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REIFEN & Wirtschaft 10/2026

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Oktober 2026

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UMFRAGE

Von All-Season bis Elektro

REIFENTEST

Trends

All-Season im Wachstum

Ernüchternde Bilanz

VRÖ

Reifentag 2027 auf der AutoZum


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EDITORIAL

Gute Chancen mit klaren Aufgaben W

er sich aktuell die Situation in der Automobilbranche ansieht, erkennt eine lange Liste an Herausforderungen. Sinkende Erträge, weniger Wartungsbedarf und Umsatz durch die Elektromobilität, Rückgang des Ölgeschäfts. Dazu kommen Digitalisierung, wachsende Online-Bedeutung und die Marktmacht großer Konzerne. Im Vergleich dazu hat die Reifenbranche eine gute Ausgangsposition.

Gerald Weiss, redaktioneller Verlagsleiter B2B

Natürlich beeinflussen die oben genannten Entwicklungen auch das Reifengeschäft. Der Onlinekauf erhöht die Preistransparenz, Kundenanforderungen verändern sich und der Wettbewerb zwischen Reifenfachbetrieb, Autohaus und freier Werkstätte ist intensiv. Trotzdem profitiert die Reifenbranche von zwei wesentlichen Entwicklungen. Während in der Werkstätte durch die Elektromobilität Ertragspotenziale sinken, steigen beim Reifen für E-Autos die Anforderungen. Größere Dimensionen, höhere Fahrzeuggewichte und das unmittelbar verfügbare Drehmoment verlangen leistungsfähige Produkte. Der Verschleiß ist höher und gleichzeitig werden Reichweite, Geräuschkomfort und Rollwiderstand für die Kunden wichtiger. Das schafft Beratungsbedarf sowie Chancen für hochwertige Reifen und steigert den Umsatz. Die zweite Stärke ist die regionale Dienstleistung. Ein Reifen lässt sich vielleicht online bestellen, montiert wird er weiterhin vor Ort. Damit bleibt auch die Kundenbindung regional. Das Reifendepot schafft regelmäßige Kontakte und bindet den Kunden an den Betrieb. Eingeschränkt wird das Thema Kundenbindung freilich beim wachsenden Bereich Ganzjahresreifen. Hier dürfen wir Sie auf die Story auf Seite 4 und 5 dieser Ausgabe hinweisen, wo wir auch auf die Bedeutung von Kundendaten und digitaler Kundenkommunikation hinweisen. Den Themen All-Season und Elektromobilität widmen wir übrigens auch in der großen Industrie-Umfrage jeweils eine eigene Frage.

Fotos Cover: Adobe Stock_Mariia, Shtutterstock_LongQuatro, Chris Hofer

Die Chancen für die Reifenbranche müssen aktiv genutzt werden: Beratung und Kompetenz werden noch wichtiger.

Die genannten Chancen müssen allerdings aktiv genutzt werden. Beratung und Kompetenz werden noch wichtiger, wenn Kunden mit gefährlichem Halbwissen aus dem Internet oder einer vermeintlich eindeutigen KI-Antwort in den Betrieb kommen. Eine weitere Anforderung ist die Kompetenz bei der Elektromobilität. Wer selbst elektrisch fährt, kann über Anforderungen und Erfahrungen wesentlich glaubwürdiger sprechen. Eine der wichtigsten und schwierigsten Themen ist und bleibt die Facharbeiter-Situation. Die besten Marktchancen helfen wenig, wenn Monteure und Verkäufer fehlen. Nicht zuletzt wächst die Bedeutung gesteuerter Fuhrparks. Bei Flotten-, Leasing- und Abo-Fahrzeugen wird die Auswahl des Betriebs häufig zentral beeinflusst. Hier braucht es Netzwerke, Partnerschaften und passende Abrechnungsmöglichkeiten. Bei allen Problemen und Veränderungen: Die Chancen und das Potenzial im Reifengeschäft sind im Vergleich zu vielen anderen Bereichen der Automobilbranche eindeutig positiv zu beurteilen.

zur Entwicklung im Bereich der Ganzjahresreifen lesen Sie auf Ab Seite 4 Mehr den Seiten 4 und 5, die Statements der Industrie ab Seite 6.

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STORY

All-Season im Wachstum Das Ganzjahresreifen-Segment wächst von einem niedrigen Niveau. Für die Reifenfachbetriebe stellt sich die Frage, wie man im Bereich Beratung, Sicherheit und Kundenbindung damit umgeht.

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Roland Dorfner, Euromaster

ährend Sommer- und Winterreifen leicht rückläufig sind, wächst das All-Season-Segment – von niedrigem Niveau – weiter. Bei den Herstellern hat der Ganzjahresreifen schon länger einen höheren Stellenwert, weil er in vielen Ländern längst ein Volumenmodell ist. Während viele österreichische Reifenfachbetriebe interessierten Konsumenten lange Zeit eher davon abgeraten haben, muss man sich diesem Thema in vielen Regionen nun aber stellen. Ein grundsätzliches Nein reicht längst nicht mehr. Viele Kunden kommen mit einer online oder durch KI eingeholten Einschätzung und sind von ihrer Entscheidung überzeugt. Umso wichtiger werden eine genaue Bedarfserhebung und die Beratung zum individuellen Fahrprofil.

Hoffmann (GRS): starker Trend in Deutschland „Besonders deutlich ist der Trend in Deutschland, wo Ganzjahresreifen bei einzelnen Händlern der GRS, speziell in Großstädten, teilweise bereits einen Anteil von über 50 Prozent erreichen“, berichtet Bernhard Hoffmann von GRS (HMI). Auch in Österreich gewinnt das Segment an Fahrt. „Die Produkte sind besser geworden, die Fahrleistungen haben sich seit Corona verändert“, so Hoffmann. Damit muss die Beratung stärker auf individuelle Bedürfnisse eingehen: „Spart der Kunde tatsächlich Geld? Deckt das Produkt seine Anforderungen wirklich ab? Manche Händler sehen darin eine Chance, andere haben regional bedingt weniger Anfragen“, erklärt Hoffmann.

Dorfner (Euromaster): Depots bleiben stabil Kosten als Hauptgrund

Bernhard Hoffmann, GRS

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Dabei stehen für den Kunden vor allem die Kosten im Vordergrund. Reifen sind – wie alles – teurer geworden, zugleich wachsen die Dimensionen. Wer das Fahrzeug wechselt, kann durch Dimensionen und Preissteigerungen mit doppelten Reifenkosten konfrontiert sein. Selbst wenn sich wegen des Verschleißes kein Reifensatz einsparen lässt – was manche Konsumenten aber vermuten – entfallen die Kosten für den zweiten Felgensatz, den saisonalen Wechsel und die Einlagerung, die aufgrund der Größe mittlerweile fast unumgänglich ist. Das ist in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein gewichtiges Argument. Dazu kommt der Komfort, nicht regelmäßig in die Werkstätte fahren zu müssen. Mildere Winter und weniger Schnee verstärken die Entscheidung.

Auch Roland Dorfner von Euromaster registriert die Steigerungsraten bei All-Season-Reifen. „Bei der Auslastung der Reifendepots hat sich diese Entwicklung bislang allerdings nicht entsprechend niedergeschlagen“, so Dorfner. Offenbar lassen manche Kunden ihren Winterreifensatz zunächst eingelagert, manche kehren später auch wieder zur saisonalen Bereifung zurück. Dabei stellt sich für Dorfner auch die Frage, „ob bei den sehr hohen Temperaturen der zunehmend heißen Sommer ein Allwetter-Reifen noch ausreichend Sicherheit bietet“.

Peschek: 4-mm-Grenze beachten „Vom Brenner im Winter bis zur Pannonischen Ebene im Sommer haben wir in Österreich Tempera-


STORY Bei der Auslastung der Reifendepots hat sich diese Entwicklung bislang nicht niedergeschlagen. Roland Dorfner, Euromaster

Neue Kontaktpunkte schaffen

In Österreich gilt ein All-SeasonReifen bei unter 4 mm Profiltiefe nicht mehr als Winterreifen. Michael Peschek-Tomasi, Reifen Partner

tur-Unterschiede wie kaum ein anderes Land“, gibt Michael Peschek-Tomasi, Geschäftsführer Reifen Partner, zu bedenken. „Die Anforderungen an die Gummimischungen sind enorm und die Sommerbzw. Winterbereifung ist bei uns absolut gerechtfertigt.“ Wer doch einen All-Season bevorzugt, sollte darauf achten, dass dieser in Österreich bei unter

4 mm Profiltiefe nicht mehr als Winterreifen gilt, so Peschek-Tomasi.

Michael PeschekTomasi, Reifen Partner

Entscheidet sich der Kunde für ein Ganzjahresprodukt, entfällt der regelmäßige Kundenkontakt, ohne Depot geht die Information über den Reifenzustand verloren. Die Betriebe sind gefordert, mit gut gewarteten Kundendaten in Kontakt zu bleiben und zu regelmäßigen Checks einzuladen. Denn mit dem Wegfall des saisonalen Wechsels entfällt auch die regelmäßige, wichtige Kontrolle. Reifendruck, Verschleiß und mögliche einseitige Abnutzung müssen regelmäßig überprüft werden. Längere §57a-Intervalle verschärfen diese Aufgabe zusätzlich. Mit regelmäßigen Überprüfungen, etwa in Form von Frühjahrs- oder Winterchecks, kann der Zustand dokumentiert, der Bedarf eingeschätzt und der Kontakt aufrechterhalten werden. Der Trend zu Ganzjahresreifen setzt sich in jedem Fall fort. Der Reifenhandel muss sich bei Beratung, aber auch beim Kundenkontakt darauf einstellen. • Text: Gerald Weiss, Fotos: Adobe Stock, A&W, zVg.

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AUTO & Wirtschaft 12/2025–01/2026

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Von All-Season bis Elektro Für das kommende Winterreifengeschäft zeigt sich die Industrie in der großen A&WUmfrage zuversichtlich. Was die Landeschefs zur Entwicklung im Bereich Ganzjahresreifen und Elektromobilität denken, finden Sie ebenfalls auf den folgenden Seiten.

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&W: Wie ist das Jahr 2026 bislang verlaufen und was erwarten Sie für das kommende Winterreifengeschäft? Günther Riepl, Dunlop: Für uns ist das heurige Jahr sehr stark verlaufen: Seit 1. Jänner führen wir mit Dunlop im Pkw-Reifensegment eine weitere Premiummarke im Portfolio und können gemeinsam mit Falken ein breiteres Line-up anbieten. Die Sommerreifen-Absätze sind zufriedenstellend verlaufen, wenngleich in Österreich eine gewisse generelle Kaufzurückhaltung spürbar ist. Die Leute sparen – geschuldet den täglichen negativen Meldungen in den Medien und der allgemeinen Stimmungslage, ganz gleich, ob es um Reifen oder andere Güter

In vielen Regionen Österreichs wird der Winterreifen weiterhin die richtige und notwendige Wahl bleiben. Günther Riepl, Dunlop/Falken geht. Das Winterreifengeschäft sehen wir positiv: Die kommenden winterlichen Verhältnisse werden entsprechenden Bedarf auslösen, denn viele Fahrzeughalter sind nach wie vor mit schlechten Reifen bzw. zu geringer Profiltiefe unterwegs.

ferservices spielen nun eine entscheidende Rolle, um die Nachfrage rechtzeitig und zuverlässig bedienen zu können. Harald Kilzer, Vredestein: Das 1. Halbjahr 2026 war in Österreich wegen politischer Unsicherheiten von verständliche Zurückhaltung in den Bereichen Sommer- und Winterreifen bestimmt. Da viele Autofahrer dieses Jahr ihre Winterreifen bis deutlich unter die 4-mm-Grenze weitergefahren haben, ist dies eine der Erklärungen für den Rückgang bei Sommerreifen, und sollte wiederum für ein stärkeres Wintergeschäft sprechen. Das Sicherheitsbewusstsein in Österreich ist weiterhin auf einem guten, hohen Niveau. Reinhard Münzker, Pirelli: Das Jahr 2026 verläuft in einem weiterhin anspruchsvollen Marktumfeld für uns insgesamt solide. Für das kommende Winterreifengeschäft erwarten wir eine stabile Nachfrage. Österreich bleibt ein ausgeprägter Winterreifenmarkt, in dem Sicherheit und Qualität einen hohen Stellenwert haben. Entscheidend für den konkreten Saisonverlauf wird wie immer die Witterung sein. Für den Fachhandel bleiben deshalb gute Beratung und die passende Produktauswahl besonders wichtig. Martin Krauss, Bridgestone: Das Geschäftsjahr 2026 ist für uns bislang recht zufriedenstellend verlaufen. Unsere Marken Bridgestone und Firestone wurden stark nachgefragt und konnten sich in einem herausfordernden Marktumfeld sehr positiv behaupten. Bemerkenswert ist die Entwicklung von Firestone. Die Marke verzeichnet deutliche Zuwächse und profitiert von ihrer etablierten Positionierung im attraktiven Preis-Leistungs-Segment. Die zuverlässige Produktqualität und die Leistungsfähigkeit der Produkte überzeugen Handelspartner wie Endverbraucher gleichermaßen, was sich deutlich in der gestiegenen Nachfrage widerspiegelt. Für das kom-

Der Reifenfachbetrieb bleibt nach wie vor der wichtigste Berater und Ansprechpartner. Jorge Costa, Kumho Jorge Costa, Kumho: Die Nachfrage nach Kumho-Sommerreifen war bis August sehr positiv. Trotz der aktuellen Wetterverhältnisse hat die Nachfrage nach Winterreifen bereits im September eingesetzt. Bestand, Verfügbarkeit sowie die Qualität des Lie-

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REIFEN EXTRA mende Winterreifengeschäft blicken wir vorsichtig optimistisch nach vorne. Mit unserem breiten Portfolio, innovativen Technologien und der konsequenten Ausrichtung auf die Bedürfnisse von Handel und Verbrauchern sehen wir uns für die bevorstehende Wintersaison gut aufgestellt. Der vergangene Winter war im Handel etwas schwächer, sodass teilweise noch Ware auf Lager ist. Gleichzeitig wurde aufgrund der volatilen wirtschaftlichen Situation vorsichtiger bevorratet. Daher rechnen wir insbesondere zum Saisonbeginn mit verstärkten Nachkäufen. Verbrauchern empfehlen wir, sich rechtzeitig um ihre Winterbereifung zu kümmern, um auch bei einem plötzlichen Wetterumschwung entsprechend vorbereitet zu sein. Roland Steinberger, Michelin: Wir sind mit dem laufenden Jahr sehr zufrieden. Auch auf das kommende Winterreifengeschäft blicken wir positiv, da wir hier mit einer Steigerung rechnen. Beim Thema Verfügbarkeit haben wir einige Weichen neu gestellt und können unsere Kund*innen jetzt noch zuverlässiger beliefern. Hinzu kommt unsere Michelin Cashback-Aktion, die bis zum 30. November läuft. Dadurch wird der stationäre Handel unterstützt und Kundinnen und Kunden können bis zu 120 Euro pro Reifensatz zurückbekommen. Produktseitig haben wir mit dem Michelin Primacy 5 energy und dem Michelin Pilot Sport 5 energy gleich zu Jahresbeginn ein Statement im Bereich Energieeffizienz gesetzt. Gerade bei Dieselpreisen jenseits der Zwei-Euro-Marke und zunehmender Elektrifizierung kann ein niedriger Rollwiderstand für den Geldbeutel den Unterschied machen. Mit dem Michelin X Ice Snow+ haben wir außerdem seit Mai einen neuen Spezialisten für harte Winter im Portfolio.

Wir sehen in den benachbarten Ländern bereits, dass Ganzjahresreifenmarktanteile von über 50 Prozent erreicht werden können. Harald Kilzer, Apollo/Vredestein

Andreas Wirth, Hankook: Das Jahr 2026 war bislang von einem weiterhin anspruchsvollen Marktumfeld geprägt. Neben wirtschaftlichen Unsicherheiten zeigen sich die Konsumenten nach wie vor preisbewusst, gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen und langlebigen Produkten stabil. Für das bevorstehende Winterreifengeschäft erwarten wir eine solide Saison. Insbesondere Produkte mit hoher Sicherheit, guter Laufleistung und ausgewogener Performance werden weiterhin im Fokus der Kunden stehen. Entscheidend wird dabei auch sein, wie früh winterliche Witterungsverhältnisse einsetzen und dadurch die Nachfrage beeinflussen. Thomas Knirsch, Goodyear: Im Autohausgeschäft

Eine seriöse Prognose für einen künftigen Marktanteil von All-Season halten wir für schwierig. Reinhard Münzker, Pirelli und im klassischen Reifenhandel konnten wir im Sommer stabile Ergebnisse erzielen. Der klassische B2B-Wiederverkauf blieb hingegen hinter dem Vorjahr zurück. Für das kommende Wintergeschäft sind die Erwartungen des Handels weiterhin hoch – entsprechend wurden die Wintereinlagerungen geplant.

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REIFEN EXTRA Entscheidend wird sein, wie sich die Nachfrage und die Verfügbarkeit im Saisonverlauf entwickeln. Während Sommer- und Winterreifen leicht rückläufig sind, wächst das All-Season-Segment. Bis zu welchem Marktanteil wird es der Ganzjahresreifen in den nächsten Jahren schaffen und wie positioniert sich Ihr Unternehmen in diesem Bereich? Riepl, Falken: Der Anteil der Ganzjahresreifen steigt weiter. Natürlich haben wir entsprechende Produkte im Angebot. Welcher Marktanteil hier letztlich erreicht wird, lässt sich schwer voraussagen, denn das All-Season-Segment wächst vor allem in den Städten – in vielen Regionen Österreichs wird der Winterreifen weiterhin die richtige und notwendige Wahl bleiben. Fest steht schon jetzt: Wir investieren mit den Marken Dunlop und Falken laufend in neue Produkte und werden die Neuigkeiten schon bald präsentieren und in den Handel bringen.

schwierig, denn Nutzung, Fahrzeugsegment und regionale Bedingungen in Österreich unterscheiden sich deutlich. Gleichzeitig bleiben spezialisierte Winterreifen insbesondere bei anspruchsvollen winterlichen Bedingungen und leistungsstarken Fahrzeugen relevant. Pirelli entwickelt deshalb alle Segmente konsequent weiter und baut auch die Range der Ganzjahresreifen für alle Automobilsegmente weiter aus. Mit unseren Produkten wie dem Cinturato All Season SF3, der seit 2024 bislang 13 Testsiege erzielte, sind wir auch im wachsenden Premium-Ganzjahressegment sehr gut aufgestellt. Krauss, Bridgestone: Während die allgemeine Marktnachfrage derzeit einen leicht rückläufigen Trend zeigt, konnten wir unsere Position erfolgreich festigen. Der Rückgang bei Sommer- und Winterreifen wird hauptsächlich durch eine geringere Nachfrage nach Dimensionen bis einschließlich 17 Zoll getrieben, während der Markt bei Dimensionen ab 18 Zoll weiterhin wächst. Gründe dafür sind unter anderem der Generationenwechsel bei Fahrzeugen hin zu größeren Dimensionen, der wachsende SUV-Anteil sowie die zunehmende Elektromobilität. Das All-Season-Segment ist seit Jahresbeginn weiter gewachsen, dabei konnten unsere beiden Marken Zugewinne erzielen. Interessant ist, dass der Markt bei Dimensionen ab 18 Zoll deutlich stärker wächst als bei kleineren Größen. Ein Grund dafür ist hier ebenso der zunehmende Anteil von SUVs und Elektrofahrzeugen, die häufiger mit größeren Dimensionen ausgestattet sind und vielfach im urbanen Umfeld eingesetzt werden. Mit dem Bridgestone Turanza All Season 6 haben wir in diesem Segment ein sehr starkes Produkt im Portfolio. Auch Firestone ist mit dem MultiSeason zum Saisonstart im Preis-Leistungs-Segment gut aufgestellt. Wie hoch der Marktanteil von Ganzjahresreifen langfristig ausfallen wird, lässt sich heute nur schwer prognostizieren. Wir gehen aber davon aus, dass das Segment weiterhin moderat an Bedeutung gewinnen wird. Für bestimmte Fahrprofile können Ganzjahresreifen eine sinnvolle Alternative sein – etwa bei überwiegend urbaner Nutzung oder einer geringeren jährlichen Fahrleistung. Wer hingegen regelmäßig bei anspruchsvollen winterlichen Bedingungen unterwegs ist, profitiert weiterhin von Spezialisten. Saisonreifen bleiben daher unsere klare Empfehlung. Steinberger, Michelin: Das Segment für Ganzjahresreifen wächst in Europa seit Jahren kontinuierlich, in Österreich dabei etwas langsamer als in den

Wir gehen davon aus, dass das All-Season-Segment weiterhin moderat an Bedeutung gewinnen wird. Martin Krauss, Bridgestone Costa, Kumho: Es gibt eine steigende Nachfrage nach Ganzjahresreifen. Wenn Ganzjahresreifen die entsprechenden Leistungen für die Bedürfnisse der Endverbraucher bieten, bleiben sie stets eine gute Alternative. Die Entscheidung für Ganzjahresreifen kann in jeder Saison getroffen werden, da sie sowohl Sommer- als auch Winterreifen ersetzen können.

Kunden fordern zunehmend flexiblere und leistungsfähigere Lösungen, die der wachsenden Vielfalt von Fahrprofilen gerecht werden. Roland Steinberger, Michelin Der Reifenfachbetrieb bleibt dabei nach wie vor der wichtigste Berater und Ansprechpartner. Kilzer, Vredestein: Wir sehen in den benachbarten Ländern bereits, dass Ganzjahresreifenmarktanteile von über 50 Prozent erreicht werden können. In Österreich wird dies sicher, geographisch bedingt, etwas länger dauern, wird aber auch bei uns in diese Richtung gehen. Ganzjahresreifen von Vredestein sind weiterhin die Benchmark in diesem Bereich. Die über 30 Jahre Erfahrung mit Premium-Ganzjahresreifen in Europa und das hervorragende Preis-Leistungs-Verhältnis bescheren uns das Vertrauen unserer Partner in diesem Segment. Münzker, Pirelli: Ganzjahresreifen werden weiter an Bedeutung gewinnen. Eine seriöse Prognose für einen künftigen Marktanteil halten wir jedoch für

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Nachbarländern. Kundinnen und Kunden fordern zunehmend flexiblere und leistungsfähigere Lösungen, die der wachsenden Vielfalt von Fahrprofilen gerecht werden. Wir erwarten, dass dieses Wachstum auch in den kommenden Jahren weiter zunimmt, nicht zuletzt wegen milderer Winter und der Tatsache, dass gerade im städtischen Raum immer kürzere Strecken mit dem Auto zurückgelegt werden. Dennoch können Ganzjahresreifen die saisonale Bereifung nicht vollständig ersetzen. Entscheidend ist vor allem, für welchen Einsatzzweck oder Fahrstil man den passenden Reifen sucht. Wer regelmäßig in die Alpen fährt oder häufig unter extremen Wetterbedingungen unterwegs ist, sollte nach wie vor auf spezialisierte Winterreifen setzen (gegebenenfalls ergänzt durch Schneeketten). Unser Portfolio reicht von komfortorientierten Lösungen wie dem Michelin Alpin 7 und dem Michelin CrossClimate 3 bis hin zu sportlichen Modellen wie dem Michelin Pilot Alpin 5 und dem Michelin CrossClimate 3 Sport. Letzterer schließt dank unserer Motorsporterfahrung in Materialmischung, Profildesign und Langlebigkeit eine wichtige Lücke und bietet nun auch sportlich orientierten Fahrerinnen und Fahrern den Komfort eines Ganzjahresreifens. Wirth, Hankook: Der Trend zu Ganzjahresreifen setzt sich kontinuierlich fort. Insbesondere in urbanen Regionen und bei Fahrzeugen mit geringeren Jahresfahrleistungen gewinnt das Segment weiter an Bedeutung. Wir gehen davon aus, dass Ganzjahresreifen in den kommenden Jahren einen wesentlichen Anteil am Ersatzmarkt erreichen werden. Als Hersteller beobachten wir diese Entwicklung bereits seit längerer Zeit und verfügen über ein entsprechend breites Produktangebot. Unser Ziel ist es, Kunden für jedes Einsatzprofil die technisch optimale Lösung anzubieten, unabhängig davon, ob sie sich für einen saisonalen Reifenwechsel oder einen Ganzjahresreifen entscheiden. Knirsch, Goodyear: Das Ganzjahressegment wächst auch in Österreich deutlich, insbesondere im urbanen Raum und bei Privatkunden. Eine konkrete Prognose zum künftigen Marktanteil ist schwierig, klar ist aber: Ganzjahresreifen gewinnen weiter an Bedeutung und werden für viele Einsatzprofile zu einer echten Alternative zum saisonalen Reifenwechsel. Goodyear ist in diesem Segment traditionell stark aufgestellt und baut sein Angebot mit dem neuen Goodyear Vector All Season 4 weiter aus. Der Reifen ist für moderne Pkw, SUVs und zunehmend auch für größere sowie elektrifizierte Fahrzeuge verfügbar.

Elektromobilität ist durch höheren Verschleiß, größere Dimensionen und höhere Kundenanforderungen eine Chance für die Reifenbranche. Wie reagieren Sie auf diese Entwicklung? Riepl, Falken: Mit dem Falken e. ZIEX haben wir einen Reifen speziell für die Bedürfnisse von Elektro-

Wir gehen davon aus, dass Ganzjahresreifen in den kommenden Jahren einen wesentlichen Anteil am Ersatzmarkt erreichen werden. Andreas Wirth, Hankook fahrzeugen entwickelt. Ein positiver Nebeneffekt ist zum Beispiel, dass diese Reifen auch für Verbrennerfahrzeuge geeignet sind und durch ihre besonderen Eigenschaften helfen können, unter anderem den Verbrauch positiv zu beeinflussen. Costa, Kumho: Laut Statistik Austria wurden in Österreich seit Jahresbeginn bis Juli 2026 um 13,4 Prozent mehr Neuwagen zugelassen, davon jeweils 30 Prozent Elektro-Pkw und Benzin-Hybrid-Pkw. Kumho hat in den letzten vier Jahren intensiv in F&E investiert und neue, erfolgreiche Profile entwickelt: ECSTA Sport und Sport S für Sommer- sowie WinterCraft WP52+ für Winterreifen. Die Profile sind bereits auf dem Markt und als EV-ready gekennzeichnet. Damit ist Kumho optimal an den aktuellen Markttrend angepasst. Kilzer, Vredestein: Vredestein hat diesen Trend, als Vorreiter im Bereich Ganzjahresreifen, bereits vor 15 Jahren erkannt und damals den ersten am Markt erhältlichen All-Season-Reifen speziell für EVs ent-

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REIFEN EXTRA

Ganzjahresreifen werden für viele Einsatzprofile zu einer echten Alternative zum saisonalen Reifenwechsel. Thomas Knirsch, Goodyear wickelt – den Vredestein Quatrac Lite. Diesen Trend haben wir weiterverfolgt, die Reifenentwicklung auf die heutigen EVs abgestimmt, bis hin zu dem hochmodernen Vredestein Quatrac Pro EV, den wir aktuell für die modernsten Elektrofahrzeuge und SUVs in unserem Sortiment haben. Münzker, Pirelli: Auf die besonderen Anforderungen elektrifizierter Fahrzeuge antworten wir mit unserer Pirelli Elect-Technologie. Spezielle Mischungen und Reifenkonstruktionen sind auf höheres Fahrzeuggewicht und unmittelbar verfügbares Drehmoment ausgelegt und verbinden Abriebfestigkeit mit niedrigem Rollwiderstand. Damit unterstützen sie Reichweite, Fahrkomfort und Performance. Elect haben wir inzwischen in alle unsere Produktfamilien integriert – für uns ist Elektromobilität daher ein wichtiger Treiber technologischer Innovation. Wirth, Hankook: Die Anforderungen moderner Elektrofahrzeuge unterscheiden sich in wesentlichen Bereichen von Fahrzeugen mit konventionellem Antrieb. Höheres Fahrzeuggewicht, sofort verfügbares Drehmoment und der Wunsch nach maximaler Effizienz stellen besondere Ansprüche an die Bereifung. Daher entwickeln wir gezielt Reifenlösungen, die auf diese Anforderungen abgestimmt sind. Im Fokus stehen dabei Aspekte wie Energieeffizienz, geringe Geräuschentwicklung, hohe Tragfähigkeit sowie eine lange Lebensdauer. Gleichzeitig profitieren zunehmend auch Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor von diesen technologischen Entwicklungen. Krauss, Bridgestone: Die Elektromobilität verändert die Anforderungen an moderne Reifen. Das häufig höhere Fahrzeuggewicht und das unmittelbar verfügbare Drehmoment stellen besondere

Die Langfassung der Umfrage mit Antworten, neuen Angeboten und Produkten kann unter www.autoundwirtschaft.at/reifen nachgelesen werden.

Anforderungen an Konstruktion und Laufleistung. Gleichzeitig spielen ein optimierter Rollwiderstand und damit der Einfluss der Bereifung auf Energieverbrauch und Reichweite eine wichtige Rolle. Bridgestone berücksichtigt diese Anforderungen bereits bei der Entwicklung seiner neuesten Premiumreifen. Mit unserer Enliten Technologie bringen wir zentrale Leistungsmerkmale wie Sicherheit, Performance, Laufleistung und Effizienz gezielt zusammen. Dabei verfolgen wir bewusst den Ansatz, keine separaten Reifen ausschließlich für Elektrofahrzeuge zu entwickeln, sondern Premiumreifen anzubieten, die für alle Antriebskonzepte gleichermaßen geeignet sind. Aktuelle Produkte wie der Blizzak 6, der Turanza 6 oder der Turanza All Season 6 sind entsprechend EV-ready. Das schafft Vorteile bei der einfacheren Endkundenberatung und Lagerhaltung. Steinberger, Michelin: Tatsache ist, dass gerade seitens der Fahrzeughersteller zunehmend größere und leistungsstärkere Reifen gefordert werden. Das liegt nicht zuletzt am Wachstum des Elektrofahrzeugsegments. Elektrofahrzeuge stellen durch ihr erhöhtes Drehmoment und Gewicht eine besondere Herausforderung dar, die zu bis zu 20 Prozent mehr Abrieb im Vergleich zu Fahrzeugen mit klassischem Antrieb führen kann. Wir sehen darin eine Chance, innovative Lösungen zu entwickeln, und investieren deshalb jährlich rund 1,2 Milliarden Euro in Forschung, Entwicklung und Innovation, um genau solche Zielkonflikte zu lösen und leistungsstarke, aber abrieboptimierte Reifen zu schaffen. Unser Fokus liegt darauf, den steigenden Anforderungen gerecht zu werden, ohne die Umweltbelastung zu erhöhen. All unsere Reifen sind mittlerweile so ausgelegt, dass sie den Anforderungen von Elektrofahrzeugen gerecht werden. Uns ist wichtig, dass wir unseren Kundinnen und Kunden, unabhängig vom Antrieb, die jeweils beste Lösung bieten können – in Bezug auf Rollwiderstand, Langlebigkeit und Umweltverträglichkeit. Knirsch, Goodyear: Elektrofahrzeuge stellen aufgrund ihres höheren Gewichts, des sofort verfügbaren Drehmoments und der hohen Anforderungen an Reichweite und Geräuschkomfort besondere Ansprüche an Reifen. Goodyear berücksichtigt diese Anforderungen bereits bei der Produktentwicklung. Alle Goodyear-Produkte sind als EV-ready gekennzeichnet und verbinden hohe Laufleistung und Verschleißfestigkeit mit niedrigem Rollwiderstand und hohem Komfort. Damit eignen sie sich sowohl für Elektrofahrzeuge als auch für vergleichbare Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Gleichzeitig reduzieren sie für den Handel die Komplexität bei Beratung und Lagerhaltung. • Umfrage: Gerald Weiss, Fotos: shutterstock-LongQuattro, z. V. g.

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Besuchen Sie uns!

REIFEN PARTNER

Die REIFEN PARTNER stellen mit den beiden Marken point-S und DRIVER sowie in enger Zusammenarbeit mit einigen Geschäftspartnern das Reifengeschäft wieder in den Fokus der AutoZum.

Auf einem modernen, offenen Stand wird vom 20. bis 23. Jänner 2027 bei point-S und DRIVER einmal mehr der Treffpunkt der Reifenbranche organisiert und damit die Bedeutung des Reifengeschäfts auf der wichtigsten Kfz-Veranstaltung des Jahres betont. Im Rahmen des Messeauftritts wird auch das 30-Jahr-Jubiläum von point-S gefeiert. Als Höhepunkt wird eine Abendveranstaltung für Freitag, 22. Jänner, organisiert werden. Wir freuen uns auf euren Besuch. Zur AutoZum setzen die Reifen Partner ihren Kooperationsgedanken und Spirit wieder in die Tat um und laden zum Branchentreff während der Messe. Gemeinsam mit dem VRÖ versuchen wir, das Thema Consumer-Reifen in der heimischen Messeszene wieder stärker zu verankern.


REIFEN EXTRA

Ernüchternde Bilanz Während der ÖAMTC jeweils 16 Winterreifen in den Dimensionen 185/65 R15 und 225/50 R17 unter die Lupe nahm, untersuchte der ARBÖ 10 Ganzjahresreifen.

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m aktuellen Winterreifentest des ÖAMTC und seiner Partnerorganisationen wurden jeweils 16 Modelle in den Dimensionen 185/65 R15 und 225/50 R17 unter die Lupe genommen. Das Fazit fällt ernüchternd aus. Nur insgesamt 6 Reifen erreichen die Gesamtwertung „gut“, 11 weitere schaffen „befriedigend“. Dem stehen 6 mit „genügend“ beurteilte Modelle und gleich 9, die mit „nicht genügend“ durchfallen, gegenüber. Besonders bei Nässe, einem der häufigsten Fahrbahnzustände im Winter, hät-

Wichtig ist ein ausgewogener Reifen, der unter allen Bedingungen funktioniert. Steffan Kerbl, ÖAMTC-Reifenexperte ten einige Reifen lt. ÖAMTC erhebliche Probleme gehabt. Aber auch auf Schnee und – in geringerem Maße – auf trockener Fahrbahn habe es Ausreißer nach unten gegeben. „Gerade im Winter kommen die unterschiedlichsten Fahrbahneigenschaften vor. Entsprechend wichtig ist ein ausgewogener Rei-

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fen, der unter allen Bedingungen funktioniert“, so ÖAMTC-Reifenexperte Steffan Kerbl. In der Mittelklasse-Dimension 225/50 R17 erreichen lediglich der Pirelli Cinturato Winter 3, der Continental WinterContact TS 870, der Goodyear UltraGrip Performance 3 und der Michelin Alpin 7 die Note „gut“. Bei der im Kleinwagen-Segment beliebten Größe 185/65 R15 erreichen lediglich der Continental WinterContact TS 870 und der Michelin Alpin 7 diese Bewertung und zählen zu den empfehlenswertesten Modellen.

Schwache Leistungen Mehrere Modelle wurden aufgrund ihrer schwachen Leistungen auf nasser Fahrbahn mit „nicht genügend“ beurteilt. Das betraf in der Dimension185/65 R15 die Modelle SunnyWinter-max NW61, Atlas Polarbear HP und Rockblade Rock 868S und in der Dimension 225/50 R17 die Produkte Falken Eurowinter HS02 Pro, Toyo Tires Observe EWS1, Tracmax Ice-Plus S210, Aptany RW211, Royal Black Royalwinter UHP und Sunwide Snowide.


REIFEN EXTRA Zwei klare Sieger im Ganzjahresreifentest Beim ARBÖ-Ganzjahresreifentest 2026 zeigen sich unterdessen deutliche Leistungsunterschiede zwischen den getesteten Modellen. Untersucht wurden zehn Reifen der Dimension 225/45 R17 von Bridgestone, Continental, Falken, Giti, Goodyear, Hankook, Linglong, Michelin, Nokian und Pirelli. Die Wintertests fanden bei frostigen Temperaturen auf verschneiten Strecken in Nordschweden statt, die Nass- und Trockentests wurden unter sommerlichen Bedingungen in Spanien durchgeführt. Den Gesamtsieg sicherte sich Pirelli vor Continental. Auf Schnee überzeugte vor allem Michelin. Der CrossClimate erreichte eine hohe Schneegriffigkeit, auch Continental, Giti und Hankook schnitten in dieser Disziplin sehr gut ab. Bridgestone, Goodyear und Pirelli blieben beim Schneegrip etwas hinter klassischen Winterreifen zurück, boten laut Test aber weiterhin ein sicheres Fahrverhalten. Schwächer präsentierten sich Linglong und Nokian, während Falken in den Schneetests deutlich zurücklag.

Höhere Temperaturen Bei höheren Temperaturen verschob sich das Bild. Nokian überzeugte auf nasser Fahrbahn, zeigte im Trockenen jedoch Schwächen. Bridgestone lieferte dagegen auf trockenem Asphalt starke Werte, hatte aber Probleme bei Nässe. Goodyear punktete ebenfalls bei Regen, verlor im Trockenen durch längere Bremswege. Michelin konnte seine starken Winterwerte bei sommerlichen Bedingungen nicht vollständig bestätigen und landete in der Gesamtwertung auf Platz vier. Am ausgewogensten präsentierten sich Continental und Pirelli. Continental kombinierte gute Wintereigenschaften mit soliden Leistungen bei höheren Temperaturen und erreichte Rang zwei. Pirelli setzte sich insbesondere bei den Bremsversuchen ab: Bei einer Notbremsung aus 100 km/h kam der Reifen auf nasser Fahrbahn einen Meter früher zum Stillstand als Continental, im Trockenen betrug der Vorsprung auf Bridgestone 1,3 Meter.

Pirelli bester Allrounder Zusätzlich bewertet wurden Energieeffizienz, Abrieb, Geräuschemissio-

Entscheidend bei Ganzjahresreifen bleibt die Ausgewogenheit über unterschiedliche Wetterund Temperaturbedingungen. ARBÖ im Ganzjahresreifentest nen und die Laufleistung. Der Test zeigt, dass Ganzjahresreifen inzwischen auch auf Schnee ein hohes Niveau erreichen. Entscheidend bleibt jedoch die Ausgewogenheit über unterschiedliche Wetter- und Temperaturbedingungen hinweg – hier schnitt Pirelli 2026 am besten ab. • Text: Dieter Scheuch, Kevin Kada, Foto: ÖAMTC


REIFEN EXTRA VRÖ-Obmann James Tennant wird beim VRÖ-Reifentag 2027 die Herausforderungen und die Leistungen der Reifenbranche beschreiben

Sehr gut besuchter VRÖ-Reifentag mit interessanten Vorträgen

Reifentag 2027 Der nächste VRÖ-Reifentag wird – einmal mehr – im Rahmen der AutoZum stattfinden. Dabei steht Freitag, der 22. Jänner, im Zeichen des Reifens.

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er Freitag hat sich auf der AutoZum als Reifentag etabliert. Das wird auch 2027 so sein, wenn am Freitag, 22. Jänner, wieder der VRÖ-Reifentag über die Bühne (in Halle 10) gehen wird. „Wie zuletzt werden auch 2027 die VRÖ-ReifenAwards im Rahmen des Reifentages verliehen“, berichtet Generalsekretärin Renate Okermüller. Dabei werden die besten Reifenmarken im Bereich Pkw und im Bereich Lkw ausgezeichnet, die im Vorfeld von den VRÖ-Mitgliedsbetrieben gewählt worden sind. 2026 wurden die VRÖ Awards im Rahmen des A&W WERKSTATT-FORUMs in Wien übergeben, dabei siegte Falken/Dunlop in beiden Kategorien. 2027 wird die Auszeichnungen wieder in Salzburg durchgeführt.

Gemeinsam können wir mehr erreichen als jeder für sich alleine. James Tennant, Obmann des VRÖ Der Freitag wird mit Sicherheit wieder das Highlight für die Reifenbranche. Dass sich auch an den anderen drei Tage der AutoZum 2027 ein Besuch lohnt, dafür sorgen zahlreiche Aussteller und VRÖ-Partner, die umfassende Lösungen für Werkstätten und Reifenfachbetriebe bieten. • Text: Gerald Weiss, Fotos: Chris Hofer, A&W

Michael Peschek-Tomasi, Hermann Hladky, Kurt Beranek (Continental), Günther Riepl (Falken/Dunlop)

Hochkarätiges Programm auf der AutoZum Auch vom weiteren Programm darf man sich traditionell viel erwarten, 2025 war etwa der KI-Vortrag von Sanjay Sauldie ein Aufmerksamkeit erregendes Highlight. Neben der Rede von VRÖ-Obmann James Tennant zur Lage der Reifenbranche wird es wieder hochkarätige Fachreferate geben. Renate Okermüller verspricht auch für 2027 wieder spannende Themen auf der Bühne und einen wichtigen Branchenaustausch.

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2026 wurden die VRÖ Awards im Rahmen des A&W WERKSTATT-FORUMs in Wien übergeben, dabei siegte Falken/Dunlop in beiden Kategorien


REIFEN EXTRA

Neue Impulse für Europa Nexen Tire stellt sich in mehreren europäischen Märkten personell neu auf und baut zugleich sein Programm aus.

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exen Tire stellt sich in mehreren europäischen Märkten personell neu auf. Seit 1. August ist Dr. Guido Hüffer Managing Director der deutschen Reifenhandels-Niederlassung. Hüffer verfügt über mehr als 18 Jahre Erfahrung in der Reifenbranche und war in verschiedenen nationalen und internationalen Managementfunktionen tätig. In seiner neuen Funktion soll er insbesondere die weitere Entwicklung der Marke in der DACH-Region vorantreiben und das Geschäft über verschiedene Vertriebskanäle hinweg ausbauen. Jeffrey Kim bleibt als Vice President Europe Sales Central & East für die Vertriebsstrategie und Geschäftsentwicklung in Zentral- und Osteuropa verantwortlich. In Polen übernimmt Ricky Lee als Managing Director die Leitung. Für Frankreich und Spanien wurde HyunJe Cho zum Managing Director ernannt.

Erstausrüstung für Audi Parallel zu den neuen Führungspositionen im europäischen Markt erweitert Nexen Tire sein Erstausrüstungsgeschäft. Für den neuen Audi A6 liefert der Hersteller den Ultra-High-Performance-Reifen N’FERA Sport in 18 und 19 Zoll. Damit wird die Zusammenarbeit mit Audi fortgesetzt. Bereits zuvor kamen Nexen-Reifen unter

Nexen Tire hat nicht nur einige Führungspositionen in Europa neu besetzt, sondern bringt auch einen neuen UHP-Sommerreifen

anderem beim Audi A3 sowie bei der vorherigen Generation des A6 zum Einsatz.

Neuer Reifen Neu im Programm ist außerdem der N’FERA Sport 2. Der UHP-Sommerreifen folgt auf den bisherigen N’FERA Sport und wurde bei Konstruktion und Profil weiterentwickelt. Beim N’FERA Sport 2 wurde die strukturelle Steifigkeit um 15 Prozent erhöht, zudem kommen breitere Schulterblöcke und eine veränderte Profilgestaltung zum Einsatz. Interne Tests ergaben einen um elf Prozent kürzeren Bremsweg auf nasser Fahrbahn, zwei Prozent Verbesserung beim Trockenbremsen sowie sieben Prozent besseres Handling. • Text: Kevin Kada, Fotos: Nexen Tire


REIFEN EXTRA

Die Reifen-Partner-Gesellschafter feiern ihr 30-jähriges Jubiläum

Reifenplattform 2.0 Auf der AutoZum vom 20. bis 23. Jänner 2027 wird Reifen Partner mit den Marken point-S und DRIVER erneut die Plattform für die Reifenbranche bieten.

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emeinsam mit Geschäftspartnern und Lieferanten plant die Reifen Partner GmbH wieder einen Kooperationsstand auf der AutoZum in Salzburg. Nach dem erfolgreichen gemeinsamen Messeauftritt 2025 soll dieser erneut zum Treffpunkt für die Reifenbranche werden. Das Konzept bleibt dabei gleich: Über alle vier Messetage hinweg bietet die gemeinsame Präsenz eine Plattform für Branchentalk und Informationsaustausch – für Reifenspezialisten ebenso wie für Werkstätten und Autohäuser. Wie gut dieser Ansatz funktioniert, hat die vergangene AutoZum gezeigt. Damals hatte point-S erstmalig gemeinsam mit seinen Partnern einen Treffpunkt für die Reifenbranche geschaffen. Bis dahin hatte sich die Branche vor allem auf den VRÖ-Reifentag konzentriert, der als Impulsgeber und Treffpunkt immer eine große und wichtige Rolle spielt. Durch den gemeinsamen Stand wurde das Thema Reifen auf die gesamte Messedauer ausgeweitet und erreichte zusätzlich zu den Reifenspezialisten auch weitere Besuchergruppen. „Mit unserem Messeauftritt und dem offenen Messestand auf der AutoZum bieten wir eine Plattform für die Reifenbranche“, fasst Michael Peschek-Tomasi, Geschäftsführer Reifen Partner GmbH, zusammen.

Gemeinsamer Auftritt mit der Branche Initiiert hatte den Messeauftritt 2025 Geschäftsführer Michael Peschek-Tomasi. Die Reifen-Part-

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AUTO & Wirtschaft 10/2026

Reifen-PartnerFührung: Michael Peschek-Tomasi, Michael Hollerweger

ner-Gesellschafter und Geschäftspartner aus der Branche haben sich damals zusammengeschlossen, um dem Reifengeschäft eine Plattform auf der wichtigsten Kfz-Branchenmesse des Landes zu geben. Als Partner waren damals Hankook, Nokian, Vredestein und Yokohama am Stand vertreten. Dazu kamen TopM als Softwareanbieter für den Reifenhandel, die point-S-Tochter Prime Tire sowie das Reifennetzwerk DRIVER, für das point-S als Kooperationspartner in Österreich auftritt. Unterstützt wurde die Messepräsenz auch von wesentlichen Lieferanten, die selbst nicht mit einem Stand vertreten waren. Der gemeinsame Auftritt war damit ein wichtiges Signal für eine Branche, zukünftige Herausforderungen noch stärker gemeinsam zu lösen. Daran knüpft nun auch die Neuauflage auf der AutoZum vom 20. bis 23. Jänner 2027 an. Diesmal tritt das Unternehmen als Reifen Partner mit den Marken point-S und DRIVER auf.

Mit unserem Messeauf­ tritt und dem offenen Messestand auf der Auto­ Zum bieten wir eine Platt­ form für die Reifenbranche.

Branchentreffen zum 30-jährigen Jubiläum

Am letzten Messeabend steht außerdem ein großes BranMichael Peschek-Tomasi, GF Reifen Partner chentreffen zum 30-jährigen Bestehen auf dem Programm. Der Gründungsvertrag von point-S in Österreich wurde Ende 1996 unterzeichnet. Das Jubiläum wird damit im Rahmen der AutoZum im Jänner 2027 gefeiert. • Text: Gerald Weiss, Fotos: Reifen Partner, Weiss


REIFEN EXTRA

Bremsübungen dürfen bei so einem Event natürlich nicht fehlen!

Rasen, Bremsen, Sicherheit Ganz neu ist er zwar nicht, der Continental SportContact 7: Doch was er kann, durften Journalisten und ausgewählte Reifenhändler im September „erfahren“.

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anchmal hat man die Qual der Wahl: Welches Auto soll man denn nehmen für die ersten drei Runden auf dem Circuit Castellolí in den Hügeln von Katalonien? Den BMW M3 Competition Touring? Oder doch lieber das Corvette Stingray Coupé? Geworden ist es dann der Mercedes AMG C 63 S mit 510 PS. In 4,0 Sekunden von 0 auf 100, 250 km/h Höchstgeschwindigkeit (leider nicht geschafft, dafür gab’s zu viele lustige Kurven auf dem Kurs). Was die vielen unterschiedlichen Sportautos miteinander verbindet? Sie alle waren mit Reifen desselben Herstellers unterwegs: Continental hatte nach Spanien eingeladen, um den SportContact 7 zu promoten. Und in der Liste der Autos zeigt sich, wie unterschiedlich die Dimensionen sind: Der Mercedes AMG hatte Pneus in der Dimension 245/35 R19 vorne und 265/35 R19 hinten aufgezogen, der etwas

Der Ineos Grenadier war mit dem Continental CrossContact H/T ausgerüstet

1987 hatte ein Ferrari F40 ein Drehmoment von 577 Nm, heute hat ein VW ID.7 schon 679 Nm. Jan Oliver Götz, Continental später getestete Toyota Supra GR (made in Graz) den SportContact 7 in der Größe 255/35 R19 vorne und 275/35 R 19 hinten. Und auch das „Renntaxi“, ein Porsche Cayman GT4 RS, war mit dem SportContact 7 unterwegs (235/40 R18 vorne und

265/40 R18 hinten). Die Fahrzeuge kleben auf der Strecke und geben ein Gefühl von absoluter Sicherheit. Und wenn man wenige Minuten später den direkten Vergleich mit Reifen von Mitbewerbern (stets in einem 2er-BMW) hat, wird es besonders spannend. Hier zeigt sich, was deutsche Ingenieurskunst bei den runden, schwarzen Dingern kann! 19 Werke hat Continental in 16 Ländern, dazu 16 Entwicklungszentren in 11 Ländern und 3 Testzentren in Europa und Nordamerika. Die Ansprüche werden immer größer: „Hatte im Jahr 1987 nur ein Ferrari F40 ein Drehmoment von 577 Nm, so bringt heute selbst ein Volkswagen ID.7 schon 679 Nm auf die Straße“, sagt Jan Oliver Götz von der Continental-Produktinformation. Doch der Premium-Hersteller bringt natürlich nicht nur UHP-Reifen auf die Straße, sondern auch solche fürs Gelände: Und so konnten wir auch den Ineos Grenadier über Stock und Stein bewegen, mit CrossContact H/T in der Dimension 265/65 R18. Beeindruckend! • Text: Mag. Heinz Müller, Fotos: Continental

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REIFEN EXTRA

Schnell zum neuen Reifen Autoplus unterstützt Reifenhändler mit schneller Lieferung, digitalen Services und einer eigenen Online-Plattform.

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utoplus unterstützt Autohäuser, Werkstätten und Reifenhändler mit einem breiten Serviceangebot. Der industrieunabhängige Reifenimporteur und -großhändler hält nach eigenen Angaben rund 350.000 Reifen auf Lager. Zum Sortiment zählen unter anderem Bridgestone, Pirelli, Lassa, Firestone, Sailun sowie seit kurzem Michelin und Yokohama.

Schnelle Lieferung In Ostösterreich sowie bis Linz, Salzburg, Graz und Klagenfurt sollen morgens bestellte Reifen noch am selben Tag zugestellt werden. Bestellungen bis 16 Uhr werden österreichweit über Nacht geliefert. Per Live-Tracking lässt sich der Lieferstatus verfolgen. Das Bestellsystem berücksichtigt unter anderem

OE-Ersatzreifen und Mischbereifungen und schlägt bei fehlender Verfügbarkeit Alternativen vor. Händler können außerdem ihr Kreditlimit einsehen. Für Flottenkunden steht eine automatische Abrechnung zur Verfügung. Über die Plattform meinereifen.at vermittelt Autoplus bei mehr als einer Million Besuchen pro Jahr Endkunden an Partnerbetriebe. Händler können das Portal auch im eigenen Markenauftritt nutzen. Präsentiert wird das Angebot unter anderem auf der AutoZum 2027.•

Unter meinereifen.at suchen mehr als eine Million Besucher pro Jahr nach neuen Reifen

Text: Kevin Kada, Fotos: Autoplus

Für die kalte Saison Für die Saison 2026/27 umfasst Falkens Winter- und Ganzjahresreifenprogramm sechs Modelle für unterschiedliche Fahrzeugtypen und Leistungsanforderungen.

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on sechs Modellen entfallen vier auf das Ganzjahressegment. Der Euroall Season AS210 kombiniert ein V-förmiges Rillendesign zur Wasserableitung mit multidirektionalen Lamellen. Der AS220 für Kleinwagen, Mittelklassemodelle und SUVs führt die Vario-Core-Technologie zur Optimierung von Rollwiderstand, Verschleiß und Vorbeifahrgeräuschen ein. Der AS220 Pro richtet sich an leistungsstarke Pkw und ist bis 270 km/h freigegeben. Für SUV- und 4x4-Fahrer bietet Falken mit dem Wildpeak A/T AT3WA schließlich einen vielseitigen All-Terrain-Reifen an. Er kombiniert Offroad-Performance mit hohem Fahrkomfort auf der Straße und

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Umfassendes Falken-Programm für die kommende Saison: 4 All-Season- und zwei Winterreifen-Modelle

eignet sich als Ganzjahreslösung für unterschiedlichste Einsatzbedingungen.

Zwei Winterreifen-Modelle Im Wintersegment bietet Falken den Eurowinter HS02 mit laufrichtungsgebundenem V-Profil zur Wasserableitung an. Der Eurowinter HS02 PRO richtet sich an Fahrer mit höheren Performance-Ansprüchen. Sein Profildesign verbindet Schnee- und Nässeeigenschaften mit einer sportlichen Fahrcharakteristik. • Text: Redaktion, Foto: Falken


REIFEN EXTRA ten bei gleichbleibendem Reifendruck und bietet dank einer EV-spezifischen Gummimischung 10 Prozent weniger Abrieb und 5 Prozent reduzierten Rollwiderstand – für gesteigerte Haltbarkeit und Effizienz.

Unabhängige Testergebnisse von 2025 bestätigten die technologische Exzellenz der Kumho-Produkte.

Bereit für die kalte Jahreszeit Mit Kumho WinterCraft WP 52+ und dem neuen PorTran VAN sind Fahrer von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen für alle Situationen gerüstet.

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umho Tire erweiterte heuer sein hochwertiges Produktportfolio um den PorTran VAN, der auf der „The Tire Cologne“ präsentiert wurde. Bei der Winterreifenpalette für Pkw ist man mit den verschiedenen WinterCraft-Modellen für die bevorstehende Saison bestens aufgestellt. Unabhängige Testergebnisse von 2025 bestätigten die technologische Exzellenz des Unternehmens und der Produkte.

Sicher durch den Winter – auch im E-Fahrzeug Der WinterCraft WP52+, mit dem renommierten TÜV-Siegel „Premium Reifen für exzellente Performance“ ausgezeichnet, überzeugt durch eine optimierte Laufflächenmischung, die selbst bei niedrigen Temperaturen geschmeidig bleibt. Dadurch werden sowohl die Wintertauglichkeit als auch die Nasshaftung deutlich optimiert. Eine vergrößerte Aufstandsfläche verbessert das Bremsverhalten, während 3D-Lamellen unter sämtlichen winterlichen Bedingungen für zuverlässigen Grip sorgen. Besonders bemerkenswert ist die HL-Version, die speziell im Hinblick auf schwere Elektrofahrzeuge entwickelt wurde. Diese Variante trägt höhere Las-

PorTran VAN und WinterCraft WP52+ von Kumho Tire

Für anspruchsvolle Fahrbedingungen – ob nass, verschneit, matschig oder trocken – bietet der WinterCraft WP72 herausragende Stabilität, Fahrkomfort und einen niedrigen Geräuschpegel. Erhältlich ist der WP72 in 18 bis 21 Zoll, mit Profilbreiten von 215 bis 285 mm, passend für Fahrzeuge der Mittelund Oberklasse sowie Sportwagen. Speziell für SUVs und Crossover-Modelle hat Kumho den WinterCraft WS71 SUV im Talon. Dessen asymmetrische Profilgestaltung kombiniert sämtliche Vorteile eines modernen Winterreifens, umlaufende Rillen sorgen für optimale Wasserverdrängung und erstklassige Resistenz bei Aquaplaning. Das aggressive Laufflächendesign verbessert Fahrstabilität und Lenkpräzision.

Effizienz und Sicherheit für Transporter Der neue PorTran VAN wurde speziell für die Anforderungen moderner Transporterflotten entwickelt und vereint hohe Laufleistung, Kraftstoffeffizienz sowie zuverlässige Sicherheit im täglichen Einsatz. Eine neue Polymer-Technologie in Kombination mit hochdisperser Silica verbessert die Verschleißfestigkeit und Nassperformance und sorgt für eine verlängerte Lebensdauer des Reifens. Die optimierte Aufstandsfläche gewährleistet einen gleichmäßigen Abrieb, während die weiterentwickelte Reifenkonstruktion den Rollwiderstand reduziert und damit die Kraftstoffeffizienz steigert. Robuste Seitenwandprotektoren, verstärkte Stahlgürtel und integrierte Steinauswerfer erhöhen die Widerstandsfähigkeit. Darüber hinaus überzeugt der Pneu mit verbesserter Bremsleistung auf trockener und nasser Fahrbahn. Seine rollwiderstandsoptimierte Konstruktion und das geräuschreduzierte Profildesign machen ihn zudem zu einer leistungsstarken Lösung für moderne Elektrotransporter. • Text: Redaktion, Fotos: Kumho Tire

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REIFEN EXTRA

Das komplette Angebot

Apollo Altrust Winter für Transporter (u.) und Vredestein Quatrac Pro 2 für höchste Ansprüche im All-Season-Segment (re.)

Apollo Vredestein hat in den vergangenen Jahren sein Portfolio umfassend erneuert. Nun stehen auch die jüngsten Neuerscheinungen zur Verfügung.

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ommer- und Winterreifenzahlen sind leicht rückläufig, All-Season wächst weiter“, berichtet Harald Kilzer, Apollo-Cluster-Manager South East, und verweist auf dabei auf die Pionierrolle von Vredestein in diesem Segment. „Vredestein zählt seit den frühen 1990er-Jahren zu den führenden Anbietern im Ganzjahressegment und verfügt über ein besonders breites Sortiment in dieser Kategorie.“ Mit dem jüngst vorgestellten Quatrac Pro 2 setzt die Marke die Tradition fort und erweitert sie um einen klaren Fokus auf High Performance, Elektrifizierung und Differenzierung am PoS. So erreicht der Vredestein Quatrac Pro 2 laut Hersteller in allen Größen sowohl bei der Nasshaftung als auch beim Außengeräusch die EU-Labelnote „A“.

Winterreifen für Transporter Mit dem Altrust Winter bringt die Marke Apollo außerdem einen neuen Winterreifen für Transporter und leichte Nutzfahrzeuge auf den Markt. Der Reifen ist in 15 Größen von 15 bis 17 Zoll verfügbar und eignet sich unter anderem für aktuelle Modelle wie Ford Transit, Mercedes Sprinter und Iveco Daily. • Text: Gerald Weiss, Fotos: Apollo Vredestein

Harald Kilzer, Head of Cluster South East Apollo Vredestein

Nachholbedarf beim Winter-Pneu Eine Umfrage von Bridgestone zeigt: 44,3 Prozent der Befragten waren bereits bei Schnee mit ungeeigneter Bereifung unterwegs.

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ine aktuelle Bridgestone-Umfrage zeigt Nachholbedarf beim Thema Winterbereifung: 44,3 Prozent der Befragten gaben an, bereits bei Schnee unterwegs gewesen zu sein, obwohl ihr Fahrzeug nicht mit geeigneten Reifen ausgestattet war. Gleichzeitig kontrollieren 48,9 Prozent Zustand und Pro-

filtiefe ihrer Reifen bei jedem Wechsel, weitere 41,1 Prozent mehrmals pro Saison.

Richtig vorbereitet in den Winter

Der Blizzak 6 ist für alle Antriebe und in den Größen 16 bis 22 Zoll verfügbar

Für die kalte Jahreszeit bietet Bridgestone unter anderem den Blizzak 6 an. Der Winterreifen wurde für europäische Bedingungen entwickelt und soll hohe Traktion auf Schnee, kurze Bremswege bei Nässe sowie zuverlässiges Fahrverhalten bei wechselnden Straßenbedingungen bieten. Der EV-ready Reifen ist für unterschiedliche Antriebskonzepte geeignet und in Dimensionen von 16 bis 22 Zoll verfügbar. „Gerade im Winter können sich Straßenverhältnisse innerhalb kurzer Zeit verändern. Deshalb kommt es darauf an, vorbereitet zu sein“, sagt Martin Krauss, Country Manager Bridgestone Österreich. Neben der richtigen Bereifung seien auch Fahrzeugbeherrschung und die Reaktionsfähigkeit entscheidend. • Text: Kevin Kada, Foto: Bridgestone

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AUTO & Wirtschaft 09/2026


REIFEN EXTRA

Reifenlager neu gedacht Wheelsystem will mit seinen automatisierten Lager-, Transportund Prüflösungen die Abläufe im Reifenbetrieb vereinfachen.

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er schwedische Hersteller Wheelsystem hat es sich zum Ziel gesetzt, das Leben von Reifenmonteuren deutlich einfacher zu machen. Das Motto, so Jürgen Schulz von Wheelsystem Deutschland: „Der Mitarbeiter, der mit dem Reifen arbeitet, soll ihn im Idealfall nur zwei Mal in die Hand nehmen müssen. Nämlich jeweils einmal bei der Montage und bei der Demontage am Fahrzeug.“

Vollautomatisierung Dabei helfen sollen vollautomatisierte Lager- und Transportlösungen innerhalb des Betriebs. Vom klassischen Reifenhotel, bei dem bis zu 11 Reifensätze pro Quadratmeter eingelagert werden können, über ei-

nen robotisierten Stapler, der die Reifen von A nach B bringt und auch entsprechend einlagert, bis hin zur vollautomatischen Reifenwasch- und Prüfungsanlage. „Dort werden die Reifen nicht nur gereinigt, sondern zeitgleich mit Sensoren auf Gummi- oder Felgenschäden überprüft und auch die Profiltiefe wird im Zuge des Prozesses gleich mitgemessen“, so Thomas Meier von Wheelsystem Deutschland. •

Thomas Meier (l.) und Jürgen Schulz von Wheelsystem

Text: Kevin Kada, Fotos: Kada / Wheelsystem

3PMSF-Kennzeichnung, ausgewählte Größen sind zudem mit Elect-Technologie für Elektroautos und Plug-in-Hybride erhältlich.

Winterprogramm von Pirelli Im Winterprogramm bietet Pirelli den Cinturato Winter 3 für Limousinen und Crossover sowie den P Zero Winter 2 für leistungsstarke Fahrzeuge an. Der Cinturato Winter 3 ist in mehr als 35 Varianten von 16 bis 20 Zoll verfügbar. Der P Zero Winter 2 erreicht laut Hersteller in allen Größen die EU-Labelbewertung A bei der Nasshaftung. Mehrere Versionen sind außerdem mit Elect-Technologie und dem Pirelli Noise Cancelling System erhältlich. •

Für jede Saison

Text: Kevin Kada, Fotos: Pirelli

Pirelli erweitert das Angebot bei Ganzjahres- und Winterreifen mit Varianten für E-Autos und Plug-in-Hybride.

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irelli erweitert sein Angebot an Ganzjahresund Winterreifen. Bei den All-Season-Modellen stehen der Cinturato All Season SF3 für Kleinund Mittelklassefahrzeuge sowie der Scorpion All Season SF3 für SUVs im Fokus. Beide tragen die

Sowohl bei Ganzjahresbereifung als auch für den Winter hat Pirelli neue Modelle auf dem Markt

AUTO & Wirtschaft 10/2026

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REIFEN EXTRA

Regionale Betreuung Goodyear bekennt sich klar zum österreichischen Markt und baut Cooper als zweite starke Marke auf.

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oodyear bekennt sich klar dazu, unverändert mit einer Niederlassung und entsprechenden Teams in Österreich präsent zu sein“, berichtet Thomas Knirsch, Head of Goodyear Austria. Die Vertriebsstruktur und die Betreuung der Partner hat man durch die Zusammenlegung der Teams für Reifenhandel und Autohaus noch weiter verstärkt. „Die Kolleginnen und Kollegen vor Ort kennen sowohl die Region wie auch den Partner und seine Anforderungen sehr gut“, so Knirsch.

Cooper mit komplettem Portfolio Im Markenportfolio setzt Goodyear nun stark auf Cooper als Tier-2-Marke. „Die vor einigen Jahren erworbene Marke wird mit Know-how und Tech-

Antidumping-Zölle Die EU bringt Antidumping-Zölle auf bestimmte Reifen mit Ursprung China.

M

it der Durchführungsverordnung (EU) 2026/ 1540 reagiert die Europäische Kommission auf gedumpte Einfuhren und die daraus entstandene Schädigung der europäischen Reifenindustrie. Betroffen sind neue Luftreifen aus Kautschuk mit einer Tragfähigkeitskennzahl von 121 oder weniger. Maßgeblich ist der Ursprung der Reifen, nicht die Herkunft der Marke. Die Maßnahmen dienen dem Schutz vor wettbewerbsverzerrenden Einfuhren; sie stellen keine Bewertung der technischen Qualität oder Sicherheit einzelner Produkte dar. •

Text: Redaktion, Foto: AdobeStock

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AUTO & Wirtschaft 10/2026

Goodyear UltraGrip Performance 3

Cooper All Season

nologie von Goodyear weiterentwickelt“, erklärt Knirsch. Dabei punktet Cooper mit einer vollständigen Produktpalette für Pkw, SUV und Transporter. Die Produktqualität bleibt für Knirsch die zentrale Grundlage des Geschäfts: „Goodyear investiert intensiv in die Entwicklung und laufende Verbesserung von Nassverhalten, Bremsleistung und Verschleiß seiner Reifen. Diese kontinuierliche Arbeit ist auch die Grundlage für die kontinuierlichen Erfolge bei Reifentests.“ •

Text: Gerald Weiss, Fotos: Goodyear

Thomas Knirsch, Head of Goodyear Austria

Spezialist für Eis und Schnee Mit dem X-Ice Snow+ bietet Michelin ein Modell für den harten Wintereinsatz.

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it dem X-Ice Snow+ richtet sich Michelin an Autofahrer, die regelmäßig mit besonders anspruchsvollen Winterbedingungen konfrontiert sind. Der Schwerpunkt des Winterreifens liegt auf Haftung und Traktion bei Eis, Schnee und Schneematsch. Zugleich nennt der Hersteller eine um bis zu 40 Prozent höhere geschätzte Laufleistung auf Basis von DEKRA-Verschleißtests sowie einen reduzierten Rollwiderstand. Damit verbindet Michelin den Fokus auf harte Winterbedingungen mit längerer Nutzungsdauer und höherer Effizienz. •

Text: Redaktion, Foto: Michelin


W

20.10.2026 • Wien, Hofburg

HOCHRANGIGE REFERENTEN! Branchenevent des Jahres – am 20. Oktober in der Wiener Hofburg! Die Highlights der Veranstaltung, kurz zusammengefasst:

Günther Apfalter, früher Magna Europe & Asia

• Referat von Günther Apfalter, Ex-Chef von Magna Europe & Asia: „Chinesen sind keine Gefahr, sondern eine Bereicherung!“ • Welche Chancen auf zusätzliche Erträge gibt es künftig für Ihr Autohaus? • Welche Neuerungen plant Porsche Austria für die Servicebetriebe der Volkswagen-Konzernmarken? • Und was rät Denzel-Vorstand Hansjörg Mayr den Autohäusern in Sachen Digitalisierung? Wenn die Antwort auf zumindest eine dieser vier Fragen für Sie wichtig ist, dann sind Sie beim „A&W-Tag“ am 20. Oktober richtig: Die Veranstaltung findet – wie in den vergangenen Jahren – wieder in den historischen Räumlichkeiten der Wiener Hofburg statt.

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