eine Rundreise durch ganz Peru. Für einen Grossteil des Trips konnten sie die Freiheit des Reisens in vollen Zügen geniessen. Seit Anfang März hörte Hildegard immer wieder vom Coronavirus und dessen Auswirkungen in der Schweiz, doch in Peru fühlte sie sich davor sicher. Diese Unbeschwertheit änderte sich am 9. März. In einem Hotel erfuhr das Paar, dass nun auch CoronaFälle in Peru bestätigt wurden. Ab dann war der Gedanke an das Virus, verbunden mit Angst und Ungewissheit, ein ständiger Begleiter auf der Reise. Mit der Zeit wurden die Schutzmassnahmen verschärft. Die Grenzen wurden geschlossen und niemand durfte mehr einreisen. Den beiden war klar, dass es

Erleichterung: Endlich wird Hildegard Lieberherr mit Bussen zum Flughafen gebracht, natürlich nur mit Hygienemaske. FOTO: ZVG

nur noch eine Frage der Zeit war, bis man nicht mehr aus dem Land reisen kann. Nach Rücksprache mit dem Reisebüro erfuhren sie, dass der letzte Flug von Lima in die Schweiz am 15. März startete. Dies war jedoch ein unmögliches Unterfangen, da sie es, aufgrund ihres Standortes, nicht rechtzeitig zurück in die peruanische Hauptstadt schaffen konnten.

Die Situation spitzte sich zu, Angst und Verzweiflung wuchsen. Allein schon einen Schlafplatz zu finden, stellte sich als höchst schwierig heraus, da die Hotels aufgrund der aussergewöhnlichen Lage keine Gäste aufnehmen wollten. Zu ihrem Glück fanden sie in Pisco gerade noch rechtzeitig eine Unterkunft, denn am Tag darauf wurde der Notstand ausgerufen. Man durfte das Hotel nur verlassen, um zur Bank, in die Apotheke oder einkaufen zu gehen. Die Situation war ernst und die Ungewissheit zerrte an den Nerven. «Ich war einige Male den Tränen nahe», erzählt Hildegard. Doch neuentstandene Freundschaften machten das Ganze erträglich. Vier Argentinier steckten im selben Hotel fest und machten Disco zu argentinischer Musik. So konnte man sich gegenseitig aufmuntern. Am 18. Märzen meldeten sich Hildegard und ihr Ehemann beim EDA an. Kurz darauf wurde der 25. März als Rückreisedatum mitgeteilt, welches jedoch auf den 31. März verschoben wurde. Eine riesige Erleichterung, doch der Abschied vom Hotelpersonal und ihren argentinischen Freunden war trotz allem nicht leicht. Die Busse des EDA holten sie direkt vor dem Hotel ab. Noch eine Übernachtung in Lima und dann flog das Paar am 31. März endlich von Peru zurück nach Hause. Ein grosses Dankeschön gilt dem EDA für die fantastische Organisation ihrer Rückholaktionen.


v.l.n.r.: Roland Heim, Susanne Schaffner, Brigit Wyss, Dr. Remo Ankli, Roland Fürst und Andreas Eng im Januar 2020.

Geschätzte Einwohnerinnen und Einwohner Seit Wochen bestimmt das Corona-Virus unseren Alltag. Die aussergewöhnliche Lage verlangt uns allen Einiges ab: Einschränkungen, zusätzlichen Einsatz, neue Verp»ichtungen und Durchhaltewillen. Mit grosser Freude stellen wir fest, dass Sie alle bemüht sind, aus der schwierigen Situation das Beste zu machen. Solidarität und Eigenverantwortung haben im Kanton Solothurn einen grossen Stellenwert.

WiÄ danken Ihnen, dass Sie kranke Menschen p»egen und besonders verletzliche Personen schützen und umsorgen; dass Sie den Wissensdurst der Kinder auch in dieser anspruchsvollen Zeit stillen und ihnen Raum für Kreativität und Fantasie geben; dass Sie die Versorgung der Bevölkerung mit lebenswichtigen Dienstleistungen und Gütern aufrechterhalten; dass Sie Ihrer Arbeit nach Möglichkeit nachgehen und diesen Krisenzeiten mit Innovationsgeist und Kreativität begegnen; dass Sie bei der Bewältigung dieser aussergewöhnlichen Situation mithelfen. Bleiben Sie gesund! othurn Der Regierungsrat des Kantons Solo

Informationen: corona.so.ch und Hotline 0800 112 117

Kümmern Sie sich um besonders gefährdete Personen? So schützen Sie diese – und sich selbst. Menschen mit folgenden Vorbelastungen sind besonders gefährdet: Bluthochdruck, chronische Atemwegserkrankungen, Diabetes, Herz-KreislaufErkrankungen, Krebs oder Erkrankungen und Therapien, die das Immunsystem schwächen. EC iCĖ abeÄ ebenCo ĹichĖig, daCC Sie Cich CelbCĖ CchİĖŃen, Ím die beCondeÄC gefähÄdeĖen PeÄConen ĹeiĖeÄ beĖÄeÍen ŃÍ können.

Bleiben Sie gemeinCam miĖ deÄ beĖÄoffenen PeÄCon ŃÍhaÍCe Índ aÄbeiĖen Sie nach MöglichkeiĖ im Home Of©ce. VeÄmeiden Sie den öV. Holen Sie Cich UnĖeÄCĖİĖŃÍng aÍC dem peÄCönlichen Umfeld, Lon SpiĖeĽDienCĖen odeÄ fÄeiCchaffenden ambÍlanĖen DienCĖleiCĖeÄn. LaCCen Sie andeÄe fİÄ Cich einkaÍfen odeÄ beCĖellen Sie die nöĖigen WaÄen online Índ laCCen Cie dieCe liefeÄn. Kİndigen Sie nöĖige AÄŃĖbeCÍche deÄ ŃÍ beĖÄeÍenden PeÄCon odeÄ Lon Ihnen CelbCĖ ĖelefoniCch an. RedÍŃieÄen Sie allfällige HandĹeÄkeÄbeCÍche odeÄ ReinigÍngCaÍfĖÄäge aÍfC AlleÄnöĖigCĖe.

NÍĖŃen Sie die diLeÄCen HoĖline-AngeboĖe – fİÄ TippC odeÄ bei peÄCönlichem KÍmmeÄ. FİÄ den Fall, daCC Sie CelbCĖ kÄank ĹeÄden: BeÄeiĖen Sie einen Plan B LoÄ Índ noĖieÄen Sie ĹichĖige InfoÄmaĖionen fİÄ eine allfällige SĖellLeÄĖÄeĖÍng. Und wenn Sie nicht im gleichen Haushalt wie die gefährdete Person leben: RedÍŃieÄen Sie ŃÍm beidCeiĖigen SchÍĖŃ den diÄekĖen KonĖakĖ aÍf daC NöĖigCĖe Índ halĖen Sie die HĻgieneÄegeln konCeqÍenĖ ein. SĖellen Sie die eÄledigĖen EinkäÍfe LoÄ deÄ TİÄ ab.


DORNECK NUNNINGEN/SCHWARZBUBENLAND

MARIASTEIN

Waldproblem spitzt sich zu

Das Geheimnis dieser Tage wurde intensiviert

Im Schwarzbubenland herrscht Waldbrandgefahr und die Forstreviere befürchten weitere Trockenheitsschäden. bea. «Die Niederschläge der letzten Monate machen die Hälfte der Menge aus, die unser Wald nun benötigt», sagt Christoph Gubler, Revierförster des Forstbetriebs Schwarzbubenland. Das Amt für Wald des Kantons Solothurn warnt die Bezirke Thierstein und Dorneck bereits Anfang April vor Waldbrandgefahr. Durch die Trockenheitsschäden der letzten Jahre ist der Anteil Totholz im Wald stark angestiegen. Die Waldbesitzer, doch auch die Gesellschaft muss sich nebst dem Feuerverbot auf weitere Folgen gefasst machen, davon sind später allfällige Sperrungen wegen Gefahren durch umstürzende Bäume nicht ausgeschlossen, bestätigt Gubler auf Anfrage. Die Sicherheitsholzerei dem Siedlungsgebiet und den Strassen entlang entwickeln sich zur Zwangsnutzung mit verheerenden Auswirkungen auf den Preis. «Dieser war bereits tief, jetzt ist er im Keller», gibt Gubler zu bedenken. Denn mit der Corona-Krise haben sich die Absatzschwierigkeiten weiter verschärft. Mit welchen finanziellen Konsequenzen die Gemeinden rechnen müssen, kann Gubler derzeit nicht sagen. Wegen dem Versammlungsverbot ist die Genehmigung der Jahresrechnung 2019 durch Vorstand und Delegiertenversammlung des Zweckverbandes Forstbetrieb Schwarzbubenland noch ausstehend. Nunningen weist Gewinn aus In Nunningen sind die Sorgen um den Wald nicht kleiner als im übrigen Teil des Bezirks, doch finanziell kam man bisher gut über die Runden, sagt Peter

Peter Hänggi: Der Präsident der Forstund Allmendkommission Nunningen. FOTO: ZVG

Hänggi, Präsident der Forst- und Allmendkommission. Die heutige Einheitsgemeinde Nunningen hatte sich vor zwei Jahren gegen einen Beitritt zum neuen Zweckverband Forstbetrieb Schwarzbubenland entschieden. «Der Alleingang hat sich gelohnt», heisst es nun. Die Trockenheitsschäden und der Preiszerfall wegen der Zwangsholzerei machen Nunningen auch sehr zu schaffen. «Doch gerade in schwierigen Zeiten bewähren sich die schlanken Strukturen und die Flexibilität bei der Planung der Arbeiten», erklärt Hänggi. «Im 2018 wies die betriebliche Forstrechnung einen Gewinn von 48 000 Franken aus. Und auch im 2019, dem Jahr der enormen Trockenheitsschäden, schloss die Rechnung mit einem Gewinn von 17 000 Franken, wobei wir die Jungholzpflege bereits verdreifachen konnten und man bei der Sicherheitsholzerei schwierigste Aufgaben meisterte. Unser Betriebskonzept verlangt, dass die Erlöse vollumfänglich in den Wald und nicht in die Bürokratie fliessen», führt Hänggi aus. Die Verwaltungskosten beschränkten sich auf die Sitzungsgelder für die Kommissionsmitglieder und für Projektarbeiten. Bei den auszuführenden Arbeiten belasten die Lohnkosten die Gemeinde ebenfalls nur nach erbrachter Leistung, respektive für die effektive Zeit der Beratung durch den lokal beigezogenen Forstingenieur. Ausserdem könne man bei den Arbeitsvergaben das Gewerbe berücksichtigen. Befürchtungen, dass Nunningen beim Wald sparen könnte, zerstreut Kreisförster Peter Tanner gegenüber dieser Zeitung.: «Das Engagement für den Wald ist in Nunningen derzeit sehr gross und die Zusammenarbeit funktioniert bestens.» Im Moment seien die Einheitsgemeinde Nunningen und der Kanton daran, das Pflegekonzept für den Schutzwald «Buchenberg» in Nunningen umzusetzen. Kahlschlag Wie hoch die Unterstützungsgelder aus Solothurn für die Schwarzbuben Waldbesitzer ausfallen werden, ist noch Gegenstand des politischen Prozesses, bei dem sich die Kantonsvertreter der Region starkmachen für eine Erhöhung der bisher zugesicherten Hilfe vom Kanton bei der Sicherheitsholzerei und der nachhaltigenAufforstung (das Wochenblatt berichtete). Besonders stark betroffen von den Trockenheitsschäden ist das Dorneck. Im Gebiet Gempen, Hochwald, Dornach kam es zu einem Kahlschlag. «Die Schäden im Wald sind schlimmer, als die Förster im schlechtesten Fall angenommen hatten», erklärte Revierförster Roger Zimmermann. «Die Auswirkungen des Klimawandels betreffen alle, doch für die Waldbesitzer ist es eine absolute Katastrophe.» Die Förster sind bei der Sicherheitsholzerei dem Siedlungsgebiet und Strassen entlang selber überrascht worden von der grossen Anzahl Bäume, die infolge ihres dürren oder krankheitsbedingten Zustandes entfernt werden mussten. Die Mengen, von denen man ausgegangen waren, haben sich im Verlauf der Arbeiten verdoppelt.

Aussergewöhnlich: Die Klosterkirche Mariastein blieb dieses Jahr über Ostern beinahe leer.

Der Zugang zur Gnadenkappelle ist den Menschen wegen der Corona-Krise verwehrt. Die Gottesdienste fanden in Mariastein ohne Publikum statt, die Worte wurden aber in die Wohnzimmer übertragen – und die Kerzenlichter vor dem Gnadenbild können entfacht werden. Bea Asper

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eit Wochen halten Angst und Schrecken die Schweiz, die ganze Welt in Atem. Fragen zum Leben, dem Tod und dem Gottvertrauen rückten ins Zentrum, und der Geschäftsalltag wurde für eine Zeit aus unserem Leben verbannt. Wer Trost sucht am Kraftort Mariastein, nimmt enttäuscht zur Kenntnis, dass der Gang – die 59 Treppenstufen hinunter – in die Gnadenkapelle verschlossen ist. Die Wallfahrt fiel der Corona-Krise mit ihrem Verbot für Publikumsverkehr zum Opfer. «Für unseren Wallfahrtsort bedeutet diese Zeit, in der das Herzstück, die Gnadenkapelle, geschlossen ist, auch eine existenzielle Herausforderung, sind wir doch auf die Zuwendungen aus der Wallfahrt angewiesen», hält Abt Peter von Sury in einem offenen Schreiben fest. «Doch: «Mit diesem Brief zeigen wir Ihnen,

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dass wir Sie nicht vergessen: Unser Beten und Feiern bekommt damit einen innigeren und tieferen Sinn und Inhalt, weil wir wissen, dass viele Menschen auf unsere Anteilnahme und unser Mitfühlen und Gedenken vertrauen.» Ausserdem teilte die klösterliche Gemeinschaft mit: «Jeden Abend haben wir in der Josefskapelle stille eucharistische Anbetung. Vor dem Segen singen wir: ‹Parce, Domine, parce populo tuo, ne in aeternum irascaris nobis – Verschone uns Herr, verschone dein Volk, in Ewigkeit zürne uns nicht.› Dieser alte gregorianische Bittruf um Verschonung begleitet uns durch die Fastenzeit und gewinnt dieses Jahr eine ganz neue Bedeutung angesichts der Bedrohung der ganzen Menschheit durch ein Virus, dem gegenüber wir vorerst machtlos sind.» Die Tage des Todes und der Auferstehung Jesu musste die Gemeinschaft im Rahmen der staatlichen und kirchlichen Vorschriften in bescheidener Weise – hinter verschlossenen Kirchentüren begehen. «Das schmerzt uns, gehören doch vor allem die Gottesdienste am Karfreitag und am Ostersonntag zu den am besten besuchten Gottesdiensten des Jahres», gab von Sury zu bedenken. Ostern wurde trotzdem gefeiert. Das Geheimnis dieser Tage sei vielleicht intensiviert worden durch den Schmerz, «dass wir nicht in gewohnter Weise feiern konnten». Gemäss Bibel ist das Leben eine Gabe Gottes. Menschen sind seine Geschöpfe, im Mutterleib gebildet. Was sie in der Zeit, die ihnen gegeben ist, aus dieser Leihgabe machen, gilt als Hausaufgabe, die oft auf die lange Bank

FOTO: BEA ASPER

geschoben wird. Manchmal zwingt ein erschütterndes Ereignis, das Verdrängte nachzuholen. Prediger meinen, klüger wäre es, sich rechtzeitig mit seiner Endlichkeit auseinanderzusetzen. Niemand kann vor dem Tod fliehen. Die Worte der Benediktiner erreichten die Menschen auf jeden Fall. Radio DRS 2 übertrug den Gottesdienst vom Ostersonntag. Dabei richtete sich Abt Peter von Sury auch an die Kinder, symbolisch mit der Tagwache in einem Klassenlager. «Ich weiss, manchmal haben wir Mühe mit dem Aufstehen, Aufwachen – und der Auferstehung.» Beinahe unglaublich, wie jetzt die Sache mit dem Coronavirus, und doch so real. «Jesus, der Auferstandene ist in unserer Mitte.» Er stehe für das Lebens in alle Ewigkeit. Ganz verschlossen blieben die Kirchentüren in Mariastein aber nicht, tagsüber durften die Menschen (je drei pro Kirchenbankreihe) zum stillen Gebet einkehren und Trost finden vor dem Gnadenbild, das nun auf dem linken Seitenaltar steht. «Dort können Sie auch weiterhin bei der lächelnden Madonna von Mariastein ein Opferlichtlein anzünden, denn an Gebetsanliegen fehlt es in der jetzigen Zeit nicht», heisst es. Wer die Krise nutzt, neue Wege zu gehen, ist in Mariastein willkommen. Die Mönche haben auch einen Informationstag geplant zum Lebenskonzept Kloster, voraussichtlich laden sie am 20. Juni und am 5. September zu einem Tag im Kloster ein. «Im Projekt Genius loci: typisch Mariastein – typisch benediktinisch» erfahren Sie mehr über das Lebenskonzept Kloster.»

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SPORT/DORFPLATZ

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HANDBALL

Mister Handball ging ins zweite Glied Ueli Schmidlin (68) war 20 Jahre lang Handballtrainer und hat mit seinem Trainerkollege Bruno Eng wesentlichen Anteil daran, dass die SG Wahlen Laufen zu einem Spitzenamateurverein wurde. Ende Saison wäre für ihn die Trainerlaufbahn zu Ende gegangen. Wegen der Folgen des Coronavirus endete sie jedoch abrupt. Edgar Hänggi

E

r nimmt es derzeit pragmatisch. «Handball war für mich zwar immer Leidenschaft, aber ich muss ehrlich sein – es ist eine Nebenbeschäftigung. In der aktuellen Zeit zählt anderes.» Er weiss, wovon er redet. Seit Jahren beliefert er mit seinem Geschäft Tewis in Wahlen auch diverse Sportund Musikvereine mit Tombolapreisen. Er musste schliessen und weiss, dass selbst dann, wenn er wieder öffnen kann, noch längst nicht Normalität einkehren wird. «Die Anlässe der Vereine machen einen grossen Anteil meines

Erfolgreich: Ueli Schmidlin kann nach 20 Jahren Trainertätigkeit auf eine erfolgreiche Zeit zurückblicken. FOTO: EH-PRESSE Geschäftes aus», erklärt er. «Ich rechne mit rund zwei Monaten, bis sich dann alles wieder einigermassen eingependelt hat. Die ausgefallenen Einnahmen für Anlässe wie Grümpelis oder Musikfeste kann ich aber nicht mehr kompensieren.» Aus Ärger wurde Glück Gerade jetzt hilft ihm der Handball. Bereits Anfang Saison gab er bekannt, dass Ende Saison als Trainer Schluss sei. Aber das abrupte Ende liess ihn trotzdem nicht gänzlich unbeeindruckt. «Klar, nach 20

Jahren möchtest du einen Abgang in einem schönen Rahmen. Wir hatten den Spitzenkampf gewonnen und lagen mit vier Punkten voraus. Der Sieg in unserer 2. Liga-Gruppe war zum Greifen nah.» So blieb ihm eine mögliche Krönung und der verdiente Abgang vor Fans und Spielern versagt. Im Nachhinein zeigte sich, dass vieles im Leben eben doch seinen Sinn hat, auch wenn man es im Moment nicht versteht. «Als wir kurz vor Weihnachten den Cupfinal bestreiten mussten, ärgerte ich mich. So viele Spiele innert

kürzester Zeit und den Final, der sonst im Frühling durchgeführt wird, kurz vor Weihnachten hineingequetscht, das musste doch nicht sein.» Es musste, wie die Geschichte zeigt! Denn jetzt hätte es kein Endspiel gegeben und «wir hätten nicht als erster Verein dreimal hintereinander den Regio-Cup gewinnen können. Für mich ist das so etwas wie ein Highlight in meiner Trainertätigkeit.» Vor 20 Jahren hatte er in Wahlen begonnen ein Nachwuchsteam auf die Beine zu stellen. Er arbeitete sich mit den Spielern immer weiter nach oben, dann kam noch der Zusammenschluss mit dem HC Gym Laufen. «Das war sehr wichtig, hatten wir so bessere Infrastruktur und ein breiteres Kader zur Verfügung.» Die Vereinsleitung hatte früh entschieden, in der 2. Liga zu bleiben, auch wenn man Gruppensieger werden sollte. «Ein Aufstieg hätte bedeutet, den Verein zu verändern. Wir hätten auswärtige Spieler holen und ihnen Spesen bezahlen müssen. Wir halten am Konzept, mit vereinseigenen Spielern und Junioren möglichst hoch zu spielen, fest.» Wer Ueli Schmidlin an den Spielen beobachtete, bekam den Eindruck, dass er emotionslos coache. Er konnte ruhig auf seinem Stuhl sitzen, während es auf dem Feld gerade hektisch zu- und herging. «Der Eindruck täuscht. Ich wollte immer gewinnen. Das ist eine Grundvoraussetzung. Emotionen gehören zum Sport. Oft kochte es in mir, aber ich bemühte mich immer, mich zu beherr-

schen und mich gegenüber Schiedsrichter und Gegner korrekt zu verhalten. Ich denke, das ist mir auch gelungen.» Und noch etwas war ihm immer wichtig: «Wenn Training war, hatte das immer Vorrang. Klar hätte ich delegieren können, denn ich glaubte nie, dass es ohne mich nicht ginge. Für mich war aber entscheidend, dass ich das, was ich von den Spielern forderte, nämlich Trainingspräsenz, auch selbst vorlebte.» Der Teamgedanke habe für ihn immer viel bedeutet. «Als Major führte ich ein Bataillon und für mich war immer klar, dass du dein Ziel alleine nie schaffen kannst. Das versuchte ich auch als Trainer anzuwenden.» Was sportlich in Zukunft möglich ist, sei schwer zu sagen. Mit den Gebrüdern Kohler als Trainer habe man eine gute Wahl getroffen. Es hange halt auch stark davon ab, wie viele junge Spieler nachrücken werden. «Heute verlieren die Sport- wie Musikvereine viele Junge, wenn sie eine Berufslehre beginnen. Dann wird anderes für viele wichtiger.» Ueli Schmidlin bleibt dem Klub erhalten. «Ich freue mich, jetzt mehr Zeit auch für mich zu haben, vor allem flexibler in der Planung zu sein. Aber ich werde weiter für das Sponsoring zuständig sein und sicher auch an die Spiele gehen.» Es wird sicher eine Gelegenheit geben, dass Ueli Schmidlin vor einem Spiel nach 12 Jahren Trainer der ersten Mannschaft auch seine verdiente Verabschiedung erhalten wird.

GRÜSSE AN UNSERE SENIORINNEN UND SENIOREN

Senden Sie Grüsse an Ihre Liebsten!

Liebs Nana, liebs Alice, Mir vermisse euch ganz, ganz fescht! Mir chönne chum me warte und freue uns jetzt scho riesig uf dä Momänt, wo mir euch endlich wieder dörfe bsueche und ganz, ganz fescht druggä. Schmützli und ä ganz feschts Druggi. Euri Ängel-Enkelchinder Angelina und Kristina

Liebs Omi, Liebi Grosspapis Mir vermisse euch ganz fescht und hoffe, dass mer gli wieder zu euch hei dörfe cho spiele. Bliebet gsung. Ganz liebi Griessli Luana und Diego Lisser

Liebi Mama Moni und Nonno Toto Mir vermisse euch fescht. Mir wünsche eus, dass mir euch gli wieder dörfe umarme. Mir freue eus ufs Fuessball spiele mit em Nonno und ufs Ässe vo dr Moni. Euri Luusbuebe Mylo und Enea

Ig freu mi, wenn die schwierigi Zyt wieder dure isch und ig mini Liebste wieder dörf umarme und drucke. Blibet alli gsung! Leo

Liäbs Omi&Opi, Neni&Nani und liäbs Grossi I freu mi, wen i widr mit euch im Stall cha cho hoiä, mit euch dr Dag dörf eroberä und euch eifach widr dörf liäb ha. Mir liebe euch alli ganz fescht. Euchä Finn mit Mami und Papi

Liebs Omi, Ig freu mi so sehr, wenni ändli wieder zu dir & zu dr Ella cha cho! Bis denn mache mir witerhin via facetime zämme huusi. Härzlich dini Elena

Grussfoto gin. Wir vom Wochenblatt möchten Ihnen die Gelegenheit schenken, Seniorinnen und Senioren mit einer heiteren Grusskarte zu überraschen! Das ist eine schöne Möglichkeit, auch in diesen strengen Zeiten miteinander in Kontakt zu bleiben. Ehrlich gesagt sind wir von der Menge an Grusskarten überwältigt. Noch so gerne möchten wir all die süssen Fotos gratis abdrucken. Leider ist unser Platz aus technischen Gründen beschränkt. Trotzdem werden wir so viele Fotos wie irgendmöglich publizieren. Kleiner Tipp: Die Schnellen haben die besten Chancen auf ein Plätzchen. Tragen Sie Sorge zu sich und Ihren Liebsten. Ihre Wochenblatt-Redaktion

Seniorenzentrum Rosengarten, Danke von ganzem Herzen an alle für die liebevolle Betreuung und Fürsorge. Liebe Tante Therese, ich freue mich riesig, wenn wir wieder zusammen im Garten ein Lied anstimmen dürfen. Ich vermisse Dich. Umarme Dich, Marlies

Liebes Mutti, liebes Mutti und Vati Wir vermisse Euch ganz fescht! Bliibet gsund und ä grossi Umarmig! Liebi Grüess Lion und Mike

Liebi Paula Bald fiirsch du din 70. Geburtstag. Mir hoffe das gli alles wieder gued chunnt und du bald uf dini planti Reisli chasch go. Laura, Mia-Lena, Annina und Isabella

Hallo Omi, Opi, Mutti, Vati, Gotti’s und Götti’s Mir vermisse euch sehr und freue eus druf, wieder öbbis mit euch z’mache, wenn die Krise verbi isch. Mir umarme euch ganz fescht und bitte blibed gsung. Mirco & Chiara

Text: Anrede; maximal drei fröhliche Sätze; eigener Name. Wird wo nötig von uns redigiert Foto: Als eigene Datei schicken; Grösse mindestens 1 MB Adresse: Betreff Grussfoto redaktion.laufen@chmedia.ch Redaktionsschluss: Fr, 12 Uhr


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Rätsel

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Lösung der letzten Ausgabe

präsentiert

Lösung 15/2020:

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Sudoku im Wochenblatt 1 2 9

ARBEIT

Liebe Wochenblatt Rätselfreunde bis auf Weiteres werden keine Gewinne in unserem Kreuzworträtsel mehr verlost. Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis und bleiben Sie gesund.

CH Regionalmedien AG, Laufen

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DORFPLATZ

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LESERBRIEF

LESERBRIEF

EINGESANDT

Corona und kein Ende

Unerträglicher Töfflärm

Unsere Bundesräte wollen wohl das Beste für unser Volk und ich verstehe die Massnahmen. Ich möchte die Verantwortung nicht tragen, denn nicht einmal die Virologen sind sich einig. Jedes Land verfügt eigene Massnahmen zwecks Vermeidung einer Ansteckung. Die Personenfreizügigkeit ist vorbei. Die halbe Wirtschaft ist lahmgelegt. Ihr werden 61 Milliarden Unterstützung zugesagt, etwa ¾ der jährlichen Bundesausgaben. Zusätzlich verlangen weitere Anspruchsgruppen ebenfalls einen Kuchenanteil. In der Armee stehen bis zu 8000 Soldaten zur Verfügung und sind in Spitälern oder Grenzschutz etc. im Einsatz. Die volkswirtschaftlichen Schäden belaufen sich schätzungsweise auf vier Milliarden; wöchentlich. Es ist klar, dass das eine Volkswirtschaft auf Dauer nicht aushalten kann. Schweden geht einen anderen Weg, lässt die Leute arbeiten, gesellschaftliche Aktivitäten werden eingeschränkt und Kranke oder Alte sollen soziale Kontakte meiden. Darum müssen jetzt Konzepte entwickelt werden, wie wir langsam aus diesem Schlamassel rauskommen. Ohne funktionierende Wirtschaft gehen wir alle jämmerlich zugrunde. Deshalb sollten auch kleine Läden wieder öffnen dürfen, unter Einhaltung der erforderlichen Massnahmen. Es kann nicht sein, dass Blumenläden, Gärtnereien, Coiffeure, Podologinnen oder ganze Betriebe monatelang stillgelegt werden. Mit Mundschutz und Handschuhen kann man schlimmstenfalls arbeiten. Wie sollen denn sonst unsere Sozialwerke weiter finanziert werden, wenn auch noch das Steueraufkommen vermindert wird? Die Diskussion muss lanciert werden und hoffentlich zu einem guten Ergebnis führen.

Wer wie wir an einer Töffstrecke wohnt, weiss um die mittlerweile unerträgliche Belastung durch Töfflärm und laute Automotoren mit getunten Auspuffanlagen. Es ist an schönen Wochenenden bei uns nicht mehr möglich, sich draussen im Garten aufzuhalten. Der Töfflärm ist so unerträglich geworden, dass wir oftmals ins Haus flüchten müssen, um ein wenig Ruhe zu haben. Die vergangenen schönen Ostertage waren besonders schlimm. Da fuhren Gruppen von bis zu 20, eindeutig zu lauten Motorrädern hintereinander durchs Dorf, wobei das Gefühl aufkommt, jeder dieser Töfffahrer versucht noch ein wenig lauter zu sein als der andere. Sie fahren mit geöffneten Auspuffklappen (welche gesetzlich verboten sind) durchs Dorf und haben wahrscheinlich noch das Gefühl, die Anwohner hätten Freude daran. Die Töfffahrer reden vom Sound der Motoren, als Anwohner empfinde ich diesen «Sound»jedoch nur als unerträglichen Lärm. Ich frage mich, wo denn die Lärmmessgeräte sind, mit denen uns die Politiker schon seit Jahren zu beruhigen versuchen. Was machen sie gegen den immer mehr zunehmenden Töfflärm, und ich meine hier ausschliesslich Töfflärm, da dieser eindeutig das grösste Problem für uns Anwohner einer Töffstrecke ist. Leider haben wir zu wenig Politiker, welche sich wirklich um diese Problematik kümmern, sei es, weil sie eben nicht an einer Töffstrecke wohnen und sich dadurch das Problem gar nicht vorstellen können, oder weil sie selber Töfffahrer sind und es sich nicht bei ihren Töffkollegen vermiesen wollen. Deshalb komme ich immer mehr zur Überzeugung, dass es an uns Anwohnern liegt, natürlich im legalen Bereich, etwas gegen diese Lärmbelastung zu unternehmen. Auf die Politik können wir nicht zählen. Es muss jedoch auch gesagt werden, dass die meisten Töfffahrer das Problem ihrer Motoren kennen und versuchen, gedrosselt und so leise wie möglich durch ein Dorf zu fahren. Leider bringt das nicht viel , wenn grosse Gruppen miteinander fahren. Aber es gibt eben auch die anderen Idioten, welche es einen Dreck kümmert, ob sie ausserorts oder innerorts fahren, Hauptsache sie haben ihren Spass mit möglichst viel Lärm. Sie sind sich wahrscheinlich nicht bewusst, dass sie durch ihr Verhalten alle Töfffahrer in ein schlechtes Licht bringen. Albert Koller Fehren

Gilberte de Courgenay im Rosengarten Laufen

Peter M. Linz Büsserach Kantonsrat SVP

EINGESANDT

Ostern zu Hause? Teilnehmer einer Gruppe, die sich wöchentlich zum Walken treffen, waren an Ostern wegen Corona individuell unterwegs. Der begeisternde Gruppenchat offenbart es: Sie sind auch alleine aktiv und geniessen die wunderbare Landschaft unserer Region und unserer Heimat. Die Bilder dokumentieren einige dieser herrlichen Winkel, die wandernd entdeckt werden können. Zu Hause und daheim! Pius Lombriser Büsserach

KANTON BASELLAND

Bedingtes Feuerverbot WoS. Die Waldbrandgefahr ist gross. Der Kanton erlässt ein bedingtes Feuerverbot im Freien. Feuer wird nur auf festeingerichteten Feuerstellen toleriert.

GEDANKENSTRICH

Hat die Natur Erbarmen mit uns?

Benildis Bentolila

Spontan: Die junge Musikerin Ida-Lin Hübscher gab am Ostersonntag ein Konzert für die Bewohnerinnen und Bewohner des Seniorenzentrums Rosengarten. FOTO: KILIAN SCHMIDLIN Sonntag – Ostersonntag! Mächtig steht das Gebäude des Seniorenzentrums Laufental, der Rosengarten, vor mir. Der grosse Parkplatz ist leer. Damit die Bewohnerinnen und Bewohner geschützt den Umschwung geniessen können, ist ein hoher Zaun, abgedeckt mit Blachen, gezogen worden. Eine Besucherbox neben dem Eingang lässt kontaktfreie Begegnungen mit den Liebsten zu, die ihr Daheim aktuell nicht verlassen dürfen. Eine unwirkliche Szenerie, eigentlich menschenunwürdig, aber bitter nötig in Zeiten eines kleinen Virus, den niemand sieht, der aber allgegenwärtig ist, und vor dem die betagten Menschen, die hier ihren Lebensabend verbringen, so dringend zu schützen sind. Ein Blick entlang der Fassade, die vier Stockwerke hoch, zeigt jedoch, dass hier gleich etwas Wunderbares geschehen wird. Auf den grossen Terrassen sitzen und stehen in spürbarer Erwartung viele Seniorinnen und Senioren, dazwischen in ihrer weiss-lindengrünen Arbeitskleidung Pflegerinnen und Pfleger; jene Menschen, die in diesen Tagen einen ganz wertvollen Job machen und sich derart liebevoll um unsere Bekannten und Verwandten kümmern. Auch auf der Zufahrt zum Rosengarten ist Bewegung. Aus einem VW-Van werden Lautsprecher, Verstärker, Kabel,

Mikrofone und ein E-Piano ausgeladen und installiert. Und schon bald grüsst eine junge Frau zu den erwartungsvollen Blicken der Menschen auf den Balkonen hoch, wünscht ihnen frohe Ostern, erklärt, dass sie jetzt für rund eine Stunde für sie singen werde. Es folgen Lieder in Mundart, Lieder in französischer Sprache und solche auf Englisch. Nach jedem Lied brandet Applaus auf. «Noch eins!», ruft eine zerbrechliche Stimme. Mit Taschentüchern wird gewinkt. Fussgänger auf dem Trottoir und den Quartierstrassen halten inne – bleiben «einfach» stehen. Halten sich fest, sind berührt. In Häusern gehen Fenster auf, Balkone bevölkern sich. Niemand hetzt, alle geniessen einfach nur – und bald ist rundum Klatschen zu vernehmen. Und jetzt, als das Lied «Gilberte de Courgenay» an der Fassade des Rosengartens hochsteigt, hört man von überall her vielstimmiges Mitsingen, welches einsetzt – einfach wunderbar! Am Schluss des spontanen Konzertes strahlt die junge Sängerin. Anscheinend spürt sie, trotz der grossen Distanz zu ihrem Publikum, dass da «was rüber gekommen ist». Ja, die Botschaft ist angekommen: «Wir vergessen euch nicht!» Dankeschön Ida-Lin Hübscher! Charles Schmidlin

Die Hausärzte, Kinderärzte und die Spezialisten der Region Thierstein informieren:

Brislach: Neuer Fichtenhof.

Seit dem Lockdown im März wegen des Coronavirus sind auch wir Grundversorger und Spezialisten vom BAG angehalten worden, nur medizinisch notwendige Untersuchungen durchzuführen.

Nuglar-St.Pantaleon: Chirsi-Route.

Wir haben nun aber feststellen müssen, dass sich viele Patientinnen und Patienten aus verschiedenen Gründen nicht mehr in den Praxen oder auch den Notfallstationen melden. Viele meinen, wir seien überlastet, einige meinen, wir hätten geschlossen und andere haben Angst vor einer Ansteckung. Je länger dieser Zustand anhält, desto schwerwiegender können die gesundheitlichen Folgen sein. Daher möchten wir als Ärzte Sie anhalten, sowohl bei Symptomen bezüglich möglichem Coronainfekt, als auch bei anderen Beschwerden Ihren Hausarzt zu kontaktieren, denn:

Zullwil: Portiflue.

• Wir sind weiterhin für Sie da und die Praxen haben grundsätzlich geöffnet • Wir haben die Kapazität auch in «Coronazeiten» Ihre Beschwerden ernst zu nehmen • Aufgrund der hygienischen Massnahmen in den Praxen und den Notfallstationen ist das Ansteckungsrisiko absolut minimiert Ihre Ärzte der Region Thierstein

Büsserach: Chemiflue.

FOTOS: ZVG

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Ich liebe das Vergissmeinnicht, die Pflanzengattung aus der Familie der Raublattgewächse. Da werden viele fragen: «Wer würde dieses Frühlingsblümchen mit dem eindeutigen Namen nicht mögen?» Es ist eine liebliche, niedliche Pflanze und für mich auch eine geheimnisvolle. Man liest, sie sei einjährig, zweijährig, mehrjährig. Eines ist sicher: Sie lässt sich gut vermehren, aber nur, wenn sie will und wo sie mag. In unserem Garten blühen jedes Jahr viele Vergissmeinnicht. Wenn sie verblüht sind, streue ich die feinen Samen dahin und dorthin. Im Frühling geht die Raterei los: Wo haben sich dieses Jahr die blauen Blümchen niedergelassen? Sie tauchen an Orten auf, wo ich sie nicht gestreut habe. Und sie scheinen Jahre zu überspringen und zu spriessen, wenn man schon geglaubt hat, heuer sei «vergissmeinnichtfrei». Jetzt allerdings hat’s in unserem Garten überall blaue Flecken. Uns dünkt, noch nie hätte es so viele Vergissmeinnicht gegeben. Leuten, die vorbeigehen, fällt es auch auf. Oft hören wir: «Schau mal, die vielen Vergissmeinnicht hier!» Es werden Fotos gemacht, es wird um wenigstens einen Stiel gebeten. Eine Grossmutter sagt, sie würde gerne ihren Enkeln so ein Blümchen zukommen lassen in dieser Zeit. Da pflücken wir doch gern ein kleines Sträusschen für sie. Ist es nicht eigenartig? Gerade im 2020 zeigen sich die Vergissmeinnicht in grosser Zahl. Wissen Sie, dass wir zurzeit die Natur besonders nötig haben? Dass sie uns glücklich macht mit ihrem üppigen Blühen, ihren prächtigen Farben? Es fällt auf, wie Leute viel mehr von ihren Gärten und Anpflanzungen erzählen als früher. Wie sie auf einmal detailreich kleine Blümchen beschreiben. Oder auf Beobachtungen hinweisen, die sie in ihrer Garten-Vogelwelt machen. Sie verschicken Fotos mit detaillierten Beschreibungen von Wildpflanzen, die sie früher als lästiges Unkraut abtaten. Ja, ich bin überzeugt, dass Gärten sich in dieser aussergewöhnlichen Zeit besonders herausputzen. Oder haben wir das in früheren Jahren nicht bemerkt, weil wir zu ausgefüllt waren mit dem geschäftigen Alltag?

Redaktionsschluss Für Beiträge auf den Seiten «Dorfplatz» und «Dies und Das» gilt folgender Redaktionsschluss: Montag, 12.00 Uhr Beiträge sollten eine Länge von 1500 Zeichen inkl. Leerschläge nicht überschreiten. Titelei und Kürzungen sind Sache der Redaktion. Es wird keine Korrespondenz geführt. Bitte achten Sie darauf, Ihre Fotos in hoher Auflösung anzuhängen (zwischen 1 und 3 MB). Wir freuen uns auf Ihren Beitrag. redaktion.laufen@wochenblatt.ch


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DIES UND DAS FOTOGALERIE

Flinke Zaungäste: Eidechsen, beobachtet in Brislach.

FOTO: RAHEL CUENI, BRISLACH

Ein seltener Gast: Guido Karrer konnte in seinem Garten in Röschenz einen Wiedehopf beobachten. FOTO: GUIDO KARRER, RÖSCHENZ

Eingestürzt: Das «Schürli» beim Hof Obere Rütti in Bärschwil hat die vergangenen Winterstürme nicht überlebt. FOTO: GEROLD ALLEMANN, BÄRSCHWIL

Donnerstag, 16. April 2020 Nr. 16

GESCHÄFTSWELT

GESUNDHEITSTIPP

Amigos – kostenloser Heimlieferservice für Lebensmittel

Insel

PR. Der kostenlose Heimlieferservice Amigos hat sich in der Region Basel sehr schnell und erfolgreich etabliert. Die Migros Basel ist überwältigt und dankt den vielen Freiwilligen für ihren solidarischen Einsatz. Mittlerweile sind national bereits über 20 000 freiwillige Helferinnen und Helfer bei Amigos registriert. Bei der Migros Basel wurden innerhalb von 1½ Wochen bereits über 1000 Bestellungen ausgeliefert. Für Personen aus der Risikogruppe, welche kein Internetzugang haben und/oder über keine Kreditkarte verfügen, sind Bestellungen neu auch telefonisch möglich. Alle Personen, welche der Risikogruppe angehören und für die das Coronavirus besonders gefährlich ist, wurden gebeten, das Haus möglichst nicht mehr zu verlassen. Dadurch sind sie auf die Hilfe anderer angewiesen und benötigen Unterstützung beim Einkaufen. Aus diesem Grund haben die Migros und Pro Senectute gemeinsam eine Nachbarschaftshilfe in Form eines kostenlosen Heimlieferservice lanciert. Insbesondere in der Region Basel stösst das Angebot auf grosses Interesse. Bis heute haben sich schweizweit über 20 000 freiwillige Helferinnen und Helfer eingetragen und in der Region Basel konnten über 1000 Bestellungen für Personen aus der Risikogruppe erfolgreich abgewickelt werden. Die Hilfsbereitschaft und Solidarität in der Region ist so stark ausgeprägt, dass inzwischen alle Postleitzahlen in Basel-Stadt und Baselland zum Liefergebiet gehören – dafür braucht es pro Postleitzahl mindestens drei Freiwillige. Das Angebot kann also in der Stadt als auch in den ländlichen Gebieten der Region flächendeckend genutzt werden. Des Weiteren zeigt sich, dass der freiwillige

Heimlieferservice zurzeit extrem schnell ist: Im Schnitt geht es 15 Sekunden, bis eine Bestellung von einer freiwilligen Person bestätigt und wenig später ausgeführt wird. «Wir konnten mit diesem Service vielen Personen in dieser ausserordentlichen Lage weiterhelfen. Die Betroffenen schätzen das sehr, wir haben schon viele positive Rückmeldungen erhalten», sagt Marc Galliath, AmigosProjektleiter der Migros Basel, und ergänzt, «wir sind den freiwilligen Helferinnen und Helfern für ihr Engagement enorm dankbar». Einkäufe neu auch telefonisch möglich Personen, die der Risikogruppe angehören, bestellen ihren Einkauf unkompliziert und schnell auf www.amigos.ch. Dabei steht ihnen ein breites Sortiment von über 6000 Produkten zur Verfügung, aus welchem sie ihren Warenkorb – ähnlich wie in der Filiale – zusammenstellen können. Besonders beliebt sind zurzeit Frischprodukte (vor allem Früchte und Gemüse). Die aufgegebene Bestellung wird via App von einem freiwilligen Helfer angenommen, ausgeführt und zum gewünschten Zeitpunkt geliefert. Die Heimlieferung ist kostenlos. Ein freiwilliges digitales Trinkgeld von fünf Franken kann jedoch gegeben werden. Selbstverständlich können auch Verwandte oder Bekannte für eine Person aus der Risikogruppe bestellen. Neu bietet Amigos die Möglichkeit, Einkäufe auch telefonisch zu tätigen. Dieser Service richtet sich an alle Personen der Risikogruppe, welche über keinen Internetzugang und/oder keine Kreditkarte verfügen. Hierfür können die Besteller die kostenlose AmigosHotline (Tel.: 0800 585 887) anrufen und dort ihre Bestellung aufgeben.

LESERBRIEF

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In der Biologie bedeutet Isolation Trennung von Populationen. In der Medizin steht dieses Wort für Verhinderung der Ausbreitung von Infektionen. Wir begeben uns momentan in eine Art Ritterrüstung. Der Kontakt mit jedem und allem ist begrenzt. In der Ritterrüstung fühle ich mich geschützt, aber ich bin auch isoliert. Meine Bewegungsfreiheit ist eingeschränkt. Sind wir reif für die Insel durch die Wirren dieser Zeit? Oder sitzt bereits jeder auf seiner Insel, zu Hause in seinem Paradies, aber jeder isoliert vom andern? Jetzt braucht es Mut und Fantasie. Wenn wir besorgt sind ,werden wir aktiv. Wenn sich aber die Besorgnis zu wahren Sorgen ausbreitet, wird sehr viel Energie verbraucht. Sie hemmt uns, lähmt und bremst uns aus. Wir können uns entscheiden diese Energie umzunutzen. Minus in Plus. Wer kann was besonders gut? Eigenverantwortung bringt uns in wieder in Bewegung. Wir können etwas tun! Zum Beispiel ein paar Säftetage einschalten, um durch Frühlingsputz den Körper zu reinigen. Oder wir nehmen Geranium robertianum, den Storchenschnabel, als Urtinktur-Tropfen. Er regt das Lymphsystem an, entgiftet den Organismus und befreit uns von Altlasten. Er löst uns gleichzeitig aus der seelischen Schockstarre. Es wird wieder Platz frei für Kreativität. Es gibt immer eine Zukunft. Dann hat die Insel eine Berechtigung. Eli Schläppi staatl. gepr. Naturärztin, Laufen

Auto-Töfflärm Zum Artikel Töfflärm im Wochenblatt vom 26. März: Wir schliessen uns dem Bericht von Sonja Tschudin aus Metzerlen an. In Röschenz haben wir den gleichen Horror-Lärm. Gemäss letzter Polizeikontrolle fahren durchschnittlich 170 Fahrzeuge stündlich durchs Dorf. Es ist zu bedauern, dass niemand für diesen Lärm die Verantwortung übernimmt. Wir haben vor sechs Jahren die Behörden von Röschenz angefragt, zur Ein-

Seniorin: Mitzi kam vor 25 Jahren auf dem Hof Obere Buche in Beinwil auf die Welt. Sie durfte einige Male Büsi aufziehen und genoss die Freiheit auf dem Hof. Seit geraumer Zeit ist sie nur noch in der Küche anzutreffen. FOTO: FAM. SANER, BEINWIL

EINGESANDT

Trotz Corona: Offene Jugendarbeit findet statt! Die Jugendzentren in Baselland sind mindestens bis 26. April geschlossen. Das heisst aber nicht, dass die Jugendarbeitenden nichts tun. Die Mitarbeiter von Kind.Jugend.Familie KJF der Stiftung Jugendsozialwerk beweisen das Gegenteil. «Jetzt geht’s los mit unseren Planks, high to low!» Was klingt, wie die Anweisung im Fitnesscenter, kommt direkt ab Instagram. Hier sieht man Dennis Kurz, den Leiter des Jugendzentrums Sissach, wie er fachmännisch Trainingseinheiten vorzeigt. Auf dem Kanal des Jugendzentrums Liestal kreiert derweilen Streetworker/Mobiler Jugendarbeiter Sämi Hasler einen Rap und fordert die Jugendlichen auf: «Gönt jetzt heime und gönt go reime.» Zentrumsleiter Ruben Albiez fordert dabei die Jugendlichen auf, selber kreativ zu werden. Spass, Fitness, Kreativität oder Kochtipps sind die eine Botschaft, die die Jugendarbeitenden vermitteln. Viel wichtiger sind aber die persönlichen Kontakte. Für Teenager und Jugendliche ist es besonders schwer, immer zu Hause zu bleiben. Sie sind mitten drin, sich vom

Elternhaus abzunabeln. Zeit verbringen mit Freunden und Schulkollegen ist für sie zentral. Die Jugendarbeitenden vom KJF haben ein offenes Ohr für Sorgen, Ängste oder Frust der Jugendlichen. Hilfe bei der Lehrstellensuche Unterstützung bieten die Jugendarbeitenden auch bei den Hausaufgaben, die im Moment ja auch online gelöst werden müssen. Besonders unter Druck stehen aber jene Jugendlichen, die für den Herbst noch keine Lehrstelle haben. Die Jugendarbeitenden helfen beim Verfassen von Bewerbungen, sie muntern auf, wenn wieder eine Absage kommt, und motivieren, dran zu bleiben. Auch die Jugend- und Familienberatung Helpnet ist telefonisch über 0840 22 44 66 weiterhin 24 Stunden erreichbar. Der Zwang zu Hause bleiben zu müssen, ist für viele Familien eine grosse Herausforderung. Die Helpnet-Berater unterstützen und helfen, die Situation zu entspannen. Helpnet ist erreichbar über 0840 22 44 66, WhatsApp 076 315 31 34, mail@helpnet-online.ch oder www.kjf.swiss/familie/helpnet. Mirjam Jauslin

bauung eines Flüsterbelags, welcher den Lärm um die Hälfte reduzieren würde. Die Antwort war, dass in zwei Jahren das gemacht werde. Seither sind sechs Jahre vergangen, gemacht wurde nichts. Es liegt vielleicht daran, dass keine Person der Behörde an der Durchgangsstrasse wohnt und den Lärm nicht wahrnimmt. Fam. Emil Weber-Richterich Röschenz

LESERBRIEF

Corona-Gedanken Ich entkam der Bise und fand im Wald eine geschützte Feuerstelle, die ich den ganzen Tag mit Holz fütterte. Dabei kam ich mir vor wie Heizer bei Lokomotiven und Schiffen. Kein Mensch kam vorbei. Unbekümmert trillerten die Vögel. Milan kreisten um die Wipfel. Zuweilen schlugen ihre Flügel an Ästen an. Sie kamen mir vor wie Engel, die eine Auge auf mich warfen. Ich hatte nichts zu befürchten. Zuweilen erreichten mich Nachrichten: schwarzer Humor, Ängste, Optimismus. Eine Whats app lautete: «Zum Glück habe ich meine kleine Tochter. Sie ist für mich das einzige Licht in dieser Zeit». Sinnend schaute ich in die Flammen, sah ein Menschenheer, das sich in dieser bewegten Zeit an irgendetwas festklammert, wo jeder isoliert lebt, wie er das bereits vor dem Coronavirus handhabte. Nur war es damals verdeckt durch emsige Geschäftigkeit, Stress, Vertröstungen wie «irgendwann...» Dann war plötzlich dieser Virus da, der das Leben des Einzelnen, der ganzen Menschheit veränderte. Man wurde auf sich zurückgeworfen, musste sich plötzlich aushalten. Der Tod wurde allgegenwärtig, Zahlen umrundeten den Erdball und die Flugzeuge standen im Hangar. Die Ambulanz raste mit Blaulicht durch Dörfer und Städte, durchbrach die gespenstige Stille. Leichenstarre lag in der Luft und aus dem Äther tönten wohlmeinende, aufbauende Sprüche. Zeit sich selber einen Besuch

abzustatten, ungeschminkt und unrasiert. Vorbei die Ausflüchte dorthin zu eilen und dieses zu konsumieren. Menschen, die tagtäglich an der Front wirkten, beschwerten sich über jene, die gemütlich zu Hause Quarantäne schoben. Und diese wiederum stöhnten, wie gut es den andern ergehe nach draussen zu gehen. So gesehen änderte sich nichts im menschlichen Verhalten, dies besitzen zu wollen, was der andere hat. «Zusammenhalt» und «Gesundheit» ist in aller Munde. Bildeten wir nicht schon vorher zusammen den Begriff «Menschheit», wo jedes Individuum sich selbst am nächsten stand? Wo soll ich mich halten, wenn doch alles bewegt ist, einschliesslich des Lebens? Gesundheit? Waren wir nicht schon vorher krank? Krank vor Habsucht, Neid, Hass? Ist Krankheit Abwesenheit von Gesundheit und umgekehrt? Sind die gegenteiligen Begriffe nicht ein und dasselbe? Wir halten Gesetze, bis sie geändert werden und wir uns von ihnen trennen müssen. Wir hängen am Leben, bis wir es zugunsten der Ewigkeit verabschieden. Einige nennen das Jahr 2020 katastrophal, für andere ist es eine Chance und die dritten stellen Berechnungen an. Einige gewinnen, andere verlieren. So gesehen ändert sich nichts. Einer würfelt und verteilt neu die Karten im Spiel des Lebens, distanz- und zeitlos. Chris Keller Grellingen

¿Habla español? Was macht Ihr Spanisch? Ist es bereit für curso de conversación oder sind Sie Anfänger/-in ohne Vorkenntnisse? Wir bieten Ihnen den passenden Kurs auf Ihrem Niveau. Unsere Kursleiterin Lola Morales Leuenberger entführt Sie auf eine lehrreiche Erkundungstour durch das Castellano und seine südamerikanischen Varianten. Und so wird jeder Kursabend gleichzeitig auch zu einer kleinen Reise. Und damit die gemeinsame spannende Reise auch unter den aktuellen Umständen stattfinden kann, finden die Kurse vorübergehend im digitalen Klassenzimmer statt. Entscheiden Sie schnell und melden Sie sich an, unsere Sprachkurse starten nächste Woche. Lola Morales Leuenberger Kursleiterin Spanisch A1 Spanisch, 1. Semester für Anfänger/-innen, Dienstag, 21.04.-22.09., 18.30-20.00 Uhr; B1/B2 ¡Hablemos! Curso de conversación, lectura y gramática, Montag, 20.04.21.09., 18.30-20.00 Uhr Info und Anmeldung: T 061 269 86 66, www.vhsbb.ch

KORRIGENDUM

Zu viele Zeilen WoS. Irrtümlicherweise haben sich drei Zeilen beim Text auf der Seite «Bauen und Renovieren» in der letzten Ausgabe vom 9. April 2020 eingeschlichen. Der Text «Notfall-Service für Wasser-, Heizungs- und Gasanlagen, Ablaufreinigungen» betrifft nicht die Firma Mendelin Cheminéebau AG. Das Wochenblatt entschuldigt sich für diesen Fehler.


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KALEIDOSKOP

Donnerstag, 16. April 2020 Nr. 16

F O TO D E R W O C H E

IN KÜRZE Gleisunterhaltsarbeiten LAUFEN. WoS. Vom Sonntag, 19. März bis Freitag, 24. März führt die SBB Gleisunterhaltsarbeiten an der Strecke von Aesch bis Laufen durch. Um den Zugverkehr am Tag aufrechtzuerhalten ist die SBB gezwungen, einige der Arbeiten im Gleisbereich in der Nacht bei gesperrtem Gleis und ausgeschalteter Fahrleitung zu realisieren. Zum Teil sind die Arbeiten lärmintensiv. Der Bahnübergang Nunningerstrasse in Grellingen ist in der Nacht vom 20./21. und 21./22. März jeweils von 21 bis 5 Uhr totalgesperrt und von 5 bis 6 Uhr nur einspurig befahrbar.

Zeit, um Vögel zu beobachten: Auch der Hausrotschwanz spürt den Frühling.

Sperrung Kaltbrunnentalstrasse BRISLACH. WoS. Im Herbst 2019 wurden im Rahmen einer Gesamtmelioration der Gemeinde Brislach die Kaltbrunnentalstrasse auf Brislacher-Seite saniert. Die noch ausstehenden Arbeiten werden vom 4. bis 29. Mai durchgeführt. In dieser Zeit ist die Durchfahrt durch die Kaltbrunnentalstrasse gesperrt.

FOTO: GEROLD ALLEMANN, BÄRSCHWIL

HOFSTETTEN-FLÜH

NENZLINGEN

KANTON BASELLAND

Spiele im Take Away

Waldbodenbrand

Helping Hands

WoS. Da auch die Ludothek Hofstetten-Flüh seit einigen Wochen geschlossen bleiben muss, können Spiele, CDs, Filme, Instrumente, Spiele für draussen, Fahrzeuge und noch vieles mehr per Take Away ausgeliehen werden. Auf der Homepage www.ludo-hofstetten-flueh.ch können alle Artikel ausgesucht und per Mail (ludo.hofstetten-flueh@bluewin.ch) oder Telefon (079 256 07 71) bestellt werden. Anschliessend wird telefonisch ein Termin vereinbart, damit die Spiele übergeben werden können. Die offiziellen Öffnungszeiten sind dabei für die Übergabe nicht massgebend. Die aktuellsten Änderungen betreffend Wiederöffnung der Ludothek oder sonstige Neuigkeiten können ebenfalls der Homepage entnommen werden. Der Bücherschrank an der Flühstrasse in Hofstetten steht auch weiterhin rund um die Uhr offen.

WoS. In Nenzlingen musste letzten Samstagnachmittag die Feuerwehr ausrücken. Im Gebiet «Obere Blatten» kam es zu einem Waldbodenbrand auf einer Fläche von rund 600m2. Die Feuerwehr konnte den Brand rasch löschen. Verletzt wurde niemand, wie die Baselbieter Polizei berichtet. Der Brand dürfte durch ein offenes Feuer bei einer Grillstelle entfacht worden sein. Generell empfiehlt die Feuerwehr im Umgang mit Feuer im offenen Gelände einige Verhaltensregeln. So soll Feuer nur an den offiziellen, fest eingerichteten Feuerstellen entfacht werden. Bei starkem Wind soll ausserdem ganz darauf verzichtet werden. Brennbares Material in unmittelbarer Umgebung der Feuerstelle muss entfernt werden. Das Feuer soll ausserdem immer unter Kontrolle gehalten und beim Verlassen der Feuerstelle vollständig gelöscht werden.

WoS. Die Initiative «Helping Hands» der Armee unterstützt auch das Baselbiet. Die Initiative wurde schweizweit auf die Beine gestellt. Dabei werden auch im Kanton Basel-Landschaft Heime und Spitex-Organisationen durch Armeeangehörige unterstützt, wie der Kantonale Krisenstab mitteilt. Institutionen wie Heime und Spitex-Organisationen können im Kanton Basel-Landschaft über ihren Gemeinde- beziehungsweise Regionalen Führungsstab bei «Helping Hands» Unterstützungsgesuche einreichen. 14 Institutionen haben bis anhin einen Bedarf angemeldet. Zur Deckung dieser Nachfrage werden seit letztem Freitag rund 60 Rekruten eingesetzt. Die Armeeangehörigen werden beispielsweise bei Reinigungsarbeiten, zur Unterstützung bei den Mahlzeiten, bei der Mobilisierung oder einfachen Pflegetätigkeiten eingesetzt.

Färbversuche RÖSCHENZ. WoS. Seit gestern werden in Röschenz im Rahmen der Gewässerschutzrevision und der Überprüfung des Versickerungsbeckens «In der Eich» Färbversuche durchgeführt. Währenddes Versuchs ist nicht ganz auszuschliessen, dass das Wasser der Quelle und der Bäche in der Region eine vorübergehende Färbung aufweist, schreibt die Gemeinde Röschenz in einer Mitteilung. Am wahrscheinlichsten seien diese Färbungen in den ersten zwei bis drei Wochen nach der Einspeisung zu erkennen. Sicherheits-Holzschläge HIMMELRIED/SEEWEN. WoS. Aufgrund kurzfristiger Sicherheits-Holzschläge wird die Verbindung Himmelried Dorf und Seewen Pony Ranch bis zum Donnerstag, 30 April tagsüber von 7 bis 17 Uhr gesperrt.

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Gewerbeverein hinteres Leimental Besuchen Sie unsere Homepage www.ghl-leimental.ch Hier erhalten Sie einen Überblick über die aktuellen Angebote unserer Mitglieder während der Corona Phase. Denken Sie bei Ihren Einkäufen an die Mitglieder des GHL. Wir danken Ihnen herzlich für Ihre Treue zum Gewerbe.

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Dass so viele unbürokratische, spontane, berührende und hilfreiche Unterstützungsaktionen angeboten werden, gehört zu den wenigen positiven Begleiterscheinungen der Corona-Krise. Zwei davon stellen wir Ihnen hier gerne vor: Bis zum Ende des Lockdowns stellt die Wochenzeitung WOZ sämtliche Texte online unter www.woz.ch kostenlos zur Verfügung. Bis zum 30. April frei zugänglich sind auch sämtliche Spiel- und Dokumentarfilme auf der Schweizer Streamingplattform artfilm.ch. Falls Sie zu unseren Abonnentinnen und Abonnenten gehören, können Sie kostenlos das Online-Medienangebot der Kantonsbibliothek Baselland unter www.e-kbl.ch nutzen. Ausgenommen davon sind Gratis-Mitgliedschaften.Falls Sie noch keinen Zugang haben, schreiben Sie uns eine E-Mail an info@stebilaufen.ch. Gerne können Sie auf diesem Weg auch ein Abo lösen. Unseren Bibliotheksbetrieb werden wir umgehend wieder öffnen, sobald es die Umstände erlauben. Wir wünschen gute Information und Unterhaltung. Esther Ugolini www.stebilaufen.ch

...aus eigener Produktion in Dittingen

SM Schreinerei AG | Dittingen | 061 783 05 80 | smschreinerei.ch

www.ch-kohler.ch


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