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041_2023

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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 155 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

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AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 41 I 177. Jahrgang I Freitag, 2. Juni 2023

Zuschlag an Sunrise

Die Genossenschaft Ortsnetz Ottenbach (GOO) verkauft ihr Kabelnetz. > Seite 8

Neue Betreiberin

Die Luftseilbahn Adliswil-Felsenegg wird per sofort von der SZU betrieben. > Seite 9

Erfrischendes Wasser

In der Serie Ortsnamen stehen dieses Mal die Bäche im Mittelpunkt. > Seite 10

Neuer Geschäftsführer Der Sozialdienst Bezirk Affoltern wird ab September von Alexander Schibli geleitet. > Seite 11

Obfelden und Ottenbach feiern Heute Freitag und morgen Samstag wird der Autobahnzubringer A4 eingeweiht

Die Vorbereitungen auf dem Festgelände waren am Donnerstagmorgen bereits fortgeschritten. Ab heute 16 Uhr geht es los. (Bild Dominik Stierli)

Es ist so weit. Am Montag, 5. Juni, wird der komplette Zubringer dem Verkehr übergeben. Heute Freitag und am Samstag feiern die Gemeinden Obfelden und Ottenbach dies mit dem grossen Zubringerfest. von Dominik Stierli Die Organisatoren der beiden Gemeinden Obfelden und Ottenbach sowie das Tiefbauamt Zürich arbeiten für das grosse Fest Hand in Hand. Auf dem zukünftigen Obfelder Teilstück des Zubringers wurde in den letzten Tagen fleissig aufgebaut: Strom verlegt, Toiletten aufgestellt, Beleuchtung installiert und Wegweiser platziert. Auch ein grosses Festzelt ist unterdessen aufgebaut.

Platz die beste Aussicht auf die schöne Reuss-Landschaft. Am Freitag kann man ein Portrait von sich malen lassen, am Samstag darf die neue Strasse mit Kreide grossflächig bemalt werden. Der Weg zum weiteren Festplatz führt durch die 255 Meter lange Unterführung hindurch. Zahlreiche Informationstafeln zeigen interessante Fakten zum grossen Bauvorhaben. Auf der anderen Seite erreicht man den Festplatz Obfelden. Dort stehen Festwirtschaft und Bars bereit. Das Angebot reicht von Pommes Frites über Würste bis zu Pasta. Die Turnvereine Obfelden und Ottenbach betreiben die grosse Bar. Auch zahlreiche Säuliämtler Vereine und Organisationen sind mit ihren Ständen vor

Ort. Da kann man sich sportlich betätigen beim Unihockey, Schwingen oder «Menschentöggele». Speziell für die Kinder steht ein Glücksrad bereit, eine Geschichten- und Bastelecke und man kann sich auch schminken lassen. Beim dritten Festplatz Strecke Landi stellen unter anderem die Kantonspolizei, die Stadtpolizei Affoltern und die Feuerwehr Obfelden einige ihrer Einsatzfahrzeuge aus.

Grosses Unterhaltungsprogramm Auch das Festprogramm bietet tolle Unterhaltung. Am Freitagabend findet der öffentliche Festakt mit der Ottenbacher Gemeindepräsidentin Gabriela

Drei Festplätze Insgesamt laden drei Festplätze zum Verweilen ein. Von Ottenbach her kommend erreichen die Besucherinnen und Besucher den Festplatz Ottenbach über die ausgebaute Obfelder Muristrasse. Dort lassen sich auch gleich Velos abstellen. Mit verschiedenen Food-Trucks und einem Getränkestand bietet der

Noser Fanger und dem Obfelder Gemeindepräsidenten Stephan Hinners statt. Mit Kurz-Interviews und humorvollen Videos wird hier auf den Bau zurückgeblickt. Im Anschluss spielt die Band «Naked» mit der Obfelder Sängerin Nadine Arnet. Am Samstag können verschiedene Konzerte besucht werden. Um 15 Uhr spielt die Kinderband «Marius & die Jagdkapelle». Um 21 Uhr tritt die Coverband «forty9dot6» auf. An beiden Abenden sorgt ab halb zwölf das DJ-Team «Fix&Fertig» im Festzelt für Stimmung bis morgens um 2 Uhr.

Chirurgische Geräte

Instrumente aus dem Spital Affoltern werden im indischen Himalaya gebraucht. > Seite 12

Erinnerungen aus dunklen Stunden Letzte Woche war Agnes Hirschi in der Sekundarschule Mettmenstetten zu Gast. Dort berichtete sie aus ihrer Kindheit während des Nazi-Regimes. Agnes Hirschi hat den Holocaust überlebt. Sie wurde 1938 in London geboren und ist in Budapest als Tochter jüdischer Eltern aufgewachsen. Nach dem Einmarsch der Nazis in Ungarn war sie als gebürtige Engländerin und Jüdin gleich doppelt bedroht. Dass sie heute noch lebt, verdankt sie dem damaligen Schweizer Vizekonsul Carl Lutz, der sie und viele andere mithilfe eines Schweizer Schutzbriefes rettete. Später heiratete Lutz die Mutter von Agnes Hirschi und wurde so zu ihrem Stiefvater. Obwohl Carl Lutz über 62 000 Jüdinnen und Juden das Leben rettete, wurde er für seine Taten von der Eidgenossenschaft abgestraft. Deshalb versprach Agnes Hirschi ihm am Sterbebett, dafür zu kämpfen, dass er rehabilitiert werde und seine Taten Anerkennung fänden. Die Rehabilitierung ist erfolgt. Und Agnes Hirschi kämpft weiter. (red.)

> Bericht auf Seite 13 ANZEIGEN

Keine Parkplätze vor Ort Ungewöhnlich für ein Eröffnungsfest einer neuen Strasse ist, dass es in der Nähe des Festgeländes keine Parkplätze gibt. Die Organisatoren bitten die Besuchenden zu Fuss, per Velo oder mit dem öffentlichen Verkehr anzureisen. Die Haltestelle Hölibachstrasse in Obfelden befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Festplatz. Zudem verkehren nach Mitternacht mehrere Extrakurse nach Affoltern und Ottenbach.

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Die Festplätze verteilen sich auf drei Standorte. (Grafik Datawrapper)

> Weitere Artikel auf den Seiten 5, 6 und 7.

Afghanen ziehen ein

Geduld bei Fahrplänen

Bisher wurde die alte Militärunterkunft (MUK) in Bonstetten, die sich direkt unter der Gemeindeverwaltung befindet, als Lager genutzt. Zudem war hier der Mittagstisch für die Schulkinder beheimatet. Nun wurden die Räume hergerichtet und leicht saniert, sodass bald neues Leben einzieht: Ab dem 6. Juni bietet sie 19 jungen Afghanen im Alter zwischen 19 und 25 Jahren ein Zuhause auf Zeit. Letztmals war die MUK im Jahr 2015 während der Syrienkrise für Geflüchtete geöffnet gewesen. Bereits seit Februar

Könnte das Postauto im 15- statt im 30-Minutentakt fahren? Könnte die S-Bahn in Zukunft einen zusätzlichen Bahnhof bedienen? Solche Begehren können die Gemeinden bei der Regionalen Verkehrskonferenz Knonauer Amt (RVK) einreichen. Am vergangenen Mittwoch hat sie wieder getagt und 30 solcher Eingaben zum Fahrplanverfahren 2024 besprochen (während jenes für 2025/26 bereits in Gang ist). Viele Begehren wurden zurückgestellt. In der Praxis erweist sich die Umsetzung dieser Wünsche häufig als schwierig, da sich jede Änderung auch auf andere

war klar, dass die Gemeinden im Kanton Zürich zusätzlich Flüchtlinge aufnehmen müssen. Nun hat der Kanton die Aufnahmequote auf den 1. Juni von 0,9 auf 1,4 Prozent erhöht. Für die Gemeinde Bonstetten mit ihren 5619 Einwohnern bedeutet das, dass sie neu 73 Asylbewerber (inklusive Ukrainer mit S-Status) aufnehmen muss. Das bedeutet, dass sie nun 32 weiteren Geflüchteten ein Dach über dem Kopf bieten muss. (red.)

> Bericht auf Seite 3

Verbindungen und teils auf die Infrastruktur auswirkt. So dürfte es etwa schwierig werden, dem Antrag der Gemeinde Bonstetten zu entsprechen, die S-Bahnlinie 5 neu im Bahnhof Stettbach anhalten zu lassen, statt von Stadelhofen direkt bis Uster zu fahren: Der Regierungsrat unterstützt die ablehnende Haltung der SBB. Trotzdem kann es sich für Gemeinden lohnen, Begehren, die zurzeit nicht realisierbar sind, einzugeben, wie ein Beispiel aus Obfelden zeigt. (red.)

> Bericht auf Seite 9

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