CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 155 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG
AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 14 I 177. Jahrgang I Dienstag, 21. Februar 2023
Invasive Pflanze
Die Naturschutzkommission Hedingen will «Henrys Geissblatt» bekämpfen. > Seite 3
Im Konfettiregen
Der Familienclub WettswilBonstetten lud zum Fasnachtsumzug durch Bonstetten. > Seite 6
Weitere Amtszeit
Der Gemeinderat Bonstetten bestätigt den VR des Pflegezentrums Sonnenberg. > Seite 11
Bunter Liederstrauss
KulturAffoltern lud zum Konzert von Heidy H. King in die Galerie Märtplatz ein. > Seite 11
Sammlungs-, Kompetenz- und Dienstleistungszentrum Rundgang mit Direktorin Denise Tonella und Geschäftsführer Markus Leuthard «Director’s view» war der Titel, unter dem das Sammlungszentrum des Nationalmuseums zu einem Rundgang eingeladen hatte. Die zahlreichen Besucher erhielten einen Einblick in die Tätigkeiten rund ums Sammeln, Restaurieren, Konservieren und Präsentieren der Objekte.
Aktuelle Herausforderungen Die Führung «Director’s view» vom vergangenen Mittwoch mit der Direktorin des Schweizerischen Nationalmuseums, Denise Tonella und dem Geschäftsführer des Sammlungszentrums in Affoltern, Markus Leuthard, beantwortete einige Fragen und weckte das Interesse für viele weitere Fragestellungen. Museumsorganisation, -gestaltung und -didaktik haben sich in den letzten
Die Autorin Milena Michiko Flašar – halb Japanerin, halb Österreicherin – war am Samstag in der Buchhandlung Scheidegger für eine Lesung vor Ort. Die Protagonistin in ihrem Roman «Oben Erde, unten Himmel» ist Suzu, eine junge Japanerin, die sich mit zwischenmenschlichen Kontakten schwertut. Zu Beginn des Buches ist sie ohne Job und ohne Paarbeziehung am Ende – ihrem Hamster zuliebe macht sie weiter und steht damit am Beginn einer beeindruckenden Phase ihrer Persönlichkeitsentwicklung. (red.)
Die Schützen schauen auf das Jahr zurück An der Delegiertenversammlung des Bezirks-Schützenvereins Affoltern ging es dem Präsidenten Heinz Meili vor allem darum, darauf hinzuweisen, dass man wieder mehr Mitglieder in den Verein holen müsse. Wegen der Corona-Pandemie besuchten immer weniger Schützen die Schiessanlässe. Zudem wies Meili darauf hin, dass Vereinssport nur ehrenamtlich funktionieren kann. Es sei unmöglich, sämtliche Aufgaben finanziell gerecht zu entschädigen – und wichtig auch, dass Gemeindebehörden den Einsatz im Dienst der Gesellschaft zur Kenntnis nehmen. (red.)
Denise Tonella, Direktorin des Schweizer Nationalmuseums, und Markus Leuthard, Geschäftsführer des Sammlungszentrums begeisterten ihr Publikum anlässlich der Führung «Director’s view». (Bild zvg.) Jahrzehnten stark verändert. Denise Tonella beschäftigt die neue Museumsdefinition des Internationalen Museumsrates (Icom), die letztes Jahr im Rahmen der 26. Generalkonferenz des Icom in Prag verabschiedet wurde. Diese, wie auch die ethischen Richtlinien von Icom, sind wegweisend für die Museen, die, wie das Schweizerische Nationalmuseum, Mitglied des Internationalen Museumsrates sind. Denise Tonella fühlt sich verpflichtet, die Ziele des Icom für das National-
Der Seewadel-Neubau ist auf Kurs «Der Zeitplan ist sportlich», sagt Fabrizio Meo, Abteilungsleiter Immobilien bei der Stadtverwaltung Affoltern. Am 17. Mai sollen die Büros aus dem Nebengebäude und vom Provisorium in den Neubau des «Seewadel – Zentrum für Gesundheit und Alter» umziehen, am 22. Mai dann die Küche und vom 23. bis 25. Mai steht die «Züglete» der Bewohnerinnen und Bewohner an – mit Unterstützung des Zivilschutzes. Wer welches Zimmer bekommt, darüber werde unter den künftigen Bewohnerinnen und Bewohnern schon länger rege diskutiert, verrät die Seewadel-Geschäftsleiterin Verena Feller, entschieden sei aber noch nichts: «Die Zuteilung findet Ende März statt.» Persönlich freut sich Verena Feller besonders aufs öffentliche Restaurant im Erdgeschoss. Für 150 Personen bietet es Platz, wobei sich ein Teil abtrennen lässt. Für Fabrizio Meo ist der Demenz-
Eine Buchlesung mit viel Tiefe
> Bericht auf Seite 7
von Regula ZellwegeR Wie restauriert und konserviert man eine Weste, besetzt mit Hunderten Pailletten? Welche Geschichten erzählt eine Wappenscheibe aus dem 19. Jahrhundert? Was macht eine Weste, die offiziell bei der Einreise von ukrainischen Flüchtlingen getragen wurde in der Sammlung? Was hat Baumwolle mit der Schweizer Industriegeschichte zu tun? Wie schafft man das adäquate Klima für das Lagern von Textilien? Was hat die Schweiz mit Kolonialismus zu tun? Wie erfasst man Objekte, die in die Sammlung aufgenommen werden – so, dass sie garantiert schnell wiedergefunden werden? Und unter welchen Bedingungen werden Objekte anderen Museen im In- und Ausland ausgeliehen?
Arbeit, die krank macht
Wenn die berufliche Sicherheit wackelt, kann das Einfluss auf die Psyche haben. > Seite 13
garten auf der Dachterrasse ein «Lieblingsort». Hier stehen schon die Verankerungen für die künftigen Pavillons. Ein Rundweg mit Sitzgelegenheiten, Schattenspendern, Brunnen und Begrünung soll künftig für Aufenthaltsqualität sorgen. In den vier Wohngeschossen darunter läuft derweil der Innenausbau auf Hochtouren. Hier und da ist das Eichen-Parkett in den Zimmern bereits verlegt. Jedes verfügt über eine schwellenlos zugängliche Nasszelle mit Lavabo, Dusche und WC. Rund 60 bis 80 Personen sind aktuell auf der Baustelle im Einsatz, manche bis in die Nacht hinein. Und in den kommenden Wochen werden es noch mehr sein, «phasenweise über 100», wie Meo ausführt. Auch er selber und Verena Feller schauen mindestens wöchentlich nach dem Rechten. (tst.)
> Bericht auf Seite 3
museum optimal zu erreichen: Austausch unter Museen fördern, Ethik in die Museumsarbeit einbringen und die Qualität der Vermittlung sichern.
Als Kompetenzzentrum für die Objekterhaltung etabliert Für Markus Leuthard steht im Zentrum, sich in der Museumswelt als Kompetenzzentrum für die Objekterhaltung etabliert zu haben: Objekte in der richtigen Qualität zum richtigen Zeitpunkt bereit
zu halten, denn das Sammlungszentrum ist die Quelle des Landesmuseums Zürich, des Château de Prangins und des Forum Schweizer Geschichte in Schwyz. «Es gilt, die Ressourcen optimal zu nutzen und die Finanzen seriös einzusetzen.» Sympathisch wirkte das berufliche Selbstverständnis der Leitung als Dienstleister unserer Gesellschaft – für heute und morgen.
> Bericht auf Seite 20 ANZEIGEN
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> Weiterer Bericht auf Seite 5
Hilfsgüter für die Ukraine gesammelt In der Ukraine tobt schon seit fast einem Jahr ein schrecklicher Krieg. Die Bewohnerinnen und Bewohner in dem von Russland angegriffenen Land leben teilweise unter menschenunwürdigen Bedingungen. Ihre Häuser sind zerstört, es fehlt am Nötigsten. Private Helfer wie Roman Vovk sorgen dafür, dass Hilfsgüter aus der Schweiz in de Ukraine gelangen.
Mit Lastwagen in die Ukraine Am Wochenende hat Vovk, Mitglied im Verein Switlo, mit anderen Freiwilligen in Bonstetten Hilfsgüter gesammelt, die per Lastwagen nach Lviv und Cherson transportiert werden. In den beiden umkämpften Städten werden regionale Hilfsorganisationen die Waren aus der Schweiz an die Bedürftigen verteilen. Die Sammlung der Hilfsgüter fand in Bonstetten in der katholischen Kirche
St. Mauritius statt. Roman Vovk zeigte sich begeistert über die Hilfsbereitschaft der Säuliämtler, die zahlreiche Waren spendeten. Vor allem warme Kleider, Schlafsäcke, Taschenlampen oder Hygieneartikel waren sehr gefragt. Die Gemeinden Bonstetten und Wettswil stellten kostenlos Plakatwände zur Verfügung, wodurch die Sammelaktion angekündigt wurde. Und so erschienen zahlreiche Spenderinnen und Spender, die neben Sachgütern auch Geldspenden machten. Der Verein Switlo hat seinen Sitz im aargauischen Freiamt, zahlreiche freiwillige Helferinnen und Helfer sind hier engagiert. Roman Vovk, der in Bonstetten wohnt, stammt ursprünglich selber aus der Ukraine. Deshalb ist ihm die Hilfe für sein Land eine Herzensangelegenheit. (red.)
> Bericht auf Seite 7
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