CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 379 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG
AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 90 I 178. Jahrgang I Dienstag, 19. November 2024
Lehrabschluss-Preise 2024
Tradition im «Schweikhof» erhalten
Am Mittwoch erhielten fünf Lernende in Mettmenstetten eine Auszeichnung für ihre Leistungen während der Lehre. Seite 5
Vor allem auf die Qualität des Fleisches legt der neue Wirt und gelernte Metzger Kadir Mustafa in Ebertswil viel Wert. Seite 9
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Versuche brauchte ein Affoltemer Fallschirmspringer für einen Weltrekord. Seite 16
5500 Einwendungen im Kanton Windenergie: Öffentliche Auflage zur Richtplanteilrevision Energie ist zu Ende gegangen Marcus Weiss Bis zum 31. Oktober dieses Jahres konnten sich Privatpersonen, Gemeinden und andere Akteure zur Richtplanvorlage betreffend der Windenergie-Eignungsgebiete (Richtplanteilrevision Energie) und zur Änderung des kantonalen Energiegesetzes (Verfahrensbeschleunigung bei Windenergieanlagen) äussern. Der «Anzeiger» hat nun bei der kantonalen Baudirektion unter anderem nachgefragt, wie viele Einwendungen gegen die Richtplanvorlage eingegangen sind und wie gross dabei der Anteil aus dem Knonauer Amt ist. «Im Rahmen der öffentlichen Auflage zur Richtplanteilrevision Energie sind insgesamt rund 5500 Rückmeldungen eingegangen. Viele davon sind gleichlautend», so die erste Antwort in der Rückmeldung, von deren Kerninhalt man annehmen kann, dass es ein leicht angepasster, in ähnlicher Form an alle interessierten Medien versandter Standardtext ist, da nicht der Reihe nach auf die gestellten Fragen eingegangen wird. Aus der Rückmeldung geht klar hervor, dass Zahlen zur regionalen Verteilung der Einwendungen innerhalb des Kantons von der Baudirektion im Moment nicht herausgegeben werden. Erst im sogenannten Mitwirkungsbericht, der in rund einem Dreivierteljahr erscheint, sollen diese Angaben dann einzusehen sein. «Die Rückmeldungen werden nun ausgewertet und bilden die Grundlage für die Überarbeitung der Richtplanvorlage. Die überarbeitete Richtplanvorlage überweist der Regie-
rungsrat dem Kantonsrat. Ein Mitwirkungsbericht gibt umfassenden Überblick über Art, Umfang und Inhalt der Rückmeldungen und zeigt auf, wie damit umgegangen wurde», heisst es in der Mitteilung der kantonalen Baudirektion. Sind unter dem Strich aber mehr Einwendungen bei der Baudirektion eingetroffen als erwartet? «Bei viel dis-
bliziert. Wir rechnen mit dem Antrag des Regierungsrats im dritten Quartal 2025.» Bis dahin äussere sich die Baudirektion nicht zum Inhalt der Rückmeldungen (laufendes Verfahren). Darum könne man auch keine Aussagen zur regionalen Verteilung der Rückmeldungen machen. «Ich bitte Sie um Verständnis und Geduld», schreibt Wolfgang Bollack, Mediensprecher der kantonalen Baudirektion, dem «Anzeiger».
Rückmeldungen zunächst nicht öffentlich
«Unsere Einwendungsvorlage wurde 1500 Mal von der Website unseres Vereins heruntergeladen.» Verena Berger, Co-Präsidentin des Vereins «Gegen-Wind-Knonaueramt» kutierten Themen kann es vorkommen, dass Rückmeldungen in dieser Grössenordnung eingehen. Insofern war der Umfang der Rückmeldungen nicht überraschend», ist in der E-Mail-Antwort zu lesen. Bei öffentlichen Anhörungen stehe allerdings nicht die Anzahl, sondern der Inhalt der Rückmeldungen im Vordergrund. «Der Mitwirkungsbericht wird zusammen mit dem Antrag des Regierungsrats an den Kantonsrat pu-
Zeitgleich mit der öffentlichen Auflage der Richtplanvorlage führte die Baudirektion eine Vernehmlassung für eine Änderung des kantonalen Energiegesetzes zur Verfahrensbeschleunigung bei Windenergieanlagen durch. Dazu wird Folgendes mitgeteilt: «Das Echo auf diese Vernehmlassung war ähnlich gross. Die Baudirektion wertet nun die in der Vernehmlassung eingegangenen Rückmeldungen aus. Auf dieser Grundlage stellt der Regierungsrat anschliessend einen Antrag für eine Änderung des kantonalen Energiegesetzes an den Kantonsrat (voraussichtlich 2025).» Die in der Vernehmlassung eingegangen Rückmeldungen werden gemäss der Medienstelle in diesem Antrag ersichtlich sein. Bis dahin seien sie nicht öffentlich. Um dennoch eine Ahnung davon zu erhalten, wie hoch die Zahl der Einwendungen gegen die Richtplanteilrevision Energie aus dem Bezirk Affoltern sein könnte, wurde zur Vorbereitung dieses Artikels auch der Verein «Gegen-Wind-
Knonaueramt» sowie «Pro Wind Zürich» kontaktiert. «Unsere Einwendungsvorlage wurde 1500 Mal von der Website unseres Vereins heruntergeladen», lässt uns Verena Berger, Co-Präsidentin des Vereins «Gegen-Wind-Knonaueramt» wissen. Da man das Dokument aber auch einmal herunterladen und dann mehrfach zur Verwendung ausdrucken könne, dürfe man aber annehmen, dass die Zahl an Einwendungen auf Basis ihrer zur Verfügung gestellten Vorlage die Download-Anzahl übertreffe. «Eine höchst erfreuliche Überraschung für uns war, dass wir offenbar das Herz von ganz vielen Menschen getroffen haben, denn es sind rund 200 schriftliche Rückmeldungen bei uns eingegangen», so die Co-Vereinspräsidentin. Auf die Frage, welches ihrem Eindruck nach die Hauptsorgen der Menschen im Knonauer Amt bezüglich der Windenergie-Eignungsgebiete seien, antwortet Verena Berger respektive ihr Ehemann Beat Berger mit dem Zusenden von Auszügen aus den beim Verein eingetroffenen E-Mails. Es zeigt sich an den von den Bergers als typisch deklarierten Stimmen, dass offenbar neben den Bedenken um das Landschaftsbild sowie das Wohlergehen von Flora und Fauna auch nach wie vor die Angst vor Umweltchemikalien (Stichwort Pfas) ein wichtiger Faktor bei der Ablehnung von Windkraftanlagen in der Region sind. Auch wird in den E-Mail-Auszügen immer wieder geäussert, dass man keine Windregion sei und daher nach Meinung der Verfasser der versprochene Beitrag zur Stromversorgung nicht erbracht werden könne.
Tüftler-Wärme aus dem Säuliamt für die Ukraine
«Man feiert wegen des Nobelpreises, nicht wegen der Person.» Seite 7 Andreas Müller-Weiss, Comic-Zeichner (Bild Regula Zellweger)
Spitzenspiel hielt, was es versprach Im 1.-Liga-Topspiel trennten sich der FC Wettswil-Bonstetten und Kreuzlingen 2:2. Die Ämtler boten dem elf Zähler vor ihm liegenden Leader mehr als nur Paroli. Die Thurgauer skorten schon nach 30 Sekunden, WB erzielte mit einem Traumtor das 1:1 – und vergab weiter Zählbares. Kreuzlingen blieb bei Kontern gefährlich, ein solcher führte zum 1:2. Das Heimteam stürmte und glich durch den 20-jährigen Gabriel Di Battista aus. Gästetrainer Kürsat Ortancioglu resümierte: «Wir spielten nicht gut. Mit dem Resultat bin ich zufrieden, mit der Leistung nicht.» Auf der Gegenseite meinte Stephan Lichtsteiner: «Wie in vorangegangenen Spielen liessen wir Punkte liegen. Chancen hatten wir genügend, leider konnten wir uns nicht belohnen.» (kakö)
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Sie haben mit Abfallmaterial und der Abwärme eines Notstrom-Generators innerhalb von zwei Stunden ein Schulzimmer auf über 18 Grad geheizt: die «Torfländer Solex-Club»-Mitglieder Christoph Lüthi (2. v. l.), Technik-Unternehmer und Mittüftler Benjamin Hotz (orange Mütze) sowie (mit dunklen Mützen, von links) Jonas Huber, Marcel Schneebeli und Roli Jäger. Im Hintergrund (links) ETH-Professor und Jury-Mitglied Roland Siegwart sowie (3. v. l.) der Initiant und Bild Daniel Vaia international erfolgreiche Tüftler Andreas Reinhard. (red) Seite 3
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