Positiver Kurs bestätigt: Das Spital Affoltern hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Gewinn von 2.2 Millionen Franken abgeschlossen. Seite 14
Neues Team an der Spitze
Der Sicherheitszweckverband Albis hat seine Sicherheitskommission neu bestellt und sämtliche Geschäfte einstimmig verabschiedet. Seite 8
Expo feiert grosses Jubiläum
Gewerbeverein Obfelden blickt auf 50 Jahre
Die Expo 2026 ist am Freitagabend mit dem traditionellen Anlass für Ausstellerinnen und Aussteller eröffnet worden. Neben der Gewerbeschau mit 60 Ausstellenden stand dieses Jahr das 50-Jahre-Jubiläum des Gewerbevereins Obfelden im Mittelpunkt. Der Verein war 1976 nach längerer Unterbrechung neu gegründet worden. OK-Präsident Jürg Meier blickte auf die Entwicklung der alle vier Jahre stattfindenden Ausstellung zurück. Die Organisation sei über die Jahre deutlich anspruchsvoller geworden, ohne Sponsoren lasse sich ein solcher Anlass heute kaum mehr durchführen. Gleichzeitig kündigte er an, dass eine jüngere Generation bereitstehe, Verantwortung zu übernehmen.
Für Unterhaltung sorgten auch Erinnerungen an die Geschichte des Obfelder Gewerbes. Ehemalige Vereinsverantwortliche erzählten Anekdoten aus früheren Zeiten und sorgten damit für manche Lacher im Publikum. Gemeindepräsident Stephan Hinners würdigte die Bedeutung des lokalen Gewerbes für die Gemeinde. Die Expo zeige eindrücklich die Vielfalt der Betriebe und deren Beitrag zu Arbeitsplätzen, Ausbildung und Wertschöpfung. «Ohne Gewerbe ist Obfelden nicht das, was es ist», sagte Hinners. (red)
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Vogelarten und mehr gibt es in Knonau zu beobachten. Die Artenvielfalt ist hoch. Seite 9
Geschichte zurück
Zum vierten Mal OK-Präsident der Expo in Obfelden, nun ist Schluss: Jürg Meier, Inhaber eines Zimmerei- und Innenausbaubetriebs. (Bild Werner Schneiter)
Jetzt gilt es, «die Ärmel hochzukrempeln»
Die Wahlkämpfe sind vorbei – doch nun beginnt erst die eigentliche Arbeit Einige zweite Wahlgänge gab es im Amt am letzten Sonntag noch durchzuführen. Wohl am meisten von Interesse war es, wer in Hausen das Rennen um das Gemeindepräsidium machen würde. Mit 866 Stimmen gewählt wurde der parteilose Sven Kammer, der bereits seit Längerem Mitglied des Gemeinderates ist. «Ich bin absolut überwältigt und freue mich riesig über dieses tolle Wahlergebnis! Das grosse Vertrauen der Einwohnerinnen und Einwohner von Hausen bedeutet mir enorm viel. Ob bei meiner bisherigen Arbeit in den letzten vier Jahren im Gemeinderat, im Vorstand des Turnvereins oder bei anderen Einsätzen im Dorf – mir lag das Vereins- und Dorf-
Hausens frischgebackener Gemeindepräsident: Sven Kammer. (Bild zvg)
leben schon immer am Herzen. Dass dieses jahrelange Engagement nun mit der Wahl zum Gemeindepräsidenten belohnt wurde, ist für mich die schönste
Wenig Rückhalt
Nur drei Gemeinden sagen Ja
Die Nachhaltigkeitsinitiative ist im Knonauer Amt deutlich gescheitert. Nur Kappel, Maschwanden und Ottenbach stimmten der Vorlage zu, in den übrigen elf Gemeinden überwog das Nein.
Einen ausgeprägten Stadt-Land-Graben zeigte das Resultat nicht, auch wenn die weiter von Zürich entfernten Gemeinden tendenziell häufiger Ja sagten. Auffällig ist der Vergleich mit der Masseneinwanderungsinitiative von 2014: Damals gehörten mehrere Ämtler Gemeinden zu den Ja-Hochburgen. Die
Forderung nach einem Bevölkerungsdeckel von zehn Millionen Einwohnern fand nun aber deutlich weniger Anklang. Die Stimmbeteiligung lag bei über 66 Prozent und damit auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Am deutlichsten fiel die Zustimmung in Kappel aus, während Rifferswil die Vorlage am klarsten ablehnte. Klar angenommen wurde dagegen die Revision des Zivildienstgesetzes. (red)
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Bestätigung», sagte der frischgebackene Gemeindepräsident nach seiner Wahl. Er möchte weiterhin nahbar, offen und für alle im Dorf da sein und freue sich darauf, gemeinsam mit dem Gemeinderat und der Bevölkerung «die Ärmel hochzukrempeln», so Sven Kammer. Sein Gegenkandidat Olivier Hofmann von der FDP erhielt 484 Stimmen, muss sich jedoch nicht grämen, denn einen Sitz im Gemeinderat sicherte er sich ja bereits im ersten Wahlgang. Insgesamt nahmen 1356 Bürgerinnen und Bürger ihr Stimmrecht wahr, was einer Beteiligung von zirka 51,79 Prozent entspricht.
In Affoltern entfiel zwar mit 325 erneut ein eher hoher Anteil Stimmen
auf Vereinzelte, aber wie erwartet wurde Eveline Fenner mit 1449 Stimmen für eine weitere Legislaturperiode gewählt. Das Primarschulpräsidium ging mit 1769 Stimmen nach dem Rückzug der Kandidatur von Franz Wipfli eindeutig an Galina Bruder, nur 85 Stimmen entfielen auf Vereinzelte. Bei beiden Abstimmungen war die Stimmbeteiligung mit 33,28 Prozent beim zweiten Wahlgang für das Stadtpräsidium und mit 31,82 Prozent für das Primarschulpräsidium eher niedrig. Die grosse Schlacht ward hier bereits im ersten Wahlgang am 8. März geschlagen. (cle)
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Auf dem Eis nach oben
Kaderathlet vor nächstem Karriereschritt
«Es ist immer zu früh, bis es zu spät ist.»
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Martin Schuppli, Journalist und Mitbegründer DeinAdieu.ch. (Bild rz)
Überschüsse und Abschiede
Die Gemeindeversammlungen in Ottenbach, Hausen und Hedingen standen im Zeichen guter Rechnungsabschlüsse, wichtiger Investitionsentscheide und zahlreicher Verabschiedungen. Für den markantesten politischen Entscheid sorgte Ottenbach: Die Stimmberechtigten lehnten einen kommunalen Mehrwertausgleich von 30 Prozent deutlich ab und beschlossen stattdessen einen Satz von null Prozent. Der Gemeinderat hatte argumentiert, mit den Abgaben könnten öffentliche Projekte wie Grünflächen oder Begegnungsorte finanziert werden. Kritiker sahen darin jedoch eine zusätzliche Belastung für Grundeigentümer und Bauherren.
Finanziell präsentierten sich alle drei Gemeinden solide. Investitionen beschäftigten insbesondere Hausen und Hedingen. In Hausen genehmigten die Stimmberechtigten 435000 Franken für die SanierungdesMehrzwecksaals.Hedingen sprach knapp 700000 Franken für eine Pumptrack-Anlage mit Bewegungs- und Begegnungsplatz beim Sportplatz Schlag. Emotional wurde es in Hausen und Hedingen bei den zahlreichen Verabschiedungen langjähriger Behördenmitglieder. Besonders gewürdigt wurden die beiden Gemeindepräsidenten Stefan Gyseler in Hausen und Ruedi Fornaro in Hedingen, die nach vielen Jahren im Dienst ihrer Gemeinden mit langem Applaus und stehenden Ovationen verabschiedet wurden. (red)
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Der Stalliker Eisschnellläufer Aurel Chiper steht vor einem wichtigen Karriereschritt. Der 19-Jährige wird in der kommenden Saison erstmals an der Shorttrack-WorldTour teilnehmen und im Long-
track in die U23/Neo-Senioren-Kategorie aufsteigen. Nach einer Rückenverletzung wechselte er vom Eiskunstlauf zum Eisschnelllauf und zählt heute zu den erfolgreichsten Schweizer Nachwuchsathleten. Parallel absolviert Chiper eine Sport-KV-Lehre bei der SIX Group. Sein grosses Ziel bleibt die internationale Spitze und langfristig die Teilnahme an den Olympischen Spielen.
Am Freitag, 19. Juni 2026 bleibt die Stadtverwaltung infolge des Personalausfluges geschlossen.
Bei Todesfällen wenden Sie sich bitte an unseren Bestatter, Bossardt Bestattungen AG, unter der Telefonnummer 044 710 99 70.
Ab Montag, 22. Juni 2026 sind wir gerne wieder für Sie da.
16. Juni 2026
Stadtverwaltung Affoltern am Albis
Vorübergehende
Sackgassenregelung an der Giessenstrasse
Die Stadt Affoltern am Albis führt weitere Sanierungsarbeiten an der öffentlichen Abwasserleitung durch, um deren Funktionstüchtigkeit langfristig sicherzustellen. Aufgrund dieser baulichen Massnahmen muss die Giessenstrasse vom 22. bis zum 24. Juni 2026 für den Durchgangsverkehr gesperrt werden. Die Ausführung erfolgt in Etappen. Die Giessenstrasse ist an den betroffenen Tagen beidseitig jeweils bis zum tagesaktuellen Arbeitsbereich als Sackgasse befahrbar. Für die Anwohnerschaft bleibt die Zufahrt zu den einzelnen Liegenschaften stets von der einen oder anderen Seite her gewährleistet. Fussgängerinnen und Fussgänger können den Baustellenbereich weiterhin sicher passieren. Wir bitten die Verkehrsteilnehmenden, die Signalisation vor Ort zu beachten. Die Verantwortlichen setzen alles daran, die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten.
4. Juni 2026 Bereich Tiefbau und Infrastruktur
Strassenbau: Sanierung
Wiesengrundstrasse, Affoltern am Albis
Öffentliche Planauflage
Das genannte Projekt wird gemäss § 16 und 17 StrG öffentlich aufgelegt.
Wiesengrundstrasse (Abschnitt Breitenstrasse bis Einmündung Untere Bahnhofstrasse): Belagssanierung, Gehwegüberfahrt, Aufwertung des Strassenraums und Erneuerung der Strassenbeleuchtung.
Rechtliche Hinweise und Fristen
Die Projektunterlagen liegen während 30 Tagen von Dienstag, 16. Juni 2026 an, bei der Stadtverwaltung Affoltern am Albis, Bau und Infrastruktur, Obere Bahnhofstrasse 7, Büro K13, 8910 Affoltern am Albis, während den ordentlichen Schalteröffnungszeiten und auf der Homepage der Stadt Affoltern am Albis zur Einsichtnahme auf.
Gegen das Projekt kann innerhalb der Auflagefrist schriftlich per Briefpost bei der Kontaktstelle Einsprache erhoben werden. Mit der Einsprache können alle Mängel des Projektes geltend gemacht werden. Zur Einsprache ist berechtigt, wer durch das Projekt berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Änderung oder Aufhebung hat. Die Einsprache muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Allfällige Beweismittel sind genau zu bezeichnen und soweit als möglich beizulegen (§ 17 StrG; §§ 21 ff.VRG,LS 175.2).Einsprachen gegen die Enteignung sowie Begehren um Durchführung von Anpassungsarbeiten sind von den direkt Betroffenen ebenfalls innerhalb der Auflagefrist bei der Kontaktstelle einzureichen (§ 17 StrG; §§ 21 ff.VRG).
Rechtsmittelfrist
Frist: 30 Tage
Ablauf der Frist: 15. Juli 2026
Auflage/Mitwirkungsfrist
Kontaktstelle
Stadt Affoltern am Albis
Abteilung Bau und Infrastruktur
Obere Bahnhofstrasse 7 8910 Affoltern am Albis
SCHWEIZERISCHE VOLKSPARTEI
DES BEZIRKS AFFOLTERN
Mit Trauer und grosser Dankbarkeit nehmen wir Abschied von unserem ehemaligen Präsidenten
Hans Kaufmann
1948 – 2026
Nationalrat und Bankrat ZKB, aber vor allem unermüdlicher Mahner für wirtschaftspolitische Solidität. Sein grösster Kampf galt vor 25 Jahren dem unsinnigen Verkauf des Nationalbankgolds. Hätte man damals auf ihn gehört, wären heute Armee und AHV finanziert. Hans war einer der gescheitesten wirtschaftlichen Köpfe des Landes. Als ursprünglicher Luzerner Bauernbub verstand er es, die schwierigsten Zusammenhänge so zu präsentieren, dass sie jeder verstand. Unerschütterlich stand er zu einer freien, unabhängigen und direktdemokratischen Schweiz. Er bleibt für uns Vorbild und Ansporn, in seinem Sinn weiterzukämpfen.
Seiner Frau Jana und seinen Kindern entbieten wir unser herzliches Beileid.
11. Juni 2026
SVP des BezirksAffoltern
DerAbschied von Hans erfolgt im engsten Familienkreis.
«Ganzstillund leise, ohne einWort, gingstDuvonDeinenLieben fort, DuhasteingutesHerzbesessen, nunruhtesstill, doch unvergessen; es istsoschwer,eszuverstehen, dasswirDichniemalswiedersehen.»
Diegemeinsame Abdankungsfeier findetam24. Juni 2026 um 14.00 UhrinderFriedhofkapelleAffoltern amAlbis statt. Anstelle vonBlumenbitten wirumeineSpendean: Vier Pfoten,IBAN:CH5809000000872378981 oder
StiftungRGZ,Behindertenheim,8048Zürich
IBAN: CH9109000000800075557
Beschlüsse der Gemeindeversammlung vom 10. Juni 2026
An der Gemeindeversammlung vom 10. Juni 2026 wurden folgende Beschlüsse gefasst:
Politische Gemeinde Ottenbach
1. Genehmigung Jahresrechnung 2025
2. Genehmigung Teilrevision der Bauund Zonenordnung (BZO) mit Verzicht auf den kommunalen Mehrwertausgleich
Rechtsmittelbelehrung
Gegen diese Beschlüsse der Gemeindeversammlungen kann, von der Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, Postfach 121, 8910
Affoltern am Albis
• wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen schriftlich Rekurs in Stimmsachen
• und im Übrigen innert 30 Tagen schriftlich Rekurs erhoben werden.
Die in dreifacher Ausfertigung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit als möglich, beizulegen. Die Kosten des Rekursverfahrens hat die unterliegende Partei zu tragen.
Protokollauflage
Das Protokoll der Gemeindeversammlung ist ab Dienstag, 16. Juni 2026, während 30 Tagen bei der Gemeindeverwaltung einsehbar. Zudem kann es ab diesem Datum jederzeit online unter www.ottenbach.ch im Bereich «Gemeindeversammlungen» abgerufen werden. Ottenbach, 11. Juni 2026 Gemeinderat Ottenbach
Knonau
Am 8. Juni 2026 ist in Zürich gestorben: Bichsel, René geboren am 31. Januar 1967 von Rüegsau BE, wohnhaft gewesen in Knonau. Die Beisetzung findet im engsten Familien- und Freundeskreis statt.
Bestattungsamt Knonau
Stallikon
Am 10. Juni 2026 ist in Stallikon ZH gestorben: Witt Verena Helene geboren am 7.September 1950,von Lengnau AG, wohnhaft gewesen in 8143 Stallikon.
Bestattungsamt Stallikon
Wettswil am Albis
Am 3. Juni 2026 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:
Meili, Hans Rudolf geboren am 6. Februar 1938, wohnhaft gewesen in Wettswil am Albis. Die Urnenbeisetzung findet im engsten Familienkreis statt.
«Ob im Horner oder Heuet, wer gugge gärä z talus und teschet hiesigi Ruschtig uf. Da chame nume sine, wi fürnähm wers hii.»
Kauderwelsch? Nur wenn man nicht richtig hinhört. Wir engagieren uns für eine belebte Bergwelt. berghilfe.ch
WIR GRATULIEREN
Zur goldenen Hochzeit
Am kommenden Mittwoch, 17. Juni, sind Marianne und Mario BlickenstorferSidler aus Affoltern seit 50 Jahren verheiratet. Eure vier Kinder mit Familien gratulieren euch von Herzen zur goldenen Hochzeit und wünschen euch weiterhin viele glückliche und erfüllte Jahre miteinander. Danke für all die schönen Erinnerungen, die ihr geschaffen habt. Wir freuen uns sehr, mit euch auf dieses wunderbare Jubiläum anzustossen und gemeinsam zu feiern. Herzlichen Glückwunsch!
Auch der «Anzeiger» gratuliert dem Ehepaar ganz herzlich und wünscht ihm ein schönes und glanzvolles Fest.
Gratulationen sind willkommen!
Für die Rubrik «WIR GRATULIEREN» sind wir auf die Einsendungen der Leserinnen und Leser angewiesen.
Bitte schicken Sie uns Gratulationshinweise per Mail an: redaktion@affolteranzeiger.ch
Gratis aufgenommen werden Geburtstage ab dem 90., runde und halbrunde ab dem 80. sowie Hochzeitsjubiläen ab der goldenen Hochzeit (50 Jahre).
Die Mails müssen jeweils am Mittwochmorgen bis 8 Uhr für die Ausgaben vom folgenden Freitag und Dienstag eintreffen. (red)
Stadt-Land-Graben zeigt sich im Säuliamt nur andeutungsweise
Klares Verdikt für «Nachhaltigkeitsinitiative» im Knonauer Amt: Nur drei Gemeinden mit Ja
daniEl KoCh
Die Nachhaltigkeitsinitiative ist im Knonauer Amt auf ein mehrheitlich skeptisches Echo gestossen. Von den 14 Gemeinden sagten einzig Kappel, Maschwanden und Ottenbach Ja, in den übrigen elf Gemeinden überwog das Nein.
Das Resultat zeigt dabei kein einheitliches Bezirksbild, sondern eine deutliche Streuung. Während Kappel mit 55,86 Prozent Ja die klarste Zustimmung verzeichnete, kam Maschwanden auf 52,17 Prozent und Ottenbach auf 51,43 Prozent. In allen drei Gemeinden lag die Ja-Mehrheit damit nur knapp bis moderat über der Hälfte.
Auf der anderen Seite steht Rifferswil mit 60,38 Prozent Nein an der Spitze der Gegnerschaft. Auch Hedingen mit 58,63 Prozent Nein und Bonstetten mit 58,56 Prozent Nein lehnten die Vorlage deutlich ab. In Affoltern, Hausen, Mettmenstetten, Stallikon und Wettswil fiel das Nein ebenfalls klar aus, wenn auch weniger deutlich. Besonders spannend sind die Gemeinden mit sehr knappen Resultaten: Aeugst, Obfelden und Ottenbach bewegten sich nahe an der 50-Prozent-Marke, was auf ein gespaltenes Meinungsbild schliessen lässt. Insgesamt zeigt sich damit ein Bezirk, der die Vorlage kaum getragen hat. Die Initiative fand zwar in einzelnen Gemeinden Rückhalt, stiess aber in der Mehrheit der Orte auf Ablehnung. Gerade diese Mischung aus knappen Entscheiden und klaren Nein-Mehrheiten macht das Resultat interessant, weil sie auf unterschiedliche lokale Stimmungen innerhalb desselben Bezirks schliessen lässt.
Herausgeberin:
CH Regionalmedien AG
Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Obere Bahnhofstrasse 5 8910 Affoltern a. A.
Leiterin: Barbara Roth
Chefredaktor: Daniel Koch (dko) redaktion@affolteranzeiger.ch
Redaktion: Claudia Eugster (cle), Florian Hofer (fh) Korrespondentinnen und Korrespondenten: Angela Bernetta (net), Sandra Isabél Claus (cla), Urs Kneubühl (kb), Nico Ilic (nil), Martin Platter (map), Brigitte Reemts Flum (bre), Bernhard Schneider (bs), Werner Schneiter (-ter.), Daniel Vaia (dv), Marianne Voss (mvo), Marcus Weiss (mwe), Regula Zellweger (rz)
Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 27810
Beratung und Verkauf Inserate: Evelyn Löhr / Christine von Burg Telefon 0582005700 inserat@affolteranzeiger.ch
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Einen Stadt-Land-Graben, wie dies schweizweit der Fall ist, kann man im Säuliamt nur ansatzweise ausmachen. Auffällig ist eine gewisse geografische Tendenz: Die Ja-Stimmen häufen sich eher in den weiter von Zürich entfernten Gemeinden, während die näher an Zürich gelegenen Orte mehrheitlich Nein sagen. Das Bild bleibt jedoch uneinheitlich und lässt sich nicht auf eine einfache
Abstimmungsergebnis «Nachhaltigkeitsinitiative»
Achse reduzieren. Die Initiative Keine 10-Millionen-Schweiz verlangte, dass die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz bis 2050 die Grenze von zehn Millionen Personen nicht überschreitet. Um dieses Ziel zu erreichen, hätte der Bundesrat bei Bedarf Massnahmen zur Begrenzung der Zuwanderung ergreifen müssen. Falls dies nicht ausgereicht hätte, wäre er verpflichtet gewesen, internationale Abkommen zu überprüfen und nötigenfalls neu zu verhandeln. Im Fokus stand dabei insbesondere die Personenfreizügigkeit mit der Europäischen Union. Die Stimmbeteiligung erreichte mit gut 66 Prozent einen vergleichsweise hohen Wert.
Keine Ja-Hochburg wie 2014 Im Rückblick fällt auf, wie deutlich das Ämtler Stimmvolk 2014 bei der Masseneinwanderungsinitiative Position bezog. Damals gehörten mehrere ländlich geprägte Gemeinden des Bezirks zu den Ja-Hochburgen: Der Ruf nach einer Begrenzung der Zuwanderung und nach strengeren Regeln gegenüber der EU fand spürbaren Rückhalt, obwohl der
Ja Nein
Kanton Zürich insgesamt Nein sagte. Affoltern selbst zeigte sich zurückhaltender, doch das restliche Knonauer Amt lag mehrheitlich auf der zustimmenden Seite – ein klassisches Bild einer Region, die zwischen Stadt und Land steht und bei migrationspolitischen Vorlagen eher restriktiv votiert. Die neue Vorlage knüpft zwar rhetorisch an die Masseneinwanderungsinitiative von 2014 an, geht in einem zentralen Punkt aber weiter – und genau das dürfte viele Stimmberechtigte abgeschreckt haben. Während damals vor allem Kontingente und strengere Regeln bei der Zuwanderung im Vordergrund standen, verlangt die sogenannte Nachhaltigkeitsinitiative einen starren Bevölkerungsdeckel von zehn Millionen Menschen. Konkrete Lösungen, wie Wirtschaft, Sozialwerke und Infrastruktur unter diesen Vorgaben funktionieren sollen, blieben weitgehend offen. Viele Ämtlerinnen und Ämtler goutierten diesen Ansatz offenbar nicht. In der öffentlichen Debatte war immer wieder die Sorge zu hören, ein rigider Deckel könnte den Wohlstand bremsen, wenn die Zuwanderung plötzlich deut-
lich tiefer ausfiele als der Bedarf von Unternehmen und öffentlichen Diensten. Die Nein-Mehrheit im Bezirk lässt sich damit auch als Votum gegen eine starre zahlenmässige Begrenzung lesen – selbst in einem Gebiet, das sich 2014 bei der Masseneinwanderungsinitiative noch vergleichsweise offen für restriktivere Regeln gezeigt hatte.
Deutliches Ja bei Zivildienstvorlage Klar fiel das Resultat auch bei der zweiten nationalen Vorlage, der Änderung des Zivildienstgesetzes, aus. Nur Maschwanden (51,02 Prozent) und Rifferswil (50,73 Prozent) lehnten die Vorlage ganz knapp ab. Am höchsten war die Zustimmung wiederum in Kappel mit gut 64 Prozent. Insgesamt lag der Ja-Anteil im Bezirk bei 55,6 Prozent. Die Vorlage erschwert den Wechsel von der Armee in den Zivildienst. Sie führt strengere Voraussetzungen ein und soll die Zahl der Übertritte reduzieren sowie die Bestände der Armee sichern.
Die Stimmbeteiligung lag mit knapp 56 Prozent deutlich tiefer als bei der Nachhaltigkeitsinitiative.
Nach dem Wahlkampf beginnt die eigentliche Arbeit für die Gewählten Fortsetzung von «Jetzt gilt es, ‹die Ärmel hochzukrempeln›»
Claudia EugstEr
Nicht nur für die Präsidien in Affoltern und Hausen bedurfte es eines zweiten Wahlgangs. Hier ein kurzer Überblick, was sonst am letzten Sonntag, 14. Juni, noch so in den Ämtler Gemeinden gewählt und abgestimmt wurde:
In die Sekundarschulpflege der sek mättmi wurde die parteilose Nadia Trachsel aus Mettmenstetten mit 1153 Stimmen gewählt. Davon stammen 149 der Stimmen aus Knonau, 81 der Stimmen aus Maschwanden und 923 der Stimmen aus Mettmenstetten, wo die Pflegefachfrau HF wohnhaft ist. Ihre Gegenkandidatin Cornelia Betschart aus Knonau, ebenfalls parteilos, erhielt 850 Stimmen. 364 Stimmen holte sie in Knonau, 52 in Maschwanden und 434 in Mettmenstetten. Nur vier Stimmen entfielen auf Vereinzelte.
In Kappel fehlte es noch an einem Mitglied in der Primarschulpflege. Für die-
sen Sitz hatten Corina Venzin und Stéphanie Koelewijn kandidiert, beide parteilos. Stéphanie Koelewijn erhielt 222 Stimmen und Corina Venzin 148 Stimmen, womit Stéphanie Koelewijn das Rennen macht.
Primarschulpflege Obfelden: Neu gewählt ist Eliane Nef
Im ersten Wahlgang für die Primarschulpflege in Obfelden kandidierten gleich sieben Personen für vier Sitze. Die zwei bisherigen Mitglieder Benno Steinmann und Karin Steigmeier traten nicht mehr an. Wiedergewählt wurden am 8. März die beiden bisherigen Vanessa Schönbächler mit 938 und Christa Frick mit 868 Stimmen. Neu gewählt wurde Sandra Mächler mit 744 Stimmen. Da die restlichen Kandidierenden das absolute Mehr nicht erreichten, war am 14. Juni nun ein zweiter Wahlgang nötig. Es kandidierten Romina Sonderegger, Sarah Birolini, Eliane Nef und Tanja Antic. Während Tanja Antic mit 164 Stimmen und Romina Sonderegger mit 199 Stimmen weit abgeschlagen waren, wurde es zwischen Eliane Nef und Sarah Birolini äusserst knapp. Sarah Birolini erzielte 420 Stimmen, Eliane Nef nur sechs Stimmen mehr. Somit zieht Eliane
Nef mit 426 Stimmen als neues Mitglied in die Primarschulpflege Obfelden ein.
Vorgeschlagene Kandidatin zur Primarschulpräsidentin gewählt In Ottenbach einigte man sich, nachdem Gioia Schwarzenbach Wälti nicht mehr als Primarschulpräsidentin wiedergewählt wurde, auf Nadine Schor als Kandidatin. Diese wurde von den Ottenbacherinnen und Ottenbachern mit 668 Stimmen bei einer Stimmbeteiligung von 39,32 Prozent gewählt.
Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde komplett
Für die Vakanz als Mitglied der evangelisch-reformierten Kirchenpflege Knonauer Amt für die Amtsdauer 2026 bis 2030 wurde Patricia Dietrich von 2810 Stimmberechtigten gewählt. Sie war die einzige Kandidatin. Die Stimmbeteiligung lag bei 35,58 Prozent.
Rechnungsprüfungskommission
Mettmenstetten vollzählig
Gestaltete es sich erst schwierig, Mitglieder für die Rechnungsprüfungskommission in Mettmenstetten zu finden,
traten im zweiten Wahlgang gleich deren vier an. Es gab jedoch nur noch zwei Sitze zu besetzen. Gewählt wurden mit 901 Stimmen der parteilose Christian Häberling und mit 645 der ebenfalls parteilose Anand Weber. Im Gegensatz dazu deutlich nicht gewählt sind Ramon Kamm mit 496 und Jürg Mathys mit 402 Stimmen.
Bonstetten genehmigt Kredit in der Höhe von 1552000 Franken In Bonstetten wurde der parteilose Pascal Duvaud mit 1061 Stimmen in die Rechnungsprüfungskommission gewählt. Hier war die Stimmbeteiligung 40,27 Prozent. Da war die Urnenabstimmung schon von grösserem Interesse, wie die Stimmbeteiligung von rund 60 Prozent bei der «Genehmigung des Kredits von 1552000 Franken (exkl. MwSt.) zulasten des Eigenwirtschaftsbetriebs ‹Wasserversorgung› (Investitionsrechnung) zur Sanierung des Quellgebiets Müliberg und Kubismatt sowie der Transportleitung bis Schürmatt» zeigte. Diese wurde mit 2034 Ja-Stimmen zu 146 Nein-Stimmen deutlich angenommen. Damit folgte die Mehrheit der Bonstetterinnen und Bonstetter dem Antrag des Gemeinderates.
Ergebnisse des 2. Wahlgangs der Erneuerungswahlen der Gemeindebehörden für die Amtsdauer 2026 – 2030 vom 14. Juni 2026
Die Ergebnisse des am 14. Juni 2026 durchgeführten 2. Wahlgangs für das Stadtratpräsidium und das Primarschulpflegepräsidium für die Amtsdauer 2026 – 2030 lauten gemäss den Protokollen des Wahlbüros wie folgt:
Ergebnis der kommunalen Urnenabstimmung vom 14. Juni 2026 Protokoll des Wahlbüros Kommunale Volksabstimmung vom 14. Juni 2026
Gemeinde: Bonstetten
Stimmberechtigte Stimmrechtsausweise
UrnenVorzeitigBrieflich gültig Brieflich ungültig
TotalTotal eingegangen
3705 2651 1573 2444 47
angenommen
Vorlage 1: Genehmigung des Kredits von CHF 1'552'000 (exkl. MwSt.) zu Lasten des Eigenwirtschaftsbetriebs «Wasserversorgung» (Investitionsrechnung) zur Sanierung des Quellgebiets Müliberg und Kubismatt sowie der Transportleitung bis Schürmatt Stimmzettel StimmenStimmbeteiligung % eingegangenleerungültiggültig Ja Nein
2225 45 0 2'180 2'034 146 60.05
Rechtsmittelbelehrung: Gegen diese Abstimmung kann, von der Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis
• wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen
• und im Übrigen innert 30 Tagen schriftlich Rekurs erhoben werden. Die in dreifacher Ausfertigung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen. Bonstetten, 14. Juni 2026 Wahlbüro Bonstetten
MitIhrer Spendeunterstützen Siedie Förderung der Natur.Herzlichen Dank! Gemeinsamfürdie Biodiversität: birdlife.ch/engagement
Ergebnis des 2. Wahlgangs der Erneuerungswahlen eines Mitglieds der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Knonauer Amt für die Amtsdauer 2026 – 2030 vom 14. Juni 2026
Protokoll der Wahl vom 14. Juni 2026
Erneuerungswahl eines Mitgliedes der Evangelisch-reformierten Kirchenpflege Knonauer Amt, 2. Wahlgang
Rechtsmittelbelehrung: Gegen dieses Wahlergebnis kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübunginnert5Tagen,vonderVeröffentlichungangerechnet,schriftlichRekursinStimmrechtssachenbeider BezirkskirchenpflegeAffoltern,c/oMartinBilleter,Püntenstrasse16,8932Mettmenstetten,erhobenwerden(§19 Abs.1lit.cVerwaltungsrechtspflegegesetz[LS175.2]).DieRekursschriftmusseinenAntragunddessenBegründung enthalten.
16.Juni2026
StadtratAffolternamAlbis
Ergebnis des 2. Wahlgangs der Erneuerungswahlen eines Mitglieds der Rechnungsprüfungskommission (RPK) Bonstetten für die Amtsdauer 2026 – 2030 vom 14. Juni 2026
Protokoll der Wahl vom 14. Juni 2026
Erneuerungswahlen der Mitglieder der Rechnungsprüfungskommission (RPK) für die Amtsdauer 2026 – 2030, 2. Wahlgang
Volk will höhere Steuerabzüge bei höheren Krankenkassenprämien
Das Stimmvolk des Kantons Zürich hat am Sonntag Ja gesagt zur «Stopp Prämien-Schock»-Initiative der SVP –entgegen dem Widerstand aller anderen Parteien, dem Parlament und der Regierung
sven hoti
Die Ausgaben für die Krankenkasse lassen sich heute alle zwei Jahre teilweise von den Steuern abziehen. Bislang war der Anteil an die Entwicklung der Teuerung gekoppelt. Künftig ist er von der Entwicklung der Krankenkassenprämien abhängig. So verlangte es die «Stopp Prämien-Schock»-Initiative und so will es auch das kantonale Stimmvolk.
Rund 53 Prozent der Stimmberechtigten haben am Sonntag Ja zu der von der SVP lancierten Initiative gesagt. Am stärksten lehnten die Initiative ein grosser Teil der Stadt Zürich sowie Teile von Winterthur ab. Die Stimmbeteiligung betrug vergleichsweise hohe 57 Prozent.
Grüne: «Kein Weltuntergang»
Widerstand gegen die von der SVP lancierte Initiative gab es von allen Parteien ausser SVP und FDP sowie vom Kantons- und Regierungsrat. Für Jasmin Pokerschnig (Grüne, Zürich) ist das Ergebnis entsprechend «wenig erfreulich, aber auch kein Weltuntergang», wie sie sagt. «Ich verstehe, wieso die Menschen so abgestimmt haben. Sie halten sich an jeden Strohhalm, der Entlastung verspricht.»
Die Initiative will den Steuerabzug für Krankenkassenprämien erhöhen. (Symbolbild
die SVP». Für die Argumente der Gegnerschaft hat er kein Gehör: Es gehe um eine Entlastung des Mittelstands und nicht derjenigen, die ohnehin bereits Anspruch auf eine Prämienverbilligung haben. «Sprich: Diejenigen, welche die Prämienverbilligung finanzieren, können jetzt auch profitieren.»
Dass mit der Annahme der Initiative nun Mittel für Bildung, Klimaschutz und Soziales fehlen würden, bezeichnet Weidmann als zu kurz gegriffenes Argument. «Wenn wir den Mittelstand entlasten wollen, müssen wir auch in Kauf nehmen, den Staat nicht weiter auszubauen.»
Auch Finanzdirektor Ernst Stocker (SVP) überraschte das Abstimmungsergebnis nicht, wie er in der anschliessenden Medienkonferenz sagte. Er verwies auf die Gerechtigkeitsinitiative der SVP, die das Stimmvolk 2022 angenommen und die ebenfalls höhere Abzüge für die Krankenkassenprämien gefordert hatte. Die Initianten hätten einen Nerv getroffen: «Es ist der grösste Budgetposten vieler Familien, jede und jeder ist betroffen.»
Dies, da der Steuerabzug von der Progression abhängig sei. «Ich bedauere, dass nun Geld für Bildung, Klimaschutz und Soziales verloren geht», so Pokerschnig.
Die Initiative entlaste jedoch vor allem Menschen mit hohem Einkommen, so Pokerschnig, also die, die sich die Prämien ohnehin leisten könnten.
Die Gegnerschaft warnte bereits im Vorfeld vor jährlichen Steuerausfällen im zweistelligen Millionenbereich. Dies, da die Krankenkassenprämien stärker steigen als die Teuerung, entsprechend also auch der Steuerabzug grösser wird.
«In Kauf nehmen, Staat nicht auszubauen»
War das Nein-Komitee zu nachlässig?
«Wir mussten Schwerpunkte setzen», sagt Pokerschnig. Und diese lagen laut der Kantonsrätin bei der von den Grünen mitlancierten Wohnungsinitiative.
Tobias Weidmann (SVP, Hettlingen) spricht von einem «grossen Erfolg für
Im Hinblick auf die Auswirkungen der neuen Abzüge sagte Stocker: «Die Staatshaushalte wirds treffen, wenn auch nicht in grossem Ausmass.» Wie gross die Auswirkungen konkret sein werden, werde sich zeigen. Die Abzüge treten mit der neuen Steuerfussperiode am 1. Januar 2028 in Kraft.
Zürcher Stimmvolk will keine stärkeren staatlichen Eingriffe in Wohnungsmarkt
Drei Volksinitiativen abgelehnt, zwei Gegenvorschläge angenommen: Die Stimmberechtigten des Kantons Zürich geben eine klare Linie zur Wohnpolitik vor
scharrer
Matthias
Drei wohnpolitische Volksinitiativen kamen am Sonntag im Kanton Zürich zur Abstimmung: von rechts die Wohneigentumsinitiative des Hauseigentümerverbands, von links die Wohnschutzinitiative des Mieterinnen- und Mieterverbands und die ebenfalls aus dem linken Lager stammende Wohnungsinitiative. Sie alle wollten stärkere staatliche Eingriffe in den Wohnungsmarkt, sei es zugunsten der Wohneigen-
Scharrer)
tümer, sei es zugunsten der Mieterinnen und Mieter.
Doch das Stimmvolk ist dagegen. Am deutlichsten scheiterte die Wohneigentumsinitiative mit 74,9 Prozent Nein-Stimmen. Der Nein-Stimmenanteil zur Wohnungsinitiative beläuft sich auf 59,7 Prozent. Ebenfalls deutlich ist die Ablehnung der Wohnschutzinitiative, mit 57,3 Prozent Nein-Stimmen.
Die zwei vom Kantons- und Regierungsrat vorgelegten Gegenvorschläge sind hingegen angenommen: Der Ge-
genvorschlag zur Wohnungsinitiative kam auf 57,9 Prozent Ja-Stimmen. Für den Gegenvorschlag zur Wohnschutzinitiative stimmten 54,3 Prozent der Stimmberechtigten. Das Fazit fiel von rechts bis links nahezu gleich aus: «Die Zürcherinnen und Zürcher wollen keine weitreichenden staatlichen Eingriffe in den Wohnungsmarkt», sagte Regierungspräsidentin Carmen Walker Späh (FDP). Ähnlich klang es bei SVP-Kantonsratsfraktionschef Tobias Weidmann. Und
auch Selma L’Orange Seigo, Co-Präsidentin der Grünen Kanton Zürich, räumte ein: «Die Leute sind skeptisch gegenüber starken staatlichen Eingriffen in den Wohnungsmarkt.» Gleichzeitig zeige das Ja zu den Gegenvorschlägen aber: «Es herrscht Handlungsbedarf.»
Das bringen die zwei Gegenvorschläge
Die Gegenvorschläge gehen allerdings nicht wesentlich über das hinaus, was bereits möglich war: Jener zur Wohnungsinitiative verlangt, dass die Regierung innert drei Jahren Gesetzesänderungen präsentiert, mit denen sich gemeinnütziger Wohnungsbau und selbst genutztes Wohneigentum stärken sowie Bauverfahren vereinfachen und beschleunigen liessen. Der Gegenvorschlag zur Wohnschutzinitiative fordert bei Abbrüchen, Umbauten und Renovationen, die mindestens 20 Mietparteien betreffen, ein möglichst sozialverträgliches Vorgehen der Vermieter. So müssen sie prüfen, ob bauliche Massnahmen in bewohntem Zustand oder gestaffelt möglich sind, um Kündigungen zu vermeiden oder deren Anzahl zu verringern. Zudem müssen Vermietende die Mietparteien spätestens zwölf Monate vor dem Kündigungstermin über die geplanten Massnahmen informieren und gekündigte Mieterinnen und Mieter bei der Wohnungssuche unterstützen.
Die nun abgelehnte Wohnschutzinitiative hätte es hingegen den Gemeinden ermöglicht, Mietzinsdeckel bei Umbauten und Ersatzneubauten vorzuschreiben.
Die Wohnungsinitiative wiederum forderte die Schaffung einer kantonalen Wohnbauanstalt mit einem Startkapital
von einer halben Milliarde Franken. Die Wohneigentumsinitiative schliesslich wollte, dass Wohneigentum gleichermassen staatlich gefördert wird wie günstige Mietwohnungen.
«Jobprofil für Walker Spähs Nachfolger»
Immobilienexperte Donato Scognamiglio, EVP-Kantonsrat und Regierungsratskandidat, zeigte sich nicht überrascht vom Abstimmungsergebnis. «Die extremen Vorlagen sind jetzt abgelehnt. Und mit dem Gegenvorschlag zur Wohnungsinitiative ist das Jobprofil des Nachfolgers von Regierungsrätin Carmen Walker Späh definiert.» Die FDP-Regierungsrätin und Volkswirtschaftsdirektorin tritt bei den Wahlen 2027 nicht mehr an.
An der Medienkonferenz des Regierungsrats vom Abstimmungssonntag hielt sie jedoch fest: «Wir brauchen mehr Wohnungen. Nur so können wir etwas gegen die Wohnungsnot tun.» Mit dem Gegenvorschlag zur Wohnungsinitiative sei klar: Bauen müsse künftig einfacher und schneller gehen. Und: «Wir werden nicht darum herumkommen, höher zu bauen.» Als weiteren Ansatz nannte sie die Umnutzung von Gewerbe- und Industrieraum in Wohnraum. Dazu brauche es eine Flexibilisierung der Zonenordnungen. Auch die «Rekursfreudigkeit» gegen Bauprojekte gelte es im Einklang mit dem Bund zu bekämpfen. Einen anderen Lösungsansatz brachte SVP-Kantonsratsfraktionschef Weidmann zur Sprache. Er verwies auf die nächste Wohnvorlage, die im Kanton Zürich ansteht: die Heimatinitiative der SVP. Sie fordert einen Inländervorrang auf dem Wohnungsmarkt.
Wohnen im Kanton Zürich: Günstige Wohnungen verschwinden, teurere entstehen – doch grössere staatliche Eingriffe lehnt das kantonale Stimmvolk ab. (Bild Matthias
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Die Heilpädagogische Schule Affoltern braucht ein neues Zuhause
Spätestens ab dem Jahr 2030 muss eine neue Lösung funktionieren
Seit fast 60 Jahren ist die Heilpädagogische Schule (HPS) in Affoltern für viele Kinder, Jugendliche und Familien im Bezirk ein verlässlicher Schulort. Spätestens ab Sommer 2030 muss sie umziehen — und die Zeit drängt.
Die Heilpädagogische Schule in Affoltern, kurz HPS, ist eine öffentliche, regionale Tagessonderschule für Kinder und Jugendliche mit kognitiven Beeinträchtigungen, die einen besonderen schulischen Rahmen brauchen. Getragen wird sie vom Schulzweckverband Bezirk Affoltern (SZV), der auch die Verantwortung für die Sicherung des künftigen Schulraums trägt.
Ein Umzug in ein Provisorium kommt nicht infrage «Für viele Familien bedeutet die HPS Stabilität im Alltag», sagt Francesca Brignoli Lutz, Präsidentin des SZV, und ergänzt: «Sie gibt Kindern mit besonderen Bedürfnissen einen Ort, an dem Schule gelingen kann, weil Unterricht, Förderung und Begleitung aufeinander abgestimmt sind.» Auch für die Regelschulen im Bezirk ist die HPS wichtig: Sie bietet einen spezialisierten Schulort für Kinder, deren Förderung im Regelklassenrahmen trotz grossem Engagement
Francesca Brignoli Lutz, Präsidentin des Schulzweckverbands Bezirk Affoltern (links), und Gabriela Nüesch, Ressortleiterin HPS, setzen sich gemeinsam für eine langfristig tragfähige Zukunft der Schule ein. (Bild zvg)
an Grenzen stösst. Seit 1969 ist die HPS im Schulhaus Stiegeli in Affoltern eingemietet. Der aktuelle Mietvertrag läuft bis Sommer 2028, eine Verlängerung bis Sommer 2030 wurde von der Stadt Affol-
tern in Aussicht gestellt. Danach braucht die Schule ein neues, tragfähiges und möglichst langfristiges Zuhause.
Gabriela Nüesch, Ressortleiterin HPS, betont, wie wichtig Kontinuität für
die Schülerinnen und Schüler ist: «Unsere Kinder nehmen Veränderungen oft als besonders herausfordernd wahr. Ein Provisorium wäre für sie keine gute Lösung. Wir müssen frühzeitig planen,
Sicherheitszweckverband Albis wählt neue
Sicherheitskommission
Die 45. Delegiertenversammlung des SZV Albis demonstriert Einigkeit
Brigitte reemts Flum
Die Delegiertenversammlung vergangenen Mittwoch zeigte eine in allen Traktanden gemeindeübergreifende Einigkeit.AlleVorlagenwurdenohnegrössereDiskussionenundohneGegenstimme angenommen. Die Begrüssung und Feststellung der Beschlussfähigkeit erfolgten ein letztes Mal durch den scheidenden Präsidenten der Sicherheitskommission (Siko) Ruedi Fornaro. Von den vierzehn Delegierten waren elf anwesend und die Versammlung damit beschlussfähig.
Dachorganisation des Bevölkerungsschutzes in der Region Alle Delegierten des Sicherheitszweckverbandes Albis (SZVA) sind Mitglied einer politischen Gemeinde des Bezirks Affoltern, also Gemeinderat beziehungsweise -rätin in Aeugst, Affoltern, Bonstetten, Hausen, Hedingen, Kappel, Knonau, Maschwanden, Mettmenstetten, Obfelden, Ottenbach, Rifferswil, Stallikon oder Wettswil. Gemeinsam mit der geschäftsleitenden Siko (Vorstand) stellen sie die Koordination aller Aufgaben des Bevölkerungsschutzes in der Region sicher. Hierzu führt die Siko eine Geschäftsstelle, die von Gabriela Humm geleitet wird, die zudem Leiterin der Bezirkszivilschutzstelle ist und verantwortlich für das Sirenennetz. Auch ist der Siko das Kommando ZSO, welchem Fredi Haab und Richard Kägi vorstehen, unterstellt. Die Aufgaben hier ergeben sich aus den Bereichen des SZVA, nämlich der Zivilschutzorganisation Albis (ZSO), der Periodischen Schutzraumkontrolle (PSK) sowie des Regionalen Krisenstabs Albis (RKS).
Wahl der neuen
Sicherheitskommission (Siko)
Die 45. Delegiertenversammlung markierte zugleich die auslaufende Legislaturperiode und damit fiel die Neuwahl beziehungsweise Bestätigung der Siko an. So rückt die bisherige Vizepräsidentin Priska Dosch, Gemeinderätin von
Maschwanden, neu als Präsidentin nach. Vizepräsident wird Andreas Zbinden, Gemeinderat in Stallikon seit 2023. Als Stabchef Gemeindeführungsorganisation (GFO) Stallikon und aktiver Feuerwehrmann bringt er Erfahrung in den Themen des SZVA mit. Ebenfalls neu ist der frisch gewählte Gemeinderat von Wettswil, Roman Ackermann. Mit ihm ist Wettswil zum ersten Mal in der Siko vertreten. Und als weiteres neues Vorstandsmitglied wurde in Abwesenheit Roland Buchmann, der neue Gemeindepräsident von Knonau, gewählt. Bereits bisher in der Siko und auch verbleiben wird Renzo Küttel, Gemeinderat in Kappel. Hans Hanselmann, Gemeinderat in Ottenbach, und Markus Meier, Stadtrat in Affoltern, haben dagegen ihren Rücktritt gegeben. Alle Nominationen wurden ohne Gegenstimme und mit Applaus angenommen.
Jahresrechnung nur sehr knapp über Budget
Nachdem der Jahresbericht angenommen wurde, folgte als nächstes Traktandum die Abnahme der Jahresrechnung, die bereits von der Siko geprüft und empfohlen wurde. Auch hier gab es keine Einwände seitens der Delegierten. Renzo Küttel, Ressort Finanzen in der Siko, betonte in seinen Erläuterungen, dass trotz gestiegenem Personalaufwand und Hardware-Anschaffungen die Jahresrechnung nur sehr knapp über dem Budget liegt und Kostendisziplin für die Siko auch weiterhin grossgeschrieben wird. Sein besonderer Dank ging an Matthias Bär, Präsident der Rechnungsprüfungskommission, der in der neuen Legislaturperiode ebenfalls nicht mehr antritt. Statt seiner wird Matthias Wildhaber, ebenfalls von Hedingen, dieses Amt innehaben.
Zivilschutz, Schutzraumkontrolle und Regionaler Krisenstab
Fredi Haab, Kommandant der ZSO und Verantwortlicher für die PSK und den RKS, rapportierte in einem nächsten
damit der Übergang so stabil wie möglich gestaltet werden kann.»
Bis eine neue Lösung steht, braucht es viele Schritte: Standortfragen, Raumprogramm, Projektierung, Kostenbe-
«2030 ist näher, als es scheint.»
Francesca Brignoli Lutz, Präsidentin des SZV
rechnungen, kantonale Abklärungen und politische Entscheide. «2030 ist näher, als es scheint», sagt Francesca Brignoli Lutz. «Unser oberstes Ziel ist es, den Betrieb der HPS über 2030 hinaus verlässlich zu sichern — ohne Unterbruch, ohne Provisorium.»
Die Delegiertenversammlung des Schulzweckverbands befasst sich am 25.Juni mit der strategischen Stossrichtung. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich beim Schulzweckverband Bezirk Affoltern informieren. Schulzweckverband Bezirk Affoltern
Von links nach rechts: Roman Ackermann (neu), Andreas Zbinden (neu), Priska Dosch (Präsidentin neu), Ruedi Fornaro (Präsident abtretend), Renzo Küttel (bisher), Markus Meier (abtretend), Hans Hanselmann (abtretend), nicht auf Bild Roland Buchmann (neu). (Bild Brigitte Reemts Flum)
Traktandum die Aktivitäten in diesen Bereichen.
Für die ZSO betonte er die grosse Unterstützung seiner Organisation anlässlich des Kantonalschwingfestes in Mettmenstetten im Mai. Hand in Hand mit freiwilligen Helfern wurde fünf Tage aufgebaut, drei Tage abgebaut und die gesamte Verpflegung während dieser Tage für alle Helfer sichergestellt. Insgesamt kamen 1800 Arbeitsstunden zusammen. Am Schwingfest selbst unterhielt die ZSO einen Informationsstand, an dem neben ihm und Richard Kägi fünf Zivilschützer und eine Zivilschützerin die Arbeit der Organisation präsentierten. Letztere war für ihn besonders wichtig, da die ZSO an dem Anlass auch eine Infoveranstaltung speziell für Frauen bewarb, die mittlerweile auch erfolgreich stattgefunden hat. Eine weitere Information betraf die PSK. Haab informierte über die jüngst durchgeführten Kontrollen der Schutzräume der Gemeinden Bonstetten und Hedingen. Eine besondere Erwähnung fand hier auch die Zuweisungsplanung
(ZUPLA), die seit 2022 halbjährlich im April und Oktober – zu den offiziellen Zügelterminen – von den Gemeinden aktualisiert wird. Die Zuteilung der Schutzräume erfolgt automatisiert, sodass es passieren kann, dass Personen immer mal wieder einen anderen Schutzraum zugeteilt bekommen, abhängig von den Mutationen in der Bevölkerung. Auf www.schutzraumzuweisung.ch kann sich jeder über die persönliche Zuweisung informieren. Auch der Regionale Krisenstab (RKS) läuft ohne Probleme. Aktuell wird ein Verantwortlicher für den Fachbereich Infrastruktur gesucht. Auch die Übungen für Krisensituationen sind auf Kurs, die nächste Einsatzübung ist am 16. November, und Fredi Haab fordert die Delegierten auf, diese einmal zu besuchen.
Verabschiedung, Dank und kleiner Apéro
Bevor die Sitzung offiziell geschlossen wird, spricht Fredi Haab den zurücktretenden Vorstandsmitgliedern, insbe-
11 von 14 Delegierten waren anwesend und die Versammlung damit beschlussfähig.
sondere dem Präsidenten Ruedi Fornaro, seinen herzlichen Dank für die gute Zusammenarbeit aus und überreicht allen ein Glas heimischen Honig aus der Imkerei seines Sohnes. Gabriela Humms Dank gilt vor allem dem ebenfalls zurücktretenden Präsidenten der Rechnungsprüfungskommission, Matthias Bär. Er wird mit einer Flasche Wein aus dem Gründungsjahr des Verbandes –2005 – beschenkt. Und natürlich bedankt sich auch der scheidende Präsident Ruedi Fornaro mit einem kurzen Rückblick auf die zwölf Jahre erfolgreicher Zusammenarbeit. Bei einem kleinen Apéro wird die gemeindeübergreifende Vernetzung noch weiterhin gepflegt. Die nächste Sitzung des Sicherheitszweckverbandes wird am 21. Oktober stattfinden.
Ein Millionen-Überschuss und viele Verabschiedungen
Gemeindeversammlung in Hausen im Zeichen von personellen Veränderungen
Daniel Vaia
Das kommt an Gemeindeversammlungen nur selten vor: dass der inoffizielle Teil fast gleich lange dauert, wie der offizielle. So geschehen am vergangenen Mittwoch in Hausen. Der Grund: Auf Ende der laufenden Legislatur (Ende Juni) endet die Amtszeit von gleich vier Gemeinderats-Mitgliedern, darunter jene von Gemeindepräsident Stefan Gyseler, sowie von elf Kommissionsmitgliedern; letztere Zahl hängt auch mit der vom Stimmvolk beschlossenen Aufhebung der Tiefbaukommission sowie der Sozialbehörde per Ende dieser Legislatur zusammen. Anlass, die jahrelange Tätigkeit der Frauen und Männer im Dienst der Allgemeinheit zu würdigen und Danke zu sagen. Für beide einzigen offiziellen Traktanden des Abends brauchten die anwesenden 76 Stimmberechtigten nur eine halbe Stunde: Mit jeweils grosser Mehrheit und ohne Gegenstimmen sagten sie Ja zur Jahresrechnung 2025 sowie zu einem Kredit von 435000 Franken für die Sanierung des Mehrzwecksaals an der Bifangstrasse.
Rechnung noch besser als budgetiert Im Budget für das Jahr 2025 waren zwar grüne Zahlen erwartet worden. Doch statt eines Ertragsüberschusses von 420000 Franken, resultierte in der Rechnung sogar ein Plus von 2.240 Millionen. Gesamthaft belief sich der Aufwand auf 26.7 Millionen, der Ertrag auf 29.0 Millionen. Gemeinderätin Beatrice Sommerauer begründete die Mehreinnahmen unter anderem mit höher als erwarteten Einnahmen bei den Grundstückgewinnsteuern (2.2 Mio. statt 1 Mio.) und höheren Einkommenssteuern. Gesunken seien dafür die Vermögenssteuern.
Auf der Ausgabenseite resultierten grössere Abweichungen gegenüber dem Budget vor allem im Bereich Soziale Sicherheit. Hier machten sich namentlich die höheren Kosten bei der gesetzlichen wirtschaftlichen Hilfe bemerkbar (Sozialhilfe), die Integrationskosten im Asylbereich sowie Mehrkosten im Bereich Kinder- und Jugendheimgesetz. Zudem stiegen die Kosten für die Pflegefinanzierung infolge von mehr pflegebedürftigen Personen sowie teilweise höheren Pflegestufen.
Die Investitionsrechnung fiel mit Ausgaben von 9.4 Millionen Franken deutlich geringer aus als erwartet (Bud-
Geben mit dem Ende der Legislaturperiode ihre Ämter ab: (hintere Reihe, v.l.n.r.) Maya Langhi, Beatrice Sommerauer, Stefan Gyseler, Thomas Frick, Ruth Schärer und Sandra Bundi; (vordere Reihe, v.l.n.r.) Andrea Sidler, Katja Krauer und Yvonne Peter. (Bild Daniel Vaia)
get: 16.4 Mio.). Grund sind vor allem Verzögerungen beim Bau der Sporthalle mit Tagesstrukturen und dem Projekt Anschluss der Abwasserreinigungsanlage. Die Liquidität der Gemeinde reduzierte sich mit der seit vielen Jahren erstmaligen Aufnahme von Fremdkapital (2 Mio. Franken) um 330000 Franken. Wegen der erwähnten Investitionen dürfte auch im laufenden Jahr zusätzliches Fremdkapital nötig sein. Aktuell sei die Eigenkapitalquote der Gemeinde mit 80 Prozent aber immer noch sehr hoch, so Sommerauer.
Ja zu Mehrzwecksaal-Sanierung
Ebenso problemlos wie die Jahresrechnung wurde auch der Kredit von 435000 Franken für die Sanierung des Mehrzwecksaals und der Küche an der Bifangstrasse 1 gutgeheissen. Saal und Küche sind seit mittlerweile 42 Jahren in regem Betrieb. Die für 100 Personen ausgelegte Lokalität wird zum einen für Familienfeste, Infoveranstaltungen und Sitzungen benutzt, zum anderen als Übungs- und Trainingsraum von verschiedenen Vereinen.
Über ein Dutzend Verabschiedungen
Viel Platz nahm nach dem offiziellen Teil der Gemeindeversammlung die Verabschiedung von Gemeinderats- und Kommissionsmitgliedern ein, die ihr Amt mit dem Ende der Legislatur Ende
Monat abgeben. Besonders gewürdigt wurde der langjährige Gemeindepräsident Stefan Gyseler – für ihn gab es neben einer Magnum-Flasche Wein sogar stehenden Applaus.
Nach zunächst acht Jahren in der Rechnungsprüfungskommission (RPK) amtete Gyseler die letzten zwölf Jahren als Gemeindepräsident. In ihrer Laudatio lobte Gemeinderätin Beatrice Sommerauer die Fähigkeit ihres Amtskollegen, «Menschen mit unterschiedlichsten Meinungen zusammenzubringen und ihnen zuzuhören». «Du bist ein echter Menschenfreund», so Sommerauer. Neben unzähligen Kommissionssitzungen habe Gyseler über all die Jahre zirka 240 Gemeinderatssitzungen geleitet und 25 Gemeindeversammlungen. In dieser Zeit habe er sich überdies stark für das Spital Affoltern eingesetzt, das es ohne ihn heute so wohl nicht mehr gäbe. Er habe gekämpft, für das, was ihm wichtig war – und den Kopf hingehalten, wenn es mal nicht so lief. Einziger Wermutstropfen in seiner Amtszeit sei gewesen, so Sommerauer augenzwinkernd, dass er mit seiner Idee für eine Weihnachtsbeleuchtung am Gemeindehaus nicht durchgedrungen sei. Gyseler selber bedankte sich bei den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern für das Vertrauen, welches ihm in all den Jahren entgegengebracht wurde. Er habe es stets als Privileg empfunden, «sich für einen Ort einsetzen zu dürfen, der mir am Herzen liegt». In all den Jahren habe er lernen müssen, dass man es
Siedlungsvögel in Knonau entdecken Spurensuche nach Singvögeln
Am Samstag, 6. Juni, trafen sich knapp 20 Bürgerinnen und Bürger in Knonau, um gemeinsam die Vögel im Siedlungs-
und Fluginsektenfressern
raum zu erkunden. Ausgestattet mit Feldstechern und Ferngläsern machten sie sich auf die Spurensuche nach Sing-
vögeln und Fluginsektenfressern, die sich hier ein Zuhause geschaffen haben. Der Fokus der geführten Exkursion lag insbesondere auf den Mauerseglern, die sich in Knonau zahlreich eingenistet haben, sowie auf Rauch- und Mehlschwalben. Für den fachlichen Input sorgte Ornithologe Lukas Scheidegger von der Vogelwarte Sempach. Er schilderte den Anwesenden kurz die Entwicklung der Vogelpopulation in der Schweiz in den vergangenen Jahren und erklärte, weshalb der Siedlungsraum für viele Arten unverzichtbar geworden ist. Tatsächlich beherbergt das Gebiet rund um Wohnhäuser mehr als 50 Vogelarten – das entspricht über einem Viertel aller Brutvogelarten der Schweiz. Teilweise ist die Artenvielfalt hier sogar höher als auf dem umliegenden Kulturland. «Der Siedlungsraum stellt somit einen wichtigen Lebensraum für Vögel dar», so die klare Erkenntnis von Lukas Scheidegger. Der Ornithologe Michel d’Hollosy aus Knonau hatte die Führung
nicht immer allen recht machen kann –aber dass man stets bemüht sein muss, Andersdenkenden die Gründe zu erläutern; dass Reden in der Politik oft weniger wichtig ist als Zuhören; dass man Gelassenheit braucht; dass Toleranz wichtig ist; und dass man sich selber nicht zu wichtig nehmen darf. Als er vor 20 Jahren von Zug nach Hausen umzog, sei er anfänglich als «Zugezogener mit
der Zuger Autonummer» bezeichnet worden. Heute sei Hausen seine Heimat, «eine starke Gemeinde mit engagierten Menschen».
Mit Gyseler scheiden auch Beatrice Sommerauer aus dem Gemeinderat aus (sie war ebenfalls zwölf Jahre lang Mitglied), Andrea Sidler (sie amtete unter anderem gleichzeitig acht Jahre als Pri-
«Du
bist ein echter Menschenfreund.»
Beatrice Sommerauer, Gemeinderätin
marschulpflege-Präsidentin) und Maya Langhi (seit vier Jahren Mitglied). Sie alle durften einen Blumenstrauss in Empfang nehmen – und einen langen Applaus von den Versammlungsteilnehmerinnen und -teilnehmern.
Ihre Amtszeit ebenfalls beenden elf Kommissionsmitglieder: Kaspar Oettli (Primarschulpflege), Thomas Frick (Baukommission), Andy Lüscher, Katja Krauer und Werner Haas (alle Tiefbaukommission), Yvonne Peter, Ruth Schärer, Timo Sykora und Annamaria Aschwanden (alle Sozialbehörde) sowie Sandra Bundi und Urs Steinmann (Rechnungsprüfungskommission).
Sek Hausen mit Überschuss statt Defizit
Die Jahresrechnung 2025 der Sekundarschule Hausen schliesst deutlich besser als budgetiert. Anstelle eines Verlusts von 131000 Franken resultierte ein Ertragsüberschuss von 393000 Franken. Der Aufwand der Schule, zu der die Kreisschulgemeinden Hausen, Kappel und Rifferswil gehören, belief sich im letzten Jahr auf 6.42 Millionen. Franken, der Ertrag auf 6.81 Millionen, basierend auf einem Steuerfuss von 22 Prozent. An der Gemeindeversammlung der Sek Hausen am Mittwoch in Hausen begründete Finanzvorsteherin Eva Huwiler den Überschuss mit den höheren Steuererträgen der drei Kreisgemeinden. Zudem fiel der Aufwand geringer aus. Mit ein Grund hier sind Rückzahlungen des Kantons Zürich wegen jahrelanger zu Unrecht belasteter Versorgertaxen (Kosten für Heimpflegeleistungen) in der Höhe von
116000 Franken. Die Rechnung wurde an der von Sekundarschulpflege-Präsidentin Esther Flückiger geleiteten Versammlung ohne Diskussion in nicht einmal einer Viertelstunde einstimmig gutgeheissen. Anwesend waren lediglich 18 Stimmberechtigte. Für die Sek Hausen kommt das Finanzpolster zur rechten Zeit, da grössere Investitionen anstehen. 2027 wird mit einem Beitrag von rund 2 Millionen Franken an die im Bau befindliche Dreifachsporthalle in Hausen gerechnet sowie 250000 Franken für die Sanierung des Singsaals Weid 3, ab 2028 stehen Sanierungen der Schulhäuser Weid 1 und 2 auf dem Programm. Zum Schluss verabschiedete Flückiger mit grossem Bedauern und einem Blumenstrauss die bisherige Schulpflegerin und Vizepräsidentin Barbara Moser; sie wurde in den Hausemer Gemeinderat gewählt. (dv)
durchs Dorf organisiert. Nach der gemeinsamen Erkundung führte der Weg auf einen Hof ausserhalb des Dorfes. Dort bot sich den Teilnehmenden die Möglichkeit, die Flugkünste der Rauchund Mehlschwalben direkt beim Anfliegen ihrer Nester live zu beobachten.
Praktische Fördermöglichkeiten
Der Anlass zeigte auch konkret auf, was für die Vogelförderung im Dorf getan werden kann: Blumenwiesen und einheimische Büsche schaffen vielfältige Nahrungsangebote. Der Mauersegler profitiert von den bereits angebrachten Nisthilfen im Dorfkern, doch zusätzliche Möglichkeiten sind weiterhin willkommen. Lehmige, feuchte Bodenstellen liefern der Mehlschwalbe wichtiges Material für den Nestbau. Gleichzeitig wurde auf dringende Schutzmassnahmen hingewiesen. Transparente oder stark spiegelnde Scheiben stellen jedes Jahr für Millionen Vögel eine tödliche
Falle dar. Auch frei laufende Katzen oder offene Kamine gefährden viele Vogelarten erheblich. Empfohlen wurden: Schutzgitter für Kamine, dornige Hecken als katzensichere Nischen sowie wirksame Vogelschutzfolien an Fenstern.
Rückblick auf acht Jahre Engagement Der Präsident der LEK-Kommission, Nathanaël Wenger, hatte zu dieser Führung eingeladen. Da er sein Mandat Ende Juni abgibt, nutzte er den Anlass für einen persönlichen Rückblick auf vergangene Bevölkerungsanlässe. Im letzten Jahr standen Wildbienen im Zentrum der Aufmerksamkeit, im Jahr zuvor war man dem Biber in Knonau auf der Spur. Auch ein Sensenkurs zählte zu den Höhepunkten seiner achtjährigen Präsidentschaft.
Nathanaël Wenger, für die LEK-Kommission
Gemeinsam erkundeten zahlreiche Vogelfreunde und -freundinnen die Vogelpopulation in Knonau. (Bild zvg)
Ergebnisse des 2. Wahlgangs der Erneuerungswahl der Evangelisch-reformierten Kirchenpflege für die Amtsdauer 2026 – 2030 vom Sonntag, 14. Juni 2026 DasErgebnisdesam14.Juni2026durchgeführtenzweitenWahlgangsderErneuerungswahlender Evangelisch-reformiertenKirchenpflegefürdieAmtsdauer2026–2030lautetgemässdemProtokolldesWahlbüros vom14.Juni2026wiefolgt: Erneuerungswahl von drei Mitgliedern der Evangelisch-reformierten Kirchenpflege für die Amtsdauer 2026 – 2030:
Auflage des Anzeigers aus dem Bezirk: 27500 Exemplare
Ergebnisse des 2. Wahlgangs der Erneuerungswahlen der Primarschulpflege für die Amtsdauer 2026 – 2030 vom Sonntag, 14. Juni 2026
DasErgebnisdes2.WahlgangsderamSonntag,14.Juni2026,durchgeführtenErneuerungswahlderPrimarschulpflege fürdieAmtsdauer2026–2030lautetgemässdemProtokolldesWahlbürosvom14.Juni2026wiefolgt: Wahlprotokoll Ersatzwahl eines Mitglieds der Primarschulpflege vom 14. Juni 2026 der Amtsdauer 2026 bis 2030, 2. Wahlgang
Ergebnisse des 2. Wahlgangs der Erneuerungswahlen der Gemeindebehörden für die Amtsdauer 2026 – 2030 vom Sonntag, 14. Juni 2026 DasErgebnisdesam14.Juni2026durchgeführtenzweitenWahlgangsderErneuerungswahlenderGemeindebehörden fürdieAmtsdauer2026–2030lautetgemässdemProtokolldesWahlbürosvom14.Juni2026wiefolgt: Erneuerungswahl von einem Mitglied der Primarschulpflege für die Amtsdauer 2026 – 2030:
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Ein deutliches Nein zum kommunalen
Mehrwertausgleich
0 statt 30 Prozent – Ottenbacher Gemeindeversammlung verwirft Antrag des Gemeinderates
Werner Schneiter
Nach Wettswil, Stallikon und Maschwanden verzichtet nun auch Ottenbach auf die Erhebung eines kommunalen Mehrwertausgleichs (MAG). Die Gemeindeversammlung verwarf den Antrag des Gemeinderates für einen Satz von 30 Prozent deutlich. Demgegenüber gab es ein einstimmiges Ja zur Rechnung 2025, die erfreuliche Zahlen aufweist. Wird ein Grundstück eingezont, auf oder umgezont, steigt der Wert. Das eidgenössische Raumplanungsgesetz verpflichtet Kantone, diese Planungsgewinne auszugleichen – zumindest bei Einzonungen, wo ein kantonaler MAG von 20 Prozent gilt. Davon profitieren Gemeinden jedoch nicht. Mit dem kommunalen Mehrwertausgleich soll Rechtsgleichheit gegenüber Nachbarn ohne Wertsteigerung hergestellt werden. Und auch das Äquivalenzprinzip wird ins Spiel gebracht: Die Öffentlichkeit trifft den Planungsentscheid. Durch deren Übernahme der Kosten für Infrastruktur schafft sie einen Mehrwert – zum Vorteil der Grundstückinhaber. Das Geld fliesse in einen Fonds; die Mittel seien zweckgebunden und dienten für alles, was der Bevölkerung zugutekomme – etwa für Parks, Wege, Grünflächen oder soziale Treffpunkte, führte Gemeindepräsidentin Gaby Noser Fanger aus. Einen Anspruch auf Beiträge aus dem Fonds gebe es nicht, und daraus würden weder Betriebs noch Unterhaltskosten gedeckt – auch keine Massnahmen, die über andere Quellen finanziert würden. Verpflichtend ist der MAG für Gemeinden im Kanton Zürich jedoch nicht; der Satz kann zwischen 0 und 40 Prozent betragen. In Affoltern und Mettmenstetten sind es je 40 Prozent, in Bonstetten, Hedingen und Obfelden je 30 Prozent. In Rifferswil werden ebenfalls 30 Prozent vorgeschlagen. Wettswil, Stallikon und Maschwanden verzichten, was auch in Kappel und Aeugst vorgeschlagen wird. In Knonau werden 25 und in Hausen 20 Prozent erhoben. Der Gemeinderat Ottenbach empfiehlt eine 30ProzentAbgabe, den vom Kanton vorgegebenen Freibetrag von 100000 Franken sowie eine Freifläche zwischen 1200 und 2000 Quadratmetern. «30 Prozent sind ein sinnvoller Satz», sagte die Gemeindepräsidentin. Und sie betonte gleichzeitig, dass Ottenbach keine aktive Aufzonungspolitik betreibt. «Aufzonungen werden zurückhaltend und einzelfallweise geprüft.» Derzeit ist einzig das Gebiet Bründler vorrangiges Entwicklungsgebiet – die
grosses Engagement wurden im Rahmen der Gemeindeversammlung Behördenmitglieder verabschiedet, von
einzig geplante Einzonung in den nächsten 25 Jahren. Das entspricht dem Wunsch der Bevölkerung. Ottenbach soll sich weiterentwickeln, aber massvoll – mit einem moderaten Wachstum von 400 Einwohnern bis 2040, wie die Rückmeldungen zum Regionalen Entwicklungskonzept ergeben haben.
Applaus für kritische Voten In der Diskussion zum MAG dominierten kritische Voten. Die letzten grossen Bauvorhaben in Ottenbach seien vorbei. Deshalb sei es ungerecht, «die Letzten noch mit MAG zu bestrafen», hiess es etwa von einer Votantin. Andere halten den Satz definitiv zu hoch angesetzt, der das Bauen weiter verteure. «Zwischen 0 und 9 Prozent wäre angemessen», so ein Votant, der dafür Applaus bekam. Es entstünden stets Kosten für
Endverbraucher; die MAG schmälere die Gemeindeautonomie, sie sei ein Widerspruch zur Verdichtung, wird aus dem Publikum ein EVPKantonsrat und Immobilienspezialist zitiert. «Es gibt Gemeinden, die hier gar nichts machen. Warum so gierig in Ottenbach?», warf jemand ein. Wer sein Grundstück veräussere, zahle Grundstückgewinnsteuer. Da könne die Gemeinde mit dem Geld machen, was sie wolle. Bei Grundstücksverkauf kann die bezahlte MAG als Aufwand abgezogen werden, hält der Gemeinderat fest.
Nach ausgiebiger und engagierter Diskussion erhielt der Antrag des Gemeinderates für einen 30ProzentSatz des MAG lediglich 17 Stimmen. Den Antrag auf null MAG befürworteten 71 Stimmberechtigte.
Der Teilrevision der MAGveränderten Bau und Zonenordnung (BZO), letztmals 2020 revidiert, wurde bei zwei Nein
zugestimmt. Hier geht es um eine Harmonisierung von Baubegriffen und weitere Anpassungen mit neuen Fachbegriffen – ohne Veränderung des Zonenplans. Das war diskussionslos unbestritten.
Stärkung der Eigenkapitalbasis
Die Jahresrechnung 2025 fand einstimmige Zustimmung. Und das ist keine Überraschung, resultiert doch ein Ertragsüberschuss von knapp 836000 Franken. Die Rechnung schliesst sogar 1.1 Millionen Franken besser ab als budgetiert. «Das stärkt unsere Eigenkapitalbasis», sagte Finanzvorstand Franz Zeder mit Blick auf die Investitionen der kommenden Jahre. Die Investitionsrechnung 2025 sei deutlich tiefer infolge verzögerter Projekte. Der Aufwand liegt 9,2 Prozent und der Ertrag gar fast 14 Prozent über dem Budget. Die Mehreinnahmen an Ein
Zehn Themen für ein lebendiges Ottenbach
Viele Ziele erreicht –
Werner Schneiter
Am 1. Juli beginnt für die Behörden eine neue, vierjährige Legislaturperiode. Gemeindepräsidentin Gaby Noser zog eine positive Bilanz über die letzten vier Jahre. Zu zehn Themen sei je ein Leitsatz formuliert worden – stets nach dem Motto: für ein innovatives, nachhaltiges und lebendiges Ottenbach. «Es ist sehr viel gelaufen», bilanziert die Gemeindepräsidentin. Dank des Einsatzes diverser Personen, partizipativer Prozesse, dank Unterstützung weiter Bevölkerungskreise, Behörden und Kommissionen seien die meisten Ziele erreicht worden. «Nur das Miteinander führte zu diesem Leistungsausweis», so der präsidiale Befund. Diverse Projekte stehen kurz vor der Realisierung. Die Aktivitäten widerspiegeln sich zum Beispiel in den Strassenprojekten. Die Instandsetzung der
Gaby Nosers
Legislaturbilanz 2022 bis 2026
Jonen, Affoltern und Rickenbacherstrasse hat nach einer Verzögerung (Auswechslung des Planers) wieder Fahrt aufgenommen. Das Projekt wird überarbeitet. Baubeginn ist voraussichtlich im Sommer 2027 – sofern keine weiteren Überraschungen eintreten. Tempo30Zonen auf der Affoltern und Muristrasse werden nach Instandsetzung von Rickenbacher und Affolternstrasse fix. Wann die Instandsetzung der Zwillikerstrasse möglich wird, ist noch nicht bekannt. Sie erfolgt nach Abschluss aller anderen Strassenprojekte. Auch die Zentrumsgestaltung ist erst nach Instandsetzung der Affolternstrasse durch den Kanton möglich. Dafür haben die Stimmberechtigten im Mai 2022 einen Kredit von 2.2 Millionen Franken gesprochen. Für das Projekt «WohnenPlus» erfolgt laut Sozialvorstand Ronald Alder in den Jahren 2027
bis 2029 ein Projektwettbewerb, möglicherweise auch ein Gestaltungsplan. Ein Bezug ist 2030 möglich. Möglich ist auch, dass der Gemeindeversammlung Ende Jahr ein Baurechtsvertrag für die Realisierung einer Familienpraxis mit zwei Ärzten vorgelegt werden kann. «Eine solche Praxis ist ein Glücksfall für Ottenbach», so Ronald Alder. Die Sanierung des Lehrschwimmbeckens, zu der an der Urne ein Kredit von 4.79 Millionen Franken gesprochen wurde, kann auf Beginn des Schuljahres 2027/28 abgeschlossen werden, so Finanzvorstand Franz Zeder. Die Erneuerung der Sportanlage Chappelistein wohl etwas früher: bis Frühjahr 2027. Gemeinderätin und Schulpräsidentin Gioia Schwarzenbach gab an der Gemeindeversammlung ihr letztes Statement ab. «Miteinander statt gegeneinander – für alle Schülerinnen und Schüler einen sicheren Rah
men schaffen», so die Visionen. Zum Erfolg der Schule tragen auch zahlreiche Veranstaltungen und Feste bei, dazu auch eine Kinderspielwerkstatt und ein von Kindern betriebener Schulgarten. Für die geplante Umgestaltung des Schulareals wird nun eine Umfrage bei der Bevölkerung und den Schulkindern gestartet.
Behördenmitglieder verabschiedet Den Schlusspunkt der Gemeindeversammlung setzte die Verabschiedung von zum Teil langjährigen Behördenmitgliedern. «Zwölf Jahre Herzblut für die Schule», sagte die Gemeindepräsidentin zum Abschied von Schulpräsidentin Gioia Schwarzenbach. Sie habe im Gemeinderat, dem sie nach Einführung der Einheitsgemeinde sechs Jahre angehörte, die Sichtweise und wertvolle
kommenssteuern seien zwar erfreulich, aber in zwei Jahren folge dadurch ein tieferer Finanzausgleich des Kantons. Das Nettovermögen von 2222 Franken pro Einwohner sei zwar gut. Aber die Umsetzung von Projekten in den nächsten vier Jahren erfordere die Aufnahme von 13 Millionen Franken Fremdkapital, wodurch das Nettovermögen in eine Nettoschuld von 1000 Franken pro Einwohner schrumpfe. Dank der Oberstufe und bei haushälterischem Umgang mit Finanzmitteln sei eine Steuerfussreduktion von 117 auf 115 Prozent möglich gewesen, führte der Finanzvorstand aus. Bis auf die Begrenzung von Substanz und Verschuldung habe Ottenbach die finanzpolitischen Ziele im vergangenen Jahr erreicht: die Finanzierung der Konsumaufwendungen, eine kontinuierliche Steuerfussentwicklung sowie die Durchsetzung der kostendeckenden Verursacherfinanzierung, schloss Franz Zeder.
Impulse der Schule eingebracht, sehr gewissenhaft engagiert. Zehn Jahre gehörte Guido Pelizzoni als Zuständiger für Finanzen/ICT der Schulpflege an. Als Vizepräsident habe er besondere Verantwortung übernommen, die Digitalisierung vorangetrieben und bei der HallenbadSanierung eine aktive Rolle innegehabt, so Gioia Schwarzenbach. Gleiches gilt auch für die scheidenden Gemeinderäte Hans Hanselmann und Peter Weis, die 14 beziehungsweise 23 Jahre im Dienst des Dorfes standen. «Diese drei Behördenmitglieder sind für uns ein grosser Verlust. Sie haben zusammen 49 Jahre Behördenarbeit geleistet», hielt Gaby Noser anerkennend fest. – Mit Dank verabschiedet wurden auch die beiden RPKMitglieder Peter Sidler (8 Jahre, wovon 4 Jahre Präsident) sowie Michelle Studer, die der RPK vier Jahre angehörte. (-ter.)
Mit Dank für ihr
links: Peter Sidler, Peter Weis, Gioia Schwarzenbach, Michelle Studer, Hans Hanselmann und Guido Pelizzoni. (Bild Werner Schneiter)
Gut besuchte GV in Hedingen
Rechnung und Pumptrack bewilligt – scheidende Behördenmitglieder würdig verabschiedet
Martin Platter
196 Stimmberechtigte konnte Ruedi Fornaro an seiner letzten Gemeindeversammlung am Donnerstagabend im Hedinger Schachensaal begrüssen. Neben der defizitären Rechnung 2025 stand der Projektkredit in Höhe von knapp 700000 Franken für die geplante Pumptrack- Anlage beim Sportplatz Schlag sowie eine Anfrage der SVP gemäss Paragraf 17 Gemeindegesetz zu den Asylkosten auf der Agenda. Viele dürften aber auch gekommen sein, um die scheidenden Kommissions- und Behördenmitglieder würdig zu verabschieden.
Die Jahresrechnung in Höhe von 27.129 Millionen Franken und einem Defizit von rund 700000 Franken stellte Nicole Doppler vor. Die Finanz- und Immobilienvorsteherin sowie designierte Gemeindepräsidentin sagte: «Es ist nicht zu beschönigen, wir schliessen mit einem Defizit ab. Aber wenigstens war das Defizit nicht so hoch wie budgetiert.»
Dank höherer Steuereinnahmen sei der erwartete Verlust tiefer ausgefallen als erwartet. Es müsse aber festgestellt werden, dass die steigenden Anforderungen an die Gemeinde auch zu höheren Kosten führten. Doppler erwähnte den Personalaufwand, bei dem es wegen Veränderungen und Vakanzen zu Mehrkosten (+11,5 %) kam; ebenso beim Sachund Betriebsaufwand. Per 31. Dezember 2025 weist die Gemeinde ein Eigenkapital von 50 Millionen Franken aus.
Mehrausgaben wiegen
Mehreinnahmen nicht auf Mehrausgaben gab es auch im Bereich Umweltschutz und Raumordnung wegen der Zentrumsplanung und des Biodiversitätsprojekts. Bei der Zentrumsplanung belaufen sich die Kosten durch Mehraufwendungen auf 355773 Franken (budgetiert waren 210000 Franken). 163411 Franken haben die Grundeigentümer zu übernehmen. Fast ebenso hoch sind die Kosten für Natur- und Umweltschutz (345618 Franken). Davon entfallen 200458 auf die Biodiversitätsinitiative, wo der Erfüllungsgrad nun bei 117 Prozent liege.
Bei den Steuereinnahmen schlagen 1.588 Millionen Grundstückgewinnsteuern zu Buche. Auch die Steuerkraft sei am Steigen. Pro Kopf lag sie 2025 bei 3805 Franken (2024: CHF 3695.-). Im Vergleich mit dem Kantonsmittel (ohne Stadt CHF 4454.-) liege Hedingen jedoch zurück. Bei den Nettoinvestitionen wurden nur 1.9 Millionen Franken ausgegeben, budgetiert waren knapp 3.3 Millionen, was auf diverse Projektverzögerungen zurückzuführen ist (Hedinger Weiher, Neubau Unterflurcontainer, Hochwasserschutzmassnahmen, Sportplatz Schlag, Revision Inventar schützenswerte Objekte). Nach Beendigung der Ausführungen von Nicole Doppler wurde die Rechnung mit offensichtlichem Mehr ohne eine Frage angenommen.
Pumptrack: Bewegungs- und Begegnungsstätte
Das Pumptrack-Projekt beim Sportplatz Schlag (vis-à-vis Kolb AG), für das ein Objektkredit von 693000 Franken vorgesehen ist, wurde von Tiefbauvorsteher Marco Vanetta vorgestellt. Es sieht nicht nur einen Pumptrack mit zwei Linien vor, sondern will einen öffentlichen Begegnungs- und Bewegungsplatz schaffen mit Sportgeräten, Sitzplatz und Feuerstelle. Hinter dem Projekt steht der Verein Pumptrack Hedingen, der sich seit sechs Jahren für das Anliegen einsetzt und ein Drittel der Baukosten übernehmen wird. Laut Vanetta ist der Standort beim bereits bestehenden Fussballplatz optimal, da kein zusätzlicher Landverschleiss entstehen würde und der Platz zu Fuss und mit dem Velo gut erreichbar ist. Wenn alles rund läuft, soll der Baustart im Frühling 2027 erfolgen, die An-
Die abtretenden Kommissions- und Behördemitglieder von links Rico Girardi, Baukommission, Matthias Bär, RPK, Christine Erni und Ruedi Fornaro, Gemeinderat bzw. Präsident, Peter Ackermann, Energiekommission, und Michael Grimmer, Schulpflege. Nicht auf dem Bild sind Andri Oertli, Baukommission, Lorenz Meng und Stephan Wildi, RPK, sowie Thomas Schweizer, Energiekommission. (Bild Martin Platter)
lage bis im Sommer bezugsbereit sein.
Vereinspräsident Dirk Seeburger betonte die Wichtigkeit des Projekts für die Jugend und Familien und informierte, dass der Familienverein Hedingen bisher der grösste Sponsor sei und bereits ein Drittel des Vereinsanteils habe gesammelt werden können. Die Rechnungsprüfungskommission gab ebenfalls ihren Segen. Die anschliessende Fragerunde drehte sich um die geplanten Sportgeräte, das Verkehrsaufkommen, die Betriebszeiten und den Unterhalt. Die Sportgeräte wurden infrage gestellt. Auch in Affoltern stünden diese Eisengestelle (einfache Fitnessgeräte fürs Krafttraining) beim Sportplatz zur Verfügung, würden aber kaum genutzt und sähen optisch nicht schön aus. Antwort Vanetta: «Wir haben noch nicht im Detail entschieden, welche Geräte beschafft werden.» Eine Anwohnerin machte darauf aufmerksam, dass keine zusätzlichen Parkplätze geplant seien und auch kein Verkehrskonzept vorliege. Sie befürchtet, dass im Quartier parkiert wird. Die Betriebszeiten abends bis 22 Uhr seien zudem sehr lange. Sie vermutet, dass es mehr Lärm geben könnte. Antwort Vanetta: «Wir wollen das Betriebskonzept erst finalisieren, nachdem wir Erfahrungen aus dem Betrieb einfliessen lassen konnten.»
Eine Votantin begrüsste das Vorhaben. Es sei eine gute Antwort auf Bestrebungen des Kantons, den Schulsport zu schwächen. «Aber wer wird die Anlage künftig unterhalten?» Antwort Vanetta: «Der Besitzer der Anlage ist die Gemeinde, sie ist verantwortlich.» Dabei werde sie vom Verein Pumptrack unter-
stützt. Ein Votant, der Fussballtrainer in Affoltern ist, kam nochmals auf die Geräte zu sprechen. Er sehe, dass diese in Affoltern sehr wenig genutzt werden. Allgemein finde er, dass die Vorlage zu wenig Details enthalte, um über einen so grossen Betrag abzustimmen.
Dann schwenkte die Diskussion wieder zur Parkierung. Ein Votant beobachtet schon jetzt beim Sportplatz Schlag, dass die Leute mit dem Auto kommen. Die vorhandenen sechs Parkplätze reichten nirgends hin. Das führe dazu, dass die Leute dann ihre Autos auf der Litzistrasse abstellen, was zu gefährlichen Situationen führt. Antwort Vanetta: «Es gibt keine unmittelbare Lösung. Mehr Parkplätze ziehen mehr Autos an.» Man werde die Situation beobachten und dann Massnahmen treffen, wenn sich tatsächlich viele Autos einfinden. Ein Votant stellt den Antrag, den Pumptrack und die Geräte als separate Projekte zur Abstimmung zu bringen. Dagegen argumentierte jedoch ein anderer: Er sei dafür, dass das Projekt als Einheit behandelt werde, denn er finde es schlüssig. Auch mit den Betriebszeiten und einem allfälligen Verkehrskonzept solle man zuerst beobachten und Reaktionen sammeln und erst dann entsprechende Massnahmen ergreifen. Die Wortmeldung wurde mit Applaus quittiert. Ein Votant wollte wissen, ob es nicht die Möglichkeit einer mobilen Anlage gebe. Antwort Vanetta: «Wir haben mehrere Varianten geprüft, uns dann aber für etwas Robustes und Dauerhaftes entschieden, das wetterresistent ist und auch einen Platz für die ganze Familie bietet.» Eine Anwohnerin befürchtet, dass die Anlage viele Leute anzieht
Standing Ovations für Ruedi Fornaro
Engagiert, weitsichtig, verantwortungsbewusst, beharrlich, fleissig, kompetent, verlässlich, umsichtig, sorgfältig, präzise, geduldig, humorvoll. Bei der Laudatio für den abtretenden Gemeindepräsidenten Ruedi Fornaro wurde nicht mit wohlwollenden Adjektiven gespart.
20 Jahre war der 67-Jährige Mitglied im Hedinger Gemeinderat als Vorsteher Tiefbau und Sicherheit, die letzten acht Jahre davon als Präsident und Sicherheitsvorsteher. Mit einem besonderen Faible für das Familien- und Vereinsleben im Dorf, den Hedinger Weiher, die Feuerwehr und zuletzt die Zentrumsplanung. Vor seinem Einzug in die Dorfpolitik war Fornaro Präsident des Turnvereins und während 25 Jahren in der Feuerwehr, davon 15 Jahre als Kommandant. «Mit Ruedi ver-
lieren wir nicht nur einen erfahrenen Gemeindepräsidenten, sondern auch ein lebendiges Archiv der Gemeindegeschichte. Es gab kaum ein Thema, bei dem er nicht bereits die Vorgeschichte, frühere Diskussionen, Geschäfte sowie beteiligte Personen kannte. Vielleicht bietet dir deine politische Pensionierung eine Möglichkeit, um das historische Gedächtnis in geeigneter Form zu dokumentieren und für kommende Generationen zugänglich zu machen», würdigte Ratskollege Marco Vanetta.
Auch der Humor sei an den zirka 440 Gemeinderatssitzungen nicht zu kurz gekommen. Irgendwann in einer Klausur bei der Erarbeitung des Gemeindeleitbildes habe man im Gremium bestimmt, dass er der attraktivste Gemeindepräsident sei. «Es gibt Be-
und entsprechend viel Abfall liegenbleibt. Darauf entgegnete der Bademeister vom Hedinger Weiher, dass er selbst auf Pumptracks fahre und auch schon Anlagen in anderen Kantonen besucht habe: «Ich glaube, dass die Leute Sorge tragen werden – wie auch am Hedinger Weiher.» Erneuter Spontanapplaus. Ein weiterer Votant fand die Platzierung hinter dem Fussballplatz nicht optimal, denn diese blockiere eine allfällige Erweiterung der Fussballanlage. Antwort Vanetta: «Wir müssen den Gewässerabstand einhalten.» Zudem sei das Bauen an dieser Stelle auch rein organisatorisch am einfachsten – ohne zusätzlichen Verschleiss an Landwirtschaftsland. Ein Votant beruhigte: «Es gibt wenige Sportanlagen, die weniger Lärm verursachen. Die Leute schauen tatsächlich aufeinander. Es wäre toll, wenn man den Sportplatz da unten noch etwas aufwerten könnte, etwas mehr für die Jungen in der Gemeinde machen könnte.»
In der Abstimmung hatte der Antrag, den Pumptrack und die Sportgeräte zu separieren, keine Chance und wurde abgelehnt. Die Hauptabstimmung zum Pumptrack wurde angenommen mit offensichtlichem Mehr, Applaus und Jubel.
Anfrage zur Kostenentwicklung im Asylwesen
Zur Anfrage gemäss Paragraf 17 Gemeindegesetz zur Kostenentwicklung im Asylwesen von 2021 bis 2024 (abzüglich Bundeszuschüsse) antwortete der Gemeinderat mit folgender Zahlenreihe. 2020 war der Nettoaufwand 120715
schlüsse, die werden einmal gefasst, und dann nie mehr hinterfragt», so Vanetta mit einem Augenzwinkern. Sehr bescheiden seien allerdings Fornaros Kochkünste. Er und vor allem seine Frau Jacqueline freuten sich deshalb bestimmt, dass er diesem Handicap ab Juli entgegenwirken werde. In der Freizeit ist Fornaro viel mit dem E-Mountainbike unterwegs und weile im Anschluss an die Touren gerne am Hedinger Weiher, wo seine Frau aushilft. Daneben ist er regelmässig in der Männerriege. Und dort jeweils ziemlich ehrgeizig, wie von einem Turnkollegen im Publikum zu erfahren war.
In seiner kurzen Replik bedankte sich Fornaro und sagte, dass er stets versucht habe, für alle da zu sein. Die Anwesenden dankten es ihm mit einer langanhaltenden, stehenden Ovation. (map)
Franken für 10 Geflüchtete. 2021 194996 Franken (+61,5% ggü. 2020) für 8 Geflüchtete. 2022 192671 Franken (+59,6% ggü. 2020) für 31 Personen. 2023 383983 Franken (+218,1% ggü. 2020) für 36 Leute. 2024 438123 Franken (+262,9% ggü. 2020) für 36 Personen. Wobei es bei den 438123 Franken von 2024 zu Fehlbuchungen gekommen sei. Das habe zu Verschiebungen zwischen einzelnen Kostenstellen geführt, die aber keine Auswirkungen auf die Jahresrechnung gehabt haben. Die Kostensteigerungen hängen mit den Erhöhungen bei den kantonalen Aufnahmequoten zusammen, was auch in den anderen Gemeinden der Schweiz feststellbar sei.
Ob in der Gemeinde weitere Asylkosten für Bildung, Soziales oder Gesundheit anfallen, beantwortete der Gemeinderat im Konjunktiv. Da diese Leistungen für alle Einwohnerinnen und Einwohner erbracht werden, würden die daraus entstehenden Kosten nicht gesondert erhoben – auch aufgrund des Gleichbehandlungsprinzips, des Datenschutzes und aufgrund fehlender rechtlicher Grundlagen. Deshalb könne auch keine Schätzung gemacht werden. Sehr pragmatisch auch die Antwort auf die Frage, wie der Gemeinderat dazu steht, dass die Gemeinde die finanzielle Verantwortung für die Beschlüsse von Bund und Kanton zu tragen hat: «Der Gemeinderat muss akzeptieren, dass der Bund sowie der Kanton den Gemeinden im Asylbereich weitgehende Vollzugspflichten übertragen, ohne ihnen entsprechende Steuerungs- oder Mitbestimmungsrechte einzuräumen.» Man sei verpflichtet, die Zugewiesenen aufzunehmen und habe keinerlei Möglichkeit, die Anzahl, die Aufenthaltsdauer und die Fallentwicklung aktiv zu beeinflussen. Dazu komme, dass nach Ablauf der gesetzlichen Fristen (vorläufig Aufgenommene nach 7 Jahren, anerkannte Flüchtlinge nach 5 Jahren) diese Personen vollständig in die Zuständigkeit der Gemeinde fallen. Der Gemeinderat sieht diese Entwicklung kritisch und hat seinen Unmut zusammen mit anderen Gemeinden in einem Schreiben an Bundesrat Beat Jans und Regierungsrat Mario Fehr bereits zum Ausdruck gebracht. Nach dem Informationsblock wurden die abtretenden Gemeinderats- und Kommissionsmitglieder gewürdigt und mit ihnen am gemeinsamen Apéro angestossen. Die nächsten Gemeindeversammlungen finden am 1. Oktober (ausserordentlich) und am 3. Dezember statt.
Freiwillige begleiten sterbende und an Demenz erkrankte Menschen zu Hause oder in Institutionen
Regula ZellwegeR
Ende Mai 2016 wurde der Verein Wabe Knonaueramt gegründet. Am 10. Juni 2026 konnte er anlässlich seiner neunten ordentlichen Generalversammlung im Spital Affoltern erneut auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Seit nunmehr zehn Jahren begleiten Freiwillige sterbende und an Demenz erkrankte Menschen zu Hause oder in Institutionen. Rund 25 freiwillige Begleiterinnen und Begleiter entlasten und unterstützen heute betreuende Angehörige und ergänzen die Arbeit von Fachpersonen. Der Fokus der Begleitung liegt im zwischenmenschlichen Bereich, im Da-Sein für die kranken Menschen in ihrer letzten Lebensphase. Die Begleiteinsätze werden im ganzen Bezirk Affoltern geleistet und sind kostenlos. Die freiwilligen Begleiterinnen und Begleiter werden mit fachspezifischen Schulungen auf ihre Aufgabe vorbereitet.
Angebot auf die Delir Unit ausweiten Präsidentin Carmen Kissling beschrieb die Hauptaufgabe des Vorstandes im vergangenen Jahr: «Wir entschieden uns, unser Angebot auf die Delir Unit zu erweitern.»
Die geschlossene Abteilung Delir Unit des Spitals Affoltern ist mit einem darauf spezialisierten und erfahrenen Behandlungsteam sowie einer ruhigen Umgebung auf akutgeriatrische Patientinnen und Patienten mit akuter Verwirrtheit oder einer Demenzerkrankung ausgerichtet.
Nun wurde aus der Idee ein Pilotprojekt. Die Freiwilligen unterstützen Fachpersonen auf der Delir Unit im Stübli, lesen den Patienten vor, machen gemeinsam Spiele oder sie unterstützen beim Essen und Trinken.
«Viele ambulante Einsätze zu Hause und in Pflegeheimen mit demenzbetroffenen Menschen basieren auf einer acht-
Wabe-Vorstand: Markus Minder, Fachlicher Berater; Nicole Lorengo, Vertreterin freiwillige Begleitende; Carmen Kissling, Präsidium, Aus- und Weiterbildung und Rekrutierung von freiwilligen Begleitenden; Verena Bieri, Vize-Präsidium, Finanzen; Luzia Zaugg, Freiwillige Begleiterin, Einsatzleiterin, Rekrutierung von freiwilligen Begleitenden; Céline Hirschi, Stationsleitung Palliativstation, Protokoll und Einführung von freiwilligen Begleitenden stationär; Volker Schmitt, Spitalseelsorge, Fachlicher Berater. (Bild Regula Zellweger)
sam aufgebauten Beziehung zwischen Freiwilligen und Patientinnen und Patienten», so Carmen Kissling. Entsprechend werden neue Freiwillige gesucht, vor allem für den Demenzbereich, stationär oder ambulant. Sie werden professionell auf diese Aufgaben vorbereitet.
Effiziente Generalversammlung
Zum Einstieg in die GV las Präsidentin Carmen Kissling aus persönlichen Berichten, die im Jahresbericht veröffentlicht wurden. Begleiterin Anneli Lengen schreibt: «Ich freue mich immer auf die Einsätze bei Frau K. Wir verstehen uns sehr gut, und es ist schön, dass ich ihr mit meinen Besuchen eine Freude machen kann.» Axel Zwahlen lernte, Hände und Füsse zu massieren, und fasste seine Erfahrungen so zusammen: «Keine Gedanken an die Schmerzen, keine Sinn-
fragen, kein ‹Warum ich?›, keine Verkrampfungen. Wenn ich das jeweils erreiche, sind mein Vis-à-vis und ich zufrieden.»
Die Künstlerin Susanne Baer ist schwer erkrankt und freut sich immer auf den Besuch ihrer Begleiterin: «Geben ist schön, aber Empfangen ebenso!» Ihre Bilder illustrieren den attraktiv gestalteten sowie mit Zitaten und Gedichten angereicherten Jahresbericht.
Nach der unkomplizierten Abwicklung der Geschäfte – alle Anträge des Vorstandes wurden angenommen – las Carmen Kissling ein Mundartgedicht. Sie verdankte die Leistungen aller Freiwilligen und des Vorstandes, insbesondere auch das Engagement der Koordinatorin Luzia Zaugg und der Buchhalterin Katherine von Arx. Das Gesamttotal der geleisteten Stunden aller Freiwilligen stieg im Jahr 2025 auf 2027 Stunden an. Der Verein Wabe wird
Rund 600 Gäste besuchten die Kinder-Reha Schweiz
Tag der offenen Tür zeigte die Vielfalt der Rehabilitation und die Zusammenarbeit mit dem Rotary Zürichsee-Knonaueramt
Rund 600 Besucherinnen und Besucher nutzten am Samstag, 6. Juni, die Gelegenheit, die Kinder-Reha Schweiz in Affoltern kennenzulernen. Der Tag der offenen Tür gewährte Einblicke in die
Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen sowie in die Arbeit der verschiedenen Fachbereiche.
Die Gäste konnten moderne RehaTechnologien und Robotik-Anwendun-
gen kennenlernen, Therapieräume besichtigen und sich über die unterschiedlichen Behandlungsmöglichkeiten informieren. Besonders gefragt waren die Hausführungen, die bereits im Vorfeld ausgebucht waren.
Vorgestellt wurden zudem verschiedene Therapieformen, darunter auch tiergestützte Angebote mit Hunden und Pferden. Mitarbeitende aus Medizin, Pflege, Psychologie und der Spitalschule standen den Besucherinnen und Besuchern für Fragen und Gespräche zur Verfügung.
Die grosse Besucherzahl zeigte das Interesse der Bevölkerung an der spezialisierten Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen. Für viele Gäste bot sich erstmals die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen der Einrichtung zu werfen und die verschiedenen Bereiche der Kinder-Reha Schweiz aus nächster Nähe kennenzulernen.
Der Anlass wurde in Zusammenarbeit mit dem Rotary Zürichsee-Knonaueramt durchgeführt. Die Partnerschaft steht im Zeichen eines zentralen rotarischen Grundgedankens: des Dienstes an der Gemeinschaft. Mit ihrem Engagement unterstützt die Organisation Projekte, die einen nachhaltigen Nutzen für die Gesellschaft schaffen. Die Zusammenarbeit mit der Kinder-Reha Schweiz ist ein Beispiel dafür, wie dieser Gedanke auf regionaler Ebene gelebt wird.
Irene Widmer, Rotary Zürichsee-Knonaueramt
durch Mitgliederbeiträge, Spenden und Legate finanziert und steht zurzeit finanziell gut da. Wer sich bei Wabe engagiert, ist sich bewusst, dass er hautnah mit Fragen
«Was sie aber nicht dürfen: Beratung zu kontinuierlicher Sedation oder zu ‹Exit› leisten.»
Carmen Kissling, Präsidentin Wabe
rund um Sterben und Tod konfrontiert sein wird. «Im Rahmen des selbstbestimmten Sterbens dürfen die Freiwilligen zuhören, die Anliegen ernst nehmen und bei Bedarf Fachpersonen hinzuziehen. Was sie aber nicht dürfen: Beratung zu kontinuierlicher Sedation oder zu ‹Exit› leisten», erklärte Carmen Kissling.
Martin Schuppli und DeinAdieu.ch Im Anschluss an die ordentliche Generalversammlung vom 10. Juni 2026 erzählte Martin Schuppli, gebürtiger Säuliämtler und Journalist, von Gesprächen zum Thema «Letzte Reise» und schilderte zudem eigene Erfahrungen aus seiner Tätigkeit im Hospizbereich. Er ist Mitbegründer der Plattform DeinAdieu.ch, auf der zahlreiche Artikel, Interviews und Reportagen rund um Sterben, Tod und Abschied veröffentlicht werden. In seinem Referat nahm er aus seiner sehr persönlichen Sicht Stellung zu Fragen rund um das selbstbestimmte Sterben. Für sich würde er «Exit» wählen, sollte er sein Leben nicht mehr als lebenswert erachten.
Eine Frau aus dem Publikum stellte die Frage, ob die Entscheidung, den Zeitpunkt des Sterbens dem Zufall oder einer höheren Macht zu überlassen, nicht ebenfalls eine Form des selbstbestimmten Sterbens sei.
Markus Minder, Ärztlicher Direktor, Co-Chefarzt des Zentrums für Altersmedizin und des Kompetenzzentrums Palliative Care – Villa Sonnenberg, unterstrich: «Wichtig ist, dass man sich mit der eigenen Endlichkeit befasst, sich über unterschiedliche Möglichkeiten informiert, mit seinem sozialen Umfeld darüber spricht und schliesslich entscheidet – im Wissen darum, dass man sich jederzeit neu entscheiden darf.» Oder, um es mit den Worten von Martin Schuppli zu sagen: «Es ist immer zu früh, bis es zu spät ist.»
Wanderung durch drei
Kantone
Juniwanderung der Seniorenwandergruppe Knonau zum ehemaligen Kloster St.Urban
Bei bewölktem Himmel fanden sich am 10. Juni 31 Wanderbegeisterte im Bahnhof Knonau ein, mit dem Ziel, eine Wanderung durch die drei Kantone Bern, Luzern und Aarau unter die Füsse zu nehmen. In Langental (BE) erfolgte ein Kaffeehalt, dann führte die Route über idyllische Wanderwege, teils der Langeten entlang, zum Kloster Sankt Urban, einem bedeutenden Kulturgut des Kantons Luzern. Schon ein kurzer Rundgang in die barocke Stiftskirche und der Anblick der imposanten ehemaligen Klostergebäude lässt einem die Grösse und Bedeutung dieses Zisterzienser-Ordens erahnen. Die Ursprünge gehen auf das Jahr 1194 zurück, neun Jahre nach der Gründung des Klosters Kappel. Nach den anderthalb Stunden Wanderzeit schmeckte das Mittagessen im KlosterRestaurant vorzüglich. Wenige Regentropfen eröffneten die zweite Etappe der Wanderung, kaum genug, den Regen-
schutz überzuziehen. Die restlichen anderthalb Stunden bis zum Tagesziel Murgental (AG) blieben trocken bei angenehmer Wandertemperatur. Hier war es die Murg, die die Gruppe auf den waldigen Wanderwegen begleitete mit gelegentlicher Sicht auf die Ausläufer der Jurahöhen. In Olten war kurz Zeit für einen Gang ans Ufer der gemächlich dahinfliessenden Aare. Dank geht an den Vorstand der Wandergruppe für die Organisation der Anlässe. Diesmal war es Christiane Krämer, welche alles bestens organisierte. Besonders geschätzt wird, dass oft auch eine Kurzvariante für ältere oder Leute mit gewissen Einschränkungen angeboten wird. Auch diesmal haben acht Personen davon profitiert. Zurück im Säuliamt erfuhr man von heftigen Regenfällen am Nachmittag. Wetterglück gehabt!
Bruno Grob
Fröhliche Stimmung auf dem Weg nach Sankt Urban. (Bild zvg)
«Das Spital ist auf sehr, sehr gutem Weg»
Generalversammlung des Spitals Affoltern mit Wiederwahl des
Daniel Vaia
Geschäftsleitung und Verwaltungsrat des Spitals für den Bezirk Affoltern können ihren Weg fortsetzen: An der Generalversammlung am Donnerstag in Affoltern haben die Vertreterinnen und Vertreter der 14 am Spital beteiligten Gemeinden des Bezirks Affoltern alle Traktanden einstimmig gutgeheissen, darunter die Jahresrechnung 2025. Darüber hinaus wurde der Verwaltungsrat für zwei weitere Jahre wiedergewählt.
Wie bereits gemeldet, erzielte das Spital 2025 einen Gewinn von 2.2 Millionen Franken («Anzeiger» vom 6. März 2026). Dies, nachdem man in Affoltern jahrelang rote Zahlen geschrieben hatte. Zum guten Ergebnis beigetragen haben vor allem die Bereiche Psychiatrie (+18 %) und Akutgeriatrie (+7,6 %). Psychiatrie und Altersmedizin bilden zusammen mit der Palliative Care die drei Hauptpfeiler des Spitals; dazu kommen noch der Notfall und die ambulante Medizin. Laut Spital-Finanzchef Alexander Soland konnten «fast überall überdurchschnittliche Ergebnisse» erzielt werden.
Trotz deutlich mehr Patientinnen und Patienten (total über 2400 stationäre Austritte und 22500 ambulante Konsultationen) stiegen die Ausgaben fürs Personal lediglich um 1,1 Prozent. Unter dem Strich belief sich der Betriebsaufwand (ohne Abschreibungen) auf 58.6 Millionen Franken. Grösster Ausgabeposten waren die Löhne mit 44.8 Millionen Franken; das Spital be-
Ihre Meinung ist willkommen!
Gerne können Sie der Redaktion des «Anzeigers» einen Leserinnen- oder Leserbrief schicken. Dazu gibt es ein paar wichtige Regeln: Ihre Meinungsäusserung muss mit Namen sowie Adresse und Telefonnummer des Verfassers oder der Verfasserin versehen sein und soll in maximal 2000 Zeichen ein Thema aus der Region aufgreifen oder einen Beitrag im «Anzeiger» kommentieren. Reine Danksagungen sind nicht erwünscht. Kurzgefasste Zuschriften haben Vorrang. Vermeiden Sie Abkürzungen. Wir achten darauf, dass nur Briefe in einem freundlichen Tonfall sowie ohne Verletzung von Persönlichkeitsrechten Dritter publiziert werden. Beiträge, die Beleidigungen, falsche Tatsachenbehauptungen, Verleumdungen, persönliche Diffamierungen, drastisch überzogene Kritik an Personen enthalten oder das Andenken Verstorbener verunglimpfen, werden nicht veröffentlicht. Auch private Auseinandersetzungen werden aus redaktionellen, juristischen und presserechtlichen Gründen nicht veröffentlicht. Der Inhalt des Leserbriefes muss zudem die eigene Meinung abbilden und bei Zitaten eine Quelle nennen. Auch wichtig: Der Verfasser des Leserbriefes muss mit dem Absender identisch sein. Leserbriefe geben die Meinung der Leser wieder, nicht die der Redaktion.
Aufgeben können Sie Ihre Äusserung unter www.affolteranzeiger.ch/ mitmachen/leserbrief-einreichen. Für eine Veröffentlichung am Dienstag sollte die Zuschrift am vorangehenden Freitagmittag auf der Redaktion eintreffen. Für eine Publikation am Freitag schicken Sie uns Ihre Meinungsäusserung bitte bis am Mittwochmittag. Über eine Nichtpublikation wird keine Korrespondenz geführt. (red)
schäftigt rund 550 Personen und zählt damit zu den grössten Arbeitgebern in der Region. Der Betriebsertrag stieg auf 63.5 Millionen Franken (+6,0%).
Die EBITDAR-Marge belief sich unter dem Strich auf 9,3 Prozent (EBITDAR = Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen, Amortisation und Restrukturierungskosten). Das Spital liegt damit nach eigenem Bekunden nahe am empfohlenen Benchmark von 10 Prozent.
Wie die Rechnung 2025 wurden auch die Entschädigung des siebenköpfigen Verwaltungsrats (160000 Franken) und der zehnköpfigen Geschäftsleitung (2.48 Mio. Franken) von den Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertretern einstimmig gutgeheissen; mittlerweile besteht die Geschäftsleitung noch aus sieben Personen. Einstimmig wurde auch der Verwaltungsrat für zwei weitere Jahre wiedergewählt. Es sind dies: Stefan Gyseler, Hausen (Präsident); Thomas Giudici, Basel; Ronald Alder, Ottenbach; Dominique Wegener, Bonstetten; Rebekka Gemperle, Küsnacht; Erwin Höfliger, Affoltern; Mike Arezza, Rombach.
«Auf sehr, sehr gutem Weg»
Für die seit dem 1. Januar dieses Jahres als CEO amtierende Irene Christen hat das Spital mit seinen Schwerpunkten (Psychiatrie, Altersmedizin, Palliative Care) einen «sehr, sehr guten Weg eingeschlagen». Bekanntlich werde der Anteil der Personen über 65 Jahre in den nächsten Jahren in der Schweiz massiv
Verwaltungsrats
ansteigen, von derzeit 1.6 Millionen auf 2.2 Millionen (2040). In dieser Phase dürfte die Zahl pflegebedürftiger Personen um rund 50 Prozent zunehmen, von 320000 auf 480000 Personen (überproportionaler Anstieg wegen höherer Lebenserwartung).
Laut Christen sollen im laufenden Jahr unter anderem die Onkologie, die
Wohnraum sichern, lokale Läden stärken
Replik auf den Artikel von Martin Platter mit dem Titel «Drei Vorlagen für ein neues Dorfzentrum» im «Anzeiger» vom 9. Juni.
Am 2. Juni informierte der Gemeinderat über die Zentrumsplanung; am 27. September stimmen wir über drei Projekte ab.
Bedauerlich ist, dass in einer Zeit, in der alle von verdichtetem Bauen sprechen, freiwillig auf zusätzlichen Wohnraum verzichtet werden soll: beim Gemeindehaus (offenbar wegen einzelner negativer Rückmeldungen) beim Aeberlihaus sowie beim Gewerbehüsli. Verdichtung schafft bezahlbaren
Wohnraum, spart Boden und würde das Zentrum beleben. Es geht nicht um «mehr um jeden Preis», sondern um klug integrierten, ortsverträglichen Wohnraum. Der Neubau des Gemeindehauses steht ausser Frage, doch warum legt man der Bevölkerung nicht zwei Varianten zur Abstimmung vor? Eine mit Wohnungen und eine ohne?
Wohnraum ist stets gefragt – für Einheimische, Menschen in Ausbildung, Asylsuchende oder Bezüger
sozialer Leistungen. Zudem soll das Aeberlihaus abgebrochen werden, um eine neue Ladenfläche für einen Detailhändler zu schaffen. Ist es Aufgabe der Gemeinde, Konkurrenz zu bestehenden Angeboten (Bäckerei, Metzgerei, Spar) zu fördern?
Unsere lokalen Betriebe sichern Grundversorgung, Lehrstellen und Vereinsleben. Eine von der öffentlichen Hand initiierte Konkurrenz kann diese Strukturen schwächen, ohne die Versorgungslage zu verbessern. Standortpolitik bedeutet, gute Rahmenbedingungen zu schaffen – nicht einzelne Marktakteure zu privilegieren.
Der Gemeinderat will das Dorfzentrum als Begegnungsort fördern. Führt die vorgeschlagene Lösung tatsächlich dazu – oder vor allem zu mehr Verkehr?
Die Idee, die Fläche im Baurecht abzugeben (Projekte Aeberlihaus und Schür), ist zu begrüssen. Offen bleibt jedoch, ob sich ein Investor findet, der bereit ist, die Vorgaben des Gemeinderats zu erfüllen.
Beatrix und Claude Wuillemin, Bonstetten
Gastroenterologie und das ambulante Palliativangebot ausgebaut werden. Zudem will man die Notfall-Abdeckung über das Wochenende erweitern. Damit man dafür auch die notwendigen Fachkräfte findet, legt das Spital grossen Wert auf zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Gemäss einer im Januar unter den Mitarbeitenden durchgeführten Umfrage (Rücklaufquote 58 %), liegt die Zufriedenheit bei 4,8 Punkten (Maximum 6,0 Punkte); 88 Prozent vergaben eine Note zwischen «ok», «zufrieden» und «sehr zufrieden», lediglich 12 Prozent antworteten mit «sehr unzufrieden», «unzufrieden» oder «es könnte besser sein». Für Christen ein «gutes Resultat», das man aber weiter verbessern wolle.
Gratulation den beiden Präsidentinnen!
Die Mitte Affoltern gratuliert den beiden neu gewählten Präsidentinnen! Der neuen Schulpräsidentin Galina Bruder, SP, und Evelyne Fenner, EVP, Stadtpräsidentin. Die beiden haben sehr gute Wahlergebnisse erzielt. Unsere besten Wünsche begleiten sie in die Amtsdauer
2026–2030! Die Mitte freut sich auch darüber, dass diese zwei Wahlen auch im zweiten Wahlgang ohne öffentliche Störmanöver durchgeführt werden konnten.
Die Mitte Affoltern
Klassenmusizieren in Affoltern und Stallikon abgeschafft – warum?
Mit grossem Bedauern habe ich erfahren, dass das Klassenmusizieren (Klamu) in Affoltern und Stallikon abgeschafft wird. Dabei wurde dieses Projekt noch vor wenigen Jahren mit viel Engagement aufgebaut. Lehrpersonen äusserten sich öffentlich durchwegs positiv. Hervorgehoben wurden die Freude der Kinder am gemeinsamen Musizieren, die Förderung von Konzentration, Ausdauer und Teamfähigkeit sowie die Möglichkeit, allen Kindern unabhängig vom Elternhaus den Zugang zu einem Instrument zu eröffnen. Diese Erfahrungen decken sich mit wissenschaftlichen Erkenntnissen: Musikalische Bildung fördert nicht nur musikalische Fähigkeiten, sondern auch Aufmerksamkeit, Selbstdisziplin, soziale Kompetenzen und gemeinschaftliches Lernen. Klamu war zudem weit mehr als ein Schulprojekt. An der 900-Jahr-Feier von Stallikon traten die jungen Musikerinnen und Musiker gemeinsam mit dem Musikverein auf und trugen zur festlichen Umrahmung bei. Die Freude und der Stolz waren bei Kindern, Eltern, Vereinen und auch bei politisch Verantwortlichen spürbar. Für einen Moment entstand der Eindruck, die Zukunft der Blasmusik und des kulturellen Nachwuchses sei gesichert. Heute ist dieses Projekt Geschichte.
Besonders bemerkenswert ist, dass dieser Entscheid gleich in zwei Gemeinden getroffen wurde: in Affoltern am
Albis und in Stallikon. Damit verschwindet ein über Jahre aufgebautes Bildungsund Kulturangebot im Knonauer Amt. Besonders betroffen sind die Kinder. Die Jüngeren sehen die älteren Klassen musizieren und freuen sich darauf, später selbst ein Instrument erlernen zu dürfen. Sie können sich politisch nicht wehren, tragen aber die Folgen dieses Entscheids. Wie erklärt man einem Kind, dass ältere Jahrgänge diese Chance noch erhalten haben, jüngere jedoch nicht mehr? Die Bevölkerung hat Anspruch darauf zu erfahren, wer diesen Entscheid getroffen hat, welche Gründe dafür ausschlaggebend waren und weshalb die pädagogischen, kulturellen und gesellschaftlichen Vorteile des Klassenmusizierens plötzlich weniger Gewicht hatten als dessen Abschaffung. Wenn zwei Gemeinden gleichzeitig ein erfolgreiches Bildungsprojekt beenden, darf die Bevölkerung erwarten, dass die Verantwortlichen in Affoltern am Albis und Stallikon diesen Entscheid offen und nachvollziehbar erklären. Die politische Verantwortung darf nicht im Ungefähren bleiben. Wer entscheidet, muss auch bereit sein, Verantwortung zu übernehmen. Denn am Ende geht es nicht um Instrumente oder Budgetposten. Es geht um die Frage, welche Chancen wir unseren Kindern geben wollen – und welche wir ihnen wieder wegnehmen.
Jürg Leuthold, Stallikon
Psychiatrie, Altersmedizin und Palliative Care sind die zentralen Pfeiler des Spitals Affoltern. Im Bild ein Zimmer der Delir Unit, der Spezialabteilung für verwirrte Patientinnen und Patienten. (Bild zvg / Spital Affoltern)
Die schöne Rose wurde am Rosenfest in Hausen Opfer des Roten Halsbocks Käfers. Leser Albert Stahel hielt den Moment fotografisch fest. (Bild zvg)
Schweizer Schweizer National mannschaft Nationalmannschaft PublicViewing
Marktgenuss pur
Der «Riffi Märt Liebi» lädt mit regionalen Spezialitäten zum lokalen Einkaufen ein. Seite 17
18. JUNI 24. JUNI
Terrasse AFF
FCA siegt in Wollerau
Die Affoltemer gewinnen 3:2 und schicken Wollerau unter den Strich. Seite 23
Gewerbeausstellung und 50 Jahre Gewerbeverein Obfelden
Werner Schneiter
Traditionell beginnt die Obfelder Gewerbeschau mit dem Abend der Ausstellerinnen und Aussteller, dieses Mal unterhalten von Phil Dankner, der als Sänger und Entertainer auch schon Bühnenpartner von Marco Rima und DJ Bobo war. Ausstellende sind für ein paar Stunden unter sich, bevor sie während dreier Tage an ihren Ständen ihre Produkte und Dienstleistungen präsentieren. Und dieses Jahr stand die Expo 2026 auch im Zeichen von «50 Jahre Gewerbeverein Obfelden», der 1976 nach einem langen Unterbruch ein Revival erfuhr – mit dem ersten Präsidenten, dem Malermeister Fredy Launer. Für Jürg Meier, zum vierten Mal OK-Präsident der nun alle vier Jahre stattfindenden Expo, ist dieses Jubiläum mit vielen Ereignissen verbunden und ein besonderer Moment. Die Anforderungen für einen solchen Event seien markant gestiegen, die Organisation komplexer geworden, und ohne Sponsoring sei das nicht mehr möglich, führte Meier aus – für ihn die letzte Expo als OK-Präsident.
Geplatzte Fusion
Munteres Torfestival
Die Herren 1 von Floorball Albis starteten mit einem klaren 17:5Sieg in den Cup. Seite 24
Jubiläum, Innovation und Dorfstolz
Zum Gelingen der von 60 Ausstellenden bestrittenen Expo sorgte auch ein erfahrenes Organisationskomitee, das am Ausstellerabend mit grossem Applaus gefeiert wurde. «Die neue Generation steht bereit», kündigte der scheidende OK-Präsident an. Vier Pioniere des Gewerbevereins Obfelden – Lucia Blatty, Fredy Launer, Werner Schoch und Werni Kurt – brachten das Publikum mit ein paar Trouvaillen aus der Geschichte des Obfelder Gewerbes zum Schmunzeln. Dazu auch Jürg Meier, der hinter der geplatzten Fusion mit dem Ottenbacher Gewerbeverein das historisch belastete Verhältnis zum Nachbardorf vermutete. Obfelden war bis 1847 eine Ottenbacher Aussenwacht. «Wir führten damals ein Gespräch in der ‹Güggelbar› in Rickenbach, fast auf neutralem Boden. Vielleicht hatten die Ottenbacher vor einer Obfelder Okkupation Angst», scherzte Meier. In einem Doppelinterview mit dem aktuellen Präsidenten Dominik Stierli und seinem Vorgänger Daniel Launer, geführt von Phil Dankner, wurde klar, dass KI ein grosses Thema ist (und wird), aber auch vieles beim Alten bleibt. Zum Beispiel, dass sich Gewerbetreibende beim Feierabendbier austauschen, auch über Zukunft, Visionen. Dominik Stierli hofft auf einen «Expo-Effekt», auf Neumitglieder und weitere Kundschaft beim Obfelder Gewerbe. «Eine wunderbare und vielfältige Ausstellung, die zeigt, was die Gemeinde zu bieten hat und die Chance bietet, Kontakte zu knüpfen», sagte Gemeindepräsident Stephan Hinners, für den die Expo mit Blick auf das Gewerbeverein-Jubiläum auch Dorffest ist. Er sprach von einer gewerblichen Vielfalt, von grossem Engagement im
Rust (Bild zvg)
meinsam mit Mitarbeitenden der Raiffeisenbank Reuss-Lindenberg auf den Weg nach Rust – und erlebten zwei unvergessliche Tage voller Spass und Action.
Gemeinsam unterwegs – von Anfang an ein Erlebnis
Am ersten Event-Tag reisten wir mit einem Car und rund 50 Teilnehmenden, am zweiten Tag mit zwei Cars und rund 80 Jugendlichen in Richtung Europapark. Das Carunternehmen Riechsteiner & Weber AG holte unsere jungen Kundinnen und Kunden auf all unseren Geschäftsstellen in Auw, Beinwil (Freiamt), Merenschwand und Obfelden ab. Für den perfekten Start sorgten ein frisches Brötli nach Wahl sowie ein erfrischender Orangensaft, die während der Fahrt verteilt wurden. Nach der Ankunft wartete bereits die
Dorf und ist dankbar, dass die lokal angesiedelten Firmen neben Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Ausbildung bieten.
«Wir sind stolz auf ein stabiles, starkes Gewerbe. Und ohne Gewerbe ist Obfelden nicht das, was es ist», so der Befund des Gemeindepräsidenten.
MARKTPLATZ Die Beiträge in der Rubrik «Marktplatz» wurden von Werbekunden eingereicht. Interessiert? Tel.
nächste Überraschung: Alle Teilnehmenden erhielten einen RaiffeisenTurnbeutel, gefüllt mit Getränken und Snacks sowie einer Pelerine – bestens ausgerüstet für einen erlebnisreichen Tag im Park.
Action, Freiheit und unvergessliche Momente
Im Europapark stand eines im Mittelpunkt: Spass pur. Die Jugendlichen konnten den Park individuell erkunden, sich zwischen spektakulären Achterbahnen, kulinarischen Highlights und zahlreichen Attraktionen frei bewegen und ihre eigenen Abenteuer erleben. Ob rasante Fahrten, entspannte Pausen oder gemeinsames Anstehen – die Mischung aus Action, Freiheit und gemeinsamer Zeit machte den Event zu etwas ganz Besonderem. Dank der erhaltenen Raiffeisen-Pelerinen wurden
die Wasserbahnen auch bei kälteren Temperaturen zu einem Muss.
Sei nächstes Jahr dabei! Der YoungMember-Event steht für weit mehr als nur einen Ausflug: Er verbindet, schafft Erinnerungen und zeigt, wie wichtig uns die junge Generation ist. Gemeinsam unterwegs sein, neue Freundschaften knüpfen und unbeschwerte Momente erleben – genau dafür stehen unsere YoungMemberAngebote. Du möchtest beim nächsten Mal ebenfalls dabei sein? Dann werde Teil unserer YoungMember-Community bei der Raiffeisenbank Reuss-Lindenberg. Wir freuen uns bereits jetzt auf den nächsten Event im Frühling 2027 –und auf viele neue sowie bekannte Gesichter.
Raiffeisenbank Reuss-Lindenberg
An der Expo 2026 präsentierten zahlreiche Gewerbebetriebe ihre Produkte und Dienstleistungen. Die Ausstellung bot Gelegenheit für Gespräche, neue Kontakte und einen Einblick in die Vielfalt des Obfelder Gewerbes. (Bilder Werner Schneiter)
Fahrstundenauf dich angepasst. Geschaltet und Automat. In Zürich /Säuliamt. RegelmässigVKU in Obfelden. 044760 06 78
Kind undFamilie
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Zwei Kunstschaffende mit unterschiedlichen Kunstausrichtungen
Ausstellung ab 20. Juni von Mina Monka und Nadja Studiger in der Alten Brennerei Mettmenstetten
Es wird bunt, wild, frech und fresh, wenn Kunst, Design und Kulinarik in der Alten Brennerei in Mettmenstetten aufeinandertreffen: Die Künstlerinnen Mina Monka und Nadja Studiger haben zwei komplett unterschiedliche Kunst-
ausrichtungen, die gegensätzlicher nicht sein können. Doch hegen beide die Leidenschaft in Kunst und Design. Durch die kreativen Köpfe der beiden wurde es möglich, Kunst & Design als Symbiose zu schaffen, die überrascht und begeistert.
Mina Monkas Art
Sie wird als dynamisch und energiegeladen bezeichnet, ihr Denken vereint Ruhe und Sturm und ihr Geist ist Chaos. Kunst ist für sie offen und grenzenlos, und sie lässt sich gerne von verschiedenen Materialien inspirieren, die sie zu vielfältigen Kunstformen animieren. Vor dem Kunststudium in Zürich liess sie sich zur diplomierten Tanzpädagogin ausbilden, eine weitere Leidenschaft, die ihre umfassenden künstlerischen Ambitionen zeigt. Ihre besondere Liebe gilt der Malerei, die aus «Mixed-Media», Acryl- und Neonfarben entsteht. Die talentierte Künstlerin ist bereits international erfolgreich. Im Mai erhielt sie den Musa Woman Art Award 2026 in Mailand. Gerade konnte sie ihre Bilder in Paris, in der Galerie Image in Air, präsentieren. Danach folgt Barcelona. Bei ihrer bildreichen Kunst taucht der Be-
Im Zeichen der Nachhaltigkeit: Nadja Studiger bezieht Polster von Stühlen und Bänken mit alten Veloschläuchen.
sucher in eine facettenreiche Welt. Einzigartig, artig, abartig, unartig.
RAD-AB Upcycling Design
RAD-AB ist ein innovatives Label im Kanton Zürich. Nadja Studiger, selbst wohnhaft in Mettmenstetten, hat sich darauf
«Riffi Märt Liebi»: Regionaler Genuss im Herzen von Rifferswil
Am Samstag, 20. Juni, erwacht der Dorfplatz in Rifferswil wieder zum Leben
Ort
Was vor Jahren als kleine Initiative begann, hat sich längst im Kalender des Säuliamts etabliert. Der stimmungsvolle Markt für Essen, Getränke und Floristik – begleitet von Musik – geht in seine achte Saison und bleibt seinem Konzept treu: Alles kommt aus nächster Nachbarschaft. Das Besondere am «Riffi Märt
Liebi» ist die 10-Kilometer-Regel: Sämtliche Produkte stammen von Produzentinnen und Produzenten, die ihre Waren im Umkreis von maximal zehn Kilometern um Rifferswil herstellen oder anbauen.
Ein Treffpunkt für Geniesserinnen und Geniesser
Am ersten Markttag der Saison erwartet die Besuchenden von 9 bis 14 Uhr eine breite Palette an regionalen Spezialitäten und bietet alles, was das kulinarische Herz begehrt: Ofenfrische Backwaren aus dem Rifferswiler Dorfbackofen, regionale Käsesorten, erntefrisches Gemüse und Früchte oder in Rifferswil gebrautes Bier – das Angebot lässt kaum
Wünsche offen. Dazu kommen Wein vom höchsten Weinberg im Kanton Zürich, Pilzmixturen, Spezialitätenbiere oder Gin aus der Schonau und vieles mehr. Auch das Marktkaffee lädt mit herzhaften und süssen Köstlichkeiten zum Verweilen ein. Und ein Abstecher in die Schokoladenmanufaktur von Nala Chocolatière direkt am Dorfplatz lässt garantiert jedes Schokoladenherz höher schlagen.
Der «Riffi Märt Liebi» ist mehr als nur ein Ort zum Einkaufen, es ist auch ein Ort der Begegnung. Musik sorgt für die passende Untermalung, während verschiedene Foodstände dazu einladen, das Mittagessen direkt vor Ort auf dem Dorfplatz zu geniessen und sich mit Nachbarinnen und Nachbarn und Freunden auszutauschen. Apropos Musik: Am 20. Juni werden Barbara und Francesca von Wildwoven mit ihren wild und magnetisch verwobenen Stimmen mit Sicherheit eure Herzen und Seelen berühren.
Nachhaltigkeit, Lokales und Saisonales im Fokus
Wer hier einkauft, weiss genau, woher die Produkte stammen und wer dahintersteht. Wer Genaueres über die Produkte wissen möchte, kann in direktem Austausch mit den Produzentinnen und Produzenten fachsimpeln. Das Bewusstsein für Lokales und Saisonales wird gestärkt und erlebbar. Damit setzt der «Riffi Märt Liebi» ein starkes Zeichen für Nachhaltigkeit und die Unterstützung der lokalen Landwirtschaft. Vorbeikommen, regionale Produzentinnen und Produzenten unterstützen und die einzigartige Atmosphäre am «Riffi Märt Liebi» erleben.
Cinzia Schefer-Silla, Organisatorin «Riffi Märt Liebi»
Nach dem Auftakt im Juni folgen zwei weitere Marktdaten am 5. September und am 24. Oktober 2026. Weitere Informationen zu den Ausstellenden finden Interessierte unter www.riffi-maert.ch
spezialisiert, Polster von Stühlen und Bänken mit alten Veloschläuchen zu beziehen. Aus Alt mach Neu. Im Zeichen der Nachhaltigkeit wird so das «Upcycling» mit bestehenden Ressourcen in neues, innovatives Design, kreativ und stilvoll umgesetzt. Eine Fusion aus künstlerischer Gestaltung und fundiertem Handwerk, das sie von einem Polsterer erlernen durfte. Die Liebe zum Detail und Leidenschaft, handwerklich etwas zu erschaffen, was der Kreislaufwirtschaft dient, ist das Motto dieses Labels. Die gelernte Fotografin bezieht die gebrauchten Veloschläuche von lokalen Fachgeschäften. Die Sitzmöbel von Brockenhäusern oder Personen, die den Charme ihres Lieblingsstückes mit einer einzigartigen Kunst nachhaltig in ein neues Design verwandeln wollen. Die Veloschläuche sind von Natur aus langlebig, pflegeleicht und bequem. Sie erzählen von Geschichten und Emotionen ihres bisherigen Daseins.
Armin Diebold, Mettmenstetten
Exhibition Art and Design, Albisstr. 8, Mettmenstetten; altebrennerei-mettmenstetten.ch
Ausstellung vom 20. Juni bis 20. August 2026 Vernissage am 21. Juni – ab 15 Uhr
Nadja Studiger aus Mettmenstetten macht aus Alt Neu, ganz im Sinne des «Upcycling». (Bilder zvg)
Sommerlich farbenfrohe Welten
Glaskunst, Drechselkunst und Unterwasserfotos
Warum sind diese kuschlig weichen, bunten Badetücher nur in Affoltern und nicht in Jordanien erhältlich?
Seit vielen Jahren findet die Affoltemer Glaskünstlerin Martina Schneiter ihre Inspiration für ihre leuchtend-farbigen Glasperlen in der Natur, auf Reisen und besonders in der farbenfrohen Unterwasserwelt Jordaniens. Der international prämierte Unterwasserfotograf Yazan Alsaad präsentiert seit bald zehn Jahren seine faszinierenden KorallenriffFotos als Inspiration für den Glasschmuck an ihren Ausstellungen. Jordanien ist ein Königreich mit spannender Vergangenheit. Es steht aber – mit ungewisser Zukunft – politisch zwischen den Fronten. Jordanien bietet eigentlich sehr beliebte Wasseraktivitäten an, am Toten Meer mit speziellem Schwimmerlebnis im extrem salz- und mineralienhaltigen Wasser. Im Roten Meer dagegen lädt die lebendige und bunte Unterwasserwelt zum Schnorcheln und Tauchen im türkisfarbigen Wasser ein. Aber auch für seine historischen Bauten wie die Felsenstadt Petra und die eindrückliche Wüste mit hohem Gebirge und rötlichem Sand ist dieses Königreich bekannt. Noch immer sehr betroffen von der aktuellen politischen Lage und den eingeschränkten Reisemöglichkeiten beschlossen letzten Sommer Martina Schneiter und Yazan Alsaad seine tollen Unterwassersujets auf Badetücher zu drucken. Diese wurden mit grossen Er-
folg an diversen Anlässen im Säuliamt präsentiert und jetzt für den Sommer 2026 mit neuen Unterwassersujets erweitert. Da vom Reisen nach Jordanien nach wie vor aus geopolitischen Gründen abgeraten wird, sind diese samtweichen Baumwolle-Badetücher ab sofort exklusiv in Affoltern erhältlich. Martina Schneiter, die ausgebildete Reisefachexpertin, hofft, dass sich die Lage in Jordanien bald stabilisiert, touristische Reisen sicher stattfinden können und Yazan Alsaad seine Badetücher präsentieren und zum Unterhalt seiner Familie verkaufen kann. Am farbenfrohen Sommer-Event vom 19. bis 21. Juni stellt Bruno Schneiter seine Drechselkunst mit bunten Farbeinschlüssen vor, sommerliche Farben, inspiriert von den Unterwasserfotos und der Natur, sind in der neusten Glasschmuck-Ausstellung von Martina Schneiter zu bestaunen und Yazan Alsaad zeigt und erklärt Interessierten vor Ort seine Unterwasser-Profi-Fotoausrüstung. Frisch zubereitete und exotische Sommerdrinks und orientalisch-jordanisches Essen bringen Ferien-Feeling nach Affoltern.
Martina Schneiter
Freitag, 19. Juni, 18 bis 20 Uhr, Samstag, 20. Juni, 15 bis 20 Uhr, Sonntag, 21. Juni, 15 bis 20 Uhr, Mühlebergstr. 8, Affoltern; Badetücher 163 × 81 cm solange Vorrat, erhältlich für 35 Franken über Martina Schneiter. Der Umsatz geht zu 100 Prozent nach
Der «Riffi Märt Liebi» ist mehr als nur ein Ort zum Einkaufen, es ist auch ein
der Begegnung.
Mina Monkas Kunst ist facettenreich.
Bruno Schneiter, Martina Schneiter und Yazan Alsaad. (Bild zvg)
Badi-TagimStigeli
Lokale Elektrizitätsgemeinschaft (LEG) in Affoltern am Albis
Im August startete das Projekt LEG Affoltern am Albis gemeinsam mit EKZ Gemeinsamstrom. Der Produktivstart ist auf den 1. August 2026 geplant.
Sommerkonzerte
Orchestergesellschaft Affoltern am Albis
Romain Gili, Leitung
Mikalai Semiankou, Violine
Johann Wenzel Kalliwoda
Ouvertüre Nr. 16 in a-Moll, op. 238
Jean Sibelius
Pelléas et Mélisande, op. 46
Max Bruch
LEG Affoltern am Albis wird erläutert und aufgezeigt, wie das weitere Vorgehen aussieht.
Wann: Montag, 22. Juni 2026
Zeit: 19.30 Uhr
Dauer: ca. 1 Stunde
Ort: MZG, Büelstrasse 11, 8910 Affoltern am Albis
Weitere Informationen zu LEG: https://www.ekz.ch/gemeinsamstrom -> Produktangebot von EKZ 16. Juni 2026 Stadt Affoltern am Albis
Samstag,4.Juli2026,10bis16Uhr GeniesseSpiel,SpassundSommerfeeling imSchwimmbadStigelimiteinerRaiffeisenLoungezumEntspannen,Hüpfburg,Enten angelnunddemtraditionellenStigeli-Sprint. Sei dabei und gewinne tolle Preise
Kultur Hedingen präsentiert Evelyn und Kristina Brunner
Schwyzerörgeli, Cello, Kontrabass – die beiden Schwestern Evelyn und Kristina Brunner spielen seit frühester Kindheit zusammen. Kein Wunder, dass sie aufeinander eingespielt sind wie selten eine Formation. Beide begannen im Kindergartenalter, Schwyzerörgeli zu spielen. Ländler gehörte bei der Familie Brunner zum Alltag. Sehr früh erhielten die Schwestern ihr eigenes Schwyzerörgeli und entwickelten eine ausgeprägte Leidenschaft für traditionelle Schweizer Volksmusik.
Warum Schwyzerörgeli und nicht Akkordeon? «Der Klang des Schwyzerörgeli ist unübertroffen, er ist warm, voll und dennoch transparent», erklären sie. Zudem sei gerade die Eingeschränktheit, die das Schwyzerörgeli aufgrund seines Aufbaus biete, faszinierend. Auf dem Akkordeon sei alles möglich, da gäbe es keine Ausreden, das Schwyzerörgeli hingegen setze Grenzen, aber genau darin liege die kreative Herausforderung. «Wegen dieser Grenzen stossen wir auf Dinge, auf die wir sonst nicht kommen würden. Unsere Neugier und Experimentierfreudigkeit und das Aus-
40 Jahre im Dienst!
Unser Carrosseriespengler Thomas Frey ist seit dem 9. Juni 1986 ein fester Bestandteil unserer Firma. Letzte Woche feiertenwirsein40-Jahre-Dienstjubiläum.
Wo andere nur verbeultes Blech sehen, sorgt er seit exakt vier Jahrzehnten mit Präzision und Fachwissen für die perfekte Reparatur.
Lieber Thomas, wir danken dir für deine jahrzehntelange Treue und die
loten der Möglichkeiten und Grenzen unserer Instrumente – das ist der Mix, der unseren Sound ausmacht.»
Die beiden Musikerinnen wechseln souverän vom Schwyzerörgeli zum Cello, zum Kontrabass und zurück und verzaubern das Publikum. Nur wenige ihrer Stücke sind von Beginn an aufgeschrieben. «Es braut sich anfangs jeweils etwas zusammen, von dem man im Vornherein nie weiss, was daraus entstehen wird. Wir experimentieren damit herum, lassen es ruhen, greifen es wieder auf, bis es uns packt und sich zusammenfügt» – so beschreiben die beiden den Entstehungsprozess ihrer Stücke. Wer ihre Musik kennt, weiss: Sie ist stets überraschend, manchmal melancholisch und ernsthaft, mal witzig und voller Schalk.
Barbara Thürig, Kultur Hedingen
Kultur Hedingen organisiert dieses Konzert am Freitag, 19. Juni, Beginn 20.15 Uhr, im Chilehuus in Hedingen. Es wird eine Kollekte erhoben. Die Platzreservation ist empfohlen auf www.kulturhedingen.ch/veranstaltungen
angenehme Zusammenarbeit. Für die Zukunft wünschen wir dir weiterhin viel Freude am Handwerk, beste Gesundheit und alles Gute!
R. Albrecht AG
R. Albrecht AG, Bachstrasse 33, Obfelden, Telefon: 044/761 78 55
von Thomas Frey gefeiert. (Bild zvg)
Reparieren statt Wegwerfen
Repair Café Säuliamt am Samstag, 20. Juni, im Bauspielplatz Affoltern
Reparieren statt wegwerfen heisst es am Samstag, 20. Juni, zwischen 9 und 16 Uhr am Repair Café im Bauspielplatz Affoltern. Mit tatkräftiger Unterstützung von ausgewiesenen Reparaturfachleuten wird gemeinsam repariert, was repariert werden kann. Liebgewonnene, schöne und nützliche Dinge aus Haushalt, Garten und Werkstatt erhalten die Chance auf ein zweites Leben. Einerseits lassen sich viele Dinge leichter reparieren, als man denkt – wenn man weiss, wie. Andererseits ist es auch gut, mit Sicherheit zu wissen, dass etwas unrettbar kaputt ist und entsorgt werden kann. Reparieren lohnt sich dreifach: Wer repariert statt wegwirft oder neu kauft, spart Geld, und beim Reparieren mit Profis kann man auch etwas lernen. Zudem spart man damit kostbare Umwelt-Ressourcen und unterstützt aktiv die Kreislaufwirtschaft. Jede Reparatur zählt! Werkstatt und Werkzeuge stehen kostenlos zur Verfügung, Ersatzteile müssen bezahlt werden. Alle Arbeiten im Repair Café werden von ehrenamtlichen Reparaturprofis erbracht, eine Reparaturgarantie gibt es nicht. Wie immer ist auch das besondere Bistro Frosch geöffnet und lädt mit salzigen und süssen Köstlichkeiten zum Geniessen und Verweilen ein.
Repair Café Säuliamt
Viele Dinge lassen sich leichter repaieren, als man denkt.
Treffen undGewinnen!Versuchen Sie Ihr Glück beim virtuellen Penaltyschiessen und gewinnen Sie tolle Preise im Gesamtwert von 4000 Franken
Treffen undGewinnen!Versuchen Sie Ihr Glück beim virtuellen Penaltyschiessen und gewinnen Sie tolle Preise im Gesamtwert von 4000 Franken
17. – 20. Juni
17. – 20. Juni
WeitereInfos unter ekz-zugerland.ch
WeitereInfos unter ekz-zugerland.ch
Letzte Woche wurde bei der R. Albrecht AG das 40-Jahre-Dienstjubiläum
Neugier, Experimentierfreudigkeit und das Ausloten der Möglichkeiten und Grenzen ihrer Instrumente – das macht den Sound der Schwestern Evelyn und Kristina Brunner aus. (Bild zvg)
Repair Café Säuliamt, Samstag, 20. Juni, von 9 bis 16 Uhr, Bauspielplatz, Alte Jonentalstrasse 3, Affoltern
Mo–Frtäglich4Mittagsmenüs mit Salat oder Suppe+Dessert abFr.18.IlTiglio,Zürcherstrasse4,8908Hedingen Tel.0447616424 iltiglio.ch@gmail.com www.il-tiglio.ch Mo–Fr10–14,17–23,Sa17–23Uhr,SoRuhe
Übermittags zujederPizzaoderPastaein
0.5-l-GetränkodereinenSalat GRATIS!
Stalliker Eisschnellläufer auf Überholspur
Aurel Chiper steht vor einem entscheidenden Schritt in seiner Sportlerkarriere
Marcus Weiss
«Die Shorttrack-WorldTour, das ist die grösste Shorttrack-Bühne, die es auf der Welt gibt.» Eine mitreissende Begeisterung und Vorfreude sind an seinem Gesicht abzulesen, als Eisschnellläufer Aurel Chiper erklärt, was ihn in der neuen Saison erwartet. Wir sitzen am Esstisch im Haus seiner Eltern im Stalliker Weiler Gamlikon, und die Informationen darüber, um was es auf dieser Tour geht, sprudeln förmlich aus ihm heraus. Shorttrack, das ist laut Wikipedia eine neuere Variante des Eisschnelllaufs auf Kurzbahnen, die es unter anderem ermöglicht, den Sport auf Eishockeyflächen auszuüben.
Wie anders sich diese Disziplin gegenüber dem klassischen Eisschnelllauf anfühlt, beschreibt der 19-jährige Sportler, der seit zwei Jahren in Stallikon lebt, wie folgt: «Shorttrack ist eine weitaus taktischere Art, unseren Sport auszuüben, man kann mehr mit seinen Energiereserven spielen als beim Longtrack, wo vor allem die Ausdauer im Vordergrund steht.» Die Teilnahme an der Shorttrack-WorldTour werde für ihn aber nicht nur einen riesigen Schritt in seiner sportlichen Karriere bedeuten, sondern auch den Einstieg in ein Umfeld, das extrem international geprägt ist. «Natürlich ist es auch recht anstrengend, so viel zu reisen, aber man gewöhnt sich daran, und man lernt viele fremde Länder kennen, was unglaublich spannend ist», resümiert Aurel Chiper.
Hat er denn jeweils auch genug Zeit, um vor Ort tatsächlich etwas besichtigen zu können? «Es kommt immer auch ein wenig auf die Stimmung des Trainers an, ob wir etwas sehen von der Stadt», antwortet der Eisschnellläufer mit einem Schmunzeln. Die Chancen stünden aber in der Regel nicht schlecht, denn meist sei man ein paar Tage vorher am Wettkampfort, um sich akklimatisieren zu können. «Bei den ShorttrackJuniorenweltmeisterschaften in Salt Lake City in diesem Januar sind wir sogar zwei Wochen vorher angekommen, da die Stadt sehr hoch gelegen ist», erinnert sich der Athlet. Schön sei auch, dass unter den Destinationen mitunter Orte seien, in die man sonst wahrscheinlich nie kommen würde: «Eine Shorttrack-Veranstaltung in diesem Jahr war in Kasachstan, das war wirklich etwas ganz Neues für mich. Die Herzlichkeit der Leute hat mich beeindruckt, trotz der Sprachbarriere ist es zu einem guten Austausch gekommen.»
Die beiden Varianten seines Sports sind sehr verschieden
Auch im Longtrack, der klassischen Kategorie in seinem Sport, steht für Aurel Chiper in der neuen Saison 2026/27 eine wichtige Premiere bevor, nämlich der Wechsel in die U23/Neo-Senioren-Kategorie. Für Aussenstehende mag es erstaunlich klingen, wenn ein 19-Jähriger in eine Sparte eingeteilt wird, in der bereits das Wort «Senior» in der Bezeichnung enthalten ist. «Die U23/ Neo-Senioren-Kategorie ist die Zwischenkategorie im Longtrack von den Junioren zu den Senioren. Im Shorttrack gibt es keine Zwischenkategorie, dort geht man direkt von den Junioren zu den Senioren (an die WorldTour)», erklärt der Eisschnellläufer. Wenn man vom frisch gebackenen Junioren-Schweizer-Meister Shorttrack hört, welch grosse Unterschiede es zwischen der klassischen Variante des Eisschnelllaufs und dem Shorttrack gibt, stellt sich die Frage, ob man dauerhaft in beiden Kategorien als Profisportler aktiv sein kann, oder ob sich irgendwann eine Entscheidung für eine Richtung aufdrängt. «In meinem Alter gibt es noch einige, die beides machen, aber einmal sollte man sich tatsächlich für eine Sache entscheiden und sich voll darauf fokussieren», führt Aurel Chiper
Aurel Chiper hat in seinem Sport schon zahlreiche Medaillen gewonnen. «Man muss von persönlicher Leidenschaft angetrieben sein, dann kann man es mit dem entsprechenden Fleiss sehr weit schaffen», lautet sein Rat an Kinder, die von einer Sportkarriere träumen. (Bilder Marcus Weiss)
aus. Dabei gelte es auch zu beachten, dass ein Zurückwechseln vom Longtrack zum technischer ausgerichteten Shorttrack viel schwieriger wäre als umgekehrt. «Wenn ich mal länger nicht auf dem Eis war, merke ich immer gleich, wie sehr man stets in Übung bleiben muss, um die Technik draufzuhaben», fügt er an. Der oft gehörte Spruch «Was man mal kann, das verlernt man nicht mehr» treffe seiner Erfahrung nach im Shorttrack nicht zu.
Familiäre Prägung und eine Verletzung als Vorgeschichte
Der heutige Kadersportler stand mit drei Jahren zum ersten Mal auf dem Eis, was mit Blick auf seinen familiären Hintergrund nicht verwunderlich ist: Aurels Vater Gheorghe Chiper ist Eiskunstlaufprofi und zweifacher Olympiateilnehmer, bei den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin fungierte er bei der Eröffnungsfeier sogar als Flaggenträger Rumäniens. Seine Ehefrau, Aurels Mutter Sandra Chiper, hatte die Funktion der Trainerin ihres Ehemanns inne, und Aurels ältere Schwester Flora Chiper betrieb ebenfalls Eiskunstlauf auf Leistungsniveau, bevor sie sich ganz ihrem Studium widmete. «Meine Eltern unterstützen mich in meiner sportlichen Karriere, seit ich zurückdenken kann. In der Schule haben sie mich jeweils über Mittag in die Eishalle gebracht, damit ich dort trainieren konnte», erzählt Aurel Chiper. Dass er seinen Eltern in sportlicher Hinsicht nacheifern wollte, sei für ihn immer klar gewesen, und die Motivation sei stets von ihm selbst gekommen, betont der junge Athlet. «Wir sind uns bewusst, dass es ein Vor-, aber auch ein Nachteil sein kann, wenn die Eltern ihrerseits Spitzensportler sind, aber es ist sicherlich so, dass man
Aurel Chiper mit seinen Eltern Gheorghe und Sandra Chiper. Seine Mutter hält hier die Schlittschuhe aus Kindertagen, mit denen Aurel seine ersten Erfahrungen auf dem Eis gemacht hat.
in diesem Fall weiss, wovon man spricht», ergänzt sein Vater, der gerade aus seinem Arbeitszimmer kommt. Auch Aurel hat seine Karriere als Eiskunstläufer begonnen. Im Alter von vierzehn Jahren zwang ihn eine Stressfraktur im Rücken zu einer Umorientierung, die ihn zum Eisschnelllauf geführt hat. «Ich war damals in Frankreich in den Ferien am Meer, als ich plötzlich extreme Schmerzen im Rücken bekam. Laufen, Sitzen, Aufstehen, all dies war plötzlich fast nicht mehr möglich», blickt der Athlet auf diese schlimme Zeit zurück. Die vielen Sprünge und Schläge auf den Rücken beim Eiskunstlauf hatten bei ihm einen harten Tribut gefordert. Auch wenn Aurel Chiper sich zurückkämpfte, es habe sich die Frage gestellt, ob es gesund wäre, weiterzumachen. «Ich kannte jemanden, der Eisschnelllauf
betrieb, so konnte ich am Training für diese Disziplin teilnehmen, die ersten Monate war ich aber gar nicht Feuer und Flamme dafür», bekennt er. Erst als er länger dabei war, habe sich eine Leidenschaft entwickelt, die zu einer gewaltigen Motivationsquelle werden sollte. «Nach der Junioren-WM in Danzig war wohl der Moment, wo in mir ein Schalter umgelegt wurde, es hatte einen riesigen Effekt auf mich», beschreibt er es. Spätestens bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Calgary 2025 habe er dann gefühlt, dass es vollends «um ihn geschehen» sei.
Sportlerkarriere und Ausbildung gehen bei Aurel Hand in Hand Man stellt sich nun wohl automatisch die Frage, wie eine so intensive Sportkarriere mit der gerade in diesem Alter oft fordernden «übrigen» Ausbildung unter einen Hut zu bringen ist. «Ich absolviere eine sogenannte Sport-KVAusbildung, sie dauert vier Jahre, wovon ich die ersten zwei Jahre ausschliesslich die Schule (United School of Sports in Zürich) besucht habe», erklärt der Eisschnellläufer. Den betriebsinternen Teil bestreitet er aktuell bei der SIX Group, welche die Schweizer Börse betreibt, daneben verbleiben noch zwei Wochenlektionen an der Schule. «Alles rund um die Börse fasziniert mich sehr stark, und ich glaube, sie haben dort im Unternehmen ebenfalls Freude an mir», beschreibt Aurel Chiper die Situation. «Ich war zu Beginn quasi ein Experiment für den Betrieb, aber jetzt fiebern sie mit mir mit und sind sogar auch noch mein Sponsor, da habe ich grosses Glück.» Es bleibt spannend auf allen Ebenen für den jungen Stalliker.
FCA schickt Wollerau unter Strich
Bei bestem Fussballwetter tat sich der FCA in der Startviertelstunde zunächst schwer. Aufgrund zahlreicher Absenzen musste das Team auf Unterstützung aus der zweiten Mannschaft zurückgreifen. Zudem bereitete der trockene und stumpfe Rasen den Gästen Mühe. Wollerau kam dadurch zu mehreren guten Abschlussmöglichkeiten, scheiterte jedoch entweder an der Affoltemer Defensive oder am stark reagierenden Torhüter Kevin Aegerter. Nach rund 20 Minuten
folgte die Wende: Nach einem zu späten Eingreifen eines Wollerauer Verteidigers entschied der Schiedsrichter auf Penalty. Valdimiro Cuinjinca übernahm die Verantwortung und verwandelte souverän zur Führung. Mit dem Treffer fand der FCA immer besser ins Spiel und übernahm zunehmend die Kontrolle. Das 0:2 fiel wenig später nach einem Eckball von Noel Stieger, den wieder Cuinjinca frei stehend per Kopf verwertete. Kurz vor der Pause machten es die Gäste jedoch
nochmals spannend. Nach einem langen Ball hinter die Abwehr gelang den Hausherren der Anschlusstreffer zum 1:2.
Spannung bis ganz zum Schluss
In der zweiten Halbzeit flachte die Partie etwas ab. Affoltern blieb zwar die aktivere Mannschaft, liess aber mehrere gute Möglichkeiten ungenutzt. Erst kurz vor Schluss sorgte Stieger mit dem 1:3 scheinbar für die Entscheidung. Doch
in der Nachspielzeit verkürzte Wollerau mit einem Distanzschuss nochmals auf 2:3. Mehr liessen die Gäste zum Glück nicht mehr zu und brachten den knappen Vorsprung über die Zeit. Mit diesem wichtigen Auswärtssieg kann der FCA viel Positives mitnehmen. Nun gilt es, die Erfolgswelle auch am letzten Spieltag gegen den FC Wädenswil aufrechtzuerhalten.
Alessandro Gusmini, FCA
Doppelsieg und weitere Podestplätze für Obfelden
Der Turnverein Obfelden überzeugte am Einzelturnfest in Seengen
Mit zwei Turnerinnen und fünf Turnern nahm der Turnverein Obfelden am vergangenen Samstag am Einzelturnfest in Seengen teil. Da während der Saison meist Wettkämpfe innerhalb des eigenen Kantons auf dem Programm stehen, bot sich die Gelegenheit, die eigene Form auch einmal mit Konkurrenz aus einem anderen Kanton zu messen.
Den Auftakt machte Leonie Häberling in der Kategorie K6. In der ungewohnt kleinen Halle fand sie sich rasch zurecht und erhielt am Schaukelring mit der Höchstnote die Bestwertung des Tages an diesem Gerät. Mit einem insgesamt gelungenen Wettkampf klassierte sie sich auf dem 15. Schlussrang.
Bei den Damen startete Tanja Bleuler vielversprechend in den Wettkampf. Mit gelungenen Übungen und Noten um die 9,00 Punkte zeigte sie eine konstante Leistung. Mit einem Total von 36,40 Punkten sicherte sie sich die Silbermedaille.
Am Nachmittag standen die Einsätze von Timo Häberling (K5) sowie Nicola Schlienger und Simon Schär (beide K6) auf dem Programm. Timo überzeugte insbesondere am Sprung, wo er die Note 9,45 erhielt. Trotz eines starken Wettkampfs verpasste er das Podest knapp und belegte mit 42,80 Punkten den vierten Rang. Für Nicola Schlienger
und Simon Schär brachte die ungewohnte Infrastruktur zusätzliche Herausforderungen mit sich. Aufgrund des fehlenden Spickbodens mussten beide ihre Übungen kurzfristig anpassen. Nicola gelang dies ausgezeichnet und sie wurde am Boden mit der Note 9,40 belohnt.
Turnerinnen und Turner des TV Obfelden am Einzelturnfest in Seengen. (Bilder zvg)
Auch das fehlende Stellreck sorgte im Vorfeld für Unsicherheit. Simon konnte seine Übungen jedoch problemlos absolvieren und überzeugte insbesondere am Sprung, wo beide Versuche mit der Note 9,50 bewertet wurden. In der Endabrechnung setzte sich Nicola knapp vor
UBS Kids Cup begeistert in Knonau
88 Kinder messen sich mit viel Freude und starken Leistungen
Beim UBS Kids Cup in Knonau stand am vergangenen Samstag die Freude an der Bewegung im Mittelpunkt. Insgesamt 88 Kinder und Jugendliche – 34 Mädchen und 54 Knaben – traten zum Dreikampf aus 60-Meter-Sprint, Weitsprung und Ballwurf an. Während einige auf eine Qualifikation für den Kantonalfinal hoffen dürfen, stand für viele vor allem der Spass am Sport und am gemeinsamen Wettkampf im Vordergrund. Eine gewisse Anspannung war vor dem Start durchaus spürbar – sowohl beim jüngsten vierjährigen Teilnehmer als auch bei den älteren, bereits erfahrenen Athletinnen und Athleten. Doch kaum fiel der Startschuss, überwogen Begeisterung, Ehrgeiz und Freude an der Bewegung. Genau diese Mischung macht den UBS Kids Cup aus, der jedes Jahr Zehntausende Kinder und Jugendliche motiviert, erste Wettkampferfahrungen zu sammeln und über sich hinauszuwachsen.
Für die herausragenden Leistungen des Tages sorgte insbesondere Lionel Bucher. Im 60-Meter-Sprint lief er mit exakt 8,00 Sekunden die schnellste Zeit des Tages. Bei den Mädchen war Ally Pulis mit starken 8,82 Sekunden die Schnellste. Auch im Weitsprung setzte Lionel mit ausgezeichneten 5,32 Metern die Bestmarke. Dahinter überzeugte Levin Mika mit beachtlichen 4,33 Metern. Bei den Mädchen knackten gleich zwei Teilnehmerinnen die Vier-MeterMarke: Ally Pulis sprang 4,19 Meter weit, Anna Ougleva erreichte 4,07 Meter. Auch im Ballwurf führte kein Weg an Lionel Bucher vorbei. Mit beeindru-
ckenden 62,93 Metern erzielte er die Tagesbestweite. Bei den Mädchen setzte sich Anna Ougleva mit 32,07 Metern vor Ally Pulis durch, die auf 24,78 Meter kam. Dank ihrer starken Leistungen dürfen sich einige Teilnehmerinnen und
Teilnehmer berechtigte Hoffnungen auf einen Start am Kantonalfinal machen. Mit etwas Wettkampfglück könnte für die Besten sogar der Schweizer Final vom 29. August 2026 im Stadion von Weltklasse Zürich in Reichweite liegen.
Simon durch. Die beiden sorgten mit Gold und Silber in der Kategorie K6 für einen Obfelder Doppelsieg. Zum Abschluss griffen die beiden Turner der Kategorie Herren ins Wettkampfgeschehen ein. Martin Häberling passte ebenfalls seine Bodenübung an die Gegebenheiten an. Während ihm dies im Wettkampf nicht ganz so gut gelang wie noch im Einturnen, zeigte er an den übrigen Geräten starke Leistungen. Seine höchste Note erzielte er mit einer 9,80 am Barren. Emanuel Foster turnte ebenfalls einen überzeugenden Wettkampf und erhielt am Sprung mit 9,40 seine Bestnote. Mit 44,80 Punkten klassierte er sich auf dem fünften Schlussrang. Martin Häberling setzte sich derweil deutlich durch und sicherte sich mit einem Vorsprung von 1,05 Punkten den Tagessieg.
Mit zwei Siegen, drei zweiten Plätzen und weiteren starken Klassierungen durfte der Turnverein Obfelden auf einen erfolgreichen Wettkampftag in Seengen zurückblicken. Bereits am kommenden Samstag geht es am gleichen Ort mit den Sektionswettkämpfen weiter, an denen der gesamte Verein im Einsatz stehen wird.
Tanja Bleuler, TV Obfelden
Schliesslich haben auch Schweizer Leichtathletik-Grössen wie Simon Ehammer, Ditaji Kambundji, Jason Joseph oder Angelica Moser ihre ersten Schritte beim UBS Kids Cup gemacht. Ein besonderer Höhepunkt war das traditionelle Rennen um die Titel des schnellsten Knonauer Mädchens und des schnellsten Knonauer Jungen. In den einzelnen Alterskategorien setzten sich Finja Glauser und Noé Dambo (Kindergarten), Sarina Hochuli und Noé Glauser (1./2. Klasse), Bailey Glauser und Levin Suter (3./4. Klasse), Ally Pulis und Richard Immordino (5./6. Klasse) sowie Lionel Bucher (Oberstufe) durch. Im grossen Finale traten anschliessend die jeweils sechs schnellsten Mädchen und Knaben aller Altersstufen gegeneinander an. Bei den Mädchen gewann Ally Pulis in hervorragenden 7,27 Sekunden vor Elena Suter (7,63) und Anna Ougleva (7,85). Bei den Knaben sicherte sich Lionel Bucher mit starken 6,81 Sekunden souverän den Titel des schnellsten Knonauers. Die weiteren Podestplätze gingen an Richard Immordino (7,33) und Levin Suter (7,36). Zum Erfolg des Anlasses trugen auch die zahlreichen Helferinnen und Helfer bei, die trotz sommerlicher Temperaturen für einen reibungslosen Ablauf sorgten. Die Organisatoren Sandy und Christian Albrecht ziehen denn auch ein positives Fazit und freuen sich bereits auf die nächste Austragung des UBS Kids Cup in Knonau.
Schule Knonau
Die schnellsten Knonauer Kids: Lionel Bucher und Ally Pulis. (Bild zvg)
Floorball Albis räumt ab
Das Team Herren 1 mit munterem Torfestival zum
Auftaktsieg
Die erste Cuprunde ist bekanntlich so etwas wie der erste Grillabend des Sommers: Man weiss noch nicht genau, wie alles zusammenpasst, aber man erkennt bereits, ob die Richtung stimmt. Und beim deutlichen 17:5-Erfolg gegen die Wolves Züri Unterland zeigte sich schnell, dass Floorball Albis den ersten Monat des Sommertrainings nicht mit Nichtstun verbracht hat.
Der Klassenunterschied zwischen dem Drittligisten aus dem Säuliamt und dem Viertligisten aus dem Zürcher Unterland war über weite Strecken klar sichtbar. Zwar erwischten die Gäste immer wieder Momente, in denen sie Nadelstiche setzen konnten, doch die Antwort von Albis folgte meist schneller, als man den Spielstand aktualisieren konnte.
Besonders erfreulich: Alle 18 Feldspieler sowie beide Torhüter kamen zum Einsatz. Obwohl viel durchgemischt wurde, blieb der Spielfluss trotzdem erhalten – und die Tore fielen beinahe im Minutentakt.
Nach einem noch ausgeglichenen Start übernahm Albis zunehmend das Kommando und schraubte das Resultat kontinuierlich in die Höhe. Wer auf der
Tribüne kurz abgelenkt war, hatte spätestens im zweiten Drittel ein Problem. Zwischenzeitlich entwickelte sich die Partie zu einer Art offensivem Dauerfeuer, bei dem die Wolves kaum noch Luft zum Durchschnaufen fanden.
Keine echte Standortbestimmung Natürlich darf ein solches Resultat nicht überbewertet werden. Eine echte Standortbestimmung war diese Begegnung gegen einen unterklassigen Gegner noch nicht.
Dennoch waren erste Elemente aus dem Sommertraining bereits erkennbar: hohes Tempo, viel Bewegung mit und ohne Ball und die Bereitschaft, konsequent nach vorne zu spielen. So bleibt unter dem Strich weniger die Frage nach dem Resultat als die Erkenntnis, dass die Mannschaft auf einem guten Weg ist. Die schwierigeren Prüfungen werden noch kommen – in der nächsten Runde Ende Juni warten die Kadetten aus Schaffhausen (2. Liga).
Stefan Rutz, Floorball Albis
Weitere Infos und Resultate auf der Webseite: www.floorball-albis.ch
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