Österreichische Post AG • MZ 11Z039084 M A&W Verlag, 3400 Klosterneuburg, Inkustraße 1-7/4/2 • www.flotte.at
10-11/2026
Das Imperium kehrt zurück in die Zukunft
Die Paris Motor Show bot neben einer Vielzahl kreativer Neuerscheinungen aus Europa auch eine bislang ungewohnte Einigkeit abendländischer Hersteller. Was dahintersteckt. Wer wie agiert. ab Seite 6
Ratgeber Werkstatt- & TCO-Management Wo die Grenzen der TCO liegen und wie man den passenden Servicepartner findet. Seite 32 & 40
Fuhrparkportrait Stanglwirt Wie man als Promi-Wirtin die eigene Flotte bestückt. Was die Gäste wollen. Seite 36
Das war der FLEET Drive 2026 79 Autos, mehr als 500 Testfahrten, durchwegs gute Stimmung. Ein Rückblick. Seite 14
DER NEUE ELEKTRISCHE PEAQ MIT BIS ZU 7 SITZEN
T H I S I S T H E U LT I M AT E P E A Q
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Editorial Liebe Fuhrparkleiterinnen und Fuhrparkleiter!
B
ei einem Telefonat mit einem lieben Kollegen musste ich unlängst unweigerlich an den Spruch denken, dass Österreich acht Millionen Nationaltrainer hätte. Mögen es mittlerweile schon neun sein, jedenfalls reicht diese liebgewonnene Mentalität weit über das Fußballwesen hinaus. So meinte besagter Kollege, dass den Konzernen wohl nichts Neues mehr einfalle, wenn man sich die ganzen Retro-Modelle auf der Pariser Motor Show so ansehe. „Weißt, da hocken tausende Mitarbeiter, und dann zeichnens immer die gleichen Autos?“, war die KernMessage, und natürlich: Im Vergleich zu den Captain-Future-Designs der neuen asiatischen Gilde mag das etwas altertümlich anmuten.
Auf den Trichter Bevor ich endgültig auf Durchzug schaltete und den Kollegen einfach schwafeln ließ, wollte ich doch ein wenig klärende Worte finden. Nehmen wir dafür als Referenzpunkt das Wiener Schnitzel. Seit Jahrzehnten beliebt, tagtäglich zigtausendmal bestellt, wollen wir einfach nichts anderes. Schon mög-
lich, dass es vor 50 Jahren anders zubereitet worden ist, aber dennoch: Bröselteppich bleibt Brösel-
Wir kaufen, was wir mögen. Was wir kennen, egal ob Leibgericht oder fahrbarer Untersatz.“ teppich. Und außerdem, meinte ich zu meinem Kollegen, wäre er wohl auch nicht amused, wenn er sich von seinem Wirtn ein Bauchfleisch holte und dieses auf einmal mit TeriyakiSauce versehen wäre. Diese Schnitzelstrategie scheint bei den europäischen Herstellern angekommen zu sein, wie Johannes Richter auf dem Pariser Motor Show selbst erleben konnte und dies im aktuellen Thema aufarbeitet. Wir kaufen, was wir mögen. Was wir kennen, egal ob Leibgericht oder fahrbarer Untersatz. Ein Potenzial, das es zu nutzen gilt. Und zu schützen, was der Schulterschluss deutscher und französischer Konzerne im Sinne hat. Mehr dazu auf Seite 6.
Viel Nährwert finden Sie auch auf den weiteren Seiten dieser Ausgabe. Wie betreibe ich effizientes Schadenmanagement? Wo liegen die Grenzen der TCO? Wie finde ich die passende Werkstatt und welche Vorteile bringt der richtige Leasingpartner? Diesen Wissenshunger stillen wir im Werkstatt-Sonderteil und bieten obendrein wertvolle Ergänzungsstoffe in Form von Interviews mit VW-Markenleiterin Gudrun Zeilinger, DekraGeschäftsführer Helmut Geil und Leasys-Österreich-Chefin Pamela Dela Cruz. Wer jetzt Appetit auf ein neues Auto bekommen hat, den verweise ich mit besten Empfehlungen an unser Autokapitel. Kleine Nachspeise gefällig? Wie wäre es mit der aktuellen Ausgabe von FUHRPARK KOMPAKT, unserem Reiseführer durch die Welt der Dienstleister und Anbieter rund um das Thema Automobil? Ich garantiere Ihnen, auch Ihr Gaumen wird hier fündig. Roland Scharf Chef vom Dienst FLOTTE
BILD DES MONATS
Foto: stock.adobe.com/LA Stock Vision, willhaben
Oldtimer aus prominentem Vorbesitz müssen nicht teuer sein. Dieser Starlet, gefunden auf willhaben.at, gehörte etwa Sexpertin Gerti Senger. Problemloser fahren als manch preziöser Brite wird er vermutlich auch.
FLOTTE 09/2026
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Inhalt 21
06 14
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EXKLUSIV Aktuelles Thema
34
NEWS 06
Die Rückkehr der Europäer
Kurzmeldungen
13
GAC Aion V & UT
Was Kleinimporteure ins Land holen
Die Stunde der Strategen
Fuhrparkverband Austria
Neue Marken
24
Aktuelle Blitzumfrage
Interview
22
Heimo Aichmaier, GF E.ON Drive
26
Leasys-GF Pamela Dela Cruz
28
Die Neuvermessung einer Branche
Ratgeber
32
Grenzen der TCO, Teil 2
Interview
34
VW-Markenleiterin Gudrun Zeilinger
36
4 | FLOTTE 10-11/2026
13
Webfleet Commercial Trip Monitor
FLEET Drive 2026
IAA Transportation
14
Stimmen
16
Interview
19
Ratgeber Grenzen der TCO, Teil 2
Die Partner des FLEET Drive 20
Interview
Wer aller dabei war
VW-Markenleiterin Gudrun Zeilinger
Interview Fuhrparkverband Austria Aktuelle Blitzumfrage
27 28 31
Jan Ptacek, Renault LCV
Das sagen die FD-Teilnehmer
VW ID. Buzz Cargo LWB
26
Die Neuvermessung einer Branche
21
Fuhrparkportrait
32 34 36
So mobil ist der Stanglwirt
22
Heimo Aichmaier, GF E.ON Drive
44
Interview
Was Kleinimporteure ins Land holen
Impressionen
25
Leasys-GF Pamela Dela Cruz
Mehr Radstand, mehr Platz
So mobil ist der Stanglwirt Dekra-GF Helmut Geil
12
Die besten Bilder des FLEET Drive
IAA Transportation
Service-News Meldungen aus der Industrie
Erfahrungen am laufenden Band
Interview
Interview
10
Aktuelles aus der Mobilitätswelt
Neue Marken
Fuhrparkportrait
SERVICE
iusbote Neues von der Legislative
24
38
42 62
28
WERKSTATT Werkstatt- & Reifen-News
FREIZEIT 39
Infos rund um Autoservice
Ratgeber
40
Den richtigen Werkstattpartner finden
ÖAMTC-Winterreifentest
42
Teuer ist nicht automatisch gut
Interview
44
Dekra-GF Helmut Geil
Ayvens
45
Vorzüge des richtigen Leasinggebers
Schadenmanagement
46
Sparen, wenn’s kracht
Axalta
48
Schlau reparieren im Netzwerk
49
50
BYD Dolphin G DM-i
54
Superschwergewicht-Endgegner
Viel Technik, kompakt verpackt
Jeep Compass
55
Im Test als Dreizylinder-Hybrid
Chery Tiggo 7
56
64
Rückblick Chevrolet Corvette ZR-1 Verpasste Chance, Aus der Redaktion, Impressum
65
66
Kompakt-SUV, im Test als PHEV
Ford Capri Collection
57
Mit Spoiler und Rallyestreifen!
Nissan Micra
58
Was die E-Neuauflage kann
59 60
Neues aus der Verbrennerkombiwelt
Geely Starray EM-i
61
Dacia Duster
62
Als Hybrid mit E-Allrad
51
Erstmals vollelektrisch unterwegs Dritter im SUV-Bunde
BMW M5 Touring
PHEV-SUV mit hoher Reichweite
SUV-Coupé mit 530 km Reichweite
Škoda Epiq
Hybrid-SUV aus dem Lehrbuch
Kia K4
Schon gefahren
Mazda CX-6e
63
Was sonst noch wichtig ist
E-SUV, natürlich als 4x4
Wichtige Neuerscheinungen
Xpeng L03
Freizeit-News 53
Chery Tiggo 4
Subaru Solterra
AUTO Auto-News
Im Test
52
64 BMW M5
Muskeln sind schwerer als Fett FLOTTE 10-11/2026
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EXKLUSIV Aktuelles Thema
Die Rückkehr Europas? Die Paris Motor Show zeigt, wie sich Europa präsentieren möchte. Breite Schultern und viel Selbstbewusstsein prägen das Bild. Ist das die Rückkehr der Europäer? Waren sie je weg? Oder hat China sie gebrochen? Text: Johannes Richter, Fotos: Johannes Richter, Bernhard Katzinger, Stellantis, Volkswagen Group/Porsche Holding
E
in nicht enden wollender Strom an neuen Konzeptfahrzeugen wurde Mitte Oktober enthüllt. Viele mit der festen Absicht, diese auch auf die Straße zu bringen. Die chinesischen Hersteller hingegen kommen mit animierten Scheinwerfern, riesigen Luxus-SUVs und auch mit jeder Menge Kleinwagen. Aber vor allem das hart umkämpfte C- und D-SUV-Segment bekommt viel Gesellschaft.
Gemeinsame Sache Oliver Blume, der CEO der Volkswagen Group, spricht von einem Schulterschluss der europäischen Marken, einem gemeinsamen Weg hin zum Qualitätssiegel „Made in Europe“. Und es ist ein universeller Tenor, dass diejenigen, die in
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KI, Autonomie, Roboter und Flugautos sind spannende Themen, aber die Publikumslieblinge sind die schicken, praktischen und bezahlbaren Autos.
Europa produzieren, dies auch stolz und laut verkünden. Man möchte grundsätzlich kein „Wie du mir, so ich dir“ starten, aber man möchte zumindest daran erinnern, was europäische Marken tun mussten, um in China Autos verkaufen zu dürfen. Da mussten Kooperationen mit lokalen Herstellern geschaffen werden und es mussten Fahrzeuge vor Ort produziert werden. Böse
Zungen behaupten, dass der Sinn der Übung war, das Know-how der Europäer zu übernehmen. Aber auch wenn man diesen Punkt weglässt, ist eine lokale Wertschöpfung sinnvoll, damit das Geld nicht das Land verlässt. Der Schulterschluss soll nun auch die Politik in Europa, vor allem die Abgeordneten in Brüssel, zu einer ähnlichen Regelung bewegen. Wobei auch hier in erster Linie der Gedanke ist, die Wertschöpfung auf den Kontinent zu holen und alle anderen mit hohen Zöllen zu belegen, damit sie zu einer Produktion in Europa überredet werden. Ola Källenius, CEO Mercedes-Benz, richtete einen Appell an die EU und fordert eine flottere Einigung auf Gesetze zum Schutz der europäischen Produktion und zu CO2-Vorgaben.
Großer Andrang bei den Neuvorstellungen. Tausende Journalisten aus aller Welt wollten sich von der Rückkehr der europäischen Marken überzeugen. Entsprechend selbstbewusst zeigen sich auch die Stände der Hersteller
Das europäische Auto Überraschend – wohl auch für die Hersteller – waren die Reaktionen der Gäste und Pre s s eve r t re t e r. Denn diese haben sich am meisten für die kleinen und bezahlbaren Fahrzeuge interessiert. Bei Dacia wurde der neue Spring auf Twingo-Basis vorgestellt und es haben sich Trauben um die Fahrzeuge gebildet. Bei Smart wurde der neue #2 vorgestellt und der Stand quoll über. Bei Citroën wurde eine seriennahe Studie der neuen Ente (2CV) vorgestellt und es entstand ein
Mit „For Europe“ wollen wir einen Impuls für einen Schulterschluss von Wirtschaft und Politik setzen.“ Oliver Blume, CEO Volkswagen Group
VW ID. Tiguan, Cupra Raval mit Abt-Styling, Audi A2 und ID. Polo waren am Stand der Deutschen zu finden
EXKLUSIV Aktuelles Thema
Die neue Ente und die Cargoversion „Fourgonnette“ von Citroën, der DS F3ver, der Fiat Multiplay, der Opel STX, der Peugeot E-T16 und der Alfa Romeo Cuorerosso. Viele davon sind noch Studien, wenn auch teilweise seriennah
Menschenauflauf. Selbst der noch weit von der Serie entfernte Multiplay von Fiat war ein Star, auch wenn sein Erscheinen noch nicht feststeht. Wie David Durand, der Design-Chef von Dacia, über das Erscheinungsdatum des Dacia Hipster sagte: „Solange die Fahrzeugklasse L7e nicht endgültig definiert ist, können wir den Hipster nicht finalisieren.“ Also auch hier braucht die Politik einen Motivationsschub, um der Industrie den Weg zu ebnen. Auch bei Peugeot und DS gab es vor allem kleine Konzeptautos, die viele Bewunderer fanden. Wobei die Größe der Fahrzeuge gar nicht der Hauptfokus war. Bei Stellantis geht es hauptsächlich um Bezahlbarkeit. Bei den VAG-Ständen gab es ebenso jede Menge Kleinwagen zu bewundern: Der VW ID. Polo, auch als scharfer GTI, der VW ID. Cross, der Cupra Raval, jetzt auch mit ABT Styling-Kit direkt ab Werk und der Škoda Epiq sind die kleinsten Stars des Konzerns. Der Audi A2, eine Nummer größer, ist der Star beim Hersteller mit den vier Ringen. Wobei eine weitere Nummer größer als Nachfolger des ID.4, der ID. Tiguan, geradezu tumultartig belagert wurde. Da war anscheinend eine Lücke, die nur von einem Elektroauto mit einem richtigen Namen gefüllt werden konnte. Aber auch optisch ist er wieder ein richtiger VW. Wer einen Peugeot in
Europa kauft, leistet einen Beitrag zur europäischen Wirtschaft.“ Alain Favey, CEO Peugeot
Stellantis schafft den Spagat zwischen bunt, praktisch, sympathisch und aggressiv, futuristisch, emotional. So kann der angestrebte Plan zu mehr Eigenständigkeit im Konzern funktionieren
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Rückbesinnung
Der Renault E-Space ist eine Studie, die vom neuen Designer Alexandre Malval in nur sehr kurzer Zeit auf die Beine gestellt wurde. Der Gedanke war, das Interesse für eine Rückkehr der Vans abzuklopfen. Wenn man den Reaktionen des Publikums glauben darf, ist es höchste Zeit dafür. Wenn eine Studie für einen Van dem sehr begehrenswerten Renault 5 Turbo 3E die Schau stehlen kann, ist das ein deutliches Zeichen. Praxisnutzen ist also die Stoßrichtung, in die sich die europäischen Marken langsam wieder bewegen. Wir haben elektrische Klein-
wagen in allen Ausprägungen inklusive der Rückkehr der Hot-Hatches. Es darf also auch Spaß machen. In einer Zeit, wo jedes Auto mit jeder Modellgeneration immer länger wird, ist es wichtig, die unteren Kategorien wieder begehrenswert zu machen.
Der Druck wächst Auch die chinesischen Hersteller sind nicht zum Kleckern nach Paris gekommen. Sie bringen Kleinwagen, füllen die mittleren Segmente mit ihren SUV und präsentieren stolz ihre bezahlbaren Luxus-Flaggschiffe. Denn selbst BYD, die bisher alle Fahrzeugkategorien bis hin zum Kleinwagen abgebildet haben, stellten in Paris einen über fünf Meter langen Siebensitzer vor. Aito wollte Dominanz zeigen und hat einen riesigen Stand mitgebracht und dann nur wenige Ultra-LuxusSUV darauf platziert. Dem stehen der Chery Q, Aion UT und Geely E2 gegenüber, alles Fahrzeuge im kompakten Segment. Diese haben es auf die klassischen Golf-Käufer abgesehen. Aber auch diese Hersteller haben es nicht mehr ganz so leicht. Der China Speed leidet unter den neuerdings selbstauferlegten Prüfprotokollen und die Preise leiden unter dem Wegfall der Rückerstattung der Exportsteuer. Was ist jetzt mit den anderen Alteingesessenen? Die Japaner waren erstaunlich ruhig dafür, dass sie nun langsam in der E-Mobilität ankommen. Wie man das wertet, kommt wohl auf die Perspektive an. Die einen nennen es Kapitulation, die anderen ein Heraushalten aus dem Kampf und ein geschicktes Zuschauen von der Seitenlinie. Die Koreaner machen ihr gänzlich eigenes Ding und bringen nach und nach gute Autos, die ohne großes Tamtam gut performen. Und in Europa musste man sich wohl erst einmal neu sortieren, nachdem der erste Schock verdaut war, dass die europäischen Kunden kein Problem mit „Made in China“ haben. •
Der Renault E-Space und der R8 Gordini sind Konzepte mit großem „Haben-will-Faktor“. Dacia Striker soll der Topseller der Marke werden, das Zeug dazu hat er. Der Spring ist der neue Elekro-Dacia und Renault bringt als erster Hersteller einen 800-V-Transporter
Wir designen Autos mit einer Story im Kopf und nicht mit einer Liste, was alles rein muss.“ David Durand, VP Dacia Design
BYD bringt den Atto 8 mit Flash Charging, Xpeng hat ein Auto inklusive Personen-Drohne am Stand und Smart stellte den #2 vor und Chery zeigte den Q
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Positive Bilanz bei E-Reisebussen Diesel war gestern, Dr. Richard ist vom Yutong T12E selbst bei längeren Tagesfahrten überzeugt.
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ie Dr. Richard Gruppe begann Anfang 2026, die ersten Elektro-Reisebusse einzusetzen. Über den Sommer wurde eine erste Bilanz gezogen. Der Yutong T12E – er besitzt eine Batterie mit 399,93 kWh Kapazität – überzeugte im täglichen Einsatz mit rund 450 Kilometern Reichweite und Platz für 50 Fahrgäste. Bei Stadtrundfahrten und Shuttlediensten konnte er sich ebenso bewähren wie bei längeren Tagesfahrten – genannt wird etwa Wien–Salzburg und retour. Am Ende des Tages standen meist noch 30 Prozent Restreichweite auf dem Display. Und das, obwohl dieser Sommer bekanntermaßen extrem heiß war. Sowohl die Fahrer als auch die Fahrgäste zeigten sich vom
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Prozent beträgt der NPS
(Net Promoter Score) nach der aktuellsten EV Satisfaction Study von Uscale. Der höchste Wert seit Aufzeichnung. Es geht dabei um die Bereitschaft, sein E-Auto aktiv weiterzuempfehlen. Top: Xpeng, Tesla, Škoda.
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Fahrkomfort und dem leisen Motor beeindruckt. „Bei 60.000 Kilometern Fahrleistung spart jedes Fahrzeug gegenüber einem vergleichbaren Dieselreisebus rund 46 Tonnen CO2 jährlich ein“, heißt es von der privaten Firmengruppe, die vor 90 Jahren als österreichischer Familienbetrieb gegründet wurde. In den kommenden Jahren sollen etwa 150 Millionen Euro in moderne Fahrzeugtechnologien investiert werden. Ein Drittel davon betrifft Infrastrukturmaßnahmen und Werkstätten. Im Spätherbst startet die schrittweise Elektrifizierung der LUPBusflotte in St. Pölten, die Errichtung neuer Ladeparks gehört dazu. Der Wiener Standort wird zum Mobilitätshub ausgebaut.
Geely ernennt beflügelte Markenbotschafter Marco Waltenspiel und Marco Fürst sind kaum zu erkennen, wenn sie einfach lässig am Auto lehnen. Im Normalfall kennt man sie mit ihren Wingsuits, wie sie etwa spektakulär unter der Tower Bridge in London durchfliegen. Die beiden Österreicher vom Red Bull Skydive Team sind nun Markenbotschafter von Geely. Dafür übernahmen sie jeder einen Starray EM-i, mit dem sie bei Trainings, Produktionen, Events und weiteren Einsätzen zu sehen sein werden. Das Plug-in-Hybrid-SUV erreicht mit Batterie und Tank über 1.000 Kilometer.
Fotos: Dr. Richard/Bernhard Luck, Maximilian Maier/@3mpgworld für Geely Auto Austria
News
Müdigkeit und Co am Steuer „Hotspots in der Verkehrsmedizin“ – unter diesem Titel veranstaltete der Ärztliche Mobilitätsklub Österreichs Mitte Oktober ein Symposium, um aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zusammenzuführen und einen interdisziplinären Blick auf verkehrsmedizinische Fragestellungen zu ermöglichen. Konkreter: Wie wirken sich etwa Schlafstörungen, Demenz, Epilepsie und ADHS auf Aufmerksamkeit, Reaktionsvermögen und Fahreignung aus? Wie entsteht Ablenkung und welche Herausforderungen bringt die zunehmende Vernetzung moderner Fahrzeuge mit sich? Fazit: Die Beurteilung der Fahreignung erfordert das Zusammenspiel unterschiedlicher Disziplinen. Medizinische, psychologische, technische und rechtliche Aspekte spielen gleichermaßen eine Rolle.
Standard neuer Standort „Mit dem Autohaus Standard gewinnen wir einen erfahrenen Partner, der den regionalen Markt bestens kennt und großen Wert auf persönliche Kundenbetreuung legt“, sagt Mag. Georg Staudinger, Country Manager von Xpeng Österreich (rechts im Bild). Der Händler in St. Pölten ist #21 auf der österreichischen Händlernetzkarte der chinesischen Automarke.
Her mit dem Kaffee!
Fotos: Adobe Stock Pixel-Shot & Vlad, BYD Österreich/CCI Car Austria GmbH, Porsche Holding GmbH
Die Tankstellenkette HEM hat die Kaufgewohnheiten beim Tankstopp in einer Umfrage erörtert. Kaffee und andere Heißgetränke sind mit 61 Prozent die klare Nummer 1. Kaltgetränke schaffen es nur auf 44 Prozent, Sandwiches oder Wraps auf 39 Prozent und süße Snacks auf 25 Prozent. Beim Bistroangebot spielt die frische Zubereitung eine große Rolle (für 95 Prozent wichtig). Lediglich 29 Prozent kommen an die Tankstelle tatsächlich nur, um Sprit nachzufüllen.
Saubermann BYD Das Ranking der zehn absatzstärksten Automarken in Österreich beim durchschnittlichen WLTP-CO₂-Ausstoß führt von Jänner bis September BYD an. „Rund 70 Prozent unserer Verkäufe machen wir mit reinen Elektroautos“, so Managing Director Danijel Dzihic, „die restlichen 30 Prozent entfallen auf unsere ebenfalls außerordentlich emissionsarmen Plug-in-Hybride. Diese Kombination zeigt, dass unsere Strategie aufgeht und wir einen messbaren Beitrag zur Reduktion des CO₂Ausstoßes im österreichischen Neuwagenmarkt leisten.“
Ruanda: zwischen F1 und E-Mobilität Frühestens ab 2030 werden in Ruanda nahe Kigali auf einer neu gestalteten Rennstrecke die F1-Motoren gestartet – ein Zehnjahresvertrag wurde gerade unterschrieben. Der ostafrikanische Staat gehört aber auch bei der E-Mobilität zu den Vorreitern des Kontinents, das Ladenetz ist gut ausgebaut, es gibt einen hohen Anteil erneuerbarer Energien. Zur Förderung und Elektrifizierung der Landwirtschaft hat Moon den Empowerment Hub in Gashora eingerichtet. Landwirte können dort E-Traktoren samt geschulter Fahrer anfordern, ohne in die Hardware investieren zu müssen.
Pink Ribbon: erneut mit Nissan auf Tour Im Rahmen der Pink-Ribbon-Initiative organisiert die Österreichische Krebshilfe Aktivitäten, bei denen ein Mobilitätspartner wertvolle Unterstützung leisten kann. Bereits seit vielen Jahren ist das Nissan. Managing Director Michael Kujus möchte dazu beitragen, dass „wichtige Informationen möglichst viele Menschen erreichen“. Im Bild: Doris Kiefhaber (Krebshilfe), Bettina Weniger-Assinger (PinkRibbon-Botschafterin).
NEWS GAC Aion V & UT
Die Stunde der Strategen Mit GAC folgt die nächste Marke, die Colmobil nach Österreich bringt. Den Anfang machen zwei Modelle europäischen Zuschnitts. Und ein allumfassendes Konzept dazu. Text: Roland Scharf, Fotos: Lukas Tobler
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icht erst auf den ersten Metern hinter dem V – spätestens im Gespräch mit den Protagonisten und der Vorstellung der Strategie von GAC, wie man wie schnell und wie gründlich eine neue Marke mit bald fünf Modellen einführt, kommt einem unweigerlich die Überlegung in den Sinn, ob „China Speed“ als Begriff eigentlich passend ist? China Way wäre allumfassender, denn nur mit Tempo allein hat das hier nichts zu tun.
Kunstgriffe Um was geht’s? Einmal um den Aion V: ein vollelektrisches Kompakt-SUV, 150 kW stark, dank 75-kWh-Akku mit 510 Kilometern WLTP-Reichweite bestückt und dank 180-kW-Schnellladen kommt der Stromspeicher von zehn auf 80 Prozent in nur 24 Minuten. Wie man es auch von Jaecoo und Omoda gewohnt ist, ist der Premium schon stattlich bestückt, der Luxury bekommt sogar Ledersitze mit Massagefunktionen. Startpreis: 35.990 beziehungsweise 37.990 Euro. Und dann wäre da der europäisch geschnittene UT: Ziel war ein Kompaktmodell, wie man es hierzulande traditionell gerne kauft. Auch hier 150 kW Leistung, dafür nur 87 kW Lade-Speed, was aufgrund des kleineren 60-kWh-Akkus aber immer noch für 24 Minuten ausreicht, wobei hier schlauerweise die Zeit von 30 auf 80 Prozent SoC angegeben wurde. Los geht es bei 26.990 Euro – und um auf den China Way näher einzugehen: Entworfen wurde der UT nicht in einem neutralen Industriekomplex, sondern im Studio im Design-District von Mailand, wo Kunst präsent, das Leben schön und die Pasta frisch ist. Kurz: wie maßgeschneidert für die alte Welt.
Fünf, vielleicht sechs Und natürlich: V und UT werden zudem gebaut bei Magna in Graz, wobei: Made in Austria darf nicht gesagt werden, sie werden hier ja nur „assembled“. „Aber ich glaube, dass das für viele Österreicher dann schon ein Kriterium ist“, sagt Thomas Forsthuber, Network Planning and District Management bei GAC-Importeur Colmobil. „Ich war letzte Woche drei Tage im Werk und da wird schon tolle
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Montiert bei Magna in Graz, gezeichnet im hauseigenen Designbüro in Mailand, zielt der UT genau auf Europa ab
Arbeit geleistet, besonders in der Qualitätssicherung. Da sind wir ein bisschen stolz drauf.“ Auch was den Händlerausbau betrifft: „Unser Ziel ist, mit fünf Händlern zu beginnen, und die werden wir auch haben. Und bis Ende des Jahres haben wir uns mindestens zehn als Ziel gesetzt.“ Teilweise greift man auf das bestehende Omoda-Jaecoo-Netz zurück, es gibt aber auch Neubewerber. „Die ersten fünf sind schwerpunktmäßig in Niederösterreich, Oberösterreich, Wien. Aber der nächste Schritt wird dann Richtung Steiermark gehen, Richtung Salzburg. Und auch in Vorarlberg und Tirol sind wir auch schon in Verhandlungen.“ V und UT sind zudem auch erst der Anfang: „Wir werden zumindest fünf, vielleicht sechs Modelle haben, mit denen wir 80 Prozent der Segmente im nächsten Jahr abdecken werden. Alle batterieelektrisch, da habe ich den PHEV S7 von GAC also noch gar nicht dazugezählt.“ Der ist aufgrund der Steuerlast aber nicht so entscheidend, denn im Vergleich zu Omoda und Jaecoo möchte man mit Aion von vornherein auf das Flottengeschäft abzielen. Und wie sehen die Ziele aus? Die Anlaufkurve ist zwar flacher als bei Omoda-Jaecoo, weil man im Flottenbereich erst alles aufbauen muss. Für das erste Jahr rechnet man dennoch mit rund 5.000 Verkäufen – der China Way bleibt zumindest hier also durchaus konservativ. •
NEWS Neue Anbieter
Vom Arbeitstier bis zum Shuttle Das Angebot an chinesischen Marken wächst laufend. Der Tiroler Importeur RB Motors bringt mit seinen Händlern BAW, BAIC und Forthing nach Österreich und besetzt interessante Nischen. Text: Gerald Weiss, Fotos: RB Motors
D
ie Fahrzeug-Anforderungen eines Fuhrparks sind vielfältig: Während im Außendienst Komfort und Alltagstauglichkeit zählen, sind im Forstbetrieb Geländetechnik und Anhängelast gefragt. Für den Personentransport wiederum braucht es ausreichend Sitzplätze. Mit den chinesischen Marken BAW, BAIC und Forthing deckt RB Motors aus Mils gemeinsam mit seinen Händlern mehrere dieser Einsatzbereiche ab. Die Palette reicht dabei vom DieselGeländewagen über Allrad-Hybride bis zu siebensitzigen Vans und Modellen mit Range Extender.
BAW: Diesel fürs Gelände Dabei ist BAW laut RB-MotorsGeschäftsführer Werner Brunner derzeit der Bestseller im Portfolio. „Die beiden Offroad-Modelle mit Dieselantrieb und konsequenter Geländetauglichkeit sind für Jäger, Förster und Einsatzkräfte attraktiv.“ Der BAW 212 kombiniert einen 2,0-Liter-Diesel mit 166 PS und einer Achtgangautomatik. Zuschaltbarer Allradantrieb sowie mechanische Vorderund Hinterachssperren unterstreichen die Ausrichtung auf anspruchsvolle Einsätze. Die Anhängelast beträgt 2.500 Kilogramm. Komplettiert wird das Angebot mit dem 212 Diesel-Pick-up mit entsprechender Ladefläche.
BAIC: Allrad und Zugkraft Bei BAIC stehen zwei unterschiedlich große Allradmodelle im Mittelpunkt. Der fünfsitzige BJ30 Hybrid darf bis zu 1.800 Kilogramm ziehen. Abstandsregeltempomat, 360-Grad-Kamera und Zweizonen-Klimaautomatik gehören zur Serien-Ausstattung. Mehr Platz und eine höhere Anhängelast bietet der BJ60: Bis zu sieben Personen finden im großen SUV Platz,
bis zu drei Tonnen dürfen an den Haken. Sein 2,0-Liter-Benziner leistet 256 PS und ist mit einer Achtgangautomatik kombiniert.
Forthing: sieben Sitze und elektrifizierte Antriebe Für Shuttle-Aufgaben und den Personentransport bietet schließlich Forthing zwei Siebensitzer mit großzügigen Platzverhältnissen. Der 4 U-Tour ist 4,85 Meter lang und verfügt über eine Sitzanordnung im Schema 2+2+3. Einzelsitze in der zweiten Reihe und eine versenkbare dritte Reihe ermöglichen unterschiedliche Nutzungen. Der Plug-inHybrid leistet 236 PS Der größere Forthing 9 PHEV misst 5,23 Meter. Sein Plug-in-HybridAntrieb liefert 272 PS Systemleistung, Die Batterie hat eine Kapazität von 34,9 kWh und das Gepäckraumvolumen reicht von 450 bis 1.920 Litern. Daneben stehen zwei Modelle mit Range Extender zur Wahl: der 4,60 Meter lange Forthing 5 REEV und die knapp 4,94 Meter lange Limousine 7 REEV um 40.990 Euro. Bei beiden ergänzt ein Benzinmotor den elektrischen Antrieb. Eine rein elektrische Variante ist ebenfalls angekündigt: „Ein BEV mit neuester 800-V-Technik und über 500 km Reichweite wird in Kürze noch folgen“, so Brunner. Für die entsprechende Betreuung hat RB Motors mittlerweile ein Händlernetz in Österreich aufgebaut. Zu den bislang 29 Standorten sollen weitere folgen. „Garantie und Ersatzteilversorgung sind von uns gesichert“, so Brunner. •
Breites Portfolio von drei Marken: BAW 212 für echten Geländeeinsatz Klassische SUVs mit HybridAntrieb wie der BAIC BJ30 Tiroler Importeur chinesischer Marken: Werner Brunner, RB Motors Vans von Forthing, als Range Extender und in Kürze als reines Elektrofahrzeug
FLOTTE 10-11/2026
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FLEET DRIVE 2026 Fahrtag für Fuhrparkbetreiber
Erfahrungen am laufenden Band Die zweite Auflage des FLEET Drive konnte die erste in allen Punkten übertrumpfen. Von der Menge und Güte der Fahrzeuge über die Besucherzahl bis hin zu absolutem Kaiserwetter. Text: Roland Scharf, Fotos: Chris Hofer
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ie Location war vertraut, das Catering aufgebaut, die Fahrzeuge geliefert – und trotzdem blieb es bis zum Schluss spannend, ob alles wieder so glattlaufen werde wie beim ersten Mal. Um es gleich zu sagen: Das tat es nicht – es lief sogar noch besser beim zweiten FLEET Drive. Und trotz aller Bemühungen und Vorbereitungen: Ein bisschen Glück gehört ja auch immer dazu, denn 79 Autos von 37 Marken, die für Probefahrten bereitstanden, müssen ebenso erst einmal gehandelt werden wie rund 200 Teilnehmer und das zahlreich vorhandene Personal der Aussteller, das für Rat und Tat bereitstand. Sogar die Sonne schien prächtig, sodass sich nach anfänglicher Nervosität der zweite FLEET Drive für alle gut entfalten konnte.
Entscheidungshilfen Am grundsätzlichen Konzept haben wir bewusst nichts geändert: Exklusiv für Fuhrparkverantwortliche standen heuer wie gesagt 79 Autos für Probefahrten bereit, für die wir drei Routen unter-
Gute Laune kam schnell auf, mit 79 Fahrzeugen, die in Summe 7.500 Kilometer abgespult haben, um die 200 Gäste auf den über 500 durchgeführten Probefahrten zu überzeugen. Digital konnte auch probegesessen werden.
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schiedlicher Ausprägung (einmal Autobahn, einmal Stadt, einmal Landstraße) zusammenstellten. Reale Bedingungen also für aufschlussreiche Testrunden, auf denen man Eindrücke gewinnen konnte, die man auf weggesperrten Fahrtechnikzentren so nie sammeln hätte können. Um auftauchende Fragen gleich beantworten zu können, fuhren Experten der jeweiligen Marken stets mit, und um potenziellen Umsteigern auf E-Fahrzeuge eine zusätzliche Entscheidungshilfe zu bieten, bestand zudem die Möglichkeit eines Probeladens beim hiesigen Smatrics-Ladepark.
Markenzeichen Kulinarisch durfte selbstverständlich auch die gesamte Veranstaltung über getestet werden, Dr. Harald Hertz, langjähriger Freund des Hauses, übernahm die Funktion des Ersthelfers vor Ort und fasste die Eckpunkte des Events perfekt zusammen: „Toll, dass es hier eine tolle Übersicht über das gesamte Fahrzeugangebot gibt. Auch was die Elektromobilität angeht.“ Und auch
was uns persönlich letztes Jahr noch Kopfzerbrechen bereitete, war heuer schon ein Zeichen für einen gelungenen Ablauf: Da viele Teilnehmer nur für ihre vorab ausgemachten Probefahrten vorbeikamen, gab es nie einen großen Auflauf. Es war vielmehr ein stetiges Kommen und Gehen, durch das es bei keinem Imbissstand, bei keinem Aussteller und auch nicht bei der Kaffee-Ape vor der Tür zu längeren Wartezeiten kam. Eine entspannte Atmosphäre, die erst Lust auf anregende Gespräche, intensiven Austausch und aufschlussreiche Probefahrten machte, und die – so viel Selbstlob sei erlaubt – sich zu einem Markenzeichen des FLEET Drive etablierte.
Neuauflage garantiert Mit ein Grund war sicher auch Um auftauder reibungslose Ablauf: Nach chende Fragen der Registrierung erfolgte eine Führerscheinkontrolle beim gleich beantworten Team vom Probefahrten-Butler, zu können, fuhren nach der man für die Testrunden Experten der legitimiert war. Über deren jeweiligen Marken Online-Tool konnten auch vorab stets mit.“ die Test-Slots gebucht werden oder aber spontan über die App oder direkt bei den Ausstellern. Ja und das ist auch schon das ganze Geheimnis des FLEET Drive, weswegen uns zum Schluss nicht mehr viel übrig bleibt, als uns bei allen Ausstellern, Mitwirkenden und vor allem den Teilnehmern dafür zu bedanken, dass auch die zweite Edition dieses Events zu einem vollen Erfolg wurde. Womit wir auch die letzte Frage abschließend vorwegnehmen dürfen: Gegen eine dritte Auflage in 2027 spricht absolut nichts. Auch wenn es kein Kaiserwetter geben sollte. •
FLEET DRIVE 2026 Impressionen
Sonne im Hafen von Korneuburg Das gute Wetter war nicht der einzige Grund für strahlende Gesichter. Höchste Motivation bei Ausstellern und Testern machten die zweite Auflage zu einem besonderen Ereignis. Fotos: Chris Hofer
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FLEET DRIVE 2026 Impressionen
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FLEET DRIVE 2026 Teilnehmerstimmen
Statements zum FLEET Drive Was unsere Besucher von der Fahrveranstaltung halten, wollten wir nach den erfolgten Testfahrten wissen. Ein kleiner Ausschnitt vom Tag in Korneuburg. Text & Fotos: Mag. Severin Karl
Interessante Gespräche
Der FLEET Drive ist eine gute Ergänzung zur FLEET Convention, weil die neuesten Modelle ausgestellt werden und auch probegefahren werden können. Spannend: Durch den Termin im Herbst sind bei den meisten Ausstellern bereits die 2027er-Modelle vor Ort. Ich habe meine Slots vor allem als Vergleichsfahrten gleicher Fahrzeugsegmente hintereinander ausgesucht.
Mich haben heute vor allem die Verbrenner und Nutzfahrzeuge interessiert. Ich konnte einige interessante Gespräche führen und neue Marken kennenlernen. Bei den Nutzfahrzeugen habe ich mir gleich drei Angebote legen lassen. Ich bin als Stellvertretende für den Fuhrpark zum ersten Mal beim FLEET Drive.
David Martin, Österreichische Post AG
Femije Abazi, MHC Mobility
2027er-Modelle vor Ort
Was der Markt hergibt
Vom Hörensagen oder Sehen kenne ich die meisten neuen asiatischen Marken. Aber hier lassen sich die Autos unter realen Bedingungen testen, nicht zuletzt, was die Assistenzsysteme betrifft. Mit dem FLEET Drive bleibe ich auf dem neuesten Stand, was der Markt hergibt – es ist bereits mein zweiter Besuch hier. Erich Hotschek, Windkraft Simonsfeld AG
Muss in die Car Policy passen
Der FLEET Drive gefällt mir sehr gut, die Veranstaltung ist echt gelungen. Man kann sich von den zahlreichen Ausstellern Infos einholen, mit den Händlern reden und netzwerken. Bei uns geht es um mehr als tausend Fahrzeuge im Fuhrpark – hier passen viele zu uns. Ich schaue nicht zuletzt, dass die Vorgaben der Car Policy eingehalten werden. Ein aktuelles Thema ist die Vehicle-to-GridFunktionalität. Richard Karlberger, EVN
Nicht einzelne Händler abklappern
Das war mein erster FLEET Drive, zuvor war ich bei der FLEET Convention. Als Einkäufer finde ich die Vielzahl der Fahrzeuge top. Ich muss für die Infos nicht 17 Händler abklappern. Es sind Key Accounter und Betreuer vor Ort, man wird umfassend beraten. Sogar das Wetter wurde großartig organisiert. Unser Fuhrpark umfasst 150 Fahrzeuge, markentechnisch übergreifend, vom Kompaktauto bis zum Vorstandsfahrzeug. Peter Herz, Hödlmayr Logistics GmbH
Extra angereist
Ein Fuhrparkmanager, der viel mit administrativen Tätigkeiten beschäftigt ist, hat normal wenig Zeit, Autos auszuprobieren. Hier ist das effizient, nachdem viele Fahrzeuge an einem Ort zu finden sind! Ich bin dafür extra aus Salzburg angereist. Für mich geht es hier um das Feeling und das Technische, gekauft wird schließlich über die Bundesbeschaffungsstelle. Thomas Stöger, Land Salzburg
Noch nicht am Schirm
Eine einzigartige Möglichkeit, sich ein aktuelles Bild vom Fahrzeugmarkt zu machen – hat man sonst nicht so schnell. Durchaus auch privat interessant, ich war immer schon autoaffin. Bei den Sonderfahrzeugen haben wir viel mit Kastenwagen zu tun, da ist es spannend zu sehen, was man vielleicht noch nicht am Schirm hatte. Stefan Reiter, Dlouhy
Wir achten auch auf die Emotionen
Prinzipiell möchte ich die Autos, die mich interessieren, auch probefahren. Die Marken, nach denen ich speziell suche, sind alle hier! Klarerweise sind für mich nur vollelektrische Autos relevant. Beim Fahren merkt man auch Richtung Emotionalität Unterschiede. Das Thema Preis/Leistung ist natürlich wichtig, durch die Größe von unserem Fuhrpark können wir aber auch auf die emotionale Komponente achten. Wolfgang Vogt, epuls GmbH
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Danke an die Partner des FLEET Drive 2026!
www.logowik.com
NEWS ID. Buzz Cargo LWB
Mehr Länge gegen die Enge Serienmäßig mit zwei seitlichen Schiebetüren, soll die Langversion des ID. Buzz Cargo all jene bedienen, die ein wenig mehr Platz benötigen. Das sollte mit 4,4 m3 Ladevolumen auch kein Problem sein. Text: Roland Scharf, Fotos: VWN
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icht, dass die Kunden die CargoVersion des ID. Buzz nicht mögen. Aber es gibt halt doch diese Fälle, wo es einfach das Extra an Platz benötigt. Aber da kann nun Abhilfe geschaffen werden, in Form des ID. Buzz Cargo LWB. LWB steht hierbei für long wheel base, also langer Radstand, und der beschert diesem VW ein Plus von 0,5 m3 an Ladevolumen. Mit 2.458 mm ist die Ladefläche um exakt 250 mm länger als bei normalem Cargo, die Breite zwischen den Radkästen beträgt 1.230 mm. Die maximale Zuladung? Je nach Antrieb liegt diese bei bis zu 700 kg bei den Hecktrieblern sowie 606 kg bei den Allradlern. Wichtig auch: Serienmäßig verfügt der lange Cargo über einen Holzboden sowie eine zweite seitliche Schiebetür. Außerdem wächst die Breite der Türen um 19 Zentimeter – somit passt nun sogar eine Europalette durch die seitlichen Öffnungen. Unverändert die Sitzkonfiguration: Den LWB gibt es ebenso als Zwei- bzw. Dreisitzer und ebenso mit einer manuellen Lendenwirbelstütze.
Bis 340 PS Vom kurzen Cargo übernommen wurde die Variantenvielfalt. Zur Wahl
steht eine große Heckklappe oder optional Heckflügeltüren. In der Version mit langem Radstand hat der LWB eine 86-kWh-Batterie an Bord anstelle der 79 kWh beim Kurzen. Die Systemleistung beträgt 210 kW, wird der Allradantrieb 4MOTION dazubestellt, steigt die Systemleistung auf 250 kW. Die maximale Anhängelast liegt beim großen ID. Buzz Cargo indes stets bei 1.800 kg.
Lenkrad mit Tasten Mit der neuen Softwaregeneration zieht nicht nur das One-Pedal-Driving ein, mit dem der Bulli bis zum Stillstand nur durch Weggehen vom Gaspedal abgebremst werden kann. Erstmals bremst der „Travel Assist“ nun auch an einer roten Ampel den ID. Buzz Cargo automatisch bis zum Stillstand ab. Vehicle-to-Load gibt es nun auch. Es ermöglicht, elektrische Geräte direkt aus der Fahrzeugbatterie mit Strom zu versorgen. Über die Hochvoltbatterie können so sowohl externe Werkzeuge wie Kreissägen als auch andere elektrische Geräte betrieben werden. Die Bedienung des ID. Buzz Cargo wird darüber hinaus durch ein Multifunktionslenkrad mit Drucktasten verbessert. •
Die seitlichen Schiebetüren sind groß genug, damit eine Europalette durchpasst. Auch der LWB ist als Zwei- oder Dreisitzer erhältlich, Allrad gibt es optional genauso wie die seitlich angeschlagenen Flügeltüren
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NEWS Interview E.ON
Die Ladestation, die spart Im Interview mit Geschäftsführer Heimo Aichmaier von E.ON Drive Austria erfahren wir, was das Besondere an den Produkten von E.ON ist und wie sich nicht nur sehr viel Zeit, sondern auch viel Geld damit sparen lässt. Er erklärt, wie dank E-Mobilität Treibstoff vom Kostenpunkt zum Businesscase werden kann. Text: Johannes Richter, Fotos: E.ON
E.ON ist in Österreich als Ladeanlagenanbieter noch vergleichsweise unbekannt. Was können Fuhrparks bei euch bekommen und welchen Vorteil haben diese davon?
Der Markt um Ladeinfrastruktur und Ladevorgangsverrechnung ist hart umkämpft. Wo seht ihr eure Stärken?
Wir sind ein verlässlicher Partner in ganz Europa. Wir setzen für unseren BusinessE.ON Drive baut und betreibt B2B-Ladekunden jene Module an den Standorten um, lösungen für mittlere und große Unterdie sie wirklich brauchen. Wir betrachten nehmen, die ihre Pkw- oder Lkw-Flotte das Thema ganzheitlich. Unsere Stärke liegt elektrifizieren. Wir bieten dafür ein moduin der Verbindung von Infrastruktur, Fahrerlares Ökosystem aus AC- und DC-Ladeinfraund Tarifmanagement und automatisierter struktur, Energie sowie Betrieb samt volldigiAbrechnung, Energie und Payment in einer taler Abrechnung und Flottenmanagement in Plattform. Der E.ON Drive Smart Pass macht Echtzeit an. Dabei profitieren unsere Kunden aus einer Ladestation mehr als nur einen von der Stärke, Verlässlichkeit und BeständigStromanschluss. Er eröffnet neue, zusätzliche keit eines europäischen Konzerns mit über Erlösmodelle und unterstützt die AmortisaGeschäftsführer von E.ON Drive Östertion der Ladeinfrastruktur durch smarte und 47 Millionen Kunden. Für Flotten ist unser reich, Heimo Aichmaier, ist vom USP seiner Produkte überzeugt und weiß um flexible Ladetarife. So können Unternehmen E.ON Drive Smart Pass besonders spandie Notwendigkeit in Unternhemen ihre Ladeinfrastruktur wirtschaftlich steuern nend. Er verbindet Laden, Bezahlen, Fahrerund auch als ein Zusatzgeschäft weiterentManagement, selbstbestimmte Tarifsteuewickeln. Ein weiterer Vorteil ist unsere Offenheit. Alles funktioniert rung für betriebliche Ladeinfrastruktur, automatische Abrechnung herstellerübergreifend, kann an bestehender Ladeinfrastruktur und Rückvergütung für Ladevorgänge von Dienstwagenfahrern nachgerüstet werden und unterstützt länderübergreifende zuhause in einer einzigen Lösung. Unternehmen erhalten damit Mobilität. Dadurch vermeiden Kunden Insellösungen und volle Transparenz über alle Ladevorgänge zu Hause, an allen schaffen eine zukunftssichere Plattform. Unternehmensstandorten und unterwegs. Und das in Echtzeit. Eine Lösung für alles. Das reduziert den administrativen Aufwand, Gibt es schon spannende Best-Practice-Beispiele von der erhöht die Kostentransparenz und schafft eine belastbare GrundUmsetzung eurer Lösung? Und gibt es hier schon Daten zu lage für wirtschaftliche Entscheidungen.
In welchem Umfang könnt ihr Flotten unterstützen? Gibt es Flottengrößen, die für euch eher oder weniger in Frage kommen?
Kosten und Einsparungen?
Der Smart Pass wird bereits in unterschiedlichsten Anwendungsfällen eingesetzt, beispielsweise in Unternehmenscampus-Lösungen, bei gewerblichen Immobilien, im Handel sowie bei UnternehmensUnsere Lösungen sind grundsätzlich skalierbar flotten. Zu den Referenzen zählen unter anderem und reichen von kleinen Unternehmensflotten Headquarter-Standorte bekannter Konzerne in Wir sind übereines Mittelständlers bis hin zu großen, euroWien, Salzburg und Oberösterreich sowie die paweit agierenden Fuhrparks von IndustrieLadelösungen kleiner und mittlerer Unternehmen zeugt, dass Ladekunden. Entscheidend ist weniger die Zahl in Wien, Oberösterreich, Salzburg, Niederösterinfrastruktur deutlich reich, Tirol sowie zahlreiche Flottenanwendungen. der Fahrzeuge als die Anforderung an verlässmehr als nur eine Besonders interessant sind die Zeit-, Kapazitätsliches, gesteuertes Laden samt Vereinfachung bloße Investition ist.“ und Kosteneinsparungen im Unternehmen. Es der Lade- und Abrechnungsprozesse. Der Heimo Aichmaier konnten drastische Reduktionen administrativer Smart Pass wird überall dort interessant, wo Tätigkeiten erzielt werden. Interne Berechnungen Ladetarife ein entscheidender Kostenfaktor zeigen, dass ein mittleres Unternehmen mit mehsind – etwa in der Logistik – oder bei Immoreren Ladestandorten mehr als 42 Stunden Verwaltungsaufwand pro bilien- und Parkanlagenbetreibern, für die attraktive Ladetarife Monat einsparen kann und zusätzlich manuelle Rückvergütungsein Faktor der Standortwahl sind. Klarer Vorteil unserer Lösung aufwände bei den E-Fahrern entfallen. Das ist ein neues Zeitalter, ist die Einsparung des eigenen Verwaltungsaufwands, der aktuell was Rechnungsprüfungen, Datenkonsolidierungen, Heimladedie Flottenmanager, Personalverrechnung, Buchhaltung und die abrechnungen und Flottenauswertungen betrifft.• E-Fahrer im Unternehmen beschäftigt. Das spart Zeit und Geld Das gesamte Interview finden Sie auf FLOTTE.at im Unternehmen.
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Der einfachste Weg zum passenden Nutzfahrzeug Die Anschaffung eines Nutzfahrzeuges erfolgt in den allermeisten Fällen nach rationalen Maßstäben und ist deutlich komplexer als jene eines Pkw. Die Liste der Stolpersteine ist lang, einen kompetenten Partner an der Seite zu haben, hilft dabei enorm.
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utzfahrzeuge sind Arbeitstiere, sie transportieren Material, Werkzeuge und Mitarbeiter, dienen als mobile Werkstatt und wirken sich unmittelbarer auf die Produktivität eines Unternehmens aus, als man vermuten würde. Umso wichtiger ist es, zunächst das Einsatzprofil genau zu analysieren, bevor man sich für Marke und Modell entscheidet. Wie groß muss der Laderaum sein, wie hoch die Nutzlast, werden Anhänger gezogen? Und schließlich die Wahl des richtigen Antriebs. Welche Strecken werden zurückgelegt, ist ein Umstieg auf ein elektrisches Nutzfahrzeug überhaupt möglich? Fuhrparkmanagement-Profi Ayvens hat nicht nur den vollen Marktüberblick quer über alle Anbieter, sondern weiß auch, worauf es bei der Auswahl ankommt.
Neue E-Transporter – neue Möglichkeiten Gerade bei der E-Mobilität tut sich im Nutzfahrzeugbereich aktuell einiges. Die ersten Modelle mit 800-Volt-Technik und ultraschnellem Laden sind im Anrollen, bisher schwierig bis unmöglich darstellbare längere Strecken mit E-Antrieb könnten nun realistisch werden. Aber es muss nicht immer die allerletzte Technik sein, die zumeist ja noch teurer ist. Wer im urbanen Bereich unterwegs ist, kommt vielleicht auch ohne öffentliches Laden gut über die Runden. Aber welche Ladeinfrastruktur brauche ich im Unternehmen? Welche Ladeleistungen sind nötig und wie kann ich mir intelligentes Lastmanagement
zunutze machen? Auch auf diese Fragen haben die Experten von Ayvens die richtige Antwort parat. Wenn das passende Modell gefunden ist, sind in den allermeisten Branchen Themen wie Fahrzeugeinrichtung und Ladungssicherheit relevant. In erster Linie, um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten, aber in weiterer Folge auch, um die Ergonomie zu gewährleisten. Wenn der Mitarbeiter bei jedem Handgriff im Laderaum erneut mit der Suche beginnen muss, kostet das Zeit und somit Geld. Moderne Fahrzeugeinrichtungen sind mit Regalsystemen, Beleuchtung oder speziellen Einbauten maßgeblich an der Effizienz der Arbeitsabläufe beteiligt.
Steuerliche und rechtliche Stolpersteine Gut zu wissen sind auch alle steuerlichen Fragen rund ums Thema leichte Nutzfahrzeuge. Seit 1. Juli 2025 sind alle sogenannten N1-Fahrzeuge von der Normverbrauchsabgabe (NoVA) befreit, unabhängig vom Antrieb. Allerdings gibt es einige Ausnahmen, vor allem bei den Pick-ups, die man kennen sollte, um in keine Kostenfalle zu tappen. Auch bei der Ausnahmeregelung bei vollelektrischen Nutzfahrzeugen mit 4,25 Tonnen höchstzulässigem Gesamtgewicht – die man mit dem B-Führerschein fahren darf – gibt es viel zu beachten. Und somit viele Gründe, sich mit Profis von Ayvens zusammenzusetzen, die darüber hinaus auch noch attraktive Full-Service-Leasingangebote www.ayvens.com zum Fixpreis mit im Gepäck haben.
ADVERTORIAL
NEWS Fuhrparkverband Austria
Vor dem Jahreswechsel: Was im Fuhrpark jetzt zu entscheiden ist Das Jahr 2027 bringt neue Rahmenbedingungen für Dienstwagen. Wer die letzten Wochen des Jahres nutzt, um Bestellungen, Verträge und Richtlinien zu prüfen, entscheidet unter bekannten Bedingungen statt unter neuen. Der Fuhrparkverband Austria (FVA) zeigt, worauf es ankommt. Text: Patrick Aulehla, Fotos: stock.adobe.com/powerstock
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ie sichtbarste Änderung betrifft den Sachbezug. Mit 1. Jänner 2027 fällt er für privat genutzte E-Dienstwagen erstmals an: 0,375 Prozent der Anschaffungskosten bzw. höchstens 180 Euro im Monat für 2027, ab 2028 sind es 0,625 Prozent und höchstens 300 Euro. Einen Bestandsschutz gibt es nicht. Maßgeblich ist allein, ob ein Fahrzeug ab Jänner privat genutzt werden darf – eine Zulassung noch im Dezember bringt daher keinen Vorteil. Am Anfang steht die Bestandsaufnahme. Welche BEV sind im Fuhrpark, mit welchen Anschaffungskosten, wem sind sie überlassen, darf der Nutzer privat fahren? Wo die Privatnutzung schriftlich ausgeschlossen ist und kontrolliert wird – etwa bei Poolfahrzeugen – entfällt der Sachbezug gänzlich. Sie sollte vor dem Jahreswechsel vorliegen, denn die Lohnverrechnung muss ab der JännerAbrechnung umgestellt sein.
Car Policy muss Antworten geben Daran schließt die Frage an, wie das Unternehmen damit umgeht. Beste-
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hende Überlassungsvereinbarungen müssen nicht zwingend geändert werden, weil die Sachbezugspflicht auf einer geänderten Rechtslage beruht. Die Car Policy sollte dennoch Antworten geben: Wer trägt die Mehrbelastung, wie werden Bezugsumwandlungsmodelle behandelt, wird der halbe Sachbezug angeboten, der bei höchstens 500 Privatkilometern im Monat zulässig ist und einen Nachweis voraussetzt? Eine faire
Wenn sich die Rahmenbedingungen ändern, ist das Wichtigste, sie zu kennen und die Richtlinien einzustellen.“ und transparente Richtlinie sorgt für Akzeptanz, gerade bei einem Thema, das Mitarbeiter im Gehalt spüren.
Gesamtkosten statt Einzelposten Der Jahreswechsel ist zudem der Zeitpunkt, an dem Leasingverträge auslaufen und Budgets fixiert werden.
Verlängern, zurückgeben oder neu bestellen: Diese Entscheidung muss auf einer fundierten Gesamtkostenrechnung stehen, nicht auf dem Sachbezug allein. Mit NoVA-Befreiung, Vorsteuerabzug und niedrigeren Energie- und Wartungskosten bleibt das E-Fahrzeug in vielen Kalkulationen im Vorteil. „Flottenentscheidungen brauchen verlässliche Grundlagen. Wenn sich die Rahmenbedingungen ändern, ist das Wichtigste, sie vollständig zu kennen und die eigenen Richtlinien darauf einzustellen”, sagt Henning Heise, Obmann des FVA. Wer bei Bestandsaufnahme, Richtlinie oder Vertragsentscheidung Unterstützung benötigt, findet sie im Fuhrparkverband Austria, der die Erfahrungen aus über 100 Mitgliedsunternehmen mit mehr als 23.000 Fahrzeugen bündelt. Im digitalen Fuhrpark-Cockpit mobiliti lassen sich Bestand, Kosten und Richtlinien strukturiert abbilden, und die Workshops klären die offenen Fragen aus der Praxis. Wer jetzt prüft, startet 2027 nicht mit offenen Fragen, sondern mit Entscheidungen. •
Service
Bewertungen mit Tasten besser
Auch das gehört zum Crashtest: Gute Bedienung wird mittlerweile berücksichtigt. Diese Autos überzeugen.
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icherheitsrelevante Grundfunktionen eines Autos müssen leicht erreichbar sein. Darauf gehen nun auch die EuroNCAP-Protokolle ein und fordern physische Bedienelemente, die schnell bedient werden können. Für den ÖAMTC ist diese Entwicklung erfreulich, Techniker Thomas Hava: „Digitalisierung und moderne Infotainmentsysteme bieten viele Vorteile, dürfen aber nicht zulasten einer sicheren und intuitiven Fahrzeugbedienung gehen. Bei wesentlichen Fahrfunktionen gilt weiterhin: Einfacher ist oft sicherer!“ Besonders gut schnitten bei den aktuellen Crashtests der Audi Q7 (ergonomisch platzierte Tasten) und der Kia EV2 (benutzerfreundliche Gestaltung) ab. Kritik gab es beim Van-Neuzugang Xpeng X9: Insgesamt erreicht er zwar ebenso fünf Sterne, doch bei den Bedienelementen war die Bewertung niedriger. „Wer während der Fahrt mehrere Menüs durchsuchen muss, um z. B. die Einstellung der Scheibenwischer zu finden, wird unnötig vom Verkehrsgeschehen abgelenkt“, so Hava.
Fotos: ÖAMTC/Euro NCAP, OMV, luxundlumen, Electra
Lkw-Ladenetz auf Speed Mit dem ersten MCS-Ladepunkt in Österreich hilft OMV dem elektrischen Schwerverkehr auf die Sprünge. Das Megawatt Charging System steht in Urstein bei Salzburg bereit, um für besonders kurze Ladezeiten zu sorgen. So kommt die nächste Generation an Fahrzeugen bestmöglich durch das Land. „Wir bei OMV verstehen uns als ‚Enabler‘ für die gesamte Branche und schaffen mit einem offenen, herstellerunabhängigen Netz die Basis für einen raschen und reibungslosen Umstieg auf elektrische Nutzfahrzeuge“, meint Peter Vysny, VP International Operations & eMobility bei OMV. Das weitere Netzwerk bietet vor allem 400-kWCharger.
Versicherungen ausgezeichnet Schon bisher kam die Donau Versicherung bei den AssCompact Awards immer wieder in die Top-Wertung. 2026 wurde in der Kategorie Kfz-Versicherungen der dritte Platz erreicht. „Der Platz in den Top 3 zeigt, dass die Donau auch im Kfz-Bereich eine starke und relevante Position am österreichischen Versicherungsmarkt einnimmt“, sagt Generaldirektor Harald Riener. „Unser Anspruch ist klar: Wir wollen mit leistungsfähigen Produkten, persönlichem Service und verlässlicher Zusammenarbeit überzeugen.“ Verbesserungen gab es zudem in der betrieblichen Altersvorsorge (Platz 4) und beim Vermittlerservice (Platz 4), wo im Vergleich zum Vorjahr Positionen gutgemacht wurden.
Electra baut in Wien weiter aus An den Standorten Shopping Center Citygate und Triester Straße 64 haben neue Ladehubs des europäischen Schnellladeanbieters Electra eröffnet. Mit fünf 300-kW-Ladestationen (zehn Ladepunkte) ist Letzterer der größte Electra-Hub in Wien. Beim Shoppen in der Seyringer Straße 13 finden sich zwei solche Ladesäulen mit insgesamt vier Ladepunkten. Auch bestehende Standorte wurden zuletzt verbessert: Beim Gartencenter Starkl (Etrichstraße 23, 1110 Wien) findet sich nun eine Überdachung für die acht Ladepunkte (bis 300 kW). In Kürze möchte Electra das Netz in mehreren Bundesländern weiter verdichten.
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SERVICE Interview Leasys
Transparenz ist der Schlüssel Pamela Dela Cruz ist seit über drei Jahren die Geschäftsführerin von Leasys Österreich. Sie spricht mit uns über die Entwicklung des Unternehmens und die speziellen Herausforderungen im Operating Leasing. Text: Johannes Richter, Foto: Martina Copkov
Sie sind jetzt seit knapp 3,5 Jahren Geschäftsführerin von Leasys Austria. Wie haben sich die Geschäfte und die Firma in dieser Zeit entwickelt? Pamela Dela Cruz : In den vergangenen dreieinhalb Jahren haben wir uns, würde ich sagen, vom Markteintritt zu einem etablierten Mobilitätsanbieter entwickelt. In der ersten Phase ging es darum, die Organisation aufzubauen und lokale Präsenz auf dem Markt zu bekommen. Auch das Retail Netzwerk von Stellantis musste aufgebaut werden, mit dem wir intensiv zusammenarbeiten und das ganze Partnermanagement und IT. Ganz wichtig ist natürlich auch Kundenakquise. Mittlerweile geht es vielmehr darum, bestehende Partnerschaften im Direktvertrieb auszubauen. Wir arbeiten an neuen Produkten, neuen Lösungen, effizienteren Prozessen und so weiter.
nötig? Wenn das Auto da noch relativ wenige Kilometer hat und insgesamt viele Ausläufer geplant sind, dann verlängern wir auch gern mit reduzierten Kosten. So bleibt auch der Bestand stabil.
Hat sich der Markt in den letzten Jahren verändert? Stichwort Energiewende, internationale Krisen etc.?
Ja, sehr eigentlich. Wenn man jetzt allein Energiewende und die Krisen hernimmt, die wir hatten. Das schafft politische und wirtschaftliche Unsicherheiten. Das hat den Markt und natürlich auch die Fahrzeugflotten deutlich verändert und beeinflusst. Nachhaltigkeit und Elektrifizierung werden immer wichtiger. Digitalisierung des Fuhrparkmanagements nimmt an Bedeutung zu und das geht aktuell wirklich schnell. Ich mache das jetzt seit über 20 Jahren. Es gab eine lange Zeit, da hat es sich wirklich gar Funktioniert das Konzept, nicht verändert. Und jetzt haben sich auf Operating und Fullwir die Kunden, die überlegen Service-Leasing spezialisiert müssen: Welches Auto passt zu zu haben? mir, welcher Antrieb und was sind Absolut, weil die Kunden wirklich die Kosten, die ich haben will. Pamela Dela Cruz (rechts), Geschäftsführerin von Leasys Österreich, spricht mit Redakteur Johannes Richter (links) von der FLOTTE über darauf Wert legen, planbare und Und genau da sehen wir unsere die letzten Jahre und was sie sich für die Zukunft vorgenommen hat budgetierbare Kosten zu haben. Stärke. Wir beraten den Kunden, Die Reduzierung von administrawo ergeben Elektrofahrzeuge tiver Komplexität wird vom Kunden wirklich geschätzt. Er bezahlt einen Sinn, wo ist der Plug-in die richtige Wahl oder ist es doch ein eine Rate und hat dort alle Services inkludiert. Wartung und VerFall für den Verbrenner. Manchmal ist es aber auch gar kein Auto, schleiß, Reifen, Schadenmanagement, Assistance, Versicherung, da ist dann das Mobilitätsbudget die richtige Lösung. Wir verstehen Energiekartenmanagement und so weiter. Wir beraten den Kunden uns schließlich als ganzheitlicher Mobilitätsanbieter. natürlich auch von Beginn an, was bei dieser speziellen Flotte Sinn Vor zwei Jahren lag der Anteil von BEV und PHEV bei Leasys ergibt. Es geht ja jetzt auch nicht nur um die Kosten, sondern auch bei 20 Prozent. Wie sieht es hier mittlerweile aus? darum, dass man schaut, passt das, was der Kunde aktuell hat, in Wir sind jetzt auf 30 Prozent. Man sieht, auch hier wachsen wir. Zukunft auch noch. Wir haben allerdings einen relativ großen Kunden, der noch VerWie haben sich der Bestand und die Auftragslage in letzter brenner fährt, der natürlich unsere Zahlen ein bisschen beeinflusst. Zeit entwickelt? Allein dadurch, dass unsere Flotte noch nicht so groß ist. Aber wir Der Bestand wächst stetig. Wir sind insgesamt zufrieden, also vor merken auch bei allen Neubestellungen, dass sie fast ausschließlich allem im Verhältnis zum Wachstum des österreichischen Marktes elektrisch oder PHEV sind. wachsen wir sehr gut. Unsere Ziele sind jedoch auch sehr ambitioHat man die Berechnung der Restwerte dieser Modelle nun niert (auch international). Wir merken aber schon, dass die Kunden schon besser im Griff? immer mehr vergleichen. Sie schauen jetzt genauer auf monatDie Restwerte gerade im E-Auto-Bereich sind ein Riesenthema. liche Rate und sind wieder weg vom Kaufpreis. Das spielt uns in Es ist jetzt besser, weil auch die Datenlage besser ist. Jetzt hat man die Karten, weil es bei uns sehr transparent dargestellt ist. Wenn auch schon Erfahrung mit Verkauf von Elektrofahrzeugen und man der Kunde nun an das Ende seiner Laufzeit rankommt, dann überweiß, wie sich die Gebrauchtwagen verhalten. • prüfen wir mit ihm gemeinsam die Qualität der Verträge. Braucht Das gesamte Interview finden Sie auf FLOTTE.at er Mehr- oder Minderkilometer oder ist das Auto überhaupt noch
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SERVICE Webfleet
So stauts am Kontinent Webfleet präsentiert mit dem Commercial Trip Monitor ein kostenloses Online-Tool, das zeigt, wie sich die Verkehrsbedingungen für Fuhrparks in Europas Städten entwickeln. Text: Roland Scharf, Fotos: Webfleet, Photocreo Bednarek/stock.adobe.com
W
ebfleet hat mit dem Commercial Trip Monitor eine OnlineBenchmark lanciert, die monatlich erfasst, wie einfach oder anspruchsvoll es für Transporteure ist, sich in 32 bedeutenden europäischen Städten zu bewegen. Die verwendeten anonymisierten Daten von Nutzfahrzeugen zeigen, wie sich die Bedingungen für Fuhrparks im Zeitverlauf verändern. Da der Monitor ausschließlich wiederkehrende gewerbliche Fahrten und nicht den allgemeinen Verkehr betrachtet, erhalten Unternehmen und städtische Akteure ein klareres Bild davon, wo sich die Bedingungen für den innerstädtischen gewerblichen Verkehr verbessern oder verschlechtern.
Positiv nur Polen Nutzer können Städte anhand von zwei Kennzahlen vergleichen: • 15-Minuten-Reichweite misst, wie weit ein Transporter oder Lkw innerhalb von 15 Minuten fahren kann. Ein höherer Wert bedeutet, dass Fahrzeuge in derselben Zeit eine größere Strecke zurücklegen. • Leerlaufintensität misst, wie viel Zeit das Fahrzeug mit laufendem Motor im Stillstand verbringt. Ein höherer Prozentsatz bedeutet, dass ein größerer Teil der Fahrt auf den Stillstand entfällt. Erste Ergebnisse zeigen: Die Bedingungen für den gewerblichen Verkehr werden zunehmend schwieriger.
allen vergleichbaren Monaten stabil oder gingen zurück. • Rom und Mailand verbesserten ihre 15-Minuten-Reichweite im Jahresvergleich. Gleichzeitig verzeichnete Mailand mit 21 Prozent die höchste Leerlaufintensität in Europa: Bei einer typischen Fahrt stand das Fahrzeug 21 Prozent der Zeit mit laufendem Motor, in Paris 16 Prozent. Wie sich Fuhrparks in EU-Städten schlagen, kann über den Commercial Trip Monitor von Webfleet auf einen Klick sofort nachgeschlagen werden
• Heuer erzielten Saragossa (Spanien), Apeldoorn und Utrecht (beide Niederlande) die höchsten Werte bei der 15-Minuten-Reichweite. • Die Städte mit den schwierigsten Bedingungen für Fuhrparks: Berlin, Paris und Krakau. Berlin belegte bei der durchschnittlichen 15-Minuten-Reichweite insgesamt den letzten Platz. • In München, Leipzig und Hamburg legten Fuhrparks innerhalb von 15 Minuten jeweils 4,4 Prozent, 4,3 Prozent beziehungsweise 3,3 Prozent weniger Strecke im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum 2025 zurück. • Polen war das einzige Land, in dem sich in jeder untersuchten Stadt die 15-Minuten-Reichweite im Jahresvergleich verbesserte. Gleichzeitig blieben die Standzeiten in nahezu
Schnelle Identifizierung Neben den beiden Kernkennzahlen können Nutzer einzelne Städte detaillierter analysieren. Dazu gehören unter anderem Fahrtenvolumen, zurückgelegte Strecke, CO2-Emissionen, Kraftstoffverbrauch sowie lokale Faktoren, die die Bedingungen für den gewerblichen Verkehr beeinflussen. Damit die Vergleiche aussagekräftig sind, werden Fahrten zu vergleichbaren Routenfamilien zusammengefasst und mithilfe einer FixedPanel-Methode ausgewertet. Diese wurde entwickelt, um Veränderungen über die Zeit konsistent zu erfassen. Für die Entwicklung der Methodik und die Verarbeitung der Daten arbeitete Webfleet mit dem Mobilitätsspezialisten Mobito zusammen. Die Methodik kombiniert Fuhrparkdaten mit fortschrittlichen Mobilitätsanalysen, um relevante Entwicklungen bei der Bewegung von Nutzfahrzeugen in europäischen Städten zu identifizieren. •
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SERVICE IAA Transportation
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Die Neuvermessung einer Branche Das Image als hantiges Beiwagerl der Pkw-Branche, das hat die Welt der Nutzfahrzeuge definitiv abgelegt, wie ein Rundgang über die heurige IAA Transportation zeigt. Eine positive Trendumkehr, die eine Schwemme an Neuankömmlingen mit sich bringt. Text: Roland Scharf, Fotos: ÖVK Ranger, malp/stock.adobe.com
F
risch aufgeschäumte Milch? Das hätte es früher nicht gegeben. Geschweige denn Kaffee mit Keksen und Waffeln dazu, geschweige denn von einem Ansprechpartner aus Österreich. Aber die Zeiten, als man sich mit den Jungs, die gerade mit dem Aufbau der Stände beschäftigt waren, um eine Currywurst beim Buffet anstellte, die sind bei der IAA Transportation definitiv vorbei. Das Hemdsärmelige ist ein wenig dem schicken Trend der professionellen Gastgeberei gewichen, alles wirkt aufgeräumter, seriöser, ja zivilisierter sogar ein bisschen. Ganz so, als würde der Sparte der Nutzfahrzeuge endlich die Rolle zukommen, die ihr eigentlich schon längst zugestanden wäre. Schließlich wird hier kontinuierlich und ordentlich Umsatz gemacht. Ein Händlernetz mit loyalen und zwar fordernden, aber dennoch lukrativen Kunden versorgt. Aber irgendwie wirkten die Geschäftszweige der weißen Kastenwagen immer wie die schmuddeligen Verwandten aus den Arbeiterbezirken: eh fleißig und rechtschaffen. Aber wirklich zu tun haben wollte man mit denen dann doch nicht.
Digitale Belege Heute aber: ein Auftreten, von der manch Pkw-Verantwortlicher mittlerweile wohl träumen würde. Renault zum Beispiel setzte den neuen Trafic
E-Tech Electric perfekt in Szene, bis hin zu expliziten Interviewpartnern über das Design (jep, eines Kastenwagens), was einmal mehr zeigt, wie dieser Geschäftszweig nicht nur gewachsen, sondern auch selbstbewusst geworden ist. Volkswagen Nutzfahrzeuge nutzte das Heimspiel für eine Breite an Modellvarianten, innen wie außen, zivil, in Tarnfarbe, neu, alt, Diesel, Elektro, also einfach alles. Ford brachte mit dem digitalen Online-Service endgültig die Belege dafür, dass der Fahrzeugkauf wirklich nur der Start einer längeren Hersteller-Händler-Kunde-Beziehung ist, der für alle viele Möglichkeiten bietet. Und Toyota ließ mit dem Themenkomplex Wasserstoff einmal mehr aufhorchen und zeigte damit auch, dass selbst die Innovationstreiber oftmals im Bereich der kommerziellen Mobilität zu finden sind.
Neue Namen und alte Player fanden sich gleichermaßen auf der IAA Transportation, Elektrifizierung war durchwegs eins der ganz großen Themen
Was wirklich zählt Hier gibt es nicht nur Potenzial für alternative Alternativen. Die Kundschaft überlegt nüchterner. Plant langfristiger. Denkt pragmatischer. Und dass das magische Kürzel TCO (Total Cost of Ownership) das Maß der Dinge ist, zeigt sich am generellen Verständnis dafür, dass man ein komplettes Ökosystem an Dienstleistungen braucht, die das Autoleben abdecken – von der Finanzierung bis zur Restwertabdeckung.
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SERVICE IAA Transportation
Zähne der Zukunft
Selbstfahrender ID. Buzz bis E-Betonmischer – riesig war neben den Fahrzeugen auch deren Vielfalt
Ob dieses Erwachen erst so richtig in Fahrt kam, als es im Pkw-Bereich anfing mit den kleinen Problemchen? Das wage ich nicht zu beurteilen. Fakt ist aber, dass dieser Trend wie ein Buschfeuer durch die gesamte Branche zieht. Und auch weit darüber hinaus, wenn man weg von den Haupthallen der arrivierten Hersteller am Messegelände Hannover ein wenig lustwandelt. Denn dass hier eine Menge Kohle zu holen ist, haben natürlich auch unsere Freunde aus dem Reich der Mitte spitzbekommen. Und um ehrlich zu sein: Vielleicht ist es sogar gut, dass wir nicht genau wissen, was von dort noch alles in die alte Welt schwappen wird. Denn die Vertreter vor Ort, die Zugmaschinen auftischten, bei denen Captain Future lange Zähne bekommen hätte, waren wohl nur ein Beginn. Generell bitte, so schicke Müllabfuhr-Lkw wie aus China gabs wohl noch nie, geschweige denn die kleinen selbstfahrenden City-Busse, Last-Mile-Lieferwagen und Luxus-PHEV-XXL-Pick-ups. Man durfte sich ruhig ein wenig erschlagen fühlen, was es da auf einmal alles gab. Und dennoch sei eine These erlaubt: Ganz so leicht wie bei den Pkw wird
es in diesem Segment für unsere Freunde aus dem Reich der Mitte wohl nicht ganz werden.
Echte Eckpfeiler Denn so schick die Nutzfahrzeugwelt mittlerweile geworden ist – was nach wie vor und immer noch zählt, sind handfeste Argumente für den reibungslosen alltäglichen Betrieb einer Flotte, die nur dazu da ist, Umsatz zu generieren. Und da kommt es nur zum Teil auf eine Optik an wie aus dem Raumschiffkatalog. Was kann das Händlernetz? Gibt es eines? Gibt es wen in der Nähe der Kundschaft, hat der die Ersatzteile oder Ersatzfahrzeuge? Das ließe sich noch lange weiterführen, zeigt aber, dass die Branche trotz aller Modernisierung immer die gleichen wenigen Eckpfeiler hat und haben wird. Die aber umzusetzen, erfordert weit mehr als nur eine durchgestylte Fahrzeug palette und Kaffee mit frischem Milchschaum dazu. •
SERVICE IAA Transportation
„Unser Fokus war, die Verwendung zu entwickeln“ Im Gespräch mit Jan Ptacek, VP Light Commercial Vehicles bei Renault, über die Besonderheiten des neuen Trafic, die Unabdingbarkeit eines kompletten Ökosystems und was ein Knopf weniger für Vorzüge bringen kann. Text: Roland Scharf, Fotos: Valeska Mayr-Haaf, Renault
Was sind die Vorteile der Software-Defined-Vehicle-Plattform des neuen Trafic?
Strecken, die heutzutage täglich gemacht werden, sind an die 120 Kilometer. Mit den 470 Kilometern Reichweite, die der Trafic bietet, kann man also schon mal viele Probleme lösen. Und dann kommt dazu ja noch das schnelle Laden. Oder vereinfacht gesagt: Man gönnt sich die wenigen Minuten für eine Kaffeepause an einem Schnelllader und hat schon 100 Kilometer mehr Reichweite nachgezapft.
Sie können zehn Mal mehr Daten generieren als mit einer herkömmlichen elektronischen Plattform. Sie haben also fast alles, um die perfekte App zu bauen, sie perfekt zu kustomisieren. Ein weiterer Punkt ist, dass man die Autos viel schneller updaten kann. Das erlaubt den Kunden, die Uptime zu verbessern, denn erstens können sie es schneller machen. Und zweitens können sie gleich alle Funktionen updaten, nicht nur ein paar. Zudem muss man nicht mehr zum Händler fahren für eine SoftwareAktualisierung. Das geht alles schon over the air.
War es ein Kundenwunsch oder warum gibt es beim neuen Trafic keinen Start-StoppKnopf mehr?
Damit verschaffen wir unseren Kunden Zeit. Immer ein paar Sekunden, wenn man das FahrWird Renault ein Telematik- Kein Start-Stopp-Knopf ist für Jan Ptacek ein gutes Mittel, zeug startet oder stoppt. Einfach system für Fuhrparks anbieten, um im Betrieb viel Zeit einzusparen nur auf den P-Knopf drücken, das das mit anderen Marken komreicht, und wenn man die paar patibel ist? Sekunden 100-mal am Tag einWir haben ein Package, um unseren Kunden ein Multibrandspart, ist das schon ein schöner Brocken. Unser Fokus für den Trafic System oder ein Renault-System anzubieten. Der Vorteil dieser war also, die Verwendung zu entwickeln, sie so weit wie möglich zu Autos ist, dass sie viele Daten sammeln können. Eine der Hauptoptimieren. Daher wird es auch kein riesiges Ausstattungsangebot pfeiler unseres Renault-Optimise-Programms ist, diese Daten den geben. Und daher ist schon die Basisversion bereits gut bestückt. Kunden dann auch anzubieten. Und diese kann der Kunde dann Es geht im Nutzsegment also längst nicht mehr nur um das nutzen mit Fremdanbietern. Oder mit unserem eigenen System.
Für welchen Nutzer würden Sie die E-Tech-Version empfehlen? Und wann ist die Diesel-Version geeigneter? Die Diesel-Version wird natürlich für alle mit hoher Tageslaufleistung weiterhin die Lösung sein. Aber wir sehen, dass mit der E-TechVersion der Anteil auch von den Kunden steigt, die in erster Linie in und außerhalb großer Städte viele Kilometer pro Tag zurücklegen.
Die Elektrifizierung im Nutzfahrzeugsegment bleibt dennoch auf einem relativ niedrigen Niveau. Warum? Manche Kunden müssen Kompromisse eingehen. Oftmals passen die Parameter der E-Modelle einfach nicht, sie haben einen anderen Leistungsbedarf, da gibt es viele Beispiele. Wir sehen aber, dass wir mit dem neuen Trafic viele Kunden erreichen. Denn die meisten
Produkt an sich?
Ich sage immer, dass es hier nicht nur um die Fahrzeuge geht. Unsere Produkte sind großartig, aber essenziell ist das gesamte Ökosystem. Das muss für professionelle Kunden geeignet sei, es benötigt ein effizientes und großes Händlernetzwerk, das auf Nutzfahrzeuge spezialisiert ist, Umbauangebote ab Werk, um wirklich alle Bedürfnisse zu erfüllen. Es muss auch eine Vielfalt von Angeboten geben, umfassende Serviceangebote, also zahlreiche Features, die man mit dem Kauf des Autos quasi miterhält. Das ist also nicht etwas, das sehr einfach zu kreieren ist. Ich denke, dass wir als Renault dank unserer Vergangenheit und historischen Präsenz im leichten Nutzfahrzeugsektor die nötige Erfahrung aufbringen, dieses vollumfängliche Ökosystem anbieten zu können, das uns viele gute Argumente für den Kunden gibt. •
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SERVICE TCO-Ratgeber, Teil 2
Was rastet, das kostet Im zweiten Teil dieses Ratgebers widmet sich unser Gastautor und Fuhrparkprofi Andreas Kral neben der Scheinwerferthematik auch den Punkten Reifenkosten, Haltedauer, Rückgabekosten und welche Rolle die TCO bei all dem einnehmen kann. Text: Andreas Kral, Fotos: ÖVK Ranger, stock.adobe.com/ Andrii, ActionGP
D
ie entscheidenden Punkte für eine erfolgreiche Umsetzung der „Total Cost of Ownership“ (TCO, Gesamtkosten des Betriebs) liegen oftmals in den Details, die einem zu Beginn eines Firmenwagenlebens noch nicht so ganz klar sind. Ein paar Beispiele dafür, wie viele Punkte sich auf die Abrechnung auswirken.
Haltedauer
Xenon und LED – die Lichtausbeute ist um Klassen besser, aber die „Kostenexplosion“ ist unglaublich. Spielt dabei TCO keine Rolle? Solange diese nie zu ersetzen sind, nicht. Und nur weil die der Kaskoversicherer ohnehin bezahlt, bedeutet das nicht, dass diese nicht im TCO-Ansatz aufscheinen können/sollen mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit in Prozent, die von ihren Erfahrungswerten abhängt.
Angenommen, der Wagen wird – was bei Bestellung nicht absehbar ist – nicht wie geplant 60 Monate und 150.000 Kilometer genutzt, sondern fährt diese Kilometerleistung bereits in drei Jahren, dann sind die Kosten mit hoher Wahrscheinlichkeit auch anders, da, selbst wenn die gleichen Reparaturen anfallen, sich die Inflation weniger hoch auswirkt und somit geringere Gesamtkosten entstehen. Dabei sieht man, dass es hilfreich ist, mehrere Annahmen für jährliche Fahrleistung/Haltedauer zu treffen. Also etwa: 36/150.000 und 48/160.000 – und wie viele andere „Kombinationen“ noch? Was, wenn bei einer Kombination Modell A attraktiver scheint und bei der anderen Kombination Modell B? Wie komme ich (mit überschaubarem Aufwand) überhaupt zu den Daten?
Reifen
TCO für Bestimmung der optimalen Haltedauer?
Scheinwerfer
Dimension und Marke spielen bei Reifenkosten eine große Rolle. Spannend wird es zum Beispiel, wenn ein Mitarbeiter auf eine größere Dimension aufzahlen kann und hier auch höhere Kosten für die Einlagerung anfallen, die oft nach Zoll bemessen werden. Oder aber: Setze ich bei 150.000 Kilometern Laufleistung noch drei Sätze Sommerreifen an und zwei Sätze Winterräder – oder doch nur je zwei? Nein, ich hab’s: Ich nehme unlimitiert Reifen, da kann es mir ja egal sein, oder?
Man braucht nicht alle Werte der TCO für die Entscheidung, welche Marke/Modell man einsetzt. Kostenpositionen, die modellunabhängig sind, wie Managementfee, Stückprämien, Zulassungsgebühren, sind dabei irrelevant. Für die optimale Haltedauer sind diese jedoch sinnvoll anzusetzen. Insbesondere Einmalkosten wie Beschriftungen, Kosten für Ein- und Umbauten bei Nutzfahrzeugen, z. B. Ladebordwand, sind relevant. Oft hilft es, Annahmen zu treffen: Liegen diese unabhängig von der Nutzung von drei oder fünf Jahren gleich hoch Škoda Fabia: oder kann man unterstellen, dass diese mit Halogenscheinw erfer 587 € LE D 862 € längerer Nutzung steigen, weil dann nach Škoda Enyaq: LED erste Gene ration 716 € ab drei Jahren nicht nur die vordere Stoßstange Bj. 2023 1.260 € Škoda Octavia: Xenon 683 € zu lackieren wäre, sondern nach 5 Jahren Matrix-LED 1.215 BMW 530e: € auch die hintere? LED 2.553 € Laser-LED 4.130 Audi A6: € (!) LED 3.565 € Xenon Vorgänge rmodell 1.150 € 32 | FLOTTE 10-11/2026 (Quelle : SV R.Fohler, ohn
e AZ & Mwst.)
ebenso – ach ja, die sind ja bei dem einen mit 5.000 Euro gedeckelt, das erschwert den Vergleich. Was meinen die mit „3.000 km Freigrenze und die Kilometer, die darüber hinausgehen“? Fahre ich 3.500 mehr, muss ich dann nur für 500 Mehrkilometer bezahlen oder für 3.500? Spannend zudem, wenn unlimitierte UrlaubsPrivatfahrten zu „Überraschungen“ bei den tatsächlichen Jahres(mehr)kilometern führen, die dann auch noch „ungedeckelt“ sind. Und wenn der Leasinggeber den Wagen kostenpflichtig erst nach Tagen abholt (obwohl ich den Wagen in der Zeit nicht nutzen kann, aber dafür zahlen muss, wie das aktuell ein großer Player anbietet) und ein Gutachten kostenpflichtig verMatrix rechnet – berücksichtige ich das in den TCOs? Aber woher kann ich wissen, wann der „günstigste“ TauschzeitUnd dann wäre da ja noch die Schadenabwicklung. Wenn ein punkt gegeben ist? Eine Matrix ist dabei hilfreich. Je länger man Leasingprovider für jeden Schaden, unabhängig von der Größennutzt, desto günstiger wird es – aber nicht immer: Hier sieht man, ordnung, z. B. 205 Euro exkl. Mwst., verrechnet und jedes Jahr ein bis zwei Unfallschäden zu erwarten dass es wirtschaftlicher sein kann, z. B. sind, das müsste man ja der Kostenbei 25.000 km p. a. schon früher zu tauwahrheit wegen eigentlich auch verschen. Dabei ist auch zu beachten, wie Dimension und Marke rechnen, oder? teuer das Nachfolgefahrzeug kommt. spielen bei den Reifenkosten Wenn wir jetzt Verbrenner mit E-FahrDenn wenn das deutlich darüberliegt, eine große Rolle.“ zeugen vergleichen, spielen die Treibfährt man dennoch kostenbewusster Andreas Kral stoff-Ladekosten mit steigender Jahresdamit, den „alten“ Wagen länger zu fahrleistung ebenso eine wesentliche nutzen, obwohl das Entgelt leicht steigt. Rolle. Während man mit der WLTPLeasingkunden- bzw. -interessenten Berechnung bei den Verbrennern schon einen relativ praxisnahen haben es hier leichter. Die fragen dann einfach mehrere Angebote Überblick erhält und nur unsicher ist, ob man den Diesel mit an. Reicht ein Anbieter? Wie lange sind diese Angebote gültig? 2,20 Euro oder mehr/weniger ansetzen soll, verhält es sich beim Neue „Restwerteinstufungen“ über Nacht können hier die Sicht Thema Laden schon etwas anders: Kann man am Firmenstandort der Dinge sehr deutlich ändern. Oder die „neuen“ Preise, weil immer ausreichend laden und komme ich überhaupt dazu, weil die Reifenhändler ihre Preise adaptieren/veröffentlichen und der Vermieter zu wenig Wallboxen zugesagt hat oder muss ich ausauch Alufelgen wieder teurer werden … Wenn man Angebote von weichen auf einen Provider – und wenn ja, was kostet der Strom zwei oder mehreren Leasingprovidern für nur zwei Modelle, aber dort? Rechne ich bei den TCO Strafzuschläge ein, weil die Fahreinige Laufzeit/KM-Kombinationen einholt und einmal der mit zeuge nicht rechtzeitig abgeholt werden oder zahlt das der MitarAngebot A günstiger scheint und dann der andere? Was mache ich? beiter selbst? Kann daheim geladen werden – rechne ich InvestiDann nehme ich einfach den Mittelwert, oder? Ich nehme einfach tionen einer Wallbox (inkl. Montage und Demontage im Falle des den Anbieter der die Operatinggesamtleasingentgelte deutlich Ausscheidens des MA) dazu oder die Kosten eines Ladekabels und günstiger anbietet. Das ist ja leicht … gehe von den „Sachbezugsgrenzen“ aus für den Ersatz der StromDazu kommt das Kleingedruckte – variable Zinsen. Gehe ich kosten, die meist eine Win-win-Situation sind? Und mit welchem davon aus, dass die Zinsen weiter steigen? Nein, ich nehme fixe, prozentualen Anteil für das Laden daheim, unterwegs und am dann ist der Vergleich fair. Ah, der andere Anbieter hat fixe Kosten, Firmenstandort rechne ich? dafür aber keine „unlimitierten“ Reifen sondern eine Anzahl an Garnituren. Kann ich da daher davon ausgehen, wenn zweimal Sommer und einmal Winter steht, ich aber nur eine Garnitur Eine TCO-Betrachtung ist Sommerräder benötige, dann zwei Winterrädergarnituren zu durchaus hilfreich, um bekommen? Auch die Versicherungsprämien und sogar die zu bestimmen, welches Selbstbehalte von den beiden Angeboten sind unterschiedlich – Modell wirtschaftlicher wie vergleiche ich? Man sieht: Die Sache ist durchaus gefinkelt. ist, und um zu errechnen, wann ein Ersatz angeRückgabekosten schafft werden sollte. Aber Jetzt habe ich aber von Kollegen gehört, dass bei der Fahrzeugso einfach ist das nicht, rückgabe – entgegen der marketingtechnisch perfekt aufbereiwenn man eine möglichst teten Sales Folder der Operatingleasingprovider – dann noch praxisnahe Darstellung tausende Euro nachverrechnet werden, weil die soooo „streng“ erreichen möchte und mit den Rücknahmekriterien sind. Die Kosten sollte ich dann „Risiken“ bei Zeiten – abschätzen und müsste ja auf die Haltedauer verteilen, oder wie nach Möglichkeit auch macht ihr das? Soll ich dann auch noch die Kosten für Mehrkilovor Fahrzeugbestellung meter berücksichtigen – denn was, wenn das Fahrzeug deutlich – identifiziert werden mehr gefahren wird als gedacht? Und bei den Minderkilometern sollen. • Gebührenbla tt
Stand: 1. Deze
Gemäß unse
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Mahnschreiben
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Dienstleistungen
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Lastschrift (zzgl. Bankspesen)
1.Mahnung 2.Mahnung 3.Mahnung
Übergabe an Rechtsanwalt / Inkassobüro Rechnungszust ellung per Post Weiterbelastung von Rechnung en, pro Rech nung Abwicklung von Barauslagen Erbringung von Leistungen, die nicht im Vertr ag vereinbart Bearbeitung wurden Vollstreckungs maßnahme Vertragsänderu ng auf Kundenwu nsch Änderung Rech tsform Vertragsüberna hme, pro Vertra g Eigentümerwech sel, pro Vertr ag Vorzeitige Vertr agsauflösung Fahrzeuganmel dung durch Ayve ns Fahrzeugabmel dung durch Ayve ns Urgenz Vinku lierung Kask oversicherung Schadenbearbe itung ohne Verm ittlung einer Versi Schadenbearbe cherung durch itung bei Verm Ayvens, je Scha ittlung einer denfall reinen Haftpflichtv Abwicklung Total ersicherung schaden ohne durch Ayvens, Dienstleistungsm je Schadenfa Wartung, Repa odul „Schadenm ll ratur, Reifenbez anagement“ ug und -serv ice außerhalb Fahrzeugbestell des Ayvens Partn ung außerhalb ernetzwerks des Ayvens Partn Ausstellung ernetzwerks Ersatz-Tank/ Ladekarte oder PIN, PIN-Änderu Abwicklung Fahrz ng eugrückgabe, je Fahrzeug Kommissionsverk auf, je Fahrz eug
hren. Gebühr zzgl. USt.
25,00 € keine 20,00 € 30,00 € 50,00 € 3,00 € 20,00 € 20,00 € nach Aufwand 300,00 € 230,00 € 634,00 € 634,00 € 634,00 € 400,00 € 36,00 € 13,00 € 50,00 € 205,00 € 51,00 € 539,00 € 102,00 € 155,00 € 26,00 €
450,00 €
650,00 €
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AYAT-PRCL-DE -202512
Ayvens Austri a GmbH, Cleme Tel. +43 1 60102 ns-Holzmeis ter-St -0, servus@ay FN 92353p, vens.com, www. raße 6, 1100 Wien Handelsgeric ayvens.at ht Wien, UID: Société Géné ATU37002809 rale Wien, IBAN: AT70 1815 0101 4339 6000, BIC: SGABATWW
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SERVICE Interview
„Die Menschen wünschen sich Stabilität“ Volkswagen-Markenleiterin Gudrun Zeilinger im Gespräch über überraschende Quoten, begeisterte Händler und was das Wesen der Marke mit einem großen Bruder gemeinsam hat. Interview: Roland Scharf, Foto: Christian Houdek
FLOTTE: Wie laufen die Geschäfte? Zeilinger: Das Geschäft wird nicht leichter. Gleichzeitig freuen wir uns derzeit sehr über unsere neuen Produkte – und diese positive Stimmung ist auch bei unseren Händlern deutlich spürbar. Mit dem ID. Polo haben wir ein Auto am Start, auf das sowohl die Kunden als auch der Handel gewartet haben. Man merkt, dass das Fahrzeug sehr gut ankommt – auch bei Ihnen von der Presse (lacht). Zudem ist der Vorverkauf des ID. Cross gestartet, und bereits jetzt kommen erste Interessierte in die Schauräume, die ihn schon gerne sehen möchten.
Und GTIs habt ihr ja auch wieder mehrere. Auch bei den GTI-Versionen des ID.3 und des ID. Polo haben bereits einige Händler gesagt, dass diese Modelle richtig stark sind – selbst jene, die anfangs noch skeptisch waren. Das ist für uns ein guter Indikator. Denn letztlich verkauft man am überzeugendsten, woran man selbst glaubt.
Und dann kommt ja noch mehr nach. Ja, und das stimmt uns ausgesprochen positiv. Im kommenden Jahr folgt mit dem ID. Tiguan ein weiteres besonders wichtiges Modell, mit dem wir noch einmal nachlegen können. Gegen Ende des Jahres wird voraussichtlich auch noch der ID.1 vorgestellt – unabhängig davon, wie er letztlich heißen wird. Allein die Aussicht auf diese Neuheiten gibt uns viel Zuversicht.
Ihr habt ja jetzt eigentlich eh alle im Programm. Wir bieten Verbrenner, Plug-in-Hybride und vollelektrische Modelle – in nahezu jeder Größe und Form. Diese breite Auswahl ist ein großer Vorteil, den nicht viele Marken bieten können, insbesondere in Verbindung mit unserem starken Händlernetz. Gleichzeitig sind wir eine etablierte Marke, bei der vieles selbstverständlich wirkt. Dennoch erleben wir jedes Jahr besondere Höhepunkte: 50 Jahre Golf, 50 Jahre GTI, 50 Jahre Polo – und im kommenden Jahr hoffentlich 70 Jahre Marktführerschaft in Österreich.
Also ein Stück Tradition in einer sich schnell ändernden Autowelt? Ich glaube, Volkswagen ist ein wenig wie ein großer Bruder: verlässlich, vertraut und da, wenn man ihn braucht – mit einer passenden Lösung für unterschiedliche Lebenssituationen. Diese
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Bodenständigkeit und Verlässlichkeit zeichnen unsere Marke aus. Man muss nicht jedem Trend hinterherlaufen oder sich ständig neu erfinden. Gerade in einer schnelllebigen Zeit merken wir, wie sehr sich Menschen nach Stabilität und nach Dingen sehnen, die sie kennen und denen sie vertrauen.
Golf und Tiguan performen nach wie vor super. Ist das für die CO2-Flottenziele kein Problem? Wir sind zuversichtlich, unsere CO2-Flottenziele zu erreichen. Ein wesentlicher Vorteil ist, dass wir künftig in nahezu jeder Modellgruppe unterschiedliche Antriebsarten anbieten können. Das schafft Flexibilität. Die Elektromobilität ist zuletzt deutlich schneller gewachsen als erwartet – aus verschiedenen Gründen, die wir nicht unmittelbar beeinflussen können. Entscheidend ist, dass wir diese Entwicklung gut mitgehen können. Das macht uns stolz und zuversichtlich, dass uns die Balance zwischen den Antriebsarten gelingt.
Das heißt, weil die Nachfrage nach BEV sehr stark schnell gewachsen ist? Aber Lieferprobleme gibt es deswegen nicht wirklich oder? Das hängt immer ein wenig von der konkreten Konfiguration ab. Da wir als Importeur früh und konsequent an die Elektromobilität geglaubt haben, haben wir gegenüber dem Hersteller stets einen recht hohen Produktionsbedarf angemeldet. Das kommt uns heute zugute. Bei einzelnen Ausstattungen kann die Lieferzeit schon etwas länger sein – das ist bei Neuwagen jedoch unabhängig von der Antriebsart nicht ungewöhnlich.
Spürt ihr eigentlich wachsende chinesische Konkurrenz? Natürlich nehmen wir den wachsenden Wettbewerb wahr. Wettbewerb gehört zum Geschäft, und mit einem leicht wachsenden Markt wird zwar der Kuchen etwas größer, aber es steigt auch die Zahl der Anbieter, die daran naschen. Damit gilt es professionell umzugehen.
Für Volkswagen ist das nichts grundsätzlich Neues: Wer schon so lange am Markt ist, hat viele neue Mitbewerber kommen und auch gehen sehen. Gerade im Flottenbereich zählen jedoch nicht nur das Produkt und der Preis, sondern auch Sicherheit, Stabilität und ein verlässliches Vertriebs- und Servicenetz. Neue Marktteilnehmer können solche Strukturen aufbauen, müssen sie jedoch erst entwickeln. Bei uns sind sie über viele Jahre gewachsen.
Das schätzen vor allem die Großkunden, schätze ich? Ja, ein gewisses Maß an Sicherheit ist insbesondere für Großkunden relevant. Ebenso wichtig ist das Thema Datenhoheit. Wir informieren transparent darüber, wo Daten gespeichert und welche Daten verarbeitet werden. Es ist grundsätzlich sinnvoll, sich genau anzusehen, welchen Bedingungen man zustimmt. Hinzu kommt unser dichtes Servicenetz: Unsere Kundinnen und Kunden finden schnell einen Betrieb, der sie betreut und im Bedarfsfall unterstützt. Ob eine Marke über 40 oder 300 Standorte verfügt, macht dabei einen spürbaren Unterschied.
Ebenso wichtig gerade für Firmenkunden ist natürlich das Thema TCO und Restwerte. Mit der Porsche Bank haben wir einen Partner an unserer Seite, der seit Jahrzehnten für hohe Stabilität steht. Gerade bei den Restwerten verfügt die Bank über große Erfahrung und die entsprechenden Instrumente, um Marktentwicklungen professionell abzufedern. Wir stimmen uns eng ab, um unseren Kunden insbesondere bei Fuhrparklösungen ein attraktives Gesamtpaket bieten zu können. Bei uns erhalten sie alles aus einer Hand.
Wie sieht es da mit den Restwertentwicklungen aus?
Gemeinsam mit MOON können wir entsprechende Lösungen bereitstellen, sobald die gesetzlichen Rahmenbedingungen geschaffen sind. Die Vorstellung, mit dem Elektroauto einen Energiespeicher direkt vor der Haustür zu haben, ist faszinierend. Mit den entsprechenden technischen Voraussetzungen kann das Fahrzeug im Bedarfsfall sogar zur Notstromversorgung beitragen.
Und was heißt das in Euro und Cent? Nach aktuellen Einschätzungen könnte ein durchschnittlicher Haushalt dadurch rund 30 Prozent einsparen. Auch ein Blick in unsere Tiefgarage zeigt das Potenzial: Viele Fahrzeuge sind dort an Ladepunkten angeschlossen und könnten perspektivisch dazu beitragen, Lastspitzen auszugleichen. Deshalb bereiten wir derzeit gemeinsam mit Salzburg Energie ein Pilotprojekt vor.
Hat sich die kommende Sachbezugsregelung auf E-Firmenwagen bei euch irgendwie ausgewirkt? Ich gehe nicht davon aus, dass die kommende höhere Besteuerung den derzeitigen Schwung wesentlich bremsen oder zu einer breiten Rückkehr zum Verbrenner führen wird. Natürlich hat die angekündigte Änderung auch bei uns Fragen ausgelöst. Gleichzeitig war absehbar, dass der Staat die steuerlichen Rahmenbedingungen weiterentwickeln würde. Herausfordernd ist für Unternehmen wie auch für uns vor allem die mangelnde Planbarkeit. Von der Politik wünschen wir uns daher eine klare, verlässliche und langfristige Positionierung.
Das heißt, ihr habt das ungefähr im Kopf, wie sich das Verhältnis entwickelt? Weil früher war halt der Passat der klassische Dienstwagen.
Hier stehen wir in enger Abstimmung mit dem Hersteller. Wir Bei unseren Unternehmenskunden liegen Passat und ID.7 tatachten darauf, unsere Fahrzeuge so auszustatten, dass sie langsächlich nahezu gleichauf. Noch vor zwei Jahren wäre kaum zu fristig wertstabil bleiben. Die Garantie beträgt bei fast allen Fahrerwarten gewesen, dass ein vollelektrisches Modell mit dem Passat zeugen mittlerweile fünf Jahre, für die Batterie gelten acht Jahre gleichzieht. Ergänzend muss man sagen, dass auch der Passat als beziehungsweise 160.000 Kilometer. Auch veröffentlichte Daten Plug-in-Hybrid sehr gut angenommen wird. zeigen, wie stabil unsere Batterien sind. Also ist Volkswagen noch eine Dieses Wissen um die verbaute Qualität Bei vollelektrischen JungDieselmarke? schafft Vertrauen und unterstützt die Auch reine Verbrenner verkaufen sich Restwertstabilität. und Gebrauchtwagen entwickeln bei uns weiterhin gut. Im AuftragsUnd ich glaube, gerade in letzter Zeit sich die Preise positiv, und die eingang lag der Anteil vollelektrischer wird die Nachfrage nach gebrauchten Fahrzeuge verkaufen sich gut.“ Fahrzeuge im September bereits bei E-Fahrzeugen sowieso gestiegen sein. Gudrun Zeilinger 50 Prozent – unter anderem aufgrund Das spüren wir sehr deutlich. Bei vollder Markteinführung des neuen ID. elektrischen Jung- und GebrauchtPolo. Insgesamt ist unser Absatz derzeit wagen entwickeln sich die Preise noch etwas stärker von Verbrennern geprägt als der Gesamtmarkt. positiv, und die Fahrzeuge verkaufen sich gut. Diese Nachfrage Das zeigt zugleich, wie wichtig unser breites Antriebsangebot bleibt. trägt zusätzlich zur Stabilisierung der Restwerte bei. Für alle, die über den Kauf eines gebrauchten Elektroautos nachdenken, ist Läuft der ID. Polo bei uns ähnlich gut an? daher jetzt ein guter Zeitpunkt. Ja, der ID. Polo stößt auch in Österreich auf großes Interesse und Heimladen, Integration für Mitarbeiter, Flottenladekarten, ist für Firmenkunden sehr attraktiv – etwa für Pflegedienste. Abrechnungsmanagement, bei euch gibt es für den Unter- Auch Bauunternehmen, die Großbaustellen betreuen, können nehmer bis Bidi-Laden alles aus einer Hand. sich das Fahrzeug gut als Service- oder Ersatzfahrzeug vorstellen. Einerseits gibt es Pioniere, die mit Begriffen wie Home-to-Load, Durch den großzügigen Kofferraum eignet es sich für viele unterschiedliche Einsätze. Dass diese Kundengruppe so positiv darauf Home-to-Grid oder Vehicle-to-Home bereits bestens vertraut reagiert, hat uns in dieser Deutlichkeit überrascht und freut uns sind. Andererseits gibt es Kunden, die bei diesen Themen noch umso mehr. • Beratung benötigen. Genau diese Beratung können wir bieten.
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EXKLUSIV Fuhrparkportrait Stanglwirt
Erst AMG. Dann elektrisiert. Wer beim Stanglwirt den Motorsound sucht, entdeckt mitunter die Faszination des lautlosen Fahrens. Juniorchefin Maria Hauser macht aus Probefahrten echte Aha-Erlebnisse und aus einer Mercedes-BenzKooperation ein Stück gelebte Gastfreundschaft. Wie der Stanglwirt in Going Mobilität, Energie und Gastfreundschaft zu einem Kreislauf verbindet und warum sein Fuhrpark eigentlich eine Erlebnisflotte ist. Text: Petra Mühr, Fotos: Stanglwirt, Mercedes-Benz
A
ls Balthasar Hauser Anfang der 80er Jahre seine erste zur Natur und der Anspruch, Bestehendes zu bewahren und Rindenheizung anwirft, versinkt Going in einer zugleich weiterzuentwickeln, sind für Hauser Teil der Identität schwarzen Rauchwolke. Die Rindenstücke, die das des Hauses. Auch der neue Fuhrpark mit Mercedes-Benz G-Klasse Sägewerk nebenan als Abfall loswerden wollte, sind zu groß und Elektrisch, Mercedes-AMG G-Klasse, S-Klasse und V-Klasse fällt in zu feucht. „Doch mein Vater hat nicht aufgegeben“, schildert diese Kategorie. Maria Hauser, Juniorchefin des 5-Sterne Bio- und Wellnessresorts Der Erlebnis-Fuhrpark Stanglwirt. Der Top-Hotelier lässt damals das Material in die Reithalle kippen, und die Hufe der Pferde zerkleinern und Den Anstoß dafür, dass der Stanglwirt heute mit Mercedes-Benz trocknen es. Ergebnis: Die Heizung läuft, Hauser erhält einen zusammenarbeitet, gab eine persönliche Verbindung. Über Innovationspreis dafür. Jessica von Bredow-Werndl, Im Jahr 2026 steigt ein Gast am mehrfache Olympiasiegerin Ich bin sehr dankbar, selben Hof in eine elektrische im Dressurreiten, Mercedesdass uns Mercedes Mercedes-Benz G-Klasse und Markenbotschafterin und langvertraut, und Vertrauen ist jährige Freundin des Hauses, weiß vermutlich nicht, dass der Strom für dieses Luxus-Elektrofür mich das höchste Gut.“ kam Maria Hauser mit dem auto aus der Nachfolgerin der Autohersteller in Kontakt. Die Maria Hauser, Juniorchefin Stanglwirt damals revolutionären HackSympathie zwischen Stanglwirt schnitzelheizung stammt, der und Mercedes-Benz war von weltweit ersten Holzvergaser-Anlage in einem Hotellerie-Betrieb, Anfang an da. „Ich bin sehr dankbar, dass uns Mercedes vertraut, dem neuen Bio-Energie-Kraftwerk. Ebenfalls ein Meilenstein in und Vertrauen ist für mich das höchste Gut, das man jemandem der Geschichte des Stanglwirts und, wie viele andere Besonderentgegenbringen kann.“ heiten, eine nachhaltige Innovation. Im Rahmen der exklusiven Partnerschaft stehen dem Stanglwirt ausgewählte Modelle zur Verfügung: elektrische G-Klasse, Maria Hauser ist am Bauernhof des Stanglwirts mit großen Ideen Mercedes-AMG G-Klasse, S-Klasse und V-Klasse. Als Shuttle-Fahrund Pioniergeist aufgewachsen. Zwischen (mittlerweile 160) zeuge und für Gäste-Probefahrten. Die Modellpalette fungiert somit Tieren, Hotelbetrieb und den vielen besonderen Errungenschaften als repräsentativer Hotelfuhrpark, Erlebnisflotte und „Kundenfahrwie der begrünten Tennishalle oder dem weltweit ersten Kinderzeuge“, die nicht so einfach in einem Autohaus zu finden sind. Bauernhof, die das Haus seit Jahrzehnten prägen. Die Verbindung
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Urlaub als beste Probefahrt Warum funktioniert dieses Konzept? Hauser vergleicht es mit dem Einkauf in den hoteleigenen Boutiquen. Die meisten Gäste gingen dort hinein, weil sie Zeit haben und offen sind für Dinge, die ihnen Freude bereiten. Ähnlich sei es mit einem Auto im Urlaub. Wer zwischen zwei Geschäftsterminen schnell in ein Autohaus springt, befindet sich in einer anderen Situation als jemand, der entspannt im Urlaub testfährt. Die Stimmung sei eine andere, die Bereitschaft, etwas Neues auszuprobieren, ebenfalls. Ein Gast fragt nach einem Ausflug nach Kitzbühel. Der Concierge schlägt vor, dafür doch einmal die elektrische G-Klasse zu testen. Aus einer beiläufigen Empfehlung wird ein Erlebnis. Und aus dem Erlebnis womöglich ein neuer Blick auf eine Marke oder Antriebsform. Dass die Resonanz bisher so positiv ausfällt, freut Hauser besonders. Für sie ein Zeichen dafür, wie viel sich erreichen lässt, wenn ein Produkt nicht nur präsentiert, sondern in einem passenden Umfeld erlebbar gemacht wird. Wer übrigens nach dem Schlüssel für den AMG fragt, bekommt noch eine zweite elektrische Runde angeboten, zum Vergleich. „Viele sind, wie ich selbst beim ersten Mal, erstaunt, wie sagenhaft schnell so ein schweres Auto beschleunigt“, erzählt Hauser.
Ein Kreislauf der Natur Vom Bauernhof aus betrachtet – dem eigentlichen Herz des Stanglwirts, der, wie Balthasar Hauser zu sagen pflegt, „der einzige Biobauernhof mit integriertem Luxushotel ist und nicht umgekehrt“ – ist auch der Fuhrpark, der von Wagenmeister Manfred Leitner liebevoll betreut wird, ein Teil eines vielschichtigen Kreislaufs. Das begrünte Tennishallendach, auf dem die hauseigenen Schafe weiden. Das erste private Lipizzanergestüt – die edlen Pferde sind immaterielles UNESCO-Kulturerbe. Das baubiologische Hotel mit naturbelassener Tiroler Architektur, wo die Werkstoffe vorwiegend heimisches Zirbenholz und Fels aus der Umgebung sind. Das Heizholz ist oft Schadholz, das aus den Wäldern geholt wird. Im hauseigenen Bio-Energie-Kraftwerk wird es zu Wärme und Strom. Übrig bleibt Pflanzenkohle, die wieder auf die Felder des Bauernhofs kommt. Dort wächst, was zu Holz, Tieren und Gästen führt. Dass der Strom aus dem eigenen Bio-Kraftwerk nun auch in die Ladeinfrastruktur des Hotels für die eigenen Autos, aber auch in die Schnellladestation für jene der Tagesgäste fließt, ist ganz im Sinne der seit Jahrhunderten gelebten Nachhaltigkeit und für Hauser ein schlüssiger Kreislauf.
Beim Stanglwirt ist nachhaltiger Luxus Herzenssache, von authentischer Biolandwirtschaft zu zukunftsweisender Flotte. Bild Mitte Stanglwirt-Team und Vertreter von Mercedes-Benz (v. l. n. r.): Christian Ebetshuber (MB), Concierge Luis Pohl, Emina Dajanovic (MB), Wagenmeister Manfred Leitner, Balthasar Hauser, Maria Hauser, Gottfried Vallant (MB); ganz unten Wagenmeister Manfred Leitner
Mit Charme und Stern Eine reine Elektroflotte wird der Stanglwirt jedoch nicht haben. Das hat mit der Familienphilosophie zu tun: Sowohl als auch, statt entweder oder. So wie Luxushotel und Biobauernhof einander nicht ausschließen. Auf die Fahrzeuge übertragen heißt das: Der AMG steht neben der elektrischen G-Klasse, und der Gast wählt. Entscheidend sei, dass beide Möglichkeiten vorhanden sind. Diese Haltung passt zu Hausers Verständnis von Mobilität. Ein Fahrzeug muss nicht nur Daten und Anforderungen erfüllen. Es soll zum Leben passen und Erlebnisse ermöglichen, die in Erinnerung bleiben. Am Ende führt vieles zurück zum Stanglwirt-Verständnis von Gastfreundschaft. Es geht um Qualität, Verlässlichkeit, Emotion und das Gefühl, sich willkommen und „daheim“ zu fühlen. •
Stanglwirt in Fakten Unternehmen 5 Sterne Bio- & Wellnessresort, 380 Mitarbeiter Fuhrpark Marken: Mercedes-Benz Anzahl Pkw: 4 Anzahl Nutzfahrzeuge: 3 Traktoren, 1 Radlader, 2 Hoftrucks, 1 Manitu Teleskoplader, 1 Golfcart Laufzeit Kooperation vorerst 2 Jahre; Fahrzeugtausch alle 12 Monate
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SERVICE Kommentar
Kommentar:
Von O(ktober) bis O(stern) – oder? „Von O bis O“ gehört wohl zu den hartnäckigsten und gleichzeitig einprägsamsten Halbwahrheiten im österreichischen Straßenverkehr. Eine Erinnerung, was bei der Winterreifenpflicht wirklich gilt und die Folgen. Text: Andreas Forster, Foto: iusbote
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ür Pkw und leichte Nutzfahrzeuge der Klassen M1 und N1 gilt eine situative Winterausrüstungspflicht zwischen 1. November und 15. April: Erst bei winterlichen Fahrbahnverhältnissen wie Schnee, Schneematsch oder Eis müssen an allen Rädern Winterreifen montiert sein. Eine bloß kalte oder nasse Fahrbahn reicht nicht.
Worauf ist zu achten?
und Schneeketten bereitzustellen. Für Fuhrparkbetreiber ist das ein wesentlicher Unterschied zur Regelung für Pkw. Wie weit diese Verantwortung reicht, verdeutlichte der VwGH im März 2026: Auf einem N3-Lkw eines Unternehmens fehlten die vorgeschriebenen Schneeketten. Schulungen und Anweisungen an die Fahrer genügten dem Gericht nicht, um das Unternehmen zu entlasten. Erforderlich ist vielmehr ein wirksames Kontrollsystem, dessen tatsächliche Umsetzung auch glaubhaft gemacht werden kann. Dass zum Zeitpunkt der Kontrolle gar keine winterlichen Straßenverhältnisse bestanden, änderte nichts daran. Die Mitführpflicht bestand unabhängig davon. Eine entsprechende Bereitstellungspflicht trifft Zulassungsbesitzer von Pkw der Klasse M1 nicht. Dass hier keine planwidrige Lücke vorliegt, hat das LVwG Vorarlberg 2023 bestätigt.
Doch auch ein entsprechend gekennzeichneter Reifen ist nicht automatisch ein ausreichender Winterreifen. Entscheidend ist ebenso die Profiltiefe. Bei Pkw und leichten Nutzfahrzeugen verlangt § 4 Kraftfahrgesetz-Durchführungsverordnung mindestens vier Millimeter Profiltiefe bei Radialreifen oder mindestens fünf Millimeter bei Diagonalreifen. Unterhalb dieser Grenze ist ein Reifen nicht gleich unbenutzbar: Er kann sehr wohl noch bis zur Falsche Reifen mit Folgen allgemeinen Verschleißgrenze weiterverDass sich ein Lenker nicht ohne Weiteres auf wendet werden – lediglich nicht mehr als Bei Lkw über 3,5 t gilt die Angaben anderer verlassen darf, zeigt Winterreifen. Bei Fahrzeugen über 3,5 zwischen 1. 11. und 15. 4. eine bemerkenswerte Entscheidung des OLG Tonnen liegen die Untergrenzen bei fünf unabhängig von der WitteWien aus dem Jahr 2025. Ein Händler hatte Millimetern bei Radialreifen oder sechs einem Käufer Allwetterreifen zugesichert, das Millimetern bei Diagonalreifen. Und was rung Winterreifenpflicht.“ Fahrzeug jedoch mit Sommerreifen ausgegilt für Schneeketten oder SchneesoAndreas Forster liefert. Monate später verunfallte der Käufer cken? Schneeketten auf zumindest zwei auf schneebedeckter Fahrbahn. Obwohl die Antriebsrädern können bei Pkw unter falsche Bereifung auf den Verkäufer zurückging, traf bestimmten Voraussetzungen die Winterreifen ersetzen – allerden Fahrer in diesem Fall ein Mitverschulden dings nur auf einer durchgehend oder nahezu durchgehend mit von einem Viertel: Er hätte kontrollieren Schnee oder Eis bedeckten Fahrbahn. Schneesocken sind hingegen müssen, welche Reifen tatsächlich montiert nicht automatisch Schneeketten: Der VwGH stellte 2026 klar, dass waren. Für Unternehmen bedeutet das: Den textile Gleitschutzvorrichtungen zwar als Traktionshilfe zulässig Reifenwechsel lediglich zu organisieren, sein können, aber kein Schneekettenäquivalent im Sinn der einreicht nicht in jedem Fall aus. Es muss ein schlägigen Rechtsgrundlagen darstellen. wirksames Kontrollsystem etabliert werden sowie je nach Fahrzeugklasse die Pflichten Bei Pkw trifft diese situative Winterreifenpflicht unmittelbar nur zur Bereitstellung von Winterreifen und den Lenker. Das LVwG Vorarlberg hielt 2023 sogar ausdrücklich Schneeketten erfüllt werden. Dessen tatfest, dass aus dem KFG keine eigenständige Verantwortlichkeit sächliche Umsetzung muss im Anlassfall des Zulassungsbesitzers eines M1-Pkw für eine fehlende Winternachvollziehbar nachgewiesen werden bereifung abzuleiten ist. Bei Lkw über 3,5 Tonnen gilt zwischen 1. können. Bei Nichtbeachtung November und 15. April unabhängig von der tatsächlichen Witdieser Regelungen riskieren terung eine Winterreifenpflicht für zumindest die Räder einer Unternehmen nicht nur VerAntriebsachse. Für Omnibusse endet dieser Zeitraum bereits am waltungsstrafen, sondern 15. März. Hinzu kommt bei den entsprechenden Fahrzeugklassen unter Umständen auch eine Schneeketten-Mitführpflicht. Bei schweren Lkw endet die Verzivilrechtliche Haftungsantwortung nicht beim Lenker. § 103 Kraftfahrgesetz verpflichtet folgen. • auch den Zulassungsbesitzer, die vorgeschriebenen Winterreifen Andreas Forster ist Jurist mit langjähriger Berufserfahrung, der sich rechtlichen Fragen rund um Mobilität und Elektromobilität widmet. Zudem ist er Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens iusbote, das seine Kunden effizient und proaktiv über relevante Rechtsänderungen in individuell bestimmbaren Themenbereichen informiert hält
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Werkstatt Reifen Lindner von Pirelli ausgezeichnet
Gelbe Expansion Fotos: Crediso Media GmbH, Martin Böhm, ÖAMTC, ZBD, ADAC Marc Wittkowski
Lucky Car eröffnet neuen Standort in Grambach.
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einen mittlerweile 62. Standort hat Lucky Car in der Teslastraße 3 in Grambach südlich von Graz eröffnet. Er wird von den Franchisepartnern Zoran Zeljkovic und Slaven Samardzic geführt und ist auf Lack- und Karosseriearbeiten spezialisiert. Bei der Eröffnung konnten sich Gäste bei Werkstattführungen ein Bild von der Ausstattung machen. Eine Besonderheit ist die integrierte Waschstraße, die es bislang an keinem Standort der Werkstattkette gibt. Zudem wurde bei der Eröffnung ein Dellentunnel zur automatisierten Schadenserfassung vorgeführt. Das System erkennt und zählt etwa nach Hagel entstandene Dellen innerhalb weniger Sekunden und ermöglicht so
eine rasche Dokumentation. LuckyCar-Gründer Ostoja „Ossi“ Matic zum Ausbau des österreichweiten Netzwerks: „Unser Wachstum funktioniert nur, wenn wir die richtigen Menschen vor Ort haben, die Verantwortung übernehmen und unsere Qualitätsansprüche mittragen.“ Mit Zeljkovic und Samardzic setze man auf erfahrene Partner, die den Betrieb langfristig in der Region etablieren sollen.
Das Driver-Netzwerk der Pirelli-Gruppe hat sein begehrtes Qualitätssiegel verliehen. Geehrt wurde etwa das Salzburger Familienunternehmen Reifen Lindner für seine Filiale in Ainring (Bayern). „Die Auszeichnung ist eine wunderbare Bestätigung für die Arbeit unseres gesamten Teams an allen drei Standorten“, freuen sich die Firmenchefs Petra Böhm sowie Christian und Josef Lindner. Ihnen stehen arbeitsintensive Wochen bevor. Rund um den Start der Winterreifenpflicht am 1. November stehen mehr als 20.000 Reifenwechsel an.
Cybersicherheits-Plus Kfz-Betriebe, die VECOS (Vehicle Control System) nutzen, profitieren von maximaler Datensicherheit bei hoheitlichen Aufgaben sowie rechtzeitiger Anpassung an die 42. KFGNovelle. Denn die ZBD, offizieller Betreiber der zentralen §57a-Datenbank in Österreich, Entwickler des VECOS sowie der Plattform KfzGutachten, erreicht laut Cyber Trust Austria den aktuell höchsten Cybersicherheits-Standard in Österreich. Im Bild ZBDVertriebsleiter Markus Singer.
Vier Millimeter: legal, aber lang nicht sicher Der Pickerlrechner beantwortet Fragen Nachdem sich im Mai 2027 die §57a-Begutachtungsintervalle ändern (4-2-2-2-1 statt 3-2-1), fehlt vielen Autofahrern die Orientierung. Mit dem Online-Tool „Pickerlrechner“ möchte der ÖAMTC Abhilfe schaffen. Er berücksichtigt Fahrzeugklasse, Erstzulassung sowie die Daten der aktuellen Plakette und informiert über mögliche Ansprüche auf eine Austauschplakette und die jeweils geltenden Übergangsregelungen. Mehr: www.oeamtc.at/pickerlrechner
Mit zu wenig Profil am Reifen fährt man unsicher, selbst wenn es sich um Premiumreifen handelt. Zu diesem Schluss kam der ÖAMTC in einem speziellen Winterreifentest, bei dem die Pneus im Neuzustand, mit vier und mit zwei Millimetern Restprofil getestet wurden. Spannend: Deutlicher als auf Eis und Schnee sind die Sicherheits-Einbußen auf nasser Fahrbahn. Denn Winterreifen verfügen über keine breiten Mittellaufrillen, dafür über viele Lamellen. Wasser wird dadurch schlecht abgeleitet.
WERKSTATT Reifen- & Servicepartner
Augen auf bei der Partnerwahl Drum prüfe, wer sich ewig bindet, heißt es nicht nur bei der Eheschließung. Auch der richtige Partner für den eigenen Fuhrpark muss besondere Kriterien erfüllen. Text: Johannes Richter, Fotos: stock.adobe.com/NovaVision, Maryna, Karin & Uwe Annas
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ür Unternehmen mit mehreren Fahrzeugen sind Reifenmanagement und regelmäßige Jahresservices weit mehr als eine reine Frage der Wartung. Sie beeinflussen Betriebskosten, Fahrzeugverfügbarkeit und Verkehrssicherheit. Wer den passenden Dienstleistungspartner sucht, sollte deshalb nicht allein auf den Preis achten, sondern auf ein Gesamtkonzept, das zum eigenen Fuhrpark passt.
Wer bin ich? Am Anfang steht immer die Bedarfsermittlung. Wie viele Fahrzeuge habe ich in der Flotte, was haben diese für Antriebe, wie sind sie finanziert und wo sind meine Fahrzeuge unterwegs, sind die Fragen, die man dafür mindestens beantworten sollte. Je größer der Fuhrpark, desto entscheidender sind ein flächendeckendes Servicenetz, kurze Reaktionszeiten und flexible Terminvereinbarungen. Allerdings hat auch jeder gesparte Euro am einzelnen Fahrzeug immer mehr Einfluss, je größer die Flotte ist. Es macht außerdem einen enormen
Unterschied, ob mein Fuhrpark auch Nutzfahrzeuge mit über 2,8 Tonnen maximalem Gesamtgewicht hat und ob diese Hochdächer haben. Denn nicht jeder Betrieb hat ausreichend hohe Einfahrtstore und eine Pickerlberechtigung dafür. Der nächste kritische Punkt bei Nutzfahrzeugen ist noch die Ladebordwand. Die gehört jährlich überprüft und da gibt es deutlich weniger Stellen, die das dürfen. Das gleiche gilt für die Tachographen, mit der neuen Verordnung sind noch deutlich mehr Betriebe und Fahrzeuge davon betroffen. Diese müssen alle zwei Jahre überprüft werden.
Was will ich? Doch die Konditionen sind nicht alles. Gerade bei Transportern und Nutzfahrzeugen können ungeplante Werkstattaufenthalte schnell zu Verzögerungen im Betriebsablauf führen. Ein geeigneter Partner sollte daher nicht nur Reifenwechsel und Einlagerung organisieren, sondern auch die laufende Wartung koordinieren und Ausfallzeiten möglichst gering halten. Einige Flottenmanagement-
Systeme nutzen hier bereits ein vollintegriertes KI-System, das Vorhersagen trifft, wann ein Servicetermin fällig ist und wann es am günstigsten ist, diesen durchzuführen. Wenn der Partner es zulässt, kann dann mit einer Schnittstelle direkt im Werkstattkalender gleich ein Termin ausgemacht werden. Zusatzleistungen wie Hol-und-Bring-Service oder Ersatzwagen sind von Werkstattseite oft nicht möglich oder mit sehr hohen Kosten verbunden. Hier sollte genau gerechnet werden, ob es sich auszahlt oder ob ich das anderweitig – zum Beispiel mit einem externen Dienstleister – abbilde.
Ehevertrag Ein wesentliches Auswahlkriterium ist die Transparenz der Kosten. Neben den Preisen für Reifen, Montage und Serviceleistungen sollten Flottenbetreiber auch Zusatzkosten, saisonale Spitzen, Mobilitätslösungen und mögliche Rahmenvertragskonditionen prüfen. Beim Reifenmanagement lohnt sich ein Blick auf die gesamte Prozesskette: von der Beschaffung über die fachgerechte Lagerung bis zur rechtzeitigen Bereitstellung der passenden Reifen. Digitale Lösungen können helfen,
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Profiltiefen, Wechselintervalle, Reifendruck und Wartungstermine im Blick zu behalten. Für größere Fuhrparks sind zentrale Ansprechpartner, gesammelte Abrechnungen und aussagekräftige Reports besonders wichtig. Beim Jahresservice wiederum sollte klar geregelt sein, welche Leistungen enthalten sind, wie mit zusätzlichen Reparaturen umgegangen wird und ob die Werkstätten die jeweiligen Fahrzeugtypen und Herstellervorgaben abdecken. Bei den Services für Elektroautos kann schon vorab ein konkreter Preis dafür fixiert werden, da dieser deutlich vorhersehbarer ist als bei Verbrennern. In den Kooperationsbedingungen sollte auch unmissverständlich hervorgehoben werden, was bei Nichteinhaltung von Terminen oder bei Abweichung vom Kostenvoranschlag passiert. Insgesamt sollte der Reklamationsfall klar sein, denn hier kann ganz schnell Unmut entstehen. Jedoch nicht nur der Beschwerdefall gehört zum Vertrag, alle Prozesse gehören klar definiert. Wer schickt an welche Stelle einen Kostenvoranschlag, falls notwendig, und wie lang dauert eine Freigabe? Wie lang darf eine Reparatur dauern und wann muss die Rechnung beglichen
werden? Aber allein die Zustellung der Rechnung ist bereits Thema für eine Definition. Kommt sie online oder per Post und ist sie pro Fahrzeug oder eine Sammelrechnung? Gibt es mitunter ein PO-System (purchase order) und kann direkt in dieses System hineingearbeitet werden? Wer ist der Ansprechpartner auf beiden Seiten und die Vertretung im Krankheitsfall oder bei Urlaub?
Das Jawort Vor der Entscheidung empfiehlt sich ein strukturierter Vergleich mehrerer Anbieter anhand konkreter Kriterien und eines einheitlichen Anforderungskatalogs. Referenzen
Wer den passenden Dienstleistungspartner sucht, sollte deshalb nicht allein auf den Preis achten, sondern auf ein Gesamtkonzept, das zum eigenen Fuhrpark passt.“ vergleichbarer Flotten, verbindliche Service-Level, transparente Vertragsbedingungen und klar definierte Eskalationswege geben Aufschluss über die tatsächliche Leistungsfähig-
keit. Sinnvoll kann auch eine Pilotphase mit ausgewählten Fahrzeugen oder Standorten sein, bevor der gesamte Fuhrpark umgestellt wird. Dabei sollten nicht nur die unmittelbaren Kosten, sondern auch Kennzahlen wie Standzeiten, Termintreue, Reklamationen und administrativer Aufwand bewertet werden. Der beste Partner ist letztlich nicht zwingend der günstigste Anbieter, sondern jener, der Reifenmanagement und Jahresservice zuverlässig verbindet, den internen Aufwand reduziert und die Mobilität der Flotte langfristig absichert. •
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WERKSTATT ÖAMTC Sommerreifentest 2026
Eine Frage der Ausgewogenheit Die Kernaussage des heurigen Winterreifentests des ÖAMTC: Nur sechs von 32 schaffen ein „gut“, acht fallen mit „nicht genügend“ durch. Und hohe Preise sowie große Namen garantieren noch lange keine Bestnoten. Text: Roland Scharf, Fotos: ÖAMTC
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e klangvoller der Markenname und je höher der Preis, desto besser die Eigenschaften eines Reifens? Eine Erkenntnis, die nicht mehr so ganz zutrifft, wenn man sich die Ergebnisse des aktuellen Winterreifentests des ÖAMTC und seiner Partnervereine im Detail ansieht. Zum Handkuss kamen dieses Mal 16 Modelle in den Dimensionen 185/65 R15 und 225/50 R17. Das etwas ernüchternde Fazit: Nur insgesamt sechs Reifen erreichen die Gesamtwertung „gut“, zwölf weitere schaffen ein „befriedigend“. Sechs kamen auf ein „genügend“ und gleich acht fielen mit „nicht genügend“ durch. Besonders prekär: Besonders bei Nässe, einem der häufigsten Fahrbahnzustände im Winter, hatten einige Reifen erhebliche Probleme. Aber auch auf Schnee und auf trockener Fahrbahn gab es Aus-
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reißer nach unten. „Gerade im Winter kommen die unterschiedlichsten Fahrbahneigenschaften vor. Entsprechend wichtig ist ein
Gute Ergebnisse als Ausnahme
So erreichten in der beliebten Mittelklasse-Dimension 225/50 R17 lediglich der Pirelli Cinturato Winter 3, der Continental WinterContact TS 870, der Goodyear UltraGrip Die Leistungen bei Performance 3 und der Regen spielen für die Michelin Alpin 7 die Gesamtbewertung eine Note „gut“. Bei der im besonders wichtige Rolle.“ Kleinwagen-Segment Steffan Kerbl beliebten Größe 185/65 R15 schafften lediglich der Continental WinterContact TS 870 und der Michelin ausgewogener Reifen, der unter Alpin 7 diese Bewertung. Durchaus allen Bedingungen funktioniert“, überraschend: Im mit „befriedigend“ sagt ÖAMTC-Reifenexperte Steffan bewerteten Mittelfeld liegen bei den Kerbl. „Davon gibt es im aktuellen „185ern“ der Linglong Sport Master Test zwar einige – auffällig ist Winter und der Optimo Winter jedoch, dass viele Modelle, darunter auch von bekannten Herstellern, nicht immer ausgewogene Ergebnisse erzielen konnten.“
Touring OW41 noch vor deutlich bekannteren Namen wie Goodyear, Bridgestone, Nokian und Vredestein. Vor Letzteren reiht sich auch der GT Radial WinterPro2 Evo mit „befriedigend“ ein. Kerbl: „Wie wir es aus anderen Produkttests kennen, ist ein großer Name keine Garantie für überlegene Qualität. Umgekehrt zeigt der Winterreifentest aber auch, dass weniger bekannte Hersteller nicht automatisch eine gute Wahl sind. Umso zentraler sind unabhängige Untersuchungen als Orientierung für die Konsumentinnen und Konsumenten.“
Streugut vom Weizen Ein Hauptgrund bei mehreren Modellen für die Bewertung „nicht genügend“ waren die schwachen Leistungen auf nasser Fahrbahn, vor allem bei den Bremswegen: Während die besten Reifen bereits zum Stillstand gekommen sind, sind die schwächsten Modelle noch mit hohen Restgeschwindigkeiten von fast 50 km/h unterwegs. „Gerade wenn es nass ist, entscheiden oft wenige Meter, ob es zu einem schweren Unfall kommt. Deshalb spielen die Leistungen bei Regen für die Gesamtbewertung eine besonders wichtige Rolle.“ Auf der anderen Seite zeigte sich aber, dass gute Schneeeigenschaften allein nicht ausreichen für eine gute Allgemeinbewertung. So erzielt etwa der Sunwide Snowide in der Dimension 225/50 R17 die beste Bewertung in dieser Kategorie, erhält aufgrund deutlicher Schwächen auf trockener und nasser Fahrbahn aber dennoch die Gesamtnote „nicht genügend“. Bei den Kleinwagenreifen liefert der Rockblade Rock 868S auf Schnee die beste Leistung des gesamten Testfeldes ab, fällt aufgrund gravierender Defizite auf trockener und vor allem nasser Fahrbahn jedoch ebenfalls durch.
Neben der Fahrsicherheit spielen Laufleistung, Abrieb, Effizienz, Geräuschentwicklung und Nachhaltigkeit eine wesentliche Rolle. Auffällig ist hier, dass bei den 185ern kein einziger Reifen eine gute Gesamtwertung in der Umweltbilanz schafft. Der Hauptgrund: Die vergleichsweise geringe prognostizierte Laufleistung. Im Durchschnitt liegen die getesteten Modelle bei rund 31.000 Kilometern und damit deutlich unter vielen anderen Reifendimensionen. In der großen Dimension dagegen ein ausgewogeneres Bild: Hier erzielen einzelne Modelle sowohl in Sicherheits- als auch in Umweltkriterien überzeugende Ergebnisse. •
Da viele der getesteten Reifen unterschiedliche Qualitäten aufweisen, empfiehlt es sich, diese vor dem Kauf zu vergleichen, da je nach Einsatzzweck der eine oder andere besser geeignet sein kann
Die Testsieger Winterreifen 185/65 R15 gesamt 1. Continental WinterContact TS 870 2. Michelin Alpin 7 3. Hankook Winter I*cept RS3 Winterreifen 225/50 R17 gesamt 1. Pirelli Cinturato Winter 3 2. Continental WinterContact TS 870 3. Goodyear UltraGrip Performance 3 Die Tabellen sowie alle Details finden Sie unter www.oeamtc.at
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WERKSTATT Interview
Veränderung als Tradition Dekra blickt auf eine 101-jährige Geschichte und ist nicht nur aus dem Motorsport bekannt. Wir sprachen mit dem Geschäftsführer von Dekra Österreich, Helmut Geil, der uns seine Mission und Vision vorgestellt hat. Text & Foto: Johannes Richter
Inwiefern hat die neue Pickerlregelung die Pläne von Dekra beeinflusst? Aus unserer eigenen Prüftätigkeit heraus wissen wir, dass rund 20 Prozent der Fahrzeuge bereits nach drei Jahren bei der ersten Überprüfung einen schweren Mangel aufweisen. Da irritiert es schon, wenn solche Fahrzeuge nach der neuen Regelung unter Umständen ein weiteres Jahr unterwegs sein dürfen. Wir machen rund 20 Prozent Pkw-Überprüfungen und etwa 80 Prozent Lkw. Für Pkw rechnen wir mit einem Rückgang von etwa acht bis zehn Prozent. Deshalb beobachten wir erstmal genau, stellen unsere Pläne für reine Pkw-Pickerlstationen vorerst zurück und konzentrieren uns stärker auf das Lkw-Geschäft. Eine digitale Pickerl-Lösung wäre aus meiner Sicht der sinnvollere Weg gewesen – auch im Hinblick auf den Bürokratieabbau. Positiv ist, dass die Überziehungsmöglichkeit entfällt. Die längeren Prüfintervalle werfen dennoch Fragen zur Verkehrssicherheit auf und können zugleich die regionale Wertschöpfung schwächen.
Welche Schwerpunkte setzt Dekra in Österreich? Und welche Leistungen spielen dabei eine besondere Rolle? Unser Sachverständigenwesen für Versicherungen und Leasinggesellschaften ist stark gewachsen und soll weiter ausgebaut werden. Unsere Sachverständigen sind alle Meister und vielseitig einsetzbar: Sie bewerten Kfz-Schäden für Versicherungen und erstellen Rücknahme- sowie Restwertgutachten, etwa für Leasinggesellschaften und Mietwagenunternehmen. Gerade für Leasingbanken sind kurze und verlässliche Durchlaufzeiten besonders wichtig. Jeder zusätzliche Tag Standzeit kostet Geld. Deshalb setzen wir auf schnelle, klar struktu-
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rierte Prozesse. In unserem eigenen System Starfleet ist der jeweilige Schadenkatalog digital hinterlegt. So können wir Gutachten effizient erstellen und mit den vereinbarten Bewertungskriterien abgleichen. Auch im Lkw-Bereich wollen wir weiter
Wir dürfen uns nicht auf der 101-jährigen Geschichte ausruhen!“ wachsen. Dafür nutzen wir Prüfstraßen großer Lkw-Händler. Dort führen wir unabhängig und ohne Reparaturinteresse Pickerlüberprüfungen sowie Prüfungen von Fahrtenschreibern, Ladebordwänden und weiteren technischen Einrichtungen durch. Diese klare Trennung von Prüfung und Reparatur schafft eine unbefangene und faire Situation für alle Beteiligten. Ein weiteres wichtiges Feld sind die Händler-Qualitäts-Audits. Wir führen sie bei Autohändlern meist im Auftrag von Importeuren oder Herstellern durch. Dabei analysieren wir Prozesse und Abläufe und bewerten, ob definierte Qualitätsstandards eingehalten werden. So zeigen wir Verbesserungspotenzial auf. Das gilt auch für europaweit tätige Konzerne. Zum Angebot gehört außerdem
Helmut Geil ist seit über sechs Jahren bei Dekra und seit 2,5 Jahren der Geschäftsführer der österreichischen Tochter. Seitdem arbeitet er unermüdlich an seiner Vison
das Dekra-Gebrauchtwagensiegel. Als unabhängiger Partner der Händler begutachten wir Gebrauchtfahrzeuge. Das Siegel wird nur vergeben, wenn das Fahrzeug die definierten Kriterien erfüllt. Für Kunden bedeutet das zusätzliche Sicherheit, weil ein unabhängiges Institut den Zustand überprüft hat. Händler können ihre Fahrzeuge so schneller vermarkten und einen besseren Preis erzielen.
Was kann Dekra für Fuhrparks anbieten? Wir machen End of Term Inspektionen nicht nur für Leasingunternehmen, auch Fuhrparks können diese Dienstleistung in Anspruch nehmen. Durch unser Programm Spearhead können vorab Schadenhöhe-Prognosen erstellt werden. Das ist auch interessant für Fuhrparks mit sehr hohen Kasko-Selbstbehalten oder Selbstzahler. Diese können dann einfacher Entscheidungen zur Schadensteuerung treffen. Das spart Zeit und Geld. •
WERKSTATT Ayvens
Deutlich mehr als nur Leasing Auch wenn es im Kern um die Leasing-Finanzierung geht, bietet Ayvens seinen Kunden deutlich mehr. Von Beratung über Versicherung, Service und Räderwechsel bis zu Verwaltung und Remarketing. Text: Redaktion, Fotos: Ayvens
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ass Firmenautos in vielen Unternehmen ein unverzichtbares Arbeitsmittel sind, ist nichts Neues. Wie man seinen Fuhrpark managt, kann sich deutlich unterscheiden, zum Beispiel bei der Beschaffung. Werden die Fahrzeuge gekauft, mittels Kredit oder Restwertleasing finanziert oder vertraut man auf ein Full-Service-Leasing samt Fuhrparkmanagement?
Service wird großgeschrieben Eine Entscheidung mit weitreichenden Folgen, die weit über den Anschaffungsprozess hinausgehen.
Von der FahrzeugExpertise über den Betrieb bis zur Verwertung, FullService-Leasing ist ein All-inclusive-Paket.“ Wer sich näher mit dem Full-ServiceLeasing beschäftigt, der entdeckt schnell, dass das Wort „Leasing“ eben nur ein Bestandteil ist. „Full-Service“ ist dabei nicht nur ein Schlagwort, sondern Programm. Und das startet
Die Betreuung von Ayvens beginnt bereits vor der Beschaffung des Fahrzeuges mit einer Bedarfsanalyse und der Expertise im Hinblick auf Marke und Modell
bereits vor der Beschaffung. Die Experten von Ayvens stehen beratend zur Seite, egal ob ein Wechsel auf ein elektrisches Fahrzeug ansteht oder wenn es darum geht, das ideale Modell zum jeweiligen Einsatzzweck zu finden. Als unabhängiger Anbieter hat Ayvens Zugriff auf den vollen Markt, mit entsprechenden Einkaufskonditionen.
Service, Räderwechsel und mehr Wie sieht es mit der Versicherung aus und haben Sie an eine Lade- oder Tankkarte gedacht? Vergessen Sie nicht auf Service und Räderwechsel! Auch diese Dinge sind inkludiert und
machen Ihnen kein Kopfzerbrechen mehr. Besonders aufwändig wird die eigenständige Verwaltung eines Fuhrparks dann, wenn ein Fahrzeug beschädigt wird. Im Full-ServiceLeasing ist nicht nur eine Pannenhilfe inkludiert, Ayvens kümmert sich auch um das Schadenmanagement und sorgt dafür, dass das Fahrzeug rasch repariert wird und wieder einsatzfähig ist. Und ein Ersatzauto gibt’s obendrauf.
Kein Restwertrisiko Im Laufe des betrieblichen Fahrzeuglebens von zumeist vier Jahren, fallen dutzende Belege an, die normalerweise in Ihrer Buchhaltung verarbeitet werden müssen und entsprechende Kosten verursachen. Das Full-Service-Leasing von Ayvens nimmt Ihnen nicht nur diese Arbeit ab, sondern zeigt durch laufendes Reporting auch Optimierungsmöglichkeiten auf, etwa bei drohenden Überschreitungen von KilometerVorgaben. Und am Ende der Laufzeit stellen Sie das Fahrzeug einfach zurück. Die Vermarktung übernimmt Ayvens, auch um möglicherweise niedrigere Restwerte müssen Sie sich nicht kümmern. •
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WERKSTATT Schadenmanagement
Was tun, wenns kracht? Ein Fuhrpark kann bis ins kleinste Detail durchgeplant sein, bei dem sämtliche regelmäßigen Termine mit KI geplant und koordiniert werden. Der Knackpunkt ist immer der Moment, wenn ein Schaden eintritt. Text: Johannes Richter, Fotos: stock.adobe.com/haemye, space_creator
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üblichen 5–7 Tage überschreiten. Außerdem ist eine große Ersatzwagenflotte grundsätzlich ein Qualitätsmerkmal für eine Werkstatt.
ie Realität schaut meistens so aus, dass man einen Reifenpartner und einen Servicepartner hat. Wie man den richtigen findet, steht im Ratgeber Service in dieser Ausgabe. Der Unfall oder Karosserieschaden ist bei den meisten so selten, dass man sich da einfach auf das Autohaus verlässt, von dem man den Wagen hat. Daran ist grundsätzlich nichts falsch. Es gibt jedoch Unternehmen, die haben etwas häufiger Unfälle als andere und diese brauchen dann auch spezielle Hilfe.
Eine saubere Reparatur und hoher Servicegrad mögen für den Moment etwas mehr kosten, reduzierte Standzeiten und höhere Verkaufserlöse entschädigen dafür jedoch oft
Grundlagen
Irrglauben
Ein paar Parameter gehören vorweg abgesteckt. Wie groß ist der Fuhrpark, wie ist der Fuhrpark versichert und wie oft gibt es Schäden? Es gibt Verkehrsteilnehmer, die hatten in ihrem Leben noch keinen Unfall. Andere haben jeden Monat einen. Es gibt Fuhrparks – wohlgemerkt jenseits der 1.000 Fahrzeuge – die haben 5 Schäden am Tag. Da macht dann keine Versicherung mehr mit. Da braucht es gute Partner, denn dann zählt jeder Euro. Ein weiterer Punkt ist, wie sehr Ausfallszeiten schmerzen und wie verstreut der Fuhrpark im Land ist.
Wer in der Schadenabwicklung oder einer Werkstatt mit Ersatzwagenangebot arbeitet, der hat es schon häufig gehört: „Ich brauche keinen Ersatzwagen, ich bin eh beim ÖAMTC“ oder „Na, mein Auto hat eh noch Mobilitätsgarantie“. Das sind grundsätzlich sehr gute unterstützende Maßnahmen. Jedoch ist die Dauer einer Reparatur meist länger als der Ersatzmobilitätsanspruch über die beiden Dienstleister. Die meisten Werkstätten bieten stattdessen Ersatzmobilität für die Dauer der Reparatur an. Das kann bei einer dünnen Ersatzteillage durchaus die
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Kette, Vermittler oder Originalist? Die Antwort ist klar ja. Für den Endkunden – in dem Fall den Dienstwagennutzer – sollte es so unkompliziert wie möglich sein. Bei der Unfallschadenreparatur zählen Service und Geschwindigkeit. Wer selbst zahlt, schaut zusätzlich auf den Preis. Wobei das Dreieck „gut, schnell, günstig“ selten drei gleichmäßig ausgeprägte Spitzen hat. Achtung vor Reparaturbetrieben, die zwar mit Selbstbehaltsreduktion locken, aber mit geringer Qualität die Kosten wieder reinholen. Geld sparen ist gut, aber wenn die Reparatur unsachgemäß durchgeführt wurde, kann die Versicherung nach einem Reparaturgutachten schnell eine neuerliche Reparatur in Auftrag geben. Dann steht der kostbare Dienstwagen noch länger. Die Ausfallszeit ist oft teurer als die gesparten Euro. Bei Unternehmen ohne Kaskoversicherung schlägt sich die Ersparnis dann direkt in Form von geringeren Verkaufserlösen zum Laufzeitende nieder. •
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Mit modernster Drucktechnologie schaffen wir Qualität, die begeistert. Ob individuelle Projekte oder Großauflagen – wir liefern Ergebnisse, die höchsten Standards gerecht werden. Verlassen Sie sich auf Innovation und Präzision, wenn es wirklich darauf ankommt.
Ihr Peter Berger
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WERKSTATT Automotive Repair Network
Die Kontakte sind entscheidend Die zunehmende Digitalisierung, Stichwort KI, bringt Änderungen im Fuhrparkmanagement mit sich. Ein kompetenter Ansprechpartner rund um die Unfallreparatur, wie das Automotive Repair Network (ARN) des Lackherstellers Axalta, wird immer wichtiger. Text: Mag. Andreas Granzer-Schrödl, Foto: Chris Hofer
I
n jüngster Zeit treten im Zuge der „KI-Welle“ zunehmend Start-ups auf den Plan, die auch im Fuhrparkmanagement Fuß fassen wollen. „Bei der Suche nach geeigneten Partnern für die Unfallreparatur werden viele dieser neuen Anbieter oftmals beim ARN fündig“, weiß Ing. Rudolf Luxbacher, Netzwerk- und FLI-Manager Axalta Refinish Österreich. Digitale Plattformen oder App-Lösungen ließen sich verhältnismäßig einfach programmieren, wenn es aber um die Kontakte zu den Reparaturbetrieben selbst geht, tun sich für Start-ups rasch Hürden auf. „Es geht um die Schnittstellen zu den Werkstätten und hier kommen wir ins Spiel“, ergänzt Luxbacher.
ARN bald im kompletten DACH-Raum aktiv Diese Kontakte sind aber nicht nur für österreichische, sondern auch für internationale Auftraggeber wichtig. Passend dazu wird das in Österreich seit Jahren erfolgreich Es geht um die agierende UnfallreSchnittstellen zu den paraturnetzwerk ARN derzeit auf DeutschWerkstätten und hier land und die Schweiz kommen wir ins Spiel.“ ausgeweitet. Die AbbilNetzwerk-Manager Ing. Rudolf Luxbacher dung der umfangreichen Dienstleistungen finden Auftraggeber jeder Größe in der bewährten Kommunikations- und Managementplattform RepScore.net.
Starke Marke „Das ARN soll als starke Marke erkannt werden – mit flächendeckender Präsenz und qualitativ hohen Standards bei den Reparaturarbeiten“, hält Luxbacher fest. Diese Vorteile könnten neben großen Flotten- und Fuhrparkbetreibern auch für kleinere Auftraggeber oder Privatpersonen von Interesse sein. Neben
Kontaktaufbau und -pflege am A&W-Tag (v.l.): Rudolf Luxbacher; Thomas Melzer, Refinish Networks and Work Provision Manager EMEA bei Axalta Coating; Andreas Auer
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den konstant rund 90 Betrieben, die im ARN den österreichischen Markt abbilden, könnten weitere knapp 800 in Deutschland und mehr als 100 in Schweiz hinzukommen. „Das ARN hilft allen, die ein hochqualitatives Unfallreparaturnetzwerk suchen“, ergänzt Andreas Auer, Marketing- und Kommunikationsverantwortlicher Axalta Refinish Österreich.
Der Markt im Wandel Die Vorzüge des ARN können auch als AntDas ARN hilft allen, wort auf sich verändie ein hochqualitatives dernde Gegebenheiten Netzwerk suchen.“ auf dem Markt gesehen Andreas Auer, Axalta Refinish Österreich werden. Die Zahl der Unfälle geht zurück, die Schäden selbst werden komplizierter und damit auch teurer. Auf diesen Umstand reagieren die im Reparaturnetzwerk involvierten Karosserieund Lackierbetriebe und können, je nach Vorgabe der Auftraggeber, Schäden auf vielfältige Art und Weise reparieren. „Das gilt sowohl für hochwertige, den Fahrzeugwert erhaltende als auch für zeitwertgerechte Instandsetzungen“, verweist Luxbacher auf den Reparaturweg im Sinne der Kunden. Egal, ob es sich um den Umgang mit Hightech-Materialien oder um Spot Repair für eine preissensible Klientel handelt, mit den innovativen Produkten des Lackherstellers Axalta eröffnen sich für Auftraggeber, aber auch für ausführende Werkstätten neue Möglichkeiten. Und hier blicken die ARN-Verantwortlichen bereits in die Zukunft: Dank neuer UV-Lacktechnologien von Axalta könnte eine „Fast Lane“ in der Unfallschadenbeseitigung bald Realität werden. Werkstätten könnten diese niederschwellig einrichten und Auftraggebern bei Bedarf rasch zur Verfügung stellen. •
Auto
Endlich wird als GTI gestromert Der stärkste Serien-GTI ever fährt elektrisch. 2027 startet der Vorverkauf, 326 PS trifft auf Hinterradantrieb.
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024 wurde der stärkste ID.3 noch als GTX gelauncht, hier war die Grundvariante 286 PS stark und die Performance-Version leistete 326 PS. 2027 wird alles neu, da startet VW den Vorverkauf des ID.3 GTI, der gleich den starken Elektromotor mitbringt. Hinterradantrieb erfreut die Feingeister, 545 Nm klingen nach Spaß – waren aber auch schon im GTX am Werk. Auch die 5,6 Sekunden auf 100 km/h sind keine Überraschung mehr. Eine Launch Control ist serienmäßig, so soll die Power friktionsfrei auf die Straße gebracht werden können. Abgeriegelt wird bei 200 km/h. Basis des
ID.3 GTI ist natürlich der ID.3 Neo, mit allerlei typischen Insignien wird die Heritage zitiert. Etwa erinnert ein roter Streifen zwischen den Scheinwerfern an den rot umrahmten Kühlergrill von früher. Vertikal integrierte LED-Elemente in den äußeren Bereichen des Stoßfängers gelten als neues GTI-Erkennungszeichen. An die legendären Treffen erinnern die 20-Zöller „Wörthersee“. Nachdem Dach, Dachkantenspoiler und Heckspoiler nun immer in Wagenfarbe ausgeführt sind (früher immer schwarz), soll das Fahrzeug „länger und klarer“ wirken. Reichweite? 601 Kilometer.
Fotos: Volkswagen, Niklas Schnaubelt, Zeekr, Daimler
Comeback
Polestar 4 jetzt auch in Praktisch Bei der Premiere des 4 SUV betonte Österreich-Chef Matthias Schabetsberger, dass sich Polestar nicht vom Weg als reine E-Marke abbringen lässt. Das Mehr an Kofferraum (530–1.665 Liter) und die Heckscheibe (das Coupé hat keine) stellen Unterscheidungsmerkmale dar. Preise: ab 57.990 Euro (Rear Motor, 272 PS) bzw. 63.990 Euro (Dual Motor, 544 PS).
Die Sanktionen gegen Russland sorgten bei Jägern und Co für Sorgenfalten. Doch der beliebte Geländewagen von Lada feiert seine Rückkehr durch einen Importeur aus Wulzeshofen (NÖ). Infos zum Lada Niva Legend (1,7-Liter-Benziner, 85 PS, Permanentallrad, 5 Gänge) aus aserbaidschanischer Produktion bekommt man unter www.lada-kraft.at
Zeekr bringt fünf Modelle Zu den zahlreichen neuen Marken gesellt sich 2027 Zeekr aus China. 001, X, 7X, 9X (Foto) und 7GT sind die Namen der Modelle, teilweise bieten sie mehr als 600 Kilometer Reichweite und garantieren mit 480 kW Ladepower kurze Pausen auf der Langstrecke. Noch keine Preise, den Import übernimmt die AutoWallis Gruppe, die bereits Nio und Geely nach Österreich bringt.
GLA: Elektro oder Mild-Hybrid Im Werk Rastatt (D) ist die Serienproduktion des neuen vollelektrischen Mercedes GLA gestartet. Etwas später werden von den gleichen Bändern die Versionen mit 48-Volt-Hybridtechnologie rollen. Man möchte sich so an die Nachfrage anpassen können. Durch einen zentralen Server ist die Software der produzierten Fahrzeuge auf dem neuesten Stand.
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AUTO • SCHON GEFAHREN Xpeng L03
So fällt der Einstieg leicht Mit 4,65 Metern Länge ist der Xpeng L03 bereits ein vollwertiges Businessauto. Durch das SUV-Coupé beginnt das Xpeng-Portfolio nun deutlich günstiger. Netto geht es bei 30.500 Euro los. Text: Mag. Severin Karl, Fotos: Xpeng
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peng wächst weltweit. Heute geht es uns aber rein ums Wachstum des Portfolios mit Einführung des L03. Das schicke SUV-Coupé ist vorerst das Einstiegsmodell der Chinesen. Auf 4,65 m gibt es reichlich Ausstattung, selbst in der Vollfettstufe zahlt man 40.000 Euro netto. Extras gibt es kaum, nur Lackierungen und eine Anhängerkupplung. Warum „vorerst das Einstiegsmodell“? Xpeng wächst. Bei den L03-Testfahrten ab Basel wurde uns ein noch kleineres Modell in Aussicht gestellt.
Serienausstattung: Check! Geht es um die grundlegenden Ausstattungen, sind alle L03 gleich. Serie sind 4-Zonen-Sprachassistent, Panoramaglasdach, Ambientebeleuchtung
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mit 256 Farben, Surround-SoundSystem mit 9 Lautsprechern, Wärmepume, beheizte & belüftete Sitze, 15,6-Zoll-Touchscreen und ein 26,8-Zoll-HUD – um nur einige Features zu nennen, die woanders gern Aufpreis kosten.
Ultra bringt KI in die Assistenz Natürlich gibt es andere Gründe, nicht das Basismodell Standard Range (LFP-Batterie: 58,3 kWh brutto) zu nehmen. Ab dem Modell Long Range sind es 71,2 kWh (brutto), wodurch die Reichweite von 445 auf 520 Kilometer steigt. Soll es Allrad sein, muss der Performance her. Dann steigt die Leistung von 245 PS auf 388 PS, dafür sinkt die Reichweite auf 440 Kilometer. Kein Für ohne Wider! Während die Xpeng-Brüder durch ihre 800-Volt-Technologie auffallen, setzt der L03 auf 400 Volt, was aber dennoch für 193 (Standard Range) bzw. 236 kW (alle anderen) Ladeleistung am DC-Charger reicht. Top! High-Tech-Aficionados warten auf den Performance Ultra, der 2027 kommt. Wir konnten ihn fahren und waren von 13,8 kWh Verbrauch (ohne Vollgasanteile) überrascht. Auf der Autobahn blieben wir meist bei 16 kWh – unterm WLTP-Wert. Ultra
Wir konnten bereits das kommende L03-Topmodell bewegen, das hat zwar noch mehr Surround-Speaker und Massagesitze (inkl. Sitzfläche), aber auch den kleineren Allradler-Frunk. Trotz Coupé-Linie viel Kopfraum
bedeutet spezielle Chips für reichlich KI-Einsatz an Bord, vor allem, was Assistenz betrifft. Wer Features wie flexible Parkassistenten – klappt ohne Markierungen am Boden – eh ausschaltet: Lieber den Flotten-Tipp! • Xpeng L03
Flotten-Tipp: Long Range
Testmodell: Performance Ultra
Leistung | Drehmoment 245 PS (180 kW) | 264 Nm 388 PS (285 kW) | 431 Nm 0–100 km/h | Vmax
6,6 s | 180 km/h
4,5 s | 180 km/h
Getriebe | Antrieb
1-Gang aut. | Hinterrad 1-Gang aut. | Allrad
Reichweite | Batterie
520 km | 71,2 kWh (brut.) 440 km | 71,2 kWh (brut.)
Ø-Verbrauch
16 kWh/100 km
Laden AC
11 kW, 8:20 h (5–100 %) 11 kW, 8:20 h (5–100 %)
18,4 kWh/100 km
Laden DC
236 kW, 20 min (10–80 %) 236 kW, 20 min (10–80 %)
Kofferraum | Zuladung 367 + 75 l | 425 kg
367 + 44 l | 405 kg
Basispreis | NoVA
39.667 € (exkl.) | 0 %
33.000 € (exkl.) | 0 %
Das gefällt uns: der Einsteiger der Marke ist schick und gut ausgestattet Das vermissen wir: beim Gepäckeinladen wird es etwas knapp … Die Alternativen: Škoda Enyaq, Hyundai Ioniq 5 Werksangaben (WLTP)
AUTO • SCHON GEFAHREN Mazda CX-6e
Japaner aus China Mazda hat den CX-6e als schöne Alternative zum Einheitsbrei der SUVs entworfen: Das in Europa mitentwickelte Fahrzeug, von Mazda Changan Automobile in China gebaut, steht schon bei den Händlern. Seine 4,85 Meter sieht man ihm nicht an! Text: Mag. Heinz Müller, Fotos: Mazda
M
anchmal ertappe ich mich bei einem Spiel. Beim „Heiteren Autoraten“ würde ich die HerstellerLogos entfernen und die nackerten Autos dann Experten vorstellen: Und da wäre ich gespannt, wie viele Fahrzeuge die Damen und Herren erraten! Denn, ganz ehrlich: Würden Sie jeden einzelnen BYD, Leapmotor oder MG auf Anhieb erkennen? Und dabei sind diese Marken seit Jahren am Markt, von den Newcomern rede ich gar nicht. Ein Auto, das bei diesem Spiel vermutlich fast jeder erraten würde, ist der neue Mazda CX-6e: Im Design waren sie (zumindest seit dem ersten Mazda 6 vor rund 25 Jahren) immer schon gut, die Leute aus Hiroshima, und das ist bis heute so geblieben. Vielleicht sogar mehr denn je!
Sehr hübsche 4,85 Meter In großen Flotten war Mazda in vergangenen Jahrzehnten eventuell mit dem Mazda 6 Kombi vertreten, doch ansonsten verhalfen die Japaner eher den kleinen und mittelständischen Unternehmen zu mehr Mobilität – und auch den Ein-Personen-Unternehmern, die sich beim fahrbaren Untersatz vom Einheitsbrei abheben wollten. Das wird wohl beim neuen
CX-6e nicht anders sein. Kommen wir zu den wichtigsten Fakten: Nach dem im Vorjahr vorgestellten Mazda 6e ist der CX-6e das zweite Elektroauto der Marke (denn dem eher eigenwilligen MX-30 war vor ein paar Jahren eher wenig Erfolg beschieden). Der Neuling ist 4,85 Meter lang, was man ihm aber nicht auf den ersten Blick ansieht. Klar, dass dadurch auch das Platzangebot im Inneren und im Kofferraum passt. Auf den Teststrecken rund um Düsseldorf zeigte das Auto keine Schwächen (außer vereinzelte Verständnisschwierigkeiten mit der unsichtbaren Dame im Cockpit).
Leider nur eine Batteriegröße Das Angebot beschränkt sich auf eine einzige Batteriegröße, die aber mit 78,0 kWh und einer Reichweite von bis zu 484 Kilometern für die meisten Anwendungen passen sollte. Beim DC-Laden schafft der CX-6e immerhin 195 kW: kein Bestwert, aber mehr braucht man auch selten. Zwei Ausstattungen stehen zur Wahl, wobei die digitalen Außenspiegel beim Takumi Plus (wie bei anderen Herstellern auch) sicher nicht jedermanns Sache sind … •
Gut, wenn Mazda nicht nur schöne, sondern auch praktische Autos baut: Nur das Cockpit ist (wie beim Mazda 6e) für Mazda-Fahrer gewöhnungsbedürftig Mazda CX-6e
Flotten-Tipp: CX-6e Takumi 19"
Testmodell: CX-6e Takumi Plus 21"
Leistung | Drehmoment 258 PS (190 kW) | 290 Nm 258 PS (190 kW) | 290 Nm Dauerleistung | Gewicht 100 kW | 2.205 kg
100 kW | 2.230 kg
0–100 km/h | Vmax
7,9 s | 185 km/h
8,1 s | 185 km/h
Reichweite | Antrieb
484 km | Hinterrad
468 km | Hinterrad
Ø-Verbrauch | Batterie 18,9 kWh | 78,0 kWh
19,4 kWh | 78,0 kWh
Laden AC
11 kW, 8:30 h (0–100 %) 11 kW, 8:30 h (0–100 %)
Laden DC
195 kW, 24 min (10–80 %) 195 kW, 24 min (10–80 %)
Kofferraum | Zuladung 468–1.434 l | 385 kg
468–1.434 l | 360 kg
Basispreis | NoVA
41.658 € (exkl.) | 0 %
39.158 € (exkl.) | 0 %
Das gefällt uns: der Mut von Mazda, aus dem Einheitsbrei auszubrechen Das vermissen wir: andere Batteriegrößen, Allradantrieb Die Alternativen: viele – aus Deutschland, Frankreich, Korea und China Werksangaben (WLTP)
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AUTO • VORSTELLUNG Škoda Epiq
In aller Würze Als kleinstes E-SUV der Marke tritt der Škoda Epiq mit viel Platz, moderner Technik und spannendem Design an. An Platz und Performance spielt er aber ganz mit den Großen mit. Text: Roland Scharf, Fotos: Škoda
W
as ist denn da eigentlich los in Mladá Boleslav? Vor wenigen Jahren bestand das E-Portfolio von Škoda aus einem halbherzig umgemodelten Citigo. Und heute gibt man sich mit zwei bestens bestückten SUV noch nicht zufrieden. Denn so clever Enyaq und Elroq konzipiert sein mögen, da ist immer noch Luft für weitere Segmente, und so leistet am unteren Ende der Skala der kussfrische Epiq wertvolle Basisarbeit, ohne den Eindruck zu erwecken, ein kostengünstiges Einstiegsmodell zu sein.
Schlanke Linie Knapp 4,2 Meter lang, ist der Epiq Škodas erstes Modell auf der neuen frontgetriebenen MEB+ Plattform. Das Design ist nicht nur gefällig, es vereint erstmals auch alle Elemente der neuen Designsprache namens ‚Modern Solid‘ und nimmt damit das Aussehen aller kommenden SUVModelle der Marke vorweg. Zudem sorgt die schlanke Linienführung für einen geringen Luftwiderstandsbeiwert von 0,275, was in Kombination mit dem geringen Gewicht für eine möglichst gute Effizienz sorgen soll. Da die neue Plattform den Einsatz von leichteren Akkus ermöglicht, kommt das nicht nur dem Stromverbrauch zugute. Auch die Raumökonomie gewinnt in Kombination mit dem platzsparenden Frontantrieb deutlich. So passen nicht nur vier Erwachsene locker in den Epiq. Auch der Kofferraum muss sich mit einem Basisvolumen von 475 Litern wahrlich nicht verstecken, wobei der Frunk
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mit 25 Litern Größe ausreichend Platz für das Ladekabel bereithält.
Bidi-Laden möglich Doch keine Panik, so oft benötigt man dieses gar nicht. Erhältlich mit zwei Batteriegrößen (38,5 & 55 kWh) und drei Leistungsstufen (85, 99, 155 kW) kommt der Epiq je nach Konfiguration auf eine Reichweite bis zu 441 Kilometer. Wer will, kann im sogenannten B-Fahrmodus One Pedal Driving aktivieren und dank einer DC-Ladeleistung von 105 kW (nur für die Topversion) ist der Stromspeicher von zehn auf 80 Prozent in knapp 24 Minuten wieder geflutet. Selbstverständlich für ein cleveres Vehikel: Technisch ist bereits alles für bidirektionales Laden vorbereitet. Dass der Epiq Škodas günstigstes E-Modell ist, war ja zu erwarten. Nicht aber, dass er auch mit seinem Verbrenner-Pendant namens Kamiq gleichauf liegt. So starten die Preise für den Epiq Essence 35 nämlich bei schlanken 22.400 Euro inklusive. Jetzt heißt es nur mehr, sich in Geduld zu üben. Denn während die 55er-Modelle noch heuer zu uns kommen, starten Epiq 35 und 40 erst Anfang nächsten Jahres. •
Außen kompakt, gibt es im Epiq einen riesigen Kofferraum. Die Optik entspringt der neuen Marken-Designlinie, das Cockpit ist klar gegliedert und übersichtlich
Škoda Epiq
Flotten-Tipp: Essence 55
Testmodell: Selection 40
Leistung | Drehmoment 211 PS (155 kW) | 290 Nm 135 PS (99 kW) | 267 Nm Dauerleistung | Gewicht 45 kW | 1.618 kg
k. A.
0–100 km/h | Vmax
7,5 s | 160 km/h
9,9 s | 160 km/h
Reichweite | Antrieb
441 km | Vorderrad
Ø-Verbrauch | Batterie 13,7 kWh | 51,7 kWh
315 km | Vorderrad k. A. | 37 kWh
Laden AC
11 kW, 5:30 h (0–100 %) 11 kW, k. A.
Laden DC
105 kW, 24 min (10–80 %) 88 kW, 28 min (10–80 %)
Kofferraum | Zuladung 475–1.345 l | 462 kg
475–1.345 l | k. A.
Basispreis | NoVA
27.483 € (exkl.) | 0 %
27.733 € (exkl.) | 0 %
Das gefällt uns: alles, was man braucht, clever und schick verpackt Das vermissen wir: die RS-Version, noch Die Alternativen: VW ID. Cross, Peugeot E-2008, Cupra Raval Werksangaben (WLTP)
AUTO • TEST Chery Tiggo 4
Der europäische Maßanzug Maßgeschneidert und maßvoll zum Kampfpreis: Es ist nicht zu übersehen, dass Chery beim Tiggo 4 ganz gezielt Europa im Fokus hatte. Und dabei eine äußerst treue Zielgruppe. Text & Fotos: Roland Scharf
D
er 4er-Tiggo ist eines dieser Autos, die einen ein wenig ratlos zurücklassen, da sie auf alle Fragen, die einem so einfallen könnten, eine Antwort parat haben. Man hat bei jeder Naht, bei jedem Schalter sofort die Erkenntnis, dass man mit diesem Auto ganz genau auf eine Zielgruppe abzielt, die weniger experimentell unterwegs sein möchte, sondern lieber das Beste aus den letzten Jahren kombiniert hat. Man muss also nicht lange überlegen, welche Mitbewerber man im Auge hat. Los geht es bei 23.490 Euro, wofür man schon mit LED-Licht, schlüssellosem Zugang und großem Touchscreen unterwegs ist. Wer noch 360-Grad-Kamera, beheizte Kunstledersitze oder sechs Lautsprecher will, muss für die Unique-Variante auch nur 2.000 Euro drauflegen.
Was ihr wollt Verarbeitung und Materialwahl bieten keinen Anlass für Tadel, alles sitzt exakt, nichts wackelt oder klappert. Dazu kommt eine durchwegs europäische Ergonomie mit allerlei Knöpfen rings um das Lenkrad und die Mittelkonsole, die viele von uns ohne lange Erklärung sofort kapieren. Angenehm in dem Zusammenhang auch die
nicht übertrieben großen Displays, die sich wie die restlichen Bedieneinheiten nicht in den Vordergrund drängen wollen. Dazu kommt die angenehme Rundumsicht aufgrund der recht steil stehenden Scheiben und ein Platzangebot, das wirklich völlig ausreicht und – sagen wir – dem Segment passend groß genug ist. Zu viert fährt man ja eh eher selten und dass der Kofferraumboden ein wenig hoch ist, weil drunter die Hybridakkus stecken, kann man durchaus als Schönheitsfehler abtun.
Maßvoll statt maßlos Weil ansonsten alles wie ein perfekt eingeschenktes Seiterl wirkt: Mehr braucht man nicht. So aber gibt es genügend Schub für souveränes Überholen, es federt und dämpft sich gut durchs Großstadtgewühl, kommt dennoch erstaunlich spaßig durch jede Kurve. Und wenn es einmal weiter weg gehen sollte: Sogar die bequemen Sitze wirken wie maßgeschneidert auf europäische Körpermaße, da einem auch nach stundenlangem Bolzen auf der Autobahn einfach nichts einschlafen möchte. Was also spricht gegen den Tiggo 4? Wohl nur, dass der nächste Firmenwagen ein BEV sein muss. •
Cockpit und Bedienung wirken vertraut und europäisch, die Sitze sind bequem und großzügig geschnitten. Kofferraum mehr als ausreichend dimensioniert
Chery Tiggo 4
Flotten-Tipp: Comfort
Testmodell: Unique
Hubraum | Zylinder
1.500 cm3 | 4
1.500 cm3 | 4
Leistung
95 PS
95 PS
Drehmoment
260 Nm System
260 Nm System
0–100 km/h | Vmax
8,9 s | 150 km/h
8,9 s | 150 km/h
Getriebe | Antrieb
1-Gang aut. | Vorderrad 1-Gang aut. | Vorderrad
Ø-Verbrauch | CO2
5,3 l S | 120 g/km
5,3 l S | 120 g/km
Kofferraum | Zuladung 310–1.190 l | 355 kg
310–1.190 l | 355 kg
Basispreis | NoVA
25.490 € (inkl.) | 6 %
23.490 € (inkl.) | 6 %
Das gefällt uns: Hybrid-SUV mit allem, was es benötigt Das vermissen wir: Allradantrieb, wenn überhaupt Die Alternativen: Dacia Duster, Toyota Yaris Cross, BYD Dolphin G DM-i Werksangaben (WLTP)
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AUTO • TEST BYD Dolphin G DM-i
Doppelt gut in aller Kürze Viel Antrieb in einem kleinen Auto bedeutet im Falle des BYD Dolphin G DM-i ein vollwertiges PHEV-System in einem Kompaktmodell. Das Ergebnis verblüfft in mehrerer Hinsicht. Text & Fotos: Roland Scharf
N
atürlich passt technisch alles bei diesem BYD. Ein 112 PS starker Benziner trifft auf einen 18,1-kWhE-Motor, die Energie kommt aus einem 42-Liter-Benzintank und einem 7,4-kWh-Akku und gemeinsam generiert man eine kombinierte Reichweite von gut 1.000 Kilometern. Rein elektrisch können 40 Kilometer zurückgelegt werden, was für fast alle Pendlerbelange easy ausreicht. Falls es mehr sein sollte: Ab der zweiten von vier Ausstattungen namens Boost gibt es einen 18,3-kWh-Speicher, mit dem dann 105 Kilometer E-Fahren möglich sind, von denen in der Praxis rund 80 übrig bleiben. Und auch bei den anderen Standardkategorien wie Platzangebot oder Verarbeitung lässt man nichts anbrennen. Alles, was man sich von einem modernen Kompaktklassewagen erwartet, inklusive modernem Twist. Denn in der Sub-4,2-Meter-Kategorie ist so ein Antrieb ja eher selten zu finden.
Gelernte Talente Dazu kommen die Preise: Bei 25.490 Euro geht es los, die Topversion Sport wie in unserem Falle kommt schon auf 30.990 Euro, bietet aber dafür Vollausstattung. Das nicht ganz unauffällige Orange Sunset kostet übrigens nix
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extra. Bislang also ein Auto wie aus dem Lehrbuch. Damit alleine ist das Wesen des BYD aber noch nicht ausreichend erklärt. Wichtig in diesem Zusammenhang zum Beispiel: Dolphin ist nicht gleich Dolphin. Während der vollelektrische nämlich optisch ganz andere Wege einschlägt, übertreibt der PHEV mit dem Kürzel G DM-i bei keiner Linie, wirkt fast schon traditionell gezeichnet, was dem gelernten Mitteleuropäer durchaus zusagt.
Im Dolphin G DM-i haben nicht nur zwei Motoren Platz, sondern auch ganz easy vier Erwachsene. Übersichtliches Cockpit und wirklich schnelles induktives Handyladen
Wandler zwischen Welten Zum anderen – und wichtigeren – Teil verblüfft es auf den ersten Metern, wie erwachsen sich der kleine BYD anfühlt. Im Fond mag es eng sein, gut. Aber ansonsten fühlt man sich vom Fahrverhalten bis zur Sitzposition eher wie in einem Mittelklassewagen. Ruhig liegt der G DM-i auf der Straße, wirkt nie nervös, bietet einen guten Überblick. Sicher könnten es ein wenig mehr Knöpfe am Armaturenbrett sein. Doch die, die es gibt – einmal für den Fahr-Modus, einmal für HEV- oder EV-Modus, sind dafür clever gewählt. Wer also mit einem Elektro liebäugelt, aber mit einem Benziner ebenso – hier gäbe es einen möglichen Kandidaten. •
BYD Dolphin G DM-i
Flotten-Tipp: Boost
Testmodell: Sport
Hubraum | Zylinder
1.500 cm3 | 4
1.500 cm3 | 4
Leistung
112 PS + 120 kW E-Motor 112 PS + 120 kW E-Motor
Drehmoment
120 Nm + 210 Nm E-Motor 120 Nm + 210 Nm E-Motor
0–100 km/h | Vmax
8,3 s | 180 km/h
E-Reichweite | Batterie 105 km | 18,3 kWh
8,3 s | 180 km/h 105 km | 18,3 kWh
Laden AC
6,6 kW, 0:26 h (10–80 %) 6,6 kW, 0:26 h (10–80 %)
Ø-Verbrauch | CO2
1,4 l S | 32 g/km
1,4 l S | 32 g/km
Kofferraum | Zuladung 425–1.225 l | 465 kg
425–1.225 l | 465 kg
Basispreis | NoVA
30.990 € (inkl.) | 0 %
28.490 € (inkl.) | 0 %
Das gefällt uns: viele Talente in kompakter Hülle Das vermissen wir: vielleicht eine dezentere Farbe? Die Alternativen: Leapmotor B05, VW Golf eHybrid Werksangaben (WLTP)
AUTO • TEST Jeep Compass e-Hybrid
Drei Töpfe für ein Halleluja Ein Jeep mit nur drei Zylindern, darf man das? Diese Frage muss sich jeder Käufer der Marke mit den sieben Slots nun stellen. Hier kommt zumindest die Antwort, ob man sollte. Text & Fotos: Johannes Richter
D
er Einstieg in die Jeep-Welt geht zwar schon viel eher los. Mit dem Avenger. Wer jedoch mehr Platz benötigt und einen Jeep mit knapp über 4,5 Meter möchte, der ist beim Compass goldrichtig. Das Budget dafür sollte bei mindestens 37.000 Euro starten. Doch hier kommt direkt die Gretchenfrage, ist ein 3-Zylinder-Motor der adäquate Antrieb für das 1,7-Tonnen-SUV? Die Antwort ist ein klares Jein.
Großstadt-Cowboy In der Summit-Ausstattung kommt der Jeep mit so ziemlich jedem Komfort, den man sich erdenken kann. So auch mit einer Massagefunktion für Fahrer und Beifahrer und Ambientebeleuchtung. Das hätten sich die Entwickler in den 1940er-Jahren wohl kaum erträumen lassen, als sie den Ur-Jeep konstruierten. Und doch ist es ein Zeichen der Zeit und des Fortschritts, dass auch bei Jeep gravierende Veränderungen stattfinden. In diesem Sinne ist es kein Frevel, einen kernig klingenden 3-Zylinder in den Jeep zu bauen, vor allem wenn er
durch ein 48-Volt-System unterstützt wird. Zugegeben, zum Rennwagen wird er dadurch nicht, ist ja schließlich die Einstiegsmotorisierung. Und die angestrebten Verbrauchswerte sind im Test trotz entspannter Fahrweise auch nicht erreicht worden (+2 Liter auf 100 km). Jedoch wird er seinen Urahnen dennoch gerecht, denn sein liebstes Metier ist die Prärie oder wahlweise die Landstraße. Dort fühlt er sich wohl und dort spielt er seine Trümpfe aus. Dort bringt er die Reichweite mit und das entspannte Cruisen.
Vielfältig und vielseitig Die Motorenpalette bietet aber noch mehr: einen Plug-in-Hybrid mit 225 PS und etwa 90 Kilometern rein elektrischer Reichweite oder man wählt einen aus den elektrischen Versionen. Denn die sind der eigentliche Star im Line-up. Zwei Fronttriebler mit wahlweise 500 oder 673 Kilometern WLTPReichweite oder man greift zum 375-PS-starken Allradler. Der hat dann 585 Kilometer nach WLTP und kraxelt auch im Gelände ganz brav. •
Mächtiger Auftritt, durchdachte Details, simple Bedienung, langlebige Materialien. Ein Jeep durch und durch. In Rot eingefasst: der Wahlhebel für den Fahrmodus
Jeep Compass
Flotten-Tipp: EV Standard Range
Testmodell: e-Hybrid
Hubraum | Zylinder
k. A.
1.199 cm3 | 3
Leistung
213 PS E-Motor
136 PS + 21 kW E-Motor
Drehmoment
345 Nm E-Motor
230 Nm + 50 Nm E-Motor
0–100 km/h | Vmax
8,5 s | 180 km/h
10,3 s | 196 km/h
Getriebe | Antrieb
1-Gang aut. | Vorderrad
6-Gang aut. | Vorderrad
Ø-Verbrauch | CO2
17,5 kWh/100 km | 0 g/km 5,6 l S | 126 g/km
Kofferraum | Zuladung 550–1.561 l | 447 kg
550–1.561 l | 447 kg
Basispreis | NoVA
41.700 € (inkl.) | 8 %
38.416 € (exkl.) | 0 %
Das gefällt uns: starker Auftritt Das vermissen wir: mehr Ablagen in der zweiten Reihe Die Alternativen: Toyota RAV4, Honda C-HR, Peugeot 3008 Werksangaben (WLTP)
FLOTTE 10-11/2026
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AUTO • TEST Chery Tiggo 7
Frisch vom Schiff Was der Bauer nicht kennt, fährt er nicht? Beim Chery Tiggo 7 könnten automotive Gewohnheitstiere durchaus einen zweiten Blick riskieren. Wir fremdelten beim Test jedenfalls nicht lange. Text & Fotos: Mag. Bernhard Katzinger
E
ine kleine Vorstellungsrunde dürfte angebracht sein, immerhin ist der Autobauer erst seit wenigen Wochen am hiesigen Markt: Der Staatskonzern Chery steht in Wuhu, China, und obwohl es ihn erst seit knapp dreißig Jahren gibt, zählt er zu den größten Autobauern im Reich der Mitte. 2026 ist der Konzern mit mehreren Marken nach Österreich gekommen, die „Hausmarke“ Chery ist gleich mit 4 Modellen in diversen Antriebsvarianten – allerdings vorerst ohne reine Elektroautos – gestartet.
Welcher Hybrid ist superer? Auftritt Tiggo 7, vulgo unser Tester: Das Modell ist als Benziner, Vollhybrid und wie in unserem Fall als Plug-inHybrid zu haben; er hat zwei große (9 und 8) sowie einen kleinen (4) Bruder, aber seien Sie versichert, die Familie wird rasch anwachsen. Die Plugins tragen bei Chery übrigens den Ehrentitel Super-Hybrid und sollen stark elektrobetont gefahren werden können. Dafür erweist sich der 18,4-kWh-Akku des Tiggo 7 allerdings trotz DC-Schnellladefähigkeit (in 20 Minuten lässt sich der Stromspeicher von 30 auf 80 Prozent füllen) als etwas unterdimensioniert. Was die Frage
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aufwirft, ob man nicht besser gleich zum Vollhybrid mit 5,7 Liter Normverbrauch greifen sollte, oder gar zum Allradbenziner. Denn wenn man den Plug-in nicht alle 80 bis 90 Kilometer nachlädt, steigt der Verbrauch gern auf 8 Liter. Das degradiert den PHEV zum reinen NoVA-Sparer.
Potenzial für Updates Was Interieur und Ausstattung betrifft, gab sich unser nigelnagelneuer Tester (frisch vom Schiff sozusagen) keine Blöße: feine Materialien, wo man hingreift, dazu einwandfreie Bedienelemente, die unsereins allerdings so oder ein bisschen anders schon irgendwo gesehen zu haben glaubt, all das gepaart mit exzellentem Komfort- und Platzangebot. Ein paar digitale Auffälligkeiten mussten wir verzeichnen, etwa den permanent aufpoppenden Hinweis, doch bitte in den – bereits ausgewählten – Energiesparmodus zu wechseln, wenn die (zu kleine) Batterie sich einem niedrigen Ladestand nähert (was sie im Standard-Modus ständig tut). Da ist einiges noch nicht hundertprozentig ausgegoren, was sich aber vermutlich leicht und per Update „over the air“ lösen lässt. •
Die klassische SUV-Form macht den Tiggo 7 zum unauffälligen Verkehrsteilnehmer. Interieur und Bedienung sind ebenfalls weitgehend Europäer-konform
Chery Tiggo 7
Flotten-Tipp: Benzin AWD
Testmodell: PHEV Unique
Hubraum | Zylinder
1.598 cm3 | 4
1.499 cm3 | 4
Leistung
147 PS (108 kW)
143 PS + 150 kW E-Motor
Drehmoment
275 Nm
215 Nm + 305 Nm E-Motor
0–100 km/h | Vmax
11,7 s | 180 km/h
8,4 s | 180 km/h
Getriebe | Antrieb
7-Gang aut. | Allrad
DHT aut. | Vorderrad
Ø-Verbrauch | CO2
7,9 l S | 179 g/km
2,4 l S | 54 g/km
Kofferraum | Zuladung 602–1.350 l | 438 kg
484–1.269 l | 440 kg
Basispreis | NoVA
38.500 € (inkl.) | 0 %
37.900 € (inkl.) | 18 %
Das gefällt uns: Europäer-konformes Design, Komfort Das vermissen wir: Chinese ohne BEV-Angebot – geht gar nicht Die Alternativen: Citroën C5 Aircross, Škoda Kodiaq IV, Renault Austral … Werksangaben (WLTP)
AUTO • TEST Ford Capri Collection
Eine Sammlung wie damals So sportlich war schon lange kein Ford mehr. Wobei: Dynamik heißt beim Capri Collection neben optischem Speed auch mehr Reichweite dank größerem Akku. Text & Fotos: Roland Scharf
Q
uizfrage an die Sportsfreunde: Was verbindet Begriffe wie ST, Cosworth, Mexico und RS miteinander? Richtig, alles Beinamen legendärer Ford-Modelle, die allesamt mit der großen sogenannten Racing Heritage der Marke zu tun haben. Schnelle Fords sind Kult. In der heutigen Zeit regulierter Straßen und sauberer Mobilität blieb davon halt nicht viel übrig, was natürlich blöd ist – schließlich bringen solche Modelle zwar keine Sprünge in den Zulassungszahlen, sehr wohl aber einen Boost im Image.
Dynamik-Trick Den Capri Collection darf man also nicht falsch verstehen. Klar knöpft er mit seinem Krawallbügel, der blitzblauen Lackierung, den exklusiven 21-Zöllern und dem nicht zu über-
sehenden Rallyestreifen an diese Epochen an. Er geht das Thema Sportlichkeit jedoch weit erwachsener an.
Sicher schneller Vorbei das Bolzen mit Messer zwischen den Zähnen. Dafür gibt es nun für das Einstiegsmodell einen 79-kWhAkku und 210 kW Leistung. Und um ehrlich zu sein: In 6,4 Sekunden von null auf 100 km/h liegt weit unter dem, was selbst die tapfersten Capris der 1970er-Jahre zu stemmen bereit waren. Ganz zu schweigen vom Platzangebot und einem Fahrkomfort. Klar sind die 2.200 Kilo Leergewicht nicht wegzukonstruieren. Dennoch geht der Collection agil ums Eck, lenkt gefühlsecht ein und hat beim Bremsen mehr Sicherheitsreserven als damalige Überrollkäfige. Sagen wir also, der Capri in aktueller Fassung ist genauso gereift wie unsereins. Dynamisch? Ja, aber pflegeleicht und alltagstauglich. Zumal Eckdaten wie 602 Kilometer Reichweite heutzutage am Stammtisch mehr zählen als Beschleunigungswerte. Und das Geldbörserl eh schon bei leicht errötetem Führerschein mehr als gut genug bedient ist. Die 3.000 extra für das 340-PS-Powerhouse mit Allrad könnte man sich also getrost sparen. Aber das war für einen Sportford ja noch nie der passende Ansatz, oder? •
Rallyestreifen finden sich sogar auf den Sitzbezügen. Integrierte Kopfstützen nach wie vor nicht ideal, Platzangebot im Fond schon. Cockpit etwas schlicht, Hochkant-Touchscreen eher gewöhnungbedürftig
Ford Capri
Flotten-Tipp: Collection
Testmodell: Collection Allrad
Leistung | Drehmoment 286 PS (210 kW) | 545 Nm 340 PS (250 kW) | 679 Nm Dauerleistung | Gewicht 89 kW | 2.133 kg
119 kW | 2.209 kg
0–100 km/h | Vmax
6,4 s | 180 km/h
5,3 s | 180 km/h
Reichweite | Antrieb
602 km | Hinterrad
Ø-Verbrauch | Batterie 14 kWh | 79 kWh
551 km | Allrad 16 kWh | 77 kWh
Laden AC
11 kW, 3:35 h (0–100 %) 11 kW, 3:35 h (0–100 %)
Laden DC
183 kW, 29 min (10–80 %) 185 kW, 27 min (10–80 %)
Kofferraum | Zuladung 572–1.510 l | 552 kg
572–1.510 l | 536 kg
Basispreis | NoVA
39.989 € (exkl.) | 0 %
37.183 € (exkl.) | 0 %
Das gefällt uns: Glanz der alten Tage, modern aufpoliert Das vermissen wir: eigene Knöpfe für die hinteren Fensterheber Die Alternativen: Mit Rallyestreifen? Gibt es keine. Werksangaben (WLTP)
FLOTTE 10-11/2026
| 57
AUTO • TEST Nissan Micra
Der moderne Mausbau Jahrzehntelang eine fixe Größe in der Kleinwagenwelt, kehrt der Micra nun als vollelektrischer Fünftürer zurück. Und ist eigenständiger, als es ihm viele zutrauen mögen. Text & Fotos: Roland Scharf
M
an darf dem neuen Micra wirklich nicht Unrecht tun. Natürlich ist die Basis der aktuelle Renault 5, die Technik weitgehend identisch. Dennoch hat Nissan mehr getan, als einfach nur das eigene Logo zu montieren. Abgesehen von Dach und Scheiben ist jedes Karosserieteil anders, die Optik solide eigenständig. Klar hat man Anleihen an einer alten Generation genommen, aber nur ausreichend viel, um eine gewisse Familienzugehörigkeit herzustellen, mehr wäre nicht zielführend gewesen – der Micra startet schließlich in eine neue Fahrzeugklasse.
Micrakosmos Das heißt: 3,97 Meter lang, fünf Türen, Platz für vier Erwachsene (mit leichten Einschränkungen im Fond)
58 | FLOTTE 10-11/2026
und ein durchaus gut dimensionierter Kofferraum für mindestens 23.325 Euro treffen auf 122 PS und 40-kWhEnergiemenge, was für 325 Kilometer reicht. Fein: Die Ausstattung ist in der Basisversion solide und Dinge wie LED-Licht, Klimaautomatik und Keyless Go beinhaltet. Wer mehr möchte: Es gibt auch eine Ausführung mit 150 PS und 52-kWh-Akku, was 4.400 Euro extra kostet, 427 Kilometer Reichweite bietet und den Sprint auf 100 km/h in acht Sekunden erledigt. Wer dann noch die Evolve-Ausstattung haben möchte, die Dinge wie Alufelgen, Harman-Kardon-Sound und StauAssistent beinhaltet, kommt auf 29.158 Euro exklusive.
Cockpit übersichtlich und adrett, viele Knöpfe erleichtern Bedienung. Türgriff in C-Säule bleibt Geschmacksache, Sitze groß und gut ausgeformt
Sparsam spaßig Fidel kommt der Nissan von der Ampel weg, hat genug Morch zum Überholen. Und dass man Kurven überraschend dynamisch nehmen kann, tut nicht nur dem Fahrspaß gut – weniger Abbremsen vor der Biegung heißt weniger Beschleunigen danach, womit der Verbrauch nach unten geht. Cool in dem Zusammenhang, dass die Japaner ihren One-PedalKnopf auch hier realisieren konnten, und man mit dieser Funktion den Micra bis zum Stillstand abbremsen kann, wenn man nur vom Gaspedal geht. •
Nissan Micra
Flotten-Tipp: Advance
Testmodell: Evolve
Leistung | Drehmoment 122 PS (90 kW) | 225 Nm 150 PS (110 kW) | 245 Nm Dauerleistung | Gewicht 78 kW | 1.377 kg
78 kW | 1.452 kg
0–100 km/h | Vmax
9 s | 150 km/h
8 s | 150 km/h
Reichweite | Antrieb
325 km | Hinterrad
427 km | Hinterrad
Ø-Verbrauch | Batterie 14 kWh | 40 kWh
14 kWh | 52 kWh
Laden AC
11 kW, 4:30 h (0–100 %) 11 kW, 4:06 h (15–100 %)
Laden DC
80 kW, 32 min (10–80 %) 100 kW, 30 min (15–80 %)
Kofferraum | Zuladung 326–1.106 l | 483 kg
326–1.106 l | 449 kg
Basispreis | NoVA
29.158 € (exkl.) | 0 %
25.492 € (exkl.) | 0 %
Das gefällt uns: wie viel Nissan im neuen Micra steckt Das vermissen wir: eine bessere Rundumsicht Die Alternativen: no na der R5, auch der BYD Dolphin Werksangaben (WLTP)
AUTO • TEST Subaru Solterra
Der Zwilling mit der klaren Kante Als Allradmarke blickt Subaru in Österreich auf eine lange, erfolgreiche Historie zurück, die jetzt mit einer aufgefrischten Riege an 4x4-Elektoautos, allesamt Toyota-Zwillinge, in die nächste Runde geht. Wir durften den bZ4X-Bruder Solterra testen. Text & Fotos: Mag. Bernhard Katzinger
U
m es gleich vorwegzunehmen: So eigenständig, wie dereinst die legendären Allrad-Pkw mit Boxermotoren die Bergregionen des Landes gestürmt haben, gibt sich der elektrische SUV nicht mehr. Klare Unterscheidungsmerkmale zum Markenbruder aus Toyoda sind die fesche Front sowie der Wegfall von zweiradgetriebenen Modellvarianten. Kann einem beides gefallen, auch preislich liegen die Markenbrüder in etwa auf Augenhöhe.
Schnell langsam, langsam schnell Inwieweit der Vierradantrieb widrigen bzw. winterlichen Bedingungen die Schneid abkauft, ließ sich im (sehr) sommerlichen Spätsommer zwar nicht eruieren. Was sich sagen lässt, ist, dass der Solterra ein volltaugliches Reisemobil darstellt – mit ausreichend Gepäckraum (die Kombi-Version heißt bei Subaru übrigens E-Outback), komfortablem Gestühl und guter Reichweite. Der zweite Motor nagt zwar etwas an der Effizienz, der Verbrauch blieb aber selbst im etwas autobahnlastigen Holiday-Mix stets unter 20 kWh/100 km. Im täglichen Betrieb hat uns vor allem die Möglichkeit, mit 22 kW Leistung an der AC-Säule zu nuckeln, gute Dienste geleistet. So nimmt das Auto während einer gemütlichen Mittagspause schnell mal Strom für 150 Kilometer mit, das lohnt sich. Das Schnellladen auf großer Fahrt müsste wiederum schneller – und vor allem stabiler – vonstattengehen. Die 150 kW Maximalleistung sind nicht mehr ganz zeitgemäß, und im Test fiel die Ladekurve schon bei 50 Prozent SoC deutlich ab. E-Fahrer wissen allerdings, dass der Besuch der DC-Säule immer ein bissl eine Black Box und, vom Fahrzeug unabhängig, ein Kapitel mit Luft nach oben ist.
Unverständlich lästig Voll auf Höhe der Zeit hingegen das, wie man heute sagt, User Interface: Wichtiges ist mit haptischen Bedienelementen greifbar, im Digitalen leistet sich der Solterra keine groben Schnitzer. Als mittelschwere Lästigkeit sei vermerkt, dass sich der Wagen pro Standzeit nur einmal für maximal 20 Minuten fernklimatisieren lässt. Unverständlich. Positiv hervorzuheben ist hingegen die doppelte induktive Ladeschale, die zwei Smartphones nicht nur griffbereit, sondern auch im Blickfeld hält, sodass man die Dinger beim Aussteigen nicht ständig im Auto vergisst. • Subaru Solterra
Flotten-Tipp: Hikari 73 kWh
Testmodell: Nozomi 73 kWh
Leistung | Drehmoment 343 PS (252 kW) | 268+169 Nm 343 PS (252 kW) | 268+169 Nm Dauerleistung | Gewicht 136 kW | 2.112 kg
136 kW | 2.143 kg
0–100 km/h | Vmax
5,1 s | 160 km/h
5,1 s | 160 km/h
Reichweite | Antrieb
509 km | Allrad
Ø-Verbrauch | Batterie 14,6 kWh | 73,1 kWh
471 km | Allrad 15,8 kWh | 73,1 kWh
Laden AC
22 kW, 3:30 h (0–100 %) 22 kW, 3:30 h (0–100 %)
Laden DC
150 kW, 28 min (10–80 %) 150 kW, 28 min (10–80 %)
Kofferraum | Zuladung 452–1.415 l | 537 kg
441–1.415 l | 418 kg
Basispreis | NoVA
42.417 € (exkl.) | 0 %
39.917 € (exkl.) | 0 %
Das gefällt uns: eigenständiges Auftreten, recht analoges Cockpit Das vermissen wir: stabileres und/oder schnelleres Schnellladen Die Alternativen: Toyota bZ4X, VW ID. Tiguan, Xpeng G6, MGS5 EV
Die neue Subaru-Front steht dem mittelgroßen SUV hervorragend, außen zeigt der Wagen rundherum klare Kante. Auch das Cockpit mit dem auffällig abgeflachten Lenkrad gibt dank vieler haptischer Bedienelemente keine Rätsel auf. Wem der Kofferraum zu klein ist, der greift zum Kombi, der bei Subaru E-Outback heißt
Werksangaben (WLTP)
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AUTO • TEST Kia K4
Gestern für heute Der Kia K4 SW hält alte Tugenden hoch: Kompaktkombi, Verbrenner mit Doppelkupplungsgetriebe und wahlweise Handschalter. Dennoch ist unser Test keine Zeitreise in die Vergangenheit. Text & Fotos: Mag. Bernhard Katzinger
B
ei all den (berechtigten) Nachrichten zur rasanten Entwicklung der E-Mobilität vergisst man gern, dass es Hybride sind, welche die Zulassungsstatistiken anführen – und dass auch noch genug Verbrenner ohne Elektro-Zusatz verkauft werden. Wie etwa unser Testwagen Kia K4, der als schicke GT-Line die Fahne der sportlichen Kompaktkombis hochhält.
Der Name ist Programm Die Sportlichkeit auf die Straße bringen sollen drei Benziner-Varianten, teils 48-Volt-mildhybridisiert, teils mit 6-Gang-Handschalter zu haben – heute keine Selbstverständlichkeit mehr. Unserem Test stellte sich das Topmodell in der stärksten Motorisierung, dem 1,6-Benziner mit 180 PS und der erwähnten Doppelkupplungsautomatik. Vor dem Loslegen kommt noch das Beladen, und da macht der CeedNachfolger schon einmal seinem Namen – „Wagon“ steht für Kombi – alle Ehre. Die Passagiere auf den Rücksitzen genießen viel Platz, auch im Fußraum, und der ebenfalls mehr als großzügige Kofferraum verwöhnt mit einem schlauen Trenn-System, das die Gepäckteile sicher am Platz
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halten hilft. Reisewagen? Check! Auch vorne links kann man nicht meckern, die digitalen Systeme tun ihre Arbeit, aber Kia-typisch finden sich auch noch „echte“ Tasten und Drehrädchen, sodass die Bedienung der wichtigen Funktionen sehr intuitiv klappt. Der Automatik-Wählhebel appelliert an das Nostalgie-Zentrum im Fahrerhirn, das kann man mögen.
Bedenkzeit fürs Getriebe Das damit angesteuerte Getriebe hingegen lässt uns ein wenig ratlos zurück. Mag sein, dass wir von den vielen E-Autos und ihren Stante-pede-Starts verwöhnt sind, die Reaktionszeit des K4 auf den Gasbefehl erscheint zu langsam. Hat man einmal Fahrt aufgenommen, kann man die Getriebe-Gedenksekunden mittels Schaltwippen zelebrieren, das passt auch gut zum sportlichen Auftritt des flachen Wagens, dessen Fahrleistungen insgesamt allerdings eher komfortorientiert wirken. Lässt man sich auf den K4 als eher gemütliches Reisemobil ein, wird man mit Verbräuchen im Rahmen des Prospektwerts belohnt. Wird der Sportler im K4 herausgekitzelt, scheinen auch schon einmal 9 Liter Verbrauch auf dem Display auf. •
Jede Menge Platz für Personen und Gepäck in einer gefälligen Hülle (die Farbe heißt übrigens „Sparkling Yellow“). Im Cockpit findet man sich rasch zurecht Kia K4 Sportswagon
Flotten-Tipp: 1,0 T-GDI 48V
Testmodell: 1,6 T-GDI GT-Line
Hubraum | Zylinder
998 cm3 | 3
1.598 cm3 | 4
Leistung
115 PS (85 kW)
180 PS (132 kW)
Drehmoment
200 Nm ab 6.000/min
265 Nm ab 1.500/min
0–100 km/h | Vmax
12,5 s | 186 km/h
8.0 s | 210 km/h
Getriebe | Antrieb
6-Gang man. | Vorderrad 7-Gang aut. |Vorderrad
Ø-Verbrauch | CO2
5,9 l S | 131 g/km
6,7 l S | 153 g/km
Kofferraum | Zuladung 604–1.439 l | 425 kg
604–1.439 l | 430 kg
Basispreis | NoVA
39.790 € (inkl.) | 12 %
28.440 € (inkl.) | 8 %
Das gefällt uns: Kompakt-Kombi, Platzangebot Das vermissen wir: mehr elektrifizierte Varianten Die Alternativen: Peugeot 308 SW, Škoda Octavia Combi Werksangaben (WLTP)
AUTO • TEST Geely Starray EM-i
Was will man mehr? Das ganz normale Leben hat oftmals andere Ansprüche als jene, die man oft an ein Auto stellt. Dieser Geely erfüllt sie. Er schupft den Alltag und den Urlaub mit Leichtigkeit und schaut dabei richtig schnittig aus. Text & Fotos: Johannes Richter
E
in Plug-in-Hybrid ist immer ein Kompromiss. Im Starray EM-i fühlt es sich jedoch nicht danach an – zumindest meistens. Den Alltag stemmt das 4,74 Meter lange SUV vollelektrisch. Denn die WLTP-Reichweite der Version Max+ von 136 Kilometern ist für jeden locker zu schaffen. Apropos Versionen, die Testversion ist die höchste Ausstattungslinie mit großer Batterie (knapp 30 kWh) und Massagesitzen. Das war es auch schon an Unterscheidungsmerkmalen zur nächstniedrigeren Version. Dennoch lohnt sich die Investition. Einerseits ist die Massagefunktion herausragend gut und auf der anderen Seite ist jeder Meter, der mehr elektrisch gefahren wird, einer, der auf das Sparbuch einzahlt.
Der Alltag Man gewöhnt sich schnell an ein gut funktionierendes Auto. Auch wenn der Newcomer ein paar Abzüge in der B-Note bekommt. Denn an der
Software darf bitte noch etwas gefeilt werden. Auch dass jeder Schulterblick und jedes Gähnen als Aufmerksamkeitsdefizit erfasst wird, ist am Anfang noch lustig. Mit der Zeit geht schon ein Raunen durch das Auto, weil wieder die Musik unterbrochen wird. Zum Glück sind diese Kinderkrankheiten schnell mit einem Update erledigt. Der Kinderwagen und die Einkäufe verlangen dem 530 Liter großen Kofferraum nur ein müdes Lächeln ab. Der absenkbare doppelte Boden ist dabei eine sehr große Hilfe. Geladen wird AC mit 6,6 kW. So weit, so unspektakulär. Dafür kann dieser Plug-in mit offiziell 60 kW am Schnelllader geladen werden. Im Test waren es zeitweise sogar 76 kW. Auch wenn es sich fast ein bisschen illegal anfühlt, einen Hybrid am Schnelllader anzuhängen.
Der Urlaub Der Grund für diese Antriebsform ist meist ganz simpel. Der Alltag geht mit kurzen Strecken elektrisch, die langen Strecken dürfen ruhig noch über den Verbrenner laufen. Dieser Verbrenner fungiert hier als Generator und erzeugt den nötigen Strom, wenn die Batterie leer ist. Das macht den Motor sehr effizient, leise und die Fahrt sehr ruhig. Ab 150 km/h arbeitet der Motor erst hörbar. Das ist zu verkraften. Los gehts bei unter 30.000 Euro (inkl. Boni). •
Aufgeräumtes Wohnzimmer, mit wenig Schnickschnack und guter Verarbeitung. Bedienung meist logisch. Viel Platz in der zweiten Reihe und im Kofferraum
Geely Starray EM-i
Basisversion: Pro
Testmodell: Max+ 1.499 cm3 | 4
Hubraum | Zylinder
1.499 cm3 | 4
Leistung
99 PS + 160 kW E-Motor 99 PS + 160 kW E-Motor
Drehmoment
125 Nm + 262 Nm E-Motor 125 Nm + 262 Nm E-Motor
0–100 km/h | Vmax
8,0 s | 170 km/h
E-Reichweite | Batterie 83 km | 18,4 kWh
8,2 s | 170 km/h 136 km | 29,8 kWh
Laden AC
6,6 kW, 3 h (25–100 %)
6,6 kW, 4:36 h (25–100 %)
Ø-Verbrauch | CO2
2,4 l S | 54 g/km
1,6 l S | 33 g/km
Kofferraum | Zuladung 528–2.065 l | 435 kg
528–2.065 l | 435 kg
Basispreis | NoVA
38.990 € (inkl.) | 0 %
34.990 € (inkl.) | 0 %
Das gefällt uns: richtig viel Auto fürs Geld Das vermissen wir: ein bisschen mehr Leistung Die Alternativen: Chery Tiggo 7, Jaecoo 7, BYD Seal U DM-i Werksangaben (WLTP)
FLOTTE 10-11/2026
| 61
AUTO • TEST Dacia Duster
Das Tweed-Auto Der Dacia Duster ist als sympathisches Billig… äh, Pardon: Smart-Buy-SUV ins Land gekommen. Mittlerweile kann er auch Hybrid. Und Allrad. Was red’ ich? Offroad! Er kann richtig Offroad! Text & Fotos: Mag. Bernhard Katzinger
G
eben Sie sich bitte keinen Illusionen hin, ehe Sie in einen Duster steigen: Natürlich merkt man den günstigen Preis irgendwie. An den Materialien, an der Geräuschdämmung, an der Anmutung. Aber wenn einer nicht gleich im feinsten Zwirn daherkommt, kann er doch trotzdem ein kompetenter Typ sein und einiges auf dem Kasten haben, meinen Sie?
Belastbarkeit und … Genau so ist es, Sie haben völlig recht im Fall des hier getesteten Dacia Duster Hybrid 4x4. Wobei einem sogar das Design gefallen kann, in der letzten Ausbaustufe bietet sich dem Auge eine vom ersten Blick sympathische Mischung aus Robustheit und Eleganz, wie ein Tweed-Jackett. Stimmigerweise setzt sich das im Innenraum fort. Auf den Stoffen möchte man sich zwar nicht nackt vorm Kaminfeuer räkeln, aber dafür halten sie sicherlich Malheurs der Sorte „reisekrankheitsbedingte Verunreinigung durch Nachwuchs“ ganz gut aus und lassen sich leicht reinigen. Und was die Allradfähigkeiten des Modells betrifft, hatten wir sogar Gelegenheit, den Duster im „echten“ Gelände, besser gesagt im Wald der Hellsklamm im Wienerwald, einem Offroad-Test zu unterziehen. Unter fachkundiger Begleitung am Bei-
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fahrersitz und auf Einladung von Dacia, nur dass Sie sich keine Sorgen machen. Und das hätten Sie nicht geglaubt, wo der überall hinauf- und wieder herunterkommt, dank bis zu 217 mm Bodenfreiheit, dem Anfahrwinkel von mehr als 30 Grad, Bergabfahrassi und Differentialsperre per Drehrad in der Mittelkonsole.
… relative Genügsamkeit Auch im zivilen Einsatz tut der Duster, was er soll. Gut, das Kamerabild ist kein Megapixel-Wunderland, aber immerhin ist es ein Kamerabild. Überhaupt sind die Hilfssysteme auf Höhe der Zeit. Motor und Antrieb tun sich weniger durch Sanftmut als durch leidliche Genügsamkeit hervor: Es wird also schon manchmal laut, aber es gehen sich dafür zwischendurch ein paar Meter rein elektrisch aus. Und der Verbrauch blieb – Geländeausflug nicht mitgerechnet – im Bereich von 6 Litern. Gut oder schlecht? Ja, auch dieses Auto wäre energieeffizienter mit Elektroantrieb. Und noch sympathischer wäre es obendrein. •
Ein Typ mit Ecken und Kanten, der Dacia Duster. Das YouClip-System (o. l.) bringt bei Bedarf Licht oder einen Haken für Einkaufssackerl in die verschiedensten Winkel des Autos. Im Innenraum setzt sich die robuste Eleganz des Exterieurs nahtlos fort
Dacia Duster
Basis: Expression Mild Hybrid 140
Testmodell: Extreme 150 4x4
Hubraum | Zylinder
1.199 cm3 | 3
1.199 cm3 | 3
Leistung
140 PS (103 kW)
140 PS + 10 kW
Drehmoment
230 Nm ab 1.900/min
230 Nm ab 1.900/min
0–100 km/h | Vmax
9,4 s | 174 km/h
9,2 s | 174 km/h
Getriebe | Antrieb
6-Gang man. | Vorderrad 6-Gang aut. | Allrad
Ø-Verbrauch | CO2
5,4 l S | 124 g/km
5,8 l S | 130 g/km
Kofferraum | Zuladung 517–1.609 l | 454 kg
456–1.545 l | 499 kg
Basispreis | NoVA
29.590 € (inkl.) | 8 %
21.490 € (inkl.) | 6 %
Das gefällt uns: die robuste Eleganz Das vermissen wir: E-Antrieb, der den Duster noch sympathischer macht Die Alternativen: eventuell Suzuki Vitara Hybrid Werksangaben (WLTP)
Freizeit
Caravan Salon: So reist man 2026 Auf dem Messegelände Wels wurde Mitte Oktober die Bedeutung der Campingbranche unterstrichen.
E
Fotos: Mag. Severin Karl, McLaren, Messe Wels, Revell, Predrag Vuckovic/Red Bull Content Pool
infach mal weg! Viele, die sich mit Camping beschäftigen, werden dieses Motto im Hinterkopf haben. Vom 14. bis zum 18. Oktober wurde diese Klientel – gezählt wurden mehr als 46.000 Besucher – beim Caravan Salon Austria in Wels fündig. Die Messe galt somit erneut als zentraler Treffpunkt der Campingwelt in Österreich. Auch der Ausstellerzuwachs war prägnant, er wird mit 20 Prozent beziffert, 55 Fahrzeugmarken zeigten ihr Portfolio.Dabei stand Abwechslungsreichtum im Fokus, sei es bei den Campervans, Wohnwagen, Reisemobilen oder beim Zubehör.
Besonders spannend waren die technologischen Ausrufezeichen für die Zukunft des Reisens. Nachhaltige Antriebskonzepte und moderne Autarkielösungen ließen den Besucherstrom innehalten. Nicht zuletzt ist hier die Transformation zur Elektromobilität zu nennen, VW stellte den ID. California Cruise in eine der Hallen. Auch Campingplatz- und Destinations-Aussteller warteten mit neuen Konzepten und Destinationen auf – der eine oder andere Geheimtipp für den Urlaub 2027 war vor Ort zu sichern. Vor den Toren der Messe wurden Stellplätze errichtet: es gab 1.404 Nächtigungen.
An der Tanke
Sonnenpower für Camping und Co Das faltbare Solarpanel SolarSaga 40 Air und die Powerstation Jackery Explorer 300D konnten wir über den Sommer testen. Das Bundle um knapp 360 Euro (immer wieder Aktionen) sorgt für gespeicherten Strom, etwa beim Campen. Es gibt USB-A-, USB-C- und DC8020Ports, drei Geräte lassen sich parallel versorgen. Alles schön kompakt, super Handhabung.
Um die neue Identität von McLaren zu gestalten, griffen Racing- und AutomotiveAbteilung auf Archive zurück. Erster Schritt: ein neuer Schriftzug – inspiriert von der McLaren-Familien-Tankstelle.
Klassiker-Geschenkidee Weihnachten ist nicht mehr so weit entfernt. Zum 70. Geburtstag des BMW 507 hat Revell einen Bausatz im Maßstab 1:24 aufgelegt, der den legendären Roadster würdigt. Klebstoff und Pinsel sind ebenso schon dabei wie die Basisfarben, bei 148 Teilen spricht der Hersteller von „Level 4“ – also durchaus anspruchsvoll. Fun Fact: Elvis, Toni Sailer und Alain Delon hatten einen und er war oft im Kino zu sehen – Conny (1959), Fantomas (1964) etc.
Max schlägt 100 Kartfahrer Auch wenn es in der F1 nicht mehr so easy für ihn läuft: Im Kart kann Max Verstappen zeigen, was in ihm steckt. „Max vs. 100“ in Silverstone war das, wonach es klingt: Mitte September startete der Red-Bull-Racing-Pilot als letzter Fahrer des Feldes und überholte in 14 Runden sämtliche Fahrer – zuletzt F1-Techniker Lewis Osler und F1-Journalist Jacky Martens.
FLOTTE 10-11/2026
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FREIZEIT • TEST BMW M5 Touring
Fünf Richtige Auf den ersten Blick sieht man einen dezent scharf gezeichneten Kombi, auf den ersten Tritt erlebt man den Schub der 727 BenzinerElektro-Pferdchen. Unterm Strich passt dieser M5 immer. Text & Fotos: Mag. Severin Karl
W
ährend ein M3 schon im Stand durch seine Nüstern zu schnauben scheint, bleibt BMW beim M5 Touring ganz schön dezent. Klar, mit knapp 5,10 Metern bleibt er ein Batzen Auto, doch die Sportversion mit 727 PS lässt es optisch nur für Kenner krachen.
Härchen stellen sich auf Vor dem Kauf kann man sich natürlich die Frage stellen, ob es nicht doch ein i5 Touring M60 xDrive sein soll. 601 PS und 3,9 Sekunden auf 100 km/h sind auf ähnlichem Niveau, dazu kommt die nahtlose E-Beschleunigung und nicht zuletzt der Preis. 53.000 Euro (inkl.) günstiger! Aber: Nur der M5 trägt fette Endrohre, die auf die Macht der Acht hinweisen. Und nach wie vor gibt es Petrolheads, bei denen sich die Härchen auf den Unterarmen aufstellen, wenn das V-Aggregat seine Kapriolen schlägt. In deren Welt zählen zudem harte Zahlen, wie etwa der Wert bei der Höchstgeschwindigkeit im Datenkasten. Abgeregelte 250 km/h sind es in der Serie, gleich 305 km/h mit dem optionalen M Drivers Package (beim i5 sind 230 km/h das höchste der Gefühle). Der Wunsch nach Benzin im Tank ist da, das nötige
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Kleingeld auch, also ab ins Auto, um Kilometer zu machen!
Klebstoff auf Knopfdruck Irre, was das Fahrwerk gemeinsam mit den Pirelli P Zero in Mischbereifung (20/21 Zoll) leistet. Mit den roten Knöpfen am Lenkrad wird der Klebstoff-Ausstoß vor den Reifen reguliert? Man würde es sofort glauben. Tatsächlich sind es fein regulierbare Fahrmodi, die als M1 und M2 abgespeichert werden können. Also etwa: bitte scharf und bitte extrascharf. Ein Eco-Modus wurde dem M5 gar nicht einprogrammiert – wäre auch zu unglaubwürdig gewesen. Das E-Modul, 197 ElektroPS gesellen sich zu den 544 spritdurstigen Pferden, ist hier eher für eine Schubverbesserung an Bord, nicht als Öko-Feigenblatt. Aber ja: Im Alltag sind etwa 50 Kilometer im Strombetrieb zurückzulegen. Geladen wird mit Wechselstrom, an der 22-kW-Säule sind 11 kW möglich. Unterm Strich genießt der M5 Touring gerade einen Sonderstatus: günstiger als diverse Porsche- oder AMG-Modelle, mehr Platz als Sportwagen in ähnlichen Preisregionen und irgendwie eine eierlegende V8-Plug-in-Hybrid-Wollmilchsau. •
Sportsitze und Reifen wie Uhu sind bei einem M5 ein Muss. Mittenmarkierung und rote „Scharfstelltasten“ am Lenkrad erfreuen im Alltag. Nicht vergessen: Praktisch ist er auch noch BMW M5
Testmodell: M5 Touring
Hubraum | Zylinder
4.395 cm3 | 8
Leistung
544 PS + 145 kW E-Motor
Drehmoment
750 Nm + 280 Nm E-Motor
0–100 km/h | Vmax
3,6 s | 250/3051 km/h
E-Reichweite | Batterie
66 km | 18,6 kWh
Laden AC
11 kW, 2:15 h (0–100 %)
Ø-Verbrauch | CO2
4,9 l S | 111 g/km
Kofferraum | Zuladung
500–1.630 l | 570 kg
Basispreis | NoVA
154.340 € (inkl.) | 4 %
Das gefällt uns: stimmiges Gesamtpaket, auch mit E-Baustein Das vermissen wir: Gleichstromladen, klappbare Heckscheibe Die Alternativen: Audi RS 6 Avant (kein Plug-in-Hybrid!) Werksangaben (WLTP), 1 mit M Drivers Package
EXKLUSIV • RÜCKBLICK Chevrolet Corvette ZR-1
Liebesgrüße aus Hethel Um der Corvette neues Leben einzuhauchen, ließ man Lotus freie Hand und kreierte einen Supersportler-Killer. Die ZR-1 war sauschnell, saubillig eigentlich und dennoch intern mehr als unbeliebt. Text: Roland Scharf, Fotos: GM
E
s ist die Sache mit der Corvette, die erwähnt sein muss, um das Ausmaß des Schlamassels zu erkennen. Der Vorgänger, die C3, lief von 1967 bis 1983 vom Band, war also zu Lebzeiten quasi schon ein neuer Oldtimer ab Werk. Der Nachfolger hatte es also wahrlich nicht einfach, schließlich kämpfte er gegen eine Legende. Doch die Techniker warfen alles in die Waagschale, was gut und geil war, sodass die C4 nichts mehr mit der alten Corvette gemeinsam hatte. Es gab viel Aluminium, aufwändige Aufhängungen und eine Gewichtsverteilung, die zeigten, dass man hier wirklich den besten Sportwagen bauen wollte, der sich mit dem Budget ausging. Das klappte auch. Wirklich gut angenommen wurde die vierte Generation aber nicht. Innen viel zu billig und klapprig, meinten die einen. Die ewig faden alten V8 als Antrieb, die anderen. Es war also Zeit für einen Befreiungsschlag.
Viel hilft viel Und der richtige Ort dafür schien in England zu sein. Zu jener Zeit gehörte Lotus zu General Motors, und warum eigentlich sollten sich die Jungs nicht einmal die Corvette näher ansehen. Das Ergebnis war mehr als nur eine dezente Überarbeitung. Zuerst verbreiterte man die Karosserie hinten um elf Zentimeter, um 315er-Gummis in die Radkästen zu bringen. Dann krempelte man das Fahrwerk um, griff in die Lenkung ein, baute die Leuchten vorne und hinten auf europäischere Verhältnisse um und tat das, was man bei Lotus besonders gern machte: Man konstruierte Vierventilköpfe. Das bedeutet in diesem Falle, dass man auf die zentral agierende einzelne Nockenwelle verzichtete und gesamt 32 Ventile mit gesamt vier Nockenwellen antrieb.
Supersportwagen vorbehalten waren. Ob sich GM im Vorfeld bewusst war, wie teuer die Kur in Norfolk werden sollte? Schließlich musste man allein für den Motor den gesamten Kabelbaum samt Steuergeräten umkonstruieren. Das Sechsganggetriebe aus europäischer Produktion kommt jetzt auch nicht gratis daher, geschweige denn von einer Windschutzscheibe – extra bedampft für souveräne Tönung, aber mit einem Feld ausgespart, wo zufälligerweise ein Radarwarner hineinpasste. So oder so war die ZR-1 zu ihrer Präsentation eine Wucht. Viele Tests und Vergleiche bestätigten dies, obgleich man sich schon etwas über das weiterhin öde Interieur beklagte, wobei es ein Kollege aus den Staaten einmal ganz gut zusammenfasste: Die ZR-1 ist eine Blamage für die USA. Bis man aufs Gas steigt. Andererseits: Ein damaliger 911 Turbo, bei Weitem nicht so stark, kostete in den Staaten gut das Doppelte der ZR-1. Das größere Problem war aber eher, dass die normale Corvette nur halb so viel kostete. Richtig: Der Ausflug nach England verdoppelte den Preis. Die ZR-1 mag das wert gewesen sein. Aber es fehlte einfach das grundsätzliche Verständnis dafür, dass diese Baureihe so viel kosten darf. Die knapp 7.000 Stück der ersten ZR-1 kann man also nicht völlig als einsamen Abschreibposten sehen. •
Falsch verstanden Drehzahlen von locker 7.000 Umdrehungen waren easy möglich und 375 PS in der ersten Ausbaustufe schon einmal eine mächtige Ansage (wir befinden uns schließlich immer noch im Jahre 1990), die späteren 411 Pferde zeigten dann aber endgültig, dass man sich mit der ZR-1 nun in Sphären bewegte, die eigentlich nur
Rot, breit, stark und kein Ferrari. Die ZR-1 konnte den Supersportlern locker das Wasser reichen. Für die Kunden war sie aber nur eine viel zu teure Corvette
ABSCHLUSS Leider nein I Aus der Redaktion
DAS DOCH NICHT GEBAUTE FIRMENAUTO Škoda Superb RS (2016) Der große MQB-Baukasten hätte eine verschärfte Variante des großen Škoda problemlos möglich gemacht, sogar mit Fünfzylindern, doch wozu? Die Diesel waren schnell genug, und hohe Reichweite plus Komfort waren Superb-Käufern schlicht wichtiger als pubertäre Sportlichkeit, weswegen das RSKürzel den kleinen Baureihen vorbehalten blieb.
Fotos: Mercedes, Scharf, stock.adobe.com/Yurii Semonov, stock.adobe.com/studio v-zwoelf
Illustration: Reichel CarDesign
In unserer Rubrik „Das doch nicht gebaute Firmenauto“ stellen wir Fahrzeuge vor, die zum Zeitpunkt der Erstellung der Illustration durch Reichel CarDesign durchaus Chancen auf Serienfertigung hatten, dann aber doch verworfen wurden.
Aus der Redaktion
VORSCHAU
Stromkreise ziehen
In der Weihnachtsausgabe der FLOTTE beschäftigen wir uns nicht nur mit einer Vorschau auf alles, was 2027 für die Fuhrparkbranche wichtig werden könnte. Dazu kommt auch der Themenblock Fuhrparkmanagement & Finanzierung. Ebenso gibt es als Beilage wie gewohnt die neueste Ausgabe des NUTZFAHRZEUG KOMPASS gleich mit dazu.
Termine am Freitagnachmittag sind in der Redaktion jetzt nicht grundsätzlich beliebt. Es gibt aber welche, die einen dann doch in das Königreich St. Hanappi pilgern lassen. Just in Hütteldorf begab es sich nämlich unlängst, dass der Elektrotrucker aus Deutschland Station machte, der mit seinem speziell umgebauten Mercedes eActros einmal den Globus umrunden möchte, frei nach dem Motto: In 80 Ladungen um die Welt! Im Gegensatz zu Phileas Fogg aus Jules Vernes ähnlich klingendem Roman wirkt Tobias Wagner fast schon erschreckend gut vorbereitet. Speziell konstruierte Wohnkabine, E-Motorrad für Notfälle am Heck montiert, allerlei modernstes Navigations- und Kommunikationsgerät. Vor allem aber: Da der eActros eigentlich als Zugfahrzeug konzipiert wurde, haben die 621 kWh fassenden Akkus mit dem leichten Aufbau leichtes Spiel, sodass nur rund alle 900 Kilometer nachgeladen werden muss. Die 45.000 Kilometer Fahrstrecke durch gut 30 Länder sollten mit 80 Stopps sorgenfrei zu schaffen sein. Aber einen Abenteuerroman wollte Herr Wagner ohnehin nicht schreiben. • (RSC)
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