CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 155 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG
Ihr Bauvorhaben. Unser Baumanagement. Sie planen eine Teil- oder Gesamtsanierung? Wollen Ihre Immobilie oder deren Potential beurteilen lassen? Haben einen Garantiefall oder nicht? Unsere Bauprofis begleiten Sie vom Spatenstich bis zur Bauabrechnung. In Gummistiefeln bei Wind und Wetter genauso wie am Schreibtisch. Ihre Immobilien. Unser Zuhause.
AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 18 I 177. Jahrgang I Dienstag, 7. März 2023
Mehr Einbrüche
Die Kantonspolizei Zürich zieht nach der Winter-Aktion trotzdem eine positive Bilanz. > Seite 3
Grosser Einsatz
Nach 34 Jahren im Entlastungsdienst hört Rosmarie Steinmann auf. > Seite 5
Fulminanter Abschluss
Der Sportclub Zwillikon organisierte den letzten Fasnachtsanlass im Säuliamt. > Seite 7
Comics als Zeitzeugen
Über Jahrzehnte hat Andreas Müller-Weiss Graphic Novels gezeichnet. > Seite 8
Klassenzimmer für Asylsuchende Die Aufnahmeklassen Asyl beziehen neuen Schulbau mit fünf Klassenräumen in Affoltern Mit dem Neubau sind die Klassen der Sekundarschule Affoltern/ Aeugst und des Lilienbergs an einem Standort vereint. Die Schulpflege erhofft sich bereichernde Begegnungen, ist sich aber auch der Herausforderung bewusst. von Thomas sTöckli Der Kanton Zürich bringt Jugendliche, die ohne Begleitung von Erwachsenen in die Schweiz geflüchtet sind, im MNAZentrum Lilienberg unter, einem in die Jahre gekommenen ehemaligen Kurhaus über Affoltern. Für ihre Bildung ist die Sekundarschule Affoltern/Aeugst (OSA) verantwortlich. «In den Aufnahmeklassen Asyl liegt der Schwerpunkt auf dem Spracherwerb», sagt Schulpräsident Urs Bregenzer. Weiter gehe es darum, hiesige Gepflogenheiten zu vermitteln. So werden etwa in Rollenspielen Verhaltensregeln erarbeitet. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Vorbereitung aufs Erwerbsleben, von der Berufsfindung über Schnupperlehren und Praktikumsstellen. Einen Platz in der Arbeitswelt zu finden, ist eine Herausforderung.
«Beglückende Begegnungen» erhofft Auch wenn die Oberstufe Ennetgraben und die Aufnahmeklasse Asyl je eine eigene Schulleitung haben – für die gemeinsame Schulpflege ist es ein Anliegen, die beiden Einheiten zusammenzuführen. Um gemeinsam zu bestimmen, wo sich Synergien ergeben und wo die Autonomie erhalten werden soll, hat sie deshalb eine Projektgruppe gebildet, in der beide Schulen unter externer Leitung vertreten sind. «Wir erhoffen uns beglückende Begegnungen», sagt Urs Bregenzer, ist sich aber auch bewusst, dass dies eine Herausforderung wird. Auf dem Pausenplatz bleiben die Gruppen noch meist unter sich. Und im Winter gab es auch einmal eine Schneeballschlacht Ennetgraben gegen Lilienberg. «Das war nicht nur lustig», so Bregenzer. 13 Lehrpersonen mit Zusatzausbildung «Deutsch als Zweitsprache» und neun Klassenassistenzpersonen kümmern sich in Affoltern um die Beschulung der aktuell 85 MNA-Jugendlichen. Wobei die Anzahl starken Schwankun-
Vorfreude auf den Start im neuen Schulhaus. Von links: Lilienberg-Klassenlehrerin Miriam Wyler und Klassenassistentin Silvia Streiff mit Schulpräsident Urs Bregenzer. (Bild Thomas Stöckli) gen unterliegt: Vor gut anderthalb Jahren waren es 30, über die Sommerferien stieg die Zahl auf 50 an und noch im gleichen Semester auf 85. Alle Schüler sind männlich, die meisten stammen aus Afghanistan, einige aus Syrien. «Wir hatten auch schon Jugendliche aus Eritrea und Weissrussland», so Bregenzer. Deutsch sprechen die wenigsten, manche Englisch. «Zum Teil sind sie blitzgescheit», sagt der Schulpräsident über die Lilienberg-Jugendlichen. Nur schon das Gelingen ihrer Flucht sei Beleg für besondere Kompetenzen. Und grossmehrheitlich seien sie willens, in der Schweiz Fuss zu fassen und sich zu engagieren. «Natürlich gibt es auch solche, die wenig motiviert sind, etwas zu tun», räumt er ein, «aber das ist eine verschwindend kleine Minderheit.»
Kosten von einer Million Franken Weil die Schulräume im Lilienberg längst nicht mehr den Anforderungen entsprachen, musste die Schulpflege eine neue Lösung finden. In einem ersten Schritt wurde im Ennetgraben kurz-
fristig Platz geschaffen für vier Klassen. Parallel dazu wurden diverse Mietobjekte im Raum Affoltern angeschaut, ohne allerdings etwas zu finden, das für so viele Schüler infrage kam. So blieb nur ein eigener Bau. Das Lilienberg-Areal und das Basketballfeld der Oberstufe Ennetgraben wurden als Standort in Erwägung gezogen, aber aus verschiedenen Gründen bald verworfen, zugunsten des nun gewählten Areals, das an den Parkplatz und die bestehenden Pavillons «Westen» angrenzt. Bei der Evaluation einer ContainerLösung stiess die Schulpflege dann auf ein massiv günstigeres Occasions-Objekt der Primarschule Buchrain, Luzern, das dort nach 20 Jahren ausgedient hatte. Und weil das kantonale Volksschulamt als Kostenträger nicht kaufen, aber durchaus mieten darf, einigte man sich mit der Baufirma auf eine Miet-Kauf-Lösung, wobei die Investition von knapp einer Million Franken innert fünf Jahren abbezahlt wird. Dann gehört das Containerprovisorium der Sekundarschule. Will sie es über diesen Zeitraum hinaus nutzen, muss allerdings noch das eine
oder andere nachgerüstet werden, etwa ein zweites Behinderten-WC und ein Lift für den Zugang ins Obergeschoss. Das dürfte dann nochmals etwa 100 000 Franken kosten.
Unser Handicap ist, dass wir nie wissen, wie viele Schüler kommen», so Bregenzer, «im schlimmsten Fall wird sogar der Lilienberg geschlossen.» Die für die Führung des Wohnheims verantwortliche Asylorganisation Zürich (AOZ) stand wegen eklatanter Mängel in der Kritik. So sei das Haus überbelegt und eine ausreichende Betreuung nicht gewährleistet (der «Anzeiger» hat berichtet). Ende Jahr wird sich entscheiden, ob die AOZ den Auftrag wieder erhält, redimensioniert auf 60 Jugendliche. Doch auch falls nicht: Den zusätzlichen Schulraum könne die OSA in jedem Fall brauchen, versichert Urs Bregenzer, geht man doch im Einzugsgebiet von weiterhin steigenden Schülerinnen- und Schülerzahlen aus.
> Weiterer Bericht auf Seite 3
Gemeinsamer Erfolg
Am Mittwoch findet der Welt-Nierentag statt. Dabei informieren Betroffene über Krankheiten und auch Transplantationen. Eine solche hat Thomas Hunziker hinter sich. Der 67-Jährige aus Affoltern musste seine zwei von Zysten angegriffenen Nieren operativ entfernen. Von einer Kollegin erhielt er eine Niere gespendet, die ihm in der Leistengegend eingepflanzt wurde. Durch die Transplantation erhalten Nierenpatienten ihre Freiheit wieder. Denn ohne neue Niere sind sie von der Dialyse abhängig.
Am Finale der Swiss SVG Trophy bereitete Jasmine Ritter im Dreier-Team in der Küche ihres Arbeitgebers, der Senevita Obstgarten in Affoltern, ein kreatives Dreigangmenü zu. Insgesamt sechs Teams kämpfen heuer um den Sieg im Schweizer Kochwettbewerb für die Gemeinschaftsgastronomie. Jasmine Ritter ist Sous-Chefin in der Senevita Obstgarten, einer Institution für betreutes Wohnen und Pflege. Gemeinsam mit Nathalie Hänni-Stupf (Senevita Dorfmatt, Münsingen/BE), Teamchefin der Equipe
> Bericht auf Seite 5
Ivanka Suter bäckt im Familienunternehmen nach bulgarischer Tradition Poushe. > Seite 11
FCWB wird auswärts düpiert Der FC Wettswil-Bonstetten (1. Liga) überzeugte vor Wochenfrist beim Rückrundenstart mit einem Sieg, nun musste er gegen Kosova einen Dämpfer einstecken. Die abstiegsgefährdeten Stadtzürcher spielten keck auf und bestraften die Ämtler Passivität mit dem Führungstor. WB, das mit einem Sieg den Zweiten FC Lugano II hätte überholen und um drei Punkte distanzieren können, steigerte sich in Hälfte zwei gewaltig. Es erlangte mehr Ballbesitz und kreierte Chancen, wurde aber mitten in den Angriffsbestrebungen jäh ausgekontert. Der FC Kosova rettete mit Können und Glück das 2:0 über die Zeit. «Wir hatten uns gut auf den Gegner vorbereitet, liessen aber die Dynamik in unserem Spiel vermissen. Die Niederlage ist gerechtfertigt und unterstreicht, dass von allen Teams um jeden Punkt verbissen gekämpft wird», bilanzierte Trainer Sergio Colacino nach dem Spiel in der Ferne. Und der FCWB-Trainer erklärte mit Blick in die Zukunft weiter: «Ich bin überzeugt, dass ich und das Team die nötigen Lehren aus dieser ungenügenden Leistung ziehen werden.» (kakö)
> Bericht auf Seite 15
ANZEIGEN
Carrosserie/Spritzwerk
Lido Galli
Zusätzlicher Schulraum wird nötig
Die Nieren im Fokus Beim Prozess wird das Blut der Patienten gewaschen und von Giftstoffen befreit, was sonst normalerweise die Nieren übernehmen. Thomas Hunziker betont, dass man sich bei anhaltenden Nierenschmerzen beim Arzt melden soll. Je früher eine Krankheit erkannt wird, desto mehr gesundes Gewebe kann erhalten werden. In der Schweiz suchen derzeit über 1000 Patienten eine neue Niere. (red.)
Strudel des Glücks
Zürichstrasse 1A 8932 Mettmenstetten SB-Waschanlage
Telefon 044 776 81 11
Nature as healing Ein Weg ins authentische Selbst
Suchst du einen Raum und eine Begleitung, die dich in deinem Wesen stärkt, in dem du tief tauchen und alte Wunden heilen kannst? In dem du ganz zu dir finden und du werden kannst?
TIEF - LIEBEVOLL - HEILSAM
www.natureashealing.ch Paula Kägi I 076 520 57 85 Hinterbuchenegg 15, 8143 Stallikon Praxis für schamanische Arbeit, Massage/Körperarbeit& seelenzentriertes Coaching
«Swissness trifft Coolness» für die Senevita Gruppe, und Sandro Koch, Smooth Food-Spezialist des Unternehmens, haben am 28. Februar das Finale der SVGTrophy bestritten. Wer die Trophy indes gewinnt, ist noch nicht klar. Am 24. März entscheidet sich dies im Rahmen der Preisverleihung in Luzern. Im Interview mit unserer Zeitung berichtet Ritter von der Zusammenarbeit und von der Herausforderung des Wettbewerbs. (red.)
> Bericht auf Seite 9
20010 9 771661 391004