Steigende Anforderungen, Fachkräftemangel und höhere Belastungen im Asyl- und Sozialbereich führten zu einem Defizit. Seite 6
Neue Leitung beim MVH
Monika Raschle übernimmt die musikalische Leitung des Musikvereins Hedingen und lädt zur offenen Probe ein. Seite 11
«Di luschtige Wiiber» von Mettmi starten durch
Die Aemtler Bühne feierte mit einem begeisterten Publikum ihre Premiere
Am Freitag, 22. Mai, feierte die Aemtler Bühne Premiere des Stückes «Di luschtige Wiiber». Es ist eine Adaption des Klassikers «Die lustigen Weiber von Windsor» von Shakespeare. Peter Steiner führt zum dritten Mal die Regie und
«Die Zusammensetzung der Mitwirkenden ist ein spannender Mix von Menschen aus verschiedenen Generationen.»
Peter Steiner, Regisseur
hat das Werk umgeschrieben. Die Geschichte spielt in Mettmenstetten und nimmt in origineller Weise Bezug auf Aktualitäten aus dem Säuliamt. (red)
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«Der Verein soll Schritt für Schritt wachsen»
FCA-Präsident Fredy Bickel setzt auf nachhaltige Entwicklung statt Schnellschüsse
Seit einem Jahr steht Fredy Bickel an der Spitze des FC Affoltern – und auch wenn der sportliche Durchbruch bislang ausgeblieben ist, hält der ehemalige Spitzenfunktionär unbeirrt an seinen Zielen fest.
Innerhalb von drei Jahren sollen die drei wichtigsten Herrenmannschaften jeweils eine Liga aufsteigen. Nach einer Saison im Tabellenmittelfeld sei aber klar geworden, dass der Verein dafür noch Zeit brauche. «Unsere Ziele bleiben bestehen – und wir haben noch zwei Jahre Zeit», sagt Bickel. Im Zentrum der
Strategie steht die Förderung des eigenen Nachwuchses. Statt kurzfristig Spieler einzukaufen, will der FCA junge
TCS wächst weiter
Steigende Mitgliederzahlen
Die TCS-Sektion Zürich verzeichnet erneut steigende Mitgliederzahlen – auch im Säuliamt. An der Delegiertenversammlung in Affoltern standen Wahlen, positive Zahlen und die vielfältigen Dienstleistungen des Clubs im Zentrum. Mitgliederwachstum, stabile Finanzen und ein breites Angebot: Die TCSSektion Zürich blickte an ihrer Delegiertenversammlung in Affoltern auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Schweizweit zählt der Touring Club Schweiz inzwischen 1,65 Millionen Mitglieder, im Kanton Zürich fast 240000. Auch die Gruppe Knonauer Amt legte um vier Prozent
auf knapp 11000 Mitglieder zu. Gruppenpräsident Andreas Renggli sieht einen Grund dafür im beliebten EtiSchutzbrief.
Finanziell schloss die Zürcher Sektion mit einem Gewinn von 230 000 Franken ab. Präsident Roman Lehmann wurde bestätigt, ebenso Andreas Renggli als Gruppenpräsident des Knonauer Amts. Zum Abschluss sorgte Kantonsratspräsidentin Romaine Rogenmoser mit humorvollen Worten für einen unterhaltsamen
Ausklang der Versammlung. (red)
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Talente langfristig entwickeln und schrittweise an den Aktivfussball heranführen. Gleichzeitig räumt Bickel ein, dass erfahrene Führungsspieler wichtig seien, um Stabilität und Orientierung zu geben. «Solche Persönlichkeiten helfen jungen Spielern enorm.»
Bickel betont zudem die soziale Verantwortung des Vereins. Erfolg dürfe nicht alles überlagern, vielmehr müsse der gesamte Klub profitieren – vom Fanionteam bis zum Nachwuchs. Investitionen sollen deshalb gezielt erfolgen, etwa im Bereich Prävention und medi-
zinische Betreuung. Gerade junge Spieler hätten oft mit körperlichen Problemen zu kämpfen, erklärt Bickel. Auch im Vorstand brauche Veränderung Zeit. Nach anfänglichen Schwierigkeiten spüre er inzwischen mehr Zusammenhalt und Unterstützung aus dem Umfeld. Für den früheren Sportchef bleibt klar: Disziplin, Transparenz und Ambitionen seien Werte, die in jeder Liga gelten – auch im Amateurfussball. (red) Seite 27
Impulse fürs Säuliamt
Zahlreiche Projekte präsentiert
Die Standortförderung Knonauer Amt blickte an ihrer Generalversammlung in Affoltern auf ein aktives Vereinsjahr mit zahlreichen Projekten und Veranstaltungen zurück. Geschäftsführer Johannes Bartels berichtete von neun Anlässen zu Themen wie Unternehmertum, zirkuläres Bauen oder Arbeitsmarktintegration. Besonders im Bildungsbereich gab es Fortschritte: In Hedingen soll ab dem Schuljahr 2027/28 eine Berufswahlschule entstehen.
Zudem setzt sich die Region weiterhin für eine Mittelschule im Säuliamt ein. Auch im Umwelt- und Energiebe-
reich laufen verschiedene Projekte. Das Naturnetz Knonauer Amt engagiert sich mit Biodiversitätsveranstaltungen und Informationskampagnen. Gleichzeitig treiben die Gemeinden gemeinsame Energieplanungen, Solarprojekte und Beratungen zum Ersatz von Elektroheizungen voran. Finanziell schloss der Verein bei einem Budget von 234000 Franken mit einem Verlust von rund 15500 Franken ab. Neue Vorstandsmitglieder sind Eveline Fenner und Samuel Schweizer. (red)
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Jahre ist es her, dass sich im Amt Widerstand gegen die Autobahn formierte. Seite 5
«Im Studium nimmt die Pädiatrie zu wenig Raum ein.»
David Kübler (14) aus Mettmenstetten liebt Musik, Bewegung und Gemeinschaft. Der Posaunist spielt in der Jumba und im Kinderopernorchester Zürich –trotz wenig Üben. Begeistert von seinem Instrument, verbindet er Musik mit Technik, Teamgeist und grossen Auftritten, etwa im Opernhaus Zürich. (red)
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Viel Schwung auf der Bühne mit Rock’n’Roll und Gesang. (Bild Marianne Voss)
Ärztlicher Notfalldienst
InNotfällenwendemansich zuer stimmerüberdiePraxisnumm er andenHausarzt,beiAbwesen heit erhä lt manüberden Te lefonbea ntworterdieNummerdesAERZTEFON: 0800336655
BeiVerkehrsunfällenTelefo n1 17 oderTelefon 058 6484848 wähl en. Te lefon14 4f ürSanitäts-Notr uf NotfallzentrumSpitalAffolt ern T elefon0447143300 für ALLE Notfälle
Schluss des Konkursverfahrens
Das Konkursverfahren über Gebhard Johann Baumeler, geb. 6. Juni 1963, von Schüpfheim LU, Oberdorfstrasse 22, 8906 Bonstetten, ist durch Urteil des Einzelgerichts am Bezirksgericht Affoltern vom 21. Mai 2026 als geschlossen erklärt worden.
KONKURSAMT SCHLIEREN
Uitikonerstrasse 9/Postfach 8952 Schlieren
Einstellung des Konkurses
Das Bezirksgericht Affoltern hat mit Urteil vom 31. März 2026 (in Rechtskraft erwachsen am 24. April 2026) die H. Altorfer & Co Consulting, CHE112.730.672, Gamlikon 3, 8143 Stallikon, aufgelöst bzw. deren Liquidation nach den Vorschriften über den Konkurs angeordnet (Art. 731b OR).
Das Verfahren ist aber mit Urteil des Bezirksgerichtes Affoltern vom 21. Mai 2026mangelsAktiveneingestelltworden. SofernnichteinGläubigerbiszum18.Juni 2026 die Durchführung des Verfahrens verlangt, sich gleichzeitig zu Übernahme des durch die Aktiven nicht gedeckten Teils der Kosten verpflichtet und daran vorläufig einen Barvorschuss von CHF 5000.00 leistet, gilt das Verfahren als rechtskräftig geschlossen.
KONKURSAMTSCHLIEREN
Uitikonerstrasse 9/Postfach 8952 Schlieren
Sicherheitszweckverband Albis (SZVA) Einladung zur 45. Delegiertenversammlung SZV Albis
am Mittwoch, 10. Juni 2026, um 19.30 Uhr
MZG, Industriestrasse 1, 8910 Affoltern am Albis
Teilnehmende: Delegierte der Verbandsgemeinden Mitglieder Vorstand RPK Hedingen Kommandant und Kommandant Stv. ZSO Albis
Stabschef RKS Albis
Leiterin Geschäftsstelle SZVA
Teilrevision Organisationsreglement (OrgR) der Politischen Gemeinde
Bonstetten per 1. Juli 2026
Der Gemeinderat Bonstetten hat am 18. Mai 2026 das Organisationsreglement (OrgR) teilrevidiert und per 1. Juli 2026 in Kraft gesetzt. Das Reglement ist auf der Webseite www.bonstetten.ch abrufbar. Es liegt während der Rekursfrist ebenfalls beim Schalter der Einwohnerdienste, Am Rainli 2, 8906 Bonstetten zur Einsicht auf. Das Reglement tritt nach unbenutztem Rechtsmittel per 1. Juli 2026 in Kraft.
Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Beschluss kann, von der Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910
Affoltern am Albis
• wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen
• und im Übrigen innert 30 Tagen schriftlich Rekurs erhoben werden.
Die in dreifacher Ausfertigung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten.
28. Mai 2026
Gemeinderat Bonstetten
Aufhebung der Richtlinien für die Handhabung des Dokumentendepots des Bestattungsamtes der Politischen Gemeinde Bonstetten
Der Gemeinderat hat mit Beschluss vom 18. Mai 2026 folgende Richtlinien aufgehoben:
Richtlinien für die Handhabung des Dokumentendepots des Bestattungsamtes der Politischen Gemeinde Bonstetten
Der Beschluss ist auf der Webseite www. bonstetten.ch abrufbar. Er liegt während der Rekursfrist ebenfalls beim Schalter der Einwohnerdienste, Am Rainli 2, 8906 Bonstetten zur Einsicht auf. Die Richtlinien werden nach unbenutztem Rechtsmittel per 1. Juli 2026 aufgehoben.
Gegen diesen Beschluss kann innert 30 Tagen, von der Mitteilung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis schriftlich Rekurs erhoben werden. Die in dreifacher Ausfertigung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen Bonstetten, 22. Mai 2026 Gemeinderat Bonstetten
Affoltern am Albis
Am 14. Mai 2026 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:
Marianne Affeltranger geb. Klug geboren am 21. August 1940, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH. Die Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt. Bestattungsamt Affoltern am Albis
Hedingen
Traktanden:
1. Begrüssung und Feststellung der Beschlussfähigkeit
2. Genehmigung Protokoll Nr. 44 vom 22. Oktober 2025
3. Wahl des neuen Vorstands; Legislatur 2026 – 2030
4. Teilrevision der Verbandsstatuten; fristgerechte Inkraftsetzung
Die Pläne liegen auf den betreffenden Gemeindekanzleien zur Einsicht auf. Dauer der Planauflage: 20 Tage vom Datum der Ausschreibung an. Erfolgt die Ausschreibung im Amtsblatt des Kantons Zürich später, gilt das Datum der letzten Ausschreibung.
Rechtsbehelfe:
Begehren um die Zustellung von baurechtlichen Entscheiden sind innert 20 Tagen seit der Ausschreibung bei der Baubehörde schriftlich einzureichen; elektronische Zuschriften (EMails) erfüllen die Anforderungen der Schriftlichkeit in der Regel nicht. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Die Rekursfrist läuft ab Zustellung des Entscheides (§§ 314–316 PBG).
Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide wird eine geringfügige Kanzleigebühr erhoben.
Rechtliche Hinweise und Fristen Ort der Planauflage: Die Pläne können ausschliesslich in der kantonalen Plattform eBaugesuche ZH / eAuflageZH, https://portal.ebaugesuche. zh.ch/eauflage, während der Auflagefrist eingesehen werden.
Rechtliche Hinweise:
Die Pläne sind während der Auflagefrist in der eAuflageZH einsehbar. Erfolgt die Ausschreibung in mehreren Publikationsorganen, so gilt das Datum der letzten Ausschreibung.Während der Planauflage können Baurechtsentscheide über die Plattform eBaugesuche ZH / Zustellbegehren eingefordert werden. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide kann eine Kanzleigebühr erhoben werden. Publikation gemäss §§ 6 und 314 Planungsund Baugesetz (PGB).
Rechtsmittelfrist: Frist: 20 Tage Ablauf der Frist: 17. Juni 2026 Kommunale Bauprojekte haben eine Rechtsmittelfrist von 20 Tagen.
Mettmenstetten
Bauherrschaft: David und Lena Eggler, Zürcherstrasse 37, 8908 Hedingen
Wer an mich (Jesus) glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt. Joh. 11,25b
Traurig nehmen wir Abschied von meiner lieben Ehefrau, unserer Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter und Urgrossmutter, Schwägerin und Tante
Erna Dubi-Thäler
23. Februar 1936 – 21. Mai 2026
Sie litt an einem schweren Krebsleiden und ist durch ihren Heimgang davon erlöst worden. Ihr Wunsch in den letzten Tagen war es, bald zu ihrem Herrn und Heiland, Jesus Christus, in die ewige Herrlichkeit eingehen zu dürfen.
In Liebe
Edwin Dubi
Esther und David Weber-Dubi
Corina und Gideon Villiger-Weber mit Lilian und Lenja
Philipp und Tabita Weber-Wehner mit Cyrill, Jaron und Alicia
Dominik und Vanessa Weber-Malgo mit Leano
Gerhard und Yvonne Dubi-Rindlisbacher
Melanie Dubi
Marcel und Melina Dubi-Ruf
Mirjam und Christian Schmitz-Dubi
Jannik und Belinda Schmitz-Malgo mit Isaiah und Tiana
Jérôme und Melissa Schmitz-Cadonau
Vivienne und Thomas Schmitz-Schmitz
Rosmarie Weilenmann-Dubi
Peter Dubi
Wir werden am Donnerstag, 28. Mai 2026, um 13.00 Uhr in der reformierten Kirche HedingenAbschied nehmen.
Anstelle von Kranz- oder Blumenspenden gedenke man des Missionswerkes Mitternachtsruf, IBAN CH45 0900 0000 8004 7476 4, mit Vermerk «Heimgang Erna Dubi».
DerTod kannauchfreundlich kommen zuMenschen,die lebenssattsind. Deren Hand nichtmehrfesthaltenwill, deren Augen müde wurden, derenStimme nur noch sagt: Es istgenug. DasLeben warschön.
Am 21. Mai 2026 ist in Muri gestorben: Erna Dubi geb. Thäler geboren am 23. Februar 1936, von Lenk BE, verheiratet, wohnhaft gewesen in Hedingen.
Mettmenstetten
Am 16. Mai 2026 ist in Affoltern am Albis gestorben:
Rosa Kleiner geb. Bär geboren am 5. Juli 1927, von Mettmenstetten ZH, Aufenthalt in Affoltern am Albis.
Die Abdankung findet am Montag, 15. Juni 2026, um 15.00 Uhr im Zentrum Seewadel, Obere Seewadelstrasse 12, 8910 Affoltern am Albis statt. Bestattungsamt Mettmenstetten
Rechtliche Hinweise und Fristen Ort der Planauflage: Gemeinde Mettmenstetten
Rechtliche Hinweise: Die Pläne liegen während der Auflagefrist auf. Erfolgt die Ausschreibung in mehreren Publikationsorganen, so gilt das Datum der letzten Ausschreibung. Während der Planauflage können Baurechtsentscheide bei der Baubehörde eingefordert werden. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide kann eine Kanzleigebühr erhoben werden. Publikation gemäss §§ 6 und 314 Planungs- und Baugesetz (PGB).
Rechtsmittelfrist: Frist: 20 Tage
Ablauf der Frist: 17.6.2026
Kommunale Bauprojekte haben eine Rechtsmittelfrist von 20 Tagen.
Zahnprothesen sind Vertrauenssache
Stallikon
WIR GRATULIEREN
Zum 85. Geburtstag
Heute Donnerstag, 28. Mai, darf auf Antoinette Hess in Obfelden angestossen werden, sie feiert ihren stolzen 85. Geburtstag. Wir gratulieren, wünschen ein schönes Fest und viel Gfreuts.
Gratulationen sind willkommen!
Für die Rubrik «WIR GRATULIEREN» sind wir auf die Einsendungen der Leserinnen und Leser angewiesen.
Bitte schicken Sie uns Gratulationshinweise per Mail an:
redaktion@affolteranzeiger.ch
Gratis aufgenommen werden Geburtstage ab dem 90., runde und halbrunde ab dem 80. sowie Hochzeitsjubiläen ab der Goldenen Hochzeit (50 Jahre).
Die Mails müssen jeweils am Mittwochmorgen bis 8 Uhr für die Ausgaben vom folgenden Freitag und Dienstag eintreffen. (red)
Zeitweise gesperrt
Die Bucheneggstrasse in Stallikon wird am Mittwoch, 3. Juni, von 12.30 bis 22 Uhr wegen Arbeiten an einer beschädigten Brücke vollständig gesperrt. Der Verkehr wird grossräumig über den Albis beziehungsweise das Triemli umgeleitet. Für Fussgänger und Velofahrer bleibt der Baustellenbereich weiterhin gesperrt. (red)
Aemtler Bühne feierte Premiere
Fortsetzung von «‹Di luschtige Wiiber› von Mettmi starten durch»
Marianne Voss
Der Vorhang öffnete sich, und das Publikum befand sich sogleich mittendrin im Geschehen – in einem Geburtstagsfest, wo es bereits zu knistern begann. Die Spannung war spürbar, es bahnten sich Konflikte, aber auch amüsante Intrigen an. Die Gäste an der Premiere der Aemtler Bühne vom vergangenen Freitag wurden mit hineingerissen in die verwirrenden Ereignisse und Verführungen. Bunt, originell und mit viel Dynamik nahm die Geschichte ihren Lauf. Einerseits ging es um den Altrocker Elvis und zwei Frauen, die er erobern wollte, andererseits um zwei junge Verliebte, deren Beziehung von den Eltern nicht geduldet wurde.
Das Stück «Di luschtige Wiiber» ist eine Adaption des Klassikers «Die lustigen Weiber von Windsor» von Shakespeare. Peter Steiner führt zum dritten Mal die Regie für die Aemtler Bühne und hat das Werk umgeschrieben. Die Geschichte spielt in Mettmenstetten, mehrere Szenen sogar im «Rössli». Für den unheimlichen und zugleich erheiternden Schluss hat der Autor den Steinkreis auf dem Homberg ausgewählt. In den Dialogen auf der Bühne wird in origineller Weise Bezug genommen auf Aktualitäten aus dem Säuliamt, und mit lockeren, witzigen Bemerkungen ist für herzliche Lacher gesorgt. Elvis singt auch, natürlich Lieder seines Idols, und wird von einer kleinen Rockband unterstützt. Aber auch das Ensemble auf der Bühne ist musikalisch in Schwung. Es wird ausgelassen gerockt, getanzt und gesungen.
Eigentlich ist es bedauerlich, wie Elvis dreimal in die Falle tappt und ausgelacht wird. Doch die Handlung endet
mit einem doppelten Happy End. Die zwei jungen Liebenden sind vereint, und die Dorfbevölkerung von Mettmi zeigt sich tolerant gegenüber dem eitlen Versager. «Nimms nicht so tragisch, Elvis», trösten sie ihn. «Jetzt gehen wir zu uns und machen eine Flasche Sekt auf.»
lern gelungen ist, bestätigte der fast nicht endende Applaus am Schluss der Aufführung.
Herausgeberin: CH Regionalmedien AG
Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Obere Bahnhofstrasse 5 8910 Affoltern a. A.
Leiterin: Barbara Roth
Chefredaktor: Daniel Koch (dko) redaktion@affolteranzeiger.ch
Redaktion: Claudia Eugster (cle), Florian Hofer (fh) Korrespondentinnen und Korrespondenten: Angela Bernetta (net), Sandra Isabél Claus (cla), Urs Kneubühl (kb), Nico Ilic (nil), Martin Platter (map), Brigitte Reemts Flum (bre), Bernhard Schneider (bs), Werner Schneiter (-ter.), Daniel Vaia (dv), Marianne Voss (mvo), Marcus Weiss (mwe), Regula Zellweger (rz)
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Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material
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Ein wichtiges Trio beim Apéro vor der Premiere: (von links) Fabio Ryser, musikalische Leitung, Regisseur Peter Niklaus Steiner und René Ander-Huber, Bühnenbild. (Bild zvg)
Direkt, natürlich und authentisch Das Premierenpublikum war begeistert. «Wirklich unterhaltsam und amüsant. Das ist richtig wohltuend», war in den Pausengesprächen zu vernehmen. Oder: «Ich habe grossen Respekt vor dem, was diese Gruppe leistet. Der Aufwand in der Freizeit ist enorm.» Regisseur Peter Steiner war auch zufrieden. «Ich konnte mit einer sehr engagierten Truppe arbeiten. Die Zusammensetzung der Mitwirkenden ist ein spannender Mix von Menschen aus verschiedenen Generationen.»
Die Herausforderung für ihn sei das Erschaffen der Geschichte gewesen. «Ich habe das Gerüst des etwas wilden Stückes von Shakespeare übernommen, und daraus ist ein grosses Ganzes für diese Gruppe in Mettmi entstanden.»
Bezüglich der Spielenden war sein Anliegen, dass sie direkt, natürlich und authentisch auftreten. Dass dies den Schauspielerinnen und Schauspie-
Vreni Spinner, Präsidentin der Aemtler Bühne, spielt im Stück die Wirtin Hedi. «Nach 25 Jahren als Wirtin kann ich es nicht lassen.» Sie gab ihrer Freude Ausdruck, dass die Aufführungen auf der neuen Bühne im renovierten «Rösslisaal» stattfinden können. Ihre Schlussbotschaft an das Publikum und die Mitwirkenden auf und hinter der
Bühne lautete: «Theater ist Teamarbeit. Das funktioniert nur, wenn wir uns aufeinander verlassen können.» Es sei eine intensive, manchmal hektische Zeit gewesen mit vielen Proben neben Familie und Beruf. «Aber diesen Einsatz leisten wir gerne für unser Publikum. Denn in der Zeit, in der wir leben, ist Lachen Medizin.»
Weitere Informationen und Tickets unter: www.aemtlerbuehne.ch
Frauenstamm im «Rössli». Wirtin Hedi (Vreni
Ein Blick aus dem Führerhaus
Schulung zum toten Winkel an der Schule Kappel
Wie gross der sogenannte «tote Winkel» bei einem Lastwagen wirklich ist, konnten die Kinder der Schule Kappel am Albis kürzlich selbst erleben. Am 21. und 22. Mai fand auf dem Pausenplatz des Schulhauses Tömlimatt eine besondere Verkehrssicherheits-Schulung
statt, an der alle Klassen vom Kindergarten bis zur 6. Klasse teilnehmen durften.
Organisiert wurde die Aktion vom Elternrat der Schule Kappel am Albis, zusammen mit dem Schulteam. Für den fachlichen Teil sorgte die Fahrschule
Chresta, die einen Lastwagen sowie einen Fahrlehrer, Marc, zur Verfügung stellte.
Während zwei Vormittagen erhielten die Schülerinnen und Schüler klassenweise Einblick in die Gefahren rund um einen Lastwagen. Im Mittelpunkt stand dabei der «tote Winkel» – jene Bereiche rund um das Fahrzeug, die der Fahrer selbst mit Spiegeln nicht sehen kann. Die Kinder erfuhren, warum diese unsichtbaren Zonen besonders im Strassenverkehr gefährlich sein können und wie sie sich in der Nähe von grossen Fahrzeugen richtig verhalten.
Ein besonderes Erlebnis war für viele Kinder, selbst im Führerhaus des Lastwagens Platz zu nehmen. Von dort aus konnten sie beobachten, wie schnell Personen neben oder vor dem Fahrzeug aus dem Sichtfeld verschwinden. Gleichzeitig stellten sich die anderen Kinder rund um den Lastwagen auf, sodass eindrücklich sichtbar wurde, wie gross die nicht einsehbaren Bereiche tatsächlich sind. Dabei lernten die Kinder auch den wichtigen Grundsatz: «Wenn ich den Lastwagenchauffeur nicht sehe, dann sieht er mich auch nicht.»
Gerade im Hinblick auf die bevorstehenden Bauarbeiten rund um das Schulhaus, die auch vermehrten Lastwagenverkehr mit sich bringen werden,
ist es besonders wichtig, dass die Kinder für dieses Thema sensibilisiert sind. Das praktische Erlebnis hilft ihnen, Gefahren besser einzuschätzen und sich im Alltag sicherer zu verhalten. Der Elternrat zeigte sich sehr zufrieden mit der Durchführung des Workshops. Ein besonderer Dank gilt der Fahrschule Chresta für ihr grosszügiges Engagement und die Unterstützung dieser wichtigen Präventionsarbeit. Solche Veranstaltungen leisten einen wertvollen Beitrag zur Verkehrssicherheit der Kinder.
Elternrat der Primarschule Kappel
2 Wahlgang, 14 Juni 2026 Affoltern am Albis: Primarschulpräsidentin
Die Kinder lernten den Grundsatz: «Wenn ich den Lastwagenchauffeur nicht sehe, dann sieht er mich auch nicht.» (Bild zvg)
Elvis (Patrick Honegger) wird beim Steinkreis von wütenden Elfen entlarvt. (Bilder Marianne Voss)
Spinner) studiert die Liebesbriefe von Elvis, Serviertochter Rosi (Carole Poltera) amüsiert sich. Am Tisch (von links) die beiden begehrten Frauen Gabi (Pia Schmid) und Manuela (Beate Ihle).
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Gewässerschutzverband Region Zug Sammelt und reinigt Abwasser. GVRZ
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Harte, aber faire Auseinandersetzung mit demokratischen Prozessen
Vor 50 Jahren wurde die Arbeitsgruppe autobahnfreies Knonaueramt gegründet
Werner Schneiter
Die Auseinandersetzung um den Bau der Autobahn A4, die im Projektstadium N4 hiess, erstreckte sich über viele Jahre. Das harte Ringen fand am 1. April 1990 sein Ende, als die Schweizer Stimmberechtigten die Kleeblatt-Initiativen klar ablehnten und damit Ja zur Fertig-
stellung der vier Teilstücke sagten. Im November 2009 wurde das Ämtler Teilstück der A4 mit dem damaligen Verkehrsminister Moritz Leuenberger eröffnet. Was sagt Hans Rudolf Haegi, einer der Protagonisten für eine andere Variante im Säuliamt, wenn er heute auf das Trassee schaut? «Es ist nicht mehr das, was ursprünglich geplant gewesen war», bemerkt er und fügt bei: «Wir haben heute wieder so viel Verkehr durch die Dörfer wie vor der Autobahneröffnung. Ohne A4 vermutlich noch mehr», räumt der 88-Jährige ein, der immer noch über ein exzellentes Erinnerungsvermögen und einen wachen Geist verfügt.
Das sorgte für Verwunderung: Mit dem Handörgeli nach Bern Vor exakt 50 Jahren formierte sich im Säuliamt der Widerstand gegen die Autobahn. Auslöser bildete eine Veranstaltung von Pro Amt, bei der Hans Rudolf Haegi nie Mitglied war, aber am
einer Petition, die 10000-mal unterschrieben wurde. «Diese haben wir dann mit einer Delegation in die Session der eidgenössischen Räte gebracht und dazu auch Äpfel, Brot und Käse verteilt.» Der Handörgeler Ruedi Hägi und ein Bassgeiger sorgten für lüpfige Töne – «zur Verwunderung der Parlamentsmitglie-
Schluss Arbeitswillige rekrutiert hat. Nach seinen Worten ging es dabei nicht um eine grundsätzliche Opposition, sondern um die Frage über Verbesserungen und um die Schonung von rund 100 ha Kulturland. Im Anschluss an diese von Reinhard Möhrle, Toni Baredi und anderen initiierte Veranstaltung wuchs bei Hans Rudolf Haegi die Erkenntnis: «Wir müssen etwas tun.» So formierten sich die kritischen Geister im Mai 1976 zur Arbeitsgruppe autobahnfreies Knonaueramt, die mit Vertretern aus allen politischen Parteien bestückt war. Damals fungierte Hans Rudolf Haegi als Präsident und dazu auch als Präsident der SVP des Bezirks. «Im Rahmen einer Überprüfung der Teilstücke brachten wir von Anfang an die Zimmerberg-Variante ins Spiel – eine Verbindung der A4a mit der N3 mit einem Hirzeltunnel bis Sihlbrugg, um das Netz für die Zentralschweiz zu schliessen.» Das brachte die Diskussion in Schwung und fand ihre Fortsetzung mit der Lancierung
der», erinnert sich Hans Rudolf Haegi. Die humorvolle Aktion generierte ein grosses Medienecho, und plötzlich wurde die Arbeitsgruppe schweizweit wahrgenommen.
Junge Säuliämtler auf eigener Schiene
In den folgenden Jahren leisteten die Jungen Säuliämtler der Arbeitsgruppe Flankenschutz mit spektakulären Aktionen, zum Beispiel mit einer gespielten «Hochzeit». Das «Brautpaar» sass in einer Kutsche, die anlässlich einer Veranstaltung der Autobahnbefürworter auf dem Autobahnstummel bei Knonau
Aufwartung machte – und «Füürstei» in die vorerst entzückte Menge warf. Das Verpackungspapier enthielt dann den Slogan «N4 – nie». «Solche Aktionen der Jungen Säuliämtler liefen aber unabhängig von unserer Arbeitsgruppe», so Haegi. Auch der Vorstand der Arbeitsgruppe lancierte – wenngleich weniger
spektakulär – Aktionen: So empfing er sowohl die nationalrätliche als auch die ständerätliche vorberatende Kommission in Zwillikon. Sie wurden im Garten von Franz Waser – unter dem geplanten Viadukt – mit Kaffee und Kuchen bewirtet. Haegi und seine Mitstreiter leisteten darüber hinaus weiter Lobby- und
Hegetschweiler (A4-Befürworter) und Margit Huber (Gegnerin) zwei FDP-Leute und SP-Vertreter/N4-Gegner Hans Steiger mit sehr guten Resultaten gewählt wurden. Auch als Mitglied der Zürcher Planungsgruppe Knonaueramt brachte der selbstständig tätige Ingenieur-Agronom Haegi Argumente zugunsten von
Überzeugungsarbeit, sie verfassten Arbeitspapiere und untermauerten Argumente mit Zahlen und Fakten. «Nie mit Polemik und Anfeindungen, aber hartnäckig und ausdauernd.» Mit regelmässigen Medienkonferenzen hielt man sich und die Sache im Gespräch.
Die Devise: Agieren. So blieb der Autobahn-Befürworterseite oft nur das Reagieren. Haegi betont, dass alles im Rahmen demokratischer Prozesse ablief. «Wir haben stets mit unseren Widersachern geredet. Polizei und Gerichte hatten nie Arbeit mit uns. Aber wir wurden im Rahmen einer ausserordentlichen Mitgliederversammlung in Hedingen fichiert», ergänzt der hartnäckige Widerstandskämpfer, der von 1987 bis 1991 im Kantonsrat sass – für die EVP und nicht mehr für die SVP. Dort wirkte er in der Raumplanungskommission; seine Wahl ins Parlament verdankt er vor allem seinem Engagement gegen die N4. Es war damals schlicht «AutobahnKantonsratswahlen», weil auch mit Rolf
Landschaftsschutz ein. Das hat ihm beruflich nicht geschadet, weil er auch regelmässig Aufträge des Kantons erhielt. Erfolg blieb nicht aus. So sagte das Zürcher Stimmvolk bereits 1985 Ja zu einer Standesinitiative für ein autobahnfreies Knonauer Amt, während die TCSInitiative für eine rasche Fertigstellung am gleichen Sonntag verworfen wurde. «Unsere Arbeitsgruppe zählte 2000 Mitglieder, der TCS etwa 200000», schmunzelt Haegi.
Kleeblatt-Initiative entstand im Hause Lüchinger
Das war sechs Jahre vor der finalen Auseinandersetzung mit der sogenannten Kleeblatt-Initiative. Von zahlreichen Organisationen wurden für die vier Teilstücke innert drei Monaten je 133000 Unterschriften gesammelt. Das Kleeblatt gegen das N4-Teilstück beschäftigte 24 Mitstreiterinnen und Mitstreiter, die
Hälfte davon aus der Arbeitsgruppe. Die Idee einer Kleeblatt-Initiative ist laut Hans Rudolf Haegi im Hause von FDPNationalrat Hans-Georg Lüchinger entwickelt worden, zuvor ein Befürworter der N4-Fertigstellung im Säuliamt. Mutmasslich stammt der Begriff «KleeblattInitiative» von Kantonsrätin Margit Huber. Andere Organisationen schlossen sich an beziehungsweise stimmten dem Begriff zu. Es waren vier Initiativen und vier Abstimmungen. Hans Rudolf Haegi erinnert sich: «Bundesrat Adolf Ogi rief mich an und wollte uns zum Rückzug der Initiative bewegen – dies mit dem Hinweis auf den Islisbergtunnel, der mit einer Motion des Joner CVP-Nationalrats Albert Rüttimann ins Spiel gebracht
«Wir haben heute wieder so viel Verkehr durch die Dörfer wie vor der Autobahneröffnung. Ohne A4 vermutlich noch mehr.»
wurde; Ogi war bereit, die Motion entgegenzunehmen.» Haegi strebte anfänglich einen Rückzug der Initiative beim Ämtler Teilstück an, «weil ich eine Niederlage abwenden wollte und die Kleeblatt-Initiative ursprünglich nicht für eine Volksabstimmung vorgesehen war». Nun, die Abstimmung fand schliesslich am 1. April 1990 statt. Mit knapp 70 Prozent Nein-Stimmen zur Initiative hiess es dann final: Ja zur Fertigstellung der vier Teilstücke. Ein über mehr als zwei Jahrzehnte dauernder Kampf war entschieden. Und mit dem Islisbergtunnel erhielt das Säuliamt ein europaweites Novum: Er führt längs durch den Berg.
Die Arbeitsgruppe wurde nach der A4-Eröffnung im Restaurant Löwen in Affoltern aufgelöst. In Erinnerung geblieben ist auch eine Ausstellung in der Galerie am Märtplatz in Affoltern, unmittelbar vor der A4-Eröffnung. Autobahngegner und -befürworterinnen im
«Bundesrat Adolf Ogi rief mich an und wollte uns zum Rückzug der Initiative bewegen.»
Gespräch, allesamt eines betonend: «Es war eine harte, aber faire Auseinandersetzung im Rahmen demokratischer Prozesse.» Auch Befürworter sagten damals: Gut, dass «man» sich gewehrt hat. Beim «Man» huscht Hans-Rudolf Haegi ein schelmisches Lächeln übers Gesicht – bemerkenswert ist schliesslich, dass der Gemeinderat Hedingen seinem ZPK-Delegierten und ArbeitsgruppenVorstandsmitglied Emil Attenhofer im Pflegeheim Rigi in Affoltern den offiziellen Dank der Gemeinde ausgesprochen hat.
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Der Protestzug gegen den Bau der N4 Ende der 1980er-Jahre in Affoltern. (Archivbilder Werner Schneiter)
Hinter jedem erfolgreichen Politiker steht eine starke Frau: Christine (2024 verstorben) und Hans Ruedi Haegi.
Fungierte einst als Präsident der Arbeitsgruppe autobahnfreies Knonaueramt: der heute 88-jährige Hans Ruedi Haegi. (Bild Werner Schneiter)
– nie, hiess damals der Slogan der Autobahngegner.
ÄMTLER KANTONSRÄTE MEINEN
Tamara Fakhreddine, FDP, Bonstetten
Schöne Töne mit falscher Wirkung
«Wir bewahren, was wir lieben», schöne weisse Schrift auf rotem Grund. Ein schönes Statement, wenn auch etwas unheimlich, denn «bewahren» lässt bei mir das Bild eines Artefakts unter einer Glasglocke entstehen. Und das will sicher niemand – die Schweiz unter eine Glasglocke stellen, wo sie von allem abgeschottet in luftleerem Raum ohne Ein- und Ausgang begutachtet werden kann, oder?
Die sogenannte «Nachhaltigkeitsinitiative» mit ihrem sehr ansprechenden Marketing und der emotionalen Volksbeeinflussung hat mit dem Titel überhaupt nichts zu tun. Nachhaltig ist
es, wenn wir unser Gesundheitssystem, den Tourismusstandort Schweiz, den Forschungs- und Innovationsstandort sichern und weiter ausbauen und dafür braucht es Menschen, die die Arbeit leisten können und auch wollen und es braucht starke Handels- und Partnerschaftsbeziehungen, einen schlank organisierten Staat mit möglichst wenig Bürokratie, der sich auf seine Kernaufgaben konzentriert. Die in der Initiative erwähnten Problematiken, wie Wohnungsnot, volle Züge und Notaufnahmen, ein Bildungssystem, das an die Grenzen kommt, sind real, aber die Initiative bringt keine Lösung, sondern zerstört wesentliche Bestandteile der
Basis unseres Wohlstands. Ich «stärke lieber, was ich liebe» und genau das werde ich tun bei den Abstimmungen am 14. Juni. Das bedeutet, dass ich Nein sagen werde zu der Initiative.
Leider schiessen auch die drei Wohninitiativen am Ziel vorbei. Es ist nicht sinnvoll, wenn der Staat die Förderung für günstigeres Wohnen hälftig auf Miete und Eigentum aufteilt. Was bringt die Höhe des investierten Betrages im Mittelpunkt? Sinnvoller ist es, auf die Wirkung für Menschen und die Zeit zu fokussieren. Über 25 Jahre hinweg werden Wohnungen mehrere Male vermietet an unterschiedliche Menschen
in Lebenssituationen mit wenig Einkommen. Lebenssituationen und Einkommen verändern sich. Eigentum jedoch ist langfristig. So könnten zum Beispiel Eltern, die noch im Studium sind, günstiger zu Eigentum kommen, doch wie lange wird ihr Bedarf an Unterstützung sein? Die Wirkung des investierten Geldes, das von uns Steuerzahlern kommt, ist bei der Förderung von Eigentum im Vergleich zur Miete viel kleiner und steht in keinem vertretbaren Verhältnis. Auch soll der Wohnungsbau keine Aufgabe des Staates werden, genausowenig wie die Mietzinsreglementierung. Mit einer staatlichen Anstalt werden wieder sehr viel kantonale
Jahresrechnung schliesst deutlich im Minus
Geopolitische Situation mit Auswirkungen auf den Sozialdienst des Bezirks Affoltern
Martin Platter
An der Jahresversammlung des Sozialdienstes des Bezirks Affoltern am letzten Donnerstagabend in Affoltern legte die Geschäftsleitung die Bilanz und die finanzielleEntwicklungdesvergangenen Jahres offen. Verwaltungsratspräsident Rico Roth wies in seiner Begrüssung darauf hin, dass die anspruchsvollen globalen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen direkte Auswirkungen auf die operative Arbeit und die Zahlen des Sozialdienstes haben. Er betonte die Notwendigkeit einer verlässlichen Leistungserbringung für die Trägergemeinden.
Die von Bea Herger präsentierte Jahresrechnung 2025 weist bei einem Gesamtaufwand von 30.314 Millionen Franken und einem Ertrag von 29.9 Millionen Franken einen Aufwandüberschuss von 475732 Franken aus. Dieses Ergebnis weicht deutlich vom Budget ab, welches ursprünglich mit einem Gewinn von 2311 Franken gerechnet hatte. Als Hauptursache für das Defizit wurde der anhaltende Fachkräftemangel genannt. Zur Sicherstellung des Betriebs und zur Überbrückung personeller Engpässe war der Einsatz externer Fachkräfte beziehungsweise kostenintensiver Springerlösungen erforderlich. Insgesamt betreuten 55 Mitarbeitende im Berichtszeitraum 1715 Personen.
Zwei Hauptausgabenbereiche
Die Verteilung des Aufwands zeigt zwei Hauptbereiche: Der grösste Posten entfällt mit 54 Prozent auf das Asyl- und Migrationswesen, einschliesslich der Klientenleistungen und Unterbrin-
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gungskosten. Weitere 26 Prozent des Budgets wurden für die Wirtschaftliche Sozialhilfe aufgewendet. Das ServiceCenter beanspruchte 10 Prozent der Mittel. Das Wohnheim Zentral und die Berufsbeistandschaft machten je 4 Prozent des Aufwands aus, während auf die Suchtberatung und die persönliche Hil-
Sozialdienst-Geschäftsführer Alexander Schibli (links) mit Verwaltungsratspräsident Rico Roth. (Bild Martin Platter) 54
bringung der Dienstleistungen aber jederzeit sichergestellt werden. Aktuell sind alle Stellen besetzt und die Personalsituation ist wieder stabil.
Stabilisierung als Schlüssel
Arbeitsplätze geschaffen und auch mit der Mietzinsregulierung geschieht ein direkter Eingriff in den Wettbewerb; beides gefährlich und nicht zielführend. Die Rolle in der Unterstützung ist viel effektiver, und diese Unterstützung sehe ich in der Fortführung der heutigen finanziellen Anreize für Genossenschaften, in der Vereinfachung von Baugesuchen und dem Minimieren von Aufwand. Je mehr Reglementierung, je unattraktiver ist Bauen. Die beiden Gegenvorschläge sind klar Kompromisse, perfekte Lösungen gibt es heute kaum noch, aber gut gangbare und umsetzbare Schritte in die richtige Richtung.
den Jahr 150 Personen in die Erwerbstätigkeit eingebracht, 379 Integrationskurse und 618 Sprachförderkurse durchgeführt sowie den Arbeitgeberanlass «Von der Flucht zur Fachkraft».
fe je 1 Prozent entfiel. Das Wohnheim Zentral erwirtschaftete innerhalb dieser Struktur einen Gewinn von 68000 Franken, dies dank einer 100-Prozent-Auslastung der Wohnplätze. Die Entwicklung des Eigenkapitals spiegelt die finanziellen Schwankungen der letzten Jahre. Im Jahr 2018 belief sich das Dotationskapital der Mitglieder-
gemeinden auf eine Million Franken. Bis zum Jahr 2022 stieg dieser Betrag auf knapp zwei Millionen Franken an. Aufgrund dieser Reserven erfolgte im Jahr 2023 eine Rückzahlung von 631000 Franken an die Trägergemeinden. Nach dem Aufwandüberschuss aus dem Jahr 2025 liegt das Eigenkapital nun bei rund 1.4 Millionen Franken. Geprüft wurde die Rechnung von Baumgartner und Wüst. Die Zahlen müssen nun noch von den angeschlossenen Gemeinden genehmigt werden, bevor sie am 30. Juni dem Bezirksrat vorgelegt werden. Es kamen keine Fragen von den Anwesenden. Geschäftsführer Alexander Schibli erläuterte den Geschäftsbericht und wies darauf hin, dass die Rechenschaftsberichte der Fachbereiche digital abrufbar seien. Er bezeichnete das Geschäftsjahr aufgrund zunehmender gesellschaftlicher Komplexität und steigender Anforderungen in allen Bereichen als «sehr herausfordernd». Trotz des Fachkräftemangels konnte die Er-
Die Strategie des Sozialdienstes ist auf eine nachhaltige Stabilisierung der Klienten ausgerichtet. Schlüssel seien eine frühe Intervention, bevor es zur Eskalation komme, sowie die Förderung der Selbstständigkeit mit dem Ziel, Langzeitabhängigkeit zu vermeiden. Dieser präventive Ansatz werde durch die revidierten SKOS-Richtlinien gestützt. In der Praxis sehen sich die Mitarbeitenden mit einer steigenden Fallkomplexität konfrontiert, bei der häufig psychische Belastungen und Wohnungsprobleme kombiniert auftreten. Der Sozialdienst reagiert darauf mit niederschwelliger Beratung und Begleitung, um eine Stabilisierung der betroffenen Personen zu erreichen. Dank der persönlichen Hilfe konnten im vergangenen Jahr 17 Personen stabilisiert und passende Anschlusslösungen gefunden werden. Dadurch konnte ein Wohnungsverlust verhindert werden. Weiter konnten 26 Personen von der Sozialhilfe wieder ins Erwerbsleben begleitet werden. Sehr dynamisch sei der Asyl- und Migrationsbereich, wo sich die Mitarbeitenden vermehrt mit jungen Erwachsenen zu beschäftigen hätten. Hier strebe man an, die Asylsuchenden in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Das erfordere einen hohen Integrations- und Betreuungsbedarf mit Fokus auf Spracherwerb, Ausbildung und Beschäftigung in einer geregelten Tagesstruktur. In diesem Bereich habe man im ablaufen-
Weiterentwicklung der Verwaltung Parallel zum Tagesgeschäft läuft das Entwicklungs- und Organisationsprojekt «SOBA Go!», dessen Notwendigkeit sich anlässlich einer Retraite des Verwaltungsrates herauskristallisiert habe. Die Strategie-Roadmap wirkt ambitioniert, zumal sie während des laufenden Betriebs umgesetzt werden soll. Neun Bereiche sind definiert: Dialog, Monitoring, EG KESR, BE WSH, ICT-Betrieb, Leistungsangebot, BE Asyl und Migration, Nachfolgeplanung, Führung und Kultur. Zur Debatte steht auch die Software KLIBnet der Firma Diartis, mit der die Fälle erfasst und behandelt werden, denn die ist zentral.
«Diese Projekte sind notwendig, weil wir davon ausgehen, dass die Sozialkosten künftig markant steigen werden. Mit einer effizienten Struktur sowie kompetenten und motivierten Mitarbeitenden wollen wir dafür gewappnet sein», sagte Verwaltungsratspräsident Rico Roth. Vor allem die Geflüchteten mit dem Status S sorgen derzeit für finanzielle Ungewissheit. Es kommt zu einer Verschiebung der Kosten vom Bund auf die Kantone und Gemeinden. Anfangs Mai hatte der Bundesrat bekanntgegeben, dass nach fünf Jahren Aufenthalt in der Schweiz die Bundes-Globalpauschalen für Ukraine-Flüchtlinge wegfallen. Die Kantone und Gemeinden rechnen bereits mit Mehrkosten im dreistelligen Millionenbereich.
Hitzefalle Auto
Stadtpolizei warnt vor eingeschlossenen Hunden bei sommerlichen Temperaturen
Prozent des Aufwands entfällt auf das Asyl- und Migrationswesen. Antwort Volksinitiative onen-Schweiz! sinitiative)»
Auch mit einem JA können bis 2050 rund 40’000 gesuchte Fachkräfte pro Jahr einwandern!
Mit steigenden Temperaturen wächst auch die Gefahr für Hunde, die in parkierten Fahrzeugen zurückgelassen werden. Bereits bei moderaten Aussentemperaturen kann sich der Innenraum eines Autos innert kürzester Zeit auf für Tiere lebensbedrohliche Werte von bis zu 60 °C aufheizen. Die Stadtpolizei Affoltern am Albis appelliert deshalb an die Bevölkerung, aufmerksam zu sein und in solchen Situationen richtig zu handeln.
Hunde grundsätzlich nicht in geschlossenen Fahrzeugen zurücklassen
Als Faustregel gilt, dass die Temperatur im Fahrzeuginnern bei direkter Sonneneinstrahlung pro Minute um etwa ein
Grad ansteigen kann. Selbst leicht geöffnete Fenster bieten keine ausreichende Luftzirkulation. Da Hunde ihre Körpertemperatur nur eingeschränkt regulieren können, drohen Hitzschlag, Kreislaufversagen und im schlimmsten Fall der Tod des Tieres. Zwar verfügen moderne Fahrzeuge zunehmend über Standklimatisierungen oder Fernüberwachungen per App. Für Aussenstehende ist jedoch oft nicht erkennbar, ob ein Tier im Fahrzeug tatsächlich ausreichend geschützt und überwacht wird.
Die Stadtpolizei empfiehlt deshalb, Hunde grundsätzlich nicht in geschlossenen Fahrzeugen zurückzulassen oder einen von aussen gut sichtbaren Hinweis auf eine aktive Standklimatisie-
rung anzubringen. Wer einen Hund in einem geschlossenen Fahrzeug feststellt und das Tier deutliche Symptome zeigt, wie zum Beispiel Hecheln, Speicheln, Apathie oder Bewusstlosigkeit, soll umgehend den Polizeinotruf kontaktieren, um das weitere Vorgehen abzusprechen. Ein Aufbrechen des Fahrzeugs soll nur nach direkter Absprache mit der Polizei erfolgen.
Die Stadtpolizei Affoltern am Albis ruft die Bevölkerung dazu auf, bei sommerlichen Temperaturen aufmerksam zu sein. Wer einen eingeschlossenen Hund mit Anzeichen von Überhitzung feststellt, soll umgehend die Polizei verständigen.
Stadt Affoltern am Albis
Der TCS boomt – steigende Mitgliederzahlen auch im Säuliamt
Delegiertenversammlung der TCS-Sektion Zürich in Affoltern
Roman Lehmann, der wiedergewählte Präsident der TCS-Sektion Zürich (rechts), mit Affolterns Stadtpräsidentin Eveline Fenner und Andreas Renggli, Präsident der Gruppe Knonauer Amt und Vizepräsident der Zürcher Sektion. (Bild Werner Schneiter)
Werner Schneiter
Die Wiederwahl des Präsidenten Roman Lehmann, zwei neue Gruppenpräsidenten, ein neuer Finanzchef und ein Jahresgewinn, der hinter dem Vorjahresergebnis zurückbleibt: Das bildeten Hauptmerkmale der Delegiertenversammlung der TCS Sektion Zürich im Gastro- und Eventlokal aff in Affoltern. Keine Partei, kein Verein oder eine andere Organisation zählt so viele Mitglieder wie der TCS: schweizweit sind es 1.65 Millionen (40000 mehr als im Vorjahr), im Kanton Zürich fast 240000 und im Knonauer Amt, der kleinsten Zür-
cher Gruppe, knapp 11000. Kantonsweit stieg die Zahl um fast 5000, und auch das Säuliamt verzeichnete einen Zuwachs von vier Prozent. Tendenz weiter steigend. «Das liegt auch am TCS-EtiSchutzbrief, einer umfassenden Reiseversicherung», vermutet Andreas Renggli (Bonstetten), Präsident der Gruppe Knonauer Amt und Vizepräsident der Zürcher Sektion.
Erfolg auf politischer Bühne Erfolg verzeichnet der TCS auch auf politischer Bühne. Zentralpräsident Peter Goetschi nannte in seinem Gruss-
Projekt Zentrumsplanung – definitive Festsetzung des Termins
Bonstetten: Verhandlungsbericht der Sitzung des Gemeinderats vom 18. Mai 2026
Der Gemeinderat hat den Beleuchtenden Bericht für die Urnenabstimmung vom 27. September 2026 genehmigt und wird somit die Urnenabstimmung zur Zentrumsplanung rechtzeitig anordnen. Die offizielle Informationsveranstaltung zur Thematik findet am Dienstag, 2. Juni 2026, um 20 Uhr im Gemeindesaal Bonstetten statt. Vor dem Anlass bieten wir ab 18 Uhr geführte Rundgänge durch die bestehenden Räumlichkeiten an. Letzter Start ist um 19.30 Uhr. Weitere Rundgänge sind anlässlich des Chilbi-Wochenendes vom 29. und 30. August 2026 geplant.
Aufhebung der Richtlinien für die Handhabung des Dokumentendepots – Rücksendung der Dokumente
Seit den Sechzigerjahren bewahrt die Gemeindeverwaltung Bonstetten letztwillige Verfügungen, Testamente sowie Erb- und Eheverträge für Einwohner/ innen von Bonstetten im Tresor auf. Dazu wurden Richtlinien für die Handhabung des Dokumentendepots des Bestattungsamtes erarbeitet. Gemäss § 1 lit. a Ziff. 3 des Notariatsgesetzes des Kantons Zürich obliegt dem Notar die Aufbewahrung der zu diesem Zweck übergebenen Verfügungen von Todes wegen. Vor diesem Hintergrund entspricht es nicht mehr den geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen, wenn Gemeinden als Depositenstellen fungieren; sie erfüllen die entsprechenden Anforderungen nicht mehr. Die Richtlinien für die Handhabung des Dokumenten-
depots vom 1. Mai 2019 werden deshalb aufgehoben. Eine offizielle amtliche Publikation dazu folgt. Die noch vorhandenen Dokumente aus dem Tresor werden den entsprechenden Personen mit dem Hinweis zur korrekten Hinterlegung zurückgeschickt. Die Hinterlegung einer Bestattungserklärung ist weiterhin möglich.
Im Weiteren hat der Gemeinderat:
• Einer Teilrevision des Organisationsreglements (OrgR) per 1. Juli 2026 zugestimmt.
• Die Erneuerung vom Konzessionsvertrag zur Entsorgung von aus Haushaltungen stammenden Textilien mit der Tell-Tex AG beschlossen.
• Die Jahresrechnungen 2025 des Zweckverbands Feuerwehr Unteramt sowie der KESB Bezirk Affoltern genehmigt.
Die Primarschulpflege hat an ihrer Sitzung vom 12. Mai 2026
• den Sitzungsplan der Schulpflege für das Schuljahr 2026/2027 beschlossen.
• den Ferien- und Schuljahresplan für das Schuljahr 2026/2027 bewilligt.
• die Budgetvorgaben 2027 besprochen.
• vierzehn Settings für eine «Integrierte Sonderschulung in der Verantwortung der Regelschule (ISR)» gesprochen.
• eine Kündigung und eine Neuanstellung zur Kenntnis genommen.
Stephan Sandhofer, Abteilungsleiter Präsidiales
wort das Ja (57 Prozent) zur Mobilitätsinitiative im vergangenen November –dies trotz der «schwierigen Brocken in den Städten Zürich und Winterthur», fügte er anerkennend bei. «Da ja Zürich immer eine gewisse Signalwirkung auf den Rest der Schweiz hat, ist dies für den ganzen TCS sehr wichtig», so Goetschi, der die Zürcher Sektion in den höchsten Tönen lobte. Affolterns Stadtpräsidentin Eveline Fenner brachte den 81 stimmberechtigten Delegierten den Bezirkshauptort näher, der sich durch die Bautätigkeit stark wandelt, ein Dienstleistungszentrum und gleichwohl ein lebenswerter Ort ist. «Nichts ist so beständig wie Wandel», zitierte Eveline Fenner Herakles. Im Weiteren strich sie die gute Zusammenarbeit zwischen TCS und Stadtpolizei heraus, zum Beispiel bei Lichtkontrollen.
TCS – mehr als nur Pannenhilfe Laut Andreas Häuptli, Geschäftsführer der Zürcher Sektion, sind im Kanton Zürich im vergangenen Jahr in den Mobilitätszentren fast 51000 Fahrzeuge geprüft worden. Rund eine halbe Million Franken hat der TCS in weitere Verkehrssicherheit investiert, mit Präventionskampagnen – auch an Schulen. Das soll auch 2026 mit Präsenz an Messen und Events fortgesetzt werden.
Wie weiter aus dem Zentralclub zu erfahren war, wird schweizweit alle 70 Sekunden jemandem geholfen, 368000 Mal auch bei Pannen oder Unfällen, 39000 Mal im Ausland. TCS-Camping verzeichnete 942000 Logiernächte, das Kontakt-Center registrierte 436000 An-
rufe, und die TCS-App zählt monatlich 163000 Nutzer. Neu sind TCS-Drohnen für Inspektions- und Transportflüge für Güter bis 40 kg. Die 23 Ambulanz-Stützpunkte in neun Kantonen verzeichneten 45000 Einsätze. «TCS ist mehr als nur Pannenhilfe», sagte Präsident Roman Lehmann.
Nur ein Minus in 17 Jahren
Die statutarischen DV-Geschäfte wurden allesamt einstimmig befürwortet, und auch die Wahlen blieben völlig frei von Überraschungen: Präsident Roman Lehmann wurde einstimmig im Amt bestätigt. Alexander Herzog löst Helmut Pfeifhofer als Finanzvorstand ab. Pfeifhofer verkündete in seiner letzten Prä-
«TCS ist mehr als nur Pannenhilfe.»
Roman Lehmann, Präsident TCS Sektion Zürich
sentation einen Gewinn von 230000 Franken. In den 17 Jahren seiner Tätigkeit hat er nur einmal einen Verlust bekannt geben müssen. Unter seiner Ägide hat der TCS sämtliche Hypothekarschulden in der Höhe von 12 Millionen Franken zurückzahlen können. Das Eigenkapital der Zürcher Sektion ist leicht gestiegen, auf rund 12.5 Millionen Franken.
Die Delegierten genehmigten auch die Mehrjahresplanung 2026 bis 2030.
Bis 2028 werden positive Rechnungsabschlüsse prognostiziert. Ab 2027 sind alle Gruppen zu einem ausgeglichenen Budget verpflichtet. Es wird mit einem leichten Rückgang bei den Mitgliederzahlen gerechnet, hingegen mit einer Zunahme bei den Fahrzeugkontrollen. 450000 Franken sind für Investitionen und Unterhalt vorgesehen.
Der scheidende Finanzchef Helmut Pfeifhofer hat die Ehrenmitgliedschaft wahrlich verdient. Daneben wurden auch Peter Fischer (Winterthur), Hanspeter Cuel (Unterland) und Stefan Angst (Limmattal) zu Ehrenmitgliedern ernannt.
Die Wiederwahl von sechs bisherigen Gruppenpräsidentinnen und -präsidenten – unter ihnen Andreas Renggli –verlief geräuschlos. Präsident Lehmann hob hier den hohen Frauenanteil hervor. Zu neuen Gruppenpräsidenten wurden Dieter Kläy (Winterthur, ehemals Kantonsratspräsident) und Marco Bertschinger (Unterland) gewählt.
Den Schlusspunkt unter die DV setzte Kantonsratspräsidentin Romaine Rogenmoser mit einem witzigen Statement. So bezeichnet sie sich als «politischer Eunuch» während ihrer einjährigen Präsidialzeit, die die SVP-Vertreterin im Kantonsparlament zu neutralem Verhalten verpflichtet. Sie will Gesetze und Vorlagen den Bürgerinnen und Bürgern näherbringen, unter anderem mit lustigen Videos. Dem TCS-Präsidenten überreichte sie einen Böögg im Miniformat und erinnerte in unverfälschtem Walliser Dialekt augenzwinkernd daran, dass der Sechseläuten-Böögg jedes Jahr Geschichte ist.
Messer nicht eingesetzt, aber sichergestellt
Geldstrafe wegen Vergehens gegen das Waffengesetz
Bei einem häuslichen Konflikt setzte er die Messer zwar nicht ein, aber sie wurden von den ausrückenden Beamten der Kantonspolizei sichergestellt. Wegen Vergehens gegen das Waffengesetz wurde der 22-jährige arbeitslose Schweizer vom Bezirksgericht Affoltern zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt.
Beschuldigter erschien ohne Anwalt vor Gericht und verlangte Freispruch Gemäss Anklageschrift rückte die Kapo im März 2023 wegen eines häuslichen Konflikts in eine Ämtler Gemeinde aus.
Dort entdeckten die Beamten im Schlafzimmer drei Messer: ein 9-cm-Butterflymesser, ein 11 Zentimeter langes Klappmesser und eine Machete mit einer 35 Zentimeter langen Klinge. Der Beschuldigte war nicht im Besitz der erforderlichen Waffenscheine oder einer kantonalen Ausnahmebewilligung. Dabei hätte er – so die Staatsanwaltschaft –wissen müssen, dass der Besitz solcher Messer streng reguliert ist und Vorschriften gelten. Eine Überprüfung der einschlägigen Rechtslage in der Schweiz wäre für die Beschuldigten «ohne Weiteres zumutbar gewesen», heisst es in
FDP Stallikon zu Schulraumprojekt
Die Mitgliederversammlung der FDP Stallikon hat Krystyna Ochalek neu in den Vorstand und Heinz Wiedmer als Revisor gewählt. Finanzvorsteher Nino Ciganovic erklärte den Ertragsüberschuss von rund 3.3 Millionen Franken in der Rechnung 2025 mit höheren Steuereinnahmen sowie tieferen Ausgaben bei Verwaltung, Gesundheit, sozialer Sicherheit und Gemeindestrassen. Die FDP empfiehlt, an den Gemeindeversammlungen teilzunehmen und allen Anträgen zuzustimmen. Dazu gehört auch die Vorlage «Nutzungsplanung: Aufhebung Gewässerabstandslinien». Die Rechnung 2025 der Sekundarschule schliesst mit einem Aufwandüberschuss von 333000 Franken statt des budgetierten Minus von rund einer Million Franken. Grund dafür seien höhere Steuereinnahmen der Gemeinden Bonstetten, Stallikon und Wettswil. Zum Projekt «Schulraum, Sport-/Mehrzweckhalle, Generationen-
platz Pünten» unterstützt die FDP notwendige Investitionen grundsätzlich, verlangt jedoch eine finanziell tragbare Lösung mit langfristiger Gesamtsicht inklusive der Erneuerung der Schulanlage Loomatt. Über den Baukredit von rund 23 Millionen Franken wird am 27. September 2026 abgestimmt – ein Jahr später als geplant. Kritisch beurteilt die FDP, dass die 2023 vorgeschlagenen Varianten, insbesondere ein Fix-/Modulbau, nicht weiterverfolgt wurden. Diese hätten laut Partei den sinkenden Schülerzahlen besser Rechnung getragen. Die private «Petition für wirtschaftlich tragbaren Ausbau der Schulinfrastruktur» wurde nach dem «23-Millionen-Schock» an der Gemeindeversammlung vom 26. November 2025 lanciert. Sie kann bis 16. Juni 2026 online auf www.civic. ch unter dem Stichwort «Baukredit» unterzeichnet werden.
FDP Stallikon
der Anklage. Das Bezirksgericht ist nun dem Antrag der Staatsanwaltschaft gefolgt und hat den Beschuldigten, der ohne Anwalt erschien und einen Freispruch verlangte, zu einer bedingten Geldstrafe von 20 Tagessätzen à 50 Franken verurteilt – bei einer Probezeit von zwei Jahren. Die Busse von 300 Franken muss er bezahlen, ebenso die Verfahrenskosten von gesamthaft 4500 Franken. Die drei Messer wurden von der Kapo eingezogen. (-ter.)
Urteil GG 260 001 vom 21. Mai 2026, noch nicht rechtskräftig.
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Die Suchtfachstelle Zürich hat mit Affoltern, Bonstetten, Kappel, Rifferswil, Stallikon und Wettswil eine Leistungsvereinbarung
Ein riskanter Alkoholkonsum ist in unserer Gesellschaft weit verbreitet, wird aber meist versteckt. Es ist wichtig, das Thema zu enttabuisieren, damit für Betroffene und Angehörige die Schwelle sinkt, sich Unterstützung zu holen.
Jede sechste Person, die im Bezirk Affoltern lebt, hat einen riskanten Alkoholkonsum oder ist alkoholabhängig. Die meisten Betroffenen verstecken ihren Konsum, weil sie sich schämen. Das
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kommt nicht von ungefähr, denn in unserer Gesellschaft ist Alkoholsucht nach wie vor stark stigmatisiert. Sucht allgemein wird als Willens- oder Charakterschwäche angesehen, statt als Krankheit mit vielschichtigen Ursachen. Diese Vorurteile gilt es unbedingt abzubauen.
Die Stigmatisierung stellt für viele Betroffene und ihre Angehörigen eine grosse Hürde dar – sei es beim Zugang
zu Unterstützungsangeboten, im sozialen Umfeld oder in der Arbeitswelt. Wünschenswert wäre ein öffentlicher Dialog über das Problem und dass zum Beispiel Kolleginnen oder Kollegen einen vermuteten Alkoholkonsum ansprechen.
Kostenlose Beratung für Menschen aus dem Bezirk Affoltern
Die Suchtfachstelle Zürich heisst Betroffene und Angehörige jeden Alters – auch Kinder und Jugendliche – willkommen und bietet Information, psychosoziale Beratung und psychotherapeutische Unterstützung bei Alkohol-, Drogenoder Verhaltenssucht. Neben Einzelberatungen gibt es auch Gruppenangebote zu Themen wie ADHS und Konsum, Rückfallprävention oder Achtsamkeit. Die Suchtfachstelle Zürich hat nebst der Stadt Zürich mit der Stadt Affoltern, den Gemeinden Bonstetten, Kappel, Rifferswil, Stallikon und Wettswil eine Leistungsvereinbarung. Das heisst, für ihre Einwohnerinnen und Einwohner sind die ersten drei Beratungsgespräche und Gruppenteilnahmen kostenlos. Menschen, die in anderen Bezirksgemeinden leben, wenden sich an den Sozialdienst des Bezirks Affoltern.
Suchtfachstelle Zürich
FDP Hausen und Umgebung erneuert
Vorstand und unterstützt Olivier
Hofmann
Olivier Hofmann verfügt über politische Erfahrung aus dem Kantonsrat sowie aus seiner langjährigen Tätigkeit als Präsident der FDP-Bezirkspartei. (Bild zvg)
Die FDP Hausen und Umgebung hat an ihrer Generalversammlung wichtige personelle Weichen für die kommende Zeit gestellt. Neben den ordentlichen Traktanden standen die Erneuerung des Vorstandes sowie der zweite Wahlgang für das Gemeindepräsidium vom 14. Juni 2026 im Zentrum. Julia und Manuel Lanz übernehmen neu das Co-Präsidium der FDP Hausen und Umgebung. Thomas Bryner wird Vizepräsident, Stefan Gyseler bleibt Sekretär und Christoph Gut führt weiterhin die Finanzen. Joelle Apter verantwortet künftig den Bereich Social Media und Kommunikation. Olivier Hofmann
wirkt neu als Beisitzer mit. Die Revision bleibt bei Sonja Meyer. Mit dieser personellen Erneuerung verbindet die FDP Hausen und Umgebung Kontinuität mit neuen Impulsen. Das neue Co-Präsidium, klar geregelte Zuständigkeiten im Vorstand, eine verstärkte Kommunikation und die solide Betreuung der Finanzen schaffen gute Voraussetzungen für die kommenden politischen Aufgaben. Ein weiteres Thema der Generalversammlung war der zweite Wahlgang für das Gemeindepräsidium. Der neu zusammengesetzte Gemeinderat wird wichtige Aufgaben zu bewältigen haben. Gerade in einer Phase der personellen Erneuerung braucht es ein Präsidium, das führt, koordiniert, zuhört und tragfähige Lösungen ermöglicht. Gefragt sind Überblick, Verlässlichkeit, Kommunikationsfähigkeit, zeitliche Verfügbarkeit und die Fähigkeit, ein Gremium als Team zu führen.
Olivier Hofmann bringt dafür sehr gute Voraussetzungen mit: breite berufliche Erfahrung, politische Erfahrung aus dem Kantonsrat sowie aus seiner langjährigen Tätigkeit als Präsident der FDP-Bezirkspartei, einen klaren Blick für Prozesse und Finanzen sowie die notwendige Zeit und Präsenz für dieses verantwortungsvolle Amt. Aus diesen Gründen unterstützt die FDP Hausen und Umgebung Olivier Hofmann im zweiten Wahlgang. Olivier Hofmann: sachlich, kompetent, verlässlich – für Hausen. Vorstand FDP Hausen und Umgebung
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Dirigentinnenwechsel beim MV Hedingen
Beim Musikverein Hedingen kommt es nach kurzer Zeit erneut zu einem Wechsel in der musikalischen Leitung
Erst vor einem Jahr hatte Susanne Betschart das Dirigat von Jürgen Röhrig übernommen, der den Verein während mehr als zehn Jahren musikalisch geprägt hatte. Eigentlich war die Zusam-
menarbeit auf längere Sicht angelegt.
Wegen anhaltender gesundheitlicher Probleme bat Susanne Betschart jedoch bereits im Winter um die Auflösung ihres Vertrags. Der Verein entsprach
diesem Wunsch und dankte ihr herzlich für die kurze, intensive Zeit und ihren engagierten Einsatz. Damit stand der MV Hedingen erneut vor der Frage, wie es musikalisch
Wechsel im Bezirkspräsidium der EVP Bezirk Affoltern
Nach 25 Jahren Mitarbeit im Bezirksvorstand übergibt Lisette
Müller-Jaag den Stab an Kantonsrat Daniel Sommer aus Affoltern
Die diesjährige Generalversammlung der EVP Bezirk würdigte das langjährige politische Engagement der Knonauerin gebührend, hinterliess sie doch während
über 30 Jahren in verschiedensten Funktionen bleibende Spuren.
In den 1990er-Jahren übernahm Lisette Müller das Amt der Schulpräsidentin in Knonau und war während neun Jahren Friedensrichterin. 2000 kandidierte sie für die EVP für den Verfassungsrat des Kantons Zürich. Dank zahlreicher persönlicher Stimmen schaffte sie 2003 auf Anhieb den Einzug in den Zürcher Kantonsrat und wurde vier Jahre später erneut gewählt. Zweimal erhielt sie den für Politikinteressierte bedeutenden Titel der «Panaschierkönigin». Über Parteigrenzen hinweg Stimmen zu erhalten, sagt wohl am meisten über ihre Beliebtheit in der Ämtler Bevölkerung aus. Umso bedauerlicher war das Ergebnis der Wahlen im Jahr 2011: Das sogenannte Restmandat ging damals nicht an die Evangelische Volkspartei, sondern an die Grünliberalen. Die unerwartete Abwahl verdaut, engagierte sich Lisette Müller danach weiterhin in verschiedensten Parteigremien, Verbänden und Frauennetzwerken. Besonders am Herzen liegen ihr bis heute Umweltthemen, Bildung, Frauenförderung und soziale Fragen. Auch als Sozialarbeiterin und Berufsschullehrerin setzte sie sich engagiert für ihre Themen ein. Zudem machte sie sich mit der eigenen Beratungsfirma Sozio-Consult selbstständig. Den notwendigen privaten Ausgleich – Neudeutsch «Work-Life-Balance» – fand Lisette Müller im Familienleben sowie beim OL-Sport, Wandern und Gärtnern.
Die EVP blickt mit grosser Dankbarkeit auf das aussergewöhnliche Engagement und Wirken von Lisette Müller zurück. Wir freuen uns, wenn sie sich auch weiterhin – wenn auch in reduziertem Umfang – politisch engagiert. Dem neu gewählten Bezirkspräsidenten Daniel Sommer wünschen wir alles Gute und viel Erfolg in seiner neuen Aufgabe. EVP Bezirk Affoltern
weitergehen soll. In den vergangenen Monaten sprang Vizedirigentin Monika Raschle ein und übernahm die Leitung des Vereins. Sie bereitete das Jahreskonzert 2026 vor und dirigierte dieses auch. Nach dem Rücktritt von Susanne Betschart bot sie dem Verein an, die musikalische Leitung zu übernehmen. Für den Musikverein erwies sich das als Glücksfall: Mit ihrem persönlichen Werdegang und ihrem breiten musikalischen Fachwissen bringt sie beste Voraussetzungen mit, um die Aufgabe dauerhaft zu übernehmen.
Interview mit Monika Raschle
MVH (MV Hedingen): Monika, du hast im Verein schon verschiedene Ämter übernommen und spielst auch im Orchester mehrere Instrumente.
Monika Raschle: Viele Konzertbesucherinnen und -besucher kennen mich bereits als Mitglied, Vizedirigentin und ehemalige Präsidentin. Seit bald 20 Jahren bin ich im Musikverein Hedingen aktiv – zuerst mit der Querflöte, später auch mit Posaune, Eufonium, Trompete und Tuba sowie als Vizedirigentin vor dem Verein.
MVH: Du bist musikalisch sehr vielseitig. Wie bist du zum Dirigieren gekommen?
Monika: Ich hatte in meinem früheren Verein schon in sehr jungem Alter die Möglichkeit, als Vizedirigentin tätig zu sein, und absolvierte damals auch das erste Jahr der kantonalen Ausbildung
zur Blasmusikdirektion. Auch im Musikverein Hedingen durfte ich seit vielen Jahren regelmässig die Stellvertretung des Dirigenten übernehmen. Als «MultiInstrumentalistin» ist für mich das Dirigieren quasi das Spielen des grössten und faszinierendsten Instruments: eines ganzen Orchesters.
MVH: Welche Ziele verfolgst du mit dem MVH?
Monika: Als Erwachsenenbildnerin liegt mir die Entwicklung jeder einzelnen Musikerin und jedes einzelnen Musikers am Herzen. Gleichzeitig ist mir die Zukunft des Vereins wichtig – und vor allem unsere vielseitige Musik, die nur im gemeinsamen Zusammenspiel entsteht und uns wie auch dem Publikum viele schöne Momente schenkt.
Offene Probe zum Kennenlernen
Wer den MV Hedingen und seine neue Dirigentin kennenlernen möchte, hat am Mittwoch, 3. Juni, um 20 Uhr im Werkgebäude über der Feuerwehr in Hedingen dazu eine ausgezeichnete Möglichkeit.
Es wird eine offene Probe durchgeführt, zu der alle Interessierten eingeladen sind. Es besteht die Möglichkeit, mitzuspielen oder nur zuzuhören. Anschliessend sind alle herzlich zu einem Apéro eingeladen.
Musikverein Hedingen
Gezielte Zerstörung von SVP-Plakaten
Eine Eskalation im politischen Umgang
Vandalismus an Plakaten ist eine strafbare Sachbeschädigung. (Bild zvg)
In mehreren Gemeinden im Knonauer Amt werden derzeit ausschliesslich Plakate der SVP mutwillig beschädigt oder vollständig zerstört. Heruntergerissene Sujets, aufgeschlitzte Planen und beschmierte Botschaften prägen vielerorts das Bild – und werfen Fragen zum Zustand des politischen Klimas auf. Hier geht es nicht mehr um politische Auseinandersetzung, sondern um die bewusste Ausschaltung einer Meinung im öffentlichen Raum. Der finanzielle Schaden ist erheblich, der demokratiepolitische noch grösser. Die Täter agieren meist nachts und offenbar mit einer gewissen Routine. Hinweise aus der Bevölkerung sind willkommen, denn Vandalismus an Plakaten ist eine strafbare Sachbeschädigung, die mit empfindlichen Bussen oder Freiheits-
strafen geahndet werden kann. Ich warne vor einer gefährlichen Normalisierung solcher Aktionen. Wenn politische Botschaften nicht mehr mit Argumenten, sondern mit Messern, Spraydosen oder Gewalt beantwortet werden, ist das ein Angriff auf die demokratische Kultur unseres Landes, der geahndet werden muss. Gerade in Zeiten erhöhter Polarisierung ist Respekt vor der Meinungsäusserung anderer zentral. Ich appelliere eindringlich an die Bevölkerung: Wer politische Inhalte ablehnt, soll dies an der Urne tun, nicht an fremden Plakaten. Demokratie lebt vom Streit der Ideen, nicht von deren Zerstörung.
Rolf Hurter, Präsident SVP Sektion Rifferswil / Hausen
Am Mittwoch, 3. Juni, bietet sich im Rahmen einer offenen Probe mit anschliessendem Apéro die Gelegenheit, den Musikverein Hedingen und seine neue Dirigentin Monika Raschle kennenzulernen. (Bild zvg)
Weg von Sitzungsgeldern, hin zu Pauschalen
Mettmenstetten will die Entschädigungen für Behördenmitglieder neu regeln
Daniel Koch
Der Gemeinderat Mettmenstetten will die Entschädigungen für Behördenmitglieder grundlegend neu regeln. An der Gemeindeversammlung vom 8. Juni beantragt er eine Totalrevision der Besoldungsverordnung. Wegfallen sollen insbesondere die bisherigen Sitzungsgelder für gewählte Behördenmitglieder. Stattdessen setzt die Gemeinde künftig auf fixe Jahrespauschalen. Der Gemeinderat begründet dies mit der veränderten Arbeitsweise der Behörden, aber auch mit Schwierigkeiten, genügend Kandidierende für politische Ämter zu finden. Die heutige Regelung mit einer Mischung aus Pauschalen und Sitzungsgeldern sei administrativ aufwendig und teilweise willkürlich, argumentiert die Behörde. Denn die Frage, was genau als Sitzung gilt und was nicht, lasse sich oft nicht eindeutig beantworten. Zudem würden Sitzungsgelder letztlich Sitzungen honorieren – nicht aber zwingend Leistung, Verantwortung oder Effizienz. «Viele und lange Sitzungen sind oft ineffizient», hält der Gemeinderat in sei-
«Die Pauschalen zwingen den Gemeinderat, effizient zu sein.»
Fabio Oetterli, Gemeinderat
nen Erläuterungen fest. «Die Pauschalen zwingen den Gemeinderat, effizient zu sein», bringt es Gemeinderat Fabio Oetterli auf den Punkt.
Gut 60000 Franken fürs Präsidium
Künftig sollen deshalb sämtliche Entschädigungen der gewählten Behörden als Pauschalen ausbezahlt werden. Zusätzliche Sitzungsgelder entfallen. Konkret sieht die neue Verordnung für das Gemeindepräsidium eine jährliche Entschädigung von 65000 Franken vor. Das Präsidium der Schulpflege soll 64000 Franken erhalten. Mitglieder des Gemeinderats würden neu mit 32500 Franken entschädigt, Mitglieder der Schulpflege mit 20500 Franken. Darin inbegriffen ist jeweils eine jährliche Spesenvergütung von 500 Franken für den privaten Arbeitsplatz inklusive IT, Telefonie oder Druckkosten.
Die Sozialbehörde soll prozentual zwar deutlich höher entschädigt werden, die Ansätze bleiben jedoch tief. Für ihre Mitglieder sind neu 2500 Franken jährlich vorgesehen. Das Präsidium der Rechnungsprüfungskommission würde künftig 4600 Franken erhalten, Mitglieder und Aktuariat je 3600 Franken. Sitzungsgelder bleiben nur noch für Kommissionen oder Arbeitsgruppen vorgesehen, die keine Jahrespauschale beziehen. Der Stundenansatz bleibt bei 49 Franken. Der Gemeinderat begründet die Revision auch mit gesellschaftlichen Veränderungen. Gerade Junge und Be-
rufstätige hätten heute Mühe, den Aufwand für ein Behördenamt mit Beruf und Familie zu vereinbaren. Das bisherige Entschädigungssystem erschwere die Planbarkeit zusätzlich. «Wer nicht weiss, wie hoch die Entschädigung am Ende tatsächlich ausfällt, kann nicht gut abschätzen, ob sich das Amt finanziell überhaupt tragen lässt», sagt Gemeinderat Fabio Oetterli. Es sei ohnehin schwierig, Kandidatinnen oder Kandidaten zu finden, die zwischen 35 und 50 Jahre alt sind. Dabei sei es wichtig, genügend attraktiv zu sein, um jüngere Mitglieder nachzuziehen, ergänzt Gemeinderat Lukas Stucky. Hinzu kommt laut dem Gremium ein weiterer Punkt: Mit dem heutigen System von Sitzungsgeldern entstehe keine BVG-Pflicht. Gerade für jüngere Behördenmitglieder würden sich fehlende Beiträge an die berufliche Vorsorge über die Jahre summieren und sich negativ auf die spätere Altersrente auswirken. Die neuen Gesamtpauschalen dagegen unterliegen der BVG-Pflicht.
Präsidium ist anspruchsvoll Besonders anspruchsvoll seien mittlerweile die Präsidien. Laut Gemeinderat entspricht das Amt des Gemeindepräsidenten oder des Schulpflegepräsidenten faktisch mindestens einem 50-ProzentPensum – allerdings mit unregelmässigen Arbeitszeiten und hoher zeitlicher Verfügbarkeit. Unter diesen Bedingungen könnten sich solche Ämter heute
«Die Aufgaben sind sehr komplex geworden. Man trägt eine grosse Verantwortung.»
Vreni Spinner, Gemeindepräsidentin
oft nur Pensionierte oder finanziell sehr gut abgesicherte Personen leisten. Mit den höheren Pauschalen wolle man deshalb auch Angehörigen des Mittelstands ermöglichen, für ein Präsidium zu kandidieren.
Verändert habe sich zudem die eigentliche Behördenarbeit. Diese finde längst nicht mehr nur in Sitzungen statt, sondern zunehmend in Projektarbeit, digitalen Prozessen und strategischen Fragestellungen. Als Beispiele nennt der Gemeinderat die Schulraumplanung mit mehreren neuen Schulhäusern, die Revision der Bau- und Zonenordnung, die Entwicklung der Zentrumszone Erspach oder Energieprojekte wie Wärmeverbund und Wärmespeicher. Gleichzeitig müsse die Gemeinde immer häufiger fundiert Stellung nehmen zu Vorhaben von Kanton oder Bezirk – etwa bei Windkraftprojekten, Gesundheitsfragen oder Strassenbauprojekten. Solche Aufgaben könnten nicht einfach mit Sitzungen bewältigt werden. «Die Aufgaben sind sehr viel-
fältig und komplex geworden und man trägt als Gemeinderat eine grosse Verantwortung», so Gemeindepräsidentin Vreni Spinner. Bereits 2020 hatte Mettmenstetten die Verwaltung mit einem Geschäftsführermodell neu organisiert. Ziel war damals, die Behörden von operativen Aufgaben zu entlasten. Zwar habe dies teilweise funktioniert, räumt der Gemeinderat ein. Gleichzeitig seien aber die strategischen und politischen Anforderungen deutlich gestiegen. «Die Ressortverantwortlichen stehen trotzdem in der Verantwortung und müssen planen und Geschäfte konzeptionell und politisch vorbereiten, bevor sie gutgeheissen werden können», so Spinner. Dies seien enorm grosse Aufgaben. Finanziell fällt die Revision laut Gemeinderat moderat aus. Insgesamt erhöhen sich die Entschädigungen aller vier Behörden um rund 48300 Franken gegenüber dem Schnitt der Vorjahre. Dazu kommen die BVG-Beiträge. Das entspricht laut Gemeinderat rund 1,6 Promille des Gemeindebudgets. Die zusätzlichen Mittel seien gezielt für die Präsidien sowie jene Behördenmitglieder vorgesehen, die gemessen an ihrem Aufwand bisher am tiefsten entschädigt worden seien. Die neue Verordnung soll auf Beginn der Amtsperiode 2026 bis 2030 am 1. Juli 2026 in Kraft treten. Gleichzeitig würde das bisherige Behörden-Besoldungsreglement aus dem Jahr 2001 aufgehoben.
Auf der kommunalen Dorfstrasse in Obfelden soll teilweise vorübergehend Tempo 30 gelten
Der Gemeinderat Obfelden hat an seiner Sitzung vom 26. Mai 2026 eine vorübergehende Verkehrsanordnung für die Dorfstrasse beschlossen. Vorgesehen ist die Einführung einer Tempo-30-Strecke im Abschnitt vom Knoten Toussen bis Höhe Fabrikstrasse. Die Massnahme dient besonders der Verlagerung des Durchgangsverkehrs auf den Autobahnzubringer, der Verbesserung der Verkehrssicherheit sowie der Reduktion der Lärmbelastung. Trotz der Eröffnung des Autobahnzubringers A4 Obfelden–Ottenbach im Jahr 2023 besteht in Obfelden weiterhin eine hohe Verkehrsbelastung auf der kommunalen Dorfstrasse. Die Entlastungswirkung des Zubringers ist zu gering, wie nun auch Daten zeigen. Zur Überprüfung der Verkehrsverlagerung liess die Gemeinde Obfelden im September 2025 eine Transiterhebung (Nummernschilderhebung) durchführen. Die Untersuchung zeigt, dass sich der Durchgangsverkehr in den Abendspitzenstunden nahezu hälftig auf die Umfahrungsstrasse und die Dorfstrasse verteilt. Im durchschnittlichen Tagesverkehr nutzen gar rund 62 Prozent des Durchgangsverkehrs weiterhin die Dorfstrasse als Transitachse.
Zu viel Verkehr, zu viel Lärm
Die Verkehrserhebungen ergaben für die Dorfstrasse im September 2025 einen durchschnittlichen Tagesverkehr (DTV) von rund 6250 Fahrzeugen pro Tag. Im Rahmen des Verkehrsgutachtens wurden ergänzende Verkehrserhebungen im Januar 2026 durchgeführt. Dabei wurden je nach Messstandort durchschnittliche Tagesverkehrswerte von 7238 beziehungsweise 7608 Fahrzeugen pro Tag festgestellt. Im Vergleich dazu lag der durchschnittliche Tagesverkehr gemäss Verkehrserhebung vom Mai 2025 noch bei rund 4955 Fahrzeugen pro Tag. Die Erhebungen zeigen somit eine markante Zunahme des Ver-
Auf dem Abschnitt der Dorfstrasse zwischen Toussen und Fabrikstrasse soll künftig vorübergehend Tempo 30 gelten, um Verkehrssicherheit und Lärmschutz zu verbessern. (Bild zvg)
kehrsaufkommens auf der Dorfstrasse innert weniger Monaten. Im Rahmen des Verkehrsgutachtens wurden zudem verschiedene sicherheitsrelevante Schwachstellen entlang der Dorfstrasse festgehalten. Dazu zählen unter anderem ungenügende Sichtweiten, konfliktträchtige Grundstückszufahrten, Defizite bei der Linienführung sowie Schwachstellen in der bestehenden Veloinfrastruktur.
Gleichzeitig wurden Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 107 km/h gemessen. Zwischen 2020 und 2024 ereigneten sich im betroffenen Abschnitt insgesamt 30 polizeilich registrierte Verkehrsunfälle, wobei acht Kinder an Unfällen beteiligt waren.
Weiter zeigt das akustische Projekt, das im Zusammenhang mit dem Stras-
senbauprojekt «Sanierung Ortsdurchfahrt Obfelden (ODO)» durchgeführt wurde, dass entlang der Dorfstrasse bei insgesamt 37 Liegenschaften die Immissionsgrenzwerte überschritten werden, sofern keine zusätzlichen Lärmschutzmassnahmen umgesetzt werden.
Reduzierte Höchstgeschwindigkeit
Zur Gesamtbeurteilung der aktuellen Situation gab der Gemeinderat ein Verkehrsgutachten in Auftrag. Dieses kommt zum Schluss, dass die Voraussetzungen für eine Herabsetzung der Höchstgeschwindigkeit gemäss der kantonalen Signalisationsverordnung erfüllt sind. Die vorgesehene Temporeduktion verbessert die Verkehrssicherheit für sämtliche Verkehrsteilnehmenden, redu-
ziert die Lärmbelastung und unterstützt gleichzeitig die gewünschte Verkehrsverlagerung auf die Umfahrungsstrasse. Die Tempo-30-Strecke wird durch temporäre flankierende Massnahmen ergänzt. Vorgesehen sind unter anderem Anpassungen der Markierungen, punktuelle seitliche Einengungen, Optimierungen der Veloführung sowie zusätzliche signaltechnische Massnahmen. Die Massnahmen orientieren sich am späteren Strassenbauprojekt «Sanierung Ortsdurchfahrt Obfelden (ODO)» und gelten bis zu dessen Umsetzung. «In den letzten Monaten hat die Gemeinde mit den verschiedenen Gutachten, Analysen und Erhebungen eine fundierte Datengrundlage für das weitere Vorgehen geschaffen. Diese Arbeit nahm Zeit in Anspruch und war zwin-
gend notwendig, damit wir nun die Herabsetzung der Höchstgeschwindigkeit und der weiteren Massnahmen beschliessen konnten. Der Handlungsbedarf ist klar gegeben und mit Zahlen belegt», so Peter Weiss, Gemeinderat und Vorsteher Umwelt und Verkehr.
Rasche Umsetzung
Die Verkehrsanordnung wird in den amtlichen Publikationsorganen sowie auf der Gemeindehomepage veröffentlicht. Sofern kein Rechtsmittel ergriffen wird, soll die Umsetzung der Massnahmen per Ende der Sommerferien erfolgen, rechtzeitig zum Start des neuen Schuljahrs.
Gemeinde Obfelden
Es grünt so grün, wenn Säuliamts’ Blüten blühn
Der Frühling ist im Säuliamt angekommen, wie Fotos von Lesenden zeigen – trotz kurzem Kälteeinbruch
Abendstimmung mit spezieller Wolkenkonstellation.
Diesen Wolkenzauber über Hausen fotografierte Leser Roland Burkard.
«Hoch hinaus» nennt Ruth Hausheer aus Hausen dieses Foto, welches sie gezwungenermassen im Jonental unterhalb der «Hübscheren» bei Herferswil schoss. Gezwungenermassen, weil sie beim Biken im steilen Gelände anhalten und laufen musste. Wir freuen uns umso mehr über das schöne Bild.
In Opposition zum alten Sprichwort ist Albert A. Stahel aus Hausen überzeugt, dass diese Schwalbe beim Flugplatz bereits den Sommer ankündigt.
Zu Pfingsten schickte Yvonne Hurter aus Rifferswil dieses Foto von Pfingstrosen in ihrem Garten.
Aufziehender Regen und Abendsonne führten über dem Selegermoor zu diesem Regenbogen – fotografiert von Barbara Brugger aus Mettmenstetten.
Das
Die Margeriten unter Irma Schmids alter Gartenbank in Hedingen möchten auch an die Sonne.
Eine Wiese voll Löwenzahn säumte den Weg von Hausen nach Rifferswil, den Sylvia Limacher aus Affoltern ging.
Mohnfeld in Wettswil an der Wührentalstrasse fotografierte Astrid Diener in der glühenden Abendsonne.
Erika Nicollier fotografierte von Obfelden Unterlunnern aus den «Hausberg Pilatus» in der schönsten
Albert A. Stahel aus Hausen konnte fotografieren, wie sich diese Biene auch in der Hitze auf zur Arbeit macht.
Was macht der FC Barcelona besser als die Schweizer Wirtschaft?
In den 80er-Jahren war ich in Unternehmungen für das Erkennen, Entwickeln und Erhalten der besten Kräfte verantwortlich. Man hatte erkannt, dass jeder unnötige Personalwechsel neben horrenden Kosten einen Rattenschwanz fallender Dominosteine erzeugt. Es ist gut, mit viel Know-how auf die Reise zu gehen. Erstaunt stellte ich 2009 beim Nachwuchs des FC Barcelona fest, wie dort die Erfahrung weiterwirkt: Viele alte Topspieler sind weltweit als Scouts im Einsatz. Andere beobachten gezielt, was die Jungen im Training erkennen lassen, und geben es weiter. Faktencheck: In dieser Saison trat Barça häufig mit 7 eigenen Spielern (von 11) an und hatte Erfolg. Meister – 14 Punkte vor Real Madrid.
Für die grossen Schweizer Wirtschaftsverbände zählen solche Überlegungen nicht. Nie würden sie sich aufraffen, ein Programm zur konsequenten Ausschöpfung des Potenzials der Schweizer Ü50 (inkl. Umschulung) aufzulegen und dafür hörbar zu werben. Ü50 – das ist Altersheim: «Im Sport mag
das ja gelten – aber in der realen Welt mit ihren täglichen Herausforderungen? No chance!» Wissen Sie, wie alt die mächtigsten Menschen dieser Welt sind? – Am 14. Juni (Abstimmungssonntag) wird Trump 80. Der Inder Modi ist 75, der Russe Putin 73. Der Chinese Xi Jinping ist mit 72 der Jungspund des Quartetts ...das über 40 Prozent der Weltbevölkerung herrscht. Die Schweiz hat ein breit aufgestelltes Bildungswesen: Ist es da nicht lächerlich und unprofessionell, die eigenen Fachkräfte ab 50 zu vernachlässigen? Ja, das ist ein Grund, weshalb das Gejammer der Wirtschaft über die 10-Millionen-Schweiz so schlecht ankommt. Die gut bezahlten, akademischen Stäbe der Verbände haben keinerlei Versuche unternommen, den «Laden zusammenzuhalten». Dabei kenne ich Gewerbler, die mit Herz und Geld für ihre Angestellten kämpfen!
Fazit: Für die Weltprobleme sind Ü70 gut genug. Für die Schweiz sind 20 Jahre Jüngere untragbar.
Jean Jacques Bertschi, Wettwil
Olivier Hofmann für eine verlässliche Führung von Hausen
Am 14. Juni entscheidet Hausen, wer unsere Gemeinde in den kommenden Jahren führen soll. Hausen ist unser Zuhause. Deshalb ist uns wichtig, wie unsere Gemeinde geführt wird. Für uns ist klar: Dieses Amt braucht mehr als gute Worte. Es braucht Verantwortung, Ruhe und jemanden, der Menschen zusammenbringen kann. Wir erleben aktuell in vielen Bereichen, wie schnell Diskussionen persönlicher werden und wie schwierig sachliche Zusammenarbeit manchmal geworden ist. Gerade deshalb braucht eine Gemeinde eine Führung, die zuhört, respektvoll bleibt und auch bei unterschiedlichen Meinungen den gemeinsamen Weg sucht. Eine Gemeinde funktioniert nicht durch Lautstärke. Sondern durch Vertrauen. Durch Klarheit. Und durch Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Wir kennen Olivier Hofmann als genau
so einen Menschen. Als jemanden, der gut vorbereitet ist, strukturiert arbeitet und Themen mit Ruhe und Augenmass angeht. Jemanden, der nicht einfach reagiert, sondern sich ernsthaft mit Menschen und Lösungen auseinandersetzt. Sachlich, verlässlich und menschlich. Für das Amt des Gemeindepräsidenten braucht es Führungsstärke und Entscheidungsfähigkeit. Aber ebenso wichtig sind Präsenz und Zeit. Denn gute Gemeindeführung passiert nicht nebenbei. Olivier Hofmann bringt auch diese Voraussetzung mit. Hausen braucht aus unserer Sicht Verlässlichkeit, Respekt und eine Führung, die verbindet. Weil wir überzeugt sind, dass unsere Gemeinde von dieser Art der Führung profitieren wird. Deshalb wählen wir Olivier Hofmann im zweiten Wahlgang als Gemeindepräsidenten.
Julia und Manuel Lanz, Hausen
Die Neinstimmer wollen die Welt retten – nicht die Schweiz!
Mein Titel stimmt, wenn ich den Gegnern dieser wichtigen Abstimmung zuhöre. Die Argumente für ein Nein bei dieser Abstimmung kann ich nicht nachvollziehen und verstehen schon gar nicht. Der Leserbrief von Frau Kapossy prophezeit, dass wir nicht mehr bauen können, im Restaurant nicht bedient werden, keine Chauffeure mehr haben usw. Die schlimmste Behauptung ist die, dass wir keine pflegenden Fachleute haben werden. Die Gesundheitsdirektoren sollen schauen, dass die Arbeitsbedingungen besser werden. Wir bilden sehr viel Pflegepersonal aus, das aber völlig überlastet bald den Job wechselt. Dank der Überfremdung müssen wir froh sein,
noch ein Pflegebett zu finden. Genauso betrifft das den Wohnungsmangel. Wenn wir zur Initiative Ja sagen, gibt es auch wieder günstigeren Wohnraum. Natürlich brauchen wir überall Fachkräfte. Aber die sollte doch die Schweiz auswählen dürfen. Sonst kommt es so, wie es jetzt ist, dass die falschen kommen, die unserem wunderbaren Sozialsystem beitreten. Nun ist genug mit der Überfremdung. Man muss die schöne Schweiz schützen und Ja stimmen! In all den Diskussionen fiel mir auf, dass die Neinsager gar keine Lösung haben.
Fredi Steiner, Hausen
Einigelung nie hilfreich
Die Initiative zur 10-Millionen-Schweiz möchte uns weismachen, dass wir besser fahren, wenn wir uns gegenüber Europa und der Welt isolieren. Was es bedeuten würde, habe ich letzthin an meinem eigenen Portemonnaie erfahren. Ich habe etwas in einem Nachbarland der Schweiz bestellt. Für die Lieferung in die Schweiz musste ich 21.95 Euro bezahlen. Würde ich in einem EU-Land leben, wären es nur 12.95 Euro gewesen. Wir können sicher sein: Je mehr wir unseren eigenen Weg gehen wollen, desto teurer
Corinne Ostler als ideale Ergänzung der RPK Bonstetten
Neben den eidgenössischen und kantonalen Geschäften, welche die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, ist in Bonstetten über zwei kommunale Geschäfte zu befinden: Für die RPK ist noch ein Mitglied gesucht, um das bisher reine Männergremium zu vervollständigen. Für diese Vakanz empfiehlt die FDP Bonstetten Corinne Ostler. Sie bringt als Controllerin den passenden beruflichen Hintergrund mit. Darüber hinaus hat sie als Finanzchefin der Oberstufenschulgemeinde bereits wichtige Erfahrungen mit dem Finanzwesen in öffentlichen
Verwaltungen gesammelt. Da die RPK Bonstetten in der kommenden Legislatur, nicht nur Prüfstelle für die Oberstufenschulgemeinde, sondern auch für den Schulzweckverband des Bezirks sein wird, ist Corinne Ostler die perfekte Besetzung für den vakanten Sitz. Zum Zweiten ist über eine Investition von rund 1.5 Millionen Franken für die Sanierung der Wasserversorgung zu befinden. Das Geschäft ist wichtig, damit Bonstetten langfristig die eigenen Wasserquellen nutzen kann und nicht von externen – und teureren – Wasserliefe-
Eliane Nef in die Schulpflege Obfelden
Für das noch zu wählende Mitglied in die Primarschulpflege Obfelden stellen sich vier Frauen zur Verfügung. Das ist erfreulich. Ein gut durchmischtes, engagiertes Team, welches konstruktiv zusammenarbeitet, ist wünschenswert. Ich als ehemalige Schulpflegerin wähle Eliane Nef. Sie ist meine Nachbarin. Als Mutter dreier Kinder, die Tochter besucht die Primarschule, die Zwillingsbuben sind im Kindergarten, hat
sie Einblick in den heutigen Schulbetrieb. Seit mehreren Jahren ist die gelernte Fachfrau FaBe als Tagesmutter tätig. Ich staune immer wieder, wie Eliane mit ihren eigenen und betreuten Kindern den Alltag bewältigt. Selten höre ich ein Kind weinen, die Kinder spielen friedlich miteinander. Eliane geht gefühlvoll mit den Kindern um. Sie pflegt einen guten Umgang mit den Eltern der
Wahlempfehlung für Eliane Nef
Sehr geehrte Damen und Herren Gerne möchte ich Frau Eliane Nef im Hinblick auf die bevorstehende Wahl in die Schulpflege ausdrücklich unterstützen und empfehlen. Frau Nef betreut seit mittlerweile sechs Jahren meine drei Kinder als Tagesmutter. Während dieser langen Zeit habe ich sie als ausserordentlich engagierte, herzliche und fachlich sehr kompetente Person kennengelernt. Sie be-
gegnet Kindern mit viel Geduld, Verlässlichkeit und Wertschätzung und schafft es gleichzeitig, klare Strukturen und ein vertrauensvolles Umfeld zu vermitteln. Besonders beeindruckt mich ihr grosses Herzblut für die Arbeit mit Kindern und Familien. Sie bringt nicht nur viel praktische Erfahrung mit, sondern auch ein feines Gespür für unterschiedliche Bedürfnisse und Situationen. Zudem bildet sie sich stetig weiter. Meine Kinder fühlen sich bei ihr sicher, ver-
Nein zur Abschottung
In einer Zeit der globalen Krisen, einer Zeit, in der sich Europa und die Schweiz massiv aufrüsten, weil die Gefahr eines Krieges so hoch ist, wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr – in einer Zeit, in der die einzig verlässlichen Wirtschafts-
partner nur noch in Europa zu finden sind. In so einer Zeit gefährdet die SVP mit ihrer sogenannten Nachhaltigkeitsinitiative massiv die Beziehungen zur EU. Dabei gilt es jetzt: sich zusammenzutun, gemeinsam Lösungen zu suchen und auf
«Sauberes Affoltern am Albis»
BeieinemSpaziergangdurchdieStadtsind mir an verschiedenen Orten diese Schweinereien aufgefallen. Da wird einfach von Personen der Abfall an die Strasse gestellt mit dem Gedanken «aus den Augen, aus dem Sinn». Entsorgen soll, wer will, mich kostet es ja nichts. Bei der speziellen Entsorgungsstellemussichjanurzahlen.Wer räumt dann diesen Abfall weg, ist es die Stadt, und wer zahlt diese Arbeit und Entsorgungskosten? Wahrscheinlich ist es dann der Steuerzahler. Werden die gewissen Verwaltungen nicht angehalten, für Sauberkeit rund um ihre Gebäude zu sorgen? Mich jedenfalls hat es bei meinem Spaziergang schockiert, was ich gesehen habe.
Hans Berger, Affoltern
wird uns das zu stehen kommen. Europa ist unser wichtigster Handelspartner und wir sollten alles dafür tun, um mit den europäischen Ländern gute Beziehungen zu pflegen. Eine drohende Kündigung der Personenfreizügigkeit ist da ein äusserst schlechtes Zeichen. Abschottung und Einigelung sind nie hilfreich und bringen keine nachhaltigen Lösungen. Darum stimme ich Nein.
Rolf Vollenweider, Obfelden
ranten abhängig wird. Die Investition wird aus dem «Spezialhaushalt» Wasserversorgung finanziert und belastet den allgemeinen Haushalt der Gemeinde nicht. Die FDP Bonstetten erachtet diese Investition als richtig und wichtig und empfiehlt, der Investition zuzustimmen. Zusammengefasst also: Ja zur Wasserversorgung und Ja zu Corinne Ostler in der RPK, wegen ihrer Kompetenz und um das Gremium minimal divers zu machen.
Vorstand FDP Bonstetten
ihr anvertrauten Kinder. In den letzten Monaten liess sie sich nebenberuflich zum Systemischen Coach ausbilden. Das dadurch erworbene Wissen kann sie in die Arbeit als Schulpflegerin einfliessen lassen. Es freut mich, wenn Sie, liebe Wählerinnen und Wähler, Eliane Nef auf den Wahlzettel schreiben.
Mirjam Heinemann, Obfelden
standen und gut begleitet – und auch wir als Eltern durften sie über all die Jahre als sehr verantwortungsbewusste und vertrauenswürdige Bezugsperson erleben. Ich bin überzeugt, dass Frau Nef mit ihrer Erfahrung, ihrer empathischen Art und ihrem Engagement eine grosse Bereicherung für die Schulpflege wäre, und wünsche ihr für die bevorstehende Wahl von Herzen viel Erfolg. Linda von Euw, Mühlau
keinen Fall, sich abzuschotten hinter den eigenen Grenzen. Deshalb bitte ich alle, die sich Sorgen um die Zukunft machen, ein überzeugtes Nein in die Urne zu legen. Veronika Nussbaumer, Rifferswil
Immer öfter wird Abfall in Affoltern
Hilfe, Baulärm von allen Seiten, die Sache läuft aus dem Ruder!
In Hedingen sind wir zurzeit von drei Baustellen umgeben, die uns Pensionierte zum Teil mit massivem Lärm in unserem Wohlbefinden beeinträchtigen.
Standort: Widenacherstrasse 2, alte Affolternstrasse, Haldenstrasse und alte Hedingerstrasse. Wenigstens wird dort Bausubstanz erhalten.
In Hedingen leider nicht, gerade wurde an der Widenacherstrasse 2 ein Haus abgerissen, das noch eine gute Bausubstanz aufwies.
Gerade wurde eine grosse Baustelle an der Affolternstrasse fertig gebaut, eine andere Grossbaustelle ist zwischen Hausacker und Affolternstrasse geplant. Baustart 2027.
Und dann als Krönung die Zentrumsumbauung, um Hedingen attrak-
tiver zu machen. Baulärm für die nächsten zwei bis fünf Jahre ist voraussehbar...Nachher soll dann die Lebensqualität viel besser sein. Irgendwie absurd.
Dass wegen der Zuwanderung, die uns ja alle zurzeit bewegt, neu gebaut werden muss, scheint uns ja auch unumgänglich, aber sicher nicht in diesem Masse. Das geschieht auch in Affoltern am Albis an der Zentralstrasse/Betpurstrasse, wo gut erhaltene Gebäudeteile abgerissen werden und eine riesige Baustelle die Bewohner im Zentrum von Affoltern für die nächsten zwei Jahre grossem Baulärm aussetzen wird. Bauen ist zudem einer der ganz grossen CO2Verursacher überhaupt.
Weiter stört, dass vor allem Eigentumswohnungen gebaut werden. In Affoltern am Albis, wo es zurzeit vier grössere Baustellen gibt, sind meines Wissens ausser beim Braui-Areal nur Eigentumswohnungen angedacht. Komisch, es heisst doch, dass junge Familien mit normalem Einkommen sich zukünftig gar kein Eigentum mehr leisten könnten. Wer belegt dann schlussendlich die Eigentumswohnungen, wohlhabende Expats?
Apropos Brauipark: Die meisten der zukünftigen Mieter werden vielfach dort nur die Betonfassade der anderen Gebäude sehen. Für meinen Begriff ein Wohnsilo mit kleinem Park im Hintergrund, als im Grünen propagiert. Um dort überhaupt Wohnungen besichtigen zu kön-
nen, werden im Voraus schon Passkopien und Betreibungsauszug verlangt. Unfreundlicher gehts fast nicht mehr. Die Gemeinden, so habe ich erfahren, haben zu Bauvorhaben (ausser Bauhöhe etc.) eigentlich gar nichts zu sagen. Und zum Teil ist nicht mal ersichtlich, wer der Bauherr ist, sprich, welches Kapital hinter dem Projekt steckt. Viel Geld und Profitdenken beherrschen meiner Meinung nach die ganze Bauerei. Ich hoffe von Herzen, dass die Wohninitiative vom 14. Juni diesem Missstand etwas entgegensetzen wird. Die Gemeinden brauchen mehr Mitsprache, was und wann, wofür auf ihrem Gebiet gebaut wird.
Rico Späni, Hedingen
Für eine starke Primarschule in Obfelden
Pflästerlipolitik
In meinem Beruf als Hausarzt habe ich immer versucht, die Ursachen der Erkrankungen zu ergründen, an denen die Menschen litten, die zu mir in die Sprechstunde gekommen sind. Häufig ist es gelungen, das Übel an der Wurzel zu packen, in anderen Fällen mussten wir uns damit zufriedengeben, die Symptome zu behandeln: sozusagen ein Pflästerli draufzukleben.
Die sogenannte «Nachhaltigkeits»Initiative rühmt sich, die Schweiz zu bewahren. Schuld an allem sind wieder einmal diejenigen, die nicht von hier sind. Aber gehen wir doch einmal der Frage nach, warum so viele Menschen in die Schweiz gekommen sind. Ein immer kleinerer werdender Anteil sind Menschen, die um ihr Leben fürchten müssen, und nur darum ihre Heimat verlassen: Asylsuchende. Eine grössere Anzahl sind seit jeher Menschen, die in Berufen arbeiten, ohne die die Schweiz nicht mehr funktionieren würde: Tourismus, Baubranche und Gesundheitswesen.
Ihre Meinung ist willkommen!
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Freundlicher Tonfall
Wir achten darauf, dass nur Briefe in einem freundlichen Tonfall sowie ohne Verletzung von Persönlichkeitsrechten Dritter publiziert werden. Beiträge, die Beleidigungen, falsche Tatsachenbehauptungen, Verleumdungen, persönliche Diffamierungen, drastisch überzogene Kritik an Personen enthalten oder das Andenken Verstorbener verunglimpfen, werden nicht veröffentlicht. Auch private Auseinandersetzungen werden aus redaktionellen, juristischen und presserechtlichen Gründen nicht veröffentlicht. Der Inhalt des Leserbriefes muss zudem die eigene Meinung abbilden und bei Zitaten eine Quelle nennen. Auch wichtig: Der Verfasser des Leserbriefes muss mit dem Absender identisch sein. Leserbriefe geben die Meinung der Leser wieder, nicht die der Redaktion.
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Aufgeben können Sie Ihre Äusserung unter www.affolteranzeiger.ch/ mitmachen/leserbrief-einreichen. Für eine Veröffentlichung am Dienstag sollte die Zuschrift am vorangehenden Freitagmittag auf der Redaktion eintreffen. Für eine Publikation am Freitag schicken Sie uns Ihre Meinungsäusserung bitte bis am Mittwochmittag. Über eine Nichtpublikation wird keine Korrespondenz geführt. (red)
Sarah Birolini ist dipl. Pflegefachfrau HF und Teamleitung bei der Spitex Knonaueramt. Ausserdem ist sie Major in der Schweizer Armee und Dozentin an der XUND Luzern. (Bild zvg)
In der Pflege entscheiden oft Sekunden. In der Armee müssen Entscheidungen unter Druck fallen. In der Lehre braucht es Geduld und Klarheit. All das möchte ich für unsere Primarschule einbringen: Am 14. Juni 2026 kandidiere ich, Sarah
Birolini, im zweiten Wahlgang für die Primarschulpflege Obfelden.
Bildung stärken und Verantwortung übernehmen für Obfelden
Bildung ist die Grundlage unserer Gesellschaft. Der erste Wahlgang hat mir
«Mein Handeln ist geleitet von vier Werten: Nachhaltigkeit, Stabilität, Wertschätzung und Offenheit.»
549 Stimmen geschenkt. Dafür bin ich sehr dankbar. Ich bin überzeugt, dass ich mit meiner Erfahrung in Pflege, Armee und Ausbildung einen wertvollen Beitrag leisten kann. Durch meine unterschiedlichen Rollen kenne ich die Anliegen von Lehrpersonen, Eltern und Schulleitung. Mein Handeln ist geleitet von vier Werten: Nachhaltigkeit – Lösungen mit Blick auf morgen, Stabilität – in Führung und Entscheidungen, Wertschätzung – für alle Beteiligten und Offenheit – für Dialog und neue Ideen. Ich setze mich dafür ein, dass Lehrpersonen die Unterstützung erhalten, die sie brauchen, und dass Eltern als Partner der Schule einbezogen werden. Die Kultur des «zäme rede» in Obfelden will ich stärken: respektvoll, transparent und lösungsorientiert. Ich bin 42 Jahre alt, dipl. Pflegefachfrau HF und Teamleiterin bei der Spitex Knonaueramt. Als Major in der Schweizer Armee trage ich Verantwortung für Führung und Krisenmanagement. Zudem bin ich Dozentin an der XUND in Luzern.
Herzlichen Dank, Hausen – und auf
in den zweiten Wahlgang!
Liebe Einwohnerinnen und Einwohner von Hausen, 913-mal Danke! Ich bin überwältigt von den vielen Stimmen und dem grossen Vertrauen, das Sie mir bei der Gemeinderatswahl geschenkt haben. Dieses Ergebnis ist für mich Motivation pur, mich weiterhin mit vollem Engagement für unser Dorf einzusetzen. Wie Sie der Zeitung entnehmen konnten, trete ich nun für das Gemeindepräsidium an. Die neue Konstellation im Gemeinderat braucht eine Führung, die die Fäden zusammenhält, den Schwung beibehält und vor allem den direkten Draht zur Bevölkerung sucht.
Für diese Aufgabe bringe ich die passenden Voraussetzungen mit:
• Offene Kommunikation auf Augenhöhe: Ich bin ein nahbarer Typ, dem der direkte Austausch wichtig ist. Ich kom-
muniziere transparent, ehrlich und habe immer ein offenes Ohr für Ihre Anliegen – ohne Berührungsängste.
• Die richtige Perspektive: Als Teil eines Drei-Generationen-Haushalts erlebe ich die Bedürfnisse in unserem Dorf täglich aus erster Hand – von den Jüngsten bis zu unseren Seniorinnen und Senioren.
• Die nötige Zeit: Dank meinem 40-%-Pensum als IT-Strategieleiter verfüge ich über die Flexibilität und die Zeit, um als Ihr Gemeindepräsident verlässlich und vor Ort präsent zu sein.
Ich freue mich auf die kommenden Wochen, auf viele gute Gespräche mit Ihnen und danke Ihnen herzlich für Ihre Unterstützung im zweiten Wahlgang!
Freundliche Grüsse
Sven Kammer, Gemeinderat und Kandidat fürs Gemeindepräsidium
In meinem beruflichen Alltag erlebe ich täglich, wie entscheidend verlässliche Strukturen, wertschätzende Führung und gute Zusammenarbeit sind. Diese Erfahrung möchte ich in die Primarschulpflege einbringen.
Sarah Birolini, Obfelden
Wahlempfehlung
Mit Abstand der grösste Teil der Zuwanderung wird hingegen ausgelöst durch die Ansiedlung von grossen multinationalen Konzernen und Holdings. Und warum sind diese in die Schweiz gezogen? Weil auf Initiative von SVP und FDP die Unternehmenssteuern massiv gesenkt worden sind. Dass diese Firmen einen hohen Bedarf an qualifiziertem Personal benötigen, ist das eine, das andere, dass sie auch sehr gute Löhne zahlen. Beides führt dazu, dass junge, gut ausgebildete Menschen in die Schweiz ziehen. Sie zahlen Steuern, sie zahlen viel in die AHV ein, und sie stellen sicher, dass unser Wohlstand weiter zunimmt. Da nach Max Frisch eben nicht nur Arbeiter, sondern Menschen in die Schweiz kommen, brauchen sie Wohnungen, Kita-Plätze und Schulen, Strassen und ÖV. Die Initiative der SVP setzt nicht an der Wurzel an. Dazu müsste sie fordern, dass die Steuern für diese Konzerne deutlich erhöht werden, diese daraufhin die Schweiz wieder verlassen, und damit die Sogwirkung wegfällt.
Die SVP hingegen wählt eine Pflästerlipolitik, setzt aber das Pflaster nicht auf die Wunde, sondern weit daneben. Denn die SVP will nur eines: die Personenfreizügigkeit, und damit alle Verträge mit der EU aufkündigen. Dass die EU nach der Kündigung sich wieder auf Vertragsverhandlungen einlässt, ist eine Illusion. Damit gewinnen diejenigen, die viel Geld haben. Die Verlierer werden unsere Jungen sein, die deutlich mehr Steuern bezahlen müssen, deutlich mehr AHV bezahlen müssen, um die Schweiz finanzieren zu können. Wer die Initiative annimmt, schiesst sich in 90 Prozent der Fälle ins eigene Knie. Darum: Nein zur 10-MillionenInitiative!
Dr. med. Philippe Luchsinger, Affoltern
für Sarah Birolini
Vermutlich sind es die vier klaren Werte: «Care», Führung, Sicherheit und Bildung – welche Sarah Birolini ihrer beruflichen und persönlichen Laufbahn konsequent lebt und die sie angenehm ruhig, ausgeglichen und reflektiert wirken lassen. Gerne empfehle ich, Sarah als Primarschulpflege-Mitglied (Obfelden) zu wählen. Denn als Dozentin in Pflegeberufen bringt sie fundiertes methodisches und didaktisches Wissen sowie ein tiefes Verständnis für die Entwicklung und Förderung von Menschen mit. Auch ihre Erfahrung als Major in der Armee, als Fachfrau im Justizvollzug und in der Verwaltung zeugt von Führungsstärke, Verantwortungsbewusstsein und einem ausgeprägten Sinn für Sicherheit und Struktur. Diese vielfältige Kombination macht sie zu einer belastbaren und entscheidungsfähigen Persönlichkeit. Sarah entscheidet dabei nicht willkürlich, sondern nach einem klaren Schema wie bspw. der Triage: Erst
nach einer Problemerfassung, Beurteilung der Lage, gefolgt von Planentwicklung, folgt eine Aktion. Ein wichtiger Kontrast zu den anderen Mitgliedern der Schulpflege ist, dass Sarah Birolini nicht in Elterngremien tätig ist. Gerade dieser Umstand ermöglicht ihr eine – auf einer Metaebene –unabhängige, sachliche und ausgewogene Perspektive auf schulische Themen –frei von persönlichen Einzelinteressen und mit dem Blick auf das Gesamtwohl aller Kinder. Sarah scheint eine aufmerksame Zuhörerin zu sein, welche sorgfältig abwägt, reflektiert, um erst danach ihren Standpunkt klar, verständlich einzubringen. Diese Eigenschaften sind entscheidend für eine konstruktive und lösungsorientierte Zusammenarbeit innerhalb der Schulpflege, aber auch in der grundlegenden Kooperation zwischen Schule und Gesellschaft. Martina Spalinger, Obfelden
Ein gut erhaltenes Mehrfamilienhaus an der Widenacherstrasse 2 ... ... und dessen Abriss. (Bilder zvg)
Die Sek Hausen informierte Eltern über den Einsatz künstlicher Intelligenz im Schulalltag. Seite 19
Im Tor zu Hause
Torhüterin Isabel Rutishauser aus Bonstetten fällt wegen Kreuzbandrisses aus. Seite 29
Für Natur engagiert
Im Gespräch mit Marianne Voss erzählte Tanja Rose von ihrer Arbeit bei Ades. Seite 32
Dringend Kinderärztin gesucht
Ärzte engagieren sich für Lösungen gegen den Ärztemangel
Regula ZellwegeR
Stellen Sie sich vor, Sie konnten im Knonauer Amt ein Eigenheim erwerben und freuen sich, dass Ihre drei Kinder in einer ländlichen Umgebung aufwachsen können. Sie arbeiten die mit dem Umzug verbundenen Aufgaben Punkt für
«Während sich vor zehn Jahren noch drei von zehn Ärztinnen und Ärzten in der Grundversorgung als stark gestresst bezeichneten, waren es 2025 bereits fünf von zehn.»
Bundesamt für Gesundheit BAG
Punkt ab. Auf Ihrer Liste steht: «Hausarzt und Kinderarzt finden.» Sie greifen zum Telefon, wählen Nummer um Nummer. Die Antwort lautet immer wieder: «Tut uns leid, wir können derzeit keine neuen Patientinnen und Patienten aufnehmen.» Irgendwann reisst Ihnen der Geduldsfaden. Verärgert erklären Sie: «Sie haben die Pflicht, meine Kinder aufzunehmen – sie haben schliesslich ein Recht auf medizinische Versorgung.» «Man glaubt kaum, was sich unsere Medizinischen Praxisassistentinnen am Telefon anhören müssen», erzählt die Obfelder Hausärztin Eveline Breidenstein. Ihr Kollege Erich Villiger ergänzt: «Wir verstehen die Sorgen der Eltern. Aber auch unsere Kapazitäten sind be
«Man glaubt kaum, was sich unsere Medizinischen Praxisassistentinnen am Telefon anhören müssen.»
Eveline Breidenstein, Hausärztin
grenzt. Unsere Wochenarbeitszeit liegt bei 50 Stunden oder mehr. Gleichzeitig beanspruchen regulatorische Vorgaben – verbindliche Gesetze, Richtlinien, Normen und Standards – sowie Berichte an Versicherungen, ärztliche Zeugnisse, Dokumentation und digitale Erfassung immer mehr Zeit. Mit diesem Pensum decken wir oft kaum mehr als die laufenden Praxiskosten.»
Alarmierende Zahlen: Es mangelt an Kinderärzten
«Der Kinderärztemangel in der Schweiz verschärft sich dramatisch: Jeder vierte
Das Führungsteam der MedVita-Gemeinschaftspraxis in Obfelden: Hausärztin Eveline
Erich Villiger und Geschäftsführerin Sandra Pfaff. (Bild Regula Zellweger)
Kinderarzt geht bis 2029 in Pension, während bereits heute mehrere Hundert Kinderärztinnen und Kinderärzte fehlen.» Die Situation betrifft jedoch nicht nur die Pädiatrie. 2023 war jede zweite berufstätige Ärztin beziehungsweise jeder zweite Arzt in der Schweiz 50 Jahre oder älter, jede vierte Person sogar
«Wir suchen mit Unterstützung von Headhuntern intensiv nach Ersatz.»
Sandra Pfaff, Geschäftsführerin von MedVita
über 60. Rund 40 Prozent der berufstätigen Ärzteschaft stammen heute aus dem Ausland.
Auch die Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte FMH bestätigt die Entwicklung: «Die Zahl der Praxen, die keine neuen Patientinnen und Patienten aufnehmen, nimmt zu. Lange Wartezeiten und Praxisschliessungen verschärfen die prekäre Situation.»
Beruf erfüllt – Rahmenbedingungen belasten
In Affoltern wird eine Kinderarztpraxis geschlossen – offenbar mangels Nach
folgelösung. Auch in der Gemeinschaftspraxis MedVita in Obfelden ist die Situation angespannt: Der Kinderarzt aus Rumänien hat gekündigt. Sandra Pfaff, Geschäftsführerin von MedVita, erklärt: «Wir suchen mit Unterstützung von Headhuntern intensiv nach Ersatz.»
«Unsere Wochenarbeitszeit liegt bei 50 Stunden oder mehr.»
Erich Villiger, Hausarzt
Die Praxisgründer Eveline Breidenstein und Erich Villiger verfolgen mit ihrem interdisziplinären Team das Konzept eines «Ärztehauses für die ganze Familie». Vom Säugling bis zur hochbetagten Person soll eine umfassende ambulante Grundversorgung gewährleistet werden.
Weil qualifiziertes medizinisches Personal immer schwieriger zu finden ist, engagieren sich die beiden Ärzte bewusst auch in der Nachwuchsförderung und in berufspolitischen Fragen.
Laut Aussage des Bundesamtes für Gesundheit BAG sind fast acht von zehn Ärztinnen und Ärzten mit ihrer beruf
lichen Tätigkeit zufrieden oder sehr zufrieden. Mit ihrem Arbeitspensum und ihrer WorkLifeBalance hingegen weniger als die Hälfte. Mit anderen Worten: Der Beruf erfüllt – die Rahmenbedingungen oft nicht. Zu viel Administration, einengende Vorschriften, zu wenig Zeit für Patientinnen und Patienten? «Während sich vor zehn Jahren noch drei von zehn Ärztinnen und Ärzten in der Grundversorgung als stark gestresst bezeichneten, waren es 2025 bereits fünf von zehn», so das BAG.
Lösungsansätze der MedVitaGemeinschaftspraxis in Obfelden Mit ihrem Ärztehaus verfolgen Eveline Breidenstein und Erich Villiger bereits einen zukunftsweisenden Ansatz. Gemeinschaftspraxen bieten zahlreiche Vorteile: Sie bündeln Ressourcen, reduzieren wirtschaftliche Risiken und verbessern die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.
Zudem ermöglichen sie fachlichen Austausch, erleichtern Stellvertretungen und senken Betriebskosten durch gemeinsam genutzte Infrastruktur und Personal. Auch die Patienten profitieren vom breiteren medizinischen Angebot unter einem Dach. Ärztinnen und Ärzte können Aufgaben gezielt delegieren –beispielsweise an erfahrene Medizinische Praxisassistentinnen. Auch Advanced Practice Nurses mit erweiterten Kompetenzen könnten künftig eine wichtige Rolle übernehmen – vorausgesetzt, Ausbildung und Entlöhnung stimmen.
Eveline Breidenstein und Erich Villiger engagieren sich zudem in der Ausbildung des Nachwuchses. Sie bieten Praktika für Medizinstudierende sowie Stellen für Assistenzärztinnen und Assistenzärzte an und übernehmen dabei Mentoratsfunktionen. Finanziell lohnt
Be su ch en S ie un se re W
sich dieses Engagement kurzfristig kaum – langfristig jedoch ist es eine Investition in die medizinische Zukunft.
Ärztemangel betrifft das ganze System
«Kleine Spitäler verschwinden, und grosse Häuser nehmen nur begrenzt frisch gebackene Assistenzärztinnen und Assistenzärzte auf», sagt Erich Villiger. Ein weiteres Problem sehen beide Ärzte in der Ausbildung: «Im Medizinstudium nimmt die Pädiatrie, Kinderheilkunde, nach wie vor zu wenig Raum ein.» Deshalb übernehmen sie in ihrer Hausarztpraxis bewusst auch einfachere Fälle der Kinder und Jugendmedizin. So können sich Kinderärztinnen auf komplexe Diagnostik, Entwicklungsstörungen und chronischeErkrankungen konzentrieren. Klar ist jedoch: Die Schweiz muss mehr Ärztinnen und Ärzte ausbilden. Der Mangel betrifft längst nicht nur die Kinderheilkunde. Mit der demografischen Entwicklung steigen die Anforderungen zusätzlich. Immer mehr ältere und hochaltrige Menschen leiden an mehreren Erkrankungen gleichzeitig – die hausärztliche Versorgung wird dadurch anspruchsvoller und zeitintensiver.
«Die Zahl der Praxen, die keine neuen Patientinnen und Patienten aufnehmen, nimmt zu. Lange Wartezeiten und Praxisschliessungen verschärfen die prekäre Situation.»
Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte FMH
Um die medizinische Grundversorgung langfristig sicherzustellen, braucht es ein Umdenken – bei der Ärzteschaft, im Bildungswesen, in der Politik und auch bei den Patientinnen und Patienten. «Das System ist bereits gekippt», sagen die beiden Obfelder Hausärzte. «Schon heute fehlen mehrere Tausend Hausärzte und Kinderärztinnen für die Grundversorgung. Absagen bei Neuaufnahmen und lange Wartezeiten sind derzeit kaum vermeidbar.» Wenn die medizinische Grundversorgung auch morgen noch funktionieren soll, braucht es heute entschlossene Investitionen in Menschen, Strukturen und Nachwuchs. Denn wenn Ärztinnen und Ärzte fehlen, geht es längst nicht mehr nur um Wartezeiten – sondern um die Gesundheitsversorgung einer ganzen Generation.
Mit der Serie Unternehmerinnen und Unternehmer stellt der «Anzeiger» in lockerer Folge Unternehmerpersönlichkeiten vor und würdigt damit deren Engagement für den Wirtschaftsstandort Knonauer Amt. (red)
Breidenstein, Hausarzt
Ref. Kirchgemeinde
Knonauer Amt
Alle Anlässe auf www.ref-knonaueramt.ch und im reformiert.lokal
Donnerstag, 28. Mai
19.00 Kirche Mettmenstetten
Liturgische Abendmahlsfeier
Pfr. Andreas Fritz
Freitag, 29. Mai
14.30 Mettmenstetten Pfarrhaus Erzählcafé
«Duft/Geschmack» mit Sozialdiakonin Aroha Flury
19.00 Treffpunkt kath. Kirche Hausen ÖkumenischeVollmondwanderung zum Gubel.
Zusammensein. Bei Vollmond die Ruhe der Nacht und die stillen Momente geniessen. Impulse empfangen.
Samstag, 30. Mai
10.00 Affoltern Wöschhüsli
Trauer-Treff «Liechtblick»
10.30 Affoltern Seewadel
Gottesdienst
Pfr. Ueli Flachsmann
Sonntag, 31. Mai
10.00 Kirche Aeugst
Konfirmationsgottesdienst
Pfrn. Selina Zürrer
Musik: Young Hauser
Anschliessend Kirchenkaffee
10.00 Kirche Affoltern
Konfirmationsgottesdienst
Pfr. Werner Schneebeli
Musik: Antonia Nardone
Anschliessend Apéro
10.00 Kirche Bonstetten
Konfirmationsgottesdienst
Pfrn. Susanne Sauder
Musik: Ruth Noemi BelonniRosario, Robin Bodenmann, Eva Foth und Dylan Collins
Anschliessend Platzkonzert des Musikvereins Bonstetten und Apéro riche
10.00 Kirche Mettmenstetten
Singgottesdienst mit der Kantorei Knonauer Amt
Leitung: Rico Zela
Pfr. Andreas Fritz
Musik: Daniel Rüegg
10.00 Kirche Ottenbach
Gottesdienst mitgestaltet von den Untikindern
Pfr. Ueli Flachsmann
Musik: Andrea Kobi
Anschliessend Kirchenkaffee
19.00 Kirche Rifferswil
Abendgottesdienst mit John Francis O`Mara
Der Singer-Songwriter und Priester aus den USA stellt sein neues
Album vor.
Pfrn. Elisabeth Armingeon
Anschliessend Apéro
Montag, 1. Juni
10.00 Hausen Pfarrhaus
Lese- und Gesprächskreis
Pfrn. Irene Girardet
19.00 Ottenbach Chilehuus
Bibelabend mit Cornelia Lippuner
19.30 Kirche Aeugst
Offenes Singen Aeugst
Regelmässige und unregelmässige Mitsänger:innen herzlich willkommen. Einsteigen jederzeit möglich.
Dienstag, 2. Juni
16.00 Affoltern Chilehuus
Gesprächsgruppe für pflegende und begleitende Angehörige
19.30 Kirche Ottenbach
Kirchgemeindeversammlung
Die Kirchenpflege der Evang.-ref. Kirchgemeinde Knonauer Amt lädt alle Stimmberechtigten zur Kirchgemeindeversammlung ein.
Freitag, 5. Juni
12.00 Hausen Pfarrhaus
Zäme Zmittag
Anmeldung bis Mi Abend an sonja_billeter@datazug.ch od. 044 764 02 15 (Pfarramt)
Ref. Kirche Kappel
Freitag, 29. Mai
19.00 ökumenische Gubelwanderung Start bei der kath. Kirche Hausen
Sonntag, 31. Mai
10.00 Konfirmationsgottesdienst in der Kirche mit Pfrn. Anne-Carolin Hopmann und der Konfirmandengruppe Musik: Sawako Miura (Orgel) anschliessend Apéro www.kirchekappel.ch
Kloster Kappel am Albis
Tagzeitengebet
Werktags: 7.45, 12.00 und 18.00 Uhr in der Klosterkirche
Donnerstag, 28. Mai
13.30 –14.30 Führung durch die Klosteranlage Treffpunkt: Amtshausplatz keine Anmeldung erforderlich, Eintritt frei
Dienstag, 2. Juni
9.00 –11.00 Sticken und Stricken mit Susanne Bachmann Eintritt frei, keine Anmeldung nötig, keine Grundkenntnisse nötig
13.30 –14.30 Führung durch die Klostergärten
Treffpunkt: Amtshausplatz keine Anmeldung erforderlich, Eintritt frei www.klosterkappel.ch
Ref. Kirche Knonau
Sonntag, 31. Mai
10.00 Konfirmationsgottesdienst mit Pfarrerin Claudia Mehl und der Konfirmandengruppe Musik: Motoko Matsushita, Orgel und Eva Wey, Violine anschliessend Apéro vor der Kirche www.kircheknonau.ch
10.00 Kirche Wettswil, Konfirmation, Familien-Gottesdienst Pfr. Matthias Ruff und Konfirmanden Musik: Petra Wydler-Hugi, Gesang und Flügel, Viktoryia Haveinovich, Orgel, anschl. Apéro
Montag, 1. Juni
19.00 Stille und Tanz in Wettswil
Donnerstag, 4. Juni
9.30 Kirche Stallikon, Fiire mit de Chliine
Freitag, 5. Juni
9.00 Elternkafi in Wettswil
Alle Infos zu Veranstaltungen auf der Homepage www.kirche-stallikon-wettswil.ch
Kath. Kirche Affoltern am Albis
Samstag, 30. Mai
17.30 Eucharistiefeier
Sonntag, 31. Mai
9.00 Eucharistiefeier www.kath-affoltern.ch
Kath. Kirche Bonstetten
Samstag, 30. Mai
18.00 Santa Messa ital. Gottesdienst
Sonntag, 31. Mai
10.30 Feier der Erstkommunion mit dem Musikverein Bonstetten www.kath-bonstetten.ch
Kath. Kirche Hausen am Albis
Wir freuen uns, mit Euch folgende Gottesdienste zu feiern:
Freitag, 29. Mai
19.00 Start Gubelwanderung bei unserer Kirche. Zusammen wandern wir zur Bartholomäus-Kapelle und dann weiter zum Kloster Gubel. Zum Abschluss gibt es ein MitternachtsApéro in unserer Kirche. Nähere Infos findet ihr auf unserer Homepage.
Samstag, 30. Mai
17.00 Eucharistiefeier mit Ignace, Matthias und der Musik: José anschl Kirchgemeindeversammlung.
Donnerstag, 4. Juni
8.15 Wortgottesfeier mit Matthias
Freitag, 5. Juni
19.30 Herz Jesu Andacht und Rosenkranzgebet mit Matthias www.kath-hausen-mettmenstetten.ch
Kath. Kirche Mettmenstetten
Samstag, 30. Mai
17.00 Gottesdienst mit Pfr. Ignace, Diakon Matthias in der Herz Jesu Kirche Hausen, anschl. Kirchgemeindeversammlung
Sonntag, 31. Mai
9.30 Eucharistiefeier mit Taufe, anschl. Chilekafi
Donnerstag, 4. Juni
9.30 Eucharistiefeier, anschl. Chilekafi
Freitag, 5. Juni
19.00 Abendandacht in der Kapelle St. Verena in Aettenschwil, anschl. Grillplausch mit Unkostenbeitrag www.kath-hausen-mettmenstetten.ch
Kath. Kirche Obfelden
Sonntag, 31. Mai
10.30 Eucharistiefeier www.kath-affoltern.ch
Viva Kirche Affoltern am Albis
Sonntag, 31. Mai
10.00 Gottesdienst mit Livestream Kinder-/Teensprogramm www.sunntig.ch
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Aktive Standortförderung im Säuliamt
Erfolgsmeldungen aus den Bereichen Bildung, Energie und Umweltschutz
Der Vorstand der Standortförderung Knonauer Amt von links:
(nicht auf dem Bild Eliane Studer Kilchenmann). (Bild Martin Platter)
Martin Platter
Die gut besuchte Generalversammlung der Standortförderung Knonauer Amt am letzten Donnerstagabend in Affoltern stand ganz im Zeichen regionaler Erfolge und zukunftsweisender Projekte. Präsident Marcel Strebel eröffnete die Versammlung mit einer Prise Humor und dankte den Anwesenden für ihr Erscheinen trotz des schönen Wetters, während er mit einem Augenzwinkern anmerkte, dass die Entschuldigten dann im Protokoll vermerkt würden, was im Saal Gelächter auslöste.
Viel Zeit beanspruchte der Tätigkeitsbericht. Unter dem Motto «Vom Wimmelbild zu den acht Handlungsfeldern» blickte Geschäftsführer Johannes Bartels auf ein intensives Vereinsjahr mit insgesamt neun erfolgreichen Veranstaltungen zurück. Das dichte Programm reichte vom KMU-Workshop im Januar über das Unternehmerfrühstück im Mai bis hin zum Immobilien-Zmorge mit dem Schwerpunkt zirkuläres Bauen und der Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten im Oktober. Ein besonderer Meilenstein gelang zudem im Juli 2025,
als eine sechsköpfige Delegation direkt im Büro bei Bildungsdirektorin Silvia Steiner für eine Mittelschule im Säuliamt vorsprechen konnte.
Neue Berufswahlschule in Hedingen Ein weiteres Highlight aus dem Bereich Bildung präsentierte Peter Wehrli, Bezirksrat und Rektor der Berufswahlschule Horgen, der sich stark für eine eigene BWS im Säuliamt einsetzt, damit die aktuell 54 betroffenen Jugendlichen nicht mehr ins Limmattal pendeln müssen. Als idealer Standort wurden leerstehende Räumlichkeiten der Ernst Schweizer AG ins Auge gefasst. Geplant ist, das bewährte pädagogische Konzept aus Horgen und die Trägerschaft der BWS Limmattal zu übernehmen. Der für das Schuljahr 2027/28 angedachte Pilotversuch mit drei Klassen verspricht kürzere Schulwege, mehr Nähe zu den lokalen Lehrbetrieben, die auch im Unterricht vorsprechen dürfen, sowie die Aufnahme von Lernenden mit sonderpädagogischem Bedarf bei maximal gleichbleibenden Kosten, was im Saal mit grossem Applaus gewürdigt wurde. Na-
thanael Wenger präsentierte die Aktivitäten des Naturnetzes Knonauer Amt, das als Reaktion auf die intensive Waldnutzung seit der Pandemie einen Waldknigge mit grossen Infotafeln initiierte, die an Besucher-Hotspots in sieben Gemeinden aufgestellt wurden. Dazu gab es sechs gut besuchte Biodiversitätsveranstaltungen, und es wurden vier neue Erklärvideos zu Neophyten auf Youtube @naturnetzknonaueramt1408 bereitgestellt. Fürs laufende Jahr ist ein Workshop zu Lichtverschmutzung und intelligenten Lichtsystemen im öffentlichen Raum geplant.
Im Handlungsfeld Energie gibt es ebenfalls tiefgreifende Neuerungen, wie Johannes Bartels berichtete. Künftig wird das Monitoring der erneuerbaren Energieträger über die professionelle Software Ecospeed statt via Excel erfolgen. Durch eine gemeinsame Energieplanung aller Gemeinden liess sich eine Kostenersparnis von 25 bis 30 Prozent erzielen. Aus Zuschüssen der öffentlichen Hand konnten die Finanzierungen für die Machbarkeitsstudie zur saisonalen Wärmespeicherung sowie für die Wirtschaftlichkeitsanalyse der Hofdün-
gernutzung mittels Biogas aus Gülle gesichert werden. Von Raphael Frei war zu vernehmen, dass die Gratis-Energieberatung forciert werden soll. Bis zum Jahr
«Die Herausforderungen, Unternehmungen im Säuliamt anzusiedeln, sind vielfältig. Endlich ist es uns gelungen!»
Johannes Bartels, Standortförderer
2030 ist der vollständige Ersatz von Elektroheizungen gefordert, wofür der Kanton derzeit noch grosszügige Unterstüt-
zungsgelder zahlt. Vorsichtig zuversichtlich gab sich Bartels auf die vom Bundesamt für Strassen (Astra) in Aussicht gestellte Baubewilligung für das geplante Solarkraftwerk über der A4, denn so weit sei man schon mal gewesen.
Integrierte Gesundheitsversorgung
Ambitioniert präsentiert sich das Projekt aus dem Bereich integrierte Gesundheitsversorgung, das von Iris Geissbühler betreut wird: Geplant ist eine Homepage, die Leistungsbedürftige und -erbringer vernetzt und als Informationsquelle für eine umfassende gesundheitliche Prävention und Versorgung im Säuliamt dienen soll, um die Region auch im Gesundheitsbereich für Fachkräfte attraktiv zu machen.
Johannes Bartels berichtete über das Projekt «Region zu Tisch», das mit wissenschaftlicher Begleitung der ZHAW und finanziert durch Stiftungen das Ziel verfolgt, Lebensmittel auf regionaler Ebene mit kurzen Wegen direkt auf die Teller der Konsumenten im Säuliamt zu bringen. Zum Abschluss erzählte Bartels von den vielfältigen Herausforderungen, Unternehmungen im Säuliamt anzusiedeln: «Endlich ist es uns gelungen!» Entsprechend euphorisch würdigte Marcel Strebel den grossen Einsatz Bartels und der übrigen Mitstreiter aus dem Vorstand.
Keine Fragen warfen die formalen Traktanden auf. Bei einem Budget von 234000 Franken endet das Geschäftsjahr mit einem Verlust von 15517 Franken. Beim Mitgliederbestand von 126 gab es sieben Austritte und fünf Eintritte. Entsprechend rechnet Rechnungsführerin Angela Studer bei gleichbleibenden Mitgliederbeiträgen fürs Budget 2027 mit ähnlichen Zahlen wie im Vorjahr. Anstelle der zurücktretenden Eliane Studer Kilchenmann und Sabine Weisbrod wurden Eveline Fenner und Samuel Schweizer einstimmig in den Vorstand gewählt. Präsident Marcel Strebel, sein Vize Ronald Alder sowie die Bisherigen Raphael Frei, Corinne Maag-Stooss, Toni Schönbächler, Roger Schuhmacher, Vreni Spinner und Angela Studer wurden bis 2028 im Amt bestätigt.
Künstliche Intelligenz im Schulalltag: Ein Infoabend für Eltern an der Sek Hausen
Digitale Helfer sind längst Realität geworden. Das gilt für die Freizeit genauso wie für den Unterricht. Doch wie sieht zeitgemässes Lernen aus, wenn Algorithmen per Knopfdruck Lösungen liefern? Am Donnerstag, 21. Mai, fand an der Sekundarschule Hausen am Albis ein gut besuchter Elternbildungsanlass zum Thema «Lernen mit KI» statt. Rund 50 Eltern fanden sich im Gemeindesaal zusammen, um über die Chancen und Gefahren der künstlichen Intelligenz (KI) im Schulalltag zu diskutieren. Christine Kehrli, Präsidentin des Elternrates, eröffnete die Runde und übergab das Wort an die Hauptreferentin des Abends: Simone Ries. Die KI-Bildungsexpertin, Sekundarlehrerin und Mutter einer jugendlichen Tochter brachte geballtes Praxiswissen mit. Sie hat unter anderem eine Sprachschule für Kinder gegründet, eine Informatik- und DigitalisierungsApp entwickelt und ist seit über 20 Jahren an der Pädagogischen Hochschule tätig.
Potenzial und Stolpersteine
Die Bildungsspezialistin analysierte den aktuellen technologischen Wandel im Bildungsbereich. Sie beleuchtete das enorme Potenzial von KI-Tools, warnte vor Stolpersteinen und erklärte differenziert, welche Softwares für Jugendliche tatsächlich einen echten Mehrwert bieten. Das zentrale Credo des Vortrags lautete: «Lernen mit KI anstatt trotz KI!»
Simone Ries machte deutlich, dass Kinder ihren Eltern beim Thema Technologie oft schon einen Schritt voraus sind. Umso wichtiger sei es für Erziehungsberechtigte, sich auf den neuesten Stand zu bringen.
In ihrem Vortrag gab sie Orientierung und gliederte die Entwicklung der KI in drei Etappen: vom persönlichen Anvertrauen über Hausaufgaben im Eiltempo bis hin zur modernen Bildgenerierung. Die Technologie hinter Deep Learning und Machine-Learning entwickelt sich rasant, schneller als Forschung und Gesetzgebung, was auch Schulen vor völlig neue Herausforderungen stellt. Mittlerweile lässt sich fast alles künstlich herstellen, wie Beispiele zu Fake News und Deepfakes eindrücklich zeigten. Wie allgegenwärtig KI bereits ist, verdeutlichte Ries anhand von Alltagsbeispielen, die Jugendliche täglich nutzen: Social Media, Gaming, persona-
lisierte Feeds, Spotify-Musikempfehlungen oder Sprachassistenten. Die Expertin ermutigte die Eltern, aktiv den Dialog mit ihren Kindern zu suchen. Unter den drei grossen Tools ChatGPT, Copilot und Gemini nimmt das generative Deep Learning heute eine Schlüsselrolle ein.
Podiumsrunde: Elternfragen im Fokus Im Zentrum des Abends stand auch das Konzept der Sekundarschule Hausen selbst. Mit welchen konkreten Massnahmen reagiert die Schule auf das hohe Tempo der Technologie, um Jugendliche optimal zu fördern? In einem Podiumsgespräch diskutierten Lehrpersonen und die Schulleitung intensiv mit den Eltern über Erwartungen, Sorgen und konkrete Beispiele.
Eine besorgte Mutter eröffnete die Fragerunde mit einem zentralen Problem: «Wie verhindern Sie als Lehrper-
sonen überhaupt noch, dass die Hausaufgaben einfach komplett von ChatGPT oder Gemini geschrieben werden?» Ein Sekundarlehrer auf dem Podium beruhigte: «Ein reines Verbot bringt uns nicht weiter, denn die Technologie verschwindet nicht mehr. Wir haben eine gemeinsame Grundhaltung und Leitlinie für uns Lehrpersonen und Grundregeln für die Schülerinnen und Schüler erarbeitet. Des Weiteren passen wir unsere Aufgabenstellungen an. Statt nur fertige Texte zu verlangen, bewerten wir vermehrt den Entstehungsprozess, die kritische Quellenprüfung oder lassen die Jugendlichen den von der KI generierten Text im Unterricht korrigieren und hinterfragen. Das schult das kritische Denken. Grundsätzlich gilt die Regel: Zuerst denken, dann prompten!» Eine Mutter äusserte Bedenken bezüglich der Chancengleichheit und des Jugendschutzes: «Es gibt so viele verschiedene Tools und Risiken wie Fake News. Wie bringen Sie den Jugendlichen bei, hier die Spreu vom Weizen zu trennen?» Die Schulleitung nahm dazu Stellung: «Das ist genau unser Auftrag bei der Medienkompetenz. Wir nutzen die rasante Entwicklung, um im Unterricht gezielt über Deepfakes und manipulierte Medien zu sprechen. Die Schülerinnen und Schüler müssen lernen, KI als Werkzeug zu verstehen, dessen Output man niemals ungeprüft übernehmen darf. Unser Ziel ist ein bewusster, transparenter und reflektierter Umgang.»
Auch das Thema Datenschutz brannte den Eltern unter den Nägeln: «Geben unsere Kinder beim Nutzen dieser Programme nicht massenhaft private Daten preis?» «Das ist ein absolut kritischer Punkt», betonte ein weiteres Mitglied des Podiums. «Wir sensibilisieren die Jugendlichen stark dafür, keine persönlichen Daten oder privaten Texte in die Prompts einzugeben. Zudem prüfen wir als Schule laufend, welche Tools wir datenschutzkonform im Unterricht einbetten können, um einen sicheren Rahmen zu gewährleisten.»
Abschliessend betont die Schulleitung: «Es ist eine weltweite Thematik, nicht nur an unserer Schule. Wir müssen als Schule und Eltern zusammenarbeiten und einander auf diesem Weg unterstützen.»
Offener Austausch beim Apéro
Die rege Beteiligung und der volle Saal zeigten, wie sehr das Thema den Familien unter den Nägeln brennt. Der anschliessende Apéro bot folglich den passenden Rahmen für den persönlichen Austausch. In ungezwungener Atmosphäre wurden zwischen Eltern, Lehrpersonen und der Schulleitung noch weitere Fragen diskutiert und Erfahrungen aus dem Familienalltag ausgetauscht.
Isabelle Girardet, Sekundarschule Hausen
Sabine Weisbrod, Nathanael Wenger, Vreni Spinner, Samuel Schweizer, Präsident Marcel Strebel, Roger Schumacher, Raphael Frei, Toni Schönbächler, Geschäftsführer Johannes Bartels, Angela Studer, Peter Wehrli, Eveline Fenner, Iris Geissbühler
Rund 50 Eltern nahmen am Elternbildungsanlass teil. (Bild zvg)
AbMittwoch
8.40 statt14.10
Lipton IceTea
div.Sorten,z.B. Lemon, 6x1,5l
Montag,25.5.bis Samstag,30.5.26
Minor Schokolade div.Sorten,z.B. Praliné-Stängel, 30x22g
Mit einer Inserierung auf unseren Spezialseiten erreichen Sie jede Haushaltung in allen 14 Gemeinden des Säuliamts.
Auflage des Anzeigers aus dem Bezirk: 27 500 Exemplare
Mini-Wassermelonen Spanien/Italien,Stück
FolEpi inScheiben,150g
LeisiQuick Kuchenteig div.Sorten,z.B. rund,230g
Spezialseiten des Anzeigers
– Planen / Umbauen
– Bauen / Renovieren
– Garten
– Auto
– Was, Wer, Wo
– Gesund, schön und fit – Sport
– Einkaufen
– Unsere Nachbarn
Anzeigenverkauf: Kaspar Köchli Anzeiger Affoltern
– Bon Appétit
– Gartenrestaurants
– Lehrstellen
– Treuhand
– Geschenk-Ideen
– Wild und andere Spezialitäten
Hauptsache gesund?
Ausstellungsbesuch im Stapferhaus Lenzburg mit dialogischem Rundgang
Die Führung durch die interaktive Ausstellung beginnt im Wartezimmer. (Bild Anita Affentranger / Stapferhaus)
Gesundheit ist das grosse Versprechen unserer Zeit. Die einen setzen auf Training und Tracking, die anderen auf Superfood und Spurenelemente, die dritten auf die neueste Forschung und
AGENDA
Donnerstag, 28. Mai
Affoltern
◴ 11.15: Mittagstisch
Ortsvertretung Pro Senectute. Abmeldung: Esther Maurer.
● Restaurant Mela Senevita
Obstgarten, Obstgartenstrasse 9
Veranstalter: Ortsvertretung Pro Senectute. Mittagessen 23 Franken
Bonstetten
◴ 20.15-22.00: Konzert
SOFIA (Support of Female Improvising Artists), junge improvisierende Musikerinnen u.a. mit Nicole Johänntgen und Linda Scharnagl, Saxofon, und Lea Gasser, Akkordeon.
● Kulturkeller lamarotte, Centralweg 10
Veranstalter: Kulturkeller lamarotte. Bar ab 18.30Uhr. Eintritt frei, Kollekte. Essen ab 19.00Uhr, 20 Franken. www.lamarotte.ch
Hausen
◴ 20.00-01.00: Konzert Spicy Soundkitchen. Blues, Soul, Latin und Funk mit erlesenen
Zutaten aus würziger Soundküche. ● Gemeinschaftsraum, Rifferswilerstrasse
◴ 13.30-14.30: Führung Führung durch die Klosteranlage.
● Kloster Kappel, Kappelerhof 5
Veranstalter: Kloster Kappel. Eintritt frei, keine Anmeldung. Treffpunkt: Amtshausplatz (Eingang). www.klosterkappel.ch
Freitag, 29. Mai
Affoltern
◴ 19.00-21.00: Ausstellung Vernissage der Kunstausstellung
Krankheit? Wer ist für Gesundheit verantwortlich und wer bezahlt den Preis? Fragen wie diesen geht das Stapferhaus Lenzburg in einem interaktiven Parcours nach: stimmungsaufhellend, rezeptfrei und ohne Überweisung.
Einladung zur Visite
Die reformierte Erwachsenenbildung im Säuliamt lädt alle Interessierten am 6. Juni zu einem Ausstellungsbesuch mit dialogischer Führung ins Stapferhaus Lenzburg ein. Die Teilnehmenden treffen sich vor Ort und starten um 13.45 zu einem 90-minütigen Rundgang in Begleitung einer Vermittlungsperson, die zu den Highlights der Ausstellung führt. Im Anschluss daran besteht die Möglichkeit, die Ausstellung noch einmal auf eigene Faust zu erkunden. Da die Teilnehmendenzahl begrenzt ist, ist eine Anmeldung erforderlich.
Reformierte Kirche Knonauer Amt
Kinderclub «Geheimnisvolle Tiere der Nacht» am 13.
Juni
Natur aus ganz anderer Perspektive erleben
Spielerisch etwas über nachtaktive Tiere wie die Eule lernen.
(Bild Michael Gerber)
Spitzenmedizin. Mit Erfolg: Herr und Frau Schweizer werden so alt wie nie zuvor. Doch stellen sich auch gewichtige Fragen: Wie gesund ist gesund genug? Was ist ein gesunder Umgang mit
«Unscheinbar anders» mit Werken von Benita Millius und Moritz Stillhard.
◴ 20.30-22.30: Theater Mit der Komödie «Der Diener zweier Herren» bringt das Theater Kanton Zürich einen zeitlosen Klassiker voller Witz und Spielfreude auf die Bühne.
● Scheune auf dem Hof Röthlisberger
Veranstalter: Kulturkommission Knonau. Tickets unter eventfrog.ch oder auf der Gemeindeverwaltung Knonau. https://www. knonau.ch
Obfelden
◴ 18.00-21.00: Everdance-Fest Everdance-Obfelden feiert sein 15-Jahre-Jubiläum. Die Tänzerinnen der vier Gruppen zeigen verschiedene Choreografien.
Der Turnverein Obfelden zeigt an seiner öffentlichen Hauptprobe alle Turnfestdisziplinen. Grill ab 19.00Uhr, Show um 20.15 Uhr. Im Anschluss ist die TV-Bar geöffnet.
● Mehrzweckhalle Zendenfrei,
Samstag, 6. Juni, Treffpunkt um 13.35 im Stapferhaus Lenzburg, Hinreise individuell oder mit der Gruppe um 12.40 ab Bahnhof Affoltern. Unkostenbeitrag: 15 Franken (Eintritt + Führung, exkl. individueller Fahrtkosten). Für Inhaber des Schweizer Museumspasses sowie Studierende und Lehrlinge unter 26 Jahren und IV: 10 Franken. Anmeldung an: bettina.bartels@ref-knonaueramt.ch / 0447616015
Wenn die Dämmerung über dem Knonauer Amt hereinbricht, beginnt für viele Tiere erst der eigentliche Tag. Füchse streifen nun durch Wiesen und Waldränder, Rehe wagen sich in der ruhigen Nacht auf offene Flächen, und Fledermäuse jagen lautlos Insekten am Himmel. Auch Eulen sind perfekt an die
◴ 08.00-12.00: Wochenmarkt Wochenmarkt mit verschiedenen Attraktionen. Inkl. Coffee-to-go. Gesucht: neue Standbetreiber mit interessanten Artikeln.
● Marktplatz 1
Veranstalter: Verein Wochenmarkt Affoltern. Verein Wochenmarkt Affoltern
◴ 20.15-21.45: Theater Lorenz Gasser und Maria-Elisabeth Schäfer bringen die Tragikomödie «Superman ist tot» von Holger Schober auf die Bühne.
● Singsaal Schulhaus Semper, Kirchgasse 7
Veranstalter: KulturAffoltern. Eintritt frei, Kollekte. Bar offen ab 19:30 Uhr. www. kulturaffoltern.ch
Hausen
◴ 10.00-17.00: Quartiermarkt An diversen Ständen gibt es Gebrauchtes, Selbstgemachtes, Handwerkliches, Musikalisches, Pflanzliches, Keramik, Naturprodukte, Kleider, Spiele und Aktivitäten für Gross und Klein.
● Unterheischerstrasse, Seebrigstrasse und Juchweg
Veranstalter: OK Unterheischer Määrt. Angebote an den Ständen und Markt-Beizli
◴ 11.00-17.00: Konzert
Tag der offenen Tür im Wohnhuus Meilihof mit Livemusik von THE LOST KEYS ab 13.00 Uhr. Festwirtschaft mit Barbetrieb, Hausführungen und Verkaufsstand mit handgefertigten Produkten.
● Wohnhuus Meilihof, Dorfstrasse 3c
Veranstalter: Wohnhuus Meilihof. Ohne Eintritt, ohne Anmeldung. https://www.wfjb.ch/ index_mh.php
◴ 14.00-17.00: Vortrag «Alteingesessene Maschwander Familien im Fokus». Vortrag von Dr. André Gut. ● Gerbi, Dorfstrasse 24
◴ 19.00-23.00: Kabarett Mit seinem Programm «zmetztinne» trifft Enzler den Nerv der Zeit – mal nachdenklich, mal bissig, aber immer mit appenzellischem Charme. ● Gemeindesaal Ottenbach, Schulrain 12
Veranstalter: Verein Kultur Ottenbach. Türöffnung 19.00 Uhr inkl. Apéro. Beginn 20.00 Uhr. Tickets online oder Abendkasse. www.kultur-ottenbach.ch
Rifferswil
◴ 14.00-16.00: Exkursion Einblick in den revitalisierten Jonenbach in Rifferswil. Tiere wie Prachtlibellen, Edelkrebse und Zauneidechsen finden hier ein Zuhause.
● Bushaltestelle Oberrifferswil
Veranstalter: WWF Zürich. https://events.wwf. ch/3X3HOJw7/4a6vVj1YxJ. www.wwf-zh.ch/ wwf-zuerich/ueber-uns
Stallikon
◴ 10.00-12.00: Kafiträff
Die Anlagen der Säge und Mühle sind geöffnet, aber nicht in Betrieb. Mehlverkauf – grössere Mengen bitte vorbestellen via administration@aumueli.ch.
● Verein Pro Aumüli, Aumüli 10
Veranstalter: Verein Pro Aumüli. Weitere Informationen unter www.aumueli.ch
Sonntag, 31. Mai
Affoltern
◴ 16.00-17.30: Theater Lorenz Gasser und Maria-Elisabeth
Dunkelheit angepasst: Mit ihrem feinen Gehör orten sie selbst kleinste Bewegungen im Unterholz.
Genau diese geheimnisvolle Welt entdecken Kinder am Samstag, 13. Juni, beim Anlass «Geheimnisvolle Tiere der Nacht» des Vereins Naturnetz Unteramt (VNU). Alle Kinder ab sieben Jahren sind eingeladen – bei kleinen Kindern kann, wenn nötig, auch ein Elternteil dabei sein. Gemeinsam machen sich die Teilnehmenden zwischen Rifferswil und Kappel auf die Suche nach Eulen, Fledermäusen, Dachsen und Nachtfaltern. Der Anlass vermittelt Kindern auf spielerische Weise, wie wichtig naturnahe Lebensräume für diese Tiere sind. Taschenlampe und Neugier genügen, um die Natur einmal aus einer ganz anderen Perspektive zu erleben. Der Verein Naturnetz Unteramt engagiert sich seit über 90 Jahren für den Schutz wertvoller Lebensräume und die Förderung der Artenvielfalt in der Region.
Verein Naturnetz Unteramt
Der Anlass beginnt um 20.15 Uhr. Die Anzahl der Teilnehmenden ist beschränkt – Anmeldung nötig bis am Mittwoch vor dem Anlass per E-Mail bei Stefan Bachmann: sbachmann@naturnetz-unteramt.ch. Alle Infos: www.naturnetz-unteramt.ch/kinderclub
Schäfer bringen die Tragikomödie «Superman ist tot» von Holger Schober auf die Bühne.
● Singsaal Schulhaus Semper, Kirchgasse 7
Veranstalter: KulturAffoltern. Eintritt frei, Kollekte. Bar offen ab 15.15 Uhr. www. kulturaffoltern.ch
Dienstag, 2. Juni
Kappel
◴ 09.00-11.00: Stick-Treff Sticken und Stricken mit Susanne Bachmann.
● Kloster Kappel, Kappelerhof 5 Veranstalter: Kloster Kappel. Keine Anmeldung. Unkostenbeitrag 10 Franken. Eigene Projekte oder Decken besticken. www.klosterkappel.ch
◴ 13.30-14.30: Führung Führung durch die Klostergärten. ● Kloster Kappel, Kappelerhof 5
Veranstalter: Kloster Kappel. Eintritt frei, keine Anmeldung. Treffpunkt: Amtshausplatz (Eingang). www.klosterkappel.ch
Mittwoch, 3. Juni
Aeugst
◴ 18.30: Vernissage Vernissage der Ausstellung «dihei i dä gmeind aeugst» der Aeugster Kommission Dorfgeschichte. Gleichzeitig wird das 20-jährige Bestehen der Kommbox gefeiert. ● Kommbox
Veranstalter: Aeugster Kommission Dorfgeschichte
Veranstaltungshinweise erscheinen einmal wöchentlich freitags im «Anzeiger». Die Angaben sind bis Montag davor, 10 Uhr, auf der «Anzeiger»-Website zu erfassen: www.affolteranzeiger.ch
Ämtler Bibliotheken im Juni
«Lesebank-Aktion» von Mitte Juni bis Mitte September und vieles mehr
Auch diesen Sommer führen verschiedene Bibliotheken des Bezirks die «Lesebank-Aktion» durch. Es werden von Mitte Juni bis Mitte September bei Ruhebänken und in Badeanstalten Boxen mit Büchern und Zeitschriften bereitstehen, die zum Schmökern, Lesen und Verweilen einladen. Informationen zu den genauen Standorten geben die beteiligten
Bibliotheken von Aeugst, Affoltern am Albis, Bonstetten, Hausen, Hedingen, Maschwanden, Mettmenstetten, Obfelden, Rifferswil und Wettswil.
Bibliothek Aeugst
Mittwoch, 10. Juni, ab 15 Uhr: Spielen zusammen mit den Grosseltern. Grosseltern sind herzlich eingeladen, mit ihren Enkeln zum Spielen zu kommen.
Samstag, 13. Juni, 10 bis 12 Uhr: Neuerscheinungen – Buch und Kaffee. Das Bibliotheksteam hat die neuesten Romane eingekauft und lädt die Kundschaft zum Schmökern und zu einer Tasse Tee oder Kaffee ein.
Ab Mittwoch, 1. Juli, bis Sonntag, 20. September, stehen wieder drei Bücherkisten an den üblichen Plätzen (Höchweg, Panoramaweg, Unterdorf nebendemaltenUmspannungshäuschen) bereit und laden zum Verweilen ein.
Regionalbibliothek Affoltern
Dienstag, 2. Juni, 10 bis zirka 10.30 Uhr: Buchstart-Treff. Für Eltern und Grosseltern mit Kindern ab 9 Monaten. Gemeinsam Sprache erleben mit Reimen, Liedern und Geschichten.
Dienstag, 2. Juni, 16.30 bis 18 Uhr: Treffpunkt Digital. Unterstützung bei der Nutzung von Smartphones, Tablets und im Umgang mit dem Internet sowie bei Fragen zum digitalen Angebot der Bibliothek. Interessierte können ohne Voranmeldung mit Fragen und Geräten vorbeikommen.
Dienstag, 16. Juni, 16.30 bis 18 Uhr: Treffpunkt Digital. Mittwoch, 17. Juni, 9 Uhr: Büchermorgen: Es wird über das Buch «Der Gärtner und der Tod» von Georgi Gospodinov diskutiert.
Donnertag, 18. Juni, 15 bis ca. 15.30 Uhr: Buchstart-Treff.
Dienstag, 30. Juni, 16.30 bis 18 Uhr: Treffpunkt Digital. Im Freiluftbad Stigeli steht im Eingangsbereich eine Box mit Lesestoff bereit.
Bibliothek Bonstetten
Montag, 1. Juni, 19.15 bis 20.30 Uhr: Meet & Speak – English Conversation Group. Weitere Infos auf der Webseite. Dienstag, 2. Juni, 19 bis 21 Uhr: Spieleabend in der Bibliothek. Die Teilnehmenden können ihr Lieblingsspiel mitbringen oder Spiele der Bibliothek ausprobieren.
Mittwoch, 3. Juni, 9.30 bis 10.15 Uhr: Buchstart-Treff «Reim und Spiel» mit den Leseanimatorinnen Kathrin Baier und Cornelia Ramming. Für Kinder von 1½ bis 4 Jahren in Begleitung.
Donnerstag, 4. Juni, 17 bis 19 Uhr: Sommerbücherabend mit Buchneuheiten, ein feiner Apéro steht bereit.
Mittwoch, 10. Juni, 15 bis 17 Uhr: Spielenachmittag für Kinder von der 2. bis 6. Klasse. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.
Die Lesebänke stehen ab Mitte Juni bereit.
Bibliothek Hausen
Freitag, 19. Juni, 9 bis 11 Uhr: Onleihe –Beratung in der Bibliothek. Am 8. Juni wird die Onleihe 2 auf die Onleihe 3 umgestellt. Falls Fragen auftauchen oder die Umstellung nicht reibungslos klappt, können Interessierte gerne vorbeikommen. Anmeldung erwünscht unter bibliothek@hausen.ch oder Tel. 044 764 21 73 (während der Öffnungszeiten).
Ab Mitte Juni stehen wieder die beliebten Lesebänke zur Verfügung. Einer steht am Waldrand oberhalb des Friedhofs, der andere am Kindergartenweg zwischen Hausen und Ebertswil.
Bibliothek Hedingen
Mittwoch, 17. Juni, 9.30 bis 10 Uhr: Buchstart-Treff. Verse und Reime für Kleinkinder von ca. 9 bis 36 Monaten in Begleitung eines Erwachsenen.
Freitag, 19. Juni, 19 bis 21 Uhr: Kino für Kinder von 6 bis 10 Jahren. Unkostenbeitrag: 5 Franken (für Snack und Getränk), Anmeldung und Bezahlung erforderlich bis Mittwoch vor der Veranstaltung.
Mittwoch, 24. Juni, 14.30 bis 15.15 Uhr: Geschichten Taxi für Kinder von 4 bis 6 Jahren. Eine spannende Geschichte hören, Zvieri essen und gemeinsam etwas basteln.
Freitag, 26. Juni, 19.30 bis 20.30 Uhr: Bücherabend. Das Bibliotheksteam stellt Neuheiten aus der Erwachsenen-Belletristik vor. Anschliessend wird ein Apéro offeriert.
Bibliothek Knonau
Samstag, 13. Juni, 9.30 bis 10 Uhr: Gschichteziit für Kinder zwischen 3 und zirka 5 Jahren – Zuhören, Staunen und Verweilen. Ohne Anmeldung.
Weitere Informationen zu den Veranstaltungen sind auf der neuen Homepage zu finden: https://bibliotheken-zh. ch/knonau
Bibliothek Maschwanden
Die drei Lesebänke sind in der Gemeinde wieder installiert und die neu bestückten Lesekisten laden ein, in den Büchern zu stöbern und zu lesen.
Bibliothek Mettmenstetten
Mittwoch, 3. Juni, 14 bis 16 Uhr: StrickTreff. Gemeinsam stricken und häkeln in gemütlicher Runde in der Bibliothek.
Auch für Anfänger geeignet.
Freitag, 5. Juni, 9 bis 11 Uhr: Krabbel-Kafi für die ganz Kleinen und ihre Mamis und Papis, Grosis und Grossväter.
Bitte beachten: Am Freitag, 5. Juni, bleiben die Bibliothek und das Bibliotheks-Café ausnahmsweise geschlossen.
Das Krabbel-Kafi findet statt. Montag, 8. Juni, 19 bis 22 Uhr: SpielTreff Mettmenstetten. Gleichgesinnte
treffen sich zu einem gemütlichen SpielTreff.
Donnerstag, 11. Juni, 9 bis 11 Uhr: Femmes-Tische: Gesprächsrunden für Frauen mit Migrationserfahrung, egal wie lange sie bereits in der Schweiz leben oder welche Sprache sie sprechen: austauschen, vernetzen und Neues erfahren.
Ab Montag, 15. Juni: Sommerlektüre-Taschenbuch-Tausch. Wer eine leichte Lektüre oder einen spannenden Krimi für die Ferien sucht, ist beim Bring-undHol-Tisch richtig und wird sicher fündig. Es dürfen auch Taschenbücher vorbeigebracht werden; es freut sich sicher jemand darüber.
Donnerstag, 18. Juni, 19 bis 21 Uhr: Schach-Abend. Wer Lust hat, wieder einmal Schach zu spielen, ist herzlich willkommen. Es besteht die Möglichkeit, gegen verschiedene Teilnehmende zu spielen, unter anderem auch gegen Jugendliche der Öffentlichen Jugendarbeit. Schachbretter und Uhren sind vorhanden. Voranmeldung ist nicht nötig.
Freitag, 19. Juni, 9 bis 11 Uhr: Krabbel-Kafi für die ganz Kleinen und ihre Mamis und Papis, Grosis und Grossväter.
Donnerstag, 25. Juni, 14.30 bis 16.30 Uhr: DrähSchiibe-Kafi-Treffpunkt für alle – Gross und Klein, Jung und Alt mit Kaffee und Kuchen.
Im Bücherkasten im Schwimmbad Mettmenstetten findet man eine schöne Auswahl an Büchern und Zeitschriften, die man lesen und wieder zurücklegen oder auch gerne mitnehmen kann.
Bibliothek Obfelden
Ab Mitte Juni sind die Obfelder Lesebänke wieder in Betrieb. An folgenden Standorten kann man mit einem Buch, Comic oder einer Zeitschrift aus der Bücherkiste verweilen: In der Moosweid beim Nussbaum zwischen Bickwil und Ottenbach und am Waldrand zwischen dem Schützenhaus und Tambrig. Montag, 22. Juni, bis Mittwoch, 16. September: Sommerlese-Aktion: Kinder lesen für Kinder. Kinder lesen Bücher und helfen dabei anderen Kindern. Für jedes gelesene Buch suchen die Kinder Sponsoren, die einen kleinen Betrag spenden. Das gesammelte Geld wird im Namen der Obfelder Schülerinnen und Schüler dem Reha-Zentrum des Kinderspitals Affoltern am Albis gespendet. Die Liste zum Eintragen der gelesenen Bücher und Sponsoren kann ab sofort in der Biblio-
thek abgeholt werden. Abschlussveranstaltung: Mittwoch, 23. September 2026, um 14 Uhr. Gemeinsam wird das gesammelte Geld dem Reha-Zentrum überreicht. Alle, die mitgemacht haben, sind herzlich dazu eingeladen.
Bibliothek Ottenbach
Samstag, 6. Juni, 9.30 bis 11.30 Uhr: Panini-Tauschbörse Fifa-WM 2026 in der Bibliothek.
Samstag, 6. Juni, 13.30 bis 16 Uhr: Am Medienflohmarkt werden aussortierte Bücher, Spiele, CDs und DVDs für je 1 Franken angeboten. Gleichzeitig findet bei schönem Wetter draussen der Kinderflohmarkt statt. Eine Decke mitbringen (keine Tische) und alte «Schätze» verkaufen. Es dürfen keine Esswaren verkauft werden.
Dienstag, 9. Juni, und Samstag, 27. Juni, 9 bis 9.30 Uhr: Buchstart-Treff «Liedli und Versli» für Eltern mit Kleinkindern zwischen 1½ Jahren bis zum Kindergarteneintritt. Gemeinsam mit dem Kind in die Welt der Verse und Fingerspiele eintauchen. Ohne Anmeldung. Weitere Informationen sind auf der Homepage www.bibliothek-ottenbach. ch zu finden.
Bibliothek Rifferswil
Mittwoch, 3. und 17. Juni: Zäme lisme. Gemeinsam statt einsam – gemütlicher Treffpunkt in der Bibliothek, um zusammen zu stricken, zu häkeln, zu sticken, zu nähen. Eintritt frei. Am 3. Juni von 15.30 bis 17.30 Uhr, am 17. Juni von 19 bis 21 Uhr.
Donnerstag, 18. Juni, 19.30 Uhr: Neuheiten-Abend. Was gibt es Neues in der Welt der Bücher? Man darf sich inspirieren lassen. Nutzerinnen und Nutzer der Bibliothek sowie das Bibliotheksteam stellen neue Romane, Krimis und Sachbücher vor, die man bei Interesse gleich ausleihen kann. Im Anschluss Apéro. Eintritt frei.
Ab Mitte Juni laden wieder die drei Lesebänke dazu ein, in schöner Umgebung Rast zu machen und ein wenig zu schmökern. Sie befinden sich oberhalb der Kirche, auf dem Zeisenberg und am Jonenbach Richtung Hausen. Und wenn die Lektüre gefällt, darf man sie einfach einpacken und mit nach Hause nehmen.
Bibliothek Stallikon
Bis Samstag, 6. Juni: Kunstausstellung «Flüstern der Nacht» von Sahra Khan.
Die Ausstellung kann während der Öffnungszeiten der Bibliothek besichtigt werden.
Montag, 8. Juni, 19.15 bis 21 Uhr: Lesekreis. Es wird über das vorab gelesene Buch «Alle die Liebenden der Nacht» von Mieko Kawakami diskutiert. Der Lesekreis ist offen für alle Interessierten. Anmeldung gerne in der Bibliothek, per E-Mail oder telefonisch.
Mittwoch, 17. Juni, 15.30 Uhr: Geschichtenkoffer. Kathrin Baier nimmt die kleinen Zuhörerinnen und Zuhörer ab 4 Jahren mit auf ein Vorlese-Abenteuer mit Spiel und Spass. Ohne Anmeldung.
Freitag, 26. Juni, 10 bis 10.30 Uhr: Buchstart für Kleinkinder zwischen einem Jahr bis zum Kindergarteneintritt. Die Leseanimatorin Kathrin Baier taucht mit den Kindern und Erwachsenen in die Welt der Lieder, Gedichte und Reime ein. Ohne Voranmeldung.
Bibliothek Wettswil
Dienstag, 2. Juni, 14 bis 16.30 Uhr: Jass-Nachmittag. Jassbegeisterte treffen sich in der Bibliothek für eine gemütliche Jassrunde bei Kaffee und Kuchen. Anmeldung bis am Vorabend um 18 Uhr.
Mittwoch, 3. Juni, 15 bis 16.30 Uhr: Fussball-Bildli-Tauschbörse. Keine Anmeldung, alle sind willkommen.
Mittwoch, 3. Juni, 19 bis 19.45 Uhr: Yoga zwischen Büchern. Für Anfänger und Fortgeschrittene. Bitte eigene Yogamatte mitbringen. Keine Anmeldung. Mittwoch, 10. Juni, 19.30 bis 21.30 Uhr: Spielabend. Es wird Brändi Dog & Rummikub gespielt. Leitung Daniela Favero & Nicole Böhm. Anmeldung bis am Vorabend. Freitag, 12. Juni, 19.30 bis 22 Uhr: Ladies Night. Billette sind in der Bibliothek erhältlich.
Mittwoch, 24. Juni, 10 bis 10.30 Uhr: Buchstart-Treff für Kinder ab 9 Monaten in Begleitung. Gemeinsam in die Welt der Verse und Reime eintauchen und das Zusammensein geniessen.
Mittwoch, 24. Juni, 14.30 bis 15 Uhr: Geschichtenzeit für Kinder ab 3 Jahren in Begleitung. Gemeinsam eine Geschichte erleben.
Mittwoch, 24. Juni, 19.30 bis 20.30 Uhr: Buchclub. Die Teilnehmenden besprechen das Buch «Herrin des Mondes» der Autorin Jokha Alharthi. Anmeldung erforderlich.
Irene Scheurer, Regionalbibliothek
Wohnen in einer Baugenossenschaft am Beispiel der Bahoge
Öffentliche Veranstaltung am Samstag, 6. Juni
Siedlung Hedingerfeld der Bahoge, Sanierung der 1. Etappe kurz vor dem Abschluss. (Bild zvg)
Das Thema Wohnen steht seit längerer Zeit ganz oben auf der Problemliste vieler Leute. Mit der Wohnungsinitiative und der Wohnschutzinitiative stehen wichtige Entscheide vor der Abstimmung. Gemeinnützige Wohnbaugenossenschaften sind Teil der Lösung. Die Grüne Partei rückt diese ins Zentrum einer öffentlichen Veranstaltung.
Drei Kurzvorträge über Wohnbaugenossenschaften
Im Bezirk Affoltern gibt es 25 gemeinnützige Bauträger mit insgesamt 985 Wohnungen. Die Baugenossenschaft Bahoge ist eine davon und renoviert aktuell ihre Siedlung im Hedingerfeld mit insgesamt 84 Wohnungen.
Drei Kurzvorträge geben Einblick in die Funktionsweise der Baugenossenschaften im Allgemeinen, im Bezirk
15. Spanferkel-Essen in Uerzlikon
Grandiose Stimmung ist garantiert
Historie dieses Anlasses: Ueli als ehemaliger Säulizüchter organisiert diesen Anlass bereits zum 15. Mal. Viele Gäste besuchen seit Jahren dieses bereits zur
Tradition gewordene Fest. Seit ein paar Tagen ist nun Ueli 80 Jahre alt. 2022 fand Ueli Scheebeli in Werner Lüthi einen Partner, der das ganze Manage-
Ausschreibung für einen Sense-Kurs
Unterhaltsarbeiten mit der Sense im Siedlungsraum leisten einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung und Förderung der Biodiversität. Die «Sägisse» als altbewährtes Werkzeug braucht aber etwas Wissen und Schärfe für den gelungenen Einsatz! Die Heimatschutzgesellschaft Oberamt, www.nhoberamt.ch, organi-
siert zusammen mit der Firma Strub Holzwaren schon zum vierten Mal einen Sense-Kurs für motivierte Interessierte, die den fachgerechten Umgang mit der Sense neu erlernen oder vertiefen wollen.
Die Teilnehmenden lernen die theoretischen und praktischen Grundla-
ment übernahm. Für das Einheizen und das Drehen der Spiesse stand er trotzdem bereits morgens früh am Grill, damit um 18 Uhr das professionell vorbereitete Spanferkel serviert werden kann. Mit Claude Baumann fanden sie eine wichtige Persönlichkeit, die Ueli auch in dieser Arbeit entlastet. Somit ist die Fortsetzung gesichert!
Nicht nur für Ferkel-Liebhaber
Auch für Nicht-Ferkel-Liebhaber ist mit Würsten ab dem Grill gesorgt, ebenso gibt es eine breite Palette an Getränken. Ab 20 Uhr spielen Die 2 Solt’n Buam (Peter & Helmut), ein musikalisches Duo aus Südtirol, das für traditionelle alpenländische Volksmusik und Oberkrainer-Klänge bekannt ist. Sie treten regelmässig auf Musikfestivals in der Region auf. Eine grandiose Stimmung ist garantiert.
Für die Gäste ist ein Gratis-Heimservice im Umkreis von 10 km organisiert.
Pablo Suter
Samstag, 30. Mai, Schneebeli Schüür, Uerzlikon (Dorfzentrum), Essen ab 18 Uhr, musikalische Unterhaltung ab 20 Uhr
gen im Umgang mit der Sense. Dazu gehören das Dengeln und Wetzen der Sense sowie das Mähen und die Pflege des Werkzeugs.
Der Kurs findet am Samstag, 4. Juli, von 9.30 Uhr bis um 15.30 Uhr statt. Treffpunkt ist auf dem Landwirtschaftsbetrieb der Familie Heer an der Allmendstrasse 15 in Ebertswil. Die Kurskosten inklusive Mittagsverpflegung betragen 70 Franken für Mitglieder und 90 Franken für Nicht-Mitglieder. Der Kurs findet bei jeder Witterung statt. Teilnehmende sind daher gebeten, entsprechende Kleidung und gutes Schuhwerk mitzunehmen. Sensen für den Kurs werden zur Verfügung gestellt, aber auch eigene Sensen können mitgebracht werden. Bei Bedarf besteht die Möglichkeit für die Einstellung oder Reparatur vor Ort.
Natur- und Heimatschutzgesellschaft Oberamt
Anmeldung bis 21. Juni per E-Mail an: katrin.hottinger@bluewin.ch
Die Teilnehmerzahl
Affoltern und konkret in der Siedlung Hedingerfeld. Auch in Agglomerationsgemeinden ist günstiges Wohnen auf gemeinnützige Strukturen angewiesen. In seinem Input blickt Stefan Kessler zurück auf die Entstehung der Genossenschaftsbewegung und gibt Auskunft über die Funktionsweise des Genossenschaftsmodells. Er ist im Vorstand einer grösseren Baugenossenschaft (Gesewo) und auch im Vorstand der Grünen Bezirk Affoltern. Nicht Rendite steht im Vordergrund, sondern das Gemeinwohl der Mieterinnen und Mieter, welche als Genossenschafter auch ein Mitbestimmungsrecht haben und die Ausrichtung der Genossenschaft mitverantworten. Thomas Schweizer hat sich im Bezirk Affoltern umgesehen. Er orientiert über die Verankerung der Wohnbaugenossenschaften im Bezirk. Als Kantons-
«Grosse
rat sieht er die Politik von Kanton und Gemeinden in der Verantwortung, mehr preisgünstigen Wohnraum zu schaffen. Ben Hendriksen ist Projektleiter bei der Baugenossenschaft Bahoge und zuständig für die Renovation der Siedlung Hedingerfeld. Die Bahoge ist eine der grössten Baugenossenschaften im Bezirk und mit 1000 Wohnungen im Kanton ein wichtiger Player auf dem Wohnungsmarkt. Er nimmt uns mit auf eine Besichtigungstour in der 1972 erstellten Siedlung. Sie wird zurzeit umfassend erneuert und auf den zeitgemässen Standard angepasst.
Lorenz Pauli, der Berner Erzähler und Autor, kommt zu uns nach Bonstetten und erzählt – falls er nicht von seinem Bären gestört wird. Was durchaus sein könnte.
Vorgesehen wäre eine bunte Mischung. Vielleicht eine Geschichte von Rigo, dem Leoparden im Zoo, und Rosa, der kleinen Maus, die jeweils zu ihm ins Gehege schlüpft und ihm etwas beibringen will. Oder die Sache mit den vielen Äpfeln an Herrn Schnippels Baum. Vielleicht zeichnet Pauli auch eine Geschichte! – Möglich wäre vieles. Wenn nicht plötzlich der Bär alles durcheinanderbringt. Die kleine Maus verscheucht, mit den Äpfeln jongliert, und den Geschichtenerzähler auffrisst – man kann ja nie wissen. Das wird ein Geschichtenerlebnis! Bärenstark und kunterbunt.
Anschliessend ans Erzähltheater «spinnen» wir zusammen die eine oder andere Geschichte von Lorenz Pauli & seinem Bären weiter und basteln etwas zum Mitnehmen. Danach gibts selbst gemachte Pizzas und Getränke. Unkos-
tenbeitrag für Kinder ab fünf Jahren: 5 Franken, für Erwachsene: 10 Franken. «Chinderzyt» – für Familien mit (kleinen) Kindern ist das ökumenische Nachfolge-Projekt von «Fiire mit de Chliine» der katholischen und reformierten Kirchen in Bonstetten. Es ist für kleine und grosse Ohren. Genauer: Lorenz Paulis Geschichten richten sich an Menschen ab 5 Jahren und ihre Erwachsenen. Auch kleinere Kinder/jüngere Geschwister sind herzlich willkommen mit ihren erwachsenen Betreuungspersonen.
Reformierte Kirche Knonauer Amt
Samstag, 20. Juni, 10 bis zirka 13 Uhr, mit Zmittag, katholische Pfarrei St.Mauritius, in der Aula, Stallikerstrasse 2, Bonstetten (beim Bahnhof), gerne mit Anmeldung bis am 14. Juni an: sekretariat@ kath-bonstetten.ch; spontanes Kommen ist möglich (bis die Aula voll ist); Vorverkauf möglich im Sekretariat der katholischen Pfarrei St. Mauritius, Stallikerstr. 2, Bonstetten; während der Öffnungszeiten von Montag bis Donnerstag. Für mehr Infos zum Geschichtenerzähler Lorenz Pauli: www.lorenz-pauli.ch
Ueli Schneebeli (Gründer) beim Grill. (Bild zvg)
mit der Sense
vertieft werden. (Bild zvg)
Bärenstark und kunterbunt: Lorenz Paulis Geschichten. (Bild zvg)
Genuss im Restaurant Central GenussimRestaurantCentral
Mittwoch 10. Juni 2026 u Wine & Dine mit Salzl-Weine aus dem Burgenland ne&D mitS lz We ausdemBurge nd ChristophSalzlpräsentiertseineWeine InklusiveWein-Degustation
Österreichisches 3- oder 4-Gang-Menü mit Wienerschnitzel
Mo–Frtäglich4Mittagsmenüs mit Salat oder Suppe+Dessert abFr.18.IlTiglio,Zürcherstrasse4,8908Hedingen Tel.0447616424 iltiglio.ch@gmail.com www.il-tiglio.ch
David Kübler mag Mathe, Breakdance, Biken und Radfahren – und er spielt seit seinem achten Lebensjahr Posaune. Nein, mit dem Üben hat er es nicht so. Er lacht: «Ich bin irgendwie ein Naturtalent.» Er spielt in der Jugendmusik Bezirk Affoltern Jumba und im Kinderopernorchester Zürich.
Er ist das dritte von vier Kindern in der Geschwisterreihe und besucht in Mettmenstetten die zweite Sek. Sein Vater ist Bauingenieur und spielt Posaune. Auch David kann sich einen technischen Beruf vorstellen – und er will musizieren. David Kübler ist nicht zuletzt so begeistert von seinem Instrument, weil er einen super Lehrer hat: Xaver Sonderegger, der selbst seine berufliche Karriere mit einer Lehre in einem technischen Beruf startete. Wieder Technik und Posaune. Das zeigt, wie wichtig Vorbilder für die musikalische und berufliche Entwicklung von Kindern und Jugendlichen sind.
Vater als Vorbild
David Kübler bekam von seinen Eltern eine Posaune aus Kunststoff geschenkt, eine pBone. Die B-Posaune vereint den vollen Klang und die Spielbarkeit eines Blechblasinstruments. Doch mit einem Gewicht von rund 800 Gramm ist sie auch für Kinder gut spielbar. Trotz der leichten Bauweise ist sie robust und einfacher zu warten und zu reparieren als eine Posaune aus Messing. Sein heutiges Instrument schätzt David besonders. Im Internet erstand der Vater die Posaune des bekannten Jazz-Posaunisten Florian Weiss.
David Kübler kann genau beschreiben, wie eine Posaune technisch funktioniert, sein Vater hat ihm dies schon sehr früh erklärt: «Der Ton wird durch vibrierende Lippen erzeugt. Anders als bei einer Trompete verändert man die Tonhöhe statt mit Ventilen hauptsächlich mit einem Zug, der langen, verschiebbaren Röhre. Wird der Zug herausgezogen, wird das Rohr länger und der Ton wird tiefer. Die Posaune kann Töne sehr weich verbinden und gleitend spielen – etwas, das viele andere Blechblasinstrumente nicht so gut können.»
Die Posaune ist in verschiedenen Musikstilen einsetzbar, beispielsweise in der klassischen Musik, im Jazz, in der Filmmusik oder in der Militärmusik. David kann sich vorstellen, die Rekrutenschule in der Militärmusik zu absolvieren.
Der Vater ist ein versierter Posaunist, der gern in verschiedenen Formationen spielt. Beispielsweise mit Sohn David und dessen Paten, der Es-Horn spielt. Die jüngste Schwester war sich sehr früh klar, dass bei den Blasinstrumenten im familiären Zusammenspiel
der Bass fehlte, und lernt nun erfolgreich Kontrabass. Im Moment noch auf einem kleinen Instrument.
Freizeitvergnügen mit grosser Bühne Für David ist das Musizieren eine Freizeitbeschäftigung – neben seinen anderen Hobbys. Er bezeichnet sich als eher nicht ehrgeizig. Trotzdem gelang ihm die Aufnahme ins Kinderopernorchester, das mit allen 35 Musikschulen des Kantons Zürich und des Orchesters des Opernhauses realisiert wurde. Begabte Kinder zwischen 8 und 15 Jahren erhalten hier die Möglichkeit, ihre musikalische Praxis weiterzuentwickeln, das gemeinschaftliche Musizieren zu erleben, bekannte Werke des Opernrepertoires zu entdecken und auf der international renommierten Bühne des Opernhauses aufzutreten. Besonders
Spass machten ihm in den Frühlingsferien die Probetage auf der Musikinsel Rheinau mit der Dirigentin Ann-Katrin Stöcker. Am 1. Juni 2026 kommen unter der Leitung von Generalmusikdirek-
«Bei David hat die Musik einen hohen Stellenwert. Musik ist ein Teil von ihm, Musik ist in ihm drin.»
Katja Kübler, Mutter von David
tor Gianandrea Noseda Ausschnitte aus den Opern «Carmen» und «Hänsel und
Libellen – Überlebenskünstler aus der Urzeit
Eine Exkursion der Stiftung Reusstal
Im Reusstal befinden sich die bedeutendsten Libellenlebensräume des Kantons Aargau, besonders grössere Stillgewässer sind artenreich. Teilnehmende lernen auf diesem Rundgang die Bedeutung der Stillgewässer kennen und tauchen in die spannende und vielfältige Lebensweise von Azurjungfer, Granatauge und Smaragdlibelle ein.
Stiftung Reusstal
Feldstecher mitnehmen, falls vorhanden; Leitung: Gerhard Vonwil, Libellenexperte; Treffpunkt: Parkplatz Reussbrücke Rottenschwil-Unterlunkhofen (Seite Rottenschwil, Süd); 14 bis zirka 16.30 Uhr; Erwachsene 15 Franken, Kinder bis 16 Jahre kostenlos; Anmeldung bis am Vortag um 17 Uhr unter: www.stiftung-reusstal.ch/anmeldung/ Ein Rundgang durch Libellenlebensräume im Kanton Aargau. (Bild Noah Meier)
Gretel» zur Aufführung. Und David ist dabei. Auch bei der Jumba, der Jugendmusik Bezirk Affoltern, schätzt er das Zusammensein mit Jugendlichen und die gemeinsamen Aktivitäten wie das Probelager, Ausflüge, Jugendfeste oder die kantonalen Wettbewerbe. Probe hat er wöchentlich jeweils am Donnerstagabend. Von den vier Posaunisten ist er der jüngste. Der Dirigent Tobias Loew versteht es, seine Musikbegeisterung jungen Menschen zu vermitteln. Vom 17. bis 25. Juli 2026 findet das «Basel Tattoo», das zweitgrösste Tattoo der Welt, statt. Mit dabei – neben über 40 anderen Jugendlichen aus der Jumba –ist auch David.
Eine Familie, in der vier Kinder ihre Interessen wie Sport und Musik mit Freude entwickeln können, braucht einen ruhenden Pol, der Unterstützung
bietet. Katja Kübler geht in dieser Funktion auf: «Wir haben mit den Kindern von klein auf Konzerte besucht. Alle vier lernen ein Instrument. Bei David hat die Musik einen hohen Stellenwert. Musik ist ein Teil von ihm, Musik ist in ihm drin.»
Mit seinen Freizeitbeschäftigungen verbindet David Kübler Musikalität, Sportlichkeit und die Freude am aktiven Zusammensein mit Gleichaltrigen.
In dieser Serie stellt der «Anzeiger» junge Musikerinnen und Musiker aus der Region vor. (red)
Letztes Café Palaver vor Sommerpause
Das Café Palaver ist ein offener Begegnungsort für Menschen aller Generationen und Konfessionen – zum Austauschen, Zuhören und gemeinsamen Verweilen bei Kaffee und Kuchen. Organisiert von der Spitex Knonaueramt, steht das unkomplizierte Zusammensein ohne Konsumationszwang im Mittelpunkt. Am Montag, 1. Juni, findet das letzte Café Palaver vor der Sommerpause statt. Zu Gast ist Alinka Rüdin von der Pro Senectute. Sie stellt die Beratungsstelle für Alters- und Gesundheitsfragen des Bezirks Affoltern vor – die offizielle Anlaufstelle für Fragen rund um Alter und Gesundheit. An diesem Nachmittag gibt sie Einblick, wie Menschen und Angehörige begleitet werden und welche Möglichkeiten und Angebote in unterschiedlichen Lebenssituationen zur Verfügung stehen. Interessierte sind herzlich eingeladen, vorbeizukommen, Fragen zu stellen und den Nachmittag
in gemütlicher und informativer Atmosphäre zu verbringen.
Nach der Sommerpause gehts weiter Ob jung oder alt, es ist allen bekannt, dieses nagende Gefühl, wenn die Welt zu gross und leer ist, und es scheint, als würden wir ganz allein dahintreiben. Einsamkeit ist menschlich. Wenn sich das Gefühl des Alleinseins aber nicht mehr nur auf einzelne Momente beschränkt und zum Dauerzustand wird, schlägt es nicht nur auf die Stimmung, sondern auch auf die Gesundheit. Damit es nicht so weit kommt, lädt die Spitex Knonaueramt auch nach der Sommerpause zum Café Palaver ein. Das erste ist am 9. September.
David Kübler spielt erfolgreich Posaune und betreibt daneben auch Sportarten wie Breakdance in einem Club und Radfahren beim RRC-Amt. (Bild Regula Zellweger)
«Unsere Ziele bleiben bestehen –und wir haben noch zwei Jahre Zeit»
Seit einem Jahr steht Fredy Bickel an der Spitze des FC Affoltern. Im Gespräch spricht er über sportliche Ziele, Nachwuchsförderung und die Herausforderungen im Amateurfussball
daniel koch
Wie zufrieden sind Sie mit der sportlichen Entwicklung des FC Affoltern, wenn Sie auf Ihr erstes Jahr als Präsident zurückblicken?
Wir haben uns klare Ziele gesetzt: Mit unseren drei wichtigsten Herrenmannschaften wollen wir innerhalb von drei Jahren jeweils eine Liga aufsteigen. Uns war aber bewusst, dass dieser Zeitraum ambitioniert ist. Trotzdem startet man natürlich mit der Hoffnung in eine erste Saison, bereits einen Schritt in diese Richtung machen zu können.
Was fehlt aktuell noch?
Die Realität zeigt, dass wir noch nicht so weit sind. Da müssen wir realistisch bleiben. Aber wir haben auch Fortschritte gemacht, die uns freuen. Bei der ersten Mannschaft war nach der Vorrunde relativ früh klar, dass wir uns Ende Saison höchstens auf einem Mittelfeldplatz sehen werden. Das darf uns aber nicht verrückt machen. Unsere Ziele bleiben bestehen – und wir haben noch zwei Jahre Zeit.
Einfach Spieler einzukaufen, ist für euch also keine Option? Ihr setzt lieber auf den eigenen Nachwuchs?
Es ist heute durchaus eine Zeiterscheinung, viel Geld in Mannschaften zu investieren. Das gehört zum modernen Fussball dazu, und ich möchte das auch gar nicht bewerten. Für uns als Verein steht aber die Ausbildung im Vordergrund. Wir wollen unseren Spielern eine gute fussballerische Entwicklung ermöglichen und sie schrittweise an den Aktivfussball heranführen. Und wenn ein Spieler später den Sprung in die Zweitliga, Erstliga oder sogar Promotion League schafft, dann freut uns das. Solche Spieler um jeden Preis halten zu wollen, wäre der falsche Weg. Im Winter haben wir mit drei jungen Spielern gesprochen, bei denen wir das Potenzial für die erste Mannschaft gesehen haben. Sie sagten uns jedoch, dass sie nach der Juniorenzeit lieber etwas kürzertreten möchten, um mehr Zeit mit Kollegen verbringen zu können. Das zeigt: Wenn man langfristig mit eigenen Nachwuchsspielern arbeiten will, muss man sie früh motivieren und begleiten, damit sie dranbleiben.
Es gibt also ein kritisches Alter?
Ja, damit werden wir immer häufiger konfrontiert. Trotzdem werde ich mich weiterhin dagegenstellen, einfach eine Mannschaft zusammenzukaufen. Im Vorstand sind wir uns aber einig, dass man für einen echten Schlüsselspieler auch einmal etwas Geld investieren darf – jemanden, der Stabilität und Erfahrung in die Mannschaft bringt. Also eine Leaderfigur, die die jungen Spieler mitzieht?
Genau. Solche Spieler sind enorm wichtig – sowohl für den sportlichen Erfolg als auch für die Entwicklung der jungen Spieler. Es hilft unglaublich, wenn man auf dem Platz jemanden neben sich hat, der Orientierung gibt. Im Idealfall verfügt jede Mannschaftsachse über eine solche Persönlichkeit. Als Verein haben wir zudem auch eine soziale Aufgabe. Die Spieler sollen ihr Hobby mit Freude und Begeisterung ausüben können. Und wenn jemand besonders talentiert ist, unterstützen wir ihn auf seinem weiteren Weg.
Deshalb sollen auch alle Mannschaften gefördert werden und nicht nur das Fanionteam?
Ja, wobei man dabei einen gesunden Mittelweg finden muss. Auch im Amateurfussball merkt man, dass manche
Funktionäre sehr ambitioniert sind und am liebsten überall die stärkste Mannschaft stellen würden. Aber das allein
«Auch im Amateurfussball merkt man, dass manche Funktionäre sehr ambitioniert sind und am liebsten überall die stärkste Mannschaft stellen würden.»
darf nicht das Ziel sein. Natürlich sollen die besten Spieler in der ersten Mannschaft spielen – unabhängig vom Alter. Gleichzeitig kann es sinnvoll sein, junge Talente frühzeitig eine Stufe höher spielen zu lassen, damit sie sich schrittweise an den Aktivfussball gewöhnen können – sowohl körperlich als auch mental. Das führt allerdings manchmal zu Spannungen, weil natürlich auch die Junioren oder Nachwuchsteams mit diesen Spielern erfolgreich sein möchten.
Wie läuft die Arbeit im Vorstand? Hat sich das Team inzwischen gefunden? Vor einem Jahr sagten Sie noch, dass nicht alle am gleichen Strick ziehen. Das ist ähnlich wie bei den sportlichen Zielen. Ich bin damals mit viel Euphorie gestartet und dachte, gewisse Dinge würden schneller funktionieren. Aber auch hier braucht es Zeit und Arbeit. Grundsätzlich spüre ich aber, dass alle motiviert sind und gemeinsam an unseren Zielen arbeiten wollen.
Auch bei den Sponsoren und im Umfeld des Vereins sind wir auf einem guten
Weg. Und dass an der Generalversammlung 93 Mitglieder anwesend waren, zeigt deutlich: Der Verein lebt, ist wach und die Menschen ziehen gemeinsam mit.
Eigentlich könnte man mit Blick auf den Breitensport auch sagen, dass sportlicher Erfolg nicht über allem stehen muss – und man bewusst gar nicht aufsteigen will. Dann wäre ich vermutlich die falsche Person für dieses Amt. Ich habe Sport immer mit Ambitionen verbunden. Das war schon immer Teil meiner Einstellung. Das Schönste im Spitzenfussball war für mich, wenn ich einen jungen Spieler begleiten durfte und ihn später am Abend in einem ChampionsLeagueSpiel im Fernsehen sah – und mir sagen konnte: «Bei dem Spieler haben wir vieles richtig gemacht.» Solche Ziele und Entwicklungen sollte man anstreben. Trotzdem muss daneben auch das Vereinsleben seinen Platz haben.
Es darf also nicht alles der ersten Mannschaft untergeordnet werden? Dann reist das Fanionteam vielleicht ins Trainingslager nach Dubai, während andere Abteilungen finanziell kaum unterstützt werden.
Natürlich gibt es in jedem Verein Leute, die sich das wünschen würden. Für uns ist aber klar: Das darf kein Thema sein, wir wollen den ganzen Verein schrittweise vorwärtsbringen. Auch der Nachwuchs muss profitieren. Bei der ersten Mannschaft möchten wir gezielt dort investieren, wo wir wirklich Verbesserungspotenzial sehen – beispielsweise im medizinischen Bereich.
Was verstehen Sie konkret unter medizinischer Betreuung?
Zum Beispiel die Zusammenarbeit mit einem ausgebildeten Masseur oder
einem Fachmann im Bereich Prävention. Es geht darum, Verletzungen vorzubeugen und die Spieler besser zu begleiten. Wir haben zwei oder drei junge Spieler, bei denen wir eigentlich das Gefühl hatten, dass sie bereit für den Aktivfussball wären. Nun kämpfen sie aber mit körperlichen Problemen. Mit einer Fachperson – das müsste nicht einmal ein Arzt sein –, die frühzeitig auf Belastungen und Risiken hinweist, könnte man bereits viel erreichen. Das halte ich für enorm wichtig und eigentlich auch notwendig. Das sind wir unseren Spielern schuldig.
Wie sehr hilft Ihnen Ihr Hintergrund aus dem Spitzensport in Ihrer heutigen Aufgabe? Lässt sich das überhaupt auf Amateurfussball übertragen?
Ich weiss schon, dass sich selbstredend vieles nicht einfach eins zu eins übertragen lässt. Auf dieser Ebene funktionieren gewisse Dinge anders. Manchmal brauchte ich auch die Kollegen aus dem Vorstand, die mir sagten: «So kannst du das hier nicht machen.» Trotzdem gibt es Erfahrungen aus dem Spitzenfussball, die unabhängig von der Liga wertvoll sind. Das Thema Disziplin ist ein gutes Beispiel. In der Super League gab es klare Verhaltensregeln –und gewisse Grundprinzipien gelten eben überall. Auch das Thema Transparenz ist mir wichtig. Ich habe mich immer dafür eingesetzt, dass beispielsweise Prämienregelungen intern offen kommuniziert werden. Zudem habe ich Mitarbeitende bewusst an Erfolgsprämien beteiligt. Das verhindert Spekulationen und Gerüchte und schafft Vertrauen. Damit habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht. Beim FCA wird nicht das Geld die Hauptrolle spielen. Aber Disziplin, Transparenz und Offenheit gehören in jede Liga, das darf auch in einem Amateurverein erwartet werden.
Aus aktuellem Anlass: Wie ist es möglich, dass ein Aufsteiger wie der FC Thun plötzlich Meister wird? So etwas kommt nur sehr selten vor.
In kleineren Ligen wie in der Schweiz oder Österreich kann es aber durchaus passieren. Entscheidend ist, dass eine Mannschaft einen enormen Zusammenhalt entwickelt, ein gemeinsames Ziel verfolgt und über längere Zeit Selbstvertrauen aufbauen kann. Ebenso wichtig ist ein Umfeld, in dem sich jeder Spieler wertgeschätzt fühlt und seine Rolle innerhalb des Teams kennt. Allerdings reicht das alleine nicht. Damit ein solcher Überraschungserfolg möglich wird, müssen gleichzeitig auch die etablierten TopTeams schwächeln. Grundsätzlich müsste der Meistertitel in der Schweiz eigentlich immer über Basel oder YB führen. Doch beide Mannschaften haben in dieser Saison nicht ihre gewohnte Konstanz gezeigt. Dann hätten eigentlich Teams wie St.Gallen oder Lugano bereit sein müssen, diese Situation auszunutzen – aber genau das ist nicht passiert. So bekam Thun plötzlich das Gefühl, dass man in dieser Super League nicht nur mithalten, sondern vielleicht
«Grundsätzlich spüre ich, dass alle motiviert sind und gemeinsam an unseren Zielen arbeiten wollen.»
sogar mehr erreichen kann. Mit jedem Punktverlust der vermeintlich grossen Mannschaften wuchs das Selbstvertrauen weiter. Und wenn ein Team einmal in einen solchen Lauf kommt, dann werden aussergewöhnliche Dinge möglich. Deshalb hat sich Thun diesen Erfolg auch verdient. Die Mannschaft hat immer an sich geglaubt und war bereit, zuzuschlagen, sobald andere Fehler gemacht haben. Genau das zeichnet erfolgreiche Teams aus. Thun ist ein grosses Vorbild dafür, was man gemeinsam mit einem Team erreichen kann, auch wenn man nicht über die besten Einzelspieler verfügt.
«Eigentlich müsste der Meistertitel in der Schweiz immer über Basel oder YB führen.»
Aber nun werden neben Trainer Mauro Lustrinelli, der in die Bundesliga zu Union Berlin wechselt, wohl auch einige Spieler Begehrlichkeiten wecken. Nächste Saison könnte deshalb schon wieder alles anders aussehen, oder?
Das glaube ich nicht unbedingt. Es ist für Schweizer Spieler etwas Besonderes, eine ChampionsLeagueQualifikation oder internationale Spiele erleben zu dürfen. Möglicherweise können sie in der kommenden Saison europäisch oder auf einer noch grösseren Bühne spielen. Das lässt man sich nicht so einfach entgehen. Natürlich werden jetzt einige Spieler interessant für andere Vereine. Aber man darf nicht vergessen: Nicht jeder steht plötzlich unmittelbar vor dem Wechsel zu einer europäischen Spitzenmannschaft. Deshalb überlegen sich viele schon gut, ob sie dieses Abenteuer mit Thun nicht noch ein weiteres Jahr mitnehmen wollen. Ich habe selbst erlebt, wie prägend internationale Spiele sein können. Genau deshalb glaube ich, dass ein grösserer Umbruch eher erst ein Jahr später stattfinden könnte. Zudem: Wirklich in den Fokus geraten Spieler oft erst dann, wenn sie sich international zeigen können. Im Europacup sitzen plötzlich Scouts und Verantwortliche von 20 verschiedenen Vereinen auf der Tribüne –und dort entsteht dann die ganz grosse Aufmerksamkeit.
Kennen Sie Mauro Lustrinelli persönlich? Ja, ich kenne ihn gut. Er ist wirklich ein sympathischer Zeitgenosse. Wir hatten immer ein sehr gutes Verhältnis. Er ist ehrgeizig, gleichzeitig aber auch sehr bodenständig geblieben. Es hat mich übrigens auch gefreut, dass Stephan Lichtsteiner damals vom FC WettswilBonstetten zum FC Basel gewechselt ist. Gleichzeitig hätte ich ihm persönlich wohl eher davon abgeraten. Er hatte sich bei WettswilBonstetten einen sehr guten Namen aufgebaut. Und beim FC Basel ist die Gefahr aktuell enorm gross, zu scheitern – gerade mit allem, was im Umfeld zuletzt passiert ist. So ein Misserfolg kann einen Trainer in seiner Entwicklung weit zurückwerfen, sodass man praktisch wieder bei null anfangen muss. Das ist die eine Seite. Auf der anderen Seite verstehe ich natürlich auch, dass man eine solche Chance kaum ablehnen kann. Wenn ein Klub wie Basel anfragt, sagt man nicht einfach Nein.
Fredy Bickel. (Bild zvg)
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«Ich wollte immer ins Tor»
Die Bonstetter Fussball-Torhüterin Isabel Rutishauser spielt in der 2. Frauen-Bundesliga beim SV Meppen – sie fällt aber wegen eines Kreuzbandrisses länger aus
Irene Hung-KönIg
Fussball ist die Sportart, in welcher alle mitreden können und wollen, in welcher alle auch Expertinnen und Experten sind. Was es aber heisst, in diesem
Geschäftsfeld halbprofimässig unterwegs zu sein, das weiss die Bonstetterin Isabel Rutishauser (22). In der Winterpause der Saison 25/26 wechselte sie von den Grasshoppers zum deutschen Zweitligisten SV Meppen. «Ich hatte keine
Spielzeit mehr bei GC, sie hatten eine Amerikanerin bevorzugt. Über meinen Berater kam dann der Wechsel zum SV Meppen zustande», erklärt sie. Aktuell ist der Verein auf dem 4. Platz in der 2. Bundesliga klassiert. «Als ich dorthin wechselte, war der Aufstieg ein Thema, das ist jetzt punktemässig leider nicht mehr möglich», erzählt sie und schwärmt vom herzlichen Willkommen. Es seien mega coole und offene Leute im ganzen Verein. «Das machte es natürlich einfach.» Das Spielniveau sei ungefähr dasselbe, wie in der Schweiz, aber: Sie spielen eher kämpferisch, weniger technisch.» Das bedeute auch, mehr Verletzungen. Dies musste Isabel Rutishauser auf schmerzliche Art und Weise erfahren. Anfang April verletzte sie sich im Spiel auswärts gegen die SG 99 Anderach in der Schlussphase. Die Verantwortlichen hatten noch die Hoffnung, dass es nicht so schlimm sei, doch die Torhüterin wusste es besser: «Ich hörte einen Knall, als es passierte. Als Spielerin merkt man, wenn es schlimm ist. Das ist meine erste grosse Verletzung, abgesehen von einer Gehirnerschütterung, die ich mal hatte.» Vor zwei Wochen wurden sie am Kreuzband und Meniskus operiert. Sechs Wochen muss sie an Krücken gehen. Bis sie wieder fit für den Fussballplatz ist, dauert es neun bis zwölf Monate.
Sommer, Neuer und ter Stegen Isabel Rutishauser war als Juniorin bei Wettswil-Bonstetten meist im Goal. «Im Juniorinnenfussball wird man überall eingesetzt, doch ich wollte immer ins Tor», erzählt sie. Als Goalie könne man während des Spiels viel beeinflussen und Verantwortung übernehmen. Ein eigentliches Vorbild im Profifussball hat die Studentin der Betriebsökonomie und des Sportmanagements nicht. Doch wen sie bewundert, das sind Yann Sommer
oder Manuel Neuer, Torhüter des FC Bayern München, den sie als besten Goalie bezeichnet. Aber auch zu Deutschlands Nationaltorhüter Marc-André ter Stegen schaut sie auf – auch wenn dieser aktuell nach einer Oberschenkel-Operation ebenfalls pausieren muss.
Freundschaften nimmt man mit Isabel Rutishauser muss sich nun in Geduld üben. Das falle ihr nicht leicht, wie sie sagt. Sie, die seit dem sechsten Lebensjahr ihrem Hobby frönt. «Fussball gibt mir extrem viel. Ich finde den Teamsportaspekt sehr cool. Man hat seine Leute und unterstützt einander.» Auch
«Ich hatte keine Spielzeit mehr bei GC, sie hatten eine Amerikanerin bevorzugt. Über meinen Berater kam dann der Wechsel zum SV Meppen zustande.»
die Freundschaften aus dem Fussball nehme man ins private Leben mit, erzählt sie weiter. Was man im Fussball lerne, davon könne sie auch im Studium profitieren. Etwa, wenn sie vor vielen Menschen Präsentationen halten soll, sei die Erfahrung wertvoll. Momentan weilt Isabel Rutishauser in der Schweiz, in Bonstetten. Mittels Physiostunden tastet sie sich langsam voran. Normalerweise absolviert sie bis sechs Trainings pro Woche und studiert an der Fernfachhochschule Schweiz Betriebsökonomie und Sportmanagement. «Das Studium dauert noch drei Jahre. Ob ich Sportchefin machen will, weiss
ich noch nicht. Aktuell reizen mich Eventplanungen. Etwa einen Event wie Weltklasse Zürich zu organisieren oder die ganzen Fussballspiele im Letzigrund, das wäre schon was.»
Auf die Frage, ob sich im Frauenfussball nach den Europameisterschaften 2025 in der Schweiz in puncto Anerkennung etwas verändert habe, meint sie: «Das Ansehen ist gleich geblieben. Einzig der Kern, welcher Frauenfussball schaut, ist grösser geworden.» Und sie findet, dass man nicht mit dem Männerfussball vergleichen dürfe. Isabel Rutishauser ist mit drei Brüdern aufgewachsen. Sie ist die Einzige, welche sich ganz dem Fussball gewidmet hat. Einer der Brüder fliegt Gleitschirme und klettert, einer der jüngeren Zwillingsbrüder spielte mal Fussball, der andere spielt Tischtennis. Auch die Eltern Beatrice und Frank Rutishauser hatten mit Fussball nichts am Hut. Ob mit dem Wechsel zum SV Meppen später einmal die 1. Bundesliga möglich ist, weiss Isabel Rutishauser nicht. Ein Ziel wäre es schon, wie sie sagt. Doch zunächst heisst es, Physiostunden absolvieren und weiterhin Geduld haben.
Wettswil-Bonstetten mit Kantersieg gegen Schaffhausen
Fussball, 1. Liga, Gruppe 3: FC Wettswil-Bonstetten – SV Schaffhausen 8:0 (3:0)
Sommer und Sonnenschein auf dem Wettswiler Moos. Der zweitletzte Spieltag der regulären Meisterschaft in der 1. Liga wartete schon vor Spielbeginn mit den ersten Höhepunkten auf, das traumhafte und heisse Wetter ist hier nur eine Randbemerkung wert. Vor Anpfiff wurden beim FC Wettswil-Bonstetten nämlich zwei Spieler geehrt. Nicolas Schneebeli, der in Wettswil aufwuchs und ein «eigener» WB-Junior ist, absolvierte an diesem Nachmittag sein
letztes Heimspiel (vorbehalten bleiben allfällige Aufstiegsspiele), bevor er am Ende dieser Saison seine Karriere beendet. Nach elf Jahren in der ersten Mannschaft und über 200 Spielen, definitiv eine Legende im Verein. Flavio Peter, der zweite Spieler, der geehrt wurde, erhielt den 1. Liga Best Player Award. Eine hochverdiente Auszeichnung, gewählt von Spielern und Trainern aus der 1. Liga, und eine Anerkennung für die jahrelangen, konstant guten Leistungen.
Schneebeli durfte denn auch als Captain einlaufen und sah gleich einen furiosen Start der Hausherren. Viel Ballbesitz, schönes Kombinationsspiel und hohes Tempo überforderten die Gäste aus Schaffhausen zu Beginn des Spiels. Nach fünf gespielten Minuten erzielte Peter das 1:0 und nach 25 Minuten Vukasinovic das 2:0. In dieser Phase übten zum wiederholten Mal die beiden WB-Flügel Figueiredo, im schönen Zusammenspiel mit Hager, und Di Battista extrem viel
Druck auf den Gegner aus und die «Spielvi» kam nicht aus der eigenen Platzhälfte heraus. Die Gäste versuchten daraufhin mit einem Doppelwechsel bereits nach 30 Minuten neue Impulse zu setzen. Das Spiel entwickelte sich tatsächlich etwas ausgeglichener, bis in der 39. Minute, nach einem der sehr gefährlich getretenen Eckbälle von Loosli, dem FCWB ein Handspenalty zugesprochen wurde. Captain Schneebeli übernahm die Verantwortung, verwandelte zum 3:0 und zementierte seinen Status als WB-Legende.
Schützenfest in zweiter Halbzeit
WB knüpfte in der zweiten Halbzeit da an, wo in der ersten Halbzeit aufgehört wurde. Eine konzentrierte Mannschaftsleistung vom Torhüter bis zum Stürmer und attraktive und gefährliche Spielzüge. Nach 57 Minuten wurde Peter allein vor dem gegnerischen Torhüter mustergültig bedient und verwandelte eiskalt zum 4:0. Nur vier Zeigerumdrehungen später verwandelte Di Battista aus kurzer Distanz zum 5:0. Direkt anschliessend vollzog Mirzai einen Vierfach-Wechsel und wer dachte, das Spiel flache nach fünf Toren ab, wurde eines Besseren belehrt. In der 72. Minute stellte Peter mit seinem dritten Tor auf 6:0. Bei diesem Spielstand wurde dann auch der Captain und Abschiedsspieler Schneebeli unter grossem Applaus und Standing Ovations ausgewechselt. «Nicolas S., Nicolas S., Nicolas S.», hörte man einige Zuschauer über das Moos seinen Namen rufen. Das Spiel nahm weiter seinen Lauf, der eingewechselte Bickel erzielte nach einem weiteren
Loosli-Eckball das 7:0. Den Abschluss des Torfestivals übernahm Peter mit seinem vierten Tor in dieser Partie in der 89. Minute und einem Hattrick in der zweiten Halbzeit. Mit dieser Vorstellung bestätigte er noch einmal seine Wahl zum besten Spieler der 1. Liga dieser Saison.
Aufstiegsspiele in Reichweite Mit diesem Sieg und den ausbleibenden Punkten der direkten Konkurrenz, hievte sich der FC Wettswil-Bonstetten am zweitletzten Spieltag auf den zweiten Tabellenrang. Die Ausgangslage um die Aufstiegsspiele bleibt jedoch sehr spannend. Auf Platz drei und somit höchstwahrscheinlich auch qualifiziert für die Aufstiegsspiele liegt derzeit die AC Taverne mit gleich vielen Punkten wie der FCWB. In Lauerstellung auf Platz vier folgt der FC Tuggen mit nur einem Punkt weniger. Dies bedeutet, dass WB sich mit einem Sieg im letzten Spiel der Meisterschaft einen Platz in den Aufstiegsspielen sichern kann. Das letzte Spiel findet am kommenden Samstag um 16 Uhr auswärts gegen den FC Dietikon in der Acumax-Arena (Sportplatz Dornau) statt. Ein Zürcher Derby zum Abschluss, das sich niemand entgehen lassen sollte.
Isabel Rutishauser vom SV Meppen muss sich nach einem Kreuzband- und Meniskusriss in Geduld üben – die Torhüterin aus Bonstetten arbeitet derzeit in der Schweiz an ihrem Comeback. (Bild zvg)
(Gedanken zum Galgenfeld zwischen Rifferswil und Mettmenstetten)
Im Wäldchen, das man hier erblickt, ward mancher in den Tod geschickt, der im Verhalten unbequem, der Obrigkeit halt nicht genehm.
Mit dem Gesetz liess sich nicht balgen. Man wanderte stracks an den Galgen. Wo früher ein Gerät zum Töten, da quaken heute laut die Kröten. Das Galgenfeld – ein BiotoT ist nun ein friedlich BiotoP.
Thomas Gilg
Auf Spaziergängen weckt vieles seine Neugier, was er als Bild festhält, um es dann mit einem Vers zu pointieren.
BILDERRÄTSEL
Wo findet sich dieser Brunnen?
Aus welchem Brunnen in einer Ämtler Gemeinde plätschert hier das Wasser?
Wer es weiss, kann ein E-Mail an die Redaktion schreiben: redaktion@affolteranzeiger.ch
Die Lösung wird am Freitag, 5. Juni, an dieser Stelle veröffentlicht. (red)
«Die Natur liess mich nie los»
Tanja Rose ist Umweltfachperson und arbeitet seit zehn Jahren bei Ades
Mit tanja Rose spRach
MaRianne Voss
Das Treffen findet in den Räumen von Ades in Mettmenstetten statt. Bilder von Madagaskar, Solarkocher, Landkarten und Energiesparkocher sind beim Eintreten die ersten Eindrücke. Doch was bedeutet der Name dieser Organisation?
Tanja Rose erklärt: «Ades steht für Association pour le Développement de l’Energie Solaire. Das Projekt startete vor 25 Jahren mit Solar- und Energiesparkochern. Heute gehören auch die Aufgabenbereiche Aufforstung und Bildung dazu.» Sie fasst die Ziele der Arbeit von Ades so zusammen: «Wir möchten die Lebensräume in Madagaskar erhalten, die Abholzung vermindern, die Armut bekämpfen und den Umweltschutz fördern.»
Vor zehn Jahren hat sich Tanja Rose für eine Stelle bei Ades beworben. «Ausgeschrieben war die Suche nach einer Allrounderin. Das passte genau zu mir.» Sie habe sich in den ersten Jahren vor allem um Administratives gekümmert, aber auch um die Freiwilligenbetreuung oder die Organisation von Marktauftritten. «Zudem war ich zuständig für alles Grafische. Ich betreute die Homepage und kreierte Flyer.»
Talent für Technisches
Warum das Grafische automatisch bei ihr lag, erklärt sie bei einem Rückblick auf ihren privaten und beruflichen Weg. Aufgewachsen ist sie in der Flughafenregion. Sie habe unter dem dauernden Lärm gelitten, doch ein Vorteil seien für sie die grossen Freiräume und Naturschutzflächen rund um den Flughafen gewesen. «Dort war ich schon als Jugendliche mit Pferden unterwegs und genoss die Natur.» Eigentlich habe sie sich einen Beruf mit Tieren gewünscht. Doch ihre Eltern seien der Ansicht gewesen, sie solle «zuerst etwas Rechtes» erlernen. Mit Glück fand sie eine Lehrstelle als Fotolithografin – heute Polygrafin. «Dort merkte ich, dass ich Talent und ein gutes Verständnis für technische Zusammenhänge habe. In der Berufsschule war ich eine der Besten.»
Sie arbeitete nach der Lehre in ihrem Beruf und erlebte den grossen digitalen Umbruch in der Branche. «Das war keine Herausforderung, denn ich habe mein ganzes Leben gerne Neues ge-
lernt.» Sie wechselte die Stelle und arbeitete im Support für grafische Systeme. «Da ging es um Installationen, um Schulungen oder Unterstützung bei der Anwendung. Ich reiste in der ganzen Schweiz zu Kundschaft. Manchmal war das stressig, doch es machte in erster Linie Freude, anderen etwas beizubringen.» Einen weiteren Job übte sie in Cham aus, wo sie dann auch einige Zeit wohnte.
Privat und beruflich Sinnvolles tun «Bei all meinen Tätigkeiten fehlte etwas: Die Natur, sie liess mich nie los. Daher versuchte ich, wegzukommen von der technischen Industrie und zur Natur zurückzukehren.» Sie war um die 30 Jahre alt, als sie begann, sich in verschiedene Richtungen weiterzubilden. «Ich setzte mich mit alternativen Tierbehandlungen auseinander, besuchte Kräuterkurse und erlernte den Umgang mit Klangschalen.» Schliesslich beschloss sie, Biologie zu studieren, und holte dazu die Matur nach. «Dieses Vorhaben musste ich aber fallenlassen. Stattdessen absolvierte ich in Biel am Bildungsunternehmen sanu future lear-
ning ag einen Lehrgang.» Bei einem Praktikum, wo es um Energieberatungen ging, habe sie gespürt: «Das ist der Schritt zu einem neuen Berufsfeld.» Die Stelle in Mettmenstetten war genau zu dem Zeitpunkt ausgeschrieben, als sie den Lehrgang zur Natur- und Umweltfachfrau abgeschlossen hatte.
Inzwischen wohnt Tanja Rose mit ihrem Partner in Ottenbach in einem Haus mit viel Umschwung. «Wir haben Katzen und einen grossen Garten. Einen Teil überlassen wir der Natur, einen Teil nutzen wir für Gemüse und Beeren.» Der Garten sei ein zeitintensives Hobby, das sie aber sehr gerne ausübe. «Ich hatte lange den Drang, sowohl beruflich wie auch in der Freizeit etwas Sinnvolles zu tun und der Natur etwas zurückzugeben. Das ist mir jetzt möglich, darüber bin ich sehr glücklich.»
Rückschläge gehören dazu Bei Ades ist sie inzwischen zusätzlich für das Fundraising der Aufforstungsprojekte in Madagaskar verantwortlich. «Ich bin auch schon hingereist, doch es ist nicht nötig, dauernd den langen Weg dorthin zu machen. Unsere madegassi-
schen und in Forstwirtschaft ausgebildeten Mitarbeitenden arbeiten mit lokalen Partnern zusammen.» Doch dieses Jahr, im Jubiläumsjahr von Ades, werde sie wieder nach Madagaskar reisen, um sich erneut vor Ort ein Bild der Situation zu machen.
Tanja Rose übt ihre Arbeit mit viel Motivation aus. Sie ist überzeugt und begeistert von dem Projekt und freut sich über ihren sinnspendenden Job. «Ich kann viel bewirken und zugleich gehören in der Entwicklungsarbeit auch
«Unsere madegassischen und in Forstwirtschaft ausgebildeten Mitarbeitenden arbeiten mit lokalen Partnern zusammen.»
Tanja Rose, Umweltfachperson
Rückschläge dazu. Wir haben manchmal bestimmte Vorstellungen, die aber in der anderen Kultur nicht funktionieren.» Daher brauche es manchmal Geduld und Überzeugungsarbeit, damit Veränderungen möglich seien. Bei den Solar- und Energiesparkochern ist diese Überzeugung in der Bevölkerung Madagaskars inzwischen angekommen. Die Kocher haben sich im ganzen Land etabliert.
Schon fast unter der Tür verrät Tanja Rose noch ein weiteres, eher ungewöhnliches Hobby. «Ich gehe ab und zu tauchen, hier, in unseren Seen.» Sie treffe im Zuger- oder Zürichsee natürlich keine spektakulären Fische an. «Aber ich geniesse die totale Ruhe und das Abtauchen in eine andere Welt.»
In der Serie «Menschen im Säuliamt» berichtet Marianne Voss in loser Folge aus dem Leben von Menschen – ob jung oder alt, ob berühmt oder unbekannt –, die im Säuliamt wohnen oder hier ihren Arbeitsplatz haben. (red)
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Tanja Rose mit zwei Energiesparkochern, die in Madagaskar hergestellt und von der Bevölkerung angewendet werden. (Bild Marianne Voss)