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FLOTTE & Wirtschaft 06-07/2026

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Am Puls der Fuhrparkbranche

Auch heuer beauftragten wir puls Marktforschung mit einer umfangreichen Studie rund um die heimische Fuhrparkbranche. Wie sie tickt. Was sie denkt. Woran gearbeitet wird. ab Seite 6

Rückblick: 11. FLEET Convention Alle Vorträge im Detail sowie die besten Bilder aus der Hofburg. ab Seite 14

Fuhrparkportrait: Gut Aiderbichl

Tierische Fortbewegung für alle Fälle mit allen Antrieben für den guten Zweck. ab Seite 56

Dieses Mal: Schäden, Gebühren, richtiges Vorgehen und Tipps für die Rückgabe. ab Seite 52 Ratgeber: Leasingverträge, Teil 2

FLEET Convention: alle Highlights, alle Preise

Rückblick auf die Veranstaltung inklusive aller Themen und BEST4FLEET-Awards. ab Seite 14

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Editorial

Liebe Fuhrparkleiterinnen und Fuhrparkleiter!

Das war also die FLEET Convention 2026. Für mich das erste Mal, dass ich sie von der anderen Seite erleben durfte. Nur zweimal habe ich es in der Vergangenheit nicht dahin geschafft. Als Gast, wohlgemerkt.

Dieses Jahr war jedoch alles anders. Denn dieses Jahr stand ich hinter den Kulissen. So frisch im neuen Team, fühlte sich das ein bisschen wie ein Sprung ins kalte Wasser an. Zum Glück habe ich mein „Seepferdchen“ gewissenhaft gemeistert und stand nicht da wie ein begossener Pudel. Auch wenn die Temperaturen wieder einmal sehr sommerlich daherkamen und so eine Erfrischung gutgetan hätte. Als Ersatz gab es glücklicherweise die Eis-Station im oberen Stock.

Der rote Faden

Aber auch nach zwölf Jahren FLEET Convention lerne nicht nur ich viel Neues, auch für den Rest des Teams heißt es, sich den neuen Gegebenheiten anzupassen und die Veranstaltung entsprechend zu adaptieren – inklusive persönlichem BühnenIntermezzo. Veränderung stand insgesamt thematisch ein wenig im Mittelpunkt. Die ganze Branche und der

BILD DES MONATS

Ein Beispiel dafür, dass im harten Alltag der Großstadt doch nur die inneren Werte zählen.

Beruf des Flottenbeauftragten ändern sich. Die Aufgaben, die Arbeitsgebiete, die technologische Unterstützung

Veränderung stand thematisch dieses Jahr im Mittelpunkt. Die Branche und der Beruf ändern sich.“

und allen voran die Antriebstechnik der Flotte. Das zog sich auch wie ein roter Faden durch das Programm und durch den Messebereich. Genau deshalb gibt es viele neue Aussteller, die Platz brauchen. Wir treffen auf neue Automarken, auf neue Digitaldienstleister, auf Anbieter von Ladeinfrastruktur, auf Energielieferanten und Anbieter aus dem Zweiradbereich. Diese und die bekannten Gesichter der Branche trafen auf 1.000 Besucher. Rekord!

Dieser möchte auch nächstes Jahr wieder eingestellt werden. Und so ikonisch die Hofburg auch ist, sie hat ihre baulichen Grenzen. Sie zu verlassen, steht aber in keinem Szenario zur Debatte.

Rückblick

Also ist nach der FLEET wie immer auch vor der FLEET und wir arbeiten schon an der nächsten. In diesem Heft kommt jetzt aber erstmal der Rückblick. Mit allen Ausstellern, mit allen Gewinnern der BEST4FLEET-Awards und mit den Zusammenfassungen aller Vorträge. Von der Auswertung der Flottenstudie, die auch dieses Jahr wieder interessante Einblicke in die Köpfe der Entscheider gibt. Über die Vorträge von Helmut Geil, Paul Janacek und Stefan Bratzel, die sich mit dem Wandel im automotiven Bereich auseinandergesetzt haben und allem, was damit einhergeht. Bis hin zu einer Podiumsdiskussion, die das geballte Wissen der Branche vertrat. Apropos, schauen Sie doch mal auf flottewissen.at vorbei, dort finden Sie alle Videos und Vorträge zum Nachsehen und viele weitere spannende Keynotes. Und nun wünsche ich viel Vergnügen mit der neuen Ausgabe der FLOTTE!

Johannes Richter Redakteur FLOTTE

EXKLUSIV

Aktuelles Thema 06

Studie: So tickt die Fuhrparkbranche

Fuhrparkverband Austria 50

Wichtige Neuerungen

Leasing-Ratgeber 52

Schäden & Gebühren

iusbote 54

Neues aus der Gesetzeswelt

Fuhrparkportrait 56

Der Fuhrpark des Gut Aiderbichls

Interview 60

Audi-Markenleiter Thomas Beran

Autonomes Fahren 18

Wie weit die Technik schon ist

Fuhrpark im Wandel 20

Herausforderungen der Zeit

FVA-News 21

Umfragen & Dashboards

Podiumsdiskussion 22

Neue Themen für FPM

Zahlen & Fakten 24

Der Automarkt im Überblick

Vorstellung Studie 25

Bedeutung des Flottenmarkts

Besucher am Wort 26

Meinungen & Stimmungen

Rundgang FLEET Convention 27

Alle Aussteller im Überblick

Kurzmeldungen 10

Aktuelles aus der Mobilitätswelt

Vorschau FLEET Drive 12

Der Fahr-Event von FLOTTE

FLEET Convention 2026 14

Das Leit-Event der Branche

Keynote: Auto der Zukunft 16

Was uns künftig bewegen wird

BEST4FLEET-Award 37

So wählten die Fuhrparkleiter

Firmenauto des Jahres 38

VWN & Škoda auf dem Durchmarsch

Fuhrparkmanagement 40

Voller Erfolg für Porsche Bank

Remarketing 42

Auto1 setzt sich durch

am beliebtesten

Neuerungen

Austria

aus der Industrie

Leasing-Ratgeber

Schäden & Gebühren iusbote

Neues aus der Gesetzeswelt

Fuhrparkportrait

Der Fuhrpark des Gut Aiderbichls

Automotive Repair Network

Die Vorzüge eines Netzwerks

Versicherungsprämien als Belastung

FREIZEIT

Interview 60

Audi-Markenleiter Thomas Beran

Webfleet 62

Drei Fragen an Wolfgang Schmid

Eurowag 63

Was nach dem Diesel kommt

WKO BVe-Tag 63

E-Umstieg für Unternehmer

Ayvens 64

Details des aktuellen Mobility Guide

AUTO

Auto-News 65

Wichtige Neuerscheinungen

Schon gefahren

Ford 66

Neue Strategie, neue Modelle

Škoda Peaq 67

XL-BEV mit sieben Sitzen

Mercedes VLE 68

Reisen unter Sternen

Im Test

Honda Prelude 69

Neuauflage des Kult-Coupés

BMW iX3 70

Neue Klasse, neues Glück

Škoda Octavia Combi 71

Als Sportline mit Turbobenziner

BYD Atto 2 72

Im Test als PHEV

Jaecoo 7 73

Der Preisbrecher im Check

MGS6 EV 74

Noble Stromschnelle

VW Golf Falco 75

Das Best-of-Album der Baureihe?

Mazda CX-5 76

Die Rückkehr des Kompakt-SUV

Peugeot E-308 SW 77

Laden & Einladen

Audi Q3 78

UFO-SUV mit Diesel

Freizeit-News 79

Was sonst noch wichtig ist

Ford Mustang Mach-E 80

Wüste Angelegenheit

Rückblick 81

Maserati Biturbo

Aus der Redaktion, Impressum

Plus: verpasste Chancen 82

80 Ford Mustang Mach-E Von Beduinen und Ruinen

So tickt die Branche wirklich

Wieder ein Jahr vorbei und wieder hat die FLOTTE puls Marktforschung damit beauftragt, die aktuelle Stimmung in der Branche einzufangen und sie in bekömmlichen Häppchen zu präsentieren.

Text: Johannes Richter, Foto: stock.adobe.com/Melaad

Bereits zum vierten Mal wurde die unabhängige Flottenstudie bei der Puls Marktforschung in Auftrag gegeben.

Dieses Mal haben 135 Fuhrparkverantwortliche und 204 Dienstwagennutzer an der Studie teilgenommen. Die befragten Fuhrparks haben in Summe 45.900 Fahrzeuge auf Österreichs Straßen. Bei den Dienstwagennutzern ist das Geschlechterverhältnis etwa ein Viertel zu drei Viertel, wobei der geringere Teil auf die Damen fällt. Das durchschnittliche Alter liegt bei 46 Jahren und die meisten (93 Prozent) haben einen Dienst-Pkw. Aktuell bildet noch der Diesel die größte Gruppe ab, mit 31 Prozent. Benziner und Vollelektrische sind gleichauf mit 27 Prozent, Hybride landen abgeschlagen bei 14 Prozent in Summe (PHEV 10 Prozent, Vollhybrid 4 Prozent). Bei der Unternehmensgröße gibt es unter den Fuhrparkverantwortlichen ein Verhältnis von fast 50:50, wobei die eine Hälfte der Unternehmen über 500 Mitarbeitende. Deutlich über die Hälfte hat über 100 Fahrzeuge im Fuhrpark.

Schwerpunkt Software und Nutzfahrzeuge

135 Fuhrparkverantwortliche und 204 Dienstwagenfahrer haben an der Studie 2026 teilgenommen.“

Dieses Jahr wurden neben den üblichen Fragen noch zwei weitere Punkte abgefragt. Im Bereich Nutzfahrzeuge – gut 86 Prozent der Befragten haben leichte Nutzfahrzeuge in der Flotte – wurde abgefragt, ob diese mit Laderaumausbauten und Fahrzeugeinrichtungen ausgestattet sind. Insofern ist es ein nicht unerhebliches Thema. Das beweist auch das Ergebnis, nur 16 Prozent haben geantwortet, dass kein Fahrzeug damit ausgestattet ist. Bei über einem Drittel sind es sogar alle Fahrzeuge, die Laderaum-Ausbauten installiert haben. Das zweite Sonderthema betrifft Software und KI. Darauf wird hier später noch genauer eingegangen werden. Denn das ist ein Thema, das viele Fuhrparkverantwortliche gerade beschäftigt. Die Befragung wurde in den Monaten April und Mai durchgeführt. Diese und andere komplette Präsentationen aus diesem Jahr und den vergangenen Jahren sind auf flotte-wissen.at abrufbar.

Neue Klasse oder neuer Standard

Auch wenn die Zufriedenheit bei den Dienstwagenfahrern generell sehr hoch ist, gibt es doch immer noch Raum für Träume und Wünsche. Dieses Jahr ist der Gewinner aller schlaflosen Nächte die Marke BMW. Gut 43 Prozent wünschen sich, in Zukunft in einem BMW Platz nehmen zu dürfen. Ob dies an der Marke selber liegt oder an der neuen Technologie, die zusammen mit der neuen Klasse eingeführt wird, bleibt offen. Auf Platz zwei der einstige Gewinner dieser Frage: Audi. Interessant sind die Unterschiede zwischen Wunsch und Realität. Aktuell fahren 19 Prozent VW, aber 21 Prozent würden gern.

Nur fünf Marken sollen netto forciert werden

Der große Gewinner – nicht nur beim BEST4FLEET-Award – ist Škoda. Denn 74 Prozent der Fuhrparks haben bereits mindestens einen Škoda im Fuhrpark und fast die Hälfte der Befragten möchte die Marke noch weiter forcieren, also weitere aufnehmen. Das Netto-Forcieren, d. h. mehr Fuhrparkmanager wollen eine Marke forcieren als reduzieren, gilt ebenso für VW, BMW, Cupra und Audi ganz knapp. Allen anderen Marken droht eine Reduktion des Marktanteils. Besonders Hyundai schneidet hier nicht gut ab und könnte bald die Top 10 verlassen.

Die Zukunft relativiert sich

Jedes Jahr werden die Fuhrparkbeauftragten gefragt, welche Antriebe sie im Unternehmen haben und wie ihrer Meinung nach der Antriebsmix in drei Jahren aussehen wird. Es zeigt sich, dass es kaum eine Istzustandsveränderung von 2025 zu 2026 gab. Das bedeutet, dass die Elektrifizierung hier ins Stocken gekommen ist. Allerdings sind hier Pkw und leichte Nutzfahrzeuge zusammen dargestellt. Die Prognose zeigt, dass sich langsam der Optimismus bei der Umstellung auf Elektromobilität relativiert. 2027 kann man sehen, ob man 2024 richtig lag.

Skoda und VW sind nicht nur die häufigsten Marken, sondern auch die, die in Zukunft noch weiter forciert werden sollen

Aufholbedarf bei der Digitalisierung

Ein Viertel entwickelt selbst

Eine sehr interessante Antwort kam zum Thema Entwicklung. Denn gut ein Viertel hat die App selber entwickelt. Woran könnte das liegen? Entweder haben diese Unternehmen besonders früh mit einer Dienstwagenfahrer-App begonnen und es gab zu dieser Zeit einfach keine adäquate Lösung oder diese Unternehmen haben einen so speziellen Anwendungsfall, dass es keine gekaufte Lösung abbilden kann. Eine selbstentwickelte App muss dann auf Grund der enormen Kosten recht lang im Unternehmen verweilen, auch wenn es mit der Zeit vielleicht schon bessere Lösungen gibt.

Gerade mal ein Drittel der befragten Dienstwagenfahrer gab an, eine App zu ihrem Dienstwagen zu haben. Das gleiche Bild zeigt sich bei den Fuhrparkverantwortlichen. Warum hier noch keine App zum Einsatz kommt, ist unklar. Gegebenenfalls ist der Nutzen einer App für die Kommunikation zum Fuhrparkmanagement noch nicht klar. Vielleicht ist auch der Leidensdruck noch nicht groß genug. Für viele ist der Fuhrpark, so wie er ist, effizient genug und es braucht keine weitere kostenpflichtige Lösung für ein unerkanntes Problem.

Einführung einer App immer sinnvoll

Sollten Sie sichfürdie komplette Studie mit allen Detailergebnissen des

Es zeigt sich sehr deutlich, wenn eine App da ist, wird sie auch genutzt. Selbst bei den Mitarbeitern, die keine App haben, wünscht sich ein gutes Drittel so eine Arbeitserleichterung. Es gibt viele Anwendungsfälle, bei denen eine App viele Probleme lösen kann. Regelmäßige Führerscheinkontrolle, Fahrtenbucheintragung, Unfallmeldung und viele weitere Vorgänge können komplett digital gelöst werden, ohne dass der Mitarbeiter in die Zentrale kommen muss. Gerade bei landesweit agierenden Unternehmen wird für banale Vorgänge mitunter viel Zeit der Mitarbeitenden verschwendet. Die meisten FuhrparkSoftware-Lösungen bieten die Systeme bereits als gemeinsames Produkt an, somit ist keine Schnittstelle zusätzlich nötig.

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Risiko auf der Freilandstraße News

Für den ÖAMTC senken nur Konzentration und angepasste Geschwindigkeit das Risiko für Abkommensfälle.

Tote werden jedes Jahr in Österreich verzeichnet, wenn es um Unfälle nach dem Abkommen von Freilandstraßen geht. Der ÖAMTC suchte in einer Umfrage nach Antworten: Je 88 Prozent der Befragten sehen die größte Gefahr im Wildwechsel und in unübersichtlichen Kreuzungen und Einmündungen. Auch verschmutzte Fahrbahnen (82 Prozent) und mangelhafte Straßenoberflächen (77 Prozent) werden häufig genannt. Bäume sind dagegen kaum Angstmacher – obwohl gerade sie zu besonders schweren Folgen bei Unfällen führen. „Rund ein Drittel aller Unfälle auf Freilandstraßen sind Abkommensunfälle, bei denen die Fahrzeuge auf fixe Objekte aufprallen – oft mit gravierenden

8,5

Prozent betrug zuletzt der Marktanteil chinesischer Autos in der EU. Jeder zwölfte bis Mai neu zugelassene Pkw stammt somit von BYD, Chery, Leapmotor und Co. Deutsche Konzerne halten aktuell 38,3 Prozent EU-Marktanteil.

Konsequenzen. Die Ergebnisse der aktuellen Umfrage zeigen, dass das Gefahrenpotenzial von Objekten am Straßenrand – insbesondere das von Bäumen – vielfach unterschätzt wird“, so David Nosé, Verkehrstechniker beim ÖAMTC. Was sollte man ändern? Laut Umfrage wären vor allem sauberere Fahrbahnen, bessere Straßenbeläge und klar erkennbare Bodenmarkierungen wichtig. Eine generelle Senkung des Tempolimits auf Freilandstraßen findet wenig Zustimmung, ebenso wie verstärkte Überwachungsmaßnahmen. Der ÖAMTC wünscht sich besonders konzentrierte Lenker, die immer eine den Straßenverhältnissen angepasste Geschwindigkeit wählen.

Vom 14. August bis zum 6. September feiert das Grafenegg Festival heuer sein 20-jähriges Bestehen. Die Volkswagen Group und Volkswagen Österreich setzen nun ein starkes Zeichen und verlängern die Partnerschaft um weitere zwei Jahre. Als regionaler Mobilitätspartner tritt erneut das Autohaus Birngruber Krems auf den Plan. Eine Flotte von acht elektrifizierten Fahrzeugen steht für das Festivalteam sowie für Künstlertransporte zur Verfügung: Es handelt sich um die Modelle ID.3, ID.7 und Tiguan eHybrid.

Neues Porsche-Zentrum-OÖ

Als moderne „Porsche Destination“ hat das neue Porsche Zentrum Oberösterreich in Leonding seinen Betrieb aufgenommen. Durch moderne Arbeits- und Servicebedingungen soll der Standort gestärkt werden. „Modernes Design, nachhaltige Lösungen und ein klarer Fokus auf das Kundenerlebnis machen das neue Zentrum fit für die Zukunft und zur ersten Anlaufstelle in einem der prosperierendsten Wirtschaftsräume des Landes“, so Dr. Helmut Eggert, Geschäftsleiter Porsche Österreich.

Sicher am Arbeitsplatz Straße

Um die Gefahren bewusster zu machen, denen Mitarbeiter der Asfinag und des ÖAMTC jeden Tag auf den Straßen ausgesetzt sind, wird eine Info-Kampagne ausgerollt. Auch ein KI-basiertes Kollisionswarnsystem kommt zum Einsatz. Scheint eine Kollision mit heranrasenden Fahrzeugen unausweichlich, vibriert ein kleines Gerät am Körper. Bundesminister Peter Hanke (Bildmitte) weist auf Ablenkung als häufigste Ursache tödlicher Unfälle hin.

Sauber wirkt sympathisch

Die Tankstellenkette HEM hat eine Umfrage zur Autopflege erstellt. Zu den Ergebnissen gehört, dass 27 Prozent der Befragten ihr Fahrzeug mehrmals im Monat reinigen und 57 Prozent auf Ordnung und Sauberkeit achten, ohne aber perfektionistisch zu sein. Die Qualität der Reinigung wird im Vergleich zum Preis-Leistungs-Verhältnis als wichtiger erachtet. Spannend: 43 Prozent der Befragten empfinden Fahrer sauberer Autos als sympathischer oder gar attraktiver.

Porsche Bank: Neues an der Spitze

Ab Juli übernimmt Alexander Nekolar (52) die Funktion des CEO der Porsche Bank Gruppe und wird damit die Marktagenden des führenden internationalen Mobilitätsdienstleisters verantworten und weiterentwickeln. Er folgt auf Hannes Maurer (62) der die Entwicklung der Porsche Bank Gruppe über mehrere Jahrzehnte maßgeblich prägte. Nach insgesamt 23 Jahren im Vorstand – zuletzt als CEO – übergibt er nun im Zuge eines Generationenwechsels die Führung. David Gedlicka (48) übernimmt die Funktion des CFO. Als zweites Mitglied des Vorstandes wird er die Bereiche Finanzen, Risikomanagement und IT der Porsche Bank AG sowie der Porsche Bank Gruppe verantworten.

eMOKON am 9. & 10. September in Teesdorf

Die E-Mobility-Fachkonferenz eMOKON findet heuer am 9. und 10. September, erneut im ÖAMTC Fahrtechnikzentrum Teesdorf statt. Die gemeinsame Veranstaltung von Fuhrparkverband Austria (FVA), dem Bundesverband eMobility Austria (BVe) und dem ÖAMTC-Fahrtechnikteam richtet sich an Fuhrparkbetreiber, Flottenverantwortliche und Gewerbetreibende und widmet sich der Elektromobilität im betrieblichen Einsatz. Auf dem Programm stehen Vorträge, Podiumsdiskussionen, eine Fachausstellung sowie Testmöglichkeiten für E-Pkw und E-Nutzfahrzeuge. Inhaltlich geht es unter anderem um Wirtschaftlichkeit, TCO, Ladeinfrastruktur, Energie- und Lastmanagement, Betriebsführungssysteme und Flottenmanagement. Erstmals wird es am zweiten Tag ein eigenes ‚e-Taxi Special‘ geben, das sich gezielt mit den Anforderungen und Erfahrungen im elektrischen Taxibetrieb beschäftigt.

Steigen Sie ein, fahren Sie ab!

Nach dem großen Erfolg des ersten FLEET Drive laden wir am 30. September erneut in die Werft Korneuburg. Fuhrparkverantwortliche können Wunschautos auf öffentlichen Straßen ausgiebig fahren.

Text: Roland Scharf, Fotos: Chris Hofer

Zugegeben, so ganz sicher waren wir uns auch nicht, wie gut der FLEET Drive bei Ihnen ankommen wird. Aber das ist wohl das übliche Lampenfieber vor einer gelungenen Premiere, denn die Reaktionen aus der Fuhrparkbranche waren durchwegs positiv. Das Konzept aus einem großen Fahrzeugangebot inklusive Fachberatung und saisonal passendem Catering (in diesem Falle war das Thema Oktoberfest) formte ein exklusives Event nur für Fuhrparkentscheider, das förmlich nach einer Neuauflage schrie. Und am 30. September ist es so weit.

Exklusive Slots

Unverändert bedienen wir uns der Werft Korneuburg als Location, da von Stadtverkehr bis Autobahn alles ausprobiert werden kann. Begleitet werden Sie dabei von Produktspezialisten, die Sie über das Fahrzeug informieren und Ihnen bei der Bedienung und den Assistenzsystemen helfen. Nicht minder wichtig: Bereits in den Wochen vor der Veranstaltung haben die Besucher die Möglichkeit, 15-Minuten-Slots für jene Fahrzeuge zu buchen, die sie besonders interessieren. Somit können Sie je nach Termin während des Tages punktgenau vorbeischauen und die gebuchten Testfahrten absolvieren, ohne lange Wartezeiten in Kauf nehmen zu müssen.

Nur für Fuhrparkentscheider

Das ist wegen des exklusiven Charakters des FLEET Drive möglich. Das Event ist nämlich ausschließlich für Fuhrparkleiter, die dort die Möglichkeit haben, sich untereinander auszutauschen und die neuesten Fahrzeuge zu testen. Wir bitten daher um Verständnis, dass wir nicht zuletzt aus Kapazitätsgründen keine Personen außerhalb dieser Zielgruppe akkreditieren können. Das Tagesticket inklusive unbegrenzter Slotbuchungen kostet 49 Euro (exkl. MwSt.) für Testdrives und volle Verpflegung. Die Anreise ist bequem über die A22 möglich, ausreichend Parkmöglichkeiten stehen zur Verfügung. Sollten Sie öffentlich anreisen: Die Werft ist 15 Minuten Fußmarsch vom Bahnhof Korneuburg entfernt, gerne können wir Sie von dort auch abholen. •

Ort des FLEET Drive ist erneut die Werft Korneuburg, Anmeldungen sind schon auf www.fleetdrive.at möglich

FLEET Drive 2026

Wann: 30. September 2026, 08:30 bis 17:00 Uhr

Wo: Werft Halle 55, 2100 Korneuburg, am Hafen

Wer: Exklusiv für Fuhrparkleiterinnen und Fuhrparkleiter

Was: Reservieren Sie vorab Slots für Ihre Wunschfahrzeuge und testen Sie diese im Straßenverkehr gemeinsam mit einem Produktspezialisten

Wie: Melden Sie sich rasch auf www.fleetdrive.at an, die Plätze sind begrenzt. Sobald die Fahrzeugflotte feststeht, sind die Buchungsslots verfügbar, wir informieren Sie dazu rechtzeitig!

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Es war uns ein Fest!

Die elfte Auflage der FLEET Convention in der Wiener Hofburg geht als die größte und erfolgreichste in die Geschichte ein. Knapp 1.000 Besucher trafen auf 79 Aussteller und zahlreiche spannende Vorträge.

Wenn unser Moderator Christian Clerici mit den Worten „Mir fehlen die Worte“ die FLEET Convention eröffnet (was bislang unseres Wissens noch nie passiert ist), zeigt das nicht nur ziemlich gut seine Verdutztheit ob des tosenden Beifalls des Publikums zu Beginn. Es beschreibt auch ganz schön die Eckdaten der Veranstaltung an sich, die zeigen, dass Zahlen alleine schon beeindrucken können: Knapp 1.000 Besucher trafen heuer auf 79 Aussteller. Eine Hofburg, die bis an ihre Kapazitätsgrenzen bespielt wurde. Mit Produkten und Dienstleistungen rund um die betriebliche Mobilität in einer noch nie dagewesenen Dichte und Breite. Das ist ein absoluter Rekord, wobei auch wir bei aller Bescheidenheit zugeben müssen, dass uns das Ergebnis ein klein wenig stolz macht. Jedes Jahr denkt man, es kann keine Steigerung mehr geben. Und jedes Jahr werden wir eines Besseren belehrt.

Mehr denn je

All das zeigt aber noch etwas anderes, viel Wichtigeres: nämlich, „wie sehr Flotten und Fuhrparks an Bedeutung als Mobilitätstreiber gewonnen haben. Für die Antriebswende, die Energiewende und neue Benutzungskonzepte“, fasst Clerici die tragende Rolle unserer Branche zusammen. Stefan Binder, Verlagsleiter A&W Verlag, ergänzt, dass seit der letzten FLEET Convention unglaublich viel passiert ist: „Noch nie haben so viele neue Automarken ihren Start verkündet. Und auch für uns ist viel passiert, nicht zuletzt mit dem FLEET Drive.“ Kurzum: größer als je zuvor. Umfangreicher denn je. Ihrem Grundcharakter aber, der Abbildung des gesamten Themenspektrums Firmenwagen, ist die FLEET Convention auch in ihrer erfolgreichsten Auflage treu geblieben. Stichwort Treue: Die erste Fragestellung unserer Live-Umfrage – „Bei wie vielen FLEET Conventions waren Sie schon dabei?“ – , die die Zuhörer via Smartphone über eine App beantworten konnten, zeigte, dass mehr als die Hälfte schon öfter bei uns in den kaiserlichen Gemächern zu Gast war. Zehn Prozent gaben sogar an, fast jeder FLEET Convention beigewohnt zu haben, was uns natürlich besonders ehrt. Fast 22 Prozent waren bei mindestens drei Veranstaltungen dabei, immerhin noch über 11 Prozent besuchten zwei Drittel. Die beeindruckendste Zahl und ein gutes Indiz dafür, dass Fuhrparkmanagement in den Unternehmen eine immer größere Rolle spielt, war die hohe Zahl jener, die das erste Mal dabei waren. Fast 45 Prozent waren Frischlinge, der Bedarf an Information, Service und Partnern in diesen herausfordernden Zeiten ist also größer denn je. Entsprechend gaben wir uns auch die größte Mühe, dass viele davon uns auch nächstes Jahr wieder beehren werden.

Allerlei Antworten

Fuhrparkmanagement spielt in den Unternehmen eine immer bedeutendere Rolle.“

Und zwar mit einem Programm, das die gesamte Bandbreite der Fuhrparkwelt abdecken sollte. Erstmals griffen wir das Thema Dienstfahrrad aktiv auf und erweiterten dafür die Ausstellungsflächen auf den ersten Stock mit zwei Anbietern. Dazu gab es bei den Autos heuer sogar gleich zwei Österreich-Premieren, und überhaupt gaben sich mehr Marken ein Stelldichein als je zuvor. Mobilitätskarten, Fuhrparkmanagement, Softwarelösungen, Fahrzeugausbauten, man musste sich schon einen Plan zurechtlegen, um sich alles in aller Ruhe ansehen zu können, denn auch die Vortragsreihe im großen Festsaal ließ an Themenvielfalt nichts vermissen. Wie geht es in Zukunft mit dem Automobil weiter? Welche aktuellen und künftigen Herausforderungen gibt es zu bewältigen? Wann fährt das Auto endlich selbst? Antworten darauf gab es ebenso wie auf Herausforderungen der Mobilitätswende, die nun endgültig in der Mitte der Branche angekommen ist. Wie reagiert man als Fuhrparkmanager nun richtig auf diese Geschehnisse? Wie wird aus diesem Kostenpunkt ein Profit Center? Und was sind die Erfahrungen jener, die bereits die Transformation abgeschlossen haben? Überhaupt: Wie die Branche reagiert, tut, handelt, das wurde nicht nur durch unsere Umfrage, durchgeführt von puls Marktforschung, näher erörtert. Auch der BEST4FLEET-Award agiert mittlerweile wie ein Spiegel der Fuhrparklandschaft, da die Gewinner ausschließlich von Flottenverantwortlichen und Dienstwagenfahrern gewählt wurden, sprich: von Ihnen! Die Ergebnisse dazu finden Sie ebenso in diesem Sonderteil wie eine Mitschrift aller Vorträge und einen Überblick über das gesamte Ausstellungs-Line-up. •

Das ist die 11. FLEET Convention. Bei wie vielen davon waren Sie schon dabei?

Ich war bei locker 2/3 anwesend 11,6 % Ich war bei fast allen dabei 9,8 %

Ich war bei schätzungsweise der Hälfte dabei 8,5 %

Ich war bei 1/3 oder weniger dabei 21,9 %

Das ist meine erste 44,6 %

Ich war definitiv bei jeder einzelnen dabei! 3,6 %

Größte Auto-Revolution

Für Stefan Bratzel, Gründer des Center of Automotive Management (CAM), steht außer Frage, dass sich die Automotive-Industrie in den kommenden Jahren noch drastisch verändern wird.

Text: Kevin Kada, Foto: Chris Hofer

Die Automobilbranche steht nach Einschätzung von Mobilitätsexperte Stefan Bratzel vor einer tiefgreifenden Umwälzung. In seiner Keynote sprach er von der „größten Revolution von Auto und Mobilität, die es je gegeben hat“. Diese betreffe nicht nur Technologien, sondern auch Akteure, Geschäftsmodelle, Werte und Einstellungen. Über viele Jahre hätten Hersteller gut daran verdient, „dass Kunden Autos gekauft haben, die sie nicht brauchten, von Geld, das sie nicht hatten, um Leute zu beeindrucken, die sie nicht mögen“. Dieses Modell gerate nun zunehmend unter Druck.

Neue Kompetenzen und Kooperationen

Ein zentraler Treiber sei die hohe Volatilität im Umfeld der Branche. Technologische Sprünge, politische und regulatorische Veränderungen, neue Nachfragestrukturen, externe Schocks und neue Geschäftsmodelle zwängen Unternehmen dazu, sich neu aufzustellen. „Das Beständige ist eigentlich die Veränderung“, so Bratzel. Entscheidend seien künftig neue Kompetenzen, Kooperationen sowie passende Kultur- und Organisationsstrukturen. Gerade das Entlernen alter Erfolgsrezepte falle der Branche dabei oft schwerer als das Erlernen neuer Fähigkeiten. Besonders deutlich werde der Wandel an den Wettbewerbsstrukturen. Während die klassische Autoindustrie lange von Fahrzeugbesitz, manuellem Fahren und Verbrennungsmotor geprägt war, drängen heute Mobilitätsplattformen, Digitalunternehmen, Softwareanbieter und KI-Spezialisten in den Markt. Erstmals hätten es die Hersteller mit Akteuren zu tun, „die größer und stärker sind als sie selber“. Eine besondere Herausforderung sieht Bratzel in der Verschiebung der Innovationskraft. Chinesische Autobauer hätten seit 2018/2019 massiv aufgeholt und Deutschland

mittlerweile überholt. „Wenn die deutschen Autobauer nicht mehr besser, nicht mehr innovativer sind, dann können sie auf Dauer auch nicht teurer sein“, warnte Bratzel. In China zeige sich diese Entwicklung bereits deutlich: Der Marktanteil einheimischer Hersteller sei in wenigen Jahren auf fast 70 Prozent gestiegen.

KI-definiertes Fahrzeug

Bei der Elektromobilität sieht Bratzel China klar als Leitmarkt. Reichweite, Infrastruktur und Preis seien weiter wichtig, entwickelten sich aber zunehmend zu Hygienefaktoren. Differenzierung entstehe künftig stärker über Smart Charging, Vehicle-toHome, Vehicle-to-Grid und neue Kundennutzen rund um Energie, Autarkie und Vernetzung. Noch stärker als die Elektromobilität werde laut Bratzel jedoch das Software- beziehungsweise KI-definierte Fahrzeug die Branche verändern. •

In welchem Mobilitätsbereich werden wir in Zukunft die größten Zuwächse erfahren?

30,8 % Mopeds, Motorräder und E-Roller 10,6 %

Auto generell (Verbrenner und Elektro) 44,2 % Öffentliche Verkehrsmittel

Wer fährt das Auto?

Autonomes Fahren ist in aller Munde. Helmut Geil gibt einen Einblick, wie weit manche Länder bei dem Thema bereits sind und wohin die Reise geht.

Text: Kevin Kada, Foto: Chris Hofer

In seinem Vortrag bei der Fleet Convention widmete sich Helmut Geil, Geschäftsführer von Dekra Österreich, voll und ganz dem Thema autonomes Fahren. „Wie schon vor über 100 Jahren, als wir vor einer Wende gestanden sind vom Pferdefuhrwerk hin zum Automobil, stehen wir nun vor der nächsten großen Wende in der Mobilität“, so Geil, der sich dabei weniger auf die Antriebsart der aktuellen und künftigen Fahrzeuge bezieht, sondern: „In den kommenden 10 Jahren beschäftigen wir uns vor allem mit der Frage, wer das Auto fährt.“ Geil skizziert, dass man in der Autonomisierung der Mobilität bereits wesentliche Schritte gegangen ist, denn „technologischer Fortschritt beginnt dort, wo der Mensch gewisse Fähigkeiten und Kompetenzen an die Maschine abgibt“.

Wer trägt die Verantwortung?

So brachte Geil als Beispiel das Thema Orientierung und Navigation: „Früher sind wir mit einer Landkarte oder einem Stadtplan gefahren, heute fragt niemand mehr nach dem Weg. Ich frage Google Maps oder das Navigationssystem im Auto, wo ich hin muss.“ Weitere Beispiel war die Nutzung von adaptiven Tempomaten oder aber auch diverse Sicherheitseinrichtungen wie Spurhalteoder Notbremsassistenten.

Das Vertrauen in autonomes Fahren muss durch sorgfältige Prüfung erarbeitet werden.“

„Beim Autofahren brauche ich Aufmerksamkeit im Straßenverkehr, denn ich muss ständig Entscheidungen treffen. Und während die Maschine in den vergangenen Jahren oftmals nur rudimentäre Aufgaben übernehmen konnte, ist das jetzt anders. Maschinen können beobachten, aufpassen und auch Entscheidungen treffen.“ Für Geil stellt sich die Fragen, wie viel Verantwortung der Mensch an die Maschine in Zukunft abgeben wird und vor allem, wie lang es dauern wird, bis man die komplette Verantwortung für den Betrieb eines Fahrzeugs abgibt. „Das passiert in Stufen. Darum gibt es auch verschiedene Level beim autonomen Fahren. Und jedes Level hat mit einem gewissen Vertrauensvorschuss bzw. erarbeiteten Vertrauen zu tun.“ Jenes Vertrauen müsse man sich erarbeiten. Hier vor allem durch Prüfung, wie es Dekra anbietet. Denn für Geil steht fest: „Ein Mensch setzt sich nicht in ein autonom fahrendes Fahrzeug, weil es autonom fährt. Sondern der Mensch setzt sich in so ein Fahrzeug, weil er Vertrauen hat. Und dieses Vertrauen muss durch sorgfältige Entwicklung und Prüfung erarbeitet werden.“

Größte Lernplattform der Welt

Wie weit die Entwicklung beim autonomen Fahren bereits ist, sieht man in den USA und China. In den Vereinigten Staaten gibt es Googles Robo-Taxi-Tochter „Waymo“, die bereits mit etwa 3.700 Fahrzeugen auf den US-Straßen unterwegs ist und dort rund 500.000 Meilen pro Jahr sammelt. „Jede Meile ist dabei eine wichtige, denn dadurch lernt das System, mit Alltagssituationen umzugehen“, so Geil. Doch viel weiter ist man da bereits in China. „Dort gibt es ein Unternehmen namens Deeproot, welches über 300.000 Fahrzeuge im Einsatz hat“, so Geil. Die damit gesammelten rund 3,2 Mrd. Kilometer pro Jahr ergeben enorme Datensätze und entsprechend eine gute Grundlage zur Weiterentwicklung autonomer Fahrsysteme. „Was abseits des Blicks der EU passiert, ist relativ einfach: China baut die größte Lernplattform der Welt auf.“ •

Sollte Ihr Fahrzeug die Funktion haben bzw. wenn es die Funktion nicht hat, stellen Sie sich vor, es hätte sie: Nutzen Sie die Assistenten zum automatisierten Fahren?

Nein, das ist mir nicht geheuer 14,7 %

Ja, aber nur auf der Autobahn 43,7 %

Ja, täglich bzw. oft 41,6 %

Kostenexplosion? Muss

nicht sein!

Weltweite Krisenherde wirken sich auch auf die Kosten im Fuhrpark aus, besonders stark bei konventionell betriebenen Fahrzeugen. Dabei lässt sich die Krise in eine Chance umwandeln, wenn man jetzt auf E-Fahrzeuge wechselt und diese zum All-inclusive-Fixpreis mittels Full-Service-Leasing finanziert.

Dass die Angst vor der E-Mobilität unbegründet ist, zeigt auch der kürzlich erschienene Ayvens Mobility Guide, der Österreich auf Platz vier der am besten entwickelten europäischen Länder sieht. Insgesamt wurden 30 Länder analysiert, Kriterien dabei waren die Verbreitung von E-Fahrzeugen, die Ladeinfrastruktur, steuerliche Rahmenbedingungen und Gesetzgebung, der Vergleich der Total Cost of Ownership (TCO) zwischen Elektrofahrzeugen und Verbrennern sowie die Nachhaltigkeit des Strommixes. Mag. Lorenz Loidl, Commercial Director Ayvens Austria: „Wir sehen bereits heute, dass viele Unternehmensflotten – insbesondere im Operating Leasing – deutlich höhere BEV-Anteile aufweisen als der Gesamtmarkt. Die nächste Phase der Elektrifizierung wird von der stärkeren Durchdringung bei leichten Nutzfahrzeugen und einem wachsenden Gebrauchtwagenangebot geprägt sein. Gleichzeitig ist die Ladeinfrastruktur in Österreich zunehmend kein limitierender Faktor mehr.“

des Fahrzeuges genau betrachtet. Und dabei wird schnell klar, dass der Listen- oder Kaufpreis nur bedingt aussagekräftig ist, da nicht nur die Finanzierungskosten, sondern auch Kosten für Wartung und Service, Reifen, Steuer sowie die Versicherung, aber auch der Wertverlust berücksichtigt werden. Punkte, bei denen ein E-Auto viele Vorteile gegenüber einem Verbrenner aufweist. Operating Leasing ist daher die Finanzierungsform der Stunde. Die monatliche fixe Rate umfasst alle genannten Punkte, einzig Tank- oder Ladekosten kommen noch hinzu.

Markenunabhängige Beratung durch Profis

TCO-Analyse hat Gesamtkosten im Blick

Ebenfalls erhoben wurden die Kosten pro Kilometer, hier gibt es eine klare Tendenz. Während sich jene der E-Fahrzeuge nach unten entwickeln, steigen die für Verbrenner weiter an. Die Schere wird größer, die wirtschaftlichen Vorteile der BEVs nehmen weiter zu. Detaillierten Aufschluss geben die Total Cost of Ownership, kurz TCO. In dieser Gesamtkostenbetrachtung werden alle Faktoren über die gesamte Behaltedauer

Besonders wichtig ist es, bei der Wahl der geeigneten Modelle und Antriebsformen Profis zur Hand zu haben, die ihre Expertise einbringen. Im Falle von Ayvens bedeutet das Zugriff auf das gesamte Marktpotenzial, ein wichtiger Vorteil des markenunabhängigen Anbieters. Mehr Wettbewerb bedeutet auch niedrigere Kosten, von diesen Einkaufskonditionen profitieren die Kunden, genauso wie beim Thema Wartung und Service. „Fuhrparkkosten werden von internen und externen Faktoren beeinflusst. Externe Faktoren, wie geopolitische Entwicklungen oder veränderte Rahmenbedingungen, wie beispielsweise neue Steuern, können Fuhrparkverantwortliche nicht beeinflussen. Sie können aber Maßnahmen setzen, um deren Auswirkungen auf die Fuhrparkkosten zu minimieren“, so Lorenz Loidl. www.ayvens.com

Das haben wir schon immer so gemacht

Wie sich im Laufe der Zeit die Aufgaben des Fuhrparkmanagements geändert haben und was dem Berufsfeld noch bevorsteht, hat Paul Janacek in knackigen 20 Minuten zusammengefasst und die wichtigsten Risiken und Stolpersteine angesprochen.

Text: Johannes Richter, Foto: Chris Hofer

In einem Saal voller Fuhrpark-Profis über deren Beruf zu reden, ist nicht einfach. Im Fall von Paul Janacek, der den Wandel dieser Position skizzierte, wirkte es fast schon therapeutisch. Denn es wurde nicht der Finger in die Wunde gelegt und fröhlich darauf herumgedrückt. Vielmehr war es ein Hervorheben, wie viel wichtiger diese Position im Unternehmen geworden ist und noch weiterhin werden wird. So war der Posten in der Vergangenheit damit beschäftigt, Autos einzukaufen, Tankkarten auszugeben und Kosten zu dokumentieren. Mit dem steten Umstellen auf E-Mobilität eröffnen sich allerdings auch ganz neue Chancen zur Kostenoptimierung und ganz neue Herausforderungen, die das Umstellungsprojekt gefährden könnten.

Crawl, Walk, Run

Janacek skizzierte, wie ein Umstieg in drei Schritten funktionieren kann. Mit Crawl (kriechen) sind die ersten Berührungen gemeint. Das erste Fahrzeug anschaffen, Erfahrungen sammeln und die Mitarbeiter langsam ins Boot holen. Hier gehört vor allem dazu, nicht nur die Neugier zu befriedigen, sondern auch die technischen Eigenheiten genau zu erklären. Die Abläufe – wie wird geladen, was sind die Risiken, worauf sollte ich achten und die richtige Art zu fahren – spielen hier alle mit hinein. Bei diesem Anfangsmomentum wird der Grundstein gelegt und es werden auch die ersten Fehler gemacht und wichtige erste Erkenntnisse eingeholt. Es wird der Fokus auf die Fahrzeuge gelegt und auf die Basis-Ladeinfrastruktur. Quasi lernen im Echtbetrieb.

Walk (gehen) ist die Phase, bei der man das Gelernte in die Praxis übersetzt und an der Standardisierung und Skalierung arbeitet. Es werden Blaupausen erstellt, die man dann im nächsten Schritt auf andere Standorte oder den Gesamtmarkt anwenden kann. Hier werden auch die Prozesse aufgesetzt und das richtige Monitoring ausgewählt. Der große Fokus liegt bei der Verlässlichkeit für den Dauerbetrieb. Kinderkrankheiten und Anfangsprobleme sollten hier kein Thema mehr sein.

Welches Thema beschäftigt Sie als Fuhrparkmanager:in derzeit am meisten?

Modernisierung der Fuhrparkverwaltung (Software) 21,3 %

Reportingthemen wie ESG 5,3 %

Schäden im Fuhrpark 17,2 %

Bei Run (rennen) geht es in die Phase, die nur mehr zur Optimierung dient. Da kann sich dann der Bereich Fuhrpark vom Cost-Center zum Profit-Center drehen: mit eigenem EnergieÖkosystem und Zwischenspeichern, die direkt an der Strombörse hängen und mit vollintegrierten Abrechnungssystemen.

Umstellung auf E-Mobilität 19,5 %

andere

Ladeinfrastruktur und privates Laden 34,3 %

Schön zusammengefasst „Die wenigsten Flotten sind dafür da, schön zu sein, sie sind dafür da, einen Betriebszweck zu erfüllen“, so Janacek und verwies für das Gelingen auf das notwendige Zusammenspiel von allen involvierten Abteilungen. •

Der Blitz zu schnellen Ergebnissen

Der Fuhrparkverband Austria ließ in seinem Vortrag mit zwei wichtigen Neuerungen aufhorchen: Blitzumfragen und ein digitales Dashboard. Text: Roland Scharf, Foto: Chris Hofer

Wie soll ich reagieren? Was machen die anderen? Und das möglichst schnell herauszufinden, kann zäh sein. „Zum Beispiel in Sachen Sachbezug für E-Autos“, sagt Henning Heise, Obmann des Fuhrparkverband Austria, das war bei vielen so ein kurzer Moment der Ratlosigkeit, wo man sich gerne an anderen orientieren möchte. Und genau hier hat der FVA jetzt reagiert.

Drei-Minuten-Taktik

So wurde vor kurzem mit der Blitzumfrage ein neues Instrument eingeführt. „Wir richten an unsere Mitglieder einen kurzen Fragebogen mit vier bis acht Fragen. Die Beantwortungszeit liegt bei rund drei Minuten, und nach einer Woche hatten wir schon über 140 Rückläufer“, so Heise weiter. Und mit diesem Ergebnis kann man dann schon schnell sagen, wie die Branche auf aktuelle Entwicklungen reagiert und wie sich diese auswirken werden. Eben so wie im letzten konkreten Fall mit dem kommenden Sachbezug auf vollelektrische Firmenwagen. Heise: „Diesen Sachbezug einzuführen, ist keine gute Idee, das wird der E-Mobilität nicht weiterhelfen. Mehr als 70 Prozent der Betreiber sagen in der Blitzumfrage, dass sie die Policy überdenken in Bezug auf die E-Mobilität. 40 Prozent wollen sie überhaupt in Frage stellen, weil die Kosten in keinem Verhältnis mehr stehen, das ist so nicht mehr gut.“ Ungeachtet der Ergebnisse versucht man jedenfalls mit diesen Blitzumfragen, einen schnellen Spiegel zu geben, was der Tenor der Branche ist. Und nicht nur das: „Wir spielen das auch in die Politik zurück“, so Heise weiter, „überlegt doch mal bitte, diese Einnahmen gegen die Pönalen gerechnet, wenn wir die Klimaziele nicht erreichen, diese Rechnung wird wohl nicht aufgehen.“ Das ist aber nur eine Seite der Blitzumfragen. Es gab diese auch zum Thema Schulungen und Seminare, ebenso über freie Werkstätten: „Im Karosseriebereich gab es da interessante Ergebnisse, was Qualität und Preisgefüge

angeht. Und alles ist bei uns auf der Homepage nachzulesen.“ Der Plan des FVA ist, diese Umfrage einmal im Monat durchzuführen. Wer sich anmeldet, kann die Ergebnisse auch gleich einsehen.

Alles, was zählt

Die zweite Neuerung der Verbands ist eine Art Mobility-Datenbank. Jedes Mitglied kann sich so sein eigenes Dashboard anlegen mit allen Informationen, die für seine persönlichen Bedürfnisse von Relevanz sind. Gewählt werden kann aus einer Vielzahl an Informationsquellen: Wie sich die Preise entwickeln, Daten aus dem Fuhrparkbereich – die Möglichkeiten sind zahlreich. „Alle relevanten Informationen kann ich mir so holen, zusammenbauen und anordnen, wie es für mich passt“, so Heise abschließend, „damit ich tagesaktuell genau die Zahlen und Fakten habe, die ich auch haben möchte und wirklich brauche.“ •

Ein Job erfindet sich neu

Energiemanagement, ESG-Reporting, KI und bidirektionales Laden transformieren das Berufsbild des Fuhrparkmanagers zum ganzheitlichen Mobilitätsmanager. Bei der Podiumsdiskussion machten Christiane Sonja Zulu (SMC Austria), Melanie Schmahl (BBM Bundesverband Betriebliche Mobilität, Deutschland), Anita Somos (Österreichische Post) und Kurt Leonhartsberger (V2G Alliance Austria) deutlich, wohin die Reise geht.

Text: Petra Mühr, Fotos: Chris Hofer

Der Fuhrpark bleibt der Kern, aber er ist längst nicht mehr alles. Der Job des reinen Flottenmanagers entwickelt sich durch ESG, V2G, KI & Co. hin zum nachhaltigen Mobilitätsmanagement. Darin sind sich die vier Teilnehmer der Podiumsdiskussion, Christiane Sonja Zulu (SMC Austria), Melanie Schmahl (BBM Bundesverband Betriebliche Mobilität, Deutschland), Anita Somos (Österreichische Post) und Kurt Leonhartsberger (V2G Alliance Austria) einig. Zulu, seit 16 Jahren bei SMC Austria, beschreibt die Veränderung in dieser Zeit als „wirklich enormen Weg“. Was früher vor allem Einkauf war, sind heute abteilungsübergreifende, komplexe Prozess mit einer Strategie, die permanent evaluiert und angepasst werden müsse. Dafür sind künftig neben technischem Know-how verstärkt Skills u. a. in den Bereichen Nachhaltigkeit, Digitalisierung oder Datenmanagement notwendig. Einen wichtigen Teil dieses Wandels machen Themen wie ESG Reporting oder bidirektionales Laden aus.

Gestatten, mein Name ist ESG

Fast 50 Prozent der Unternehmen haben keine Ahnung, was ESG Reporting ist.“ Anita Somos, Österreichische Post

Kein Thema hat das Fuhrparkmanagement in den letzten Jahren stärker unter Druck gesetzt als die Nachhaltigkeitsberichterstattung. Anita Somos kennt die Realität aus erster Hand: „Fast 50 Prozent der Unternehmen haben keine Ahnung, was ESG-Reporting ist, geschweige denn, wie es zu handhaben ist.“ Dabei ist die gesetzliche Lage längst klar und große Unternehmen (ab 1.000 Mitarbeitenden oder 450 Millionen Euro Nettoumsatz) sind seit 2024 berichtspflichtig. Für einen gründlich aufbereiteten ESG-Bericht mit belastbaren Daten, nachvollziehbaren Prozessen und externer Wirtschaftsprüfung brauche ein Unternehmen rund zwei Jahre Zeit, so Somos. Wer jedoch glaubt, ESG-Reporting sei nur die Aufgabe großer Konzerne, irrt. Zwar müssen kleinere Unternehmen aktuell noch nicht reporten, doch Scope 3 sorgt für indirekten Zugzwang. Im Rahmen der Wertschöpfungslieferkette sind berichtspflichtige Großunternehmen verpflichtet, Nachhaltigkeitsnachweise ihrer Lieferanten

Wer heute Mobilitätsverantwortung trägt, managt Energie, Daten, Nachhaltigkeitsziele und abteilungsübergreifende Prozesse – so die Botschaft der Podiumsdiskussion mit Melanie Schmahl (o.), …

und Subunternehmer zu liefern. Das bedeutet also auch für kleine Dienstleister: Wer für große Auftraggeber tätig ist, wird früher oder später Emissionsdaten und Nachhaltigkeitsdokumentationen liefern müssen. Melanie Schmahl ergänzt aus Verbandperspektive: Während große Unternehmen das Thema ESG bereits am Schirm haben, herrscht bei kleinen und mittelständischen Betrieben noch viel Unsicherheit. „Es ist wichtig, muss aber auch umsetzbar und praktisch handhabbar sein.“

Bidirektionales Laden verändert das Energiedenken

Bidirektionales Laden ist bislang ebenfalls in vielen Fuhrparks noch nicht angekommen. Vehicle-to-Grid (V2G) und Vehicle-toBuilding (V2B) ermöglichen es, Energie aus Elektrofahrzeugen zurück ins Netz oder ins Gebäude zu speisen. „Wir reden hier nicht über eine Technologie in fünf Jahren“, so Kurt Leonhartsberger. „Wir haben heute Fahrzeuge, die das können, Ladestationen, die das ermöglichen, und erste Geschäftsmodelle, die auf dem Markt sind.“ Österreich hinke zwar noch hinterher, aber das ändere sich. Was das für Flottenverantwortliche konkret bedeutet: Die Fragen rund um Ladeinfrastruktur, Fahrzeugbeschaffung und Leasingverträge werden komplexer. Wer zum Beispiel ein geleastes Elektrofahrzeug im Fuhrpark hat, muss klären, ob im Leasingvertrag bidirektionales Entladen überhaupt erlaubt ist. „Bis jetzt musste man nur die Ladeinfrastruktur bedenken“, so Leonhartsberger. Mittel- und langfristig eröffnen V2G und V2B aber auch erhebliche Potenziale: Unternehmen können Energiekosten optimieren und ihren Fuhrpark als aktiven Teil des Energiemanagements nutzen. Durch bidirektionales Laden gewinnen auch Informationen über die Stromherkunft, Energieflüsse und Nutzungsmuster an Bedeutung. Diese Daten können Unternehmen zukünftig nutzen, um neue wirtschaftliche Potenziale zu erschließen.

Vom Buzzword zum Werkzeug

Künstliche Intelligenz war das vierte große Thema der Diskussion, die Gesprächspartner betonten, dass KI auch im Fuhrpark kein Hype mehr sei, sondern ein konkretes Werkzeug, das schon längst angewendet wird. So läuft bei SMC Austria die Suche nach einer global einsetzbaren KI-Lösung, die unternehmensweit funktioniert und Sicherheitsstandards erfüllt. Das Thema ist heikel: Aufgrund der vielen Patente im Unternehmen braucht es besondere Sorgfalt bei der Datensicherheit. „Wir suchen nach einer stabilen Lösung, die für alle funktioniert“, so Zulu. Schmahl unterstreicht die Relevanz des Datenschutzes und bestätigt enormes Interesse: „Bei unseren Veranstaltungen und Schulungen sind KI-Themen die gefragtesten überhaupt.“ Für Leonhartsberger ist KI ein „Gamechanger“, wenn es darum geht, künftig Flexibilitätsmärkte, Energiedaten, Mitarbeiterbedürfnisse und Fahrzeugverfügbarkeiten gleichzeitig zu berücksichtigen –dann ist „KI das einzige Werkzeug, das das noch abbilden kann“. •

Haben Sie sich schon mit der ESG-Berichterstattung auseinandergesetzt?

Nein, keine Ahnung, was das ist 31,1 %

Nein, das betrifft uns nicht 6,7 %

Ja, aber noch keine Schritte gesetzt 20,0 %

LIVE-UMFRAGE

teilweise)

… Kurt Leonhartsberger (o. li.), Christiane Sonja Zulu (o. re.), Anita Somos (li.) und Moderator Christian Clerici (gr. Bi. g. li.)
Ja und schon umgesetzt (auch
42,2 %

Flottenmarkt als BEV-Treiber

Im vergangenen Jahr hat das E-Auto den Benziner als stärkste Antriebsvariante im österreichischen Flottenmarkt bereits überholt. Zwar gewinnt hier der Privatmarkt an Bedeutung, stabiler Treiber für die E-Mobilität ist aber weiterhin der Firmenwagenmarkt. Das und vieles mehr berichtete Christian Spahn von Dataforce.

Text: Gerald Weiss, Foto: Chris Hofer

Mit dem Vortrag von Dataforce wird, schon fast traditionell, die FLEET Convention eröffnet. So auch heuer, wenn auch mit einem anderen Gesicht. So hat dieses Mal Senior Key Account Manager Christian Spahn einen spannenden Einblick in die Zulassungszahlen in Europa und speziell in Österreich gegeben. „Während die Neuzulassungszahlen im vergangenen Jahr in fast ganz Europa gewachsen sind, hat sich im Flottenbereich ein anderes Bild gezeigt“, berichtet Spahn. Hier habe sich Österreich gegen den negativen Trend gestemmt. „In den Nachbarländern sind die Neuzulassungen im Flottenbereich gesunken, in Österreich hingegen um 2,5 % gegenüber 2024 gestiegen“, so Spahn. Der Treiber des Wachstums in Österreich war dabei der Privatkundenmarkt. „Im ersten Quartal 2026 zeigt sich schon wieder ein anderes, homogeneres Bild“, so Spahn. So haben sich Anfang des Jahre die Flottenzulassungen mit +16,9 Prozent – gegenüber dem Vergleichszeitraum 2025 – wieder leicht stärker entwickelt als das Privatsegment mit +14,7 Prozent.

Beim E-Auto gewinnt der Privatmarkt an Bedeutung

„Beim E-Auto ist der Fuhrpark nach wie vor der stabile Treiber“, so Spahn. „Bei den vollelektrischen Fahrzeugen bleibt der Flottenmarkt absolut das größere Segment, mit etwa doppelt bis dreimal so vielen Neuzulassungen.“ Dennoch zeigt sowohl 2025 wie auch im 1. Quartal

2026 der Privatkundenbereich im Segment der vollelektrischen Fahrzeuge ein deutlich stärkeres Wachstum als der Flottenmarkt. „Das Wachstumstempo hat sich aber im 1. Quartal 2026 bei beiden Segmenten im Vergleich zum Gesamtjahr 2025 abgeschwächt“, analysiert Spahn, der hier auf die niederschwellige Analyse über die Automotive GPT „Ask Dataforce“ verweist.

E-Autos: neue Marken sind vorne dabei

An der Spitze des Flottenrankings von reinen Elektroautos sind laut Dataforce weiterhin etablierte Marken zu finden: 2025 lag BMW vor VW, Škoda und Audi. Dahinter haben sich im Vorjahr mit jeweils 7,4 % Tesla und BYD positioniert. Nach dem 1. Quartal 2026 führt nun Škoda die Marktanteils-Reihung vor BMW und VW an. „Dahinter liegen Tesla mit 9,3 % und BYD mit 8,9 % Marktanteil im E-Auto-Flottenmarkt“, so Spahn.

Wie sehr orientieren Sie sich an Trends in Bezug auf die Fahrzeugbeschaffung?

Jeder Trend braucht einen Gegentrend, das bin ich! 5,8 %

Ich entscheide nur nach objektiven Parametern, nie nach Trends 64,3 %

Ich werde schon gern durch die Masse bestätigt, aber es muss auch was taugen 28,6 %

E-Antrieb voran

In Österreich ist der E-Antrieb seit vergangenem Jahr (36 Prozent) die stärkste Antriebsvariante, im EUSchnitt wird das Elektroauto vermutlich 2029 den Benziner im Fuhrpark überholen und bei fast 50 % liegen. „Trotz deutlicher Reduktion ist das für die Erreichung der CO2-Ziele ist der Anteil noch zu wenig“, erklärt Spahn. •

BEV schlägt Diesel

Was Dienstwagenfahrer wirklich wollen und Fuhrparkmanager unterschätzen: Stefan Reiser von Puls Marktforschung liefert mit der Fuhrparkstudie 2026 klare Signale zu Marken, Antrieben & Apps.

Text: Petra Mühr, Foto: Chris Hofer

Für die Fuhrparkstudie 2026 von Puls Marktforschung wurden 135 Fuhrparkverantwortliche mit mindestens drei Fahrzeugen in der Zuständigkeit sowie 200 Dienstwagenfahrer befragt. In Summe flossen mehr als 46.000 Fahrzeuge in die Auswertung ein. Stefan Reiser, Managing Director Puls Marktforschung, konzentrierte sich auf drei Schwerpunkte: Markentrends, Antriebspräferenzen und die Verbreitung von Fleet-Apps.

BMW vorne, BYD überrascht

Bei den begehrten Marken – gemessen als Gap zwischen aktuellem Besitz und Wunsch der Dienstwagenfahrer – steht BMW 2026 ganz oben: 16 Prozent der Befragten haben aktuell einen BMW, 43 Prozent wünschen sich einen. Das ergibt einen Begehrlichkeits-Gap von plus 27 Prozentpunkten und ist ein deutlicher Sprung gegenüber dem Vorjahr, wo noch Audi vorne lag. Dahinter folgen Audi mit plus 17 und Mercedes mit plus 16 Prozentpunkten. Besonders auffällig: BYD schafft es mit einem Gap von plus 10 Prozentpunkten auf Platz vier, noch vor Tesla (plus 6) und Škoda (plus 5). Die chinesische Marke gewinnt damit zunehmend auch in der Wunschpalette österreichischer Firmenfahrer.

Škoda & VW dominieren Flottenrealität

Fleet-Apps: Potenzial, das brachliegt

Aktuell fahren 27 Prozent elektrisch, künftig wollen das 33 Prozent tun.“

In der tatsächlichen Fuhrparkpenetration liegen Škoda und VW Pkw gleichauf an der Spitze: Jeweils rund 74 bis 75 Prozent der befragten Manager geben an, mindestens einen Škoda bzw. VW im Fuhrpark zu haben. BMW, Audi und Ford folgen in den Top 5. Bemerkenswert: Cupra hat sich bereits in die Top Ten vorgearbeitet, etwa jeder dritte Flottenverantwortliche hat mindestens einen Cupra im Bestand. Bei den leichten Nutzfahrzeugen führen VW Nutzfahrzeuge (58 Prozent) und Ford (46) vor Mercedes (31). Maxus taucht mit 6 Prozent bereits in der Auswertung auf.

BEV überholt erstmals Diesel

Ein zentrales Ergebnis der Studie: Rein batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) sind bei Dienstwagenfahrern erstmals die meistgewünschten für die Zukunft. Aktuell fahren 27 Prozent elektrisch, künftig wollen das 33 Prozent tun. Damit haben BEV die Diesel-Fahrzeuge überholt, deren Wunschanteil von 31 auf 18 Prozent sinkt. Besonders ausgeprägt ist der BEV-Wunsch bei jüngeren Dienstwagennutzern: Unter den unter 40-Jährigen wünschen sich 45 Prozent künftig einen rein elektrischen Antrieb. Bei den 41- bis 50-Jährigen sind es 31 Prozent. Rund 40 Prozent der Dienstwagenfahrer wollen allerdings auch künftig einen Verbrenner – der Use Case entscheidet.

Das Spezialthema der Studie widmete sich der Verbreitung digitaler Fuhrparklösungen. Das Ergebnis: Lediglich rund ein Drittel der befragten Dienstwagenfahrer gibt an, eine Fuhrpark-App (etwa für Fahrzeugverwaltung, Unfallmeldung oder elektronisches Fahrtenbuch) zur Verfügung zu haben und aktiv zu nutzen. Auf Seite der Fuhrparkverantwortlichen sieht es ähnlich aus: Auch hier setzt nur rund ein Drittel auf vollständige oder teilweise digitalisierte Lösungen. Interessant: Der Digitalisierungsgrad hängt dabei nicht von der Flottengröße ab. Und wer als Fuhrparkverantwortlicher bisher gezögert hat, digitale Lösungen einzuführen: Ein Drittel der Dienstwagenfahrer ohne App sagt direkt: Ja, ich könnte mir das vorstellen. Bei den verbleibenden 59 Prozent ist die Skepsis oft informationsbedingt. Der Markt für Fleet-Software bietet also viel Wachstumspotenzial. •

Nach all den Vorkommnissen in den letzten Monaten, merken Sie eine Veränderung in der Nachfrage nach E-Autos?

deutlich gesunken 4,2 % deutlich gestiegen 16,9 % etwas gestiegen 36,4 %

gesunken 42,4 %

Unsere Besucher am Wort!

Knapp 1.000 Teilnehmer tummelten sich auf der 11. FLEET Convention in der Wiener Hofburg. Hat die Veranstaltung gefallen? Besucherinnen und Besucher haben uns ihre – durchwegs positiven – Eindrücke geschildert.

Immer informativ

Ich habe die FLEET Convention bereits mehrere Male besucht. Die Vorträge sind immer informativ, und es bietet sich die Gelegenheit für Networking. Unser Fuhrpark ist groß, insgesamt sind das 4.300 Fahrzeuge verschiedener Klassen: Pkw. leichte Nutzfahrzeuge und Lkw.

Reinhold Heinschink

Rail Equipment GmbH

INetzwerken

Ich habe die FLEET Convention schon einige Male besucht. Ich zeichne in unserem Unternehmen für das Replacement verantwortlich und treffe hier einige unserer Kunden – eine perfekte Veranstaltung zum Netzwerken. Weiters gibt es spannende Vorträge von renommierten Experten, umrahmt von einer eindrucksvollen Kulisse.

Sandra Koch

Sixt GmbH

Ein Branchentreffen

Auf dem Laufenden bleiben

Unser Fuhrpark besteht aus Pkw, Lkw und Staplern und umfasst rund 1.000 Fahrzeuge. Ich nehme heuer zum ersten Mal an der FLEET Convention teil, mein erster Eindruck ist sehr positiv, das historische Ambiente wirklich beeindruckend. Die Vorträge sind informativ, im Fuhrparkmanagement muss man auf dem Laufenden bleiben.

Scarlett Damjani Frauenthal

Leistungsschau

Es ist beeindruckend, in welchem Ausmaß die FLEET Convention über die Jahre gewachsen ist und sich zu einem der wichtigsten heimischen Branchentreffs entwickelt hat. Wir freuen uns, dass eine Vielzahl von Marken vertreten sind – eine perfekte Mischung, bestehend aus einer Leistungsschau und Fachvorträgen.

Dr. Christian Pesau

Arbeitskreis der Automobilimporteure

Perfekte

Organisation

Die FLEET Convention ist gut organisiert, die Location einzigartig. Wir sind zum 1. Mal hier. Unser Unternehmen entwickelt Software für Ladelösungen. Es bietet sich auch die Möglichkeit, mit den richtigen Mitspielern aus der Industrie zu sprechen und wir haben gute Erfahrungen gemacht.

Mine Arpacilar (l.) und Santiago Rugeles Deftpower B.V.

Die FLEET Convention ist ein Fixpunkt, sie ist hervorragend organisiert. Hier trifft sich die Branche –jedes Jahr ein absolutes Highlight. Auch die Hofburg als Veranstaltungsort ist kaum zu toppen. Darüber hinaus werden informative Vorträge geboten, die Pausen bieten Gelegenheit für Networking.

Jochen Meier

Verkaufsleitung Autohaus Liewers

Vorträge im Fokus

Ich habe die FLEET Convention bereits zum 4. Mal besucht und für mich im Fokus stehen die Vorträge. Dabei ist es wichtig, als Versicherungsmakler die neuesten Entwicklungen auch in Beratungsgespräche für unsere Kunden einfließen lassen zu können. Wir betreuen Industriekunden mit sehr großen Flotten.

Gabriele Wimmer GrECo International AG

Info & Vernetzung

Die wichtigsten Faktoren für mich sind Information und Vernetzung. Ich habe die FLEET Convention schon mehrere Male besucht, das Interesse wächst von Jahr zu Jahr. Als Bedarfsträger gibt es hier die Möglichkeit, mit Technologie und Lieferanten zusammenzukommen. Diese Offenheit zeichnet die Veranstaltung aus.

Helmut-Klaus Schimany Bundesverband eMobility Austria

Spannende Premiere

Wir durften erstmals an der FLEET Convention teilnehmen und die Veranstaltung gefällt uns ausnehmend gut. Uns interessieren die Vorträge, die Organisation ist, wie wir meinen, wirklich perfekt. Unser Fuhrpark zählt derzeit 75 Fahrzeuge – eine Mischung aus Pkw und leichten Nutzfahrzeugen. Carina Handler (l.) und Anita Apfelthaler ESSECCA GmbH

Vollstes Programm

Knapp 80 Aussteller und an die 1.000 Gäste beehrten die Hofburg und führten diese an ihre Kapazitätsgrenze. Ein Rundgang durch die bestens bestückte Ausstellungsfläche.

Text: Roland Scharf, Fotos: Chris Hofer, Manfred Seidl

Fuhrparkleasing auf höchstem Niveau, das hat sich das Team von Nikolaus Engleitner zur Aufgabe gemacht. Alphabet glänzt hierbei nicht nur mit lukrativen Angeboten, sondern auch mit TCO-optimierten Varianten

Die Vorteile eines großen Reparaturnetzwerks präsentierte Rudi Luxbacher samt Team von ARN. Top-Produkte von Axalta, dazu österreichweite Partnerbetriebe, so gibt es jederzeit kompetente und rasche Reparaturen

Autos fahren, ja – aber dann? Hier kommt Auto1 ins Spiel, das sich darauf spezialisiert hat, ausgeschiedene Firmenflotten zu vermarkten. Dies gelingt dank eines europaweiten Händlernetzwerks und eigener Handelsplattform

Seit mehr als 30 Jahren federführend im Bereich Premium-Fahrzeugeinrichtungen aus Aluminium, dafür steht Aluca. Je nach Anwendungsfall können die Regalsysteme individuell nach Kundenwunsch konfiguriert werden

Thomas Beran, Brand Director Audi Österreich, nahm zur FLEET Convention heuer den A6 e-tron mit. Zu haben als Limousine oder Avant, mit hochmoderner 800-Volt-Architektur, 367 PS und bis zu 756 Kilometern Reichweite

Das Online-Autoauktionshaus Autorola war auch heuer wieder Gastgeber unserer Lounge, wo Besucher die Chance hatten, sich mit den Referenten online vorab exklusive Gesprächstermine auszumachen

Ralf Benecke, Generaldirekter Alpine Österreich, ist zu Recht stolz auf die A390. Vollelektrisch, dazu mit fünf Türen und preislich wie optisch attraktiv, gilt sie als prädestiniertes Flottenmodell

Alles rund um Reifen und Räder, dafür steht die 4Fleet Group. Mit mehr als 1.200 Partnerbetrieben und 4.000 Montagestellen europaweit

Von Full Service Leasing bis zu flexiblen Mobilitätslösungen, bei Arval gibt es alles zum Thema Fahrzeugfinanzierung. Dazu kommt ein großes Netz an Partnerwerkstätten für promptes Service und rasche Reparaturen

Mit mehr als 120.000 verkauften Fahrzeugen und 191 Standorten gilt die AVAG Holding als eine der größten Autohandelsgruppen in Europa. Mit dabei sind Experten für Logistik, Flottenkunden, Marketing und vieles mehr

Maßgeschneiderte Fuhrparklösungen, ein Steckenpferd von Ayvens. Hier gibt es von lukrativen Finanzierungsmodellen bis zu Schadenmanagement und Roadside Assistance alles – und das aus einer kompetenten Hand

BYD präsentierte auf der FLEET Convention den rundum erneuerten Atto 3 Evo. Wichtigste Features: ein größerer Akku, bessere Fahrleistungen und 800-Volt-Technologie für noch schnelleres Laden und nachgeschärfte Optik

Cupra-Markenleiter Timo Sommerauer hatte heuer den brandneuen Raval im Gepäck. Der erste vollelektrische Kleinwagen der Spanier kommt mit 37- und 52-kWh-Akku, messerscharfer Optik und viel Fahrspaß

Neue Klasse statt alter Masse – das Motto bei BMW. Das SUV iX3 ist der erste Vertreter der neuen Generation und zieht alle Register: 805 Kilometer Reichweite, 400 kW Ladeleistung und stattliche 469 PS Leistung

Bei Carglass ist der Name mehr als nur Programm: Egal, ob Windschutz, Seiten- oder Heckscheibe, hier geht es um alle Belange rund um Tausch und Reparatur – Letztere dauert in der Regel nur schlanke 30 Minuten

Die europäischen Automärkte voll im Blick, das hat sich Dataforce zur Aufgabe gemacht. Zahlen und Fakten zu allen Belangen war auch das Thema von Senior Key Accounter Christian Spahn bei seinem Vortrag auf der Bühne

Professionelle Fahrzeugeinrichtung, dafür steht Bott. Die Systemlösungen helfen, Innenräume und Prozesse gleichermaßen zu optimieren. Videoberatung und Ansprechpartner vor Ort helfen dabei, die beste Lösung für jeden Bedarf zu ermitteln

Als Benziner, Plug-in-Hybrid und als BEV ist der neue Citroën C5 Aircross erhältlich. Gezielt auf Komfort ausgelegt, spricht das 4,65 Meter lange SUV neben Familien auch Flottenkunden an. Reichweite: 520 Kilometer

Als einer der führenden Prüfvereine steht Dekra auch in Österreich für Kompetenz im Bereich der Fahrzeugkontrollen. Das Team von Geschäftsführer Helmut Geil bietet auch Batterietests für E-Fahrzeuge an den Dekra-Stützpunkten an

Das Team von DKV hatte gut lachen, gewann es schließlich den BEST4FLEET-Award für Mobilitätskarten. Kein Wunder, das Angebot deckt alle Wünsche ab und bietet ein riesiges Akzeptanznetz an Lade- und Tankmöglichkeiten

Reibungsloses Schaden- und Mobilitätsmanagement bietet Eurogarant Autoservice AG. D/A/CH-weit agierend, gibt es ein eigenes Reparaturnetzwerk, digitale Abwicklung und damit weniger Ausfallzeiten

Aus der Branche, für die Branche – der Fuhrparkverband Austria bietet seinen Mitgliedern ein breites Angebot an Service, Schulungen und Events zur Weiterbildung. Neu im Programm: Blitzumfragen und Online-Dashboard

Ladestellen, Wallboxen, dazu passende Apps und Tarife – bei Energie Steiermark wird die Elektromobilität vollumfänglich angegangen. Dazu gibt es spezielle Angebot für Klein-, Mittel- und Großunternehmer

EVN hat sich zur Aufgabe gemacht, Betriebe beim Umstieg auf E-Mobilität zu unterstützen. Sei es mit Beratung und Umsetzung von Ladelösungen, Ladekarten, Photovoltaikanlagen oder auch Batteriespeicherlösungen

Den gesamten Fuhrpark im Blick, das geht mit den Softwarelösungen von GPS.AT. Fahrtenbuch, Führerscheinkontrolle, sogar flexible Poolcar-Reservierungen inklusive digitalem Schlüsselschrank sind möglich

Frisch am österreichischen Markt ist E.ON. Das Team von Heimo Aichmaier zeigte den hierzulande entwickelten Smart Pass, der unterschiedliche Ladetarife und einfache, transparente Abrechnung vereint, am Firmenstandort und daheim

Moderne Zeiten bei Ford. Der Explorer in upgedateter Fassung bietet nun 190 bis 286 PS, hat 58 und 79 kWh große Akkus und bis zu 185 kW Ladeleistung. Damit sind 464 bis maximal 627 Kilometer Reichweite möglich

Neuaufstellung oder Umstrukturierung des Fuhrparks? Dann ist man bei Heise Fleet Consulting richtig. Lösungen gibt es individuell für jeden Bedarf inklusive alternativer Ansätze wie etwa Rail & Drive ins Konzept integriert

Hyundai präsentierte dieses Jahr den Inster. Der clevere E-Kleinwagen ist lediglich großstadttaugliche 3,8 Meter lang, trägt die tapfere Optik eines SUV und kommt dank 42 sowie 49 kWh großer Akkus bis zu 400 Kilometer weit

Die Neuauflage des Jeep Compass sieht nicht nur mächtig aus. Es gibt sie zudem als MildHybrid, Plug-in-Hybrid oder BEV. Letzter glänzt mit 550 Litern Kofferraum, 213 PS, 500 Kilometern Reichweite und 74-kWh-Akku

Leasys ist nicht nur der richtige Partner für Full-Service-Leasing, sondern auch für die Verwaltung des Fuhrparks. Spezielle Angebote helfen beim Umstieg auf E-Mobilität sowie beim Finanzieren von Nutzfahrzeugen

E-Auto? Instadrive! Hier gibt es alles: vom praktischen Leasingangebot über sofort verfügbare Elektrofahrzeuge bis hin zum umfassenden THG-Service. Und wer will, kann sein BEV auch unkompliziert in Abo-Form fahren

Moderne Ladelösungen sowohl für AC als auch DC, das gibt es bei Keba. Das Unternehmen aus Linz bietet für Kunden einen Produktkonfigurator, skalierbare Lösungen und effiziente Ladeverbünde für bis zu 200 Fahrzeuge

Das österreichische Unternehmen LeaseMyBike bietet alles für den betrieblichen Einsatz von Fahrrädern. Die Abwicklung erfolgt volldigital, ein großes Händlernetz ist ebenso verfügbar wie ein umfassender Versicherungsschutz

Das Familienunternehmen ITBinder konnte dieses Jahr den BEST4FLEET-Award für Fuhrparksoftware einheimsen, aus gutem Grund: MTrack ist ein umfassendes Programm für Fahrzeugmanagement und Zeiterfassung, beliebig ausbau- und anpassbar

Der Kia EV5 ist mit 530 km Reichweite nicht nur ein ideales Firmenauto. Das BusinessProgramm von Kia bietet zudem Features wie individuelle Beratung, flexible Flottenlösungen und 24/7-Assistance plus Schadenmanagement

Weiterhin auf Expansionskurs ist Lucky Car. Mittlerweile ein Komplettanbieter, gibt es ein umfassendes Angebot für Firmenkunden: Reifen, Service, Reparaturen, auch Dellendrücken zählt zum Portfolio in immer mehr Filialen

Bei Mazda standen heuer die Zeichen ganz auf Elektromobilität: Der Mazda6e als elegante Reiselimousine verbindet bis zu 552 Kilometer Reichweite mit 258 PS, 165 kWh Ladeleistung mit jeder Menge Luxus im Innenraum

Nach den BEV MGS5 und MGS6 lanciert MG mit dem 9 PHEV nun ein XL-SUV mit sieben Sitzen und 299 PS Systemleistung, das dank des 24,7-kWh-Akkus an die 100 Kilometer rein elektrisch bewältigen kann

Die eigene Flotte umweltfreundlich und vor Ort sauber halten? Das geht mit dem effizienten Trockenreinigungskonzept von Nowaclean, das auf Silikonöl und Carnaubawachs basiert und ganz ohne Wasser auskommt

Premiere für Lynk & Co auf der FLEET Convention! Österreich-GF Dietmar Rath hatte mit dem 08 ein formidables Plug-in-Hybrid-SUV ebenso im Gepäck wie mit dem 02 ein cleveres City-SUV mit 445 Kilometern Reichweite

Wer Autos weder kaufen noch leasen möchte, wird bei MHC Mobility fündig. Hier gibt es Langzeit-Abos ab einem Monat mit leicht zu kalkulierenden Fixbeträgen. Große Fahrzeugauswahl rundet das gelungene Angebot ab

Wallbox benötigt, aber keine Wall, äh Wand dafür? Kein Problem, dafür gibt es NRGkick. Hier gibt es die ganze Technik im Ladekabel integriert inklusive zahlreicher Adapter und Abrechenbarkeit für Arbeitnehmer daheim

Nur zehn Minuten Ladezeit für 305 Kilometer, 713 km Gesamtreichweite, 489 PS, 4,3 Sekunden von null auf 100 km/h und zugleich 2,4 Tonnen Anhängelast – es gibt kaum etwas, das der neue vollelektrische Mercedes GLC nicht beherrscht

Mini spricht selbst vom größten Mini aller Zeiten, was nur am Rande mit den Dimensionen zu tun hat. Hier gibt es bis zu 300 PS, 5,4 Sekunden für den Sprint auf 100 km/h – und dazu viel Platz und Komfort im Innenraum

Noch nicht verfügbare Modelle schon im Schauraum? Mit NXRT ein Klacks! Über die HeroShow-Brille können Fahrzeuge virtuell auf die Verkaufsfläche projiziert werden, verblüffend real und einfach umsetzbar

Als bedeutende Sparte innerhalb des ÖAMTC hat sich ePower etabliert, das Club-eigene Ladenetz mit kWh-basierten Ladetarifen, eigener App und speziellen Angeboten, maßgeschneidert für Firmenkunden inkl. Wallboxen für Mitarbeiter

Spezialisiert auf Fahrzeugüberführungen aller Art hat sich Onlogist. Als europäischer Marktführer gibt es rasche und unkomplizierte Lösungen und für Kunden eine eigene App zum Verwalten der Aufträge

Fuhrparkmanagement der Porsche Bank ist nicht grundlos BEST4FLEET-Seriensieger, gibt es hier doch attraktive Lösungen für jeden Bedarf und Betrieb. Im Bild: FPM-Verantwortlicher Roland Leitner (re.) samt Team

Eine Österreich-Premiere gab es bei Omoda I Jaecoo zu feiern. Der 5 Electric ist das erste BEV der Newcomer, bietet 211 PS, 61 kWh Batteriekapazität und 130 kW Ladeleistung –Eckdaten wie gemacht für Fuhrparkkunden

Parkräume aktiv zu verwalten, kann Geld sparen, und genau hier hakt ParkHere ein. Echtzeitdaten helfen bei Entscheidungen, Plätze können mit einem Klick reserviert, Parkund Lademöglichkeiten optimal verteilt werden

Die Mannschaft von Dacia stellte dieses Jahr den Bigster aus, das bislang größte SUV der Marke mit fünf Sitzen, 4,6 Metern Länge und 662 bis maximal 1.937 Litern Laderaum. Als Antrieb fungieren sparsame Hybrid-Benziner

Unter dem Label eMotion bietet OMV ultraschnelle Ladestationen für E-Autos mit bis zu 400 kW Kapazität und rein aus Grünstrom gewonnen. Dazu passend eine eigene Ladekarte und die Infrastruktur für kleine Snacks, größere Mahlzeiten und frischen Kaffee

Lenkprotokolle, Arbeitszeiten und Diäten der Mitarbeiter, alles fein säuberlich aufbereitet und digital verarbeitet – dafür steht Rosenberger Telematics mit ihren Software-Lösungen für Fuhrparks

Polestar stellte heuer das Modell 4 auf der FLEET Convention aus. Die Eckdaten des SUV-Coupés: 272 bis 544 PS, maximal 620 km Reichweite, 100-kWh-Akku und gerade einmal 3,8 Sekunden von null auf 100 km/h

Schrack stieg mit enormem Punch in die E-Mobilität ein und bietet eine Vielzahl von Wallboxen, allesamt eichrechtskonform natürlich. Auch Profimodelle mit 22 kW Leistung und Lastmanagement finden sich im umfangreichen Sortiment

Bei Shell gibt es Ladelösungen speziell für Firmenkunden: Eine eigene Ladekarte sorgt für Mobilität unterwegs, Komplettlösungen für Wallboxen und Tarife am Firmenstandort und auch bei den Mitarbeitern daheim

Das Wiener Start-up Smartmove macht den Umstieg auf E-Mobilität einfach, denn hier gibt es eine Software für Fuhrparkmanagement, Ladelösungen und Car Sharing. Cool: die frei adaptierbare Smartphone-App

Toyota zeigte das neueste Multitool namens bZ4X Touring, einen BEV-SUV-Kombi-Mix mit fast 700 Litern Kofferraum, knapp 600 Kilometern Reichweite und bis zu 380 PS. Auch Allradantrieb ist auf Wunsch natürlich möglich

Maria Pittermann von Škoda Österreich kann zu Recht stolz auf den Elroq sein, kommt er bei Flottenkunden doch sehr gut an. Erhältlich mit 55- und 82-kWh-Akku, bis zu 574 km Reichweite, Heck- oder Allrad und bis 299 PS

Bei Lease a Bike ist der Name Programm: Hier gibt es hochwertige Fahrräder für Mitarbeiter, die Finanzierungsmodelle bieten zudem eine Ersparnis von bis 40 Prozent im Vergleich zum Kauf. Auch E-Lastenräder sind im Portfolio

UTA Edenred bietet mehr als nur Tank- und Ladekarten. Es gibt Online-Tankplanungen, Telematiklösungen, Mautboxen und ein riesiges Akzeptanznetz mit 98 % aller deutschen Tankstellen und 1 Mio. Ladepunkte in 28 Ländern

Bei Smart gab es den neuen #5 zu bestaunen: Ein rein elektrisch betriebenes SUV für Geschäft und Familie gleichermaßen, mit jeder Menge Platz im Innenraum, 800-Volt-Technik für superschnelles Laden und ausreichend Leistung mit maximal 646 PS

Als Pionier der E-Mobilität darf Tesla bei der FLEET Convention nicht fehlen. Vor allem das Model 3 und das Model Y sind dank attraktiver Versionen prädestiniert für den Flotteneinsatz. Dazu gibt es spezielle Business-Angebote

So vielfältig die Ansprüche an die E-Mobilität, so flexibel die Lösungen von Verbund. Hier gibt es 100 % Wasserstrom, Wallboxen für Pkw und Lkw sowie Lastmanagement, Ladekarten undeine kompetente Rundumbetreuung

E-Auto fahren, aber nicht kaufen wollen? Dann sind die Abo-Modelle von Vibe genau richtig. Große Fahrzeugauswahl trifft auf flexible, leicht abänderbare Behaltedauer

VWN-Markenleiterin Miriam Walz hat gut lachen, schließlich ist der ID. Buzz Cargo erfolgreicher denn je unterwegs – und zudem BEST4FLEET-Gewinner geworden

Willhaben erkannte als größte Verkaufsplattform des Landes punktgenau, was auf der FLEET Convention jeder haben wollte: frischen Kaffee, zubereitet auf der Ape. 29 davon sind derzeit auf willhaben.at übrigens inseriert

Würth gilt nicht nur als kompetenter Ansprechpartner für Fahrzeugeinrichtungen. Das riesige Angebot an Werkzeugen, Betriebseinrichtungen und Arbeitskleidung hilft auch, das Fahrzeug entsprechend passend einzurichten

Volvo betritt mit dem EX60 die Bühne der BEVMittelklasse-SUVs – und das sehr eindrucksvoll: 810 Kilometer Reichweite, bis zu 680 PS und dank 400-kW-Ladeleistung nur 19 Minuten für eine Füllung von zehn auf 80 Prozent

Geht es um Fuhrparkmanagement und Fahrzeugortung, führt an Webfleet kein Weg vorbei. Hier gibt es Angebote für jede Geschäftsgröße zum Reduzieren von Kosten, Optimieren von Routen und Senken der Kraftstoffverbräuche

Individuell abgestimmte Versicherungslösungen, umfassendes Rundumservice, Prozessoptimierung und österreichweites Anmeldeservice sind nur drei Details des Wiener-Städtische-Fuhrparkmanagements

Bei Volkswagen Markenleiterin Gudrun Zeilinger stand heuer alles im Zeichen des brandneuen ID. Polo. Der E-Kleinwagen-Klassiker kommt mit 37- und 52-kWhAkku, bis zu 455 Kilometern Reichweite und 211 PS. Und als GTI sogar mit freudebringenden 226 Pferden

Alles, worauf es beim Laden eines BEV ankommt, hat Wien Energie zusammengefasst: 2.500 Ladepunkte in und um Wien, 100 % Ökostrom, kWh-basiertes Abrechnen und WallboxLösungen für die Tiefgarage daheim

Xpeng präsentierte sich erstmals auf der FLEET Convention. Marketingleiterin Seyla Hodzic hatte unter anderem den G6 im Gepäck, das Mittelklasse-SUV made in Austria mit 525 km Reichweite und 451 kW Ladeleistung

Hauptsponsor

Danke an die Partner der FLEET Convention 2026

Fahrzeug- & Gold-Partner

Silber-Partner

Sie

wählen, wir prämieren!

Bereits zum vierten Mal in Folge wurden im Rahmen der FLEET Convention die BEST4FLEET-Awards vergeben. Fuhrparkmanager und Firmenwagenfahrer wählten in acht Kategorien ihre beliebtesten Anbieter.

Text: Roland Scharf, Foto: Chris Hofer

Es mag für viele nur ein kleiner Unterschied sein, der in den zahlreichen Bekanntgaben und Bestimmungen untergeht. Für uns ist er aber der entscheidende Punkt, der den BEST4FLEET-Award von allen anderen Awards und Preisen in der Autobranche unterscheidet und abhebt: Hier gibt es keine Expertenjury, keine Einflüsterer aus der Redaktion und schon gar keine Gefälligkeitsstimmen. Wer will, kann „Transparenz“ als Unterscheidungsmerkmal verwenden, jedenfalls genießt der vor drei Jahren ins Leben gerufene BEST4FLEET-Award nicht grundlos einen hohen Stellenwert in der Fuhrparkbranche: Lediglich die Stimmen von Ihnen, den Fuhrparkleiterinnen und Fuhrparkleitern des Landes, zählen. Erneut wurde die Puls Marktforschung mit der Durchführung betraut, die Teilnehmer blieben anonym und die Redaktion bekam nur die Ergebnisse zu Gesicht.

Breites Teilnehmerfeld

So gingen wir vor: Insgesamt 135 Fuhrparkverantwortliche wurden kontak-

tiert, die rund 15 Minuten lang Fragen zu unterschiedlichen Themen beantworten und ihre Meinung zum Image verschiedener Unternehmen in fünf Kategorien abgeben mussten. Heuer entschieden wir uns für „Fuhrparkmanagement“, „Mobilitätskarte“, „Fuhrparksoftware“, „Remarketing“ und

135 Fuhrparkverantwortliche und 204 Dienstwagenfahrer gaben für den BEST4FLEET-Award 2026 ihre Stimmen ab.“

„Service & Werkstatt“. Abgefragt wurde neben dem Image auch der Bekanntheitsgrad. Von den Teilnehmern teilten sich die vertretenen Unternehmen knapp 50:50 in jene mit unter beziehungsweise über 500 Mitarbeitern auf. Knapp die Hälfte der Fuhrparks hatte zwischen drei und 99 Fahrzeuge, der Rest über 100. 97 Prozent hatten Pkw im Fuhrpark, 78 Prozent leichte Nutzfahrzeuge und 30 Prozent schwere Lkw.

Newcomer und E-Nutzi

Bei den Fahrzeugen prämierten wir neben dem Firmenwagen erstmals auch den Newcomer und das E-Nutzfahrzeug des Jahres, wobei hier neben Fuhrparkverantwortlichen auch heuer wieder Dienstwagenfahrer ihre Stimmen abgeben konnten und somit ein rundes Bild ermöglichten. •

Die Kategorien* des BEST4FLEETAwards 2026

• Firmenauto des Jahres

• Newcomer des Jahres

• E-Nutzfahrzeug des Jahres

• Fuhrparkmanagement

• Fuhrparksoftware

• Mobilitätskarte

• Service & Werkstatt

• Remarketing

*Die Auswahl der Unternehmen pro Kategorie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit

Die beliebtesten Firmenautos 2026 stehen fest

Erneut baten wir die Fuhrparkleiter und Dienstwagenfahrer zur Wahl, um die Gewinner für die Fahrzeugkategorien des BEST4FLEET-Awards zu küren. Die Karten wurden heuer aber neu gemischt, neben dem Fixstarter Firmenauto des Jahres finden sich der Newcomer und das E-Nutzfahrzeug des Jahres.

Text: Mag. Severin Karl, Fotos: Chris Hofer (1), Hersteller

Noch ist die Ahnenreihe unserer Firmenautos des Jahres kurz. 2025 wurde der BEST4FLEET-Award erstmals um drei Fahrzeugkategorien erweitert. Heuer wurde es erneut drei Mal spannend, als auf der Bühne der Wiener Hofburg im Zuge der FLEET Convention nacheinander die verschiedenen Kategoriensieger verkündet wurden. Wie gewohnt hieß es: Sind bei den BEST4FLEET-Awards für Dienstleister ausschließlich Fuhrparkleiter wahlberechtigt, stoßen bei der Umfrage bezüglich Dienstwagen auch deren Fahrer dazu. Bei unseren Preisen besteht die Jury somit aus tatsächlichen Experten: jenen, welche die Autos in den Fuhrparks einsetzen, und jenen, welche die Autos tatsächlich bewegen.

Maximale Transparenz

Durchgeführt und ausgewertet wurden die Firmenauto-Awards von der Puls Marktforschung. So bleibt

Vertreten die siegreichen Modelle (von links): Miriam Walz, Markenleiterin VW Nutzfahrzeuge, und Maria Pittermann, Abteilungsleiterin bei Škoda Österreich

BEST4FLEET 2026 Firmenauto des Jahres

kamen nur jene Modelle, die 2025 in Österreich tatsächlich von Firmen gekauft wurden. Beim Firmenauto des Jahres mussten das mindestens 1.200 Einheiten sein, beim E-Nutzfahrzeug des Jahres reichten mindestens 100 Einheiten. Der Newcomer des Jahres ist eine Ausnahme: Nachdem hier Fahrzeuge zur Wahl standen, die 2025 neu eingeführt wurden, wurde auf eine Minimalanzahl verzichtet

Enyaq Firmenauto des Jahres

Fast hätte der Škoda Octavia die Krone des Vorjahres weiter tragen können, doch ein Konkurrent aus eigenem Hause machte sie ihm streitig: Der Škoda Enyaq wurde zum

Pittermann, Abteilungsleiterin bei Škoda Österreich. „Vielen Dank an alle Fuhrparkleiter, vielen Dank an alle Dienstwagenfahrer, die sich für den elektrischen Enyaq entschieden haben.“ Platz zwei ging eben an den Octavia, Platz drei an den Audi Q6 e-tron.

Elroq beliebtester Newcomer

Maria Pittermann konnte zwei Preise in die Importeurs-Vitrine in Salzburg stellen, denn auch der Škoda Elroq überzeugte als Newcomer des Jahres. „Dass eine Marke mit über 130 Jahren Geschichte als Newcomer geehrt wird, damit haben wir wirklich nicht gerechnet! Entweder machen

BEST4FLEET 2026

Newcomer des Jahres

Škoda Elroq

BYD Seal 6 DM-i Touring

Audi A6 e-tron

wir einiges richtig oder wir altern außergewöhnlich gut. Dieser Preis zeigt, dass die Tradition und die Innovationskraft kein Widerspruch sein müssen.“ Mit dem BYD Seal 6 DM-i Touring stand ein PHEV auf Platz zwei, der Audi A6 e-tron rundet die Top 3 ab.

Top-E-Nfz: VW ID. Buzz Cargo

Bei den Nutzfahrzeugen wichtig: Hier wählte nur jener Kreis, der diese Fahrzeugkategorie tatsächlich im Einsatz hat. Bei der Wahl landete der VW ID. Buzz Cargo auf dem obersten Podestplatz. VW Nutzfahrzeuge Markenleiterin Miriam Walz: „Wir freuen uns natürlich total, dass wir aus Hannover so ein starkes Produkt haben, aber umso mehr, dass es mittlerweile so supergut von unseren Kunden angenommen wird und tatsächlich ein Kundenliebling geworden ist. Wir haben noch einiges vor dieses Jahr mit dem Modell!“ Platz zwei: Mercedes eSprinter, Platz drei: Ford E-Transit

BEST4FLEET 2026

E-Nutzfahrzeug des Jahres

VW ID. Buzz Cargo

Porsche Bank setzt sich erneut durch

Das Flottenmanagement-Angebot der Porsche Bank gilt mittlerweile als Seriensieger bei den BEST4FLEET-Awards. Bereits zum vierten Mal konnte ein Sieg eingefahren werden. Die Gründe hierfür sind nachvollziehbar. Text: Roland Scharf, Foto: stock.adobe.com/chaylek

Es ist eigentlich eine erstaunliche Wandlung, die dieses Feld in den letzten Jahren hingelegt hat. Vor zehn Jahren sprach noch kaum jemand über Fuhrparkmanagement, in vielen Unternehmen galt die Betreuung der Flotte im besten Falle auch nur als Halbtagsjob. Doch die Zeiten haben sich geändert, der Fuhrpark wurde als Kostenfaktor, als Imageträger, aber auch als Instrument des Energiewandels erkannt. Man kann von dieser Kategorie also zu Recht von der Königsdisziplin des BEST4FLEET-Awards sprechen – hier tut sich gerade einiges und das mit steigender Tendenz.

Klarer Vorsprung

Dass die Porsche Bank mit ihrem FPM-Angebot einen klaren Sieg einfahren konnte und damit zum Seriensieger avancierte, mag wenig verwundern: Hier gibt es schließlich alles aus einer Hand, von der riesigen Fahrzeugpalette über zahlreiche Finanzierungsmöglichkeiten und alternative Mobilitätsformen bis hin zum umfassenden Fuhrparkmanage-

ment, das auf Wunsch die gesamte Flotte eines Betriebs betreut. Dass man sich mit 89 Prozent Bekanntheitsgrad gegenüber dem Zweitplatzierten mit zehn Prozent Vorsprung doch recht deutlich absetzen konnte, ist dennoch keine Selbstverständlichkeit, wenn man sich ansieht, wie hochkarätig die Konkurrenz vertreten ist. Die Plätze zwei bis vier lagen übrigens erstaunlich nahe beieinander, allesamt konnten sie jeweils knapp

Bekanntheitsgrad Anbieter Fuhrparkmanagement

Porsche Bank Flottenmanagement

Arval Austria GmbH

Raiffeisen Leasing Fuhrparkmanagement

Alphabet Austria/

BMW Austria Leasing

Ayvens Austria GmbH Fuhrparkmanagement

Wiener Städtische

Donau Leasing GmbH

EBV Leasing Flottenmanagement GmbH

80 Prozent erreichen. Ein ähnliches Ergebnis übrigens auch bei der Image-Bewertung: Sowohl Alphabet Austria als auch Arval Austria sind hier ganz vorne zu finden, was zeigt, dass deren Kunden Services und Angebote auch zu schätzen wissen. Die Gratulation gilt also allen dreien, denn hohe Kundenzufriedenheit ist harte Arbeit und alles andere als eine Selbstverständlichkeit – gerade im Spannungsfeld Fuhrparkmanagement. •

BEST4FLEET 2026 Fuhrparkmanagement

Imagesieger Gold

• Porsche Bank Flottenmanagement

Imagesieger Silber

• Alphabet Austria / BMW Austria Leasing

• Arval Austria GmbH

Siege und Service in Serie

Dass die Porsche Bank im Bereich Fuhrparkmanagement bereits zum vierten Mal als Sieger gekürt werden konnte, kommt nicht von irgendwo. Roland Leitner, Leiter Flottenmanagement, erklärt uns die Gründe. Text: Roland Scharf, Foto: Chris Hofer

Zum vierten Mal in Folge konnte die Porsche Bank die Rubrik Fuhrparkmanagement des BEST4FLEET-Award für sich entscheiden. Was glauben Sie sind die Gründe für die hohe Kundenzufriedenheit und diesen großen Erfolg? Wir sehen diese Auszeichnung vor allem als Bestätigung unseres konsequenten Fokus auf die Bedürfnisse unserer Flottenkunden. Unternehmen erwarten heute weit mehr als eine reine Finanzierungs- oder Leasinglösung. Gefragt sind ganzheitliche Mobilitätskonzepte, persönliche Betreuung, digitale Services sowie schnelle und kompetente Unterstützung im täglichen Fuhrparkmanagement. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist unser Anspruch, gemeinsam mit unseren Kunden langfristige Lösungen zu entwickeln und sie bei aktuellen Herausforderungen wie Elektrifizierung, Kostenoptimierung oder Nachhaltigkeitszielen aktiv zu begleiten. Darüber hinaus profitieren unsere Kunden von unserem umfassenden Angebot entlang des gesamten Mobilitätslebenszyklus.

Leitner,

Auch bei den E-Nutzfahrzeugen konnte sich der PorscheKonzern mit dem ID. Buzz Cargo durchsetzen. Wie entwickelt sich diese Sparte bei der Porsche Bank?

Mit dem ID. Buzz haben wir ein vielseitiges Elektromodell im Angebot – ob kurzer oder langer Radstand, 5-, 6- oder 7-Sitzer, ob Allrad – oder eben als ID. Buzz Cargo. Das Modell entwickelt sich sehr gut und liegt dank 5 Jahren Garantie und einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis im Trend. Vor allem die gute Reichweite mit bis zu 453 km überzeugt.

Vorgaben. Volkswagen Nutzfahrzeuge wird daher weiterhin neue Elektromodelle bringen, wie aktuell zum Beispiel den Transporter Pritschenwagen, den es in der Konfiguration Elektro und Allrad gibt und der damit ein Alleinstellungsmerkmal am Markt hat.

Das Angebot des VW-Konzerns an E-Fahrzeugen war noch nie so groß wie heute. Wie sehen Sie die Entwicklung der Käufe für die nächsten Jahre?

Die Voraussetzungen für weiteres Wachstum sind sehr gut. Das Modellangebot deckt alle relevanten Fahrzeugsegmente ab –vom Kleinwagen über Limousinen und SUVs bis hin zu Nutzfahrzeugen. Wir erwarten daher einen weiteren Anstieg der Nachfrage nach E-Fahrzeugen im Flottenbereich. Viele Unternehmen befinden sich derzeit in einer Phase der schrittweisen Transformation ihrer Fuhrparks. Mit zunehmender Ladeinfrastruktur, technologischen Weiterentwicklungen und steigender Planungssicherheit wird sich dieser Trend fortsetzen.

Betriebliche Mobilität besteht schon lange nicht mehr nur aus Firmenwagen. Wie haben sich die alternativen Mobilitätsangebote der Porsche Bank im letzten Jahr entwickelt, und was können wir für die Zukunft erwarten?

Unsere Kunden profitieren von unserem umfassenden Angebot entlang des gesamten Mobilitätslebenszyklus.“

Hat der Wegfall der NoVA für N1-Nutzfahrzeuge eine Änderung bei den Zulassungszahlen gebracht und elektrisch angetriebenen Nfz Marktanteile genommen?

Durch den NoVA-Entfall wurde der relative Vorteil von E-Nutzfahrzeugen natürlich geschwächt, aber der Bedarf nach E-Modellen ist weiterhin hoch – nicht zuletzt aufgrund von klaren Fuhrpark-CO2-

Die Anforderungen an betriebliche Mobilität haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Unternehmen suchen nach flexiblen Lösungen, die unterschiedliche Mobilitätsbedürfnisse ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abdecken. Besonders wichtig ist dabei die Möglichkeit, verschiedene Mobilitätsformen intelligent miteinander zu verknüpfen. Deswegen bieten wir ein breites Repertoire von Kurzzeitmiete über Carsharing-Lösungen bis hin zu DienstradLeasing. Unser Ziel ist es, Unternehmen jederzeit mobil zu halten und bei der Gestaltung moderner und nachhaltiger Mobilitätskonzepte umfassend zu unterstützen. Wir gehen davon aus, dass multimodale Mobilitätslösungen in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen werden. •

Roland
Leiter Flottenmanagement Porsche Bank, kann zu Recht stolz sein – zum vierten Mal Platz 1 im Bereich Fuhrparkmanagement. Trophäe heuer überreicht von CvD Roland Scharf

Der GebrauchtPreis

ist heiß

Wer seine Flotte nicht über Abo oder Operatives Leasing finanziert, der hat sich im Laufe des Ausflottungsprozesses schon einmal die Frage gestellt: Was passiert mit dem Fahrzeug am Ende der Nutzungsdauer?

Text: Johannes Richter, Foto: stock.adobe.com/snvv

Ein Fahrzeug im Fuhrpark ist nur dann richtig berechnet, wenn der Wertverlust über die Laufzeit durch die monatlichen Raten abgedeckt ist. Der Restwert ist also eine entscheidende Komponente. Bei der Verwertung der Fahrzeuge gibt es im Groben zwei Lager. Die einen geben das Fahrzeug an die Bank zurück und lassen sich die Rechnung schicken. Gewisse Abzüge für Beschädigungen sind entweder einkalkuliert oder das Fahrzeug wurde vor Abgabe noch einmal komplett aufgearbeitet. Die anderen kaufen den Wagen raus und vermarkten ihn selbst. Das birgt das Risiko in sich, nicht den gewünschten Verkaufspreis zu erreichen und am Ende mit einem dicken Minus dazustehen. Oder so viel Zeit damit zu vergeuden, dass der erzielte Gewinn nicht mit der eingesetzten Zeit gleichzustellen ist. Deshalb gibt es Remarketer, die einem bei der Vermarktung des Gebrauchtwagens helfen.

Mehr als gedacht

Wer schnell über die Vermarktung nachdenkt, dem fallen mit viel Glück

zwei oder drei Firmen ein. Das zeigt sich auch bei der Umfrage nach dem Bekanntheitsgrad. Da waren keine drei über der 20-Prozent-Grenze. Daher musste die Grenze auf 15 Prozent gesenkt werden, um eine Top 3 aufstellen zu können. Hier gibt es also Aufholbedarf. Doch umso mehr freut sich Auto1, allen voran Helge Knichwitz, Head of B2B Österreich, über den ersten Platz.

Vielleicht entdeckt das ein oder andere Fuhrparkmanagement noch

Bekanntheitsgrad Anbieter Remarketing

einen kalkulatorischen Vorteil durch die Eigenvermarktung. Gerade wo die Haltedauer bei Elektro-Pkw kontinuierlich zulegt.

Zukunftsaussicht

Der Markt für Online-Autohandel wird immer größer. Immer mehr Käufer vertrauen auf den Blindkauf im Netz. Das liegt an den gut überprüften und servicierten Fahrzeugen und an den sehr kulanten Garantiebestimmungen. Der Erfolg gibt ihnen recht und macht Platz für Optimismus. Ob sich noch mehr Fuhrparks helfen lassen, bleibt noch offen. •

BEST4FLEET 2026

Remarketing

Imagesieger Gold

• Auto1

Imagesieger Silber

• Autorola

• Onlinecars

Strukturen als Unterschied

Remarketing wurde beim BEST4FLEET-Award erstmals prämiert. Vom Stand weg konnte sich Auto1 durchsetzen und Helge Knichwitz, Head of B2B Österreich, durfte die begehrte Trophäe in Empfang nehmen.

Text: Johannes Richter, Foto: Chris Hofer

Das erste Mal, dass es die Kategorie beim BEST4FLEETAward gibt, und gleich habt ihr ihn abgeräumt. Was bedeutet so eine Auszeichnung für euch?

Dass wir diese neue Kategorie für uns entscheiden konnten, ist eine großartige Bestätigung für das gesamte Team und unseren Ansatz! Die Auszeichnung zeigt, worauf es Flottenmanagern heute ankommt: verlässliche Strukturen, um große Fahrzeugvolumina schnell, standardisiert und mit höchster Compliance abzuwickeln. Gleichzeitig ist der Award ein starker Beleg für unser grenzübergreifendes Modell. Die Kombination aus professioneller lokaler Abwicklung und unserem internationalen Händlernetzwerk sorgt für reibungslose Prozesse und europaweite Bestpreise. Genau diesen Weg werden wir für unsere Partner konsequent weitergehen.

Jetzt ist der Gebrauchtwagenmarkt aktuell noch sehr stark vom Verbrenner geprägt. Merkt ihr einen langsamen Wandel in der Nachfrage?

Die Auszeichnung zeigt, worauf es Flottenmanagern heute ankommt: verlässliche Strukturen, um große Fahrzeugvolumina schnell, standardisiert und mit höchster Compliance abzuwickeln.“

Wir sehen im Gebrauchtwagenmarkt aktuell eine generell sehr solide Nachfrage über alle Antriebsarten hinweg. Gleichzeitig beobachten wir aber, dass das Interesse an Elektromobilität zunimmt. Das spiegelt sich auch in unseren Daten wider: Im vergangenen Jahr 2025 haben wir europaweit rund 29.100 E-Fahrzeuge gehandelt. Das entspricht einem deutlichen Zuwachs von 57 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch unser Auto1 Group Price Index stützt diese Tendenz. Im Mai verzeichneten wir bei gebrauchten Stromern einen Preisanstieg von 8,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Da sich die Preise auf unserer Plattform direkt aus dem europaweiten Angebot und der Nachfrage ergeben, ist das für uns ein guter Indikator dafür, dass die Nachfrage wächst.

Was sind eure nächsten großen oder kleinen Projekte, die ihr bis zur nächsten FLEET Convention am 1. Juni 2027 umsetzen wollt?

Unser Fokus für das kommende Jahr liegt klar darauf, unsere Partnerschaften mit Flottenbetreibern weiter zu vertiefen. Ein zentrales Projekt ist dabei unser garantierter Ankaufspreis. Diesen bieten wir gezielt für ausgewählte Partner an, um ihnen das finanzielle Vermarktungsrisiko komplett abzunehmen. Gleichzeitig rücken wir den direkten Flottenankauf stärker in

Helge Knichwitz, Head of B2B Österreich bei Auto1, konnte den BEST4FLEET-Award in der Kategorie Remarketing entgegen nehmen. Neu im Team FLOTTE und somit die erste Bühnenpräsenz: Johannes Richter übergab den Preis

den Fokus. Wir vermitteln nicht nur über Auktionen, sondern kaufen auch direkt an. Gerade wenn es darum geht, große Volumina an Leasingrückläufern oder ehemaligen Mietwagen extrem schnell und unkompliziert abzusetzen, ist das für unsere Partner ein entscheidender Hebel.

Was ist euer Wunsch, in welche Richtung sich der Gebrauchtwagenmarkt entwickeln darf?

Ein großes Potenzial liegt darin, dass die Branche den Blick noch stärker weitet: weg vom rein lokalen oder nationalen Fokus, hin zum grenzüberschreitenden Handel. Ein internationaler Markt gleicht Schwankungen bei Angebot und Nachfrage am effizientesten aus und bietet allen Akteuren die maximale Reichweite. Darüber hinaus sollten Händler dem Handel mit gebrauchten E-Autos noch offener begegnen. Die Fahrzeuge aus den Flotten kommen genau jetzt verstärkt auf den Markt. Wer diese Entwicklung aktiv nutzt und EVs als echte Chance für sein Gebrauchtwagengeschäft begreift, sichert sich für die Zukunft einen klaren Wettbewerbsvorteil. •

Die Excelliste ist Schnee von gestern

Die richtige Fuhrparksoftware entscheidet darüber, ob eine Flotte effizient gemanaged wird oder ob man nur Passagier ist. Mit der richtigen Software spart man nicht nur Geld, sondern auch jede Menge Zeit.

Text: Johannes Richter, Foto: stock.adobe.com/vectorfusionart

Ab wann lohnt sich eine Fuhrparksoftware? Ab dem Moment, wo man die richtige hat und sie richtig einsetzt. Es beginnt mit den simplen Informationen, wie dem Serviceintervall eines Fahrzeugs, damit man rechtzeitig einen Werkstattaufenthalt buchen kann. Nicht selten geht die Information verloren, wo die Winterreifen sind, wenn ein Mitarbeiter aus dem Unternehmen ausscheidet. Auf wie viele Kilometer und wie lang ist ein Fahrzeug geleased und was ist der aktuelle Kilometerstand? Wie hoch ist die TCO (Total Cost of Ownership –Gesamtkosten über die Laufzeit eines Fahrzeugs) eines einzelnen Fahrzeugs? Das sind alles Fragen, die man unter anderem im Flottenprogramm abfragen kann.

Die richtige Wahl

Welches die richtige Software für ein Unternehmen ist, ist oftmals von wenigen Parametern abhängig. Welche Art Fahrzeuge sind in der Flotte, was sind essenzielle Funktionen und was sind die Kosten? Wobei es kaum eine Software gibt, die sich nicht selbst

bezahlt macht. Spätestens wenn durch das rechtzeitige Erinnern an Serviceintervalle ein Ausfall verhindert oder wenn das elektronische Fahrtenbuch abgefragt wird und man einer Strafe entgeht. In jedem Fall merkt man erst mit der richtigen Software, ob die TCO wirklich passt und ob es bei der Flotte Verbesserungspotenzial gibt.

Bekanntheitsgrad Anbieter Fuhrparksoftware

Webfleet

Avrios / Shiftmove

MTrack / ITBinder

Fleet Complete / PowerFleet

Rosenberger / A1 Commander

Smartmove

Fleetwaro / GPS.at

Fleethouse / carano Fleet+

Community4You

Obwohl die Vorteile einer Flottensoftware auf der Hand liegen, scheint es noch Nachholbedarf zu geben, denn einerseits ist die Bekanntheit der Protagonisten noch recht zurückhaltend. Andererseits hat die Umfrage ergeben, dass nur relativ wenige Fuhrparkmanager ihren Dienstwagenfahrern eine App für Fahrtenbuch, Unfalldokumentation und Führerscheinkontrolle zur Verfügung stellen, zeigt sich doch bei den Nutzern, die eine App haben, sehr hohe Zufriedenheit. •

BEST4FLEET 2026 Fuhrparksoftware

Imagesieger Gold

• MTrack by IT Binder

Imagesieger Silber

• Avrios by Shiftmove

• Webfleet by Bridgestone

Regionalität als Asset

Das Familienunternehmen ITBinder aus der Steiermark konnte sich beim diesjährigen BEST4FLEET-Award in der Kategorie Fuhrparksoftware gegen internationale Player durchsetzen.

Text: Johannes Richter, Foto: Chris Hofer

Man hat gleich gesehen, dass der erste Platz in dieser Kategorie für euch überraschend kam und daher die Freude darüber umso größer ist. Was glaubt ihr, war ausschlaggebend für euren Erfolg?

Ich glaube, ausschlaggebend war vor allem unser sehr konsequenter Fokus auf Praxisnähe und Kundennutzen. Wir entwickeln unsere Lösungen nicht „im stillen Kämmerchen“, sondern gemeinsam mit unseren Kunden. Dazu kommt, dass wir als vergleichsweise kleines, agiles Unternehmen extrem schnell auf Anforderungen reagieren können. Diese Kombination aus technischer Qualität, Nähe zum Kunden und echter Problemlösung im Alltag macht am Ende wahrscheinlich den Unterschied. Dass ITBinder heute auf 30 erfolgreiche Jahre zurückblicken kann, sehen wir als Bestätigung dieses Weges.

Jetzt ist KI in aller Munde und man kann kaum mehr das Wort Software sagen, ohne KI dazu erwähnen zu müssen. Wie steht ihr zum Thema KI in der Fuhrparksoftware? Aus unserer Sicht wird beim Thema KI aktuell viel Marketing betrieben, das mit der Realität im Fuhrparkmanagement oft wenig zu tun hat. In vielen Lösungen, wo heute „KI“ draufsteht, steckt in Wahrheit eher einfache Automatisierung oder einzelne KI-Tools – nichts grundsätzlich Schlechtes, aber oft anders verkauft. Das Problem: Es entsteht ein falsches Erwartungsbild. Viele glauben, Software macht plötzlich alles von selbst. KI kann Prozesse beschleunigen und unterstützen – ein solides System und klare Abläufe wird sie in den nächsten Jahren jedoch nicht ersetzen.

Bei Software ist Regionalität selten ein Thema, wird aber gerade bei Serverstandorten wieder schnell relevant. Ihr bietet sowohl Entwicklung als auch Server am Standort Österreich. Habt ihr Zuwächse an Kunden gemerkt, als alle amerikanischen Server kurz nacheinander ausgefallen sind? Regionalität wird oft unterschätzt – bis sie plötzlich entscheidend wird. Gerade bei Daten und Serverstandorten sehen wir aktuell einen klaren Bewusstseinswandel. Und bei aller Digitalisierung gilt: Persönlich lässt sich vieles immer noch besser lösen als über die Kamera. Unser Ansatz „Made in Austria“ – Entwicklung und Betrieb – gibt unseren Kunden maximale Sicherheit und Datenhoheit. Einen einzelnen Auslöser gibt es nicht, aber Themen wie Stabilität, Verlässlichkeit und rechtliche Klarheit rücken immer stärker in den Fokus. Der Brexit war hier ein gutes Beispiel: Plötzlich mussten viele Unternehmen sehr schnell von britischen Anbietern auf EU-Lösungen wegen der DSGVO umsteigen.

Wo geht’s bei ITBinder in der Zukunft hin? Was habt ihr vor?

Unsere Ausrichtung für die Zukunft ist klar: Wir wollen weiter nachhaltig wachsen – aber mit Fokus auf einem starken Fundament. Das

bedeutet konkret: 1. Weiterentwicklung unserer Plattform MTrack mit klarer Produktstrategie. 2. Ausbau von Partnerschaften mit bestehenden Kunden und Integratoren. 3. Stärkung unseres Teams und unserer internen Strukturen. Technologisch wird es stark in Richtung Datenintelligenz, Automatisierung und Integration gehen – also genau dort, wo unsere Kunden den größten Mehrwert sehen. Unser Ziel ist nicht einfach „größer“, sondern vor allem besser zu werden: stabilere Prozesse, klarere Produkte und noch mehr Nutzen für unsere Kunden.

Der EU Data Act macht es nun einfacher, die Telemetriedaten der Fahrzeuge auszulesen, welche Vorteile seht ihr als Entwickler für euch?

Bei Standard- und Fahrtenbuchanwendungen können wir auf OEM-Daten zurückgreifen. Für speziellere Anforderungen wie RFID-Fahrererkennung oder Temperaturmessung bei Kleintransportern bleibt zusätzliche Hardware notwendig. Die Kostenmodelle der OEMs sind aktuell noch schwer durchschaubar, da viele Anbieter unterschiedliche Pakete und Preisstrukturen anbieten. Klar ist aber: Der Wettbewerb wird zunehmen, da für einfache Anwendungen oft nur noch eine Schnittstellenintegration nötig ist – ohne eigenes Telematik-Hardware-Know-how. Gleichzeitig ergibt sich eine große Chance für schnelle Go-Lives, da der Hardwareeinbau entfällt. •

Geschäftsführer Sebastian Binder, sichtlich sehr stolz, als er die begehrte Trophäe entgegennehmen konnte. Der Dank ging an sein Team und die Kunden von ITBinder Regionalität wird oft unterschätzt – bis sie plötzlich entscheidend wird.“

BEST4FLEET-AWARD 2026

Mobilitätskarten

Der Alleskönner für den Wandel

Die erste große Erleichterung für das Fuhrparkmanagement ist die vereinheitlichte Abrechnung der Treibstoffe. Das gilt jetzt mitten in der Mobilitätswende besonders, wenn es neben vielen Tankstellen noch mehr Ladestellenanbieter gibt.

Text: Johannes Richter, Foto: stock.adobe.com/Anat art

Bei einem Fuhrpark mit 100 Fahrzeugen fallen im Jahr etwa 5.000 Belege nur für die Treibstoffzu fuhr an. Kommen nun durch unter schiedliche Antriebe noch ganz neue Belegarten hinzu, wird es für das Fuhrparkmanagement schnell sehr unübersichtlich. Außerdem kostet jeder Beleg in der Buchhaltung auto matisch Geld. Wenn nicht direkt, dann zumindest indirekt. Zum Glück gibt es Anbieter, die alle Belege übersichtlich und konsolidiert als Sammelrechnung übermitteln und somit die Flut an Belegen auf zwölf reduzieren.

Der frühe Vogel

Wer sich des Themas zeitnah ange nommen hat, kann jetzt mit großem Kundenstamm und gutem Image punkten. So setzte sich auch dieses Jahr wieder DKV Mobility durch und holte das dritte Mal Gold. Ein interessantes Detail ist, dass sie sich jedes Mal in einer anderen Kategorie durchsetzen konnte. So war DKV Mobility 2023 noch Sieger bei den Tankkarten (2024 Silber bei den Tankkarten), 2025 bei den Ladekarten und in diesem Jahr nun bei den kombinierten Mobilitätskarten. Man erkennt aber auch sehr gut, dass die Bekanntheit im Laufe der Jahre deutlich gestiegen ist. Konnten 2023 nur 56 Prozent der Befragten etwas mit der DKV Card anfangen, so ist der Wert im Jahr 2026 schon bei 73 Prozent.

Keep it simple

Ladekarten-Thematik. Es gibt übertrieben gesprochen 100 Anbieter von Ladesäulen und 200 passende Ladekarten. Neben dem Thema Preis ist das Thema Abdeckung der große Knackpunkt. Mittlerweile ist viel Zeit vergangen und einige Ohren haben zugehört. Auf diese Weise muss der Schmerz der Vergangenheit nicht von den Nutzern der Gegenwart ver-

Bekanntheitsgrad Anbieter Mobilitätskarten

Card

Seit dem Start der E-Mobilität gab es bei jedem Gespräch mit Umsteigern einen zentralen Schmerzpunkt. Die

karte kann ich tanken, laden, Maut zahlen, Auto waschen und Scheibenwischwasser kaufen. Dazu hat das Fuhrparkmanagement alle Kosten über ein Onlineportal dauerhaft im Griff und spart Zeit durch weniger Rechnungen. Der Erfolg gibt ihnen recht und die Anbieter geben im Gegenzug Bequemlichkeit, Kontrolle und reduzierten Arbeitsumfang. Ein absolut unentbehrliches Produkt in jedem Fuhrpark. •

BEST4FLEET 2026

Mobilitätskarten

Imagesieger Gold

• DKV +Charge Card

Imagesieger Silber

• OMV Routex

• BP Routex

Kundennähe und Expertise

Die DKV +Charge Card ist der Gewinner in der Kategorie der Mobilitätskarten. Damit steht bei DKV bereits die vierte Trophäe in der Vitrine. Benjamin Cordes beantwortet einige Fragen zum Erfolg der Marke.

Text: Johannes Richter, Foto: Chris Hofer

Das vierte Mal erfolgreich beim BEST4FLEET-Award. Aus den vergangenen Jahren wissen wir schon, dass ihr sehr viel Wert auf euer großes und kompetentes Team legt. Was ist es aus eurer Sicht, das bei den Kunden am besten ankommt? Unsere Stärke liegt ganz klar in der Kombination aus konsequenter Kundennähe und lokaler Expertise. Wir sind nah am Markt, verstehen die Bedürfnisse unserer Kunden im Detail und erkennen Entwicklungen frühzeitig. Dadurch sind wir in der Lage, Lösungen proaktiv zu entwickeln und genau dann anzubieten, wenn sie gebraucht werden. Gerade in dynamischen Märkten ist das ein entscheidender Erfolgsfaktor. Schlanke Strukturen ermöglichen schnelle Entscheidungen, hohe Flexibilität und eine passgenaue Betreuung der Kunden. Gleichzeitig sorgt ein tiefes Verständnis für markt- und branchenspezifische Besonderheiten dafür, dass wir effektiv und auf Augenhöhe agieren können. Das reduziert Reibungsverluste und steigert nachhaltig die Qualität unserer Beratung und unseres Services. Ein weiterer zentraler Erfolgsfaktor ist unser Team. Nur durch enge Zusammenarbeit schaffen wir es, die unterschiedlichen Anforderungen des Marktes optimal abzudecken und unseren Kunden echte Mehrwerte zu bieten. Dass wir diese Auszeichnung bereits zum vierten Mal – davon dreimal in Gold – erhalten haben, ist kein Zufall. Sie spiegelt vielmehr das Ergebnis konsequenter Arbeit, eines starken Teams und vor allem das Vertrauen unserer Kunden in unsere Expertise wider.

Nachdem gerade die DKV +Charge Card das Heroprodukt in dieser Kategorie ist, wie hoch ist da aktuell der Antriebsmix beim Nutzerverhalten?

Das ist von Fuhrpark zu Fuhrpark unterschiedlich. Eines ist jedoch klar: Wir befinden uns in einer der größten Transformationen unserer Branche –weg vom Verbrenner hin zur zunehmenden Elektrifizierung und Digitalisierung der Fuhrparks. Der Anteil an E-Fahrzeugen steigt spürbar, und Themen wie Digitalisierung, CO₂-Neutralität

Dieses Vertrauen ist für uns der Ansporn, uns kontinuierlich weiterzuentwickeln und täglich noch besser zu werden.“

und ESG-Vorgaben sind heute fester Bestandteil nahezu jedes Kundengesprächs. Gleichzeitig ist es uns wichtig, diese Entwicklung nicht eindimensional zu betrachten. Als All-in-One-Mobilitätsdienstleister haben wir den Anspruch, alle Kunden mitzunehmen – unabhängig davon, an welchem Punkt ihrer Transformation sie stehen. Das bedeutet konkret: Wir begleiten sowohl Unternehmen, die bereits konsequent auf Elektromobilität setzen, als auch jene, für die der Verbrenner aktuell noch eine zentrale Rolle spielt. Unsere zentrale Aufgabe sehen wir dabei in der Beratung. Wir unterstützen unsere Kunden aktiv dabei, ihren individuellen Weg zu finden – mit einem klaren Fokus auf Wirtschaftlichkeit, Praxistauglichkeit und zukünftige Anforderungen. Dafür bieten wir die gesamte Bandbreite an Lösungen: von klassischen Mobilitätskarten über digitale Services bis hin zu Ladeinfrastruktur. Am Ende entscheidet der Kunde, welche Bausteine für ihn relevant sind. Unser Anspruch ist es, Orientierung zu geben, Optionen aufzuzeigen und als verlässlicher Partner durch diesen Wandel zu begleiten.

Zum Schluss noch der Ausblick in die Zukunft: Wo geht es da bei DKV Mobility hin?

Ganz klar die Transformation der Kundenflotten unterstützen, die durch Regularien und Markterfordernisse auf Elektrifizierung und CO²-Neutralität immer stärker ausgerichtet wird. Darüber hinaus möchten wir unserem Kundenfokus noch mehr Rechnung tragen und werden unsere Services noch weiter ausbauen. Dabei werden digitale Tools im Vordergrund stehen, die sowohl Nutzern als auch Fuhrparkverantwortlichen die tägliche Arbeit erleichtern werden. Gute Services, wettbewerbsfähige Bedingungen und einfache Prozesse werden auch weiterhin oberste Priorität haben. •

Zum vierten Mal räumt DKV beim BEST4FLEETAward ab. Dieses Mal in der Kategorie Mobilitätskarten. Vertriebsleiter (DACH) Benjamin Cordes übernahm die Trophäe

BestDrive gewinnt Werkstatt-Wertung

Die Betreuung des Fuhrparks im Alltag kann entscheidend sein, verdienen

Firmenwagen doch nur sGeld, wenn sie fahren. Mit BestDrive gewann eine Werkstattkette diese Disziplin, die ein breites Angebotsfeld vorweisen kann.

Text: Roland Scharf, Foto: stock.adobe.com/standret

Wie heißt es doch so schön:

Ein Firmenauto ist nur so gut wie die Werkstatt, die es betreut. Es geht schließlich um weit mehr als nur einen raschen Ölwechsel oder das zeitnahe Umstecken der Reifen vor der kalten oder heißen Jahreszeit. Verlässlichkeit. Termintreue. Betreuung, Beratung und Verfügbarkeit von Teilen gewinnen in Zeiten knapper werdender Budgets und dicht gedrängter Terminkalender zunehmend an Bedeutung. Dass BestDrive by Continental hier als Sieger hervorging, hat somit gute Gründe.

Neues Auswahlprozedere

Neben der Fokussierung auf Reifenverkauf und Reifenmanagement bietet BestDrive auch ein Rundumsorglos-Paket für Firmenflotten an, das mit festen Ansprechpartnern, Rahmenverträgen, bargeldloser Zentralabrechnung und individuellen Rechnungsformaten alles bietet, um Ausfallzeiten zu minimieren.

Vor allem aber gibt es österreichweit 50 eigene Werkstätten und dazu 90 Partnerbetriebe.

Geschenkt war der Sieg dennoch nicht, wenn man sich die Ergebnisse im Detail ansieht. Geht es rein nach der Bekanntheit, liegt Forstinger mit 84 Prozent nämlich knapp vor Lucky Car und BestDrive folgt aliquot mit Fastbox – beide erreichten 64 Prozent – nur auf Platz drei. Bei der Imagewertung hingegen, dem eigentlichen Gradmesser für die Qualität eines Unternehmens, sahen die Ergebnisse

Bekanntheitsgrad Anbieter Werkstatt & Service

Forstinger Österreich GmbH

Lucky Car Autoservice GmbH BestDrive by Continental

Fastbox Autoservice GmbH & Co KG

dann anders aus: Hier lag BestDrive mit 7,3 von 10 Punkten vor Lucky Car und dem Euromaster-Netzwerk, die knapp sieben Punkte erreichten. Sehr knapp dahinter: Fastbox Autoservice mit 6,5 und Forstinger mit 5,95 Punkten. Ein auch nur augenscheinlich knapper Sieg. Denn bei näherer Betrachtung ist das eine große Auszeichnung in diesem dicht gedrängten Feld an kompetenten Werkstattketten, ein Sieg ist schließlich nur so viel wert wie die Güte der Mitbewerber. •

BEST4FLEET 2026

Werkstatt & Service

Imagesieger Gold

• BestDrive by Continental

Imagesieger Silber

• Lucky Car Autoservice GmbH

• Euromaster Netzwerk

Auf den Spuren des Erfolgs

Wir sprachen mit Alexander Reisinger, BestDrive-Verkaufsleiter für Pkw-Flotten, über die Gründe für den anhaltenden Erfolg, spezielle Kundenanforderungen und warum persönliche Beratung wichtiger wird.

Text: Roland Scharf, Foto: Chris Hofer

BestDrive gewinnt den BEST4FLEET-Award nicht zum ersten Mal. Was sind Ihrer Meinung nach die Gründe? Der Award bestätigt, dass BestDrive von Fuhrparkkunden als verlässlicher und vor allem umfassender Mobilitätspartner wahrgenommen wird. Entscheidend für unseren Erfolg sind aus meiner Sicht folgende Faktoren: unsere hohe Servicequalität und österreichweite Verfügbarkeit durch ein dichtes Filialnetz sowie unsere ganzheitliche Betreuung im Bereich Reifen- und KFZ-Service, in deren Rahmen wir individuelle Lösungen für unterschiedliche Fuhrparkgrößen anbieten.

Viele verbinden BestDrive vor allem mit Reifen. Dabei ist Ihr Angebot weit breiter gefächert. BestDrive ist heute weit mehr als ein Reifenexperte. Neben Reifenhandel und Reifenmanagement bieten wir ein umfassendes Werkstatt- und Serviceportfolio, das alle wesentlichen Bereiche abdeckt. Dazu gehören Ölwechsel, Bremsenservice, Inspektionen, §57a-Überprüfung sowie Klimaservice. Ergänzt wird das Angebot durch Leistungen in den Bereichen Autoglas, Achs- und Spureinstellung sowie moderne Fahrzeugdiagnose. Servicearbeiten führen wir konsequent nach Herstellervorgaben durch, inklusive 12-monatiger Mobilitätsgarantie. Selbstverständlich dokumentieren wir alle Leistungen auch im elektronischen Servicebuch. Unser Ziel ist es, möglichst viele Mobilitätsservices aus einer Hand bereitzustellen – effizient, zuverlässig und in höchster Qualität.

Alexander Reisinger, Verkaufsleiter Pkw-Flotten bei BestDrive by Continental, mit dem BEST4FLEET-Siegerpokal im Bereich Werkstatt & Service und mit FLOTTE-CvD Roland Scharf

Ergänzt wird das Ganze durch flexible Terminvereinbarungen und transparente Prozesse inklusive aussagekräftigem Reporting, zum Beispiel zu Verkaufs- und Einlagerungsdaten im Reifenhotel. Darüber hinaus stellen wir sicher, dass kundenspezifische Anforderungen, etwa hinsichtlich Markensteuerung und Freigabeprozesse, konsequent umgesetzt werden. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die einheitliche Abrechnung über das gesamte Netzwerk hinweg.

Reifen sind echte High-TechProdukte. Ist eine gute Beratung beim Pneukauf daher wichtiger denn je?

Absolut. Denn nicht jeder Reifen passt zu jedem Fahrzeug oder Einsatzprofil. Entscheidend sind Faktoren wie Fahrzeugtyp, Antriebsart, jährliche Fahrleistung, Einsatzgebiet und individuelle Kundenanforderungen, die wir gerne erfüllen. Bei BestDrive verfolgen wir den Ansatz, für jeden Einsatzbereich den richtigen Reifen anzubieten. Unser Außendienst analysiert gemeinsam mit dem Flottenkunden seine Anforderungen und empfiehlt eine Lösung, die hinsichtlich Sicherheit, Performance und Wirtschaftlichkeit am besten zu seinen Bedürfnissen passt.

Neben Ganzjahresreifen kommen für E-Autos konzipierte Modelle in Mode. Welche empfehlen Sie für welchen Einsatzzweck?

Flottenkunden haben oftmals spezielle Ansprüche an Partnerunternehmen. Welche Angebote gibt es hier von BestDrive für diese Zielgruppe? Flottenkunden erwarten vor allem Effizienz, Transparenz, Planungssicherheit und die konsequente Einhaltung ihrer Vorgaben. Deshalb haben wir unsere Leistungen gezielt auf diese Anforderungen ausgerichtet. Wir bieten persönliche Betreuung durch spezialisierte Außendienstmitarbeiter, kombiniert mit einer österreichweiten Serviceabdeckung durch eigene Standorte sowie Franchise- und Partnerbetriebe.

Wir haben unsere Leistungen gezielt auf die Anforderungen von Flottenkunden ausgerichtet.“

Was die Fahrsicherheit betrifft, gilt grundsätzlich: Sommerreifen im Sommer und Winterreifen im Winter. Ganzjahresreifen können eine sinnvolle Alternative für Fahrerinnen und Fahrer mit moderater Jahreskilometerleistung sein. Bei Elektrofahrzeugen kommen zusätzliche Anforderungen hinzu. Aufgrund der Batterie sind sie deutlich schwerer und bringen ihr hohes Drehmoment unmittelbar auf die Straße. Entsprechend wichtig sind Reifen, die hohe Lasten tragen können, gleichzeitig guten Grip bieten und effizient arbeiten. Ein Beispiel ist der Continental EcoContact 6, der durch hohe Energieeffizienz, starke Laufleistung, optimierten Grip und ein niedriges Abrollgeräusch überzeugt. •

mobiliti: Das digitale Cockpit für den Fuhrpark

Das neue digitale Fuhrpark-Cockpit mobiliti bündelt das Wissen aus dem Fuhrparkverband Austria (FVA) an einem Ort. Es ermöglicht den direkten Austausch mit anderen Mitgliedern, die Suche nach Branchenexperten und den Zugriff auf Tools wie einen TCO-Rechner, aktuelle Zulassungszahlen oder einen Branchenkalender.

Text: Redaktion, Fotos: stock.adobe.com/ES-Design

Neue Antriebsformen, steigende Kosten, regulatorische Rahmenbedingungen: Die Anforderungen an Fuhrparkverantwortliche wachsen, und mit ihnen die Menge an Informationen, die für gute Entscheidungen nötig sind. Das Problem ist selten ein Mangel an Daten – sie müssen aber zusammengetragen werden. Das neue digitale Fuhrpark-Cockpit mobiliti ändert das.

Praktische Tools

Gemeinsam mit dem FVA entwickelt, vereint mobiliti genau das, was Fuhrparkverantwortliche für ihre tägliche Arbeit brauchen. Auf einer Oberfläche laufen Marktinformationen, Branchennachrichten, Veranstaltungshinweise und Kennzahlen zusammen. Dazu kommen praktische Tools: Der TCO-Rechner macht Antriebskonzepte über ihre Gesamtkosten vergleichbar, der CO -Kalkulator

von Statistik Austria, aufbereitet nach Antriebsarten, sodass sich Markttrends früh erkennen lassen. Entscheidungen

Mit mobiliti bieten wir unseren Mitgliedern einen Vorteil, der den Arbeitsalltag spürbar erleichtert.“

entstehen so auf Basis aktueller Daten statt nach Bauchgefühl.

Zahlen und Antworten

Darüber hinaus öffnet mobiliti den Zugang zum Wissen der FVAMitglieder: Im Community-Bereich teilen sie Einschätzungen zu aktuellen Themen oder bringen eigene Anliegen in den Feed ein. Wer Rat zu einer konkreten Frage sucht, findet über die Mitglieder- und Expertensuche gezielt die Person mit der passenden Erfahrung, ob zu Elektromo

23.000 Fahrzeuge verwalten, gibt es für nahezu jedes Problem jemanden, der es bereits gelöst hat. Eine neue Vorschrift, ein strittiger Schadensfall, die Wahl des nächsten Fahrzeugs: Was den einen heute beschäftigt, hat ein anderer gestern entschieden. „Gute Fuhrparkentscheidungen brauchen gute Informationen. Mit mobiliti verbinden wir beides: die belastbaren Zahlen und das umfangreiche Praxiswissen der Branche. So bieten wir unseren Mitgliedern einen Vorteil, der den Arbeitsalltag spürbar erleichtert – kostenlos für unsere Mitglieder“, sagt Henning Heise, Obmann des Fuhrparkverband Austria. Das Suchen nach Zahlen und Antworten, das bisher viel Zeit gekostet hat, erledigt sich mit mobiliti auf einer einzigen Plattform. Für Mitglieder des Fuhrparkverband Austria ist die Nutzung kostenlos. Wer mehr erfahren oder selbst Mitglied werden möchte, findet alle Informationen unter www.mobiliti.at und www.fuhrparkverband.at. •

Ausbildung zum Mobilitätsund Flottenmanager

19.–22. Oktober 2026, 17:30 bis 20:30 Uhr

In 32 Lehreinheiten erarbeiten Sie sich alle wichtigen Kenntnisse dafür. Ob Fahrzeugtechnologien oder Nachhaltigkeit: Fundiertes Wissen über diese und weitere Themen bildet die Grundlage für das effiziente und erfolgreiche Verwalten von Fahrzeugflotten. Abschluss mit WIFI Urkunde des Fuhrparkverband Austria.

Ort: WIFI Wien, Währinger Gürtel 97, 1180 Wien

Anmeldungen unter office@fuhrparkverband.at oder www.fuhrparkverband.at

Laden in Schwechat

Unweit des Flughafens Wien hat ein Ladehub eröffnet.

Wer in der Nähe des Flughafens Wien sein Elektroauto aufladen und gleichzeitig Infrastruktur nutzen will, kann künftig zwölf neue Ladepunkte am Spar-Parkplatz beim Multiversum Schwechat ansteuern. Sport, Kultur, Veranstaltungen und weitere Einkaufsmöglichkeiten sind an der Adresse Möhringgasse 2/4 zu finden. Sechs Normalladepunkte finden sich in der BOE-Parkgarage sowie sechs Ultraschnellladepunkte auf dem BOE-Parkplatz. Sie stehen rund um die Uhr zur Verfügung. „Gerade in der Nähe des Flughafens ist der durchgehende Zugang zu öffentlicher E-Ladestruktur besonders relevant. Umso mehr freut es uns, die öffent-

liche Ladeinfrastruktur an einer so zentralen Verkehrsdrehscheibe mit unserem Partner BOE erstmals auch mit Ultraschnellladepunkten auszubauen“, erklärt Ronald Lausch, Chief Sales Officer von Smatrics. Das Tochterunternehmen von Verbund und EnBW betreibt und serviciert die Strom-Tankstellen. An den DCChargern können bis 200 kW gezapft werden. Passt die Aufnahmeleistung des Fahrzeugs, ist in 15 Minuten Strom für eine Reichweite von rund 200 Kilometern geladen. Ein Großteil des Energiebedarfs wird mittels PV-Anlage samt Batteriespeicher direkt vor Ort erzeugt. Direct Payment ist ebenso möglich wie das Zahlen mit gängigen Ladekarten.

Heimladen im Abo –ohne extra Hardware

Mit der Erweiterungsstufe „Advanced“ findet das Heimladen in das Ökosystem Vibe E-Connect. Ladevorgänge können automatisch, transparent und steuerkonform erfasst und abgerechnet werden. Eine intelligente Wallbox ist nicht nötig. Energiemengen werden aus Fahrzeugdaten berechnet, Nebenverbräuche (etwa: Vorklimatisierung) herausgefiltert. Weitere Faktoren verhindern Missbrauch. Die Abrechnung erfolgt nach Freigabe.

Intelligente Reifen helfen beim

Kostensparen

Einen Reifen zu früh zu wechseln, geht ins Geld. Einen Reifen zu spät zu wechseln, ist gefährlich. Michelin setzt hier mit einem digitalen Zwilling an: Eine Software erfasst den Reifenzustand unter realen Bedingungen durch hochfrequente Fahrzeugsignale. Es ist kein Sensor im Reifen notwendig! So wird der Reifen zur aktiven, mitdenkenden Komponente des Fahrzeugs. Intelligente Reifen können auch vor Überladung warnen – gerade in Flotten ein wichtiges Thema. Konkretere Angaben zum Einsatz macht der Reifenhersteller aber noch nicht.

Parkschein-Deadline

Mit dem 30. Juni haben Parkscheine für Wien, deren Stundentarif 2,60 Euro beträgt, ihre Gültigkeit verloren. Mit einer Umtauschaktion ist EasyPark Österreich aufgefallen: Alte Papierscheine konnten gegen Promo-Codes für digitales Guthaben in der Park-App eingetauscht werden. Die verfallenen Drucksorten wurden ressourcenschonend recycelt. EasyPark kann man nicht nur in Wien verwenden, die App gilt in mehr als 4.000 europäischen Städten.

Lambdasonde: seit 50 Jahren im Einsatz

Nicht nur bei der Sicherheit waren die Schweden Vorreiter. Auch die erste Lambdasonde wurde 1976 in einem Volvo eingebaut. Die von Bosch entwickelte Schlüsseltechnologie zur Verringerung schädlicher Emissionen feiert nun ihren Fünfziger. Von Bosch allein wurden weltweit bisher 1,7 Milliarden Exemplare produziert. Infos der Sonde helfen dem Kat, seine volle Wirkung zu entfalten. War sie zuerst nur für Benziner gedacht, machte die Breitband-Lambdasonde den Einsatz auch beim Diesel möglich.

Besser fahren beim Finanzieren

In Teil 2 unseres Leasing-Ratgebers befassen wir uns mit all den Dingen, die im Alltag passieren und großen Ärger nach sich ziehen können. Vom kleinen Kratzer bis zum Kleingedruckten.

Text: Roland Scharf, Foto: stock.adobe.com/nali

In Teil 1 des Leasing-Ratgebers klärt Christine Scharinger alle Punkte, die es rund um Betrieb und Benutzung eines geleasten Fahrzeuges zu beachten gibt. Im zweiten Teil klären wir nun die Details, die mit der Rückgabe zum Vertragsende zu tun haben – und wie man schon im Vorfeld Ärger vermeidet.

Schäden

Ganz egal, ob es sich um eine kleine Delle oder womöglich einen Totalschaden handelt – Scharingers genereller Tipp ist, die Schäden immer mit Fotos und Protokollen zu dokumentieren. Je umfangreicher, desto besser. Denn nichts wäre unkluger, als bis zur finalen Schadenserfassung zu warten. Schließlich erfolgt die Rücknahme mit einem sogenannten Fahrzeugzustandsbericht durch unabhängige Sachverständige, und das wird dann meist eine teure Geschichte. Wichtig ist jetzt noch, wann welcher Schaden gemeldet wird, denn Schaden ist nicht gleich Schaden. „Am besten ist es, sich einmal anzusehen, in welche Klasse zum Beispiel ein Kratzer fällt“, meint Scharinger. Hat man als Berechnungsbasis die Ö-Norm vereinbart, muss geklärt werden, in welche Klasse Kratzers je nach ihrer Größe fallen und ob die Versicherungsdeckung gegeben ist. Eventuell hat man sogar Glück und kann feststellen, dass der Schaden so klein ist, dass man dafür zum Schluss nicht belastet werden kann, weil er als klassische Gebrauchsspur bewertet werden wird. Nicht nur deswegen ist die Vermessung eines Schadens entscheidend. Denn wer derlei vernachlässigbare Blessuren unüberlegt richten lässt, belastet seine Schadens-

Nie am Ende den Schadensrundgang machen, sondern idealerweise periodisch, um keine Überraschungen zu erleben.“

quote unnötig, was ebenso schnell ziemlich ins Geld gehen kann. „Daher nie am Ende den Schadensrundgang machen, sondern idealerweise periodisch, um keine Überraschungen zu erleben“, empfiehlt Scharinger. Und auch die Schlauberger-Variante, das Auto am Ende der Vertragsdauer einfach komplett überholen zu lassen, kann schnell teuer werden, da sich die Selbstbehalte dann schnell summieren.

Ein völlig anderer, in vielen Fällen auch fairer Ansatz zur Fahrzeugbewertung geht nicht nach den üblichen Zustandsklassen, sondern nach dem „Fair, wear and tear“Prinzip. Hier dient als Messlatte oftmals eine Ein-Euro-Münze. Jede Blessur, die kleiner ist, geht in Ordnung. Jede, die aber größer ist, muss korrigiert werden. Scharinger: „Hier ist es natürlich wichtig, was mit dem Kunden vereinbart worden ist.“

AGB

Wenn man sich selbst an der Nase nimmt, muss man sich eingestehen, dass man wohl nur ganz selten einen Vertrag komplett durchackert, vor allem die ewigen Angaben zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Schlau ist das nicht wirklich, „weil das sogenannte Kleingedruckte ist kein Detail, sondern Vertragsbestandteil“, erklärt Scharinger und empfiehlt, im Rahmen der AGB-Lesungen gleich elementare Punkte zu suchen, die Auswirkungen auf den gesamten Leasingzeitraum haben. Gibt es zum Beispiel eine transparente Kostenübersicht? Wenn ja, wo sind diese zu finden? Dazu kommt die in Teil 1 beschriebene Angelegenheit mit den Mehr- und Minder-Kilometern – sind die

CB A

Bedingungen hierfür auch im Vertrag aufgeführt? Dazu kommen

Details, die sich im besten Fall mit den Angaben in der Car Policy decken sollten, etwa wer aller das betreffende Auto lenken darf, ob man ins Ausland fahren darf und so weiter. Und dann bleibt natürlich die Sache mit den Schäden bei der Rückgabe und ob es einen Schadenersatz oder gar eine Pönale gibt.

Gebühren

Es gibt rechtliche Gebühren, wie etwa die Mietvertragsgebühr. Das steht auch so im Gebührengesetz, und diese muss der

LEASING MACHT MOBIL

FUHRPARKMANAGEMENT VON A-Z-

Beratung und ausführliche Fuhrpark-Analyse

Maßgeschneiderte Finanzierungslösungen

Umfangreiche Leistungen: Reifen, Service etc.

Günstiger Flotten-Versicherungstarif

Schadenabwicklung

Übernahme von Kostengarantien

Übersichtliche Information

Controlling & Reporting

Leasinggeber an die öffentliche Hand abführen. „Alle weiteren ‚Gebühren‘ sind aber Zusatzerträge des Finanzierungspartners“, so Scharinger weiter, und da gab es in den letzten Jahrzehnten einige kreative Ansätze. Oft steht am Start der Vertragslaufzeit einmal die Bearbeitungsgebühr, während der Laufzeit kann es dann Mitteilungen des aushaftenden Kapitals, Servicepauschalen, Leistungen aus Förderabwicklungen und so weiter geben. „Nur weil man keine davon in den AGB oder in einem ausgewiesenen Gebührenkatalog findet, heißt das nicht, dass es keine weiteren Gebühren gibt“, ergänzt Scharinger. Ihr Tipp: alle möglichen Abgaben und Gebühren vorab vom Leasingpartner zeigen lassen.

Gütesiegel

Ziemlich viel Stoff auf einmal, hm? Was es da alles zu beachten gibt, puh! Doch keine Panik, all die angeführten Punkte sollte man nicht falsch verstehen. „Schäden entstehen fast immer durch nicht vorher geklärte Details“, fasst Scharinger die grundsätzliche Thematik eines ausgefeilten Leasingvertrags zusammen. Wer vorab alles klärt, bedenkt und in Betracht zieht, sollte im laufenden Betrieb keine Probleme haben. Und damit man im Verhandlungsprozess nichts außer Acht lässt, gibt es vom Verband Österreichischer Leasinggeber (VÖL) eine eigens dafür aufgesetzte Checkliste: Die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen, diverse Kosten für Mehr- oder Minderkilometer, Schäden am Vertragsende, vorzeitige Vertragsauflösung und alles weitere, worauf es ankommt, werden hier behandelt. •

WIR FINDEN DASAUTOPASSENDE ZUR FINANZIERUNG

Kommentar:

Mein Auto, meine Daten?

Moderne Fahrzeuge sind riesige Datenzentren. Die Fülle an Sensoren und Computern, die mittlerweile verbaut sind, ist beeindruckend. Die Menge an Daten, die gesammelt wird, noch viel mehr. Andreas Forster vom iusboten klärt auf, wem die Daten gehören und was man damit tun kann.

Text: Andreas Forster, Foto: iusbote

Zugriff und Nutzung von Fahrzeugdaten

Moderne Fahrzeuge generieren als vernetzte Systeme kontinuierlich Daten, beispielsweise zum Zustand, zum Verbrauch oder zur Telemetrie. Lange Zeit unterlag der Zugriff auf diese Daten der technischen und vertraglichen Kontrolle der Fahrzeughersteller (OEM).

Durch aktuelle Rechtsvorschriften auf europäischer und nationaler Ebene ändert sich diese Struktur fundamental. Mit der verbindlichen Anwendung des EU Data Act (Verordnung (EU) 2023/2854) sowie der Novellierung des Intelligente-Verkehrssysteme-Gesetzes (IVSG) wird der Zugang zu fahrzeuggenerierten Daten für den freien Markt gesetzlich standardisiert. Für Autohäuser, Werkstätten, Flottenbetreiber und Leasinggesellschaften ergeben sich daraus neue operative Prozesse und datenbasierte Geschäftsmodelle.

Rechtsrahmen: EU Data Act und IVSG

Seit dem 12. September 2025 ist der EU Data Act (Verordnung (EU) 2023/2854) vollumfänglich anzuwenden. Die Verordnung regelt unter anderem den Zugang zu Daten vernetzter Produkte. Zentral ist hier die Definition des „Nutzers“: Dies ist in der Regel der Leasingnehmer oder Flottenbetreiber. Gemäß den Artikeln 3, 4 und 5 des Data Acts sind OEM verpflichtet, dem Nutzer die generierten Daten unverzüglich, in einem gängigen, maschinenlesbaren Format und –sofern technisch machbar – in Echtzeit bereitzustellen. Zudem gibt das Gesetz dem Nutzer das Recht, diese Daten an Dritte (z. B. freie Werkstätten oder externe Flottensoftware-Anbieter) bereitstellen zu lassen. Die OEM dürfen für diese Datenweiterleitung ein Entgelt verlangen, dessen Voraussetzungen und Grenzen im Data Act geregelt sind. Darüber hinaus muss diese Entschädigung fair, diskriminierungsfrei und angemessen (sog. „FRAND“-Bedingungen) sein. Begleitet wird dies in Österreich durch das novellierte IVSG, das die EU-Richtlinie zu intelligenten Verkehrssystemen national umsetzt und den standardisierten Austausch von Verkehrs- und Fahrzeugdaten mit der Infrastruktur über nationale Zugangspunkte regelt.

Technische Umsetzung

und Sensorwerte. Die rein physische Diagnose über die OBDSchnittstelle kann so durch eine API-basierte Ferndiagnose ergänzt werden. Das führt dazu, dass Konstellationen möglich sind, in denen Fahrzeugdaten über eine API an die Werkstatt übermittelt werden, ohne dass sich das Fahrzeug physisch in der Werkstatt befindet. So kann ein Reparaturbedarf frühzeitig erkannt und der Betrieb die benötigten Ersatzteile bereits vor dem Werkstatttermin bestellen. Der Data Act hat daher Potenzial, die Reparatur- oder Servicedienstleistungen für einen Nutzer erheblich zu erleichtern.

Auswirkungen und Fazit

Für Leasinggeber eine neue Chance der Restwertberechnung.“

Andreas Forster

Für das Kfz-Gewerbe bedeutet die neue Rechtslage einen direkten, OEM-unabhängigen Zugriff auf technische Fahrzeugdaten. Dienstleister wie Karosserie- und Lackierfachbetriebe oder freie Werkstätten können auf Verlangen des Nutzers (Fahrzeughalter) Informationen zum Fahrzeug erhalten, etwa Fehlercodes, Kilometerstände

Im Flotten- und Leasingbereich könnte der Zugriff auf die Fahrzeugdaten zu einer präziseren Kostenkontrolle und Risikobewertung führen. Fuhrparkleiter sind für die Erfassung von Verbrauchs- und Telematikdaten nicht mehr auf Nachrüstungen oder herstellerspezifische Abonnements angewiesen. Die Daten einer Flotte, die mehrere verschiedene Marken umfasst, können über standardisierte Schnittstellen in ein Flottenmanagementsystem integriert werden. Für Leasinggeber öffnet der Data Act eine neue Chance bei der Restwertberechnung. Der direkte Zugriff auf Telematikdaten, insbesondere auf den State of Health der Traktionsbatterie, ermöglicht eine einfachere und genauere Bewertung des Fahrzeugs bei der Rückgabe, die auf tatsächlichen Fahrzeugdaten basiert. Gleichzeitig ermöglicht diese Datenbasis neue Geschäftsmodelle für nutzungsbasierte Bezahlung, beispielsweise für Versicherungen oder auch Leasinggeber. Die regulatorische Absicht, Datensilos aufzubrechen und einen fairen, branchenübergreifenden und vor allem zugänglichen Datenmarkt zu schaffen, erweist sich als wirksam. Für Dienstleister, von Werkstatt bis hin zur Versicherung, eröffnen sich viele neue Möglichkeiten für bessere Dienstleistungsqualität. •

Andreas Forster ist Jurist mit langjähriger Berufserfahrung, der sich rechtlichen Fragen rund um Mobilität und Elektromobilität widmet. Zudem ist er Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens iusbote, das seine Kunden effizient und proaktiv über relevante Rechtsänderungen in individuell bestimmbaren Themenbereichen informiert hält

Mit vereinten Kräften

Energieversorger und Autobauer rücken näher zusammen. Eine neu gegründete Gemeinschaft aus Vertretern der Automobilindustrie und Stromnetzbetreibern (VDE ETG) kümmert sich nun um das Verständnis zwischen den beiden Branchen und bespricht vor allem die Herausforderungen des bidirektionalen Ladens.

Text: Johannes Richter, Fotos: VDE ETG, stock.adobe.com/Pingun

Die Integration der Elektromobilität in das Energiesystem rückt stärker in den Fokus von Automobilindustrie und Energiewirtschaft. Innerhalb der Energietechnischen Gesellschaft im VDE (VDE ETG) wurde dafür der neue Fachbereich „Elektromobilität im Energiesystem“ gegründet. Vertreterinnen und Vertreter beider Branchen sowie der Wissenschaft wollen dort ein gemeinsames Systemverständnis entwickeln. Im Mittelpunkt steht unter anderem das bidirektionale Laden, bei dem Elektrofahrzeuge als zusätzliche Energiespeicher für das Stromsystem genutzt werden können.

Fachlicher Austausch

Nach Angaben des VDE bestehen zwischen Automobilindustrie und Energiewirtschaft bislang unterschiedliche Denkmodelle und Zielsetzungen. Der neue Fachbereich soll deshalb den fachlichen Austausch fördern und technische Fragestellungen gemeinsam bearbeiten. Zu den Leitungspersonen gehören Dr. Moritz Vaillant von Porsche und Dr. Ingo Diefenbach vom Verteilnetzbetreiber Westnetz.

zum Thema Bidi-Laden

Beide sehen in der stärkeren Verzahnung von Fahrzeugen, Stromnetzen und Ladeinfrastruktur eine entscheidende Voraussetzung für den Erfolg der Elektromobilität und die Integration erneuerbarer Energien. Vaillant: „Elektromobilität ist kein reines Fahrzeugthema mehr. Aus Sicht der Automobilindustrie entscheidet sich der Erfolg elektrischer Fahrzeuge zunehmend im Zusammenspiel mit Stromnetzen, Ladeinfrastruktur und Energieversorgung – hier braucht es ein gemeinsames System-

verständnis.“ Der Fachbereich bietet demnach die Chance, Sichtweisen zwischen Automobilindustrie und Energiewirtschaft – etwa bei den Themen Ladeleistung, Netzorientierung, Standardisierung – konstruktiv und technisch zu synchronisieren.

Grundlagen schaffen

Der Fachbereich kam Ende Mai 2026 erstmals zusammen und knüpft an frühere Aktivitäten des VDE an. Neben dem bidirektionalen Laden stehen Themen wie Normung, Schnittstellen, Steuerungskonzepte und die Harmonisierung von Netzanschlussregeln auf der Agenda. Darüber hinaus sollen systemische Lösungen für Quartiere und Mehrfamilienhäuser betrachtet werden, bei denen Erzeugung, Speicher, Ladeinfrastruktur und Energieflüsse gemeinsam gedacht werden. Die erste Taskforce zum Thema Elektroauto gab es innerhalb der VDE ETG schon 2008. Neben dem Thema bidirektionales Laden stehen auch Normung, Schnittstellen und Steuerungskonzepte sowie die Harmonisierung von Netzanschlussregeln auf der Agenda des VDE. •

Dr. Moritz Vaillant, für die Produktstrategie Smart Mobility bei der Porsche AG zuständig, ist Teil der Fachbereichsleitung

Tierisch abgefahren

Bei Gut Aiderbichl, Europas größter Tierrettungsorganisation, hat jedes Fahrzeug eine eigene Mission. Nun wurde der Fahrzeugbestand von Grund auf neu gedacht. Das Ergebnis: eine konsequente Einmarkenstrategie, bei der immer das Tierwohl entscheidet.

Text: Petra Mühr, Fotos: Volkswagen (3), Petra Mühr (3)

Es ist noch dunkel, als die Tierpfleger von Gut Aiderbichl bei dem Einfamilienhaus in Zell am See ankommen.

Das Team holt 32 Collies ab. Ein typischer Fall von Tierhortung, die Bergung dauert Stunden. Ein Einsatz wie aus einem Tierschutzroman? Nein, solche Erlebnisse gehören zum Alltag von Gut Aiderbichl. Mittendrin zwei Volkswagen-Fahrzeuge, vollgeladen mit Hundeboxen, Käfigen. Auf der Rückfahrt nimmt das Team noch Gänse, Enten und Hühner mit. „Unsere Autos müssen schon einiges aushalten!“, schmunzelt Dr. Christian Nitsche, seit gut einem Jahr auf Gut Aiderbichl für den Fuhrpark verantwortlich.

Wild auf Achse

Flächen bewirtschaftet und in Notfällen oft sehr schnell sehr unterschiedliche Tiere abgeholt. „Bei uns geht es immer ums Tier“, so Christian Nitsche.

Vom Kunterbunt zur Einmarken-Flotte

Die gemeinnützige Organisation, 2001 von Michael Aufhauser in Henndorf/Salzburg gegründet, feiert heuer 25-jähriges Bestehen. Der ursprüngliche Gnadenhof ist heute die größte Tierrettungsorganisation Europas: 32 Höfe in sechs Ländern (Österreich, Deutschland, Schweiz, Frankreich, Ungarn, Rumänien), rund 350 Mitarbeiter und an die 10.000 betreute Tiere. Das Spektrum reicht vom Hamster über Dromedar, Pferd und Tiger bis hin zu Papagei und Kunekune-Schwein. Der Leitbetrieb in Henndorf ist gleichzeitig Begegnungshof, Eventlocation, Gastronomie und landwirtschaftlicher Großbetrieb auf rund 120 Hektar. An guten Wochenendtagen kommen bis zu 2.000 Besucher, ähnlich läuft es auf dem zweiten großen Begegnungshof in Iffeldorf/D ab. Dazu gesellen sich kleinere Stationen. Wer hinter diese Kulissen blickt, erkennt rasch: Tierschutz ist auch Logistik. Sehr viel Logistik sogar. Tiere müssen zum Tierarzt gebracht werden, Futter und Material muss auf die Höfe gelangen, Mitarbeitende pendeln zwischen Standorten, Besucher werden geshuttelt, Veranstaltungen organisiert, landwirtschaftliche

Unsere Autos müssen schon einiges aushalten. Umso wichtiger ist ein verlässliches Gesamtpaket.“

Dr. Christian Nitsche

Der Fuhrpark war über die Jahre gewachsen: hier ein Fahrzeug gebraucht, dort ein Angebot genutzt, da ein Modell übernommen, dort ein anderes angeschafft. Am Ende stand eine bunte Mischung unterschiedlicher Marken, Laufleistungen und Zustände. Charmant aus der Distanz, administrativ eher weniger. Für Christian Nitsche eine klare Entscheidung zur Neuaufstellung zugunsten einer Einmarkenstrategie. Mit Volkswagen, der Porsche Bank und dem regionalen Autohaus Reiser in Straßwalchen fand Gut Aiderbichl eine Lösung, die Fahrzeuge, Finanzierung, Betreuung und Servicierung bündelt. Dank Operating Leasing inklusive Notfallpackage liegt nun alles in einer Hand: Service, Reifen, Pannenhilfe, Tank und Ladekarten. VW ist flächendeckend bei allen Standorten und in allen Ländern vertreten.

Die Verwaltung der zahlreichen Autos wurde dadurch nachvollziehbar einfacher. Zudem denken Tierpfleger im Einsatz zuerst an das Tier, nicht an den perfekten Lackzustand des Kotflügels oder Reifenwechsel. Hundeboxen, Käfige, Futter, Heu, Werkzeug, Schmutz und spontane Einsätze gehören zumAlltag. „Umso wichtiger ist ein verlässliches Gesamtpaket, das die Kosten planbarer macht und Reparaturaufwand reduziert“,

so Christian Nitsche. Tierfreundin und VolkswagenMarkenleiterin Gudrun Zeilinger freut sich ebenfalls: „Mit dieser Partnerschaft leistet Volkswagen einen wichtigen Beitrag zum Tierschutz. Wenn die Tierretter mobil sind, ist den Tieren ein sorgenfreies Leben auf Gut Aiderbichl gesichert.“ Und da gesellschaftliches Engagement bei VW Teil der Nachhaltigkeitsstrategie ist, ist die Kooperation mit Gut Aiderbichl geradezu ideal.

Eine Flotte für Tiere, Menschen und viele Sonderfälle

Allein im Kernfuhrpark umfasst die Flotte rund 40 Fahrzeuge. 35 sind bereits ausgeliefert, die restlichen folgen im Laufe des kommenden Jahres. Alle auf drei Jahre und 50.000 Kilometer pro Jahr ausgelegt – wobei die Realität, wie so oft, bunter ist als der Vertrag. „Unsere Autos haben extrem unterschiedliche Laufleistungen. Tiertransporter kommen schnell auf 50.000 und mehr Kilometer, ID. Buzz, die nur zwischen den Ställen hin und her fahren, auf rund 5.000 Kilometer. Und das ist das Feine an unsere Kooperation mit Volkswagen, dass wir nach einem Jahr anpassen können.“

Der Pkw-Anteil ist vergleichsweise klein. Für längere Strecken und Personenfahrten kommen unter anderem Volkswagen ID.3, ID.4 und ID.7 zum Einsatz. Den größten Anteil bilden jedoch Fahrzeuge, die im täglichen Tierschutzbetrieb arbeiten: Caddy Maxi, ID. Buzz Cargo, VW Bus und Crafter. Zählt man landwirtschaftliche Geräte, Traktoren, Hoftrucks, Anhänger und Spezialfahrzeuge dazu, liegt die Gesamtzahl deutlich über 100 Fahrzeugen.

Das Tier entscheidet den Fahrzeugeinkauf

Konkret bedeutet das: Der Volkswagen Caddy Maxi spielt eine zentrale Rolle, wird vorwiegend in der Kombivariante und als Plug-inHybrid bestellt. Damit können sowohl Tierpfleger als auch Tiere transportieren werden (Sitze raus, Boxen rein), ohne zwischen zwei Fahrzeugen wechseln zu müssen, und auf bis zu 100 Kilometern auch elektrisch fahren.

Klimatisierung im Laderaum ist Bedingung und Automatik keine Komfort-, sondern eine Sicherheitsfrage bei Tiertransporten. Tiere dürfen weder überhitzen noch auskühlen. Platz, Sicherheit, Temperatur und einfache Beladbarkeit sind wichtig. Dazu kommt, dass viele Tiere alt oder beeinträchtigt sind. Ein Fahrzeug muss in diesem Umfeld nicht nur fahren, es muss mitdenken helfen. „Unsere Tierpfleger haben viele Stärken. Autofahren ist nicht unbedingt die ausgeprägteste davon.“ Denn wer täglich Tiere pflegt, beschlagnahmte Welpen beruhigt oder lungenkranken Pferden Gesellschaft leistet, hat seinen Fokus anderswo. Deshalb seien Assistenzsysteme, Automatikgetriebe und die Spurhaltefunktion keine Nice-to-haves, sondern Teil des Sicherheitskonzepts. Zudem findet bei jeder Fahrzeugübergabe auch eine kleine Einschulung statt.

Strom aus eigener Erzeugung

Rund 20 bis 30 Prozent des Strombedarfs kann Gut Aiderbichl in Henndorf bereits durch die eigene PV-Anlage decken, saisonal bis zu 50 Prozent. Der interne Verrechnungspreis liegt bei 12 Cent

Wenn nachhaltige Mobilität auf aktiven Tierschutz trifft … Tiere und Menschen von Gut Aiderbichl sind durchwegs mit Fahrzeugen von Volkswagen unterwegs. (Bi. li. u.: Wilfried Weitgasser u. Gudrun Zeilinger von Porsche Austria, Dieter Ehrengruber/Gut Aiderbichl, Anton Reiser/Autohaus Reiser; o.: Christian Nitsche mit ID. Buzz und Black Caddy)

pro Kilowattstunde, die meisten Elektrofahrzeuge werden an den 8-kW-Stationen über Nacht geladen: gut für die Batterie, günstig im Preis, und die Fahrzeuge stehen ohnehin zehn Stunden. Langfristig plant Gut Aiderbichl den Ausbau der Eigenstromerzeugung. Bidirektionales Laden ist ebenfalls ein erklärtes Ziel, auch wenn die Fahrzeugseite diese Technologie noch nicht flächendeckend unterstützt. „Gerade Fahrzeuge an den Außenstellen, die nur 20 Prozent Akku brauchen und 5.000 Kilometer im Jahr fahren, könnten wunderbar als Speicher dienen.“

Gnadensprit für den Black Caddy

Wenn Sie also demnächst einen VW Caddy von Gut Aiderbichl sehen, dann kann es sein, dass Katzen auf dem Weg zum Tierarzt sind, Tierpfleger zu einem Einsatz fahren oder Futter transportiert wird.

Und wer besonderes Glück hat, trifft vielleicht auf den 15 Jahre alten schwarzen Caddy, den einzigen Verbrenner, der bis zu seinem Ableben am Hof bleiben darf. Denn er hat nicht nur 350.000 Kilometer auf dem Tacho, sondern auch einen 200-Meter-Absturz und einen Stierkampf überlebt. Ganz normale Fuhrparkrealität in Henndorf eben. •

Gut Aiderbichl in Fakten

Gut Aiderbichl 350 Mitarbeiter, 32 Höfe, 10.000 betreute Tiere

Fuhrpark

Marken: Volkswagen

Anzahl Pkw: 40; Anzahl Nutzfahrzeuge: 60

Laufleistung: durchschnittlich 20.000 km/Jahr

Behaltedauer: 3 Jahre (Operating Leasing)

Die Plattform schlechthin

Das Automotive Repair Network (ARN) des Lackherstellers Axalta ist seit Anbeginn fester Bestandteil der Ausstellerriege auf der FLEET Convention. Mit der jüngsten Präsenz ist man einmal mehr zufrieden.

Text: Mag. Andreas Granzer-Schrödl, Fotos: Axalta

Die Bilanz der ARN-Verantwortlichen im Nachgang von Österreichs größtem Flotten- und Fuhrpark-Event fällt überaus positiv aus. „Die FLEET Convention ist für die Netzwerkpartner im ARN die ideale Gelegenheit, mit der Branche in Kontakt zu treten. Den Auftraggebern wiederum bietet sich hier die einzigartige Möglichkeit, unser Unfallreparaturnetzwerk kennenzulernen und die Vorzüge aus erster Hand vermittelt zu bekommen“, erklärt Ing. Rudolf Luxbacher, Netzwerk- und FLI-Manager Axalta Refinish Österreich. Der ARNStand war stets gut frequentiert, die

Die FLEET Convention ist die ideale Gelegenheit, mit der Branche in Kontakt zu treten.“

Netzwerk-Manager Ing. Rudolf Luxbacher

Qualität der Gespräche hoch. „Einen besseren, komprimierteren Überblick gibt es nicht. Die FLEET Convention hat zu Recht den Status als Branchenveranstaltung, die vom Markt auch verlangt wird“, ergänzt Marketingund Kommunikations-Manager Andreas Auer.

Netzwerk- und FLI-Manager Ing. Rudolf Luxbacher (l.) und Marketing- und Kommunikations-Manager Andreas Auer (Axalta Refinish Österreich) ziehen zufrieden Bilanz

Persönliche Komponente

In der Prozesskette der Unfallreparatur gibt es zwar einzelne Prozessschritte, die unterschiedliche Tools benötigen, die Arbeit der am Prozess Beteiligten muss aber optimal aufeinander abgestimmt sein. Es geht also auch um die persönliche Komponente, und die kommt auf der FLEET Convention ebenfalls nicht zu kurz. Die Veranstaltung bietet Fuhrparkverantwortlichen, die vielleicht neu in ihrer Funktion sind, eine konzentrierte Möglichkeit, die Branche und die handelnden Personen kennenzulernen. „Auch international tätige Unternehmen kommen an unseren

Stand und informieren sich, welche Partner in Österreich im Schadenmanagement relevant sind und wer Unfallinstandsetzungen flächendeckend in hoher Qualität durchführen kann“, sagt Rudolf Luxbacher.

Kompetente(r) Partner

Die ARN-Partner, das sind aktuell rund 90 Karosserie- und Lackierbetriebe quer durch die Republik,

Wir sind ein Netzwerk und kein Kundenbindungsprogramm.“

Marketing-Manager Andreas Auer

wissen sich durch die ARN-Verantwortlichen kompetent vertreten. „Wir sind ein Netzwerk und kein Kundenbindungsprogramm“, betont Andreas Auer. Und genau dieses Netzwerk bietet den Partnern handfeste Vorteile und den (Groß-)Auftraggebern die Gewissheit, dass im Falle des Falles ein kompetenter Partner für die Beseitigung von Unfallschäden parat steht. Und das mit stimmigen Prozessen und einer gleichbleibend hohen Qualität der ausgeführten Arbeiten. •

Versicherungsprämien belasten zunehmend

Eine mittlere Flotte zu betreiben, ist nicht einfach. Meist ist sie zu klein für gute Einkaufskonditionen und zu groß, um nur eine kleine Kostenstelle zu sein. Laut Geotab liegt der Schlüssel in der Vermeidung. Text: Redaktion, Foto: Geotab

Steigende Versicherungskosten entwickeln sich für kleine und mittlere Flotten in Europa zu einer zentralen Herausforderung. Laut einer aktuellen Geotab-Auswertung zählen 58 Prozent der Betreiber kleiner Fuhrparks Versicherungsprämien zu ihren größten betrieblichen Belastungen. Angesichts steigender Reparaturkosten und einer höheren Schadenhäufigkeit wird es für viele Unternehmen zunehmend schwieriger, in einem kostenintensiven Markt versicherbar zu bleiben.

Telematik mit visuellem Beweis

Als wirksamer Ansatz zur Senkung von Risiken gelten vernetzte Flottentechnologien und Videotelematik. Geotab zufolge konnten Flotten mit intelligenten Dashcams ungerechtfertigte Schadensforderungen um 68 Prozent reduzieren. Zudem berichten Unternehmen, die auf vorausschauende Sicherheitsmaßnahmen wie Telematikdaten und KI-gestützte Kameras setzen, von einer

73-prozentigen Verbesserung der Fahrersicherheit sowie einer Senkung der Kosten für Sicherheitsvorfälle um 63 Prozent.

Schadensquote als Sicherheitsbilanz

Auch bei Versicherungsverhandlungen gewinnen Daten an Bedeutung. Durch den Nachweis einer objektiven Sicherheitsbilanz und eines aktiven Risikomanagements können Flottenbetreiber ihre Position gegenüber Versicherern stärken. Unternehmen, die fortschrittliche Videotelematik nutzen, verzeichneten laut Geotab eine Reduzierung ihrer Versicherungskosten um bis zu 45 Prozent. Dennoch besteht insbesondere bei kleinen Flotten weiterhin Nachholbedarf: Während 61 Prozent der Großflotten moderne Videotelematik einsetzen, liegt der Anteil bei kleinen Flotten bei lediglich 47 Prozent. •

zum

19. Oktober bis 22. Oktober 2026

Werden Sie zum/zur gefragten Mobilitäts- und FlottenmanagerIn

In 32 Lehreinheiten erarbeiten Sie sich alle wichtigen Kenntnisse dafür. Ob Fahrzeugtechnologien oder Nachhaltigkeit: Fundiertes Wissen über diese und weitere Themen bildet die Grundlage für das effiziente und erfolgreiche Verwalten von Fahrzeugflotten. Abschluss mit WIFI Urkunde des Fuhrparkverbandes Austria.

Der delikate Dreiklang

Wie Audi Firmen dabei unterstützt, Kostenoptimierung, Nachhaltigkeit und Mitarbeiterzufriedenheit unter einen Hut zu bringen und wie sich Flotten zukunftssicher aufstellen, verrät Markenleiter Thomas Beran. Interview: Mag. Severin Karl, Fotos: Porsche Holding

Wie hat sich der österreichische Flottenmarkt in den letzten Jahren entwickelt, und welche Rolle spielt Audi aktuell in diesem Segment?

Der österreichische Flottenmarkt befindet sich unserer Ansicht nach wie die gesamte Automobilindustrie im Wandel. Neben den klassischen Kriterien wie Wirtschaftlichkeit und Verfügbarkeit gewinnen Themen wie Elektrifizierung, Nachhaltigkeit und digitale Services zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig beobachten wir, dass Unternehmen ihre Mobilitätsstrategien stärker an Nachhaltigkeitszielen und Mitarbeiterbedürfnissen ausrichten.

Audi ist dabei traditionell eine starke Marke im österreichischen Flottengeschäft. Unsere Position basiert auf einer Kombination aus attraktiven Produkten, hoher Restwertstabilität, innovativen Technologien und einem starken, bewährten und performanten Händlernetz.

Was sind aus Ihrer Sicht derzeit die wichtigsten Anforderungen von Fuhrparkverantwortlichen – eher Kostenoptimierung, Nachhaltigkeit oder Mitarbeiterzufriedenheit?

Erfolgreiches Fuhrparkmanagement bedeutet heute, alle drei Faktoren miteinander in Einklang zu bringen. Kostenoptimierung bleibt selbstverständlich ein zentrales Thema, allerdings rücken die Gesamtkosten über den kompletten Nutzungszyklus hinweg hier zunehmend in den Fokus. Das spielt wiederum elektrifizierten Autos quasi in die Hände und passt gleichzeitig gut dazu, dass Nachhaltigkeit eine immer wichtigere Rolle spielt – nicht nur aufgrund regulatorischer Vorgaben, sondern auch als Teil der Unternehmensstrategie. Doch bei allen strategischen Neuausrichtungen bleiben Firmenfahrzeuge nach wie vor ein wichtiges Instrument zur Zufriedenheit der Mitarbeitenden, die wiederum sehr unterschiedliche Bedürfnisse und Anwendungsprofile mitbringen können. Sie sehen: Es ist ein delikater Dreiklang, den es zu beherrschen gilt. Und einer, für dessen unterschiedliche Ausprägungen wir mit unserem aktuellen Portfolio eigentlich immer ein passendes Angebot in petto haben..

warearchitektur und ausgezeichnete Langstreckentauglichkeit. Darüber hinaus bleiben auch unsere Verbrenner- und Plug-inHybrid-Modelle für bestimmte Einsatzprofile weiterhin relevant. Wir verfolgen einen technologieoffenen Ansatz, um den unterschiedlichen Anforderungen unserer Kunden gerecht zu werden. In den kommenden Jahren werden wir unser elektrisches Portfolio weiter ausbauen und zusätzliche Modelle wie – um nur ein Beispiel zu nennen – den A2 e-tron auf den auf den Markt bringen, die speziell für die Bedürfnisse von Business- und Flottenkunden attraktiv sein werden.

Die Umstellung auf Elektromobilität ist ein zentrales Thema. Welche Herausforderungen sehen Sie für österreichische Unternehmen bei der Elektrifizierung ihrer Flotten – und wie begegnet Audi diesen?

Elektrifizierung ist auch im High Performance Segment angekommen. Etwa in Form des RS 5 bei seiner Premiere im Audi House of Progress in Wien

Die größte Herausforderung bei der Elektrifizierung von Flotten sind heute weniger die Fahrzeuge als die Rahmenbedingungen. Themen wie Ladeinfrastruktur, das Laden zu Hause, Abrechnungsmodelle oder die Akzeptanz der Nutzer spielen für Unternehmen eine zentrale Rolle. Aber auch die Rahmenbedingungen im Bereich der Versteuerung spielen eine wichtige Rolle. Die Einführung eines Sachbezugs für Elektrofahrzeuge ab 1.1.2027 wird demnach dieser Transformation keinen Rückenwind verschaffen. Audi unterstützt diesen Wandel mit einem attraktiven elektrischen Modellportfolio, umfassenden Ladelösungen und kompetenter Beratung. Unser Ziel ist es, den Umstieg auf Elektromobilität für Unternehmen so einfach und planbar wie möglich zu gestalten.

Ein entscheidender Faktor für E-Flotten ist die Ladeinfrastruktur. Welche Lösungen oder Partnerschaften bietet Audi hier, um Unternehmen zu unterstützen?

Welche aktuellen Modelle sind besonders für den Fuhrparkeinsatz geeignet, und welche Neuheiten können Flottenkunden in naher Zukunft erwarten?

Für viele Unternehmen sind derzeit der Audi Q4 e-tron, Audi A6 e-tron sowie der Audi Q6 e-tron besonders interessante Angebote. Alle drei Modelle kombinieren hohe Effizienz, moderne Soft-

Die Ladeinfrastruktur ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Elektrifizierung von Fuhrparks. Deshalb betrachten wir das Fahrzeug nicht isoliert, sondern als Teil eines umfassenden Mobilitätsökosystems. Gemeinsam mit unserer Tochter Moon Power, die etwa gerade auch eine der ersten Wallboxen für bidirektionales Laden auf den Markt gebracht hat, unterstützen wir Unternehmen bei der Planung und Umsetzung von Ladeinfrastruktur am Unternehmensstandort sowie bei Lösungen für das Laden zu Hause. Darüber hinaus ermöglichen unsere Ladeangebote einen komfortablen Zugang zu einem der größten öffentlichen Ladenetzwerke Europas.

Wie sehen Sie die Rolle klassischer Firmenfahrzeuge in einer Zukunft, die zunehmend von Sharing-Modellen und neuen Mobilitätskonzepten geprägt ist?

Wir werden künftig eine stärkere Differenzierung der Mobilitätsbedürfnisse sehen. Sharing-Angebote und multimodale Mobilitätslösungen werden insbesondere in urbanen Räumen an Bedeutung gewinnen.

Gleichzeitig bleibt das Firmenfahrzeug für viele Unternehmen und Mitarbeitende ein zentrales Mobilitätsinstrument. Gerade für Führungskräfte, Außendienstmitarbeiter oder Personen mit hoher Reisetätigkeit bietet das eigene Fahrzeug weiterhin Vorteile hinsichtlich Flexibilität, Verfügbarkeit und Effizienz. Aus unserer Sicht wird es daher kein Entweder-oder geben, sondern ein intelligentes Nebeneinander verschiedener Mobilitätsformen.

Der Flottenmarkt ist hart umkämpft. Wodurch unterscheidet sich Audi aus Ihrer Sicht klar von anderen Herstellern – nicht zuletzt von neu auf den Markt gekommenen Konkurrenten?

Der Wettbewerb ist intensiver geworden, und das ist grundsätzlich positiv, weil er Innovationen fördert. Audi zeichnet sich durch die Kombination aus Premiumanspruch, technologischem Fortschritt und langfristiger Verlässlichkeit aus. Unsere Kunden erhalten nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Gesamtpaket aus Produktqualität, Händler- und Servicenetz, digitaler Kompetenz sowie hoher Wertstabilität.

Gerade im Flottengeschäft sind Faktoren wie Restwertstabilität, Servicequalität und langfristige Partnerschaft oft entscheidender als kurzfristige Kaufanreize. Hier profitieren wir von jahrzehntelanger Erfahrung und einer starken Position im österreichischen Markt.

Bitte um drei zentrale Trends, die Fuhrparkverantwortliche in den nächsten fünf Jahren besonders im Auge behalten sollten!

Erstens: Die weitere Elektrifizierung der Unternehmensmobilität. Die technologische Entwicklung, regulatorische Rahmenbedingungen und die zunehmende Wirtschaftlichkeit werden diesen Trend weiter beschleunigen.

Zweitens: Digitalisierung und datenbasierte Flottensteuerung. Vernetzte Fahrzeuge und intelligente Softwarelösungen werden Effizienzpotenziale sichtbar machen und neue Steuerungsmöglichkeiten eröffnen.

Drittens: Nachhaltigkeit als strategischer Faktor. Unternehmen werden Mobilitätsentscheidungen immer stärker im Kontext ihrer Nachhaltigkeits-Ziele treffen. Dabei geht es nicht nur um Antriebe, sondern um den gesamten Lebenszyklus der Fahrzeuge und die Integration in nachhaltige Unternehmensstrategien.

Wer diese drei Entwicklungen frühzeitig berücksichtigt, wird seine Flotte nicht nur wirtschaftlicher, sondern auch zukunftssicher aufstellen können. •

Die Rahmenbedingungen im Bereich der Versteuerung spielen eine wichtige Rolle. Hier verschafft der Sachbezug keinen Rückenwind.“ Thomas Beran, Markenleiter Audi Österreich

Mit Software zu mehr Transparenz

Im Gespräch mit Wolfgang Schmid, Head of Central Region bei Webfleet, über Fuhrparkthemen, neue EURegelungen und Lösungen für die N1-Tachographenpflicht.

Text: Roland Scharf, Foto: stock.adobe.com/R Studio, Webfleet

In welchen Bereichen bringt Fuhrparksoftware für Fuhrparkmanager den größten Mehrwert?

Welche neuen Lösungen bzw. Produkte bietet Webfleet dafür aktuell bzw. noch vor dem Sommer an?

Der

Software-Nutzen

beschränkt sich nicht nur auf klassische Fuhrparkthemen wie etwa die Tourenplanung.“
Wolfgang Schmid

Der größte Mehrwert liegt darin, aus Fahrzeug- und Mobilitätsdaten konkrete Handlungsempfehlungen abzuleiten. Fuhrparkmanager erhalten eine zentrale Datenbasis, die ihnen hilft, fundierte Entscheidungen für Mitarbeiter, Unternehmen und Nachhaltigkeitsziele zu treffen. Besonders hoch ist der Nutzen in den Bereichen Kostenkontrolle, Sicherheit, Produktivität, Nachhaltigkeit und Compliance. Durch die digitale Erfassung und Auswertung von Flottendaten lassen sich beispielsweise Kraftstoff- und Betriebskosten senken, Wartungen vorausschauend planen, Ausfallzeiten reduzieren und die Fahrzeugauslastung optimieren.

Gerade in Pkw-Flotten schafft Fuhrparksoftware zudem mehr Transparenz über die tatsächliche Fahrzeugnutzung. Fuhrparkverantwortliche können erkennen, welche Fahrzeuge stark oder nur wenig genutzt werden, wie hoch die Auslastung einzelner Standorte ist oder ob der Fahrzeugbestand zur tatsächlichen Mobilitätsnachfrage passt. Dadurch lassen sich Flotten bedarfsgerecht dimensionieren, Mobilitätsbudgets effizienter einsetzen und Investitionsentscheidungen fundierter treffen. Gleichzeitig unterstützt die Software dabei, gesetzliche Vorgaben zuverlässig einzuhalten – etwa bei Führerscheinkontrollen, UVV-Prüfungen, Wartungsintervallen oder Halterpflichten. Auch das Fahrverhalten kann analysiert werden, um die Sicherheit der Fahrer zu erhöhen und Unfallrisiken zu reduzieren. Der Nutzen beschränkt sich dabei nicht auf klassische Fuhrparkthemen wie Fahrzeugverfügbarkeit, Standortbestimmung oder Tourenplanung.

Ein aktueller Schwerpunkt ist der Ausbau unseres OEM.connectProgramms. Seit Juni können auch Fahrzeuge von sechs Marken der Volkswagen Gruppe – Volkswagen Pkw, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Audi, Škoda, Seat und Cupra – direkt mit Webfleet verbunden werden. Die Aktivierung erfolgt innerhalb weniger Minuten über die Fahrgestellnummer (VIN), sodass keine zusätzliche Telematik-Hardware installiert werden muss. Für Fuhrparkmanager bedeutet das einen einfachen Zugang zu wichtigen Fahrzeugdaten. Ergänzend dazu bietet Webfleet mit dem Fahrzeugortungsgerät LINK 140 eine neue Einstiegslösung für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge an. Das kompakte Telematikgerät ermöglicht einen schnellen und unkomplizierten Einstieg in das Flottenmanagement und liefert zentrale Daten für mehr Transparenz, Effizienz und bessere Entscheidungen im täglichen Betrieb.

Wie unterstützt Webfleet Unternehmen bei den neuen Anforderungen? Ist das bereits in der Software abgebildet? Webfleet positioniert das Tachographenpaket an der Schnittstelle zwischen Hardware, Werkstattkoordination und digitalem Compliance-Management: Der Webfleet Tachograph Manager unterstützt Fahrer und Fuhrparkmanager beim digitalen Tachographen-Management. Fahrer erhalten einen Echtzeit-Überblick über ihre verbleibende Lenkzeit und können Touren sowie Ruhezeiten entsprechend planen. Fuhrparkmanager bekommen die relevanten Daten automatisch zur Verfügung gestellt, inklusive Download und Archivierung. Dadurch sinkt der Verwaltungsaufwand, und Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten lassen sich besser vermeiden. •

Die schwere Frage für den Schwerverkehr

Eurowag veröffentlicht ein E-Book zum Thema Schwerverkehrsumstellung und die Zukunft des kommerziellen Verkehrs.

Text: Johannes RIchter, Foto: Eurowag

Während viele noch die Menge an verspeisten Pommes und Schnitzeln in Europa stark überschätzen und pauschal HVO100 als Lösung feiern, beschäftigen sich andere mit einem etwas weniger subjektiven Blick. Auch wenn Eurowag nicht unbedingt objektiv ist, kommt hier eine Leseempfehlung. Das E-Book der Eurowag mit dem Titel „Was kommt nach Diesel?“. Die Einschätzung und Einordnung der im Schwerverkehr genutzten Antriebsformen holt man sich am besten von denen, die mit der Bereitstellungsthematik von Kraftstoffen bestens vertraut sind.

ESG-Reporting im Kern

Im Kern des Dokuments geht es auch um das Erreichen von Emissionszielen. Denn laut E-Book macht der Schwerverkehr 20 Prozent des in Deutschland emittierten CO2 aus. Laut EURegelwerk muss der Schadstoffausstoß bis 2040 um 90 Prozent reduziert werden. Das ist das berühmte gekippte „Verbrenner-Aus“. Es werden Themen wie Zertifikatshandel und Biofuel Swap behandelt und das große Thema Depotladen. Biofuel Swap ist eine Methode, bei der virtuell Biokraftstoff getankt wird, auch wenn er lokal nicht vorrätig ist. Dies wird an anderer Stelle im System ausgeglichen. Dieses Verfahren ist von Dekra zertifiziert und hilft Unternehmen, die Emissionsvorgaben zu erfüllen, auch wenn die Route es eigentlich nicht erlaubt. Das Depotladen ist eine gänzlich neues Feld, bei dem Spediteure vor neue Herausforderungen gestellt werden, wie Abrechnung und Weiterverrechnung von Energie, ein Feld, in dem sie keine Erfahrung haben und im E-Book Unterstützung finden. Wer mit Schwerverkehr zu tun hat oder direkt als Dienstleister für einen Spediteur arbeitet beziehungsweise selber ESG-pflichtig ist und viel mit Scope-3-Transporten zu tun hat, für den ist dieses E-Book von Interesse. Den Link zum E-Book findet man auf flotte.at. •

Tag der Entscheidungen

eMobility Austria hat mit der WKO NÖ zum Power Day geladen, über 130 interessierte Teilnehmer kamen. Text & Fotos: Johannes Richter

Das Ziel der Veranstaltung war klar, niederösterreichische Unternehmen sollen schnell elektrifizieren und ebenso die Vorteile genießen. Welche das im Detail sind, haben die vier Vorträge aufgezeigt. Alles, was dabei vergessen wurde, konnte bei den drei Paneldiskussionen geklärt werden. Es hat sich schnell gezeigt, dass die niederösterreichischen Unternehmer wissenshungrig den Geschehnissen auf der Bühne gelauscht haben.

Informationsgehalt

Das Spannende an dieser Veranstaltung war, dass es nicht nur die großen Fuhrparks angezogen hat, wo die Elektrifizierung direkt zum Business Case wird, sondern vor allem kleine und mittlere Fuhrparks haben sich für die Grundinformationen interessiert – und sie wurden abgeholt. In der Fragerunde war sofort klar, an diesem Tag werden Entscheidungen getroffen. Entweder wurde der Grundstein für den elektrischen Fuhrpark gelegt oder es wurden Erkenntnisse zur bestehenden teilweise elektrischen Flotte abgeholt. Der Start galt den Grundlagen. Elektromobilität im Alltag, Förderungen, Total Cost of Ownership (TCO) Vergleich und eine ehrliche Einschätzung von Vor- und Nachteilen. Weiter ging es mit einem Exkurs zum Thema Ladeinfrastruktur, am Ende wurde über Photovoltaik und Energiegemeinschaften gesprochen. Ein wichtiger Teil bei der Elektrifizierung, obwohl es auch ohne eigene Energieerzeugung eine TCO-Verbesserung gibt, kann die Kostenoptimierung durch eigene Stromerzeugung vorangetrieben werden. •

Der Ausstellungsbereich war vor allem mit lokalen Anbietern und Vertriebspartnern gefüllt, doch auch überregionale Brands waren vor Ort

Ayvens Mobility Guide 2026: Österreich vorne mit dabei

Österreich zählt laut Ayvens zu den fortschrittlichsten E-Mobilitätsmärkten Europas und verfügt mit einer hohen BEV-Durchdringung, einer gut ausgebauten Ladeinfrastruktur und steuerlichen Anreizen über solide Voraussetzungen für die Elektrifizierung von Unternehmensflotten.

Text: Johannes Richter, Fotos: stock.adobe.com/Bulan1, Tahmina Kazim

Österreich zählt bei der E-Mobilität im europäischen Vergleich mittlerweile zu den führenden Märkten. Das zeigt der aktuelle European Mobility Guide 2026 von Ayvens, der 30 europäische Länder anhand von Kriterien wie Fahrzeugdurchdringung, Ladeinfrastruktur, steuerlichen Rahmenbedingungen, Total Cost of Ownership (TCO) und Nachhaltigkeit des Strommixes analysiert. Österreich wird daher der Kategorie „Developed Markets“ zugeordnet. Mit einem BEV-Anteil von 21 Prozent an den Neuzulassungen Anfang 2026 und 36.276 öffentlichen Ladepunkten verfügt der heimische Markt über stabile Voraussetzungen für die Elektrifizierung von Unternehmensflotten. Die Verfügbarkeit von Elektrofahrzeugen gilt dabei zunehmend nicht mehr als limitierender Faktor. Stattdessen rücken wirtschaftliche Aspekte, regulatorische Vorgaben und steuerliche Rahmenbedingungen stärker in den Fokus von Flottenentscheidungen.

Neue Kundengruppen und neue Segmente

liches Wachstumspotenzial gesehen wird. Gleichzeitig gewinnt der Gebrauchtwagenmarkt für Elektrofahrzeuge an Bedeutung. Leasingrückläufer erweitern das Angebot und machen E-Fahrzeuge für zusätzliche Käufergruppen attraktiv. Dadurch entsteht ein weiterer Impuls für die Marktdurchdringung über das Neuwagengeschäft hinaus.

E-Mobilität wird zur wirtschaftlichen und strategischen Entscheidung. In Österreich sind bereits viele Flotten elektrifiziert

Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung im Unternehmenssegment. Firmen mit Operating-Leasing-Modellen weisen bereits heute deutlich höhere Anteile batterieelektrischer Fahrzeuge auf als der Gesamtmarkt. Die Elektrifizierung von Pkw-Flotten stellt damit vielerorts keine grundlegende Herausforderung mehr dar.

Zunehmend rücken andere Fahrzeugsegmente in den Mittelpunkt, allen voran leichte Nutzfahrzeuge, bei denen noch erheb-

Steuervorteile gewinnen an Bedeutung Während direkte Kaufanreize europaweit an Bedeutung verlieren, gewinnen steuerliche Vorteile und planbare Betriebskosten an Gewicht. In Österreich wurde die Bundesförderung „E-Mobilität 2024“ Anfang 2025 beendet, zentrale Begünstigungen wie die NoVA-Befreiung oder Sachbezugsvorteile bei Dienstwagen bleiben jedoch auch nach der Novellierung und den Vorsteuerabzugsmöglichkeiten bestehen. Auch beim Laden verschiebt sich der Fokus: Die Anzahl der Ladepunkte wird zunehmend weniger als Hindernis wahrgenommen, entscheidend sind vielmehr deren Verfügbarkeit im Alltag, ein einfacher Zugang und wirtschaftliche Nutzung. Für Unternehmen wird die Elektrifizierung damit immer stärker zu einer strategischen und betriebswirtschaftlichen Entscheidung. Laut Ayvens wird die nächste Entwicklungsphase vor allem von einer stärkeren Elektrifizierung leichter Nutzfahrzeuge, einem wachsenden Gebrauchtwagenangebot und der weiteren Integration von Ladeinfrastruktur in den Arbeitsalltag geprägt sein. •

Reges Interesse an Steckerautos

Elektroautos und Plug-in-Hybride standen bei der Veranstaltung auf dem Wiener Rathausplatz im Mittelpunkt.

Mehr Aussteller, weniger Tage, gleich viele Besucher. So in etwa lautet die Schlussrechnung der Wiener Elektro Tage 2026, die vom 29. bis zum 31. Mai auf dem Rathausplatz der Bundeshauptstadt abgehalten wurden. Mit zahlreichen Premieren (VW ID. Polo GTI, Audi Q4 e-tron, DS Automobiles N°7, Jeep Compass 4xe, Mazda CX-6e, Xpeng X9 etc.) war die Veranstaltung durchaus zugkräftig, darüber hinaus war das erhöhte Interesse an Autos mit Stecker spürbar. Mit über 70.000 Besuchern freuten sich die Veranstalter über den regen Zulauf. Und das, obwohl

Black Edition für den Sportage

Zu Listenpreisen ab 40.990 Euro bietet Kia den Sportage als Black Edition mit schwarzen Designelementen, exklusiven 19-Zoll-Leichtmetallfelgen und zahlreichen Details in HochglanzSchwarz an. Infotainmentsystem mit KI-Assistent, Online-Navigation sowie Streaming-Diensten, Motoren mit 150 oder 180 PS, Front- oder Allradantrieb.

die Wiener Elektro Tage nur über drei statt wie früher vier Tage liefen. Gegenüber vom Rathausplatz fand sich die Branche zu Mittag im Vestibül des Burgtheaters ein. In einer Paneldiskussion wurde über den Status quo ebenso geredet wie über die Wünsche Richtung Zukunft. Wolfgang Wurm, Geschäftsführer Porsche Austria GmbH & Co OG bei Porsche Holding, meinte: „Die nächsten Schritte Richtung 40 Prozent BEV-Anteil in Österreich müssen zügig sein“, auf den aktuell gefeierten 25 Prozent darf man sich im Hinblick auf mögliche Strafzahlungen nicht ausruhen.

The Chery on top

Chery Tiggo steht mit vier SUVs von Kompakt- bis Premiumklasse hierzulande bereits in einigen Schauräumen. Der Tiggo 4 bildet mit Frontantrieb und 163 Mild-Hybrid-PS die Basis um 23.490 Euro. Flaggschiff ist der Tiggo 9: Das 4,81 Meter lange 4WD-PHEV kann 144 Kilometer rein elektrisch fahren und bietet sieben Sitze.

Ein Sondermodell zur Feier

Das 30-jährige Jubiläum des Citroën Berlingo wird mit einer Sonderedition zelebriert. Der Berlingo 30 ist in den Längen M und XL erhältlich und trägt schwarze 16-Zöller, getönte Scheiben und elektrisch einklappbare Außenspiegel. Innen finden sich zwei 10-Zoll-Screens: als Fahrer-Display und für das Infotainment. Benziner ab 28.979 Euro (110 PS), Diesel ab 29.690 Euro (110 PS), eine stärkere Version bietet Automatik. Im Herbst soll der Berlingo 30 mit Elektroantrieb dazustoßen.

C-Klasse erstmals vollelektrisch

Nach dem Mercedes GLC bringt nun auch die C-Klasse den neuen Kühlergrill auf die Straße. Mit dem C 400 4Matic startet die neue Mittelklasse vollelektrisch. Für 489 PS, Allrad und eine 94,5 kWh große Batterie werden ab 68.550 Euro ausgerufen. Weitere Modelle folgen, mit Heckantrieb sollen rund 800 Kilometer Reichweite möglich sein.

Mehr Rallye-DNA, mehr Modelle

Mit „Ready, Set, Ford“ setzt Ford auf Abenteuer, Emotion und Profi-Kompetenz. Und startet die ambitionierteste Produktoffensive seit Jahren mit neuen Modellen, Partnerschaften und Konzepten.

Text: Petra Mühr, Fotos: Ford, Petra Mühr (1)

Wir bauen keine Fahrzeuge, um regulatorische Auflagen zu erfüllen, wir bauen sie für Menschen.“

Mit diesen Worten umreißt Jim Baumbick, Präsident Ford Europa, die neue Markenstrategie „Ready, Set, Ford“. Klingt wie und ist ein Slogan und zudem ein handfestes Restrukturierungsprogramm: neue Modelle, Partnerschaften, Technologien und klares Bekenntnis zum europäischen Markt. Die „neue“ Plattform gliedert sich in drei Kundenwelten: Build für Macher, Handwerker und Gewerbetreibende, Thrill für fahrdynamisch ambitionierte Käufer und Adventure für Offroad- und Outdoorenthusiasten.

Sieben Modelle, eine Handschrift

Bis Ende 2029 kündigt Ford sieben neue Fahrzeuge für Europa an. Den Anfang machen zwei Nutzfahrzeuge: Der Ford Pro Ranger Super Duty mit acht Tonnen Gesamtzuggewicht, 4,5 Tonnen Anhängelast und knapp zwei Tonnen Nutzlast richtet sich primär an Rettungsdienste, Militär und Forstwirtschaft. Daneben steht der vollelektrische Transit City mit bis zu 254 Kilometern Reichweite, der noch 2026 in den Handel kommt.

Fünf völlig neue Pkw-Modelle folgen: Ab 2028 ein Kompakt-SUV der Bronco-

Familie, bis 2029 ein elektrischer Kleinwagen im B-Segment, ein kleines vollelektrisches SUV sowie zwei weitere Multi-Energy-Crossover.

Race to Road: Rallye-DNA im Alltag Allen neuen Pkw-Modellen liegt ein gemeinsames Konzept zugrunde, das Ford „Race to Road“ nennt: Technologien und Charaktereigenschaften aus dem Rallyesport fließen direkt in die Serienfahrzeuge ein. Das Ergebnis sind Fahrzeuge, die die Agilität des Mustang mit der Geländetauglichkeit des Raptor verbinden.

Ford Pro: mehr als Transporter

Ford Pro (seit elf Jahren meistverkaufte Nutzfahrzeugmarke in Europa) entwickelt sich zum integrierten Produktivitätspartner: 1,2 Millionen vernetzte Kunden in Europa, plus 30 Prozent Software-Abonnements im 1. Quartal 2026 und eine Halbierung der Reparaturzeiten durch die neuen Dealer Uptime Services. Das UptimeKonzept (Auswertung der Fahrzeugdaten vor dem Werkstattbesuch, bereits reservierte Ersatzteile und Kapazitäten) ist ein relevanter Hebel für die Gesamtbetriebskosten: 80 Prozent aller Reparaturen wurden so in Pilotprojekten proaktiv erkannt. •

Rallye-Gene für die Straße: Mit fünf neuen Pkw-Modellen und zwei Nutzfahrzeugen läutet Ford die ambitionierteste Produktoffensive der Marke in Europa seit Jahren ein

Eine Marke erreicht den nächsten Gipfel

Monatelang war er nur mit Tarnfolie zu sehen, der Škoda Peaq: Doch nun wurde das Geheimnis gelüftet, das fünf- oder siebensitzige E-Auto wird auch bei Flotten frischen Wind bringen. Text: Mag. Heinz Müller, Fotos: Škoda

Und plötzlich sind es vier (oder sogar fünf, weil man in Österreich beim Enyaq das Coupé als eigenes Modell zählt): Die Rede ist von den Elektroautos von Škoda. Lange Zeit hielt der Enyaq alleine die Stellung (oder eben zu zweit, wie man’s nimmt), dann kam der Elroq. Vor wenigen Wochen wurde der kleine Epiq vorgestellt, und jetzt ist mit dem Peaq der Gipfel dessen erreicht, was der tschechische Hersteller im Angebot hat.

Verkauf läuft bereits

Was bei dem Termin Ende Juni auffiel: Die Leute aus Mladá Boleslav scheinen einen guten Draht nach ganz oben zu haben. Nein, nicht nur in den Volkswagen-Konzern in Wolfsburg, sondern auch zu dem, was man als „Wettergott“ bezeichnet: Denn für die Weltpremiere des Peaq hatte man sich natürlich einen Gipfel ausgesucht, den Mont Salève, südlich von Genf in Frankreich gelegen. Nur 1.379 Meter hoch, aber mit herrlichem Blick auf den See und den Mont Blanc im Süden – aber nur bei schönem Wetter wie an jenem Tag. Und so stand ein halbes Dutzend Peaq am Gipfel: anfangs verhüllt, dann im Licht der Abendsonne glitzernd.

Am Morgen nach der Premiere startete der Verkauf des 4,87 Meter langen Peaq. Wer schnell ist, hat gute Chancen, noch heuer eines der wenige hundert Autos zu ergattern, die ab Oktober nach Österreich kommen. Ewig lange Wartezeiten wie seinerzeit beim Enyaq soll es nicht geben, verspricht der Hersteller.

2 Batteriegrößen und Allrad

Der Preis: 41.650 Euro (exkl. MwSt.) für die Version mit 150 kW (204 PS) und 63 kWh großer Batterie (449 km Reichweite), das ergibt bei Finanzierung 35.900 Euro. Flotten werden vermutlich auf den 91 kWh großen (und 628 Kilometer schaffenden) Peaq zugreifen, der bei Finanzierung mit 45.242 Euro (exkl.) in der Liste steht. Es gibt neben der Version „Selection“ auch den „Sportline“ mit rund 5.000 Euro Aufpreis. Allrad ist ebenfalls verfügbar. Die Ladeleistung: Beim Peaq 90 dauert es 28 Minuten von 10 auf 80 Prozent, beim Peaq 60 sind es 27. Wie sich das Auto fährt, wird sich bei späteren Tests zeigen (der Covered Drive im März brachte wenig Eindrücke): Der Innenraum wirkt jedenfalls sehr hochwertig, hervorzuheben ist die Vielzahl von Schaltern für Klimatisierung und ähnlich Wichtiges. •

Ein zentraler Bildschirm, darunter große Schalter für die Klimaanlage etc. Der Frunk reicht für Ladekabel und Rollo. Die Anhängerkupplung ist serienmäßig, 1.800 bis 2.000 Kilo (je nach Version) können gezogen werden. Die LoungeSitze kosten Aufpreis

Leistung | Drehmoment 204

Škoda Peaq Einstiegs-Version: 60 Flotten-Tipp: Selection 90x

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0–100 km/h | Vmax 8,4 s | 160 km/h6,7 s | 180 km/h

Reichweite | Antrieb 449 km | Hinterrad597 km | Allrad Ø-Verbrauch | Batterie 15,1 kWh | 63/59 kWh16,3 kWh | 91/86 kWh

Laden AC 11 kW, 6:30 h (0–100 %)11 kW, 9:00 h (0–100 %)

Laden DC 160 kW, 27 min (10–80 %)199 kW, 28 min (10–80 %)

Kofferraum | Zuladung 935 (5 Sitze) | 532 kg 299 (7-Sitze) l | 434 kg

Basispreis | NoVA 41.650 € (exkl.) | 0 %53.490 € (exkl.) | 0 %

Das gefällt uns: die eleganten Linien, der flexible, große Innenraum

Das vermissen wir: 800-Volt-Technologie für schnelleres Laden

Die Alternativen: Hyundai Ioniq 9, Kia EV9

Werksangaben (WLTP)

Vom Airport ins Meeting

700 Kilometer Reichweite, Platz für bis zu acht Personen und BusinessClass-Komfort: Der neue Mercedes VLE will Shuttle-Dienste, Hotels und Firmenflotten überzeugen.

Text:

Kurvenreiche Bergstraßen rund um Bilbao, fünf Meter Fahrzeuglänge, acht Sitzplätze … und trotzdem haben wir das Gefühl, wie mit einem Luftkissenboot durch jede Kehre und über jede Unebenheit zu schweben: Der neue Mercedes-Benz VLE nennt sich zu Recht „Grand Limousine, auch wenn er ein elektrischer LuxusGroßraum-Van ist. Der VLE richtet sich im Vergleich zum Vorgänger EQV an eine noch breitere Kundengruppe mit „breiterer Streuung und Differenzierung, weil er noch größer, komfortabler und luxuriöser geworden ist“, so Dr. Marion Friese, Leiterin Marketing Mercedes-Benz Vans. „Er bietet sich als Basis-Shuttle-Fahrzeug an, aber auch als Executive- und Luxury-Shuttle.“

Reichweite, die überzeugt

Der VLE basiert auf der neuen Van.EAArchitektur mit 800-Volt-Technologie. Die WLTP-Reichweite liegt bei über 700 Kilometern, in nur 15 Minuten lassen sich bis zu 355 Kilometer nachladen. Für Unternehmen, die bisher beim Umstieg auf Elektromobilität gezögert haben, dürfte das ein entscheidendes Argument sein, zumal Shuttle-Betreiber und Hotels meist klar definierte Fahrprofile haben und Ladezeiten gut planen können.

Luxus-Limo & City-Car

Neben Berg-Kurven-Räubern und Autobahn-Schweben überzeugt der VLE auch mit Wendigkeit und Stadtauto-Talenten. Die optionale Hinterachslenkung reduziert den Wendekreis auf lediglich 10,9 Meter. In einer engen Sackgasse „stecken bleiben“ ist Vergangenheit: Dank automatischen Rückwärtsfahrens pilotiert der VLE bis zu 150 Meter selbstständig auf der gefahrenen Linie retour.

Variable Business Lounge

Sein Top-Talent spielt der VLE im Innenraum aus. Je nach Konfiguration bietet er fünf bis acht Sitzplätze. Die Roll & Go-Sitze (nur manuell verstellbare) lassen sich hin- und herschieben, (mit entsprechender Muskelkraft) herausnehmen, rollen und in anderer Position einbauen. Derzeit ist die Standardversion VLE 300 mit unterschiedlicher Bestuhlung zu bestellen. •

Das neue MB.OS Betriebssystem ermöglicht Over-the-AirUpdates, der optionale MBUX Superscreen in Reihe zwei je nach Wunsch bis zu zwei Videokonferenzen oder Filme

Mercedes VLE Flotten-Tipp: 300 5-Sitzer Testmodell: 300 7-Sitzer

Leistung | Drehmoment 276

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Nm 0–100 km/h | Vmax9,5 s | 180 km/h9,5 s | 180

Getriebe | Antrieb Automatik | FrontAutomatik | Front Reichweite | Batterie713 km | 115 kWh703 km | 115 kWh Ø-Verbrauch18,4 kWh/100 km18,7 kWh/100 km

Laden AC 11 kW, k. A. 11 kW, k. A.

Laden DC 300 kW, 25 min (10–80 %)300 kW, 25 min (10–80 %) Kofferraum | Zuladung 795–4.078 l | 560 kg795–4.078 l | 560 kg

Basispreis | NoVA72.136 € (exkl.) | 0 % k. A.

Das gefällt uns: Luxus, so weit das Auge reicht

Das vermissen wir: die Allradversion (ab September bestellbar)

Die Alternativen: am ehesten noch der Xpeng X9 Werksangaben (WLTP)

Kombi aus Rasanz und Effizienz

25 Jahre Erfahrung in der Hybridtechnik machen aus dem neuen Honda Prelude einen Effizienzkaiser. Dabei kommt der Fahrspaß aber nicht zu kurz.

Text: Mag. Andreas Granzer-Schrödl, Fotos: Mag. Andreas Granzer-Schrödl, Honda

Der Vertreter der VollhybridKunst ruft eine Systemleistung von 184 PS ab, das reicht für zügiges Vorankommen auf jeden Fall. Für die Vorwärtsfahrt gibt es drei Fahrmodi, beim zusätzlichen vierten Fahrmodus schaltet man per Lenkradwippen selbst. Beim Herausbeschleunigen meldet sich brachialer Sound zu Wort, die Kombination aus einem 2,0-l-Benzinmotor und zwei Elektromotoren sorgt für 315 Nm Drehmoment. Der Sprint von null auf Landstraßen-Maximaltempo dauert knapp über 8 Sekunden, bei 188 km/h ist laut Werksangabe Schluss.

Technik aus dem Civic Type-R Neben der angesprochen Erfahrung aus zweieinhalb Jahrzehnten Hybridtechnologie fließen in das neue Sportcoupé der Japaner Fahrwerkstechnologie aus dem Civic Type-R, adaptive Dämpfer und das neueste Agile Handling System (AHA) von Honda ein. Das sorgt für sichere Straßenlage auch bei beherzter Fahrt. Was aber überzeugt, ist der niedrige Spritverbrauch, egal ob man gemütlich dahinrollt oder der Gasfuß einmal stärker bemüht wird. Für die hohe Effizienz sorgt unter anderem ein komplett neuer Leerlauf-Modus, der die regenerative

Bremsfunktion deaktiviert, womit der Prelude unter Zuhilfenahme seiner eigenen Dynamik sparsam und leise dahingleitet. Freunde der Rekuperation kommen ebenfalls nicht zu kurz, gleich sieben Stufen stehen hier bereit, die per Lenkradwippen einzustellen sind. Bei einer Testrunde durch teils bekanntere, teils noch nie gesehene Ortschaften im Weinviertel, durchaus mit einer gewissen Vehemenz beim Herausbeschleunigen, hielt sich der Spritverbrauch mit gerade einmal 6,0 Litern mehr als in Grenzen. So ergibt Fahrspaß auch ökologisch Sinn.

Gute Abstimmung

Ob sich angesichts eines Basispreises von knapp über 50.000 Euro – die Mehrausstattungsoptionen bleiben übersichtlich – die Anschaffung lohnt, muss jede und jeder für sich selbst entscheiden. Auf jeden Fall bekommt man ein motorisch gut abgestimmtes, effizientes Fahrzeug, das sich für Fahrten zu zweit durchaus eignet. Vom sportlichen Einstieg auf die Rückbank wird abgeraten, denn ab einer gewissen Körpergröße kann der Kopf direkt an der Innenseite der (großen) Heckklappe abgelegt werden. Bequem ist das aber nicht. •

Aufgeräumter Arbeitsplatz, Sound-System von Bose, angenehme Materialien im Innenraum und eine große Heckklappe fahren serienmäßig mit

Honda Prelude

Testmodell: Honda Prelude e:HEV

Hubraum | Zylinder1.993 cm3 | 4

Leistung 143 PS + 135 kW E-Motor

Drehmoment 186 Nm + 315 Nm E-Motor

0–100 km/h | Vmax8,2 s | 188 km/h

Getriebe | Antrieb Automatik

Ø-Verbrauch | CO2 5,2 l S | 117 g/km

Kofferraum | Zuladung 264–760 l | 370 kg

Basispreis | NoVA52.840 € (inkl.) | 5 %

Das gefällt uns: gute Fahrleistungen, niedriger Spritverbrauch

Das vermissen wir: mehr Platz auf der Rückbank

Die Alternativen: BMW 220i Coupé, Toyota GR86

Werksangaben (WLTP)

Die neue Mitte

Der BMW iX3 ist schon länger seiner ursprünglichen Fahrzeugkategorie entwachsen. Sowohl in der Größe als auch im Preis. Doch das Rezept stimmt nach wie vor und BMW stellt ein begehrenswertes Auto auf die Straße.

Text: Johannes Richter, Fotos: Kevin Kada

Als die „neue Klasse“ vorgestellt wurde, war sofort klar: Bei BMW wurden die Hausaufgaben gemacht. Die Benchmark liegt auf dem Tisch. Das wurde damit unterstrichen, dass, als die Bestellung für den iX3 geöffnet wurde, er in sehr kurzer Zeit für die Auslieferung 2026 ausverkauft war. Wer zu spät bestellt hat, muss Geduld mitbringen.

Kopf aus

Was hat am meisten gestresst in den Anfängen der Elektromobilität? Die Ladeplanung. Die Angst, irgendwo stehen zu bleiben und gestrandet zu sein. Das sind Gedanken aus der Vergangenheit. Einsteigen und losfahren, wie zu Verbrennerzeiten. Schluss mit den Urlauben, in denen man sich die Ladestationen entlang der Route markiert hat. Das Auto macht. Man sagt ihm das Ziel und es berechnet. Wenn der Strom reicht bis zum Ziel, super. Wenn nicht, auch okay, denn genau so getestet: ausgestiegen, angesteckt, auf Toilette gegangen, abgesteckt, 300 Kilometer mehr Reichweite. Dieser Stopp hat in Summe neun Minuten gedauert. Das ist verkraftbar. Insgesamt umfasste der Testzeitraum überdurchschnittlich viel Autobahn und hohe Geschwindigkeiten. Somit sind nur etwa 80 Prozent der WLTPReichweite zusammengekommen. Das sind dennoch weit über 600 Kilometer. Schöne neue Klasse.

Welt an Wer sich traut, schaltet den Autobahnassistenten ein und schaut dem Auto beim Fahren zu. Geschwindigkeit und Abstände einzuhalten ist der Pflichtteil. Selbstständig die passende Geschwindigkeit zu wählen und notwendigenfalls zu überholen, ist die Kür. Die ersten Meter mit diesem System kosten Überwindung und der Puls steigt ins nicht mehr Messbare. Wenn der Wagen mal gezeigt hat, was er kann, wird es leichter. Sobald es runter von der Autobahn geht, kann man ja wieder selbst die 469 PS fordern und einen der besten adaptiven One-Pedal-Drives erleben, die es gibt. Es ist schon bezeichnend, wenn sich die Geister am Design eines Lenkrads scheiden. Das zeugt davon, dass es sonst an diesem Auto nichts zu meckern gibt. So ist es auch, objektiv betrachtet fehlt dem Auto nur mehr die Kühlung des Handy-Ladepads. Subjektiv betrachtet, ist das Panoramic Vision Display unter der Scheibe eine der besten Neuerungen und macht jedes Head-up-Display quasi obsolet. BMW dachte sich dennoch: Redundanz fetzt. •

Bequeme Sitze auch in der zweiten Reihe inklusive verstellbarer Rückenlehne. Gesungen: „Der Frunk der hat zwei Deckel, zwei Deckel hat der Frunk.“ Futuristisches Innendesign, das man schnell zu schätzen weiß BMW iX3 Flotten-Tipp: 40 Testmodell: 50 xDrive

Leistung | Drehmoment 320 PS (235 kW) |

0–100 km/h | Vmax 5,9 s | 200 km/h4,9 s | 210 km/h

Reichweite | Antrieb 637 km | Hinterrad805 km | Allrad Ø-Verbrauch | Batterie 16,4 kWh | 82,6 kWh17,1 kWh | 108,7 kWh

Laden AC 11 kW, 8:15 h (0–100 %)11 kW, 11 h (0–100 %)

Laden DC 300 kW, 21 min (10–80 %)400 kW, 21 min (10–80 %)

Kofferraum | Zuladung 520–1.750 l | 540 kg520–1.750 l | 540 kg Basispreis | NoVA 52.833 € (exkl.) | 0 %59.083 € (exkl.) | 0 %

Das gefällt uns: Panoramic Vison Display

Das vermissen wir: gekühlte Ladeschale

Die Alternativen: Mercedes GLC, Audi Q6 e-tron, Volvo EX60, Xpeng G6 Werksangaben (WLTP)

Rot und Spiele für viele

Nur Vernunft allein kanns ja auch nicht sein. Als Sportline mit MHD-Benziner zeigt dieser Škoda Octavia, dass Fahrspaß ohne schlechtes Gewissen in eine nüchterne Fahrzeugklasse passt.

Text & Fotos: Roland

Als seriöser Octavia hat man es heutzutage schon schwer: Als beliebter Firmenwagen gibt es ihn allerorts zu sehen, ist meist in Weiß, Silber, Grau oder Silbergrau anzutreffen und immer, wirklich immer schlägt unter der vorderen Haube ein Selbstzünderherz. Das muss aber alles nicht sein. Wenn man nicht täglich von Wien nach Salzburg und zurück fährt, gibt es durchaus reizvolle Alternativen. Rot zum Beispiel. Als Benziner. Und ein wenig sportlich noch dazu. So wie diesen hier.

Lockerer Scheitel

Konkret treffen in diesem Combi der 1,5-TSI-Benziner mit vier Zylindern, 150 Pferden und Mild-Hybrid-Unterstützung, Siebengang-DSG und die reizvolle Sportline-Ausstattung aufeinander, was bedeutet: knackige Sportsitze, kraftvoller Antritt, ein in Schwarz gehaltener Innenraum und knapp über fünf Liter Verbrauch lassen den doch recht vernunftbetonten Octavia spürbar lässiger wirken, ohne gleich in Völlerei zu schwimmen. So wie wenn man einen streng gezogenen Scheitel mal ein wenig verwuschelt und mit Gel versieht. Dazu kommt eine überkomplette Ausstattung, die bis zum ver-

stellbaren Fahrwerk eigentlich keine Wünsche offen lässt. Somit wäre auch das zusätzliche Sportline-Paket für knapp 1.000 Euro vernachlässigbar, das vor allem aus Matrix-LED-Licht, extragedämmten Scheiben und dem Einparkassistenten besteht, womit wir beim entscheidenden Punkt wären: Was kostet so ein Velvetroter Škoda denn?

Geschick gefragt

Los geht es bei 46.390 Euro, was natürlich eine Hausnummer ist. Andererseits: Der gleich starke Diesel kommt als Sportline schon auf 48.350 Euro, und möchte man den Selection entsprechend aufrüsten, kommt man schnell auf eine höhere Summe. Und wer meint, auf den mHEV genannten 48-Volt-Mild-Hybrid-Antrieb zu verzichten: Das spart knapp 2.000 Euro trotz zwei Prozentchen mehr NoVA, bringt am Papier indes 0,4 Liter Verbrauchsvorteil und die DSG-Box noch dazu. Zudem steht die extra E-Power gerade dem Sportline gut zu Gesicht, sodass es wohl schlauer wäre, die 1.100 Euro für die 18-Zöller zu verschmerzen, die nicht ganz so galant Schläge wegdämpfen. Und der Rest liegt dann ganz im Verhandlungsgeschick mit der Buchhaltung. •

Octavia innen praktisch und ergonomisch. Der riesige Kofferraum half uns bei der FLEET Convention ungemein, da wirklich alles auf einmal hineinpasste

Škoda

Octavia Combi

Flotten-Tipp: TDI Selection

Testmodell: TSI MHD Sportline

Hubraum | Zylinder1.968 cm3 | 41.498 cm3 | 4

Leistung 115 PS (85 kW) 150 PS (110 kW)

Drehmoment 300 Nm ab 1.600/min250 Nm ab 1.500/min 0–100 km/h | Vmax10,1 s | 206 km/h8,6 s | 225 km/h

Getriebe | Antrieb 6-Gang man. | Vorderrad7-Gang aut. | Vorderrad Ø-Verbrauch | CO2 4,4 l D | 116 g/km5 l S | 114 g/km

Kofferraum | Zuladung 640–1.700 l | 486 kg640–1.700 l | 505 kg

Basispreis | NoVA38.950 € (inkl.) | 5 %46.390 € (inkl.) | 4 %

Das gefällt uns: alles, was Sinn ergibt, kompromiert in einem Auto

Das vermissen wir: die 19-Zoll-Räder

Die Alternativen: VW Golf Variant, Opel Astra ST Werksangaben (WLTP)

Škoda Octavia Combi

Ein Boost in Blau

Die Bezeichnungen der Chinesen ergeben schon Sinn. Der Basis-Atto-2 mag aktiv sein, richtigen Schub bekommt man aber vor allem im Top-PHEV. Text & Fotos: Mag. Severin Karl

Beim Atto 2 DM-i gibt es wenige Möglichkeiten, sich das Auto zu individualisieren. Nur Lackierungen finden sich unter den Aufpreisposten, wobei unser Midnight Blue sogar kostenfrei ist. Es geht also klassisch chinesisch zu: Nimm die Basis Active und werde glücklich. Oder nimm den Boost und werde etwas glücklicher.

Mehr Sicherheit, mehr Komfort Warum das so ist, ist schnell erklärt: Um 3.000 Euro Mehrpreis findet sich eine 18-kWh-Batterie im Boden des Plug-in-Hybrids (bei BYD eben: DM-i), die für 90 WLTP-Kilometer gut ist. Im Test kamen wir auf 85 Kilometer, das passt! Bei Active reicht die weit geringere Kapazität für gerade 40 E-Kilometer. Kein Grund, sich diese Doppel-Technologie zuzulegen. Weiters bietet Boost automatisch mehr Sicherheit (360-Grad-Kameras, Parksensoren auch vorn), mehr Komfort (E-Fahrersitz, Vordersitz und Lenkrad beheizbar) und bessere E-Features wie die Vehicle-to-Load-Funktion und vor allem den schnelleren Onboard-Charger, der die Leitungen mit 6,6 kW glühen lässt. Und obwohl die Leistungsdaten sich nicht unterscheiden, gibt es zudem einen sportlichen Zusatzkick: Geradeaus schießt das 4,33 Meter lange City-SUV in 7,5

Sekunden auf 100 km/h. Deutlich flotter. Im Test konnten wir auf der Autobahn ein sattes Dahinschnüren mit guter Straßenlage feststellen, das auf schlechteren Untergründen bei mittleren Geschwindigkeiten jedoch wenig feinem Herumgeholpere wich.

Emotionslose Fahrmodi

Das Fahrerdisplay ist mit Infos überfrachtet, die Navikarte kann hier auf einem schmalen Streifen angezeigt werden. Darüber müssen ja noch Infos Platz finden … Gewohnt emotionslos werden Fahrmodi visualisiert, nämlich nur kurz beim Wechseln.

Zwischen den Menüs am Touchscreen fehlen Shortcuts, es führt immer ein Umweg über das Hauptmenü. Zu kleine Schriften! Optisch ist der Innenraum schön gestaltet, manches Material wirkt weniger hochwertig. Rein elektrisch ist mit rund 21 kWh Verbrauch zu rechnen, ohne Aufladung sind es etwa 5,3 Liter. •

Schickes Interieur, das Fahrerdisplay ist aber emotionslos: Man sieht etwa nicht, in welchem Modus man fährt. Für die 4,3-Meter-Klasse passt das Kofferraumangebot

BYD

Atto 2 DM-i

Basismodell: Active Testmodell: Boost Hubraum | Zylinder1.498 cm3 | 41.498 cm3 | 4

Drehmoment 122 Nm

Leistung 98 PS + 145 kW E-Motor98 PS + 145 kW E-Motor

0–100 km/h | Vmax9,1 s | 180 km/h7,5 s | 180 km/h

E-Reichweite | Batterie 40 km | 7,8 kWh90 km | 18 kWh

Laden AC 3,3 kW, 2:42 h (15–100 %) 6,6 kW, 3 h (15–100 %)

Ø-Verbrauch | CO2 3,1 l S | 69 g/km1,8 l S | 41 g/km

Kofferraum | Zuladung 425–1.335 l | 490 kg425–1.335 l | 490 kg

Basispreis | NoVA28.480 € (inkl.) | 0 %31.480 € (inkl.) | 0 %

Das gefällt uns: gutes PHEV-Package, keine Extralisten

Das vermissen wir: im Alltag vor allem Shortcuts zwischen Funktionen

Die Alternativen: Toyota C-HR PHEV. In dieser Klasse sonst nur HEV! Werksangaben (WLTP)

Ein China-Bär in der Alpenrepublik

Der Jaecoo 7 verdreht mit seinem naturburschikosen Auftritt an der Kreuzung die Köpfe. Wie schlägt sich das Premierenmodell der neuen Marke im Test?

Text & Fotos: Mag. Bernhard Katzinger

Wenn der Kompakt-SUV aus dem Chery-Konzern, der seit dem Frühjahr mit den Marken Omoda und Jaecoo auf dem österreichischen

Markt mitspielt, seinen Auftritt an der österreichischen Kreuzung hinlegt, sind offene Münder keine Seltenheit. Das liegt in erster Linie an der bulligen Front und der selbstbewusst kastenartigen Form, die an klassische amerikanische Geländewagen erinnert. Das atmet förmlich jenen Offroad-Charakter, den Jaecoo betonen möchte, und sorgt dafür, dass der Jaecoo 7 größer wirkt, als er eigentlich ist: Mit 4,50 Meter Länge reiht er sich in die Kompakt-SUV-Klasse ein.

Gut angelegtes Geld?

Auch, was Ausstattung betrifft, gibt’s beim Jaecoo 7 einiges fürs Geld. Unser Testwagen verwöhnte uns als Premium-Line zusätzlich zur ohnehin schon üppigen Ausstattungsliste mit beheizten und belüfteten Sitzen, HUD und Panoramadach. Die hoch zeitgemäße Phalanx an SicherheitsAssistenten und Selbstfahr-Funktionen lässt keine Wünsche offen. Das gilt auch dafür, dass sich die lästigeren davon zeitweilig deaktivieren lassen. Der Einstiegspreis liegt für die Comfort-Line bei 35.990 Euro, bereits inklusive: 540-Grad-Kamera (richtig gelesen, mit „Glasboden-Ansicht“),

14,8-Zoll-Touchscreen, Abstandsregeltempomat, Spurhalteassistent oder Kollisionswarner.

Komfortbetontes Fahren

Beim Antrieb wird im getesteten Plugin ein Vierzylinder-Benziner per stufenlosem Getriebe mit einem E-Motor zusammengespannt, fertig ist das „Super Hybrid System“ (SHS), wie Jaecoo es nennt. Das läuft, solange man zivilisiert fährt, ausgesprochen smooth und bis zu 90 Kilometer (im Test eher 75) vollelektrisch.

Das Fahrerlebnis insgesamt ist eher komfortbetont, das gilt auch fürs Gestühl und das taktile Kapitel – interessanter Mix aus robusten Kunststoffen und feinen Tuchen – sowie das Fahrwerk.

Nachzuprüfen, ob die im Fahrzeug speicherbare Energie tatsächlich für 1.200 Kilometer reicht, überstieg zwar unser Testvolumen, so viel lässt sich jedoch sagen: Reichweitenangst wird im Jaecoo 7 kein Thema sein. •

Nicht nur die Front ist ein Hingucker, sondern auch manches Detail im komfortablen Innenraum des Jaecoo 7. Das Angebot an Assistenzsystemen ist auf Höhe der Zeit und im Marktvergleich wohlfeil

Jaecoo 7Verbrennervariante: AWD Testmodell: Plug-in Premium-Line

Hubraum | Zylinder1.598 cm3 | 41.499 cm3 | 4

Leistung 147 PS | 108 kW 143 PS + 150 kW E-Motor

Drehmoment 275 Nm 215 Nm + 310 Nm E-Motor

0–100 km/h | Vmax11,8 s | 180 km/h8,5 s | 180 km/h

E-Reichweite | Batterie 90 km | 18,3 kWh

Laden AC 6,6 kW, xx h (0–100 %)

Ø-Verbrauch | CO2 8 l S/D | 182 g/km2,4 l S | 53 g/km

Kofferraum | Zuladung 500–1.349 l | 459 kg500–1.265 l | 440 kg

Basispreis | NoVA36.490 € (inkl.) | 18 %39.490 € (inkl.) | 0 %

Das gefällt uns: bäriger Auftritt, guter Komfort

Das vermissen wir: mehr batterieelektrische Reichweite

Die Alternativen: Kia Sportage PHEV, BYD Atto 2 DM-i, Jeep Compass Werksangaben (WLTP)

Familiengold

MG lädt ein, den Schritt zurück zum Pragmatismus zu gehen und macht die Entscheidung sehr leicht. Der MGS6 EV wirkt dabei nicht wie eine Kompromisslösung.

Text: Johannes Richter, Fotos: Roland Scharf

Willkommen bei einem Gedankenexperiment. Man nehme die maslowsche Bedürfnispyramide und wende sie auf die Wahl des neuen Familienautos an.

Grundbedürfnis

Für eine Familie ist der Platz eines der wichtigsten Kriterien. Der MGS6 EV hat davon genug. Fünf Erwachsene finden bequem Platz. Sollten in der zweiten Reihe jedoch Kinder sitzen, dann erleichtert es das Reinheben und Angurten. Der Kofferraum ist groß genug für den Familienhund und das Reisegepäck. Wem das nicht reicht, der weicht auf den großen Frunk (102–124 Liter) aus.

Sicherheitsbedürfnis

Sieben Airbags inklusive einem in der Mitte zwischen den beiden vorderen Sitzen. Ein Satz Bremsen, der den Riesen in nur 36 Metern zum Stehen bringt. Und ein 5-Sterne-NCAPTest. Außerdem sind in der Liste der Fahrassistenten mehr Abkürzungen zu finden, als in dem berühmten Song der Fantastischen Vier.

Sozialbedürfnis

Anders als bei Maslow kommt hier der Preis ins Spiel. Denn der Startpreis ist

für ein 4,7 Meter langes SUV überraschend niedrig. Selbst wenn man die ganzen Boni ignoriert, startet er bei unter 36.000 Euro netto und auch mit der Allrad-Version kann man unter 42.000 Euro netto bleiben.

Individualbedürfnis

Das Wohlbefinden kommt meist mit dem komfortablen Sitzerlebnis. Da kann der MG punkten. Man fühlt sich auf den Sitzen auch für sehr lange Strecken gut gewappnet. Der Familienurlaub ist gerettet. Die zweite Reihe kann währenddessen durch das Panoramaglasdach den Himmel im Auge behalten. Sollte dieser mal fad werden, hat es im Fond noch zwei USB-CSteckdosen.

Selbstverwirklichung

Mit einer WLTP-Reichweite von 485 Kilometern beim Allrad-Modell steht einem nichts mehr im Wege. Der Testverbrauch lag sogar noch klar unter den 18 kWh. Die über 400 PS mögen beim Familienauto nicht notwendig sein, aber wenn sie schon einmal da sind, kann man sie auch nutzen. Dann spurtet der Zweitonner in etwa 5 Sekunden auf 100 km/h.

Fazit: Der MGS6 EV deckt die gesamte Familien-Bedürfnis-Pyramide ab. •

Alles drin und dort, wo man es sucht. Logische Bedienung, gutes System und bequeme Sitze. Die Aufpreisliste umfasst nur die Farbe, die mit 660 Euro netto zu Buche schlägt

MGS6 EV Flotten-Tipp: Comfort 2WD

Testmodell: Luxury 4WD

Leistung | Drehmoment 244 PS (180 kW) | 350 Nm407 PS (299 kW) | 540 Nm

Dauerleistung | Gewicht k. A. | 1.880 kg100 kW | 2.005 kg

0–100 km/h | Vmax 7,3 s | 200 km/h5,1 s | 200 km/h

Reichweite | Antrieb 530 km | Hinterrad485 km | Vorderrad Ø-Verbrauch | Batterie 16,6 kWh | 77 kWh18,1 kWh | 77 kWh

Laden AC 11 kW, 7 h (0–100 %)11 kW, 7 h (0–100 %)

Laden DC 144 kW, 38 min (10–80 %)144 kW, 38 min (10–80 %)

Kofferraum | Zuladung 674–1.910 l | 460 kg674–1.910 l | 460 kg

Basispreis | NoVA 35.825 € (exkl.) | 0 %41.242 € (exkl.) | 0 %

Das gefällt uns: spielt alle Stückerl zum unschlagbaren Preis

Das vermissen wir: ein wenig Emotion im Design

Die Alternativen: BYD Seal U, Xpeng G6, Tesla Model Y Werksangaben (WLTP)

Helden von heute

Abseits der musikalischen Besonderheiten: Ist der Golf Falco Edition ein echter Volkswagen geblieben? Ein Realitäts-Check abseits des Data de Groove.

Die schicke Geschenkbox mit Platte, Kopfhörern und Memorabilia rund um den Falken im Kofferraum, die Harman-Kardon-Anlage für exquisiten Soundgenuss, exklusive Signaturen auf der C-Säule und die mit Liedtexten verkleideten B-Säulen – alles typische Insignien der Falco Edition des Golf, die nur in Österreich und auch nur auf Wunsch gefertigt wird – so weit, so gut. Doch irgendwann holt selbst den größten Superstar der Alltag ein, womit sich auch hier die Frage stellt, was dieser Volkswagen für den geneigten Geschäftskunden so alles zu bieten hat. Was also sonst noch den guten Ton macht, um beim musikalischen Grundthema zu bleiben.

Nichts verlernt

Grundsätzlich: Als Falco Edition gibt es den kompakten Wolfsburger mit 115 und 150 PS, Diesel und Benzin, ab 32.990 Euro. Wer das DSG-Getriebe möchte, muss 4.000 Euro aufzahlen. Klingt nach viel Kohle, doch gibt es beim Falco serienmäßig Dinge wie 18-Zoll-Räder, Matrix-LED-Licht,

besagte Harman-Kardon-Anlage und komfortable Features wie das Touchscreen-Navi oder auch ein Lenkrad, das endlich wieder in die Tasten hauen lässt – physische Knöpfe ersetzten nämlich auch hier die unbeliebten Touch-Felder. Kurz gesagt: Der Golf hat nicht das Golfen verlernt, nur weil er jetzt Falco heißt. So ist er immer noch das, was einen echten Volkswagen ausmacht: praktisch, nicht zu groß, nicht zu klein, allgemein verträglich und mit allem gesegnet, worauf es im Alltag ankommt – von nichts zu wenig, von nichts zu viel.

Hohe Reife

Das trifft natürlich vor allem auf die von uns gefahrene Variante mit 150 Pferden und Siebengang-DSG zu, die kräftig und spontan zu Werke geht, zügig (und praktisch immer) den richtigen Gang zur Verfügung stellt und auch dafür sorgt, dass der Verbrauch mit knapp über fünf Litern (bei maßvollem Einsatz des Gasfußes, wohlgemerkt) in einem Bereich bleibt, wo man den Diesel wahrlich nicht vermisst. Überhaupt eine Eigenheit, die

Schickes Grau steht dem ausgereiften Golf, Generation 8, vorzüglich. Cockpit übersichtlich und ohne Sperenzchen sehr ergonomisch, regelbares Klima im Fond kostet extra

auf den ganzen Achter-Golf zutrifft: Der ist nach den Jahren so gut gereift und optimiert, dass man eigentlich gar keine neunte Generation mehr brauchen würde. Aber das hat man wohl schon immer bis zum nächsten neuen Golf gesagt. •

VW Golf Falco Edition Flotten-Tipp: TSI

Testmodell: mHEV TSI DSg

Hubraum | Zylinder1.498 cm3 | 41.498 cm3 | 4

Leistung 115 PS (85 kW) 150 PS (115 kW)

Drehmoment 220 Nm ab 1.500/min250 Nm ab 1.500/min

0–100 km/h | Vmax9,9 s | 203 km/h8,4 s | 224 km/h

Getriebe | Antrieb 6-Gang man. | Vorderrad7-Gang aut. | Vorderrad Ø-Verbrauch | CO2 5,5 l S | 125 g/km5,4 l S | 123 g/km

Kofferraum | Zuladung 381–1.237 l | 444 kg381–1.237 l | 450 kg

Basispreis | NoVA32.990 € (inkl.) | 7 %38.190 € (inkl.) | 6 %

Das gefällt uns: ein Auto wie das Best-of-Album der Baureihe

Das vermissen wir: den GTI, aber auch den nicht wirklich

Die Alternativen: Cupra Leon, Opel Astra

Werksangaben (WLTP)

Größer als zuvor

Der Mazda-Bestseller katapultiert sich in die nächste Liga. Im Portfolio findet sich eine große Bandbreite von der Basis bis zum Topmodell. Keine Auswahl wird allerdings beim Motor geboten.

Text & Fotos: Mag. Severin Karl

Mazda gehört in Österreich zu den beliebtesten japanischen

Marken. Und der CX-5 gehört zu den Modellen mit „M“ im Grill, für die sich die Österreicher am häufigsten entscheiden. Die dritte Generation des Bestsellers startet bei 36.880 Euro. Obwohl die Ausstattung dieser PrimeLine nicht schlecht ist – Digi-Cockpit, Zweizonen-Klimaautomatik, Google Built-in, 17-Zöller sind immer dabei –, empfehlen wir Firmen die CentreLine. Hier kann man sich auf ein Head-up-Display, eine elektrische Heckklappe, induktives Handyladen und im Winter auf Sitz- und Lenkradheizung verlassen.

Sprengt Kompakt-Maße

Mazda stellt uns natürlich den AWD Homura auf den Hof. Mit AufpreisLack und Panoramadach knackt das Topmodell 50.000 Euro. Doch halten wir uns an den CX-5 an sich. Es erwartet einen ein im Innenraum besonders großzügiges SUV, das mit 4,69 Metern Außenlänge gewohnte Kompakt-SUV-Maße sprengt. Schon das Grundmaß des Kofferraums stellt Viel-Transportierer zufrieden. Werden

die Lehnen im Verhältnis 40:20:40 geklappt, stehen 2.019 Liter Gepäckvolumen bereit! Nur das Bose-Soundsystem (ab Exclusive-Line) nimmt viel Platz im Unterflurfach weg. Besonders gefallen hat uns die FondZugänglichkeit: Die Türen hinten öffnen zuerst ganz normal, wird ein Totpunkt überwunden, kann man sie im 90-Grad-Winkel aufklappen. So können auch sperrige Dinge besonders leicht auf der Rückbank verstaut werden.

Mild-Hybrid ist kein Sparwunder Etwa 7,9 Liter Verbrauch wirken etwas aus der Zeit gefallen, sind aber erstaunlich nah am WLTP-Wert dran. 2,5 Liter Hubraum, Allrad, Automatik: Da lässt sich scheinbar auch mit Mildhybridisierung kein Sparwunder draus basteln. Noch dazu hat Homura einiges an Gewicht an Bord, etwa klimatisierte Ledersitze. Schade, dass sich der Tempomat nicht immer auf den ersten Knopfdruck deaktivieren lässt. So steuert man manchmal schnell auf den Kreisverkehr zu, statt auszurollen. Nervige Warnsysteme sind dafür auf Knopfdruck deaktiviert. •

Nach wie vor ist der CX-5 sofort als Mazda-SUV zu erkennen – es handelt sich um die dritte Generation. Auffällig: 90-Grad-Winkel der hinteren Tür. Riesiger Kofferraum, bei Homura ist auch der Touchscreen größer: 15,6 statt 12,9 Zoll

Mazda CX-5 2.5L e-Skyactiv G

Flotten-Tipp: 2WD Centre-Line

Testmodell: AWD Homura

Hubraum | Zylinder2.488 cm3 | 42.488 cm3 | 4

Leistung 141 PS (104 kW) 141 PS (104 kW)

Drehmoment 238 Nm 238 Nm

0–100 km/h | Vmax10,5 s | 187 km/h10,9 s | 185 km/h

Getriebe | Antrieb 6-Gang aut. | Vorderrad6-Gang aut. | Allrad Ø-Verbrauch | CO2 7,0 l S | 158 g/km7,4 l S | 169 g/km

Kofferraum | Zuladung 583–2.019 l | 519 kg583–2.019 l | 520 kg

Basispreis | NoVA40.660 € (inkl.) | 13 %47.960 € (inkl.) | 16 %

Das gefällt uns: Praxisnutzen! Kofferraum, Öffnungswinkel der Türen

Das vermissen wir: mehr Variabilität im Fahrer-Display

Die Alternativen: Nissan X-Trail, Subaru Forester Werksangaben (WLTP)

Der Löwe im Sportsakko

Das Facelift des Peugeot E-308 SW fährt seine Krallen aus und zeigt seine Zähne, kommt dabei aber ganz ohne Gebrüll aus.

Die Multi-Energy-Plattform von Stellantis macht es möglich und spendiert dem Familien-Kombi den überarbeiteten E-Antrieb.

Text & Fotos: Johannes Richter

Elektrische Mittelklasse-Kombis gibt es gar nicht mal so viele am Markt. Also müsste er eigentlich gar nicht so sehr aufmagazinieren. Denn optisch geht er auf Angriff. Die drei Krallen-Kratzspuren als Tagfahrlicht lassen sofort die Katze aus dem Sack und unterstreichen den markanten Auftritt. Technisch ist eher Understatement an der Tagesordnung

Vorne Katze, hinten Hund

Der Familienkombi hat nicht nur Platz für Kinderwagen und Reisegepäck, auch der pelzige Vierbeiner fühlt sich im Heck pudelwohl. Mit über 500 Litern geht sich auch ein Bernhardiner locker aus. Wer sein Pony mitnehmen möchte, klappt die Sitze um und kann auf über 1.400 Liter zugreifen. Nachdem kein Tiger mehr im Tank zu finden ist, lauert er mitunter im Kofferraum auf Beute. Mit der elektrischen Heckklappe kann man entspannt am Fahrersitz warten, bis die Gefahr vorüber ist, und wieder mit dem Beladen von alltäglicheren Dingen beginnen.

Fluchtwagen

Ist der Tiger nicht fündig geworden und man muss doch vor ihm flüchten, dann stehen 444 WLTP-Kilometer

bereit. Die 100 kW Ladeleistung am Schnelllader sind jetzt nicht berühmt, aber das Auftoppen von 20 auf 80 Prozent geht in knapp über 30 Minuten. Das Hauptjagdgebiet des französischen Löwen ist ohnehin das eigene Revier. Da kann der 4,64 Meter lange Alltagsheld seine Vorteile ausspielen. Die 156 PS sind genug, um flink durch Stadt und Land zu pirschen, ohne den Akku dabei zu schnell zu leeren.

Wissenswert

Dank acht Jahren Garantie ist der E-308 SW auch lange Zeit ein treuer Begleiter. Die wichtigsten Abkürzungen aus der Assistenten-Liste sind mit an Bord, genauso wie Apple CarPlay und Android Auto ab der niedrigsten Ausstattung. Dreiphasiges AC-Laden und eine Wärmepumpe sind in allen Varianten dabei. Wer sich auf einen Blackout vorbereitet oder gern campen geht, den wird es freuen, dass der Wagen auch V2L anbietet. Damit können Verbraucher mit maximal 3,6 kW direkt am Auto angeschlossen werden und selbst unter Volllast wären dann weit über zehn Stunden Nutzzeit drinnen. Die Bedienung ist Peugeot-typisch intuitiv und mit einem angenehmen Mix aus Knöpfen und Touch möglich. •

Wer sich einmal an das kleine Lenkrad gewöhnt hat, der will nicht mehr zurück. Auch wenn die Umstellung, über das Lenkrad zu schauen, etwas dauert

Peugeot E-308 SW Flotten-Tipp: Allure Testmodell: GT

Leistung | Drehmoment 156 PS (115 kW) | 270 Nm156 PS (115 kW) | 270 Nm

Dauerleistung | Gewicht 62 kW | 1.783 kg62 kW | 1.783 kg 0–100 km/h | Vmax 10 s | 170 km/h10 s | 170 km/h

Reichweite | Antrieb 444 km | Vorderrad444 km | Vorderrad

Ø-Verbrauch | Batterie 15,3 kWh | 58,3 kWh15,3 kWh | 58,3 kWh

Laden AC 11 kW, 3:35 h (0–100 %)11 kW, 3:35 h (0–100 %)

Laden DC 100 kW, 32 min (20–80 %)100 kW, 32 min (20–80 %)

Kofferraum | Zuladung 548–1.483 l | 417 kg548–1.483 l | 417 kg

Basispreis | NoVA 33.733 € (exkl.) | 0 %37.192 € (exkl.) | 0 %

Das gefällt uns: das Design und die Leichtigkeit, die er ausstrahlt

Das vermissen wir: eine 10 kWh größere Batterie

Die Alternativen: Den Plattformbruder Opel Astra Electric Sports Tourer Werksangaben (WLTP)

Heizen statt mit Reizen geizen

Die dritte Generation des Audi Q3 bleibt sich selbst treu, wurde dennoch eigenständiger. Im Vergleich zu den Vorgängern. Aber auch zu den Konzernkollegen, vor allem als Sportback.

Text & Fotos: Roland Scharf

Es ist definitiv eine Besonderheit der Q-Modelle, dass sie sehr konstant sehr beliebt sind. Der Q3 zum Beispiel: Auch im letzten Produktionsjahr hatte das Kompakt-SUV keine Probleme, mehr als 200.000 Käufer zu finden, beim Q5 zeigte sich dieses Phänomen sogar schon bei zwei Modellwechseln. Umso wichtiger, der treuen Klientel genügend Anreize zu schaffen, erneut zuzuschlagen, und dafür hat man bei Audi wirklich alle Hebel in Bewegung gesetzt – und das mit den Hebeln ist durchaus wörtlich zu nehmen.

Anders sauber

Denn was als Erstes ins Auge sticht, ist der Bedienbalken hinterm Lenkrad,

der das bisherige Hebelwerk für Blinker und Wischer ersetzt. Es ist zugegeben gewöhnungsbedürftig, da man punktgenauer mit den Fingern zielen muss. Es zeigt aber schön, wie viel Mühe man bei Audi in den Neuling investiert hat. Was sich auch schön am Heck des Sportback zeigt, dass dank der neuen Designsprache – und dank der recht strengen Farbe Madeira Braun – kaum vermuten lässt, dass auch dieser Audi auf der allseits bekannten MQB-Plattform des VW-Konzerns aufbaut. Man merkt dies tatsächlich kaum, denn es sitzt sich spezieller im Q3, alles wirkt straffer, hochwertiger. Und einzig am 150-PS-Konzerndiesel kann man gewisse Parallelen nicht abstreiten, was den grundsätzlichen Qualitäten des Antriebs keinen Abbruch tut.

Ehrliche 23 Zentimeter

Und bei den Preisen? Der normale Q3 kommt auf 47.830 Euro, für den Sportback sind 2.000 Euro mehr zu berappen. Das bedeutet zwar knapp 90 Liter weniger Maximalvolumen, die um 23 Zentimeter verschiebbare Rücksitzbank kann dies aber gut ausgleichen, denn der Q3 kommt eh schon so ufoesk daher, dass die Standard-Variante eine verpasste Chance

Riesige Displays lassen manchmal nach einzelnen Infos suchen. Platzangebot im Fond nicht überragend, dafür ist der Sportback schick. Bedienhebel hinterm Lenkrad sehr speziell

wäre. Genauso wie die Matrix-LEDLichter, die nicht nur so verblüffend gut alles ausleuchten, sondern den Look des kleinen Audi erst voll zur Geltung kommen lassen. Und das sollte einem die 1.500 Euro Aufpreis schon wert sein, oder? •

Audi Q3

Flotten-Tipp: TFSI

Testmodell: Sportback TDI

Hubraum | Zylinder1.498 cm3 | 41.968 cm3 | 4

Leistung 150 PS (110 kW) 150 PS (110 kW)

Drehmoment 250 Nm ab 1.500/min360 Nm ab 1.600/min 0–100 km/h | Vmax9,1 s | 207 km/h9,2 s | 207 km/h

Getriebe | Antrieb 7-Gang aut. | Vorderrad7-Gang aut. | Vorderrad Ø-Verbrauch | CO2 6,1 l S | 138 g/km5,3 l D | 139 g/km

Kofferraum | Zuladung 488–1.386 l | 444 kg488–1.289 l | 454 kg

Basispreis | NoVA47.830 € (inkl.) | 9 %52.504 € (inkl.) | 9 %

Das gefällt uns: dass Audi konsequent seinen Weg geht

Das vermissen wir: einen Fünfzylinder

Die Alternativen: BMW X1, VW Tiguan, Mercedes GLA, Cupra Terramar Werksangaben (WLTP)

Freizeit

Gleichheitsansatz

Förderprogramm „More than Equal“ für Frauen im Motorsport.

Auf dem Weg in höchste Motorsport-Klassen sind Frauen nach wie vor unterrepräsentiert. Woran das liegt und was sich ändern müsste, stand Anfang Juni am Red Bull Ring im Mittelpunkt einer Veranstaltung. Zwischen Fahrerlager, Rennstrecke und Diskussionsrunden drehte sich alles um die Frage, warum es trotz nachweislich vorhandenem Talent so wenige Frauen an die Spitze schaffen. Das Problem sind fehlende Sichtbarkeit, begrenzte Fördermöglichkeiten und ein Umfeld, das jungen Fahrerinnen oft weniger Chancen bietet als männlichen Kollegen. Zu den prominenten Stimmen vor Ort gehörte Ex-F1-Pilot Alexander Wurz. Seine

Botschaft: Die Debatte darüber, ob Frauen auf höchstem Niveau Motorsport betreiben können, sei längst überholt. Entscheidend sei vielmehr, Talente frühzeitig zu erkennen und professionell zu fördern. Das internationale Förderprogramm „More than Equal“ kümmert sich um Nachwuchs wie die 15-jährige Ivonn Simeonova. Ihr Traum: F1-Weltmeisterin werden!

Rimac Nevera im Langstreckentest

Schon bei der Entwicklung des Rimac Nevera stand Reisetauglichkeit im Fokus. Der britische Tech-Unternehmer Chris Brown stellte dies auf dem Weg zur jährlichen Trailblazer Tour der Nevera-Community unter Beweis. Von Yorkshire nach Trogir/ Kroatien fuhr er vollelektrisch über 2.700 Kilometer durch sieben Länder, geladen wurde im Netz von Ionity. Brown zum Hyper GT: „Geräumig, leise und komfortabel.“

Mercedes-AMG stromert mit Axialflussmotoren

Mindestens 156.600 Euro kostet das erstmals vollelektrische Mercedes-AMG-Modell GT 4-Türer Coupé. Zum Start um 156.600 Euro gibt es 816 PS, beim GT 64 4Matic+ setzten die drei Axialflussmotoren – zwei davon an der Hinterachse – 1.169 PS frei. Dann heißt es aber auch: 199.200 Euro. Im besten Fall sind 700 Kilometer Reichweite (Batterie: 106 kWh) möglich, die Spitze liegt stets bei 300 km/h. Schnell ist er auch beim Sprinten und Laden. 200 km/h sind aus dem Stand in 6,4 Sekunden geknackt, die Ladeleistung beträgt 600 kW.

Ab durch die Mitte! „Porsche Escapes. Über Alpenpässe und Küstenstraßen“ nimmt einen mit – im Text wie im Bild. Derk Hoberg inspiriert zur nächsten Ausfahrt, sei es zum Kap der Guten Hoffnung oder in die Sächsische Schweiz. Großformatige Fotos geben einem nach der Lektüre das Gefühl: „Ich war dabei!“ – auf einer der 21 Fluchten aus dem Alltag auf 256 Seiten. Hardcover um 50 Euro, erschienen bei teNeues.

Taugt auch für die Freizeit: flüsterleiser Toyota Hilux

Unseren ersten Fahrbericht des vollelektrischen Toyota Hilux können Sie in FLOTTE 12/25–01/26 nachlesen (Blätter-PDF auf flotte.at). Nun sind die Preise bekannt: Der Duty beginnt bei 56.575 Euro netto, der laut Prognose des Importeurs weit beliebtere Executive bei 60.658 Euro. Letzterer ist deutlich günstiger als die MHEVVersion! Im Freizeit-Kapitel sei gesagt: Mit 1.600 Kilogramm gebremster Anhängelast lassen sich Jetskis, Motorräder, ein Pferd oder ein Segelboot schon an ihren Bestimmungsort bewegen.

Auf den Spuren Kara Ben Nemsis

Ein Öko-Magazin lud ein, eine Art Rallye Paris-Dakar mit E-Autos unter die Lithium-Ionen-Akkus zu nehmen. Ford entsandte einen Mustang Mach-E AWD. Zurück in der Heimat, durften wir mit dem ruhmbedeckten Siegerwagen eine Ehrenrunde drehen.

Text: Mag. Bernhard Katzinger, Fotos: Oekonews, Katzinger

Um es gleich vorwegzunehmen:

Ich mochte den Mach-E schon, als ich ihn vor drei Jahren testweise nach Osttirol pilotieren durfte: Reichweite satt (auch heute noch zeitgemäß), Leistung und Auftritt machen dem Mustang-Emblem alle Ehre, dazu die schnittigen Gran-TurismoLinien. Nur das etwas holprige Fahrwerk … lassen wir das.

Ob Villgraten oder Mauretanien

So war ich nicht überrascht, dass ein Mustang Mach-E AWD eine 12.500 Kilometer lange Sternfahrt von Wien nach Dakar im Senegal (ja, dieses Dakar!) und retour bravourös gemeistert hatte. Die Extremtour auf den Spuren Kara Ben Nemsis (und seines treuen Dieners Hadschi Halef Omar) war auf Einladung von Oekonews gestartet, und der Mach-E stellte seine „uneingeschränkte Langstreckentauglichkeit, höchste Zuverlässigkeit und technologische Souveränität“ (Aussendung) unter Beweis. Tja, das hätte ich Ihnen nach meinem Trip zum legendären Wilderergrab im innervillgratischen Kalkstein auch schon sagen können, und da hätte ich die Familientauglichkeit noch mit angeführt, dank zweier Gepäckabteile, in welche Kara Ben Nemsis

Expeditionsausrüstung locker reingepasst hätte, inklusive Henrystutzen, und damit sind keine langen Socken gemeint.

Kein Provokateur mehr

Zurück im heimatlichen Österreich waren dem wüstenerprobten Mach-E die Strapazen kein bisschen mehr anzumerken. Das bissl Sand in der einen oder anderen Ritze sind wir in Wien gewöhnt, wo oft der Saharastaub niedergeht. Mit etwa 23.000 Kilometern auf dem NMC-Buckel liefert der Akku nach wie vor Energie für gut und gerne 500 Kilometer, auch an der Leistung haben die paar Jährchen nicht geknabbert. Der Frunk ist nach wie vor tonangebend in seiner Nützlichkeit: Er fasst gut 100 Liter und ist dank Wasserablauf im Boden denkbar leicht zu säubern. Ähnlich tief sind die Menüs des Infotainment-Systems, in denen man sich fast so leicht verliert wie in der Wüste Mauretaniens. Ein bisschen was geändert hat sich doch: Der Mach-E ist heute kein Aufreger mehr. Fühlte sich bei meinem Erstkontakt mit dem Elektro-Mustang noch mancher Purist am VerbrennerVolant ein bissl provoziert von der bloßen Existenz des Pony Cars mit Batterieantrieb, gehört der schnittige

Ob in der Sahara (o.) oder im noblen Wien-Hietzing (u.): Der grüne Mach-E überzeugt durch souveräne Leistung, schnittige Linien und jene Verlässlichkeit, welche die E-Mobilität heute auszeichnet

Gran Turismo (der meiner Meinung nach stets nur aus Marketinggründen als SUV verkauft wurde) heute wie selbstverständlich dazu.

Und das ist gut so – genau wie die Tatsache, dass Elektroautos heutzutage sogar eine strapaziöse Wüstenrallye so locker wegstecken wie dereinst Karl Mays Romanhelden. •

Die Last des Doppelten

Aufregende Technik kann in Großserie funktionieren, wenn man sie denn beherrscht. Für Maserati diente sie beim Biturbo sogar als Namensgeber. Und als anfälliger Rettungsanker.

Text: Roland Scharf, Fotos: Maserati

Das Problem bei Maserati war nie, dass die Autos langweilig, unaufgeregt oder gar unsportlich gewesen wären. Sondern eher, dass sie kaum jemand kaufen wollte. Oder sagen wir: Es wollten nicht genug Leute sich auf Fahrzeuge einlassen, die ihr gewisses Eigenleben hatten, um es jetzt einmal charmant auszudrücken. In den 1970ern jedenfalls war es schon so, dass man ohne die Kohle von Citroën nicht weiterleben konnte. Und als die Franzosen dann selbst strauchelten und von Peugeot geschluckt wurden, wäre es in Mailand bald finster geworden. Doch es gab neben dem üblichen italienischen Fahrplan mit Werksbesetzungen und wilden Plänen der Politik dann einen Mann, der das Ruder kräftig rumreißen wollte. Alejandro de Tomaso.

Richtig, DER de Tomaso, der laufend Sportwagen unter eigenem Namen lancierte und sogar damit Geld verdiente. Und Alejandros Konzept war fast revolutionär, jedenfalls logisch: Um Gewinn zu machen, müsse man mehr Autos produzieren. Die müssten aber günstiger sein, um sich verkaufen zu lassen. Das wiederum setze eine maschinelle Fertigung voraus. Umso erstaunlicher, dass man sich als Erster überhaupt an eine doppelte Turboaufladung wagte. Biturbo, das klingt potent und sollte sich gut verkaufen lassen. Das Problem war eher, dass es sich um eine notgedrungene Lösung handelte.

So bastelte man einen schlanken Zweiliter-V6 zusammen, der mit 180 PS eine ziemliche Ansage war. Um irgendwie in die schwarzen Zahlen kommen zu können, ließ man aber nur den Motor im Maserati-Stamm werk fertigen, das Auto an sich lief bei DeTomaso vom Band, weil es dort eben ein Band gab. 1981 war es schließlich so weit,

man griff den Weltmarkt an. Und die Ergebnisse waren, sagen wir einmal, durchwegs interessant. So kam es, dass die ersten Jahre des Biturbo durchwachsen waren mit peinlichen Pannen, rauen Rostproblemen und überforderten Mechanikern. Die komplexe Technik zweier Turbolader mit einem Registervergaser war zu wenig erprobt, kaum ein Schrauber kannte sich damit aus, sodass schon früh die ersten Kunden entnervt das Handtuch warfen und zu BMW wanderten.

Das ist natürlich nicht gut fürs Image. Und ganz egal, wie sehr Maserati nachbesserte, immer mehr Leistung ins Spiel brachte und sogar das mit der Rostvorsorge kapierte, war man von den 7.000 Stück, um das Werk auszulasten, schon im ersten Jahr weit entfernt. Zum Schluss pendelte man sich bei soliden zwei bis 3.000 Stück ein, womit der Laden aber nicht zu halten war. Doch kann man dem Biturbo jedenfalls zugutehalten, dass er Maserati so lange am Leben hielt, bis Fiat sich erbarmte und in die Bude einstieg. •

Maserati im Massenmarkt?

Das war die Idee hinter dem Biturbo. Die komplexe Technik ließ Kunden zweifeln. Mit der Zeit wurde der Wagen aber besser und hielt die Marke am Leben, bis Fiat übernahm

DAS DOCH NICHT GEBAUTE FIRMENAUTO

Sie fuhren Ford

Der Capri-Moment

Eigentlich ging es bei Ford am Bilster Berg um die neue Strategie „Ready. Set. Ford.“ – neue Modelle, neue Ära. Die Kollegen und ich nickten pflicht bewusst, schrieben mit und fuhren auch die neuen Capri.

De facto schielten wir aber alle auf die eigentlichen Hauptdarsteller des Tages: den schwarzen Ford Sierra RS500 Cosworth des Schweizer Tuners Eggenberger Motorsport, einer der legendärsten Tourenwagen aus den 80er Jahren, und den Ford Capri RS 3100, Rennsport-Ikone aus den 1970er Jahren: großer Heckspoiler, aufgemotzter Essex-V6. Hach … Weil ... Hand aufs Motorjournalisten-Herz: Wer konzentriert sich schon voll auf Präsentationsfolien, wenn nebenan einer der größten Kult-Klassiker der Ford-Geschichte steht? Breit, laut, kompromisslos und mit genau der Aura, die heute nicht mehr produziert werden kann.

VORSCHAU

Fiat Punto (2011)

Opel Corsa und Fiat Punto waren schon einmal, lange vor dem Erwachen von Stellantis, Geschwister. Mit der Fusion von FCA und PSA sollte der Punto wiederauferstehen. Es kam jedoch wieder anders und dafür durfte sich der neue Lancia Ypsilon die begehrte Plattform sichern.

In unserer Rubrik „Das doch nicht gebaute Firmenauto“ stellen wir Fahrzeuge vor, die zum Zeitpunkt der Erstellung der Illustration durch Reichel CarDesign durchaus Chancen aufSerienfertigunghatten,dann aber doch verworfen wurden.

Damals ließ er auf dem Nürburgring die Konkurrenz alt aussehen. Heute ließ er jeden Besucher am Bilster Berg kurz vergessen, worum es eigentlich ging. Und das war, ehrlich gesagt, auch völlig in Ordnung. • (PEM)

Im Herbst dreht sich bei uns wieder alles rund um das Thema leichte Nutzfahrzeuge. Neue Modelle, aktuelle Tests, dazu frische Angebote und Aktionen – alles in einem Sonderteil. Dazu natürlich wie gewohnt ein Blick in die Fuhrparkbranche sowie Vorstellungen kommender Firmenwagen und die dazu passenden Tests.

Durchschnittliche Druckauflage pro Ausgabe 1. Halbjahr 2025: 21.401

Impressum: MEDIENINHABER, VERLEGER UND ANZEIGENVERWALTUNG A&W Verlag GmbH (FN 238011 t), Inkustraße 1-7/Stiege 4/2. OG, 3400 Klosterneuburg, +43 2243 36840-0, www.flotte.at, redaktion@flotte.at; Verleger: Helmuth H. Lederer (1937–2014); Geschäftsführer: Stefan Binder, MBA (Kfm. Verlagsleiter), +43 664 528 56 61, stefan.binder@awverlag.at, Redaktioneller Verlagsleiter & Chefredakteur: Gerald Weiss, +43 664 235 90 44, gerald.weiss@awverlag.at; Chef vom Dienst: Roland Scharf; Redaktion: Johannes Richter, Petra Mühr, Mag. Andreas Granzer-Schrödl, Kevin Kada, Mag. Severin Karl, Mag. Bernhard Katzinger, Mag. Heinz Müller, Roland Scharf, Dieter Scheuch; Redaktionelle Mitarbeit: Andreas Forster; Fotos: Chris Hofer, Manfred Seidl, Werk, Hersteller, Redaktion, Archiv; Coverfoto: Fotos: stock.adobe.com/Thorsten H. Willert, Space; Lektorat: Katharina Schaller, www.lektorat-schaller.at; Anzeigenmarketing: Daniel Löw (Ltg.), +43 664 789 76 570, daniel.loew@awverlag.at; Winfried Rath, Alexander Keiler; Grafik: graphics – A. Jonas KG, Inkustraße 1-7/Stiege 4/2. OG, 3400 Klosterneuburg, office@jonas.co.at; Druck: Ferdinand Berger & Söhne GmbH, 3580 Horn, Wiener Straße 80; Bezugspreis: Jahresabonnement (6 Ausgaben), Inland: 56,40 Euro inkl. Steuern und Porto; Gerichtsstand: LG Korneuburg; Verbreitete Auflage: 20.806 Stück; Erscheinungsweise: Februar/März, April/Mai, Juni/Juli, September, Oktober/November, Dezember/Jänner mit Supplements laut Mediadaten 2026; Grundlegende Richtung: unabhängige Fachzeitschrift für österreichische Firmenautobetreiber; Der besseren Lesbarkeit halber verzichten wir auf die Verwendung mehrerer Geschlechtsformen, bei Personenbezeichnungen sind immer alle Geschlechter (m/w/d) gemeint.

Illustration: Reichel CarDesign

2. FLEET Drive:

Der bereits zum zweiten Mal exklusiv für Fuhrparkverantwortliche durchgeführte FLEET Drive am 30. September 2026 in der Werft Korneuburg bietet die Möglichkeit, unterschiedliche Fahrzeuge an einem Tag zu testen. Fuhrparkverantwortliche können vorab Slots für Testfahrten buchen, die 15 Minuten dauern und auf öffentlichen Straßen inklusive Autobahn durchgeführt werden. Ein Produktspezialist begleitet Sie auf der Testfahrt und beantwortet alle Fragen.

Tickets

49 Euro inkl. Verpflegung (exkl. MwSt.)

Besucher der FLEET Convention nehmen KOSTENLOS am FLEET Drive teil!

Der neue Audi Q4 e-tron

Jeder Moment ein Upgrade

Audi Vorsprung durch Technik

Stromverbrauch kombiniert: 15,3–21,4 kWh/100 km (WLTP). CO₂-Emissionen kombiniert: 0 g/km. Symbolfoto. Stand 06/2026.

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