Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 23 532 I AZ 8910 Affoltern a. A.
aus dem bezirk affoltern I Nr. 57 I 166. Jahrgang I Dienstag, 23. Juli 2013
Mehrheitsfähig
Naturkunde
Positive Reaktionen auf die modifizierte Spitalvorlage. > Seite 3
Viel Interesse am Ranger-Tag vom vergangenen Sonntag am Hochwachtturm. > Seite 3
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Strassenbau Am Wochenende bekommt die Reppischtalstrasse am Türlersee einen neuen Belag. > Seite 5
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Kanti Säuliamt? Mittelschulquote: SP-Kantonsrat Moritz Spillmann geht den Ursachen auf den Grund. > Seite 7
Ein Stein, ein Film und Walter Andreas Müller Nachsynchronisation für Kinofilm in einem Affoltemer Studio Walter Andreas Müller, bestbekannter Schauspieler, GlobiStimme, Kabarettist, Radiomoderator und Parodist, synchronisierte in den Black Mountain Studios, Affoltern, seinen Part im Kinofilm «Tyfelstei» von Regisseur Chris Bucher. ................................................... von urs e. kneubühl Ganz schön heiss sei es ihm zeitweise geworden, meint Walter Andreas Müller (WAM). «Nicht wegen meiner zwielichtigen Nebenrolle als Pfarrer im rätselhaften neuen Kinofilm von Schauspieler-Regisseur Chris Bucher, sondern weil die Temperaturen im Tonstudio immer im Sommerhitzebereich sind.» Das ist am vergangenen Samstag auch im Black Mountain Studio von Matthias Schmidlin, an der Industriestrasse 18 in Affoltern, nicht anders. WAM schwitzt im «Kasten», während ihm Tonmann Schmidlin und Regisseur Bucher Anweisungen geben,
ihn die Sprechfragmente jeweils einige Male wiederholen lassen, bis der zeitliche Gleichlauf zwischen Bild und Ton perfekt stimmt. Der bekannte Schauspieler, Kabarettist, Hörspielsprecher, Radiomoderator und Parodist spielt in Buchers Kinofim «Tyfelstei» eigentlich nur eine Nebenrolle, dennoch kniet er sich richtig rein in die Nachsynchronisation. Die Produktion des abendfüllenden Mystery-Thrillers, zwischen Dezember 2010 und Juli 2011 in der Umgebung von Uri, Luzern und der Leventina gedreht, befindet sich in den letzten Zügen. Der Film soll gegen Ende Jahr in die Kinos kommen. Walter Andreas Müller, der die junge Crew mit seinem Gastauftritt ohne Gage unterstützt, freut sich darauf: «‹Tyfelstei› wird ein toller Kinofilm, der im Kern auf alten Zentralschweizer Sagen basiert, aber in der heutigen Zeit spielt. Wir haben alle hart und hoch professionell gearbeitet, und es hat unglaublich Spass gemacht.» ................................................... > Bericht auf Seite 10
Sackmesser Der Ausflug des Gewerbevereins Oberamt führte zu Victorinox nach Brunnen. > Seite 9
«Gibel-Paul» gestorben Er hat erreicht, was bisher noch keinem Vertreter des Schwingclubs am Albis gelungen ist: Am Eidgenössischen 1966 in Frauenfeld gewann Paul «Gibel» Hedinger den Kranz. Paul «Gibel» HeNach einem erfüll- dinger. (Archivbild) ten Leben wurde der Bonstetter nun von seinem Leiden erlöst. ................................................... > Würdigung folgt in einer kommenden Ausgabe anzeigen
Bei Conforama in Wallisellen (gegenüber Glattzentrum) und in Schlieren (im Wagi Shopping) gibt es vom 25 Juli. bis zum 5. August wieder die Aktion «1 Tag = 1 unschlagbarer Preis». Hier ist eine neue Gelegenheit, ausgewählte Produkten wie einen LedFernseher, eine Matratze, eine Polstergruppe, zu ei-
Walter Andreas Müller, der bekannte Schauspieler, Kabarettist, Hörspielsprecher, Radiomoderator und Parodist, bei der Nachsynchronisation des Kinofilms «Tyfelstei» im Affoltemer Tonstudio. (Bild Urs E. Kneubühl)
Der Sommer ist da – und er bleibt Temperaturen gegen 30 Grad und viel Sonnenschein – so hat sich das Säuliamt in den vergangenen Tagen meist präsentiert. Entsprechend beliebt sind Aktivitäten im Freien. Und auch für den Leserfoto-Wettbewerb des «Anzeigers» finden sich tolle Motive.
Der Sprung ins Wasser (hier von der Obfelder Reussbrücke) verspricht Abkühlung. (Bild Thomas Stöckli)
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Nach einem miesen Saisonstart freuen sich nicht nur die Badi-Pächter, dass der Sommer nun endlich da ist. Fast hat man es nicht mehr zu hoffen gewagt. Entsprechend begehrt sind die Plätze in den Badis und an den natürlichen Gewässern. Für Spaziergänge lockt der kühle weil schattenspendende Wald. Am Abend prasseln dann vielerorts die Grillfeuer. «Ferienstimmung im Säuliamt» heisst der diesjährige Foto-Wettbewerb im «Anzeiger». Vor Wochenfrist erst wurde er ausgeschrieben und doch haben bereits einige Leser ihre Bilder eingesandt. Eine erste Auswahl lässt sich in dieser Ausgabe bestaunen. Der Wettbewerb läuft noch bis Mitte August. Es locken Preise im Gesamtwert von über 100 Franken. Und der Sommer bleibt uns auch noch einige Zeit erhalten. So dürften die Tageshöchstwerte in den kommenden Tagen konstant die 30 Grad überschreiten – teils gar deutlich. (tst.) ................................................... > Bilder vom Leserfoto-Wettbewerb auf Seite 8
nem unglaublichen Preis zu erwerben. Schauen Sie schnell im Katalog, um die gesamte Liste zu entdecken! Conforama - so schön wohnen, so günstig.
Nach Schlägen schwer verletzt Eine unbekannte Gruppe hat am frühen Sonntagmorgen, 21. Juli, in Affoltern einem jungen Mann mit Schlägen und Fusstritten schwere Verletzungen zugefügt. Die Polizei sucht Zeugen. Um zirka 2.30 Uhr griff vor dem Club Ampère an der Obfelderstrasse 68 in Affoltern eine Gruppe junger Leute einen 21-Jährigen an und verletzte ihn schwer. Die Gruppierung, bestehend aus einer Frau und drei bis fünf Männern, schlug mit Fäusten auf das Gesicht des Geschädigten ein und trat mit den Füssen gegen ihn. Als ihm eine Kollegin zu Hilfe eilte, wurde diese von der Frau aus der Gruppe ebenfalls angegriffen. Mit geringfügigen Verletzungen gelang ihr die Flucht. Dem Schwerverletzten gelang es schliesslich ebenfalls, seinen Peinigern zu entkommen. Beim Sicherheitspersonal des Clubs forderte er Hilfe an. Nach der Erstversorgung durch die alarmierten Rettungssanitäter wurde der 21-Jährige mit schweren Kopf- und Gesichtsverletzungen ins Spital überführt.
Zeugenaufruf: Personen, die Angaben zum Vorfall und/oder zur unbekannten Täterschaft machen können, werden gebeten, sich mit der Kantonspolizei Zürich in Verbindung zu setzen (Tel. 044 247 22 11).
200 30 9 771661 391004
Bestattungen Bonstetten
Schlicht und einfach war Dein Leben, treu und fleissig Deine Hand. Möge Gott Dir Ruhe geben, dort im ewigen Heimatland.
In Bonstetten ist gestorben:
Hedinger Paul
TODESANZEIGE
Auf Wunsch des Verstorbenen erfolgt eine Naturbestattung.
Adolf Iten-Leuenberger
Bestattungsamt Bonstetten
16. Juni 1920 - 18. Juli 2013
TODESANZEIGE
Traurig und dankbar lassen wir Dich gehen.
Nach erfülltem Leben ist er in der Nacht vom 19. Juli 2013 von seinem Leiden erlöst worden.
(Bäckermeister)
Berti Iten-Leuenberger Ruth Speyer-Iten mit Anja Uschi und Hansjörg Schneebeli-Iten mit Fabian, Tobias und Manuela Andreas und Jutta Iten-Abendschein mit Ariane, Andreas und Yves Jürg Iten mit Sven und Lars
Die Abdankungsfeier findet am Donnerstag, 25. Juli 2013, um 14.00 Uhr in der reformierten Kirche Knonau statt. Die Friedhofvorsteherin
Schiessvereine
Feldschützenverein Wettswil
Paul Hedinger 6. Juni 1941 – 19. Juli 2013
Er ist in Frieden eingeschlafen. Deine liebe Frau und Deine Kinder mit Familien.
von Unterägeri ZG, geboren am 16. Juni 1920, wohnhaft gewesen an der Oberdorfstrasse 3, Knonau, gestorben am 18. Juli 2013 in Knonau.
Und meine Seele spannte weit ihre Flügel aus, Flog durch die stillen Lande, als flöge sie nach Haus. Joseph von Eichendorff
geb. 6. Juni 1941, von Bonstetten ZH, Ehemann der Hedinger geb. Suter, Liselotte, wohnhaft Im Gibel 41, Bonstetten. Er starb in Zürich am 19. Juli 2013.
Knonau Iten-Leuenberger Adolf
Die Luft ging durch die Felder, die Ähren wogten sacht, Es rauschten leis die Wälder, so sternklar war die Nacht.
Im Gedenken Lotti Hedinger Ruth Hedinger Anita Hedinger Ruedi Hedinger Auf Wunsch des Verstorbenen finden keine Trauerfeierlichkeiten statt.
Abdankungsfeier am Donnerstag, 25. Juli 2013, um 14.00 Uhr in der Kirche Knonau. Die Urnenbeisetzung findet zu einem späteren Zeitpunkt statt. Es werden keine Leidzirkulare versandt. Statt Blumen zu spenden, gedenke man des Kinderhilfswerks KEKS, Postkonto 40-7830589-3, mit Vermerk «Sven». Traueradresse: Berta Iten-Leuenberger, Oberdorfstrasse 3, 8934 Knonau
Aus speziellem Anlass kann am Donnerstag, 25. Juli zwischen 07.00 und 20.00 Uhr geschossen werden.
Sennereigenossenschaft Bonstetten
TODESANZEIGE Wir haben die schmerzliche Pflicht, Sie vom Hinschied unseres langjährigen Mitgliedes, Vorstandsmitgliedes und Präsidenten
Der Vorstand
Paul Hedinger-Suter in Kenntnis zu setzen. Wir bitten Sie, dem lieben Verstorbenen ein ehrendes Andenken zu bewahren. Seiner Familie sprechen wir unser tief empfundenes Beileid aus.
Holzkorporation Bonstetten
TODESANZEIGE Planauflage: Die Pläne liegen auf den betreffenden Gemeindekanzleien zur Einsicht auf. Dauer der Planauflage: 20 Tage vom Datum der Ausschreibung an. Erfolgt die Ausschreibung im Amtsblatt des Kantons Zürich später, gilt das Datum der letzten Ausschreibung. Rechtsbehelfe: Begehren um die Zustellung von baurechtlichen Entscheiden sind innert 20 Tagen seit der Ausschreibung bei der Baubehörde schriftlich einzureichen; elektronische Zuschriften (EMails) erfüllen die Anforderungen der Schriftlichkeit in der Regel nicht. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Die Rekursfrist läuft ab Zustellung des Entscheides (§§ 314-316 PBG).
Mit Trauer nehmen wir Abschied von unserem ehemaligen Vorstandsmitglied und Holzer
Paul Hedinger Ein Sachkundiger, der eine grosse Zeit seines Lebens dem Wald widmete u nd diese Arbeit vor manche anderen Tätigkeiten stellt, ist nicht mehr unter uns. Auch in seinen 16 Jahren Vorstandstätigkeit hat er mitgeholfen, vieles zu bewegen, was ihn unvergesslich macht. Wir werden Paul nicht vergessen und ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Den Angehörigen entbieten wir unser herzliches Beileid.
Schwingklub am Albis Veteranengruppe Albis
Bonstetten, 22. Juli 2013 Vorstand und Mitglieder der Holzkorporation
Paul Hedinger
TODESANZEIGE Wir trauern um unser Ehrenmitglied, Veteranen und Freund
Im Gibel, Bonstetten
Ein Freund und Kamerad hat uns in seinem 73. Altersjahr für immer verlassen. Mit Paul verlieren wir einen treuen Förderer und grossen Gönner unseres Schwingklubs am Albis. Wir bewahren ihm ein ehrendes Andenken. Der Trauerfamilie wünschen wir viel Kraft und Zuversicht.
Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide wird eine geringfügige Kanzleigebühr erhoben.
Kappel am Albis Bauherrschaft: Wüest Ueli, Waldhof 1, 8926 Kappel am Albis Projektverfasser: Roth Werner, Strupfgarten 12, 9633 Hemberg Bauprojekt: Neubau Jauchegrube, Umnutzung Ökonomiegebäude, Waldhof, Kappel am Albis, Kat.-Nr. 1331 (Landwirtschaftszone)
Vorstand der Sennereigenossenschaft Bonstetten
Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.
Schwingklub am Albis Veteranengruppe Albis
(Psalm 139,5)
WIR DANKEN HERZLICH für die vielen tröstenden Briefe, Karten und Worte, stillen Umarmungen und Blumengrüsse sowie die Gaben für späteren Grabschmuck und Spenden.
Turnverein Bonstetten
Allen herzlichen Dank für die Anteilnahme und Verbundenheit, die wir beim Abschied von unserem lieben und unvergesslichen
TODESANZEIGE
Heinz Schärer
Wir haben die schmerzliche Pflicht, Sie über den Hinschied unseres langjährigen Ehrenmitglieds und ehemaligen Vorstandsmitglieds «de Gibel Paul»
erfahren durften. Besonders danken wir – dem Pflegepersonal der Hirslandenklinik und Herrn Pfarrer Andreas Marti, Spitalseelsorger Hirslanden in Zürich, für die herzliche Begleitung – den Ärzten und Pflegenden der Lukas-Klinik in Arlesheim – Herrn Pfarrer Jörg Ebert für die eindrückliche und einfühlsame Gestaltung der Abschiedsfeier – Frau Veronica Nulty für die musikalische Begleitung und das wunderschöne Orgelspiel Wir danken allen herzlich, die uns liebevoll auf dem letzten Weg unseres lieben Heinz begleitet haben. Bassersdorf/Ottenbach, im Juli 2013
Die Trauerfamilien
Paul Hedinger in Kenntnis zu setzen. Viele Jahre war er ein begeisterter, aktiver Sportler und Förderer unserer Turnvereine. Paul, wir werden dich als guten Kameraden in bester Erinnerung behalten. Den Angehörigen entbieten wir unser aufrichtiges Beileid. Wir bitten Sie, unserem Kameraden ein ehrendes Andenken zu bewahren. Turnverein Bonstetten TEMBO
Kant. Turnveteranen Gruppe Bonstetten Eidg. Turnveteranengruppe Albis
Bezirk Affoltern
Dienstag, 23. Juli 2013
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«Jetzt liegt eine mehrheitsfähige Vorlage auf dem Tisch» Positive Reaktionen auf die modifizierte Spitalvorlage Im neuen Newsletter «Unser Spital Affoltern» der Betriebskommission äussern sich die Vertreter der sechs Parteien, die sich an der Vernehmlassung beteiligt haben, positiv über die Offenheit und Flexibilität der Spitalbehörden im Umgang mit Kritik und die Anpassung der Vorlage an die Ergebnisse der Vernehmlassung. Projektleiter Bertram Thurnherr hat sich in den vergangenen Wochen stark um eine neue, zukunftsträchtige Rechtsform des Spitals Affoltern bemüht, die möglichst alle ernsthaften Anliegen, die im Rahmen der Vernehmlassung geäussert worden sind, aufnimmt. Die Delegierten haben die neue Rechtsform nach intensiver Detailberatung in der Schlussabstimmung einstimmig verabschiedet. Thurnherr stellt fest: «Aufgrund der Reaktionen, die durchwegs positiv ausgefallen sind, liegt jetzt meines Erachtens eine mehrheitsfähige Vorlage auf dem Tisch. Wir haben alle Gemeinden und einen grossen Teil der Parteien hinter uns. Auch die Reaktionen aus dem Spital selbst und seinem näheren Umfeld zeigen, dass die Gemeinnützige Spital Affoltern AG in den Augen der meisten eine sinnvolle Lösung ist.»
Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A.
Wichtig für die Grundversorgung … Hans Läubli, Kantonsrat der Grünen, gibt dem Spital Affoltern einen hohen Stellenwert: «Ich finde es wichtig für kranke Menschen, dass Angehörige und Freunde zu Besuch kommen können, und das ermöglicht in diesem Ausmass nur das regionale Spital.» Läubli begrüsst im Interview, dass die Hauptanliegen, die seine Partei in der Vernehmlassung geäussert haben, berücksichtigt worden sind: «Ich habe von Anfang an gesagt, dass die Frage AG oder Zweckverband nicht sehr relevant ist, im Gegensatz zur demokratischen Abstützung und zur Qualität der strategischen und operativen Führungsorgane.» Grundsätzlich erfreut über die Änderungen ist auch SP-Kantonsrat Moritz Spillmann, auch wenn er einschränkt: «Ich begreife, dass das Spital möglichst rasch Sicherheit über die Zukunft benötigt. Aber wenn wir die Konstruktion so stark ändern, müssen wir uns Zeit nehmen, sie auf mögliche Pferdefüsse zu überprüfen. Allenfalls müssen wir den Prozess jetzt unterbrechen, in einem ersten Schritt den Zweckverband anpassen und erst im zweiten die AG prüfen.» Nachdem sich die SVP in der Vernehmlassung sehr kritisch geäussert hat, ist SVP-Kantonsrat Jakob Schneebeli mit der überarbeiteten Vorlage zufrieden: «Die Verantwortlichen haben in einem komplexen Prozess trotz engem Zeitrahmen erkannt, dass sie die Bevölkerung mit der ersten Vorla-
ge überfordert haben, und haben die Rechtsform so vereinfacht, dass man jetzt wirklich mit gutem Gewissen zustimmen kann.»
… und für den Standort Knonauer Amt FDP-Kantonsrat Olivier Hofmann betrachtet die Verknüpfung der Umwandlung der Rechtsform mit dem Bettentrakt als wichtigen Bestandteil, um dem Spital eine faire Überlebenschance zu geben: «Das Spital hat für uns einen hohen Stellenwert, sowohl als Zentrum der regionalen Grundversorgung als auch als Wirtschaftsfaktor. Immerhin handelt es sich beim Spital um den grössten Arbeitgeber der Region.» Das Spital als Standortvorteil unterstreicht auch EVP-Vertreter Daniel Sommer: «Das Spital übt eine wichtige Funktion im Bereich der Grundversorgung aus, nicht nur mit dem Akutbereich, sondern auch mit Langzeitpflege, Psychiatrie, Palliativstation. Es hat jedoch auch eine wichtige regionalwirtschaftliche Funktion: Wir betrachten es als Standortvorteil, als grossen Arbeitgeber, der Ausbildungsplätze zur Verfügung stellt und Aufträge an die regionale Wirtschaft erteilt.» Für Fredy Müller, Sprecher der BDP, ist die demokratische Mitsprache in der neuen Vorlage richtig geregelt: «Mitbestimmung in operativen Belangen – wie in einer Genossenschaft oder im Zweckverband – wäre zur Führung eines komplexen Gebildes wie dem Spital unzweckmässig und zu träge, um bei Bedarf rechtzeitig reagieren zu
Bertram Thurnherr ist überzeugt, dass sich das Eingehen auf die Kritik, die in der Vernehmlassung geäussert worden ist, gelohnt hat. Am 24. November stimmen die 14 Verbandsgemeinden über die neue Rechtsform ab. (Bild es) können.» Hingegen begrüsst er, dass grundlegende Änderungen nur mit dem Einverständnis des Volks vorgenommen werden können. (bs.)
Die Interviews befinden sich im Wortlaut im Newsletter Nr. 5, der im Spital Affoltern aufliegt und von www.unser-spital-affoltern.ch heruntergeladen werden kann.
Naturkunde-Stunde mit den Sihlwald-Rangers
Geschäftsführerin: Barbara Roth Redaktion: Werner Schneiter, Chefredaktor Thomas Stöckli, Redaktor Uschi Gut, Redaktionsassistenz Redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material
Viel Interesse am Ranger-Tag am Fusse des Hochwachtturms Das Team der Ranger im Naturerlebnispark Sihlwald öffnete am Sonntagnachmittag seinen Wissens-Rucksack und sorgte für ein echtes Naturerlebnis.
Gesamtauflage: 23 532 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Tiziana Dinisi Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen
................................................... von urs e. kneubühl Christoph und Mani sind zwei der insgesamt vier Ranger, die im Naturerlebnispark Sihlwald einen vielfältigen Aufgabenkreis zu bewältigen haben. Vergangenen Sonntagnachmittag weiteten sie diesen noch etwas aus und öffneten während fünf Stunden ihre Wissens- und Erfahrens-Rucksäcke für
die Öffentlichkeit. Am Fusse des Hochwachtturms auf der Albiskrete oberhalb Hausen informierten sie am Ranger-Tag absichtliche Besucher wie zufällig vorbeischauende Wanderer. Von Letzteren war dann auch mancher erstaunt, am Waldrand beim 33 Meter hohen Turm einen Tisch mit allerlei Informationsmaterial zum Naturerlebnispark und zu den Swiss Rangers sowie eine stattliche Anzahl an Zweigen, Blättern und Stammquerschnitten vorzufinden. Die Gelegenheit zur Naturkunde-Stunde mit Artenbestimmung, Botanikinformation, kurzem naturwissenschaftlichem Rundgang sowie zum Stellen von Fragen wurde von allen rege benutzt.
Artenbestimmung - nicht ganz einfach Ganz so simpel, wie sich das manche vorgestellt hatten, war die Bestimmung der Laub- und Nadelholzarten anhand von Zweigen und Blättern nicht. Bei Eiche, Buche und Tanne hörte das Latein bei sehr vielen Besuchern schon auf. Schwarz-, Weissdorn und Mehlbeere erwiesen sich als ebenso kniffligere Hürden wie Hartriegel, Pfaffenhütchen und Robinie/Akazie. Gut, dass die beiden Ranger – Christoph Spuler ist Förster und Mani Ulmann Forstwart und Zimmermann – mit Tipps, Rat und Tat zur Seite standen.
Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.azmedien.ch
Namhafte Beteiligungen nach Art. 322 Abs. 2 StGB: AZ Anzeiger AG, AZ Fachverlage AG, AZ Management Services AG, AZ Regionalfernsehen AG, AZ TV Productions AG, AZ Verlagsservice AG, AZ Vertriebs AG, AZ Zeitungen AG, Belcom AG Dietschi AG, Media Factory AG, Mittelland Zeitungsdruck AG, Vogt-Schild Druck AG, Vogt-Schild Vertriebs GmbH, Weiss Medien AG
Naturkunde-Informationen zum Naturerlebnispark Sihlwald gab es beim Hochwachtturms oberhalb Hausen aus erster Hand von den Sihlwald-Rangern Christoph Spuler (links) und Mani Ulmann (ganz rechts).
So kannte schliesslich jeder den Unterschied zwischen Weiss- und Rottanne, Waldföhre und Douglasie. Gleichzeitig erfuhr man dazu, dass die Weisstanne – deren Zapfen im Gegensatz zur Rottanne nach oben wachsen – zu einhundert Prozent einheimisch ist, dieweil die Rottanne, auch Fichte genannt, eigentlich in den Bergen heimisch ist. Genauso wie die Rottanne wurde auch die Douglasie – einst hierzulande ebenso zu Hause, aber von den Gletschern zurück gedrängt – in unserer Gegend wieder eingeführt.
1000 Hektaren Wirkungsfläche Die Sihlwald-Rangers, zu denen auch Thomas Wäckerle, Forstwart mit abgeschlossenem Rangerlehrgang, und Nicole Aebli, Stauden- und Kleingehölzgärtnerin sowie Natur- und Umweltfachfrau, gehören, erledigen anfallende Unterhaltsarbeiten im Wald, ebenso im Besucherzentrum und teilweise auch im Tierpark Langenberg. Das sind über 1000 Hektar Wirkungsfläche, denn der Naturerlebnispark Sihlwald ist die grösste zusammenhängende Waldfläche weit herum. Zu ihren Aufgaben gehören der Wegunterhalt – das mit Abstand grösste Aufgabengebiet –, die Sicherheitsholzerei und der Unterhalt der Erholungseinrichtungen wie Feuerstellen, Erlebnispfad und Hochwachturm. Sie machen Kontrollgänge im Schutzgebiet und achten darauf, dass sich die Besucher an die Naturschutzregeln halten. Und – wie am Ranger-Tag vom vergangenen Sonntag – sie führen Gruppen durch den Wald, berichten über ihre Arbeit und präsentierten Besonderheiten aus dem Naturerlebnispark.
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Dienstag, 23. Juli 2013
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Reppischtalstrasse am Türlersee gesperrt Ein Überblick über Strassenbauarbeiten im Knonauer Amt Die Reppischtalstrasse bekommt zwischen Türlen und Obertal am kommenden Wochenende, 27. und 28. Juli, einen neuen Belag. Auch andernorts im Knonauer Amt ist das kantonale Tiefbauamt aktiv. ................................................... von thomas stöckli Die Strassenbauarbeiten an der Reppischtalstrasse neigen sich dem Ende zu. Für die abschliessenden Belagsarbeiten muss die gesamte Strecke von Türlen bis Obertal für den Verkehr gesperrt werden. Diese Vollsperrung beginnt am Samstag, 27. Juli, um 5 Uhr und dauert bis Sonntag, 28. Juli, um 18 Uhr. Der Durchgangsverkehr wird in beiden Richtungen über Aeugst umgeleitet. Die Postauto-Haltestellen «Türlersee» und «Landhus» können während dieser Zeit durch die Kurse der Linie 235 nicht bedient werden. Bei schlechter Witterung (Nässe) wird der Deckbelagseinbau und damit die Vollsperrung um jeweils eine Woche auf das nächste trockene Wochenende verschoben.
Grossbaustelle Stationsstrasse in Wettswil: Seit April und noch bis Ende November.
Rifferswilerstrasse bei Hausen. (Bilder Thomas Stöckli)
Bis in den September oder gar November Nach wie vor gebaut wird auch am neuen Kreisel am Knoten Zürichstrasse/Dachlisserstrasse in Mettmenstetten sowie am «Jumbo»-Kreisel in Affoltern. Die Arbeiten sollen auf beiden Baustellen im September beendet sein. Während die Strasse zwischen Rifferswil und Hausen Anfang November fertig saniert sein dürfte, werden die Strassenbau- und Lärmschutzarbeiten an der Stationsstrasse Wettswil noch bis Ende November andauern. Morgen Mittwoch beginnen zudem die Arbeiten an der Schwandenstrasse in Stallikon (im «Anzeiger» vom 16. Juli.)
Ein Kreisel entsteht. Die Einmündung Dachlisserstrasse (links) bleibt bis zum 9. August gesperrt.
An der Reppischtalstrasse beim Türlersee (Baustelle erst nach dem Strandbad) wurden auch die Kleintierdurchlässe erneuert. Am Wochenende gibts den Deckbelag.
Gottesdienst zum Ferienanfang auf der Buchenegg Die reformierte Kirche StallikonWettswil feierte am Sonntag, 14. Juli, auf der Buchenegg einen speziellen Gottesdienst zum Ferienanfang. Bei schönstem Wetter fanden sich mehr Besucherinnen und Besucher beim Teehüsli auf der Buchenegg ein, als erwartet. So waren die mitgebrachten Sitzbänke bis auf den letzten Platz besetzt und einige mussten auf die Terrasse des Teehüslis ausweichen. Ein Sonnenschirm, zwei Liegestühle, eine Picknick-Decke und eine Luftmatratze als Dekorations-Elemente liessen auf den ersten Blick erkennen, worum es in diesem Gottesdienst ging. Alles drehte sich um die Ferien, die ja an diesem Wochenende begonnen hatten. Während des Eröffnungsspiels der Musikgesellschaft Stallikon legten sich die beiden Pfarrer Otto Kuttler und Matthias Ruff auf die Liegestühle und schienen keine Lust auf die Arbeit zu haben. Nachdem die Musik verstummte, mussten sie doch noch ans Werk, denn es standen noch die Taufen von Dominic und Lucas auf dem Programm. In der anschliessenden Predigt liess Pfr. Otto Kuttler sein kabarettistisches Talent aufblitzen. In humorvoller Art schilderte er eine fiktive Ferienreise, auf der alles Mögliche schief ging, und wie die Gattin immer wieder mahnte, das Ganze locker zu nehmen und sich zu entspannen. «Die Hölle, das sind die anderen» zitierte er schliesslich J. P. Sartre, ergänzte aber sogleich: «Der Himmmel ist die Liebe für die anderen».
Bei schönstem Wetter fanden sich mehr Besucherinnen und Besucher beim Teehüsli auf der Buchenegg ein, als erwartet. (Bilder zvg.)
Musikgesellschaft Stallikon. Im Anschluss daran werweisste Pfr. Matthias Ruff, inwiefern man in den Ferien den Tiger oder gar die Sau raus lassen dürfe. Einerseits biete eine Urlaubsreise die Möglichkeit, neue Seiten an sich selbst kennen zu lernen, andererseits bleibe man auch der oder die Alte. «Wir nehmen uns selbst ja mit.» Und wenn andere schönere Ferien hätten, dann würde es nicht ausreichen, an denselben Ort zu fahren.
Pfarrer Matthias Ruff. Man müsse mit ganzem Herzen dabei sein, um es selbst schön zu haben. Mit diesen Überlegungen ging der Gottesdienst langsam zu Ende und beim anschliessenden Apéro folgte ein Konzert der Musikgesellschaft Stallikon. Die zahlreichen Besucherinnen und Besucher dankten es mit grossem Applaus. Viele blieben auch im Anschluss noch eine gute Weile unter dem Schatten spendenden Ahorn sit-
zen und tauschten sich aus oder verzehrten ihr selbst mitgebrachtes Grillgut.
Üetliberg-Gottesdienst zum Ferienende und Chorprojekt danach Zum Ferienende feiern die Kirchgemeinden um den Üetliberg (Altstetten, Aussersihl, Friesenberg, Sihlfeld, Uitikon Waldegg, Stallikon-Wettswil und
Wiedikon) am Sonntag, 18. August, einen gemeinsamen Gottesdienst auf dem Üetliberg. Nach den Ferien schliesslich beginnen bereits die Proben für das grosse Weihnachtskonzert im Dezember. Der Projekt-Chor Changing Times sucht dazu noch weitere Sängerinnen und vor allem Sänger. Zum Mitsingen sind alle eingeladen, Frauen und Männer ab 16 Jahren, auch wenn sie nicht der reformierten Kirchgemeinde angehören. Eine Gesangsausbildung ist nicht erforderlich. Das Repertoire umfasst Weihnachtslieder aus der ganzen Welt sowie erste Songs aus «The Casey Crosby Christmas Carols». Die Proben finden jeweils am Mittwochabend von 20 bis 21.30 Uhr im Kirchgemeindesaal Wettswil statt. Start der Proben ist der 4. September 2013. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Das grosse Weihnachtskonzert findet dann am 20. Dezember 2013 in der Kirche Wettswil statt.
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ämtler kantonsräte meinen
Moritz Spillmann (SP, Ottenbach)
In Kappel etwas dümmer? In den Schulferien über die Schule schreiben – da braucht es eine stärkere Aktivierung der Leser. Zum Beispiel in der Form eines provokativen Titels, der dann selbstverständlich durch die folgenden Ausführungen widerlegt werden soll. Nun denn, warum sollen die Menschen in Kappel dümmer sein – oder eben doch nicht? Mit 5% ist die Mittelschulquote in Kappel die tiefste im ganzen Bezirk. Die Stalliker, Hedinger und Aeugster besetzen mit über 40% die Spitzenplätze der Bezirksrangliste. Die drei Gemeinden liegen auch klar über dem kantonalen Mittel von ca. 24%. Auf die Gymnasien beschränkt beträgt die kantonale Quote gar nur 18%. (Zahlen aus 2010, abrufbar: www.bista.zh.ch). Damit ist die Intelligenz im Bezirk klar verteilt und statistisch unterlegt. Doch eine Statistik spricht ja nicht einfach für sich, sondern muss interpretiert werden und damit beginnt die Verteidigung Kappels. Es gibt gute Gründe, um die Differenz beim Zugang zu den Mittelschulen zu erklären. Die erste Erklärung ist eine kulturelle. Mittelschulen haben auf dem Land nicht diesen exklusiven Stellenwert wie in der Stadt. Das Menschsein beginnt nicht erst bei der Matura. Diese richtige Sichtweise geht häufig über in eine ideologische, nach welcher die Berufslehre ebenso unkritisch verklärt und gegenüber der Matura überhöht wird. Für Kappel hervorzuheben ist insbesondere die geografische Erklärung: So historisch bedeutsam und landschaftlich schön die Gemeinde liegt, die Gemeinde ist verkehrstechnisch vergleichsweise schlecht an die Mittelschulen angebunden. Für das Untergymnasium stellt dies wohl ein Ausschlusskriterium dar. Drittens sind die Zugangschancen an die Gymnasi-
en ungleich verteilt. Die kantonale Statistik zeigt eben auch, dass der beste Prognosefaktor für eine erfolgreiche Bildungskarriere in der sozialen Herkunft liegt: Je stärker die Steuerkraft, desto höher die Maturaquote. Die finanzstarken Eltern dopen ihre Kinder mit teuren Vorbereitungskursen für die Gymiprüfung und verzerren damit eine Aussage über die eigentliche schulische Leistungsfähigkeit der Kinder. Und vor allem weisen diese Kinder einen massiven Trainingsvorteil gegenüber den Schülerinnen und Schülern auf, die sich auf das Gelernte in der Volksschule verlassen. Die beiden letzten Erklärungen sind echte Probleme. Probleme, denen die Politik aber auch begegnen kann. So würde eine Mittelschule Knonaueramt die geografischen Barrieren öffnen. Ich hoffe, die Gemeinde Affoltern wirbt um den Zuschlag. Zusammen mit den Grünen und der EVP verlangt die SP im Kantonsrat zudem die Überprüfung der Aufnahmeverfahren an die Gymnasien. Wir wollen keinen freien Zugang zu den Mittelschulen aber einen, der auf langfristige Leistung abstellt. Dafür braucht es wohl auch in Zukunft eine Prüfung, weil diese Gleichbehandlung im Übertrittsverfahren garantiert. Doch Chancengerechtigkeit muss zusätzlich eingefordert werden: die Ausgestaltung der Prüfung, die Berücksichtigung von Vornoten, die Empfehlung der Lehrpersonen, unentgeltliche Vorbereitungskurse bieten (in der Kombination) gangbare Ansätze zur Chancengerechtigkeit. Es gibt sie also, die Gründe, warum in Kappel weniger Kinder eine Mittelschule besuchen. Es ist eben nicht die Intelligenz, die die Statistik macht, sondern die Politik.
Jeder vierte Rücksitzpassagier schnallt sich nicht an Die repräsentative bfu-Zählung 2013 zur Gurtentragquote zeigt kontroverse Ergebnisse: Während sich bei den Lenkern (92 %) und den Beifahrern (91 %) die letztjährigen Steigerungen bestätigen, schnallen sich auf Rücksitzen wieder weniger an. Die diesjährige Erhebung der bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung über die Tragquote bei Sicherheitsgurten zeigt für die Landesteile ein unterschiedliches Bild. Das 1981 eingeführte Gurtenobligatorium für Fahrzeuglenker respektieren – wie schon im Vorjahr – 92 Prozent. Spitzenreiter war die Deutschschweiz (92 %) vor der Romandie (89 %) und dem Tessin (81 %). Während sich auf Autobahnen 97 Prozent der Lenker angurten, sind es ausserorts noch 93 Prozent und innerorts nur 88 Prozent. Das Unfallrisiko entspricht aber keineswegs der subjektiv empfundenen Gefahr: Auf Innerortsstrassen verunfallten 2012 mehr als doppelt so viele Fahrzeuginsassen als auf Autobahnen (5051 respektive 2357). Das Gurtentragen sollte deshalb gerade auch auf kurzen Innerortsstrecken eine Selbstverständlich-
keit sein. Die Tragquote bei den Rücksitzpassagieren hingegen nimmt schweizweit wieder ab. Angesichts der Tatsache, dass das Anschnallen auf den Rücksitzen 1994 obligatorisch erklärt wurde, ist die Tragquote von 72 % (2011: 79 %/ 2012: 77 %) unbefriedigend tief. Eigentlich unverständlich, gehört doch der Sicherheitsgurt nach wie vor zu den wichtigsten Lebensrettern im Strassenverkehr. Schätzungen zufolge hat er in den mehr als 50 Jahren seit seiner Erfindung den Tod von weltweit über einer Million Menschen verhindert. Würden sich alle Fahrzeuginsassen konsequent anschnallen, könnten in der Schweiz jährlich rund 30 Menschenleben gerettet und 60 schwere Verletzungen vermieden werden. Obwohl die Statistiken in den letzten Jahren einen generellen Anstieg der Tragquoten auswiesen, hat die Schweiz noch einen langen Weg vor sich, um zu den Nachbarländern aufzuschliessen (zum Vergleich die 2011er Tragquoten bei Fahrzeuglenkern innerorts: D 98 %, F 96 %, CH 85 %). Die bfu, das Schweizer Kompetenzzentrum für Unfallprävention, engagiert sich deshalb weiterhin dafür, dass das Anschnallen im Auto in der Schweiz immer mehr zur Selbstverständlichkeit wird – auch auf den Rücksitzen.
wir gratulieren Zum 85. Geburtstag Irene Kovats-Lederer feiert am Mittwoch, 24. Juli, ihren 85. Geburtstag. Wir wünschen Ihr von ganzem Herzen alles Liebe und Gute und hoffen, dass sie noch lange bei guter Gesundheit bleibt.
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Forum
Dienstag, 23. Juli 2013
Ferienstimmung im Säuliamt Der Leserfoto-Wettbewerb im «Anzeiger» läuft noch bis Mitte August Wenn die Kinder mit dem Gartenschlauch spielen, der Lebenspartner mit einem kühlen Drink in der Hängematte den Ausblick geniesst oder der Hund sich nach dem kühlen Bad in der Reuss schüttelt, dass die Wassertropfen fliegen, können tolle Fotos entstehen. Unter dem Titel «Ferienstimmung im Säuliamt» veröffentlicht der «Anzeiger» bis Mitte August Leserfotos. Gefragt sind nicht nur tolle Motive, sondern auch aussergewöhnliche Perspektiven oder Ausschnitte. Die Bilder, welche die «Anzeiger»-Jury am meisten überzeugen, werden prämiert. Es locken Preise im Gesamtwert von über 100 Franken. Ihr Bild schicken Sie in Originalgrösse per E-Mail mit Betreff «Fotowettbewerb» an redaktion@affolteranzeiger.ch. Bitte vermerken, wer und was auf dem Bild zu sehen ist und Adresse sowie Telefonnummer angeben. Die Redaktion entscheidet über die Publikation, die Gewinner werden benachrichtigt. (tst.)
Abendstimmung am Hedingerweiher. (Bild Markus Hänsenberger)
«Sommerhitze, alle schwitzen: Auch Pflanzen haben Mühe ... (Bild Monika Costello)
Schweine im Amt Comic von Krüsi & Beck, im «Anzeiger» vom 12. Juli. Ich traue meinen Augen nicht, was ich da sehe und lese! Ich bin empört! Was sich die beiden Zeichner erlauben, ist kein Humor, sondern menschenverachtende ausländerfeindliche Stimmungsmache und meines Wissens strafbar. Wer immer hinter Krüsi & Beck steckt, Humor auf dem Buckel von asylsuchenden Menschen ist eine Schweinerei, um in ihrer Sprache zu reden. Brigitta Möhrle-Kümin, Hausen
Thema Korruption Hier kann sich die Schweiz einbringen, von Salamon Schneider im «Anzeiger» vom 16. Juli. Es ist schön zu hören, dass einige Mitglieder der FDP, Bezirk Affoltern, einen eintägigen Ausflug zum Europarat nach Strassburg unternommen haben. Das Thema Korruption, welches im Text etwas eingehender angesprochen wird, erscheint mir jedoch – gerade für die erwähnte FDP-Delegation – als zynisch. Ist es doch nach wie vor Tatsache, dass Schmiergeldzahlungen in der Schweiz von den Unternehmungen bei der Steuererklärung als «Geschäftsaufwendungen» abgezogen werden können (Artikel im Tages Anzeiger vom 17. Juli). Gerade besagte Partei zählt zu den Lobbyisten, welche sich einer Gesetzesänderung vehement verschliesst. Ja, ja … Glaubwürdigkeit schafft man so nicht … Urs Preisig, Mettmenstetten
Sonnenuntergang im Schwimmbad Stiegeli. (Bild Paul Stutz)
Ablehnung der Kulturlandinitiative ist ein Schritt für die Zukunft im Säuliamt Als junge Familie ist es in der heutigen Zeit schwierig, sich den Traum vom Eigenheim zu verwirklichen. Nicht nur aus finanziellen Gründen, nein, es beginnt bereits früher, bei der Suche nach vorhandenem Bauland. Verankert und verwurzelt in einem Dorf, in welchem man aufgewachsen ist und es für einen keinen schöneren Ort zum Leben gibt, wünscht man, sich häuslich niederzulassen. Gerade als junge Familie gilt es bereits früh in die Zukunft schauen, will man dereinst ein Haus mit Garten und Terrasse besitzen. Doch so einfach wie das vor Jahren war, gestaltet sich dieser Schritt zunehmend schwieriger. Auf der Suche nach möglichem Bauland muss
bald einmal festgestellt werden, dass nur noch wenige Baulandparzellen in den Dörfern vorhanden sind. Ein Blick auf den Zonenplan der Gemeinde verrät einem zwar, welche Parzellen noch nicht überbaut sind. Doch wenn man deren Besitzer kontaktiert, heisst es nicht selten, dass das Land den Kindern vermacht werde oder als Altersvorsorge diene. Allesamt verständliche Gründe, welche jedem Kaufswilligen durchaus einleuchten.
Appell an den Kantonsrat Bei der Begutachtung des Zonenplans kann sodann festgestellt werden, dass in den Reservezonen der Gemeinde Baulandparzellen, respektive Reserve-
parzellen vorhanden wären, diese aufgrund der Kulturlandinitiative ihren Status hingegen als Reservebauland möglicherweise verlieren werden. Und dies obschon bereits jetzt durch den Kantonalen Richtplan wichtige Landschaften geschützt und die räumlichen Entwicklungen im Masse gesteuert werden. Glücklicherweise hat der Regierungsrat des Kantons Zürich die eingereichte Umsetzungsvorlage durchschaut und zu Handen des Kantonsrates zurückgewiesen. Dabei empfiehlt er die Vorlage zur Ablehnung mit der Begründung, dass die Anliegen der eingereichten Kulturlandinitiative mit der laufenden Revision des kantonalen Richtplans bereits erfüllt werden.
Der Entscheid des Volkes vom 17. Juni 2012 werde mit der aktuellen Umsetzung des Richtplans weder tangiert noch eingeschränkt. Es wäre im Sinne der jungen Familien, welche sich gerne im Säuliamt niederlassen würden, wenn die Vorlage auch vom Kantonsrat abgelehnt wird. So könnten, unter Einhaltung des kantonalen Richtplans, Landparzellen doch noch zu Bauland und damit mögliche Träume doch noch verwirklicht werden. Daher gilt der Appell an die Damen und Herren der vorberatenden Kommission und des Kantonsrates, diese Vorlage abzulehnen. Manuel Weber, Vorstandsmitglied Jungfreisinnige Säuliamt
Verkehrsrichtplan Affoltern: Erschliessung unter den Gleisen
1:12-Initiative und «grenzenlose Bürokratie»?
Grundsätzliches zum Inhalt des Verkehrsrichtplans, Leserbrief im «Anzeiger» vom 2. Juli.
Leserbriefe zur 1:12-Initiative.
Verschiedentlich habe ich nachfolgende sehr einfache Möglichkeiten angesprochen: Die Variante Goldiger Berg ist fallen zu lassen. Im Bereich Zwilliker-/Untere Bahnhofstrasse wird ein Kreisel erstellt. An diesen angeschlossen genau unter der SBB-Gleisanlage führt die Erschliessungsstrasse unterirdisch zum Kreisel beim Jumbo. Begründung: Der geplante Kulturlandverbrauch fällt weg. Der neu nöti-
ge Baugrund für die Strasse ist bereits im Besitze des Staates. Im Bahnhofbereich kann eine Anzahl Gebäude (Tiefgaragen) usw. angebunden werden und damit auf dem Bahnhofareal gleichzeitig eine nahezu vollständige Beruhigung und Trennung der Benützer erreicht werden. Die Lärmbelastung bleibt kanalisiert. Der Erhalt von wertvollem Kulturland ist heute wichtiger denn je und der Verlust kann nicht einfach mit Geld abgegolten werden. Werner Baur, Zwillikon
Wie Hans-Ulrich Bigler warnt nun auch Kantonsratskollege Schneebeli fast wortgleich vor massiven Kontrollaufwand, den KMU-Unternehmer als Folge dieser Initiative ausbaden müssten. Schweizweit verdienen gerade einmal 0,3% der Lohnempfänger (11 000 Manager) mehr als 500 000 Franken (3500 mal 12 gibt 42 000 im Monat). Davon arbeiten vielleicht 1000 in KMUs. Bereits der heutige Lohnausweis beinhaltet Nebenleistungen wie Geschäftsauto, Spesen, Kapitalleistungen, Beteiligungs-
rechte und sieht je einen Punkt für «andere Leistungen» und «weitere Gehaltsnebenleistungen» vor. Das zwar nicht auf einem Bierdeckel aber auf einem einzigen A4-Blatt. Wo, lieber Jakob, ist da die «grenzenlose Bürokratie»? «Überbezahlte Manager werden immer einen Weg finden, wie sie zu ‹ihrem Geld› kommen» (J. Schneebeli). Mich erstaunt, dass ein SVP-Vertreter vor offensichtlichen Missständen, die dem Volk gegen den Gerechtigkeitssinn stossen, einfach klein beigeben will. Hans Wiesner, Bonstetten Geschäftsführer einer KMU
Gewerbe
Dienstag, 23. Juli 2013
Wurzeln gefunden
Knochenarbeit
Australierin Deborah McAuliffe-Bär auf Spurensuche nach ihrer Herkunft in Rifferswil. > Seite 10
Sommerserie (3): Bei der Arbeit in der Metzgerei gehts nicht nur um die Wurst. > Seite 11
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Zweiter Kinosaal Kurz vor dem ersten Geburtstag bekommt das Sinser Kino Cinepol Ende Juli Zuwachs. > Seite 16
Vollständig ausgereift schmeckt besser Saisonal und regional einkaufen: Lebensmittelproduktion im Knonauer Amt Mit viel Engagement produzieren Ämtler Bauern in unmittelbarer Nähe Lebensmittel, die sich direkt und frisch beziehen lassen. ................................................... vom zainab hamad * Verkehrsgarten in Emmen. (Bild zvg.)
Verkehrsregeln spielend lernen Bis Samstag, 27. Juli, sorgt ein Verkehrsgarten im Emmen Center für Action. Kinder bis acht Jahre erhalten im Verkehrsgarten eine sinnvolle Gelegenheit, sich mit dem allgegenwärtigen Verkehr auf spielerische Art zu beschäftigen. Mit elektrischen Autos und Motorrädern werden Ampeln, Baustellen, Hinweisschilder und vieles mehr beachtet und zukunftsorientiertes Verhalten eingeprägt. Ein Erlebnis mit grossem Lerneffekt! Der kostenlose Verkehrsparcours wird betreut und ist von Montag bis Freitag jeweils von 10 bis 18.30 Uhr und an den Samstagen von 8 bis 16 Uhr geöffnet. Fahrzeuge werden zur Verfügung gestellt. Für Spass und Action ist auf jeden Fall gesorgt – bei jedem Wetter! Weitere Infos unter www.emmencenter.ch.
Auf dem Hof der Familie Keller in Mettmenstetten dreht sich zurzeit alles um die Kirschen. Fredi Keller kommt gerade mit einem Kratten voll in den Hof. Diese Kirschen werden von Sonja Keller, die unter einer Rebenpergola sitzt, sortiert und für den Kauf bereitgestellt. Fredi Keller gefällt die Arbeit des Bauern sehr, obwohl sie manchmal anstrengend sein kann. «Ich habe über den ganzen Sommer hinweg 15 Sorten Kirschen», sagt er stolz. Auch Bäuerin und Köchin Sandra Streich vom Müliberg, Aeugst, gefällt die Arbeit: «Ich schätze es sehr, dass ich auf dem Hof arbeiten kann und dadurch Familie und Beruf gut unter einen Hut bringen kann.» Immer mehr Menschen kaufen direkt von den Bauern oder Hofläden ein. «Ich freue mich jedes Jahr auf die ersten frischen Früchte in der Saison», sagt Ruth Bieri Hamad, die in Aeugst einen Hofladen führt. «Auch meine Kunden schätzen es», sagt sie weiter, «erntefrisch bei mir im Hofladen einkaufen zu können.» Sie empfiehlt, mehr auf den Rhythmus der Jahreszeiten zu achten und wieder saisonaler einzukaufen. Aber viele
Süsse Verlockung: Kirschen ab Baum.
Kefen aus Aeugst. Ruth Bieri Hamad beim Pflücken. (Bilder Zainab Hamad)
Konsumenten werden halt immer wieder verführt von den schön aussehenden Früchten, die man im Laden sieht.
Doch ändert das nicht etwas am Geschmack, wenn man die Früchte zu früh von den Bäumen nimmt? «Doch», weiss Sandra Streich, der Geschmack ist nicht so intensiv wie der einer Frucht, die am Baum vollständig ausgereift ist. Aber Kunden eines Lebensmittelladens erwarten trotzdem das ganze Jahr hindurch eine gewisse Auswahl an Früchten.» Und doch: Fredi Keller ist zuversichtlich, dass die Menschen, vor allem bei Äpfeln, Kirschen und Erdbeeren in Zukunft mehr darauf achten, dass sie regional und saisonal einkaufen. «Immer mehr wollen nämlich wis-
Auswahl an Früchten wird erwartet «Viele Menschen wissen auch gar nicht mehr, welche Früchte in welcher Jahreszeit wachsen», bemerkt Bauer Fredi Keller. Die Früchte, die eingeflogen werden, müssen in ihrem Herkunftsland noch grün gepflückt werden. Unterwegs reifen sie fertig aus, sodass sie an ihrem Zielort schön aussehen und die Kunden anlocken.
sen, woher genau die Früchte kommen», verrät er. Regionale Früchte gut und recht. Aber was hat man im Winter davon? Die Antworten von Sandra Streich und Ruth Bieri Hamad fallen ähnlich aus: Am besten kaufe man im Sommer mehr Früchte ein, um einen Teil einzumachen, zu trocknen, einzufrieren oder zu Sirup und Konfitüre zu verarbeiten ... * Die Autorin ist 17 Jahre alt und absolviert beim «Anzeiger» ein Orientierungspraktikum, bevor sie nach den Sommerferien ihre Ausbildung in der Fachmittelschule beginnt.
Die Geschichte des Schweizer Soldatenmessers
Terrassen aus Holz
Gewerbeverein Oberamt reiste nach Brunnen
Holzroste für Gärten und Terrassen sind ausserordentlich£ beliebt. Zu Recht, denn sie machen lange Freude – sofern sie gut angelegt sind.
Der Ausflug des Gewerbevereins Oberamt führte die Teilnehmer in das Visitor-Centers des weltbekannten Sackmesserherstellers Victorinox nach Brunnen. Wer kennt es nicht, das Schweizer Soldatenmesser. Der Gewerbeverein Oberamt ging der Geschichte des Sackmessers auf den Grund und besuchte das Visitor-Center der Firma Victorinox. Karl Elsener eröffnete 1884 ein Messerschmiedegeschäft, um die Schweizer Armee mit einem Soldatenmesser zu beliefern. Nun begann er an einer Idee zu feilen, an einem Messer, das in möglichst praktischer Form viele Funktionen bietet. Seine Erfindung ist längst Legende und mittlerweile weltbekannt. Dass es nicht einfach ist, ein solches Messer in Handarbeit zusammenzustellen, konnte bei der Messeranfertigung selber probiert werden. Zum Abschluss des Besuchs konnte ein Apéro mit regionalen Spezialitäten genossen werden. Die Reise führte den Gewerbeverein mit dem Schiff weiter von Arth nach Zug. Am Schiffssteg in Zug abgekommen wurden die Teilnehmer von
Messeranfertigung in Handarbeit selber probieren. (Bild zvg.) einer Stadtführerin empfangen, welche den Gewerblern in einer anderthalbstündigen Altstadtführung die Geschichte der Stadt näher brachte. Die malerische Zuger Altstadt gibt mit ihren Erkern, bunten Fassaden und kleinen Gassen ein bezauberndes Bild ab. Im bekannten Restaurant Rathaus-
keller konnten die Gewerbler bei einem feinen Nachtessen unter freien Himmel die Eindrücke des Ausflugs noch einmal Revue passiert lassen. Der herrliche, laue Sommerabend mit einem romantischen Sonnenuntergang machte den Abschluss dieses Ausflugs unvergessen.
Publikation von Lignum hilft beim Entscheid
Während der warmen Jahreszeit wird das Wohn- und Spielzimmer heute gern ins Freie verlegt. In den letzten zehn Jahren hat der Bau von Holzdecks infolgedessen markant zugelegt, sei dies für Terrassen, Balkone, Gartenanlagen oder Poolumrandungen. Für Terrassenroste aus Holz spricht die emotional berührende Natürlichkeit und Sinnlichkeit des Baustoffes. Sich auf einem Holzdeck zu bewegen oder darauf auszuruhen, bedeutet Entspannung und Erholung. Die Bandbreite der Anforderungen an einen Terrassenrost ist indessen sehr gross. Nicht nur die visuelle Erscheinung, sondern auch Materialwahl und Ausführungsqualität sind massgebend. Oft wird eine bestimmte Holzart gewählt, weil sie farblich gefällt. Doch Holz im Aussenbereich verändert im Laufe der Zeit seine Farbe. Verbautes, der Witterung ausgesetztes Holz nimmt allmählich einen Grauton an. Dabei handelt es sich um keinen Mangel. Das Vergrauen ist die natürliche Veränderung der Holzoberfläche aufgrund von Sonne, Wind und Wetter ohne irgendwelche Schadenbildung. Wer den Grauton nicht haben will,
muss die ursprüngliche Holzfarbe eines Rostes mit einer auf das Material angepassten Pflegebehandlung immer wieder auffrischen. Beim Komfort stellt sich immer wieder eine entscheidende Frage: Muss die Oberfläche des Terrassenrostes auch nach längerem Gebrauch so beschaffen sein, dass ein Betreten mit blossen Füssen möglich ist, ohne abstehende Splitter und Schieferbildungen? Können Kleinkinder auf dem Terrassenrost spielen, ohne dass sie sich an Händen und Knien verletzen? Die Forderung nach einer barfussgeeigneten Oberfläche ruft in erster Linie nach einer sorgfältigen Auswahl hinsichtlich der Materialien und deren Schnittart. Das qualitativ passende Holz ist nicht zum Nulltarif zu haben – die erhöhten Ansprüche an die Qualität haben ihren Preis. Für den Bau von Terrassenbelägen aus Holz bestehen in der Schweiz trotz der vielfältigen und zunehmend höheren Ansprüche an die Qualität keine normativen Regelungen. Um so mehr lohnt es sich, die verfügbaren Materialien und deren sachgerechte Anwendung genau zu studieren. Zu diesem Zweck hat die Lignum das umfangreiche Lignatec-Heft 27/2013 «Terrassenbeläge aus Holz» erarbeitet. Die 40-seitige Fachpublikation lässt sich unter www.lignum.ch/shop/lignatec zum Preis von 35 Franken bestellen.
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Vermischtes
Dienstag, 23. Juli 2013
«Tyfelstei» - ein neuer Schweizer Kinofilm mit Ton aus Affoltern Walter Andreas Müller synchronisierte seine Rolle in den Black Mountain Studios «Tyfelstei», der abendfüllende Schweizer Film von Chris Bucher, der Ende Jahr in die Kinos kommen soll, ist keine der lustigen Komödien mit Heimatgefühl. Im Mystery-Thriller spielt Schauspieler und Parodist Walter Andreas Müller einen zwielichtigen Pfarrer. Am vergangenen Samstag war er zur Nachsynchronisation in Affoltern.
ger Pfarrer und diesen liess er nun am Samstag im Film «zu Wort» kommen. «Ein wundervoller Zwischenpart», wie er meint, zumal er sich diesen Sommer über eine Art kleine Auszeit genommen hat. «Nicht dass ich jetzt gerade untätig bin», räumt er im gleichen Atemzug ein, «denn an neuen Globi-Geschichten arbeite ich eigentlich laufend und ab September beginnen dann wieder die Proben zur Comedy Christmas Show 2013.»
Der Ton aus Affoltern
................................................... von urs e. kneubühl Man kennt sie, die Sage um den Teufelsstein, der in Göschenen am Eingang der Schöllenenschucht mächtig steht. Das Resultat eines Pakts mit dem Teufel, den die als Bewohner der Urseren eingegangen sein sollen, weil ihnen der Bau einer Brücke über die wilde Reuss – trotz vielfacher Versuche – immer wieder misslang. So liessen sie Luzifer die Teufelsbrücke fertigstellen und versprachen ihm dafür im Gegenzug die erste Seele, die darüber wandelte. Da trieben die listigen Bauern einen Ziegenbock als erste Seele über die Brücke, was den Teufel derart erzürnte, dass er einen riesigen Felsbrocken holte, um die Brücke wieder einzureissen. Auf dem Weg aber soll ihm eine fromme Frau begegnet sein, die den Felsen bekreuzigte, was den Stein so schwer werden liess, dass Luzifer unter ihm begraben wurde.
Stimmung und dichte Atmosphäre Hier knüpft der neue Film von Schauspieler-Regisseur Chris Bucher an, springt aber in der Handlung in die heutige Zeit. «Dunkle Wolken ziehen über den Gotthardpass. Ein Auto fährt einsam durch die Nacht. Der junge Mike begegnet auf seiner Fahrt durch
Manöverkritik im Black Mountain Studio in Affoltern (v.l..): Regisseur Chris Bucher, Schauspieler Walter Andreas Müller und Tonmann Matthias Schmidlin. (Bild Urs E. Kneubühl) die Urner Bergwelt einer mysteriösen Anhalterin. Die schweigsame Frau verwickelt ihn in einen Autounfall. Als Mike den Teufelsstein vor der Windschutzscheibe aus der Dunkelheit auftauchen sieht, ist es bereits zu spät…» So schildert die Homepage www. tyfelstei.ch/ von CyrusFilms die ersten Sequenzen des Films, der Ende Jahr in die Kinos kommen soll. Ein MysteryThriller, der die Schweiz von ihrer düsteren, mythischen Seite zeigt. Die Berge wirken bedrohlich, das Dorf ist verwinkelt, düster und unfreundlich, die Bewohner sind zwielichtig, ver-
schlossen. Mit dem Protagonisten Mike erlebt der Zuschauer ein andauerndes Gefühl der Beklemmung, Isolation und Bedrohung. Es ist ein Film, bei dem Stimmung und dichte Atmosphäre wichtiger sind als plumpe Schockeffekte und Blutorgien.
«Christoph Blocher» einmal anders Gedreht wurde «Tyfelstei» von einer erfahrenen, professionellen Crew von Dezember 2010 bis Juli 2011 in der Umgebung von Uri, Luzern und der Leventina. Jetzt wurde der spannende
abendfüllende Streifen, der die rätselhafte Handlung in einer dichten und mystischen Bildsprache erzählt, im Black Mountain Studio in Affoltern nachsynchronisiert. Vergangenen Samstag war der Schauspieler, Kabarettist, Hörspielsprecher, Radiomoderator und Parodist Walter Andreas Müller (WAM) mit seinem Part an der Reihe. WAM, bekannt als Globi-Stimme oder von «Fast e Familie» sowie als Christoph Blocher, Moritz Leuenberger, Jean Ziegler und viele andere Politgrössen in «Classe Politique», spielt im Film eine Gastrolle als zwielichti-
Mit der Crew um Chris Bucher und mit Matthias Schmidlin vom Black Mountain Studio in Affoltern hat WAM, wie er freudestrahlend und beeindruckt sagt, «hoch professionell und gut» zusammengearbeitet. Der Affoltemer Tonmann, ein Spezialist auch für Hard Rock und Metall-Musikproduktionen, hat Erfahrung mit der Aufnahme von Hörspielen und Hörbüchern – auch wenn er sein Tonstudio lediglich als Hobby in seiner Freizeit betreibt. Seine Freundschaft mit Tyfelstei-Regisseur Chris Bucher hat ihm die Nachsynchronisation des neuen Schweizer Mystery-Thrillers eingebracht. Schmidlin: «Chris und ich haben uns immer gegenseitig für die Arbeit des Anderen interessiert, klar, dass ich ihm dann auch angeboten habe, seinen Tyfelstei-Film bei mir in Affoltern nach zu synchronisieren.» Der Ton, respektive die Sprache von «Tyfelstei» kommt also aus Affoltern. Im Studio an der Industriestrasse 18 wurden die Sprechfragmente aufgenommen und werden nun mit der speziell für den Film komponierten Musik und den Toneffekten abgemischt und in die Tonspur zum Film eingefügt. Im Kino dann wird alles aus einem Guss spielen und – die gesehenen kurzen Szenen offenbaren dies – hohe Spannung bringen.
132 Jahre später: Erfolgreiche Suche nach den Wurzeln Australierin Deborah McAuliffeBär fand anlässlich einer Ferienreise zu den Wurzeln ihrer Herkunft in Rifferswil zurück. ................................................... von kurt graf Alfred «Frederick» de Baer war 1861 eigentlich auf den Namen Alfred Friedrich Bär getauft worden, als ganz gewöhnlicher Bürger von Rifferswil. Ebenso gebräuchliche Namen trugen seine Eltern, Johannes und Verena Bär-Kleiner, die Grosseltern Kaspar und Susanna Bär-Bär und auch die Urgrosseltern Hans Rudolf und Elisabeth Bär-Gallmann. Schon seit mehreren Generationen hatte man am nördlichen Dorfausgang in Unterrifferswil gewohnt und das Doppelhaus stets mit Familie Wegmann geteilt, welche seit 1641 die gegenüber liegende Schmiede betrieb. Die halbe Dorfbevölkerung hiess damals Bär, und darum kannte man sie hier mit dem Zunamen Bär «bei der Schmiede». Familie Bär «Schulmeisters» wohnte damals in einem Bauernhaus beim Dorfbrunnen in Unterrifferswil, Familie Bär «Müller» betrieben die ehemalige Mühle und Sägerei, Familie Bär «Salzer» war allein berechtigt für die Ausgabe von Salz an der Engelgasse 3. Schräg gegenüber, an der Engelgasse 6, wohnte die Familie Bär «Johannesen», die mehrere Küfer stellte und sehr wahrscheinlich
Das um 1692 von Felix Bär erbaute Zweifamilienhaus «bey der Schmidte» an der Jonentalstrasse 8 in Unterrifferswil, rechts die zugehörige Scheune, ca. 1915 aufgenommen.
Deborah McAuliffe-Baer, die Urenkelin von Alfred Baer, wohnt zusammen mit ihrem Mann Michael in Fitzroy, im australischen Bundesstaat Victoria
Das Zweifamilienhaus und die heute ebenfalls zu einem Wohnhaus umgebaute Scheune säumen die Jonentalstrasse am unteren Dorfausgang von Rifferswil. auch von Alfred Fredericks Vater abstammte. Die Familie Bär «Wirts» besass ein Restaurant an der Jonenbachstrasse 48, den nach ihrem Namen benannten «Bären». Bär «Üelis» bewohn-
Das Zeitungsinserat im «Anzeiger» aus dem Jahr 1874 lockte Handwerker und junge Familien zur Auswanderung nach Übersee.
ten das Doppelhaus an der Jonenbachstrasse 29, Bär «Leonharden» das Bauernhaus an der Albisstrasse 2. Die Familie Bär «Sennen» betrieb eine Käserei an der Sennengasse 6 in Oberrif-
ferswil. Ebenfalls im Oberdorf waren Bär «Viehärzte» zuhause, an der Hägiweidstrasse 1, und auch im Ausserfeld besassen Bär «Buren» einen Bauernhof. Bär «Ratschreibers» betrieben kurze
Zeit eine Textilfabrik an der Tränkegasse 3. Doch Alfred «Frederick» zog es als 20-Jährigen in die weite Welt. Gab es nicht eine Agentur in Zürich, die Auswanderungswillige im Anzeiger aus dem Bezirke Affoltern suchten und eine unentgeltliche Reise per Schiff nach Australien anboten? Als gelernter Küfer konnte er sich problemlos anwerben lassen, und 1881 trat er gemeinsam mit mehreren jungen Bauernfamilien die 90-tägige (!) Seereise auf dem Frachter «Potosí» an. Im Bundesstaat Victoria, im Südosten Australiens, war ihm buchstäblich das Glück hold: Heirat, Einbürgerung und Landerwerb erfolgten innerhalb weniger Jahre. Alfred und Phyllis Jane Bär-White blieben in der Nähe von Melbourne sesshaft, ebenso ihre zahlreichen Nachkommen. Erst ihre Urenkelin, Deborah McAuliffe-Bär, fand anlässlich einer Ferienreise zu den Wurzeln ihrer Herkunft zurück. Und Internet machts möglich: Sie kontaktierte per Mail alle Familien Bär und Baer in Rifferswil und erkundigte sich bei ihnen nach einer allfälligen Verwandtschaft. Was sie allerdings nicht wissen konnte: Noch heute kennen sich eigentlich hier Christian, Emil, Hans, Hermann, Karin, Maya, Martina, Susanne, Vreni und Walter Bär (Baer), und so machten die Informationen zum Voraus die Runde im kleinen und beschaulichen Dorf, bevor sie nach Fitzroy/Victoria im fernen Australien weitergeleitet wurden.
Vermischtes
Dienstag, 23. Juli 2013
11
Knochenarbeit um Gnagi, Schnitzel und Filetstücke Sommerserie: Bei der Arbeit in der Metzgerei gehts nicht nur um die Wurst (3) Das Metzgerhandwerk dürfte wohl zu den ältesten Berufen überhaupt gehören. Martin Mullis versuchte sich einen Tag als «Metzgerlehrling» im Betrieb der Familie Weiss in Hausen. ................................................... von martin mullis So viel sei hier im Voraus verraten: Ein Job in einer Metzgerei ist nichts für Vegetarier und Zartbesaitete. Deshalb sollte die mentale Vorbereitung für eine Arbeit in einem völlig anderen Beruf seriös angegangen werden, auch wenn es nur für einen Tag ist. Obwohl die Metzgerei Weiss in Hausen keine Schlachtungen vornimmt und das Töten der Tiere sozusagen übergangen werden konnte, begannen meine Recherchen auf einer grünen Wiese in unmittelbarerer Nähe eines stattlichen Bauernhofes im Säuliamt. Auf saftigem Grün tollten da zwei Kälber, schlugen mit ihren Hinterbeinen aus und beäugten die drei sich im feuchten Stroh suhlenden Schweine. Zugegeben, während der Betrachtung der bäuerlichen Idylle reduzierte sich meine schiere Lust auf Schnitzel, Fleischkäse und Entrecôtes rapide. Immerhin, sowohl Schwein wie Kalb fühlten sich offensichtlich äusserst wohl, sie wurden artgerecht gehalten und schienen, soweit dies ein «Fleischfresser» wie ich überhaupt beurteilen kann, glücklich zu sein.
Geschlachtet in Schwyz, verarbeitet im Oberamt Das Metzgerhandwerk dürfte wohl zu den ältesten Berufen überhaupt gehören. Bereits die Gallier sollen Würste produziert haben und die Fleischer, Schlachter oder Fleischhauer gehörten in den Zünften oder Gilden zu den achtbaren Handwerkern. Doch das Gewerbe des Metzgers hat sich seit dem Mittelalter stark verändert. Mindestens in der Schweiz bestehen in Sachen Tierschutz, Hygiene und Qualität für die Schlachtbetriebe rigorose Vorschriften. Diese Verordnungen sind nicht zuletzt auch ein Grund, warum viele Dorfmetzger nicht mehr selber schlachten. Auch die Metzgerei Weiss in Hausen kauft zwar die Tiere direkt beim Bauern in der Region, lässt sie je-
Ein Tag in einem anderen Beruf In der diesjährigen Sommerserie üben sich Journalisten für einen Tag in einem anderen Beruf. Bisher erschienen: «Bunt, bunt, bunt, sind alle meine Kleider…» (Urs E. Kneubühl als Maler, 16. Juli), «Der Job wird unterschätzt» (Marianne Voss als Verkäuferin, 19. Juli).
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Dressieren und ausbeinen: Hansheiri Weiss, Sepp Hügi und Silvan Dieth (von links). (Bild Martin Mullis) doch in Schwyz schlachten. Die Schlachttierkörper kommen dann zur Lagerung und Verarbeitung ins Oberamt. Der Arbeitstag eines Metzgers beginnt je nach den bevorstehenden Tätigkeiten recht früh am Morgen. So bestellt mich Geschäftsführer Marco Weiss spätestens um halb sieben zum Arbeitsantritt. Zu diesem Zeitpunkt zeigt sich zwar der Laden noch ziemlich leer, in den hinteren Räumen herrscht jedoch bereits reger Betrieb. Zwei an einem Haken hängende riesige Fleischstücke werden aus dem gekühlten Transportfahrzeug in die hinteren Kühlräume der Metzgerei gebracht. In einem Arbeitsraum hantieren die zwei Metzger Silvan Dieth und Sepp Hügi an den Vierteln eines Schweins. Die Arbeit nennt sich in der Fachsprache «Ausbeinen».
Kettenhandschuh und stichfeste Schürze Von 80 Carré-Stücken lösen sie das Filet, trennen das Nierstück sowie den Hals heraus und zersägen Schälrippen in die richtige Grösse. Gewisse Stücke legen sie für Voressen, Geschnetzeltes oder Wurstfleisch beiseite. Erstaunlich viel «Abfall» wie Knochen, Sehnen und Fett wandert in spezielle Körbe und ist für die Verbrennung bestimmt. Die Messer sind rasierklingenscharf, und Metzger Dieth trägt darum auch einen Kettenhandschuh und eine stichfeste Schürze, der Wetzstahl liegt auch stets griffbereit auf der Arbeitsfläche. Die Kalbshälften sind in kurzer Zeit verarbeitet und die Filet-, Braten- und Nierstücke türmen sich in den Behältern. Mit im Team arbeitet auch Seniorchef Hansheiri Weiss, wobei er praktisch wortlos überall dort, wo es grad nötig erscheint, Hand anlegt, bereitstellt oder mithilft. Eine eingespielte Truppe, die erstaunlich effizient und
schnell arbeitet. Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich nicht wirklich viel dazu beigetragen habe, beim Ausbeinen wird schliesslich Sachkenntnis, Fingerfertigkeit und Gewandtheit verlangt, die nicht einfach so innert einigen Stunden gelernt werden können. Äusserst interessant wird es dann für mich als «Metzgerlehrling» als es um die Wurst geht. Jetzt kommen die computergesteuerten Maschinen zum Einsatz. Bereits bei der Zubereitung der Wurstfüllungen oder des wurstbräts zeigt sich schnell, dass sowohl das dazu verwendete Fleisch als auch die Rezepte für Metzgermeister Hansheiri Weiss alles andere als Wurst sind. «Die Mischung machts», schmunzelt er und schüttet eine Handvoll Gewürze und kiloweise Eis in den Mischer. Je nach Wurstsorte werden verschiedene Gewürze und Gewürzmischungen, Röstzwiebeln, Salz, Eis und eine absolut geheime Substanz dem Fleisch beigemischt.
schliesslich ausgiebig von den feinen und frisch zubereiteten Würsten probieren. Der Familienbetrieb zählt in Hausen, inklusive Seniorchef Hansheiri Weiss, drei Metzger, drei Verkäuferinnen und eine Temporärangestellte. Ehefrau Lilo Weiss ist hauptsächlich für die Administration zuständig. In der Filiale in Obfelden arbeiten eine Metzgerin, zwei Metzger und eine Charcuterieverkäuferin.
Respekt vor dem Lebewesen Neben meiner minimalen aktiven Tätigkeit als Metzger und Wurster be-
komme ich jedoch reichlich Gelegenheit, mich über den Beruf des Metzgers zu orientieren und erhalte vor allem einen vertieften Einblick in die Führung und den Betrieb einer Metzgerei. Hansheiri Weiss ist mit Leib und Seele Metzger, er schwärmt von seinem Beruf, den er mit viel Herzblut ausübt. Auch Sohn Marco Weiss teilt seine Leidenschaft für dieses Handwerk. Beide sind übrigens grosse Tierfreunde, haben Respekt vor den Lebewesen und achten mit grosser Sorgfalt nicht nur auf die artgerechte Haltung der Tiere, sondern vor allem auch auf kurze und möglichst stressfreie Transporte.
Schnell und routiniert an der Wurstmaschine So entstehen innert zweier Stunden Hunderte von Kalbs- und Schweinsbratwürsten, Cervelats und «Huser»Rauchwürste. Brätmasse für Fleischkäse und Hackbraten wird gemischt, in Kartons oder Blechformen abgefüllt und in den Kühlräumen verstaut. Metzger Hügi hantiert schnell und routiniert an der Wurstmaschine. Die Maschine «stosst» die richtige Menge Wurstmasse in die Därme und je nach Sorte muss Sepp Hügi die Enden noch von Hand abbinden. Als unerfahrener Grünschnabel wird mir allein beim Zuschauen schon fast schwindlig und während ich eine Schweinsbratwurst zu einer Grillschnecke forme und mit einem riesigen Zahnstocher durchsteche, ernte ich vom Metzgerteam etwas belustigte Blicke. Immerhin darf ich
Metzgerstift mit mässigem Erfolg: Martin Mullis mit Metzgerschürze. (Bild zvg.)
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Veranstaltungen
Dienstag, 23. Juli 2013
Tradition trifft Moderne 1.-August-Feier am Türlersee in Hausen Die diesjährige Bundesfeier steht im Spannungsfeld von ländlicher Tradition und urbaner Moderne: berührender Naturjodel, lüpfiges Trio und die Ansprache von Slampoet Simon Chen – plus Kinderprogramm und Fackelzug.
Die neuen Sessel im Cinepol 2 werden montiert. (Bild zvg.)
Sins bekommt seinen zweiten Kinosaal Eindrückliches Seherlebnis ab Ende Juli Kurz vor dem ersten Geburtstag des Cinepol bekommt das Sinser Kino Ende Juli Zuwachs. Im noch nicht genutzten Gebäudeteil ist in den vergangenen vier Monaten intensiv am zweiten Saal gearbeitet worden. Anfang letzter Woche wurden nun die neuen Sessel im Cinepol 2 montiert. Dabei haben die Verantwortlichen wiederum auf die viel geschätzte Beinfreiheit geachtet. Ein Novum bilden zwei Rollstuhlplätze. Diese können im Bedarfsfall in wenigen Sekunden umgerüstet werden. Die beiden Plätze sind bequem über eine Rampe zu erreichen. Neu sind auch
drei Doppellogenplätze, welche jeweils leicht separiert sind. Bis zum Start Ende Juli müssen noch einige Stunden in das Projekt investiert werden. Danach wird mit dem Cinepol 2 nicht nur ein herrlich schönes Kinoerlebnis geboten, sondern auch Punkto Bildqualität je nach Film mit einer vierfach höheren Auflösung als im bestehenden Saal gearbeitet. Hierfür wird im Herbst der Dokumentarfilm «Samsara» ins Programm aufgenommen, welcher das Seherlebnis auf eindrückliche Weise wiedergibt. Programmstart Kino Cinepol 2 ab Ende Juli. Details zum Programm unter www.cinepol.ch.
«Liebe Eidgenossen, liebe Mitbürger und Mitbürgerinnen, heute ist zum ersten Mal in der Geschichte der 1. August 2013. Ein Anlass, um dem Stolz Schweizerin oder Schweizer zu sein, so richtig Ausdruck zu geben?» Der Slampoet Simon Chen wird die Frage aufwerfen, was denn am 1. August eigentlich genau gefeiert wird, bzw. ob es überhaupt etwas zu feiern gibt. Der Wahlzürcher Spoken-Word-Autor mit taiwanesischen Wurzeln wird den Patriotismus und den Nationalstolz kritisch unter die Lupe nehmen. Als roter Faden wird sich dieses Thema durch seine Rede ziehen, und im übrigen wird er einige Ferientage auf dem Campingplatz am Türlersee verbringen, und so wohl noch das eine oder andere an lokalen Marotten, Aktualitäten oder Befindlichkeiten in seine Ansprache einflechten. Simon Chen ist ein begnadeter Spieler auf dem Wortspielplatz, ein «Schriftbeller» und Radioprediger. Bekannt und beliebt ist beispielsweise sein «Wort zum Donnerstag» auf SRF1, wo er historische Ereignisse mit Aktuellem verquickt. Und so können wir freudig gespannt darauf sein, was Simon Chen mit dem
Ämtler Bibliotheken im August Die Schulferien im Bezirk dauern noch bis Samstag, 17. August 2013. Am Mittwoch, 1. August, bleiben die Bibliotheken geschlossen. Bis Mitte September findet zum fünften Mal die «Lesebank-Aktion» statt. Im Bezirk stehen Behälter mit Büchern und Zeitschriften bei Ruhebänken und Badeanstalten bereit und laden zum Schmökern, Lesen und Geniessen ein. Informationen zu den Standorten geben die beteiligten Gemeindebibliotheken.
Bibliothek Hausen
Bibliothek Rifferswil
Während der Sommerferien ist die Bibliothek jeweils donnerstags von 18 bis 20 Uhr geöffnet.
Während der Sommerferien ist die Bibliothek jeweils samstags von 9.30 bis 11.30 Uhr geöffnet. Montag, 26. August, 20 Uhr: Lesung. Der Schweizer Autor Daniel Zahno («Die Geliebte des Gelatiere») liest in der Bibliothek Rifferswil aus seinem neuen Roman «Manhattan Rose». Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Rosenladen der Baumschulen Reichenbach in der Schonau.
Bibliothek Hedingen Während der Sommerferien ist die Bibliothek jeweils mittwochs von 10 bis 12 Uhr und donnerstags von 18 bis 20 Uhr geöffnet.
Bibliothek Kappel Bibliothek Aeugst Die Bibliothek bleibt während der Ferien bis am 11. August geschlossen. In der letzten Ferienwoche ist sie am Montag, 12. August, von 18 bis 20 Uhr und am Samstag, 17. August, von 10 bis 12 Uhr geöffnet. Samstag, 31. August, und Sonntag, 1. September: Aeugster Chilbi. Die Bibliothek betreibt einen Stand mit Glücksrad und es werden Geschichten für Kinder erzählt.
Regionalbibliothek Affoltern Während der ganzen Sommerferien ist die Bibliothek täglich von Montag bis Samstag zu den üblichen Zeiten geöffnet. Dienstag, 6. August, 9.30 bis 10 Uhr: Buchstart-Treff für Eltern mit ihren Kindern zwischen 9 und 36 Monaten. Gemeinsam Sprache erleben mit Versen und Fingerspielen. Dienstag, 13. August, 10.30 bis 11 Uhr: Bibliothekseinführung. Rundgang und Information zur Regionalbibliothek, zum Angebot, der Benutzung und zur Katalogsuche. Anmeldung nicht erforderlich.
Bibliothek Bonstetten Während der Sommerferien ist die Bibliothek jeweils donnerstags von 15 bis 20 Uhr und samstags von 10 bis 12 Uhr geöffnet. Mittwoch, 21. August, 9.30 bis ca. 10 Uhr: Buchstart-Treff Reim und Spiel mit der Leseanimatorin Judith Zanini. Für Kinder von 9 bis 36 Monaten in Begleitung einer erwachsenen Person.
Während der Sommerferien bleibt die Bibliothek geschlossen.
Bibliothek Stallikon
Während der Sommerferien ist die Bibliothek am Donnerstag, 8. August, von 18.30 bis 20 Uhr geöffnet.
Während der Sommerferien ist die Bibliothek jeweils dienstags von 19 bis 20.30 Uhr geöffnet. Auf einem Extratisch liegt eine grosse Auswahl an neuen Reiseführern bereit. Dienstag, 27. August, 10.15 bis 10.45 Uhr: Buchstart-Treff «Reim und Spiel» unter der Leitung von Leseanimatorin Judith Zanini. Für Eltern und Grosseltern mit Kindern zwischen 9 und 36 Monaten. In der Bibliothek im Schulhaus Loomatt, Sellenbüren.
Bibliothek Mettmenstetten
Bibliothek Wettswil
Während der Sommerferien ist die Bibliothek jeweils montags und freitags von 18 bis 20 Uhr geöffnet.
Während der Sommerferien ist die Bibliothek jeweils mittwochs von 15 bis 19 Uhr und donnerstags von 15 bis 20.30 Uhr geöffnet. Mittwoch, 28. August, 10 bis 10.30 Uhr: Buchstart-Treff für Kinder von 9 bis 36 Monaten in Begleitung, in der Bibliothek. Anmeldung nicht erforderlich. Mittwoch, 28. August, 14.30 bis 15 Uhr: Geschichtenzeit für Kinder von 3 bis 5 Jahren in Begleitung, in der Bibliothek. Anmeldung nicht erforderlich. Mittwoch, 28. August, 20 Uhr: Lesezirkel. Das Buch «Am Fenster» von Luc Bondy wird besprochen. Anmeldung bis 20.8. in der Bibliothek. Kosten Fr. 15.-- pro Abend. Samstag, 31. August, 15 bis 15.30 Uhr: Kamishibai am 40er-Fest für Kinder ab 4 Jahren. Schulanlage Mettlen, Wettswil. (IS)
Bibliothek Knonau Während der Sommerferien ist die Bibliothek jeweils dienstags von 9 bis 10 Uhr sowie von 17.30 bis 19.30 Uhr geöffnet.
Bibliothek Maschwanden
Bibliothek Obfelden Während der Sommerferien ist die Bibliothek jeweils dienstags von 17 bis 19 Uhr, mittwochs von 14 bis 18 Uhr und donnerstags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Mittwoch, 28. August, 19.30 Uhr: Lesekreis. Catalin Dorian Florescu und seine Bücher werden besprochen.
Bibliothek Ottenbach Während der Sommerferien ist die Bibliothek jeweils donnerstags von 15 bis 20.30 Uhr geöffnet. Dienstag, 27. August, 9 bis 9.30 Uhr: Buchstart-Treff «Reim und Spiel» für Eltern mit Kindern von 9 bis 36 Monaten.
1.-August und Hausen verknüpfen wird. Aber zu einer gelungenen Bundesfeier gehören selbstverständlich nicht nur ein lauschiger Platz am Türlersee und eine fulminate Ansprache, sondern ebenso etwas Lüpfiges. Dieses Jahr wird das Trio Albisgruss mit Ignaz Meier und René Schuler, Handorgel, sowie Heinz Maag an der Bassgeige den Anlass musikalisch verweben. Ein weiterer traditioneller Leckerbissen wird vom Jodlerclub am Albis serviert: zwei Sets Naturjodel. Der Naturjodel ist, Wortakrobat und «Schriftbeller» Simon Chen hält die Anvereinfacht gesagt, sprache zum Bundesfeiertag. (Bild zvg.) die ursprünglichste Art des Jodelns, eine gesungene Me- Pizzaofen angeteigt. Feierliche Krölodie ohne Text mit fortwährendem nung wird auch dieses Jahr der geRegisterwechsel von Brust- zu Kopf- meinsame Fackelzug zum Feuer sein. ton. Nebst rednerischem und musika- Der Verein Kultur im Dorf und die Gelischem Schmankerl ist natürlich auch meinde Hausen am Albis heissen alle für das leibliche Wohl, unter dem Pat- herzlich willkommen! (san) ronat des Strandbades Türlersee, gesorgt. Und für Kinder ist backen im Infos: www.simonchen.ch, www.jkamalbis.ch.
Kompositionen der Renaissance «Musik und Wort» in Klosterkirche Kappel Villancicos, Psalme und andere Kompositionen der spanischen und französischen Renaissance: Das Lautenduo M&M und der Tenor Dominique Vellard sind am 28. Juli in der Reihe «Musik und Wort» in Kappel zu hören. Das Duo M & M (Maria Ferré und Vincent Flückiger) wurde 2003 an der Staatlichen Hochschule für Musik in Trossingen gegründet. Seitdem hat sich das Duo auf die Interpretation der Renaissance- und Barockmusik für Laute, Theorbe und Barockgitarre konzentriert und sich durch zahlreiche Konzerte etabliert. Das Duo konzertiert allein oder auch als Continuo und in Ensembles und ist in zahlreichen europäischen Ländern sowie in den USA und in Mexiko aufgetreten. Am Kappeler Konzert wird das Duo
Lauten, Vihuela und Renaissancegitarre zum Klingen bringen. Seit ihrer Begegnung an der Schola Cantorum Basiliensis 2005 arbeiten das Duo erfolgreich mit dem Sänger Dominique Vellard zusammen, welcher auch das Konzert in Kappel mit seinem Gesang bereichern wird. Dominique Vellards musikalische Interessen haben ihre Wurzeln in seiner Erfahrung als Chorknabe in NotreDame de Versailles. Sein dortiger Lehrer, Pierre Béguigné, begeisterte ihn für den Gregorianischen Gesang, die polyphonen Werke der Renaissance, die französischen Komponisten des 17. Jahrhunderts und für Johann Sebastian Bach. Nach einer Ausbildung am Konservatorium von Versailles zog es ihn schon bald zu den Werken des Mittelalters und der Renaissance, die seinem musikalischen Ausdruckbedürfnis sehr entsprachen. Neben einer intensiven Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Musik, vertiefte er sich auch in aussereuropäische Musiktraditionen. Lesungen von Pfarrerin Elisabeth Wyss-Jenny begleiten die Musik. Das Konzert am Sonntag, 28. Juli, beginnt um 17.15 Uhr in der Klosterkirche. Anschliessend besteht wie üblich die Möglichkeit, am gemeinsamen Imbiss teilzunehmen. Infos und Anmeldung: Telefon 044 764 88 10, info@klosterkappel.ch oder unter
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