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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 810 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

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AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 47 I 179. Jahrgang I Freitag, 3. Juli 2026

Drei Wochen Bahnsperre

Ressorts neu verteilt

Zwischen Zürich Altstetten und Bonstetten-Wettswil verkehren vom 13. Juli bis 3. August Ersatzbusse; es gibt längere Fahrzeiten. Seite 3

Der neu zusammengesetzte Affoltemer Stadtrat hat die Ressorts zugeteilt und eine Baubewilligung für das Mittelschulprovisorium erteilt. Seite 11

Lebenshof Bunte Bande gibt Tieren ein artgerechtes Zuhause Verantwortungsbewusst und kreativ gelebte Liebe zu Tieren in Ottenbach Regula ZellwegeR

Genau solche Schicksale motivieren das Paar, Tieren auf ihrem Lebenshof Bunte Bande ein artgerechtes Zuhause sowie

«Jedes Tier hat eine Seele und eine Geschichte.» Eva Lehmann, Buchautorin

«Musik ist Erfüllung im Leben.» Seite 20 Jakob Geissbühler, Eufoniummusikant. (Bild Werner Schneiter)

Kreative Abschlussprojekte

Beacon heisst übersetzt Leuchtfeuer. Der Jagdhund war in Spanien in einem Tierheim aufgenommen worden. Zuvor hatte er zwei Jahre lang in einem Zwinger ein trauriges Dasein gefristet. Eine Narbe rund um seinen Hals erzählt davon, dass man versucht hatte, ihn zu erhängen. Jäger «entsorgen» Hunde, die nicht mehr jagdtauglich sind, oft auf brutale Weise. In Spanien fallen Jagdhunde als Nutztiere nicht unter das Tierschutzgesetz. Beacon war traumatisiert und liess keinen Menschen an sich heran. Er versteckte sich, so gut er konnte. Dabei steckte in ihm kein Funke Aggressivität. Trotz der sorgsamen Fürsorge im spanischen Tierheim befand er sich in einem schlechten körperlichen und psychischen Zustand. So lernten Eva Lehmann und Thomas Ackermann den goldbraunen, menschenscheuen Hund auf einer Ferienreise kennen. In den zwei Jahren im Tierheim hatte er keine Fortschritte gemacht. Er galt als hoffnungsloser Fall. Man kann sich zwar vorstellen, dass Beacon einst ein süsser, übermütiger Welpe war, doch heute war von seinem Namen – Leuchtfeuer – nichts mehr zu spüren.

Tier-Lebensgeschichten berühren

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Schüler und eine Schülerin verabschiedete die Lernwerkstatt Bickwil. Seite 11

Ob in Affoltern, Hausen oder Obfelden-Ottenbach – die Schülerinnen und Schüler der dritten Sekundarklassen präsentierten ihre Abschlussprojekte mit grossem Stolz. Entstanden sind kreative, handwerkliche, technische und soziale Arbeiten – vom Stadionmodell über Möbel, Bücher und Musikalben bis hin zu Surfboards, Kleidern und wissenschaftlichen Recherchen. Die Ausstellungen zeigten eindrücklich, wie viel Eigeninitiative, Ausdauer und Talent in den Projekten steckt, und boten den Besuchenden spannende Einblicke in die Vielfalt der Abschlussarbeiten. Sie bildeten zugleich einen gelungenen Abschluss der Schulzeit. (red)

Seiten 5, 6 und 8

Ein Meister des Pfeifenbaus Mini-Pig-Boss Buddy ist nicht der Schönste, aber liebenswert. (Bild Regula Zellweger) liebevollen Schutz und Geborgenheit zu bieten. Vor einem Jahr kam Beacon nach Ottenbach – und sonderte sich zunächst von Menschen und Tieren ab. Erst als sich Megumi, eine kleine Hündin, seiner annahm, änderte sich sein Verhalten. Er folgt ihr noch heute auf Schritt und Tritt. Eva Lehmann erklärt den Begriff «reguliert» im Zusammenhang mit Beacon und Megumi: «Das bedeutet, dass ein Hund in der Interaktion mit einem anderen, ruhigen Hund lernt, seine Aufregung, Frustration oder Angst besser zu kontrollieren und wieder zur Ruhe zu kommen.» Eva Lehmann hat sich schon lange vor der Gründung des Vereins eine Menge Fachwissen über das Verhalten von Tieren angeeignet. Vor bald drei Jahren

gründete sie zusammen mit ihrem Mann Thomas Ackermann den Verein Lebenshof Bunte Bande. Beide sind mit Tieren aufgewachsen und hatten schon früh eine grosse Affinität zu ihnen. Heute wohnen neun Hunde bei ihnen. Nur zwei davon sind gesund; die übrigen sieben benötigen regelmässige Pflege und Medikamente. Besucht man das Paar, kommen die Hunde vertrauensvoll angerannt. Lediglich der grösste Hund, Farah, eine sehr schlanke Hündin mit langen Beinen, ist erst seit Kurzem auf dem Hof und lässt sich von Fremden noch nicht anfassen. Sie ist hin- und hergerissen zwischen der Neugier, Kontakt aufzunehmen, und der Angst vor schlechten Erfahrungen. So rennt sie bei Besuch aufmerksam hin und her. Zu Eva

Lehmann lässt sie bereits Körperkontakt zu. In den ersten drei Wochen auf dem Hof hat sie nun bereits grosse Fortschritte gemacht.

Mini-Pigs als kluge Freunde Ausgeprägte Persönlichkeiten sind die vier Mini-Pigs. Buddy ist der Boss, darum darf er auch auf das Titelbild. Seine Hauer und Klauen waren lange Zeit nicht gepflegt worden. Er ist vielleicht nicht der Schönste, aber äusserst liebenswert. Was noch so für Tiere auf dem Lebenshof Bunte Bande leben und wie sie aussehen, ist in der Fortsetzung dieses Beitrags zu erfahren.

Roman Peter gehört zu den wenigen Berufspfeifenbauern und Pfeifenrestauratoren der Schweiz. Seit über 40 Jahren fertigt und restauriert er in seiner Werkstatt in Affoltern Tabakpfeifen aus Bruyèreholz, einem besonders hitzebeständigen Wurzelholz aus dem Mittelmeerraum. Jede Pfeife ist dank ihrer individuellen Maserung ein Unikat und entsteht mit viel handwerklichem Geschick. Seine Leidenschaft wurde bereits in der Kindheit durch die Pfeifen seines Vaters geweckt. Neben der Herstellung und Restaurierung historischer Pfeifen gibt Roman Peter sein umfangreiches Wissen in Kursen auf dem Ballenberg und in Affoltern weiter. Damit trägt er dazu bei, ein selten gewordenes Handwerk zu bewahren und an neue Generationen weiterzugeben. (red)

Seite 13 Seite 3 ANZEIGE

Plusport feiert ein halbes Jahrhundert Engagement 50 Jahre Behindertensport in der Region Seit 50 Jahren bietet Plusport Amt und Limmattal Menschen mit Behinderung die Möglichkeit, sich sportlich zu betätigen, Freundschaften zu pflegen und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Der Verein entstand 1976 aus der Initiative engagierter Eltern und Fachleute und gehört damit zu den drei bedeutenden Institutionen, die in den 1970er-Jahren den Behindertenbereich in der Region nachhaltig prägten. Heute umfasst das Angebot Polysport, Schwimmen, Tennis und Unihockey.

Generationen von Sportlerinnen und Sportlern sind dem Verein über Jahrzehnte treu geblieben. Das 50-Jahre-Jubiläum wurde mit einem gemeinsamen Ausflug zum Rheinfall und einem stimmungsvollen Sommerfest gefeiert. Trotz hochsommerlicher Temperaturen standen die Freude am Miteinander, die Erinnerungen an fünf erfolgreiche Jahrzehnte und der Blick nach vorne im Mittelpunkt. (red)

Plusport Amt und Limmattal besuchte den Rheinfall. (Bild zvg)

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