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058_2023

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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 155 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

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AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 58 I 177. Jahrgang I Freitag, 4. August 2023

Gegenwind aus dem Kanton Zug

Schritt in Richtung Inklusion

Ein Zuger Kantonsrat hat am Mittwoch ein Postulat eingereicht, um Windkraftanlagen im Säuliamt zu bekämpfen. Seite 3

Die Paracycling-WM wird in Schottland erstmals im Rahmen der Radsport-WM ausgetragen. Mit am Start: Flurina Rigling. Seite 17

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Tatverdächtige nimmt der «Anzeiger»-Detektiv Adrian Aegerter im Ratekrimi unter die Lupe. Seite 19

Eine Liebeserklärung an Ottenbach und die Schweiz Sunnie J. Groeneveld referierte zum 1. August über Demokratie und Gemeinsamkeiten Christine häusermann «Das Schlimmste, was mir passieren kann ist, dass ich wieder zu Mami nach Ottenbach zurückkehren muss.» Sie habe aber weder Mami noch Ottenbach gefürchtet, das habe ihr Mut zur Firmengründung im Alter von 25 Jahren gegeben. Mittlerweile sind zehn Jahre vergangen, der Mut zum Risiko hat sich für Sunnie J. Groeneveld ausbezahlt. Sie ist in Ottenbach aufgewachsen, legte die beste Matura ihres Jahrgangs an der Kantonsschule Enge ab, studierte Wirtschaft an der Elite Universität Yale in den USA, gründete 2013 mit ihrem Bruder das eigene Beratungsunternehmen für digitale Transformation, sie leitet einen Studiengang an der Hochschule für Wirtschaft in Zürich, ist Autorin, Referentin, Verwaltungsrätin und sie ist Bürgerin von Ottenbach. Die Einbürgerung als damals 18-Jährige habe nicht nur sie beeindruckt, sondern auch das Auswahlgremium, das die begehrten Studienplätze an der Yale Universität vergebe. Neben ihrem Leistungsausweis habe sie im Motivationsschreiben die Aufnahme ins Bürgerrecht in Ottenbach mit der Aufnahme an die Universität in Bezug gestellt und sich auch damit ihren Studienplatz gesichert.

«Egal wie Sie wählen, aber wählen Sie!» Zu Beginn ihrer Rede dankt Sunnie J. Groeneveld den Ottenbacherinnen und Ottenbachern, dass sie sie damals eingebürgert haben. Der Referentin fliesst auf der Bühne ihrer Heimatgemeinde das Herz über. «Schön, dass mir da z’Ottebach zäme chönd diheime si.» In der ersten Reihe sitzt ihr Primarlehrer Andrea Crescionini, dank ihm könne sie schreiben und lesen, sie fühle sich geehrt als Festrednerin und platziert dann ihre erste politische Botschaft. Sie dankt allen, dass sie ihr Wahl- und Stimmrecht bei grösseren, aber auch kleineren Geschäften wahrnähmen, damit die zweitälteste, am besten funktionierende Demokratie erhalten bleibe. Egal, ob man links oder rechts wähle, entscheidend sei, dass man wähle.

unsere Selbstverständlichkeiten seien. Auch die Produkteplatzierung ihres Autoherstellers für den sie als Markenbotschafterin tätig ist, hat Platz in Sunnie J. Groenevelds 1.-August-Rede:» Der Blick ins Reusstal, wenn ich mit meinem «Beep, Modell X» auf einer Strasse ohne Schlaglöcher aus dem Bickwiler Tunnel herausfahre, das sei nach Hause kommen.» Läuft das nun unter simpler Autowerbung oder unter Offenlegung von Interessenverbindungen an einer 1.-August-Rede?

Wurzeln, Flügel und ein Wermutstropfen

In Ottenbach verwurzelt: Sunnie J. Groeneveld im Kreise ihrer Familie, beim Singen der Landeshymne. (Bild Christine Häusermann) Während ihrer Studienzeit in Amerika seien ihr Flügel gewachsen. Sie lebte mit jungen Menschen aus aller Welt zusammen und habe gelernt, dass die Unterschiede im Vergleich zu den Gemeinsamkeiten verschwindend klein seien. In Zeiten der Polarisierung auf die Willensnation Schweiz bezogen, mit ihren vier Landessprachen und den 2,1 Mio. Ausländerinnen und Ausländern hiesse das, dass wir in den Gemeinsamkeiten viel mehr vereint seien als in den Unterschieden. Sunnie Groeneveld lächelt verschmitzt und fügt an, dass die Ottenbacher mit ihrer Reussbrücke zwischen dem reformierten Zürich und dem katholischen Aargau das schon lange verstanden hätten. «Ich jogge auf der einen Reussseite hinunter und auf

Jugend kommt zu Wort

der andern wieder hinauf und auf beiden Seiten ist es schön.»

Erfolgsmodell Schweiz stabil halten Bei allen Unterschieden und dem Föderalismus, sei Stabilität aber ganz zentral und elementar für das Funktionieren der Demokratie und das gehe nur mit Konkordanz, Kollegialität, Zusammenstehen und Zusammenbleiben, auch wenn man nicht hundert Prozent einverstanden oder gleicher Meinung sei. Brot in bester Qualität, reines Leitungswasser, Handel auf ehrlicher Vertrauensbasis, sich jederzeit sicher im öffentlichen Raum bewegen zu können, Strassen ohne Schlaglöcher – auf Reisen merke man, wie nicht selbstverständlich

Flügel eröffneten uns neue Horizonte und Perspektiven, Wurzeln erinnerten uns, wofür es sich lohne, standhaft zu sein. Die richtige Balance sei entscheidend, zu viele Wurzeln würden uns träge machen, unbeweglich und schwerfällig, seien die Flügel zu ausgeprägt, würden wir rastlos, abgehoben und oberflächlich. Nach dem grossen Applaus für die Festrednerin wird der Schweizerpsalm angestimmt, vielen Feministinnen kommen die Worte nicht über die Lippen, Sunnie J. Groeneveld singt mit. Redner kommen und gehen, viele Mitwirkende engagieren sich jedes Jahr mit vollem Einsatz, um die gut besuchte Veranstaltung zu bewältigen und der Politik eine angemessene Bühne zu bereiten. Vorneweg Kultur Ottenbach und der Gemeinderat. Die Pontoniere stellen das Festgelände und die Wirtschaft, der Männerturnverein, bietet ihren Verkaufsschlager, die gebackenen Fische an und die Spielgemeinschaft Ottenbach/ Mettmenstetten stellt das Kuchenbuffet und sorgt für Stimmung mit einem einstündigen Konzert vor der Rede. Dieses Jahr konnten sie die renommierte Dirigentin Rägle Brawand als Aushilfe verpflichten. Dass sie neuerdings für den Auftritt nur mit einem Getränkebon belohnt werden, kommt vielen Musikanten in den falschen Hals. Manche gehen deshalb lieber hungrig nach Hause als sich vor Ort zu verpflegen.

Impressionen Seite 6 und 7

Am Dorfbach verweilen

Sportlerinnen referierten zum 1. August

Neuer Zugang zum Haselbach geplant

Die Schweiz hat am Dienstag Geburtstag gefeiert. Auf der Rütliwiese, dem mythologischen Geburtsort der Eidgenossenschaft, stand diesmal die Jugend im Mittelpunkt. Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider sprach in ihrer Rede vom Drang der Jugend, die Welt zum Besseren zu verändern. Und sie sprach den Jugendlichen dabei Mut zu, ihre Vision der Schweiz zu verwirklichen. Einige Ämtler Gemeinden sind gar noch einen Schritt weiter gegangen, sie haben sich nicht nur zur Jugend

Der Haselbach in Knonau soll einen weiteren direkten Zugang bekommen, damit die Bevölkerung dort verweilen kann. Das teilt der Gemeinderat mit. Ein ökologisch vielfältiger Bachlauf im Dorf kern wertet den Freiraum für die Anliegenden und für die ganze Bevölkerung auf. Bereits seit 2015 sind im Gestaltungskonzept Dorf kern weitere Bachaufwertungen vorgesehen. Beim nun geplanten Zugang sind naturnahe Elemente, wie Steinblöcke, Kies und Sträucher angedacht. Das Amt

bekannt, sondern ihr eine Plattform geboten. So referierte in Wettswil die erst 13-jährige Schweizer Kart-Meisterin Chiara Bättig über den Rennsport, aber auch Zusammenhalt und Respekt. Und auch Aeugst liess eine junge Sportlerin zu Wort kommen: Die 23-jährige Leichtathletin Alina Sönning berichtete über den Sport als Lebensschule und ihre Entwicklung vom eher schüchternen Mädchen zur Spitzenläuferin. (red)

Seite 5

für Abfall, Wasser, Energie und Luft (Awel) unterstützt das gemäss Gestaltungskonzept beabsichtigte Projekt, wie die Gemeinde Knonau schreibt. Für die geplante Bachaufweitung mit Zugang zum Haselbach hat der Gemeinderat zulasten der Investitionsrechnung 2023, einen Kredit von 20 000 Franken (inkl. MwSt.) bewilligt. Das geplante Vorhaben wird in enger Zusammenarbeit mit dem Awel erfolgen. (red)

Seite 11

«Bleiben Radfahrer auf dem Weg, werden Wildtiere nicht gestört.» Paul Erni, Wildhüter Affoltern

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(Bild Sandra Claus)

Der Ball rollt wieder Morgen startet die Fussballsaison 2023/24 in der 1. Liga. Der FC Wettswil-Bonstetten kickt im ersten Saisonspiel gegen den FC Tuggen. Der Kader der Ämtler ist bis auf kleine Rochaden zusammengeblieben. Anpfiff der Partie ist um 18 Uhr. (red)

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