CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 810 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG
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AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 65 I 179. Jahrgang I Freitag, 4. September 2026
Der Code-Knacker
Heimspiel am GP Rüebliland
Vom programmierenden Zehnjährigen zum Hightech-Unternehmer: Dimo Notarfrancesco entwickelt Lösungen für Kunden in aller Welt. Seite 9
RRC-Amt-Fahrer Dennis Flückiger hofft beim internationalen U19-Etappenrennen auf eine Spitzenplatzierung. Seite 17
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Kinder werden am Spieltag in Hausen erwartet. Seite 14
Zwei Vorstellungen davon, wie die Schweiz neutral bleiben soll Christoph Blocher und Nicole Barandun kreuzten die Klingen zur Neutralitätsinitiative tionen seien für ihn Teil einer Auseinandersetzung. Er verwies dabei auf eine alte Maxime: «Neutralität heisst still sitzen.» Politiker, so Blochers Argument, würden sich dagegen gerne international einmischen. Für ihn steht dahinter ein umfassendes sicherheitspolitisches Konzept: Strikte Neutralität soll anderen Staaten möglichst keinen Anlass geben, die Schweiz anzugreifen. Gleichzeitig müsse das Land über eine starke Armee verfügen. Diese müsse einem möglichen Angreifer so hohe Verluste zufügen können, dass dieser von einem Angriff absehe.
Daniel Koch Wie soll die Schweiz ihre Neutralität in einer unsicherer gewordenen Welt verstehen? Möglichst strikt und dauerhaft, wie dies die Neutralitätsinitiative verlangt? Oder braucht das Land gerade heute genügend Spielraum, um Sanktionen zu verhängen und militärisch mit anderen Staaten zusammenzuarbeiten? Darüber diskutierten am Dienstagabend in Bonstetten alt Bundesrat Christoph Blocher als Befürworter der Neutralitätsinitiative und die Zürcher Mitte-Nationalrätin Nicole Barandun als Gegnerin. Eingeladen hatte die SVP Bonstetten, durch den Abend führte Ortsparteipräsident Claude Wuillemin. Schon in den beiden Eingangsreferaten wurde deutlich, dass die beiden Kontrahenten nicht darüber stritten, ob die Schweiz neutral bleiben soll. Umstritten war vielmehr, wie diese Neutralität ausgestaltet sein soll.
«Der Neutrale ist auf keiner Seite» Für Christoph Blocher ist die Neutralitätsinitiative eine Rückkehr zu einem bewährten Grundsatz. Die dauernde, bewaffnete und umfassende Neutralität habe wesentlich dazu beigetragen, dass die Schweiz seit rund 200 Jahren von
«Handlungsfähige Neutralität» Christoph Blocher (links) und Nicole Barandun diskutierten im sehr gut besuchten Gemeindesaal Bonstetten unter der Leitung von SVP-Ortsparteipräsident Claude Wuillemin über die Neutralitätsinitiative. (Bild Daniel Koch) Kriegen verschont geblieben sei. Diese Neutralität müsse glaubwürdig sein – und zwar nicht nur in den Augen der Schweiz selbst, sondern vor allem aus Sicht anderer Staaten. Gerade diese Glaubwürdigkeit sieht Blocher heute gefährdet. Einen entscheidenden Bruch ortete er nach dem russischen Angriff auf die Ukraine. Dass der Bundesrat die Sanktionen der Euro-
päischen Union gegen Russland übernommen habe, wertete Blocher als Abkehr von der bisherigen Neutralitätspolitik. «Der Neutrale ist auf keiner Seite», sagte er später in der Diskussion. Für Blocher geht Neutralität weit über den Verzicht auf eine militärische Beteiligung hinaus. Die Schweiz dürfe sich auch nicht an nichtmilitärischen Kampfmitteln beteiligen. Gerade Sank-
Nicole Barandun widersprach vor allem der Vorstellung, am 27. September werde grundsätzlich über die Neutralität abgestimmt. Die Schweiz sei neutral und solle es bleiben. Auch Bundesrat, Parlament und Gegner der Initiative wollten die Neutralität nicht abschaffen. Wer die Initiative ablehne, stimme deshalb nicht gegen die Neutralität, sondern für deren bisherige Ausgestaltung. Barandun sprach von einer «bewaffneten, glaubwürdigen und handlungsfähigen Neutralität».
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John Coltrane in Worten
«Viele Leute kennen meine Stimme.» Seite 20 Christine Wintringham, Dolmetscherin aus Affoltern. (Bild Marianne Voss)
Rossmann kommt Die Einkaufslandschaft des Bezirkshauptorts Affoltern verändert sich: Mit Rossmann eröffnet Mitte November bereits der dritte Discounter innert gut eines Jahres. Gleichzeitig verschwinden andernorts bekannte Geschäfte und Lokale. «Coin», das «Laternenstübli» und das «Metropol» müssen ihren heutigen Standorten demnächst weichen, weil die Gebäude abgerissen werden. Während für das «Laternenstübli» bereits eine neue Bleibe gefunden ist, steht bei anderen die Zukunft noch nicht fest. (red)
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Neue «Rütli»-Wirte Das letzte verbliebene Restaurant in Obfelden erhält eine neue Chance: Luciano Ponzo und Katrin Hübner, die seit 2024 das «Laternenstübli» in Affoltern führen, übernehmen das «Rütli» an der Dorfstrasse. Weil ihr bisheriges Lokal einem Abbruch weichen muss, ziehen sie mit ihrem Betrieb nach Obfelden – samt Namen. Geplant sind Schweizer und mediterrane Küche, günstige Mittagsmenüs, saisonale Angebote und regelmässige Livemusik. Als Eröffnungstermin wird der 12. September angestrebt. (red)
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Ein Hafen für die Pfadi Drei Tage lang verwandelte sich das Gelände beim Schützenhaus Zwillikon in einen bunten Festivalhafen. Unter dem Motto «Ahoy!» lockte das Pfadi Folk Fest mit Konzerten, Bars, Zeltdorf und viel liebevoll gestalteter Hafendekoration zahlreiche Besucherinnen Bild Nico Ilic und Besucher nach Affoltern. (red) Seite 5
Wie lässt sich Jazz in Literatur übersetzen? Der Affoltemer Lyriker, Kulturjournalist und Übersetzer Florian Bissig versucht genau das in seinem neuen Buch «Spielen, was ist – Gedichte zu Coltrane». Darin reagiert er mit sprachlichen Mitteln auf das Werk des legendären US-amerikanischen Saxofonisten John Coltrane. Die Verbindung zu Coltrane reicht bei Bissig weit zurück. Als 17-Jähriger entdeckte er den Jazz, begann, Tenorsaxofon zu spielen – und Coltrane wurde zu seinem Idol. «Er ist ein grosser Innovator, der nie ruhte, sondern seine Kunst ständig weitertrieb», sagt Bissig. In seinem Buch versucht er nun, das spontane und improvisierte Klangereignis des Jazz literarisch einzufangen. Dabei scheut er sich nicht vor ungewöhnlichen Wortschöpfungen und sprachlichen Grenzgängen. Bissig beschäftigt sich aber nicht nur mit Coltranes Musik. Auch dessen gesellschaftspolitische und spirituelle Bedeutung spielt eine wichtige Rolle. Der Jazzmusiker habe die Nöte der schwarzen Bevölkerung in den USA in seine Musik aufgenommen und zugleich Mut gespendet. Gedichte und ergänzende Liner Notes eröffnen unterschiedliche Zugänge zu Coltranes Leben und Werk. (red)
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OPENING
05. & 06. SEPTEMBER AFFOLTERN AM ALBIS
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Ärztlicher Notfalldienst In Notfällen wende man sich zuerst immer über die Praxisnummer an den Hausarzt, bei Abwesenheit erhält man über den Telefonbeantworter die Nummer des AERZTEFON: 0800 33 66 55 Bei Verkehrsunfällen Telefon 117 oder Telefon 058 648 48 48 wählen.
Telefon 144 für Sanitäts-Notruf Notfallzentrum Spital Affoltern Telefon 044 714 33 00 für ALLE Notfälle
Wettswil am Albis Foodsave-Bankett am 12. September 2026 Am Samstag, 12. September 2026, findet ab 11.00 Uhr im Kasinosaal Affoltern am Albis das nationale Foodsave-Bankett statt. Unter dem Motto «Verwände statt Verschwände» werden aus geretteten, einwandfreien Lebensmitteln verschiedene Menüs zubereitet und kostenlos angeboten. Die Bar öffnet bereits um 10.00 Uhr. Vor Ort wird eine freiwillige Kollekte erhoben. Die Einnahmen werden an die Organisation «Tischlein deck dich» gespendet. Nicht verzehrte Menüs können ab 15.00 Uhr kostenlos in eigenen Gefässen mitgenommen werden. Für die Durchführung des Foodsave-Banketts werden noch freiwillige Helferinnen und Helfer gesucht. Interessierte können sich für die Einsätze bei pia.kinner@ref-knonaueramt.ch melden. 4. September 2026 Stadt Affoltern am Albis
Konkurseröffnung / Schuldenruf Schuldnerin: Brederoo-Schmid Erika, geb. 2. Januar 1942, von Andelfingen ZH, c/o Seewadel – Zentrum für Gesundheit und Alter, Obere Seewadelstrasse 12, 8910 Affoltern am Albis, gest. 21. April 2026 Datum der Konkurseröffnung: 17. August 2026 Summarisches Verfahren, Art. 231 SchKG Eingabefrist: 1 Monat Im Übrigen wird auf die Publikation im Schweizerischen Handelsamtsblatt vom 4. September 2026 verwiesen. Affoltern am Albis, 4. September 2026 Konkursamt Affoltern Sagistrasse 8b 8910 Affoltern am Albis
Affoltern am Albis Am 29. August 2026 ist in Zürich ZH gestorben:
Filippo Miggiano geboren am 29. November 1976, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH. Die Beisetzung findet im engsten Fami lien und Freundeskreis statt. Bestattungsamt Affoltern am Albis
Bonstetten
Affolternstrasse 3 – 8913 Ottenbach T. 044 763 40 50 – F. 044 763 40 59 info@ottenbach.ch – www.ottenbach.ch
Wahlanordnung für die Ersatzwahl eines Mitglieds und des Präsidiums der Primarschulpflege für den Rest der Amtsdauer 2026 bis 2030 Für die aus der Primarschulpflege zurückgetretene Präsidentin Nadine Schor hat der Gemeinderat gemäss § 45 des Gesetzes über die politischen Rechte (GPR; LS 161) in Verbindung mit Art. 5 der Gemeindeordnung (GO) die Ersatzwahl eines Mitglieds der Primarschulpflege für den Rest der Amtsdauer 2026–2030 angeordnet.
Der Wahlvorschlag muss von mindestens 15 Stimmberechtigten der Gemeinde unter Angabe von Name, Vorname, Geburtsdatum und Adresse eigenhändig unterzeichnet sein. Die Unterschrift kann nicht zurückgezogen werden. Jede Person kann nur einen Wahlvorschlag unterzeichnen. Wahlvorschlagsformulare sind ab Publikation bei den Bevölkerungsdiensten der Gemeinde Ottenbach erhältlich. Sie können auch telefonisch unter 044 763 40 52 oder per E-Mail an info@ottenbach.ch bezogen werden. Nach Ablauf der Frist zur Einreichung der Wahlvorschläge werden diese geprüft und veröffentlicht. Anschliessend besteht eine weitere Frist, während der neue oder geänderte Wahlvorschläge eingereicht bzw. Wahlvorschläge zurückgezogen werden können. Sind nach Ablauf des Vorverfahrens gleich viele oder weniger Personen definitiv vorgeschlagen, als Stellen zu besetzen sind, und stimmen die zunächst vorgeschlagenen mit den definitiv vorgeschlagenen Personen überein, erklärt die wahlleitende Behörde die vorgeschlagenen Personen als in stiller Wahl gewählt.
geboren am 15. Oktober 1957, von Italien, wohnhaft gewesen in Bonstetten.
Sofern die Behörde im ersten Wahlgang nicht vollständig besetzt werden kann, findet der allfällige zweite Wahlgang am Sonntag, 6. Juni 2027, statt.
Bestattungsamt Bonstetten
Gegen diese Anordnung kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert fünf Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen erhoben werden. Die in dreifacher Ausfertigung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten.
Am 31. August 2026 ist in Affoltern am Albis gestorben:
Veronika Steinmann geb. Suter geboren am 12. März 1929, wohnhaft gewesen in Hausen am Albis.
Im Kanton Zürich stehen rund 100'000 Wohnbauten, die mit einfachen Massnahmen energetisch verbessert werden könnten. Um das Potenzial für die Modernisierung des Gebäudeparks besser auszuschöpfen, sind die Baudirektion Kanton Zürich, die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich und die Zürcher Kantonalbank gemeinsam seit über 13 Jahren mit dem Programm «starte!» unterwegs. Ausstellung und Vorgehensberatung Die kostenlose Veranstaltung beinhaltet mittels Animationen aufbereitete Informationen und ein Themenpodium mit Fachexperten, welche die Vorteile einer energetischen Gebäudemodernisierung von Wohnbauten und eine optimale Vorgehensweise aufzeigen. Vor und nach dem Informationsteil präsentieren sich verschiedene Fachpartner aus der Gebäude- und Energiebranche im Rahmen einer Tischausstellung. Interessierte Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer können schliesslich eine individuelle Beratung in Anspruch nehmen. Die mit dem Programm «starte!» vergünstigt und teilweise kostenlos angebotenen Dienstleistungen fokussieren den Heizungsersatz, die Nutzung der Sonnenenergie und mit dem GEAK Plus die umfassende Gebäudemodernisierung sowie die Finanzierungsthematik. Infoveranstaltung «starte!»: Montag, 21. September 2026, ab 18.00 Uhr Mehrzwecksaal Schulhaus Ägerten, Dettenbühlstrasse 1, Wettswil am Albis Fachausstellung: ab 18.00 Uhr, Themenpodium: 19.00 Uhr Anmeldung per Mail bis spätestens 14. September 2026: bau@wettswil.ch
Wählbar ist jede stimmberechtigte Person, die ihren politischen Wohnsitz in der Gemeinde Ottenbach hat. Die Kandidatin oder der Kandidat muss auf dem Wahlvorschlag mit Name, Vorname, Geschlecht, Geburtsdatum, Beruf, Adresse und Heimatort bezeichnet werden. Zudem können der Rufname, der Hinweis, ob die vorgeschlagene Person dem Organ bereits bisher angehört hat, sowie die Zugehörigkeit zu einer politischen Partei angegeben werden.
Maurizio Perrone
Hausen am Albis
Erneuerungsbedürftige Fassade, Dach oder Fenster. Eine alte Heizung oder der Wunsch, Energie selbst zu produzieren oder sogar dem Nachbarn zu verkaufen? Und was muss ich wegen der Abschaffung des Eigenmietwerts beachten? Es gibt viele Gründe, um ein Gebäude energetisch zu modernisieren. Das Unterstützungsprogramm «starte!» hilft Hauseigentümerinnen und Hauseigentümern mit Informationen und zielführenden Beratungen. Das aktualisierte Programm ist am 21. September 2026 im Mehrzwecksaal des Schulhaus Ägert in Wettswil am Albis zu Gast. Organisiert wird die kostenlose Infoveranstaltung von der Gemeinde Wettswil am Albis.
In Anwendung von Art. 5 GO sowie §§ 48 ff. GPR sind Wahlvorschläge bis spätestens Mittwoch, 14. Oktober 2026, beim Gemeinderat Ottenbach, Affolternstrasse 3, 8913 Ottenbach, einzureichen.
Sind die Voraussetzungen für eine stille Wahl nicht erfüllt, findet am Sonntag, 28. Februar 2027, ein Wahlgang statt. Die Wahl wird gemäss Art. 5 GO mit einem leeren Wahlzettel und einem Beiblatt an der Urne durchgeführt.
Am 26. August 2026 ist gestorben:
«Wie modernisiere ich mein Gebäude richtig?»
4. September 2026 Gemeinderat Ottenbach
In tiefer Trauer, aber dankbar für die vielen gemeinsamen Jahre, nehmen wir Abschied von meinem geliebten Geni, unserem Papi, Baba, Schwiegerpapi, Bruder und Freund.
Eugen Matthias Schuppisser-Rossit 10. April 1937 – 25. August 2026 Durch seine Krankheit hat sich Eugen immer mehr von dieser Welt verabschiedet. Im Tages- und Nachtzentrum in Muri wurde er bis zu seinem Tod liebevoll umsorgt. Für immer in unseren Herzen
Franca Schuppisser-Rossit Carmen und Pascal Comtesse Joël und Nicolas Comtesse Roman Schuppisser und Erin Donoghue mit Olivia Inge Trumpf (Schwester) und Hans Trumpf Die Beisetzung erfolgt im engsten Familienkreis. Anstelle von Blumen unterstütze man das Tages- und Nachtzentrum Verein Pflegi Muri mit dem Vermerk: Im Gedenken an Eugen Schuppisser, IBAN CH08 0900 0000 5000 0987 9. Traueradresse: Franca Schuppisser-Rossit, Arnistrasse 5, 8908 Hedingen
Der Abschiedsgottesdienst findet am Freitag, 25. September 2026, um 14.00 Uhr in der reformierten Kirche Hausen am Albis statt. Die Beisetzung erfolgt im engsten Familienkreis. Bestattungsamt Hausen am Albis
«Ob im Horner oder Heuet, wer gugge gärä z talus und teschet hiesigi Ruschtig uf. Da chame nume sine, wi fürnähm wers hii.»
Hedingen Am 25. August 2026 ist in Muri AG gestorben:
«Eugen» Matthias Schuppisser geboren am 10. April 1937, von Hedingen, Zürich, Winterthur, verheiratet, wohnhaft gewesen in Hedingen.
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Kauderwelsch? Nur wenn man nicht richtig hinhört. Wir engagieren uns für eine belebte Bergwelt. berghilfe.ch
Die Solidaritätsstiftung des SRF
Bezirk Affoltern
WIR GRATULIEREN Offenbar scheint es so, dass das Säuliamt gut für die Gesundheit zu sein scheint und ein langes Leben möglich macht, denn gleich zwei Damen zeugen davon.
Zum 91. Geburtstag Irma Odermatt, lange Jahre in Hausen wohnhaft gewesen, feiert heute Freitag, 4. September, in Affoltern ihren 91. Geburtstag. Morgen Samstag, 5. September, tut es ihr Elisabeth Buzzi-Kern gleich, auch sie feiert ihre 91. Lebensjahre. Wir wünschen beiden einen gemütlichen und schönen Tag. Fürs neue Lebensjahr alles Gute und schöne Momente und beiden gratulieren ganz herzlich.
Zum 85. Geburtstag Am Samstag, 5. September, kann auch Rocco Impusino aus Stallikon feiern. Er wird 85 Jahre alt. Wir gratulieren auch ihm ganz herzlich.
Gratulationen sind willkommen! Für die Rubrik «WIR GRATULIEREN» sind wir auf die Einsendungen der Leserinnen und Leser angewiesen. Bitte schicken Sie uns Gratulationshinweise per Mail an: redaktion@affolteranzeiger.ch Gratis aufgenommen werden Geburtstage ab dem 90., runde und halbrunde ab dem 80. sowie Hochzeitsjubiläen ab der Goldenen Hochzeit (50 Jahre). (red)
Leiterin: Barbara Roth Chefredaktor: Daniel Koch (dko) redaktion@affolteranzeiger.ch
Fortsetzung von «Zwei Vorstellungen davon, wie die Schweiz neutral bleiben soll» Daniel Koch Die Schweiz sei keinem Militärbündnis angeschlossen und werde nicht zur Kriegspartei, so Nicole Barandun weiter. Daran wolle auch die Gegnerschaft der Initiative nichts ändern. Problematisch sei für sie jedoch, wenn der Handlungsspielraum der Schweiz mit einer detaillierten Verfassungsbestimmung eingeschränkt werde. Besonders störte Barandun die vorgesehene Begrenzung der militärischen Zusammenarbeit. Die Schweiz müsse ihre Armee auf einen möglichen Ernstfall vorbereiten können. Dazu gehörten Übungen mit Nachbarstaaten oder auch der Nato. Zusammenarbeit müsse eingeübt werden. Sie verglich dies mit einer Feuerwehr, bei der ebenfalls nicht erst im Ernstfall ausprobiert werde, wie verschiedene Organisationen miteinander funktionieren. Gemeinsame Übungen seien noch lange kein Beitritt zu einem Verteidigungsbündnis. Moderne militärische Systeme seien komplex, zudem seien gewisse Übungen in der kleinen Schweiz kaum möglich. Auch gemeinsame Beschaffungen und die Zusammenarbeit im Cyberbereich seien aus ihrer Sicht sinnvoll. Barandun fasste ihre Position am Ende ihres Eingangsreferats entsprechend zusammen: Sie lehne die Initiative ab, «nicht trotz der Neutralität, sondern für die Neutralität» – für eine Schweiz, die neutral, wehrhaft und handlungsfähig bleibe.
Mit vollem Körpereinsatz warb Christoph Blocher für die Neutralitätsinitiative – beobachtet von Moderator Claude Wuillemin. (Bilder Daniel Koch) fen zu bevorzugen und das eigene Territorium nicht zur Verfügung zu stellen. Bei schweren Verletzungen des Völkerrechts müsse die Schweiz aber die Möglichkeit haben, zu reagieren. Gerade ein kleines Land sei darauf angewiesen, dass Grenzen respektiert und internationale Regeln eingehalten würden. Für Barandun gehört deshalb auch die Möglichkeit, Sanktionen zu übernehmen, zum aussenpolitischen Handlungsspielraum der Schweiz. Blocher sah dies grundsätzlich anders. Sanktionen seien für ihn ebenfalls Waffen – wirtschaftliche statt militärische. Zudem bezweifelte er deren Wirksamkeit. In einer globalisierten Wirtschaft könnten sie über Drittstaaten umgan-
gen werden. Getroffen würden häufig nicht die politischen Führungen, sondern Teile der Bevölkerung. Die Schweiz mache sich damit politisch zur Partei, ohne den Krieg zwingend beeinflussen zu können.
Der Bürgenstock als Beispiel Moderator Claude Wuillemin brachte auch die Ukraine-Friedenskonferenz auf dem Bürgenstock zur Sprache. Für Blocher zeigte gerade sie, welchen Preis die Schweiz für ihre veränderte Neutralitätspolitik bezahle. Russland sei der Konferenz ferngeblieben. Ein neutraler Vermittlungsort müsse aber von beiden Kriegsparteien akzeptiert werden.
Besonders deutlich prallten die Positionen bei den Sanktionen aufeinander. Für Barandun machen wirtschaftliche Strafmassnahmen einen Staat nicht zur Kriegspartei. «Sanktionen sind keine Kriegserklärung», argumentierte sie. Sie seien ein ziviles Instrument und könnten gerade eine Alternative zu militärischem Handeln darstellen. Neutralität bedeute in erster Linie, sich militärisch nicht an einem Krieg zu beteiligen, keine Kriegspartei mit Waf-
Redaktion: Claudia Eugster (cle), Livia Häberling (lhä) Korrespondentinnen und Korrespondenten: Angela Bernetta (net), Sandra Isabél Claus (cla), Urs Kneubühl (kb), Nico Ilic (nil), Martin Platter (map), Brigitte Reemts Flum (bre), Bernhard Schneider (bs), Werner Schneiter (-ter.), Daniel Vaia 27 155(dv), Marianne Voss (mvo), Marcus Weiss (mwe), Regula Zellweger (rz) Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 27 810 Beratung und Verkauf Inserate: Evelyn Löhr / Christine von Burg Telefon 058 200 57 00 inserat@affolteranzeiger.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 55 86 Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Druck: CH Media Print AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der CH Media AG auf www.chmedia.ch
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«Neutralität ist kein Schutzschirm»
Streitpunkt Sanktionen
Herausgeberin: CH Regionalmedien AG Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Obere Bahnhofstrasse 5 8910 Affoltern a. A.
Freitag, 4. September 2026
«Sanktionen sind keine Kriegserklärung.» Nicole Barandun, Nationalrätin Die Mitte
SVP-Kantonsrätin Ursula Junker aus Mettmenstetten (links) informierte vor der Podiumsdiskussion über die kantonale Initiative «Selbstbestimmung am Lebensende in Alters- und Pflegeheimen» und empfahl ein Nein. Im Bild mit Christoph Blocher, Nicole Barandun und Claude Wuillemin (von links).
Blocher erinnerte an das Treffen zwischen dem damaligen US-Präsidenten Joe Biden und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin 2021 in Genf. Damals sei die Schweiz noch von beiden Seiten als neutraler Boden wahrgenommen worden. Durch die Übernahme der Sanktionen habe sie diese Rolle beschädigt. «Wir sind eben nicht mehr schweizerisch-neutral», lautete seine Diagnose. Barandun räumte ein, dass Friedensgespräche ohne alle Konfliktparteien am Tisch «sicher nicht» ideal seien. Sie widersprach aber der Vorstellung, die Schweiz habe ihre Rolle als Vermittlerin verloren. Nach wie vor fänden in der Schweiz Gespräche und diplomatische Bemühungen zu Konflikten aus verschiedenen Teilen der Welt statt. «Da sind wir immer noch sehr geschätzt», sagte sie.
Unterschiedlicher Blick Auch die Geschichte bemühten beide Seiten – mit unterschiedlichen Schlussfolgerungen. Blocher verwies wiederholt auf den Zweiten Weltkrieg. Entscheidend sei nicht nur, selbst neutral zu sein: «Man muss anerkennen, man muss glauben, dass wir das sind», sagte er mit Blick auf die Wahrnehmung der Schweiz durch andere Staaten. Barandun hielt eine allein auf die Neutralität reduzierte Erklärung für zu einfach. Die Schweiz sei im Zweiten Weltkrieg nicht nur wegen ihrer Neutralität verschont geblieben. Entscheidend seien ebenso die Mobilisierung der Armee, die glaubwürdige Verteidigungsbereitschaft, geschickte Diplomatie und die Interessen der Grossmächte gewesen. «Neutralität ist kein Schutzschirm», hielt sie fest. Sie sei vielmehr ein wichtiger Bestandteil einer umfassenden Sicherheits- und Aussenpolitik. Genau darin lag am Ende der grundlegende Unterschied zwischen den beiden Positionen. Blocher will die Neutralität möglichst klar und verbindlich in der Verfassung festschreiben, um auch die Politik daran zu binden. Barandun sieht gerade in dieser Festschreibung eine Gefahr: Sie fürchtet, dass die Schweiz damit jenen Handlungsspielraum verliert, den sie benötigt, um ihre Sicherheit in einer zunehmend vernetzten Welt zu gewährleisten. So war man sich nach der engagierten Debatte zumindest in einem Punkt einig: Die Schweiz soll neutral bleiben. Gestritten wurde darüber, welche Neutralität das Land künftig am besten schützt.
Rossmann eröffnet am 13. November Auch in der Nähe des Zentrums Oberdorf in Affoltern kommt es zu Lokal-Rochaden livia häberling Die Discounter entdecken Affoltern: Die Drogeriekette Müller machte im September 2025 den Anfang und eröffnete im Coopark ihre erste Filiale. Im Frühjahr 2026 zog der Non-Food-Discounter Action nach, und nun markiert bald auch Rossmann Präsenz im Bezirkshauptort. Die Drogeriemarkt-Kette übernimmt im Zentrum Oberdorf die rund 400 Quadratmeter grosse Ladenfläche, die seit dem Umzug von Dosenbach leer steht (der «Anzeiger» hat berichtet). Mittlerweile ist klar, wann es losgeht: Die Eröffnung ist für den 13. November geplant. Mit Rossmann zieht ein Mieter ein, der mit seinem Sortiment ein sehr breites, aber stark preisbewusstes Alltagspublikum im Visier hat. Erweist sich die Standortwahl als günstig, dürfte sich die Kundenfrequenz im Zentrum Oberdorf mittelfristig steigern. Dies wiederum dürfte die Zufahrtssituation rund um das Zentrum Oberdorf weiter verschärfen. Anders als der Coo-
park befindet sich das Zentrum Oberdorf nicht in Sichtdistanz zum Bahnhof oder zu einer Bushaltestelle. Und bereits heute stösst das unterirdische Parkhaus zu gewissen Zeiten − etwa samstags − an seine Kapazitätsgrenze.
Auch «Coin», das «Laternenstübli» und das «Metropol» müssen weichen Etwas oberhalb des Zentrums Oberdorf hat Andrea Rey ihren Laden. Sie führt seit Januar 2025 den Secondhand-Shop Coin, der zunächst ein paar Häuser weiter in demselben Lokal untergebracht war wie vor Jahren bereits der Secondhand-Shop Deschawü. Weil dieses Haus mit der Überbauung des ehemaligen Schönbächler-Areals abgerissen wurde, bezog Rey Ende Oktober die ehemaligen Räumlichkeiten von Wilma Skisport. Doch auch diese Bleibe wird nicht von Dauer sein. Ende Jahr wird sie ausziehen müssen, weil das Haus ebenfalls abgerissen wird. «Es war mir bewusst, dass es sich um eine Zwischennutzung handelt», sagt Rey dazu, «für mich ist das
Noch befindet sich die Innenausstattung im Rohbau. Bis Mitte November entsteht hier eine Filiale von Rossmann. (Bild Livia Häberling) okay.» Wenngleich zwischen den Zeilen herauszuhören ist, dass sie die vielen Abrisse bedauert, die in Affoltern derzeit für Neubauten Platz machen müssen. Auch das Nachbarhaus von Wilma Skisport wird abgerissen. Dort ist aktuell noch das «Laternenstübli» einquartiert. In den nächsten Tagen wird es in Affoltern seine Türen schliessen − und
in Obfelden, im ehemaligen Restaurant Rütli, wieder öffnen (siehe Bericht auf Seite 7). Und auch für das Etablissement Metropol, das sich oberhalb des «Laternenstübli» befindet, hat es sich demnächst ausgeräkelt. Ob es ebenfalls einen neuen Standort sucht oder bereits gefunden hat, ist unklar. Am Mittwoch war dort niemand zu erreichen.
Bauprojekte Planauflage: Die Pläne liegen auf den betreffenden Gemeindekanzleien zur Einsicht auf. Dauer der Planauflage: 20 Tage vom Datum der Ausschreibung an. Erfolgt die Ausschreibung im Amtsblatt des Kantons Zürich später, gilt das Datum der letzten Ausschreibung. Rechtsbehelfe: Begehren um die Zustellung von baurechtlichen Entscheiden sind innert 20 Tagen seit der Ausschreibung bei der Baubehörde schriftlich einzureichen; elektronische Zuschriften (EMails) erfüllen die Anforderungen der Schriftlichkeit in der Regel nicht. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Die Rekursfrist läuft ab Zustellung des Entscheides (§§ 314–316 PBG). Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide wird eine geringfügige Kanzleigebühr erhoben.
Affoltern am Albis Bauherrschaft: apholtra AG, Weidstrasse 1, 8934 Knonau Projektverfasser: architekturfabrik gmbh, Alte Obfelderstrasse 68, 8910 Affoltern am Albis Projekt: Umbau, Sanierung, Dacherhöhung und neue Umgebungsgestaltung inkl. Abstellplätzen, Wollengasse 4, 8910 Affoltern am Albis Katasterinformationen: Grundstück-Nr.: 43, Zone: Kernzone Rechtliche Hinweise und Fristen Ort der Planauflage: Die Pläne können ausschliesslich in der kantonalen Plattform eAuflageZH (https://portal.ebau gesuche.zh.ch/eauflage) während der Auflagefrist eingesehen werden. Rechtliche Hinweise Die Pläne sind während der Auflagefrist in der eAuflage einsehbar. Erfolgt die Ausschreibung in mehreren Publikationsorganen, so gilt das Datum der letzten Ausschreibung. Während der Planauflage können Baurechtsentscheide über die Plattform eAuflage eingefordert werden. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide kann eine Kanzleigebühr erhoben werden. Publikation gemäss §§ 6 und 314 Planungs- und Baugesetz (PBG). Rechtsmittelfrist Frist: 20 Tage Ablauf der Frist: 24. September 2026 Auflagefrist
Rifferswil Bauherrschaft: Tosa Immobilien AG, Jonenbachstrasse 19, 8911 Rifferswil Projektverfasser: Salamon Planung GmbH, Jonenbachstrasse 19, 8911 Rifferswil Projekt: Umbau Werkhalle zu Wohnen, Fassadenänderungen an Nordwest- und Südwestfassaden, Jonenbachstrasse 19, 8911 Rifferswil Katasterinformationen: GrundstückNr.: 1942, Zone: Kernzone
Affoltern am Albis
Affoltern am Albis
Affoltern am Albis
Wettswil am Albis
Bauherrschaft: Stadt Affoltern am Albis, Abteilung Immobilien, Marktplatz 1, 8910 Affoltern am Albis Projektverfasser: Der Bauherr ist Projektverfasser. Projekt: Neubau Schulhaus Wolhusen (rev. Bauprojekt, Reduktion um 1 Stockwerk), Butzenstrasse 4, 8910 Affoltern am Albis Katasterinformationen: Grundstück- Nr.: 5832, Zone: Zone für öffentliche Bauten Rechtliche Hinweise und Fristen: Ort der Planauflage: Die Pläne können ausschliesslich in der kantonalen Plattform eAuflageZH (https://portal.ebaugesuche.zh.ch/eauflage) während der Auflagefrist eingesehen werden. Rechtliche Hinweise: Die Pläne sind während der Auflagefrist in der eAuflage einsehbar. Erfolgt die Ausschreibung in mehreren Publikationsorganen, so gilt das Datum der letzten Ausschreibung. Während der Planauflage können Baurechtsentscheide über die Plattform eAuflage eingefordert werden. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide kann eine Kanzleigebühr erhoben werden. Publikation gemäss §§ 6 und 314 Planungs- und Baugesetz (PBG). Rechtsmittelfrist: Frist: 20 Tage Ablauf der Frist: 24. September 2026 Auflagefrist
Bauherrschaft: Lukas Keller, Wilgibelweg 20, 8910 Affoltern am Albis Projektverfasser: Der Bauherr ist Projektverfasser Projekt: Anbau Abstellraum, Dämmung Fassadenteile, Wilgibelweg 20, 8910 Affoltern am Albis Katasterinformationen: GrundstückNr.: 6460, Zone: W2 Rechtliche Hinweise und Fristen: Ort der Planauflage: Die Pläne können ausschliesslich in der kantonalen Plattform eAuflageZH (https:// portal.ebaugesuche.zh.ch/eauflage) während der Auflagefrist eingesehen werden. Rechtliche Hinweise: Die Pläne sind während der Auflagefrist in der eAuflage einsehbar. Erfolgt die Ausschreibung in mehreren Publikationsorganen, so gilt das Datum der letzten Ausschreibung. Während der Planauflage können Baurechtsentscheide über die Plattform eAuflage eingefordert werden. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide kann eine Kanzleigebühr erhoben werden. Publikation gemäss §§ 6 und 314 Planungs- und Baugesetz (PBG). Rechtsmittelfrist: Frist: 20 Tage Ablauf der Frist: 24. September 2026 Auflagefrist
Bauherrschaft: Swisscom (Schweiz) AG, Binzring 17, 8910 Affoltern am Albis Projektverfasser: Der Bauherr ist Projektverfasser. Projekt: Umbau der bestehenden Mobilfunkanlage mit den bestehenden Antennen und einer Erweiterung des Fundaments, Industriestrasse 16.1, 8910 Affoltern am Albis Katasterinformationen: GrundstückNr.: 4410, Zone: Industriezone
Bauherrschaft: Gewerkschaftliche Wohn- und Baugenossenschaft GEWOBAG, Langgrütstrasse 140, 8047 Zürich Projektverfasser: Niedermann Sigg Schwendener Architekten AG, Grüngasse 19, 8004 Zürich Projekt: Abbruch Scheune sowie Neubau Mehrfamilienhaus mit Tiefgarage (Projektänderung) Poststrasse 1b, 8907 Wettswil am Albis Katasterinformationen: GrundstückNr.: 3678, Zone: Kernzone K Rechtliche Hinweise und Fristen Ort der Planauflage Gemeindeverwaltung Wettswil am Albis Abteilung Bau und Infrastruktur Ettenbergstrasse 1 8907 Wettswil am Albis Rechtliche Hinweise Die Pläne liegen während der Auflagefrist auf. Erfolgt die Ausschreibung in mehreren Publikationsorganen, so gilt das Datum der letzten Ausschreibung. Während der Planauflage können Baurechtsentscheide bei der Baubehörde eingefordert werden. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide kann eine Kanzleigebühr erhoben werden. Publikation gemäss §§ 6 und 314 Planungs- und Baugesetz (PGB). Rechtsmittelfrist Frist: 20 Tage Ablauf der Frist: 24. September 2026 20 Tage öffentliche Auflage (§ 314 PBG)
Affoltern am Albis Bauherrschaft: Martin Wiesli, Goldiger Berg 22, 8910 Affoltern am Albis Projektverfasser: Der Bauherr ist Projektverfasser. Projekt: Installation Klimaanlage in EFH, Goldiger Berg 22, 8910 Affoltern am Albis Katasterinformationen: GrundstückNr.: 2679, Zone: W3a Rechtliche Hinweise und Fristen Ort der Planauflage: Die Pläne können ausschliesslich in der kantonalen Plattform eAuflageZH (https://portal.ebaugesuche.zh.ch/eauflage) während der Auflagefrist eingesehen werden. Rechtliche Hinweise: Die Pläne sind während der Auflagefrist in der eAuflage einsehbar. Erfolgt die Ausschreibung in mehreren Publikationsorganen, so gilt das Datum der letzten Ausschreibung. Während der Planauflage können Baurechtsentscheide über die Plattform eAuflage eingefordert werden. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide kann eine Kanzleigebühr erhoben werden. Publikation gemäss §§ 6 und 314 Planungs- und Baugesetz (PBG). Rechtsmittelfrist: Frist: 20 Tage Ablauf der Frist: 24. September 2026 Auflagefrist
Affoltern am Albis Bauherrschaft: ECOREAL Schweizerische Immobilien Anlagestiftung, Culmannstrasse 99, 8006 Zürich Projektverfasser: Der Bauherr ist Projektverfasser. Projekt: Umplanung Fluchtwegkonzept inkl. inneren Anpassungen und neuer Aussenfluchttreppe, Industriestrasse 5, 8910 Affoltern am Albis Katasterinformationen: Grundstück- Nr.: 6896, Zone: Industriezone Rechtliche Hinweise und Fristen: Ort der Planauflage: Die Pläne können ausschliesslich in der kantonalen Plattform eAuflageZH (https://portal.ebaugesuche.zh.ch/eauflage) während der Auflagefrist eingesehen werden. Rechtliche Hinweise: Die Pläne sind während der Auflagefrist in der eAuflage einsehbar. Erfolgt die Ausschreibung in mehreren Publikationsorganen, so gilt das Datum der letzten Ausschreibung. Während der Planauflage können Baurechtsentscheide über die Plattform eAuflage eingefordert werden. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide kann eine Kanzleigebühr erhoben werden. Publikation gemäss §§ 6 und 314 Planungs- und Baugesetz (PBG). Rechtsmittelfrist: Frist: 20 Tage Ablauf der Frist: 24. September 2026 Auflagefrist
Mettmenstetten
Hausen am Albis
Bauherrschaft: Gemeinde Mettmen stetten, Albisstrasse 2, 8932 Mettmen stetten Projekt: Neubau Unterflurcontainer Sammelstelle, Albisstrasse, 8932 Mett menstetten Katasterinformationen: Grundstück Nr.: 4163, Zone: Kernzone KA
Bauherrschaft: Weiwei und Lars Jonsson, Dorfstrasse 26, 8925 Ebertswil Projektverfasser: A-22 AG, Poststrasse 6, 6300 Zug Projekt: Wintergartenersatz, Dorfstrasse 26, 8925 Ebertswil Katasterinformationen: Kreis: Ebertswil, Grundstück-Nr.: 2244, Zone: W 1.4
Rechtliche Hinweise und Fristen Ort der Planauflage: Die Pläne können ausschliesslich in der kantonalen Plattform eAuflageZH (https://portal.ebaugesuche.zh.ch/eauflage) während der Auflagefrist eingesehen werden. Rechtliche Hinweise: Die Pläne sind während der Auflagefrist in der eAuflage einsehbar. Erfolgt die Ausschreibung in mehreren Publikationsorganen, so gilt das Datum der letzten Ausschreibung. Während der Planauflage können Baurechtsentscheide über die Plattform eAuflage eingefordert werden. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide kann eine Kanzleigebühr erhoben werden. Publikation gemäss §§ 6 und 314 Planungs- und Baugesetz (PBG). Rechtsmittelfrist: Frist: 20 Tage Ablauf der Frist: 24. September 2026 Auflagefrist
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Bezirk Affoltern
Freitag, 4. September 2026
Fräulein Louise begeistert die Besuchenden. (Bilder Nico Ilic)
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Nachtaufnahme aus der Luft vom grosszügigen Areal, auf dem das Pfadi Folk Fest stattfand.
Pfadi-Festival legte in Affoltern an Drei Tage «Ahoy!» am Pfadi Folk Fest Nico ilic Unter dem Motto «Ahoy!» ging vergangenes Wochenende das Pfadi Folk Fest (PFF) über die Bühne. Was während rund zweier Wochen mit zahlreichen freiwilligen Helferinnen und Helfern aus dem Boden gestampft wurde, zeigte sich an den drei Festivaltagen. «Die intensive und sorgfältige Planung der letzten Jahre hat sich ausbezahlt. Für uns war es das perfekte Festwochenende», resümiert Mirjam Beutler («Luanda»), Co-Präsidentin OK PFF 2026. Das Gelände lag
zwischen Obfelden und Affoltern, direkt beim Schützenhaus Zwillikon, und bot Platz für zwei Konzertbühnen, mehrere Bars, einen Zeltplatz – und vor allem für eine gute Zeit. Auf dem ganzen Areal war das Motto «Ahoy!» spürbar: Überall standen Holzmöwen und andere hafentypische Dekoartikel. Aus der Vogelperspektive wurde am Abend sichtbar, wie viele Besucherinnen und Besucher für die drei Tage ihr eigenes kleines Zeltdorf aufgeschlagen hatten. Wer nicht vor der Bühne im Schlamm oder unter dem
Den Nachmittag gingen viele Gäste gemütlich an ...
grossen Festzelt stand, fand sich an einer der Bars wieder, etwa im «Rhyhafe». Organisiert wird das PFF von ehrenamtlichen Pfadis. Das Festival findet dabei nicht immer am gleichen Ort statt, sondern zieht von Ausgabe zu Ausgabe weiter. Dieses Jahr machte es in Affoltern halt. Wie viel Arbeit die Organisatorinnen und Organisatoren in den zwei Wochen vor dem Fest investierten, war den drei Tagen deutlich anzusehen: Von der Bühnentechnik über die Bar-Buden bis zur Dekoration wirkte das Gelände durchdacht und liebevoll gestaltet. «Wir
haben unseren eigenen PFF-Hafen erschaffen und es freut uns, wie viele Besuchende hier angelegt haben», hält
«Für uns war es das perfekte Wochenende.» Mirjam Beutler «(Luanda»), Co-Präsidentin OK PFF 2026
Daniel Nadig («Mungg»), Verantwortlicher für die Infrastruktur, fest.
Musikalisch war für praktisch jeden Geschmack etwas dabei. Das Line-up reichte von Rap über Elektromusik bis Rock – und zum wohl bekanntesten Kinderliedermacher der Schweiz, Andrew Bond. Den Abschluss und gleichzeitig einen ganz anderen Ton bildete der Sonntag: der Familiensonntag. An diesem Tag fanden viele Familien mit Kindern den Weg aufs Gelände. Nächstes Jahr zieht das Festival zwar ins baselländische Brislach, hier im Bezirk dürfte die diesjährige Ausgabe aber noch lange in Erinnerung bleiben.
... um dann bis tief in die Nacht zu feiern.
Eine der eindrücklisten Bauten auf dem Platz: Mitten auf dem Gelände stand ein Leuchtturm.
Die zweite Bühne war überdacht. So trotzte das Konzert am Freitagabend dem Regen.
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Bezirk Affoltern
Freitag, 4. September 2026
Der Affoltemer Lyriker Florian Bissig über John Coltrane Ein Buch, das mit literarischen Formen auf Musik reagiert Regula ZellwegeR «Als ich 17-jährig den Jazz entdeckte und Tenorsaxofon zu spielen begann, wurde Coltrane mein Idol. Er ist ein grosser Innovator, der nie ruhte, sondern seine Kunst ständig weitertrieb. Coltrane hat den Jazz zur ernsten Musik und zu einer vollgültigen Kunstform gemacht», erzählt Florian Bissig. John Coltrane war im letzten Jahrhundert ein bedeutender US-amerikanischer Jazzmusiker. «Coltranes Musik war politisch und sein Schaffen hatte – und hat bis heute – eine grosse gesellschaftliche Wirkung.»
Musiker und Lyriker mit Gemeinsamkeiten Was haben nun ein Affoltemer Philosoph, Anglist, Kulturjournalist und literarischer Übersetzer, Jahrgang 1979 und im Kanton Zürich geboren, und ein Jazzmusiker mit schwarzer Hautfarbe, geboren 1926 in North Carolina, gemeinsam? Es ist vor allem die Liebe zur Musik und das Streben nach künstlerischem Ausdruck: Coltrane mit Musik, Bissig mit Sprache. Beide teilen das Interesse an gesellschaftspolitischen Fragen.
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SPIELEN, WAS IST
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GEDICHTE ZU COLTRANE
«Spielen, was ist». Florian Bissig (2026). ISBN: 978-3-03 867-119-0; 116 Seiten, gebunden. (Bild zvg)
«Mein Buch hat, wie Coltranes Werk, auch eine gesellschaftspolitische Dimension. Coltrane war in den Zeiten der brutalen Rassenunruhen eine besonnene und integrierende Figur. Er hat die Nöte der Schwarzen in seine Musik aufgenommen und seinen Brüdern und Schwestern Mut gespendet. Er war als Mensch und als Musiker eine höchst friedfertige und grosszügige Figur. Dies zu verstehen und dies in seiner Musik zu hören, ist erhebend und bereichernd.» Coltranes Musik ist stark von Improvisation geprägt. Gibt es eine Verbindung zwischen musikalischer Improvisation und Bissigs Umgang mit Sprache? «Ja, das ist ja der ganze Witz meines Buchs: Ich versuche, das spontane, improvisierte Klangereignis des Jazz mit literarischen Mitteln einzufangen.»
Anspruchsvolle Literatur, ausdrucksstarke Lyrik Nach «Nie mehr, Amerika!», einem Buch mit Gedichten und Briefen der Dichterin Phillis Wheatley, und «Anchises in Alaska – ein Vaterbuch in Versen» erschien nun «Spielen, was ist – Gedichte zu Coltrane». Das Buch ist in Gedichte und Liner Notes gegliedert. Jede Liner Note nimmt das Thema des gleichnamigen Gedichtes in Prosa auf. Bissig erklärt: «Das Buch ist keine Biografie, sondern ein Gedichtband mit einem biografisch-historischen Anhang. Ich habe die Gedichte und die erklärenden Liner Notes absichtlich getrennt, um verschiedene Zugänge zu ermöglichen. Jazzkenner werden die Anspielungen in den Gedichten verstehen; Nichteingeweihte können vorher oder nachher alles nachlesen, wenn sie denn wollen. Die Gedichte können aus meiner Sicht auch für sich stehen. Eine ganz banale Funktion meiner ‹Liner Notes› ist es auch, den Lesenden zu verraten, welche Aufnahmen von Coltrane die Gedichte inspiriert haben, damit sie sich diese anhören können. Und auch hier ist beides möglich: zuerst hören, dann lesen, oder umgekehrt – oder auch lesen, ohne zu hören.» In den Texten erscheinen Ausdrücke wie Terzenzentrifuge, Trinkel-Tinkel,
Lachsatem, anubischen, helsingörsch und spagatös. «Mich reizt es, an und über die Grenzen des üblichen Sprachgebrauchs zu gehen. So wie Coltrane auch ständig die Grenzen des Erwarteten und Konventionellen überschritt,
«Sein Ton ist einzigartig: stark, geradlinig, schneidend, suchend, predigend, betend, tröstend, ermutigend, erhebend.» Florian Bissig über die Musik von John Coltrane habe ich auch versucht, mein Ausdrucksspektrum zu erweitern. Das ‹Populäre›, Geläufige, Unterhaltsame ist mir kein Anliegen in meiner Lyrik. Vor allem in diesem Buch, das ja Coltrane gewidmet ist, der ebenfalls kein Unterhalter, sondern ein Künstler ist.»
Der Affoltemer Lyriker Florian Bissig. (Bild Fondation Jan Michalski / Tonatiuh Ambrosetti)
John Coltrane – ein Suchender Vom Heroin versprach man sich künstlerische Inspiration, es wurde glorifiziert und verharmlost. Wie viele Jazzmusiker seiner Zeit war auch Coltrane in den frühen 1950er-Jahren von Heroin abhängig. 1957 schloss sich Coltrane in seinem Zimmer ein und schaffte den kalten Entzug mit eigener Willenskraft. Er erlebte nach eigenen Angaben eine tiefgreifende religiöse und spirituelle Erweckung. Diese Hinwendung zu Gott, zum Jazz als Gebet und zu weltweiten Religionen prägte fortan sein Leben und sein musikalisches Meisterwerk. Aus der Phase dieser Neuorientierung stammt das Album «A Love Supreme». Bissig: «‹A Love Supreme› ist bis heute ein millionenfacher Bestseller und wird von vielen Menschen geschätzt, die sonst keine Jazzfans sind.» Unter dem Titel «John William Coltranes Psalm» schrieb Bissig ein inniges Gebet, das die Worte «A Love Supreme» x-fach wiederholt und das unter die Haut geht.
Man spürt, dass er Feuer und Flamme für Coltranes Musik ist: «Sein Ton ist einzigartig: stark, geradlinig, schneidend, suchend, predigend, betend, tröstend, ermutigend, erhebend.»
John Coltrane in seiner Zeit «Es ist mir ein Anliegen, auf diesen faszinierenden und inspirierenden Musiker, Künstler und Menschen John Coltrane hinzuweisen und mit meiner poetischen Antwort auf sein Werk die Vielfalt seines Schaffens und Strebens sichtbar zu machen und in Erinnerung zu rufen», so Bissig. Bereits mit dem Band «Nie mehr, Amerika!», der Übersetzung von Gedichten und dem Einblick in das Leben von Phillis Wheatley, einer 1753 geborenen versklavten Frau in den USA, rückte Bissig mit seiner einzigartigen Sprache das Leben von Schwarzen in den USA ins Zentrum. Die Gedichte im ColtraneBuch geben Einblick in eine Zeit, in der
in den USA eine Minderheit unterdrückt wurde und sich mit ihrer Musik Gehör verschaffte. Bissigs Lyrik greift diese Geschichte mit starken Rhythmen und sich oft wiederholenden Wörtern auf – fast wie ein Mantra und zugleich wie Jazzmusik. Es entsteht eine sprachliche Entsprechung zu Musik, die das gewohnte Zeit- und Selbstempfinden verändert, belastende Gedanken in den Hintergrund treten lässt und eine innere, zuversichtliche Gestimmtheit entstehen lassen kann. Mit «Spielen, was ist» lädt Florian Bissig dazu ein, John Coltranes Musik nicht nur neu zu hören, sondern sie auch durch die Kraft der Sprache aus einer anderen Perspektive zu entdecken. Kulturkeller lamarotte, Affoltern: «Spielen, was ist – Gedichte zu Coltrane». Eine literarische Hommage zu John Coltranes 100. Geburtstag (1926-1967) mit: Florian Bissig, Kritiker und Lyriker, und Manfred Papst, Kulturjournalist, 11. September, 20.15 Uhr
Wenn das Lernen schon auf dem Schulweg beginnt Die Stadtpolizei Affoltern begleitete den Schulstart mit verstärkter Präsenz Am Montag, 17. August, hat das neue Schuljahr begonnen. Für viele Kinder bedeutete dies den ersten Weg in den Kindergarten oder zur Schule. Gerade zu Beginn des Schuljahres ist deshalb auf den Schulwegen und im Umfeld von Schulhäusern besondere Aufmerksamkeit erforderlich. Die Stadtpolizei Affoltern war in den ersten beiden Wochen nach Schulbeginn in Affoltern und ihren Anschlussgemeinden verstärkt auf den Schulwegen sowie im Umfeld von Kindergärten und Schulhäusern präsent. Neben der sichtbaren Präsenz führte sie gezielte Verkehrskontrollen durch. Im Zentrum
standen dabei die Sicherheit der Kinder und die Sensibilisierung der Verkehrsteilnehmenden. «Die vielen positiven Rückmeldungen von Eltern sowie Autofahrerinnen und Autofahrern zeigen uns, dass unsere verstärkte Präsenz auf den Schulwegen geschätzt wird», sagt Kommandant Markus Marti. Begleitet wurde der Schulanfang von der eidgenössischen Kampagne «Luege – Brämse – Halte». Plakate entlang der Schulwege erinnerten die Fahrzeuglenkenden daran, im Bereich von Schulen und Kindergärten besonders aufmerksam zu sein und ihr Verhalten anzupassen. Wollen Kinder einen Fuss-
gängerstreifen überqueren, sollen Fahrzeuglenkende vollständig anhalten und auf Handzeichen verzichten. Auch nach den ersten Schulwochen bleibt auf den Schulwegen besondere Aufmerksamkeit wichtig. Kinder können Verkehrssituationen noch nicht gleich gut einschätzen wie Erwachsene. Umso wichtiger ist es, dass Fahrzeuglenkende insbesondere im Umfeld von Schulen, Kindergärten und Fussgängerstreifen aufmerksam und rücksichtsvoll unterwegs sind.
Die Stadtpolizei Affoltern war zum Schulanfang verstärkt präsent. (Symbolbild zvg)
Stadt Affoltern
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Bezirk Affoltern
Freitag, 4. September 2026
Neustart für das Obfelder «Rütli» Das Affoltemer Wirtepaar vom «Laternenstübli» übernimmt das Restaurant das ganze Jahr in irgendeiner Form anbieten.» Man arbeite weiterhin mit dem Anbieter «Wild auf Wild» zusammen, der ganzjährig Produkte liefert. Man wolle auch günstige Mittagessen unter 20 Franken anbieten. «Es gibt jeweils ein Büro-Menü, aber auch ein Bauarbeiter-Menü», erzählt Hübner. Gemeint seien kleinere beziehungsweise grössere Portionen.
Dominik Stierli Das Thema Restaurant beschäftigt die Obfelderinnen und Obfelder schon länger. Von den einst sieben Restaurants im Dorf existiert heute nur noch das «Rütli». Zu seiner Geschichte kommt nun ein neues Kapitel hinzu. Das Restaurant im unteren Teil des Dorfes, an der Dorfstrasse gelegen, ist seit Ende August geschlossen. Der Eigentümer der Liegenschaft, Rico Perl, sagt auf Anfrage, er habe bereits viel Geld investiert, und zeigt sich enttäuscht, dass kein Konzept bisher nachhaltig funktioniert habe. Nun wolle er dem Standort noch eine letzte Chance geben. Ansonsten müsse er eine andere Lösung finden.
Schweizerische und mediterrane Küche «Wir setzen auf schweizerische und mediterrane Küche, aber original», betont Luciano Ponzo mit schönem italienischem Akzent und schwärmt von frischer Pasta und hausgemachten Ravioli. Aber auch Cordon bleus oder ein Rindsfilet sollen auf die Karte kommen. Auch die musikalische Unterhaltung soll beibehalten werden. Ein- bis zweimal pro Monat ist Live-Musik geplant. Ein voraussichtlich letztes Mal ist diesen Samstag in Affoltern Musik zu hören. Für die Terrasse in Obfelden plant man auch schon Fondue-, Raclette- oder Tischgrill-Angebote. Offen ist das Laternenstübli jeweils an sechs Tagen pro Woche, am Sonntag bleibt es vorerst geschlossen. «Im Sommer werden wir aber auch am Sonntag die Terrasse öffnen», erklärt Hübner dazu.
Umzug wegen Abbruch Die neue Chance erhalten keine Unbekannten. Seit April 2024 führen Luciano Ponzo und Katrin Hübner das «Laternenstübli» an der Zürichstrasse in Affoltern. Da das Gebäude in naher Zukunft abgerissen wird, hat sich das Wirtepaar nach Alternativen umgesehen. Da Eigentümer Perl so oder so einen Wechsel
«Wir bleiben in Affoltern offen, bis wir in Obfelden bereit sind.»
Grosse Erfahrung
Luciano Ponzo und Katrin Hübner zum Umzug des «Laternenstübli»
anstrebte, war das Timing perfekt. Das neue Lokal hat eine ideale Grösse, um es mehrheitlich zu zweit zu betreiben. So wird das «Laternenstübli» nach Obfelden umziehen. Wie ein Augenschein vor Ort in Affoltern zeigt, werden bereits Teller, Pfannen und Mobiliar verladen. Wie schnell es geht, können Ponzo und Hübner nicht sagen. Die Übergabe habe zwar diese Woche stattgefunden, aber man müsse nun noch die Bewilligung der Gemeinde abwarten. Der Übergang werde aber fliessend sein. «Wir bleiben in Affoltern offen, bis wir in Obfelden be-
Die Pächter des «Laternenstüblis» in Affoltern, Luciano Ponzo und Katrin Hübner, übernehmen das «Rütli» in Obfelden. (Bild Dominik Stierli) reit sind.» Als Eröffnungstermin wird der 12. September angestrebt.
Der Name «Rütli» verschwindet Die Obfelder Bevölkerung wird sich an einen neuen Namen gewöhnen müssen. Aus dem «Rütli» wird das «Laternenstübli». Einerseits den Stammgästen zu-
liebe, aber es soll auch einen Neuanfang signalisieren, wie Katrin Hübner sagt. Die beiden sind schon voller Ideen für den neuen Standort. Es werde Frühstück und Mittagsmenüs, dazu eine Abendkarte und immer wieder saisonale Angebote geben. Im Herbst wird Wild besonders im Fokus stehen. «Obschon», erklärt die 44-Jährige, «Wild werden wir
Aussenraum wird umgestaltet Primarschulhaus Chilefeld: Neues Spielfeld löst Stangengerüste ab Der Aussenraum beim Schulhaus Chilefeld in Affoltern wird aufgewertet. Der Stadtrat hat dafür einen Kredit von 290 000 Franken bewilligt. Die Arbeiten sind Teil des Gesamtkonzepts zur Aussenraumgestaltung des Primarschulcampus Chilefeld/Stigeli/Butzen/Semper, welches der Stadtrat im März 2026 genehmigt hat. Das Gesamtkonzept wird Ende September 2026 ausführlich vorgestellt.
Vor dem «Laternenstübli» war das Wirtepaar im Restaurant Arche in Affoltern tätig. Beide blicken auf einen grossen Erfahrungsschatz im Gastgewerbe zurück. Die Rollen sind klar verteilt. Luciano Ponzo mit Jahrgang 1966 zeigt sich für die Küche verantwortlich, die 44-jährige Katrin Hübner kümmert sich um die Gäste. Auf die Frage, wer Chef ist, lachen beide und weisen sich das Amt gegenseitig zu. Mit dem Enthusiasmus, den man hier spürt, darf man gespannt sein, was das Wirtepaar in Obfelden umsetzen kann. Man hoffe, dass die Bevölkerung vorbeischaue, und man sei auch offen für die Vereine. Und Ponzo erklärt abschliessend: «Unsere Gäste sind nicht einfach Gäste, sie sind Familie!»
Rücktritt von Nadine Schor Nadine Schor hat ihr Amt als neu gewählte Präsidentin der Schulpflege Ottenbach mit viel Motivation angetreten. In den vergangenen Wochen musste sie jedoch feststellen, dass es ihr aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich ist, die Anforderungen des Schulpräsidiums mit ihren beruflichen und familiären Verpflichtungen zu vereinbaren. Der Bezirksrat hat ihrem Rücktrittsbegehren inzwischen stattgegeben.
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Wildunfall: So verhalten Sie sich richtig In den Übergangsjahreszeiten häufen sich im Strassenverkehr Unfälle mit Wildtieren. Wann bezahlt die Versicherung? Springt Ihnen ein Tier vors Auto, kann der Aufprall sehr heftig sein. Die Folge ist ein Schaden am Auto – im schlimmsten Fall verletzt sich jemand. Auf jeden Fall müssen Sie sich bei der Polizei oder beim Wildhüter melden. Für den finanziellen Schaden am Auto, der wegen dem Zusammenprall mit dem Tier entstanden ist, kommt die Kaskoversicherung auf. Polizei aufbieten Rufen Sie nach einem Unfall mit Wildtieren sofort die Polizei an (Telefon 117), diese bietet allenfalls den Wildhüter auf. Die Kollision muss von einer der beiden Stellen protokolliert werden. Melden Sie den Vorfall nicht oder tun Sie dies erst am nächsten Tag, müssen Sie mit einer Busse rechnen. Wildunfälle vermeiden Bei einer Fahrt über Land kommt es vor allem nachts vor, dass wilde Tiere Ihren Weg kreuzen. So verhalten Sie sich der Situation angepasst: Reduzieren Sie das Tempo. Halten Sie an, wenn Sie am Strassenrand ein Tier erkennen. Tiere sind durch die Scheinwerfer des Autos geblendet, verhalten sich allenfalls schreckhaft oder bleiben plötzlich stehen. Bleibt das Tier stehen, schalten Sie am besten das Licht für wenige Sekunden aus. So hat das Tier Zeit, sich zu verstecken. Wichtig ist, dass Sie für andere Verkehrsteilnehmer jederzeit sichtbar sind. Verhalten im Ernstfall Können Sie trotz aller Vorsicht nicht rechtzeitig bremsen und kollidieren mit einem Tier, verhalten Sie sich so korrekt: Halten Sie an und schalten Sie den Warnblinker ein. Sichern Sie die Unfallstelle mit dem Pannendreieck. Rufen Sie die Polizei an (117). Nähern Sie sich auf keinen Fall dem verletzten Tier, es steht unter Stress und kann deshalb gefährlich sein. Warten Sie, bis die Polizei eintrifft und den Unfall protokolliert. Melden Sie den Schaden Ihrer Versicherung. Gerne beantworten wir Ihre Fragen: Sie erreichen uns unter Telefon 044 762 50 60 oder via E-Mail auf affoltern@mobi.ch. Im Schadenfall: 044 762 50 20
Baustart in den Herbstferien Vizepräsident übernimmt vorerst
Die Umgestaltung umfasst den Bereich hinter dem Schulhaus Chilefeld bis zur Oberen Kirchfeldstrasse und zum Pavillon der Schulbibliothek. Die beiden bestehenden Tischtennistische werden an einen neuen Standort versetzt und mit neu gepflanzten Bäumen beschattet. Die Bogengerüste und Barren sowie das Reck werden rückgebaut und schaffen Platz für ein neues Spielfeld mit rund 200 m² Spielfläche. «Diese Arbeiten haben keinen Zusammenhang mit dem geplanten Schulhausneubau Wolhusen», hält Pascal Santi, Stadtrat Immobilien, fest. Für das Vorhaben wurde inzwischen das Baugesuch eingereicht und amtlich publiziert. Der Baustart ist in den Herbstferien 2026 geplant. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich bis Dezember 2026 andauern. Stadt Affoltern
Der Gemeinderat bedauert den Rücktritt von Nadine Schor, hat aber Verständnis für ihren Entscheid. Wir danken ihr herzlich für ihren Einsatz und das Engagement, das sie in ihre neue Aufgabe eingebracht hat, und wünschen ihr für die Zukunft alles Gute. Bis zur Regelung der Nachfolge übernimmt Lorenz Fanger als Vizepräsident die Leitung der Schulpflege und stellt damit die Kontinuität im Gremium und die Weiterführung der laufenden Geschäfte sicher. Die Vertretung der Schulpflege im Gemeinderat übernimmt in dieser Zeit die zweite Vizepräsidentin Daniela Burkart. Die Ersatzwahl findet am 28. Februar 2027 statt.
Situationsplan zur Aufwertung des Aussenraums beim Schulhaus Chilefeld in Affoltern. (Bild Zwischenraum Landschaftsarchitektur GmbH)
Primarschulpflege und Gemeinderat Ottenbach
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Forum
Freitag, 4. September 2026
HPS muss weiter Platz haben
Mit Hellebarden für Frieden?
Mit Befremden lasen wir im «Anzeiger», dass der Schulzweckverband auf der Suche nach Schulraum ist und in Mettmenstetten, weitab von einem Schulhaus, eventuell Räume mieten kann. Da fragen wir uns, was da schiefläuft mit der Integration, von der gerade wieder alle sprechen? Seit über 50 Jahren ist die Heilpädagogische Schule (HPS) im Primarschulhaus Stigeli integriert. Eine solche Integration gibt es leider fast nirgends, es ist eigentlich ein Vorzeigemodell, auf das Affoltern stolz sein könnte. Wir verstehen deshalb nicht, warum Affoltern ein neues Schulhaus plant, ohne Räume für die Heilpädagogische Schule darin einzuplanen. Natürlich ist die HPS keine Schule nur für Affoltemer Kinder, sondern auch für die im Schulzweckverband angeschlossenen Dörfer des Bezirks. Aber Affoltern als Stadt müsste den Wert dieser Integration erkannt haben und sich glücklich schätzen, dieses einmalige Modell von der Integration weiterhin anbieten zu können. Müsste sich der Leiter Bildung nicht vehement für diese gelebte Integration einsetzen? Ins gleiche Schulhaus zu gehen wie alle anderen Kinder, muss für körperlich und geistig beeinträchtigte Kinder möglich sein. Alle lernen so den Umgang miteinander und es entstehen oft grosse Freundschaften. Das muss doch weiterhin erstrebenswert sein. Deshalb finden wir es auch sehr fraglich, das geplante Schulhaus um ein Stockwerk zu verkleinern. Der vorrätige Platz könnte gebraucht werden, um die HPS im Schulhaus Stigeli zu belassen. Beim geplanten Schulhaus ist unseres Erachtens auch nicht die Höhe des Gebäudes entscheidend, sondern der falsche Standort. Ein Schulhaus auf dem Pausenplatz unserer Kinder zu bauen, das geht nicht, finden wir.
Dass die Schweiz neutral bleibt, ist allen klar, auch den Gegnern der Neutralitätsinitiative. Es geht um deren zweiten Teil: Sanktionen auch gegen Schurkenstaaten sollen nicht mehr möglich sein, ausser, sie seien von der UNO getragen. Ausgerechnet von der UNO! In der entscheidenden Abstimmung um den Beitritt der Schweiz zur UNO 2002 bekämpfte die SVP mit all ihren Mitteln diese Vorlage. Jetzt aber soll plötzlich die UNO alleiniger Ort der moralischen Entscheidung betreffend Sanktionen sein. Was für eine Verwirrung! Es gibt im Umfeld der SVP nebst der Friedenstaube ein weiteres viel gebrauchtes Symbol: die Hellebarde. Parteipräsident Dettling wird bei Auftritten von ihr begleitet, Christoph Blocher jüngst gar durch zwei der Kriegsgeräte. Die Hellebarde steht aber nicht für unsere Unabhängigkeit und den Frieden, sondern für die Schweizer Söldner, also für das Söldnerwesen. Schweizer Jungen und Männer wurden ins Ausland verkauft, wahllos an alle, die zahlten, Hauptsache die Gulden, heute die Rubel, rollten. Oft kämpften Schweizer gegen Schweizer, mit Hellebarden. Die grossen Herren oder Familien machten das Geschäft und den Gewinn, die Kleinen starben oder kamen verkrüppelt heim. Gewinne machen, auch in Kriegen, ohne Sanktionen oder andere moralische Mittel, auch mit Schurkenstaaten, das ist das eigentliche Ziel der Initiative. Darum ein überzeugtes Nein zur Neutralitätsinitiative, ein Ja für mehr Frieden.
Ursula und Peter Leuenberger, Affoltern
Angesichts der Schweizer Neutralitätsfrage kam mir wieder Spengler in den Sinn: Im vierten Gymnasialjahr, im Fach Geschichtsphilosophie, schrieb ich einen Aufsatz über Oswald Spengler. Ich hatte die ausgezeichnete Übersetzung vom spanischen Philosophen und Schriftsteller Ortega y Gasset gelesen, und ich empfand «Der Untergang des Abendlandes» als spannend. Später wurde mir klar, dass die Menschheitsgeschichte gar nicht voraussehbar sein kann, genauso wenig wie die ziellos driftende biologische Evolution. Das von Spengler erwähnte «Sterben» von Hochkulturen beschäftigte mich aber dennoch. Obwohl Spengler den Zweiten Weltkrieg nicht erlebte, sah er einen Parallelismus oder eine Isomorphie zwischen dem Untergang Griechenlands und der Dekadenz Westeuropas. Die kriegerischen Kleinstaaten Griechenlands haben immer wieder einander bekämpft, so wie die ebenfalls kriegerischen europäischen Staaten auch. Irgendwann haben einige dieser griechischen Kleinstaaten die Militärhilfe von Rom beansprucht, und sich dadurch den römischen Machthabern ausgeliefert. So haben wohl auch die Europäer sich den kriegstüchtigen «Cowboys» ausgeliefert. Die Geschichte wiederholt sich nicht, Dummheiten aber schon.
Franz Schüle, Hausen
Freiheit und Neutralität
Ihre Meinung ist willkommen! Gerne können Sie der Redaktion des «Anzeigers» einen Leserinnen- oder Leserbrief schicken. Dazu gibt es ein paar wichtige Regeln: Ihre Meinungsäusserung muss mit Namen sowie Adresse und Telefonnummer des Verfassers oder der Verfasserin versehen sein und soll in maximal 2000 Zeichen ein Thema aus der Region aufgreifen oder einen Beitrag im «Anzeiger» kommentieren. Wir achten darauf, dass nur Briefe in einem freundlichen Tonfall sowie ohne Verletzung von Persönlichkeitsrechten Dritter publiziert werden. Beiträge, die Beleidigungen, falsche Tatsachenbehauptungen, Verleumdungen, persönliche Diffamierungen, drastisch überzogene Kritik an Personen enthalten oder das Andenken Verstorbener verunglimpfen, werden nicht veröffentlicht. Der Inhalt des Leserbriefes muss zudem die eigene Meinung abbilden und bei Zitaten eine Quelle nennen. Auch wichtig: Der Verfasser des Leserbriefes muss mit dem Absender identisch sein. Leserbriefe geben die Meinung der Leser wieder, nicht die der Redaktion. Redaktionsschluss beachten Aufgeben können Sie Ihre Äusserung unter www.affolteranzeiger.ch/ mitmachen/leserbrief-einreichen. Für eine Veröffentlichung am Dienstag sollte die Zuschrift am vorangehenden Freitagmittag auf der Redaktion eintreffen. Für eine Publikation am Freitag schicken Sie uns Ihre Meinungsäusserung bitte bis am Mittwochmittag. Über eine Nichtpublikation wird keine Korrespondenz geführt. (red)
Mini Farb und dini ... Da ist eben doch jedes Mal aufs Neue ein Moment kindlichen Staunens, wenn irgendwo am Horizont dieses kreisbogenförmige Lichtband entsteht. Astrid Diener aus Wettswil ist diese wunderbare Aufnahme am vergangenen Freitag in Mettmenstetten gelungen. (red)
Zentrumsplanung Bonstetten: Es gibt Klärungsbedarf Bonstetten steht vor entscheidenden Weichenstellungen: Die Bevölkerung stimmt über die Projekte zur Zentrumsneugestaltung ab: unterschiedlich bewertet und kontrovers diskutiert. Es fällt auf, dass zu mehreren Punkten Klärungsbedarf besteht: Vorlage 2a) Baurechtsvergabe Für die geplante Baurechtsvergabe wird ein Landwert von 1472 Fr. pro m2 angesetzt. Dieser Wert entspricht nicht dem heutigen Marktpreis für Grundstücke an zentraler Lage. Die Schätzung basiert auf Angaben einer Firma – eine zweite Bewertung hätte mehr Transparenz geschaffen. Die Abstimmungsunterlagen beziffern den Einnahmenverlust der Gemeinde mit 2.55 Millionen Franken. Nicht eingerechnet sind jedoch die langfristigen Mietverluste aus dem Äberlihus, die über 99 Jahre zusätzliche plus/minus 7.1 Millionen Franken ausmachen. Rechnet man diesen Betrag zum ausgewiesenen Verlust hinzu, verzichtet man auf insgesamt rund
9.65 Millionen Franken. Auf dieser Basis erscheint ein gemeindeeigener Neu- bzw. Umbau als sinnvollere Lösung. b) Rückbau Äberlihus: Robust gebaut, Abbruch? Das Äberlihus wurde 1992 als baulicher Ersatz für das zuvor bestehende Gebäude erstellt. Durch seine Doppelschalenbauweise ist es robust und auf eine Lebensdauer von 80 Jahren ausgelegt. Die Büroräume können in Wohnraum umgebaut werden, womit drei Wohnungen nutzbar wären. Ist ein Abriss des 34-jährigen Gebäudes sinnvoll? c)Neue Ladenschür: Bedarf und Rentabilität Der Dorfladen musste aufgrund mangelnder Rentabilität geschlossen werden. Ein zusätzlicher Laden zum SPAR mit wenigen Parkplätzen wird als wenig sinnvoll erachtet. Der Fuss-/Veloverkehr soll zwar gestärkt werden, doch bleibt offen, ob ein Geschäft, das auf diese Kundschaft ausgelegt ist, rentabel betrieben werden kann.
Alternative Überlegung aus der Bevölkerung Überlegung a) Das Äberlihus erhalten und die bestehenden Büroräume in Wohnraum umwandeln. Dadurch hätte die Gemeinde drei vermietbare Wohnungen. Die «Agentenstube» bleibt bestehen. Der Scheunenteil ist so geplant, dass eine Umnutzung zu Wohn- oder Gewerberaum machbar ist. Überlegung b) Haus Dorfstrasse 36. Dieses kann rückgebaut und durch einen Neubau ersetzt werden. Im Erdgeschoss mit Gewerberaum und oben mit Wohnraum. Vorlage 3 – Umgestaltung Dorfplatz:RPK äussert finanzpolitische Vorbehalte Die RPK lehnt diese Vorlage ab. Sie sieht ein ungünstiges Kosten-NutzenVerhältnis. Der qualitative Mehrwert sei schwer zu beziffern, während die Investitionskosten hoch ausfallen. Agnes Hedinger, Bonstetten
Jakob Hedegaard, Wettswil
Stallikon: Einzeln abstimmen Ich verstehe nicht, warum der Gemeinderat für die Abstimmung des Projektkredites ein «Päckli» geschnürt hat und damit dem Stimmbürger die Möglichkeit nimmt, entweder nur für die neue Schule oder nur für die neue Mehrzweckhalle zu stimmen! Mit dieser Alternativlosigkeit zwingt er uns, wenn wir gegen eines der beiden Projekte sind, das Ganze mit einem Nein abzulehnen. Schade. René Giger, Stallikon
Gewerbe
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Ein Vortrag in Stallikon gibt Einblick in die Welt der Tierhomöopathie. Seite 11
Am «Riffi Märt Liebi» warten am Samstag einmal mehr zahlreiche lokale Produkte. Seite 13
Urs Huber aus Mettmenstetten wird am Nationalpark BikeMarathon Zweiter. Seite 17
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Der Code-Breaker Wie Dimo Notarfrancesco aus Stallikon vom Lernenden zum Hightech-Pionier wurde DEVIPRASAD RAO Mit gerade einmal zehn Jahren, als die meisten Kinder noch Videospiele spielten, schrieb Dimo Notarfrancesco bereits den Code dahinter. Autodidaktisch, unermüdlich neugierig und von klassischen Schulbüchern eher gelangweilt, war sein früher Einstieg ins Programmieren keine geplante Karriereentscheidung, sondern vielmehr ein Spielplatz für seine Kreativität. Dimo war stets von einer einfachen Grundüberzeugung geleitet: «Es gibt nichts, was man nicht schaffen kann – man muss es einfach versuchen.» Als Schüler des Langzeitgymnasiums erschien Dimo der theoretische Weg zum Informatikstudium zu wenig praxisnah. Deshalb entschied er sich für eine Berufslehre. Doch schon bald war klar, dass der reguläre Lehrplan ihn nicht mehr forderte. Sein Lehrbetrieb vermittelte ihm deshalb eine aussergewöhnliche Zusammenarbeit mit dem Institut für Embedded Systems der ZHAW, wo er bereits als Teenager gemeinsam mit Bachelor- und Masterstudierenden an anspruchsvollen Softwareprojekten mitarbeitete.
Gründung mit 18 Jahren Im Jahr 2009, mit erst 18 Jahren und frisch aus der Lehre, gründete Dimo mit einem Sparkonto seiner Grosseltern seine eigene Firma: DimasterSoftware GmbH, benannt nach seinem Spitznamen aus der Gaming-Welt. Rückblickend sagt er: «Damals war es einfacher, den Schritt zu wagen. Man hatte noch kaum Verantwortung – keine Familie, keine Verpflichtungen. Es war genau der richtige Zeitpunkt, es einfach zu versuchen. Und es hat funktioniert.» Die ersten Aufträge kamen über Webprojekte, teilweise vermittelt durch seinen Vater, einen Marketingspezialisten, der später Mitgesellschafter der GmbH wurde. Gemeinsam spezialisierten sie sich auf technische Herausforderungen, die andere IT-Unternehmen als zu riskant oder gar unmöglich ablehnten. «Die anderen sagten: ‹Das geht nicht, das Risiko ist zu gross.› Wir sagten: ‹Wir können es versu-
MARKTPL ATZ
«Unser Ansatz ist derselbe geblieben: Wir wollen Dinge lösen, die andere für schwierig oder unmöglich halten. Und wir versuchen immer, bei neuen Technologien einen Schritt voraus zu sein.»
«Das Fliegen hat mir gezeigt, wie wichtig Checklisten sind.» Dimo Notarfrancesco, Unternehmer mit Sitz in Stallikon
Am Flugplatz in Hausen erfüllte sich Dimo Notarfrancesco 2012 den Traum vom Fliegen. (Bild Deviprasad Rao) chen. Garantieren können wir es nicht, aber wir probieren es.› Genau so begann unser Wachstum.» Obwohl Dimo heute knapp jenseits der Kantonsgrenze in der Region Muri wohnt, liegt das eigentliche Zentrum seines beruflichen Alltags fest im Säuliamt. Sein Bürostandort befindet sich in Stallikon – bewusst gewählt als strategischer Standort mit schneller Anbindung an Zürich, jedoch ohne den städtischen Verkehr. Umgeben von Natur. Hier kann Dimo zwischen intensiven Entwicklungsphasen mit seinen Hunden Spaziergänge unternehmen. Wie er selbst sagt: «Stallikon ist ein guter Kompromiss zwischen Stadt und Land. Es gibt praktisch nie Stau, die Kunden sind schnell erreichbar, es ist ruhig und rundherum hat man Natur.» Nur rund 20 Fahrminuten entfernt liegt sein zweiter Ankerpunkt: der Flugplatz Hausen des SWISS Flying Clubs, in dem Dimo seinem Hobby nachgeht. Dort erfüllte sich Dimo um 2012 den Traum vom Fliegen. Als ihm die veralteten Papierlogbücher auffielen, entwickelte er für seinen Heimatflugclub eine
digitale Plattform. Daraus entstand das Luftfahrtunternehmen Airtraining GmbH mit den Produkten AirManager, BaseManager und CustomsManager, das Flugstunden, Wartungsdaten, Zollgebühren und Landegebühren automatisch erfasst. Heute ist die Lösung Schweizer Marktführer. Dimo sagt: «Die Hälfte aller Regionalflugplätze und drei Viertel aller Flugclubs in der Schweiz nutzen unsere Lösungen.»
Den Goliath bezwingen Mit der Entwicklung anspruchsvoller Prototypen für risikoreiche Projekte gewann die in Stallikon ansässige DimasterSoftware rasch das Vertrauen internationaler Technologiekonzerne und bedeutender Schweizer Institutionen: darunter IWC, IKEA, Zalando, Swisscom, PostFinance und der UBS. Das Unternehmen spezialisierte sich auf die Verbindung von physischer und digitaler Welt. Für PostFinance entwickelte Dimos Team beispielsweise den Prototyp eines kassenlosen Ladens auf RFIDBasis: Kundinnen und Kunden nehmen
Produkte aus dem Regal und verlassen das Geschäft, während Sensoren den Einkauf automatisch erfassen und abrechnen. Gemeinsam mit der Kommunikationsagentur JEFF Zürich AG gründete die DimasterSoftware zudem das Joint Venture Staay AG, das interaktive HightechMarkeninstallationen, AR-, VR- und Gamification-Lösungen für nationale und internationale Marken, unter anderem für die Swisscom auf einigen der grössten Festivals der Schweiz realisiert, darunter das Openair Frauenfeld, das Paléo Festival und das Openair Gampel.
Die Fliegerei prägte auch seine Arbeitsweise bei komplexen Softwareprojekten für Behörden und internationale Unternehmen. «Das Fliegen hat mir gezeigt, wie wichtig Checklisten sind – selbst wenn man genau weiss, was zu tun ist. Sie helfen zu überprüfen, ob wirklich alles korrekt erledigt wurde. Gerade im Projektmanagement, wenn es hektisch wird, ist eine klare Struktur enorm wertvoll.» Für Dimo bedeutet Unternehmertum nicht, möglichst grosse Firmenstrukturen aufzubauen oder Unternehmensbewertungen hinterherzujagen. Entscheidend ist für ihn die Freiheit, anspruchsvolle technische Probleme zu lösen – von seinem Standort in Stallikon aus. Seine unternehmerische Philosophie fasst er so zusammen: «Wenn etwas nicht funktioniert, dann nicht, weil es unmöglich ist – sondern weil man es noch nicht lange genug oder nicht hartnäckig genug versucht hat.»
Zwei Welten, eine Philosophie Von seinem ruhigen Standort in Stallikon aus betreut Dimo heute ein wachsendes internationales Kundenportfolio in den USA, Asien, Spanien, Italien und Frankreich. Anstatt die rasante Entwicklung der künstlichen Intelligenz als Bedrohung für die Softwareentwicklung zu sehen, hat er Methoden des maschinellen Lernens konsequent in seine Entwicklungsprozesse integriert. Dabei bleibt seine Grundhaltung unverändert:
Mit der Serie Unternehmerinnen und Unternehmer stellt der Anzeiger in lockerer Folge Unternehmerpersönlichkeiten vor und würdigt damit deren Engagement für den Wirtschaftsstandort Knonauer Amt. (red)
Die Beiträge in der Rubrik «Marktplatz» wurden von Werbekunden eingereicht. Interessiert? Tel. 058 200 57 00
Die Sparcassa 1816 fördert die Region mit 100 000 Franken Mit wiederum 100 000 Franken will sie Vorhaben unterstützen, von denen die Region profitiert Gute Ideen sind es wert, gefördert zu werden. Das ist die Überzeugung der Sparcassa 1816. Erst recht, wenn diese der Region zugutekommen. Darum lancierte die Regionalbank im Jahr 2022 das «Projekt1816» – eine Ausschreibung, bei der sie regionale Projekte jährlich mit insgesamt 100 000 Franken unterstützt. Dass es sich lohnt, ein Förderprojekt einzureichen, zeigt unter anderem das Beispiel des RCC-Amt: Der Verein engagiert sich seit vielen Jahren für die Nachwuchsförderung im Radsport. Dank der Teilnahme am «Projekt1816» im Jahr 2025 stehen dem Verein nun neue Rennvelos und Mountainbikes für Kinder zur Verfügung. So können die jungen Fahrerinnen und Fahrer erste
Erfahrungen im Radsport sammeln und ihre Fähigkeiten weiterentwickeln, ohne dass sie dafür ein eigenes Velo brauchen.
Herzensprojekt einreichen Bis zum 31. Dezember 2026 hat die Bevölkerung nun wieder die Möglichkeit, ihre Projekte auf www.projekt1816.ch einzureichen. Sei dies im Bereich Kultur, Sport oder Soziales – jedes Projekt hat eine Chance auf Fördergeld und damit auf einen Teil der 100 000 Franken. Egal, ob eine Einzelperson, ein Komitee oder ein Verein dahintersteht. Die Sparcassa 1816 vergibt im Rahmen des Jury-Votings 40 000 Franken
Den Menschen in der Region eine Freude machen – das ist das Ziel des «Projekts 1816.» Unter anderem den Kindern vom RCC-Amt, die nun mit neuen Bikes Erfahrungen im Radsport sammeln dürfen. (Bild zvg)
an ausgewählte Projekte. Die Mehrheit der Fördergelder (genauer: 60 000 Franken) wird im Anschluss mittels
eines Community-Votings vergeben. So entscheidet die Community direkt mit, welche Projekte unterstützt wer-
den sollen. Zum Zug kommen schliesslich die Vorhaben, welche am meisten Stimmen erhalten. «Wir möchten die Region aufwerten und weiterbringen», sagt Marcel Melliger, Direktor der Sparcassa 1816, zur Aktion. «Wir wollen das Potenzial kreativer und innovativer Beiträge nutzen und Anschubhilfe bieten, weil wir wissen, wie schnell gute Ideen versanden, wenn die Umsetzung aus finanziellen Gründen erschwert ist.» Die Sparcassa fühle sich der Region nicht nur verbunden, sondern auch verpflichtet – ausserdem habe das Fördern der Region bei der Bank seit ihrer Gründung im Jahr 1816 Tradition. Clientis Sparcassa 1816
Kath. Kirche Bonstetten Samstag, 5. September 16.30 Eucharistiefeier anschl. Beichtgelegenheit
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Sonntag, 6. September 10.30 Festgottesdienst zur Firmung Firmspender: Generalvikar Luis Varandas
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Kath. Kirche Hausen am Albis Wir freuen uns, mit Euch folgende Gottesdienste zu feiern:
Ref. Kirchgemeinde Knonauer Amt Alle Anlässe auf www.ref-knonaueramt.ch und im reformiert.lokal Samstag, 5. September 10.30 Affoltern Seewadel Gottesdienst Pfr. Thomas Müller 14.30 Affoltern Senevita Gottesdienst Pfr. Thomas Müller 19.00 Kirche Hausen Konzert Duo per Tutti Barbara Bangerter, Querflöte Andrea Paffrath, Flügel Eintritt frei – Kollekte Sonntag, 6. September 10.00 Kirche Affoltern Gottesdienst Pfr. Thomas Müller Musik: Antonia Nardone Anschliessend Apéro 10.00 Kirche Rifferswil Gottesdienst Thema: Wenn es um Gott geht, verstumme ich. Pfrn. Elisabeth Armingeon Musik: Daniel Rüegg Anschliessend Kirchenkaffee 15.00 Kirche Aeugst Konzert in der Kirche Aeugst Triokonzert mit Young Hauser & Friends Es spielen: Young Hauser, Piano Marina Yakovleva-Häfliger, Violine Katrin Mettler Leisegang, Violoncello Eintritt frei Kollekte 18.00 Kirche Bonstetten Gottesdienst zum Gemeindesonntag mit Laienpredigt von Frau Prof. em. Dr. Christa Dürscheid Pfrn. Susanne Sauder Musik: Veronica Hvalic Anschliessend Apéro 19.30 Kirche Mettmenstetten Gospelgottesdienst mit dem Gospelchor Affoltern Leitung: Anette Bodenhöfer Pfr. Andreas Fritz Montag, 7. September 10.00 Hausen Pfarrhaus Lese- und Gesprächskreis Pfrn. Irene Girardet 19.00 Ottenbach Chilehuus Bibelabend mit Cornelia Lippuner Dienstag, 8. September 19.30 Kirche Aeugst Info-Veranstaltung zur Urnenabstimmung vom 27. September 2026 Das Projekt Umbau des Pfarrhauses Aeugst wird vorgestellt. Alle Mitglieder unserer Kirchgemeinde und weitere Interessierte sind herzlich dazu eingeladen. Donnerstag, 10. September 14.00 Affoltern Chilehuus Senioren-Treff «Mir isch Wurscht ...» ... oder vielleicht doch nicht ganz: ein Cervelat oder eine Bratwurst sollte es schon sein, garniert mit leichter Musik! 19.00 Kirche Mettmenstetten Liturgische Abendmahlsfeier Pfr. Andreas Fritz 19.00 Kirche Rifferswil Offenes Singen Eine Stunde singen im Chor unserer Kirche mit Daniel Rüegg am Piano
Ref. Kirche Kappel
Freitag, 4. September 19.30 Herz Jesu Andacht und Rosenkranzgebet mit Matthias
Sonntag, 6. September 10.00 Gottesdienst in Rifferswil Pfarrerin Elisabeth Armingeon
Samstag, 5. September 17.00 Eucharistiefeier mit Pater Ben, Musik: Roman
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Donnerstag, 10. September 8.15 Wortgottesfeier
Kloster Kappel am Albis
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Tagzeitengebet Werktags: 7.45, 12.00 und 18.00 Uhr im Kapitelsaal Dienstag, 8. September (jeden Dienstag) 9.00 – 11.00 Sticken und Stricken mit Susanne Bachmann. Eintritt frei, keine Anmeldung nötig, keine Grundkenntnisse nötig 13.30 – 14.30 Führung durch die Klostergärten. Treffpunkt: Amtshausplatz. Keine Anmeldung erforderlich, Eintritt frei Donnerstag, 10. September (jeden Donnerstag) 13.30 – 14.30 Führung durch die Klosteranlage. Treffpunkt: Amtshausplatz. Keine Anmeldung erforderlich, Eintritt frei www.klosterkappel.ch
Ref. Kirche Knonau Sonntag, 6. September 11.00 Konzert in der Kirche Künstlerische Leitung Hiromi Ikei, Klavier & Orgel Sawako Miura, Klavier und Yui Beck, Horn www.kircheknonau.ch
Kath. Kirche Mettmenstetten Samstag, 5. September 17.30 Gottesdienst zum 800. Jahrestag vom Hl. Franziskus mit Diakon Matthias Kühle, E. Camenzind, D. Amolini, anschl. Apéro, ab 19 Uhr Film vom Hl. Franziskus (ab 12 Jahren) mit aktiver Beteiligung Sonntag, 6. September 9.30 Eucharistiefeier zum Erntedank mit Don Carlo de Stasio Dienstag, 8. September 19.00 Bibel kreativ teilen Donnerstag, 10. September 9.30 Eucharistiefeier, anschl. Chilekafi www.kath-hausen-mettmenstetten.ch
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Kath. Kirche Obfelden Sonntag, 6. September 9.00 Gottesdienst, anschl. Chilekafi www.kath-affoltern.ch
Viva Kirche Affoltern am Albis Sonntag, 6. September 10.00 Gottesdienst mit Livestream Kinderprogramm
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Sonntag, 6. September 10.30 Gottesdienst Parallel Kinder-/Jugendprogramm
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Donnerstag, 10. September 20.00 Gebetsabend
Ref. Kirche Stallikon Wettswil
Mehr Infos: etg-mettmenstetten.ch
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Ref. Kirche Obfelden Sonntag, 6. September 10.00 Begrüssungsgottesdienst Pfarrerin Mirjam Heilmann Musik: Erich Eder anschliessend Apéro
Sonntag, 6. September 10.00 Aegerten Piazza (bei schönem Wetter) / Aegertensaal Wettswil, Gottesdienst zum 40er-Fäscht mit Pfr. Matthias Ruff Musik: Polina Kulykova (Gesang), Viktoryia Welti (Keyboard) und Paulina Pitenko (Saxophon). Montag, 7. September 17.00 Stille & Tanz in Wettswil Freitag, 11. September 9.00 Frauezmorge in Wettswil, «Wie lange ist nie mehr» Alle Infos zu Veranstaltungen auf der Homepage www.kirche-stallikon-wettswil.ch
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Feinste Klassik und echte Juwelen Die nächsten Tage im «lamarotte» versprechen Abwechslung Mit einem reich befrachteten Programm eröffnet der Kulturkeller lamarotte die neue Saison.
Klaus Koenig Jazz live Trio
Sandras bisheriger Lebensentwurf wird auf den Kopf gestellt. (Bild zvg)
«L’Attachement» Am 11. September im Kinofoyer Lux Sandra, eine unabhängige Frau Mitte 50, hat sich in ihrem Leben als Single mit ihren Büchern und ohne Kinder eingerichtet. Trotzdem passt sie auf den kleinen Sohn ihrer Nachbarin auf, als diese zur Entbindung ins Krankenhaus muss. Sandra ist zu Beginn komplett überfordert mit dem kleinen Elliott und weiss nicht, wie sie mit ihm umgehen soll. Elliott bringt ihr viel Zuneigung entgegen, obwohl er ihr gleichzeitig vorwirft: «Du hast keine Ahnung von kleinen Jungs. Du hast keine Kinder.» Nach einer Tragödie wird sie von der Nachbarsfamilie weiterhin gebraucht. Obwohl sich Sandra bis anhin zu wenig stark für eine eigene Familie fühlte, zögert sie keinen Moment. Sie lässt sich einfühlsam sowohl auf den Jungen als auch den verwitweten Vater Alex und das neugeborene Mädchen Lucille ein. Sie wird zu einer wichtigen Bezugsperson und es entsteht eine tiefe Bindung. Ihr bisheriger Lebensentwurf wird auf den Kopf gestellt. Sie ist gezwungen, immer wieder von neuem auszuloten, wo ihre Grenzen liegen und wie stark
sie sich einbinden lässt. Valeria Bruni Tedeschi überzeugt in ihrer Rolle als Sandra, die Selbstsicherheit ausstrahlt, jedoch auch Unsicherheiten zulässt und mit grosser Empathie agiert. Diese Verfilmung des Romans «L’Intimité» von Alice Ferney ist eine feinfühlige, herzerwärmende Geschichte über Umstände, die das Leben von einem Moment zum anderen dramatisch verändern, über den Umgang mit Trauer und Verlust und wie das Leben trotzdem weitergeht. Der Film erhielt folgende Auszeichnungen: César 2026: Bester Film, Bestes adaptiertes Drehbuch (Carine Tardieu, Agnès Feuvre und Raphaële Moussafir), Beste Nebendarstellerin (Vimala Pons). Dorothee Keller, Kinofoyer Lux Freitag, 11. September, 19.30 Uhr, «L’Attachement», Drama von Carine Tardieu, mit Valeria Bruni Tedeschi, Pio Marmaï, Vimala Pons u. a., BE/FR 2024, 106 Min., OV/d, ab 12 J., Aula Ennetgraben, Affoltern, Kasse und Bar ab 19 Uhr. Weitere Informationen zum Film unter www.kinolux.ch
Das nächste Level wartet Anet Corti am 12. September in Affoltern Mit ihrem neuen Programm «Next Level – ein Quantensprung» gastiert Anet Corti bei KulturAffoltern in der Aula Ennetgraben. Sie wagt den Sprung – mitten ins Chaos der Welt. In ihrem fünften Bühnenprogramm stellt sie sich den wichtigen Fragen unserer Zeit: Wohin bewegt sich die Gesellschaft? Was macht Veränderung mit uns? Und ist ein Quantensprung wirklich der grosse Umbruch – oder doch nur ein winziger Moment, der alles verändert? Mit scharfem Humor und poetischer Überforderung navigiert Corti durch private Kämpfe und gesellschaftliche Krisen. Anet Corti steht Britta zur Seite, eine KI-Pflanze, die sie philosophisch herausfordert. Ja, das klingt abgefahren. Aber eines wird klar: Wir sind alle miteinander verbunden.
Anet Corti ist in Basel geboren und aufgewachsen in Muttenz. Ihre Ausbildung absolvierte sie an der Scuola Teatro Dimitri; danach war sie Mitglied der Compagnia Teatro Dimitri. Seit Oktober 2020 ist die Schauspielerin, Kabarettistin und Komödiantin mit eigenen Programmen unterwegs. «Es gibt einen Zusammenhang zwischen den letzten fünf Programmen: In meinem ersten abendfüllenden Programm ‹DBAÖ – Du bisch au öppert!› befasste ich mich mit dem Thema Selbstfindung und persiflierte die dazu angebotenen Seminare. In meinem zweiten Stück ‹Win-win – Die perfekte Fehlbesetzung auf der Chefetage.› beleuchtete ich das moderne Arbeitsleben und stieg in die Abgründe der Bürowelt. Im dritten Programm «Optimum – Bis zum bitteren Maximum.» setzte ich mich mit dem Leistungsdruck auseinander, dem wir täglich ausgesetzt sind. Ganz nach dem Motto: Mittelmass macht keinen Spass, wir wollen im Minimum das Maximum. In ‹Echt› geht es um Halbwissen und harte Fakten. Die satirisch-komödiantische Auseinandersetzung mit diesem Themenkomplex brachte mich schliesslich in beinahe logischer Konsequenz auf das Thema meines aktuellen Programms. Next Level – ein Quantensprung. Denn irgendwas muss sich ändern. Jetzt oder nie!» Felix Küng, KulturAffoltern Samstag, 12. September, 20.15 Uhr, Aula Ennetgraben, Vorverkauf (nur Barzahlungen) Buchhandlung Scheidegger, Bahnhofplatz 5, Telefon 044 762 42 42. Normalpreis: 30 Franken; Legi bis 25 Jahre und Kulturlegi: 15 Franken.
Anet Corti. (Bild zvg)
Reservierungen: www.kulturaffoltern.ch
«Autumn Girl» ist das sechste Album mit Klaus Koenigs Jazz Live Trio – klassisch, virtuos und lebendig. Klaus Koenig liefert eine Meisterleistung, indem er, wie er selbst sagt, «die praktische Vorgehensweise» aus Felix Mendelssohns «Lieder ohne Worte» übernimmt. Zahlreiche emotionale Wendungen und die Balladen sind mit grossartigen Improvisationen versehen. Hier finden sich echte Juwelen wie «Autumn Girl», das seiner Frau gewidmet ist, so zart, dass selbst der Anschlag von Andi Wettsteins Becken einen umarmt. Oder das verspielte, aber zum Nachdenken anregende «Song For A Child», in dem die Virtuosität des Bassisten Patrick Sommer zur Geltung kommt. Eine inspirierende Solo-Klavierkomposition rundet dieses aussergewöhnliche Album ab. Klaus Koenig, Piano, Komposition; Patrick Sommer, Bass; Andi Wettstein, Schlagzeug.
Das Gagliano Trio spielt in Affoltern. (Bild zvg) Florian Bissig, Kritiker und Lyriker; Manfred Papst, Kulturjournalist. Freitag, 11. September, Brotsuppe, Bar & Abendkasse ab 19.15 Uhr, Beginn 20.15 Uhr, Eintritt 28, Mitglieder 20,
Donnerstag, 10. September, Bar ab 18.30 Uhr, Musik
Kulturlegi 15 Franken.
ab 20.15 Uhr. Eintritt frei, Kollekte. Essen ab 19 Uhr, 20 Franken.
Spielen, was ist – Gedichte zu Coltrane Eine literarische Hommage zu John Coltranes 100. Geburtstag (1926−1967) Während rund zehn Jahren prägte der Saxofonist John Coltrane den Jazz und revolutionierte ihn dabei gleich mehrmals. Mit technischen Superlativen, mit metaphysischer Dringlichkeit und mit einem Ohr für die gesellschaftlichen Turbulenzen seiner Zeit etablierte er den Jazz als ernste Musik. Der Kritiker und Lyriker Florian Bissig hat sich dem Leben und Werk Coltranes entlang geschrieben. Er folgt dem Jahrhundertkünstler in seiner technischen, künstlerischen und spirituellen Entwicklung, vom Brotjob in der Rhythm-n-BluesBand über die Engagements bei Miles Davis und Thelonious Monk bis in die Fülle avantgardistischer Werke der letzten Lebensjahre.
Beethoven im Spiegel der Zeit mit dem Gagliano Trio
Jam Session − der monatliche Treffpunkt für Jazzfans Bei entspannter Atmosphäre musizieren, Bühnenerfahrung sammeln, andere Musikerinnen und Musiker kennenlernen oder einfach ein Bier trinken und zuhören. Gespielt werden die bekannten Standards aus dem Real Book. Der monatliche Treffpunkt für Jazzfans. Die Rhythm Section freut sich auf regen Besuch! Thomas Plüss, Saxofon; Florian Bissig, Gitarre; Daniel Ringger, Schlagzeug; Björn Baumgartner, Bass. Eine Setliste mit einer provisorischen Auswahl von Jazzstandards wird am Abend aufliegen und kann per EMail (mail@florianbissig.ch) bezogen werden.
Das erste Klaviertrio von Ludwig van Beethoven ist stilistisch klar in der Wiener Klassik verwurzelt, also in der Tradition von Haydn und Mozart. Man hört deutlich, dass Beethoven sich formal und harmonisch an diesen Vorbildern orientiert. Bei Felix Mendelssohn-Bartholdy erreicht das Klaviertrio wenige Jahrzehnte später einen der grössten Höhepunkte seiner Gattung. Das Trio in d-Moll verbindet leidenschaftliche Dramatik mit lyrischer Innigkeit und formaler Brillanz. Ein Programm, das Aufbruch und Entfaltung exemplarisch vereint. Ludwig van Beethoven (1770−1827), Klaviertrio in Es-Dur, op. 1 Nr. 1 Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809– 1847), Klaviertrio in d-Moll, op. 49 Romaine Bolinger-Taghadossi, Violine; Payam Taghadossi, Violoncello; Alexander Boeschoten, Klavier. Sonntag, 13. September, Bar & Kasse ab 10.45 Uhr, Beginn 11.15 Uhr, Eintritt 45, Mitglieder 35, Kulturlegi 20 Franken. Im Anschluss kleiner Brunch, 15 Franken.
Samstag, 12. September, Bar ab 19.15 Uhr,
Reservation: www.lamarotte.ch oder 044 760 52 62
Musik ab 20.15 Uhr. Eintritt frei, Kollekte. Essen Chili con Carne ab 19 Uhr, 20 Franken.
Hans-Ruedi Widmer, lamarotte
Tierhomöopathie im Fokus Vortrag mit Carol Sommer-Seiler am 15. September in Stallikon Wie funktioniert Homöopathie bei Tieren, und welche Möglichkeiten bietet sie als Ergänzung zur klassischen Veterinärmedizin? Diesen Fragen widmet sich ein öffentlicher Vortrag mit Carol SommerSeiler am Dienstag, 15. September, um 19.30 Uhr in Stallikon. Unter dem Titel «Tierhomöopathie – eine wirksame Alternative für dein Tier» gibt die Referentin Einblicke in ihre Arbeit. Viele Tierhalter kennen die Situation: Ein Tier zeigt Beschwerden oder verändert sein Verhalten, doch die Ursache ist nicht immer auf den ersten Blick erkennbar. In der klassischen Tierhomöopathie werden nach diesem Ansatz nicht nur einzelne Symptome betrachtet. Auch das Verhalten, die Lebensumstände und individuelle Eigenschaften des Tieres fliessen in die Beurteilung ein. Da Tiere ihre Beschwerden nicht mit Worten beschreiben können, spielt die genaue Beobachtung durch ihre Halter eine wichtige Rolle. Auch Veränderungen im Verhalten können dabei Hinweise liefern. Sommer-Seiler wird während des Vortrags erklären, nach welchen Grundsätzen die klassische Tierhomöopathie arbeitet und wie eine Behandlung ablaufen kann. Anhand von Beispielen aus
Carol Sommer-Seiler gibt in Stallikon Einblick in ihre Arbeit. (Bild zvg) ihrer Praxis zeigt sie, welche Beobachtungen bei der Beurteilung eines Tieres eine Rolle spielen und worin sich der homöopathische Ansatz von der konventionellen Veterinärmedizin unterscheidet. Der Abend bietet Gelegenheit, diese Behandlungsmethode näher kennenzulernen und sich ein eigenes Bild davon zu machen. Im Anschluss an den Vor-
trag können die Besucherinnen und Besucher Fragen stellen und sich mit der Referentin austauschen. Kultur Stallikon Dienstag, 15. September, Singsaal Schulhaus Loomatt, Massholderenstrasse 3, Stallikon. Anmeldung: per E-Mail an info@kulturstallikon.ch oder per SMS an 078 600 58 83
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Veranstaltungen
Freitag, 4. September 2026
Kohle – ja, klar
Regionaler Marktgenuss «Riffi Märt Liebi» am 5. September
Offene Türen im Bergwerk Riedhof: Samstag, 5. September Heute denkt man beim Stichwort «Kohle» fast automatisch ans Portemonnaie, denn umgangssprachlich ist ja damit Bargeld gemeint. Im Zeitalter der Plastikkärtchen gelangt dieser Begriff aber immer mehr in Vergessenheit. Und mit der eigentlichen Kohle wissen die wenigsten noch etwas anzufangen. Klar, Kohle gehört zu den primären Energierohstoffen und wird weltweit in riesigen Mengen abgebaut und verwendet. Laut Statistiken waren es 2025 etwa 5 Milliarden Tonnen. Vor allem die Energieerzeugung braucht den grössten Teil davon, man spricht sogar von der Verstromung der Kohle, denn Strom ist heutzutage wesentlich einfacher und sauberer zu verwenden. In den Kriegsjahren jedoch, vor gut 80 Jahren, war das auch bei uns und insbesondere im Säuliamt noch anders. Über 30 000 Tonnen Kohle wurden damals im kleinen Kohlenbergwerk Riedhof im Aeugstertal abgebaut. Der allergrösste Teil davon ging nach Winterthur in die Schwerindustrie der Firmen Sulzer und Georg Fischer. Die Ziegelei Kappel und auch die Mineralwasserproduktion in Eglisau waren kleinere Geschäftspartner. Private Abnehmer gab es praktisch keine. Das war vielleicht auch gut so, denn bei der Verbrennung der Riedhofkohle entsteht wegen des hohen Schwefelgehalts ein bissiger Rauch, der ausgeklügelte Filteranlagen nötig machen würde. Es war überdies eine qualitativ
Ein prächtiges Stück Riedhofkohle. (Bild Verein Bergwerk Riedhof) eher schlechte Braunkohle mit bescheidenem Heizwert. Am nächsten Samstag kann man sich vor Ort ein Bild dieser Kohle machen, im Bergwerk selbst «en place» und im Museum anhand vieler Exponate und Schautafeln. Treffpunkt am 5. September für Interessierte ist ab 12 Uhr das Bergwerkmuseum beim Blumenladen Götschihof (Stiftung Solvita, Aeugstertal). Dort werden Gruppen eingeteilt und zum Gott-
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ertstollen geführt (letzte Tour um 15.30 Uhr). Im Bergwerk herrschen das ganze Jahr eine Temperatur von 11 Grad und hohe Luftfeuchtigkeit. Wir empfehlen warme Kleidung und gutes Schuhwerk. Als Kopfschutz werden Helme zur Verfügung gestellt und für Licht im Stollen ist auch gesorgt. Die nächste Gelegenheit wird dann wieder am 3. Oktober 2026 sein.
Der Sommer neigt sich langsam dem Ende zu − umso schöner, dass der «Riffi Märt Liebi» noch zweimal zum Geniessen, Entdecken und Verweilen einlädt. Nach dem gelungenen Saisonstart im Juni verwandelt sich der Dorfplatz in Rifferswil am Samstag, 5. September, erneut in einen stimmungsvollen Treffpunkt für alle, die lokale Spezialitäten, gute Musik und die besondere Marktstimmung schätzen. An den Marktständen wird wieder eine grosse Auswahl an frischen und saisonalen Produkten aus der Region angeboten. Gemüse, Früchte, Käse, Backwaren, Getränke und viele weitere Spezialitäten stammen von Produzentinnen und Produzenten aus der Umgebung. Es erwarten die Gäste bunte Bouquets und Kränze von Vroni Albrecht – alles mit Blumen aus dem eigenen Garten in Rifferswil gebunden. Zudem wird dieses Mal Catherine Schwegler zu Besuch sein: Bei ihr bietet sich die Möglichkeit, einen eigenen Kräuterbüschel zu binden und dabei mehr über die verwendeten Pflanzen zu erfahren. Für den kleinen oder grossen Hunger kocht Monica Eichenberger über dem Feuer, Niggi Grau verwöhnt mit ihrem feinen Eigengericht, der isländische Hotdog kommt auf Besuch, und aus dem Rifferswiler Dorfbackofen gibt es knusprige Flammkuchen. Im Märtkafi von Silvie Weber laden süsse und herzhafte Leckereien zum Schlemmen ein. Wer Schokolade liebt, findet bei Nala
Viel Frisches wartet. (Bild zvg) Chocolatière feinste handgefertigte Pralinen, und im Anschluss an den Markt findet ab 14 Uhr erstmals ein KaffeeSchokoladen-Tasting statt. Kein «Riffi Märt Liebi» ohne Musik. Am 5. September sorgt die Band Timani mit Soul, Blues und Funk für Stimmung. Mit ausdrucksstarker Stimme, Gitarre, Bass und viel Spielfreude verleihen sie bekannten Songs ihren ganz eigenen Sound. Und zwischen den Live-Auftritten bleibt es ebenso musikalisch: Wie immer begleitet Thomas den Markt mit seinen jazzigen und souligen Vinyl-Trouvaillen. Last, but not least: Wer Lust auf etwas ganz Besonderes hat, besucht Ralf Schlatter an seinem Stand. Der in Rifferswil wohnhafte Autor und Kabarettist serviert frisches «Wortgemüse» und schreibt auf Wunsch sogar live ein persönliches Gedicht zum Mitnehmen. Cinzia Schefer-Silla
Rainer Kündig
Ernährungsinitiative – nachhaltig essen, aber wie? Was wir essen, ist nicht nur eine Frage des persönlichen Geschmacks. Unsere Ernährung hat Auswirkungen auf Klima, Biodiversität, Landwirtschaft und Trinkwasser. Hier setzt die Ernährungsinitiative an: Sie will die Schweizer Ernährungspolitik nachhaltiger ausrichten und die Versorgung mit einheimischen Lebensmitteln stärken. Die Stossrichtung ist für die Grünen richtig: Wir brauchen eine nachhaltigere Ernährungspolitik, einen sorgfältigen Umgang mit unseren Ressourcen und eine Reduktion tierischer Produkte. Klima- und Biodiversitätskrise zeigen, dass die intensive Tierhaltung nicht einfach fortgeschrieben werden kann. Wichtig ist auch der Schutz unseres Trinkwassers. Trotzdem stehen die Grünen der Initiative kritisch gegenüber. Problematisch ist insbesondere die Vorgabe, den Netto-Selbstversorgungsgrad innerhalb von zehn Jahren auf 70 Prozent zu erhöhen. Ein solches starres Ziel ist unrealistisch und könnte ökologisch sogar kontraproduktiv sein.
Edith Häusler, Kantonsrätin der Grünen, ist am 9. September zu Gast am Politstamm. (Bild zvg) Denn um den geforderten Selbstversorgungsgrad zu erreichen, könnte der Druck auf die Landwirtschaft steigen, die Produktion weiter zu intensivieren.
Mehr Dünger, mehr Futtermittel und eine intensivere Bodennutzung könnten Biodiversität und Gewässer zusätzlich belasten. Die Frage lautet deshalb: Wie stärken wir die Versorgungssicherheit, ohne unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu gefährden? Die Grünen haben im Parlament einen wirksamen Gegenvorschlag unterstützt, der keine Mehrheit fand. Weil die Stossrichtung der Initiative richtig ist, einzelne Vorgaben bei der Umsetzung aber problematisch sind, haben die GRÜNEN Schweiz die Stimmfreigabe beschlossen. Wie könnte eine nachhaltige Ernährungspolitik aussehen? Darüber diskutieren wir mit Edith Häusler, Kantonsrätin sowie dipl. Natur- und Umweltfachfrau, am nächsten Polit-Stamm. Grüne Bezirk Affoltern Mittwoch, 9. September, 19.30 Uhr Hotel Prize by Radisson, Obstgartenstrasse 7, Affoltern. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen
Die Alte Obfelderstrasse um 1930. (Bild zvg)
Dreimal Stadtrundgang Schnell geht vergessen, wie die Häuser aussahen, die Neubauten weichen mussten. Und wie war das Leben wohl um 1900? Pulsierend? An ausgewählten Orten werden wir die Geschichte der Entwicklung vom Bauerndorf zur Stadt aufleben lassen, von verschwundenem Gewerbe und Industriebauten erzählen sowie vergangene grüne Wiesen kurz aufblühen lassen. Treffpunkt ist jeweils bei der Schalterhalle des Bahnhofs Affoltern. Schluss
der Veranstaltung am Kronenplatz. Es ist keine Anmeldung erforderlich, der Rundgang ist gratis und dauert zirka 100 Minuten. Das Ortsmuseum in Zwillikon bleibt infolge Umbauarbeiten im September geschlossen. Ursula Grob Samstag, 5. September, um 10 Uhr oder um 14 Uhr; Sonntag, 6. September, um 14 Uhr, Schalterhalle des Bahnhofs Affoltern
Staraufmarsch bei den nächsten Filmen im Kino Mansarde in Muri Ob prämierter Oscar-Kandidat, beliebtester Regisseur der Filmgeschichte oder bedeutendste Schriftstellerin – die nächsten Filme im Kino Mansarde punkten mit namhaften Stars. Wie nähert man sich einer Person wie Ingeborg Bachmann, die in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre? Regisseurin Regina Schilling wählt einen aussergewöhnlichen Weg: Zwischen den Fakten und der Poesie Bachmanns schickt sie die mehrfach ausgezeichnete deutsche Schauspielerin Sandra Hüller nach Rom in das letzte Domizil der Ausnahmeschriftstellerin. Ein kunstvolles Geflecht aus improvisierten Szenen, Archivschätzen, Interviews und Bachmanns eigenen Texten beleuchtet die zentralen Lebensphasen der Autorin. «Ingeborg Bachmann – jemand, der einmal ich war» ist eine mehr als gelungene Würdigung der vielleicht sprachmächtigsten Dichterin deutscher Sprache des 20. Jahrhunderts. Dieser etwas andere Dokumentarfilm wird in
den Kritiken als eine fulminante, experimentelle «Geisterbeschwörung» gefeiert und wird gezeigt am Donnerstag, 10. September, 18 Uhr.
Vom zerstörten Napoli zum amerikanischen Traum In der frühen Nachkriegszeit schlagen sich die beiden Waisenkinder Carmine und Celestina im zerstörten und bitterarmen Neapel gemeinsam durch. Eines Nachts schleichen sie sich an Bord eines Schiffes mit Kurs auf New York, wo sie Celestinas vor Jahren ausgewanderte Schwester finden wollen. In der fremden Metropole erleben sie zahlreiche Herausforderungen und Erfolge, während sie versuchen, aus der unbekannten Stadt eine neue Heimat zu machen. Oscar-Preisträger Gabriele Salvatores inszenierte «Napoli – New York» nach einem unverfilmten Drehbuch von Federico Fellini, der weltweit zu den gefeiertsten und beliebtesten Regisseuren
der Filmgeschichte zählt. Dieser wunderbare Film fürs Herz gewann in Italien zwei Auszeichnungen und mehrere Nominierungen und läuft am Donnerstag, 10. September, 20.30 Uhr und am Freitag, 11. September, 18 Uhr.
Oscar-Kandidat aus dem Libanon und Gewinner beim Filmfest Venedig Nino und Yasmina kommen am selben Tag, im selben Spital und im Abstand von nur einer Minute zur Welt, während draussen der Bürgerkrieg tobt. Als Kinder eng befreundet, verlieren sie sich durch den Wegzug Yasminas aus den Augen und begegnen sich erst zwanzig Jahre später wieder. Es ist Liebe auf den zweiten Blick – doch ihre Vorstellungen vom Leben und der gemeinsamen Zukunft könnten kaum unterschiedlicher sein. «A Sad and Beautiful World» ist ein mitreissendes und berührendes Liebesdrama aus dem Libanon und wurde letztes Jahr mit dem Publikumspreis in Ve-
Angekommen in New York, warten neue Herausforderungen auf Celestina und Carmine. (Bild zvg) nedig ausgezeichnet. Kritiken loben das Werk als meisterhafte, emotionale Balance zwischen Humor und Schmerz vor dem Hintergrund des von Krisen gezeichneten Beiruts. Die verspielte Inszenierung besticht durch ihre Energie und die
geschickt eingesetzten Zeitsprünge. Dieser aussergewöhnliche Film, der in allen Medien gelobt wird, läuft am Freitag, 11. September, 20.30 Uhr. Kino Mansarde
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Vermischtes
Freitag, 4. September 2026
NACHRUF
Ein Sportler mit Leib und Seele ren Anlässen konnte er immer wieder Spitzenplätze erobern. Aber auch der Schwingsport fand sein Interesse, und als Jungschwinger konnte er mit 16 Jahren schon einen Kranzsieg feiern. Nach dem Übertritt zum professionellen Ringsport kam die Zeit für die grossartigen Schaukämpfe im Ausland und in der Schweiz. In Österreich gelang ihm der Sieg und er wurde Europameister.
Umzug nach Affoltern 1958 kam der Umzug nach Affoltern mit seiner Familie. Er eröffnete zusammen mit seinem Bruder Renato ein Gipsergeschäft. Sportlich musste Hans nun kürzertreten, aber im Männer-Turnverein konnte er in seiner Freizeit seinen ehemaligen Zeiten als Hobysportler nachleben.
Hans Henggeler am Barren. (Bild zvg) Aufgewachsen in Unterägeri. Nach der Schulzeit machte er eine Lehre als Maurer und Gipser. Schon in der Jugendzeit
interessierte er sich für den Radrennsport und wurde prompt beim ersten Rennen in Unterägeri Sieger. An weite-
Karl Rössler, Ernst Hubschmid und weitere Kameraden aus Feuerwehr und Turnverein
St. Josef im Mittelpunkt. Der Zurich Gospel Choir präsentiert ab 16.30 Uhr ein vielseitiges Programm mit Gospel-, Soul-
Jugendspieltag am 6. September in Hausen auf zahlreiche Fans und Zuschauer, die die Kinder bei ihren sportlichen Leistungen anfeuern. Das Tagesprogramm ist breit; hier ein Auszug davon: Ab 8.15 Uhr finden die Vorläufe der Knaben sowie Spiele der Mädchen statt. Ab 10 Uhr beginnen dann die Vorläufe der Mädchen und die Spiele der Knaben. Der Geländelauf findet zwischen 9 und 14 Uhr statt. Nach dem Mittag, von 12.45 bis 13.45 Uhr, werden die Rangspiele der Mädchen und Knaben ausgetragen. Ab 14 Uhr starten die Finalläufe der Mädchen und Knaben und ab 15.15 Uhr schliesslich die Stafetten beider Geschlechter. Die Rangverkündigung findet ab 16.15 Uhr statt.
Edvard Grieg, John Rutter u.a., von poetisch verträumt bis hin zu virtuos und temperamentvoll. ● Reformierte Kirche Hausen, Schulhausstrasse 1
● Treffpunkt Bahnhof Keine Voranmeldung. Gratis.
◴ 13:30-14:30: Führung Führung durch die Klostergärten. ● Kloster Kappel, Kappelerhof 5
www.museum-affoltern.ch
Veranstalter: Kloster Kappel. Ohne Anmeldung.
Veranstalter: Evang.-ref. Kirchgemeinde
◴ 17:00-18:00: Konzert Die Gruppe «Los amigos del Ecuador» führt traditionelle musikalische Rhythmen und Genres aus Ecuador auf und lädt das Publikum zu einer imaginären Reise in ihr Heimatland ein. ● Marktplatz, Kasino Vordach
und Popsongs. Seit 2011 begeistert der Chor mit seinen 20 Sängerinnen und Sängern das Publikum. Unter der musikalischen Leitung von Peter Werder verbindet das Ensemble ausdrucksstarken Chorgesang mit berührenden Solostimmen. Die besondere Atmosphäre der Kirche bietet dabei den passenden Rahmen für einen abwechslungsreichen musikalischen Nachmittag. Organisiert wird das Konzert von der katholischen Kirchgemeinde Affoltern. Kath. Pfarrei Affoltern Sonntag, 6. September, 16.30 Uhr, Kirche St. Josef,
Seit 2011 begeistert der Chor mit seinen 20 Stimmen das Publikum. (Bild zvg)
Sport und Spass mit mehr als 300 Kindern Am 6. September findet auf der Sportanlage Jonenätli in Hausen der Jugendspieltag AZO/GLZ statt. Über 300 Kinder und Jugendliche der Jahrgänge 2010 bis 2019 werden erwartet. In zehn Kategorien wird um den Titel des «schnellsten Jahrgängers» beziehungsweise der «schnellsten Jahrgängerin» gesprintet. Neu wird zudem der Titel für die schnellste Tagesbestzeit über 100 Meter vergeben. Neben dem Sprint stehen ein Geländelauf sowie verschiedene Spiele wie Korbball, Linienball und Jägerball auf dem Programm. Zum Abschluss finden die traditionellen Stafetten statt. Natürlich ist ab dem frühen Morgen auch für das leibliche Wohl gesorgt. Eine Festwirtschaft bietet den Teilnehmern und dem Publikum Speisen und Getränke an. Der Turnverein freut sich
Gospelklänge in Affoltern Kraftvolle Stimmen, gefühlvolle Soli und eindrucksvolle Harmonien stehen am Sonntag, 6. September, in der Kirche
Wer sind die schnellsten Jahrgängerinnen und Jahrgänger? (Bild zvg)
Seewadelstrasse 13, Affoltern. Eintritt frei, Kollekte
TV Hausen Weitere Infos auf: www.tvhausen.ch
AGENDA
Freitag, 4. September Affoltern ◴ 18:00-20:00: Ausstellung Vernissage der Kunstausstellung «Bunt? Bunt!». Die AemtlerQuilterinnen präsentieren ihre neuen vielfältigen und kreativen Werke. Die Ausstellung dauert bis Sonntag, 20. September. Öffnungszeiten: Mi, 14:00-17:00 Uhr, Fr, 14:00-20:00 Uhr, Sa, 09:00-17:00 Uhr, und So, 11:00-17:00 Uhr. ● Galerie Märtplatz, Obere Bahnhofstrasse 7
Veranstalter: Verein Bergwerk Riedhof. Für Gross und Klein. Gratis. Freiwillige Spende. www.bergwerk-riedhof.ch
Affoltern
Veranstalter: KulturAffoltern. Eintritt frei.
◴ 08:22-19:07: Tagesausflug Exkursion zu den Windkraftanlagen in der Region Schaffhausen/Wiechs (D). Gemeinsame Hinfahrt um 08:22 Uhr mit S5 ab Affoltern. Wanderung in 3 Etappen, gesamthaft zirka 2 bis 3 Stunden. Siehe auch Beitrag im «Anzeiger» vom 21. August. ● Reise nach Schaffhausen, Wanderung von Büttenhardt über Verenafohren nach Wiechs (D).
www.kulturaffoltern.ch
Veranstalter: Exkursionsgruppe Wind. Verpflegung aus dem Rucksack. Kostenbeitrag: 30 Franken. Anmeldung: anitaoetiker@pm.me
Hausen ◴ 11:00-13:00: Sport‘s Lunch Verbindung von Sport, Spass und Business Networking: 2 Stunden Padel, Lunch vom Grill und neue Kontakte. ● Tennisclub Hausen am Albis, Albisbrunnweg 1 Veranstalter: Tennisclub Hausen. Anmeldung
◴ 10:00-12:00: Stadtführung Auf Spurensuche im alten Affoltern. Besuch von ausgewählten Orten, die die Geschichte der Entwicklung vom Bauerndorf zur Stadt erzählen. ● Treffpunkt Bahnhof
www.tchausen.ch
Samstag, 5. September Aeugst
www.ref-knonaueramt.ch
Rifferswil ◴ 09:00-14:00: Markt Der etwas andere Essens- und Blumenmarkt mit lokalen Produkten für Liebhabende der Kulinarik und Floristik. Die familiäre Atmosphäre wird von Musik begleitet, diesen Samstag zusätzlich mit einem Konzert von TIMANI. ● Riffi Märt Liebi, Dorfplatz Veranstalter: Cinzia Schefer-Silla. Über die Mittagszeit gibt es Food-Stände. www.riffi-maert.ch
Sonntag, 6. September
Veranstalter: Verein Ortsmuseum Affoltern. Keine Voranmeldung. Gratis.
Affoltern
www.museum-affoltern.ch
erforderlich unter marc(at)tchausen.ch. 30 Franken. Max. 12 Teilnehmende.
Knonauer Amt. Eintritt frei, Kollekte.
◴ 14:00-16:00: Stadtführung Auf Spurensuche im alten Affoltern. Besuch von ausgewählten Orten, die die Geschichte der Entwicklung vom Bauerndorf zur Stadt erzählen. ● Treffpunkt Bahnhof
◴ 14:00-16:00: Stadtführung Auf Spurensuche im alten Affoltern. Besuch von ausgewählten Orten, die die Geschichte der Entwicklung vom Bauerndorf zur Stadt erzählen.
Kostenlos. Besammlung: Amtshausplatz
Veranstalter: KulturAffoltern. Eintritt frei. Hutkollekte. www.kulturaffoltern.ch
Montag, 7. September Hausen ◴ 13:30-17:00: Café Palaver Begegnungs-Café zum Verweilen. Jugendliche des Lebenslernorts Hausen helfen ab 14:00 Uhr in einem separaten Raum bei Handyproblemen und zeigen Kniffe und Tricks. ● Zwinglistube bei der reformierten Kirche, Schulhausstrasse 1 Veranstalter: Spitex Knonaueramt, Psychosoziale Pflege. Kaffee und Kuchen zu moderaten Preisen. Keine Anmeldung notwendig. www.spitexka.ch
Dienstag, 8. September
(Eingang). www.klosterkappel.ch
Donnerstag, 10. September Affoltern ◴ 17:00: Theater Anlässlich seines 10-JahreJubiläums lädt der Verein wabe Knonaueramt ein. Das Ensemble vom Hirntheater ist darauf spezialisiert, sein Publikum lebendig und praxisnah rund um die Themen Alter, Demenz und Humor zu sensibilisieren und zu trainieren. ● Mehrzweckraum Rigi, Melchior-Hirzel-Weg 40 Veranstalter: Verein Wabe Knonaueramt. Apéro, 17 Uhr. Eintritt frei, Kollekte. www.wabe-knonaueramt.ch
◴ 20:15-22:00: Konzert Klaus Koenig Jazz live Trio: Klaus Koenig, Piano; Patrick Sommer, Bass; Andi Wettstein, Schlagzeug. Echte Jazz-Juwelen, klassisch, virtuos und lebendig. ● Kulturkeller lamarotte, Centralweg 10 Veranstalter: Kulturkeller lamarotte. Bar ab 18:30 Uhr. Eintritt frei, Kollekte. Essen ab
Veranstalter: Verein Ortsmuseum Affoltern.
Kappel
Keine Voranmeldung. Gratis.
◴ 12:00-16:00: Stollenführung Ausstellung zum ehemaligen Kohlenbergwerk Riedhof und Interessantes aus der regionalen Geschichte. Geführte Besichtigung der Stollen mit See und Radonstübli im Berginnern. Treffpunkt im Museum, beim Götschihof, Areal Stiftung Solvita. ● Museum Bergwerk Riedhof
Veranstalter: Verein Ortsmuseum Affoltern.
19:00 Uhr, 20 Franken. www.lamarotte.ch
www.museum-affoltern.ch
Hausen ◴ 19:00-20:30: Konzert «Flötenzauber & Tastenträume»: Barbara Bangerter, Querflöte, und Andrea Paffrath, Klavier, spielen Werke von Johann Pachelbel,
Veranstaltungshinweise erscheinen einmal wöchentlich freitags im «Anzeiger». Die Angaben sind bis Montag davor, 10 Uhr, auf der «Anzeiger»-Website zu erfassen: www.affolteranzeiger.ch
◴ 09:00-11:00: Stick-Treff Sticken und Stricken mit Susanne Bachmann. Eigene Projekte oder Inspirationen. ● Kloster Kappel, Kappelerhof 5
Kappel
Veranstalter: Kloster Kappel. Ohne Anmeldung.
◴ 13:30-14:30: Führung Führung durch die Klostergärten. ● Kloster Kappel, Kappelerhof 5
Unkostenbeitrag 10 Franken.
Veranstalter: Kloster Kappel. Kostenlos.
www.klosterkappel.ch
Ohne Anmeldung. Besammlung: Amtshausplatz (Eingang). www.klosterkappel.ch
Sport
Freitag, 4. September 2026
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Zwei Tage hochklassiger Turnsport GeTu Mettmenstetten überzeugt an Zürcher Kantonalen Meisterschaften im Geräteturnen Am vergangenen Wochenende wurde Mettmenstetten zum Treffpunkt der Zürcher Geräteturnszene. An den Zürcher Kantonalen Meisterschaften Geräteturnen K5–7/D/H vom 29. und 30. August zeigten Turnerinnen und Turner aus zahlreichen Vereinen ihr Können. Mittendrin statt nur dabei: das GeTu Mettmenstetten als Gastgeber und mit starken sportlichen Leistungen. Zwei Tage lang standen in der Turnhalle Gramatt hochklassiger Turnsport, Spannung und Emotionen im Mittelpunkt. Für das GeTu Mettmenstetten war das Wochenende in doppelter Hinsicht besonders: Die Riege stellte sich der grossen Herausforderung, die Kantonalmeisterschaften im eigenen Dorf zu organisieren, und durfte gleichzeitig zahlreiche eigene Turnerinnen und Turner vor Heimpublikum an den Start schicken.
Silber für Emanuel Foster Für den sportlichen Höhepunkt aus Mettmenstetter Sicht sorgte Emanuel Foster in der Kategorie Herren. Mit einem starken Wettkampf und 46,45 Punkten erturnte er sich den hervorragenden 2. Rang und damit die Silbermedaille. Nur gerade 0,30 Punkte trennten ihn vom neuen Kantonalmeister Dominik Dobmann vom TV Grüningen.
Auch Sämi Violetti zeigte in der Kategorie 6 einen überzeugenden Wettkampf. Mit 44,63 Punkten klassierte er sich auf dem starken 9. Rang und damit mitten in der kantonalen Spitze. In der Kategorie 5B zeigte Sina Camenzind einen starken Wettkampf und erreichte mit 36,55 Punkten den hervorragenden 4. Rang. Auch ihre Teamkolleginnen überzeugten: Elina Meier, Lana Wyss, Malia Ineichen, Arwen Freiermuth, Julia Suter, Nina Suter und Anouk Werder durften sich ebenfalls über eine Auszeichnung freuen. In der Kategorie K5A gelang Lin Cavelti mit 36,45 Punkten und Rang 7 eine ausgezeichnete Platzierung. Gemeinsam mit ihrer Teamkollegin Mara Herrmann hat sie sich zudem für den Kantonalfinal in Rafz qualifiziert. Auch die Turnerinnen der Kategorie 6 zeigten starke Leistungen. Hanna Prechtl erreichte mit 36,63 Punkten den guten 14. Rang, dicht gefolgt von Chloé Kull, die sich mit 36,53 Punkten auf Rang 17 klassierte. Beide sicherten sich damit die Qualifikation für den Kantonalfinal. Ebenfalls Grund zur Freude hatte Sofie Prechtl: Mit ihrem 35. Rang durfte sie sich über eine Auszeichnung freuen.
Kantonalmeistertitel an die Favoriten In der Königskategorie K7 setzte sich bei den Frauen Ladina Kropf vom TV Wädenswil mit starken 38,90 Punkten
Eine Turnerin des Getu Mettmenstetten zeigt ihr Können am Reck.
durch. Bei den Männern holte sich Sonam Büwang vom TV Neftenbach mit 47,08 Punkten den Kantonalmeistertitel. Mindestens ebenso wichtig wie die sportlichen Erfolge war für das GeTu Mettmenstetten die Organisation des Grossanlasses. Bereits seit November 2025 liefen die Vorbereitungen. Dass an zwei Tagen geturnt, gewertet, verpflegt und mitgefiebert werden konnte, war nur dank des grossen Einsatzes unzähliger Helferinnen und Helfer, des OK, der Wertungsrichterinnen und Wertungsrichter sowie der Unterstützung
0,3
Punkte lag Emanuel Foster hinter dem Sieger.
der Sponsoren möglich. Ihnen allen gebührt ein herzliches Dankeschön. Für das GeTu Mettmenstetten bleibt damit ein besonderes Wochenende in Erinnerung: ein Heimwettkampf mit viel Herzblut, starken Leistungen und einer Silbermedaille vor heimischem Publikum. Ein schöner Lohn für die intensive Trainings- und Vorbereitungsarbeit der vergangenen Monate. OK Wettkampf GeTu Mettmenstetten
Emanuel Foster (ganz links) gewinnt Silber in der Kategorie Herren. (Bilder zvg)
Die Turnhalle Gramatt in Mettmenstetten bot ideale Wettkampfbedingungen.
Knapp am Turniersieg vorbei – aber zuversichtlich für die Saison Die C-Junioren Grün von Floorball Albis holen den zweiten Platz am Sursee Cup Am 30. August waren gleich zwei C-Junioren-Teams von Floorball Albis am traditionellen Sursee Cup im Einsatz. An diesem herrlichen Spätsommersonntag waren rund um die Kottenmatten-Halle in Sursee auffallend viele grün-schwarze Farben zu sehen. Die CJunioren der Teams Grün und Blau traten zum Vorbereitungsturnier an und sorgten für starke Auftritte. Das Team C Grün zeigte trotz dichten Spielplans und schweisstreibender Temperaturen in der Halle eine beeindruckende Leistung. In der Gruppenphase blieb das Team ungeschlagen und sicherte sich mit drei Siegen und zwei Unentschieden souverän den Gruppensieg. Im Finale gegen die B-Juniorinnen des UHC Zugerland waren die Batterien dann nicht mehr ganz voll. Dennoch durfte sich das Team über einen hervorragenden 2. Platz freuen und bewies, dass es für die kommende Saison bestens gerüstet ist. Der Saisonstart 2026/27 kann kommen! Auch das Team C Blau zeigte eine engagierte Leistung. Aufgrund einiger Absenzen standen den Trainern lediglich zwei Blöcke zur Verfügung. Im Verlauf des intensiven Turniers machte
sich dies zunehmend bemerkbar. Zwar gestalteten die Albis-Junioren sämtliche Spiele ausgeglichen, doch trotz ansprechenden Offensivspiels fehlte oft das nötige Quäntchen Glück im Abschluss. Gleichzeitig wurden einzelne Eigenfehler konsequent von den Gegnern bestraft. Am Ende resultierte daraus der vierte Gruppenrang. Trotzdem zogen die Trainer ein positives Fazit. Die Mannschaft überzeugte mit viel Offensivpower, Einsatzbereitschaft und einer deutlich verbesserten Spielorganisation. Auch das Team C Blau darf dem Saisonstart mit Zuversicht entgegenblicken. Insgesamt kann Floorball Albis auf ein erfolgreiches Turnierwochenende zurückschauen. Bereits am Samstag erreichte die U16 den zweiten Gruppenrang, während das Team D Grün den 5. Platz belegte. Für einen weiteren Höhepunkt sorgte das Team D Gelb, das seine Gruppe gewinnen konnte. Fazit: viele starke Leistungen, zwei Gruppensiege und jede Menge Vorfreude auf die neue Saison. Floorball Albis ist bereit für den Meisterschaftsstart! Nick Spalinger, Oliver Aegerter
Zweiter Turnierplatz – grosse Freude bei den C-Grün-Junioren und ihren Trainern. (Bild zvg)
Ottenbach
Bonstetten SEPTEMBER
Info-Apéro Wir laden Sie herzlich ein,
vorbeizuschauen: Mittwoch, 16. September, ab 17 bis 20 Uhr
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Mittwoch 17–20 Uhr
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Sport
Freitag, 4. September 2026
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WM-Hauptprobe am GP Rüebliland RRC-Amt-Fahrer Dennis Flückiger rechnet sich Chancen auf gute Platzierung aus Martin Platter Seit gestern Donnerstag läuft der Grand Prix Rüebliland, das bedeutendste Schweizer Mehretappenrennen für den Radsportnachwuchs aus der ganzen Welt und zugleich die WM-Hauptprobe. Der kuriose Name deutet auf die Herkunft des Rennens. Die Teilstücke werden hauptsächlich im Kanton Aargau gefahren, der auch als «Rüebliland» bezeichnet wird. Vor 50 Jahren gegründet, feiert der Anlass heuer sein Jubiläum mit einer zusätzlichen Etappe, die gestern Abend als Mannschaftszeitfahren im Brugger Schachen ausgetragen wurde. Heute um 13 Uhr findet das 93,6 km lange, recht coupierte Teilstück in Steinmaur statt. Am Samstagnachmittag (Start um 14 Uhr) gastiert der Rüebliland dann in Affoltern zum 60-jährigen Bestehen des Radrennclubs Amt, der die Etappe ausrichten wird. Gefahren wird auf einer knapp 17 km langen Rundstrecke vom Bezirkshauptort über Aeugst, Vollenweid, Unterrifferswil, Mettmenstetten zurück ins Ziel in der Affoltemer Industrie, die es sechsmal zu absolvieren gilt (100 km). Um 16.30 Uhr wird der Zieleinlauf erwartet. Zum Abschluss am Sonntag um 9 Uhr steht in Wohlen die mit 110 km längste Etappe auf dem Programm. Das internationale U19-Fahrerfeld verspricht spannende Rennen. Gute Chancen zumindest auf einen Etappensieg hat der Schweizer Meister im Einzelzeitfahren Marwan Karim Barhoumi, der im Nationalteam fährt. Zu den härtesten internationalen Konkurrenten
gehört das Team Grenke – Auto Eder mit dem endschnellen Dänen Julius Løvstrup Birkedal, der Platz zwei bei der Trofeo Emilio Paganessi am letzten Wochenende belegte. Ebenfalls stark einzuschätzen ist der Belgier Vic De Smet aus der Riege von Soudal Quick-Step U19.
Hoffnungsträger des RRC Amt Auch aus den Reihen des RRC Amt gibt es einen Hoffnungsträger, der in der laufenden Saison mit etlichen Topresultaten aufgefallen ist: Dennis Flückiger, der Gewinner des GP Osterhas, des GP Luzern Mitte August und der ersten Etappe des Duo Genevois, wo er im Schlussklassement den fünften Platz erreichte. Mitte Juni zeigte er an der mit dem Rüebliland vergleichbaren LVM Saarland Trofeo in Deutschland mit dem 17. Platz und Etappenrängen 7, 8 und 12, dass er auch bei Mehrtagesrennen mit den Besten mithalten kann. An der Tour du Léman Juniors hat er sich letztes Wochenende den letzten Schliff geholt. Er sagt: «Ich bin in Form und rechne mir durchaus Chancen auf eine Spitzenplatzierung aus – vielleicht sogar auf der Etappe in Affoltern.» Als Knackpunkt könnte sich die Steigung von Affoltern nach Aeugst erweisen, die einen Ticken zu lang ist für einen endschnellen und explosiven Sprinter wie Flückiger, der von sich sagt, dass ihm eher die leichten Steigungen liegen. Er sieht die Top-Teams im Vorteil, denn Radsport ist auch Mannschaftssport, und die Etappen werden seit der
Dennis Flückiger ist der Hoffnungsträger des organisierenden RRC Amt am GP Rüebliland, der am Samstagnachmittag in Affoltern gastiert. (Bild Martin Platter) Auf hebung der Übersetzungslimite mittlerweile in denselben hohen Tempi gefahren wie die an den Rennen der Berufsfahrer. Wie in den grossen Landesrundfahren wird auch am GP Rüebliland um Spezialwertungen gekämpft, deren Lea-
der folgende Trikots tragen: Gesamtsieger (Tudor), Punkteleader (Swiss Cycling Aargau), Bergpreis (Volg), Sprinterpreis (Swisslos) sowie bester Jungfahrer (Club Maillot d’Or). Um die Mittagszeit wird im Start-Ziel-Bereich an der Lindenmoosstrasse in Affoltern eine Festwirt-
schaft für die Radsportfans bereitstehen. Ab 12.45 Uhr beginnt die Vorstellung der 26 Mannschaften mit zahlreichen Landesmeistern und internationalen Topfahrern. Weitere Infos: rrc-amt.ch, gp-ruebliland.ch
Urs Huber wird letztmals Zweiter Dernière des erfolgreichen Mountainbike-Sportlers am Nationalpark Bike-Marathon schaft 2020 verlor er in Scuol den harten Sprint gegen Martin Fanger, der Kampflinie fuhr. Dabei wurde Casey South in die Absperrgitter abgedrängt und stürzte so schwer, das er ins Spital musste. Nicht ohne bitteren Unterton sagte Huber: «Ich hätte in meiner Karriere nicht fünf Mal, sondern mindestens zehn Mal Schweizer Meister werden müssen. 2008 bis 2010 strauchelte ich als Topfavorit an meinem eigenen Unvermögen. 2020, 2022 und 2024 war ich im Finale nicht mit letzter Konsequenz bei der Sache.»
Martin Platter Ein letztes Mal hat sich Urs Huber am letzten Samstag mit dem Mountainbike die 141 Kilometer um den Nationalpark gekämpft. Eine Woche nach dem Grand Raid BCVS im Wallis hat er hinter Martin Fanger erneut den zweiten Platz gewonnen. Es war der 22. Podestplatz bei 23 Starts im Unterengadin bei der 25. Austragung des Nationalpark Bike-Marathons. Sieben Mal konnte der inzwischen 41-Jährige gewinnen – so viel wie kein anderer. Zahlen, die beeindrucken, aber auch grosse Gefühle und unzählige Erlebnisse. Huber wurde im Ziel bewusst, dass dies nun endgültig zu Ende ist. Mit dem Rennen in Scuol verbindet der Mettmenstetter ambivalente Erinnerungen. Hier wurde er 2011 zum ersten Mal Schweizer Meister. Dabei wäre er fast erfroren. Wegen einer Kaltfront musste der Wettkampf kurz darauf abgebrochen werden, weil auf den Bergen Schnee fiel. Bei der Schweizer Meister-
Sport ist Charaktersache
Am letzten Samstag hat sich Urs Huber ein letztes Mal über den supersteilen Chaschauna-Pass gekämpft – und wie jedes Jahr innerlich geflucht. (Bild Martin Paltter)
Auf die Frage, ob es ihn im Rückblick ärgert, nicht öfter die Ellenbogen herausgestellt zu haben, um einen Gegner zu blockieren, sagte Huber: «Das ist Charaktersache. Entweder man ist so, oder man ist nicht so. Sicher wäre mehr dringelegen, wenn ich frecher gefahren wäre. Alles eine Frage der Perspektive. Ich habe stets versucht mich auf das zu
konzertieren, was ich erreicht habe und nicht auf das, was ich nicht erreicht habe. Ich denke ein fairer Sportler kommt besser beim Publikum an als einer, der immer auf Biegen und Brechen fährt.» Was geht ihm durch den Kopf, wenn er die letzte Phase seiner 19-jährigen Profilaufbahn rekapituliert: «Ich habe schon 2019, als ich praktisch jedes Rennen gewonnen hatte, mit dem Gedanken gespielt, aufzuhören. Denn besser konnte es nicht mehr werden. Doch ich hatte ein gutes Team und nach wie vor Freude am Fahren. Also habe ich weitergemacht. 2022 bis 2024 wurde dann zäh. 2025 wurde mir nach der Verletzung kurz vor Karriereende bewusst, dass ich nicht so hören will. Deshalb habe ich noch dieses Jahr als Privatfahrer angehängt. Das ist der Abschluss, den ich mir gewünscht habe. Nun ist aber wirklich Schluss.» Er werde weiterhin Velofahren und Sport treiben. Aber künftig nur noch fürs eigene Wohlbefinden.
Zwischen Kirchenkunst und Wassergewalt Zwei Dutzend Oberämtler Seniorenturner mit Partnerinnen besuchten Zillis und die Rofflaschlucht Die zwei kleinen Ziele haben überschaubaren Zulauf. Mit ihren 440 Einwohnern ist die Gemeinde Zillis-Reischen am Hinterrhein nur knapp halb so bevölkerungsreich wie die kleinste Gemeinde im Bezirk Affoltern, die Rofflaschlucht ist eine versteckte Naturwucht. Bis zur Eröffnung der A13 im Jahr 1973 sorgten diese kleinen Landflecken kaum je für grössere Aufmerksamkeit. Ruhesuchende Berggänger, Hirten und Tiere fanden hier über Jahrhunderte eine intakte Alpenwelt. Der Binnenverkehr im Tal war seit eh und je bescheiden, die Wirtschaftsentwicklung − abgesehen von Energieund anderen Infrastrukturprojekten − volatil, stark saison- und wetterabhängig. Die grosse Verlagerung des überregionalen Nord-Süd-Verkehrs beruhigte die
dörflichen Räume abseits erheblich. In Zillis besuchte die Gruppe die kulturhistorisch lange unterschätzte St.-Martins-Kirche, deren figürlich gemalte Holzdecke auf das 12. Jahrhundert datiert wird. Bekannt wurde Zillis durch die von der
Eidgenossenschaft geförderte Pro-PatriaStiftung, die in den Jahren 1965–67 sechzehn der 153 Deckenmotive auf Schweizer Briefmarken mit Frankaturzuschlag millionenfach in Umlauf bringen konnte. Zudem besichtigte die Reisegruppe unter
Die Teilnehmenden genossen einen vielseitigen Tagesausflug. (Bild zvg)
ortskundiger Leitung das lokale Museum im Dorfkern und anschliessend die Kirche im unteren Dorfteil mit ihrem einmaligen, sorgfältigst gepflegten Kulturschatz. Alle drei bis vier Jahre werden mehrmonatige Restaurationsarbeiten vorgenommen, so auch diesen Sommer. Der Besuch konnte trotzdem erfolgen. Nach einem bodenständigen Mittagessen einige Kilometer talaufwärts im Gasthof Rofflaschlucht − begleitet von unserem Handharmonika-Trio aus dem Morgenturnen − machten sich die Teilnehmenden bereit für die Begehung der Schlucht. Die wenige hundert Meter lange Schlucht mit Galerie beeindruckt jeden Besucher. Besonders das laute Tosen und Spritzen des Wassers, aber auch ihre wechselnden Farben und Lichtverhältnisse lies-
sen die Gruppe die Trockenheit der vergangenen Wochen im Unterland sofort vergessen. Eine mit heller Farbe gepinselte Felsmarkierung aus dem Jahr 2006 bestätigte, dass eine heftige Flut den Wasserstand damals bedrohlich um mehrere Dutzend Meter hatte anschwellen lassen. Zurück bei der historischen Gastwirtschaft wurden die Teilnehmenden daran erinnert, dass diese ununterbrochen von Nachfahren ihres Gründers in der sechsten Generation geführt wird. Zwei harte und brotarme Jahre als Auswanderer in New York hatten ihm ausgereicht, um die Rückreise an die Roffla anzutreten und Pläne für eine nachhaltigere Zukunft zu schmieden. Mit Erfolg! Hans-Ulrich Meier, Rifferswil
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Sport
Freitag, 4. September 2026
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Jungschwinger zeigen sich in guter Form Überzeugende Ergebnisse am Jungschwingertag im Schoren Mühlau (AG) Die Saison der Jungschwinger des Schwingklubs am Albis geht langsam dem Ende entgegen. Am letzten Sonntag wurde aber im Schoren in Mühlau im Freiamt nochmals geschwungen. Zehn Nachwuchsschwinger vom Albis stiegen in die Zwilchhosen und zeigten den ca. 850 Zuschauern bei wunderschönem Spätsommerwetter, dass sie noch überhaupt nicht müde sind. In der Kategorie 2017/2018 belegte Ramon Ehrler aus Maschwanden mit vier gewonnenen Gängen den hervorragenden 4. Rang und durfte einmal mehr in dieser Saison einen Zweig mit nach Hause nehmen. Beim Jahrgang 2015/2016 belegte Matteo Bär aus Hauptikon mit drei gewonnenen Gängen den sehr guten 11. Schlussrang. Andrin Meier aus Obfelden beendete das Fest mit zwei gewonnenen und zwei gestellten Gängen auf dem 12. Rang. In der Kategorie 2013/2014 belegte Marc Ehrler aus Maschwanden mit einem gewonnenen und vier gestellten Gängen den 12. Rang, sein Bruder Livio mit einem gewonnenen und einem gestellten Gang den 16. Schlussrang. Gian Buchli aus dem
Aeugstertal schwang mit einem gewonnenen Gang auf den 15. Rang. In der ältesten Kategorie 2011/2012 erreichte Dario Buchli aus dem Aeugstertal mit drei gewonnenen und einem gestellten Gang den 10. Schlussrang. Mike Gut aus Obfelden gewann zwei Gänge und stellte einen und kam so auf den 13. Rang. Juri Röllin aus Mettmenstetten gewann ebenfalls zwei Gänge und stellte einen, jedoch mit einer tieferen Note als sein Klubkollege, und belegte darum den 15. Schlussrang. Erstmals gab es auf dem Schoren auch eine Prinzenkategorie für den Jahrgang 2019 und jünger. Vom Schwingklub am Albis war Damian Ludwig aus Zwillikon vertreten und konnte vier Gänge für sich entscheiden. Solche Einsätze bieten den ganz Kleinen die wertvolle Möglichkeit, früh Schwingfestluft zu schnuppern. Nun warten in zwei Wochen das Seebacher Buebeschwinget und Ende September das Wega-Schwinget auf die Jungschwinger des Schwingklubs am Albis, bevor es in die wohlverdiente Pause geht. Barbara Buchli
Die Jungschwinger des Schwingklubs am Albis. (Bild Barbara Buchli)
Deutlicher Sieg für Hausen Der FC Hausen bezwingt Feusisberg-Schindellegi im ersten Heimspiel der Saison mit 5:1 Das Fanionteam des FC Hausen siegte am letzten Wochenende im ersten Heimspiel der Saison mit 5:1 gegen Feusisberg-Schindellegi. Der Start ins Spiel missriet den Hausemern allerdings. Eine Unkonzentriertheit führte zur frühen Führung der Gegner. Doch dann startete das Heimteam durch. Ein verwandelter Elfmeter von Elia Ruckstuhl und ein Tor von Ramon Bisa nach einem Konter kehrten den Match zu einer 2:1-Pausenführung für die Gastgeber. In der zweiten Halbzeit ging das Spiel hin und her mit leichten Vorteilen für Hausen. Der Ball wollte – auch wegen des hervorragenden Gäste-
Geglückter Saisonstart für den FC Hausen. (Bild Marco Bisa)
goalies – nicht ins Tor. Zehn Minuten vor Schluss konnte dann Ruckstuhl nochmals zum Elfmeter antreten und verwandelte erneut sicher. Abermals Ruckstuhl mit seinem dritten Treffer sowie Bisa mit seinem zweiten Goal sorgten für den verdienten Sieg der Hausemer. Defensiv hatte das Heimteam ein paar Mal das Glück des Tüchtigen oder konnte sich bei Torhüter Oliver Vollenweider bedanken, der hervorragend hielt. Mit vier Punkten aus zwei Spielen ist dem Fanionteam der Saisonstart geglückt. Marco Bisa, FCH
Mit Karte und Kompass durch den Aeugster Wald Erfolgreicher OL für Alle auf dem Aeugsterberg Am 29. August fand oberhalb von Aeugst der traditionelle Säuliämtler Orientierungslaufwettkampf OL für Alle statt. Über 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellten sich am vergangenen Samstag der Herausforderung und massen sich in fünf verschiedenen Kategorien. Der spätsommerliche Samstagnachmittag bot beste Bedingungen für den zweimal jährlich stattfindenden OL für Alle. Wie der Name bereits verrät, richtet sich der Anlass nicht nur an erfah-
rene Orientierungsläuferinnen und -läufer, sondern möchte auch Neulinge für die Sportart begeistern. Die OLG Säuliamt bot deshalb unterschiedlich anspruchsvolle Kategorien an: Von der Einstiegskategorie «Kurz» bis zur anspruchsvollen Kategorie «Lang» war für jedes Niveau etwas dabei. So traf eine familiäre Atmosphäre auf sportlichen Ehrgeiz und spannende Wettkampfstimmung. Mit Karte und Kompass galt es für die Läuferinnen und Läufer, den schnellsten
Weg vom Start ins Ziel zu finden und dabei die vorgegebenen Posten mitten im Wald anzulaufen. Für den Sieg waren deshalb sowohl eine präzise Routenwahl als auch ein konstant hohes Tempo gefragt. Der schöne, aber steile Wald rund um den Aeugsterberg forderte die Teilnehmenden und liess so manchen Puls zusätzlich in die Höhe schnellen. Die gemütlicher Gesinnten trafen sich in der fünften Kategorie «Walking OL». Hier stand weniger das Resultat als vielmehr der gemeinsame Genuss der
Natur, verbunden mit kartentechnischen Herausforderungen, im Vordergrund. Ob nach dem Spaziergang oder dem Wettkampf, zum Feiern oder Erholen: Nach dem Lauf trafen sich alle in der Festbeiz zur wohlverdienten Verpflegung. So fand der Nachmittag für Gross und Klein einen gelungenen Abschluss. Willst auch du nächstes Mal am Start stehen? Infos und Ranglisten zum OL für Alle findet man auf www.olgsäuliamt.ch.
Ranglisten-Auszug der verschiedenen Kategorien: Bahn «Kurz»: 1. Luis Kunz, 2. Gaspard Nosal, 3. Nico Eichmann Bahn «Mitteleinfach»: 1. Roland Zahner, 2. Karin Bodenmann, 3. Sämi Oli Zuzka Bahn «Mittelschwer»: 1. Melanie Eisenring, 2. Isaak Klieber, 3. Philippe Roschi Bahn «Lang»: 1. Denis Steinemann,
Jan Leisinger
2. Roman Suppisser, 3. Simon Bienz
Der FC Affoltern trifft am Samstag auf Wädenswil
FCWB auswärts gegen Baden
Am kommenden Samstagabend reist das Fanionteam in der noch kurzen Meisterschaft zum ersten Mal in die Fremde. Nach zwei Vollerfolgen gegen die Märchler-Vereine Wollerau und Buttikon warten nun die Reserven des FC Wädenswil auf die Ämtler. Die Zielvorgabe ans Team ist klar: Weitere drei Punkte auf das Konto schreiben und in der Spitzengruppe bleiben.
Am kommenden Samstag steht für den FC Wettswil-Bonstetten zwar eine kurze Anreise auf dem Programm, der Gegner ist mit dem FC Baden aber eines der TopTeams der noch jungen Saison. Das Team um Trainer Previtali ist wunschgemäss in die neue Spielzeit gestartet. Nach vier Runden ist Baden erster Verfolger von Tuggen, hat gegen die Nachwuchsteams von Winterthur und St. Gallen sowie gegen Eschen/Mauren Vollerfolge gefeiert und gegen Freienbach 2:2 unentschieden gespielt. Die Ambitionen in Bezug auf den Aufstieg sind klar gesetzt. Die Stimmung im Club ist gut und die Ämtler werden gefordert sein. In den ersten Spielen wurde der FCWB eher schlecht belohnt für die phasenweise guten Leistungen. Zuletzt konnte gegen Gossau das Remis in letzter Minute gerettet werden. Die Scholz-
Stabilität beibehalten Zuletzt konnte die Defensive des FCA sichtlich stabilisiert werden und dem FC Buttikon wurden keine Treffer zugelassen. Nun gilt es, diese Stabilität beizubehalten und in der Offensive die Chancen besser zu nutzen als in den letzten Partien. Erfreulich ist, dass die Bär-Boys zu zahlreichen Chancen kommen, diese aber (noch) nicht effizient ausnützen.
Bisher blieb dies ohne Konsequenzen, muss aber klar verbessert werden. Erschwerend kommt neu dazu, dass sich neben Noah Boayke nun auch Torgarant Mirco Döttling im Spiel gegen Buttikon schwer verletzt hat und sicherlich für längere Zeit fehlen wird. Dazu fehlt in der Offensive nach wie vor Edis Tanusaj verletzungsbedingt und damit noch nicht genug; mit Noel Stähli (Hochzeitsfeier) wird am Samstagabend eine weitere Offensivkraft nicht zur Verfügung stehen. Spannend wird sein, wen Trainer Kevin Bär nun in der Sturmspitze aufstellen wird. Der FC Wädenswil II ist mit einem klaren 5:1-Sieg gegen Aufsteiger Birmensdorf und einer ebenso klaren 1:6-Niederlage gegen den FC WettswilBonstetten ll in die Saison gestartet. In der vergangenen Saison trennten sich die Teams 1:1 in der Beichlen und zum
Saisonabschluss wurden die Seebuben mit einem klaren 7:2 nach Hause geschickt. Dieser Dorn sitzt sicher noch tief in den Wunden der Wädenswiler. So werden sie vehement auf eine Revanche pochen. Dazu werden sie den Anschluss an die Spitze nicht bereits nach drei Runden verlieren wollen. Für eine interessante und abwechslungsreiche Partie ist also gesorgt. Mit Spannung darf man der zwangsweise neuen Aufstellung des Fanionteams entgegenschauen. Anpfiff ist am Samstag, 5. September, um 20 Uhr auf dem Sportplatz Beichlen in Wädenswil. Die Bär-Schützlinge freuen sich wie bisher auf zahlreiche Unterstützung auch auswärts hoch über dem Zürisee. Einmal mehr, Hopp FCA, an der Spitze dranbleiben und die Ungeschlagenheit wahren! Wale Aegerter, FCA
Zuletzt gegen Gossau ergab dieses Handspiel den Penalty, der zum 2:2 führte. (Bild Kaspar Köchli) Elf will die positiven Momente nutzen und auch im Stadion Esp mutig auftreten. In der vergangenen Saison konnte der FC Baden in beiden Partien bezwungen werden, was ein gutes Omen ist. Anpfiff in Baden ist am Samstagnachmittag um 16.00 Uhr und natürlich werden viele WB-Fans erwartet. Oliver Hedinger, FCWB
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Extra
REXERS WELT
«Viele Leute kennen meine Stimme»
Es kommt nicht auf die Grösse an Es kommt nicht immer auf die Grösse an. Aber manchmal schon. Ich hole meine Kleine von der Spielgruppe ab. Kurz nach zwölf in Rifferswil. Die Kinder schiessen heimwärts: auf Velos, Trottinetts, zu Fuss, mit Schulthek und dem Glauben an das Mittagessen. Gleichzeitig rollt der erwachsene Teil der Welt in die Pause. Handwerker, Lieferwagen, Lastwagen. Mettmenstetten ruft, der Imbiss duftet. Und dann kommt er um die Kurve: ein Lastwagen von der Sorte «ich transportiere Erde, Kies oder Alpenmassiv». Ich Rexer bin kein Lasermessgerät. Ich habe kein Radar im Auge. Aber man spürt es. Dieses Ding fährt nicht einfach. Es kommt. Selbst wenn es 50 fährt, fühlt sich 50 bei einem solchen Koloss anders an als bei einem Fiat Panda. Auf Medikamenten steht: Erwachsene eine Tablette. Auch da denke ich: Wirklich? Für alle? Für eine Ballerina, einen Schreiner und mich nach den Festtagen? Masse spielt eine Rolle. Beim Menschen, beim Möbeltransport und sicher beim Bremsweg. Natürlich kann man über Tempo 30 reden, über Schilder, Kontrollen und Bussen. Mir geht es um etwas Altmodischeres: Bewusstsein. Wer mehr Gewicht bewegt, bewegt auch mehr Verantwortung. Ein Lastwagen in einem Dorf voller Kinder ist kein Verkehrsteilnehmer wie jeder andere. Er ist ein fahrendes Argument für Vorsicht. Am liebsten hätte ich den Fahrer an der nächsten Ampel angehalten. Leider gibt es dort keine. Ein Stoppschild hätte nur kurz Hoffnung gemacht. Ich versuchte, dem Fahrer zu winken. Er sah mich nicht, starrte in seinen Schoss. Ich überlegte nur kurz, ob er wohl aufs Natel starrt oder eingeschlafen ist. Vielleicht beginnt Sicherheit nicht beim Blitzer, sondern im Kopf. Es kommt nicht immer auf die Grösse an. Aber wenn sie rollt, dann bitte langsam. Der Autor Florian Rexer wohnt mit seiner Familie in Rifferswil.
Freitag, 4. September 2026
Christine Wintringham ist Dolmetscherin und übersetzt auch fürs Schweizer Fernsehen Mit Christine WintringhaM spraCh Marianne Voss «Mein Name ist ein Hochzeitsgeschenk meines Mannes», erklärt Christine Wintringham humorvoll auf die Frage, ob sie Engländerin sei. «Ich bin ursprünglich Deutsche, wir leben aber schon seit über 30 Jahren in der Schweiz und sind eingebürgert.» Das sei ihr wichtig, denn sie wolle am politischen Leben teilhaben sowie abstimmen und wählen können. Seit 2004 wohnt sie mit ihrem Mann Nils in einem Haus mit grossem Garten nahe beim Bahnhof Affoltern. Unter dem Dach haben sie Untermieter. Dort sind in fünf Nistkästen Mauerseglerfamilien zu Hause. Mittels Kamera kann während des Gesprächs am Bildschirm beobachtet werden, wie sich das rege Familienleben dort oben abspielt. Es ist Frühstückszeit, und die drei jungen Mauersegler haben grossen Hunger. «Bald werden sie ausfliegen.» Das sei jeweils ein eindrücklicher Moment. «Sie stürzen sich aus dem Nest und wissen, dass sie fliegen müssen.» Vögel faszinieren Christine Wintringham schon seit ihrer Kindheit. «Die Natur liegt mir grundsätzlich sehr am Herzen. Das erste Vogelbuch erhielt ich, als ich kaum lesen konnte.» Im Säuliamt engagiert sie sich nun als Mitglied des NVBA, Natur- und Vogelschutzverein Bezirk Affoltern.
nicht nur im schnellen und korrekten Übersetzen von Worten, sondern auch von einer Stimmung oder Gefühlslage. «Ich muss dem Redner oder der Rednerin treu bleiben.» Dolmetschen sei ein lebenslanges Studium, führt sie weiter aus. «Ich darf mich immer wieder mit neuen Menschen und neuen Themen befassen. Das ist ein grosses Privileg.» Oftmals erhalte sie vorgängig ein Manuskript und investiere dann viel Vorbereitungszeit, um sich akribisch in ein ihr unbekanntes Fachgebiet einzuarbeiten. «Das erweitert meinen Horizont.» Zudem sei sie zu den verschiedensten Anlässen fast in der ganzen Schweiz unterwegs. «Dabei habe ich unzählige wunderschöne Orte kennengelernt, auf die ich sonst nie gestossen wäre.»
Unterwegs mit dem Motorrad
Christine Wintringham im grossen Garten, der für sie ein entspannender Ausgleich zur Arbeit ist. (Bild Marianne Voss) durch das persönliche Netzwerk. Sie gründete ihr eigenes Sprachbüro Wilco und fand Anschluss in der Dolmetscherund Übersetzervereinigung Zürich (DÜV).
Auch eine Gemütslage übersetzen Schwieriger Start in der Schweiz Christine Wintringham ist auf dem Land in der Nähe von Frankfurt aufgewachsen. Ihr Vater war Dorfpfarrer. Sie schloss das Gymnasium ab und reiste nach Genf. Dort arbeitete sie als Au-pair und lernte Französisch. «Danach absolvierte ich das Dolmetscherstudium in Germersheim.» Dolmetschen und Übersetzen sei nicht dasselbe, stellt sie klar. «Beim Übersetzen geht es um schriftliche Texte. Dolmetschen läuft mündlich und simultan ab.» Dazu müsse man eine Sprache wirklich sehr gut beherrschen. Sie dolmetscht in Französisch und Englisch. Der Grund für den Umzug in die Schweiz war ein beruflicher Auftrag, den ihr Mann in einer Firma in Luzern erhielt. Für sie war der Start hier nicht ganz einfach, denn in der Dolmetscherbranche erhält man viele Aufträge
Heute sei sie gut ausgelastet. «Die Aufträge werden oft im Schneeballsystem verteilt, und ich bin inzwischen bekannt und gut vernetzt.» Sie unterrichtete auch an der ZHAW (Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften). «In der Schweiz wird das Dolmetscherstudium nur an der ZHAW und in Genf angeboten.» Christine Wintringham liebt ihren Beruf, für den sie sehr viel unterwegs ist. Sie dolmetscht an Generalversammlungen von grossen Firmen, Versicherungen oder Banken. Sie ist an Verwaltungsratssitzungen dabei und erfährt lange vor den Medien oder der Öffentlichkeit von einschneidenden Entscheidungen. «Natürlich stehe ich unter absoluter Schweigepflicht», betont sie. Auch fürs Schweizer Fernsehen steht sie immer wieder im Einsatz. «Viele Leute kennen meine Stimme. Vor allem auch,
weil ich während der Corona-Zeit fast täglich die Botschaften vom damaligen Bundesrat Alain Berset übersetzt habe.» Sie sei dort ein bisschen als rasende Dolmetscherin unterwegs gewesen. «Ich schwang mich aufs Motorrad und fuhr nach Zürich in den Leutschenbach.» Wirklich? «Ja, klar.» Sie lacht.
«Die Aufträge werden oft im Schneeballsystem verteilt, und ich bin inzwischen bekannt und gut vernetzt.»
Die Hobbys von Christine Wintringham sind für sie ein Ausgleich zur Kopfarbeit im Beruf. «Ich beschäftige mich gerne manuell, also zum Beispiel mit Nähen oder im Garten beim Jäten, Pflanzen und Ernten.» Und das Motorrad? Irgendwie ist es schwer vorstellbar, dass sie sich auf einen solchen «heissen Ofen» setzt. Zur Erklärung führt sie die Besucherin zum Parkplatz und zeigt ihr ein Exemplar. «Wir haben vier Motorräder und unternehmen regelmässig Reisen oder auch gemütliche Ausflüge.» Sie seien nicht mit Tempo, sondern mit Genuss unterwegs. Eine Tour führte zum Beispiel während sechs Wochen in die Tschechische Republik, nach Litauen, Estland und via Finnland zurück. «Wir entdecken gerne Neues, andere Sprachen, fremde Kulturen oder unbekanntes Essen.» Was immer mit im Gepäck sei: «Das Fernglas und der Vogelführer des entsprechenden Landes.»
Christine Wintringham, Dolmetscherin aus Affoltern Serie «Menschen im Säuliamt» Sie berichtet von den Herausforderungen in ihrem Beruf, wenn sie schlechte Nachrichten übersetzen muss, bei denen dem Redner oder der Rednerin die Stimme versagt. «Das sind emotional berührende Momente für mich, in denen ich viel fachliche Kompetenz, aber auch Einfühlungsvermögen brauche.» Die Kunst beim Dolmetschen liege
In der Serie «Menschen im Säuliamt» berichtet Marianne Voss in loser Folge aus dem Leben von Menschen – ob jung oder alt, ob berühmt oder unbekannt –, die im Säuliamt wohnen oder hier ihren Arbeitsplatz haben.
RÄTSEL fast überall
Metalle verbinden
Diät (ugs.)
flaches Meeresufer
gefüllter Teigfladen
med.: Knochen Behindertentaxi
abgelaichter Hering schweiz. Bahngesellschaft
Filterutensil
Gewicht der Verpackung
US-Computerpionier (Bill)
graugelb, gelblich
2
Verkehrsmittel
Pariser Musikhaus Ballettröckchen
europ. Staat
Masseinheit für die Garnfeinheit
Pudergrundstoff
5
Hauptgott der nord. Sage
11
Sicherheitsorganis. Europas
ich will es haben: ... her! übertriebene Sparsamkeit
Flächenmass Mz.
Rufname von de Saint Phalle †
Bewohner e. Erdteils
kostbar, selten
2
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holländ. Stadt
4 Geschäftsführer
10
Frauenname
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Autokz. Namibia
engl.: Meer
3
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blauer Jeansstoff
schweiz. Bundesbahnen (frz.)
7
frz.: neun
Ort mit Mineralquelle im Kt. SO
Marinedienstgrad
Vorn. v. Sänger Stewart
1
USAutor † 1992 (Isaac)
Zeichen für Kalorie
Hunderasse
Missgunst engl. Abschieds8 gruss
Wortteil: mittel
Jazzfüh- vorweihnachtl. rungsstimme Gestalt
1
klimat. trocken
Beweis der Abwesenheit
austral. Band
Kind (engl. ugs.) Spielkarten
wichtig, von Bedeutung
german. Gott
engl.: benutzen
Gebäckform
Merkzettel Mz.
Tennisdoppelpaarung
tiefer Kleiderausschnitt Wortteil: Pyrenäenhalbinsel
Autokz. Thailand
Vergeltung, Sanktion
selbstgefällig
helle engl. Biere
Scharfschütze (engl.)
Zürcher Eishockeyclub
Knallkörper
sinnliche Liebe
nord. Herdentier
Geräte z. Entsaften
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brauchbar sein (sich …) Gesamtheit der Christen
auf den neuesten Stand gebracht
Internetbegriff (engl.)
Kuhantilope
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Azoreninsel
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