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AUTO & Wirtschaft 05/17

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Mai 2017

Einzelverkaufspreis: € 8,– • GZ 03Z035333 M • P.b.b. A&W Verlag, Inkustr. 16, 3400 Klosterneuburg

BMW-HÄNDLER

WIE WIRD ES WEITERGEHEN? Seat

„Fast Lane“ bald auch in anderen Modellen?

Google

Wie Händler ihren Datenschatz heben

Versicherungen

Viele Chancen auf Ertragsmaximierung

Staatsverweigerer

Gefälschte Kennzeichen: Was soll man machen?

EXTRA für Sie! KLASSIK April2017 Mai 2017

Eine Beilage von AUTO&Wirtschaft 5/2017

Oldtimermarkt

Die Blase ist nicht geplatzt Youngtimer

Nicht alle sind Nostalgiker

Oldtimer-Rallyes Der günstigste Motorsport

Klassische Motorräder Träume aus Chrom und Stahl

Oldtimer-Aufbereitung Profi für altes Blech

Der Bedarf an Werkstätten für historische Fahrzeuge ist gegeben. Wir erklären, worauf man bei der Spezialisierung achten muss.

www.autoundwirtschaft.at

Der Markt für Oldtimer und Youngtimer boomt weiter. Wir beleuchten die verschiedenen Marktsegmente und erörtern das mögliche Potenzial für Kfz-Werkstätten.

www.autoundwirtschaft.at


Der neue

Renault KOLEOS Ab Sommer erhältlich

*

*Garantieleistung auf insgesamt 4 Jahre und max. 100.000 km Laufleistung, je nachdem, was zuerst eintritt. Kombinierter Verbrauch von 4,6–5,9 l/100 km, CO2-Emission von 120–156 g/km, homologiert gemäß NEFZ. Änderungen, Satz- und Druckfehler vorbehalten. Symbolfoto.


ANSICHT

24. Oktober, Hofburg:

Wir sehen uns!

I

ch weiß, dass Sie diese Frage etwas unvorbereitet treffen wird: Aber haben Sie am 24. Oktober schon etwas vor? Sie werden sagen, dass wir bis dahin ja noch fast ein halbes Jahr Zeit haben – und haben recht. Doch was ist ein halbes Jahr, wenn man eine große Veranstaltung planen muss? • Jene, die schon länger in der Branche sind, ahnen, worauf ich hinaus will: Richtig, auf den 10. A&WTag. Der findet heuer nämlich am 24. Oktober statt. Der Ort bleibt gleich: das noble Ambiente der Hofburg zu Wien. Und weil es von dort nur zwei Gehminuten zum Amtssitz des Bundespräsidenten sind, haben wir angefragt, ob Alexander Van der Bellen uns die Ehre seiner Teilnahme gibt und den Gewinner des „Athene“-Preises ehrt (siehe Seite 63). • Ein grüner Bundespräsident bei der größten Tagung der österreichischen Kfz-Branche: Das wäre doch etwas! Es wäre sicher auch spannend, ein paar staatstragende Worte des ehemaligen Universitätsprofessors zur Zukunft der Autobranche zu hören. Aber noch haben wir keine Zusage aus dem Büro des Präsidenten. • Im Kalender anstreichen sollten Sie sich den 24. Oktober aber auf jeden Fall. Unser Team arbeitet mit Hochdruck an einem interessanten Programm mit internationalen Referenten und allen österreichischen Branchengrößen. • Wir haben uns in den vergangenen Jahren einen guten Ruf aufgebaut, den wir weiter ausbauen wollen. Viel Spaß bei der Lektüre dieser Ausgabe wünscht Ihr

Was uns seit 30 Jahren bewegt …

Im Jubiläumsjahr von AUTO & Wirtschaft setzen wir unseren Weg als führender Fachverlag der KfzBranche fort – zu Ihrem Vorteil!

Mag. Mag.Heinz HeinzMüller, Müller Chefredakteur

… ist die Suche nach Top-Storys. Dafür hinterfragen wir Dinge kritisch, recherchieren am Puls der Branche und agieren dabei manchmal auch unbequem. Wir haben stets das wichtige Ziel vor Augen: Unseren Leserinnen und Lesern einen Informationsvorsprung zu verschaffen. Verändert hat sich in unserer Arbeit die komplette Struktur der Branche: Als die Zeitung erstmals erschien, war das IT-Zeitalter noch in den Kinderschuhen, Autohändler konnten den Auftritt ihres Betriebes weitgehend selbst bestimmen und die Automobilentwicklung war getrieben von der technischen Innovation. • Mittlerweile treiben die Politik und der politische Diskurs die Entwicklungsabteilungen der Autohersteller an. Bestes Beispiel hierfür ist das trotz der enormen wirtschaftlichen Bedeutung des Dieselmotors stattfindende „Diesel-Bashing“. Ebenso wurde der Hype um das E-Auto von der Politik befeuert, auch wenn es zumeist bei Lippenbekenntnissen bleibt. • Hintergrundberichte finden Sie in dieser Ausgabe reichlich: Etwa die Story über die Existenzängste einiger BMW-Händler, die Internet-Tipps für die Autobranche und die Ansichten des deutschen Branchen-Pofessors Willi Diez. • So einen Aufwand betreibt kein anderer. Wir leisten uns das. Damit AUTO & Wirtschaft auch in Zukunft unverwechselbar bleibt.

Stefan Binder, MBA Geschäftsführer

AUTO & Wirtschaft • MAI 2017

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Der elektronische Informationsdienst für die österreichische Automobilbranche

ALLRAD LIFESTYLE ABENTEUER

Inhalt

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Ausgabe: 5/2017, 30. Jahrgang Cover-Werbung: Shell Medieninhaber, Anzeigenverwaltung: A&W Verlag GmbH (FN 238011 t) 3400 Klosterneuburg, Inkustraße 16 T: +43 2243 36840-0 F: +43 2243 36840-593 E: redaktion@autoundwirtschaft.at I: www.autoundwirtschaft.at Verleger: Helmuth H. Lederer (1937–2014) Herausgeber: Gerhard Lustig, DW 527 M: +43 664 8229485 E: lustig.gerhard@autoundwirtschaft.at Geschäftsführung: Stefan Binder, MBA, DW 522 M: +43 664 5285661 E: binder.stefan@autoundwirtschaft.at Redaktioneller Verlagsleiter B2B: Prok. Gerald Weiss, DW 593 M: +43 6642359044 E: weiss.gerald@autoundwirtschaft.at Chefredaktion: Mag. Heinz Müller, DW 523 M: +43 664 8221660 E: mueller.heinz@autoundwirtschaft.at Redaktion: Dr. Nikolaus Engel, DW 525 M: +43 664 8493231 E: engel.nikolaus@autoundwirtschaft.at Matthias Pilter, DW 579 M: +43 664 88368584 E: pilter.matthias@autoundwirtschaft.at Dieter Scheuch, DW 575 M: +43 664 2359052 E: scheuch.dieter@autoundwirtschaft.at Redaktionelle Mitarbeit: Prof. Dr. Willi Diez, Mag. Bernhard Katzinger, Dr. Friedrich Knöbl, Matthias Kreutzer, Katja Müller-Happe, Dr. Johannes Öhlböck, Dr. Michael Sikora Anzeigenmarketing: Uschi Ernst, DW 529 M: +43 664 8222224 E: ernst.uschi@autoundwirtschaft.at Alexander Keiler, DW 521 M: +43 664 8229487 E: keiler.alexander@autoundwirtschaft.at Werner Ecker, DW 520 M: +43 664 88368591 E: ecker.werner@autoundwirtschaft.at Hbv. und Leitung Administration: Annemarie Lust, DW 597 M: +43 664 8229479 E: lust.annemarie@autoundwirtschaft.at Grafik: graphics – A. Jonas KG 3400 Klosterneuburg, Inkustraße 16 T: +43 2243 36840-594 E: jonas.alexander@autoundwirtschaft.at Druck: Ferdinand Berger & Söhne GmbH 3580 Horn, Wiener Straße 80 Bezugspreis: Jahresabonnement (11 Ausgaben) Inland: ¤ 68,– exkl. 10 % MwSt (Einzelpreis Inland: ¤ 8,– inkl. 10 % MwSt); Ausland: ¤ 85,– Bankverbindung: Bank Austria UniCredit Group, BLZ 12000, Konto-Nr. 51844 097 901 IBAN = AT63 1200 0518 4409 7901 BIC = BKAUATWW UID = ATU57361312 Gerichtsstand: LG Korneuburg Verbreitete Auflage: 12.500 Stück Erscheinungsweise: monatlich (Juli/ August Doppelnummer) mit Supplements laut Mediadaten 2017 Grundlegende Richtung: unabhängige Fachzeitschrift für alle, die vom Kraftfahrzeug leben Manuskripte: Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos wird keine Haftung übernommen. Sie werden nur retourniert, wenn Rückporto beiliegt. Schwesterpublikationen Österreich: AUTO BILD Österreich AUTO-Information AUTO-info4you FLOTTE & Wirtschaft 4wd + ALLRADKATALOG FAMILIENAUTOS automotive GUIDE Schwesterpublikationen Schweiz: AUTO&Wirtschaft Schweiz AUTO BILD Schweiz Eurotax AutoInformation aboutFLEET

Thema BMW: Wer frisst wen?

Seite 10

Aspekte

Höhere Standzeiten bei Gebrauchtwagen

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OMV steigt bei Smatrics ein

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Thema

BMW: Der große Umbau

Handel

Seat: Versprochen, geliefert

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Slawitscheck: Mit H & H bereit für die Zukunft 15 Ford: Nach Allzeit-Hoch weiter wachsen

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Autohaus Vogl: Mit klarem Blick in die Zukunft 17

Handel

Zuwanderer-Werkstatt in Wien

Seite 20

K

KLASSI Eine Beilage

2017 Mai April2017

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5/2017

Oldtimer- und Youngtimer-Markt boomen weiter. Wir beleuchten die verschiedenen Marktsegmente und erörtern das mögliche Potenzial für Kfz-Werkstätten.

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www.autoundw

Frey: Neue Heimat für die Schmuckstücke

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Lada: Berliner Luft und Prominenz

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BMW-Klinik: Es begann im Barackenlager

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Whatchado.com: Der Ali aus Persien

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Kia: „10.001 Stück oder mehr“

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Lernreise in den Generationswechsel

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Händlerverband: „Jetzt war die Zeit reif“

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Management

WKO: Das Kammerreförmchen

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China: Deutsche Autobauer suchen Anschluss

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Statistik: Nur Kärnten lag leicht im Minus

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JATO: Fiesta ist der neue Führende

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Obereder: Fünf Jahre für die Übergabe

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Google: Kenne ich meinen Kunden?

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Umfrage: Läuft das Geschäft mit E-Autos?

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Vredestein: In der High-Performance-Liga

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Special: Versicherte Kundenbindung

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CarGarantie: 20 Jahre Kundenbindung

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Mobile Garantie: „Gebrauchte“ im Schauraum

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carplus I: Gemeinsames Komplettangebot

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carplus II: Schub für S-Pedelecs

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Garanta: Parkschaden nur bei Fremdverschulden 46 Realgarant: Kundenbindungs-App

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Porsche Bank: Jederzeit informiert

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Wirtschaft Management Was haben wir von der Reform?

Seite 29

AUTO & Wirtschaft • MAI 2017

ARBÖ: Spaß bei Pannen

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Staatsverweigerer: Kennzeichentafeln erlaubt?

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Prozess: Fehlende Spursicherheit als Mangel

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DIrekt Lage wirklich besser als die Stimmung?

Wirtschaft Was tun mit den Staatsverweigerern?

Seite 51

Gewerbe ATP-Partner schwört auf Fuchs-Öl

Seite 66

OMP: Gemeinsam für OE-Qualität

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Santander: Die Finanzierung des Traum-Bikes

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Scholz: Lego-Baukasten brachte die Idee

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Vecos: Die einfache §-57a-Überprüfung

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Gewerbe

Mobidrome: Autosuche mittels Handy-Kamera 59 Autover: Neues Netz für Hightechscheiben

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Bosch: Fehler, die in Netzen zappeln

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Athena: Ehre, wem Ehre gebührt

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Lukoil: Von Wien nach ganz Europa

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Eder: Leicht-Transporter

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Fuchs-Öl: OEM, Premium und Handschlag

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Pewag: Stillstand unmöglich

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Siems & Klein: Die schweren Geräte

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Berner: Individuelle Lösungen

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KS Tools: Die speziellen Lösungen

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Neue Produkte

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Menschen

Neuzugänge bei Suzuki Austria

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Ehrung für Renault-Händler

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Ansichten Knöbl

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Diez

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Österreich verzeichnet in den Prognosen erstmals wieder ein Wachstum über dem Eurozonen-Durchschnitt, tönt es aus der Regierungsspitze. Innerhalb nur eines Jahres seien 60.000 neue Jobs geschaffen worden und das Investitionsklima, gemessen am BIP, um 3 Prozent gewachsen. Die Faktenlage, zieht die Politik ihr Zwischenergebnis, schaut positiver aus als die Stimmung, die mitunter verbreitet wird. • Der vor allem von Klein- und Mittelbetrieben dem politisch interpretierten Aufschwung entgegengehaltene Pessimismus sei Jammern auf hohem Niveau. Die Automobilimporteure lassen den heimischen Automarkt boomen wie selten zuvor. Die E-Mobilitätsförderung mit 1.600 Anträgen eingerechnet, lassen den Automarkt im 1. Quartal 2017 gleich um 12,8 Prozent anschwellen. Von 356.000 Jahresneuzulassungen ist bereits die Rede. Mit Tageszulassungsrekorden wird ein breiter und nachhaltiger Ansatz zur Effizienzsteigerung aller in Diskussion stehenden Automobilitätsformen formuliert, assistieren Österreichs Automobilimporteure der Politik. • Neben allen Schwierigkeiten und ungelösten Problemen in der Automobilwirtschaft ermahnt mich ihr Vorsitzender Günther Kerle, müssten auch die positiven Aspekte dieser interessanten Branche aufgezeigt werden. Und nicht nur die Stückzahlen, auch die Erträge der Händler seien in den vergangenen zwei Jahren merkbar gestiegen, wofür es unzählige Beispiele bei jeder Marke und in jeder Größe gäbe. Jedenfalls bestünde kein Grund zum Jammern. Siehe dazu Kerles Brief auf der Leserbriefseite. • Da klingt leise Verachtung für jene durch, die sich um die hohen Belastungen zum Erhalt von Standards und Verträgen in den Autohäusern der Zukunft Sorgen machen. Natürlich, gejammert wurde schon immer. Vor 30 Jahren zum Beispiel, als AUTO & Wirtschaft gegründet wurde, um seither der oft selbstgefälligen Branche den Spiegel vorzuhalten, lagen die Margen bei 13, heute bei 0,5 bis 1,5 Prozent pro verkauftem Auto. Wenn am Ende des Jahres vielleicht 2 Prozentpunkte auf der Habenseite stehen, geht vielen angesichts des damit verbundenen Kostenaufwandes finanziell die Luft aus. • Neben dem politischen Druck gegen die motorisierte Mobilität kommt die Netzbereinigung zum Tragen. Alles kein Grund zum Jammern. Klagen ist kein gutes Pflaster für Zahlenträume. Ihr

Gerhard Lustig, Herausgeber

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ASPEKTE

Tageszulassungen beliebt

Juristische Empfehlungen in Tulln Eine tollte Initiative setzte am 19. April Wolfgang Hummel, Tullner Autohausbesitzer und Bezirksinnungsmeister. Er lud Anwalt Dr. Johannes Öhlböck zum Vortrag. Am Bild (v. l.): Öhlböck, Landesinnungsmeister Karl Scheibelhofer, Maximilian und Wolfgang Hummel, Gerd Bernd Lang (Castrol Obereder).

Mehr Insolvenzen, aber weniger Passiva Laut einer Statistik des KSV 1870 schlitterten in den ersten 3 Monaten dieses Jahres 58 Unternehmen im Bereich Transportmittel/Kraftfahrzeuge in die Insolvenz, das waren um 23,4 Prozent mehr als im 1. Quartal 2016. Erfreulich ist hingegen, dass die Höhe der Passiva heuer von 10,9 Millionen auf 8,9 Millionen Euro gesunken ist.

Zweite Romy für B. Ernst Knapp 10 Millionen Zuseher im deutschsprachigen Raum bescherten dem Multiunternehmer (Mazda/Yamaha-Fahrzeughandel, Immobilien, Hotel, Film) Komm.-Rat Prof. Burkhard W. Ernst für seinen mit Cult Film produzierten und von Drehbuchautor und Regisseur Rupert Hennig konzipierten TV-Krimi nach 2009 seine zweite Romy in der Kategorie „Bester Produzent TV Film“. Gewürdigt wurde sein Fimschaffen für die Tatort-Folge „Schock“. Schauspielerin Violetta Schurawlow hob in ihrer Laudatio die Bedeutung eines guten Produzenten als Schaltstelle zwischen Kreativen und Nicht-Kreativen, dem Geld und den Inhalten für jedes Filmprojekt hervor.

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In den ersten drei Monaten dieses Jahres wurden in Österreich 6.993 Tageszulassungen registriert, das ist ein Plus von 71,6 Prozent im Vergleich zum 1. Quartal 2016. Zurückzuführen ist diese Steigerung vor allem auf die Aktivitäten von Hyundai (2.757 Stück), gefolgt von Peugeot (675), Audi (531), Ford (502), Nissan (467), Mitsubishi (404), Fiat (316), Renault (313), Citroën (189) und Toyota (121). Das stärkste Plus, nämlich 104,5 Prozent gab es bei den Tageszulassungen im März, gefolgt vom Februar (60,6) und Jänner (39,3 Prozent).

Citroën-Chefin auf Händlertour Aigline James, seit März Chefin des österreichischen Citroën-Importeurs, hat es sich zum Ziel gesetzt, möglichst rasch das Händlernetz kennenzulernen. Ihr Ziel ist es, den Marktanteil der französischen Marke zu erhöhen. Eine große Rolle soll dabei der neue C3 spielen. Die Vorbestellungen seien sehr vielversprechend, meint James.

Eurotax: höhere Standzeiten Im März seien Gebrauchtwagen im Schnitt 70 Tage lang inseriert gewesen, ehe sie verkauft wurden, vermeldet der Gebrauchtwagen-Index der Eurotax. Das ist um sieben Tage länger als vor einem Jahr und um einen Tag mehr als im Februar dieses Jahres. Einen Grund dafür sieht der Branchenanalyst darin, dass im März mehr Gebrauchtfahrzeuge auf den Markt kamen als in der gleichen Zeit verkauft wurden. Dies sei auch die Folge der gestiegenen Zahl an Neuwagen-Verkäufen, wodurch das Angebot bei Gebrauchtfahr-

AUTO & Wirtschaft • MAI 2017

zeugen anstieg. VW wurden im Schnitt um 18.050 Euro verkauft, Audi um 26.000 Euro.


ASPEKTE

Hoher Besuch bei Toyota Anfang April war Dr. Johan Van Zyl, Chef von Toyota Motor Europe, bei Toyota Frey in Wien, um beim Importeur die Wichtigkeit des Hybridantriebs zu unterstreichen. In Österreich wurden in den vergangenen Jahren von Toyota und Lexus gemeinsam bereits mehr als 15.000 Hybrid-Fahrzeuge verkauft. Der Anteil dieser Autos bei Toyota und Lexus liegt derzeit bei 41 Prozent, damit ist Österreich im internationalen Spitzenfeld. Am Foto: Van Zyl mit dem Toyota Mirai; das Auto mit Brennstoffzellenantrieb wird derzeit von der OMV erprobt.

Höhere Durchschnittspreise für Gebrauchte Der Durchschnittspreis für Gebrauchtwagen ist laut AutoScout 24 in Österreich im März im Vergleich zum Februar um 0,4 Prozent auf 18.305 Euro gestiegen. Die Preisentwicklung in den Segmenten war jedoch

unterschiedlich: So gab es in der Kategorie der Autos mit einem Alter von maximal 12 Monaten eine Preissteigerung von 2,4 Prozent auf 30.161 Euro. Die Preise im Segment der Fahrzeuge von 3 bis 5 Jahren sanken um 0,8 Prozent.

Großes Interesse an E-Autos Bis Mitte April habe es bundesweit bereits mehr als 1.600 Anträge auf Elektromobilitäts-Förderung gegeben, sagt Günther Kerle, Sprecher der österreichischen Automobilimporteure. Dies sei beachtlich, meint er. Über die Jahre gerechnet, seien bis dato in Österreich bereits etwa 10.300 Elektroautos zugelassen worden. Kerle nannte die Steigerung von 12,8 Prozent bei den Neuzulassungen in den ersten drei Monaten „beachtlich“: Dies sei erfreulich, so der oberste Chef der Automobilimporteure, der bis Ende März 2016 jahrelang erfolgreich als Chef von Mazda Austria tätig war. Die Analyse der Neuzulassungen ergab, dass es bei den Elektroautos im 1. Quartal eine Steigerung von 23,6 Prozent gab. Bei den benzinbetriebenen Fahrzeugen war das Plus mit 25,6 Prozent am höchsten. Im Dieselbereich lag das Plus mit 1,9 Prozent im 2. Quartal deutlich niedriger.

OMV steigt bei Smatrics ein

KMU sieht Investitionen Die Konjunkturbeobachtung der KMU Forschung Austria zeigt, dass heuer 44 Prozent der Gewerbe- und Handwerksbetriebe Investitionen planen: 22 Prozent wollen höhere, 10 Prozent ähnlich hohe und 12 Prozent geringere Investitionen tätigen als 2016. 61 Prozent der Betriebe befürchten heuer Beeinträchtigungen bei der Geschäftstätigkeit aufgrund der Preiskonkurrenz, 27 Prozent sehen Schwierigkeiten aufgrund eines Fachkräftemangels, 15 Prozent durch Lehrlingsmangel, 9 Prozent durch fehlendes Risikooder Eigenkapital und 8 Prozent erwarten Schwierigkeiten bei der Kreditaufnahme.

Ende April hat sich die OMV mit 40 Prozent am Ladenetzanbieter Smatrics beteiligt. Damit ging das Unternehmen eine Kooperation mit dem Verbund ein. Laut OMV-Vorstand Manfred Leitner (r.) engagiere man sich damit in einem neuen und schnell wachsenden Technologiebereich. Die OMV wolle gemeinsam mit dem Verbund an weiteren Projekten arbeiten. Wolfgang Anzengruber (l.), Vorstandsvorsitzender beim Verbund, sagte, dass nun drei starke Unternehmen (auch Siemens ist an Smatrics beteiligt) daran gehen würden, die Marktführerschaft in Österreich weiter auszubauen und grenzenloses elektromobiles Reisen zu ermöglichen. Die neue Beteiligung werde Smatrics einen kräftigen Schwung geben.

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Mit der Markenkraft Die Marke Opel erlebt mit Eisner in Kärnten einen ungebremsten Aufschwung, wie die Marktanteile in Klagenfurt, Villach, Spittal und Wolfsberg deutlich über dem Bundesdurchschnitt liegen. Gernold Opetniks Erfolgsgaranten sind neben seinem Team das Fußball-Engagement beim Wolfsberger AC, bei der Volksmusik mit dem Nockalm Quintett oder die zahlreichen karitativen und kundennahen Veranstaltungen Eisner bietet die professionelle Plattform für die gesamte Angebotspalette, setzt Opel perfekt in Szene. Am Südring in Klagenfurt steht die Kärntner Zentrale von Eisner Auto, Vertrieb und Service GmbH: 132 Fachkräfte leisteten im Vorjahr 990 NW-Verkäufe vor Ort und in der Filiale Wolfberg, 240 in Villach und 210 in Spittal.

Villach mit einem Opel-Marktanteil von 7,84 % ist weiter auf Expansionskurs, wächst die Filiale doch auf einem stabilen Kundenstock und neue Produkte ziehen junge Kaufschichten an.

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Spittal an der Drau mit aktuell 8,95 % Marktanteil hat sich zu einem veritablen Leistungsträger im Filialnetz von Eisner in Kärnten entwickelt. Weiteres Wachstum in den Köpfen der Belegschaft ist programmiert.


von Eisner und Opel

„Wir setzen unseren Aufschwung mit Opel weiter fort. 2016 waren es 11,26 % Marktanteil. Zudem vermarkten wir von Opel Austria noch reimportierte Marketingfahrzeuge. Auch konnten wir ins im B2B-Bereich mit Betonung auf Kunden von Klein- und Mittelbetrieben sehr gut entwickeln. Wolfsberger AC und das Nockalm-Quintett sind seit Jahren tolle Werbebotschafter für die Marke Opel wie auch für die Marke Eisner. Über diese Vermarktungsschiene verzeichnen wir gute Verkaufserfolge. Auch viele andere Künstler sind auf Opel umgestiegen: Pia Vanelly, Die Wörtherseer, Die Kaiser, Silvio Samoni u. v. m. Alle diese Künstler leisten uns wichtige Verkaufsunterstützung. So z. B. mit einem gemeinsamen Opel-Tonträger „Wohlgefühl“. Diese CD bekommt jeder Kunde geschenkt. Zudem unterstützen wir Projekte wie Licht ins Dunkel, Gernold Opetnik: United World Games, Radrennen, Leistungsgenie Messen, Landjugendfeste, Brautim Autohaus und modeschauen, Landwirtschaftsfür Eisner erfolgwettbewerbe etc. Geldsammreich in Kärntens lungen kommen karitativen Sport-, KulturZwecken zugute. Unsere Kunden und Sozialprojektszene identifizieren sich mit uns.“

Der WAC ist auf Eisner-Sponsorsocken in der Bundesliga erfolgreich

Die „Nockis“ touren mit Insignia und Zafira über 80.000 Kilometer im Jahr zu ihren Konzerten


THEMA

Der große Umbau Zuerst ließ der Importeur die Händler investieren, jetzt droht man kleineren Partnern mit der Nicht-Verlängerung des Vertrags. Im Netz herrscht Unsicherheit. Von Dr. Friedrich Knöbl

D

er Konzern hat beschlossen, sein Vertriebsnetz umzubauen. Nach deutschem Vorbild will er künftig nur noch große Händler haben. 2.000 Neuwagen pro Jahr schweben den Bayern als Ziel vor. Dabei wollen sie die bisherigen Standorte erhalten – bloß die Eigentümerstrukturen sollen sich ändern. Damit würde nur eine Handvoll selbstständiger Händler übrig bleiben. Fraglich ist, ob sich dieser phantastische Plan angesichts der österreichischen Topografie und Kundenmentalität realisieren lässt. Voraussetzung wäre, dass sich kleinere Händler von ihren Unternehmen trennen, sie an größere verkaufen. „Da gibt es ja nicht nur blutige Änderungswünsche“, verweist Ing. Martin Knöbl aus Steyr auf den erst kürzlich abgeschlossenen Verkauf von BMW Zitta an die Denzel Gruppe. „Doktor Weinmann war da schon längere Zeit auf Suche.“ Die Verkaufsabsicht hängt oft davon ab, ob sich die nächste Generation für die Führung eines Autohauses erwärmen kann. Das war bei Weinmanns Töchtern nicht der Fall.

Baumgartner geht an Unterberger Auch Christina Baumgartner kam es nicht ungelegen, dass die Tiroler Unterberger-Gruppe mit 15 Standorten zwischen Dornbirn und Freilassing an einem zusätzlichen Standort in Nenzing bei Bludenz interessiert war. Nicht zur Freude ihres Vaters, der mit seinem Herzblut das BMW-Geschäft aufgebaut, die Führung nach der Pensionierung externen

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Mitarbeitern überlassen hatte und das Autohaus Baumgartner nicht freiwillig verkaufen wollte. Dem von der BMW-Führung klar gemacht wurde, dass sein Betrieb mit knapp 4 Millionen Euro Umsatz und 28 Mitarbeitern andernfalls 2018 keinen neuen Vertrag bekommen wird. Angesichts dieser „Alternative“ konnte seine Familie das Unterberger-Anbot kaum ausschlagen. „Wir sind Ihr familiärer Ansprechpartner für Ihren BMW“: Dieser Slogan gehört seither in Bludenz der Vergangenheit an. Dass Übernahmen und Fusionen gut funktionieren können, haben die Familien Denzel und Unterberger in Innsbruck vorexerziert. Da gab es historisch gewachsen zwei BMW-Autohäuser, die sich gegenseitig die Kunden abgejagt haben. Bis man sich entschloss, dieses Geschäft gemeinsam zu machen. Daraus entstand für BMW die Fritz Unterberger – Wolfgang Denzel GmbH & Co KG (70 Mitarbeiter, 36 Umsatzmillionen) und die Denzel & Unterberger GmbH & Co KG, die mit den restlichen Marken (Volvo, Hyundai, Mitsubishi etc.) und Niederlassungen in Telfs und Kematen mit 77 Mitarbeitern auf 40 Millionen Euro Umsatz kommt. Wobei jeweils die Hälfte dieser Umsätze in die Bilanzen der beiden Muttergesellschaften einfließt.

Änderungen auch in Salzburg und Kärnten In Salzburg und Kärnten hatte sich Anfang 2016 Catharina Pappas mit ihrer CP Auto GmbH überraschend das BMW-Geschäft der Familie Frey an Land gezogen. Dieser 125 Jahre alte Familienbetrieb kam 2015 bei einer Umsatzrentabilität von 1,5 Prozent auf einen Gruppenumsatz von 125 Millionen Euro. Da dieses Geschäft zwischenzeitig voll in die Pappas Gruppe integriert wurde, dürfte eine weitere BMW-Expansion des österreichischen Mercedes-Platzhirschen kaum im Interesse der Bayern liegen. Was auch der Grund war, dass Pappas beim Verkauf von Zitta von Haus

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Ein Bild mit Symbolcharakter: Die Stimmung im Händlernetz war schon mal besser


THEMA

aus als Interessent nicht infrage kam. Da hatte es Denzel beim Zitta-Kauf dank der BMW-Mithilfe leichter. Man revanchierte sich dafür, dass Denzel bereits anlässlich der Pleite von Bruno Plattner im Oktober 2013 als Retter in der Not eingesprungen ist. Fehlendes Eigenkapital, ein hoher Personalaufwand und der steigende Konkurrenzkampf hatten diesen BMW-Betrieb im Bezirk Tulln mit 36 Mitarbeitern eine Überschuldung von 2,5 Millionen Euro beschert. Denzel übernahm 90 Prozent der Gesellschaftsanteile, beließ Plattner in der Geschäftsführung und sicherte so BMW den Standort und das Einzugsgebiet westlich von Wien.

schrumpfen zu lassen. „Da findet sich sofort ein Interessent, der einen solchen Standort mieten möchte.“ Ähnlich scheint die Situation für Franz Hütter in Braunau zu sein. Er kommt mit 20 Mitarbeitern auf 6,2 Millionen Euro Umsatz – und ist wie Pürstinger in keiner besonderen Verkaufslaune. „Wir wissen, dass es Veränderungen geben soll. Das Wer, Wo und Was ist aber noch völlig offen“, bringt Martin Knöbl die derzeitige Situation auf einen kurzen Nenner. Ohne Einvernehmen mit den Eigentümern der Autohäuser wird es jedoch nicht gehen. Da nutzen auch die Drohungen mit einem Vertragsende zur Jahresmitte 2018 nichts. Wenn diese nicht an andere BMW-Händler verkaufen wollen, hat BMW zwar künftig größere Vertriebspartner – aber keine Standorte mehr. „Wo die Reise hingehen soll, werden wir Ende Juni wissen“, gibt sich Knöbl gelassen. Wohl wissend, dass die persönliche Bindung eines Firmenchefs zu seinen lokalen Kunden nicht durch externe Konzernstrategien ersetzt werden kann. •

Was passiert in Oberösterreich? Partnerschaftlich geht es bisher auch in Linz zu. Dort gibt es die Denzel Höglinger GmbH, die mit 115 Mitarbeitern auf 66 Umsatzmillionen kommt. In den seit 1929 bestehenden Höglinger-Betrieb hat sich Denzel mit 50 Prozent eingekauft. So war es naheliegend, die Denzel Gruppe bei der bevorstehenden Umstrukturierung auch in Oberösterreich als Favorit der Bayern einzustufen. Dort müssen die BMW-Händler in Steyr, Traun und Braunau um ihre Selbstständigkeit bangen. Tatsächlich scheint jedoch der Autohausverbund von Dipl.-Ing. Gustav Esthofer das Rennen zu machen. Mit seiner Frau Christine betreibt er von Vöcklabruck aus erfolgreich den Handel mit allen VW-Konzernmarken. In Gmunden ist er mit 50 Prozent am Kia-Geschäft von Ing. Eugen Swoboda beteiligt und mit der driveME GmbH hat er den BMW-Betrieb von Ing. Udo Hermannseder nach einer Brandkatastrophe mit einem kompletten Neubau in Regau vor dem Konkurs gerettet, wofür er jetzt an diesem Betrieb mit 51 Mitarbeitern und 22 Millionen Umsatz zu 90 Prozent beteiligt ist.

„Selbstständigkeit nicht opfern“ Für Dr. Christian Pürstinger, der mit seinem Bruder mit Betrieben in Ried und Schärding als Autohaus Rachbauer GmbH den BMW-Handel und als Autohaus Pürstinger GmbH den Opel-Handel betreibt, ist das neue BMW-Gruppendenken nicht nachvollziehbar. „Wir haben die größte Marktausschöpfung, haben einen der größten Schauräume und liegen auch in der Rentabilität an der Spitze.“ Er sieht keinerlei Veranlassung, für die neue BMW-Strategie seine unternehmerische Selbstständigkeit zu opfern. „Unsere Betriebe sind voll ausbezahlt, da wird nichts verkauft.“ Er kann sich nicht vorstellen, dass vernünftige Kaufleute gut gelegene Immobilien verkaufen, um ihr Geld bei den Banken

Porträt: die Unterbergers Für den Unterberger-Clan zählt der Kauf des Baumgartner-Geschäftes nur zu den kleineren Fischen. Ähnlich anderen Firmengründern hatte Fritz Unterberger längst erkannt, dass sich im Autohandel keine vernünftigen Erträge erwirtschaften lassen. Vielleicht nimmt er sich die Familie Quandt als VorFirmenchef Komm.bild. Die Geschwister Stefan Quandt und Susanne Rat Fritz Unterberger Klatten erhalten in Kürze mehr als eine Milliarde Euro Dividende. Der Autokonzern hat 2016 etwa 6,9 Milliarden Euro Gewinn gemacht. Nach dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat soll genau ein Drittel davon als Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Die Familie Quandt besitzt 46,7 Prozent der BMW-Stammaktien. Von den 2,3 Milliarden Euro Dividende entfallen damit 1,074 Milliarden Euro auf die Quandts. Das sind 93 Millionen mehr als im Vorjahr. Umsatzrenditen von 9 Prozent wie die der BMW-Eigentümer gibt es heute allenfalls im Immobilienhandel. Den im Verhältnis dazu wenig lukrativen Autohandel, gebündelt in der Unterberger Autoholding GmbH mit Beteiligungen an den einzelnen Autohäusern samt Immobilien und die damit zusammenhängenden Geschäftsfelder wie Versicherungen und Finanzierungen, hat der Firmenchef deshalb seinen Söhnen überlassen. Dennoch kann sich dieses Unterberger-Geschäft – im A&W Händlerranking mit dreistelligen Umsatzzahlen an 12. Stelle – durchaus sehen lassen. Sechs Autohäuser stehen im grenznahen Bayern und schützen Tirol und Vorarlberg vor unliebsamen deutschen Konkurrenten. Zehn Betriebe führen BMW und Mini, die restlichen fünf „Fremdmarken“ wie Hyundai, Mitsubishi, Opel, Volvo, Land Rover oder Jaguar. Der Kommerzialrat rührt indessen mit einigen Partnern mit einer fast unüberschaubaren Vielzahl an Gesellschaften eifrig in diversen Projektentwicklungen mit. Das geht von Bergbahnen über Beteiligungen am Golfplatz Hohe Salve bis hin zu Einkaufszentren wie etwa die Kitz Galleria oder den Innpark in Kufstein. Langfristige Investitionen, die sicherlich nachhaltiger sind als das Verlegen neuer Fliesen in den Schauräumen seiner Autohäuser.

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HANDEL

„Für viele Kunden geht die Welt unter, wenn sie einen Monat auf ein Auto warten müssen“, meint Fabian Sonderegger (AH Lins) auf Seite 14

„Der März war, was Neuzulassungen und Abschlüsse betrifft, der beste Monat in der Geschichte von Ford Austria“, freut sich Generaldirektor Mag. (FH) Danijel Dzihic auf Seite 16

Autohaus Ernstbrunn mit neuem Nissan-Schauraum Die Übersiedlung der Marke Nissan an den Ernstbrunner Standort nahm die Raiffeisen-Lagerhaus Korneuburg & Umgebung eGen zum Anlass für Erneuerungsarbeiten. Mit einer großen Feier wurde am 21. und 22. April der neue Nissan-Schauraum eröffnet. Weiters wird auf die Marke Peugeot gesetzt. Als Ziel für das 1. Volljahr gibt Bogdan Strobl, MBA, Spartenleiter Technik im Raiffeisen-Lagerhaus Korneuburg & Umgebung und damit für alle 4 Standorte verantwortlich, 80 Nissan-, 30 Peugeot-Neu- und 40 Gebrauchtwagen an.

Händler unzufrieden mit Auto & Bike Klagenfurt Trotz 45.000 Besuchern auf der am Wochenende vor Ostern im Rahmen der Freizeitmesse durchgeführten Auto & Bike zieht der Kärntner Fahrzeughandel unzufrieden Bilanz mit der Veranstaltung. „Wir sind unglücklich mit dem schwachen Besuch und dem Zeitpunkt der Messe“, klagt Komm.-Rat Ing. Mag. Hubert Aichlseder, Landesgremialobmann des Kärntner Fahrzeughandels. 67 Prozent der Besucher hatten das Auto als Hauptgrund für ihren Messebesuch genannt.

Dr. Nikolaus Engel

Wie wird das Auto der Zukunft? Am besten fragen wir dazu unsere Politiker, denn die führen uns tagtäglich vor, wie sie sich die Auto-Zukunft vorstellen. Ärgerlich für sie, dass dabei das

Neue Honda-Motorräder für Wiener Polizei

Wahlvolk noch nicht

Im Beisein von Bundesminister Mag. Wolfgang Sobotka und Ing. Roland Berger, Branch Director Honda Central Europe, übernahm die Landespolizeidirektion Wien am 24. April in der Roßauer Kaserne 46 neue HondaMotorräder. Bei den Maschinen handelt es sich um Enduros der Modellreihen VFR1200X Crosstourer, VFR800X Crossrunner und NC750X. Insgesamt beläuft sich die Bestellung auf 105 Zweiräder. Seit den 1970er-Jahren setzt die österreichische Polizei unter anderem auf Motorräder der japanischen Marke.

Die nächste Frage lau-

so richtig mitmacht. tet, welche Funktion sie den Mitarbeitern im Fahrzeughandel – aber auch in den Werkstätten – bei autonom und daher fahrerlos über die Straßen streifenden

Peugeot will Marktanteil in Linz steigern

Taxis, die dem Herstel-

Ab Mitte des Jahres wird die Peugeot Autohaus GmbH/Linz-Leonding ein weiteres Haus am ehemaligen Standort der insolventen CCL in der Industriezeile eröffnen. Clemens Gradischnig, künftig Leiter beider Standorte, erklärt: „Mit Peugeot und Suzuki werden wir als Haupthändler starten. Die Marke Citroën können wir über eine Vertriebspartnerschaft mit der Autowelt Linz anbieten.“ Ziel sei eine deutliche Steigerung des Marktanteils in der Landeshauptstadt.

sie elektrisch fahren,

ler gehören und weil wenig Wartung brauchen, noch zubilligen. So bleibt offen, wer dann die prunkvollen, um Millionenbeträge errichteten und teilweise noch markenge-

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Pruckner heißt jetzt offiziell Kirchhoff Mobility

trennten Autogeschäfte

Nach Abschluss aller behördlichen Verfahren ist die Umbenennung der früheren Pruckner Rehatechnik GmbH in Kirchhoff Mobility Austria GmbH nun offiziell. Als autorisierter Porsche-Austria-Partner baut das Unternehmen seit 35 Jahren Fahrzeuge für Menschen mit Behinderung um. Die Umbenennung erfolgte im Sinn eines einheitlichen Auftritts aller elf Niederlassungen im DACH-Raum unter der Ägide des deutschen Mehrheitseigentümers, der in Iserlohn beheimateten Kirchhoff Mobility GmbH&Co. KG.

wir, dass der Wan-

AUTO & Wirtschaft • MAI 2017

bevölkern soll. Hoffen del nicht schlagartig passiert und genug Kunden bleiben, die den Vorteil des eigenen Autos zu schätzen wissen.


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HANDEL

Versprochen, geliefert Die Aktion „Fast Lane“ – ein weltweites Pilotprojekt von Seat Österreich – ist ein voller Erfolg. Auch die Händler sind überzeugt, weil sie individuell konfigurierte Leon binnen 14 Tagen liefern können. Von Mag. Heinz Müller

Mag. Wolfgang Wurm hat das Projekt mit dem Hersteller in Spanien ausgehandelt

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ie Werbung ist „schuld“ daran, dass Fabian Sonderegger, Seat-Markenleiter beim Autohaus Rudi Lins in Nüziders, selbst im Supermarkt von Kunden angesprochen wird. „Die Leute wollen wissen, was Fast Lane ist“, sagt Sonderegger. Denn viele können gar nicht glauben, was sie da im Radio hören: dass sie nämlich ein Auto (den fünftürigen Seat Leon) nach ihren Wünschen konfigurieren können (wenn auch mit Einschränkungen) und das Fahrzeug 14 Tage später beim Händler abholbereit ist. Mag. Wolfgang Wurm, Chef des österreichischen Importeurs, hatte die Aktion „Fast Lane“ Ende 2016 mit dem Werk vereinbart. Seit Jahren ist die österreichische Vertriebsorganisation in Martorell sehr gut angeschrieben, auch heuer liegt sie mit einem Marktanteil von 5 Prozent ganz weit vorn. Von Beginn an waren auch einige Händler in die Aktion mit eingebunden: Denn es ist nicht ganz einfach, den Kunden zu erklären, dass es sich nicht um einen Verkaufsschmäh (also das schnelle Absetzen irgendwelcher Lagerware) handelt, sondern dass die Autos in Spanien tatsächlich völlig neu produziert werden. Bis Ende April waren es rund 200 Stück.

Zwei Motoren, zwei Ausstattungen „Wir haben uns auf den Fünftürer beschränkt, weil wir einen Schwerpunkt setzen wollten“, so Wurm. Bewusst wurden die Versionen Style und FR ausgewählt, bei den Motoren sind es Benziner mit 86 und 125 PS. Anderes Zubehör kann frei gewählt werden. „Es handelt sich um eine erhebliche Umstellung in der Produktion, die nicht in jedem Werk zu bewerkstelligen ist“, sagt Wurm. Daher sei es vorerst nicht möglich, andere Modelle in die Aktion einzubinden – auch wenn dies wünschenswert wäre. „Wir

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müssten nicht so viel Geld für Lagerautos binden“, sagt Wurm. Die Aktion passe auch in die Zeit, die immer kurzlebiger werde. Dem pflichten auch die Verkäufer bei wie der eingangs erwähnte Fabian Sonderegger aus Nüziders: „Für viele Kunden geht die Welt unter, wenn sie einen Monat auf ein Auto warten müssen. Dabei ist es ja nicht ein Paar Turnschuhe, die sie bei uns kaufen, sondern ein Auto!“

Bisheriger Rekord liegt bei neun Tagen

Fabian Sonderegger, Seat-Markenleiter beim Autohaus Lins in Nüziders (V)

Alois Gutscher ist bei Porsche St. Pölten für Seat verantwortlich

AUTO & Wirtschaft • MAI 2017

Doch jetzt, mit der Aktion „Fast Lane“, könne man zumindest in einigen Fällen helfen: „Zum Beispiel wenn ein Auto nach einem Unfall nicht mehr zu reparieren ist: Die 14 Tage, die er auf den Leon warten muss, sind leicht zu überbrücken.“ Sonderegger hat in den vergangenen Wochen 5 Leon Fast Lane verkauft: „Ohne Ausnahme wurden sie pünktlich geliefert.“ Er glaubt, dass es in Zukunft noch mehr Kunden werden, die sich für diese Version entscheiden werden – vor allem weil die Werbung Wirkung zeigt und die Kunden ganz gezielt ins Autohaus kommen werden. Von einer „tollen Sache“ spricht auch Alois Gutscher, Seat-Markenleiter bei Porsche St. Pölten. „Wir bringen den Leon Fast Lane immer wieder ins Gespräch, wenn wir im Verkaufsgespräch draufkommen, dass es dem Kunden passen würde.“ So habe Ende April eine Kundin einen Kaufvertrag für ein solches Modell abgeschlossen, weil sie für ihren bisherigen BMW dringend einen Ersatz suchte: „Sie ist von einer Marke zur anderen gegangen. Wir waren die Ersten, die die schnelle Lieferung garantieren konnten.“ Übrigens: Der bisherige Rekord zwischen Unterschrift und Lieferung eines Leon liegt bei 9 Tagen. •


Mit H und H bereit für die Zukunft Hyundai und Honda (also H und H) bietet das Autohaus Slawitscheck neben den Hauptmarken BMW und Mini an: Ende April wurde das erneuerte Autohaus direkt an der B1 im Ybbsfelde eröffnet.

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aut Geschäftsführer Ing. Mag. Johannes Luger sind in den vergangenen vier Jahren rund 3,5 Millionen Euro in den Umbau der ehemaligen Forstinger-Halle, in eine neue Werkstätte und in ein Karosseriezentrum investiert worden; durch die Adaptierung an die jeweils gültige CI sei man nun fit für die Zukunft.

Umsatzrendite von 4 Prozent als Ziel Das Autohaus verkaufte im Vorjahr 1.071 Fahrzeuge (+6,8 Prozent), der Umsatz stieg um 8,1 Prozent auf 31,8 Millionen Euro. Bei den Werkstattdurchgängen (12.604) erfolgte eine Steigerung um 3,1 Prozent. Ziel ist es, die Verkaufszahlen um 6 bis 8 Prozent und die Werkstattdurchgänge um 4 bis 6 Prozent pro Jahr zu steigern. Dann werde man auch das mittelfristige Ziel einer Umsatzrendite von 4 Prozent erreichen, sagt Luger: „Wir waren im Vorjahr knapp dran.“ Während es bei BMW, Mini, Hyundai und Honda also gut läuft, ist für zwei andere Marken „Endstation“ im Hause Slawitscheck: Der Vertrag mit SsangYong lief Ende Februar aus, bei Isuzu wird es zu Jahresende so weit sein. Von diesen beiden Marken waren insgesamt nur etwa 10 Neuwagen pro Jahr verkauft worden. • (MUE)

(V. l.) Heinrich Slawitscheck mit Gattin Helga, Hyundai-Österreich-Chef Mag. Roland Punzengruber, Honda-Österreich-Chef Ing. Roland Berger, Geschäftsführer Ing. Mag. Johannes Luger, Mag. David Slawitscheck


HANDEL

Nach Allzeit-Hoch weiter wachsen Der März war für Ford der beste Monat aller Zeiten. Für Generaldirektor Mag. (FH) Danijel Dzihic ist das auch ein Verdienst der Familienbetriebe, die seit Jahrzehnten im Netz sind. Er schwört sie auf weiteres Wachstum ein. Von Mag. Heinz Müller

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eiße Flecken? Die kennt Mag. (FH) Danijel Dzihic, seit 3 Jahren Chef von Ford Austria, nur von Mitbewerbern. „Wir haben nicht nur 55 Händler mit 70 Standorten, sondern auch ein sehr dichtes Agentur-Netzwerk. So kommen wir auf knapp mehr als 200 Standorte. Das ist in Österreich sehr wichtig, weil wir quasi in jedem Tal und in jeder Stadt vertreten sind.“ Diese Dichte ist für Dzihic – neben der attraktiven Modellpalette – auch einer der Hauptgründe für die Erfolge, die die Marke derzeit in Österreich feiert. In der Importeurszentrale im Westen Wiens freut man sich vor allem über die Zahlen aus dem März: „Das war, was die Neuzulassungen und Abschlüsse betrifft, der beste Monat in der Geschichte von Ford Austria!“ Aufgrund der vielen Vorbestellungen gebe es in der Orderbank noch sehr viel „Munition“ für die nächsten Monate. Das zeige, dass es sich bei den Daten vom März nicht um einen Einmaleffekt – zum Beispiel getrieben durch Kurzzulassungen – handle, sondern dass die Qualität der Verkäufe derzeit sehr hoch sei.

Plan und wie im Vorjahr auf Rang 2 der Importeurswertung. Bis Jahresende wolle Ford diesen Platz verteidigen und insgesamt 1.500 Fahrzeuge mehr verkaufen als 2016. „Lieber kleine Schritte, aber kontinuierlich.“ Viel wird auch davon abhängen, wie sich der neue Fiesta verkaufen wird: Der Kleinwagen kommt im September auf den Markt und wird viele Assistenzsysteme neu in diese Klasse bringen.

Mustang und Edge bei allen Händlern? „Wenn wir im Pkw-Bereich weiter wachsen wollen, müssen die Händler aber auch verstärkt in die Ressourcen investieren. Das Verkaufen wird ja immer komplexer und die Kunden verlangen immer mehr Beratung.“ Der Händler müsse immer mehr zum Dienstleister mutieren: „Daher hoffe ich bei den Händlern auf den gleichen Elan und die Investments, die uns auch bei den Nutzfahrzeugen so stark weitergebracht haben.“ Gespräche mit den Händlern soll es noch auf einer anderen Front geben: Dzihic will klären, ob der Verkauf der Modelle Mustang und Edge und der Fahrzeuge in der Vignale-Ausstattung von den Ford Stores (von denen derzeit bereits 8 der 10 geplanten Standorte fix sind) auf ganz Österreich ausgedehnt werden kann. „Wir werden relativ rasch darüber diskutieren und dies möglicherweise noch heuer umsetzen.“ Er, Dzihic, sehe es als Vorteil, wenn alle Händler partizipieren könnten, weil dadurch die Marke und Bekanntheit der Modelle gesteigert werde. Erfreulich ist, dass die Bestandszahlen bei Ford im Vorjahr um 1,57 Prozent auf 283.473 Stück gestiegen sind: „Es ist entscheidend für die Profitabilität der Händler, dass wir seit 2010 konstant wachsen.“ •

„Lieber kleine Schritte, aber kontinuierlich“ Dzihic freut sich, dass das für den Pkw-Bereich gleichermaßen gilt wie für leichte Nutzfahrzeuge: Rechnet man die beiden Bereiche zusammen, gab es für Ford im Vorjahr ein Plus um 3.500 Einheiten auf 25.500 Stück. Dzihic weiß, dass man derart hohe Steigerungen nicht jedes Jahr schaffen kann. Daher hat er für heuer das Motto „nachhaltiges Wachstum“ ausgegeben. Nach dem 1. Quartal liege man mit einem Marktanteil von 7,15 Prozent (Pkws und leichte Nutzfahrzeuge zusammengerechnet) voll im

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Mag. (FH) Danijel Dzihic leitet seit drei Jahren Ford Austria und setzt vor allem auf Familienbetriebe

AUTO & Wirtschaft • MAI 2017


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Gegründet in Graz (r.) verfügt Vogl+Co heute über ein modernes Standortnetz, etwa in Liezen (o.)

Seit dem Ableben von Grete und Oskar Vogl liegt Vogl+Co im Eigentum einer Privatstiftung. Nichtsdestotrotz soll die steirische Größe weiter wachsen.

Rein elektrischer Antrieb nicht grenzenlos

Von Matthias Pilter

Mit klarem Blick in die Zukunft

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as Unternehmen, 1919 in Graz gegründet, wird seit 5 bzw. 3 Jahren von den beiden Geschäftsführern Mag. Harald Glauninger und Mag. Gerald Auer geleitet. Beide, seit vielen Jahren bei Vogl+Co, teilen sich die Verantwortung für die 8 Marken. Der Betrieb mit 14 Autohäusern und zahlreichen Partnern für die einzelnen Marken strukturiert seine Aktivitäten über 5 Zentren – in Graz, Kapfenberg, Liezen, Oberwart und Weiz – „wo die Händler ihre Markenwelt abbilden“ und einer größeren Anzahl aus Standorten und Partnern. „Egal, wie wir zu den Vertragsverhältnissen sagen“, so Glauninger: „Nur über das flächendeckende Servicenetz können wir die Marken zum Blühen bringen“. Im vergangenen Jahr konnten rund 7.000 Neuund 3.000 Gebrauchtwagen verkauft werden. Für dieses Jahr wird, wie bereits in der Vergangenheit, ein Wachstum über dem Marktniveau angestrebt. Auch über neue digitale Verkaufsformen wird nachgedacht: „Wir brauchen das Klassische zum Riechen, Fühlen, Zeigen und zum Erleben. Parallel versuchen wir, Alternativen zu lernen und zu entwickeln.“

Die beiden Geschäftsführer Mag. Gerald Auer (l.) und Mag. Harald Glauninger (r.)

Gegründet: Standorte: Absatz 2016: Marken: Mitarbeiter:

AUTO & Wirtschaft • MAI 2017

Auf die Elektromobilität ist Vogl+Co gut vorbereitet, alle Standorte sind mit dem Renault Z.E.-Partner-Status ausgestattet. Das ist Auer einerseits wichtig, um den Kunden regionale Ansprechpartner zu bieten, aber auch die Mitarbeiter auf die Hochvoltsysteme entsprechend ausgebildet zu wissen. Hilfreich ist im Verkauf die Förderung, die in der Steiermark bis zu 5.000 Euro beträgt. In den ersten 4 Monaten lag der E-Anteil bei Renault bei 11 Prozent, im April bei 15 Prozent – ganz vorn der Zoe. Kauften bisher viele Kunden ein E-Auto als Zweitwagen, wird durch die Reichweiten-Verlängerung beim Zoe dieser öfter zum Erstauto, bestätigt Auer, der beim rein elektrischen Antrieb eine „natürliche Grenze“ zwischen 20 und 25 Prozent Anteil am Motorenmix sieht. Etwaigen Rückgang in der Werkstatt möchte Glauninger durch Steigerungen anderswo wettmachen: „Wenn wir Geschäfte in der Werkstatt verlieren, müssen wir einfach mehr thermische Fahrzeuge verkaufen, um das Delta auszugleichen.“

Mit neuen Ideen in die Zukunft Zusätzlich möchten die beiden Geschäftsführer allfällige Rückgänge über neue Ideen mit dem Automobil anders verdienen: „Wir machen uns intensiv Gedanken, wie Mobilität der Zukunft als Anbieter ausschauen kann.“ • 1919 14 in der Steiermark und im Süd-Burgenland 10.000 Neu- & Gebrauchtwagen Renault, Dacia, Nissan, Abarth, Fiat, Jeep, Fiat Professional und Alfa Romeo 340 www.vogl-auto.at

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HANDEL

Neue Heimat für die Schmuckstücke Mitten im Bau befindet sich der neue Schauraum für Jaguar/Land Rover von AutoFrey in Salzburg. Dieser soll zu weiter steigenden Verkaufszahlen bei beiden Marken beitragen.

bleiben. Parallel zur Eröffnung des Schauraums im Herbst plant AutoFrey die Einführung des neuen Range Rover Velar.

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er neue Schauraum in der Alpenstraße 51 mit 500 Ausstellungsfläche m2 soll nach der Fertigstellung mehr als 10 Fahrzeugen Platz bieten. In den Planungen von Geschäftsführer Mag. Josef Roider spielt auch das Thema E-Mobilität eine wichtige Rolle: Alle Stellplätze erhalten Leerverrohrungen für künftige Wallboxen. In den neuen Showroom investiert AutoFrey rund 1,9 Millionen Euro. Weitere 300.000 Euro fließen in die Adaptierung (u. a. neue CI) der Kundenannahme und Servicewerkstätte, die am bisherigen Standort Alpenstraße 85

Ziel 2017: bis zu 4.000 Autos verkaufen

Für mehr als 10 Fahrzeuge ist der neue Schauraum in der Alpenstraße 51 ausgelegt

Angesichts eines neuen Verkaufsrekords und einer Absatzsteigerung um 5 Prozent zeigt sich Roider mit dem Jahr 2016 sehr zufrieden. Mit den Marken BMW, Mini, Jaguar und Land Rover konnten 1.844 Neu- und 1.712 Gebrauchtwagen abgesetzt werden. Mit +30 Prozent auf 1.356 verkaufte Neufahrzeuge bei BMW sicherte sich AutoFrey die Auszeichnung „Excellence in Sales“: Österreichweit wurden die meisten BMW-Modelle abgesetzt. Für heuer plant die Frey-Gruppe eine weitere Steigerung. Über die Standorte Salzburg, Hallwang, St. Veit im Pongau sowie Villach sollen bis zu 4.000 Neu- und Gebrauchtwagen verkauft werden. • (MPI)


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Berliner Luft und Prominenz

Vor dem Congress Center BerlinBrandenburg stand die Vesta-Flotte für Fotos und Probefahrten bereit

Im Rahmen der Präsentationstour der neuen Lada-Baureihe Vesta wurde die Neukonstruktion nicht nur den Lada-Händlern der Hauptstadtregion Berlin vorgestellt, sondern Interessenten für den Vertrieb im neuen, qualifizierten Vesta-Netz.

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it dem modernen Fronttriebler startet der für Österreich und Deutschland verantwortliche Importeur Lada Automobile komplett neu durch.

„Made in Russia“: Das Update überrascht Die Reihe der Vesta-Präsentationsveranstaltungen war am traditionellen Lada-Standort Neu-Wulmstorf bei Hamburg gestartet worden, dann folgte der Launch Event im Autohaus Koinegg in Eisenstadt. Auch in Berlin konnten sich sowohl bestehende Partner als auch am Lada-Vertrieb Interessierte sowie die Presse einen Eindruck verschaffen, welche Automobile „Made in Russia“ heute im Autowerk in Togliatti vom Band laufen – nicht

Max Missana, Exportdirektor von AvtoVAZ (Mitte), mit Wilfried Marschalek (l.) und dem Übersetzer

zuletzt dank der Beteiligung von Renault-Nissan, die sich in Komponenten und Qualität beim Lada Vesta auswirkt. Die Bedeutung des Fahrzeugs für den Hersteller unterstrich auch die Teilnahme von Exportdirektor Max Missana bei der Vorstellung im Congress & Event Center Berlin-Brandenburg. Die nächsten Präsentationen im Rahmen der Tour sind ab 18. Mai im Ruhrgebiet, im Raum Stuttgart und Frankfurt geplant. Der Abschluss der Präsentationsreihe wird Mitte Juni in Österreich sein. • (ENG)


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In dieser Serie stellen wir in unregelmäßigen Abständen Unternehmen aus der Kfz-Branche vor, deren Chefs Migrationshintergrund haben. habe, waren meine Eltern am Boden zerstört.“ Doch Lehrherr Karlburg war vom technischen Verständnis seines Schülers so angetan, dass er ihn sogar adoptieren wollte. Nicht zur Freude seines Vaters. „Meinen Sohn verkauf’ ich nicht“, sagte dieser. Daher wurde Tomasevic abrupt zwei Wochen vor der Gesellenprüfung von seinem Vater in die Peugeot-Klinik unter der Leitung des legendären „Joschi“ Walter verfrachtet.

Es begann im Barackenlager Die „BMW-Klinik“ von Radovan Tomasevic in Wien-Ottakring ist ein beliebter Anlaufpunkt für jene BMW-Fahrer, denen die schicken BMW-Vertragswerkstätten zu teuer sind. Von Dr. Friedrich Knöbl

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haaß Kolaric, du haaßt Kolaric. Warum sogns’ zu dir Tschusch?“ Das war in den 1970er-Jahren der Slogan eines Plakates, um mehr Verständnis für Zuwanderer zu wecken. Das war auch die Zeit, als es den kleinen Radovan Tomasevic mit seinen Eltern aus dem serbischen Dorf Misar nach Wien verschlug. „Damals haben sie bei uns Braunkohle entdeckt und den Ort abgesiedelt“, erinnert sich Tomasevic an die kleine Völkerwanderung in ein kleines Barackenlager in Wien. Eine reguläre Arbeitserlaubnis gab es nur für wenige. „Plötzlich sind alle verhaftet worden, weil sie illegal hier waren.“ Der damals Vierjährige blieb mit seinen Eltern verschont. „Mein Vater war 35 Jahre beim Lugner, meine Mutter ging Fenster putzen“, sagt Tomasevic. Seine Eltern wollten dem Sohn eine gesicherte Zukunft schaffen. „Ich war damals in der Volksschule das erste und einzige Ausländerkind.“ Er durfte im Park nur mit Wiener Kindern spielen und schaffte es zum Klassenbesten in Deutsch. „Damals bin ich täglich bei der Werkstätte von Friedrich Karlburg gestanden und habe zugeschaut“, erinnert er sich. So war für ihn klar, dass er Automechaniker werden will. Und nicht Fernsehmechaniker mit sauberen Händen, wie das seiner Mutter vorgeschwebt ist.

Technisches Verständnis schon als Lehrling Zu dieser Zeit hatte sich der renommierte Kfz-Meister Karlburg erstmals – und auch das einzige Mal – entschlossen, einen Lehrling aufzunehmen. „Als ich deshalb bei Siemens um meine Kündigung ersucht

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Treuer Ersatzteilkunde bei BMW Die Meisterprüfung war für Tomasevic die Voraussetzung für seinen Traum von Selbstständigkeit, 1995 war es endlich so weit. Innungsmeister Werner Fessl und sein Beisitzer Gerhard Sprinzl waren von seinem Wissen so begeistert, dass er schon drei Monate später selbst zum Prüfer ernannt wurde. „Ich habe dann selbst Lehrlinge ausgebildet; zwei davon haben in Wien den ersten Platz gemacht.“ Dieses Wissen war auch die Voraussetzung für sein Firmen-Logo „BMW -Klinik“. „Die Idee habe ich von der Peugeot-Klinik übernommen.“ Natürlich waren die Münchner von dieser Idee nicht so begeistert. Sie wollten wissen, mit welchem Diagnoseprogramm er arbeitet. „Das Carsoft von Birner hat mich einmalig bloß 1.200 Euro gekostet, das Ersatzteilprogramm war sogar gratis“, schmunzelt Tomasevic. Da er überdies ein treuer Ersatzteilkunde ist, blieb er in der Folge unbehelligt.

Nach schwerem Unfall geht es wieder aufwärts Ende 2005 wurde Tomasevic von einer Geisterfahrerin auf der Autobahn abgeschossen. Tomasevics Beifahrer war mit Genickbruch auf der Stelle tot, er selbst saß ein Jahr im Rollstuhl, brauchte sieben Jahre Krücken und sah trotz 50-prozentiger Invalidität bisher nur eine Entschädigung von 30.000 Euro. Ohne Hilfe seines Schwiegersohns und vieler Freunde hätte er seine BMW-Klinik zusperren müssen. Inzwischen ist auch sein Sohn Aleksandar voll im Betrieb integriert, es geht wieder aufwärts. •

AUTO & Wirtschaft • MAI 2017

Radovan Tomasevic wird von seinem Sohn Aleksandar unterstützt


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Der Ali aus Persien Er lebte im Flüchtlingslager, wechselte 40-mal den Job und ist dennoch erfolgreich: Die Geschichte des Ali Mahlodji hat auch viel mit der Autobranche zu tun.

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enn ein Kind mit seinen Eltern schlagartig und über Nacht vor Revolutionsführer Khomeini aus Persien flüchten musste, durfte es 1982 in Österreich keine großen Erwartungen hegen. Auch das Flüchtlingslager Traiskirchen kann da nicht als besondere Referenz gewertet werden. Und wenn ein Junge wie Ali Mahlodji dann auch noch die Schule abbricht, zu jobben beginnt und 40-mal den Job wechselt, scheint es sich um eine gescheiterte Existenz zu handeln. Doch Ali zeigt mit seiner vor fünf Jahren gestarteten Plattform www.whatchado.com, wie man trotz aller Hürden zum erfolgreichen Unternehmer wird. Drei Jahre musste die Familie auf einen Asylbescheid warten. „Mit zehn hatte ich noch alle meine Klamotten vom Roten Kreuz“, sagt Ali. Er weiß, wie schwer es ist, sich unter solchen Umständen durchzusetzen. „Aber meine Eltern haben mir klar gemacht, wie wichtig für mich die Sprache ist.“ Jetzt hält er vor den verschiedensten Gremien – etwa auch zum Thema „Smart Commerce“ vor dem Handelsverband in Wien – jährlich rund 150 Vorträge und Impulsreferate. Denen man nicht anmerkt, dass Ali einst wegen eines plötzlich aufgetretenen Stotterns die Matura nicht schaffen konnte.

erfolgreiche Leute über ihren Weg zum Erfolg zu befragen – und diese Interviews ins Internet zu stellen. Bisher kamen so knapp 6.000 kurze Videos als eine Art Handbuch kurzer Lebensgeschichten zusammen. „Sie sollen den Jugendlichen helfen, keine Angst vor der Zukunft zu haben.“ Alis Rezept scheint zu funktionieren. Unterstützt wird er dabei von rund 200 Partnern aus dem B2B-Bereich, deren Mitarbeiter über ihre eigenen Einstellungen zum Lernen und zur Arbeit schildern. „In unserem Hirn ist die Neugierde einprogrammiert.“ Mit seinen Videos will er die Neugierde seiner Besucher befriedigen und die Lust zum Lernen fördern. „Niemand zwingt ein Baby, seine Sprache zu lernen. Niemand sagt ihm, es soll keine Fehler machen. Das kommt erst später in der Schule.“ Dieses natürliche Lernbedürfnis sollte später von jedermann bei jeder Arbeit berücksichtigt werden.

Homepage hat viele Besucher

Ein Mann mit vielen Ideen: Ali Mahlodji

„Keine Ahnung, was sie wollen“ „Ich habe alles nebenberuflich nachgeholt.“ Mahlodji werkte in seinen diversen Jobs etwa als Unternehmensberater und landete schließlich beim Lehrberuf. „Da habe ich gemerkt, dass die Schüler keine Ahnung hatten, was sie tun wollen.“ Denn diese bekommen extern immer viele Ratschläge. „Mir hatte man früher zu einem Job in einer Bank geraten – wegen deren Prestige.“ Seit der Pleite der Lehmann Brothers sei das dann ganz anders gewesen. Da legte man ihm eine Bewerbung bei VW ans Herz. „Auch dieses Image schaut heute ganz anders aus.“ So kam er auf die Idee, querbeet

„Dazu muss ich wissen, wie unser Gehirn funktioniert.“ Dies sei auch bei der individuellen Jobauswahl von entscheidender Bedeutung. „In einen Diesel fülle ich auch kein Benzin ein.“ Aus Alis Erfahrungen wird den Jugendlichen zu wenig nahe gebracht, welche Tätigkeiten zu ihnen passen und über welches Potenzial sie verfügen. Das gilt auch später im Berufsleben – und auch bei jedem Jobwechsel. „Wir müssen die Leute nicht dazu bringen, etwas gut zu tun, sondern etwas gerne zu tun.“ Dies ist für ihn ein sicherer Weg, bei der Arbeit ohne Kommandos und Belehrungen Fehler zu vermeiden. Inzwischen ist Whatchado längst den Kinderschuhen entwachsen. 60 Mitarbeiter aus 15 Nationen betreuen monatlich rund eine Million Besucher dieses Web-Portals mit Sitz in Wien. Partner wie die Porsche Holding, BMW oder Bosch nutzen die Möglichkeit, unter diesen Besuchern den einen oder anderen interessanten Nachwuchs zu entdecken. Stolz kann Ali auf 20 internationale Auszeichnungen verweisen, in Brüssel wurde er zum EU-Jugendbotschafter für alle unter 30 ernannt. „Einst war ich ein Fehler im System. Heute inspiriere ich weltweit Menschen, ihren eigenen Weg zu gehen.“ Ihm ist es erfolgreich gelungen, nicht nur Jugendlichen neue Perspektiven zu vermitteln. • (KNÖ)

Auf der Homepage kann man sich über viele verschiedene Berufe informieren, natürlich erzählen auch Kfz-Techniker über ihre Erfahrungen

AUTO & Wirtschaft • MAI 2017

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DAS Fache Fuhrparks, Flottenbet BeST PRAcTice & ein BlicK in Die zUKUnFT 550 Besucher haben sich im Vorjahr zur 2. FLEET Convention in der Wiener Hofburg eingefunden, um sich rund ums Thema Firmenauto zu informieren. Heuer findet das größte derartige Event in Österreich am 7. Juni statt, ein Blick auf die ausstellenden Firmen sowie das Programm offenbaren bereits die geballte Ladung an Know-how und Information. Nach einem kurzen Ausblick auf die Daten und Zahlen des österreichischen Flottenmarktes durch Roland Strilka von Eurotax folgt ein Ausblick auf das Thema „Connected Car im Fuhrpark“ durch Harald Trautsch, den Gründer und CEO des Datenspezialisten Dolphin Technologies. TÜV Austria Automotive Geschäftsführer Christian Rötzer schließt hier mit den Themen „e-fleet“ und „new mobility“ an, danach geht’s mit Tobias Kern, Managing Partner von fleetcompetence international um die Herausforderungen und Chancen beim Outsourcing. Als Abschluss des Vormittags präsentiert Henning Heise als Obmann des neu gegründeten österreichischen Fuhrparkverbandes den Status quo. Nach der Mittagspause – hier finden wie bereits am Morgen Marktplatzreferate direkt an den Ständen statt – unterhält Sie das Comedy-Duo Heilbutt und Rosen. Bernd Kullmann, Fuhrparkleiter der Ideal Lebensversicherung Berlin, spricht anschließend über Schadensvermeidung. ÖAMTC Verbandsdirektor Oliver Schmerold gibt im Anschluss einen Ausblick auf die Zukunft der urbanen Mobilität, die danach auch Mittelpunkt der Podiumsdiskussion sein wird. Zum Abschluss erklärt der Geschäftsführer des deutschen Fuhrparkverbandes, was Fuhrparkmanager von Elefanten lernen können. Im Anschluss an das offizielle Programm rundet ein speziell auf KMU zugeschnittener Workshop das Programm ab, Vertreter kleiner Fuhrparks (bis 15 Fahrzeuge) können daran kostenlos teilnehmen und die Veranstaltung darüber hinaus ab 14:00 Uhr bei freiem Eintritt besuchen. Die Teilnahme an der FLEET Convention lohnt sich also in jedem Fall, egal ob Sie 3, 30, 300 oder gar 3.000 Autos in Ihrem Fuhrpark haben!

Harald Trautsch, MSc MBA Der Gründer und CEO von Dolphin spricht als Datenexperte über das vernetzte Auto im Fuhrpark

Mag. Roland Strilka Der Director Insight & Market Analysis bei Eurotax gibt Einblick in aktuelle Fuhrparkdaten und -zahlen

Tobias Kern Der Managing Partner der fleetcompetence international spricht zum Thema Outsourcing

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vent für KmU und reiber!

Programm Welcome Desk 08:30–09:20 Eintreffen, Check-in, Frühstück Catering „Motto“ 09:25–09:40 Warm-up im Foyer, Christian Clerici

marktplätze & Networking 09:40–09:55 marktplätze 1 + 2 10:00–10:15 marktplätze 3 + 4

Vorträge & Top-Speaker 10:30–10:35 10:35–10:50 10:50–11:20 11:20–11:40 11:40–12:00 12:00–12:10

Welcome Daten & Zahlen zum österreichischen Flottenmarkt Mag. Roland Strilka, Director Insight & Market Analysis Eurotax Connected Car im Fuhrpark Harald Trautsch, MSc MBA, Founder CEO Dolphin Technologies GmbH e-fleet/new mobility Ing. Mag. Christian Rötzer, Geschäftsführer TÜV Austria Automotive Herausforderungen und Chancen beim outsourcing Tobias Kern, Managing Partner fleetcompetence international GmbH Der österreichische Fuhrparkverband – Status quo Henning Heise, Obmann

marktplätze & Networking 12:20–12:35 marktplätze 5 + 6

mittagspause Ing. mag. Christian rötzer Der Geschäftsführer der TÜV Austria Automotive widmet sich den Themen e-fleet und new mobility

Dipl.-Ing. oliver Schmerold Der ÖAMTC Verbandsdirektor gibt einen Ausblick auf die Zukunft der urbanen Mobilität

Ermäßigte Vorverkaufskarten zur FLEET Convention sind für 69,– Euro (exkl. USt) inkl. Verpflegung statt 89,– Euro bis 28. April 2017 online erhältlich!

12:35–13:25 Lunch, Catering „Motto“

www.fleetconvention.at

marktplätze & Networking

Kontakt: A&W Verlag GmbH Inkustraße 16, 3400 Klosterneuburg Renate Okermüller T: 0664 138 16 89, info@fleetconvention.at

13:25–13:40 marktplätze 7 + 8 13:45–14:00 marktplätze 9 + 10

Vorträge & Top-Speaker

Henning Heise Der Obmann stellt den neu gegründeten österreichischen Fuhrparkverband vor

axel Schäfer Der Geschäftsführer des deutschen Fuhrparkverbandes zeigt, was man von Elefanten lernen kann

14:15–14:40 Comedy mit Heilbutt und rosen 14:40–15:00 Schadensmanagement 4.0 Bernd Kullmann, Fuhrparkleiter Ideal Lebensversicherung AG, Berlin 15:00–15:10 Die Zukunft der urbanen mobilität Dipl.-Ing. Oliver Schmerold, Verbandsdirektor ÖAMTC 15:10–15:30 Podiumsdiskussion: Zukunft der urbanen mobilität – Drohen Fahrverbote? 15:30–15:50 Was Fuhrparkmanager von Elefanten lernen können Axel Schäfer, Geschäftsführer Deutscher Fuhrparkverband 15:50–15:55 resümee, Christian Clerici

Lounge ab 15:55

ausklang, Catering „Motto“

Bernd Kullmann Der Fuhrparkleiter der Ideal Versicherung zeigt Möglichkeiten zur Schadensreduzierung auf

Christian Clerici Der beliebte Moderator und Autoliebhaber führt auch heuer wieder durch das Programm

16:15–17:45 Fuhrparkmanagement-Workshop

Freier Eintritt und kostenloser Workshop für kleinere Fuhrparkbetreiber!

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HANDEL

Importeurschef Mag. Bernhard Denk freut sich über den Picanto, den kleinsten Kia

„10.001 Stück oder mehr“ Die Jahre, in denen der rasche Aufschwung von Kia gestoppt wurde, scheinen vorbei: Mit Rio, Picanto und dem sportlichen Stinger kommen drei neue Modelle. Von Mag. Heinz Müller

D

a steht er nun, der kleine Picanto: 3,60 Meter kurz, knallig bunt – und neben ihm jener Mann, der die Geschicke der Marke Kia in Österreich lenkt: Mag. Bernhard Denk, einst Chef des MercedesImporteurs, setzt sich sofort auf die Rückbank des kleinen Koreaners, als bei der Autopräsentation in Spanien ein Platz zu wenig in der 1. Reihe ist. Da kann er es gleich selbst ausprobieren: Der neue Picanto bietet tatsächlich mehr Platz im Innenraum als sein Vorgänger – und auch der dritte Trolley passt in den auf 255 Liter gewachsenen Kofferraum.

Wieder fünfstellige Zahlen Ein Symbolbild? Ja. Aber eines, das man auf die gesamte Marke Kia anwenden kann. Die Koreaner, vor 15 Jahren durch die Ostasien-Krise schwer gebeutelt und unter das Dach von Hyundai geschlüpft, hatten danach einen raketenhaften Aufschwung. Der allerdings 2013 abrupt endete, als die Marke vom bisherigen Rekordwert (12.641 Stück) auf 9.420 Einheiten zurückfiel. 2014 und 2015 waren noch etwas

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Der Kia Stinger kommt im Herbst auf den Markt

AUTO & Wirtschaft • MAI 2017

Sportage (o.) und Rio (u.) locken durch ihr europäisches Design verstärkt junge und jung gebliebene Kunden schwächer, bis es im Vorjahr wieder bergauf ging, und zwar um exakt 9 Prozent auf 9.403 Einheiten. Wer Denk kennt, weiß, dass er sich damit nicht zufrieden geben will. Sein Ziel für heuer sind zumindest 10.001 Einheiten: „Das ist nach den ersten Monaten erreichbar.“ Ob man auch das zweite Ziel, einen Marktanteil jenseits von 3 Prozent erreiche, werde unter anderem auch von den Aktivitäten der anderen Hersteller punkto Kurzzulassungen abhängen, meint Denk.

Kleinere und mittlere Flotten als Ziel Heuer will sich Kia verstärkt um Flottenkunden kümmern: Das Ziel sind in erster Linie kleinere und mittlere Flotten. „Stückzahltreiber“ wie die 350 Picanto für die Caritas im Vorjahr, seien wohl nicht jedes Jahr erreichbar, sagt Denk. Für Kia seien eher „kleine und mittlere Flotten von 3 bis 10 Autos“ interessant. Ziel sei es, den Flottenanteil von derzeit 20 auf 25 Prozent zu steigern. Chancen für Steigerungen im Flottenbereich sieht Denk vor allem beim cee’d. Er hofft, dass der Gesamtmarkt heuer ähnlich weitergehen wird: „Dann sind mehr als 350.000 Neuzulassungen wahrscheinlich. Doch 360.000 werden es wohl nicht werden.“ Viel werde jedoch davon abhängen, wie es nach der Ankündigung von Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter Ende März, eventuell höhere Steuern auf Diesel einzuheben, weitergehen werde. „Das ist wie Gift und es sorgt für Verunsicherung am Markt. Da könnte es wohl zu Verschiebungen von Dieseln zu Benzinern kommen.“ Bei Kia ist der Sportage mit einem Dieselanteil von 90 Prozent führend. Beim cee’d ist das Verhältnis zwischen Benziner und Diesel ausgewogen, beim Rio fahren 95 Prozent als Benziner. •


HANDEL

Lernreise in den Generationswechsel Philipp Edelsbrunner (20) und Sandra Zink (25), die Kinder der Geschwister und paritätischen Gesellschafter Ing. Klaus Edelsbrunner und Renate Zink-Edelsbrunner vom gleichnamigen Peugeot-Autohaus in Graz, begründen als Assistenten der Geschäftsleitung sachlich und zielsicher den Veränderungsprozess im Autohaus-Business.

der Familienplanung relevant. Darauf gilt es, sich flexibel einzustellen.“ Social Media, Internet gewinnen immer mehr Einfluss. „Man kann sich heute zwar leichter über das Wunschfahrzeug und den Wunschautohändler informieren“, sagt Sandra. „Der Vertriebsweg allein über das Internet wird sich jedoch nicht durchsetzen.“ „In letzter Konsequenz wird der Verkäufer Ansprechperson und Vertrauenspartner sein, dessen Aufgabenbereich wird sich aber drastisch ändern, um konkurrenzfähig zu bleiben.“ Philipp ergänzt: „Durch die steigende Anzahl an Tätigkeiten, die ein Verkäufer durchführen muss, wird in naher Zukunft eine Aufteilung in die Bereiche Kundenakquise, reiner Verkauf und Auslieferung erfolgen. Der Akquisiteur kümmert sich auch um den Netzauftritt und um die Verwaltung von Kundendaten. Der Bereich der Auslieferung wird mit der fortschreitenden Technisierung der Kraftfahrzeuge bitter nötig sein, um den Kunden bestens auf sein Fahrzeug einzuschulen.“ Bei „Virtual Reality“ lässt Sandra die Kirche im Dorf: „Ein Kunde wird immer noch das Auto angreifen wollen, kein noch so gutes VR-Programm kann das persönliche Kauferlebnis restlos ersetzen.“

E-Auto-Strategie

I

hre Kinderstube war das Autohaus, also Basis für werthaltiges Fachverständnis. Nach dem Ausbildungsweg zeigen die Tendenzen von Sandra und Philipp, Cousine und Cousin, in Richtung Generationenfähigkeit. Der persönliche Bezug zum Auto und zur Marke Peugeot ist gelebte Praxis. Philipp schloss inzwischen die HTL ab und studiert jetzt Rechtswissenschaften. Er will firm sein in den immer komplizierteren Markenvertragswerken. Sandra kultivierte ihr Kaufmannswissen mit dem Bachelor of Science.

Drei Generationen, drei Management-Kulturen: Theresia und Alois Edelsbrunner (v. l.), Renate Zink-Edelsbrunner und Ing. Klaus Edelsbrunner (o.), Sandra Zink und Philipp Edelsbrunner

50 Jahre Jubiläum Die Planung des 50-jährigen Firmenjubiläums liegt bereits in ihren Händen. Spätestens dann werden sie ihren Kunden zeigen, wie nahe sie ihnen bereits verbunden sind und unabhängig von Globalisierung, Übernahmen (PSA und Opel), Umstrukturierungen, neuen Lernmedien, geänderten Bedarfen und Kostendruck das Kundeninteresse pflegen. Beide sehen in den nächsten 10 Jahren Veränderungen auf den Autohandel zukommen, ohne jedoch Existenzängste auszuprägen. „Im Kundenverhalten der heutigen Generation verschieben sich die Relationen“, sagt Philipp: „Der erste Autokauf wird spätestens nach der Ausbildung, nach dem Jobangebot,

AUTO & Wirtschaft • MAI 2017

Zum Thema Antriebstechnologie sieht die Edelsbrunner-Junggarde den Trend eher in Richtung Wasserstoff führend als zum Elektroauto. Man müsste nicht eine neue Infrastruktur schaffen, auch das Stromtanken kann zu Problemen führen. Man stelle sich vor, man muss sein Fahrzeug aufladen, auch wenn die Hersteller versprechen, das Auto wird in zehn Minuten geladen sein, dauert es schon 30 Minuten, wenn zwei Autos vor einem dran sind. Bei Wasserstoff kann man die bestehende Infrastruktur aus Tankstellen weiter nutzen und hat dabei die gleichen Reichweiten wie herkömmliche Treibstoffe. So einfach denken unverbrauchte Unternehmerhirne.

Konfliktpotenzial Generationswechsel Zwangsläufig unterscheiden sich die Vorstellungen von der zukünftigen Firmenführung zu denen von Vater, Tante und Opa. Philipp unverblümt: „Wo zu Zeiten meines Großvaters noch der patriarchalische Führungsstil vorherrschte, bemühe ich mich, einen kooperativen Führungsstil zu kultivieren, der bereits unter der zweiten Generation Anklang gefunden hat.“ Seine Cousine teilt diese Meinung, dass sich in heutigen Zeiten der kooperative Stil besser eignet, da auch die Mitarbeiter mit der Zeit gehen. Man muss die Mitarbeiter daher zur Integrität motivieren anstatt sie nur anzuweisen, eine Tätigkeit durchzuführen. Wer diesen Spagat schafft, ist gerüstet für den Generationswechsel. Beim Edelsbrunner-Clan wurde dafür Vorsorge getroffen. Unbekümmert sympathisch und ohne jedes Tamtam. •

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ANSICHT Die Dieselkiller

D

ie Techniker sind die Kamele der Kaufleute. Vor allem wenn Automanager von ihnen verlangen, neue Modelle mit bisher unerreichten Werten glänzen zu lassen. Selbst wenn dieser Glanz technisch noch gar nicht machbar ist. Wie dies vor Jahren den VW-Technikern in den USA passiert ist, als die Konzernspitze angereist kam, um dort stolz die neuen Dreiliter-Diesel im Touareg 3.0 TDI und Audi Q7 TDI zu präsentieren. • Die Techniker machten sie schüchtern darauf aufmerksam, dass diese Modelle zwar den deutschen, aber nicht den amerikanischen NOx-Abgaswerten entsprechen. In der EU waren zu diesem Zeitpunkt für die Euro-5-Modelle für Benziner am Prüfstand 60 Milligramm Stickoxid pro Kilometer erlaubt, für die Diesel jedoch das Dreifache. In den USA galten zeitgleich 31 mg/km – egal ob für Diesel oder Benzin. Was für die US-Behörden kein Problem darstellte, da die dortigen Autobauer keine Diesel produzierten und deshalb mit der damals für Diesel unerreichbaren NOx-Vorgabe von 31 mg auch kein Problem haben konnten. Dem EU-Gesetzgeber schwebte vor, dass diese 180 mg/km vom Rollenprüfstand 1 : 1 auch auf die Praxis übertragbar sind. Doch es zeigte sich, dass dies unerreichbar war. Tatsächlich kamen die Diesel auf der Straße durchschnittlich auf einen fünffach so hohen Ausstoß, lagen somit bei 900 mg/ km. • Das war auch den amerikanischen Technikern bekannt. 2014 untersuchte die amerikanische NonProfit-Organisation ICCT (The International Council on Clean Transportation) mit fahrbaren Messsystemen im Alltagsbetrieb 15 Dieselmodelle mit der damals neu eingeführten Euro-6-Schadstoffnorm. Während einige der Fahrzeuge das gesetzliche Limit auch unter realen Fahrbedingungen erreichen konnten, lagen

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Amerikaner kämpfen gegen den Diesel, bauen aber selbst großvolumige Benziner, die viel Sprit schlucken.

Dr. Fritz Knöbl beschäftigt sich diesmal mit der Zukunft des Diesels

AUTO & Wirtschaft • MAI 2016

andere bis zu einem Faktor 25 über den erlaubten Werten. Im Durchschnitt klafften die Werte vom Rollenprüfstand und jenen im Alltagsbetrieb um das Siebenfache auseinander. • Nun nahmen die ICCT-Techniker in den USA auch die alten Euro-5-Modelle unter die Lupe, die am Prüfstand tatsächlich nicht mehr als 31 mg NOx pro Kilometer ausspuckten. Beim fünffachen Alltagswert hätten die fahrbaren Messsysteme somit maximal 155 Milligramm anzeigen dürfen. Tatsächlich waren es jedoch jene 900 mg, auf die diese Diesel auch in Europa kamen. Zuerst ging der ICCT von Messfehlern aus, erkundigte sich bei den VW-Technikern – und bekam keine Antwort. Und so erhärtete sich der Verdacht, dass da etwas faul sein muss. Denn schon 1999 hatte die Environmental Protection Agency bei Lkws Softwareprogramme entdeckt, die dafür sorgten, dass die Abgase nur am Prüfstand – und nicht in der Praxis – gereinigt werden, weshalb die Lkw-Produzenten zu hohen Geldstrafen verdonnert wurden. • Als daraufhin die amtlichen Techniker die alten Euro-5-Diesel genau unter die Lupe nahmen, stellte sich heraus, dass die von Bosch speziell dafür entwickelte Software Veränderungen des Emissionskontrollsystems ermöglichte, wodurch dieses nur am Rollenprüfstand wirksam wurde. Womit VW klar gegen den Clean Air Act verstoßen hat. Was in den USA vor allem dann kein Kavaliersdelikt ist, wenn es einen ausländischen Autoproduzenten betrifft, der amerikanische Behörden hinters Licht führen will. Bitter für jenen VW-Techniker, der im Jänner wegen Verschwörung zum Betrug vom FBI verhaftet wurde und dem nun eine langjährige Freiheitsstrafe droht. • Ein Skandal, der leicht vermeidbar gewesen wäre. Dank der enormen Fortschritte in der Dieseltechnik wären die VW-Spezialisten 2014 durchaus in der Lage gewesen, die Euro-5-Modelle rechtzeitig zu adaptieren. Wie sie es nun nach Auffliegen des Skandals erst recht machen müssen. So glänzen die gängigen Euro-6-Dieselmodelle mit NOx-Werten, die 1999 noch völlig unerreichbar waren. Der Mazda 6 Diesel kam beim jüngsten Test am ÖAMTC-Prüfstand auf 10 mg/km, im Realbetrieb auf 51 mg/km. Der Mitsubishi ASX 1,6 Di schnitt auf der Straße mit 74 mg/km fast genau so gut ab; der Renault Mégane schaffte mit seinem 1,6-Liter-Diesel mit 26,7 mg/km sogar locker die amerikanischen NOx-Abgashürden. • Fraglich ist, ob die guten Verbrauchs- und Abgaswerte den Diesel noch retten können – oder ob ihn die Amerikaner erfolgreich abgeschossen haben, die mit großvolumigen Benzinern weiterhin hohe CO2-Werte in die Gegend blasen.


HANDEL

„Jetzt war die Zeit reif“

Dieter Schindler ist Obmann des „Vereins österreichischer Kia-Händlerbetriebe“

Die Zeit, in der die Händler nur in Round Tables mit dem Importeur verkehrten, ist bei Kia vorbei: Dieter Schindler, Obmann des neuen Händlerverbands, über seine Ziele.

E

s ist immer gut, wenn man weiß, wie „die andere Seite“ arbeitet: Daher ist Dieter Schindler die ideale Besetzung als Obmann des Kia-Händlerverbandes. Denn der Wiener war von 2001 bis 2006 selbst beim Importeur der koreanischen Marke tätig – zuletzt als Vertriebsleiter. Dann wechselte Schindler auf die Seite der Händler und arbeitet bei Zitta, derzeit als Leiter der Filiale in Wien-Favoriten. „Ich kenne also beide Seiten“, sagt Schindler. Er war auch bisher schon in den Dialog mit dem Importeur eingebunden: „Die Round Tables, die wir bisher hatten, waren eine tolle Gesprächsbasis, aber es fehlte der offizielle Auftrag der Händlerschaft.“ 15 Händler waren in den Round Tables vertreten: „Viele Köche, viele Meinungen“, so die Bilanz Schindlers. Im Jänner wurde der neue Händlerverband gegründet, 64 Prozent der Händler waren dabei. Was jetzt noch fehlt, sind vor allem die vielen kleineren Betriebe und/oder Werkstätten. Schindler ist aber

überzeugt, dass er auch einige von ihnen noch von den Vorteilen einer Mitgliedschaft überzeugen kann. „Je mehr dabei sind, desto besser ist es.“ Schindlers Maxime: „Ein Händlerverband ist nicht dazu da, um auf Konfrontation zu gehen, sondern gemeinsam mit dem Importeur ein vernünftiges Geschäft zu entwickeln.“ Dabei helfen Schindler unter anderem Mag. Alfred Mittendorfer, Auto Höller, Eugendorf, und Paul Schweighofer, Autohaus Robinson, Graz.

Betriebe sollten wieder mehr verdienen

Mag. Alfred Mittendorfer

Paul Schweighofer

AUTO & Wirtschaft • MAI 2017

Wichtig sei zum Beispiel das Akkordieren von Aktionen im Marketing, um den Absatz zu fördern – und zwar so, dass beide Seiten (also Händler und Importeur) zufrieden sind. Die wichtigste offene Frage? „Wir waren mit Kia vor ein paar Jahren schon bei 13.000 Neuzulassungen pro Jahr. Da sollten wir wieder hinkommen, weil unsere Mitglieder ihre Betriebe darauf ausgelegt haben und die Investitionen, die sie getätigt haben, wieder verdienen sollen.“ Hingegen gebe es in Sachen CI (bei anderen Marken ein großes Diskussionsthema) keine offenen Punkte. Und die 7-Jahres-Garantie? „Ein wichtiger Kundenvorteil“, so Schindler: „Dadurch kommen die Autos länger in die Werkstätte und lassen sich dann, wenn wir sie als Gebrauchtwagen übernehmen können, leichter verkaufen.“ • (MUE)

??


MANAGEMENT

„Daten machen nichts allein, man muss sie auch richtig einsetzen“,

rät Siegfried Stepke den Autohändlern auf S. 36

„Wichtig ist, dass der Kunde nur einen Ansprechpartner hat“,

meint Händler Marko Fischer auf Seite 44

Neuhaus: „Liebe Klienten, Freunde, Interessenten“ Mit dieser Anrede präsentierte der langjährige Trost-SE-Vertriebsvorstand Norbert Neuhaus seinen unter www.norbert-neuhaus.com abrufbaren Internetauftritt, der ihn nun als Berater und Interimsmanager mit Sitz in Essen ausweist. Neuhaus begleitete in Österreich den Fusionsprozess von Trost in die WM Fahrzeugteile-Organisation. In seiner neuen Aufgabe berät er international tätige IAM-Unternehmen, z. B. bei der Harmonisierung von Preisen in Europa. Auch für ein Reifenportal werden neue Vertriebspartner vermittelt. Matthias Pilter

50 Ford Transit Custom für Haka Der Trauner Küchenhersteller Haka Küche GmbH hat im April 50 neue Ford Transit Custom übernommen und setzt damit die langjährige Zusammenarbeit mit der Ford Motor Company Austria fort. Großkundenverkaufsleiter Ing. Florian Weiss (im Bild rechts neben Haka-Geschäftsführer Gerhard Hackl) freut sich über die Bestätigung der Ford-Fuhrparkkompetenz: „Mit über 200 Betrieben und unseren Produkten bieten wir ausgezeichnete Flottenbetreuung.“

Kürzere Wartezeit: Aber wie? Neulich lief bei der Fahrt von einem Termin wieder der Radiospot, wonach der Kunde beim x-beliebigen Autohaus 3 bis 4 Monate auf seinen

Hyundai Ioniq Elektro für Smatrics

Neuwagen warte,

Mit Mitte April hat Hyundai an den E-Tankstellenbetreiber Smatrics einen neuen Ioniq Elektro als Firmenfahrzeug übergeben. Der Ioniq ist das weltweit erste Fahrzeug, das mit drei unterschiedlichen elektrifizierten Antrieben (Hybrid, Plug-in-Hybrid und EV) erhältlich ist. Smatrics betreibt in Österreich mittlerweile über 400 High-Speed-Ladepunkte für Elektrofahrzeuge. Im Bild (v. l.): Smatrics-Geschäftsführer Dr. Michael-Viktor Fischer und Komm.-Rat Michael Heilmann, Direktor Fleet und Remarketing Hyundai.

Leon Fast Lane jedoch

während es beim Seat lediglich 2 Wochen seien (für rund 80 Prozent der typischen Konfigurationen). Interessant, weil ich beim Termin zuvor erfuhr, dass der Händler

29. Oldtimer Messe Tulln startet am 20. Mai

70 Prozent seiner Neu-

Mit klassischen automobilen Exponaten von rund 800 Ausstellern, 90 Clubs und Interessengemeinschaften sowie 9 Museen und zahlreichen Sonderschauen findet am 20. und 21. Mai die „29. Internationale Oldtimer Messe“ am Messegelände in Tulln statt. Besucher, die mit dem eigenen Oldtimer (bis Baujahr 1987) anreisen, können die Parkplätze am Messegelände West nutzen. Die Flächen für den Teilemarkt sind bereits ausgebucht.

auf Lager befindliche

wagenverkäufe über Fahrzeuge bedient. Und das mit mehr als einer Marke. So gesehen wird spannend, welcher Philosophie die Zukunft gehört: Lagerhaltung

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Webasto wird Eishockey-Sponsoring verlängern

oder schnelle Fabriken?

Es war schon zu Beginn der Saison klar, dass die Vienna Capitals die dominierende Mannschaft sein werden: Doch die Art und Weise, wie die mit zahlreichen internationalen Spielern gespickte Wiener Mannschaft die Finalspiele gewann, hat dann auch viele Experten überrascht. Bestätigt sieht sich Komm.-Rat Dieter Hahn (B.), Geschäftsführer von Webasto Österreich: Seine Firma sponsert die Vienna Capitals seit zwei Jahren; eine Verlängerung der erfolgreichen Partnerschaft für die nächste Saison ist so gut wie fix.

aktuelle Kurzzulas-

AUTO & Wirtschaft • MAI 2017

Betrachtet man die sungsstatistik, könnte man annehmen, dass so manches Management schon jetzt auf 100-prozentige Sofort-Verfügbarkeit setzt!


MANAGEMENT

Das Kammerreförmchen Großzahler werden durch die Reform der Wirtschaftskammer entlastet: Den Autohändlern bringt das aber nichts. Von Dr. Friedrich Knöbl

W

enn Sepp Schellhorn, Hotelier und NEOS-Nationalrat, die Zwangsmitgliedschaft in der Kammer bekämpft, ist das vergebliche Liebesmüh. Ihre Zulässigkeit wurde vom EuGH überprüft, ihre Zukunft ist dank großkoalitionärer Beschlüsse verfassungsrechtlich verankert. Vielleicht sollten sich die Kammerkritiker weniger auf die festzementierte Zwangsmitgliedschaft konzentrieren, sondern die unangemessen hohen Kammerumlagen ins Visier nehmen. Wie mühsam dieser Weg ist, musste jüngst das Bundesfinanzgericht (BFG) erleben, und zwar als der in letzter ordentlicher Instanz für die gesetzeskonforme Einhebung der Kammerumlagen zuständige Gerichtshof. Wieso das BFG, was hat das mit den Kammerumlagen zu tun? Ganz einfach, weil die Kämmerer per Gesetz den „Abgabenbehörden des Bundes“ – sprich: den Finanzämtern – die undankbare Aufgabe aufgehalst haben, als Inkassobüro der Kammern zu dienen. Sie müssen von den Zwangsmitgliedern neben der an die Lohnsumme gekoppelten KU2 auch die allein von der Höhe des Umsatzes abhängige Kammerumlage KU1 eintreiben. Dies mit der Auflage, dass deren Höhe die Kammermitglieder nicht unverhältnismäßig belasten darf. Wobei die Höhe dieser Belastung von der KU1-Bemessungsgrundlage abhängig ist. Und diese wird per Verordnung von der Wirtschaftskammer Österreich festgelegt. Was macht nun das Finanzamt, wenn ein Kammermitglied – etwa ein Autohändler – durch die Kammerumlage unverhältnismäßig belastet wird? Der naheliegende Weg wäre, dafür die Bemessungsgrundlage zu reduzieren. Diese Kompetenz hat die Kammer im Wirtschaftskammergesetz (WKG) aber ihrem „Erweiterten Präsidium“ vorbehalten.

Rechtsanwalt Dr. Martin Brenner

Nationalratsabgeordneter Sepp Schellhorn

Unverhältnismäßig hohe Belastung Dem kann das Finanzamt aufgrund des von der WKÖ den Parlamentariern unterjubelten WKG keine Weisungen erteilen, die Bemessungsgrundlage zu reduzieren. Und zwar auf jene Höhe, die eine gesetzlich unzulässige – unverhältnismäßige – Belastung der Autohändler generell ausschließt. Fazit: Selbst darf das Finanzamt die Bemessungsgrundlage nicht reduzieren – und die WKÖ macht es nicht. Angesichts dieses Dilemmas hat das BFG im Falle eines Wertpapiermaklers, bei dem das Finanzamt eine unverhältnismäßig hohe – und damit

AUTO & Wirtschaft • MAI 2017

gesetzwidrige – KU1 eintreiben sollte, den VfGH um Überprüfung dieser unerfreulichen Gesetzeslage ersucht. Worauf dieser ein Gesetzesprüfungsverfahren (G 126/2016) eingeleitet hat. Mit einem für alle Kammermitglieder unerfreulichen VfGH-Urteil: Die Bedenken des BFG seien zwar durchaus verständlich. Allerdings habe das Gericht nicht dargelegt, dass eine größere Zahl von Kammermitgliedern von dieser Gesetzesregulierung betroffen sei. Der VfGH verwies auf seine schon 1995 getroffene Entscheidung, dass den Kammern bei der Festlegung „der Kriterien zur Berechnung der Umlagen ein weiter rechtspolitischer Gestaltungsspielraum zukommt“. Weshalb der BFG-Antrag auf Aufhebung der bedenklichen Gesetzeslage abgewiesen wurde. Entscheidend sei, dass nach dem WKG eine Herabsetzung der KU1-Bemessungsgrundlage nur dann zulässig sei, wenn ganze Berufsgruppen unter einer unverhältnismäßigen Belastung zu leiden hätten. Im konkreten Beschwerdefall habe die KU1 zwar 39 Prozent des Jahresgewinns 2010 verzehrt. Dies könne auch durchaus unverhältnismäßig sein. Der BFG habe aber nicht vorgebracht, dass davon ein ganzer Berufszweig betroffen sei. Soweit es sich nur um einen Einzelfall handle, dürfe der Gesetzgeber – somit letztlich die Kammer, die dem Parlament das WKG vorgebe – „derartige Härtefälle in Kauf nehmen“.

Was bringt die Reform den Autohändlern? Tatsache ist, dass sämtliche Autohändler mit ihren hohen, aber ertraglosen Umsätzen mit einer unverhältnismäßig hohen KU1 belastet werden. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass mit einer im April abgesegneten „Kammerreform“ ab 2019 die Großzahler um 15 Millionen entlastet werden sollen. Erfreulich etwa für die Voest, die sich damit eine Million pro Jahr ersparen kann. Den Autohändlern bringt das aber nichts. Rechtsanwalt Dr. Martin Brenner versucht daher im Auftrag von vier Beschwerdeführern – das eigentlich dafür zuständige Bundesgremium der Autohändler hat sich an dieses heiße Eisen nicht herangewagt – den VfGH doch noch umzustimmen. „Aus den Erhebungen der KMU Forschung Austria ergibt sich, dass tausende Kfz-Betriebe von einer überhöhten KU1 betroffen sind“, sagt Brenner. Es ist für ihn unvorstellbar, dass es sich dabei nur um tausende einzelne „Härtefälle“ handelt. Vielleicht könnte da eine positive Entscheidung des VfGH die WKÖ zu einer echten Umlagenreform zwingen – womit sie auch den kammerkritischen NEOS etwas den Wind aus den Segeln nehmen würde. •

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MANAGEMENT

Deutsche Autobauer suchen den Anschluss

BMW New Mini Cooper

Audi A6L e-tron Power-Hybridlimousine

Die diesjährige 17. Shanghaier Autoshow auf dem neuen Hongqiaoer kleeblattförmigen Expo-Gelände war Ende April eine Show der Superlative: 1.400 Fahrzeuge, 113 Weltpremieren, fast 160 New Energy Vehicles (Batterieund Hybrid), 65 Konzeptvorstellungen und 44 Asienpremieren forderten vom Besucher solides Stehvermögen und eine gute Kondition. Von Dr. Michael Sikora

S

chon an den ersten beiden Pressetagen war infolge strenger Sicherheitskontrollen stundenweise Blockabfertigung auf engstem Raum angesagt, bei dem so manche Bügelfalte k. o. ging. Nach vier Messetagen, zig Tuchfühlungen mit Motorhauben, Fahrzeugtüren und Cockpit-Haptik-Tests steht es fest: Chinesische Autobauer wie Geely und SAIC sind auf Augenhöhe mit westlichen Marken im Mittelstandsegment und führend in der Elektromobilität. Eigentlich nichts Neues, denn im Reich der Mitte wurden voriges Jahr 328.864 Elektro- und Hybrid-Autos verkauft; im 1. Quartal 2017 schon 49.619 NEVs (+23 Prozent).

Rote Lampe bei deutschen Herstellern In den Chef-Etagen deutscher Autobauer, die einen Großteil ihres Konzernumsatzes in China erwirtschaften, brennt inzwischen die rote Warnleuchte. Aus „Angst“ vor ungewünschtem EV-Technologietransfer nach China haben die Deutschen in China kein einziges Elektroauto entwickelt und produziert (Ausnahme: Daimler-BYD Joint Venture, Modell Denza, allerdings ohne kommerziellen Erfolg). Mit weniger als 500 verkauften NEVs des Daimler C350e und BMW 530 Le erkämpften die beiden Autobauer 2016 einen Marktanteil von 0,15 Prozent; heuer waren es bisher sogar nur 0,05 Prozent. In den ersten drei Monaten hat BYD 9.000 NEVs, Geely ca. 8.000 NEVs und die staatliche SAIC-Gruppe schon 6.000 Batterie- und Hybridautos absetzen können.

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AUTO & Wirtschaft • MAI 2017

Arcfox 7, elektrischer Supersportler von BAIC Doch es wird eng: Ab 2018/19 müssen auch deutsche Hersteller ca. 8 Prozent des Absatzes mit New Energy Vehicles erzielen. Autobauern, die diese Vorgabe nicht erfüllen, droht im Worst-Case-Szenario eine Fertigungsobergrenze bzw. Importbeschränkung.

Konzeptstudien, mehr vorläufig nicht Während chinesische Marken wie SAIC, BYD, BAIC, JAC, GAIC auf der diesjährigen Autoshow inzwischen schon die zweite Generation an NEVs vorgestellt haben und neue chinesische EV-Marken wie NIO, Hybrid Kinetics, Qiantu Auto, Changjiang EV ins Rampenlicht drängen, debütieren die deutschen Hersteller mit Designstudien, gepaart mit vollmundigen Ankündigungen wie die Vorstellung der neuen Audi e-tron Sportback Konzeptstudie. Zwei E-Motoren mit 320 kW im e-tron Sportback, gepaart mit dem Feeling von Autonomem Fahren, beeindruckten die Besucher. Audi verspricht seinen chinesischen Käufern, dass sie in einigen Jahren viel Status erwerben können – sofern diese dann nicht schon mit einem chinesischen elektrischen Super-Sportler von BAIC (Arcfox 7), dem Qiantu Qiche K50 oder Tesla Model 3 unterwegs sind. Die Volkswagen-Gruppe blickte mangels lokal produzierter und produzierbarer NEV-Modelle noch


MANAGEMENT

Die China-Version des A6L e-tron ist ein Plug-inHybrid mit 180 kW Systemleistung und soll im Schnitt nur noch 2,2 Liter Kraftstoff brauchen. Die Langversion des Audi A6 ist als hocheffizienter Parallelhybrid konzipiert – seine beiden Antriebe liegen direkt hintereinander. Rein elektrisch und lokal emissionsfrei legt der Audi A6 L e-tron 2.0 TFSI 50 Kilometer zurück. Damit entspricht er der chinesischen Definition eines NEV. Seine Gesamtreichweite beträgt 880 Kilometer.

Chinesische Lokalmatadore Geely Lync & Co: C1 SUV mit Chef-Designer Peter Horbory: Export in die EU ab 2018?

weiter in die Zukunft. Jochen Heizmann, Vorstand der Volkswagen AG für China, machte die chinesische Kundschaft mit dem vollautomatischen Fahren im Cedric vertraut: Level-5 autonomes Autofahren mit dem Roboter-Fahrzeug im Manga-Look ohne Lenkrad, aber dafür mit viel künstlicher Intelligenz. Ein kurzer Klick auf den Butler-Stick und schon schnurrt das Wägelchen heran, bittet Platz zu nehmen und fragt nach dem Ziel – schöne neue Shanghaier Autowelt.

VW will mit neuem chinesischem Partner fertigen Heizmann kündigte weiters insgesamt 30 neue Batterieautos bis 2025 an und lobte überdies die neue EV-Fertigungspartnerschaft in China mit JAC Motors, die noch von den chinesischen Behörden genehmigt werden muss. Die JAC-Gruppe – ursprünglich aus dem Nutzfahrzeugbereich kommend – produziert seit einigen Jahren billige Kleinwagen. Im 1. Quartal 2017 brach der SUV-Absatz von JAC mangels wettbewerbsfähiger Modelle um 50 Prozent ein, das Limousinen-Geschäft ging um 22 Prozent zurück. Die BEV-Division von JAC verkaufte 1.300 Kompakt-BEV, die durch grobe Mängel im Karosserie-Design westliche Autofahrer abschreckt. VW will bis 2020 mit dem chinesischen Partner 400.000 Elektro- und Hybrid-Autos bauen und verkaufen. Audi hat in Nordchina mit dem JV-Partner FAW eine langfristige EV-Kooperation im Premiumsegment und arbeitet an der Entwicklung einer umfassenden Elektromobilitäts-Strategie, die Mobilitätsdienste wie Carsharing und automobile Internet-Dienste umfassen wird. Der Ingolstädter Autobauer plant die Lokalisierung von rund fünf Audi e-tron-Modellen in China. Seit Jänner soll der Audi A6L e-tron in Changchun schon vom Band laufen, so eine Presseaussendung jüngst. In der aktuellen CAAM-Produktions- und Absatzstatistik für Q1/2017 wurde der Sport-Hybrid aber noch nicht gesichtet.

SAIC i& PHEV-Cockpit

Der Startschuss zum Einstieg deutscher Marken im NEV-Premiumsegment ist also auf der diesjährigen Autoshow in Shanghai erfolgt. Im unteren NEV- und SUV-Segment sind die chinesischen Hersteller inzwischen die Lokalmatadore und arbeiten sich in der Gunst der Käufer in die Mittelklasse vor. Bleibt zu hoffen, dass chinesische Autobauer wie Geely mit Lync & Co, SAIC mit dem neuen Roewe i6PHEV bzw. dem MG Emotion PHEV sowie GWM mit der neuen Premiummarke WEI die deutschen Autobauer nicht auch noch in der gehobenen Mittelklasse bzw. im Premiumsegment in absehbarer Zeit angreifen werden. •


MANAGEMENT

Nur Kärnten lag leicht im Minus Gebrauchtwagen März 2017

Jän.–März 2017

Stück

MA in %

+/ – in % z. Vorjahr

Stück

MA in %

VW

17.673

20,64

+12,38

44.014

21,02

+7,35

Audi

8.407

9,82

+11,99

20.576

9,83

+7,26

BMW

6.715

7,84

+17,60

15.755

7,53

+7,33

Opel

5.345

6,24

+5,59

13.221

6,32

+0,83

Mercedes-Benz

5.106

5,96

+15,16

11.796

5,63

+6,42

Ford

4.566

5,33

+5,79

11.396

5,44

+1,38

Renault

3.772

4,41

+6,55

9.608

4,59

+2,57

Skoda

3.704

4,33

+11,84

9.337

4,46

+6,75

Peugeot

3.472

4,05

+11,21

8.533

4,08

+1,05

Marke

+/ – in % z. Vorjahr

Seat

3.047

3,56

+14,29

7.670

3,66

+9,10

Fiat inkl. Abarth

2.645

3,09

+11,42

6.443

3,08

+5,04

Mazda

2.629

3,07

+5,50

6.589

3,15

-0,57

Toyota

2.091

2,44

+14,89

5.053

2,41

+3,99

Citroen

1.996

2,33

+12,90

4.887

2,33

+1,26

Hyundai

1.690

1,97

-9,87

4.272

2,04

-11,99

Nissan

1.648

1,92

+13,66

3.653

1,74

+4,28

KIA

1.350

1,58

+7,91

3.415

1,63

+4,24

Suzuki

1.245

1,45

+17,12

3.193

1,53

+13,63

Volvo

1.011

1,18

+15,41

2.450

1,17

+4,21

Mitsubishi

885

1,03

+15,69

2.197

1,05

+10,07

Alfa-Romeo

812

0,95

+6,28

1.864

0,89

-3,57

Honda

678

0,79

+1,04

1.615

0,77

-8,19

Porsche

546

0,64

+26,98

892

0,43

+7,08

Mini

544

0,64

+11,93

1.209

0,58

+3,42

Dacia

531

0,62

+18,79

1.383

0,66

+16,91

Chevrolet/Daewoo

507

0,59

+2,84

1.301

0,62

-4,41

Jeep

459

0,54

+11,68

1.111

0,53

+2,49

Smart

394

0,46

+20,49

946

0,45

+11,03

Land Rover

329

0,38

+28,02

838

0,40

+13,86

Chrysler

305

0,36

-5,57

738

0,35

-12,04

Subaru

227

0,27

+5,09

616

0,29

-

Jaguar

213

0,25

+18,99

455

0,22

+9,90

Lancia

165

0,19

-1,79

404

0,19

-10,22

Daihatsu

89

0,10

+30,88

241

0,12

+12,62

Saab

87

0,10

+24,29

178

0,09

+2,30

Rover

82

0,10

+12,33

174

0,08

-12,12

Lexus

73

0,09

-18,89

173

0,08

-18,01

SsangYong

59

0,07

+51,28

139

0,07

+15,83

Dodge

45

0,05

+18,42

113

0,05

-

Maserati

38

0,04

+35,71

66

0,03

+37,50

Ferrari

36

0,04

+28,57

42

0,02

-2,33

Lada

24

0,03

+4,35

58

0,03

+3,57

MG

8

0,01

-11,11

11

0,01

-8,33

Infiniti

32

D

7

0,01

-

19

0,01

+35,71

Sonstige

369

0,43

+17,89

711

0,34

+10,92

Summe

85.624

100,00

+11,07

209.355 100,00

+4,58

AUTO & Wirtschaft • MAI 2017

er März war ein Monat ganz nach dem Geschmack der Händler und Importeure: Natürlich verfälscht die eine oder andere Kurzzulassung die Statistik, doch fast überall in der Branche hört man von einem gestiegenen Kundeninteresse. Natürlich muss auch erwähnt werden, dass Autos (so es sich nicht um begehrenswerte Neuwagen handelt) ohne größere Incentives immer schwerer zu verkaufen sind. Insgesamt liegt der Markt nach dem 1. Quartal um 12,79 Prozent im Plus, der März war sogar um 15,31 Prozent stärker als jener des Vorjahres. Wirft man einen Blick auf die einzelnen Segmente, so zeigt sich, dass die SUVs (in der Tabelle als Geländewagen medium bezeichnet) mit einem Marktanteil von 24,0 Prozent immer deutlicher in Führung liegen. Die untere Mittelklasse (also Golf & Co) sind mit 21,0 Prozent schon relativ weit dahinter, die Stadtwagen (Opel Corsa und Konsorten) schafften in den ersten 3 Monaten überhaupt nur noch 17,0 Prozent.

Wien führt mit einem deutlichen Plus Bei den Bundesländern sieht man deutlich, wie sich die Tageszulassungs-Aktivitäten eines großen Importeurs wie Hyundai auswirken. Das März-Plus ist in Wien mit 29,0 Prozent beinahe unglaublich. Von den Bundesländern lag im März nur Kärnten im Minus, wenn auch nur um 0,2 Prozent. • (MUE)

Modell-Ranking Neuwagen Marke/

März 2017

Modell

Stück MA in %

VW Golf VW Tiguan VW Polo Hyundai i20 Skoda Fabia Skoda Octavia Seat Ibiza Renault Clio Hyundai i30 Seat Leon

1.598 1.045 904 885 861 597 597 570 541 525

4,34 2,84 2,45 2,4 2,34 1,62 1,62 1,55 1,47 1,43

Jän.–März. 2017 Stück MA in %

4.592 2.725 2.093 1.707 2.124 2.012 1.271 1.434 1.192 1.282

5,19 3,08 2,37 1,93 2,4 2,27 1,44 1,62 1,35 1,45

Bundesländer Neuanmeldungen Bundesland Burgenland Kärnten NÖ OÖ Salzburg Steiermark Tirol Vorarlberg Wien

März 17 1.244 1.731 6.817 6.078 2.859 4.966 3.206 1.670 8.259

+/- % 12,5 -0,2 10,5 9,3 17,6 16,7 12,5 17,4 29,0

März 16 1.106 1.735 6.172 5.563 2.432 4.256 2.851 1.422 6.404

Alle Daten zum Fahrzeugmarkt finden Sie auch im MarketAnalyser von Eurotax!


Neuwagen Jän.–März 2017

Jän.–März 2017 Anwendung (inkl. Kzl)

+/ – in % z. Vorjahr

männl.

weibl.

betriebl.

17,14

+15,33

2.869

1571

5,87

+77,63

900

879

6.242

7,05

+15,44

1.326

5.115

5,78

+7,28

1.845

+/ – in % MA in % z. Vorjahr

Stück

MA in %

VW

5.772

15,67

+9,01

15.166

Hyundai

2.441

6,63

+100,08

5.192

Skoda

2.317

6,29

+15,27

Ford

2.265

6,15

+16,45

Opel

2.071

5,62

-9,33

5.697

6,44

-1,09

884

509

4.304

5

965

2

Audi

2.036

5,53

+20,76

4.423

5,00

-3,83

608

310

3.505

2

865

4

Renault

1.973

5,36

+3,68

4.756

5,37

-7,56

1.066

577

3.113

15

93

0

BMW

1.947

5,29

+5,24

4.343

4,91

-2,10

1.007

303

3.033

5

316

52

Diplomatie1

Taxi1

Vermietung1

10.726

20

791

14

3.413

14

85

0

1052

3.864

25

330

1

1120

2.150

50

165

0

Seat

1.811

4,92

+6,22

4.515

5,10

+22,32

997

772

2.746

4

294

0

Mercedes Benz

1.771

4,81

+43,63

4.120

4,66

+18,66

1.089

364

2.667

99

376

38

Fiat inkl. Abarth

1.727

4,69

+41,56

3.788

4,28

+29,64

752

620

2.416

3

171

0

Mazda

1.195

3,24

+10,55

2.462

2,78

-5,56

783

499

1.180

0

4

0

Nissan

1.095

2,97

-6,81

2.342

2,65

+7,33

318

150

1.874

4

213

0

Peugeot

1.084

2,94

+8,29

2.712

3,06

+6,81

641

396

1.675

1

178

1

913

2,48

+1,67

2.358

2,66

+7,18

840

599

919

3

54

3 4

KIA Toyota

872

2,37

+53,79

1.947

2,20

+54,77

896

455

596

77

0

Citroën

824

2,24

+6,05

2.022

2,28

+10,86

552

437

1.033

3

100

4

Dacia

815

2,21

+22,19

2.196

2,48

+16,25

1.142

791

263

19

1

1

Suzuki

775

2,10

+3,33

1.804

2,04

+28,31

703

482

619

1

7

0

Mitsubishi

606

1,65

+39,31

1.209

1,37

+27,94

353

160

696

0

2

0

Volvo

396

1,08

+16,47

970

1,10

+12,66

327

124

519

0

61

8

Honda

312

0,85

+13,87

660

0,75

+1,23

265

157

238

0

0

0

Jeep

278

0,75

-0,36

750

0,85

+4,31

129

65

556

0

22

1

Land Rover

276

0,75

+26,03

637

0,72

+1,11

169

86

382

1

20

3

Alfa-Romeo

261

0,71

+72,85

507

0,57

+56,97

121

46

340

0

30

0

Mini

226

0,61

-18,41

538

0,61

-3,06

118

111

309

0

80

4

Tesla

170

0,46

+33,86

284

0,32

+44,90

81

9

194

1

12

0

Porsche

133

0,36

-6,34

297

0,34

-7,19

85

36

176

0

0

0

Jaguar

126

0,34

+75,00

270

0,31

+69,81

65

24

181

1

50

1

Smart

126

0,34

-5,26

613

0,69

+60,47

63

64

486

0

365

1

Subaru

64

0,17

-3,03

146

0,16

-8,75

67

27

52

2

1

1

Lexus

49

0,13

+22,50

124

0,14

+26,53

19

6

99

0

0

0

Maserati

19

0,05

+216,67

51

0,06

+155,00

8

3

40

0

4

0

SsangYong

18

0,05

+157,14

30

0,03

+50,00

12

4

14

0

1

0

Lada

15

0,04

+87,50

38

0,04

+80,95

24

10

4

1

0

0

Bentley

9

0,02

-35,71

22

0,02

+4,76

0

1

21

0

0

0

Aston Martin

2

0,01

-

2

-

-

2

0

0

0

0

0

Ferrari

2

0,01

-75,00

6

0,01

-50,00

2

0

4

0

0

0

Lamborghini

2

0,01

-

8

0,01

+100,00

1

0

7

0

0

0

Chevrolet

1

-

-

1

-

-75,00

0

1

0

0

0

0

Infiniti

1

-

-

17

0,02

+88,89

3

0

14

0

0

0

KTM

1

-

-66,67

1

-

-66,67

0

0

1

0

0

0

Cadillac

0

-

-100,00

-

-

-100,00

0

0

0

0

0

0

Lotus

0

-

-

-

-

-100,00

0

0

0

0

0

0

33

0,09

-50,00

112

0,13

-29,11

13

10

89

0

15

0

36.830 100,00

+15,31

88.493

100,00

+12,79

21.145

12.830

54.518

356

5.671

143

Sonstige

1

Summe

in betrieblichen Zulassungen enthalten

März 2017 Stück

Marke

Gewinner und Verlierer nach Segmenten Jänner – März 2017: 88.493 Kleinwagen

Stadtwagen

Microvans

Familyuntere vans Mittelklasse

+4,0 %

+9,3 %

+39,4 %

+21,3 %

4.056

15.002

2.376

18.564

Mittelklasse

Oberklasse

Luxusklasse

Sportwagen

+22,5 %

3.571

7.647

-31,0 %

-3,5 %

2.430

AUTO & Wirtschaft • MAI 2017

387

469

-7,2 %

-5,6 %

Geländewagen

Geländew. Minivan medium

+10,1 %

+28,0 %

4.295

21.457

2.415

-20,9 %

33


MANAGEMENT

Fiesta ist der neue Führende Es war zwar nur ein Monat, nämlich der März: Doch der Ford Fiesta nutzte die Modellerneuerung beim VW Golf aus und setzte sich zum ersten Mal seit 7 Jahren an die Spitze der Statistik. Man darf wetten, dass es nicht lange so bleibt.

D

er Ford Fiesta legte im März um fast 12 Prozent zu, während der Golf fast 17 Prozent einbüßte. Eng ist auch das Rennen um Rang 3, hier verteidigte der VW Polo die Bronzemedaille knapp vor dem Renault Clio (wobei es quartalsmäßig umgekehrt aussieht). Macht man einen Blick auf die Marken, so liegt VW mit exakt 443.000 Einheiten ganz klar an der Spitze vor Ford. Das Plus bei den Wolfsburgern stammt nicht zuletzt vom neuen Tiguan, der sich mit 66.063 Neuzulassungen um 77,1 Prozent steigerte. Europaweit schaffte es die VW-Gruppe auf einen Marktanteil von 21,43 Prozent, gefolgt vom PSAKonzern (bereits inklusive Opel gerechnet) mit 16,09 und Renault-Nissan (14,94 Prozent). In den 27 von der JATO untersuchten Staaten stiegen die Neuzulassungen im März um 10,8 Prozent auf 1.932.817. Das war der beste März aller Zeiten. Rechnet man alle Daniele Schillaci, 3 Monate zusammen, liegt der Manager bei Nissan Markt in Europa um 8,0 Prozent über dem Vorjahr. Ein einziges Land – nämlich Irland mit einem Rückgang von 8,2 Prozent im 1. Quartal – liegt nicht auf Wachstumskurs. Es zeigt sich auch, dass im krisengeschüttelten Griechenland ein gewisser Nachholbedarf besteht: In den ersten 3 Quartalen gab es mit +37,8 Prozent erfreuliche Zahlen, wenn auch auf niedrigem Niveau (nämlich 15.299 Stück).

Nissan wieder stark im Steigen Nissan ist eine der Automarken, die in den vergangenen Jahren zugelegt haben – nicht nur in Europa, sondern auch weltweit. Darüber freut sich auch Daniele Schillaci, weltweiter Verkaufs- und Marketingchef von Nissan. In Europa betrug das Neuzulassungsplus im Vorjahr 3,0 Prozent, insgesamt wurden 776.435 Autos abgesetzt. In den ersten 3 Monaten dieses Jahres war die Steigerung noch erfreulicher, sie lag bei 11,2 (und im März sogar bei 16,7) Prozent. Damit schaffte es der japanische Autohersteller im 1. Quartal sogar unter die Top 10. Verantwortlich dafür ist nicht zuletzt der neue Micra, aber vor allem auch der ungebrochene Erfolg des Qashqai. • (MUE)

34

Länderstatistik Veränd.

Veränd. Land

März 17 März 16

in %

kum. 17

kum. 16

in %

Belgien

61.066

56.423

8,20

164.709

150.455

9,50

Dänemark

22.797

19.188

18,80

59.958

52.253

14,70

359.683

322.913

11,40

844.684

791.424

6,70

2.348

2.085

12,60

6.043

5.544

9,00

11.199

11.627

-3,70

33.102

33.062

0,10

225.507

211.218

6,80

539.203

516.284

4,40

9.435

6.305

49,60

21.075

15.299

37,80

Deutschland Estland Finnland Frankreich Griechenland

562.337

518.707

8,40

820.016

771.780

6,20

Irland

19.916

21.529

-7,50

76.026

82.824

-8,20

Italien

Großbritannien

226.506

192.940

17,40

584.244

525.312

11,20

Kroatien

5.355

4.073

31,50

10.784

8.792

22,70

Lettland

1.447

1.548

-6,50

4.069

3.884

4,80

Litauen

2.045

1.625

25,80

5.511

4.593

20,00

Luxemburg

5.191

5.040

3,00

13.341

12.965

2,90

Niederlande

36.366

29.744

22,30

119.868

98.672

21,50

Norwegen

14.292

14.066

1,60

39.244

37.399

4,90

Österreich

36.830

31.941

15,30

88.493

78.455

12,80

Polen

49.429

39.219

26,00

125.926

104.671

20,30

Portugal

25.987

26.459

-1,80

59.902

58.428

2,50

Rumänien

6.915

6.572

5,20

22.259

17.471

27,40

Schweden

38.387

34.712

10,60

89.404

83.229

7,40

Schweiz

30.391

29.020

4,70

72.309

71.951

0,50

Slowakei

9.023

7.834

15,20

22.598

19.953

13,30

Slowenien

6.538

6.106

7,10

18.690

16.691

12,00

127.112

112.760

12,70

309.856

288.652

7,30

26.786

22.800

17,50

68.072

59.608

14,20

9.929

7.515

32,10

24.350

19.735

23,40

Spanien Tschechien Ungarn

Top-Ten-Marken Veränd.

Veränd.

März 17

in %

kum. 17

Volkswagen

188.284

4,4

443.000

in % 2,2

Ford

161.420

17,4

317.837

10,1

Renault

137.417

15,7

291.513

10,7

Opel/Vauxhall

129.961

3,2

274.708

2,5

Peugeot

105.627

7,5

246.422

4,7

Mercedes

104.948

15,7

228.970

12,9

BMW

102.480

8,2

218.906

6,7

Audi

98.432

3,8

219.469

2,1

Fiat

97.017

16,2

223.464

13,6

Nissan

91.762

16,7

177.237

10,2

Top-Ten-Modelle Veränd. März 17

in %

Veränd. kum. 17

in %

Ford Fiesta

47.263

11,8

91.594

9,3

Volkswagen Golf

46.795

-16,9

115.372

-11,1

Volkswagen Polo

40.669

21,7

83.660

3,6

Renault Clio

40.209

15,9

88.992

14,8

Opel Corsa

38.254

4,2

76.272

2,9

Nissan Qashqai

36.665

18

75.617

14,6

Ford Focus

33.697

9,4

64.647

7,0

Opel/Vauxhall Astra

31.288

12,4

70.236

14,3

Peugeot 208

28.551

-0,3

67.577

-1,7

Renault Captur

27.195

13,0

55.410

2,1

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MANAGEMENT

Betriebsübergaben – vor allem innerhalb der Familie – sind ebenso normal wie schwierig. Obereder/Castrol hat sich diesem Thema in einem eigenen Unternehmertag gewidmet.

Mag. Michael Holub, Rechtsanwältin Mag. Heike Sporn (Erbrecht), Mag. Andreas Obereder, Mag. Katrin Scherz-Kogelbauer (Steuerrecht), Dipl.Ing. Gernot Winter (Mediation, ChangeManagement) und Mag. Michaela Rockenbauer, Castrol/Obereder

Von Gerald Weiss

5 Jahre für die Übergabe

D

as Nachfolgethema ist für viele Unternehmer wesentlich aktueller, als den Betroffenen und deren potenziellen Nachfolgern bewusst ist. Das wird spätestens dann klar, wenn die Experten den Zeitraum nennen, den solche Übergaben für gewöhnlich in Anspruch nehmen. Von 5 Jahren ist bei den Optimisten die Rede. „Wenn alles gut läuft“, schränken die Realisten ein. Bei den Experten handelt es sich um ein Team, das Business-Coach Mag. Michael Holub und Mag. Andreas Obereder für den Obereder/Castrol-Unternehmertag zusammengestellt haben. Erb- und Schenkungsrecht, Steuerrecht, Mediation, Change-Management, aber auch Praxisfälle wurden im Rahmen der Veranstaltung in der Steiermark besprochen. Für nicht Betroffene mag das Thema etwas trocken erscheinen. Jene, die es betrifft oder bald betreffen wird, sind dabei durchaus erstaunt, wie vielfältig sich diese Nachfolgeregelung gestaltet und was alles beachtet werden soll bzw. unbedingt beachtet werden muss. „Die korrekte Planung ist dabei enorm wichtig. Fehlplanung kostet Geld“, weiß Rechtsanwältin Mag. Heike Sporn, Expertin für Erb- und Schenkungsrecht.

beginnt der Prozess bereits bei der entsprechenden Ausbildung des potenziellen Übernehmers inklusive externer Praxis. Zeitgerecht muss die Informationspolitik geplant werden, etwa gegenüber der Hausbank oder dem Autoimporteur, in weiterer Folge auch intern gegenüber den Mitarbeitern. Die wirtschaftliche Situation, die Finanzen und die Rechtsform müssen analysiert und hinterfragt werden. Der Junior muss in geeigneten Aufgabenbereichen das Unternehmen, die Verantwortung und die Führungsfunktion Schritt für Schritt übernehmen. In der weiteren Phase geht es um die aktive Kommunikation und auch die Erweiterung des Unternehmens.

Wie entwickelt sich die Branche? Über all dem stehen die Beobachtung und der realistische Blick auf die Markt-Szenarien und deren Auswirkungen. „Schließlich muss der Nachfolger nach den fünf Jahren der Übergabe das Unternehmen für 30 oder 35 Jahre führen. Da ist es schon spannend, wie sich diese Branche entwickelt und ob ich mir das überhaupt antun möchte“, macht Holub klar. Auch bei perfekter, juristischer und steuerrechtlicher Vorbereitung dürfe die menschliche und emotionale Komponente nicht unterschätzt werden. „Familie und Unternehmen haben unterschiedliche Spielregeln. Und es gibt viele Möglichkeiten und Klippen, die zum Scheitern führen können.“ •

Übergabe-Zeitplan erstellen Mag. Michael Holub hat dafür einen kompakten Zeitplan entwickelt, um einen Überblick für die notwendigen Schritte der Übergabe zu erhalten. Sind sich Besitzer wie Nachfolger darüber einig, dass eine Weitergabe des Betriebes – in welcher rechtlichen und finanziellen Form auch immer – stattfinden soll,

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MANAGEMENT

Für den Autohändler wird es immer wichtiger, im entscheidenden Moment beim potenziellen Käufer mit der richtigen Botschaft zu landen – das gilt on- wie offline. Wir geben Tipps, wie Sie abseits vom Verkaufsgespräch, dessen Bedeutung gesunken ist, punkten können. Unter anderem auch im Internet. Von Katja Müller-Happe

Kenne ich meinen Kunden? Was ist er wert?

D

Siegfried Stepke, Geschäftsführer von e-dialog

Welche Kunden sind wichtig, welche zu vernachlässigen? Seiner Meinung nach sind die wichtigsten Kennziffern in einem Unternehmen die Kunden und ihre Daten. In der Betriebswirtschaftslehre und im Marketing wird dieser Wert als Customer Lifetime Value bezeichnet. Das ist der durchschnittliche Wert, den ein Käufer während seines gesamten Kundenlebens für ein Unternehmen hat. Ziel dieser Kunden-Datenanalyse ist es, diese für das Unternehmen wirklich wertvollen Kunden zu identifizieren. Eine Darstellung des Customer Lifetime Value zeigt die verschiedenen Kunden-Typen: ob sie sehr rentabel, wenig preissensibel, bearbeitbar oder auch zu vernachlässigen sind. Mit dieser Definition kann bereits eine sehr zielgenaue und individuelle Kundenansprache gesteuert werden. Die Kunst dabei ist, die Informationen aus

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verschiedenen Quellen wie Kundendatenbanken, Gewinnspielen, Werkstätte, Verkauf sowie Facebook, Twitter und eventuell noch Geschlecht und den Wetterbericht miteinander zu kombinieren. Wie Stepke in seinem Vortrag kurz und prägnant feststellt: „Daten nützen nichts, wenn ich nicht damit arbeite!“ Wie viele wertvolle Daten werden in den Betrieben in sogenannten Datensilos gespeichert, die im täglichen Gebrauch kaum oder nie genutzt werden? Gespeicherte Informationen über den Kunden interagieren in Betrieben selten mit anderen Daten und sind so von weiterführenden Prozessen ausgeschlossen. Meist werden solchermaßen gelagerte Daten auch nur selten auf ihre Richtigkeit kontrolliert. Diese Datensilos entstehen oft ungewollt, wenn beispielsweise in großen Unternehmen einzelne Abteilungen miteinander konkurrieren statt gemeinsam zu versuchen, gesteckte Ziele zu erreichen. Auch legen Fachabteilungen ihre Stammdaten nach eigenen Ansichten in unterschiedlichen IT-Systemen ab mit teils unterschiedlichen Daten. So sind die gleichen Kundendaten auf mehreren Systemen in Vertrieb, Service und Buchhaltung verteilt.

Der Datenschatz ist der Schlüssel Nun gilt es für die Betriebe, diesen Schatz zu heben, um ihn für die genaue Analyse der Kunden zu nutzen. Das kann mit gängigen Methoden und Tools mittlerweile ganz gut und einfach bewältigt werden. Die Herausforderung in den Betrieben liegt vielmehr im fehlenden Knowhow und/oder der Bereitschaft zur Umsetzung. Wie Stepke so treffend formulierte: „Daten machen nichts allein, man muss sie auch richtig einsetzen.“ Nur mit den ausgewerteten Daten und korrekten Analysen könne man den

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Fotos: e-dialog GmbH/APA-Fotoservice/Schedl

ie Kunden können sich heute jederzeit und überall informieren. Gerade deshalb ist es wichtiger denn je, als Hersteller und Händler online präsent und sichtbar zu sein. Und nicht nur, dass potenzielle Kunden aufmerksam werden, sondern auch um nützliche Informationen und Inhalte für den zukünftigen Käufer zu bieten, damit er den für sich besten Inhalt findet. Dazu wird es für Unternehmen immer notwendiger, seine Kunden noch besser kennenzulernen und ihren persönlich generierten und gespeicherten Datenschatz zu heben und zu analysieren. Siegfried Stepke, Geschäftsführer von e-dialog, eine Onlinemarketing-Agentur aus Wien, hat auf der Google Analytics Konferenz Anfang April in Wien gezeigt, welche Google-Tools die Kunden „360 Grad“ betrachten. Sein Tipp: Der Händler muss den Kunden und dessen Wünsche rechtzeitig erkennen, um darauf reagieren zu können.

Wann ist der richtige Zeitpunkt, einen Kunden anzusprechen?


Kunden im richtigen Kontext zum richtigen Zeitpunkt erreichen.

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Die Tools „Google Analytics 360°“ und „DoubleClick“ Tool bieten eine Lösung, die das Potenzial der Daten in einem gewohnt einfachen User Interface bereitstellt, sodass Unternehmen die richtigen Erkenntnisse für die besten Strategien gewinnen. Google setzt sich nun das Ziel, einen Kunden „360 Grad“ betrachten zu können: Der gesamte geräteübergreifende Kaufprozess wird beleuchtet und es werden Daten geliefert, wo und wie man den Kunden am idealsten abholt. AdWords und Double Click sind optional integrierbar.

Stepke hat diese Aussage mit folgendem Denkbeispiel erklärt: „Ihr Kunde ist beispielsweise ein gutverdienender 40-jähriger Manager. Im Gespräch hat er dem Verkäufer von seinen Hobbys, dem Surfen und den Bergen erzählt. Sein Auto hat er bereits 3 Jahre, Sie wissen den Kilometerstand, seine Adresse und kennen auch sein Fahrverhalten. Ebenfalls kennen Sie seinen monetären Kundenwert. Wann wäre jetzt der richtige Zeitpunkt für einen geeigneten kundenspezifischen Werbebanner zum Thema Freizeit und Auto? Während der Arbeit, wenn der Manager auf einer Businesswebsite surft und mit seinen Gedanken beim Geschäft ist? Wird ihn wirklich der Banner mit Strand, Berge oder Familie ansprechen? Oder eher dann, wenn der Manager am Abend entspannt am Tablet zu Hause am Sofa ist?“ Stepke ist davon überzeugt, dass, wenn man seinen Kunden genau analysiert und kennt, man ihn am richtigen Ort mit den richtig eingesetzten Tools und der geeigneten Werbung bespielen kann. Dass die Zukunft des Marketings datengetrieben sein wird, ist mittlerweile allen klar. Und nur mit einem kleinen Anteil an Daten zu arbeiten, führt zu falschen Entscheidungen. Eine 360-Grad-Ansicht des Kunden und die Integration aller Kanäle, die Berücksichtigung von Webklicks und Views der Kunden auf der Website, aber auch die OfflineBerührungspunkte sollten miterfasst werden.

Gewonnene Erkenntnisse richtig nutzen In vielen Unternehmen fehlt das Bewusstsein, welchen Wert eine Customer-Lifetime-Betrachtung für das Unternehmen bringen kann. Meist mangelt es an den richtigen Methoden, Modellen, Tools und Analysen für den Geschäftsbereich – und an den Ressourcen, um die gewonnenen Erkenntnisse auch zu nutzen. Das klingt zwar absurd, da damit eine Effizienz- und Leistungssteigerung einhergehen würden. Oft fehlt es in den Firmen einfach nur an internen Kapazitäten oder der Bereitschaft, bei externen Agenturen Unterstützung anzufordern. Die Konferenz widmete sich in einzelnen Bereichen rund um das Analyse Tool von Google. Organisiert wurde das Event von e-dialog in Kooperation mit dem Google Konzern. Ein Überblick über die Google Analytics 360 Suite wurde hier genauso geboten wie eine Einführung in die visuelle Datenanalyse mit Tableau sowie Wettertracking und die Nutzung von Google Analytics für SEO-Zwecke (Suchmaschinenoptimierung). •

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MANAGEMENT

Ihre

Meinung

ist

Prämie: Läuft das Geschäft mit E-Autos jetzt besser? Die Reichweite zählt

Verstärkte Nachfrage seit Jänner

„In Vorarlberg ist das Interesse für E-Autos für Privatkunden bereits im Vorjahr im Zuge von speziellen Pendler-Landesförderungen geweckt worden. Heuer sind weitere Kunden dazugekommen“, weiß Nadja Malin-Potzinger, Geschäftsführung Autohaus Malin/Sulz. Wobei das Hauptinteresse dem Modell Zoe gelte. „Seit Jänner war dieses Modell auch mit größerer Reichweite verfügbar, was neben zahlreichen Gewerbekunden auch Privatkunden angesprochen hat.“ Derzeit überwiege aber die Zahl der Gewerbekunden deutlich. Preis und Reichweite entschieden über den Erfolg eines Modells. „Daran orientieren sich die Kunden und entscheiden, ob ein Kauf überhaupt infrage kommt oder nicht.“

Interesse trotz Prämie gering „Derzeit hält sich das Interesse für E-Autos noch in Grenzen“, berichtet Martin Niederkofler, Inhaber Autohaus Niederkofler/Innsbruck. Niederkofler vermutet, dass Lebenshaltungskosten und das Reichweitenproblem, das sich in alpinem Gelände besonders stark auswirke, die Ursachen mangelnden Kaufinteresses seien. „Die Förderaktion für E-Fahrzeuge hat derzeit noch nicht wirklich viele überzeugen können.“ Besonders Privatkunden seien schwierig zu gewinnen. „Ganz wenige Kunden, für die auch die Förderung kaum eine Rolle spielt, entscheiden sich für ein E-Auto, kommen ganz von allein ins Autohaus und nehmen vor allem aus Umweltschutzgründen auch höhere Preise in Kauf.“

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„Wir haben seit Jänner einen Anstieg bemerkt, wir verkaufen seither deutlich mehr Elektrofahrzeuge“, stellt Max Sonnleitner, Geschäftsführer Auto Sonnleitner/Salzburg, fest. „Wobei für mich schwer nachzuvollziehen ist, ob bei dem Modell Zoe die höhere Reichweite oder die Förderung den Push gebracht hat. Ich gehe davon aus, dass es eine Kombination beider Vorteile ist“, so Sonnleitner. Die Prämie rege auch Kunden dazu an, sich genauer mit E-Mobilität zu beschäftigen. Leistbare Reichweite sei ein wesentlicher Punkt beim Kauf: Je höher diese sei, desto höher seien auch das Interesse und die Chance, E-Modelle absetzen zu können. Dies gelte sowohl für den Privat- als auch für den Gewerbebereich.

Nachfrage gestiegen „Das Interesse bei den Privatkunden ist da, denn aufgrund der Förderungen gibt es einen spürbaren Nachlass beim Kauf eines Elektrofahrzeugs“, bestätigt Mag. Otto Noidoilt, Leiter des Denzel-Kundencenters St. Veiter-Straße in Klagenfurt. „Wir konnten schon einige Abschlüsse tätigen, da wir mit dem Ioniq ein konkurrenzfähiges Produkt anbieten können. Auch Taxi- und Mietwagenunternehmen in Ballungsräumen erwägten verstärkt den Umstieg auf E-Autos. Gleichzeitig gebe es auch eine gesteigerte Nachfrage seitens der öffentlichen Hand. Natürlich spiele bei Kundengesprächen die Reichweite eine tragende Rolle, „aber viele Kunden überzeugt auch die Fahrfreude, die E-Fahrzeuge bieten“.

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uns

wichtig!

Im vergangenen November kündigten die Minister Jörg Leichtfried (Verkehr) und Andrä Rupprechter (Umwelt) auch für Private beim Kauf eines E-Autos Förderprämien an. Haben diese das Geschäft mit Elektro-Fahrzeugen wirklich spürbar angekurbelt? Von Dieter Scheuch

Interesse hat sich verflacht Die größte Nachfrage nach Elektroautos der BMW-Submarke „i“ sei 2016 entstanden, als die Förderung reiner Elektroautos mit Sachbezugsund Vorsteuerabzugsberechtigung bekannt geworden sei, sagt Michael Schmidt, Geschäftsführer von Höglinger Denzel/Linz. Mittlerweile habe sich das Interesse für Elektrofahrzeuge spürbar verringert. Das Geschäft sei punkto Verkauf grundsätzlich nicht weniger attraktiv als das Geschäft mit Verbrennern, das große Problem bei Elektroautos sei ihre Wartungs- und Servicearmut. „Die kommen ja außer bei Karosserieschäden kaum in die Werkstatt!“, so Schmidt. Vom Traditionsgeschäft eines Autohauses bleibe beim Elektroauto „nicht mehr viel“.

Privatkunden zögern noch

Mehr Reichweite bringt’s „Wir haben bereits im vergangenen Herbst das verstärkte Interesse seitens der Kunden verspürt“, so Ing. Thomas Polke, Geschäftsführer Autohaus Polke/Mistelbach. „Der hauptentscheidende Grund dabei war aber nicht die Ankündigung der Politik, künftig auch die Fördertöpfe für Private zu öffnen, sondern, dass wir mit dem neuen Zoe ein Modell mit beinahe doppelter Reichweite anbieten können.“ Damit steige auch automatisch die Zahl der Fahrerinnen und Fahrer, die mit einem E-Auto Strecken, die sie täglich fahren müssen, bewältigen können. Dies habe auch dazu geführt, dass sich der Anteil von E-Autos beim Gesamtverkaufsvolumen im 1. Quartal 2017 auf rund 30 Prozent erhöht habe.

Öko-Prämie bringt am meisten „Seitens der Kunden gibt es Interesse, dieses steigt auch. Die Kaufabschlüsse bewegen sich trotz der zusätzlichen Förderungen derzeit aber noch im Rahmen des Vorjahrs“, sagt Mag. Philipp Gady, Geschäftsführer Auto Gady/Lebring. Derzeit würden sich zum Großteil auch Firmenkunden für ein E-Fahrzeug entscheiden. In diesem Zusammenhang plädiert Gady neben den Förderungsmaßnahmen für E-Autos auch für eine Neuauflage der Öko-Prämie „weil wir glauben, dass Bundesmittel damit derzeit am vernünftigsten eingesetzt würden. Durch den Austausch ließen sich die Emissionen von Fahrzeugen mit konventionellen Antrieben deutlich und sehr viel schneller senken.“

Laden in Wien ein Problem

„Wir haben nach der Ankündigung der Politik, Förderungen für E-Autos auch Privaten zu gewähren, verstärktes Interesse seitens der Kunden registriert“, so Gerhard Skrbetz, Standortleiter Autohaus Koinegg/Eisenstadt. „Allerdings hat sich das noch nicht signifikant in Kaufabschlüssen niedergeschlagen, das Geschäft mit Firmenkunden läuft deutlich besser.“ Insgesamt seien E-Autos im 1. Quartal im Vergleich zum Vorjahr stärker gefragt, „natürlich haben wir aber Luft nach oben“. Die Reichweite sei für Privatkunden das wichtigste Kriterium „auch wenn sie sie nicht brauchen“. Langfristig glaubt Skrbetz „dass der Anteil von E-Autos zwischen 15 und 20 Prozent des Gesamtmarktes ausmachen wird“.

„Wir erleben bereits den 2. Schub. Nach den Firmenkunden im Vorjahr interessieren sich nun deutlich mehr Private für ein Elektroauto“, sagt Ing. Alexander Dvorak, Geschäftsführer RDW/Wien. „Wir haben noch nie so viele Fahrzeuge des Modells Zoe verkauft wie im 1. Quartal 2017. Wobei sich heuer erstmals mehr Privatkunden als Gewerbekunden für ein E-Fahrzeug entschieden haben.“ Einige Firmenkunden würden auf den neuen Kangoo Z.E. warten, „was einen weiteren Schub bringen wird“. Bei Privatkunden sei in Wien die Reichweite oft nicht das Hauptkriterium. „Sie überlegen natürlich, wo sie ihr Fahrzeug laden können, was in Wien derzeit noch ein Problem darstellt.“

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MANAGEMENT

In der High-Performance-Liga Mit der Neuausrichtung der europäischen Vertriebsstruktur setzt Apollo Vredestein auf den Österreicher Thomas Körpert, um in einem dynamischen und wettbewerbs–intensiven Umfeld die Erfolgsstory des indisch-niederländischen Reifenherstellers weiter fortzusetzen.

S

eit Mai sitzt einer der längstdienenden Geschäftsführer im heimischen Reifenbusiness in Frankfurt am Main, um im Auftrag von Apollo Vredestein den neu gebildeten Cluster zu leiten. Darin zusammengefasst sind die Vertriebsländer Deutschland, Österreich inklusive Slowenien und Kroatien, Schweiz, Ungarn und Polen. In dieser Konstellation bleibt der 49-jährige Manager Österreichs Reifenwirtschaft wenigstens erhalten, berichtet sein Nachfolger im heimischen Geschäftsführeramt Harald Kilzer (42) künftig auch an Körpert. Kilzer, seit 2011 für den Vertrieb verantwortlich, ist mit den Usancen des österreichischen Marktes bestens vertraut. Zuvor war er schon 9 Jahre für Vredestein in Deutschland unterwegs.

Mit Harald Kilzer (r.) rückt ein erfahrener Wegbegleiter von Thomas Körpert in die ÖsterreichGeschäftsleitung nach – Slowenien und Kroatien inklusive

Stabilisator Nachhaltiges und profitables Wachstum im wettbewerbsintensiven Umfeld bleibt der Kern der Strategie des indisch-niederländischen Reifenkonzerns mit Europazentrale in Amsterdam und den Vredestein-Reifenwerken in Enschede und neu im ungarischen Gyöngyöshalász. Körpert will profitables Wachstum im Miteinander mit Kunden schaffen. In einer Vorgangsweise, die er in seinen 18 Jahren bei der Wiener ApolloVredestein-Niederlassung zur Kaufmannskunst erhoben hat. Es gibt kaum jemanden im Reifengroßund Einzelhandel, der Körperts Verkaufsarbeit nicht Respekt zollen würde. Mit allen Wassern gewaschen, pflegt der Wiener einen unaufgeregten Führungsstil.

Enorm ausgeweitet hat Thomas Körpert sein Aufgabengebiet als nunmehriger Cluster Director für Deutschland, Schweiz, Österreich, Slowenien Kroatien, Ungarn und Polen

Nicht außer Rufweite Nun ist Körpert mit dem Fahrplan für die Zukunft der Marke mit Premiumanspruch (Vredestein) und dem Brand mit Breitenwirkung (Apollo) im Cluster unterwegs. Dabei setzt Vorstandsvorsitzender Mathias Heimann unter anderem auf seine

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Kompetenz im Auf- und Ausbau des Kerngeschäftes, das durch das Internet immer grenzenloser und preisaggressiver ist. „Dabei braucht es einen vertrauenschaffenden Moderator zum Kunden, denn gute Reifen haben andere auch.“ Jetzt will er sich einmal den großen Märkten in Deutschland und Polen widmen, die anderen kennt er aus seinen bisherigen Tätigkeiten. Mit seinen langjährigen Marktbegleitern Markus Brunner (Schweiz) und Michael Lutz (Deutschland) ist er im Erfahrungsaustausch, jetzt berichten sie ebenso an ihn wie Kilzer, der nun die Märkte Österreich, Slowenien und Kroatien verantwortet. Lediglich Ungarn, womit auch das neue Reifenwerk in Gyöngyöshalász in seine Einflusszone fällt, und Polen sind für Körpert noch zu „lernende“ Vertriebsregionen. Behilflich ist ihm dabei Sales Director Matthias Urban, an den er rapportpflichtig ist.

Auswirkungen „Die Welt verändert sich permanent“, skizziert Körpert seine neue Kompetenz, „immer neue Anforderungen kommen auf unsere Partner, Kunden und auch uns zu.“ Schnell und flexibel neue Wege suchen lautet seine Maxime im organisch stagnierenden Reifenmarkt. Daraus ergibt sich eine viel intensivere Vernetzung zwischen den Markträumen: „Für unsere Kunden ist es nicht relevant, aus welchem Bereich Lösungen wie auch immer kommen. Sie wollen kompetent alles aus einer Hand haben“, ergänzt Neo-Österreich-Statthalter Kilzer aus jahrelanger Erfahrung. „Im Miteinander liegt der eigentliche Mehrwert für unsere Kunden“, legt sich Körpert sein Erfolgsrezept. Bislang hat er dieses Erfordernis glaubwürdig im Markt umgesetzt. Kilzer will diese Tradition fortführen. • (LUS)


MANAGEMENT

Versicherte Kundenbindung Versicherungs- und Finanzdienstleistungen sind ein ganz wesentlicher Faktor zur Kundenbindung. Egal ob Garantie, Haftpflicht und Kasko oder die Finanzierung des Fahrzeuges. Von Gerald Weiss

D

as Thema ist freilich nicht neu, dennoch gewinnen Versicherungs- und Finanzdienstleistungen nach wie vor an Bedeutung, das Potenzial ist weiterhin vorhanden. Für das Autohaus und den Kfz-Betrieb hat es drei wesentliche Vorteile, sich in diesem Bereich zu engagieren.

Alles aus einer Hand Die Kunden teilen sich heute im Wesentlichen in zwei Gruppen: jene, die nur mehr auf den Preis schauen und jene, die Qualität, persönliche Betreuung und eine „All-in-one“-Lösung haben wollen. Auto kaufen, finanzieren, versichern, losfahren. Und auch nach dem Kauf kümmert sich der ausliefernde Betrieb um alle Fragen und Probleme. Diese Kunden brauchen Sie!

Sicherer Werkstattauftrag Ist der Kunde bei Ihnen versichert – egal ob Garantie, Kasko oder Haftpflicht –, kommt er im Schadenfall zuerst in Ihre Werkstatt. In vielen Fällen ist das vertraglich empfohlen oder mit einem Vorteil für den Kunden verbunden. Sollte eine Reparatur nicht mehr möglich sein, können Sie gleich ein neues Fahrzeug anbieten. Ähnliches gilt für die Finanzierung, wo Sie genau wissen, wann diese ausläuft.

Zusätzliche Erträge Provisionen bei Versicherungsoder Finanzierungsabwicklungen retten vermutlich nicht Ihr Betriebsergebnis, sind aber im Vergleich zu mancher Kleinwagenmarke nicht zu unterschätzen. Und Sie motivieren – je nach Provisionsmodell – den Verkäufer. •

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??


MANAGEMENT

Christian Rothböck, Direktor Vertrieb Handel im Bereich Schadenabwicklung

CarGarantie in Wien: Peter Bachmaier, Direktor Vertrieb Importeure, Banken und Versicherungen im Servicebereich

Vor 20 Jahren ist CarGarantie als erster GW-GarantieAnbieter nach Österreich gekommen. Mit permanenten Innovationen und kontinuierlicher Marktbetreuung hat man den Startvorteil bis heute für die Marktführerschaft genützt. Von Gerald Weiss

Wie hat sich das Team entwickelt? Bachmaier: Zum Start waren wir zu zweit in Österreich und sind laufend gewachsen. 2006 erfolgte der Umzug von der Auhofstraße hier in die Lemböckgasse, wo wir nun erneut erweitern. Rothböck: Heute haben wir für Österreich neben Peter Bachmaier und mir als Direktoren noch vier Distriktleiter, eine Dame im Servicebereich und einen Techniker.

20 Jahre Kundenbindung

Das Team hier im Wiener Büro ist aber wesentlich größer? Rothböck: Im Serviceund Technikbereich betreuen wir von Wien aus die Märkte Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Slowenien und Kroatien. Hier im Büro wird mit 9 Sprachen und – mit Kyrillisch – 2 Schriften kommuniziert. Die 8 Damen in der Serviceabteilung sprechen jeweils drei Sprachen. Auch die 6 Techniker können unseren Kunden in der jeweiligen Landessprache sofort eine Entscheidung mitteilen.

A

&W: 1997 ist CarGarantie nach Österreich gekommen, mit Peter Bachmaier als einem der ersten Mitarbeiter. Was war der Grund für den Start in Österreich? Bachmaier: CarGarantie ist ursprünglich aufgrund der Kooperation mit Renault nach Österreich gekommen, weil wir für den Konzern das 7-Sterne-Garantieprogramm abgewickelt haben und Renault das auch in Österreich anbieten wollte. Damit hatten wir eine sehr gute Basis, weitere Importeurs-Kooperationen und größere Händler sind dann aber rasch gefolgt und seitdem können wir ein kontinuierliches Wachstum verzeichnen. Rothböck: Heute haben wir Kooperationen mit 23 Importeuren und rund 1.800 Händler als Vertragspartner. Damit sind wir – in absoluten Zahlen – nach Deutschland und Italien der drittgrößte CarGarantie-Markt von mittlerweile 23 Ländern. Eine weitere, große Kooperation ist übrigens gerade in der Umsetzung.

Was macht die CarGarantie aus? Bachmaier: Wir sind mit laufenden Innovationen immer sehr weit vorn, egal ob die Unterstützung des Händlers beim Marketing, rasche Schadenabwicklung oder Integration der Garantieabwicklung, wir sind immer Vorreiter. Rothböck: Ein Beispiel ist Integration in die bestehenden Systeme der Hersteller. Bei manchen Importeuren muss der Verkäufer lediglich ein Häkchen setzen, die Daten werden übernommen und die Garantie abgeschlossen. Bachmaier: Unser Geschäft ist sehr lebendig, unser Außendienst bringt den Bedarf und die Anforderungen der Händler und Kunden zu uns und wir setzen mit der Zentrale in Deutschland die Lösungen um. Rothböck: Wir helfen den Händlern, ihre Prozesse und ihre Erträge zu verbessern und ihre Kundenbindung zu erhöhen. •

Kommen diese Kooperationen aus den Zentralen der Hersteller? Bachmaier: Zu einem großen Teil werden die Kooperationen mit Deutschland- oder Europazentralen entwickelt. Wir setzen dann die lokalen Anforderungen und gesetzlichen Notwendigkeiten um.

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MANAGEMENT

Das Autozentrum West von Roland Doblander und Alois Prantl zeigt, wie man als freier Händler auf Neuwagen-Niveau arbeiten kann. Die Qualität der Fahrzeuge wird mit der 3-Jahres-Garantie von mobile Garantie unterstrichen.

Gebrauchtwagen im Schauraum F

ür freie Gebrauchtwagen-Händler ist es imagemäßig in Österreich noch immer schwierig, sich gegen die Markenautohäuser durchzusetzen. Dabei gibt es eine Vielzahl an hochseriösen und professionellen Betrieben, die das Vertrauen der Kunden genießen. Ein Paradebeispiel für den Erfolg eines Kfz-Betriebes auch ohne Marke ist das Autozentrum West in Telfs, das 1995 von Roland Doblander und Alois Prantl gegründet wurde. Heute präsentiert sich das Unternehmen mit hochwertigem Schauraum, professionellem Erscheinungsbild und zwei Standorten. Der langjährige und bestens etablierte Autoplatz in der Anton-Auer-Straße wird weiterhin betrieben, in der Saglstraße wurde im Mai 2016 ein ehemaliges Skoda-Zentrum übernommen und bietet nun das Ambiente, das sich das Team für seine hochwertigen Gebrauchtwagen wünscht. „Damit können wir zukünftig noch hochklassigere und jüngere Modelle anbieten“, freut sich Doblander. Schon bislang ist das Angebot sehr hochwertig. „Wir bieten zwei- bis vierjährige Leasingrückläufer an, die seit Jahren von zwei fixen Lieferanten kommen.“ Dabei handelt es sich hauptsächlich um deutsche Marken. Mit dem neuen Standort konnte auch die Werkstätte aufgewertet werden, die vor 10 Jahren gegründet wurde. „Die Werkstätte bringt beim Kunden Vertrauen“, weiß Doblander.

Neuer Standort in Telfs: Autozentrum West

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Roland Doblander und Alois Prantl (vorne) vertrauen seit zehn Jahren auf Garantielösungen von Ing. Werner Kurath (mobile Garantie)

3-Jahres-Garantie Die Werkstatt ist damals nicht zuletzt aufgrund der Garantie-Abwicklung eröffnet worden. „Damals haben wir mit Werner Kurath die inkludierte 3-Jahres-Garantie gestartet, die noch heute bei allen unseren Fahrzeugen mit dabei ist.“ Ing. Werner Kurath kam damals als Vertriebsleiter der German Assistance zu Doblander. Nach dem Rückzug des Unternehmens vom österreichischen Markt sind Vertriebsleiter Kurath und sein Team nun mit mobile Garantie bei den langjährigen Kunden ebenso erfolgreich vertreten. „90 Prozent der Partner haben mit uns zu mobile Garantie gewechselt“, so Kurath. Doblander hebt die Zusammenarbeit mit der Person Kurath hervor. „Der Werner ist immer für uns da und er hält seine Zusagen ein.“ Doch nicht nur die Vertriebs-Kooperation, auch die Abwicklung im Schadenfall funktioniert bestens. „Für uns ist jeder Kunde etwas Besonderes. Wenn der Kunde zufrieden und happy ist, dann ist das unser Erfolg“, erklärt Doblander abschließend das Erfolgsgeheimnis des Unternehmens. Das wird von Kurath, der das Unternehmen seit mehr als zehn Jahren begleitet, bestätigt: „Doblander und Prantl sind erfolgreich, weil sie sehr ehrlich und sehr kundenorientiert sind. Auch für uns ist die Zusammenarbeit sehr partnerschaftlich.“ • (GEW)

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MANAGEMENT

Gemeinsames Komplettangebot Mit familiärer Betreuung punktet FischerAuto seit vielen Jahren im 22. Bezirk. Mit carplus hat das Unternehmen einen perfekten Partner für das Komplettangebot.

I

m Wiener Stadtgebiet sind die kleinen, familiengeführten Markenautohäuser rar geworden. Zu stark sind die großen Händlergruppen und die konzerneigenen Niederlassungen in der Bundeshauptstadt. Einer, der sich seit vielen Jahren mehr als behauptet, ist das Autohaus Fischer in der Wagramer Straße in Wien 22. Dabei ist „die Donaustadt“ wohl einer der spannendsten, weil am stärksten wachsenden Bezirke. Gemeinsam mit der Produktoffensive von Hyundai im Elektro-Segment engagiert sich auch Fischer in diesem Bereich. „Wer das nicht macht, dessen Betrieb hat ein Ablaufdatum“, erklärt Geschäftsführer Marko Fischer. Ein wichtiger Teil des Komplettangebotes ist neben der Finanzierung die Versicherungsabwicklung. „Alles aus einer Hand“, lautet dabei die Philosophie. Darüber hat sich Fischer schon vor vielen Jahren Gedanken gemacht und eine Ausbildung als Versicherungskaufmann absolviert. Als Versicherungsagent hat er heute die entsprechende Kompetenz, seine Kunden zu beraten und dann individuelle Angebote zu erstellen, in Zusammenarbeit mit Partner carplus. Mit dem carplus Klimabonus und eigenen Tarifen für elektrisch betriebene Fahrzeuge unterstützen die Versicherungsprofis von carplus die Alles-aus-einerHand-Entwicklung. „Wir gehen den Weg zur E-Mobilität gemeinsam“, erklärt Edmund Frühwirth, Gebietsleiter bei carplus und langjähriger Partner der Firma Fischer.

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Ernst Nevrivy, Bezirksvorsteher Wien-Donaustadt, unterstützt Unternehmen in seinem Bezirk. Hier mit Edmund Frühwirth (carplus), Marko Fischer und Mag. Anette Maier (carplus) „Unser Erfolg liegt in der persönlichen Betreuung, nicht beim Preis“, so Fischer. Und das gilt auch für die Versicherung. „Es geht um individuelle Versicherung, um eine maßgeschneiderte Lösung für die jeweiligen Anforderungen, nicht ausschließlich um die Höhe der Prämie“, weiß Frühwirth. Letztlich geht es aber auch ums Geld. „Wir brauchen die Provisionen durch die Versicherung, um unseren finanziellen Spielraum zu erweitern“, erklärt Fischer. carplus ist der Partner vieler Autohäuser, doch warum funktioniert es hier besonders gut? „Marko Fischer fördert und lebt den Bereich Finanzierung und Versicherung“, erklärt Frühwirth. Der Erfolg gibt ihm recht. Während die Versicherungspenetration sonst zwischen bei 20 und 30 Prozent liegt, hat Fischer eine Erfolgsquote von fast 50 Prozent. Das bringt selbstverständlich nicht nur Provisionen, sondern auch Kundenbindung und Werkstattauslastung. Durch den verringerten Selbstbehalt bei einer Reparatur bei der ausliefernden Fachwerkstätte hat man einen deutlich besseren Zugang.

„Ein Fischer ist immer da“ „Wichtig ist, dass keiner dazwischenfunkt und der Kunde nur einen Ansprechpartner hat“, so Fischer. Deshalb war für ihn auch der neue Standort mit Service und Verkauf in einem Haus so wichtig: „Bei jedem Werkstattbesuch sieht der Verkäufer seinen Kunden.“ Nicht nur die Verkäufer, auch die Familie Fischer ist immer in Kontakt zu den Kunden. „Ein Fischer ist immer da“, lächelt Marko und verweist auf seinen Vater, der das Unternehmen gegründet und bereits an seinen Sohn übergeben hat. Er ist zwar in Pension und mischt sich ins Tagesgeschäft nicht mehr ein, seine Präsenz wird aber von Mitarbeitern wie von Kunden unverändert sehr geschätzt. • (GEW)


MANAGEMENT

Schub für S-Pedelecs Im Rahmen einer exklusiven Kooperation zwischen dem Schweizer E-Bike-Hersteller myStromer AG und dem Branchenversicherer carplus wird nun ein maßgeschneiderter Versicherungstarif für schnelle E-Bikes angeboten.

E

ntwickelt wurde der Tarif für die schnellen S-Pedelecs, die in Österreich als Moped angemeldet werden, von der Wiener Städtischen Versicherung.

carplus organisiert An- und Abmeldeservice Durch diese Kooperation könnten Preisattraktivität und der Komfort für potenzielle S-Pedelec-Käufer gesteigert werden, da laut carplus „eine Registrierung der schnellen E-Bikes sehr umständlich war, nun aber carplus den Anmelde- und Abmeldeservice organisiert“, was eine enorme Entlastung für Händler darstellt. Geboten wird mit der E-Bike-Kasko eine Schadensbegrenzung unter anderem bei Diebstahl, Sturm und Brand und mit der E-Bike-Haftpflicht sind Kunden vor finanziellen Folgen bis zu 30 Millionen Euro

(V. l.) Peter Kirisics (carplus), Dr. Stefan Mann (ARBÖ – Leiter Abteilung Recht), Tomi Viiala (Stromer SchweizVP Sales), Mag. Philipp Halla, MBA (Geschäftsführung Vertical Wien), Helge Losch (Eventmanager Stromer) und Alexander Kogler (Wr. Städtische) bei der Präsentation des neuen Versicherungstarifs

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geschützt. „Wir freuen uns und sind stolz darauf, der Wegbereiter zu sein, der diese Neuerung auf den Weg gebracht hat. Proaktiv daran zu arbeiten, ein attraktives Umfeld für den Einsatz unserer Elektrofahrräder zu schaffen, liegt uns am Herzen“, sagt Peter Althaus, CEO der myStromer AG. Die Kfz-Haftpflichtprämie beträgt für die Pedelec-Modelle Stromer ST1 Platinum, ST1 X, ST2 und ST2 S jährlich 30,49 Euro, die jährlichen Teilkaskotarife mit generellem Selbstbehalt starten bei 71,24 Euro. • (DSC)

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MANAGEMENT

Parkschaden: nur bei Fremdverschulden Im Volksmund wird das eigene Unvermögen beim Einparken gerne als Parkschaden erklärt. Die Versicherung sieht das jedoch anders und kontrolliert die Angaben genau.

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er Deckungsumfang einer Kaskoversicherung definiert jene Schadenursachen, die vom Versicherungsschutz umfasst sind. Die meisten davon sind den Versicherungsnehmern bekannt und doch passieren gerade bei einer – sogar sehr oft vorkommenden – Schadenursache immer wieder Missverständnisse und Fehlinterpretationen, nämlich beim Parkschaden. Ein Parkschaden im Sinne der Versicherungsbedingungen liegt nur vor, wenn das versicherte Fahrzeug, während es abgestellt ist, von einem anderen, unbekannten Fahrzeug beschädigt wird. Gedeckt werden derartige Schäden regelmäßig von einer Vollkaskoversicherung und bei vielen Versicherern auf Wunsch auch in unterschiedlichen Tarifen im Teilkaskobereich. Aufgrund der möglicherweise irreführenden Bezeichnung wird der Begriff fälschlicherweise immer wieder für Schäden verwendet, die der Versicherungsnehmer selber an seinem oder einem fremden Fahrzeug verursacht – wenn er nämlich

Genaue Überprüfung durch Versicherungen Mag. Stefan Enthofer, Leiter des Garanta Leistungs-Centers

Versicherungs Know-how Mit Unterstützung der Garanta Versicherung

Kundenbindungs-App Mit dem Wartungspaket für Gebrauchtwagen und der neuen Kunden-App bietet Real Garant seinen Partnern innovative Kundenbindungsinstrumente, die weit über die normale Garantie hinausgehen.

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nsere Kunden, die Verantwortlichen in den Autohäusern, wollen den Autoverkauf abschließen und das Geschäft abhaken“, weiß Mag. Michael Erb, Geschäftsführer Real Garant in Österreich. „Dazu braucht es neben der Risikoübernahme auch entsprechende Prozesse, die im Schadenfall im Autohaus und bei Real Garant ablaufen. ‚Hoffentlich kommt er nicht wieder‘, war und ist noch immer die Aussage vieler Händler. Dabei wäre gerade der Gebrauchtwagenverkauf die Möglichkeit zur Werkstattauslastung und Kundenbindung. Bei Markenautohäusern kommen die Kunden nur in den ersten Jahren in die Werkstätte“, weiß Erb. „Wir bringen den Gebrauchtwagen auf das Level des Neuwagens: Serviceheft, nächster Kontakt, telefonische Kontaktaufnahme und Ähnliches. Wir implementieren Prozesse wie beim Neuwagen.“

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ein- oder ausparkt. Diese aktiv herbeigeführte Kollision mit einem Hindernis stellt jedoch keinen Parkschaden dar und ist als „Unfall“ typischerweise nur in Vollkaskotarifen gedeckt. Weiters ist der Versicherungsnehmer laut Bedingungen verpflichtet, einen Parkschaden unverzüglich bei der Polizei anzuzeigen.

Die Schadenabteilungen der Versicherer prüfen Parkschaden-Schadenmeldungen insbesondere in Teilkaskotarifen sehr genau. Sie weisen den Sachverständigen an, neben der Kalkulation der Schadenhöhe auch eine Stellungnahme darüber abzugeben, inwieweit das sich bietende Schadenbild Rückschlüsse zulässt, ob das versicherte Fahrzeug beim Eintritt des Schadens in Stillstand war und das Schadenbild überhaupt durch ein anderes Fahrzeug entstehen kann. Ist dem nicht so, finden sich möglicherweise Spuren, die eine Ablehnung der Kaskoleistung zur Folge haben, wie z. B. für Parkschäden untypische Verkratzungen oder Rückstände von Lacken, die nicht im Kfz-Bereich verwendet werden und somit keinem anderen Fahrzeug zuordenbar sind. • (GEW)

App für den Autofahrer Mit der neuen Kunden-App, die der Gebrauchtwagenkäufer auf sein Smartphone lädt, wird er zum Beispiel an den Ablauf der Garantie oder die nächste §-57a-Überprüfung erinnert. Wenn der Service fällig ist, erhält der Kunde eine Mitteilung. „Auf Knopfdruck kann dann gleich mit der Werkstätte Kontakt aufgenommen werden. Der Kunde darf gar nicht darüber nachdenken, wo er sonst mit dem Auto zum Service hinfahren könnte“, so Erb.

Wartungspaket Flatrate Mag. Michael Erb, Geschäftsführer Real Garant Österreich (o.), Kunden App (r.)

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Ein weiteres wichtiges Produkt hat Real Garant gerade mit dem Wartungspaket für Gebrauchtfahrzeuge vorgestellt. „Wir starten die Testphase bei fünf großen Händlern“, so Erb. „Damit kann die Werkstätte den Kunden langfristig an den Betrieb binden.“ Die Umsetzung erfolgt – denkbar einfach – mit lediglich drei verschiedenen Raten für das Autohaus. • (GEW)


Der Kunde weiß, wie es um seine Schadenmeldung bestellt ist

Online-Schaden-Tracking nennt die Porsche Bank ihre neue digitale Dienstleistung: Der Kunde kann sich online über die Abwicklung des Schadenfalls informieren.

Jederzeit informiert

E

s gab einen Unfall, das Auto steht in der Werkstatt. Der Kunde will wissen, ob das Fahrzeug repariert wird. Das Autohaus wiederum hat noch keine Freigabe seitens der Versicherung, denn zuerst muss der Sachverständige den Schaden begutachten. Eine unangenehme Situation für alle Beteiligten, die jeden Tag vorkommen kann. Doch jetzt wird es einfacher: Denn die Porsche Bank hat das Online-Schaden-Tracking gestartet. Nachdem der Kunde (per App, via Kundenportal oder die Homepage der Porsche Bank) den Schaden gemeldet hat, wird er per E-Mail informiert, dass der Schaden aufgenommen ist und wer ihn bearbeitet. Der Kunde wird über wesentliche Bearbeitungsschritte automatisch auf dem Laufenden gehalten: Immer wenn ein neuer Status erreicht ist (z. B. dass der Schaden aufgenommen wurde oder ein Gutachten eingelangt ist), sieht er das im Kundenportal.

Mag. Hannes Maurer, Vorstand der Porsche Bank

Schneller und transparenter als bisher „Niemand muss mehr auf einen Brief der Versicherung warten: Wir haben die Kommunikation mit den Kunden einfacher, schneller und transparenter gemacht“, heißt es bei der Porsche Bank. Die Sache funktioniert auch, wenn die Schadenmeldung über die Werkstatt erfolgt ist. Mag. Hannes Maurer, Vorstand der Porsche Bank: „Wir sehen im SchadenTracking in Kombination mit der Online-Schadenmeldung einen weiteren Schritt in Richtung eines umfassenden Kundenservice. So bieten wir volle Transparenz und Nachvollziehbarkeit.“ • (MUE)

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„Damit ist jedem Kfz-Betrieb davon abzuraten, verfälschte Kennzeichentafeln zu montieren“,

WIRTSCHAFT

meint Rechtsanwalt Dr. Johannes Öhlböck auf Seite 51

„Wir haben gestoppt: Eine Garnitur Reifen schafft man in weniger als einer Minute“,

sagt Regalsystem-Hersteller Gottfried Scholz auf S. 56

Opel Wien produzierte 2016 über 435.000 Motoren Opel Wien fertigte 2016 im Werk Aspern mit rund 1.600 Mitarbeitern 331.825 F17-Getriebe und automatische Schaltgetriebe Easytronic (MTA) sowie 367.394 mechanische 6-Gang-Getriebe und 435.262 Motoren der Twinport-Ecotec-Generation. Seit Beginn der Produktion im Jahr 1982 wurden in Aspern 14,770 Millionen Motoren, 25,422 Millionen Getriebe und 2,715 Millionen Zylinderköpfe gebaut. 20 Prozent der Mitarbeiter wurden in der eigenen Lehrwerkstätte ausgebildet, das Durchschnittsalter beträgt 45 Jahre.

Magna Graz: 700 neue Jobs sind bereits besetzt Wie AMS Steiermark und Burgenland mitteilten, sind bereits etwa 700 der 3.000 der bis Juni 2018 durch Aufträge von BMW und Jaguar zusätzlich zu schaffenden Stellen bei Magna Steyr in Graz besetzt worden. Der überwiegende Teil der neuen Mitarbeiter komme aus der Steiermark, aus dem Burgenland hätten etwa 30 Menschen eine Zusage. Wie Karl Heinz Snobe, Geschäftsführer des Arbeitsmarktservice Steiermark, sagt, handle es sich um den größten Vermittlungsauftrag österreichweit.

Dieter Scheuch

Autofasten in der Autostadt Salzburg ist Österreichs Auto-Hauptstadt. Einige Importeure und das größte Autohandelsunternehmen Europas haben ihren Hauptsitz in

Beetle in Österreich bis Mitte 2018 lieferbar

der Mozartstadt, der

Bis Mitte 2018 werden in Österreich die beiden Beetle-Modelle (geschlossene Ausführung und Cabrio) lieferbar sein, sagt Mag. Karin Angerer, die bei der Porsche Holding in Salzburg für die Markenkommunikation VW zuständig ist. In Deutschland werden die beiden Modelle künftig nicht mehr angeboten. Das Branchenmagazin „Automobilwoche“ hatte unter Berufung auf ein internes Schreiben berichtet, die Fertigung des „Käfers des 21. Jahrhunderts“ für Deutschland werde „mit Produktionswoche 26/2017 eingestellt“.

Form eines brutalen

nun Ungemach in Parkraumbewirtschaftungsplanes droht: Die rot-grüne Stadtregierung will Pendlern bald eine Jahrespauschale bis zu 700 Euro für eine Parkgeneh-

Toyota: starker Rückenwind dank C-HR

migung verrechnen.

Über ein „sehr gutes 1. Quartal 2017“ berichtet Dr. Friedrich Frey, Geschäftsführer von Toyota Frey Austria. „Wir spüren den Rückenwind des C-HR.“ Im März habe Toyota ein Zulassungsplus von 50 Prozent aufweisen können, wobei ein Drittel der Verkäufe auf den C-HR entfallen sei, so Frey: „3 Viertel der C-HR-Käufer sind Neukunden. Wir erobern und holen Kunden zurück.“ Mit dem neuen Yaris, der kürzlich Premiere feierte, kommt nun auch das wichtige Volumenmodell in den Verkauf.

Berufspendler wären

Insgesamt 60.000 von dieser Maßnahme betroffen. Geht dieser Plan auf, schadet dies auch dem Salzburger Autohandel und den Reparaturbetrieben. Viele werden sich

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13.000 neue Kfz-Leasingverträge im Vorjahr

zweimal überlegen, ob

Wie Raiffeisen-Leasing bekanntgab, habe man im Geschäftsjahr 2016 die Anzahl der neuen Leasingverträge um rund 8 Prozent auf knapp 17.000 Stück steigern können. Das Volumen des Neugeschäfts lag mit 635 Millionen Euro etwa in der Höhe des Vorjahresvolumens (2015: 642 Millionen Euro). 2016 wurden in Summe rund 13.000 neue Kfz-Leasingverträge abgeschlossen. Per Stichtag 31. Dezember 2016 befanden sich 38.000 Kfz-Leasingverträge im Bestand mit einem Anschaffungswert von 1,1 Milliarden Euro.

Auto zur Arbeit fah-

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sie zukünftig mit dem ren. Damit steigen die Austauschzyklen und nicht wenige werden darüber nachdenken, überhaupt auf das Auto zu verzichten.


WIRTSCHAFT

Spaß bei Pannen Wer sagt, dass eine Panne nicht auch etwas Positives haben kann? Der ARBÖ hat vor Kurzem 41 BMW X1 in Dienst gestellt, die den Mitgliedern weiter helfen, wenn das eigene Auto nicht mehr fahren kann – vorerst aber nur in fünf Bundesländern.

I

n den vergangenen zwei Jahrzehnten, seit der Automobilklub seine ARBÖmobil-Flotte betreibt, waren darin schon sehr viele Automarken vertreten – und auch verschiedene Modelle und Ausstattungsvarianten. Doch so sportlich-elegant wie jetzt war es noch nie: „Ein Ersatzauto darf einfach auch mal Spaß machen“, begründet ARBÖ-Generalsekretär Komm.-Rat Mag. Gerald Kumnig die Auswahl.

24 Stunden lang kostenlose Mobilität für Mitglieder Insgesamt 41 BMW X1 wurden bereits von BMW an den ARBÖ übergeben: Sie werden im Westen und Süden Österreichs eingesetzt, also in den Bundesländern Salzburg, Tirol, Vorarlberg, Kärnten und in der Steiermark. Die Grundidee ist stets gleich: Die Fahrzeuge, die über die einzelnen Prüfzentren verteilt sind, werden den Mitgliedern zur Verfügung

(V. l.) Josef Roider (Geschäftsführer AutoFrey), KommRat Mag. Gerald Kumnig (ARBÖGeneralsekretär), Chris Collet (CEO BMW Austria), Jean-Philippe Parain (Leiter Region Europa der BMW AG)

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gestellt, wenn ihr eigenes Fahrzeug trotz aller Bemühungen der ARBÖ-Techniker nicht mehr weiterfahren kann. In den ersten 24 Stunden ist dies sogar kostenlos möglich. Bei der Auswahl der Fahrzeuge spielte auch eine Rolle, dass der Motor – ein 115 PS starker Diesel – aus dem BMW-Werk in Steyr stammt. Das betonte auch Chris Collet, Geschäftsführer von BMW Austria, bei der Übergabe: „Der X1 ist unser Bestseller aus Österreich und der ideale Allrounder. Er bietet vor allem eines, nämlich die BMW-typische Freude am Fahren.“ • (MUE)

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ANSICHT Keine Angst vor dem E-Auto

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lektroautos erfreuen sich hoher politischer und mittlerweile in vielen Ländern auch finanzieller Protektion in Form von Kaufprämien. Allein: Die Autofahrer wollen nicht so recht. „Elektromobilität ist wie Ketchup: Du schüttelst und schüttelst und du weißt, irgendwann kommt was. Aber du weißt nicht wann und wie viel“, konstatierte unlängst der Daimler-Entwicklungschef Ola Källenius. • Auch der Automobilhandel tut sich noch schwer mit dem Thema „Elektromobilität“. Immer wieder berichten potenzielle Käufer, dass ihnen im Autohaus zwar die Elektromodelle gezeigt würden, der Verkäufer dann aber am Schluss doch zum Kauf eines konventionell angetriebenen Fahrzeugs rate. Sicher schwingt da die Angst mit, dass der Käufer eines Elektrofahrzeugs im Alltagsbetrieb von der nach wie vor geringen Reichweite dieser Fahrzeuge negativ überrascht wird und dann die Schuld beim Verkäufer sucht, der ihn schlecht beraten hätte. Da geht man lieber den sicheren Weg: Wenn man einen Benziner oder Diesel verkauft, weiß man, was man hat. • Trotz der nachvollziehbaren Zurückhaltung: Der Automobilhandel muss sich dem Verkauf von Elektrofahrzeugen öffnen, denn die Hersteller werden in den nächsten Jahren ihr Angebot beträchtlich erweitern, weil nur so die künftigen europaweit

„Wenn man einen Benziner oder Diesel verkauft, weiß man, was man hat.“

Prof. Dr. Willi Diez, Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft (IFA), Nürtingen-Geislingen (D)

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gültigen CO2-Grenzwerte erreicht werden. Dabei sollte man die Elektromobilität durchaus auch als Chance sehen, für neue, vor allem urbane und jüngere Zielgruppen interessant zu werden, die mit der konventionellen Antriebstechnik nichts mehr am Hut haben. Denn Elektroautos – Tesla macht es der Branche vor – haben durchaus auch etwas mit Life-Style zu tun. Und das vor allem dann, wenn die Fahrzeuge mit innovativen und interessanten IT-Features ausgestattet werden. Als gelegentlicher Fahrer eines Tesla Model X mache ich zum Beispiel die Feststellung, dass Kinder sich die Nase an der Scheibe plattdrücken. Früher hat man das gemacht, um auf den Tachometer zu schauen und zu sehen, wie schnell ein Auto fährt. Heute ist es der 17-Zoll-Touchscreen, der das Interesse und die Begeisterung der Kids weckt. Oder nehmen wir die Overthe-Air-Updates: Viele jüngere Menschen finden das „cooler“ als eine Trockensumpfschmierung. • In der Konsequenz bedeutet das: Um Elektroautos erfolgreich zu verkaufen, muss man nicht nur seine Produktkenntnisse erweitern, sondern auch seinen Mindset als Verkäufer verändern. Man muss sich auf Zielgruppen einstellen, die beim Kauf eines Autos anderes im Sinn haben als PS und brachialen Sound. Wenn man das tut, hat man die Chance, auch als Autohaus zum Kompetenzführer in Sachen Elektromobilität zu werden. Andernfalls droht das Image zu verstauben und am Ende steht man als der ewig Gestrige im Abseits. Eine Herausforderung ist das E-Auto natürlich auch für den Service. Die Ausbreitung der Elektromobilität wird den Trend zu rückläufigen Wartungs- und Reparaturarbeiten in der Branche noch verstärken. Vor allem der Verlust des Ölgeschäfts ist eine echte Bedrohung für die Profitabilität in der Werkstatt. Für das professionelle Autohaus heißt das: Man muss heute langfristige Servicestrategien entwickeln. Dabei geht es darum, sich neue Geschäftsfelder zu erschließen oder die vorhandenen zu stärken. • Nach wie vor werden im Aftersales viele Potenziale an Drittanbieter verschenkt: Wie steht es zum Beispiel mit einem ganzheitlichen Räder- und Reifenmanagement? Welche zusätzlichen Angebote kann man beim Car Refreshing und der Werterhaltung der Fahrzeuge machen? Bietet man Smart Repair wirklich aktiv an? Wie steht es mit der Betreuung von Young- und Oldtimern? Schließlich könnte auch das Geschäft mit Ladesäulen und deren regelmäßige Wartung für Autohäuser interessant werden. Der Trend in die Elektromobilität lässt sich nicht aufhalten. Erster zu sein ist besser, als hinterher zu rennen. Als Autohändler ist man also gut beraten, auch ein wenig an der Ketchup-Flasche mitzuschütteln. Man wird sich schon nicht bekleckern!


WIRTSCHAFT

Eigene Kennzeichentafeln erlaubt? Staatsverweigerer verwenden teilweise eigene Zulassungsscheine und Kennzeichentafeln, mit denen nun auch Kfz-Betriebe konfrontiert werden. Darf ein Betrieb diese Tafeln am Auto anbringen? Macht er sich dabei strafbar? Muss er dieses Vorgehen sogar zur Anzeige bringen? Von Dr. Johannes Öhlböck

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n der Nacht auf 20. April wurden über Anordnung der Staatsanwaltschaft Graz unter Intervention von 450 Polizisten 26 Staatsverweigerer verhaftet. Das sind Personen, die die Republik Österreich, ihre Organe und Gesetze ablehnen. Aber auch Betrug steht im Raum. Führende Personen der Gruppe versuchten ihren Mitgliedern einzubläuen, dass Österreich nur eine Firma sei und Mitglieder des „Staatenbundes“ mit dem Erwerb von Kennzeichentafeln, Zulassungs- oder Führerscheinen usw. nicht mehr österreichischem Recht unterliegen würden. Die rosaroten Kennzeichentafeln waren bereits produziert und Kfz-Betriebe wurden aufgefordert, diese am erworbenen Automobil zu montieren. Für die Händler stellte sich die Frage, ob sie berechtigt sind, derartige Kennzeichen zu montieren, oder vielleicht sogar Anzeige erstatten müssen. Der Betrieb steht dabei unter enormem Druck. Die Erwartungshaltung seines Importeurs ist definiert: Verkaufsziel einhalten. Jedes Mittel ist dabei recht und es ist bekannt, dass fast jedes dritte neu zugelassene Auto kraft Eigenzulassung, Tageszulassung oder Kurzzulassung beim Händler und nicht in der Garage des Kunden steht. Da kommt eine Gruppierung wie die Staatsverweigerer – die durch das Einsparen von Kosten für eine Anmeldung scheinbar Geld spart – gerade zur rechten Zeit. Wie soll der leidgeplagte Händler da reagieren?

arabischen Ziffern bestehen. Das Kennzeichen muss mit einem oder zwei Buchstaben als Bezeichnung der Behörde beginnen, in deren örtlichem Wirkungsbereich das Fahrzeug zugelassen ist. Die nicht behördenbezogenen Teile können frei gewählt werden (Wunschkennzeichen). Die Kennzeichentafeln sind von der Behörde auszugeben. Sie sind öffentliche Urkunden. Zur Herstellung von Kennzeichentafeln ist eine Bewilligung des Verkehrsministers erforderlich.

Geldstrafen drohen, auch Gefängnis ist möglich

Dieser Volvo (mit StaatsverweigererKennzeichen) wurde von der Polizei gestoppt; das Bild unten Bild ist eine Fotomontage

Wenn nunmehr Personen selbst Kennzeichentafeln herstellen und auf Fahrzeugen anbringen, stellt dies einen Verstoß gegen das KFG dar. Es droht eine Verwaltungsstrafe bis zu 5.000 Euro. Daneben ist auch gerichtliches Strafrecht zu prüfen. So ist die Herstellung einer falschen öffentlichen Urkunde, mit dem Vorsatz, sie im Rechtsverkehr zu gebrauchen, mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren zu bestrafen (§ 224 StGB). Zu bestrafen ist nicht nur der unmittelbare Täter, sondern auch jeder, der einen anderen dazu bestimmt, sie auszuführen, oder der sonst zu ihrer Ausführung beiträgt. Damit ist allerdings jedem Kfz-Betrieb klar davon abzuraten, erkennbar verfälschte Kennzeichentafeln auf einem Kfz zu montieren.

Besteht auch eine Anzeigepflicht? Fraglich ist, ob der Kfz-Betrieb auch von sich aus aktiv werden und Sachverhalte zur Anzeige bringen muss, in denen verfälschte Zulassungsscheine und Kennzeichentafeln verwendet werden. Ein möglicher Grund liegt in der Strafprozessordnung, die vorsieht, dass öffentliche Dienststellen zur Anzeige verpflichtet sind, wenn ihnen der Verdacht einer Straftat bekannt wird, die ihren gesetzmäßigen Wirkungsbereich betrifft. Werkstätten sind im Rahmen von § 57a KFG vom Landeshauptmann mit der wiederkehrenden Begutachtung beschäftigt. Man könnte auf die Idee kommen, dass sie daher als Quasi-Dienststelle zur Anzeige verpflichtet sind. Eine klare gesetzliche Regelung oder gerichtliche Entscheidung liegt dazu nicht vor, allerdings geht die herrschende Lehre davon aus, dass die Begutachtungsstelle nicht unter den Begriff öffentliche Dienststelle fällt und sie daher keine Anzeigepflicht trifft. Glück für den Kfz-Betrieb, käme er doch ansonsten in eine schwer zu lösende Kollision zwischen Kunden- und Staatsinteressen. •

Regeln für Kennzeichentafeln im KFG Regeln für Kennzeichen finden sich in Österreich im Kraftfahrzeuggesetz (§§ 48 ff), das vorsieht, dass für jedes Kfz ein Kennzeichen zuzuweisen ist. Die Kennzeichen müssen aus lateinischen Buchstaben und

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WIRTSCHAFT

30 Jahre „Der rote Faden“ und wir machen weiter: MIT IHNEN! Rockenbauer, Knöbl, Lederer, Lustig, Hayder, Binder, Weiss. Im Titelraum lassen wir die blauen und roten Bände sprechen

Was gewesen ist, dasselbe wird sein, und was geschehen ist, dasselbe wird geschehen, skizzieren wir mit Salomons Zitat die letzten 30 Jahre A&W. In Zukunft nichts Neues? Mit uns werden Sie auch die kommenden Jahre den „roten Faden“ nie verlieren.

V Chefredakteur Mag. Heinz Müller verantwortet die Jubiläumsnummer der AUTO & Wirtschaft 2017

Herausgeber Gerhard Lustig begleitet AUTO & Wirtschaft durch die Jubiläumsausgabe

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or 30 Jahren gründeten Helmut J. Rockenbauer und Dr. Fritz Knöbl die neue Zeitschrift A&W, um der journalistischen Monokultur – im Fachjargon Hofberichterstattung – Gegengewicht zu geben. Zielgruppe waren alle jene, die beruflich von und mit dem Auto leben. Mit Hintergrundberichten und Analysen begannen sie, die Leserschaft zu bedienen, der Weg zum wirtschaftlichen Erfolg war also hart. 2004 übernahmen Helmuth H. Lederer und Gerhard Lustig die A&W, nannten sie fortan im vollen Wortlaut AUTO & Wirtschaft, statteten sie mit der passenden Mannschaft aus und verfahren seither leidenschaftlich mit Themen der Mobilitätswirtschaft. Die Poesie der freundlichen Worte verläuft sich in Lederers Medienwelt in faktenorientierter Berichterstattung – wie ein roter Faden! Seit 30 Jahren und nie abgerissen!

Gemacht mit den besten Journalisten der Branche. Copy-and-paste-Redakteure taugen im A&W Verlag nicht. Dafür sind wir zu neugierig und eigenständig. Mit dieser Einstellung machen wir uns – MIT IHNEN – auf die (auto)mobile Informationsreise: Faktenorientiert nehmen wir jede neue Herausforderung an. Positionieren uns gegen die Autohetzer, decken aber auch Ungerechtigkeiten der großen Firmen auf, um die vielen unternehmerischen Taten des Klein- und Mittelstandes zu unterstützen, die uns lokale Wirtschaftskraft und Arbeitsplätze sichern. AUTO & Wirtschaft taugt als Reibebaum gegenteiliger Interessen, ist jedoch Orientierungsmedium für die Zukunft der Automobilwirtschaft und kein „Gewerkschaftsorgan“ für wen auch immer!

Die Besten der Branche

Zum 30-Jahresjubiläum kreieren wir das Sonderheft „Der rote Faden“, führen etwas in die Geschichte und spinnen den Faden weiter in die Zukunft. In Zeiten von Gewalt und Terror denkt niemand daran, die Hetzer gegen die Automobilität zur Verantwortung zu ziehen, die sich oft in den eigenen Reihen befinden. Opportunität trägt viele politische Namen. AUTO & Wirtschaft respektiert globale Logiken, setzt sich vorrangig für lokale Erfordernisse ein. Mit diesem Auftrag sind wir in unserer Branche IHRE Programmmacher und IHRE Aufpasser! Monat für Monat und gerne die nächsten 30 Jahre. Das Sonderheft wird Mitte des Jahres erscheinen! • (LUS)

Unsere Leser sehnen sich nach recherchierter Sachund Fachinformation, aber auch nach eigenständigen Meinungen, um sich vom global uniformen Informations(über)angebot abheben zu können. Oftmals werden wir gefragt, ob der ganze Aufwand lohnt, wo doch online alles – „Breaking News“ – sofort und angeblich gratis verfügbar ist. Unsere Antwort: Es gibt Informationen, die ein kluger Mensch nicht wissen will. Aber viele, die er braucht. Beruhigend! Wir sind nicht ignorant. AUTO & Wirtschaft geht mit hoher Eigenständigkeit den Dingen nach und damit manchem Großkopferten auf den Geist.

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Der rote Faden


WIRTSCHAFT

Neues Urteil: Ein Neuwagenkäufer darf Spursicherheit ohne das Auftreten deutlich spürbarer Seitenkräfte im Fall plötzlicher erheblicher Beschleunigung erwarten. Von Dr. Johannes Öhlböck

Fehlende Spursicherheit als Mangel R

eagiert ein Fahrzeug derartig, entspricht es nicht den gewöhnlich vorausgesetzten Eigenschaften und ist mangelhaft. Das Vorliegen eines Serienfehlers ändert daran nichts (OGH 4 Ob 198/15v, 30.03.2016).

Kauf eines Fiat Doblo mit fehlender Spursicherheit Der Kläger kaufte am 11.7.2013 einen neuen Fiat Doblo Cargo 2, 135 PS, um 19.340 Euro. Nach einigen Fahrten bemerkte er erhöhte Seitenkräfte, als er plötzlich stark beschleunigte oder vom Gas ging. Bei normalen Fahrbedingungen sowie angepasster Fahrweise trat der Mangel nicht auf. Bei plötzlicher erheblicher Beschleunigung war ein Ziehen zur linken Fahrbahnseite spürbar. Bei plötzlicher Beendigung der Beschleunigungsphase war ein Ausweichen zur rechten Seite zu bemerken. Bei korrekter Lenkradhaltung mit beiden Händen war dies problemlos korrigierbar. Das Fahrverhalten ist eine Bauarteigenschaft von Fahrzeugen dieses Typs. Ohne konstruktive Veränderung kann es nicht geändert werden. Der Kläger fuhr bis Klagseinbringung 2.722 Kilometer.

Branchenjurist Dr. Johannes Öhlböck

• Spurverziehen bei ständig erforderlichen Lenkkorrekturen und Vibrationen des Armaturenbretts und Fahrsicherheitsbeeinträchtigung (7 Ob 194/05p); • außerhalb des normalen Ausmaßes liegende, vertikale Stoßbewegungen samt Fahrsicherheitsbeeinträchtigung (1 Ob 106/13i); • Flackern des Scheinwerferlichts, Hartwerden der hydropneumatischen Federung; Fahrzeug unzuverlässig und gefährlich (2 Ob 95/06v). Ein Vibrieren und „Raunzgeräusche“ des Schalthebels eines Neuwagens (1 Ob 14/05y) wurden mangels Beeinträchtigung der Fahrsicherheit hingegen als geringfügiger Mangel beurteilt.

Wandlung berechtigt: Verkehrssicherheit beeinträchtigt Im gegenständlichen Fall ist eine Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit gegeben. Es ist nicht ausgeschlossen, dass auch ein vorschriftsmäßig fahrender Lenker situationsbedingt (z. B. Notbremsung oder maximale Beschleunigung) nicht beide Hände am Lenkrad hat und durch das Spurabweichen des Fahrzeugs einen Verkehrsunfall erleidet. Zudem können Dritte, die das Fahrzeug benützen und den Mangel nicht kennen, vom abweichenden Fahrverhalten überrascht werden. Das Rechtsgut der körperlichen Unversehrtheit wiegt schwerer als finanzielle Interessen, sodass die Interessenabwägung zugunsten des Klägers ausschlägt und der Wandlungsanspruch zu Recht besteht. •

Klage auf Rückabwicklung des Vertrages Der Käufer klagte das Autohaus und begehrte Wandlung und Rückabwicklung des Kaufvertrages wegen eines unbehebbaren groben Mangels und Rückzahlung des Kaufpreises abzüglich Abgeltung für den Wertverlust von 354 Euro. Der Oberste Gerichtshof folgte seiner Argumentation und führt aus, dass ein Neuwagenkäufer Spursicherheit ohne das Auftreten deutlich spürbarer Seitenkräfte im Fall plötzlicher erheblicher Beschleunigung erwarten darf. Das Fahrzeug entspricht daher nicht den gewöhnlich vorausgesetzten Eigenschaften und ist somit mangelhaft. Das Vorliegen eines Serienfehlers ändert daran nichts.

Unwesentlicher die Wandlung ausschließender Mangel Im Zuge der Entscheidung beschäftigte sich der OGH mit der Frage des unwesentlichen Mangels iSd § 932 Abs 4 ABGB. Liegt ein solcher vor, ist Wandlung ausgeschlossen. Für die entsprechende Prüfung sind der konkrete Vertrag und die Umstände des Einzelfalls zu prüfen. Bisher wurden schon folgende Mängel als nicht geringfügig erachtet:

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WIRTSCHAFT

Gemeinsam für OE-Qualität

Niko Johannidis, Head of Central Europe bei Mahle Aftermarket und Mitglied der Original Marken Partner

Kompetenz in der Erstausrüstung vereint die 5 Unternehmer der Original Marken Partner (OMP): Bosal, Dana/Victor Reinz, GKN/Spidan, Mahle und TMD/Textar.

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as technische Knowhow auf Basis entsprechender Schulungen sowie die effiziente Verwendung von Ersatzteilen in Erstausrüstungsqualität bilden heute die Basis für das erfolgreiche Geschäft der Kfz-Werkstätten. Diesen Anforderungen wird die Kooperation mehrerer prominenter Erstausrüster im Kfz-Ersatzteilmarkt gerecht. Unter dem Namen „Original Marken Partner“ haben sich Bosal, Dana/Victor Reinz, GKN/Spidan, Mahle und TMD/Textar zusammengeschlossen, um ihr Angebot für die Branche noch zu verstärken. Die Mitglieder sind dabei sorgfältig ausgewählt, bieten Erstausrüstungs-Ersatzteile aus den Bereichen Bremse, Filter, Dichtung, Abgasanlage, Antriebswelle und noch einiges mehr, ohne sich gegenseitig in ihrem Angebot zu überschneiden. „Alle 5 Mitglieder sind komplette OE-Lieferanten, das war das Grundkriterium“, erklärt Niko Johannidis, Head of Central Europe bei Mahle Aftermarket. Bosal, Dana/Victor Reinz, GKN/Spidan, Mahle und TMD/Textar beliefern weltweit die führenden Automobilhersteller.

Vorteile für Mitglieder und Kunden Von dieser engen Zusammenarbeit profitieren natürlich die Mitglieder selbst, die dadurch ihre Präsenz verstärken können. „Das ermöglicht uns auch einen starken, gemeinsamen Auftritt auf Branchenveranstaltungen wie zum Beispiel der AutoZum in Salzburg“, so Johannidis. Entscheidend ist allerdings der Vorteil für den Kunden, die Werkstätte. So werden die Kompetenz und die Erfahrung in der Erstausrüstung in

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einem kompakten Schulungsangebot zusammengefasst. „Wir bieten 1-TagesSchulungen, wo alle 5 Original Marken Partner ihr Wissen an die Werkstätten weitergeben“, erklärt Johannidis. Der Weiterbildungsaufwand für die Werkstätte wird dadurch wesentlich reduziert. „Bislang bieten wir diese Ausbildung nur in Deutschland an“, schränkt Johannidis ein. Bei entsprechendem Interesse soll das Modell aber auch in Österreich umgesetzt werden.

Weiterbildung der Betriebe Die 5 Original Marken Partner entsprechen damit dem Bedarf an hochwertiger Weiterbildung, die aufgrund der zunehmenden Komplexität der Fahrzeuge immer wichtiger wird. „Die Mechaniker müssen sich massiv weiterbilden“, ist Johannidis überzeugt. Die Techniker der 5 Hersteller können dabei auf ihre Kompetenz aus der Entwicklung und der Belieferung der Automobilhersteller zurückgreifen. Zudem wird das Spannungsfeld deutlich größer und in den meisten Fällen für die Teilnehmer auch spannender. Besonders entscheidend sind zudem die Bewusstseinsbildung für die Qualität und die Sicherheit durch Erstausrüstungsprodukte. Darüber hinaus arbeiten die 5 Original Marken Partner an Initiativen für den freien Teilemarkt, leisten Lobbyarbeit für Qualität und Sicherheit, entwickeln IT-gestützte Lernsysteme und stärken nicht zuletzt das Markenbewusstsein. • (GEW)

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OMP-Schulungsoffensive vielleicht auch bald in Österreich


Yamaha ist seit Jahrzehnten in Österreich erfolgreich

Die Finanzierung des Traum-Bikes Rechtzeitig zu Beginn der Saison vereinbarte die Santander Consumer Bank mit Yamaha eine Finanzierungspartnerschaft.

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ass die Santander Consumer Bank im Neuund Gebrauchtwagenbereich für viele Händler ein unverzichtbarer Partner ist, weiß die Branche. Aber auch im Zweiradbereich ist die Bank bereits seit Jahren sehr aktiv – etwa durch Partnerschaften mit Harley-Davidson, dem Faber-Imperium (Vespa, Piaggio, Derbi …) oder KTM. Vor wenigen Wochen wurde eine weitere Motorradmarke an Bord geholt. Und die ist alles andere als ein kleiner Partner, nämlich Yamaha, die in Österreich seit Jahren in der Zulassungstabelle ganz weit vorn zu finden ist. Das soll auch so bleiben: Michael Schwaiger, Kfz-Direktor bei Santander, und Yamaha-Österreich-Manager Hans Zimmermann nennen 3.000 verkaufte Yamaha-Motorräder für heuer als angestrebtes Ziel.

Michael Schwaiger ist bei Santander für das Kfz-Geschäft verantwortlich

„Viel Ertragspotenzial für den Motorradhandel“ Schwaiger freut sich über den Abschluss der Partnerschaft: Sie bringe nicht nur den Endkunden Vorteile, sondern auch den Händlern: „Diese können mit den maßgeschneiderten Finanzierungsangeboten nun noch viel stärker auf Kundenwünsche eingehen als bisher.“ Die beiden Manager verweisen auch darauf, dass Finanzierungen für die Ertragskraft der Händler eine wichtige Säule darstellen. Schwaiger: „Ich sehe in diesem Bereich noch viel Ertragspotenzial für den Motorradhandel.“ • (MUE)

Hans Zimmermann dirigiert Yamaha in Österreich, Tschechien, der Slowakei und Ungarn

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WIRTSCHAFT

Der Neubau von BMW Auer in Krems ist das jüngste Referenzprojekt von Scholz Regalsysteme in Österreich. Firmenchef Gottfried Scholz überzeugte sich selbst. Von Mag. Heinz Müller

geht. Normalerweise haben in den Coverhallen 7 Baureihen übereinander Platz: Die Reifengarnituren verschwinden hintereinander im System. Werden nur Neureifen (ohne Felgen) gelagert, sind auch bis zu 10 Ebenen möglich. So groß ist natürlich kein Mensch, deshalb bietet Scholz auch den „Gorilla“ an: Der hebt die Reifen in die benötigte Höhe und entlastet die Arbeiter. „Wir haben gestoppt: Eine Garnitur schafft man in weniger als einer Minute, selbst wenn sie ganz oben ist.“ Denn Scholz weiß aus jahrzehntelanger Erfahrung: Zeit ist Geld, vor allem in der Saison im Frühjahr und Herbst.

125 Euro pro Garnitur kostet die Errichtung

Lego-Baukasten brachte die Idee

S

cholz zeigt, was man mit dem Baukasten-System für die Räderlagerung zaubern kann – nämlich eine Räderlagerung gleich welcher Größe. Denn heuer ist die Räderlagerung so wichtig, weil der Kunde zweimal im Jahr das Autohaus aufsucht. Selbst eine riesige Räderanzahl kann man mit dem System in jeder gewünschten Menge unterbringen und zudem leicht und schnell händeln. Wie es dazu kam? Gottfried Scholz war in den 1980er-Jahren als Handelsvertreter für Büro- und Betriebseinrichtungen unterwegs. „Doch ich wollte etwas anderes machen, nämlich produzieren.“ Und so schaute er sich in ganz Europa bei Regalherstellern um. „Aber ich habe kein zukunftsorientiertes System gefunden. Also habe ich selbst eines entwickelt“, sagt Scholz heute. Er gibt zu, sich am LegoBaukasten orientiert zu haben: „Das Ziel: möglichst wenig Teile, möglichst rascher Aufbau.“

Walter Fichtinger (BMW Auer, Krems), Firmenchef Gottfried Scholz, Key Account Manager Klaus Hagl (v. l.)

Einlagern von Kundenrädern und neuen Reifen Heute, drei Jahrzehnte später, kann man mit Fug und Recht behaupten: Die Idee von damals hat sich bewährt. Scholz ist heute eine fixe Größe, wenn es ums immer wichtiger werdende Einlagern von Kundenrädern und von Pneus aus dem eigenen Betrieb

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Apropos Geld: Wie viel ein Händler für das neue Räderlager ausgeben muss, hängt natürlich von der Größe ab. Als Richtschnur darf man rund 125 Euro pro eingelagerte Garnitur rechnen. „Wir haben auch für 50 bis 100 Radsätze saubere Inhouse-Lösungen“, sagt der Firmenchef. Die größte bisher errichtete Anlage fasst 5.000 Radsätze und wurde in Hof (D) gebaut: „Nachdem die Bodenplatte fertig war, haben wir binnen 6 Wochen alles fix und fertig errichtet.“ Vor Kurzem hat Scholz auch ein Angebot für eine Halle gelegt, die bis zu 16.000 Garnituren fasst. Auch sonst wird dieses Tempo gehalten: „Im Idealfall vergehen zwischen Planung und Fertigstellung nur 6 Monate.“ Scholz und sein Team kümmern sich auch um die Statik. Die Module der Coverhalle sind jeweils 7,5 Meter breit, das Baukastensystem kann beliebig erweitert werden: „Man kann für die ersten 800 Garnituren planen und in einigen Jahren, wenn Bedarf besteht, erweitern. Die Außenwand ist in wenigen Stunden abgeschraubt, dann kommt der nächste Teil dran.“

Reifenwechsel lockt Kunden ins Autohaus Das Argument von Scholz: „Die Leute kommen immer seltener ins Autohaus und in die Werkstätte, weil sie sich online über den Neuwagenkauf informieren, die Autos technisch besser geworden und die Ölwechsel-Intervalle länger geworden sind. Doch die Reifen nutzen sich nach wie vor ab. Wenn ein Autohaus hier investiert, holt es sein Geld am schnellsten wieder rein.“ Gebaut werden die Anlagen übrigens in Hofheim/Taunus. Jüngstes Beispiel in Österreich: die Halle neben dem Neubau von BMW Auer in Krems. •


WIRTSCHAFT

dem Gesetz entsprechend. Sollten dennoch Fragen oder Probleme auftreten, steht die Vecos-Hotline telefonisch oder per E-Mail werktags von 8 bis 17 Uhr zur Verfügung. Nicht zuletzt kann die interne Qualitätssicherung individuell durch jeden Betrieb durchgeführt werden.

Automatisch: Update und Datensicherung

Die einfache §-57a-Prüfung Vecos-Projektleiter Dieter Köllner-Gürsch

Die Prüfsoftware Vecos reduziert den administrativen Aufwand bei der §-57a-Überprüfung auf ein Minimum. Als webbasierende Lösung ist die Software immer am neuesten Stand.

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ehicle Control System – kurz Vecos – ist ein modernes, webbasierendes System für die Erstellung von §-57a-Gutachten. Mit Vecos können Kfz-Daten einfach und fehlerfrei vom Zulassungsserver übernommen werden, ebenso können Daten von bestehenden DMS über eine entsprechende Schnittstelle verwendet werden. Die Erstellung des Gutachtens erfolgt intuitiv, einfach und natürlich

Durch die Online-Lösung entfallen die manuellen Updates: Da Vecos über das Internet auf die aktuelle Programmversion zugreift, muss sich der Anwender um keine Änderungen oder Aktualisierungen kümmern. Gleiches gilt für die gesetzlich vorgeschriebene Datensicherung. Diese läuft ebenfalls automatisch in einem von VECOS dafür eigens in Österreich eingerichteten Rechenzentrum. Der Anwender muss keine manuellen Speicherungen auf seinem Computer durchführen und ist im Falle einer Prüfung auf der sicheren Seite. Vecos kann komplett unabhängig vom Gerät und vom installierten Betriebssystem eingesetzt werden. Die einzigen Voraussetzungen sind ein Webbrowser und ein Internetzugang. Danach kann der Desktop, der Laptop, das Tablet oder einfach das Smartphone genutzt werden, gerne auch jedes Mal ein anderes Gerät. Speziell die Verwendung über das Tablet findet bei Kundendienstberatern immer stärkere Verwendung. • (GEW)

Bosch Service Lieferant

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ach langjähriger, intensiver Partnerschaft mit Trost (jetzt WM Trost Fahrzeugteile) sowie Lorch und Küblbeck erweitert Bosch nun sein Vertriebssystem für das Bosch-Service-Werkstättenkonzept. Zukünftig wird auch Stahlgruber als autorisierter Bosch-Service-Vertragsgroßhändler die Konzept-Partner akquirieren und beliefern. Dabei arbeitet Bosch in Deutschland schon länger mit Stahlgruber zusammen und erfüllt auch in Österreich alle Voraussetzungen. Bei aktuell 95 Betrieben sieht man bei Bosch noch weiteres Wachstumspotenzial.

Die meisten Betriebe bei WM Trost Die meisten österreichischen Bosch-Service-Betriebe werden weiterhin von WM Trost beliefert, wobei es im Zuge der Zusammenlegung und der damit verbundenen Logistik- und EDV-Umstellung kurzfristig zu Lieferproblemen gekommen ist. • (GEW)

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GEWERBE

„Zitatkünftig ev. „Wer lukrative Aufträge erfüllen will, muss 2-zeilig“ sich den Herausforderungen der Technik stellen“,

Max Mustermann auf Seite ?? Saint-Gobain) auf Seite 60 meint Oliver Sacher (Geschäftsführer

„Das Geschäft wird immer komplexer, und das müssen wir gemeinsam nutzen“,

sagt Reinhold Amschl (Fuchs-Vertriebsleiter) auf Seite 66

Gebündelte Kräfte zu neuer Reifen-Einkaufskoop Durch den Zusammenschluss der in Salzburg ansässigen Einkaufskooperationen von Top Reifen Team und Point-S Reifen Partner zur „Top Reifen Partner GmbH“ verschieben sich mit Wirkung 1. Juli 2017 auf dem österreichischen Reifenmarkt die Marktverhältnisse im Handel. Die Geschäftsführer Michael Peschek (Point-S) und Franz Berger (TRT) werden in der paritätischen Gesellschaft künftig Einkaufsstrategien und Prozessoptimierungen gemeinsam realisieren, um dem internationalen Preiskampf besser begegnen zu können.

Denzel Klagenfurt deutlich länger geöffnet Mit dem großzügigen Umbau des Standorts hat Denzel Klagenfurt, St.-Veiter-Straße auch seine Öffnungszeiten deutlich erweitert. Der Verkauf ist seit Kurzem von 8 bis 20, die mechanische Werkstatt von 6 bis 20:30 und der Karosseriebereich von 6 bis 22 Uhr geöffnet. Damit ermögliche man es den Kunden, ihr Fahrzeug repariert zu bekommen, ohne sich dafür Urlaub nehmen zu müssen, so Kundencenterleiter Mag. Otto Noidoilt.

Matthias Kreutzer

Wenn Zusatz zur Basis wird Der positive Überraschungsmoment zählt zu den besten Kundenbindungswerkzeugen. Besonders beliebt in unserer Branche ist zum Beispiel die Rei-

Würth und ARBÖ verlängern Batterie-Kooperation

nigung des Fahrzeugs.

Die seit vier Jahren bestehende Zusammenarbeit zwischen Würth als exklusiver Lieferant für Energizer-Starterbatterien und den ARBÖ-Prüfzentren wurde am 21. April weiter verlängert. Die Qualität sowohl der gelieferten Batterien als auch der Serviceleistung habe sich in der extremen Kälteperiode Anfang des heurigen Jahres bewährt. Im Bild v. l.: Würth Österreich-Geschäftsführer Alfred Wurmbrand, ARBÖ-Generalsekretär Komm.-Rat Gerald Kumnig und Wolfgang Rieder, Bezirksleiter Würth Automotive.

leisten sich hier oft

Große Unternehmen eigene Mitarbeiter, während bei kleinen Firmen diese gut gemeinte Leistung durch zusätzliche Arbeit zur Belastung werden kann. Lässt man diese

GKN: Video-Support für Werkstätten

bei guter Auslastung

Um Werkstätten umfassend bei komplexen Reparaturvorgängen unterstützen zu können, hat Antriebstechnik-Spezialist GKN eine Reihe von Videos mit Reparatur- und Montageanleitungen für Antriebswellen, -gelenke und -komponenten herausgegeben. Die Filme beinhalten Schritt-für-Schritt-Anleitungen, die von GKN-Profis durchgeführt werden. Im Zusammenspiel mit den Erläuterungen im TecAlliance Web Catalogue finden Werkstätten so eine breite Palette von Informationen zur Durchführung von Reparaturen.

genau den gegentei-

nun weg, hat dies aber ligen Effekt. Denn ist der Kunde gewöhnt, sein Fahrzeug gereinigt vom Service zu holen, fällt ein Fehlen dieser Leistung doppelt negativ auf. Kann man

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Mit einfachen Mitteln zum Kundenerfolg

Zusatzleistungen nicht

Forstinger zeigt, dass es auch mit einfachen Mitteln zum Kundenerfolg im umkämpften Kfz-Servicegeschäft führen kann. Andreas Prödiger, Geschäftsführer von Forstinger Österreich, weist durch diverse Detailmaßnahmen inzwischen 107 seiner aktuell 111 Standorte im Land mit dem Kfz-Werkstatt-Status aus. Das aktuell aus 52 Standorten bestehende moderne „Castrol-plus-Service“ wird heuer noch auf 67 Outlets erweitert. Zum 55-Jahre-Jubiläum ist das ein weiterer Schritt in die Intensivierung der Kundenbeziehung.

besser, diese wegzulas-

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dauerhaft bieten, ist es sen. Denn wenn Preis/ Leistung passen und der Kunde diese Zusätze nicht kennt, wird er am Ende auch nicht enttäuscht.


GEWERBE

Autosuche mittels Handykamera

bekommen, ändern sich auch die Ergebnisse bzw. teilweise auch der Algorithmus. Die Crowd entscheidet somit, welches Auto das richtige ist“, erklärt Thomas Reitsammer, Head of Mobidrome bei Allmobil, im Rahmen des 4GameChanger-Festivals.

8 Monate hat Allmobil in die Entwicklung der Onlineplattform „Mobidrome“ gesteckt. Nun startet der Rollout: Händler können sich schon jetzt auf www.mobidrome.com registrieren.

Angebote dank Fotofunktion

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it „Mobidrome“ möchte Allmobil, eine 100-Prozent-Tochter der Porsche Holding Salzburg, eine „markenunabhängige und eigenständige Onlineplattform für alle, die ein Auto suchen, verkaufen oder einfach nur wissen wollen, welches Fahrzeug gerade das richtige für einen ist“, schaffen. Im Mittelpunkt steht die bedürfnisorientierte Autosuche, die man an die Lebensumstände des einzelnen anpasst und nicht mühsam die einzelnen DropDown-Felder ausfüllen muss. „Das Spannende an der Autosuche ist, dass wir ein subjektives Merkmal aus Userbewertungen mit einem technischen Merkmal aus den technischen Daten kombinieren. Das Ganze ist dynamisch. Mit jeder Userbewertung, die wir mehr

Ab 30. Mai geht „Mobidrome“ für die Endkunden online, bis 31. Dezember ist die Plattform für alle Händler kostenlos

Neben der Homepage wird es ab 30. Mai 2017 „Mobidrome“ als eigene App, unter anderem mit einer Autosuche via Fotofunktion, geben. „Die Straßen Österreichs sollen zum größten Schauraum für Fahrzeuge werden. Man macht ein Foto und erhält sofort die Information, wo es das entsprechende Fahrzeug gibt, zu welchem Preis und wie es bewertet ist“, so Reitsammer, der mit dem Produkt die Branche verändern will. „Der Kunde wird dort nachschauen, so hoffen wir es.“ Ziel sei es, jene 90 Prozent der Kunden, die sich vor dem Weg ins Autohaus im Internet informieren, auf die neue Plattform zu bekommen. Dort verspricht das Unternehmen den Nutzern auch die Berechnungsmöglichkeit von Fahrzeugwerten auf Basis von Big Data Analysen und den Zugang zu privaten Angeboten und zur Angebotsstellung. • (MPI)


GEWERBE

Sekurit Partner heißt das Partnernetzwerk von Saint-Gobain Autover, das nun auch in Österreich gestartet wird.

Zum Start sind 11 Forstinger Kompetenzzentren und der Familienbetrieb Autoglas Plöb in Graz (r.) Sekurit Partner

Von Dr. Nikolaus Engel

80 Jahre Expertise und globale Kompetenz Saint-Gobain Sekurit zählt zu den führenden Herstellern von Automobilverglasungsteilen: 80 Jahre Erfahrung von Saint-Gobain Sekurit bilden zusam-

Neues Netz für Hightechscheiben

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it dem industriegeführten Partnernetzwerk Sekurit Partner, das es bereits in Finnland, Schweden und Deutschland gibt, stellt sich Saint-Gobain Autover den Herausforderungen eines in Bewegung geratenen Markts, bei dem verändertes Kundenverhalten, zunehmendes Schadenmanagement und die steigende Technisierung den Alltag der Autoglas-Betriebe beeinflussen.

Auf moderne Fahrzeuge eingestellte Teams Die Herausforderungen für Kfz-Betriebe, die Autoglas einbauen, heißen Sensorik – für Komfortdetails beziehungsweise Fahrerassistenzsysteme, Augmented Reality Head-up Displays oder auch taktiles, also berührungssensitives Glas. Auch wenn Branchenexperten den Kfz-Betrieben bereits seit längerer Zeit empfehlen, sich technisch auf die neuen Technologien einzustellen. „Wer künftig lukrative Aufträge erfüllen will, muss sich den Herausforderungen der Technik stellen: So mag der Austausch geklebter Scheiben nicht spezialisierte Betriebe mit einer weniger routinierten Mannschaft zu Beginn abschrecken. Genau deshalb zeigen wir als Automobilverglasungs-Hersteller, wie es geht!“, erklärt Oliver Sacher, Geschäftsführer von Saint-Gobain Österreich in Wiener Neudorf.

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Oliver Sacher ist Geschäftsführer der Saint-Gobain Autover Österreich GmbH

men mit der globalen Kompetenz die Basis des internationalen Netzwerks „Sekurit Partner“: Das industriegeführte Partnerkonzept, das international bereits in Nordeuropa etabliert ist, startet in Österreich zunächst mit 12 Partnern: Autoglas Plöb und insgesamt 11 Forstinger Kompetenzzentren bilden zu Beginn das Netzwerk. „Das glasklare Ziel ist, dass Sekurit Partner vom Knowhow sowie von den Produkten und Dienstleistungen des Marktführers profitieren und sich schon jetzt den neuen Herausforderungen stellen können“, sagt Sacher. „Hohes Engagement, starke Werte und aktiver Austausch sind die Träger dieser starken Gemeinschaft!“

Ständig auf dem Letztstand der Technik bleiben

Die „Sekurit Academy“: Ausbildung für Sekurit Qualitätspartner

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Die Sekurit Partner haben in der „Sekurit Akademie“ ihre eigene Ausbildungsinstitution, mittels der die Kompetenz gesteigert und modernste Technologien der Automobilverglasung vermittelt werden: Dabei sind jegliche Komponenten moderner Assistenzsysteme ebenso Inhalt wie neueste Klebertechnologien und Austrennsysteme. Darüber hinaus stehen den Sekurit Partnern aktualisierte E-Learning-Programme zur Kfz-Verglasung zur Verfügung. Zur Vereinfachung des Tagesgeschäfts erhalten sie neben der Qualifizierung und deren laufender Aktualisierung Zugriff auf Online-Lösungen („AS Calc“, „club@utover“, VIN-Abfragen zur Fahrzeugidentifizierung sowie Montageanleitungen). Erstinformationen über das Sekurit-Partnernetzwerk bietet die Homepage http://sekurit-partner.at, den Einblick in die Sekurit Academy der Film „Autover TV: Sekurit Academy ‚Smart Fitting‘“ auf dem Autover-YouTube-Kanal. •


DIE MARKE DER BESTEN

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Mehr Informationen: www.sekurit-partner.at


GEWERBE

In Zeiten, in denen Autos zu rollenden Computernetzwerken mit einer Vielzahl elektronischer Steuergeräte werden, steigen auch die Anforderungen an die Werkstätten. Bosch hat für freie Werkstätten Lösungen für die Fehlersuche. Von Mag. Bernhard Katzinger

Kleine Diagnosegeräte von Bosch gibt es seit fast 30 Jahren: Jetzt ist die neueste Generation auf dem Markt

Fehler, die in Netzen zappeln

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ährend die Zahl der Standard-Servicefälle in den Autowerkstätten abnimmt, zum Beispiel durch längere Service-Intervalle, werden die Anforderungen an die Diagnose durch mehr Elektronik im Auto immer komplexer“, sagt Oliver Frei, EuropaChef von Bosch Automotive Service Solutions. Diesem Trend trägt Bosch mit einer neuen Generation von KTS Rechnung. Seit 1988 bietet der Konzern eine solche „Kleintester Serie“ an, anfangs ausschließlich für die Motorsteuerung. Seit 1999 kommunizieren diese Tester mit den Autos mittels der bekannten Esitronic-Software, die heute in der Version 2.0 Daten für 150 Fahrzeugmarken und 90.000 Modelle bereithält. Software und Tester sind äußerst erfolgreich am Markt, aktuell verwenden 70.000 Werkstätten weltweit das Bosch-System.

Die Weisheit der Masse

Oliver Frei, Europa-Chef von Bosch Automotive Service Solutions

Direkter Datenlink zum Hersteller Mehr noch können die Tester, wenn man sie übers Internet mittels PassThru-Verfahrens mit den Online-Datenbanken der Hersteller verbindet. Das ist zwar unbeliebt wegen komplizierter Registrierungsprozesse und Kosten für das Abonnement. Da der Komplexitätsgrad – zum Beispiel durch die Sensorik für autonomes Fahren – aber weiter zunehmen wird, dürfte die freie Werkstatt am direkten Datenlink zum Hersteller nicht vorbeikommen, wenn sie auch morgen konkurrenzfähig sein will. Die neuen Bosch-Tester KTS 560 und KTS 590 unterstützen wie die Vorgängermodelle PassThru und

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darüber hinaus den neuen schnellen Standard DoIP (Diagnosis over IP). Das gilt auch für die Ausführung als handliches und robustes Werkstatt-Tablet KTS 350. Freie Werkstätten, verspricht Bosch, sollen damit elektronische Werkzeuge an die Hand bekommen, welche im Wettbewerb mit den Händlerwerkstätten für gesteigerte Konkurrenzfähigkeit sorgen. „Zwar ist die Hardware neu und die Möglichkeiten deutlich erweitert“, erläutert Henrik Plars, zuständiger Product Manager bei Bosch. „Die Benutzeroberfläche wurde aber bewusst nicht verändert.“

Die Online-Datenplattform EBR hilft seit Jänner dieses Jahres

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Der kalkulierende Unternehmer nähert sich neuen Technologien immer mit der Frage im Hinterkopf, wo denn eigentlich der praktische Nutzen liegt. Dennoch glaubt man bei Bosch, dass eine Prise Social Media und Crowd-Lösungen bei der Fehlersuche in der Werkstatt von großem Nutzen sein können. Die seit Januar 2017 ausgerollte Online-Datenplattform EBR (für „erfahrungsbasierte Reparatur“) ist eine Sammlung häufiger Reparaturfälle, die von Bosch-Experten betreut wird. Dem Abonnenten präsentiert sich EBR einfach als weiterer Reiter in der Esitronic-Software. Mit den neuen Lösungen sieht Bosch sich und seine Kunden für die komplizierter werdende Diagnose-Zukunft in der Autowerkstatt gerüstet. Denn einen Auftrag nicht bedienen zu können, ist der „Worst Case“ für jeden Unternehmer. •


GEWERBE

Ehre, wem Ehre gebührt Auch heuer wieder verleiht die Bundesinnung der Fahrzeugtechnik den AthenaPreis an Lehrlinge, die sich durch besonderes Engagement ausgezeichnet haben. Einsendeschluss ist der 30. September. Amin Khorbi (M.) gewann den Preis 2014, ein Jahr später war Sebastian Novotny erfolgreich

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inge, die drei (oder mehr) Jahre währen, werden in Österreich landläufig als Tradition bezeichnet: Das gilt dann auch für den Athena-Preis, der von der Bundesinnung der Kfz-Technik 2014 ins Leben gerufen wurde. Teilnehmen können die mehr als 7.500 Lehrlinge, die derzeit bei den mehr als 8.000 Mitgliedsbetrieben der Bundesinnung für Kfz-Technik ausgebildet werden. Belohnt werden aber nicht die fachlichen Kenntnisse (dafür gibt es ja schließlich die Lehrlingswettbewerbe in den einzelnen Bundesländern), sondern Leistungen auf einem anderen Gebiet: Herausragendes soziales Engagement, Respekt gegenüber anderen Menschen und Zivilcourage. Das zahlt sich für die Lehrlinge aus, denn die Bundesinnung übernimmt die Kosten für die Meisterprüfung.

Sieger 2016: Kevin Jansky mit Komm.-Rat Friedrich Nagl

Branche und der Öffentlichkeit heben. Verliehen wird der Preis auch heuer wieder an einem ganz speziellen Ort, nämlich in der Wiener Hofburg – und zwar am 24. Oktober im Rahmen des A&W-Tages. An diesem Tag werden auch die Preisträger aus Deutschland und der Schweiz gewürdigt, die seit dem Vorjahr der österreichischen Idee gefolgt sind. Die Innung hat angefragt, ob Bundespräsident Alexander Van der Bellen die Preise übergibt. Das wäre eine ganz besondere Auszeichnung für die Branche. • (MUE)

Der erste Gewinner war ein Lebensretter In den vergangenen drei Jahren gewannen Lehrlinge aus völlig unterschiedlichen Gründen den Athena-Preis: 2014 hieß der Sieger Amin Khorbi; der Kfz-Techniker-Lehrling hatte auf dem Weg zur Berufsschule einer bewusstlosen Frau in einem fahrenden Auto das Leben gerettet. Ein Jahr später gewann Sebastian Novotny (17) aus der Steiermark, der am Tag der Amokfahrt in Graz unter dem Künstlernamen Sevo den Song „Schwarzer Tag für Graz“ ins Internet gestellt hatte, um seine Betroffenheit mit der Öffentlichkeit zu teilen. Im Vorjahr siegte Kevin Jansky (19) aus Wien: Er ist im Projekt „Kids for Freedom“ engagiert, das Kindern aus bedürftigen Familien einen einwöchigen Urlaub auf einem Segelschiff in der Adria ermöglicht.

Kommt heuer der Bundespräsident? Bundesinnungsmeister Komm.-Rat Fritz Nagl will mit dem Preis das Ansehen der Kfz-Techniker in unserer

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GEWERBE

Von Wien nach ganz Europa Aus der Lukoil-Europa-Zentrale in Wien werden nicht nur der Vertrieb und das Marketing gesteuert, sondern auch das wichtige First-Fill-Geschäft. Von Gerald Weiss

Ulrich Ruckenbauer, Europa-Vertriebsdirektor bei Lukoil Lubricants Wien

I

n der Europa-Zentrale in der Wiener Lobau produziert Lukoil Lubricants mit österreichischer Wertschöpfung den Hauptbedarf für den europäischen Markt. Auch die Vertriebs- und Marketingaktivitäten für den Aftermarket werden von hier aus koordiniert. Doch Wien ist nicht nur die AftermarketZentrale, auch im europäischen First Fill gewinnt Lukoil zunehmend an Bedeutung. Ulrich Ruckenbauer ist als Europa-Vertriebsdirektor auch für die OEM-Betreuung zuständig und bestens vernetzt: „Die Produktentwicklung für die europäischen Anforderungen wird sehr stark hier in Wien initiiert, die technische Umsetzung erfolgt natürlich zu einem großen Teil in der Zentrale.“

So viele Produkte wie noch nie Dabei wächst das Portfolio laufend: „Wir haben bei Genesis, unserer Premiumschiene, so viele Produkte wie noch nie und sind überall ganz vorn mit dabei“, so Ruckenbauer.

Moderne Schmierstoffpalette mit umfassenden Freigaben: Lukoil Genesis

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Vertriebs- und Marketingzentrale sowie Produktion für Europa: Lukoil Lubricants in der Wiener Lobau „Wir haben Freigaben für VW Blue Oil, für moderne Volvo- oder Mercedes-Motoren, um nur einige Beispiele zu nennen.“ Ganz neu sind die Freigaben für Peugeot (Genesis Special C2 0W-30) und Ford (Genesis Special FD 0W-30).“ Dabei hat Lukoil als russischer Konzern natürlich einen wichtigen Vorteil. „Alle namhaften Autohersteller haben Werke in Russland, wo Lukoil als OEM-Zulieferer tätig ist. Dadurch haben wir über den Konzern zahlreiche Spezifikationen bereits im Programm“, so Ruckenbauer. Entscheidend ist dann natürlich die hohe Zahl an echten Freigaben. Doch selbst bei Marken und Motoren, die Lukoil nicht bereits zum Herstellungsband liefert, ist der Lukoil-Kunde bestens aufgestellt. „Durch die Kontakte von Ulrich Ruckenbauer in die Entwicklungszentrale können wir schon sehr frühzeitig die entsprechenden Spezifikationen entwickeln und sind dann mit Freigaben ganz vorn mit dabei“, erklärt Gerald Kaspar, Europa-Marketing-Direktor. Das ist natürlich speziell für Markenhändler ein großer Vorteil, da hier bereits sehr junge Fahrzeuge zum Ölwechsel kommen.

Modernste Lösungen Folgend einige Beispiele aus der aktuellen Produktpalette mit den entsprechenden Herstellerfreigaben: Genesis Special VL OW-20 ist ein synthetisches Leichtlauf-Motoröl für Fuel-Efficient Vehicles von Volvo und ist von Volvo freigegeben. Mit Genesis Special C3 5W-30 hat Lukoil ein synthetisches, aschearmes Leichtlauf-Motoröl für moderne Benzin- und Dieselmotoren mit Partikelfilter im Programm. Freigaben gibt es von API, BMW, MB, Renault und GM. Für höchste Leistungsanforderungen wurde das synthetische, aschearme Leichtlauföl Genesis Special VN 5W-30 entwickelt mit Freigaben von BMW, Mercedes, VW und Porsche. Als synthetisches Motoröl speziell für Mercedes-Benz wurde Genesis Special MC 0W-20 entwickelt und hat die entsprechende Freigabe MBApproval 229.71. •


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Leicht-Transporter Auf der IFBA zeigt Eder das limitierte Sondermodell Fit-Zel Euro

Die Eder-Gruppe, Fahrzeugtransporterspezialist mit den Marken Algema und Fit-Zel, zeigt auf der Internationalen Fachmesse für Bergen und Abschleppen (IFBA) mehr als die ohne Lkw-Führerschein zu nutzenden Autotransporter BE Trans Duo und den Speeder 2 auf Basis des VW T6.

I

m Vordergrund stehen bei Eder auf der Messe in Kassel natürlich diese beiden Neuheiten: Der FitZel BE Trans Duo, eine Eigenentwicklung von Eder Fahrzeug- und Maschinenbau, ist ein aus Aluminium gefertigter, 9 Meter langer Auflieger mit 3,9 Tonnen Nutzlast für den rationellen und kraftstoffsparenden Transport von zwei Fahrzeugen. Die Kombination aus Zugfahrzeug und Auflieger – die beide jeweils 3,5 Tonnen Gesamtgewicht haben – kann mit dem Führerschein BE gelenkt werden.

Fit-Zel mit Sondermodell in limitierter Auflage Gleiches gilt für den Fit-Zel Speeder 2, der auf dem aktuellen VW T2 basiert und ebenfalls dank geringen Eigengewichts hohe Nutzlast aufnimmt und dabei wendig und flexibel einsetzbar ist: Zugelassen als 3,5-Tonner, kann er mit einem Pkw-Führerschein gesteuert werden, wodurch das Fahrzeug von Nachtund Sonntagsfahrverboten für Lkws nicht betroffen ist. Bei der Ausstellung in Kassel zeigt Eder aus dem umfassenden Programm an Fahrzeugtransportern außerdem den in 8 Sekunden ladebereiten Algema Blitzlader R mit bis zu 3,1 Tonnen Nutzlast, den Algema Slider mit Knick-Schiebeplateau und HydroBalance-Fahrwerk sowie verschiedene Anhängermodelle der Eurotrans-Serie von Fit-Zel und das Sondermodell „Euro“ in limitierter Edition. • (ENG)


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OEM, Premium und Handschlag

Reinhold Amschl, Fuchs-Vertriebsleiter Automotive, Michael Freudenschuß, MMBA BSc, und Fuchs-Geschäftsführer Manfred Reitinger

Seit Ende vergangenen Jahres hat ATP-Partner Schopper & Freudenschuß die Produkte von Fuchs-Öl im Angebot. Zur Zufriedenheit von Kunden, Mitarbeitern und den beiden Chefs.

I

m Herbst 2016 erfolgten die ersten Gespräche zwischen dem Management von Fuchs Schmierstoffe, Automotive-Leiter Reinhold Amschl und Geschäftsführer Manfred Reitinger, sowie den Verantwortlichen der Einkaufsgenossenschaft ATP, Roland Dworak und Michael Freudenschuß, MMBA BSc. Das Ziel war die Aufnahme eines neuen Premiumöls in das Produktangebot von ATP. „Die Philosophie von ATP ist es, immer direkt mit dem Hersteller zusammenzuarbeiten“, so Freudenschuß. „Fuchs ist eine der wenigen Öl-Marken, die noch eine eigene Konzernniederlassung mit Direktvertrieb in Österreich betreiben.“ Man war sich schnell einig und mittlerweile zählt Fuchs bereits die Hälfte der ATP-Partner zu seinen Kunden, Schopper & Freudenschuß war einer der ersten.

Gute Gründe für die Zusammenarbeit Die Gründe für die Zusammenarbeit mit Fuchs bringt Freudenschuß auf den Punkt: „Fuchs ist ein OEM-Lieferant, ist im Premiumsegment preislich attraktiv und die handelnden Personen haben Handschlagqualität.“ Nicht zuletzt schätzt er auch das Alleinstellungsmerkmal der Produkte: „Fuchs Öl ist sonst nirgends drin“, weiß Freudenschuß. „Wir liefern nicht an Bau- und Supermärkte“, beschreibt Reitinger den Vorteil. Die Logistik kommt in diesem Fall über Nachtsprung vom ATP-Zentrallager und ermöglicht auch kleine Mengen und Gebinde. Die entscheidende Kompetenz liefert Fuchs weiterhin direkt. Sei es bei der Schulung der Mitarbeiter oder Beratung direkt bei der Werkstätte.

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„Das Geschäft wird immer komplexer, und das müssen wir gemeinsam nutzen. Der Kunde braucht uns, und hier bei Schopper & Freudenschuß ist die nötige Kompetenz vorhanden“, erklärt Amschl. „Bei den modernen Motoren muss man heute die richtigen Freigaben haben, bei Problemen bin letztlich ich als Händler schuld“, so Freudenschuß. „Dieses Risiko ist einfach zu hoch“, ergänzt Reitinger, der bei seinen Produkten durchgängig mit Freigaben punkten kann. „Unsere Aufgabe ist es, den Kunden den Unterschied zwischen Freigabe und Spezifikation zu erklären.“

Familienbetrieb in zweiter Generation

Freudenschuß-Mitarbeiter geben ebenso Auskunft über das passende Öl wie der FuchsÖlwegweiser

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Das Unternehmen Schopper & Freudenschuß wurde 1985 von den beiden gleichnamigen Herren gegründet, seit ein paar Jahren sind deren Kinder, Michael Freudenschuß, MMBA BSc, und Alice Schopper in der Geschäftsleitung tätig und haben den regional stark vertretenen Teilehändler weiter ausgebaut. Das Geschäft hat sich in den vergangenen Jahren gewandelt, die telefonische Bestellung und die Zustellung haben dazugewonnen. „Wir liefern mit zwei Zustellfahrzeugen 3 Mal täglich in jede Richtung“, erklärt Freudenschuß. Das sind insgesamt neun Fahrten im Bezirk Pinzgau und ins Gasteiner Tal. Ein eigener Außendienst betreut die Kunden darüber hinaus, wobei der direkt Kontakt nach wie vor eher im Geschäft stattfindet. Die persönliche Beratung steht immer noch im Vordergrund. „Das wird auch in Zukunft sehr wichtig bleiben“, ist Freudenschuß überzeugt. Neben dem persönlichen Kontakt und der im ländlichen Raum nach wie vor sehr wichtigen Handschlagqualität sind auch die rasche Hilfe und Problemlösung gefragt. Und dafür braucht es Partner wie Fuchs. • (GEW)


GEWERBE

Stillstand unmöglich Zum 7. pewag congress trafen sich etwas mehr als 200 Partner und Mitarbeiter aus 28 Nationen. In der Salzburger Panzerhalle wurden Innovationen gezeigt und Gedanken ausgetauscht. Von Matthias Pilter

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m 1. Tag des zweitägigen Events stimmte pewagEigentümer Dipl.-Ing. Mag. Ägyd Pengg die Teilnehmer auf den Kurs der kommenden Jahre ein. Durch die kontinuierliche Erweiterung des Produktportfolios, eine weitere Serviceoptimierung und die Integration neuester Technologien soll die Marktposition ausgebaut werden. Auch will man konsequent den Weg der Internationalisierung und damit „näher an den Kunden und die Märkte herangehen“, formulierte Pengg die strategischen Eckpfeiler für die kommenden Jahre. Unterstrichen wurden diese mit einer Keynote des früheren Navy Seals Jocko Willink zu seinem Leadership-Konzept aus seinem Bestseller-Buch „Extreme Ownership“.

Vertriebs-Geschäftsführer Alexander Zenz und Schneeketten-Geschäftsführerin Maria Köck mit der neuen servomatikSchneekette für Pkws CEO Dipl.-Ing. Mag. Ägyd Pengg bei einer Reifenschutzkette, die auf den jeweiligen Reifen abgestimmt wird Für die kommende Saison ist laut Vertriebs-Geschäftsführer Alexander Zenz das Unternehmen gerüstet: „Auch bei den neuen Produkten wird die Verfügbarkeit gegeben sein.“ Aufgrund der hohen Marktanteile in Österreich sieht er ein weiteres Wachstum nur bei einem intensiven Winter realisierbar.

Schauen und fühlen In der Panzerhalle zeigte pewag am 2. Tag auf 800 m2 eine Hausmesse mit den aktuellen Innovationen. So etwa die beiden Ketten „starmove“ für Lkws und „servomatik“ für Pkws, die als Neuerungen für die Saison 2017/18 vorgestellt wurden. Dabei standen den Teilnehmern auch die jeweiligen Techniker für Fragen zur Verfügung bzw. konnte die einfache Handhabung der „servomatik“ getestet werden: Kette über den Reifen legen, mit dem Drehknopf spannen und losfahren. Ganz genau nach den Anforderungen der Kunden nach immer einfacherer Handhabung, so Maria Köck, Geschäftsführerin der pewag Schneeketten GmbH. Als Herausforderung sieht sie die immer kleiner werdenden Freiräume im Radkasten. Aber auch dafür findet pewag Lösungen.

Neues Verfahren für die Zukunft Tag 1: Theorie und Motivation im Pittersaal, Tag 2: praxisnah in der Panzerhalle

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Große Erwartungen setzt pewag in die neue reibgeschweißte Kette „hero“. Aufgrund des in der Kettenfertigung neuartigen Schweißverfahrens – in der Luftfahrt- und Automobilindustrie wird die bewährte Fügetechnologie bereits seit Längerem angewendet – sollen sämtliche Einschränkungen bezüglich Form, verschweißter Materialien und Stahlqualitäten der Vergangenheit angehören und neue Möglichkeiten in der Kettenfertigung eröffnet werden. pewag ist der erste Kettenproduzent, der die innovative Technologie des Reibschweißens aufgegriffen und für die Herstellung der nächsten Kettengeneration verfeinert hat. •

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GEWERBE

Die schweren Geräte Als Fachfirma für Werkstattausrüstung hat Siems & Klein spezielle Lösungen für besondere Anforderungen. Diese Mal stellen wir die automatische Reifenmontiermaschine und den Radgreifer vor.

Heben mit dem Radgreifer

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in bisschen hört es sich an wie die eierlegende Wollmilchsau unter den Reifenmontiermaschinen: Bei der Giuliano XBoss handelt es sich um ein hebelloses und berührungsloses Gerät, das der Hersteller stolz als superautomatisch beschreibt. Konkret ist damit gemeint, dass das Werkzeug die Felge nicht berührt und daher besonders für Runflat- und UHP-Reifen in Dimensionen von 12 bis 30 Zoll (!) geeignet ist: ein Gerät für die

Läuft unter dem Titel superautomatisch: hebellose und berührungslose Reifenmontiermaschine

absoluten Profis unter den Reifenspezialisten. Hergestellt wird die Maschine beim italienischen Spezialisten für Reifenwucht- und Montiermaschinen sowie Achsvermessung, der Firma Giuliano.

Radgreifer für Lkws, Busse und Agrarmaschinen gehören ebenfalls zum Angebot bei Siems & Klein

Ebenfalls sehr eindrucksvoll ist die Leistungsfähigkeit des AMI Radgreifers 5,5/7,5, der für Lkws, Busse oder Agrarmaschinen entwickelt wurde. Damit können sehr individuell und flexibel Fahrzeuge dieser Kategorie aufgehoben werden. Die Tragkraft beträgt je Ausbaustufe 5,5 bzw. 7,5 Tonnen. Der Antrieb erfolgt hydraulisch, die Regelung ist natürlich elektronisch und kann die einzelnen Bühnen gemeinsam steuern. Zur einfachen Bedienung ist ein Tablet mit Touchdisplay am Gerät verbaut, zudem gibt es die Möglichkeit der Fernbedienung. Zum problemlosen Anheben der Fahrzeuge wird das Anfahren der Greifer besonders präzise gesteuert. Der Radgreifer ermöglicht einen sehr vielfältigen Einsatz. Beide Geräte aus dem umfangreichen Werkstattausrüstungs-Programm von Siems & Klein erfordern eine intensive Beratung vor dem Kauf. Und die ist bei Siems & Klein ebenso selbstverständlich wie perfekter Kundendienst nach dem Kauf. • (GEW)

Individuelle Antworten Mit einem eigenen Folder für Spezialwerkzeuge trägt Berner dem aktuellen Trend und der gesteigerten Nachfrage in diesem Bereich Rechnung.

S

o ist beispielsweise das Sandstrahlgerät Sandy II neu im Sortiment. Das Modell ermöglicht sauberes, tiefgründiges Entfernen von Rost, Lack und anderen Oberflächenbeschichtungen. Besonders geeignet ist Sandy II für Steinschlag- und kleine Roststellen. Zudem können bei Karosseriereparaturen Ecken und Kanten gereinigt werden.

Metall erwärmen Ebenfalls neu im Programm ist das 3,5-kW-Induktionsgerät, das die Range an Geräten, die bislang von 5 über 11 bis 16 kW reicht, abrundet. Mit dem Induktionsgerät kann Metall erwärmt werden, um die Spur einzustellen, Arbeiten an Achsteilen zu erledigen oder festsitzende Schrauben oder Muttern zu lösen. Dabei ist das Gerät sehr einfach in der Anwendung und erreicht schnell die nötige Temperatur. Das Erwärmen ist gezielt und fast punktgenau möglich. Nicht zuletzt ist das Induktionsgerät durch die

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Sandstrahlgeräte Sandy II (r. o.) und 3,5 kW Induktionsgerät sind neu im Spezialwerkzeug-Angebot von Berner

digitale 32 Bit-Steuerung sehr leistungsfähig. Durch das Metallgehäuse ist das Modell zwar sehr robust, aufgrund des geringen Gewichtes und des Haltegriffes aber leicht zu transportieren und überall einsetzbar.

Ad Blue und Reifenmontage Das Spezialwerkzeug-Programm wird in verschiedenen Bereichen ergänzt. So stehen für den Bereich Ad Blue eine Fasspumpe und eine Ad Blue Servicestation zur Verfügung. Bei den Reifenmontiermaschinen ist das Modell F16 von Sicam verfügbar. Dabei handelt es sich um ein automatisches und hebelloses 30"-Montiergerät. • (GEW)

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GEWERBE

KS-Tools-Spezialwerkzeuge: Schlitzbuchsen-Nfz-Satz, isolierter Werkzeugsatz, Schlitzbuchsensatz in der Anwendung (oben, v. l.) und Flarefix Bördel-Satz (unten)

Die speziellen Lösungen Werkzeug-Spezialist KS Tools ist im Bereich Spezialwerkzeuge besonders engagiert und versucht, durch laufende Innovationen die tägliche Arbeit des Mechanikers zu erleichtern.

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abei ist KS Tools ständig bestrebt, die Anforderungen des Marktes und der Kunden zu eruieren und die richtigen Lösungen anzubieten. Da ist es natürlich ein großer Vorteil, dass KS Tools mit einem riesigen Team am Markt und individuell vor Ort ist. Doch nicht nur das Angebot, sondern auch die richtige Verwendung muss sichergestellt werden. Dafür hat KS Tools einen technischen Außendienst und bietet hochwertige Schulungen in der Zentrale in Heustenstamm bei Frankfurt an. Als Beispiel für spezielle Lösungen haben wir hier drei Produkte herausgehoben.

Eine spezielle Lösung für den Nutzfahrzeugbereich hat KS Tools mit dem Schlitzbuchsen-Nfz-Satz im Portfolio. Dabei handelt es sich um ein Gerät, das die schwierige und gleichzeitig häufige Arbeit bei LagerBuchsen im Bereich der Federaufhängung erheblich erleichtert. Damit lassen sich die sonst extrem schwer aus- und einzubauenden geschlitzten Buchsen problemlos verarbeiten. Der Werkzeug-Satz wird von KS Tools gleich mit einem 12-Tonnen-Hydraulikzylinder geliefert, mit dem direkt am Fahrzeug gearbeitet werden kann.

Sicherheit bei Hochvoltarbeiten Für die Arbeit an Hochvoltanlagen hat KS Tools ein stückgeprüftes, isoliertes Werkzeug im Programm. Neben den Schulungen braucht man für die Arbeit an Hochvoltanlagen natürlich auch ein entsprechendes Werkzeug. Damit alle Mitarbeiter in der Werkstatt sicher arbeiten können, hat KS Tools daher ein umfangreiches Paket zusammengestellt. Denn wer bei Elektro- oder Hybridfahrzeugen nicht mit isoliertem Werkzeug arbeitet, begibt sich in Lebensgefahr. Der Werkzeugsatz von KS Tools beinhaltet 43 isolierte Werkzeuge, die alle nötigen Sicherheitsanforderungen erfüllen und stückgeprüft sind. Das bedeutet, dass jedes einzelne Werkzeug auf die funktionierende Isolierung überprüft wird. Darüber hinaus haben die Werkzeuge zwei Isolierungsschichten unterschiedlicher Farbe übereinander. Sollte die obere Schichte beschädigt werden, leuchtet die Signalfarbe der unteren Schicht hervor. Das Werkzeug isoliert zwar noch immer, muss aber sofort ausgetauscht werden. • (GEW)

Bremsleitungen bördeln Unter dem Namen Flarefix bietet KS Tools verschiedene Bördel-Sätze zum Einsatz bei Stahl-, Aluminium- und Kupferleitungen. Damit können Bremsund Hydraulikleitungen bearbeitet werden. Die Besonderheit ist – neben der KS Tools-Qualität – die universelle Einsetzbarkeit und der mobile Einsatz direkt am Fahrzeug. Damit kann die montierte Leitung am Ende der Montage gebördelt werden. Zudem können mit Flarefix auch beschichtete Leitungen bearbeitet werden. Da es sich beim Bördeln um einen anspruchsvollen Prozess handelt, bietet KS Tools hier ein Gerät, das leicht in der Anwendung ist und dennoch hohe Präzision ermöglicht.

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GEWERBE

„Lange Leitung“ Um auch schlecht zugänglichen Fahrzeugen mit schwacher Batterie Starthilfe geben zu können, hat Rameder ein 6-Meter-Starthilfekabel in sein Sortiment aufgenommen. Um Schäden am Kabel zu verhindern, ist dieses mit einer robusten und zugleich flexiblen Kunststoffummantelung ausgestattet. Auch das Ziehen über raue und spitze Oberflächen stellt das Kabel vor keine Probleme. Ausgestattet mit rutschfesten Handgriffen und starken Federn überzeugen die Klemmen in der praktischen Anwendung. Rameder Anhängerkupplungen und Autoteile GmbH, www.kupplung.at

Präziser Helfer Mit einem neuen elektronischen Drehmoment-/DrehwinkelSchlüssel bietet Hazet eine hochpräzise Werkstatt-Anwendung. Verfügbar in den 2 Varianten „Top-Version“ und „Basis“ kann das Werkzeug bei Arbeiten an der Abdeckplatte der Motorsteuerkette sowie an der Befestigungsschraube der elektromechanischen Steuereinheit des Getriebes an VW-Motoren, Baureihe EA888, 1.8l und 2.0l TSi/TFSi genutzt werden. Hermann Zerver GmbH & Co.KG, www.hazet.de

Noch mehr Starter und Generatoren Seit Kurzem sind weitere 6 Generatoren für Toyota und Lexus, mit Fokus auf Diesel, sowie 15 Starter (438 neue TecDoc Fahrzeugtypen werden abgedeckt) für aktuelle Fahrzeugmodelle von BMW, Honda, Jaguar und Land Rover im Aftermarket-Angebot von Denso erhältlich. Diese stammen aus dem Original Starter- und Generatoren-Programm des Unternehmens. Insgesamt bietet Denso jetzt 116 Starter und 244 Generatoren im Originalteile-Programm. Damit können rund 5.000 Fahrzeuganwendungen abgedeckt werden. Denso Automotive Deutschland GmbH, www.denso-am.de

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Ein Koffer für alle Fälle Ein neues Sortiment an Micro2- oder Micro3-Sicherungen in allen üblichen Nennstromausführungen bietet Herth+Buss an. Es sind dabei jeweils 10 Stück von 11 unterschiedlichen Sicherungen zusammengefasst. Die Fahrzeugverwendung ist universal für verschiedene Modelle passend. Für den Typ Micro2-Sicherung bietet das Unternehmen zusätzlich einen Inline-Sicherungshalter, der zur Stromkreisabsicherung in die bestehende Leitung (max. 30 A) eingesetzt wird. Herth+Buss Fahrzeugteile GmbH & Co.KG, www.herthundbuss.com

Der „Sampler“ schafft Ordnung

Problem an der Wurzel packen

Um für Ordnung bei der Reparatur zu sorgen, hat Keller-Professional ein passendes Lagerungssystem entwickelt. Der „Sampler“ ist ein rollbares, modular aufgebautes Lagersystem, welches alle zur Reparatur nötigen Teile organisiert und geschützt aufnimmt. Die Fachböden sind individuell konfigurierbar, optional kann er mit einer Rollo ausgerüstet werden. Keller-Professional GmbH, www.kellerprofessional.de

Durch Downsizing und Gewichtsreduktion sind immer leichtere und kleinere Kühlmittelpumpen großen Wärmemengen ausgesetzt. Damit die Kühler nicht durch Verunreinigungen, Abrieb und Schmutz im Kühlwasserkreislauf belastet werden und es zu Schäden kommt, empfiehlt Liqui Moly beim Tausch von Kühlern die Reinigung des Kühlkreislaufs. Dafür hat das Unternehmen einen Kühlerreiniger im Sortiment. „Würde nur der Kühler getauscht, bleiben Ablagerungen und Schlamm im System und würden auch in Zukunft für Probleme sorgen“, so Forschungsleiter David Kaiser: „Zu jeder professionellen Arbeit am Kühlsystem gehört eine Reinigung.“ Liqui Moly GmbH, www.liqui-moly.at

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Markanter Auftritt für den neuen Tiguan Für den neuen VW Tiguan hat Borbet 2 neue Leichtmetallräder entwickelt. Das Borbet RB ist in „sterling silver“ und „black polished“ verfügbar, um seinen markanten Auftritt je nach Geschmack zu unterstreichen. Das BORBET RB in 8 x 18 Zoll ist für den VW Tiguan 2 auflagenfrei inklusive der neuen Motorvarianten bis zu 176 kW erhältlich. Edel, komplex und dennoch frei von Schnickschnack verspricht Borbet mit dem RB-Raddesign der Kategorie „Premium“ die inneren Werte des beliebten SUV. Beim BORBET RB treffen kantige Linien auf behutsam gewählte Radien und 20 in 5 Gruppen gegliederte Speichen sorgen für einen wohl proportionierten Auftritt. GmbH Borbet Vertriebs GmbH, www.borbet.de

Robuster Schutz vor Lackschäden

Neuer Scheibenwischer-Katalog

Eine Premium-Lackschutzfolie mit Top Coat Beschichtung hat 3M in sein Sortiment aufgenommen. Die neue Folie basiert auf der Scotchgard Paint Protection Film Pro Series und besteht aus einem hochtransparenten Polyurethanfilm mit einer exklusiven Top Coat Beschichtung. Damit sollen besonders anfällige Fahrzeugbereiche wie Motorhaube, Kotflügel oder Stoßfänger vor Steinschlägen, aber auch Schmutz geschützt werden. Nach dem Aufbringen ist die Folie so gut wie unsichtbar. Zur leichteren Verarbeitung stellt 3M den Werkstätten und Verarbeitern seine Digital Designs Cutting-Software zur Verfügung. 3M Österreich GmbH, www.3m.com/at

Federal-Mogul Motorparts hat einen neuen Scheibenwischer-Katalog von Champion herausgebracht. Dieser ist entweder online unter www.championautoparts.de/technical. html abrufbar oder kann beim zuständigen Vertriebsmitarbeiter bestellt werden. Im Katalog stehen neben Standard- auch innovative Flachblattwischer zur Auswahl. Diese besitzen symmetrische Doppelflexoren sowie einen über die gesamte Länge integrierten Spoiler, der einen gleichmäßig hohen Anpressdruck garantiert. Damit bringen die Scheibenwischer unabhängig von der Fahrgeschwindigkeit mehr Leistung. Federal-Mogul Wiesbaden GmbH, www.fmmotorparts.com

Lösung für Hybrid- und Elektrofahrzeuge Um der Nachfrage nach innovativen Beheizungskonzepten gerecht zu werden, hat Eberspächer die 3. Generationen seiner Hochvolt-PTC*-Heizer mit höherer Heizleistung und geringerem Gewicht versehen. Ein verbesserter Wärmeübergang zwischen PTC-Elementen und Kühlmittel sorgt bei 0 Grad für eine um 30 Prozent höhere Leistungsdichte. Eberspächer Climate Control Systems GmbH & Co.KG, www.eberspaecher.com

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MENSCHEN Bereit für die Berufs-WM Diesen Jugendlichen sollten wir vom 14. bis 19. Oktober die Daumen drücken: Karosseriespengler Simon Winder (l.) und Kfz-Techniker Klaus Lehmerhofer (r.) vertreten Österreich bei der BerufsWeltmeisterschaft in Abu Dhabi.

Christian Fremuth (l.) ist bei Suzuki Austria seit einigen Wochen für die Betreuung der Händler im Verkaufsgebiet Ostösterreich zuständig. Er ist Nachfolger von Michael Gabriel, der den Importeur verlassen hat. Per 1. April übernahm Andreas Gamsjäger (M.) die Funktion des Gebietsleiters für das Verkaufsgebiet Mitte. Er folgt damit auf Andreas Nowotny (r.), der künftig als Gebietsleiter für den Bereich Motorrad tätig sein wird. Für Westösterreich bleibt Matthias Garbe zuständig, für Nordösterreich Günther Kolb und für den Süden Wolfgang Wurm. Frédéric Chaussat ist neuer CEO der Abteilung für Filtersysteme bei Sogefi. Der 48-Jährige war in den vergangenen Jahrzehnten in verschiedenen Positionen bei Michelin, Valeo und Johnson Controls tätig und zuletzt bei Zodiac Aerospace für Business Class Seats verantwortlich. Sogefi bietet Öl-, Benzin-, Diesel-, Luft- und Innenraumfilter für die Erstausrüstung und den Aftermarket an.

Neue Michelin-Sprecherin Durch den Wechsel von Aline Ditzler (l.) in die Michelin-Zentrale nach Karlsruhe ist Maira Türk (r.) ab 1. Juni neue Kommunikationsreferentin der Michelin Reifenwerke in Homburg/Saar.

Papinski ist neuer AIRC-Präsident Der Weltverband der Karosserie- und Fahrzeugbauer (AIRC) hat einen neuen Präsidenten und der kommt – welche Ehre – aus Österreich: Erik Paul Papinski, Bundesinnungsmeister der Karosseriebautechniker (M.), wurde Ende April in diese Funktion gewählt. Vizepräsident ist Peter Börner aus Deutschland (l.), Generalsekretär ist Thomas Krebs (r.). Papinskis weitere Stellvertreter kommen aus Dänemark und Großbritannien. Er wurde für 3 Jahre in diese Funktion gewählt; noch nie war ein Österreicher an der Spitze der AIRC. Der Verband vertritt vor allem Länder aus Europa, aber auch Japan und die USA. Papinski folgt dem Schweizer Hans-Peter Schneider nach.

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Mag. Alexa Billensteiner ist neue Pressesprecherin von Honda Austria. Sie folgt auf Dominique Thiel, die den Importeur zum Jahreswechsel verlassen hat. Billensteiner, die vor einigen Jahren in der Pressestelle von Fiat erste Erfahrungen in der Autobranche sammelte, berichtet an Dagmar Zinner, Head of PR & Marketing Communications Honda Central Europe.

Oberösterreichs beste Fahrzeugtechniker Bernhard Mitterhuber (M.) von der MAN Truck & Bus GmbH in Steyr sicherte sich die Landesmeisterschaft der oberösterreichischen Kfz-Techniker. Er siegte beim Wettbewerb, der im Wifi Linz ausgetragen wurde, vor Martin Starlinger (Willeit GmbH & Co KG, Schwanenstadt, l.) und Dominik Riepl (Autohaus Pöckl, Mondsee, r.). Die Staatsmeisterschaft, für die jeweils die beiden Erstplatzierten jedes Bundeslandes qualifiziert sind, findet am 28./29. September in Kärnten statt.

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MENSCHEN Bei der ZKW Group, einem der weltweit wichtigsten Hersteller von Lichtsystemen mit Sitz in Niederösterreich, übernahm Katharina Holzinger (l.) die Presseagenden von Waldemar Pöchhacker (r.), der seit Kurzem Leiter des Bereichs Marketing ist. Am 1. Jänner 2018 wird bei der Allianz Versicherung Mag. Xaver Wölfl (B.) das Ressort „Market Management & Digital“ übernehmen; Dr. Johann Oswald geht in Pension.

Henk Coppens (l.) ist seit Kurzem allgemeiner Geschäftsführer des niederländischen Busherstellers VDL Bus & Coach bv. Er ist Nachfolger von Rémi Henkemans, der zum stellvertretenden Vorstand der VDl Group gewählt wurde. Zweiter Vorstand ist Marcel Jacobs (r.).

Bei der in Nieder- und Oberösterreich tätigen Autohausgruppe Lietz (Mazda, Hyundai, Fiat, Suzuki, Ford) werden sich Christian (2. v. r.) und Heinrich (l.) Lietz bis Jahresende aus dem operativen Geschäft zurückziehen, um für Peter (r.) und Robert Lietz (2. v. l.) Platz zu machen.

Anton Schmidt (r.) ist seit 1. April neuer Leiter Vertrieb & Marketing bei KYB Europe und berichtet direkt an Direktor Norbert Schmalfuß (l.).

Die erfolgreichsten Renault-Händler Mit dem „Dealer of the Year Award“ wurden 3 österreichische Betriebe ausgezeichnet: Vogl & Co (Graz), Renault Nissan Wien und das Autohaus Kriegner (Grieskirchen). Die Betriebe gehören zu den 106 besten Betrieben weltweit. (V. l.) Claudia Kriegner, Auto Kriegner; Thierry Koskas, Vice President Sales and Marketing Renault; Mag. Gerald Auer, Vogl + Co; Christophe Waag, Renault Nissan Wien

Daniel Gruber ist bei AVL DiTest Deutschland als Vertriebsleiter für den weiteren Ausbau der Bereiche Messtechnik, Diagnosegeräte, Abgasmessungen und Klimaservice zuständig.

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LESERBRIEFE

Betrifft: Kommentar „Nullen haben keine Ecken“ in AUTO-info4you vom 13. April 2017 Sehr geehrter Herr Lustig, „das Jammern ist des Kaufmanns Gruß“ scheint ja schon länger das Leitmotiv der AUTO-Info und der AUTO-info4you zu sein und jede positive Entwicklung des Automobilmarktes wird mit dem Totschlagargument „aber verdienen tun wir nix“ sofort ins Negative verkehrt. Das ist sehr schade, da ja gerade der A&W Verlag als Brancheninsider ein objektives Bild der Entwicklungen in der Automobilbranche wiedergeben sollte und nicht zum Sprachrohr der ewigen Nörgler verkommen sollte. Neben allen Schwierigkeiten und ungelösten Problemen in der Automobilbranche ist es auch wichtig, die positiven Aspekte dieser interessanten Branche aufzuzeigen. Fakt ist eben, dass der Automobilmarkt in Österreich mit einer Steigerung von 12,8 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr ausnehmend gut gestartet ist und dieser Steigerung nicht die sogenannten „strategischen Anmeldungen“ einzelner Marken zugrunde liegen. Doch nicht nur die Stückzahlen, sondern auch die Erträge der Händler sind in den letzten zwei Jahren merkbar gestiegen und es gibt unzählige Beispiele für erfolgreiche Händler bei jeder Marke und in jeder Größe. In allen Branchen findet man erfolgreiche und weniger erfolgreiche Betriebe und es ist wohl legitim, sich an den erfolgreichen Betrieben – welche die überwiegende Mehrheit bilden – zu orientieren und nicht die Nachzügler als Maß aller Dinge darzustellen. Jedenfalls besteht derzeit kein Grund zum Jammern. Viel besser wäre es, die Herausforderungen, die uns alle in den nächsten Jahren erwarten, anzunehmen und Seite an Seite gegen eine der individuellen Mobilität feindlich eingestellten Politik zu kämpfen. Mit freundlichen Grüßen Günther Kerle,Vorsitzender des Arbeitskreises der Automobil­ importeure in der Industriellenvereinigung Anm.: Lesen Sie bitte dazu auch den Kommentar „Lustig direkt“ auf Seite 5 dieser Ausgabe!

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In der Kolumne „Der A&W-Papierkorb“ sind Inhalte zu lesen, die zum Schmunzeln anregen können, ohne dass sie unbedingt immer mit der Automobilbranche zu tun haben.

Verwechslung ausgeschlossen Bei der Farbwahl war sich der Käufer – gesichtet wurde das Fahrzeug in der Ramsau – sicher: Gelb musste es sein. So wie es sich auch die Post bestellt. Die Zweifel, dass sein Fiat Panda Cross, der immerhin ab fast 20.000 Euro kostet, mit einem Dienstwagen der beamteten Post-Füchse verwechselt werden könnte, kamen ihm erst später. Möglicherweise waren es auch Vorfälle mit Hunden oder wollten ihm Touristen mangels immer weniger Abgabemöglichkeiten die Postkarten für ihre Liebsten mitgeben. Doch Abhilfe war schnell geschaffen. Nun prangt ein riesiger Aufkleber am Heck.

Betrifft: Kommentar in AUTO-info4you Sehr geehrter Herr Lustig! In der Ausgabe 1231 von AUTOinfo4you thematisieren Sie die seit einigen Jahren üblich gewordene Praxis vieler Automobil-Importeure, Neufahrzeuge „ohne Endkunden“ mittels Kurz- oder Tageszulassungen in die Zulassungsstatistik zu verschieben, selbst wenn die Neufahrzeuge nicht in Österreich vermarktet werden. Mit gewohnt spitzer Feder formulieren Sie „71,6 % Tageszulassungsplus im 1 Q 17 = Intensivstation“ und prangern zu Recht die maximale Verzerrung der Marktdarstellung in Österreich an. Mit freundlichen Grüßen Bernhard Kalcher, Händlerverbandsobmann Klub der österreichischen Peugeot­Händler, Fehring

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