CELEBRATING THE LEGEND SPEZIALAUSGABE Nr. 1/März 2016
Liebe Kundinnen und Kunden, Liebe Defender Enthusiasten,
EINE ÄRA ENDET – DIE LEGENDE BEGINNT Der Defender, der Ur-Land Rover, geht nach 67 Jahren in den Ruhestand
Am 29. Januar 2016 rolllte der letzte Defender im Werk Solihull (UK) vom Band. Dieser letzte Meilenstein in der legendären Geschichte des Defender haben wir über das ganze Jahr 2015 mit diversen Aktivtitäten gebührend gefeiert. Wie mit der «Countdown»-Webseite und der eigens für die Schweiz limitierte Sonderserie «LEGEND» sowie die vom Werk lancierten limitierten Sonderserien «Heritage«, «Adventure» und «Auto- biography».
1948, vor 67 Jahren, lief der erste Defender in Solihull vom Bond. Was danach kam, ist eine einmalige Geschichte: der 4×4 Profi meisterte seinen steinigen, schneebedeckten, steilen, nassen, rutschigen und felsigen Weg in die Welt hinaus. Keine Wüste, die er nicht durchquert, kein Urwald, den er nicht gemeistert hat. Entdecker, Forscher und Abenteurer in
Strand der Red Wharf Bay auf der Insel Anglesey. Mit einer Skizze im Sand erklärte er ihm seine Vision. Das war die eigentliche Geburtsstunde von Land Rover.» Das Ergebnis war Grossbritanniens grösste Sandzeichnung der Geschichte – eine Hommage an das Motto des Defender seit Produktionsbeginn im Jahr 1948 «Go anywhere, do anything».
Auch Land Rover Schweiz kreierte eines der grössten Defender Luftbilder als Hommage aus der Schweiz an den legendären Defender und als letzte Ehre der ganzen Schweizer Land Rover Familie.
Die Farewell Party am Samstag, 4. Juli stellte den Höhepunkt der Feierlichkeiten während des letzten Produktions jahres dar und liess die Vergangenheit dieses unvergleichlichen Fahrzeugs nochmals Revue passieren. 2015 ist der Defender noch einmal richtig durchgestartet und feierte mit 1’098 bestellten Fahrzeugen einen neuen Schweizer Rekord. Damit geht eine 67-jährige Ära erfolgreich zu Ende. In dieser Zeit hat der Defender nicht nur die unwegsamsten Gebiete auf der ganzen Welt erobert, sondern auch die Herzen einer gigantischen Fangemeinde. Wir möchten uns mit dieser Spezialausgabe «Celebrating the Legend» bei allen Kunden und Kundinnen bedanken, die den Defender zur Legende gemacht haben wie auch bei allen, die an der Farewell Party teilgenommen haben und das «Final Year» nochmals Revue passieren lassen. Vielen Dank an alle, die ihren Defender pflegen und ihn somit noch viele Jahrzehnte weiterleben lassen.
Für Spannung an der Farewell Party sorgte das Luftbild, für welches nicht nur einer, sondern gleich 230 Defender im Einsatz waren: Die Defender-Besitzer wurden gebeten, ihren Defender vor Ort auf dem «Landy-Show-Parkplatz» abzustellen. Jeder Defender wurde mit einer Stoffplane überzogen. Aus diesen 230 verschiedenen Puzzle teilen entstand letztendlich ein kom plettes Bild. Dieses einmalige Luftbild wird zweifelsohne noch lange an den legendären Defender-Anlass erinnern! der ganzen Welt fanden in ihm einen zuverlässigen Partner. Unzählige Menschen konnten sich stets auf die aussergewöhnlichen Geländefähigkeiten des einzigartigen Offroaders verlassen. Und jetzt nach 67 Jahren geht der «Landy» in den wohlverdienten Ruhestand. Mit einer gigantischen, 1 Kilometer langen Skizze zeichnete Land Rover UK das Modell in den Sandstrand, auf dem vor 68 Jahren die Geschichte des wohl kultigsten Fahrzeugs der Welt begann – und zwar ebenfalls mit einer Skizze im Sand von Maurice Wilks! Stephan Wilks, der Sohn von Maurice, erinnert sich: «Mein Vater besuchte mit seinem Bruder den
LAND ROVER DEFENDER Stephan Vögeli, Managing Director JAGUAR Land Rover Schweiz AG
DAS BESTE ZUM SCHLUSS: EIN DEFENDER REKORDJAHR.
THANK YOU! Impressum Verantwortlich für Inhalt: JAGUAR Land Rover Schweiz AG, Safenwil Auflage: deutsch 15’900, französisch 9’400
1000 FAHRZEUGE.
Der Defender, der Ur-Land Rover, geht in den Ruhestand. In diesen Tagen rollt der letzte Defender im Werk Solihull vom Produktionsband. 2015 ist der Defender noch einmal richtig durchgestartet und feiert mit über 1000 bestellten Fahrzeugen einen neuen Schweizer Rekord. Damit geht eine 67-jährige Ära erfolgreich zu Ende. In dieser Zeit hat der Defender nicht nur die unwegsamsten Gebiete auf der ganzen Welt erobert, sondern auch die Herzen
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DEFENDER «FAREWELL PARTY» Celebrating The Legend Der Höhepunkt aller Aktivitäten rund um das finale Defender-Jahr stellte unumstritten die Farewell-Party in Safenwil dar. Nie hätten wir uns träumen lassen, dass so viele Defender Enthusiasthen und Defender Besitzer unserer Einladung folgten und für das offizielle Abschiedsfest die teilweise lange Anreise antraten. Auch Petrus gab für die Farewell-Party alles – der 4. Juli verzeichnete einen Rekord Hitzetag des Sommers 2015. 650 Defender Fahrzeuge und über 2‘000 begeisterte Defender Enthusiasten mit ihren Familien liessen sich diesen legendären Defender Tag nicht entgehen. Das neue Classic Center Schweiz in Safenwil sowie die umliegenden Plätze boten für diesen Anlass die geeignete Location und verwandelten sich für einen Tag zum Land Rover Gelände. Die Gäste erwartete ein kunterbuntes Programm über den ganzen Tag verteilt. Nebst dem Defender Walk of Fame zeigte auch das Emil Frey Classic Center weitere historische Fahrzeuge wie den original Winston Churchill Series I mit der legendären Nummer VKE 80 der britischen Marke.
Die kleinen Besucher konnten ganztags im Daktari Kino den «Landy» in der gleichnamigen Kultserie erleben oder sich von Clown Capitano und einem Jongleur verzaubern lassen. Für die passende musikalische Untermalung sorgten die Bands «The Monroes» aus Österreich sowie «Jordan’s Drive» aus Dänemark und selbstverständlich durften die Klänge der Pipes & Drumes an diesem Tag nicht fehlen. Weiter boten auch der Musikverein, der Jodlerklub und der gemischte Chor aus Safenwil tolle musikalische Unterhaltung. Nicht nur der Defender beim Offroad-Parcours drehte seine Runden, auch der Ochs am Spiess im Festzelt. Darüber hinaus lockten Würste, Salate, Pommes Frites, Softeis und noch vieles mehr. Ebenfalls boten verschiedene Aussteller alles was die Herzen von Automobilisten und ihren Besitzern höher schlagen lassen: Motorenöl, Fahrzeugpflegeprodukte, Werkzeug und Modellfahrzeuge, Ersatzteile und Umbauten für den Defender, Strohhüte und erlesene Snacks sowie weitere bunte Marktstände.
Auf dem Offroad-Parcours konnte der «Landy» sein Können beweisen.
Eine inszenierte Trümmersuche von REDOG an der Farewell Party.
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WEIL NUR HILFE HILFT – DIE ANKOMMT. Ein weiterer Meilenstein in der Partnerschaft zwischen Land Rover Schweiz und dem Schweizerischen Roten Kreuz wurde gelegt: Aufgrund der langjährigen Zusammenarbeit und des Defender Final Year 2015 beschloss Land Rover Schweiz, einen Defender für wohltätige Zwecke in der Schweiz zu spenden. Da die humanitären Einsätze des Schweizerischen Roten Kreuzes mehrheitlich im Ausland stattfinden, wurde vorgeschlagen, den Defender einer der fünf Rettungsorganisationen zu spenden, die hier in der Schweiz Einsätze haben und dem SRK angehören. Die Wahl fiel auf REDOG, den Schweizerischen Verein für Such- und Rettungshunde. Der Defender
ermöglicht REDOG Rettungsorte, die z.B. durch Naturkatastrophen schwer zugänglich wurden oder auf unwegsamen Terrain liegen, zu erreichen. Aussen und innen wurde der Defender speziell für die Bedürfnisse von REDOG ausgerüstet. Eine Seilwinde und eine besonders stabile Dachreling unterstützen REDOG beispiels-
weise im Einsatz. Der Defender ist nun bei REDOG für den Transport von Einsatzteams und auch als mobile Einsatzzentrale im Einsatz und leistet hilfreiche Dienste. Mit mobilen Generatoren lässt er sich auch zum mobilen Büro umfunktionieren. Stephan Vögeli, Managing Director Land Rover Schweiz, übergab den Schlüssel an An-
nemarie Huber-Hotz, Zentralpräsidentin SRK, und Romaine Kuonen, Zentralpräsidentin von REDOG.
Annemarie Huber-Hotz – Präsidentin des Schweizerischen Roten Kreuzes – an der Farewell Party.
Romaine Kuonen – Zentralpräsidentin von REDOG – erklärte an der Farewell Party eindrück lich, wo REDOG überall zum Einsatz kommt.
Stephan Vögeli – Managing Director der JAGUAR Land Rover Schweiz AG – übergibt dem SRK und REDOG den Schlüssel für den Defender.
EINE HELFENDE HAND
So hilft der Defender weltweit bei humanitären Einsätzen.
BORN FREE FOUNDATION
ROYAL GEORGRAPHICAL SOCIETY
Land Rover Defender ermöglichen es der Born Free Foundaton wichtige Naturschutzarbeit in Afrika zu leisten, wie die Rettung von Tieren, den Abbau von Fallen und die Ausschau nach Wilderern. Die Stiftung wurde von Bill Travers, Virginia McKenna und ihrem ältesten Sohn,Will, gegründet, nachdem Bill und Virginia im Filmklassiker «Born Free» die Rollen der Umweltschützer George und Joy Adamson gespielt hatten, die für die Auswilderung der Löwin Elsa in Afrika kämpften. Heute erreicht die Stiftung mit der Unterstützung von Land Rover Wildtiere in den entlegensten Teilen des Kontinentes und hilft, sie vor Wilderern zu schützen.
Seit mehr als 25 Jahren unterstützt Land Rover die Arbeit der Gesellschaft bei der Entwicklung der Geowissenschaften durch Feldforschung und Expeditionen. Durch das Land Rover Stipendium haben Defender alle Ecken der Welt erreicht, einschliesslich des Kältepols in Sibirien mit Temperaturen bis −58° C, geografischen Verwerfungen und schmelzenden Gletschern, bis dorthin, wo die Atlantikküste eines Tages verlaufen wird, wenn der Merresspiegel wie prognostiziert steigt.
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LAND ROVER ENGAGIERT IM SUDAN
400’000 PFUND FÜR DEFENDER
Land Rover unterstützt die Förderung der Gesundheit bei verletzlichen Gemeinschaften im Sudan. Im Sudan haben nur 40-66% der Bevölkerung Zugang zur medizinischen Grundversorgung. Umso wichtiger ist die Unterstützung, die Land Rover für das Projekt des Schweizerischen Roten Kreuzes im Bundesstaat Sennar leistet. Viele Menschen in Sennar leiden an gesundheitlichen Problemen wie akuten Atemwegserkrankungen und Durchfall. Die Mangelernährungsrate liegt deutlich über dem Grenzwert, der von den internationalen Organisationen festgelegt wurde (15% gemäss der WHO). Zudem bestehen kaum Kenntnisse im Bereich Gesundheit und Hygiene. Mit Unterstützung von Land Rover konnte das Rote Kreuz seit Beginn des Projekts im Januar 2014 7000 Menschen direkt und 42’600 Menschen indirekt erreichen: Neben der Verbesserung des Zugangs zur Gesundheitsversorgung wurden Gesundheits- und Hygienekampagnen durchgeführt. Besserer Zugang zur Gesundheitsversorgung Gemeinsam haben das Schweizerische Rote Kreuz und der Sudanesische Rote Halbmond fünf Gesundheitszentren gebaut oder instand gesetzt, die speziell auf Familien, vor allem Mütter und Kinder, ausgerichtet sind. Dank dem Engagement von Land Rover können diese Gesundheitszentren nun das ganze Jahr über die medizinische Grundversorgung für mehr als 46’000 Menschen sicherstellen. Zuvor hatte die Bevölkerung in dieser Region keinen Zugang zu ärztlicher Versorgung und Arzneimitteln und musste tagelange Fussmärsche auf sich nehmen, um das nächstgelegene Spital zu erreichen. Ein Umlauffonds für Medikamente, dem alle Gesundheitszentren angeschlossen sind,
wird die Prävention und die Behandlung von Krankheiten in der Region verbessern. Nach einer anfänglichen Kapitalinvestition wird der Medikamentenbestand jeweils mit Mitteln aus dem Verkauf von Medikamenten wieder aufgefüllt. Damit lässt sich sicherstellen, dass den Gesundheitszentren jederzeit genügend Arzneimittel zur Verfügung stehen. Bis März 2015 erhielten vier Gesundheitszentren einen Grundbestand an Medikamenten und seit Beginn des Projekts konnten erfreulicherweise insgesamt 750 Impfungen verabreicht werden. Gesundheits- und Hygienekampagnen In einer Region, in der 65% der Bevölkerung keinen Zugang zu Latrinen haben und 29% ihr Trinkwasser aus Teichen und Stauanlagen beziehen, ist die Gesundheits- und Hygiene förderung sehr wichtig. Mit Hilfe von Land Rover hat der Sudanesische Rote Halbmond deshalb begonnen, in den Dorfgemeinschaften Schulungen zu Gesundheitsfragen
IFRC
durchzuführen. Dazu waren in den ersten vier Monaten dieses Jahres 844 Rothalbmond-Mitglieder im Einsatz. In den dreitägigen Schulungen wird das Bewusstsein der Teilnehmerinnen und Teilnehmer für Gesundheitsthemen wie Ernährung, Stillen und die Vorbeugung häufiger Krankheiten geweckt. Die Projektteams haben jedoch festgestellt, dass es schwierig ist, die Praxis in den einzelnen Familien tatsächlich zu verändern. Die grosse ethnische und kulturelle Vielfalt des Sudan stellt eine zusätzliche Herausforderung dar, wenn es darum geht, das tief verwurzelte Gesundheitsverhalten und die Hygienepraxis zu verändern. Mit dem Ausbau dieser Aktivitäten in den Dorfgemeinschaften gelangen diese Informationen nun auch zu den einzelnen Familien. Wichtige Unterstützung bei dieser Arbeit leisten die neu ausgebildeten Freiwilligen des Sudanesischen Roten Halbmonds, die zum Beispiel Familien zu Hause aufsuchen.
TUSK
In koreanischen Dörfern standen 1954 Kinder geduldig Schlange für Medikamente, die aus einem Series I Land Rover verteilt wurden. Ein Sprung ins Jahr 2015 zeigt sudanesische Familien, wie sie die Ankunft eines Defenders erwarten, der Bohrungen für einen Brunnen im Dorf vornimmt.
In den über 60 Jahren Zeit dazwischen waren Land Rover unermüdlich für das Rote Kreuz im Einsatz. Die Aufgabe: Menschen auf der ganzen Welt zu erreichen, die durch Kriege, Hungersnöte, Naturkatastrophen und soziale Notfälle schutzlos geworden sind. Durch die Partnerschaft von Land Rover und der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRD) konnte Hunderttausenden von Menschen geholfen werden.
Mit einer Wohltätigkeitsauktion hat Land Rover am 17. Dezember 2015 in London 400’000 britische Pfund (CHF 594’000) für den guten Zweck gesammelt. Unter den Hammer kam im Auktionshaus Bonhams der zweimillionste Land Rover Defender. Die Jubiläumsausgabe des 4×4-Klassikers wurde mithilfe von Defender-Fans und Prominenten zu einem Unikat veredelt. Der gesamte Erlös der Versteigerung geht an zwei karitative Einrichtungen, die seit Langem zu den Land Rover-Partner zählen: die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften sowie die Tierschutz organisation «Born Free Foundation». Ersteigert wurde der zweimillionste Defender von einem Bieter aus Katar.
Irgendwo im afrikanischen Busch schnuppert ein Spitzmaulnashornbaby an der Tür eines Defender mit dem Tusk-Logo. Es ist ein Symbol dafür, dass dieses anpassungsfähige Fahrzeug auch für eine weltweit anerkannte Naturschutzorganisation in Afrika eine grosse Unterstützung ist. Ob bei einer rasanten Fahrt über die Steppe, um Elefanten vor Wilderern zu schützen, oder einem Trip zu entlegenen Dorfgemeinschaften, um Kinder im Umweltschutz zu unterrichten – TUSK und Land Rover sind seit 25 Jahren ein unaufhaltsames Team. Unter den verschiedensten Bedingungen halfen die markanten Land Rover von TUSK bei der Durchführung von mehr als 100 wichtigen Projekten auf dem gesamtem Kontinent.
Die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften hat ihren 50-prozentigen Anteil an dem Defender-Versteigerungserlös für Projekte im Südosten von Nepal vorgesehen, wo die Menschen besonders von Naturkatastrophen betroffen sind. Die Born Free Foundation steckt das gespendete Geld in das Tierschutzprojekt «Lion Rover» im MeruNationalpark in Kenia. Das in London versteigerte DefenderModell Nummer 2’000’000 besitzt eine Fülle aussergewöhnlicher Details. Dazu zählt eine in den Alu-Kotflügel gravierte Karte der Red Wharf Bay: In den Sand der walisischen Bucht war das Design des Klassikers vor fast sieben Jahrzehnten entworfen worden. Das Interieur wird gekrönt von einer Alu-Plakette, auf der sich alle an der Produktion beteiligten Defender-Fans mit ihrem Autogramm verewigt haben. Selbst das Nummernschild «S90 HUE» ist eine Besonderheit: Der Zweifach-Millionär nimmt damit das Kennzeichen des allerersten Vorserienmodells auf, das als «HUE 166» oder liebevoll «Huey» zu einer Ikone der Land Rover-Geschichte wurde.
DIE GRÖSSTE «LANDY»-SHOW, DIE DIE SCHWEIZ JE GESEHEN HAT! An mehreren Fotopoint-Stationen wurden ein Grossteil der teilnehmenden Defender und deren Besitzer fotografisch festgehalten. So entstand eine Sammlung aus rund 500 Bildern, die die ganze Bandbreite an «Landys» in der Schweiz aufzeigt. Hier eine kleine Auswahl!
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BYE BYE DEFENDER Am 29. Januar 2016 geht eine ruhmreiche, 67 Jahre dauernde Geschichte zu Ende. Land Rover beendet die Produktion des Defender. Als Defender-Fahrer ist es ein besonderes Erlebnis, «unserem» Wagen auf einer Farewell-Fahrt durch die Zeit noch einmal zu begegnen.
deres Spezialprojekt: die Bedarfsabklärung für eine Ablösung des Land Rover. Bereits vor über 40 Jahren suchte man nach einer Lösung, die sich im Grundsatz kaum von dem unterschiedet, wonach heute hinter verschlossenen Türen gerungen wird – die Zukunft des Defender. Dafür tourte Crathorne damals während zweier Jahre um die ganze Welt, befragte Händler und Besitzer von Land Rover und Konkurrenzprodukten. Die Quintessenz: Der Wagen gefiel so wie er war. Etwas mehr Komfort hier, etwas mehr Platz da und vor allem mehr Ladekapazität, das waren die Wünsche. Also blieb eine Revolution aus, der Wagen erhielt 1983 seine bis heute kaum veränderte Karosserie, mit mehr Innenraum und höheren Kapazitäten, und vor allem besserem Komfort dank Schrauben- statt Blattfedern. Umso grösser dürfte die Veränderung nun werden. Und wie wird die aussehen? Ein gut gehütetes Geheimnis. Crathorne, unser Guide auf Islay, wirbt vorrätig um Verständnis: «Ende der 40er-Jahre entsprach der Wagen dem Bedürfnis der Zeit. Die Zeiten jedoch haben sich geändert. Das hoffe ich, wird beim Nachfolger dereinst ebenfalls zugute gehalten...»
Text Martin Schatzmann Fotos David Shepherd (Werkbilder) Aktuell erlebt Land Rover einen zweiten Frühling, reiht Verkaufserfolg an Verkaufserfolg und hat sich mit aller Gattung SUV in den Olymp automobiler Begehrtheit hoch geschwungen. Das sah auch kurz nach dem Beginn ähnlich aus. Entwickelt auf den Entbehrungen der Nachkriegsjahre suchte Rover-Ingenieur Maurice Wilks nach Ersatz für seinen Armee-Jeep, den er als Landwirtschaftsgefährt benutzt und der als solches langsam ausgedient hatte. Der Rover-Vorstand gab im Oktober 1947 Grünes Licht für ein «all-purpose vehicle», ein Allzweck-Fahrzeug, das im Folgejahr Weltpremiere feierte und das wegen des damaligen Stahlmangels zu grossen Teilen aus Aluminium gefertigt wurde. Der Wagen wurde praktisch sofort zum Erfolg. Szenenwechsel. Uns hat es nach Schottland in die Inneren Hebriden verschlagen. Auf der Insel Islay (sprich: Eilaa) warten acht Whisky-Brennereien, sattes Grün, schmale Strässchen, unzählige Schafe und vor allem ein paar Land Rover auf uns. Es ist bewölkt, regnen soll es aber nicht. Ideal für eine Fahrt durch die Modell-Geschichte. Die Gebrüder Wilks, mit Spencer Wilks bereits vor dem Krieg als CEO von Rover, spielen für den Land Rover eine entscheidende Rolle. Daher besteigen wir jenen Series II, den Spencer nach Islay geholt hatte, um ihn auf seinem Sommersitz zu nutzen. Am dünnen Lenkradkranz des 1965 gebauten GXC 639C ist Lenken noch Arbeit, Kuppeln und Bremsen ein Kraftakt und das Wechseln der unteren zwei, unsynchronisierten Gänge ohne Zwischengas nicht möglich. Das sorgt für die nötige Körperwärme, denn trotz geschlossenem Stoffverdeck herrscht im inzwischen 50-jährigen Auto im Vergleich zu heute ziemlich Freiluftstimmung. Die britischen Streitkräfte hatten schon 1949 die Fähigkeiten des Landrover (die Trennung in zwei Worte kam erst viel später) entdeckt und
haben seither stets diverse Spezialversionen im Einsatz. Neben Hilfsorganisationen wie das Rote Kreuz nutzten ebenfalls zahlreiche zivile Kräfte den Wagen in Sonderausführungen, namentlich Feuerwehren und Flughafenbehörden. Und in der Animationsfilmserie Shaun the Sheep fährt der Bauer auch Land Rover, dessen leicht modifiziertes Modell 1995 sogar im Massstab 1:1 nachgebaut wurde. Auf den schmalen, von Hecken begrenzten Strassen auf Islay wächst langsam die Routine mit Zwischengas und Lenkarbeit. Und der Blick auf die Umgebung wird im gleichen Mass entspannter und genussvoller. Unter den jüngeren Geschichtsmodellen ist ein grüner Land Rover 90 dabei, mit der Zulassung E40 KDU. Ein Einzelstück mit Dieselmotor, mit dem 1988 ursprünglich das 40-Jahr-Jubiläum der Marke hätte zelebriert werden sollen. Eine auf 40 Stück geplante Sonderserie stand in der Pipeline, doch sie wurde wegen eines Streiks im Werk wieder fallen gelassen. Für die Präsentation der Jubiläumsmodelle war Islay vorgesehen gewesen, und das entsprechende Programm bereits ausgearbeitet. Es sollte aber weitere 27 Jahre dauern, bis es dann für
unsere Defender-Farewell-Fahrt umgesetzt werden konnte, und der Jubiläums-90er endlich an den Ort seiner geplanten Vorstellung kommen durfte. Die Nachfahren von Spencer Wilks besitzen das Familiengut auf Islay noch heute. Das wilde Eiland hatte Wilks früher auch als Testgelände für neue Modelle und Entwicklungen genutzt. Jetzt geniessen wir nach der Inselrundfahrt im Bootshaus den Afternoon-Tea. Nach einem rauen Abstieg an den Strand war zuletzt noch ein kurzer Abstecher in die familieneigene Kilchoman-Distillerie gefolgt. Dann heisst es Abschied nehmen. Von den Modellen der Land-Rover-Geschichte, und auch vom Defender, wie wir ihn kennen. Anfang 2016 ist Schluss mit der Produktion, die letzte Kundenbestellung war im Juni erfolgt. Auf der Fahrt in Islay sitzt Mister Land Rover neben mir, Roger Crathorne. Der heute 68-Jährige war 1963 bei Land Rover eingestiegen und hatte an diversen Projekten mitgearbeitet, unter anderem am ersten, 1970 lancierten Range Rover. Er gilt auch als Vater der 1989 gegründeten Land Rover Experience. 1972 begleitete Crathorne ein an-
Martin Schatzmann an der Islay-Tour
Martin Schatzmann ist 52-jährig, verheiratet und seit 2004 überzeugter DefenderFahrer. Sein weiss lackierter 110er mit sanftem Reiseumbau ist vor allem als Reiseund Abenteuermobil im Einsatz – in den Alpen, in Nordafrika und sonst in Europa. Er ist seit über 20 Jahren Automobil-Journalist, davon 19 Jahre bei der Automobil Revue, zuletzt auch als Chefredaktor und heute als selbstständiger Freelancer.
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RYD 463 Series I
GXC 639C Series II
Detail GXC
Islay Defender Drive, RYD Stimmung
E40 KDU, ein Land Rover 90, ist ein Einzelstück.
Auf Schottland-Tour. Vier Generationen in Reih und Glied unterwegs auf Islay: Series I (RYD 463), Series II (GXC 639C), Series III (MJP 936W), Land Rover 90.
Dieser 107er-Pick-up war einer der ersten Land Rover mit langem Radstand und hatte 1954 die Ära der verschiedenen Radstände eingeläutet. Spezialmodelle wurden alle möglichen angefertigt, wie dieses Feuerwehrauto aus den 60er-Jahren, das ursprünglich im Einsatz der Airforce stand.
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WALK OF FAME – 10 HERITAGE MODELLE AN DER DEFENDER FAREWELL PARTY
1948
Land Rover Series I HUE 166, Pre-Production No. 1
Die Entwicklung des Land Rover Defender in den vergangenen 67 Jahren wurde an der Farewell Party mit einem bemerkenswerten «Walk of Fame» inszeniert: Land Rover Schweiz organisierte dafür zehn Land Rover Modelle aus verschiedenen Epochen die heute im Besitze des Heritage Motor Centre in Gaydon, Warwick sind. Angefangen beim allerersten Land Rover aus dem Jahre 1948 mit dem legendären Kennzeichen «HUE 166» bis hin zu Orignial-Fahrzeugen, die sich früher im Privatbesitz der Queen Elizabeth II befanden. Ebenfalls zu sehen als Hommage an das Final Year die drei «Celebration»Sonderserien: Autobiography, Heritage und Adventure.
Der HUE 166 ist der allererste Land Rover überhaupt. Er wurde am 30. April von Maurice Wilks auf der Motor Show in Amsterdam präsentiert.
1983
Land Rover Series III 88" Half-Ton Military «Lightweight» Eines der langlebigsten Militärmodelle war die Half-Ton, erstmals 1966 für die Royal Marines entwickelt und später von Abteilungen der britischen Armee als auch von der Royal Air Force eingesetzt.
FAHRENDE IKONEN
©David Sutton/mptvimages.com
© British Motor Industry Heritage Trust
Von Hollywood-Helden bis hin zu britischen Kultfiguren: Der Land Rover verkehrte schon immer in den Kreisen der Reichen und Schönen.
SIR WINSTON CHURCHILL
STEVE MCQUEEN
Diese Spezialanfertigung von 1954 wurde zu Winston Churchills 80. Geburtstag gebaut, für dessen Anwesen Chartwell in Kent. Das Fahrzeug wurde mit einem extrabreiten Beifahrersitz und einem beheizbaren Fussraum ausgestattet. Das Churchill Fahrzeug gehört in die Sammlung der Emil Frey Classic und steht in Safenwil.
In den 1960er-Jahren gönnt sich der «King of Cool» (und sein Hund) einen seltenen Moment der Entspannung mit dem Series II Land Rover auf seinem Anwesen in den Hollywood Hills, Los Angeles.
11 1949
1954
1976
1982
Land Rover Series I Station Wagon
Land Rover Series I 86" Royal Ceremonial Vehicle (State IV)
Land Rover Series III 88" The one millionth Land Rover
Land Rover Series III 88" Station Wagon «Aluminium»
Für den Gebrauch auf der Strasse und den Personentransport schuf Rover den komfortableren Station Wagon.
Dieser Series I 86" war der erste sogenannte «Royal» Land Rover, der im Dienste des britischen Königshauses stand. Er war Teil einer Flotte, die die Königin und Prinz Philip nach der Krönung auf einer 6-monatigen Common wealth-Tour begleitete.
Beim Series III 88" ist nach wie vor der HUE 166 erkennbar. Das Fahrzeug stellt einen wichtigen Meilenstein dar, nämlich den 1-millionsten produzierten Land Rover.
Der «Aluminium» Land Rover Series III wurde als Show-Modell produziert und ist unverwechselbar mit seinem polierten Aluminium-Gehäuse und transparenter Motorhaube.
1983
1986
1988
1994
Land Rover Series III 110" SW Her Majesty The Queen’s Car
Land Rover Series III 109" SW Last of Line
Dieser Station Wagon war einer der ersten One-Ten-Modelle und auch das Privat auto Ihrer Majestät Königin Elizabeth II. Für die privaten, ländlichen Crown Estates war er das ideale Fahrzeug.
Dieser Series III 109" SW ist der letzt produzierte «Series III». Er kam vom Produktions band Solihull direkt in die Sammlung. Heute ist er nun Teil der Sammlung im Heritage Motor Centre.
Land Rover Defender 90 North American Specification (NAS)
Land Rover «Ninety» 40th Anniversary Model
Die nordamerikanische Spezifikation (NAS) 90 war mit einem 3.9 Liter V8 Motor ausgerüstet. Die NAS-Version basiert auf dem Defender 90 und erfüllte die strengen amerikanischen Sicherheitsbedingungen.
© British Motor Industry Heritage Trust
Dieser «Ninety» wurde anlässlich des 40jährigen Jubiläums mit einer besonderen Spezifikation entwickelt, um an frühere Land Rover Modelle zu erinnern. Soft-Top-Modelle von der Anfangsphase waren nicht mehr verfügbar, sodass dieses Soft-Top in Khaki nach UK Standards nachgebaut wurde.
SOPHIA LOREN
MARILYN MONROE
Die zweifache Oscar-Gewinnerin schaut während der Dreharbeiten zu «El Cid» (ca. 1960) aus dem Seitenfenster eines Series II Land Rover. In diesem Historienfilm spielt Sophia Loren Jimena, die Braut der von Charlton Heston dargestellten Titelfigur.
Da sage noch einer, ein Land Rover sähe nicht erotisch aus. Marilyn Monroe posierte bei Dreharbeiten in dem Geländwagen, als würde sie nie etwas anderes fahren.
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HISTORISCHER MOMENT IN SOLIHULL DER LETZTE LAND ROVER DEFENDER VERLÄSST DIE WERKSHALLEN
Am 29. Januar 2016 hat der letzte Defender die Werkshallen im britischen Solihull verlassen. Damit endet die Ära eines der legendärsten Automobile der Welt. Zur Feier des Tages hatte der Geländewagenspezialist über 700 ehema lige und aktuelle Mitarbeiter zu einer Feierstunde in sein Stammwerk in der Nähe von Birmingham eingeladen – sie sahen unter anderem die Parade zahlreicher bedeutender Modelle aus den Serien I, II und III sowie des Defender. Land Rover kündigte gleichzeitig den Start der Online-Plattform «Defender Journeys» sowie eines neuen «Heritage»Restaurierungsprogramms für klassische Modelle an, das in Solihull seinen Sitz nimmt. Fast sieben Jahrzehnte haben der Defender und seine Vorgänger die Automobilwelt geprägt und bereichert. Über zwei Millionen Exemplare der kernigen 4x4-Baureihe sind seit 1948 von den Bändern gerollt – ohne Unterbrechung war das Werk Solihull lang das Zentrum der Land Rover- und Defender-Welt. Die mehr als 700 früheren und derzeitigen Mitarbeiter, die zur Feierstunde eingeladen waren, haben unzählige Fahrzeuge des Klassikers zusammengebaut. Zum Abschluss konnten sie einige besonders wichtige Modelle noch einmal in Fahrt erleben oder sogar selbst steuern, darunter das erste Vorserienmodell überhaupt, der legendäre «HueyC, und das letzte jetzt gefertigte Fahrzeug, ein Defender 90 Soft Top in Heritage-Ausstattung. Dr. Ralf Speth, Jaguar Land Rover CEO: «Wir würdigen heute die Arbeit von Generationen Frauen und Männern, die Grosses geleistet haben, seit die Umrisse des ersten Land Rover in den Sand gezeichnet wurden. Die Vorläufer des heutigen Defender, die Series-Modelle, schufen das Fundament jener aussergewöhnlichen Fähigkeiten, für die Land Rover legendär ist. Dieses Modell hat dabei geholfen, die Welt ein Stück besser zu machen – und dies oft unter schwierigsten Bedingungen. In unseren Herzen und besonders in den Herzen unserer Mitarbeiter wird der Defender immer einen besonderen Platz einnehmen. Aber die Geschichte ist damit nicht zu Ende: Wir feiern eine glorreiche Vergangenheit – und wir freuen uns auf eine verheissungsvolle Zukunft.» Nick Rogers, Jaguar Land Rover Group Engineering Director: «Dies ist ein besonderer und festlicher Tag für Jaguar Land Rover. Jeder von uns hat seine ganz persönlichen Erinnerungen an den Defender – eine echte Automobilikone, die Fans und Liebhaber überall auf der Erde besitzt. Die Welt hat sich in den zurückliegenden 68 Jahren dramatisch verändert. Aber ein Auto ist in dieser gesamten Zeit eine feste Grösse geblieben – eine Position, die kein anderes Modell beanspruchen kann. Das heute produzierte letzte Fahrzeug aus der klassischen Defender-Reihe verkörpert alle Eigenschaften dieses Modells: Unkompliziertheit, Ehrlichkeit und Charme. Es ist das Sinnbild eines grossen Erbes. Jetzt freuen wir uns auf das nächste spannende Kapitel und eine neue Herausforderung: die Schaffung eines Defender für morgen. Ein Traum für jeden Ingenieur und jeden Designer!» Die Parade anlässlich der Defender-Feierstun-
de in Solihull vereinte mehr als 25 Fahrzeuge aus der langen und ruhmreichen Geschichte. Der Korso, zu dem der gerade gefertigte letzte Defender zählte, umrundete das gesamte Werk. Neben heutigen Mitarbeitern wohnten auch frühere Beschäftigte aus der 68-jährigen Produktionszeit dem einmaligen Ereignis bei. Der letzte Defender hatte dabei ein Teil an Bord, das bereits 1948 zur Ausstattung seines Urahnen zählte: eine Verdeckklemme für das Soft Top. Nach dem Defender-Abschied rollt das letzte Unikat in die Ausstellung der Jaguar Land Rover Collection. Land Rover lädt darüber hinaus Fans und Besitzer aus aller Welt ein, die schönsten und denkwürdigsten Momente mit einem Land Rover der Serien I bis III oder einem Defender zu teilen. Die britische Marke startete dafür in Kürze unter www.landrover.com/defenderjourneys die neue Online-Plattform «Defender Journeys». In diesem digitalen Sammelalbum sollen die Fans ihre spannendsten Abenteuer mit dem Allradklassiker zusammentragen und mit anderen Usern teilen. Das neue «Heritage»Restaurierungsprogramm Auch in Zukunft wird der Name Defender nicht aus den Werkshallen in Solihull verschwinden. Dafür sorgt allein schon das neue «Heritage»-Programm zur Restaurierung klassischer Land Rover- und Defender-Modelle.
Geleitet wird das Projekt von zwölf Experten, von denen zehn bislang am Defender-Band beschäftigt waren. Sie befassen sich nun mit der fachgerechten Restaurierung klassischer Modelle, vorrangig der Serien I bis III. Gemeinsam kommt das Team auf 172 Jahre Erfahrung mit Land Rover oder dem Defender. Tony Martin, einer der Experten, hat sein gesamtes Arbeitsleben in Solihull verbracht – er folgte dabei seinem Vater und seinem Grossvater. So kann er demnächst möglicherweise Fahrzeuge fachmännisch restaurieren, die einst sein Grossvater zusammengebaut hat. «Defender Journeys» – das digitale Sammelalbum Weiterhin startet Land Rover in Kürze «Defender Journeys». Die Online-Plattform unter www.landrover.com/defenderjourneys lässt das legendäre Modell auch in der digitalen Welt weiterleben. Das Sammelalbum im Internet ermöglicht Fans und Fahrern, Erinnerungen an unvergessliche Momente oder einzigartige Erlebnisse mit dem Defender oder seinen Vorgängern hochzuladen und mit anderen Usern zu teilen. Ziel ist es, per Crowdsourcing die schönsten Reisen zusammenzutragen und in einer Onlinekarte zu verewigen – damit die grossen Defender-Momente für die Nachwelt erhalten bleiben. Das Auslaufen der Defender-Produktion im Werk Solihull bedeutet zugleich das Ende für
die «Defender Celebration Line» – zumindest in physischer Gestalt. Die originalgetreue Nachbildung des Produktionsbands aus dem Jahr 1948 hatte in den vergangenen zwölf Monaten mehr als 10’000 Besucher angelockt. In der Ausstellung schlug Land Rover mit vielen Exponaten einen Bogen von den Anfangsjahren bis in die heutige Zeit. Aber die klassische Defender-Produktion bleibt in digitaler Form ebenfalls erhalten. Unter der Adresse http://defendertour.landrover.com können die Defender Fans ab sofort eine virtuelle 360-Grad-Werksbesichtigung zur Fertigung des Klassikers unternehmen.
Fakten zum Werk Solihull und zur Defender-Modellgeschichte • Der Land-Rover der Serie I kostete 1948 genau 450 britische Pfund. Er wurde von einem 1,6-Liter-Vierzylinder mit gerade einmal 50 PS angetrieben. • Seit 1948 wurden in Solihull 2 016 933 Fahrzeuge der Serien I, II und III sowie des Defender produziert. • Der Defender wurde in 56 Mann-Stunden aus rund 7000 Einzelteilen von Hand zusammengebaut. • Alle vier Minuten verliess ein neuer Defender die Produktionsbänder.