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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 810 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

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AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 65 I 179. Jahrgang I Freitag, 4. September 2026

Der Code-Knacker

Heimspiel am GP Rüebliland

Vom programmierenden Zehnjährigen zum Hightech-Unternehmer: Dimo Notarfrancesco entwickelt Lösungen für Kunden in aller Welt. Seite 9

RRC-Amt-Fahrer Dennis Flückiger hofft beim internationalen U19-Etappenrennen auf eine Spitzenplatzierung. Seite 17

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Kinder werden am Spieltag in Hausen erwartet. Seite 14

Zwei Vorstellungen davon, wie die Schweiz neutral bleiben soll Christoph Blocher und Nicole Barandun kreuzten die Klingen zur Neutralitätsinitiative tionen seien für ihn Teil einer Auseinandersetzung. Er verwies dabei auf eine alte Maxime: «Neutralität heisst still sitzen.» Politiker, so Blochers Argument, würden sich dagegen gerne international einmischen. Für ihn steht dahinter ein umfassendes sicherheitspolitisches Konzept: Strikte Neutralität soll anderen Staaten möglichst keinen Anlass geben, die Schweiz anzugreifen. Gleichzeitig müsse das Land über eine starke Armee verfügen. Diese müsse einem möglichen Angreifer so hohe Verluste zufügen können, dass dieser von einem Angriff absehe.

Daniel Koch Wie soll die Schweiz ihre Neutralität in einer unsicherer gewordenen Welt verstehen? Möglichst strikt und dauerhaft, wie dies die Neutralitätsinitiative verlangt? Oder braucht das Land gerade heute genügend Spielraum, um Sanktionen zu verhängen und militärisch mit anderen Staaten zusammenzuarbeiten? Darüber diskutierten am Dienstagabend in Bonstetten alt Bundesrat Christoph Blocher als Befürworter der Neutralitätsinitiative und die Zürcher Mitte-Nationalrätin Nicole Barandun als Gegnerin. Eingeladen hatte die SVP Bonstetten, durch den Abend führte Ortsparteipräsident Claude Wuillemin. Schon in den beiden Eingangsreferaten wurde deutlich, dass die beiden Kontrahenten nicht darüber stritten, ob die Schweiz neutral bleiben soll. Umstritten war vielmehr, wie diese Neutralität ausgestaltet sein soll.

«Der Neutrale ist auf keiner Seite» Für Christoph Blocher ist die Neutralitätsinitiative eine Rückkehr zu einem bewährten Grundsatz. Die dauernde, bewaffnete und umfassende Neutralität habe wesentlich dazu beigetragen, dass die Schweiz seit rund 200 Jahren von

«Handlungsfähige Neutralität» Christoph Blocher (links) und Nicole Barandun diskutierten im sehr gut besuchten Gemeindesaal Bonstetten unter der Leitung von SVP-Ortsparteipräsident Claude Wuillemin über die Neutralitätsinitiative. (Bild Daniel Koch) Kriegen verschont geblieben sei. Diese Neutralität müsse glaubwürdig sein – und zwar nicht nur in den Augen der Schweiz selbst, sondern vor allem aus Sicht anderer Staaten. Gerade diese Glaubwürdigkeit sieht Blocher heute gefährdet. Einen entscheidenden Bruch ortete er nach dem russischen Angriff auf die Ukraine. Dass der Bundesrat die Sanktionen der Euro-

päischen Union gegen Russland übernommen habe, wertete Blocher als Abkehr von der bisherigen Neutralitätspolitik. «Der Neutrale ist auf keiner Seite», sagte er später in der Diskussion. Für Blocher geht Neutralität weit über den Verzicht auf eine militärische Beteiligung hinaus. Die Schweiz dürfe sich auch nicht an nichtmilitärischen Kampfmitteln beteiligen. Gerade Sank-

Nicole Barandun widersprach vor allem der Vorstellung, am 27. September werde grundsätzlich über die Neutralität abgestimmt. Die Schweiz sei neutral und solle es bleiben. Auch Bundesrat, Parlament und Gegner der Initiative wollten die Neutralität nicht abschaffen. Wer die Initiative ablehne, stimme deshalb nicht gegen die Neutralität, sondern für deren bisherige Ausgestaltung. Barandun sprach von einer «bewaffneten, glaubwürdigen und handlungsfähigen Neutralität».

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John Coltrane in Worten

«Viele Leute kennen meine Stimme.» Seite 20 Christine Wintringham, Dolmetscherin aus Affoltern. (Bild Marianne Voss)

Rossmann kommt Die Einkaufslandschaft des Bezirkshauptorts Affoltern verändert sich: Mit Rossmann eröffnet Mitte November bereits der dritte Discounter innert gut eines Jahres. Gleichzeitig verschwinden andernorts bekannte Geschäfte und Lokale. «Coin», das «Laternenstübli» und das «Metropol» müssen ihren heutigen Standorten demnächst weichen, weil die Gebäude abgerissen werden. Während für das «Laternenstübli» bereits eine neue Bleibe gefunden ist, steht bei anderen die Zukunft noch nicht fest. (red)

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Neue «Rütli»-Wirte Das letzte verbliebene Restaurant in Obfelden erhält eine neue Chance: Luciano Ponzo und Katrin Hübner, die seit 2024 das «Laternenstübli» in Affoltern führen, übernehmen das «Rütli» an der Dorfstrasse. Weil ihr bisheriges Lokal einem Abbruch weichen muss, ziehen sie mit ihrem Betrieb nach Obfelden – samt Namen. Geplant sind Schweizer und mediterrane Küche, günstige Mittagsmenüs, saisonale Angebote und regelmässige Livemusik. Als Eröffnungstermin wird der 12. September angestrebt. (red)

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Ein Hafen für die Pfadi Drei Tage lang verwandelte sich das Gelände beim Schützenhaus Zwillikon in einen bunten Festivalhafen. Unter dem Motto «Ahoy!» lockte das Pfadi Folk Fest mit Konzerten, Bars, Zeltdorf und viel liebevoll gestalteter Hafendekoration zahlreiche Besucherinnen Bild Nico Ilic und Besucher nach Affoltern. (red) Seite 5

Wie lässt sich Jazz in Literatur übersetzen? Der Affoltemer Lyriker, Kulturjournalist und Übersetzer Florian Bissig versucht genau das in seinem neuen Buch «Spielen, was ist – Gedichte zu Coltrane». Darin reagiert er mit sprachlichen Mitteln auf das Werk des legendären US-amerikanischen Saxofonisten John Coltrane. Die Verbindung zu Coltrane reicht bei Bissig weit zurück. Als 17-Jähriger entdeckte er den Jazz, begann, Tenorsaxofon zu spielen – und Coltrane wurde zu seinem Idol. «Er ist ein grosser Innovator, der nie ruhte, sondern seine Kunst ständig weitertrieb», sagt Bissig. In seinem Buch versucht er nun, das spontane und improvisierte Klangereignis des Jazz literarisch einzufangen. Dabei scheut er sich nicht vor ungewöhnlichen Wortschöpfungen und sprachlichen Grenzgängen. Bissig beschäftigt sich aber nicht nur mit Coltranes Musik. Auch dessen gesellschaftspolitische und spirituelle Bedeutung spielt eine wichtige Rolle. Der Jazzmusiker habe die Nöte der schwarzen Bevölkerung in den USA in seine Musik aufgenommen und zugleich Mut gespendet. Gedichte und ergänzende Liner Notes eröffnen unterschiedliche Zugänge zu Coltranes Leben und Werk. (red)

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OPENING

05. & 06. SEPTEMBER AFFOLTERN AM ALBIS

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