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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 313 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

Fachveranstaltungen zu aktuellen Themen und gesellige Anlässe aller Art. Der HEV hat’s. AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 48 I 178. Jahrgang I Freitag, 21. Juni 2024

hev-albis.ch

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Wahlen in Obfelden verschoben

Stallikon als Grossstadt

Die für den 22. September angekündigten Ersatzwahlen für einen Sitz im Gemeinderat sind auf den 24. November verschoben worden. Seite 3

Im letzten Teil der Serie zum 900-Jahre-Jubiläum fällt der Blick auf nicht realisierte Pläne in der Geschichte des Dorfes. Seite 9

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3000 Stunden Arbeit vor dem Start Heute Nachmittag beginnt in Stallikon das 900-Jahre-Fest

Schildkröten leben im grossen Garten von Françoise Jucker in Hausen. Seite 8

«Die Herausforderungen halten mich geistig fit.» Seite 10 Katharina Heyer, Affoltemer Delfinund Walschützerin in Tarifa. (Bild rz)

Volg Maschwanden ist gerettet

Freiwillige Helfer der Feuerwehr mit den OK-Mitgliedern (vorne von links): Marianne Egli und Christian Vonow sowie OK-Präsident Devi Rao. (Bild Marianne Voss) Marianne Voss Dienstagmittag. Das Festzelt steht, ebenso die Bühne. Mehr als zehn freiwillige Helfer der Feuerwehr haben seit Montag an ihren Arbeitsplätzen Ferien bezogen und ihre Manpower für das Stalliker Fest eingesetzt. Sie sind eine eingespielte Crew und stellen nicht zum ersten Mal ein Festzelt auf. Demnächst werden zwei Lastwagen acht Tonnen Technik-Material anliefern, dabei sind 20 Quadratmeter LEDWand und drei Kilometer Kabel. 18 Techniker sind mit der Montage beschäftigt. Danach können die knapp sieben Tonnen Klapptischgarnituren

für 500 Personen im Festzelt installiert werden. Ein paar weitere beeindruckende Zahlen: Die Betonsockel zur Befestigung des Zeltes wiegen 36 Tonnen. Das 14-köpfige Organisationskomitee hat sich seit einem knappen Jahr 23-mal zu einer Sitzung getroffen und bis zum Start heute Abend bereits rund 3000 Stunden Vorarbeit geleistet. Am Fest selber stehen 150 freiwillige Helferinnen und Helfer im Einsatz – vom Service über den Sicherheitsdienst oder das Betreuen der Bar bis zur Reinigung und der Mitarbeit beim Abbau. Für die Gastronomie werden 15 000 Teller und Gläser bereitgestellt, 920 Flaschen Wein und Prosecco, 1000 Würste und 130 Ki-

Einfallsreiche Jugendliche Die «Sek Mättmi» lud zur Projektausstellung ihrer Abschlussklassen. Vorgestellt wurden unter anderem ein selbst gebautes Hochbeet, ein revidierter Traktor und eine handgefertigte Hobelbank. (red) Seite 7 Bild Brigit te Reemt s Flum

logramm Brot. Und das Sicherheitskonzept umfasst 50 Seiten. Christian Vonow ist im OK verantwortlich für die Infrastruktur und sehr zufrieden über den Ablauf des Aufbaus. Die Stände der 17 Dorfvereine und Parteien werden am Freitagmorgen montiert, also kurz vor dem Beginn der Feierlichkeiten. Bereits jetzt ist er aber daran, den grossen Wegweiser, den er selbst angefertigt hat, noch mit einer Beleuchtung zu versehen und dann aufzurichten. Die Pfeile mit den Aufschriften OK/Notfall, Abfall, Food, Bauern-Tiergarten oder WC werden den Besuchenden als Orientierung dienen.

Für OK-Präsident Devi Rao ist das Fest ein wichtiger Meilenstein für Stallikon. «Es ist ein kultureller Anlass, der die Menschen zusammenbringen soll», betont er. «Den Auftakt machen die 50 Kinder mit dem Stalliker Lied, den Schlusspunkt die Alphornklänge, und dazwischen findet ganz viel statt, für alle etwas.» Die Feierlichkeiten für das 900-Jahre-Jubiläum ziehen sich über das ganze Jahr hin. Sie beginnen mit dem Neujahrsapéro und enden mit der Jahresabschlussparty. «Wir befinden uns jetzt ziemlich genau in der Mitte», so Devi Rao. Er freut sich auf viele Gäste aus dem Dorf und der Umgebung. «Unser Fest ist für alle da, alle sind willkommen!»

Zwei Traktanden in Affoltern

Wettbewerb um das Chloster

Am vergangenen Montag standen in Affoltern zwei Rechnungen auf der Traktandenliste. Jene der politischen Gemeinde gab nicht zu vielen Diskussionen Anlass: Zwar lagen die Aufwände rund 4,1 Millionen über dem Budget, doch weil gleichzeitig auch die Erträge deutlich höher ausgefallen sind, erwirtschaftete die Stadt Affoltern im Jahr 2023 unter dem Strich einen Gewinn von rund 6,6 Millionen Franken. Mehr zu reden gab indes die Rechnung der Sekundarschulgemeinde Affoltern/ Aeugst: Diese wurde von der Rechnungsprüfungskommission zur Ablehnung empfohlen. Das Veto, das im vorliegenden Fall rein symbolischen Charakter gehabt hätte, richtete sich gegen den Kauf der Schulcontainer, die die Schulpflege im Dezember 2022 aus Platznot für die Lilienberg-Klassen gekauft hatte. Umstritten war nicht der Kauf an sich, sondern die Frage, ob sie dabei formell korrekt vorgegangen war. Also ob sie im Rahmen ihrer Finanzkompetenz gehandelt hatte, als sie die Container für rund 955 000 Franken auf eigene Faust eingekauft hatte. (lhä)

An der Gemeindeversammlung in Aeugst beschlossen die Stimmberechtigten, einen Investorenwettbewerb für die Liegenschaft Chloster durchzuführen. Gemeindepräsidentin Nadia Hausheer erklärte in ihren Ausführungen, dass es sich um ein historisch sehr wertvolles Gebäude handle. Nun stünden Sanierungen in der Höhe von über fünf Millionen Franken an. Diese betreffen in erster Linie das gesamte Heizsystem, aber auch die Fassade, die sanitären Anlagen oder Küchen der zwölf Wohnungen und die Brandschutzmassnahmen. Es wurde aufgezeigt, dass die Gemeinde ein solches Bauvorhaben nicht selbst stemmen kann. Mit dem Investorenwettbewerb würde das Projekt extern vergeben, aber der Gemeinderat kann die Bedingungen der Nutzung und auch die Erhaltung von bezahlbarem Wohnraum festlegen. Der Verpflichtungskredit über 203 0 00 Franken wurde von den 66 Stimmberechtigten deutlich angenommen. Auch die ausgeglichene Jahresrechnung 2023 mit einem Ertragsüberschuss von gut 233 000 Franken wurde von den Anwesenden genehmigt. (red)

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250 000 Franken an Spenden galt es für die Frauen des Vereins «Einkaufen in Maschwanden», innerhalb von sechs Monaten aufzutreiben. Dies, um die Schliessung des einzigen Dorfladens zu verhindern und den Weiterbetrieb durch die Landi Albis für die nächsten zwölf Jahre zu sichern. Die effektiv zu sammelnde Spendensumme hatte sich zuletzt auf 230 500 reduziert, weil die Zinsen angerechnet werden. Trotzdem blieb ein happiger Batzen Geld aufzutreiben. Doch die Initiantinnen kamen mit dem Sammeln zackig voran – so zackig, dass sie am Mittwoch verkünden durften: Mission erfolgreich beendet! (red)

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