Mittwoch, 7. Oktober 2026
SONDERSEITEN: HEIZEN
Heizen mit Köpfchen
Nicht überall muss es gleich warm sein: Die Raumtemperatur lässt sich je nach Nutzung individuell einstellen.
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Wer richtig heizt, kann Energie sparen, ohne auf Behaglichkeit zu verzichten
Wohlige Wärme und weniger Energieverbrauch müssen kein Widerspruch sein. Schon kleine Anpassungen bei der Raumtemperatur und einfache Gewohnheiten helfen, effizienter zu heizen. Und auch bei der Heiztechnik gibt es viele Möglichkeiten für ein angenehm warmes Zuhause.
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m Wohnzimmer angenehm warm, im Schlafzimmer lieber etwas kühler: Die ideale Raumtemperatur ist nicht überall dieselbe. Entscheidend ist, wie ein Zimmer genutzt wird. Als Richt-
werte gelten etwa 20 Grad im Wohnzimmer, 16 bis 18 Grad im Schlafzimmer und 21 bis 23 Grad im Bad. In der Küche reichen meist 18 bis 20 Grad. Schon kleine Anpassungen können sich beim Energieverbrauch bemerkbar machen. Nach Angaben der Verbraucherzentrale Südtirol lassen sich mit jedem Grad weniger Raumtemperatur bis zu sechs Prozent Heizenergie einsparen. Zu stark auskühlen sollten Räume allerdings nicht: An kalten Oberflächen kann sich Feuchtigkeit niederschlagen und damit das Risiko für Schimmel erhöhen.
Gluckert der Heizkörper oder wird er nicht gleichmäßig warm, kann Luft im Heizkreislauf stecken. Dann hilft es, ihn zu entlüften.
Das Thermostat richtig nutzen Wer einen kalten Raum möglichst schnell aufwärmen möchte, dreht das Thermostat gerne bis zum Anschlag. Schneller auf die gewünschte Temperatur kommt der Raum dadurch allerdings nicht. Die Einstellung bestimmt, welche Raumtemperatur erreicht werden soll, nicht wie schnell das geschieht. Sinnvoller ist es, die Heizung möglichst gleichmäßig und dem tatsächlichen Bedarf entsprechend zu regeln. Dabei können auch programmierbare oder smarte Thermostate helfen: Mit ihnen lassen sich Heizzeiten festlegen und die Temperaturen beispielsweise nachts oder bei längerer Abwesenheit automatisch absenken. So wird nur dann stärker geheizt, wenn die Wärme tatsächlich gebraucht wird. Sind benachbarte Zimmer unterschiedlich warm, sollten die Türen dazwischen geschlossen bleiben. So bleibt
die gewünschte Temperatur in den einzelnen Räumen besser erhalten.
Kurz lüften, Wärme behalten Auch im Winter sollte regelmäßig gelüftet werden. Statt die Fenster lange gekippt zu lassen, ist kurzes und kräftiges Stoßlüften sinnvoll. In der kalten Jahreszeit reichen dafür meist wenige Minuten. So wird die verbrauchte, feuchte Luft rasch ausgetauscht, ohne dass die Räume unnötig auskühlen. Auch rund um die Heizung gibt es einfache Stellschrauben: Heizkörper sollten nicht von Möbeln oder schweren Vorhängen verdeckt werden, damit sich die Wärme ungehindert im Raum verteilen kann. Vor Beginn der Heizsaison lohnt sich zudem ein kurzer Anlagencheck. Dabei lässt sich etwa prüfen, ob die Thermostatventile richtig funktionieren und der Wasserdruck stimmt.
Viele Wege zur Wärme Neben dem richtigen Heizen
Mittwoch, 7. Oktober 2026
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spielt auch die Wahl des Heizsystems eine wichtige Rolle. Wer eine Anlage erneuert oder neu plant, hat verschiedene Möglichkeiten. Wärmepumpen nutzen Umweltwärme aus Luft, Erdreich oder Wasser für Heizung und Warmwasser. Besonders effizient arbeiten sie mit niedrigen Vorlauftemperaturen, etwa in Verbindung mit einer Fußboden- oder Wandheizung. Auch in sanierten Bestandsgebäuden können sie eine Option sein. Auch Solarenergie lässt sich in das Heizkonzept einbinden. Photovoltaik wandelt Sonnenlicht in Strom um, der beispielsweise zum Betrieb einer Wärmepumpe genutzt werden kann. Solarthermie hingegen nutzt die Sonnenenergie zur Wärmeerzeugung und kann die Warmwasserbereitung und Heizung unterstützen. Eine weitere Möglichkeit sind Holzheizungen. Als Brennstoffe kommen Scheitholz, Hackschnitzel oder Pellets zum Einsatz. Je nach Variante unterscheiden sich Technik und Bedienung. Pel-
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Platz, den Investitions- und laufenden Kosten, dem gewünschten Bedienkomfort und nicht zuletzt vom Gebäude selbst.
Das Haus entscheidet mit
Fußbodenheizungen geben die Wärme großflächig ab und sorgen so für eine gleichmäßige Wärmeverteilung im Raum. letheizungen arbeiten weitgehend automatisch und werden über ein Fördersystem mit Brennstoff versorgt. Hackschnitzelheizungen kommen häufig bei einem größeren
Wärmebedarf zum Einsatz, während Scheitholz in der Regel von Hand nachgelegt wird. Welche Lösung infrage kommt, hängt von mehreren Faktoren ab: vom verfügbaren
Wie effizient geheizt wird, hängt nicht allein von der Heizungsanlage ab. Auch Dämmung, Fenster, Wärmeverteilung und der energetische Zustand des Gebäudes spielen eine wichtige Rolle. Bei einem gut gedämmten Neubau sind die Voraussetzungen andere als bei der Sanierung eines älteren Hauses. Deshalb sollte bei der Wahl einer neuen Heizung immer das gesamte Gebäude betrachtet werden. Eine moderne Heizung allein garantiert noch keinen niedrigen Energieverbrauch. Entscheidend ist, dass die einzelnen Komponenten gut aufeinander abgestimmt sind und die Anlage passend dimensioniert wird. Eine fachgerechte Einstellung und regelmäßige Wartung tragen dazu bei, dass das Heizsystem zuverlässig und sparsam arbeitet. © Alle Rechte vorbehalten
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