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Radius Top Jobs 2015

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Ulrich Haller, Gasthof Innerwalten, Walten in Passeier:

Felsenfest versichert.

Mit dem „Schutzschild“ der TIROLER VERSICHERUNG ist das Gastgewerbe in besten Händen: Verlässlichkeit, verständliche Sprache und schnelle Hilfe – das setzen wir Tag für Tag um.

www.tiroler.it

impressum

Herausgeber: Athesia Druck GmbH, Bozen, Eintrag LG Bozen

Nr. 26/01, am 27.11.2001

Chefredakteur: Franz Wimmer

Produktion/Redaktion: Magdalena Pöder

Verkaufsleitung/Koordination: Marita Wimmer

Redaktion: Claudia Schwarze, Annamarie Huber, Evelyn Tarasconi, Nicole D. Steiner, Marita Wimmer

Werbung/Verkauf: Michael Gartner, Lorenz Mederle

Verwaltung: Kapuzinergasse 5 39100 Bozen | Tel. 0471 081 561 info@mediaradius.it | www.mediaradius.it

Titelbild: OskarDaRiz

Fotos: Dolomiten-Archiv, shutterstock, verschiedene Privat-, Firmen- und Online-Archive sowie Verkaufsunterlagen.

Konzept und Abwicklung: King Laurin GmbH, Eppan

Grafik/Layout: Georg Hochkofler

Lektorat: Magdalena Pöder, Ulrike Schwarz

Produktion: Athesia Druck Bozen www.athesia.com

Vertrieb: Als „Dolomiten“-Beilage und im Postversand

Druckauflage: 25.000 Stück

Preis: Einzelpreis 2 Euro, A+D: 2,60 Euro

Die Redaktion übernimmt keinerlei Haftung für die Inhalte der Werbeseiten, PR-Seiten und der angeführten Webseiten.

Aktuell

06

Top Company Award 2015

24 Manager des Jahres 2014

26 Südtiroler Volksbank - NEU

32 Fehlt der Sinn, werden die Mitarbeiter krank

42 Arbeitsplätze im Wandel

46 Nur 0,7 sec zum Entscheiden

Info-PR

10 GWB, Bozen

12 Consisto GmbH, Brixen

13 Walcher Messebau GmbH, Frangart

14 Stocker GmbH, Lana

16 M2 GmbH, La Valle

17 SP Consulting GmbH, Innichen

18 Raiffeisenkasse Welschnofen

19 Lobis Böden GmbH, Bozen

20 Elas GmbH, Meran

21 Texel Genossenschaft, Naturns

22 Imbiss Kampill, Bozen

23 Business Pool GmbH, Bozen

33 MCI Management Center, Innsbruck

34 Schweitzer Project AG, Naturns

36 Athesia Buch, Meran

38 ACS Data Systems AG, Bozen

40 Fercam AG, Bozen

45 Dolomitenmarkt.it, Bozen

47 Systems GmbH, Bruneck

Rubriken

48 Portrait: Norman Libardoni

50 Gesundheit: In den Büros herrscht dicke Luft

52 Bunte Meldungen

26

Südtiroler Volksbank: ein revolutionäres Konzept

Das Jahr 2015 wird in die Geschichte der Südtiroler Volksbank eingehen. Die Übernahme der Banca Popolare di Marostica, ein ausgezeichnetes Geschäftsergebnis trotz einem schwierigen Umfeld und die Übersiedelung in den neuen Hauptsitz am Bozner Boden.

24

„Dolomiten“-Ehrenkristall

Mit dem Preis für das Lebenswerk, den die „Dolomiten“ erst zum zweiten Mal vergeben haben, wurden gleich mehrere Personen geehrt: und zwar jene zehn Tourismuspioniere, die vor rund 40 Jahren den Skipassverbund Dolomiti Superski gegründet haben.

Was ist ein Top Job? Bisher galten Kriterien wie in der Nähe der Haustür, gute Bezahlung, sicherer Arbeitgeber, am besten die Autonome Provinz ... Doch Werte wandeln sich. Zunehmend werden Führungskompetenz der Chefitäten, Betriebsklima, Aufstiegsmöglichkeiten, Attraktivität des Arbeitsplatzes, Wertschätzung im Team usw. vor der Bezahlung genannt. Die Auszeichnung Top Company Award trägt den neuen Anforderungen Rechnung. Spektakulär, zumindest aus Südtiroler Sicht, sind Architektur, Arbeitsplätze und Philosophie in der neuen Volksbank Niederlassung am Bozner Boden (siehe Bericht Seite 26 - 31). Jeden Freitag werden Führungen angeboten, das Konzept „space4dialogue“ ist auf alle Fälle sehenswert. Ob es nachahmenswert ist, darüber spricht man am besten mit einigen der 300 Beschäftigten im neuen Hauptsitz.

Franz Wimmer

Franz Wimmer

Top Company Award 2015

Am Donnerstag, 26. März 2015, fand in der Handelskammer Bozen die o zielle Verleihung des „Top Company Award“ statt. 22 Unternehmen erhielten eine Auszeichnung für ihre Verdienste um die Mitarbeiterzufriedenheit und Unternehmenskultur, die besten zwölf Unternehmen wurden als Preisträger ausgezeichnet.

Hinter dem Projekt steht das Bozner Beratungsunternehmen Business Pool als Initiator und Ideenträger.

Als Partner mit dabei sind die Handelskammer Bozen, die Abteilung Arbeit der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol, das APL Institute®, die Südtiroler Wirtschaftszeitung und das Magazin Radius. Andreas Unterhofer, Geschäftsführer der Business Pool, bringt den Grundgedanken des Preises auf den Punkt: „Wir verbringen viel Zeit am Arbeitsplatz. Meistens sind es acht Stunden – manchmal auch mehr. Das ist kostbare Lebenszeit. Heutzutage ist es alles andere als einfach, Berufs-, Privat- und Familienleben zu vereinbaren. Um ein gutes Gleichgewicht zu finden, müssen die Men-

GWB, Bozen
Fahrschule Steiner, Brixen

Auszeichnung für Mitarbeiterzufriedenheit

schen ihre Arbeitszeit wieder als wichtige, sinnvolle Lebenszeit wahrnehmen. Denn nur, wenn die Arbeit Sinn macht, treten Freude und Zufriedenheit auf. Jeder Mitarbeiter – genauso wie jede Führungskraft – müsste sich die Fragen stellen: Mache ich meine Arbeit mit Begeisterung und Lust? Wie nutze ich diese Lebenszeit? Außerdem müsste sich jeder Mensch fragen, was ihm wirklich wichtig ist. Denn jeder Tag ist ein Geschenk“, betont Andreas Unterhofer.

Consisto, Brixen

Das haben auch zahlreiche Südtiroler Unternehmen erkannt, die seit einigen Jahren die eigene Unternehmenskultur kritisch hinterfragen und die Mitarbeitermotivation verstärkt in den Fokus rücken. Denn die Mitarbeiter sind das größte Kapital eines Unternehmens. Für jeden Betrieb und jedes Unternehmen geht es darum, gute Mitarbeiter und Fachkräfte zu halten und sich als attraktiver Arbeitgeber qualifizierte Mitarbeiter zu sichern.

Ranking TCA 2015

Small Enterprises

1.Fahrschule Steiner, Brixen

2.GWB, Bozen

3.Consisto, Brixen

Medium Enterprises

1.Graber & Partner, Bruneck

2. Raika Welschnofen, Welschnofen

3. P Toys

Large Enterprises

1.Elas, Meran

2.Loacker Remedia, Neumarkt

3.Kunstdünger, Schlanders

Hotel & Tourism

1.Klein Fein Hotel Anderlahn, Partschins

2.Dolce Vita Hotel Jagdhof, Latsch

3.Imbiss Kampill, Bozen

Graber & Partner, Bruneck

Mitarbeiter im Fokus

Die Mitarbeiter spielen daher beim Top Company Award eine zentrale Rolle in der Befragung: Ihre Aussagen fließen zu zwei Dritteln in die Gesamtbewertung ein. Die Mitarbeiterbefragung erfolgt anonym, rund 100 ausgewählte Aussagen und offene Fragen zur Unternehmenskultur bilden die Grundlage, anhand der die Südtiroler Spitzenunternehmen, die Top Companies, gekürt werden. Einen weiteren Schwerpunkt bildet das APL Audit, das sich auf die Rahmenbedingungen in der Unternehmensführung stützt. Damit wird ein umfassendes Bild des Unternehmens gezeichnet; neben der Sicht der Mitarbeiter wird auch berücksichtigt, welche Maßnahmen zur Förderung der Unternehmenskultur getroffen wurden.

Ausgefeiltes Wertungs-System

Die Qualifikation für den Top Company Award startet bei einer Mitarbeiterzufriedenheit von 70 % und mehr. Weiters werden in den Kategorien Vertrauen, Team, Gesundheit und Identifikation bei Erreichen überdurchschnittlicher Werte die „Employer Excellence Stars“ vergeben. Zusätzlich wird der Wert des APL-Audits mit einbezogen. Nur wenn in jeder Kategorie mindestens ein

Topwert und damit ein Employer Excellence Star erzielt wird, qualifiziert sich ein Unternehmen für den Top Company Award. Aus diesen sechs Werten ergibt sich die finale Auszeichnung von 1-5 Sternen. Der Top Company Award mit entsprechender Sternezahl ist damit Unternehmen vorbehalten, die in sämtlichen Bereichen mit überdurchschnittlichen Werten punkten können. Je höher die Werte, desto mehr Employer Excellence Stars werden verliehen.

Mit dem APL-Tool steht dabei ein umfassendes Analyse- und Managementinstrument zur Verfügung, das der nachhaltigen Stärkung der Unternehmenskultur dient.

And the winner is …

Mit dem neuen Namen Top Company Award wurden auch die Kategorien auf vier aufgestockt; neben den Small Enterprises, Medium Enterprises und Large Enterprises ist nun auch die Kategorie Hotel & Tourism vertreten. Die ausgezeichneten Unternehmen sind: siehe Ranking auf Seite 7. Damit zeichnet sich ein sehr heterogenes Bild ab, als Beleg dafür, dass Südtirols Unternehmen quer durch sämtliche Branchen, egal ob Dienstleistungsunternehmen, Produktionsbetrieb oder Hotel, großen Wert auf

Raika Welschnofen, Welschnofen
Elas, Meran
Kunstdünger, Schlanders
P Toys

die Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter legen. In Zeiten, in denen Begriffe wie „Fachkräftemangel“ oder „BrainDrain“ als Schreckensgespenst durch die Medien geistern, setzen Südtirols Unternehmer klare Zeichen: Sie schaffen ein attraktives Arbeitsumfeld für ihre Mitarbeiter. Ein Umfeld, in dem die vielfach bemühte „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ keine leere Floskel bleiben soll, sondern ein mit konkreten Inhalten gefüllter Begriff. Gerade junge und hochqualifizierte Menschen legen großen Wert auf Lebensqualität. Aus verschiedenen Studien geht deutlich hervor, dass für sie nicht etwa das Gehalt an erster Stelle steht, wenn es um die Entscheidung für einen Arbeitsplatz geht, sondern ein Plus an Lebensqualität, das durch ein attraktives Arbeitsumfeld und all den damit verbundenen Mehrwertfaktoren entsteht. Große und international agierende Unternehmen z.B. aus der Automobilbranche, haben dies schon seit geraumer Zeit erkannt und locken damit gezielt Berufseinsteiger an.

Unternehmenskultur als Wirtschaftsmotor Auch Südtiroler Unternehmen, egal ob groß oder klein, investieren vermehrt in die eigene Unternehmenskultur.

Dazu bedarf es im Vorfeld einer eingehenden „Bestandsaufnahme“, die Stärken und Schwächen aufzeigt. Hier setzt Business Pool mit seinen Beratungsleistungen erfolgreich an: im Jahr 2000 als Personalagentur in Bozen gegründet, hat man seit 2008 das Leistungsspektrum gezielt erweitert, um gerade diesen Anforderungen gerecht zu werden. Heute gehören Organisationsentwicklung, Recruiting, Personalentwicklung und Analyse- und Messinstrumente zu den Kernkompetenzen des Unternehmens. Die Entwicklung der Unternehmenskultur für den Standort Südtirol wird damit konkret gefördert. Denn Unternehmenserfolg als qualitativer und quantitativer Wachstumsmotor ist schlussendlich auch das Ergebnis der Leistungsbereitschaft und Produktivität der Mitarbeiter. Wenn das Arbeitsumfeld und die Führung stimmt, dann gibt es nur geringe Mitarbeiterfluktuationen, die betrieblichen Gesundheitskosten werden reduziert, offene Stellen können mit qualifizierten Mitarbeitern besetzt werden, motivierte Mitarbeiter sichern Kundenzufriedenheit und -bindung. Am Ende stehen alle Akteure dieses Prozesses als klare Sieger da: die Mitarbeiter, die Unternehmen und der Wirtschaftsstandort Südtirol.

Klein Fein Hotel Anderlahn, Partschins
Dolce Vita Hotel Jagdhof, Latsch

Gestapelte Weinkisten können als Flaschenregal benutzt werden.

Auf Augenhöhe

Genossenschaft. Werkstätten. Begleitung – kurz GWB ist Zulieferer für zahlreiche Südtiroler Betriebe und Produzent für Holzartikel. Nach dem Lieferanten-Award für hervorragende Qualitätsperformance und 100 % Termintreue folgt nun der „Top Company Award“ für Mitarbeiterzufriedenheit.

Dreißig

Südtiroler Unternehmen, davon sieben mit täglichen Aufträgen, schätzen die Qualität und Terminsicherheit von GWB, sodass die private Arbeitsgenossenschaft 40 % der Gesamtkosten selbst erwirtschaftet. „Doch der Gewinn ist ein höherer, denn die betreuten Mitarbeiter in unseren Werkstätten sind weniger anfällig für Krisen und Krankheiten. Durch ihre Arbeit erhalten sie einen sozialen Status –wichtig für ihre Familien und unsere Gesellschaft“, ergänzt Paul Dibiasi, Geschäftsführer der GWB.

Durch Arbeit Wertschätzung erfahren

Roman webt das ganze Jahr. Franky presst die Öse in die Schraube. Arthur ist der beste Zähler. In den Werkstätten wird geschraubt und montiert, gefräst und gelasert, geschnitten und geklebt, sortiert und verpackt. In jeder Werkstätte erklärt ein Betreuter selbstbewusst und sichtlich stolz, was der Arbeitsauftrag ist. Stolz darauf, einen wichtigen Beitrag für den Wirtschaftsablauf zu leisten. Es sind Menschen unterschiedlichen Alters, die durch ihre geistige und psychische Beeinträchtigung am Rande unserer gewinnzentrierten Leistungsgesellschaft stehen. Durch die GWB werden sie in den Arbeitsprozess integriert, finden Lebenssinn und Akzeptanz in ihrem Sosein.

Konzentriert gibt Gustav hochwertigen Produkten den letzten Schli .

Hans mit der begehrten Weinkiste „Vingno“

Geschätzter Zulieferer für Südtiroler Betriebe

Die Arbeitsschritte sind so aufgebaut, dass der eine die Kontrolle des anderen ist. Und am Ende gibt es ein gemeinsames Werkstück, das dem Kundenauftrag entspricht. Bei den Kundenaufträgen handelt es sich vorwiegend um Serienprodukte, auch saisonbedingte, deren Herstellung noch nicht automatisiert ist bzw. nicht in Billigländer ausgelagert wurde. Zurzeit sind es Staubsaugdosen, Kondensklappen für Fenster, Tischtuchklammern und Gasanzünder, die auf die letzten Handgriffe und Fertigstellung warten. Südtiroler Betriebe leisten mit ihrem Auftrag nicht nur einen wertvollen sozialen Beitrag. Qualität und Terminsicherheit sind ihnen gewiss. „Auch mit Menschen mit geistiger und psychischer Beeinträchtigung kann qualitativ hochwertig gearbeitet werden“, unterstreicht Paul Dibiasi.

Aufstrebender Produzent für Weinkassetten „Harres“ ist die bekannte Südtiroler Holzsteige. „Stappis“ nennt sich die leichte Holzkiste mit Stapeleffekt. Das „Insektenhotel“ und der „Flaschenträger“, immer aus Holz, sind auch Produkte auf Bestellung und Maß. Der Renner sind die verschiedenen Weinkassetten, die die Traminer Weinkellerei als geschätzter Kunde heuer auf der Vinitaly mit vorgestellt hat. „Mit diesem Produkt können wir unsere Fertigungsqualität und Kreativität im Design sichtbar machen“, meint der Geschäftsführer. „Dabei ist uns das TIS-Innovation-Zentrum bei der Produktentwicklung eine große Hilfe und Stütze.“ In den Weinkassetten präsentieren sich Südtiroler Spitzenweine bestens, sodass nun auch Hotels im In- und Ausland Bedarf anmelden und Aufträge erteilen.

Aus- und Weiterbildung bringt uns weiter Paul Dibiasi setzt bei seinen betreuten Mitarbeitern in den Werkstätten und beim Personal von GWB auf stete Weiterbildung. Zu den betreuten Mitarbeitern der GWB zählen die 60 Menschen mit psychischer und geistiger Beeinträchtigung in den beiden Werkstätten in Bozen und Meran, für die Italienisch- und PC-Kurse, Kurse zum Thema Umgang mit Geld und Hygiene angeboten werden. Die Verwaltung, pädagogischen Konzepte und Begleitung der Menschen mit Beeinträchtigung in der GWB obliegen einem 11-köpfigen Team aus Fachkräften, die sich mindestens zweimal jährlich spezifisch fortbilden. Teamarbeit wird auch in den Werkstät-

ten gelebt. „Gemeinsam Lösungen für Probleme suchen und das Wohlergehen des Einzelnen dabei nicht vergessen“, sind die bewährten Ansätze von Paul Dibiasi für ein erfüllendes gemeinsames Arbeiten.

Auf Augenhöhe mit dem Nächsten sein Menschen mit Beeinträchtigung haben ein Mehr an Verbindlichkeit und Herzlichkeit, das die Beeinträchtigung wettmacht, ist er überzeugt. Sie tun uns gut. Denn steter überzogener Leistungsdruck macht immer mehr sogenannte normale Menschen, Arbeitnehmer und Führungskräfte, krank, stürzt sie in eine Sinnkrise und mehr. GWB gewann den zweiten Platz des „Top Company Award“ vom APLInstitut und Business Pool für kleine Unternehmen zur Mitarbeiterzufriedenheit, mit den diesjährigen Schwerpunkten Gesundheitsförderung und betriebliches Gesundheitsmanagement. Befragt wurden die elf effektiven Mitarbeiter von GWB. Das gute Abschneiden führt Dibiasi auf die Sinnhaftigkeit der Arbeit seines Teams zurück, die durch das vielfältig fordernde, aber auch erfüllende Begleiten der betreuten Menschen durch Arbeit entsteht.

Keine Garantie für lebenslange Gesundheit

Die Integration von Menschen mit Beeinträchtigung in den normalen Arbeitsalltag war das Ziel der Gründer von GWB 1981 und ist es heute noch; auch wenn in Zeiten von Rezession der Arbeitsmarkt nicht günstig scheint. Der Arbeitsplatz in den Werkstätten bietet einen geschützten Raum für individuelles Lernen von Selbständigkeit, handwerklichen Fähigkeiten und vieles mehr. So hat Roman am Webstuhl nicht nur weben gelernt. Der ehemalige Lastwagenfahrer wurde durch einen Unfall mehrfach schwer verletzt und der Webstuhl wurde seine Reha. Inzwischen braucht er keinen Rollstuhl mehr und hat wieder einen Führerschein. Nur Urlaub machen möchte er nie. Damit ist er nicht allein, denn Fehlstunden sind bei GWB Mangelware.

GWB - Genossenschaft.Werkstätten.Begleitung Mayr-Nusser-Straße 58 | 39100 Bozen Tel. 0471 976 541 | Fax 0471 329 415 info@gwb.bz.it | www.gwb.bz.it

Foto: © Business Pool
Team GWB bei der Prämierung „Top Company Award“ durch die Business Pool

Die Mitarbeiter machen es aus!

Ein motiviertes Team steigert den Wert des Unternehmens und entscheidet letztendlich, ob es langfristig erfolgreich ist. Aus dieser Überzeugung heraus stellt das Unternehmen Consisto die Mitarbeiter in den Mittelpunkt.

Alessandro

Origo von der Internetagentur Consisto in Brixen ist sich bewusst: „Webagenturen gibt es viele, aber keine kann das Rad neu erfinden.“ Wie also einen Wettbewerbsvorteil schaffen? Durch motivierte Mitarbeiter, so seine Strategie. Motivierte Menschen sind mit Einsatzfreude und Elan bei der Arbeit und punkten mit Zuverlässigkeit und innovativen Ideen im Sinne des Kunden. Das wiederum sichert das Fortbestehen einer Firma. Wie schaut dies im konkreten Fall aus? Eine freundliche Atmosphäre im Büro und ein gutes Miteinander ist die Basis. Essensgutscheine, Firmenausflüge sowie frisches Obst im Büro sind geschätzte Benefits. Eine Arbeitsstunde am Tag kann sich jeder Mitarbeiter selbst einteilen, mehr als fünf bis sechs Überstunden pro Monat fallen im Normalfall nicht an. Und private bzw. familiäre Bedürfnisse? Hierfür werden individuelle Lösungen gefunden: Gabriele hat Vaterschaftsurlaub

genossen, um seinen Sohn zu betreuen. Veronika arbeitet Parttime mit flexiblen Zeiten, wenn nötig, auch im Home Office. Nadia wünschte einen Tapetenwechsel und nutzte bezahlten und unbezahlten Urlaub für einen mehrmonatigen Aufenthalt im Ausland. Florian schätzt die Flexibilität bei der Urlaubsvergabe, für die Vereinbarkeit mit seinem privaten Musikerleben. „Ich verlange von meinen Mitarbeitern kreative Lösungen bei der Arbeit. Im Gegenzug biete ich Wertschätzung und Interesse an ihnen. Gemeinsam schaffen wir auf diese Weise zufriedene Kunden und Erfolg für alle“, freut sich Alessandro Origo.

Ein gutes Team als Basis zum Erfolg

Bereits zum dritten Mal hat das Frangarter Unternehmen Walcher Messebau an der Ausschreibung „Bester Arbeitgeber“ teilgenommen und wurde auch heuer mit dem „Top Company Award“ geehrt. Dies bescheinigt der Firma ein sehr gutes Arbeitsklima.

Von der Planung bis zur kompletten Ausführung und Einrichtung bietet Walcher Messebau seine professionellen Dienste für die Ausrichtung von Messen, Ausstellungen, Kongressen und Produktpräsentationen an. Seit dem Jahr 1967 arbeitet der Spezialist im Inland und Europaweit, organisiert den perfekten Messeauftritt namhafter Unternehmen, organisiert die Einrichtung kompletter Messeveranstaltungen, Kunstausstellungen oder Wirtschaftsschauen. Von der Planung bis zum komplett eingerichteten Messestand liegt alles in einer Hand.

Mitarbeiterzufriedenheit sehr hoch

Die Basis für den reibungslosen Ablauf aller Arbeiten setzen die 18 Festangestellten und eine gleich große Anzahl von freien Mitarbeitern. Vor allem die Tätigkeit außerhalb des Firmensitzes setzt ein absolut autonomes und verantwortungsbewusstes Handeln voraus. „Unsere Mitarbeiter sind ein selbständiges und sehr flexibles Arbeiten gewöhnt. Trotz der vielen externen Einsätze herrscht ein großer Teamgeist“, erklärt Klaus Walcher. Bereits das dritte Mal in Folge bewarb sich das Unternehmen beim „Top Company Award“ in der Kategorie Arbeitgeber mit weniger als 20 Mitarbeitern. Wie bereits in den Jahren zuvor äußerten sich die Mitarbeiter positiv über die Arbeitsbedingungen und das bestehende Arbeitsklima. „Die Auszeichnung mit dem „Top Company Award“ beweist, dass unsere Bemühungen, die interne Entwicklung voranzutreiben und die Hinweise und Wünsche unserer Mitarbeiter ernst zu nehmen, Anerken-

nung erhält. Es ist immer wieder eine Überprüfung unserer eigenen Strukturen und eine Herausforderung, noch besser zu werden“, betont der Firmenchef.

Ausbau des Firmensitzes abgeschlossen Vom Firmensitz in Frangart starten die LKW mit ihren personalisierten Materialien in alle Himmelsrichtungen. Vom Kleinstunternehmen bis zum renommierten, international tätigen Konzern – mehr als 3.000 Kunden – verlassen sich inzwischen auf den Südtiroler Full-Service-Partner. Jedem Kunden wird eine exklusive Lösung angeboten, die seinen individuellen Ansprüchen angepasst wird. Nach Beratung, Planung und perfekter handwerklicher Fertigung im Haus werden die Messestände oder kompletten Aufbauten am Einsatzort montiert. Innovative Techniken und ein gutes Design sind die Stärke von Walcher Messebau. Jeder Messeauftritt wird so zum Unikat und spiegelt den Charakter des sich präsentierenden Unternehmens wider. Um ausreichend Platz für den umfangreichen Materialbestand zu erhalten, wurde das Firmengebäude im vergangenen Jahr ausgebaut, energetisch saniert und modernisiert und die Lagerflächen erweitert. Durch die Überbauung des Hofes wurde gleichzeitig ein geschützter Beund Entladeplatz für die Materialien geschaffen.

30 Jahre Leidenschaft für Natur und Garten

Seit 30 Jahren ist der Name Stocker der Inbegri für erstklassige Qualität im Bereich Geräte für Garten und Landwirtschaft. Das Unternehmen mit Sitz in Lana beliefert Kunden in ganz Europa.

Hochklassige Qualität und die Leidenschaft für Natur und Garten standen von Beginn an im Mittelpunkt des Familienunternehmens, das im Jahr 1985 von Anna Stocker und Josef Mairhofer gegründet wurde. In den Verkauf kamen zunächst die Qualitätsscheren der deutschen Marke „Löwe“, die von Fachleuten hoch geschätzt werden. Somit konnte bereits nach kürzester Zeit das Verkaufsnetz auch auf Norditalien ausgeweitet werden. Geliefert wurde neben Südtirol in den Trentino,

nach Venetien, in den Friaul und die Emilia-Romagna. Bereits nach fünf Jahren wurde das Sortiment vergrößert und das Verkaufsnetz erneut ausgebaut. Dabei wurden erstmals auch Materialien für die Landwirtschaft und den Wein- und Gartenbau angeboten. Seitdem bietet Stocker ein breites, selber entwickeltes Eigensortiment an Qualitätsscheren, Bindematerialien, Bewässerungstechnik, kleinen Gartengeräten und Zubehör

Hauptabsatzmarkt in Süd-Ost-Europa

Mit dem vergrößerten Angebot wurde auch das Verkaufsnetz über den gesamtitalienischen Raum verstärkt und mit eigenen Agenten besetzt, gleichzeitig der süddeutsche und österreichische Markt erschlossen. Heute werden rund 3.000 verschiedene Produkte angeboten, von der Profischere für den professionellen Einsatz im Wein-, Obst- und Zitrusanbau bis hin zu Gartengeräten für den privaten Anwender. Die professionellen Schnittwerkzeuge, vor allem innovative Scheren und Sägen, sind weiterhin das Kerngeschäft der Firma, die in den vergangenen Jahren stark expandiert hat. Inzwischen sind 20 Mitarbeiter in Lana tätig und das Unternehmen wird durch 50 Außendienstmitarbeiter in Italien, Spanien, Österreich, Tschechien und der Slowakei vertreten. In anderen Ländern, wie Frankreich, Portugal, Griechenland, Kroatien, Frankreich, werden die Produkte der Stocker GmbH über Exklusivpartner im Fachhandel angeboten.

Ausbau des Angebotes

Seit rund einem Jahrzehnt wird in die Produktsegmente Profi- und Hobbybereich stark investiert. Vor allem der

Hobbybereich gewinnt immer mehr an Bedeutung. Viele Menschen nutzen ihre Freizeit, um die grünen Oasen um ihre Häuser oder ihre kleinen Gärten zu gestalten und zu pflegen. Die Stocker GmbH stellte sich auf diese spezielle Nachfrage ein, indem sie eine eigene Palette neuer Gartenprodukte entwickelte, die kontinuierlich ausgebaut wird. Dazu gehören unter anderem Bewässerungstechnik für den Hobbybereich, Abdeckmaterialien für kleine Gemüsegärten, Bindematerialien sowie Scheren und Rückenspritzen, die zu den bestverkauften Produkten des Unternehmens gehören. Auch an die kleinen Gärtner wurde gedacht, die mit farbenfrohen Stiefelchen, Handschuhen und Gartengerät in Miniformat aus der Stocker-Kollektion Kids Garden ausgerüstet fleißig mithelfen können.

Umzug in den neuen Firmensitz

Stocker ist ein modernes Unternehmen, weltoffen und regional verwurzelt. Von der Produktentwicklung über das Marketing bis zum Vertrieb wird alles im eigenen Haus abgewickelt. Auf Grund der Expansion, der erweiterten Produktangebote und der damit verbundenen zusätzlich benötigten Lagerflächen wurde die Übersiedlung in einen neuen, größeren Firmensitz nötig. Seit dem Jahr 2010 hat die Stocker GmbH in der Industriezone Lana ihren Sitz. Das moderne Gebäude kombiniert einen großzügigen Bürotrakt mit einer innovativen, automatisierten Lagertechnik. Das Hochregallager in Stahlkonstruktion bietet rund 9.000 Stellplätze. Über eine innovative Lagerlogistik wird eine effiziente und schnelle Arbeitsweise gewährleistet, die eine unverzügliche Auslieferung von Kundenbestellungen garantiert.

Generationenwechsel vollzogen

Dem Wachsen des Unternehmens folgte auch die neue Generation. Im Jahr 2004 trat Matthias Mairhofer ins elterliche Unternehmen ein, vier Jahre später vollzog auch sein Bruder Jakob diesen Schritt. Mit dem Familienunternehmen und seinen bestehenden Werten von Anfang an eng verbunden, führen die beiden Brüder seit der Übergabe durch ihre Eltern im vergangenen Jahr die Stocker GmbH gemeinsam. Die Basis des Erfolgs des Unternehmens legen aber vor allem die hier tätigen Mitarbeiter. Das junge, engagierte Team ist auf Expansionskurs. Es benötigt deshalb neue, gut ausgebildete Mitarbeiter, die die Leidenschaft für die Natur und den Garten teilen und es verstehen, die bestehenden Werte mit modernem Marketing zu kombinieren. Nur so wird es möglich sein, in Zukunft weiterhin erfolgreich den Herausforderungen des Marktes zu begegnen.

Das Unternehmen feiert in diesem Jahr sein 30-jähirges Bestehen. Aus diesem Anlass wird im September ein großes Fest für Kunden, Mitarbeiter und Partner veranstaltet.

Stocker GmbH

Industriestraße 1/7 | 39011 Lana Tel. 0473 563 277 | Fax 0473 563 482 info@stockergarden.com | www.stockergarden.com

bringt Kompetenz auf Schiene

Sicherheit und Technik im Eisenbahnbereich sind die Kernsparten der m2 railgroup company, die vom Firmensitz in Wengen ihren Erfolgszug in die Welt angetreten hat. Dank einer zukunftsträchtigen Geschäftsidee und der Kompetenz der Mitarbeiter.

innovatives Konzept steht hinter dem Erfolg von m2 – man ist nicht nur führender Anbieter von ATWSAnlagen (Automatic Track Warning Systems) auf dem

italienischen Markt, sondern auch in Europa und der Welt mit kompetenten Technikern im Einsatz, die mit ihrem Know-how die Betriebsbereitschaft komplexer Gleisbauund -wartungsmaschinen sichern, bei denen jeder Ausfall mit erheblichen Verlusten verbunden ist. Das macht die Mitarbeiter zu einem Schlüsselfaktor für den Erfolg des noch jungen Unternehmens, das im Vorjahr sein 10-jähriges Gründungsjubiläum feierte. Nicht zuletzt aus diesem Grund steht die Mitarbeiterzufriedenheit im Fokus der Geschäftsleitung, wie auch Max Nagler, chief information officer von m2, bestätigt: „Wir sind heute dabei, ein neues Leitbild zu erstellen, und die Erkenntnisse aus der Studie bieten uns die Möglichkeit, unserem Wachstumsbestreben eine neue Struktur zu verleihen. Qualität durch Flexibilität ist dabei einer der Schwerpunkte.“

m2 S.r.l.

San Senese 10 | 39030 Wengen Tel. 0471 842 008 | Fax 0471 842 221 m.nagler@m2railgroup.com | www.m2railgroup.com

Gut beraten auf der sicheren Seite

Das italienische Wirtschafts-, Steuer- und Arbeitsrecht ist umfangreich und kompliziert. Die Fachleute des Studios Picchetti Dr. Corrado – SP Consulting in Innichen sind kompetente Ansprechpartner für Firmen, Freiberu er, aber auch Private bei der Erstellung und Kontrolle ihrer SteuerDokumentationen.

Seit dem Jahr 1993 ist Corrado Picchetti als eingetragener Wirtschafts- und Steuerberater und Rechnungsrevisor tätig und unterstützt und begleitet die Kunden professionell und vertraulich. Bei seiner verantwortungsvollen Arbeit wird er von elf langjährigen, hauptsächlich weiblichen Mitarbeitern unterstützt. Das Aufgabengebiet ist umfangreich und konnte im Laufe der Zeit ständig ausgebaut werden. Der Schwerpunkt liegt in der Lohn- und Wirtschaftsprüfung von Betrieben der Hotellerie, Gastronomie sowie handwerklicher Unternehmen mit Haupttätigkeitsgebiet im Hochpustertal, im gesamten Pustertal und den ladinischen Tälern. Deshalb arbeitet das Studio mit dem Partner ZP Consulting GmbH zusammen und ist mit weiteren acht Mitarbeitern auch in Bruneck und Corvara vertreten.

Kompetenz, Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit

Auf diese drei Grundprinzipien basiert die Tätigkeit aller drei Standorte. Seit 2004 ist das Büro ISO-zertifiziert. Grundlage für eine exakte, zuverlässige Arbeit und wohlüberlegte Entscheidungen ist eine hohe Flexibilität und schnelle Reaktion auf Veränderungen im Rechtssystem und der wirtschaftlichen Situation. Kunden erhalten unter anderem eine Individuelle Wirtschafts- und Unternehmensberatung zur Unternehmensgründung, Unterstützung bei der Ausarbeitung von Businessplänen, Betriebsübertragung, Kostenrechnung, bei der Kennzahlenanalyse oder zu Investitionen und Verwaltung von Immobilien. Im Bereich Finanzbuchhaltung werden Leistungen wie die einfache oder doppelte Buchhaltung, der Jahresabschluss und Bilanzanalysen angeboten. Die Steuerberatung stellt ebenso einen wichtigen Teil der Tätigkeit. Die Steuerfachleute erarbeiten die Steuererklärungen für Unternehmen und Privatpersonen, kümmern sich um den pünktlichen Versand der steuerlichen Unterlagen an Ämter, erarbeiten Strategien zur Steuerplanung und Steueroptimierung und stehen den Kunden beratend in allen steuerlichen Angelegenheiten zur Seite.

Regelmäßige Weiterbildung und Information

Die Mitarbeiter aktualisieren ihre Kenntnisse regelmäßig bei Weiterbildungen, um für ihre Kunden immer auf den neuesten Stand zu sein. So beraten sie rund um die Ausarbeitung der Löhne und Gehälter, den Arbeitsverträgen und den damit verbundenen Meldungen bei den Ämtern, Zusatzrentenfonds, Lohnausgleichskasse oder den Formalitäten für Hausangestellte und Pflegerinnen. Alle Neuheiten der Branche werden aktuell auf der Homepage veröffentlicht. Zudem erhalten die Kunden regelmäßig News zugeschickt, um sie über wichtige Änderungen und bevorstehende Termine zu informieren.

SP Consulting GmbH

Freisingerstr. 9/a 39038 Innichen

Tel. 0474 916 007

Fax 0474 916 010 info@sp-consulting.it www.sp-consulting.it

In der Bank Werte leben

Toleranz. O enheit. Wertschätzung. Mit den Mitarbeitern Werte leben ist das Credo der Rai eisenkasse Welschnofen, wofür die Bank mit dem zweiten Platz des „Top Company Award“ ausgezeichnet wurde.

Die Raiffeisenkasse Welschnofen ist eine traditionsreiche Südtiroler Bank, die ihre rund 3.000 Kunden und 800 Mitglieder bestmöglich betreuen will. Doch der entsprechende Leistungsdruck steht der Mitarbeiterzufriedenheit nicht konträr gegenüber, was die Auszeichnung beweist.

Stark durch zufriedene, motivierte Mitarbeiter

„Die Mitarbeiter sind unser wichtigstes Gut. Nur mit ihrer Hilfe sind wir den steigenden Anforderungen gewachsen“, ist Direktor Michael Santa überzeugt. Dass dies nicht nur ein Lippenbekenntnis ist, das empfinden auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Raiffeisenkasse Welschnofen, wie die Befragung anlässlich der Vergabe des diesjährigen „Top Company Award“ ergab. Erfragt wurde, wie die Mitarbeiter die Qualität ihres Unternehmens als Arbeitgeber erleben und wie attraktiv das Unternehmen im Vergleich zu anderen ist. Dabei bezeichneten 94 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Bank als einen ausgezeichneten Arbeitsplatz.

Klare Struktur, Aufgaben und Kompetenzen

Die Raiffeisenkasse Welschnofen betreut an den drei Standorten Welschnofen mit Filialleiterin Jutta Kaufmann, Birchabruck mit Filialleiter Heinz Mahlknecht und Vigo di Fassa mit Filialleiter Arno Riganti Privatkunden und kleinere und mittlere Betriebe. Direktor Santa sieht in einer konstruktiven, von gemeinsamen Werten geprägten Unternehmenskultur und in einem partizipativen Führungsstil wichtige Erfolgsfaktoren. Teamarbeit in respektvollem Miteinander, Wertschätzung für die Arbeit des anderen und gegenseitige Hilfestellung sind Werte, die sich durch alle hierarchischen Funktionsebenen ziehen. Toleranz und positive Einstellung zur Arbeit gehören ebenso zu den Kernwerten der Mitarbeiter wie Qualität im Sinne werthaltiger Ergebnisse.

Mitarbeiterführung und Unternehmenskultur

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Ziele und Aufgaben gewinnen, ihre Vorschläge in die Planung mit einbeziehen, auf Teamarbeit bauen und Verbesserungspotentiale heben: Das fördert die Effizienz der Geschäftsgebarung und Effektivität der Mitarbeiterleistung, Erneuerung und stete Entwicklung des Einzelnen und Ganzen. Eine wertorientierte Unternehmenskultur, wie sie die Raiffeisenkasse Welschnofen lebt, entsteht in einem Sichtrauen und gegenseitigem Vertrauen. Vertrauen, das der Kunde als Freundlichkeit und Kompetenz erfährt. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind der wichtigste Erfolgsfaktor. In ihre Fähigkeiten zu vertrauen, zahlt sich aus“, bekräftigt Michael Santa. Die Auszeichnung gibt ihm Recht.

Rai eisenkasse Welschnofen

Romstr. 41 | 39056 Welschnofen Tel. 0471 614 510 | Fax 0471 614 555 rk_welschnofen@rai eisen.it

Lobis Böden – Ich steh drauf!

Unter dem Motto „Ich steh drauf!“ entwickelt, produziert und verlegt die Firma Lobis Böden innovative, funktionelle Produkte und Gesamtlösungen im Holzboden- und Feinsteinzeugsektor für den Innen- und Außenbereich.

Der Tätigkeitsbereich ist umfangreich und die Mitarbeiter des jungen Südtiroler Unternehmens bilden die Basis für die erfolgreiche Arbeit. Zum ersten Mal drückten sie nun beim Südtiroler „Top Company Award“ die Zufriedenheit mit ihrem Arbeitgeber aus.

Gemeinsam zum Erfolg

Das 2006 von Paul Lobis gegründete Familienunternehmen zählt heute 29 feste und 20 freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Unter anderem sind fünf Lehrlinge bei Lobis Böden tätig, die so auf ihrem dualen Ausbildungsweg unterstützt und gefördert werden.

Die zwölf verschiedenen Berufsbilder im Unternehmen könnten nicht unterschiedlicher sein und reichen vom Verleger und Magazineur bis hin zum Verkäufer und Buchhalter. „Was unser Unternehmen auszeichnet sind die unterschiedlichen Stärken eines jeden Einzelnen und dass teilweise jeder Mitarbeiter seinen eigenen Tätigkeitsbereich hat, den er kreativ gestalten und eigenverantwortlich oder im Team führen kann. Vom ersten Tag an bekommt jeder das Grundvertrauen seine Arbeit sehr individuell und nach eigenem Ermessen zu gestalten“, beschreibt Marlene Lobis die Wertigkeit der Mitarbeiter bei Lobis Böden.

Erfolgsfaktor Teamgeist

Eine große Herausforderung, aber ein wesentlicher Bestandteil des Unternehmens ist der Teamgeist, der sich positiv auf das Betriebsklima und den Erfolg des Unternehmens auswirkt. „Neben gezielten Sitzungen, gibt es immer wieder

Team-Treffen, bei denen alle Mitarbeiter eingeladen sind. Ziel ist es, die Kommunikation zwischen den Mitarbeitern zu stärken und über generelle Anliegen zu sprechen. Mehrmals im Jahr unternehmen wir Ausflüge wie Musikfestivals, Bergtouren, Produktion-Besichtigungen, Lehrfahrten oder organisieren gemeinsame Grillfeiern bzw. verschiedene gemeinsame Essen, die den Teamgeist fördern und für gemeinsame Unterhaltung außerhalb der Arbeit sorgen. Ich verlange von jedem dass er hart an sich und im Betrieb arbeitet, aber jeder soll auch ein Privatleben haben können“, berichtet Paul Lobis.

Unternehmensphilosophie im Schritt mit der Zeit

Ein weiterer, wichtiger Aspekt der Unternehmensphilosophie bei Lobis Böden ist die ständige Möglichkeit auf Weiterbildung, welche den Mitarbeitern zur Unterstützung des beruflichen Wachstums geboten wird. Auch auf das Vereinen von Familie und Beruf wird Wert gelegt, was sich sehr positiv auf die Motivation und Zufriedenheit im Unternehmen auswirkt. Die Mitarbeiter sind sich einig, wenn sie sagen „Lobis Böden – Ich steh drauf!“

„Ich mag meine Arbeit, weil ich kreativ sein kann und viele Leute kennenlerne.“

Einmal Elas – immer Elas

Mitarbeiter mit ihren unterschiedlichen Stärken in den verschiedenen Lebensphasen zielführend in das Unternehmen einbinden, ist das Erfolgsrezept für Mitarbeiterführung bei Elas. Nun wurde das Unternehmen mit dem 1. Platz – TOP COMPANY AWARD – LARGE ENTERPRISES ausgezeichnet.

Wertschätzung, Zugehörigkeit, Achtsamkeit und Ordnung prägen die Beziehung der Mitarbeiter im Miteinander und den Kunden gegenüber. Diese vier systemischen Grundsätze ziehen sich wie ein roter Faden durch das Leitbild und bestimmen die Entscheidungen und das Handeln im Unternehmen.

Freude an der Arbeit als Motivation „Höflich, offen und Autorität, die von innen kommt“, führt Geschäftsführer Harald Palla als gelebte Führungseigenschaften an. Mit dem Co-Geschäftsführer Manfred Marsoner und dem Gründer und Vorstandspräsidenten Helmuth Wahlmüller wird das Unternehmen für Lohnbuchhaltung im Triumvirat geführt. 65 Mitarbeiter tragen täglich zum Unternehmenserfolg bei; 93 Prozent davon bewerteten ihren Arbeitsplatz bei Elas als ausgezeichnet. „Arbeit muss Spaß machen“, ist Harald Palla überzeugt. „Durch die Teilnahme am Top Company Award wollten wir auch erfahren, was wir in der Mitarbeiterführung noch verbessern können.“ Er setzt auf Aus- und Weiterbildung und teilt mit Helmuth Wahlmüller die Begeisterung für Psychologie und Hirnforschung in Bezug auf Unternehmensführung.

Das Drei-Generationen-Modell Bis auf wenige hat Elas alle seine Mitarbeiter selbst ausgebildet. Bei Dienstantritt befinde sich mancher in der Phase der unbewussten Inkompetenz, die, wenn sie bewusst werde, oft zum Aufgeben führe. Aufgefangen wird dies durch das

Drei-Generationen-Modell. Dem Neuling wird ein Tutor zur Seite gestellt; doch nicht nur. Die mittlere Generation erwirtschaftet das Core-Business; die dritte Generation arbeitet nur mehr zur Hälfte im Core-Business, die andere Hälfte der Zeit gibt sie den Neulingen ihr Wissen und wertvolle Erfahrung weiter. „Drei bis fünf Jahre dauert es, bis jemand selbständig Lohnstreifen erstellen kann“, ergänzt Harald Palla. „Und mit diesem Arbeitsmodell fahren wir sehr gut.“

Mitarbeiter bei Arbeitslaune halten

„Mitarbeiter durchlaufen Krisen privater und beruflicher Natur, die sich notgedrungen auf das Engagement und die Leistung auswirken“, ist Palla überzeugt. Daher stellt Elas seinen Bediensteten dreimal jährlich eine Woche lang eine Psychologin zur Seite, die sie während der Arbeitszeit zu Rate ziehen können. „Das ist ein Kostenfaktor. Doch der größere ist, einen schlechten Mitarbeiter zu haben“, ist er überzeugt. Über 80 Prozent der Angestellten sind Frauen, viele in Teilzeit, manche in Mutterschaft. Die Unternehmensführung schätzt die engagierte, verlässliche und kompetente Arbeit der Frauen in jeglicher Arbeitsform und plant, einen Kinderhort zu errichten. Kein Wunder, dass Mitarbeiter bleiben, nach dem Motto: Einmal Elas – immer Elas.

Elas GmbH

Otto-Huber-Str. 64 | 39012 Meran

Tel. 0473 205 030 | Fax 0473 205 036 info@elas.it | www.elas.it

Elas Geschäftsleitung

ein Vinschger Erfolgsmodell

Der Vinschgau ist weltweit als Anbaugebiet besonders geschmacksintensiver Äpfel bekannt, auch die aromatische Vinschger Marille hat hier Tradition. Auch die landwirtschaftliche Genossenschaft Texel ist hier daheim.

Die Texel gehört zur VI.P, dem Verband der Vinschgauer Obstgenossenschaften für Obst und Gemüse, und zählt rund 350 Mitglieder, die ihrerseits mehr als 1.000 ha Fläche bewirtschaften, von denen rund 10 % biologisch angebaut werden. Da gibt es viel zu tun für die rund 145 Mitarbeiter der Texel.

Die somit ein wichtiger Arbeitgeber ist, mit einem breit gefächerten Spektrum an Beschäftigungsfeldern in verschiedenen Sparten, von der Lagerung, Sortierung und Verpackung über die Technik bis hin zu den verschiedenen Verwaltungsaufgaben. Moderne Unternehmenskultur wird bei Texel großgeschrieben – nicht zuletzt aus diesem Grund hat man im Jahr 2012 ein hochmodernes Hochregallager mit einem ausgefeilten Logistikkonzept in Betrieb genommen, das zu den modernsten Europas zählt.

Die Genossenschaft ist in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Unternehmen herangewachsen, das sich den komplexen und dynamischen Anforderungen am Markt auch mit Investitionen in die Unternehmensidentität stellt.

Die Geschäftsleitung weiß um die Bedeutung der Mitarbeiter als Schlüsselfaktor für den Erfolg und hat daher über das Beratungsunternehmen „Business Pool“ eine Studie zur Mitarbeiterzufriedenheit durchgeführt.

Eine wichtige strategische Entscheidung, die Christoph Tappeiner, Geschäftsführer der landwirtschaftlichen Genossenschaft Texel, damit begründet, dass das Erkennen der Anliegen der Mitarbeiter zweifelsohne zu den vorrangigen Betriebszielen gehört.

Der Wert der kleinen Dinge

Die ersten Erkenntnisse aus der Studie wurden bereits ausgewertet und haben deutlich gezeigt, dass es sich um ein wertvolles Instrument handelt, mit dem es gelingt, viele kleine Mosaiksteine zu einem aufschlussreichen Gesamtbild zusammenzufügen. Denn oft sind es gerade die vermeintlich unscheinbaren Dinge, die man leicht übergeht, die schlussendlich ausschlaggebend für die Motivation der Mitarbeiter sind. Umso mehr gilt das für Unternehmen mit vielen Mitarbeitern, denn die Größe eines Unternehmens ist zwar wichtig für die Durchschlagkraft am Markt, doch gerade die Nähe zum Einzelnen, das „Familiäre“, darf dabei nicht verloren gehen.

Ein Mehrwert, der heute bei jungen Menschen hoch im Kurs steht. Das weiß man auch bei der Texel, und die Erfahrungen der letzten Jahre haben es eindrucksvoll belegt; zahlreiche junge Mitarbeiter haben die Möglichkeit, sich im Betrieb weiter zu entwickeln, genutzt und bringen sich mit viel Engagement und Interesse ein. Mit dem stetigen Unternehmenswachstum ist auch der Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern größer geworden, die hier ein attraktives Arbeitsumfeld vorfinden, das unter anderem mit flexiblen Arbeitszeitmodellen und vielfältigen innerbetrieblichen Entwicklungsmöglichkeiten in die Mitarbeiterzufriedenheit investiert.

Texel Genossenschaft landw. Gesellschaft

Dammstrasse 2 | 39025 Naturns Tel. 0473 671 100

texel@vip.coop | www.vip.coop

Gute, schnelle und immer frische Küche

„Das Geld liegt auf der Straße“ dachte sich Egon Mair, als er von seinem Job als Koch in gutem Haus an den eigenen Würstelstand auf einem Parkplatz wechselte. Inzwischen ist der Imbiss Kampill am Bozner Boden der Insidertipp für jeden, der in Bozen gut essen will.

Egal,

ob Currywurst, Pasta, Pizza oder ein saftiges Steak, im Imbiss Kampill Bozen findet jeder das Richtige für seinen kleinen oder großen Hunger. Es gibt keinen Ort in der Landeshauptstadt, an dem rund um die Uhr die Küche geöffnet bleibt. Das Team um Egon Mair bietet von 11 Uhr bis nach Mitternacht frisch zubereitete Gerichte an. Seine Mannschaft war es auch, die in der Zeitung von der Ausschreibung des „Top Company Awards“ gelesen und sich spontan entschieden hat, daran teilzunehmen. „Ohne mein gutes Team wäre alles nicht möglich. Sie haben auch die Bewerbung alleine mit unserer Sekretärin Andrea gemanagt. Umso erfreuter waren wir, dass uns sofort der 3. Platz in der Kategorie Hotel & Tourismus anerkannt wurde“, betont Egon Mair.

Hier gibt es einfach alles!

Gestartet wurde vor Jahrzehnten mit zwei Angestellten. Nach dem Umzug auf den Parkplatz der Kohlerer Seilbahn waren es schon acht. Bis 5 Uhr am Morgen konnte jeder seinen Hunger stillen. Das bald Erfolg einsetzte, lag wohl vor allem am Konzept: eine gute, einfache, warme Küche, zu einem fairen Preis. Viele der Stammkunden folgten, als im Jahr 2003 die Übersiedelung an den Bozner Boden erfolgte. Anfangs wurden die langen Öffnungszeiten für Nachtschwärmer beibehalten, heute bleibt die Küche „nur“ mehr bis 1 Uhr geöffnet. Die Auswahl an Gerichten ist riesig, denn das Lokal vereint Imbiss, Restaurant und Pizzeria. Auch für Familien ist das

Lokal ideal, denn egal, wie Appetit oder Vorlieben, es wird sowohl an den kleinen als auch an den großen Hunger gedacht und keiner geht leer aus.

Gutes Team – die Basis des Erfolgs

Es herrscht viel Bewegung im Lokal. Bereits zeitig am Morgen wird alles frisch eingedeckt, damit die ersten Gäste kurz vor Mittag ihr Menü bestellen können. Schnell muss es dann gehen, dass Essen immer frisch zubereitet, gut, ausreichend auch für den großen Hunger und möglichst preisgünstig ist. Denn egal, ob Arbeiter, Büroangestellte, Politiker oder bekannte Gesichter aus Sport und Showbusiness, hier sitzen alle an einem Tisch. Da scheint es auch nicht verwunderlich, dass im letzten Jahr die Journalisten von RAI 3 im Lokal erschienen, um eine Reportage zu drehen. In diesem Beitrag wurde Alessandro Donchi, die rechte Hand von Egon Mair, mehrmals interviewt. Nicht allein dem einmaligen, gastronomischen Experiment des Imbiss Kampill galt der Bericht, sondern vor allem ihm, der weithin als schnellster und sympathischster Kellner bekannt ist. Die 27 Mitarbeiter haben kaum eine Ruhepause. Sie sind ein eingespieltes Team, in dem sich jeder auf den anderen verlassen kann. Täglich werden zwei wechselnde Arbeitermenüs angeboten. Für maximal zwölf Euro gibt es ein zweigängiges Menü mit zwei Beilagen, Getränk und Kaffee.

Dass die Qualität und Auswahl stimmen, ein super Preis-Leistungs-Verhältnis herrscht und man vor allem gut isst, beweist auch die Auszeichnung von TripAdvisor im vergangenen Jahr mit dem „Certificato di Exellenza“.

Imbiss Mair Egon & Co. KG

Hildegard-Straub-Str. 23 | 39100 Bozen Tel. 0471 323 623 info@imbiss-kampill.com | www.imbiss-kampill.com

Sieglinde Pechlaner und Egon Mair
v.l.: Besir Mehmedi, Egon Mair und Alessandro Donchi

Zufriedene Mitarbeiter –Ein wertvolles Gut!

Südtirols Geschäftsführer erzählen häu g, dass die Mitarbeiter ihr wertvollstes Kapital sind. Kennen sie diesen Wert wirklich? Wie gehen sie damit um? Welche Voraussetzungen scha en sie, damit sich ihre Mitarbeiter wohlfühlen und produktiv arbeiten? Ein Gespräch mit Andreas Unterhofer – Geschäftsführer bei Business Pool – Initiator des Projektes „Top Company Award“ in Südtirol.

Radius: Herr Unterhofer, zusammen mit dem international tätigen APL Institute® ist das Beratungsunternehmen Business Pool Initiator des „Top Company Award“ in Südtirol. Worum handelt es sich und welche Ziele werden verfolgt? Andreas Unterhofer: Business Pool ist in den Bereichen Organisationsentwicklung, Analyse- und Messinstrumente, Recruiting und Personalentwicklung tätig. Seit einigen Jahren arbeiten wir mit dem APL Institute® zusammen. Das Institut wurde gegründet, um Unternehmen bei der Analyse, Entwicklung und Stärkung der Unternehmenskultur zu unterstützen und zu begleiten. Das APL Institute® ist in Italien, Deutschland, Österreich, Schweiz und den Niederlanden mit zertifizierten APL-Beratern tätig. Der Nutzen des Unternehmens liegt in einer geringeren Personalfluktuation, verbesserten Kundenzufriedenheit und -bindung und höheren Wirtschaftlichkeit. In Zusammenarbeit mit der Handelskammer Bozen, der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol, der Südtiroler Wirtschaftszeitung und dem Magazin Radius haben wir das Projekt „Top Company Award“ in Südtirol ins Leben gerufen, dem diese Analyse der Unternehmenskultur und der Mitarbeiterzufriedenheit zugrunde liegt. Die Mitarbeiter bewerten anonym Komponenten der Unternehmenskultur (z.B. Führung, Arbeitsklima, Teamgeist, Identifikation) im eigenen Haus. Diese Bewertungen werden anhand eines Reports zusammengefasst. Das APL Audit gibt hingegen Auskunft über die Maßnahmen zur Verbesserung der Unternehmenskultur, welche im Unternehmen getroffen wurden. Prämiert werden jene Betriebe, die ein Arbeitsumfeld schaffen, in dem sich die Belegschaft wohl fühlt und produktiv arbeitet. Erwähnenswert ist, dass beim „Top Company Award“ die Mitarbeiter eine zentrale Rolle spielen: ihre Aussagen gehen zu zwei Drittel in die Gesamtbewertung ein.

Radius: Der „Top Company Award“ beschäftigt sich unter anderem mit Gesundheitsförderung und betrieblichem Gesundheitsmanagement. Unternehmen, die sich für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter engagieren, haben nachweislich einen höheren Unternehmenserfolg. Stimmen sie dem zu?

A. Unterhofer: Absolut. Betriebliches Gesundheitsmanagement und Gesundheitsförderung gehören zur Unternehmensstrategie, die darauf abzielt, physische und psychische

Erkrankungen am Arbeitsplatz vorzubeugen, Gesundheitspotenziale zu stärken und das Wohlbefinden der Mitarbeiter am Arbeitsplatz zu fördern. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Mitarbeiter, die „fit sind“ mehr leisten können. Trotzdem werden diese Themen von der Unternehmensleitung oft unterschätzt.

Radius: Warum unterschätzt?

A. Unterhofer: Südtirols Geschäftsführer erzählen häufig, dass ihre Mitarbeiter ihr größtes Kapital sind. Doch müssen diesen Worten auch Taten folgen, die Beweis von Führungsstärke sind. Welche Rahmenbedingungen schaffen sie, damit sich alle Mitarbeiter eines Unternehmens am Arbeitsplatz wohlfühlen? Gesundheitsmanagement und Gesundheitsförderung sind Chefsache. Das hat sehr wohl mit Leadership und Verantwortung zu tun. Führungskräfte sind bestens beraten, dem Thema Gesundheit verstärkt Beachtung zu schenken, Risikopotenziale aufzugreifen und gezielte Maßnahmen einzuleiten, die sich positiv auf die Gesundheit der Belegschaft auswirken. Dem nicht genug muss das Konzept in der Unternehmenskultur verankert sein, um nachhaltig bestehen zu können.

Business Pool GmbH

Handwerkerstr. 26 | 39100 Bozen Tel. 0471 301 896 | Fax 0471 973 837 info@businesspool.it | www.businesspool.it

Andreas Unterhofer – Geschäftsführer von Business Pool

Walter Pichler und DolomitiSuperski-Gründer geehrt

Die Tageszeitung „Dolomiten“ zeichnete den Chef von Stahlbau Pichler als „Manager des Jahres 2014“ aus und vergab Preis für das Lebenswerk.

Das Tagblatt „Dolomiten“ hat am 12. Jänner 2014 im Rahmen des Unternehmerempfanges Walter Pichler, Chef des Bozner Unternehmens Stahlbau Pichler, offiziell zum „Manager des Jahres 2014“ ausgezeichnet. Zudem wurde den Gründern des Skikarussells Dolomiti Superski offiziell der Ehrenpreis „Ein Leben für die Wirtschaft“ verliehen. Bereits zum elften Mal haben die „Dolomiten“ nun den „Manager des Jahres“ gesucht. Die Wahl fiel dieses Mal auf Walter Pichler. Er hat die Jury vor allem dadurch überzeugt, dass er 2014 in einem weiteren für die Baubranche sehr schwierigen Jahr gleich mehrere prestigeträchtige Aufträge abwickeln konnte. Aufgrund dessen überreichten „Dolomiten“-Chefredakteur Toni Ebner und die Leiterin des Wirtschaftsressorts, Sabine Gamper, Pichler dafür offiziell den „Dolomiten“-Kristall. Pichler konnte sich gegen neun Kandidaten durchsetzen: Konrad Folie, Firma Sanikal (Eppan); Dietrich Gallmetzer, Firmen Gerhò und Mirò Holding (Bozen); Eberhard Ober-

hofer, Sarner Wirtschaftsgemeinschaft „mirsarner“; Klaus Mutschlechner, Intercable (Bruneck); Karl-Heinz Salzburger, Vanity Fair Corporation (USA); Peter Schröcksnadel und Michl Ebner, Schnalstaler Gletscherbahnen; Günther Seidner, Milchhof Sterzing; Günther Steiner, Formel-1-Teamchef Haas (USA); und Florian Haller, Tischlerei Haller (Naturns).

„Dolomiten“-Ehrenkristall

Mit dem Preis für das Lebenswerk, den die „Dolomiten“ erst zum zweiten Mal vergeben haben, wurden gleich mehrere Personen geehrt: und zwar jene zehn Tourismuspioniere, die vor rund 40 Jahren den Skipassverbund Dolomiti Superski gegründet haben. Mit sechs Skigebieten ist das Projekt seinerzeit gestartet, heute sind es zwölf, die mit insgesamt rund 3.000 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 290 Millionen Euro erwirtschaften. Die zehn Preisträger sind die damaligen Gründungsmitglieder Antonio Dal Pont (†), Ugo De Battista, Erich Kastlunger (†), Erich Kostner, Sandro Lazzari, Gianni Marzola (†), Alceo Pastore, Franz Perathoner, Fiorenzo Perathoner und Paul Schifferegger (†). Ihnen beziehungsweise ihren Familien wurde dafür der „Dolomiten“-Ehrenkristall überreicht.

Preisträger Walter Pichler
Von links: Sabine Gamper, Wirtschaftsressortleiterin der „Dolomiten“, die Preisträger Franz Perathoner, Fiorenzo Perathoner, Karen Marzola, Walter Pichler, Silvia Schi eregger, Sandro Lazzari, Zeno Kastlunger, Andy Varallo, UVS-Direktor Josef Negri, „Dolomiten“-Chefredakteur Toni Ebner, Moderator Markus Frings und Wirtschaftsredakteur Arnold Sorg.

Südtiroler Volksbank: ein revolutionäres Konzept

Das Jahr 2015 wird in die Geschichte der Südtiroler Volksbank eingehen. Die Übernahme der Banca Popolare di Marostica, ein ausgezeichnetes Geschäftsergebnis trotz einem schwierigen Umfeld und die Übersiedelung in den neuen Hauptsitz am Bozner Boden. Eine Bilanzsumme von 6,5 Milliarden Euro, ein Reingewinn von 20,2 Millionen, der neue Sitz mit besonders attraktiven Arbeitsplätzen: Die Südtiroler Volksbank hebt sich derzeit positiv von der allgemein herrschenden Bankendebatte in unserem Land ab.

Rund 1.300 Mitglieder waren Ende März der Einladung der Volksbank zur Mitgliederversammlung gefolgt. Unter dem Motto „Meine Volksbank. Heute und morgen“ wurde den Mitgliedern, nach Genehmigung der Bilanz, das neue Gebäude präsentiert.

Der neue Hauptsitz der Südtiroler Volksbank in der Bozner Schlachthofstraße direkt neben dem Cineplexx mutet futuristisch an. Zur Straßenseite hin Fensterfronten, hinter denen vor allem des Nachts der zufällig Vorbeikommende die beleuchteten, linear neben- und übereinander angeordneten Räume ausmachen kann. Nichts versperrt den Blick. Ein völlig neues Bank-Gefühl, für Mitarbeiter und Kunden.

Präsident und Direktion ohne eigenes Büro

Das Konzept von „new work“ wie es so schön im Geschäftsenglisch heißt, ist in dieser Form und dieser Konsequenz in Südtirol absolut neu. Vor allen Dingen die Tatsache, dass für Präsident Otmar Michaeler und Direktor Johannes Schneebacher samt den anderen Führungskräften die gleichen Voraussetzungen gelten wie für einfache Mitar-

beiter. „Der neue Hauptsitz markiert den Aufbruch in eine neue Art der Zusammenarbeit, in der Dialog und Teamarbeit einen wichtigen Wert darstellen. Der neue Hauptsitz ist ein modernes und funktionales Gebäude, das ein gutes Miteinander-Arbeiten ermöglicht und eine Einladung zu mehr Bewegung und mehr Beweglichkeit darstellt“, ist Generaldirektor Johannes Schneebacher überzeugt.

Hauptsitz weiterhin in Südtirol

Dieses neue innovative Gebäude ist der Beweis, dass die Südtiroler Volksbank auch in Zukunft den Sitz und die Generaldirektion in Südtirol behalten wird. „Hier sind unsere historischen Wurzeln, von hier stammt die Mehrheit unserer Mitglieder. Die starke Verankerung in unserem Land war und ist uns auch in Zukunft wichtig“, bekräftigte VolksbankPräsident Michaeler.

Der neue Hauptsitz umfasst drei Obergeschosse, in denen die Arbeitsplätze in einem offenen Raumkonzept (space4dialogue) angesiedelt sind. Über 300 Mitarbeiter arbeiten derzeit in der Volksbank Zentrale. Im Erdgeschoss befin-

den sich eine Bar und eine Volksbank-Filiale, ein Konferenz-Saal, der 130 Gästen Platz bietet, sowie eine Kita, in der Kleinkinder betreut werden. Die Kita wird von der Sozialgenossenschaft Tagesmütter geführt.

Ein zukunftsweisendes Konzept

Für die innere Organisation des Gebäudes sowie für das Interior Design und das neue Raumkonzept „space4dialogue“ zeichnet die Arbeitsgemeinschaft bergundtal-INNOCAD verantwortlich. „Unser Ziel ist die Verknüpfung und Harmonisierung der physischen, virtuellen und sozialen Arbeitswelten, um Kommunikation und Interaktion unter den Mitarbeitern zu unterstützen und der Volksbank als zukunftsweisendes Unternehmen eine entsprechende Bühne für die Begegnung mit ihren Kunden zu bieten“, so der Designer Martin Lesjak.

Der neue Hauptsitz der Volksbank ist ab sofort für Führungen zugänglich. Interessierte können sich unter visit@volksbank.it bzw. 0471 996 111 anmelden bzw. sich unter www.hauptsitz.volksbank.it informieren.

Daten und Fakten zum Neubau

Architekt: Christian Rübbert, Bozen

Innenarchitekt: bergundtal, Bruneck und Innocad, Graz

Kunst am Bau: Esther Stocker, Wien

Zeitlicher Ablauf

Juli 2008: Architekturwettbewerb: 63 Architekten beteiligen sich. Sieger: Christian Rübbert

27. März 2013: Spatenstich

11. Juni 2014: Firstfeier mit 60 Handwerkern

9. März 2015: Einzug der Mitarbeiter

28. März 2015: Offizielle Eröffnung und Segnung des Gebäudes

Büroräume sind als offene Flächen arrangiert, 14 Arbeitsplätze im Erdgeschoss, 128 Arbeitsplätze im 1. Obergeschoss, 122 Arbeitsplätze im 2. Obergeschoss, 127 Arbeitsplätze im 3. Obergeschoss, Sitzungsräume: Multiboxen, Besprechungsnischen „Unter vier Augen“, Telefonzellen, Quick-Check-Bereich, große Besprechungsräume für bis zu 10 Personen Regenerationsräume: Ruheraum, Bibliothek, Aktivraum –jede Etage hat ihren Regenerationsraum Lounges und Teeküchen für Gespräche und Teambesprechungen

Nettoinvestitionsvolumen: 21 Mio. Euro Gesamtkubatur: 70.000 m3, unterirdisch: 28.000 m3, oberirdisch: 42.000 m3

Oberfläche pro Stock: 2.000 m2

Glasfläche: 2.300 m2, Fassade: 2.400 m2

Parkplätze Tiefgarage: 300

Mitarbeiter im neuen Gebäude: 306

„Dieses Haus lebt“

Ein Gespräch mit dem Präsidenten der Südtiroler Volksbank, Otmar Michaeler. Es war eine der ersten Aufgaben, die er sich stellte, als er 2010 zum Präsidenten der Südtiroler Volksbank berufen wurde. Ein neues Head-O ce scha en.

Räume und mit ihnen arbeiten und leben, ist Otmar Michaeler in die Wiege gelegt. Als CEO der Falkensteiner Michaeler Tourism Group und des Beratungsunternehmens Michaeler & Partner, aufgewachsen in einem Gastbetrieb, hat der Topmanager von Kindesbeinen an eine ganz besondere Beziehung und ein Gespür für das Funktionieren von Räumlichkeiten entwickelt. Den Neubau des neuen Sitzes der Südtiroler Volksbank hat Michaeler maßgeblich mitbestimmt und seine Sicht in die interne Baukommission eingebracht.

Radius: Vor etwas mehr als sechs Wochen wurde das neue Headoffice bezogen. Wie sind Ihre ersten Eindrücke?

Radius: Das Ende einer langen Geschichte …

O. Michaeler: Das kann man sagen. Sehen Sie, ich bin von Haus aus Dienstleister. Und auch die Volksbank ist ein enormes Dienstleistungsunternehmen. Beratung, Kundenservice, Technologie, Know-how … Wie entwickelt sich das weiter? Ich habe mich gefragt, wie kann man all dem Rechnung tragen und den Kunden einen immer besseren Service bieten? Als ich 2008 zunächst als Verwaltungsratsmitglied in die Volksbank eintrat, hatte dieses Traditionsunternehmen ein eher konservatives, leicht angestaubtes Image, das sich auch in dem tristen und beengenden Behelfssitz in der Siemensstraße widerspiegelte. Der neue Sitz war für mich sofort eine Priorität.

Radius: Trotz Krise? Die Bankenwelt ist ja auch in Mitleidenschaft gezogen. Ein Ende ist (noch) nicht abzusehen … O. Michaeler: Ich kann Ihnen versichern, mit dem was wir vorher an Miete gezahlt haben, mit den Amortisationen, relativiert sich die Investition. Ganz zu schweigen von dem Mehrwert , den wir uns durch den Motivations-

Luft. Freiraum. Kommunikation.

Otmar Michaeler: Ich möchte vorausschicken, dass ich am Freitag vor der Eröffnung zwei Stunden lang alleine kreuz und quer durch das Gebäude gegangen bin. Was wird am Montag passieren?, habe ich mich gefragt. Alles habe ich mir angeschaut und auf mich wirken lassen. Es waren überall noch Reste der Bautätigkeit auszumachen. Plastikplanen lagen herum, staubig war es. Erst am nächsten Tag sollte es picobello geputzt werden. Nun, ich muss zugeben, dass ich im ersten Augenblick vielleicht sogar ein bisschen enttäuscht war, sogar Zweifel hatte. Als ich am Montag das Gebäude betrat, habe ich es sofort spüren können. Eine ganz eigene Atmosphäre. Luft. Freiraum. Kommunikation. Es hat Flash gemacht, das Konzept ist voll aufgegangen.

Radius: Und das nur, weil es keine Wände mehr gibt?

Hatten Sie ein Vorbild?

O. Michaeler: Ohne Wände lebt das Haus. Die Augen der Mitarbeiter funkeln. Jeder ist motiviert. Das ist ein ganz zukunftsweisendes Konzept. Vom Wohlfühlen, vom Miteinander zu mehr Leistung. Die Köpfe sind freier. Energie breitet sich ungehindert aus, Kreativität. Der Openspace wirkt in gewisser Hinsicht sogar beruhigend, der Geräuschpegel hat sich innerhalb weniger Tage angepasst.

Leistung. Die Köpfe sind freier. Energie

schub erwarten. gelassen jeder nach Auftragsvergabe keinen ausgesucht! Das Haus ist linear durchgeplant, sion, eine exzellente Baukommission

Nein. Nicht direkt. Entscheidend war für mich der Besuch der Google-Zentrale in Zürich. Auch ein Openspace mit Mensa, Bibliothek und innovativer Raumaufteilung. Kopieren wollten wir nichts. Wir suchten uns absolute Bürobauprofis, denen wir freie Hand gelassen haben, nachdem wir ihnen unsere Vorgaben gestellt haben. Der neue Sitz ist professionell geplant in jeder Beziehung: Architektur, Interiordesign, Licht, Technik und Kunst. Wir haben nach Auftragsvergabe keinen Stuhl, keine Lampe ausgesucht! Das Haus ist linear durchgeplant, kein staubfangender Pseudo-Kunstkitsch, wenn es nach mir ginge, gäbe es nicht einmal Pflanzen.

Die Vorgaben für die Arbeit der Planer entstammen mehreren Köpfen?

O. Michaeler: Ja und das muss auch so sein. Wir hatten eine eigene Kommission, eine exzellente Baukommission muss ich sagen, die sich jeden Monat getroffen hat und wir haben natürlich auch diejenigen mit einbezogen, die das Gebäude am meisten nutzen,

die es mit Leben, mit Arbeit, mit Engagement füllen werden. Die Mitarbeiter hatten eine 20-köpfige Interessensvertretung.

Radius: Die Volksbank hat mit der Übernahme der Bank von Marostica die Tätigkeit in Nord-Ost-Italien noch weiter ausgebaut. Der Standort Bozen – Südtirol für den Hauptsitz war nie in Frage gestellt?

O. Michaeler: Wir sind eine Südtiroler Bank. Hier sind unsere Wurzeln. Sie sehen das auch gleich beim Eintreten. Hinter dem Infodesk hängt ein großformatiges Foto der Drei Zinnen. Die Schränke, die auf halber Höhe den offenen Raum in allen Stockwerken durchlaufen, sind der Form nach dem Bergpanorama nachempfunden.

Radius: Space4dialogue ist der Kern dieses Konzepts. Keiner hat ein eigenes Büro … Stieß das auf sofortige Zustimmung?

O. Michaeler: Und wenn Sie sagen – keiner – dann ist damit auch die Chefetage gemeint. Der Generaldirektor,

Ordnung im Kopf

Neue Arbeits- und Führungskultur im Open-Space: Eine Umstellung war es, für alle. Angefangen vom Sachbearbeiter über den Schalterdienst bis hin zur Geschäftsleitung. Auch Personalche n Tatiana Coviello musste sich auf ihren neuen Open-Space-Arbeitsplatz umstellen. Im Positiven.

Radius: Als Personalchefin haben sie den Finger am Puls. Wie haben die Mitarbeiter der Volksbank auf die neue Situation im neuen Hauptsitz reagiert?

Tatiana Coviello: Am Anfang herrschte große Skepsis. Wenn ich nur daran denke, was die Angestellten an erster Stelle auf der Wunschliste vermerkt hatten: ein eigenes Büro, das schien ganz wichtig zu sein …

Radius: Und jetzt ein offenes Raumkonzept ohne Wände. Alles offen, jeder sieht jeden. Und das in einer Zeit, in der jeder von Privacy spricht.

T. Coviello: Aber die Umstellung erfolgte sofort. Schon am dritten Tag war der Geräuschpegel insgesamt gesunken, die Stimmen sind angenehm leiser, auch am Telefon. Als ob sich alle unisono auf dieses Gebäude eingestimmt hätten.

Radius: Wie haben Sie selbst das erlebt? Sie haben ja auch kein eigenes Büro mehr.

T. Coviello: Ja und ich kann jetzt schon sagen, dass sich das nur positiv ausgewirkt hat. Ich sehe die Mitarbeiter mehr, sehe sie bewusster. Das Sich-Sehen setzt neue Prozesse in Gang, stimuliert den Arbeitsprozess. Die Aktivitäten beschleunigen sich, die Kommunikation ebenfalls, die Kunden profitieren und kommen schneller zu ihren Antworten.

Radius: Haben Sie nicht den Eindruck, dass so mancher vielleicht eher gehemmt ist, weil er sich kontrolliert fühlt?

die Personalchefin ebenso wie auch ich. Ich habe hier nicht einmal einen Schreibtisch. Brauche ich auch nicht. Ich habe einen Schrank, wo ich einige Sachen aufbewahren kann, den Rest trage ich mit mir in meinem Rucksack: Computer, iPad, Telefon.

Radius: Eine völlig neue Arbeitswelt, ein völlig neues Arbeitsgefühl also?

O. Michaeler: Ja, ich vergleiche es mit einem Wohnzimmer, ein Gemeinschaftsraum mit verschiedenen Ecken für die individuellen Bedürfnisse. Ein überaus innovatives Konzept, das sich durchsetzen wird. Vom Wohlfühlen zur Leistung. Der Arbeitsraum gestaltet wie eine Bühne. Die Arbeitswelt wie eine Hotelhalle, wo alles zusammenläuft. Auch in der Hotelerie werden zunehmend Mauern abgebaut. Man kann es spüren, dieses Haus lebt. Sehen und gesehen werden. Auch die Kunden leben diese Atmosphäre. Die Volksbank war schon immer innovativ. Jetzt ist das visibel!

T. Coviello: Nein, im Gegenteil. Der Wegfall der Wände ist ein absoluter Gewinn für die Arbeitsqualität, für das Arbeitsklima und für die Führungskultur. Weniger Kontrolle und mehr Orientierung auf die Ergebnisse. Mehr Vertrauen und mehr Eigenverantwortung. Ein innovatives Raumkonzept, das ich jedem Unternehmen nur empfehlen kann.

Radius: Die Mitarbeiter wurden in die Planung mit einbezogen. Was war ihnen besonders wichtig?

T. Coviello: Die Nutzervertretergruppe war sehr engagiert. Am Anfang wollten sie alles, nur keinen Open-Space. Sie wünschten sich Räumlichkeiten für eine Kindertagesstätte, Relax-Zonen, genügend Abstellraum, eine Teeküche …

Radius: Apropos Abstellraum. Wie lässt sich das mit dem offenen Raumkonzept vereinbaren. Wände für Regale und Wandschränke gibt es ja nicht?

T. Coviello: Alle Räume werden von diesen den Bergen nachempfundenen Holzschränken durchzogen. Platz ist genug da. Und die Schreibtische müssen jeden Abend abgeräumt werden.

Radius: Jeden Abend? Man darf nichts liegen lassen?

T. Coviello: Genau, die ersten Tage schien das ein Riesenproblem zu sein, nach einer Woche war es kein Thema mehr. Im Gegenteil: Ordnung auf dem Tisch – Ordnung im Kopf!

Fehlt der Sinn, werden die Mitarbeiter krank

Über 3,4 Millionen Krankenstandstage wegen psychischer Erkrankungen in einem Jahr in Österreich. Die Sinnfrage rückt beim Thema Burn-out immer mehr in den Mittelpunkt. Unternehmen geraten unter Druck.

Susanne Kummer, Geschäftsführerin des Instituts für Medizinische Anthropologie und Bioethik in Wien, sagt, neben den viel besprochenen Stressfaktoren wie Termindruck oder schlechte Ausgewogenheit von Privat- und Berufsleben belaste die Mitarbeiter mangelnde Wertschätzung. „Abschätzige Kritik, Leistung, die nicht honoriert wird, das Nichternstnehmen von Vorschlägen, die Verengung des Handlungsspielraums können in eine Spirale führen, in der äußere Faktoren einen inneren Druck aufbauen, der letztlich krank macht.“ Und das trifft in Österreich immer mehr Menschen: 1999 wurden laut Pensionsversicherungsanstalt 1,3 Millionen Krankenstandstage wegen psychischer Erkrankungen gezählt, 2009 waren es 2,4 Millionen und 2013 bereits 3,4 Millionen. Psychiatrische Erkrankungen sind die Nummer eins bei den Zuerkennungen von Berufsunfähigkeits- oder Invaliditätspensionen. In Österreich leidet jeder Fünfte einmal in seinem Leben an einer Depression. Wobei es bei den Frauen jede Vierte erwischt, bei den Männern jeden Achten. Frauen sind stärker betroffen als Männer und es trifft sie in jüngeren Jahren.

Für klare Strukturen sorgen

Wo Geld zum Ziel wird, gewinnt es die Kraft, alle anderen Werte als „Mittel für sich herabzudrücken“, hatte bereits der Begründer der deutschen Soziologie, Georg Simmel, 1900 in seinem Traktat „Philosophie des Geldes“ festgestellt. Wo Geld zum absoluten Gut wird, komme

es zu „pathologischen Ausartungen“. Ethikerin Kummer sagt, „das Diktat des Geldes droht heute der Arbeit ihren wesentlichsten Ast abzusägen: dass ihr nämlich selbst ein Moment von Sinnerfahrung innewohnen muss, wenn sie menschlich bleiben will“. Burn-out ist für sie zum Inbegriff der Kehrseite einer kranken Leistungsgesellschaft geworden. Die Ethikerin ist überzeugt, dass für Veränderungen die ethische Überzeugung wachsen müsse, dass eine neue Kultur der Arbeit nötig sei. Das heiße für Führungskräfte unter anderem: „Für klare Strukturen sorgen, Verantwortungsbereiche abgrenzen, Eigenverantwortung stärken, Anerkennung und Lob aussprechen.“ Studien zeigen, dass für Burn-out nicht so sehr die Arbeitsanforderungen entscheidend sind, sondern sekundäre Stressfaktoren wie das Gefühl der Hilflosigkeit und des Preisgegebenseins oder die Tatsache, nicht beachtet zu werden.

„So wie du will ich nicht leben, Papa.“

Was passieren könnte, wenn Unternehmen das Thema psychische Gesundheit ihrer Mitarbeiter nicht angehen, zeigen immer mehr Vertreter der Generation Y, also jene jungen Menschen, die um die 2000er-Jahre Teenager waren. Die machen nämlich immer öfter nicht mehr mit bei dem, was ihnen ihre gestressten Väter und Mütter so vorleben. Der Tiroler Psychiater Christian Haring musste sich von seinem Sohn anhören: „So wie du will ich nicht leben, Papa.“ Der Sprössling legt viel mehr Wert auf einen frühen Arbeitsschluss, um die Tiroler Bergwelt genießen zu können.

Heute überlegt der Papa selbst, „ob ein solcher Zugang nicht zielführend wäre, um die Widerstandskraft bei Krisensituationen zu stärken“.

Quelle: Salzburger Nachrichten

Source: Universum Survey & CHE

MCI ist Top

Moderne Lebensstile erfordern neue Studien- und Fortbildungskonzepte. Die Unternehmerische Hochschule® begleitet motivierte Menschen daher nun auch mittels eLearning.

Das MCI bietet internationale Bachelor- und Masterstudiengänge in den Bereichen Wirtschaft & Gesellschaft sowie Technologie & Life Sciences an und begleitet motivierte Menschen nun auch mittels eLearning. Innovative Blended Learning Konzepte ermöglichen die selbständige Aneignung interaktiv gestalteter Studieninhalte. Dieses Konzept wurde beim Online-Studiengang Betriebswirtschaft bereits erfolgreich umgesetzt und findet nun auch im neuen Management Seminar „Organisationsentwicklung für die Praxis“ Anwendung. Ab Herbst geht außerdem mit „International Business MBA“ ein neues berufsbegleitendes Executive Masterstudium im Online-Format an den Start.

„Das Online-Studium Betriebswirtschaft vereinfacht die Vereinbarkeit von Beruf, Privatleben und Studium. Ein intelligenter Mix von Online-Kursen, Präsenzmodulen und elektronischen Medien verknüpft orts- und zeitunabhängiges Studium mit persönlicher Interaktion zwischen Dozenten/-innen und Mitstudierenden. Als professioneller Partner ermöglicht mir das MCI, damit Studium und Arbeitswelt erfolgreich zu vereinen.“

Victoria Morandell, Direktionsassistentin, Studentin Betriebswirtschaft Online

„Die heimische Industrie und das Handwerk können sich nur mit innovativen Ideen, Produkten und Prozessen im Wettbewerb behaupten. Das MCI setzt einen wichtigen Meilenstein und versorgt Wirtschaftsbetriebe mit exzellent ausgebildeten Technikern und wissenschaftlicher Lösungskompetenz. Besonders im Lebensmittelsektor ist es wichtig, dem Kunden überprüfte Informationen geben zu können.“

Klaus Oberprantacher, Bäckermeister, Student Lebensmittel- & Rohstofftechnologie (berufsbegleitend)

DIE UNTERNEHMERISCHE HOCHSCHULE ®

International studieren auf höchstem Niveau

BACHELORSTUDIUM

Betriebswirtschaft

NEU

Biotechnologie

Business & Management

Lebensmittel- & Rohstofftechnologie

Management, Communication & IT Management & Recht

Mechatronik

Nonprofit-, Sozial- & Gesundheitsmgmt.

Soziale Arbeit

Tourismus- & Freizeitwirtschaft

Umwelt-, Verfahrens- & Energietechnik

Wirtschaft & Management

Wirtschaftsingenieurwesen

MASTERSTUDIUM

Biotechnologie

International Business & Management*

International Business & Law

International Health & Social Mgmt. Management, Communication & IT Marketing Management & Tourism Mechatronik & Smart Technologies* Lebensmittel- & Rohstoffwirtschaft

Soziale Arbeit, Sozialpolitik & -mgmt.

Strategisches Management & Tourismus

Umwelt-, Verfahrens- & Energietechnik Wirtschaftsingenieurwesen NEU NEU

EXECUTIVE MASTERSTUDIUM

General Management Executive MBA

Innovation & Intellectual Property Rights MSc

International Business MBA Management & Leadership MSc

Internationales Wirtschafts- & Steuerrecht LL.M. NEU

ZERTIFIKATS-LEHRGÄNGE

Anrechenbar auf die Executive-Master MBA und MSc

Controlling & Unternehmenssteuerung | General Management | Innovations-, Produkt- & Prozessmanagement | International Management Program© | Management, Psychologie & Leadership | Marketing | Patent- & Lizenzmanagement | Personalmanagement | Sales Management | Tourismusmanagement & Führung | Tourismusmarketing & Innovation | Unternehmenskommunikation

MANAGEMENT-SEMINARE FIRMENTRAININGS

= in englischer Sprache, = in deutscher Sprache, = in deutscher und englischer Sprache; = Vollzeit, = berufsbegleitend; = in englischer Sprache in Vorbereitung; = Vollzeit in Vorbereitung; = Blended Learning (Online- & Präsenzmodule); * Änderung vorbehaltlich Akkreditierung; © Stubaier Gletscher

Schweitzer plant für „Leseratten“

Das Buch ist tot, es lebe das Buch! So oder so ähnlich könnte man die Entwicklung im Buchhandel in den letzten zehn Jahren zusammenfassen. Lesen ist Abenteuer im Kopf, die Steigerung davon ist wohl, dass schon das Suchen und Auswählen der Bücher zum Erlebnis wird. Eintauchen in die faszinierende Welt der Bücher und sich von der angenehmen Atmosphäre des neuen Athesia Buch Stores in Meran inspirieren lassen!

Bereits von außen werden Passanten und Kunden auf Neuheiten und Lesegenuss aufmerksam. Im Eingangsbereich ein großes Bücherregal, mit einem Hinweis auf Neuerscheinungen in der Mitte, weckt die Neugierde. Um sich dann im Store zu orientieren, weisen Lesezeichen in den Corporate Farben von Athesia auf die einzelnen Abteilungen und Neuigkeiten hin. Mobile Elemente wie Bücherkisten sind im ganzen Laden zu finden und können je nach Bedarf und Event neu ausgerichtet werden.

Die zwei Stockwerke mit einer Gesamtfläche von 600 m² wurden von Interstore Design geplant und gemeinsam mit Schweitzer Project umgesetzt. Dazu Bernhard Schweitzer: „Die Grundidee bei der Konzeptentwicklung war einen Buchladen für die Stadt und die Region zu schaffen – mit Live Begegnungen –also Live Momenten. Menschen, die dahinter stehen, persönliche Empfehlungen abgeben und wo darüber hinaus Begegnungen stattfinden können. Sich inspirieren lassen – sich von Menschen beraten lassen oder sich mit anderen austauschen. Dafür haben wir einzelne Oasen geschaffen. Den Bezug zur Region haben wir geschaffen, in dem wir einfache Materialien ausgewählt haben. Mobile Möbel, um dadurch auch flexibler zu sein, um Events und Aktionen zu gestalten. Immer wieder neu und anders sein –das Gegenteil eben von einem langweiligen Buchladen.“

Von der Lese-Ecke bis zur Spielwiese

Auf zwei Etagen können Groß und Klein in Büchern stöbern, Neues entdecken und in druckfrischen Büchern schmökern. Helles Fichtenholz und Filzelemente geben dem

Traditionshaus unter den Meraner Lauben neue Frische und stellen einen klaren Bezug zur Region dar. Statt einzelner Sitzmöglichkeiten laden nun integrierte Lese-Ecken die Kunden zum Verweilen und Zurückziehen ein. Auch an die kleinsten Leser wurde gedacht und eine eigene Kinderecke eingebaut. Auf der sogenannten Märchenwiese können Kinder Bücher und Spiele kennenlernen, herumtoben und auf Kreidetafeln malen.

Einfach ein tolles Konzept

Durch eine Einteilung der Arbeiten in zwei Bauphasen wurde das Geschäft teilweise bei laufendem Betrieb umgebaut und war somit nur drei Wochen für die Kunden geschlossen. Schon während der Bauphase konnte seitens der Kunden

ein gesteigertes Interesse am Neuen festgestellt werden. Und heute wenige Wochen, nach der Eröffnung kann man sagen, dass dieses Konzept voll aufgegangen ist, ja die Erwartungen sogar übertroffen wurden. Heute ist weniger die Existenz des gedruckten Buches in Frage gestellt, sondern durch die Möglichkeit der Internet-Bestellungen, die Rentabilität der Buchläden. Im neuen Athesia Buchstore in Meran wird schon das Aussuchen und Schmökern zum Erlebnis.

Schweitzer Project AG

Industriestr. 7-9 | 39025 Naturns Tel. 0473 670 670 info@schweitzerproject.com | www.schweitzerproject.com

Wohlfühlen

hat

viele Gesichter

Sich auf dem Arbeitsplatz wohlfühlen, trägt zu beru icher Motivation und Leistung entscheidend bei und ist Teil unserer Lebensfreude. Doch was braucht es, damit Menschen sich auf dem Arbeitsplatz wohlfühlen? Dazu befragt wurden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AthesiaBuchhandlung in der kürzlich umgebauten Filiale in Meran.

Die Verwaltungsangestellte Birgit Pircher aus Schenna betreut seit sieben Jahren die Abonnements der verlagseigenen Zeitschriften fürs In- und Ausland, erledigt allfällige Büroarbeiten, Inserate und den Ticketverkauf. Sie schätzt den hellen Arbeitsplatz an der Kassa im ersten Stock, den drei Dinge schmücken: „Die weiße Orchidee haben wir zur Eröffnungsfeier nach dem Umbau erhalten. Das Dankesschreiben stammt vom Geschäftsführer Gebhard Stuefer anlässlich der Geburt seines Sohnes; die Postkarte mit der Taube und dem Affen zum Titel „Ungleiche Freunde“ trifft es genau: Wohlfühlen am Arbeitsplatz heißt für mich, dass man reden kann, ohne sich groß zu verstellen und dass man trotz Verschiedenheit harmoniert.“

Ronny Auer aus Obermais ist von Athesia Toys in die Buchhandlung gewechselt und seit zwei Wochen am neuen Arbeitsplatz: „Es macht Spaß in den neuen, hellen Räumlichkeiten zu arbeiten und Kundenwünsche zufrie-

den zu stellen. Die Kolleginnen haben mich toll in die neuen Arbeitsabläufe eingewiesen, dafür danke ich ihnen. Ich habe noch keinen eigenen Bereich. Momentan konzentriere ich mich darauf, die Sortimente besser kennenzulernen, um dann auch Bestellungen übernehmen zu können.“

Seit 22 Jahren arbeitet Sonja Kienzl aus Meran in der Buchhandlung und ist die stellvertretende Leiterin. Für sie ist die Motivation von Innen ein wichtiger Faktor fürs Wohlfühlen auf dem Arbeitsplatz: „Wichtig für das Team ist, dass notwendige Informationen wie Trends und Neuigkeiten laufend mitgeteilt werden und der Einzelne in den Arbeitskreislauf kontinuierlich eingebunden wird. Die Potentiale der Mitarbeiter nutzen, macht Mitarbeiter erfolgreich und zufrieden. Die Berufserfahrung, das Fachwissen und die spezifische Sichtweise der Mitarbeiter wertschätzen und bei den Lösungsvorschlägen berücksichtigen, motiviert Menschen am Arbeitsplatz. Denn es wäre schade um die vielen Potentiale, die brach liegen“, ist sie überzeugt.

Mit 26 Jahren ist sie die Dienstälteste und an der Kassa im Erdgeschoss anzutreffen, wenn sie nicht gerade einen Kunden bei der Buchauswahl berät. Heidi Haspinger aus Meran hat aller Abwerbung getrotzt und liest für Hunger und Durst: „Hier kann ich meine Leidenschaft für Bücher leben und schreibe mit Frau Kienzl regelmäßig Buchrezensionen

Birgit Pircher
Sonja Kienzl
Heidi Haspinger
Ronny Auer

fürs Freitagsmagazin, die auch auf der Athesia Homepage veröffentlicht sind. Und manche Kundin konnte ich aufgrund meiner Buchbesprechung für ein anderes Genre begeistern. Das Feedback gibt mir Bestätigung und Befriedigung. Die Bücher und der direkte Kundenkontakt, aber auch das respektvolle Miteinander in den luftigen, leichten Räumlichkeiten sind für mich wesentlich fürs Wohlfühlen auf dem Arbeitsplatz.“

Es duftet immer noch nach Fichte im zweistöckigen Verkaufsraum der Buchhandlung. Sitzecken und Regale wurden vorwiegend in unbehandelter Fichte ausgeführt und geben der Buchhandlung einen Wohnzimmercharakter. „Passend zum regionalen Buchsortiment und zum Leseumfeld“, erläutert der Geschäftsleiter Gebhard Stuefer aus Sarnthein. 90 Prozent seiner Arbeitszeit hält er sich in den Verkaufsräumen auf. Im Verkauf eingebunden zu sein, gibt ihm die Möglichkeit nahe an den Kundenwünschen zu sein, das Geschehen im Geschäft im Allgemeinen beobachten zu können, aber auch ständig im Kontakt mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu sein.

Radius: Was bedeutet für Sie Wohlfühlen am Arbeitsplatz?

Gebhard Stuefer: Ein gutes Zeichen dafür ist, wenn man am Morgen gerne zur Arbeit geht und sich nicht wie so mancher von einem freien Tag bzw. Urlaub zum nächsten hangelt. Daher ist es wichtig, dass man arbeitet, was einem gefällt und wofür man geeignet ist. Besonders im Verkauf braucht es Mitarbeiter, die gerne beraten und verkaufen und den Kundenkontakt suchen. Eigene Ideen einbringen und Verantwortung übernehmen, aber auch Kreativität beispielsweise bei der Schaufenstergestaltung leben zu können, sind für mich weitere wichtige Faktoren.

Radius: Was schätzen Sie an Ihrem Arbeitsplatz?

G. Stuefer: Ich arbeite sehr gerne mit Menschen zusammen, alle Tage neu. Personalmanagement ist nie langweilig und eine tägliche Herausforderung, bedingt durch immer wieder neue Situationen, die gemeinsam gemeistert werden wollen. Ein gutes Team zu haben, kommt nicht von ungefähr und erfüllt mich mit Freude und Begeisterung, denn allein und von allein geht nichts.

Radius: Wenn Sie sich etwas wünschen könnten?

G. Stuefer: Man muss schätzen, einen Job zu haben, der einen fordert und fördert, aus der Komfortzone herausholt. Genauso wichtig aber ist auch, sich erholen und abschalten zu können. Das gelingt mir mit meiner Familie, beim Berggehen und in den Vereinen. Danach freue ich mich wieder auf meine Arbeit.

Gebhard Stuefer

Karriereperspektiven mit Zukunft

Das Headquarter von ACS Data Systems AG in Bozen ist genauso, wie man sich das von einem führenden IT-Unternehmen vorstellen würde: einladend, lichtdurch utet, modern. Mit einer ganz besonderen Note, einer großformatigen Videowall zum Visualisieren von digitalen Informationen, quasi als Sinnbild des innovativen Charakters des Unternehmens.

Gleichzeitig wird ACS als solides und kundennahes Unternehmen geschätzt. Wertbeständig und innovativ, und genau so ist auch das Unternehmen aufgebaut; 1983 in Brixen von Hansjörg Cimadom und Martin Plunger gegründet, zählt es heute über 140 Mitarbeiter an vier Standorten: Bozen, Brixen, Trient und Venedig. Diese Verteilung spiegelt auch den geografischen Hauptmarkt des Unternehmens wider. Doch auch international spielt ACS eine Rolle, man denke nur an die ERP-Lösung Radix, die auch außerhalb unserer Landesgrenzen auf Erfolgskurs ist.

Die dreißigjährige Erfolgsgeschichte des Unternehmens ist keine Selbstverständlichkeit in einem Sektor, der sich durch rasche Entwicklungen auszeichnet. Nur wer es hier schafft, Schritt mit den neuesten technischen Errungenschaften zu halten, kann in diesem Markt erfolgreich sein.

ACS ist es mit einer soliden Unternehmensstruktur gelungen, diesen Spagat zu bewältigen und die Entwicklung von der Floppy-Disk zur Cloud aktiv mit eigenen Produkten und Lösungen mitzugestalten. Der Schlüssel zum Erfolg ist dabei gewiss die Nähe zum Kunden, der stets im Fokus des Unternehmens steht, denn ACS liefert ganzheitliche Lösungen, die an die individuellen Bedürfnisse angepasst werden. Und das in allen fünf Geschäftsbereichen, den Business Units, die bei ACS unter einem Dach vereint sind: Software, Hardware, Cloud, Print und Communication.

Bei ACS wird Mitarbeiterqualifikation ganz groß geschrieben, denn es braucht ein kompetentes Team, wenn es darum geht, die Bedürfnisse der Kunden in den verschiedenen Bereichen zu erkennen und individuelle Lösungen zu erarbei-

ten. Denn gerade in Zeiten des anonymen Cloud Computings bietet diese Kundennähe einen unschätzbaren Vorteil: hier wird nicht nur ein virtueller Dienst angeboten, sondern der Kunde beraten und betreut. Denn Service ist seit jeher eine Stärke von ACS.

Im Spannungsfeld zwischen Solidität und Innovation Solidität ist das Schlüsselwort, davon zeugen auch die Partner: ausnahmslos namhafte Weltmarken wie HP, Microsoft, Samsung, Oracle, Xerox und viele mehr. Dahinter steckt die ständige Bereitschaft, in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter zu investieren, um den hohen Qualifikationsstandards und den Zertifizierungsanforderungen gerecht zu werden.

Damit spannt man den Bogen zur Innovation, die gerade im Bereich Communication die geballte Innovationskraft des Unternehmens zum Ausdruck bringt: Digital Signage, modernste Konferenzraumtechnik, VoIP-Telefonie und multimediale Klassenzimmerausstattungen sind Kernbereiche, in denen ACS eine Vorreiterrolle einnimmt.

Entscheidend für die Fähigkeit von ACS, stets am Puls der Zeit und der Kunden zu agieren, sind die Mitarbeiter, deren Anzahl beständig steigt, so wie auch das Unternehmen stetig wächst. Die Wertschätzung, die man den Mitarbeitern entgegenbringt, spiegelt sich auch in der geringen Fluktuationsrate wider. Dazu kommt, dass der IT-Bereich mit Recht als zukunftssicher bezeichnet werden kann, denn dem Entwicklungspotential scheinen schier keine Grenzen gesetzt.

Vielfalt an Möglichkeiten

Ein besonderes Merkmal von ACS ist die Vielfalt an Berufsund Karrieremöglichkeiten, die sich aus der Diversifizierung der Unternehmenstätigkeiten ergeben. Ein spannender Bereich, gerade für junge Menschen, die Herausforderungen suchen und im Unternehmen wachsen möchten. Das merken auch die Praktikanten, die alljährlich zu ACS kommen und in die verschiedenen Geschäftsbereiche hineinschnuppern können. Gleichzeitig haben sie die Möglichkeit, ihre Stärken und Schwächen zu erfahren. Die Geschäftsleitung hat schon früh erkannt, dass der richtige Mensch am richtigen Platz den Unterschied macht. Das wiederum fördert die Motivation und das Entwicklungspotential der Mitarbeiter und schafft gleichzeitig neue Karriereperspektiven.

Hier wird nicht einfach schubladisiert, sondern versucht, jeden Mitarbeiter anhand seines Potentials richtig einzuschätzen und den für ihn passenden Aufgabenbereich zu finden. Das vielfältige Angebot bietet damit auch Möglichkeiten zur innerbetrieblichen Veränderung; wer neue Kompetenzen gewinnt, entwickelt sich weiter und bringt damit ideale Voraussetzungen für anspruchsvollere Aufgaben mit. So legt man bei ACS großen Wert auf Coaching und Mentoring, denn schließlich geht es im Betrieb nicht um Standardabläufe, die jedem Berufseinsteiger bekannt sind, sondern darum, an der Seite versierter Mitarbeiter in die jeweiligen Aufgabengebiete hineinzuwachsen. Denn Mitarbeiter mit den gefragten Kompetenzen werden nicht einfach so an den jeweiligen Schulen „gebacken“. Dort erhalten sie gewiss das erforderliche Rüstzeug, sei es an den Berufsschulen mit technischer Ausrichtung, den technischen Oberschulen oder auch den Hochschulen und Universitäten. Auf diese Grundausbildung baut man auf und begleitet dann die künftigen Softwareentwickler/-berater, Techniker, IT-Spezialisten und Vertriebsfachleute in ihrer Spezialisierung.

Das schafft ein entspanntes und kollegiales Arbeitsklima, wobei man sich auf Augenhöhe begegnet. Teamfähigkeit steht ganz oben im Anforderungsprofil der Mitarbeiter. Schließlich geht es darum, Kompetenzen zu bündeln: Jedes Projekt ist komplex und erfordert das effiziente Zusammenspiel aller beteiligten Akteure, quer durch alle Geschäftsbereiche. Die Motivation der Mitarbeiter ist hoch, das Team bei ACS jung, mit einem Durchschnittsalter von 35 Jahren; viele kommen sehr früh dazu, gleich nach Abschluss der Berufs-, Ober- oder Hochschule. Und bleiben im Unternehmen, was angesichts der breit gefächerten Ein- und Aufstiegsmöglichkeiten nicht verwundert. Denn bei ACS stehen ihnen alle Türen offen!

ACS Data Systems AG Luigi-Negrellistr. 6 | 39100 Bozen Tel. 0471 063 063 | Fax 0471 063 060 info@acs.it | www.acs.it | jobs.acs.it

Vom Büro aus die Welt bewegen

Arbeiten bei FERCAM ist abwechslungsreich, mehrsprachig und zukunftsfähig. Auf jede Sekunde kommt es an, damit die Ware rechtzeitig und einwandfrei ankommt –das Transportwesen ist ein spannendes Arbeitsfeld.

Bereits seit den Anfängen war das Unternehmen von seiner Expansion geprägt und ist heute als 360°-Logistikanbieter einer der größten Arbeitsgeber Südtirols.

Mittlerweile zählt FERCAM bereits 68 Niederlassungen in Europa und Nordafrika und beschäftigt rund 3.300 Mitarbeiter (davon 1.600 direkte), welche die internationalen Transporte auf der ganzen Welt steuern und organisieren – tagtäglich in mehreren Sprachen und immer mit einem besonderen Augenmerk auf die Bedürfnisse des Kunden.

Nach wie vor auf Expansionskurs

Das strukturierte Familienunternehmen um Geschäftsführer und Inhaber Thomas Baumgartner ist weiter am Ex-

pandieren und schafft somit vielfältige neue Arbeitsplätze. An seinem Hauptsitz im Bozner Industriegebiet befindet sich zum einen die Zentrale des FERCAM-Konzerns, zum anderen eine der bedeutendsten Filialen des Speditionsunternehmens.

Organisationstalent, Kundenorientierung und Mehrsprachigkeit sind gefragt Wie kann man sich die Arbeit „hinter den Kulissen“ vorstellen? Der Speditionskaufmann bzw. die Speditionskauffrau (auch Transportmanager genannt) hat ein sehr abwechslungsreiches und dynamisches Aufgabengebiet: Von der Suche und Akquise neuer Kunden über die Organisation und Steuerung der Transporte, Verhandlungen mit den Frächtern bis hin zur Kundenpflege und -Bindung. Da braucht es Fremdsprachenkenntnisse, Organisationsgeschick, die Fähigkeit des Multitaskings, Proaktivität und ein kaufmännisches und kundenorientiertes Denken und Handeln, um die hohen Ansprüche der Kunden übertreffen zu können!

Der Hauptsitz in Bozen

Daten

Gründungsjahr: 1949

Umsatz 2014: 525 Mio. Euro

Mitarbeiter: rund 3.300

Niederlassungen: 68

Davon 45 in Italien, 21 in Europa, 2 in Afrika

Ladeeinheiten: über 2.800

Teamwork und Kollegialität

Für so viel Einsatz bekommt man viel zurück: das unvergleichliche Gefühl, vom Büro aus ein Stück weit „die Welt bewegt zu haben“, die Möglichkeit, seine Sprachkenntnisse wirklich eingesetzt und gebraucht zu haben, sowie funktionierendes Teamwork: Nur eine gute Zusammenarbeit unter den Kollegen und mit den Partnerunternehmen stellt einen reibungslosen Transport von A nach B sicher.

Nationale und internationale Karrieremöglichkeiten

FERCAM bietet seinen Mitarbeitern darüber hinaus kostenlose interne Schulungen und Karrierechancen: Allein am Standort Bozen mit seinen 171 Mitarbeitern gibt es vielfältige Wachstumsmöglichkeiten: So kann man z.B. vom Junior-Transportmanager, welcher gründlich im

Betrieb eingelernt wird, zum erfahrenen Transportmanager mit bedeutendem Verantwortungsgebiet oder sogar bis zum Abteilungsleiter aufsteigen. Oder man kann in einer der ausländischen Niederlassungen Erfahrung sammeln und eine internationale Karriere, z.B. als Key Account Manager, anstreben.

FERCAM beschreibt die aktuellen Stellenangebote auf der Internetseite des Konzerns www.fercam.com, wo man sich direkt online bewerben kann.

Fercam AG

Marie-Curie-Str. 2 I 39100 Bozen

Tel. 0471 530 000 | Fax 0471 530 520 info@fercam.com | www.fercam.com

Unsere Mitarbeiter

Arbeitsplätze im Wandel

Computer, Roboter und Algorithmen werden in den nächsten 20 Jahren Millionen von Arbeitsplätzen ersetzen. Die Oxford-Studie prognostiziert, dass beinahe die Hälfte der heutigen Jobs wegfallen werden. Welche Berufe haben Zukunft, welche nicht? Gilt dies auch für Südtirol?

Die beiden Arbeitsmarkt-Experten und Ökonomen Benedikt Frey und Michael Osbourne von der renommierten englischen Oxford-Universität haben 702 Berufe in Nordamerika analysiert. Bis zum Jahr 2035 sind rund 47 Prozent der Stellen in den Vereinigten Staaten von der Verdrängung durch immer schnellere und leistungsfähigere Computer und Roboter bedroht. Nicht nur dort.

Die digitale Revolution hat schon begonnen Funkchips ordnen Kleider und anderes. Es ist wie mit der industriellen Revolution vor 200 Jahren, die z.B. auch die Landwirtschaft komplett veränderte. Technischer Fortschritt führte immer schon zu einem Verlust von Arbeitsplätzen, doch auch zu einem Wandel, der mit neuen Berufsfeldern ausgeglichen wird. Nun aber, so Frey und Osbourne, schreite der technische Fortschritt dermaßen rasant voran, dass der Abbau von Jobs nicht immer aufgefangen werden könne. Dabei sind weite Teile der produzierenden Industrie betroffen, und zunehmend auch der Dienstleistungssektor.

Jobkiller Maschine und Roboter

Mobile Roboter, lernende Maschinen und künstliche Intelligenz: je geringer die Bezahlung einer Arbeitsstelle bzw. das Qualifikationsniveau ist, desto höher ist das Risiko der Automatisierung. Transport und Logistik werden davon betroffen sein, aber auch im Dienstleistungssektor werden mehr Service-Roboter zum Einsatz kommen, vermuten die Oxford-Forscher. Denn die Maschine kann es oft besser, arbeitet mit weniger Fehlern und kostengünstiger. Berufe hingegen, die ein hohes Maß an Gefühl, Originalität, Kreativität, Präzision und Verhandlungsgeschick erfordern, werden auch in Zukunft nicht nur am besten bezahlt, sondern auch am sichersten sein.

Sichere Jobs im Gesundheitsbereich

Beratung und Betreuung bei Unglück und Unfall, aber auch von Kranken in einer immer älter werdenden Gesellschaft, medizinische Forschung und Entwicklung von Behandlungs-

möglichkeiten werden gefragt sein. So zählen zu den Jobs mit Zukunft Notfallmanager, Ergotherapeuten und Audiologen. Soziale Arbeit im Gesundheitswesen verschiedenster Art hat einen hohen Bedarf an qualifizierten, akademisch ausgebildeten Fachkräften. Ein noch relativ junger Beruf, der aber in Zukunft gefragt sein wird, ist der Freizeittherapeut. Er behandelt Patienten mit Erkrankungen oder Behinderungen durch Kunst, Sport, Spiel, Tanz und andere entspannende Techniken; nach Frey und Osbourne ist dies der Beruf mit dem sichersten Zukunftsprofil.

Jobverlust – Jobwandel in Europa

Auch in Europa werden viele Arbeitsplätze der Automatisierung zum Opfer fallen. In Ländern mit hohem Landwirtschaftsanteil wie in Rumänien beträgt der Arbeitsplatzverlust

möglicherweise über 50 Prozent; in Industrienationen wie Deutschland, das einen hohen Anteil an produzierendem Gewerbe hat, werden ebenfalls Millionen traditionelle Arbeitsplätze verloren gehen. Am wenigsten betroffen sind Staaten, die früh auf Digitalisierung gesetzt haben wie Schweden, Finnland und Großbritannien. Diese Einschätzung stammt von Jeremy Bowles, Ökonom der London School of Economics (LSE), der auf Basis der amerikanischen Daten die Wahrscheinlichkeiten für die 28 EU-Staaten berechnet hat.

Die zehn aussichtsreichsten Jobs Deutschlands Technisch versierte oder mathematisch und naturwissenschaftlich interessierte Personen haben gute Jobperspektiven in den nächsten zehn Jahren. Zudem leiden Lehrer, Ärzte

oder Ingenieure an Überalterung und Nachwuchs ist gefragt. Wer sein Studium oder seine Ausbildung gerade beginnt, oder den Beruf wechseln möchte, kann einen Blick auf diese Berufe werfen: Ingenieure für Energie- und Gebäudetechnik, IT-Sicherheitstechniker, Softwareentwickler, Wirtschaftsmathematiker, Vertriebsingenieur, Mechatroniker, Lebensmitteltechniker und -technologe, Altenpfleger und Pflegemanager, Zahn- und Allgemeinarzt, Lehrer für Naturwissenschaften und Mathematik.

Jobperspektiven für Südtirol

Südtirol ist klein strukturiert und regional aufgestellt. Vergleichbare, valide Daten über die Berufsstruktur und Nachfrage nach Berufsbildern sind nicht vorhanden. „Es ist schon schwierig genug, exakte demografische Aussagen für die Zukunft, geschweige denn zur Job-Entwicklung in Südtirol zu machen“, so Stefan Luther vom Amt für Arbeitsmarktbeobachtung. Er kennt die Studien, hält die Prognosen aber für Spekulationen, die durchaus ihre Berechtigung haben, möchte diese aber nicht missverstanden oder als gegebene Tatsache wissen, denn es gebe zu viele Unsicherheitsfaktoren. Ein Beispiel: Wohin der Klimawandel den Wintertourismus führen werde, wisse man nicht. „Man weiß ja nicht einmal, ob regional der Klimawandel durch einen Temperaturrückgang nicht sogar entgegengesetzte Entwicklungen auslösen wird, beispielsweise infolge des Zusammenbruchs des Golfstroms“.

Berufe und Arbeitsplätze im Wandel

Berufe verschwinden, neue entstehen – so war es immer, ist Stefan Luther überzeugt. „Entscheidend für die Berufswahl ist in erster Linie die Leidenschaft des Einzelnen für den Beruf, unabhängig von der aktuellen Marktlage, die sich schnell ändern kann.“ 2011 fand in Bozen die Tagung

„Arbeitswelt und demografischer Wandel – die nächsten 40 Jahre beginnen heute“ statt. „Kreativität und Innovation, Kooperation und Netzwerken sind die Stärken, mit denen das Humankapital einerseits Technologie und andererseits Lebensqualität produziert. In diesem Kontext wird sich das gesamte Bildungssystem weiterentwickeln müssen“, so die Einschätzung bei der Tagung. Der Politikberater und Redner am Zukunftsinstitut Daniel Dettling war Referent der Tagung.

Job gesucht, im „Markt“ gefunden

Stellenangebote in Zeitungen und Zeitschriften sowie Online-Stellenmärkte, persönliche Kontakte und Tipps aus dem Bekanntenkreis sind die wichtigsten Instrumente bei der Suche nach einem neuen Job.

In Südtirol ist der „Dolomiten“-Markt, der Kleinanzeiger des Tagblattes „Dolomiten“ führend, wenn es darum geht, Bewerber und Unternehmen zusammen zu bringen. Über 400 Anzeigen von Jobsuchenden oder -anbietern, von klassischen Wortanzeigen bis zu auffallenden Formatanzeigen, werden jeden Samstag veröffentlicht (Auflage: über 53.000 Stück). Durch sogenannte „Kombinierte Schaltungen“ erscheint jede Annonce zudem in der Mittwoch-Beilage der „Dolomiten“, dem „Wirtschaftskurier“ (Auflage: über 46.000 Stück), sowie in der Online-Version des „Dolomiten“-Marktes (über 1,7 Millionen Seitenaufrufe innerhalb von drei Monaten). Somit erreichen die Stellenangebote nahezu ganz Südtirol. Führende Personalvermittler nutzen diese Möglichkeit der Mitarbeitersuche regelmäßig.

Stellenangebote – aber nicht nur …

Im „Dolomiten“-Markt sowie im Online-„Dolomiten“Markt finden Leser aber nicht nur Stellenangebote. Zu den Stärken der beiden Plattformen gehören auch die vielen Annoncen zum An- und Verkauf von Immobilien, Angebote zum An- und Verkauf von Motorrädern und Fahrzeugen, Partnerschaftsinserate und vieles mehr.

Online-Auftritt

Seit Jahresbeginn präsentiert sich der Online-„Dolomiten“Markt in einem frischen und benutzerfreundlicheren Outfit. Fast 93.000 User haben sich seither das Portal angesehen und im Schnitt viereinhalb Minuten lang die Inserate durchgestöbert. Auf das größte Interesse stoßen bei den Online-Lesern die Stellenangebote (bleiben zwei Wochen

Eine (kombinierte) Schaltung, zigtausende Leser: Stellenangebote in „Dolomiten“-Markt, Wiku und Online-„Dolomiten“-Markt erreichen nahezu ganz Südtirol.

sichtbar). User haben die Seiten über 900.000 Mal innerhalb von drei Monaten aufgerufen. Zu den beliebtesten Rubriken gehört auch der „Marktplatz“ (früher „Flohmarkt“), wo von Baumaschinen über Kücheneinrichtungen bis zu Bekleidung alles zu finden ist. Besonders interessant: Inserate in der Rubrik „Marktplatz“ sind im Online-„Dolomiten“-Markt für Privatkunden kostenlos. Der Online-„Dolomiten“-Markt ist übrigens nicht nur vom PC und dem Laptop aus nutzbar, sondern auch auf mobilen Endgeräten wie Smartphone und Tablet. Unternehmen und Privatkunden, die ihre Anzeigen online aufgeben, müssen aber nicht auf die gedruckte Variante verzichten. Natürlich sind weiterhin kombinierte Schaltungen mit den Printprodukten möglich. Anzeigen können folgendermaßen aufgegeben werden: info@dolomitenmarkt.it, Tel. 0471 081 600 und www.dolomitenmarkt.it (rund um die Uhr)

Der größte Anzeigenmarkt Südtirols

Nur 0,7 sec zum Entscheiden

Was Führungskräfte von Schiedsrichtern lernen können. Schnell sein, nicht zögern, klare Anweisungen geben und P e aushalten: Führungskräfte können sich von Fußballschiedsrichtern einiges abschauen.

Sie stehen häufig zwischen den Fronten und müssen innerhalb von Sekunden eine Entscheidung treffen, die unwiderruflich ist. Egal, wie sie entscheiden – irgendwer regt sich immer auf, irgendwer weiß es immer besser. Die Rede ist von Schiedsrichtern – und von Führungskräften. Was können Letztere von den Männern in den kurzen Hosen in Hinblick auf Entscheidungen in Stresssituationen lernen? Erkenntnisse dazu von Lutz Wagner der 30 Jahre lang Fußballspiele gepfiffen hat, darunter 500 Spiele im Profibereich in der deutschen Bundesliga.

Entscheidungen rasch tre en „Das Wichtigste, was Sie bei Entscheidungen beachten müssen, ist das Zeitfenster“, sagt Wagner. Auf dem Fußballplatz sind das 0,7 Sekunden. Im Wirtschaftsleben ist mehr Zeit. Für beide gilt: Wer sich zu viel Zeit nimmt, wird als zögerlich abgestempelt, als einer, der nur auf Zuruf reagiert. „Wenn Sie zu lange warten, ist Ihre Entscheidung nichts mehr wert.“ Der Lohn für die rasche

Entscheidung: unmittelbares Feedback – wahlweise Pfiffe oder Schweigen. Das muss man aushalten. „Als Entscheider sind Sie einer, der nicht ständig Anerkennung bekommt“, sagt Wagner. „Wenn nach dem Spiel niemand etwas von mir wollte, war ich klasse. Das müssen Sie verinnerlichen. Eine Nichtnennung ist die größte Anerkennung, die einem Entscheider zuteilwerden kann!“

Die Sachlage analysieren

Bevor es aber überhaupt zu einer Entscheidung kommen kann, müssen die Voraussetzungen dafür geschaffen werden. Das heißt: Sachlage analysieren, das Team analysieren. Welche Spielertypen sind auf dem Platz? Wer könnte Schwierigkeiten machen? Welche Allianzen sind zu erwarten? „Alleine packen Sie es nicht. Sie müssen auf der gegenüberliegenden Seite jemanden finden, den Sie für sich gewinnen können.“ Weiteres gilt: Steht eine Entscheidung an, muss sie auch getroffen werden. Statt erst nach links und rechts zu schauen, sollte man Mut beweisen. Wagner: „Der schlimmste Fehler ist, keine Entscheidung zu treffen. Dann lieber eine falsche, die man korrigieren kann.“ Ebenso falsch, wie gar nicht zu entscheiden, ist es, zu früh zu entscheiden. Ein Fehler, der laut Wagner oft gemacht wird. „Wer zu früh entscheidet, bricht die Beweisaufnahme ab.“

Foto: © epa
Pierluigi Collina

„Wenn Sie zu lange warten, ist Ihre Entscheidung nichts mehr wert. Der schlimmste Fehler aber ist, keine Entscheidung zu treffen.“

Die „Big-Points“ entscheiden

Im Spiel bzw. in der Verhandlung selbst gilt: Ein Fahrplan kann nicht schaden, einengen sollte man sich davon aber nicht lassen. „Ein gesundes Misstrauen schadet nie“, sagt Wagner. Aus Erfahrung weiß er: „80-Prozent-Lösungen sind die besten. Sie müssen die Big Points entscheiden und dürfen sich nicht in Details verrennen.“ Dabei hilft eine gute Mischung aus kontrollierter Aggressivität, Diplomatie und Respekt vor dem Gegenüber. „Es geht aber auch nie ohne einen Schuss Diktatur“, sagt Wagner. „Die Außenwirkung ist wichtig. Präsentieren Sie sich nicht als ewiger Zweifler.“

Zwei, drei Worte genügen

Wer im Zuge einer Entscheidung eine Anweisung gibt, sollte diese nie an die anonyme Mannschaft richten, sondern immer personifiziert weitergeben und immer eine Rückmeldung einholen („ein, zwei Worte, ein Nicken“). Und was ist mit Fehlentscheidungen? „Aufarbeiten und abhaken“, sagt Wagner. „Wenn eine Entscheidung kritisch ist, dann treffen Sie die Entscheidung, die für das eigene Fortkommen am wichtigsten ist. Man darf auch mal egoistisch sein.“

Erfolgsgeheimnis Begeisterung

Beim führenden Südtiroler IT-Dienstleister gibt es Grund zur Freude, der Umsatz und die Zahl der Beschäftigten steigen. Voraussetzung für diese positive Bilanz sind kompetente, begeisterte Mitarbeiter: das Kapital, auf das systems baut.

Gustav Rechenmacher, Geschäftsführer der systems GmbH, zieht ein positives Resümee: „systems wächst stetig, der Umsatz hat sich in den letzten fünf Jahren verdreifacht.“ Das Unternehmen, das IT-Lösungen für Handwerk, Industrie und Hotellerie anbietet, hat derzeit 50 Mitarbeiter und ist dank der guten Unternehmensentwicklung auf der Suche nach Verstärkung. Das Erfolgsrezept liegt in der systems-Unternehmenskultur, die den Mitarbeitern großen Handlungsspielraum lässt. Dieses Vertrauen, das Bemühen der Firma um Work-Life-Balance und interessante Weiterbildungsangebote sorgen dafür, dass die Mitarbeiter beruflich wachsen können und sich wohlfühlen. Und das merkt der Kunde.

„Unser Ziel ist es einfach, unsere Kunden zu begeistern“, sagt Rechenmacher. „Dieser Anspruch spiegelt sich in der Motivation der Mitarbeiter wider – und damit auch im Kundenservice und in der Qualität unserer Dienstleistungen.“

systems GmbH

Bozen – Bruneck – Schlanders Tel. 0471 63 11 42 | info@systems.bz | www.systems.bz

Quelle: Wirtschaftsblatt, Wien

Yes I can

Fünfundzwanzig Jahre alt. Ein abgeschlossenes BachelorStudium und einen Master in der Tasche. Mehrjährige Arbeitserfahrungen. Ein fünfmonatiger Australien-Aufenthalt und nun eine interessante Arbeit in Bern beim schweizerischen Fußballverband. Norman Libardoni kann sich in einer Zeit, in der mehr als 20 % der unter Fünfunddreißigjährigen ohne Arbeit sind und sich mehr schlecht als recht von Stage zu Stage hangeln, glücklich schätzen.

Klare Ideen über seine Zukunft hatte er schon nach der Matura. Ein Universitätsstudium und eine Arbeit im Bereich (Sport)Journalismus. An (gesundem) Selbstbewusstsein und an Initiative mangelt es dem zweisprachig aufgewachsenen Fünfundzwanzigjährigen auch nicht. Für Sport und alles, was damit zu tun hat, hatte er von jeher ein großes Interesse, allen voran Fußball, von Kindesbeinen an hat er aktiv gespielt, zuletzt beim FC Frangart.

Norman Libardoni schrieb sich in Verona ein. Kommunikationswissenschaften. Eigentlich wollte er nur das Studium durchziehen. Die Anfrage des Hockeyclubs Bozen, ob er Teilzeit beim Verein mitarbeiten wollte, kam überraschend. Ablehnen kann man ein solches Angebot nicht.

Live-Ticker für den HC Bozen

Libardoni: „Wer Medizin oder Jus studiert, hat wahrscheinlich keine Zeit für einen Nebenjob, ich war bis Donnerstagabend in Verona an der Uni, Freitag und Samstag arbeitete ich im Büro des HCB in Bozen bzw. begleitete die Mannschaft bei ihren Spielen.“ Er war verantwortlich für den Live-Ticker. In beiden Sprachen. „Da lernst du schnell und präzise arbeiten, Hockey ist ein Spiel, wo in 30 Sekunden alles wieder ganz anders sein kann.“ Eine perfekte Schule für einen Sportjournalisten in spe also. Vier Jahre blieb Libardoni beim HCB, bis 2012.

Für den Abschluss des Masters in Publishing und Journalismus, immer an der Universität Verona, ließ er den Teilzeitjob sein, arbeitete als freier Mitarbeiter sporadisch bei den Bezirkszeitungen „Plus“ und „Wir“ sowie beim „Radius“ mit, Erfahrungen im Printjournalismus. Im Sommer 2013 schob er noch ein kurzes Praktikum beim ZDF-Auslandsstudio in Rom ein, um auch Erfahrungen für die Arbeit im Fernsehstudio zu sammeln.

„Erasmus kam für mich nicht in Frage, ich wollte das Studium so schnell wie möglich abschließen und in meiner Sparte wäre das zudem kompliziert gewesen.“ Aber auf eine Auslandserfahrung verzichten wollte Norman vor seinem Eintritt in die Arbeitswelt auch nicht. Fünf Monate Australien standen nach dem Abschlussexamen im März 2014 auf dem Programm. Zwei Monate davon hat er als Kellner gejobbt, um sich Geld zu verdienen und die restlichen drei Monate das Land zu bereisen.

Nach dem Studium ins Ausland

Zurück in Südtirol stellte Norman Libardoni fest, dass er das Zuhause zunächst als einengend empfand. „Ich liebe Südtirol, meine besten Freunde sind dort, aber ich wollte noch eine Arbeitserfahrung im Ausland anhängen, bevor ich mir hier etwas aufbaue.“ Libardoni entschied sich für die Schweiz, ein Land, wo seine ausgezeichneten Deutsch- und Italienischkenntnisse gefragt sind, außerdem beherrscht er noch Englisch und Französisch. „Sprachen braucht man heute immer, in jedem Bereich. Eine Sprache nicht oder eben doch können, kann den kleinen aber entscheidenden Unterschied machen.“

Einige Bewerbungen fielen ins Leere, ein Vorstellungsgespräch hatte nicht den erwarteten Erfolg. Kein Grund für Norman Libardoni die Flinte ins Korn zu werfen. Die einzige Bewerbung, die er nicht nach Zürich, sondern nach Bern geschickt hatte, hatte schließlich den gewünschten Erfolg. Seit Dezember 2014 arbeitet Libardoni für den Schweizerischen Fußballverband als Journalist und Publisher im Tagesgeschäft, er betreut die Webseite des Verbandes und ist zusätzlich Medienverantwortlicher der U-21-Nationalmannschaft, begleitet die Mannschaft auf Auswärtsspielen, organisiert Pressekonferenzen und Medientermine. Ein Top Job für einen sportbegeisterten jungen Mann!

Traumjob Journalist

Was ihn am meisten am Beruf des Journalisten fasziniert, sind die famosen „drei A“: Abwechslung, Aktualität und Abenteuer. Wenig Routine, Tag für Tag Neues, es wird einem nie langweilig und mit etwas Glück kommt man auch herum.

Wie lebt es sich in der Schweiz? Gut, sagt Norman Libardoni. Auch wenn die Menschen zunächst noch verschlossener scheinen als die Südtiroler. Aber bei der Arbeit hat er sehr nette Kollegen; er wohnt zurzeit noch in einer Wohngemeinschaft. „Wenn man in das Arbeitsleben eintritt“, so Norman Libardoni, „verändert sich der Lebensstil ohnehin. Ich bin nicht mehr ständig unterwegs, nach der Arbeit bleibe ich am Abend auch gerne Zuhause.“ Die ganz dicken Freunde hat er (bis jetzt) nicht gefunden, aber wohl auch nicht gesucht, die hat er in Südtirol und das ist nicht aus der Welt. Wird er nach Südtirol zurückkehren? „Das hängt davon ab“, sagt Libardoni. „Wenn ich dort eine gleichwertige Arbeit finden sollte, sofort, aber …“ Bis jetzt jedenfalls lebt es sich gut in der Schweiz.

In den Büros herrscht dicke Luft

In fast allen Büros werden die Richtwerte für gesunde Raumluft zumindest punktuell über- bzw. unterschritten. Im Winter ist die Luft meist zu trocken und enthält zu viel C02. Auszug aus einer Österreichischen Studie.

Diemeisten Menschen, die in Büros arbeiten, kennen die Situation, auch unabhängig von Messgeräten: Die Luft ist schlecht, der Mund trocken, Kopfweh ist ein ständiger Begleiter. Dass die Büroluft in den meisten Fällen nicht den optimalen Werten entspricht, hat jetzt eine Messreihe in Österreich ergeben. Dabei wurden mehr als 360 Büros auf wesentliche Indikatoren für gesunde Raumluftqualität von der unabhängigen Plattform MeineRaumluft.at untersucht. Seit Winter vergangenen Jahres führt die Initiative diese österreichweiten Erhebungen zur Raumluftqualität in Büros durch. Dabei fanden zwei Untersuchungsreihen statt. Einerseits gab es mehr als 230 Spontanuntersuchungen in Büros, durchgeführt vom Marktforschungsinstitut Hoffmann & Forcher. Andererseits wurden in der Folge Raumluftdaten in weiteren 130 Büros jeweils eine Woche lang durch Mitarbeiter der Betriebe oder Betriebsärzte selbst erhoben. Gemessen wurden zentrale Indikatoren für gesunde Raumluft, also Luftfeuchtigkeit, Raumtemperatur, Luftaustauschrate, C02-Gehalt sowie die Anzahl der Luftionen.

Zu trocken, zu hoher CO²-Wert

relative Luftfeuchtigkeit von zumindest 40 Prozent zu erreichen ist. Und dies war bei 80 Prozent der klimatisierten Büros nicht der Fall.“

Messung erzeugt positive Dynamik

Die C02-Werte waren bei den Wochenmessungen in jedem zehnten Büro zu hoch, das Gesamtergebnis war allerdings besser als bei den vorangegangenen Spontanmessungen. Grund dafür ist laut Sehlatte einerseits der große Anteil an mechanischen Lüftungsanlagen, die bei regelmäßiger Wartung gut funktionieren, andererseits ist die Besserung hier auch jahreszeitbedingt zu interpretieren, da im Sommer die Fenster länger offen stehen. Auch zeigte sich eine weitere positive Dynamik: „Die Tagesergebnisse im Vergleich zeigen, dass allein die Aufmerksamkeit, die durch das Leih-Messgerät erzeugt wurde, die Faktoren positiv beeinflusst“, freut sich Sehlatte.

Bei den 230 Spontanmessungen, die im Winter durchgeführt wurden, zeigte sich in jedem fünften Büro eine zu geringe Luftfeuchtigkeit bei zu hohen C02-Werten. Die Anzahl der Luftionen unterschritt den Richtwert von 1.000 Luftionen pro Kubikzentimeter sogar bei 80 Prozent der Büros. Darüber hinaus lag die Temperatur im Winter in jedem achten Büro unter erfrischenden 18 Grad. Generell lagen in kaum einem der Büros alle gemessenen Richtwerte im empfohlenen Bereich. Bei den Wochenmessungen, die zwischen Frühsommer und Herbst 2013 stattfanden und in denen 130 Büros über einen Zeitraum von je einer Woche beobachtet wurden, zeigte sich hingegen folgendes Bild: In mehr als der Hälfte aller Büros (57,8 Prozent) lag die Luftfeuchtigkeit unterhalb des Richtwerts von 40 Prozent, bei jedem fünften Büro sogar unter 30 Prozent. Initiativensprecher Thomas Sehlatte: „Dies ist deshalb bedenklich, da bei Verwendung von Klimaanlagen eine

Während es im Winter zu kalt in den Büros ist, zeigen die Messungen im Sommer, dass die Luft nicht nur dick, sondern auch heiß sein kann: In jedem sechsten Büro lag die Temperatur über der 25-Grad-Marke. Arbeitsmedizinerin Eva Höltl verweist in diesem Zusammenhang auf die gesundheitlichen Folgen und die wirtschaftlichen Aspekte: „Schlechte Raumluft kann umfangreiche Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Allergien und Atemwegserkrankungen können die Folge sein.“

Ist die Raumluft schlecht, sinkt die Leistungsfähigkeit.

„In einer Dienstleistungsgesellschaft, in der die geistige Leistung das eigentliche Produkt ist, müssen Unternehmen einfach darauf achten, welche Rahmenbedingungen für ihre

Mitarbeiter herrschen“, betont Höltl. „Gezielte Vorsorge und professionelle Überlegungen sind für ein positives Raumklima unerlässlich. Gesunde Raumluft beginnt schon bei der Gebäudeplanung.“ Optimale Raumluftqualität hängt aber nicht nur von den baulichen Maßnahmen ab, auch das Engagement und die Bewusstheit jedes Einzelnen kann viel dazu beitragen. Georg Haberhauer, Vizerektor der Universität für Bodenkultur: „Es gehört zum Selbstverständnis der BOKU, achtsam mit der Gesundheit unserer Mitarbeiter umzugehen und diese zu fördern. Als Arbeitgeberin von knapp 2.500 Mitarbeitern und Ausbildungsstätte für rund 12.000 Studierende haben wir eine große Verantwortung, derer wir uns bewusst sind. Daher haben wir neben umfassenden Sanierungsarbeiten auch Projekte initiiert, wie zum Beispiel die Initiative ,Gesunde BOKU‘.“

Menschen- und umweltgerechte Unternehmensführung

Kontinuität gewährleisten Ressourcen schaffen Sicherheit erhöhen

Oberösterreich zu Gast in Bozen

Vom 23. bis zum 24. April war eine 19-köpfige Delegation der Wirtschaftskammer Oberösterreich zu Besuch in der Handelskammer Bozen. Die Studienreise sollte die Kooperation zwischen den zwei Kammern fördern, einen produktiven Gedankenaustausch bringen, die Zusammenarbeit zwischen den österreichischen und den italienischen Handelskammern verstärken und die bestehenden Beziehungen festigen. Die Schwerpunkte bei diesem Treffen waren Themen wie die Internationalisierung, die Rechtsberatung, die Weiterbildung und das durchgeführte Benchmarking-Projekt, bei welchem Verwaltungs- und Marketingkosten, durchgeführte Projekte und Weiterbildungen der beiden Kammern verglichen wurden. Seit jeher unterhält die Handelskammer Bozen gute Beziehungen zu den Wirtschaftskammern der einzelnen österreichischen Bundesländer und besonders zu ihrer Dachorganisation der Wirtschaftskammer Österreich. Erst im März dieses Jahres war ihr Präsident, Christoph Leitl, auf Freundschaftsbesuch in der Handelskammer Bozen.

SEL: Übernahme der Enel-Anteile

Mitte April wurde der Kauf des Enel-Minderheitenanteils an der Gesellschaft SE Hydropower durch SEL erfolgreich abgeschlossen. Damit ist SEL nun der alleinige Eigentümer der Gesellschaft, die zehn Großwasserkraftwerke und sieben Kleinwasserkraftwerke in Südtirol betreibt. Unter den Wasserkraftwerken, die SE Hydropower als Konzessionär betreibt und die eine installierte Leistung von rund 600 MW aufweisen, sind insbesondere Kardaun, Brixen und Lana zu erwähnen, die zu den größten Wasserkraftwerken in Südtirol gehören. Damit bleiben in Zukunft Erträge und Steuern der ehemaligen Enel-Kraftwerke nun zur Gänze in Südtirol. Damit wurde ein wichtiger Schritt für Südtirols Energiepolitik und -wirtschaft sowie für den Fusionsprozess von SEL und AEW gesetzt. Mit dem Kauf der Enel-Beteiligungen durch SEL ergibt sich ein Mehrwert für Südtirol von bis zu 50 Millionen Euro pro Jahr in Form von Steuern und Gewinnen. Für 2014 weist SE Hydropower einen Gewinn von mehr als 36 Millionen Euro aus.

Industriemesse in Hannover

Zum ersten Mal koordiniert die EOS einen Gemeinschaftsauftritt für Südtiroler Unternehmen auf der Hannover Messe 2015, der wichtigsten Fachmesse des Industriesektors weltweit.

Die Hannover Messe 2015, Mitte April, war für vier Tage einmal mehr der Nabel industrieller Technologie. Auf dem weltweit größten Messegelände fanden zehn Leitmessen an einem Ort statt. Rund 5.000 Ausstellerinnen und Aussteller aus 65 Ländern präsentierten die Produktneuheiten entlang der gesamten industriellen Wertschöpfungskette. In den Kernbereichen Industrieautomation und IT, Energie- und Umwelttechnologie, industrielle Zulieferung, Produktionstechnologie und Dienstleistung sowie Forschung und Entwicklung wurden alle zukunftsweisenden Lösungen für die Industrie vorgestellt.

Sechs Südtiroler Unternehmen, die in den Bereichen der Metallbearbeitung und -verarbeitung sowie in der Her-

stellung von Geräte- und Maschinenbauteilen tätig sind, präsentierten ihre Fachkenntnis und ihre Produkte auf insgesamt 120 Quadratmetern Ausstellungsfläche rund 180.000 Besucherinnen und Besucher.

v.l.: Carlo Tamburi, LH Arno Kompatscher, Richard Theiner und Wolfram Sparber

Zipperle: Nachhaltig wirtschaften Brennercom Sailing Week

Dass Nachhaltigkeit nicht ein leeres Schlagwort ist, davon konnten sich die rund 80 Professoren aus 21 Ober- und Berufsschulen aus ganz Südtirol bei Zipperle überzeugen. Geschäftsführer Thomas Brandstätter schilderte den interessierten Lehrkräften die Entwicklung des 1951 gegründeten Familienunternehmens. Aus jährlich rund 160.000 Tonnen bester Früchte entstehen Halbwaren wie Saftkonzentrat, Fruchtmark und Aromen für die europäische Fruchtsaft-, Babynahrungs- und Lebensmittelindustrie. Dazu kommen rund fünf Mio. Mehrwegglasflaschen mit Fruchtsäften für die heimische Region. Nachhaltig wirtschaften heißt bei Zipperle auch, Energie aus den Fruchtrückständen zu gewinnen, konstant in die immer höchsten Technologiestandards zu investieren und die Mitarbeiter laufend zu schulen.

Beeindruckt vom hohen technologischen Standard und vom freundlichen Betriebsklima zeigten sich die Professoren beim Rundgang durch das weitläufige Betriebsgelände, das sich über 60.000 m2 erstreckt. Der immer intensivere Austausch zwischen Schulen und Unternehmen ist wichtig, um gemeinsam für die Jugendlichen die bestmöglichen Voraussetzungen zu schaffen, sich fit für die Zukunft zu machen

Der Yacht Club Salten organisiert 2015 in der zweiten Maiwoche die erste BRENNERCOM SAILING WEEK. Vor einer Woche wurden in der Garage 61 in Eppan die 20 teilnehmenden Mannschaften präsentiert. Gastgeber und Oldtimerfreak Ossi Planer von der Garage 61 ist bekanntlich selbst begeisterter Segler. Vom Yachtclub Salten präsentiere Moderator Sigi Rungaldier Hauptsponsor Charly Manfredi von der Brennercom, seine Kollegen vom veranstaltenden Yachtclub und die Skipper und Teams der 20 teilnehmenden Boote. Dazu Charly Manfredi: „Gesegelt wird in einer Einheitsklasse, auf den neuen BAVARIA 40s, schnelle und komfortable Cruiser-Racer, die Platz für acht Personen bieten. Geplant sind sechs Wettfahrten innerhalb von drei Tagen um die beste Südtiroler Mannschaft für 2015 zu ermitteln. Das Motto der Veranstaltung lautet: Sail, Race & Fun, denn neben dem Segelsport sollen auch Geselligkeit und Unterhaltung nicht zu kurz kommen.“ Die Brennercom Sailing Week, vom 9. bis 16. Mai 2015 in Kroatien mit Start in Biograd. In Zusammenarbeit mit Pitter Yachting, dem Yachtclub Biograd unter der bewährten Rennleitung von Sportconsult, Gert Blondl Schmidleitner.

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Charly Manfredi und die Skipper der 20 Mannschaften

Gute Stimmung und positive Bilanz

Tipworld 2015: Die inzwischen 37. Auflage der Tipworld und gleichzeitig sechste unter der Regie der Messe Bozen fand Mitte April in Bruneck statt. Mit 236 Ausstellern und knapp 18.000 Besuchern an vier Tagen war die Messe im Pustertal wieder ein Erfolg. Allgemein herrschte eine positive Stimmung und die Tipworld bewies sich einmal mehr als jährliches wirtschaftliches und gesellschaftliches Event im Pustertal. Aus der Besucherumfrage geht hervor, dass neun von zehn Besuchern mit der Messe sehr zufrieden waren: 43,5 % bewerteten die Veranstaltung mit „sehr gut“ und 49,7 % mit „gut“. Über ein Drittel (35,6 %) kamen aus beruflichen Gründen und knapp jeder Vierte (24,7 %) hat auf der Messe etwas gekauft oder bestellt. Die Mehrheit der Besucher kam aus dem Pustertal (48,1 %) – davon allein 28,3 % aus Bruneck –, 9,3 % aus dem Eisacktal und 7 % aus dem Gadertal.

Wachstumsmarkt für elektronischen Handel

Immer mehr Menschen kaufen im Internet ein – letzthin vor allem auch mobil über Smartphones und Tablets. Trotz der sich auf den Konsum negativ auswirkenden Finanzkrise wuchs die Branche in Italien weiter: Um immerhin sechs Prozent auf 22,3 Milliarden Euro im Jahre 2013, während erste Studien dem abgeschlossenen 2014 erneut zweistellige Wachstumsraten zertifizieren.

Es bestätigt sich, dass Marketplaces, Preisvergleichsportale und die internationalen Suchmaschinen die größten Besucher- und Umsatzquellen für die OnlineShops darstellen. Channel-Analysen belegen, dass bereits 37 % der potentiellen Käufer eines Weihnachtsgeschenks dies auf einem Marketplace wie Amazon suchen. „Grund genug, auch in dieser Liga mitzuspielen“, so Christoph Moar von der Firma alpin.it. „Heute sind auch schon zahlreiche Südtiroler Unternehmen – zum Beispiel sportler.com – mit unseren e-commerce-Lösungen auf internationalen Marketplaces aktiv.“

EXPO: Stahlbau Pichler baut 6 Pavillons

Stahlbau Pichler gehört zu den vielen erfolgreichen Südtiroler Firmen, die in Mailand prestigeträchtige und wichtige Arbeiten für die Nationen der Welt vorbereiten. Neben Aufträgen für die Länderpavillons Italien, Deutschland, Schweiz, Chile, Vereinigte Arabische Emirate baut Stahlbau Pichler auch den Pavillon Weißrusslands. Aber nicht nur Bau und Einrichtung waren diesmal gefragt, sondern auch die Führung des Pavillons während der sechs Monate lang laufenden Expo. Eine neue Aufgabe für die Firma, die sich dafür mit bewährten Kräften aus Südtirol, wie dem Four Points by Sheraton und Emotion Events zusammengetan hat. Für sechs Monate werden Köche aus Weißrussland zusammen mit Köchen aus Südtirol die Gäste des weißrussischen

Pavillons auf der Expo betreuen. Dafür werden sich zwei Minsker Köche im Bozner Four Point Sheraton zusammen mit den Köchen von Emotion Evens auf die in wenigen Tagen beginnende Expo vorbereiten.

Für Stahlbau Pichler ist dieses Experiment ein Versuch, vielleicht sogar ein Türöffner für nächste Großveranstaltungen. „Wir haben im Bauen sehr viel internationale Erfahrung, auch bei komplexen und komplizierten Projekten von renommierten Architekten und Künstlern. Aber dieses Mal wagen wir etwas vollkommen Neues für uns: Bauen, Organisieren, Betreiben, das ist eine spezielle Herausforderung. Wir lernen an diesem Projekt und dann sehen wir weiter“, meint Walter Pichler, Südtiroler Manager des Jahres 2014.

Christoph Moar
Foto: © MarcoParisi

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