CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 810 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG
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AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 59 I 179. Jahrgang I Freitag, 14. August 2026
Baustart verzögert sich
Neufassung von «Der Geizige»
Wegen eines hängigen Verfahrens ist der Startschuss für den Ergänzungsbau des Sammlungszentrums in Affoltern noch nicht erfolgt. Seite 3
Der Rifferswiler Theaterdirektor Florian Rexer begeisterte sein Publikum bei den Hagenwiler Schlossfestspielen. Seite 11
Geeint zum Start der Saison «Frauenfussball Albis Süd»: Erstmals wird gemeinsam Fussball gespielt Claudia EugstEr Am Sonntag, 23. August, beginnt die Saison in der 3. und 4. Liga des Frauenfussballs für die Spielerinnen des neu formierten FF Albis Süd 2026. Diese Teams, wie auch die Gruppierung «Frauenfussball Albis Süd», sind Ergebnis eines Zusammenschlusses der fünf Ämtler Frauenfussballvereine FC Hausen am Albis, Sportclub Hedingen, FC Konau Mettmenstetten Obfelden, FC Uitikon und FC Wettswil-Bonstetten. Geeint auf Initiative von Melina Steinemann, selbst passionierte Fussballerin und bisher Leiterin Frauenfussball FC Hausen, und weiteren Verantwortlichen des Frauenfussballs der anderen beteiligten Vereine (der «Anzeiger» berichtete in den Ausgaben vom 9. Januar und 20. März). Anpfiff für das Frauen 1 des FF Albis Süd ist um 13.45 Uhr auswärts in Barzloo gegen den FC Pfäffikon 1. FF Albis Süd 2 spielt am selben Tag um 12 Uhr auf dem Fussballplatz Im Moos das erste Derby gegen den FC Affoltern 1. Das Training läuft auf Hochtouren, aber damit es so weit kommen konnte, war eine Menge Engagement nötig. Innerhalb eines halben Jahres entstand eine ganze gemeinsame Identität.
«Die Stammvereine, auf denen der FF Albis Süd gründet, sind alle südlich der Albiskette zu verorten – darum FF Albis Süd.» Melina Steinemann, Stürmerin
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Die grosse Trockenheit Die wochenlange Hitzewelle fordert auch im Bezirk Affoltern ihren Tribut. So ist der Haselbach in Knonau schon vor Wochen ausgetrocknet – nur einmal, nach einem Gewitter, führte er kurz wieder Wasser. Dass kein Wasser fliesst im Haselbach, kam auch früher schon mal vor – aber an eine so lange Trockenperiode kann sich niemand erinnern. Eine Bildstrecke zeigt, wie ausgeprägt die Spuren dieses Extremsommers mittlerweile sind und wie sie Bild Daniel Vaia die Landschaft verändern. (red) Seiten 6 und 7
Hinter dem postgelben Gitter
Hitze macht Igeln zu schaffen
Eine Metalltür und ein roter Streifen am Boden markieren im Gefängnis Affoltern die Grenze zwischen Freiheit und Unfreiheit. 65 Männer können hier gleichzeitig untergebracht werden, 39 Mitarbeitende kümmern sich um sie. Die meisten verbüssen eine Reststrafe von höchstens 18 Monaten, andere befinden sich im vorzeitigen Strafvollzug. Daneben gibt es etliche Inhaftierte, die nur vorübergehend in Affoltern sind, einige benötigen einen Platz in einer forensisch-psychiatrischen Einrichtung, bei anderen stehen noch Abklärungen an, bevor über eine definitive Platzierung entschieden wird. Für einen Teil der Insassen sei «Affoltern wie ein Rangierbahnhof», sagt ein Gefängnismitarbeitender bei einem Rundgang. Im kleinen Gefängnis steht die Wiedereingliederung besonders im Fokus. Gruppenvollzug, Schulbildung, Sport und Arbeit sollen die Eigenverantwortung fördern und die Rückkehr in die Gesellschaft erleichtern. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an das Personal. Denn: Immer mehr Insassen leiden unter psychologisch/psychiatrisch diagnostizierten Störungen. «Wir sind ein Spiegel der Gesellschaft», sagt Gefängnisleiterin Nina Albin. (red)
Igel durchstreifen auf ihren bis zu 4 km langen Wanderungen viele Gärten und werden entsprechend vielerorts gesichtet. Dennoch werden sie laut Studien immer seltener. Gerade jetzt machen ihnen Hitze und Trockenheit zu schaffen. Viele Tiere finden zu wenig Nahrung und Wasser und sind geschwächt, dehydriert und entkräftet. In der Igelstation Säuliamt in Hedingen wird diesen Tieren geholfen. Seit der Eröffnung im März 2023 kümmert sich das Team um kranke, verletzte und geschwächte Igel aus der Region. Bis zu zwölf Tiere können gleichzeitig betreut werden. 2025 waren es insgesamt 123, 2024 sogar 185 Igel, die gepflegt wurden. «Wir haben diesen Sommer insgesamt zwar eher weniger Igel aufgenommen als in den Vorjahren», sagt Heidi Eggerschwiler, Igel-Fachperson bei der Igelstation Säuliamt. «Auffällig ist aber, dass viele der Tiere, die zu uns kommen, geschwächt, dehydriert und oft völlig entkräftet sind.» Rund vier Wochen lang bleibt ein Igel auf der Station, bis er vollständig gesund ist. Dann geht es möglichst rasch zurück in die Natur. (red)
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Mal fand das Streetfood-Festival in Wettswil bereits statt. Seite 10
«Es steckt viel Hoffnung in dem Buch.» Seite 9 Astrid Zberg, Bibliothekarin und Buchtipp-Geberin. (Bild zvg)
Familiennachfolge am häufigsten Schweizweit werden rund 42 Prozent aller kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) innerhalb der direkten Familie übertragen, weitere 11 Prozent an andere Verwandte. Gerade im Bezirk Affoltern mit seinen zahlreichen inhabergeführten Unternehmen spielt die Familiennachfolge nach wie vor eine bedeutende Rolle. Es ist eine ideale Lösung, sofern die Voraussetzungen stimmen. Wenn die Beziehungen innerhalb der Familie gut sind und man mit Respekt und Toleranz zusammenarbeitet, liegen die Vorteile einer familiären Nachfolge auf der Hand: Nachfolgerinnen und Nachfolger kennen den Betrieb häufig seit ihrer Kindheit, geniessen bei Mitarbeitenden einen Vertrauensvorschuss und identifizieren sich stark mit dem Unternehmen. Werte und Unternehmenskultur bleiben erhalten. So kann das Lebenswerk einer Unternehmerfamilie nicht nur bewahrt, sondern von der nächsten Generation weiterentwickelt werden. Im dritten Teil der Serie «Unternehmensnachfolge im Säuliamt» erzählen zwei Familienbetriebe von ihren Nachfolgelösungen. (red)
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Ärztlicher Notfalldienst In Notfällen wende man sich zuerst immer über die Praxisnummer an den Hausarzt, bei Abwesenheit erhält man über den Telefonbeantworter die Nummer des AERZTEFON: 0800 33 66 55 Bei Verkehrsunfällen Telefon 117 oder Telefon 058 648 48 48 wählen.
Telefon 144 für Sanitäts-Notruf Notfallzentrum Spital Affoltern Telefon 044 714 33 00 für ALLE Notfälle
Unterschutzstellungsvertrag Bauprojekte Planauflage: Rifferswilerstrasse 5, Die Pläne liegen auf den betreffenden Hausen am Albis Angaben zur Meldung Der Gemeinderat Hausen am Albis hat am 16. Juni 2026 den Schutzvertrag zwischen der politischen Gemeinde Hausen am Albis und Marianna und Gregory Repérant-Polichtouk für das Gebäude Rifferswilerstrasse 5, Vers.-Nr. 933, auf dem Grundstück Kat.-Nr. 2828, 8915 Hausen am Albis genehmigt. Einsichtnahme Der Beschluss des Gemeinderates sowie die Akten liegen während der Rekursfrist beim Bauamt, Ebertswilerstrasse 1, 8915 Hausen am Albis, öffentlich zur Einsichtnahme auf und können während den ordentlichen Bürozeiten eingesehen werden.
Freibad Stigeli – Saisonende Die Badesaison 2026 geht am Sonntag, 13. September 2026, 17.00 Uhr, zu Ende. Wir bitten die Badegäste, die Garderoben schränke rechtzeitig zu räumen und die Schlüssel bis spätestens am Mittwoch, 9. September 2026 beim Kassenpersonal abzugeben. Über nicht abgeholte Fundgegenstände wird nach Saisonende verfügt. Der Stadtrat und das Betriebspersonal danken Ihnen herzlich für Ihren Besuch und freuen sich, Sie in der kommenden Saison erneut im Freibad Stigeli begrüs sen zu dürfen. Affoltern am Albis, 13. August 2026 Abteilung Immobilien
Rechtliche Hinweise und Fristen Publikation nach Planungs- und Baugesetz (PBG). Gegen diesen Beschluss kann innert 30 Tagen, von der Publikation an gerechnet, beim Baurekursgericht des Kantons Zürich, 8090 Zürich, schriftlich Rekurs erhoben werden. Die in dreifacher Ausführung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist beizulegen. Die angerufenen Beweismittel sind genau zu bezeichnen und soweit möglich beizulegen. Materielle und formelle Urteile des Baurekursgerichts sind kostenpflichtig; die Kosten hat die im Verfahren unterliegende Partei zu tragen. Rechtsmittelfrist Frist: 30 Tage Ablauf der Frist: 14. September 2026 Meldungen für Unterschutzstellungen haben eine Rechtsmittelfrist von 30 Tagen.
Konkurseröffnung / Schuldenruf Schuldnerin: Joker Personal AG, Obstgartenstrasse 1, 8910 Affoltern am Albis, CHE-106.830.733 Folgende Zweigniederlassungen sind betroffen und noch aktiv: Joker Personal AG, Zentralstrasse 32, 5610 Wohlen AG, UID CHE-147.771.312 Joker Personal AG, Kasinostrasse 19, 5000 Aarau, UID CHE-389.767.524 Joker Personal AG, Marktgasse 50, 3011 Bern, UID CHE-287.860.218 Joker Personal AG, Löwenstrasse 65, 8001 Zürich, UID CHE-132.611.131 Datum der Konkurseröffnung: 14. Juli 2026 Summarisches Verfahren, Art. 231 SchKG Eingabefrist: 1 Monat Im Übrigen wird auf die Publikation im Schweizerischen Handelsamtsblatt vom 14. August 2026 verwiesen.
Öffentliche Auflage Der Gemeinderat Stallikon hat mit Beschluss vom 1. Juni 2026 die Teilrevision der Nutzungsplanung, Gesamtüberarbeitung Waldabstandslinien, zuhanden der öffentlichen Auflage und der Anhörung gemäss § 7 Planungs- und Baugesetz (PBG, LS 700.1) verabschiedet. Beschluss/Verfügungsnummer: 86 Beschluss/Verfügungsdatum: 2026-06-01
Affoltern am Albis, 12. August 2026 Konkursamt Affoltern Sagistrasse 8b 8910 Affoltern am Albis
Obfelden Am 8. August 2026 ist in Affoltern am Albis gestorben:
Thresiamma Mullonkal geboren am 12. Oktober 1946, wohnhaft gewesen in Obfelden. Die Erdbestattung findet am Freitag, 14. August 2026, 14.00 Uhr, im engsten Familienkreis statt. Bestattungsamt Obfelden
Obfelden Am 8. August 2026 ist in Affoltern am Albis gestorben:
Wouter Victor Brouwer geboren am 16. Oktober 1942, wohnhaft gewesen in Obfelden. Die Urnenbeisetzung findet am 18. August 2026, 14.00 Uhr in Obfelden statt. Bestattungsamt Obfelden
Nutzungsplanung: Gesamtüberarbeitung Waldabstandslinien, Öffentliche Auflage und Anhörung nach § 7 PBG, Stallikon
Rechtliche Hinweise Die Unterlagen liegen vom 14. August bis 13. Oktober 2026 während 60 Tagen, von der Publikation an gerechnet, in der Gemeindeverwaltung Stallikon, Schalter Einwohnerkontrolle, Reppischtalstrasse 53, Stallikon während den Öffnungszeiten zur Einsicht auf. Zudem sind die Unterlagen auf der E-Mitwirkungsplattform www.mitwirken-stallikon.ch geschaltet. Während der Auflagefrist können sich alle interessierten Personen schriftlich zu den aufliegenden Unterlagen äussern. Die Einwendungen müssen einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Die Eingaben sind bis am 13. Oktober 2026 via E-Mitwirkungsplattform www. mitwirkenstallikon.ch zu erfassen oder schriftlich dem Bauamt, Reppischtalstrasse 53, 8143 Stallikon, einzureichen. Über die nicht berücksichtigten Einwendungen wird gesamthaft bei der Festsetzung der Vorlage durch die Gemeindeversammlung entschieden. Weitere Angaben zur Meldung Bauamt Stallikon Reppischtalstrasse 53 8143 Stallikon
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Gemeindekanzleien zur Einsicht auf.
Dauer der Planauflage: 20 Tage vom Datum der Ausschreibung an. Erfolgt die Ausschreibung im Amtsblatt des Kantons Zürich später, gilt das Datum der letzten Ausschreibung. Rechtsbehelfe: Begehren um die Zustellung von baurechtlichen Entscheiden sind innert 20 Tagen seit der Ausschreibung bei der Baubehörde schriftlich einzureichen; elektronische Zuschriften (EMails) erfüllen die Anforderungen der Schriftlichkeit in der Regel nicht. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Die Rekursfrist läuft ab Zustellung des Entscheides (§§ 314–316 PBG). Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide wird eine geringfügige Kanzleigebühr erhoben.
Aeugst am Albis Bauherrschaft: SonnenBad Schönhalde (SBS), 8914 Aeugstertal Projektverfasser: Der Bauherr ist Projektverfasser. Projekt: Aussensauna, Wängibadstrasse 1, 8914 Aeugst am Albis Katasterinformationen: Grundstück-Nr.: 876, Zone: K2A
Affoltern am Albis Bauherrschaft: Botti Group GmbH, Weingarten 30, 5634 Merenschwand Projektverfasser: Der Bauherr ist Projektverfasser. Projekt: Erstellung Sichtschutzwand (teilweise bereits ausgeführt), Haselächerstrasse 18, 8910 Affoltern am Albis Katasterinformationen: GrundstückNr.: 4726, Zone: W2 Rechtliche Hinweise und Fristen: Ort der Planauflage: Die Pläne können ausschliesslich in der kantonalen Plattform eAuflageZH (https://portal.ebaugesuche.zh.ch/eauflage) während der Auflagefrist eingesehen werden. Rechtliche Hinweise: Publikation gemäss §§ 6 und 314 Planungs- und Baugesetz (PGB): Die Pläne sind während der Auflagefrist in der eAuflageZH einsehbar. Erfolgt die Ausschreibung in mehreren Publikationsorganen, so gilt das Datum der letzten Ausschreibung. Während der Planauflage können Baurechtsentscheide über die Plattform eAuflageZH eingefordert werden. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Begehren um Zustellung des baurechtlichen Entscheids (Zustellbegehren) müssen ab 1. November 2025 zwingend über die kantonale Plattform eAuflageZH angefordert werden. Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide kann eine Kanzleigebühr erhoben werden. Rechtsmittelfrist: Frist: 20 Tage Ablauf der Frist: 3. September 2026
Hausen am Albis Bauherrschaft: Vanessa und Marco Müller, Houenmattstrasse 8b, 8925 Ebertswil Projektverfasser: Tresolar AG, Ruessenstrasse 8, 6340 Baar Projekt: Neuinstallation PV-Anlage, Houenmattstrasse 8b, 8925 Ebertswil Katasterinformationen: Kreis: Ebertswil, Grundstück-Nr.: 3557, Zone: KII Rechtliche Hinweise und Fristen: Ort der Planauflage: Bauamt Hausen am Albis, Ebertswilerstrasse 1, 8915 Hausen am Albis Rechtliche Hinweise: Die Pläne liegen während der Auflagefrist auf. Erfolgt die Ausschreibung in mehreren Publikationsorganen, so gilt das Datum der letzten Ausschreibung. Während der Planauflage können Baurechtsentscheide bei der Baubehörde eingefordert werden. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide kann eine Kanzleigebühr erhoben werden. Publikation gemäss §§ 6 und 314 Planungs- und Baugesetz (PGB) Rechtsmittelfrist: Frist: 20 Tage Ablauf der Frist: 3. September 2026 Auflagefrist.
Hausen am Albis
Kappel am Albis
Bauherrschaft: Schulkreisgemeinde Sekundarschule Hausen, Schulhausstrasse 7, 8915 Hausen am Albis Projektverfasser: Fredi Steinmann, Rebbergstrasse 2a, 8915 Hausen am Albis Projekt: Nutzungsänderung bestehende Fläche zu Parkplätzen, Schulhausstrasse 14, 8915 Hausen am Albis Katasterinformationen: Kreis: Hausen am Albis, Grundstück-Nr.: 2164, Zone: Oe
Bauherrschaft: Rolf Arnold, Leematt 7, 8926 Kappel am Albis Projektverfasser: Salamon Planung GmbH, Jonenbachstrasse 19, 8911 Rifferswil Projekt: Umbau und Erweiterung Wohnraum, Leematt 7, 8926 Kappel am Albis Katasterinformationen: Grundstück-Nr.: 1647, Zone: LW, Landwirtschaftszone
Kappel am Albis Hausen am Albis Bauherrschaft: Neil und Janet Peacock, Houenmattstrasse 10b, 8925 Ebertswil Projektverfasser: Tresolar AG, Ruessenstrasse 8, 6340 Baar Projekt: Neuinstallation PV-Anlage, Houenmattstrasse 10b, 8925 Ebertswil Katasterinformationen: Kreis: Ebertswil, Grundstück-Nr.: 3556, Zone: KII
Bauherrschaft: Marc und Grainne Wüest O‘Brien, Näfenhäuser 7a, 8926 Kappel am Albis Projekt: Umbau, Heizungsersatz und Rückbau des Öltanks, Näfenhäuser 9, 8926 Kappel am Albis Katasterinformationen: Grundstück-Nr.: 1478 (ISOS)
Mettmenstetten Hausen am Albis Bauherrschaft: Jürg Merian, Allmendstrasse 9, 8925 Ebertswil Projektverfasser: Der Bauherr ist Projektverfasser. Projekt: Überdachter Sitzplatz mit PV-Anlage, Allmendstrasse 9, 8925 Ebertswil Katasterinformationen: Kreis: Ebertswil, Grundstück-Nr.: 3779, Zone: KII
Bauherrschaft: Thomas Zbinden und Eva Hanselmann Zbinden, Herferswil 21, 8932 Mettmenstetten Projektverfasser: Studio Strebel Baggiani GmbH, Zürichstrasse 84, 8910 Affoltern am Albis Projekt: Abbruch Schopfgebäude, Vers.Nr. 45, Neubau Wohnhaus mit 3 Wohnungen, Herferswil 19, 8932 Mettmenstetten Katasterinformationen: Grundstück-Nr.: 4516, Zone: Kernzone KB
Männerturnverein Affoltern am Albis (MTVA) Tiefbewegt nehmen wir Abschied von unserem Mitglied und Turnkameraden
Werner Hofmann 31. Mai 1942 – 5. August 2026 Viele Jahre war Werner ein begeistertes und aktives Mitglied unseres Männerturnvereins. Mit seinem Engagement und seiner kameradschaftlichen Art war er ein geschätzter Teil unserer Vereinsgemeinschaft. Leider hat er uns für immer verlassen. Lieber Werner, wir erweisen Dir die letzte Ehre und werden Dich stets in dankbarer und guter Erinnerung behalten. Den Angehörigen sprechen wir unser herzliches Beileid und unsere aufrichtige Anteilnahme aus.
Deine Vereinskameraden des Männerturnvereins
Bezirk Affoltern
Freitag, 14. August 2026
Rolf Bär in Obfelden darf am Sonntag, 16. August, seinen 85. Geburtstag feiern. Wir wünschen ihm alles Gute, gute Gesundheit und gratulieren herzlich.
FF Albis Süd: Sie wollen sein ein einig Team von Fussballerinnen
Zum 80. Geburtstag
Fortsetzung von Seite 1: «Geeint zum Start der Saison»
WIR GRATULIEREN Zum 85. Geburtstag
Für Ursula Berner-Stamm in Stallikon ist der Montag, 17. August, ihr Tag. Sie feiert ihren 80. Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch zum Runden und möge es ein schöner Festtag werden.
Gratulationen sind willkommen! Für die Rubrik «WIR GRATULIEREN» sind wir auf die Einsendungen der Leserinnen und Leser angewiesen. Bitte schicken Sie uns Gratulationshinweise per Mail an: redaktion@affolteranzeiger.ch
IN KÜRZE Mc Donald’s-Restaurant evakuiert Am Sonntagabend rückte die Stützpunktfeuerwehr Affoltern zu einem Einsatz ins Industriequartier aus. Ziel war das Fastfood-Restaurant Mc Donald’s. Zuvor hatte es eine Notrufmeldung über einen stechenden, chemischen Geruch in den Räumlichkeiten gegeben. Das Lokal sei umgehend evakuiert worden, schreibt die Feuerwehr auf ihrer Website. Messungen durch die Einsatzkräfte vor Ort sowie weitere Abklärungen lieferten Hinweise auf die Ursache des Vorfalls im Sanitärbereich. Die Situation war rasch wieder unter Kontrolle. (red)
Herausgeberin: CH Regionalmedien AG Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Obere Bahnhofstrasse 5 8910 Affoltern a. A. Leiterin: Barbara Roth Chefredaktor: Daniel Koch (dko) redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Claudia Eugster (cle), Livia Häberling (lhä) Korrespondentinnen und Korrespondenten: Angela Bernetta (net), Sandra Isabél Claus (cla), Urs Kneubühl (kb), Nico Ilic (nil), Martin Platter (map), Brigitte Reemts Flum (bre), Bernhard Schneider (bs), Werner Schneiter (-ter.), Daniel Vaia 27 155(dv), Marianne Voss (mvo), Marcus Weiss (mwe), Regula Zellweger (rz) Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 27 810 Beratung und Verkauf Inserate: Evelyn Löhr / Christine von Burg Telefon 058 200 57 00 inserat@affolteranzeiger.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Druck: CH Media Print AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der CH Media AG auf www.chmedia.ch
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Claudia EugstEr Am Informationsabend am 27. März wurde klar, dass die Idee eines Zusammenschlusses der einzelnen Vereine im Bezirk Affoltern auf grosses Interesse stiess, sodass der Umsetzung nichts mehr im Wege stand. Nachdem fünf Vereine ins Boot geholt worden waren, nahm das Projekt «Frauenfussball Säuliamt» so richtig Fahrt auf. In den letzten Monaten wurden nun die Segel gesetzt. Es wurde gemeinsam ein Name gefunden und ein Logo entwickelt. Das Frauenteam entschied sich schliesslich für den Namen «Frauenfussball Albis Süd (FFAS 2026)». Auf die Frage, wie man denn auf diesen Namen gekommen sei, antwortet Melina Steinemann: «Die Stammvereine, auf denen der FF Albis Süd gründet, sind alle südlich der Albiskette zu verorten.» Das Logo zeigt ineinander verschlungen die Anfangsbuchstaben von Albis und Süd in pink auf marineblauem Untergrund, umkreist von dem vollständigen Namen der Gruppierung und dem Gründungsjahr, ebenfalls in pink. Wieso gerade diese beiden Farben? Sie seien modern, frisch, weiblich und anders als die der Stammvereine, so die Frauen-Verantwortliche des FF Albis Süd. Die Trikots werden ebenfalls in diesen Farben gehalten sein, und die Spielerinnen können es kaum erwarten, mit den neuen Tenues, die die neue gemeinsame Identität widerspiegeln, aufzulaufen. Als der «Anzeiger» das Training besuchte, waren sie noch in Produktion, aber für den Saisonstart am Sonntag, 23. August, werden sie sicherlich fertiggestellt sein. Dank dem Zusammenschluss startet der FFAS gleich mit zehn Teams in die neue Saison (F-Juniorinnen, 2× E-Juniorinnen, 2× D7-Juniorinnen, 2× D9-Juniorinnen, C-Juniorinnen, 2× Frauen aktive), womit von den F-Juniorinnen bis zu den aktiven Frauenteams alle Kategorien abgedeckt werden.
C-Juniorinnen verkörpern Vision von FF Albis Süd auf ideale Weise Besonders erfreulich sei, dass erstmals im Säuliamt eine Fussballschule für Mädchen angeboten werden kann, sagt Melina Steinemann: «Dass unsere jüngsten Mädchen nun endlich die Möglichkeit haben, Fussball zu spielen, macht mich unglaublich glücklich. Die Probe-
Bis vor Kurzem Gegnerinnen, jetzt gemeinsam im Team: Die neu gegründeten C-Juniorinnen des FF Albis Süd. (Bild zvg) trainings waren hervorragend besucht und bereits heute trainieren 15 begeisterte Mädchen regelmässig in der Fussballschule. Das grosse Interesse zeigt
«Speziell die neu gegründeten C-Juniorinnen verkörpern die Vision von FF Albis Süd auf ideale Weise.» Melina Steinemann, FrauenVerantwortliche FF Albis Süd
deutlich, dass ein solches Angebot längst überfällig war.» Auch bei den Aktivteams kann ein wichtiger Erfolg gefeiert
werden. Dank der grossen Zahl aktiver Fussballerinnen konnten gleich zwei Teams gebildet werden, erzählt Steinemann weiter. Nach dem direkten Wiederaufstieg in die 3. Liga hat FFAS sowohl ein Team in der 3. Liga als auch eines in der 4. Liga. «In beiden Frauenteams hat es noch Platz für weitere Zugänge, neue Spielerinnen sind herzlich willkommen», so Steinemann. Sie wuchs in Mettmenstetten auf und lebt heute in Hauptikon. Fussball spielt sie seit ihrem elften Lebensjahr. Bisher beim FC Hausen, nun im Frauen-1-Team des FF Albis Süd. Sie ist die Stürmerin mit der Nummer 14. Und auch den Stürmen, die die neue Gruppierung auf ihrer Fahrt erwarten mögen, will sie gemeinsam trotzen: «Sicher wird nicht immer alles perfekt laufen, aber genau diese Herausforderungen gehören dazu, und wir werden gemeinsam daran wachsen.» Wenn Melina Steinemann nicht gerade eine neue Gruppierung mitgründet oder selbst auf dem Fussballplatz steht, ist sie als Pflegefachfrau im Spital tätig. «Speziell die neu gegründeten C-Juniorinnen verkörpern die Vision von FF
Albis Süd auf ideale Weise», sagt Melina Steinemann. Noch vor Kurzem standen sich die Mädchen als Gegnerinnen gegenüber, und heute kämpfen sie zusammen in den gleichen Farben. «Dank der Gruppierung erhalten Spielerinnen aus unseren Stammvereinen die Möglichkeit, langfristig gemeinsam Fussball zu spielen und sich kontinuierlich weiterzuentwickeln. Gleichzeitig wird eine nachhaltige Ausbildungsstruktur geschaffen, der Nachwuchs für die Frauenteams gesichert und damit den Spielerinnen eine sportliche Zukunft im Fussball über die Juniorinnenzeit hinaus ermöglicht», erklärt die 29-Jährige. Die Arbeit von Melina Steinemann und den weiteren Beteiligten ist ehrenamtlich und die neue Gruppierung Frauenfussball Albis Süd ist natürlich auch auf die finanzielle Unterstützung von Sponsoren angewiesen. Zu diesem Zweck wurde ein Sponsoringkonzept entwickelt, welches auf der neu kreierten Website www.ff-albissued.ch ersichtlich ist. Dort finden sich auch alle weiteren Informationen und Neuigkeiten über den FFAS 2026 und die Spielpläne.
Ergänzungsbau verzögert sich Sammlungszentrum: Wegen eines hängigen Verfahrens erfolgt der Baustart nicht wie geplant livia HäbErling 19 Jahre ist es her, seit das Sammlungszentrum des Landesmuseums mit rund 800 000 Objekten von Zürich nach Affoltern zügelte. Seither sind die Sammlungsstücke auf zwei Standorte an der Zeughausstrasse und an der Lindenmoosstrasse verteilt. Die Bauten an der Zeughausstrasse sind allerdings am Ende ihrer Lebensdauer. Mitentscheidend, dass die Wahl des neuen Standorts auf Affoltern fiel, war denn auch die Tatsache, dass es auf dem LindenmoosAreal noch Landreserven gab. Auf diesen Landreserven soll nun bis im Jahr 2030 ein Ergänzungsbau entstehen. «Mimikry» heisst das Projekt, das vom Zürcher Architekturbüro Zimmermann Sutter Architekten AG entworfen und im Frühjahr 2014 von einer Wettbewerbsjury zum Sieger erkoren worden ist. Entstehen sollen mit dem Erweiterungsbau hauptsächlich Depotflächen zur sicheren Aufbewahrung und Erhaltung beweglicher Kulturgüter. Die geschätzten Kosten belaufen sich auf 92.4 Millionen Franken.
So soll der Erweiterungsbau des Sammlungszentrums in Affoltern eines Tages ausehen. Derzeit ist ungewiss, wann der Baustart erfolgt. (Visualisierung Zimmermann Sutter Architekten AG/indievisual.ch) Eigentlich wäre der Baustart für 2026 geplant gewesen. Allerdings sind auf dem Lindenmoos-Areal bisher noch keine Bagger aufgefahren. Auf Anfrage bestätigt das Bundesamt für Bauten und Logistik BBL, dass der Baustart verschoben werden musste. «Grund ist eine hängige Beschwerde im Rahmen eines Beschaffungsverfahrens für eine Werk-
leistung», heisst es dazu. Eine zeitliche Prognose, wie lange sich der Baustart verzögert, sei derzeit nicht möglich. Im Wissen darum, dass die Sammlung in absehbarer Zeit auf dem Lindenmoos-Areal zusammengeführt wird, dürfte der alte Standort an der Zeughausstrasse auch das Interesse der Stadt Affoltern wecken. Gut möglich,
dass sie mit dem Bund als ZeughausEigentümer das Gespräch für Verhandlungen suchen wird. «Wir haben natürlich ein Interesse daran, dass die Räumlichkeiten in einer Weise genutzt werden, in der sie der positiven Stadtentwicklung dienlich sind», sagte Stadtpräsidentin Eveline Fenner 2024 gegenüber dem «Anzeiger».
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Bezirk Affoltern
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An der Grenze zwischen Freiheit und Unfreiheit Sommerserie «Grenzen» (7): Ein Besuch im Gefängnis Affoltern Daniel Vaia So sieht sie also aus, die Grenze zwischen Freiheit und Unfreiheit: ein schweres Gitter in leuchtendem Postgelb, dahinter, am Boden, ein roter Streifen. Zumindest im Gefängnis Affoltern. Wer diese Grenze überschreitet, muss eine Strafe absitzen oder ist im vorzeitigen Strafvollzug und wartet auf sein Urteil. Justizangestellte natürlich ausgenommen. Es ist eine selbst für die allermeisten Einheimischen unbekannte Welt, obwohl sie quasi Tür an Tür mit ihr leben. Affoltern gehört zu den kleinen Vollzugseinrichtungen im Kanton. 65 Plätze, 39 Mitarbeitende. Wer hier einsitzt, für den ist der Weg zurück die Freiheit nicht mehr weit. Zumindest relativ gesehen. Denn die meisten hier haben eine Reststrafe von nicht mehr als 18 Monaten zu verbüssen. Bei einigen wenigen beträgt die Strafe auch nur ein paar Wochen. Aktuelles Alter der Insassen: zwischen 19 und 70. Allerdings gibt es auch einige Eingewiesene, die sich hier im sogenannten vorzeitigen Strafvollzug befinden. Es sind Männer, denen eine längere, bisweilen mehrjährige Haftstrafe droht, deren Prozess aber noch nicht stattgefunden hat. Daneben gibt es etliche Inhaftierte, die nur vorübergehend in Affoltern sind, einige benötigen einen Platz in einer forensisch-psychiatrischen Einrichtung und bei anderen stehen noch Abklärungen an, bevor über eine definitive Platzierung entschieden wird. Für einen Teil der Insassen sei «Affoltern wie ein Rangierbahnhof», sagt einer der Gefängnismitarbeitenden bei einem Rundgang mit Gefängnisleiterin Nina Albin und dem «Anzeiger».
Wiedereingliederung von grosser Bedeutung Organisatorisch gehört das Gefängnis Affoltern zum Amt Justizvollzug und Wiedereingliederung (JuWe) der Direktion der Justiz und des Inneren des Kantons Zürich. Man achte dabei vor allem auf das Wort «Wiedereingliederung». Diesem Begriff wird besonders grosse Bedeutung zugemessen. In Affoltern – wegen der nur «kurzen» Strafen – vielleicht sogar noch einen Tick mehr als in anderen Vollzugseinrichtungen. Das wird beim Rundgang mehrmals betont. Teil des Wiedereingliederungs-Gedankens ist das Konzept des Gruppenvollzugs. Zweimal am Tag, für insge-
samt fünfeinhalb Stunden, können die meisten Inhaftierten ihre Zellen verlassen und sich innerhalb eines Teils des Gefängnisses frei mit anderen treffen oder in einem Kraft-/Fitnessraum Sport treiben. Ziel ist es, die Eigenverantwortung zu fördern. Darüber hinaus werden eine stufengerechte Schulbildung und Arbeitsplätze im hauseigenen Werkbetrieb angeboten. «Die Rückfallprävention hat höchste Priorität», heisst es dazu in einem Flyer des Gefängnisses. Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Wiedereingliederung in die Gesellschaft sind in Affoltern möglicherweise idealer als anderswo – gerade weil das Gefängnis klein ist. Die Angestellten hier kennen die Inhaftierten relativ gut und können gut auf deren individuelle Fähigkeiten und Schwierigkeiten eingehen. Das zeigt sich beim Rundgang am Beispiel eines besonders lauten und besonders redseligen Inhaftierten, der seine Arbeit (Falten von Verpackungsmaterial), abgesondert von den übrigen Insassen, in einem separaten Raum verrichten darf, begleitet von sehr lauter Musik aus einem Radio. Für ihn scheint das Sondersetting perfekt zu passen – was er auch lautstark kundtut, indem er der Besuchergruppe mehrmals hinterherruft, dass Affoltern «das beste Gefängnis» sei, das er kenne. Er scheint es, in diesem Moment, durchaus ernst zu meinen.
65
Plätze hat das Gefängnis Affoltern.
Ob der erwähnte Inhaftierte an einer psychologisch/psychiatrisch diagnostizierten Störung leidet, ist nicht bekannt. Fakt ist, dass die Zahl der Insassen mit solchen Diagnosen in allen Gefängnissen in den letzten Jahren stark angestiegen ist. «Wir sind ein Spiegel der Gesellschaft», erklärt dazu Gefängnisleiterin Nina Albin.
Höhere Anforderungen an Angestellte Eine der Folgen davon ist, dass die Anforderungen an die Vollzugseinrichtungen selber, aber auch an die Angestellten immer umfangreicher werden. Das in der Bevölkerung immer noch weitverbreitete Bild vom «Wärter», der nur Türen öffnet und schliesst, hat mit der Gefängnisrealität schon lange nichts mehr zu tun. Wer sich heute als Fachmann/Fachfrau für Justizvollzug be-
wirbt, muss neben sicherheitsbezogenen Fähigkeiten auch kommunikativ sein, sozial kompetent und ganz generell nicht auf den Kopf gefallen. Denn die «Kundschaft», der die Fachleute tagtäglich gegenüberstehen, umfasst Menschen mit kognitiven Einschränkungen und/oder psychischen Erkrankungen bis hin zu hochintelligenten, manipulativen Straftätern. Die Zunahme von Inhaftierten mit psychischen Problemen hat dazu geführt, dass in Affoltern nicht mehr in gewünschtem Umfang Arbeiten für Dritte ausgeführt werden können (etwa
«Wir sind ein Spiegel der Gesellschaft.» Gefängnisleiterin Nina Albin zur steigenden Anzahl diagnostizierter Störungen bei Insassen
Montagearbeiten, Verpackungsarbeiten, Mailings verpacken etc.). Denn manche Insassen sind nicht in der Lage, während längerer Zeit konzentriert einer bestimmten Tätigkeit nachzugehen. Um diese Personen dennoch zu beschäftigen (in Gefängnissen gilt Arbeitspflicht, auch für Insassen über 65!), hat man ein Atelier eingerichtet. Die dort angefertigten Objekte werden später unter anderem auf Weihnachtsmärkten angeboten. Wie lange es den Standort Affoltern noch geben wird, ist ungewiss. Bereits 2018 wurde vom Kanton beschlossen, das Gefängnis in Affoltern zu schliessen, weil es quantitativ und qualitativ den geforderten Standards nicht mehr genügt. Umgesetzt werden kann dieser Beschluss aber erst, wenn in der JVA Pöschwies in Regensdorf ein angekündigter Neubau mit rund 120 bis 180 Plätzen bezugsbereit ist. Bislang wurde noch nicht mit den Bauarbeiten begonnen. Bis das Gefängnis Affoltern schliessen wird, dürften somit noch etliche Verurteilte am postgelben Gitter vorbei die rote Linie überschreiten.
Die Grenze zwischen drinnen und draussen: Vorbei an diesem gelben Gittertor, über die rote Linie am Boden betreten alle Inhaftierten das Gefängnis Affoltern. (Bilder Daniel Vaia)
Transparenz-Hinweis: Bei Gefängnissen handelt es sich um Einrichtungen mit stark erhöhten Ansprüchen an die Sicherheit. Dasselbe gilt für den Datenschutz. Wie bei solchen Berichten üblich, hatte daher der Schreibende/ Fotografierende vor der Gefängnisbesichtigung eine Geheimhaltungsverpflichtung zu unterzeichnen. Text und Fotos mussten vor der Publikation der Medienstelle des Amts Justizvollzug und Wiedereingliederung (JuWe) vorgelegt werden
SOMMERSERIE In vielerlei Hinsicht wichtig für die Inhaftierten: der Trainings-/Fitnessraum.
«Grenzen» – abstrakt und konkret In der diesjährigen Sommerserie rücken die «Anzeiger»-Journalistinnen und -Journalisten Grenzen in den Fokus. Wo wurden einst Grenzen gezogen, wo werden Grenzen durchbrochen oder vielleicht auch mal etwas Grenzwertiges? Jeder Teil ist eine individuelle Auseinandersetzung mit dem Grenzbegriff – ob abstrakt oder konkret. Lassen Sie sich überraschen und stellen Sie sich die Frage, wo Ihre eigenen Grenzen liegen und weshalb. (red) Bereits erschienen: Mehr Wild im Wald (net), «Anzeiger» vom 7. Juli; Wer braucht schon eine Hüft-OP, wenn er den Klausenpass hat? (map), 10. Juli; Grenzen auf der Spur (cla), 14. Juli; «Wo das Rüebli steckt, muss der Granitblock in die Erde» (mvo), 17. Juli; Plausch und Körperpflege: «Ab in die Reuss!» (bs), 21. Juli; Selbst gestrickte Zwangsjäckchen lockern (rz), 11. August.
Blick in eine zum Zeitpunkt des Rundgangs nicht benutzte Zweierzelle.
Inhaftierter beim Falten von Verpackungsmaterial: In Gefängnissen gilt Arbeitspflicht.
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Bezirk Affoltern
Die grosse Trockenhe
Zwei Monate Hitze und praktisch keine Niederschläge Livia HäberLing (TexT) und danieL vaia (biLder) Ein Hitzetag folgt seit Juni auf den nächsten, nächsten, nächsten. Mittlerweile ist es August geworden – nur geregnet hat es praktisch nicht. So bestätigen die Messstationen, was bei den Gewässern ohnehin augenfällig ist: Das Wasser wird rarer. Die Reuss bei Mühlau führt aktuell rund einen Drittel der für den August
70 Wald bei Bonstetten: Bei den braunlich gefärbten Bäumen auf dem Hügel oberhalb der Häuser handelt es sich vor allem um Buchen. Sie leiden extrem unter dem Trockenheits-Stress. Normalerweise verlieren sie ihre grüne Farbe erst viel später.
Prozent des Wassers in Affoltern stammen derzeit aus dem Zürichsee.
üblichen Wassermenge. Bei der Jonen in Zwillikon sind es gerade einmal zwei Prozent, bei der Reppisch in Birmensdorf gut drei Prozent des jeweiligen langjährigen Augustmittels. Die anhaltende Trockenheit macht sich jedoch nicht nur in den
Bächen oder Flüssen bemerkbar. Auch die Wasserversorgung im Säuliamt spürt, dass von oben kaum noch etwas nachkommt. Besonders deutlich zeige sich dies bei den Quellen, sagt David Nietlispach, Betriebsleiter der Wasserversorgungs-Genossenschaft Affoltern. Das Wasser dieser kleinen Flüsse und Bächlein unter dem Boden lasse sich vergleichsweise günstig ins Netz einspeisen. Doch die Schüttung der Quellen sei in den vergangenen Monaten deutlich zurückgegangen. Auch die Grundwasserströme seien tiefer als üblich. Gleichzeitig steigt der Bedarf, etwa um Felder oder Gärten zu bewässern. Um die Versorgung sicherzustellen, muss die Wasserversorgungs-Genossenschaft Fremdwasser aus dem Zürichsee zukaufen. «Allein im Juli haben wir fast annähernd so viel Wasser zugekauft wie 2025 im ganzen Jahr», betont Nietlispach. «Wir liegen weit über dem Budget.» Rund 70 Prozent des
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«Allein im Ju wir fast ann viel Wasser z wie 2025 im Jahr.»
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Die Fliessgewässer im Säuliamt sind in besorgniserreg Werner ScHneiTer
Führt schon seit rund drei Monaten kein Wasser mehr: der kleine Bach beim Hedinger Weiher. Durch das Gitter links wird normalerweise der Weiher mit Frischwasser versorgt.
Schon länger kein frisches Gras mehr, aber zu essen finden sie dennoch fast immer etwas: Schafe auf einer Weide in Wettswil.
Wirkt wegen der Trockenheit wie eine künstliche Filmkulisse: Der alte Friedhof in Wettswil (zwei Bänke) und der Hang dahinter.
Schlecht bis dramatisch – in dieser Bandbreite bewegt sich der derzeitige Zustand von Fliessgewässern im Säuliamt. Mit einer Ausnahme: Die vom Zugersee gespeiste Lorze trotzt der Hitze. Die seit Wochen anhaltende Hitze setzt Mensch, Tier und Natur zu. Fliessgewässer verkümmern zu Rinnsalen oder führen derzeit stellenweise gar kein Wasser mehr. Als «schlecht, ja dramatisch» bezeichnet Lukas Bammatter, Co-Leiter der Fischerei- und Jagdverwaltung im kantonalen Amt für Landschaft und Natur (ALN), den Zustand von Kleinflüssen und Bächen im Säuliamt. So führe der Haselbach im Oberlauf, von Rossau Richtung Mettmenstetten, kaum mehr Wasser und sei auch im weiteren Verlauf abschnittweise komplett ausgetrocknet, stellt er fest. Bei Maschwanden fliesst er in die Lorze. Fische überleben hier kaum, es sei denn, sie können sich in sogenannte «Gumpen» retten. Aber auch diese versiegen sukzessive. Auch der Jonenbach leidet. Bei Rifferswil fliesst nur sehr wenig Wasser, derweil die Situation am Ende des Flugplatzes Hausen weniger dramatisch ist, weil sich dort das Wasser aufgrund eines Biberdamms zurückstaut und
Auch die Lorze führt wenig Wasser, aber der Fischbestand bei Maschwanden in die Lorze fliesst (links im Bild). (Bild W
auch den darunter liegenden Abschnitt weiter mit Wasser speist. Als «sehr dramatisch» bezeichnet Lukas Bammatter den Zustand der stellenweise völlig ausgetrockneten Reppisch – ein Fliessgewässer, das in der Vergangenheit keine nennenswerten Probleme verursacht hat. Jetzt aber ist es in dieser über Wochen anhaltenden regenlosen Zeit akut gefährdet, insbesondere der
Fischbestand. Auch das in der Reppisch neunauge (Lampe kennzeichnet sich liches Rundmaul, d sehen nicht zu den gehört. Es handelt s loses Wirbeltier, da nen von Jahren nic – eine Art, die in d gefährdet ist, auf d
Sogar sie scheinen von der Sonne genug zu haben: Sonnenblumen auf einem Feld bei Aeugst.
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d Intensität. «Wenn egnet, merken wir asser noch nichts.» über längere Zeit hmen können. Erst zweier, dreier oder
vier Wochen immer wieder regne, könne das Wasser allmählich versickern und die tieferen Schichten erreichen. In den vergangenen Monaten sei kaum Wasser bis dorthin gelangt. Was an Niederschlag fiel, wurde von den Pflanzen aufgenommen oder verdunstete.
Abwasser wird weniger verdünnt Die Trockenheit wirkt sich nicht nur auf die Trinkwasserversorgung aus. Auch bei der Abwasserreinigung verändert sich die Situation. Auf die Kläranlage der Stadt Affoltern in Zwillikon gelange deutlich weniger Abwasser als üblich, schreibt Stadtschreiber Stefan Trottmann auf Anfrage. Im Normalbetrieb sei die Anlage hydraulisch auf einen durchschnittlichen Minimalzufluss von 190 Litern pro Sekunde ausgelegt. «Aktuell liegt der Zufluss bei nicht einmal der Hälfte.» Deshalb mussten die Reinigungsprozesse angepasst werden. Der letzte
grössere Zulauf infolge eines Regenschauers sei am 18. Juli registriert worden. Für die Reinigung des Wassers hat die Trockenheit zunächst einen widersprüchlichen Effekt. Normalerweise wird verschmutztes Abwasser durch Niederschlags- und Grundwasser verdünnt. In der aktuellen Trockenperiode fehlt diese Verdünnung weitgehend. Dadurch sind die Schadstoff konzentrationen im Zulauf höher. Das bedeutet allerdings nicht automatisch eine schlechtere Reinigungsleistung. Konzentrierteres Abwasser lässt sich in der Regel sogar gut reinigen, weil die biologischen Reinigungsprozesse bei ausreichender Nährstoffverfügbarkeit effizient arbeiten. Gleichzeitig setzt die Hitze den Bakterien in der biologischen Reinigungsstufe zu und kann deren Leistungsfähigkeit etwas reduzieren. Diese beiden Effekte gleichen sich derzeit weitgehend aus.
Badegäste bei Hedinger Weiher: Mit den lang anhaltenden Hitzewellen stiegen auch die Besucherzahlen auf neue Rekordwerte. Der ganz grosse Ansturm scheint aber momentan vorbei zu sein: Manche haben genug vom Baden und bleiben lieber zu Hause – sofern es dort kühler ist als draussen.
einer Ausnahme
gendem Zustand gersee liefert genügend Wasser, und die Wasserqualität hat sich seit dem Ausbau der Abwasserreinigungsanlage Friesencham entscheidend verbes-
«Wir haben an der Lorze keinerlei Probleme.» Nico Rochat, Fischereipächter und Patentherausgeber aus Maschwanden
d ist nicht gefährdet – im Gegensatz zum Haselbach, der
Werner Schneiter)
h seltene Arten wie h heimische Bachetra planeri). Es durch ein urtümdas biologisch gen echten Fischen sich um ein kieferas sich seit Milliocht verändert hat der Schweiz stark der Roten Liste fi-
guriert und eine hohe nationale Priorität für den Artenschutz geniesst.
Lorze nicht beeinträchtigt «Wir haben an der Lorze keinerlei Probleme», meldet Fischereipächter und Patentherausgeber Nico Rochat aus Maschwanden. Ihr Wasserstand ist zwar niedrig, aber das beeinträchtigt den Fischbestand nicht. Der Zu-
sert. 1982 war das noch anders. Damals «kippte» das durch die Zuger Industrie verunreinigte Gewässer in der heissen Juni-Periode vollständig. Rund 5,2 Tonnen tote Fische entnahmen Vertreter der Seepolizei der Lorze. Heute ist das idyllische Flüsschen, das am Rüssspitz in die Reuss mündet, ein einwandfreies Gewässer mit gutem Fischbestand: Wels, Egli, Karpfen, Hecht, Brachsmen, Alet, Schleyen und Co. fühlen sich wohl. Sie haben auch den Einfluss von Heizöl in diesem Frühjahr in Hagendorn unbeschadet überstanden.
der Reussbrücke in Ottenbach: Wegen des tiefen Wasserstands der Reuss liegen etliche it auf Grund.
Anzeigetafel beim Weiher in Hedingen: Als die Aufnahme entstand, am Dienstag kurz vor 18 Uhr, war es immer noch 33 Grad heiss.
Landwirt beim Heuwenden bei Bonstetten: Für einen zweiten Schnitt hat das Gras noch gereicht, ob es für einen üblichen dritten Schnitt reichen wird, gilt derzeit als eher unwahrscheinlich. (Bilder Daniel Vaia)
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Rund vier Wochen lang bleibt ein Igel auf der Station, bis er vollständig gesund ist. Dann sollen die Tiere möglichst rasch wieder in die Natur zurückkehren. (Bilder zvg)
Ein harter Sommer für die Igel Igelstation Säuliamt rettet stachelige Gartenbewohner und zeigt einfache Massnahmen, um zu helfen Es ist drückend heiss an diesem frühen Abend, als Kinder in einem Garten in Ottenbach plötzlich Bewegung im Gebüsch entdecken. Vor ihnen torkelt ein Igel. Er wirkt apathisch und geschwächt – und ist zu einer Zeit unterwegs, in der er normalerweise in seinem Versteck ruhen würde. Für die Familie ist schnell klar: Dieses Tier braucht Hilfe. Solche Begegnungen sind für die Igelstation Säuliamt in diesem Sommer keine Seltenheit. Immer wieder werden geschwächte und dehydrierte Tiere gefunden und zur Station gebracht.
Sommer, der an die Substanz geht Igel durchstreifen auf ihren bis zu vier Kilometer langen Wanderungen viele Gärten und werden entsprechend vielerorts gesichtet. Dennoch werden sie laut Studien immer seltener. Wo Hecken verschwinden, Böden versiegelt, Laub entfernt und wilde Ecken aufgeräumt werden, fehlen Nahrung, Verstecke und Rückzugsorte. Hinzu kommen Strassenverkehr, Motorsensen und Mähroboter. Das Problem: Die nachtaktiven Tiere
Igel rollen sich bei Gefahr zusammen.
rollen sich bei Gefahr zusammen, statt zu fliehen. Was für uns ordentlich und gepflegt aussieht, ist für einen Igel also nicht unbedingt ein Paradies. Die gute Nachricht: Viele dieser Gefahren sind menschengemacht – und wir können sie auch entschärfen.
«Auffällig ist, dass viele der Tiere, die zu uns kommen, geschwächt, dehydriert und oft völlig entkräftet sind.» Heidi Eggerschwiler, Igel-Fachperson
Doch dieses Jahr kommt noch etwas dazu: die anhaltende Hitze und vor allem die extreme Trockenheit. Regenwürmer ziehen sich tief in den Boden zurück, Insekten können sich bei Dürre schlecht vermehren. Natürliche Wasserstellen trocknen aus. Für die Tiere wird die nächtliche Nahrungssuche damit zur echten Herausforderung. Viele verlieren an Gewicht und Kräften und machen sich schliesslich auch tagsüber auf die Suche nach Nahrung und Wasser. Der Verein Pro Igel Schweiz berichtet aktuell aus der ganzen Schweiz von geschwächten Tieren, verwaisten Jungigeln und stark ausgelasteten Igelstationen. Wer einen Igel entdeckt, sollte deshalb genauer hinschauen. Wirkt das Tier apathisch, torkelt es oder ist offensichtlich verletzt, braucht es fachkundige Hilfe. «Wir haben diesen Sommer insgesamt zwar eher weniger Igel aufgenommen als in den Vorjahren», sagt Heidi Eggerschwiler, Igel-Fachperson bei der
Igelstation Säuliamt. «Auffällig ist aber, dass viele der Tiere, die zu uns kommen, geschwächt, dehydriert und oft völlig entkräftet sind.»
Igel bekommen eine zweite Chance Seit der Eröffnung der Igelstation Säuliamt in Hedingen im März 2023 kümmert sich das Team um kranke, verletzte und geschwächte Igel aus der Region. Bis zu zwölf Tiere können gleichzeitig betreut werden. 2025 waren es insgesamt 123, 2024 sogar 185 Igel, die gepflegt wurden. Die Gründe für eine Aufnahme sind vielfältig. Behandelt werden etwa Igel mit Parasitenbefall, Tiere zur Nachbehandlung von Verletzungen, stark untergewichtige Igel oder verwaiste Jungigel. Das Ziel ist dabei immer dasselbe: Die Tiere sollen möglichst rasch wieder dorthin zurückkehren, wo sie hingehören – in die Natur. Ein grosser Teil der Arbeit in der Station wird ehrenamtlich geleistet – mit viel Engagement, Fachwissen und Geduld. Und Letztere braucht es durchaus: Rund vier Wochen lang bleibt ein
Igel auf der Station, bis er vollständig gesund ist.
Mehr als ein herziger Gartenbesucher Der Europäische Braunbrustigel ist in der Schweiz zwar noch verbreitet, wird aber seltener und gilt auf der Roten Liste der gefährdeten Arten als «potenziell gefährdet». Zu den Ursachen zählen unter anderem die Verarmung der Landschaft, der Strassenverkehr und vor allem der Verlust geeigneter Lebensräume. Igel ernähren sich von verschie-
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Tiere können auf der Igelstation Säuliamt gleichzeitig betreut werden.
densten Wirbellosen wie Insekten, Würmern und Schnecken und sind Teil eines vielfältigen Ökosystems. Wo sie gute Lebensbedingungen finden, profitieren meist auch zahlreiche andere Arten. Igel zu schützen, bedeutet deshalb auch, unseren unmittelbaren Lebensraum wieder ein Stück vielfältiger und naturnäher zu gestalten.
Sechs einfache Dinge, um zu helfen
Behandelt werden etwa Igel mit Parasitenbefall, Tiere zur Nachbehandlung von Verletzungen, stark untergewichtige Igel oder verwaiste Jungigel. (Bild Anja Kutter)
Oft reichen schon kleine Veränderungen, um den stacheligen Nachbarn das Leben leichter zu machen: • Wasser anbieten: Stellen Sie eine flache Schale mit frischem Wasser bereit und reinigen Sie diese täglich. • Ein bisschen Unordnung zulassen: Laub, Äste, Hecken und wilde Ecken bieten Schutz, Nahrung und Möglichkeiten zum Nestbau. • Wo möglich den Lebensraum aufwerten: einheimische Bäume und Sträucher pflanzen, eine Blumenwiese ansäen und naturnahe Strukturen wie einen Asthaufen oder ein Biotop anlegen.
• Mähroboter nachts schlafen lassen: Die Nacht gehört dem Igel. Mähroboter sollten nur tagsüber und nach einer Kontrolle der Fläche eingesetzt werden. • Vor dem Mähen hinschauen: Bevor Motorsensen oder Fadenmäher unter Hecken und in dichtem Bewuchs eingesetzt werden, sollte der Bereich sorgfältig nach Igeln abgesucht werden. • Gärten miteinander verbinden: Schon eine kleine Öffnung von mindestens 13 × 13 Zentimeter im Zaun ermöglicht es Igeln, auch eingezäunte Gärten zu nutzen.
Der schönste Moment Damit die Igelstation in Hedingen weiterhin verletzte, kranke und geschwächte Tiere aufnehmen kann, ist sie dringend auf die Unterstützung der Bevölkerung angewiesen: Aktuell sucht die Station noch rund 100 weitere Gönnerinnen und Gönner, damit der Betrieb auch im 2027 reibungslos und mit viel Herzblut weitergeführt werden kann. Interessierte können sich anmelden unter www.igelstation-saeuliamt.ch. Dort können auch einmalige Spenden getätigt werden, und Firmen können sich als Sponsoren anmelden. Übrigens: Der schönste Moment in der Igelstation ist nicht die Aufnahme eines neuen Patienten. Es ist der Moment, in dem aus dem Patienten wieder ein Wildtier wird – und der Igel zurück in die Freiheit darf. Solche Erfolgsgeschichten sind nur dank dem Support vieler Spenderinnen und Spender möglich. Herzlichen Dank für das Engagement und die Unterstützung für die Igel im Säuliamt. Tom Lütolf, freiwilliger Igel-Pfleger Infos und Anmeldung als Gönnerin oder Gönner: www.igelstation-saeuliamt.ch
BUCH-TIPP
Mettmenstetten: Badi geschlossen
Lukas Mi-Sa Nguyen Eggers Erstling: «Vielleicht im Sommer» Astrid Zberg, bibliothek bonstetten Der 26-jährige Lukas Mi-Sa Nguyen Egger hat mit seinem Debütroman einen Coming-ofAge-Roman vorgelegt, der die harte Realität Jugendlicher am Rande der Gesellschaft zeigt. Seine Arbeit mit Kindern und Jugendlichen aus Astrid Zberg. schwierigen Verhältnissen sowie seine Recherchen zur Masterarbeit über Armut in Deutsch-
land haben ihn dazu bewogen, den Schwächsten unserer Gesellschaft eine Stimme zu geben. Die Handlung spielt im Juli 2007, also noch vor Smartphone, Navi oder Social Media. Sie funktioniert auch nur so und zieht daraus ihren eigenen Charme. Der Roman beginnt in einer Plattenbauwohnung in Bielefeld, im 14. Stock. Der 15-jährige Halbwaise Kian lebt bei seinem kleinkriminellen Vater und wird von ihm immer wieder zu Diebstählen gezwungen. Jetzt ist etwas passiert und Kian kommt noch am gleichen Tag in ein Heim. Er will dort keinesfalls bleiben und unternimmt in der ersten Nacht einen Fluchtversuch. Dabei trifft er auf den gleichaltrigen Marco, der nach zwölf Jahren im Heim ebenfalls abhauen will. Marco hat kurz zuvor ein Telefonat des Heimleiters belauscht und so erfahren, dass er eine Halbschwester
hat. Name, Ort und ein Datum auf einem gelben Zettel: Er weiss, dass er unbedingt am 1. August an der Nordsee sein muss. Kian und Marco machen sich gemeinsam auf den Weg Richtung Nordsee und erleben so einiges: Sie übernachten in Scheunen, klauen Roller, sind immer ein bisschen auf der Flucht vor der Polizei und werden eine eingeschworene Gemeinschaft – fast wie Familie. Nicht nur die melancholische, einfühlsame Geschichte an sich hat mich bewegt, mir hat auch der Schreibstil sehr gut gefallen: kurz, knapp und oftmals sehr direkt, manchmal auch rotzig und einfach nah dran. Der Autor zeigt deutlich auf, wie schnell junge Menschen in reichen Ländern an den Rand der Gesellschaft gedrückt werden und durchs Raster fallen können. Trotz allem – oder gerade deshalb – steckt auch viel Hoffnung in dem Buch.
Die Badi in Mettmenstetten kann derzeit nicht genutzt werden. Aufgrund eines «Ereignisses», das die Wasserqualität beeinträchtige, bleibe das Schwimmbecken vorübergehend geschlossen, schreibt die Gemeinde in ihrem Newsletter. Das Baditeam arbeitet daran, die Ursache zu beheben und die Wasserqualität schnellstmöglich wiederherzustellen. (red)
Knonau: Gemeinde warnt vor Ästen
«Vielleicht im Sommer» von Lukas Mi-Sa Nguyen Egger. Piper Verlag, München 2026. (Bilder zvg)
Bei Bäumen könne es aufgrund der anhaltenden Hitze und Trockenheit vermehrt zu plötzlichen Astabbrüchen kommen, warnt die Gemeinde in ihrem Newsletter. Die Bevölkerung werde deshalb gebeten, insbesondere in Wäldern und unter grossen oder älteren Bäumen aufmerksam zu sein und Kinder an Orten mit grossem Baumbestand zu beaufsichtigen. (red)
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Genuss, Begegnungen und viel Wettswil Das 2. Streetfood-Festival machte den Ägerten-Platz zur sommerlichen Genuss- und Begegnungsplattform Drei Tage lang wurde gegessen, entdeckt, musiziert, getanzt, gelacht und vor allem gemeinsam genossen. Vom 7. bis 9. August verwandelte Kultur8907.ch den Ägerten-Platz beim Schulhaus erneut in eine lebendige Genuss- und Begegnungsplattform für Jung und Alt. Streetfood aus verschiedenen Ländern, feine Drinks, Musik und viele spontane Begegnungen prägten das Wochenende. Freunde trafen sich, Familien genossen den Sommertag und Menschen kamen miteinander ins Gespräch. Genau für solche Momente wurde dieses Festival geschaffen.
Kulinarik, Musik und beste Stimmung Die Streetfood-Stände nahmen die Besucherinnen und Besucher mit auf eine kleine kulinarische Weltreise. Für den passenden Sound und besondere musikalische Momente sorgten Round of Sound, der Jodlerklub Affoltern, der Musikverein Bonstetten und DJ Ueli. Eine besondere Note erhielt der Sonntag durch Pfarrer Ruff, der gemeinsam mit Nicole unter dem Motto «Dem Leben Würze verleihen – fad wär schad!» einen sympathischen Mittags-Impuls mitten auf dem Festplatz gestaltete.
Kinder- und Entdecker-Markt Auch die kleinen Gäste kamen voll auf ihre Kosten: Kinderspiele, Chinderzügli, Kinderschminken und weitere Attraktionen sorgten für strahlende Gesichter. Die Kleinen haben den Festplatz so richtig lebendig gemacht. Premiere feierte
Das Streetfood-Festival lockte zahlreiche Gäste an. Gemeinsam wurde gegessen, entdeckt, musiziert, getanzt und gelacht. (Bild zvg) zudem der neue Entdecker-Markt. Toll, wie sich die Teilnehmenden auf dieses neue Format eingelassen und das Festival um eine weitere spannende Facette bereichert haben.
Genuss bedeutet Begegnung Die vielleicht schönste Erkenntnis dieses Wochenendes: Genuss kann man nicht
nur essen und trinken – Genuss kann man erleben. Ein gutes Gespräch, gemeinsames Lachen, Musik, Kinderaugen und neue Bekanntschaften gehören genauso dazu. Deshalb war das StreetfoodFestival für Kultur8907.ch von Anfang an mehr als eine Ansammlung von Foodständen. Das Ziel ist eine offene Plattform, auf der sich Menschen aus Wettswil und der ganzen Region begeg-
nen und gemeinsam eine gute Zeit verbringen.
Vielseitiges, grosses Engagement Ein solcher Anlass lebt von den Menschen, die ihn möglich machen. Ein Dank geht deshalb an alle, die in irgendeiner Form am Gelingen des Festivals beteiligt waren. Die vielen persönlichen
Begegnungen und wundervollen Rückmeldungen nach diesen drei Tagen bedeuten dem OK enorm viel. Sie sind für das ehrenamtliche Team Wertschätzung und gleichzeitig Motivation, weiterzumachen, Neues auszuprobieren und weitere bewegende Veranstaltungen auf die Beine zu stellen. Remo Harley Buob, Präsident Kultur8907.ch
Spektakuläre Velotour zum Hochstuckli Velogruppe 60+ Mettmenstetten bewältigt anspruchsvolle Tour Angesagt war eine spektakuläre Velotour auf das Hockstuckli (1566 m ü. M.) der Velogruppe 60+ Mettmenstetten. Es kamen aber keine Velo-Cracks, sondern routinierte und bewährte E-Biker, die sich von Tourenleiter Armin Diebold eine aussergewöhnliche Tour nicht entgehen lassen wollten. Die «Megatour» mit rund 93 km und 1993 Höhenmetern startete mit einer ersten Gruppe ab Mettmenstetten über das Lorzentobel zum Schiessstand Unterägeri, wo man zusammen mit der angeblich leichteren Gruppe (46 km, 1575 Höhenmeter), die erst in Unterägeri startete, den Weg entlang dem Ägerisee, Morgarten (Kaffeehalt), Sattel und Biberegg zur Spilmettlen und Hochstuckli absolvierte. Nach der Kaffeepause im Morgarten fuhren beide Gruppen den moderaten und gut ausgebauten Waldweg mit insgesamt rund 600 Höhenmetern zur Spilmettlen, wo man unterhalb des Hochstuckli das prächtige, leider etwas im
Dunst liegende Innerschweizer Alpenpanorama geniessen und bewundern konnte. Danach folgte ein Wanderweg mit einem Übergang zur Haggenegg, der unerfahrene Velo-Cracks zwang, das EBike in dem steinigen und zerfurchten Wanderweg herunterzubringen. Es war aber mehr eine Mutprobe, denn der Trail war nicht besonders abschüssig und ungefährlich. Hier kam der Ernst der Lage, wer den Akku zu viel beanspruchte, musste das schwere E-Bike hochschieben und den Akku auf der Haggenegg wieder aufladen. Nach dem verdienten Mittagessen vor den steilen Felsen der Mythen, konnten beide Gruppen eine rasante Abfahrt Richtung Schwyz geniessen, wobei die angeblich leichtere Gruppe mit der wesentlich kürzeren Strecke nochmals einen kurzen Aufstieg auf Mostelberg und später vom Sattel auf der Seite des Wildspitzes über dem Ägerisee von nochmals rund 350 Höhenmetern be-
wältigen musste. Dafür gab es auf der Alpwirtschaft Ramenegg einen Schlussdrink, bevor die Gruppe unter der Leitung von Christoph Nussbaumer nach einer schönen Abfahrt wieder den Schiesstand Unterägeri erreichte. Die richtigen «Cracks» fuhren auf der längeren Tour rund 1000 m hinunter nach Seewen und anschliessend über den Lauerzersee, Arth-Goldau, Immensee, Buonas und Cham nach Mettmenstetten. Alle, welche die «Megatour» bewältigten, erhielten das Zertifikat «Velo-Crack» und konnten in stolzen Erinnerungen schwelgen, eine aussergewöhnliche Tour ausserhalb der normalen Touren mit phänomenaler Aussicht absolviert zu haben. Nachahmung empfohlen. Armin Diebold Infos auf www.velogruppe-mettmenstetten.ch
Die Velocracks der Velogruppe 60+ Mettmenstetten beim Hochstuckli. (Bild zvg)
Seniorenferien in Schoppernau im Bregenzerwald 25 Teilnehmende aus Hedingen und Ottenbach erlebten vom 13. bis 20. Juni eine vielseitige Ferienwoche Das Car-Unternehmen Brumann brachte die Reisegruppe sicher nach Schoppernau, wo sie vom Chef des Hotels Krone freundlich begrüsst wurde. Das gemütliche Hotel verfügt über ein Bad und einen Wellnessbereich mit Sauna für das körperliche Wohlbefinden. Für das leibliche Wohl sorgte die ausgezeichnete Küche. Damit das gute Essen nicht allzu grosse Auswirkungen zeigte, wurde am Morgen eine halbe Stunde Gymnastik angeboten. Vor dem Nachtessen bot sich die Gelegenheit, an einer halbstündigen Besinnung durch eine Pfarrperson (Ulrich Flachsmann oder Stefan Becker) teilzunehmen.
Berge, Genuss und Geselligkeit Dank der «Bregenzerwald Card» konnten sämtliche Bergbahnen sowie der
öffentliche Verkehr gratis benutzt werden. So wurde vom Leiterteam ein abwechslungsreiches Programm angeboten. Ein Ausflug auf den Schoppernauer Hausberg «Diedamskopf» drängte sich schon am ersten Tag (Sonntag) auf, denn auf dem Berg fand ein Berggottesdienst mit anschliessendem Frühschoppenkonzert statt. In Lech am Arlberg waren leider die meisten Restaurants und Geschäfte noch geschlossen. Der Ausflug hat sich aber nur schon wegen der Busfahrt über den Hochtannbergpass gelohnt. Ein Besuch des Kräutergartens «Holdamoos» mit anschliessendem Picknick und Grillieren von Würsten war ein einmaliges Erlebnis. Ein Besuch der Juppenwerkstatt in Riefensberg, wo noch die traditionelle Tracht des Bregenzerwaldes hergestellt wird, stiess auf reges Interesse. Der Ausflug mit der Gondel-
bahn auf die Baumgarten-Alp bot für alle etwas. Eine längere Wanderung über den Panoramaweg oder eine kürzere über die Holzkapelle führte zur Alpwirtschaft Niedere, wo Hunger und Durst gestillt werden konnten. Diejenigen, die nur die Aussicht geniessen wollten, verpflegten sich im Bergrestaurant. Der Freitag war ein freier Tag, an dem noch ein Ausflug unternommen werden konnte, der noch auf der persönlichen Wunschliste stand. Der Lottoabend rundete die abwechslungsreiche und gelungene Ferienwoche ab. Die beiden Organisatorinnen Franzisca Kaiser und Marlies Stanger wurden tatkräftig unterstützt von Walter Schüpbach. Marlies Stanger
Die Gruppe erlebte im Bregenzerwald vielseitige Tage. (Bild zvg)
Bezirk Affoltern
Freitag, 14. August 2026
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Rifferswiler Theaterdirektor feiert Premiere Florian Rexer begeistert Publikum bei Hagenwiler Schlossfestspielen mit Neufassung von «Der Geizige» Florian HoFer Es ist wieder einmal einer dieser heissen Sommerabende, wie wir sie seit Mitte Juni täglich erleben. Über dem Himmel von Hagenwil im Thurgau nahe dem Bodensee brauen sich schwarze Gewitterwolken zusammen. Sie sorgen zusammen mit den zahlreichen Premierengästen der dortigen Schlossfestspiele, darunter zahlreiche Vertreter und Vertreterinnen aus der Ostschweizer Politik, Wirtschaft und dem Kulturleben, für knisternde Stimmung. Mitten unter ihnen: der Rifferswiler Regisseur, Schauspieler, Comedian und Theaterdirektor Florian Rexer. Völlig verschwitzt – wie die meisten seiner Gäste – springt er von einem zum anderen. Begrüsst hier einen Bankdirektor, dort einen Regierungsrat. Dann kommt einer seiner wichtigsten Bezugspersonen: Walter Andreas Müller. WAM – vor allem bekannt als Globis Stimme – ist immer noch topfit und hat in Hagenwil eine besondere Rolle: Er fungiert als künstlerischer Pate dieser in den vergangenen 17 Jahren zu einer Ostschweizer Institution herangereiften Veranstaltung, die jährlich um die 4000 Besuchende in das idyllische, zwischen Apfelbaumplantagen eingebettete Dörfchen anlockt, die dem sommerlichen Theaterspektakel beiwohnen wollen. Mit dem Säuliamt verbindet ihn eine Grossmutter aus Uerzlikon.
Neufassung von Molière-Komödie In diesem Jahr steht das Stück «Der Geizige», eine Komödie von Jean-Baptiste
Das Team der Schlossfestspiele Hagenwil. In der Mitte hinten der künstlerische Leiter Florian Rexer aus Rifferswil. (Bild zvg) Molière, auf dem Programm. Doch keine Angst: Erstens ist das Stück aus dem 17. Jahrhundert auch heute noch so aktuell wie eh und je. Zweitens hat es der Rifferswiler Theaterdirektor Rexer textlich komplett überarbeitet und in die heutige Zeit, beziehungsweise in die Mitte des 20. Jahrhunderts versetzt. Aus dem Molière’schen Geizhals wird dabei ein knickriger Thurgauer Widerling – teilweise grotesk ins Komische verdreht – H. H. Häberli genannt. Gespielt vom kongenialen Bruno Riedl. Ein notorisch knausriger und übelwollender Patron einer Schokoladenfabrik, von der man lieber nichts kaufen möchte. Aber
auch wirklich gar nichts. Eine Art Dagobert Duck aus dem – Verzeihung für das Wortspiel – Schoggikanton. Schauspieler wechseln die Rollen wie andere Leute die Hemden, zahlreiche skurrile Regieeinfälle, wie ein fast stummer Diener, der als dann doch sprechender Stromlieferant fungiert, oder die Pause, die per Hypnosependel eingeleitet wird, machen die Veranstaltung zu einem sehr vergnüglichen Abend. Und wie man schon als Kind beim Lesen von Dagobert Duck mitbekommen hat, dass Geld alleine nicht glücklich macht, lernt man auch in Hagenwil: «In diesem Theaterstück überzeichnet Molière den Geist
der Hauptfigur so stark, dass sie fast zur Karikatur wird, und genau darin liegt für uns vielleicht auch die Einsicht, etwas grosszügiger zu sein.» So sagt WAM dazu. Regisseur Florian Rexer, der früher viel am Theater in St. Gallen aufgetreten ist, auch schon beim Swiss Comedy Award Preise abräumte und gelegentlich in Hausen mit gut besuchten Mafia-Dinners auftritt, sagt zu diesem Stück: «Das wahre Glück sind die Freundschaften, die Familie, die Kinder und Zeit und Geld mit ihnen zu teilen.» Das zeigt sich auch bei seiner Familie: Ehefrau Chiara Castellan ist mit den Kindern selbstverständlich auch aus Rifferswil angereist. Am Ende des Abends sind dann doch alle trocken geblieben, zumindest von oben. Bei der Premierenparty ging es nach dem Abwischen der Lachtränen ziemlich feuchtfröhlich her. Denn die Truppe, die sich da im Laufe der Jahre geformt hat, ist doch ziemlich einzigartig und weiss um ihre Bedeutung in der Ostschweizer Kulturlandschaft, die sie mit Herzblut und Leidenschaft weiterentwickelt. Rexers Fazit: «Ich bin hochzufrieden. Das Publikum lacht herzlich, die Rückmeldungen fallen durchwegs begeistert aus – genau so, wie man es sich nach einer intensiven und im wahrsten Sinne des Wortes heissen Probenzeit erhofft.» Das Stück «Der Geizige» ist nicht das einzige anlässlich der Schlossfestspiele Hagenwil. Rexer hat noch ein Kinderprogramm erarbeitet. «Hans im Glück» der Gebrüder Grimm hatte am Sonntag, 9. August, Premiere. Auch dafür hat sich
Rexer einiges einfallen lassen, um die poetische und gleichermassen humorvolle Reise des jungen Hans zu einer Erörterung der Frage zu machen, was
«In diesem Theaterstück überzeichnet Molière den Geist der Hauptfigur so stark, dass sie fast zur Karikatur wird.» Walter Andreas Müller
uns wirklich glücklich macht: Materieller Besitz oder vielleicht gerade eben nicht der Besitz von Dingen. Vielleicht hätte sich der geizige Herr Häberli das Märchen auch etwas intensiver zu Gemüte führen sollen. «Hans im Glück» läuft noch bis zum 2. September, «Der Geizige» tritt am 5. September zum letzten Mal auf die Bühne. Infos und Tickets: schlossfestspiele-hagenwil.ch
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Forum
Freitag, 14. August 2026
Ferienfotos von Lesenden Die Ferien neigen sich dem Ende zu, aber die Erinnerungen bleiben
Fabio Sperduto aus Obfelden richtete seine Kamera gen Himmel und schickte uns dieses Foto der partiellen Sonnenfinsternis, wie sie am 12. August über dem Säuliamt zu beobachten war. Während ihrer Ferien im Seeland in Dänemark führten Nadja Lüthold und ihre Begleitung mehrere Tagesausflüge nach Kopenhagen. Sie seien begeistert von dieser Grossstadt gewesen. Bunt, lebendig, aber doch irgendwie entspannt, beschreibt die Affoltemerin ihre Einsendung, und das Foto zeigt es.
«Die könnens ja nicht mehr gebrauchen!» Sonnenfilter kamen erneut zum Einsatz Glücklicherweise hatte Peter Schwob aus Stallikon die Sonnenfilter von 1999 aufgehoben, waren doch alle Sonnenfinsternis-Schutzbrillen ausverkauft. Zu seinem eingereichten Bild schreibt Schwob: «Es geschah am Hagniweg in Sellenbüren. Sorgfältig nahm ich die seit dem 11. August 1999 aufbewahrten Sonnenfilter wieder hervor. Wer am Abend vorbeikam, konnte damit einen Blick auf die teilbedeckte Sonne werfen. Mit Freude und Dank wurde von verschiedenen Personen davon Gebrauch gemacht, siehe Bild. Nicht so von einem Paar mit Hund, das in mittelfränkischem Akzent ohne Begrüssung hervorstiess: ‹Die könnens ja nicht mehr gebrauchen!›, meine zwei dargebotenen Filter packte und damit in der Dunkelheit verschwand. Es dauerte einige Zeit, bis ich meine Fassung wiedergefunden hatte und den schönen, historischen Abend doch noch geniessen konnte.»
Bei einer Wanderung aufs Faltschonhorn (3022 m) bot das Wetter so einiges: Sonne, Regen, Gewitter – alles hat Edith Bodmer aus Obfelden fotografisch festgehalten und uns zukommen lassen. Vielen Dank für die Eindrücke.
Wer an diesem Abend bei Peter Schwob in Stallikon vorbeikam, konnte mit dessen Sonnenfiltern von 1999 einen Blick auf die teilbedeckte Sonne werfen.
Eine engagierte Stimme ist verstummt
Dilemma des Bevölkerungswachstums
Nach schwerer Krankheit ist Pia Holenstein Weidmann kürzlich verstorben. Leider mussten wir von ihr viel zu früh Abschied nehmen. Mit ihr verlieren wir eine sehr geschätzte Person, die sich für unsere Anliegen immer sehr stark engagiert hat. Als SP-Mitglied des Kantonsrates hat sie den Bezirk Affoltern von 2003 bis 2007 im Zürcher Parlament vertreten und sich dort speziell für Bildungsthemen engagiert. In Affoltern war sie Mitglied der Schulpflege, wo sie Neuerungen wie etwa den Mittagstisch angeregt und bei deren Umsetzung tatkräftig mitgewirkt hat. Die schlimmen Zustände in Palästina waren ihr Anlass, sich für die Men-
schen dort einzusetzen. 2015 hat sie eine gut besuchte Diskussionsveranstaltung zu den Möglichkeiten eines Friedens zwischen Israel und Palästina organisiert, nachdem sie sich auf einer Reise nach Palästina mit einem Einsatz als Wahlbeobachterin vor Ort über die Situation der Menschen dort informiert hat. Es war ihr ein grosses Anliegen, in der SP das Bewusstsein für die humanitäre Krise und die Problematik von Gaza und Westbank zu verbessern. Sie hat massgeblich dazu beigetragen, im SP-Netzwerk Palästina eine Resolution zu formulieren, die 2025 von der SP Schweiz verabschiedet wurde. Gut informiert und engagiert hat sie ihre Sicht
auf das Palästinaproblem gegen alle Widerstände verteidigt. Pia hat sich stark in der Partei engagiert, hat Ideen formuliert und hat tatkräftig mitgeholfen. Erwähnenswert sind ihre Kandidatur bei Gemeinderatswahlen sowie ihre Mitwirkung bei Formulierung und Mobilisierung für die «Initiative: Rohstoffmillionen – Affoltern handelt solidarisch». Durch deren Annahme an der Urne konnte ein Teil der Steuergutschrift von Glencore für die Stadt Affoltern an Hilfsorganisationen überwiesen werden. Menschlich, offen für Neues, freundlich, ruhig – wir haben Pia sehr geschätzt. Wir vermissen sie. Martin Gallusser, SP Bezirk Affoltern
Müllabfuhr: «Gerne wieder mit Musik» Replik auf den Artikel von Livia Häberling mit dem Titel «Weil es ‹stört›: Müllmänner dürfen in Affoltern keine laute Musik mehr hören» im «Anzeiger» vom 11. August. Danke an Frau Häberling für den Artikel über die unverständlichen Reklamationen einiger Anwohnerinnen oder Anwohner von Affoltern, die of-
fenbar Mühe bekunden, wenn sich die Männer der Müll- und Grüngutabfuhr ihre körperlich anspruchsvolle Arbeit musikalisch erleichtern lassen. Wir haben uns immer gefreut, wenn am Montag die Grüngutabfuhr durch das Hasenbühl-Quartier fuhr, begleitet von spanischer Musik − und manchmal auch mitgesungen von den Müllmän-
Replik auf den Leserbrief von Brigitte Caldwell mit dem Titel «Kernproblem ist die Übervölkerung» im «Anzeiger» vom 31. Juli. In einer liberalen Demokratie ist es leider nicht möglich, das Bevölkerungswachstum unter Kontrolle zu bringen, nicht einmal in der kleinen und gebildeten Schweiz. In manchen Diktaturen auch nicht, sei es, weil der jeweilige Diktator viele Soldaten benötigt oder sich einfach nicht um das Volk kümmert. In Gottesstaaten diktiert Gott, und er möchte so viele Gläubige wie Sterne am Himmel. Als Student, vor mehr als sechzig Jahren, wurde mir das Problem allmählich bewusst. Später ist es mir immer wieder präsent geworden, wie ein dunk-
les Leitmotiv. Als ich 1986/87 einen Kurs an der ETH-EAWAG besuchte, hielt Dennis Meadows («Die Grenzen des Wachstums») dort einen Vortrag. In einem anschliessenden Gespräch meinte er, längerfristig würde die Biosphäre kaum mehr als 4 oder 5 Milliarden Menschen vertragen, ausser die grosse Mehrheit der Weltbevölkerung würde in riesigen Slums, unter elenden materiellen Verhältnissen, leben und so Umwelt und Ressourcen weniger belasten. Übrigens: Jetzt in der Ferienzeit, in der so viele Menschen weg sind, kann man sich richtig frei herumbewegen. Wie schön! Jakob Hedegaard, Wettswil
Ihre Meinung ist willkommen! nern. Natürlich kann es die zuständige Firma Obrist nicht allen recht machen. Aber für uns gilt: Gerne wieder mit Musik und Freude. Und unsererseits vor allem auch vielen Dank für die geleistete Arbeit! Bernhard Schärmeli und Antonia Ernst, Affoltern
Gerne können Sie der Redaktion des «Anzeigers» einen Leserinnen- oder Leserbrief schicken. Dazu gibt es ein paar wichtige Regeln: Ihre Meinungsäusserung muss mit Namen, Adresse und Telefonnummer des Verfassers oder der Verfasserin versehen sein und soll
in maximal 2000 Zeichen ein Thema aus der Region aufgreifen oder einen Beitrag im «Anzeiger» kommentieren. Wir achten darauf, dass nur Briefe in einem freundlichen Tonfall sowie ohne Verletzung von Persönlichkeitsrechten Dritter publiziert werden. (red)
Forum
Innovation statt Verbote Die Schweizer Landwirtschaft steht vor grossen Herausforderungen: steigende Kosten, internationale Konkurrenz und hohe Erwartungen der Gesellschaft. Da rauf braucht es unternehmerische Ant worten, Forschung und Innovation. Die Ernährungsinitiative setzt jedoch stark auf staatliche Lenkung und neue Vor gaben. Das ist aus meiner Sicht der fal sche Ansatz. Wer Fortschritt will, muss den Betrieben Freiraum geben und praxistaugliche Lösungen umsetzen. Verbote und starre Zielwerte schaffen selten bessere Ergebnisse. Sie führen oft zu Bürokratie, Kosten und Ausweich bewegungen. Deshalb stimme ich am 27. September Nein. Hanspeter Kern jun., Mettmenstetten
Lärm in der Wohnsiedlung Ich finde es unerhört, dass in Zeiten, wo alles immer mehr elektrisch läuft, in Hedingen ein Baukran mitten in einer Wohnsiedlung steht, mit Diesel läuft, stinkt und einen riesigen Lärm macht. Georges Ayer, Hedingen
Macht Lärm und stinkt: der besagte Baukran. (Bild zvg)
IN KÜRZE Schreibfehler in der Website Im Leserbrief «Gemeinde Kappel Solarstrom – wie kann die Zukunft angegangen werden?» von Markus Steinegger hat sich ein Fehler eingeschlichen. Der korrekte Weblink für Interessierte einer LEG heisst www.upgrid.ch. Zu seinem Tippfehler schreibt Steinegger: «Fehler können peinlich sein, sie nicht zu erkennen, oft fatal. Fehler zugeben und korrigieren, die beste Wahl. Es tut mir leid, dass ich trotz mehrmaligem Korrekturlesen den Schreibfehler im Weblink nicht bemerkt habe. Mit ‹upgrad› geht es definitiv nicht.» (red)
Freitag, 14. August 2026
Das letzte Bild von Shlomo Graber Am 24. August 2025 starb Shlomo Graber in Basel im Alter von 99 Jahren. Zum ersten Todestag erinnern wir uns an einen aussergewöhnlichen Men schen: HolocaustÜberlebender, Künst ler, Schriftsteller – und ein Mensch, der trotz unfassbaren Leids seine Lebens freude bewahrte. 1926 in Majdan in der damaligen Tschechoslowakei geboren, wurde Shlo mo als 15Jähriger mit seiner Familie nach Auschwitz deportiert. Dort verlor er seine Mutter, seinen jüngeren Bruder und seine Grossmutter. Nur Shlomo und sein Vater überlebten. Mehrmals entkam er dem Tod. Einmal wurde er wegen sei nes Gewichts von nur 29 Kilogramm für die Gaskammer ausgesondert. Auf dem Weg dorthin half er spontan einem SS Scharführer beim Tragen eines Tisches. Diese Tat rettete ihm das Leben. Am 8. Mai 1945 wurde Shlomo be freit. Später fand er in Basel seine Hei mat. Als Kunstmaler schuf er farben frohe Bilder und veröffentlichte seine Erinnerungen unter dem Titel «Der Junge, der nicht hassen wollte». Der Ti tel war Programm: Shlomo entschied sich für das Leben und gegen den Hass.
Meine Frau und ich lernten ihn zufällig in seiner Galerie beim Basler Spalentor kennen. Daraus entstand eine Freundschaft. Zu meinem 70. Ge burtstag malte Shlomo ein farben frohes Bild für mich. Obwohl mehrere Interessenten bereit waren, mehrere Tausend Franken dafür zu bezahlen, sagte er: «Das ist für einen Freund reserviert.» Am 28. März 2025 holte ich das Bild ab. Wir assen zusammen und sprachen über Gott und die Welt. Es war ein ganz gewöhnlicher Tag – und wurde zu einer kostbaren Erinnerung. Wir ahnten nicht, dass es eine unserer letzten Be gegnungen sein würde. Heute hängt das Bild bei uns an einem Ehrenplatz. Erst später wurde mir bewusst: Es war das letzte Bild, das Shlomo malte. Für mich ist es weit mehr als ein Kunstwerk. Es erinnert an einen Menschen, der unfassbares Leid erlebte und dennoch seine Freude am Leben bewahrte. Shlomo ist nicht vergessen. Sein Bild wird uns immer an ihn erinnern. Paul Stutz, Zwillikon
Paul und Lilian Stutz nach dem gemeinsamen Mittagessen bei Shlomo Graber (links im Bild) in Basel. (Bild zvg)
Die Hitze wartet nicht Die vergangenen Wochen haben uns ein drücklich vor Augen geführt, was der Klimawandel bedeutet: lang anhaltende Hitze, tropische Nächte und eine zuneh mende Belastung für Mensch und Natur. Was früher als aussergewöhnlicher Hit zesommer galt, dürfte künftig häufiger zur Normalität werden. Die Frage ist deshalb nicht mehr, ob wir uns auf heis sere Sommer einstellen müssen, son dern wie. Besonders gefordert sind die Städte und Gemeinden. Sie gestalten unseren unmittelbaren Lebensraum. Asphalt und Beton speichern die Hitze, versie gelte Flächen verhindern die Verduns
tung und dicht bebaute Quartiere hei zen sich besonders stark auf. Fehlende Bäume und Schattenplätze verschärfen die Situation. Für ältere Menschen, Kin der und gesundheitlich besonders ge fährdete Personen kann grosse Hitze sogar gefährlich werden. Doch Gemeinden sind der Hitze nicht einfach ausgeliefert. Sie können viel unternehmen: mehr Bäume pflan zen, Plätze und Strassen begrünen, ver siegelte Flächen entsiegeln, Dächer und Fassaden begrünen und für ausreichend Schatten sorgen. Wasser kann zurück gehalten und vor Ort versickert werden. Das Prinzip der «Schwammstadt» ver
bindet dabei Hitzeminderung mit einem besseren Umgang mit zunehmenden Starkregenereignissen. Solche Massnahmen sind keine Luxusprojekte. Sie erhöhen die Lebens qualität, schaffen attraktive öffentliche Räume und fördern gleichzeitig die Bio diversität. Ein grosser Baum ist dabei weit mehr als ein dekoratives Element: Er spendet Schatten, kühlt seine Um gebung, bindet CO2, filtert Schadstoffe und bietet Lebensraum. Klimaschutz und Klimaanpassung gehören zusammen. Wir müssen die weitere Erwärmung begrenzen. Gleich zeitig müssen wir unsere Siedlungen so
gestalten, dass sie mit den bereits unver meidbaren Folgen des Klimawandels besser umgehen können. Das bedeutet auch, bei jeder Strassen, Platz oder Arealentwicklung die Frage zu stellen: Wie können wir diesen Ort kühler, grü ner und lebenswerter gestalten? Dafür braucht es politische Ent scheide – und den Willen, sie konse quent umzusetzen. Nicht erst nach dem nächsten Hitzesommer, sondern jetzt. Die Hitze wartet nicht. Unsere Ge meinden sollten es auch nicht tun.
der Bevölkerung aufgenommen und Forderungen an den Gemeinderat über geben. Dabei waren wir nicht immer bequem, aber stets offen, sachlich und transparent. Die SP Obfelden dankt dem Ge meinderat und der Gemeindeverwal tung für die Aufnahme dieses breiten Anliegens und die letztlich zügige Um setzung. Ab kommender Woche profi tieren auch die Kinder von einem siche reren Schulweg.
Noch ist das Ziel nicht ganz erreicht: Die bereits bewilligten T30Abschnitte auf der oberen Dorfstrasse sowie der Ottenbacher und Mettmenstetterstras se müssen bald umgesetzt werden. Auch auf dem unteren Abschnitt der Dorf strasse soll Tempo 30 gelten. So wird für alle Verkehrsteilnehmenden ein einheit liches Tempo signalisiert.
Weil wir es wollen und in Generatio nen denken. Auch die nächste Re form er Agrarpolitik nimmt das Er nährungssystem als Ganzes in den Blick. Statt eine neue, vage und teure Verfassungsbestimmung zu schaffen,
sollten wir die laufenden Massnah men weiterentwickeln. Deshalb stim me ich am 27. September Nein zur Ernährungsinitiative.
Stefan Kessler, Affoltern
Was lange währt, wird endlich gut Seit letzter Woche ist ein grosser Teil der Dorfstrasse in Obfelden mit Tempo 30 signalisiert. Das CoPräsidium und die Mitglieder der SP Obfelden freuen sich sehr: Das tiefere Tempo bringt mehr Sicherheit, weniger Lärm und damit mehr Lebensqualität ins Dorf. Vor fast 20 Jahren begannen Mit glieder der SP Obfelden, Unterschriften für Tempo 30 in den Quartieren zu sam meln. Die SP setzte sich zudem für eine Verkehrskommission ein und überzeug
te 2011 mit Fachbeiträgen, Statements und Diskussionen die Bevölkerung: Mit einer Zweidrittelmehrheit wurde Tempo 30 in den Wohnquartieren angenom men. Dabei suchte die SP stets die Zu sammenarbeit mit anderen Parteien und Gruppierungen. Unser Ziel war immer Tempo 30 für ganz Obfelden. Mit Verkehrsplanungs studien, einer grossangelegten Umfra ge zur Dorfstrasse und öffentlichen Gesprächen wurden die Bedürfnisse
Rolf Vollenweider und Maria Kapossy, Co-Präsidium SP Obfelden
Nein zur Ernährungsinitiative Manchmal entsteht der Eindruck, ohne Initiativen geschehe in der Land wirtschaft nichts. Das stimmt nicht. Die ökologische Nachhaltigkeit ist seit Jahren ein zentrales Thema der Agrarpolitik.
Es gibt Programme zu Biodiversität, Ressourceneffizienz, Tierwohl, Pflan zenschutz und Klimaschutz. Darüber hinaus beschäftigen wir uns auf unse rem Betrieb beispielsweise intensiv mit dem Humusaufbau.
Barbara Rohrer, Zwillikon
Schrebergärten in Wettswil: Wo Gemüse, Früchte und Exoten gedeihen In den Schrebergärten wird zurzeit viel über das Wetter gesprochen. Die Tro ckenheit ist auch hier ein grosses Thema. Entsprechend sorgfältig wird mit dem Wasser umgegangen. Mit Giesskannen wird gezielt gewässert, damit das kost bare Nass möglichst direkt zu den Wur zeln gelangt. Und der Regentanz? Der wird täglich ausgeführt – wenn auch manchmal nur in Gedanken. Ein biss chen Regen wäre mehr als willkommen. Die Schrebergärten sind so unter schiedlich wie die Menschen, die hier pflanzen, hegen und pflegen. Entspre chend vielfältig ist auch das, was wächst: Schlangenhaargurken, Melonen, Zuc chetti, Tomaten, Auberginen, Tabak, Feigen, Chilis, Kohlrabi, Salat, Trauben, Nashibirnen und Malabartspinat gedei hen neben zahlreichen Kräutern. Sogar
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Lotosblumen gibt es zu entdecken und zu bestaunen. Jeder Garten hat seinen eigenen Charakter – und genau das macht die Schrebergärten so spannend. Dank der Gemeinde Wettswil, wel che die Gartenparzellen vermietet, kann hier mit viel Herzblut gegärtnert wer den. Doch die Schrebergärten sind weit mehr als ein Ort für Gemüse, Früchte und Blumen. Zwischen den Beeten ent stehen Gespräche, Erfahrungen und Tipps werden ausgetauscht, man hilft sich gegenseitig und lacht miteinander. So wächst neben den Pflanzen auch ein lebendiges Miteinander. Die Schre bergärten sind damit nicht nur grüne kleine Oasen, sondern auch ein wert voller Ort der Begegnung. Katharina Moser Tüscher, Wettswil
Nashi-Birnen und Schlangenhaargurken: Beides wächst im Schrebergarten in Wettswil. (Bild zvg)
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Freitag, 14. August 2026
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Goalie-Nachwuchs von Floorball Albis bereitete sich mit speziellem Training auf Saison vor. Seite 19
Pistolen- und Revolverschützen Bonstetten feierten ihr 50-jähriges Bestehen. Seite 23
Wieso Roland Erichsen ein «Uber»Lebenskünstler ist, erzählt er Marianne Voss. Seite 24
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Familiennachfolge – der häufigste Weg Den Staffelstab weitergeben – Unternehmensnachfolge im Säuliamt (3) Brigitte reemts Flum Für viele Unternehmerinnen und Unternehmer bleibt die familieninterne Übergabe die Wunschlösung. Wo eine Nachfolge innerhalb der Familie möglich ist, werden andere Optionen oft gar nicht erst geprüft. Schweizweit werden rund 42 Prozent aller kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) innerhalb der direkten Familie übertragen, weitere 11 Prozent an andere Verwandte. Gerade im Bezirk Affoltern mit seinen zahlreichen inhabergeführten Unternehmen spielt die Familiennachfolge nach wie vor eine bedeutende Rolle.
Nachfolgeregelung über fünf Generationen Ein Familienunternehmen in der 5. Generation ist die Firma «Maler Launer» in Obfelden. Das Unternehmen beschäftigt neben der Familie fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und zwei Lehrlinge. Aktuell wird die Firma von Daniel Launer geleitet, Sohn Luca ist aber bereits in der Nachfolgeplanung und auch der mittlerweile 82-jährige Senior Alfred Launer arbeitet noch mit. Hinsichtlich familiärer Nachfolgeprozesse hat die Familie Launer in den vergangenen 130 Jahren also bereits einige Erfahrungen gemacht. Angesichts dieser Familiengeschichte nimmt man an, dass eine gewisse Erwartung auf den Kindern liegt, das Unternehmen zu übernehmen. Doch Luca Launer, Jahrgang 1996, versichert glaubwürdig: «Ich habe nie Druck gehabt von daheim, niemand hat mich bearbeitet, die Firma mal übernehmen zu müssen.» Und Maler ist er auch erst im zweiten Anlauf geworden. Als es um die Berufswahl ging, absolvierte er zunächst eine Schnupperlehre im Metallbau und war danach sofort überzeugt: «Ich wusste zu 100 Prozent: Das ist es!» Aber nach einem Jahr realisierte er, dass es doch nicht sein Wunschberuf ist und wechselte in eine Ausbildung zum Maler. Sowohl die Eltern als auch er selbst wollten, dass er die Lehre nicht im eigenen
Bereits erfahren hinsichtlich familiärer Nachfolgeprozesse: Luca (links) und Vater Daniel Launer. (Bilder Brigitte Reemts Flum) Betrieb macht. Weder wollte er nach Abschluss der «ewige Lehrling» sein, noch immer als «Sohn vom Chef» behandelt werden. So trat er 2018, ein Jahr nach Lehrabschluss, als ausgebildeter Maler in den elterlichen Betrieb ein. Luca Launer hat noch Geschwister, die in einem anderen Beruf tätig sind. In der Familie Launer übernimmt aber nicht einfach ein Sohn den elterlichen Betrieb. Bestimmte Werte für die Führung eines Unternehmens werden in einer solchen Konstellation bereits am Familienesstisch verhandelt. Bei Launers ist Fairness ein dominanter Familienwert. «Meinen Eltern ist extrem wichtig, dass alles geregelt ist, und zwar fair», sagt Luca Launer. Und Daniel Launer sagt auf mögliche Erbkonflikte angesprochen: «Unsere Familie ist in dieser Hinsicht grossartig! Das ging alles sehr einvernehmlich über die Bühne!» Die enge Verbindung in der Familie ermöglicht in der Nachfolge Zwischenlösungen, die mit einem Aussenstehen-
den fast nicht denkbar wären. So kann sich Luca Launer noch etwas Zeit lassen, bis er in die volle Verantwortung als Unternehmenschef geht. Er hat in den letzten Jahren noch Weiterbildungen zum Baustellenleiter, zum Projektleiter und zum Malermeister absolviert und lehrt selbst an der Hochschule für Gestaltung die praktischen Fächer. Dies alles ist möglich, weil das Geschäft noch seinem Vater Daniel gehört und er dadurch gewisse Freiräume geniesst. Luca Launer weiss, dass er bei Übernahme noch mehr Druck und Verpflichtung auf sich laden wird. Sein Vater betont: «Es ist ein grosser Unterschied, ob alles an einem liegt und man auch das finanzielle Risiko trägt.» 130 Jahre Familienbetrieb bedeutet auch 130 Jahre Geschichte und gesellschaftliche Innovationen. Ein Malerbetrieb ist kein Hightech-Unternehmen, aber von der Einführung des Fernsehens für alle bis zum ersten PC, dem ersten Mobiltelefon und zum Zugang zum Internet, dem Beginn der sozialen Netzwerke, haben die aktuellen Launers alles miterlebt. Die grösste Innovation tätigte Alfred Launer, als er moderne Spritzgeräte einführte, die sehr viel Arbeit mit dem Pinsel obsolet machten. Der nächste grosse Innovationsschritt betrifft weniger das Malerhandwerk als die Administration. Der Ausbau eines modernen CRM-Systems dürfte zu den ersten grossen Projekten der nächsten Generation gehören.
Schritt für Schritt zur nächsten Generation
Nando (links) und Reto Brönnimann von «Brönnimann Holzbau».
Ein weiterer Familienbetrieb mit langer Tradition ist die «Brönnimann Holzbau» in Ebertswil. Ihre Wurzeln reichen bis ins Jahr 1949 zurück, als Otto Brönnimann die «Brönnimann Hoch- und Tiefbau AG» in Rüschlikon gründete. In den 1970er-Jahren entwickelte sich unter der Leitung der Brüder Heinz, Peter und Fritz Brönnimann aufgrund der steigenden Nachfrage im Holzbau ein eigenständiger Holzbaubetrieb, der seinen Standort ins Säuliamt verlegte. 2005 wurde daraus die heutige «Brönnimann Holzbau AG» gegründet. Seit 2010 ver-
folgen die beiden Unternehmen unterschiedliche Strategien und wurden 2010 komplett voneinander getrennt. Heute wird die «Brönnimann Holzbau AG» von Reto Brönnimann (Jahrgang 1964), dem Sohn von Heinz Brönnimann, geführt. Gleichzeitig laufen bereits die Vorbereitungen für die nächste Generation – mit dem Ziel, die Zukunft des Familienunternehmens sorgfältig und nachhaltig zu gestalten. Nando Brönnimann (Jahrgang 1994) absolvierte seine Ausbildung zum Zimmermann im Kanton Zug und sammelte anschliessend Berufserfahrung in seinem Lehrbetrieb. Vor knapp zehn Jahren wechselte er in das Familienunternehmen, als dort aufgrund eines hohen Auftragsvolumens zusätzliche Unterstützung gefragt war. Seither hat er sich kontinuierlich weiterentwickelt: Nach der Vorarbeiterschule und der Weiterbildung zum Polier steht er heute kurz vor dem Abschluss als Holzbautechniker HF. Im Betrieb übernimmt er bereits Verantwortung als Projektleiter und bringt sich in unterschiedlichsten Bereichen des Unternehmens ein. Auch seine Schwester Nayla Brönnimann ist Teil des Familienunternehmens. Nach ihrer KV-Lehre absolvierte sie die Ausbildung zur HR-Assistentin und bildet sich derzeit im Bereich Buchhaltung weiter. Perspektivisch steht auch dem jüngsten Bruder Siro Brönnimann, Jahrgang 2012, die Möglichkeit offen, später ins Unternehmen einzusteigen. Damit bleibt die langfristige Weiterführung des Familienbetriebs eine realistische Perspektive. Für Reto Brönnimann steht bei der Nachfolgeregelung vor allem Fairness innerhalb der Familie im Mittelpunkt. «Jedes Kind hat bei mir die gleichen Rechte», betont er. Gleichzeitig ist für ihn klar, dass eine erfolgreiche Nachfolge Zeit braucht. Deshalb erfolgt der Generationenwechsel bewusst schrittweise: Reto Brönnimann führt das Unternehmen weiterhin und gibt Verantwortung nach und nach an die nächste Generation weiter. So können Erfahrungen, Kundenbeziehungen und unternehmerisches Wissen kontinuierlich weitergegeben werden – zum Nutzen der Familie, der Mitarbeitenden und der Kundschaft. Dass dieser Weg sinnvoll ist, bestätigt auch Nando Brönnimann: «Ich finde es gut, dass man nicht einfach ins kalte Wasser geworfen wird. Man übernimmt viel Verantwortung – für das Unternehmen und für die Mitarbeitenden.» Fachliches Wissen sei nur ein Teil der Aufgabe: «Unternehmertum muss man lernen. Es ist wie ein Eisberg – der grösste Teil liegt unter der Oberfläche.» Deshalb schätzt er die Möglichkeit, sich Schritt für Schritt auf die zukünftige Rolle vorzubereiten, Kundenbeziehungen weiter aufzubauen, sein Netzwerk zu pflegen und zunehmend unternehmerische Verantwortung zu übernehmen.
Tradition trifft neue Arbeitswelten Auch Daniel Launer, der aktuelle Chef bei «Maler Launer», hat die Firma 2010 von seinem Vater Alfred Launer übernommen, im Unternehmen war er aber zuvor über fünfzehn Jahre. Vater und Sohn haben also lange Zeit zusammen
im Betrieb gearbeitet. Dies liegt zum Teil daran, dass Daniel Launer einen jungen Vater hat, die beiden trennen nur neunzehn Jahre Altersunterschied. Aber Daniel Launer hat auch keinen Druck gemacht. «Für mich war es ebenso wichtig, die Familie zu erleben, als durch die Arbeit zu stark abwesend zu sein», sagt er. In der Familie Launer treffen sich nicht nur familiäre Generationen, sondern auch die unterschiedlichen Werte von Arbeitsgenerationen. Während für die Nachkriegsgeneration Arbeit einen
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Prozent aller KMU werden innerhalb der direkten Familie übertragen.
sehr grossen Stellenwert besitzt, war die Boomergeneration von Daniel Launer bereits mehr an Selbstverwirklichung und freier Lebensgestaltung orientiert. Und die Generation Y oder Z von Luca Launer oder auch Nando Brönnimann bringt nochmals andere Arbeitswerte in den Betrieb. Dieses Miteinander der verschiedenen Arbeitsgenerationen beinhaltet Konfliktpotenzial, kann aber auch bereichernd sein. Letztlich muss aber derjenige, der die Firma führt, den Mut haben, bei aller Tradition eigene Entscheide zu treffen und einen eigenen Stil zu finden. «Der, der das Ruder übernimmt, muss authentisch sein», sagt Daniel Launer mit grosser Überzeugung. «Man muss seinen Idealen und Werten treu sein, wenn man es genauso zu machen versucht wie der Vater, kann man sich aufreiben.» Und so rät er auch seinem Sohn, Mut zur eigenen Unternehmerpersönlichkeit zu haben. Das wiederum erfordert von der abtretenden Generation manchmal etwas Toleranz.
Die ideale Lösung – wenn die Voraussetzungen stimmen Wenn die Beziehungen innerhalb der Familie gut sind und man mit Respekt und Toleranz zusammenarbeitet, liegen die Vorteile einer familiären Nachfolge auf der Hand: Nachfolgerinnen und Nachfolger kennen den Betrieb häufig seit ihrer Kindheit, geniessen bei Mitarbeitenden einen Vertrauensvorschuss und identifizieren sich stark mit dem Unternehmen. Werte und Unternehmenskultur bleiben erhalten. So kann das Lebenswerk einer Unternehmerfamilie nicht nur bewahrt, sondern von der nächsten Generation weiterentwickelt werden.
NACHFOLGESERIE
Früher oder später stellt sich für jedes Unternehmen die gleiche Frage: Wie geht es weiter? Unsere Serie zeigt, welche Wege der Unternehmensnachfolge es gibt, welche Herausforderungen auf KMU warten und weshalb das Thema aktuell für viele Unternehmerinnen und Unternehmer wichtig und für das ganze Säuliamt von Bedeutung ist. (red)
Ref. Kirchgemeinde Knonauer Amt Alle Anlässe auf www.ref-knonaueramt.ch und im reformiert.lokal Freitag, 14. August 20.00 Kirche Affoltern Taizé-Gottesdienst Samstag, 15. August 10.30 Affoltern Seewadel Gottesdienst Pfrn. Irene Girardet Sonntag, 16. August 10.00 Kirche Affoltern Fest zum Schulbeginn und Fest zum Pensionsbeginn von Pfr. Werner Schneebeli Pfr. Werner Schneebeli Musik: Antonia Nardone 10.00 Kirche Hedingen Gottesdienst zum Schulanfang mit CEVI und Clown Kiko Pfr. Ueli Flachsmann Anschliessend Apéro 11.00 Kirche Mettmenstetten Gottesdienst mit Chilepicknick mit Jodlerklub am Albis Pfr. Andreas Fritz Musik: Daniel Rüegg 19.00 Kirche Hausen Konzert der Musikgruppe SUKARMA – Musik aus Nepal Eintritt frei – Kollekte Montag, 17. August 19.30 Kirche Aeugst Offenes Singen Aeugst
Ref. Kirche Kappel Sonntag, 16. August 10.00 Festlicher Gottesdienst mit Abendmahl in der Kirche zur Einsetzung der neuen Kirchenpflege und Verabschiedung der scheidenden Kirchenpflegepräsidentin Lisbeth Endner, mit Pfarrerin Anne-Carolin Hopmann, Musik: Hiromi Ikei (Orgel), Juli Hedinger (Violine) www.kirchekappel.ch
Kloster Kappel am Albis Tagzeitengebet Werktags: 7.45, 12.00 und 18.00 Uhr im Kapitelsaal Freitag, 14. August 19.30 – 20.30 HAGIOS-Singen unter der Leitung von Christine Boeck. Keine Anmeldung, Eintritt frei. Klosterkirche. Dienstag, 18. August (jeden Dienstag) 9.00 – 11.00 Sticken und Stricken mit Susanne Bachmann. Eintritt frei, keine Anmeldung nötig, keine Grundkenntnisse nötig 13.30 – 14.30 Führung durch die Klostergärten. Treffpunkt: Amtshausplatz. Keine Anmeldung erforderlich, Eintritt frei Donnerstag, 20. August (jeden Donnerstag) 13.30 – 14.30 Führung durch die Klosteranlage. Treffpunkt: Amtshausplatz. Keine Anmeldung erforderlich, Eintritt frei www.klosterkappel.ch
Ref. Kirche Knonau Sonntag, 16. August 11.00 Pfarrgartengottesdienst mit Pfarrerin Vroni Stähli (Verabschiedung / Begrüssung der Kirchenpflege) Im Anschluss laden wir Sie zum «Grillzmittag» ein.
Ref. Kirche Stallikon Wettswil Sonntag, 16. August 10.15 Üetliberg Uto Kulm Familien-Gottesdienst Pfr. Otto Kuttler & die Musikgesellschaft Stallikon Segnung der Kinder, die zur Schule oder in den Kindergarten kommen anschl. Apéro Wir empfehlen Ihnen die Bahn 9.48 Uhr ab Uitikon Waldegg. Für Besucherinnen und Besucher, die schlecht zu Fuss sind, gibt es 9.55 Uhr einen Transport von der Bergstation nach Uto Kulm. Bei unsicherer Witterung: Infos ab Samstag 20.00 Uhr, unter: www.kirche-stallikon-wettswil.ch oder Anrufbeantworter 044 700 01 53 Donnerstag, 20. August 14.30 Kafi-Träff in Wettswil Alle Infos zu Veranstaltungen auf der Homepage www.kirche-stallikon-wettswil.ch
KAUFE AUTOS & WOHNMOBILE
Kath. Kirche Affoltern am Albis
Wir laden zu drei Heilungs Abenden mit Andreas Straubhaar ein DI 18.8.26 || MI 19.8.26 || DO 20.8.26 jeweils um 20:00 Uhr
Samstag, 15. August 17.30 Gottesdienst
in der Pfingstgemeinde, Alte Obfelderstr. 55, 8910 Affoltern a. Albis
Sonntag, 16. August 9.00 Gottesdienst Segnung d. Kräuter 18.30 Santa Messa
Durch eine starke Gottesbegegnung wurde Andreas von einer schweren und tödlichen Krankheit geheilt und fand den lebendigen Zugang zum Glauben. Seit dieser Zeit darf er das Wirken Gottes an vielen Orten hautnah miterleben und e viele Menschen erleben Heilung durch seinen Dienst. Andreas ist ein lebendiges Zeugnis für die wunderwirkende Kraft Gottes! Bekan nnt ist er durch seine vielen Veranstaltungen im In- und Ausland, die d Sendung «Fenster zum Sonntag» auf SRF und als Autor. An diesen Abenden teilen wir Heilungs-erfahrungen, vertiefen unser Verständnis der Lehren Jesu und bieten Handauflegungen für geistige, seelische und körperliche Heilung an.
www.kath-affoltern.ch
Kath. Kirche Bonstetten Sonntag, 16. August 10.30 Eucharistiefeier www.kath-bonstetten.ch
Informationen und Heilungsberichte finden sie auf unserer Webseite: www.heilundheilung.ch
Kath. Kirche Hausen am Albis Wir freuen uns, mit Euch folgende Gottesdienste zu feiern: Samstag, 15. August 17.00 Wortgottesfeier und Kräutersegnung mit Matthias, Musik: Roman und José Donnerstag, 20. August 8.15 Wortgottesfeier mit Matthias
Dorfbeiz zu den fünf goldenen Ähren Samstag, 22. August 2026 11.00 – 17.00 Uhr
www.kath-hausen-mettmenstetten.ch
Obfelden Begegnungsplatz Postareal (beim VOI)
Kath. Kirche Mettmenstetten Sonntag, 16. August 9.30 Eucharistiefeier mit Kräutersegnung, anschl. Chilekafi Donnerstag, 20. August 9.30 Eucharistiefeier, anschl. Chilekafi www.kath-hausen-mettmenstetten.ch
zu verkaufen an Jung- / Landschaftsgärtner
Gartenbau
Kath. Kirche Obfelden
Über 30 Jahre
Sonntag, 16. August 10.30 Gottesdienst Segnung d. Kräuter www.kath-affoltern.ch
Viva Kirche Affoltern am Albis Sonntag, 16. August 10.00 Familien-Gottesdienst mit Livestream www.sunntig.ch
Evang. Täufergemeinde Mettmenstetten Sonntag, 16. August 10.30 Gottesdienst Parallel Kinder-/Jugendprogramm
Draussen unterwegs
Mittwoch, 19. August 19.30 Frauenabend
mit den Jugendgruppen
Mehr Infos: etg-mettmenstetten.ch
Einzigartige Naturerlebnisse mit begeisterten jungen Menschen
www.kircheknonau.ch
Sonntag, 16. August 10.00 Gottesdienst Pfarrer Ulrich Bona Musik: Erich Eder anschliessend Chilekafi www.kircheobfelden.ch
Wir engagieren uns für eine belebte Bergwelt. berghilfe.ch
pronatura.ch/de/jugendgruppe-in-deiner-naehe © Pro Natura
Ref. Kirche Obfelden
Tel. 079 777 97 79 (Mo–So) auch Busse, Lieferwagen, Jeeps, Geländewagen und LKW. Seriös Schnell CH-Unternehmen
Vermischtes
Freitag, 14. August 2026
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Mehr Sicherheit für ältere Menschen Präventionskampagne soll ältere Menschen und ihre Angehörigen für Gefahren von Telefonbetrug sensibilisieren Vermehrt registrierten aufmerksame Mitarbeitende der Spitex Knonaueramt in den vergangenen Monaten Berichte von Kundinnen und Kunden über verdächtige Anrufe bis hin zu eigentlichen Betrugsversuchen, schreibt die Spitex Knonaueramt in einer Mitteilung zum Thema Telefonbetrug. Die Täter würden dabei immer raffinierter: Sie geben sich als Angehörige, Bankmitarbeitende, Polizisten oder Behörden aus und setzen ihre Opfer mit erfundenen Notfällen oder Geschichten unter Druck. Ziel ist es, Geld, Wertgegenstände oder persönliche Daten zu erlangen. «Schockierende Nachrichten mit Geldforderungen sind immer Betrug. Legen Sie einfach auf!», rät denn auch die Kantonspolizei Zürich auf ihrer Website. Im persönlichen Austausch zwischen Spitex Knonaueramt und Kantonspolizei Zürich wurden mögliche Präventionsmassnahmen besprochen. Daraus entstand ein Merkblatt mit wich-
Die Maschen beim Telefonbetrug sind listig. (Symbolbild Raphael Rohner/CH Media) tigen Informationen zum Schutz vor Telefonbetrug, welches die Spitex Knonaueramt in den nächsten Tagen an alle Kundinnen und Kunden verteilt. Es zeigt auf, wie solche Betrugsversuche erkannt
werden können und wie man sich im Ernstfall richtig verhält. So verlangt die Polizei am Telefon beispielsweise nie Geld oder Wertsachen, Banken verlangen nie sensible und persönliche Daten
oder fragen nach Passwörtern und PINCodes und Behörden fordern nie telefonisch dazu auf, Bargeld oder Kryptowährung zu übergeben. Auch ganz wichtig: Telefonnummern auf dem Display können gefälscht sein und die Polizei ruft niemals von der Notfall-Telefonnummer 117 aus an. Die Spitex Knonaueramt sehe Prävention als wichtigen Teil ihres Auftrags. Mitarbeitende stünden täglich in engem Kontakt mit Menschen in ihrem Zuhause und würden erleben, dass Sicherheit und Vertrauen entscheidende Voraussetzungen für ein selbstbestimmtes Leben sind. «Unsere Aufgabe endet nicht bei der Pflege und Betreuung. Wir möchten dazu beitragen, dass sich die Menschen in ihrem Zuhause sicher fühlen und wissen, wie sie sich vor Betrugsversuchen schützen können. Mit der gemeinsamen Aktion leisten wir einen Beitrag zur Sicherheit in unserer Region», heisst es in der Mitteilung weiter.
Mit der Verteilung des Merkblatts möchte die Spitex Knonaueramt auch Angehörige und das persönliche Umfeld ihrer Kundinnen und Kunden erreichen. Ge-
«Schockierende Nachrichten mit Geldforderungen sind immer Betrug. Legen Sie einfach auf!» Kantonspolizei Zürich
spräche über aktuelle Betrugsmaschen und gegenseitige Aufmerksamkeit sind ein wichtiger Schutz, um Telefonbetrügern das Handwerk zu legen. (red) Weitere Informationen: www.telefonbetrug.ch
Stimmiger Saisonauftakt mit Apéro und «Little Miss Sunshine» Das Kafimüli-Team freut sich darauf, am 21. August mit seinen Gästen beim gemütlichen Apéro auf das Wiedersehen anzustossen und in die neue Saison zu starten: Mit «Little Miss Sunshine», einem Film-Juwel, das bestens in das bewährte Konzept des Kino Kafimüli passt, weil der Film derzeit weder in den kommerziellen Kinos läuft noch häufig im Fernsehen ausgestrahlt wird.
Roadmovie mit Biss und Witz «Little Miss Sunshine» ist eine wunderbare, witzige Geschichte einer schrulligen amerikanischen Familie, deren Mitglieder mehr oder weniger an unterschiedlichsten Varianten des «amerikanischen Traums» gescheitert sind. Sie
MARKTPL ATZ
reisen gemeinsam in einem klapprigen VW-Bus von New Mexico nach Kalifornien, damit die kleine Tochter an einem Schönheitswettbewerb teilnehmen kann. Mit viel Biss und Witz wird in diesem schrägen Roadmovie das insbesondere von Amerikanern propagierte Positive Thinking aufs Korn genommen und der Erfolgsdruck und Schönheitswahn der heutigen Zeit veralbert. Die einfallsreiche Komödie will auch zeigen, dass man nicht alles erreichen kann, aber erst zum Verlierer wird, wenn man sich selbst aufgibt. «Little Miss Sunshine» war der erste abendfüllende Kinofilm des Ehepaars Jonathan Dayton und Valerie Faris (Regie) und Michael Arndt (Drehbuch). Der Film kam 2006 in die Kinos und wurde
mit einem Oscar und zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet. Zum 20-Jahre-Jubiläum wurde «Little Miss Sunshine» am diesjährigen Sundance Film Festival in Park City, Utah (USA) in Anwesenheit der damaligen Hauptdarstellerinnen und -darsteller gezeigt und gefeiert. Kafimüli Stallikon/Marianne Egli Freitag, 21. August, Eintritt gratis, Kollekte Türöffnung/Barbetrieb ausnahmsweise ab 19 Uhr, Film 20.15 Uhr (D/98, Min., ab 12 J.). Genossenschaft Kafimüli Stallikon c/o RgZ Wohnheim Loomatt, Loomattstrasse 50, 8143 Stallikon / Ortsteil Sellenbüren (Bushaltestelle Loomatt), Parkmöglichkeit an der Loomattstrasse, weitere Infos auf: info@kafimueli.com
Am 21. August eröffnet die Kafimüli Stallikon die Saison mit dem Film «Little Miss Sunshine». (Bild zvg/20thCentury Fox)
Die Beiträge in der Rubrik «Marktplatz» wurden von Werbekunden eingereicht. Interessiert? Tel. 058 200 57 00
Steigerung des Hauptjahresgewinns Die Clientis Sparcassa 1816 behauptet sich in einem anspruchsvollen Marktumfeld Trotz geopolitischer Unsicherheiten, die sich auch auf die heimischen Fi nanzmärkte auswirkten, erzielte die Clientis Sparcassa 1816 im ersten Halb jahr 2026 ein erfreuliches Ergebnis. Der Geschäftsertrag konnte in allen Bereichen gesteigert werden und un terstreicht die solide Ertragsbasis. Un geachtet des gestiegenen Geschäfts aufwandes ermöglichte die erfreuliche Ertragsentwicklung eine zusätzliche Stärkung des Eigenkapitals um 3.05 Millionen Franken und der Halbjahres gewinn erhöhte sich gleichzeitig auf 2.13 Millionen Franken.
Gute Bilanz Die Kundenausleihungen nahmen im ersten Halbjahr um 0,8 Prozent auf 1.268 Milliarden Franken zu. Das Wachstum wurde durch ausserordent liche Teilamortisationen sowie die voll ständige Rückzahlung von Hypotheken gedämpft. Dabei dürfte auch die vor gesehene Abschaffung des Eigenmiet werts mitunter zu einem verstärkten Abbau der Hypothekarverschuldung beigetragen haben. Entsprechend gin gen auch die Kundengelder leicht um 0,9 Prozent auf 1.335 Milliarden Fran ken zurück. Das Eigenkapital nahm um 2,1 Prozent auf beachtliche 235.33 Mil lionen Franken zu.
0,7 Prozent auf 8.57 Millionen Franken gesteigert werden. Auch das Kommis sions, Dienstleistungs und Handels geschäft sowie der übrige ordentliche Erfolg verzeichneten eine erfreuliche Entwicklung und leisteten mit einem Ertrag von 4.06 Millionen Franken (+6,4 %) einen wichtigen Beitrag zum Gesamtergebnis. Der Geschäftsaufwand erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 5,1 Prozent auf 5.97 Millionen Franken. Ursache hierfür waren gezielte Investitionen in die Weiterentwicklung der Bank, die Digitalisierung sowie der gestiegene Personalaufwand. Dank der Steigerun gen auf der Ertragsseite konnte der höhere Aufwand jedoch mehr als kom pensiert werden. Der Halbjahresge winn stieg um 1,7 Prozent auf 2.13 Millionen Franken. Die Clientis Sparcassa 1816 übernimmt Verantwortung über das eigentliche Bankgeschäft hinaus. (Bild zvg)
Eigenkapitalstärke ausserordentlich Mit ihrer ausserordentlich starken Ei genkapitalbasis verfügt die Clientis Sparcassa 1816 über ein ausgezeichne tes finanzielles Fundament. Dieses bil det die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und eine langfristig erfolg reiche Geschäftsentwicklung. Gleich zeitig gibt es den Kundinnen und Kun den die Sicherheit, auf eine finanziell starke und verantwortungsvoll geführ te Bank vertrauen zu können.
Erfolgsrechnung verbessert Der Nettoerfolg aus dem Zinsen geschäft entwickelte sich im ersten Halbjahr 2026 positiv und konnte gegenüber der Vorjahresperiode um
Wohnungen voraussichtlich im Früh jahr 2028 bezugsbereit sein werden. Zudem liegt aktuell die Baubewilligung für die Überbauung in Hedingen mit neun Wohnungen vor. Der Baubeginn wird im Spätherbst 2026 erfolgen, mit einer Fertigstellung ist per Mitte 2028 zu rechnen. Beide Bauprojekte mit ins gesamt 45 Wohnungen werden im Sin ne der Diversifikationsstrategie einen substanziellen Ertragsbeitrag leisten und die bereits hohe Ertragskraft wei ter stärken.
Aktuelles Immobilienportfolio Die Arealüberbauung Alte Kanzlei strasse in Affoltern mit 36 Wohnungen schreitet planmässig voran, sodass die
Soziales Engagement Als regional verankerte Bank ist es der Clientis Sparcassa 1816 ein wichtiges
Anliegen, einen Teil ihres Erfolgs an die Region und ihre Menschen zurückzu geben. Mit grosszügigen Förderbeiträ gen im Rahmen ihrer jährlichen Ver gabungen sowie dem zusätzlich ins Leben gerufenen «Projekt1816» unter stützt sie zahlreiche Vereine, Institutio nen und gemeinnützige Organisatio nen. Sie leistet damit einen wertvollen Beitrag an das gesellschaftliche, kultu relle und sportliche Leben. Auf diese Weise können vielfältige Projekte und Aktivitäten zugunsten der Bevölkerung realisiert werden. Mit diesem nachhaltigen Engage ment unterstreicht die Clientis Sparcas sa 1816 ihre enge Verbundenheit mit der Region und übernimmt Verantwor
tung über das eigentliche Bankge schäft hinaus.
Investitionen in neues Onlinebanking Die ClientisBanken haben im ersten Halbjahr 2026 einen Schwerpunkt auf die Weiterentwicklung des Onlineban kings gelegt, welches den Kundinnen und Kunden schrittweise zur Verfü gung gestellt wird. Die neue Lösung bietet ein modernes, sicheres und intuitives Nutzungserlebnis mit aus gebauter Mobile App, sowie neuen Funktionen wie MultiBanking, Instant Payments und Budgetplanung. Clientis Sparcassa 1816
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Veranstaltungen
Freitag, 14. August 2026
«Heil und Heilung» 18. bis 20. August: Drei besondere Abende in der Pfingstgemeinde in Affoltern Was bedeutet Heilung? Heilt Gott auch heute noch? Und wie kann ein Mensch Heil erfahren? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt von drei besonderen Abenden vom 18. bis 20. August, jeweils um 20 Uhr, in der Pfingstgemeinde Affoltern, Alte Obfelderstrasse 55. Andreas Straubhaar und sein Team sind zum zweiten Mal in Affoltern zu Gast. Bereits im vergangenen Jahr machten Besucher eindrückliche Erfahrungen mit Gottes Wirken. Heilung betrifft Menschen auf unterschiedliche Weise, die Gesundheit von Körper, Seele und Geist umfasst. Die Bibel berichtet, dass Heilung Teil des Wirkens Jesu und seiner Jünger war. Auch heute erfahren Menschen, wie Gott sie berührt, Hoffnung schenkt und ihr Leben verändert. Andreas Straubhaar und sein Team sehen sich nicht als Heiler; Heilung kommt von Jesus Christus. Sie möchten einen Raum schaffen, in dem Menschen Gott begegnen, Hoffnung finden und das Gebet um Heilung empfangen. An den drei Abenden werden Erfahrungen mit Heilung
und mit Gottes Wirken geteilt. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, für innere und körperliche Heilung beten zu lassen. Jeder Abend setzt einen eigenen Schwerpunkt und kann auch einzeln besucht werden. Andreas Straubhaar stammt aus der Region Thun. Nach einer persönlichen Gottesbegegnung und einer Heilungserfahrung fand er einen lebendigen Zugang zum christlichen Glauben. Seither hat er an verschiedenen Orten erlebt, wie Menschen durch Glauben und Gebet an Jesus Christus Heil und Heilung erfahren. Die Veranstaltungen stehen allen Interessierten offen, unabhängig davon, ob sie bereits einen persönlichen Glauben haben oder sich erstmals mit den Themen Gott, Heil und Heilung beschäftigen. Der Eintritt ist frei, ein Unkostenbeitrag ist willkommen. Pfimi Affoltern 18. bis 20. August, jeweils 20 Uhr, Pfingstgemeinde
Andreas Straubhaar teilt mit den Teilnehmenden Erfahrungen mit Heilung und mit Gottes Wirken. (Bild zvg)
Podium im Kloster Kappel «Schöpfungs-Initiative»: Anlass am 27. August um 19.30 Uhr Am 27. September 2026 entscheiden die reformierten Stimmberechtigten im Kanton Zürich an der Urne über den Gegenvorschlag zur sogenannten «Schöpfungs-Initiative». Im Zentrum steht die Frage, ob die reformierte Landeskirche ihre Treibhausgasemissionen bis 2035 auf Netto-Null reduzieren und alle Kirchgemeinden zur Zertifizierung mit dem Umweltmanagementsystem «Grüner Güggel» verpflichten soll. Der Kirchenrat, die Exekutive der Zürcher Landeskirche, übernahm die zentrale Forderung nach Netto-Null in einem eigenen Gegenvorschlag. Darüber hinaus sieht dieser vor, dass sämtliche Kirchgemeinden das Umweltmanagementsystem «Grüner Güggel» einführen und sich entsprechend zertifizieren lassen. Das System definiert Anforderungen an einen nachhaltigen und klimafreundlichen Betrieb kirchlicher Gebäude und Einrich-
tungen. Im Januar 2026 stimmte die Synode, das Kirchenparlament der Zürcher Landeskirche, dem Gegenvorschlag knapp zu. Das Initiativkomitee zog seine Initiative daraufhin zurück. Gegen den Gegenvorschlag wurde jedoch von der unterlegenen Minderheit das Referendum ergriffen. Damit kommt es am 27. September zur kantonalen Abstimmung unter den reformierten Stimmberechtigten. Am Podium im Kloster Kappel treffen unterschiedliche Positionen aufeinander. Gegen die obligatorische «Grüner Güggel»-Zertifizierung treten Pfr. Franco Sorbara, Zürich Hirzenbach, und Oliver Pierson, Dübendorf, beide Mitglieder der Synode, an. Für die Vorlage engagieren sich Pfarrerin Dr. Gina Schibler und Pfarrer Matthias Herfeldt unter dem Motto «Ja zur Schöpfung – heute entscheiden für morgen». Die Diskussion
wird von Felizitas Ammann, Kloster Kappel, moderiert. Die Begrüssung übernimmt Pfarrer Andreas Nufer.
die schnellsten Obfelderinnen und Obfelder. Willkommen sind alle von Jung bis Alt. Für Verpflegung ist durch die Festwirtschaft gesorgt. ● Sportplatz Zendenfrei, Schmittenstrasse 5 5 Franken. Anmeldung und Nummernausgabe
vorbereitung. Öffentliche Führung durch das Sammlungszentrum mit Dana Freyberg und Tino Zagermann, Konservierung Technisches Kulturgut. ● Sammlungszentrum des Schweizerischen Nationalmuseums, Lindenmoosstrasse 1
bis 10:00 Uhr. Anmeldung online oder vor Ort
Veranstalter: Sammlungszentrum des
möglich. https://www.tvobfelden.ch/
Schweizerischen Nationalmuseums. Anmeldung
Kloster Kappel Abstimmungs-Podium zur «Schöpfungs-Initiative» Donnerstag, 27. August, 19.30 Uhr, Kloster Kappel, Zwinglisaal, Eintritt frei
KulturAffoltern startet Veranstaltungshalbjahr Heidy H King Trio in Affoltern Am Samstag, 22. August, startet KulturAffoltern das neue Veranstaltungshalbjahr. Mit Spiel, Spass und Musik findet auf dem Marktplatz in Affoltern der Jugendkulturtag mit einem Street-Soccer-Turnier statt, und am Sonntag, 23. August, lädt der Verein in der Reihe
KORREKT Richtiger Link Im eingesandten Beitrag «Mathematik, Musik und Theologie» im «Anzeiger» vom 7. August ist uns ein Fehler unterlaufen. Der korrekte Link zum Video des Gottesdienstes lautet https://youtu.be/dNZn7JA4sfU (red)
AGENDA
Freitag, 14. August Kappel ◴ 19:30–20:30: Mitsing-Konzert Gemeinsam lernen und singen die Teilnehmenden die Hagios-Lieder von Helge Burggrabe. Sie wecken ihr Instrument, den Körper und die Stimme und freuen sich an den Texten und der Musik, die mit dem grossen Kirchenraum in Resonanz treten. ● Kloster Kappel, Kappelerhof 5 Veranstalter: Kloster Kappel. Eintritt frei,
Veranstalter: Turnverein Obfelden. Startgeld:
erforderlich bis 17:00 Uhr am Vortag der
Samstag, 15. August Obfelden
Dienstag, 18. August Kappel ◴ 09:00–11:00: Stick-Treff Sticken und Stricken mit Susanne Bachmann. Arbeit an eigenen Projekten. ● Kloster Kappel, Kappelerhof 5
Telefon. https://www.sammlungszentrum.ch
Donnerstag, 20. August
Veranstalter: Kloster Kappel. Keine Anmeldung.
◴ 13:30–14:30: Führung Führung durch die Klosteranlage. ● Kloster Kappel, Kappelerring 5
Unkostenbeitrag: 10 Franken.
Veranstalter: Kloster Kappel. Keine Anmeldung.
Website: www.klosterkappel.ch
Kostenlos. Treffpunkt beim Eingang
Veranstalter: Turnverein Obfelden.
Veranstalter: Kloster Kappel. Eintritt frei. Keine
https://www.tvobfelden.ch/
Anmeldung. Besammlung beim Eingang.
(Amtshausplatz). www.klosterkappel.ch
◴ 13:30–14:30: Führung Führung durch die Klostergärten. ● Kloster Kappel, Kappelerhof 5
Die Affoltemer Singer-Songwriterin Heidy H King singt über grosse Themen wie Liebe, Protest und das Leben oder auch mal über eine Waschmaschine oder einen Baum; auch ein spezieller Mundartsong, der mit Musik von J. S. Bach auf der Gitarre begleitet wird, ist dabei. Ein facettenreiches Konzert: warmherzig, direkt und manchmal unbequem. An Heidy H Kings Seite stehen der vielseitige Gitarrist Thomas Güttinger auf der Bühne, der jeden Song mit seinem persönlichen und einfühlsamen Gitarrenspiel perfekt begleitet, und Schlagzeuger Daniel Ringger, der mit feinem Gespür für Dynamik und Rhythmus das Trio komplettiert. Das Publikum darf sich auf melodische Songs und Balladen freuen – mal ruhig, mal groovy, auch fragend oder schmunzelnd. Irene Scheurer, KulturAffoltern
Die Sängerin und Singer-Songwriterin Heidy H King mit Gitarrist Thomas Güttinger (l.) und Schlagzeuger Daniel Ringger. (Bild zvg)
Sonntag, 23. August, 17 Uhr: Singer-SongwriterKonzert mit Heidy H King, Thomas Güttinger und Daniel Ringger. Marktplatz, Kasino Vordach, Affoltern. Eintritt frei, Hutkollekte
Mittwoch, 19. August
Obfelden Affoltern ◴ 18:30–19:50: Führung Hinter den Kulissen – Ausstellungs-
Freude am Singen – mitmachen im Projektchor des Jodlerklubs Affoltern Der Jodlerklub Affoltern ist mit dem Auftritt am Streetfood-Festival in Wettswil nach der Sommerpause gestartet. Er durfte am Samstagmittag in einem speziellen Ambiente die Besucherinnen und Besucher mit Liedern unterhalten – ein schöner Auftritt.
men. Die Proben sind jeweils am Dienstag von 19.30 bis 21.30 Uhr im Saal der katholischen Kirche in Affoltern. Jodlerklub Affoltern Weitere Infos: Werner Haas, Präsident JK Affoltern, Tel. 079 578 01 35, Website: www.jkaffoltern.ch
Start der Proben für das Kirchenkonzert
Website: www.klosterkappel.ch
◴ 09:00–12:30: Laufwettbewerb Jedes Jahr kürt der Turnverein Obfelden beim «Schnällst Obfelder»
Eine Stimme mit Tiefe, Humor und Poesie
Kappel
◴ 09:00–18:30: Grümpi Obfelden Fussball-Grümpelturnier mit 26 Teams inklusive Festwirtschaft. ● Sportplatz Zendenfrei, Schmittenstrasse 5
Sonntag, 16. August
«Kultur-am-Platz» zum Konzert mit dem Heidy H King Trio ein.
Führung. Anmeldung via Website oder per
Kollekte. Klosterkirche. Leitung: Christine Boeck, Musiklehrerin. www.klosterkappel.ch
Affoltern, Alte Obfelderstrasse 55, Affoltern
Veranstaltungshinweise erscheinen einmal wöchentlich freitags im «Anzeiger». Die Angaben sind bis Montag davor, 10 Uhr, auf der «Anzeiger»-Website zu erfassen: www.affolteranzeiger.ch
Am Dienstag, 18. August, startet der Jodlerklub wieder mit seinem Projektchor für das Kirchenkonzert vom 14. und 15. November. Die Jodlerinnen und Jodler würden sich sehr freuen, auch dieses Jahr neue Sängerinnen und Sänger begrüssen zu dürfen. Es sind keine Vorkenntnisse nötig. Wer sich angesprochen fühlt, soll nicht zögern, einfach vorbeizukommen! Neue Stimmen sind herzlich willkom-
Am 18. August startet der Jodlerklub wieder mit seinem Projektchor für das Kirchenkonzert im November. Neue Stimmen sind willkommen. (Bild zvg)
Sport
Freitag, 14. August 2026
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Volle Konzentration zwischen den Pfosten Nachwuchs-Goalie-Training von Floorball Albis als optimale Vorbereitung auf die neue Saison 2026/27 Auch einige Trainer der Juniorenstufen nutzten die Gelegenheit, um einen vertieften Einblick in die anspruchsvolle Tätigkeit der Torhüter zu erhalten. Sie konnten wertvolle Erkenntnisse darüber gewinnen, wie Goalies trainieren und wie sie diese künftig noch besser in ihrer Entwicklung unterstützen können. Neben den intensiven Übungen sorgten auch die aktuell hohen Temperaturen für zusätzliche Herausforderungen. Die sommerliche Hitze liess den Schweiss in Strömen fliessen und verlangte den Teilnehmern einiges ab. Umso grösser war der Einsatz aller Beteiligten während der gesamten Trainingseinheiten. Mit vielen neuen Eindrücken, gestärktem Selbstvertrauen und einer Extraportion Motivation blicken die Torhüter nun voller Vorfreude auf die kommende Saison. Wenn in den Wintermonaten die Meisterschaft startet, werden sie bereit sein, ihren Teams den nötigen Rückhalt zu geben.
Im Hinblick auf die kommende Saison organisierte Yanic Dorigatti gemeinsam mit seinem Staff um Matthias Heggli und Jonas Welten ein spezielles GoalieTraining für alle D- und C-Junioren-Torhüter von Floorball Albis. Ziel war es, die jungen Torhüter bestmöglich auf die bevorstehenden Herausforderungen vorzubereiten und den Teams von Floorball Albis einen sicheren Rückhalt zwischen den Pfosten zu geben.
Wertvolle Tipps von den Älteren Während der Trainingseinheiten wurden zahlreiche technische Elemente und torhüterspezifische Bewegungsabläufe intensiv geübt. Die jungen Goalies konnten ihre Fähigkeiten weiterentwickeln und wertvolle Tipps für die kommende Saison mitnehmen. Neben dem sportlichen Aspekt kam auch der Teamgeist nicht zu kurz: Der gemeinsame Austausch und die Förderung der Goalie-Identität standen ebenfalls im Mittelpunkt. So konnten sich die Torhüter verschiedener Teams besser kennenlernen und als Gemeinschaft zusammenwachsen.
Beim Goalie-Training wurde die Goalie-Identität gefördert. (Bild Philipp Schwendiman) Besonders erfreulich war das grosse Engagement der älteren Junioren, die ihre Freizeit investierten, um den jün-
geren Goalies ein solches Training zu ermöglichen. Dieses vorbildliche Miteinander versinnbildlicht den starken Zu-
sammenhalt innerhalb von Floorball Albis und trägt wesentlich zur positiven Vereinskultur bei.
Philipp Schwendimann, Floorball Albis Weitere Infos auf www.floorball-albis.ch
Hauptprobe mit guter Stimmung und wertvollen Erkenntnissen Hornusser von Obfelden traten im Wettspiel gegen Rüderswil B an Am Sonntag bestritt die HG Obfelden bei heissen Temperaturen ihre Hauptprobe vor den beiden Saisonhöhepunkten. Im Wettspiel gegen Rüderswil B traten beide Mannschaften mit je 13 Hornussern an und spielten auf sechs Streich. Trotz der Hitze herrschte von Beginn weg eine sehr gute Stimmung. Im Ries wurde konzentriert gearbeitet und gemeinsam um jeden Hornuss gekämpft. Trotzdem musste Obfelden am Ende vier Nummern schreiben lassen. Besonders ärgerlich: Alle vier wären haltbar gewesen. Für die Mannschaft eine wertvolle Erkenntnis vor den Festen. Die Qualität ist vorhanden, doch jeder muss mit letzter Konsequenz auf jeden Hornuss arbeiten, damit die Mannschaft reüssieren kann. Für Unterhaltung sorgte unfreiwillig Tom Spielmann. Zwar konnte er einen Hornuss erfolgreich abtun, war aber auch bei zwei Nummern beteiligt. Als bei einem weiteren Rettungsversuch auch noch ein Schindelstiel zu Bruch ging, war ihm der Spott seiner Kameraden sicher. Tom nahm es sympathisch, lachte mit und trug damit seinen Teil zur guten Stimmung bei. Am Bock hatte Obfelden mit kräftigem Gegenwind zu kämpfen. Unter diesen Bedingungen waren die 849 Punkte eine ansprechende Leistung. Yannick Binggeli führte die Tagesrangliste mit starken 91 Punkten an, gefolgt von René Küng mit 89 und Robin Binggeli mit 82 Punkten. Rüderswil B erreichte 735
Punkte und entschied das Wettspiel mit einer Nummer weniger für sich. Bewegung gab es auch im internen Jahresranking. Wädi erwischte am Bock einen schwarzen Tag und blieb mit 70 Punkten deutlich unter seinen Möglichkeiten. René Küng nutzte die Gelegenheit und zog an ihm vorbei. Neu führt Küng mit 15,29 vor Wädi mit 15,18 und Yannick Binggeli mit 14,80. Umgerechnet beträgt Küngs Vorsprung gerade einmal elf Schlagpunkte auf Wädi und 17 auf Yannick. Damit bleibt das Rennen um die interne Spitze spannend. Resultatmässig ist die Hauptprobe zwar nicht
geglückt, Einsatz, Zusammenhalt und Stimmung stimmen die Obfelder aber zuversichtlich. Die vier haltbaren Nummern nimmt die Mannschaft deshalb als gutes Omen für die kommenden Aufgaben. Am 15. August steht das Interkantonale Hornusserfest in Lyssach auf dem Programm, am 23. August folgt das Zweierverbandsfest in Lyss. Dort will die HG Obfelden die Erkenntnisse aus der Hauptprobe umsetzen und ihre beste Leistung abrufen. HG Obfelden
Wer wird «Dä Schnällst Obfälder»? Traditioneller Wettkampf am Sonntag Am Sonntagmorgen steht für alle Obfelderinnen und Obfelder «der Schnellste Obfelder» auf dem Programm. Gestartet wird an diesem sehr beliebten Anlass in Kategorien von Klein bis Gross. Vom Lauffieber anstecken lassen und das Podest erobern: Anmeldungen können direkt auf Platz zwischen 9 Uhr und 10 Uhr getätigt werden. Weitere Informationen sind auf der Homepage des TVO unter www.tvobfelden.ch zu finden.
René Küng, Yannick Binggeli und Robin Binggeli (von links) waren gegen Rüderswil B die besten Schläger der HG Obfelden. (Bild zvg)
Jugendkulturtag 2026 – Bewegung trifft Begegnung Die Offene Jugendarbeit Affoltern und KulturAffoltern veranstalten am Samstag, 22. August, ab 16 Uhr gemeinsam ein Street-Soccer-Turnier. Am Jugendkulturtag dreht sich alles um Spiel, Spass und Miteinander. Jugendliche sollen Raum ausserhalb von Pausenplatz, Jugendtreff und Sportanlage einnehmen dürfen. Mit einem Street-Soccer-Turnier mitten auf dem Marktplatz kommen Sportbegeisterte genauso auf ihre Kosten wie alle, die einfach Lust haben, dabei zu sein und die Teams anzufeuern. Für die Stärkung zwischendurch gibt es verschiedene Snacks und alkoholfreie Getränke im Foyer des Kasinosaals. Weitere Aktivi-
Es wird in verschiedenen Kategorien von Klein bis Gross gerannt. (Bilder zvg)
Grümpi mit 26 Mannschaften am Samstag Einen Tag davor sind alle Einwohnerinnen und Einwohner von Obfelden und
allen umliegenden Gemeinden herzlich eingeladen, auf dem Sportplatz Zendenfrei vorbeizuschauen und sich bei einer herzhaften Bratwurst und einem erfrischenden Getränk die hart umkämpften Spiele am Obfelder Grümpi anzusehen. Den ganzen Tag über ist eine grosse Festwirtschaft in Betrieb. Nun heisst es: die Gelegenheit nutzen, die Sommerferien mit Freunden und Bekannten im Zendenfrei ausklingen lassen und eines der 26 Teams anfeuern. Der Turnverein Obfelden freut sich auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher. TV Obfelden
nung. Am Turnier teilnehmen können Kinder und Jugendliche von der 1. bis zur 9. Schulklasse. Gespielt wird in Viererteams und ein Spiel dauert zweimal 5 Minuten. Anmelden können sich nicht nur ganze Teams, sondern auch kleinere Gruppen und Einzelpersonen. Sie werden zu neuen Viererteams zusammengefügt und haben die Gelegenheit, neue Bekanntschaften zu machen.
Street-Soccer macht Spass. (Bild zvg) Petra Schweizer, KulturAffoltern täten, Spiele und eine Fotobox bieten Gelegenheit, sich zu begegnen, ins Gespräch zu kommen und gemeinsam einen lebendigen Tag zu erleben – ganz im Zeichen von Bewegung trifft Begeg-
Samstag, 22. August, 16 bis 20 Uhr, Marktplatz Affoltern. Anmeldung vor Ort zwischen 14.30 Uhr bis 15.30 Uhr oder mit QR-Code unter kulturaffoltern.ch, die Teilnahme ist kostenlos
Hartumkämpfte Spiele erwarten Besucherinnen und Besucher des Obfelder Grümpi am kommenden Samstag.
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FC Locarno morgen Samstag zu Gast auf dem Moos Mit dem Tessiner Traditionsverein, dem FC Locarno, kommt ein Aufsteiger mit grosser Geschichte aufs Wettswiler Moos. Der FC Wettswil-Bonstetten spielt morgen Samstag um 16.00 Uhr sein erstes Heimspiel der Saison und will die Niederlage vom vergangenen Wochenende vergessen machen. Locarno im Aufwind In den 120 Vereinsjahren hat der FC Locarno wahrlich vieles erlebt. Einige Jahre war man bemerkenswert in der Nationalliga A vertreten und erreichte 1951 sogar den Cupfinal (verlor diesen aber gegen La Chaux-de-Fonds). Viele Jahre spielten die Locarnesi in der zweithöchsten Spielklasse, der Nationalliga B und später bis 2014 in der Challenge League. Es folgten schwierige Jahre mit dem Abstieg bis in die interregionale 2. Liga und 2018 dem Konkurs des Vereins. Den Neustart musste das Team in der 5. Liga in Angriff nehmen und es hat über die letzten Jahre den Weg in die 1. Liga Classic zurückgefunden. Das Team um Trainer Morandi startete mit einer knappen 2:3-Heimniederlage gegen den Nachwuchs von St. Gallen. Das Team dürfte aber top-motiviert sein, sich in der 1. Liga zu etablieren.
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Vor Wochenfrist verlor WB beim Saisonauftakt in Dietikon 0:1 – hier verpasst Flavio Peter (ganz links) mit seinem Kopfball das Ziel nur knapp.
FCWB unglücklich gestartet Trotz toller zweiter Hälfte und sehr guten Ansätzen, gelang der Scholz-Elf vor einer Woche gegen Dietikon kein Treffer, weshalb die Partie 0:1 verloren ging. Knüpft man vor heimischem Publikum an den Leistungen der zweiten Hälfte an, ist sicherlich ein Vollerfolg möglich. Zuhause
Matchprogramm online Das Matchprogramm für die Heimspiele wird wie gewohnt online verfügbar sein. Über den QR-Code, der vor Ort auf dem Moos verfügbar ist, und die Website kann das Programm jeweils online bezogen werden. Die aktuelle Version ist jeweils
FCWB 1 – FC Locarno
iga
1. L
Samstag, 15. August 2026 16.00 Uhr, Sportplatz Moos, Wettswil
und nicht reagieren müssen. Zum ersten Mal werden am Samstag auch die Neuzuzüge ein Heimspiel austragen. Wer effektiv zum Einsatz kommt, wird sich zeigen. Klar ist, der FCWB kann auf ein starkes Kader zugreifen und die WB-Fangemeinde darf sich auf ein spannendes Spiel freuen. (Oliver Hedinger)
FF Albis Süd im Cup gegen Albisrieden am Spieltag bereit, einzelne Live-Informationen werden kurz vor dem Spiel aktualisiert, insbesondere die Startaufstellungen. (Oliver Hedinger)
Saisonstart weiterer Teams Für die meisten anderen Teams des FCWB und von FF Albis Süd beginnt die Saison in einer Woche. So wird die zweite Mannschaft am Sonntag, 23. August, auswärts gegen Buttikon in die neue Spielzeit star-
will der FCWB das Spiel bestimmen und möglichst von Beginn weg agieren können
(Bild Kaspar Köchli)
ten, FCWB 3 am gleichen Tag auswärts gegen Altstetten. Und auch die meisten weiteren Junioren- und Seniorenteams bestreiten an diesem Wochenende ihre ersten Partien. (Oliver Hedinger)
Ebenfalls an diesem Wochenende geht die Saison für das Frauenteam 1 von FF Albis Süd los. Am Sonntag um 16.00 Uhr ist der Anpfiff des Regionalcupspiels gegen den Ballspielclub Albisrieden auf dem Sportplatz Letzi in Zürich-Albisrieden. Die Meisterschaft beginnt dann eine Woche später,
auswärts gegen Buttikon und gleichentags spielt auch das Frauenteam 2 von FF Albis Süd auswärts gegen Pfäffikon. Alle Spiele und Resultate der FF-Albis-SüdTeams findet man auf der Website des FVRZ unter den Teams des FC KnonauMettmenstetten. (Oliver Hedinger)
BC Albisrieden – FF Albis Süd 1 Regionalcup 1. Runde
Alles über den FCWB auf www.fcwb.ch
Sonntag, 16. August 2026 16.00 Uhr, Sportplatz Letzi, Albisrieden
Alles über FF Albis Süd auf www.ff-albissued.ch
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Sport
Freitag, 14. August 2026
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Saisonauftakt mit Neuem und vielen Parallelen FC Buttikon 1 – FC Affoltern: Sonntag, 16. August, 11 Uhr Endlich rollt der (Regional-)Fussball wieder. Der Start in die neue Saison 2026/27 beginnt in der 3. Liga traditionell mit einer Cup-Runde. Für das Herren-Fanionteam des FC Affoltern (FCA) tauchen zum Auftakt gegen den FC Buttikon aus vielerlei Hinsichten Parallelen auf. Zu Beginn gilt es hervorzuheben, dass Buttikon – der Heimverein des WMSchiedsrichters Sandro Schärrer – dieses Jahr seinen 80. Geburtstag feiert und damit parallel eine ähnliche Tradition aufweist wie der FCA, der bekanntlich letztes Jahr sein 90-Jahre-Jubiläum hochleben liess. Sportlich erwähnenswert ist der Umstand, dass in der letzten Saison in der Vorrunde ein Sieg der Affoltemer auswärts resultierte, während sich in der Rückrunde die Buttiker auf fremdem Terrain durchsetzen. Nicht nur deshalb ist der Gegner aus dem Kanton Schwyz als ebenbürtig einzustufen. Dies wird definitiv damit untermauert, dass die beiden Kontrahenten in der Schlussrangliste in der vergangenen Saison nur einen Punkt trennten, mit dem FCA auf Platz 6 und dem FCB auf dem 7. Rang. Darüber hinaus wissen beide Teams über je einen treffsicheren Stürmer in ihren Reihen, die – welch Parallele – ähnlich vielmal getroffen haben (FCB Semir Redwan 11 Tore; FCA Mirco Döttling 10 Tore). Besonders macht diesen Saisonstart zudem der Umstand, dass es sich um den Cup handelt. Auch wenn für FCAHeadcoach Kevin Bär die Meisterschaft klar Priorität hat, lässt er durchblicken, dass dieser Wettbewerb für den FCA einen hohen Stellenwert geniesst. Unvergessen auch die CuphauptrundenPartien im Moos gegen den FC Winterthur (2004), FC Sarmenstorf (2022) und den FC Baden (2023).
Im letztjährigen Cup lagen die diesjährigen Kontrahenten ebenfalls nicht weit auseinander. Der FCB schaffte es bis in den Viertelfinal, während für den FCA im Achtelfinal Endstation war. Die Parallele: Beide Teams schieden gegen den gleichen Gegner, den FC Uitikon, aus. Die Cup-Affiche wird darüber hinaus speziell sein, weil in knapp zwei Wochen in der Meisterschaft bereits eine Revanche ansteht und es in dieser Saison zu drei Aufeinandertreffen kommen wird.
Mehr Flexibilität in der Offensive Hier enden dann die Gemeinsamkeiten, denn der FCA wird bestimmt mit einem anderen Gesicht auf den Platz schreiten. Zum einen wurden zum Saisonende die beiden langjährigen Stützen Kevin Aegerter und Jael Huber sowie Assistenztrainer Nino Lombardi verabschiedet. Zum anderen konnten Cheftrainer Kevin Bär zusammen mit Leiter Sport Wale Aegerter in der Sommerpause einige Verstärkungen an Land ziehen. Aus den heimischen Gewässern wurden die B-Junioren Lionel Wälter und Laurin Maggitti hochgezogen. Weitere Zuzüge mit FCA-Vergangenheit konnten mit Lorik Bunjaku und Endrit Zubaku getätigt werden. Aus fremden Gewässern wurden mit Noah Boakye und Besart Islamaj zwei grössere Fische mit 1.-Liga-Erfahrung an Land gezogen. Zudem fanden Lucas Costa da Rosa, Nico Mavridis und Yannik Möckli den Weg ins Affoltemer Moos. Der Posten des Assistenztrainers konnte mit den Spielern Mirco Döttling und Fabio Suter neu besetzt werden. In den vier Testspielen machten sich die Veränderungen der 1. Mannschaft des FCA bereits bemerkbar. Trainer Kevin Bär ist mit der Integration der Neu-
Einige neue Gesichter in der FCA-Equipe im Testspiel gegen Red Star. (Bild Wale Aegerter) en sehr zufrieden, wobei einige bereits wichtige Führungsrollen übernommen hätten. Gegen den Zweitligisten Urdorf resultierte ein Remis und gegen die gleich- und unterklassigen Hünenberg und Höngg 2 setzte man sich solide durch. Nur zuletzt gegen das höherklassige Red Star 2 zog man mit 5:1 den Kürzeren. Das Resultat fiel jedoch zu hoch aus, weil die Hälfte der Tore auf Geschenke des FCA ging und das Spiel bis in die 75. Minute recht ausgeglichen war. Dabei zeigte sich, dass der FCA in
der Offensive deutlich an Flexibilität gegenüber der letzten Saison gewonnen hat, was dem Staff gefallen dürfte. Ab dieser Woche sind auch die ferienhalber abwesenden Janis Binkert, Besart Islamaj, Alessandro Gusmini, Arun Jeyakumar, Josh Bitzer, Endrit Zubaku, Noel Stähli und Noel Stieger wieder zurück im Training. Einzig Valdimiro Cuinjinca (Rotsperre) und Besart Islamaj (Ferien) werden am Wochenende noch fehlen. Somit stehen dem Trainer 19 Spieler des Kaders zum Saisonauftakt zur Verfü-
gung. Man darf deshalb gespannt sein, welche Elf das Trainertrio auf den Platz schicken wird. Alles in allem verspricht die Partie also einiges an Zündstoff. Wer das neu formierte «Eis» bei der Arbeit sehen will, der sollte den Sonntagsausflug in die March nicht scheuen. Das Team bedankt sich jedenfalls jetzt schon im Voraus über einen zahlreichen Fanaufmarsch zum Saisonstart. Michael Romer, FCA
Dreimal Gold und einmal Silber an der WM für Affoltern Am vergangenen Wochenende, vom 8. bis 9. August, fand die Weltmeisterschaft des Chin-Woo Kung-Fu in Bernau, Berlin statt. In der Schweizer Delegation startete auch der Schulleiter Willi Vajda der Chin-Woo Kung-Fu Schule Affoltern. Er sicherte sich in zwei Waffen-Disziplinen und einer Faustform in seiner Kategorie dreimal den Sieg und in der Gruppenform Synchron holte er als Mitglied des sechsköpfigen Schweizer Teams den
zweiten Rang. Die weiteren Athleten des Schweizer Teams sicherten sich zusätzlich noch dreimal Silber und dreimal Bronze. Damit steht die Schweiz im Länderranking mit dreimal Gold, viermal Silber und dreimal Bronze auf Platz sechs. Die Chin-Woo Kung-Fu Schule Affoltern gratuliert ihm und auch seinen Teamkollegen zum grossen Erfolg. Eveline Himmelberger, Chin-Woo Kung-Fu Schule Affoltern
15 Aktivmitglieder traten am Jubiläumsschiessen an. (Bild zvg)
Geselliges Jubiläumsschiessen 50 Jahre Pistolen- und Revolverschützen Bonstetten
War sehr erfolgreich an der WM: Schulleiter Willi Vajda. (Bild zvg)
Mit einem vereinsinternen Anlass begingen die Pistolen- und Revolverschützen Bonstetten am Samstag, 8. August, das Jubiläum zum 50-jährigen Bestehen. Ein ausgedehnter Apéro sowie eine gemeinsame Mittagsverpflegung – dem allgemein geltenden Feuerverbot geschuldet – in Form eines reichhaltigen kalten Salatbuffets – bildeten die Grundlage für das am Nachmittag dann mit den 15 anwesenden Aktivmitgliedern durchgeführte Jubiläumsschiessen. Es galt, ein Pistolenprogramm mit total 10 Schuss auf 25 m unter Zeitlimiten und kommandiert zu absolvieren. Jede teilnehmende Schützin und jeder teilnehmende Schütze erhielt dann beim Ab-
senden einen extra angefertigten Jubiläumspatch zur Erinnerung. Der Anlass war einmal mehr auch positiv getragen von der im Verein gelebten Kameradschaft. Neben dem Schiessen war und ist der persönliche Austausch beim geselligen Zusammensein wichtig. Die Pistolen- und Revolverschützen Bonstetten sind vor rund 50 Jahren als selbstständiger Verein aus der früheren Pistolensektion der Feldschützen hervorgegangen und schiessen seither im 50/25-m-Stand Ribacher. Wo Mitte der 70er-Jahre das Schiesstandgelände noch relativ karg begrünt daran erinnerte, dass hier einmal Kies abgebaut und in
einem nordwestlichen Teil später auch Inertstoffe abgeladen wurden – hat sich in den vergangenen Jahrzehnten eine grüne Vegetation mit reichhaltiger Flora und Fauna entwickelt. Dies neben und soweit ungestört durch den Schiessbetrieb des Vereins. Im Gegenteil erachten die Pistolen- und Revolverschützen sich auch als Garanten für den Schutz dieses Gebietes und wahren durch ihre Präsenz auch eine wesentliche und wichtige Sozialkontrolle darüber. Diese Koexistenz zwischen Vereinsaktivität und Natur soll so auch für die weitere Zukunft von hoher Wichtigkeit sein. Pistolen- und Revolverschützen Bonstetten
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Extra
Freitag, 14. August 2026
«Das Unterwegssein prägt mein Leben bis heute»
ZEIT-VERS
Für Wasserscheue Bei der Hitze weit und breit ist man vielerorts bereit, in ein kühles Bad zu steigen und die Schwimmkünste zu zeigen.
Roland Erichsen ist im Rollstuhl und möchte wieder Uber fahren Mit Roland ERichsEn spRach MaRiannE Voss Zu seinem Haus in Aeugst führen mehrere Treppen. Sie sind mit Treppenliften ausgerüstet. Oben, bei der Haustür, begrüssen Roland Erichsen, Hund Bobo und Katze Novelina die Besucherin. «Ich habe ein verrücktes Leben», erklärt Roland Erichsen bei einem Kaffee. Er sitzt am Tischende – im Rollstuhl. Nichts deutete im Voraus auf dieses Schicksal hin. Keine langjährige Krankheit, kein Unfall. Es passierten vor fünf Jahren verschiedene medizinische Ereignisse, unter anderem Hirnblutungen, die aber zunächst unter Kontrolle waren. «Doch dann geschah es auf einem Winterspaziergang mit Bobo. Ich hatte unglaubliche Krämpfe und brach zusammen.» Bobo rannte heim und holte seine Partnerin. Ab diesem Moment war Roland Erichsen von der Hüfte an abwärts gelähmt. «Ich kam ins Paraplegiker-Zentrum Nottwil. Die ersten Monate weinte ich nur. Ich realisierte, was ich alles nicht mehr tun kann.» Jetzt kommt er aber ins Schwärmen: «Was die dort im Zentrum für mich getan haben, sowohl medizinisch wie auch psychologisch, das ist der Hammer! Ich bin dermassen dankbar.» Durch die Unterstützung in Nottwil fand er ins Leben zurück, in ein anderes Leben. «Aber kein schlechtes Leben. Ich kann annehmen, wie es ist, und bin wieder glücklich.» Er strahlt. Die Paraplegiker-Stiftung, bei der er schon seit Jahren Mitglied war, finanzierte auch die Treppenlifte und den Umbau des Badezimmers. «Das war sehr wichtig, damit ich hierbleiben konnte und meine Lebensqualität zurückerhielt.» Er betont
Serie «Menschen im Säuliamt» In der Serie «Menschen im Säuliamt» berichtet Marianne Voss in loser Folge aus dem Leben von Menschen – ob jung oder alt, ob berühmt oder unbekannt -, die im Säuliamt wohnen oder hier ihren Arbeitsplatz haben.
sche Produkte und entspannende Hintergrundmusik.» Mit 60 Jahren konnte er sie – früher als geplant – in gute Hände weitergeben. Er pensionierte sich also frühzeitig. «Aber das Nichtstun funktionierte nicht. Nach einem Jahr wollte ich wieder raus und aktiv sein. Ich musste wieder unter die Leute.» Er entdeckte das Transportunternehmen Uber, absolvierte die Taxiprüfung und fand zu einer weiteren Lebensberufung. «Sie sprechen soeben mit dem weltweit besten Uber-Fahrer», erklärt er humorvoll. Es ist so. Er erhielt weltweit die meisten Fünfsterne-Bewertungen nach seinen Fahrten. Er schrieb ein kleines Buch, in dem er seine spannenden und bewegenden Begegnungen mit lokaler und internationaler Kundschaft festhält. Volvo erfuhr das und sponserte für ihn einen Volvo V90. «Das war 2018, es gab einen ziemlichen Medienrummel.»
Alphornklänge oberhalb von Aeugst. Roland Erichsen und sein treuer Hund Bobo. (Bild Marianne Voss) auch die liebevolle, geduldige Unterstützung vonseiten seiner Partnerin. Zudem ist für ihn wichtig, dass er sein langjähriges Hobby, das Alphornblasen, weiterhin praktizieren kann. Heute trifft man ihn manchmal oberhalb von Aeugst an, von wo er die warmen Töne seines Alphorns erklingen lässt.
Mit dem Töffli über die Pässe Aufgewachsen ist Roland Erichsen in Horgen. Seine Mutter war Deutsche, der Vater Norweger. Der Vater verschwand aus seinem Leben, als er noch ganz klein war. Viele Jahre später recherchierte er und konnte den Vater wieder ausfindig machen. Seine Mutter heiratete einen Schweizer, der ihm ein guter Stiefvater war. Er erinnert sich an eine schöne Kindheit als Familie, zu der auch eine Schwester und ein Stiefbruder gehörten. Nach der Schule wurde er Koch. Warum? «Ich wollte etwas von der Welt sehen, und das ist als Koch gut möglich. Das Unterwegssein prägt mein Leben bis heute.» Das habe als Töfflibub begonnen, als er an den Wochenenden über alle Pässe gefahren sei. «Das Töffli, das war meine Freiheit.»
Nach der Lehre verliebte er sich in eine Amerikanerin. Er reiste zu ihr nach Texas, kochte dort an einem Event an der Universität und wurde berühmt. Er arbeitete in einem bekannten Hotel und verlobte sich. Wegen des Militärdienstes musste er in die Schweiz reisen – und erhielt eines Tages Post aus Amerika. «Meine Geliebte war bei rassistischen Konflikten umgebracht worden. Für mich brach eine Welt zusammen.»
Er musste wieder unter die Leute Danach war Roland Erichsen rund um die Erde als Koch unterwegs, in Japan, Australien, Südamerika, England und in Stockholm. «Dort lernte ich den Chef der Firma Rahmqvist kennen, der mich in die Schweiz holte, um dort eine Filiale zu gründen und zu führen.» Es ging dabei um den Verkauf von Büroausstattungen. Er habe gezweifelt, ob er das als Koch kann. «Doch dieser Mann sah Fähigkeiten in mir, die ich selber nicht kannte.» Zu dieser Zeit wohnte Roland Erichsen in Hausen. Später zog er nach Aeugst, gründete dort seine eigene Firma und war 19 Jahre verheiratet. «Meine Firma war spezialisiert auf kosmeti-
Doch es gibt, auch wenn sie leiden, Leute, die das Wasser meiden und, obwohl sie kräftig schwitzen, lieber auf dem Albis sitzen. Jemand hat daran gedacht und dies Schild hier angebracht. Wer im See nicht schwimmen will, kühlt sich an der Aussicht – still. Thomas Gilg Auf Spaziergängen weckt vieles seine Neugier, was er als Bild festhält, um es dann mit einem Vers zu pointieren.
Diese Tafel steht auf dem Bürglenstutz, wo eine herrliche Aussicht genossen werden kann. (Bild Thomas Gilg)
Der Uber-Überlebenskünstler Fünf Jahre konnte Roland Erichsen als Uber-Fahrer unterwegs sein, bis zu seiner Lähmung. Doch er gibt nicht auf und möchte zurück. «Ich darf wieder Auto fahren, natürlich mit einem speziell umgebauten Fahrzeug. Und ich habe soeben auch wieder die Taxiprüfung bestanden.» Seine Vision, die in greifbarer Nähe zur Realität wird: «Ich werde der erste Uber-Fahrer im Rollstuhl sein.» Auf der humanitären Spendenplattform tfy.help/uber sei er als «Uber»-Lebenskünstler aufgeführt. Es seien schon einige Spenden zusammengekommen. «Ich brauche ein grosses Auto und eine Vorrichtung, um meinen Rollstuhl einzuladen. Das ist sehr teuer.» Doch, Spenden hin oder her. Er ist überzeugt, dass er seine Vision verwirklichen wird. «Darauf freue ich mich. Dann kann ich endlich wieder Menschen sicher und mit Freude an ihr Ziel bringen.» Der Auslöser für diesen neuen Schritt sei er selber, erklärt er. «Ich könnte auch traurig im Rollstuhl sitzen und mir leid tun.» Das würde weder ihm noch der Menschheit etwas nützen. «Dass es mir wieder gut geht, dafür bin ich selber verantwortlich.»
BILDERRÄTSEL Wo schlängelt sich dieses grüne Schuppenkriechtier? Im Knonauer Amt trifft man am ehesten auf die Ringelnatter, die in Feuchtgebieten, an Bächen oder in der Nähe des Türlersees und des Seleger Moors lebt. Die Schlange im Bild befindet sich jedoch an einem anderen Ort. Wer weiss wo, kann eine E-Mail an die Redaktion schreiben: redaktion@affolteranzeiger.ch Die Lösung wird am Freitag, 21. August, veröffentlicht. (red)
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kleiner heim. Fisch
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altes Volk in Italien
Karpfenart Mühsal, Tortur
Musikrichtung Längenmass der Seefahrt
Fluss im Tessin (ital.)
Beiname New Yorks: Big ...
persönl. Ausstrahlung
getrocknete Getreidehalme
d. Mund betreffend
Wahlübung b. Sport
regional. Sprachvariante
Höhle, Hohlraum
griech. Vorsilbe: Ohr
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harte Schutzschichten
USHilfsorganisation
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persönl. Fürwort (3. Pers.)
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SCHALLPLATTE Z P T S C O B L I V E S H OW A S A T I C I N O N A E L E K T R OMO T O R O A N A K O N D A K U E R AMR U M U P I D I OM A P P L E K L A C K E I MA L L I R D E N F V S C H A R I S MA E A L K A L I O L D I E S T R O H V S T I C H L I N G E S S E N E E M P O R E M E U T E R E I R E R R S I E A X A L P R P L O A C H T E R I M I O E U I N L A N D H I N B A E R L A U C H L E I A A I O L I E H E G E MO N I E U R D U P I E F L U R A R E S
direkt übertrag. Sendung
© raetsel.ch_240610