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electric WOW 01/2025

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Österreichische Post AG • MZ 11Z039084 M, Einzelverkaufspreis € 8,80 A&W Verlag GmbH, 3400 Klosterneuburg, Inkustraße 1-7/4/2

AUSGABE #1-2025

WWW.ELECTRIC-WOW.AT

VERGLEICH DER BASIS-STROMER

Wir haben Citroën ë-C3, Dacia Spring, Hyundai Inster, Leapmotor T03 und Renault 5 einem großen Vergleichstest unterzogen und herausgefunden, was die Kleinen taugen. ab Seite 26

ZWEIRADTRENDS

MIT DIESEN E-BIKES WIRD DER SOMMER ZUM KINDERSPIEL Seite 48

ŠKODA ELROQ RS

Der mambagrüne PowerCrossover mit 340 PS Seite 15

LADENETZ

In Österreich vielfältig und zugänglich Seite 34

E WIE EMOTION

Ausfahrt in MG Cyberster und Hyundai Ioniq 5 N Seite 42

Eine Sonderausgabe von


100% Audi A6. 100% elektrisch. Der neue, rein elektrische Audi A6 Avant e-tron

A6 e-tron Audi Vorsprung durch Technik Stromverbrauch kombiniert: 14,5-19,2 kWh/100 km; CO₂-Emissionen kombiniert: 0 g/km; CO₂-Klasse: A. Symbolbild. Stand 04/2025.


EDITORIAL Umfragen sind wasserdicht, garantiert! Schauen wir uns aktuell um. AutoScout24 befragte 500 Österreicher mit Auto (18–69 Jahre), davon würden nur zwölf Prozent ein Elektroauto beim Autokauf in Betracht ziehen, ein Jahr davor waren es 15 Prozent. Am gleichen Tag veröffentlichte die Wiener Städtische ihre „Kfz-Studie“ mit 1.000 Befragten (17–70 Jahre) in Österreich. Hier sind es 37 Prozent, die ein Elektroauto kaufen wollen, konstatiert wird ein „Trend zur Abkehr von Verbrennungsmotoren beim Autokauf“. Was uns das sagt? Nichts ist sicher, so wie auch – für viele unerwartet – eine motor­ bezogene Ver­ sicherungssteuer für Stromer eingeführt wurde. Bei uns in der Redaktion haben wir so etwas erwartet, diskutiert wurde bloß, ob sich eine Steuer nach Leistung oder Gewicht richten wird. Es ist beides geworden – mehr ab Seite 12. Zwischen Autoneuheiten, Tests, Hintergrundinfos, Produkten mit Bezug zur Elektromobilität und vielem mehr pendelt nicht nur dieses Heft, sondern auch unser wöchentlicher Newsletter. Am besten gleich abonnieren:

WOW! Jetzt wünsche ich Ihnen viel Lesevergnügen mit der neuen electric WOW! Bei Fragen, Wünschen oder Anregungen schreiben Sie mir gerne an severin.karl@awverlag.at, ich würde mich freuen!

Mag. Severin Karl Chefredakteur

IMPRESSUM

Fünf vollelektrische Kleinwagen stellten sich unserem aktuellen Vergleichstest (ab Seite 26). Es war der größte, den wir bei electric WOW je auf die Beine gestellt haben. Ein Nachzügler kommt nun auf den Markt: BYD bringt den Dolphin Surf nach Österreich, er kommt in zwei Batteriegrößen (30 und 44 kWh) und drei Ausstattungslinien. BYD meint, im Segment die beste Serienausstattung zu bieten. Die Preise wurden zu Redaktionsschluss noch nicht bekannt gegeben.

WWW.ELECTRIC-WOW. AT

A&W Verlag GmbH, Inkustraße 1-7/Stiege 4/2. OG, 3400 Klosterneuburg. T: +43 2243 36840-0, E: redaktion@electric-wow.at, I: www.electric-wow.at, Verleger: Helmuth H. Lederer (1937–2014); Geschäftsführer: Stefan Binder, MBA; Chefredakteur: Mag. Severin Karl; Redaktion: Stefan Schmudermaier, Roland Scharf, Kevin Kada, Petra Mühr; Lektorat: Renate Rosner www.rosnerbuero.at; Fotos Cover: Hersteller; Fotos Inhalt: Christian Houdek, Werk, Hersteller; Marketing: Winfried Rath, Xaver Ziggerhofer, Alexander Keiler; Administration: Beate Vogl (Leitung); Grafik & Layout: graphics – A. Jonas KG, Inkustraße 1-7/Stiege 4/2. OG, 3400 Klosterneuburg; Druck: Ferdinand Berger & Söhne GmbH, Wiener Straße 80, 3580 Horn; Gerichtsstand: LG Korneuburg, FN 238011 t; Jahrgang 4; Grundlegende Richtung: unabhängige Publikation über Elektro­autos, Plug-inHybride und Wasserstoff-Fahrzeuge, Lade- und Batterietechnik. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verzichten wir auf geschlechtsspezifische Formulierungen.


INHALT

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42 NEWS

Neues aus der Welt der E-Mobilität

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MARKTSITUATION 2025: GENAU HINSCHAUEN!

Zu entdecken: Preisparität bei BEV, spannende PHEV etc. 10

1. SITZPROBE: SMART #5

Bigger than ever, dazu mit 800-Volt-Technologie

ŠKODA ENYAQ FACELIFT UND ELROQ RS So wird das Jubiläumsjahr gefeiert

RENAULT EMBLEME

Wasserstoff-Range-Extender für 1.000 Kilometer

RENAULT 5 TURBO 3E

Mein R5 kostet 155.000 Euro. Echt jetzt!

LEAPMOTOR

Die neue Stellantis-Marke etabliert sich

PORSCHE BANK

Digitalisierung als Lösung für das Fuhrparkmanagement

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electric WOW #1-2025

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AUDI A6 AVANT E-TRON

Mit Bandbreite von der Basis bis zum S6 e-tron

VOLVO ES90

Luxuriöse E-Limousine mit ES im Namen I

LEXUS ES

Luxuriöse E-Limousine mit ES im Namen II

SCHON GEFAHREN: SUZUKI E VITARA

Er führt die Markenwerte ins E-Zeitalter

SCHON GEFAHREN: MITSUBISHI OUTLANDER Großes PVEV-SUV mit Premium-Motto

TOYOTA BZ4X

Update für den futuristischen Japaner

MERCEDES-BENZ CLA

Erster Benz mit 800 Volt

1. SITZPROBE: MAZDA6E Eleganz aus Hiroshima

20 21 21 22 23 24 24 25


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15 VERGLEICH: ELEKTRO-KLEINWAGEN IM KOMMEN!

Mit Citroën, Dacia, Hyundai, Leapmotor und Renault

GASTBEITRAG LADENETZAUSBAU Von OLÉ-Leiter Philipp Wieser

TEST: FORD CAPRI

Bemüht sich um Eigenständigkeit

BIDIREKTIONALES LADEN

Wann es kommt, wer News dazu liefert

TEST: MAZDA CX-80 PHEV

Macht ordentlich etwas her

TEST: BYD SEAL U DM-I

Etwas übermotorisiert für ein Familien-SUV

TEST: HYUNDAI SANTA FE PHEV Erinnert an beliebte Offroader

POWER2DRIVE MÜNCHEN

Aktuelle Ladelösungen direkt von der Branchenmesse

26 34 36 37 38 39

AUSFAHRT: E FÜR EMOTIONEN

Grinsegarantie mit MG Cyberster und Hyundai Ioniq 5 N

TEST: LAMBORGHINI REVUELTO

Supersportler mit V12 und drei Elektromotoren

AUSBLICK WIENER ELEKTRO TAGE

42 46 47

Rückkehr auf den Rathausplatz

ZWEIRAD-NEWS

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Mit Thok, Porsche, Urwahn etc.

RÜCKBLICK: OPEL

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Der Saft der frühen Blitze

VORSCHAU

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Was die nächste Ausgabe bringt

39 40 electric WOW #1-2025

5


RENAULT 5 E-TECH ELECTRIC

von 15% auf 80% Reichweite in 30 Min. OpenR link mit integriertem Google made in EUROPE

1)

2)

1) nach WLTP – Standard; geschätzt Ladezeit, Bestätigung der Zertifizierung ausstehend für die 52 kWh-Batterie. Google LLC. Änderungen, Satz- und Druckfehler vorbehalten. Symbolfoto.

Stromverbrauch: 15,2-14,9 kWh/100km, homologiert nach WLTP.


2) Google, Google Play, Google Maps, Waze und andere Marken sind Trademark von renault.at


NEWS DIE WORLD CAR AWARDS

DER E-PINZGAUER Nein, Verwechslungsgefahr mit dem Militärfahrzeug Pinzgauer besteht hier nicht. Es handelt sich auch nur um die Beschreibung der Herkunft: Der 600 Kilogramm leichte Enjoy gilt als „solares regionales Lifestyle-Fahrzeug“ und wurde von Roland Haslauer, Geschäftsführer der GFB Wirtschaftsberatung, ersonnen. 30 Pinzgauer Betriebe entwickeln die Technik für das Elektroauto (80 Prozent regionale Wertschöpfung), wobei man auf bestimmte Säulen besonders Wert legt. Etwa „Cradle to Cradle“, also den Einsatz natürlicher Materialien mit einem größtmöglichen Anteil 100 Prozent abbaubarer Teile. Auch die Reduktion auf ganzer Linie wird groß geschrieben, man spricht von 80 Prozent weniger Bauteilen als bei vergleichbaren Fahrzeugen. Bei Flow, Effizienz und Materialien wurde die Natur als Vorbild genommen, mit einem Baukasten­ konzept können Basiskomponenten zu maßgeschneiderten Lösungen kombiniert werden. Geplant ist es, dass der Enjoy nicht gekauft, sondern per App bestellt, geliefert und dann die Fahrt Kilometer-basiert abgerechnet wird. Für den Stadtverkehr und Pendler also ideal. Erste Tests auf dem alten Flugplatzareal in Zell am See fanden bereits statt.

Sechs Auszeichnungen wurden bei den renommierten World Car Awards vergeben, nur ein Nicht-Stromer ist bei den Gewinnern dabei: Der Porsche 911 Carrera GTS ist World Performance Car. Kia staubt mit dem EV3 (Bild) den Award World Car of the Year ab. Präsident und CEO Ho Sung Song sah dadurch die „globale Führungsrolle von Kia“ unterstrichen. Als World Electric Vehicle wurde der Hyundai Inster ausgezeichnet. Gediegen geht es weiter mit dem Gewinner des World Luxury Car, er heißt Volvo EX90. BYD holte sich die Ehrung als World Urban Car mit dem Seagull (heißt in manchen Regionen Dolphin Mini). Last but not least das World Car Design: Mit diesem Titel wurde der Volkswagen ID. Buzz versehen.

Fotos: GFB Green Business Solutions GmbH, Kia, Renault Communications

MEGANE: NEUER JAHRGANG Zeit für ein Update: Renault bringt Features wie bequemes Plug-&-Charge und One-Pedal-Drive für komfortable City-Fahrten in den 4,2 Meter langen Megane, auch Vehicle-to-Load fährt künftig standardmäßig mit. V2L entfällt allerdings, wenn optional der 22-kW-Charger bestellt wird. Eine weitere Neuheit ist die Ausstattung Esprit Alpine mit markanten Design­ akzenten, die erstmals für den Megane erhältlich ist. Basispreis: 39.890 Euro, durch diverse Boni sind 32.490 Euro möglich.

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NEWS EX30 WIRD EUROPÄER Nach Investitionen von rund 200 Millionen Euro in die Fertigungsstätte Gent läuft der Volvo EX30 nun auch in Belgien vom Band. „Der Volvo EX30 ist für uns von entscheidender Bedeutung, um unsere Position auf dem europäischen Markt für PremiumElektrofahrzeuge weiter zu stärken“, sagt Francesca Gamboni, Chief Manufacturing & Supply Chain Officer bei Volvo Cars. Rund 350 neue Arbeitsplätze wurden damit geschaffen. Bisher wurde das kleinste E-SUV der Marke bei Geely in China hergestellt.

STELLANTIS: DEMO MIT FESTKÖRPERBATTERIEN Gemeinsam mit Factorial Energy hat Stellantis die Validierung von Festkörperbatteriezellen in Automobilgröße für die Nutzung in Fahrzeugen verlautbart. Die Energiedichte beträgt 375 Wh/kg mit Entladeraten bis 4C, sollen höhere Leistungsanforderungen in Elektrofahrzeugen unterstützt werden. „Dieser Durchbruch bringt uns an die Spitze der Festkörper-Revolution“, meint Ned Curic, Chief Engineering and Technology Officer von Stellantis. Der Weg zu den heiß erwarteten Energiespendern ist nach wie vor lang, einzelne Batterie­merkmale müssen abgewägt werden. Ab 2026 soll eine Demonstrationsflotte unterwegs sein.

HYUNDAI NENNT DIE 9ER-PREISE

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EFFIZIENTES KLIMA Mit modernsten KI-Methoden hat sich Zulieferer Mahle an die Klimaanlage gemacht, denn gerade bei Elektrofahrzeugen ist deren Effizienz und Lautstärke oft ungewollt im Mittelpunkt. Herausgekommen ist bionisches Design, bei dem der Pinguin in den Fokus rückt. Seine Flosse wurde als Vorbild für das Laufrad des Radialgebläses genommen. Erreicht wurden Verbesserungen von 60 (Geräusch) beziehungsweise 15 Prozent (Effizienz).

Fotos: Volvo Cars, Hyundai, Stellantis, Opel, SMATRICS EnBW/Husar, MAHLE

Im dritten Quartal 2025 kommt der Hyundai Ioniq 9 nach Österreich. Zu den wichtigsten Serien-Eckpunkten zählt die Batteriekapazität von 110,3 kWh und das 800-Volt-System. Man muss vor dem Kauf also nicht abwägen, wie viel Kapazität nötig ist. Bestellungen sind ab sofort möglich, der Basispreis beträgt 69.990 Euro. Inkludiert sind sieben Sitze 160 kW/217 PS und die Ausstattung Trend Line mit 19-Zöllern, Dachreling, Wärmepumpe, induktiven Smartphone-Ladestationen, Stoffsitzen, beheizbarem Lederlenkrad und vielem mehr. Allrad (230 kW/313 PS) steht ab 73.990 Euro in der Trend Line bereit. Weiter geht es mit der Prestige Line ab 79.990 Euro. Features: unter anderem 20-Zoll-Felgen, Matrix-LED-Scheinwerfer, Head-up-Display, digitaler Schlüssel, Einpark­ assistent, Ledersitze und Bose-Sound. Die Top-Ausstattung ab 85.990 Euro (immer Allrad) heißt Calligraphy. Für 2.500 Euro Aufpreis bietet sie 320 kW/435 PS.


SICHTBARER PREIS CORSA MIT MEHR REICHWEITE Der Kleinwagen-Bestseller Opel Corsa in seiner vollelektrischen Form wird nun mit mehr Reichweite angeboten. 24 Kilometer beträgt das Plus dank kontinuierlicher Weiterentwicklung der NMCBatterie und einem effizienter arbeitenden Antriebssystem. Der Verbrauch soll nun 14,2 kWh im Schnitt betragen. 32.199 Euro lautet wie bisher der Listenpreis. Im Bild ist das Sondermodell Yes in der neuen Farbe Eukalyptus Grün zu sehen.

Anfang April wurde in Spielberg der erste Ladepark von Smatrics EnBW mit flexibler Preisauszeichnung eröffnet. Die weithin sichtbare Preisinfo „stärkt das Vertrauen in die E-Mobilität“, so CEO Thomas Landsbek (im Bild rechts), der mit Andreas Themel, Vizebürgermeister Spielberg, zur Eröffnung schritt. Der Ad-hoc-Preis pro Kilowattstunde kann tagesaktuell und flexibel angezeigt werden Es gibt eine direkte Anbindung an die S36, zwölf überdachte Ladepunkte mit einer Leistung bis 400 kW stehen zur Verfügung. Eine Photovoltaik-Anlage deckt einen Teil der verbrauchten Energie ab. Indem diese dort verbraucht wird, wo sie gewonnen wird, können Kosten reduziert werden. 100 Prozent Ökostrom gehören bei Smatrics EnBW sowieso zum guten Ton. Vier ähnlich gestaltete Ladehubs werden 2025 in Betrieb gehen: Regau, Innermanzing, Altlengbach und Suben.

Zu den weiteren Plänen meint Hauke Hinrichs, COO von Smatrics EnBW: „Ladeparks werden in Zukunft höhere Ansprüche abdecken können. Bereits jetzt arbeiten wir daran, an unseren Schnell­ ladestandorten das Laden mit der Energie­ gewinnung und -speicherung mittels Pufferspeicher zu kombinieren. Den Kunden eine flexible und stets aktuelle Tarifinformation zur Verfügung stellen zu können, gehört ebenfalls dazu.“

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Genau hinzuschauen, lohnt sich Und zwar immer. Geht es um die elektrifizierte Mobilität, entdeckt man etwa Preisparität zwischen Elektroautos und Verbrennern, satte Rabatte in einem von Strafzahlungen geprägten Jahr, Plug-in-Hybride mit Schnelllademöglichkeit oder den besten Weg im Dschungel der Ladeanbieter. Text: Mag. Severin Karl, Fotos: Škoda, BMW, OMV, Shell, EMC, Wien Energie, Salzburg AG, stock.adobe.com

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ls im Jänner die Jahrespressekonferenz der Automobilwirtschaft in Wien abgehalten wurde, war das Fazit klar: Es wird ein spannendes Autojahr in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld. Ebenso deutlich wurde, dass die Annahmen zur Transformation hin zur Elektromobilität bislang zu optimistisch waren. Nicht zuletzt die Bevölkerung brauche Zeit, um die Elektromobilität als Mobilität der Zukunft zu erkennen.

Top 3: BMW, VW, BYD Bei Redaktionsschluss konnten wir bereits auf das erste Quartal 2025 zurückblicken: Während im März 2024 ein Elektro-Marktanteil von 18,1 Prozent verzeichnet wurde, wuchs dieser im März 2025 auf 23,6 Prozent. In der EU lag der Anstieg nur von 13 auf 15,3 Prozent. Axel Preiss, Leiter Advanced Manufacturing & Mobility bei der Beratungsorganisationen EY, gibt dennoch zu bedenken: „Manche Autobauer haben die Auslieferung und Zulassung von Elektroautos von Ende 2024 ins Jahr 2025 verschoben, so können die strengeren Emissionsvorgaben für 2025 besser erfüllt werden.“ Nach Marken gereiht, hat BMW derzeit die besten Elektro­karten, liegt mit Modellvielfalt und 1.817 Neuzulassungen auf Platz 1 von Jänner bis März 2025. VW und BYD (1.525/1.427 Nzl.) ergänzen das Podest. Auf Platz

4 Tesla als einzige Top-10-Marke mit Verlusten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum: 1.304 Nzl. (– 48 Prozent). Bei den einzelnen Typen steht Tesla mit dem Model Y auf Platz 1 (813 Nzl.), dahinter BYD Seal (758 Nzl.) und Senkrechtstarter Renault R5 (729 Nzl.).

Neue Steuer nicht gar so teuer Unsere Textblöcke zeigen, worauf 2025 zu achten ist und erklären zudem die motorbezogene Ver­ sicherungssteuer, die nun auch alle elektrifizierten Antriebe mit Stecker betrifft. •

BONI: DA GEHT NOCH WAS Der Bundesfördertopf ist leer, doch die meisten Importeure müssen ihren E-Anteil deutlich erhöhen, um EU-Strafzahlungen durch verfehlte CO2-Ziele zu vermeiden. Hier im Magazin geben wir immer Listenpreise an, doch diverse Boni können je nach Marke gravierende Unterschiede machen. Bei Redaktionsschluss stach etwa Ford hervor, der Capri war mit einem Nachlass für eine vorgegebene Finanzierung und Versicherung sowie einem „Umstiegsbonus“ bereits unter 30.000 Euro erhältlich.

NIX MIT TEURER: PREISPARITÄT IST DURCHAUS REALITÄT Natürlich gibt es nach wie vor E-Angebote am Markt, bei denen man sich beim Preisvergleich mit einem Verbrenner fast verschluckt. Dennoch machen einige Marken vor, wie es geht – mit Listenpreisen und ohne Boni oder Förderungen! Ein Škoda Karoq steht etwa auf Augenhöhe mit dem Elroq (beide knapp über 35.000 Euro), der BMW iX1 liegt sogar unter dem Pendant X1 (knapp unter 47.000 Euro). VW Golf oder ID.3? Beides knapp unter 35.000 Euro erhältlich. Immer natürlich mit vergleichbaren Motorisierungen/Ausstattungen!

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PLUG-IN-HYBRID: IMMER INTERESSANTERE ANGEBOTE Ein Bild wie das links daneben machte früher klar: Hier lädt ein Plugin-Hybrid. Mittlerweile ändert sich die Situation, denn viele PHEVs weisen heute bereits die zusätzliche CCS-Lademöglichkeit auf. Vor allem die Modelle des Volkswagen-Konzerns verlocken mit 50 kW DC-Schnelllademöglichkeit. So hatte man früher reine Elektro­ autos geladen! Damit bleiben die PHEV-Vorteile nicht nur beim Laden daheim oder in der Arbeit, sondern auch unterwegs gegeben. Japan-Freunde finden sogar CHAdeMO-PHEVs wie den Mitsubishi Outlander. Um eine steuerliche Gleichbehandlung mit rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen sicherzustellen, wird die motorbezogene Versicherungssteuer von PHEV künftig angepasst.

STEUERN: DAUERLEISTUNG UND GEWICHT STEHEN IM FOKUS

LADEN: NACH WIE VOR ETWAS UNDURCHSICHTIG

Die motorbezogene Versicherungssteuer trifft nun auch Elektroautos. Berechnet werden aber nicht die teils schwindelerregenden Spitzenleistungen, sondern die viel geringere Dauerleistung, die wir künftig in unseren Datenkästen angeben. 45 kW werden davon abgezogen, vom Rest werden 0,25 Euro pro kW von den ersten 35 kW fällig. Von den nächsten 25 kW sind es 0,35 Euro pro kW, sollte das Fahrzeug noch stärker sein, werden 0,45 Euro pro kW darüber verrechnet. Das war noch nicht alles, mit der Komponente Gewicht wird es noch komplizierter: Vom Eigengewicht des Fahrzeugs werden 900 Kilogramm abgezogen. Für die ersten 500 Kilogramm nach Abzug sind 0,015 Euro pro Kilogramm zu zahlen, für die nächsten 700 Kilogramm 0,03 Euro pro Kilogramm. Noch schwerer? Für darüber­ hinausgehende Kilogramm: 0,045 Euro pro Kilogramm. Vergleiche zeigen: Verbrenner zahlen weit mehr Steuer, da bei ihnen immer die Spitzenleistung zählt!

Beim Thema „Was kostet unterwegs Laden“ gibt es wenig Fortschritte, etwa erste Ladehubs, die über große Preisauszeichnungen wie an Tankstellen verfügen. Wer die Chance hat: Daheim ist es nach wie vor am günstigsten. Wer auf DC-Charging auf weiteren Fahrten angewiesen ist, kommt um einen Vergleich nicht umhin. Eine Ladekarte direkt vom Händler macht oft Sinn, denn die Hersteller bieten – teils zeitlich beschränkt – tolle Konditionen an. Drei Fragen sollte man sich auf der Suche nach der besten Ladekarte beziehungsweise App stellen: Wie viele Kilometer lege ich zurück, wie oft muss ich also laden? Wie oft muss ich öffentlich laden? Wo bin ich unterwegs? Immer gut: Weitere Ladekarten ohne Grundgebühr dabeihaben! www.ladetarif.at und https://oeamtc. chargeprice.app sind unsere Check-Tipps.

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Der größte Smart ever Die Marke ist im Segment der 4,7-Meter-SUV angekommen. Je nach Vorliebe gibt es viele Versionen von der Basis bis zum Brabus. Text: Mag. Severin Karl, Fotos: smart

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eit 2022 wird die SmartGeschichte mit den HashtagModellen neu geschrieben. Der #5 ist ein nochmaliger Gamechanger, denn er bringt eine 800-Volt-Architektur mit sich. Unter 18 Minuten von zehn auf 80 Prozent SoC sind bestenfalls möglich.

Lässiger Campingfreund Summit Edition nennt sich ein streng limitiertes Modell, nach Österreich kommen bloß neun Autos – eines pro Smart Dealer. Während das Basismodell Pro um 49.000 Euro einen vernünftigen Einstiegspreis bietet, immerhin handelt es sich um ein D-SegmentSUV mit 4,70 Meter Außenlänge, steigt der Preis beim Summit auf glatte 60.000 Euro. Als robuster

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Outdoor-Freund verfügt er über einen speziellen Campingmodus, bei dem sich alle Sitze elektrisch flach machen. Mit dem Halo-Panoramadach lässt sich vor dem Einschlafen gut Sterneschauen. Eine ausfahrbare E-Anhängerkupplung ist serienmäßig, 1.600 Kilogramm lassen sich wegschleppen – das können übrigens alle #5. Unlimitiert gibt es den #5 Pulse, der dem Summit ganz nahekommt. Ab 58.500 Euro bietet er 432 kW Leistung, Allradantrieb dank Dual-Motor und die netto 94 kWh große Batterie (Lithium-Nickel-KobaltMangan), die bis 400 kW Ladeleistung (DC) verträgt! Für das Laden mit AC 22 kW gibt Smart die Zeit von zehn bis 100 Prozent an: 5,5 Stunden. Wie die Summit Edition ermöglicht auch der Pulse 540 Kilometer Reichweite, hat 20-Zoll-Felgen, Echt-/Kunstledersitze, das Halo-Dach und einen eigenen Offroad-Fahrmodus.

Basismodell und sportliche Topversion Der Einsteiger Pro verfügt über 400-Volt-Technik, eine LFP-Batterie mit 74,4 kWh netto und lädt bloß mit 150 kW. 465 Kilometer Reichweite sind aber mehr als okay.

Hochwertig zusammengesetzt sowie mit schönen Materialien ausstaffiert, präsentiert sich der #5. Für den Frunk muss man keinen Hebel suchen, der entriegelt auf Knopfdruck

Bei den ersten Sitzproben fanden wir zahlreiche nette Details wie der auf Knopfdruck entriegelbare Frunk, schwenkbare Leseleuchten et cetera sowie hohe Qualität im Cockpit. Besonders schick: der 475 kW starke Brabus um 64.000 Euro. • Smart #5 Pro Leistung | Dauerleistung 340 PS (250 kW) | k. A. Drehmoment | Gewicht 373 Nm | 2.200 kg 0–100 km/h | Vmax

6,9 s | 200 km/h

Reichweite | Antrieb

465 km | Hinterrad

Ø-Verbrauch | Batterie k. A. | 74,4 kWh Laden AC

11 kW, 8:00 h (0–100 %)

Laden DC

150 kW, 30 min (10–80 %)

Kofferraum | Zuladung 630–1.530 l + 72 l | k. A. Basispreis | NoVA

49.000 € (40.833 exkl.) | 0 %

Das gefällt uns: Der Mut der Marke, Smart goes big! Das vermissen wir: mehr Summit für Österreich Die Alternativen: Hyundai Ioniq 5 Werksangaben (WLTP)


Ein starkes Jubiläumsjahr Mit dem Enyaq hat Škoda einen Topseller der Elektromobilität im Programm, er bekommt ein neues Design und bessere Basisausrüstung. Beim Elroq wird Leistung nachgelegt: RS bringt 340 PS. Text: Mag. Severin Karl, Fotos: Škoda

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it über 2.300 Neuzulassungen war der Škoda Enyaq 2024 das zweitbeliebteste Elektroauto in Österreich. Mit einem neuen Look und verbesserter Aerodynamik für Reichweiten bis 585 Kilometer soll das 4,65-Meter-SUV – weiterhin auch als schnittiges SUV-Coupé bestellbar – den Erfolg im Jubiläumsjahr 130 Jahre Škoda fortsetzen.

Allrad mit weniger Dauerleistung Nachdem man sich ursprünglich (als Škoda noch Laurin & Klement hieß) in Mladá Boleslav mit Fahr­ rädern beschäftigte, schließt sich der Kreis mit der Partnerschaft mit der Tour of Austria vom 8. bis zum 13. Juli 2025. 35 Begleitfahrzeuge stellt der Importeur für das Radsport-Event bereit, das Führungsfahrzeug wird ein Enyaq sein. Dessen Basispreis liegt mit der 59-kWh-Batterie (204 PS) bei 43.390 Euro, die 77-kWh-Batterie ist ab 50.390 Euro zu haben. Allrad (interessant: weniger Dauerleistung als beim ebenso 286 PS starken 85) kostet beim 85x 2.800 Euro zusätzlich. Die 20 Teams zu je sieben Fahrern werden ab dem Start vor dem Schloss Hellbrunn also vom neuen Tech-Deck-Face samt durchgehendem Lichtband angeführt. Dieses Familiengesicht wurde vom Elroq eingeführt. Und auch beim 4,49 Meter langen Brüderchen des großen Enyaq gibt es kurz nach seiner Markteinführung schon wieder eine Neuheit zu vermelden.

Die Mamba in Mailand

Auch der Enyaq trägt nun das Tech-Deck-Face. Beheizbares Lenkrad und Dreizonen-Klima sind nun Serie. Beim Elroq RS (u.) geht es um Power, 340 PS sorgen für 5,4-Sekunden-Sprints auf 100 km/h

Auf der Mailänder Designwoche im April 2025 leuchtete es zwischen riesigen Tier- und Pflanzenskulpturen sowie Kreationen des tschechischen Schuhherstellers Botas giftgrün hervor: Der Elroq RS zeigte sich erstmals der Öffentlichkeit! Mit 340 PS Systemleistung – auf jede Achse wirkt ein Elektromotor – wird er zum schnellsten Stromer der Marke. Bloß 5,4 Sekunden reichen für den Sprint auf Landstraßentempo und auch beim Laden geht es rasant zu. Bis 185 kW sind an der DC-Ladestation möglich, die 79-kWh-Batterie kann so in 26 Minuten von zehn auf 80 Prozent SoC (State of Charge) gebracht werden. Beim AC-Laden müssen elf kW reichen. Mit über 550 Kilometer Reichweite im WLTP-Zyklus muss sich der Sportler nicht vor den anderen Versionen verstecken. Brav gefahren sollen 16,4 kWh im Schnitt ausreichen. Natürlich sticht der RS nicht nur durch das exklusive Mamba-Grün hervor. Ein schwarzes Cockpit mit grünen Kontrastnähten, CarbonDekor, Sportlenkrad und ein Augmented-Reality-HUD sind ab 52.090 Euro fix dabei. •

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Zeigen, was möglich ist Mit dem Emblème zeigt Renault kein Auto für die Zukunft, sondern was in allen Autos künftig möglich sein kann. Besuch im Designstudio. Text: Kevin Kada, Fotos: Renault Communications

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ürde man den Renault Emblème so, wie er im Studio stand, in den Einzelhandel bringen, so würde der Preis vermutlich im oberen 6-stelligen Bereich liegen. Eine Zahl wollte man bei Renault nicht nennen und das aus gutem Grund. Denn mit dem Emblème wollte man kein Auto präsentieren, welches man in genau dieser Form in ein paar Jahren auf der Straße sieht, sondern man wollte zeigen, was geht. Die Idee dahinter klingt zunächst simpel: CO2-Reduktion. Als Basis diente ein Renault Scenic, Baujahr 2019. Die Basislinie, von der man sich nach unten bewegen wollte.

100.000 kleinen bis winzig kleinen Veränderungen im Rohstoff-Beschaffungs- und Produktionsprozess. Nachhaltigkeit war das Schlagwort und das lebt der Emblème in jedem Zentimeter. Vom recycelten Aluminium und Stahl für die Karosserie bis zu neuen Verarbeitungsmethoden von Leinen und anderen Naturfasern für Armaturen, Abdeckungen und Blenden im Innenraum. Selbst der Innenraum-Teppich besteht aus alten Plastikflaschen. Dafür verantwortlich zeigten sich neben Renault zwölf weitere Firmen, die in den verschiedenen Teilbereichen Innovationen entwickeln mussten, um den strengen Vorgaben von Renault gerecht zu werden.

90 Prozent Reduktion Über den gesamten Lebenszyklus – von Rohstoffgewinnung bis Recycling des Autos – emittiert der besagte Scenic 50 Tonnen CO2. Das Ziel von Renault war eine Reduktion von 90 Prozent – also von 50 auf fünf Tonnen CO2. Und das ist gelungen. Jedoch nicht mit zwei oder drei großen Veränderungen, sondern mit vielen großen und gefühlt etwa

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Dem Projektteam war es wichtig, die DNA von Renault zu erhalten. Die komplette Innenraumverkleidung besteht aus speziell verarbeiteten Leinenfasern und Ananans-Blättern, der Teppich aus recycleten Plastikflaschen

Range-Extender In Sachen Antrieb hat sich Renault beim Emblème dem RangeExtender-Prinzip verschrieben. Allerdings nicht wie herkömmlich mit Benzin oder Diesel, sondern mit Wasserstoff. Dafür gibt es eine kleinere Batterie, die wiederum das CO2-Konto schont. So soll es in Kombination gut 1.000 Kilometer echte Reichweite geben. „Eine kleinere Batterie mit Wasserstoff-RangeExtender ist deutlich besser für die CO2-Bilanz als eine größere Batterie“, erklärte Pascal Tribotté, Projektmanager des Emblème. Für Clea Martinet, Vice President Nachhaltigkeit bei Renault, sollte der Emblème zeigen, welche Bausteine man braucht, um ein ökologischeres Fahrzeug zu bauen: „Sie müssen sich das wie eine Reihe von Bausteinen ansehen. Die einzelnen Bausteine können wir verbessern, um so ein besseres Gesamtprodukt zu bekommen.“ Und Teile dieser Bausteine sollen auch in künftigen Renault-Modellen Einzug halten. Die ersten davon vermutlich schon im neuen E-Twingo. •


Ans Limit gehen Diesmal geht es um die limitierte Stückzahl: Der Renault 5 Turbo 3E, ein moderner Klon beliebter 1980er-Helden, ist auf 1.980 Stück limitiert. Zugreifen! Text: Mag. Severin Karl, Fotos: Renault Communications

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it einer brandaktuellen Produktpalette konnte sich Renault im 1. Quartal 2025 als beste französische Marke bei den Neuzulassungen in Österreich etablieren. Im Privatkundenmarkt liegt man mit 5,5 Prozent Marktanteil auf Rang 5 und bei den E-Fahrzeugen liegt der R5 E-Tech Electric auf Platz 2 gesamt und in seinem Segment führt er die Statistik an.

ein Formular ausfüllen und einen Händler auswählen. Dieser lädt einen zu einem Termin ein, bei dem ein Reservierungsformular zu unterschreiben und eine Reservierungsgebühr (50.000 Euro) zu entrichten ist. Nun hat man Vorrang, wenn der Renault 5 Turbo 3E zum Kauf angeboten wird. Optional lässt sich sogar die einmalige Nummer des künftigen Fahrzeugs wählen.

R5? Da geht noch mehr!

Es soll persönlich werden

Kein Wunder: Mit seiner Mischung aus Retro-Flair und moderner Coolness kommt der E-Kleinwagen gut an. Ob sich das noch steigern lässt? „Und ob!“, scheint Renault zu sagen und hat Ende letzten Jahres erstmals

Das ist nicht der einzige Faktor, mit dem man seinen Turbo 3E individualisieren kann. So stehen etwa historische Farben in Anlehnung an die großen Vorbilder ebenso zur Wahl wie moderner Töne. Darüber hinaus spricht Renault von einer großen Auswahl an Personalisierungsmöglichkeiten, die von der Außen- bis zur Innenausstattung reichen. Sitze, Armaturenbrett, Türverkleidungen, Mittelkonsole und weitere Details fallen darunter. „In Abstimmung mit den Renault Designern können Kundinnen und Kunden Varianten nach eigenem Wunsch zusammenstellen, um ihr eigenes, wirklich einzigartiges Fahrzeug zu kreieren“, heißt es vom Importeur. Das alles passiert aber erst 2026 und die endgültige Konfiguration wird überhaupt erst in der ersten Jahreshälfte 2027 vorgenommen. Was bald danach ausgeliefert wird: Ein 4,08 langer Stromer mit einem gewaltigen Drehmoment von 4.800 Newtonmetern, maßgeschneiderter Aluminiumplattform, CarbonStruktur und bloß 1.450 Kilogramm. 15 Minuten Ladezeit (80 Prozent) durch 800-Volt-Technik, WLTPReichweite: über 400 Kilometer. •

Jetzt heißt es reservieren, die endgültige Konfiguration für ein einzigartiges Fahrzeug wird erst 2027 vorgenommen.“ die „Wiedergeburt einer Legende“ bestätigt. Nun ist es offiziell und der Renault 5 Turbo 3E ist reservierbar. Das spektakuläre Mini-Supercar mit den dicken Backen ist aber streng limitiert: 1.980 Exemplare deuten auf das Jahrzehnt hin, in dem Renault 5 Turbo und Turbo 2 für Furore sorgten. Wenn einen nach den ersten Bildern die Sehnsucht gepackt hat, heißt es, stark zu sein: Wer die 540 PS aus den innovativen Radnaben­motoren bändigen will, wird mit einem Einführungspreis von 155.000 Euro konfrontiert. Ist man willig, muss man auf der Importeurs-Site

Radnabenmotoren sorgen beim Turbo 3E für eine tolle Leistung (540 PS), aber für ein noch tolleres Drehmoment: 4.800 Nm! 3,5 Sekunden vergehen auf 100 km/h, an der Ladesäule vergehen 15 Minuten bis 80 Prozent SoC. Der schwarz-gelbweiße Auftritt erinnert an die Rallye Tour de Corse von 1982

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Das SUV C10 kommt bei jüngeren Käufern gut an. Glattes Design trifft auf aufgeräumtes Cockpit mit abwaschbaren Silikon-Sitzbezügen

Freudensprung im Urlaubsbett Erst seit Kurzem in Österreich auf dem Markt, startet Leapmotor mit zwei interessanten Modellen, die interessante Nischen für sich gefunden haben. Besonders spannend: das Kompakt-SUV C10. Text: Roland Scharf, Fotos: Leapmotor

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s ist nichts Ungewöhnliches, dass man bei Leapmotor die Dinge ein wenig anders angeht. Immerhin sieht man sich nicht als klassische Autofirma, sondern als Tech-Company, deren Produkte halt vier Räder haben. Der Fokus liegt aber auf Software, Digitalisierung und kreativen Lösungen. Gemeinsam mit Stellantis startet man nun auf diversen europäischen Märkten voll durch – und zwar auf unterschiedlichsten Ebenen: Schlank, smart und sparsam, diesen Ansatz verfolgt man beim fünftürigen E-Zwerg T03 für knapp über 19.000 Euro, den wir uns im großen Vergleichstest ab Seite 26 genauer ansehen. Aber noch erstaunlicher ist das zweite Modell namens C10.

Familiär flachlegbar Gebaut im Stammwerk in Hangzhou, handelt es sich um eine völlige Neuentwicklung des bei Privatkunden beliebten Formats: 4,7 Meter lang, vier vollwertige Sitzplätze, Heckantrieb, optionale Anhängerkupplung und 420 Kilometer Reichweite dank eines Stromspeichers mit 69,9 kWh Fassungsvermögen. Das Konzept wirkt modern, aber nicht übertrieben, womit man vor allem

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Umsteiger überzeugen möchte. Zwei große Displays verwalten alle Informationen, das Platzangebot ist voll familientauglich, die Verarbeitung und Optik gefällig. Cool auch die „babyfreundlichen“ Kunstlederbezüge (Zitat) aus Silikon sowie Beifahrersitz und Rückbank sind vollständig flachlegbar. Damit entsteht eine riesige Liegefläche, was in Kombination mit dem 2,1 Quadratmeter großen Panorama­ dach ein schönes Urlaubsbett ergeben kann. Man merkt in vielen Details den Fortschritt zum T03. Alles wirkt durchdacht, wohl überlegt, zudem hat man für effiziente Fertigung alle Funktionen in ein Steuergerät integriert. Der Preis? Startet bei 39.400 Euro, was eine echte Ansage ist im Vergleich zu Peugeot 3008 oder Opel Frontera.

Im Gespräch mit Christian Bley, Brand Manager Leapmotor Austria Wie weit sind Sie mit dem Händlernetz in Österreich? Aktuell haben wir 25 Händler plus zwei Outlets und zwei weitere Servicebetriebe. Und wir haben bis Sommer die nächsten fünf in Planung. Ist dann der Endausbau des Netzes schon erreicht? Ich denke, bei 35 sind wir schon in der richtigen Richtung unterwegs. Wir haben jetzt noch zwei, drei geografische Lücken, aber der Endausbau wird bei knapp unter 40 sein. Sind das alles schon Stellantis-Betriebe? Bis jetzt Ja. Wobei wir natürlich für alle Anfragen offen sind. Wenn sich ein Betrieb für Leapmotor interessiert, sind wir auf jeden Fall gesprächsbereit. Welches Modell wird sich wo durchsetzen? Der Mix ist relativ durchmischt. Der Kleine wird gerne als Zweitwagen genommen, während der C10 mittlerweile überall ganz gut ankommt.

Variantenreich Dem nicht genug, folgt nächstes Jahr ein Einstiegs-SUV namens B10 genauso wie ein C10 mit 600 Kilometer Reichweite. Eine Variante mit Range Extender und 1.000 Kilometer Reichweite ist ebenso angekündigt und 2026 wird das große SUVDerivat namens C16 lanciert. •

Also gibt es keine definierte Zielgruppe? Die ist relativ breit gefächert. Was wir jetzt schon sehen, ist, dass der Großteil der Kunden privat und zwischen 30 und 40 ist. Firmenkunden haben wir derzeit noch wenig, aber wir sind ja auch erst im Februar gestartet. Gibt es mehr Nachfrage nach BEV oder REX? Wir haben viele Probefahrten und man muss gucken, was sich durchsetzt. Aber von den Verkäufen sind es mehr BEV.


Auf der Jagd nach den Zeiträubern Digital am Steuer – so denkt die Porsche Bank das Flottenmanagement neu. Mit den richtigen Tools kommt es zu mehr Effizienz, Transparenz, nicht zuletzt steht der Zeitgewinn im Fokus. Text: Redaktion, Fotos: Porsche Bank

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as waren noch Zeiten, als Excel-Tabellen und E-Mail-Abfragen den Alltag im Flotten­ management dominierten! Zum Glück bringt die Digitalisierung – die richtigen Tools vorausgesetzt – handfeste Vorteile in der Fuhrparkverwaltung. Ein Beispiel ist hier die Porsche Bank, die unter dem Motto „Digital am Steuer“ für Effizienz, Transparenz und Zeitgewinn steht. Das geschieht nicht nur durch Entlastung der handelnden Personen; der gesamte Prozess wird grundlegend neu strukturiert.

Digitale Intelligenz vermeidet Fehler Schließlich wachsen die Anforderungen an Fuhrparkverantwortliche stetig: Steigende Mobilitätskosten, Nachhaltigkeitsziele und eine immer komplexere Fahrzeuglandschaft fordern neue Wege im Flottenmanagement. Die digitalen Lösungen der Porsche Bank, insbesondere die Flotten App und das FIS, bieten eine ganzheitliche Plattform, um Klein- wie Großunternehmen bei Verwaltung, Kostenkontrolle und Wartung mehrerer Fahrzeuge im Einsatz zu unterstützen. „Die Automatisierung vieler Prozesse führt zu erheblicher Zeitersparnis und einer Reduktion von Fehlerquellen“, beschreibt Roland Leitner, Leitung Flottenmanagement der Porsche Bank, die Vorteile digitaler Intelligenz.

So wird der Alltag einfacher Mit der neuesten Version der Porsche Bank Flotten App ist der administrative Alltag für Dienstwagennutzer

Viele Prozesse können automatisiert werden, so bleibt mehr Zeit für strategische Entscheidungen

deutlich einfacher geworden. Kilometerstände können direkt im Fahrzeug eingegeben und automatisch an das FIS übermittelt werden. Weitere Funktionen wie der digitale Führerscheinnachweis, Unfallmeldungen per Smartphone, das Tank- beziehungsweise Ladekarten-Management und die Anforderung der internationalen Versicherungskarte machen die App zu einem nützlichen Alltagshelfer. Sie ermöglicht es zudem, alle relevanten Fahrzeug- und Vertragsdaten jederzeit einzusehen und enthält hilfreiche Zusatzfunktionen wie Service-Erinnerungen und Tipps zur Fahrzeug­ rückgabe. In Notfällen, wie bei einem Unfall, führt eine Checkliste durch die wichtigsten Schritte und ermöglicht es, Fotos und Daten online zu übermitteln.

Webbasiert und individuell anpassbar Das Fuhrpark-Informations-System (FIS) bietet eine zentrale, webbasierte Plattform, die Fuhrparkleitern hilft, den Überblick zu behalten. Individuell anpassbare Dashboards stellen wichtige Daten auf einen Blick dar, umfangreiche Berichtsfunktionen ermöglichen die gezielte Auswertung von Daten. Vertragsübersichten und Filterfunktionen erleichtern die Verwaltung von Fuhrparks jeder Größe. Auch die Fahrerverwaltung lässt sich flexibel gestalten – von der Änderung von Fahrerdaten bis zum Fahrerwechsel bei bestehenden Verträgen. Zeit für strategische Entscheidungen statt für zeitraubende Routinetätigkeiten – im Fuhrparkmanagement ist die Digitalisierung längst angekommen. •

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Ein A6 bleibt ein A6 Nur der Zusatz macht künftig den Unterschied. Als e-tron fließt Strom durch Sportback und Avant. Der S6 ist natürlich ein Traum, aber auch das Basismodell nicht von schlechten Eltern. Text: Mag. Severin Karl, Fotos: Audi

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urz ließ Audi mit der Einführung einer neuen Nomenklatur aufhorchen, doch mittlerweile ist klar: Ein A6 bleibt ein A6, weil die Klasse damit unmissverständlich ausgedrückt wird. Hängt an der Modellbezeichnung e-tron dran, fließt für den Fahrspaß Strom statt Sprit. Als Sportback und Avant befindet sich nun der neue A6 e-tron in Österreich.

6 Sekunden? Da geht noch mehr! Unsere Bilder zeigen den S6 e-tron, der mit 101.790 Euro zwar auf jeden Fall sechsstellig ist, den erwähnten Fahrspaß mit 503 PS (551 PS mit Launch Control) aber besonders unterstützt. Wiewohl schon die 286 PS (326 PS) starke Basis tolle Werte liefert und die 100er-Schwelle mit der Beschleunigungshilfe in glatten sechs Sekunden reißt, kann es der S6 einfach noch besser. Er beeindruckt im virtuellen Autoquartett mit 3,9 Sekunden im Sprint und darf 240 km/h rennen, während alle anderen Varianten – performance mit 367 PS (381 PS), quattro mit 428 PS (462 PS) ergänzen das Angebot – auf 210 km/h beschränkt sind. Optisch sticht der S6 mit den silbernen Ein­legern in der Frontschürze, 20 Zoll großen Fünfspeichen-Felgen, den LED-

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Zu den Insignien jedes S6 gehören die beleuchteten Ringe hinten, seine WLTP-Reichweite: 635 Kilometer. Im Tech Paket pro ist unter anderem das Beifahrerdisplay enthalten, die virtuellen Außenspiegel kosten noch einmal extra

heiten glatt. Nackert ist auch das „schwache“ Basismodell natürlich nicht: Dreizonen-Klima, AmbienteLicht, ein Frunk, Standklimatisierung, vorn und hinten je zwei USBC-Anschlüsse, Akustikverglasung vorn und zahlreiche Assistenten (samt Ausweich- und Abbiegeassistenz) gehören zu den Annehmlichkeiten, wenn kein einziges Extra angekreuzt wurde.

Nach 21 Minuten weiterfahren 800 Volt Systemspannung machen den A6 zum flotten Lader: Die Basis mit der 75,8-kWh-Batterie lädt mit 220 kW DC, alle anderen Modelle haben 94,9 kWh Kapazität und laden mit 270 kW. Immer reichen so 21 Minuten für 80 Prozent. • Audi A6 Avant e-tron Leistung | Dauerleistung 286 PS (210 kW) | 100 kW Drehmoment | Gewicht 435 Nm | 2.175 kg

Scheinwerfern plus und den LED-Heckleuchten pro sowie den beleuchteten Audi-Ringen an der Heckklappe hervor. Natürlich heben sich auch im Interieur einige Details von den anderen Modellen ab: Dekoreinlagen, S-Sportsitze mit Wasserfallsteppung und ein abgeflachtes Sportlenkrad (oben und unten) gehören dazu. Ein adaptives Luftfederfahrwerk bügelt schnöde Uneben-

0–100 km/h | Vmax

7,0 s | 210 km/h

Reichweite | Antrieb

594 km | Hinterrrad

Ø-Verbrauch | Batterie 13,6 kWh/100 km | 75,8 kWh Laden AC

11 kW, 8:20 h (0–100 %)

Laden DC

220 kW, 21 min (10–80 %)

Kofferraum | Zuladung 502–1.330 l + 27 l | 500 kg Basispreis | NoVA

68.600 € (57.167 exkl.) | 0 %

Das gefällt uns: nach wie vor zeitloses Design Das vermissen wir: im Alltag ist wohl alles da Die Alternativen: BMW i5 Touring Werksangaben (WLTP)


Lange Ahnenreihe Erst spät kam der Lexus ES nach Europa, die achte Generation bringt Elektroantrieb. Text: Mag. Severin Karl, Fotos: Lexus

EX90 als Flachmann Volvo macht mit dem ES90 ab 69.990 Euro Lust auf vollelektrische Limousinen. Text: Mag. Severin Karl, Fotos: Volvo Cars

W

er ein SUV mag, wird kaum zur Limousine greifen und wer die elegante Form der Limousine schätzt, wird nicht mit dem Hochbeiner liebäugeln. Gut, dass Volvo nun beide Fraktionen bedient, denn nach dem EX90 kommt der ES90 auf den Markt. Der Bestellstart für Österreich ist bereits erfolgt: 69.990 Euro wurden als Basispreis genannt.

Erstmals mit 800-Volt-Technologie Nicht bei jedem Neu-Stromer – auch nicht im Premium­ bereich – hat sich schon die 800-Volt-Technik durchgesetzt. Das Aufladen auf der Langstrecke wird damit zum Klacks: In zehn Minuten lässt sich an einer 350-kW-Schnellladestation Energie für weitere 300 Kilometer in die Batterie pumpen. Insgesamt locken WLTP-Reichweiten bis 700 Kilometer (Allradvariante mit zwei E-Motoren und 102-kWh-Batterie). Der EX90 (noch 400-Volt) wird künftig ebenso aufgerüstet. Zukunftsfit scheint der ES90 auch durch die Volvo ES90 Core-ComputingSingle Motor Extended Range Prozessoren der Leistung | Dauerleistung 333 PS (245 kW) | k. A. nächsten GeneraDrehmoment | Gewicht 480 Nm | 2.441 kg tion sein, sie sollen 0–100 km/h | Vmax 6,9 s | 180 km/h eine achtfache Reichweite | Antrieb 650 km | Hinterrad Verbesserung zu Ø-Verbrauch | Batterie 16,1 kWh/100 km | 88 kWh bisher darstellen. Laden AC 11 kW, 9:30 h (0–100 %) Mau: Kofferraum. • Laden DC 300 kW, 20 min (10–100 %) Kofferraum | Zuladung 424–733 l + 22 l | 409 kg Basispreis | NoVA

69.990 € (58.325 exkl.) | 0 %

Das gefällt uns: der Speed des Fortschritts Das vermissen wir: Mehr Kofferraum auf 5 Metern! Die Alternativen: BMW i5, Mercedes EQE Werksangaben (WLTP)

Super-aerodynamisch (0,25 cW), große Klappe hinten, fortschrittlichste Technologien innen

B

ereits 1989 stellte Lexus dem Flaggschiff LS einen kleineren ES zur Seite, er kam allerdings nicht nach Österreich. Ein V6 war lang das Maß der Dinge, bis bei der sechsten Generation ab 2012 auch eine Hybridvariante erhältlich war. Mit der achten Generation, die im Frühjahr 2026 startet, erweitern die Japaner nun ihr Angebot.

Luxus an Bord Die 5,14 Meter lange Limousine wird es als Hybrid ES 300h mit 148 kW/201 PS ebenso geben wie als Vollelektriker ES 350e mit 165 kW/224 PS (Vorderradantrieb) oder ES 500e mit 252 kW/343 PS (Allradantrieb). Über Batteriegrößen, Reichweiten, Ladeleistungen und ähnlich profane Dinge wird bei Lexus noch nicht laut gesprochen. Lieber betont man den Luxus an Bord, was beim bequemeren Einsteigen durch eine erhöhte Sitzposition beginnt. Für die Gäste in der zweiten Reihe: Hinterm Beifahrer lässt sich ein OttoErstmals an Bord eines Lexus: 14-Zollmane mit Beinauflage Display. Unsichtbare Bedienelemente, als Option bestellen. wenn das Auto nicht gestartet ist Der Beifahrersitz lässt sich nach vorn klappen, „um die Sicht nach vorn zu verbessern“, so der Importeur. Keiner denkt hier an Ladefreundlichkeit und lange Bretter, die auf diese Art duchgeladen werden könnten. Debüt feiern im ES Bambus-Applikationen, die in die Ambientebeleuchtung integriert werden, sowie eine neue Kunstlederprägung. Stolz ist man auf die bestmögliche Platzierung des Mark-Levinson-Surround-Sound-Systems. Beim Fahren selbst sollen diverse Verstärkungen für Vibrationsfreiheit sorgen, das Fahrzeug aber ebenso agiler scheinen lassen. •

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Bodenständiger Newcomer Wer den ersten Schritt in Richtung Strom gehen will, wird mit dem e Vitara ein gut geschnürtes und sehr sympathisches Gesamtpaket à la Suzuki bekommen. Text: Petra Mühr, Fotos: Suzuki

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ut Ding braucht mitunter Weil“ – und gut gelungen ist der erste rein elektrische Suzuki: Der e Vitara präsentiert sich gefällig, gemütlich, gradlinig. Er hat – vom Namen einmal abgesehen – mit dem Verbrenner-Vitara nicht viel zu tun. Denn sowohl die extraleichte Plattform „Heartect-e“, das Antriebssystem „eAxle“, der Allradantrieb „Allgrip-e“ und das Design – alles neu.

Über den Zentralscreen lassen sich die meisten Funktionen steuern.

Technik trifft Bodenhaftung Sowohl die Modelle mit Front- als auch Allradantrieb liegen souverän, gelassen und sicher auf der Straße, die Allradvariante hat mit 183 PS etwas mehr Feuer im

Erste Eindrücke Die erste genauere KarosserieInspektion des Suzuki e Vitara, ein Geschwistermodell des Toyota Urban Cruiser, bestätigt den robustgefällig-eleganten Auftritt. Auffällig sind die eher hohe Gürtellinie und dadurch etwa niedriger wirkenden Fenster. Die aufgeräumt-geräumige und robuste Atmosphäre herrscht auch im Innenraum. Äußerst praktisch: Die Rückbank lässt sich um 16 Zentimeter längs verschieben (Kofferraumvolumen noch nicht definiert). Im Cockpit gefällt die Kombination aus zwei Displays.

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Solide Technik, viel Platz und gefälliges Design: Noch im Frühjahr beginnt die Produktion des Suzuki e Vitara, im Herbst ist Verkaufsstart

Allerwertesten, zügig genug fahren lässt es sich jedoch mit beiden Varianten. Positiv: eine gute Mischung aus direkt-relaxter Lenkung. Der e Vitara wird mit Frontantrieb und 144 oder 174 PS kommen sowie mit 183 PS und Allradantrieb. Die prognostizierten Reichweiten liegen zwischen 346 und 428 Kilometer. Die Ladezeiten werden mit 45 Minuten (DC, 90 kW) bis 4,5 Stunden (AC, 11 kW) für die 49-kWh-Batterie angegeben beziehungsweise 45 Minuten bis 5,5 Stunden beim 61-kWh-Akku. • Suzuki e Vitara 4WD Leistung | Dauerleistung 183 PS (135 kW) | k. A. Gewicht | Antrieb

1.860–1.899 kg | 4WD

0–100 km/h | Vmax

7,4 s | 150 km/h

Reichweite | Drehmom. 412 km | 307 Nm Ø-Verbrauch | Batterie k. A. kWh/100 km | 61 kWh Laden AC

11 kW, 4,5 h (0–100 %)

Laden DC

90 kW, 45 min (10–80 %)

Kofferraum | Zuladung k. A. | 461–500 kg Basispreis | NoVA

k. A. | 0 %

Das gefällt uns: die unaufgeregte Fortbewegung Das vermissen wir: eine einfachere Menüführung Die Alternativen: Toyota Urban Cruiser Werksangaben (WLTP)


Luxuriöser Allrounder Über 45 Jahre importiert Denzel bereits die Marke Mitsubishi. Nun startet das neue Topmodell – die nächste Generation des Plug-in-Hybrid-Pioniers Outlander – zu Preisen ab 49.490 Euro. Text: Mag. Severin Karl, Fotos: Mitsubishi Motors

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eim neuen Mitsubishi Outlander – auch ohne den früher gewohnten Namenszusatz „PHEV“ immer ein Plug-inHybrid –, der sich laut Jürgen Höller „primär wie ein Elektrofahrzeug“ fährt, betont der Geschäftsführer des Importeurs die neue Batterie. Sie bietet nicht nur eine ordentliche WLTP-Reichweite, sondern wurde mit Fokus auf die Dauerleistung entwickelt, verfügt über Zellen mit einzelner Flüssigkeitskühlung.

WLTP-Reichweite niedrig angesetzt Bei der Österreich-Präsentation in Saalfelden wurde sogar von erreichten dreistelligen Reichweiten gemunkelt, die ein Mitarbeiter bei seinen Fahrten in Österreich erreicht haben soll. 86 Kilometer sind der WLTP-Wert, doch bei den Japanern gilt: Lieber einen Wert angeben, der auf jeden Fall erreicht werden kann, als zu hoch anzusetzen und den Kunden zu enttäuschen. Auf einer herausfordernden Offroadstrecke konnte das knapp über 4,7 Meter lange SUV zeigen, was das Allradsystem kann. Von Seiten der Drei-Diamanten-Marke wird unterstrichen, dass es sich um die beste Variante der Super-All Wheel Control (S-AWC) handelt, die es je gab. Und das will was heißen, nachdem mit dem Allradkönnen allein schon zwölf DakarSiege eingefahren werden konnten.

Im neuen Outlander kommen neben dem Verbrenner zwei Elektromotoren, eine aktive Giersteuerung sowie eine Drehmomentverteilung in Längsrichtung, aber keine Kardanwelle zum Einsatz. Einiges wird bei diesem luxuriösen 306-PS-Systemleistung-AllrounderModell selten zum Einsatz kommen, doch selbst ein Laie merkt in bestimmten Situationen den Unterschied. Etwa, wenn man auf rutschigem Untergrund – egal ob Schotter oder Eis – in einer Bergaufkurve zu früh vom Gas geht und es beim erneuten Pedaltritt zum nahtlosen Kraftschluss kommt. Kein Rutschen, kein GängeSortieren, kein Anstieg des Motorgeräusches. Simpel auch die Wahl des richtigen Fahrmodus: Per griffigem Drehrad entscheidet man sich zwischen sieben Einstellungen, von Eco und Power bis zu Schnee oder Schotter.

Schon die Basis ist gut gerüstet Die Preise starten mit einer Aktion um 49.490 Euro (Kasten: Listenpreis), bereits die Basis bietet eine Wärmepumpe und Schaltwippen zur Verstellung der Rekuperation sowie 18-Zoll-Felgen und zwei 12,3-ZollBildschirme. Bei der Klimaanlage ist man zum Glück zu einer Bedieneinheit mit echten Knöpfen zurückgekehrt. Harman Kardon, Bowers & Wilkins und Co sind in der Automobilwelt bekannt, Mitsubishi stattet jeden Outlander mit einem Yamaha-Soundsystem aus (8 bzw. 12 Lautsprecher). Das Topmodell samt Luxury-Paket kommt auf 63.990 Euro. Alle bieten 1.600 Kilogramm Anhängelast. Wermutstropfen: Schnellladen nur über Chademo-Anschluss. Interessant: In Europa ist Österreich der Mitsubishi-Markt mit 1,6 Prozent Marktanteil. •

Bereits 2013 startete der erste Outlander PHEV in Europa. Der Zusatz ist nun weg, der Plug-in-Hybrid bleibt. Tolle Materialien im Cockpit, Drehrad für Fahrmodi, Extrataste für One-Pedal-Drive Mitsubishi Outlander Inform Hubraum | Zylinder

2.360 cm3 | 4

Leistung

136 PS + 85 + 100 kW E-M.

Drehmoment

203 Nm + 255 + 195 Nm E-M.

0–100 km/h | Vmax

7,9 s | 170 km/h (EV: 135 km/h)

E-Reichweite | Batterie 86 km | 22,7 kWh Laden AC | DC

3,5 kW, 6,5 h1 | 50 kW, 32 min2

Ø-Verbrauch | CO2

0,8 l S | 23,4 kWh | 19 g/km

Basispreis | NoVA

51.990 € (inkl.) | 0 %

Kofferraum | Zuladung 498–1.404 l | 595 kg Das gefällt uns: Outlander in einer neuen Liga Das vermissen wir: CCS-Anschluss. Hier: Chademo Die Alternativen: Kia Sorento, Nissan X-Trail (HEV) 1) 0–100 % 2) 0–80 % (Chademo!)

Werksangaben (WLTP)

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Wieder einer mit 800 Volt Mercedes steigt mit dem CLA in den illustren Kreis der Besonders-Schnell-Lader ein. Text: Mag. Severin Karl, Fotos: Mercedes-Benz

D

ie Elektrovarianten des Mercedes CLA sind eine starke Ansage. Allein die Optik mit dem charakterstarken „Sternen-Grill“ und dem Leuchtband über die ganze Front ist gelungen. Ansonsten entfernt sich das 4.723 Millimeter lange Fahrzeug nicht zu weit vom aktuellen Markenauftritt, verschreckt somit niemanden. Wenn die Fahrzeuge im Sommer kommen, tragen sie den sperrigen Zusatz „mit EQ Technologie“, was bedeutet, dass es sich um reine Stromer handelt.

Ganz viel Detailarbeit Und was für welche! Mit der 800-Volt-Elektro­ architektur tritt der CLA zukunftsfit auf, kann je nach Variante bis 325 Kilometer Reichweite in zehn Minuten nachladen. Kehrseite: Mit älteren 400-Volt-DCLadern ist der CLA nicht kompatibel. Mit dem Zweigang-Getriebe ist die Spreizung zwischen Sprinter und Reisewagen Der 14 Zoll große Beifahrer-Screen kommt groß, eine Multi-Source- erst später. Mit einem neuen Assistenten sollen komplexe Gespräche möglich sein Wärmepumpe spart ein Drittel der sonst Mercedes-Benz benötigten Energie. Mit CLA 250+ mit EQ-Technologie Heckantrieb stehen 792 Leistung | Dauerleistung 272 PS (200 kW) | 145 kW Kilometer Reichweite in Drehmoment | Gewicht 335 Nm | 2.055 kg Aussicht, der Allradler 0–100 km/h | Vmax 6,7 s | 210 km/h sprintet dafür veheReichweite | Antrieb 792 km | Hinterrad menter (4,9 Sekunden). Ø-Verbrauch | Batterie 12,2 kWh/100 km | 85 kWh Wichtig: Erstmals sind Laden AC 11 kW, 9:15 h (0–100 %) OTA-Updates für die Laden DC 320 kW, 22 min (10–80 %) Gesamtfahrzeug-SoftKofferraum | Zuladung 405 + 101 l | 455 kg ware möglich. • Basispreis | NoVA 55.980 € (46.650 exkl.) | 0 % Das gefällt uns: ultraschnelles Laden, der Frunk Das vermissen wir: DC-Laden mit 400 Volt Die Alternativen: BMW i4, Tesla Model 3 Werksangaben (WLTP)

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Erstarkter Japaner Maximal 343 PS, aber auch ein neues Basismodell gibt es beim Toyota bZ4X. Text: Mag. Severin Karl, Fotos: Toyota

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er 2022 eingeführte Toyota bZ4X wird in der zweiten Jahreshälfte 2025 aufgewertet. Dabei wurde an mehreren Stellschrauben gedreht, mit denen die Attraktivität des etwa 4,7 Meter langen Elektro-SUV deutlich erhöht wird.

Batterie für Einsteiger Optisch gibt es nur zarte Eingriffe. Erstmals stehen zwei Batteriegrößen zur Auswahl, mit der 57,7-kWh-Batterie befindet sich sogar ein echter Einsteiger – stets mit Frontantrieb – im Portfolio. Die 73,1-kWh-Batterie wiederum bietet die Wahl zwischen Frontantrieb und Allradantrieb. Mit 123 kW/167 PS ist der Einsteiger ein braver Familienfreund, während mit der großen Batterie bereits 165 kW/224 PS (Vorgänger: 150 kW/204 PS) im Datenblatt stehen. Der Allradler leistet 252 kW/343 PS, ein echter Sprung zum bisherigen 4x4 mit 160 kW/218 PS. Abgesehen von den Toyota-Modellen mit GR-Emblem wird der neue bZ4X-Allradler damit zu einem der leistungsstärksten Modelle mit dem Marken-Logo in Europa. Vorbehaltlich der Homologation spricht Toyota von Reichweiten bis 573 Kilometer. Bei der neuen Basis-Batterie wird Toyota allerdings noch nicht konkret. Wichtig: Mit Allrad verdoppelt sich die bisher maximale Anhängelast auf 1.500 Kilogramm! Und es gibt – je nach Ausstattungslinie – auch einen 22-kW-OnboardCharger. Beides gute Argumente für die Kaufentscheidung. DC bleibt das Maximum bei Das 14-Zoll-Multimedia-Display ist Serie, die Vorkonditionierung nun manuell anwählbar 150 kW. •


E-Limousine startet im Sommer Die vollelektrische 6er-Neuauflage ist ausschließlich elektrisch angetrieben, Mazda bringt den Newcomer in zwei Batterieversionen. Text: Stefan Schmudermaier, Fotos: Mazda

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ersprechen sollen eingehalten werden. Mazda ist gut darin, kündigte 45.000 Euro Startpreis für den Mazda6e an, geworden sind es 43.475 Euro (36.229 Euro netto). Fein!

Elektrischer Hoffnungsträger Vorn eine prägnante Front, hinten 466 Liter Kofferraum und dazwischen viel Platz und Komfort für die Passagiere. Der Mazda6e führt die Marke, die in Österreich derzeit auf Platz 18 bei den Neuzulassungen (Stand: Februar 2025) liegt, in die Elektrozukunft, nachdem der MX-30 als erstes BEV einen sehr ungewöhnlichen Ansatz verfolgte. Christian Heider, Geschäftsführer von Mazda Austria, erklärt: „Wir verfolgen weiterhin eine MultiSolution-Strategie mit dem Ziel, unseren Kunden auch in den kommenden Jahren zu ihren individuellen Bedürfnissen passende Antriebssysteme anbieten zu können – von elektrifizierten, hocheffizienten Verbrennungsmotoren über Vollhybrid-Antriebe bis hin zu batterieelektrischen Fahrzeugen.“ Prognose für das laufende Jahr:

400 bis 500 Einheiten als Ziel für den Mazda6e. Zum Vergleich: 6.976 Fahrzeuge konnte Mazda im Volljahr 2024 in Österreich neu zum Verkehr zulassen – davon 111 MX-30.

Bis 552 Kilometer Reichweite Gebaut wird der Mazda6e übrigens in China vom Joint Venture mit Changan, die erste Mazda-eigene reine E-Plattform wird erst 2027 fertig sein. Das Basis­modell kommt mit einer 68,8 kWh großen Batterie, die es auf eine WLTP-Reichweite von 479 Kilometer bringt, die Long-Range-Variante (+ 1.600 Euro) bietet eine 80-kWh-Batterie für 552 Kilometer Reichweite. DeutMazda6e mit betont eleganter Optik. Richtig edel wird es im Topmodell Takumi Plus mit Nappaleder und spezieller Farbgebung

lich größer fallen die Unterschiede bei der Ladeleistung aus. Interessanterweise schafft das Modell mit kleinerem Akku ordentliche 165 kW, die Version mit größerer Batterie fällt mit gerade einmal 95 kW unterdurchschnittlich aus. Über dem Durchschnitt liegt das Platzangebot des 6e, vier große Personen haben problemlos Platz, sowohl im Hinblick auf Bein- als auch auf Kopffreiheit, wie wir beim ersten Probesitzen feststellen durften. Ebenfalls überdurchschnittlich die Größe des Frunk, stolze 72 Liter finden dort Platz, deutlich mehr als nur ein Ladekabel. • Mazda Mazda6e EV Leistung | Dauerleistung 185 PS (190 kW) | 60 kW Drehmoment | Gewicht 320 Nm | 1.952 kg 0–100 km/h | Vmax

7,6 s | 175 km/h

Reichweite | Antrieb

479 km | Hinterrad

Ø-Verbrauch | Batterie 16,6 kWh/100 km | 68,8 kWh Laden AC

11 kW, 7,5 h (0–100 %)

Laden DC

165 kW, 24 min (10–80 %)

Kofferraum | Zuladung 466–1.074 l | 435 kg Basispreis | NoVA

43.475 € (36.229 exkl.) | 0 %

Das gefällt uns: der Mazda6 bleibt sich als EV treu Das vermissen wir: mehr Ladeleistung beim LR Die Alternativen: Hyundai Ioniq 6 Werksangaben (WLTP)

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Was taugen die elektrischen Einsteiger? Luxuriöse und für viele unleistbare E-Autos gibt es mittlerweile zur Genüge, aber wie schaut es am anderen Ende des Angebotes aus? Wir haben die kleinen und (relativ) günstigen Elektroflitzer zum Vergleich gebeten, Unterschiede herausgearbeitet und die ein oder andere Überraschung erlebt. Text: Stefan Schmudermaier, Fotos: Houdek Photographie

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Leapmotor: Eine weitere China-Marke startet

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u teuer, zu wenig Reichweite und Ladestationen, man kennt die Argumente der E-Auto-Skeptiker mittlerweile zur Genüge. Was vor einigen Jahren sicher noch zutreffend war, hat sich zuletzt aber gewandelt. Immer mehr Hersteller bringen kleine Stromer auf den Markt, die preislich auf VerbrennerNiveau liegen und diese teilweise ersetzen. Zwei waschechte Durch neue Abgas- und Sicherheitsnormen Europäer treten in lohnt es sich für viele Hersteller schlicht unserem Vergleichsnicht mehr, konventionelle Fahrzeuge im A-Segment zu bauen. Entweder wäre die test gegen zwei Marge zu klein oder die Autos so teuer, Chinesen und einen dass niemand sie kaufen würde. Seit heuer Südkoreaner an.“ gibt es jedenfalls ein interessantes Angebot günstiger E-Autos. Grund genug, diese einem Vergleichstest zu unterziehen und dabei nicht nur die Preise, sondern auch die Vor- und Nachteile der einzelnen Probanden gegenüberzustellen.

Werfen wir zunächst einen Blick auf unser Testquintett. Soeben auf den Markt gekommen ist der Leapmotor T03. Der wer bitte? Leapmotor ist eine chinesische Marke, an der der Stellantis-Konzern 51 Prozent hält, aktuell wird er bei rund 30 Händlern in Österreich angeboten. Zweites Modell ist übrigens das KompaktSUV C10, das nur der Vollständigkeit halber. Ebenfalls erst kürzlich gestartet ist der Hyundai Inster, der sich optisch und mit pfiffigem Innenraum in Stellung bringen will. Bereits knapp ein Jahr ist der Citroën ë-C3 auf dem Markt, der sich SUVig gibt, technisch mit dem Leapmotor trotz Stellantis-Verwandtschaft aber nichts gemeinsam hat. Die Runde komplettieren zwei Autos aus dem RenaultKonzern. Der R5 E-Tech Electric hat sich schnell zum Liebling gemausert und ist nicht nur in vielen Medien, sondern auch auf den Straßen bereits präsent. Dem gegenüber steht das nach wie vor günstigste E-Auto des Landes, der Dacia Spring, der vor einigen Monaten einem umfangreichen Facelift unterzogen wurde, aber nicht etwa in Rumänien, sondern in China gebaut wird. Zwei waschechte Europäer (Renault und Citroën) treten also gegen zwei Chinesen (Leapmotor und Dacia) sowie

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einen Südkoreaner (Hyundai) an. Wichtig: Unsere Testautos waren allesamt Topversionen, die Daten, Preise und Ausstattungen im Test orientieren sich aber an den günstigsten Basismodellen, ebenso wie die Vergleichstabelle am Ende.

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Deutlicher Unterschied bei den Abmessungen

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1 Übersichtliches Cockpit, extra Tasten für Klimasteuerung sowie dank hoher Armaturen fast ein Head-up-Display

Beginnen wir zunächst mit den Abmessungen. Mit einer Länge von gerade einmal 3,62 Metern ist der T03 das kompakteste Modell der Runde, dicht gefolgt vom Spring mit 3,70 und dem Inster mit 3,83 Metern. Mit 3,92 Metern bleibt der R5 gerade noch unter vier Meter, der ë-C3 liegt mit 4,02 Metern hauchdünn darüber. Noch deutlicher sind die Unterschiede bei der Fahrzeugbreite, jeweils ohne Außenspiegel gemessen. Hier zeigt sich der Dacia mit nur 1,58 Metern ultrakompakt, gefolgt vom Hyundai (1,61 m) und dem Leapmotor (1,65 m). Renault (1,77 m) und Citroën (1,81 m) sind hier spürbar breiter. Wer nun vermutet, dass sich das 1:1 auf den Innenraum auswirkt, der wird überrascht sein. Als Anhaltspunkt zu den gezeigten Bildern: Der Fahrersitz ist jeweils auf einen Fahrer mit 1,84 Meter Größe eingestellt.

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2 Ordentliche Beinfreiheit im Fond 3 Der Kofferraum zählt mit 310 bis 1.200 Litern zu den größten im Vergleich 4 Der SUV-Style ist für viele Hersteller ein Muss 5 Die schicken Felgen sind der Topausstattung vorbehalten oder kosten Aufpreis

Platzangebot teils über der Fahrzeugklasse

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CITROËN Ë-C3 + hohe Reichweite, 100 kW DC-Laden + großer Kofferraum, hochwertiger Innenraum – nur 7,4 kW AC-Laden, Grundmodell mager ausgestattet 28 electric WOW #1-2025

Ein Raumwunder ist der Hyundai Inster, selbst wenn die Vordersitze ganz nach hinten geschoben werden, hat man im Fond sogar mit über 1,90 Metern richtig viel Platz. Bei Bedarf wird der Koreaner sogar zur Schlafgelegenheit, neben den hinteren Sitzlehnen lässt sich gegen Aufpreis auch jene des Beifahrers umlegen, ein geniales Konzept. Auch der mit einem massiven Zwischenboden ausgestattete Kofferraum ist ordentlich, 280 bis 1.059 Liter lassen sich verstauen.


Aber ebenso der Leapmotor T03 überrascht, auch hier finden tatsächlich vier Erwachsene Platz. Die Chinesen haben sich für mehr Platz im Innenraum und weniger Kofferraum entschieden, mit 210 bis 880 Litern liegt man mehr oder weniger deutlich unter den anderen Autos. Der Citroën ë-C3 liegt nicht nur bei den Außenabmessungen in Führung, sondern auch beim Laderaum. 310 bis 1.200 Liter sind der klare Bestwert im Vergleich, der Platz im Fond ist in Ordnung, kann mit jenem des Inster aber nicht mithalten. Der Renault 5 ist außen zwar ähnlich groß, kann aber weder beim Platzangebot im Fond noch beim Kofferraum (250 bis 959 Liter) seinem Landsmann die Stirn bieten. Beim Ladeabteil muss er sich sogar dem wesentlich kompakteren Konzernbruder Dacia Spring geschlagen geben, der es auf 308 bis 1.004 Liter bringt. Dafür ist in diesem das Raumgefühl am bescheidensten, vor allem die geringe Fahrzeugbreite spürt man.

Große Unterschiede bei Innenraum-Materialien Bleiben wir noch im Innenraum und werfen einen Blick ins Cockpit und auf die Materialwahl. Hier liegt der R5 mit einigem Abstand vorn, alles ist modern und hochwertig, beinahe auf Premium-Niveau. Das Navi basiert auf Google Maps und lässt sich einfach bedienen, wie auch alle anderen Funktionen. Der Citroën ist zwar etwas einfacher gestrickt, zeigt sich aber auch mit guten Materialien und tadelloser Verarbeitung. Gestartet wird hier so wie beim Dacia noch mit dem guten alten Schlüsseldreh, die anderen drei Autos werden per Knopfdruck zum Leben erweckt. Eigenartig: Der ë-C3 verfügt über keine Anzeige des durchschnittlichen Verbrauchs. Etwas verspielt, dafür mit echten Tasten für wichtige Funktionen, präsentiert sich das Cockpit des Hyundai Inster. Ein großer Touchscreen dient zur Navigation oder dem Spiegeln des Smartphones, einzig im Leapmotor gab’s weder Apple CarPlay noch Android

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1 Das Interieur des Dacia Spring ist schlicht und mit einfachen Materialien ausgestattet, das Cockpit dennoch funktional

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2 Im Fond ist das Platzangebot nicht allzu üppig 3 Überraschend: 308 bis 1.004 Liter Kofferraum sind ein Top-Wert im Vergleich 4 Auch beim Spring darf ein gewisser SUV-Look nicht fehlen 5 Praktisch: Als einziges Fahrzeug im Vergleich gibt’s beim Dacia gegen Aufpreis einen Frunk

DACIA SPRING + niedriger Preis, niedriges Gewicht + geringer Verbrauch, sehr kompakt – kein DC-Laden, karge Grundausstattung 5

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Auto, schade. Dafür aber eine handfeste Überraschung. Denn trotz des niedrigen Preises gefällt der T03 mit guten Materialien, einigen Stoffeinsätzen in Türen und Armaturenbrett sowie einem gestochen scharfen Touchscreen, der nur leider etwas zu tief verbaut ist. Beim Wohlfühlfaktor liegt er jedenfalls deutlich über dem Dacia Spring. Der ist zwar grundsätzlich sympathisch, lässt einen aber nicht im Unklaren, wo der Rotstift angesetzt wurde. Hier gibt es ausschließlich Hartplastik, das Zuschlagen der Türen klingt blechern, das können alle anderen besser. Aber um fair zu bleiben, der Dacia ist auch das günstigste Auto im Vergleich.

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Assistenten-Piepskonzert oder clevere Lösung

1 Der Pepita-Stoff im Inneren des Hyundai Inster verströmt Gemüt­ lichkeit, bei der Variabilität hat er die Nase vorn

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2 Mehr Beinfreiheit im Fond als im Inster gibt es bei keinem der Vergleichsfahrzeuge 3 Der Kofferraum mischt mit 280 bis 1.059 Litern nicht ganz vorn mit 4 Das Design ist äußerst spacig, auch der coole Mattlack weiß zu gefallen 5 Unverkennbarer Look der Heckleuchten

HYUNDAI INSTER + geräumiger, sehr variabler Innenraum + hohe Reichweite, niedriger Verbrauch – geringe Kofferraumtiefe, relativ hoher Preis

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Der Titel des nervigsten Autos geht an den Leapmotor. Dermaßen viel Gepiepse hatten wir in überhaupt noch keinem Auto, egal mit welchem Antrieb. Da ist zunächst der Tempowarner, dann der Aufmerksamkeitsassistent und als ob das nicht genug wäre, stimmt auch noch der Müdigkeitsassistent ins Konzert mit ein. Letzterer übrigens regelmäßig nach nur zwei Minuten Fahrzeit … Das Deaktivieren der Melodien ist zum einen nur im Stand möglich, zum anderen braucht es drei unterschiedliche Klicks am Display. Der Inster ist zwar nicht so nervig, aber auch hier muss man mehrere Tasten drücken, ehe etwa der Tempowarner verstummt. Beim Citroën gibt es sowohl dafür als auch für den Spurhalteassistenten zwei eigene Knöpfe hinter dem Lenkrad. Perfekt löst Renault die Thematik. Die nicht gewünschten Assistenzsysteme lassen sich personalisiert speichern und mit einem zweifachen Tastendruck in einem Aufwasch abschalten. Fein: Auch dem Spring hat man dieses System spendiert.


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Fahrverhalten: Von sportlich bis seeehr gemächlich Womit wir beim Kapitel Fahren angelangt wären. Auch hier zeigt sich der Renault von seiner Schokoladenseite, er ist das agilste und – mit einer Beschleunigung von nur neun Sekunden auf 100 km/h – auch das flotteste und sportlichste Auto unseres Fünferpacks. Mit 11,5 beziehungsweise 11,7 Sekunden auf Tempo 100 lassen sich aber ebenso Citroën und Hyundai flink bewegen, auch die 12,7 Sekunden des Leapmotor gehen in Ordnung. Bei der Einstiegsversion des Dacia Spring ist indes Engelsgeduld gefragt, ewig lange 19,1 Sekunden dauert es, bis der Tacho 100 km/h anzeigt, die stärkere Version schafft immerhin 13,7 Sekunden. Auch beim Fahrverhalten abseits der Stadt müssen Abstriche gemacht werden, nicht zuletzt aufgrund des geringen Gewichts von gerade einmal 1.030 Kilogramm ist die Seitenwindempfindlichkeit sehr groß. Der 145 Kilogramm schwerere T03 fährt sich jedenfalls besser, auch bei ë-C3 und Inster gibt es keinen Anlass zur Kritik.

Reichweiten zwischen 225 und 326 Kilometern In Sachen Reichweite nach WLTP führen Hyundai und Citroën mit 327 (Akku 42 kWh) beziehungsweise 326 Kilometern (Akku 44 kWh) das Feld an, der Renault bleibt mit 312 Kilometern (Akku 40 kWh) im Windschatten. 265 Kilometer (Akku 37,3 kWh) schafft der Leapmotor, 225 (Akku 26,8 kWh) der Dacia. In der Praxis hängt die Reichweite von Faktoren wie Außentemperatur, Beschleunigung und Geschwindigkeit ab, wer vorwiegend innerstädtisch unterwegs ist, kann diese aber nicht nur erreichen, sondern sogar überbieten. Wie immer sind wir natürlich auch dieses Mal unsere Verbrauchsrunde durch Stadt, über Autobahn und Landstraße gefahren und sind dabei – ohne Berücksichtigung von Ladeverlusten wie bei WLTP – auf folgende Vergleichswerte gekommen. Lediglich 10,7 kWh (WLTP

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1 Gemütliches Cockpit und ein gestochen scharfer Touchscreen, der allerdings zu tief angebracht ist

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2 Selbst vier Erwachsene passen gut in den Leapmotor T03 3 Mit 210 bis 880 Litern hat der Chinese aus dem StellantisKonzern den kleinsten Kofferraum im Vergleich 4 Es muss nicht immer SUV sein, die Form des T03 orientiert sich am klassischen Kleinwagen 5 Die gute Serienausstattung umfasst sogar ein Panoramaglasdach mit elektrischem Sonnenschutzrollo

LEAPMOTOR T03

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+ günstiger Preis, komplette Ausstattung + gutes Platzangebot, Panoramaglasdach – nur 6,6 kW AC und 45 kW DC, nervige Warntöne

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14,1) genehmigte sich der Dacia, sehr ordentliche 11,6 kWh (WLTP 14,3) waren es beim Hyundai Inster. Der Renault R5 ging mit 12,2 kWh (WLTP 14,5) durchs Ziel, 13,6 kWh (WLTP 16,3) waren es beim Leapmotor T03 und 14,8 kWh (WLTP 17,1) beim Citroën ë-C3.

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Gewaltige Unterschiede beim Laden

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1 Das Cockpit des Renault 5 ist ohne Frage das modernste in der Runde, zudem gefallen die großteils hochwertigen Materialien

Bei den Ladegeschwindigkeiten trennt sich dann die Spreu vom Weizen. Mit Wechselstrom schaffen Hyundai und Renault jeweils elf kW, der Citroën kommt auf 7,4 kW. Der Leapmotor muss mit 6,6 kW auskommen, der Dacia mit gar langsamen 3,7 kW, womit er trotz des kleinsten Akkus satte achteinhalb Stunden an der Wallbox hängt. Am Schnelllader ist nur der ë-C3 mit 100 kW dreistellig, der R5 bringt es auf 80 kW, der Inster auf 73 und der T03 auf 45 Kilowattstunden. Beim Spring gibt es im Basismodell gar kein Schnellladen, beim stärkeren Modell kostet die Funktion 600 Euro Aufpreis und bringt auch nur 30 kW Maximalgeschwindigkeit. Die Details zur Ladedauer finden Sie in der Tabelle rechts.

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2 Das Platzangebot im Fond ist durchschnittlich, subjektiv ist das Raumgefühl schlechter als in den anderen Autos

Basismodelle mitunter karg ausgestattet

3 250 bis 959 Liter Kofferraum sind im Vergleich unterdurchschnittlich 4 Das dunkle Blau lässt den R5 sehr edel wirken 5 Clever: An der 5 in der Motorhaube lässt sich der Ladestand ablesen

RENAULT 5

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+ hohe Agilität, gute Beschleunigung + sehr hochwertiger Innenraum, gute Ausstattung – kleiner Kofferraum, relativ wenig Platz im Fond 32 electric WOW #1-2025

Last but not least reden wir über den Preis, den Listenpreis wohlgemerkt, ohne Abzug irgendwelcher Boni. Dass sich der auf Ausstattung, Materialien und auch Reichweite niederschlägt, ist kein Geheimnis. Somit ist auch der Dacia Spring mit 18.990 Euro wenig überraschend der Günstigste im Quintett. Die magere Ausstattung und der schlaffe Antrieb sind die Kehrseite. Wer 3.000 Euro mehr für den Extreme 65 ausgibt, bekommt mehr von allem, eine empfehlenswerte Investition. Womit man in etwa beim Leapmotor T03 für 21.490 Euro landet, der dennoch das hochwertigere und besser ausgestattete Auto bleibt. Der Citroën ë-C3 beginnt bei


24.900 Euro, allerdings mit magerer Ausstattung und kaum möglichen Extras. Auch hier gilt: Die nächst­höhere Ausstattung „Plus“ für 27.600 Euro lohnt sich. Und damit ist man auch schon bei 27.390 Euro angelangt, die sowohl der Hyundai Inster als auch der Renault 5 mit durchwegs besserer Ausstattung kostet. Der Franzose wird Ende 2025 übrigens dank kleinerer Batterie günstiger. Unterm Strich bleiben somit zwei Preisebenen, rund 22.000 Euro für die kleineren Modelle Leapmotor T03 und Dacia Spring und rund 27.500 Euro für die etwas größeren und besser ausgestatteten Modelle Renault R5, Hyundai Inster und Citroën ë-C3. Firmen profitieren von Vorsteuerabzug und Sachbezugsbefreiung, Privatkunden von Aktionen. Die neue Kfz-Steuer für E-Autos ist bei den Kleinen vernachlässigbar, sie bewegt sich zwischen 5,50 Euro (Dacia) und 15,33 Euro (Renault) monatlich. •

Citroën ë-C3, Dacia Spring, Hyundai Inster, Leapmotor T03 und Renault R5 im Vergleich

Renault R5 E-Tech Electric Evolution urban range 122 PS (90 kW) | 78 kW

Leistung | Dauerleistung

Citroën ë-C3 You 113 PS (83 kW) | 53 kW

Dacia Spring Essential Electric 45 44 PS (33 kW) | 18,6 kW

Hyundai Inster Smart Line 42 kWh 97 PS (71 kW) | 23,7 kW

Drehmoment | Gewicht

120 Nm | 1.419 kg

125 Nm | 1.030 kg

147 Nm | 1.305 kg

158 Nm | 1.175 kg

225 Nm | 1.372 kg

0–100 km/h | Vmax

11,5 s | 132 km/h

19,1 s | 125 km/h

11,7 s | 140 km/h

12,7 s | 130 km/h

9,0 s | 150 km/h

Leapmotor T03 95 PS (70 kW) | 38 kW

Reichweite | Antrieb

326 km | Vorderrad

225 km | Vorderrad

327 km | Vorderrad

265 km | Vorderrad

312 km | Vorderrad

Ø-Verbrauch | Batterie

17,1 kWh/100 km | 44 kWh

14,1 kWh/100 km | 26,8 kWh

14,3 kWh/100 km | 42 kWh

16,3 kWh/100 km | 37,3 kWh

14,5 kWh/100 km | 40 kWh

Laden AC

7,4 kW, 6:30 h (0–100 %)

3,7 kW, 8:28 h (0–100 %)

11 kW, 4:30 h (0–100 %)

6,6 kW, 6:20 h (0–100 %)

11 kW, 4:10 h (0–100 %)

Laden DC

100 kW, 26 min (20–80 %)

– (ab Electric 65 optional 30 kW) 73 kW, 30 min (10–80 %)

45 kW, 36 min (30–80 %)

80 kW, 31 min (15–80 %)

Kofferraum | Zuladung

310–1.200 l | 491 kg

308–1.004 l | 285 kg

280–1.059 l | 425 kg

210–880 l | 300 kg

250–959 l | 471 kg

Basispreis | NoVA

24.900 € (20.750 € exkl.) | 0 %

18.990 € (15.825 € exkl.) | 0 %

27.390 € (22.825 € exkl.) | 0 %

21.490 € (17.908 € exkl.) | 0 %

27.390 € (22.825 € exkl.) | 0 %

Preis Testauto | NoVA

30.504 € (25.420 € exkl.) | 0 %

23.232 € (19.360 € exkl.) | 0 %

36.140 € (30.117 € exkl.) | 0 %

21.940 € (18.283 € exkl.) | 0 %

34.640 € (28.867 € exkl.) | 0 %

Einparkhilfe hi. | vo. & hi,

•|–

•|–

•|–

• (inkl. Rückfahrkamera) | –

•|–

Navigationssystem

–

–

•

–

–

Regensensor

– (Serie ab Plus)

–

590 (inkl. Alufelgen)

–

•

Sitzheizung

– (optional ab Plus)

–

400

Lenkradheizung

– (optional ab Plus)

–

690 (inkl. Lederlenkrad, umklappbare Sitzlehne Beifahrer)

– –

(optional ab Techno)

Klimaanlage | -automatik

•|–

– (Serie ab Expression) | –

–|•

–|•

–|•

Totwinkel-Assistent

–

–

(optional ab Trendline)

•

(optional ab Techno)

Tempomat | adaptiv

•|–

•|–

–|•

–|•

• | (Serie ab Techno)

Serienausstattung

Werksangaben (WLTP)

Das Resümee Wer auf der Suche nach leistbaren, kleinen E-Autos ist, der ist mit allen fünf Fahrzeugen grundsätzlich gut bedient, wie so oft ist es eine Frage des Geschmacks und der gewünschten oder benötigten Features, die am Ende ausschlaggebend sind. Der Dacia Spring ist ein Auto für Pragmatiker, die mit der ein oder anderen Einschränkung leben können und vor allem auf den Preis schauen. Der Leapmotor T03 punktet mit guter Ausstattung, wohnlichem Innenraum und in Anbetracht der Kürze von 3,60

• Serie/– nicht verfügbar

Metern guten Platzverhältnissen. Leider vermiest die Piepserei der Assistenzsysteme etwas den Gesamteindruck. Der Citroën ë-C3 bietet überraschend viel Auto kombiniert mit guter Reichweite, die Ausstattung des Basismodells ist aber eher karg. Wer gerne sportlicher unterwegs ist und einen hochwertigen Innenraum einem größeren Platzangebot vorzieht, der wird mit dem Renault 5 glücklich werden. Der Hyundai Inster bietet spaciges Design, viel Platz im Innenraum sowie eine feine Ausstattung.

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Warum Elektromobilität in Österreich läuft Philipp Wieser leitet OLÉ – Österreichs Leitstelle für Elektromobilität bei der Bundesagentur AustriaTech und beschreibt für electric WOW das hiesige Ladenetz. Gastbeitrag: Philipp Wieser, Fotos: GOLDEN HOUR PICTURES, stock.adobe.com/Anna

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as Ladenetz in Österreich zeigt, wie ein Zusammenspiel aus Staat und Verwaltung, Industrie und Betreiber sowie Kunden und Nutzer erfolgreich funktionieren kann! Wer heute noch behauptet, mit einem Elektroauto bliebe man zwangsläufig liegen, ist entweder nicht ausreichend informiert oder sitzt am Stammtisch. Tatsächlich ist Österreich mittlerweile eine der europäischen Vorreiterinnen beim Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur – nicht nur in den Städten, sondern auch in den Regionen. Der Erfolg dahinter: Das Netz wächst nicht nur schnell (auf Basis von Anzahl und Leistung), sondern auch gezielt und bedarfsorientiert.

uns abstrakter Wert, der jedoch im Jahresvergleich beeindruckend ist: In nur zwölf Monaten kamen über 400 MW neu dazu, in den letzten 24 Monaten gar 800 MW. In anderen Worten: 60 Prozent der aktuellen Ladeleistung wurden erst in den letzten zwei Jahren installiert. Damit können wir optimistisch bleiben, dass die Geschwindigkeit des Ladenetz-Ausbaus mit der stark wachsenden BEV-Flotte mithalten wird (in den ersten Bundesländern liegt der BEV-Anteil bei Neuzulassungen schon bei über 5 Prozent).

Mehr Leistung oder mehr Ladepunkte? Österreich hat in den vergangenen Jahren einen pragmatischen Ansatz gewählt und auf durchdachte Förderprogramme und verbesserte Rahmenbedingungen gesetzt. Durch LADIN, das gezielt Lücken schließt, wurden über

Vom Weinviertel ins Mürztal

Die Zukunft liegt in der klugen Verteilung der Ladeleistung pro Fahrzeug und Region.“

Nehmen wir zwei Beispiele, die den Fortschritt anschaulich zeigen. Das Weinviertel war in unseren Analyse-Visualisierungen lang als weiße, ladeinfrastrukturarme Region bekannt. Heute verfügt es über eine flächendeckende, solide Basis an Ladeinfrastruktur. Das Förderprogramm LADIN – speziell entwickelt für unterversorgte Gebiete und ein großer Erfolg – wird schon bald weitere verbleibende Nadelöhre von der Karte verschwinden lassen. Und das untere Mürztal? Noch vor wenigen Jahren eine Lade-Wüste, ist es 2025 einer der Hotspots insbesondere für Schnellladeinfrastruktur am Weg vom Norden in den Süden. Inzwischen gibt es über 27.000 Ladepunkte in Österreich mit einer theoretischen Gesamtleistung von knapp 1,4 Gigawatt – ein auch für

250 neue Schnellladepunkte in den Regionen gefördert und die Maximaldistanz zum nächsten Schnelllader hat sich um 20 Kilometer verbessert. Wir setzen als Leitstelle weiterhin auf gezielten Ausbau, damit alle Österreicher für alle Ladeszenarien – vom Langsamladen bis zum Ultraschnellladen – eine Ladesäule erreichen werden. Um den Schritt von den Early Adoptern zur batterieelektrischen Mehrheit zu schaffen, braucht es weiterhin alles: ultraschnelle 350-kW-Lader und smarte langsamere Lösungen für längere Standzeiten und Einkäufe. Die Zukunft liegt nicht nur in mehr Ladepunkten, sondern in der klugen Verteilung der Ladeleistung pro Fahrzeug und Region. Der Mix macht den österreichischen Erfolg im Ladenetzausbau aus, was unser laufendes Monitoring der EU-Ladeinfrastruktur-Daten auch beweist: Österreich bleibt einer der wenigen Staaten, der bei allen Ladeleistungs-Kategorien über dem EU-Schnitt liegt. Laternenladen für Stadtbewohner, Schnelllader beim Nahversorger, HPC-Laden an Autobahnen und Schnellstraßen für Transit und Urlaub: Ein ausbalancierter Ausbau für alle öffentlichen Ladeszenarien hat sich bewährt.

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Vorgaben und Rechtsrahmen Uns als Leitstelle ist es wichtig, die Zielsetzungen & Vorgaben, insbesondere der AFIR-Verordnung, nicht als Hürde, sondern als Chance und Wegweiser für eine vollelektrifizierte Zukunft zu sehen (und zu kommunizieren). Die AFIR bringt stark verbesserte Bezahlmethoden, Preistransparenz und Verlässlichkeit beim Schnellladen auf den Hauptverbindungsstrecken. Dass mit der AFIR auch Standards für Daten und damit Planbarkeit und Vergleichbarkeit ins System kommen, begrüßen wir sehr. Für Österreich werden die in der AFIR definierten Distanzziele für Pkw nicht ambitioniert genug sein – es wird direkt auf den Autobahnen stark über die AFIR hinaus gebaut werden müssen. Um den weiteren Ausbau zu ermöglichen, muss die aktuell geltende Einschränkung der Flächennutzung am ASFINAG-Netz geklärt werden. Nur so kann auch an Rastplätzen eine bedarfsgerechte,


Fazit und Ausblick

LADENETZAUSBAU ANZAHL Mit einem Elektroauto bleibt man zwangsläufig irgendwann liegen? Nicht in Österreich: Allein der Anstieg an Ladepunkten – egal welcher Leistungsklasse – in den letzten Jahren ist beeindruckend.

Zielsetzungen und Vorgaben sieht Philipp Wieser nicht als Hürde, sondern als Chance und Wegweiser für die E-Zukunft

Noch braucht es Anpassungen im Rechtsrahmen sowie fokussierte Unterstützung durch Programme wie LADIN – und besonders konsequente Kommunikation über die Qualität und Verlässlichkeit des Ladenetzes, insbesondere für jene, die noch kein BEV fahren. Österreich ist auf einem guten Weg, weiterhin eines der vielseitigsten und zugänglichsten Ladenetze Europas anzubieten. Doch mit dem erfolg­reichen Ausbau des Pkw-Netzes beginnt die nächste Mammut-Aufgabe: Die Elektrifizierung des Straßen-Schwerverkehrs kommt rasch auf uns zu – und die Anforderungen an Platzverfügbarkeit, Netzauslastung und Business-Case-Planung sind enorm. Dafür werden wir alles brauchen, was wir im bisherigen Netzausbau gelernt haben – und mehr! Mit gemeinsamer Anstrengung und gutem Zusammenspiel aus nationaler und EU-Verwaltung, Leitstelle & Industrie wird uns auch dieses Infrastruktur-Projekt gelingen! •

Normalladepunkte (NLP; < 23 kW) Schnellladepunkte (SLP; 23–150 kW) Ultra-Schnellladepunkte (HPC; >150 kW)

14.493 21.444 2.554

R

FAKTO

1,N6UR

4.592

IN REN 2 JAH

543 2.147

Q1/2023

Q1/2025

LADENETZAUSBAU LEISTUNG IN MW

Quelle: E-Control, tagesaktuelle Datenbereinigung durch AustriaTech / Darstellung: AustriaTech

nutzerfreundliche Ladeinfrastruktur entstehen. Wir begrüßen, dass eine rasche Lösung im Regierungsprogramm der neuen Bundesregierung verankert ist.

Knapp 1,4 Gigawatt Ladeleistung stehen nun in Österreich bereit. 60 Prozent davon wurden erst in den letzten zwei Jahren installiert! Der Ausbau hält mit der wachsenden BEV-Flotte mit. Q1/2023

Q1/2025

R

FAKTO

224

337

Normalladepunkte (NLP; < 23 kW)

207

420

Schnellladepunkte (SLP; 23–150 kW)

156

614

2,N3UR

IN REN 2 JAH

Ultra-Schnellladepunkte (HPC; >150 kW)

Über OLÉ

OLÉ ist als Leitstelle des Bundes (BMIMI) Teil der Bundesagentur AustriaTech. Sie entwickelt, koordiniert und kommuniziert Rahmenbedingungen & Unterstützungsmaßnahmen für die E-Mobilität und liefert Daten und Analysen für alle Stakeholder. Das Team der OLÉ agiert auch als Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Industrie und Verwaltung und setzt seinen Fokus verstärkt auf die Elektrifizierung des Schwerverkehrs.

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Für Sonnenkinder Capri und Sonne gehen Hand in Hand. Auch beim vollelektrischen Ford, der im aufpreisfreien Vivid Yellow die 1970er zitiert. Text & Fotos: Mag. Severin Karl

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in Fun Fact, bevor es konkret wird: Der Ford Capri wurde ab November 1968 gebaut und das Getränk Capri-Sonne kam 1969 auf den Markt – beides war in den 1970ern ein Hit. Einem Jahrzehnt, das man gern mit bunten Farben und Hippies assoziiert. Hippies werden älter, Autos elektrisch und schon steht ein sonnengelber Capri mit Heckantrieb und 598 Kilometer WLTP-Reichweite (Extended Range) vor uns.

Viel Platz, hoch flexible Ablagen Der kombinierte Stromverbrauch vom Papier ist durchaus in die Realität zu übertragen. Viel Stadt, gemächlich Überland und schnell freut man sich über 13 kWh Verbrauch, sanft gefahren sogar darunter. Dennoch waren auf unseren Wegen eher 455 Kilometer Reichweite möglich. Sobald man Autobahnetappen in den Alltag einrechnen muss, steigt der Schnitt auf 17 kWh. Wer nur flott unterwegs ist, rechnet mit 20 kWh. Größter Pluspunkt des Capri: Mit seinen irre flexiblen und großen Ablagen erfreut er jene, die immer etwas zu verstauen haben. Die Cupholder mit Inlets für kleine Dosen sind herausnehmbar, dadurch erweitert sich das Armablagenfach zum Riesenfach, in das auch Laptops passen. Hinter dem verstellbaren Touchscreen lässt sich blickgeschützt ordentlich etwas verstecken, zwei Handyablagen (eine mit induktiver Ladefunktion) warten und eine Verstaumöglichkeit eine Ebene darunter gibt es natürlich ebenso. Die knapp 600 Liter Kofferraum (samt Seitentasche für das Ladekabel)

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können sich sehen lassen. Touchtasten am Lenkrad – wer nicht akkurat den Tempomat drückt, verstellt schnell mal die Lautstärke – und die unsäglichen Fensteröffner (nur zwei Tasten, man muss vorne/ hinten umschalten) verhageln dem Capri einen guten Gesamteindruck. Die, einmal gelernt, rasche Einstellung aller wichtigen Funktionen – vor allem der Fahrassistenten – stimmt wieder gnädig. Wenn da nicht die Sache mit der Sonne wäre: Glasdach ohne Rollo soll cool sein, wir mögen die Blendung nicht. • Capri Premium Extended Range RWD 77 kWh Leistung | Dauerleistung 286 PS (210 kW) | 89 kW Drehmoment | Gewicht 545 Nm | 2.098 kg 0–100 km/h | Vmax

6,4 s | 180 km/h

Reichweite | Antrieb

598 km | Hinterrad

Ø-Verbrauch | Batterie 14,6 kWh/100 km | 77 kWh Laden AC

11 kW, 5:16 h (10–80 %)

Laden DC

135 kW, 28 min (10–80 %)

Kofferraum | Zuladung 567–1.505 l | 587 kg Basispreis | NoVA

54.990 € (45.825 exkl.) | 0 %

Das gefällt uns: der fröhliche Gesamteindruck Das vermissen wir: echte Tasten am Lenkrad Die Alternativen: VW ID.5, Škoda Enyaq Coupé Werksangaben (WLTP)

Der 14,6-Zoll-Touchscreen verdeckt – schräger gestellt – die Ablage darunter. In Rot zu sehen: Notfallhammer in der unteren Etage. Seitlich im Kofferraum: Verstaumöglichkeit für das Ladekabel. Trotz sportlichem Look viel Platz


Der lange Weg in beide Richtungen Die Idee, ein E-Auto daheim als mobilen Stromspeicher zu nutzen, ist fast so alt wie die Idee des Stromers an sich. Durchgesetzt hat sich diese Technologie aber noch nicht. Wie der Stand der Dinge ist. Text: Roland Scharf, Foto: The smarter E

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ie Idee, den Wagen einer sinnvollen Nutzung zuzuführen, nachdem daheim vor der Haustür er die meiste Zeit ja nur rumsteht, ohne benutzt zu werden, liegt quasi auf der Hand: Die verbauten Antriebsbatterien haben genug Speicher, um ein Einfamilien­ haus eine ganze Weile betreiben zu können. Im Prinzip würde man sich dann einen stationären Speicher ersparen, wenn man die Idee weiterspinnt, und streng genommen wundert man sich, warum das Thema bidirektionales Laden nicht so recht in die Gänge kommen möchte. Es tut sich zwar was, auch in Österreich. Der Durchbruch lässt aber noch auf sich warten, wenn man einmal davon absieht, dass der Gesetzgeber mit einer entsprechenden Regelung überhaupt keinen Stress macht.

unterdrückt wird, ist die Variante, Autostrom ins Netz zu laden. Hier gibt es keine Auflagen zum Thema Tarife und Bedingungen.

Die Hetz ums Netz Einen ersten Ansatz für eine passende Gesetzgebung lieferte der Verbund. Im Rahmen eines groß angelegten Projekts möchte man die grundlegenden Anforderungen sowie Bedürfnisse zukünftiger Nutzer identifizieren. Projektleiter Kurt Leonhartsberger. „Mit diesem Projekt möchten wir eine Anlaufstelle für Unternehmen sowie private Nutzer schaffen und Lösungen erarbeiten, die eine reibungslose Integration der V2G-Technologie ermöglicht.“ Konkret geht es um die Identifikation von Kundenbedürfnissen sowie die Erarbeitung potenzieller Geschäftsmodelle für bidirektionales Laden. Dazu installiert man ein Innovationsnetzwerk, in dem bereits 14 österreichische Partner aktiv mitwirken. Solang es von der Legislative aber keine Regelung gibt, wird dieses ambitionierte Projekt wohl nie über den Versuchsstatus hinauskommen.

Heimspiel Theorie und Wahrheit Grundsätzlich ist bidirektionales Laden nicht verboten, es fehlt aber an regulatorischen Rahmenbedingungen. Hier muss man aber genauer hinsehen: Was noch gesetzlich

Problemlos möglich ist indes die Variante, den Saft aus dem mobilen Speicher für die eigenen vier Wände zu verwenden. Im Rahmen einer anderen Kooperation beschäftigt sich der Verbund mit Moon, Electric Miles und dem deutschen Anbieter Ambibox GmbH mit der Machbarkeit und Realisierung und Ford ist hier sogar

schon einen Schritt weiter. Für Capri und Explorer mit der großen Batterie bieten die Kölner auch für Österreich ein Komplettangebot in Zusammenarbeit mit E3/DC an. Deren Hauskraftwerk als bidirektionale Lade­ lösung wird einsatzfertig installiert, wobei diese DC-Ladestationen für die Hochvoltbatterie im Auto eine einstellbare Entlade-Untergrenze vorsehen, die zumindest 20 Prozent beträgt, damit der Ford noch fahr­ bereit ist – und der Akku keine dauerhaften Schäden abbekommt. Die Variante des sogenannten Vehicle-to-House ist also schon Realität. Eine sinnvolle Lösung scheint sie aber trotzdem nur für jene zu sein, die nicht bereits über ein entsprechendes Heimnetzwerk verfügen. So benötigt es etwa ein intelligentes Energiemanagementsystem, das zum Beispiel situationsflexibel entscheidet, wann Solarund wann Autostrom zum Einsatz kommt. Und obendrein gehören auch die Wallboxen komplett ausgetauscht, passende Modelle gibt es erst von ganz wenigen Anbietern. •


„ Platz da“, gleich in zweierlei Sinn Mit reichlich Überholprestige und Mega-Gepäckabteil nimmt sich und bietet der Mazda CX-80 Raum. Text & Fotos: Mag. Severin Karl

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uch wenn die Modelle aus Hiroshima in den 1980ern reichlich brav des Weges kamen, machte sich der Volksmund schnell einen Reim auf die für Europa recht neue Marke: Platz da für den Mazda! Nun wird endlich ein guter Grund für diesen Spruch nachgereicht. Auftritt Mazda CX-80 mit 4.995 Millimeter Länge, als Plug-in-Hybrid 327 PS Systemleistung und nicht zuletzt 1.971 Liter Kofferraum.

Ein Mazda von Format Der mächtige Kühler erzeugt gemeinsam mit dem Format 1.890 (Breite ohne Spiegel) mal 1.710 Millimeter (Höhe inkl. Dachreling) etwas, das früher „Überholprestige“ genannt wurde, über das in Zeiten der Nachhaltigkeit aber gar nicht mehr geredet wird. Darum haben wir ja den PHEV zum Test gebeten, der mit einer 17,8-kWh-Batterie 61 WLTP-Kilometer elektrisch zurücklegen kann. Wer Autobahnen auf seinem Arbeitsweg hat, wird den 2,5 Liter großen Vierzylinder-Benziner

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dennoch oft im Einsatz haben und gern einmal auf neun Liter und 12,8 kWh Verbrauch kommen. Bei gemächlicher Fahrweise bekommt man das hohe Leistungspotenzial überhaupt nicht mit, der CX-80 bittet einen regelrecht darum, doch nicht so fest auf das Pedal zu treten. Erst im Sport-Modus zeigt das knapp 2,3 Tonnen schwere SUV, was es tatsächlich draufhat, eine Achtstufen-Automatik teilt dabei die Power ein. Ein wenig schade: Man spürt teilweise die Übergänge zwischen den beiden Antrieben; das könnte gern so verschliffen sein, wie man es seit Langem aus der Hybridwelt kennt.

Luxuriöse Alternative zum Van Hinten fallen die super-weit zu öffnenden Türen auf, sie bieten Zugang zu den beheizbaren Captain Chairs mit verstellbaren Mittelarmlehnen und auch eine dritte Reihe mit zwei Plätzen für Fahrgäste bis 1,70 Meter gibt es über den Durchgang in der Mitte zu entern. Weiches Nappaleder, klimatisierte Vordersitze, LED-Matrix-Scheinwerfer und der adaptive Tempomat mit Stop-and-go-Funktion gehören zu den Ausstattungen des Homura-Testwagens. Dreizonen-Klima, Head-up-Display, kabellose Handyverbindung und der Alexa-Sprachassistent sind bereits ab der Basis inkludiert. Wird der CX-80 als voll besetztes Shuttle benutzt, bleiben 258 Liter Kofferraum über, bleibt Reihe drei umgeklappt, sind es 687 Liter. Liegt ein großer Transport an, stehen 1.971 Liter Ladevolumen bereit, was ihn zur besonders edlen Familyvan-Alternative macht. •

Nobles Ambiente im größten Modell von Mazda, in Reihe zwei lassen Einzelsitze Luxus-Shuttle-Flair aufkommen Mazda CX-80 2.5L e-Skyactiv PHEV AWD Homura Plus mit Captain Seats Hubraum | Zylinder 2.488 cm3 | 4 Leistung

191 PS + 129 kW E-Motor

Drehmoment

261 Nm + 270 Nm E-Motor

0–100 km/h | Vmax

6,8 s | 195 km/h

E-Reichweite | Batterie 61 km | 17,8 kWh Laden AC | DC

7,2 kW, 2:20 h1 | -

Ø-Verbrauch | CO2

1,6 l S | 23,8 kWh | 35 g/km

Basispreis | NoVA

71.000 € (inkl.) | 0 %

Kofferraum | Zuladung 258–1.971 l | 566 kg Das gefällt uns: Mazda to the Max! Das vermissen wir: Feinschliff des Hybridsystems Die Alternativen: Volvo XC90 1) 0-100 %

Werksangaben (WLTP)


Dynamischer als erwartet Mit dem Geländewagen-Look des Santa Fe führt einen Hyundai ein wenig in die Irre. Text & Fotos: Mag. Severin Karl

Wie auf Wolken Ist der BYD Seal U DMi ein NSUV? Familien stört so ein No Sport Utility Vehicle nicht. Text & Fotos: Mag. Severin Karl

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YD gibt brav auch den Verbrauch ohne Aufladen an und siehe da: Die 7,4 Liter im Schnitt lassen sich locker erreichen und mit etwas Umsicht sogar unterbieten (6,5 Liter). Fährt man rein elektrisch, rechnet man mit etwa 25 kWh. Im Gegensatz zu vielen anderen PHEV-Modellen wird der Stromverbrauch ebenso brav angezeigt. Das sollte eigentlich Standard sein, schließlich ist der Strom nicht kostenlos. Beim Aufladen hat der BYD Seal U DMi einen Bonus: Selbst DC-Ladungen sind möglich, wenn auch nur mit 18 kW Leistung – in 35 Minuten ist die 18,3-kWh-Batterie damit von 30 auf 80 Prozent gebracht.

Bloß nicht härter zupacken Beim Fahren – im Alltag etwa 55 Kilometer pro Ladung rein elektrisch – lässt das 324-PS-SUV (System) Verbindlichkeit vermissen, gibt sich lieber als watteweich federndes Familienfahrzeug. Lenkung härter stellen, Rekuperation auf stark? Geht, spürt man aber kaum. Rügen müssen wir auch die Displays: Das digitale Cockpit ist überfrachtet Echte Knöpfe am Lenkrad, Digi-Cockpit, und bunt, da schaut man drehbarer Bildschirm, zwei Ladeschalen lieber auf das gute Headup-Display. Den drehBYD baren Touchscreen würde Seal U DM-i Design man gern besser unter3 Hubraum | Zylinder 1.498 cm | 4 teilen und individualiLeistung 131 PS + 150 + 120 kW E-M. sieren können, es stehen Drehmoment 220 Nm + 300 + 250 Nm E-M. schließlich 15,6 Zoll zur 0–100 km/h | Vmax 5,9 s | 180 km/h Verfügung. Wir fuhren E-Reichweite | Batterie 70 km | 18,3 kWh das Dual-Motor-Allrad1 2 Laden AC | DC 11 kW, 2 h | 18 kW, 35 min modell, das Zusatz-Modi Ø-Verbrauch | CO2 1,2 l S | 23,5 kWh | 26 g/km für Sand und Schlamm Kofferraum | Zuladung 425–1.440 l | 410 kg bereithält, zehn km/h Basispreis | NoVA 44.500 € (inkl.) | 0 % mehr Topspeed aufweist Das gefällt uns: ehrliche Papierwerte und schneller sprinten Das vermissen wir: ein verbindliches Fahrwerk Die Alternativen: Mazda CX-60 kann. • 1) 15–100 %; 2) 30–80 %

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ns erinnert der Sante Fe mit seinen abgerundeten Ecken an den Blockmalzmann – eine Werbefigur, die junge Leser wohl erst googeln müssen. Viel hilft das aber nicht, die Länge von 4,83 Metern zu kaschieren. Beim Eigengewicht von über zwei Tonnen hat Hyundai mehr Erfolg: Ein kleiner Turbobenziner und ein E-Motor arbeiten emsig zusammen und erzeugen eine unerwartete Leichtigkeit. Da tritt man gerne auf das Pedal, denn das Fahrwerk macht mit und vermittelt sowohl Sicherheit als auch ein Maß an Sportlichkeit, welches man in diesem Segment nicht vordergründig gesucht hätte.

WLTP-Reichweite erreichbar Moderne, große Display-Landschaft, doppelte induktive Ladeschale, teils echte Knöpfe, tolle Features sowie edle Material­ anmutung: Der Preis wirkt gerechtfertigt. Dieses Auto möchte man streicheln, das Alcantara fühlt sich seidenweich an. Hinten sitzt man gerne, die äußeren Plätze sind beheizbar, die Klimadüsen sinnvoll platziert, dazu kommen Rollo und DoppelCupholder für lange Fahrten. Die angegebene E-Reichweite von 54 Kilometern ist zu schaffen, das Aufladen (3,3 kW) erfolgt besser daheim. •

Wer nicht zum Aufladen kommt, rechnet mit 7,5 Liter Verbrauch. Das Leben an Bord ist ganz schön luxuriös Hyundai Santa Fe 1.6 T-GDI PHEV 4WD 5-Sitzer Prestige Line Hubraum | Zylinder 1.598 cm3 | 4 Leistung

160 PS + 72 kW E-Motor

Drehmoment

265 Nm + 304 Nm E-Motor

0–100 km/h | Vmax

9,3 s | 180 km/h

E-Reichweite | Batterie 54 km | 13,8 kWh Laden AC | DC

3,3 kW, 4 h1 | -

Ø-Verbrauch | CO2

1,7 l S | 19,2 kWh | 38 g/km

Basispreis | NoVA

68.990 € (inkl.) | 0 %

Kofferraum | Zuladung 612–1.642 l | 635 kg Das gefällt uns: Mischung aus Luxus und Offroadcharme Das vermissen wir: schnelleres Laden wäre fein Die Alternativen: VW Tayron, Mercedes GLC 1) 15–100 %

Werksangaben (WLTP)

Werksangaben (WLTP)

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O‘zapft is! Geht es um aktuelle Entwicklungen bei Ladelösungen, schaut man in Europa im Frühjahr nach Bayern: Auf der Fachmesse Power2Drive in München treffen sich die Player zu einer Leistungsschau. Text: Mag. Severin Karl, Fotos: Mag. Severin Karl, Zaptec, Compleo, KEBA, Dinitech, go-e

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olle Messehallen in München, das ganze Angebot kann man an einem Tag kaum überblicken, Zeit für Gespräche mit den Ausstellern bliebe dann gar keine. Doch nimmt man es genau, ist die Power2Drive, die sich mit Ladeinfrastruktur und Elektromobilität

beschäftigt, nur ein kleines Rädchen im Messegeschehen, 2025 vom 7. bis zum 9. Mai abgehalten. Insgesamt vier Fachmessen zur gleichen Zeit locken als „The smarter E Europe“ die Besucher an. Waren vor zwei Jahren bei unserem ersten Besuch noch zahlreiche klassische Wallbox-Anbieter zu finden, geht man nun verstärkt durch Gänge voller HPC-Charger, die sich in Ladeleistung und Zusatzfunktionen zu

übertreffen versuchen. Bei Keba führt einen sogar eine menschlich wirkende KI-Assistentin – fast wie bei einem Facetime-Call – durch den Ladevorgang. Wir waren vor Ort und haben Eindrücke und Infos zu neuen Produkten – vorrangig für den Heimbedarf – gesammelt.

ZAPTEC: EIN DUO, FRISCH AM MARKT Die Heimladestation Go 2 der Norweger ist dank Solarintegration und Vehicle-to-Grid fit für die Zukunft. Mit automatischen Updates werden neue verfügbare Funktionen und Softwareoptimierungen aufgespielt. Auf einem integrierten Display wird der Energieverbrauch transparent und exakt anzeigt. Die MID-Zertifizierung gewährleistet eine genaue Überwachung des kWh-Verbrauchs und vereinfacht nicht zuletzt die Abrechnung für das Laden von Dienstfahrzeugen zuhause. Wo Betreiber Ladevorgänge von Dritten abrechnen müssen, kommt die Zaptec Pro zum Einsatz, sie wird ab sofort standardmäßig als eichrechtskonforme Lösung angeboten. Manipulationen werden durch einen Krypto-Chip verhindert. Firmen schätzen zudem die intelligente Skalierbarkeit.

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COMPLEO WIRD BIDIREKTIONAL Ein funktionierendes Gesamtsystem aus einem Onboard-Charger (von Kostal) und einer AC-Bidi-Wallbox möchte Compleo 2027 serienreif herausbringen. Dabei richtet man sich an Autohersteller, Ladeinfrastrukturbetreiber und E-Mobilitätsanbieter. Mit echter Netzdienlichkeit (V2G) soll ein wesentlicher Beitrag zur Energiewende geleistet werden.


KEBA: LINZER LADELÖSUNGEN Bei Keba wurden auch DC-Ladelösungen bis 480 kW für ultraschnelles Laden gezeigt, etwa für das Flottenladen oder den öffentlichen Raum. Wir zeigen die neuen Wallboxen KeContact P40 und P40 Pro, die Elektroautos mit Wechselstrom (AC) versorgen. Vorgestellt wurden aber auch digitale Lösungen, etwa Software-Tools für das Energiemanagement, Monitoring-Systeme und benutzerfreundliche Schnittstellen für eine nahtlose Integration in bestehende Infrastruktur und Smart-Home-Systeme. „Die Elektromobilität spielt eine Schlüsselrolle in der Transformation des Mobilitätssektors. Unsere Lösungen stehen für Qualität ‚Made in Austria‘ und tragen dazu bei, den Übergang zu einer nachhaltigeren Mobilität zu beschleunigen, indem wir benutzerfreundliche, zuverlässige und zukunftssichere Ladesysteme bereitstellen“, erklärt Stefan Richter, CEO der Keba Energy Automation GmbH. Interessant auch der Blick in die Zukunft am Stand des Linzer Unternehmens. Mit sprachgesteuerten Anwendungen halten KI-gestützte Technologien Einzug, Ladeprozesse können so vereinfacht werden. Keba möchte auf diese Art die Richtung vorgeben.

NRGkick: NUN AUCH IN LIGHT Vom Hauptquartier in der Steiermark aus beliefert die DiniTech GmbH über 40 Länder mit ihrem NRGkick. Die flexible Ladelösung hat es in sich: Mit ihr kann überall die maximale Ladeleistung abgerufen werden, egal ob an einer Steckdose, der Wallbox oder an öffentlichen Ladestationen. Der wichtige mobile Begleiter wurde auf der Power2Drive als 11-kW-Variante NRGkick 16A Light gezeigt: kleiner, leichter, aber genauso intuitiv zu bedienen wie gewohnt.

Weiteres Highlight in München: die Flotten­lösung Charging4Fleets, die speziell für Unternehmen mit E-Fahrzeugen entwickelt wurde. Mit ihr werden das Heimladen und alle Facetten drumherum vereinfacht. Sowohl Flottenmanager als auch die Nutzer von Firmenfahrzeugen profitieren von dem intelligenten und hochflexiblen Konzept. Auch neue Features im Bereich PV-Laden waren zu sehen. Ziel: Laden mit überschüssiger Sonnenenergie ohne zusätzliche Hardware oder Installationen.

GO-E: DIENSTWAGEN-LADEN Beim Laden zu Hause ist go-e ganz groß, nun wird das Thema Dienstwagen in den Fokus gerückt. Auch diese werden daheim mit Strom versorgt, das neue go-e Charger Pro Cable garantiert, dass die Rückvergütung der geladenen kWh durch den Arbeitgeber sichergestellt wird. Bis zum Herbst soll mit dem go-e Charger Pro Cable ME zudem eine mess- und eichrechtskonforme Ladelösung erscheinen. Am Unternehmensstandort kommt der go-e Charger Pro zum Einsatz, die Umsetzung von PV-Überschussladen und dynamischem Lastmanagement gehört bei go-e zum Portfolio. Dabei kann Software von Partnern beziehungsweise der go-e-Controller eingesetzt werden. In zahlreiche Management- und Abrechnungssysteme integrierbar sind die Ladestationen durch diverse offene und dokumentierte Schnittstellen. Gezeigt wurde darüber hinaus erstmals das hauseigene Backend namens go-e Portal. Mehrfachkonfiguration, Fernwartung, Bereitstellung von Abrechnungsdaten gehören zu den umfangreichen Features. electric WOW #1-2025

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Hier steht das E für Emotionen Rimac Nevera? Völlig abgehoben. Porsche Taycan? Immer noch unleistbar. MG Cyberster und Hyundai Ioniq 5 N bieten echte Emotionen in durchaus verlockenden Preisregionen. Text: Mag. Severin Karl, Fotos: Oliver Hirtenfelder

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it teilweise wahnwitzigen Beschleunigungswerten zeigte die Elektromobilität der neuen Welle (also ab etwa 2008) eigentlich von Beginn an, dass sie nicht nur da ist, um den Planeten zu retten, sondern auch Fahrfreude bereiten darf. Doch ganz ehrlich: Tolle Zahlen auf dem Papier sind das eine, echte Emotionen im Alltag das andere. Und auch ein lustiges Sportkürzel an der Fahrzeugflanke macht noch kein Herzensauto aus einer sonst eher langweiligen Familienkutsche.

Das Flair des Erreichbaren Klar, um viel Geld kann man sich austoben, eine ZweiMillionen-Flunder wie der Rimac Nevera wird einem schon ein Grinsen ins Gesicht zaubern. Porsche bietet seinen Taycan ab etwa 105.000 Euro an. Ein bisschen im Konfigurator gespielt oder eine der schärferen Varianten gewählt und über 250.000 Euro wandern vom Konto.

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Der Redakteur im Gespräch mit Beppo Harrach, RallyeStaatsmeister 2011, der eine Rallyeschule betreibt

Für unsere Ausfahrt laden wir daher die Batterien von Modellen auf, die trotz Leistungen über 500 PS zumindest das Flair des Erreichbaren versprühen und dabei voll auf Stimmung setzen. Die chinesische Marke MG – importiert durch die Denzel-Tochter Asia Car Import Austria GmbH – stellt dafür den Cyberster GT bereit, ganz nach dem Motto „offen und herrlich“. Von Hyundai – die Hyundai Import GmbH ist ebenso im Hause Denzel angesiedelt – stößt die Topversion des retrofuturistischen Ioniq 5 dazu. Als N bietet der Koreaner zur satten Leistung zahlreiche Sport-Gimmicks. Los geht es Richtung Bruck an der Leitha, wo Beppo Harrach auf uns und die beiden Allrad-Kraftsportler wartet. Als Rallyepilot war er Entwicklungsfahrer für Erdgas-Rallyefahrzeuge, ist alternativen Antrieben also vielleicht nicht ganz abgeneigt. Los geht’s, für die erste Strecke nehmen wir mit dem Cyberster das neuere Modell am Markt.


Spektakuläre Show mit Scherentüren 2008 machte Tesla mit dem Roadster richtig Lust auf Elektromobilität, nach den USA bedient nun China das sportliche Frischluftsegment. Europa hatte und hat dem nichts entgegenzusetzen. Beim Cyberster darf man sich über ganz viel Show freuen: Es gibt eine lange Haube, das Logo der 1924 gegründeten Morris Garages, pfeilförmige LED-Blinker hinten und natürlich – Trommelwirbel – Scherentüren! Auch beim Basismodell, das unter 60.000 Euro beginnt, wird für diesen spektakulären Ein- oder Ausstieg gesorgt. Wer sich inszenieren will, für den ist der 4,54 Meter lange MG genau das richtige Spielzeug. Im Cockpit geht der unkonventionelle Zugang weiter: Der Fahrer wird von einer hoch auf­ragenden Mittelkonsole vom Beifahrer abgekapselt. Auf dessen Seite ragt ein Griff in den Innenraum, der noch einmal klarstellt: Hier dreht sich alles um die Person am Steuer! Insgesamt vier MG Bildschirme versorgen einen mit Cyberster GT Infos, drei davon sind wie ein TrypLeistung | Dauerleistung 510 PS (375 kW) | 235 kW tichon hinter dem Lenkrad angeDrehmoment | Gewicht 725 Nm | 1.985 kg ordnet. Im ersten Moment ist das 0–100 km/h | Vmax 3,2 s | 200 km/h alles ein bisschen viel, wenn sich Reichweite | Antrieb 433 km | Allrad mit der Zeit die Logik dahinter Ø-Verbrauch | Batterie 19,1 kWh/100 km | 74,4 kWh erschlossen hat, surft man wie ein Laden AC 11 kW, 5 h (0–100 %) Profi durch die Menüs. Manche Laden DC 144 kW, 38 min (10–80 %) beklagen die vom Lenkrad teilweise Kofferraum | Zuladung 200–249 l | 225 kg verdeckte Navikarte, die auf der Basispreis | NoVA 67.990 € (56.658 exkl.) | 0 % ungewohnten linken Seite angezeigt Das gefällt uns: elektrisches Open-Air-Vergnügen wird, doch es gibt im besser einsehDas vermissen wir: leichtere Einsteigervariante Die Alternativen: in diesem Marktsegment keine baren mittleren Display zusätzlich

Als GT liefert de 20-Zöller sow r MG Cyberster Allrad, Alca ie schwächer (3 510 PS. Das Basismodel ntara und l Trophy ist zw 40 PS), liefe rt aber sons ar t eine ähnlic he Show

Werksangaben (WLTP)

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und moderner Sicherheitssysteme: Um die 1.100 Kilogramm leicht waren die viel schwächeren Hecktriebler.

Leckerbissen für E-Sports-Jünger Keine historischen Bezüge bei Hyundai, dafür gefühlt Hightech bis in die kleinste Ritze. Der Südkoreaner, der sich äußerlich mit sportiven Details von den Grundversionen abhebt, ist ein echter Leckerbissen für die E-Sports-Jünger. Gefühlt tausend Einstellungsmöglichkeiten stehen bereit, um das ultimativ individualisierte Fahrerlebnis herzustellen. Selbst Rennstreckenprofile sind fixfertig hinterlegt, falls sich jemand die 118,50 Euro pro PS, Mühe macht, tatsächlich Pisten-Hopping zu betreiben. damit ist Leistung beim Hyundai Ioniq 5 Wer bei Parkmanövern besonders auf die Felgen achtN megagünstig. Viel geben möchte, findet eine drehbare 360-Grad-Ansicht Platz wie in einem des Autos auf dem Touchscreen. Auf dem Weg vom Familienauto, garniert mit Schalensitzen und Petrolhead zum Strom-Aficionado unterstützt der zahlreichen Details für Hyundai auf Wunsch mit Soundeinlagen, die einem sportliche Ausfahrten i30 N alle Ehren machen würden, sowie Schaltrucken und Auspuffsprotzen beim Herunterschalten über die Wippen, die einem das Gefühl Hyundai geben, ein DSG anzusteuern. Das Ioniq 5 N Sitzpaket N Performance muss es eine Pfeil­darstellung. Hätte klassischer gelöst werden Leistung | Dauerleistung 650 PS (478 kW) | 159 kW zur Abrundung schon sein. Die können, wir verbuchen das unter „Charakter“. Vom Drehmoment | Gewicht 370 + 400 Nm | 2.200 kg Schalensitze bieten beste UnterCruisen bis zum Heizen bietet der Cyberster ein fein 0–100 km/h | Vmax 3,4 s | 260 km/h stützung bei der Kurvenhatz, ein abstimmbares Spektrum. Vor allem offen bereitet es Reichweite | Antrieb 448 km | Allrad beleuchtetes N-Logo macht Lust Freude, dahinzugleiten und den Verzicht auf MotorØ-Verbrauch | Batterie 21,2 kWh/100 km | 84 kWh sound zu zelebrieren. Kein Dach, kein Krach – man darauf, einzusteigen. Im Vergleich Laden AC 11 kW, 7:35 h (10–100 %) wundert sich, warum die Transformation so wenige zum MG gibt es die logischere, Laden DC 260 kW, 18 min (10–80 %) Open-Air-Modelle hervorbringt. Für ein Elektroauto übersichtlichere Bedienung, wie sie Kofferraum | Zuladung 480–1.540 l | 460 kg sind unter zwei Tonnen Leergewicht Applaus wert, der Hyundai seit Langem bei eigentlich Basispreis | NoVA 76.990 € (64.158 exkl.) | 0 % Vergleich mit dem MG TF (letztes von der MG Rover allen Modellen bietet. Reinsetzen, Das gefällt uns: da werden selbst Petrolheads hellhörig Group gebautes Fahrzeug, lief unter chinesischer Regie losfahren, passt. Nur wer will, Das vermissen wir: teils hochwertigere Materialien Die Alternativen: in dieser Leistungsklasse keine bis 2011 weiter) zeigt die Nachteile schwerer Batterien taucht in die weiteren Menüs ein, Werksangaben (WLTP)

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Das Urteil vom Rallye-Profi Harrach, mit dessen Drift Company man lernen kann, wie ein Rallypilot um einen Kurs zu driften, wartet schon auf die Asiaten. „Auf den ersten Blick sieht der MG sportlicher aus, doch der Hyundai ist vom Fahrgefühl näher an einem Sportwagen dran“, konstatiert der Rallye-Staatsmeister von 2011. „Bei beiden ist die Beschleunigung enorm, da wird einem fast selber übel. Der leichtere MG ist hier natürlich im Vorteil, weil er nicht so viel schleppen muss. Wenn es in die Kurven geht, hat der Hyundai mit den breiteren Reifen und dem niedrigen Querschnitt einen Vorteil.“ Unsere Ausfahrt war im März noch auf Winterreifen, die beim Bremsen – es hatte etwa 18 Grad – natürlich keine gute Performance liefern konnten. Die reine Beschleunigung und die Traktion kommen dagegen gut an. „Die Teile haben null Schlupf!“, meint Harrach, „die ziehen weg wie ein Gummiband, das man auslässt, wirklich Die Drift Company beeindruckend!“ Auch die Reichweiten, beide ermöglicht RallyeTaxifahrten ebenso kommen über 400 Kilometer weit, gefallen dem Rallye-Profi. Nur verschätzen darf man wie das Erlernen der wichtigsten Kniffe sich nicht beim Tempo: „Früher wusste ein für saubere RallyeFahranfänger, in welchem Gang er wie schnell Drifts im Umfeld von Wien ist, so geht einem pronto die Straße aus …“ •

Es müssen ja nicht gleich über 500 PS sein … … Elektroautos mit emotionaler Note zu vertretbaren Preisen gibt es auch eine Etage darunter. Brandneu ist etwa der Mini John Cooper Works Electric (Bild unten), der mit 258 PS in 5,9 Sekunden die 100-km/h-Schwelle reißt und mit Boost-Funktion sowie spezifischer Fahrwerkeinstellung aufwartet. Startpreis knapp über 41.000 Euro. Das obere Bild zeigt den Abarth 600e, das zweite vollelektrische Modell der Skorpion-Marke nach dem 500e und generell „das stärkste Serienmodell in der Historie der Marke“, so der Importeur. 280 PS werden im limitierten Sondermodell Scorpionissima über ein mechanisches Sperrdifferenzial auf die Straße gebracht. Bei den Reifen soll Technologie aus der Formel E mitspielen, wenn es um Grip und Reichweiten-Erhöhung geht. Ab 49.000 Euro, das Basismodell mit 240 PS beginnt bei 45.000 Euro. Alfa Romeo baut auf der gleichen Architektur auf, liefert im Junior Veloce ebenso 280 PS, Sportbremsen und Tieferlegung gehören dazu: ab 48.900 Euro.

Fotos: Stellantis, BMW Group

man muss ja nicht. Ein feiner Punkt, ganz ähnlich wie beim MG: Wer gerade nicht auf Jux und Tollerei aus ist, kann es ganz gemächlich angehen lassen. Die Kids in die Schule führen, mit den Großeltern das Kaffeehaus ansteuern? Überhaupt kein Thema, alles entspannt.

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Maschiiin! Als f-Lamborghini steht der Revuelto in direkter Ahnenlinie mit dem Diablo, der sinnbildlich für den Erfolg der Band Bilderbuch wurde. Der Supersportwagen fährt heute bei Bedarf elektrisch. Text & Fotos: Mag. Severin Karl

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anft streicht Maurice Ernst über die Scherentüren des gelben Lamborghini. „Steig jetzt in mein Auto, steig jetzt in mein Auto ein …“ singt der BilderbuchFrontmann im allein auf YouTube 16 Millionen Mal gestreamten Hit „Maschin“. Auch wir haben einen gelben Lambo vor uns stehen, auch er hat Scherentüren, aber diesmal ist es kein Diablo, wie im 2013erHit, sondern ein Revuelto. Und die big news: Er bezirzt einen auch elektrisch.

Easy durch den Stau stromern Gleich die erste Fahrt nach der Abholung des Testautos gibt dem Set-up mit drei Elektromotoren und einer 3,8-kWh-Batterie recht: Es geht vor allem durch den Stau und statt bei jedem Stop-&-go einen Bruchteil der 825 Pferdchen des 6,5-Liter-Benziners auf Trab halten zu müssen, rollen wir mit sanftem Pedaldruck leise dahin. Der nächste Zweck der Elektrokomponente sind jene Momente, in denen auch Fahrer eines 1.015-PS-Lamborghini (Systemleistung-)Gewissensbisse haben: Frühmorgens oder spät in der Nacht ist es angenehm, das blaue „E“ mit Stierhörnern am Display Lamborghini Revuelto Hubraum | Zylinder

6.498 cm3 | 12

Leistung

825 PS + 3 x 110 kW E-Mot.

Drehmoment

725 Nm + 350 Nm E-Motoren

0–100 km/h | Vmax

2,5 s | > 350 km/h

E-Reichweite | Batterie k. A. | 3,8 kWh Laden AC | DC

7 kW, 30 min1 | -

Ø-Verbrauch | CO2

11,9 l S | 276 g/km

Basispreis | NoVA

678.570 € (inkl.) | 36 %

Kofferraum | Zuladung 140 l | k. A. Das gefällt uns: Hardcore-Sportler, der gleiten kann Das vermissen wir: Entweder alles – oder nichts! Die Alternativen: Ferrari SF90 Stradale 1) 0-100 %

Werksangaben (WLTP)

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Carbon-Packages, das klassische Gelb, ein Beifahrer-Display und viele Extras mehr treiben den Preis auf etwa 780.000 Euro. Voll geladen erweckt der Startknopf nur die E-Motoren, der Ladeanschluss findet sich im Frunk

zu sehen. Nicht jeder schätzt die Klang-Kaskaden des Revuelto. Für etwa 15 Kilometer reine E-Fahrten wird kaum extra eine Wallbox angeschafft. Der Ladeanschluss ist entsprechend verschämt im Frunk versteckt, ein Abstandshalter sorgt dafür, dass man die Haube auch mit heraushängendem Kabel schließen kann. Im Alltag vertraut man in diesem Segment wohl eher darauf, dass die Batterie in sechs Minuten vom ohne Abdeckung frei sichtbaren V12 voll aufgeladen wird.

Grinsend rausrollen Auch dann, wenn dieser den Hauptvortrieb übernimmt, wird der Revuelto nicht kapriziös. Bequeme Sitze und reichlich Kopffreiheit gestalten selbst Highspeedfahrten oder flottes Kurvenwedeln wie die Fahrt zum Bäcker. Bei Bedarf kann man sich vom schnellsten SerienLambo aller Zeiten das System mit Adrenalin fluten lassen: Blitzschnelle Reaktionen, brachialer Sound, Vortrieb ohne Kompromisse! Am Ende der Fahrt muss man Gelenkigkeit mitbringen, um die 1,16 Meter flache Flunder wieder zu verlassen. Zur Not: Grinsend trällernd rausrollen – „Maschiiin!“ •


Erweitertes Ladenetz Als Nutzer von UTA eCharge kann man künftig Powerdot-Stationen ansteuern. Text: Redaktion, Foto: Powerdot

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nterwegs in Frankreich, Spanien, Belgien oder Polen und die UTA eCard in der Tasche beziehungsweise die UTA eCharge App am Handy? Passt gut, denn es sind gerade 8.000 Ladepunkte von Powerdot ins Partnernetz dazugekommen. Insgesamt sind es nun 880.000 Ladepunkte in 28 europäischen Ländern, zu denen die Elektromobilitätslösung UTA eCharge Zugang bietet.

Ideal für die Reise „Unser UTA eCharge Netz bietet unseren Kunden eine sehr gute Abdeckung für eine optimale Nutzererfahrung, sei es bei lokalen Fahrten oder auf internationalen Touren. Die Kooperation mit Powerdot – dem größten unabhängigen Ladestations­ betreiber in Europa – ist eine wertvolle Erweiterung unseres Ladeangebots“, sagt Pierre Jalady, General Manager Mobility EMEA bei Edenred und CEO von UTA Edenred. Die Mission von Partner Powerdot ist eindeutig. „Schnelles und ultraschnelles Aufladen überall dort anzubieten, wo Menschen einkaufen, essen und reisen“, so Luis Santiago Pinto, CEO von Powerdot. Grundsätzlich sind die CCS-, Typ-2- und CHAdeMOStecker in der Nähe von Supermärkten, Einkaufszentren, Restaurants, Hotels und anderen stark frequentierten Standorten zu finden. Bis 200 kW Ladeleistung sind zu erwarten, angesteckt werden können Pkw ebenso wie leichte Transporter. Good News: Weitere 8.000 Powerdot-Ladepunkte, die sich derzeit in der Installation befinden, werden nach Fertigstellung ebenso in das Netz von UTA Edenred aufgenommen. •

8.000 neue Ladepunkte sind gerade dazugekommen, sie befinden sich in Frankreich, Spanien, Belgien sowie Polen und sind immer in der Nähe von wichtiger Infrastruktur

Zurück am Rathausplatz Die Wiener Elektro Tage im September gelten als größtes Event zur Elektromobilität in Österreich. Text: Mag. Severin Karl, Fotos: Barbara Nidetzky

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er Auftakt der letzten Wiener Elektro Tage war fulminant, neben spannenden Neuvorstellungen kamen die zahlreichen Besucher auch zu interessanten Vorträgen. Man hat gemerkt: Die Elektromobilität ist angekommen und keine Randerscheinung mehr.

Neues Konzept inkludiert PHEV Die Regenfälle, die zum Hochwasser führten, setzten der Veranstaltung am Heldenplatz ein frühes Ende. Für 2025 ist die Rückkehr auf den Rathausplatz angesagt, als Termin steht der 25. bis 28. September im Kalender. Wie gewohnt wird bei freiem Eintritt auf nach Marken geordneten Ständen ein Überblick zu aktuellen Elektroautos geboten. Mit einem erweiterten Konzept werden nun Plug-in-Hybride, die mittlerweile höhere E-Reichweiten und teilweise auch DC-Lademöglichkeiten bieten, integriert. Es lebe die Vielfalt! Egal ob BEV oder PHEV: Bei den Wiener Elektro Tagen kann man sich umfassend zu den Themen

Ladeinfrastruktur, Finanzierung und nachhaltigem Lebensstil informieren. Zum Fest für die ganze Familie wird die Veranstaltung durch Konzerte und ein vielfältiges Gastronomieangebot.

Fortschritt der E-Mobilität Andreas Martin, Geschäftsführer der Porsche Media & Creative und Veranstalter: „Unser klares Ziel ist es, die Transformation hin zu einer nachhaltigen, emissionsfreien Mobilität zu beschleunigen. Als offene Plattform für alle Hersteller und Marken bietet die Veranstaltung eine einzigartige Gelegenheit, den Fortschritt der Elektromobilität einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Die Vielfalt der teilnehmenden Unternehmen ist ein starkes Zeichen der Branche und verdeutlicht, dass die Mobilitätswende nur gemeinsam gelingen kann.“ Noch wurden keine konkreten Exponate genannt. Die Öffnungszeiten lauten: Donnerstag bis Samstag jeweils 11:00 bis 21:00 Uhr, Sonntag 11:00 bis 18:00 Uhr. • Nach Marken sortierte Stände bieten eine Übersicht über die aktuellen BEV- und PHEV-Neuheiten. Auch über Ladeinfrastruktur und nachhaltigen Lebensstil wird vor Ort informiert

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ZWEIRAD HÖCHSTER E-BIKE-ANTEIL IN EUROPA! Fotos: ZEG, Pirelli, THOK, Porsche Design, URWAHN, Ultraviolette

57 Prozent aller verkauften Fahrräder in Österreich waren 2024 E-Bikes, so die Mitte April veröffentlichte Analyse des VSSÖ (Verband der Sportartikelerzeuger und Sportartikelhändler Österreichs). Förderungen im Rahmen von Dienstfahrradmodellen sowie die E-Mobilitätsförderung des Klimaschutz­ ministeriums haben entscheidend dazu beigetragen. Deutliche Zuwächse verzeichneten die Kategorien E-Falträder (+ 33,8 %) und E-Transportfahrräder (+ 48,7 %). 2023 war das erste Jahr, in dem mehr E-Bikes als nicht-elektrische Fahrräder verkauft wurden, nun hat sich dieser Trend bestätigt. Fast zeitgleich zur VSSÖ-Aussendung veröffentlichte der Oberste Gerichtshof nach einem Unfall mit einem E-Bike eine Entscheidung: E-Bike-Fahrern ohne Helm, die unverschuldet bei einem Unfall am Kopf verletzt werden, kann in Zukunft eine Mitschuld angerechnet werden.

EXPANSION DES PIRELLI-E-BIKE-SHARING Cycl-e Around wurde 2021 von Pirelli als Corporate-E-BikeSharing-Projekt ins Leben gerufen. Nun bündelt der Reifenhersteller seine Kräfte mit Unicorn Mobility (UMT), um das Angebot zu erweitern – sowohl geografisch als auch inhaltlich. Unter anderem sollen Unternehmen, Beherbergungsbetriebe, Wohnanlagen und Studentenwohnheime mit passenden Lösungen angesprochen werden. Nicht zuletzt werden neben E-Bikes künftig auch andere Fahrzeuge bis hin zu Microcars angeboten. „Diese Zusammenarbeit ist ein weiterer Schritt in Richtung alternativer

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Mobilitätsformen jenseits traditioneller Verkehrsmittel. Dank der Synergie zwischen der weltweiten Strahlkraft unserer Marke und UMTs Spezialisierung auf leichte Elektromobilität erhalten Nutzer Zugang zu einem fortschrittlichen und leicht zugäng­ lichen Mobilitätsangebot, das zugleich Umweltbewusstsein und einen aktiven Lebensstil fördert“, erläutert Giovanni Tronchetti Provera, Executive Vice President Sustainability, New Mobility and Motorsport bei Pirelli. Eine App für Buchungen, Routen et cetera erhöht den Praxisnutzen von Cycl-e Around für Nutzer.


URWAHN: NEUDEFINITON DES FAHRRADRAHMENS

THOK GEHT IN DEN RENNSPORT Mit dem Rahmenset Gram dk gibt der italienische Hersteller Thok sein Debüt im MTBRennsport. Drei internationale Spitzenathleten werden es auf die Probe stellen: die Italiener Marco Tabacchi und Eric Anselmo sowie der Niederländer Wilfred Van De Haterd. Jeder des Trios erhält ein Thok mit einer maßgeschneiderten Konfiguration des Rahmens, die an seinen Fahrstil und die Anforderungen der jeweiligen Disziplin angepasst ist. Das Gram dk ist komplett aus Kohlefaser mit Mullet-Geometrie konstruiert, verfügt über eine Fox-Factory-Kashima-Federung, einen integrierten 820-Wh-Akku und bietet die Wahl zwischen zwei Motorisierungen: Shimano EP801 oder Askoll Ultra C90A – also entweder zuverlässig und vielseitig oder bärenstark. Geboten wird ein maximales Drehmoment von 110 Nm und fünf einstellbare Unterstützungsstufen. In fünf Stufen lässt sich die Tret­ unterstützung einstellen, sie reicht von 80 bis 400 Prozent der aufgebrachten Kraft. Unser Bild zeigt Anselmo, den ehemaligen italienischen Downhill-Meister, der sich für Laufräder und Pedale von Crankbrothers und Reifen von Michelin entschieden hat, um mehr Grip und Stabilität auf technischen Abschnitten zu generieren. Wer Lust hat, den drei Athleten „nachzuradeln“: Im Handel kostet das Gram dk 6.599 Euro.

Gemeinsam mit Trumpf und H+E hebt Urwahn eine neue Generation von Softride-Stahlrahmen aus der Taufe. Mit der Laser-Powder-Bed-Fusion-Technologie sollen Verbesserungen von teilweise 30 Prozent erreicht werden, angesprochen werden dabei unter anderem Gewicht, Steifigkeit und Kosten. Im Endeffekt geht es um die gezielte Schmelzung feinster Metallpulver mit Hochleistungslasern für eine außergewöhnlich hohe Material­ dichte und Präzision. Urwahn spricht von der „Leichtigkeit von Aluminium mit der Optik eines modernen MonocoqueCarbonrahmens“ und nicht zuletzt von einem „Meilenstein“.

PORSCHE-PERFORMANCE Reden wir lieber gleich über den Preis: Das Porsche eBike Sport 2025 wird mit 9.900 Euro ausgeschildert. Wer sich davon nicht abschrecken lässt und sich stattdessen freut, das Wappen der berühmten SportwagenSchmiede spazieren zu führen, bekommt einen gewichtsoptimierten Carbon-Rahmen und einen kraftvollen Shimano-EP801-Motor (bis 85 Nm). Das Rahmendesign ist vom Studio F. A. Porsche, die Entwicklung erfolgte in Zusammenarbeit mit Rotwild. Die 5. Generation des eBike Sport passt sowohl in den Asphalt-Dschungel der City als auch auf Bergpfade, der 630-Wh-Akku (bei Größe M und L, bei S: 504 Wh) übersteht selbst ausdauernde Touren. Mit dem Fox-Float-DPSDämpfer sind 100 Millimeter Federweg drin, die Fox-Float-Performance-Elite-Federgabel wird mit 120 Millimeter Federweg angegeben. Wie in Taycan und Co kann man sich auf bärenstarke Bremsen verlassen, hier sind es MaguraMT7-Scheibenbremsen mit 4-Kolben-Bremssätteln vorn und hinten. Eine richtig lässige Optik bietet der Xentis-Mount-X-Carbonlaufradsatz im Fünf-Speichen-Design.

UNTER 10.000 EURO Mit der Ultraviolette F77 Mach2 soll ein sportlich wirkendes E-Motorrad zu einem leistbaren Preis nach Europa kommen: Um 9.990 Euro gibt es 40 PS, 100 Nm, 155 km/h Topspeed und einen Sprint auf 100 km/h in 7,7 Sekunden. 10,3 kWh sollen 323 Kilometer bieten, auf flotten Runden wird dieser Wert wohl stark sinken.

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Der Saft der frühen Blitze Viele Hersteller probierten schon vor einem halben Jahrhundert, normale Autos zu elektrifizieren. Opels Ansatz beim Kadett Impuls war dagegen schon einen Schritt weiter. Text: Roland Scharf, Fotos: Werk

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eneral Motors und Opel, das war immer so eine verzwickte Sache. Auf der einen Seite des großen Teichs der Autoriese, steinreich dank Millionen an jährlich verkauften Modellen. Auf der anderen die feine Manufaktur des Adam Opel, stets experimentier- und abenteuerfreudig.

Träges Blei Echte Vorausentwicklungen? Erledigte man lieber in Detroit, wo es in den 1960ern bereits interessante Ansätze gab: Stir-Lec 1 und XP-883 waren Hybride, wobei nur der E-Motor direkten Zugriff auf die Antriebsachse hatte. Die Verbrenner (einmal ein Stirlingmotor, später ein Zweizylinder-Benziner) dienten nur dafür, die Akkus im Fall der Fälle mit Strom zu versorgen. Der Fahrer konnte sogar umschalten, ob er rein mit Strom oder im Misch­ betrieb unterwegs sein wollte und bei Geschwindigkeiten von weniger als 16 km/h (das typische Stop-andgo im amerikanischen Stoßverkehr) liefen die zwei Versuchsträger, die jeweils auf einem Kadett Coupé

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(etwas ähnlich Leichtes gab es im US-Baukasten nicht) basierten, rein elektrisch. Viel konnte (oder durfte) man da in Rüsselsheim nicht entgegensetzen. Zwar gab es 1971 Versuche mit einem umgerüsteten Opel GT, 100 Kilometer nur mit Batterie-Power abzuspulen, bloß spielte die Technik nicht so ganz mit, nach 44 Kilo­ metern waren die Bleiakkus komplett ausgelaugt.

und Kofferraum sorgte zudem für eine ausgewogene Gewichtsverteilung. Alles in allem ein Konzept, das durchaus in den Alltag zu integrieren war: Schon damals fuhr kaum jemand mehr als 40 Kilometer pro Tag, das Konzept des Impuls war also mehr als zeitgemäß. Es gab Innovation im Alltag genügend Platz für vier, der KofferOpels Blütezeit in den 1980ern verschaffte der raum lag mit 330 Litern (Serie: Tochter dann aber doch etwas Bewegungs390) immer noch im freiheit für eigene Konzepte. Der Kadett brauchbaren Bereich Impuls sollte nicht einfach nur ein und auch die Zuladung von 490 weiterer Versuchsträger sein. Eher Kilogramm gab wollte man zeigen, wie ein vollwertiges, alltagstaugliches, leistbares keinen Anlass und leichtes Elektroauto aussehen zu meckern. könnte. Hilfe suchte man sich Eine Chance dafür beim französischen Batterieauf Serienprohersteller Saft: So kamen Nickelduktion gab es Cadmium-Zellen mit 14,3 kWh Speiaber nie. Eher cherkapazität zum Einsatz, die bereits zeigte sich, dass über einen flüssigen Elektrolyt verfügten und man für eine mögliche ihre Leistung an einen 16 kW starken GleichKleinstserie etwas auf die strom-Motor abgaben. 80 Kilometer ReichKosten schauen müsste. weite und 100 km/h Höchstgeschwindigkeit Und nachdem Opel An der 220-VoltSteckdose war der waren jetzt nicht der große Knaller. Der Clou zunehmend in finanzielle Kadett Impuls in fünf war eher, dass die Akkus verhältnismäßig Schräglage geriet, ließ Stunden wieder fit für 80 Kilometer. bescheidene 310 Kilogramm wogen und nach man lieber Dinge entwiRekuperation ckeln, die schnell viel nur fünf Stunden wieder aufgeladen waren. gehörte auch schon Kohle versprachen. • Eine schlaue Verteilung der Zellen auf Motorzum Repertoire


Fotos: BMW Group, Renault Communications., Mercedes-Benz, Ford

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