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Steuersenkung wäre verfrüht
GV Stallikon: Rechnung schliesst mit millionenschwerem Überschuss, Veloverkehr sorgt für Unmut, fünf Verabschiedungen. Seite 11
Tag der offenen Tür in der KinderReha Schweiz in Affoltern
Vermitteln, dass Kinder und Jugendliche ein gutes Angebot an Rehabilitation benötigen
Regula ZellwegeR
Vier Kleinkinder, zwei Mütter und die Grossmutter Marianne Egli-Schneebeli stehen am Ziegengehege. Die Kleinen haben grossen Spass an den Tieren. «Wir sind fast jeden Tag auf dem integrativen Spielplatz», meint eine Mutter. «Wir wohnen gleich hier im Weiler ‹Im Wil›, an den das Kispi grenzt.» Im Ort nennt man die Kinder-Reha Schweiz so. Die Grossmutter ist hier aufgewachsen und erinnert sich, wie ihr Vater Kinder aus dem Kispi – gut gesichert – auf dem Traktor mitfahren liess.
An diesem Samstag konnten die Autos der Besucherinnen und Besucher des Tags der offenen Tür auf ihrem Land parken. Auch die spitaleigenen Therapiepferde weiden auf dem gepachteten Land der Familie Egli-Schneebeli. Die Kinder-Reha Schweiz ist eingebettet in die Geschichte und die Gegenwart von Affoltern. «Der Kontakt mit der Nachbarschaft ist uns wichtig», betont Franziska Spreitler, Leiterin Therapien.
Grosser Einsatz
Der immense Einsatz der Mitarbeitenden sowie der Mitglieder von Rotary, Kiwanis und der Aladin-Stiftung – grösstenteils auf freiwilliger Basis – freut Andreas Meyer-Heim ganz besonders. Er fühlt sich in seinem Anliegen unterstützt, die Notwendigkeit der Kinder-Reha einer breiten Öffentlichkeit näherzubringen. «Dieses Wissen müssen wir der Bevölkerung und auch der Politik vermitteln. Immer wieder stellen wir fest, dass noch zu wenig bekannt ist, dass Kinder und Jugendliche nach schweren Erkrankungen oder Unfällen sowie im Rahmen von Operationen bei Behinderungen Rehabilitation benötigen.»
Simona Coiro, Leiterin Pflegedienst, ergänzt: «Die Kinder-Reha Schweiz ist weit mehr als eine Rehabilitationseinrichtung. Sie ist ein Ort, an dem Kinder und Jugendliche mit komplexen gesundheitlichen Herausforderungen ganzheitlich, interprofessionell und familienzentriert begleitet werden.» Sie wünscht sich, dass die Besuchenden erleben, mit
Besucherinnen und Besucher versammeln sich vor dem Haupteingang für eine Führung. (Bild
welchem Engagement, Fachwissen und Herzblut die Mitarbeitenden täglich daran arbeiten, die Lebensqualität und Selbstständigkeit der jungen Patientinnen und Patienten zu fördern. «Zudem möchten wir aufzeigen, wie moderne Rehabilitation Hoffnung, Entwicklung und neue Perspektiven für betroffene Kinder und ihre Familien schaffen kann.»
Führungen durch die Kinder-Reha Besonders beliebt waren die rund 45-minütigen Führungen durch die verschiedenen Abteilungen. Junge Patientinnen und Patienten bekam man dabei nicht zu Gesicht, doch die lebendigen Ausführungen der Führerinnen und Führer liessen die verschiedenen Räume förmlich lebendig werden. So zeigte Franziska Spreitler im Ganglabor, wie mithilfe
Auf dass Ruhe einkehrt
Neustart auf solider Basis bei Sek Bonstetten
Nach einer turbulenten Legislatur wird bei der Sekundarschule Bonstetten mit einer fast ganz neu besetzten Schulpflege neu gestartet, dies jedoch auf solider Basis, wie Tamara Fakhreddine sagte. Man habe die Entwicklung und kompetente Aufstellung der Schulverwaltung und des Betriebs erreicht und ein gutes Team in der Schulleitung aufgebaut, so die scheidende Präsidentin in ihrem Rückblick auf ihre acht Jahre im Amt. Sie schloss mit folgenden Worten: «Mit der neuen Schulpflege, der neuen Schul-
leitung und dem Abschied der ‹bösen› Präsidentin hoffen wir sehr, dass Ruhe einkehrt und auch pädagogische Entwicklungen wieder möglich werden.»
Danach folgten die Würdigung der abtretenden Mitglieder der Schulpflege, Lutz Eichelkraut, Corinne Ostler, Irene Häsler und Tamara Fakhreddine, durch den in der Schulpflege verbleibenden Matthias Hufschmid und als Abschluss der Veranstaltung ein Apéro. (cle)
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eines High-End-Motion-Capture-Systems, von Kraft- und Druckmessplatten sowie Elektromyografie Gelenkswinkel, Belastungen und Muskelaktivitäten beim Gehen präzise dokumentiert und berechnet werden.
Ein Blick in die Jugendabteilung mit Küche, Sofaecke, Spiel- und Esstisch sowie Dreierzimmern mit eigener Dusche zeigte, wie den Bedürfnissen junger Menschen Rechnung getragen wird. «Hier herrscht eine familiäre Atmosphäre. Die Jugendlichen haben für den heutigen Tag sogar aufgeräumt», erklärt Franziska Spreitler lachend, und: «Die Pubertät macht vor niemandem halt.»
Die beiden Therapiehunde begeisterten Gross und Klein. In der Ergotherapie erfuhren die Besuchenden hautnah, wie schwierig es sein kann, mit nur einer Hand einen Schnürsenkel zu binden. Im Schulzimmer waren Arbeiten
von Kindern zu sehen, denen oft spezialisierte Hilfsmittel zur Verfügung gestellt werden müssen, damit sie die Herausforderungen des Alltags bewältigen können. Rahel Czeschner arbeitet im Sekretariat der Kinderchirurgie des Kinderspitals Zürich. Sie nutzte die Gelegenheit, sich vor Ort ein Bild der Kinder-Reha zu machen – denn auf eine Operation in Zürich folgt nicht selten ein Aufenthalt in Affoltern. Sie zeigte sich beeindruckt von den zahlreichen Möglichkeiten, insbesondere im technischen Bereich, etwa in der Robotik. «Hier werden die Kinder spielerisch abgeholt. Damit sich Fortschritte einstellen, müssen die Therapien möglichst Freude bereiten.» Aber an dem Tag der offenen Tür gab es noch mehr zu sehen.
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Fussballderby endet 2:2
Spektakuläre Punkteteilung bei FCA vs. WB
Im Ämtler 3.-Liga-Duell empfing der FC Affoltern den FC Wettswil-Bonstetten 2. Die beiden Teams trennten fünf Ränge und 13 Punkte voneinander. Während die Bezirksstädter nach zuletzt enttäuschenden Resultaten erpicht waren, wieder zum Erfolg zurückzukehren, besass das zweitplatzierte WB noch eine klitzekleine Aufstiegschance. Der Gastgeber startete zweikampfstark in die Partie und eröffnete das Score durch einen verwandelten Foulelfmeter. Allmählich nahm WB Fahrt auf und das Geschehen präsen-
tierte sich fortan ausgeglichen. Nach Unachtsamkeiten in seiner Abwehr musste der FCA noch vor der Pause zwei Treffer zum 1:2 einstecken. Nach Wiederanpfiff kam er zu guten Chancen, die allerdings ungenutzt blieben. Die Partie war nun hart umkämpft, ehe dem FCA kurz vor Schluss das 2:2 glückte. Nach dem Spiel lud der Heimklub zum stimmungsvollen Apéro für Sponsoren und Supporter beider Vereine. (kakö)
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Jahre gibt es das Mini-Museum KommBox in Aeugst bereits. Seite 8
«Für mich hiess es immer: ganz oder gar nicht.»
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Carol Sommer-Seiler, Bonstetten, Tierhomöopathin. (Bild Deviprasad Rao)
Kritik an Behörde
An der Gemeindeversammlung in Kappel wurde die geplante Erhöhung der Behördenentschädigungen deutlich an den Gemeinderat zurückgewiesen. Zuvor hatte bereits die Jahresrechnung 2025 für Diskussionen gesorgt. Obwohl das Defizit mit 146000 Franken tiefer ausfiel als budgetiert, stiessen die stark gestiegenen Verwaltungskosten auf Kritik. Mehrere Votanten verlangten Erklärungen zu Personalabgängen, Krankheitsausfällen und dem Einsatz teurer Springer. Gemeindepräsident Martin Hunkeler verwies wiederholt auf das Amtsgeheimnis, was die Unzufriedenheit im Saal weiter anheizte. Die vorgesehene Erhöhung der Behördenbesoldung um insgesamt 55000 Franken wurde als überrissen bezeichnet. Die Stimmberechtigten verlangten eine überarbeitete Vorlage mit moderateren Anpassungen. Mehrfach war von einem angespannten Klima und einem «brodelnden Kessel» die Rede. (red)
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Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung
Aeugst am Albis am Montag, 15. Juni 2026
Die Büros der Gemeindeverwaltung
Aeugst amAlbis sind am Montagvormittag, 15. Juni 2026, von 8.00 – 11.30 Uhr, infolge interner Weiterbildung geschlossen.
Am Montagnachmittag, 15. Juni 2026, ab 16.00 Uhr bis 18.15 Uhr, sind wir wie üblich gerne wieder für Sie da. Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis. Gemeindeverwaltung Aeugst am Albis
Sekundarschulgemeinde
Bonstetten
Kreisschulgemeinde Bonstetten, Stallikon, Wettswil am Albis
Beschlüsse der Gemeindeversammlung vom 4. Juni 2026
Die Gemeindeversammlung vom 4. Juni 2026 hat folgende Beschlüsse gefasst: 1. Genehmigung Jahresrechnung 2025 Die Unterlagen sind auf der Internetseite der Sekundarschule Bonstetten (www.sek-bonstetten.ch) in der Rubrik Gemeindeversammlung einsehbar.
Rechtsmittelbelehrung
Beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, können – von der Veröffentlichung an gerechnet – schriftlich folgende Rechtsmittel ergriffen werden:
– innert 5 Tagen Rekurs wegen Verletzung von Verfahrensvorschriften in der Gemeindeversammlung, sofern sie in der Versammlung gerügt wurden (§ 19 Abs. 1 lit. c i.V.m. § 21a Abs. 2 und § 22 Abs. 1 VRG)
– innert 30 Tagen Rekurs wegen Rechtsverletzung, unrichtiger oder ungenügender Feststellung des Sachverhaltes sowie Unangemessenheit der angefochtenen Anordnung (§ 19 Abs. 1 lit. a und d i.V.m. § 19b Abs. 2 li t. c sowie § 20 Abs. 1 und § 22 Abs. 1 VRG)
Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen.
Bonstetten, 5. Juni 2026
Sekundarschulpflege Bonstetten
Verkehrsanordnung:
Albishornstrasse, Grossrainstrasse und unbenannte Flurstrasse (Höhe Neuhaus), Hausen am Albis
Dauernde Verkehrsanordnung
Auf Antrag der Gemeinde Hausen am Albis und im Einvernehmen mit der Flurgenossenschaft hat die Kantonspolizei folgende Verkehrsanordnung verfügt:
Hausen am Albis Albishornstrasse, Grossrainstrasse und unbenannte Flurstrasse (Höhe Neuhaus). Jeweils bergwärts ab der Oberalbisstrasse ist der Verkehr mit Motorwagen und Motorräder verboten. Der Zubringerdienst sowie land- und forstwirtschaftlicher Verkehr ist gestattet. Die Zufahrt zum Restaurant Albishorn ist mit Bewilligung der Gemeinde gestattet. Verfügende Stelle
Gegen diese Verkehrsanordnung kann während der Rekursfrist bei der Kontaktstelle Rekurs erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Die angefochtene Verfügung ist beizulegen oder genau zu bezeichnen. Die angerufenen Beweismittel sind genau zu bezeichnen und soweit möglich beizulegen. Das Rekursverfahren ist kostenpflichtig; die Kosten hat die unterliegende Partei zu tragen.
Rechtsmittelfrist
Frist: 30 Tage
Ablauf der Frist: 9.7.2026
Verkehrsanordnungen haben eine Rechtsmittelfrist von 30 Tagen.
Kontaktstelle: Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich, Rekursabteilung, Postfach, 8090 Zürich
Bauprojekte
Planauflage:
Die Pläne liegen auf den betreffenden Gemeindekanzleien zur Einsicht auf. Dauer der Planauflage:
20 Tage vom Datum der Ausschreibung an. Erfolgt die Ausschreibung im Amtsblatt des Kantons Zürich später, gilt das Datum der letzten Ausschreibung.
Rechtsbehelfe:
Begehren um die Zustellung von baurechtlichen Entscheiden sind innert 20 Tagen seit der Ausschreibung bei der Baubehörde schriftlich einzureichen; elektronische Zuschriften (EMails) erfüllen die Anforderungen der Schriftlichkeit in der Regel nicht. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Die Rekursfrist läuft ab Zustellung des Entscheides (§§ 314–316 PBG).
Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide wird eine geringfügige Kanzleigebühr erhoben.
Bonstetten
Bauherrschaft: Politische Gemeinde Bonstetten, Am Rainli 2, 8906 Bonstetten
Projektverfasser: Der Bauherr ist Projektverfasser.
Projekt: Ersatz der Holz-Fensterläden, Inventarobjekt-Nr. 22, Dorfstrasse 32, 8906 Bonstetten
Katasterinformationen: GrundstückNr.: 2094, Vers.-Nr. 155, Zone: Zone für öffentliche Bauten (OeB)
Der Fahrdienst für Personen mit eingeschränkter Mobilität freut sich über Ihre Hilfe als Fahrerin oder Fahrer sowie Ihre Spenden. tixi-saeuliamt.ch
Stallikon
Am 3. Juni 2026 ist in Stallikon ZH gestorben:
Brunner Rudolf geboren am 5. Januar 1953, von Urnäsch AR, wohnhaft gewesen in 8143 Stallikon. Bestattungsamt Stallikon
Das, was ich für euch war, bin ich immer noch. Gebt mir den Namen, den ihr mir immer gegeben habt. Sprecht mit mir, wie ihr es immer getan habt. Lacht weiterhin über das, worüber wir gemeinsam gelacht haben. Denkt an mich. Ich bin nur am anderen Ufer des Flusses.
Mit tiefer Trauer, aber auch in Dankbarkeit nehmen wirAbschied von meinem geliebten Mami und unserem Grosi
Verena Susanna Ziegler
23.April 1939 – 6. Juni 2026
Du warst ein liebevoller, hilfsbereiter und sozialer Mensch, der stets für andere da war und sich dabei oft selbst zurücknahm. Mit deiner warmherzigenArt hast du unser Leben geprägt und bereichert.
Nach einer langen Zeit voller schwieriger Lebensumstände durftest du nun in Frieden gehen und deine Ruhe finden.
Wir vermissen dich sehr, doch deine Liebe und die vielen schönen Erinnerungen bleiben für immer in unseren Herzen.
In Liebe und Dankbarkeit: Kathrin Ziegler und Mauro Rufo mit Andrin und Joel Meier
Die Beisetzung findet zu einem späteren Zeitpunkt statt.
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IN KÜRZE
Totalsperrung Grundächerstrasse
Am 8. Juni haben an der Grundächerstrasse in Wettswil Arbeiten zur Erneuerung der Verbindungsleitung begonnen. Diese dauern rund sechs Wochen und sollen bis Ende Juli abgeschlossen sein. (red)
WIR GRATULIEREN
Zum 80. Geburtstag
Am 11. Juni feiert Hans-Rudolf Metzger aus Sellenbüren seinen 80. Geburtstag. Wir gratulieren ganz herzlich.
Gratulationen sind willkommen!
Für die Rubrik «WIR GRATULIEREN» sind wir auf die Einsendungen der Leserinnen und Leser angewiesen.
Bitte schicken Sie uns Gratulationshinweise per Mail an: redaktion@affolteranzeiger.ch
Gratis aufgenommen werden Geburtstage ab dem 90., runde und halbrunde ab dem 80. sowie Hochzeitsjubiläen ab der goldenen Hochzeit (50 Jahre).
Die Mails müssen jeweils am Mittwochmorgen bis 8 Uhr für die Ausgaben vom folgenden Freitag und Dienstag eintreffen. (red)
«Kinder-Reha spürbar machen»
Fortsetzung von «Tag der offenen Tür in der Kinder-Reha Schweiz»
rEgula ZEllwEgEr
Und zwar zum Thema Forschung und Robotik. Im Rahmen des Tags der offenen Tür der Kinder-Reha Schweiz berichtete Hubertus van Hedel, Leiter Forschung und Robotik, vom Einsatz technischer Hilfsmittel. «Seit 2019 setzt unser Robotik-Team erfolgreich den Roboter ‹Rysen› ein. Er besteht aus einem speziellen, an der Decke montierten Gurtsystem. Motorisch gesteuerte Seile ermöglichen Bewegungen im Raum, entlasten einen Teil des Körpergewichts und verhindern Stolpern. Der Roboter kann aktiv unterstützen – etwa indem er ein Kind sanft nach vorne zieht – oder gezielt Widerstand leisten, beispielsweise durch einen leichten Zug nach hinten, um die Beinkraft zu trainieren.»
Darüber hinaus wurden interaktive Spiele entwickelt, die mittels Projektoren auf den Boden projiziert werden. «So können spezifische therapeutische Ziele spielerisch und motivierend geübt werden.» Die Ergebnisse werden systematisch ausgewertet und dokumentiert. Daraus entsteht ein wichtiger Kreislauf: «Therapeutische Erfahrungen fliessen direkt in die wissenschaftlichen Projekte ein, während die Forschungsergebnisse langfristig dazu beitragen, den Einsatz der Technologie weiter zu optimieren.»
schen Dienst, den Eltern und der Spitalschule, wie eine schrittweise Wiedereingliederung gelingen kann und welche Unterstützungsmassnahmen dafür notwendig sind.»
Ein richtiges Sommerfest
Die Kinder-Reha liegt im Grünen, und entsprechend spielte sich an diesem Tag vieles im Freien ab. Es gab Vorführungen mit den Therapiepferden, die Besuchenden konnten selbst Erfahrungen im Umgang mit einem Rollstuhl sammeln und die Kletterwand ausprobieren. Mit Tombola, Glücksrad oder beim Dosenwerfen versuchte man sein Glück. Die Spitalclowns brachten das Publikum zum Lachen. Für das kulinarische Angebot sorgte die Spitalküche.
Herausgeberin:
CH Regionalmedien AG
Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Obere Bahnhofstrasse 5 8910 Affoltern a. A.
Leiterin: Barbara Roth
Chefredaktor: Daniel Koch (dko) redaktion@affolteranzeiger.ch
Korrespondentinnen und Korrespondenten: Angela Bernetta (net), Sandra Isabél Claus (cla), Urs Kneubühl (kb), Nico Ilic (nil), Martin Platter (map), Brigitte Reemts Flum (bre), Bernhard Schneider (bs), Werner Schneiter (-ter.), Daniel Vaia (dv), Marianne Voss (mvo), Marcus Weiss (mwe), Regula Zellweger (rz)
Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 27810
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Führend in der Neuropsychologie Auch in der Neuropsychologie nimmt die Kinder-Reha Schweiz eine führende Rolle ein. «Als Teil des Psychologischen Dienstes spielt sie eine wichtige Rolle bei der Reintegration von Kindern und Jugendlichen in ihren Alltag», erklärt Claudia Westhues, Leiterin der Spitalschule. So begleitet eine Neuropsychologin beispielsweise die Eltern und ihre achtjährige Tochter, die infolge eines Schädel-Hirn-Traumas eine Hirnverletzung erlitten hat, von Beginn ihres Aufenthalts an. Sie arbeitet mit dem Kind in den Bereichen Kognition, Emotion und Verhalten und berät das interdisziplinäre Team hinsichtlich der weiteren Förderung. «Für die Rückkehr ins häusliche Umfeld und in die zweite Klasse koordinieren wir gemeinsam mit der Schulbehörde, dem Schulpsychologi-
Izabela Aires, Leiterin Facility Management, hatte im Vorfeld formuliert: «Wir hoffen, dass die Besuchenden einen fröhlichen und abwechslungsreichen Tag erleben. Der Tag der offenen Tür soll eine positive und möglichst transparente Atmosphäre schaffen. Gleichzeitig steht die Information im Mittelpunkt. Es ist eine schöne Gelegenheit, die Kinder-Reha in einem freundlichen Rahmen kennenzulernen, Fragen zu stellen und die Menschen hinter dieser Arbeit zu treffen. Wichtig ist dabei auch, einen authentischen Einblick zu vermitteln und das besondere Gefühl der Kinder-Reha spürbar zu machen –insbesondere, wie hier gearbeitet wird, welche Werte gelebt werden und wie Kinder, Jugendliche und ihre Familien im Alltag begleitet werden.» Dieses Ziel wurde am vergangenen Samstag vollkommen erreicht – dank des grossen Engagements der Klinikleitung, der Mitarbeitenden, zahlreicher weiterer Helferinnen und Helfer sowie der musikalischen Beiträge der Harmonie Affoltern, des Alphornduos Cathy und Walti Winkler und der Melody Factory.
Zu den besonderen Klängen der Kinder-Reha gehört das Glöcklein auf dem Dach. Normalerweise erklingt es, wenn ein Kind nach Hause zurückkehren darf. An diesem Samstag jedoch läutete es beinahe ununterbrochen und schien damit die Botschaft zu verkünden: «Die Kinder-Reha Schweiz entspricht einem grossen Bedürfnis und ist hervorragend geführt.»
Franziska Spreitler zeigte im Ganglabor, wie mithilfe eines High-End-MotionCapture-Systems, von Kraft- und Druckmessplatten sowie Elektromyografie Gelenkswinkel, Belastungen und Muskelaktivitäten beim Gehen präzise dokumentiert und berechnet werden. (Bilder Regula Zellweger)
Was gibt es in den Gemeinden
zu bereden? Zweiter Teil des Überblicks über Themen der kommenden Gemeindeversammlungen
Claudia EugstEr
Die ersten sieben Gemeindeversammlungen wurden in der Ausgabe vom 2. Juni angekündigt. Nun folgen die Programme der restlichen sieben:
GV Hedingen
Die nächste ordentliche Gemeindeversammlung findet am Donnerstag, 11. Juni, um 19 Uhr im Schachensaal an der Zelglistrasse 6 statt. Auf der Traktandenliste stehen die Jahresrechnung 2025 und die Pumptrackanlage auf dem Sportplatz Schlag. Im Anschluss daran folgen Mitteilungen des Gemeinderates.
GV Affoltern
Affoltern lädt seine Stimmbevölkerung am Montag, 15. Juni, um 19.30 Uhr zur Gemeindeversammlung in den Kasinosaal ein. Im ersten Teil wird die Jahresrechnung 2025 der Sekundarschulgemeinde Affoltern am Albis/Aeugst am Albis präsentiert und es folgen Bekanntmachungen. Danach werden folgende Geschäfte der politischen Gemeinde Affoltern am Albis verhandelt:
Auch am Montag, 15. Juni, findet die Versammlung der politischen Gemeinde um 20 Uhr im Mehrzwecksaal des Schulhauses Ägerten statt. Es wird die Jahresrechnung 2025 und danach die Jahresrechnung 2025 der Primarschulgemeinde besprochen. Im Anschluss an die jeweilige Versammlung werden weitere Informationen abgegeben. Nach dem offiziellen Teil lädt der Gemeinderat die Versammlungsteilnehmenden herzlich zu einem Apéro ein.
GV Bonstetten
An der Gemeindeversammlung im Gemeindesaal Bonstetten gibt es am Dienstag, 23. Juni, um 20 Uhr nur das Traktandum Jahresrechnung 2025 zu besprechen. Die Stimmberechtigung richtet sich nach den Bestimmungen des Gesetzes über die politischen Rechte (GPR) vom 1. September 2003. Nicht stimmberechtigte Personen sind zum Besuch der Gemeindeversammlung freundlich eingeladen; es werden für sie besondere Plätze bereitgehalten.
GV Obfelden
Am Mittwoch, 24. Juni, ist die Stimmbevölkerung von 19.30 bis 22 Uhr herzlich in den Singsaal Chilefeld zur Gemeindeversammlung eingeladen. Einzige Traktanden sind die Genehmigung der Jahresrechnung 2025 und Anfragen von allgemeinem Interesse. Im Anschluss wird ein Apéro offeriert.
GV Rifferswil
Die Gemeindeversammlung in Rifferswil findet auch am Mittwoch, 24. Juni, statt. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger treffen sich um 19.30 Uhr in der Turnhalle des Primarschulhauses, um vier Traktanden zu verhandeln: 1. Genehmigung Jahresrechnung 2025, 2. Genehmigung Entschädigungsreglement der Gemeindebehörden, 3. Genehmigung Abrechnung über den Kauf Liegenschaft Dorfstrasse 4, 4. Anfragen gemäss §17 Gemeindegesetz.
GV Knonau
Als letzte politische Gemeinde veranstaltet Knonau seine Gemeindeversammlung am Donnerstag, 25. Juni, um 19.30 Uhr im Mehrzweckgebäude Stampfi. Hier wird es spannend, denn es wird gleich über zwei Einzelinitiati-
ven abgestimmt, aber zuerst ist die Jahresrechnung 2025 traktandiert und dann die Abstimmung über den Zusatzkredit für den Planungs- und Baukredit Neubau Werkhof Knonau in der Höhe von 210000 Franken. Danach wird erst über die erste Einzelinitiative «Verbot von lärmendem Feuerwerk» und dann über die zweite Einzelinitiative «5. Erweiterung des Kiesabbaugebiets Aspli/ Äbnet – vollwertiger Sicht- und Immissionsschutz für die Knonauer Bevölkerung» abgestimmt. Dann sind die Vertreterinnen und Vertreter der Reformierten Kirchgemeinde Knonau an der Reihe. Es werden folgende Geschäfte verhandelt: Jahresrechnung 2025, Kreditabrechnung Projektierung/Realisierung Umbau Pfarrhaus, Wahl der Mitglieder für die Rechnungsprüfungskommission Amtsdauer 2026 bis 2030, neue Besoldung der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Knonau – gültig ab Beginn Amtsdauer 2026 bis 2030. Nach dieser Gemeindeversammlung ist dann erst einmal genug verhandelt, aber der «Anzeiger» hält seine Leserschaft stets auf dem Laufenden über das politische Geschehen im Amt. So sind in dieser Ausgabe bereits die ersten Berichterstattungen über die Gemeindeversammlungen zu lesen. Die weiteren folgen in den kommenden Ausgaben.
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Weniger Autos, mehr Dorf
Dorfplatz statt Durchgangsverkehr: Hedingen stellt die nächsten Schritte der Zentrumsplanung vor
AngelA BernettA
Wo heute Autos durch das Zentrum fahren, soll künftig ein Dorfplatz entstehen. Mit neuen Wohnungen, einer Entlastungsstrasse und einer veränderten Verkehrsführung plant Hedingen einen Umbau seines Dorfzentrums. Wie stark das Projekt die Bevölkerung beschäftigt, zeigte die zweite Informationsveranstaltung Anfang Juni im gut besuchten Schachensaal.
Im Mittelpunkt standen der Verkehrsrichtplan und die Sonderbauvorschriften (Zone+). Beide Vorlagen bilden eine planerische Grundlage für die Entwicklung des Dorfzentrums und sollen den Stimmberechtigten in den kommenden Monaten vorgelegt werden.
Dorfplatz statt Durchgangsverkehr Der Verkehrsrichtplan sieht eine neue Erschliessungsstrasse vor. Sie soll die Areale Juventus, Magnolie und Post anbinden. Gleichzeitig sind auf der Kratzstrasse und der Vorderen Zwillikerstrasse Einbahnregelungen geplant. «Der Verkehr wird dadurch im Bereich Volg/ Pfyl deutlich abnehmen», sagte Albert Maierl von der SNZ Ingenieure und Planer AG. Dort sollen künftig vor allem Anwohnende sowie Kundinnen und Kunden der Geschäfte unterwegs sein. Noch unklar ist, wie stark die angrenzenden Quartiere zusätzlich belastet werden. Maierl sagte, man werde die Entwicklung nach der Umsetzung beobachten und bei Bedarf verkehrsberuhigende Massnahmen ergreifen.
Zwischen dem Bahnübergang und der Vorderen Zwillikerstrasse soll künftig ein Fahrverbot gelten. Auf diesem Abschnitt ist ein rund 1000 Quadratmeter grosser Dorfplatz mit Grünflächen, Sitzgelegenheiten sowie Raum für Märkte und Veranstaltungen vorgesehen. Gesamtprojektleiter Christian Schlatter bestätigte die Grösse des Platzes, die an der letzten Infoveranstaltung für Diskussionen gesorgt hatte. Gemeindepräsident Ruedi Fornaro sagte, der Dorfplatz passe zur Dimension und Entwicklung Hedingens. Geplant sind zudem Tempo-30-Zonen sowie sichere Fuss- und Velowege.
Fragen zum Bahnübergang
Mehrere Wortmeldungen betrafen die Verkehrssituation auf der Alten Zwilli-
soll der Verkehr
kerstrasse beim Bahnübergang. Laut Maierl beträgt der Rückstau bei geschlossenem Bahnübergang im Schnitt rund 70 Meter. Die neue Strasse werde das Problem zwar nicht beseitigen, könne den Verkehrsfluss aber verbessern. Ein Teilnehmer befürchtete, mit der neuen Verkehrsführung bei geschlossener Schranke häufiger den Zug zu verpassen, da er nicht mehr auf die Zwillikerstrasse ausweichen könne. Schlatter entgegnete, wer bereits vor dem geschlossenen Bahnübergang stehe, erreiche den Zug in der Regel ohnehin nicht mehr.
Auch eine Nordzufahrt oder eine grossräumige Umfahrung wurde aus dem Publikum angesprochen. Die Projektverantwortlichen erklärten, verschiedene Varianten seien geprüft worden. Die vorgestellte Lösung sei technisch umsetzbar und finanziell tragbar.
Mehr Spielraum für Neubauten Neben dem Verkehr ging es an diesem Samstagmorgen auch um die bauliche Entwicklung des Dorfzentrums. Seraina Schwizer von der Keeas AG stellte den Stand der Sonderbauvorschriften (Zone+) vor, die noch vom Kanton genehmigt werden müssen.
Gemeindepräsident Fornaro erklärte auf Anfrage, dass man sich bewusst für Sonderbauvorschriften entschieden habe. Diese seien flexibler und kosten-
günstiger als ein Gestaltungsplan und böten mehr Spielraum für die Entwicklung des Dorfzentrums. Die Sonderbauvorschriften legen unter anderem Gebäudehöhen, Dachformen sowie Anforderungen an Umwelt und Nachhaltigkeit fest. Gleichzeitig sollen sie neue Projekte in den Arealen Post, Magnolie und Juventus ermöglichen. Grössere Gebäudevolumen und flexiblere Abstände sollen mehr Raum für Wohnungen, Gewerbe und Aussenbereiche schaffen. Wer davon profitieren wolle, müsse unter anderem Vorgaben zu nachhaltigem Bauen und Energieeffizienz erfüllen, sagte Schwizer. Aus dem Publikum kam die Frage, ob die kantonalen Verdichtungsvorgaben noch zum dörflichen Charakter Hedingens passen. Der Gemeindepräsident verwies auf bestehende Mehrfamilienhäuser in der Gemeinde und bezeichnete die geplante Entwicklung als verträglich.
Planung mit langem Vorlauf
Auch die zweite Informationsveranstaltung zur Zentrumsplanung Anfang Juni im Schachensaal stiess auf Interesse.
Seit 2018 arbeitet die Gemeinde Hedingen an der Entwicklung des Dorfzentrums.
Zum Abschluss erinnerte Fornaro daran, dass die Gemeinde seit 2018 an der Entwicklung des Dorfzentrums arbeite. «Während sich viele Quartiere in Hedingen weiterentwickelt haben, gab es im Zentrum lediglich einen neuen Bancomat», sagte er. Viele Gebäude seien in die Jahre gekommen. Nun biete sich die Möglichkeit, das Zentrum gemeinsam mit den Grundeigentümern neu zu gestalten. Er betonte, die Bevölkerung sei über verschiedene Gefässe fortlaufend in die Planung einbezogen worden. Nicht alle Vorschläge hätten umgesetzt werden können. Projekte wie die Nordumfahrung oder eine SBB-Unterführung seien aus technischen, rechtlichen oder finanziellen Gründen einfach nicht realisierbar.
Velotagestour rund um den Zugersee
Die Velogruppe Bonstetten 60+ war fleissig unterwegs
Ab Spätsommer oder im Herbst sollen der Verkehrsrichtplan und die Sonderbauvorschriften (Zone+) öffentlich aufgelegt werden. Damit sollen die nächsten Weichen für die Entwicklung des Dorfzentrums gestellt werden.
Punkt neun Uhr versammelten sich 16Velofahrer vor dem Rigelhüsli in Bonstetten. Guten Mutes und trotz Nieselregens begann die Velotour. Sie führte durch das malerische Säuliamt über Affoltern, Rifferswil, Kappel über verkehrsarme Nebenwege und sanfte Hügel bis nach Baar, Inwil und Zug. Hier machte die Gruppe einen kurzen Halt, leider ohne Kaffee, die schwarzen Wolken trieben eher zur Eile an. Weiter ging es über landschaftlich reizvolle Strecken nach Oberarth. Hier kehrten alle im urchigen Restaurant Schöntal ein und liessen sich mit einem guten und preiswerten Essen verwöhnen.
Gestärkt und satt ging es auf einer kurzen Strecke via Immensee weiter nach Küssnacht zu Sepp Knüsel, bekannt für seine Rigitrac-Traktoren und
sein beeindruckendes Traktorenmuseum. Knüsel präsentierte seine familieneigene Sammlung mit sichtbarer Begeisterung – von frühen Traktoren, Motoren, technischen Raritäten und vielen liebevoll restaurierten Einzelstücken. Seine Leidenschaft ist ansteckend, und sie hat längst die nächste Generation erreicht: Alle vier Töchter sind im Familienbetrieb aktiv, und auch die Enkel stehen bereits in den Startlöchern. Nach der spannenden Führung schwang sich die Gruppe wieder in den Sattel. Der Rückweg führte weiter über Risch, Cham entlang des ruhigen Westufers des Zugersees. Die Landschaft zeigte sich von ihrer typischen Zuger Seite: sanfte Hügel, verstreute Höfe –und natürlich die berühmten Kirschbäume, deren erste Früchte bereits reif waren. Jetzt schien die Sonne wieder und liess die Landschaft in klarem, frischem Licht erscheinen. Die letzten Kilometer führten über Mettmenstetten nach Bonstetten, meist auf ruhigen Nebenstrassen und angenehmen Radwegen. Fazit dieser Velotour: Trotz anfangs regnerischem Wetter sind alle nach 84 Kilometern und 825 Höhenmetern glücklich, fast wieder trocken sowie unfall- und pannenfrei in Bonstetten
angekommen. Herzlichen Dank an Markus Müller für Organisation und Führung.
Stimmzettel für die Volksabstimmung vom 14. Juni 2026
Silvia Degelo und Trudi Fischer, Velogruppe Bonstetten 60+
Mit der geplanten Verkehrsführung
im Bereich Volg/Pfyl deutlich abnehmen. (Bilder Angela Bernetta)
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Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Velotour rund um den Zugersee waren trotz regnerischem Wetter zufrieden mit dem Verlauf. (Bild zvg)
ÄMTLER KANTONSRÄTE MEINEN
Roger Schmutz, SP, Wettswil
Mehr bauen führt nicht zu tieferen Mieten
Nur weil eine Aussage immer und immer wiederholt wird, wird sie dadurch nicht wahr. Bürgerliche Politikerinnen und Politiker repetieren gebetsmühlenartig, dass mehr gebaut werden müsse, damit die Mieten sinken. Doch das stimmt so nicht. In solchen Aussagen spiegelt sich reine Ideologie wider, frei von Fakten. Mehr Bauen führt nicht zu tieferen Mieten.
Wenn man sich ansieht, was heute vielerorts geschieht, wird klar, wieso dem so ist. Oft werden nämlich ganze Siedlungen abgerissen, um an deren Stelle neue, grössere und vor allem
teurere Wohnungen zu bauen. Die bisherigen Mieterinnen und Mieter werden durch Leerkündigung auf die Strasse gestellt und die Nachfrage nach bezahlbaren Wohnungen in der Region wird noch grösser.
Zahlreiche Studien zeigen, dass die Bestandsmieten – also die Mieten, die Leute bezahlen, die über viele Jahre in derselben Wohnung wohnen – in den letzten Jahrzehnten nur wenig gestiegen sind. Kommt es aber zu einem Mieterwechsel, schrauben die Vermieter die Preise in die Höhe – oft über das erlaubte Mass hinaus. Zwar könnten die neuen Mietenden den
Anfangsmietzins anfechten, doch wird das kaum gemacht. Das ist auch verständlich. Wer will sich schon, nach langer und aufreibender Wohnungssuche, gleich mit dem neuen Vermieter anlegen und einen juristischen Streit austragen.
Auch bei Sanierungen ist es für renditegetriebene Vermieter verlockend, mit Leerkündigungen sämtliche Mietverhältnisse gleichzeitig aufzulösen, um für alle Wohnungen den Preis auf einen Schlag erhöhen zu können. Dabei werden ganze Hausgemeinschaften auseinandergerissen, weil die Betroffenen keine neuen
Es brodelt in der Gemeinde Kappel
bezahlbaren Wohnungen in unmittelbarer Nachbarschaft finden.
Am Wochenende vom 14. Juni haben wir gleich dreifach die Möglichkeit, die Weichen der Wohnpolitik in die richtige Richtung zu stellen. Die Wohnschutz-Initiative verlangt, dass Gemeinden mit angespanntem Wohnungsmarkt die Mietpreise nach Ersatzneubauten, Umbauten und Renovierungen befristet begrenzen können. Und mit der Wohnungsinitiative soll der Kanton eine aktivere Rolle übernehmen, indem er eine kantonale, öffentlich-rechtliche Anstalt gründet, die günstigen Wohnraum
Erhöhung der Behördenbesoldung an der Gemeindeversammlung zurückgewiesen
Martin Platter
Die Gemeindeversammlung am letzten Freitagabend in Kappel hatte nur zwei Geschäfte traktandiert, die formal zur Annahme empfohlen wurden und unter normalen Umständen wohl kaum Anlass zu Diskussionen gegeben hätten. Dennoch konnte Gemeindepräsident Martin Hunkeler 70 Personen im kleinen Mühlesaal begrüssen.
Schon bald wurde klar, was die Leute umtrieb. Bei einem Aufwand von 8.842 Millionen Franken endete die Rechnung 2025 mit einem Defizit von 146000 Franken zwar rund eine Viertelmillion besser als budgetiert. Es war aber vor allem der 44-prozentige Mehraufwand bei den Verwaltungskosten, der etlichen der Anwesenden sauer aufstiess. Die Kosten auf der Gemeindeverwaltung stiegen im ablaufenden Jahr von 900000 auf 1.3 Millionen Franken in der 1383-SeelenGemeinde. Um diesen einen Posten beziehungsweise um die Hintergründe, die zur Kostenüberschreitung geführt haben, drehten sich die Diskussionen im gesamten weiteren Verlauf der Gemeindeversammlung. Das Eigenkapital der Einheitsgemeinde (Gemeinde und Primarschule) beläuft sich per 31. Dezember 2025 auf 14.211 Millionen Franken. Weder die finanztechnische Kontrolle noch der Abschied der Rechnungsprüfungskommission erwähnten Beanstandungen.
RPK-Präsident Sacha Marienberg wies einzig darauf hin, dass die Abfallrechnung nach wie vor defizitär sei und in Richtung sechsstellig gehe. Diese müsste aber ausgeglichen sein.
Abgänge und Ausfälle treiben Kosten Der erste Votant stellte keine Frage zur Rechnung, sondern wollte wissen, was auf der Gemeindeverwaltung los sei. Er habe mit der Gemeindeschreiberin einen E-Mail-Wechsel gehabt, aber zuletzt keine Antwort mehr erhalten. Martin Hunkeler antwortete, man habe zuerst zwei Abgänge im Finanzbereich gehabt. Dann habe sich die Gemeindeschreiberin auf unbestimmte Zeit krankschreiben lassen. Dass die Springer ebenfalls stark ausgelastet seien –Kappel stehe mit diesen Problemen nicht alleine da – mache es nicht einfacher. Auch im Bauamt habe man Springer eingesetzt und zudem externe Leute, die die Verwaltung im Bereich Informatik begleitet haben. Ein Votant rechnete vor, dass mit den Springerkosten – die Kosten für die Rückführung des Bauamtes von Hausen nach Kappel noch nicht eingerechnet –rund sechs Vollzeitstellen hätten finanziert werden können und fragte: «Was machen denn die restlichen Leute auf der Verwaltung?» Ein anderer woll-
te wissen, wie viel ein Springer pro Stunde koste.
Martin Hunkeler wies darauf hin, dass die Rückführung des Bauamtes bei den allgemeinen Diensten mit 340000 Franken budgetiert gewesen sei. Diese Kosten seien sogar tiefer ausgefallen und die laufenden Kosten fürs Bauamt seien rund zehn Prozent geringer als in Hausen. Die Springerkosten belaufen sich auf 120 bis 160 Franken pro Stunde. Eine Votantin wollte wissen, wie lange es gehe, bis eine Stelle neu ausgeschrieben wird. Martin Hunkelers Antwort: Solange jemand krankgeschrieben ist, könne nicht einfach jemand anders angestellt werden. Zur Finanzabteilung ergänzte Hunkeler: «Da möchten wir einen Probelauf mit der externen Firma machen, die für uns bereits die Lohnbuchhaltung erledigt.»
Fragen perlen am Amtsgeheimnis ab Der frühere Gemeindepräsident Kurt Bär stellte zunächst fest, dass während seiner Amtszeit (2006–2018) mit Eveline Fenner (die Stadtpräsidentin von Affoltern) eine einzige Person das Finanzwesen erledigte. Dann wollte er wissen, weshalb die beiden Angestellten gemeinsam gekündigt hätten. Martin Hunkeler: «Das kann ich nicht beantworten. Das ist Amtsgeheimnis.» Bär hakte nach: «Haben die beiden tatsächlich in einem Schreiben an den Gemeinderat Missstände angeprangert, die nicht angegangen wurden?» Es werde geredet, man habe die Situation einfach schleifen lassen. Martin Hunkeler wies nochmals auf das Amtsgeheimnis hin und betonte wiederholt, dass er der Ansicht sei, dass es den Umständen entsprechend gut laufe auf der Gemeindeverwaltung. Bär liess aber nicht locker und fragte rhetorisch: «Ist nicht der Gemeindepräsident verantwortlich für das gesamte Personal?» Falls er dieser Aufgabe in Kappel nicht gewachsen sei, sei es vielleicht gescheiter, wir machen eine Hauptverwaltung im Oberamt, wenn alle Verwaltungen dieselben Probleme hätten. Martin Hunkeler bestätigte, er sei fürs Personal zuständig. Die Mitarbeiterbeurteilungen mache jedoch die Gemeindeschreiberin.
Eine Votantin sagte: «Ich weiss es nicht vom Hörensagen, sondern persönlich. Es wurde jemand gemobbt.» Sie spielte damit auf den für Aussenstehende überraschenden Rücktritt von Gemeinderatsmitglied Armin Vollenweider an. Dieser war kurz nach der Wahl auf Anraten seines Arztes zurückgetreten. Mit dem Hinweis aufs Amtsgeheimnis ging Martin Hunkeler erneut nicht auf den Diskussionspunkt ein.
Ein Votant vertrat die Meinung, dass sich der Gemeinderat und die Verwaltung hinterfragen sollten. Darauf stellte jemand den Antrag auf Abbruch der Diskussion, was vom Plenum gutgeheissen
wurde. Die Jahresrechnung wurde schliesslich mit einer Gegenstimme angenommen.
Ungünstige Vorzeichen
Martin Hunkeler stellte die geplante Erhöhung der Besoldungsverordnung vor. Seit Inkrafttreten 2014 sei kein Teuerungsausgleich vorgenommen worden und die Anforderungen und die Bevölkerungszahl seien gestiegen. Der gesamte Gemeinderat repräsentiere zirka 130 Stellenprozente, was bisher einer Summe von 87500 Franken entspreche. Eine schlanke Verwaltung bedeute mehr operative Tätigkeit für Behördenmitglieder. Der Vergleich mit anderen Gemeinden zeige, dass selbst nach der Anpassung in Kappel noch immer relativ bescheidene Ansätze gezahlt würden. Als Softfaktoren erwähnte er die Vereinbarkeit der Behördentätigkeit mit Beruf und Familie. Die Ansätze sollen aber nicht so hoch sein, dass jemand nur wegen des Geldes die Behördentätigkeit ausübe. Bei der Erhöhung sei ein besonderes Augenmerk aufs Schulpflegepräsidium gelegt worden, das mit dem Gemeinderat ja eigentlich zwei Ämter führe. Das System mit tiefer Grundpauschale und Aufwandsentschädigung nach Abrechnung solle beibehalten werden. Neu soll aber ein automatischer Teuerungsausgleich eingeführt werden und auch die Entschädigung der Baukommission werde geregelt. Man rechne mit Mehrkosten in Höhe von 55000 Franken. Die RPK unterstützte die Vorlage. Ein Votant sagte, er wäre für eine moderate Anpassung und, wenn es dann in der Verwaltung wieder gut läuft, für eine richtige Anpassung. Für den nächsten Redner war die Vorlage nicht bewilligungsfähig. Er störte sich an der Erhöhung für den Schulpräsidenten von 9000 auf 20000 Franken, die er «völlig daneben» fand. Er sei für eine Rückweisung des Antrags. Kurt Bär sagte: «Ich hatte das Bauamt unter mir. Es gibt viel Arbeit, das steht ausser Zweifel.» Dass man eine Anpassung der Besoldung vornehme, sei okay. Aber so, wie sich das Geschäft jetzt präsentiere, erscheine es ihm überladen. «Was die anderen Gemeinden machen, ist völlig egal.» Eine Gemeinde müsse geführt sein wie ein Unternehmen. «Wir müssen die frühere Geschwindigkeit und Effizienz wieder erreichen.» Mehr Augenmass bei dieser Vorlage sei angesagt.
«Es brodelt im Kessel»
David Vogelsanger erklärte: «Ein Milizamt in der Schweiz ist ein Ehrenamt.» Das solle abgegolten werden. Aber Behördenmitglieder seien keine Angestellten. Politische Amtsträger hätten immer mehr die Tendenz, die Komplexität ihres Amtes als Grund für Entschädigungs-
erhöhungen zu nennen. «Eine massvolle Erhöhung der Entschädigung ist auch in meinem Sinne. Aber der Gemeinderat muss nochmals über die Bücher.» Ein Votant äusserte sein mulmiges Gefühl. Martin Hunkeler versuchte erfolglos zu beschwichtigen. Eine Votantin sagte: «Es brodelt im Kessel. Ich bin sehr enttäuscht.» Der Rückweisungsantrag wird schliesslich mit offensichtlichem Mehr angenommen. Der Auftrag an den Gemeinderat: Die Vorlage überarbeiten mit moderateren Erhöhungen von 30 bis 40 Prozent der bisherigen Besoldungen. Den anschliessenden Informationsteil eröffnete Martin Hunkeler mit einer persönlichen Ankündigung: Als CSAngestellter sei er mit der CS/UBS-Fusion freigestellt worden und befinde sich auf Stellensuche. Deshalb könne er viel Zeit für die Behördentätigkeit aufwenden. Die defizitäre Grüngutabfuhr habe er jetzt zu sich genommen. Er werde bald eine Lösung präsentieren. Für den freien Gemeinderatssitz (Rücktritt von Armin Vollenweider) habe sich noch niemand gemeldet. Die Meldefrist laufe noch bis am 17. Juni, 11 Uhr.
Neuer Schulraum bald bezugsbereit Gemeinderat Renzo Küttel informierte über die Schulraumentwicklung (die Armin Vollenweider begleitet hatte). Am 29. Juni werden die Module ausgeliefert. Am 17. August ist der Schulraum bereit. Am 18. August, ab 18 Uhr, ist Tag der offenen Tür für die Bevölkerung. Bezüglich Fahrplanrevision öffentlicher Verkehr erklärte Küttel, es seien viele Begehren fürs Fahrplanverfahren 2027/2028 eingegangen. Es könne sein, dass ein zusätzlicher Morgenkurs der Postautolinie 232 morgens um 8.20 Uhr eingeführt werde. Der finale Umsetzungsentscheid sei jedoch abhängig von den finanziellen Ressourcen. Gemeinderätin Lilo Steinmann Plüss informierte über die Einweihung des Spielplatzes am 9. Mai 2026 und die Seniorenreise am 8. November 2026. Die Aufnahmequote der Geflüchteten erfülle die Gemeinde weiterhin. Im Januar seien fünf Personen aus der Ukraine in die Wohnung im Oberdorf in Uerzlikon eingezogen. Ab 1. Juli wird die Kappelermatte 1 als Zwischennutzung gemietet, nachdem die Wohnung im Kappelerhof 1 aufgegeben wurde. Einer Person aus der Ukraine wird ein einjähriges Praktikum ermöglicht. Bezüglich der Kosten für die Geflüchteten erklärte Steinmann Plüss, dass es sich abzeichne, dass immer mehr Geflüchtete den Status B erhalten und dann zu Sozialhilfeempfängern werden. Das heisst: Die Kosten müssen dann vollumfänglich von den Gemeinden übernommen werden. In ihrer Tätigkeit als Hochbauvorsteherin stellt Lilo Steinmann Plüss fest,
erstellt, unterhält und vermietet. Ein Ja zu diesen beiden Initiativen wäre ein echter Fortschritt.
Abgelehnt gehört jedoch die Wohneigentums-Initiative, welche die Gemeinden und gemeinnützige Wohnbauträger zwingen will, bei öffentlich geförderten Wohnbau-Projekten die Hälfte der Wohnungen zu verkaufen. Als Folge würden Familien und alteingesessene Rentnerpaare ihr Zuhause verlieren und verdrängt. Die Initiative ist auch unlogisch, weil Genossenschaftswohnungen bereits «selbstgenutztes Eigentum» sind, denn die Mietenden erwerben über die Anteilsscheine Miteigentum.
dass bei Bauanliegen immer weniger Gesprächsbereitschaft aus Zürich feststellbar sei. Und wenn dann doch mal ein guter Kompromiss gefunden werden konnte, dann komme der Heimatschutz und mache einen Rekurs. So geschehen bei der PV-Anlage auf dem Dach des Gemeindesaals, der derzeit renoviert werde. Man habe in der Baubewilligung deshalb das Dach in ein zweites Projekt unterteilt, damit es zu keinen Verzögerungen komme. Bezüglich der Revision der BZO sagte Steinmann Plüss, dass man Antwort vom Kanton erhalten habe und eine erste Sitzung der Arbeitsgruppe abgehalten habe. Aus der Bevölkerung seien nur fünf Einwendungen gekommen.
Bezüglich der Windräder, die die Gemeinde per Gemeindeversammlungsbeschluss nicht auf dem Gemeindegebiet haben möchte, kam von der kantonalen Bauverwaltung die Rückmeldung, dass sie das nicht in der Kappeler BZO haben wollen. Ein offizielles Nein vom Regierungsrat liegt aber nicht vor, da es sich erst um die Vorprüfung der BZO handelte.
«Kappel steht gut da» Zum Schluss informierte Schulpräsident Edi Theiler, dass das Lehrerteam wieder komplett sei. «Der Fachkräftemangel löst sich langsam auf; wir haben wieder mehr Auswahl an Lehrkräften.» Noch offen sei die Nachfolgelösung für den Schulleiter, der gegangen ist. Beim Vergleich der Kosten pro Schüler stehe die Gemeinde Kappel noch immer gut da mit rund 22000 Franken pro Kopf und Jahr. Er bedankte sich bei den abtretenden beiden Schulpflegerinnen Lisa Würmli und Manuela Bär, die nicht anwesend waren, und zeigte ein Foto der beiden.
Ein Votant bemängelte die massive Kostensteigerung seit der Einführung der Einheitsgemeinde. Er habe festgestellt, dass die Schulverwaltung noch immer sehr eigenständig unterwegs sei bezüglich IT, Finanzen und Bauwesen. Edi Theiler erklärte, dass diesbezüglich bereits eine Retraite mit dem Gemeinderat stattgefunden habe. Er äusserte jedoch seinen Unmut, wie der Abend gelaufen sei, und stellte sich hinter Martin Hunkeler.
Zum Abschluss dankte David Vogelsanger der Kappeler Behörde, dass sie sich dem Referendum gegen die Anpassung des Berufsauftrags im Lehrpersonalgesetz (LPG) angeschlossen hat. Sie hätte im Kanton zu einer Erhöhung der Lohnsumme für Lehrpersonen um rund 83 Millionen Franken geführt. Die Vorlage kommt nun vors Volk. Die detaillierten Unterlagen zur Gemeindeversammlung sind abrufbar unter: www.kappel-am-albis.ch/sitzung/7470712.
Drei Vorlagen für ein neues Dorfzentrum
Am vergangenen Dienstag informierte Bonstetten über die neue Zentrumsplanung
Martin Platter
Ab 18 Uhr konnten sich Interessierte am vergangenen Dienstagabend persönlich vor Ort im Bonstetter Dorfkern ein Bild von der geplanten Neugestaltung machen. Obschon sich das Wetter regnerisch zeigte, folgten etliche Interessierte der Einladung. So auch der Schreibende, der sich der Gruppe mit Gemeindepräsidentin Arianne Moser anschloss. Sie führte durchs Gemeindehaus am Rainli2, das ersetzt werden soll. Das Fundament und der bestehende Gemeindesaal sollen dabei erhalten bleiben. Für den Neubau des Gemeindehauses mit zusätzlichem Sääli, neuem Foyer und neuer Küche wird dem Stimmvolk ein Kredit von maximal 12.265 Millionen Franken beantragt.
Anschliessend ging es durch die gegenüberliegende Gemeindescheune und das Aeberli-Huus an der Dorfstrasse 36 bis 40, die im Baurecht der Gemeinde von einer noch zu bestimmenden Bauherrschaft abgerissen und neu überbaut werden sollen. Dieses zweite Projekt soll für die Gemeinde kostenneutral reali-
«Die Finanzierung des neuen Dorfzentrums ist aus Eigenmitteln der Gemeinde möglich. Es ist keine Steuererhöhung nötig. Das Projekt ist im Finanzplan bereits abgebildet.»
Arianne Moser, Gemeindepräsidentin
siert werden. Vorgesehen sind zwei Neubauten («Ladeschür» und «Gwerbhüsli») mit acht preisgünstigen Mietwohnungen, Gewerbeflächen und einer Tiefgarage mit 40 Abstellplätzen gemäss den Vorgaben der Zentrumsplanung. Der Grund, weshalb auch über diese Vorlage an der Urne abgestimmt wird, ist die Kostenmiete, die eine Ertragsminderung für den Baurechtsgeber beziehungsweise die öffentliche Hand nach sich zieht. Hochgerechnet auf die Laufzeit von 99Jahren resultiere daraus ein mutmasslicher Einnahmeverzicht von total
2.5 Millionen Franken. Der dritte Teil des Projekts umfasst die Aufwertung von Dorfplatz, Chileplatz und Kindergartenspielplatz neben dem Riegelhüsli. Kostenpunkt: maximal 1.9 Millionen Franken.
Urnenabstimmung am 27. September
Die Zentrumsplanung, die am 27. September an der Urne zur Abstimmung kommt, basiert auf einem Workshop mit der Bevölkerung, der im Jahr 2019 zum Thema «Entwicklungsplanung Bonstetten 2030» durchgeführt wurde. Seither sind umfangreiche Evaluierungs-, Planungs- und Projektierungsarbeiten vorgenommen worden. Den Zuschlag hat das Atelier Void GmbH mit der Freiraumarchitektur GmbH erhalten, deren Mitarbeiter am Dienstagabend vor Ort ebenfalls Red und Antwort standen. Mit dem Verkehrskonzept betraut wurde die Schneiter Verkehrsplanung AG. Noch ein wichtiges Detail war von Arianne Moser zu erfahren: Die Finanzierung des neuen Dorfzentrums ist aus Eigenmitteln der Gemeinde möglich. Es sei keine Steuererhöhung nötig. Das Projekt sei im Finanzplan bereits abgebildet. Läuft alles im Sinne des Gemeinderats, beginnen frühestens 2027 die Bauarbeiten.
Nach der Projektpräsentation im Gemeindesaal, die im Anschluss an die Rundgänge stattfand, hatten die Anwesenden Gelegenheit, Fragen zu stellen. Dabei war viel Wohlwollen aus dem
Publikum feststellbar und auch Einsicht, dass die Gemeinde mit ihren leer stehenden, teils baufälligen Objekten bald etwas unternehmen muss. Auch der behindertengerechte, zeitgemässe Neubau des Gemeindehauses in Holzständerbauweise – neu nur noch zweistöckig und ohne Mietwohnungen – war unbestritten. Aber wie immer beim Bauen liegt der Teufel im Detail, gehen die Meinungen über Sinnhaftigkeit und Ästhetik auseinander. Das spiegelte sich auch in den Fragen aus dem Publikum.
Bedenken der Bevölkerung
Eine Votantin lobte die kurzen Wege, die die neue Küche zu Sääli und Gemeindesaal biete und auch die Anlieferung entlaste. Eine Frau stellte gleich drei Fragen: Wurden die Ausnutzungsziffern im «Gwerbhüsli» ausgereizt? Antwort: Man hätte noch höher bauen können. Zugunsten der Ästhetik habe man sich aber dagegen entschieden. Wo wird die Anlieferung der «Ladeschür» sein? (Wegen der Lärmentwicklung frühmorgens, was zu Reklamationen führen könnte.)
Antwort: Seitlich an der Dorfstrasse vis-à-vis dem «Löwen». Definitiv entscheiden werde das aber der Baurechtsnehmer. Wie viele Parkplätze sind vorgesehen? Bei der Parkplatzmenge habe man sich am Ist-Zustand orientiert, mindestens gleich viele nachher wie vorher. Konkret seien 40 Parkplätze in der Tiefgarage vorgesehen und acht Aussen-
parkplätze, die beim Gemeindehaus mitgezählt. Man richte sich nach den VSSNormen (Schweizerischer Verband der Strassen- und Verkehrsfachleute), die jedoch beim vorliegenden Projekt deutlich überschritten werden. Es sei für Baurechtsnehmer unattraktiv, wenn unterirdisch viele Parkplätze gebaut werden müssten. Ein Votant bezweifelte, dass die Parkplätze reichen. Ein anderer stellte das Verkehrskonzept mit gedeckter Bushaltestelle weiter vorne auf Höhe Dorfstrasse 40 infrage. Er sei selbst Buschauffeur gewesen. Ein Gelenkbus benötige die gesamte Strassenbreite, was so knapp vor der Kurve gefährlich sei. Antwort: Man habe von Beginn weg einen Verkehrsplaner im Team gehabt, das sollte funktionieren. Jemand wollte wissen, ob die Breite der Dorfstrasse gleich bleibt. Antwort: Es wird am bestehenden Verkehrsführungsprojekt festgehalten, auch an den Strassendimensionen. Ein Mitglied der örtlichen Baukommission machte darauf aufmerksam, dass das Aeberli-Huus ein privilegiertes Gebäude jüngeren Baujahres in den 1990er-Jahren sei und zudem in der Nähe eines Baches stehe. Wäre es nicht sinnvoller, die bestehende Bausubstanz den neuen Anforderungen anzupassen –anstatt mit grossem Aufwand ein neues Gebäude zu bauen, dessen abfallender First bezüglich Zonenkonformität zumindest fragwürdig ist? Antwort: Bei der geplanten «Ladeschür» werde der Gewässerraum eingehalten. Man habe diesbezüglich Kontakt mit dem Awel (Zürcher Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft) gehabt. Der fallende First, der auf dem Dach der «Ladeschür» geplant ist, sei eine Angleichung an die gegenüberliegenden, tieferen Gebäude. Darauf machte der Mann auf die kürzlich durchgeführte Informationsveranstaltung zur Revision der Bau- und Zonenordnung aufmerksam. Dort habe eine Referentin auf die Dachlandschaft hingewiesen, die im Dorf unbedingt erhalten bleiben soll. Ein abfallender First, wie er auf der «Ladeschür» geplant sei, gehöre – zumal in der Kernzone – klar nicht zur typischen Dachlandschaft von Bonstetten und schaffe einen Präzedenzfall. Wie argumentiert die Gemeinde diese Abweichung aus der Bauordnung?
Antwort: Der Dorfkern dürfe eine gewisse Ausnahmestellung einnehmen.
Wie frei ist der Baurechtnehmer?
Ein Votant wollte wissen, wie frei der künftige Bauherr oder Baurechtnehmer bei seiner Gestaltung sei. Kann das auch
ausufern? Antwort: Die Gemeinde macht die Auflagen. Der Wohnraum müsse eingehalten werden. Ebenso die Kostenmiete, die sich am durchschnittlichen Kostenniveau der Gemeinde ausrichte.
Im Gespräch mit Ladenbetreibern Jemand wollte wissen: «Gibts einen PlanB, wenn keine Ladenmieter gefunden werden können?» Antwort: Wir sind mit Ladenbetreibern im Gespräch, das Echo war positiv. Was geschieht, wenn man einen Projektteil an der Urne – zum Beispiel das Gemeindehaus – ablehnt? Antwort: Man wird über kurz oder lang ohnehin sanieren müssen. Das haben die Projektstudien zutage gefördert. Aber die Idee sei schon, dass das Konzept als Ganzes angenommen werde, mit allen drei Projektteilen. Jemand wollte wissen, welche Ausbaumöglichkeiten bestehen, falls sich in Zukunft die nur noch zwei Stockwerke des Gemeindehauses platzmässig als zu knapp erweisen. Antwort: Der Neubau ist so angelegt, dass er um eine Etage aufgestockt werden könnte, und auch die Raumgestaltung sei flexibel.
Die detaillierten Projektbeschriebe und der bisherige Werdegang der Planung finden sich auf der Homepage der Gemeinde Bonstetten unter bonstetten.ch/zentrumsplanung. Im Rahmen des Chilbi-Wochenendes besteht zudem nochmals die Möglichkeit, sich das Projekt vor Ort anzuschauen
Das Gemeindehaus in Bonstetten soll durch einen zweigeschossigen Neubau ersetzt werden. (Bilder Martin Platter)
Das Aeberli-Huus (links) und die Dorfscheune (Mitte) sollen abgerissen und durch eine «Ladeschür» und ein «Gwerbhüsli» ersetzt werden. Das Riegelhüsli, rechts, bleibt stehen.
Bonstetten
Die Aeugster KommBox wird 20
Das Mini-Museum feiert sein Jubiläum mit einer neuen Ausstellung, die am Mittwoch eröffnet wurde
Sandra ISabél ClauS
Vor 20 Jahren wurde das Schulhaus Dorf in Aeugst zum Gemeindehaus umfunktioniert. Mit dem ehemaligen Lehrerzimmer wusste die Gemeinde nicht so recht, was anzufangen. Soll es eine Garderobe mit Sitzecke werden, ein Warteraum vor der Kanzlei? Dank der Initiative des Aeugsters Mike Stillhard kam es anders. Er schlug einen offenen und lebendigen Aktions- und Kulturraum für Ausstellungen mit Bezug zum Dorf vor. Der damalige Gemeindepräsident, Ruedi Bieri, stimmte dem engagierten Vorhaben mutig zu. Und so war die KommBox geboren.
Bestimmung gefunden
In den vergangenen 20 Jahren entwickelte sich die KommBox von einer Idee zu einem etablierten Kulturort. Stolz verkündet Mike Stillhard: «Heute funkelt die KommBox heller denn je. Sie ist ein Ort der Kultur, der Kreativität und des Austauschs.» 62 Projekte und Ausstellungen wurden zwischenzeitlich realisiert. Die 63. Ausstellung wurde anlässlich der Feierlichkeiten mit dem Thema «dihei i dä gmeind aeugst» der Kommission Dorfgeschichte eingeweiht.
Gewöhnliches wird ungewöhnlich
Einleitend erwähnt Kunsthistorikerin
Fabienne Dubs, Präsidentin der Kommission Dorfgeschichte: «Wer Geschichte erforscht, interessiert sich für Menschen, nicht für Zahlen und Fakten.»
Diese Haltung prägt seit 2023 die Arbeit der Kommission sowie die neu eröffnete
63
Ausstellungen haben bislang in der KommBox in Aeugst stattgefunden.
KommBox-Ausstellung, welche die verschiedenen Lebensphasen – Kindheit,
Jugend, Erwachsenenalter und Lebensende – thematisiert. Erinnerungsstücke von Aeugsterinnen und Aeugstern aus dem 19. und 20. Jahrhundert eröffnen Einblicke in unterschiedliche Lebenswelten. Ganz nach dem Motto: Grosse Geschichte besteht aus unzähligen kleinen Geschichten. Es zählen nicht nur Schlachtfelder, Bauwerke und Monumente, sondern genauso Wohnhäuser, Ställe, Schulzimmer, Vereine und Familien. Denn Geschichte hat mit uns allen zu tun. «Die meisten Objekte hier wurden nicht geschaffen, um einmal in einer Ausstellung zu landen. Ein Schulpult, eine Postkarte oder ein Werkzeug waren einmal gewöhnliche Gebrauchsgegenstände. Erst die Zeit macht sie zu Zeugen», folgert Fabienne Dubs. Geschichte steckt oft nicht in ausser-
gewöhnlichen Dingen, sondern in ganz alltäglichen.
Erinnerungen werden Geschichte Interessant auch der Gedanke, dass jede Generation ihre eigene Gegenwart für selbstverständlich hält. Was heute «normal» erscheint, wäre für frühere Generationen unvorstellbar gewesen. Für sie gehörten umgekehrt zahlreiche Dinge zum Alltag, die heute längst verschwunden sind. Die Ausstellung «dihei i dä gmeind aeugst» macht diesen Wandel greifbar und dokumentiert, wie rasch sich Lebenswelten verändern, einst Gegenwärtiges zu Geschichte wird. Erinnerungen sind die Spuren von Menschen, die uns heute ihre Geschichten nicht mehr erzählen können, aber als Spiegel unserer eigenen Geschichte dienen. Das Bewahren von Erinnerungen lohnt sich also.
Überraschung zum Schluss Damit Erinnerungen dauerhaft bewahrt werden können, erhält die Kommission Dorfgeschichte von der Gemeinde Aeugst die Möglichkeit, im ehemaligen FeuerwehrlokalinderFabrikimAeugstertalein kleinesDorfmuseumeinzurichten.Eswird den Namen «ZeitRaum» tragen – ein Ort für die Zeit, aber vor allem auch für Begegnungen, Austausch und die Auseinandersetzung mit der Dorfgeschichte. Die FinissagederaktuellenKommBox-Ausstellungam5.Septemberwirdgleichzeitigdie Eröffnung des neuen Dorfmuseums markieren und in ebendiesem stattfinden.
Fabienne Dubs und Mike Stillhard vor ausgewählten Erinnerungsstücken der Ausstellung in der KommBox Aeugst.
(Bild Sandra Isabél Claus)
Definitive Festsetzung der Öffnungszeiten des Betreibungsamtes per 1. Juli 2026
Aus den Verhandlungen
Die Geschäftsleitung hatte im November 2025 dem Betreibungsamt einen Versuchsbetrieb mit veränderten Öffnungszeiten ab November 2025 bis längstens Juni 2026 bewilligt.
Die im Versuchsbetrieb gemachten Erfahrungen zeigen, dass die angepassten Öffnungszeiten zu einer spürbaren Effizienzsteigerung im Gesamtbetrieb des Betreibungsamtes geführt haben. Durch die Kanalisierung der Schaltertätigkeit können komplexere Aufgaben nun konzentriert und störungsfrei erledigt werden, was die Qualität der Arbeit
des Gemeinderates Bonstetten
merklich steigert. Die neuen Öffnungszeiten bewegen sich im Rahmen vergleichbarer Betreibungsämter und entsprechen den Benchmarks anderer Verwaltungen.
Besondere Stellung des Betreibungsamtes
Das Betreibungsamt nimmt innerhalb der Gemeindeverwaltung insofern eine Sonderstellung ein, als es sich um einen eigenständigen Dienstleistungsbetrieb mit eigenem Standort, interkommuna-
len Zuständigkeiten sowie einer direkten Aufsicht durch die kantonale Judikative handelt. Vor diesem Hintergrund ist es sachgerecht, die betriebswirtschaftlich sinnvollen Öffnungszeiten eigenständig und optimal abgestimmt auf die spezifischen Anforderungen des Amtes festzulegen. Der Gemeinderat hat beschlossen, die Neufestsetzung der Öffnungszeit mit Schliessung am Mittwoch- und Donnerstagnachmittag, analog dem Testbetrieb seit November 2025, zu bestätigen.
Bunter und lebendiger Festplatz
Ein gelungenes Schulhausfest in Hausen
Bei strahlendem Sonnenschein verwandelte sich das Schulgelände in Hausen am 29. Mai in einen bunten und lebendigen Festplatz. Die Feierlichkeiten wurden mit zwei Liedern, die die Kinder sangen, sowie einer Begrüssungsrede der Schulleitung eröffnet. Das Schulhausfest wurde von Lehrpersonen und Eltern gemeinsam organisiert und bot ein abwechslungsreiches Programm für die gesamte Schulgemeinschaft. Zahlreiche Spielposten, kreative Stände und eine offene Bühne
BUCH-TIPP
sorgten für beste Unterhaltung und viel Freude bei Gross und Klein. Die offene Bühne stellte ein besonderes Highlight des Tages dar. Dort zeigten die Schülerinnen und Schüler ihr Können in Musik, Gesang und mitreissenden Tanzdarbietungen. Das begeisterte Publikum würdigte die Auftritte mit grossem Applaus. Besonders beeindruckend war eine Klasse aus dem Projekt «Klassenmusizieren»: Sie präsentierte verschiedene Stücke auf Blasinstrumenten – zunächst als Klasse und
zum Abschluss gemeinsam mit der Harmonie Hausen. Es war ein rundum gelungener Auftritt.
Rund um die Bühne luden zahlreiche Posten und Stände zum Mitmachen ein. An verschiedenen Geschicklichkeits- und Actionstationen konnten die Kinder ihr Talent unter Beweis stellen. Besonders beliebt waren der Parcours mit Spielzeugtraktoren, die Hüpfburg sowie die Fallbrett-Anlage. Beim «Cornhole», Speedball und Ballwurf war Treffsicherheit gefragt, während beim Schach strategisches Denken gefordert wurde.
Im bunten Schmink-Pavillon verwandelten sich die Kinder in fantasievolle Kunstwerke. Am Fotoposten entstanden viele schöne Schnappschüsse, die die besonderen Momente des Festes festhielten. Für staunende Gesichter sorgte zudem ein Zauberkünstler, der die Kinder mit seinen verblüffenden Tricks begeisterte. Für das leibliche Wohl war ebenfalls bestens gesorgt. An den Tischen unter den Sonnenschirmen konnten die Besucherinnen und Besucher gemütlich zusammensitzen und Zuckerwatte, Kuchen sowie Risotto, Würste und Pouletsalat geniessen.
Ein weiterer Höhepunkt folgte am Abend: In der Disco konnten die 5.- und 6.-Klasskinder ausgelassen tanzen und feiern. Begleitet von warmem, wunderschönem Wetter wurde das Schulhausfest zu einem unvergesslichen Erlebnis. Es war ein fröhlicher Tag voller Begegnungen, Spass und gemeinsamer Erlebnisse, der den Zusammenhalt innerhalb der Schulgemeinschaft auf wunderbare Weise stärkte.
Sibylle Müller, Schulleitung Primar, Hausen
Graham Norton: «Eine wie Frankie»
von Kathrin Baier, BiBliotheK WettsWil
IKA Sozialdienst Unteramt SODU –Genehmigung Geschäftsbericht und Kenntnisnahme des Prüfberichts zur Jahresrechnung 2025
Der Gemeinderat Bonstetten hat den Geschäftsbericht der IKA Sozialdienst Unteramt genehmigt. Weiter wurde der Prüfbericht zur Jahresrechnung 2025 zur Kenntnis genommen. Der Gemeinderat bedankt sich bei Verwaltungsrat, Geschäftsstelle, Finanzverwaltung und Personal des SODU für die professionelle Arbeit, den gros-
sen Einsatz und die sehr geschätzte Zusammenarbeit.
Im Weiteren hat der Gemeinderat:
• Bezüglich der Jagdgesellschaft Bonstetten-Hedingen & Arni-Islisberg die detaillierte Abgangsliste für das abgelaufene Jagdjahr 2025 zur Kenntnis genommen sowie dem Entwurf des Abgangsplans für das laufende Jagdjahr 2026 zugestimmt.
Stephan Sandhofer, Abteilungsleitung Präsidiales (Gemeindeschreiber)
«Nimm Platz» – ein Wohnzimmer für alle
Die Jugendarbeit Affoltern schafft vor der Galerie Märtplatz Raum für Begegnungen
Der Autor Graham Norton wurde in der Nähe von Dublin geboren und wuchs in Irland auf. Er ist sehr vielseitig und arbeitet als Schauspieler, Fernsehmoderator, Komiker und Buchautor. In seinen Büchern erzählt er oft Geschichten von Menschen mit irischen Wurzeln. So auch in seinem neuen Roman.
Damian ist mit Leib und Seele Pfleger. Für gewöhnlich versorgt er reiche alte Menschen in ihren geräumigen Domizilen im Westen Londons. Aber wie er bald feststellt, ist seine neue Klientin, die 84-jährige Frankie Howe, alles andere als gewöhnlich. Diese ist nach einem
Sturz kurzzeitig auf einen Pfleger angewiesen. Anfangs ist ihr die Anwesenheit von Damian lästig, doch bald freunden sich die beiden an und Frankie lässt sich dazu verleiten, ihre bewegte Lebensgeschichte zu erzählen. Unter tragischen Umständen von Irland ins New York der 60er-Jahre verschlagen, führt Frankie jahrelang ein aufregendes Leben zwischen Erfolg als Gastronomin, grosser Liebe und Kreativszene im Big Apple. Doch dann verändert sich alles. Frankie wird von ihrer Vergangenheit eingeholt und droht, alles zu verlieren. Wie Damian verfolgen die Lesenden Frankies abenteuerliches Leben, das einige unerwartete Wendungen bereithält. Graham Nortons ebenso herzerwärmender wie spannender Roman garantiert einige Stunden beste Unterhaltung und lässt einem die umwerfende Frankie, die sich in ihrem Leben nie hat unterkriegen lassen, ans Herz wachsen. Unbedingt lesen, falls Sie auch «Eine Frage der Chemie» von Bonnie Garmus mochten.
«Nimm Platz» ist eine jährliche Aktion der Kantonalen Kinder- und Jugendförderung Zürich. Im Rahmen dieser Aktion nimmt die Offene Jugendarbeit Affoltern am 24. Juni ab 15 Uhr im öffentlichen Raum Platz. Vor der Galerie Märtplatz an der oberen Bahnhofstrasse richtet sie ein öffentliches Wohnzimmer ein und lädt die Bevölkerung herzlich zum Vorbeikommen und Verweilen ein. Für Sitzgelegenheiten, kühle Getränke und etwas Süsses ist gesorgt. Mit der Aktion macht die Offene Jugendarbeit darauf aufmerksam, wie wichtig öffentliche Räume für Kinder und Jugendliche sind. Sie bieten Möglichkeiten für Begegnungen, Austausch und gemeinsames Lernen. Hier knüpfen junge Men-
schen Kontakte, sammeln Erfahrungen und entwickeln ein persönliches Verhältnis zu ihrer Umwelt. Solche Freiräume fördern die persönliche Entwicklung und unterstützen Jugendliche auf ihrem Weg ins Erwachsenenalter. Zu viele Verbote und Reglementierungen hemmen die Entwicklung und damit einen wichtigen Lernprozess. Die Offene Jugendarbeit Affoltern am Albis freut sich auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher jeden Alters, die bei einem Getränk, einem kleinen Snack, einem Spiel oder einem Gespräch vorbeischauen und den öffentlichen Raum gemeinsam beleben.
Janina Finger, Jugendarbeiterin
Pflegenotstand trotz Initiative?
Der monatliche Polit-Stamm von Grünen und SP widmet sich der Situation der Pflegenden. Schon lange ist bekannt, dass sich der Bedarf an Pflegepersonal erhöhen wird und dass daher Massnahmen getroffen werden müssen, damit die älter werdende Bevölkerung in der Schweiz auch in Zukunft noch ausreichend versorgt werden kann. Mit einer Initiative sollte das geändert werden. Die Pflegeinitiative wurde im Jahr 2021 mit 61 Prozent und in allen Kantonen (ausser AI) angenommen. Sie sollte primär die Arbeitsbedingungen des Pflegepersonals verbessern. Jeannette Büsser, Kantonsrätin Grüne, Horgen, informiert über den aktuellen Stand be-
ziehungsweise über die Nichtumsetzung der Pflegeinitiative. In den letzten Jahren hat sich der Pflegenotstand weiter verschärft. Es fehlen 15000 Pflegefachkräfte und der Bedarf steigt weiter. Das nationale Parlament hat sich im Frühling gegen kürzere Arbeitszeiten und gegen Lohnerhöhungen ausgesprochen. Wie geht es nun weiter?
Thomas Schweizer, Grüne Bezirk Affoltern Der Polit-Stamm Grüne/SP ist offen für alle. Einfach vorbeikommen, zuhören, Fragen stellen und mitdiskutieren: Mittwoch, 11. Juni, 19.30 Uhr, Hotel Prize by Radisson, Obstgartenstrasse 7, Affoltern
«Eine wie Frankie» von Graham Norton. Rowohlt Kindler Verlag, Hamburg 2025. (Bilder zvg)
Kathrin Baier.
Gute Stimmung herrschte am Schulhausfest in Hausen Ende Mai. (Bild zvg)
Die Aktion «Nimm Platz» vor der Galerie Märtplatz im 2025. (Bild zvg)
DIE IGEL-HILFE SCHWEIZ
RETTET BEDROHTEN
WILDTIEREN DAS
LEBEN
Der Igel in der Schweiz ist bedroht: In den letzten zehn Jahren nahm seine Population um 40 Prozent ab Grund dafür sind wir Menschen: sterile Gärten, starkbefahrene Strassen und intensive Landwirtschaft führen dazu, dass der Lebensraum des heimischen Wildtiers immer kleiner wird.
Verein Igel-Hilfe Schweiz will dieser Entwicklung entgegenwirken Seit 2021 setzt er sich für den Schutz von Igeln ein und kümmert sich um verletzte oder kranke Tiere, damit diese nach ihrer Genesung wieder in die Natur entlassen werden können. Die modern ausgestattete Auffangstation sowie die enge Zusammenarbeit mit tiermedizinischen Fachpersonen ermöglichen es, professionellen Tierschutz zu betreiben – und retten so unzähligen Igeln das Leben.
Neben der Arbeit auf der Station ist es dem Verein ein wichtiges Anliegen die Situation der Igel in der freien Wildbahn zu verbessern. Dazu ist er in mehreren Naturschutzprojekten involviert, die nicht nur für mehr Nistplätze sorgen, sondern auch die Biodiversität stärken.
Die Igel-Hilfe investiert zudem viel Zeit und Energie in die Sensibilisierung der Bevölkerung. Um die nächste Generation über die Wichtigkeit der stacheligen Vierbeiner aufzuklären, ist der Verein regelmässig zu Besuch an Schulen.
Dabei kann er auf ein gut eingespieltes Team aus ausgebildeten Tierpflegern, freiwilligen Helfern und grosszügigen Igelfreunden zählen. Als Non-Profit-Organisation erhält der Verein keine staatlichen Gelder. Jede Zuwendungen von tierlieben Pr möglich.
GARTEN: IGELPARADIES ODER TÖDLICHE FALLE?
Igel leben mitten unter uns. Dabei werden die Wildtiere mit unzähligen Gefahren konfrontiert. Besonders gefährlich ist der Strassenverkehr, doch oft finden Igel auch auf privaten Grundstücken den Tod: Offene Schächte, nächtliche Rasenroboter und Vogelnetze, in denen sich die Vierbeiner verheddern, entpuppen sich als tödliche Fallen.
Dabei wäre es gar nicht so schwer, aus einem Garten ein Igelparadies zu machen:
• Blumenwiese statt Golfrasen Auf einer üppigen Wiese finden Igel mehr Nahrung als auf einem englischen Rasen. Denn auf ihrem Speiseplan stehen unter anderem Insekten und Würmer.
• Auf Pestizide verzichten Zwar gibt es mittlerweile Schneckenkörner, die für Igel ungefährlich sind, allerdings ernährt sich dieser von sogenannten Schädlingen. Je weniger Schnecken durch den Garten schleichen, desto kleiner ist das Nahrungsangebot für den Igel.
• Hecken pflanzen Während Beton- und Steinwände für Igel ein kaum überwindbares Hindernis darstellen, finden die Wildtiere in Hecken aus Sträuchern nicht nur ein Versteck, sondern können auch problemlos von A nach B gelangen. Desto weniger Schnecken durch den Garten schleichen, desto kleiner ist das Nahrungsangebot für den Igel.
• Laub- und Steinhaufen bauen Als nachtaktive Lebewesen sind es Igel gewohnt, sich gsüber zu verstecken. Am liebsten schlafen sie in Laubhaufen, aber auch unter Steinbergen oder zwischen gestapeltem Holz ruhen sich die stacheligen Vierbeiner gerne aus.
Verein Igel-Hilfe
Stalliker Rechnung mit millionenschwerem
Überschuss
Gemeindeversammlung genehmigt beide Traktanden – Unmut über Veloverkehr
Daniel Vaia
Ohne Diskussion und mit jeweils 59:0
Stimmen haben die Stalliker Stimmbürgerinnen und Stimmbürger am Mittwochabend die beiden Traktanden der Gemeindeversammlung genehmigt: die Jahresrechnung 2025 und die Aufhebung von Gewässerabstandslinien. Unter dem Traktandum Verschiedenes
brachte ein Einwohner des Weilers Gamlikon seinen Unmut über den immer zahlreicheren, gefährlichen Veloverkehr zum Ausdruck – und stiess damit beim Gemeinderat auf grosses Verständnis. Daneben wurden mehrere, zum Teil langjährige Gemeinderats- und Kommissionsmitglieder verabschiedet.
Hohe Grundstückgewinnsteuern
Dass die von 61 Stimmberechtigten besuchte Gemeindeversammlung inklusive Verabschiedung keine Stunde dauerte, lag unter anderem an der weit besser als budgetiert ausgefallenen Jahresrechnung 2025 (gute Nachrichten werden viel seltener diskutiert als schlechte).
Anstelle einer erwarteten schwarzen Null bei einem Aufwand und Ertrag von je 23 Millionen Franken resultierte nämlich ein Ertragsüberschuss von 3.3 Millionen Franken. «Wenn heute jemand Beifall verdienen würde», so Gemeinderat Nino Ciganovic in seinen Erläuterun-
«Es wäre nicht gut, wenn man jetzt schon über Steuersenkungen zu reden begänne.»
Nino Ciganovic, Finanzchef Stallikon
gen, «dann die Steuerzahler und die Immobilienbesitzer.»
Den grössten Teil zum unerwarteten Überschuss trugen die Grundstückgewinnsteuern bei mit einem Plus von 1.3 Millionen Franken (total 3.0 Millionen). Ciganovic sprach in diesem Zusammenhang von einem «historischen Hoch», zurückzuführen auf nicht weni-
Verabschiedet und mit einem Blumenstrauss für ihren zum Teil jahrzehntelangen Einsatz für die Gemeinde geehrt (von links): Werner Michel (unter anderem langjähriger Gemeindepräsident), Teresa Bartesaghi (RPK-Präsidentin), Mia Zumsteg (Gemeinderätin), Ingrid Spiess (Gemeinderätin und Schulpräsidentin) und Hansruedi Metzger (BK-Vizepräsident). (Bild zvg)
ger als 77 Handänderungen im vergangenen Jahr. Im laufenden Jahr könnte es womöglich ähnlich aussehen, wenn man sich die vielen Stalliker Immobilienangebote im Internet anschaue, so der Finanzvorsteher.
Deutlich höher als erwartet sind auch die Steuereinnahmen ausgefallen mit einem Plus von 1.1 Millionen Franken (total 14.6 Millionen). Zudem profitierte die Gemeinde von einer Erbschaft in der Höhe von 225000 Franken; sie stammt von einer Person ohne Nachkommen, deren Nachlass gemäss kantonalem Einführungsgesetz zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch zwischen dem Kanton und der Heimatgemeinde (Stallikon) je zur Hälfte aufgeteilt wurde. Die letzte Wohngemeinde der Verstorbenen (nicht Stallikon) ging dabei leer aus. Grösste Abweichung bei den Ausgaben waren höhere Lohnkosten für die Primarschule (plus 135000 Franken). Deutlich kleiner fiel die In-
vestitionsrechnung aus (2.2 Millionen Franken statt 4.8 Millionen), vor allem weil das Schulraumerweiterungs-Projekt noch nicht so weit gediehen war, wie geplant.
Mit dem von Ciganovic als «sehr solide und erfolgreich» bezeichneten Jahresabschluss stieg das Nettovermögen pro Einwohner auf über 2000 Franken. Zum Vergleich: Vor zehn Jahren lastete auf den Stallikerinnen und Stalliker noch eine Nettoschuld von über 3000 Franken pro Kopf. «Es wäre allerdings nicht gut», so Ciganovic abschliessend, «wenn man jetzt schon über Steuersenkungen zu reden begänne», da verschiedene grosse Investitionen anstünden.
Enger gefasster Gewässerraum
Ebenfalls keine Diskussion gab die im Rahmen einer Teilrevision der Bau- und Zonenordnung vom Gemeinderat bean-
Trotz holprigem Start ein voller Erfolg
Die Bonstetter Wandergruppe 60+ war im Jura unterwegs
Eine zweitägige Wanderung von Le Pont nach Saint-Cergue begann am 28. Mai frühmorgens am Bahnhof Bonstetten –und zunächst mit einer unerwarteten Verzögerung. Der erste Zug um 5.30 Uhr kam planmässig in Fahrt, bis in Solothurn ein technisches Problem an den Bremsen den Zug stoppte. Damit war der Anschluss in Yverdon-les-Bains verpasst; der nächste Bus nach Le Pont wäre erst zwei Stunden später gefahren. Auch die SBB-Hotline für Gruppen konnte keine Lösung anbieten. Schliesslich fand sich doch ein praktikabler Weg: Über Cossonay Penthalaz gelang die Weiterfahrt nach Le Pont, das Ticket wurde am Schalter ohne Zusatzkosten umgeschrieben.
Steinerne Weidezäune
Der Start der Wanderung verzögerte sich lediglich um eine Stunde. Bei prächtigem Sommerwetter führte der Weg
zunächst dem klaren Lac de Joux entlang bis L’Abbaye. Unterwegs prägten die typischen steinernen Weidezäune das Landschaftsbild – sorgfältig geschichtete Mauern, deren traditionelle Bauweise von Ludi anschaulich erklärt wurde. Kurz vor dem Kamm bot der Wald einen idealen Platz für ein Picknick. In der Buvette du Mont Tendre folgte eine Pause mit Kaffee und Kuchen, bevor der Weg weiter über die sanften Jurahöhen führte. Immer wieder bot sich ein weiter Ausblick über den Léman, hin zum Monte Rosa und den Savoyer Alpen. Nach knapp sechs Stunden erreichte die Gruppe das Hotel du Marchairuz, wo ein kühles Getränk, eine erfrischende Dusche und ein feines Nachtessen den Tag abrundeten. Der zweite Tag begann um 8.15 Uhr nach einem reichhaltigen Frühstück. Der Jura-Wanderweg Nr. 5 führte durch Wiesen und Wälder, vorbei an verstreuten Alpen und schliesslich zu den Rui-
nen des Klosters Oujon, das bereits 1084 gegründet wurde. Informationstafeln über die Klostergeschichte vermittelten den Besucherinnen und Besuchern Einblicke in die Vergangenheit. Die Mauern und die ruhige Lage im Wald verliehen dem Ort eine besondere Atmosphäre. Der Weiterweg nach Saint-Cergue blieb abwechslungsreich und angenehm zu gehen. Vor der Rückreise blieb Zeit für einen Kaffeehalt, ehe die Schmalspurbahn nach Nyon bestiegen wurde. Von dort führte die Heimfahrt über Bern und Zürich zurück nach Bonstetten.
Fazit: Trotz des missglückten Starts boten die beiden Tage alles, was eine Jura-Wanderung ausmacht: viel Sonne, weite Landschaften, stille Waldwege und kleine Entdeckungen am Wegrand. Am Ende blieb vor allem der Eindruck einer gelungenen Tour.
Josef Fischer, Leiter Wandergruppe Bonstetten 60+
tragte Aufhebung von Gewässerabstandslinien. Es betrifft einen Abschnitt des Zügnisbachs und einen der Reppisch. Dort wird die als Übergangslösung festgelegte Gewässerabstandslinie durch einen enger gefassten Gewässerraum ersetzt. Grund: Die Abstandslinien werden mit Blick auf das Ortsbild und die dort fehlenden Erholungsräume und schützenswerten Landschaften als nicht mehr notwendig erachtet. Nicht aufgehoben wird die Gewässerabstandslinien hingegen in einem Abschnitt des Silberbachs. Der Gemeinderat macht dafür verfahrenstechnische Gründe geltend. Eine dagegen eingereichte Einwendung lehnte der Gemeinderat ab; die Aufhebung erfolgt deshalb imRahmeneinesQuartierplanverfahrens.
«Katastrophaler Veloverkehr»
Emotional wurde es beim Traktandum Verschiedenes. Ein Bewohner des Wei-
lers Gamlikon machte seinem Unmut über den «katastrophalen Veloverkehr» Luft. An schönen Tagen würden teils im 30-Sekunden-Takt Velofahrer oder ganze Velovereine durch Gamlikon rasen und gefährliche Situationen hervorrufen.
Wie gross der Unmut ist, lässt sich an einer in dieser Woche dem Gemeinderat eingereichten Eingabe aus Gamlikon ablesen, in der Vorschläge zur Bekämpfung des Veloproblems gemacht werden. Der Brief wurde von nicht weniger als 61 Personen unterzeichnet.
Der Ärger über das «Puff mit den Velofahrern» in Gamlikon stiess bei Gemeindepräsident Reto Bernhard am Mittwoch auf grosses Verständnis. Gemäss von der Gemeinde durchgeführten Messungen wird mit Geschwindigkeiten von bis zu 38 km/h durch Gamlikon pedalt. Das Problem bestehe allerdings auf dem ganzen Gemeindegebiet, wo es immer wieder zu «wahnsinnig gefährlichen» Situationen komme, so Bernhard. Im Rahmen der anstehenden Revision des kommunalen Verkehrsrichtplans werde man sich dem Thema eingehend widmen.
Gemeinderat und Sicherheitsvorsteher Andreas Zbinden kündigte daneben bereits für nächste Woche eine Begehung mit Vertretern der Kantonspolizei in Gamlikon an. Schnellschüsse seien allerdings nicht zu erwarten.
Fünf Verabschiedungen
Zum Schluss wurden unter Applaus Gemeinderats- und Kommissionsmitglieder verabschiedet und für ihre Verdienste mit einem Blumenstrauss geehrt. Sie hatten sich in den vergangenen Jahren, teils sogar Jahrzehnten, für Stallikon eingesetzt. So Werner Michel (zunächst Mitglied der Rechnungsprüfungskommission, RPK, und von 2008 bis 2022 zuerst Gemeinderat, dann Gemeindepräsident, zuletzt Schulpflege-Mitglied); Ingrid Spiess (von 2018 bis 2026 zuerst Gemeinderätin, dann zusätzlich Schulpräsidentin); Mia Zumsteg (von 2022 bis 2026 Gemeinderätin); Teresa Bartesaghi (von 2016 bis 2026 zuerst RPK-Mitglied, dann RPK-Präsidentin) und Hansruedi Metzger (von 1998 bis 2026 Mitglied der Baukommission, BK, und Vizepräsident).
Zu dem vom Gemeinderat spendierten Apéro steuerte Ingrid Spiess kulinarische Leckerbissen aus ihrer ursprünglichen Heimat bei, dem Saanenland.
Die Wandergruppe aus Bonstetten hat schöne Tage im Jura verbracht. (Bild
Tabula rasa bei Sekundarschule Bonstetten
Nach turbulenter Legislatur wird mit fast ganz neu besetzter Schulpflege auf solider Basis neu gestartet
Ruch, weshalb die beiden nicht auf dem Bild sind. (Bild Claudia Eugster)
«Die ganze Welt ist eine Bühne, und alle Frau’n und Männer blosse Spieler; sie treten auf und gehen wieder ab», heisst es bei Shakespeare in «As You Like It». Bei der Schulpflege Bonstetten tritt fast das ganze Ensemble auf einen Schlag ab. Der Grund dafür muss nicht erwähnt werden, es sei auf die Berichterstattung im «Anzeiger» verwiesen, jedoch auch auf den jüngsten Beschluss des Bezirks-
FORUM
Zu den Wahlen und Abstimmungen
In dieser Ausgabe erscheinen heute die letzten Einsendungen zu den Wahlen- und Abstimmungen vom kommenden Sonntag. Bitte senden Sie uns zu diesen Themen keine Leserbriefe mehr zu. (red)
Schneller am Ziel
Dank dem unermüdlichen Einsatz des Gemeinderats in Wettswil sind wir seit Neuestem schneller am Ziel. Manchen mag es bereits aufgefallen sein. Die Lichter bei der Bahnschranke in Wettswil leuchten nicht mehr endlos lange. Da Blinklichter wie ein Rotlicht zu behandeln sind, hat so manche Person schon eine Busse bezahlt, weil die Blinklichter übermässig lange aktiv waren. Vielen Dank für diese neue Effizienz im Dorf.
Familie Huber, Mettmenstetten
Ihre Meinung ist willkommen!
Gerne können Sie der Redaktion Leserbrief schicken. Aufgeben können Sie Ihre Äusserung unter www.affolteranzeiger.ch/mitmachen/leserbrief-einreichen. Für eine Veröffentlichung am Dienstag sollte die Zuschrift am vorangehenden Freitagmittag auf der Redaktion eintreffen. Für eine Publikation am Freitag schicken Sie uns Ihre Meinungsäusserung bitte bis am Mittwochmittag. (red)
Matthias Hufschmid bleibt dem Komitee erhalten und wird wohl somit vor allem in der Anfangszeit auch eine Art Souffleur sein, da er ja als Einziger über das Wissen aus der letzten Legislatur verfügt. An der Generalversammlung, welche am 4. Juni in der Aula des Schulhauses «Im Bruggen» bei Schachenrain in Bonstetten stattfand, wurden daher nach der Genehmigung der Jahresrechnung 2025 die abtretenden Schulpflegemitglieder gewürdigt und verabschiedet. Im Anschluss gab es einen Apéro.
Genehmigung der Jahresrechnung
mittel- und langfristig im Gleichgewicht befindet, konnte leider nicht erreicht werden, obwohl der Selbstfinanzierungsanteil im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozent gestiegen ist. Das zweite Ziel, die Begrenzung der Schulden, wird auch in naher Zukunft nicht erreicht werden. Jedoch bestehe die Möglichkeit, dass man auf Ende Jahr einen kleinen Schuldenabbau wird starten können. Das letzte finanzpolitische Ziel, ein effizienter Betrieb, wurde dafür in den letzten Jahren stets erfüllt.
arbeit, denn die RPK der drei Kreisgemeinden wechseln sich im Turnus von vier Jahren ab. In den nächsten vier Jahren prüft die RPK Bonstetten, dann Stallikon, und Wettswil wird erst in acht Jahren wieder an der Reihe sein. Die Jahresrechnung 2025 wurde einstimmig genehmigt.
rates («Anzeiger» vom 10. Februar). Aber das Leben geht weiter und so heisst es auch bei Shakespeare: «Und jeder spielt in seinem Leben viele Rollen.» Tamara Fakhreddine, Irene Häsler, Corinne Ostler und Lutz Eichelkraut haben alle andere Rollen, die sie nun weiterspielen. Ihre Rollen in der Schulpflege der Sekundarschule Bonstetten übernehmen neu Simon Gutknecht, Sandro Venetz und Jacqueline De Barro, welche auch zur Präsidentin gewählt wurde. Einzig
Im Moment besuchen rund 420 Jugendliche aus den drei Kreisschulgemeinden Bonstetten, Stallikon und Wettswil die Sek Bonstetten. An der GV konnte die zu dem Zeitpunkt noch amtierende Präsidentin Tamara Fakhreddine allerdings Punkt 19 Uhr nur insgesamt 23 Interessierte begrüssen. Sie erinnerte sich leicht melancholisch, aber mit Humor an ihre allererste GV zurück, an der es sehr viele Anwesende gehabt habe, dies den kritischen Geschäften, die es zu besprechen galt, geschuldet. «Wenn wir heute eine Steuerfusserhöhung angekündigt hätten, sähe es wohl anders aus», damit war das Eis gebrochen. Im ersten Teil orientierte Corinne Ostler über die Jahresrechnung 2025. Im Vergleich zu den Vorjahren sticht ins Auge, dass es zu einem markanten Anstieg des Aufwandüberschusses gekommen ist, weshalb in den Jahren 2024 und 2025 eine Erhöhung des Steuerfusses notwendig wurde. Dank Mehreinnahmen war es jedoch möglich, weit unter Budget zu bleiben. Gründe für den Anstieg des Aufwands sind höhere Personalkosten auf Ebene Schulleitung und bei den Lehrkräften, aber auch Privatschulen, die als externe Sonderschulen genutzt wurden. Das Ziel, dass sich der Finanzhaushalt
Offenlegung Stellenplan
An der Budget-Gemeindeversammlung vom 1. Dezember 2025 habe ich die Versammlungsleiterin gebeten, mir die Anzahl der Stellen der Mitarbeitenden der Gemeindeverwaltung einschliesslich Seewadel zu benennen.
Nach kurzer Rücksprache mit dem Stadtschreiber hat sie sinngemäss gesagt, dass man schauen werde, ob man das machen kann. Es war schon damals absehbar, dass das zu beantworten nicht beabsichtigt war. Im Versammlungsprotokoll wird diese Anfrage nicht einmal erwähnt.
Laut der Jahresrechnung 2025 beträgt der Personalaufwand rund 36 Millionen Franken oder 31 Prozent, bei einem Gesamtaufwand von 115 Millionen Franken, beziehungsweise 79 Prozent gemessen am Fiskalertrag. Der Personalaufwand ist in den Jahren 2024 und 2025 um 7.180 Millionen Franken oder 24,6 Prozent gewachsen. Das entspricht in etwa 26 Steuerprozenten.
Liest man die Erläuterungen zur Erfolgsrechnung, findet man meist nur vage Äusserungen, wie «ungefähr», «sollten sich». Gelegentlich wird auf einen Stellenplan verwiesen. Selbstredend ist dies nicht eine «Gehaltserhö-
hung», bedingt durch die abgelehnte 38-Stunden-Woche. Es ist ein Mix von Anpassungen zur Kaufkrafterhaltung, Stellenverschiebungen und Stufenanpassungen innerhalb der Verwaltung, Neueinstellungen, und dann eben Gehaltserhöhungen zur Motivation der verständlicherweise nicht so zufriedenen Mitarbeiterschaft.
Ich meine, das Thema Finanzen ist von allgemeinem Interesse der Stimmberechtigten und Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern, und jedermann sollte die Möglichkeit haben, sich selbst ein Bild über Einsatz der Mittel und personellen Ressourcen zu machen. Ich habe deshalb eine Anfrage nach Art.17 Gemeindegesetz gestellt. Der Stadtrat wird zu dieser an der Gemeindeversammlung vom 15. Juni Stellung nehmen müssen.
Anzumerken ist, dass in der Gemeindeordnung unter § 17 der Grundsatz von Transparenz und Bürgernähe festgeschrieben ist. Dies gilt auch für die Stadtpräsidentin und den Stadtschreiber.
Heinz Bollinger, Affoltern
«Fahren ums Dorf, leben im Dorf»
Replik auf den Artikel von Gemeinde Obfelden mit dem Titel «Gemeinderat beschliesst reduzierte Höchstgeschwindigkeit» im «Anzeiger» vom 28. Mai.
Das war der damalige Slogan für die Portierung der Autobahn durchs Säuliamt.
Dies hat sich für viele Gemeinden in der Region bewahrheitet, sicher aber nicht für Obfelden! Trotz neuer Umfahrung
fahren gut die Hälfte aller auswärtigen Fahrzeuge auf der etwas kürzeren Strecke durchs Dorf. Die Nachteile für die Bevölkerung sind vielfältig, durch Messungen belegt, als Anwohnerinnen und Anwohner Tag und Nacht erlebt. Mit der sofortigen teilweisen Geschwindigkeitsreduktion auf Tempo 30, die vom Gemeinderat beschlossen wurde, geht es aber nun in die richtige Rich-
«Mit der neuen Schulpflege, der neuen Schulleitung und dem Abschied der ‹bösen› Präsidentin, hoffen wir sehr, dass Ruhe einkehrt.»
Tamara Fakhreddine, scheidende Präsidentin der Schulpflege der Sekundarschule Bonstetten
Die Rechnungsprüfungskommission Wettswil stellte fest, dass die Jahresrechnung finanzrechtlich zulässig und rechnerisch richtig ist. Die RPK setzte die abstrakten Zahlen in einen Gesamtzusammenhang und prognostizierte sinkende Aufwände, da in der Primarschule die Schülerzahlen sinkend seien. Dies würde in die Sek überschwappen und somit könnte es doch möglich sein, die Verschuldung, welche vor allem vom Neubau her rührt, langsam abzubauen. Weitere Bemerkungen von der RPK gab es nicht, ausser ebenfalls, dass selten an einer GV so viele Leute gewesen seien, wie an dieser, und ein Dankeschön für die angenehme Zusammen-
Den zweiten Teil der Gemeindeversammlung begann Tamara Fakhreddine mit einem Rückblick auf ihre acht Jahre im Amt als Schulpräsidentin. Sie stellte fest, dass sich in dieser Zeit einiges geändert habe, und hob hervor, dass die letzten Jahre «turbulent» gewesen seien. Hoch seien die Ziele gesteckt gewesen, und auch wenn es nicht gelungen sei, grosse Schritte zu machen, wurde einiges erreicht, fasste die Personal- und Organisationsentwicklerin zusammen. Man habe die Entwicklung und kompetente Aufstellung der Schulverwaltung und des Betriebs erreicht und ein gutes Team in der Schulleitung aufgebaut. «Wir konnten Sandro Croci Maspoli nach seinem Springereinsatz zum Bleiben bewegen», stellte Fakhreddine erfreut fest. Abläufe und Prozesse habe man vereinfacht, eine neue Software implementiert. Damit sei eine solide Basis geschaffen, auf der die Nachfolge aufbauen könne. «Mit der neuen Schulpflege, der neuen Schulleitung und dem Abschied der ‹bösen› Präsidentin, hoffen wir sehr, dass Ruhe einkehrt und auch pädagogische Entwicklungen wieder möglich werden», schloss Fakhreddine selbstironisch. Den Humor hat sie trotz allem nicht verloren.
EsfolgtedieWürdigungvonLutzEichelkraut (14 Jahre, nicht anwesend), Corinne Ostler (3 Jahre), Irene Häsler und Tamara Fakhreddine(beide8Jahre),durchdeninder Schulpflege verbleibenden Matthias Hufschmid, der wunderbare Worte für seine Kollegen fand und die neue Schulpflege im nächsten Satz herzlich willkommen hiess.
Initiative zum Wohl der Schweiz
Zur anstehenden Abstimmung über die Nachhaltigkeitsinitiative stelle ich Ihnen folgende Fragen. Wollen Sie:
• den immer weiter zunehmenden Dichtestress in der Schweiz in allen Bereichen weiterhin akzeptieren und dass der Erholungsraum in der Schweiz immer weiter abnimmt?
• dass in der Schweiz weiterhin täglich eine Fläche von rund zehn Fussballfeldern, Tendenz zunehmend, an Kulturland und Grünflächen zubetoniert wird?
• dass die Wohnungsknappheit weiter zunimmt, die Mietzinse weiter steigen und Eigenheime für den Otto Normalverbraucher noch unerschwinglicher werden?
• dass die täglichen Staus auf unseren Strassen weiter zunehmen? Seit 2000 haben die Staus um das Siebenfache zugenommen. Seit Ende 2019 gar von 30000 auf 55500 Staustunden/Jahr. Die immer noch nicht umgesetzte Alpenschutzinitiative lässt grüssen.
• einen weiterhin ungebremsten ausländischen «Fachkräftezustrom», obwohl rund 140000 Menschen in der Schweiz arbeitslos sind und es in der Schweiz momentan rund 235000 registrierte Stellensuchende gibt?
• dass der Anteil der ausländischen Wohnbevölkerung in der Schweiz von gegenwärtig rund 27,4 Prozent weiter ungehindert zunimmt? Die EU-Länder haben einen durchschnittlichen Ausländeranteil von rund 14 Prozent. Wenn Sie das alles weiterhin wollen, ja, dann müssen Sie diese Nachhaltigkeitsinitiative ablehnen. Andernfalls sollten Sie diese Nachhaltigkeitsinitiative zum Wohl der Schweiz und all ihrer Bewohnerinnen und Bewohner annehmen. Oder geht es Ihnen ums Prinzip, dass die Initianten dieser Vorlage einfach nicht recht haben dürfen? Übrigens warnten bereits im Jahr 2012 die SP und die Grünen vor einer Schweiz mit über 8 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern. Frau Badran antwortete damals auf die Frage der Zeitung «Sonntag», wie viele Menschen die Schweiz vertrage, mit folgendem Satz: «8 Millionen Einwohner. Mehr Menschen wären technisch zwar machbar, aber nicht wünschbar. Das wäre mit hohen Folgekosten aller Art verbunden und erst noch extrem unsolidarisch mit Europa.» Anscheinend ist jetzt alles anders... Fredy Gallmann, Hauptikon
tung. Dafür ganz herzlichen Dank! Mit dieser Vorkehrung werden die Navigationsgeräte den auswärtigen Autos und Lastwagen den Weg auf die Umfahrung anzeigen, da die Lenker keine Minute mehr sparen, wenn sie durchs Dorf fahren wollen. Werden dazu flankierende Massnahmen an der Strassensignalisation vorgenommen, so können wir doch bald von einer Dorfstrasse reden und nicht mehr von einer überlasteten Durchfahrtsstrasse. Die Umsetzung der Temporeduktion bringt uns als ersten Schritt sofortige Entlastung und wird die Vorteile einer langfristigen, lebenswerten Neubeplanung der Dorfstrasse beweisen und beflügeln. Weiter so! Bernhard Borner, Obfelden
Claudia EugstEr
Sie treten aus dem Rampenlicht (unten von links): Irene Häsler, Corinne Ostler, Tamara Fakhreddine. Sie treten dafür aus dem Schatten (oben von links): Simon Gutknecht, Jacqueline De Barro, Sandro Venetz, Matthias Hufschmid (bisher). Nicht am Anlass anwesend sein konnten der abtretende Lutz Eichelkraut und Monika
Wenn sich die starre Haltung eines Pferdes plötzlich entspannt oder die Blutung eines verletzten Tieres innerhalb weniger Minuten nach der Behandlung zu stillen beginnt, sieht Carol Sommer-Seiler darin kein Wunder. Sie sieht ein greifbares Resultat. Mit 31 Jahren gehört die Stallikerin zu einem sehr exklusiven Kreis von vollständig ausgebildeten Tierhomöopathinnen und Tierhomöopathen, die in der Schweiz aktiv praktizieren – ein Berufsfeld, das noch immer oft missverstanden wird, gleichzeitig aber zunehmend gefragt ist.
Von ihrer damaligen Praxis in Hedingen aus hat Carol ein Unternehmen aufgebaut, das auf einer Philosophie beruht, die ihrer Meinung nach in der modernen Medizin häufig zu kurz kommt: Tiefe. «Ich bin schlecht darin, einfach zu akzeptieren, wenn jemand sagt: ‹Das ist halt so›», sagt sie. «Das inspiriert mich nicht, das langweilt mich.» Gerade diese Weigerung, sich mit oberflächlichen Antworten zufriedenzugeben, prägt sowohl ihren beruflichen Weg als auch ihre unternehmerische Haltung.
Ein familiäres Erbe der Selbstständigkeit
Carol ist in Bonstetten geboren und aufgewachsen. Unternehmertum gehörte in ihrer Familie zum Alltag. Ihr Vater, ihre Mutter und ihr Bruder sind selbstständig. «Mein Selbstvertrauen und meine Bereitschaft, Risiken einzugehen, habe ich von meinen Eltern mitbekommen», sagt Carol. «Sie haben mir vermittelt: Wenn man das tut, was einen erfüllt, kommt der Erfolg von selbst.» Diese Haltung zeigte sich früh. Statt neben einer sicheren Anstellung langsam ein eigenes Geschäft aufzubauen, entschied sie sich direkt nach der Lehre vollständig für die Selbstständigkeit. Sie zog in eine einfache Bauernhofwohnung für 400 Franken im Monat und konzentrierte sich ganz auf den Aufbau ihrer Zukunft. «Ich wollte nie neben einem
Froh im Sportverein
Ein spezieller Verein kümmert sich um Kinder, deren Eltern finanzielle Sorgen haben. Seite 15
Im Rollstuhl zum Titel
Mit Effort aus dem Konauer Amt wurde die Schweiz Weltmeisterin im Powerchair Hockey. Seite 19
Erfolgreiches Turnier
Beim Badminton-Club Affoltern gab es am Guggi-Cup jede Menge glückliche Gesichter. Seite 20
Carol Sommer-Seilers Mission, Tierhomöopathie in der Mitte der Gesellschaft zu verankern
«Wenn das richtige
Mittel gefunden ist, sieht man die Veränderung», erklärt die Tierhomöopathin Carol Sommer-Seiler. (Bild Deviprasad Rao)
sicheren Job ein Geschäft aufbauen», sagt sie. «Für mich hiess es immer: ganz oder gar nicht.» Am Anfang gab es ruhige Tage in der Praxis, an denen sie auf Kundschaft wartete. Genau in dieser Zeit, sagt sie heute, sei die Unternehmerin in ihr gewachsen – indem sie lernte, sichtbar zu werden, Menschen zu erreichen und Schritt für Schritt Vertrauen aufzubauen. Ursprünglich wollte Carol Tierärztin werden. Doch der Tod eines ihrer Esel
in ihrer Jugend veränderte ihre Sichtweise grundlegend. Die Erfahrung hinterliess die Frage, ob es neben der Schulmedizin noch andere Wege geben könnte. «Ich fragte mich, ob man noch mehr hätte tun können», erinnert sie sich.
Diese Suche führte sie zur Alternativmedizin und schliesslich an die SHI in Zug, wo sie dreieinhalb Jahre Tierhomöopathie studierte. Parallel dazu absolvierte sie Praktika in Kliniken und
Tierarztpraxen, um Theorie und Praxis zu verbinden. Obwohl sie sich auch mit anderen komplementären Methoden wie Shiatsu oder Craniosacral-Therapie beschäftigte, überzeugte sie die Homöopathie besonders wegen ihres Anspruchs, tieferliegende Erkrankungen wie Tumore, Autoimmunerkrankungen, Diabetes oder chronische Beschwerden behandeln zu können.
Jenseits der «Placebo»-Debatte 2017 eröffnete Carol ihre Praxis und spezialisierte sich auf Hunde, Katzen und Equiden. Zu ihren Patienten gehören Katzen mit Nierenerkrankungen oder Diabetes ebenso wie Pferde mit Hufrehe, Koliken, Husten oder Verhaltensauffälligkeiten. Viele Tierhalter kommen erst dann zu ihr, wenn die konventionelle Tiermedizin an ihre Grenzen gestossen ist. «Viele Menschen kommen aus einer Verzweiflung heraus», sagt sie. «Sie haben das Gefühl, nichts mehr zu verlieren zu haben.» Der Skepsis gegenüber der Homöopathie begegnet Carol ruhig. Für sie liegt der Beweis im Tier selbst. «Wenn das richtige Mittel gefunden ist, sieht man die Veränderung», erklärt sie. «Der Gesichtsausdruck verändert sich, die Spannung weicht aus dem Körper und die Heilung beginnt.» Sie sage ihren Klientinnen und Klienten oft, dass man nicht lange nach einer Verbesserung suchen müsse. Wenn man zu stark überlegen müsse, sei wahrscheinlich noch nicht das richtige Mittel gefunden worden.
Ein Beruf im Wandel Neben ihrer Praxistätigkeit engagiert sich Carol auch berufspolitisch. Als Vizepräsidentin der «Organisation der Arbeitswelt – Alternativmedizin und Komplementärtherapie Tiere» setzt sie sich für eine einheitliche Bewilligungspraxis für Tiertherapeuten im Bereich der alternativen und komplementären Therapien ein. Tierhalterinnen und Tierhalter sollten genau prüfen, ob eine Fachper-
Zwischen Tiertherapie und Unternehmertum
son seriös ausgebildet ist, einem Berufsverband angehört und sich kontinuierlich weiterbildet.
Moderne Tiertherapie geht digital Auch digital treibt Carol ihre Arbeit weiter voran. Kürzlich lancierte sie einen umfassenden Onlinekurs, in dem Tierhalter lernen, homöopathische Prinzipien bei Wunden und akuten Verletzungen anzuwenden. Der Kurs wird bereits in der Schweiz, Deutschland und Österreich genutzt.
Mit diesem Schritt in die digitale Bildungswelt reagiert Carol auch auf gesellschaftliche Veränderungen. Viele Menschen wünschen sich heute flexible und ortsunabhängige Möglichkeiten, sich weiterzubilden.
Mit der Mutterschaft kam eine weitere unternehmerische Dimension hinzu. Nach der Geburt ihres Kindes im Jahr 2021 stellte sie eine weitere Homöopathin ein, um mehr Zeit für Strategie, Wachstum und Unterricht zu gewinnen. Für Carol gibt es keinen Widerspruch zwischen therapeutischer Arbeit und wirtschaftlichem Erfolg. Für die Zukunft möchte sie ihre Kurse weiter ausbauen, die professionelle Anerkennung der Tierhomöopathie stärken und besonders junge Menschen für den Beruf begeistern. Gleichzeitig hofft sie, dass ihre eigene Geschichte Frauen ermutigt, ihrer Intuition zu vertrauen, Risiken einzugehen und aus innerer Überzeugung heraus etwas Eigenes aufzubauen.
Mit der Serie Unternehmerinnen und Unternehmer stellt der «Anzeiger» in lockerer Folge Unternehmerpersönlichkeiten vor und würdigt damit deren Engagement für den Wirtschaftsstandort Knonauer Amt. (red) «Schweiz
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Mit «Schweiz heute» schafft CH Media, die auch diese Zeitung herausgibt, ein neues digitales Nachrichtenangebot für die Deutschschweiz. Das Portal bündelt die publizistische Kraft des gesamten Redaktionsnetzwerks der Tageszeitungstitel, dem rund 350 Journalistinnen und Journalisten angehören. Mit der Lancierung setzt CH Media bewusst auf ihre starke nationale Redaktion und auf die enge Zusammenarbeit zwischen Mantelund Regionalredaktionen.
Neues Abomodell: Mehr Leistung zum gleichen Preis
«Qualitätsjournalismus braucht heute sowohl nationale Einordnung als auch regionale Nähe. Mit dem neuen Portal verbinden wir beides noch stärker und schaffen ein neues und attraktives digitales Angebot für die ganze Schweiz», sagt CH-Media-CEO Michael Wanner.
Parallel dazu führt CH Media ein neues digitales Abomodell ein. Wer heute ein Abonnement einer CH-Media-Tageszeitung besitzt, erhält künftig Zugang zu den digitalen Inhalten aller Tageszeitungen von CH Media – zum gleichen Preis.
«Mit dem GA-Modell können unsere Leserinnen und Leser das ganze Universum unserer Zeitungstitel quer durch die ganze Deutschschweiz entdecken», sagt Thomas Wegmann, Leiter Publishing bei CH Media. Damit erweitert das Unternehmen den Mehrwert für bestehende Abonnentinnen und Abonnenten substanziell. «Unsere Leserinnen und Leser interessieren sich zunehmend für Themen weit über die eigene Region hinaus. Mit dem neuen Modell bieten wir ihnen einen einfachen und attraktiven Zugang zu sämtlichen relevanten Inhalten von CH Media: national, international und regional», sagt Patrik Müller, Chefredak-
tor CH Media. Zudem investierte CH Media gezielt in die Redaktion. In den vergangenen Monaten wurde die Inlandredaktion neu aufgestellt: Lea Hartmann und Michael Graber übernehmen gemeinsam die Leitung. Anna Wanner und Doris Kleck fokussieren sich auf neue publizistische Aufgaben. Mit Fabian Schäfer von der NZZ und Céline Zahno vom «Blick» wurde die Redaktion zusätzlich verstärkt. Seit diesem Frühjahr können Nutzerinnen und Nutzer zudem bis zu zehn Artikel pro Monat verschenken und Inhalte unkompliziert mit ihrem persönlichen Umfeld teilen. «Schweiz heute» ist ab sofort unter schweizheute.ch und als App verfügbar. CH Media optimiert die neue Plattform im Livebetrieb und entwickelt sie Schritt für Schritt zu einer zentralen digitalen Nachrichtenplattform für die Schweiz. CH Media
Damit kein Kind allein am Spielfeld bleibt: ROKJ finanzierte schon über 1200 Gesuche
Der Verein ROKJ Limmattal/Knonaueramt zahlt Kindern und Jugendlichen den Besuch von Sportvereinen Oilver Graf
Seit zehn Jahren hilft der Verein ROKJ Limmattal/Knonaueramt: Er ermöglicht Kindern und Jugendlichen aus finanziell schwierigen Verhältnissen, einem Sportverein oder einer Musikschule beizutreten. Oft geht es im Einzelfall um überschaubare Beträge. Pro bewilligtem Gesuch zahlt ROKJ im Durchschnitt knapp 500 Franken. «Doch diese Beträge entfalten eine grosse Wirkung, wie die Reaktionen zeigen», sagt Heinz Beiner, der den lokalen Verein «ROKJ – Rotary für Kinder und Jugendliche» 2016 mitgründete.
Herr Beiner, wenn Sie auf die vergangenen zehn Jahre zurückblicken, gibt es ein Gesuch, das Ihnen bis heute nachgeht? Heinz Beiner: Es gibt nicht ein einzelnes Gesuch, das besonders heraussticht. Es ist vielmehr eine Vielzahl von Geschichten, die meine Vorstandskollegen und mich berührten. Etwa jene von Frauen, deren Männer psychisch angeschlagen oder invalid sind und nicht arbeiten können, und die dann selbst zwei Jobs stemmen müssen, um ihre Familie irgendwie durchzubringen. Das Engagement dieser Frauen, die sich alles absparen, ist einfach unglaublich. Und dass ihre Familien trotz dieses Einsatzes finanziell kaum über das nackte Überleben hinauskommen, ist erschreckend und belastend. Und das geschieht nicht irgendwo auf der Welt, sondern hier bei uns – quasi in der Nachbarschaft.
ROKJ übernimmt in solchen Fällen den Mitgliederbeitrag für einen Verein – was kann das bewirken?
Kinder und Jugendliche können so einem Hobby nachgehen und gemeinsam mit anderen etwas erleben. Sie lernen dabei unter anderem zuzuhören, Spiel- und andere Regeln einzuhalten und sich in der Gruppe zu bewegen. Dabei geht es um Integration. Zahlreiche Studien zeigen, dass Kinder aus Familien mit wenig Geld zahlreiche Nachteile haben. Sie leben zurückgezogen, isoliert. Sie haben auch eher gesundheitliche oder schulische Probleme. Und sie haben später Schwierigkeiten, sich aus der Armut ihrer Eltern zu befreien. Wir wollen etwas für die Chancengleichheit tun.
MARKTPLATZ
Können Sport und Musik tatsächlich einen Unterschied machen?
Den Erfolg können wir natürlich nicht messen. Aber wir sehen ihn doch in den Rückmeldungen von Trainingsund Musiklehrpersonen. Wir verlangen jeweils solche Feedbacks, wenn eine Familie nach einem halben oder ganzen Jahr ein Wiederholungsgesuch für eine Verlängerung einer Mitgliedschaft einreicht. In diesen Rückmeldungen lesen wir oft, dass sich das Kind positiv verändert habe, dass es offener, fröhlicher geworden sei. Viele übernehmen auch Verantwortung und führen beispielsweise neue Kinder in den Verein ein. Indem wir Kinder aus der Isolation holen, können wir sie integrieren und motivieren.
Klare Richtlinien
Der Verein ROKJ Limmattal/Knonaueramt, hinter dem die drei Rotary Clubs Zürich-Dietikon, Zürich-Limmattal und Zürich-Knonaueramt stehen, hat klare Richtlinien. Er finanziert vor allem Gesuche für Sport und Musik. Andere ROKJ-Vereine – schweizweit gibt es aktuell 37 – kommen teilweise auch für Kindermöbel oder Ausbildung auf. «Wir wollten einen klaren Fokus setzen und uns nicht verzetteln», begründet Heinz
mitgegründet. (Bild
Beiner. In Einzelfällen habe ROKJ aber auch schon andere Bereiche als Sport und Musik unterstützt, wenn ein Gesuch begründet war.
Angesichts der Erfahrungen der vergangenen Jahre hat ROKJ Limmattal/ Knonaueramt seine Unterstützung etwas angepasst. So kommt der Verein nun neu auch für Schul- und Sportlager oder für Sommerferienaktivitäten auf. «Wir ermöglichen einem Kind, in einem Fussballverein dabei zu sein», sagt Beiner. Dann soll es auch ins Trainingslager mitfahren können. «Ansonsten ist es gleich wieder stigmatisiert und ausgegrenzt, das würde unserem Ziel widersprechen.»
Auch wenn die einzelnen Beträge klein sein mögen, summieren sie sich: Der Verein ROKJ hat seit seinem Bestehen 1230 Gesuche bewilligt und dafür insgesamt 582000 Franken an Vereine und Organisationen überwiesen. Das Geld stammt aus Spenden von MitgliedernderRotaryClubs,von Unternehmen und von Privatpersonen. Benefizveranstaltungen, ein jährliches Schachturnier und weitere Anlässe bringen zusätzliche Spenden ein.
Neu können Interessierte – zum Beispiel auch Firmen – für jährlich 500 Franken eine symbolische Patenschaft übernehmen. Seit vergangenem Oktober haben bereits über 30 Personen und
Unternehmen eine oder mehrere Patenschaften abgeschlossen. Und: Jede Patenschaft wird durch die Digitalparking AG aus Schlieren verdoppelt. Aus Datenschutzgründen erfahren Patinnen und Paten aber nicht, welches Kind konkret von ihrer Spende profitiert. «Wir erhoffen uns, den Verein so noch breiter abstützen zu können», sagt ROKJ-Gründungsmitglied Beiner. Denn es sei eine grosse Herausforderung, das jährlich benötigte Geld zusammenzubringen.
Herr Beiner, warum braucht es diese private Initiative überhaupt?
Der Staat sichert die Grundversorgung der Familien. Für Hobbys oder Freizeitangebote fehlt dann leider rasch das Geld. Wir erhalten zudem die meisten Gesuche von Personen, die gar keine Sozialhilfe beziehen. Es gibt viele Personen, die nahe an der Armutsgrenze leben – sie verdienen zu viel, um eine staatliche Unterstützung zu erhalten, aber doch zu wenig, um die Fussballclub-Mitgliedschaft, die Musikschule oder das Schullager ihres Kindes zahlen zu können.
Welche Entwicklung beobachten Sie bei den Gesuchen?
2016 – in unserem Gründungsjahr –erreichten uns erst wenige Gesuche. Wir starteten damals auch mitten im Jahr
Die Beiträge in der Rubrik «Marktplatz» wurden von Werbekunden eingereicht. Interessiert? Tel. 058 200 57 00
Bäckerei Pfyl hat Filiale in Wettswil eröffnet
und waren noch unbekannt. In den folgenden Jahren gingen – mit Ausnahme der Coronajahre – immer mehr Gesuche ein. 2023 und 2024 erreichten wir mit jeweils 176 bewilligten Gesuchen den Höchststand. 2025 ging die Zahl ganz leicht um zwei auf 174 zurück.
Heisst das, Sie erreichen heute alle Familien, die Unterstützung benötigen? Wie diese Zahlen zu interpretieren sind, wissen wir nicht. Dass wir aber einen Plafond erreicht haben, glaube ich nicht. Die steigenden Krankenkassenprämien und Lebenshaltungskosten sprechen eher für das Gegenteil. Was hindert Familien daran, Hilfe zu beantragen?
Wir erreichen heute wohl nicht alle, die wir ansprechen wollen. Wer täglich ums Auskommen kämpft, hat oft keine Zeit, uns vor einer Clubanmeldung alle notwendigen Lohn- und Steuerunterlagen einzureichen. Viele Betroffene dürften damit auch technisch, sprachlich oder aus anderen Gründen überfordert sein.
Woher stammen die Gesuche dann?
Einen Grossteil erhalten wir von den Sozialdiensten der Gemeinden oder übers Kinder- und Jugendhilfezentrum (KJZ) Dietikon. In unserem Jubiläumsjahr wollen wir das Angebot von ROKJ Limmattal/Knonaueramt noch bekannter machen. Wir wollen zum Beispiel vermehrt direkt auf Schulen zugehen. Wir dürfen aber nicht vergessen: Mehr Gesuche bedeuten auch mehr Spendenbedarf.
Grosse Feier am 11. Juni
Der Verein ROKJ Limmattal/Knonaueramt feiert sein zehnjähriges Bestehen am kommenden Donnerstag, 11. Juni, ab 18 Uhr im Üdiker-Huus in Uitikon mit einem öffentlichen Abendanlass. Auf dem Programm stehen Ansprachen und Konzerte, verbunden mit einem Apéro riche – sowie die Versteigerung eines besonderen Besens: Xenia Schwaller, Curling-Weltmeisterin 2026 aus Oberengstringen, selbst ROKJ-Patin, stellt einen WM-Besen ihres Teams zur Verfügung. Der Erlös kommt – natürlich –Kindern und Jugendlichen aus dem Limmattal und dem Knonaueramt zu.
Im Dorf gibt es neun Monate nach der Schliessung der Bäckerei Kuhn wieder einen Treffpunkt für die Bevölkerung
An der Schulstrasse 2, in den Räumlichkeiten der ehemaligen Bäckerei Kuhn haben Andreas und Regula Pfyl vergangenen Samstag eine BäckereiConditorei-Confiserie-Filiale mit gemütlichem Café eröffnet.
Neueröffnung Wettswil – Schluss mit «My Stop»
Nach neunmonatiger Vakanz kehrt wieder Leben in die ehemalige Bäckerei Kuhn an der Ecke Stationsstrasse/ Kirchgasse im Dorfzentrum von Wettswil ein. Und dass es wieder eine Bäckerei-Conditorei-Confiserie mit Café ist, freut viele Wettswiler besonders. «Es ist ein Traum, wieder eine Bäckerei im Dorf zu haben…», schwärmt eine Wettswilerin am Eröffnungstag, und ein eingesessener Wettswiler meint: «Toll, jetzt habe ich wieder einen Ort, wohin ich mein Morgenritual mit Kaffeegeniessen und Zeitunglesen abhalten kann.» Als eine Art wirklich gewordener Traum sehen
auch Andreas und Regula Pfyl die Eröffnung ihrer Bäckerei-Filiale in Wettswil.
«Es ist wunderbar, dass es geklappt hat, dazu an einem solch phänomenalen Standort», halten die beiden mit Nachdruck fest. Dies vor allem auch, weil sie sich nach etlichen Jahren im vergangenen März von ihrem Standort in der Autobahn-Raststätte My Stop, Affoltern, getrennt haben.
Mit der neueröffneten Filiale in Wettswil betreibt die BäckereiConditorei-Confiserie Pfyl im Bezirk wieder sechs Standorte: Neben dem Hauptgeschäft in Hedingen sind es die Filialen Affoltern (Casino), Hausen, Obfelden (Alte Landstrasse 21 und im Reusscenter), dazu kommt noch eine Zweigstelle in ZürichAltstetten.
Das Ladengeschäft mit Café im Zentrum von Wettswil fügt sich optimal in diese Reihe ein: vielfältiges, leckeres Angebot (dieses gibt es auch
«über die Gasse» zum Mitnehmen), Brot, Pâtisserie, fantasievoll verzierte Torten, Pralinen, Sandwiches, Takeaway-Gerichte – und alles in Handarbeit gefertigt – mit viel Freude, Fantasie und grossem Geschmack.
Traditionelles Angebot und Platz zum Verweilen
Zudem ist das einladende Café ein Platz zum Verweilen, an dem man sich wohlfühlen und geniessen kann, eben ein Treffpunkt, wie man ihn sich in einem Dorf wünscht. Und alles, was Café und Ladengeschäft bieten, ist mit dem Qualitätsstempel «natürlich, frisch und gesund» versehen.
Bäckerei Pfyl
Bäckerei-Conditorei Pfyl AG, Schulstrasse 2, 8907 Wettswil, Telefon: 044 700 23 23, E-Mail: info@baeckerei-pfyl.ch, Web: www.baeckereipfyl.ch. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 6.15 bis 18.30 Uhr, Samstag, 6 bis 16 Uhr
Heinz Beiner hat den Verein ROKJ Limmattal/Knonaueramt vor zehn Jahren
Oliver Graf)
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vor der Pause das 2:1; Affolterns Keeper Cédric Dreifuss ist machtlos.
Attraktives Derby mit gerechter
Punkteteilung
Nach zuletzt ernüchternden Resultaten kommt das Derby gegen den Rivalen aus Wettswil genau richtig, um den Schlussspurt in der Meisterschaft zu lancieren. Das Team rund um das Trainergespann Bär/Lombardi war nach einer intensiven Trainingswoche bereit für den Kampf im Affoltemer Moos. Die Rahmenbedingungen für das Spiel waren vielversprechend – toller Rasen, viele Zuschauer, welche durch den gemeinsamen Apéro der Sponsoren und Supporter beider Vereine vermehrt wurden, und angenehme 22 Grad Lufttemperatur. Pünktlich um 14 Uhr wurde das Spiel angepfiffen. Nach einer kurzen Phase des Abtastens nahmen die Gastgeber das Spiel-
geschehen an sich und starteten einige Angriffe, noch ohne Erfolg. In der 17. Spielminute wurde Edis Tanusaj im gegnerischen Strafraum regelwidrig gestoppt, was in einem Elfmeterpfiff endete. Der Elfer wurde anschliessend von Routinier Mirco Döttling zur 1:0-Führung eingeschoben. In der Folge fanden die Gäste aus Wettswil immer besser ins Spiel und konnten ihre technischen Stärken ausspielen. In der 27. Minute resultierte dies dann im 1:1-Ausgleichstreffer. Der Pausentee stand schon bereit, um serviert zu werden, als die Wettswiler eine Unsortiertheit der Gastgeber nach einem Eckball zur 1:2-Führung ausnutzten.
Nach der viertelstündigen Pause kam das Fanionteam mit einer grossen Entschlossenheit aus der Kabine. Sie erspielten sich einige gute Torchancen, welche nicht zuletzt durch starke Paraden von Schlussmann Yannick Möckli entschärft wurden. In der Folge wurde das Spiel etwas ruppiger und nahm das Gesicht eines richtigen Derbys an. Die beiden Teams neutralisierten sich in einem nun umkämpften Spiel. In der 80. Spielminute wurde das Spiel durch einen Platzverweis der Affoltemer in eine neue Richtung gelenkt. Trotz der Unterzahl konnte sich das Heimteam für die Schlussphase nochmals aufbäumen und einige sehr gute Chancen kre-
ieren. Die Einwechselspieler brachten nebst frischem Wind vor allem frische Beine auf das Spielfeld. Daraus resultierte in der 3. Minute der Nachspielzeit der Ausgleichstreffer durch Edeljoker Noel Stähli. Nicht das erste Mal in dieser Saison, dass «Nöx» gegen die Ämtler Rivalen spät in der Nachspielzeit trifft – dies ist ihm bereits im Hinspiel im Wettswiler Moos gelungen. Spät in der Nachspielzeit und praktisch mit dem Schlusspfiff parierte Torhüter Cédric Dreifuss dann noch eine hundertprozentige Torchance der Gäste und hielt somit einen verdienten Punkt im Affoltemer Moos.
Mike Aegerter, FCA
Sportkids.zh Zwillikon schnuppern Hornusserluft
Polysportives Sportangebot für Kinder aus dem 2. Kindergarten und der 1. Klasse
Zwölf Kinder der Sportkids.zh Zwillikon besuchten vergangene Woche die Hornussergesellschaft Obfelden auf ihrem Platz in Dachlissen. Bei strahlendem Sommerwetter erhielten die Kinder einen Einblick in die traditionelle Schweizer Sportart.
Grosses Interesse der jungen Gäste Nach einer kurzen Einführung in den Sport und einer Demonstration von drei Streichen konnten die Kinder an verschiedenen Posten selbst aktiv werden. Mit einem Holzstock wurden Tennisbälle vom Bock geschlagen, mit der Schindel zugeworfene Bälle abgewehrt und unter Anleitung erste Erfahrungen mit einem Hornusserstecken gesammelt. Die jungen Gäste zeigten grosses Interesse, stellten viele Fragen und hatten sichtlich Freude an den Übungen. Die Stunde verging wie im Flug und bot den Kindern die Möglichkeit, eine für viele unbekannte Schweizer Traditionssportart kennenzulernen.
Was ist Sportkids.zh Zwillikon Sportkids.zh Zwillikon ist ein polysportives Sportangebot für Kinder aus dem 2. Kindergarten und der 1. Klasse der Schuleinheit Zwillikon. In wöchentlichen Trainings stellen Sportvereine und Sportanbieter aus Affoltern und
Die Zwilliker Kinder zeigten grosses Interesse am Schnuppertag der HG Obfelden. (Bild zvg)
der Umgebung ihre Sportarten vor. Ziel ist es, den Kindern einen niederschwelligen Zugang zu sportlicher Aktivität zu bieten und sie dabei zu unterstützen, eine passende Sportart zu finden. Sportkids.zh Zwillikon wird vom El-
ternrat der Schuleinheit Zwillikon organisiert und vom Sportamt des Kantons Zürich sowie Jugend und Sport (J+S) unterstützt. Die HG Obfelden bedankt sich bei den Organisatoren von Sportkids.zh
Zwillikon für den gelungenen Besuch und freut sich, wenn das Interesse am Hornussersport auch über den Anlass hinaus bestehen bleibt.
Infolge einer geplanten Pensionierung sowie einer internen Reorganisation suchen wir für das Bausekretariat (Hochbau) per 1. Dezember 2026 oder nach Vereinbarung eine/n Bereichsleiter/in Raumplanung und Projekte (m/w/d) 60 – 80% (Stellvertretung Abteilungsleiter/in Bausekretariat)
IhreSpende schenkt Perspektiven!
SchweizerischeStiftung fürdascerebralgelähmteKind
Spenden:IBANCH5309000000800000484 www.cerebral.ch
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Die Schweiz besiegt in einem spannenden WM-Final die Niederlande mit 5:3 – mit Beteiligung aus dem Säuliamt
Brigitte reemts Flum
Während die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft im WM-Final gegen Finnland Silber gewann, schrieb ein anderes Schweizer Sportteam in Finnland Geschichte: Das Powerchair-Hockey-Nationalteam holte erstmals den Weltmeistertitel.
Nach vielen Jahren harter Arbeit, unzähligen Trainingsstunden und mehreren knapp verpassten Medaillenträumen steht die Schweiz jetzt an der Spitze der Weltrangliste. Die Weltmeisterschaft fand vom 26. bis 31. Mai im «Pajulahti Sports Institute» bei Lahti statt. Zehn Nationen kämpften dort um den Titel des besten Powerchair-HockeyTeams der Welt. Die Schweiz reiste als Weltranglisten-Dritte an und kehrte als Weltmeister zurück.
Wenn der Rollstuhl das Sportgerät ist Powerchair Hockey wird von Menschen gespielt, die, meistens aufgrund schwerer Muskelerkrankungen, auf einen Elektrorollstuhl angewiesen sind. Frauen und Männer spielen gemeinsam, auch altersmässig sind die Teams gemischt. Je nach körperlichen Voraussetzungen spielen die Athletinnen und Athleten in Teams mit einem klassischen Schläger oder mit einem sogenannten T-Stick, der direkt am Rollstuhl
«Ich habe immer gewusst, dass das Potenzial da ist.»
Ines Herzog, Assistentin im Powerchair-Kader, Ottenbach
befestigt ist. Diese Mischung macht den Sport einzigartig: Menschen mit unterschiedlichen körperlichen Voraussetzungen können gemeinsam auf höchstem Niveau spielen.
Damit es fair zugeht, werden die Spielerinnen und Spieler nach einem Punktesystem klassifiziert, das ihre körperlichen Beeinträchtigungen berücksichtigt. Je nach körperlicher Leistungs-
fähigkeit werden zwischen 0,5 und 4,5 Punkte vergeben. Insgesamt dürfen auf dem Feld nur Spielerinnen und Spieler mit insgesamt 11 Punkten eingesetzt sein. Die Kombination der Spieler mit den verschiedenen Klassifizierungen eröffnet dann auch zahlreiche strategische Möglichkeiten. Gespielt wird auf einem Hallenfeld mit vier Feldspielern und einem Goalie pro Team, jede Halbzeit dauert 20 Minuten.
Powerchair Hockey in der Schweiz Powerchair Hockey ist eine anerkannte Sportart unter dem Dach der Schweizer Paraplegiker-Vereinigung, Rollstuhlsport Schweiz. Seit 2013 gibt es Ligabetrieb, der Schweizer Meister wird nur in der Nationalliga A ausgespielt. Die Teams messen sich an mehreren Spielwochenenden in der ganzen Schweiz. Der Tabellenführer am Saisonende wird Schweizer Meister. Eine Nationalmannschaft besteht seit 2008.
Heute spielen rund 120 aktive Athletinnen und Athleten in zwölf Teams und verschiedenen Ligen. Das Team der Nationalmannschaft setzt sich aus Spielerinnen und Spielern der «Iron
Cats» aus Zürich, der «Zeka
aus Baden, den «Rolling
aus Bern und den «Red
zusammen.
Menschen hinter dem Erfolg
Khaleq Hassani und Ines Herzog sind gerade erst aus Finnland zurückgekehrt. Im Gespräch spürt man, dass beide noch ganz erfüllt sind von den Eindrücken dieser Weltmeisterschaft und vom fulminanten Sieg ihres Teams. Und es zeigt sich schnell, dass Powerchair Hockey in
«Es ist schwierig, wenn man merkt, dass man immer mehr die Kraft verliert.»
Khaleq Hassani ist vor acht Jahren als unbegleiteter Minderjähriger aus Afghanistan in die Schweiz geflüchtet und verbrachte die ersten anderthalb Jahre in Affoltern im Asyljugendheim Lilienberg. Zu diesem Zeitpunkt konnte er noch laufen, allerdings «in Schräglage». Hassani leidet unter einer sehr seltenen, ererbten Muskelerkrankung, der Gliedergürtelmuskeldystrophie. Nach einer Operation vor drei Jahren ist er vollständig auf den Rollstuhl angewiesen und lebt heute im Wohnheim der Mathilde-Escher-Stiftung in Zürich. Zum Powerchair Hockey kam er 2023 in einem seiner dunkleren Momente: «Es ist schwierig, wenn man merkt, dass man immer mehr die Kraft verliert», erzählt er. Der Zugang zum Powerchair Hockey hat seine Welt gekehrt. Statt Isolation und Rückzug kamen Bewegung, Integration in ein Team, Zugehörigkeit in sein Leben. Wie beschreibt er Powerchair Hockey in einem Satz? «Teamarbeit, Spass und sehr viel Taktikverständnis», sagt Hassani und strahlt. Ganz ähnlich klingt es, wenn Ines Herzog Powerchair Hockey beschreibt: «Ein faszinierender, dynamischer, koordinativ sehr anspruchsvoller Sport.» Sie steht am Spielfeldrand, wenn die Nationalmannschaft spielt. Aber damit das Team spielen kann, braucht es den Einsatz von Assistenzpersonen wie Ines Herzog.
Hauptberuflich ist Ines Herzog in der Geschäftsleitung der Albin Herzog AG in Ottenbach. Neben ihrer Rolle als
Marketing- und Personalleiterin in der elterlichen Firma, ist sie aber bereits seit Ende 2017 Assistentin bei Dave Inhelder und Raphael Bachmann, die ebenfalls im Nationalkader sind. Über diese Tätigkeit ist sie bereits vor Jahren mit Powerchair Hockey in Berührung gekommen. Zur Weltmeisterschaft ist sie mit ihrem Partner Andri Steiner, der auch als Mechaniker für ein reibungsloses Funktionieren der Rollstühle verantwortlich ist, mit einem Bus die mehr als 2500 Kilometer nach Finnland gefahren und hat Material wie T-Sticks, Ersatzräder und Ersatzmotoren, Stöcke und Bälle transportiert.
Der lange Weg an die Spitze Die Schweizer Nationalmannschaft erreichte bei Welt- und Europameisterschaften regelmässig Achtungsresultate, doch ein eigentlicher Durchbruch gelang 2022 mit der Bronzemedaille an der Heim-Weltmeisterschaft in Sursee. Vor der diesjährigen WM war die Schweiz Weltranglisten-Dritte und gehörte damit bereits zu den Favoriten auf den Titel. Der Finalgegner, die Niederlande, ist eine konstant sehr starke Mannschaft und verfügt gemäss Punktesystem über körperlich stärkere Spielerinnen und Spieler. Daher musste die Schweiz mit Strategie und Taktik punkten, um eine Chance zu haben. Verantwortlich für
die Spielzüge sind der Head-Trainer Rico Romano und der Assistenztrainer Vasco Caprez. Und es hat geklappt: «Ich habe immer gewusst, dass das Potenzial da ist, und diesmal habe ich gespürt, dass wir das schaffen», sagt Ines Herzog. «Das Team hat das Niveau so krass gehalten! Jeder Einzelne hat Vollgas gegeben.» Erster Gedanke nach dem Sieg: «Unfassbar! So verdient!» Auch Khaleq Hassani, der mit 3,5 Punkten klassifiziert ist und in der Offensive glänzte, war überwältigt: «Ich konnte nicht glauben, dass wir gewonnen haben.» Und seine übergrosse Freude über die vielen Fans, die dem Team in Finnland zugejubelt haben, und über den Fan-Empfang am Montag am Flughafen ist spürbar. Seine Eltern in Afghanistan haben per Liveschaltung dem Match beigewohnt: «Sie sind sehr stolz auf mich!», erzählt er berührt.
Meilenstein für Schweizer Sport
Der Weltmeistertitel von Finnland wird als Meilenstein in die Geschichte des Schweizer Behindertensports eingehen. Für Khaleq Hassani und seine Teamkollegen bleibt vor allem ein Bild unvergesslich: die Goldmedaille um den Hals, die Schweizer Fahne in den Händen und das Wissen, gemeinsam etwas erreicht zu haben, das zuvor keiner Schweizer Powerchair-Hockey-Mannschaft gelungen war. Die Schweiz ist Weltmeister!
Rollers»
Thunder»
Eagle» aus Basel
Das Schweizer Powerchair-Team ist glücklich – die Schweiz ist Weltmeister! (Bild Tamara Reichle)
Erschöpft, aber glücklich nach der langen Rückfahrt - Andri Steiner, Khaleq Hassani und Ines Herzog. (Bild zvg)
Khaleq Hassani bejubelt ein Tor.
Erfolgreicher siebter Guggi-Cup
Für den Badminton-Club Affoltern
Am letzten Sonntag im Mai führte der Badminton-Club Affoltern bereits zum siebten Mal das alljährliche Heimturnier durch. Rund 80 Kinder aus der Region Zürich versammelten sich in der Turnhalle Stigeli, um ihr Können im Einzel unter Beweis zu stellen. Unter den wachsamen Augen der Trainer, Familien und Teammitglieder kämpften sie um jeden Punkt. Besonders packend wurde die Atmosphäre am Nachmittag, als es auf die Entscheidungsspiele zuging. Insgesamt vertraten 17 Junioren und Juniorinnen den BC Affoltern. Die beste Platzierung erzielte dabei Aarav Kumar, welcher sich bis ins Finale durchsetzte und sich den zweiten Platz in seiner Alterskategorie (U13) erspielte. Zwischen den Spielen konnte man sich im mit viel Engagement von Freiwilligen geführten Bistro mit warmen Speisen oder Kuchen verpflegen. Den krönenden Abschluss des Tages bildete die Rangverkündigung, bei welcher die Leistungen aller Teilnehmenden mit einer Medaille geehrt wurden. Das Trainerteam des BC Affolterns blickt zurück auf einen gelungenen Turniertag und ist motiviert, nächstes Jahr erneut ein schönes Turnier auszurichten.
Badminton-Club Affoltern, Elin
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