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058_2026

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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 810 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 58 I 179. Jahrgang I Dienstag, 11. August 2026

Zwangsjäckchen lockern

Zerpickte Greens auf Golfplatz

Grenzen zu respektieren und manchmal lustvoll zu überhüpfen – das empfiehlt Regula Zellweger im 6. Teil der Sommerserie. Seite 4

Greenkeeper Bob ten Siethoff ärgert sich über hungrige Krähen, die täglich zusätzliche Löcher in seine Greens picken. Seite 5

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Ein Hafen mitten im Säuliamt

Jahre lang war Werner Schneebeli Pfarrer in Affoltern. Nun geht er in Pension. Seite 5

«Affoltern gehört zu den dunkleren Bezirken.»

Ein Leuchtturm, Fräulein Luise und Andrew Bond – breites Programm am Pfadi Folk Fest

Seite 7 Dr. Nadia Vogel, Sektionsleiterin Strahlung AWEL. (Bild zvg)

Desirée Ayer In ein paar Wochen ist es so weit: Vom 28. bis 30. August verwandelt sich das Areal beim Chüeweidhölzli in Affoltern in einen Hafen. Unter dem Motto «Ahoy» lädt das 31. Pfadi Folk Fest (PFF) zu drei Tagen mit Konzerten, Workshops und Marktständen ein. Auf der Bühne stehen unter anderem Fräulein Luise, Lou Kaena und Klischée. Am Sonntag richtet sich das Programm mit einem Konzert von Andrew Bond und kreativen Work-

WB missglückt Saisonstart

«Es ist spannend zu sehen, wie alle Puzzleteile aus den Ressorts zusammenkommen.» Fabiano Vanetta, OK Pfadi Folk Fest

shops besonders an Familien. Für das 85-köpfige Organisationskomitee beginnt nun die heisse Phase, sagt Kom-

Bald steht die letzte Sitzung des 85-köpfigen OK-Teams an. (Bild zvg) munikationsverantwortlicher Fabiano Vanetta: «Es ist spannend zu sehen, wie alle Puzzleteile aus den Ressorts zusammenkommen.» Anfang Monat standen

die letzten Besprechungen mit den Behörden an, bald folgt der letzte Planungstag. «Dort geht es vor allem darum, dass alle den Zeitplan kennen und

die Abläufe für den Aufbau aufeinander abgestimmt sind», sagt Vanetta.

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«Märtkafi» neu im Food-Truck

Neuer Belag für Streethockey-Club Dank breiter Unterstützung konnte der Streethockey-Club Wettswil-Bonstetten (SHCWB) sein veraltetes Spielfeld modernisieren und mit einem Plastikbelag ausstatten. Insgesamt hat der Platz 500 000 Franken gekostet. Um Kosten zu sparen, ist möglichst viel eigenhändig gemacht worden. So verlegten die Vereinsmitglieder am vergangenen Bild Claudia Eugster Donnerstag die Plastikplatten gleich selbst. (cle) Seite 15

Der Wochenmarkt in Affoltern hat viel zu bieten. So sind jeden Samstag zahlreiche Standbetreibende vor Ort, die ihre frischen und regionalen Waren feilhalten. Gemeinsam dann aber nach dem Einkauf noch gemütlich bei Kaffee und Kuchen zusammensitzen und sich austauschen war längere Zeit nicht mehr möglich, denn das Märtkafi gibt es nicht mehr. Gross war die Entrüstung in der Bevölkerung über die Schliessung Ende letzten Jahres. «Viele Leute waren traurig, dass es das Märtkafi nicht mehr gibt. Denen habe ich gesagt, wir sind dran und wir kommen wieder – irgendwann», sagt Maurice Keiser, der das Märtkafi leitete und bei KulturAffoltern verantwortlich für Hospitality ist. Irgendwann war dann Ende Juni, als er und sein Bruder Dominique das erste Mal mit ihrem Food-Truck, so quasi ein «Märtkafi auf vier Rädern», unter dem Namen «Beans & Crumbs» auf dem Marktplatz in Affoltern standen. Ein Dreivierteljahr haben sie gebraucht, um den alten Pferdeanhänger umzubauen. «Mit unserem FoodTruck sind wir jeden Samstag am Wochenmarkt und es gibt Kaffee und Kuchen», so Keiser – sozusagen ein mobiles Märtkafi. (cle)

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Der FC Wettswil-Bonstetten (1. Liga) gastierte zum Saisonauftakt beim FC Dietikon in dessen Acumax-Arena. Die Partie gestaltete sich bei heissen Temperaturen und auf holprigem Naturrasen zähflüssig. Die Teams zeigten sich bestrebt, Chancen blieben jedoch beidseits Mangelware. Kurz vor der Pause nutzte der Gastgeber einen Fehler im WB-Defensivverbund eiskalt zur Führung. Nach Wiederanpfiff steigerte WB seine Leistung markant, benötigte allerdings nach einer Stunde das Können seines Keepers Luca Thaler, der einen Elfmeter brillant entschärfte. In der Schlussphase erarbeiteten sich die Ämtler nach sehenswerten Angriffen gute Gelegenheiten. Die Limmatstädter verteidigten sich mit Kopf und Fuss und durften schliesslich einen 1:0-Sieg bejubeln. WB-Trainer Etienne Scholz gab Auskunft: «Wir spielten in Hälfte eins nicht so, wie wir es uns vorgenommen hatten. Danach stellten wir um und agierten vertikaler und entschlossener. Am Schluss hatten wir unsere Chancen, leider klappte es nicht. Unter dem Strich muss man sagen, dass wir heute einfach zu wenig gut waren.» Auf der Gegenseite strahlte Dietikon-Keeper Matthias Grob: «Nach unserer Führung haben wir solidarisch verteidigt. Kein Gegentreffer bei meinem Debüt, das fühlt sich gut an.» (kakö)

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Strassensperrung Für den Grand Prix im Seifenkistenrennen wird die Strasse zwischen Rossau und Hauptikon am Freitagnachmittag, 14. August 2026, ab 13.00 Uhr bis Samstagabend, 15. August 2026, bis 20.00 Uhr für den Verkehr gesperrt.

Einstellung des Konkurses Schuldner: Hochstrasser Wolfgang, geb. 23. September 1967, von Lenzburg AG, Auenstein AG, Lienistrasse 27, 8913 Ottenbach, Inhaber der Einzelunternehmung: Wolfgang Hochstrasser Consulting, Ottenbach, CHE-165.895.857 Datum der Konkurseröffnung: 8. Juni 2026 Datum der Einstellung mangels Aktiven, Art. 230 SchKG: 31. Juli 2026 Kostenvorschuss CHF 4500.00 und Begehren um Durchführung bis 31. August 2026 Im Übrigen wird auf die Publikation im Schweizerischen Handelsamtsblatt vom 11. August 2026 verwiesen. Affoltern am Albis, 11. August 2026

In tiefer Trauer nehmen wir Abschied von

Bruno Spörri Wahl der Wahlbüromitglieder für die Amtsdauer 2026 – 2030

31.5.1959 – 3.8.2026 «Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die grösste unter ihnen.»

Mit Beschluss Nr. 118 hat der Gemeinderat Maschwanden am 7. Juli 2026 gestützt auf Art. 22 Ziffer 2 der Gemeindeordnung die folgenden Wahlbüromitglieder für die Amtsdauer 2026 – 2030 gewählt:

Korinther 13,13

• Christine Birri Wälti • Franziska Buholzer • Bernadette Kleiner • Rebekka Sigg Birchmeier • Gabriele Signer • Marcel Stehli • Richard Steiner • André Syz • Chantal Wetli

Viel zu früh bist du von uns gegangen. Es fällt uns schwer zu begreifen, dass du nicht mehr bei uns bist. Du hinterlässt eine grosse Lücke und wirst uns unendlich fehlen. In Liebe und Dankbarkeit sowie mit vielen schönen Erinnerungen nehmen wir Abschied von unserem geliebten Ehemann, Vater, Bruder, Schwiegersohn, Schwager, Schwiegervater und Nonno. Baumgartenstrasse 8b 8910 Affoltern am Albis

Gegen diese Wahl kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten.

Die Trauerfamilie: Angela Spörri Jessica, Claudio, Levin und Kian Ferrari Tania, Andreia, Emilia und Luisa Bezzola Martin, Vera, Felix und Xenia Spörri-Wild

11. August 2026 Gemeinderat Maschwanden

Konkursamt Affoltern Sagistrasse 8b 8910 Affoltern am Albis

Einstellung des Konkurses Schuldner: Glitz Oliver Jörg, geb. 15. August 1969, von Deutschland, Allmendstrasse 15, 8914 Aeugst am Albis, Inhaber der Einzelunternehmung IdeaWall Concept & Copy by Oliver Glitz, UID CHE-277.082.910, Allmendstrasse 15, 8914 Aeugst am Albis Datum der Konkurseröffnung: 21. Mai 2026 Datum der Einstellung mangels Aktiven, Art. 230 SchKG: 31. Juli 2026 Kostenvorschuss CHF 4500.00 und Begehren um Durchführung bis 31. August 2026 Im Übrigen wird auf die Publikation im Schweizerischen Handelsamtsblatt vom 11. August 2026 verwiesen. Affoltern am Albis, 11. August 2026 Konkursamt Affoltern Sagistrasse 8b 8910 Affoltern am Albis

Der Fahrdienst für Personen mit eingeschränkter Mobilität freut sich über Ihre Hilfe als Fahrerin oder Fahrer sowie Ihre Spenden.

Die Trauerfeier, zu der Sie herzlich eingeladen sind, findet am Mittwoch, 12. August 2026, um 14.00 Uhr unter freiem Himmel vor der Kapelle Jonental in 8916 Jonen statt.

Anordnung Urnenabstimmung vom 27. September 2026 Am Sonntag, 27. September 2026, finden folgende kommunalen Urnenabstimmungen statt: • Sanierungsprojekt Langächerstrasse mit Erneuerung der Trinkwasserleitung und Kanalisation • Teilrevision der Bau- und Zonenordnung der Politischen Gemeinde Wettswil am Albis Der beleuchtende Bericht wird den Stimmberechtigten rechtzeitig zugestellt und ausserdem unter www.wettswil.ch zum Download zur Verfügung gestellt. Alles Wissenswerte zur Ausübung des Stimmrechts finden Sie auf dem Stimmrechtsausweis. Gegen diese Anordnung kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte innert fünf Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis erhoben werden (§ 19 Abs. 1 lit. c i.V.m. § 21a und § 22 Abs. 1 Verwaltungsrechtspflegegesetz). Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. In Stimmrechtssachen werden Verfahrenskosten nur erhoben, wenn das Rechtsmittel offensichtlich aussichtslos ist.

Anstelle von Blumen bitten wir um eine Spende mit dem Vermerk «Andenken an Bruno Spörri» an Pro Natura (IBAN: CH11 0900 0000 4000 0331 0) – als Zeichen der Verbundenheit mit der Natur, die ihm so viel bedeutete.

Aeugst am Albis Am 5. August 2026 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Werner Hofmann geboren am 31. Mai 1942, wohnhaft gewesen in Aeugst am Albis ZH. Bestattungsamt Aeugst am Albis

Hausen am Albis Am 5. August 2026 ist in Affoltern am Albis gestorben:

«Die Spuren deines Lebens sind in den Feldern sichtbar, die Spuren deiner Liebe in unseren Herzen.»

Marie-Luise Gerber geb. Gremaud geboren am 29. September 1946, wohnhaft gewesen in Hausen am Albis. Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt.

In tiefer Trauer nehmen wir Abschied von meinem geliebten Ehemann, unserem fürsorglichen Vati, lieben Schwiegervater, herzensguten Grossvati und Urgrossvati

Werner Hofmann-Wiss

Bestattungsamt Hausen am Albis

31. Mai 1942 – 5. August 2026

Stallikon Am 5. August 2026 ist in Schlieren ZH gestorben:

Siegenthaler Roland Friedrich

Dankbar blicken wir auf die vielen gemeinsamen Jahre sowie die zahlreichen schönen und unvergesslichen Erlebnisse zurück. Bis ins hohe Alter durfte er auf seinem geliebten Hof mitwirken und sein Lebenswerk begleiten. In liebevoller Erinnerung: Rösli Hofmann-Wiss Rolf Hofmann und Irene Grüninger Jenny und Ekuran Shala-Hofmann mit Amira Laura Hofmann Tanja Hofmann Claudia und Walter Munz-Hofmann Flavio Munz Urs und Heidi Hofmann-Kuster mit Anna und Julia Rosmarie und Ruedi Feuz-Hofmann

geboren am 25. Februar 1963, von Trub BE, wohnhaft gewesen in 8143 Stallikon. Die Beisetzung findet im engsten Familienund Freundeskreis statt. Bestattungsamt Stallikon

Wettswil am Albis, 11. August 2026 Gemeinderat Wettswil am Albis

Die Urne wird im engsten Familienkreis an einem von Werner geliebten Ort beigesetzt. Die Trauerfeier findet am 21. August 2026 um 13:30 Uhr in der Kirche in Aeugst am Albis statt. Anstelle von Blumenspenden gedenke man der Stiftung Spital Affoltern (Palliative Care) IBAN CH44 0900 0000 8539 1373 1 mit Vermerk Werner Hofmann-Wiss Traueradresse: Rösli Hofmann, Weid 2, 8914 Aeugst a. A.

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Bezirk Affoltern

Asiatische Hornisse: Sichtungen melden Nun scheint sie auch in Obfelden angekommen zu sein: die Asiatische Hornisse. Anfang August sei auf der Plattform www.asiatischehornisse.ch eine Sichtung gemeldet worden, teilte die Gemeinde Obfelden am Montag in ihrem Newsletter mit. Ein Fund bedeute, dass höchstwahrscheinlich ein Nest und somit weitere Asiatische Hornissen in der Umgebung vorhanden seien, was für die hiesige Natur diverse negative Auswirkungen hat. Die Gemeinde bittet die Bevölkerung, weitere Sichtungen und Nester mit Foto und Ortsangabe zu melden. (red)

WIR GRATULIEREN Zum 85. Geburtstag Morgen Mittwoch, 12. August, feiert Hein-Jürgen Hinners in Obfelden seinen 85. Geburtstag. Dem Jubilar wünschen wir viel Freude, alles Gute und Liebe fürs neue Lebensjahr. Herzliche Gratulation!

Gratulationen sind willkommen! Für die Rubrik «WIR GRATULIEREN» sind wir auf die Einsendungen der Leserinnen und Leser angewiesen. Bitte schicken Sie uns Gratulationshinweise per Mail an: redaktion@affolteranzeiger.ch

Herausgeberin: CH Regionalmedien AG Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Obere Bahnhofstrasse 5 8910 Affoltern a. A.

Dienstag, 11. August 2026

Pfadi Folk Fest mit Motto «Ahoy» Fortsetzung von Artikel «Ein Hafen mitten im Säuliamt» auf Seite 1 Desirée Ayer Vom 28. bis 30. August findet das Pfadi Folk Fest unter dem Motto «Ahoy» statt. Es setzte sich im OK durch, weil es gestalterisch vielseitig umsetzbar sei und ein Hafen für Begegnung stehe. «Genau das soll auch das Pfadi Folk Fest sein. Ein Ort, an dem alte Freundschaften gepflegt und neue geknüpft werden», sagt Vanetta. Herzstück der Dekoration wird ein selbst gebauter Leuchtturm sein. Auch Bars mit Namen wie «Walbar» oder «Dr Anker» greifen das Thema auf. «Das Dekorationsteam sammelt dafür seit rund zwei Jahren passende Gegenstände», sagt Vanetta.

Hauptwerbung über Social Media Eine der grössten Herausforderungen war die Finanzierung des Festivals. Hohe Kosten für Sicherheit, Infrastruktur und Verpflegung führten dazu, dass einzelne Projekte reduziert oder zurückgestellt werden mussten. Dank Sponsoren, Spenden und einem erfolgreichen Crowdfunding konnten die Finanzierungslücken gemäss Vanetta jedoch geschlossen werden. Über das Festivalwochenende erwarten die Organisatoren rund 4000 Besucherinnen und Besucher. Viele Tickets würden erfahrungsgemäss erst kurz vor dem Anlass verkauft werden. Beworben wird das Festival vor allem über Social Media, wo dem PFF bereits rund 1800 Personen folgen. Hinzu kämen persönliche Kontakte: «Oft kauft man sich die Tickets gemeinsam oder schreibt sich als Grüppchen für Helfenden-Schichten ein», sagt Vanetta. Die Zusammenarbeit mit der Stadt Affoltern, der Gemeinde Obfelden sowie Polizei und Feuerwehr verlaufe seit Beginn der Planung unkompliziert. Besonders das Thema Brandschutz steht im heissen Sommer im Vordergrund.

Zum 31. Pfadi Folk Fest verwandelt sich das Areal Chüeweidhölzli in Affoltern in einen Hafen. «Auf dem ganzen Festivalgelände gilt ein absolutes Feuerwerksverbot», sagt Vanetta. Kostenlose Taschenaschenbecher sollen zudem verhindern, dass weggeworfene Zigaretten Brände verursachen. Sollte bis Ende August weiterhin ein kantonales Feuerverbot gelten, könnten einzelne Programmpunkte, wie zum

Korrespondentinnen und Korrespondenten: Angela Bernetta (net), Sandra Isabél Claus (cla), Urs Kneubühl (kb), Nico Ilic (nil), Martin Platter (map), Brigitte Reemts Flum (bre), Bernhard Schneider (bs), Werner Schneiter (-ter.), Daniel Vaia 27 155(dv), Marianne Voss (mvo), Marcus Weiss (mwe), Regula Zellweger (rz)

Beratung und Verkauf Inserate: Evelyn Löhr / Christine von Burg Telefon 058 200 57 00 inserat@affolteranzeiger.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 55 86 Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Druck: CH Media Print AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der CH Media AG auf www.chmedia.ch

800 Freiwillige helfen mit Damit das Festival stattfinden kann, stehen rund 800 Freiwillige im Einsatz. Gemeinsam mit dem OK-Team übernehmen sie Aufgaben wie Aufbau, Verpfle-

gung oder Sanität. «Man merkt, dass alle ein tolles PFF ermöglichen möchten und am gleichen Strang ziehen. Es macht enorm Spass. Auch wenn es viel Arbeit ist», sagt Vanetta. Das Besondere am PFF sei das Gemeinschaftsgefühl: «Es ist ein Fest von Pfadis, aber längst nicht nur für Pfadis.» Nach zwei Jahren Vorbereitung freut sich das OK-Team nun darauf, Ende August die Tore zu öffnen.

Das Festival findet vom 28. bis 30. August statt. Interessierte finden Tickets schon jetzt auf der Website. Ein Dreitagespass kostet 159 Franken, ein Zweitagespass 119 Franken, Tagespässe für Freitag und Samstag sind für je 59 Franken erhältlich, und der Eintritt für den Familiensonntag kostet 30 Franken. In den Mehrtagespässen sind Abendessen und Frühstück inbegriffen.

Redaktion: Claudia Eugster (cle), Livia Häberling (lhä)

Gesamtauflage: 27 810

Beispiel das «Singen am Lagerfeuer», angepasst werden.

Pfadi Folk Fest

Leiterin: Barbara Roth Chefredaktor: Daniel Koch (dko) redaktion@affolteranzeiger.ch

Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material

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Neben dem OK-Team helfen rund 800 Freiwillige mit. (Bilder zvg)

Weil es «stört»: Müllmänner dürfen in Affoltern keine laute Musik mehr hören LiviA HäberLing Immer, wenn sie kamen, wurde es fröhlich. Sie, das waren zwei Männer, die beim Abfall- und Recyclingunternehmen Obrist als Müllmänner angestellt sind. Wenn sie montags und dienstags in Affoltern in das Quartier einbogen, in dem Susanne Crimi wohnt, ging ihr das Herz auf. Auf dem Trittbrett des Kehrrichtfahrzeugs stehend, sangen sie zur Musik, die dann jeweils lief. Es klang nach fröhlicher, östlicher Volksmusik. Dazu sammelten sie die Abfallsäcke ein oder leerten die Container. Sie seien sich nie zu schade gewesen, Hilfe anzubieten, wenn sie oder andere Anwohnende auf den letzten Drücker noch mit einem Abfallsack herbeigeeilt kamen. «Ich habe mich jedes Mal gefreut, wenn ich die beiden sah», erzählt Crimi. Dann sei es vor etwa zwei oder drei Wochen plötzlich still geblieben. Musik war nicht mehr zu hören, als das Kehrichtfahrzeug um die Ecke bog. Also sprach Crimi die Männer an – und erfuhr, dass sich einzelne Anwohnerinnen und Anwohner aus Affoltern über die Musik beschwert hätten.

Auf Anfrage bestätigt Obrist Transport + Recycling AG, dass es wegen der Musik Reklamationen gab. Deshalb habe man intern die Weisung erlassen, dass die Musik entweder leiser sein muss oder dass die betroffenen Quartiere nicht mehr frühmorgens oder spätnachmittags angefahren werden dürfen. «Wir sind ein Dienstleister und versuchen uns anzupassen.»

«Ich finde die Kritik total daneben. Es ist doch schön, wenn bei der Arbeit Lebensfreude spürbar ist.» Susanne Crimi, Anwohnerin in Affoltern Für Susanne Crimi bleiben die Reklamationen ein Rätsel: «Ich finde die Kritik total daneben. Nicht viele würden diese Arbeit erledigen wollen. Und dann soll sie nicht einmal Spass machen dürfen? Es ist doch schön, wenn bei der Arbeit Lebensfreude spürbar ist.»

Wer in Affoltern den Müll einsammelt, soll das bitte leise machen, finden mehrere Einwohnerinnen und Einwohner. (Symbolbild Mathias Förster / CH Media)


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 11. August 2026

Selbst gestrickte Zwangsjäckchen lockern Sommerserie «Grenzen» (6): Grenzen respektieren und manchmal lustvoll überhüpfen Regula ZellwegeR

Meine Grenzen gehören mir

Ein sonniger Tag lädt ein, eine weitere Strecke des Ämtlerwegs in Angriff zu nehmen. Auf halber Strecke setzen wir uns auf eine Bank und geniessen die Sonnenstrahlen auf der Haut und den Tee aus der Feldflasche – und knabbern Tirggel-Herzen. Das traditionelle Zürcher Honiggebäck gehört seit meiner Kindheit zu Wanderungen. Ein junger Mann kommt den Hang hinauf und ich verkünde leise: «Pass auf, jetzt mache ich den ZTT, den Zürcher Tirggel-Test.» Kaum ist der Mann auf

Genzen setzen heisst Markierungen anbringen, die gesehen, gehört, gespürt und respektiert werden. Grenzen setzen heisst schützen, nicht verbarrikadieren oder einmauern. Ich will lernen Grenzen zu setzen. Meine Grenzen, für mich, mir zuliebe. Das reicht. Nicht gegen andere.

«Pass auf, jetzt mache ich den ZTT.»

Meine Grenzen gehören mir. Und wenn ich mag, überhüpf ich sie leichtfüssig. Mir zuliebe. unserer Höhe, strecke ich ihm frechmutig die Tüte mit den Süssigkeiten hin, strahle und frage, ob er einen Tirggel haben wolle. Er schaut mich an – ich sehe förmlich, wie er sich fragt, ob ich nicht ganz dicht sei. «Nein, danke», schnarrt er in perfektem Hochdeutsch und stakst zackig weiter den Berg hinan. «Ach nööö», sage ich leise mit weichem «ch» und wir lachen los. Nun kommt ein schweigendes Paar – im Stechschritt. Man spürt die kühle Atmosphäre und unisono sagen sie ohne ein Lächeln «Nein». «Unisolo, married singles», murmle ich. Wir wissen beide, welchen Lebensstil diese Worte perfekt beschreiben.

RZ, 2003

Wie reagieren fremde Menschen, wenn man ihnen spontan einen Tirggel anbietet? Man muss die eigenen Grenzen überhüpfen, um den Glaubenssatz «Das tut man nicht» zu überwinden. (Bilder Regula Zellweger) Hier dreht er sich um und winkt uns fröhlich dankend. Endlich! Dann sehen wir die beiden weiter unten, diesmal er zwanzig Meter vor ihr. Das Beobachten macht Spass.

Das nächste Paar kommt plaudernd. Sie freuen sich über das Tirggel-Angebot. Er greift in die Tüte: «Oh, das sind gleich zwei», meint er, worauf die Frau lacht: «Dann nehme ich gern auch

Der Zürcher-Tirggel-Test: Lustvoll Ungewohntes ausprobieren

Menschen beobachten heisst Erfahrungen machen Als Nächstes kommt eine Frau den Weg hinunter. Sie wirkt eher scheu, fast schon gehemmt. Als ich ihr einen Tirggel anbiete, sieht man ihren inneren Konflikt. Eigentlich möchte sie keinen – will aber auch nicht unhöflich sein. Deshalb greift sie sich einen aus der Tüte und erklärt, dass ihr Mann nachkomme. Sofort strahle ich und sage: «Toll, dann nehmen Sie noch einen Tirggel und schenken Ihrem Mann ein Herz!» Sie findet das nicht so lustig, greift aber nochmals höflich in die Tüte und geht dann langsam weiter. Wenig später kommt der Mann und eilt wortlos an uns vorbei zu seiner wartenden Frau.

zwei.» Wir unterhalten uns und der Mann sagt: «Als Dank zeige ich Ihnen den einzigen Walliser Berg, den man von hier aus sehen kann.» Und wirklich, wir machen schliesslich am Horizont eine kleine Ecke des Breithorns aus.

Tirggel, das traditionelle Zürcher Honiggebäck, wird vor dem Backen in kunstvolle Formen gedrückt. Dadurch entstehen reliefartige Bilder.

Wir beenden den Tirggel-Test und wandern ins Gespräch vertieft weiter. Ich hatte eine Menge Mut gebraucht, einfach fremden Menschen eine Süssigkeit anzubieten. Und war stolz, dies entgegen dem anerzogenen inneren Glaubenssatz «Das tut man nicht» gewagt zu haben. Glaubenssätze setzen oft Grenzen, die zwar oft unbewusst, aber stark wirken. Auf Menschen zugehen, Menschen ansprechen, einfach etwas schenken, ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Einfach, weil es Spass macht, anderen eine Freude zu bereiten. Dies tun wir im Berufs- und Privatleben viel zu selten. Weil wir Ablehnung befürchten. Was könnten die anderen denken? Na und? Stabhochsprung über selbst gesetzte Grenzen ist oft ein gesunder

SOMMERSERIE «Grenzen» – abstrakt und konkret In der diesjährigen Sommerserie rücken die «Anzeiger»-Journalistinnen und -Journalisten Grenzen in den Fokus. Wo wurden einst Grenzen gezogen, wo werden Grenzen durchbrochen oder vielleicht auch mal etwas Grenzwertiges? Jeder Teil ist eine individuelle Auseinandersetzung mit dem Grenzbegriff – ob abstrakt oder konkret. Lassen Sie sich überraschen und stellen Sie sich die Frage, wo Ihre eigenen Grenzen liegen und weshalb. (red) Bereits erschienen: Mehr Wild im Wald (net), «Anzeiger» vom 7. Juli; Wer braucht schon eine Hüft-OP, wenn er den Klausenpass hat? (map), 10. Juli; Grenzen auf der Spur (cla), 14. Juli; «Wo das Rüebli steckt, muss der Granitblock in die Erde» (mvoss), 17. Juli; Plausch und Körperpflege: «Ab in die Reuss!» (bs), 21. Juli

Sport. Das selbst gestrickte Zwangsjäckchen mit einem Schmunzeln lockern macht Spass. Machen Sie doch auch ab und zu einen Tirggel-Test – es müssen ja nicht unbedingt Tirggel sein.

16 Jahre Verantwortung für die Primarschule Affoltern Claudia Spörri und Beat Kalt geben ihre Aufgaben in der Schulpflege weiter Wer an Schule denkt, denkt an Kinder, Lehrpersonen und Schulhäuser. Weniger sichtbar ist jene Arbeit, die all dies erst möglich macht: Strategien entwickeln, Finanzen verantworten und Entscheidungen treffen, deren Wirkung oft erst Jahre später sichtbar wird. Genau diese Verantwortung haben Claudia Spörri und Beat Kalt während sechzehn Jahren übernommen. Mit ihrem Ausscheiden aus der Primarschulpflege endet eine gemeinsame Amtszeit, in der sich die Primarschule Affoltern am Albis grundlegend weiterentwickelt hat. Als Claudia Spörri und Beat Kalt 2010 gemeinsam in die Schulpflege gewählt wurden, zählte Affoltern gut 11 000 Einwohnerinnen und Einwohner. Heute leben fast 13 000 Menschen hier. Mit diesem Wachstum entwickelten sich Schule und Betreuung kontinuierlich weiter. Neue Schulräume entstanden, die Tagesstrukturen wurden ausgebaut und Reformen sowie die Digitalisierung prägten den Schulalltag. Auch die Führungsstrukturen entwickelten sich weiter. Mit der Einheits-

kon, der Neubau des Bildungsgebäudes Breiten sowie die Planung des Primarschulhauses Wolhusen. Auch die Corona-Pandemie verlangte der Schule und ihrer Führung viel Besonnenheit ab.

Langjähriges Engagement

Claudia Spörri und Beat Kalt bei ihrer Verdankung am Schuljahresschlussessen der Primarschule Affoltern am Albis im Park Seleger Moor. (Bild zvg) gemeinde wurden Zuständigkeiten neu geordnet. Das neue Volksschulgesetz schuf die Grundlage für die Funktion Leitung Bildung und die klare Trennung von operativer und strategischer Führung. Gleichzeitig wurde die Schulpflege

schrittweise von elf auf neun, dann auf sieben und schliesslich auf fünf Personen verkleinert. Zu den prägenden Projekten gehörten die Sanierungen des Schulhauses Butzen und des Kindergartens Zwilli-

Claudia Spörri brachte sich während sechzehn Jahren mit grossem Engagement in die Entwicklung der Primarschule ein. Mit den Jahren eignete sie sich ein beeindruckendes Wissen über die Schule und ihre politischen Geschäfte an. Vernetztes Denken, ein offenes Ohr und das Wohl der Kinder prägten ihr Wirken als Schulpräsidentin seit 2015. Beat Kalt verantwortete während vieler Jahre das Ressort Infrastruktur und war in der zurückliegenden Legislatur auch 1. Vizepräsident der Schulpflege. Ruhe, Verlässlichkeit, Hilfsbereitschaft und sein Blick für das Ganze prägten sein Wirken in der Schulpflege. Vier Legislaturen lang engagierten sich Claudia Spörri und Beat Kalt gemeinsam für die Primarschule. Ein so

langes Engagement in einer Milizbehörde ist heute aussergewöhnlich und zeugt von grosser Verbundenheit mit der Primarschule Affoltern. Mit dem Ende der Legislatur geben Claudia Spörri und Beat Kalt ihre Verantwortung in der Schulpflege an eine neu zusammengesetzte Behörde weiter. Diese übernimmt nun die Aufgabe, die Primarschule Affoltern am Albis weiterzuentwickeln. Claudia Spörri wird sich weiterhin als Mitglied des Stadtrats für Affoltern am Albis engagieren und künftig die Abteilung Sicherheit führen. Beat Kalt tritt nach sechzehn Jahren Behördenarbeit in den wohlverdienten Ruhestand. Die Primarschule Affoltern am Albis dankt Claudia Spörri und Beat Kalt herzlich für ihr langjähriges Engagement. Vier Legislaturen lang haben sie Verantwortung übernommen und die Entwicklung der Primarschule mit grossem persönlichem Einsatz mitgetragen. Für ihren weiteren Weg wünschen wir beiden alles Gute. Janna Kunstreich, Aziz Topyürek


Bezirk Affoltern

Dienstag, 11. August 2026

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«30 Jahre sind genug, jetzt mache ich einen Punkt» Pfarrer Werner Schneebeli verabschiedet sich nach über drei Jahrzehnten vom Pfarramt IntervIew MarIanne voss

Sie lernten zuerst einen anderen Beruf. Berichten Sie doch etwas darüber. Ich komme aus einfachen Verhältnissen. Mein Vater war Metzger, meine Mutter Hilfsarbeiterin. Ich wurde Velound Motorradmechaniker. In der CeviJungschar machte ich erste Glaubenserfahrungen und fand darin ein Selbstvertrauen, das ich vorher vermisst hatte. Der Weg zur Theologie war für mich damals eine Berufung, die ich nie bereut habe.

Werner Schneebeli, können Sie sich an den Start in der reformierten Kirchgemeinde Affoltern erinnern? Werner Schneebeli: Ja, das war Ende 1995, und im Frühling 1996 wurde ich gewählt. Damals erschien im «Anzeiger» auch ein Interview mit mir. (Er greift zu einem Ordner und findet den Zeitungsartikel mit dem Schwarz-Weiss-Bild eines jungen Mannes.) Wir kamen als Familie mit drei Kindern an. Auf die Frage, wie lange ich hierbleiben werde, sprach ich von etwa zehn Jahren.

Vom Töffmech zum Pfarrer. Wie haben Sie das geschafft? Verständlicherweise sagten damals einige: «Der schafft das nicht.» Ich musste einen Weg gehen aus der Arbeiterfamilie in die intellektuelle Welt hinein. Ich musste eine neue Sprache, eine neue Ausdrucksweise erlernen. Die Ausbildung selbst war herausfordernd, denn zuerst ging es darum, die Matura nachzuholen und dann das Studium zu absolvieren. Zudem hatte ich schon bald eine Familie. Darum arbeitete ich teilzeitlich neben der Ausbildung noch in einem Sportgeschäft als Mechaniker.

Sie kamen nach der theologischen Ausbildung nach Affoltern und blieben bis zur Pensionierung. Man muss davon ausgehen, dass es Ihnen hier wohl war. Das ist so. Allerdings war ein triftiger Grund, länger als zehn Jahre zu bleiben, auch die Verwurzelung der Kinder, die zu Teenagern geworden waren. Affoltern war ihr Zuhause. Dennoch deponierte ich in der Gemeinde: «Sagt mir, wenn ihr findet, es ist genug Schneebeli.» Aber sie wollten mich, soweit ich weiss, nie los sein. (Er schmunzelt.)

«Ich wollte so sprechen, dass sich die Leute in ihren Ängsten oder Freuden verstanden fühlen.»

Was waren Ihre Schwerpunkte? Ich konnte viel aufbauen im Jugendund Familienbereich und war dadurch auch immer am Puls des gesellschaftlichen Wandels. Und ich konnte durch die Arbeit als Pfarrer viele Beziehungen knüpfen, die mir bis heute wichtig sind. Es gab Familien, deren Kinder ich alle getauft und konfirmiert habe. Und von meinen Konfirmandinnen und Konfirmanden durfte ich einige an ihrer Hochzeit kirchlich trauen oder ihre Kinder taufen. Dass eine Generation vergangen

Pfarrer Werner Schneebeli an der Tür der reformierten Kirche Affoltern, wo er während 30 Jahren Grüezi und Adieu gesagt hat. (Bild Marianne Voss) ist, realisierte ich, als ich in diesem Mai die Tochter einer Konfirmandin meiner ersten Konfklasse konfirmierte. Wie ging es Ihnen mit dem Predigen? Ich habe gerne Gottesdienst gehalten am Sonntag und gepredigt. Das Schreiben einer Predigt fiel mir jeweils

leicht. Es war mir immer wichtig, nahe bei den Menschen zu sein und das Evangelium in unser tägliches Leben hinein zu übersetzen. Ich wollte so sprechen, dass sich die Leute in ihren Ängsten oder Freuden verstanden fühlen. Das hat vermutlich auch mit meiner Herkunft zu tun.

Welche Veränderungen haben Sie in diesen 30 Jahren durchgemacht? Schon während des Studiums haben sich mein Gottesbild und mein jugendlicher Glaube verändert. Durch die intensive Auseinandersetzung mit Theologie und dem Leben konnte ich meine Gottesvorstellung kontinuierlich weiterentwickeln. Während der Pfarramtszeit durfte ich nach etwa zwölf Jahren eine Auszeit nehmen. Das war sehr wichtig, denn dort fand ich auch zu einer neuen Gelassenheit im Umgang damit, dass ich es nicht allen recht machen kann und meine Ressourcen begrenzt sind. Jetzt steht die Pensionierung bevor. Was werden Sie am meisten vermissen? Das Adrenalin an besonderen Anlässen wie Konfirmationen, Hochzeiten, Weihnachten oder Ostern. Das waren für mich immer Momente, an denen ich auf eine gute Art herausgefordert war.

Und was ich auch vermissen werde, ist das grosse Wohlwollen und die Wertschätzung vonseiten der Gemeinde. Was nehmen Sie mit? Diesen einzigen Ordner. (Er lacht.) Ich nehme viel Dankbarkeit mit, denn ich hatte einen Beruf, der mich voll und ganz erfüllt hat. Ich war hier am richtigen Ort.

«Ich nehme viel Dankbarkeit mit, denn ich hatte einen Beruf, der mich voll und ganz erfüllt hat.»

Am 16. August werden Sie offiziell verabschiedet. Und danach? Meine Frau und ich haben unser eigenes Haus in Affoltern und werden auch weiterhin hier wohnen. Doch zuerst verreisen wir mit dem Wohnwagen und danach werde ich mich eine Schwangerschaft lang aus dem kirchlichen Leben zurückziehen. Nach dieser Pause möchte ich einfach ein normales, aktives Mitglied der Kirchgemeinde sein – und klar, vielleicht auch da und dort eine Vertretung übernehmen. Zudem habe ich fünf Enkelkinder, einige Hobbys und ein Velosolex, das restauriert werden will. Also langweilig wird es mir nicht. Ich muss vermutlich eher lernen, auch mal Nein zu sagen. Sie hören also zufrieden und gelassen auf? Ja, unbedingt. 30 Jahre sind genug, jetzt mache ich einen Punkt. Dabei gebe ich der Kirchgemeinde, den Kolleginnen und Kollegen und überhaupt allen gerne mit, was am Schluss des Matthäusevangeliums steht: «Ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Welt.» Auch wenn der Schneebeli nicht mehr da ist, das Wichtigste bleibt. Nämlich Gottes Liebe, von der uns weder das Leben mit all seinen Irrungen und Wirrungen noch der Tod mit seiner Endgültigkeit trennen kann.

Ein paar Löcher zu viel

ÄMTLER KANTONSRÄTE MEINEN

Hungrige Krähen verwüsten Golfplatz Roger Schmutz, SP, Wettswil

Demokratischer Entscheid Am 27. September kommt nun die Änderung des Lehrpersonalgesetzes zur Abstimmung, die Anfang März vom Kantonsrat mit einer knappen Mehrheit beschlossen wurde. Damit soll der steigenden Belastung der Lehrpersonen der Volksschule Rechnung getragen werden. Sie sieht mehr Zeit für die Vor- und Nachbearbeitung des Unterrichts sowie verschiedene administrative Erleichterungen vor. Gegen diesen Beschluss wurde sowohl das Kantonsrats- als auch das Gemeindereferendum ergriffen – unter anderen auch durch mehrere Ämtler Gemeinden. Als damaliger Schulpräsident von Wettswil kritisierte ich den Gemeinderat der politischen Gemeinde (vgl. «Anzeiger» vom 24.04.2026). Da Wettswil – gemäss Urnenabstimmung vom Herbst 2020 – keine Einheitsgemeinde ist, betrifft der Kantonsratsentscheid die politische Gemeinde gar nicht direkt. Darum bleibt unklar, wieso sich der Gemeinderat berufen fühlte,

ohne die Meinung der Primarschulpflege abzuwarten, das Referendum zu unterstützen. Als überzeugter Demokrat bin ich nicht dagegen, dass ein vom Parlament gefasster Entscheid nachträglich einer Urnenabstimmung unterbreitet wird. Das ist ein wesentliches Element einer direkten Demokratie. Meine Kritik betraf das eigenmächtige Vorgehen des Gemeinderats in einem Themengebiet, das der Primarschulpflege vorbehalten ist, und mit dem sich dieser daher nur ungenügend auseinandergesetzt haben dürfte. Es scheint, als habe sich der Gemeinderat einfach auf die Argumente des Verbands der Gemeindepräsidien des Kantons Zürich abgestützt, der das Gemeindereferendum orchestrierte. Diese zielen einseitig auf die Kosten. Das greift aber zu kurz, denn mit dem Preisschild ist auch ein Mehrwert verbunden. Mit der Änderung des Lehrpersonalgesetzes werden die Arbeitsbedingungen so verbessert, dass

die Lehrpersonen mehr Zeit für ihre Kernaufgaben zur Verfügung haben und weniger für administrative Tätigkeiten einsetzen müssen. Es geht also nicht um eine Lohnerhöhung, sondern um eine andere Verteilung der Arbeit. Der Lehrberuf ist äusserst anspruchsvoll. Es kommt nicht selten vor, dass Lehrpersonen mit den Erwartungen, die an sie gerichtet werden und die sie an sich selbst stellen, überfordert sind und den Beruf aufgeben. Das ist für die Schülerinnen und Schüler insofern schwierig, weil sie sich auf eine neue Bezugsperson einstellen müssen. Und für die Schule ist es nach wie vor nicht einfach, alle Stellen besetzen zu können. Ich bin überzeugt, dass diese Gesetzesänderung eine entscheidende Entlastung für die Lehrpersonen bringt. Und wenn es gelingt, dass dadurch weniger Lehrpersonen der Schule den Rücken kehren, haben alle gewonnen – die Kinder, die Schulen und die Gesellschaft. Darum braucht es am 27. September ein Ja zu dieser Vorlage.

Seit acht Jahren sind Edith und Bob ten Siethoff Pächter des Golfplatzes in Affoltern. Mit viel Arbeit, Schweiss, Tränen und auch Blut haben sie dem Golfplatz seit 2019 wieder zu seiner alten Pracht verholfen. Doch momentan bereitet ihnen etwas Sorgen: In die Greens, die Golfwart Bob ten Siethoff liebevoll hegt und pflegt, werden täglich von Krähen Löcher gepickt. Waren es im letzten Jahr lediglich zwei bis drei Vögel, so sind es inzwischen 20, wenn es hoch kommt gar bis zu 50. Es passiere meist am frühen Morgen, so Greenkeeper Bob ten Siethoff. Am Nachmittag könne er die Krähen verscheuchen. Damit sie auch sonst weg bleiben, hat er Massnahmen ergriffen. So hat er versucht, die Krähen mittels Krähen-Attrappen abzuschrecken. «Das funktioniert vielleicht einen Tag, dann haben die Krähen sich daran gewöhnt und kommen wieder», so der Greenkeeper. Darum hat er zusätzlich Vogelabwehrsysteme installiert, die Licht machen und hohe Piepstöne erzeugen, wenn eine Krähe in den Sensorbereich eindringt. Aber auch das nützt nur bedingt, zumal ten Siethoff sie wegen Reklamationen aufgrund des Lärms über Nacht ausschalten muss. So findet er bei Arbeitsantritt täglich zerstörte Greens vor und ihm bleibt nichts anderes übrig, als sich zu ärgern und die Löcher mit

Sand zu stopfen. Er hofft auf ein baldiges Ende der Trockenheit. «Die Greens werden täglich bewässert, weshalb es natürlich viele Würmer darunter hat», vermutet er. Und weil rundherum die Landschaft ausgetrocknet und die Erde hart ist, werden die weichen Greens Opfer der hungrigen Krähen. Es sei halt einfach schade und frustrierend für den Greenkeeper, so Edith ten Siethoff. (cle)

Greenkeeper Bob ten Siethoff ärgert sich über die hungrige Krähen, die zusätzliche Löcher in seine Greens machen. (Bild cle)


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 11. August 2026

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GESUNDHEITS-KOMPASS

Nadine Eube Pusch und Thomas Degen, Oberärztin und Leitender Arzt im Zentrum für Altersmedizin und Palliative Care, Spital Affoltern.

Tipps für das Reisen im Alter

Die Lichtverschmutzung über der Stadt Affoltern hält sich - verglichen mit dem Rest des Kantons Zürich - in Grenzen. Es ist jedoch aber sicherlich nicht der optimale Ort, um in die Sterne zu gucken. (Bild Claudia Eugster)

Die Tränen des Laurentius sind los In der Nacht vom 12. auf den 13. August sind besonders viele Sternschnuppen zu sehen Claudia EugstEr Wer eine Sternschnuppe sieht, der hat einen Wunsch frei, heisst es so schön. Besonders hoch ist die Chance durch die Perseiden (volkstümlich Laurentiustränen). Es handelt sich dabei um einen bekannten Meteorstrom, der jedes Jahr etwa von Mitte Juli bis zum 24. August am Nachthimmel auftritt. Der absolute Höhepunkt dieses Sternschnuppenschwarms ist morgen in der Nacht vom 12. auf den 13. August, und zwar in der zweiten Nachthälfte zwischen 2 und 4.30 Uhr morgens. Dann sollen bei idealen Bedingungen bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde zu sehen sein. Allerdings gibt es da so einige Störenfriede wie beispielsweise Strassenlaternen, Leuchtreklamen und Gebäudebeleuchtungen – Lichtemissionen oder auch Lichtverschmutzung. «Unter Lichtverschmutzung versteht man die Aufhellung des Nachthimmels durch künstliches Licht beziehungsweise die Durchdringung unseres Lebensraums mit künstlichem Licht. Sie entsteht durch jegliche Art von künstlicher Beleuchtung», erklärt Dr. Nadia Vogel, Sektionsleiterin Strahlung des Amts für Abfall, Wasser, Energie und Luft des

Kantons Zürich (AWEL). Diese «Lichtverschmutzung» hat in den letzten Jahrzehnten weltweit und auch in der Schweiz deutlich zugenommen, heisst es auf der Website des AWEL mit Verweis auf einen Vergleich der Zunahme der Lichtabstrahlung aus der Schweiz ins All des BAFU, siehe Grafik 1. Das gilt also auch für den Bezirk Affoltern. Aber wie verhält sich die Lichtverschmutzung im Säuliamt, verglichen mit dem Rest des Kantons Zürich, und hat es gefährliche Ausmasse angenommen?

Einer der dunkleren Bezirke im Kanton Zürich Auf Anfrage ordnet Dr. Nadia Vogel, Sektionsleiterin Strahlung im AWEL, ein: «Der Bezirk Affoltern gehört zusammen mit den Bezirken Andelfingen, Pfäffikon und Hinwil zu den dunkleren Bezirken des Kantons Zürich.» (siehe Grafik 2). Nächtliche Beleuchtung sei ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Zusammenlebens und trage zum Wohlbefinden sowie zur Sicherheit bei. Das soll jetzt aber nicht heissen, dass sie deswegen nicht auf das Minimum beschränkt werden sollte, den gleichzeitig störe sie den natürlichen Tag-Nacht-

Grafik 1: Insgesamt haben sich die gegen oben gerichteten Lichtemissionen in der Schweiz zwischen 1994 und 2020 mehr als verdoppelt. (Quelle BAFU)

Rhythmus des Menschen, was Schlafstörungen und weitere ernst zu nehmende Folgeerkrankungen begünstigen könne. «So werden beispielsweise Veränderungen der Hormonproduktion sowie eine verminderte Abwehrkraft gegenüber Infektionskrankheiten vermutet», erklärt Vogel. Ganz zu schweigen von den Auswirkungen der Lichtverschmutzung auf die Tiere und die Natur. «Der Verlust der natürlichen Nachtdunkelheit hat weitreichende negative Auswirkungen auf nachtaktive Tiere und ganze Ökosysteme», so Vogel weiter. Der Rückgang der Insektenpopulationen werde durch nächtliche Beleuchtung weiter begünstigt, da künstliches Licht ihre Aktivität, Nahrungssuche und Fortpflanzung negativ beeinflusst. Zugvögel würden während ihres nächtlichen Flugs in ihre Winter- oder Sommerquartiere von den Lichtglocken über Agglomerationen angezogen und dadurch in ihrer Orientierung beeinträchtigt, was zu Energieverlust und Tod führen kann. Zudem könne für lichtscheue Tierarten, wie bestimmte Fledermausarten, die Beleuchtung eines Flugkorridors – beispielsweise durch Strassen- oder Baustellenbeleuchtungen – eine unüber-

windbare Barriere zwischen Jagd- und Fortpflanzungsgebieten darstellen und damit das Überleben einer Kolonie gefährden. «Jede nächtliche künstliche Beleuchtung stellt grundsätzlich eine Abweichung vom natürlichen Zustand dar und sollte minimiert werden», so Vogel. Der Einzelne kann bereits durch das Schliessen von Storen etwas bewirken, denn das reduziere die Aussenwirkung einer Innenbeleuchtung deutlich. Gemeinden haben verschiedene Möglichkeiten, Lichtverschmutzung zu vermindern: Sie kontrollieren bei Baugesuchen und Klagen aus der Bevölkerung die Lichtplanung und setzen die Vorgaben der BAFU-Vollzugshilfe, und insbesondere den dort beschriebenen 7-Punkte-Plan zur Vermeidung von Lichtemissionen um, und: «Immer häufiger setzen sie auch sogenannte intelligente Strassenbeleuchtungen ein, die gedimmt oder ganz ausgeschaltet werden kann, wenn kein Licht benötigt wird.» Auch wenn Affoltern zu den dunkleren Bezirken im Kanton Zürich gehört, so muss, wer die Perseiden gut sehen möchte, wohl doch einfach so weit weg wie möglich von der Zivilisation. Es empfehlen sich die Naturschutzgebiete beim Jonen- oder Aeugstertal.

Grafik 2: Affoltern gehört zu den dunkleren Bezirken des Kantons Zürich. Diese Karte stützt sich auf Satellitendaten (VIIRS). Die Datenquelle ist die Earth Observation Group des Payne Institute for Public Policy der Universität Colorado School of Mines. (Grafik Geoportal Kanton Zürich / Karte Lichtemissionen Jahr 2025)

Mit zunehmendem Alter wird die gesundheitliche Vorbereitung einer Reise wichtiger – ob Flugreise, Kreuzfahrt oder Auslandsreise. Welche medizinischen Check-ups sind sinnvoll, welche Impfungen sollten überprüft werden und worauf müssen Menschen mit Bluthochdruck, Diabetes oder HerzKreislauf-Erkrankungen achten? Chronische Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes oder HerzKreislauf-Erkrankungen stellen grundsätzlich kein Hindernis für eine Reise dar, sofern sie gut eingestellt und über längere Zeit stabil sind. Entscheidend ist, dass Betroffene ihre Medikamente sicher anwenden können und wissen, wie sie bei Abweichungen oder Erkrankungen reagieren müssen. Dazu gehört auch das Wissen über sogenannte Sick-Day-Regeln, also darüber, welche Medikamente bei Fieber oder Durchfall vorübergehend pausiert werden sollten. Menschen mit Bluthochdruck müssen vor allem bei Hitze oder Flüssigkeitsmangel auf mögliche Anpassungen der Therapie achten. Diabetiker sollten auf regelmässige Mahlzeiten achten, ausreichend Medikamente und Messmaterial mitführen sowie Zeitverschiebungen bei der Insulin- oder Tabletteneinnahme berücksichtigen. Wer an einer HerzKreislauf-Erkrankung leidet, sollte vor Reisen mit besonderen körperlichen Belastungen die Reisetauglichkeit mit dem behandelnden Arzt besprechen.

Impfungen überprüfen Die Leistungsfähigkeit des Immunsystems lässt im Alter nach. Daher werden für Menschen ab 65 Jahren unabhängig von einer Reise regelmässige Impfungen empfohlen, wie gegen Grippe und Covid-19 sowie gegen Pneumokokken, Gürtelrose und die Auffrischung gegen Tetanus, Diphtherie und Pertussis – je nach Reiseziel ergänzt durch Polio. Abhängig von der Destination können zusätzlich Impfungen gegen Hepatitis A und B, Tollwut, Gelbfieber, FSME oder Dengue sinnvoll sein. Ein grosses gesundheitliches Risiko langer Reisen ist die lang andauernde Immobilität. Diese erhöht das Risiko für Thrombosen und Embolien, begünstigt Flüssigkeitsmangel mit Kreislaufproblemen und kann zu Muskelabbau sowie Steifigkeit führen, was wiederum das Sturzrisiko erhöht. Reisende sollten spätestens alle zwei Stunden aufstehen und sich bewegen oder zumindest Fuss- und Wadenübungen im Sitzen durchführen. Wichtig ist auch, genug zu trinken – verzichten Sie dabei auf Alkohol – und insbesondere bei erhöhtem Risiko Kompressionsstrümpfe zu tragen. Eine medikamentöse Thromboseprophylaxe ist jedoch nur bei bestimmten Risikopatienten sinnvoll und sollte vor der Reise ärztlich abgeklärt werden. Generell ist es empfehlenswert, bereits zu Beginn der Reiseplanung einen Termin beim Hausarzt zu vereinbaren, um wichtige Fragen zu klären und Unsicherheiten auszuräumen. Im «Gesundheits-Kompass» geben Fachleute des Spitals Affoltern Tipps. Kontakt: 044 714 26 68 oder gesundheitskompass@spitalaffoltern.ch


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Forum

Dienstag, 11. August 2026

Idyll in der Nachbarschaft Warum immer weit fahren, wenn man in der Nähe so paradiesische Orte findet?

Als Kontrast zu den Ferienfotos in der letzten Ausgabe schickte uns Martine Widmer aus Hausen diese Fotos von einem wunderschönen Ort ganz in der Nähe: Waldweiher zwischen Gattikon und Thalwil.

Beeindruckender und gepflegter Schreibstil Replik auf den Leserbrief von Heinz Bollinger mit dem Titel «Willkommen zurück!» im «Anzeiger» vom 7. August. Etwa so wie Herr Bollinger habe ich auch reagiert, als ich von der Rückkehr von Livia Häberling las. Einer ihrer ersten Artikel im «Anzeiger» hatte mich so beeindruckt, dass

ich Frau Häberling damals spontan eine E-Mail schrieb. Ich musste Frau Häberling einfach ein Kompliment machen für ihren gepflegten Schreibstil. Sie schreibt ein Deutsch, das man leider nur noch selten findet und das ich auch in der wohl renommiertesten Tageszeitung heute oft vermisse.

Livia Häberling antwortete auch prompt, bedankte sich und schrieb, sie drehe jeden Satz hin und her und überlege, ob sich nicht ein besseres Wort, eine bessere Formulierung finde. Das merkt man und ich freue mich auf weitere spannende Beiträge. Helene Meier, Wettswil

«Neutralitätsgedanke erlebte zahlreiche Anpassungen» Replik auf den Leserbrief von Donatus Semmle mit dem Titel «Die Landesgeschichte ist kein Gemischtwarenladen» im «Anzeiger» vom 7. August. Donatus Stemmles Leserbrief hat mich gefreut, darum greife ich auch einmal in die Tasten: In unserer Landesgeschichte kann man sich zu jedem politischen Thema herrlich bedienen – genauere Kenntnisse sind dabei nicht Voraussetzung. Zur Not tuts auch Schillers Wilhelm Tell, ist ja auch fast Geschichte. Zurzeit sind Anleihen aus unserer Geschichte zum Thema Neutralität hoch im Kurs. Der «Neutralsein-Gedanke» geht (laut Edgar Bonojur) bis weit ins Spätmittelalter zurück: «Stillesitzen» bei Kriegshandlungen unter Bundesgenossen wurde neutrales

Verhalten auf Deutsch umschrieben. Herrliche Formulierung. Nur haben sich die lieben Eidgenossen oft nicht darangehalten. Während des 30-jährigen Krieges war es aber klar, dass «stillesitzen» überlebenswichtig für die Eidgenossenschaft war, denn die Katholiken hätten der einen, die Reformierten der anderen Partei geholfen. Der Neutralitätsgedanke erlebte zahlreiche Anpassungen im Verlaufe der Zeit, und ein bisschen Opportunismus hatte selten geschadet. Eher einseitig wurde die Neutralität im Zweiten Weltkrieg gehandhabt. Das nächtliche Verdunkeln half Deutschland und sicher nicht den alliierten Bomberpiloten. Transporte von militärischen Gütern durch die Schweiz nach Italien waren streng verboten – in der Theorie. Aber bei Ent-

gleisungen von Güterwagen zeigte sich, dass ausgiebig Kriegsmaterial den Gotthard passierte. Und so weiter. Gegen Ende des Krieges forderten die Alliierten den Bundesrat auf, klar Partei zu beziehen, und da die Niederlage NaziDeutschlands nur noch eine Frage der Zeit war, konnte sich die Schweiz kompromisslos auf die Seite der Alliierten schlagen. Wäre der Bundesrat gut beraten gewesen, die Neutralität gleich zu Beginn des Krieges stur durchzusetzen? Wohl kaum! Neutralität gleich kein Krieg hätte sicher nicht funktioniert. Etwas Anpassung beim Neutralitätsbegriff war da schon Erfolg versprechender und hat sich, wie wir wissen, bewährt. Willi Nievergelt, Mettmenstetten

Geröstete Friedenstaube Es ist interessant, dass Teile der Befürworter der sogenannten Neutralitätsinitiative dieselben Personen sind, die hinter dem neuen Kriegsmaterialexportgesetz stehen. Dieses ermöglicht neu auch den Export von Rüstungsgütern in Bürgerkriegsländer. Wie das mit dem Symbol der Friedenstaube vereinbar ist, bleibt das Geheimnis der Initianten. Aber neutral lässt sich natürlich am besten mit allen Geschäften. Das zeigt uns der Blick zurück zum Zweiten Welt-

krieg. Da verkaufte die Schweiz ebenfalls Waffen an die Nazis und die Alliierten; neutral eben und erst noch ein super Geschäft. Die Neutralitätsinitiative soll sicherstellen, dass weiterhin auch mit Unrechtsstaaten gehandelt werden kann. Mit Frieden hat diese Initiative nichts zu tun, aber viel mit schmutzigen Geschäften und verlogenen Argumenten. Ruedi Taverna, Hausen

Besondere Situationen erfordern besondere Reaktionen Replik auf den Leserbrief von Brigitte Sala mit dem Titel «Bitte nochmals durchlesen» im «Anzeiger» vom 7. August. Ich habe den Beitrag von Frau Brigitte Sala aus Wettswil im «Anzeiger» vom 28. Juli nochmals gelesen und muss tatsächlich feststellen, dass ich ihn für meinen Leserbrief etwas zu wenig genau im Kopf hatte, als ich meine eigene Erfahrung mit einem Billettkontrolleur zum Besten gab. Ich möchte mich bei Frau Sala für mein Missgeschick entschuldigen und mein Bedauern ausdrücken dem Passa-

gier, dem das Malheur passierte und der wohl ungerechterweise gebüsst wurde. Meine Aussage ändert sich nicht, dass nämlich Vorschriften jeglicher Art so formuliert sein sollten, dass der Kontrolleur auf besondere Situationen – wie eine leere Batterie des Handys oder Ähnliches – auch mit einer besonderen Reaktion antworten kann. Wer Vorschriften ausführen muss, dem sollte es auch erlaubt sein, nach kritischer Beurteilung der Lage auch seinen Verstand einsetzen zu können. Dölf Bühler, Bonstetten

Ihre Meinung ist willkommen! Gerne können Sie der Redaktion des «Anzeigers» einen Leserinnen- oder Leserbrief schicken. Dazu gibt es ein paar wichtige Regeln: Ihre Meinungsäusserung muss mit Namen sowie Adresse und Telefonnummer des Verfassers oder der Verfasserin versehen sein und soll in maximal 2000 Zeichen ein Thema aus der Region aufgreifen oder einen Beitrag im «Anzeiger» kom-

mentieren. Reine Danksagungen sind nicht erwünscht. Kurzgefasste Zuschriften haben Vorrang. Vermeiden Sie Abkürzungen. Wir achten darauf, dass nur Briefe in einem freundlichen Tonfall sowie ohne Verletzung von Persönlichkeitsrechten Dritter publiziert werden. Beiträge, die Beleidigungen, falsche Tatsachenbehauptungen, Verleumdungen, persön-

liche Diffamierungen, drastisch überzogene Kritik an Personen enthalten oder das Andenken Verstorbener verunglimpfen, werden nicht veröffentlicht. Auch private Auseinandersetzungen werden aus redaktionellen, juristischen und presserechtlichen Gründen nicht veröffentlicht. Der Inhalt des Leserbriefes muss zudem die eigene Meinung abbilden und bei Zitaten eine

Quelle nennen. Auch wichtig: Der Verfasser des Leserbriefes muss mit dem Absender identisch sein. Leserbriefe geben die Meinung der Leser wieder, nicht die der Redaktion. Redaktionsschluss beachten Aufgeben können Sie Ihre Äusserung auf unserer Website unter:

www.affolteranzeiger.ch/mitmachen/ leserbrief-einreichen. Für eine Veröffentlichung am Dienstag sollte die Zuschrift am vorangehenden Freitagmittag auf der Redaktion eintreffen. Für eine Publikation am Freitag schicken Sie uns Ihre Meinungsäusserung bitte bis am Mittwochmittag. Über eine Nichtpublikation wird keine Korrespondenz geführt. (red)


Gewerbe

Dienstag, 11. August 2026

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Telefon 058 200 57 00 inserat@affolteranzeiger.ch www.affolteranzeiger.ch

Die Rampe ruft

Mutige gesucht

Sportliche Ferien

Am 21. und 22. August findet in Hausen einmal mehr das Rampe Openair statt. Seite 13

Am 15. August findet in Rossau der Grand Prix im Seifenkistenrennen statt. Seite 15

64 Kinder erlebten in Bonstetten vier abwechslungsreiche Tage auf dem Bike. Seite 16

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Nachfolge ist kein Ereignis, sondern ein Prozess Den Staffelstab weitergeben – Unternehmensnachfolge im Säuliamt (2) Brigitte reemts Flum

Handlungsspielraum deutlich kleiner ist. Verändern sich dann plötzlich gesundheitliche, familiäre oder wirtschaftliche Rahmenbedingungen, bleibt häufig zu wenig Zeit für eine sorgfältige Planung.

Ob Schreinerei, Boutique, Produktionsbetrieb oder Dienstleistungsunternehmen, für viele Inhaber ist das eigene Unternehmen nicht nur ein Arbeitsplatz, sondern ein Lebenswerk. Eine Nachfolgeregelung berührt mehr als Zahlen und Verträge, es geht um Eigentum, familiäre Beziehungen, Verantwortung, Identität, Emotionen. Entsprechend schwer ist es, die Verantwortung abzugeben oder sich überhaupt mit dem Thema Übergabe auseinanderzusetzen.

Die Kunst des Loslassens Das Unternehmertum wird häufig mit persönlichen Risiken, unzähligen Arbeitsstunden und viel Herzblut in Verbindung gebracht. Die Vorstellung, diese Verantwortung abzugeben, löst deshalb widersprüchliche Gefühle aus. Einerseits wächst der Wunsch nach Entlastung, andererseits entsteht die Sorge, Kontrolle und Einfluss zu verlieren. Diese enge emotionale Bindung kann dazu führen, dass Übergabeprozesse bewusst oder unbewusst verzögert werden. Potenzielle Nachfolger werden besonders kritisch beurteilt oder Entscheidungen immer wieder hinausgeschoben. Zum Thema Loslassen sagt Patrick Wälter, Gesellschafter bei der «gpw»: «Es ist wichtig, dass man sich nicht so wichtig nimmt!» Aber für ihn ist das vielleicht auch leichter als für einen Unternehmer, der das Unternehmen von Grund auf aufgebaut hat. Wälter war selbst einmal Nachfolger und hat auch in dieser Rolle gute Erfahrungen gemacht: «Die alten Eigentümer sind zurückgetreten und haben uns machen lassen. Das habe ich sehr geschätzt und mir vorgenommen, es ebenso zu machen.»

Nachfolge als mehrjähriger Prozess Nachfolgeplanung ist, zumindest in der Theorie, ein mehrstufiger Prozess. Er beginnt mit Vorbereitungsaufgaben. Dazu gehört, dass ein Unternehmer sich über seine persönlichen Ziele klar wird: Wann möchte ich aufhören? Welche Rolle möchte ich danach noch im Unternehmen spielen? Auch muss er sich für eine Nachfolgestrategie entscheiden: Gibt es eine familiäre Nachfolge, übernimmt das bestehende Management, die Mitarbeitenden oder ein externer Käufer? In einem zweiten Schritt sollte der Unternehmenswert festgelegt werden und im besten Fall in einem dritten Schritt das Unternehmen auf die Nachfolge vorbereitet werden: Gibt es Stellvertretungsregelungen, kann man Arbeitsprozesse optimieren, ist das Know-how dokumentiert? Erst dann beginnt die Suche und Auswahl des geeigneten Nachfolgers und die Verhandlungen über Kaufpreis, Zahlungsmodalitäten, Übergangsregelungen. Mit dem Vertragsabschluss ist der Prozess jedoch noch nicht beendet. Es folgen die eigentliche Übergabe und die Integration des Nachfolgers: Einarbeitung, Übergabe von Kunden- und Lieferantenbeziehungen, Kommunikation an Mitarbeitende, Geschäftspartner, Öffentlichkeit. Erst nach Abschluss dieses Schrittes ist eine Nachfolge abgeschlossen.

Generationenwechsel vorbereiten Ein Unternehmen, das den Generationenwechsel bereits mehrfach erfolgreich gemeistert hat, ist die Firma «gpw – Ingenieure für Geomatik, Planung, Werke» in Affoltern. Das Ingenieurunternehmen mit Wurzeln bis ins Jahr 1925 wurde 1976 von drei Mitarbeitern übernommen. Heute beschäftigt «gpw» rund 30 Mitarbeitende und ist in den Bereichen Geomatik, Vermessung, Rauminformation, Planung, Tiefbau und Gewässerbau tätig. Organisiert als Kollektivgesellschaft, gehört das Unternehmen seinen Gesellschaftern. Einer davon ist Patrick Wälter. Er absolvierte 1984 bereits seine Lehre als Geomatiker bei «gpw» und arbeitet seither im Betrieb. 2002 wurde er selbst Gesellschafter – als Ergebnis einer frühzeitig geplanten Nachfolgelösung. Gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Diego Willa hat er die nächste Übergabe bereits aufgegleist. Die Geschäftsleitung wurde mit zwei jüngeren Ingenieuren erweitert, die auch bereits im Betrieb gelernt haben beziehungsweise schon

Wenn Zahlen auf Emotionen treffen

Hat die nächste Übergabe mit seinem Geschäftspartner Diego Willa bereits aufgegleist: Patrick Wälter von «gpw» in Affoltern. (Bild Brigitte Reemts Flum) seit vielen Jahren dort arbeiten und inzwischen auch am Unternehmen beteiligt sind. Ziel ist, dass sie den Betrieb in einigen Jahren übernehmen können. «Der Nachfolgeprozess ist eingeleitet, aber die Gefahr, dass jemand dann doch keine unternehmerische Verantwortung übernehmen will, besteht immer», sagt Wälter. Diese Erfahrung habe das Unternehmen bereits gemacht. Die Weichen für die Nachfolge hat das Unternehmen auch vertragsrechtlich pragmatisch gestellt. Die «gpw» ist als Kollektivgesellschaft organisiert. Wälter sieht viele Vorteile in dieser Gesellschaftsform. Es ist relativ einfach, jemanden zum Gesellschafter zu ernennen, auch wenn noch kein oder wenig Kapital eingeschossen werden kann. Und das Haftungsrisiko – in Kollektivgesellschaften haften die Gesellschafter mit ihrem Privatvermögen – schätzt er in seinem Geschäft als relativ gering ein. In Fragen des Gesellschaftsrechts wurde sie von einem Treuhänder beraten, verzichtete sonst aber auf externe Analysen. «Ich glaube nicht, dass wir zusätzliche externe Berater brauchen. Wir haben das Wissen im Haus und haben es ja schon zwei-, dreimal gemacht», sagt Miteigentümer Patrick Wälter mit Sicht auf den nächsten Generationen-

wechsel in einigen Jahren. Bei der «gpw» entsteht wirklich das Gefühl, hier wird ein Staffelstab von einer Generation an die nächste weitergegeben. Das Beispiel zeigt: Eine erfolgreiche Unternehmensnachfolge entsteht nicht innerhalb weniger Monate. Sie ist ein Prozess, der oft viele Jahre Vorbereitung erfordert, und jede einzelne Phase dieses Prozesses hält verschiedenste Herausforderungen bereit.

Zeit als wichtigster Erfolgsfaktor Eine dieser Herausforderungen ist, dass oft die verbleibende Zeit nicht realistisch eingeschätzt wird. Viele Unternehmerinnen und Unternehmer sind täglich stark im operativen Geschäft eingebunden. Solange der Betrieb erfolgreich läuft, erscheint die Nachfolge als Thema für später. Gerade in inhabergeführten Unternehmen unserer Region erlebt man häufig, dass die Verantwortung über Jahrzehnte praktisch ununterbrochen getragen wird. Der Gedanke, diese Rolle irgendwann abzugeben, fällt vielen verständlicherweise schwer. So entsteht oft ein Verdrängungsmechanismus. Die Bedeutung der Nachfolge wird zwar erkannt, konkrete Schritte werden so lange verschoben, bis der zeitliche

Kaum ein Thema führt in Nachfolgeprozessen so regelmässig zu Diskussionen wie die Unternehmensbewertung. Für Unternehmerinnen und Unternehmer repräsentiert der Betrieb oft das Ergebnis jahrzehntelanger Arbeit. Entsprechend emotional wird der Unternehmenswert wahrgenommen. Käufer oder Nachfolger beurteilen die Situation dagegen wesentlich nüchterner. Im Vordergrund stehen zukünftige Ertragskraft, Marktchancen und Risiken. Noch einmal Wälter von der «gpw», der sich vor vielen Jahren als Mitarbeiter in das Unternehmen einkaufte und es schliesslich mit einem anderen Gesellschafter übernahm: «Möglich war das nur, weil meine Vorgänger ein faires Angebot gemacht haben. Wir beabsichtigen, auch das genauso zu machen.» Anspruchsvoll ist die Unternehmenswertbestimmung auch bei familieninternen Lösungen. Ein zu hoher Preis kann die nächste Generation finanziell stark belasten. Ein zu tiefer Preis wird vom Übergeber dagegen manchmal als mangelnde Wertschätzung empfunden.

Wenn Finanzierung zur Hürde wird Selbst wenn eine geeignete Nachfolge gefunden wurde, bleibt die Finanzierung häufig eine grosse Herausforderung. Viele erfolgreiche KMU verfügen über erhebliche Unternehmenswerte. Diese lassen sich nicht ohne Weiteres

finanzieren. Gerade jüngere Unternehmerinnen und Unternehmer müssen neben dem eigentlichen Kaufpreis noch genügend finanzielle Mittel für Investitionen und die Weiterentwicklung des Betriebs behalten. Eine zu hohe Verschuldung schränkt den unternehmerischen Handlungsspielraum erheblich ein.

Die neue Führung muss überzeugen Eine erfolgreiche Nachfolge endet nicht mit der Vertragsunterzeichnung. Die neue Führung muss sich das Vertrauen von Mitarbeitenden, Kunden, Lieferanten und Geschäftspartnern erst erarbeiten. Gerade bei regional stark verankerten Unternehmen kennen viele Kunden den bisherigen Inhaber seit Jahrzehnten persönlich. Entsprechend aufmerksam wird beobachtet, wie sich das Unternehmen nach der Übergabe entwickelt. Für die «gpw» wäre ein externer Käufer des-

«Der Nachfolgeprozess ist eingeleitet, aber die Gefahr, dass jemand dann doch keine unternehmerische Verantwortung übernehmen will, besteht immer.» Patrick Wälter, Gesellschafter

halb auch ziemlich undenkbar. «In unserer Philosophie kann nicht jemand von aussen kommen und die «gpw» übernehmen. Wir handeln nach ökologischen Grundsätzen, haben einen sehr familiären Umgang untereinander, viele langjährige Mitarbeitende, eine flache Hierarchie, offene Türen und sind sehr verankert im Knonauer Amt», beschreibt Patrick Wälter die Unternehmenswerte der «gpw». Und in diesem Sinne möchte er natürlich, dass die Firma fortgeführt wird: «Ich hätte Freude daran, noch das 75-Jahre-Jubiläum mit zu feiern», sagt er.

NACHFOLGESERIE

Früher oder später stellt sich für jedes Unternehmen die gleiche Frage: Wie geht es weiter? Unsere Serie zeigt, welche Wege der Unternehmensnachfolge es gibt, welche Herausforderungen auf KMU warten und weshalb das Thema aktuell für viele Unternehmerinnen und Unternehmer wichtig und für das ganze Säuliamt von Bedeutung ist. (red)


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Zubereitung

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Gewerbe

Dienstag, 11. August 2026

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Das Angebot am Wochenmarkt in Affoltern wird von der Bevölkerung sehr geschätzt, es muss aber auch regelmässig genutzt werden. (Bilder Claudia Eugster)

Mobiles Märtkafi bereichert Wochenmarkt Seit Ende Juni kann nach dem Einkauf auf dem Markt wieder gemütlich zusammen Kaffee getrunken werden Claudia EugstEr Ob Brot, frisches Gemüse und Obst, Bio-Lebensmittel, farbenfrohe Blumengestecke oder Deko-Artikel – auf dem Wochenmarkt in Affoltern gibt es eine schöne Auswahl regionaler Produkte, und dies zu einem angemessenen Preis. «Wir haben eine Art ‹Gerüst›, das besteht», so Thomas Haller, der als Präsident des Vereins Wochenmarkt Affoltern am Albis die Verantwortung für die Organisation trägt. Gleichzeitig bietet er gemeinsam mit seiner Frau selbst Sträusse, Gestecke, Kräuter, Geschenke und gerösteten Kaffee an. Es sei Hobby und Nebenerwerb in einem. Dieses «Gerüst», von dem Thomas Haller spricht, bilden Standbetreiber, die praktisch immer – das heisst 40 Mal im Jahr – auf dem Wochenmarkt in Affoltern vertreten sind. Sie erfreuen sich einer grossen Stammkundschaft. Heute sind der Pöschtli Beck aus Obfelden mit Brot und Backwaren, Heidi Bühler-Eugster aus Hedingen mit ihren Deko-Artikeln und Blumen und Schneider Kaffee und Flowers vor Ort. Obst und Gemüse finden sich am Stand vom Bauernhof Heiniger in Mettmenstetten, Bio-Lebensmittel direkt vom Demeterhof an jenem vom Biohof Schönboden. Rita Tomasini bietet Taschen und andere Textilwaren

Endlich gibt es wieder eine Art Märtkafi am Wochenmarkt in Affoltern. an, die sie in ihrem Atelier aus ausgemusterten T-Shirts und Jeans herstellt. Ursula Helfrich mit Dogcreationen fehlt heute. Die Pfadi macht Werbung für ihr Pfadi Folk Fest Ende August. Und viele Kundinnen und Kunden erledigen ihren Einkauf und tummeln sich um die Stände. Es hätte jedoch durchaus noch Platz für ein paar weitere. «Einen Stand, der Käse verkauft, könnten wir noch brauchen», so Thomas Haller. Auch Fleischwaren sucht man heute vergeblich. Weil der Anbieter für Bio-Waren eigentlich bereits pensioniert wäre, wird dringend ein Standbetreiber gesucht, der solche Lebensmittel anbietet, denn es sei ein regelrechter Kundenmagnet. «Und natürlich ist es ein grosser Verlust, dass es das Märtkafi nicht mehr gibt», bedauert Thomas Haller.

Das Märtkafi kehrt zurück

Das Ehepaar Haller.

Der Marktplatz mag kahl wirken, aber es sind jeden Samstag immer mindestens zwischen sieben und neun Standbetreibende vor Ort.

Brot vom Pöschtli Beck in Obfelden.

Die Heinigers aus Mettmenstetten.

Heidi Bühler-Eugster aus Hedingen.

Beim Food-Truck gleich neben dem Stand des Ehepaars Haller wird – darauf angesprochen – Maurice Keiser, ehemaliger Leiter des Märtkafi, leicht schwermütig und er erinnert sich zurück: «Trotz grosser Bemühungen aller Beteiligten konnte keine langfristig tragfähige Lösung gefunden werden. Insbesondere die Deckung des Defizits sowie die Personalsuche unter den gegebenen finanziellen Rahmenbedingungen stellten uns vor grosse Herausforderungen.» Daher musste man das Märtkafi schweren Herzens aufgeben. Aber das war für Maurice kein Grund, selbst aufzugeben. Er liebt es, Kaffee zu machen, und sein Bruder Dominique ist Bäcker. Gemeinsam bauten sie im letzten Dreivierteljahr einen Pferdeanhänger zu einem Food-Truck um, aus dem sie nun seit Ende Juni unter dem Namen «Beans & Crumbs» Kaffee und Kuchen auf dem Wochenmarkt in Affoltern verkaufen. Wie es denn bis jetzt so laufe? «Wir stehen erst am Anfang», so Maurice Keiser. Gerade seien ausserdem noch Sommerferien und daher generell weniger los. Schade sei auch, dass noch nicht alle Stammkunden zurück seien, aber da gibt der 29-Jährige sich zuversichtlich, denn: «Ein paar Stammkunden sind bereits wiedergekommen und haben sich sehr gefreut.» Und auch die Standbetreibenden selbst nehmen das Angebot in Anspruch. Stefan Heiniger, der gegenüber Gemüse und Obst verkauft, bestellt einen Kaffee. Er ist mit seinem Stand bereits seit über 30 Jahren jeden Samstag auf dem Wochenmarkt. Auch sein Vater bot hier bereits Waren feil. Ob es weniger Kundschaft habe als früher? Nicht unbedingt, aber es würden kleinere Mengen gekauft als früher. An einem klassischen Markttag habe er zwischen 100 und 120 Kunden, daher muss er, als Maurice Keiser den Kaffee aufgebrüht hat, auch gleich wieder zurück zu seinem Marktstand,

denn das Geschäft brummt beim Bauer aus Mettmenstetten. Auch Angi Stimpfl hat kaum eine freie Minute, um ein paar Worte zu wechseln. Sie verkauft seit fünf Jahren Brot am Stand vom Pöschtli Beck aus Obfelden. In diesem Jahr laufe es etwas «harzig», was schade sei, da alles regionale Produkte seien, beim Pöschtli Beck sogar alles handgemacht, aber: «Die Leute gehen halt heute eher zum Grossverteiler, wo sie alles auf einmal einkaufen

können.» Nicht so Ursula Ferrat, die sogar extra aus Bonstetten jeden Samstag auf den Markt in Affoltern kommt. «Ich möchte das unterstützen, und ausserdem gibt es hier einen Bio-Stand, der Demeter-Produkte verkauft», sagt sie, während sie das Geld zählt, das sie Angi Stimpfl für das Brot, das sie gerade einkauft, schuldet. Es sei natürlich aber nicht mehr so charmant wie früher, der Platz sei kalt. Mit ein Grund, warum sie von Affoltern nach Bonstetten umgezogen sei. «Alles, was Charme hatte, wird abgebrochen», meint Ursula Ferrat und geht weiter zum Gemüse- und Obststand des Bauernhofs Heiniger. Wer auch immer mit ihrem Stand am Wochenmarkt vertreten ist, ist Heidi Bühler-Eugster aus Hedingen. Seit 2020 bietet sie ihre Deko-Artikel und selbst gemachte Traumfänger an, zur Weihnachtszeit Adventskränze und weihnachtliche Sachen. Auch für Kinder gibt es allerlei an ihrem Stand zu entdecken. Neu hat sie das Angebot auf Blumen und Topfpflanzen ausgeweitet. Besonders Freude macht es ihr, wenn die Leute kommen und stöbern, und sie wünschte sich, der Markt wäre etwas

mehr wie ein Flohmarkt, aber: «Es ist halt ein Markt, auf dem die Leute einkaufen, was sie wirklich brauchen.» Marktstände und Marktbetreiber habe

«Ein paar Stammkunden sind bereits wieder­ gekommen und haben sich sehr gefreut.» Maurice Keiser, Verantwortlicher Hospitality KulturAffoltern

es weniger als früher. Hat das Interesse am Markt denn generell abgenommen? Nicht unbedingt, findet Heidi BühlerEugster, gerade die älteren Leute seien dankbar, hier ihre Lebensmittel einkaufen zu können und dafür nicht in einen Coop oder Migros gehen zu müssen.

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Dienstag, 11. August 2026

Zwei Tage, eine Rampe, maximaler Spass Das Rampe Openair in Hausen findet am 21. und 22. August statt

Am Rampe Openair wird auch dieses Jahr ein vielseitiges Programm geboten. (Bild zvg) Vom Säuliamt bis nach Ghana, von funkigen Grooves bis zu – im besten Sinne des Wortes – hässigem Techno, von früh bis spät: Am Freitag, 21., und Samstag, 22. August, wirft sich das Weisbrod-Areal in Hausen wieder in Schale, denn es ist wieder Zeit für das Rampe Openair! Eröffnet wird am Freitagabend um 18 Uhr von Nina Valotti und ihrem Mundart-Indie-Pop. Weiter geht es mit lokalen Grössen der Limmatstadt mit Migi & Rubén und funky Rap, der nach lauem Sommerabend klingt. Stevo Atambire & World Citizen bringen dann ghanaische Klänge mit Bläsern, treibenden Beats und ausgefeilten Instrumenten auf die Bühne, bevor Utopia in Space mit psychedelischen Grooves und ordentlich Schlagzeug nachlegen. Zum

Abschluss testet DJ Callo dann nochmals, wie viel Bass man tatsächlich aus den Boxen kriegt. Das Samstagsprogramm startet sanfter: Ab 14 Uhr bringt Professor Bummbastic Kinderaugen zum Staunen und Erwachsene an den ErklärungsAnschlag – es chlöpft und tätscht, natürlich im Namen der Wissenschaft. Anschliessend übernimmt Silberbüx, sodass die ganze Familie das Tanzbein schwingen kann. Den Abend läuten Bob Meier & the Nailers mit Bläsern und wohl der einen oder anderen Hommage ein. Nanny State bringt Bluesrock, bis der Rocksteady von Los Billtones übernimmt. Danach darf das dänische Elektro-Duo Roya auf die Bühne, bevor Malaka Hostel mit Mundharmonika und Kontrabass «Glo-

bal Umpa» nach Hausen bringt. Zum Schluss liefern Rose und Elina schnelle Bässe von Techno bis Psytrance. Doch am Rampe läuft nicht nur auf der Bühne viel Gutes: Auf dem Areal gibt es für Gross und Klein viel zu entdecken. Kinderschminken, Geschichten-Tipi und Henna-Tattoos, Bar und Food-Trucks gegen Hunger und Durst sowie nagelneuen Merch. Damit aber alles rundläuft, ist das OK froh um jede helfende Hand! Wer mitmachen mag, kann sich über die Website www.rampeopenair.ch anmelden.

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Ämtler Fahrer verteidigt Titel erfolgreich Moritz Schmid siegt an Eiger Bike Challenge Der diesjährige Mountainbike-Marathonklassiker in Grindelwald konnte bei besten Wetterbedingungen ausgetragen werden. Die stärksten Marathonfahrer versammelten sich letzten Samstag an der Eiger Bike Challenge 2026 in Grindelwald zum Kräftemessen vor Eiger, Mönch und Jungfrau. Bei sommerlichem Bergwetter fanden spannende Wettkämpfe über verschiedene Distanzen statt. Der anspruchsvolle Rundkurs, mit sehr steilen Aufstiegen und technischen sowie auch äusserst schnellen Abfahrten verlangte von den Fahrern volle Konzentration und maximale Ausdauer. Im Rennen über 30 km und 1400 Höhenmeter stand auch der Herferswiler Mountainbiker Moritz Schmid am Start. Bereits nach dem Start wurde das Tempo angezogen, und Schmid konnte sich mit einem deutschen Athleten vom Rest des Feldes absetzen. Kurz vor dem Bergpreis erhöhte der junge RRC-Amtfahrer das Tempo und konnte sich die Bergpreisprämie sichern. Die so entstandene Lücke zu seinem Verfolger konnte er in der darauffolgenden schnellen Abfahrt konservieren. Im nachfolgenden zweiten grossen Anstieg Richtung Kleine Scheidegg/ Brandegg konnte Moritz seinen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz ausbauen. In diesem sehr sonnenexponierten Aufstieg musste auch er die letzten Energiereserven anzapfen, um den Rhythmus hochhalten zu können. Die darauffolgende Abfahrt und den kurzen, sehr steilen Schlussaufstieg konnte er, im Wissen um seinen grossen Vorsprung, geniessen. Mit über fünf Minu-

Moritz Schmid siegte mit über fünf Minuten Vorsprung. (Bild zvg) ten Vorsprung auf den Zweitplatzierten gelang ihm auch dieses Jahr ein sehr gutes Rennen auf dieser Strecke. Nun gilt es, die gute Form mitzunehmen an die kommenden Wettkämpfe. Diese sind in 2 Wochen der Grand Raid Cristalp im Wallis sowie eine Woche später der Nationalpark-Bikemarathon im Engadin. Moritz-Schmid-Fanclub

Manuela Bär, Rampe-OK Rampe Openair, Freitag, 21., und Samstag, 22. August, Weisbrod-Areal, Hausen

Mit Bachkantaten und italienischer Chormusik in eine neue Ära Offene Proben mit dem Singkreis Bezirk Affoltern Die Probe vom 17. August wird für den Singkreis Bezirk Affoltern ganz besonders sein: Zum ersten Mal leitet nämlich der neue Chorleiter, Dirigent und Sänger Chasper-Curò Mani die Chorprobe. Mani wird mit dem Singkreis als Erstes zwei Bachkantaten einstudieren. Die Kantaten «Schwinget freudig euch empor» und «Herz und Mund und Tat und Leben» werden dann am Adventskonzert vom 28. November in Mettmenstetten aufgeführt. Ab den Herbstferien singt der Singkreis zwei Meisterwerke der italienischen Chorliteratur: die «Messa di Gloria» von Giacomo Puccini und das

«Stabat Mater» von Gioachino Rossini. Beide Werke werden Mitte Juni aufgeführt. Der Singkreis Bezirk Affoltern freut sich auf Verstärkung in allen Stimmlagen und besonders auf neue Tenöre. An zwei offenen Proben können interessierte Sängerinnen und Sänger mitsingen und Probenluft schnuppern. Am Montag, 17. August, stehen die Bachkantaten im Mittelpunkt. In der offenen Probe vom Montag, 19. Oktober, taucht der Chor dann in die italienische Musik von Puccini und Rossini ein. Geprobt wird jeden Montag (ausser in den Schulferien) von 20 bis 22 Uhr im Singsaal des Schulhauses Zwillikon, da-

zwischen üben die Sängerinnen und Sänger für sich zu Hause. An Probentagen und -wochenenden hat der Chor die Gelegenheit, die Werke musikalisch auszugestalten. Interessierte Singende melden sich bitte für die offenen Proben per E-Mail oder Telefon bei der Präsidentin, Regula Klee-Hauser. Sie erteilt auch gerne weitere Auskünfte. Singkreis Bezirk Affoltern Offene Proben: 17. August und 19. Oktober, 20 Uhr, Singsaal Schulhaus Zwillikon. Kontakt und Anmeldung: regula.klee@singkreisaffoltern.ch, Telefon 079 725 62 10. www.singkreisaffoltern.ch

Gross und Klein unterhielten sich im letzten Jahr bestens. (Bild zvg)

Die Obfelder Dorfbeiz kehrt zurück! Am Samstag, 22. August, ist es so weit

Der Singkreis Bezirk Affoltern freut sich auf Verstärkung in allen Stimmlagen und besonders auf neue Tenöre. (Bild zvg)

Letztes Jahr wurde durch eine Gruppe von Obfelderinnen und Obfeldern eine temporäre Dorfbeiz auf dem Begegnungsplatz Postareal ins Leben gerufen. Der Andrang der Gäste liess dieses Ereignis zu einem Erfolg werden, bei dem sich Gross und Klein bestens unterhalten haben. Die vielen lachenden Gesichter und die spannenden Gespräche zeugten davon, dass der Platz seinem Namen als Begegnungsplatz mehr als gerecht wurde. Solch ein Erfolg ruft nach einer Wiederholung. Bereits während des Anlasses und auch danach wurden die Organisatorinnen und Organisatoren gefragt, wann die Dorfbeiz wieder Gäste empfangen würde. Bei so vielen positiven Reaktionen fiel es leicht, den Entschluss zu fassen, die Dorfbeiz «Zu den

fünf goldenen Ähren» auch dieses Jahr wieder für einen Tag herauszuputzen und der Bevölkerung allerlei kulinarische Köstlichkeiten anzubieten. Am Samstag, 22. August, wird die Dorfbeiz wieder zum Leben erweckt. Von 11 bis 17 Uhr wird es auf dem Begegnungsplatz Postareal (beim VOI) syrische Spezialitäten von Syrian Catering, leckere Würste der Metzgerei Stocker und frische Crêpes, Kuchen und Kaffee der O2-Jugend geben. Vorbeikommen, Bekannte, Freundinnen und Freunde treffen und eine wunderbare Zeit auf dem Begegnungsplatz verbringen. Das Team der Dorfbeiz freut sich auf zahlreiche Besuchende. Milan Pechous, Obfelden


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Sport

Dienstag, 11. August 2026

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Bitterer Saisonauftakt für FCWB Fussball, 1. Liga, Gruppe 3: FC Dietikon – FC Wettswil-Bonstetten 1:0 (1:0) Der FC Wettswil-Bonstetten startet mit einer 0:1-Niederlage beim FC Dietikon in die neue Saison. Bereits die Ausgangslage versprach eine besondere Partie: Erst vor wenigen Wochen hatte der FC Dietikon den FCWB im letzten Spiel der vergangenen Saison bezwungen und damit verhindert, dass die Scholz-Elf an den Aufstiegsspielen teilnehmen konnte. Entsprechend viel Brisanz lag trotz Saisonauftakt in dieser Begegnung. Dazu kamen hochsommerliche Temperaturen und ein äusserst schlechter Rasenplatz, der nicht wirklich erstligatauglich war. Gerade auf diesem Niveau sollte ein einwandfreier und bespielbarer Rasen eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein.

Rückstand und vergebliche Reaktion Die Partie begann mit gegenseitigem Abtasten. Bei den hohen Temperaturen und den schwierigen Platzverhältnissen wollte keine Mannschaft früh den ersten grossen Fehler machen und einem Rückstand hinterherlaufen. So entwickelte sich in der Anfangsphase viel Mittelfeldgeplänkel, geprägt von zahlreichen Ballverlusten auf beiden Seiten. Keinem der

beiden Teams gelang es, sich einen entscheidenden Vorteil zu verschaffen oder gefährliche Torchancen herauszuspielen. In der 36. Minute war es dann eine Unaufmerksamkeit im WB-Strafraum, welche die Gastgeber durch Dubosclard eiskalt ausnutzten. Nach einem verlorenen Zweikampf musste sich die ScholzElf erstmals in dieser Saison geschlagen geben. WB versuchte anschliessend sofort zu reagieren, übernahm etwas mehr Ballbesitz und kam zu mehr Spielanteilen. Etwas Zählbares wollte bis zur Pause jedoch nicht mehr herausspringen.

WB drückt – Dietikon hält stand Nach dem Seitenwechsel zeigte sich der FCWB deutlich verbessert und übernahm zunehmend das Kommando. Die Gäste hatten wesentlich mehr Ballbesitz, drückten Dietikon tief in die eigene Hälfte und kamen immer wieder zu guten Abschlusspositionen. Die Heimelf wusste allerdings, wie sie mit Kontern gefährlich werden konnte. Gleich zweimal erwischten die Dietiker den FCWB über die rechte Angriffsseite. Nach einer misslungenen Abwehraktion konnte die Heimelf dabei einen Elfmeter heraus-

WB verpasste den Ausgleich knapp, hier scheitert Lenny Burgardt an Keeper Matthias Grob. (Bild Kaspar Köchli) holen. Thaler bewahrte seine Mannschaft jedoch mit einer bravourösen Parade vor dem 0:2. WB powerte weiter und versuchte alles, um den verdienten Ausgleich zu erzwingen. Dietikon zog sich immer weiter zurück, verteidigte mit grossem Einsatz und lauerte auf weitere Kontermöglichkeiten. Trotz der klaren Feldüberlegenheit fehlte dem FCWB jedoch weiterhin die letzte Kon-

sequenz im Abschluss. Tief in der Nachspielzeit bot sich dann nochmals die grosse Chance zum Ausgleich. Doch auch diesmal wollte es nicht gelingen: Der Dietiker Schlussmann parierte erneut und hielt damit den Sieg seiner Mannschaft fest. Damit startet der FC Wettswil-Bonstetten mit einer bitteren 0:1-Niederlage in die neue Saison. Trotz deutlicher Steigerung in der zweiten

Halbzeit und grossem Einsatz blieb die Belohnung aus. Luca Studer, FCWB Matchtelegramm: Acumax-Arena, Dornau, Dietikon. FCWB: Thaler; Brunner, Waser (73. Burgardt), Loosli, Brüniger, Studer (60. Bellis), Centoducato, Hager (73. Öner), Stettler (60. Petrovic), Peter, Holder, 37. Dubosclard 1:0

In der Seifenkiste mit dem Sonnenschein um die Wette fahren 62. Grand Prix im Seifenkistenrennen am 15. August in Rossau Pünktlich um 10 Uhr am Samstagmorgen wird der erste Start des nunmehr 62. Grand Prix im Seifenkistenrennen erfolgen. Die zwei weiteren Läufe starten dann um 13 Uhr und 15 Uhr. Die Rangverkündigung für die mehr als 80 erwarteten Fahrer ist für 18 Uhr geplant. In den insgesamt drei Läufen und in vier verschiedenen Kategorien werden die besten Fahrer ermittelt, welche am schnellsten die anspruchsvolle Strecke zwischen Hauptikon und Rossau mit ihren Hindernissen und Schikanen hinunterfahren können.

Teilnehmen und starten dürfen alle im Alter von 7 bis 16 Jahren. Wer keine eigene Seifenkiste hat, kann in einer vom Verein kostenlos zur Verfügung gestellten Schnupperkiste den Berg herunterdüsen. Es braucht nur etwas Mut und Geschick. Mitbringen sollten die Teilnehmer lange Kleidung, Handschuhe und, wenn möglich, einen Helm. Die Anmeldung erfolgt auf der Webseite des SC Rossau unter: gp.rossau.ch. Während des gesamten Renntages sorgt die Festwirtschaft am Alten Schulhaus für das kulinarische Wohl aller

Es braucht etwas Mut und Geschick, mehr nicht.

Gäste und Teilnehmenden. Zum Ausklang des Abends lädt der Sportclub alle Teilnehmer und Zuschauer zum altbekannten Kistenfest ein, um die Sieger gebührend zu feiern. Während des Renntages ist die Strasse zwischen Rossau und Hauptikon für den Verkehr gesperrt. Ines Geyer, OK Seifenkistenrennen 62. Grand Prix Seifenkistenrennen, Samstag, 15. August, ab 10 Uhr, Rossau. Anmeldung und weitere Infos auf www.gp.rossau.ch

Die alte Startrampe. (Bilder zvg)

Um Kosten zu sparen, haben die Mitglieder des Streethockey-Clubs BonstettenWettswil (SHCBW) die Kunststoffplatten selbst verlegt. (Bild Claudia Eugster)

Mit anpacken, um Kosten zu sparen SHCBW verlegt neuen Plastikplatz selbst Ursprünglich sei Streethockey auf der Strasse gespielt worden, erklärt Federico Benelli. «Darum sind auch die Spielfelder lange Zeit traditionell auf Asphalt angelegt worden», so der Präsident von Streethockey Bonstetten-Wettswil. Inzwischen habe sich der Sport aber weiter entwickelt und es werde immer mehr auf Plastikbelag gespielt. Der Kunststoff mache das Spiel schneller und dynamischer. Es sei zudem gelenkschonend und wirtschaftlicher für die Ausrüstung. Den SHC Bonstetten-Wettswil gibt es seit 1995. Im Jahr 2011 konnte der SHCBW dank einem gemeinsamen Projekt mit dem FC Wettswil-Bonstetten in die Sportanlage Moos in Wettswil umziehen. Nach rund 14 Jahren war der Platz veraltet und er musste ausserdem vergrössert werden, um dem Reglement zu entsprechen. «Wir nutzten die Chance, die der Platzumbau bot, um gleich

auch den Belag zu modernisieren», sagt Benelli, während er eigenhändig eine Kunststoffplatte verlegt. Der Platz kostete rund eine halbe Million Franken, welche durch die Gemeinden Wettswil, Bonstetten und Stallikon, den kantonalen Sportfonds, Sponsoren und die Mitglieder des SHCBW zusammengekommen sind. Ein Teil davon sind zinslose Darlehen, die der Verein zurückzahlen muss. Selbstverlegen des Plastikplatzes spart Kosten. Auch die alten Banden wurden darum eigenhändig abgebaut und der Unternehmer, welcher die Banden lieferte, wurde beim Aufbau unterstützt. Nun ist der neue Streethockey-Platz aber fertig gestellt und bespielbar und das ist doch ein Grund zum Feiern. «Am 12. September findet ein Plauschturnier zur Einweihung des Platzes statt», freut sich Präsident Federico Benelli. (cle)

Das Curlingteam der Stallikerin Ladina Ramstein «gewinnt» 1000 Franken Bei den aktuellen Temperaturen verschwendet wohl kaum jemand einen Gedanken an Wintersport in einer eiskalten Halle. Und doch rückt der Start in die neue Curlingsaison immer näher. Am 20. September wird beispielsweise die Urdorfer Curlinghalle die Türen bereits wieder öffnen. Gut sechs Wochen vor dem Startschuss verbuchten die Limmattaler Nachwuchscurler mit der Ämtlerin Ladina Ramstein einen ersten Erfolg. Aus den Händen von Christoph Frei, Geschäftsführer von Emil Frey Lexus Schlieren, durfte Ladina Ramstein

vom Team Limmattal-Wetzikon – notabene die amtierenden JuniorinnenSchweizer-Meister – einen Check in der Höhe von 1000 Franken entgegennehmen. Der Grund: Das jeweilige Siegerteam der Zürcher Lexus Superliga und Kantonalmeisterschaft der Erwachsenen gewinnt für seine Nachwuchsabteilung diesen Betrag. Und da im vergangenen Winter das CCL-Team von Skip Claudio Pescia das beste war – notabene vor der zweiten Limmattaler Equipe des Bonstetters Skip Andrin Schnider – gehen

die 1000 Franken heuer nach Urdorf. Ladina Ramstein wurde begleitet von ihren Teamkolleginnen Anikò Székely und Zoe Schwaller. Zusammen mit der abwesenden Jana Soltermann sicherte sich das Juniorinnen-Quartett im vergangenen Winter unter anderem den Sieg an der European Juniors Curling Tour, den Schweizer Meistertitel mit Berechtigung, die Schweiz an den Nachwuchs-Weltmeisterschaften im schottischen Aberdeen zu vertreten. Philipp Locher

Christoph Frei, Geschäftsführer von Emil Frey Lexus Schlieren, übergibt den Check an Ladina Ramstein, Anikò Székely und Zoe Schwaller. (Bild zvg)


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Sport

Dienstag, 11. August 2026

Bike-Camp sorgte für begeisterte Kinder 64 Kinder erlebten vier abwechslungsreiche Tage auf dem Bike Vier Tage lang drehte sich auf dem Sportzentrum Schachen in Bonstetten alles ums Biken. Die 6- bis 15-jährigen Kinder verbesserten ihre Fahrtechnik und erlebten gleichzeitig echtes Lagerfeeling. Von 9.30 bis 16 Uhr erwartete die Teilnehmenden täglich ein abwechslungsreiches Programm mit zwei Trainingseinheiten, geleitet von einem motivierten und bestens ausgebildeten Trainerteam. Spielerisch arbeiteten die Kinder an ihrer Koordination und Fahrtechnik. Ob Slalomfahren, das Balancieren über Hindernisse, spannende Stafetten oder erste Versuche mit verschiedenen Bike-Tricks – die vielseitigen Übungen sorgten für Begeisterung und sichtbare Fortschritte. Dank individueller Betreuung und wertvoller Tipps konnten alle Teilnehmenden ihre Fähigkeiten Schritt für Schritt verbessern. Auch abseits der Trainings war bestens für das Wohl der Kinder gesorgt: Die Primarschule Bonstetten servierte täglich ein ausgewogenes Mittagessen, während abwechslungsreiche Pausen- und Mittagsprogramme für Erholung, Spiel und Austausch sorgten. Das Sportzentrum Schachen bot dem MS-Sports-Bike-Camp in Bonstetten ideale Voraussetzungen. Die ver-

ningseinheiten kamen bei den Kindern bestens an. «Mein Highlight war das Trailfahren», berichtete Chiara (10) aus Bonstetten. Der Spass stand während des gesamten Camps stets im Mittelpunkt. Gleichzeitig erzielten die Teilnehmenden grosse Fortschritte. «Ich

«Mein Highlight war das Trailfahren.» Chiara (10), Teilnehmerin aus Bonstetten

habe gelernt. das Gleichgewicht auf dem Bike zu halten», berichtete Ronan (11) aus Wettswil, der bereits zum fünften Mal dabei war. Auch Campleiter Domenic Vetsch zog ein positives Fazit: «Die Kombination aus motivierten Kindern, ihrem vorbildlichen Verhalten und dem tollen Trainerteam, macht das Camp zu einem unvergesslichen Ferienerlebnis.»

Die Kinder konnten vom Trainerteam einiges lernen. (Bild zvg) schiedenen Aussenplätze wurden mit mobilen Hindernissen in abwechslungsreiche Übungsparcours verwan-

delt und boten optimale Bedingungen, um die Fahrtechnik gezielt zu verbessern. Gleichzeitig ermöglichte die nahe

Umgebung, das Gelernte direkt auf den Trails anzuwenden und weiter zu vertiefen. Die abwechslungsreichen Trai-

MS Sports

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Buchstabensalat F F I R G R E U T A D

In jeder horizontalen und vertikalen Reihe, aber auch in jedem der neun Quadrate, darf jede Zahl von 1 bis 9 nur einmal vorkommen.

Ein Individuum ist eine Folge von Individuen. F F I R G R E U T A D

H N E T T E X O R V O

E I I U S E G U N F U

X A G O I R U E K N V I U M Z G R T O E S S F I T W Z L A I A B F D A T E L I O L U M P

N A L E I A N D E T A K K U T S N D N D S G G H R A I I E R U I O E L E O I M E T T I N S L M O A W O R I N I K R E V O E E H L E Z R U W N H A D R I N R D I R Z E S A O R E U E T E N V E N D U M P

R N U E N L E Z B S F

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Füllen Sie das Rätselgitter mit den Zeichen X und O vollständig aus.

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D E N D A I L E N S I N E H H A R Z E T M P

R N U E N L E Z B S F

E D N E T E R T R E Z

WATEN WORIN ZAHNSEIDE ZAHNWURZEL ZERTRETEN

In diesem Rätsel sind alle oben stehenden Wörter versteckt. Sie können sich waagrecht, senkrecht, diagonal, vorwärts, rückwärts und ineinander übergehend verbergen. Die übriggebliebenen Buchstaben ergeben ein Zitat oder Sprichwort.


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