Skip to main content

REIFEN & Wirtschaft 07/08-2026

Page 1


Reifen(leit)messe

MEINUNG

Köln muss viel stärker zum Treffpunkt werden

TEST

Ganzjahresreifen können kaum überzeugen

Vertrauen Sie auf eine Druckerei, die Ihre Anforderungen versteht. Wir kombinieren exzellente Technik mit persönlichem Service, um Ihre Ideen perfekt umzusetzen. Qualität, Verlässlichkeit und Nähe – das ist unser Anspruch, damit Sie überzeugen.

Peter Berger

Mag. Andreas Granzer-Schrödl, Redakteur

Wo bleibt der Aufwärtstrend?

Können Sie sich noch erinnern, wie intensiv die Automotivebranche die Zeit nach der Corona-Pandemie herbeigesehnt hat? Endlich wieder Veranstaltungen, endlich wieder Netzwerken. Bei vielen Formaten, die wir das Jahr über besuchen, spürt man noch immer den Willen, sich nicht nur mittels digitaler Kanäle, sondern vor allem im persönlichen Gespräch auszutauschen. Und so haben sich unterschiedlichen Messen und Fachevents seit einigen Jahren wieder nach oben entwickelt. Aber nicht alle, denn besonders die jüngst in Köln stattgefundene The Tire Cologne hat sich bestenfalls stabilisiert.

Schade ist, dass die heimische Reifenbranche von der Tire Cologne, die sich als eine der Leitmessen definiert, kaum bis gar nicht Notiz nimmt.

Aber genau dort wurde eines sichtbar: Die Reifenbranche wird internationaler, wie auch in anderen Segmenten rund um das Fahrzeug wird der Einfluss asiatischer Hersteller stärker, während renommierte europäische Unternehmen unter einem enormen Druck stehen. Dieser ist offenbar bereits so groß, dass man sich genau überlegt, wo eine Präsenz überhaupt Sinn macht. Und das ist der Punkt: Nach 2024 blieben auch in diesem Jahr viele (einst) branchenführende Reifenhersteller der Messe fern oder präsentierten sich in so kleinem Umfang (nicht größer als ein „Tischchen“), dass sie einem erst gar nicht weiter aufgefallen sind. Das wirft nicht unbedingt ein positives Licht auf die Branche. Und auch der Versuch, die nicht ausstellenden Reifenproduzenten mit Herstellern von Investitionsgütern rund um den Reifenservice zu kompensieren, ist vielleicht nur bedingt aufgegangen. Zumal in einigen Wochen die Automechanika in Frankfurt hier ein ähnliches Fachbesucherpublikum anlockt und dann auch noch mehr Fläche, mehr Auswahl und noch mehr Möglichkeiten bietet.

Schade ist auch der Umstand, dass die heimische Reifenbranche von der Tire Cologne, die sich immerhin als eine der Leitmessen in diesem Segment definiert, kaum bis gar nicht Notiz nimmt. Nur äußerst spärlich waren Verantwortliche aus der Alpenrepublik anzutreffen und falls sie überhaupt da waren, brauchten sie in der Regel nur wenige Stunden, um aus den drei Messehallen das für sie Relevante herauszufiltern.

Auch wir waren zwei Tage in Köln sehr nahe am Geschehen und haben alles Wichtige und Neue für Sie, liebe Leserinnen und Leser, zusammengetragen. Wie sich die Tire Cologne in zwei Jahren präsentieren wird, wissen wir nicht. Ich würde mir auf jeden Fall wünschen, dass sie zur alten Stärke zurückkehrt und dass sich jene Reifenhersteller, die sich Premium auf die Fahnen schreiben und einen gewissen Marktanteil auf dem europäischen Markt einnehmen, zur Veranstaltung in Köln bekennen. Mein Appell richtet sich aber auch an die österreichische Reifenbranche: Es lohnt immer, einen Blick über den Tellerrand zu werfen und sich neuen Gegebenheiten auf dem Markt nicht zu verschließen. Eine Fachmesse lebt von Frequenz und Qualität beim Fachpublikum.

In diesem Sinne: Bis in zwei Jahren in Köln!

Ab Seite 4

Steigendes Selbstbewusstsein, steigende Bedeutung der FernostHersteller: Wir waren bei der Tire Cologne 2026.

Wohin geht die Reise?

Leichte Rückgänge bei den Ausstellern und eine nahezu ähnliche Anzahl an Fachbesuchern gegenüber 2024: Die jüngst stattgefundene Reifenmesse The Tire Cologne zeigte zwar Konstanz, erneut blieben aber einige der führenden Reifenhersteller der Messe fern.

Auf der „Tire Stage“ standen unter anderem Vorträge auf dem Programm

Die selbstbewussten Auftritte chinesischer Hersteller sind – auf Automotive-Messen im Allgemeinen und auch auf der „Tire“ im Speziellen – längst keine Neuheit mehr: Linglong Tire präsentierte auf breiter Fläche unter anderem den neuen UHP-Sommerreifen Sport Master 2. Wie CEO Andy Zhou hervorstrich, wird der Reifen in Europa, nämlich in Serbien, produziert und sei für den europäischen Markt entwickelt worden. Zhou sagte, er glaube, dass der Reifen insbesondere in puncto Nachhaltigkeit und strenger werdende Regularien betreffend noch deutlich an Bedeutung gewinnen werde.

Am Stand von Alcar Wheels aus dem niederösterreichischen Hirtenberg spielte das Thema Nachhaltigkeit ebenso eine wichtige Rolle. So wurde die neue erion-Palette gezeigt: hochmoderne Stahlfelgen für das Segment der E-Fahrzeuge, über die Christian Morawa, CEO, und Pressesprecher Hieronymus Tupay Standbesucher informierten – ebenso wie über die neuesten Alufelgen-Designs und Neuheiten bei RDKS, etwa für Motorräder.

Ingo Riedeberger, Messedirektor für die Tire Cologne bei Koelnmesse, betonte die gesteigerte Bedeutung der Dienstleistungs-Anbieter auf der Messe, die auf einem großen „Walk of Services“ stark vertreten

Patrick Erdmann, Pressesprecher Pkw-Reifen Conti Tire Deutschland

Der „Walk of Service“ beherbergte auch eine eigene „Service Stage“

waren: Hier fand sich Diagnose-Anbieter Launch neben Ausstattern wie Beissbarth oder Hunter – wo die neue Radauswuchtmaschine RoadForce Walkaway für reges Besucherinteresse sorgte. Bei Schrader/Sensata zeigte das Team um PR-Managerin Mariam Lochoshvili unter anderem das exklusive ST-1 RDKS-Programmiergerät, welches durch BluetoothKommunikation die Arbeit in der Werkstatt stark vereinfacht.

Die jüngst zur Falken-Mutter Sumitomo Rubber Industries zurückgekehrte Reifenmarke Dunlop werde am Markt gut angenommen, erklärte Verkaufsverantwortlicher Günther Riepl. Er ortete ein verspätetes Sommerreifengeschäft und setzt große Hoff-

Alcar-CEO Dipl.-Ing. (FH) Christian Morawa mit PR-Manager Hieronymus Tupay

Günther Riepl, Sales Director Central-East Europe bei Dunlop/ Falken

Am Beissbarth-Stand: Manuel Peter, VKL für Österreich, und Felix Schlehuber, Head of Product Management

Michelle Jurgens, Marketing Manager bei Giti Tire Deutschland

Niklas Stamer betreut für Herth+Buss und damit auch Autel den österreichischen Markt

nungen auf ein starkes Winterreifengeschäft. Eine Belastung würden aktuell die hohen Logistikkosten darstellen, die noch mehr Einfluss als die Rohstoffkosten hätten, so Riepl.

Ähnlich bewertete Mag. Jorge Costa, Senior Sales Manager Austria bei Kumho Tire, die Marktlage. Die Entwicklung im Jahresvergleich sei leicht rückläufig, trotzdem herrsche für das Gesamtjahr Optimismus vor. In Österreich komme die koreanische Reifenmarke auf 9 Prozent Marktanteil, jener in Europa betrage 5 Prozent, ergänzte Managing Director Europe Dan (Dong Sup) Shim.

Eine positive Bilanz für das Partnerkonzept Reifen 1+ von Interpneu zog der dafür verantwortliche Verkaufsleiter Andreas Burk. In Österreich gebe es aktuell 37 Partnerbetriebe in vier Konzeptstufen, damit sei man flächendeckend vertreten. Generell laufe es für Interpneu in Österreich „recht gut“, 2026 sei aber bis dato ein „schweres Jahr“ für die Reifenbranche gewesen, so Burk.

Auf dem Stand von Prinx Chengshan dominierten einmal mehr die Lkw-Anwendungen. Europa-Verantwortlicher Thomas Wohlgemuth verwies auf die kürzlich geschlossene Partnerschaft mit Eurowheel aus Vorchdorf (Oberösterreich) bei Lkw-Reifen der Marke Austone. Mit Austone will man aber nun verstärkt auch im Pkw-Segment Fuß fassen. Es gehe darum, mit Qualität auf dem europäischen Markt zu punkten, so Wohlgemuth. Dazu trage auch das eigene „Europe Tech Center“ in Hannover bei.

Linglong

Ing. Ernst Rohrer von Techno mit Tochter Lisa-Sophie Rohrer

Ein umfangreiches Portfolio an (7!) Eigenmarken zeigte der Österreich-Sales-Manager John De Pauw von Reifengroßhändler Deldo, die auch nach Österreich geliefert werden. Bei Zafco werden Pkw-Reifen aus der Produktion in Marokko oder Thailand nach Europa gebracht – wenn auch (noch) nicht nach Österreich. Im Fokus am imposanten Stand standen die Pneus der Marke Armstrong, einer amerikanischen Traditions-Brand, die in Pkw- und Nutzfahrzeugsegmenten wiederbelebt wurde. Bei Triangle Tyre, in Österreich durch

Die Marke Dunlop wird am Markt gut angenommen.

Günther Riepl, Sales Director Central-East bei Dunlop/Falken

Achleitner vertrieben, wurden unter anderem Neuheiten im UHP-Segment sowie ein besonders nachhaltiger Touring-Pneu und ein neuer All-Season für Vans gezeigt.

44 Neuaussteller im Servicebereich

Die Beteiligung aus Reifenfachhandel und Werkstattumfeld an der Messe sei heuer deutlich gewachsen, bilanzierte der Veranstalter: Von 147 teilneh-

Kumho-Stand

Ludwig Obermaier (l.), Director Marketing LKQ D-A-CH, mit TTC-Messedirektor Ingo Riedeberger

Hankook: Yulia Rumyantseva, Marketing Managerin Austria
Andreas Burk, VL Partnersysteme bei Interpneu
Am
(v. l.): Dan (Dong Sup) Shim, Seungbin Lim und Österreich-Manager Mag. Jorge Costa
stellte ihren neuen UHP-Reifen vor. Im Bild rechts: CEO „Andy“ Zhou bei der Pressekonferenz
Prinx Chengshan will am europäischen Pkw-Markt teilhaben: Thomas Wohlgemuth, Managing Director

Von Euromaster (v. l.): Ronny Erdmann, Roland Dorfner und Markus Popp

Manch Player schwächelt, das A&W-Team hingegen nicht (v. l.): Andreas Granzer-Schrödl, Winfried Rath, Alexander Keiler und Bernhard Katzinger waren vor Ort

Stephan Cimbal, Director Marketing Europe bei Sailun Tyres

Mariam Lochoshvili vom RDKS-Spezialisten Schrader/Sensata

Auf Besuch (v. l.): Hannes Gößler, Daniel Bamberger und Markus Gruber (alle Yokohama), mit Marc und Eugen Straub (Reifen Straub)

menden Unternehmen waren 44 Neuaussteller im Service-Bereich. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Thema der Kreislaufwirtschaft, das von diversen Ausstellern ebenso bespielt wurde wie durch Vorträge und Diskussionen. Die Allianz Zukunft Reifen (AZuR) bot auf großer Fläche vielen Marken die Gelegenheit, ihre Nachhaltigkeitsbemühungen zu präsentieren: Auf der Fläche in Halle 7 fanden sich (an Kleinstständen) Marken wie Nokian, Apollo Vredestein oder Michelin. AZuR setzt sich für

Wir wollen mit Qualität auf dem europäischen Markt punkten.

Thomas Wohlgemuth, Managing Director Europe Prinx Chengshan

eine klimafreundliche Reifen-Kreislaufwirtschaft in Europa ein. Neureifen sollen möglichst nachhaltig hergestellt, Altreifen durch Runderneuerung, Reparatur oder Recycling im Wertstoffkreislauf gehalten werden.

(Reifen-)Treffpunkt mit vielen Abwesenden

Die Tire Cologne zieht auch viele bekannte Gesichter aus der (österreichischen) Reifenbranche an, auch wenn gefühlt deren Besuch immer seltener ausfällt. So waren vereinzelt Verantwortliche aus Handel und von Netzwerken anzutreffen. Und natürlich auch jene, deren Marken nicht (mehr) ausstellen. Produkte aus Asien zeigten in den Messehallen geballt Präsenz, darunter bekannte bis gänzlich unbekannte. Da darf auch deren Relevanz für den mitteleuropäischen Markt in Frage gestellt werden. Allerdings, wenn man den Aussagen des Handels folgt, sind Endkunden Marken im preissensiblen Segment gegenüber durchaus aufgeschlossen. „Der

Günstigere Reifen werden von den Kunden längst akzeptiert.

Eugen Straub, Geschäftsführer Reifen Straub

Händler verkauft die Marke“, erklärte Eugen Straub vom gleichnamigen Reifenhändler mit mehreren Standorten in Deutschland, der auch in Österreich aktiv ist. Seit Längerem werden etwa die Marken Linglong und Momo (D-A-CH) sowie Sailun (Deutschland) geführt. Die Kunden würden günstigere Reifen längst akzeptieren, und das, so Straub, auch in Gegenden mit generell starker Kaufkraft. • Text und Fotos: Mag. Andreas Granzer-Schrödl, Mag. Bernhard Katzinger

Einen Blick in die Zukunft des Reifens gewährt der „Omni Ring“, dessen modularer Aufbau auf städtische Verkehrssysteme der nächsten Generation ausgelegt ist

Preisgekröntes Reifendesign

Die Kombination aus Top-Design und technischer Innovation ließ Kumho Tire einige internationale Auszeichnungen einheimsen, darunter zwei Red Dot Design Awards.

Wie sich gestalterische Qualität und technische Innovation erfolgreich miteinander verbinden lassen, zeigt Kumho Tire mit vielen Konzepten und Produkten, welche dem koreanischen Hersteller jüngst zwei internationale Auszeichnungen eintrugen: Neben dem German Design Award 2026 erhielt das Unternehmen auch zwei Preise beim renommierten Red Dot Design Award.

Markant, unverwechselbar – und mit dem German Design Award ausgezeichnet: Ecsta Sport von Kumho

Preisgekröntes Produktdesign

Beim German Design Award wurde der Ultra-High-PerformanceReifen Ecsta Sport in der Kategorie „Excellent Product Design – Automotive Parts and Accessories“ ausgezeichnet. Der vom Deutschen Designrat vergebene Preis zählt zu den wichtigsten internationalen DesignAuszeichnungen und würdigt Produkte, die Gestaltung und Funktion in besonderer Weise vereinen. Die Jury hob insbesondere die Verbindung aus funktionaler Präzision und einer eigenständigen Designsprache hervor. Der Pneu, der für leistungsstarke Elektro- und Verbrennungsfahrzeuge entwickelt wurde, kombiniert ein markantes Erscheinungsbild mit klaren technischen Vorteilen, dies erzeuge eine „unverwechselbare Identität“.

Ein Blick in die Reifen-Zukunft

Das futuristische Reifenkonzept „Omni Ring“ wurde im Zuge der Red Dot Design Awards 2026 als Sieger in der Kategorie „Design Concept“ ausgezeichnet. Bereits Anfang des Jahres hatte die Modellstudie einen iF Design Award eingeheimst. Der Omni Ring stellt laut Kumho mit seinem modularen Aufbau und seinem anwendungsspezifischen Profilmuster einen Durchbruch für die Mobilität der Zukunft dar. In der Kategorie „Produktdesign“ hatte Kumho für den AllTerrain-Pneu Road Venture RT im Jahr 2026 bereits einen weiteren Red-Dot-Preis errungen.

Young-Jin Kim, Leiter Forschung und Entwicklung bei Kumho Tire, verspricht: „Wir werden die Innovation weiter vorantreiben und marktführende Produkte für die Mobilitätslandschaft im Wandel entwickeln.“ Und er betont weiter: „Es ist besonders bedeutsam, dass Kumho Tire wiederholt bei bedeutenden internationalen Designpreisen ausgezeichnet wurde, darunter der GDA, die US-amerikanischen IDEA Design Awards und Japans Good Design Award.

Da sich das Reifendesign direkt in der Produktqualität widerspiegelt, werden wir unseren Premium Markenwert weiter stärken, indem wir Produkte entwickeln, die fortschrittliche Technologie mit innovativem Design verbinden.“ •

Text: Mag. Bernhard Katzinger, Fotos: Kumho Tire

All-Season-Test: 5 fallen durch

Der ÖAMTC und seine Partner haben 16 Ganzjahresreifen in der typischen KleinwagenDimension 185/65 R15 einem Test unterzogen. Das Ergebnis ist eher ernüchternd.

So erreicht bei der umfassenden Prüfung nur ein Reifen die Gesamtnote „gut“, sieben Modelle werden mit „befriedigend“, drei mit „genügend“ bewertet und gleich fünf fallen mit „nicht genügend“ komplett durch.

„Der Markenname allein ist kein Garant für insgesamt gute Leistungen und Ausgewogenheit“, verweist ÖAMTC-Reifenexperte Steffan Kerbl auf zwei Premiummarken in den beiden schwächsten Bewertungsstufen. Demnach erbringt ein Reifenmodell nicht automatisch in jeder Dimension dieselbe Leistung. Ganzjahresreifen müssten einen besonders großen technischen Spagat bewältigen – von heißen sommerlichen Fahrbahnen bis zu winterlichen Bedingungen bei minus 15 Grad sowie Nässe rund um den Gefrierpunkt.

Nur eine klare Kaufempfehlung

So erhält als einziges Modell der Continental AllSeasonContact 2 eine klare Kaufempfehlung. Er überzeugt in allen Fahrsicherheitskriterien, zeigt jedoch leichte Schwächen bei der Laufleistung. Dahinter folgen der Pirelli Cinturato All Season SF 3 und der Michelin CrossClimate 2. Der Pirelli weist Defizite auf winterlicher, der Michelin auf nasser Fahrbahn auf.

Ebenfalls „befriedigend“ werden Vredestein Quatrac, Hankook Kinergy 4S 2, Goodyear Vector

Der Test belegt, dass ein Reifenmodell nicht automatisch in jeder Dimension dieselbe Leistung erbringt.

Steffan Kerbl, ÖAMTC Technik

4Seasons Gen-3, Nokian Tyres Seasonproof 2 und GT Radial ClimateActive bewertet. Sie zeigen jeweils auf mindestens einem Untergrund Schwächen.

Keine Kaufempfehlung für 8 Modelle

Keine Kaufempfehlung (genügend bzw. nicht genügend) erhalten gleich acht Modelle. Nexen N’Blue 4Season 2, Dunlop All Season 2 und Milever All Season Versat MC545 offenbaren deutliche Defizite auf trockener Fahrbahn.

Norauto 4 Seasons 2, Bridgestone Weather Control A005-Evo, Mastersteel All Weather 2, Roadhog RGAS02 und Tomason Allseason fallen vor allem durch sehr schwache Winterleistungen zurück. Kerbl weist allerdings darauf hin, dass für viele Ganzjahresreifen-Nutzer die Leistungen auf trockener und nasser Fahrbahn im Alltag besonders relevant seien. Text: Redaktion, Fotos: ÖAMTC

Digitales Reifen-Wissen

Mit der neuen ContiAcademy bietet

Continental eine digitale Wissensplattform für den Reifenhandel.

Mit der neu aufgesetzten ContiAcademy bietet

Continental seinen Partnern im Reifenhandel eine zeitgemäße digitale Lernumgebung. Die Inhalte sind flexibel abrufbar, praxisnah aufgebaut und auf die Anforderungen von Werkstatt, Verkauf und Management zugeschnitten. Ziel ist es, die fachliche Kompetenz nachhaltig zu stärken. Gerade angesichts neuer Technologien, der Elektromobilität und steigender Kundenerwartungen wird fundiertes Wissen zunehmend zum Wettbewerbsfaktor.

E-Learning im Fokus

Mit der ContiAcademy setzt Continental auf digitale Lernformate. Über die E-Learning-Plattform können Teilnehmer die Inhalte jederzeit abru-

Die ContiAcademy liefert Wissen und Kompetenz im Reifenbereich

fen und flexibel in ihren Arbeitsalltag integrieren. Das Angebot unter contiacademy.com/at reicht von technischen Grundlagen und Produkttrainings über Nachhaltigkeit und neue Reifentechnologien bis zu Verkaufsargumentation und Kundenkommunikation. Ergänzt wird es durch virtuelle Klassenzimmer, in denen Experten aktuelles Fachwissen und praxisnahe Einblicke vermitteln. •

Text: Redaktion, Fotos: Continental

120 Jahre und weiterer Ausbau

Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf dem Winterreifen Speed-Grip 5. Hier erweitert Semperit das Programm um 35 zusätzliche Größen und legt damit besonderes Augenmerk auf das wachsende UHP-Segment. Damit trägt die Marke der steigenden Nachfrage nach passenden Dimensionen für leistungsstärkere Pkws und SUVs Rechnung. Zugleich wird die Abdeckung moderner Fahrzeugplattformen deutlich vergrößert. Parallel dazu baut Semperit auch das Angebot an Ganzjahresreifen weiter aus. Der AllSeason-Grip 2 wird ebenfalls um 35 zusätzliche Größen ergänzt. Das künftige Angebot reicht vom Kompaktwagen bis zum SUV und umfasst Dimensionen für Fahrzeuge mit konventionellem ebenso wie mit elektrischem Antrieb.

Ausgewogene Fahreigenschaften

Im Mittelpunkt stehen dabei ganzjährig ausgewogene Fahreigenschaften sowie eine konstante Performance unter wechselnden Bedingungen. Mit den Erweiterungen will Semperit seine Marktpräsenz in relevanten Segmenten weiter stärken.

Semperit baut sowohl das Winterreifen-Angebot mit Speed-Grip 5 sowie das Ganzjahres-Portfolio mit dem AllSeasonGrip 2 aus

Semperit feiert 2026 sein 120-jähriges

Bestehen und verbindet das Jubiläum mit einem gezielten Wachstumskurs und der Erweiterung des Produktportfolios.

Neben dem Pkw- und SUV-Bereich bleibt auch das Nutzfahrzeuggeschäft ein zentraler Bestandteil der Wachstumsstrategie. Das 120-Jahr-Jubiläum steht damit weniger im Zeichen des Rückblicks als vielmehr einer breiteren und stärker auf aktuelle Marktanforderungen ausgerichteten Produktpalette.

Text: Redaktion, Fotos: Semperit

Sicher ist sicher

Liqui Moly hat ein neues digitales Prüfverfahren für seine Öle eingeführt. Ein individueller QR-Code auf dem Kanisterdeckel ermöglicht eine Prüfung der Authentizität des betreffenden Produkts in Echtzeit. Bereits seit 2023 sind auf den Deckeln der Ölkanister QR-Codes abgebildet, die der Rückverfolgung der Artikel dienten. Seit Mitte Mai werden diese QR-Codes durch eine optimierte, nicht-kopierbare Version mit grünem Rahmen ersetzt. Mit dem neuen QR-Code geht eine digitale Echtzeitprüfung einher: Ein kurzer Scan genügt und es wird angezeigt, ob es sich beim jeweiligen Öl um ein echtes Liqui-Moly-Produkt handelt oder nicht.

Liqui Moly GmbH www.liqui-moly.at

Für Arbeiten an HV-Fahrzeugen

Mit Jahresbeginn startete Herth+Buss eine Vertriebspartnerschaft mit Wiha Werkzeuge. Im Rahmen dieser werden VDE-geprüfte HV-Handwerkzeuge angeboten. Nun wurden ein Taschen-Set, zwei Koffer-Sets und ein HV-Werkzeug-Set mit Schaumeinlagen neu ins Busching-Sortiment aufgenommen.

Herth+Buss Mobility Solutions GmbH & Co. KG www.herthundbuss.de

50 Jahre Lambdasonde von Bosch

Die 1976 von Bosch entwickelte Lambdasonde, damals erstmals in Volvo-Fahrzeugen verbaut, feiert heuer das 50-Jahr-Jubiläum. Bis heute wurden weltweit rund 1,7 Milliarden Stück gefertigt. Aufgrund der hohen und langjährigen Kompetenz zählt Bosch auch heute noch zu den führenden Herstellern von Lambdasonden. Das Bosch-Angebot in diesem Bereich deckt mit etwa 1.000 Sachnummern rund 70 Prozent der Fahrzeugflotte auf dem europäischen Markt ab. Jede Lambdasonde für den Werkstättenbereich durchläuft dabei strenge Qualitäts- und Freigabeprozesse und entspricht den Standards der Serienfertigung. Neben Lambdasonden bietet Bosch den Werkstätten auch eine breite Palette an Partikel-, NOxund Abgastemperatursensoren an.

Robert Bosch AG www.boschaftermarket.com

Konkurrenzfähig bleiben

Magneti Marelli Parts & Services bietet Kfz-Betrieben für die Fahrwerksreparatur wichtige Reparaturkomponenten aus einer Hand: Neben Achsteilen wie Querlenkern, Silentblocks, Stützlagern, Stoßdämpfern sowie Federbeinen gehören nun auch Luftfedern und Luftfedermodule zum Programm. Insbesondere hochklassige Modelle und SUVs werden immer öfter mit Luftfedern ausgestattet und diese unterliegen vielfach einem natürlichen Alterungsprozess und werden undicht. Mit dem neuen Angebot würden freie Werkstätten auch in diesem hochpreisigen und stark wachsen den Segment weiterhin konkurrenzfähig bleiben.

Marelli Aftermarket Germany GmbH www.magnetimarelliparts-and-services.de

Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
REIFEN & Wirtschaft 07/08-2026 by A&W Verlag GmbH - Issuu