WIRTSCHAFT
Auf der Leiter steil nach oben Junge Talente können im Autohaus jetzt richtig Karriere machen. Unternehmen, Berufsschulen und die FH Kufstein werten die Lehre mit einem neuen systematischen Lehrgang auf. Von Mag. Bernhard Katzinger
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ie Jugend ist die Zukunft, und das bedeutet für Österreichs Autohäuser, dass die Lehrlinge ein besonders wertvolles Asset darstellen. Nicht zuletzt die Debatte um mangelnden Stellenwert der Lehre hat Rufe laut werden lassen, diese Art der Berufsausbildung noch aufzuwerten.
In vier Stufen vom Lehrling zur Führungskraft Experten aus der österreichischen Autobranche setzen nun gemeinsam mit der Business School der FH Kufstein, Vertretern von Berufsschulen, der Industriellenvereinigung und dem Bundesgremium Fahrzeughandel und Gewerbe der Wirtschaftskammer
„Durch das neue Programm haben junge Talente die Chance, ihre Fähigkeiten auszubauen.“ Dr. Christian Pesau, Interessenvertretung d. österreichischen Automobilimporteure einen wichtigen Schritt. Die Ausbildung von kaufmännischen Lehrlingen sowie die technische Lehre mit dem Schwerpunkt Serviceverkaufsberater werden durch einen neuen hochwertigen Ausbildungsbaustein erweitert. „Das neue Programm wird die
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AUTO & Wirtschaft 10/2018
Basis für einen systematischen Karrierepfad vom Lehrling bis zur Führungskraft, ja bis hin zum Master of Business Administration, bilden“, sind Bundesgremialobmann Komm.-Rat Ing. Klaus Edelsbrunner und der designierte Bundesinnungsmeister Komm.-Rat Josef Harb überzeugt. „Ein innovatives und völlig neues Konzept in Österreich!“
Zielgruppen des Ausbildungsprogramms „Die neuen Lehrgänge ,Automobilkaufmann/-frau‘ und ,Serviceverkaufsberater/in Automotive‘ richten sich an Schüler von Pflichtschulen, AHS und berufsbildenden Schulen, die umsatteln und ihre Leidenschaft für das Automobil zu ihrem Beruf machen wollen“, sagt Mag. Diane Freiberger, Vizerektorin der FH Kufstein. „Sie können – auf die Lehre aufbauend – zum ,MBA Fokus Automotive‘ oder zum ,zertifizierten Akademischen Automobil Manager‘ aufsteigen.“ So wird das bisherige „duale System“ aus praktischer Ausbildung im Betrieb und Berufsschule um einen FH-Baustein erweitert, was auch das Image der Lehre insgesamt aufwerten soll. „Durch diese Aufwertung der Lehre erwarten wir einerseits qualifiziertere Bewerber, andererseits schaffen wir bessere Perspektiven für unseren Nachwuchs“, so Harb und Edelsbrunner. „Lehrlinge und AHS- bzw. BHS-Schulabbrecher können je nach Qualifizierungsgrad einsteigen. Das Modell wird österreichweit in Wien, Graz, Kufstein und Salzburg angeboten“, so Mag. Barbara Weiss, Leiterin Personalentwicklung und Recruiting bei der Denzel-Gruppe, die mit anderen Experten aus