CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 313 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG
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AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 72 I 178. Jahrgang I Dienstag, 17. September 2024
Mystische Wirkung
Geschätztes Tierparadies
Um die Stimmung bestmöglich herauszuarbeiten, setzt Beat Gauderon bei seinen Fotografien auf Kontraste. Seite 6
Dreistöckig und belebt: So präsentiert sich der Garten von Veronika und André Schiegg aus Obfelden. Seite 7
«Das Verbot ist begrüssenswert, aber zu wenig griffig» Einwasserungsverbot nach Quagga-Muschelfund: Türlersee-Kenner sind nicht überzeugt Livia HäberLing Wie die kantonale Baudirektion am Freitagmorgen mitteilte, hat ein Team des Wasserforschungsinstituts Eawag Anfang September im Zürcher Seebecken sowie vor Thalwil einzelne Exemplare der Quagga-Muschel gefunden. Aufgrund der Grösse der Muscheln ist davon auszugehen, dass diese sich bereits seit einiger Zeit im Zürichsee befinden. Die Muschel ist hierzulande nicht gern gesehen: Sie stammt ursprünglich aus dem Schwarzmeerraum und verdrängt in den Schweizer Seen einheimische Tierarten. «Wenn die Quagga-Muschel einmal in einem Gewässer nachgewiesen ist, ist es kaum möglich, sie wieder loszuwerden», warnt die Baudirektion. Um zu verhindern, dass sie mit Booten in weitere Zürcher Seen verschleppt wird, hat der Kanton Zürich deshalb ein Einwasserungsverbot für den Greifen-, den Pfäffiker- und den Türlersee verfügt. Ab sofort dürfen also keine immatrikulierten Boote mehr in diesen drei Seen einwassern. Dies soll verhindern, «dass die Quagga-Muschel deren wertvolle und geschützte Ökosysteme gefährdet». Boote, die sich bereits in einem dieser Seen befinden, dürfen dortbleiben.
Ab 2025 muss für Boote ein Heimgewässer deklariert werden Das Einwasserungsverbot ist gemäss Baudirektion als Übergangsmassnahme vorgesehen. 2025 soll eine neue Regelung in Kraft treten, wonach Besitzerinnen und Besitzer aller im Kanton Zürich immatrikulierten Boote aufgefordert werden, ein Heimgewässer zu deklarieren. Das Boot darf nur noch in diesem einen Gewässer verkehren, ein Wechsel von einem Gewässer in ein anderes ist nicht erlaubt. Jedoch sollen Bootsbesitzende mit Trockenplatz ihr Boot wieder im Greifen-, Pfäffiker- oder Türlersee einwassern können, wenn sie diesen zuvor als Heimgewässer dekla-
«Wir zeigen eine andere Form von SchokoladenGenuss.» Seite 11 Shireen von Schulthess, Inhaberin «Nala Chocolatière». (Bild Marianne Voss)
Zwei Verhaftungen nach Überfall
Eine Einwasserungssstelle, die von der Baudirektion abgesperrt wurde. (Bild Romeo Nagele) rieren. Die Massnahme soll so lange gelten, bis die Schiffsmelde- und -reinigungspflicht eingeführt wird. Ausserkantonale Boote sollen ab 2025 nicht mehr in Zürcher Seen und Flussabschnitten einwassern dürfen, bis die Schiffsmelde- und -reinigungspflicht in Kraft tritt.
Ufer aufgeblasen werden und beim nächsten Einsatz womöglich bereits wieder in einem anderen Gewässer schwim-
Türlersee: Gefahr lauert eher an Gummibooten und SUPs Der Entscheid des Kantons sei grundsätzlich ein positives Zeichen, sagt Marco Strebel, Präsident des Türlerseeschutzverbands auf Anfrage. Bloss komme er deutlich zu spät, findet er: «Das Problem mit der Quagga-Muschel ist hinlänglich bekannt.» Seit drei Jahren bereits hänge der Türlerseeschutzverband Plakate auf, um die Besucherinnen und Besucher zu sensibilisieren. Diese wären aus Sicht von Strebel nämlich die effektivste Zielgruppe. Die Gefahr rühre – zumindest am Türlersee – nicht von den Booten der Sportfischer her, sondern von Gummischlauchbooten, Standup-Paddels oder Schwimmhilfen, die am
Wie ein Lottosechser
Gastro: Viele finden Personal nur mit Glück
Der Fachkräftemangel beschäftigt ganz unterschiedliche Branchen. Darunter – und seit der Corona-Pandemie noch verstärkt – auch die Gastroszene. Dort fehlen vor allem Köche und Servicefachkräfte. Die Situation wird dadurch noch verschärft, dass sich in diesen Berufen auch kaum noch Lernende finden. Mitunter kann dies zur Situation führen, dass Betriebe aufgrund unbesetzter Stellen ihre Öffnungszeiten oder ihr Angebot leicht anpassen müssen. Wie sieht es aktuell im Bezirk Affoltern aus? Eine Umfrage bei mehreren Ämtler Restaurants zeigt, dass einige viel Mühe haben oder die Suche sogar
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Mal spielt das Jugendtheater ohoo! am Wochenende in Affoltern. Seite 16
schon aufgegeben haben: So etwa Marija und Niko Blazevic, die in Sellenbüren seit acht Jahren das Restaurant Burestübli führen. «Wir finden nicht einmal mehr eine Aushilfe, auch keinen Hilfskoch. Jemanden finden, das wäre wie ein Lottosechser», sagt Niko Blazevic. Seit ihre Serviceangestellte im März dieses Jahres in Pension ging, machen die Wirtsleute die Arbeit allein. Er in der Küche, sie im Service. So angespannt wie bei den Blazevics ist die Personalsituation jedoch nicht in allen angefragten Ämtler Betrieben. (red)
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«Das Verbot müsste dringend auf Gummiboote oder Stand-upPaddels ausgeweitet werden.» Marco Strebel, Präsident Türlerseeschutzverband men. «Das Verbot ist zwar begrüssenswert, aber zu wenig griffig», bilanziert Strebel. «Damit es wirkt, müsste es drin-
gend auf Gummiboote oder Stand-upPaddels (SUP) ausgeweitet werden. Eine Vollsperrung wäre deutlich wirkungsvoller.» Diese wäre auch aktuell, Mitte September, noch sinnvoll, ist er überzeugt: Erfahrungsgemäss dauere die SUPSaison etwa zwei Monate länger als die Badesaison. Mathias Aschwanden, Präsident des lokalen Sportfischervereins, pflichtet dieser Einschätzung bei: «Auf dem Türlersee sind bereits heute nur Boote unterwegs, die ausschliesslich dort eingewassert werden.» Auch im Winter, wenn die Boote nicht vor Ort anliegen, sind sie auf keinem anderen Gewässer unterwegs, sondern an einem trockenen Platz eingelagert. «Sogar der Anhänger, mit dem die Boote transportiert werden, kommt ausschliesslich mit Türlersee-Booten in Kontakt», betont Aschwanden. Die beiden Vereine seien in engem Austausch, betonen sowohl Aschwanden als auch Strebel. Sie erwägen nun, sich beim Kanton für weitergehende Massnahmen starkzumachen.
FCWB lässt Punkte liegen
Einen Tag nach einem Raubüberfall auf ein Geschäft in Hausen am Donnerstagabend, 29. August, hat die Kantonspolizei Zürich zunächst eine mutmassliche Komplizin verhaftet. Wie die Kantonspolizei jetzt mitteilt, konnte nun am vergangenen Donnerstag auch der mutmassliche Räuber verhaftet werden. Er soll im August die Angestellten im Verkaufsgeschäft mit einer Waffe bedroht, Bargeld an sich genommen haben und anschliessend in ein wartendes Fluchtfahrzeug eingestiegen sein. Bei den Verhafteten handelt es sich um eine 27-jährige Libanesin und einen 20-jährigen Somalier. Bei den Ermittlungen konnte die Polizei auf wertvolle Hinweise von Auskunftspersonen zählen, die sie auf die Spur der Libanesin an ihrem Wohnort im Kanton Zürich brachte. Der Somalier wurde im Kanton Aargau verhaftet. Die Staatsanwaltschaft ZürichLimmat führt die Ermittlungen. (red) ANZEIGEN
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Wettswil-Bonstetten bleibt ungeschlagen Der frisch zum Tabellenführer avancierte FC Wettswil-Bonstetten hatte in der Meisterschaftsrunde sieben nach Lugano zu reisen. Empfangen wurde er vom neu in die erste Liga aufgestiegenen FC Collina d’Oro. Die Tessiner, wie die Ämtler als Abwehrkünstler bekannt, ergatterten – kaum zu glauben – in den ersten sechs Spielen mit dem Torverhältnis von 2:6 stolze sieben Punkte. Wie vermutet, standen beide Teams kompakt und waren primär bedacht, nicht in Rückstand zu geraten. Allmählich übernahm WB die Initiative, ohne aber zu klaren Chancen zu gelangen. Die zweite Hälfte wurde unterhaltsamer. Die Hei-
mischen störten die Ämtler nun früher bei deren Spielaufbau. Die grösste Gelegenheit offenbarte sich aber WBs Figueiredo, der Torwart Mitrovic zu einer Parade zwang. Später schrammten die Tessiner an der Führung vorbei, als ein Schuss an den Pfosten des WB-Gehäuses prallte. Trotz folgender Ämtler Siegbestrebungen endete der Match torlos unentschieden. Der FCWB bleibt somit ungeschlagen und hat in sieben Partien erst einen Gegentreffer einstecken müssen. Allerdings hapert es, erst sieben an der Zahl, beim Toreschiessen. (kakö)
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