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085_2024

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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 379 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

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AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 85 I 178. Jahrgang I Freitag, 1. November 2024

Hochkarätiges Podium

In Bonstetten diskutierten vier Nationalrätinnen und Nationalräte über die bevorstehenden Abstimmungsvorlagen. Seite 3

¹ Quelle: IHS Deutsches Kraftfahrt-Bundesamt, Stichtag: 30.10.2022.

Gemeinsame Sache Die Brüder Stephan und Daniel Käser führen in Stallikon zusammen eine Druckerei. Seite 11

Fortschritte beim neuen Die Endlichkeit rückt in den Fokus Stalliker Dorfzentrum

4.

wurde der Wettswiler Markus Roth an der RätselWM. Seite 20

KOMMENTAR

REGULA ZELLWEGER

Die Gemeinde informierte bei einer Informationsveranstaltung Der November zählt zu den unbeliebtesten Monaten. Das Wetter ist grau, der Hochnebel liegt oft wie ein Deckel über unserer Region und die Sonne schafft den Durchbruch nicht. Die Natur zieht sich zur Winterruhe zurück. Die Tage werden kürzer, dunkler.

Im November wird an Feiertagen der Heiligen und Toten gedacht: in katholischen Landesteilen an Allerheiligen, am 1. November, der Heiligen, und am 2. November, an Allerseelen, Verstorbenen. Da Allerheiligen vielerorts ein offizieller Feiertag ist, hat es sich eingebürgert, an diesem Tag die Friedhöfe zu besuchen. In rund 40 Prozent der 2131 Schweizer Gemeinden haben die Arbeitnehmenden am 1. November frei.

Marcus Weiss «Wir sind im April 2020 an den Start gegangen mit diesem Bauprojekt, nun kommen wir in die entscheidende Phase», mit diesen Worten eröffnete Gemeinderätin Monika Rohr die Informationsveranstaltung zur Zentrumsüberbauung Stallikon am Montagabend. Die Sozialvorsteherin betonte, dass die Interessenvertretungen im Dorf aktiv in die Planung des für Stallikon bedeutenden Bauprojekts einbezogen worden seien. «Diese machten sich klar für das sogenannte Generationenwohnen und für Familienwohnungen stark», konstatierte Rohr. Auf der Anmeldeliste für die geplanten Alterswohnungen stünden bereits 15 Namen, darunter ihr eigener. Eva-Maria Nufer, Leiterin der Baukommission Stallikon und Mitglied des Vorstands der als Bauherrin fungierenden Genossenschaft Hofgarten (geho), schickte ihren Ausführungen zum aktuellen Projektstand voraus, dass die Rahmenbedingungen zur Erstellung dieser in Fortführung einer genossenschaftseigenen Namenstradition «Landgarten» genannten Siedlung nicht einfach seien. «Es ist ein teures Grundstück, mit dem wir es hier zu tun haben»,

erklärte sie dem zahlreich erschienenen Publikum. Die aus der gewachsenen Dorfstruktur resultierende Kleinteiligkeit in Kombination mit der Hanglage sei eine echte Herausforderung, denn schliesslich müsse das Ganze bezahlbar bleiben. Bei der im gestaltungsplan-

«Wir sind im April 2020 an den Start gegangen, nun kommen wir in die entscheidende Phase.» Monika Rohr, Gemeinderätin Stallikon pflichtigen Perimeter gelegenen Überbauung werde zudem nicht die maximal mögliche Ausnützung angestrebt, sondern eine «optimale Dichte», sodass das Resultat am Schluss für alle stimmig sei. Nach aktuellem Fahrplan und mit der zweijährigen Phase des Gestaltungsplans, könne man voraussichtlich erst im Mai 2027 ins Vorprojekt starten, 2031 würde die Siedlung dann bezugsbereit sein. Es folgte ein Rückblick auf das Wettbewerbsprojekt von Solanellas Van Noten Meister Architekten, das mit allen

anderen Wettbewerbsbeiträgen auf der geho-Website mitsamt den jeweiligen Jury-Beurteilungen abrufbar ist. Quasi als Herzstück der Siedlung ist nun ein lärmabgewandter Dorfplatz vorgesehen, der durch einen Gebäuderiegel von der verkehrsbelasteten Reppischtalstrasse getrennt ist. Um die Alterswohnungen mehr ins Zentrum zu holen, habe ein Flächenabtausch stattgefunden. Der Alterswohnbereich wird nach dieser Anpassung nun weniger hoch am Hang platziert, sodass er für die betagten Bewohnerinnen und Bewohner leichter erreichbar wird. Daneben hätten Optimierungen bei den Gebäudevolumen stattgefunden, damit unter weitgehender Beibehaltung des ursprünglichen Entwurfs mehr Ausnützung erreicht werden kann. «Wir haben mit diversen 3D-Modellen und mit Visualisierungen gearbeitet, und dabei hat sich gezeigt, dass die jetzt vorgesehene Dichte immer noch sehr gut verträglich ist», führte Eva-Maria Nufer aus. Als aufwendiges Projekt erweise sich die Integration der bestehenden Scheune, die man als identitätsstiftendes Merkmal erhalten wolle.

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«Haben die Reformierten zu wenig Profil?» Seite 21 Andreas Fritz, Pfarrer in Mettmenstetten. (Bild zvg)

Stadt Affoltern sucht Wohnraum Seit der letzten Erhöhung der Asylquote im Juli 2024 muss Affoltern über 200 Personen aufnehmen. Wie die Stadt schreibt, beherbergte man bisher im MNA-Zentrum Lilienberg eine grosse Anzahl an jugendlichen Flüchtlingen, die dem Kontingent der Stadt angerechnet wurden. Aufgrund von Problemen im Zentrum muss der Kanton Zürich die Zahl der dort untergebrachten Jugendlichen jedoch künftig reduzieren, wodurch etwa 40 Plätze wegfallen. Durch weitere Einflüsse fehlen der Stadt nun über 90 Plätze. Darum ruft diese die Bevölkerung auf, kostengünstige Mietobjekte ihnen zu melden. (red)

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Ausstellung in Obfelden

Wieder ein Restaurant für Obfelden

Die Nachfolger von Bob’s Bar starten heute Protestanten gedenken offiziell am Totensonntag ihrer Verstorbenen, besuchen die Friedhöfe, zünden Kerzen an und legen Blumen nieder. Er ist auf den letzten Sonntag vor dem ersten Adventssonntag terminiert.

Gedenkt man der Toten, rückt gedanklich die Endlichkeit des Lebens in den Fokus. Im November denken viele über Verlust und Trauer nach. Vielleicht macht es Sinn, im November auch der Trauernden zu gedenken, auf trauernde Menschen achtsam zuzugehen und ihnen Zuwendung zu schenken, wenn sie dies wünschen.

Manuela Diedrich hat ihre kleine Tochter vor zwei Jahren verloren. Trauer ist immer da, bestimmt ihr Leben. Sie erzählt ihre Geschichte auf Seite 7, um für den Umgang mit Menschen, die ein Kind verloren haben, zu sensibilisieren.

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Vaso Bajic (links) und Nedi Sacher eröffnen heute das «Rütli» in Obfelden. (Bild Dominik Stierl) DoMinik stierli Die Geschichte des Restaurants Rütli in Obfelden geht weiter. Nachdem in den letzten Jahren im Gebäude Bob’s Bar ein Zuhause fand, eröffnet heute Freitag das Lokal wieder mit seinem ehemaligen Namen Rütli seine Türen. Die neuen Pächter sind Nedi Sacher und Vaso Bajic. Sacher betrieb bisher den Foodtruck für Bob’s Bar auf dem Parkplatz. «Es ist keine Bar mehr, sondern ein Restaurant fürs Znüni, Mittag- und Abendessen», erklärt Nedi Sacher gegenüber dem «Anzeiger» und preist gleich

seine Speisekarte an. Darauf findet sich eine währschafte Küche. So hebt Sacher seinen Hausburger hervor. Aber auch ein Schnitzelbrot mit Rindshuft oder einen American Hotdog. Beim Znüni wolle er zum Beispiel Schweinswürstli mit einem Kaffee für neun Franken anbieten. «Dazu kommen Wochenmenüs, ein Monatshit und Samstag und Sonntag jeweils Spanferkel», berichtet er voller Tatendrang. Später sei auch ein KurierService geplant, welcher die umliegenden Gemeinden beliefere. Auch erwähnen möchte er seine kleine Vinothek mit

sehr guten Weinen aus dem Balkan. Nach anfänglichen Diskussionen um die Patenterteilung mit der Gemeinde gab diese kurzfristig grünes Licht für den Start. Dieser findet heute Freitag ab 17 Uhr an der Dorfstrasse 129 in Obfelden statt. Der neue Pächter plant dafür auch bereits Eröffnungsmenüs. So stünden Älpler-Magronen oder Kalbsrollbraten sowie natürlich Spanferkel an diesem Wochenende auf der Karte. Geöffnet soll das neue Lokal in der Wintersaison jeweils bis 22 Uhr sein, am Samstag bis 23 Uhr. Montags bleibt es geschlossen.

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