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082_2022

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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 155 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

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Dorfstrasse 86 ∙ 8912 Obfelden Tel. 044 761 66 68 ∙ www.ks-schilder.ch

AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 82 I 176. Jahrgang I Dienstag, 25. Oktober 2022

Geburtstag

Die Senioren mit Jahrgang 1942 aus Affoltern wurden gebührend gefeiert. > Seite 3

Klimaschutz

Die Stadt Affoltern verschenkt 150 Jungbäume und setzt sich so für den Klimaschutz ein. > Seite 5

Autobeschriftung ∙ Blachen ∙ Firmenschilder ∙ Lasergravur ∙ Textildruck ∙ Pokale

Weltliteratur

Florian Bissig stellte die Biografie des englischen Dichters Samuel Taylor Coleridge vor. > Seite 6

Lebensraum

Im Knonauer Amt leben viele Hirsche. Jedoch darf ihr Bestand nicht zu gross werden. > Seite 7

«Solange wir Geld bekommen, machen wir weiter» Ukraine-Hilfsaktion von Andreas Isoz und Jonas Roth hat alle Erwartungen übertroffen Bald 330 000 Franken haben zwei Ämtler für Hilfslieferungen in die Ukraine und den Wiederaufbau gesammelt. Von ihren Eindrücken und den weiteren Zielen berichten sie morgen Mittwoch in Mettmenstetten.

Vor allem medizinische Hilfsgüter Wozu das Geld eingesetzt wurde, darüber haben Isoz und Roth auf der Spendenplattform und auf sozialen Medien immer wieder Updates veröffentlicht. Rund 80 Prozent seien in medizinische Hilfsgüter investiert worden, verrät Isoz. Das umfasst alles, von Medikamenten über Tragbahren, Erste-Hilfe-Rucksäcken bis hin zu den besonders gefragten Tourniquets, mit welchen starke Blutungen gestillt werden können. «Die waren überall knapp», so Isoz. Sogar ein Ultraschallgerät habe man für ein Spital auftreiben können. Welche Hilfsgüter gerade gefragt waren, das erfuhren die Helfer direkt von den Spitälern oder anderen Institutionen, welche sie belieferten. So wurden mal kurzfristig Insulin und Schmerzmittel beschafft, später Generatoren und Benzinkanister, wenn

Offen gegenüber Neuem sein Serendipität bezeichnet das Phänomen, zu einer Erkenntnis zu gelangen oder etwas zu finden, nach dem man nicht explizit gesucht oder geforscht hat. Dies gilt besonders auch für das Berufsleben. Offenheit für Unvorhergesehenes und kreativer Umgang damit bringen weiter als Widerstand gegenüber Unverhofftem. Am Anfang steht immer die differenzierte Wahrnehmung. Wachsamkeit ist entscheidend, um unerwartete Ereignisse wahrzunehmen und sie in positive Ergebnisse umzuwandeln.

> Bericht auf Seite 11

Hörbare Spielfreude des Panflötenensembles

von Thomas sTöckli «Ukraine – Lieferung Hilfsgüter und Wiederaufbau» heisst es, das wohltätige Projekt, das die beiden Ämtler Andreas Isoz und Jonas Roth im Februar 2022 auf der Spendenplattform there-for-you.com lanciert haben. Geplant war eine einmalige Hilfslieferung im Wert von 10 000 Franken. Daraus entstand ein Projekt mit bisher sechs Transporten direkt in die Ukraine. Bis heute haben fast 1300 Personen gegen 330 000 Franken gespendet, einige Grossspenderinnen und -spender gar über 10 000 Franken. Die ursprünglich auf zehn Tage begrenzte Sammlung wurde immer wieder verlängert. Und: «Solange wir Geld bekommen, machen wir weiter», verspricht Isoz, der als Betreiber der Wasserschanzenanlage Jumpin in Mettmenstetten und ehemaliger Weltklasse-Skiakrobat Kontakte zu ukrainischen Athleten pflegt.

Kommunikation

Die Reformierte Kirche und der Sozialdienst des Bezirks luden zu einer Weiterbildung. > Seite 9

Es gibt weder Statuten noch eine juristische Form, die das Panflötenensemble Corona zusammenhält. Der Kitt ist die Freude am gemeinsamen Musizieren, die Auftritte und das Engagement jedes einzelnen Mitglieds. Die Stücke werden beispielsweise von vier Mitgliedern vorgeschlagen und vom ganzen Ensemble gewählt. Bei den Proben aber, ist Dirigentin Monika Meier charmant, aber bestimmt, die Chefin. Es herrscht eine freundliche, wertschätzende und konzentrierte Stimmung. Man hat ein ernsthaftes gemeinsames Ziel: die Konzerte. Ihre Spielfreude ist gleich an mehreren Konzerten im Bezirk zu hören.

An der Grenze zwischen Ungarn und der Ukraine: Das Team der ersten Hilfslieferung um Andreas Isoz (vorne). Hinten von links: Angelo Gramatica, Rouven Riggenbach, Dani Suter, Michel Roth, Jonas Roth und André von Allmen. (Bild zvg) die Energieversorgung knapp wurde, oder Matratzen und Betten für Flüchtlinge aus umkämpften Gebieten, welche die Ukraine nicht verlassen wollten. Und auch Lebensmittel haben die Helfer jeweils in mehreren Fuhren über die Grenze gebracht.

Bedürfnisse ändern sich schnell Im ersten Hilfskonvoi machten sich noch sieben Leute in fünf Fahrzeugen auf den weiten Weg – nur schon bis Budapest sind es elf Stunden. In den folgenden Fuhren waren es dann jeweils noch zwei, drei Fahrzeuge. Das reichte für die medizinischen Hilfsgüter – welche nach wie vor gefragt sind. Für den nächsten Transport stehen bereits rund 15, 20 Paletten bereit, darin etwa zahlreiche sterile Operationskittel, die ein grosser Schweizer Gesundheitslogistiker gespendet hat. Sie sollen an Spitäler zwischen Kiew und der Frontlinie gehen. Abgesehen vom medizinischen Material,

das immer gebraucht wird, planen die Projektleiter kurzfristig, um auf die schnell ändernden aktuellen Bedürfnisse vor Ort eingehen zu können. «Wir wollen nicht Ware liefern, die dann gar nicht mehr gebraucht wird», so Isoz. Nebst der Unterstützung für Spitäler und andere Institutionen, wird das gespendete Geld auch verwendet, um punktuell zu helfen. Viele Gebäude sind stark beschädigt. Oft ist die Wasser-, Strom- und Energieversorgung unterbrochen. Diese Familien beim Wiederaufbau zu unterstützen und durch den Winter zu bringen, ist deshalb ein weiteres Ziel der Spendensammler.

Grosse Hilfsbereitschaft im Säuliamt Nicht alle Spenderinnen und Spender werden die Updates in den sozialen Medien mitverfolgt haben. Um aufzuzeigen, was mit dem gespendeten Geld alles bewegt wurde und was darüber hinaus noch geplant ist, findet morgen

Mittwoch im Mettmenstetter Eventlokal Bahnhöf li eine Informationsveranstaltung statt. Nebst Andreas Isoz und Jonas Roth, die unter anderem von den Eindrücken und Erlebnissen der bisherigen sechs Transporte bis Kiew und Butscha berichten, werden dort auch Pascal Jenny, Mitgründer der Spendenplattform there-for-you.com, und Moni Henzler, welche Gastgeberund Sachspendenangebote in der Region koordiniert, zu Wort kommen. Die Hilfsbereitschaft der Menschen im Säuliamt beschränkte sich nämlich nicht auf die finanziellen Zuwendungen. Viele hatten auch angeboten, Material sowie Zimmer oder Einliegerwohnungen für Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen. «Das hätten wir nicht auch noch stemmen können», so Isoz. Vortragsabend morgen Mittwoch, 26. Oktober, 18.30 Uhr, Eventlokal Bahnhöfli, Im Grindel 6,

> Bericht auf Seite 13 ANZEIGEN

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Hedingerin trumpft an der Para-Bahn-WM in Frankreich gross auf Flurina Rigling stellt an der Bahnrad-WM in Frankreich gleich zwei Weltrekorde an einem Tag auf und wird Weltmeisterin in der Einzelverfolgung. Zum Abschluss der Bahnrad-WM in Frankreich holt sie im Scratchrennen auch noch Silber. Im Velodrom von Paris feiert die ParaCyclerin Flurina Rigling aus Hedingen

einen Erfolg nach dem anderen: Nach der Bronzemedaille im Sprint am Freitagabend unterbot sie in der Qualifikation über drei Kilometer am Samstagmorgen den Weltrekord um rund vier Sekunden. Im Final am Samstagabend doppelt sie nach und verbessert ihren eigenen Weltrekord mit einer Zielzeit von 4:00,228 um zwei weitere Sekunden. Flurina Rigling ist somit die erste Schweizer Weltmeisterin im Para-Cycling auf der Bahn. «Es steckt

so viel Arbeit dahinter, deshalb ist es so schön. Speziell ist nicht nur das Training, auch das ganze Material, vor allem mit den Massanfertigungen, die ich brauche. Diesen Sieg mit so einem tollen Team erleben zu dürfen, ist einfach nur schön», sagt die Hedingerin nach dem Final. «Ich habe einfach alles gegeben und ich habe mich schon am Morgen gut gefühlt», fügt sie hinzu. Am vergangenen Sonntag holte sich die Para-Athletin im Scratch-

rennen noch die Silbermedaille. Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der Australierin Amanda Reid, welches Flurina Rigling im Schlusssprint knapp verlor. Auf das Saisonende nach den Bahnrennen freut sie sich nun. «Die ganze Saison mit all diesen Erfolgen muss ich erst mal verarbeiten», meint Flurina Rigling. Im WM-Strassenrennen und Zeitfahren stand sie auch auf dem Podest. (red.)

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