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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 379 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 84 I 178. Jahrgang I Dienstag, 29. Oktober 2024

Er war knapp bei Kasse

Erfolgreiche Ausbildung

Das Bezirksgericht Affoltern verurteilte einen 35-jährigen Schweizer wegen Betrug und Zivildienstverweigerung zu einer Gefängnisstrafe. Seite 3

Arjeta Bislimaj und Tedros Tekie sind für den Lehrabschluss-Preis Knonauer Amt nominiert. Seite 9

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Betriebe wurden auf die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes überprüft. Seite 5

Bonstetten plant Bademöglichkeit Der Lochenweiher soll zum Naherholungsbiet ausgebaut werden – Bevölkerung wird befragt Florian HoFer Nebst dem Hedinger Weiher und dem Türlersee könnte in den nächsten Jahren eventuell ein dritter natürlicher Badeplatz im Knonauer Amt entstehen. Entsprechende Pläne hat die Gemeinde Bonstetten jetzt veröffentlicht. Demnach könnte der Lochenweiher, der sich südöstlich ausserhalb des Dorfes in der Nähe des Gartencenters Guggenbühl befindet, als «wertvolles Naherholungsgebiet» zugänglich gemacht werden, wie aus einem Beschrieb der Gemeinde hervorgeht.

«Das ist ein megacooles Projekt für Bonstetten.» Arianne Moser, Gemeindepräsidentin Bonstetten mit Steg, einem unter Wasser liegenden Holzbecken – mit einer Dimension von mindestens 25 mal 10 Metern – sowie einer naturbelassenen Liegewiese bestehen. Die Infrastruktur beschränkt sich gemäss der Vorstudie auf eine Feuerstelle, Sitzbänke, Veloständer, einen Sichtschutz als einfache

Seite 7 Tamara Pérez, Sängerin aus Hedingen. (Bild Selina Brodmann)

Bonstetten: Starke Kostensteigerung

Baden in einem kleinen Bereich Das Konzept verfolgt die Vision, das Gelände in drei unterschiedliche Nutzungszonen aufzuteilen. Eine extensive Weidefläche im äussersten Westen, ein möglichst unzugänglicher, naturbelassener Teil im mittleren Westgürtel und ein für die Bevölkerung offen zugänglicher Bereich im östlichen Teil. Dieser Erholungsbereich soll den Besucherinnen und Besuchern einen freien Zugang zum Lochenweiher ermöglichen, um die Natur zu geniessen und zu schwimmen, ohne die empfindlichen ökologischen Strukturen des abgetrennten Naturraums zu stören. Der Erholungsbereich soll aus einem frei zugänglichen Badebereich

«Ich bin eine sehr spontane Person.»

Gemeindepräsidentin Arianne Moser ist überzeugt, dass die Umgestaltung des dicht umwachsenen Lochenweihers zu einem Badeplatz und Naherholungsgebiet eine starke Aufwertung für Bonstetten mit sich bringt. (Bild Florian Hofer) Umkleide, eine Dusche und eine Komposttoilette. «Geplant ist eine naturnahe Schwimm- und Badegelegenheit – auch für Nichtschwimmer – mit minimaler Infrastruktur, vergleichbar mit der Badewiese am nördlichen Bonstetten zugewandten Ufer des Türlersees», erläutert Gemeindepräsidentin Arianne Moser anlässlich einer Ortsbegehung mit dem «Anzeiger». Wobei die Betonung auf «Bade- und Schwimmgelegenheit» liegt. «Das soll kein Schwimmbad werden.» Weiter sagt sie: «Auf der Liegewiese kann man sich nach dem Bad noch gemütlich trocknen lassen und eventuell grillieren.» Zwar will man, dass die Bevölkerung

den Weiher zur Erholung nutzen kann, doch Mehrverkehr mit Autos ist nicht angestrebt. Der Lochenweiher soll vor allem zu Fuss und per Fahrrad erreicht werden. Gemäss Vorabklärungen dürften ausserhalb der Öffnungszeiten des Gartencenters die Parkplätze von Guggenbühl genutzt werden. «Es wird ganz klare Benutzungsregeln geben, die wir einfordern werden», kündigt Arianne Moser an. «Wildparkieren geht gar nicht.» «Das ist ein megacooles Projekt für Bonstetten», sagt Arianne Moser weiter. Ob die Bevölkerung das auch so sieht, wird sich in diesen Wochen zeigen. Derzeit läuft eine Umfrage der Gemeinde,

in der die Bürgerinnen und Bürger einige Fragen beantworten können. Der Fragebogen ist auf der Gemeindewebseite aufgeschaltet.

Öffentlich gemeldet hat sich dazu bereits der Verein Naturnetz Unteramt. In einer Medienmitteilung meldet der Vorstand des Vereins eine Reihe an Bedenken an und fordert die Gemeinde auf, ein Projekt für eine Badi an einem anderen Ort vorzulegen.

Neu sind die Forderungen nach besseren Verbindungen für den Velo- und Fussverkehr in der Stadt Affoltern gewiss nicht. Vier Jahre ist es her, seit sich rund 30 Interessierte in Affoltern zu einer gemeinsamen Velofahrt durch den Bezirkshauptort trafen. Die Idee dieser sogenannten «GrünFahrten» wurde von den Grünen des Bezirks Affoltern lanciert. Sie ist entstanden, um herauszufinden, wo beim Velo- und Fussverkehr noch Verbesserungspotenzial besteht. «Affoltern ist ein Verkehrsknotenpunkt und die Strassen sind oft überlastet. Jeder Autokilometer, der mit dem Fahrrad ersetzt wird, entlastet die Strassen», sagte Kantonsrat Thomas Schweizer damals im Rahmen der erwähnten Rundfahrt. Besonderes Konfliktpotenzial

Flurina Rigling hat ein unglaubliches Jahr hinter sich. Es begann mit der Ernennung zur Säuliämtler Sportlerin des Jahres, gefolgt von Siegen in Rio de Janeiro. Von den Paralympischen Spielen in Paris brachte sie zwei Medaillen heim, an der Rad- und Paracycling-WM in Zürich gewann sie zweimal Gold. Und schliesslich wurde die Hedinger ParaRadrennfahrerin auch noch als Gewinnerin des Sportpreises 2024 des Kantons Zürich auserkoren. Der Sportpreis Kanton Zürich würdigt herausragende sportliche Leistungen und wurde in diesem Jahr zum dritten Mal vergeben. Erhalten haben ihn bisher Nicola Spirig, ehemalige Triathletin und Olympiasiegerin, und Peter Zahner, CEO des Eishockeyclubs ZSC Lions. Überreicht

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Feierliche Preisübergabe

eruierte er seinerzeit im Bereich des Bahnhofs: «Der Velo-Abstellplatz beim Kreisel ist schlecht erreichbar. Hier kommt es immer wieder zu Konflikten zwischen Velofahrern und Fussgängern. Zudem fehlt sowohl beim Kiosk als auch beim Bahnschalter ein Veloständer für die Kundschaft. Die gesamte Verkehrsdrehscheibe um den Bahnhof sollte überdacht und angepasst werden.» Nun rückten solche Forderungen am vergangenen Donnerstagabend wieder in den Fokus. Diesmal war es die SP Affoltern, die zu einer Veranstaltung lud, um Vorschläge und Ideen zu sammeln, die zur Verbesserung des Velound Fussverkehrs beitragen sollen. (red)

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Kritik des Vereins Naturnetz Unteramt

Fokus weg vom Auto

Veranstaltung zum Fuss- und Veloverkehr

Das neue Verwaltungszentrum Heumoos in Bonstetten kostet etwa 900 000 Franken mehr als budgetiert. Die Gesamtkosten waren auf 16 932 000 Franken geschätzt worden. Die Ursache für die Teuerung liegt laut einer Mitteilung des Gemeinderates Bonstetten an der Marktentwicklung seit der Ausschreibung im Jahr 2021. Diese sei durch die Nachwirkungen der Corona-Pandemie und der Ukraine-Krise, welche zu weltweiter Knappheit von Materialien und zu logistischen Engpässen führte, beeinflusst. Nach Prüfung der Ausgangslage wurde klar, dass eine Neuausschreibung des Neubaus Heumoos den Bautermin um ein bis zwei Jahre nach hinten verschoben hätte. Ebenso wäre klar gewesen, dass alle Mitbewerber die nun eingetretene Bauteuerung in einer neuen Offerte berücksichtigt hätten. Nun muss die Gemeinde die Mehrkosten tragen. (red)

Grosser Empfang für Flurina Rigling

wurde die erwähnte Auszeichnung am vergangenen Samstag in der Turnhalle Schachen in Hedingen. Die Hedingerinnen und Hedinger strömten in Scharen in den Saal, um ihrer Ausnahmesportlerin die Ehre zu erweisen. Die Halle füllte sich rasch. Begleitet wurde die festliche Preisübergabe von den Klängen des Musikvereins Hedingen. Zugegen waren neben Sportminister Mario Fehr auch Gemeindepräsident Ruedi Fornaro und Nationaltrainer Dany Hirs, der Flurina Rigling im Jahr 2019 entdeckt hatte und nun mit Freude auf die erste Velofahrt zurückblickte: «Sie fuhr so schnell, ich hatte fast keine Luft zum Reden.» (red)

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