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Radius Unser Land - Unsere Energie 2012

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Grüne Region Südtirol

Grün & umweltfreundlich

Wasser, Wind, Sonne, Biomasse

Wasserkraft in Südtirol

Unser Land – Unsere Energie

Spitzentechnologie.

PROGRESS Thermowand

Beste Dämmwerte für Ihr KlimaHaus

Effiziente und nachhaltige Lösungen mit Betonfertigteilen

Das Bauen mit gedämmten Betonfertigteilen steht für eine innovative und zukunftweisende Bauweise. Die Massivität des Baustoffes Beton, kombiniert mit Fertigteilen mit innenliegender Wärmedämmung ergibt optimale Dämmeigenschaften für ein Wohlfühlklima im „KlimaHaus Standard“. Betonfertigteile ermöglichen eine ungeahnte Symbiose aus Individualität, anspruchsvoller Architektur sowie energieeffizienter und nachhaltiger Bauweise.

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Herausgeber: Athesiadruck GmbH, Bozen, Eintrag LG Bozen Nr. 26/01, am 27.11.2001

Projektleiter: Franz Wimmer

Schriftleiter: Armin Mair

Koordination: Marita Wimmer

Produktion/Redaktion: Magdalena Pöder

Redaktion: Armin Mair, Peter Treibenreif, Claudia Schwarze, Marita Wimmer, Alexa Bellutti, Norman Libardoni, Sieglinde Enderle, Nicole D. Steiner, Franz Wimmer

Werbung/Verkauf: Judith Müller, Lorenz Mederle, Marita Wimmer

Verwaltung: Kapuzinergasse 5 39100 Bozen | Tel. 0471 977 824 info@mediaradius.it | www.mediaradius.it

Fotos: Dolomiten-Archiv, shutterstock, www.hartlhaus.it, Weishaupt, arch.tv, Landespresseamt, verschiedene

Privat-, Firmen- und Online-Archive sowie Verkaufsunterlagen.

Konzept und Abwicklung: King Laurin GmbH, Eppan

Grafik/Layout: Georg Hochkofler

Lektorat: Magdalena Pöder, Ulrike Schwarz

Produktion: Athesiadruck Bozen www.athesia.it

Vertrieb: Als „Dolomiten“ - Beilage und im Postversand

Druckauflage: 25.000 Stück

Preis: Einzelpreis 2 Euro, A+D: 2,50 Euro

Die Redaktion übernimmt keinerlei Haftung für die Inhalte der Werbeseiten, PR-Seiten und der angeführten Webseiten.

Aktuell

06 Die 3. Industrielle Revolution 08 Wasserstoff wird Realität

40 Umweltverträglich heizen mit fossilen Energieträgern

42 Klimaenergy – Klimamobility

43 Grüne Region – Klimaland Südtirol

72 Solar Decathlon 2012

76 Projekt Tunap

86 Hungrige Handys „zähmen“

Rubriken

80 Gesundheit: „Strahlende“ Haushaltsgeräte 81 Portrait: Flavio Ruffini 83 Bunte Meldungen

Eine frische Brise

Er weiß, was er will und wohin er will. Er nimmt sich die Freiheit, alles und jeden in Frage zu stellen. Auch sich selbst. Umwelt und Landschaften sind die große Leidenschaft von Flavio Ruffini. Der Präsident von Klimahaus ist seit kurzem Leiter der größten Abteilung des Landes, der Umweltagentur.

Service

14 Etschwerke AG, Bozen

19 Hypo Voralberg Leasing, Bozen

20 SEL AG, Bozen

26 Südtiroler Energieverband, Bozen

32 Elpo GmbH, Bruneck

34 Eisackwerk GmbH, Bozen

38 Wolf Haus, Freienfeld

45 SolarTotal Srl, Bozen

46 Brennercom, Bozen

48 Kollegium der Bauunternehmer, Bozen

50 Laimer, Bozen

52 Ralos Northern Italy GmbH, Meran

54 Welponer GmbH, Bozen

56 Energy.dis GmbH, Brixen

58 Niederstätter AG, Bozen

59 Tiroler Versicherung, Bozen

Südtiroler Know-how beim SDE 2012 Solar Decathlon, der solare Zehnkampf, ist ein architektonisch energietechnischer Wettbewerb, an dem sich Universitäten aus aller Welt beteiligen. Erfunden vom US- Ministerium für Energie verfolgt er das Ziel bis 2015 ein energieautarkes Haus zu entwerfen.

60 TCMobility Srl, Bozen

61 Business Location

Südtirol, Bozen

62 MST Energy Srl, Bozen

63 Handwerk Plus Netzwerk, Bozen

64 Hartl Haus Italien GmbH, Meran

65 Electrocycles Srl, Bozen

66 Tecnokraft KG, Leifers

67 Energytech GmbH, Bozen

68 Heliotherm GmbH, Bozen

68 Brennerautobahn AG, Trient

69 LEEB Balkone – Zäune, Brixen

70 Gärten von Schloss

Trauttmansdorff, Meran

75 Naturalia Bau GmbH, Sinich

82 Ifa Energy Service GmbH, Neumarkt

Markanter Bau für ein starkes Unternehmen

Seit 1997 ist das Unternehmen TUNAP auf dem italienischen Markt sehr erfolgreich tätig. Der Umweltschutz und die Kraftstoffeinsparung stehen an erster Stelle bei den HighTech-Produkten für die Automobilindustrie.

Vor 27 Jahren starteten die Toblacher Gespräche zum Thema Energiesparen und Solarenergie. Als Ideenträger fungierte Hans Glauber, anfangs noch belächelt, fand er schon bald über die Grenzen hinaus Anerkennung. Heute spricht Jeremy Rifkin von einer 3. Industriellen Revolution und weist zwei Jahrzehnte nach Hans Glauber darauf hin, dass es höchste Zeit wäre, weltweit – ähnlich dem Internet, ein intelligentes, vernetztes Energiemanagement der erneuerbaren Energien zu installieren. In Südtirol stehen wir dank der Wasserkraft gut da. Dazu tragen noch Solarenergie, Geothermie, Biomasse, Fernheizwerke usw. zur guten Öko-Bilanz bei. Und auch Jeremy Rifkins Ideen wurden schon umgesetzt, wie das Elpo-Projekt oder das Wolf-Haus (siehe Berichte Seite 32 und 38) beweisen. Damit Südtirol energiepolitisch weiter am Ball bleibt, darf die Forschung nicht zu kurz kommen. Institutionen wie EURAC, Universität, Klimahaus, Technologiepark, oder das neue Wasserstoffzentrum von IIT in Bozen Süd sichern technischen Vorsprung und Arbeitsplätze. Franz Wimmer

Franz Wimmer

Die 3. Industrielle Revolution

Jeremy Rifkin präsentierte sich als realistischer Visionär mit einer eindringlichen Botschaft: Wir brauchen eine Vision … Wir sind jetzt an einem Wendepunkt in der Geschichte der Menschheit angekommen – es wird Zeit zu handeln, und das mit vereinten Kräften.

Unsere Welt steht vor immensen Herausforderungen: In einer eindringlichen Keynote beschrieb Jeremy Rifkin den Teilnehmern des 5. Dresdner Zukunftsforums seine Vision zur Lösung der weltweiten Energiekrise und identifizierte insbesondere das Internet als jenes Medium, das eine dritte industrielle Revolution einleiten könnte. Laut Jeremy Rifkin haben wir die Höchstfördermenge an fossilen Brennstoffen bereits erreicht und durch steigende Energiepreise stößt das weltweite Wirtschaftswachstum längst an seine Grenzen. Auf eine Periode kurzfristigen Wachstums folgt mittlerweile stets eine Phase längerfristiger Rezession – und der Rhythmus, mit dem diese Zyklen auftreten, wird immer kürzer. Deshalb stellt Jeremy Rifkin die alles entscheidende Frage: Wie können wir aus diesem Teufelskreis ausbrechen? Wie können wir unsere Ressourcen intelligent nutzen, ohne unmittelbar das Ende der Spezies Mensch und der Biodiversität auf der Erde einzuleiten?

„Wir brauchen eine dritte industrielle Revolution“ Energiequellen sind überall lokal verfügbar – je nach Standort können dies Wind- oder Wasserkraft, Solarenergie oder Geothermie sein. Diese erneuerbaren Energien müssen genutzt werden, insbesondere in Gebäuden, deren Ineffizienz hauptsächlich für den hohen CO2-Ausstoß verantwortlich ist. Eine nachhaltige Sanierung der Bausubstanz ist deshalb unausweichlich, genauso wie eine effiziente Speicherung der Energie, beispielsweise mittels Wasserstoff. Und jeder kann zum Wandel beitragen, so Rifkin: Kleinstproduzenten können lokale Energiequellen zum Eigenbedarf nutzen und überschüssige Energie bei Nachfrage ins Stromnetz einspeisen. So wird jeder zum Produzenten. Große Energieunternehmen von heute müssen sich in eine neue Rolle einfinden, die ITUnternehmen schon in den 1990er Jahren gefunden haben: weg von der Produktion und hin zu Management und Networking. So lautet das Schlagwort von Rifkins Vision: distributive energy anstatt zentralisierter Energieversorger.

Internet als Wegbereiter

Das Internet macht es vor: top-down-Prozesse haben dort keinen Platz. Die Energieversorgung müsse ebenso horizontal organisiert werden wie das Internet. Ebenso ist das

Internet wesentlicher Bestandteil von Rifkins Lösungsstrategie: Damit lässt sich leichter denn je feststellen, wo Energie benötigt wird und wer diese bereitstellen kann. Damit könnte sich die künftige Energieversorgung über alle Grenzen hinwegsetzen, so wie es das Internet bereits heute tut. Die Generation von heute denke bereits in den horizontalen Strukturen des Internets. Laut Rifkin wird dieser Gesinnungswandel auch der dritten industriellen Revolution zuträglich sein.

Wo und wie fangen wir jetzt am besten an?

Rifkin zufolge befinden sich die Industrienationen nicht in der besten Ausgangssituation, um die dritte industrielle Revolution einzuleiten. Über Jahrhunderte gewachsene Strukturen der Energieversorgung mit zentraler Ausrichtung

erschweren Neuerungen und Innovationen. Leichter wird dies Entwicklungsländern und aufstrebenden Wirtschaftsnationen fallen – darauf sollte Europa ein Auge haben. Dennoch ist sich Jeremy Rifkin, Berater nationaler Regierungen und der EU, sicher, dass sich Europa und vor allem Deutschland in einer guten Lage befinden, um die Herausforderungen zu meistern: Der Bewusstseinswandel für die Notwendigkeit einer dritten industriellen Revolution ist in den Köpfen der Politiker angekommen. Dies ist wichtig: Die Politik müsse Anreize schaffen – man könne die treibende Kraft nicht allein bei den Märkten suchen. Investitionen müssten jetzt stattfinden, der Wirtschafts- und Finanzkrise zum Trotz. Denn: „There is always money“, so Rifkin, insbesondere, wenn man den Mut für eine Vision hat und den Willen, neue Wege zu beschreiten.

Ideenfabrik für das 21. Jahrhundert

US-Ökonom Rifkin spricht den Europäern Mut zu. „Es ist absolut unkorrekt, Europa als Museum anzusehen“, regte sich der US-Ökonom und „Stargast“ Jeremy Rifkin Montagnachmittag beim Forum in Alpbach furchtbar auf. Europa, das sei in Wahrheit „die Ideenfabrik für die Welt im 21. Jahrhundert“. Wenn es darum gehe, nach Visionen zu suchen, wie die Menschen zu hoher Lebensqualität, sozialer Sicherheit, nachhaltiger Umwelt, Frieden und Rechtsstaat finden können, müsse man sich am alten Kontinent orientieren, so der Bestsellerautor. Nicht an den USA, die die größten Unterschiede aller Zeiten zwischen Arm und Reich aufwiesen; schon gar nicht an China. Zu diesem Zeitpunkt hatte eine von Standard-Chefredakteurin Alexandra Föderl-Schmid moderierte Debatte zum Tagungsthema „Perspektiven“ für die junge Generation mit dem polnischen Ökonomen Leszek Balcerowicz schon richtig Farbe und Emotion bekommen. Der ehemalige Finanzminister aus Warschau hatte die Theorien Rifkins über die unbedingte Notwendigkeit des Ankämpfens gegen die Klima-Erwärmung, sein Modell der „dritten industriellen Revolution“ nach einer Energiewende etwas ironisiert; ihn als ideologisierten „Träumer“ angezweifelt. Das wollte der Amerikaner so nicht auf sich sitzen lassen.

Rifkin glaubt, dass das „Endspiel“ um fossile Brennstoffe begonnen habe, was den Europäern große Möglichkeiten eröffne. Balcerowicz teilt seinen Optimismus in Bezug auf Demokratie: Ohne Hinwendung zum Wohl des Individuums drohten China, Russland auf lange Sicht Rückschläge. Quelle: Der Standard

Jeremy Rifkin

Wasserstoff wird Realität

Schon seit einiger Zeit nimmt Südtirol nicht nur in Italien eine Vorreiterrolle hinsichtlich sauberer Energie, Klimahaus und Umwelttechnik ein, auch im Bereich der nachhaltigen und emissionsfreien Mobilität ist Südtirol an vorderster Front in Europa. Energie, Umwelttechnik und nachhaltige Mobilität – man blickt nach Südtirol. Ein Beitrag von Walter Huber.

Über die Teilnahme an verschiedenen europäischen Projekten für Wasserstoff-Busse und Fahrzeuge, über den Aufbau der ersten Wasserstoffinfrastruktur in Bozen und über verschiedene Initiativen im Bereich der Batteriefahrzeuge wird die Elektromobilität auch in Südtirol Schritt für Schritt Einzug halten. So wird Südtirol hinsichtlich der emissionsfreien Elektromobilität mit Wasserstoff in Europa bereits in einem Zuge mit großen Innovationszentren wie Hamburg, Berlin, London, Paris, Oslo, Mailand, Bern u.a. genannt. Bis nach Skandinavien ist die Kunde gedrungen, dass in Südtirol eines der innovativsten Wasserstoff-Zentren entstehen wird – die Pilot- und Demonstrationsanlage in Bozen Süd. Und so hat die European Hydrogen Road Tour 2012 beschlossen, eigens eine Südtirol-Etappe auf ihrer Europa-Durchquerung einzulegen, um sich dieses Projekt direkt vor Ort anzuschauen.

Die H2-Road-Tour

Die European Hydrogen Road Tour 2012 ist eine von der Europäischen Kommission finanzierte Initiative der Scandinavian Hydrogen Highway Partnership: Im September

2012 fährt diese Road-Tour mit ihren Wasserstoff-Fahrzeugen quer durch Europa, um der Bevölkerung diese Technologie näher zu bringen. Von Schweden über Hamburg, Hannover, Düsseldorf, Frankfurt, Stuttgart und München kommt der Tross für drei Tage nach Bozen, bevor es weitergeht nach Paris, Brüssel, Cardiff, London und Kopenhagen. Vier große Automobilhersteller werden mit je zwei Wasserstoff-Fahrzeugen daran teilnehmen: Daimler-Mercedes, Honda, Hyundai und Toyota. Die Autos können jeweils von den Interessierten gefahren werden, um diese Technologie selbst zu erproben, Information zu den Fahrzeugen direkt von den Herstellern und ein Gefühl für diese Art des Antriebes zu bekommen. In Bozen gibt es die Möglichkeit für die Testfahrten am Donnerstag und Freitag, 20. – 21. September, im Rahmen der Klimamobility in der Messe Bozen.

Das Wasserstoff-Zentrum Bozen Süd

Die Wasserstoff-Anlage, auf welche die European Hydrogen Road Tour so neugierig ist, wird soeben in Bozen Süd an der Autobahnausfahrt errichtet. Dieses Projekt wird vom Europäischen Fonds für Regionalentwicklung (EFRE) mitfinanziert und vom Institut für Innovative Technologien (IIT) gemeinsam mit der Brennerautobahn A22 realisiert. Diese einzigartige Produktionsstätte wird nicht nur Wasserstoff mit Strom aus Wasserkraft erzeugen, komprimieren

Walter Huber

und speichern, sie wird als Schulungsanlage auch Weiterbildung und Forschungsmöglichkeiten in der Wasserstofftechnologie anbieten. Die Gebäude sind im Bau, die technische Einrichtung wird danach eingebaut. Der Betrieb soll laut Zeitplan im Herbst 2013 beginnen. Mit dem Wasserstoff werden zu Beginn fünf Autobusse betankt, die derzeit in Bestellung sind. Zehn bis 15 Personenautos sollen ebenfalls ab diesem Zeitpunkt in einer Art Mietsystem zur Verfügung stehen. So wird Elektromobilität über Brennstoffzellenfahrzeuge auch in Südtirol Einzug halten.

Elektromobilität – die Antwort auf „Peak Oil“?

Das Erdöl-Fördermaximum, „Peak Oil“ genannt, liegt bereits hinter uns, der Bedarf ist weiterhin im Ansteigen. Preiswertes Erdöl gehört somit, den Gesetzen des Marktes folgend, der Geschichte an – wir können dies Tag für Tag an den Zapfsäulen mit ungläubigem Staunen verfolgen.

Alternative Treibstoffe und neue Technologien werden ausprobiert, oft in den Medien hochgelobt und trotzdem geht in unseren Augen der Umstieg nur langsam vor sich. So auch mit der Elektromobilität, also mit Batteriefahrzeugen und Brennstoffzellenfahrzeugen.

Der große Paradigmenwechsel vom Verbrennungsmotor zum Elektromotor, von Erdöl als monopolistischem Treibstoff hin zu lokal und unabhängig erzeugbaren Treibstoffen wie Strom und Wasserstoff, wirft für die großen internationalen Konzerne der Ölindustrie und auch für die gesamte PKW-Industrie große Fragezeichen auf. Die Ölkonzerne und die erdölexportierenden Länder sehen sich in Zukunft ihrer sicheren Einnahmen und ihrer marktbeherrschenden Stellung beraubt, die Autoindustrie muss sich vom gut entwickelten Verbrennungsmotor – ihrer „cash cow“ verabschieden und viel Geld in Neuentwicklungen stecken. Somit wird diese Entwicklung von den Erdölkonzernen kaum, und von

Bernhard Groß Unterreinswald 20

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Das Prinzip einer Wärmepumpe:

v.l.: Grundsteinlegung 2009: Massimo Occello, Michl Laimer, Thomas Widmann, Walter Huber, Luigi Spagnoli, Luis Durnwalder, Paolo Duiella und Carlo Costa.

der Automobilindustrie mit Bedacht mitgetragen. Auch für die Zulieferindustrie stellt dieser Wechsel eine enorme Herausforderung dar – wer nicht rechtzeitig den Trend erkennt und seine Produktpalette erweitert oder umstellt, wird einer sehr unsicheren Zukunft entgegengehen.

Umstellung erfolgt schrittweise

Somit wird der Verbrennungsmotor auch in naher Zukunft noch eine große Bedeutung beibehalten, die Umstellung zur Elektromobilität wird schrittweise passieren. Bestes Beispiel für Übergangstechnologien sind die bereits kommerzialisierten Hybridmodelle – sie sind heute schon teilweise mit einem Elektromotor für den Antrieb ausgerüstet und der Verbrennungsmotor ist nur mehr in „Generatorfunktion“ zum Aufladen der Batterien an Bord zuständig. Um eine flächendeckende Elektromobilität zu gewährleisten, müssen auf alle Fälle erst die notwendigen Infrastrukturen wie Wasserstoff-Tankstellen und Ladestationen errichtet werden. Und schlussendlich muss die Bevölkerung Vertrauen in die Reife und Leistungsfähigkeit dieser Technologien fassen, bevor sie den großen Wechsel vollziehen wird. Aus diesem Grunde geht die Entwicklung Schritt für Schritt und nicht über Nacht, so sehr wir uns das auch oft wünschen würden. Die Zukunft wird deshalb eine Vielzahl von Antriebstechniken und von Brennstoffen nebeneinander sehen und somit vielfältiger werden: Der Nutzer wird die Wahl des Fahrzeuges enger auf seine eigenen Bedürfnisse abstimmen – sowohl bei den Antriebstechniken als auch beim Treibstoff.

Stand der Technik – Elektromobilität heute

Reine Batteriefahrzeuge sind bereits in diversen Fahrzeugkategorien erhältlich – als e-Bikes, e-Scooter und auch kleine Batterie-PKW‘s. Diese haben allerdings noch deutliche Abstriche gegenüber herkömmlichen PKW‘s hinsichtlich Reichweite, „Betankungszeiten“ und Platzangebot. Die

Entwicklung bei Batterien wird mit großem Einsatz weiterbetrieben, und in wenigen Jahren werden hier ebenfalls Serienfahrzeuge angeboten werden, welche zwar immer noch begrenztere Reichweiten aufweisen werden, aber die anderen „Kinderkrankheiten“ dieser Technologie wie die eingeschränkte Wintertauglichkeit oder die begrenzte Anzahl der Ladungszyklen behoben haben werden. Brennstoffzellenfahrzeuge mit Wasserstoff – also ebenfalls elektrisch angetriebene Fahrzeuge werden aktuell von allen großen Herstellern in Testflotten weltweit erprobt und ab 2015/16 kommerziell angeboten werden – und sie werden Reichweite, Leistung, Komfort und Betankungszeiten wie herkömmliche Fahrzeuge vorweisen. Verschiedene harte Testfahrten haben gezeigt, dass die Entwicklung aus dem

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Inserat: gostner

Kindesalter entwachsen ist und auf breiter Ebene eingeführt werden kann. Daimler hat 2011 eine Erdumrundung durch sämtliche Klimazonen mit drei Wasserstoff-Brennstoffzellenautos der B-Klasse durchgeführt, ohne dass diese Technik geringste Probleme gegeben hat. Die Technik ist also serienreif geworden. Es ist also an der Zeit, dass wir die Betankungsinfrastrukturen errichten und so auf die Markteinführung in drei Jahren vorbereitet sind. Der deutsche Verkehrsminister Peter Ramsauer hat kürzlich den Bau von 50 Tankstellen in Deutschland bis 2015 angekündigt. Auf der Strecke München bis Modena wird laut Konzept des grünen Korridors wenigstens alle 100 km eine solche Versorgung entstehen, somit wird die Verbindung von Deutschland nach Italien aufgebaut, mit Bozen als Zentrum dieser Initiative.

Elektromobilität: wenn schon, dann bitte richtig Elektromobilität ist leise und emissionsfrei, fördert also direkt unsere Lebensqualität über weniger Lärm und bessere Luft. Der Einsatz unserer heimischen Wasserkraft für dieses Ziel ist wohl jener, welcher der Bevölkerung direkt am besten zugutekommt. Aber es gibt noch ein sehr wichtiges Ziel – die Verringerung der Erderwärmung. Die Schäden durch die Häufung von meteorologischen Extremereignissen – direkte Auswirkung der Erderwärmung, steigen jährlich auch in Südtirol und gehen in die Millionen. Diese Schäden belasten unsere privaten Haushalte und auch den Landeshaushalt zunehmend, in Zeiten der Krise wird das noch deutlicher. Ein Batterie- oder Brennstoffzellenfahrzeug spart kein CO2 ein, wenn der verwendete Strom nicht aus erneuerbaren

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mindestens gleich viel CO2-Ausstoß wie ein kleines Dieselfahrzeug. Auch Wasserstoff kann aus einem Strom-Mix oder direkt aus Methan hergestellt werden und verliert so seinen Vorteil bezüglich der Treibhausgase.

Südtirol als Vorreiter

Und hier kann Südtirol wieder einmal vorangehen und zeigen, wie man es von vornherein richtig macht: Für die Wasserstoffproduktion der Versuchsanlage in Bozen Süd wird ausschließlich grün zertifizierter

von unserem Geld an Erdölkonzerne und in erdölfördernde Länder abfließt, uns somit unabhängiger von deren Preispolitik machen und dafür sorgen, dass die Wertschöpfung bei uns bleibt. Auch bietet diese neue Technologie große Chancen für das Land in Ausbildung von Know-how für lokale Firmen, für welche sich neue Betätigungsfelder und Märkte erschließen können: Servicestellen, Vertrieb der Technologie, Beratung, mobile und stationäre Nutzung von Wasserstoff, die Speicherung von Strom sowie die Erforschung und Entwicklung neuer Anwendungen komplettieren die Palette dieses vielseitig anwendbaren und sauberen Energieträgers. Nur wer vorne mitgeht, kann auch die Richtung des Weges mitbestimmen.

Wasserstoff-Zentrum Süd: Die Bauarbeiten liegen im Zeitplan und in einem Jahr soll die Produktion anlaufen.

Umweltfreundliche Energie

Die vier Wasserkraftwerke der Etschwerke AG in Südtirol erzeugen jährlich rund 500 GWh Strom, der an 136.000 Kunden geliefert wird. Photovoltaik, Windkraft, Gas und Biomasse sind weitere umweltfreundliche Betriebsfelder.

Die Gründung der Etschwerke ist dem Weitblick der Bürgermeister der Städte Bozen und Meran, Julius Perathoner und Roman Weinberger, zu verdanken. Am 4. März 1897 unterzeichneten die Gemeinden Bozen und Meran den Gründungsvertrag der Etschwerke OHG. Das erste Wasserlaufkraftwerk Töll ging am 5. April 1898 ans Netz. Zunächst wurde der Strom über eine Freileitung nach Meran und über eine Kabelleitung nach Bozen geliefert, später wurde eine 10.000 V-Freileitung von Töll nach Bozen gebaut. Damit wurde der Grundstein für das heutige Versorgungsgebiet der Etschwerke AG gelegt. Die anfangs installierte Leistung des Kraftwerks Töll war dem steigenden Strombedarf schon bald nicht mehr gewach-

sen. 1908 fiel die Entscheidung zur Nutzung des Schnalser Baches: Das Kraftwerk Schnals wurde in den Monaten Jänner/Februar 1912 abgenommen. 1928 übernahmen die Etschwerke auch das anfangs des Jahrhunderts von den Gemeinden Gries und Zwölfmalgreien erbaute Kraftwerk Bozen am Eingang zum Eggental. Nach einer technischen Aufrüstung konnte das Kraftwerk Bozen die Jahresproduktion von zwei auf etwa 17 Millionen kWh steigern.

Hoher Strombedarf sorgt für Ausbau

Die in den 1920er-Jahren in Bozen angesiedelten Industrien wurden die größten Kunden der Etschwerke. In den 1970er und 1980er-Jahren vervielfachten sich die Ansprüche der belieferten Orte. Die städtischen und außerstädtischen Verteilungsleitungen wurden ausgebaut. Zu den wichtigsten Realisierungen zählt u.a. die Inbetriebnahme des Kraftwerkes Naturns (1963) mit einer maximalen Leistung von 180 MW. „Die Wasserkraftanlage Naturns verdoppelte die Energieproduktion unserer Kraftwerke und ermöglichte zugleich einen optimalen jahreszeitlichen Ausgleich. Während in der ersten Hälfte des Jahrhunderts das Kraftwerk Töll den Hauptanteil des Stromes produziert hatte, war es in der zweiten Hälfte das Kraftwerk Naturns“, erklärt Generaldirektor Siegfried Tutzer. Außerdem wurden die zwei 220-kV-Übertragungsleitungen von Naturns nach Bozen und von Bozen nach Kohlern fertiggestellt, sowie das neue 220/66-kVUmspannwerk Reschen errichtet. In den 1990er-Jahren wurde nach mehr als 100 Jahren auch das Kraftwerk Töll generalsaniert. „In den vergangenen 15 Jahren haben wir auch große Investitionen in unseren vier Kraftwerken getätigt. Wir haben die Wasserkraftwerke Töll, Schnals, Naturns und Kardaun modernisiert und mit der neuesten Technologie ausgerüstet. Die Kraftwerke wurden so für

den liberalisierten Markt fit gemacht und zudem konnte die Leistungsfähigkeit erhöht werden.“

Die Etschwerke AG verteilt rund 835 GWh Strom im Jahr. Das Versorgungsgebiet erstreckt sich auf 32 Gemeinden, darunter Bozen und Meran, mit insgesamt 136.000 Anschlüssen für 230.000 Einwohner. Seit 1. Jänner 2004 verteilen die Etschwerke auch Gas an 40.000 Kunden in den Gemeinden Bozen und Meran. „Die geschichtsträchtige Positionierung vor Ort als Stromversorgerin und ihr Engagement in all den Jahren haben bewirkt, dass die Etschwerke AG bei den Kunden ein an die Werte Sicherheit, Ökologie und Servicequalität geknüpftes Image besitzt“, freut sich Tutzer.

Revolution auf dem Strommarkt

Bis 1998 herrschte auf dem Südtiroler Strommarkt eine heile Welt. Im Jahr 2000 ist die von der EU verordnete Stromliberalisierung in Kraft getreten und die einzelnen EU-Staaten mussten diese umsetzen. „In den vergangenen zehn Jahren ist durch diese Liberalisierung kein Stein auf dem anderen geblieben. Es hat sehr viele neue Gesetze und Bestimmungen gegeben und es wurde eine Behörde für Strom und Gas geschaffen. Unsere Mitarbeiter, die früher in einer Art Monopolbetrieb gearbeitet haben, mussten lernen, dass es jetzt Kunden und nicht mehr Stromabnehmer gab, dass man sich anstrengen musste, um den Strom zu verkaufen, weil es plötzlich mehrere Mitbewerber gegeben hat“, bestätigt Tutzer.

Die Liberalisierung hat bei den Etschwerken nicht zu der befürchteten Massenabwanderung von Kunden zu anderen Mitbewerbern geführt. „Im Gegenteil, wir konnten in Summe sogar noch Kunden dazu gewinnen. Derzeit haben wir rund 136.000 Kunden.“ Die organisatorische Abspaltung des freien Stromhandels war nicht einfach. Der gesamte freie Verkauf wurde in die Etschwerke-Trading ausgelagert. Heute ist nur noch der geschützte Markt für die privaten Stromkunden bei den Etschwerken verblieben. Etliche Kunden, die den geschützten Markt verlassen haben, um sich am freien Markt bessere Konditionen zu holen, sind wieder zu den Etschwerken zurückgekehrt.

Trennung von Stromproduktion und Verteilung

Die Stromverteilung erfolgt bei den Etschwerken durch die Etschwerke Netz AG. Dieser eigene Betrieb sorgt für die Verlegung der Kabel, um den Strom bis zum Kunden zu bringen, für die Behebung von Stromausfällen und gibt Auskunft bei Stromausfällen. „Ein funktionierender Stördienst ist für uns sehr wichtig. Er stellt die Kunden zufrieden und trägt stark zum Ansehen des Betriebes bei. Die Etschwerke haben einen guten Ruf. Wir dürfen uns aber nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen und sind deshalb stets bemüht, diesem guten Ruf gerecht zu werden.“

Die Bestimmungen für die Stromliberalisierung sehen eine strikte Trennung von Stromproduktion und Stromverteilung vor. Das Stromnetz muss diskriminierungsfrei allen Stromhändlern für die Stromdurchleitung zur Verfügung stehen. „Wie bei der Autobahn, wo für die Benützung in fast allen Ländern bezahlt werden muss, muss auch für die Benützung der Stromleitungen eine Art Maut in Form einer Transportgebühr bezahlt werden.“

Wasser – Wind

Die Etschwerke haben für die Zukunft mehrere Pläne. In Südtirol sind die meisten für den Bau von Wasserkraftwerken interessanten Gefällstufen bereits verbaut worden. Es gibt aber noch Möglichkeiten für Neubauten, ohne die Umwelt übermäßig zu belasten. „Die Etschwerke wären an solchen neuen Kraftwerken interessiert, wobei der Bau auch zusammen mit einem strategischen Partner erfolgen könnte. Nicht unwesentlich wird in diesem Zusammenhang die Frage sein, wie die neuen gesetzlichen Regelungen für große Wasserableitungen ausschauen und welchen Spielraum sie ermöglichen.“

Die Etschwerke schauen auch über Südtirol hinaus. Sie sind u.a. in Bulgarien mit 20 Prozent an einer Firma beteiligt, die Wasserkraftwerke errichtet. Dort sind drei Werke schon in Betrieb, zwei Werke gehen Ende dieses Jahres und weitere vier Werke innerhalb 2015 in Betrieb.

Ein weiterer Bereich, in dem sich die Etschwerke positionieren wollen, ist die Windkraft. Zusammen mit der Firma Leitwind sind sie an der Firma WPP1 beteiligt, wobei sie 49 Prozent halten. „Ein Windpark in Montecatini in der Toskana ist bereits fertig, ein zweiter Windpark geht dort Ende

des Jahres in Betrieb und weitere Windparks in Italien sind in Planung oder angedacht. Auch am Sattelberg am Brenner sollten zwei Windparks errichtet werden, es muss aber der Ausgang der laufenden Rekurse abgewartet werden, bevor dieses Projekt weiter betrieben werden kann.“

Investitionen

Der Umweltschutz ist bei den Etschwerken seit jeher ein integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie. Damit diese Aussage nicht nur eine schöne Absicht bleibt, haben die Etschwerke seit jeher Investitionen in erneuerbare Energien favorisiert. „Und so soll es auch bleiben. Der Verteuerung der fossilen Energien bzw. deren absehbares Ende kann nur durch eine Kehrtwende in der Energiepolitik begegnet werden. Die gesamte Klimaproblematik verschärft dieses Problem. Alle können durch ein energiebewusstes Handeln an der Lösung des Problems mitwirken, an wichtiger Stelle stehen natürlich die Energieunternehmen.“

Die Etschwerke sind auf fast allen Energiefronten tätig. Die jüngste große Investition wurde in eine 7,5 MW-Photovoltaikanlage auf Sardinien getätigt, weil dort ein besonders günstiger Standpunkt ist. Die Etschwerke investieren aber auch in Energieforschung. „Zusammen mit Partnern wird in einem Forschungsprojekt durch einen künstlichen Prozess das Algenwachstum so forciert, dass die Algenmasse für die Energieproduktion interessant wird. Die bisher erzielten Ergebnisse sind Erfolg versprechend.“

Ein weiterer Investitionsschwerpunkt bleibt die Fernwärme. Zurzeit bleibt die gesamte Tätigkeit auf die Stadtgemeinde Meran beschränkt. Die Weiterführung der Wärmerohre auf das Gemeindegebiet von Algund ist aber bereits in der Ausführungsplanung. Hingegen stocken die Entscheidungen, wie die Fernwärmeverteilung in Bozen organisiert werden soll.

INFO

Etschwerke AG

Zwölfmalgreienerstr. 8 | 39100 Bozen

Tel. 0471 225 111 | Fax 0471 225 010

info@ae-ew.it | www.ae-ew.it

REINE ENERGIE FÜR DIE ZUKUNFT.

Seit über 100 Jahren sind wir Ihr Südtiroler Energiedienstleister. Und wir werden Sie auch in Zukunft sicher, service- und kostenfreundlich mit Energie versorgen.

Intelligente Vernetzung

Etschwerke AG geht neue Wege. Radius im Gespräch mit Siegried Tutzer, dem Generaldirektor. Er berichtet über die Zukunftspläne der Etschwerke AG.

Radius: Wie gut stehen die Etschwerke wirtschaftlich da?

Siegfried Tutzer: Wir decken im Bereich Strom die gesamte Wertschöpfungskette von der Produktion bis zum Verkauf ab. Die Gasverteilung und der Gasverkauf gehören ebenfalls schon seit etlichen Jahren zu unserem Kerngeschäft. Der Bereich Fernwärme entwickelt sich auch zu einem sehr erfolgreichen Standbein.

Radius: Könnte es passieren, dass die Etschwerke eines Tages keine Konzessionen mehr bekommen und keine Kraftwerke mehr betreiben können?

S. Tutzer: Das kann ich mir nur sehr schwer vorstellen. Wir haben im Bereich Wasserkraft genug Know-how, um mit Erfolg an öffentlichen Ausschreibungen teilzunehmen. Der Bau neuer, großer Kraftwerke wird bei uns künftig wohl nur noch vereinzelt möglich sein.

Radius: Was hat für die Etschwerke AG oberste Priorität?

S. Tutzer: Wir möchten, dass unsere Kunden mit unseren Leistungen zufrieden sind. Das Produkt Strom ist immer

gleich, auch wenn es von unseren Mitbewerbern geliefert wird. Daher stellen wir die Kundenzufriedenheit –auch beim Preis – in den Mittelpunkt.

Radius: Was tun die Etschwerke, um ihre Kunden optimal und kostengünstig mit Strom zu versorgen?

S. Tutzer: Wir passen die Stromleitungen kontinuierlich an die Erfordernisse der Kunden an. Veraltete Betriebsmittel werden durch neue sowie Freileitungen durch Erdkabel ersetzt. Moderne Telekommunikationstechnologien ermöglichen einen immer schnelleren und effizienteren Einsatz unserer Techniker bei der Fehlerbehebung. Der Einsatz eines digitalen Leitungskatasters wird zu einem hoch interessanten Planungsinstrument. Der Austausch der mechanischen Zähler durch digitale Zähler ermöglicht eine flexible Staffelung der Stromtarife in Tag- und Nachttarif, die Fernablesung des Stromverbrauchs gestattet den effektiven Verbrauch zu verrechnen. Die Verbrauchsschätzungen, die häufig für Ärger sorgten, gehören somit der Vergangenheit an.

Radius: Welches sind die Pläne für die Zukunft?

S. Tutzer: Wir möchten Bestehendes ausbauen, wo es sinnvoll ist. Eine zentrale Rolle werden erneuerbare Energien wie Wind, Wasser, Sonne und Biomasse spielen. In diese Energieträger muss investiert werden. Das normative Umfeld und die Förderkriterien werden über deren Erfolg entscheiden. Die intelligente Vernetzung von Erzeuger, Netzbetreiber, Stromhändler und Kunden wird das Erfolgsrezept für den optimalen Einsatz der vorhandenen Mittel sein. Es bleibt also spannend.

Siegfried Tutzer

Lagerhalle der Rizzi-Gruppe in Glurns

Verlässlicher Partner der Wirtschaft

Trotz der aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist Leasing auch heuer eine interessante Finanzierungsform für Unternehmen – im Vorjahr wurden wieder zahlreiche Projekte mit der Südtiroler Wirtschaft realisiert. „Wir setzen auf ein stabiles und starkes Mutterhaus sowie auf unsere engagierten Mitarbeiter.“

Die Hypo Vorarlberg Leasing hat auch im Vorjahr wieder zahlreiche Projekte mit der Südtiroler Wirtschaft realisiert. Der Schwerpunkt lag dabei auf dem Bereich Immobilienleasing. „Wir werden auch in Zukunft erfolgreiche Unternehmen, die expandieren wollen, in puncto Immobilienleasing unterstützen und ein wichtiger Ansprechpartner für die Wirtschaft in unserer Region sein“, erläutert Michael Meyer, Delegierter des Verwaltungsrates. Leasing bleibe auch in einem anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld ein interessantes Finanzierungsinstrument für Investitionsprojekte. „Außerdem sprechen die nunmehr kürzeren Leasinglaufzeiten für diese Finanzierungsvariante. Der Kunde kann selbst entscheiden, wie lange sein Vertrag läuft.“

Partner für Finanzierungen

Im Vorjahr finanzierte die Hypo Vorarlberg Leasing die neue Produktions- und Lagerhalle der Rizzi-Gruppe in Glurns, die im Laufe des heurigen Jahres fertiggestellt wird. Die Rizzi-Gruppe ist im Obst- und Gemüsegroßhandel tätig und unter anderem auf den Vertrieb von biologischen Produkten spezialisiert. Das Investitionsvolumen für die neue Immobilie liegt bei 6,4 Millionen Euro. Außerdem hat die Hypo Vorarlberg Leasing den neuen Sitz der Interfama Rent in Verona finanziert. Das Volumen lag bei 2,9 Millionen Euro. Das Mutterhaus mit Hauptsitz in Prad am Stilfserjoch produziert Schalungssysteme, die von Interfama Rent vermietet werden. Ein weiteres Referenzprojekt ist das E-Werk der ESTL Konsortial GmbH in St. Leonhard in Passeier. Die Anteile an der

Gesellschaft teilen sich die Gemeinde, private Investoren und die Bürger von St. Leonhard. Die Besonderheit: Durch das Beteiligungsmodell erhalten die Bürger der Gemeinde den Strom zu einem reduzierten Preis. Das Finanzierungsvolumen beträgt rund 6,3 Millionen Euro.

Über die Hypo Vorarlberg Leasing

Die Hypo Vorarlberg Leasing mit Hauptsitz in Bozen sowie den Filialen in Como, Bergamo (wird im September 2012 geschlossen) und Treviso ist eine 100-prozentige Tochter der Vorarlberger Landes- und Hypothekenbank AG, einem internationalen Finanzinstitut mit „A1“-Rating. Weitere Infos über die Hypo Vorarlberg Leasing AG finden sie im Internet unter: www.hypoleasing.it.

INFO

Hypo Voralberg Leasing

Galileo-Galilei-Straße 10 H | 39100 Bozen

Tel. 0471 060 500 | Fax 0471 060 550 info@hypovbg.it | www.hypoleasing.it

Interfama Rent, Verona

Michael Meyer

SEL 2011: Die Sprache der Zahlen

Rein wirtschaftlich betrachtet, dienen zur Beurteilung eines Unternehmens in erster Linie die Bilanzzahlen. Diese sprechen 2011 für die Südtiroler Elektrizitätsaktiengesellschaft SEL eine deutliche Sprache.

Innerhalb eines Jahres hat die SEL-Gruppe ihren Umsatz (Erträge aus Verkäufen und Leistungen) nahezu verdoppelt: von 268,4 Millionen Euro im Jahr 2010 auf 478,3 Millionen Euro im Jahr 2011. Der Gesamtbetrag der betrieblichen Erträge der Gruppe stieg von 272.227.957 Euro (2010) auf 494.796.125 Euro (2011). Das operative Ergebnis vor Steuern (EBIT) wuchs auf fast 90 Millionen Euro an; an Steuerabgaben entrichtete die SEL-Gruppe 38,9 Millionen Euro. Die Liquidität des Unternehmens mit seinen über 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern liegt bei 89 Millionen Euro.

Volkswirtschaftliche Nachhaltigkeit

Volkswirtschaftlich, also unter Einbeziehung des Gewichts, welches die SEL AG für Südtirol und seine Bevölkerung erreicht hat, sehen die Dinge noch etwas komplexer und im Grunde noch vorteilhafter und nachhaltiger aus. Wie SEL-

Präsident Wolfram Sparber es anlässlich der Vorstellung der Konzernbilanz 2011 bezeichnete, ist es Ziel der SEL, auch in Zeiten des Wandels an einer sicheren Energieversorgung zu arbeiten, welche auf einer nachhaltigen und effizienten Nutzung der Ressourcen aufbaut.“

Die volkswirtschaftliche Nachhaltigkeit der SEL besteht darin, dass sie in den Jahren ihres Bestehens (gegründet 1998) Ziele erreicht hat, die Südtirols Energieversorgung langfristig konsolidieren. Die SEL hat schrittweise die Energieproduktion der nationalen Akteure (EDISON, ENEL) mehrheitlich sowie das 5100 km lange Verteilernetz des ENEL zu 90 Prozent übernommen und damit die Wertschöpfung für Südtirol im Energiebereich enorm vergrößert. Damit ist die SEL zu einem der größten Unternehmen des Landes geworden und hat den Grundstein für eine Wertschöpfung gelegt, die sich nachhaltig auf die wirtschaftliche Zukunft des Landes auswirken wird.

Wasser und andere Energiequellen

Heute kontrolliert die SEL über ihre Tochtergesellschaften 35 große und kleine Wasserkraftwerke entweder mehrheitlich oder verwaltet diese über Minderheitsbeteiligungen mit. Doch sie hat sich nicht allein „beim Wasser aufgehalten“, wiewohl die Wasserkraft primäres Ziel der Bemühungen war. Neben den neuen Kraftwerken, welche die SEL zusammen mit Gemeinden und Konsortien errichtet hat und laufend weiter errichtet, ist sie auch im Bereich der Fernwärme und der Versorgung mit Erdgas tätig geworden. Dafür stehen fünf Fernheizwerke – Sexten, Klausen/Latzfons, Schlanders, Bozen (ECOTHERM) – sowie ein Netz von 1300 km Gasleitungen hin zu 57 Südtiroler Gemeinden, über welches jährlich rund 130 Millionen Kubikmeter Gas verkauft und verteilt werden. Dieser durchaus beachtliche Istzustand wird in den kommenden Jahren eine substantielle Erweiterung durch beabsichtigte Aktivitäten in anderen Bereichen der erneuerbaren Energie (Windkraft, Sonne) erfahren.

Lieferung von Strom und Gas

Die Energieproduktion aus Südtiroler Quellen ist volkswirtschaftlich sehr wichtig, versetzt sie ja Land und Bevölkerung in die Lage, die benötigte Energie, um den Wirtschaftskreislauf in Gang zu halten, zu einem wesentlichen Teil aus Eigenem zu decken. Was dies in einer Welt, die ständig größeren Hunger nach Energie hat, bedeutet, kann am besten ermessen werden, wenn man die steigenden Preise im Bereich der fossilen Energie (Erdöl, Erdgas, Kohle) und ihre ökologische Problematik in Erwägung zieht. Die SEL hat sich nicht nur zur größten Energieproduktionsgesellschaft im Land entwickelt; sie ist auch in den liberalisierten Strom- und Gasmarkt mit einigen Tochtergesellschaften eingetreten und zu einer Multiutility, also zu einer Mehrzweck-Dienstleistungsgesellschaft, geworden, die der Bevölkerung in transparenter Weise und unter dem Gesichtspunkt auch einer sozialen Dimension der Energie zur Verfügung steht. Das Gasverteilungsnetz der SEL ermöglicht es, im Land die von Experten als „Übergangstechnologie“ definierte Versorgung mit Erdgas auf die Peripherie auszudehnen und immer weitere Teile des Landes sicher zu versorgen. Mehr als 1300 km Erdgasleitung versorgen 57 Südtiroler Gemeinden mit Erdgas. Mehr als 5100 km Stromleitungen liefern Energie in alle Teile des Landes. Diese Leitungen, die von SEL der ENEL Distribuzione 2010 abgelöst wurden, stellen das strukturelle Rückgrat der Energieversorgung dar und werden mit hohen Investitionen laufend modernisiert. Sie dienen zur Versorgung mit Strom, aber zum Teil auch zum Abtransport von Strom, der in ganz Südtirol von großen (rund 25) und kleinen (rund 950) Kraftwerken erzeugt wird.

Stromhandel

Wachsende Bedeutung kommt der Vermarktung des in Südtirol erzeugten Stroms zu. Auch in diesem Bereich ist die SEL mit ihrer Tochter SELTRADE tätig geworden. Südtirol produziert bekanntlich erheblich mehr Strom als hier

Kernzahlen der SEL 2011

Umsatz: 478,3 Mio. €

Betriebliche Erträge insgesamt: 494,8 Mio. €

EBIT (Ergebnis vor Steuern): 89 Mio. €

Steuerleistung: 38,9 Mio. € Liquidität: 90 Mio. €

SEL-Gasbereich

Verkaufsvolumen: 130 Mio. m3

Leitungsnetz: 1300 km

Belieferte Gemeinden: 57

Die SEL-Gruppe

Konzernmutter: SEL AG

Tochterunternehmen: 30

MitarbeiterInnen 2011: 427

Strom und Stromnetz

Anzahl der Kraftwerke: 35 davon 24 große und elf kleinere

Länge Stromnetz: 5130 km

verbraucht wird. Dieser Strom wird auf dem italienischen Energiemarkt über die bestehenden Strukturen abgesetzt, wobei die SEL einen Teil der Vermarktung selbst abwickelt, einen anderen Teil mit Fälligkeitsterminen ihren Partnern in Auftrag gegeben hat, um ausreichend Zeit zum Aufbau einer eigenen Absatzstruktur und zur Aneignung des erforderlichen Know-hows zu haben. Von der gesamten Stromproduktion Südtirols, die im Jahr bei durchschnittlich 5,5 bis 6 Milliarden Kilowattstunden liegt, wird etwa die Hälfte in Südtirol konsumiert, der Rest geht in den Export.

Die Preisfrage Energie kostet. Die Preisfrage beschäftigt die öffentliche Meinung ständig und der Ruf nach billigerer Energie ist immer wieder zu hören. Hier das Gleichgewicht zwischen Wirtschaftlichkeit, Rentabilität und sozialer Dimension zu finden, ist nicht leicht. Tatsache ist, dass die SEL sowohl der Wirtschaft wie auch den einzelnen Komponenten der Bevölkerung (Familien, Senioren, Menschen mit anerkannter Invalidität und Singles) Energiepreise bietet, die nach den drei genannten

Kriterien ausgerichtet sind und auch von amtlichen Stellen als günstig angesehen werden.

Preis und Dienstleistung sind zwei wichtige Elemente bei der Energieversorgung. Die SEL bemüht sich von Beginn an, in beiderlei Hinsicht den Erwartungen zu entsprechen. Ihre Preise gehören zu den günstigsten auf dem freien Markt; der Wert der Dienstleistung ergibt sich aus Nähe zum Kunden, persönlichem Service, Sprachkenntnis, Information und Kommunikation, Transparenz, Glaubwürdigkeit.

Faktor Emotion

Energie ist eigentlich eine „kalte“ Angelegenheit. Es ist nicht leicht, hier mit Emotionen zu arbeiten, wie man es bei anderen Produkten hingegen mit Erfolg tun kann. Strom hat keine Farbe, sagt man. Er ist unsichtbar. Aber der in Südtirol von den Kraftwerken der SEL erzeugte Strom hat, obwohl man es nicht merkt, tatsächlich eine Farbe: grün. Dieser Strom wird aus sauberen Energiequellen (Wasser) erzeugt; die Produktion belastet die Umwelt nicht; es gibt keine Abfallprodukte, keinen CO2-Ausstoß. Daher ist Südtiroler Strom auch ein „emotionales Produkt“. Und, nebenbei gesagt, auch ein „nostalgisches“ Produkt. Schließlich gehört das Wasser, aus dem der Strom erzeugt wird, jetzt wieder Südtirol. Die SEL ist eine Körperschaft des Landes (93,88 % Anteil) und der Gemeinden (6,12 % Anteil). Erträge und Steuern, welche die SELGruppe erwirtschaftet, fließen mehrheitlich in die Haushalte von Land und Gemeinden, und auf diese Weise sind alle Südtirolerinnen und Südtiroler Miteigentümer dieser großen Firmengruppe, die einen geschätzten Marktwert von rund 1,5 Milliarden Euro aufweist. Das alles gehört dem Volk. Mit dieser Zielsetzung wurde es von der SEL aufgebaut. Die SEL ist ein Südtiroler Unternehmen für die Südtirolerinnen und Südtiroler.

INFO

SEL AG

Kanonikus-Michael-Gamper-Str. 9 | 39100 Bozen

Tel. 0471 060 700 | Fax 0471 060 703 info@sel.bz.it | www.sel.bz.it

* 10% Rabatt auf den gesamten Stromverbrauch exkl. Steuern, weitere 1% Rabatt für jedes im Haushalt lebende minderjährige Kind. Der Rabatt wird auf den Energiepreis, die Kosten für Transport, Verteilung und Bilanzierung sowie auf die Systemkomponenten angewendet; auf die Verbrauchssteuern und die Mehrwertsteuer fi ndet er keine Anwendung.

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Verlässlicher Partner –mit Visionen

2011 haben sich der Raiffeisen Energieverband und der Biomasse Verband Südtirol zum Südtiroler Energieverband zusammengeschlossen. Der neue Verband unterstützt – als international vernetztes Dienstleistungszentrum – aktiv die dezentrale Produktion und Verteilung von Erneuerbarer Energie.

Der Südtiroler Energieverband will in der Debatte um die Nutzung einheimischer Energie als kompetenter Ansprechpartner und einflussreiche Interessensorganisation eine zentrale Rolle übernehmen. Seine Ziele hat der Verband in neun energiepolitischen Thesen zusammengefasst.

Energiepolitische Thesen des Südtiroler Energieverbands

1. Die Ausgangslage ist gut: Seit mehr als 100 Jahren stellen in Südtirol Stadtwerke sowie kleine und mittelständische Unternehmen und Genossenschaften die Versorgung mit Energie – verlässlich und kundennah – sicher. Zudem gibt es in Südtirol eine Vielzahl erneuerbarer Energieträger, die nachhaltig und eigenständig genutzt werden können.

2. Sonne, Wasser, Wind, Erdwärme und Biomasse: Die Energiewende hat in Südtirol schon längst begonnen. 2013 sollen 75 Prozent des Südtiroler Bedarfs (ohne Verkehr) mit erneuerbaren Energiequellen gedeckt werden, 2020 sollen es 100 Prozent sein. Der Südtiroler Energieverband unterstützt diese Vorgaben politischer Entscheidungsträger vorbehaltslos.

3. Vielfalt und technisches Know-how: Heute wird Erneuerbare Energie in Südtirol in dezentral aufgestellten Anlagen produziert. Inzwischen greifen Gemeinden auf einen den örtlichen Gegebenheiten und Bedürfnissen optimal angepassten und eigenständig verwalteten Technologiemix zurück – und werden dafür in Italien und im Ausland ausgezeichnet.

4. Kleine Versorgungseinrichtungen können demnach wettbewerbsfähig sein. Ökologische Selbstversorgung? Warum eigentlich nicht – wenn die Voraussetzungen dafür bestehen. Häufig beliefert ein ortsgebundenes Management die Endverbraucher vor Ort mit Energie

v.l.n.r.: Brigitte Furlani, Alex Gamper, Rudi Rienzner, Karin Ladurner und Verena Haberer

aus örtlichen Ressourcen. Deshalb nimmt Südtirol in der EU eine Vorreiterrolle ein.

5. Die Produktion und die Verteilung von Energie werden damit zu einem zentralen Bestandteil lokal verwurzelter und regional eng vernetzter Wirtschaftskreisläufe. Auch das ist Autonomie – und Unabhängigkeit. Der Südtiroler Energieverband setzt sich daher aktiv für den Einstieg in eine klimaneutrale, bürgernahe und demokratische Energiewirtschaft ein.

6. Die Bereitstellung thermischer und elektrischer Energie ist ein Dienst am Kunden. Energiepolitische Entscheidungen sind immer den Bedürfnissen der Energieverbraucher verpflichtet – und nicht umgekehrt. Deshalb sind Information, transparente Entscheidungsprozesse und demokratische Mitsprache unerlässlich – in den Gemeinden und auch auf Landesebene.

7. In der Südtiroler Energielandschaft „leben“ viele Akteure – Stadtwerke, Genossenschaften, private Betriebe

und die Unternehmensgruppen von Etschwerke und SEL. Der Südtiroler Energieverband spricht sich für einen fairen Interessensausgleich und für eine landesweite Koordinierung aller Versorger aus, die aber dem Subsidiaritätsprinzip verpflichtet sein muss.

8. So wenig zentrale Lenkung wie nötig, so viel Selbstbestimmung und Selbstverantwortung wie möglich: Sämtliche Entscheidungsverfahren in der Südtiroler Energiewirtschaft sollten diesem Grundsatz genügen. Alle Akteure haben demnach das Recht, sich – als gleichberechtigte Partner – an Debatten über energiepolitische Weichenstellungen zu beteiligen.

9. Die Nutzung erneuerbarer Energie muss sich auch wirtschaftlich lohnen – für Energieversorger und für deren Kunden. Effizienz und Rentabilität sind Voraussetzungen für nachhaltige Energiewirtschaft. Südtirol braucht marktfähige Produzenten und Verteiler – als Kompetenzzentrum will der Südtiroler Energieverband dazu beitragen.

„Rundum-Sorglos-Paket“

Auf Anfrage übernimmt der Südtiroler Energieverband alle verwaltungstechnischen Meldungen, die im Laufe des Jahres für Betreiber von Produktionsanlagen und Verteiler anfallen. Bei diesem „Rundum-Sorglos-Paket“ werden alle notwendigen bürokratischen Vorgänge im Rahmen eines Jahresauftrags automatisch an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verbandsverwaltung delegiert. Da rüber hinaus können Sie bei Inbetriebnahme oder Umbau einer Anlage auf Anfrage spezielle Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Dieser Service wird über unsere Fachpartner zu marktkonformen und transparent gestalteten Preisen ausgeführt. Die Umsetzung der jeweils in Anspruch genommenen Leistungen unterliegt dabei einer zentralen Qualitätssicherung. Uns können Sie daher vertrauen: Der Südtiroler Energieverband verfügt über ein dichtes Netzwerk mit professionellen Partnerbetrieben und garantiert beste Qualität und höchste Sicherheit. Im Einzelfall werden Sonderprojekte für Betriebe, Genossenschaften und Gemeinden auf der Grundlage eines Projektplanes

entwickelt und umgesetzt. Der Südtiroler Energieverband stellt ein Projektmanagement und damit eine effiziente und transparente Projektsteuerung bereit – und entlastet damit die Leistungsnehmer.

Ein Trio unter Strom

Ein starkes Führungstrio – mit Visionen: Präsident Hanspeter Fuchs, Vizepräsident Georg Wunderer und Geschäftsführer Rudi Rienzner leiten den Südtiroler Energieverband, der sich als kompetenter und international vernetzter Dienstleister für eine nachhaltige, dezentrale und kundennah ausgerichtete Energieversorgung einsetzt.

Ein Gespräch mit der Dreierspitze dieser genossenschaftlich organisierten Interessensorganisation, die heute eine Schlüsselstellung in der Südtiroler Energielandschaft einnimmt.

Radius: Südtirol ist ein Energieland mit vielen Akteuren … Hanspeter Fuchs: Genau. Und diese Akteure brauchen Hilfe – im Alltagsgeschäft und wenn es darum geht, die eigenen Interessen in Südtirol und in Europa durchzusetzen. Im vergangenen Winter haben sich der Raiffeisen Energieverband und der Biomasseverband Südtirol daher zum Südtiroler Energieverband zusammengeschlossen, das ist das Ergebnis einer langjährigen Entwicklung. Südtirol verfügt massiv über erneuerbare Energien, wenn aber jeder nur für sich arbeitet, bleiben wir alle schwach.

Rudi Rienzner: Die Anzahl der Akteure nimmt sogar noch zu. Bis vor etwa 20 Jahren gab es in Südtirol nur die Stromproduktion aus Wasserkraft, dann sind die Bereiche

Das Führungtrio im Südtiroler Energieverband (v.l.):

Rudi Rienzner, Hanspeter Fuchs und Georg Wunderer

Biomasse, Biogas und Photovoltaik dazugekommen und die Entwicklung geht weiter – die Mitgliederstruktur des Verbands spiegelt diesen Trend wider.

Georg Wunderer: Zusammengeschlossen haben wir ein ganz anderes Gewicht. Wir sind ein starker Verband mit über 270 Mitgliedern, bunt gemischt, mit großen und kleinen, öffentlichen und privaten Betrieben. Wir vertreten Genossenschaften, Stadtwerke, Privatbetriebe, Familienunternehmen, Gemeinden, Landwirte und damit einen erheblichen Teil der Bevölkerung.

Radius: Ein Sprachrohr, ein Verband, aber viele unterschiedliche Akteure. Kann das funktionieren?

H. Fuchs: Dachverbände haben in Südtirol eine lange Tradition und wir sind in diesem Sinn ganz klassisch südtirolerisch organisiert, wie etwa die Handwerker oder die Gastwirte.

Radius: Aber kann denn ein Verband den Ansprüchen der Großbetriebe ebenso gerecht werden wie den Bedürfnissen kleiner Selbstversorger?

R. Rienzner: Wir sind heute ein landesweit geschätztes Kompetenzzentrum, das umfassende Dienstleistungen anbietet, die ganz auf die Bedürfnisse unserer Mitglieder zugeschnitten sind. Die Großbetriebe nutzen dabei natürlich andere Angebote als kleine oder mittlere Unternehmen.

Unsere Mitglieder sind Teil eines Energienetzwerks, in dem Informationen, Lobbyarbeit, technische Unterstützung und komplexe Verwaltungsdienstleistungen angeboten werden. So können Kleinbetriebe Aufgaben auslagern und damit Kosten sparen oder sich notwendiges Know-how bei uns abholen. So kommt jeder auf seine Kosten.

H. Fuchs: Seit dem Zusammenschluss haben wir ein ganz anderes Auftreten, auch der Politik gegenüber.

G. Wunderer: Die Südtiroler Energiepolitik ist viel zu lange ohne Rücksichtnahme auf lokale Gegebenheiten und Bedürfnisse betrieben worden. Die politischen Entscheidungen haben diese zu wenig berücksichtigt.

R. Rienzner: Wenn wir wollen, dass in Südtirol eine nachhaltige, dezentrale, demokratische und bürgernahe Energielandschaft entsteht, müssen wir diese gemeinsam gestalten. Die Genossenschaft kann hierfür die ideale Grundlage sein. Genossenschaften spekulieren nicht, sind ihren Mitgliedern und der Gemeinschaft verpflichtet, solidarisch aufgebaut und sozialverträglich. Genossenschaften binden den Einzelnen und die Familien in ihre Arbeit mit ein

G. Wunderer: … und vermitteln damit einen direkten Bezug zwischen Stromlieferanten und Stromkonsumenten, ganz nach dem Motto: Meine Energie kommt von meinem E-Werk.

Radius: Wasserkraft, Biomasse und Photovoltaik: Wie viel Kilowattstunden Strom werden pro Jahr in Südtirol produziert?

G. Wunderer: Derzeit sind es um die 5,9 Milliarden Kilowattstunden. Ein Großteil davon wird mit Wasserkraft produziert. Wir sind heute aber auch die Region mit dem höchsten Pro-Kopf-Anteil an Photovoltaikanlagen in Italien, in Südtirol gibt es 67 Fernheizwerke, welche mit Biomasse betrieben werden

H. Fuchs: und das ist erst der Anfang. Es geht ja weiter. Energie bewegt schließlich die Welt und damit auch Südtirol.

Radius: Fühlen sie sich als Pioniere?

R. Rienzner: Als Wegbereiter, ja. Strom, Wärme und Mobilität – unsere Dienstleistungen werden in Zukunft diese Bereiche umfassen …

G. Wunderer: und wir werden auch im Bereich Forschung tätig sein müssen. Die Nutzung erneuerbarer Energie ist heute noch nicht zuverlässig genug. Photovoltaik-Strom habe ich heute viel und morgen wenig, je nach Wetter. Wir müssen unsere Speicher besser nutzen oder ganz neue Speichersysteme entwickeln.

H. Fuchs: Unsere Tätigkeit ist spannend und wir stehen auch deshalb „unter Strom“. Die Ansprüche unserer Mitglieder wachsen, aber wir werden auch in Zukunft in der Lage sein, Lösungen anzubieten. Je besser unsere Arbeit organisiert ist, desto besser können wir für unsere Mitglieder arbeiten.

Radius: Und der Endverbraucher, was hat er davon?

R. Rienzner: Der Endverbraucher hat den Vorteil der Versorgungssicherheit. Er hat Mitspracherechte, einen bodenständigen Ansprechpartner und kann sich sein Energiepaket aufgrund seiner individuellen Bedürfnisse selbst schnüren. Zentrale Versorgungssysteme sind in dieser Hinsicht viel zu unbeweglich.

Das Haus als Kraftwerk

Das bemerkenswerte Resultat einer energetischen Sanierung in Bruneck. Dieses umgebaute Wohnhaus ist ein Musterbeispiel dafür, wie sich Energieeffizienz und Nachhaltigkeit im Zuge einer energetischen Altbausanierung in geradezu atemberaubender Weise steigern lassen.

Möglich wurde dieses Ergebnis durch eine intensive, detailliert aufeinander abgestimmte Zusammenarbeit der Baukraft Architektur des Geom. Georg Rubner aus Brixen mit dem Elektrotechnik-Spezialisten Elpo in Bruneck. Elpo-Chef Robert Pohlin ist zugleich Bauherr des Umbau-

Ebenen (KG, EG, OG, DG) den 40 Jahre alten Bestandsbau komplett umzugestalten. Dabei sollte das bestehende Erdund Obergeschoss mit einem Vollwärmeschutz und neuen Fenstern ausgestattet und das Dachgeschoss abgebrochen werden. An seine Stelle traten ein neues zweites Obergeschoss sowie ein zusätzliches Dachgeschoss mit Dachterrasse. Vom Architekten wurde vorgesehen, die beiden neu aufgestockten Gebäudeebenen in KlimaHaus „A+“ Standard zu realisieren. Ferner sollte auf dem südlichen und westlichen Dachrücksprung des 2. Obergeschosses eine PhotovoltaikAnlage entstehen und eine Wärmepumpe mit 2 Tiefensonden je 110 installiert werden. In dem sanierten Bauwerk OG sind drei jeweils 90 m² große Dachgeschoss eine Bibliothek, Büro Dachterrasse realisiert worden.

Bezug zu KlimaHaus-Kategorien Sanierung verfügte das Wohnin seinem unteren Bereich – bis einschließlich zum ersten Obergeschoss – lediglich über einen KlimaHaus Standard „E“. Da die zweigeschossige Aufstockung in „A+“ Qualität erfolgte, lag der Gesamtbau nach seiner Umgestaltung im KlimaHaus „B“ - Bereich. Der in Fragen der Elektrotechnik versierte Bau-

Zahlen – Daten – Fakten

Umgestaltung des Wohnhauses Pohlin, Bruneck

Bauherr: Robert Pohlin, Bruneck

Planung: Baukraft Architektur, Brixen

Arch. Dominik Rieder, Arch. Georg Rubner

Installationen: Elpo GmbH, Bruneck

Grundstücksfläche: 544 m²

Überbaute Fläche: 178 m²

Kubatur: 1238 m³

Baubeginn: 2007

Fertigstellung: 2008

herr bemerkte zur Kategorisierung: „Bei der Zuordnung zum Klimahaus wird ausschließlich der Wärmebedarf des Gebäudes berücksichtigt. Nicht hingegen eingegangen wird auf die elektrische Strombilanz.“ Vor diesem Hintergrund macht Robert Pohlin eine Rechnung auf, die belegt, wie aus einem intelligent energetisch sanierten Wohnhaus ein Kraftwerk entsteht, das überschüssigen Strom erzeugt.

Energetische Unabhängigkeit und E-Mobilität

Wie effizient und nachhaltig Energie heute genutzt werden kann, zeigt das Energiekonzept, das bei die-

sem Projekt von der Elpo GmbH geplant und umgesetzt wurde. Die mit Hochleistungsmodulen ausgeführte 60 m² und 10 kWp große Photovoltaik Anlage erzeugt jährlich eine Energie von 11.000 kWh Strom. Von diesem Strom werden 4000 kWh durch die Wärmepumpe verbraucht, die mittels zwei je 110 m langen Tiefensonden im Verhältnis von 1:3 dem Erdreich 12.000 kWh Wärme entzieht, und damit den Bedarf an Heizung und Warmwasser deckt. Für den Haushalt mit einer Nutzfläche von 280 m² werden weitere 5500 kWh Strom verbraucht. In Summe ergibt sich ein Überschuss von 1500 kWh Strom, der in das Stromnetz einfließt, bzw. bis vor einem Monat eingeflossen ist. Heute wird der überschüssige Strom zur E-Mobilität verwendet. Das kürzlich angeschaffte Elektro Auto wird über die hausinterne Steckdose aufgeladen und kann mit dem 1500 kWhStromüberschuss des Wohnhauses aufgeladen werden.

Fazit: Ursprünglich, vor der energetischen Sanierung, war das Wohnhaus von externer Wärme (Fernheizwerk) und externem Strom (EW Werk) abhängig.

Heute, nach der energetischen Sanierung, produziert das Wohnhaus Energie und deckt durch den Strom aus Photovoltaik und Wärme aus der Geothermie den Eigenbedarf. Zusätzlich kann das E-Auto mit dem 1500 kWh Strom-Überschuss bis zu 14.000 km jährlich „gratis“ bewältigen.

INFO

Elpo GmbH

J.-G.-Mahl-Str. 19 | 39031 Bruneck

Tel. 0474 570 700 | Fax 0474 570 777 info@elpo.it | www.elpo.it

Wärmepumpe mit Heizzentrale

Ostansicht Haus alt
Robert Pohlin

oberirdische, bestehende Trasse

Zugangsstollen

Mühlbach:

Neue Maßstäbe im

Das Gesamtkonzept weckt internationale Aufmerksamkeit: Es besuchten schon Delegationen von Fachleuten aus Deutschland, Südkorea, Norwegen und Österreich die Baustelle. Es wird nicht nur die längste, senkrecht verlaufende Druckleitung Europas, es kommen bei zwei Wasserfassungen auch neuartige „Grizzly-Feinrechen“ zum Einsatz.

Nach nur 18 Monaten Bauzeit wird das neue Wasserkraftwerk der Eisackwerk Mühlbach GmbH Ende des Jahres ans Netz gehen. Das neue Kraftwerk, das die Eisackwerk Mühlbach GmbH baut, wird ab Ende des Jahres aus dem Valler und dem Pfunderer Bach etwa ein Viertel mehr Strom

Vertikalbohrung für die Druckleitung

gewinnen als das aktuelle E-Werk. Das Unternehmen setzt mit seinem Kavernenkraftwerk in Mühlbach neue Maßstäbe: Die Druckrohleitungen mit 49 und 62 bar Druck, die bisher mitten durchs Dorf Mühlbach verliefen, werden in einen senkrechten Stollen im Berg verlegt, der in eine unterirdische Turbinenhalle führt. Der Bevölkerung des Gebietes möchten die Bauherren einen Anteil Gratisstrom zur Verfügung stellen.

Gratisstrom für die Bürger

Dazu bekräftigt Kraftwerkseigentümer Hellmuth Frasnelli. „Als privates Unternehmen können wir einen Bau von öffentlichem Interesse mit solch zukunftweisenden Technologien ausstatten, dass für alle ein Vorteil daraus entsteht, auch für die Bürger.“ Er und der Projektleiter und Mitei-

Zugangsstollen zum Maschinenraum

neuer vertikaler Druckstollen (im Berg)

Kavernenkraftwerk und Wasserrückgabe

Kraftwerksbau

gentümer der Eisackwerk GmbH Karl Pichler sichern den Familien der Gemeinden Mühlbach und Vintl zu, die über einen Stromanschluss über 3,3 Kilowatt verfügen, ab 2013 die Hälfte des Basisverbrauches kostenlos zur Verfügung stellen zu wollen. „Die Bevölkerung des gesamten Einzugsgebietes soll einen spürbaren Nutzen aus dem Kraftwerk haben – über die Auflagen der Konzession hinaus“, sagt Frasnelli. Sollte dies rechtlich nicht möglich sein, verpflichtet sich die Eisackwerk Mühlbach GmbH den beiden Gemeinden, Mühlbach und Vintl jeweils 125.000 € im Jahr, für soziale Zwecke zur Verfügung zu stellen.

Umweltschonende Wasserfassungen Zukunftsweisend sind auch die beiden Wasserfassungen. Dort kommen nämlich „Grizzly-Feinrechen“ zum Einsatz, die getrennte Entsandungsanlagen – mit den einhergehenden, umweltbelastenden Sedimentspülungen – überflüssig machen. Die Pfunderer Wasserfassung ist sogar die größte dieser Art in Europa und stammt aus Ratschings. „Sämtliche Aufträge im Wert von 26 Millionen Euro sind an Südtiroler Unternehmen gegangen“, sagt Karl Pichler. Auch die Turbinen stammen aus Südtirol.

Rund 100 Millionen KWh pro Jahr wird das neue E-Werk erzeugen, das sind etwa 20 Millionen grüne KWh mehr als das alte Werk, denn die neue Technik ermöglicht eine höhere Effizienz und einen höheren Wirkungsgrad. Bis Ende Dezember soll das neue Wasserkraftwerk 36.000 Familien mit Strom beliefern – das entspricht in etwa den Haushalten einer Stadt

Der Vertikalstollen

Daten und Fakten

Tunnel: Länge 850 m, Breite 6,5 m, 8,5 m hoch

Kavernenhalle: 18 m hoch, 16,5 m breit, 35 m lang, 2 Turbinen

Baujahr der alten Turbinen: 1940 und 1951

Stromproduktion neues E-Werk:

100 Millionen KWh pro Jahr, ein Plus von 20-25 %

Größter Grizzly-Rechen Europas: von Wild Metall Ratschings nach dem Coanda-System hergestellt und eingebaut

Umweltbilanz: aufgrund der jährlichen Produktionssteigerung von 20 Millionen KWh: durchschnittlich minus 11.600 Tonnen CO2, minus 6,2 Tonnen Stickstoffoxid, minus 60 kg Feinstaub pro Jahr

Gesamtbauzeit: 18 Monate

Betriebsdruck: 49 bar und 62 bar Druck, in unterirdisch verlegter Druckrohrleitung

Gesamtes Investitionsvolumen: 26.000.000 €

10 Mio. Firma Oberosler für Tunnel- und Kavernenbau sowie Senkrechtstollen; 4,6 Mio. Firma Troyer für Turbinen, Generatoren, Transformatoren sowie die gesamte Steuerung und Überwachung.

wie Bozen. Der Mühlbacher Bürgermeister freut sich, den Grund zwischen Bahnhof und der Siedlung Sonnleiten, wo früher die Druckleitungen zwischen den Häusern verliefen, für öffentliche Zwecke dazuzugewinnen.

Alt und neu im Vergleich

Spätestens im Dezember geht die neue Kraftwerksanlage in Mühlbach in Betrieb. Dabei haben die Eisackwerke in modernste Technologien investiert.

Das technische Equipment des alten Kraftwerks stammt aus den 40er und 50er Jahren und kann mit den heutigen Leistungsstandards nicht mehr mithalten. Für Eisackwerk war im Sinne der Umwelt ein maximaler Wirkungsgrad bei der neuen Anlage ausschlaggebend. Die von Troyer gelieferten Anlagen haben einen um 20 % höheren Wirkungsgrad als die alten. Das heißt, es kann bei etwa gleichen Bedingungen um 20 % mehr Energie erzeugt werden. Die veralteten Maschinen sind nur noch bis November in Betrieb und werden dann vom neuen unterirdischen Kraftwerk ersetzt. Die Druckrohrleitungen, die seit den 40er bzw. 50er Jahren durch den Dorfkern von Mühlbach verlaufen, werden noch innerhalb diesen Jahres entfernt.

INFO

Eisackwerk GmbH

Gerbergasse 40 | 39100 Bozen Tel. 0471 977 769 | Fax 0471 977 466 info@eisackwerk.it | www.eisackwerk.it

Druckrohrleitungen durch Mühlbach: Alte Druckrohrleitungen werden entfernt.

„Nur die besten Firmen …“

… arbeiten für uns. Davon sind Helmuth Frasnelli und Karl Pichler überzeugt. Wirtschaftlich für Südtirol besonders interessant: Alle Firmen kommen aus Südtirol.

Helmuth Frasnelli: Wir haben darauf Wert gelegt, dass ausschließlich einheimische Firmen zum Zug kommen. Mit der Baufirma Oberosler aus Bruneck, dem Turbinenbauer Troyer aus Sterzing sowie Klapfer, Ploner, Gufler und Wild haben wir höchst kompetente Partner. Auch sind zahlreiche Ingenieure und Freiberufler aus unserem Land in das Projekt involviert.

Radius: Abgesehen von den Aufträgen an Südtiroler Lieferanten kommt noch die heimische Bevölkerung in den Genuss einer besonderen Vergünstigung.

Karl Pichler: Das Wasser für das Kraftwerk stammt von den Gemeinden Mühlbach und Vintl – und der Bevölkerung dieser beiden Gemeinden wollen wir auch etwas zurückgeben: Sobald das neue Werk in Betrieb geht, wollen wir allen Familien in Mühlbach und Vintl 50 % Rabatt auf den Strompreis ab Werk auf die ersten 1800 kWh ihres Jahresverbrauchs anbieten. Auf den Mehrverbrauch wird ein konkurrenzfähiger weiterer Rabatt gewährt. Ein Angebot, das die Mühlbacher und Vintler Familien sicher gerne in Anspruch nehmen werden.

Radius: Was sind die besonderen Stärken Eures Projektes?

H. Frasnelli: Die unterirdische Druckrohrleitung ist eine große Stärke unseres Projektes. Die alte Druckleitung verschwindet vom Mühlbacher Ortskern, dies gewährt mehr Sicherheit und ist auch landschaftlich ein großer Gewinn. Abgesehen davon ist unser innovatives Gesamtkonzept – von

Eine der Umweltauflagen bei der Wasserfassung war eine eigene Fischleiter.

der neuesten Technologie, bis zu den Umweltschutzmaßnahmen – Beispiel gebend. Das beweisen auch die zahlreichen Besuche internationaler Experten während der Bauzeit.

K. Pichler: Es gibt bei vielen bestehenden E-Werken samt Druckrohrleitungen ein enormes Verbesserungspotential. Mit unserem Projekt in Mühlbach schöpfen wir diese Möglichkeiten zur Gänze aus. Durch technische Innovationen und völlig überarbeitetem Gesamtkonzept erzielt die Eisackwerk GmbH in Mühlbach gegenüber den anderen Bewerbern mit Abstand den höchsten Wirkungsgrad.

Radius: Was heißt das konkret?

H. Frasnelli: Das heißt, dass wir bei gleichen Bedingungen etwa 20 % mehr Strom als vorher produzieren werden. Wir haben viel in neue Turbinen, Generatoren, Transformatoren und Druckleitungen der letzten Generation investiert. Das zahlt sich langfristig sicher aus. Insgesamt haben die Eisackwerk GmbH dafür rund 26 Millionen Euro investiert, wobei über elf Millionen Euro auf das Umweltprogramm entfallen.

Radius: Bei Projekten in dieser Dimension, dauern die Arbeiten oft länger und die Kosten fallen oft wesentlich höher aus als veranschlagt ...

K. Pichler: Wir liegen genau im Plan, sowohl was Kosten als auch Bauzeit betreffen. Dank kompetenter Bauleitung und einheimischen Lieferfirmen gab es in dieser Hinsicht keinerlei negative Überraschungen, ganz im Gegenteil. Wir waren immer wieder erstaunt, wie kleine Probleme kurzfristig und technisch einwandfrei gelöst werden konnten.

Radius: Wann wird dann die alte Rohrleitung abmontiert?

H. Frasnelli: Auch das läuft genau nach Plan, das wird noch 2012 passieren.

v.l.: Karl Pichler und Helmuth Frasnelli

EnergyPlusHaus: Power pur!

Wolf Haus realisiert das Einfamilienhaus, das aus erneuerbaren Ressourcen mehr Energie produziert als es verbraucht! Große Entdeckungen und Erfindungen entstehen aus dem Wunsch, etwas nachhaltig zu verändern.

Mutiger und schneller zu sein, ist nur für jene eine annehmbare Herausforderung, die über die eigenen Grenzen und das Unbekannte hinausblicken, und damit auch für andere neue Wege weisen.

Marktführer zu sein und in Forschung und Entwicklung zu investieren, die den Menschen zugute kommt, sieht das Südtiroler Unternehmen Wolf Haus als seine Verpflichtung. Das Unternehmen hat die Herausforderung angenommen, etwas gänzlich Neues und in dieser Art noch nie da Gewesenes zu schaffen: das EnergyPlusHaus – das Haus für die Zukunft.

Revolutionäres Konzept

Das EnergyPlusHaus ist sowohl auf dem Bau- als auch auf dem Energiesektor ein absolut revolutionäres Konzept. Zum ersten Mal in der Geschichte ist die Rede von einem Gebäude, das wesentlich mehr Energie produziert als es verbraucht und auf breiter Skala angeboten werden kann. Das EnergyPlusHaus übertrifft dabei alle bisherigen „Nullenergie-Projekte”. Es ermöglicht, was namhafte internationale Universitäten in den letzten Jahren ver-

mehrt in den Mittelpunkt ihrer Forschung gestellt haben – ein System, mit dem der Eigentümer Geld mit seinem Haus verdient, indem er einfach nur darin wohnt! Die vorhandene Überschuss-Energie kann in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden und bietet dem Hausbesitzer somit eine neue, zusätzliche Einnahmequelle, auf die er zukunftssicher zählen kann.

„Am Anfang dieses Projektes standen ehrgeizige Ziele“, so Kurt Schöpfer, Geschäftsführer von Wolf Haus. „Wir strebten ein Haus mit vollständig neuer Lebensqualität an, das dem Begriff „Wohnen” einen nachhaltigen Hintergrund verleihen und vor allem jeder Kundenschicht zugänglich gemacht werden sollte. Und so begannen wir, ein Haus zu entwickeln, das die gesamte Energie aus der Natur bezieht und sich und seine Bewohner vollständig autonom versorgt, ohne auf den gewohnten Komfort zu verzichten.“

Wohnkonzepte mit Komfort und Energieeffizienz

Wolf Haus ist seit Jahrzehnten Vorreiter in der Entwicklung innovativer Konstruktionssysteme mit Hauptaugenmerk auf Komfort und Energieeffizienz. Dies war wohl auch der Grund dafür, dass das Unternehmen in den letzten Jahren nicht nur die meisten KlimaHaus A zertifizierten Gebäude realisiert hat, sondern auch Wohnkonzepte, die die Richtlinien der Europäischen Union für 2020 schon lange vorwegnehmen.

Das EnergyPlusHaus ist ein komplexes Bausystem, das auf einem einfachen Prinzip beruht: Das Haus wird zu einem Ort des Wohlergehens, das sich je nach klimatischen und geografischen Gegebenheiten ganz individuell den energetischen Notwendigkeiten des Wohnens anpasst. Es handelt sich nicht einfach um irgendein „Hausmodell“, sondern um ein wahres Konstruktionskonzept, das völlig flexibel eine bemerkenswerte Energieeinsparung mit autonomer, erneuerbarer Energieproduktion vereint. Dabei greift es nicht etwa auf eine sehr breit ausgelegte, was die Wiederverwertung betrifft, nicht ganz umweltunbedenkliche Photovoltaiklösung zurück, sondern sorgt mit einem gezielten Technologiemix für eine umweltfreundliche, ressourcenschonende Energiebereitstellung. Diese Wohnidee erlegt noch dazu Designwünschen keine Grenzen auf und macht dadurch jedes Projekt sowohl umwelttechnisch als auch finanziell einmalig.

Forschungs- und Entwicklungsarbeit

Das in diesem Jahr von Wolf Haus auf der KlimahouseMesse in Bozen der Öffentlichkeit präsentierte Gebäudekonzept, verzeichnet eine enorme Nachfrage. Innerhalb von nur wenigen Monaten sind bereits mehr als 20 „EnergyPlus“-Häuser errichtet worden und das Kundeninteresse steigt kontinuierlich und außergewöhnlich stark an. Knapp 150.000 Besucher klicken monatlich die Homepage des Unternehmens an, um sich über die neuesten Entwicklungen zu informieren.

„Dank der intensiven Forschungs- und Entwicklungsarbeit unserer Experten“, ergänzt Schöpfer „sind wir in Kürze in der Lage, dieses System auch auf Großprojekte wie Kindergärten, Schulen, Bürokomplexe, Altersheime und öffentliche Einrichtungen anzuwenden.“ Der Markt für dieses Produkt ist riesig. Europaweit werden knapp 40 % der Gesamtenergie in Gebäuden verbraucht. Somit bietet dieser Bereich ein enormes Sparpotential. Die Europäische Union drängt die Mitgliedstaaten vehement, die gemeinsam beschlossenen Reduktionsziele einzuhalten. Alle Institutionen suchen deshalb händeringend

nach praktikablen und bezahlbaren Lösungen. Das Freienfelder Unternehmen Wolf Haus hat diese für den Neubau bereits parat. „Wir stehen zu unserer Verantwortung. Für unsere Kunden haben wir mit diesem Gedankengut in über 50-jähriger Firmengeschichte tausende Gebäude entwickelt und errichtet“, schildert Kurt Schöpfer. „Die Bedürfnisse und Wünsche der Auftraggeber, die uns vertraut haben, standen dabei immer im Mittelpunkt. Ein Bauwerk zu realisieren bedeutet eine Welt zu schaffen, in die man sich zurückziehen, leben oder arbeiten kann, Strukturen und Räume zu gestalten, die auf harmonische und umweltschonende Weise nicht nur die heutige Generation beherbergen, sondern auch die der Zukunft – Unser Wunsch ist es, ihnen eine bessere Welt zu hinterlassen.“

INFO

Wolf Haus

Industriezone Wolf 1 | 39040 Freienfeld (BZ) Tel. 0472 064 000 | mail@wolfsystem.it www.wolfhaus.it | www.energyplushaus.com

Umweltverträglich heizen mit fossilen Energieträgern

Der moderne Brennwertkessel nimmt nicht mehr Raum ein als die herkömmlichen Durchlauferhitzer.

Steigende Kosten für Brennstoffe, insbesondere jene aus fossilen Energien, lassen viele an eine Modernisierung der Einrichtung zur Aufbereitung von Warmwasser und Heizung denken. Selbst wer vor zwanzig Jahren noch auf autonome Gasheizkessel gesetzt hat, sieht sich nun Alternativen gegenüber, die die Kosten für angenehmes Klima zuhause bedeutend verringern.

Das Modewort der heutigen Zeit heißt Brennwertkessel. Diese platzsparenden Anlagen gibt es nicht nur für Neubauten, sondern auch für Altbestände, wo Anschlüsse meist vorgegeben und Platz knapp sind.

In gewissem Sinne heizen die heute gebräuchlichen Heizkessel auch die Umwelt mit: Die Wärme steigt nach oben und so ist es nicht ungewöhnlich, dass die Temperatur der

Abgase im Schornstein auch 150 °C und mehr betragen. Diese Energie verpufft sozusagen im Nichts. Moderne, effiziente Heiztechnologie nutzt diese Wärme konsequent aus und kondensiert die Temperatur der Abgase über einen Wärmetauscher zu Wasserdampf und sammelt diesen für die weitere Nutzung in Form von Heizungswärme. Bei Brennwertkesseln wird der heiße Rauch am kühlen Heizwasser vorbeigeleitet, bevor er aus dem Schornstein strömt. Das Ganze funktioniert wie in einem Schnellkochtopf: Aus einem Topf ohne Deckel strömt die Wärme zu einem guten Teil nach oben ab. Ein Deckel fängt die Hitze auf, lässt sie kondensieren und in den Topf zurückfließen. Der hermetische Abschluss durch den Deckel behält so die Wärme im Inneren und wird zum schnelleren Garen ausgenützt. Am Ende benötigt das Brennwert-Gerät sogar eine elektrisch betriebene Pumpe, um die Abgase wieder in den Schornstein zu befördern, da ihre Temperatur auf etwa 40 °C zurückgegangen ist. Experten behaupten, dass ein Gas-Brennwertgerät auf diese Weise übers Jahr gesehen bis zu 40 % der Kosten für Warmwasser und Heizung sparen kann.

Erdgas plus solar Noch effizienter ist laut Aussagen von Sachverständigen die Kosteneinsparung, sobald ein Brennwertgerät von Solar-Thermie unterstützt wird. Der Flächenbedarf für die Außengeräte ist vergleichsweise gering. Je nach Ausrichtung des Daches sind zwei bis drei Quadratmeter Sonnenkollektoren pro Person im Haushalt ausreichend. Solarkollektoren funktionieren übrigens auch, sobald der Himmel bewölkt ist, oder draußen Winter herrscht. In der Regel lässt sich der Warmwasserverbrauch über diese Technik abdecken, mit dem Einsatz auch für die Heizung sollten sich, so immer noch die Experten, bis zu weitere 20 % der Heizkosten einsparen lassen. Idealerweise eignet sich dieses Niedrigenergie-System für Fußbodenheizung, aber auch für großflächige Heizkörper und für die herkömmlichen Radiatoren, sofern diese mit genügend Vorlaufzeit betrieben werden.

Die Umwelt wird’s danken

Zu diesen Vorteilen kommen noch deutlich bessere Werte für die Umwelt dazu: Das Brennmittel Erdgas gilt heute schon als extrem schadstoffarm, es erzeigt kaum Ruß oder Feinstaube, stößt merklich weniger CO2 aus und ist im Vergleich zu Öl weltweit noch in größeren Mengen verfügbar, auch aus politisch vergleichsweise stabilen Ländern. Fortschrittliche Länder gehen darüber hinaus vielfach darauf über, selbst Bio-Gas zu produzieren. Grundstoffe sind dabei Pflanzenreste, tierische Abfälle und speziell angebaute Energiepflanzen. Da das Gasnetz parallel dazu immer weiter

Über einen Wärmetauscher wird die Hitze der Abgase zu Wasserdampf kondensiert, der dann für die neuerliche Nutzung in Form von Heizungswärme herangezogen wird.

ausgebaut und immer weiter verzweigt wird, fallen zudem die aufwändigen Transportwege für konventionelle Heizmittel wie Holz und Öl weg.

Überschaubare Kosten

Ein moderner Brennwertkessel kostet in der Regel rund doppelt so viel wie eine herkömmliche Gastherme, jedenfalls je nach Produzent zwischen 1000 und 2000 Euro. Dazu kommen die Aufwände für die Solar-Konvektoren und die

Zu- und Ableitungen. Der Arbeitsaufwand bleibt dagegen bescheiden, weil eine solche Installation bzw. Umänderung normalerweise innerhalb eines Arbeitstages abgeschlossen ist. Dazu kommt die Möglichkeit, diese Investition nach den neuesten gesetzlichen Richtlinien mit 55 % in der Steuererklärung geltend zu machen. Im Vergleich zu alternativen Maßnahmen wie die Dämmung der Außenwände durch Isoliermäntel amortisieren sich die Investitionen für Brennwertkessel – wie Experten errechneten – bereits nach fünf bis sechs Jahren, während eine Dämmung je nach Material von zwanzig bis 50 Jahren Betrieb benötigt, um mit der eingesparten Energie die getätigten Auslagen zu decken. In Italien gibt es eine ganze Reihe von Produzenten und Importeuren solcher Brennwertgeräte, sodass wohl für jeden Bedarf und jedes Budget ein geeignetes Gerät zu finden ist.

Klimaenergy – Klimamobility

Ein besonders reichhaltiges Angebot erwartet die Besucher der Klimaenergy vom 20. bis 22. September in der Messe Bozen. Über 150 Ausstellern bieten ein breites Informationsspektrum zu den erneuerbaren Energien und deren Anwendungen und einen 360°-Ausblick auf die verfügbaren Technologien und Lösungsansätze.

Das wachsende Interesse für erneuerbare Energieträger, die groß angelegte Ausstellungsfläche und ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit einem internationalen Fachkongress, geführten Enertours zu nachhaltigen Energieerzeugungsanlagen in Südtirol, Workshops, Tagungen und der 2. Internationalen Fachmesse für nachhaltige Mobilität versprechen eine erfolgreiche Neuauflage. Die Ausstellungsbereiche der Fachmesse umfassen die Produktkategorien Solarenergie (Solarthermie, Photovoltaik, solares Kühlen und Beleuchtung), Biomasse, Biogas und Biokraftstoffe, Wasserkraft, Geothermie, Kraft-Wärme-Koppelung, Wasserstoff, Brennstoffzelle, Wärmerückgewinnung und Windkraft. Ebenfalls auf der Messe vertreten sind die Bereiche Finanzierung, Forschung sowie Fachpresse und Verbände.

Nachhaltige Mobilität

Nach dem großen Erfolg der ersten Auflage von Klimamobility, Fachmesse für nachhaltige Mobilität, findet sie auch in diesem Jahr wieder zeitgleich mit der Klimaenergy statt. Diese Messe bietet ihren Besuchern über 40 ausgestellte Marken und einen internationalen Fachkongress mit anerkannten Experten aus dem Bereich der nachhaltigen Mobilität. Zudem können sowohl Elektro-, als auch Wasserstofffahrzeuge Probe gefahren werden. Unter diesen Fahrzeugen sind der Opel Ampera, der Nissen Leaf und mehrere Elektrofahrzeuge von Renault. Ein weiteres Highlight stellt auch die European Hydrogen Road Tour dar, die die zweite Auflage der Klimamobility einleitet und Wasserstoffautos von Daimler, Toyota, Honda und Hyundai ausstellt.

Am Donnerstag, 20. und Freitag, 21. September öffnet die Messe von 9.00 bis 18.00 Uhr ihre Tore; Samstag, 22. September hingegen von 9.00 bis 17.00 Uhr. Der Eintritt beträgt 10 € Das Eintrittsticket kann zum ermäßigten Preis von 5 € auch online erworben werden. Dieses ermöglicht es, dem Besucher die Messehallen direkt zu betreten ohne vorher an den Kassen anzustehen. Das Ticket gilt auch für die Fachmesse Klimamobility.

Grüne Region –Klimaland Südtirol

Umweltschutz und die Nutzung erneuerbarer, sauberer Energien sind die Basis einer zukunftsorientierten Entwicklung. Seit langem wird in Südtirol intensiv an Maßnahmen gearbeitet, um das Land auf Basis der „Klima-Strategie 2050“ zum „Klimaland“ und zum „grünen Wirtschaftsstandort“ zu entwickeln.

Öffentliche Einrichtungen, Forschungsstätten, aber auch private Unternehmen werden in diese Bemühungen mit eingeschlossen, denn grüne Energietechnologien und nachhaltiges Bauen sind wichtige Zukunftsthemen mit großem wirtschaftlichen Potenzial. In Südtirol sind rund 500 Unternehmen im Bereich der grünen Energie tätig. Eine besondere Rolle bei der Forschungsarbeit fällt der Europäischen Akademie Bozen zu. In den Bereichen Autonomie, Berg, Gesundheit und Technologien wird Grundlagenforschung sowie internationale und überregionale Auftragsforschung betrieben. Zahlreiche Projekte können durch den besonderen Lokalbezug als Modell für die Gestaltung europäischer Regionen herangezogen werden. So auch bei der effizienten Nutzung der Energie.

Nachhaltigkeitsgeist als vorherrschende Maxime

Seit der Gründung der Eurac vor 20 Jahren stehen die Prinzipien der Alpenkonvention in den Leitsätzen des Forschungsinstitutes. „Wir wünschen uns, dass der Nachhaltigkeitsgedanke zur vorherrschenden Maxime in allen Bereichen des Lebens und der Wirtschaft wird. Deshalb stehen bei uns Projekte zur besseren Nutzung der vorhandene Energien im Vordergrund“, betont Eurac-Direktor Stephan Ortner. Es müsse weiterhin konsequent gehandelt werden, die „Grüne Region“ dürfe nicht als Marketingobjekt missbraucht werden, sonst verlaufe der Einsatz kontraproduktiv. Südtirol deckt bereits jetzt über die Hälfte

Vier erneuerbare Energiequellen

seines Energiebedarfs ohne Verkehr aus erneuerbaren Energiequellen ab. Bis 2050 solle der Prozentsatz auf über 90 Prozent erhöht werden.

Lokale und internationale Forschung

Im Euregio-Projekt „Solar Tirol“ wird zum Beispiel das Potenzial für Solarstrom ermittelt und gleichzeitig geprüft, wo und in welchem Umfang einen Nutzung sinnvoll ist, um in Tirol, Südtirol und im Trentino konkrete Schritte einzuleiten.

• Installation von thermosanitären Anlagen – Gas

• Restaurierung Wohnungen

• Kondominiums Wartungen

• Klimaanlagen

• Industrielle Rohrverlegungsarbeiten

Hydrotermo Sanitaria

Mitterweg 8 - 39100 Bozen - Tel. 0471/975399

Fax 0471/069760 - hydrotermosanitaria@yahoo.it www.hydrotermosanitaria.com

„Die modernen Technologien des Monitoring können dazu beitragen, ein Gesamtkonzept auf den Gebieten Natur/Klima/Wirtschaft und ländlichem Raum zu entwickeln, das alle Aspekte beachtet und zu einer nachhaltigen Entwicklung führt. Wir arbeiten dabei eng mit den Landesämtern, dem Zivilschutz und Forstämtern zusammen“, betont Marc Zebisch, Leiter des Institutes für Angewandte Fernerkundung.

Energieeinsparung als größtes Potenzial

Südtirol ist gesamtstaatlich ein Vorbild beim Einsatz erneuerbarer Energien. Die SEL leistet bei der Nutzung der Wasserenergie einen entscheidenden Beitrag. Geplant ist ein noch stärkerer Einsatz in den Bereichen Wind- und Solarenergie. „Einen immer stärkeren Akzent setzen wir auf Energieeffizienz in Bezug auf die thermische Sanierung von Gebäuden. Hier besteht ein enormes Potenzial. Die SEL ist nicht nur Produzent von Energie, unser Auftrag besteht auch darin, innovative Projekte zur Energieeinsparung voranzutreiben“, erklärt der Präsident der SEL AG, Wolfram Sparber, der auch als Leiter des Institutes für Erneuerbare Energien an der Eurac tätig ist.

Nachhaltigkeit als gesamtgesellschaftliches Handlungsprinzip

Die möglichst nachhaltige Nutzung aller Umweltressourcen ist auch das zentrale Thema der Tätigkeiten der Umweltagentur. „Dies bedeutet unter anderem, dass die Erforder-

nisse der Wasserkraftnutzung und die ökologischen Notwendigkeiten der Gewässerökosysteme bestmöglich aufeinander abgestimmt oder Aspekte der Luftreinhaltung in Biomassekraftwerken und Müllverbrennungsöfen angemessen berücksichtigt werden“, erklärt der Direktor der Umweltagentur Flavio Ruffini. Täglich wird geprüft, wie sich solche Nutzungen auf die Umwelt und Gesundheit auswirken. Werden Grenzwerte überschritten, wird Alarm geschlagen. Sanktionen sind allerdings selten. Sie kommen zur Anwendung, wenn trotz Aufklärungen und Mahnungen keine Einsicht zur Umsetzung von umwelttechnisch notwendigen Maßnahmen herrscht. Beratung, Mediation, Kontrolle und Umweltbildung spielen deshalb eine zentrale Rolle.

Gemeinsame Synergien besser nutzen

In diesem Jahr wurden die Landesämter für Energieversorgung und Energieeinsparung Teil der Landesagentur. Damit können Synergien zwischen Umwelt und Energieproduktion besser genutzt werden. „Jetzt geht es an den Aufbau der Energieagentur. Ziel ist es einen Kompetenzbereich in Sachen Energieeffizienz, Energieproduktion und Qualitätskontrolle zu schaffen. Es geht darum, die gesamten Verfahren auf eine qualitativ höhere Ebene zu bringen, um die Probleme der Vergangenheit nicht zu wiederholen und die neuen Herausforderungen wie Klimawandel und Energiesparen besser einbinden zu können“, sagt der Direktor.

Neuanfang mit SolarLiving

Die Sensibilisierung in Richtung Photovoltaikanlagen ist durch die Energiekrise das tägliche Brot der Manager und auch der Verbraucher geworden. Erneuerbare Energien und besonders Photovoltaik ist in aller Munde, verstärkt auch durch die staatliche Förderung des „Conto energia“.

SolarTotal hat sich in wenigen Jahren im Photovoltaiksektor einen Namen gemacht und zählt mittlerweile zu den Leadern des Sektors. Der Hauptsitz von Solartotal befindet sich in den Niederlanden, mit weiteren Niederlassungen in Belgien, Deutschland und Südafrika. Seit 2008 ist das Unternehmen auch in Italien vertreten, mit einem kompetenten Management und ebenso guten Ergebnissen. SolarTotal hat weltweit 400 Mitarbeiter, davon 70 in Italien, mit den Monteuren werden saisonbedingt bis zu 150 Mitarbeiter beschäftigt.

Die Stärken waren von Anfang an die organisatorischen Fähigkeiten und die Orientierung an den Bedürfnissen der Kunden. Durch die gesammelte Erfahrung am Markt ist man in der Lage immer bessere Lösungen anzubieten was Material, Montagezeiten und Kosten betrifft. Ein Beweis für die gute Arbeitsweise ist die Kundenzufriedenheit und damit verbunden die Mund-zu-Mund-Werbung. Mittlerweile gehen knapp 50 % des gesamten Verkaufs auf diese sehr persönliche „Marketingschiene“ zurück.

Zahlen und Fakten

SolarTotal hat über 25.000 Photovoltaikanlagen in ganz Europa montiert, davon 3500 in Italien mit einer Gesamtleistung von über 150 Megawatt. Der geleistete Umwelt-

beitrag: Einsparung von 250 Mio. kg CO2! Im Jahr 2012 hat SolarTotal das Augenmerk noch mehr in Richtung Umweltschutz und Energiesparen gerichtet. Man hat sich dazu entschlossen die gesammelte Erfahrung im Sektor der Einfamilienhäuser zu nutzen und eine neue Marke zu kreieren: „SOLARLIVING“. Mit dieser Marke möchte SolarTotal die Marktführung im privaten Sektor erreichen. Durch die gesetzliche Förderung des „5° Fördertarifs“ und den ständig steigenden Energiepreisen, zahlen sich Photovoltaik-Anlagen bis zu 12 kWp gerade jetzt aus. Dies ist ein wichtiger Schritt in Richtung „Green Economy“. Im Zuge der neuen Marke sind einige Wohltätigkeitsprojekte geplant. Zum Beispiel „Neuanfang mit SolarLiving“, um den Wiederaufbau von Schulen im Erdbebengebiet in der Provinz Mantua zu unterstützen. In den nächsten Monaten sind noch weitere, ähnliche Aktivitäten geplant.

Das Ziel von SolarLiving ist Photovoltaikanlagen für jedermann zugänglich zu machen. SolarTotal setzt zur Zielerreichung auf Standard-Anlagen bezüglich Material und Preis, auf klare und transparente Angebote und bietet zudem die Möglichkeit, die Anlage auf die Bedürfnisse der Kunden anzupassen. Weitere Infos auch auf der Klimaenergy, Stand Nr. D22/16.

INFO

SolarTotal Srl

Galvanistr. 40 C | 39100 Bozen Tel. 0471 061 680 | Fax 0471 061 681 info@solartotal.it | www.solartotal.it | www.solarliving.it

Brennercom baut neuen „energy room“

Brennercom erneuert die gesamte Stromzufuhr und baut dafür einen neuen „energy room“ im eigenen Firmensitz in Bozen. Das Südtiroler Telekommunikationsunternehmen gibt dafür 150.000 Euro aus und vervierfacht damit die zur Verfügung stehende Leistung. Dies bedeutet noch mehr Sicherheit für die Brennercom, aber hauptsächlich für die Kunden.

Brennercom hat im Jahr 2012 rund 150.000 Euro in die Errichtung einer eigenen Mittelspannungsstation – den so genannten „energy room“ – investiert. Der Bau wurde aufgrund des stetig steigenden Energiekonsums erforderlich. Das Unternehmen verbraucht jährlich bis zu 3 Millionen Kilowattstunden (kWh) Strom. Die Mittelspannungskabine ermöglicht eine Vervierfachung der kW: Ab sofort stehen der Brennercom zwei Transformatoren zu jeweils 800 kW zur Verfügung, die eine potentielle Gesamtleistung von 1,6 Megawatt ermöglichen. Diese Station ist mit einem unter Volllast betankbaren Diesel-Notstromgenerator gekoppelt, der bei einem Ausfall automatisch den Strom auf unbestimmte Zeit übernimmt. Dieser weist einen Hubraum

von 20.000 cc und eine Leistung von 1000 PS auf. Der Diesel-Motor bleibt aktiv, bis die primäre Stromversorgung wieder hergestellt wird.

„Die Stromversorgung ist ein grundlegender Aspekt für ein Rechenzentrum. Die Server müssen ohne Spannungsspitzen oder Spannungsabfällen auf ununterbrochene Weise mit Strom versorgt werden, um ein plötzliches Ausschalten oder sogar Schäden an den Geräten zu vermeiden. Es wird somit eine konstante Versorgung gefordert. Deshalb ist ein umfassendes Energiemanagement bei uns nicht mehr wegzudenken. Mit dem Bau des energy rooms verbessern wir die Energieversorgung deutlich. Durch diese Kabine sind wir vollkommen unabhängig. Dies bedeutet noch mehr Sicherheit für unsere CUbE-Kunden“, so Karl Manfredi, Geschäftsführer der Brennercom.

Die neue Station ist im Erdgeschoss des BrennercomPalais in einem 30 Quadratmeter großen Raum angefertigt worden. Alle Arbeiten wurden bei laufendem Betrieb des Unternehmens ausgeführt.

Die Station versorgt den Brennercom-Sitz. Vor allem speist es CUbE, das Herzstück des Unternehmens. CUbE – die Hochsicherheits-Serverfarm von Brennercom – wurde nach den strengsten ANSI/TIA/EIA-942 (Telecommunications Infrastructure Standard fror Data Centers) Sicherheitsstandards und nach ökologischen Grundsätzen von Green IT entwickelt und ist mit einem innovativen Klimatisierungssystem ausgestattet, das 2012 mit einem Patent für gewerbliche Erfindungen ausgezeichnet wurde. Brennercom hat die Zertifizierung nach ISO/ IEC 27001 (Informationssicherheits-Managementsysteme) und die Qualitätszertifizierung nach ISO 9001 erhalten. Außerdem wurde die Serverfarm mit der „Green Energy“-Ökostrom-Zertifizierung ausgezeichnet. Die „Green Energy“-Zertifizierung garantiert den Verbrauch von Energie aus Südtiroler Wasserkraft, also hundertprozentig CO2 frei.

Brennercom energy room

PPP: Ein Modell mit Zukunft

Public Private Partnership (PPP), also die öffentlich - private Partnerschaft, soll in Zeiten von knappen öffentlichen Haushalten Investitionen ankurbeln. Ein Beispiel für eine erfolgreiche Umsetzung eines PPP-Projektes mit Südtiroler Beteiligung ist der Bau der Londoner Emirates Air Line Cable Car des Unternehmens Doppelmayr.

Die Handlungsspielräume der öffentlichen Hand, wichtige und für das Gemeinwohl notwendige Investitionen zu tätigen, werden in Zeiten von knapper werdenden öffentlichen Haushalten zusehend beschränkter. So rücken auf der Suche nach neuen Instrumenten der Finanzierung von öffentlichen Projekten mehr und mehr die öffentlichen privaten Partnerschaften (Private Public Partnership – PPP) ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Der Staat, aber auch die lokalen öffentlichen Verwaltungen, sind auf diese neuen Finanzierungsmodelle angewiesen. Der Begriff PPP beschreibt unterschiedliche Kooperationsformen zwischen der öffentlichen Hand und der Privatwirtschaft und avanciert so zum Schlüsselbegriff bei der Wahrnehmung von öffentlichen Aufgaben und Interessen. Durch PPP können die öffentlichen Verwaltungen ihre dringend benötigten Handlungsspielräume zurückgewinnen, um notwendige Investitionen im Sinne des Gemeinwohls umsetzen zu können. Im Wesentlichen geht es bei PPP-Modellen darum, dass die öffentliche Hand partnerschaftlich mit Unternehmen und Bürgern eine Reihe von Aufgaben wahrnimmt, die im öffentlichen Interesse stehen. So wird beispielweise nicht nur der Bau oder die Sanierung eines öffentlichen Bauwerkes – beispielsweise einer Schule, eines Krankenhauses, einer Mautstraße, eines Parkplatzes – übergeben, sondern auch die Planung, Finanzierung und Führung der Struktur. Im Gegenzug erhält der private Investor eine Miete von Seiten der öffentlichen Verwaltung oder darf Gebühren von den Nutzern der Struktur einheben. Derartige öffentliche private Partnerschafts-

modelle zeichnen sich in erster Linie durch eine langfristige, vertraglich geregelte Zusammenarbeit zwischen den Akteuren des öffentlichen und des privatwirtschaftlichen Sektors aus. Damit sichergestellt wird, dass ein PPP-Projekt auch erfolgreich und im Sinne und zum Vorteil der Bevölkerung umgesetzt wird, behält die grundsätzliche Verantwortung für die Aufgabenerfüllung die öffentliche Verwaltung.

Thomas Ausserhofer, Präsident des Kollegiums der Bauunternehmer

Bürgernahe Dienstleistung Oft wird die Frage aufgeworfen, wer denn nun den größeren Nutzen aus diesem Modell zieht: „Es geht hierbei letztlich darum, welchen Nutzen die Bürger haben, also diejenigen, die die Struktur nach der Fertigstellung nutzen. Das Ziel muss es sein, bei gleichbleibender oder sogar steigender Qualität, die Dienstleistung bürgernäher und bedarfsgerechter zu strukturieren. Auch wenn sich in Europa die PPP-Modelle derzeit auf die Bereiche Bildung, Kultur oder auf einzelne Infrastrukturprojekte konzentrieren, müssen wir die PPP-Projekte auf Stadtentwicklung und Stadtplanung ausweiten. Dabei denke ich zum Beispiel an die Verbauung des riesigen Bahnhofareals in Bozen. Dies könnte europaweit ein Vorzeigemodell werden“, erklärt Thomas Ausserhofer (Unionbau GmbH), Präsident des Kollegiums der Bauunternehmer. Allerdings – so gibt Ausserhofer zu bedenken – sei nicht jedes öffentliche Bauvorhaben dazu geeignet, als PPP umgesetzt zu werden, genauso wenig wie jede öffentliche Struktur als PPP geführt werden könne. „Jedes einzelne Projekt muss genau analysiert werden, ob es sich auch als PPP-Projekt eignet. Eine Bedarfsermittlung und eine Machbarkeitsstudie muss erstellt und dann zum Wohle der Allgemeinheit umgesetzt werden“, so Ausserhofer.

Die im Juni 2012 eröffnete Emirates Air Line Cable Car in London von Doppelmayr.

Öffentlich-private Partnerschaft

In Italien wurde das PPP-Modell in den vergangenen Jahren schon sehr erfolgreich eingesetzt. Im Jahr 2011 wurden insgesamt 24 Milliarden Euro in öffentliche Arbeiten investiert: Mit 10,5 Milliarden Euro wurden etwa 44 Prozent davon für PPP-Modelle verwendet. Die öffentliche Hand investierte im Jahr 2009 zwar mit 32 Milliarden Euro mehr Geld in öffentliche Arbeiten, der Anteil der PPP-Projekte betrug aber nur ca. 30 Prozent (10 Milliarden Euro). Das bedeutet, dass bei schrumpfenden Haushalten, die öffentlich-privaten Partnerschaften zunahmen und das Modell Schule machte. Auf nationaler Ebene werden diese Kooperationen schon seit geraumer Zeit erfolgreich durchgeführt. Leider ist hier die Region Trentino-Südtirol ein Spätzünder. Denn während die Region Veneto zwischen 2002 und 2010 24 Prozent der gesamten öffentlichen Arbeiten über PPP-Modelle abwickelte, waren es im selben Zeitraum in der Region Trentino-Südtirol nur magere zwei Prozent. Und dabei wäre die öffentlichprivate Partnerschaft durchaus ein Modell, das der Südtiroler Bauwirtschaft in Zeiten schrumpfender öffentlicher Haushalte hilfreich sein könnte. Denn die Bandbreite der Projekte, die sich für PPP eignen, ist weit: von der Müllentsorgung und Wasserwirtschaft über den Transportsektor (Flugplätze, Brücken und Tunnel, öffentlicher Nahverkehr) bis hin zu Sport- und Kulturzentren. Die verschiedenen PPP-Kooperationsmodelle können also eine entscheidende Rolle bei Stadterneuerungs- und Revitalisierungsprojekten einnehmen, da sich hier die sichtbarsten und offensichtlichsten Schnittmengen von öffentlichen und privaten Interessen ergeben.

Emirates Air Line Cable Car

Als Beispiel für eine gelungene Umsetzung eines PPP-Modells gilt die im Juni 2012 eröffnete Emirates Air Line Cable Car in London, die erste Seilbahn im öffentlichen Personennahverkehrsnetz im Vereinigten Königreich. Im Sommer 2010 entschieden die Londoner Verkehrsbetriebe „Transport for

London“ (TFL) eine Seilbahn über die Themse zu bauen, die die wichtigsten Punkte der Stadt schnell und einfach miteinander verbindet. Den Zuschlag für den Bau des 70 Millionen Euro schweren Projekts holte sich das Unternehmen Doppelmayr gemeinsam mit der Britischen General Contractor Mace Group Ltd. Um einen Teil der Investitionen zu decken, wurden die Werberechte für die Bahn an „Emirates Air Line“ für rund 45 Millionen Euro vergeben. Emirates erhält im Gegenzug die Werberechte und das Branding der Stationen und Seilbahnkabinen für die nächsten zehn Jahre. Somit scheint bei jeder Seilbahnstation und jeder Kabine das Emirates-Logo auf. Die restliche Investition wird durch die künftigen Kartenerlöse abgedeckt. Betrieben und gewartet wird die Bahn direkt von Doppelmayr und Mace.

INFO

Kollegium der Bauunternehmer

Schlachthofstr. 57 | 39100 Bozen Tel. 0471 282 894 | Fax 0471 263 901 info@baukollegium.it

Edi Biber – das Maskottchen der Südtiroler Bauwirtschaft

Energieeffiziente Pumpsysteme

In der Wasserwirtschaft hat es in den letzten zehn Jahren einen starken Umbruch gegeben, um den notwendigen Energiesparmaßnahmen gerecht zu werden. Es galt das Produkt immer leistungsstärker zu schaffen, aber gleichzeitig dessen Energieverbrauch zu verringern.

Die Firma Laimer vertreibt seit über 60 Jahren Firmen wie Caprari Pumpen, die in ihrer Produktion stets großen Wert auf Zuverlässigkeit, Wirtschaftlichkeit und ein gutes Preis/Leistungsverhältnis gelegt haben. Nur durch intensivste Investitionen zur Weiterentwicklung der Neuprodukte und gekonntes Eingehen auf die Bedürfnisse und Erfordernisse des Marktes hat sich der Industriebetrieb mit 700 Mitarbeitern bis heute erfolgreich als unabhängiges Familienunternehmen durchsetzen können.

CAPRARI – pumping power

Caprari hat sich zu einem weltweit exportierenden Unternehmen entwickelt: mit 28 Filialen und Agenturen und einer Präsenz in über 70 Ländern mit 600 lokalen Verkaufspunkten. Allein in unserer Region sind mittlerweile über 2000 Kreiselpumpstationen der Firma Caprari installiert.

AQUAFIDES – Trinkwasserqualität

Auch in der Firma Aquafides hat Firma Laimer einen zuverlässigen und innovativen Partner gefunden. Allein in Südtirol sind bereits weit über 600 UV-Wasseraufbereitungsanlagen in Gemeinden, Trinkwasserkonsortien, Gastbetrieben und künstlichen Beschneiungsanlagen in Betrieb.

Die bakterientötende Wirkung von kurzwelligem UVC-Licht im Bereich von 254 nm schafft Trinkwasserqualität ohne Umweltbelastung und Chemie.

Kompetenzzentrum LAIMER – EMAA

Die Firma Laimer hat auf hochwertige Produkte gesetzt und beliefert in langjähriger Zusammenarbeit Kunden mit hohen Qualitätsansprüchen.

Damit der Vertrieb auch regelmäßige und fachmännische Wartung und Diagnose anbieten und durchführen kann, kurzum optimalen Service leisten, hat Fa. Laimer auch die Elektromechanische Werkstätte EMAA übernommen und versucht zukunftsorientiert, die Bedürfnisse der Kunden rundum abzudecken.

Strom- und Wa SS ertechnik

- Kreisel- und Tauchpumpen für Bewässerungssysteme

- Hochdruckpumpen für Beschneiungsanlagen und Industrie

- Schmutz- und Abwasserpumpen für Kläranlagen und Baustellen

- Pumpen für die Lebensmittelindustrie

- Pumpen für den Zivilschutz

- UV-Desinfektionsanlagen für die Wasserentkeimung von Trink- und Abwasser sowie für Schwimmbäder

- Stromgeneratoren für die flexible Stromversorgung

- Hochdruckreiniger

- Bedürfnisorientierte Beratung

- Reparaturdienst und Serviceeinsätze

Ralos weiter auf Erfolgskurs

Planung von PV-Anlagen und neue Dienstleistungen mit strengem Augenmerk auf das Kosten-Nutzen-Verhältnis. Von Meran aus, wo das Unternehmen seinen Sitz hat, werden die Projekte von Planung über Einkauf, Logistik und Bau, direkt und mit eigenem Personal abgewickelt.

Das Ralos-Team ist klein, aber extrem motiviert und schlagkräftig. Nur bei der Montage aufs Dach werden ausgewählte externe Partnerfirmen mit einbezogen. Ralos setzt auf höchste Qualitätsstandards, nicht nur bei der Wahl der Module und Wechselrichter, sondern vor allem in der Wahl des Montagesystems und der elektrischen Auslegung der Anlagen.

Wartung und Überwachung als Ertragsgarantie für den Investor periodische professionelle der Anlagen der PVAuftraggeber

beruhigt seine Investition genießen. Durch den Einsatz von hochtechnologischen Überwachungssystemen können auch mehrere verschiedene PV-Anlagen optimal betreut werden und eventuelle Fehler sofort erkannt und behoben werden. Zur Planung und Montage der Photovoltaikanlage übernimmt Ralos Northern Italy auch notwendige Asbestsanierungen und liefert dem Auftraggeber schlüsselfertige leistungsstarke Anlagen. Die Ausrichtung von Ralos Northern Italy wird weiterhin die Realisierung von neuen, die Wartung, Betreuung, Überwachung und Potenzierung von bestehenden PV-Anlagen sein.

Unabhängige Energieversorgung

Dank der jahrelangen Erfahrung im PV-Geschäft kann die Firma Ralos ihren Kunden auch Komplettlösungen mit anderen erneuerbaren Energien anbieten. Ralos bietet Lösungen für eine unabhängige Energieversorgung. Es handelt sich um Insel-Systeme, die mit allen zum Betrieb notwendigen Komponenten ausgestattet, abgestimmt und angepasst sind. Diese Systeme sind netzunabhängige Anlagen und können auch bis zu 100 % zum Energieverbrauch genutzt werden. Eine solche Energiezentrale ermöglicht ein komfortables und intelligentes Energiemanagement via Internet und Touchpad.

energy solutions

Qualität. Kompetenz. Service.

Leistungsstarke Anlagen

Erstklassige Komponenten

Pünktliche Ausführung

Komplettlösung für Asbest-Sanierung Effiziente Anlagenüberwachung

Kompetente Wartung

200 kWp - Fioletti S.p.A., Brescia
736 kWp + Fassade 113 kWp - OG Juval, Partschins
1.700 kWp – OG Kaiser Alexander, Leifers
106 kWp Grufrut Group, Branzoll

Spezialschmierstoffe für Windkraftanlagen

Die Leistungen der Windkraftanlagen sind in den letzten Jahren sprunghaft aus der 750 kW Klasse über die 1,5 und 2 MW bis zur 5 MW Klasse gestiegen. Damit verbunden sind wesentlich höhere Anforderungen an die technischen Bauteile, vor allem die fettgeschmierten Komponenten, wie Wälzlager bzw. Zahnkränze und Ritzel. Die Firma Fuchs Lubritech stellt sich diesen Herausforderungen.

Fuchs Lubritech zählt zu den weltweit führenden Produzenten von Spezialschmierstoffen für anspruchsvollste Anwendungen. Der Schmierstoffspezialist zeichnet sich durch ein überdurchschnittliches Fach- und Spezialwissen in Nischenanwendungen, eine sehr hohe technische Beratungskompetenz und das überragende Leistungsvermögen seiner Schmierstoffe aus.

Windkraftanlagenhersteller

Exklusiver Vertreter von Fuchs Lubritech in Italien ist die Firma Welponer. Im Bereich der Windkraft – Windkraftanlagenhersteller, Komponentenhersteller und Windkraftbetreiber – steht mit der Firma Welponer ein kompetenter Ansprechpartner für spezifische schmierstofftechnische Anwendungen zur Verfügung. Der Kontakt zu den Herstellern beginnt schon in der Phase der Planung einer neuen Windkraftanlage und ihrer Komponenten. Dabei werden die technischen Bedürfnis-

se und die Leistungsfähigkeit der Spezialschmierstoffe genauestens analysiert. Ein Beispiel hierfür sind die Hauptlager sowie die Blatt- und Turmlager, wo typischerweise kritische Betriebsbedingungen wie Schwingungen (False Brinelling Effekt) und hohe Lasten auftreten. Hier kommen die vollsynthetischen Spezialschmierstoffe wie die Fettpaste gleitmo 585 K für die Blatt- und Turmlagerschmierung, oder das Hochleistungsfett Stabyl Eos E 2 für die Schmierung der Hauptlager zum Einsatz. Die Entwicklung dieses Spezialschmierstoffes ist das Ergebnis eines Forschungsprojekts, an dem unter anderem ein Windkraftanlagenhersteller, ein Universitätsinstitut, führende Wälzlagerhersteller und Fuchs Lubritech mitgewirkt haben. Für die Zahnkranzschmierung stehen verschiedene Haftschmierstoffe der Ceplattyn Reihe mit speziellen Festschmierstoffen zu Verfügung und für die temperaturbeanspruchten Generatorenlager das spezifisch entwickelte Spezialfett Urethyn XHD 2. Als Referenzen zu nennen sind namhafte Wälzlagerhersteller, unter anderem Thyssen Krupp Rothe Erde, IMO, Liebherr, FAG, SKF – große Windkraftanlagenhersteller wie Repower, GE, Nordex, Sinovel, und Goldwind, sowie die Schmieranlagenhersteller Lincoln, Beka, Delimon, Hove u.a.

Windparks und mehr … Erschwerte Umweltbedingungen durch neue Standorte kommen vermehrt hinzu, die Windparks rücken immer mehr an bzw. in das Meer (Offshore Windparks) mit hohen Feuch-

tigkeits- bzw. Salzbelastungen und stärkeren, oft wechselnden Winden oder in extreme Regionen, wo sehr tiefe oder sehr hohe Temperaturen vorherrschen. Das hat umgehende Auswirkungen nicht nur auf die Komponenten der Anlagen, sondern auch auf den Schmierstoff.

Eine Windkraftanlage, die nicht läuft, verursacht hohe Kosten, weil in erster Linie kein Strom ins Netz eingespeist wird, und auch weil bei einem Bauteilausfall oft sehr hohe Reparaturkosten anfallen. Das spiegelt sich typischerweise wider in den Verträgen, die die Windkraftbetreiber mit den Windkraftanlagenherstellern abschließen. Die heutigen Verträge sind oft darauf ausgerichtet, die höchste Verfügbarkeit der Anlagen bei möglichst niedrigen Betriebskosten zu gewährleisten. Fuchs Lubritech und Welponer sind die kompetenten Ansprechpartner mit den richtigen Schmierstoffen und viel Erfahrung im Bereich der Windkraft, ganz nach dem Motto “We make the wind win“.

INFO

Welponer GmbH

Leonardo-da-Vincistr. 10 | 39100 Bozen

Tel. 0471 973 258 | Fax 0471 974 303 welponer@welponer.com |www.welponer.com

Energy.dis – Sicherheit durch Kompetenz

Der harmonische und nachhaltige Ausbau der erneuerbaren Energien im Einklang mit Mensch und Natur ist ein Markenzeichen unseres Landes. Energy.dis hat sich dieser Vision verschrieben und berät seit über zehn Jahren Unternehmen im Bereich der Stromproduktion und -verteilung.

Viele Südtiroler Unternehmen, Private und Gemeinden haben in den vergangenen Jahren den Sprung zum Stromproduzenten gewagt und viel Kapital in den Bau bzw. den Ausbau von Produktionsanlagen investiert. Natürlich ist es Ziel, das eingesetzte Kapital wieder zu erwirtschaften. In der Realität sehen die Investoren sich neben dem operativen Betrieb auch mit einer Vielzahl von Herausforderungen im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen und Meldungsverpflichtungen konfrontiert. Besonders die neuen gesetzlichen Veränderungen, die entsprechenden Verpflichtungen und die einsetzende Konsolidierung erfordern eine umfassende und kontinuierliche Beratung.

Die Firma Energy.dis aus Brixen bietet, mit 22 Fachkräften und über 500 Kunden, beginnend vom privaten Kleinproduzenten über die Elektrogenossenschaften, größeren Sromproduzenten, Gemeinden bis hin zu den Stromverteilern eine komplette und optimale Unterstützung an.

Energy.Consulting: Im international aufgestellten Beratungsbereich werden Ideen aufgenommen und im Rahmen von Strategieentwicklung, Business-Plänen, Energiekonzepten bewertet und deren Realisierung vorangetrieben. Hierzu zählen strategische Konzeptionierung des Übernahmeprozess der SEL-Stromnetze, Normative Audits und Gap-Analysen. Studio Psaier & Unterberger Ing. Studio: Die Projektierung von Produktionsanlagen aus Wasserkraft, Photovoltaik, Biogas und Biomasse sowie alle erforderlichen behördlichen Genehmigungsverfahren einschließlich aller notwendigen Schritte bis zur Netzeinspeisung und dem Erhalt der staatlichen Energieförderungen für unsere Kunden erfolgt im Hause durch das Ingenierbüro. Für unsere Verteiler werden konkrete technische Analysen der Lastflüsse und die Aufrüstung zu „smart grids“, das Wirk-, und Blindleistungsmanagement und Einführung aktiver Elemente zur Spannungsregelung immer wichtiger.

Energy.Dis – Service: Die abgesicherte administrative Betreuung und Absicherung aller gesetzlich vorgesehenen Meldungen erfolgt durch qualifizierte Mitarbeiter und speziell entwickelte Informatiksysteme. Über ein Hochleistungs-WAN werden aktuelle Zählerstände automatisiert ausgelesen und verarbeitet. Unterstützt werden auch die Wasserversorger gemäß den neuen Bestimmungen der Authority.

Energy.Trade: Die Dynamik und Komplexität des Strommarktes erfordert eine individuelle Beratung zur Vermarktung der Stromproduktion, der Grünen Zertifikate und weiteren Energieprodukten über den jeweils optimalen Vertriebskanal (z.B. Spot-Strombörse, Terminmarkt, OTCForwards, GSE, etc.). Das Lastmanagement und die Programmierung der Kraftwerskprofile gemäß 281/2012/R/efr und das Settelment runden das Paket ab.

INFO

Energy.dis GmbH

Julius-Durst-Str. 6 | 39042 Brixen

Tel. 0472 275 300 | Fax 0472 275 310

info@energy-dis.it | www.energy-dis.it

Blickpunkt Energieberatung

Radius hat mit dem Geschäftsführer der Energy.dis Eugen Psaier hinsichtlich der gesetzlichen Änderungen im Energiesektor und der damit verbundenen Anforderungen an Unternehmen und Dienstleister gesprochen.

Radius: Treibstoffpreise erreichen Höchststände und der Strompreis scheint trotz Konsumflaute nur einen Weg zu kennen, nach oben. Wie bewerten Sie diese Entwicklung?

Eugen Psaier: Sicher, die Hauptursachen sind die gestiegenen Rohölpreise und der im Vergleich zum Vorjahr schwächere Euro. Zudem wirken sich die Förderungen der regenerativen Energien in Form der AUC-Komponenten immer stärker auf den Strompreis aus.

Radius: Es stimmt also, dass die erneuerbaren Energien ein Strompreistreiber sind und die aktuellen Kürzungen der Photovoltaikförderung in den neuen Dekreten gerechtfertigt sind?

E. Psaier: Fakt ist, dass die erneuerbaren Energien den Spotmarktpreis der elektrischen Energie an der Börse in den Tagesstunden nach unten drücken. Ohne erneuerbare Energien wäre der Strompreis wesentlich höher. Zudem haben die bisherigen Förderungen dazu geführt, dass vor fünf Jahren noch 6000 € für ein KW an Photovoltaikleistung bezahlt wurden und wir derzeit bei unter 1000 € angelangt sind. Auch der volkswirtschaftliche Faktor in der Beschäftigung und Wertschöpfung besonders hier in Südtirol ist bedeutend. Deshalb sind die Kürzungen nicht harmonisch.

Radius: Welche gesetzlichen Neuerungen gibt es sonst noch im Bereich der erneuerbaren Energien?

E. Psaier: Im neuen Dekret für die restlichen erneuerbaren Energien, außer Photovoltaik, welches ab 2013 gilt, ist die Förderung großzügiger ausgefallen. Insbesondere die kleinen Wasserkraftwerke und die an die Fernwärme gekoppelte Biomasse profitieren von den neuen Tarifen. Neu ist, dass es entweder einen Einheitspreis für kleine E-Werke oder einen sogenannten Feed in Premium in Kombination mit dem Eigenverbrauch der Energie gibt. Abzuwarten sind die Auswirkungen für die zwingende Eintragung in ein Register ab 2013 für Anlagen einer bestimmten Größe. Diese Kontingentierung impliziert wohl ein erhöhtes Investitionsrisiko.

Energy.dis GmbH – Beratung und Dienstleistungen im Energiesektor

Gründung: 2001

Mitarbeiter: 22

Kunden: Energieproduzenten, Verteilerunternehmen und Investoren

Leistungen: Beratung, Meldungen an Behörden (UTF, TERNA, AEEG), Abwicklung (GSE, GME, Händler, Energiekunden)

Eugen Psaier

Zur Person

DDr. Ing. Eugen Psaier hat in München Energietechnik, in den USA und in Innsbruck Wirtschaft studiert und ist Geschäftsführer und Teilhaber des Beratungsunternehmens Energy.dis. Im Jahr 2008 gründete er mit Ing. Martin Unterberger zusätzlich das Ingenieurbüro Studio Psaier & Unterberger. Zudem besteht eine enge Zusammenarbeit in Steuerfragen mit der Steuerkanzlei Psaier&Partner

Radius: Welche Herausforderungen sehen Sie in der Zukunft?

E. Psaier: Die Goldgräberstimmung in den regenerativeren Energien ist in Italien vorbei; eine schrittweise Marktkonsolidierung wird einsetzen. Wir als Beratungsunternehmen haben uns darauf vorbereitet: Wir bieten dem Produzenten ein Paket an Sicherheiten an, welches ihn gegenüber den immer komplexeren Meldungspflichten zu 100 % schützt. Mit Hilfe unserer Fachkräfte können wir hier einen Support bieten, der Produzenten und Verteiler in ihren Vorhaben umfassend unterstützt.

Radius: Welche Anforderungen werden an Dienstleistungs- und Beratungsunternehmen wie die Energy.dis gestellt?

E. Psaier: Das beauftragte Beratungsunternehmen sollte folgende Voraussetzungen erfüllen: nachgewiesene Kompetenz durch langjährige Erfahrung und Tätigkeit im Sektor mit entsprechenden Referenzen; ein qualifizierter Mitarbeiterstab: Häufig kurzfristig angesetzte gesetzliche Fristen für Meldungen erfordern Flexibilität und Mitarbeiter, welche die Dienste für die Kunden kurzfristig garantieren können; Sicherheit durch Haftung und Garantien: Welche Garantien kann der Dienstleister bieten? Übernimmt er auch eventuelle Strafen und bietet er die entsprechende Sicherheit? Unabhängigkeit und Vertraulichkeit insbesondere bei Investitionsentscheidungen? Unablässig ist, dass der Dienstleister unabhängig ist und keine anderen großen Akteure Einfluss haben.

Radius: Denken Sie, dass sich die Situation demnächst wieder entspannt?

E. Psaier: Eher nicht, da die Rohölpreise auch weiterhin langfristig steigen werden. Die globale Rohölnachfrage steigt ungebrochen, während das Ölangebot nur noch mit Mühe Schritt halten kann. Schon in wenigen Jahren könnte es zu einer relativen Verknappung kommen, die einen Preisschub auslöst. Zudem muss aufgrund fehlender Alternativen das Energiesystem weiter in Richtung regenerative Energiequellen umgebaut werden und das kostet natürlich Geld.

Roadshow mit Liebherr

Niederstätter AG organisiert in den Herbstmonaten eine Roadshow, bei welchen zwei absolute Neuheiten im Kranbereich in ganz Südtirol und Trient präsentiert werden. Der Kran Liebherr 65 K, in Kombination mit einer neuen Schnellläuferachse, und der Liebherr 22 HM mit erstmaliger Straßenhomologierung für Italien.

Der Liebherr 22 HM mit lenkbarem Unterwagen ist ein Schnelleinsatzkran und kann im Anhängeverfahren mit betriebseigenem Fahrzeug selbst transportiert werden.

Vorteile des Kranes sind folgende

• Hydraulische Ein-Mann-Montage: Der Kran entfaltet sich von selbst und die Baufirma, der Zimmerer oder Dachdecker kann den Kran mit nur einem Mann selbst montieren.

• Transport als Anhänger: Der 22 HM kann von jedem Baumeister selbst mit seinem Lkw gezogen und direkt auf die Baustelle gebracht werden.

• Manövrieren in engsten Baulücken: Dank des gelenkten Unterwagens ist das Manövrieren in engsten Baulücken und Innenhöfen für diesen Kran kein Problem.

Die zweite Neuheit, der Liebherr 65 K, welcher bei der Roadshow präsentiert wird, basiert auf dem Konzept des vor zwei Jahren vorgestellten 81 K. Der Kran ist unglaublich leistungsfähig und besticht durch seine Traglast von 4500 kg sowie unglaubliche 1400 kg an der Spitze bei 40 Metern. Nutzten Sie die Gelegenheit, sich diese zwei Krane aus der Nähe anzusehen. Die genaue Strecke der Roadshow in Südtirol und Trentino wird noch bekanntgegeben. Weiteres dazu auf www.niederstaetter.it

INFO

Niederstätter AG

Achille Grandi Str. 1 | 39100 Bozen

Tel. 0471 061 100 | Fax 0471 061 101 info@niederstaetter.it | www.niederstaetter.it

Es soll auch „menschelen“

Seit Herbst 2006 ist die TIROLER VERSICHERUNG mit Sitz in Innsbruck mit einer Landesdirektion in Bozen vertreten. Im Radius-Interview zieht Landesdirektor Alois Kaiser eine „vorsichtig zufriedene“ Bilanz der bisherigen Aktivitäten.

Radius: Wie zufrieden sind Sie mit dem bisherigen Engagement?

Alois Kaiser: Wir haben uns sorgfältig auf diesen Markteintritt vorbereitet und können bislang zufrieden Zwischenbilanz ziehen. Bis dato wurde die Planung sogar deutlich übertroffen. Aber noch ist es viel zu früh, um in Jubel auszubrechen, dafür haben wir zu viel Respekt vor diesem hochentwickelten Markt.

Radius: Welche Strategie verfolgen Sie südlich des Brenners?

A. Kaiser: Wir wollen mit unserer Dienstleistung punkten und das bedeutet vor allem, in der Schadenserledigung für die Kunden spürbar die Nummer eins zu sein. Schäden in Südtirol werden sehr kundenorientiert und rasch abgewickelt. Und damit sind wir deutlich schneller als es hier üblich ist.

Radius: Wo sehen Sie die Stärken der „TIROLER“?

A. Kaiser: Wir konzentrieren uns auf die Region, in der wir „daheim“ sind. Unsere Produkte müssen nicht in halb Europa „verkaufbar“ sein und können daher für Südtirol maßgeschneidert werden. Hier sind wir einfach viel beweglicher als ein europaweit tätiger Konzern. Dazu kommt, dass wir alle für Südtiroler Kunden wichtigen Entscheidungen in Bozen treffen.

Radius: Welche Rolle soll die TIROLER VERSICHERUNG bis 2015 in Südtirol einnehmen?

A. Kaiser: Wir wollen von den Südtirolern im positivsten Sinne als ein „etwas anderer Versicherer“ erlebt werden: Eine Versicherung, bei der man spürt, dass trotz aller rechtlichen Erfordernisse dennoch nicht die Paragraphen und das Streben nach Marktanteilen das Handeln bestimmen, sondern der Auftrag unserer Gründerväter aus dem Jahr 1821, für alle unsere Kunden den bestmöglichen Schutz und – wie wir heute sagen – die beste Dienstleistung anzubieten.

Von Anfang an.

Alois Kaiser

Das innovative E-Rad

Als vor über zehn Jahren das erste Modell des „Frisbee“ der Bozner Firma TC Mobility vorgestellt wurde, rechnete kaum jemand damit, mit welchem riesigen Erfolg das Elektrorad den heimischen und nationalen Markt erobern würde.

Leicht, wendig, umweltschonend, schnell und extrem belastbar, Frisbee-Bikes finden immer mehr Freunde. Wurden die Nutzer anfangs noch etwas belächelt, haben die Räder von TC Mobility nun auch im Spitzensport Einzug gehalten. Nachdem das Bike in Sonderausführung bereits erfolgreich in den Anden getestet wurde, brechen der Extrem-Abenteurer Maurizio Doro und der Auerer Hubert Marchese nun zu einem neuen Abenteuer nach Marokko auf. Gemeinsam werden sie das Atlas-Gebirge durchqueren und auf 2000 km rund 20.000 m Höhenunterschied in rund zwei Wochen überwinden. Bis zu 300 km kann das technisch ausgefeilte „Frisbee Endurance“ ohne Batterieaufladung schaffen, und täglich bis zu 100 km auf unwegsamem Gelände zurücklegen. Was unter extremen Belastungen erprobt wird, hat sich seit langem auf der Straße

bewährt. Im Jahr 1999 entwarf der technikbegeisterte Bozner Tüftler Maurizio de Concini das erste Modell und leistete somit Pionierarbeit auf dem Gebiet der Elektromobilität. Ein hohes technisches Know-how, ständige Verbesserungen und ein breites Angebot an Modellvarianten ermöglicht die richtige Auswahl für jede Anforderung. Ob zum täglichen Gebrauch, auf dem Weg ins Büro oder zum Einkauf, als schnelles und immer bereites Einsatzfahrzeug der Stadtpolizei oder Postmitarbeiter, Frisbee bietet seinen Nutzern Bequemlichkeit und Flexibilität und durch neuentwickelte Batterien und patentierter Tretunterstützung ein immer neues Fahrvergnügen.

Frisbee Factory Store

Im firmeneigenen Geschäft in der Kopernikusstrasse wird jeder Kunde fachmännisch beraten. Das ausgebildete Team steht den Kunden bei der Auswahl des geeigneten Modells zur Seite. Es gibt auch Schnäppchen im Angebot. Zu besonderen Konditionen können überholte Modelle, Ausstellungsräder und Einzelstücke erworben werden. Auch nach dem Kauf steht TC Mobility mit der Spezialwerkstätte zur Verfügung, um das erworbene Rad lange in Bestzustand zu erhalten.

BLS: „Grünes“ Marketing für Südtirol

Südtirol ist die „Green Region Italiens“: Mit dieser Aussage macht Südtirols Standortagentur Business Location Südtirol (BLS) Unternehmer und Investoren auf die Vorreiterrolle des Landes im Sektor „Green“ aufmerksam und positioniert Südtirol als einzigartigen grünen Wirtschaftsstandort innerhalb Italiens und Europas.

Südtirol hat viele Elemente vorzuweisen, die es zu einer grünen wirtschaftlichen Modellregion Italiens machen. „Im Bereich „Green“ hat sich in Südtirol viel getan, hier sind wir stark, auch was die Wirtschaft angeht“, unterstreicht Wirtschaftslandesrat Thomas Widmann. „Der Sektor Energieeffizienz und erneuerbare Energie ist stark gewachsen, über 500 Unternehmen sind derzeit in der Branche tätig. Auch der Bereich „E-Mobility“ legt rasant zu und birgt immer größere Möglichkeiten in sich. Wir haben hier große Wettbewerbsvorteile, gerade gegenüber den anderen italienischen Regionen. Eine Positionierung Südtirols in Italien als „Green Region“ lag deshalb auf der Hand.“

Gelebter Prozess

Sich von seinen Mitbewerbern abzugrenzen und in der Kommunikation und Vermarktung auf seine Einzigartigkeit und Stärken hinzuweisen, sei im immer härteren Standortwettbewerb auch für einen starken Wirtschaftsstandort unumgänglich, so der Landesrat. „Dabei ist es wichtig, die Botschaft zu vermitteln, dass „grün“ in Südtirol ein Prozess ist, der hier gelebt wird, und nicht nur ein Werbeslogan“, so Widmann. „Dieser Prozess ist dank einer vorausschauenden Umwelt- und Energiepolitik längst angebahnt. Jetzt ist es wichtig, dass wir weiterhin auf kontinuierliche, nachhaltige Standortentwicklung setzen. Ein wichtiges Schlüsselprojekt dabei ist der neue Technologiepark, dessen Schwerpunkt genau das Thema ‚grün‘ sein wird.“

Die Aufgabe der Positionierung und Kommunikation des Wirtschaftsstandorts Südtirol am Markt obliegt konkret Südtirols Standortagentur BLS. Bevor sie die Bezeichnung „Green Region“ für ihre Marketingaktivitäten in Italien einführte, ließ sie die Glaubwürdigkeit und Attraktivität der Aussage zunächst in einer qualitativen Umfrage vom renommierten Marktforschungsinstitut ISPO Mailand

Grüne Zahlen: Werbekampagne „Green Region“ und BLS am italienischen Markt

abtesten und bestätigen. „Das Ergebnis war sehr positiv: Nach Ansicht der Befragten wird Südtirol vor allem in der Wirtschaftswelt innerhalb Italiens bereits als sehr aktiv im Bereich „green“ wahrgenommen, weshalb die angestrebte Positionierung wunderbar funktioniert“, erklärt BLSDirektor Ulrich Stofner.

Kampagne Green Region

Die Kernaussage der Kampagne, die Südtirols grünen Ruf in Italien festigen soll: Südtirol ist der ideale natürliche Lebensraum für Unternehmen des „grünen“ Sektors. „Umgesetzt wird eine Print- und Onlinekampagne in wichtigen nationalen Medien, in einem Dossier über die „Green Region“ Südtirol haben wir zudem die wichtigsten, für italienische Unternehmen relevanten Daten und Fakten zum Thema zusammengetragen“, sagt Stofner. Das italienischsprachige Dossier „Alto Adige. La Green Region d’Italia“ kann unter www.bls.info/green-region heruntergeladen werden.

Mit Know-how zur Energieeffizienz

Durch jahrelange Erfahrung und fast 3000 installierten Photovoltaik-Anlagen hat sich die Firma MST Energy aus Bozen mit Hilfe neuester Technik das Ziel gesetzt, nicht nur mehr Photovoltaik Anlagen zu verwirklichen, sondern jedem Kunden ein individuelles Energiekonzept zu erstellen.

Das sichere Gefühl, die richtige Endscheidung getroffen zu haben, ist die beste Garantie für die Zukunft, schon heute “Know-how“ von morgen zu verwenden. Dieses Ziel wird in Zusammenarbeit mit hochwertigen Partnern verwirklicht. Allen Produkten aus den Bereichen Photovoltaik und Wärmepumpen werden von unabhängigen Instituten Langlebigkeit sowie ein hoher Leistungsertrag bescheinigt. Das fachkundige Team von MST Energy ist bei allen Phasen des Projektes Ansprechpartner, ob bei der Optimierung sich bereits in Produktion befindender Anlagen oder bei der Realisierung neuer Energiekonzepte. Mit diesem Gesamtpaket können Privathaushalte fast autonom und ohne zusätzliche

Unsere Gesamtpakete zur Energieeffizienz beinhalten sechs Schwerpunkte: PV Anlagen – Batteriespeichersysteme - LED Konzepte – Luftwärmepumpen – Infrarotheizungen - Steuersysteme Georg Hochko

Tel. 0471 941 143 gra k@mediaradius.it

Energiekosten auskommen. Durch die intelligente Solar Management Software kann jede schon produzierende Photovoltaikanlage optimiert und ihre Amortisierungszeit verkürzten werden (bis zu 15 %).

Ein Netzwerk, viele Leistungen

Das Handwerker-Plus-Netzwerk gilt südtirolweit als professioneller Partner für Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten für Gebäude und haustechnische Anlagen.

Das im Sommer 2011 gegründete Netzwerk stellt den Kunden ein breites Leistungsspektrum zu Verfügung. Ziel ist es, möglichst alle Leistungen durch eine effiziente Zusammenarbeit der Firmen „aus einer Hand“ zu erbringen. Das Handwerker-Plus-Netzwerk ist das Ergebnis einer langjährigen Zusammenarbeit der zehn Südtiroler Firmen, die zuvor ohne Netzwerkstruktur kooperierten und nun als eingespieltes Team arbeiten.

Zu den Mitgliedern dieses Netzwerkes gehören das Elektrounternehmen Electro Universal, der Dachdeckerbetrieb Gamper Dach, die Installationsfirma Hydroklima KG, Böden Lobis, die Tischlerei Plankl, das Bauunternehmen Hubert Schweigkofler, der Malermeister Felix Weiss und der Spenglerei- und Sicherheitsbetrieb Schmidt AS. Zuletzt beigetreten

ist Günther Schweigkofler, der im Netzwerk für den Bereich Energiemanagement zuständig ist. Die Beratung reicht hierbei von der Erfassung des Energieverbrauchs bis zur Ausarbeitung und Umsetzung von Vorschlägen zur Energieeinsparung. Durch eine effiziente und optimierte Bewirtschaftung von Gebäuden werden zusätzlich Kosten gespart. Ob für Großprojekte, Netzwerk- oder Einzelarbeiten, das Handwerker-Plus-Netzwerk ist für alle Kunden und Partner rund um die Uhr erreichbar.

Absolut nicht von der Stange

Vielfach, wenn man an ein Fertighaus denkt, hat man den Bungalow oder das schlichte Kompakthaus im Kopf. Dass es auch ganz andere Möglichkeiten gibt, beweist ein Mehrfamilienhaus in St. Lorenzen.

Hier ist in der Heilig-Kreuz-Straße ein imposantes fünf-Familien-Haus mit insgesamt 550 m² Wohnfläche entstanden. Es gliedert sich in zwei Baukörper, die durch das Treppenhaus verbunden sind. Das Pultdachhaus im Klimahaus Standard B öffnet sich nach Süden hin. Terrassen und großzügige Balkone laden zum Verweilen ein.

Der Entwurf des Hauses stammt von Hans Call aus St. Vigil und war ursprünglich weder als Fertig- noch als Holzhaus geplant. Während der Planungsphase informierte sich Stephan Peintner im Internet und stieß auf Hartl Haus: „Die Schnelligkeit und die Vorzüge der Trockenbauweise sowie die Planungssicherheit mit klarer Preisvorgabe überzeugten mich und meine Brüder. Das Haus wurde individuell geplant, wobei Innentüren, Böden und Bäder ausgenommen wurden. Den Elektriker und Hydrauliker wollten wir für den späteren Service vor Ort haben. Deshalb haben wir von Hartl Haus

Sie haben eine ViSion, wIe IHR HAUS AUSSeHen SoLL?

empfohlene einheimische Handwerker genommen. „Mit Abriss des alten Hauses und Neubau war das Haus bereits nach fünf Monaten bezugsfertig. Der Aufbau dauerte nur eine Woche. Danach konnte trocken weiter gearbeitet werden, uns fiel besonders das angenehme Raumklima auf. Geheizt wird nur im Wohnzimmer und den Bädern, die tief stehende Sonne im Winter ist ansonsten ausreichend“, erklärt Stephan Peintner. Mit der Ausführung ist er – selbst Handwerker –sehr zufrieden: „Es hat alles perfekt geklappt.“

IntellIgente QualItät Von HARTL HAUS

wir setzen Ihre Vision mit intelligenter Qualität nach Ihren individuellen Vorstellungen um. Gerne mit dem Architekten Ihrer wahl und einheimischen Handwerkern vor ort. Genießen Sie den Vorteil der absoluten Kostensicherheit in kürzester Bauzeit. Bauen Sie auf die unübertreffliche Qualität von HARTL HAUS mit zukunftsweisender energie- & Umwelt-Kompetenz Vertrauen Sie auf über 115 Jahre erfahrung und 97,1% Kunden-Zufriedenheit.

HARTL
Das großzügige Mehrfamilienhaus in St. Lorenzen wurde in Fertigbauweise erstellt.

Sparsam. Sauber. Elektroscooter.

Immer mehr Zweiradfahrer steigen vom stinkenden Verbrennungsmotor auf einen sauberen Elektroantrieb um. Elektrofahrzeuge werden in den nächsten Jahren das Straßenbild verändern. Die Vorzüge liegen auf der Hand: Elektroantriebe machen Spaß, sind sparsam und tragen wesentlich zu Reduzierung des CO2-Ausstoßes bei.

Electrocycles Bozen bietet schon heute Elektroscooter mit modernster Antriebs- und Akkutechnik an. Mehr Fahrspaß: Elektromotore erreichen weit höhere Wirkungsgrade als Verbrennungsmotore und machen die Scooter dadurch zu sehr agilen Fahrzeugen mit wesentlich besseren Fahrleistungen. Die hervorragende Beschleunigung und der komplett lautlose Elektromotor machen Fahren mit einem Elektroscooter zu einem einmaligen Erlebnis mit hohem Spaßfaktor. Weniger Kosten: Moderne Lithium-Ionen-Akkus ermöglichen eine Reichweite von 100 km, bei einem Verbrauch von 50 cent. Steuerbefreiung, ein um 50 % reduzierter Versi-

cherungsbeitrag

Elektroscooter im Unterhalt sehr kostengünstig. Mehr Auswahl: Als Italiens größter Anbieter für Elektroscooter bietet Electrocycles sechs verschiedene Modelle zum Verkauf an. Mit Motoren von 1500 W bis 5000 W und Akkus mit bis zu 60 Ah Leistung bietet Electrocyles für jeden das richtige Fahrzeug. Die Modelle Novi, Novette Twin, Novum und Novax sind 45 km/h schnell und können ab 14 Jahren gefahren werden, das Modell Novum 77 erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 90 km/h und kann ab 16 Jahren gefahren werden. Überzeugen Sie sich selbst von den Vorteilen der Elektromobilität bei einer Testfahrt auf der Klimamobility in Bozen vom 20. – 22.09.2012.

Inserat: tecnokraft

Tecnokraft saniert mit Carbon

Die spezialisierte Firma Tecnokraft erarbeitet, liefert und installiert Systeme zur Verstärkung, Instandhaltung und Verfestigung bestehender Bauwerke aus Stahlbeton, Mauerwerk, Holz und Stahl.

Tecnokraft hat eine in mehreren Jahren gereifte Erfahrung im Bereich der Sanierung und Verstärkung von Bauwerken im konstruktiven Ingenieurbau.

Gemeinsam mit Bauleitern und Bautechnikern entwickelten und optimierten wir Arbeitsorganisation, Arbeitstechnik, Methodik, technische Analyse und die Wahl der einzusetzenden Materialien. Je nach anfallenden Problemen wählen wir den geeigneten Fasertyp (Kohlefaser, Aramidfaser, Glasfaser, usw.) und setzen das technisch sinnvollste Verstärkungssystem (zertifiziert) ein.

Tecnokraft bietet den Technikern und Planern unentgeltliche Hilfestellung bei der Bemessung, Berechnung und Planung von Verstärkungsarbeiten an Tragwerken, beim Einsatz von faserverstärkten Kunststoffen und bei der Zusammenstellung von Ausschreibungsarbeiten.

Mögliche Verstärkungsursachen sind:

• Erhöhung der Nutzlast

• Änderung des Tragsystems

• Verringerung der Durchbiegungen

• Decken- und Mauerwerkdurchbrüche

• Tragwerksmängel

• Erdbebensicherheit

Erdbeben-Verstärkungen von Mauern und Stützen mit Carbon

• Dämpfung von Schwingungen

• Schäden infolge Korrosion, Brand, Aufprall, Explosion

• Planungs- und Ausführungsfehler

Tecnokraft ist für die Region Trentino-Südtirol Exklusivvertreter von S&P Clever Reinforcement Company AG (CH) bzw. Verarbeiter der S&P Reinforcement Systeme.

Tecnokraft ist am Institut „Centro Italiano di Certificazione per le Prove non Distruttive, patrocinato da: CNR – ENEA – UNI” zertifiziert.

Nachträgliche Verstärkung und Sanierung von bestehenden Tragwerken mit Carbonfaser-verstärkten Kunststoffen

Tecnokraft KG des Luca Valenti 39055 Leifers Mobil 335 70 18 337 info@tecnokraft.it www.tecnokraft.it

von

Verstärkung
Holztragwerken

Energie – ein wertvolles Gut

„Weniger ist mehr“ – dieser oft etwas strapazierte Slogan ist gerade beim Einsatz von Energie aktueller denn je. Energie wird in vielen Bereichen unseres Lebens zu einem entscheidenden Faktor und mit Energie hängt auch ein gewichtiger Teil unserer Lebenshaltungskosten sowie der Produktionskosten von Unternehmen zusammen.

Es wird also zunehmend unumgänglich, mit diesem Wertvollen „Rohstoff“ so schoned wie möglich umzugehen. Energieeinsparen muss aber weder im privaten Bereich noch in den Betrieben mit drastischen Einschränkungen oder der Reduzierung von Lebensqualität oder von Entwicklungspotential einher gehen, sondern kann umgekehrt ein Schlüssel zu mehr Lebensqualität und zu einer strategischen Entwicklung hin zu größerer Wettbewerbsfähigkeit sein.

Das technisches Büro Energytech hat sich mit seiner Tätigkeit seit mehr als 15 Jahren dem gezielten Einsatz der Energie in den verschiedensten Formen und der Verwendung erneuerbarer Energieträger verschrieben.

Energieoptimierung durch erneuerbare Energieträger Mit einem motivierten und gut ausgebildeten Team werden Dienstleistungen angeboten und Projekte entwickelt, die auf den gezielten Einsatz von Energie, auf Energieoptimierung und auf die Verwendung erneuerbarer Energieträger zielen.

Die Tätigkeiten reichen von der energetischen Optimierung im Bauwesen, in Gewerbe und Industrie über die Planung und Baubegleitung von Energieanlagen jeder Art bis zur Betreuung von Betrieben und Energieerzeugungsanlagen. Dabei decken die angebotenen Leistungen das gesamte Spektrum ab.

Leistungen

Planung, Bauleitung, Betriebsoptimierung von: Thermosanitäre Anlagen - Lüftungsanlagen - Elektronanlagen und Spezialanlagen - Schwach- und Starkstromanlagen Wirtschaftlichkeitsanalysen, Planung, Bauleitung, Betreuung in der Führung von: BHKW Anlagen - Absorptionskälteanlagen - Photovoltaikanlagen - Biomasseanlagen zur Erzeugung von Wärme und Strom - Wasskraftwerke - Windkraftanlagen

Analysen an bestehenden Gebäuden und Anlagen: Dynamische Gebäudesimulationen - Thermografische Prüfungen von Gebäuden und Anlagen - Stromanalysen von selbst erzeugtem oder eingekauftem Strom Erstellung von Konzepten, Studien, Machbarkeitsanalysen: Kostenkalkulationen - Ertragsanalysen - Standortanalysen - Due Diligence für Energieanlagen jeder Art

Energetisch optimierte Anlagentechnik, Energieerzeugungsanlagen

Konzept – Planung – Realisierung – Betreuung im Betrieb

Das Team von Energytech mit seinen rund 20 Mitarbeitern, ist in allen Bereichen der Energietechnik tätig. Unsere Tätigkeitsfelder sind die energetische Optimierung im Bauwesen, in Gewerbe und Industrie, die Planung und die Begleitung im Bau und in der Führung von Energieerzeugungsanlagen und allgemein der rationelle Umgang mit Energie sowie die Verwendung erneuerbarer Energieträger. Durch den Einsatz von bestem Know How können Betriebskosten gespart und Umwelteinflüsse minimiert werden und dadurch oft entscheidende Wettbewerbsvorteile für unsere Kunden erzielt werden.

ENERGYTECH INGENIEURE G.m.b.H. Negrellistrasse 13 - I - 39100 Bozen T: 0471 054040 - F: 0471 054041 www.energytech.it

Intelligente Wärmepumpen

Die Dominanz fossiler Energieträger neigt sich dem Ende zu. Alternative Technologien beschleunigen diesen Prozess. Zum Beispiel die Hocheffizienz-Wärmepumpen, wie sie das österreichische Unternehmen Heliotherm herstellt.

Tatsächlich sind Hocheffizienz-Wärmepumpen von Heliotherm nicht nur die Zukunft, sondern bereits Gegenwart. Mehr als 25.000 befinden sich bereits im Einsatz. Vor allem in Europa, dem Kernmarkt des Unternehmens mit Sitz in Tirol. Unter dem Slogan „Machen Sie sich unabhängig“ bietet man dem Verbraucher einerseits Versorgungssicherheit durch die Nutzung der unbegrenzt zur Verfügung stehenden Energiequellen Grundwasser, Erde und Luft. Andererseits befreit man ihn von den finanziellen Unwägbarkeiten des Kohle-, Gas- und Ölmarktes. Intelligente Wärmepumpen werden in Zukunft auch deshalb ein wichtiger Faktor im europäischen Energiesystem sein, weil sie bei Energieüberschuss in der Lage sind, diese zu speichern

Heliotherm Wärmepumpe der Baureihe Web Control - intelligent, effizient, langlebig.

und auszugleichen. Daneben viele weitere Vorteile, auf denen Kunde unmittelbar von HeliothermWärmepumpen profitiert. So ergeben sich signifikante Einspa rungseffekte durch die stufenlose Modulationstechnik. Sie passt dem tatsächlichen Wärmebedarf jedes Hauses an. Für Kostenredu zierung bei gleichzeitigem Komfortgewinn sorgt Fernwirktechnik, mit der sich Wärmepumpen aus der Ferne über Internet steuern und kontrollieren lassen.

INFO

Heliotherm Wärmepumpentechnik GmbH

Siemensstr. 19 | 39100 Bozen

Tel. 0471 068 025 | andrea.marmsaler@heliotherm.com www.heliotherm.com

Die H2-Initiative der A22

Die Brennerautobahn AG hat einen Plan für die Produktion und den Vertrieb von Wasserstoff, der mittels Elektrolyse mit Strom aus verschiedenen erneuerbaren Energiequellen gewonnen wird, also „grünem“ Wasserstoff, entwickelt.

In diesem Entwicklungsplan ist die Errichtung zukünftiger Anlagen am Brennerpass, bei Bozen Süd, in der Provinz Trient und an den Autobahnkreuzen zur A4 und zur A1 vorgesehen. Wind, Wasser, Sonne und Biomasse sind die Energiequellen, aus denen Wasserstoff an den verschiedenen Standorten gewonnen werden soll. Zweck des Projekts ist die mittel- bis langfristige Förderung des Wasserstoffs als neuen Energieträger, um die CO2-Emissionen zu reduzieren und auch um technische Anlagen ohne festen Anschluss mit elektrischem Strom aus Brennstoffzellen zu versorgen. In Bozen Süd wird derzeit die erste Anlage auf italienischem Staatsgebiet für die Produktion von „grünem“ Wasserstoff gebaut; ihre Inbetriebnahme ist in Zusammenarbeit mit dem IIT 2013 vorgesehen. Die Anlage wird 240 Nm3 Wasserstoff pro Stunde, also etwa 2 Millionen Nm3 Wasserstoff pro Jahr mittels Nutzung des Nachtstroms aus dem Laufkraftwerk von Kardaun produzieren. Dadurch können über 1.600.000 kg CO2 pro Jahr eingespart werden.

INFO

Brennerautobahn AG

Berlinstr. 10 | 38121 Trient

Tel. 0461 212 611 | Fax 0461 234 976

a22@autobrennero.it | www.autobrennero.it

LEEB – Holz und Alu

Wohnen ohne Balkon ist nur das halbe Vergnügen. Schließlich bietet er Platz für allerlei schöne Dinge des Lebens. Die Firma LEEB ist führend bei Balkonen und Zäunen aus Holz und Aluminium.

So mancher Balkon genießt Weltruf, wie jener der Julia in Verona. Der spektakulärste Balkon ist der gläserne „Skywalk“ in schwindelerregenden 1200 Metern über dem Colorado River am Grand Canyon. Und der schönste Balkon? Das ist der eigene! Als erweiterter Wohnraum bietet er viele Möglichkeiten der Nutzung, etwa als Blumenparadies. Auch als Kunst- und Hobbyraum oder für kosmische Reisen zu nächtlicher Stunde ist der Balkon ideal. Und für Kurzurlaube sowieso – „Balkonien“, eine schöne Destination und so nah! Die Firma LEEB ist Europas führender Hersteller für Balkone und Zäune aus Holz oder Aluminium. Ob Neubau, Renovierung oder Anbau – für jeden Baustil hat LEEB den passenden Balkon oder Zaun, über 100 verschiedene Modelle sind liefer-

LEEB – kompetent in Holz und ALU.

bar. Beim Werkstoff Holz bietet LEEB als einziger Hersteller die VACU-Protect® Komplett-Imprägnierung. Sie garantiert Top-Optik, lange Lebensdauer und optimalen Schutz gegen Sonne, Wind, Wetter und Schädlingsbefall. Das LEEB-AluProgramm ist ideal für Bauherren und Renovierer mit hohen Design-Ansprüchen, die auf aufwändige Pflege und Wartung gerne verzichten können: Eine hochwertige Pulverbeschichtung macht Leeb-Alu-Balkone nahezu pflege- und wartungsfrei.

INFO

LEEB Balkone – Zäune

Tel. 0800 787 131 | Mobil 345 754 09 26 office@leeb-balkone.com | www.leeb-balkone.com

Grünes Licht für ihre persönliche Energiewende!

OET begleitet Sie in allen Phasen Ihrer persönlichen Energiewende: Von der Planung bis zum Netzanschluss Ihrer Photovoltaik-Anlage können Sie sich auf die Professionalität und Kompetenz eines Komplettanbieters verlassen. Als SunPower® Premium Partner für Südtirol und Trentino bietet Ihnen OET die High-Performance-Module des bewährten Solarstrom-Spezialisten, die bis zu 50 % mehr Leistung als herkömmliche Solarzellen erzeugen. OET – kompetent und komplett.

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Herrlicher Gartenherbst

Im Herbst zeigen sich die Gärten von Schloss Trauttmansdorff von ihrer schönsten Seite. Blühende Herbstkamelien im Palmenwald verzaubern mit ihren zarten Weiß- und Rosafarbtönen, im Seerosenteich zeigt der Spätherbst Chinaschilf und Wasserdost in Braun-Gold und auch die Dahliensammlung aus 175 farbenfrohen Sorten hat ihren Blühhöhepunkt erreicht: Herbst ist definitiv eine der schönsten Jahreszeiten für einen Besuch in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff.

Aus botanischer Sicht hat der Herbst in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff viel zu bieten. Nicht nur der Indian Summer mit seiner typischen Blattfärbung verleiht den Gärten einen bezaubernden Charakter – auch andere Highlights laden zum Entdecken und Staunen ein: Etwa 175 Dahlen in verschiedensten Blütenformen und -größen entfachen ein wahres Farbenfeuerwerk. Die asiatischen Reisterrassen gewähren einen Einblick in Tradition und Anbau einer der ältesten Kulturpflanzen der Welt, deren eigentliche Heimat in den Tropen Südostasiens liegt. Neben den Reisterrassen blüht im Herbst der Teestrauch, eine Kamelienart aus dem südostasiatischen Bergland – Darjeeling, Assam und Ceylon

Öffnungszeiten

1. April – 31. Oktober:

9.00 – 19.00 Uhr

1. –15. November:

9.00 – 17.00 Uhr

sind die bekanntesten Anbaugebiete. Die Blühenden Lehmwände – in Europa einzigartige, bis zu 90° steile Wände – erstrahlen im satten Violett der Astern. Am Seerosenteich setzen die ersten Herbstkamelien bunte Akzente im grünen Palmenwald, während die Blüten des japanischen Losbaums süß und kräftig duften.

„Gärten & Wein“ – das Paket für Weinliebhaber Für Weinliebhaber bieten die Gärten von Schloss Trauttmansdorff donnerstags im August, September und Oktober ein besonderes Paket: Im Rahmen des Erlebnispakets „Gärten und Wein“ können Weininteressierte die größte und wohl ältesten Rebe der Welt, den „Versoaln“ auf Schloss Katzenzungen im nahe gelegenen Prissian besichtigen. Von diesem Weinstock, dessen Laubdach sich über 350 Quadratmeter ausbreitet, wird ein Wein gekeltert, der sich laut Beschreibung „fruchtig und fein strukturiert mit leicht betonter Säure“ präsentiert. Ein interessanter und einzigartiger Tropfen jedenfalls, der im Rahmen des Erlebnispakets verkostet werden kann. Die anschließende kommentierte Verkostung autochthoner Südtiroler Weine demonstriert auf genussvolle Art und Weise die Vielfalt und die Qualität der Weine aus Italiens nördlichstem Anbaugebiet.

INFO

Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff St.-Valentin-Straße 51 A | 39012 Meran Tel. 0473 235 730 | Fax 0473 235 731 info@trauttmansdorff.it | www.trauttmansdorff.it

Die nächsten Radius-Ausgaben

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Südtiroler

Know-how

beim SDE 2012

Solar Decathlon, der solare Zehnkampf, ist ein architektonisch energietechnischer Wettbewerb, an dem sich Universitäten aus aller Welt beteiligen. Erfunden vom USMinisterium für Energie verfolgt er das Ziel bis 2015 ein energieautarkes Haus zu entwerfen.

Seit 2010 wird eine europäische Variante in Madrid ausgetragen. 2012 ist erstmals ein italienisches Team dabei: Die Universität Roma3 hat es in den Wettbewerb geschafft. Und hat sich Südtiroler Unterstützung geholt.

Die Zusammenarbeit kam über Cristina Benedetti zu stande, die 35 Jahre in Rom unterrichtete, dann aber an der Freien Universität Bozen einen Lehrstuhl übernommen hat. Das Problem, welches der Südtiroler Juniorpartner übernehmen sollte: die energetische Projektierung.

Eine Paradedisziplin in Südtirol, wo die Kooperation zwischen Klimahausagentur und Forschungseinrichtungen funktioniert – und fruchtet. Südtirol kann sich in diesem Bereich international messen.

„Med in Italy“

Für den Wettbewerb in Madrid hat das italienische Team einen neuartigen Ansatz gewählt: Während bislang Niedrigenergiehäuser für nordische Klimas entworfen wurden, wird das Projekt „Med in Italy“ einen Lösungsvorschlag für südländische Anforderungen präsentieren. Denn in heißen

Staaten geht es vor allem darum, die Häuser im Inneren kühl zu halten. Das ist der Grund, weshalb in südlichen Ländern die Steinbauweise vorherrscht: Stein hat die Eigenschaft, die Mittagshitze zu sammeln und dann nachts langsam an das Hausinnere abzugeben. Das liegt an der Masse, die verbaut wird. Im Gegensatz dazu hat die Holzbauweise einen Gewichtsvorteil – weniger Masse wird verbaut und somit Gewicht gespart.

Unter „Med in Italy“ – Med steht für Mediterran – wurde eine Lösung gefunden, die leichte Holzbauweise und die energiespeichernde Masse zu kombinieren. Eine Lösung,

Das „Med in Italy“ Team in Madrid. v.l.n.r.: Irene Paradisi (Fraunhofer Italia), Maria Teresa Girasoli (Freie Universität Bozen), Marianna Marchesi (Uni Bozen), Gabriele Pasetti Monizza (Fh It), Maurita Glorioso (Uni Bozen), Julia Ratajczak (Uni Bozen)
Madrid - Der Prototyp wird aufgebaut und für den Wettbewerb vorbereitet.

die das Fraunhofer Institut Italia, die Freie Universität Bozen und das Unternehmen Rubner gemeinsam entwickelt haben. Die Universität Rom hatte den Vorschlag gemacht, den Raum zwischen den Holzwänden mit Sand zu füllen. Ein Vorschlag, der technisch nicht umsetzbar war. Die Lösung: Der Sand wird in hermetisch abgedichtete Aluminiumröhren verpackt, wodurch Gewicht gespart und optimal verteilt werden kann. Gabriele Pasetti-Monizza, Forscher und Entwickler am Fraunhoferinstitut Italia Bozen erklärt: „Das hilft uns, die Masse optimal zu verteilen. Und ein weiterer Clou ist uns eingefallen: Der Sand muss feucht sein. Mit feuchtem Sand verbessert sich die energetische Performance um 20 Prozent, die Gewichtseinsparung beträgt gar 30 Prozent.“

Prototyp für Madrid

Dieser Ansatz ist ein großer Schritt für die Südtiroler Holzbauunternehmen. Dadurch wird der Markt auch für heiße Länder erschlossen. Die angebotene Lösung ist sehr flexibel, was Vorteile vor allem beim Transport

und in Erdbebengebieten hat. Freilich: Das Haus, das in Madrid für den Wettbewerb gebaut ist, ist ein Prototyp und es sind noch einige Verbesserungen und Anpassungen notwendig, bis diese Bauweise in Serie gehen kann. Südtiroler Pionierunternehmen sind an der Durchführung des Projektes beteiligt: Holzhaus Rubner baut das Haus und hat maßgeblich zur Entwicklung beigetragen. Eine Schwachstelle bei Häusern sind stets die Fenster, und hier vor allem die Rahmen. Eine Lösung konnte Glas Müller mit rahmenlosem Verglasen von Fenster und Türflächen anbieten. Ein Ansatz, der schon bald in Serienproduktion gehen wird. Nicht nur aus energetischen, sondern auch aus ästhetischen Gründen.

Rundreise über den Kontinent

Am Samstag, 29. September wird der Sieger des diesjährigen Wettbewerbes veröffentlicht. Dabei geht es um keine Preisgelder, sondern allein um die Ehre, das beste Projekt entwickelt zu haben. Nach dem Wettbewerb wird das italienische Haus wieder abgebaut und auf dem Salone dell’edilizia di Bologna erstmals zu sehen sein, bevor der Prototyp eine Rundreise über den Kontinent beginnen wird. „Ob wir gewinnen werden?“, Cristina Benedetti lächelt. „Ich hoffe schon. Zumindest haben wir das Beste gegeben. Aber es ist schon ein riesiger Erfolg, dass wir überhaupt mithelfen durften. Denn über hundert Universitäten haben sich für die Teilnahme am Wettbewerb angemeldet. Und: Im Vergleich zu anderen Teilnehmern ist unser Budget mit einer Million Euro absolut niedrig!“ Egal, ob „Med in Italy“ gewinnen wird oder nicht. Ein Gewinn ist schon, dass sich Forschungseinrichtungen aus verschiedenen Teilen Italiens und die Wirtschaft zusammengetan haben, um Neues zu entwickeln. Das ist die Fusion von Theorie und Praxis. Die funktionieren kann. Und neue Möglichkeiten eröffnet.

Hausaufbau in Kiens: Bei der Firma Rubner werden die Elemente getestet und für Madrid vorbereitet.

Öko-Test „Sehr gut“ für Pavatherm

Seit dem Jahr 1991 ist das Meraner Unternehmen Naturalia-BAU Garant für ökologisch einwandfreie Baustoffe. Seit zwei Jahrzehnten vertreibt das Unternehmen exklusiv PAVATEX-Holzfaserdämmsysteme.

Holzfaserdämmplatten von PAVATEX gehören seit Beginn der Untersuchungen von ÖKO-TEST zu den Besten auf dem Markt. Der ÖKO-TEST-Ratgeber „Bauen, Wohnen & Renovieren 2012“ bestätigte nun wieder die hohe Qualität. Insgesamt wurden 16 Dämmstoffe aus konventionellen und nachwachsenden Rohstoffen auf ihre Wärmeschutzeigenschaften, den Hitzeschutz und Inhaltstoffe untersucht. In allen Bereichen erhielt PAVATHERM die Bestnote „Sehr gut“. Der Einsatzbereich der Dämmung aus Holz erstreckt sich über die gesamte Gebäudehülle, wobei sich die bauphysikalischen Eigenschaften hervorragend mit den ökologischen Ansprüchen und der Wirtschaftlichkeit ergänzen. Die gute Feuchtespeicherfähigkeit und Diffusionsoffenheit der Holz-

faser beugt Bauschäden vor und sorgt für ein angenehmes Wohnklima. Deshalb gehören die Produkte von PAVATEX zu den Spitzenprodukten im Bereich Wohngesundheit. In enger Zusammenarbeit mit Sentinel-Haus wurden sie bereits vor fünf Jahren in Deutschlands gesündestem Haus eingebaut. Auch im Bereich Nachhaltigkeit überzeugt PAVATEX: In der Studie „Bauen und Wohnen mit der Natur“ wurde die Nachhaltigkeit der Holzfaserdämmplatten mit anderen Produkten verglichen und erhielt eine hervorragende Bewertung.

INFO

Naturalia-BAU GmbH

Carlo-Abarth-Str. 20 | 39012 Sinich/Meran

Tel. 0473 499 050 | Fax 0473 499 060 info@naturalia-bau.it | www.naturalia-bau.it

Sanieren mit PAVATEX heißt, das Haus fit zu machen für die Zukunft. Denn PAVATEX bietet mit seinen ökologischen und multifunktionalen Holzfaserdämmsystemen die optimalen Sanierungslösungen für Dach, Wand und Boden – bewährt, sicher und dauerhaft.

Nachhaltig dämmen:

Heute sanieren für die Welt von

Markanter Bau für ein starkes

Seit 1997 ist das Unternehmen TUNAP auf dem italienischen Markt sehr erfolgreich tätig. Der Umweltschutz und Kraftstoffeinsparung stehen an erster Stelle bei den HighTech-Produkten für die Automobilindustrie.

Unter dem Motto „Chemie, die bewegt“, vertreibt das Unternehmen in allen Teilen Italiens. Rund 120 Mitarbeiter sind im Außendienst für die Kunden im gesamten Staatsgebiet einschließlich der Inseln für die Kunden erreichbar. Die Produkte zur Wartung und Instandhaltung von Fahrzeugen

jeglicher Art werden in enger Kooperation mit den Herstellern entwickelt und garantieren so einen umweltfreundlichen Betrieb und ökologisch einwandfreie Wartung in den Autohäusern und Vertragswerkstätten. Aber auch immer mehr markenungebundene Werkstätten vertrauen auf die Produkte von TUNAP.

Aktiver Einsatz für Mensch und Umwelt

Das Mutterunternehmen hat seinen Sitz im bayrischen Wolfratshausen. Die Produktion der hochwertigen Produkte für die modernste Automobil-Generation erfolgt in drei Produktionsstätten in Deutschland und der Schweiz. Dazu zählen neben patentierten Reinigern für Klimaanlagen, Produkten für die professionelle Gebrauchtwagenaufbereitung und Nutzfahrzeugprodukten auch Kraftstoff-Produkte für Motoren, die den Verbrauch senken und somit die Umwelt schonen. „Die Produkte werden während ihrer Entwicklungsphase auf absolute Umweltverträglichkeit geprüft. TUNAP ist ISO 9001, ISO 14001 und OHSAS 18001 zertifiziert und die Produkte haben die strengen Auflagen des Umwelt- und Gesundheitsschutzes erfolgreich bestanden. Zudem sind unsere Kraftstoff-Produkte TÜV-zertifiziert und die Produkte für den Autoinnenraum von der deutschen Gesellschaft für Umwelt- und Innenraumanalytik überprüft

Unternehmen

worden. Damit garantieren wir nicht nur einen aktiven Beitrag für die Natur, sondern auch für die Menschen, die mit den Produkten arbeiten und in Kontakt kommen“, betont Geschäftsführer Friedrich Pircher.

In der Forschung und Weiterentwicklung der Produkte fließt die langjährige Erfahrung des Unternehmens bei der Herstellung chemischer Produkte sowie der Verpackung und dem Abfüllen von Sprays und kosmetischen Artikeln ein. Ein firmeninternes Qualitätsmanagement-System zielt auf eine höchstmögliche Kundenzufriedenheit, die durch einen engen Kontakt und ständige Produktentwicklung umgesetzt werden.

Gute Bilanzen geben Zuversicht für die Zukunft

Seit 15 Jahren ist das Unternehmen auf dem italienischen Markt vertreten und seit über zehn Jahren im Gewerbegebiet von Terlan ansässig. Hier werden die gesamtstaatlichen Aktivitäten koordiniert, die den Vertrieb der Produkte, die Kundenbetreuung und Kundenschulung umfassen. Seit Jahren ist der Kundenkreis im Ausbau. Immer mehr Fachleute vertrauen den geprüften High-Tech-Produkten von TUNAP. Zuverlässig, schnell und professionell erfolgt der Kontakt mit den Partnern und Kunden.

„Wir sind bisher sehr erfolgreich tätig und konnten jährlich gute Umsatzsteigerungen erzielen. Auch in diesem

Jahr erwarten wir uns trotz der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage in Italien ein gutes Betriebsergebnis. Deshalb haben wir uns vor zwei Jahren für den Bau eines neuen Firmensitzes entschlossen, um für die ehrgeizigen Zukunftsziele eine gute strukturelle Basis zu schaffen“, betont Friedrich Pircher. Nur wenige Meter vom heutigen Firmensitz entfernt, wurde ein bestehendes Gebäude der Unternehmensgruppe komplett umgebaut, das in Kürze bezogen werden kann.

Klare Linien als Ausdruck der Firmenphilosophie

Der aus zwei getrennten Baukörpern bestehende Gebäudekomplex mit einer Kubatur von 24.000 m³ musste für die Umgestaltung zum neuen Firmensitz einer Generalsanierung unterzogen werden. Das Bürogebäude und der Lagertrakt wurden komplett reorganisiert und durch die einheitliche optische Gestaltung zu einem Gebäude zusammengeschlossen. „Der vorgesetzte Stahlbeton-Würfel des neuen Stiegenhauses mit seiner großflächigen Verglasung zur Straßenseite verleiht dem Gebäude seinen markanten Charakter. Beim Umbau wurde besonderer Wert auf eine klassische, zeitlose Formensprachen gelegt, die sich auch in der Verkleidung des Lagertraktes mit horizontalen und vertikalen Aluminiumbändern widerspiegelt, die mit dazwischenliegenden Profilverglasungen aufgelockert werden“,

erklärt der für das Bauvorhaben verantwortliche Johann Vonmetz vom Architekenteam arch.tv. Das großzügige Stiegenhaus besticht durch seine Schlichtheit und Transparenz und hebt sich durch die Materialwahl gekonnt vom Bestand ab. Dem bestehenden Balkon des Obergeschosses des Bürotraktes wurde zudem als gestalterisches und funktionelles Element ein Metallrahmen mit Sonnenschutz vorgesetzt, der den Kopfbau besonders hervorhebt.

Optimales und gesundes Arbeitsambiente im Klimahaus Standard A Ein hochwertiges Ambiente, das die Ziele und Wertvorstellungen des Unternehmens widerspiegelt, gleichzeitig aber auch den Mitarbeitern und Kunden ein angenehmes Arbeitsambiente garantiert, war als Ziel der Umbaumaß-

Dank intensiver Forschung und Entwicklung, produziert TUNAP chemische High-Tech-Produkte rund ums Automobil.

TUNAP-Produkte werden in den besten Kfz-Werkstätten Südtirols eingesetzt.

nahmen gesetzt. Deshalb erfolgte die Planung im engen Dialog zu den Verantwortlichen des Unternehmens. „Unsere Mitarbeiter hatten die Möglichkeit, bei der Einteilung und Gestaltung sowie der Auswahl der Möbel ihres zukünftigen Arbeitsplatzes mitzuwirken“, erklärt Geschäftsführer Pircher. Nur ökologisch unbedenkliche Materialien kamen zum Einsatz. Alle Räume erhielten einen Holzboden, so dass ein rundherum angenehmes Raumklima geschaffen wurde. Bei der Sanierung des Gebäudes wurden Wände und Dach gedämmt sowie alle Fenster ausgetauscht. „Die erfolgte Sanierung ist ein Prototyp einer gelungenen Umgestaltung eines Industriebaus aus den 70er Jahren in ein hochmodernes Gebäude in Klimahaus Standard A“, betont Architekt Vonmetz. Die Büros, Sitzungssaal und Schulungsräume befinden sich im Erd- und Obergeschoss. Im Keller wurden die Umkleidekabinen, Archive und die Haustechnik untergebracht. Die Anpassung des Lagers stellte eine besondere Herausforderung für die Planer dar. Mehrere Varianten für eine komplette Umgestaltung wurden erarbeitet, um die optimalste funktionelle Lösung für die Logistik zu finden. Dabei wurde das Gebäude gleichzeitig den aktuellen Brandschutzbestimmungen angepasst und eine Sprinkleranlage eingebaut. Ebenso wurde die gesamte Haustechnik unter dem Aspekt der Energieeffizienz erneuert.

ELEKTRO EBNER IGNAZ GmbH

Pillhof 49 | I-39057 Eppan (BZ) | Tel. +39 0471 97 18 00 | Fax +39 0471 30 01 59 info@elektroebnerignaz.com

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Europas Nr. 1 setzt neue Maßstäbe für zukunftsweisendes Bauen. Als erster Hersteller hat Hörmann die Nachhaltig keit von Toren und Türen durch ein unabhängiges Institut bestätigen lassen. Neben der positiven Ökobilanz über zeugen sie durch eine hohe Lebens dauer und niedrige Wartungskosten.

mediapool.it

„Strahlende“ Haushaltsgeräte

Babyphone, Radiowecker, Mikrowelle, WLAN, Handy und schnurloses DECT-Telefon – die meisten Haushalte sind voll solcher Geräte, die alle strahlen. Die wenigsten sind sich jedoch dieser Strahlung bewusst.

Im Haushalt sind wir ständig vielen elektromagnetischen Strahlen ausgesetzt. Allein durch die richtige Aufstellung Geräte lässt sich die Strahlenbelastung jedoch verringern. des elektrische Gerät verursacht im eingeschalteten Zustand ein magnetisches und im ausgeschalteten Zustand ein elekt risches Feld. Besonders starke magnetische Strahlung haben PC-Bildschirme, Fernseher, Leuchtstoff-, Halogen- und Energiesparlampen sowie die Abzugshaube in der Küche. Das bedeutet gleichzeitig, dass jede Leitung zu den Geräten im eingeschalteten Zustand ein magnetisches Störfeld erzeugt. Dieses magnetische Feld durchdringt alle Materialien und deshalb gibt es auch keine wirksame Abschirmung. Wir sind den ganzen Tag von 50 Hz-Wechselfeldern umgeben, die auf diesem Weg die elektrischen Steuerimpulse unseres Gehirns und damit auch die Körperfunktionen beeinflussen. Den gleichen Einfluss üben aber auch die hochfrequenten Wechselfelder der Rundfunk- und Fernsehsender, der Radaranlagen und Handys aus. Wissenschaftler haben nach langjährigen Untersuchungen bei Menschen, Pflanzen und Tieren einen Grenzwert von 100 nT (Nanotesla) festgelegt. Das bedeutet, alle Strahlungen oberhalb dieses Wertes können zu Gesundheitsstörungen führen.

Handy und WLAN sind die größten „Strahler“

bestehen. Während elektrische Felder durch Hauswände stark abgeschwächt werden, lassen sich magnetische Felder kaum ohne großen Aufwand abschirmen. Elektromagnetische Felder heißen so, weil sich elektrisches und magnetisches Feld ab einer bestimmten Frequenz nicht mehr voneinander trennen lassen. Daher wird in diesem Zusammenhang manchmal auch von elektromagnetischer Strahlung gesprochen.

Da Handys, schnurlose DECT-Telefone und WLAN die stärksten Verursacher elektromagnetischer Strahlung im Haushalt sind, sollten WLAN-Router und DECT-Basisstationen so weit wie möglich, aber nicht zu weit von den regelmäßigen Aufenthaltsorten installiert werden.

Vorsicht bei Babyphones

Wird kein Strom verbraucht, wenn das Gerät ausgeschaltet ist, verschwinden die in Tesla gemessenen magnetischen Felder, auch wenn der Stecker noch in der Steckdose sitzt. Bei Geräten mit Transformatoren aber bleiben die Felder

Magnetische Wechselfelder werden von jedem Gerät mit Netzteil verursacht. Daher sollten netzbetriebene Radiowecker nicht direkt neben dem Kopfteil des Bettes aufgestellt werden. Babyphones sollten ebenfalls in einem Abstand von mindesten 1,5 Metern zum Kinderbett aufgestellt werden. Um den Elektrosmog in der Küche zu reduzieren, ist es wichtig, auf Induktionsherden Töpfe zu nehmen, die die jeweilige Kochfläche abdecken. Mikrowellen arbeiten mit einer Frequenz von 2,3 Gigahertz, sie funken sozusagen im Hochfrequenzbereich. Ältere Geräte sind nicht gut abgeschirmt, man sollte also Abstand halten, wenn die Mikrowelle in Betrieb ist.

Damit im Haus die Strahlung so gering wie möglich gehalten wird, müssen möglichst viele Geräte grundsätzlich ausgeschaltet und der Stecker gezogen werden. Geräte wie Trafos von Halogenleuchten oder Heizdecken erzeugen auch starke Felder. Abstand halten wirkt, da mit doppelter Entfernung die Feldstärke auf ein Viertel sinkt. In Schlafund Kinderzimmern sollten die Elektroinstallationen grundsätzlich auf das Notwendigste beschränkt werden.

Eine frische Brise

Er weiß, was er will und wohin er will. Er nimmt sich die Freiheit, alles und jeden in Frage zu stellen. Auch sich selbst. Umwelt und Landschaften sind die große Leidenschaft von Flavio Ruffini. Der Präsident von Klimahaus ist seit kurzem Leiter der größten Abteilung des Landes, der Umweltagentur.

Angefangen hat er bei der EURAC, unter anderem war er dort verantwortlich für Alpen-Ambiente und für die regionale Entwicklung. Seit 2009 leitete Flavio Ruffini, der Landschaftsplanung an der BOKU in Wien studiert hat, das Amt für Raumordnung. Nun ist er Nachfolger von Luigi Minach. Der Ruf als Krisenmanager der Provinz eilt ihm voraus, ebenso wie die Tatsache, dass er keine Berührungsängste hat und niemand für ihn unantastbar ist. Es geht ihm um die Sache, was für ihn zählt, sind Taten.

Der Blickwinkel des Noch-Außenstehenden

„Ich kenne die Behörde, muss aber das gesamte System noch im Detail durchschauen.“ Er nutzt den Blickwinkel des Noch-Außenstehenden. „Ich sehe und beurteile Dinge anders, als jene, die sich schon daran gewöhnt haben.“

Seine Aufgabe ist nicht leicht, aber faszinierend: Das System Behörde an die veränderten Bedingungen anpassen. Mit weniger Ressourcen die gleichen Leistungen garantieren. Bestimmte Ausrichtungen neu überdenken.

Ist er der richtige Mann am richtigen Platz? „Das müssen andere beurteilen. Ich stehe jedenfalls morgens gerne auf und gehe mit Freude zur Arbeit“, betont Flavio Ruffini mit seiner leisen, angenehmen Stimme. Er ist die Ruhe in Person, geht auf sein Gegenüber ein, hört zu und horcht auf die Zwischentöne, weiß die Nuancen zu interpretieren. Er sieht sich nicht als Autorität, aber er nimmt sich die Freiheit, in Frage zu stellen. Prozeduren, Mitarbeiter, sich selbst. „Wenn jemand nicht mehr das bringt, wofür er angestellt worden

ist, ist er am falschen Platz.“ Der neue Abteilungsdirektor der Umweltagentur ist anspruchsvoll, aber er fordert nur, was er auch selbst bringt. Begeisterung. Die Bereitschaft, sich immer wieder neu zu positionieren. „Die Motivation der Mitarbeiter beginnt bei der Führungskraft.“

„Ohne Englisch geht heute gar nichts!“

In den nächsten Jahren geht es darum, den Apparat ohne Verluste umzustrukturieren. Gemeinsam mit den Mitarbeitern, betont er, Schritt für Schritt. „Vielleicht keine großen Änderungen, aber insgesamt eine effizientere, sparsamere und effektivere Arbeit. Wie können wir Fachkräfte halten und hochqualifizierte Fachkräfte an Land ziehen? Wie können wir effizient mit Wissenschaftlern, Forschern, öffentlichen, privaten und internationalen Instituten zusammenarbeiten, nicht zuletzt auch um unsere kostspieligen Infrastrukturen besser auszulasten?“ Ruffinis Denken geht weit über Südtirol hinaus. Von Grenzen, vor allem mentaler Art, hält er nichts. Auch nicht von Sprachgrenzen. Für ihn ist nicht nur die Zweisprachigkeit selbstverständlich, sondern die Dreisprachigkeit. „Ohne Englisch geht heute gar nichts!“

Was bedeuten Umwelt und Ökologie für ihn ganz persönlich? „Landschaften – das war schon immer mein Hobby. Vom Hinterhof über die Hügellandschaft bis zum alpinen Ambiente. Nicht nur Natur pur, sondern auch vom Menschen gestaltete Räume. Für mich steht nicht die Analyse im Vordergrund, sondern die Planung. Wie kann ich die verschiedenen Interessen unter Berücksichtigung von Ökologie, Ökonomie, Kultur und Geschichte so organisieren, dass ein nachhaltiges Konzept dabei heraus kommt.“

Keine Frage, dass seine Hobbies sich auch zum Großteil in der Landschaft abspielen. Joggen, Radfahren, im Freien sein und Lesen. Auf dem Nachttisch hat er zurzeit zwei Bücher von Stéphane Hessel liegen: „Empört Euch!“ und „Engagiert Euch!“

Partner für Photovoltaikanlagen

In erneuerbare Energie investieren. Ein Vorhaben, das gut geplant und, noch wichtiger, kompetent realisiert und laufend überprüft sein sollte. Das Südtiroler Unternehmen Ifa Energy Service bietet erfolgreich einen KomplettService für Groß- und Kleinunternehmen, die auf Photovoltaik setzen. Wir haben uns beim Geschäftsführer Gerd Grossgasteiger informiert.

Radius: Was bietet Ifa Energy Service den Kunden? Gerd Grossgasteiger: Wir unterstützen unsere Kunden bei der Realisierung von Photovoltaikanlagen, analysieren das Projekt, stellen eine Wirtschaftlichkeitsberechnung an, unterstützen den Kunden bei den Verhandlungen mit seinen Lieferanten und begleiten die gesamte Bauphase einer Anlage.

Radius: Welche Dienstleistungen können Sie zusätzlich anbieten?

G. Grossgasteiger: Bei Bedarf stehen wir unseren Kunden auch bei der Suche/Verwirklichung von Finanzierungskonzepten und bei der Einsparung überflüssiger Kosten zu Verfügung. Wir kümmern uns um alle bürokratischen Hürden. Das heißt, wir erledigen die Ansuchen um Förderungen, wir pflegen die Kontakte mit den Netzbetreibern, aber achten beispielsweise auch darauf, dass die Anlagen richtig versichert sind.

„Eine effiziente und kompetente Betreuung von Photovoltaikanlagen ist von größter Bedeutung.“

Radius: Worauf ist nach Inbetriebnahme einer Photovoltaikanlage besonders zu achten?

G. Grossgasteiger: Eine solche Anlage ist nur gewinnbringend, wenn sie auch optimal funktioniert. Daher ist es erforderlich, dass sie ständig überprüft wird. Ein mehrtägiger oder sogar wochenlanger, unbemerkter Produktionsausfall würde sich verheerend auf die Ertragsrechnung am Jahresende auswirken. Wir haben gemeinsam mit einem Partner eine spezifische Überwachungssoftware entwickelt und können so eine Online-Kontrolle an 365 Tagen im Jahr anbieten. Die Anlagen sind mit unserer technischen Abteilung vernetzt und unsere

Ingenieure reagieren sofort auf etwaige Ausfälle. Durch Analyse historischer Daten versuchen wir außerdem, die Anlagen zu optimieren, indem durch ständige Verbesserungen die Produktion erhöht wird. Somit vermeiden wir eine „schleichende“ Minderproduktion der Anlagen, die sich am Jahresende negativ auf die Wirtschaftlichkeitsrechnung auswirken würde. Eine Minderproduktion von 2 % bei einer Anlage von 1 MW bedeutet pro Jahr Mindereinnahmen von etwa Euro 10.000.

Radius: Wie unterstützen Sie Ihre Kunden noch, außer mit diesem technischen Service?

G. Grossgasteiger: Weiter übernehmen wir für unsere Kunden die laufende Betreuung bei den zuständigen Behörden (wie GSE, Zollamt, AEEG) und erstellen auch alle dafür notwendigen Jahresmeldungen. Wir können für unsere Kunden die Finanzflüsse planen und so eine Optimierung der Finanzgebarung erreichen. Die Kunden erhalten von uns ein laufendes Reporting über die Produktion und alle wichtigen Vorkommnisse rund um die Anlage.

Radius: Für wen ist es interessant, die Unterstützung von Ifa Energy Service in Anspruch zu nehmen?

G. Grossgasteiger: Je nach Größe der Anlagen und Bedarf des Auftraggebers schnüren wir passende Pakete. Derzeit betreuen wir hauptsächlich Anlagen in der Größe von 500 KW – 1 Megawatt, welche sich in Mittel- und Norditalien, aber auch in Südtirol befinden. Insgesamt produzieren unsere Parks pro Jahr etwa 30 Millionen kWh Strom, was dem jährlichen Strombedarf von etwa 40.000 Personen entspricht.

INFO

Ifa Energy Service GmbH

Bahnhofstraße 7 | 39044 Neumarkt

Tel. 0471 820 502 | Fax 0471 821 584

info@ifa-energyservice.it | www.ifa-energyservice.it

ECOdolomites für E-Mobiles

Am Samstag, den 22. September wird zum dritten Mal die alternative, sanfte Mobilität “e-mobility” in Alta Badia vorgestellt. Das umweltfreundlichste Event des Sommers! Anlässlich der ECOdolomites fahren stolze Besitzer und Anbieter von elektrisch angetriebenen Fahrzeugen über die vier Dolomitenpässe. Erwartet werden in dieser dritten Ausgabe vor allem Elektro-Motorräder, Elektroscooter, Elektrodreiräder, Elektronutzfahrzeuge, Elektroautos und Elektrobusse. Der Anblick der ausgestellten Fahrzeuge und das Erlebnis mitfahren zu dürfen ist nicht nur atemberaubend, sondern ist ein Anstoß weiterhin über die Mobilität im Weltnaturerbe nachzudenken. Heuer startet die Fahrt vom Nives Platz in St. Christina am Vormittag des 22. September 2012. Weiter geht es über die Pässe Sella, Pordoi, Campolongo und nach der Mittagspause in Corvara über das Grödner Joch zurück bis nach St. Ulrich im Grödnertal.

Das Südtiroler Unternehmen Letsmove stellt die verschiedenen Möglichkeiten einer alternativen, sanften Mobilität in der touristischen Branche, in Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband Alta Badia und der Val Gardena Marketinggesellschaft vor. Gerade im Tourismus ist eine Umstellung und die Kommunikation einer sanften Mobilität ausschlaggebend. Weiter Informationen unter www.letsmove.cc oder www.ecodolomites.com

Alles aus einer Hand

Wir bieten Ihnen individuelle Kundenberatung und unser technisches Knowhow für Lösungen, die ganz auf Sie und Ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind.

Gratis tanken in Bruneck

Im Sommer fand die offizielle Eröffnung und Inbetriebnahme der ersten fixen, öffentlich zugänglichen Solartankstelle im Pustertal statt. Sie produziert den benötigten Strom durch eine Photovoltaikanlage selbst. Jeder E-Bike-Fahrer kann hier kostenlos sein Fahrrad aufladen. Dieses Gemeinschaftsprojekt wurde von der Leitner Solar AG und der Raiffeisenkasse Bruneck ins Leben gerufen. Im Rahmen der ersten Dolomiti Super E-Bike Thementage wurde die Solartankstelle eröffnet. Die Inbetriebnahme dieser Solartankstelle ist ein weiterer Mosaikstein auf dem Pustertaler Fahrradweg, der immer mehr auch von E-Bikes frequentiert wird. Dazu Andreas Leitner, Vizepräsident der Leitner Solar AG: „Ich danke der Raiffeisenkasse Bruneck, die uns die Möglichkeit gegeben hat, das Projekt im Herzen der Stadt zu verwirklichen. Das zeigt, dass wir die gleichen Ziele verfolgen und damit einen Mehrwert für die Brunecker Bevölkerung schaffen“. Sehr erfreut darüber zeigte sich auch Bürgermeister Christian Tschurtschenthaler: „Ich bin sehr glücklich über die Eröffnung dieses Bikeports. Es ist ein weiterer konkreter Schritt für unsere Stadt, die sich dem Thema der sanften Mobilität verschrieben hat.“

Im Bild (v.l.n.r): Georg Oberhollenzer, BM Christian Tschurtschenthaler, Andreas Leitner, Josef Hainz und Alfred Mutschlechner
Think-City von Autotest

Fachmesse Klimainfisso

Diese neue Messe in Bozen steht ganz im Zeichen der Energieeffizienz und der Nachhaltigkeit, von 7. bis 9. März 2013. Klimainfisso wendet sich an Fenster-, Türen- und Fassadenbauer, Groß- und Einzelhandel, Wärmetechniker, Tischler, Bau- und Handwerksbetriebe, Metall-, Glas-, Holz- und Kunststoffverarbeitungsbetriebe, Ingenieure und Architekten, Verantwortliche in den Bereichen Forschung und Entwicklung. Die Endprodukte hingegen werden nicht Gegenstand der Messe sein. „Dies wurde bewusst so gewählt“, erklärt Reinhold Marsoner, Direktor der Messe Bozen. „Fachmessen, die eine klar definierte Zielgruppe von Ausstellern und Besuchern haben, sind eine Erfolgsformel. Das große Interesse, das der neuen Messe von Seiten der Unternehmen entgegengebracht wird, scheint Messe Bozen Recht zu geben. In den letzten Wochen haben sich bereits 50 Unternehmen angemeldet, wobei ungefähr 30 davon zu den Marktführern zählen. Weitere Infos unter www.klimainfisso.it

Umweltfreundliche Reisebusse

Das Kastelruther Busunternehmen Silbernagl fährt seit Juni den modernsten und umweltfreundlichsten Reisebus in ganz Italien. Der Reisebus der Marke Mercedes-Benz hat einen Euro-6-Motor. Omnibusse werden wie Pkw in Euro-Klassen definiert, wobei die europäische Norm ab 2014 nur mehr die Zulassung für Euro-6-genormte Busse vorsieht. Silbernagl kommt den Umweltbestimmungen zuvor und hat schon jetzt für seine Fernreisen diesen äußerst umweltfreundlichen und zudem sicheren Reisebus angekauft. „Neben der Tätigkeit als Busbetrieb im Ausflugs- und Linienverkehr betreiben wir das Reisebüro „Primus Touristik“ mit vier Filialen. Die Sicherheit aller unserer Fahrgäste gehört zu unserem obersten Gebot und es ist uns sehr wichtig, bestmöglich auf die Umwelt zu achten bzw. umweltfreundlich unterwegs zu sein“, begründet Markus Silbernagl die Investition für den Fernreisebus. Im Bild oben: Markus Silbernagl (2. von links) bei der Bus-Übergabe

Italienische Radius-Ausgabe

Auflage: 80.000 Stück

Mit Vertrieb in Norditalien.

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Porsche-Auszeichnung für Autotest

Uwe Karsten-Städter überreicht den Preis an Josef Unterholzner.

Die Firma Autotest aus Lana mit Niederlassungen im Wipptal, in der Slowakei und in Eisenach (D) wurde vom Stuttgarter Sportwagenhersteller Porsche zu einem seiner zehn besten Lieferanten des Jahres 2011 ausgezeichnet. Der Supplier Award von Porsche ist eine ganz besondere Auszeichnung. Der schwäbische Autobauer Porsche hat im Rahmen einer Festveranstaltung im Stuttgarter Porsche-Museum seine zehn

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Die Stoßfänger von diesem Martini Porsche kommen auch von Autotest.

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Uwe Karsten-Städter, Mitglied des Vorstandes-Beschaffung der die Auszeichnung überreichte, dankte allen Zulieferern und betonte: „um die Wachstumsziele zu erreichen, leisten die Zulieferer einen wesentlichen Beitrag.“ Matthias Müller, der Porsche-Vorstandsvorsitzende, unterstrich im Rahmen der Preisverleihung „die glänzenden Aussichten für die gesamte Automobilindustrie“. Wörtlich erklärte Müller weiter: „Wir alle haben eine viel versprechende Zukunft vor uns“, und „wir können mit großem Selbstbewusstsein an die außergewöhnlichen Herausforderungen der Zukunft herangehen.“ Sepp Unterholzner hat einmal mehr einen Beweis für seinen Buchtitel „Geaht nit gibt’s nit“, geliefert.

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Hungrige Handys „zähmen“

Besitzer von iPhones und Androiden können ein Lied davon singen: Die enorme Funktionsfülle von Smartphones verbraucht sehr viel Energie. Die Geräte müssen täglich an die Steckdose.

Neuere Handys haben leistungsfähigere Prozessoren und hochauflösendere Bildschirme als etliche Notebooks. GPS, Datenfunk und diverse Sensoren werden aber von weit kleineren Batterien versorgt. Der Energiehunger mobiler Geräte ist deshalb für die meisten Besitzer von Smartphones ein großes Ärgernis. Wird das Gerät nicht täglich aufgeladen, versagt es schnell den Dienst. Mit einigen Tricks kann dieser Energiehunger aber etwas gebremst werden. Als erstes sollte man die großen Stromfresser seines Gerätes herausfinden. Beim Android findet man unter „Einstellungen/Akku“ eine Liste der „hungrigsten“ Apps. Anwendungen, die ganz oben in dieser Liste stehen, sollte man genauer beobachten. Beim iPhone kann man nur kontrollieren, ob der Energieverbrauch nach der Installation einer App deutlich ansteigt.

Datenfunk kostet viel Strom WLAN oder Bluetooth sind bei vielen Handys ständig aktiviert und kosten deshalb auch Energie. Besser ist es, man deaktiviert sie, wenn sie gerade mal nicht gebraucht werden. Auch der moderne Datenfunk (UMTS) kostet viel Strom. Wer kaum noch Akku hat oder länger nicht surfen muss, sollte in den Einstellung von 3G auf 2G zurückschalten. Auch ein zu helles Display frisst Strom und ist überdies schädlich für die Augen. GPS ist zwar eine tolle Erfindung, für die Satellitennavigation braucht es jedoch

ständig eine hohe Rechenleistung. Die Signalstärke aller Satelliten muss fortlaufend neu berechnet werden. Das GPS sollte man daher ganz ausschalten, wenn man gerade keine ortsabhängigen Apps braucht. Bei den iPhones kann man für jede App getrennt festlegen, ob die Ortung erlaubt ist. Was vielleicht vielen ebenfalls nicht bewusst ist: Manche Apps brauchen auch dann Strom, wenn sie im Hintergrund laufen.

Apps beenden bremst den Stromhunger

Um den Akku zu schonen, sollte man Apps stets beenden. Am iPhone beendet man Apps, indem zweimal der Startknopf gedrückt, dann eine App länger berührt und schließlich „X“ darüber getapst wird. Beim Android dürfen die Apps im Hintergrund mehr Aufgaben erledigen. Um diese Stromfresser zu beenden, ist daher ein echtes Multitasking nötig. Je nach Hersteller und Version werden die Apps unterschiedlich beendet. Meistens jedoch, indem man den Home-Knopf bzw. den App-Umschalter (unten rechts) lange drückt. Die Anwendungen werden beendet, indem man sie aus der auftauchenden Liste nach rechts, links oder oben wischt. Strom gespart wird auch, wenn Apps nur selten Kontakt mit dem Internet suchen und Daten herunterladen.

Benachrichtigungen belasten den Akku

Facebook ist zwar eine tolle Sache, wer jedoch am Handy immer wieder Facebook-Benachrichtigungen erhält, der belastet seinen Akku stark.

In vielen Android-Apps finden sich Einstellungen für die Intervalle, in denen Benachrichtigungen abgerufen und dargestellt werden. Am iPhone gibt es umfangreiche Einstellungen, wie oft und worüber man informiert werden will.

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