An der Generalversammlung der Genossenschaft Rössli übergab Markus Tschan das Präsidium nach sieben Jahren an Miro Hegnauer. Seite 8
Vom Versuch der SVP, Junge für die Politik zu gewinnen
Podiumsdiskussion zwischen einem Rechtsaussen-Politiker und einem «Klima-Kleber»
Daniel Vaia
Kann das gut gehen? Um junge Menschen für die Politik zu interessieren, hat die SVP Bonstetten am Samstag einen ungewöhnlichen Versuch gestartet: ein Podiumsgespräch zwischen einem wegen Rassismus verurteilten
SVP-Vertreter auf der einen Seite und einem ebenfalls verurteilten «Klima-Kleber» auf der anderen. Man müsse schauen, so Claude Wuillemin, Präsident der SVP-Ortspartei Bonstetten, einleitend, dass aus der Partei «kein Rollator-Club» werde; deshalb dieser Anlass, der sich explizit an junge Wählerinnen und Wähler richtet. Ein Rechtsaussen-Politiker und ein «Klima-Kleber». Was auf dem Papier nach harten politischen Auseinandersetzungen tönt, was bei manchen schon beim Lesen Empörung hervorrufen dürfte, endete am frühen Samstagabend im Bonstetter Gemeindesaal mit einer Reihe von Überraschungen und Erkenntnissen, die nur zum Teil mit rechts oder links zu tun haben. Geladen als Podiumsgäste waren der Aargauer SVP-Politiker Naveen Hofstetter und der Klimaaktivist Max Vögtli. Beide waren schon zig Mal wegen Gerichtsurteilen beziehungsweise politischen Aktionen in den Medien: Hofstetter, weil er wegen Diskriminierung auf Aufruf zu Hass verurteilt wurde, Vögtli, weil er als «Klima-Kleber» wiederholt Strassen blockierte beziehungsweise sich einmal an den Rahmen eines Segantini-Gemäldes im Zürcher Kunsthaus klebte.
415 Briefe, 22 Anmeldungen
Im Publikum: Junge Wählerinnen und Wähler zwischen 18 und 21 aus Bonstetten, Wettswil und Stallikon. 415 von ihnen hatte die SVP angeschrieben für diesen Versuch. Der Rücklauf: bescheiden. Nur 22 Anmeldungen gingen bei der Partei ein, dazu zwei Entschuldigungen und zwei Versprechen, bei einem nächsten Anlass teilzunehmen. Die effektive Teilnahme am Samstag war dann sogar noch bescheidener: Gerade mal
(v.l.n.r.) «Klima-Kleber» Max Vögtli, Ortsparteipräsident
acht junge Frauen und Männer waren es schliesslich, die sich im Halbkreis vor dem Podium versammelten. Die übrigen Angemeldeten tauchten nicht auf, ohne Entschuldigung. So weit, so unerwartet. Und für die Partei insofern zusätzlich ärgerlich, weil sie für 22 Personen und die aufgebotenen Betreuer bei der örtlichen Bäckerei jede Menge Mini-Sandwiches geordert hatte und dazu Nussstengel. Von der mittlerweile weitverbreiteten
Unart, trotz Anmeldung/Reservation unentschuldigt nicht an einem Anlass teilzunehmen, können unter anderem auch die Wirte ein Lied singen. Das unhöfliche Verhalten beschränkt sich nicht allein auf jüngere Generationen. Ebenso unerwartet der Auftritt der beiden Pro-
tagonisten. Obwohl an den entgegengesetzten Polen des politischen Spektrums anzusiedeln, gab es keine wirklich direkte Konfrontation zwischen den beiden. Zu weit entfernt waren ihre politischen Kernthemen. Hofstetter sprach über die Definition von Rassismus und in Zusammenhang mit Afrika und Moslems über kulturelle und religiöse Unterschiede, Vögtli übers Klima und aktivistische Aktionen. Befragt von Claude Wuillemin über ihre Herkunft und ihren Einstieg in die Politik, zeigten sich beide so offen, dass sie zunehmend als Menschen begreifbar wurden – und die Politiker in den Hintergrund traten. Hofstetter wurde in Indien geboren und mit vier Monaten von einem Schweizer Ehepaar adoptiert; er wuchs
in Niederwil (AG) auf, machte eine Ausbildung zum Elektriker und arbeitet in diesem Beruf als selbstständiger Unternehmer in Rothrist. Zur SVP sei er gekommen, weil ihn «linke Lehrer» als Dunkelhäutigen («das ist auch eine Form von Rassismus») immer vor der SVP gewarnt hätten. Als er dann aber mal an einem SVP-Anlass teilgenommen habe, sei er äusserst freundlich aufgenommen worden. Es sei, das müsse er einräumen, letztlich ein (ebenfalls) linksorientierter Lehrer gewesen, der ihn zur aktiven Teilnahme in der Politik ermunterte, trotz seiner schon damals bekannten Sympathie für die SVP.
Fortsetzung Seite 3
Start der Sommerserie
Der «Anzeiger» überschreitet Grenzen
In der diesjährigen Sommerserie befassen sich die Journalistinnen und Journalisten des «Anzeigers» mit dem Thema «Grenzen». Wo wurden einst Grenzen gezogen und wo werden Grenzen durchbrochen? Und vielleicht gibt es auch einmal etwas Grenzwertiges. Ein jeder Teil für sich ist eine individuelle Auseinandersetzung mit dem Grenzbegriff, sei dies in abstrakter Form oder konkret, sodass man sich beim Lesen automatisch die Frage stellen wird, wo die eigenen Grenzen liegen und wann diese bereits einmal überschritten wurden.
Den Anfang in dieser Ausgabe macht Angela Bernetta. Sie befasst sich im Beitrag «Mehr Wild im Wald» mit der Tierpopulation im Amt und mit tierischen Grenzgängern wie Wolf, Luchs und Gämsen, die immer häufiger durch die Region wandern. Karin Hindenlang Clerc, Jagdgesellschaft Affoltern am Albis und Geschäftsführerin der Stiftung Wildnispark Zürich, und Isabelle Rüegg von der Medienstelle der kantonalen Baudirektion gaben Auskunft. (red)
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Tore bei zwei Gegentoren reichen FC-Hausen-Frauen für Wiederaufstieg in die 3. Liga. Seite 17
«Vielen fällt es schwer, jemanden anzurufen.»
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Kostenpunkt 21 Millionen
Nach der Veröffentlichung der Abstimmungsvorlage zum Schulhausneubau sehen sich die Stallikerinnen und Stalliker vor der Entscheidung zwischen zwei Varianten. Auf eine Verschiebung der Abstimmung und die Einholung von Offerten für den Bau von Schulraum/ Mehrzweckhalle in günstiger, hochwertiger Modulbauweise, wie in einer Petition gefordert, verzichtet der Gemeinderat und weist sie ab. Zur Modulbauweise als günstigerer Alternative äussert er sich folgendermassen: «Sie könne in bestimmten Situationen zwar eine zweckmässige und wirtschaftliche Lösung darstellen. Beim vorliegenden Projekt handle es sich jedoch nicht um einen einfachen Schulraumbau, sondern um ein komplexes Bauvorhaben mit unterschiedlichen Nutzungsanforderungen». Die vier Urheber der Petition wollten noch keine abschliessende Position zur Abstimmungsvorlage beziehen. Derweil konnte der Gemeinderat die erfreuliche Botschaft verkünden, dass der Neubau Schulhaus Pünten ohne Erhöhung des Steuerfusses finanziert werden könne. Dies, obwohl das Projekt zwischen 21.1 und 21.9 Millionen Franken kosten soll. Bei der teureren Variante A würde der Generationenplatz unter anderem mit zusätzlichen Sportanlagen und einem Gebäude mit öffentlicher WC-Anlage ausgestattet, bei der günstigeren Variante B würde vorderhand darauf verzichtet werden. (red)
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Schoggi aus Bonstetten für die beiden Protagonisten des SVP-Podiumsgesprächs:
Claude Wuillemin und Rechtsaussen-Politiker Naveen Hofstetter. (Bild Daniel Vaia)
Daniel Frischkopf, Sekundarlehrer Projekt «Lift». (Bild Desirée Ayer)
Diesen Schmetterling sichtete Yvonne Hurter aus Rifferswil auf dem Albispass.
Pilzkontrolle 2026
12. August bis 31. Oktober 2026
Kontrollstelle Affoltern am Albis
für die Stadt Affoltern am Albis und die Gemeinden Aeugst am Albis, Hausen am Albis, Hedingen, Kappel am Albis, Knonau, Maschwanden, Mettmenstetten, Obfelden, Rifferswil, Stallikon und Wettswil Im Haus Bachweg 7 in Affoltern am Albis
Öffnungszeiten 18.30 – 19.00 Uhr jeweils Mittwoch, Samstag und Sonntag (ausgenommen während der Schonzeit, jeweils vom 1. bis 10. Tag des Monats)
Amtliche Pilzkontrollpersonen
Hansjörg Birrer
Christian Klee
Dieter Mayer
Pamela Rösch
Ausserhalb der genannten Öffnungszeiten erfolgt die Kontrolle nur nach telefonischer Vereinbarung unter der Telefonnummer 044 762 56 00.
Hinweise
• In den ersten zehn Tagen des Monats ist es verboten, Pilze zu sammeln.
• Pro Person und Tag dürfen höchstens ein Kilogramm Pilze gesammelt werden.
• Es werden nur gereinigte sowie ganze Pilze (mit Hut und Stiel) kontrolliert.
• Es dürfen nur Pilze, die man kennt, gepflückt werden. Bringen Sie im Zweifelsfall ein Muster zur Kontrollstelle mit.
Die Gesundheitsbehörden und Gesundheitskommissionen der erwähnten Stadt und Gemeinden
Gültigkeitserklärung der Einzelinitiative «Ruhiges und tierfreundliches Bonstetten» (Einschränkung von Feuerwerk)
Mit Schreiben vom 23. Juni 2026 hat Herr Marco Leupi, 8906 Bonstetten, dem Gemeinderat die Einzelinitiative «Ruhiges und tierfreundliches Bonstetten» (Einschränkung von Feuerwerk) eingereicht.
Der Gemeinderat Bonstetten hat die Einzelinitiative an seiner Sitzung vom 29. Juni 2026 nach erfolgter formeller und materieller Prüfung für gültig erklärt. Die Einzelinitiative untersteht voraussichtlich der Abstimmung der Gemeindeversammlung vom 2. Dezember 2026. Gegen diesen Beschluss kann, von der Mitteilung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, wegen Rechtsverletzungen, unrichtiger oder ungenügender Feststellung des Sachverhaltes sowie Unangemessenheit der angefochtenen Anordnung innert 30 Tagen schriftlich Rekurs erhoben werden (§ 19 Abs. 1 VRG i.V.m. § 19b Abs. 2 lit. c VRG sowie § 20 Abs 1 VRG). Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen. Bonstetten, 7. Juli 2026 Gemeinderat Bonstetten
«WhenthePoWer of love overcomesthe love ofPoWerthe WorldWillknoWPeace»
«WenndiekraftderlieBe dielieBezurmacht üBerWindet,erstdannWird es frieden geBen» (Jimi hendrix)
PhilippearbeiteteseitFebruar2024 beiuns im Alter- undPflegeheimImBrühl in Spreitenbach. MitseinerLeidenschaftfürdenKochberuf,seinem Engagement und seiner Hingabebereicherte erunserHausundüberraschte unsimmerwieder mitseinerKreativitätundseinemEinsatz. Dankbarerinnernwir unsan sein Wirken zumWohleunserer Bewohnenden und Gäste.
Wirwerden PhilippeeinehrendesAndenkenbewahrenund sprechen seiner Familie,allenAngehörigenundseinenFreundenunseraufrichtiges Beileid aus.FürdieZeitdes Abschieds wünschen wirihnen viel Kraft, Trostund Zuversicht.
Alters-und Pflegeheim Im BrühlSpreitenbach Kolleg*innenund Bewohner*innen Geschäftsleitungund Vorstand -
DaseinzigWichtigeimLeben sind dieSpurenvon Liebe, diewir hinterlassen, wenn wirgehen. Albert Schweitzer
MitgrosserDankbarkeitfür diegemeinsam verbrachtenStunden,nehmenwir Abschiedvon unsererSchwester,Schwägerin, Tante, Grosstante,Cousine und Freundin
*11.01.1932 †30.06.2026
In stillerTrauer
Andreasund VreniBürger
Monika undMaraBommer- Bürger
Hans Bürger,Agnes Rupitz,LeniSeiler Hanni Wucherer
MilliDomenig
Dina Furrer
Wirverabschieden unsvon MariaamDonnerstag, 16. Juli 2026 um 11.00Uhr auf demFriedhofinMettmenstetten.
Wir haben die Sonne langsam untergehen sehen und sind dennoch überrascht, wie dunkel es plötzlich ist
Traurig, aber voller Dankbarkeit für die gemeinsame Zeit sowie für alle schönen Erlebnisse und Erinnerungen nehmen wir Abschied von unserer lieben Mutter Grossmutter Urgrossmutter Schwägerin, Tante, Gotte und Freundin
Julia Hottinger - Baur
20 Sept 1934 – 30 Juni 2026
Nach einem erfüllten Leben durftest du friedlich einschlafen Wir werden deine Liebenswürdigkeit und Grosszügigkeit, deinen Humor und deine Verlässlichkeit sowie deine Liebe und deinen unermüdlichen Einsatz für deine Familie und den Bächler sehr vermissen Du hast dein Leben lang mit grosser Leidenschaft gearbeitet
In stiller Trauer: Judith Hottinger und Urs Eisenhut
Therese Heinis und Karim Attia
Maja und Martin Gähwiler-Hottinger
Angela Gähwiler und Sandro Polli
Silvan Gähwiler
Hansruedi und Regula Hottinger-Rösli
Christine und Fabian Hottinger-Glaus mit Liun Ari und Mattia
Alice und Adrian Hottinger-Luginbühl
Selma Hottinger und Arcangelo Carta mit Cecilia
Katrin Hottinger
Simon Burkard
Margrit Hottinger und Verwandte
Am 10 Juli 2026 um 14 Uhr nehmen wir Abschied auf dem
WIR GRATULIEREN
Zum 92. Geburtstag
Am Donnerstag, 9. Juli, feiert Lena Trinkler in Affoltern, wohnhaft gewesen in Hausen, ihren 92. Geburtstag. So viele Lebensjahre sind eine beeindruckende Zeit, geprägt von Erfahrungen, Erinnerungen und unzähligen Geschichten. Fürs neue Lebensjahr alles Gute, möge jeder Tag Zufriedenheit, Freude und liebevolle Begegnungen bringen.
Zum 85. Geburtstag
Gestern Montag, 6. Juli, konnte Theodor Widmer in Sellenbüren seinen 85. Geburtstag feiern. Herzlichen Glückwunsch und nur die besten Wünsche für die Zukunft.
Gratulationen sind willkommen!
Für die Rubrik «WIR GRATULIEREN» sind wir auf die Einsendungen der Leserinnen und Leser angewiesen. Bitte schicken Sie uns Gratulationshinweise per Mail an: redaktion@affolteranzeiger.ch
Gratis aufgenommen werden Geburtstage ab dem 90., runde und halbrunde ab dem 80. sowie Hochzeitsjubiläen ab der goldenen Hochzeit (50 Jahre).
Die Mails müssen jeweils am Mittwochmorgen bis 8 Uhr für die Ausgaben vom folgenden Freitag und Dienstag eintreffen. (red)
Manche Vorurteile abgebaut
Fortsetzung
von der Podiumsdiskussion
in Bonstetten
Herausgeberin: CH Regionalmedien AG
Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Obere Bahnhofstrasse 5 8910 Affoltern a. A.
Leiterin: Barbara Roth
Chefredaktor: Daniel Koch (dko) redaktion@affolteranzeiger.ch
Korrespondentinnen und Korrespondenten: Angela Bernetta (net), Sandra Isabél Claus (cla), Urs Kneubühl (kb), Nico Ilic (nil), Martin Platter (map), Brigitte Reemts Flum (bre), Bernhard Schneider (bs), Werner Schneiter (-ter.), Daniel Vaia (dv), Marianne Voss (mvo), Marcus Weiss (mwe), Regula Zellweger (rz)
Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern
Die Redaktion übernimmt keine
Verantwortung für eingesandtes Material
Gesamtauflage: 27810
Beratung und Verkauf Inserate: Evelyn Löhr / Christine von Burg Telefon 0582005700 inserat@affolteranzeiger.ch
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Daniel Vaia
Vögtli wuchs ab dem zweiten Lebensjahr mit seinen Schweizer Eltern (sein Vater war erfolgreicher Manager eines Schweizer Industriekonzerns) und seinen drei Brüdern in China auf. Mit 18 folgten ein Politikstudium in England, Jobs in England und Deutschland, und schliesslich arbeitete er einige Jahre als Consultant für den Uzwiler Konzern Bühler AG. Sein politisches Erweckungserlebnis hatte er, als er während eines Treffens mit Vertretern verschiedener Konzerne realisierte, dass diese den Begriff «Nachhaltigkeit» ausschliesslich in Zusammenhang mit Umsatz und Gewinn verstanden –und nicht mit dem Klima. Er kündigte seinen Job, wurde einer der bekanntesten Klimaaktivisten der Schweiz und war lange Mitglied der Gruppe Renovate Switzerland. Für Schlagzeilen sorgte er neben seinen Klimaprotesten auch mit einem Flug nach Mexiko, der ihm einiges an Häme eintrug («fliegender Klima-Kleber»). Die vergangenen drei Jahre lebt er
als Aktivist von seinem Ersparten und von kleinen Jobs. Zwei Mal wurde er bereits wegen Aktionen verurteilt, sechs Verfahren sind noch in der Schwebe, im schlimmsten Fall muss er für drei Jahre ins Gefängnis, wie er gegenüber dem «Anzeiger» sagte. Vögtli, der als Schnelldenker und Schnellsprecher mit seinem Akzent nicht immer ganz einfach zu verstehen war, wäre der erste Klimaaktivist, der in der Schweiz hinter Gitter muss.
Andersdenkend und dennoch sympathisch
Hofstetter mit Anzug und Krawatte, Vögtli mit lockerem Hemd und kurzer Hose. Beide hatten im Publikum ihre Sympathisanten, wie sich in einer Fragerunde herausstellte. Und beide dürften mit ihrer offenen Art bei den Zuhörerinnen und Zuhörern manche Vorurteile abgebaut haben – weil sie eben als Personen begreifbar wurden, die stark durch ihre Herkunft und Vergangenheit
Einen weiteren Versuch, der sich explizit an junge Wählerinnen und Wähler richtet, will die Partei am 14. November durchführen. Dann soll es um die Fragen gehen: «Wie familienfreundlich ist die Schweiz?» und «Wie kann Gewalt in der Familie verhindert werden?». Beide Themen wurden von den Anwesenden aus einer Reihe von Vorschlägen ausgewählt.
Apropos Provokationen: Am 1. September wird im Gemeindesaal in Bonstetten alt Bundesrat Christoph Blocher zu Gast sein. Vögtli verwies während des Podiumsgesprächs unter anderem auf eben diesen SVP-Vordenker, als er begründete, weshalb man in der Politik manchmal nicht umhinkomme, zu provozieren, um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.
geprägt sind. Hofstetter und Vögtli relativierten am Samstag zwar frühere Aussagen bzw. Aktionen, verteidigten aber ansonsten ihre politischen Haltungen. Dafür mussten sich einige kritische Fragen und Bemerkungen von den jungen Zuhörerinnen und Zuhörern gefallen lassen. Hofstetter etwa begab sich auf dünnes Eis, als es um die Definition und Verwendung der Begriffe «Mohrenköpfe» und «Neger» ging (im späteren Verlauf der Diskussion war nur noch vom «N-Wort» die Rede). Und Vögtli musste sich anhören, dass er mit einer Blockade einmal die im Gesundheitsbereich arbeitende Mutter einer Anwesenden daran hinderte, rechtzeitig zur Arbeit zu kommen, um kranken Menschen zu helfen. Ob es die SVP Bonstetten geschafft hat, mit dem Versuch, junge Menschen für die Politik zu interessieren – unabhängig von einer bestimmten Partei –, sei dahingestellt. Vielleicht hat der Anlass immerhin da und dort zur Erkenntnis geführt, dass jemand eine völlig andere politische Einstellung haben und dennoch als Mensch sympathisch sein kann. Und dass wegen unterschiedlicher Denkweise jemand noch lange kein Feind ist. Sollte das der Fall sein, dann wäre mit dem Anlass viel erreicht worden. Sehr viel.
Mit «Lift» selbstbewusst zur Lehre
Zwölf Jugendliche sammelten mit «Lift» ein Jahr lang Berufserfahrung im Säuliamt.
Desiree ayer
«Wir Erwachsenen wissen genauso, wie viel Überwindung es kostet, sich in einem neuen Betrieb vorzustellen», sagte Schulleiterin Corinne Hochstrasser aus Obfelden an der Diplomfeier des Projekts «Lift» am Mittwochabend in Mettmenstetten, «ihr könnt stolz auf euch sein, dass ihr euch das getraut habt.»
Mit «Lift» erhalten Jugendliche bereits während der Sekundarschule die Möglichkeit, erste Erfahrungen in der Arbeitswelt zu sammeln. Während eines Jahres arbeiten sie jede Woche einen halben Tag in einem regionalen Betrieb. Dabei erleben sie, wie der Arbeitsalltag in einem Betrieb aussieht, übernehmen Verantwortung und sammeln erste Berufserfahrungen.
«Oft können die Jugendlichen im Nachhinein nicht genau benennen, was sie während der Zeit gelernt haben», sagt Stephan Süess, Regionalleiter des
Projekts. Die Erfahrungen in der Arbeitswelt würden ihnen jedoch Sicherheit geben, weshalb sie später selbstbewusster an die Lehrstellensuche herangingen.
Telefonieren fiel anfangs schwer Daniel Frischkopf, der seit 2025 an der Sekundarschule Mettmenstetten unterrichtet und die Jugendlichen im Projekt «Lift» begleitet hat, überreichte den Teilnehmenden aus den drei Projektgemeinden Obfelden, Affoltern und Mettmenstetten ihre Diplome.
Rückblickend beeindruckte Frischkopf besonders, dass den Jugendlichen oft nicht die grossen Aufgaben, sondern die kleinen Erlebnisse in Erinnerung geblieben seien. So erinnerte er sich an einen Schüler, der im Restaurant Bahnhöfli in Mettmenstetten gearbeitet hatte. «Was ihm besonders in Erinnerung geblieben ist, war, wie gut die Pommes nach der Arbeit geschmeckt haben»,
sagte Frischkopf. Jeden Freitag reflektierte Frischkopf mit den Jugendlichen ihre Arbeitseinsätze. Sie sprachen über ihre Erfahrungen, mögliche Berufswege und Herausforderungen. «Obwohl die Jugendlichen mit Smartphones aufwachsen, fällt es vielen anfangs schwer, jemanden anzurufen und sich am Telefon einem Arbeitgeber vorzustellen», sagt Frischkopf. Leoni aus Mettmenstetten berichtete selbst von ihren Erlebnissen: «Meinen ersten Arbeitseinsatz absolvierte ich in einer Kita, weil ich ursprünglich eine Ausbildung in diesem Bereich machen wollte», sagt sie, «ich konnte dort vieles selbstständig machen, fühlte mich aber nie auf mich allein gestellt.» Die Arbeit im Team habe ihr zwar gefallen, gleichzeitig habe sie erkannt, dass sie sich beruflich doch eher in eine andere Richtung entwickeln möchte. «Später arbeitete ich auch in einem Altersheim im Service. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir, als ich die
Geburtstagsgeschenke für die Bewohnerinnen und Bewohner einpacken durfte», sagt sie.
Nach der Feier die letzte Arbeit Im vergangenen Jahr leisteten die zwölf Schülerinnen und Schüler gemeinsam mehr als 1000 Arbeitsstunden. Dafür erhielten sie fünf Franken pro Stunde. Für die Teilnahme am Projekt mussten sie sich bereits ein Jahr im Voraus bewerben. «Das Projekt richtet sich insbesondere an Jugendliche im zweiten Jahr der B- und C-Sekundarklassen, um sie bei der Lehrstellensuche zu unterstützen», erklärt Frischkopf. «Lift» besteht in der Schweiz seit 20 Jahren und wird mittlerweile an über 400 Schulen durchgeführt. Nach der feierlichen Diplomübergabe wartete auf die Jugendlichen noch ein letzter Arbeitseinsatz: Sie servierten den anwesenden Eltern den Apéro mit Getränken und Sandwiches.
Daniel Frischkopf besprach die Arbeitseinsätze mit den zwölf Jugendlichen wöchentlich und unterstütze sie bei der Jobsuche. (Bild Desirée Ayer)
Beschlüsse der ausserordentlichen
Kirchgemeindeversammlung
vom 30. Juni 2026
DieStimmberechtigtenfasstenfolgende
Beschlüsse:
1. Wahl der Rechnungsprüfungskommission für die Amtsperiode 2026 – 2030
b. Präsidium der Rechnungsprüfungskommission AlsPräsidentder Rechnungsprüfungskommission wirdRenéPérissetgewählt.
DasProtokollderKirchgemeindeversammlungistaufderWebsite www.kircheobfelden.cheinsehbar. GegendieseBeschlüssekann,von der Veröffentlichung an gerechnet, bei der Bezirkskirchenpflege Affoltern, c/oMartinBilleter,Püntenstrasse16, 8932Mettmenstetten
Angelika Hoffmann geboren am 29. November 1966, von Deutschland, wohnhaft gewesen in Bonstetten.
Bestattungsamt Bonstetten Obfelden
Am 30. Juni 2026 ist in Zürich gestorben:
Julia Hottinger geboren am 20. September 1934, wohnhaft gewesen in Obfelden.
Die Urnenbeisetzung findet am Freitag, 10. Juli 2026, 14.00 Uhr, in Obfelden statt mit anschliessender Abdankungsfeier in der reformierten Kirche Obfelden.
Bestattungsamt Obfelden
Wettswil am Albis
Am 29. Juni 2026 ist in Wettswil am Albis gestorben:
Hertach Susanne Monika geboren am 1. Oktober 1963, wohnhaft gewesen in Wettswil am Albis. Die Urnenbeisetzung findet im engsten Familienkreis statt.
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Reduzierte
Öffnungszeiten während den Sommerferien
Die Gemeindeverwaltung Ottenbach bleibt während den Sommerferien vom 13. Juli bis 14. August 2026 jeweils am Nachmittag geschlossen. Gerne bedienen wir Sie in dieser Zeit von Montag bis Donnerstag zwischen 8.30 und 11.30 Uhr.
Termine ausserhalb der Öffnungszeiten können vorgängig gerne telefonisch (044 763 40 50) oder per E-Mail (info@ottenbach.ch) vereinbart werden.
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage.
Besten Dank für Ihr Verständnis.
Gemeindeverwaltung Ottenbach
Verkehrsanordnung:
Wigarteweg, Hausen am Albis
Dauernde Verkehrsanordnung
Auf Antrag der Gemeinde Hausen am Albis hat die Kantonspolizei folgende Verkehrsanordnung verfügt:
Hausen am Albis Wigarteweg, Abschnitt 1: Wigarteweg Nr.1 bis Albisstrasse Nr.22. Abschnitt 2: Albisstrasse 22 bis Sagiweg. Auf den vorerwähnten Abschnitten des Wigartewegs ist das Fahren mit Motorwagen, Motorrädern und Motorfahrrädern verboten. Ausgenommen davon ist im Abschnitt 1 der land- und forstwirtschaftliche Verkehr.
Verfügende Stelle Kantonspolizei Zürich – VerkehrspolizeiSpezialabteilung
Rechtliche Hinweise und Fristen Gegen diese Verkehrsanordnung kann während der Rekursfrist bei der Kontaktstelle Rekurs erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Die angerufenen Beweismittel sind genau zu bezeichnen und soweit möglich beizulegen.
Das Rekursverfahren ist kostenpflichtig; die Kosten hat die unterliegende Partei zu tragen.
Rechtsmittelfrist
Frist: 30 Tage
Ablauf der Frist: 6.8.2026
Verkehrsanordnungen haben eine Rechtsmittelfrist von 30 Tagen.
Kontaktstelle
Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich, Rekursabteilung, Postfach, 8090 Zürich
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Die Heilpädagogische Schule (HPS) Affoltern ist eine Tagessonderschule für Kinder und Jugendliche im Alter von 4 bis 18 Jahren mit kognitiver oder mehrfacher Beeinträchtigung. Unsere vier Klassen sind in das Primarschulhaus Stigeli in Affoltern am Albis integriert. Gemeinsam schaffen wir ein wertschätzendes Umfeld, in dem die individuelle Entwicklung jedes Kindes im Mittelpunkt steht.
Zur Ergänzung unseres interdisziplinären Teams suchen wir per 19. August 2026 oder nach Vereinbarung eine engagierte Persönlichkeit als Physiotherapeut (ca. 60 %) in selbständiger Tätigkeit (m/w/d) mit Leistungsvereinbarung mit dem Schulzweckverband Affoltern
Ihr Profil:
• Abgeschlossene Ausbildung als Physiotherapeut mit SRK-Anerkennung
• Berufsausübungsbewilligung bzw. Voraussetzungen für eine selbstständige Tätigkeit im Kanton Zürich
• Erfahrung oder besonderes Interesse an der pädiatrischen Physiotherapie
• Freude an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit besonderen Bedürfnissen
• Selbstständige, zuverlässige und verantwortungsbewusste Arbeitsweise
• Offenheit für die interdisziplinäre Zusammenarbeit im schulischen Umfeld Ihre Aufgaben:
• Physiotherapeutische Abklärung, Behandlung und Begleitung von Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigung
• Planung, Durchführung und Dokumentation der Therapien
• Zusammenarbeit mit Eltern, Lehrpersonen und weiteren Fachpersonen
• Teilnahme an Standortgesprächen nach Bedarf
• Eigenverantwortliche Organisation der therapeutischen Tätigkeit
Das erwartet Sie:
• Tätigkeit auf selbstständiger Basis mit Leistungsvereinbarung
• Eingerichteter Therapieraum mit vorhandener Infrastruktur
• Ideale Arbeitstage: Montag, Dienstag und Donnerstag (nach Absprache)
• Rund 7 bis 9 Therapiesitzungen pro Einsatztag à 45 Minuten
• Die meisten Kinder und Jugendlichen verfügen über eine Kostengutsprache der IV
Haben wir Ihr Interesse geweckt?
Wir freuen uns auf Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen mit Foto per E-Mail an: sekretariat@hps-bezirk-affoltern.ch
Für weitere Auskünfte steht Ihnen unsere Schulleiterin Anna Cornelius gerne zur Verfügung: leitung@hps-bezirk-affoltern.ch, 043 333 98 41. Weitere Informationen über die Heilpädagogische Schule Affoltern finden Sie auf unserer Website www.hps-affoltern-am-albis.ch.
Impressionen zur Frühstücks-Tavolata vom 7. Juni in Bonstetten
Getrost nach dem Motto «Der frühe Vogel fängt den Wurm» – oder besser das frisch gebackene Brötchen und den feinen Kaffee – lud die Kulturkommission Bonstetten am Sonntag, 7. Juni, zur Frühstücks-Tavolata auf dem Dorfplatz ein.
Rund 150 Menschen – ob jung oder alt – folgten der Einladung zu diesem besonderen Frühstückserlebnis, für das extra die Dorfstrasse gesperrt und das Postauto umgeleitet worden war. Neben Geschirr und Besteck brachten die Gäste selbst gemachte Köstlichkeiten aus der eigenen Küche mit: Birchermüsli, Kuchen, Fruchtsalat, Rösti, Quiche und sogar eine ganze Schüssel Obazda fanden den Weg an die lange Tafel, welche in den frühen Morgenstunden erst aufgestellt und danach mit Tischtüchern, Servietten und Blümchen liebevoll gedeckt und dekoriert worden war. Den Frühstückenden mangelte es an nichts: Für frisches Brot, Gipfeli, Butter, Konfi, Eierspeisen sowie Getränke – alles aus der Region – hatte die Kulturkommission Bonstetten gesorgt, für die Abrundung des Angebotes die Gäste selber und fürs gute Wetter Petrus. Zur Freude aller konnte an diesem Sonntagmorgen die ursprüngliche Idee einer «Tavolata» (zu Deutsch: Tafelrunde) als geselliger Anlass stattfinden, der die Möglichkeit zum Austausch und unkomplizierten Zusammensein bot. Jedes Kind erhielt ein Päckchen Strassenkreide geschenkt und konnte direkt auf der Dorfstrasse kreativ tätig werden. «So ä cooli Idee!», meinte ein Mädchen, schnappte sich die Kreide und zeichnete noch vor dem Frühstück einen bunten Regenbogen auf die Strasse. Und anstelle des Handys fand plötzlich das gute «Himmel und Hölle»-Spiel wieder Anklang. Das animierte wiederum einen rüstigen Rentner, der fröhlich übers Spielfeld hüpfte. Die Kulturkommission präsentierte die Feuerskulptur des Künstlerkollektivs Pialeto, welche extra für die Gemeinde hergestellt worden war. Es ist das erste
Interessierte betrachten die Feuerskulptur des Künstlerkollektivs Pialeto.
Mal, dass solch eine Skulptur im Säuliamt angezündet wird. Im Fall Bonstetten wird dies im Rahmen der 1.-AugustFeierlichkeiten am 31. Juli geschehen, sofern die Witterungsverhältnisse dies zulassen. Als Ergänzung der bereits fertigen Skulptur war die Kreativität aller gefragt: Auf zugeschnittenen Dachlatten konnten persönliche Wünsche verewigt werden, die beim Verbrennen
der Skulptur gen Himmel geschickt werden. Wer selbst einen Blick auf die Skulptur erhaschen möchte: Sie steht bis zum 31. Juli im Eingangsbereich des Gemeindehauses. Alles in allem war die Frühstücks-Tavolata ein voller Erfolg. Ein herzliches Dankeschön an alle Organisierenden, Helfenden und Sponsoren, die den Anlass ermöglicht haben. Mit der Tavolata und
Beim Kartoffelprojekt der Schule Ebertswil lernten die Kinder viel
Die 2. Klasse hat zusammen mit Annett von Bioterra Kartoffeln gepflanzt
Zuerst lockerten die Kinder die Erde mit einem Häckeli auf. Danach durften sie eine Kartoffel aussuchen. Es gab pinke, lila und gelbe Kartoffeln. Die Kinder schauten sich die Kartoffeln an und untersuchten sie. Dann legten sie sie in die vorbereiteten Löcher. Anschliessend deckten sie die Kartoffeln mit Erde und Kompost zu und gossen sie. Die Kinder lernten und erforschten durch dieses Projekt auch viel über Kartoffeln. Jetzt wissen sie, dass es nicht nur gelbe Kartoffeln gibt, sondern auch lila und pinke. Die Kartoffel kommt ursprünglich aus Südamerika. Von dort reiste sie mit dem Schiff nach Europa und später in die Schweiz. Es gibt auf der Welt schätzungsweise bis etwa 5000 verschiedene Kartoffelsorten. Die Kinder lernten auch, dass man aus Brennnesseln Tee machen kann, und sie beobachteten in dieser Zeit Schmetterlinge, Regenwürmer und Raupen. Während vieler Wochen freuten sich die Kinder, ihre Kartoffeln wachsen zu sehen.
Die Kinder freuen sich darauf, die Kartoffeln bald zu ernten. (Bild zvg)
Sommeröffnungszeiten der
Mettmenstetten
Während der Schulsommerferien gelten vom Montag, 13. Juli, bis und mit Freitag, 14. August 2026, folgende reduzierte Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung:
• Montag: 8.00–11.30 Uhr / 13.30–18.00 Uhr
Manchmal durften sie auch noch nach der Schule anstelle von Hausaufgaben das Beet von Nebenkraut befreien oder Wasser geben. Auch konnten sie die Ringelblumen im Beet nebenan verarbeiten. Die Blüten wurden gezupft und auf ein Blech zum Trocknen gelegt, das wird dann Teil des Wintertees.
Jetzt vor den Sommerferien möchten die Kinder die Kartoffeln ernten und natürlich auch essen. Sie planen gemeinsam ein Mittagessen, dabei werden sie die Kartoffeln kochen und ein gemeinsames Essen vorbereiten.
Die Kinder und die Lehrpersonen sind gespannt, wie sie schmecken! Jedes Kind hat auch ein Lerntagebuch geschrieben und seine besten Momente darin festgehalten.
Mit Vorfreude auf den Erntetag sagen die Kinder Danke für die lehrreiche Zeit!
Kinder und Lehrpersonen der 2. Klasse Ebertswil
Gemeindeverwaltung
• Dienstag bis Donnerstag: 8.00–11.30 Uhr / nachmittags geschlossen
• Freitag: geschlossen
Gerne vereinbaren wir Termine auch ausserhalb der Öffnungszeiten
Rund 150 Personen sassen an der grossen Tafelrunde. (Bilder Werner Chriesi)
der Feuerskulptur verabschiedet sich die jetzige Kulturkommission, bestehend aus Marlies Achermann, Carola Berendts, Stephan Frei, Marlies Friedli-Enderle und Sonja Riemer, aus ihrem Amt. Alle Mitglieder der Kommission treten auf Ende der Legislaturperiode nach vier beziehungsweise sechs Jahren zurück.
Interesse in deren Fussstapfen zu treten und die eigenen Ideen für das Dorfleben zu verwirklichen? Dann wende dich gerne an kulturkommission@ bonstetten.ch.
Carola Berendts, Kulturkommission Bonstetten
Jodeln am oberen Limit
Wir bitten Sie, sich vorgängig mit uns in Verbindung zu setzen.
Ab Montag, 17. August 2026, gelten wieder die ordentlichen Öffnungszeiten.
Gemeindeverwaltung Mettmenstetten
Und so war es dem Jodlerklub am Albis
vergönnt, sich bereits vor 10 Uhr ins Festgetümmel stürzen zu dürfen. Zugegebenermassen stets mit dem Gedanken im Hinterkopf, welche Klassierung der Vortrag wohl erreichen werde. Aber das stimmig hergerichtete Festgelände, mit einer Atmosphäre, welche durch gelebte Geselligkeit und Freude am Gesang so typisch ist für ein Jodlerfest, bot Ablenkung genug.
Am Sonntag, kurz vor Mittag, war die Katze dann aus dem Sack. Zur grossen Freude aller Beteiligten und Unterstützenden erreichte die frohe Kunde das Säuliamt, dass der Vortrag mit der höchstmöglichen Klasse 1 bewertet wurde. Ein Beweis dafür, dass sich der Jodlerklub am Albis, unter seiner Dirigentin Sue Bachmann, in die richtige Richtung bewegt. Freude herrscht!
Der Jodlerklub am Albis am Eidgenössischen Nicht nur die anhaltende Hitze fand am vorletzten Wochenende ihren Höhepunkt. Das Eidgenössische Jodlerfest in Basel bildete auch für den Jodlerklub am Albis ein Highlight in der Jahresplanung. Und so begab sich am Morgen des 27. Juni eine fröhlich gestimmte, gut vorbereitete Jodlerschar aus dem Säuliamt in die Stadt am Rheinknie. Gewillt, ihr Bestes zu geben, und bestrebt, dem Publikum in der Predigerkirche mit dem Lied «Ä Freudetag» von Edi Gasser einen solchen zu bescheren. Natürlich ist auch die kompetitive Seite stets Teil eines Jodlerfestes. Es galt, die dreiköpfige Jury auf ihrem «Bock» mit Jodel, Gesang und Gestaltung zu überzeugen. Gut möglich, dass der Jodlerklub aufgrund der Liederwahl zu Beginn starten durfte, denn unzählige wohlklingende Gesangsvorträge in den neun Vortragslokalen liessen den Samstag wahrlich zu einem Freudentag werden.
Thomas Coebergh Präsident Jodlerklub am Albis
Die Dorfstrasse wurde für die Tavolata extra gesperrt.
Der Vortrag des Jodlerklubs am Albis wurde mit Klasse 1 bewertet. (Bild zvg)
Mehr Wild im Wald
Sommerserie «Grenzen» (1): Grenzgänger wie Wolf, Luchs und Gämsen wandern häufiger durch die Region
AngelA BernettA
Im Albisgebiet ist derzeit mehr Wild als noch vor wenigen Jahrzehnten unterwegs. Während Rehe, Füchse und Dachse längst zur hiesigen Tierwelt gehören, kehren heute auch Arten zurück, die lange verschwunden waren. Andere durchqueren die Region auf ihren Wanderungen – darunter Wolf, Luchs und Gämse.
Gämse auf Wanderschaft
«Im Moment passiert viel», sagt Karin Hindenlang Clerc von der Jagdgesellschaft Affoltern am Albis und Geschäftsführerin der Stiftung Wildnispark Zürich. Die Ausbreitung grösserer Säugetiere sei in vollem Gange. Noch um 1900 habe es im Schweizer Mittelland keine Grosswildtiere mehr gegeben. «Es gab keine Rehe, keine Rothirsche und keine Wildschweine.» Heute sei die Situation eine völlig andere. Neben etablierten Arten breiten sich Rothirsche, Biber und Wildschweine langsam wieder im Säuliamt aus. Auch Gämsen werden immer wieder im Albisgebiet beobachtet. Noch handle es sich um einzelne Tiere auf Wanderschaft. Ihre Sichtungen zeigen jedoch, dass sie die Region zunehmend als Lebensraum nutzen.
Wolfsrudel im Sihlwald möglich Für Hindenlang Clerc ist diese Entwicklung ein natürlicher Prozess. Rothirsche nutzen den Albisrücken und das Rheintal als Wanderachsen. «Und wo Huftiere vorkommen, folgen früher oder später auch Grossraubtiere. Wenn das Futter wieder da ist, kommen auch sie zurück in die Region.»
Auch aus Sicht der kantonalen Baudirektion ist das Albisgebiet eine wich-
tige Wanderachse für Wildtiere. «Neben Albiskette und Sihltal dienen beispielsweise auch die naturnahen Uferbereiche entlang von Reppisch, Jonen und Reuss zahlreichen Arten als Wanderwege», ergänzt Isabelle Rüegg von der Medienstelle. Nicht nur dort sind immer wieder Grenzgänger unterwegs. «Junge Wolfsrüden verlassen ihre Rudel im Bündnerland, in den Kantonen Schwyz oder Glarus und ziehen auf der Suche nach eigenen Revieren durch das Mittelland», erläutert Hindenlang Clerc. Die Wolfsbeobachtungen rund um Kappel, Hausen oder Mettmenstetten ordnet sie als
Wanderbewegungen einzelner Tiere ein. Eine dauerhafte Ansiedlung schliesst sie jedoch nicht aus. «Ob es im Sihlwald einmal ein kleineres Wolfsrudel geben wird, wissen wir heute nicht. Aber es wäre durchaus möglich.»
Auch der Luchs kann zu den Besuchern gehören, wenn auch meist zu den unsichtbaren. «Die geschützte Art kämpft weiterhin mit genetischen Problemen», sagt Hindenlang Clerc. Im Projekt «Linking Lynx» sollen deshalb in Zoos gezüchtete Tiere die genetische Vielfalt der frei lebenden mitteleuropäischen Population stärken. «Ausgestorbene Arten zurückzubringen, ist schwie-
sichtnahme, Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure und Offenheit im Umgang mit Veränderungen. Gleichzeitig brauche es pragmatische Lösungen für mögliche Konflikte – etwa beim Herdenschutz oder im Umgang mit Bibern.
Auch die Förderung der Biodiversität im Siedlungsraum leistet einen Beitrag. Vernetzte Grünflächen und naturnahe Gärten schaffen als Trittsteinbiotope Lebensräume für Vögel, Insekten, Reptilien und kleinere Säugetiere. Sie erleichtern es den Tieren, sich in einer zunehmend zersiedelten Landschaft zu bewegen und neue Lebensräume zu finden.
Neue Nachbarn im Wald
rig. Umso wichtiger ist es, Tiere zu unterstützen, die sich von selbst wieder ausbreiten.»
Wo die Wanderung stockt Damit Wildtiere wandern, brauchen sie durchlässige Landschaften. «Hinderlich sind sogenannte Mehrfachbarrieren –etwa wenn Strassen, Bahnlinien und andere Hindernisse unmittelbar aufeinanderfolgen», betont Hindenlang Clerc. Auch zurückgelassene Zäune erschweren die Wanderungen der Tiere. Die kantonale Baudirektion verweist auf Wildtierkorridore bei Affoltern und Hedingen, Birmensdorf und Mettmenstetten. «Sie verbinden die Lebensräume entlang der Albiskette mit den umliegenden Regionen», so Isabelle Rüegg. Problematisch seien vor allem Engpässe entlang der A4. Autobahneinzäunungen und Infrastrukturbauten erschwerten die Bewegungen vieler Arten. Einzelne Landschaftsverbindungen konnten zwar verbessert werden, seien aber weiterhin nicht optimal. Gefahren sieht Hindenlang Clerc auch im Strassenverkehr. «Nachts sollte man nicht mit 80 km/h die Aeugsterstrasse entlangbrettern. Immer nur so schnell fahren, dass man rechtzeitig bremsen kann, wenn ein Tier die Strasse überquert.»
Wenn Freizeit zur Belastung wird Vor allem seit der Pandemie habe sich der Freizeitdruck auf die Wälder stark erhöht. «Die Tiere mussten darauf reagieren und haben ihre Aktivitäten stärker in die Nachtstunden verlegt.» Gerade Rothirsche seien auf störungsarme Rückzugsräume angewiesen. «Im Winter ziehen sie sich deshalb in die geschützten Kernzonen des Sihlwalds zurück», sagt Hindenlang Clerc. Im Zusammenleben mit den Wildtieren wünscht sie sich vor allem Rück-
Die Wildtiere sind längst wieder ein fester Bestandteil unserer Landschaft geworden. Wer aufmerksam unterwegs ist, kann ihre Spuren entdecken. «Biber, Rothirsch und Co. sollte man respektvoll und mit genügend Abstand begegnen und sich darüber freuen, dass diese Wildtiere wieder ihren Lebensraum mit uns teilen», findet Hindenlang Clerc. Wie gut sich manche Arten an unsere zersiedelte Landschaft anpassen können, zeigt eine aktuelle Beobachtung: «Hinter der Rehaklinik des Kinderspitals Affoltern bin ich kürzlich einem kleinen
«Wenn Nahrung und Lebensraum vorhanden sind, finden die Tiere ihren Weg von selbst.»
Karin Hindenlang Clerc, Jagdgesellschaft Affoltern am Albis und Geschäftsführerin Stiftung Wildnispark Zürich
Rothirschrudel begegnet, das sich sehr vertraut zwischen den Wäldern bewegt hat.»
Die Sichtungen von Wolf, Luchs, Gämse, Biber, Wildschwein und Rothirsch zeigen, dass selbst dicht besiedelte Regionen Platz für Wildtiere bieten können – sofern ihre Wanderwege erhalten bleiben. «Wenn Nahrung und Lebensraum vorhanden sind, finden die Tiere ihren Weg von selbst», sagt Hindenlang Clerc.
«Grenzen» – abstrakt und konkret
In der diesjährigen Sommerserie rücken die «Anzeiger»-Journalistinnen und -Journalisten Grenzen in den Fokus. Wo wurden einst Grenzen gezogen, wo werden Grenzen durchbrochen oder vielleicht auch mal etwas Grenzwertiges?
Jeder Teil ist eine individuelle Auseinandersetzung mit dem Grenzbegriff – ob abstrakt oder konkret. Lassen Sie sich überraschen und stellen Sie sich die Frage, wo Ihre eigenen Grenzen liegen und weshalb. (red) SOMMERSERIE
Rothirsche erobern das Säuliamt langsam zurück. (Bild Stefan Eichholzer)
Junge Wolfsrüden auf Reviersuche streifen gelegentlich durch die Region. (Bild Stefan Eichholzer)
Der Luchs kommt vorbei – meist ungesehen. (Bild Stefan Eichholzer)
Der Wolf ist zurück – seine Spuren reichen von der Landschaft bis in die Kunst. (Bild Angela Bernetta)
Projekt soll gut 21 Millionen kosten
Stalliker Gemeinderat veröffentlicht Abstimmungsvorlage zum Schulhausneubau – Petitionäre bleiben skeptisch
Daniel Vaia
Jetzt ist die Katze aus dem Sack. Der vom Stalliker Gemeinderat und der Schulpflege vorgeschlagene Bau eines neuen Schulhauses, einer Sport-/Mehrzweckhalle und eines Generationenplatzes beim Schulhaus Pünten soll zwischen 21.1 und 21.9 Millionen Franken kosten. Bei der teureren Variante A würde der Generationenplatz unter anderem mit zusätzlichen Sportanlagen und einem Gebäude mit öffentlicher WC-Anlage ausgestattet, bei der günstigeren Variante B würde vorderhand darauf verzichtet werden. Gemeinderat, Schulpflege und Rechnungsprüfungskommission empfehlen der Stimmbevölkerung, bei der Urnenabstimmung am 27. September beim Hauptantrag und der Stichfrage für die Variante A zu stimmen. Dies geht aus den am Freitag auf der Webseite der Gemeinde veröffentlichten Abstimmungsunterlagen (Beleuchtender Bericht) hervor. Die nun vorliegenden Zahlen beziehen sich auf die Projekte «Azoamicus» (Schulanlage; Niedermann Sigg Schwendener Architekten) und «Quartett» (Generationenplatz und Aussensportanlage; Sima Breer Landschaftsarchitekten), die 2023 als Sieger aus einem Architekturwettbewerb hervorgingen. Im Kredit enthalten sind auch 910000 Franken für zusätzliche Anpassungen im bestehenden Schulhaus und Werkhofgebäude.
Es ist das grösste öffentliche Bauprojekt in der Geschichte der Gemeinde. «Dabei wurde auf eine solide und langlebige Bauweise geachtet», erklärte dazu Gemeindepräsident Reto Bernhard gegenüber dem «Anzeiger».
Auf die offizielle Bekanntgabe des Objektkredits (Baukredits) hatten in Stallikon nicht wenige mit Spannung gewartet. Denn bei den allerersten, groben Schätzungen vor ein paar Jahren war zuerst von 17 Millionen Franken die Rede gewesen (+/- 30 %), später dann von über 23 Millionen. Die Preissteigerung und die zuletzt genannten 23 Millionen Franken nahm eine kleine Gruppe von Stimmbürgern vor einigen Monaten zum Anlass, eine Petition zu lancieren. Darin verlangt die Gruppe eine Verschiebung der Abstimmung und die Einholung von Offerten für den Bau von Schulraum/Mehrzweckhalle in günstigerer, hochwertiger Modulbauweise. Diese Bitte lehnt der Gemeinderat in einer parallel zur Abstimmungsvorlage veröffentlichten Antwort an die Petitionäre vollumfänglich ab (siehe Kästchen). Aus seiner Sicht müsste man bei einem Kurswechsel im Sinne der Petition mit der Planung nahezu wieder von vorne beginnen. Die Folgen wären jahrelange Verzögerungen, die Kosten nicht abschätzbar.
Kein höherer Steuerfuss notwendig Die Notwendigkeit einer neuen Sporthalle ist in Stallikon unbestritten. Beim zusätzlichen Schulraumbedarf gehen die Meinungen zwischen Gemeinderat/ Schulpflege und den Petitionären bezüglich Umfang und Dringlichkeit allerdings auseinander. Zentraler Streitpunkt sind aber vor allem die Kosten und damit verbunden die künftige finanzielle Belastung der Gemeinde und der Steuerzahlenden. Die Petitionäre sprechen in diesem Zusammenhang von einer notwendigen Steuerfusserhöhung von 10 bis 15 Prozent. Aktuell liegt der Steuerfuss in Stallikon bei 83 Prozent (politische Gemeinde).
Diesem Argument nimmt der Gemeinderat in der Abstimmungsvorlage jetzt einigen Wind aus den Segeln, indem er festhält: «Der Neubau Schulhaus Pünten kann ohne Erhöhung des Steuerfusses finanziert werden.»
Dies sieht auch die Rechnungsprüfungskommission (RPK) so. Ihre erfrischend eigenständige, mit kritischem Blick erstellte Stellungnahme kommt
Aufgrund der positiven Rahmenbedingungen können die geplanten Schulneubauten, die Mehrzweckhalle und der Generationenplatz laut Gemeinderat ohne Steuererhöhung realisiert werden: Profilstangen zwischen Schulhaus Pünten und Werkhof in Stallikon. (Bild Daniel Vaia)
bezüglich der finanziellen Belastung zum Schluss: Aufgrund der «sehr guten Rechnungsabschlüsse der vergangenen Jahre mit dem vollständigen Schuldenabbau und der starken Zunahme des zweckfreien Eigenkapitals» sei der überarbeitete Finanz- und Aufgabenplan 2027 – 2030 plausibel und nachvollziehbar. Zwar sei eine erneute Fremdverschuldung in der Höhe von 15.4 Millionen Franken notwendig (ca. 70 % der Investitionen), was zu einer «sehr hohen» Pro-Kopf-Verschuldung von 3850 Franken führe. Mit den im Finanzplan neu budgetierten Steuererträgen sollte jedoch die mittelfristige finanzpolitische Zielsetzung von zwischen 0 und 2000 Franken pro Einwohner erreichbar sein. Die RPK hält allerdings auch fest, dass sich eine allfällige Anpassung/Erhöhung des Steuerfusses zwar während der Planungsperiode und darüber hinaus nicht aufdränge. Nach Bauvollendung und im Hinblick auf eine mögliche Realisierung des Projekts «Landgarten» sei dannzumal jedoch eine Neubeurteilung der Gesamtsituation angezeigt. Des Weiteren verzichtet die RPK auf die Variantenfrage und dazugehörige Stichfrage einzugehen. Begründung: Die Differenz zwischen den beiden Varianten betrage gemessen an den Gesamtinves-
titionen gerade mal drei Prozent und sei somit «zu gering und vernachlässigbar».
Erschliessung über Reppischtalstrasse
Die von Gemeinderat und Schulpflege favorisierte Variante A sieht im Bereich der bestehenden Schulanlage Pünten einen zweistöckigen Schulhaus-Neubau vor, der unter anderem zwei Schul- und zwei Gruppenräume beinhaltet, zwei Kindergärten, einen Singsaal und diverse Nebenräume. Die geplante neue Sport- und Mehrzweckhalle, die an den bestehenden Werkhof angebaut werden soll, umfasst eine Einfachsporthalle (BASPO A), die auch als Mehrzweckhalle (mit Bühne) genutzt werden kann. Dazu kommt ein sogenannter Generationenplatz (Spiel- und Sportanlage). Dieser besteht in der einfachen Variante B aus einem Allwetter- und einem Rasenspielplatz. Bei der Variante A käme ein kleines Nebengebäude dazu mit öffentlichem WC sowie einem Geräteraum und einer Garage, zusätzlich ein Pumptrack (wellenförmiger Rundkurs für Velos), zwei Boule-Spielfelder und die Erweiterung des Wegnetzes entlang des Reppischlaufs. Sowohl Schule als auch Mehrzweckhalle sollen als Holzbau realisiert werden. Diese Bauweise sei öko-
Gemeinderat beurteilt Petition negativ
Der Stalliker Gemeinderat weist die Mitte Juni eingereichte, von 134 Personen unterstützte Petition gegen die geplante Schulraumerweiterung mit Sport-/Mehrzweckhalle und Generationenplatz ab.
Es handelt sich um eine Art «Express-Antwort»; zwischen Petition und Antwort liegen nur gerade zehn Tage, vom Gesetz her hätte sich der Gemeinderat bis zu sechs Monate Zeit lassen können. Dennoch ist die Antwort an die vier Urheber der Petition mit sieben A4-Seiten bemerkenswert detailliert.
So erklärt der Gemeinderat zu den vorübergehend leicht sinkenden Schülerzahlen, dass man auch den «steigenden Flächenbedarf für Tagesstrukturen, Gruppenunterricht, Spezialunterricht und moderne pädagogische Konzepte» habe mitberücksichtigen müssen. Das Argument der Petitionäre, es brauche lediglich vier neue Schulzimmer, greife daher zu kurz.
Negativ äussert sich der Gemeinderat auch zu der in der Petition als günstige Alternative erwähnten Modulbauweise. Diese könne in bestimmten Situationen zwar eine zweckmässige und wirtschaftliche Lösung darstellen.
Beim vorliegenden Projekt handle es sich «jedoch nicht um einen einfachen Schulraumbau, sondern um ein komplexes Bauvorhaben mit unterschiedlichen Nutzungsanforderungen».
Die in der Petition genannten Kosten von rund 15 Millionen Franken für einen Modulbau beruhten lediglich auf Grobschätzungen. Um eine seriöse Beurteilung der Wirtschaftlichkeit einer Modulbaulösung vornehmen zu können, wären eine «vollständige Neuplanung und eine erneute Ausschreibung» nötig.
Auch das von den Petitionären angeführte Argument der extremen Kostenentwicklung seit 2024 lässt der Gemeinderat nicht gelten. Damals habe es sich um eine Grobschätzung gehandelt, so der Gemeinderat. Der Anstieg sei nicht Ausdruck einer unkontrollierten Entwicklung, sondern die Folge üblicher Präzisierungen innerhalb eines mehrjährigen Prozesses.
Weiter sei auch die durch das vorliegende Projekt angeblich unvermeidliche kräftige Steuererhöhung nicht zutreffend (siehe Hauptartikel). Eine Steuerfusserhöhung sei nicht notwendig. Die in der Petition gewünschte
logisch, erlaube einen hohen Vorfertigungsgrad und verkürze die Bauzeit, wodurch der Schulbetrieb möglichst wenig beeinträchtigt werde. Beim Schulhaus sei die Tragstruktur so dimensioniert, dass eine spätere Aufstockung um ein weiteres identisches Schulgeschoss möglich sei. Rechnet man zu den beiden vorgelegten Varianten die an der Urnenabstimmung vom Juni 2024 bewilligten Projektierungskosten hinzu, belaufen sich die Gesamtinvestitionen auf 24.3 Millionen Franken (A), beziehungsweise auf 23.6 Millionen (B). Nicht eingerechnet sind dabei zu erwartende Subventionen für die Sporthalle (maximal 600000 Franken) und die Photovoltaikanlage (22000, auf der Sport-/Mehrzweckhalle) sowie Gelder aus dem kantonalen Impulsprogramm für Sportinstallationen (25000) und Sponsoringbeiträge für den Pumptrack durch die Helvetia Versicherungen und die Genossenschaft Kafimüli (7000). Mit den Neubauten sollen zusätzlich zu den 21 bestehenden Parkplätzen beim Werkhof 20 weitere entlang der Reppischtalstrasse entstehen. Die Erschliessung der Mehrzweckhalle und des Generationenplatzes soll direkt über die Reppischtalstrasse erfolgen. Auf diese Weise werde das Pünten-Quartier durch Vereinssport
Verschiebung der Abstimmung lehnt der Gemeinderat ebenfalls ab: «Ein Abbruch der laufenden Planung und die Neuaufnahme des Projekts in Modulbauweise würden einen grundlegenden Systemwechsel bedeuten.» Die Folgen: die bisherigen Projektierungskosten von 2.4 Millionen Franken müssten vollständig abgeschrieben und ein neues Projekt von Grund auf entwickelt werden. Dies würde die «Realisierung des dringend benötigten Schulraums und der Sportinfrastruktur um mehrere Jahre verzögern».
Die vier Urheber der Petition wollten noch keine abschliessende Position zur Abstimmungsvorlage beziehen. Auf Anfrage erklärten sie gegenüber dem «Anzeiger», dass sie zuerst die umfangreichen Unterlagen anschauen wollen. Man nehme aber zur Kenntnis, dass die Kosten tiefer ausfallen und voraussichtlich keine Steuererhöhung nötig sein werde.
Ihre Bedenken wegen der grossen Investitionssumme, welche auch die RPK erwähne, hätten grundsätzlich wenig Gehör gefunden. Das Zinssatzänderungsrisiko und die grosse finanzielle Herausforderung bestünden weiter.
und kulturelle Aktivitäten in der Sport-/ Mehrzweckhalle kaum tangiert, so der Gemeinderat in der Abstimmungsvorlage.
Loomatt massiv überbelegt Gemeinderat und Schulpflege begründen ihren Vorschlag unter anderem mit dem fehlenden Schulraum. Schon im aktuellen Schuljahr habe ein Defizit von 19 Prozent der benötigten Schulfläche bestanden. Zudem würden in den kommenden Jahren mit der geplanten Wohnüberbauung «Landgarten» drei sanierungsbedürftige Klassenräume wegfallen (die beiden Kindergärten im Dorf und der hintere Teil des alten Schulhauses Dorf). Noch grösser sei der Engpass im Bereich der Sportinfrastruktur. So sei die Turnhalle Loomatt derzeit zu 151 Prozent ausgelastet. Rund ein Drittel aller Stalliker Schulkinder müssten derzeit für den Turnunterricht auf Turnhallen in den drei Nachbargemeinden Bonstetten, Wettswil und Uitikon ausweichen. Dafür zahle Stallikon Miete. Zudem verursachten die Transporte zusätzlichen Transportaufwand und halbierten die effektive Unterrichtszeit. Vom Bau der Sport-/Mehrzweckhalle profitierten auch die lokalen Sportvereine. Die Halle könne zudem für gesellschaftliche und kulturelle Veranstaltungen (Platz für bis zu 500 Personen) genutzt werden. Bei der Variantenfrage weisen Gemeinderat und Schulpflege darauf hin, dass ein Verzicht auf die Ausgestaltung des Generationenplatzes (Variante B) zwar 740000 Franken günstiger käme, ein späterer Ausbau dafür deutlich teurer würde und eine zusätzliche Belastung für den Schulbetrieb wäre. Grundsätzlich, so die Abstimmungsempfehlung, würden beide vorgeschlagenen Varianten «einen langfristigen Mehrwert für die Schulinfrastruktur und die Bevölkerung von Stallikon schaffen». Die Variante A belebe aber mit einem «vielfältigen, generationenübergreifenden Leistungsangebot das Dorfzentrum von Stallikon» und könne so «dem dörflichen Leben wesentliche Impulse geben».
Sollte der Objektkredit am 27. September von den Stallikerinnen und Stallikern bewilligt werden, könnte bereits im Winter mit den Bauarbeiten begonnen werden (vorausgesetzt, das Vorhaben wird nicht durch Einsprachen/Rekurse verzögert). Der Bezug der neuen Gebäude könnte dann im Sommer 2028 erfolgen.
Vor der Abstimmung, am 26. August, führt die Gemeinde eine Informationsveranstaltung durch.
Gültigkeitserklärung
Einzelinitiative
«Ruhiges und tierfreundliches Bonstetten» (Einschränkung von Feuerwerk) kommt am 2. Dezember zur Abstimmung
Mit dem Schreiben vom 23. Juni 2026 hat Marco Leupi dem Gemeinderat die Einzelinitiative «Ruhiges und tierfreundliches Bonstetten» (Einschränkung von Feuerwerk) eingereicht.
Der unterzeichnende und in der Gemeinde Bonstetten wohnhafte Stimmberechtigte stellt, gestützt auf §§ 146 ff. des Gesetzes über die politischen Rechte, in der Form eines ausgearbeiteten Entwurfs das Begehren, dass die Polizeiverordnung der Gemeinde Bonstetten wie folgt geändert wird:
Art. 24 Feuerwerk
1. Das Abbrennen von lärmendem Feuerwerk ist ganzjährig verboten – auch in der Nacht vom 1. August auf den 2. August sowie vom 31. Dezember auf den 1. Januar.
2. Für besondere öffentliche Veranstatungen kann der Gemeinderat das Abbrennen von lärmendem Feuerwerk für einen eng begrenzten Zeitraum bewilligen.
3. Nicht lärmendes Feuerwerk gemäss Sprengstoffverordnung (SprstV) ist erlaubt.
Der Gemeinderat hat die Einzelinitiative in formeller und inhaltlicher Hinsicht für gültig erklärt.
Die Einzelinitiative wird voraussichtlich an der Gemeindeversammlung vom 2. Dezember 2026 zur Beschlussfassung vorgelegt. Eine amtliche Publi-
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kation zu dieser Thematik ist ebenfalls aufgeschaltet.
Künftige Kommunikationskanäle –schlanker, klarer und seriöser
Die Gemeinde Bonstetten betreibt seit April 2022 den digitalen Dorfplatz Crossiety, eine lokale Kommunikationsplattform für Gemeinden und Städte. Weiter betreibt sie einen Facebook- und Instagram-Kanal. Nebst diesen Online-Plattformen wird die Website als zentraler Publikationskanal genutzt. Der Gemeinderat hat aus verschiedenen Gründen entschieden, die Angebote Crossiety, Instagram und Facebook per Ende Jahr einzustellen. Nebst der Website www. bonstetten.ch sowie den beiden digitalen Informationsstellen, soll die breite Bonstetter Bevölkerung weiterhin kurzfristig, effizient und modern informiert werden können. Hierzu wird ein WhatsApp-Kanal der Gemeinde Bonstetten ins Leben gerufen. Ein WhatsApp-Kanal ermöglicht nicht nur eine mit wenig Aufwand verbundene, einfache und moderne Kommunikation (inkl. Posten von Bildern, PDF-Dokumenten, Links, kleinen Umfragen etc.), sondern kann von mehreren Administratoren und arbeitsplatzunabhängig bewirtschaftet werden. Unterhalts- und/oder Lizenzkosten entfallen
und durch die verbreitete Nutzung von WhatsApp in allen Altersklassen, wird von einer höheren Sicht- und Erreichbarkeit der Zielgruppen ausgegangen. Über die Einführung und den entsprechenden Zugangscode wurde und wird die Bevölkerung auf der Website und Social Media informiert. In der September-Ausgabe der «Dorf-Ziitig» wird ebenfalls darüber berichtet werden.
Im Weiteren hat der Gemeinderat:
• Den Massnahmenplan für die Legislaturziele 2022–2026 aktualisiert.
• Zur Totalrevision des Archivgesetzes eine Vernehmlassungsantwort z.H. der Direktion Justiz und des Innern Kt. Zürich verabschiedet.
• Für Ingenieurarbeiten zur Überarbeitung der Massnahmenplanung «Gefahrenkarte Reppisch» einen Kredit von CHF 50000.00 (Kostendach) genehmigt und die Arbeiten der Firma Holinger AG vergeben.
• Bezüglich der Führungen durch die Gebäude rund um die Abstimmungsvorlagen zum Projekt Zentrumsplanung am Chilbi-Wochenende folgende Zeiten definiert: Samstag, 29. August 2026, 16.00 Uhr und Sonntag, 30. August 2026, 14.00 Uhr.
Gemeinde Bonstetten
Neuer Hauptsitz kurz vor Vollendung
Generationenwechsel bei der Genossenschaft Rössli
An Generalversammlung übergab Markus Tschan das Präsidium an Miro Hegnauer
Bereits sieben Jahre ist es her, dass die Genossenschaft Rössli gegründet wurde, um das historische Gasthaus mit einer über 570-jährigen Vergangenheit in die Zukunft zu bringen. Seither konnte viel erreicht werden. Das Gasthaus konnte von der bisherigen Eigentümerin durch die Genossenschaft übernommen und umfassend renoviert werden, was den Erhalt des Gasthauses sicherstellte. Mit dem engagierten Pächterpaar Fredy Bickel und Regula Esposito hat sich das Rössli wieder als beliebter Treffpunkt für Genuss und Kultur etabliert.
Massgeblich mitgestaltet hat dies Markus Tschan, der über all die Jahre als Präsident die Verwaltung der Genossenschaft leitete. Er blickt mit viel Begeisterung, aber auch Respekt auf die Meilensteine in den letzten Jahren zurück. Gerade das Bauprojekt war mit vielen Herausforderungen verbunden.
Heute, mit abgeschlossener Aufbauphase und rund 300 Mitgliedern, steht die Genossenschaft auf gefestigtem Fundament. Für Markus Tschan, der neben der Genossenschaft Rössli auch in anderen Vereinen aktiv involviert ist, ist dies der passende Zeitpunkt, um etwas kürzerzutreten, obschon er als Vorstandsmitglied der Genossenschaft erhalten bleibt.
Mit Miro Hegnauer, der ebenfalls seit Gründung der Genossenschaft im Vorstand tätig ist, übernimmt die nächste Generation das Präsidium. Unter dem neuen Leitsatz «Engagiert für einen le-
Der Vorstand. (Bild zvg)
bendigen und vielseitigen Treffpunkt mit Zukunft» möchte er gemeinsam mit dem Vorstand und den Mitgliedern die Mitgliederbasis verbreitern und über die Generationen hinweg zukunftsfähig aufstellen. Hegnauer versteht die Genossenschaft nicht als Verwaltungsgefäss, sondern als Plattform, um gemeinsam das Rössli lebhaft zu gestalten und nachhaltig in die Zukunft zu tragen. Mit seinem vielseitigen Raumangebot bietet das Rössli Platz für unterschiedlichste Erlebnisse. «Die Bevölkerung von jung bis alt ist eingeladen, aktiv mitzuwirken, sei es als Genossenschaftsmitglied, im Vorstand oder mit eigenen Initiativen», so Hegnauer.
Genossenschaft Rössli
Weitere Informationen unter www.euses-roessli.ch
– ein Blick hinter die Kulissen
Der Neubau steht für ein klares Bekenntnis zur Region und setzt ein sichtbareres Zeichen für die Zukunft vor Ort. Am 19. September 2026 lädt die Raiffeisenbank Kelleramt-Albis zum Tag der offenen Tür in ihren neuen Hauptsitz in Oberlunkhofen ein.
fördern den Austausch und schaffen ein zeitgemässes Arbeitsumfeld. Das Raumkonzept unterstützt flexible Zusammenarbeit und trägt zu einer offenen Unternehmenskultur bei.
Nach rund zweieinhalb Jahren Bauzeit steht der neue Hauptsitz der Raiffeisenbank Kelleramt-Albis kurz vor der Vollendung. Bereits Mitte August wird das moderne Gebäude bezogen. Mit dem Neubau investiert die Bank bewusst in ihren Standort Oberlunkhofen – und unterstreicht damit ihre starke regionale Verankerung sowie ihre Absicht, langfristig vor Ort präsent zu bleiben.
Offenes Beratungskonzept im Mittelpunkt Beim Betreten des Gebäudes werden Kundinnen und Kunden von einer hellen, offenen Empfangszone empfangen, die als zentrale Drehscheibe dient. Das neue Be-
ratungskonzept vereint unkomplizierte Begegnungen mit der Möglichkeit zu diskreten Gesprächen in separaten Räumen. So entsteht ein Umfeld, das persönliche Beratung ebenso ermöglicht wie die nötige Privatsphäre. Eine neue Tresorfachanlage ergänzt das Angebot. Sie bietet hohe Sicherheitsstandards und erlaubt den Zugang an sieben Tagen pro Woche.
Moderne Arbeitswelt für Mitarbeitende Auch für die Mitarbeitenden wurden die Arbeitsbedingungen gezielt weiterentwickelt. Helle Räume, ergonomische Arbeitsplätze und Begegnungszonen
Raum für Begegnung und Austausch Im Dachgeschoss entsteht ein grosszügiger Eventraum. Dieser wird künftig für Kundenveranstaltungen, Workshops und interne Anlässe genutzt – und stärkt die Rolle der Bank als Treffpunkt in der Region.
Nachhaltiger gebaut für die Zukunft
Der Neubau ist auch energetisch ein deutlicher Fortschritt gegenüber dem bisherigen Standort. Zeitgemässe Bauweise und effiziente Energienutzung reduzieren den Ressourcenverbrauch und leisten einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit.
Tag der offenen Tür am 19. September 2026
Die offizielle Eröffnung wird am Samstag, 19. September 2026, mit einem Tag der offenen Tür gefeiert. Besucherinnen und Besucher erhalten Einblicke in das neue Gebäude und können die verschiedenen Bereiche bei geführten Rundgängen entdecken. Ein abwechslungsreiches Programm sowie Verpflegung sorgen für ein Erlebnis für die ganze Familie.
Ein klares Zeichen für Oberlunkhofen
verschiedenen für
Mit dem neuen Hauptsitz setzt die Raiffeisenbank Kelleramt-Albis ein bewusstes Zeichen: für ihre Zukunft, für ihre Kundinnen und Kunden – und für den Standort Oberlunkhofen.
Raiffeisenbank Kelleramt-Albis
Zürcherstrasse 1 8917 Oberlunkhofen
André Bächinger
Vorsitzender der Bankleitung
Der Gemeinderat in Mettmenstetten hat sich konstituiert
Medienbulletin Gemeinderat Mettmenstetten Juli 2026
An seiner Sitzung vom 30. Juni hat sich der Gemeinderat konstituiert und die Ressorts neu zugeteilt. Er setzt dabei auf Kontinuität: Der einzige neue Gemeinderat, Josua Suter, übernimmt das bisherige Ressort von Marylise Schiesser. Damit präsentiert sich die Ressortverteilung seit 1. Juli 2026 wie folgt:
• Präsidiales, Kultur und Freizeit – Vreni Spinner
• Finanzen, Liegenschaften und Sport –Fabio Oetterli (Vizepräsidium)
• Tiefbau und Werke, Sicherheit, Landund Forstwirtschaft – Jürg Meili
• Bildung – Melanie Vollenweider
• Soziales und Jugend – Josua Suter
• Umwelt und Gesundheit – Marcel Eicher
• Hochbau – Lukas Stucky
Gemeindeversammlungen 2027
An der konstituierenden Sitzung hat der Gemeinderat die Termine für die nächsten ordentlichen Gemeindeversammlungen wie folgt festgelegt: 07.12.2026 / 07.06.2027 / 13.12.2027.
Sanierung des Galgenfeldweihers stärkt die Artenvielfalt
Der Gemeinderat genehmigt die Sanierung und ökologische Aufwertung des Galgenfeldweihers in Rifferswil, um diesen wertvollen Lebensraum für Tiere und Pflanzen langfristig zu sichern. Die undichte Lehmschicht wird durch eine Folienabdichtung ersetzt und ein kontrollierbarer Ablauf eingebaut, sodass der Wasserstand gezielt reguliert und Unterhaltsarbeiten naturnah durchgeführt werden können. Finanziert wird das Projekt im Umfang von rund 26 000 Franken über das Förderprogramm «Vielfältige Zürcher Gewässer», wobei der Kanton bis zu 90 Prozent der Kosten übernimmt und die Naturschutzgruppe Mettmenstetten die Ausführung sowie die Vorfinanzierung übernimmt.
Ökologische Aufwertung Bubenauen
Der Gemeinderat hat die vom Kanton Zürich geplante ökologische Aufwertung des Gebiets Bubenauen auf der gemeindeeigenen Parzelle 2338 mit Vorbehalt genehmigt, bei der entlang des Haselbaches drei neue Kleingewässer angelegt und rund 32 Aren als speziell gepflegte Streuwiese ausgeschieden werden, wobei die landwirtschaftliche Nutzung weiterhin möglich bleibt und dem Bewirtschafter der zusätzliche Pflegeaufwand vertraglich angemessen entschädigt werden soll;
ÄMTLER KANTONSRÄTINNEN MEINEN
Organisation und Finanzierung übernimmt der Kanton, sodass der Gemeinde keine Kosten entstehen.
Neuer Energieplan für Mettmenstetten
Der Gemeinderat hat den kommunalen Energieplan aktualisiert, damit die Wärmeversorgung besser auf die Klimaziele von Bund, Kanton und Region ausgerichtet ist und das Ziel Netto-Null bis 2040 auch lokal umgesetzt werden kann. Der neue Plan basiert auf der regionalen Energieplanung Knonauer Amt, enthält Karten zu Verbundgebieten und Energiepotenzialen sowie einen Massnahmenkatalog und soll Planungssicherheit für Behörden, Energieversorger und Bevölkerung schaffen. Die Gemeinde setzt den Energieplan fest, überweist ihn zur Genehmigung an das AWEL und beauftragt die Energiekommission, konkrete Massnahmen und einen Absenkpfad für die nächsten Jahre auszuarbeiten.
Spital-Eigentümerstrategie verabschiedet
Der Gemeinderat Mettmenstetten genehmigt die leicht überarbeitete Eigen-
Ursula Junker, SVP, Mettmenstetten
tümerstrategie für das Spital Affoltern, mit der die 14 Trägergemeinden ihre grundsätzlichen Erwartungen an das Spital festhalten und dem Verwaltungsrat strategische Leitplanken geben. Nach Ergänzungen zur Kommunikation zwischen Spital und Aktionärsgemeinden liegt nun eine von allen Gemeinden mitgetragene Eigentümerstrategie vor. In einem zweiten Beschluss hat der Gemeinderat die bisherigen Mitglieder des Spital-Verwaltungsrats für eine weitere Amtsperiode bestätigt.
Weitere Beschlüsse des Gemeinderats
• Für kleinere Reparaturen von Gemeindestrassen im laufenden Rechnungsjahr hat der Gemeinderat 66000 Franken gesprochen.
• Um die Versickerung des Regenwassers rund um die Kindergärten Niederfeld und Langacher zu verbessern, hat der Gemeinderat einen Verpflichtungskredit von 7000 Franken genehmigt.
• Zusammen mit den Bezirksgemeinden hat der Gemeinderat Mettmenstetten das von der Pro Senectute ausgearbeitete Pflegekonzept für unseren Bezirk zustimmend zur Kenntnis genommen.
• Für das kommunal angestellte Personal hat der Gemeinderat ein Spesenreglement erlassen.
• Der Gemeinderat hat der Offenen Jugendarbeit Maschwanden-Knonau-Mettmenstetten 2000 Franken in Anerkennung des Engagements anlässlich der 25-Jahre-Feier des Jugend- und Gemeinschaftszentrums Sputnik gespendet.
• Der Gemeinderat hat Baukredite für die Sanierung der Grundrebenstrasse und der Brüelstrasse genehmigt; auf die Gemeinde entfällt ein Kostenanteil von gut 580000 Franken.
• Für die Sanierung der Grossholzerstrasse hat der Gemeinderat einem Projektierungskredit im Umfang von 49000 Franken zugestimmt.
• Das Benützungsreglement für Räume und Anlagen, welches die grundlegenden Bewirtschaftungsprinzipien der Liegenschaften von sek mättmi und Gemeinde Mettmenstetten inkl. Primarschule festhält, wurde aktualisiert.
• Der Gemeinderat hat einen neuen Standort festgelegt für einen Unterflurcontainer im Weiler Rossau; die Erstellung ist für Oktober 2026 vorgesehen.
• Auf Antrag des Zweckverbands Feuerwehr Knonaueramt Süd hat der Gemeinderat der Anschaffung eines Personen-
Das fakultative Referendum
Politische Mitsprache geniesst in der Schweiz einen hohen Stellenwert. Deshalb stimmen wir im September auf kantonaler Ebene über zwei Gesetzesvorlagen ab, welche der Kantonsrat im Januar eigentlich schon verabschiedet hat.
Das politische Werkzeug, einen Entscheid noch zu ändern, ist das fakultative Referendum. Kommen innerhalb von 60 Tagen nach Veröffentlichung des Kantonsratsbeschlusses entweder 3000 gültige Unterschriften von Stimmberechtigten im Kanton Zürich oder 45 Unterschriften von Kantonsräten und Kantonsrätinnen oder
12 Gemeinden oder die Stadt Zürich oder Winterthur zusammen, kann das Stimmvolk an der Urne über die Vorlage befinden.
Im September geht es zum einen um die Volksinitiative «Selbstbestimmt bis ans Lebensende auch in Alters- und Pflegeheimen». Die Initiative sieht vor, dass, entgegen dem Titel, sowohl in Alters- und Pflegeheimen, als auch in Spitälern, psychiatrischen Kliniken, Gefängnissen und Rehakliniken, assistierter Suizid geduldet werden muss. Der Mehrheit des Kantonsrats geht diese Initiative zu weit. Sie hat jedoch dem Gegenvorschlag zuge-
stimmt, welcher in abgeschwächter Form daherkommt: Assistierter Suizid muss in allen Alters- und Pflegeheimen geduldet werden. Dagegen hat eine Allianz aus Mitgliedern des Kantonsrats aus den Parteien SVP, FDP, EVP und EDU das Behördenreferendum ergriffen, da dies ihrer Meinung nach, einen massiven Eingriff in die Glaubens-, Gewissens- und unternehmerische Freiheit bedeutet.
Die zweite Vorlage im September ist das Lehrpersonalgesetz. Darüber stimmt die Bevölkerung ab, weil 99 Gemeinden das Gemeindereferendum ergriffen haben. Die Gemeinden wehren sich, weil die
Anpassungen im Berufsauftrag der Lehrpersonen über den moderaten Vorschlag der Regierung hinausgehen. Es war der Versuch von Mitte-Links, der Überlastung der Lehrpersonen mit Geld entgegenzuwirken, mit wenig Nutzen für die Bildung, denn die Aufgaben werden nicht weniger, sie werden einfach mit Goodies von 83 Millionen Franken versüsst und davon zahlen die Gemeinden den grössten Teil, nämlich 80 Prozent. Einigkeit herrschte im Rat bei den Voten zum Eintreten in einem Punkt: Die allermeisten Lehrpersonen sind sehr engagiert und leisten in einem schwierigen Umfeld gute bis sehr gute Arbeit und leisten mehr, als der
Der neue Gemeinderat von Mettmenstetten.
transport- und eines Verkehrsgruppenfahrzeugs zugestimmt.
• Für Reparaturarbeiten an den Förderbändern der Salzstreuer für den Winterdienst wurde ein Kredit von rund 11500 Franken genehmigt.
Die Primarschulpflege Mettmenstetten hat folgende Beschlüsse gefasst:
• Die Aktualisierung der Schülerprognose für Schülerinnen und Schüler und Klassen wurde bewilligt.
• Bei der Aussenanlage des Kindergartens Langacher werden für natürliche Schattenplätze zusätzliche Bäume gepflanzt.
• Für die Wartung der Brandschutztüren wurde ein Wartungsvertrag abgeschlossen.
• Die Zutrittsverwaltung der Schulgebäude PSM wurde genehmigt.
• Die noch fehlenden Markierungen zur Kennzeichnung des Schulareals werden gesetzt.
• Diverse Gutsprachen für integrierte Sonderschulungen (ISR) und externe Sonderschulungen wurden verabschiedet.
Oliver Bär, Geschäftsführer
Berufsauftrag verlangt, das wird von allen Parteien ausdrücklich anerkannt. Das liegt jedoch auch an einem überbordenden administrativen Aufwand, den heterogen zusammengesetzten Klassen und übermotivierten Eltern, welche aber gleichzeitig immer mehr Erziehungsverantwortung an die Schule delegieren. All das kann zu Überlastung führen und schlussendlich zum Ausstieg aus dem Beruf, deshalb muss die Politik genau da ansetzen und nicht noch mehr Geld verteilen. Unser Bildungssystem braucht Reformen, pragmatische Lösungen und eine klare Prioritätensetzung. Der nun angepasste Berufsauftrag ist der falsche Weg.
(Bild Thomas Hadorn)
Ältere und Junge zum Singen motiviert
Langjährige Organistin und Chorleiterin Angela Bozzola verabschiedet
Werner Schneiter
Mit den Standing Ovations verabschiedete die reformierte Kirchgemeinde Obfelden am Sonntag ihre langjährige Organistin und Chorleiterin Angela Bozzola. Ihre lange Tätigkeit in Obfelden illustrierte Kirchenpfleger Hansjörg Schneebeli in seiner kurzen Laudatio am eigenen Beispiel: Vor 56 Jahren, als er die Sekundarschule besucht hatte, gab Lehrer Ernst Weiss auf. «Dieser Rasselbande erteile ich keinen Singunterricht mehr», liess er wissen. Die Nachfolgelösung fand sich mit Angela, die damals noch Dürst hiess. «So ist Fräulein Dürst – nur ein paar Jahre älter als wir Schüler – zum ersten Mal Dirigentin geworden. Sie konnte uns gut packen, und wir haben mit ihr gut und gerne gesungen», erinnert sich Hansjörg Schneebeli.
Ab diesem Zeitpunkt hat Angela Bozzola-Dürst Chorgesang und Musik in Obfelden geprägt, auch in der reformierten Kirche. Und sie hat die Kinder im
FORUM
Jugendchor begeistert. Ihr offizieller Start als Organistin erfolgte 1989. Und sie ist – mit kurzem Unterbruch – bis heute geblieben. «Ein ruhiges Eingangsspiel, um den Alltag zu vergessen; ein Zwischenspiel, um über die Predigt nachzudenken; ein fröhliches Ausgangsspiel, um uns wieder motiviert zu entlassen», so die Wahrnehmung von Hansjörg Schneebeli.
Leidenschaftliche Musikerin und Dirigentin
Zu Zeiten des ehemaligen Pfarrers Peider Kobi gründete Angela Bozzola einen Ad-hoc-Chor. Im Frühjahr begannen die Proben und im Winter dann die Aufführung eines kirchlichen Werks. «Eine grossartige Erfahrung für alle Beteiligten», fügte Schneebeli an. Angela Bozzola dirigierte auch den Chor in Knonau. Dadurch entstanden vermehrt gemeinsame Projekte, weshalb sich die beiden Chöre im Kirchenchor Obfel-
Danke, Hausen am Albis
Ende Juni ist für mich ein besonderes Kapitel zu Ende gegangen. Nach zwölf Jahren als Gemeindepräsident von Hausen habe ich nicht mehr für eine weitere Amtszeit kandidiert.
Wenn ich heute zurückblicke, überwiegt vor allem eines: Dankbarkeit. Ich war immer stolz darauf, dieses Amt ausüben zu dürfen. Nicht wegen des Titels oder der Funktion. Sondern weil ich die Möglichkeit hatte, mich für einen Ort einzusetzen, der mir am Herzen liegt. Das Vertrauen, das mir die Bevölkerung entgegengebracht hat, war nie selbstverständlich. Genau deshalb habe ich diese Verantwortung während zwölf Jahren mit grossem Respekt getragen.
Politische Ämter sind nur geliehen. Man darf für eine gewisse Zeit Verantwortung übernehmen, mitgestalten und etwas zurückgeben. Keine Person ist wichtiger als das Amt. Dieser Gedanke
hat mich während meiner Amtszeit begleitet. Von Herzen danke ich allen, die mich auf diesem Weg begleitet haben: meinen Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat, den Mitarbeitenden unserer Verwaltung, den vielen engagierten Menschen in Vereinen und Behörden und ganz besonders der Bevölkerung von Hausen. Danke für das Vertrauen, das Ihr mir während dreier Legislaturen entgegengebracht habt. Dieses Vertrauen war für mich Ansporn, Verpflichtung und gleichzeitig das schönste Geschenk. Hausen am Albis ist längst mehr als mein Wohnort. Es ist meine Heimat. Ich freue mich jetzt auf einen neuen Lebensabschnitt und darauf, unsere Gemeinde künftig einfach als Hausemer zu erleben.
Stefan Gyseler, Hausen
Fahrverbot wird mit Füssen getreten
Replik auf den Leserbrief von Ursula Bühler mit dem Titel «Fahrräder am Türlersee» im «Anzeiger» vom 3. Juli.
Liebe Frau Bühler, Sie sprechen etwas an, was heute leider gang und gäbe ist. Nicht nur das Fahren im Fahrverbot und Anpöbeln, wenn man sie darauf aufmerksam macht, sondern auch die Gemeinde Hausen, die die Täter noch in Schutz nimmt. Die richtige Antwort wäre gewesen, dass man dem nachge-
he. Auch ich bin ab und zu mit den Hunden am See und das Fahrverbot wird mit Füssen getreten. Von wegen Naturschutz! Setzt endlich die Verbote konsequent durch und verhängt Bussen. Dem Herrn auf der Gemeinde Hausen rate ich, nicht die Täterschaft in Schutz zu nehmen, sondern sich bei der Antwort auf eine Beschwerde genau zu überlegen, wer im Unrecht ist.
Karin Ulrich, Obfelden
Ihre Meinung ist willkommen!
Gerne können Sie der Redaktion des «Anzeigers» einen Leserinnen- oder Leserbrief schicken. Ihre Meinungsäusserung muss mit Namen sowie Adresse und Telefonnummer des Verfassers oder der Verfasserin versehen sein und soll in maximal 2000 Zeichen ein Thema aus der Region aufgreifen oder einen Beitrag im «Anzeiger» kommentieren. Reine Danksagungen sind nicht erwünscht. Kurzgefasste Zuschriften haben Vorrang. Vermeiden Sie Abkürzungen. Der Inhalt des Leserbriefes muss die eigene Meinung abbilden und bei Zitaten eine Quelle nennen. Der Verfasser des Leserbriefes muss mit dem Absender identisch sein. Leserbriefe geben die Meinung der Leser wieder, nicht die der Redaktion.
Redaktionsschluss beachten
Aufgeben können Sie Ihre Äusserung unter www.affolteranzeiger.ch/ mitmachen/leserbrief-einreichen. Für eine Veröffentlichung am Dienstag sollte die Zuschrift am vorangehenden Freitagmittag auf der Redaktion eintreffen. Für eine Publikation am Freitag schicken Sie uns Ihre Meinungsäusserung bitte bis am Mittwochmittag. Über eine Nichtpublikation wird keine Korrespondenz geführt. (red)
SVP Bonstetten verurteilt politischen Vandalismus mit aller Deutlichkeit
Erneut sind Wahlplakate der SVP Ziel von mutwilliger Beschädigung und Entfernung geworden. Solche Angriffe sind kein Lausbubenstreich und keine Bagatelle, sondern Ausdruck eines bedenklichen Demokratieverständnisses. Dank einer aufmerksamen Person konnten in Bonstetten zwei Täter auf frischer Tat ertappt werden. Die anschliessende Befragung zeigte deutlich, wie politisch motiviert diese Tat war. Reue oder Einsicht waren nicht erkennbar. Im Gegenteil: Die Täter versuchten ihr Vorgehen damit zu rechtfertigen, die SVP-Plakate seien angeblich menschenverachtend und könnten ohnehin ersetzt werden, weil die SVP über genügend Mittel verfüge. Wer so argumentiert, zeigt offen, dass er nicht bereit ist, andere politische Meinungen im demokratischen Wettbewerb zu akzeptieren.
Für die SVP Bonstetten ist klar: In der Schweiz werden politische Differenzen mit Argumenten, an der Urne und im offenen Diskurs ausgetragen – nicht mit Zerstörung, Einschüchterung und rechtswidrigem Handeln. Wer Wahlplakate beschädigt oder entfernt, greift nicht nur Eigentum an, sondern auch die freie Meinungsäusserung und die demokratischen Spielregeln unseres Landes. Besonders stossend ist, dass es sich bei den Tätern nicht um Jugendliche handelt, die ihre Grenzen austesten, sondern um erwachsene Personen, die bewusst und gezielt handelten. Der Versuch, eine strafbare Handlung mit politischer Ablehnung zu entschuldigen, macht den Vorfall nicht harmloser, sondern vielmehr gravierender.
Der Vorstand der SVP Bonstetten hat deshalb Strafanzeige eingereicht. Damit
setzt die Partei ein klares Zeichen: Politischer Vandalismus darf nicht verharmlost oder entschuldigt werden. Wer in einer Demokratie lebt, hat andere Meinungen auszuhalten – auch dann, wenn sie einem nicht passen.
Die SVP Bonstetten organisiert seit Jahren vor nationalen Abstimmungen Podien. Da werden immer Pro- und Kontra-Seiten eingeladen. Dieses Vorgehen, zeigt, dass wir für eine offene und demokratische Auseinandersetzung sind.
Wir erwarten, dass solche Taten konsequent verfolgt werden. Denn wer politische Gegner nicht mit Worten bekämpft, sondern mit Zerstörung mundtot machen will, stellt sich gegen die Grundwerte eines freiheitlichen Rechtsstaates.
SVP Bonstetten
den vereinten. Mit dem Abschied der Dirigentin wird sich dieser Chor nun auflösen.
Mit ihr scheidet eine leidenschaftliche Musikerin und Dirigentin, die Sängerinnen und Sänger unterschiedlichen Alters «abholen», motivieren und im Familienchor Kinder animieren konnte. «Sie hat schon jungen Menschen den Mut gegeben, solo oder zu zweit zu singen. Das ist mehr als dirigieren – das ist Lebensschule», schloss Hansjörg Schneebeli und liess natürlich Geschenke folgen, darunter eine Leinwand auf der Staffelei, wo Gottesdienstbesucher und -besucherinnen nach der Predigt von Pfarrer Ulrich Bona einen Dankes- und Abschiedsgruss hinterlassen durften. Für ein besonderes «Danke» sorgte Organist Erich Eder mit einer Textadaption des Liedes «Danke» von Martin G. Schneider. «Danke für viele schöne Stunden; danke für alles, was du gibst; danke für die Orgelklänge, die du so sehr liebst», hiess es in einer Strophe.
Diese wunderschöne, metallisch blau-grün glänzende Prachtlibelle posierte morgens vor Jean-Jacques Alffs Handykamera in seinem Garten in Hausen. Aller Vermutung nach soll es sich dabei um eine männliche «Gebänderte Prachtlibelle» handeln. Ob sich im Garten des Lesers wohl auch ein Weibchen tummelt?
Hedingen:
«Initiative für eine massvolle Zentrumsplanung mit Dorfcharakter»
Am Samstag, 27. Juni, informierte das überparteiliche Initiativkomitee über die «Initiative für eine massvolle Zentrumsplanung mit Dorfcharakter», die wenige Tage zuvor offiziell beim Gemeinderat eingereicht worden war. Das Komitee beurteilt den bisherigen Partizipationsprozess als ungenügend. Der Raumplaner Philipp Lenzi zeigte anhand von Beispielen aus anderen Gemeinden auf, wie sorgfältig geplante Zentrumsentwicklungen gelingen können und welche Faktoren für eine verbindliche Planung entscheidend sind. Jürg Werner erläuterte die Ziele und Inhalte der Initiative. Er legte dar, weshalb das Komitee die aktuelle Zentrumsplanung der Gemeinde kritisch beurteilt und weshalb ein Richtungswechsel notwendig ist. Die Initiative soll den Weg für eine neue Planung eröffnen, die den Dorfcharakter stärker berücksichtigt und auf den Bau einer neuen Strasse verzichtet. Eine solche Planung müsse wiederum von ausgewiesenen Fachplanern erarbeitet werden – jedoch unter veränderten Rahmenbedingungen und mit klaren Leitplanken.
Christine Vogel-Etienne zeigte auf, dass es wichtig ist, an den kommenden Gemeindeversammlungen teilzunehmen: Da werde über die weitere Entwicklung der Zentrumsplanung entschieden. Das Initiativkomitee ruft die Stimmberechtigten dazu auf, möglichst viele Bekannte zu mobilisieren, die Initiative zu unterstützen und die Vorlagen des Gemeinderats abzulehnen. Die zahlreichen Besucherinnen und Besucher nutzten rege die Gelegenheit, mit den Mitgliedern des Initiativkomitees ins Gespräch zu kommen. Zur gleichen Zeit war das Komitee mit Informationsständen beim Werkhof und vor dem Volg in Hedingen präsent und sammelte Unterschriften. Der direkte Austausch mit der Bevölkerung stiess auf grosses Interesse und bot Raum für Fragen, Anregungen und unterschiedliche Meinungen.
Für das Initiativkomitee: André Sandmann
Initiativtext, Argumente, Details und Aktuelles: www.zentrumsplanung-hedingen.ch. Fragen und Anregungen bitte an: info@zentrumsplanung-hedingen.ch
Blumen und andere Geschenke zum Abschied: Organistin und Chorleiterin
Angela Bozzola, flankiert von Kirchenpflegepräsidentin Samantha Böhlen und Kirchenpfleger Hansjörg Schneebeli. (Bild Werner Schneiter)
Beim «dä schnällscht Unterämtler» gab es zwei Gewinnerinnen und einen Gewinner. Seite 13
Weiter im Cup
Mit einem starken Auftritt sicherte sich Floorball Albis den Einzug in die nächste Runde. Seite 17
Architektur für die Seele
Wie Valentina Aditi Müller mit Farbe Räume verwandelt
DeviprasaD rao
«Farbe ist die einfachste und kostengünstigste Art, die Atmosphäre eines Hauses vollständig zu verändern», sagt Valentina Aditi Müller in ihrem Atelier in Bonstetten. Die in Stallikon ansässige Farbgestalterin arbeitet an der Schnittstelle von Raumgeometrie, Psychologie und – wie sie es nennt – Intuition. Als Gründerin der evodesign Company, deren Name für die evolutionäre Transformation von Räumen steht, folgt sie einem Grundsatz, den sie selbst als «Schöpfen aus dem Bestehenden» zusammenfasst.
Vom sowjetischen Kulturhaus zu Schweizer Designschulen Müllers Weg begann in Cherson in der Ukraine. Schon mit fünf Jahren fesselten sie die farbigen Seiten der Bücher und die Harmonien wechselnder Blütenfarben. Aufgewachsen in der Sowjetunion unter knappen Verhältnissen, lernte sie früh, aus wenig viel zu machen. «Wir versuchten, selbst aus den kleinsten Resten eine Praline zu machen», erinnert sie sich. «Etwas in einer guten Farbharmonie zu präsentieren, die vibriert, lebendig macht und die Seele zum Funkeln bringt.»
Mit zehn Jahren besuchte sie einen Nähkurs im örtlichen Kulturhaus, wo sie neben Erwachsenen arbeitete. Ihre berufliche Laufbahn begann im Film: Studium des Filmmanagements und der -organisation in Moskau, danach Tätigkeit in einem Filmstudio in Odessa. Ein Umweg führte sie an die Universität St.Gallen, wo sie Wirtschaftswissenschaften und Personalwesen studierte, bevor sie sich – nach eigenen Worten unterstützt von ihrem Mann – ganz dem Design verschrieb.
In der Schweiz folgten Weiterbildungen zeitgenössischer Kunsttheorie und Keramik an der Hochschule der Künste in Zürich, 2013 der Abschluss als Einrichtungsgestalterin an der Höheren Fachschule für Gestaltung und Technik Zug, eine Qualifikation als Farbgestalterin mit dem Ansatz der psychologischen Wirkung der Farbe an der Schweizeri-
schen Textilfachschule sowie eine Vertiefung am Haus der Farbe in Oerlikon mit Fokus auf die strukturelle Wirkung von Farbe in der Architektur.
Eine Philosophie des Arbeitens mit dem Bestehenden Müller versteht Farbe als strukturelles Element, nicht als Dekoration – und als Mittel der Heilung. Ihr Vorgehen verbindet technische Farbenlehre mit Körperbewusstsein: Sie liest die Architektur ebenso wie die emotionale Landschaft der Bewohner. «Man kann eine Farbe einsetzen, die krank macht, oder eine, die gesund, glücklich und zufrieden macht», sagt sie. Ihr erklärtes Ziel: dass Menschen ihr Zuhause mit Freude ver-
lassen und mit innerem Frieden zurückkehren. Ihr Ansatz verzichtet meist auf Abriss. «Ich sehe, was im Haus vorhanden ist, wie die Architektur ist, was die
Traum geplatzt
Obfeldner Hornusser verpassen den Sprung in die 4. Liga trotz guter Ausgangslage. Seite 18
«Mit Farbe können wir einem Gebäude komplett neue Kleider geben.»
Valentina Aditi Müller, Einrichtungs- und Farbgestalterin
Menschen lieben. Ich versuche, nicht alles wegzunehmen», erklärt sie. «Ich schaue, womit wir leben können, und spiele mit neuer Farbe, um das, was die Bewohner mögen, einzubinden.»
Mit gezielt gewählten Tönen entschärft sie harte Linien, hellt dunkle Räume auf oder kleidet ein Zuhause für eine neue Lebensphase neu ein – etwa, wenn die Kinder ausziehen. Auch Haustiere bezieht sie ein: Als Katzen- und Hundehalterin denkt sie das Wohl vierbeiniger Familienmitglieder mit.
Räume teilen ohne Wände mit kontrastierenden Tönen
Eine Besonderheit ihrer Arbeit: mit kontrastierenden Tönen Funktionszonen in offenen Grundrissen zu schaffen. YogaBereich, Leseecke und Essbereich lassen sich in einem einzigen Raum allein durch Farbe definieren – ohne Trockenbauwände. Die Methode senkt Kosten und ökologischen Fussabdruck und erhält die räumliche Offenheit. Kräftige Akzente wie Magenta, Rot oder tiefes Grün werden so als präzise Höhepunkte gesetzt, statt einen Raum zu dominieren; bestehende Materialien wie Plättli oder Parkettböden lassen sich je nach Wunsch hervorheben oder zurücknehmen.
Ein vielseitiges Portfolio und diverse Projekte Müllers Arbeiten umfassen Geschäfts-, Schul- und Wohnräume. Ihr erster grosser Auftrag kam 2016 mit einem Kinderzentrum in Küssnacht. Den kalten, von rohem Backstein dominierten Industrieraum gestaltete sie mit der Grafikerin Natalia Zarelli um – organische Formen, abstrakte Blüten und Wellen lockerten das Gewicht des Backsteins auf. Zwei Jahre später wurde sie erneut für den Zürcher Standort der Auftraggeber beigezogen.
Weitere Projekte umfassen ein Farbkonzept für ein Logistikunternehmen in der Zürcher Altstadt und eine studiendenkmalpflegerische Arbeit an einem geschützten Gebäude aus dem Jahr 1638 an der Zehntenhausstrasse. Ihre Di-
MARKTPLATZ Die Beiträge in der Rubrik «Marktplatz» wurden von Werbekunden eingereicht. Interessiert? Tel. 058 200 57 00
Schwimmschule Aquarius: Jetzt für Sommerkurse anmelden
Leiter ist Ennio Schmutz, der Sohn von Aquarius-Gründer Hans Schmutz
Die Ämtler Schwimmschule Aquarius ist in den Sommermonaten seit bald 30 Jahren Mitnutzerin der Badi Obfelden.
Ab diesem Jahr hat Aquarius-Gründer Hans Schmutz die Leitung der Schwimmschule an seinen Sohn Ennio abgetreten, wobei der Vater nach wie vor aktiv mittut.
Unterstützt werden Vater und Sohn zudem von erfahrenen Schwimmlehrerinnen und Schwimmlehrern, die mit Feingefühl wie Routine mit Kindern und Erwachsenen, Noch-Nichtschwimmern und Schwimmanfängern umgehen.
Auch dieses Jahr werden wieder die speziellen Sommerferien-Kurse für Kinder in der Badi Obfelden angeboten: vom 13. bis 17. Juli, 3. bis 8. und 10. bis 14. August, jeweils Montag bis Freitag – 9.30–10.15 («Tintenfisch»/ Kursstufe 5 und «Krokodil»/Kursstufe 6), 10.15–11.00 («Frosch/Kursstufe 3 und «Pinguin»/Kursstufe 4), 11.00–11.45 («Krebs»/Kursstufe 1 und «Seepferd»/Kursstufe 2) sowie 11.45–12.15 («Eisbär»/Kursstufe 7).
Anmeldungen sind bequem auf der Homepage www.spass-im-nass.ch möglich.
Mit dem Schweizer Qualitätslabel «aQuality» zertifiziert
Mit ihrem Slogan «Spass im Nass» ist die Ämtler Schwimmschule Aquarius ein fester Bestandteil der Schwimmszene im Bezirk Affoltern; Obfelden und Mettmenstetten gehören mit zu ihrer Urzelle. Mit der aQuality-Zertifizierung, dem schweizerischen Qualitätslabel für Schwimmschulen, erfüllt die Schwimmschule Aquarius zudem alle Kriterien in Qualität und Sicherheit im Schwimmunterricht: Wassergewöhnung (aqua-baby/aqua-family), Kinder-
plomarbeit umfasste Treppenhaus, Korridore und Eingangsbereiche eines vierstöckigen Schulhauses in Dietikon. Sie gestaltete als Studienprojekt zudem eine 200 Meter lange Aussenfassade (mit Höfen) für eine Wohnüberbauung am Zürcher Selnau-Sihlhölzli. «Mit Farbe können wir einem Gebäude komplett neue Kleider geben, ihm Glanz verleihen und es robuster oder moderner wirken lassen», bemerkt sie.
Osho als Inspiration und das eigene Haus als Leinwand 2011 trat Müller, inspiriert durch das Muttersein mit ihrem Sohn, der spirituellen Gemeinschaft Osho bei. Osho lehrt, dass Qualität in jedem Tun bereits Kreativität sei – ein Grundsatz, der ihr geholfen hat, die kreative Dimension des Selbst zu erforschen, und der heute auch ihre Arbeit mit Kunden prägt. Jede Wahl von Pigment, Linie und Proportion wird für sie zu einem kleinen Akt der Achtsamkeit. In der Praxis setzt sie gelegentlich meditative Techniken ein, um Kunden zu helfen, sich von Ich-Zentriertheit zu lösen und mit ihrem authentischen Selbst zu verbinden, bevor eine farbliche Richtung gewählt wird. Müller lebt mit ihrem Mann und ihrem 22-jährigen Sohn in Stallikon, zuvor war die Familie in Langnau am Albis zu Hause. Ihr eigenes umgestaltetes Haus dient ihr heute als persönliche Leinwand. Ihr nächstes Ziel ist die Zusammenarbeit mit Architekten von Anfang an – um, wie sie sagt, Räume mit Farbe, Harmonie und Frieden zu gestalten.
Mit der Serie Unternehmerinnen und Unternehmer stellt der «Anzeiger» in lockerer Folge Unternehmerpersönlichkeiten vor und würdigt damit deren Engagement für den Wirtschaftsstandort Knonauer Amt. (red)
schwimmen (aqua-kids) und Schwimmen mit Erwachsenen (aqua-adults).
Urs Kneubühl
Ämtler Schwimmschule Aquarius, Hans und Ennio Schmutz, Postfach 176, 8932 Mettmenstetten, Telefon 079 627 24 81, schwimmschuleaquarius@gmail.com, www.spass-im-nass.ch Schwimmkurse für Kinder und Erwachsene, MuKi-Kurse und Privatkurse – im Sommer in der Badi Obfelden, im Herbst und Winter im Obfeldner Hallenbad Schlossächer und im Hallenbad des Schulhauses Wygarten in Mettmenstetten
Valentina Aditi Müller gründete die evodesign Company. (Bild Deviprasad Rao)
Vater Hans Schmutz und Sohn Ennio stehen als Garanten für Engagement und Leidenschaft der Ämtler Schwimmschule Aquarius, die Kindern und Erwachsenen das Schwimmen beibringt. (Bild zvg)
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Tolle Stimmung am Summer-Sportfäscht
Das Organisationskomitee des FC Hausen zieht nach dem Summer-Sportfäscht eine rundum positive Bilanz
Das Summer-Sportfäscht des FC Hausen bot spannende Wettkämpfe, sportliche Höchstleistungen und beste Stimmung. Gross und Klein genossen einen abwechslungsreichen Anlass mit Fussball, Beachvolleyball, Padel und gemütlichem Beisammensein. (Bild zvg)
Der Auftakt zum Summer-Sportfäscht erfolgte bereits am Freitagabend mit einem Beachsoccer-Turnier im Hausemer Jonentäli. Dabei stand der Spass klar im Vordergrund. Schnell wurde allen Spielerinnen und Spielern bewusst, dass Fussball im Sand deutlich anstrengender und anspruchsvoller ist als auf Rasen.
Am Samstagmorgen begann um 9.45 Uhr das Schülerturnier. In den beiden Kategorien 1. bis 3. Klasse sowie 4. bis 6. Klasse kämpften die Teams mit grossem Einsatz um Punkte und Siege. Zahlreiche Eltern und Verwandte ver-
Viele
folgten die Spiele begeistert von der Seitenlinie und fieberten mit den jungen Fussballerinnen und Fussballern mit. Am Ende durften sich in beiden Kategorien verdiente Siegerteams feiern lassen.
Über die Mittagszeit starteten das Fussball-Grümpelturnier sowie das Beachvolleyballturnier. Auf den Beachvolleyballfeldern begeisterten die Teams mit sehenswerten Ballwechseln und grossem Einsatz. Immer wieder wurden scheinbar verlorene Bälle spektakulär aus dem Sand geholt. Auch hier stand der Spass im Mittelpunkt.
Etwas kämpferischer ging es beim Fussball-Grümpelturnier zu und her. Neben schönen Spielzügen kam es vereinzelt auch zu härteren Zweikämpfen und hitzigen Diskussionen. Dank der umsichtigen Schiedsrichter blieb jedoch jederzeit alles unter Kontrolle. Im Final setzte sich schliesslich das Team «Real Madrink» durch.
Auf der Anlage des Tennisclubs fanden den ganzen Tag über zwei Padelturniere statt. Die Trendsportart erfreut sich weiterhin grosser Beliebtheit und lockte zahlreiche Teams an. Die Zuschauerinnen und Zuschauer bekamen
spannende und hochklassige Partien zu sehen. Der FC Hausen bedankt sich beim Tennisclub für die erneute Zusammenarbeit und die Möglichkeit, das Turnier gemeinsam durchzuführen.
Am Nachmittag stand der Skills Day der Juniorinnen und Junioren auf dem Programm. An verschiedenen Posten sammelten sie mit viel Engagement Geld für den Verein.
Nach den Siegerehrungen konnten sich die Besucherinnen und Besucher kulinarisch verwöhnen lassen. An der Bar wurden erfrischende Drinks serviert, während die entspannte Atmo-
sphäre echtes Sommerferiengefühl aufkommen liess. Viele Gäste feierten bei Musik, Tanz und guter Stimmung bis weit nach Mitternacht.
Das Organisationskomitee zieht eine sehr positive Bilanz des diesjährigen Summer-Sportfäschts. Ein grosser Dank gilt allen Helferinnen und Helfern sowie den zahlreichen Teilnehmenden und Besucherinnen und Besuchern. Mit viel Einsatz, Herzblut und unermüdlicher Motivation haben sie wesentlich zum gelungenen Anlass beigetragen. Marco Bisa, FC Hausen a/A
schnelle Unterämtlerinnen und Unterämtler gefunden
Am Freitagabend veranstaltete der TSV Bonstetten «dä schnällscht Unterämtler»
Mädchen und Jungs ab Jahrgang 2021 liefen auf sieben extra angelegten Bahnen jeweils pro Jahrgang über 60 Meter gegeneinander. Es war ein riesiger Spass auf der Sportanlage Moos in Wettswil.
Unglaublich knapp
Die ersten drei Plätze erhielten pro Jahrgang eine Medaille. Im Königsfinal liefen die sechs Jahrgangsbesten nochmals gegeneinander. Das Final fiel dieses Jahr unglaublich knapp aus.
Nach kurzer Diskussion wurde entschieden, dass es dieses Jahr mit Mia und Leona zwei schnellste Unterämtlerinnen gibt. Der Titel des schnellsten Unterämtlers ging an Luca. Nach dem Lauf genossen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Abend mit einem durch den TSV spendierten Getränk am «FCWB-Grümpi». Der TSV Bonstetten freut sich bereits auf viele sportbegeisterte Läuferinnen und Läufer im Jahr 2027!
Janine Gross, TSV Bonstetten
Hedinger Sommerkonzert mit Musical- und Filmmusik
In diesem Jahr ist das Sommerkonzert in Hedingen ein musikalisches Feuerwerk, bestehend aus Highlights der Musical- und Filmmusik mit Sarina Wagner (Mezzosopran), Corinna Camacaro (Violine), José Sifontes (Flöte) und Anette Bodenhöfer (Orgel und Piano). Auf dem Programm stehen Werke aus «Cats», «Westside Story», «Lord of the Rings», «Titanic»,»Phantom of the Opera» und weitere beliebte und bekannte Glanzlichter der Film- und Musicalwelt.
Corinna Camacaro und José Sifontes sind wunderbare Musiker aus der Region und sorgen zusammen mit Anette
Bodenhöfer für einen orchestralen Klang, während Sarina Wagner als Solistin und Profi-Musicaldarstellerin nicht nur mit einer tollen Stimme, sondern auch mit Mimik und Gestik das Publikum begeistert. Herzliche Einladung zu diesem schwungvollen Start in die Sommerferien!
Im Anschluss an das Konzert wird ein Apéro serviert.
Kirchenkommission Hedingen
Freitag, 10. Juli 2026, 19 Uhr, Kirche Hedingen Eintritt frei, Kollekte
Starke Auftritte des Nachwuchses
Schwingklub am Albis mit starken Leistungen in Güttingen
Am Samstag, 27. Juni, reiste der Schwingklub am Albis mit drei selektionierten Nachwuchsschwingern an den Nordostschweizer Nachwuchsschwingertag nach Güttingen. Trotz hochsommerlicher Temperaturen überzeugten die Athleten mit starken Leistungen und grossem Einsatz.
In der Kategorie Jahrgang 2013 zeigte Laurin Meier aus Obfelden einen ausgezeichneten Wettkampf. Mit vier Siegen und zwei gestellten Gängen blieb er den ganzen Tag ungeschlagen und durfte sich verdient über den begehrten Doppelzweig freuen.
Auch Dario Buchli aus dem Aeugstertal wusste in der Kategorie Jahrgang 2012 zu überzeugen. Mit drei Siegen – alle mit der Maximalnote 10,00 – zeigte er einen starken Wettkampf. Trotz dieser hervorragenden Leistung verpasste er den Doppelzweig denkbar knapp um lediglich einen Viertelpunkt.
In der Kategorie Jahrgang 2010 zeigte Silvan Meier aus Obfelden ebenfalls eine starke Leistung. Mit zwei Siegen und zwei gestellten Gängen hielt er bis zum Schluss mit der Konkurrenz mit. Auch ihm fehlte am Ende nur wenig zum Gewinn des Doppelzweigs. Die drei Nachwuchsschwinger vertraten den Schwingklub während des gesamten Wettkampftages mit grossem Einsatz und
Sarina Wagner musiziert zusammen mit Anette Bodenhöfer, Corinna Camacaro und José Sifontes. (Bild zvg)
lung im Bodensee natürlich nicht fehlen.
Luana Buchli, Schwingklub am Albis
Stolze Nachwuchsschwinger: (v.l.) Silvan Meier, Dario Buchli, Laurin Meier mit Doppelzweig. (Bild Barbara Buchli)
Erfolgreicher Frühling für die Frauenund Mädchenteams des FC Hausen
Die Frauen feiern den Wiederaufstieg in die 3. Liga
Dank der auf die Saison 2026 gegründeten Gruppierung FF Albis Süd wurden die Frauen von Wettswil-Bonstetten und Uitikon, deren Teams aus der Meisterschaft zurückgezogen worden waren, bereits zur Winterpause in das Team des FC Hausen integriert. Dadurch wuchs das Kader auf über 30 Spielerinnen an.
Der Start in die Rückrunde verlief vielversprechend: Aus den ersten fünf Partien resultierten vier Siege und ein Unentschieden – beste Voraussetzungen für den direkten Wiederaufstieg in die 3. Liga. Zwar ging das Spitzenspiel gegen Leader Seuzach mit 1:3 verloren, doch bereits im nächsten Spiel meldete sich das Team mit einem souveränen Sieg zurück.
Anschliessend geriet der Aufstieg jedoch nochmals ins Wanken. Zwei Niederlagen in Folge machten die Ausgangslage vor den letzten beiden Meisterschaftsspielen spannend. Im letzten Heimspiel gegen Wetzikon führte Hausen zur Pause mit 2:0, ehe die Gäste nach einer Stunde den Anschlusstreffer erzielten und in der 87. Minute sogar ausglichen. Die Huusemerinnen gaben jedoch nicht auf: In der Nachspielzeit traf Fabienne Galliker zum viel umjubelten 3:2-Sieg.
Damit war klar: Im letzten Auswärtsspiel in Horgen genügte ein Punkt zum Aufstieg. Die Partie begann nervös und blieb bis zur Pause torlos. Nach dem Seitenwechsel ging Horgen mit 1:0 in Führung, ehe Jenny Galliker den verdienten Ausgleich erzielte. Hausen drängte danach auf den Sieg, doch das Spiel wurde von einem schweren Zwischenfall überschattet: Eine Spielerin des FC Hausen erlitt eine doppelte Fraktur. Nach einer langen Unterbrechung entschieden sich beide Teams gemeinsam mit dem Schiedsrichter, die Partie nicht mehr fortzu-
setzen. Der Zürcher Fussballverband wertete das Spiel nachträglich mit dem Stand von 1:1. Damit war der Wiederaufstieg in die 3. Liga perfekt. Die Freude über den sportlichen Erfolg wurde jedoch von der schweren Verletzung getrübt. In der kommenden Saison wird das Team unter dem Namen FF Albis Süd in der 3. Liga antreten.
Der Turnverein Mettmenstetten erweitert sein wöchentliches Sportprogramm und bietet nach den Sommerferien zwei neue Trainingsmöglichkeiten an. Mit einem Running Club am Mittwochabend sowie einer Mixed-Volleyballgruppe am Freitag schafft der Verein zusätzliche Angebote für alle, die sich gemeinsam bewegen und Teil einer aktiven Gemeinschaft sein möchten. Das vielseitige Wochenprogramm umfasst damit folgende Trainings: Am Montag trifft sich die Herren-Volleyballgruppe von 20 bis 21.45 Uhr. Am Dienstag stehen Mixed Fitness & Spielmix ebenfalls von 20 bis 21.45 Uhr auf dem Programm. Der Mittwoch bietet mit Aerobic für alle (Januar bis Juni), Damen Allround, der Sektion Schaukelringe sowie dem neuen TVM Running Club ein besonders breites Angebot. Während der Running Club von 20 bis
D9-Girls überzeugen in der höchsten Stärkeklasse
Nach einer erfolgreichen Vorbereitung mit starken Leistungen an mehreren Hallenturnieren nahmen die D9-Girls den Schwung mit in die Frühlingsmeisterschaft. Erstmals in der 1. Stärkeklasse gestartet, entschieden sie die ersten beiden Meisterschaftsspiele für sich.
Die Mitglieder des Turnvereins Mettmenstetten freuen sich auf neue Turnbegeisterte. (Bild zvg)
Floorball Albis: Cup-Märchen geht weiter
Herren 1 wirft Kadetten raus – jetzt wartet Basel Regio
Cupspiele haben ihre eigenen Regeln. Tabellen? Papierform? Ligazugehörigkeit? Alles schön und gut – bis der Anpfiff ertönt.
Im 1/64-Final traf Floorball Albis auf die Kadetten Schaffhausen aus der 2. Liga Grossfeld. Also ein Gegner aus einer höheren Liga, der auf dem Papier als Favorit anreiste. Auf dem Papier. Glücklicherweise wird Unihockey immer noch auf Hallenboden gespielt. Die Vorbereitung auf die Partie war intensiv. Besonders im Fokus stand die Auslösung gegen das 2-2-1-System der Kadetten. Wo öffnen sich Räume? Wann Druck machen? Wann lieber clever lösen? Der Matchplan war da – und er war gut!
Bevor das Spiel überhaupt richtig losging, wartete allerdings der erste Gegner des Tages: die Hitze. Bei rund 36 Grad ausserhalb der Halle waren die Bedingungen – sagen wir: ambitioniert.
Es folgte zwar eine Serie von vier Niederlagen, doch das Team liess sich davon nicht entmutigen. Mit grossem Einsatz im Training, starkem Teamgeist und getreu dem Motto «Eini für alli, alli für eini» kompensierten die Spielerinnen auch verletzungsbedingte Ausfälle. Der Einsatz wurde belohnt: Die letzten drei Partien gewannen die Girls klar und überzeugend und beendeten die Saison mit einem starken Schlussspurt.
D7-Girls bleiben die ganze Saison ungeschlagen
Die D7-Girls dürfen auf eine äusserst erfreuliche Saison zurückblicken. Von Beginn an überzeugte das junge Team mit grosser Spielfreude, Einsatzbereitschaft und einer kontinuierlichen Entwicklung. Im Vordergrund standen dabei nicht nur die sportlichen Leistungen, sondern auch die persönliche Entwicklung jeder einzelnen Spielerin. Das Engagement in den Trainings zahlte sich aus: Die Mädchen gewannen an Sicherheit, verbesserten ihre technischen Fähigkeiten und wuchsen zu einer starken Einheit zusammen. In zahlreichen spannenden und attraktiven Spielen blieb das Team während der gesamten Saison ungeschlagen – ein beeindruckender Lohn für den grossen Einsatz und den ausgezeichneten Teamgeist.
Marco Bisa, FC Hausen a/A
21 Uhr trainiert, finden die übrigen Mittwochstrainings jeweils von 20 bis 21.45 Uhr statt. Am Freitag rundet die neue Mixed-Volleyballgruppe das Wochenprogramm mit einem Training von 20 bis 21.45 Uhr ab.
Mit der Erweiterung des Angebots möchte der Turnverein Mettmenstetten noch mehr Menschen für den Breitensport begeistern und die Freude an Bewegung in der Gemeinschaft fördern. Neue Mitglieder sind ebenso willkommen wie Interessierte, die sich als Leiterin oder Leiter engagieren möchten. Weitere Informationen sowie Anmeldungen für Trainingsteilnehmende und Leitende sind per E-Mail an technische.leitung@tvmettmenstetten.ch möglich.
Turnverein Mettmenstetten
Entsprechend liefen die Ventilatoren auf der Bank schon früh auf Vollleistung. Die Kadetten starteten wie erwartet druckvoll und versuchten, ihre spielerische Klasse früh aufzuziehen. Albis musste arbeiten, leiden und immer wieder dagegenhalten. Doch die Mannschaft blieb dran. Und wenn es brenzlig wurde, waren die Goalies zur Stelle – beide eingesetzten Torhüter lieferten starke Paraden und hielten Albis im Spiel. Mit zunehmender Spieldauer kippte die Partie mehr und mehr. Albis fand immer besser ins Spiel, die Abläufe wurden sauberer, die Aktionen mutiger. Vor allem aber war spürbar, wie das Selbstvertrauen wuchs. Plötzlich war klar: Hier ist heute nicht nur ein achtbares Resultat drin. Hier liegt eine Überraschung in der Luft. Albis spielte mit viel Leidenschaft, hoher Intensität und genau der Portion Biss, die es in Cupspielen braucht. Jeder Zweikampf wurde angenommen, jede gute Aktion brachte zusätzliche Energie. Schaffhausen merkte zunehmend, dass dieser Nachmittag unangenehmer werden würde als erwartet. Und genau so kam es. Mit einem starken Auftritt und einer geschlossenen Teamleistung sicherte sich Floorball Albis einen verdienten 6:4-Sieg und damit den Einzug in die nächste Runde.
Dort wartet nun ein echtes Schwergewicht: Basel Regio. Der 9.-Platzierte der letztjährigen UPL-Saison bringt absolute Topklasse nach Albis. Im September wartet damit ein echter Cup-Leckerbissen – und die Vorfreude darauf ist jetzt schon riesig.
Stefan Rutz, Floorball Albis Weitere Infos: www.floorball-albis.ch
Die Hausemer Fussballerinnen steigen in die 3. Liga auf. (Bild zvg)
Beide Floorball-Albis-Goalies verhalfen mit starken Paraden zum Sieg. (Bild M. Gwerder)
Aufstiegstraum im letzten Meisterschaftsspiel geplatzt
Die HG Obfelden verpasst den Sprung in die 4. Liga trotz guter Ausgangslage
Mit einer grossen Chance auf den Aufstieg reiste die HG Obfelden zum letzten Meisterschaftsspiel der Saison nach Studen-Madretsch. Nachdem der direkte Konkurrent am Vortag überraschend Punkte liegengelassen hatte, war die Ausgangslage klar: Mit einem Sieg ohne Nummero und den damit verbundenen vier Rangpunkten hätte sich Obfelden den zweiten Tabellenrang und damit mit grosser Wahrscheinlichkeit den Aufstieg in die 4. Liga gesichert. Auch personell standen die Vorzeichen günstig. Die intensiven Bemühungen der vergangenen Monate, neue Mitglieder zu gewinnen, machten sich bezahlt. Mit Gian Müller konnte ein weiterer Spieler erfolgreich in die Meisterschaftsmannschaft integriert werden. Die Hoffnungen erhielten jedoch früh einen Dämpfer. Die schwierigen Sichtverhältnisse stellten beide Mannschaften vor grosse Herausforderungen. Bereits den zweiten Hornuss des Gegners konnte Obfelden nicht abwehren. Damit war die Ausgangslage für den angestrebten Aufstieg bereits erheblich erschwert. Im weiteren Spielverlauf gelangen die notwendigen Abwehraktionen nicht mehr konsequent, sodass am Ende sieben Nummero zu Buche standen. Die Aufstiegsträume waren damit früh geplatzt. Das Spiel selbst entschied Obfelden gegen den stark ersatzgeschwächten
Die Top drei (v.l.): Wädi Müller, Marc Kölliker, René Küng. (Bild zvg)
Gegner dennoch für sich. Mit sieben Nummero und 588 Schlagpunkten gegenüber 15 Nummero und 504 Schlagpunkten gewann die Mannschaft die Partie klar. Dieser Erfolg vermochte die Enttäuschung über die verpasste Aufstiegschance jedoch nicht zu lindern. Am Bock überzeugte einmal mehr Marc Kölliker. Mit starken 59 Punkten war er bester Schlagmann der Mannschaft. Ebenfalls starke Leistungen zeigten Walter Müller und René Küng mit je 55 Punkten sowie Tom Spillmann mit 49 und Peter Frick mit 47 Punkten. Pech bekundete Yannick Binggeli. Nach einem verhaltenen Start mit 6 und 17 Punkten fand er im zweiten Umgang
besser ins Spiel. Sein vierter Streich wurde jedoch vom starken Gegenwind so weit abgetrieben, dass er im Ries nicht mehr wahrgenommen werden konnte. Gemäss Reglement musste der Schlag wiederholt werden. Dadurch musste Binggeli den Stand neu einrichten und verlor seinen Rhythmus. Statt eines weiteren gelungenen Streichs resultierten lediglich sieben Punkte. Damit erzielte er sein tiefstes Saisonresultat und verlor gleichzeitig wertvolle Rangpunkte, die ihm in der Einzelwertung eine deutlich bessere Schlussklassierung ermöglicht hätten. Trotz der verpassten Aufstiegschance darf die HG Obfelden auf eine insgesamt erfolgreiche Saison zurückblicken. Die Mannschaft hat sich sportlich weiterentwickelt, neue Spieler integriert und bis zur letzten Runde um den Aufstieg mitgespielt. Auf dieser Entwicklung lässt sich für die kommende Saison aufbauen.
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