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037_2023

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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 155 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

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AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 37 I 177. Jahrgang I Mittwoch, 17. Mai 2023

Gegen Littering

In Affoltern räumen Freiwillige seit zehn Jahren Abfall weg – ein Erfolgsmodell. > Seite 12

Tipps für Paare

Im «Anzeiger» erscheint eine Beziehungskolumne. Nun ist diese als Buch erschienen. > Seite 13

Röschtigraben ade

Die Sekundarschule Hausen pflegt seit Jahren den Austausch mit dem Welschland. > Seite 14

Flüchtlingshilfe live

Am Länderabend gab ein Afghane Einblicke in eine fremde Kultur. > Seite 16

«Möge dieses Haus gefüllt sein mit Freude und Menschenwürde» Grosses Interesse an der offiziellen Eröffnung des «Seewadel» in Affoltern

In Affoltern ausgestellt In der Galerie Märtplatz stellt ein Künstlerduo seine unterschiedlichen Werke aus. > Seite 17

Ein Remis und ein weiterer Sieg Der FC Wettswil-Bonstetten kam auswärts im Tessin zu einem 1:1. Der FC Affoltern seinerseits weitet die Siegesserie aus. Das war wahrlich ein spannendes Spiel: Der FC Wettswil-Bonstetten erkämpfte sich kurz vor Abpfiff doch noch einen Punkt gegen den Tabellenführer FC Paradiso, der seinerseits dank des Remis den Aufstieg in die Promotion League bereits klar gemacht hat. Flavio Peter netzt nach einem Eckball für den FC WB ein und sorgte so für viel Jubel kurz vor Schluss. Die Partie war hart umkämpft, über weite Strecken konnten die Säuliämtler das Spieldiktat an sich reissen. Noch sind zwei Runden zu spielen. Am Samstag trifft der FC Wettswil-Bonstetten zu Hause auf den FC Freienbach. Der FC Affoltern reitet in der 3. Liga derzeit auf einer Erfolgswelle. Am vergangenen Samstag schlug man zu Hausen den FC Bosna Zürich mit 4:1. Die Ämtler gerieten schon früh in Rückstand, zeigten danach aber eine starke Reaktion und drehten die Partie. Das war der dritte Sieg in Folge, insgesamt ist das Team aus Affoltern seit sechs Partien ungeschlagen. Am Sonntag spielt der FCA auswärts bei Centro Lusitano Zurich 1. (red.)

> Berichte auf Seite 31 «Eins, zwei drei!» Applaus! Stadtpräsidentin Eveline Fenner (links), Bewohner Ernst Spiess und Stadträtin Eliane Studer Kilchenmann durchschneiden das Band. ANZEIGEN

(Bild Marianne Voss)

Viele, viele Interessierte kamen am Samstag zur Eröffnungsfeier des Seewadel – Zentrum für Gesundheit und Alter. Nach dem Durchschneiden des Bandes strömten die Menschen in den Neubau, um die Räumlichkeiten zu besichtigen.

Stadtpräsidentin Eveline Fenner begrüsste die zahlreichen Anwesenden zur offiziellen Eröffnungszeremonie und

dankte allen, die während der vergangenen zweieinhalb Jahre ihr Herzblut und Knowhow eingebracht hatten. Sie stellte die Frage in den Raum: «Möchten Sie eines Tages hier einziehen?» Die Antwort sei klar: «Die Räumlichkeiten sind einladend, keine Frage.» Sie gab jedoch zu bedenken, dass ein Leben in einer Pflegeeinrichtung bedeute, dass ein selbstbestimmtes Wohnen zuhause nicht mehr möglich sei. «Das ist ein schmerzlicher Prozess. Loslassen und annehmen, was ist, fordert jede und jeden heraus.» Sie wünschte den Gästen Mut, schon heute das Loslassen in einzelnen Bereichen einzuüben. Sie schloss mit dem Wunsch: «Möge dieses Haus gefüllt sein mit Lebensfreude, mit Menschenwürde, mit motivierten Mitarbeitenden und mit Besuchenden, die hier

positive Begegnungen machen dürfen. Möge hier Raum sein für Freude und Lachen, aber auch für Trauer und Tränen.» Das Durchschneiden des Bandes führte die Stadtpräsidentin zusammen mit Stadträtin Eliane Studer Kilchenmann und Bewohner Ernst Spiess durch. Nach dem grossen, herzlichen Applaus strömten die Gäste in das neue Haus und begaben sich auf einen Rundgang. An diesem Tag standen ihnen die Türen fast im ganzen Haus offen. In den kommenden Wochen findet die grosse Züglete statt. Die Bewohnerinnen und Bewohner werden in die neuen Räumlichkeiten einziehen und sie zu ihrem neuen Zuhause machen.

113 Flüchtlinge zusätzlich

Zubringer wird bald eröffnet

Neues Schulhaus in Affoltern

OBI-Filiale in Affoltern schliesst

Ab dem 1. Juni müssen auch die Gemeinden im Säuliamt mehr Flüchtlinge aufnehmen. Bekanntlich hat der Kanton die Aufnahmequote von 0,9 auf 1,3 Prozent erhöht. Für den Bezirk Affoltern heisst das konkret: Insgesamt müssen 543 Asylsuchende aufgenommen werden – das sind 113 mehr als bisher. Darüber berichteten die drei Sozialdienste im Bezirk Affoltern am Donnerstag an einer Infoveranstaltung zur aktuellen Asylsituation. (red.)

Ab dem 5. Juni rollt der Verkehr über den neuen Autobahnzubringer in Obfelden und Ottenbach. Zuvor wird am Wochenende vom 2. und 3. Juni das fertigstellte Jahrhundertbauwerk ausgiebig von Behörden und Bevölkerung gefeiert. Bis zur offiziellen Eröffnung sind noch ein paar Arbeiten zu erledigen. Auf der Betonfahrbahn in der Überdeckung fehlen noch die Markierungen. Zudem muss noch ein Teil des Lärmschutzes angeliefert werden. (red.)

Am Standort Chilefeld / Stigeli in Affoltern ist ein neues Primarschulhaus vorgesehen. Für die Realisierung muss mit fünf bis sechs Jahren gerechnet werden, wie die Stadt mitteilt. Das neue Primarschulhaus soll zwölf Klassen beherbergen. Dazu sollen eine Einfachturnhalle und Ersatzräume für die bestehenden Schulpavillons geschaffen werden. Dabei soll der Campus-Charakter des Schulstandortes und der alte Baumbestand beachtet werden. (red.)

Nach weniger als zwei Jahren schliesst die OBI-Filiale in Affoltern ihre Türen bereits wieder. Der letzte Verkaufstag ist der 26. August. Dies teilt die Migros mit. Die Migros-Genossenschaften sind Franchisenehmerinnen der deutschen Baumarktbetreiberin OBI. Insgesamt verlieren 33 Mitarbeitende ihren Job. Am gleichen Standort befindet sich auch das Einrichtungshaus Pfister. Auf Nachfrage zeigt sich dieses auch nicht ganz zufrieden. (dst)

> Bericht auf Seite 3

> Bericht auf Seite 5

> Bericht auf Seite 12

> Bericht auf Seite 19

Von Marianne Voss Die Strasse vor dem Haupteingang des neuen Seewadel – Zentrum für Gesundheit und Alter – füllte sich mit mehreren Hundert Menschen. Die meisten gehörten zur älteren Generation. «Ich möchte mir das ansehen. Vielleicht ziehe ich ja auch einmal hier ein», erklärte eine ältere Frau auf Anfrage. Ein Mann

sagte: «An den Abstimmungen habe ich Ja gestimmt. Jetzt bin ich interessiert, wie das Ergebnis aussieht.» Die Gäste freuten sich und konnten es kaum erwarten, einzutreten. Das Zentrum ist für viele nicht irgendeine Institution, sondern es ist «unser Seewadel». Der Regen legte eine Pause ein, die Sonne blinzelte durch die Wolken, und der Musikverein Harmonie Affoltern spielte ein erstes festliches Stück. Es lag eine feierliche Stimmung in der Luft, die sagte: «Hier geschieht etwas Besonderes.»

Raum für Freude und Trauer

Carrosserie/Spritzwerk

Lido Galli

Zürichstrasse 1A 8932 Mettmenstetten SB-Waschanlage

Telefon 044 776 81 11

> Weiterer Bericht auf Seite 7

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