Am vergangenen Freitag lud die Feuerwehr Ottenbach zu einem vergnüglichen Abend unter dem Motto «Feuerwehr hautnah erleben» ein. Seite 3
Tag
Ih rB auvorhaben. Unse rB aumanagement. S ie plane ne in eT ei l- oderGesamtsanierung ?W olle nI
der offenen Tür beim Ulmenhof
Arbeitspartner sowie Fachpersonen aus dem Netzwerk trafen sich am Donnerstagnachmittag im Kompetenzzentrum in Ottenbach. Seite 7 2
Illegaler Velotrail sorgt für rote Köpfe unterhalb des Uetlibergs
Gemeinde Stallikon stellt jetzt Schilder auf und erstattet Anzeige bei der Kantonspolizei
Florian HoFer
Sie starten oben am Uetliberg in 871 Metern Höhe und sausen dann jauchzend und teilweise mit hohem Tempo von bis zu 30 oder 40 Stundenkilometern in die Tiefe. Für Mountainbiker ist der Uetliberg ein Veloparadies. Viele nehmen die auf Swisstopo offiziell ausgewiesenen Wege. Aber nicht alle.
Vor etwa drei Monaten angelegt Einige haben offenbar vor zwei bis drei Monaten einen eigenen Trail angelegt, der oben am Uetliberg startet (mit Baumrodungen und extra angelegten Steilkurven), durchs Fritzenholz führt und im Gewerbegebiet Diebis ein kleines Stück nördlich von Sellenbüren in der Gemeinde Stallikon endet. Dabei verläuft der Trail im vorderen Diebis durch eine grosse wunderschöne Wiese. Das Problem: Der Weg führt durch ein ausgewiesenes Naturschutzgebiet. Die Wiese, in der etliche geschützte Arten, darunter auch Schilf, wachsen, ist ein
Dieser Trai wurde unrechtmässig erstelltunddurchquertzudemeinNaturschutzgebiet(Betretverbot). RespektiertdieNaturundnutztdiebestehenden, offiziellen Wegeund St Damitleistetihrnichtnureinenwichtigen BeitragzumSchutz vonWald,Tieren und Pflanzen,sondernebnetauchden We fürmögliche offizielleTrails.
VielenDank füreure Rücksichtnahme.
äf Mit Tafeln wie dieser macht die Gemeinde Stallikon auf das Fahrverbot aufmerksam. (Bild zvg)
Der Gemeindepräsident von Stallikon, Reto Bernhard, und der Revierobmann Lukas Wassmann zeigen den illegal angelegten Veloweg im vorderen Diebis, unterhalb des Uetlibergs. (Bild Florian Hofer)
Hort der Biodiversität und befindet sich in einer eigens ausgewiesenen Schutzzone. «Wie rücksichtslos kann man sich als Mensch eigentlich verhalten?», ärgert sich der Gemeindepräsident von Stallikon, Reto Bernhard. «Ich verstehe ja, dass die Leute in ihrer Freizeit Sport treiben wollen. Aber doch nicht so», so Bernhard weiter. Vor allem auch deshalb, weil kaum 200 Meter entfernt ein legaler Weg verläuft, den Velofahrer benutzen können. «Das ist doch alles eine Riesenschweinerei», schimpft Bernhard.
Scheues Wild wird verschreckt
Das fragliche Gelände, durch das der Weg führt, wird von drei Pächtern bewirtschaftet. Revierobmann ist dort Lukas Wassmann. Er hat als Jäger auch einen klaren Auftrag: «Wir sind hier für die Rehwildbejagung zuständig», erklärt er. Viele Rehe würden die Wiesenfläche vor allem in den Stunden der
Mehr Wohnungen
Kappelerpflege bewilligt Projektänderung
Die Erneuerung der Klosterdomäne Kappel schreitet voran: Nachdem die ersten beiden Bauetappen weitgehend abgeschlossen sind, hat die Delegiertenversammlung der Kappelerpflege grünes Licht für Anpassungen bei der Sanierung der ehemaligen Schlosserei gegeben. Statt eines Atelier-Raums entstehen dort künftig vier Wohnungen. Dafür wird unter anderem ein Anbau rückgebaut und durch neue Aussenbereiche ersetzt. Die Projektänderung führt zu Mehrkosten von rund 800 000 Franken, wodurch der
Kredit von 2.4 auf 3.2 Millionen Franken steigt. Ausschlaggebend dafür sind neben dem geänderten Nutzungskonzept auch zusätzliche Eingriffe in die bestehende Bausubstanz sowie die allgemeine Bauteuerung der vergangenen Jahre. Dank eines Beitrags der kantonalen Denkmalpflege reduziert sich die finanzielle Belastung jedoch. Die Verantwortlichen beurteilen das Vermietungsrisiko der künftigen Wohnungen als gering. (red)
Seite 9
Dämmerung benutzen, wo man sie dann bejagen könne. Dabei geht es darum, den Bestand den Sollzahlen entsprechend anzupassen. Wenn die
«Wie rücksichtslos kann man sich als Mensch eigentlich verhalten?»
Reto Bernhard, Gemeindepräsident Stallikon
scheuen Tiere aber durch die Velofahrenden aufgeschreckt würden, würden sie sich nicht mehr auf die Wiese trauen. Entsprechend höher seien die Verbissschäden im Wald. Die Mountainbiker sind offenbar auch spätabends und in der Nacht unterwegs. Erst vor Kurzem wurde eine Gruppe von ihnen von einer Wildkamera aufgezeichnet. Nacht um halb zwei. «Manche von ih-
nen schreien wohl auch gelegentlich laut, wenn sie den Berg herunterholpern», berichtet Wassmann, der oft im Gelände unterwegs ist. Und warum halten sich einige Mountainbikerinnen und Mountainbiker nicht an die Gesetze? «Da kann ich nur spekulieren», sagt Wassmann. Entweder aus Unwissenheit oder aus Rücksichtslosigkeit.» Dabei fallen gelegentlich auch grobe Worte. «Mich haben sie schon als Schafsäckel bezeichnet», ärgert sich Lukas Wassmann. Um einer eventuellen Unwissenheit vorzubeugen, will die Gemeinde jetzt Schilder aufstellen (siehe Bild links). Zum Schluss der Besichtigung vor Ort kündigt Reto Bernhard an: «Ich erstatte heute noch im Namen der Gemeinde Anzeige bei der Kantonspolizei, wegen Verstoss gegen das Naturschutz- und das Waldgesetz.» Eine solche Anzeige würde in jedem Fall ein Strafverfahren nach sich ziehen. «Mit einer Ordnungsbusse ist das nicht getan.»
Passion Bienenvolk
Imkerei zu Grossbetrieb ausgebaut
Was 2012 mit vier Bienenvölkern begann, hat sich für Marco Pezzani aus Stallikon zu einer aussergewöhnlichen Erfolgsgeschichte entwickelt. Heute betreut er rund 200 Bienenvölker an neun Standorten zwischen dem Säuliamt und dem Limmattal und gehört damit zu den grösseren Imkern der Region. Trotz jährlich rund zwei Tonnen Honigertrag bleibt die Imkerei für ihn vor allem Leidenschaft. Finanziert wird das aufwendige Hobby durch seinen Gartenbau- und Liegenschaftsunterhaltsbetrieb. Neben der Ho-
nigproduktion investierte Pezzani auch in seine Ausbildung und absolvierte den eidgenössischen Fachausweis als Imker. Herausforderungen wie die Varroamilbe, die Auswirkungen von Wetterextremen auf die Honigernte sowie der beträchtliche zeitliche und logistische Aufwand für die Betreuung von 200 Bienenvölkern an mehreren Standorten gehören für ihn zum Alltag. Die Faszination ist jedoch ungebrochen. (red)
Seite 11
Tore schossen die FCA-B-Junioren mehr als der FC Horgen und steigen damit auf. Seite 15
«Modern und mit frischen Ideen in die Zukunft.»
3
Sanierung für Schulhaus 4
Die Gebäudehülle des Primarschulhauses 4 in Bonstetten soll umfassend saniert werden. Grund dafür sind bauliche Mängel an den bestehenden Schiebeläden und der Beschattung, die sich infolge von Gebäudesetzungen teilweise verzogen haben und ihre Funktion nur noch eingeschränkt erfüllen. Der Gemeinderat entschied sich nach der Prüfung von zwei Varianten für die kostengünstigere Lösung. Diese sieht eine funktionale Ergänzung der Fassade sowie eine einfachere Konstruktion für Führung und Befestigung der Beschattung vor. Für die Arbeiten soll der Gemeindeversammlung ein Kredit von 660 000 Franken beantragt werden. Daneben befasste sich der Gemeinderat mit der weiteren Vermarktung freier Flächen im Mehrzweckgebäude Heumoos und bewilligte verschiedene Kredite. (red)
Seite 4
ANZEIGEN
Carrosserie/Spritzw erk al li
Carrosserie/Spritzwerk Lid oG alli
Zürichstrasse1A 8932Mettmenstetten SB-Waschanlage Te lefo n0 447768111
Zürichstrasse 1A 89 32Mettmenstet ten SB -Waschanlage 4477681 11
Einfach QR-Code scannen –in 3 Minuten zum Ergebnis. Ihre Angaben bleiben vertraulich. WAS IST IHRE LIEGENSCHAFT HEUTE WERT?
ANZEIGEN
LULZIME ASANI +41 41 630 11 00
Über 15 Jahre Erfahrung in der Bau- und Immobilienbranche www.elindo.ch
Seite
Barbara Roth, Präsidentin Voba, sucht eine Nachfolge. (Bild Claudia Eugster)
Beschlüsse der Gemeindeversammlung vom 15. Juni 2026
A) Sekundarschulgemeinde Affoltern am Albis / Aeugst am Albis
Von der Veröffentlichung an gerechnet, können beim Bezirksrat Affoltern, im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, folgende Rechtsmittel erhoben werden:
• Wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen
• und im Übrigen innert 30 Tagen schriftlich Rekurs erhoben werden.
Der Rekurs gegen die Verletzung von Verfahrensvorschriften in der Gemeindeversammlung setzt voraus, dass sie in der Versammlung gerügt worden ist (§ 21a Abs. 2 Verwaltungsrechtspflegegesetz [VRG]).
Die in dreifacher Ausfertigung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen.
23. Juni 2026
Stadtrat Affoltern am
KAUFE AUTOS & WOHNMOBILE
Tel. 079 777 97 79 (Mo–So) auch Busse, Lieferwagen, Jeeps, Geländewagen und LKW.
Seriös Schnell CH-Unternehmen
Reglemente und Verordnungen
Der Gemeinderat Maschwanden hat am 16. Juni 2026 dieTeilrevision des folgenden Reglements genehmigt:
•Organisations- und Geschäftsreglement der politischen Gemeinde Maschwanden
Das Reglement wird (vorbehalten eines Rekurses) per 1. Juli 2026 in Kraft gesetzt. Der Beschluss sowie das Reglement sind der Publikation unter www.amtlichenachrichten.ch angehängt und liegen während der Rekursfrist bei der Gemeindeverwaltung Maschwanden, Dorfstrasse 54, 8933 Maschwanden, während der ordentlichen Öffnungszeiten zur Einsicht auf.
Gegen diesen Beschluss kann innert 30 Tagen, von der Mitteilung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, schriftlich Rekurs erhoben werden. Die in dreifacher Ausfertigung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen. 23. Juni 2026 Gemeinderat Maschwanden
Affoltern am Albis
Am 15. Juni 2026 ist in Zürich ZH gestorben:
Magdalena Locher geb. May geboren am 23. Juli 1938, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH.
Die Beisetzung findet im engsten Familien- und Freundeskreis statt.
Bestattungsamt Affoltern am Albis
Bauprojekte
Planauflage:
Die Pläne liegen auf den betreffenden Gemeindekanzleien zur Einsicht auf. Dauer der Planauflage:
20 Tage vom Datum der Ausschreibung an. Erfolgt die Ausschreibung im Amtsblatt des Kantons Zürich später, gilt das Datum der letzten Ausschreibung.
Rechtsbehelfe:
Begehren um die Zustellung von baurechtlichen Entscheiden sind innert 20 Tagen seit der Ausschreibung bei der Baubehörde schriftlich einzureichen; elektronische Zuschriften (EMails) erfüllen die Anforderungen der Schriftlichkeit in der Regel nicht. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Die Rekursfrist läuft ab Zustellung des Entscheides (§§ 314–316 PBG).
Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide wird eine geringfügige Kanzleigebühr erhoben.
Kappel am Albis
Bauherrschaft: Urs und Brigitte Schildknecht, Im Feld 8, 8926 Kappel am Albis
Projektverfasser: Der Bauherr ist Projektverfasser.
Projekt: Balkonerweiterung, Im Feld 8, 8926 Kappel am Albis
geboren am 25. Februar 1938, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH.
Beisetzung am Donnerstag, 2. Juli 2026, um 14.00 Uhr auf dem Friedhof Affoltern am Albis ZH.
Bestattungsamt Affoltern am Albis «Du
Auflage des Anzeigers aus dem Bezirk: 27 500 Exemplare Mit einer Inserierung auf unseren Spezialseiten erreichen Sie jede Haushaltung in allen 14 Gemeinden
Traurig, aber mit schönsten Erinnerungen nehmen wir Abschied von unserem Vater und Grossvater
Peter Howoldt
25. Februar 1938 – 15. Juni 2026
Nach einem abwechslungsreichen und erfüllten Leben ist unser Peter nach kurzer Krankheit verstorben.
In stillem Gedenken: Jens und Ursula Howoldt mit Janick und Saskia Jörg und Nicole Howoldt mit Céline und Cédric
Die öffentliche Urnenbeisetzung mitAbdankung findet am Donnerstag, 2. Juli 2026, um 14.00 Uhr auf dem Friedhof der reformierten Kirche an der Zwillikerstrasse 27 in 8910Affoltern amAlbis statt.
Mit grosser Trauer und Betroffenheit nehmen wir Abschied von
Kerstin Jung
4.7.1966 – 17.6.2026
Wir verlieren mit ihr eine sehr engagierte und humorvolle Betreuerin und Kollegin. Sie begleitete und betreute unsere Bewohnenden mit ganzem Herzblut.
Wir sind dankbar für die gemeinsamen Jahre und werden ihre unglaublich positive und offene Art sehr vermissen.
Unser Mitgefühl und unsere Anteilnahme gelten ihrer Familie.
Stiftung Solvita Götschihof Bewohnerinnen und Bewohner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Jetzt buchen auf den Spezialseiten!
Spezialseiten des Anzeigers
– Planen / Umbauen
– Bauen / Renovieren
– Garten – Auto
– Was, Wer, Wo
– Gesund, schön und fit
– Sport
– Einkaufen
– Unsere Nachbarn
Anzeigenverkauf:
Kaspar Köchli Anzeiger Affoltern
– Bon Appétit
– Gartenrestaurants
– Lehrstellen
– Treuhand
– Geschenk-Ideen
– Wild und andere Spezialitäten
CH Regionalmedien AG
Obere Bahnhofstrasse 5 8910 Affoltern am Albis
Telefon 058 200 57 14 Mobile 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch
Albis
IN KÜRZE
Vorprojekt Friedgraben gestartet
Das Projekt Revitalisierung Friedgraben der Gemeinde Bonstetten schreitet voran und hat einen weiteren wichtigen Meilenstein erreicht – das Vorprojekt. Im Zuge dessen wurden die Informationen darüber auf der Website aktualisiert und erweitert. Neu sind die wichtigsten Punkte detailliert beschrieben und mit Karten und/ oder Bildmaterial ergänzt worden. Die Bonstetterinnen und Bonstetter sind dazu eingeladen, sich die neuen Infos unter Projektseite > «Revitalisierung Friedgraben» anzuschauen. (red)
Gratulationen sind willkommen!
Für die Rubrik «WIR GRATULIEREN» sind wir auf die Einsendungen der Leserinnen und Leser angewiesen.
Bitte schicken Sie uns Gratulationshinweise per Mail an: redaktion@affolteranzeiger.ch
Gratis aufgenommen werden Geburtstage ab dem 90., runde und halbrunde ab dem 80. sowie Hochzeitsjubiläen ab der goldenen Hochzeit (50 Jahre).
Die Mails müssen jeweils am Mittwochmorgen bis 8 Uhr für die Ausgaben vom folgenden Freitag und Dienstag eintreffen. (red)
«Feuerwehr hautnah erleben»
Vergnüglicher Abend mit Spielmöglichkeiten in Ottenbach
WErnEr sChnEitEr
Papi pumpt das Wasser aus der Kübelspritze, und der Sprössling versucht, den Ball per Wasserstrahl durch das Schlauchlabyrinth zu dirigieren: Feuerwehrspiele, Festwirtschaft, Barbetrieb mit DJ und Lüpfiges mit den Baaregg Buebe – die Feuerwehr Ottenbach lud am Freitag zu einem vergnüglichen Abend ein. Motto: «Feuerwehr hautnah erleben.»
Kinder konnten sich auf dem Sandhaufen vergnügen, mit dem Firetrainer ein Gasfeuer löschen, einen Blick ins Tanklöschfahrzeug der Stützpunktfeuerwehr Affoltern werfen oder den Kübelspritze-Parcours bestreiten. Feuerwehrkommandant Jan Berliat und Vize Sando Lehmann nannten es auch Öffentlichkeitsarbeit mit der Möglichkeit für etwas Werbung in eigener Sache, auch wenn sie mit dem derzeitigen Bestand «zufrieden» sind. «Ein Bestand von über 40 Mitgliedern macht bei uns keinen Sinn», sagt der Kommandant, der ein Problem benennt, das auch andere Feuerwehren kennen: die Verfügbarkeit von Feuer-
wehrleuten tagsüber. Die Feuerwehr Ottenbach mit eigenständigem Kommando zählt derzeit 36 Mitglieder, wovon neun Frauen. Sie hat aber einen Zusammenarbeitsvertrag mit Affoltern/Aeugst und leistet Beiträge an Gerätschaften für Mitbenützung, etwa ans Tanklöschfahrzeug. Ottenbach verfügt über das kleinere Ersteinsatzfahrzeug. Bei einem Brand und anderen Grossereignissen leistet die Stützpunktfeuerwehr Affoltern automatisch Hilfe in Ottenbach. Umgekehrt kommt auch Ottenbach im Bezirkshauptort zum Einsatz, etwa beim Brandfall Mulden Schmid.
Überschwemmungen häufen sich Brandfälle bleiben aber glücklicherweise auch in Ottenbach die Ausnahme. Mehr zu tun hatte die Feuerwehr mit zu viel Wasser, vor allem im Bereich der Reuss. «Die grössten fünf Überschwemmungen verzeichneten wir in den letzten 20 Jahren. Unwetter häufen sich», hält Jan Berliat fest. Dass all das gut gemeistert werden kann, liegt nicht nur an der guten Ausbildung, sondern auch am Ein-
satzwillen und an der ausgesprochen guten Kameradschaft in Ottenbach. «Wir sind eine Feuerwehrfamilie – klein, aber
fein und geniessen in der Bevölkerung hohe Akzeptanz und Wertschätzung», so der Befund des Kommandanten.
Herausgeberin:
CH Regionalmedien AG
Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Obere Bahnhofstrasse 5 8910 Affoltern a. A.
Leiterin: Barbara Roth
Chefredaktor: Daniel Koch (dko) redaktion@affolteranzeiger.ch
Korrespondentinnen und Korrespondenten: Angela Bernetta (net), Sandra Isabél Claus (cla), Urs Kneubühl (kb), Nico Ilic (nil), Martin Platter (map), Brigitte Reemts Flum (bre), Bernhard Schneider (bs), Werner Schneiter (-ter.), Daniel Vaia (dv), Marianne Voss (mvo), Marcus Weiss (mwe), Regula Zellweger (rz)
Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 27810
Beratung und Verkauf Inserate: Evelyn Löhr / Christine von Burg Telefon 0582005700 inserat@affolteranzeiger.ch
Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 0582005714, M 0796823761 kaspar.koechli@chmedia.ch
Tarife: www.affolteranzeiger.ch
Annahmeschluss Inserate:
Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr
Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr
Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen
Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 0582005586
Abonnementspreise:
¼ Jahr Fr. 79.–
½ Jahr Fr. 97.–
1 Jahr Fr. 170.–
Druck:
CH Media Print AG,
Neumattstrasse 1, 5001 Aarau
Ein Produkt der
Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch
Beteiligungen der CH Media AG auf www.chmedia.ch
Die Voba sucht eine Nachfolge fürs Präsidium
Junge Leute sollen den Verein modern und mit frischen Ideen in die Zukunft führen
Claudia EugstEr
Die Vereinigung Obere Bahnhofstrasse Affoltern (Voba) führte am vergangenen Mittwoch, 17. Juni, ihre Mitgliederversammlung im Senevita Obstgarten durch. Die einzelnen Traktanden waren schnell abgehakt. Präsidentin Barbara Roth trug einen Rückblick auf den Chlausmärt 2025 vor. Die Jahresrechnung 2025 wurde einstimmig genehmigt, denn der Verein ist finanziell sehr gut aufgestellt. Personell sieht es jedoch anders aus: Hauptthema war es, dass eine neue Präsidentin beziehungsweise ein neuer Präsident gesucht wird.
Was ist die Voba?
Die Vereinigung Obere Bahnhofstrasse Affoltern wurde im Jahr 1998 ursprünglich gegründet mit dem Zweck, das Einkaufen in Affoltern im Allgemeinen und im Speziellen jenes an der Oberen Bahnhofstrasse zu fördern. Dies durch Aufbau und Pflege eines regen Kontaktes mit den Behörden, Verbänden, massgebenden Kommissionen und Vereinen. Durch Schaffung eines attraktiven Umfelds für den Einzelhandel und Möglichkeiten zur Mitbenützung des öffentlichen Raums für den Einzelhandel. Die Voba übernimmt die Koordination der Einzelaktionen der Mitglieder und sorgt für einen gemeinsamen Werbeauftritt. Nebst dem bereits beschriebenen
Zweck der Einkaufsförderung schafft die Voba sich jährlich wiederholende
Anlässe und Aktionen. Bekannte Beispiele sind der Chlausmärt, und aus der Vergangenheit die Velobörse und «S’Fäscht uf de Strass».
Wer ist die Voba?
Die Voba hat 24 Aktiv- und sieben Passivmitglieder, also insgesamt 31 treue und langjährige Vereinsmitglieder. Der Vorstand besteht aus Thomas Hunziker, Stephan Wicki, Alfi Calabrese und Barbara Roth, welche das Präsidium inne hat. Sie hat seit Mai 2010 viel Energie
und Herzblut in die Organisation des Vereins und der Anlässe gesteckt. Nun, nach 16 Jahren, ist aber die Zeit gekommen, das Präsidium in jüngere Hände zu geben. «Junge Leute sollen den Verein modern und mit frischen Ideen in die Zukunft führen», erklärt Barbara Roth. Aber: «Eine neue Führung wird nicht ins kalte Wasser geworfen, sondern kann auf wertvolles und langjähriges Wissen im Hintergrund zählen», so Barbara Roth an der Mitgliederversammlung. Sie werde mit Rat und Tat zur Seite stehen, sollte es nötig sein. «Man kann theore-
tisch einen ganz neuen Event erfinden und diesen organisieren und durchführen», erklärt Barbara Roth. «Oder man setzt sich beispielsweise bei der Stadt für öffentliche Sprühnebler an der Oberen Bahnhofstrasse ein, um die Temperatur in der Stadt herunterzukühlen.» Hauptsache, es belebt Affoltern und die Obere Bahnhofstrasse. Die Hauptaufgabe wäre aber erst einmal, die Organisation des Chlausmärts, des wichtigsten Events getragen von der Voba.
Chlausmärt am 5. und 6. Dezember Der Chlausmärt wird von der Voba immer in Eigenregie organisiert und durchgeführt. Die Marktfahrer dekorieren ihre Stände jeweils liebevoll und weihnachtlich, der Samichlaus mischt sich mit Engeli unters Volk. Durch den am Morgen bis zum Mittag durchgeführten Chlauslauf unter der Obhut vom LVA, dem Leichtathletikverein Affoltern, wird der Chlausmärt nebst vorweihnachtlichem Highlight auch ein traditionell sportlicher Anlass, der viele Besucher anzieht. Interessierte am Mithelfen oder am Präsidium dürfen sich gerne bei Barbara Roth und Alfi Calabrese melden.
Die Mitgliederversammlung endete mit einem feinen Abendessen in guter Gesellschaft. Auch das hat die Voba neuen Mitgliedern zu bieten.
Barbara Roth (Präsidentin) und die Voba (links Vorstandsmitglied Alfi Calabrese) suchen eine Nachfolge für das Präsidium. (Bild Claudia Eugster)
Spiel und Spass im Vordergrund: mit dem Wasserstrahl den Ball durchs Schlauchlabyrinth dirigieren. (Bilder Werner Schneiter)
«Schach isch eifach mega cool!»
Schach begeistert 118 Kinder in der Schachhochburg Butzen
Das Schulareal Butzen stand am vergangenen sonnigen Dienstagvormittag ganz im Zeichen des königlichen Spiels. Beim erstmalig organisierten Schachturnier für die Schülerinnen und Schüler der 2. bis 5. Klasse nahmen insgesamt 118 Kinder teil. Es sorgte für spannende Partien, konzentrierte Atmosphäre und viele strahlende Gesichter, ganz ohne Medaillen und Pokale. Kinderstimmen wie «Schach isch eifach mega cool» oder «Gestern habe ich meinen Opa matt gesetzt!» waren an diesem Morgen auf dem Butzen-Areal zu hören.
Zwischen 10.10 Uhr und 11.50 Uhr verwandelte sich das Schulareal in einen lebendigen Treffpunkt für junge und ein paar ältere Schachspielerinnen und Schachspieler. Vereinzelte Eltern und Vertretungen der Schulpflege nutzten die Gelegenheit, das Turnier hautnah mitzuerleben und die Kinder zu unterstützen. Zur Erfrischung wurde vom Elternrat Sirup angeboten. Die besondere Stimmung zeigte eindrucksvoll, wie sehr das Schachspiel die Schulgemeinschaft verbindet. Auch die Schulleitung ist im Schach mit den Grossfiguren ge-
Mit viel Freude und höchster Konzentration messen sich die Schülerinnen und Schüler an den Schachbrettern. (Bild zvg)
Pflegenotstand trotz Initiative?
Politstamm der Grünen und SP Bezirk Affoltern
Der letzte Politstamm der Grünen und SP Bezirk Affoltern widmete sich einem Thema, das früher oder später alle betrifft: der Pflege. Unter dem Titel «Pflegenotstand trotz Initiative? Wo stehen wir heute?» diskutierten die Anwesenden mit der Zürcher Kantonsrätin Jeannette Büsser über den Stand der Umsetzung der Pflegeinitiative. Das Thema stiess auf grosses Interesse und führte zu einer engagierten Diskussion. Jeannette Büsser ist seit 2019 Kantonsrätin der Grünen im Kanton Zürich und Mitglied der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit. Als diplomierte Sozialarbeiterin bringt sie neben ihrer politischen Tätigkeit auch praktische Erfahrung mit, unter anderem aus dem Spitalbereich. Zu Beginn erinnerte Jeannette Büsser daran, dass die eidgenössische Pflegeinitiative im Jahr 2021 von der Schweizer Stimmbevölkerung deutlich angenommen wurde. Der Auftrag der Bevölkerung war klar: Die Pflege soll gestärkt, die Ausbildung gefördert, die Arbeitsbedingungen verbessert und damit die Qualität der Versorgung lang-
fristig gesichert werden. Die grosse Zustimmung habe gezeigt, dass die Bevölkerung den Handlungsbedarf erkannt habe und bereit sei, die Pflegeberufe politisch aufzuwerten. Bei der Umsetzung falle die Bilanz jedoch gemischt aus. Die erste Etappe, die sogenannte Ausbildungsoffensive, sei vergleichsweise rasch und erfolgreich umgesetzt worden. Zusätzliche Ausbildungsplätze und finanzielle Un-
terstützung hätten dazu beigetragen, mehr Menschen für den Pflegeberuf zu gewinnen. Dies sei ein wichtiger Schritt, reiche aber bei Weitem nicht aus, um die Personalprobleme im Gesundheitswesen zu lösen.
Die eigentliche Herausforderung liege in der zweiten Etappe der Initiative. Diese betrifft die Arbeitsbedingungen der Pflegenden. Genau dort komme die Umsetzung nur schleppend voran.
gen mutige Kinder angetreten. Einige Partien gingen dabei auch an die Kinder. Eine Besonderheit der Schule Butzen ist, dass alle Kinder die Grundlagen des Schachspiels beherrschen. Die beiden Lehrpersonen Markus Simmler und Christian Berchtold haben vor vielen Jahren damit begonnen, das Schachspiel im Schulhaus Butzen zu kultivieren. Danach begannen sich Jahr für Jahr weitere Lehrpersonen dafür zu interessieren. Der Schweizer Grossschachmeister Nico Georgiadis war schon oft zu Besuch im Butzen und gab sein Wissen an die Kinder weiter. Diese Kultur hat sich bis heute erfolgreich gehalten und nun in diesem Event einen weiteren Höhepunkt erreicht.
In Partien von jeweils zehn Minuten und kurzen Pausen dazwischen wurde intensiv gespielt. Natürlich gibt es Kinder mit besonderem Talent und grosser Spielerfahrung, doch im Mittelpunkt standen die Freude am Spiel, das faire
Miteinander und der respektvolle Umgang. Mit viel Konzentration, taktischem Geschick und Begeisterung lieferten sich die Kinder zahlreiche spannende Begegnungen. Gewinnen und Verlieren gehörten ebenso zum Erlebnis wie das gemeinsame Lernen und der Austausch untereinander.
Das Schachturnier auf dem Schulareal Butzen zeigte eindrucksvoll, welchen pädagogischen und sozialen Wert das Schachspiel haben kann. Es verbindet Kulturen und überwindet Sprachbarrieren, zudem fördert es logisches Denken, Geduld, Konzentration und Fairness – Fähigkeiten, die weit über das Spielbrett hinaus von Bedeutung sind. Die gelungene Erstveranstaltung wird den Beteiligten sicherlich noch lange in bester Erinnerung bleiben. Hoffen wir auf eine Wiederholung im nächsten Jahr.
Christian Berchtold, Primarschule Affoltern
Grund sind bauliche Mängel an den bestehenden Schiebeläden, welche sich infolge von Gebäudesetzungen teilweise
ANZEIGEN
Büsser kündigte an, den politischen Druck weiter erhöhen zu wollen. Eine parlamentarische Initiative sei bereits in Vorbereitung und solle dazu beitragen, die Umsetzung des Volkswillens endlich voranzutreiben. Die deutliche Zustimmung zur Pflegeinitiative dürfe nicht folgenlos bleiben.
Der Abend machte deutlich, dass die Annahme einer Initiative nur der erste Schritt ist. Entscheidend bleibt, ob der Wille der Bevölkerung auch tatsächlich umgesetzt wird. Bei der Pflegeinitiative besteht dabei weiterhin erheblicher Handlungsbedarf.
Büsser kritisierte insbesondere die Situation im Kanton Zürich. Obwohl sie bereits 2022 gemeinsam mit einer Mehrheit des Kantonsrats eine Motion eingereicht habe, welche eine rasche Umsetzung der zweiten Etappe forderte, seien bislang kaum konkrete Fortschritte sichtbar. Die Verantwortung dafür liege insbesondere bei der Gesundheitsdirektion unter der Führung von Regierungsrätin Natalie Rickli. Der politische Wille zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen sei bislang nicht ausreichend erkennbar. Der Handlungsbedarf bleibt gross. Gemäss aktuellen Prognosen werden bis 2030 schweizweit rund 65000 zusätzliche Pflegefachpersonen benötigt. Gleichzeitig verlassen viele ausgebildete Fachkräfte ihren Beruf frühzeitig. Als Hauptgründe nannte Büsser die hohe Arbeitsbelastung, unregelmässige Arbeitszeiten und fehlende Planbarkeit. Viele Pflegende würden ihren Beruf nicht wegen mangelnder Motivation aufgeben, sondern weil die Rahmenbedingungen auf Dauer nicht tragbar seien. Aus Sicht von Jeannette Büsser und der Gewerkschaften und Berufsverbände braucht es deshalb konkrete Verbesserungen. Genannt wurden höhere Löhne, eine Reduktion der Arbeitszeit, verlässlichere Dienstpläne sowie ausreichend Personal auf den Stationen. Nur wenn der Beruf attraktiver werde, könne verhindert werden, dass weiterhin mehr Fachkräfte aussteigen als neu ausgebildet werden.
Yannick Ghisletta, Grüne Bezirk Affoltern
Geplante Sanierung am Primarschulhaus 4 in Bonstetten
verzogen haben und ihren Zweck nur noch sehr eingeschränkt erfüllen. Im Rahmen der Projektierungsarbeiten
Für das Schulhaus 4 ist eine Sanierung der Gebäudehülle mit Anpassungen an der Beschattung nötig 521 m2 Mietfläche stehen im Heumoos zur Verfügung.
vereinzelte Interessensbekundungen ein, die jedoch jeweils an bestimmte Voraussetzungen gebunden waren. Der Gemeinderat hat entschieden, die Flächen weiterhin im heutigen Zustand zu vermarkten. Die Flächen wer-
versammlung vom September 2025 festgesetzt wurden, genehmigt.
• Einen Projektierungskredit in Höhe von 12000 Franken für die Schulraumplanung genehmigt.
werden deshalb die Erneuerung der Beschattung sowie der Rückbau der bestehenden Betonelemente und Schiebeläden vorgesehen. Die beschädigten Betonelemente wurden bereits vorsorglich entfernt. Die bestehende Fassadenund Beschattungslösung soll aufgrund technischer und betrieblicher Mängel ersetzt werden. Zur Auswahl standen zwei Varianten. Der Gemeinderat hat sich für die kostengünstigere Variante entschieden. Somit werden die Fassaden funktional ergänzt und die Führung und Befestigung der Beschattung erfolgt mittels einfacher konstruktiver Elemente. Somit beläuft sich der Kredit, welcher an der Gemeindeversammlung beantragt werden soll, auf 660 000 Franken.
Mehrzweckgebäude Heumoos –weiteres Vorgehen zur Vermietung
Die Gemeinde Bonstetten ist Eigentümerin des Mehrzweckgebäudes Heumoos an der Heumattstrasse 4 bis 8. Im 1. und 2. Obergeschoss der Heumattstrasse 6 (Werkhof) stehen weiterhin drei Mietflächen (2 × 163 m² und 1 × 195 m², total 521 m²) zur Verfügung. Trotz aktiver Vermarktung konnten die Flächen bis heute nicht vermietet werden. Es gingen
den weiterhin flexibel als Rohbauflächen angeboten. Bei konkretem Mietinteresse soll geprüft werden, ob die Gemeinde die mieterspezifischen Ausbaukosten vorfinanziert (Rückzahlung über Mietzins). Hierfür soll für das Budget 2027 ein Betrag in die Investitionsrechnung aufgenommen werden.
Im Weiteren hat der Gemeinderat:
• Einen Betrag von 20000 Franken für die Tür- und Fenstererneuerung auf dem Hof der Stiftung Rotenbirben genehmigt.
• Die vom Kanton gewünschten untergeordneten Anpassungen der Unterlagen zum privaten Gestaltungsplan «Am Bodenfeldbach», die von der Gemeinde-
• Einem Verpflichtungskredit für die Erstellung der Elektroladeinfrastruktur an der Heumattstrasse zugestimmt.
Die Primarschulpflege hat an ihrer Sitzung vom 9. Juni 2026:
• Die Legislaturziele 2022 bis 2026 offiziell abgeschlossen.
• Das Budget 2027 in erster Lesung beraten.
• Den Investitionsplan 2026–2030 für die Gemeindeversammlung genehmigt.
• Die erste Kontrolle der Budgetüberschreitungen 2026 abgenommen.
• Einen ICT-Verpflichtungskredit von 53000 Franken bewilligt.
• Neue Beurteilungs- und Schulsozialarbeitskonzepte in erster Lesung beraten.
• Zwei integrierte Sonderschulungen (ISR) bewilligt.
• Eine separierte Sonderschulung extern genehmigt.
• Zehn Subventionsanträge für Tagesstrukturen gutgeheissen.
Gemeinde Bonstetten
Grüne und SP diskutierten über die Pflegeinitiative. (Bild zvg)
Wenn die Musik übers Wasser trägt
«Live am Türlersee» lockte rund 400 Gäste
Corina Venzin, Martin Platter
Während die Hitze am letzten Samstagabend nachliess und die Abendsonne den Türlersee in warmes Licht tauchte, füllte sich das untere Ende des Strandbads mit Musikliebhabern aus dem Säuliamt und darüber hinaus. Rund 400 Gäste besuchten «Live am Türlersee» und bestätigten dessen festen Platz im regionalen Veranstaltungskalender. Als erster Musikanlass unter freiem Himmel im Säuliamt vermittelt er Sommerfestival-Stimmung direkt am Seeufer.
Aus einer spontanen Idee heraus entstanden
Die Geschichte von «Live am Türlersee» begann zufällig. Wie Has-Club-Präsidentin Gina «Miss G» Schober erklärt, stand das Festzelt für die Bundesfeier bereits am Vorabend des 1. Augusts bereit. Lokale Bands nutzten die Gelegenheit für ein Konzert. Der Grundstein für den heutigen Anlass war gelegt. Nach einer Pause im vergangenen Jahr, als sich das Organisationsteam auf das Has-Club-Festival konzentrierte, kehrte der Anlass in neuer Form zurück. Statt unter einem Zelt wurde unter freiem Himmel gefeiert. Wimpelketten sorgten für Festivalstimmung.
Das Ziel des Has-Clubs ist unverändert: Kultur für alle. Ob und wie viel Eintritt man bezahlen will, bestimmt jede und jeder selbst; es steht eine Kollekte beim Eingang. Der Mittelpunkt sind Musik und Gemeinschaft. «Die grösste Herausforderung bleibt das Wetter», erklärt Gina. Dieses Jahr spielte es mit und lockte viel Publikum an den See. Zum guten Gelingen des Abends trug auch die Zusammenarbeit mit dem neuen Pächter des Restaurants Türlersee bei.
Vier Bands für ein stimmiges Gesamtbild
Black Cat’s Smoking eröffneten den Abend mit akustischer Musik zwischen Country, Folk und Americana. Ihr Grateful-Dead-Tribute passte zur chilligen Stimmung am Seeufer. Die legendäre US-Band stehe für Gemeinschaft und die Freude am gemeinsamen Musizieren, erklärte das Duo.
Danach übernahm die Hausemer
Band Last Avenue, die bald 30 Jahre Bühnenerfahrung hat. Leadsänger und Mitgründer Martin Gaisser blickt auf eine
Unterschiedliche Bands und viele Zuhörerinnen und Zuhörer am Türlersee.
entsprechend lange Entwicklung zurück. Er sagt: «Während früher mehrmals pro Woche geprobt wurde, stehen heute Auftritte und Aufnahmen im Vordergrund. Der Spirit und die Liebe zur Musik seien geblieben. Trotz digitaler Streamingplattformen blieben LiveKonzerte etwas ganz Besonderes.»
Mit Wilcox folgte Alternative Rock aus dem Säuliamt. Sänger Timo Homberger erzählte schmunzelnd, die «Konzert-Tour 2026» der Band bestehe aus genau diesem Wochenende, tags darauf spiele man noch in Affoltern. Da bei mehreren Bandmitgliedern die Familienplanung im Vordergrund stehe, seien gemeinsame Proben selten geworden. Umso grösser sei die Freude, gemeinsam auf der Bühne zu stehen.
Den Abschluss machte Steamy Pigeon Loft mit tanzbarem Alternative Funk und Soul. Als Leadsänger Jonas Zürrer das Publikum nach konstruktiver Kritik fragte, kam die Antwort prompt: «Weitermachen!» Für den musikalischen Ausklang sorgten DJ Dani The Tiger und DJ Tutti bis nach Mitternacht.
Ein besonderer Ort ermöglicht einen abwechslungsreichen Konzertabend
Die Gäste kamen nicht nur aus dem Säuliamt, sondern auch aus Winterthur, Solothurn, dem Appenzell und dem Raum Bremgarten. Viele kannten Mitglieder einer der Bands persönlich,
andere schätzten das Kulturangebot des Has-Clubs. Einig waren sich alle: Der Türlersee macht den Anlass einzigartig. Direkt vom Wasser zur Musik wechseln und den Blick über den See schweifen lassen. Diese Verbindung von Natur, lauem Sommerabend und Livemusik macht «Live am Türlersee» so
besonders. Has-Club-Präsidentin Gina Schober und dem Technikverantwortlichen Martin Gaisser ist es erneut gelungen, aus vier unterschiedlichen Bands einen stimmigen und abwechslungsreichen Konzertabend zu komponieren. Das wohl schönste Kompliment für die Organisatoren.
Die Hausemer Band Last Avenue mit Martin Gaisser (Gesang, Gitarre), Markus Rohner (Gitarre), Ron Sumners (Schlagzeug) und Noah Pestalozzi (E-Gitarre) am «Live am Türlersee». (Bilder Corina Venzin)
Wilcox mit Timo Homberger (Gesang, Gitarre), Jonas Plüss (Bass), Simon Gräzer (Schlagzeug) und Roland Andermatt (E-Gitarre).
Fahrstundenauf dich angepasst. Geschaltet und Automat. In Zürich /Säuliamt. RegelmässigVKU in Obfelden. 044760 06 78
Kind undFamilie
www.spiel-werkstatt.ch
Mitdem SSLV Qualitätslabel ausgezeichnete Spielgruppe! Für Kinder ab drei Jahren.Zwergligruppe ab zwei Jahren.RobinsonSpielgruppeauf demBauspielplatz.Elterntreff/zuwa-Gruppe.
Buchungfür 12 Publikationen, Fr.240.–Erscheintwöchentlich am Dienstag
Offene Türen bei der Stiftung Ulmenhof
Kompetenzzentrum für individuelle psychosoziale Begleitung in Ottenbach
Regula ZellwegeR
Die Einladung zum Tag der offenen Tür der Stiftung Ulmenhof am vergangenen Donnerstagnachmittag, des Kompetenzzentrums für individuelle psychosoziale Begleitung in Ottenbach, richtete sich ausschliesslich an Arbeitspartner sowie Fachpersonen aus dem Netzwerk. Rund 22 Personen aus dem Umfeld der Stiftung folgten der Einladung. Je nach beruflicher Funktion standen unterschiedliche Interessen im Vordergrund. Wer Klientinnen und Klienten den Ulmenhof als nächsten Schritt auf dem Weg aus einer psychosozialen Erkrankung, insbesondere einer Suchterkrankung, empfiehlt, konnte sich vor Ort ein umfassendes Bild machen, um künftige Empfehlungen noch anschaulicher und fundierter begründen zu können. Vertreterinnen und Vertreter von Institutionen, die zur Finanzierung beitragen, erhielten beim Rundgang durch die verschiedenen Gebäude einen konkreten Einblick, wie die Mittel eingesetzt werden.
Im Dorf gut integriert
Nach der Begrüssung durch Marie-Therese Gehring, stellvertretende Geschäftsführerin und Leiterin Therapie, wurden die Angebote der Sozialtherapie, des begleiteten Wohnens und der ambulanten Beratung vorgestellt. Die Stiftung Ulmenhof nahm 2023 ihre Tätigkeit auf und löste den 1971 gegründeten Verein «Die Alternative» ab. Der Ulmenhof wurde 1972 als eine der ersten sozialtherapeutischen Gemeinschaften in Ottenbach eröffnet. Peter Burkhard, Mitbegründer und langjähriger Geschäftsleiter, wird im Jahresbericht zur Akzeptanz der «Alternative» zitiert: «Zu Beginn war schon eine gewisse Skepsis spürbar.»
Die Gemeindepräsidentin von Ottenbach, Gaby Noser Fanger, formulierte zum 50-Jahre-Jubiläum: «Der Ulmenhof hat in den vergangenen 50 Jahren vielen Menschen in aussichtslosen Situationen neue Perspektiven geschaffen und dabei auch unserem Dorf und dem Säuliamt gutgetan.»
Christian Klein beurteilt die Einbettung des Ulmenhofs in der Gemeinde als sehr gut: «Als grösster Arbeitgeber in Ottenbach stehen wir im Austausch mit unseren Arbeitspartnern und dem Gewerbeverband. Dieses Jahr findet das jährliche Treffen des Gewerbeverbands in unserer Institution statt.» Marie-Therese Gehring ergänzt lachend: «Wir haben sogar eine eigene Postautostation.» Der Ulmenhof beliefert Schulen und Organisationen mit einem ausgewogenen Catering. Das «alte Haus» steht zwi-
ÄMTLER NATIONALRÄTE MEINEN
Andri
Im «alten Haus» wohnen erwachsene Klientinnen und Klienten in zwei Geschossen. Zuoberst finden vier Säuglinge eine ruhige Umgebung, die Geborgenheit vermittelt. (Bild Regula Zellweger)
schen zwei mächtigen Ulmen. Hier leben erwachsene Personen auf zwei Stockwerken, während sich unter dem Dach ruhige Räume für vier Säuglinge befinden. Auch die weiteren Häuser tragen die Namen verschiedener Bäume. Insgesamt beherbergt die Stiftung Ulmenhof an ihren verschiedenen Standorten und Angeboten 28 Kinder und 32 Erwachsenenplätze, davon 12 Kinderund 22 Erwachsenenplätze in Ottenbach. Den Kindern stehen in der Stif-
Perspektiven der Stiftung
Die Klientel des Ulmenhofs profitiert im Kanton Zürich wie auch schweizweit von einem gut ausgebauten Netz an Hilfsangeboten für Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen und/oder psychischen Erkrankungen. «Die Stiftung Ulmenhof bietet hier das fehlende Puzzleteil für Eltern, die mit oder ohne ihre Kinder bei uns eine individuell auf ihre Situation abgestimmte Unterstützung finden», beschreibt Marie-Therese Gehring das Alleinstellungsmerkmal der Stiftung. Beide Führungspersonen sind sich einig: «Wir wünschen uns, dass im Sozial- und Gesundheitswesen weniger gespart wird und stattdessen der Mehrwert dieser Angebote für die Gesellschaft – heute und insbesondere auch in Zukunft – stärker anerkannt wird.» Für die anspruchsvollen Aufgaben sucht die Stiftung zudem lau-
Silberschmidt, FDP, Affoltern
tung Ulmenhof in Ottenbach die Abteilungen Fidibus und Simsalabim zur Verfügung. Die Besucherinnen und Besucher zeigten sich beeindruckt von den hellen, freundlich eingerichteten Räumen und nutzten den Rundgang, um zahlreiche Fragen zu stellen. Neben den Bewohnerinnen und Bewohnern werden in der Stiftung Ulmenhof rund 50 Klientinnen und Klienten ambulant beraten. Rund 90 qualifizierte Mitarbeitende gewährleisten die Quali-
fend qualifizierte Mitarbeitende, beispielsweise Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen, Fachpersonen für psychiatrische Pflege und Betreuung oder diplomierte Pflegefachpersonen HF mit Schwerpunkt Psychiatrie. «Wir bleiben nie stehen. Nach 50 Jahren, in denen die Pionierarbeit gefestigt wurde, folgten prägende Jahre voller Innovation und Veränderung, während deren wir unsere Position im Schweizer Markt festigen und weiter ausbauen konnten. Mit verschiedenen Massnahmen möchten wir die Stiftung Ulmenhof schweizweit noch bekannter machen, damit alle Menschen, die von unserem Angebot profitieren können, den Weg zu uns finden. Gleichzeitig planen wir grössere bauliche Veränderungen, um die Grundlage für die nächsten 50 Jahre zu schaffen», erklärt Christian Klein.
tät der Angebote. Ziel ist es, Familien, Erwachsene und Kinder, die sich aufgrund belastender Lebenssituationen in einer schwierigen Lage befinden, mit individuellen psychosozialen Angeboten professionell zu begleiten. Christian Klein bringt den Ansatz der Stiftung auf den Punkt: «Systemisch, ressourcenstärkend und entwicklungsorientiert.»
Marie-Therese Gehring erläutert: «Im Ulmenhof ermöglichen wir Eltern mit Kindern im Alter von null bis sechs Jahren die Teilnahme an einer sozialtherapeutischen Behandlung. Während die Eltern in die therapeutischen Settings eingebunden sind, werden ihre Kinder in der angegliederten Tagesstätte von qualifiziertem Fachpersonal betreut und gefördert. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Begleitung von Frauen während der Schwangerschaft. In enger Zusammenarbeit mit dem Spital Triemli stellen wir nach der Geburt eine kontinuierliche, fachlich abgestützte Betreuung der Neugeborenen sowie die Unterstützung der Mutter-Kind-Interaktion sicher.»
Vielfältige Vernetzung
«Da sich unsere Klientinnen und Klienten mit ihren Kindern derzeit in einer externen Projektwoche befinden, bietet sich die seltene Gelegenheit, unsere Räumlichkeiten zu besichtigen», erklärt Marie-Therese Gehring. Besichtigt werden konnten unter anderem die Erwachseneneinheit, die Familieneinheit, die Therapieräume sowie die Kinderbetreuung. «An Fachveranstaltungen, Vernetzungstreffen und auch in der täglichen Zusammenarbeit erfahren wir immer wieder eine sehr positive Resonanz. Fachpersonen und Arbeitspartner äussern häufig den Wunsch, unsere Räum-
Zeit für einen echten AHV-Kompromiss
Wie soll die 13. AHV-Rente finanziert werden? Über diese Frage diskutierten wir in den letzten drei Wochen in Bundesbern intensiv. Der Ständerat verlangte eine unbefristete Erhöhung der Mehrwertsteuer und der Lohnabgaben. Der Nationalrat wollte «lediglich» eine Mehrwertsteuererhöhung. Obschon sich am Schluss des Seilziehens der Nationalrat und damit das «kleinere Übel» durchgesetzt haben, lehnte die FDP die Vorlage in der Schlussabstimmung ab. Von Anfang an war klar: Ein echter Kompromiss ist diese Vorlage nicht. Einmal mehr wurden die strukturellen Probleme der AHV ausgeblendet und stattdessen auf zusätzliche Einnahmen gesetzt.
Noch stossender ist, dass der Bundesrat selbst in seiner neuen Vorlage «AHV 2030» (Reform kann man das Projekt beim besten Willen nicht nennen) nicht bereit ist, über eine moderate Erhöhung des Rentenalters zu diskutieren. Dabei sprechen die Fakten eine klare Sprache. Wir werden immer gesünder älter, die Geburtenraten sind tief, der Fachkräftemangel bleibt akut, und die Zahl der Pensionierten steigt kontinuierlich.
Heute feiern mehr Menschen ihren 65. Geburtstag als ihren 20. Geburtstag.
Wer die AHV langfristig sichern will, kann diese Entwicklung nicht ignorieren.
Statt die Realität anzuerkennen und nachhaltige Reformen anzupacken, greift die Mehrheit in Bundesbern erneut zu
höheren Steuern und Abgaben. Das mag kurzfristig bequem sein. Nachhaltig ist es nicht. Genau deshalb konnte die FDP dieser Vorlage in der Schlussabstimmung nicht zustimmen. Es braucht endlich eine ehrliche Gesamtschau!
Wer nun einwendet, die Stimmbevölkerung habe vor zwei Jahren mit der Ablehnung der Renteninitiative auch eine Erhöhung des Rentenalters verworfen, hat recht. Die Initiative, die darüber hinaus eine Koppelung des Rentenalters an die Lebenserwartung vorsah, vermochte keine Mehrheit zu überzeugen. Das bedaure ich zwar nach wie vor, akzeptiere den Volksentscheid aber selbstverständlich. Falsch wäre es jedoch, daraus zu schliessen, dass jede
Diskussion über eine moderate Erhöhung des Rentenalters als Teil eines ausgewogenen Kompromisses tabu sein müsse. Politische Debatten enden nicht mit einer einzelnen Abstimmung.
Das zeigt die Klimapolitik exemplarisch: Nach der Ablehnung des CO2-Gesetzes im Juni 2021 wurde das Thema nicht einfach ad acta gelegt. Bereits zwei Jahre später nahm die Stimmbevölkerung mit dem «Bundesgesetz über die Ziele im Klimaschutz, die Innovation und die Stärkung der Energiesicherheit» eine neue Vorlage an.
Warum sollte uns ein solcher pragmatischer Ansatz nicht auch bei der langfristigen Sicherung der AHV gelingen?
Christian Klein, Geschäftsführer, und Marie-Therese Gehring, stellvertretende Geschäftsführerin und Leiterin Therapie, am Stamm einer der beiden alten Ulmen, die dem Hof den Namen gaben. (Bild zvg)
lichkeiten zu besichtigen. Aus Rücksicht auf die Privatsphäre der uns anvertrauten Erwachsenen und ihrer Kinder ist dies im laufenden Betrieb jedoch nicht möglich.»
Den Besucherinnen und Besuchern wurde dabei deutlich: Keine andere Organisation in der Schweiz – und auch nicht im grenznahen Ausland – vereint eine derart breite Fachkompetenz im Bereich Familien und psychosoziale Belastungen. «Das Wohl des Kindes steht dabei stets an oberster Stelle. Unser Ziel ist es, den Kindern mit unserem Setting grösstmögliche Stabilität und Kontinuität zu bieten», erklärt Marie-Therese Gehring.
Kindererklärbuch
«Wie geht es dir, Sophia?»
Wie geht es dir, Sophia? Ein Erklärbuch für Kinder in belasteten Familien
Die Stiftung Ulmenhof gibt mit dem neuen Kindererklärbuch «Wie geht es dir, Sophia?» Kindern eine Stimme. In leicht verständlicher und einfühlsamer Sprache wird das Leben im Ulmenhof beschrieben sowie die wesentlichen Aspekte der Begleitung von Familien erklärt. Das Sachbuch richtet sich an Kinder im Vorschulalter und ihre Bezugspersonen im Elternhaus sowie in der Schule. Bestellen: kostenlos über www.ulmenhof.ch/ kinderbuch.
Wer die Altersvorsorge langfristig sichern will, darf den demografischen Realitäten nicht ausweichen. Statt mit immer höheren Steuern und Abgaben jeden Einkauf teurer zu machen und die Löhne zu belasten, muss die Politik endlich bereit sein, über die Reformen zu sprechen, welche die AHV nachhaltig finanzieren.
Die Herausforderungen verschwinden nicht, wenn wir sie ignorieren. Im Gegenteil: Jede vertane Reformrunde macht die Lösungen von morgen einschneidender.
Es ist Zeit, die Diskussion über die moderate Erhöhung des Rentenalters wieder aufzunehmen.
...sindwir Ihre Spezialisten
Ihre Werbung?
Ja zur Projektänderung und zu Mehrkosten
Umbau der ehemaligen Schlosserei in der Klosterdomäne
Werner Schneiter
Für den Umbau und die Renovation der ehemaligen Schlosserei, die zur 3. Etappe der Erneuerung der Klosterdomäne zählt, bewilligte die Delegiertenversammlung der Kappelerpflege eine Projektänderung. Und die dafür notwendigen Mehrkosten. Die ersten beiden Etappen des Umbaus und der Revitalisierung der Klosterdomäne Kappel sind nahezu abgeschlossen. Die acht Kleinwohnungen im neu erstellten Spicher sind seit Februar 2025 vermietet. «Bei diesen beiden Etappen sind nur noch Details offen, zum Beispiel die Wegführung», sagte Christian Vonow, Vorstandsmitglied der Kappelerpflege, anlässlich der Delegiertenversammlung. Der Obstgarten, Teil der Etappe zwei, ist angelegt; die Magerwiese wird ihre Schönheit erst in zwei Jahren entfalten können. Beim Riegelhaus erfolgt eine sanfte Renovierung, und die alte Rinderscheune er-
«Trotz
strahlt in neuem Glanz. Probleme ortet Christian Vonow beim Parkregime vor dem Spicher, «weil ein Teil der Gäste nicht richtig parkiert». Und weil die Parkplätze auch von Nicht-Kloster-Gästen benützt werden; dies trotz richterlichem Verbot. Eine Bewirtschaftung der Parkplätze bleibt deshalb in Diskussion.
Geringes Risiko
Für die Etappen 3 und 4, die 2026 bis 2028 realisiert werden, ist die Finanzierung gesichert. Die Kosten belaufen sich auf rund 5.5 Millionen Franken. Dazu bewilligte die Kirchensynode im letzten Herbst einen Beitrag von 2.4 Millionen Franken. 1 Million Franken stammen vom Bundesamt für Kultur, 200000 Franken von Stiftungen. Dem Verein Kloster Kappel (VKK) verbleiben 1.9 Millionen Franken, die teilweise mittels Hypotheken beschafft werden.
Zu dieser dritten Etappe zählen Umbau und Renovation der Schlosserei, wo eine Sanierung mit Blick auf Wohnungen, Brandschutz, Haustechnik oder Gebäudehülle dringlich ist. Ursprünglich geplant war, diese Sanierung aus Mitteln des Gemeinnützigen Fonds zu sanieren. Sie musste aber zurückgestellt werden, weil bei den Erneuerungen der Werkleitung Mehrkosten entstanden sind. Inzwischen steht das Gebäude leer. Die Mieterschaft ist im Hinblick auf die Sanierung bereits in die Wohnungen der ehemaligen Schreinerei umgezogen. Die Schlosserei erfährt nun eine Projektänderung. In der ehemaligen Werkstätte entsteht nun nicht ein einfacher Atelier-Raum, sondern eine Wohnung, wodurch nun vier zur Verfügung stehen werden. Ausserdem wird der westliche Anbau mit Terrasse abgebrochen – zugunsten eines Aussenraums im Erdgeschoss und eines Balkons im
«Einer eventuellen Überschreitung der Baukosten könnten mit einer zusätzlichen Anpassung der Mietzinsen oder einer leicht tieferen Bruttorendite begegnet werden.»
Gerhard Gysel, Präsident VKK (Verein Kloster Kappel)
Obergeschoss. Dadurch erhöht sich der anlässlich der letzten DV beschlossene Kredit von 2.4 auf 3.2 Millionen Franken. Auch eine grössere Eingriffstiefe in die Bausubstanz und eine weitere Bauteuerung haben zu diesen Mehrkosten geführt. Der Projektänderung, verbunden mit dieser Krediterhöhung, stimmten die Delegierten einstimmig zu. Laut VKK-Präsident Gerhard Gysel reduziert sich dieser Kreditbeitrag auf 2.7 Millionen Franken – dank des Beitrags von 500000 Franken der kantonalen Denkmalpflege, die aus Bundesmitteln stammen.
Trotz dieser Mehrkosten hält Gerhard Gysel das Vermietungsrisiko der attraktiv angelegten Wohnungen für gering. «Einer eventuellen Überschreitung der Baukosten könnten mit einer zusätzlichen Anpassung der Mietzinsen oder einer leicht tieferen Bruttorendite begegnet werden», ergänzte er.
schwieriger Situationen immer Lösungen gefunden»
Kappelerpflege verabschiedete Jürgen Barth, Geschäftsführer des Hotelbetriebs Ende Monat verabschiedet sich Jürgen Barth, Geschäftsführer des Hotel- und Seminarbetriebs, in die Pension – nach 22 Jahren («Anzeiger» vom 24. April 2026). Im Rahmen der Delegiertenversammlung der Kappelerpflege würdigte Präsident Gerhard Gysel die Zusammenarbeit. «Klar, wir haben schwierige Situationen durchgestanden – etwa beim Baulärm, den die Erneuerung der Klosterdomäne bisweilen mit sich bringt –mitsamt der bangen Frage des Hoteliers nach möglicherweise ausbleibenden Gästen», so Gerhard Gysel. Er fügt sogleich hinzu: «Zwar kam es auch zu Spannungen, die wir gegenseitig immer ausgehalten haben. Wir haben letztlich immer Lösungen gefunden, die Zusammenarbeit sehr geschätzt und Jürgen Barth als sehr engagierten und umsichtigen Geschäftsführer erlebt.» Dieser gab das Kompliment an den VKK zurück und sagte: «Unglaublich, was Präsident Geri Gysel für das Kloster Kappel leistet.» Jürgen Barth übergibt nun die Geschäftsführung an Alexandra Steinmüller, die über langjährige Erfahrung in der Schweizer Hotellerie verfügt und seit zehn Jahren in Kappel lebt. Im Rahmen des Traktandums «Bericht von der Domäne Kloster Kappel» stellte sich auch ein neues Mitglied der Kappelerpflege und des Vorstandes vor: Susanne Brauer ist als Leiterin der Abteilung Lebenswelten in der Landeskirche seit 1. Februar 2026 Nachfolgerin von Friederike Osthof, die anlässlich der letzten DV verabschiedet wurde. Zugleich wurde bekannt, dass die Landeskirche beim Amtshaus und Konventgebäude eine Hüllensanierung vornehmen will und derzeit die dafür notwendigen Kosten abklärt. Laut Karl Sigrist, im VKK-Vorstand zuständig für Liegenschaften, sind alle
(Mitte). Flankiert wird er
Wohnungen vermietet; eine Wohnung im ehemaligen Schulhaus und in dessen EG ein Atelier werden im Herbst frei. Ebenso können in der Postscheune Lagerboxen und beim «Hühnerhaus» ein Gartensitzplatz vermietet werden. Für zwei Wochen stehen beim Amtshaus-Eingang erneut Gerüste; noch müs-
sen Erker saniert und Ziegel ersetzt werden. Insgesamt stehen dort neu zehn Wohnungen zur Verfügung; das Interesse ist laut Jürgen Barth gross. Eine Firma mietet möglicherweise gleich deren fünf. Das Seminarhotel, ein ganzjährig geöffneter «Drei-Sterne-Betrieb», zählte im vergangenen Jahr 16 010 Über-
nachtungen, was einer Auslastung von fast 55 Prozent entspricht. Während das für die Landwirtschaft zuständige Vorstandsmitglied Bruno Sidler den von der Familie Galliker engagiert geführten Landwirtschaftsbetrieb würdigte, lobte Gerhard Gysel den nach wie vor gut laufenden Heizverbund. Allerdings ist dort die Biogasanlage in die Jahre gekommen und verursachte deshalb grössere Reparaturmassnahmen.
Bullinger-Ausstellung kommt an Andreas Nufer, der theologische Leiter, verwies auf die neue Website des Klosters (www.klosterkappel.ch) und zeigte sich erfreut über die laufende und bis 31. Juli 2026 dauernde BullingerAusstellung mit Figuren von Peter Leisinger. «Das kommt sehr gut an, noch nie habe ich so viel positive Resonanz erhalten. Broschüre dazu ist bereits in vierter Auflage.»
Die Milchsuppentage vom 27. Juni sind in Planung. Sehr bedeutsam fürs Kloster ist auch das Jahr 2029. Dann sind es 500 Jahre her, seit dort der 1. Landfriede unterzeichnet wurde. Laut Nufer gibt es hier schon mehr als 300 Anmeldungen. «Frieden» ist auch Thema des kommenden Bettags. Bedauerlich ist hingegen der Umstand, dass der temporäre Bau einer «Weidenkirche», einer Ode an die Natur, offenkundig nicht mit dem Masterplan der Domäne-Erneuerung vereinbar ist. (-ter.)
Senkrechte Kalksteinwände und bizarre Felsformationen
Durch die Rheinschlucht im Bündner Oberland
Vor etwa 10000 Jahren wurde das Tal durch den Flimser Bergsturz verschüttet. Der Rhein hat dann nach und nach die Rheinschlucht – auf Romanisch «Ruinaulta» aus dem Kalkstein ausgespült und es entstanden eindrückliche Felsformationen und wilde Flusslandschaften. Die Rheinschlucht ist auch als «Grand Canyon» der Schweiz bekannt und bietet einen einzigartigen Einblick in die Flora und Fauna sowie Geologie des historischen Bergsturzes. Stark gefährdete Vogelarten des Flussregenpfeifers oder Flussuferläufers finden hier einen neuen Lebensraum. An den Hängen gedeihen die ökologisch wertvollen Erika-Föhrenwälder. Besonders attraktiv ist diese Waldgesellschaft im Frühsommer dank seinem Reichtum an Orchideen wie dem seltenen Frauenschuh. Seniorinnen und Senioren von Birmensdorf und Umgebung fuhren mit den SBB via Zürich bis Chur und mit der Rhätischen Bahn nach Ilanz im Bündner Oberland. Die Flusslandschaft zwischen
Ilanz und Reichenau mit Auenwäldern und Inseln ist bei Kanufahrern sehr beliebt, die man auf dieser Route ab und zu beobachten konnte. In Ilanz gab es zuerst im Restaurant einen Startkaffee. Dann führte die Wanderung stets nahe am Ufer des Vorderrheins entlang. Nach der historischen Bahnstation Valendas-Sagogn wurde die Landschaft immer schöner und eindrücklicher. Es erhoben sich bis zu 300 Meter hohe Kalksteinwände senkrecht in die Höhe und bizarre Felsformationen säumten die Schlucht. Das Picknick gab es am naturnahen Ufer inmitten der Rheinschlucht. An der Station Versam-Safien angekommen, konnte man den Tag im Café zur Einkehr mit kalten Getränken und hausgemachten Kuchen ausklingen lassen, bevor es zurück nach Birmensdorf ging.
Replik auf den Leserbrief/Artikel von Jürg Leuthold mit dem Titel «Klassenmusizieren in Affoltern und Stallikon abgeschafft – warum?» im «Anzeiger» vom 16. Juni.
Mit Interesse haben wir den Leserbrief von Jürg Leuthold gelesen. Seine Wertschätzung für das Projekt Klassenmusizieren teilen wir uneingeschränkt.
Die Bläserklasse hat über viele Jahre zahlreichen Kindern wertvolle musikalische Erfahrungen ermöglicht und einen wichtigen Beitrag zum kulturellen Leben unserer Schule und Gemeinde geleistet.
Die Einstellung der Bläserklasse bedeutet jedoch keineswegs, dass die musikalische Förderung an der Schule Stallikon entfällt. Im Gegenteil: Unsere Schülerinnen und Schüler profitieren weiterhin von einem vielfältigen und sorgfältig aufgebauten Angebot. Mit der Musikschule Knonauer Amt steht allen Kindern ein breites, von der Gemeinde subventioniertes Angebot an Instrumental- und Gesangsunterricht offen. Zusätzlich erhalten sämtliche Unterstufenklassen Musikschulgrundunterricht durch Fachpersonen der Musikschule. Mit den Dancing-Classrooms-Projekten
Geländer bei Hexengraben weg
Wie jedes Jahr wollten wir (Ehepaar 70+) ein erfrischendes Bad am Türlersee beim Hexengraben nehmen. Welche Enttäuschung: Das Metallgeländer an der Steintreppe wurde entfernt, sodass es uns unmöglich war zu baden. Die Treppenstufen sind sehr hoch, mithilfe des Geländers aber waren sie für uns überwindbar.
Auch über die Holzschwellen ins Wasser zu kommen, ist rutschig und für Senioren gefährlich. Wir und viele unserer Altersgenossen würden es sehr begrüssen, wenn wieder ein Geländer an die Hexengrabentreppe angebracht würde.
Margrit und Marino Marchetto, Mettmenstetten
Zentrumsplanung – historischer Unfug
Die Gemeinde Hedigen scheint nicht davor zurückzuschrecken, für ein Prunkprojekt den historischen Charakter des Quartiers zu zerstören. Und auch der Heimatschutz kann nichts dagegen tun! Weil es Hedingen seit einem Jahrzehnt versäumt hat, das obligatorische Verzeichnis von schützenswerten Orten/ Bauten einzureichen. Zumindest nach Aussage des Heimatschutzes, wo ich kürzlich nachgefragt habe! Hedingen hat offenbar gar keine schützenswerten Orte/Bauten. Zumindest nach Ansicht der Gemeindeoberen. Wie sonst wäre das Versäumnis zu erklären. Honi soit qui mal y pense – ein Schelm, der Böses dabei denkt. Patrick Ludwig, Hedingen
Ihre Meinung ist willkommen!
Gerne können Sie der Redaktion des «Anzeigers» einen Leserinnen- oder Leserbrief schicken. Beschränken Sie sich dabei auf maximal 2000 Zeichen und greifen Sie ein Thema aus der Region auf. Es werden nur Einsendungen mit Angabe von Vor-/Nachnamen und Wohnort veröffentlicht. Einsendungen aufgeben unter: www. affolteranzeiger.ch/mitmachen/leserbrief-einreichen. Bitte beachten Sie den Einsendeschluss. (red)
auf der Mittelstufe sowie dem diesjährigen, aufwendig einstudierten Musical zeigen wir, welchen hohen Stellenwert insbesondere die Musik, aber auch Kultur und Kreativität an unserer Schule haben.
Bei der Beurteilung der Bläserklasse musste jedoch auch die Chancengleichheit berücksichtigt werden. In den vergangenen Jahren konnte jeweils lediglich eine einzelne, zufällig ausgewählte Klasse von diesem zusätzlichen Angebot profitieren, während alle anderen Kinder davon ausgeschlossen waren. Gleichzeitig zeigte sich, dass das ursprüngliche Ziel, Kinder nachhaltig für das Erlernen eines Blasinstruments zu begeistern, nur teilweise erreicht wurde, da nach Abschluss des Projekts jeweils nur wenige Schülerinnen und Schüler den Weg in den weiterführenden Instrumentalunterricht fanden.
Die Schule Stallikon möchte ihre Ressourcen künftig noch breiter einsetzen und Angebote fördern, von denen möglichst alle Kinder profitieren können. Neben der musikalischen Bildung gehören dazu weitere äusserst wichtige und wertvolle Bereiche wie Bewegung und Gesundheit, Prävention, Medien-
bildung, Natur und Technik sowie die soziale Förderung. Ein besonderes Beispiel dafür ist das grosse Zirkusprojekt im kommenden Schuljahr. Dieses wird mit viel Engagement und Herzblut von der gesamten Schule, Elternrat und freiwilligen Helferinnen und Helfern umgesetzt und ermöglicht allen Kindern, ihre individuellen Stärken einzubringen, Verantwortung zu übernehmen und unvergessliche gemeinsame Erfahrungen zu sammeln.
Vor uns liegt ein Schuljahr voller spannender Projekte, gemeinsamer Erfolge und unvergesslicher Erlebnisse für alle Kinder. Die Bläserklasse bleibt ein geschätzter Bestandteil unserer Schulgeschichte. Ihre aktuelle Pause schliesst nicht aus, dass ein solches Angebot zu einem späteren Zeitpunkt wieder geprüft und allenfalls neu eingeführt wird. Unser Ziel bleibt es, allen Kindern möglichst viele Chancen zu eröffnen, ihre Talente zu entdecken, Gemeinschaft zu erleben und wertvolle Erfahrungen fürs Leben zu sammeln.
Mattias Kaister, Vize-Schulpräsident Schule Stallikon
Herzliches Dankeschön
Liebe Obfelderinnen und Obfelder
Ich bedanke mich herzlich für das grosse Vertrauen, das Sie mir mit meiner Wahl in die Primarschulpflege entgegengebracht haben. Über das Wahlergebnis freue ich mich sehr.
Die Bildung unserer Kinder liegt mir am Herzen. Deshalb werde ich mich mit Verantwortungsbewusstsein und Offenheit für die Anliegen von Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrpersonen einsetzen.
Mein Dank gilt allen, die mich unterstützt, ermutigt und begleitet haben, sowie allen, die mit ihrer Stimmabgabe zur Wahl beigetragen haben.
Ich freue mich darauf, gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen in der Schulpflege die Zukunft der Primarschule Obfelden aktiv mitzugestalten.
Nochmals herzlichen Dank für Ihr Vertrauen.
Eliane Nef, Mitglied der Primarschulpflege Obfelden
Lob für bürgernahes Verhalten
Die lärmbelästigten Anwohner der Baustelle an der Bucheneggstrasse sind dankbar um die schnelle Intervention der Behörden. (Bild zvg)
Rund drei Jahre dauern die Sanierungsarbeiten an der Bucheneggstrasse. Für uns Anwohner ist das insofern schwierig, weil es immer noch erstaunlich viele Auto- und Motorradfahrer gibt, die glauben, dass die Lichtsignalanlage schneller auf Grün schaltet, wenn man den Motor laufen lässt oder lange hupt. Wir haben deshalb mit der Baudirektion Kontakt aufgenommen und um eine entsprechende Infotafel gebeten. Umgehend kam eine freundliche Antwort zurück und schon 14 Tage später steht die Tafel. Dankbar fühlen wir uns ernstund wahrgenommen. Dieses bürgernahe Verhalten der Behörden tut gut. Dani Nieth, Hinterbuchenegg in Stallikon
Bahnübergang Berg-/Untere Bahnhofstrasse in Affoltern
Mit Erleichterung durfte ich letzte Woche feststellen, dass die Stadt Affoltern ihren abschlägigen Bescheid auf meine Bitte (Leserbrief vom 14. April 2026) nochmals überdacht hat, und die Markierungen an diesem neuralgischen Übergang erneuern liess. Damit leistete die Gemeinde einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit. Für diesen Sichtwechsel danke ich dem Stadtrat und den dafür zuständigen Stellen.
Der Übergang selbst und der ganze Knotenpunkt Bergstrasse – Alte Obfelderstrasse – Untere Bahnhofstrasse sind ein überaus problematischer und gefährlicher Verkehrsbereich. Nicht nur Fussgängerinnen und Fussgänger mit/ ohne Kinderwagen, auch Kita-Betreuerinnen mit Kleinkindern, PflegeheimBewohner mit/ohne Rollator, Velofahrer, elektrisch betriebene Behinderten-Fahrzeuge, Personen- und auch Lastwagen
Tixi Säuliamt und TriLine an der Expo Obfelden
müssen sich dieses Engnis teilen. Speziell, wenn längere Wartezeiten, bedingt durch das Rangieren der SBB-Cargo, anfallen, sammeln sich dort viele Verkehrsteilnehmer, und alle wollen nach Wiederöffnung der Barriere schnell in beide Richtungen vorwärtskommen. Diese extreme Konstellation kommt zurzeit wahrscheinlich nicht mehrmals täglich, aber immerhin mehrmals pro Woche vor. Da sowohl das Wohnquartier Schwanden laufend weiterentwickelt und zudem die Filiale der Kantonsschule Limmattal mit rund 650 Schülerinnen und Schülern in diesem geografischen Bereich angesiedelt werden wird, muss eine für alle Verkehrsteilnehmer verkehrssichere und umseitig annehmbare Lösung gefunden werden.
Eine schwierige Aufgabe, um die der neue Stadtrat nicht zu beneiden ist.
Deborah Hofer, Affoltern
Vom 12. bis zum 14. Juni präsentierten die Stiftung Tixi Säuliamt und die Fahrschule TriLine an der Expo Obfelden ihre Fahrzeuge und ihr Angebot. Für die Stiftung Tixi Säuliamt ging es in erster Linie darum, neue Fahrerinnen und Fahrer zu gewinnen. Diese freiwilligen Einsätze als Fahrerin oder Fahrer sind beliebt und sehr sinnvoll. Der ehrenamtliche Einsatz für mobilitätsbeeinträchtigte Menschen erfordert keine spezielle Ausbildung. Die Kategorie B, also unser eigener Führerschein, genügt dafür. Darum passen auch TriLine und Tixi Säuliamt so gut zusammen. Bei der Fahrschule TriLine steht nicht das Auto im Vordergrund, sondern der Mensch. Sie helfen gerne Menschen, an ihrem Ziel, selbstständig und sicher mit dem Auto auf der Strasse unterwegs zu sein – auch in der Stadt! TriLine ist zusätzlich ausgebildet, Menschen mit speziellen Bedürfnissen oder Handicap zur mobilen Freiheit zu verhelfen.
TriLine wie Tixi Säuliamt konnten mit vielen Besucherinnen und Besuchern ihr Angebot vertiefen und viele gute Gespräche führen. Der eigens kreierte Wettbewerb eignete sich ausgezeichnet für einen regen Austausch, waren doch knifflige Fragen zum Thema rund ums Fahren zu beantworten.
Tixi Säuliamt und Fahrschule TriLine
Eliane Nef freut sich auf die Aufgaben, die sie als Mitglied der Primarschulpflege Obfelden erwarten. (Bild zvg)
BOK-Mitglied
Luzia Blatti amtete als Glücksfee! (Von links: Felix Fürer, Theo Schmid, Luzia Blatti, Raphael Häberli, Silvia Trinkler). (Bild zvg)
Lenn Schnorrbusch aus Hedingen erzählt, was er bei seinem Schülerjob in der Migros so tut. Seite 12
TV Obfelden überzeugt
Die Turnerinnen und Turner zeigten am Turnfest in Seengen starke Leistungen. Seite 13
Beach-Soccer-Erfolg
Badener Beach-Soccer-Verein mit Säuliämter Beteiligung gewinnt
Euro Winners Cup 2026. Seite 16
Honig, Herzblut und 200 Völker: Leidenschaft im Grossformat
Wie eine zufällige Begegnung einen Stalliker in einen regionalen Grossimker verwandelte
DeviprasaD rao
Wer bitte schön taucht zu seinem allerersten Treffen mit einem erfahrenen Imker in kurzen Hosen und völlig ohne Schutzkleidung auf? Genau so machte Marco Pezzani vor 14 Jahren den ersten Schritt in eine Welt, die seine Freizeit komplett auf den Kopf stellen sollte. Der erfahrene Imker, den er damals traf –ein älterer Landwirt weit über 80 –, war von dem mutigen Auftritt sofort beeindruckt, und Marco war absolut fasziniert. Heute hat sich diese zufällige Begegnung zu einem regionalen Grossbetrieb entwickelt, der die üblichen Dimensionen einer Hobbyimkerei völlig sprengt. «Der alte Mann hat damals etwas in mir gesehen, und ich war vom ersten Tag an Feuer und Flamme», erinnert sich Marco mit einem Lächeln. Es war im Jahr 2012, als ein befreundeter Landwirt aus Uitikon jemanden suchte, der die Bienenvölker seines betagten Vaters übernahm – dessen eigener Sohn konnte die Aufgabe wegen einer schweren Bienenallergie nicht mehr fortführen. Marco sprang ein. Zu Beginn übernahm er gerade einmal vier Völker, doch am Ende des ersten Jahres waren es bereits elf.
Aus diesem bescheidenen Anfang ist heute ein logistisches Meisterwerk entstanden. Marco bewirtschaftet 200 Bienenvölker an neun verschiedenen Standorten zwischen dem Säuliamt und dem Limmattal. Dazu gehören Plätze in Bir-
mensdorf, Ringlikon, Uitikon Waldegg, an den Hängen des Üetlibergs, Stallikon Dorf und sogar eine kleine Gruppe direkt auf dem Garagendach seines Hauses.
Ein geschlossener Betriebskreislauf
Die Ernte beginnt, sobald die Bienen die Waben mit einer feinen Wachsschicht versiegeln – das biologische Signal für den perfekten Reifegrad des Honigs. Nach der Entnahme werden die Waben in den Schleuderraum transportiert, sorgfältig entdeckelt und in einer Zentrifugalschleuder extrahiert. Der flüssige Honig reinigt sich über ein Grob- und Mikrosieb selbst, während er in grosse Lagertanks fliesst. Nach einer zweitägigen Ruhephase, in der letzte Luftbläschen und feinste Unreinheiten abgeschöpft werden, verarbeitet Marco den Honig in seinem Keller in Stallikon. Mithilfe eines 300-Kilogramm-Rührwerks wird der Honig schonend homogenisiert, wodurch die Zuckerkristalle mechanisch zertrümmert werden und er seine edle, dauerhaft cremige Textur erhält.
Die diesjährige Frühlingsernte, die Ende Mai eingebracht wurde, profitierte von der milden und trockenen Witterung. Der Ertrag für den Sommer bleibt indes wetterabhängig. «Zu viel Regen verwässert den Nektar in den Blüten, während anhaltende Hitzewellen und Trockenheit die Honigtauproduktion der Pflanzen komplett versiegen lassen»,
erklärt Marco. «Ideal wäre ein gemässigter Sommer, kombiniert mit leichtem Regen in den Morgenstunden, damit alles optimal läuft.»
Vom Grosshandel zur eidgenössischen Weiterbildung
Im vergangenen Jahr 2025 belief sich Marcos gesamte Honigernte auf rund zwei Tonnen. Auf ein eigenes Privatlabel oder den Direktverkauf im Hofladen verzichtet er ganz bewusst. Stattdessen beliefert er als reiner Grosskunden-Produ-
«Der Honig deckt seine eigenen Betriebskosten und die Passion trägt sich selbst.»
Marco Pezzani, Inhaber eines Betriebs für Liegenschaftsunterhalt und Gartenbau und passionierter Imker
zent den regionalen Grosshandel, darunter Bäckereien, Hofläden, Drogerien und genossenschaftliche Verkaufsstellen der Region.
Parallel zum Wachstum seines Bienenbestands investierte Marco auch in seine fachliche Weiterbildung. Nach einem Grundkurs bei den Zürcher Bienenfreunden absolvierte er die viereinhalbjährige Ausbildung zum Imker mit eidgenössischem Fachausweis bei Bienenschweiz. Die Kurse führten ihn zu Ausbildungsmodulen nach Landquart,
Liebefeld bei Bern und Zollikofen. Die theoretischen Module hat er abgeschlossen, die Diplomarbeit steht noch aus. Im Alltag eines Imkers bleibt die Varroamilbe die grösste technische Herausforderung. Der Parasit überträgt tödliche Viren in den Stöcken und führt ohne Behandlung zu schweren Völkerverlusten im Winter. Marco behandelt seine Völker mehrfach im Jahr. Die entscheidende letzte Behandlung gegen die Milben im Winter erfolgt Anfang Dezember bei Temperaturen zwischen vier und sechs Grad Celsius. «Das richtige Timing erfordert ungeheure Geduld», hält Marco fest. «Man muss auf das perfekte, verlässliche Wetterfenster warten.»
Das Handwerk finanziert die Passion
Die wirtschaftliche Realität der Schweizer Imkerei betitelt Marco realistisch. Ein Profi kann in der Schweiz kaum vom reinen Honigverkauf leben; rechnet man jede investierte Arbeitsstunde ein, liegt der effektive Stundenlohn bei etwa drei bis vier Franken. Berufsimker erzielen ihr Einkommen meist zusätzlich durch Königinnenzucht, den Verkauf von Jungvölkern oder Nebenprodukten wie Pollen und Propolis. Marco macht nichts von alldem. «Die Imkerei ist meine Passion – sie ist weit mehr als ein reines Hobby, aber sie ist nicht meine Existenzgrundlage», sagte Marco. Seine finanzielle Basis sichert sein Betrieb für Liegenschaftsunterhalt und Gartenbau, den er seit 24 Jahren führt. Unterstützt von einem Team aus vier Mitarbeitern – darunter gelernten Landschaftsgärtnern und einer Teilzeit-Büroadministratorin – bedient die Firma
Kunden in der Stadt Zürich, im Limmattal und in den umliegenden Gemeinden. Marcos Hintergrund als gelernter Schreiner ermöglicht es ihm zudem, bauliche Reparaturen an den betreuten Liegenschaften direkt selbst auszuführen, was den Hausverwaltungen die Kosten für separate Handwerker spart. Diese Synergie zwischen den beiden Tätigkeiten sorgt für die nötige Quersubventionierung: Die Gartenbaufirma generiert den verlässlichen Cashflow, um das Material, die Zeit und die Logistik zu finanzieren, die 200 Bienenvölker fordern. «Der Honig deckt seine eigenen Betriebskosten und die Passion trägt sich selbst», reflektiert Marco. «Aber es ist der unglamouröse Alltag im Hauptberuf, der die Grossdimension der Imkerei überhaupt erst möglich macht.»
Bienenvölker bewirtschaftet Marco an neun Standorten.
Mit der Serie Unternehmerinnen und Unternehmer stellt der Anzeiger in lockerer Folge Unternehmerpersönlichkeiten vor und würdigt damit deren Engagement für den Wirtschaftsstandort Knonauer Amt. (red)
Seit 14 Jahren als Imker tätig: Marco Pezzani. (Bilder Deviprasad Rao)
Mit der Ernte kann begonnen werden, sobald die Bienen die Waben mit einer feinen Wachsschicht versiegeln.
Vom Klassenzimmer an die Ladenkasse
Der 17-jährige Kantischüler Lenn Schnorrbusch aus Hedingen arbeitet am Samstag jeweils an der Migros-Kasse im Zentrum Spitzacker in Urdorf
Christian Murer
Seit ein paar Monaten ist der 17-jährige Kantischüler Lenn Schnorrbusch aus Hedingen jeweils am Samstag und in den Ferien an einer der drei Kassen der Urdorfer Migros-Filiale im Zentrum Spitzacker anzutreffen. Zu diesem Schritt ermuntert hat ihn sein Urdorfer Mitschüler und Freund Pablo. «Schon länger habe ich einen Schülerjob gesucht», sagt Lenn. Doch stets habe es nur Absagen gegeben. Als der Urdorfer Migros-Filialleiter Beat Wernli ihm einen Job angeboten habe, habe er daher sofort zugegriffen.
Seine Haupttätigkeit sei das Kassieren, erzählt Lenn. Doch er erledige im Laden auch noch andere Aufgaben wie Gestelle auffüllen, Stichproben durchführen oder den Müll wegbringen. Am Abend helfe er jeweils an verschiedenen Orten, zum Beispiel beim Transport des Gemüses in die Kühlanlagen.
«Viele Stammkunden sind sehr freundlich»
Besonders gut gefällt Lenn in der Urdorfer Migros-Filiale das «mega coole» Team. Mit jedem könne man ein Spässchen machen. Von Jung bis Alt sei bei den rund 30 Angestellten alles dabei. Er fühle sich sehr gut betreut durch Romy
«Von rund neun Stunden Arbeitszeit sind Pablo und ich oft bis zu sieben Stunden an der Kasse.»
Lenn Schnorrbusch, Kantischüler aus Hedingen mit Schülerjob in der Urdorfer Migros-Filiale im Zentrum Spitzacker
Häfeli und Beat Wernli und schätze den kollegialen Teamgeist.
Die weitgehend positiven Rückmeldungen, die er an der Kasse erhalte, prägen seinen Alltag, erzählt der Jugendliche. «Viele Stammkunden sind wirklich sehr freundlich, liebenswürdig und sympathisch.» Auch Kanti-Lehrerinnen und -Lehrer habe er schon an der Kasse bedient. Klar, ab und zu habe er auch mit unfreundlichen Leuten zu tun. Aber
er gehe jeweils davon aus, dass diese nur mit dem falschen Fuss aufgestanden seien, und versuche, ihnen mit Wohlwollen zu begegnen.
Das Kassieren mag er am liebsten Samstags steht Lenn meist um 8.15 Uhr auf, nimmt den Zug nach Urdorf und beginnt gegen 9.15 Uhr mit der Arbeit. Er holt die Geldkassette und startet an der Kasse. Bis etwa 12 Uhr sind je nach Kundenaufkommen zwei bis drei Kassen geöffnet, die unter anderem von Pablo, Romy, Phillip, Valdete und ihm besetzt werden. Zwischendurch gibt es gestaffelte Pausen für Znüni und Mittagessen. Nach der morgendlichen Rushhour hilft Lenn auch in anderen Bereichen aus, etwa beim Auffüllen von Regalen, Etikettieren, Vorziehen der Waren oder bei der Kundenbetreuung. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liege jedoch beim Kassieren, das ihm auch besonders viel Freude bereite, wie er sagt. «Von rund neun Stunden Arbeitszeit sind Pablo und ich oft bis zu sieben Stunden an der Kasse», sagt Lenn. Nach Ladenschluss räumt das Team gemeinsam auf, Pablo und Lenn reinigen die Kassen, leeren Abfalleimer, versorgen Körbe und unterstützen beim Transport des Gemüses in die Kühlanlagen. Gegen 20.20 Uhr endet der Arbeitstag.
Er freut sich auf einen Sommer auf dem Velo
Wenn Lenn nicht in der Urdorfer Migros-Filiale jobbt, besucht er die 10. Klasse der Kantonsschule Limmattal in Urdorf. Sport und Geschichte gehören klar zu seinen Lieblingsfächern. «Ich interessiere mich besonders für die Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts», sagt er.
Neben Geschichte und Sport sei er von der Medizin fasziniert, was er sich auch als zukünftiges Berufsziel vorstellen könnte. Besonders die Kardiologie und Chirurgie haben es ihm angetan. Zudem spielt er Unihockey, schwimmt und fährt sehr gerne Rennvelo. «Diesen Sommer fahre ich mit meinem Papa wahrscheinlich via Innsbruck über den Reschenpass an den Gardasee. Ich freue mich jetzt schon riesig», erzählt er. Auch im vergangenen Sommer unternahmen die beiden eine Veloreise, damals ging es in zwei Tagen über Davos, Zernez und den Ofenpass an den Gardasee. Nach der Schule plant Lenn zuerst ein Zwischenjahr, um den Ziviloder Militärdienst zu absolvieren.
Stabwechsel im Kloster Kappel
und den regulären Unterhalt selbst decken konnte. Barth begleitete zudem grössere bauliche und konzeptionelle Veränderungen. Dazu gehörten der Umbau des Klostercafés (2007/2008), die Modernisierung der Klosterküche (2012) und der Zimmer im Haus am See (2017) sowie das generationenübergreifende Gesamtprojekt «Intra muros – extra muros» seit 2018. Besonders stolz zeigt sich Barth rückblickend über den gelungenen Spagat zwischen den betriebswirtschaftlichen Anforderungen und den kirchlichen Werten der reformierten Kirche. Seine offizielle Verabschiedung findet im Rahmen eines Festgottesdienstes am Sonntag, 28. Juni, um 10 Uhr in der Klosterkirche Kappel mit anschliessendem Apéro riche statt. Ab dem 1. Juli übernimmt Alexandra Steinmüller die Verantwortung als Hoteldirektorin und Geschäftsführerin.
Die gebürtige Frankfurterin absolvierte die renommierte Hotelfachschule in
Alexandra Steinmüller folgt auf Jürgen Barth Nach 22 Jahren erfolgreicher Führung übergibt Hoteldirektor und Geschäftsführer Jürgen Barth per 1. Juli 2026 die Leitung des Seminarhotels Kloster Kappel der Reformierten Landeskirche des Kantons Zürich an seine Nachfolgerin Alexandra Steinmüller. Barth verabschiedet sich in den wohlverdienten Ruhestand, während mit Steinmüller eine erfahrene und lokal verankerte Hoteliere das Zepter übernimmt. Jürgen Barth trat im Februar 2004 zunächst als Chef de Réception in das Kloster Kappel ein. Der Betrieb befand sich damals in einer wirtschaftlich und strukturell unsicheren Phase. Nach Stationen als stellvertretender und interimistischer Leiter wurde er im Juni 2005 fest als Hotelier und Geschäftsführer angestellt. In den vergangenen 22 Jahren prägte er die Entwicklung des Hauses massgeblich: Unter seiner Führung wurden Strukturen modernisiert und der Betrieb konsequent auf Dienstleistungsbereitschaft ausgerichtet, sodass das Hotel bald schwarze Zahlen schrieb
im Palace
Luzern, im Château Gütsch sowie im Parkhotel Vitznau, bevor sie als Vizedirektorin im Campus Hotel Hertenstein und zuletzt als Leiterin der Hotellerie in einem Alters- und Pflegeheim tätig war. Steinmüller bringt nicht nur fundierte Fachkompetenz mit, sondern ist auch persönlich stark mit dem Ort verbunden: Seit 2016 wohnt sie mit ihrer Familie in Kappel. Für ihre neue Aufgabe setzt Alexandra Steinmüller auf gelebte, herzliche Gastfreundschaft: «Wenn ein Lächeln von Herzen kommt, spüren das die Gäste sofort», so Steinmüller. Ihr primäres Ziel für die kommenden Jahre ist es, die Sichtbarkeit des Klosters weiter zu stärken und das geschichtsträchtige Haus noch fester in der Region zu verankern. «Bis 2027 soll das Kloster Kappel für die Menschen in der Region und darüber hinaus ein fester Begriff sein. Als Ort der Gastfreundschaft, der guten Küche und der besonderen Atmosphäre.»
Kloster Kappel
und blickt auf eine beeindruckende Karriere in der Schweizer ge-
hobenen Hotellerie zurück. Sie sammelte wertvolle Erfahrungen
Jürgen Barth übergibt symbolisch den Schlüssel an Alexandra Steinmüller. (Bild Diana Fry, Kloster Kappel)
Bis zu sieben Stunden verbringt der 17-jährige Lenn Schnorrbusch an einem Arbeitstag an der Migros-Kasse.
Bei Romy Häfeli und Filialleiter Beat Wernli fühlt sich Lenn Schnorrbusch gut aufgehoben. (Bilder Dlovan Shaheri)
Count Vlad mit Freunden in der Mülibar
Timo Homberger, Dylan Dogs und Wake
In der Mülibar kommt es zu einer Zweitauflage von «Count Vlad mit Freunden». Martin Flückiger alias Count Vlad ist seit über vierzig Jahren Bandmusiker und seit 1999 auch als Solokünstler unterwegs. Musikalisch dem Rock’n’Roll mit vielen seiner Facetten verpflichtet, ist er Liebhaber der Loser-Geschichten, der schrägen Töne und Freund aller Melancholiker.
Musikalische Leckerbissen
Mit von der Partie am kommenden Donnerstag sind Timo Homberger, Dylan Dogs und Wake. Mit Timo Homberger (Wilcox) gibt es ein paar Leckerbissen aus dem Singer-Songwriter-Repertoire der Formation in the Neighbourhood. Eine Kombo aus drei ehemaligen Nachbarn, drei Gitarren und zwei Stimmen. Für die Dylan Dogs ist es etwas ganz Besonderes, wieder in voller Stärke zu viert aufzutreten. Der Gitarrist der Band, Timo Sykora, kämpfte vor rund zwei Jahren nach einem schlimmen Unfall um sein Leben. Dann kam eine lange Zeit in der Reha, im Rollstuhl und mit einer gelähmten Hand. Es ist für die Dylan Dogs so eine Mischung aus Märchen und Wunder, dass Timo jetzt wieder mit auf der Bühne steht. Er bringt sich mit viel Willen ins Leben und die Musik zurück. Wake, eine unerschütterliche Formation aus Zug, ist seit zwei Jahren neue Heimat für den Count geworden. Im Moment läuft das Songwriting auf Hochtouren, und es wird in der Mülibar viel Neues zu hören geben. Und zu guter Letzt werden alle Mitwirkenden den Abend mit einer spontanen Session beschliessen.
Count Vlad zum Gig: «Mit so guten Freunden Musik zu machen, ist ein absolutes Privileg und Geschenk. Und diese Musik in der Mülibar zu präsentieren, lässt die Vorfreude wachsen, da das Pu-
blikum legendär offen und interessiert ist, und die Gastfreundschaft des BarTeams jede Erwartung übertrifft.»
Aschi Rutz
Klang trifft Wein
Matinée in der reformierten Kirche Affoltern
Am Sonntag, 28. Juni, um 11.15 Uhr wird in der reformierten Kirche Affoltern ein neues Konzertformat lanciert: Die Matinée «Klang & Wein» verbindet musikalische Darbietungen mit einer sorgfältig ausgewählten Weinverkostung.
Raphael Arnet nimmt das Publikum mit auf eine Entdeckungsreise in die Welt der Walliser Weine. Dabei stellt er verschiedene Spezialitäten vor, vermittelt Wissenswertes über deren Geschichte und Rebsorten und zeigt auf, welche Speisen besonders gut dazu passen.
Begleitet wird die Degustation von Emöke Szatmári (Klarinette) und Antonia Nardone (Flügel). Auf dem Programm stehen bekannte Werke wie «La Vie en Rose» von Marcel Louiguy, «Summertime» von George Gershwin, die «Tritsch-Tratsch-Polka» von Johann Strauss sowie «Teasing Tango» von Paul Harvey. Das Zusammenspiel von Geschmack und Klang verspricht eine genussvolle und inspirierende Stunde. Als Gastmusikerin wirkt die aus Ungarn stammende Klarinettistin Emöke Szatmári mit. Die Preisträgerin zahlreicher nationaler Wettbewerbe konzertierte als Kammermusikerin und Orchestermitglied in ganz Europa. Seit 2017 lebt sie in der Schweiz und absolvierte ihr Studium an der Zürcher Hochschule der Künste bei Fabio Di Casola. Heute ist sie als Klarinettenlehrerin an der Musikschule Volketswil tätig und musiziert regelmässig in verschiedenen Ensembles, unter anderem mit der Zürcher Kammerphilharmonie sowie als Zuzügerin im Orchester der Oper Zürich. Die Veranstaltenden laden herzlich dazu ein, sich auf dieses besondere Zusammenspiel von Wein und Musik einzulassen und zu erleben, wie sich Geschmack und Klang gegenseitig bereichern.
Starke Leistungen
Der TV Obfelden überzeugte am Turnfest
Endlich war es wieder so weit: TurnfestZeit! Am Samstagvormittag machte sich der gesamte TV Obfelden auf den Weg nach Seengen – mit dabei auch der frisch umgebaute TV-Wagen. Bevor es sportlich ernst wurde, standen zunächst die wirklich wichtigen Disziplinen des Tages auf dem Programm: Schatten suchen, Getränke kühlen und etwas Essbares finden. Für angenehm kühle Temperaturen in der Halle war bestens gesorgt, beim Zeitplan hingegen lief nicht alles rund. Mit mehr als einer halben Stunde Verspätung konnte die erste Gerätedisziplin, die Schaukelringe, starten. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Leichtathletinnen und Leichtathleten im Kugelstossen bereits ihre Note von 8,51 erzielt. Danach kam der Wettkampf in der Halle aber ins Rollen. Trotz einiger Stürze gelang den Schaukelringturnenden ein guter Durchgang, der mit der starken Note 9,22 belohnt wurde.
Draussen stand anschliessend Schleuderball auf dem Programm. Für besondere Spannung sorgte die Nähe der Anlage zum Spazierweg. Zur Erleichterung der Passantinnen und Passanten fanden die meisten Bälle jedoch den Weg in die gewünschte Richtung. Das Resultat: eine solide 8,79.
In der Turnhalle wurde weiterhin mit Verspätung geturnt. Die Barrenturner zeigten eine starke Vorführung mit beeindruckender Synchronität. Die Note 9,21 fiel dafür eher bescheiden aus. Anschliessend präsentierten die Stufenbarren-Turnerinnen ihr neues Pro-
gramm. Trotz einiger kleiner Fehler konnten sie sich im Vergleich zur AZO-/ GLZ-Regionalmeisterschaft vor drei Wochen steigern und erreichten mit 9,09 erstmals eine 9er-Note. Durch die Verzögerungen wurde es danach hektisch. Rasch umziehen und in der Hitze hinüber zum Team Aerobic sprinten. Bis zum Auftritt hatten es auch die übrigen Vereinsmitglieder geschafft und unterstützten die Gruppe lautstark. Die Leistung konnte gegenüber dem Wettkampf im Mai nochmals gesteigert werden.
Direkt im Anschluss machte sich das Pendelstafetten-Team auf dem leicht erhöhten Sportplatz hinter der Team-Aerobic-Anlage bereit. Angefeuert vom gesamten Verein gelang trotz eines Übertritts eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. Ohne diesen Fehler wäre sogar eine 9er-Note möglich gewesen. So resultierte eine starke 8,92. Nach dem gemeinsamen Abendessen im Festzelt nutzten viele die Gelegenheit für eine Abkühlung im See, bevor der Abend gemütlich im Festzelt ausklang.
Mit einer Totalnote von 26,65 belegte der TV Obfelden den 20. Rang in der 1. Stärkeklasse.
Bereits steht der nächste Anlass vor der Tür: Am 15. und 16. August finden in Obfelden das Grümpi sowie der Schnällscht Obfelder statt. Weitere Informationen und Bilder gibt es unter www.tvobfelden.ch.enhausen.
Turnverein Obfelden
Eintritt, mit Kollekte, Kontakt: muelibar@bluewin.ch
Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Knonauer Amt
& Wein»: Matinée mit Unterhaltungsmusik und Weinbegleitung.
Grillplausch der SVP
Traditioneller Anlass in Bonstetten
Letzten Freitag führte die SVP Bonstetten ihren traditionellen Grillplausch durch. Über 40 Mitglieder und Sympathisanten fanden sich im reformierten Kirchensaal ein.
Für den Anlass war alles vorbereitet, und auch der Apéro auf dem Vorplatz stand bereit. Kurz vor Beginn zog jedoch ein heftiges Gewitter mit Donner, Blitzen, starkem Wind und Regen auf. Deshalb musste das Programm kurzfristig angepasst und der Anlass nach drinnen verlegt werden.
Edi und Primus meisterten diese unerwartete Situation mit Bravour und bereiteten auf der improvisierten Grillstation feine Grilladen zu. Trotz der wetterbedingten Umstände liessen sich die Anwesenden die gute Stimmung nicht nehmen.
Besonders erfreulich war, dass auch der Präsident der SVP Bezirk Affoltern trotz des wetterbedingten Chaos in Zürich, den Weg nach Bonstetten fand. Er wurde von den Anwesenden mit grossem Applaus empfangen.
Nach dem Essen warteten die Teilnehmenden gespannt auf das Bingo. Es wurde gelacht, gerufen und mitgefiebert. Über den Hauptpreis – einen Gutschein im Wert von 180 Franken für eine Schifffahrt auf dem Zürichsee – durfte sich Claudia freuen.
Nach dem Bingo wurde Kuchen (offeriert von den Teilnehmern) serviert.
Auf Kaffee mussten die Teilnehmenden allerdings auf das nächste Jahr vertröstet werden, da die Kaffeemaschine nach
dem ersten Kaffee den Geist aufgegeben hatte.
Der Anlass bot einmal mehr eine geschätzte Gelegenheit, Kontakte zu pflegen, sich persönlich auszutauschen und die Verbundenheit innerhalb der Partei sowie mit ihren Sympathisanten zu stärken. Der Grillplausch darf insgesamt als gelungener Anlass bezeichnet werden.
Der Vorstand freut sich schon jetzt auf die Ausgabe 2027.
SVP Bonstetten
«Klang
Sonntag, 28. Juni, 11.15 Uhr in der Kirche Affoltern. Emöke Szatmári, Klarinette; Antonia Nardone, Flügel; Raphael Arnet. Eintritt frei, Kollekte
Die Matinée verbindet Musikgenuss mit Walliser Weinspezialitäten. (Bild zvg)
Mülibar, Donnerstag, 25. Juni 2026, Bar ab 20 Uhr, Konzert um 20.30 Uhr, Gemeinschaftsraum Mülimatt, Hausen am Albis, ohne
Count Vlad alias Martin Flückiger in seinem Element. (Bild zvg)
Turnverein Obfelden vor dem umgebauten Wagen. (Bild zvg)
Kulinarik und Gespräche. (Bild
Count Vlad mit Freunden in der Mülibar Musikalisch dem Rock' n ‘Roll verpflichtet, Liebhaber von Loser-Geschichten und schrägen Tönen
Donnerstag, 25. Juni 2026, 20.30 Uhr Gemeinschaftsraum Mülimatt, Hausen am Albis
Zu den Freunden von Martin Flückiger alias Count Vlad gehören Timo Homberger, die beiden aktuellen Bands Dylan Dogs und Wake. Mit dabei auch Timo Sykora mit seinen überirdischen Gitarrentönen. Spontane Session mit allen mitwirkenden Musikern.
Ohne Eintritt, mit Kollekte
Chasing Cancellara Zürich-Andermatt am Samstag, 27.06.2026 AmSamstag,27.Juni2026, findet die RadsportveranstaltungChasingCancellara Zürich-Andermatt von und mit Doppelolympiasieger
Fabian Cancellara statt.
Rund 204 Kilometer und 4300 Höhenmeter von Zürich nach Andermatt gibt es zu bewältigen.
Ein Teil der Strecke verläuft läuft von Zürich nach Schlieren und weiter nach Uitikon, Hausen amAlbis und Sihlbrugg.
Im genannten Gebiet ist in der Nacht von 02.00 Uhr bis 06.00 Uhr mit deutlich mehr Radfahrenden zu rechnen. Wir bitten um Verständnis und Geduld. Von 09.00 bis 17.00 Uhr werden die Teilnehmenden auf der Piazza Gottardo in Andermatt in Empfang genommen.
«Hallo», ich (w., pensioniert) suche as «Gspönli» für Freizeitaktivitäten verschiedener Art. a.dallago@outlook.com
Die Stiftung Kinderhilfe Sternschnuppe erfüllt Herzenswünsche von Kindern mit einer Krankheit oder Behinderung.
Bezirksgemeinden Affoltern Lehrstellen
Sind Sie interessiert an einer spannenden und abwechslungsreichen Ausbildung? Die Gemeinden des Bezirks Affoltern haben für das Jahr 2027 freie Lehrstellen zu vergeben als Kauffrau/Kaufmann EFZ, mit oder ohne Berufsmatura Kaufleute Öffentliche Verwaltung erledigen anspruchsvolle kaufmännische Arbeiten in den Stadt- und Gemeindeverwaltungen. Sie begleiten und betreuen Einwohnerinnen und Einwohner in allen Lebenslagen. Von der Ausstellung von Ausweisen und Bewilligungen, dem Vorbereiten von Wahlen und Abstimmungen, dem Prüfen und Publizieren von Baugesuchen über das Kontrollieren von Steuererklärungen bis zum Budget erfüllen sie vielfältige Aufgaben.
Die Ausbildung mit Berufsmatura eignet sich für Jugendliche mit sehr gutem Sekundarschulabschluss A, die Ausbildung ohne Berufsmatura mit gutem Sekundarabschluss A, die Verantwortung übernehmen wollen, zuverlässig und kontaktfreudig sind. Gute Umgangsformen sowie mündliche und schriftliche Sprachgewandtheit sowie Freude an Fremdsprachen und ein Flair für Zahlen werden vorausgesetzt. Fachfrau/Fachmann Betriebsunterhalt EFZ, Fachrichtung Werkdienst Als Fachfrau/Fachmann Betriebsunterhalt im Werkdienst sind Sie ein absolutes Allroundtalent und arbeiten vorwiegend im Aussenbereich. Zu Ihren Aufgaben gehören das Pflegen und Reinigen von Grünanlagen, Wegen und Strassen. Weitere Aufgaben sind die Instandhaltung von Spielplätzen, Kanalisationen, Uferreinigung von Bächen, Reparaturen und Wartung von Maschinen sowie das Aufstellen von Signalisationen, Bühnen etc. für spezielle Anlässe. Ebenfalls gehören Winterdienstarbeiten dazu. Diese vielseitige Ausbildung eignet sich für Jugendliche, die gerne in der freien Natur arbeiten und mindestens über eine abgeschlossene Sekundarschule B verfügen. Wichtig sind handwerkliches Geschick, praktisches Denken, eine hohe Zuverlässigkeit und Freude an körperlicher Anstrengung. Konnten wir Ihr Interesse für eine der ausgeschriebenen Lehrstellen wecken? Dann schicken Sie Ihre Bewerbungsunterlagen mit Motivationsschreiben, Lebenslauf, sämtlichen Zeugnissen sowie weiteren Unterlagen (Multicheck und/oder Stellwerk nur auf Verlangen der jeweiligen Gemeinde) an Ihre Wunscharbeitgeberin:
Affoltern am Albis, David Broger, Marktplatz 1, 8910 Affoltern am Albis, Tel. 044 762 56 32, E-Mail: praesidialabteilung@stadtaffoltern.ch
(2 Lehrstellen Kauffrau/Kaufmann, mit oder ohne Berufsmatura)
Coiffeur Salon imPflegezentrum Sonnenberg (Pilatus) Melchior Hirzel-Weg 42,Affoltern am Albis www.coiffeur-senguel.ch
www.sternschnuppe.ch
FCA-B-Junioren schaffen Aufstieg in extremis
Die B-Junioren aus Affoltern spielen in der nächsten Saison in der Promotion
Die Ausgangslage konnte nicht spannender sein in der Gruppe 4 der Junioren B1 (1. Stärkeklasse). Mit dem FC Wädenswil, dem FC Horgen und dem FC Affoltern am Albis (FCAff) konnten in der letzten Runde theoretisch noch drei Teams in die Promotion aufsteigen. Für die Affoltemer stand dabei die Auswärtspartie gegen den FC Adliswil (FCAd) bei bestem Badiwetter auf der Sportanlage Tal an. Wer Parkplatz und Schatten suchte, musste sich schon einmal gedulden. Auch der Start ins Spiel war gemächlich, bis der FCAff in der fünften Spielminute einen ersten Schuss auf das Tor der Gastgeber abgab, welcher von dessen Torhüter Schwöbel gekonnt aus dem Angel gefischt wurde.
Das Spielgeschehen wog in der Folge hin und her, mit guten Ansätzen auf beiden Seiten. In der 12. Minute konnten die Gäste wiederum einen strammen Schuss aufs FCAd-Tor abgeben, welcher zwingend vom Torhüter neutralisiert werden musste. Der FCAff zeigte sich in der Folge bemüht, das Spielgeschehen in die eigenen Füsse zu nehmen. Oft aber fehlte die Genauigkeit beim letzten Pass. In der 20. Minute gelang dies für einmal, und der Schlenzer auf den linken Pfosten musste abermals vom glänzenden Torhüter der Adliswiler in extremis gehalten werden. Der FCAd konnte sich aber immer wieder aus der Umklammerung lösen und Tempo aus dem Spiel nehmen. Der «Hydration Break» in der 25. Minute brachte keine grosse Änderungen ins Spielgeschehen. In der 32. Minute entstand erneut Aufregung im FCAd-Sechzehner, aber die letzte Konsequenz zum ersten Treffer fehlte. Nur eine Minute später setzte der FCAd einen Nadelstich und wohl die beste Chance des Spiels bis dahin. FCAff-Torhüter Lauffenburger
Laurin Maggitti verwertet den Penalty zum einzigen Tor der Partie souverän. (Bild Andreas Eigenmann)
konnte den Ball über gerade noch die Latte bugsieren. Danach wog das Spiel erneut hin und her. Eine gewisse Nervosität und der Umstand, dass seitens der Säuliämtler keinesfalls eine gelbe Karte eingefangen werden durfte, schienen auf der Gästeseite zunehmend spür-
bar. In der 41. Minute setzte Lio Wälter (endlich) zu einem gefährlichen Schuss aus knapp 20 Metern in die linke Ecke an, welchen der FCAd-Torwart mirakulös entschärfte.
Der Start in die 2. Halbzeit war verheissungsvoll mit einem strammen
Schuss durch den eingewechselten Maggitti, der frischen Wind in die Partie brachte. Keine Minute später dann die nächste 100-Prozentige für den FCAff nach einer Flanke auf der linken Seite. Der Kopfball strich zum Entsetzen des zahlreich anwesenden Gästeanhangs über das Tor. Dann waren die Sihltaler wieder an der Reihe. Ein Freistoss aus 25 Metern wurde zum Glück für die Blauweissen vom Pfosten neutralisiert. In der 51. Minute dann ein Konter, welchen Maggitti aber ohne Erfolg abschloss. In der 65. Minute sahen alle den Ball schon im Tor der Adliswiler. Aber die zweite 100-Prozentige ging nicht rein. Nun erhöhten die Gäste den Druck und die Chancen ereigneten sich im Minutentakt. In der 75. Minute kam dann die Erlösung. Ein Penalty zugunsten des FCAff und das 0:1 öffneten die Dose. Maggitti verwandelte souverän und Jubelschreie der Erlösung hallten über den Platz. Vorerst zumindest. Denn fünf Minuten später entstand im Sechzehner des FCAff ein ebenfalls diskussionswürdiger Zweikampf. Der Penalty-Pfiff ertönt aber nicht. In der 83. Minute hätte der Deckel schliesslich zugemacht werden können. Aber wiederum verpasste der FCAff eine 100-Prozentige im Fünfmeterraum. Es folgten noch zwei, drei weitere Chancen, die aber nicht mehr nötig waren, denn der Sieg war den Affoltemern nicht mehr zu nehmen. Danach folgte ein banges Warten, bis die Partie von Horgen in Einsiedeln gespielt war. Kurz nach vier Uhr kam die Nachricht, dass es dem FCA dank zweier mehr geschossener Tore zum Aufstieg gereicht hatte. Der ganze Verein gratuliert dem Team um das Trainergespann Hauptmann/Hofmann zum verdienten Aufstieg.
Michael Romer, FCA
Souveräner Saisonabschluss mit Kantersieg
3. Liga, Gruppe 1: FC Affoltern a/A – FC Wädenswil 7:1
Bereits am frühen Sonntagmorgen herrschten sommerliche Temperaturen, als der FCA zum letzten Saisonspiel die zweite Mannschaft des FC Wädenswil empfing. Nach einer durchwachsenen Saison wollte man sich mit einem Heimsieg verabschieden und den Zuschauern nochmals eine gute Leistung zeigen. Gleichzeitig sollte die Partie ein besonderer Abschluss für Goalie Aegerter und Coimbra werden, welche ihr letztes Spiel im FCA-Dress bestritten. Der FCA startete konzentriert und engagiert in die Partie. Von Beginn weg war die Mannschaft hellwach und zeigte, dass man die Saison mit einem posi-
tiven Erlebnis beenden wollte. Bereits in der 7. Minute belohnte sich das Heimteam: Nach einer sehenswerten Kombination landete der Ball bei Coimbra, welcher ruhig blieb und zum 1:0 einschob. Auch nach der Führung blieb der FCA spielbestimmend und versuchte, das Tempo hochzuhalten. Doch in einigen Situationen fehlte die Genauigkeit beim letzten Pass. Die Gäste wirkten offensiv grösstenteils harmlos, und wenn sie doch einmal gefährlich wurden, war die Affoltemer Defensive zur Stelle. Nach rund 30 Minuten konnte der FCA das Resultat weiter ausbauen. Stieger erhöhte auf 2:0, ehe Döttling
nur kurze Zeit später zum 3:0 traf. Mit dieser verdienten Führung ging es in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel blieb der FCA das bessere Team und war weiterhin bestrebt, das Spiel endgültig zu entscheiden. In der Folge hatte der FCA weitere Möglichkeiten, um das Resultat noch deutlicher zu gestalten, liess diese jedoch teilweise fahrlässig liegen. Und die Gäste kamen nach einem Freistoss doch noch zum Ehrentreffer – nach einer starken Parade von Aegerter reagierte die FCA-Defensive beim Nachschuss zu langsam. Davon liess sich das Heimteam nicht beirren und spielte
weiterhin mit offenem Visier nach vorne. Mit weiteren Treffern stellte man schliesslich den verdienten 7:1-Endstand her und feierte einen erfolgreichen Saisonabschluss.
Nach der Partie traf sich die FCA-Familie beim traditionellen 200er-Lotto nochmals gemeinsam zum Saisonabschluss. Dabei wurden auch Jael Huber und Kevin Aegerter nach vielen Jahren im «Eis» verabschiedet. Ein grosses Dankeschön für ihren unermüdlichen Einsatz und die vielen gemeinsamen Jahre beim FCA.
Arun Jeyakumar, FCA
Champions mit Säuliämtler Beteiligung
Urs Kammer gewinnt mit dem Badener Beach-Soccer-Verein BSC 54 den Euro Winners Cup 2026
Der Badener Beach-Soccer-Verein BSC 54 mit dem Säuliämter Trainer Urs Kammer hat am Sonntagabend in Nazaré (Portugal) den Euro Winners Cup 2026 gewonnen und sich damit zum besten Beach-Soccer-Team Europas gekrönt. Das Spiel gegen den mit belarussischen Nationalspielern gespickten BSC Minsk konnten die Schweizer mit 6:4 für sich entscheiden. Mit dem Titelgewinn schreibt der Verein Beach-Soccer-Geschichte. Nach zwei Schweizer Meistertiteln folgt nun der grösste Erfolg des jungen Clubs auf internationaler Bühne.
Crowdfunding war nötig Gegründet wurde der BSC 54 vor fünf Jahren vom Schweizer Nationalspieler Glenn Hodel. Ein Crowdfunding auch in dieser Zeitung ermöglichte dem Verein überhaupt erst die Teilnahme an der Champions League des Beach-Soccers.
Für das Abenteuer in Portugal stellte Hodel ein internationales Team zusammen. Neben Beach-Soccer-Weltstar Noel Ott sowie den Schweizer Nationalspielern Tobias Steinemann und Michael Rodrigues standen unter anderem der Brasilianer Dmais, der Japaner Takaaki Oba sowie die dänischen Nationalspieler
Axel Damm und Gustav Madsen im Kader. Auch der Säuliämter Trainer Urs Kammer blickt auf eine langjährige Beach-Soccer-Geschichte zurück. Zum Sport kam er bereits 2011 als Spieler bei den Beach Kings Emmen, die vom Säuliämter Jean Wicki und dem ehemaligen Natistar Stefan Meier gegründet wurden.
Kammer ist seit letztem Jahr Trainer
Auf die Saison 2025 wurde Kammer vom heute 29-jährigen Glenn Hodel als Trainer zu seinem Verein BSC 54 geholt. Die beiden waren bereits vor 15 Jahren Teamkollegen. Mit dem Schweizer Meistertitel im selben Jahr nahm die Erfolgsgeschichte des jungen Clubs rasch Fahrt auf. Nur ein Jahr später folgte mit dem Gewinn des Euro Winners Cup in Nazaré der grösste Erfolg der Vereinsgeschichte. Für Kammer steht fest, wem dieser Erfolg zu einem grossen Teil zu verdanken ist: Gründer Glenn Hodel. Das Tüpfelchen auf dem i folgte bei der Siegerehrung: Glenn Hodel wurde zusätzlich als Most Valuable Player (MVP) des Turniers ausgezeichnet.
RK CEUT SZ RE HQ DU MM EN AV GD KA RSTN UO VNE IG L TOEN HZ NO UE AE EM FN SE ER GE EOE FR BUCR NUDC F SI ENT WE RTU NG HTSK HP PT NH IH UR LK KEES IE EE II LC DDN ESEK UI GC ZI O ER IE EF FA WP GA LN WH DR LH CR EF PE NR IU EA IK UT UN HE AUSR EIZ EN GD LN B ENTBS ER VU SK GLG BA GR
Sie sind die Champions des Beach-Soccers in Europa: die Jungs vom Badener Beach-Soccer-Verein BSC 54 mit dem Säuliämtler Trainer Urs Kammer. (Bild zvg)