CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 155 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG
Unerwartetes Ereignis? Unser Physiotherapie-Team hilft dir gerne wieder auf die Sprünge. GESUNDHEITSZENTRUM GUT www.gut-tut-gut.ch AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 57 I 177. Jahrgang I Freitag, 28. Juli 2023
Schulhausbau auf Kurs
Wohnen in einer Fabrikhalle
In Hausen entsteht ein neues Primarschulhaus. Ende Jahr soll es fertig und bis Februar 2024 bezugsbereit sein. Seite 9
Die Sommerserie «Bauten und Menschen» vermittelt heute Einblick in eine Loft-Wohnung in Obfelden. Seite 11
Sie hat es im Griff
Frauen am Ball
Säuliämtler Boulderin Petra Klingler klettert ab dem 3. August an der Heim-WM in Bern Luc MüLLer Am kommenden Donnerstag greift die Bonstetterin Petra Klingler bei der Sportkletter-WM in Bern wortwörtlich in den Wettkampf ein. Dann wird sie an der Heim-WM, auf die sie sich schon lange gefreut hat, als Teil der Schweizer Nationalmannschaft in den Boulder-Wettkampf einsteigen. «Aus strategischen Gründen starte ich nur in der Boulderdisziplin», erklärt die 31-Jährige im Gespräch mit dem «Anzeiger». Die Qualifikation für das Women’s Boulder dauert am 3. August von 16 bis 22 Uhr und wird in der Curlinghalle auf dem Expo-Gelände in Bern durchgeführt. Am 5. August findet am gleichen Tag das Halbfinale (10 bis 12.30 Uhr) und das Finale (18.30 bis 20.30 Uhr) in der Postfinance Arena statt. Bouldern bedeutet Klettern ohne Seil bis zu einer Höhe von 4,5 Metern. Es müssen vier beziehungsweise fünf sogenannte «Boulderprobleme» mit komplexen Einzelzügen und komplizierten Bewegungsabläufen in einer vorgegebenen Zeit bewältigt werden. Ziel ist es, den Topgriff, also den obersten Griff, mit beiden Händen zu halten.
Boulderfieber im Appenzell entfacht In der bisherigen Saison gab es immer wieder Verletzungen. Doch an der HeimWM geht Petra Klingler mit gutem Gefühl an den Start. «Ich bin ready und fühle mich fit», erklärt sie. Wie es ist, BoulderWeltmeisterin zu werden, weiss sie. 2016 holte sie sich den Titel in Paris. «Damals war ich im Flow. Ich hatte Freude am Klettern und das nötige Selbstbewusstsein. Der Körper wusste genau, was zu tun ist. Ich war ganz bei mir.» Auf das Saison-Highlight hat sich Petra Klingler ganz speziell vorbereitet. Sie hat sich eine eigene Kletterwand, die sich durch Crowdfunding finanziert hat, mit bis zu 900 aufgeschraubten Griffen angeschafft. Die steht in Appenzell, wo ihr Freund wohnt, im Untergeschoss einer Scheune. «Der Besitzer war früher Kunstturner und hat mich sofort unterstützt.» Dass der Säuliämtler Boulder-Star die letzten Monate vor Ort in Appenzell trainiert hat, führte gleich dazu, dass dort der erste Boulderverein gegründet
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-mal im Jahr kann man im Repair Café Affoltern mit Profis defekte Dinge reparieren. Seite 13
Die Frauen Fussball-WM begeistert derzeit weltweit die Fans. Auch in Hausen blickt Thomas Irminger ab und zu nach Neuseeland und Australien, von wo die Spiele im Fernsehen gezeigt werden. Irminger ist Präsident des FC Hausen und gleichzeitig trainiert er das dortige Frauenteam, das in der 3. Liga spielt. «Der Frauenfussball hat sich in den vergangenen Jahren stark weiterentwickelt. Das technische Niveau an der WM ist hoch», schwärmt er. Auch Valentina De Luca, die für die Frauen des FC Hausen auf Torejagd geht und die Junioren trainiert, ist begeistert von der Frauenfussball-WM. «Es gibt dort tolle Spielzüge zu sehen», sagt sie. (red.)
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Petra Klingler wurde 2016 in Paris Weltmeisterin im Bouldern – nun soll in Bern ein weiterer Coup gelingen. (Bild zvg) wurde. Jeden zweiten Tag gibt sie jetzt im Training noch Vollgas: Krafttraining mit Hanteln, Klimmzüge oder Fingertraining stehen an. Dazwischen gibt es einen Ruhetag, wobei sie auch dann noch schnell für eine Stunde aufs Rennvelo sitz oder joggt.
Notizen nach dem Training An ihrer individuellen Kletterwand trainiert sie stundenlang Grifffolgen. «Ich erarbeite mit eine Palette an Möglichkeiten. Ich habe sozusagen einen Werkzeugkoffer, den ich im Wettkampf dann anwende», sagt Klingler. Hier in Appenzell trainiert sie alleine, wobei sie ihre Klettertrainings auch auf Video aufnimmt und analysiert. «Nach den Trainings mache ich mir jeweils Notizen und schreibe auf, was besonders gut lief oder was ich gelernt habe. Diese Analyse ist wichtig und hilft mit auch mental, wenn ich beim Wettkampf nochmals Abläufe an der Wand im Kopf durchgehe.» Zudem trainiert sie mit der Schweizer Nationalmannschaft im Leistungszentrum Biel, wo sie von Trainern unter-
stützt wird. «Ich habe zwar eine lange Erfahrung, aber ein Feedback von aussen und der Austausch mit den anderen Athletinnen und Athleten helfen mir», betont Klingler. Die Boulderwand, an der sich die WM-Teilnehmerinnen nun hochhangeln, war bisher schon am Weltcup in Meiringen im Einsatz – nun steht sie im Leistungszentrum in Biel. «Für die WM werden jetzt neue Griffe an diese Wand montiert. Diese sehe ich zum ersten Mal an der Qualifikation», sagt Petra Klingler. Jeweils rund eine Stunde vor dem Wettkampf müssen sich die Athletinnen in einem separaten Raum versammeln und bleiben dort, bis sie an die Wand dürfen. So soll verhindert werden, dass die Athletinnen die Boulder vorher sehen können. «Diese Zeit nutze ich vor allem zum Aufwärmen. Im Raum gibt es auch eine Kletterwand, an der man sich vorbereiten kann», verrät Petra Klingler. Ihre Gegnerinnen hat sie im Vorfeld nicht studiert. «Ich kann sowieso nur meine Leistung beeinf lussen. Ich konzentriere mich ganz auf mich.» Nach
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der Qualifikation an der WM in Bern hat sie einen Tag frei, bis danach das Halbfinale und das Finale folgen. An dem Tag dazwischen wird sie in Bern im Teamhotel wohnen. «Die Heim-WM ist sehr speziell für mich. Ich habe selber acht Jahre in Bern gewohnt. Zudem werden viele Freunde und Bekannte am Wettkampf vor Ort sein und mich anfeuern.»
2024 nach Olympia ist Schluss In Bern wird Petra Klingler, die im Alter von zwölf Jahren zum ersten Mal einen Wettkampf beim Sportklettern gewann, ihre letzte WM bestreiten. Nach den Olympischen Spielen 2024 in Paris wird sie zurücktreten, wie sie im Juli bekannt gab. Um diese zu erreichen, werde sie nochmals vollen Einsatz geben. Sie sei fest entschlossen, ihre Karriere mit einem weiteren Auftritt auf der Olympischen Bühne zu krönen. Schon 2020 war sie an den Olympischen Spielen in Tokio dabei. Doch zunächst will Petra Klingler in Bern brillieren – das Säuliamt und die ganze Schweiz drücken ihr die Daumen.
E-Mails an den Stadtrat
Von Affoltern nach Bitsch
Für 350 der 500 städtischen Mitarbeitenden reduziert sich am April 2024 womöglich die Arbeitszeit. Ihre Arbeitgeberin, die Stadt Affoltern, plant eine 38-Stunden-Woche einzuführen. Die Idee sorgt für Aufregung. Verschiedene Kreise haben sich bereits zu Wort gemeldet, nun ist auch das Gewerbe in die Offensive gegangen. Die Realität bei den KMU im Bezirk sei eine ganz andere, sagt Thomas Naef, Leiter der Mobiliar Generalagentur Affoltern und Präsident des AGV Bezirk Affoltern: In etlichen
Seit bald zwei Wochen brennt oberhalb von Bitsch im Oberwallis der Wald. Und das so richtig: Von 100 Hektaren verbrannter Waldfläche ist die Rede – das entspricht 140 Fussballfeldern. Für die Nachlöscharbeiten erhalten die Feuerwehrleute vor Ort nun Verstärkung, seit Mittwoch aus dem Unterwallis, gestern Donnerstag sowie heute Freitag aus der übrigen Westschweiz und ab morgen Samstag auch aus der Deutschschweiz. Der Kanton Zürich will zehn Feuerwehrleute ins Wallis schicken – je zwei
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Gewerbe wehrt sich gegen 38-Stunden-Woche Unterstützung für den Waldbrand-Einsatz Handwerksbetrieben sei die 43- oder 42-Stunden-Woche noch der Normalfall, sagt er. «Bereits eine 41-Stunden-Woche liegt für sie aus finanziellen Gründen momentan ausser Reichweite.» Die Betriebe müssten diese Zusatzkosten, die durch tiefere Arbeitszeiten und mehr Personal entstehen, auf die Kundschaft abwälzen. Was nicht möglich sei. Deshalb versuchen sie nun, den Stadtrat mit E-Mails umzustimmen. (lhä)
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aus jedem seiner insgesamt fünf Waldbrand-Stützpunkte, somit auch zwei aus Affoltern. Der Entscheid sei am Mittwochabend, kurz vor 22 Uhr gefallen, so Luana Maggetti, Leiterin der Waldbrand-Gruppe der Feuerwehr Affoltern. Die Waldbrand-Spezialisten aus dem ganzen Kanton werden am Samstagmorgen nach Bülach einrücken und von dort ins Wallis fahren, wo sie dann bis und mit Montag im Einsatz stehen. (tst.)
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