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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 810 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

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Affoltern a.A.

AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 76 I 179. Jahrgang I Dienstag, 13. Oktober 2026

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«Hilferuf» per E-Mail

Musikalischer Weltenbummler

Peter Ackermann aus Affoltern wäre beinahe einem Online-Betrug aufgesessen. Nun will er andere warnen. Seite 3

Das Akkordeon kann weit mehr als Volksmusik – doch im Amt spielen heute nur noch wenige Junge das vielseitige Instrument. Seite 6

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Fischer halfen mit Booten auf dem Türlersee bei der Reinigung mit. Seite 5

Bezirk Affoltern hat regional die höchste Leerwohnungsziffer Mit durchschnittlich 0,78 Prozent leer stehenden Wohnungen liegt der Bezirk Affoltern über Horgen und Muri – doch die Unterschiede zwischen den Gemeinden sind gross Daniel Koch Im Bezirk Affoltern standen am 1. Juni 2026 durchschnittlich 0,78 Prozent der Wohnungen leer. Das ist deutlich mehr als in den angrenzenden Bezirken Horgen und Muri – und ein Mehrfaches der Werte in der Stadt Zürich und im Kanton Zug. Von einem entspannten Wohnungsmarkt kann dennoch keine Rede sein. Schweizweit ist die Leerwohnungsziffer erstmals seit Jahren unter 1 Prozent gefallen. Am Stichtag vom 1. Juni 2026 waren 45 493 Wohnungen unbesetzt, einschliesslich Einfamilienhäusern. Das entspricht 0,93 Prozent des gesamten Wohnungsbestands. Gegenüber dem Vorjahr sank die Zahl der leer stehenden Wohnungen um 2962 oder 6,1 Prozent. Der Rückgang setzt sich damit bereits seit 2021 fort, wie das Bundesamt für Statistik am Donnerstag mitteilte. Im Knonauer Amt liegt der Leerstand zwar ebenfalls unter dem Schweizer Mittel. Im regionalen Vergleich ist der Markt aber weniger eng. Der ungewichtete Durchschnitt der 14 Affoltemer Gemeinden beträgt 0,78 Prozent. Im Bezirk Horgen liegt er bei 0,58 Prozent, im Aargauer Bezirk Muri bei 0,64 Prozent. Die Stadt Zürich weist nur 0,11 Prozent leer stehende Wohnungen aus. Im Kanton Zug sind es rund 0,20 Prozent. Innerhalb des Bezirks Affoltern sind die Unterschiede erheblich. Aeugst verzeichnet mit 1,72 Prozent den höchsten Leerstand. Es folgen Obfelden mit 1,37 Prozent und Stallikon mit 1,31 Prozent. Auch Bonstetten mit 1,02 Prozent sowie Ottenbach mit genau 1 Prozent liegen über der Marke, die unter den derzeit knappen Marktverhältnissen vergleichsweise hoch ist. Am wenigsten freie Wohnungen weisen Kappel und Hausen mit je 0,33 Prozent aus. In Wettswil beträgt die Quote 0,34 Prozent. Die Stadt Affoltern liegt mit 0,45 Prozent ebenfalls deutlich unter dem Bezirksdurchschnitt. Ihre Quote entspricht damit eher jener mehrerer Horgner Gemeinden als den Werten von Aeugst, Obfelden oder Stallikon.

«Eine Frau fährt jeden Monat Achterbahn.» Seite 9 Bernadette «Beno» Ries, therapeutische Masseurin. (Bild Deviprasad Rao)

Auf der grossen SRF-Bühne Die 13-jährige Sina von Moos aus Mettmenstetten liebt Musik. Schon als kleines Kind habe sie mit grosser Begeisterung gesungen und getanzt, heisst es in der neusten Ausgabe des Dorfhefts «Mir z’Mättmistette». Derzeit besucht Sina die erste Sekundarschule in Mettmenstetten, in ihrer Freizeit spielt sie Klavier, nimmt Gesangsunterricht und hört besonders gerne Pop und Rap. Die Bühne ist ihr nicht ganz fremd: Sie hat schon mehrere kleinere Auftritte absolviert und durfte mit den Schwiizer Kiddies einmal als Vorband bei Andreas Gabalier auftreten. «Die Bühne ist wie mein Zuhause», sagt Sina, «ich fühle mich einfach wohl und mir machts mega Spass zu zeigen, was ich kann.» Nun ist für die Schülerin ein besonderer Traum in Erfüllung gegangen: In der SRF-Sendung «Happy Day» durfte Sina mit der Stubete Gäng im «Star Duett» singen. (red)

Die Leerwohnungsziffer im Bezirk Affoltern liegt über jener der Nachbarregionen – freier Wohnraum bleibt dennoch knapp. Die Aufnahme zeigt eine Wohnsiedlung in Affoltern. (Bild Daniel Koch) Nur 5 der 14 Gemeinden im Bezirk erreichen eine Leerwohnungsziffer von mindestens 1 Prozent. Vier liegen unter 0,5 Prozent. Auch im Knonauer Amt bleibt freier Wohnraum damit knapp – nur eben weniger knapp als in den direkt angrenzenden Räumen.

Horgen und Zug besonders knapp Im Bezirk Horgen zeigt sich ein noch engerer Markt, besonders entlang des Zürichsees und im Sihltal. Fünf der neun Gemeinden liegen unter 0,5 Prozent. Thalwil weist eine Quote von 0,24 Prozent aus, Kilchberg 0,27 Prozent und Oberrieden 0,30 Prozent. Über 1 Prozent kommen einzig Langnau am Albis mit 1,06 Prozent und Rüschlikon mit 1,03 Prozent. Noch tiefer liegen die Werte im Kanton Zug. Das Bundesamt für Statistik weist für Zug mit 0,20 Prozent die schweizweit tiefste kantonale Leerwoh-

nungsziffer aus. In den elf Zuger Gemeinden des Datensatzes reichen die Quoten von 0,09 Prozent in Neuheim bis 0,32 Prozent in Risch. Selbst dieser Höchstwert liegt leicht unter den tiefsten Quoten im Bezirk Affoltern. Auch der Aargauer Bezirk Muri liegt im Durchschnitt unter dem Knonauer Amt. 10 der 19 Gemeinden weisen weniger als 0,5 Prozent Leerstand aus. In Rottenschwil stand im Datensatz keine Wohnung leer. Der Bezirksdurchschnitt wird durch einzelne Gemeinden mit höheren Werten angehoben: Geltwil kommt auf 2,08 Prozent, Bünzen auf 1,77 Prozent.

Zürich als Ausnahme In sechs der sieben Schweizer Grossregionen sank die Leerwohnungsziffer gegenüber dem Vorjahr. Eine Ausnahme war die Grossregion Zürich: Hier stieg

sie leicht um 0,04 Prozentpunkte auf 0,52 Prozent. Der regionale Durchschnitt verdeckt jedoch die erheblichen Unterschiede innerhalb des Gebiets: Während in der Stadt Zürich nur 0,11 Prozent der Wohnungen leer stehen und der Kanton Zug bei rund 0,20 Prozent liegt, weisen mehrere Gemeinden im Bezirk Affoltern Quoten von mehr als 1 Prozent aus. Die Zahlen zeigen, dass sich die Lage auf dem Wohnungsmarkt bereits über kurze Distanzen deutlich unterscheiden kann. Die Bezirksauswertung beruht auf dem ungewichteten Durchschnitt der kommunalen Leerwohnungsziffern aus dem BFS-Datensatz. Sie zeigt damit die durchschnittliche Lage in den Gemeinden. Wie viele Wohnungen tatsächlich leer stehen, lässt sich daraus nicht direkt ableiten: Dafür müssten auch die unterschiedlich grossen Wohnungsbestände der einzelnen Gemeinden berücksichtigt werden.

Klarheit über KESB

Kein Garten zu klein

Vortrag, um Berührungsängste abzubauen

So einfach ist ein Igel-Nest vorbereitet

Am vergangenen Mittwoch hielt Alexandra Zürcher, Präsidentin der KESB Bezirk Affoltern, in Mettmenstetten einen Vortrag zum Thema KESB und wofür diese staatliche, interdisziplinäre Fachbehörde zuständig ist. Besonders interessierte das Publikum, wann Privatpersonen eine Meldung machen sollen – etwa bei beobachteter Überforderung, Verwahrlosung, finanzieller Ausnutzung, Gewalt in der Familie oder bei einer dementen Person ohne Vorsorge. Alexandra Zürcher erklärte: «Jede Person

In Bonstetten fand am letzten Samstag die alljährliche Veranstaltung der Fachgruppe Umweltschutz statt, um die Bevölkerung zu motivieren, die Biodiversität in der Gemeinde zu fördern. Jörg Strohmeier und Robert Zingg zeigten Möglichkeiten, dem stacheligen Gast beim Nestbau zu helfen. Dem Igel reichen bereits «einfache Strukturen», wie es Zoologe Zingg nennt, um darunter ein Nest zu bauen. Man könne einen Haufen Reisig über Laub legen, oder aber ein Brett über zwei Baumstamm-

kann der KESB melden, wenn jemand hilfsbedürftig erscheint.» Wenn möglich, solle zunächst das Gespräch mit der betroffenen Person gesucht werden. Alexandra Zürchers Botschaft an diesem Abend war klar: Die KESB mischt sich nicht einfach ein, sondern handelt dort, wo es notwendig ist – mit Augenmass, Empathie und im Rahmen ihres gesetzlichen Auftrags. Auch beim Apéro wurde die Gelegenheit für Fragen genutzt. (red)

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rollen tut es auch. Generell kriechen die Tiere gerne unter Hohlräume und polstern diese mit Laub aus. Die Teilnehmenden konnten auch gleich selbst Hand anlegen und mit Materialien wie Reisig, Holzbrettern, Baumstammrollen einfache Strukturen schaffen. Es gibt aber auch Möglichkeiten, dem Igel ein richtig feudales Nest anzubieten, um die Chance zu erhöhen, dass er sich im heimischen Garten einnistet. (cle)

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Schluss des Konkursverfahrens Das Verfahren über Ott Ulrich, geb. 10. Ok­ tober 1948, von Illnau­Effretikon ZH, 8915 Hausen am Albis, mit Aufenthalt im Pflege­ zentrum Sonnenberg, Melchior Hirzel­Weg 42, 8910 Affoltern am Albis, gest. 20. No­ vember 2025, ist mit Urteil des zuständi­ gen Gerichts vom 28. September 2026 als geschlossen erklärt worden. Affoltern am Albis, 13. Oktober 2026 Konkursamt Affoltern Sagistrasse 8b 8910 Affoltern am Albis

Zurückschneiden von Bäumen und Sträuchern Vom Oktober 2026 Entlang Strassen und öffentlichen Wegen gelten nachstehende Vorschriften der kantonalen Verkehrserschliessungsverordnung (VErV, 700.4) • Mauern und Einfriedigungen dürfen die Verkehrssicherheit nicht beeinträchtigen. • Strassenlampen, Verkehrssignaltafeln und Strassennamensschilder dürfen nicht überwachsen sein. • Über Strassen muss der Fahrraum bis auf eine Höhe von mindestens 4.50 m von Pflanzen, Äste- und Blattwerk von Bäumen und Sträuchern frei gehalten werden; über Rad-, Fuss- und Gehwegen muss die lichte Höhe mindestens 2.65 m betragen. • Morsche und dürre Bäume oder Äste sind zu beseitigen, wenn sie auf die Strasse stürzen könnten. • Auf der Innenseite von Kurven sowie bei Strassenverzweigungen und Ausfahrten, sind die erforderlichen Sichtbereiche freizuhalten. In diesen dürfen Pflanzen, Mauern und Einfriedigungen eine Höhe von 0.8 m nicht überschreiten. Der Sichtbereich zwischen 0.8 m und 2.65 m ist immer freizuhalten. Dieser Vorschrift ist spezielle Aufmerksamkeit zu schenken. Die Eigentümer von Grundstücken an öffentlichen Strassen, Fusswegen und Plätzen werden aufgefordert, die Bäume, Sträucher, Hecken und Einfriedungen, welche in den Strassen- bzw. Wegraum hineinragen, bis spätestens 31. Oktober 2026 zurückzuschneiden. Nach diesem Termin werden die Mängel auf Kosten des Eigentümers durch die Stadt / Gemeinde oder beauftragte Firma behoben. Es wird jede Haftung für Schäden durch unfachgemässes Schneiden von Bäumen und Sträuchern abgelehnt. Die Stadt- und Gemeinderäte danken für das Verständnis. Stadt und Gemeinden des Bezirks Affoltern

«Nichts stirbt, was in Erinnerung bleibt. Was bleibt, ist deine Liebe und deine Jahre voller Leben und das Leuchten in den Augen aller, die von dir erzählen.»

Wahlanordnung für die Erneuerungswahlen des/der Friedensrichters/in für die Amtsdauer 2027 – 2033 Der Gemeinderat hat den ersten Wahlgang für die Erneuerungswahlen der Friedensrichterin bzw. des Friedensrichters für die Amtsdauer 2027 bis 2033 auf den Sonntag, 28. Februar 2027, festgesetzt. Ein allfälliger zweiter Wahlgang würde am Sonntag, 6. Juni 2027, stattfinden. In Anwendung von Art. 6 der Gemeindeordnung sowie § 48 ff. des Gesetzes über die politischen Rechte (GPR) sind bis spätestens Mittwoch, 18. November 2026, 16.00 Uhr, Wahlvorschläge an die Gemeindeverwaltung, Albisstrasse 2, 8932 Mettmenstetten einzureichen. Wählbar ist jede stimmberechtigte Person, die ihren politischen Wohnsitz im Kanton Zürich hat. Die Kandidatin oder der Kandidat muss mit Namen und Vornamen, Geschlecht, Geburtsdatum, Beruf, Adresse, Zusatz «bisher» (wenn die vorgeschlagene Person das Amt schon innehat) und Parteizugehörigkeit auf dem Wahlvorschlag bezeichnet werden. Zusätzlich kann der Rufname, unter dem die Person politisch oder im Alltag bekannt ist, angegeben werden. Jeder Wahlvorschlag muss von mindestens 15 Stimmberechtigten der Gemeinde unter Angabe von Name, Vorname, Geburtsdatum und Adresse eigenhändig unterzeichnet sein. Diese können ihre Unterschrift nicht zurückziehen. Jede Person kann nur einen Wahlvorschlag unterzeichnen. Formulare für die Wahlvorschläge sind bei der Gemeindeverwaltung, Abteilung Präsidiales, erhältlich oder können von der Gemeindewebsite heruntergeladen werden. Die provisorischen Wahlvorschläge werden nach Ablauf der ersten Frist veröffentlicht. Innert einer zweiten Frist von sieben Tagen, von der Publikation an gerechnet, können die Wahlvorschläge geändert oder zurückgezogen oder neue Wahlvorschläge eingereicht werden. Wahlvorschläge für den ersten Wahlgang gelten auch für den zweiten Wahlgang. Bis zehn Tage nach dem ersten Wahlgang können bei der Abteilung Präsidiales gültige Wahlvorschläge zurückgezogen oder neue Wahlvorschläge eingereicht werden. Den Wahlunterlagen wird in Anwendung von § 61 Abs. 2 GPR ein Beiblatt beigelegt, auf dem Kandidatinnen und Kandidaten in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt werden, die öffentlich zur Wahl vorgeschlagen sind. Gegen diese Anordnung kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Stimmrechtsrekurs beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. 9. Oktober 2026 Gemeinderat Mettmenstetten

In grosser Dankbarkeit für die vielen gemeinsamen Jahre nehmen wir Abschied von

Leni Trinkler-Böhler 9.7.1934 – 4.10.2026 Nach einem langen und erfüllten Leben durfte sie sanft einschlafen. Das Leben ist für sie Stufe um Stufe beschwerlicher geworden und wir finden Trost darin, dass sie von den Schmerzen der letzten Tage nun erlöst worden ist. Heinz Trinkler und Fiorella Vedova Marleen und Andi Gutknecht-Trinkler mit Lena und Nik Kim und Gaby Trinkler Urs und Elsbeth Trinkler-Ott Katja und Dave Kopetchny-Trinkler mit Jorin und Yano Nils Trinkler Rita und Helmuth Niederer-Trinkler Monika und Ueli Wolfer-Trinkler Lars Wolfer Nico Wolfer und Daniela Guggenbühl Gaby und Martin Diethelm-Trinkler Selina Diethelm Sarah und Ibo Erdogan-Diethelm mit Liano Fiona Diethelm und Sandro Steiner Wir danken allen, die sie begleitet haben. Insbesondere gebührt ein grosser Dank dem Pflege- und Aktivierungspersonal des Pflegheims Senevita. Herzlich gedankt sei auch Herrn Dr. med. Felix Kuhn für seine ärztliche Betreuung. Die Urne wird im engsten Familienkreis beigesetzt. Die Trauerfeier findet am Donnerstag, 29. Oktober 2026, 14.00 Uhr, in der reformierten Kirche in Hausen am Albis statt. Statt Blumen berücksichtige man der Stiftung Levante in Knonau, Clientis Sparcassa 1816, 8820 Wädenswil, IBAN: CH42 0681 4016 9630 7390 0, mit Vermerk Leni Trinkler. Traueradresse: Gaby Diethelm-Trinkler, Luegislandstrasse 2, 8915 Hausen am Albis

Kontrolle von Hydranten und Feuerwehrschlüsselrohren auf privaten Grundstücken Die Feuerwehr wird am Samstag, 17. Oktober 2026 auf dem ganzen Gemeindegebiet von Hausen am Albis die vorhandenen Hydranten sowie die Feuerwehrschlüsselrohre auf die Gebrauchstauglichkeit kontrollieren. Die Grundeigentümer werden gebeten, die Zugänglichkeit sicherzustellen. Die Zugänglichkeit ist gewährleistet, wenn die Hydranten und Schlüsselrohre nicht überwachsen sind, die Erreichbarkeit ohne Hindernisse jederzeit sichergestellt ist und rings um die Hydranten eine begehbare Fläche vorhanden ist. Sollte die Zugänglichkeit nicht gewährleistet sein, wird die Feuerwehr in Zusammenarbeit mit der Wasserversorgung die nötigen Massnahmen veranlassen. Kleinere Anpassungen, z. B. Rückschnitte einzelner Äste und dgl., werden während der Kontrollarbeiten ohne Rücksprache mit dem Grundeigentümer ausgeführt. Für Ihre wertvolle Zusammenarbeit zur Sicherstellung der Trink- und Löschwasserversorgung danken Ihnen der Gemeinderat und die Wasserversorgung. Bei Fragen steht die Wasserversorgung (G. Blickenstorfer, Tel.: 044 764 19 77) gerne zur Verfügung. Der Gemeinderat

Hausen am Albis Am 4. Oktober 2026 ist in Affoltern am Albis gestorben:

Gertrud Lena Trinkler geb. Böhler geboren am 9. Juli 1934, wohnhaft gewesen in Hausen am Albis. Die Abschiedsfeier findet am Donnerstag, 29. Oktober 2026, 14.00 Uhr, in der reformierten Kirche Hausen am Albis statt. Die Beisetzung erfolgt im engsten Familienkreis. Bestattungsamt Hausen am Albis

Knonau Am 6. Oktober 2026 ist in Affoltern am Albis gestorben:

Räber, Hans Ulrich geboren am 28. März 1954 von Wädenswil ZH und Merenschwand AG, wohnhaft gewesen in Knonau. Der Abschied findet im engsten Familienkreis statt. Bestattungsamt Knonau

«Alles sal reg kom», sagte mein Vater als Letztes. «The best laid plans of mice and men will have to go». Mit Terrence verstarb nach 65 Jahren Ehe die grosse Liebe meiner Mutter. Ein Jahr später ist sie ihm gefolgt, um mit ihm auf einem Stern zu sein.

Bianca Margherita Nielsen-Lang 10.1.1937, Rüschlikon bis 6.10.2026, Wettswil Sehr traurig liessen wir sie gehen. Claudia Nielsen und John Price, Nachbarsfamilien Grond und Tanadini, Marianne Lang und Franziska Kurer, Freundinnen und friends from here and there. Urnenbeisetzung und Abdankung am Freitag, 23. Oktober 2026, um 14.00 Uhr, Friedhof Heissächer Wettswil. Statt Blumen gedenke man bitte der Stiftung Spital Affoltern (IBAN CH44 0900 0000 8539 1373 1). Traueradresse: Claudia Nielsen, Hohlstrasse 86c, 8004 Zürich


Bezirk Affoltern

Dargebotene Hand mit KI-Bot Die Chatberatung der Dargebotenen Hand stösst an ihre Grenzen. Im Deutschschweizer Angebot von 143.ch kann derzeit nur rund jede vierte Anfrage beantwortet werden. Die übrigen Ratsuchenden werden gebeten, es später erneut zu versuchen oder auf die Telefonberatung auszuweichen. Die Organisation sieht darin auch einen gesellschaftlichen Trend: Immer mehr Menschen bevorzugen bei emotionalen oder psychischen Problemen den schriftlichen Austausch. Seit Anfang Oktober setzt 143.ch deshalb erstmals einen Chatbot ein. Er kommt zum Einsatz, wenn die Chaträume überlastet oder ausserhalb der Öffnungszeiten von 10 bis 22 Uhr geschlossen sind. Die künstliche Intelligenz soll die menschliche Beratung nicht ersetzen, sondern eine erste Anlaufstelle bieten. Bei Hinweisen auf Suizidalität oder eine akute Gefährdung greift ein vordefinierter Krisenablauf. Parallel will 143.ch die menschliche Beratung ausbauen. Anfang 2027 startet dafür ein neuer Ausbildungskurs für freiwillige Mitarbeitende. (red)

WIR GRATULIEREN Zum 95. Geburtstag Heute Dienstag, 13. Oktober, feiert Otto Studer, ehemaliger Postautochauffeur in Hausen, seinen 95. Geburtstag. Wir gratulieren herzlich und wünschen weiterhin gute Gesundheit und viel Spass dabei, mit dem GA durch die Schweiz zu reisen.

Herausgeberin: CH Regionalmedien AG Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Obere Bahnhofstrasse 5 8910 Affoltern a. A. Leiterin: Barbara Roth Chefredaktor: Daniel Koch (dko) redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Claudia Eugster (cle), Livia Häberling (lhä) Korrespondentinnen und Korrespondenten: Angela Bernetta (net), Sandra Isabél Claus (cla), Urs Kneubühl (kb), Nico Ilic (nil), Martin Platter (map), Brigitte Reemts Flum (bre), Bernhard Schneider (bs), Werner Schneiter (-ter.), Daniel Vaia 27 155(dv), Marianne Voss (mvo), Marcus Weiss (mwe), Regula Zellweger (rz) Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 27 810 Beratung und Verkauf Inserate: Evelyn Löhr / Christine von Burg Telefon 058 200 57 00 inserat@affolteranzeiger.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 55 86 Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Druck: CH Media Print AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der CH Media AG auf www.chmedia.ch

Dienstag, 13. Oktober 2026

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«Fast wäre ich auf die Masche reingefallen» Peter Ackermann erhielt einen «Hilferuf» von einem Freund – nun will er andere warnen Livia HäberLing Sie heissen Phishing, Vishing, Smishing oder Quishing. Und auch wenn sie ein bisschen tönen wie Zungenbrecher aus einem mittelmässigen Comedyprogramm, gibts bei diesen Wörtern nichts zu lachen: Es handelt sich um Betrugsmaschen, mit denen sich Banditen weltweit die Taschen füllen. Die Polizei steckt viel Zeit und Geld in Prävention, gerade bei älteren Menschen − und doch lässt sich bei Weitem nicht jeder Betrugsversuch verhindern. Knapp am Unglück vorbeigeschrammt ist vor einigen Tagen der 80-jährige Peter Ackermann aus Affoltern. Beinahe wäre er einem Identitätsmissbrauch in Verbindung mit Geschenkkartenbetrug auf den Leim gegangen. Dabei hatte er stets in der Überzeugung gelebt, dass er solche Machenschaften würde durchschauen können. Bis eine E-Mail in sein Postfach flatterte, die seine Aufmerksamkeit fand: Hallo, Hast du meine E-Mail von gestern erhalten? Markus Ackermann prüfte die E-Mail-Adresse und stellte fest, dass sie identisch war mit jener seines Freundes Markus. Also schickte er ihm eine E-Mail zurück, verneinte und schrieb, bei Bedarf sei er erreichbar. Markus sei viel im Ausland unterwegs, sagt Ackermann, es sei deshalb nicht unüblich, dass er sich per EMail melde. «Ich habe nichts Böses vermutet.»

Vier Geschenkkarten vom Kiosk Bald darauf erhielt Ackermann eine weitere E-Mail. Darin berichtete «Markus» ihm «im Vertrauen», dass er schwer an Krebs erkrankt sei und «einen ganz kleinen Gefallen» brauche – per E-Mail und möglichst rasch. Auch da vermutete Ackermann noch nichts Böses: «Für mich war das ein Hilferuf eines lieben Freundes, der mich in einer schwierigen Situation ins Vertrauen zog.» Wieder antwortete Ackermann, «Markus» solle mit ihm Kontakt aufnehmen. Als die dritte E-Mail reinkam, begann es Ackermann zu dämmern:

Peter Ackermann (80) aus Affoltern wurde beinahe Opfer eines E-Mail-Betrugs. (Bild Livia Häberling) holpriges Deutsch und die Bitte, an einem Kiosk vier Apple Gift Cards zu je 200 Franken zu besorgen. Der Betrug mit Apple-Geschenkkarten ist eine häufige Variante von Gutscheinbetrug. Die Täter wollen dabei nicht unbedingt die physische Karte, sondern den Code auf der Rückseite. Wer diesen Code kennt, kann das Guthaben einlösen. «Markus würde mich nie und nimmer um Geld bitten», sagt Ackermann. «Da war mir klar, dass hier etwas faul ist.» Also wandte sich Ackermann an die Kantonspolizei, die diese Masche kennt und ihm den Betrugsversuch bestätigte. Ackermann kam mit einem kleinen Schrecken davon – und mit der etwas unangenehmen Erkenntnis, dass es auch ihn beinahe getroffen hätte: «Fast wäre ich auf die Masche reingefallen.» Nun will Peter Ackermann andere vor solchen und ähnlichen Maschen warnen. Dass Betrüger sich per E-Mail als Freunde und Bekannte ausgeben und

schwere Krankheiten vorgaukeln, ist alles andere als neu. Neu ist auch die Erkenntnis nicht, dass man bei unerwarteten Geldforderungen misstrauisch werden sollte. Der Fall von Peter Ackermann zeigt vielmehr, weshalb solche altbekannten Maschen trotzdem noch funktionieren können: Die Nachrichten wirken auf den ersten Blick glaubwürdig – gerade dann, wenn sie scheinbar von einer vertrauten Adresse stammen. Bis jetzt ist Ackermann nicht dahintergekommen, wie es aussehen konnte, als seien diese E-Mails tatsächlich von der Adresse seines Freundes verschickt worden. Auf Telefonanrufe reagierte Markus nicht; sein Handy schien abgestellt. Möglich wäre, dass in Ackermanns Fall das E-Mail-Konto des Freundes durch eine Malware infiltriert worden sei, schreibt die Kantonspolizei Zürich auf Anfrage. Die Polizei rät, bei solchen E-Mails stets genau zu prüfen, von wem die Anfrage kommt und ob diese plausibel ist und

die Person im Zweifelsfall über einen anderen Kommunikationskanal zu kontaktieren. Zudem sei es ratsam, die Person, deren Account allenfalls von den Betrügern übernommen wurde, zu informieren.

Neuste Masche: Whatsapp-Betrug Natürlich ändern sich mit den Kommunikationsmitteln auch die Maschen der Betrüger. So kursieren seit einigen Tagen etwa Whatsapp-Nachrichten, in denen Bekannte scheinbar um eine Stimme bei einer Tanzabstimmung bitten. Wer dem Link folgt und einen QRCode scannt, verknüpft sein WhatsappKonto unbemerkt mit einem Gerät der Betrüger. Diese können danach im Namen des Opfers weitere Nachrichten verschicken. Bei der Informations- und Warnplattform Cybercrime Police haben sich bereits 28 Betroffene gemeldet; die Dunkelziffer dürfte weit höher sein.

Mettmenstetterin performt mit Stubete Gäng Für die 13-jährige Sina von Moos wurde in der SRF-Sendung «Happy Day» ein Traum wahr «D Sina, chunnt vo Mettmestette! Das glaub ich ja gar nöd», staunt Aurel Hassler vor dem Ortsschild stehend in die SRF-Kamera. Hassler ist der Frontsänger und Kopf der Schweizer Mundartband Stubete Gäng, die schon einige Gassenhauer herausgebracht hat, darunter das Lied «Mettmenstetten». Für die Samstagabend-Show «Happy Day» vom 3. Oktober ist er ins Säuliamt gefahren, um dort die 13-jährige Sina von Moos zu überraschen, die ein grosser Fan der Band ist. «Ich habe die Stubete Gäng schon als kleines Mädchen gehört», sagt sie im SRF-Beitrag, «sie machen richtig gute Stimmung.» Musik bedeutet der jungen Sängerin «extrem viel». Die Bühne ist ihr denn auch nicht fremd: Sie hat schon mehrere kleinere Auftritte absolviert und durfte mit den «Schwiizer Kiddies» einmal als Vorband bei Andreas Gabalier auf die Bühne. «Die Bühne ist wie mein Zuhause», sagt Sina, «ich fühle mich einfach wohl und mir machts mega Spass zu zeigen, was ich kann.» Die Überraschung bei Sina von Moos zu Hause gelingt: Als die Schülerin nach Hause kommt, steht Aurel Hassler im Wohnzimmer. Sie habe

Die Mettmenstetterin Sina von Moos mit Marco und Aurel von der Stubete Gäng. (Screenshot SRF) einen richtigen Schock gehabt, habe sich aber «mega gefreut», erzählt sie rückblickend über die Möglichkeit, im SRF-Studio für die «Happy Day»-Sendung im Starduett aufzutreten. Ein

weiterer «Schock» sei hinzugekommen, als Aurel ihr gesagt habe, dass sie mit der Stubete Gäng auf die Bühne dürfe. Mit ihr und der Stubete Gäng auf der Bühne war auch der angehen-

de Landschaftsgärtner Marco. Sie habe diesen Auftritt «mega gnosse», sagte Sina von Moos nach ihrem Auftritt: «Ich werde diesen Tag nie mehr vergessen.» (lhä)


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Die KESB im Spannungsfeld zwischen Schutz und Selbstbestimmung Vortrag in Mettmenstetten: Was ist die KESB und was macht sie? und verhältnismässig ist. Gleichzeitig hat sie die Pflicht, den Fall sorgfältig abzuklären und die Rechte der betroffenen Personen zu respektieren. Ist das Kindeswohl gefährdet und können die Eltern die Situation nicht selbst beheben, kann die KESB Schutzmassnahmen anordnen. Diese reichen von Ermahnungen, Weisungen und Aufsicht über eine Beistandschaft bis zum Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts oder – in schweren Fällen – der elterlichen Sorge. Für Erwachsene gilt: Ein gültiger und von der KESB validierter Vorsorgeauftrag erleichtert im Ernstfall das Handeln der Betroffenen. Auch eine Patientenverfügung sollte rasch auffindbar sein. Wer mit einem Entscheid der KESB nicht einverstanden ist, kann unter den gesetzlichen Voraussetzungen Beschwerde einlegen. Alexandra Zürcher ging auch auf Vorurteile gegenüber der KESB ein. Sie wies darauf hin, dass in den Medien vor allem problematische Fälle Aufmerksamkeit erhielten, während erfolgreiche Interventionen kaum Schlagzeilen machten. Entscheidend sei deshalb, Vorurteile zu hinterfragen und die Arbeit der KESB differenziert zu beurteilen.

Regula ZellwegeR Man kennt die vier Buchstaben KESB – und doch weiss man oft nicht genau, wofür diese staatliche, interdisziplinäre Fachbehörde zuständig ist. Um mehr Klarheit über die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde zu schaffen, organisierten die Kommission für Altersfragen Mettmenstetten und die Seniorenvereinigung Mettmi55plus vergangenen Mittwoch einen Vortrag mit Rechtsanwältin Alexandra Zürcher, Präsidentin der KESB Bezirk Affoltern. Das zahlreiche Publikum zeigte grosses Interesse: Kaum hatte Alexandra Zürcher mit ihren Ausführungen begonnen, wurden bereits erste Fragen gestellt. Die Referentin reagierte kompetent und einfühlsam und passte ihren Vortrag den Bedürfnissen der Zuhörenden an. Auch beim anschliessenden Apéro wurde die Gelegenheit für weitere Fragen rege genutzt.

Das muss die KESB Die KESB schützt seit 2013 Kinder und Erwachsene, wenn deren Wohl gefährdet ist – und wenn sich dies nicht anders sicherstellen lässt. Sie ist weder Sozialnoch Strafbehörde. Sie muss einer Gefährdungsmeldung nachgehen und die Situation abklären. Meldungen können beispielsweise von Sozialdiensten und anderen Behörden, Lehrpersonen, Polizei, Ärztinnen und Ärzten, Fachpersonen, Beratungsstellen, Verwandten oder Privatpersonen erfolgen.

«Jede Person kann der KESB melden, wenn jemand hilfsbedürftig erscheint.» Alexandra Zürcher, Präsidentin KESB Bezirk Affoltern und Anwältin

Unterstützung für ältere Menschen Alexandra Zürcher, Anwältin und Präsidentin der KESB Bezirk Affoltern, beantwortete die Fragen aus dem Publikum kompetent und einfühlsam. (Bild Regula Zellweger) Familie oder bei einer dementen Person ohne Vorsorge. Alexandra Zürcher erklärte: «Jede Person kann der KESB melden, wenn jemand hilfsbedürftig erscheint.» Wenn möglich, solle zunächst das Gespräch mit der betroffenen Person gesucht werden. Oft gebe es auch andere Lösungen, beispielsweise die Unterstützung der Spitex. KESB-Mitarbeitende, Beistände und das Personal der Abklärungsstelle unterstehen der Schweigepflicht.

Bei einer Meldung Besonders interessierte das Publikum, wann Privatpersonen eine Meldung machen sollen – etwa bei beobachteter Überforderung, Verwahrlosung, finanzieller Ausnutzung, Gewalt in der

Bei Eingang einer Meldung – ob von der betroffenen Person selbst oder von Dritten – werden zunächst Zuständigkeit und Dringlichkeit geprüft. Vor einem Entscheid folgt die Anhörung der be-

troffenen Person; bei Bedarf werden Angehörige und Fachstellen einbezogen. Das rechtliche Gehör soll ermöglichen, die mildeste wirksame Massnahme zu wählen – von keiner Massnahme bis zur Beistandschaft. Grundsätzlich gilt: «Jede Person bestimmt über ihr Leben.» Das Gesetz will die Selbstständigkeit erhalten und fördern. Wünsche werden berücksichtigt, Massnahmen individuell angeordnet und die Handlungsfähigkeit bleibt in der Regel erhalten. Die KESB ist dabei die letzte Stufe: Eigene Vorsorge, Familie und Umfeld sowie freiwillige und professionelle Angebote haben Vorrang. Bei Ehepaaren besteht bei Urteilsunfähigkeit eines Ehepartners für Alltagsgeschäfte eine Vertretungsmöglichkeit. Für grössere Geschäfte, etwa den

Verkauf eines Hauses, ist bei Fehlen eines Vorsorgeauftrages die Mitwirkung der KESB erforderlich. Fehlt eine geeignete nahestehende Person, kann die KESB eine Beistandsperson einsetzen. Personen, die eine Meldung machen, erhalten grundsätzlich keine Auskunft über das Verfahren. Das dient dem Persönlichkeitsschutz und bedeutet nicht, dass die KESB untätig bleibt. Betroffene haben das Recht auf Akteneinsicht – deshalb bleibt eine Meldung allerdings nur selten vollständig anonym.

Das darf die KESB Die KESB darf in die persönliche Freiheit und in familiäre Verhältnisse eingreifen – aber nur auf gesetzlicher Grundlage und wenn der Eingriff erforderlich

Bei älteren Menschen kommt die KESB vor allem bei Beistandschaften, bei der Prüfung und Validierung von Vorsorgeaufträgen sowie bei Fragen zur Urteilsfähigkeit zum Einsatz. Kurz streifte Alexandra Zürcher auch das Thema Gewalt im Alter. Ihre Empfehlung: «Hinschauen, ansprechen, Hilfe holen.» Unterstützung bieten unter anderem Pro Senectute, Hausärztinnen und Hausärzte, Opferhilfe und Opferberatung, die Unabhängige Beschwerdestelle für das Alter (UBA), die Dargebotene Hand und die Polizei. Bei einer Gefährdung kann die KESB eingeschaltet werden. Alexandra Zürchers Botschaft an diesem Abend war klar: Die KESB mischt sich nicht einfach ein, sondern handelt dort, wo es notwendig ist – mit Augenmass, Empathie und im Rahmen ihres gesetzlichen Auftrags. Informationen: www.kesbaffoltern.ch

Wie der Camping- und Naturfreunde-Verein gemeinsam die Türlersee-Putzete in Angriff nahm ger, Präsident des Türleseevereins, eingeführt und dann wurden Gummihandschuhe und Abfallsäcke gefasst. Um 9.30 Uhr fiel der Startschuss, und die Helferinnen und Helfer machten sich in Gruppen auf den Weg. Bis 11.30 Uhr kehrten alle Teams schrittweise zum Treffpunkt zurück. Die Bilanz des Vormittags war eindrücklich, es konnten mehrere Abfallsäcke gefüllt

Am Samstag, 3. Oktober, fand rund um den Türlersee wieder wie jedes Jahr die traditionelle Seeputzete statt. Bei traumhaftem Herbstwetter und bester Stimmung packten mehr als 40 Campende – von Jung bis Alt – tatkräftig mit an, um das Seeufer, die Grillplätze sowie die umliegenden Parkplätze, Wiesen und das Schilf gründlich vom Abfall zu befreien. Zeitgleich waren etwa 15 Fischer

mit ihren Booten auf dem See, um das Wasser und die Ufer zu reinigen.

Matthias Aschwanden beim Grillen.

Thomas Nyffenegger mit allen Camperinnen und Campern vor dem Start. (Bilder zvg)

Mehrere gefüllte Abfallsäcke Das Ziel: den See, das Seeufer, die Grillplätze, Parkplätze, Wiesen und sogar das dichteste Schilf blitzblank zu säubern. Nach dem Eintreffen um 9 Uhr wurden die Freiwilligen von Thomas Nyffeneg-

und Dreck aus der Natur entfernt werden. Am Ziel wurden die fleissigen Helferinnen und Helfer von Matthias Aschwanden, Präsident des Fischervereins, herzlich empfangen. Zur Stärkung gab es Gipfeli, Nussstangen und anschliessend frisch gegrillte Bratwürste und für den Durst wurde auch gesorgt. Ein herzliches Dankeschön auch an den Türlersee-Schutzverband (Präsi Marco

Strebel), welcher die Seeputzete jedes Jahr finanziell trägt, und die Pächter des Restaurants für die Bewirtung. Beim gemütlichen Beisammensein mit den Mitgliedern des Fischervereins klang der Tag harmonisch aus. Mit dieser gelungenen Aktion geht für die Camping-Familie eine weitere Saison zu Ende. Claudia Lamm-Brigger


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 13. Oktober 2026

Ein Instrument mit vielen Möglichkeiten Michèle Weiss leitet das Akkordeonensemble der Musikschule Knonauer Amt Eltern-Kind-Singen & Musizieren. Sie schätzt den Mix ihrer Tätigkeiten und lobt generell die Atmosphäre in der Musikschule.

regula Zellweger «Hey, tönt schön», lobt Michèle Weiss. Sie leitet das Akkordeonensemble der Musikschule Knonauer Amt und erteilt Einzelunterricht. Fünf Jugendliche kommen konzentriert ihren Anweisungen nach. Das Stück, an dem die jungen Musiker feilen, klingt nach Rumänien. Es ist ein transsibirischer Tanz. Das nächste Stück, das sie fehlerlos beherrschen, heisst «Kamele in der Wüste», darauf folgt ein Tango. «Das Akkordeon ist tatsächlich ein musikalischer Weltenbummler», lacht Michèle Weiss. «Man kann mit ihm extrem vielfältige Musik aus aller Welt pflegen – weit über die klassische Schweizer Volksmusik hinaus.»

Nachwuchs gewünscht

Musikalische Weltreise In Frankreich spielt man Musette und begleitet Chansons, in Argentinien intoniert man Tangos mit dem verwandten Bandoneon, im Süden der USA spielt man Cajun, in Brasilien Forró, in Osteuropa und auf dem Balkan Klezmerund Romani-Musik, in Irland und Schottland Maritime- und Folk-Musik, in der Schweiz kennt man das Schwyzerörgeli und die «Hudigägeler» – und auch vor der Klassik und der Moderne macht das Akkordeon nicht halt. Die Namen für das Instrument sind vielfältig: Ziehharmonika, Handharmonika, Handorgel, Ziehorgel – und etwas weniger respektvoll: Quetschkasten, Quetschkommode, Schifferklavier, Schweineorgel und Zerrwanst. Nennt man den Begriff «Violine», sehen die meisten ein ähnliches Bild vor dem inneren Auge. Wahrscheinlich nicht so beim Akkordeon. Die Jugendlichen ha-

Die fünf Jugendlichen spielen dreistimmig. Ihre Instrumente sind rund 12 Kilogramm schwer und unterscheiden sich je nach Hersteller im Klang. (Bilder Regula Zellweger) ben unterschiedliche Instrumente in Schwarz- und Rottönen – die sich mit ihren rund 12 Kilogramm Gewicht nicht leicht mit dem Velo transportieren lassen. Der Jüngste hat ein geliehenes Instrument, das seiner Körpergrösse entspricht, die Älteren haben eigene Instrumente, deren Aussehen und Klang vom Hersteller geprägt ist. Bekannt ist Hohner in Deutschland. In Italien gibt

Hoch konzentriert spielt Jamina die erste von drei Stimmen.

es die Akkordeon-Stadt Castelfidardo, ein wichtiges Zentrum des traditionellen Akkordeonbaus.

richten ins Management und übernahm nach ihrer Ausbildung zur Schulleiterin die Bereichsleitung Musikalische Grundausbildung, Musik & Bewegung und

Vom Akkordeon begleitet Das Ensemble spielt meist dreistimmig. Jamina hat die Matura absolviert und spielt die erste Stimme. Carlos und Silvan, die eine Berufslehre gewählt haben, wechseln erste und zweite Stimme ab. Die beiden Jüngeren, Lucas, Sechstklässler, und Luca, Oberstufenschüler, kommen in der zweiten oder dritten Stimme zum Zug. Die meisten der fünf Jugendlichen kamen wegen des Vorbilds von Eltern oder einer Lehrperson auf die Instrumentenwahl Akkordeon. Ihre Ziele: allenfalls, aber nicht vordringlich, der Beitritt zum Akkordeon Orchester Bezirk Affoltern (AOBA). Früher fand die Ausbildung der jungen Akkordeonistinnen und Akkordeonisten unter der Leitung von Ruedy Marty unter dem Dach der AOBA statt, heute liegt sie bei der Musikschule Knonauer Amt. Michèle Weiss wurde unter Ruedi Marty gross, machte sich einen Namen in der Szene und gewann zahlreiche Preise. Sie war über 30 Jahre bei der AOBA aktiv. An der Musikschule wechselte sie mit der Zeit vom reinen Unter-

«Vor rund 30 Jahren hatten wir bei der AOBA rund 30 Junioren», erzählt Michèle Weiss. Heute wählen nur noch wenige dieses Instrument. «Das Akkordeonspiel ist komplex: Man muss zwei verschiedene Notenschlüssel beherrschen, beide Hände drücken unterschiedliche Knöpfe oder Tasten und mit dem Ziehen und Stossen gibt man den Rhythmus vor. Das heisst: Man muss konsequent üben.» Einen Grund für den Rückgang des Interesses am Akkordeonspiel sieht Michèle Weiss generell in der enormen Auswahl an Möglichkeiten der Freizeitgestaltung und in einer abnehmenden Konzentrations- und Ausdauerfähigkeit der Kinder. «Vielleicht wollen sich Junge auch nicht mehr so verbindlich binden», meint sie nachdenklich. «Ich habe meine Anforderungen heruntergeschraubt, will aber ein Ergebnis erreichen, das qualitativ auch für mich stimmt. Früher war ich eher perfektionistisch, heute freue ich mich, wenn die Schülerinnen und Schüler Spass haben, spielerisch Selbstvertrauen aufbauen und gern zum Unterricht kommen.» Sie hat selbst ihre eigenen musikalischen Ziele erreicht. Als Solistin und Jurymitglied war sie jahrelang schweizweit gefragt. Sie und die Jugendlichen freuen sich jeweils auf das Abschlusskonzert, auf das sie zielorientiert üben. Michèle Weiss kennt ihre Jugendlichen – am jährlichen Probetag lernen sie sich auch

«Das Akkordeon ist tatsächlich ein musikalischer Weltenbummler.» Michèle Weiss, Leiterin Akkordeonensemble

Michèle Weiss gibt klare Anweisungen und freut sich, wenn die Schülerinnen und Schüler Spass haben, spielerisch Selbstvertrauen aufbauen und gern zum Unterricht kommen.

gegenseitig besser kennen – und wählt Stücke, die sie mit Begeisterung spielen. Neben dem Zusammenspiel im Ensemble erhalten alle Jugendlichen Einzelunterricht im Akkordeonspiel. So verbinden sich individuelles Lernen, gemeinsames Musizieren und die Freude an einem Instrument, das musikalisch kaum Grenzen kennt.

BUCH-TIPP

Friedensrichter gesucht

Lukas Bärfuss: «Königin der Nacht» Irene Scheurer, regIonalbIblIothek affoltern Nach dem Buch «Vaters Kiste» über seinen Vater und das Erben erschien diesen Frühling Lukas Bärfuss’ neustes Werk «Königin der Nacht. Ein kurzes Buch über meine Mutter». Es ist ein autobiograf ischer Text, in dem er sein schwieriges Verhältnis zu sei- Irene Scheurer. ner Mutter thematisiert. Lukas Bärfuss’ Kindheit und Jugend in Thun waren geprägt von Armut, Lieblosigkeit und Vernachlässigung. Sein Vater war ein Straftäter und Hochstapler und sass im Gefängnis. Seine alleinerziehende Mutter beschreibt er als launisch wie ein Gewitter: «Sie war unerträglich. Unberechenbar. Vulgär.» Er kann sich

nicht daran erinnern, dass sie ihn jemals in den Arm genommen hatte. Das Gefühl der Mutterliebe kennt er nicht. Der Sohn ist eine Belastung für die freiheitshungrige Frau, die nur wegen eines «Betriebsunfalls» Mutter geworden ist und sich lieber am Abend in eine Königin der Nacht verwandelte. Als Lukas Bärfuss 15 Jahre alt ist, zieht sie weg und überlässt ihn der Obdachlosigkeit. Doch Lukas Bärfuss bezeichnet sich trotzdem als «Glückskind». Die schwierigen Umstände hätten ihn geformt und stark gemacht. Es ist ihm gelungen, sich autodidaktisch zu bilden und sich aus der Misere zu befreien. Als Träger des renommierten Georg-Büchner-Preises gehört er heute zu den bedeutendsten Schriftstellern und Dramatikern der Schweiz und steht mit «Königin der Nacht» auf der Shortlist für den diesjährigen Schweizer Buchpreis. Rückblickend erkennt Lukas Bärfuss die prekäre Situation seiner Mutter als unverheiratete Frau ohne Ausbildung und ohne Perspektive. Sie stand immer

am Rand der Gesellschaft und im Alter blieb ihr kein anderer Ausweg als die Armutsmigration in die Dominikanische Republik, wo sie vor acht Jahren mit einem Guthaben von rund 60 Franken starb. Lukas Bärfuss verurteilt seine Mutter nicht, sondern stellt die Frage, wo die persönliche Schuld des Einzelnen aufhört und die Verantwortung des Staates oder der Gesellschaft für vernachlässigte Menschen beginnt. Seine Empörung richtet sich im letzten Kapitel gegen ein System, das die Schwachen unterdrückt. Er nutzt die Biografie seiner Mutter als Fallbeispiel, um grössere gesellschaftliche Mechanismen aufzuzeigen und gegen sie anzuschreiben. So ist sein autobiografischer Text auch ein sozialkritischer Essay, der aufrüttelt und strukturelle Gewalt thematisiert. Das schmale Buch ist sehr dicht und Lukas Bärfuss’ persönliche Annäherung und sein Wunsch zu verstehen, wie seine Mutter zu der Person wurde, die sie war, hat mich sehr beeindruckt.

«Königin der Nacht. Ein kurzes Buch über meine Mutter» von Lukas Bärfuss. Rowohlt Verlag, Hamburg 2026. (Bilder zvg)

Im kommenden Jahr stehen die Gesamterneuerungswahlen für die Besetzung der Friedensrichterämter für die Amtsdauer 2027 bis 2033 an. Aus diesem Grund haben bereits diverse Säuliämtler Gemeinden Medienmitteilungen mit dem Aufruf, Wahlvorschläge einzureichen, publiziert und den Abstimmungstermin auf Sonntag, 28. Februar 2027, festgesetzt. Allfällige zweite Wahlgänge finden am 6. Juni statt. Wählbar ist jede stimmberechtigte Person, mit politischem Wohnsitz im Kanton. Für weitere Informationen sei die Website der jeweiligen Gemeinde zu konsultieren. Jeder Wahlvorschlag muss von mindestens 15 Stimmberechtigten der Gemeinde unter Angabe von Name, Vorname, Geburtsdatum und Adresse eigenhändig unterzeichnet sein. Wahlvorschläge sind bis spätestens Mittwoch, 18. November 2026, 16.30 Uhr, einzureichen. (red)


Bezirk Affoltern

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Verschiedene Arten von «einfachen Strukturen»: vom einfachen Haufen Reisig, der die Blätter darunter schützt, aber den Garten unaufgeräumt wirken lässt, bis zur Luxusvariante in einer Harasse.

Igeln Gelegenheit für ein «Nestli» bieten Jörg Strohmeier und Robert Zingg zeigten Möglichkeiten, dem stacheligen Gast beim Nestbau zu helfen Claudia EugstEr Seit vier Jahren gibt es in Bonstetten die Fachgruppe Umweltschutz, die sich innerhalb der Gemeinde für mehr Biodiversität einsetzt. Jedes Jahr wird ein Anlass organisiert, um die Bevölkerung zu motivieren, mitzumachen. In diesem Jahr wurde gezeigt, wie Igeln geholfen werden kann, ein Igel-Nest zu bauen.

Igel kennen keine Gemeindegrenzen Am vergangenen Samstag hiess Jörg Strohmeier die Interessierten um Punkt neun Uhr im Gemeindehaus Bonstetten willkommen. Mit dem Zoologen Robert Zingg, der ebenfalls Mitglied der Fachgruppe Umweltschutz ist, war ein ausgewiesener Fachmann vor Ort, denn dieser hat zum Thema Igel promoviert. So übernahm er denn auch die Einführung und erklärte erst einmal den Jahreszyklus des Igels. Es sei ein Insektenfresser und ein Säugetier in nächster Verwandtschaft zu beispielsweise Spitzmäusen und Maulwürfen. Der «Winterschläfer» überbrücke die Zeit, in der er keine geeignete Nahrung findet, indem er sich in einen tiefen Schlaf versenke. «Nach dem Winterschlaf kommen die Igel aus ihren Nestern und müssen erst wieder Fettreserven aufbauen», erklärte der Experte, denn diese hätten sie während des Winterschlafs abgebaut. Dann würden sie sich auf einem Gebiet von etwa 20 Hektaren bewegen. Mit der Aussage: «Wenn man im Garten einen Igel hat, dann muss man ihn mit dem Nachbar teilen», sorgte er für Schmunzeln. Dieses Streifgebiet verteidige der Igel nicht. «Er ist höchstens unfreundlich, wenn er auf einen Artgenossen trifft», so der Zoologe, der seit über 50 Jahren in Bonstetten wohnt. Für die Männchen fange dann bald einmal die Paarungszeit an. «Sie suchen ein noch grösseres Gebiet ab, weil sie wissen wollen, wo die Weibchen sind», erklärte Zingg und er

Die Basis für jedes gute Igel-Nest bildet Laub. (Bilder Claudia Eugster)

Jörg Strohmeier (m.) schraubt mit Aria und ihrem Vater ein Igelhaus zusammen.

fuhr fort: «Damit sie diese dann unter dem Jahr aufsuchen können.» Bei einer Studie, welche er gemacht habe, bei der Igel mit Sendern ausgestattet wurden, konnte der Igel-Experte feststellen, dass ein Männchen in dieser Zeit regelmässig zwischen dem Dorf in Bonstetten bis zum hintersten Teil in Wettswil hin und her gependelt sei. Ein Streifgebiet von über vier Quadratkilometern! Von April bis August paaren sich die Igel. «Die Männchen suchen gezielt die Weibchen auf, die sie zuvor aufgespürt haben», erklärte Zingg. Nach einer Tragezeit von etwa 35 Tagen kommen die Jungen zur Welt. Sie hätten bereits kleine, feine Stacheln, aber diese seien für den Geburtsvorgang so in die Haut eingebettet, dass sie den Geburtskanal nicht verletzen. Schnell kommt nach der Geburt jedoch auch schon die zweite Generation an Stacheln, die dann kräftiger ist. Die Mutter gehe nachts Futter suchen und tagsüber säugt sie die Jungen. «Mit drei Wochen gehen die Jungtiere dann bereits das erste Mal aus dem Nest, um sich eine räumliche Vorstellung von ihrer Umgebung zu ma-

aus Sachen machen, die bei der Gartenpflege anfallen würden. Nur schon Laub, bedeckt mit Reisig aus Abschnitten, in einer trockenen Ecke ist für den Igel ein Nest. «Es ist kein Garten zu klein, um dem Igel eine Möglichkeit für ein Nest zu bieten», ermutigte Robert Zingg.

chen», sagte Zingg. Nach 45 Tagen überlasse die Mutter die Jungen schliesslich ihrem Schicksal. Manchmal gebe es einen zweiten Wurf, ehe die Tiere im Herbst wieder Fettreserven aufbauen würden, um den Winterschlaf zu überdauern. Igel würden nicht sonderlich alt werden, so der Experte: «Der älteste, den ich je gesehen habe, war zirka sieben Jahre alt.» Im Durchschnitt würden sie aber nur zwei bis drei Jahre alt werden.

Kleine Struktur, grosse Hilfe für Igel Den Bogen zum Igel-Nester-Bauen spannte Robert Zingg dann mit dem Hinweis, dass auch für den Winter ein Nest angelegt werden müsse. Oftmals würden die Igel dafür an den Waldrand gehen, aber im Siedlungsraum könne es beispielsweise auch unter einer Holzbeige im Garten sein, unter die sie kriechen und wo sie sich den Hohlraum mit Laub auspolsterten. Solche Hohlräume können auch von Menschen geschaffen werden, um den Igeln einen Ort für ein Nest zu bieten. Robert Zingg nennt dies «einfache Strukturen», diese könne man

«Es ist kein Garten zu klein, um dem Igel eine Möglichkeit für ein Nest zu bieten.» Dr. phil. Robert Zingg, Zoologe

Dann ging es raus vor das Gemeindehaus, wo Jörg Strohmeier und Robert Zingg verschiedenste Möglichkeiten

zeigten, wie dem Igel eine einfache Struktur für ein Nest geboten werden kann. Sei es durch einen einfachen Haufen Reisig, der über das Laub gelegt wird, oder durch zwei Baumstammrollen, die mit einem Holzbrett gedeckt werden. Diese müssen dann jedoch zusammen genagelt werden, damit die Baumstämme nicht wegrollen. Auch kann eine Harasse verwendet werden. Dort muss dann allerdings ein Eingang hineingesägt werden. Aber ausgepolstert mit Laub ist das dann schon die Luxusvariante eines Igel-Nestli. Wer es dem Igel ganz feudal machen will, der kann auch ein Igelhaus kaufen. Jörg Strohmeier schraubte mit Aria und ihrem Vater drinnen auch gleich ein solches zusammen. Wenn sie wieder daheim sei, würde sie sofort mit ihrem Papi ein Igel-Nestli bauen, sagte das Mädchen begeistert. Womöglich hätte die Grossmutter sogar noch eine Holzlatten-Kiste. Wenn nicht, halb so wild, denn die Teilnehmenden durften am Ende, wenn sie wollten, ein IgelhausBauset oder etwas von den verwendeten Materialien mit nach Hause nehmen.

ÄMTLER KANTONSRÄTE MEINEN

Roger Schmutz, SP, Wettswil

Massnahmen gegen die Klimaerwärmung Der Hitzesommer und der Dürreherbst 2026 haben ganz klar aufgezeigt, dass die durch uns Menschen verursachte Klimaerwärmung um sich greift. Die Auswirkungen waren gerade in der Schweiz deutlich spürbar. Von April bis September war es so warm und so trocken wie noch nie in den letzten 160 Jahren. Die Pegel der Seen und Flüsse sind zu tief und Wälder, Wiesen und Felder sind gezeichnet von der Hitze. Es braucht verschiedene Massnahmen auf unterschiedlichen Ebenen, um der Klimaerwärmung zu begegnen. So hat die Klima- und Fortschrittsallianz

aus SP, Grünen, GLP, EVP und der AL verschiedene Vorstösse eingereicht. Unter anderem geht es um einen «Masterplan» Hitzeschutz und Hitzeanpassung. Wichtig ist dabei, auch den Blick auf besonders gefährdete Personen zu lenken. Allein lebende ältere Menschen, chronisch kranke und pflegebedürftige Menschen, Menschen mit psychischen Erkrankungen oder Suchterkrankungen haben Schwierigkeiten, sich selbst zu helfen. Darum sollen sie von Kanton und Gemeinden gezielt Unterstützung erhalten.

Eine niederschwellige Rolle können dabei öffentliche Institutionen wie zum Beispiel Museen, Bibliotheken etc. spielen. Bei Hitzewarnungen können sie als kühle Rückzugsorte für die Bevölkerung, insbesondere für Personen ohne eigene Kühlmöglichkeit oder solche, die in schlecht isolierten Gebäuden wohnen, zur Verfügung gestellt und bekannt gemacht werden. Aber einfach mehr klimatisierte Räume anzubieten, reicht nicht. Denn die Klimageräte blasen die heisse Luft aus den Gebäuden einfach nach draussen. Vor allem in urbanen und

dicht besiedelten Gebieten wird es dadurch noch heisser. Entsprechend sind auch Massnahmen gefragt, welche insgesamt zu mehr Abkühlung führen. Eine solche könnte sein, versiegelte Böden, wo immer möglich, zu entsiegeln und durch versickerungsfähige Oberflächen zu ersetzen. Ziel ist es, Regenwasser vermehrt zurückzuhalten und vor Ort zur Versickerung oder zur Verdunstung zu bringen. Auch Fliessgewässer haben ein Potenzial zur Kühlung von Siedlungsräumen. Wenn eingedolte, verbaute und kanalisierte Bäche an die

Oberfläche geholt beziehungsweise renaturiert werden, tragen sie zur Hitzeminderung bei. Am wichtigsten ist es aber, die Klimaerwärmung überhaupt einzudämmen. Es braucht konsequente Massnahmen zur Verminderung des Treibhausgasausstosses. Ein «weiter so wie bisher» ist keine Option. Wir haben nun eine Kostprobe erhalten, was Klimaerwärmung bedeutet. Wenn wir hier nun nicht entschieden vorwärts machen, wird der Sommer 2026 als einer der kühlsten der nächsten hundert Jahre in Erinnerung bleiben.


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Forum

Dienstag, 13. Oktober 2026

«Hauptprofiteur der Planung» Repliken auf den Leserbrief von Hans Ruedi Schweizer mit dem Titel «Nachhaltigkeit wird im Zentrum von Hedingen verbindlich» im «Anzeiger» vom 9. Oktober. Es wird unterschlagen, dass dipl. Ing. Schweizer Vertreter der grössten Grundeigentümergruppe in der Planungszone (Firma Schweizer, Pensionskasse Schweizer, Mitglieder der Familie Schweizer) und damit Hauptprofiteur der Planung ist. Das ist journalistisch gesehen problematisch. Nicht alle Leser kennen die Verhältnisse vor Ort. Die Visualisierung im Artikel gaukelt wegen der gewählten Perspektive einen riesigen Dorfplatz vor und verbirgt die geplanten Bauten weitgehend. Der Ehrlichkeit halber muss man aber hinzufügen, dass auch die Gegner der Planung mit problematischen Visualisierungen arbeiten. Die Idee, dass ohne Sonderbauvorschriften (SBV) die Grundeigentümer bauen können, was sie wollen, ist – gelinde gesagt – merkwürdig. Wer sich ein bisschen im PBG (Baugesetz) und im Energierecht auskennt, weiss, wie hoch schon heute bei einer «normalen» Baubewilligung die Anforderungen an die Bauten (z. B. bezüglich Zufahrten, Energie, aber auch Ästhetik usw.) sind. Baubewilligungen werden von vielen kantonalen Stellen geprüft und umfassen viele Seiten. Dass die SBV diese Anforderungen noch etwas erhöhen, ist richtig, dafür wird aber auch dichter gebaut, was z. B. mit Bezug auf Klimaschutz nicht unproblematisch ist. Die Lage der Baufelder ist an Bahngleis und neuer Strasse und (beim Feld Post) neben der Industriezone nicht besonders gut (bescheidene steuerliche Lageklasse 5, wobei die Klasse 1 am Haldenhügel die beste ist). In dieser Lage werden auch ohne SBV ohnehin nur erschwingliche Wohnungen des mittleren Preisbereiches möglich sein, wenn man nicht wie an der Zürichstrasse ständig Leerstände haben will. Dass die architektonische Qualität der Bauten unter diesen Umständen besonders hoch sein wird, ist eine unbelegte Behauptung. Pläne liegen nicht vor. Wer sich im Knonauer Amt umschaut, findet viele solide Überbauungen, besonders herausstechende Architektur ist aber (weil sie zu teuer ist) selten. Auch der Artikel von dipl. Ing. Schweizer ist – wie

die bisherigen Verlautbarungen der Gemeinde zur Planung – stark mit Propagandaelementen durchsetzt. Dies ist legitim, weil die Schweizer-Gruppe natürlich für die optimale Nutzung ihrer Landreserven kämpfen darf. Das soll dann aber auch ehrlich deklariert werden. Hans Hegetschweiler, Hedingen

Finanzielle Folgen für Hedingen Hans Ruedi Schweizer preist in seinem Leserbrief die Vorzüge der Zentrumsplanung in Hedingen an. Spannend daran ist vor allem das, was er nicht sagt. Kein Wort zu den finanziellen Folgen für die Gemeinde. Auch kein Wort dazu, dass für das neue Zentrum, das bestehende erst einmal plattgemacht werden muss. Interessant auch der Hinweis auf den Bevölkerungsworkshop von 2018. Das ist mehr als acht Jahre her. Seither waren die Mitwirkungsmöglichkeiten der Bevölkerung an einem kleinen Ort. Erst jetzt, kurz vor der Abstimmung, gibt es Rundgänge und Fragestunden zu einem fixfertigen Projekt. Viele Worthülsen zu Verträglichkeit, Nachhaltigkeit, Biodiversität und Lebensqualität. Über die eigentlichen Motive schreibt er hingegen nichts. Wenn gebaut wird, geht es vor allem um Geld. Um Geld, das die Bauherren und Eigentümer verdienen, und nicht um wohltätige Zuwendungen an die Bevölkerung. Daran ändern weder einige Genossenschaftsbauten noch ein Pärklein am Bach etwas. Auch nichts schreibt er zu den horrenden Kosten, die diese neue Erschliessungsstrasse verursacht. Richtig ist, dass die Initiative für eine massvolle Zentrumsplanung mit Dorfcharakter das Projekt der Gemeinde so, wie es vorliegt, infrage stellt. Falsch ist hingegen die Behauptung, die Initiative verhindere all das Gute, was jetzt aufgegleist ist; im Gegenteil. Die Initiative verpflichtet den Gemeinderat, die Zentrumsplanung fortzuführen, mit funktionierendem Dorfplatz, mit Gestaltungsplan und Architekturwettbewerb, jedoch ohne neue Strasse, dafür aber mit Rücksicht auf das bestehende Dorfbild. Balint Berg, Hedingen

Bravo, einfach nur bravo Replik auf den Artikel von Livia Häberling mit dem Titel «Wo cares? − Fünf Paare aus dem Säuliamt erzählen, wie sie Arbeit und Kinderbetreuung organisieren» im «Anzeiger» vom 6. Oktober. Ein riesengrosses Kompliment für den phänomenalen Bericht am vergangenen Dienstag über die fünf Elternpaare. Und zwar allen Beteiligten, der Schreibenden wie den Eltern. Interessant und kurzweilig, spannend und so lebensnah, und vor allem auch lebensbejahend. Als Kinderfreier kriege ich nicht grad Lust, nun welche zu machen, aber das Lesen der Geschichten war ein Genuss. Insbesondere Frau Füglister muss man virtuell in den Arm nehmen und ihr gratulieren, wie sie das gemeistert hat. So viel Wille und Kraft, da reicht ein Hut nicht, um ihn abzunehmen, da

braucht es einen riesigen Sombrero. Ich hoffe, sie kriegt diesen Aufwand eines Tages in Form von Aufmerksamkeit und Wertschätzung von ihrer Kinderschar zurück. Auch den Vollzeitarbeitenden wünsche ich, dass sie nicht mehr von Neidern belästigt werden, die meinen, das ihre sei das einzig wahre Erziehungssystem nach altem Hut. Als Kinderlose mussten wir auch öfter hören, vor allem meine Frau, wie schade es sei, dass wir keine Kinder hätten, wir wären doch sicher tolle Eltern gewesen. Wir wären mit Sicherheit die tollsten Eltern gewesen, da bin ich mir sicher. Aber wir wollten nicht, basta. Mehr Toleranz würde uns allen guttun. Bitte mehr solch lebensnahe Berichte. Erwin Wicki, Affoltern

Ihre Meinung ist willkommen! Gerne können Sie der Redaktion des «Anzeigers» einen Leserinnen- oder Leserbrief schicken. Dazu gibt es ein paar wichtige Regeln: Ihre Meinungsäusserung muss mit Namen sowie Adresse und Telefonnummer des Verfassers oder der Verfasserin versehen sein und soll in maximal 2000 Zeichen ein Thema aus der Region aufgreifen oder einen Beitrag im «Anzeiger» kommentieren. Wir achten darauf, dass nur Briefe in einem freundlichen Tonfall sowie ohne Verletzung von Persönlich-

keitsrechten Dritter publiziert werden. Vermeiden Sie bitte Abkürzungen. Redaktionsschluss beachten Aufgeben können Sie Ihre Äusserung unter www.affolteranzeiger.ch/mitmachen/leserbrief-einreichen. Für eine Veröffentlichung am Dienstag sollte die Zuschrift am vorangehenden Freitagmittag auf der Redaktion eintreffen. Für eine Publikation am Freitag bitte bis am Mittwochmittag. (red)

Da steigen Erinnerungen auf Der Flugtag in Hausen Anfang Oktober sorgte bei den Zuschauern einmal mehr für Emotionen – so auch bei Albert Stahel: Er bezeichnete den Hunter der früheren Patrouille Suisse als das für ihn schönste Modell des Flugtages: «Als Angehöriger der Luftwaffe durfte ich in früheren Zeiten im Doppelsitzer als Passagier mitfliegen.» (red)

Steigende Krankenkassenprämien Wie kann man individuelle Bedürfnisse mit der Solidarität unseres Gesundheitswesens in Einklang bringen? Einerseits gibt es eine bessere Versorgung und einen höheren Konsum und andererseits steigen genau deshalb die Kosten. Es braucht also neben Massnahmen zur Früherkennung und gezielten Prävention auch mehr Eigenverantwortung der Versicherten. Prämien sparen ist einfacher, als man denken kann. Oft sind es kleine Anpassungen, die eine grosse Wirkung erzielen. Mit Zusatzversicherungen kann man Lücken in der Grundversicherung schliessen und von individuellen Leistungen profitieren. Man wählt nur Leistungen, die zu den eigenen Bedürfnissen passen.

Prämienverbilligung gibt es für alle Versicherten mit tiefen Einkommen. Es kann jede Person prüfen, ob man einen Anspruch hat, und je nachdem die Verbilligung beantragen. Eine hohe Franchise kann für alle sinnvoll sein, die selten zum Arzt gehen. Wer gesund ist und wenige medizinische Leistungen in Anspruch nimmt, spart bis zu 1450 Franken pro Jahr. Die Franchise und das Versicherungsmodell kann man online anpassen. Modellwechsel und Senkung der Franchise sind bis Ende November möglich und eine Erhöhung der Franchise bis Ende Dezember. Die gesetzlich garantierten Leistungen und die Qualität der Behandlungen bleiben erhalten.

Wer mindestens acht Stunden pro Woche angestellt ist, wird vom Arbeitgeber gegen Unfall versichert. Dann kann man die Unfalldeckung in der Grundversicherung ausschliessen. Wer mehr als 60 Tage Militärdienst, Zivilschutz oder Zivildienst leistet, ist durch die Militärversicherung gedeckt. Die Grundversicherung kann während dieser Zeit sistiert werden. Verschiedene Sichtweisen sind geprägt von Lebenserfahrungen und sollten den Dialog zwischen den Menschen fördern. Schuldzuweisungen verfehlen das Ziel – eine gute Gesundheitsversorgung, die für alle Versicherten zugänglich und bezahlbar ist. Dölf Gabriel, Zwillikon

Steigende Gesundheitskosten: Wer trägt die Verantwortung? Replik auf den Leserbrief von Toni Bortoluzzi mit dem Titel «Krankenkassen – alle Jahre wieder» im «Anzeiger» vom 9. Oktober. Gemäss dem UBS-Sorgenbarometer von gfs.bern gehören Gesundheitskosten und Krankenkassenprämien zu den grössten Sorgen der Schweizer Bevölkerung. Die Ursachen der Kostenentwicklung sind vielfältig: die Alterung der Gesellschaft, der medizinisch-technische Fortschritt und die zunehmende Inanspruchnahme von Leistungen. Spitäler und Arztpraxen verursachen einen erheblichen Teil der Gesundheitskosten. Die Verantwortung dafür pauschal der Bevölkerung zuzuschieben, greift jedoch zu kurz. Es ist ein Ablenkungsmanöver, das die strukturellen Probleme des Gesundheitssystems aus-

blendet. Während die Krankenkassenprämien in den letzten 16 Jahren um 64 Prozent gestiegen sind, legte der Mindestlohn lediglich um 12 Prozent zu. Die Schere zwischen Prämienbelastung und finanziellen Möglichkeiten öffnet sich weiter. Der freie Markt allein löst diese Probleme nicht. Das Gesundheitswesen ist ein stark regulierter Markt mit besonderen Anreizen und strukturellen Fehlentwicklungen. Gesundheit ist keine gewöhnliche Handelsware, sondern Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Eine staatliche Einheitskasse würde die Kostensteigerung nicht automatisch stoppen. Sie könnte aber parallele Strukturen und unnötigen Wettbewerb um Versicherte reduzieren. Eine einkommensabhängige Finanzierung über Lohnprozente, analog

zur AHV, wäre zudem solidarischer. Gesundheitskosten müssen nach wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit getragen werden. Auch die Interessenbindungen im Parlament verdienen Aufmerksamkeit: Wenn zahlreiche Ratsmitglieder Mandate bei Krankenkassen oder deren Verbänden haben, stellt sich die Frage nach Transparenz und möglichen Interessenkonflikten. Die politische Verantwortung muss bei der Bevölkerung liegen – nicht bei Partikularinteressen. Die Aufgabe der Politik ist es, die Sorgen und Nöte der Bevölkerung ernst zu nehmen und tragfähige Lösungen zu entwickeln, statt den Menschen die Schuld für ein System zu geben, dessen Regeln sie nicht bestimmen. Stefan Kessler, Affoltern

Hedingen: Unser Zentrum nicht dem Zufall überlassen Replik auf die Einsendung von Balint Berg mit dem Titel «Mehr Dorfcharakter statt Asphalt für Hedingens Zentrum» im «Anzeiger» vom 2. Oktober. Im erwähnten Leserbrief wird die Zentrumsplanung Hedingen als Gefahr für den Dorfcharakter dargestellt. Der Brief erweckt den Eindruck, ohne Zentrumsplanung bliebe im Dorf kern alles beim Alten. Das stimmt nicht. Mehrere Häuser im Zentrum sind sanierungsbedürftig. Die Grundeigen-

tümer können ihre Häuser im Rahmen der geltenden Vorschriften schon heute abbrechen, ersetzen oder sanieren. Eine Veränderung kommt also so oder so. Die Frage ist, ob die einzelnen Gebäude unabhängig voneinander unkoordiniert erneuert und ersetzt werden, oder ob wir die Entwicklung als Ganzes aufeinander abstimmen. Die Zentrumsplanung mit den Sonderbauvorschriften wurde über mehrere Jahre gemeinsam mit den Eigentümern, der Bevölkerung, Fachplanern

und kantonalen Behörden erarbeitet. Mit ihr können wir die anstehende Entwicklung im Zentrum gezielt steuern, einen verkehrsfreien und für die Fussgänger sicheren Dorfplatz für die Bevölkerung schaffen. Diese einmalige Chance sollten wir unbedingt nutzen. Am 3. Dezember an der Gemeindeversammlung empfiehlt sich deshalb klar: 3 × Ja zur Zentrumsplanung. Nein zur Initiative. Jürg Hodler, Hedingen


Gewerbe

Dienstag, 13. Oktober 2026

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Grönland im Fokus

WB klettert über Strich Siegreicher Abdou Iten

Laali Lyberth ist demnächst im «Scheidegger» zu Gast und stellt Bücher zu Grönland vor. Seite 11

Mit dem Sieg gegen den FC Winterthur verschafft sich der FC Wettswil-Bonstetten etwas Luft. Seite 13

In seinem ersten reinen Dressurturnier liess der Reiter des Vereins Birkenhof alle hinter sich. Seite 13

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Vom Fussballplatz in die eigene Praxis Der Weg einer ehemaligen Nationalfussballerin zur Unternehmerin in der Komplementärtherapie setzt sie unter anderem Tinkturen und ätherische Öle in Form von Salben ein, berücksichtigt aber auch die Lebensumstände der Frauen. Ihre Arbeit versteht sie als Ergänzung und Zusammenarbeit, nicht als Ersatz für die Schulmedizin. Ein wichtiges Anliegen sind ihr Prävention und die Weitergabe von Wissen. In Work-

DEVIPRASAD RAO Als Bernadetta «Beno» Ries Fussball spielte, interessierte sich in der Schweiz kaum jemand für den Frauenfussball. Internationale Turniere und die mediale Aufmerksamkeit von heute gab es damals noch nicht. Heute führt sie gemeinsam mit ihrem Mann Francis Doerr eine Massage- und Therapiepraxis und bietet in ihrem Atelier Workshops zur natürlichen Frauengesundheit an. Ihr Weg dorthin verlief alles andere als geradlinig.

«Man kann nicht pensioniert werden von etwas, das man so gerne macht.»

Von Stallikon in den internationalen Fussball Beno wurde in Zürich geboren und wuchs in Stallikon auf. Sie besuchte die Sekundarschule in Bonstetten und absolvierte anschliessend eine kaufmännische Lehre bei der Gemeinde Bonstetten. Neben Schule und Arbeit spielte der Fussball bereits eine zentrale Rolle in ihrem Leben. Mit zwölf Jahren, als es kaum Strukturen für Mädchenfussball gab, trainierte und spielte sie mit erwachsenen Frauen. Mit etwa 18 Jahren schaffte sie den Sprung in die Schweizer Nationalmannschaft und absolvierte rund 27 Länderspiele. Der Frauenfussball von damals hatte wenig mit dem heutigen Profisport gemeinsam. «Der SFV hatte noch kein Interesse an Frauen. Es gab daher die Schweizerische Damenliga», erinnert sie sich. «Frauenfussball war in der Schweiz einfach kein Thema.» Die Schweiz bestritt hauptsächlich Freundschaftsspiele gegen Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien, Spanien, Portugal und Nordirland. Diese Jahre brachten Beno früh mit Leistung, Verletzungen und Regeneration in Berührung.

Mit einer Massageliege zum eigenen Unternehmen Nach ihrer Lehre arbeitete Beno in diversen Jobs, unter anderem im Büro ihrer Eltern. Die Arbeit bot Sicherheit, aber keine Erfüllung. «Es war nicht meine Welt. Es war fast zu langweilig», sagt sie. Gegen Ende ihrer Zwanzigerjahre begann sie eine Ausbildung zur medizinisch-therapeutischen Masseurin. Der Wechsel verlangte Eigeninitiative. Mor-

Bernadetta «Beno» Ries über ihre therapeutische Arbeit

shops möchte sie Frauen Möglichkeiten zur Selbstfürsorge vermitteln: «Für mich ist wichtig, dass das Wissen nicht bei mir bleibt», sagt sie. Frauen sollen sich selbst pflegen und behandeln können. Wirtschaftlich bleibt die therapeutische Massagepraxis ihr Hauptstandbein. Der Bereich Frauengesundheit befindet sich noch im Aufbau. «Da kommt nicht das grosse Geld rein», sagt Beno.

Bernadetta «Beno» Ries in ihrer Praxis in Bonstetten. (Bild Deviprasad Rao) gens besuchte sie die Schule, tagsüber arbeitete sie im Familienbetrieb und abends behandelte sie ihre ersten Kundinnen und Kunden. Mit einer Massageliege fuhr sie zu ihnen nach Hause und verlangte rund 40 Franken pro Stunde. Damit finanzierte sie ihre Ausbildung und baute gleichzeitig einen Kundenstamm auf. Eine wichtige Möglichkeit eröffnete sich beim FC Wettswil-Bonstetten. Ein Gönner des FCWB unterstützte sie, indem er ihr therapeutische Einsätze beim Verein ermöglichte und die geleisteten Stunden bezahlte. In den folgenden Jahren kamen Weiterbildungen in Lymphdrainage, Akupunktur, Faszientherapie, Aromatherapie und verschiedenen naturheilkundlichen Ausbildungen hinzu. Auch ihre Verbindung zum Spitzensport blieb bestehen. Beno begleitete Sportlerinnen, Sportler und Teams, unter anderem die Rollstuhlcurling-Na-

tionalmannschaft an mehrere WMs, 2006 an die Paralympischen Spiele in Italien sowie 2010 nach Vancouver. «Dadurch bin ich viel in der Welt herumgekommen», sagt sie. Mit der Zeit erhielten jedoch die Familie und die wachsende Praxis Priorität.

Therapie als wirtschaftliche Grundlage Heute bietet Beno ihre Dienstleistungen in ihrer Praxis in Bonstetten an. Die manuelle Therapie bildet weiterhin die wirtschaftliche Grundlage ihres Unternehmens und wird je nach Situation mit Elementen aus den von ihr erlernten Methoden kombiniert. Mit wachsender Erfahrung hat sich auch ihre Arbeitsweise verändert. «Weniger ist mehr», sagt sie. «Je älter man wird, desto sanfter wird die Therapie, aber die Erfolge werden grösser.» Auch den fachlichen Austausch mit Francis,

von dem sie in gutem Einvernehmen getrennt lebt, schätzt sie. Parallel dazu entwickelte Beno ein zunehmendes Interesse an komplementärer Frauengesundheit. Was unter anderem mit Aromatherapie, Tinkturen und Naturheilkunde begann, wurde zu einem eigenen Schwerpunkt. Diesen vertiefte sie unter anderem durch Weiterbildungen in Deutschland bei der Frauenärztin Heide Fischer, einer Spezialistin für naturheilkundliche Frauengesundheit.

Wachsender Schwerpunkt Frauengesundheit Beno beschäftigt sich besonders mit hormonellen Veränderungen in den verschiedenen Lebensphasen einer Frau – von der Jugend bis zu den Wechseljahren. «Eine Frau fährt jeden Monat Achterbahn», beschreibt sie die hormonellen Schwankungen. In ihrer Arbeit

Workshops und ein breiteres Netzwerk Beno möchte ihr Atelier künftig verstärkt für Workshops nutzen und Fachpersonen aus verschiedenen anderen Bereichen einbeziehen. «Ich finde die Zusammenarbeit und das Netzwerk extrem wichtig», sagt sie. Ihre therapeutische Tätigkeit möchte sie weiterführen. Der Gedanke an die Pensionierung reizt sie wenig. «Man kann nicht pensioniert werden von etwas, das man so gerne macht.» Ihr Weg folgte keinem vorgezeichneten Businessplan. Er entwickelte sich Schritt für Schritt – von der kaufmännischen Ausbildung und dem internationalen Fussball über eine mobile Massageliege bis hin zur etablierten Praxis. Der rote Faden ist Benos Bereitschaft, sich kontinuierlich weiterzubilden und neues Wissen in ihre Arbeit einfliessen zu lassen.

Berufseinstieg wird für KV-Absolventen zunehmend zum Problem Die kaufmännische Ausbildung gehört nach wie vor zu den beliebtesten Lehrberufen der Schweiz und wurde lange als verlässliche Wahl angesehen. Doch diese Sicherheit gerät zunehmend ins Wanken. Laut der aktuellen LehrabgängerUmfrage des Kaufmännischen Verbands Schweiz sind 9,6 Prozent der jungen Erwachsenen vier Monate nach ihrem Abschluss noch auf Stellensuche. Zwei Jahre zuvor lag dieser Anteil erst bei 5,6 Prozent. Etwa sechs Prozent der Befragten berichteten zudem, bereits mehr als 50 Absagen erhalten zu haben. Knapp 65 Prozent der stellensuchenden Lehrabgänger gaben an, mangelnde Berufserfahrung sei ihnen als Grund für eine Absage genannt worden. Der Verband sieht deshalb auch die Unternehmen in

der Verantwortung. «Juniorstellen sollten echte Einstiegsstellen bleiben und nicht bereits mehrere Jahre Berufserfahrung voraussetzen», erklärt Jana Frischmann, Fachverantwortliche Berufsbildung beim Kaufmännischen Verband. Dieses Problem betreffe zwar nicht nur Personen mit einem KV-Abschluss, hält der Verband fest. Gleichzeitig kommt jedoch eine weitere Entwicklung hinzu, die gerade für junge Kaufleute zur Herausforderung werden könnte: künstliche Intelligenz. Denn insbesondere jene Aufgaben, durch die Berufseinsteiger früher erste praktische Erfahrungen sammeln konnten, können heute vergleichsweise einfach automatisiert oder mithilfe von KI erledigt werden. Auch der Kaufmännische Verband stellt fest, dass dadurch gewisse Tätig-

keitsprofile zunehmend unter Druck geraten. Daraus könne jedoch nicht abgeleitet werden, «dass KI klassische Einstiegsstellen grundsätzlich ersetzt», betont Frischmann. Vielmehr würden sich Tätigkeiten und Anforderungen verändern. Neben den traditionellen kaufmännischen Grundlagen gewinnen deshalb digitale Fähigkeiten zunehmend an Bedeutung. Genau darauf zielt auch die neu gestaltete KV-Lehre ab, die im August 2023 eingeführt wurde. Sie legt unter anderem einen stärkeren Fokus auf den Umgang mit KI sowie auf kritisches Denken.

KI führt zu Unsicherheit Wie sich der Arbeitsmarkt für junge Berufseinsteigerinnen und Berufsein-

steiger verändert, erlebt Sibylle Frei in ihrem Berufsalltag unmittelbar. Sie arbeitet als Beraterin beim Laufbahnzentrum der Stadt Zürich und ist Mitglied des nationalen Fachverbands Profunda Suisse. Vor allem in Tätigkeitsfeldern, die stärker durch KI beeinflusst werden, beobachtet sie zunehmend Schwierigkeiten beim Einstieg ins Berufsleben. Dazu gehören beispielsweise Marketing, Administration, Finanzen und IT. Diese Entwicklung macht sich auch bei den Eltern von Schülerinnen und Schülern bemerkbar, die vor ihrer ersten Berufswahl stehen. «Es gibt eine allgemeine Verunsicherung», erklärt Frei. Die Wahl eines Berufs sei bereits grundsätzlich eine anspruchsvolle Entscheidung. Die Unsicherheit darüber, wie künstliche Intelligenz den Arbeitsmarkt

verändern wird, verstärke diese Sorgen zusätzlich. Trotzdem warnt Frei davor, einzelne Berufe aufgrund dieser Entwicklung vorschnell abzuschreiben: «Die meisten Berufe werden nicht abgeschafft, sondern ihre Inhalte verändern sich.» Entscheidend bleibe, die eigenen Fähigkeiten und Stärken zu berücksichtigen und zunächst einen ersten Abschluss zu erwerben. Auch Personen, die bereits eine Stelle suchen, könnten selbst aktiv werden, erklärt Frei. Sie rät dazu, Stellenanzeigen genau zu analysieren und darauf zu achten, welche Fähigkeiten und Kenntnisse verlangt werden. Fehlende Kompetenzen könnten anschliessend gezielt aufgebaut werden. Besonders wichtig sei es dabei, sich im Umgang mit künstlicher Intelligenz weiterzubilden. (LiZ/red)


3. Kappeler

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Freitag, 16. Oktober 2026, von 14.00 Uhr – 20.00 Uhr

Oldtimer-Ausstellung und Rotary hautnah erleben

Samstag, 17. Oktober 2026, von 10.00 Uhr – 18.00 Uhr

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Veranstaltungen

Dienstag, 13. Oktober 2026

Grönlands Geschichten

«Wunderbare Kuriositäten»

Laali Lyberth zu Gast bei Scheidegger

Magischer Abend mit Rafael Scholten am 24. Oktober im «Rössli»

Der Inuit Verlag ist der Verlag für grönländische Themen in deutscher Sprache. Damit schlägt er eine Brücke zur vielfältigen grönländischen Kultur, zu Mythen und Legenden, Persönlichkeiten, Eis und Schnee. Die Verlagsleiterin Laali Lyberth stellt in der Buchhandlung Scheidegger Bücher vor, die grönländische Mythen und Kultur vermitteln, aber auch auf die aktuelle Situation Grönlands aufmerksam machen. Die grönländische Mythenwelt ist bevölkert von Wesen, die seit jeher eine zentrale Rolle in den Überzeugungen und Geschichten der Inuit spielen. Das Buch «Bestiarium Groenlandicum» versammelt alle Mythenwesen, Geister und Tiere, die die grönländische Sagenwelt bevölkern. Die Geschichten sind rau und grausam und spiegeln die harte Landschaft und Lebensweise des alten Grönlands wider. Im Bildband «Stella Polaris Ulloriarsuaq» vereinen sich Fotografie, Kunst und das Dokumentieren der eindrücklichen Veränderungen der Gletscher Grönlands durch den Klimawandel. Im noch jungen Verlagsprogramm finden sich auch Sagen und Legenden aus Grönland, ergänzt mit Illustrationen. Der Verlag wird von der Grönländerin Laali Lyberth geleitet. Sie spricht Kalaallisut, die grönländische Sprache, lebt mittlerweile seit einigen Jahren in Deutschland und gründete dort zusam-

In dieser Vorstellung geht es um Zeitreisen, das Universum und die Frage, warum der Mensch an Magie glauben will. Spielend zieht Magier Rafael Scholten die Zuschauerinnen und Zuschauer mit seiner Sammlung wunderbarer Kuriositäten in den Bann und dringt in die dunkelsten Winkel ihrer Gedanken ein. Inspiriert von berühmten Magiern aus der viktorianischen Ära lässt er das Publikum in seiner stets eleganten und humorvollen Aufführung die Magie mit Händen greifen und für 75 Minuten der Realität entfliehen. Rafael Scholten sagt: «Die Magie ist meine Leidenschaft, meine grösste Motivation im Leben. Ich versuche jeden Tag kreative und neue Wege zu finden, um das Publikum für einen Moment träumen zu lassen. Die Magie spornt mich mit jedem neuen Projekt an, besser zu werden, anders zu denken und die beste Version von mir selbst zu werden. Diese Leidenschaft möchte ich mit Ihnen teilen.»

Laali Lyberth ist die Verlagsleiterin des Inuit Verlags. (Bild Sven Nieder/Inuit Verlag) men mit Sven Nieder «Inuit». Gemeinsam gestalten die beiden ein Programm, das sich zum Ziel genommen hat, grönländische Kultur, Legenden, aber auch den Alltag Grönlands im deutschsprachigen Raum zu vermitteln. Interessierte dürfen sich auf einen Ausflug in die Welt der grönländischen Mythen freuen, aber auch auf eine Reise durch dunkle Landschaften, in denen die Polarlichter immer wieder aufleuchten.

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Buchhandlung Scheidegger Daniela Lackner, Kulturverein «Bi Eus – z’Mättmistette»

Laali Lyberth stellt grönländische Literatur vor; Donnerstag, 22. Oktober, 19.30 Uhr, Buchhandlung Scheidegger, am Bahnhofplatz 5, Affoltern, Billette:

Samstag, 24. Oktober, 20.15 Uhr, Bühne Rössli,

20 Franken inkl. Apéro. Die Plätze sind begrenzt;

Mettmenstetten, Bistro ab 19.15 Uhr offen.

um Anmeldung wird gebeten unter: info@

Ticket-Reservierungen: www.bieus.ch/tickets

scheidegger-buecher.ch oder Tel. 044 762 42 42

oder Telefon 077 488 00 89

Mit Eleganz entführt Rafael Scholten das Publikum in eine andere Welt. (Bild zvg)

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» Es dürfen nicht mehr als zwei aufeinanderfolgende X oder O in einer Reihe oder Spalte vorkommen.

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» In jeder Zeile und jeder Spalte stehen gleich viele X und O.

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In jeder horizontalen und vertikalen Reihe, aber auch in jedem der neun Quadrate, darf jede Zahl von 1 bis 9 nur einmal vorkommen.

Lösungen

Menschenwille ist des Menschen Schicksal. E B E N H A M O N W B I K Z E S R E W U A S E A P C G S D N L S N H I A I A C P W K H S

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F O H R E T N I H T D

schwierig

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Sport

Dienstag, 13. Oktober 2026

Wichtiger Sieg für den FCWB Fussball, 1. Liga, Gruppe 3: FC Wettswil-Bonstetten – FC Winterthur U-21 3:0 (0:0) Der FC Wettswil-Bonstetten empfing am Freitagabend die 2. Mannschaft des FC Winterthur. Für beide Teams stand viel auf dem Spiel, entsprechend wichtig war es, konzentriert aufzutreten und die eigenen Chancen zu nutzen.

13

ÄMTLER FUSSBALL Männer 1. Liga Classic (Gruppe 3) FC Wettswil-Bonst. – FC Winterthur U-21 3:0 Tore

Pkt.

1. FC St. Gallen U-21

Spiele

10

21:16

22

2. FC Tuggen

10

23:12 21

3. AC Taverne

10

26:13 20

4. FC Thalwil

10

16:11

16

5. FC Baden 1897

10

21:17

16

6. FC Kosova

10

15:12

16

7. FC Collina d‘Oro

10

11:12

15

8. FC Dietikon

10

14:14

14

Ausgeglichene erste Halbzeit

9. FC Gossau

10

15:19

14

Von Beginn an war zu spüren, dass keine der beiden Mannschaften in Rückstand geraten wollte. Das Geschehen spielte sich zunächst vor allem im Mittelfeld ab, klare Torchancen blieben selten. In der zehnten Minute kam Winterthur nach einer kurz ausgeführten Ecke zu einer guten Möglichkeit, doch der Abschluss landete an der Latte. Die Gäste hatten in der Anfangsphase etwas mehr vom Spiel. Mit zunehmender Spieldauer fand der FCWB besser in die Partie und setzte vermehrt eigene Offensivakzente. In der 39. Minute brachte Loosli einen Eckball zur Mitte, wo Waser per Kopf zum Abschluss kam. Nur eine Minute später scheiterte Hager mit einer Direktabnahme von der Strafraumgrenze. Ein Winterthurer Spieler lenkte den Ball zur Ecke. Da sich die beiden Teams weitgehend neutralisierten und nur wenige zwingende Chancen herausspielten, ging es wenig überraschend torlos in die Pause.

10. FC Locarno

10

12:13

10

11. FC Freienbach

10

11:15

10

12. FC Winterthur U-21

9

10:16

9

13. USV Eschen/Mauren

9

12:19

9

14. FC Wettswil-Bonstetten 10

12:15

9

15. FC Mendrisio

10

11:15

8

16. FC Widnau

10

10:21

6

FCWB steigert sich nach der Pause Die Worte von Trainer Scholz in der Kabine schienen Wirkung zu zeigen: Der FCWB kam entschlossen aus der Pause und suchte vermehrt den Weg nach vorne. Bereits in der 48. Minute sorgte Ha-

Männer 3. Liga (Gruppe 1) FC Richterswil 1 – FC Affoltern a.A. 1 1:2 FC Thalwil 2 – FC Wettswil-Bonstetten 2 1:4 Spiele

Im letzten Heimspiel gegen Mendrisio verfehlte WB das Ziel noch knapp, nun traf es gleich dreimal. (Bild Kaspar Köchli) ger mit einem Kopfball für Gefahr. In der 56. Minute wurden die Ämtler für ihren Aufwand belohnt. Owen spielte Hager mit einem präzisen Pass frei. Allein vor dem Tor blieb dieser ruhig und schob eiskalt zur Führung ein. Der FCWB legte nach. In der 65. Minute kam Hager nach einer Flanke von Obi zum Kopfball und traf zum 2:0. Winterthur reagierte prompt und traf zwei Minuten später erneut die Latte. Die Ämtler überstanden diese heikle Phase und suchten ihrerseits über schnelle Gegenstösse die Entscheidung. Diese fiel schliesslich in

Wichtiger Befreiungsschlag Der FCA siegte gegen Aufsteiger Richterswil Am Sonntagmorgen um 11 Uhr gastierte der FC Affoltern beim Aufsteiger FC Richterswil. Nach einer schwierigen Phase war das Ziel klar: Man wollte unbedingt aus der Negativspirale herausfinden und den ersten Sieg seit sechs Spielen einfahren. Die Aufgabe war klar: Über den Kampf und Willen zurück in die Erfolgsspur finden. Dementsprechend entschlossen begann der FCA das Spiel. In den ersten 15 Minuten gelang dies hervorragend. Der FCA eroberte in der gegnerischen Hälfte immer wieder die Bälle und setzte die Defensive massiv unter Druck. Es war ein anderes Auftreten als in den letzten Spielen. Die Bär-Elf kombinierte sich schön nach vorne, liess jedoch beim letzten Pass die Präzision vermissen. Dennoch blieb das Team dran und erhielt den ersten Eckball zugesprochen. Dieser führte direkt zur Führung: Nach einer unübersichtlichen Situation sprang der Ball Costa da Rosa vor die Füsse, und dieser erzielte ein sehenswertes Fallrückziehertor. Danach wollte der FCA das Spiel weiter kontrollieren, doch Unsicherheiten in

Valdimiro Cuinjinca im Vorwärtsgang.

Defensivaufgaben. (Bilder Fabio Suter)

der 82. Minute. Loosli brachte erneut einen guten Eckball zur Mitte, der über Petrovic den Weg ins Tor fand. Mit dem dritten Treffer machte der FCWB den wichtigen Heimsieg perfekt.

Wichtiger Schritt nach vorne Die drei Punkte sind für den FCWB besonders wertvoll: Mit dem Erfolg klettern die Ämtler über den Strich und verschaffen sich etwas Luft. Nach zuletzt viel Einsatz wurde die Mannschaft endlich für ihre Leistungen belohnt.

Diesen Auftrieb gilt es nun mitzunehmen, denn als Nächstes stehen gleich zwei Auswärtsspiele gegen Freienbach auf dem Programm – zunächst in der Cup-Qualifikation und dann auch in der Meisterschaft.

Pkt.

24:6

18

2. FC Freienbach 2

7

23:14

15

3. FC Kilchberg-Rüschlikon 1 7

17:11

13

4. FC Buttikon 1

6

10:10

12

5. FC Lachen/Alterndorf 2

6

14:13

12

6. FC Affoltern a.A. 1

7

12:10

11

7. FC Wollerau 1

6

14:7

9

8. FC Uitikon 1

6

11:10

7 7

9. FC Thalwil 2

7

14:18

10. FC Wädenswil 2

7

14:26

6

11. FC Richterswil 1

7

12:21

4

Flavio Peter, FCWB

12. FC Birmensdorf 1

7

11:30

3

Matchtelegramm: Sportplatz Moos, Wettswil.

Männer 3. Liga (Gruppe 2)

FCWB: Thaler; Owen (86. Rüegger), Studer, Waser, Stettler, Obi (84. Petrovic), Hager, Loosli, Centoducato, Morina (87. Burgardt), Bellis. 56. Hager 1:0; 64. Hager 2:0; 84. Petrovic 3:0

Sieg für Vize-Schweizer-Meister Iten am ersten Dressurturnier Nach zwei Medaillen mit dem Reitverein Birkenhof an der Vierkampf-SchweizerMeisterschaft Ende September (Gold in der Mannschaft, Silber im Einzel) geht es für Abdou Iten aus Affoltern erfolgreich weiter. Anfang Oktober trat der auszubildende Pferdefachmann in Rüti ZH zum ersten Mal an einem reinen Dressurturnier an. Unter den rund 30 routinierten Teilnehmenden waren lediglich drei Jugendliche. Zusammen mit dem Pferd Snickers IV, einem 13-jährigen Westfalen-Wallach, zeigte Abdou ein harmoni-

Tore

1. FC Wettswil-Bonstetten 2 7

sches GA03 und sicherte sich mit 69,33 Prozent sensationell den Sieg. Die Prüfung wurde als AChoix-GA ausgetragen, wobei die Teilnehmenden zwischen dem leichteren GA01 sowie dem etwas anspruchsvolleren GA03 wählen können, am Ende aber eine gemeinsame Rangliste gebildet wird. Umso schöner ist dieser Erfolg sowohl für das Paar wie auch die Pferdebesitzerin Corinne Rapold, die zugleich auch die Ausbilderin von Abdou ist.

Spiele

1. FC Oetwil-Geroldswil 2

8

Tore

Pkt.

19:5

15

2. FC Seefeld ZH 2

8

14:7

13

3. FC Altstetten 1

9

19:15

11

4. FC Industrie Turicum 1

8

16:9

10

5. FC Schlieren 1

8

13:12

9

6. FC Engstringen 1

9

18:17

9

7. FC Dietikon 2

9

19:16

9

8. SC YF Juventus 2

8

14:16

8

9. FC Wettswil-Bonstetten 3 8

11:18

7

10. Racing Club ZH 1

8

9:19

6

11. BC Albisrieden 1

9

11:29

3

12. Republika Srpska (Rückzug) 22

0:0

0

Männer 4. Liga (Gruppe 1) FC Affoltern a.A. 2 – FC Richterswil 2 1:2 FC Hausen a.A. 1 – FC Einsiedeln 2 2:2 Tore

Pkt.

1. FC Oberrieden 1

6

26:7

18

2. FC Richterswil 2

6

18:12

13

3. FC Horgen 2

6

17:12

13

4. FC Einsiedeln 2

7

19:14

12

5. FC Hausen a.A. 1

6

18:11

11

Der FCA schwört sich vor dem Spiel ein.

6. FC Affoltern a.A. 2

6

14:8

10

8. FC Freienbach 3

4

10:13

2

der Defensive brachten die Gastgeber zurück ins Spiel. Richterswil kam vor der Pause zu den ersten Chancen, die der FCA jedoch bereinigte. Auch in der zweiten Halbzeit wollte das Fanionteam das Spiel hoch angehen, doch die spielerische Kontrolle und ein sauberes Passspiel fehlten. Mit der Dauer der Partie baute Richterswil immer mehr Druck auf und sorgte durch Flanken für Gefahr, welche die FCA-Defensive zunächst klärte. Zehn Minuten vor dem Schluss folgte der Dämpfer: Ein Flankenball wurde unglücklich von einem FCA-Verteidiger abgefälscht und landete via Innenpfosten zum 1:1 im Tor. Der FCA gab sich nicht geschlagen und agierte wieder offensiver. In den Schlussminuten sprach der Schiedsrichter dem FCA einen Freistoss zu. Boakye zog ab und auch dieser Ball wurde unglücklich von einem Abwehrspieler zum 2:1 abgefälscht. Der FCA hielt in den letzten Minuten mit vereinten Kräften und viel Kampf dagegen. Man brachte die knappe Führung über die Zeit und bejubelte den erlösenden Sieg. Dieses positive Ergebnis gilt es nun, in die neue Trainingswoche mitzunehmen, um beim nächsten Heimspiel wieder voll anzugreifen.

Männer 4. Liga (Gruppe 2)

Arun Jeyakumar, FCA

Reitverein Birkenhof

Ranglistenauszug

Spiele

FC Adliswil 2 – FC Hausen a.A. 2 7:5 Ranglistenauszug

Spiele

Tore

Pkt.

1. Benfica Clube de Zurique 1 6

21:10

18

2. FC Brasil Suisse 1

6

22:6

15

3. FC Kilchberg-Rüschlikon 2 7

18:10

14

11. FC Hausen a.A. 2

15:33

0

Tore

Pkt.

6

Männer 5. Liga (Gruppe 1) Ranglistenauszug

Spiele

1. FC Urdorf 2

6

18:6

18

2. SC Siebnen 2

6

25:11

15

3. FC Knonau-Mettmenst. 1

6

29:13

12

4. Sportclub Hedingen 1

5

18:20

9

Frauen 3. Liga (Gruppe 1) FC Albis Süd 1 – Team Furttal Zürich 1 1:5 Ranglistenauszug

Spiele

Tore

Pkt.

1. FC Schlieren 3

7

24:13

16

2. FC Pfäffikon 1

6

17:6

15

3. FC Horgen 1

6

13:9

13

9. FF Albis Süd 1

7

19:28

6

Frauen 4. Liga (Gruppe 1) Ranglistenauszug

Abdou Iten gewinnt in Rüti ZH mit Snickers IV. (Bild zvg)

Tore

Pkt.

1. BC Albisrieden 1

Spiele

6

24:5

18

2. FC Lachen/Altendorf 2

6

22:3

15

3. FC Wiedikon ZH 2

6

21:9

15

8. FC Affoltern a.A. 1

6

11:19

6

9. FF Albis Süd 2

6

6:32

0


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