auszug #4
widerstand und wandel 70er Ăźber die 19
Andrea Sommerauer streifzug durch die soziallandschaft der 1970er-jahre
jahre in tirol
impressum Herausgeber: aut. architektur und tirol (www.aut.cc) Konzept: Arno Ritter Redaktion: Arno Ritter, Claudia Wedekind Lektorat: Esther Pirchner Gestaltung und Satz: Claudia Wedekind Grafisches Konzept und Covergestaltung: Walter Bohatsch, Wien Gedruckt auf Magno Volume 115 g Gesetzt in Frutiger Lithografie und Druck: Alpina Druck, Innsbruck Buchbindung: Koller & Kunesch, Lamprechtshausen © 2020 aut. architektur und tirol, Innsbruck © der Textbeiträge bei den Autorinnen und Autoren © der Abbildungen bei den jeweiligen Rechteinhabern Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (Druck, Fotokopie, Mikrofilm oder in einem anderen Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Herausgebers reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden. ISBN 978-3-9502621-7-9
Die Deutsche Bibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.ddb.de abrufbar.
Andrea Sommerauer streifzug durch die soziallandschaft der 1970er-jahre
1970 – der Beginn eines Jahrzehnts des gesellschaftlichen Aufbruchs. Jeans und lange Haare, Popmusik und Flower-Power, neue pädagogische und soziale Ansätze breiten sich damals auch in Tirol aus. Einen Ein druck von diesem gesellschaftlichen Wandel vermittelt ein Buch mit dem Titel „Kasiwai. Ein Bildband des Kennedy-Hauses in Innsbruck“ aus dem Jahre 1970. „Kasiwai“ bedeutet in der Sprache der Shona, die im heutigen Simbabwe gesprochen wird, „Sei gegrüßt!“. Diese Publikation des Jugendzentrums der Marianischen Kongregation (MK) fängt mit vielen Fotos die Atmosphäre jener Jahre ein, Berichte fassen die Geschichte der sich bereits in den 1960er-Jahren verändernden MK zusammen. Bilder und Texte geben die Fülle von Angeboten und Aktivitäten im Innsbrucker Jugendzentrum wieder. Die Autorin nutzt Quellen wie das „Kasiwai“ für einen Streifzug durch die 1970er-Jahre in Tirol. Sie hat dieses Jahrzehnt, das synonym für den Aufbruch aus einer konservativen Gesellschaft steht, nicht im katholisch-konservativen „Heiligen Land“ verbracht, ist weder hier geboren noch aufgewachsen und hat keine eigenen Erinnerungen an das damalige Tirol. Deshalb wählt sie eine alternative Aneignung der Geschichte – das Nach-Forschen anhand von Fotos, Dokumenten und Erzählungen anderer. Der Streifzug stellt auch eine räumliche Aneignung dar, die Verortung erleichtert das Be-Greifen, die Zeitreise wiederum regt zum Nach-Denken an. Die 1970er-Jahre präsentieren sich als ein Jahrzehnt großer Gegen sätze und eines raschen gesellschaftlichen Wandels. Im Nachhall der in ternationalen Revolten in den späten 1960er-Jahren forderten auch in Tirol zunehmend Einzelne und Gruppen demokratische Prozesse, Beteiligung und Emanzipation ein. Die geforderten Veränderungen betrafen nicht nur Bereiche wie Musik, Literatur und Film, sondern auch den Umgang der Menschen miteinander. Das berührte Bereiche wie Politik und Ökonomie genauso wie das Geschlechterverhältnis. Zu den AkteurInnen des Auf bruchs zählten vielfach junge Leute, die häufig selbst als Jugendliche or ganisiert oder in der Jugend- und Sozialarbeit tätig waren. Gerade in diesen beiden gesellschaftlichen Feldern zeigte sich der soziale Wandel und hinterließ nachhaltig seine Spuren im öffentlichen Raum. „Selbst organisation“ blieb kein bloßes Schlagwort. Es kam zu Aneignung und Schaffung, aber auch zu Verweigerung von Raum. Denn die stärkere Orientierung an den Bedürfnissen von Menschen und die Infragestellung eingesessener Autoritäten führten zwangsläufig zu Konflikten. Das Jugendzentrum MK stellte in Innsbruck einen wesentlichen Ausgangs- und Kristallisationspunkt für den gesellschaftlichen Aufbruch dar. Hier wurden die Gegensätze zwischen eingesessenen Autoritäten
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und auf Beteiligung drängenden – vor allem jüngeren – Generationen offensichtlich. Bereits 1964 hatte das neue Gebäude des Jugendzentrums eröffnet. Es war vom damals 33-jährigen Architekten Josef Lackner geplant und unter großer, von den Verantwortlichen eingeforderter Beteiligung der Jugendlichen im Innenhof des Jesuitenkollegs errichtet worden. Die neuen Räumlichkeiten waren notwendig geworden, weil sich bis Mitte der 1960er-Jahre die Mitgliederzahl vervielfacht und die Bedürfnisse verändert hatten. Der Neubau war Ausdruck eines grundlegenden Wandels in der Jugendbetreuung und der Bedeutung, die die MK in Innsbrucker erlangt hatte. Die Veränderung in der Pädagogik, der Organisation und den Zielen der MK, die die Abkürzung mittlerweile für „Mittelschülerkon gregation“ verwendete, war mit dem damaligen Jesuitenpater Sigmund Kripp verbunden. Dieser hatte 1959 als 31-Jähriger die Leitung der MK übernommen. Er wandelte die katholische Jugendorganisation mit Elite anspruch in ein modernes Zentrum auf Basis der offenen Jugendarbeit um. Die MK-Mitglieder kamen traditionellerweise hauptsächlich aus den Gymnasien und konnten der Vereinigung ab zehn Jahren beitreten. Das neue Haus, das die MK-Mitglieder nach dem 1963 ermordeten John F. Kennedy benannten, sollte verschiedene Bedürfnisse erfüllen: Diskussionen in größerem und kleinerem Rahmen, Kulturveranstaltungen, Freizeitaktivitäten, darunter auch sportliche Betätigung, die Begegnung der Geschlechter bei Musik und Tanz, Zusammenkünfte der Gremien und Interessengruppen, zu denen sich die Mitglieder verpflichtet hatten. Dafür waren diverse und flexible Räume gefragt. Lackner sah im Erd
Feier zur Grundsteinlegung des Kennedy-Hauses mit Bundes kanzler Josef Klaus im Frühjahr 1964
MK-Mitglieder beim Bau des Kennedy-Hauses
MK-Mitglieder im 1964 eröffneten Kennedy-Haus
geschoß eine Mehrzweckhalle mit einer Bühne, Büros und eine Kapelle vor, und während im Kellergeschoß Freizeitaktivitäten wie Sport und Unterhaltung möglich gemacht wurden, sollte das erste Obergeschoß im Zeichen des ruhigen Studierens und der Gruppenaktivitäten stehen. Das zweite Obergeschoß füllte der Basketballplatz mit Nebenräumen aus, das dritte Obergeschoß entstand als offener Raum zum Verweilen. Später wurden Räume wieder verändert, etwa die Kapelle ins erste Obergeschoß versetzt und im Keller ein Partyraum sowie ein Schwimmbad eingebaut. Trotz einfacher, kostengünstiger Bauweise ging das Kennedy-Haus über die bloße Funktion hinaus. Lackner schrieb 1964 in einem Text, der 2003 in einer Publikation des Architekturforum Tirol veröffentlicht wurde: „Das Zentrum der MK soll – so ist es wenigstens gedacht – aber zu einem architektonischen Bauwerk werden, das heißt, es muß bei all der vordergründigen Realität doch Poesie und Charakter haben. Die Poesie der Wahrheit und der Charakter des Echten sind gesucht und nicht All tagszivilisation und Sentimentalität. Die Jugend liebt diese Tugenden – sie wird auch das Haus lieben.“ Die Kinder und Jugendlichen nutzten das Kennedy-Haus, bis es abgewohnt war. Die Bedeutung der MK und die Anzahl ihrer Mitglieder waren stark gesunken. Der Bedeutungsverlust war nur zum Teil der vom damaligen Bischof Paulus Rusch forcierten Absetzung Kripps 1973 ge schuldet, denn die MK bekam zunehmend Konkurrenz. In den folgenden Jahren etablierte sich in Innsbruck bzw. Tirol eine Reihe weiterer Jugend zentren, die Freizeitangebote für Jugendliche vervielfältigten sich. 1970 wies die MK mehr als 1.300 Mitglieder aus, Anfang des neuen Jahr tausends waren es nur mehr rund 150. Vom Kennedy-Haus blieben
viele Erinnerungen, es hatte Generationen von jungen Menschen geprägt. Heute ist das Gebäude, das über die Sillgasse zugänglich war, verschwunden. Es wurde 2003 abgerissen, die MK übersiedelte in den Altbestand der Jesuiten gegenüber.
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langes ringen um raum für arbeiterjugendliche Vom ehemaligen Standort des nach wie vor bestehenden Jugend zentrums z6 blieb der Name. Er leitet sich von der Zollerstraße 6 ab, wo das Jugendzentrum für die Arbeiterklasse erstmals über einen fixen Raum verfügte. Heute steht an seiner Stelle ein moderner Wohnbau, der im Erdgeschoß den Seelsorgeraum der Pfarre Wilten-West beherbergt. Zu Beginn der 1970er-Jahre befand sich dort das wenig genutzte Jugendheim der Pfarre Wilten-West. Bereits seit Ende der 1960er-Jahre hatte der neue, Anfang-30-jährige Jugendseelsorger der Diözese Inns bruck, Meinrad Schumacher, AbgängerInnen der Pflichtschulen im Rahmen der Aktion 14 an Wochenenden nach Achenkirch eingeladen. Dem Bedarf der kurz vor der Erwerbstätigkeit stehenden Jugendlichen begegnete Schumacher mit dem Club 456, dessen Gruppen zunächst dezentral in Innsbruck lokalisiert waren. Die Mädchen trafen sich beispielsweise am Domplatz bei der jungen Sekretärin des Jugendseelsorgers, Vroni Grimm, spätere Windischer. 1971 kamen die Gruppen im Jugendheim WiltenWest unter. Mit dem 1947 geborenen Theologen Josef (Jussuf) Windischer, einem ehemaligen MK-Mitglied, engagierte die Diözese einen Jugend arbeiter, der wie MK-Leiter Sigmund Kripp die Bedürfnisse der Zielgruppen ins Zentrum seiner Tätigkeit rückte. Diese unterschieden sich von jenen der GymnasiastInnen in der MK. Jussuf Windischer schilderte in seinem 1978 fertiggestellten, aber unveröffentlicht gebliebenen Manuskript „Jugend am Rande“, wie die räumlichen Verhältnisse das Milieu wider spiegelten. Das Haus verfügte über zwei Eingänge, der eine führte in die Etagen über, der andere unter Tag. Die einen befanden sich im Licht, sichtbar, gingen gesellschaftlich akzeptierten Jugendaktivitäten nach, die anderen agierten im Dunklen, im Verborgenen, wo die Grenzen von gesellschaftlicher Akzeptanz und Legalität immer wieder überschritten wurden. Die beiden „Klassen“ folgten tendenziell auch einer moralisch konnotierten Geschlechtertrennung: oben die braven Mädchen, unten die schlimmen Jungs. Windischer verdeutlichte: „Für beide Gruppen gab es eigene Strukturen. Die obere Klasse folgte einem traditionellen Gruppen- und Studiomodell. Sie organisierte sich gern zu Gruppen- und Aktionsgemeinschaften. Sie interpretierte Sinn und Zweck eines Jugendzentrums nicht nur als Treffpunkt, vielmehr auch als Ausbildungsstätte und einheitliche Bewegung. Dies von Anfang an. Anders (die untere Klasse) im Keller. Das war anfänglich meine Welt. [...] Irgendein Plakat an der Wand zeigte an, daß es in diesem Keller eine Polizei gab, eine sogenannte Bandenpolizei.“
Zu den ca. siebzig Jugendlichen – ihr Boss war ein 16-jähriger Bursche – gehörten „sogenannte Schläger, Zuhälter und Kleinkriminelle“. Der Raum, den Windischer im Keller vorfand, war von ihren Aktivitäten bestimmt: Sie verfügten über einen „Dienstschreibtisch“ mit eigenem Stempel, vermieteten ein „Stundenzimmer“ und hatten Lagermöglich keiten für Diebesgut geschaffen. Um diesen Jugendlichen eine Perspektive und einen Platz anzubieten – konkret in Innsbruck und im übertragenen Sinne in der Gesellschaft –, starteten die z6-Mitarbeitenden die „Aktion Underground“. Dort wurde z. B. diskutiert, Theater gespielt und ge schrieben. Bedürfnisse wurden artikuliert, respektiert und reflektiert. Das formulierte Ziel lautete: „[W]ir möchten in Innsbruck ein richtiges großes Jugendzentrum“ in der Stadtmitte. In die Mitte zu übersiedeln, bedeutete nicht nur eine gute Erreichbarkeit aus den verschiedenen Stadtteilen, sondern stand auch als Synonym für gesellschaftliche Partizipation und Integration. Doch so weit kam es nicht. Die oberste Autorität der Diözese Innsbruck, Bischof Rusch, ließ das katholische Jugendzentrum für Ar beiterInnen und Lehrlinge im Sommer 1974 aus den Räumen der Pfarre Wilten-West werfen. Über Nacht ließ er die Schlösser austauschen und verweigerte damit den von den Jugendlichen für ihre Zwecke nutzbar gemachten Raum. Hintergrund der radikalen bischöflichen Handlung war die Arbeit mit jenen Jugendlichen, die nicht in die (klein-)bürgerliche Werte welt passten, die beispielsweise ihre Aggressionen sichtbar nach außen
1974: Benno Erhard (li.) sowie Jussuf und Vroni Windischer (re.) vor der verschlossenen Tür des z6
oder innen wandten, die zu einer Rockerclique gehörten, in Konflikt mit dem Gesetz geraten und / oder arbeitslos waren, auf der Straße lebten oder legale und illegale Drogen konsumierten. Auch den Fokus auf die Bedürfnisse der Jugendlichen – wie über Sexualität, Partnerschaft und Schwierigkeiten mit den Eltern oder an der Arbeitsstelle zu sprechen – lehnte der Bischof ab. Ablehnung und Raumverweigerung zum Trotz entschied sich das z6-Team, das Jugendzentrum als unabhängigen Verein weiterzuführen. Weil die öffentliche Hand sich jedoch nicht zuständig fühlte, waren die Ressourcen äußerst knapp. So ging das z6 für mehrere Jahre in den Untergrund. In der Andreas-Hofer-Straße 11, im Keller einer ehemaligen Back stube, fand das Jugendzentrum Unterschlupf. Die z6-MitarbeiterInnen und vor allem die Jugendlichen selbst bauten den im Rohbau übergebenen Keller mit Unterstützung eines Architekturstudenten immer wieder um, erweiterten ihn und passten ihn so gut wie möglich den Anforderungen an. Es wurde improvisiert. Die Jugendarbeit erfolgte schließlich in einem fast 600 m² großen „Kellerlabyrinth“, der Name der z6-Zeitung lautete folgerichtig „Unterm Pflaster“. In der Ausgabe Nr. 4 / 1975 ist nachzulesen, wer unter anderem im z6 seinen Platz fand, zum Beispiel Helmut: „Derzeit bin ich noch unter den Lehrbuben zu finden, doch Gott sei Dank nur noch zwei Monate. Mein Job gefällt mir eigentlich ziemlich gut und ich glaube, daß ich auch Spediteur bleiben werde. 1971 bin 34 35
Demonstration mit dem Schlauchboot am Inn, 1977
ich durch einen Kollegen zum Club gekommen. Damals war er noch am Domplatz. Ich fand gleich am ersten Abend in eine Gruppe hinein und dort gefiel es mir von Anfang an sehr gut. Über z6 kann ich nur gute Sachen erzählen. Ich habe ziemlich viele Freunde gefunden, mit denen ich mich auch ziemlich gut verstehe und mit denen ich Probleme besprechen kann. Langeweile gibt es für mich nicht mehr. Ich wünsche dem Club noch ein langes Leben und hoffe, daß viele am Ausbau des z6 mithelfen werden: es ist nur zu unserem Vorteil!“ Parallel zum Um- und Ausbau des Kellerlokals suchten die z6-Mit arbeiterInnen nach alternativen Räumlichkeiten und ausreichender Finanzierung. Als Standorte ventilierten sie beispielsweise das frühere Waisenhaus der Scheuchenstuel’schen Stiftung in der Museumstraße 30 oder den Kirchenbesitz in der Badgasse / Ecke Pfarrgasse, aber ohne Erfolg. Auch die Unterstützung durch andere Jugend- und Sozialinitiati- ven sowie der Zusammenschluss von Organisationen und Einrichtungen konnten zunächst keinen ausreichenden Druck aufbauen, um für die Jugendlichen des z6 angemessene und finanziell gesicherte Räume durchzusetzen. Im Juni 1977 organisierten sie eine Paddelbootaktion auf dem Inn, um unter dem Titel „Überleben“ auf die prekäre Situation der Jugendarbeit aufmerksam zu machen. Es gab auch konkrete Projekt entwürfe von angehenden Architekten, wie beispielsweise jenen, den Bruno Staggl 1978 als Diplomarbeit am Institut für Hochbau und Ent werfen einreichte und der Jugendeinrichtungen im Servitenhof mitten im Innsbrucker Zentrum – im Geviert Maximilianstraße / Maria-TheresienStraße / Anichstraße / Fallmerayerstraße – vorsah. Im selben Jahr schlug das Sozialforum Innsbruck als Interesseninitiative von Sozial- und Jugend organisationen (wie der Arbeitsgemeinschaft soziale Psychiatrie Innsbruck, des DOWAS und der Initiativgruppe von Behinderten und Nichtbehin derten) vor, das z6 auf dem ehemaligen Rhombergareal unterzubringen. Doch auch das war nicht umzusetzen. Heute befindet sich dort das Ein kaufszentrum Sillpark. Für die Unterbringung der im Sozialforum orga nisierten Initiativen auf dem benachbarten ehemaligen Gaswerkgelände am Rande des Rapoldiparks arbeiteten etwa Christian Vogl und Georg Pendl in ihren 1979 vorgelegten Diplomarbeiten am Institut für Baukunst und Bauaufnahmen Projekte aus. Diese Vorschläge wurden aber ebenso wenig aufgegriffen. Schon konkreter schien die Nachnutzung des zum Abbruch bestimmten Fabrikgeländes in der Erzherzog-Eugen-Straße 46, im Speziellen der ehemaligen Adlerfabrik auf 46a. Doch die Stadt Inns bruck verzichtete trotz vorhergegangener Einigung mit dem z6 vermutlich aus Kostengründen auf eine Instandsetzung und ließ das Gebäude in einer Hauruckaktion 1982 abbrechen. Schließlich gelang eine Einigung mit der Stadtgemeinde im Zusammenhang mit dem städtischen Ankauf des früheren Forum-Kinos und des alten Kolpingheims in der Dreiheiligen straße. Zwar scheiterte die vom Sozialforum geplante Unterbringung
v erschiedener Kultur- und Sozialinitiativen, aber das z6 konnte schließlich 1985 die Räume im ehemaligen Forum-Kino in der Dreiheiligenstraße 9c beziehen. Im Vorfeld hatte die ARGE Tiroler Jugendzentren, ein frei williger, selbstorganisierter Zusammenschluss der Jugendzentren in Tirol, mit einer „Narzissendemonstration“ in der Altstadt erneut auf die prekäre Situation des z6 aufmerksam gemacht. Das Jugendzentrum befindet sich heute noch am selben Ort. Tags über ist es hier eher ruhig, am Abend aber herrscht reger Betrieb – im z6 selbst und im öffentlichen Raum davor. Wie etwa in der Tiroler Tages zeitung vom 31. Juli 2018 nachzulesen ist, kämpft die Einrichtung wie einst in den 1970er-Jahren auch in der Gegenwart um Akzeptanz bei AnrainerInnen, die sich über Lärm, Drogenkonsum, Schlägereien etc. be schwer(t)en. Im Eingangsbereich finden sich deshalb die handschriftlichen Hinweise: „DAS IST DER EINGANG VOM Z6 JUGENDZENTRUM WIR MACHEN UM 21 UHR ZU DANACH SOLLTE ES HIER RUHIG UND SAUBER SEIN DESHALB DIE BITTE HIER KEINE PARTIES; KEIN LÄRM!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! WIR HABEN NACHBARN; DIE SCHLAFEN WOLLEN UND MÜLL BITTE WIEDER MITNEHMEN! DANKE FÜR EURE MITARBEIT EUER Z6“
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Seit 1985 hat sich der damals heruntergekommene Stadtteil sehr v erändert, Gebäude wurden abgebrochen und neu errichtet, andere re noviert, die Wohngegend aufgewertet. Die Konflikte um den öffentlichen Raum, die sich von Beginn an um dieselben Problemlagen drehen, haben sich d adurch verschärft. Zudem erstreckt sich auf der anderen, nach Westen orientierten Seite der Eisenbahnviadukte mittlerweile die „Bogenmeile“, die sich besonders in den Nachtstunden großer Beliebtheit erfreut. abstecher nach kufstein Die Paddelbootaktion auf dem Inn von Telfs Richtung Kufstein im Juni 1977 war von der ARGE Tiroler Jugendzentren organisiert. In dieser öffentlichkeitswirksamen Aktion trat die Dachorganisation der Jugend initiativen in Tirol für deren Etablierung und ausreichende Finanzierung ein. Sie machte die Anliegen von Jugendlichen sichtbar, zeigte Präsenz. Flussabwärts gleitend, eigneten sich die AktivistInnen ein Stück des öffentlichen Raumes an. Der Hintergrund für die lange Demonstration den Inn entlang war auch die damals virulente Situation beim Wühlmaus-Club in Kufstein. Die Wühlmäuse vertraten eine gesellschaftskritische Haltung und waren basisdemokratisch orientiert. Ziel war die Etablierung eines autonomen,
selbstverwalteten offenen Jugendzentrums. Einige Jugendliche, die mit den vorhandenen Freizeitmöglichkeiten unzufrieden waren, gründeten im Herbst 1973 das Komitee für die Errichtung eines unabhängigen Jugendzentrums in Kufstein, das zu Jahresbeginn 1974 in den Verein Wühlmaus-Club mündete. Sie erstellten ein Konzept für das erste selbst verwaltete Jugendzentrum in Österreich. Um die Umsetzung eines der artigen Treffs bei den Stadtverantwortlichen durchzusetzen, gingen die Wühlmäuse auch an die Öffentlichkeit, wie etwa mit einer Kundgebung am 5. Juli 1974 am Oberen Stadtplatz. Nach anfänglich positiven Reak tionen von Seiten des sozialistischen Bürgermeisters veränderten die Gemeinderatswahlen jedoch die Situation: Die Verhandlungen mit dem nunmehrigen Bürgermeister aus dem rechtskonservativen Lager gestal teten sich zäh. Öffentliche Diskussionen und die Einbindung von externen ExpertInnen verliehen dem Projekt schließlich neuen Schwung. Das von den „Wühlmäusen“ erarbeitete Konzept wurde mit dem für Jugend zentren im Land Tirol zuständigen Landesjugendreferenten Hermann Girstmair, dem Jugendbeirat und der Stadtgemeinde Kufstein akkordiert. Aber kurz vor der Eröffnung des Jugendzentrums Ende 1976 kündigte die Stadtgemeinde nach langen Querelen die Zusammenarbeit mit dem Wühlmaus-Club auf. Er wurde nach einem einstimmigen Stadtratsbeschluss auch aus dem Jugendbeirat ausgeschlossen. Besonderer Stein des
Vorbereitungen für die Demonstration der ARGE Tiroler Jugendzentren 1977
Anstoßes war das Selbstverwaltungsprinzip, das nach der Eröffnung des Jugendzentrums sukzessive ausgehöhlt und die Leitung des Treffs schließlich an einen Geschäftsführer übertragen wurde. Die Mitglieder des Wühlmaus-Clubs bekundeten ihren Widerstand gegen diese Ent wicklung öffentlich, wie etwa in einem Informationsblatt, in dem es unter anderem hieß: „SPERRT DIE WÜHLMÄUSE IN DIE TIEFSTEN KERKER DER FESTUNG!
... aber auch dort werden sie für die Selbstverwaltung eintreten ERTRÄNKT SIE AN DER TIEFSTEN STELLE DES STIMMERSEES!
... aber auch dort werden sie wieder ein Jugendfest machen“
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Der Stimmersee bei Kufstein stellte für den Wühlmaus-Club in der Folge eine Art Exil dar. Hier hielten seine AktivistInnen Workshops ab und organisierten Veranstaltungen. Denn von Beginn an legte der Club einen Schwerpunkt auf Kulturveranstaltungen, die aber von der Stadtgemeinde kaum gefördert wurden. Er brachte beispielsweise Musiker wie Mickey Baker und Al Cook in die verschlafene Bezirkshauptstadt. Jahrelang verfügte der Verein über keine bzw. sehr bescheidene eigenen Räume, bis er schließlich 1979 mit seinem Kulturladen in der Marktgasse 2 unterkam. Die damalige Stimmung erschließt sich beispielsweise über den Doku mentarfilm „Ländliches und Schändliches“ von Mai / Juni 1975 (Idee / Gestaltung: Klaus Kunstbichler, Kamera: Rudolf Palla / Andreas Frieß). Er zeigt nach moderner Freizeitgestaltung lechzende, in der Festungsstadt herumhängende und in vollen Räumen von den Rock-, Jazz- und Folk konzerten begeisterte Jugendliche. Kämpferische Wühlmäuse werden skeptischen bis ablehnenden Stadtpolitikern und Behördenvertretern gegenübergestellt. Eine in der Retrospektive erstellte Materialsammlung von Benedikt Erhard, der früher im Jugendzentrum z6 gearbeitet hat, ermöglicht das Stöbern in alten Zeitungsartikeln und Schriftstücken. Neben diesen beiden Quellen gibt auch die zwischen 1974 und 1983 erschienene clubeigene Zeitung „WC Jodler“ die rund zehn Jahre währende Geschichte von Aktivitäten und Konflikten wieder. Die jungen Mitglieder hatten mit Vorurteilen, Behinderungen, Unterstellungen und Diffamierungen zu kämpfen. Nach dem Pfingstfestival auf der Festung Kufstein 1975 beispielsweise unterstellten Polizei, Behörden und Lokal politiker Sachbeschädigung, was die Wühlmäuse (unterstützt durch Beweismaterial) von sich wiesen. Zu einer Aussprache im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung, zu der der Wühlmaus-Club einlud, kamen die Vertreter von Lokalpolitik und Kulturbehörde jedoch nicht. Die Gegnerschaft seitens der eingesessenen Autoritäten bezog sich nicht nur auf die gängigen Vorurteile gegenüber Jugendlichen oder die in den 1970er-Jahren für Kontroversen mit Älteren sorgende Rock- und Jazz musik. Es ging auch um veränderte (gesellschafts-)politische Werthaltun gen. Jene, die für Demokratie, Pluralismus, Frieden und Sozialismus
intraten, waren der (klein-)bürgerlichen Gesellschaft verdächtig. So e bezichtigte die Tiroler Tageszeitung die Mitglieder des Wühlmaus-Clubs am 2. Juni 1977, also unmittelbar vor der Paddelbootaktion, etwa der Gewaltverherrlichung, was diese entschieden von sich wiesen. Ein Solida ritätsfest im September desselben Jahres, bei dem sich eine Reihe von KünstlerInnen wie die Schmetterlinge, Sigi Maron, Elfriede Jelinek, Barbara Frischmuth, Peter Turrini, Friederike Mayröcker und H. C. Artmann soli darisch erklärten, musste abgesagt werden, weil es dem Wühlmaus-Club unmöglich war, einen Raum dafür zu mieten. Der Club machte dennoch mit Konzerten, Filmvorführungen, Theaterproduktionen für Jugendliche und Erwachsene, Spielaktionen für Kinder sowie Beratungsangeboten weiter. Er brachte Kultur auch in Wohngebiete und an Arbeitsplätze. Finanzielle Notlagen waren aber an der Tagesordnung. Mitte der 1980erJahre löste sich der Verein auf. platz für frauen knapp gehalten Frauen erlangten infolge der StudentInnenrevolte Ende der 1960erJahre ebenfalls größere öffentliche Präsenz und erkämpften Räume für spezielle Anliegen und Problemlagen. Ein Foto, das in der Publikation „Vielstimmig. Mancherorts. Die Neue Frauenbewegung in Tirol seit 1970“, herausgegeben von Lisa Gensluckner, Christine Regensburger, Verena Schlichtmeier, Helga Treichl und Monika Windisch, abgedruckt ist, zeigt Frauen der Aktion 144 vor dem Goldenen Dachl in Innsbruck. Das Engage ment dieser Frauengruppe markiert den Beginn der „Neuen Frauen bewegung“ in Tirol. Sie wurde vor allem von autonomen Frauen getragen und steht im Zusammenhang mit dem Kampf gegen das Abtreibungs verbot, das als § 144 im österreichischen Strafgesetz verankert war. Frauen drohten im Fall eines Schwangerschaftsabbruchs bis zu fünf Jahre schweren Kerkers. Reformvorschläge der Bundesregierung in den 1960er-Jahren gingen Frauen nicht weit genug. Sie forderten die völlige Straffreiheit bei Abtreibungen sowie eine Fristenlösung. 1971 initiierte die damals noch in der katholischen Frauenbewegung organisierte, später die Grünen im Innsbrucker Gemeinderat vertretende junge Sekretärin Doris Linser eine Unterschriftenaktion zur Streichung des § 144, die binnen weniger Wochen von mehr als 500 Innsbruckerinnen unterzeichnet wurde. Diese Unterschriften sowie die Forderung von straffreier Schwangerschaftsunter brechung bis zum dritten Monat übermittelte die Aktion 144 dem da maligen Justizminister Christian Broda (SPÖ). Das musste in Tirol, in dem Konservativismus und Katholizismus stark verankert waren, zu Konflikten führen. Proteste kamen von der katholischen Kirche, der ÖVP und der Aktion Leben, die sich als Reaktion auf die Bewegung zur Abschaffung des § 144 gegründet hatte. Die Aktion 144 ließ sich jedoch nicht bremsen, zumal sie regen Zulauf hatte. 1974 gründete sich daraus der partei- und konfessionsunabhängige
Verein Arbeitskreis Emanzipation und Partnerschaft (AEP), den es bis heute, nunmehr in der Schöpfstraße 19, gibt. Zu seinen Aufgaben zählten und zählen die Herausgabe einer Zeitschrift, die Organisation von Ver anstaltungen und die Einrichtung einer Familienberatungsstelle. Aus ihm gingen auch weitere Initiativen und Einrichtungen hervor. So initiierte der AEP beispielsweise aus der Erfahrung ungenügender Kinderbetreuungs einrichtungen bereits 1974 die Aktion Tagesmütter, aus der sich der Verein Frauen im Brennpunkt entwickelte, der bis heute Tagesmütterbetreuung koordiniert.
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Unterschriftenaktion gegen den Paragraf 144 vor dem Goldenen Dachl 1971
Die Mitarbeiterinnen des AEP befassten sich von Beginn ihrer Tätig keit an mit Gewalt gegen Frauen. Eine Umfrage bei Tiroler Kranken häusern und ÄrztInnen bestätigte, dass die Problemlage virulent war. Das erste Frauenhaus in Österreich, das 1978 in Wien eröffnete, verdeutlichte den Bedarf an einer Zufluchtsstätte für Frauen und ihre Kinder. Es entsprach den in dieser Zeit in der westlichen Welt entstehenden autonomen Frauenhäusern. Im Jahr darauf gründeten Frauen in Innsbruck die Initiativgruppe zur Errichtung einer Zufluchtsstätte für mißhandelte Frauen und Kinder. Wenngleich die Initiative bald mit dem Wohlwollen der führenden Politiker von Stadt Innsbruck und Land Tirol rechnen konnte, zogen sich die Finanzierungsverhandlungen schließlich doch dahin. Deshalb erwies sich auch die Suche nach einem geeigneten Objekt als schwierig, wie in der Broschüre des Tiroler Frauenhauses anlässlich seines fünfjährigen Bestehens zu lesen ist: „Schwierig gestaltete sich auch die Wohnungssuche, vor allem solange wir keine fixen Subventionszusagen hatten. Schon aus Kosten gründen mußten wir vor dem ursprünglich ins Auge gefassten eigenen Haus absehen und mit einem gemieteten Objekt vorlieb nehmen.“ Außerdem schien das Vorhaben gefährdet, weil die katholisch-kon servativen Frauen querschossen und sich des Projekts und damit der Sub ventionen bemächtigen wollten. Der Konflikt zwischen den autonomen und katholisch-konservativen Frauen hatte sich einmal mehr an der Hal tung zum Schwangerschaftsabbruch sowie dem Bild von Familie entzündet. Das Tiroler Frauenhaus konnte schließlich dennoch aufgrund des Engage ments der autonomen Frauen und der Unterstützung von Frauenstaats sekretärin Johanna Dohnal (SPÖ) mit Subventionen der öffentlichen Hand wie geplant im Sommer 1982 eröffnet werden. Als Reaktion darauf rich teten die Katholisch-Konservativen den Verein Frauen helfen Frauen und eine eigene Wohngemeinschaft für Frauen mit Gewalterfahrung ein. Die Aktivitäten des Tiroler Frauenhauses fußten auf den Prinzipien der Neuen Frauenbewegung: der Parteilichkeit und dem Bewusstsein, dass alles Private politisch sowie die Frau Expertin ihres eigenen Lebens ist. Lebensweisen, Lebensformen und Identität wurden in einen gesellschaftspolitischen Zusammenhang gestellt und eine soziokulturelle Neuorien tierung gefordert. Werte und Normen analysierten die Frauen auf Basis der Kategorie Geschlecht, ein Bewusstseinswandel zielte auf eine ge samtgesellschaftliche Demokratisierung. Das Tiroler Frauenhaus baute in seinen Anfängen stark auf Basisdemokratie und Selbstverwaltung. Die Organisationsstruktur veränderte sich aber im Laufe der Jahre. Von Anfang an war im Tiroler Frauenhaus der Platz für weibliche Gewaltopfer und ihre Kinder zu knapp, Wartelisten waren die Folge. Heute ist das Frauen haus abgewohnt, seine Tage sind gezählt. Nach eineinhalb Jahrzehnten des Bemühens fand schließlich Ende 2017 der Spatenstich für einen Neubau statt. Eine Verdoppelung der Kapazitäten ist geplant.
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hindernisse bei der suche nach raum für drogenabhängige „Im Herbst 1973 wurde die Drogenproblematik für die Jugendlichen und für das z6 immer unerträglicher. Es waren an die 80 Drogenabhängige im Jugendzentrum. Wir warnten die Politiker und baten, dringend etwas zu unternehmen, um einer derartigen Situation wirkungsvoll zu begegnen. Uns war klar: solange es keine sinnvolle Alternative für die Drogenleute gibt, bleiben sie bei uns.“ Das schrieb Jussuf Windischer in „Jugend am Rande“ 1978. Ein steigender Konsum von illegalen Drogen hatte sich um 1970 in den Jugendzentren MK und z6 bemerkbar gemacht. Die Öffentlichkeit reagierte wechselweise mit Alarmismus, Ignoranz und Hilflosigkeit. In den beiden Jugendzentren nahmen die MitarbeiterInnen eine sogenannte „akzeptierende Haltung“ ein und boten im Rahmen des Möglichen Unter stützung an. Da die Situation aber insbesondere im und vor dem z6 eskalierte und die räumlichen, finanziellen und fachlichen Möglichkeiten der Mitarbeitenden überstieg, verfassten diese ein „Drogenpapier“, in dem sie unter anderem prophylaktische sowie therapeutische Wohn gemeinschaften vorschlugen, außerdem suchten sie Formen von Therapie und Resozialisierung. Teestuben waren als Schutzräume vor Drogen händlern und der Polizei angedacht. 1974 setzte das z6 einen Teil seiner Vorschläge um und schuf die Drogeneinrichtung KIT (Kontakt – In formation – Therapie). Die InitiatorInnen konnten rasch namhafte Unter stützerInnen für das KIT gewinnen. Darunter befanden sich zwei Ab teilungsleiter des Landes Tirol – der Leiter der Jugendwohlfahrt Paul Lechleitner und der Leiter der Sozialabteilung Josef Kasseroler –, weiters Caritas-Direktor Sepp Fill, Winfried Hofinger von der Landeslandwirt schaftskammer, die Leiterin der Innsbrucker Sozialakademie Maria Ober hauser sowie der Innsbrucker Rechtsanwalt und spätere ÖVP-Gemeinderat Ivo Greiter. Noch vor der konstituierenden Sitzung des Vereins im November 1974, die in den Räumen der seit August 1971 vom Land Tirol für die Betreuung und Beratung jugendlicher DrogenkonsumentInnen eingerichteten „Sozialberatung für Alkohol- und Drogengefährdete“ in der Inns brucker Anichstraße 40 stattfand, mieteten die ehrenamtlichen Mitar beitenden bereits mit Unterstützung der Caritas und einer Subvention von 100.000 Schilling von der Jugendwohlfahrt ein Haus in der Innsbrucker Weingartnerstraße, an dessen Adaptierung sich drogenabhängige bzw. -gefährdete Jugendliche beteiligten. Ab Mitte Mai 1974 hatte das als Teestube geführte Haus in den Abendstunden geöffnet. In diesem, im westlichen Stadtteil Sieglanger gelegenen Haus entstand auch eine Wohn gemeinschaft, in der die KlientInnen gemeinsam mit den BetreuerInnen wohnten. Hier sollten die Jugendlichen übergangsweise Unterkunft finden, um sie dann allenfalls in einer langzeittherapeutischen Lebensund Arbeitsgemeinschaft aufzunehmen. Enthaltsamkeit, Isolation und
Einbindung in die alltägliche Selbstversorgung gehörten nach einem körperlichen Drogenentzug in einem Krankenhaus zum Therapiekonzept im gesuchten „Bauernhof“. Die Suche nach einem geeigneten Objekt gestaltete sich zunächst nicht schwierig. Unter den Gründungsmitgliedern des KIT befand sich der Jesuit Eugen Wiesnet, der auch am Konzept mitarbeitete. Damit war die Nähe zu den Jesuiten gegeben. Der jesuitischen Besitz Taxerhof in Ampass wurde schließlich Mitte des Jahres 1975 bezogen. Die dreijährige Auf bauphase war von Versuch und Irrtum, von Überforderungen und Konflik ten im Team gekennzeichnet. Dann bereitete ein Brand der Therapie station am Taxerhof ein jähes Ende. Der Vereinsvorstand beschloss noch am Tag des Brandes, für die Therapiestation einen neuen Standort zu suchen. Dass die Vorstandsmitglieder dabei mit einigem Gegenwind aus der Bevölkerung zu rechnen hatten, war ihnen bewusst: „Wann immer wir ein neues Haus bezogen, war die Frage, was die besorgten Bürger dazu sagen, mit zu bedenken“, schrieb Winfried Hofinger in der Broschüre des KIT zum 15-jährigen Bestehen. Die tragende Rolle von namhaften Menschen aus Politik, Beamten schaft und Gesellschaft im Verein war sicherlich von Vorteil. So konnte das KIT die ehemalige landwirtschaftliche Haushaltungsschule in Steinach am Brenner mieten und hatte dabei den Bürgermeister hinter sich, der besorgten BürgerInnen den Wind aus den Segeln nahm. Der Zirler Gemein derat hingegen verhinderte ein paar Jahre später den Ankauf des ab gewohnten Gasthauses Kaiser Max in Hochzirl als weitere Therapiestation trotz abgeschlossenem Vorvertrag. Das Argument des Bürgermeisters, das die Tiroler Tageszeitung am 27. März 1982 abdruckte, klingt vertraut: Er verstehe zwar die grundsätzliche Notwendigkeit derartiger Ein richtungen und bejahe sie, müsse als Bürgermeister aber in erster Linie an seine Gemeinde denken. Grundsätzlich ja, aber nicht bei uns, lautet bis heute die gebräuchliche Argumentation. Der Bedarf an Therapieplätzen machte aber weitere Räumlichkeiten notwendig. Deshalb hatte der KIT-Vorstand den Kaufvertrag für das ehemalige Ausflugsgasthaus Egertboden bereits in der Tasche, bevor er den Schwazer Bürgermeister informierte. „KIT trickste die Gemeindeväter aus“, titelte die Tiroler Tages zeitung am 16. Februar 1982 zu diesem Ankauf. Der Schwazer Bürger meister sprach zunächst von einer „Nacht- und Nebelaktion“, verteidigte aber das Projekt schließlich gegenüber einer Bürgerinitiative, die 250 Unterschriften gegen die Therapiestation Egertboden gesammelt hatte. Ein Jahr später, als Bundespräsident Rudolf Kirchschläger der Einrichtung einen Besuch abstattete, war von Beschwerden keine Rede mehr. Die verschiedenen Standorte des KIT ermöglichten eine mehrstufige Therapie: Abgeschiedenheit in Schwaz für stabiles Abstinenz verhalten, danach erhöhte Arbeitsanforderungen sowie erste Außen kontakte in Steinach und anschließend drogenfreies Leben in betreuten
Wohngemeinschaften. Die Nachbetreuung erfolgte schließlich in der KIT-Beratungsstelle in der Innsbrucker Mentlgasse 12. Im Laufe der Zeit veränderte sich dieser Ablauf dadurch, dass die Wohngemeinschaft nach Steinach übersiedelte und die Beratungsstelle geschlossen wurde. Mit Jahresende 2017 stellte das KIT seinen Betrieb gänzlich ein. Es ist nach mehr als vierzig Jahren Geschichte. Der Vereinsvorstand bemüht sich nunmehr um neue Aufgaben.
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unterkunft für wohnungslose Die Politik der Vertreibung von jenen, die als Problemgruppen wahrgenommen werden, unter ihnen Alkohol- und Drogenabhängige, BettlerInnen, Obdach- und Wohnungslose, von (prominenten) öffentlichen Orten war und ist in Innsbruck immer wieder Thema. Das galt beispielsweise für die Punkszene in den 1990er-Jahren genauso wie für das Sozialamtsklientel am Haydnplatz in den 2000ern, die sogenannte Marokkanerszene im Rapoldipark etwas später genauso wie für Obdach lose, die um 2010 aus dem Bahnhofsbereich sowie der Maria-TheresienStraße weichen mussten. Noch ein wenig später wurden unterkunftslose ArbeitsmigrantInnen und BettlerInnen aus dem europäischen Osten aus der Innsbrucker Innenstadt auf Basis von Schlaf- und Bettelverboten vertrieben. Jüngst beschäftigt die Drogenszene Stadtverantwortliche und AnwohnerInnen in der Mentlgasse. Verbote sind als Reaktion häufig, statt spezifische Angebote für die verschiedenen Gruppen mit unter schiedlichen Bedürfnissen zu schaffen. Genau dieses Anliegen griff unter anderem das Jugendzentrum z6 in den 1970er-Jahren auf. Dort war un gefähr zur selben Zeit neben der Drogenproblematik auch die Wohnungs losigkeit von Jugendlichen besonders augenfällig geworden. Das z6 handelte bedürfnisorientiert, statt restriktiv zu sein und die Jugendlichen wegzuschicken – auch ohne die nötige finanzielle Absicherung. Wie das KIT ging auch der Durchgangsort für Wohnungs- und Arbeitssuchende (DOWAS) aus dem Jugendzentrum z6 hervor. 1972 stieg die Zahl arbeits- und wohnungsloser Jugendlicher derart an, dass sich die MitarbeiterInnen des Jugendzentrums verstärkt ihrer annahmen. Sie begleiteten sie auf Arbeits- und Wohnungssuche, teilweise boten sie ihnen sogar Übernachtungsmöglichkeiten bei sich zu Hause an. Schließlich mietete das z6 ein Zimmer mit drei Betten in der Innsbrucker Schieß standgasse 6, das jedoch ein Jahr später nicht mehr zur Verfügung stand. Der Bedarf nach einer Unterkunft für wohnungslose Jugendliche im z6 war aber noch weiter gestiegen. Nach dem Hinauswurf des Jugend zentrums aus den Räumlichkeiten der Pfarre Wilten-West und der Anmietung des Kellers in der Andreas-Hofer-Straße übernachteten dort immer wieder betroffene Jugendliche ohne vorherige Absprache. Eine eigene Einrichtung mit gezielter Betreuung erschien dringlich. So bezog das z6 die Bewährungshilfe mit ein. Anfang März 1975 eröffneten sie
emeinsam ein Haus in der Völser Straße 19, ohne die finanzielle Ab g sicherung gewährleistet zu haben. Zielgruppe waren junge Männer von 16 bis 25 Jahren. Speziell richtete sich das DOWAS auch an aus Gefäng nissen und Heimen Entlassene oder solche, die zu Hause nicht mehr erwünscht waren. Drogenabhängige, Alkoholkranke oder polizeilich Gesuchte waren aber ausgeschlossen. Beschränkt war die Aufnahme von gleichzeitig acht Jugendlichen und jungen Erwachsenen zunächst auf längstens einen Monat, damit möglichst viele zum Zug kamen. Die finanzielle Situation der Einrichtung war anfangs extrem an gespannt. Ehrenamtliche MitarbeiterInnen und Zivildiener schaukelten den Betrieb. Ein Sozialarbeiter konnte erst 1977 angestellt werden, als die budgetäre Absicherung gewährleistet war. Im Jahr zuvor hatte das DOWAS den Status eines Bewährungshilfeheims erlangt, weshalb das Bundes ministerium für Justiz zunächst die Hälfte des Aufwandes übernahm. 1978 entließ der Verein des z6 das DOWAS in den neu gegründeten Verein zur Förderung des DOWAS. Bis heute arbeitet die Wohnungsloseneinrichtung nach dem Prinzip der Selbstverwaltung, die Organisationsstruktur blieb basisdemokratisch. Von Anfang an war geplant, dass das DOWAS nur ein Angebot für wohnungs- und arbeitslose Jugendliche in Innsbruck darstellen sollte. Vernetzung mit weiteren Einrichtungen wie Bahnhofsmission, SOS-Kinder dorf und Caritas ergab sich unter anderem durch die Zuweisungen von Jugendlichen. Noch heute spielt das DOWAS eine bedeutende Rolle in der Vernetzung von Sozialeinrichtungen in Innsbruck und Tirol, unter anderem im Sozialpolitischen Arbeitskreis (SPAK). Das geforderte Netz von Ange boten für Wohnungslose in diversen Problemlagen entstand zwar nicht im gewünschten Ausmaß, aber mittlerweile stellt die Wohnungslosen einrichtung selbst eine Reihe von Angeboten. Dazu gehören eine Sozial beratungsstelle, eine Wohngemeinschaft für männliche Jugendliche, betreutes Wohnen, Familiennotwohnungen und das Chill Out für Jugend liche. Das Übergangshaus des DOWAS in der Völser Straße, das längst umgebaut und erweitert wurde, nimmt heute vor allem männliche Erwachsene auf. Ein DOWAS für Frauen, das als eigenständiger Verein aus der Frauenvernetzung entstand und 1982 in Betrieb ging, besteht ebenfalls noch. wirkungen Die Zeitreise könnte noch weitergehen, weitere Einrichtungen sind in den 1970er-Jahren entstanden und haben die Jugend- und Sozialszene in Innsbruck bzw. Tirol geprägt. Dazu zählen etwa die Ende 1976 / Anfang 1977 in Innsbruck gebildete, bereits erwähnte Initiativgruppe von Behin derten und Nichtbehinderten, aus der später der Verein MOHI (Mobiler Hilfsdienst) hervorging. Bemerkenswert sind auch die Arbeitsprojekte für arbeitslose Jugendliche, von denen als frühes Beispiel der 1979 wiederum
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aus dem Jugendzentrum z6 hervorgegangene z6-Laden zu nennen ist. Zahlreiche Arbeitsprojekte aus verschiedenen Umfeldern folgten in den 1980er-Jahren. Das z6 stellte einen wesentlichen Kristallisationspunkt für die Ent wicklung von Sozialprojekten vor allem in Innsbruck dar. Im Frauenbereich erwies sich wiederum der AEP als zentral. Mitunter gründeten Einrich tungen aus dem Bedarf heraus ein weiteres Projekt, das später unabhängig weitergeführt wurde, wie etwa das Beschäftigungsprojekt Ho&Ruck, das Gebrauchtmöbel und Entrümpelungen anbietet. Es entstand 1984 aus dem DOWAS und wurde nach wenigen Jahren als eigenständiger Verein geführt. Eine Reihe von Einrichtungen sind Gründungen durch Einzelne und Gruppen. So entwickelten sich schon in den 1970er-Jahren zahlreiche Jugendzentren in größeren und kleineren Orten Tirols. Nicht alle Sozialund Jugendinitiativen gingen von den Betroffenen selbst oder der Sozialszene aus: Die erwähnte Alkohol- und Drogenberatungsstelle oder die Behindertenberatung etablierte das Land Tirol, die Bewährungshilfe beteiligte sich an der Gründung des DOWAS, die katholische Kirche war ebenfalls initiativ und auch aus der Lehranstalt für gehobene Sozial berufe der Caritas Innsbruck, die ab 1976 eine Sozialakademie wurde, kamen Impulse. Eine Reihe der in den 1970er-Jahren entstandenen Einrichtungen besteht bis heute. Sie haben sich etabliert, vielfach konnten sie ihre Angebote sowie ihre Räumlichkeiten erweitern. Andere Initiativen wurden verhindert oder scheiterten früher oder später an der finanziellen Ab sicherung, der Gegenwehr von Einzelnen oder Gruppen aus Politik und Gesellschaft, manche aber auch an ungenügenden Konzepten oder dem Wandel der Bedürfnisse von Zielgruppen. Dessen ungeachtet gilt, dass die in den 1970er-Jahren entstandenen Initiativen die Basis jener Soziallandschaft bilden, die wir heute noch vorfinden. 1
Dieser Beitrag entstand auf Grundlage einer 2018 abgeschlossenen Untersuchung im Auftrag der Stadt Innsbruck unter dem Titel „Gründerzeiten. Soziale Angebote für Jugendliche in Innsbruck 1970 – 1990“. Eine Publikation ist in Vorbereitung. Dort finden sich auch die näheren Quellenangaben.
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widerstand und wandel. über die 1970er-jahre in tirol erschienene Publikation kann auf unserer Web-Site unter www.aut.cc bestellt werden. Sonderpreis: 19,70 Euro zuzüglich Versandspesen (6,- Österreich, 12,- Europa) Danke für Ihre Unterstützung!
bildnachweis Archiv AEP S. 40 | Wilhelm Albrecht S. 353, S. 354, S. 356 – 357, S. 359 – 362 | aus: ar chitektur aktuell 37 / 1973 S. 224 | aus: Architektur und Fremdenverkehr, 1974 S. 276 | Architekturzentrum Wien, Sammlung S. 87, S. 91, S. 177 (Foto Margherita Spiluttini), S. 178, S. 197, S. 199 (Foto Christof Lackner), S. 213 – 215, S. 323 | Atelier Classic S. 330 | Archiv aut S. 125 – 126, S. 130, S. 148, S. 216, S. 218 | aus: bauforum S. 138 (81 / 1980), S. 312 (23 / 1971), S. 324 (14 / 1969) | aus: Baugeschehen in Tirol 1964 – 1976, 1977 S. 187, S. 210, S. 225, S. 274 – 275, S. 331 | aus: BMZ – Offizielles Organ der Baumusterzentrale S. 279 (3 / 1968), S. 314 (1 / 1967), S. 318 (1 / 1968) | BrennerArchiv Innsbruck – Vorlass Mitterer S. 118 | aus: Broschüre für die „Luxus Terrassen hausanlage Höhenstraße“ der BOE, o. J. S. 168 | Canadian Centre for Architecture (Gift of May Cutler) S. 171 | Archiv COR S. 316 – 317 | aus: das Fenster S. 146 (5 / 1969), S. 150 (11 / 1972) | Digatone S. 63 – 64, S. 67 | Sammlung Albrecht Dornauer S. 55, S. 288 | Andreas Egger S. 200 – 201 | Thomas Eisl S. 93 | aus: Endbericht – XII. Olympi sche Winterspiele Innsbruck 1976, 1976 S. 288 | aus: Festschrift zur offiziellen Über gabe und kirchlichen Weihe, Sprengelhauptschule St. Johann in Tirol, 1980 S. 225 | FI Archiv für Baukunst der Universität Innsbruck S. 119, S. 197 – 198, S. 229 – 231, S. 233, S. 238, S. 241, S. 244 – 245, S. 248 – 249, S. 282 | FRAC Orleans S. 157 – 158 | frischauf-bild S. 160 – 161, S. 164 – 165, S. 169, S. 277 | Archiv Galerie Krinzinger S. 104 – 105, S. 108 | Siegbert Haas S. 179 | Karl Heinz S. 206, S. 207 | aus: Norbert Heltschl. Bauten und Projekte, 2002 S. 197 | Nachlass Ernst Hiesmayr S. 132 | Sepp Hofer S. 69 | aus: Horizont. Kulturpolitische Blätter der Tiroler Tageszeitung S. 140 (18 / 1974), S. 143 (4 / 1972), S. 145 (9 / 1973), S. 149 (10 / 1973), S. 152 (29 / 1976), S. 154 (13 / 1974) | Hertha Hurnaus S. 162 | Sammlung Waltraud Indrist S. 284, S. 290 | Sammlung Peter Jordan S. 259 – 260, S. 269 – 270, S. 364 | aus: Kasiwai. Ein Bildband des Kennedy-Hauses in Innsbruck, 1970 S. 31 | Franz Kiener S. 220 – 222 | Wolfgang Kritzinger S. 263 | Christof Lackner S. 226 | Bernhard Leitner S. 76 – 80 | Christian Mariacher S. 14 – 22 | Albert Mayr S. 82, S. 84 – 85 | Wolfgang Mitterer S. 97 | Thomas Moser S. 268, S. 271 | Helmut Ohnmacht S. 345, S. 370 | Stefan Oláh S. 208 | Archiv ORF Landesstudio Tirol S. 343 | Ortner & Ortner S. 129 | Archiv Max Peintner S. 281 | Charly Pfeifle S. 304 – 309 | Wolfgang Pöschl S. 262 | Peter P. Pontiller S. 191, S. 193 – 194 | aus: Pooletin, 3 / 4, 1977 S. 107 | aus: Pressemappe des Bauzentrums Innsbruck, 1971 S. 322 | aus: Prospekt „i-bau 1973“ S. 334 | Carl Pruscha S. 148 | Nachlass Egon Rainer S. 328 – 329 | Kurt Rumplmayr S. 261 – 262 | Sammlung Wolfgang Salcher S. 219, S. 226 | Elisabeth Schimana S. 89 | Hanno Schlögl S. 184, S. 186 | Sammlung Hubertus Schuhmacher S. 57 | aus: Schulbau in Österreich, 1996 S. 224 | Sammlung Meinrad Schumacher S. 30 | Sammlung Elisabeth Senn S. 255 – 257 | aus: Sozialer Wohnbau in Tirol. Historischer Überblick und Gegenwart, 1987 S. 136, S. 196 | Stadt archiv Innsbruck S. 24, S. 68, S. 71, S. 285, S. 325 | aus: Stadtentwicklung Innsbruck. Tendenzen und Perspektiven, 1978 S. 127 | Subkulturarchiv Innsbruck S. 33, S. 34, S. 37, S. 47 – 49, S. 58 – 62, S. 66, S. 70 | Archiv Taxispalais Kunsthalle Tirol S. 100, S. 102 | tirol kliniken S. 283 | Tiroler Landesmuseen / Zeughaus S. 330 | Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum S. 109, S. 112, S. 300 (Grafische Sammlung, Inv. Nr. 20Jh / C / 59), S. 302 (Grafische Sammlung, Inv. Nr. 20Jh / P / 118) | aus: Tiroler Nachrichten, 159 / 1968 S. 320 | aus: Tiroler Tageszeitung, 108 / 1973 S. 336 | aus: Tirols Gewerbliche Wirtschaft, 20 / 1970 S. 327 | aus: TRANSPARENT. Manuskripte für Architektur, Theorie, Kritik, Polemik, Umraum, 8 / 9, 1970 S. 294, S. 299 | Trash Rock Archives S. 52 | Archiv TU Graz, Sammlung Dreibholz S. 190 | Dieter Tuscher S. 131 | UniCredit Bank Austria AG, Historisches Wertpapierarchiv S. 246 | Universitätsarchiv Innsbruck S. 234 | Universi tätsarchiv Innsbruck – Nachlass A. Pittracher S. 251 | aus: Der Volksbote, 19 / 1973 S. 332 | Günter Richard Wett S. 339 – 340, S. 341, S. 344, S. 346 – 351, S. 366 – 369, S. 371 – 491 | Wien Museum, Karl Schwanzer Archiv (Foto Sigrid Neubert) S. 128 | aus: Wohnanlage Mariahilfpark Innsbruck (WE), 1970 S. 166, S. 167 | aus: Wohnen Morgen Burgenland, 1971 S. 180 – 185, S. 188 | Nachlass Arthur Zelger S. 286 | Siegfried Zenz S. 121, S. 122 Trotz intensiver Bemühungen konnten nicht alle Inhaber von Textrechten ausfindig gemacht werden. Für entsprechende Hinweise sind die Herausgeber dankbar. Sollten Urheberrechte verletzt worden sein, werden diese nach Anmeldung berechtigter Ansprüche abgegolten.