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Radius Olympia 2026

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6. bis 22. Februar

Aktuell

4 Wie Olympia nach Antholz kam

6 Die Südtiroler

Rekordhalter bei Olympia

8 Alle Olympia-Austragungsorte

10 Alle 49 Südtiroler

Olympia-Teilnehmer imPorträt

16 Der Olympia-Zeitplanmit allen Entscheidungen –Tag für Tag

20 Die SüdtirolArena in Antholz

44 Armin Zöggeler bleibt unerreicht

46 Die Paralympics in Mailand Cortina 2026

47 Das Para Ice HockeyTeam

48 Südtirols Olympiamedaillengewinner: wer, was, wann, worin

50 Rückblick auf Olympia in Peking 2022

IMPRESSUM

Eigentümer/Herausgeber: Athesia Druck GmbH,Bozen, Eintrag LG Bozen 2.4.1948, Nr.7/48| Chefredakteur und presserechtlich verantwortlich: Elmar PichlerRolle | Projektleiterin: Magdalena Pöder | Redaktion: Pauli Hintner,KurtPlatter,Alexander Foppa, LeoHolzknecht, Carmen Thurner,ChristophNiederkofler,Michael Andres, Elmar Pichler Rolle, Andreas Vieider | Werbung/ Verkauf: Patrick Zöschg,Michael Gartner,Markus Hatzis, SiegfriedRungaldier, Isaak Lechner | Verwaltung:Weinbergweg7|39100Bozen|Tel.0471081561| info@mediaradius.it |www.mediaradius.it | Fotos: Felice Calabró, Miha Matavz/FIS, RobertPerathoner,PierreTeyssot, HermannSobe, JosefPlaickner, Pentaphoto, APA/AFP,privat | FotosTitelseite: Josef Plaickner,Logo MilanoCortina 2026, MarcoBertorello/ AFP | Grafik/Layout: Simon Krautschneider | Recherche

FR &Info-PR &Rubrik

22 Biathlonzentrum Südtirol Arena

29 Technoalpin AG,Bozen

31 Physiotherapiezentrum Aquarena,Brixen

33 Privatklinik Brixsana

45 Gesundheit: VomSturz zur Spitzenleistung

AndreasVieider

EDITORIAL

Infografiken: Andreas Vieider, PauliHintner | Gestaltung Infografiken: Ambra Delvai, Michal Lemanski | Produktion: AthesiaDruck Bozen -www.athesiadruck.com | Druckauflage: 34.000 Stück | Vertrieb: Sonderdruck zur heutigen„Dolomiten“-Ausgabe | Redaktionsschluss dieser Ausgabe: Montag,2.Februar

Die Redaktionübernimmt keinerlei Haftungfür dieInhalte derWerbeseiten, PR-Seitenund der angeführtenWebseiten. Anmerkung: Die Weltcuptermine in allenDisziplinen könnten noch Änderungen erfahren. AthesiaDruckGbmHhat gemäßArt.37der EU-Verordnung 2016/679 (GDPR)den Datenschutzbeauftragten (DataProtection Officer,DPO)ernannt.Die Kontaktaufnahme für jedesThema in Bezugauf dieVerarbeitung der personenbezogenen Daten istüberdpo@athesia.it möglich.

Das Warten hat ein Ende,die ganzen Vorgeplänkel sind Geschichte.Morgen istnoch dieEröffnungsfeier mit dem üblichen Trari-Trara, ab Samstaggiltdie Aufmerksamkeit jenen hochverdienten Hauptdarstellern, um diesich alles dreht: Die 25. Olympischen Winterspiele vonMailand Cortina werden trotz aller Störfeuer ein herausragendesErlebnis werden. Sie werden alle, die entweder live vorOrt mit dabei sind oder die 116Entscheidungen in 16 Sportarten (54 für die Männer,50für dieFrauen und 12 Mixed Team Events) liveim Fernsehen verfolgen, nachhaltig beeindrucken und prägen. Allein die 48 Südtiroler Teilnehmer mit18Frauen und 30 Männern sind ein Grunddafür, in Antholz, Cortina d’Ampezzo, im Fleimstal, Bormio, Livigno und in Mailand mit vorOrt zu sein. Seien wir ehrlich: So etwasbekommen wir unser Leben lang niemehr zu sehen!Olympia istdas Größte, wasesfür einenSportler gibt–und davonsind wir alsFans, Zuschauer,Mitfiebernde, die denSport so sehr lieben, nicht ausgenommen Ganz zu schweigen vonden emotionalen Geschichten, die vom6.bis 22. Februar auf uns einprasselnwerden. Aufgeht’s, lasset die Spielebeginnen!

geöffnet Mo -Fr8:00 -12:00 13:30-17:00

WIE ANTHOLZ OLYMPISCH WURDE

Wie ist es eigentlich dazu gekommen, dass erstmals in der Geschichte Südtirol Austragungsort Olympischer Spiele sein wird? Von der zweiten und dritten Reihe aus habe ich die Entwicklung der Kandidatur verfolgt und will sie an dieser Stelle erzählen. VON ELMAR PICHLER ROLLE

Herbert Mayr hat sich als Erster konkret mit dem Gedanken getragen, Olympische Winterspiele in Südtirol auszurichten. Der 2015 zu früh verstorbene langjährige Bozner Vizebürgermeister, selbst Sportler und Sportfunktionär, kontaktierte bereits Mitte der 1980er-Jahre seine Amtskollegen in jenen Orten, die nicht nur aus seiner Sicht für die Ausrichtung olympischer Wettbewerbe in Frage kommen konnten: Gröden (Ski Alpin), Toblach (Ski-Langlauf und Skispringen), Olang (Kunstbahnrodeln und Bob), Ritten (Eisschnelllauf) und Antholz (Biathlon). Bozen indes sollte das Zentrum der Spiele sein – mit einer oder zwei großen Eishallen und den Disziplinen Eiskunstlauf, Eishockey und Shorttrack

19.000 Zuschauer sind bei den BiathlonWettkämpfen in Antholz bei Olympia täglich zugelassen. Damit ist es die größte Wettkampfstätte bei den Winterspielen 2026.

Ansprechpartner

Manfred von Call, damals Geschäftsführer des Verbandes der Sportvereine Südtirols VSS und erfahrener Organisator internationaler Großereignisse, befasste sich daraufhin – ähnlich wie Mayr aus rein persönlichem Ansporn und Interesse – intensiv mit dem Thema. Er kam zum Schluss, dass Olympische Spiele für Südtirol mindestens eine ganze Nummer zu groß sein würden. Es ging weniger um die Wettkampfstätten selbst als vielmehr um die weitere Logistik, angefangen bei Verkehrswegen und Sicherheitsvorkehrungen bis hin zum Medienzentrum und Olympischem Dorf. Die folgenden Entwicklungen bestätigten von Calls Analyse. Vor allem die ab 1992 von den Sommerspielen entkoppelten Winterspiele nahmen immer größere Ausmaße an und gipfelten 2014 in Sotschi in den nach wie

vor teuersten Olympischen Spielen aller Zeiten Russland wendete weit mehr als 40 Milliarden Euro auf!

Weil es auch die Veranstalter der Winterspiele von Pyeongchang (2018) und Peking (2022) nicht an Größe missen ließen, zog das Internationale Olympische Komitee IOC die Reißleine und verständigte sich auf eine neue Art von Winterspielen. Auf die neue IOC-Vorgabe – Bewerber sollten möglichst auf bereits bestehende Anlagen zurückzugreifen – reagierte ausgerechnet Italien am schnellsten. Dabei stolperte man regelrecht in die Kandidatur für die Winterspiele 2026. Es ist eine kuriose, beinahe unglaubliche Geschichte. Italien wollte nämlich ursprünglich olympische Sommerspiele ausrichten, und zwar 2024 in Rom. Dafür wurde im Dezember 2014 auch die offizielle Kan-

didatur beim IOC hinterlegt. Im Herbst 2016 folgte – unerwartet – die Wende. Virginia Raggi wurde zur neuen Bürgermeisterin gewählt und damit war Roms Kandidatur hinfällig, denn Raggi hatte die Ablehnung der Olympischen Spiele zuvor zum festen Bestandteil ihres Wahlprogramms gemacht. Da brachte sich plötzlich Mailand ins Spiel, wo zeitgleich Giuseppe Sala zum neuen Bürgermeister gewählt worden war. Eingedenk der Rivalität zwischen beiden Metropolen lancierte Sala die Idee, Mailand möge sich anstelle von Rom bewerben. Doch bald schon musste Sala erkennen, dass die Zeit zur Vorbereitung einer ernsthaften Kandidatur nicht ausreichend war Er musste auch zur Kenntnis nehmen, dass Mailand gegen Paris (für 2024) und Los Angeles (2028) kaum ernsthafte Erfolgsaussichten haben würde. So reifte in ihm eine neue Idee, und zwar die, sich gemeinsam mit Cortina d’Ampezzo für die Winterspiele 2026 zu bewerben.

Verzwickte Lage für Südtirol

Zu diesem Zeitpunkt war vom einstigen olympischen Traum Herbert Mayrs nur Antholz übriggeblieben, das international längst als Mekka des Biathlonsports anerkannt war. Um Antholz würde eine italienische Kandidatur nicht herumkommen. Und hier öffnet sich ein neues Kapitel der Geschichte um die Olympischen Spiele 2026. Südtirol steckte 2016 nämlich in ei-

ner verzwickten Lage. Landeshauptmann Arno Kompatscher hatte Tirols Landeshauptmann Günther Platter sein Wort gegeben, dass Nord-, Ost- und Südtirol sich gemeinsam um die Austragung der Winterspiele 2026 bewerben. Während Mailands Bürgermeister also eifrig Verbündete und Austragungsorte für Olympia 2026 suchte und im Veltlin auch einen Ort für ein Biathlonzentrum ausfindig gemacht hatte, musste Südtirols Landeshauptmann abwarten. Am 15. Oktober 2017 schließlich stimmte Tirols Bevölkerung in einer Volksbefragung mit knapper Mehrheit – 53 zu 47 Prozent – gegen die Ausrichtung Olympischer Winterspiele in Innsbruck. Damit war auch die Gesamttiroler Kandidatur vom Tisch.

Tiroler Kandidatur abgelehnt Erst jetzt öffnete sich für Südtirol das zweite Olympia-Fenster. Es war höchste Eile geboten, denn Italiens Kandidatur musste bis Frühling 2018 stehen. In nur wenigen Monaten musste es gelingen, die beiden Bürgermeister, die Präsidenten der Lombardei und Venetiens sowie die Sportverbände davon zu überzeugen, dass eine Olympia-Kandidatur keinen Sinn ergeben würde, wenn man im Veltlin eine neue Anlage bauen und Antholz außen vorlassen würde. Der sehr späte Einstieg Südtirols war von Erfolg gekrönt. Am 1. Oktober 2018 stimmte die italienische Staatsregierung dem gemeinsamen

Vorschlag für die Kandidatur von Mailand Cortina 2026 unter Einbeziehung der Region Lombardei (Mailand, Bormio, Livigno), der Region Venetien (Cortina, Verona), der Autonomen Provinz Trient (Fleimstal und Baselga di Pinè) sowie Südtirol (Antholz) zu.

Hätte sich der Landeshauptmann früher mit den oberitalienischen Promotoren an einen Tisch gesetzt, hätte vermutlich die Chance bestanden, zusätzliche Disziplinen ausrichten zu können, etwa im Eissportbereich. Doch Arno Kompatscher stand zu seinem Wort gegenüber seinem Innsbrucker Amtskollegen, und er wusste zudem, dass Antholz immer ein Trumpf sein würde, der sticht. So war es auch. Die Entscheidung fiel am 24. Juni 2019 am Sitz des IOC in Lausanne. Ich hatte das Glück, vor Ort dabei zu sein. Der schwedischen Delegation, elegant von Kronprinzessin Viktoria angeführt, war das Selbstvertrauen förmlich anzusehen. Ungute Erinnerungen wurden wach, denn 2014 – bei der Bewerbung um die Ausrichtung der Biathlon-WM 2019 – war Antholz überraschend Östersund unterlegen. Doch diesmal wendete sich das Blatt. 47 IOC-Mitglieder gaben Mailand Cortina die Stimme, 34 votierten für Stockholm Åre – bei einer Enthaltung. Franco Carraro, damals 75 – vormals Bürgermeister von Rom, Minister, Präsident des Italienischen Olympischen Komitees und des italienischen Fußballverbandes –

Die Bob-Bahn und die Curling-Halle (hinten links) in Cortina d'Ampezzo

Im San-Siro-Stadion in Mailand findetdie Eröffnungsfeier statt. Normalerweise spielen hierMilan und InterFußball.

gab mir Einblick: „Es gibt im IOC einen Vertreter,der vorgibt, für sechs Vertreter von kleinen Staaten zu sprechen –und mit ihm hatten wir ein gutesGespräch.“ Nach der Freude über den Erfolg hielt ich inne und rechnete: 47 minussechs bei einer Enthaltung? Der alte Fuchs Carraro hatte wohl richtig gesehen. Erfolgreich gestolpert ist Italien nicht nur in die Kandidatur,sondern auch beiden Vorbereitungen auf die nun beginnenden Olympischen Winterspiele. So brillant italienischeManager und Funktionäre improvisieren können,sowenig liegen ihnen lange Vorbereitungenund Organisation. Erst als die Zeit längst abgelaufen schien und niemand mehr damit rechnete, schafften Italiens Olympiamacher das Kunststück, die Bob- und Rodelbahn in Cortina in kürzerer Zeitzubauenals ihre chinesischen Kollegenzuvor in Peking. Antholz war eigentlich schon 2019 bereit für die Olympischen Winterspiele. Trotzdem wurden in das Biathlon-Zentrum nochmals gut 50 Millionen Euro investiert. Erfüllt wurde damit eine Wunschliste der Veranstalter,die aufgrundder Investitionen aus der Antholz Biathlon Arena ein Sport-Leistungszentrum machen wollen, um nachhaltiger wirtschaften können. Nach den Spielen sollen die olympischen Ringe für immer in Antholz stehen und die Arena in Obertal dürfte sich mit dem Namenschmücken: Olympic Biathlon Arena!

IstSchauplatz derSchlussfeier: DieArena von Verona, in Vergangenheitschon Schauplatz desGirod'Italia.

DIE 24 OLYMPISCHEN WINTERSPIELE BISHER

JahrOrt Datum Disz. Teilnehmer(D/H) Nationen

1924 Chamonix 25.1. bis5.2. 9258 (11/247) 16

1928 St.Moritz 11. bis 19.2. 8464 (26/438) 25

1932 Lake Placid 4. bis15.2. 7252 (21/231) 17 1936 Garmisch-P.6.bis 16.2. 8646 (80/566) 28

1948 St.Moritz 30.1. bis 8.2. 9669 (77/592) 28

1952 Oslo 15.bis 25.2. 8694 (109/585) 30

1956 Cortina 26.1. bis5.2. 8821 (134/687) 32

1960 SquawValley 18.bis 28.2. 8665 (144/521) 30

1964 Innsbruck 29.1. bis9.2. 10 1091 (199/892) 36

1968 Grenoble 6. bis 18.2. 10 1158 (211/947) 37 1972 Sapporo3.bis 13.2. 10 1006 (205/801) 35 1976 Innsbruck 4. bis15.2. 10 1123 (231/892) 37 1980 Lake Placid 13.bis 24.2. 10 1072 (232/840) 38 1984 Sarajewo8.bis 19.2. 10 1272 (274/998) 49 1988 Calgary13. bis 28.2. 10 1423 (301/1122) 57 1992 Albertville 8. bis23.2.

(886/1513)

(960/1548) 80

bis28.2. 15 2566(1044/1666) 82 2014Sotschi 7. bis 23.2. 15 2873(1159/1714) 88

2018Pyeongchang 9. bis 25.2. 15 2922 (1242/1680) 93

2022 Peking 4. bis20.2. 15 2898 (1295/1603) 92

2026 Mailand Cortina 6. bis 22.2. 16 noch keine definitiven Angaben

Anmerkungen: D= Damen, H=Herren. 1940 und 1944 fielen dieSpiele wegen des 2. Weltkriegs aus. Die 26.Olympischen Winterspiele gehen vom 1. bis17. Februar 2040 in den französischenAlpen in den Regionen Provence-Alpes-Côte d’Azur und Auvergne-Rhône-Alpes über dieBühne.

Olympische Winterspiele 2026

ANNA TROCKER

Ski Alpin

Alter:

17 Jahre

Wohnort:

Völs am Schlern

Mögliche Einsätze:

10.Februar:

Team-Kombination

15.Februar:

Riesentorlauf

Olympia-Teilnahmen: (0) Noch keine

Facts:

IhreNominierung kamwie jene der überhaupterst16-jährigen GiadaD’Antonio (sie kommt wohl ebenfalls für die Team-Kombi undden Slalom in Frage) völlig überraschend. Anna Trocker kannten bis kurzvor Weihnachten überhaupt nur Ski-Insider,dasie noch nicht einmal Europacuprennen bestritt. Über den Umweg vonTop-Ergebnissen beiNorAmRennen brachte sie sich jedoch in eine gute Startnummernposition im Weltcup und verpasstenur zweimal haarscharf die Quali für den zweiten Durchgang in einem Riesentorlauf.Für die 17-jährige Völserin geht es nurumeines: Erfahrung sammeln, dasolympische Flair genießen und von Shiffrin &Co. lernen.

NICOL DELAGO

Ski Alpin

Alter:

30 Jahre

Wohnort:

Wolkenstein

Mögliche Einsätze: 8. Februar:

Abfahrt

10.Februar:

Team-Kombination

Olympia-Teilnahmen: (2) Pyeongchang2018

Peking 2022

Facts:

Anfangdes Jahres schlug Nicol Delagos große Stunde, alssie in derAbfahrt vonTarvis ihren lange ersehnten ersten Weltcupsieg feierte. Mit der Olimpia delle Tofane in Cortina verbindet sie jedoch keine große Liebe.Elf Abfahrten absolvierte die routinierte Grödnerin schonauf dieser Strecke, doch ein Ergebnis in den Top 10 blieb ihrbisher stetsverwehrt. Trotzdem: Das Streckenprofil ähneltjenem vonTarvis –warum denn nicht ausgerechnet bei Olympia für eine Überraschung sorgen?

NADIADELAGO

SkiAlpin

Alter:

28 Jahre

Wohnort:

Wolkenstein

Mögliche Einsätze: 8. Februar: Abfahrt

10.Februar:

Team-Kombination

Olympia-Teilnahmen: (1) Peking2022

Facts:

Die vonSchwester Nicol gewonnene AbfahrtinTarvis warfür Nadia Delago eine Erlösung,da sie nach fast vier Jahren endlich in die Top10ineinem Weltcuprennen zurückkehrte. Dadurch lösteDelago auch auf den letzten Drücker das Olympia-Ticket. Ein StartinCortinaist ihr aber nicht sicher,weil sie sich zuerst wohl in der internen Quali behaupten muss. Weistinder CortinaAbfahrteinen 20. Platz als bestes Resultatauf

DOMINIK PARIS

Ski Alpin

Alter: 36 Jahre

Wohnort: St.Walburgin Ulten

MöglicheEinsätze:

7. Februar: Abfahrt

9. Februar: Team-Kombination

11. Februar: Super-G

Olympia-Teilnahmen: (4)

Vancouver 2010

Sotschi 2014

Pyeongchang 2018

Peking 2022

Facts:

Er hat die Klasse, erist bereit,und es wirdauf seiner absoluten LieblingsstreckeimWeltcup (sechs Siege in derAbfahrt,einer im Super-G) gefahren: Dominik Paris wird bei seinemvermutlich letzten OlympiaAuftrittauf der Stelvio-Piste in Bormio nochmal alles in die Waagschale werfen, um genauso wie Roland Fischnaller im Snowboardseine ersteOlympia-Medaille zu gewinnen. Vierter warer2018,Sechster2022 –beide Male in derAbfahrt. Der erfolgreichste Speedfahrer der„Azzurri“ allerZeiten hat in diesemWinter mit zahlreichen Top-Platzierungen –abernochkeinen Sieg –gezeigt,dasserzur absoluten Weltklasse gehört, trotz immer wiederkehrender kleiner Fehler. Wenn ihm in Bormio die perfektenRennen gelingen, istEdelmetall sehr, sehr wahrscheinlich.

FLORIAN SCHIEDER

SkiAlpin

Alter: 30 Jahre

Wohnort: Kastelruth

Mögliche Einsätze:

7. Februar: Abfahrt

9. Februar: Team-Kombination

Olympia-Teilnahmen: (0)

Noch keine

Facts:

FlorianSchieder gehörtmit 30 Jahren zu den routiniertenOlympia-Debütanten. Viele Verletzungen bremsten den KastelrutherinVergangenheit ein,dafür zählter jetzt zum erweitertenKreis der Medaillenkandidaten. In der Abfahrt mussder Edeltechnikermit der genialen Sprungtechnik niemanden fürchten, materialmäßig hat er allestop beieinander,die erklärten Favoriten sind andere.Inihrem Dunstkreis kann der Posaunist der Musikkapelle Kastelruthbefreit seineFähigkeiten ausspielen.

CHANCEN

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CHANCEN

CHRISTOF INNERHOFER

Ski Alpin

Alter:

41 Jahre

Wohnort:

Gais

Mögliche Einsätze:

9. Februar:

Team-Kombination

11. Februar:

Super-G Herren

Olympia-Teilnahmen: (4) Vancouver 2010, Sotschi 2014, Pyeongchang 2018,Peking 2022

Facts:

Der „ewigeInner“ gehörtmit Silber (Abfahrt) und Bronze (Kombi) 2014inSotschi zu den erfolgreichsten Südtiroler Ski-Olympioniken. Dasseresmit 41 Jahren nochmals zu Olympia geschafft hat, spricht für die Ausdauer,den Ehrgeiz und enormen Willen. Im Super-G hat er nach denRängen sechs (Gröden) und zehn(Kitzbühel) das Ticket fix,auchinder Team Kombi dürfte er zum Einsatz kommen. In der Abfahrtwirdes wohl auf eine Qualifikation gegen Mattia Casse hinaus laufen –wenn überhaupt. ZumKreis derMedaillenkandidaten zähltInnerhofer nicht, aber er weiß, wie man Medaillen gewinnt.

ALEXVINATZER

Ski Alpin

Alter:

26 Jahre

Wohnort:

Wolkenstein

Mögliche Einsätze:

9. Februar:

Team-Kombination

14.Februar:

Riesentorlauf

16.Februar: Slalom

Olympia-Teilnahmen: (2) Pyeongchang2018

Peking 2022

Facts:

An den letzten Olympischen Spielen galtAlex Vinatzer noch alsreiner Slalom-Spezialist. Vier Jahrespäter istdem Grödner im Riesentorlauf mehrzuzutrauen, zumal er zu Saisonbeginn in dieser Disziplin in BeaverCreek schon auf dem Podeststand. Er kann aber auch im Slalominder Weltspitze mitmischen,wie er mit dem 4. Platz in Vald’Isereund zuletzt als Siebter in Schladming bewies. Gilt bei Großanlässen als extrem nervenstark, hatbereits drei WM-Medaillen (einmal Gold, zweimal Bronze) in seinem Trophäenschrank.

TOBIAS KASTLUNGER

SkiAlpin

Alter: 26 Jahre

Wohnort:

St.Vigil in Enneberg

Mögliche Einsätze: 9. Februar: Team-Kombination 14.Februar: Riesentorlauf 16.Februar: Slalom

Olympia-Teilnahmen: (0) Noch keine

Facts:

Dassernominiertwurde, hat weniger mit dem harten internen Konkurrenzkampf zu tun, als mit der Tatsache, dasservielseitig einsetzbar ist. In den „Problemdisziplinen“Riesentorlauf und Slalom im italienischen Team hat Kastlunger zumindestansatzweise für positiveAnsätze gesorgt, obwohl Rang zwölfimSlalom von Levi schonmehr alszweiMonate herist.Der akribische Arbeiter könntevor allem in der Team Kombi zu einem entscheidenden Trumpf werden.

SAMUEL COSTA

Nordische Kombination

Alter:

33 Jahre

Wohnort:

Wolkenstein

Mögliche Einsätze:

11. Februar:

Wettbewerb Normalschanze

17.Februar:

Wettbewerb Großschanze

19.Februar:

Teamsprint

Olympia-Teilnahmen: (2)

Sotschi 2014, Peking 2022

Facts:

SamuelCosta hatte seine Karrierevor zwei Jahren schon beendet, entschied sich in diesem Sommeraber zum Comeback

Diesesverliefbisher erfreulich: DerWolkensteiner avanciertezu Italiens konstantestem Nordisch Kombinierer.Als bestes Saisonergebnis steht ihm ein elfter Platz zu Buche. Costa rechnet sich wie Aaron Kostner im Teamsprintdie größten Medaillenchancen aus.

AARON KOSTNER

Nordische Kombination

Alter:

26 Jahre

Wohnort:

St.Ulrich in Gröden

Mögliche Einsätze: 11. Februar:

Wettbewerb Normalschanze 17.Februar:

Wettbewerb Großschanze 19.Februar: Teamsprint

Olympia-Teilnahmen: (1) Pyeongchang2018

Facts:

Mitte Jänner zeigte AaronKostner,was in ihm steckt:Beim Weltcup in Oberhof klassierte er sich in der olympischen GundersenDisziplin auf Rang zwölf. Es war sein bestes Ergebnis seit fast drei Jahren–und das zweitbeste in seinerKarriere. Ausschlaggebend fürdie aufsteigende Tendenz istdie immer besser werdende Sprungform des WeltklasseLangläufersaus St.Ulrich.

DOMINIK ZUECH

Skicross

Alter:

29 Jahre

Wohnort: Lana

Mögliche Einsätze: 21. Februar:

Achtelfinale Skicross

Olympia-Teilnahmen: (0)

Noch keine

Facts:

Der knapp 30-Jährige qualifizierte sich im Weltcupstetssouverän für die K.o.-Läufeder Top32. Die fallen diesmal wegen des beschränkten Startkontingents weg. Am Starthat der Modellathlet aus Lana stark zugelegt,im Kampf Manngegen Mann geht es knallhart zur Sache. Zuechist der Vorstoß insViertelfinale allemal zuzutrauen,zuletzt schaffte er beim Heimweltcup im Fassatal gar Rang fünf.Trotzdem: Eine Finalteilnahme wäre eine kleine Sensation.

ALEXINSAM

Skispringen

Alter:

28 Jahre

Wohnort:

Wolkenstein

MöglicheEinsätze:

9. Februar:

Springen Normalschanze

10.Februar:

Mixed Teamspringen

14.Februar:

Springen Großschanze

16.Februar: Super Team Event

Olympia-Teilnahmen: (1)

Pyeongchang 2018

Facts:

Nach einem schwierigen Saisonstart zeigte Alex Insams Formkurve zuletzt nach oben. In Zakopane sprang der Wolkensteiner auf den 19.Platz, beider Skiflug-WMinOberstdorf reichte es zu Platz 24. Fühltsich auf der neu errichteten Großschanzein Predazzo wohl, nichtsdestotrotz würde eine Medailleeinem sportlichen Wunder gleichkommen.

JESSICAMALSINER

Skispringen

Alter:

23 Jahre

Wohnort:

St.Ulrich in Gröden

Mögliche Einsätze: 7. Februar:

Springen Normalschanze

10.Februar:

MixedTeamspringen

15.Februar:

Springen Großschanze

Olympia-Teilnahmen: (1) Peking 2022

Facts:

Jessica Malsiner hatschwierige Zeiten hinter sich: Seit fast zwei Jahren istihr der Sprung in die Punkteränge des Weltcups nicht mehr gelungen. Zuletzt versuchte die 23-Jährige im zweitklassigen Interkontinental-Cup, Selbstvertrauen zu tanken. Umso überraschender kamihreOlympiaNominierung. Dadurch kann sie nun befreit und ohne Druck an denStart gehen und ihrezweite Olympia-Teilnahme genießen.

MARIA GASSLITTER

Ski-Freestyle (Slopestyle)

Alter: 19 Jahre

Wohnort:

St.Ulrich in Gröden

Mögliche Einsätze: 7. Februar:

QualifikationSlopestyle 9. Februar:

Finale Slopestyle

Olympia-Teilnahmen: (0)

Noch keine

Facts:

Die Tochter der dreifachen

Olympia-Teilnehmerin Petra Moroder (sie warBuckelpisteSpezialistin)hat sich bei den Slopestyle-Weltcups in Aspen und Laax im Jänner sensationell ins Finale vorgekämpftund dabei die Top-Ränge fünfbzw.neun erreicht. Der Einzug in den Endkampf istihr bei den Winterspielen durchauszuzutrauen,wenn es ihr gelingt, das große Erlebnis zu genießen und die Nerven mitspielen. Das dürfte dank ihrer jugendlichen Unbekümmertheit gelingen. CHANCEN

HANNAH AUCHENTALLER

Biathlon

Alter: 24 Jahre

Wohnort: Antholz Niedertal

Mögliche Einsätze: 11. Februar: Einzel / 14.Februar: Sprint / 15.Februar: Verfolgung / 18.Februar: Staffel / 21. Februar: Massenstart Olympia-Teilnahmen: (0) Noch keine

Facts:

Fürdas Auftaktrennen, die Mixed-Staffel, kommt Hannah Auchentaller nicht in Frage. Danachhat sie allerdings volles Programm: Fünf Einsätze binnen elfTagen.Medaillenchancen darf sich die Antholzerininder Damenstaffel ausrechnen. Sie gilt als Staffel-Expertin und warbereits vordreiJahren beider WM in Oberhof Teil des Weltmeisterteams. Nichtsdestotrotz musssie sichihren Platz in der italienischenStaffel erst mit gutenLeistungen im Einzel, Sprint und Verfolgererkämpfen.

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-Infografik M. Lemanski

LUKASHOFER

Biathlon

Alter:

36 Jahre

Wohnort:

Montal St.Lorenzen

Mögliche Einsätze:

8. Februar: Mixed-Staffel

10.Februar: Einzel

13.Februar: Sprint

15.Februar: Verfolgung

17.Februar: Staffel

20. Februar: Massenstart

Olympia-Teilnahmen: (4) Vancouver 2010, Sotschi2014, Pyeongchang 2018,Peking 2022

Facts:

LukasHofer istmit seinen 36 Jahren der„Oldie“ im italienischen Biathlonteam, gleichzeitig ist e erfahren wie kein ande ner Teamkollegen: 22 Rennen hat er bestritt Mal gewann er mit der Staffel die Bronzene. I werden nochmal sech pia-Einsätze hinzukom und womöglich eine w Medaille. Die größten auf Edelmetall hatHof der Mixed-und in der M Staffel, allerdingskan seiner aktuellen Form auch in den Einzelrenn raschen. Das hat er zu Rang drei im Einzelwe Nove Mestobewiesen seinem 472. Weltcupre 13.Podestplatz im Ein Siege, vierzweite Plät sieben dritte Plätze)

er so erer seiOlympiaen, zwei r Mixedn Antholz s Olymmmen –weitere Chancen fer in Männern er mit stärke nen überuletzt mit ettkampf in Es war in ennen der nzel (zwei ze und

PATRICK BRAUNHOFER

Biathlon

Alter: 27 Jahre

Wohnort:

Ridnaun

Mögliche Einsätze:

10.Februar: Einzel

13.Februar: Sprint

15.Februar: Verfolgung

17.Februar: Staffel

20.Februar: Massenstart

Olympia-Teilnahmen: (0) Noch keine

Facts:

Fürviele warPatrick Braunhofer bereits abgeschrieben, jetzt fährt er als amtierender Europameister zu Olympia! DieEM-Goldmedaille 2025 im Verfolgungsrennen in Martell warseinDosenöffner, seitdem gehtesbeim Wipptaler auch im Weltcup wieder aufwärts. Seine Olympia-Stunde könnte in derHerren-Staffel schlagen. Hinterden großen StarsTommaso Giacomel und LukasHofer ister aktuell die Nummer drei in Italiens Biathlonteam, seine Zuverlässigkeit am Schießstand machen ihn zu einem unverzichtbaren Mitglied in derStaffel.

DOROTHEA WIERER

Biathlon

Alter: 35 Jahre

Wohnort: Cavalese

Olympia-Teilnahmen: (3)

Sotschi 2014, Pyeongchang 2018, Peking 2022

Mögliche Einsätze:

8. Februar: Mixed-Staffel

10.Februar: Einzel

13.Februar: Sprint

15.Februar: Verfolgung

17.Februar: Staffel

20. Februar: Massenstart

Facts:

Dorothea Wierer hatnicht nur den Biathlonsportgeprägt wie kaum eine andere, in ihrer glorreichen Laufbahn hat sie auch alles gewonnen, was eszugewinnen gibt:ZweiMal den Gesamtweltcup, drei Olympia-Bronzemedaillen, vierkleine Kristallkugeln, vier Weltmeistertitelund 22 Weltcuprennen. Nur eine Goldene bei Olympia fehltinihrer ausdekorierten Trophäensammlung. Jetzthat die Niederrasnerin, die seit Jahren mit ihrem Ehemann Stefano in Cavalese im Fleimstallebt, in den letzten Rennen ihrer Karriere nochmaldie Chance,das ersehnte Edelmetall einzufahren. Und daszu Hause im eigenen Wohnzimmer,dort, wo sie vormehr alszweiJahrzehnten

mitdem Biathlonsportbegonnen hat: in Antholz. Italiens erfolgreichsteSki-Jägerin aller Zeiten hat bereits im vergangenen Sommer angekündigt, nach Olympia 2026 ihreKarrierebeendenzuwollen. Ein Rücktrittvom Rücktritt? Bei Wierer ausgeschlossen! Sie hat ihren ganzen Fokus, allihreTrainingspläne, den gesamten Formaufbau aufdie Winterspiele ausgerichtet. Danach ist definitiv Schluss. Wierer wird„Olympia daheim“ in vollen Zügen genießen. Sie mag es, im Fokus zu stehen. Sie liebt dieses besondere Renn-Feelinginder Antholz Arena. Und sie kann mit Druck umgehenwie kaum eine andere. Sie hat überdie Jahre hinweg zwar etwasanSpritzigkeit eingebüßt,amSchießstand setzt sie aber auch mit 35 Jahrennochimmer Maßstäbe. An guten Tagen kann sie alle Konkurrentinnen in den Schatten stellen,das hat sie erst vorzwei Monaten in Östersundbewiesen, alssie im Einzelrennen einen umjubelten Sieg einfuhr,den ersten nach einer zuletzt zweieinhalbjährigen Durststrecke. Erwischt Südtirols BiathlonQueen das perfekteRennen, hat sie in allen vier Einzeldisziplinen berechtigte Medaillenhoffnungen

Auch in derFrauen-Staffel zählt sie mit den„Azzurre“ zu den Podiumsanwärterinnen. Die größte Chance, den Gold-Bann bei Olympiazu brechen, hat Wierer allerdingsgleich zum Auftaktinder Mixed-Staffel. Dochegal, wie dieseletzten sechs Rennen ihrer Karriere endenwerden –ob mit oder ohne Gold:Olympia 2026 in Antholz wirdfür DorotheaWierer weit mehr sein als eineMedaillenjagd. Es wirdder letzte große Akteiner außergewöhnlichen Laufbahn, ein Heimspiel vollerErinnerungenund Emotionen. Dort, wo allesbegann, schließtsich derKreis.

CHANCEN

DasBiathlonzentrum Antholz beiOlympia 2026

DasBiathlon-Olympia-Programm

Sonntag, 8. FEBRUAR

Dienstag, 10. FEBRUAR

Mittwoch, 11. FEBRUAR

Freitag, 13. FEBRUAR

Samstag, 14. FEBRUAR

Sonntag, 15. FEBRUAR

Dienstag, 17. FEBRUAR

Mittwoch, 18. FEBRUAR

Freitag, 20. FEBRUAR

Samstag, 21. FEBRUAR

Frauen

Frauen

Frauen

Frauen

Frauen

Frauen

Männer

Männer

Männer

Männer

Männer

Männer

4x 6kmMixed-Staffel

20 km Einzel

15 km Einzel

10 km Sprint

7,5kmSprint

12,5kmVerfolgung

10 km Verfolgung

4x 7,5kmStaffel

4x 6kmStaffel

15 km Massenstart

15 km Massenstart

Mehr als 50 Millionen

Euro haben Land und Staat in die Modernisierung des Biathlonzentrums investiert.

BEREIT FÜ

Das Biathlonzentrum im Antholzer Tal hat sich neu erfunden. Was über Jahrzehnte gewachsen ist und internationale Biathlongeschichte geschrieben hat, wurde technisch, energetisch und infrastrukturell umfassend modernisiert.

Neue Streckenführungen, eine nachhaltige Energieversorgung, moderne Beleuchtungssysteme und deutlich verbesserte Innenräume machen die Anlage heute zu einer der modernsten

Biathlonstätten weltweit – wenn nicht zur modernsten ihrer Art. Rund 53 Millionen Euro haben Land und Staat im Hinblick auf die Olympischen und Paralympischen Spiele 2026 in dieses zukunftsweisende Projekt investiert. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Rund zwei Jahre lang war das Biathlonzentrum in Antholz-Obertal mit der Südtirol Arena und den mehr als fünf Kilometer Loipen als Mittelpunkt im wahrsten Sinne des Wortes eine Großbaustelle. Es wurde gebaggert,

geschaufelt, gegossen, gehämmert, geschraubt, montiert und installiert. Trotz einiger Verzögerungen aufgrund von Rekursen ist das Zentrum nun eine Sporteinrichtung, die weit über punktuelle Anpassungen hinausgeht. Ingenieur Josef Mitterhofer (Ingenieurgemeinschaft Brunetti in Bruneck) und Architekt Alexander Burger (Architekturbüro Dejaco + Partner in Brixen) betonen unisono, dass die Modernisierungsarbeiten vielfach ausschließlich mit den Olympischen Winterspielen

R OLYMPIA

2026 in Verbindung gebracht würden. „Einzelne Maßnahmen waren für die Spiele notwendig“, betonen sie, „doch sämtliche Maßnahmen wurden bewusst so konzipiert, dass sie nicht nur die Austragung der Olympiade ermöglichen, sondern auch langfristig Bestand haben.“ Zudem sei es sinnvoll gewesen, zukunftsweisend in die Anlage zu investieren, weil sonst die für die Olympischen Winterspiele zweckgebundenen Geldmittel wieder zurück nach Rom geflossen wären.

Neue Schießstände

Ein zentrales Herzstück der Biathlonanlage sind die neuen unter- und oberirdischen Schießstände. Sie bilden einen Teil des funktionalen Zentrums des Biathlonstadions. Nach den Olympischen Spielen wird beim unterirdischen Schießstand zusätzlich ein viereinhalb Meter breites Laufband errichtet. Dieses ist nicht nur für das Training von Biathleten auf Rollerskiern geplant, sondern wird beispielsweise auch Radfahrern offen sein. Darüber hinaus

sollen dort Leistungsdiagnostik und sportmedizinische Tests durchgeführt werden. „Auch verschiedene Räume wurden verwirklicht, beispielsweise damit sich Vereine einmieten können. Hier will man eine zusätzliche Einnahmequelle schaffen – in Verbindung mit den sportlichen Einrichtungen“, erklärt Architekt Burger Ergänzt wird dieses Angebot durch einen neuen Fitnessraum sowie durch einen Trockenschießstand, an dem ohne scharfe Munition trainiert werden kann.

BERATUNG, PLANUNG UND BAULEITUNG DER ELEKTROTECHNISCHEN ANLAGEN

• Installationstechnik

• Überwachungs-, Kontroll- und Zutrittsysteme

• Beleuchtungstechnik

• TV- und Multimediaanlagen

• Kommunikationssysteme

Dank der umfangreichenErneuerungsmaßnahmenpräsentiertsich das Biathlonzentrum in Antholz-Obertal beiden Olympischen Spielen alsAnlage auf Weltniveau

Mehr Übersicht, Sicherheit und Spannung

Auch der Loipenverlauf im Stadion wurde grundlegend überarbeitet. Die Route führt nun über eine Rampe hinter dem Schießstand vorbei. Dadurch wird ein Kreuzender Athletinnen und Athleten beimEinbiegen in die Strafrunde vermieden. Gleichzeitig verlängert sich die Zielgerade deutlich. Dassorgt fürmehr Übersicht, höhereSicherheitund vorallem für mehr Spannung.Die Wettkämpfe werdenfür das PublikumimStadion ebenso wie für die Zuschauer vor den Fernsehschirmen noch spektakulärer und dynamischer.Der Zielbereichin der SüdtirolArena ähnelt nun dem traditionellen Holmenkollen Finish in Oslo in Norwegen.

Im Zuge der umfassendenModernisierung desStadionswurdenaußerdem ein Fernsehturm, neue Reporterkabinen

DIE WETTKÄMPFE WERDEN FÜR DAS

PUBLIKUM IM STADION EBENSOWIE FÜR DIE ZUSCHAUER VORDEN FERNSEHSCHIRMEN NOCH SPEKTAKULÄRER UND DYNAMISCHER. DERZIELBEREICH IN DER SÜDTIROLARENA ÄHNELTNUN DEM TRADITIONELLEN HOLMENKOLLEN FINISH IN OSLOINNORWEGEN.

sowie ein Waffen- und Munitionsdepot errichtet. „DasDepot wareine Voraussetzung für die OlympischenSpiele, weil die Athleten ihre Waffen und dieMunition nicht mit ins Hotelnehmen dürfen“, erklärt Architekt Alexander Burger. Dieses Lager sei in Zukunft aber auch für Weltcups und Weltmeisterschaften erforderlich. Zusätzlich wurde das unterirdische Tunnelsystem für Reporter,Personal und Athleten auf rund 300 Meter ausgebaut.Ein Tunnel,die Verbindung vom Stadion zumParkdeck, ist zwischen sechs und acht Meter breit –mit Buchten: Er kann sogar von Schneekatzen befahren werden. Großes Ziel des Tunnelsystems ist es, dass die Pisten nicht mehr gequert werden müssen, um die Abläufe während der Veranstaltungen sicherer und effizienter zu gestalten. Parallel dazu wurden zahlreiche Leitungen verlegt, darunter auch Glasfaserkabel.Und dasgesamte

www.graber-prennwerk.com|info@graber-prennwerk.com

Zentrum –soweit als möglich– wurde darüber hinaus umfangreich behindertengerecht angepasst.

Nutzung in der warmen Jahreszeit

Auch an die Nutzung der Anlage in der warmen Jahreszeit wurde konsequent gedacht: Die Rollerskibahn, die im Sommer intensiv befahren wird, wurde nachhaltigverbessert.„Dabei hat man bewusst in dieZukunft investiert, weil künftig Sommermeisterschaften auf internationaler Ebene forciert werden sollen“, sagt Ingenieur Josef Mitterhofer. Damit öffnet sich das Biathlonzentrum zunehmend füreinenganzjährigen Betrieb und neue Zielgruppen. Vonaußen präsentiert sich das Stadion seit denModernisierungsmaßnahmen auch alsmarkanter Blickfang: Denn die neue Streckmetallfassade prägt das Erscheinungsbildder Antholzer Biath-

lonanlage. In die Fassade integriert sind 5.500QuadratmeterPhotovoltaikpaneele.„Damiterzeugen wirgenug Strom,um den Bedarf des Biathlonstadions zumindest bisinden November hineinautonom zu decken“, erklärt Lorenz Leitgeb, Präsident des Biathlon-Weltcup-Komitees. Die Anlage verfügtüber eine maximale Nennleistung von 360 Kilowattpeak.Für Großveranstaltungen im Winter reicht dieseEnergie zwar nicht aus, dennoch istdie Photovoltaikanlage einstarkes Zeichen fürnachhaltiges Wirtschaften und eine zeitgemäße Sportinfrastruktur.

Temperaturunabhängige Beschneiung

Einweiterer millionenschwerer Baustein ist dieneueBeschneiungsanlage. Sie umfasst ein neuerrichtetes Speicherbecken miteinem Fassungsvermögen von 30.000 Kubikmeter Wasser, mehrals

INFO

ArchitektAlexander Burger (47;imBild links), Studium der Architektur an der Technischen UniversitätInnsbruck, und ArchitektRalfDejaco (81; rechts), Studium an der „UniversitàIuav di Venezia“,stehen an derSpitze des Büros Dejaco +Partner in Brixen.Seit2015führen

Bürogründer Dejaco und sein Büropartner Burger gemeinsam ein eingespieltes Team, das mit kreativenund innovativen Lösungen Projekte im öffentlichen undprivaten Bereich realisiert.

Innentüren -Schallschutztüren -TrennelementeinGlas

Ein Blick auf die Baustelle, die beeindruckende Ausmaßehatte

20 Schneekanonenund an die20Lanzen sowie als Ergänzungeinesogenannte SnowFactory,die einetemperaturunabhängige Beschneiung ermöglicht. „Die alte Beschneiungsanlage war gut 30 Jahre alt“, erklärt Ingenieur JosefMitterhofer.Mit der neuen Technik können natürlich auch dieTouristenloipen beschneitwerden –mit Ausnahme jener Bereiche, dieimNaturparkliegen. Die Schneesicherheit im Antholzer Talwird damit nachhaltig gestärkt.

digerneuert. Hohe Beleuchtungsstärken treffen nun auf minimale Blendung. „Die Athleten dürfen durch die Lichtquellen nicht beeinträchtigt werden,was eine besondereHerausforderungbei einer Anlage mit Hunderten Scheinwerfern ist“,erklärt Manfred Brugger vom Ingenieurbüro Bergmeister in Vahrn. Statt der bisherigen vier Lichtmasten stehen nun sieben bis zu 35 Meter hohe Masten rund um das Stadion zur Verfügung. Ergänzt werden siedurchFassadenleuchten und eine neue Tunnelbeleuchtung. Insgesamt sind 309 Scheinwerfergut überlegt montiert worden:Jeder Strahlerist einzelnausgerichtetund indiviDAMIT DIE WETTKÄMPFE, TRAININGS UND

Damit die Wettkämpfe, Trainings und Veranstaltungen auch optisch höchsten Ansprüchen genügen, wurde darüber hinaus dieStadionbeleuchtung vollstän-

Unsere Leistungen im Projekt:

·Planungund Bauleitung dergesamten Beleuchtungsanlage und derStromversorgungfür sämtliche Leuchten

·Statische Berechnungenfür dieLichtmasten sowiederen Fundamente

·Planungder infrastrukturellen Anbindungen fürdie Beleuchtungsanlage

·Sicherheitskoordinierungwährendder Bauphase

Ein Großteil der Unternehmen, die Aufträge erhalten hatten,waren einheimische Firmen.

duell ansteuerbar.Unterschiedliche Beleuchtungsszenarien für Wettkämpfe, Trainings oder TV-Produktionen lassen sich flexibel abrufen. Zusätzlich werden die Unterführungen im Stadionbereich,die Tribünen sowiedie Parkplätze mittels modernster Technik ausgeleuchtet. Einneuer Streckenabschnitt hinter dem oberirdischen Schießstand erhielt ebenfalls zusätzliche Beleuchtung, um optimale Bedingungen fürSportlerund Zuschauerzuschaffen. Man muss bedenken, dass sich im Stadion und entlang derLoipenbis zu 16.000 Zuschaueraufhalten können. Die präzise Ausrichtung der Scheinwer-

fer und die moderne Steuerungstechnik sorgen fürklare Sichtverhältnisse und eine hohe Aufenthaltsqualität. Übrigens: Anden Zuschauertribünen wurde nichts verändert. Für dieOlympischenund ParalympischenSpiele 2026 –und dann auch fürkünftige Wettkämpfe– wird aber zusätzlich eine mobile Tribünezur Verfügung stehen.

Wirtschaftlichbedeutend

Auch wirtschaftlichwar dieModernisierung des Biathlonzentrums in AntholzObertal bemerkenswert.Rund 150 Firmen waren während der Bauphase im Einsatz, etwa 140 davon kamen ausei-

RUND 150FIRMEN WAREN WÄHREND DER BAUPHASE IM EINSATZ, ETWA 140DAVON KAMEN AUSEINEM UMKREIS VON50KILOMETERN. DIE WERTSCHÖPFUNG BLIEB DAMIT ZU EINEM GROSSEN TEILIN SÜDTIROL.

Rund zwei Jahrewaren nötig, um das Zentrum auf Vordermann zu bringen.
Dank derModernisierung istdie Anlage nunzukunftsfit.

nem Umkreis von 50 Kilometern. Die Wertschöpfung blieb damit zueinem großen Teil in Südtirol. Georg Kircher, Vizepräsidentund Sportdirektor des Biathlon-Weltcup-Komitees, überwachte sämtliche Arbeiten. Beispielsweise waren

folgende Unternehmen in die Modernisierung involviert: das Ingenieurbüro Oberlechner fürdie Planung der Elektroarbeiten am Schießstand, dasIngenieurbüro Bergmeister für dieStadionbeleuchtung, dasBauunternehmenWieser

fürdas Speicherbecken (Beschneiung), Elektro Oberlechner &Messnerfür die Elektroinstallationen im Schießstandgebäude, TechnoAlpin fürdie Beschneiungsanlage, GraberHermetique fürAbdichtungsarbeiten und das Plan

ELEKTRO OBERLECHNER &MESSNER GMBH

Allesist bereit -die Spiele können beginnen

Team für die Ausführungsplanung der Beschneiungsanlage (ohne Speicherbecken). Präsident Lorenz Leitgeb blickt auch engagiert nach vorne: „Wir haben bereitsdie Zusage fürdie BiathlonWeltcup-Veranstaltungen bis 2030. Parallel dazu arbeitenwir kontinuierlich daran, die Auslastung derBiathlonanlage in Antholzweiterzuentwickeln.“ Trainingslager internationaler Nationalteams, Sportgruppen,Stadionführungen und Events bringen das Ziel einer ganzjährigen Nutzungimmer näher. Auch Nachwuchssportlerprofitieren von den hervorragenden Trainingsbedingungen, die nach den Umbauarbeiten nun herrschen.

Internationales Niveau

Dass sich das Antholzer TalimLaufe der Jahrzehnte zu einer internationalen Biathlonhochburg entwickelt hat, ist das Ergebnis konsequenter Arbeit, großer Erfahrung undstetiger Investitionen. Vonden ersten Weltcupveranstaltungen

vor etwa fünf Jahrzehnten bis zu den Olympischen und Paralympischen Winterspielen 2026 spannt sich einweiter Bogen, dessen vorläufiger Höhepunkt nun erreicht wird.Gleichzeitig wurde mitder umfassenden Modernisierung

PerfekterSchneefür denolympischen Moment

Wenn in Antholz die olympischenBiathlonwettkämpfe ausgetragen werden,richtetsichder Blickder Sportwelt auf eineder traditionsreichstenWintersportstättender Alpen. DamitAthletinnenund Athleten dort unter perfektenBedingungen antretenkönnen,sorgt TechnoAlpin mit modernster Beschneiungstechnologie für zuverlässige Schneesicherheit.

ImBiathlonzentrum in Antholz auf rund 1.600 Meter Seehöhe wurde eine neue Beschneiungsanlage umgesetzt, die selbst bei wechselhaften Wetterbedingungen optimale Verhältnisse schafft. Grundlagedafür ist einfein abgestimmtes

sichergestellt,dass Antholz auchüber das olympische Großereignis hinaus eine zentrale Rolle im internationalen Biathlonspielen wird –als hochmoderne,nachhaltige und zukunftsorientierte Sportstätte vonWeltrang.

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Zusammenspiel unterschiedlicherTechnologien –ganz nach dem Prinzip„Der richtige Schneeerzeuger am richtigen Ort“.

Schneesicherheitauf olympischemNiveau

Die Anlage kombiniertleistungsstarke Propellermaschinen (sg.Schneekanonen) mitbesonders effizienten Lanzenund wird durch eine SnowFactory ergänzt, die hochwertigen Schnee unabhängig von der Außentemperaturproduzieren kann.Sowird auch dann Schnee bereitgestellt werden, wenn das Wetter nicht mitspielen sollte. Ein neu errichteter Speicherteich rundet das System ab und sorgt füreine nachhaltige Wasserversorgung. Mit dieserzukunftsweisenden Lösung leistet TechnoAlpin einen entscheidenden Beitrag zu reibungslosenolympischen Wettbewerben in Antholz. Perfekte Pisten, verlässliche Schneeverhältnisse und faire Bedingungen bilden die Basis für sportlicheHöchstleistungen–und fürunvergessliche olympischeMomente.

TechnoAlpin AG

Piero-Agostini-Straße 2|39100 Bozen

Tel. 0471 550 550

info@technoalpin.com | www.technoalpin.com

DieOlympischen Winterspiele sind für Antholzdie Krönung derjahrzehntelangen Aufbauarbeit im Biathlon

OMAR VISINTIN

Snowboard

Alter:

36 Jahre

Wohnort:

Algund

Mögliche Einsätze:

12.Februar:

SnowboardcrossEinzel

15.Februar:

SnowboardcrossMixed Team

Olympia-Teilnahmen: (3)

Sotschi 2014

Pyeongchang 2018

Peking 2022

Facts:

Omar Visintinhat RoutineinHülle undFülle, gute Nerven und TopMaterial. Da er nichtmehr der Jüngsteist,haben die „jungen Wilden“amStart einen Vorteil

Weiteres Handicap: Top-Ergebnisse suchtman beim Algunder seit längerer Zeit vergeblich. Ob erausgerechnet bei Olympia den Schalter umdrehen kann? Das Potenzial hat er,die nötige Cleverness,bei Großanlässen zu liefern, ebenfalls. In den K.o.-Läufen istalles möglich, wenngleich der Algunder nicht zu den heißesten Medaillenanwärternzählt.

JASMIN CORATTI

Snowboard

Alter: 24 Jahre

Wohnort:

Langtaufers

Mögliche Einsätze: 8. Februar: ParallelRiesentorlauf (Quali ab 9Uhr, evtl.Achtelfinale ab 13 Uhr)

Olympia-Teilnahmen: Noch keine

Facts:

Die 24-Jährige istheuer im italienischen Weltcup-Team „nur“ die Nummer drei hinter Lucia Dalmasso und Elisa Caffont. In dieser Saison 2025/26 fehltnoch das absolute Spitzenergebnis, vier Top-8-Ergebnisse beweisen,dass sie jederzeit mit den Weltbesten mitmischen kann. Die Qualifikation fürdas Achtelfinale in Mailand Cortina sollte allemal möglich sein, das Viertelfinale wäre ein tollerErfolg und alles weitere eine kleine, aber nicht unmögliche Sensation.

AARON MARCH

Snowboard

Alter:

39 Jahre

Wohnort:

Völs am Schlern

Mögliche Einsätze:

8. Februar: Parallel-Riesentorlauf (Qualifikationab9.30, evtl. Achtelfinale ab 13.24 Uhr)

Olympia-Teilnahmen: (3)

Vancouver 2010

Sotschi 2014

Pyeongchang2018

Facts:

Aaron March bestreitet eine bärenstarkeSaison, hatindieser Saison bereitsvier Podestplätze im Parallel-Riesentorlauf eingefahren(einen Sieg in Cortina d‘Ampezzo, Zweiter am Karerpass-Carezza, Dritter in Mylin und Simonhöhe)und führtinder Gesamtwertung. Weil Zahlen und Statistiken nie lügen, zähltder Schabser,der seit vielen JahreninVölszuHause ist, zu den heißesten Medaillenanwärtern und kann an einem perfekten Tagauchdie Goldmedaille holen. Damit wäre die Enttäuschung von 2014,woerVierter wurde, dültitil t endgültig getilgt

ROLAND FISCHNALLER

Snowboard

Alter: 45 Jahre

Wohnort: Coll in Villnöß

Olympia-Teilnahmen: (6) SaltLakeCity2002, Turin 2006, Vancouver2010, Sotschi 2014, Pyeongchang 2018, Peking 2022

Mögliche Einsätze:

8. Februar: Parallel-Riesentorlauf (Qualifikation ab 9.30, evtl. Achtelfinale ab 13.24 Uhr)

Facts:

Die Südtiroler Snowboard-Legende schlechthin steht vorihrem finalen Countdown: Seitdem dramatischen Ausscheiden vorvier Jahren in Peking –bis zum Viertelfinale souverän, imHalbfinale und im kleinen Finale nach spektakulären Duellenkurzvor dem Ziel out–hatte RolandFischnaller nureines im Visier: Am Sonntag, 8. Februar bei der Entscheidung im

olympischen Parallel-Riesentorlauf nochmals am Startzustehen.Und dannbis zum Schluss, bis zur letzten Kurvedes letzten Laufesnochmit dabei zu sein. Teil einsdieses ehrgeizigen Vorhabens hat der Routiniertrotz seiner 45 Jahreund einer herausragend starken „Azzurri“-Mannschaft gepackt. Trotz der Konkurrenzvon Edwin Coratti, Daniele Bagozza und Gabriel Messner hat sich Fisch am Ende souverän mit drei Siegen fürOlympia qualifiziert, wobeiihm der „Bonus“als amtierender Riesentorlauf-Weltmeister 2025nur bedingt angerechnet wurde DassRoland Fischnaller mit seiner 7. Teilnahme zum alleinigen Südtiroler Rekord-Olympioniken aufsteigt, verdeutlicht dieaußergewöhnlicheKarriere des Villnössers, deraußereiner Olympia-Medaille alles gewonnen hat, was es zu gewinnen gibt. Mental gibt

es keinen besseren und gefestigteren Carver, fahrerischmusserniemanden fürchten, dasMaterial passtund sein fast schon biblisches Athleten-Alter istehnur etwasfür dieStatistik –der Olympia-Showdownam8.Februar kann kommen!

CHANCEN

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LEON FELDERER

Kunstbahnrodeln

Alter:

26 Jahre

Wohnort:

Latzfons

MöglicheEinsätze: 7. Februar:

Einsitzer Herren1.und 2. Lauf 8. Februar:

Einsitzer Herren3.und 4.Lauf 12.Februar:

Team-Staffel

Olympia-Teilnahmen: (1) Peking 2022

Facts:

Leon Feldererist mit einem Sieg im Nationencup undPlatz drei im Weltcup vonPark City–seinem ersten Podest derKarriere–in die Saison gestartet.Danach ging es fürden Eisacktaler abwärts: Ein SturzinLakePlacid und drei Platzierungenaußerhalb der Top10ließen dasMomentum zumindestvorerst verpuffen. Aber bei Olympia werden die Kartenneu gemischt.

VERENA HOFER

Kunstbahnrodeln

Alter:

24 Jahre

Wohnort:

Feldthurns

Mögliche Einsätze: 9. Februar:

Einsitzer Damen 1. und2.Lauf 10.Februar:

Einsitzer Damen 3. und4.Lauf 12.Februar:

Team-Staffel

Olympia-Teilnahmen: (1) Peking 2022

Facts:

Pünktlich zum olympischen Winterist der Knotengeplatzt: Sowohl in Park City (Platz zwei)wie auch in Winterberg(Dritte) rasteVerena Hofer auf das Weltcuptreppchen. Neben SandraRobatscher istdie Feldthurnerin die Hoffnungsträgerin beim olympischen Heimspiel, die vier anstelle der im Weltcup gewohnten zwei zu fahrenden Läufeimeigenen Eiskanal dürften Hoferindie Karten spielen

SANDRA ROBATSCHER

Kunstbahnrodeln

Alter: 30 Jahre

Wohnort: Tiers

Mögliche Einsätze: 9. Februar:

Einsitzer Damen 1. und2.Lauf 10.Februar:

Einsitzer Damen 3. und4.Lauf 12.Februar:

Team-Staffel

Olympia-Teilnahmen: (2) Sotschi2014, Pyeongchang2018

Facts: Ihr Potenzial konnte Sandra Robatscher in diesemWinter noch nichtausschöpfen, vorihrer dritten Teilnahme an Winterspielenhat die 30-Jährigenur eine einzige Platzierung in denTop 10 zu Buche stehen.Der Höhenflug vonTeamkolleginVerena Hofer kann als zusätzlicheMotivation dienen, beim offiziellen Test Event in Cortina d’Ampezzo mischte Robatscher vorne mit. Die zusätzlichen Trainingseinheiten im Olympia-Eiskanal könnten so manchesDefizitwettmachen

Sind ein eingespieltes

Erfolgsgespann: AndreaVötter undMarion Oberhofer (von rechts).

CHANCEN

ANDREAVÖTTER

Kunstbahnrodeln

Alter:

30 Jahre

Wohnort:

Völs/Meransen

Olympia-Teilnahmen: (3) Sotschi2014, Pyeongchang2018, Yanqing 2022

Mögliche Einsätze:

MARIONOBERHOFER

Kunstbahnrodeln

Alter:

25 Jahre

Wohnort:

Rodeneck

Olympia-Teilnahmen: Noch keine

11. Februar: Doppelsitzer Damen 1. und2.Lauf

12.Februar: Team-Staffel

Facts:

Erstmals in der Geschichte kämpfen auch die Damen auf dem Doppelsitzer um olympische Medaillen. MitAndreaVötterund Marion Oberhofer als einzige Vertreterinnen haben die„Azzurre“ aussichtsreiche

Chancen. Bei der Generalprobefür dieWinterspiele in Oberhoffuhren diezweimaligen Gesamtweltcup-Siegerinnen zum zweitenMal in dieser Saisonauf das Podest. Im eigenen Eiskanal fühlen siesich wohl –der Traum vonder Medaille lebt für dieamtierenden SüdtirolerSportlerinnen des Jahres in der Teamwertung mehr denn je.

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Schnelle medizinische Hilfe in drei Ski- undFreizeitgebieten

Drei strategische Standorte– nach jenen in derSkiworld Ahrntal und in Corvara/AltaBadiahat nunin Olangdas dritte Brixsana-Traumacenter eröffnet.

AlledreiZentren liegen an Talstationen vongroßen, stark besuchtenSki- und Freizeitgebieten. Je mehr Menschen, desto höherdas Unfallrisiko– und wenn das Unvorhergesehene eintritt, dann zählt jede Sekunde: Frakturen, Bänderrisse und Schwächeanfälle stellen physiologisch wiepsychologisch eine enorme Belastungdar.

BreitesAngebot fürNotfälle undauf Termin Kompetente Mediziner, reduzierte Wartezeiten, modernste Technikund individuellabgestimmteTherapien bilden die

Grundlage desverlässlichen und hohen Niveaus. Erwachsene wie Kinder werden umfassend versorgt, von der Diagnose (Ultraschall,Röntgen) überdie Akutversorgung von Verletzungen (Brüche, Wunden, Verstauchungen) bis hinzur Schmerztherapie (Infiltrationen, Infusionen). Nur Operationen finden am Hauptsitz in Brixenstatt, den Transport organisiert die Privatklinik. Zudemhaben nebender ansässigenBevölkerung auch Urlaubsgäste die Möglichkeit, Behandlungennach Terminvereinbarung in Anspruch zu nehmen.

Privatklinik BRIXSANA

Julius-Durst-Straße 28 |39042 Brixen

Tel. 0472 824800 info@brixsana.it | www.brixsana.it/de/traumacenter

EMANUEL RIEDER

Kunstbahnrodeln

Alter:

32 Jahre

Wohnort: Meransen

Olympia-Teilnahmen: (3) Sotschi2014

Pyeongchang 2018

Peking 2022

SIMON KAINZWALDNER

Kunstbahnrodeln

Alter:

31 Jahre

Wohnort: Villanders

Olympia-Teilnahmen: (1) Peking 2022

Mögliche Einsätze:

11. Februar: Doppelsitzer Herren 1. und 2. Lauf

12.Februar: Team-Staffel

Facts:

Ein Aufund Ab derGefühle –solässt sichdie Saison vonEmanuel Rieder und Simon Kainzwaldner zusammenfassen. Alszweitbestes Doppel der „Azzurri“treten die beiden in Cortina d’Ampezzo an, ein fünfterPlatzin

Sigulda ließ ihr Können durchblitzen. Aufder eigenen Bahn istmit demDuo jedoch allemalzurechnen: Beim offiziellenTestEvent Ende November mischten sie den Zeiten zufolge ganz vorne mit,die zusätzlichen Trainingseinheiten vorOlympiabeginn dürftensichzusätzlich bhlt h

machen.

IVAN NAGLER

Kunstbahnrodeln

Alter:

27 Jahre

Wohnort: Campill

Olympia-Teilnahmen: (1) Pyeongchang2018

FABIAN MALLEIER

Kunstbahnrodeln

Alter:

28 Jahre

Wohnort: Völlan

Olympia-Teilnahmen: (1) Pyeongchang2018

Mögliche Einsätze:

11. Februar: Doppelsitzer Herren 1. und2.Lauf 12.Februar: Team-Staffel

Facts:

Platz drei in Park City unddamit der erstePodestplatz der Karriere sorgtem für einen fabelhaften Startindie Saison, anschließend fehlte wieinden Jahrenzuvor im Kampf um das Treppchen immerwiederdie notwendige Konsequenz undKonstanz. Mit Blick auf olympisches Edelmetall wird der Heimvorteil eingewichtiges Argument sein, beider großenLeistungsdichte im Doppel gibt es aber keine Garantien.

CHANCEN

Simon Kainzwaldner und Emanuel Rieder (von links)
Ivan Nagler undFabian Malleier (von rechts)

ALEXGUFLER

Kunstbahnrodeln

Alter:

23 Jahre

Wohnort:

PlattinPasseier

Olympia-Teilnahmen: (0) Noch keine

Mögliche Einsätze:

7. Februar:

EinsitzerHerren 1. und 2. Lauf

8. Februar:

EinsitzerHerren 3. und 4. Lauf

12.Februar:

Team-Staffel

Facts:

FürAlex Gufler geht ein Traum in Erfüllung: ZumerstenMal in seiner Karrierewirdder 23-Jährige bei OlympischenSpielen am Start sein. Seine beste Platzierung im laufenden Winter warein zwölfter Rang in Park City, in den vergangenendreiWeltcupsging es nur einmal in die Top15. In Cortina d’Ampezzo erwartet ihn ein einzigartiges Abenteuer, auf dem er den nächsten Entwicklungsschritt machenwill.

DOMINIK FISCHNALLER

Kunstbahnrodeln

Alter:

32 Jahre

Wohnort: Meransen

Olympia-Teilnahmen: (3) Sotschi 2014,Pyeongchang 2018 Peking 2022

Mögliche Einsätze:

7. Februar:

Einsitzer Herren 1. und2.Lauf

8. Februar:

Einsitzer Herren 3. und4.Lauf

12.Februar:

Team-Staffel

Facts:

Über denDunstkreis der Podestanwärter hatesDominik Fischnallerimlaufenden Weltcup-Winter nochnichtgeschafft, der Fokus waraber vonBeginn an ohnehin ein anderer.InPark Cityschrammte der Gesamtweltcup-Sieger der Saison 2022/23 nur knapp am Treppchen vorbei, ansonsten warenauf dem Einsitzer Felix Loch, Jonas Müller und MaxLangenhan in einer anderen Liga unterwegs. Der Kampf um die Medaillen wird äußerst knackig –invierLäufen kann aber alles passieren. Das hat der Meransnerschon bei Olympia 2022 mit Bronze gezeigt.

PATRICK BAUMGARTNER

Bob

Alter: 31 Jahre

Wohnort: Issing/Pfalzen

Mögliche Einsätze: 16./17. Februar: Zweierbob 21./22. Februar: Viererbob

Olympia-Teilnahmen: (1) Peking2022

Facts:

Patrick Baumgartner istItaliens unumstrittene Nummer eins im Bobsportund stelltden einzigen Vierer bzw. Zweierbob der „Azzurri“.Der Pusterer Pilot will und kann ein Wörtchen um die Medaillenvergabemitreden. Zumindest wasden Viererbob betrifft.Inder Weltcupgesamtwertunglandete er aufdem sechsten Platz, dreimal holteerindieser Saison Rang vier, einmal schaffteeresals Dritter aufdas Podium. Die Probe im Eiskanalvon CortinaimNovember verlief mit demachten Platzzwar nicht optimal, aber das istschon ein Weilchen her, zudem hatten Baumgartner und Co.weitereTrainingsmöglichkeiten auf der Bahn. An denStart geht Baumgartner mit seinem bewährten Team um Eric Fantazzini, Robert Mircea und LorenzoBilotti. Läuftalles optimal, dann isteineMedaille möglich. Im Zweierbob (mit Mircea)sind die Chancen hingegen minimal.

ALEXVERGINER

Bob

Alter:

31 Jahre

Wohnort:

St.Martin in Thurn

Olympia-Teilnahmen: (1) Peking 2022

MöglicheEinsätze:

21./22. Februar: Viererbob

Facts:

Alex Verginer istals Pilot mit dem Ziel Olympia in dieSaison gestartet.Mit Mattia Variola kämpfte er um denzweitenPlatz neben PatrickBaumgartner.Dies ging schief. Aufgrund derschlechten Ergebnisse –imWeltcupfuhren Variola und Verginer nur hinterher –entschiedensich Italiens Verantwortliche im Hinblick auf Olympia, sich auf nur einen zweitenBob hinter jenemvon Baumgartner zu konzentrieren und dabei aufVariola als Piloten zu setzen. Der Gadertalerkonnte so im Variola-Bob seine Qualitäten als Anschieber ausspielen. Aber: Trotz einiger guter Europacup-Ergebnisse reichte es zunächstnicht fürCortina. Italiens Herren stellenimZweier und Vierer jeweils nur einen Bob –jenen vonBaumgartner.Verginer wurde jedoch alsReservistins Olympische Team berufen. Das heißt: Sollte einer aus BaumgartnersCrewumEric Fantazzini, RobertMircea und LorenzoBilotti nicht starten können, steht der Gadertalerbereit.

FRANZISKA STOCKER

Eishockey

Alter:

28 Jahre

Wohnort: Leifers

Mögliche Einsätze:

5. Februar: Italien –Frankreich

7. Februar: Italien –Schweden

9. Februar: Italien –Japan

10.Februar: Italien –Deutschland

13.oder 14.Februar: Eventuell Viertelfinale

Olympia-Teilnahmen: Noch keine

Facts:

FranziskaStocker istmit ihren 28 Jahren die älteste und erfahrenste der fünf Südtirolerinnen. Die Verteidigerin verbrachte acht Saisonen beim EVB Eagles Südtirol, mitdem sie fünfMal Italienmeisterin wurde und zwei Maldie EWHL gewann, undverbrachte eine Saison in Schweden, zwei JahreinFinnlandund vier Spielzeiten in Schweden,wosie aktuell für Södertälje spielt.Stocker hat bereitsanzehn Weltmeisterschaften teilgenommen und dabei 50 Spiele bestritten.

LAURA LOBIS

Eishockey

Alter: 19 Jahre

Wohnort: Kaltern

Mögliche Einsätze:

5. Februar: Italien –Frankreich

7. Februar: Italien –Schweden

9. Februar: Italien –Japan

10.Februar: Italien –Deutschland

13.oder 14.Februar: Eventuell Viertelfinale

Olympia-Teilnahmen: Noch keine

Facts:

LauraLobis entstammt einer eishockeyverrückten Familie. Ihr Vater Mathias warSpieler und Präsident, der Großvater mütterlicherseits, HerbertStrohmaier warKapitän des HC Bozen und auch ihrälterer Bruder Alan jagt der Hartgummischeibehinterher Die Verteidigerin feierte im Alter von13Jahrenihr Debüt bei den „Großen“und nahm bereitsan drei Weltmeisterschaften teil. Lobis verbrachteeine Saison beim HC Ambri Piotta in der Schweiz und zwei Jahrebei Färjestadin Schweden.

CHANCEN

ANNA CAUMO

Eishockey

Alter:

23 Jahre

Wohnort: Bruneck

Mögliche Einsätze:

5. Februar: Italien –Frankreich

7. Februar: Italien–Schweden

9. Februar: Italien– Japan

10.Februar: Italien –Deutschland

13.oder 14.Februar:

Eventuell Viertelfinale

Olympia-Teilnahmen: Noch keine

Facts:

Anna Caumo isteine geborene Torjägerin. Das hatdie Pustererin, die während denOlympischen Spielen ihren24. Geburtstag feiern wird,inVergangenheit immer wieder eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Die Stürmerin reifte beim EVBEagles Südtirolzur Leistungsträgerin und verbrachte zwischenzeitlichauch eineSaisoninder Schweiz. Seit der Saison 2022/23 jagtCaumo in der US-amerikanischen NCAA der Hartgummischeibe hinterher. Sie hatsechs WM-Teilnahmen zu Buche stehen.

MANUELA HEIDENBERGER

Eishockey

Alter:

18 Jahre

Wohnort: Oberbozen

Mögliche Einsätze:

5. Februar: Italien –Frankreich

7. Februar: Italien –Schweden

9. Februar: Italien –Japan

10.Februar: Italien –Deutschland

13.oder 14.Februar: Eventuell Viertelfinale

Olympia-Teilnahmen: Noch keine

Facts:

Manuela Heidenberger istmit 18 Jahren das Kükenunterden fünf Südtirolerinnen.Die Stürmerin aus Oberbozen istitalienweit eines der größtenTalente. Die vierfacheItalienmeisterin schaffte beim EVBEagles Südtirol den Durchbruch,ehe sieeineSaison inder Schweiz verbrachte.Seit 2024/25 geht Heidenberger für HPKHämeenlinna in der höchsten finnischen Spielklasse auf Torjagd. Trotz ihres jungen Alters hatsie bereits an drei Weltmeisterschaftenteilgenommen.

SARA KANEPPELE

Eishockey

Alter: 22 Jahre

Wohnort: Tramin

Mögliche Einsätze:

5. Februar: Italien –Frankreich

7. Februar: Italien –Schweden

9. Februar: Italien –Japan

10.Februar: Italien –Deutschland

13.oder 14.Februar: Eventuell Viertelfinale

Olympia-Teilnahmen: Noch keine

Facts:

SaraKaneppele wurde so wie die meisten Südtirolerinnen beim EVB Eagles Südtirol groß.Die Stürmerin, die auch schoninder Abwehr gespielt hat, gewannmit den Juniorteams Neumarkt/Auer die U17Italienmeisterschaft derBurschen und gewannmit denEagles drei Mal den„Scudetto“. Die 22-Jährigewar voreinem Jahr erstmals bei einerWeltmeisterschaftdabei. Sie stürmte für kurze Zeit in der Schweizund zwei Jahrelang beim ERCIngolstadt in Deutschland.

ALEXTRIVELLATO

Eishockey

Alter:

33 Jahre

Wohnort:

Leifers

Mögliche Einsätze:

11. Februar: Italien– Schweden

13.Februar: Italien –Slowakei

14.Februar: Italien –Finnland

17.Februar: Play-off-Qualifikation

Olympia-Teilnahmen: Noch keine

Facts:

Alex Trivellato hat im Altervon 16 Jahren denSchrittnach Deutschland gewagtund nach drei Saisonen in den Nachwuchsligen überdie Oberliga den Sprung in die Deutsche Eishockey Liga geschafft. Mittlerweile hat der 33-Jährigeaus Leifersfür die Eisbären Berlin,Schwenningen und Berlinmehrals 500 DEL-Spiele bestritten. Undauchaus dem „Blue Team“ istder Führungsspieler,der an zehn Weltmeisterschaften teilgenommen und 198Länderspiele bestritten hat, nicht mehr wegzudenken.

DAMIANCLARA

Eishockey

Alter:

21 Jahre

Wohnort:

Reischach

Mögliche Einsätze:

11. Februar: Italien –Schweden

13.Februar: Italien –Slowakei

14.Februar: Italien –Finnland

17.Februar: Play-off-Qualifikation

Olympia-Teilnahmen: Noch keine

Facts:

Damian Claraist im Kader von Italien neben Thomas Larkineiner vonnur zwei gedrafteten Spielern In der NHL hat derTorhüter,der 2023inder zweiten Rundeals 60. Spieler vonden AnaheimDucks gezogen wurde, bisher aber noch nicht gespielt. Trotzdem ister einer der Hoffnungsträger bei den „Azzurri“. Der 1,97-Meter-Hüne steht bei Brynäs in Schwedens höchster Liga unter Vertragund hat bisher 27 Länderspiele für Italien bestritten.

GIANLUCAVALLINI

Eishockey

Alter: 32 Jahre

Wohnort: Bozen

Mögliche Einsätze:

11. Februar: Italien –Schweden

13.Februar: Italien –Slowakei

14.Februar: Italien –Finnland

17.Februar: Play-off-Qualifikation

Olympia-Teilnahmen: Noch keine

Facts:

Gianluca Vallinisetzte sich in der Endausscheidung gegen Jacob Smith durch und wird in Mailand die Rolle des dritten Torhüters ausfüllen.Die 32-jährige Frohnatur aus Bozen wirdgegen die „gesetzten“Damian Claraund Davide Fadani einenschweren Stand haben.Der zweifacher Italienmeister,der auch beim HCB Südtirol Ersatztorhüter ist, hat 22 Länderspiele auf dem Buckel undwar bisher bei zwei A-Weltmeisterschaftendabei, ohne jedoch einmal eingesetzt zu werden

DANIEL GLIRA

Eishockey

Alter:

31 Jahre

Wohnort:

Toblach

Mögliche Einsätze:

11. Februar: Italien– Schweden

13.Februar: Italien –Slowakei

14.Februar: Italien –Finnland

17.Februar: Play-off-Qualifikation

Olympia-Teilnahmen: Nochkeine

Facts:

Daniel Glira zählt seit Jahren zu den Stützen der Nationalmannschaft vonItalien. Der robusteund erfahrene Verteidiger desHCPustertal bestreitet derzeit seine neunte Saison in der ICE Hockey League, in dererinder Saison 2017/18 mitdem HCB Südtirol den Meistertitel gewonnen hat.Das azurblaue Trikot hatder Toblacher,der bei sechs Weltmeisterschaften dabeiwar,160 Mal übergestreift.Und gerade auf internationalem Niveau warGlira dieBeständigkeit in Person.

DIEGOKOSTNER

Eishockey

Alter:

33 Jahre

Wohnort:

Runggaditsch

Mögliche Einsätze:

11. Februar: Italien –Schweden

13.Februar: Italien –Slowakei

14.Februar: Italien –Finnland

17.Februar: Play-off-Qualifikation

Olympia-Teilnahmen: Noch keine

Facts:

DiegoKostner istinder Schweiz längstheimischgeworden.Derzeit bestreitetder Grödner die19. Saison inseiner Wahlheimat, wo er auchprivatglücklich geworden ist. Im Altervon 19 Jahren feierteder mannschaftsdienlicheMittelstürmerseinDebüt in der Nationalliga A. Nachfünf Saisonen beim HC Lugano wechselte er im Sommer 2016zum HC Ambri Piotta.Neben 560NLA-Spielen kann Kostner zehn WM-Teilnahmen und183 Länderspiele für Italien vorweisen

TOMMY PURDELLER

Eishockey

Alter: 21 Jahre

Wohnort: Montal St.Lorenzen

Mögliche Einsätze:

11. Februar: Italien –Schweden

13.Februar: Italien –Slowakei

14.Februar: Italien –Finnland

17.Februar: Play-off-Qualifikation

Olympia-Teilnahmen: Noch keine

Facts:

Tommy Purdeller zählt zu den größten Talenten in Südtirol. Der Pusterer hatinder RedBull Academy in Salzburgund danach in derOntario Hockey League eine hervorragende Ausbildung genossen.Anschließend hatte der Stürmer bei den „Großen“ keine Anpassungsschwierigkeitenund warinden letzten zwei Jahren ein Leistungsträger beim HC Pustertal. In seinerersten Saison wurde „Tommy Boy“,der 39 Malfür Italien spielte, zum „rookie of the year“ in derICEHLgewählt.

DANIEL GRASSL

Eiskunstlauf

Alter:

23 Jahre

Wohnort: Meran

Mögliche Einsätze:

7. Februar: Team Event Kurzprogramm

8. Februar: Team Event Kür

10.Februar: Kurzprogramm Einzel

13.Februar: KürEinzel

Olympia-Teilnahmen: (1) Peking 2022

Facts:

DanielGrasslist mitknapp 24 Jahren im besten Alter und in der Lage, an einem guten Tagmit den Weltbestender Welt mitzuhalten. Der Meraner beherrscht auchdie Vierfachsprünge,aber dasNiveau an der Weltspitzeist enorm hoch. BeiseinemOlympia-Debüt vorvier JahreninPeking warerals Siebter derbeste Europäer,vor ihm warenzweiUS-Amerikaner,dreiJapaner und ein Südkoreaner klassiert. Damals erreichte er 278,07 Punkte, der Dritte Shoma Uno kamauf 293,00 Punkte.Aktuellhat Grassl eine persönliche Bestleistung von288,72 Punkten.Eine ganzkleine Medaillenchance lebt, aber dafür braucht Grassl den perfekten Wettkampf–und muss gleichzeitig auf Ausrutscherder Konkurrenzhoffen. Im Team Event hat Italien auch eine Medaillenchance.Aber auch hier müssen die Trentinerin LaraNaki Gutmann und im Eistanz Charlene Guignard/Marco Fabbri Top-Leistungen liefern. Matteo Rizzo istals zweiter „Azzurro“ im Herren-Einzel bei Olympia im Einsatz.

MAYBRITTVIGL

Eisschnelllauf

Alter: 21 Jahre

Wohnort:

OberinnamRitten

Mögliche Einsätze:

9. Februar: 1000m

15.Februar: 500m

Olympia-Teilnahmen: (0)

Noch keine

Facts:

MaybrittViglist Südtirolsgroße Hoffnung im Eisschnelllauf.Schon im Junioren-und U23-Bereich machte Vigl international aufsich aufmerksam:Mit einer Medaille im Junioren-Weltcup, zwölf MedaillenimU23-Weltcup und einemTop-10-Ergebnisbei der Europameisterschaft2026 hat sie ihr Können in denvergangenen Jahrenmehrfach unter Beweis gestellt. In dieser Saison bestreitet die Südtirolerin ihre erstereguläreWeltcup-Saison, ihre Leistungskurve zeigt dabei steilnach oben.Inzwischen hatsie sich auf die Sprintdistanz über 1000 Meter spezialisiertund istauf dieser Streckedie besteItalienerin. Mit ihrer Qualifikationfür die Olympischen Spiele istsie zudem die ersteSüdtirolerin seit 2018,die im Eisschnelllauf bei Olympia an den Startgeht.

DEIN FREIHEITSGEFÜHL

Perfekte Pisten undviel Platzfür genussvolleSchwünge

HAUTNAH DABEI

Sind bei Olympiahautnah vorOrt mitdabei(vonlinks):

Thomas Debelyak, Alex Raffeiner,Alexander Foppa undKurtPlatter

Das Tagblatt„Dolomiten“und das Onlineportal „SportNews.bz“werdenOlympia2026 ausder ersten Pressereihe verfolgen und ihre Leser täglich, rund um die Uhr, mit topaktuellenErgebnissen, exklusiven Berichtenund spannenden Hintergrundstories versorgen.

VSportfotograf

ier Redakteure sind mitten im Geschehen dabei: Kurt Platter berichtetvon den Eishockeyspielen, dem Eiskunstlaufund Eisschnelllauf aus Mailand, Alex Raffeineraus Bormio (Ski alpin Herren) und Livigno (Snowboard), Thomas Debelyak tippt in Cortina d’Ampezzo beim Ski alpin Damen, dem Kunstbahnrodeln und den Bob-Rennen in die Tasten und Alexander Foppa verfolgt dasGeschehen bei den Biathlon-Entscheidungen in Antholz. Dasgibt es dann alles nachzulesen mit täglich acht Olympia-Sonderseiten in den „Dolomiten“ sowie per Mausklick beim Onlineportal „SportNews.bz“.

Als Fotografden Fokus auf die Südtiroler Athletinnen und Athleten wird Felice Calabróhaben, der für die „Dolomiten“ auchdie Spiele desFC Südtirol, bei vielen Weltcuprennen im Ski alpin sowieTennis-Ass Jannik Sinnerlive vorOrt mit dabei istund fotografiert. Erwurde schonmit mehreren Preisen ausgezeichnet

DieOlympia-Maskottchen Tina undMilo(vonlinks). Sierepräsentieren dieOlympischen Spiele unddie Paralympics.

Beiallengroßen Sport-Veranstaltungen gibt es Maskottchen. Ein MaskottchensollGlück bringen. Die offiziellenMaskottchender Olympischenund ParalympischenWinterspiele 2026 in Mailand undCortina sind diebeiden verspielten Hermeline Tina undMilo.

Tina, mit weißem Fell, repräsentiert dieOlympischen Spiele, währendihr BruderMilo fürdie ParalympischenSpiele steht. Ein Hermelin istein Raubtierund gehörtzur Tier-Familie derMarder.

IhreNamensindeineAnspielung auf die Austragungsorte: Milano (Milo) und Cortina(Tina). Maskottchensindseit 1968fester Bestandteilder Spiele. Sie symbolisieren dieolympischen Werte und schaffen eine Verbindung zum Publikum. Seit der ersten Maskottchen-Figur „Shuss“ (Grenoble 1968) gabeseineVielzahl von Designs –von Schneemännern über Eisbärenbis hin zu menschlichenFiguren. Tina und Milo verkörpern den italienischen Geistder Spiele2026: Sie sind neugierig, anpassungsfähig und erinnern mit ihrem Fellwechsel an die Bedeutung desUmweltschutzes in den Bergen. Tina liebtKunst und Musik, während Milo,geboren ohne einePfote, sich durch Einfallsreichtum auszeichnetund sich handwerklich betätigt.

Die beiden wurden 2024 beimSanremo-Musik-Festival vorgestellt. Ihr Designbasiert auf einemGewinnerentwurf einer Schuleaus Taverna (Kalabrien), der durch einen öffentlichen Online-Wettbewerb ausgewähltwurde. Die Maskottchen begleiten den Wegzuden Spielenund werden das Eventmit ihrer lebendigen Präsenz prägen.

Felice Calabró

JetztistRolandFischnaller deralleinigeRekordhalter

Vorvier Jahren in Peking waren sie noch zu viert: ArminZöggeler, GerdaWeißensteiner,Wilfried Huberund SnowboarderRoland Fischnallerteilten sichdaden Rekord an Südtiroler Olympia-Teilnahmen: Alle vier warendamals bei Quotesechs.

Das ändert sichmit den Winterspielen 2026:Dasteigt Roland Fischnaller mit seiner siebten Olympia-Teilnahme zum alleinigen Südtiroler Rekordhalter auf. Im Jahr 2002, also vor 24 Jahren, gab der damals 21-Jährige aus Villnöß sein Olympiadebüt im Parallel-Riesentorlauf derSnowboarder in Park City, verpasste als19. zwar das Achtelfinale knapp, war aber hinter Walter Feichter (er wurde damals Achter) der Zweitbesteder „Azzurri“. Seit dem jagtereiner Olympiamedaille hinterher.Am8.Februar will er sein letztes großes Karriereziel mit Edelmetallkrönen.

Mit sieben Olympia-Teilnahmen ist Fischnallernicht auch der Rekordhalter aller Zeiten. Zwei Sport-Legenden haben noch eine Teilnahme mehr vorzuweisen –die deutscheEisschnellläuferin Claudia Pechstein und Skisprung-Legende Noriaki Kasai aus Japan halten bei acht Olympiastarts. Kasai (er ist 53 Jahre alt) ist auch für die Winterspiele 2026 noch ein Thema,bei Redaktionsschluss dieser Olympia-Ausgabe stand seine Nominierung noch nicht definitiv fest Sieben Olympia-Teilnahmenhaben die Skispringer SimonAmmann (Schweiz) und Janne Ahonen (Finnland),Langläufer Sjarhej Dalidowitsch(Belarus)und Kunstbahnrodler Albert Demtschenko (Russland) zu Buche stehen.

Die Bestmarke alsältester Winter-Olympionike allerZeiten gebührt Carl August Cronlund, der1924mit 58 Jahren Mitglied des schwedischen Curling-Teams war und auf Anhieb Silber gewann.

Warbei seiner OlympiaPremiere2002noch ohne Helm unterwegs: Der damals 21-jährigeRolandFischnaller.

Warenjeweils sechs Malbei Olympia dabei(vonlinks):

GerdaWeißensteiner,WilfriedHuber undArmin Zöggeler

SÜDTIROLS WINTERSPORTLER mitden meisten Olympiastarts

Sportart

Roland Fischnaller

Armin Zöggeler

GerdaWeißensteiner

WilfriedHuber

Paul Hildgartner

HansjörgRaffl

OswaldHaselrieder

GerhardPlankensteiner

WilfriedPallhuber

NathalieSanter

LukasHofer

Dominik Paris

Christof Innerhofer

-Infografik: A. Delvai

Snowboard

Kunstbahnrodeln

Kunstbahnrodeln/Bob

Kunstbahnrodeln

Kunstbahnrodeln

Kunstbahnrodeln

Kunstbahnrodeln

Kunstbahnrodeln

Biathlon

Biathlon

Biathlon

SkiAlpin

SkiAlpin

Olympiateilnahmen

7 (seit 2002)

6 (1994 bis 2014)

6 (1988 bis 2006)

6 (1988 bis 2006)

5 (1972 bis 1988)

5 (1980 bis 1994)

5 (1992+1998bis 2010)

5 (1992 +1998 bis 2010)

5 (1992 bis 2006)

5 (1992 bis 2006)

5 (seit 2010)

5 (seit 2010)

5 (seit 2010) noch aktiv

SÜDTIROLSMEDAILLENGEWINNER

BEI WINTER-OLYMPIA

Armin Zöggeler

Paul Hildgartner

GustavThöni

GerdaWeißensteiner

Günther Huber

HugoHerrnhof

ErikaLechner

Walter Plaikner

Kurt Brugger

Wilfried Huber

Josef Polig

Luis Prenn (Luigi Perenni)

Isolde Kostner

HansjörgRaffl

NorbertHuber

Christof Innerhofer

Omar Visintin

RenatoMocellini

Karl Brunner

PeterGschnitzer

Thomas Prugger

Dorothea Wierer

DominikWindisch

Johann Passler

LukasHofer

Dominik Fischnaller

Nadia Delago

SiegfriedMair

Walter Außerdorfer

Roland Thöni

HerbertPlank

Gottlieb Taschler

Andreas Zingerle

Werner Kiem

Oswald Haselrieder

GerhardPlankensteiner

Karin Moroder

Karen Putzer

Carolina Kostner

Karin Oberhofer

Kunstbahnrodeln

Kunstbahnrodeln

Skialpin

Kunstbahnrodeln/Bob

Bob

ShortTrack

Kunstbahnrodeln

Kunstbahnrodeln

Kunstbahnrodeln

Kunstbahnrodeln

Skialpin

Militär-Patrouillenlauf

Skialpin

Kunstbahnrodeln

Kunstbahnrodeln

Skialpin

Snowboard

Bob

Kunstbahnrodeln

Kunstbahnrodeln

Snowboard

Biathlon

Biathlon

Biathlon

Biathlon

Kunstbahnrodeln

SkiAlpin

Kunstbahnrodeln

Kunstbahnrodeln

Skialpin

Ski alpin

Biathlon

Biathlon

Biathlon

Kunstbahnrodeln

Kunstbahnrodeln

Langlauf

Skialpin

Eiskunstlauf

Biathlon

(1994bis 2014)

(1972bis 1988) (1972bis 1980) (1988bis 2006) (1992bis 2002) (1988bis 1994) (1968und 1972) (1972und 1976)

(1988bis 1998) (1988bis 2006) (1992) (1936)

(1994bis 2002)

(1980bis 1994) (1984und 1992 bis 1998) (seit2010)

(seit2014) (1956)

(1972bis 1980) (1976und 1980) (1998) (seit2014)

(2014 bis 2022) (1984bis 1994) (seit2010) (seit2014) (seit2022) (1964bis 1972) (1964)

(1972und 1976) (1976und 1980) (1984bis 1992) (1984bis 1994) (1988)

(1992und 1998 bis 2010) (1992und 1998 bis 2010) (1998, 2002 und2010) (1998bis 2006) (2006bis 2018)

(2010und 2014)

VOMSTURZ ZUR SPITZENLEISTUNG

Bei den Olympischen Spielen zeigen Ausnahmetalente,was in ihnen steckt. Millionenvon Fans fiebernweltweit mit undjubeln voller Freude, wenn ihreLieblingsathleteneine Medaillegewinnen.

Die Euphorie kann aber schnellin Entsetzen umschlagen, wenn Verletzungen Sportler zum Ausscheiden zwingen undeine medizinische Betreuung erforderlich wird. Doch was bedeutet ein solcher Rückschlag wirklich? Dr.LukasJohannes Valtinererklärt im Interview, welche Verletzungen im Wintersportbesonders häufig auftreten undwelche Perspektiven die moderneMedizin heute bietet.

Radius: Dr.Valtiner,welche typischen Wintersportverletzungen erwarten Sie bei den Olympischen Spielen?

Dr.Lukas Johannes Valtiner: Hohe Geschwindigkeiten, Sprüngeund harte Landungen belastenvor allem das Knie. Häufige Folgen sind Kreuzbandrisse, Meniskusschäden sowie Brüche im Bereich von Knie undUnterschenkel. Zu den klassischen Sportverletzungen im Wintersport zählen jedoch auch Schulterausrenkungen.

Radius: Werden Profis anders behandeltals Hobbysportler?

Dr.Valtiner: Ja,allerdings profitiert der Hobbysportlerenorm davon. Arthroskopische, gewebeschonende OPs, moderneImplantateund ausgefeilte Reha-Protokolle: Bei denProfis kommen dieneuesten OP-Techniken und Reha-Konzepte zum Einsatz. Diese werden anschließend auf Freizeitsportler übertragen –ähnlich wiein der Formel 1, wo Innovationen später inunseren Serienautos landen.

Radius: Wann ratenSie zur Operation?

Dr.Valtiner: Bei komplettenVorderkreuzbandrissen, komplexen Meniskusrissenoder instabilen Brüchen empfehle ich sportlichaktiven Menschen eine Operation. Kleinere Band-

zerrungen, Prellungen oder Teilrisse werden dagegen meist mitSchonung, Kälte, Physiotherapie und anschließendem Aufbautrainingbehandelt.

Radius: Viele haben Angst, nach einer Knie-OP nie wieder die frühereBeweglichkeit zu erreichen. Istdas berechtigt?

Dr.Valtiner: Entscheidendsind eine präzise Operation und eine strukturierte Rehabilitation. Viele Spitzensportler kehren auf ihraltes Niveau zurück–und dieselben im Profisport erprobten Methoden nutzen wir heute für Freizeitsportler,nur mit angepassten Zielen

Radius: Welche Rolle spielen Gelenkverschleiß und Gelenkersatz im Wintersport?

Dr.Valtiner: Wiederholte Verletzungen und Fehlbelastungen fördern Arthrose in Knie und Hüfte. Werden die Schmerzen dauerhaft, kann einkünstliches Gelenk dieLebensqualität und Sportfähigkeit deutlich verbessern. Dank hochwertiger Materialien, genauerer Planung und minimalinvasiver Techniken könnenviele Patienten wiederRad fahren,wandern und moderaten Wintersport betreiben.

Dr.Lukas Johannes Valtiner

Eineristfix,zweihoffen

Die Paralympicsfinden seit den Sommerspielen 1988 in Seoul und denWinterspielen 1992 in Albertville an den gleichen Austragungsorten wiedie OlympischenSpiele statt. Heuerfinden dieParalympicsvom 6. bis15. März statt. Wettkämpfegibt es bei der heurigen Auflage imBiathlon, Curling, Para-Hockey, Ski alpin, Langlauf und Snowboard. Die größte heimische Hoffnung aufEdelmetallund sogarauf Gold istder 39-jährige Lajener Emanuel Perathoner

EMANUEL PERATHONER SNOWBOARD

Am14. Jänner 2021endete Perathoners Weltcup-Karrierebei denSnowboardcrossern nach einer schwerenTrainingsverletzung,zugezogen in Cervinia(dort hatte er am 22. Dezember 2018 seinen einzigen Weltcupsieg errungen).Danachmusste er sich am linkenBein vierOperationen unterziehen. Mittlerweile ist der 39-Jährige in seinerdrittenSaisonim Para-Weltcup derSnowboarder mit Knieprothese (Kategorie LL2) unterwegs und dreifacher Weltmeister.Er dominiertinseinerKategorieund hat heuer alle Weltcuprennen gewonnen. Die Para-Snowboarder tragenihre Wettkämpfe in Livigno aus.Dahat PerathonerHeimvorteil, weiß, was auf ihn zukommt undwill seinebisher kurze, aber äußerst erfolgreiche Para-Karrierekrönen. „Ichkannes kaum erwarten,bei den Paralympics loszulegen“, freut sich derLajenerauf seinePremiere bei denWeltspielen der Körperbehinderten.

ALESSANDRO CAPOVILLA LANGLAUF

ImPara-Langlaufhat Alessandro Capovilla aus Sarnthein die Chance, sich für die Winterspiele inItalien zu qualifizieren. Er ist sozusagen ein „Newcomer“ in der Szene und muss sich gegenzwei hartnäckigeKonkurrenten ersteinmalbehaupten.

Paralympics alsSüdtiroler Erfolgsgeschichte: Zumletzten Mal Südtiroler Edelmetallbei den Paralympics gab es 2002 in SaltLake City,als Roland Ruepp im Langlaufzweifacher Olympiasieger wurdeund Bronzeim Biathlon eroberte. Zudem gewann Christian Lanthalerjeweils Silberin derAbfahrt und im Super-G, während auch Florian PlankerBronzeim Super-Geroberte. Dasletzte Spitzenergebnis aus SüdtirolerSichtgab es 2018 in Pyeongchang, alsdas Para IceHockeyTeam mitzahlreichen Südtiroler Akteuren in seinen Reihendas Finale um Bronze verlor und Rang vier eroberte. Auch vorvier Jahren warendie Hockeyspieler in Peking vertreten (siehe auch eigenen Bericht auf Seite 46).

CHRISTIAN LANTHALER SKI ALPIN

Christian Lanthaler (erwird am 26. Oktober60Jahrealt) hat bereits an sieben Auflagen der Paralympics teilgenommenund will es auch für Mailand Cortina nochmals versuchen. Der exzellente Skirennfahrer hätte die Qualifikation im Super-G bereits geschafft. Nun will derVerband FISIP (ander Spitzehat es einen Wechsel gegeben) aber,dass derUltnerauch im Riesentorlauf dieNorm erbringt. Lanthaler: „Ich trainiere derzeitund bestreite dann in Pila zwei FIS-Rennen. Mal sehen, ob es klappt und ich dieQualifikationsnorm erbringenkann.“KlareAnsagen vom italienischen Verband erhältereigentlich nie.„Ich schaue jetztvon Tagzu Tag. Zumindest alsVorläufer möchte ich beiden Paralympics aber schon starten“, erklärt Lanthaler,der erst im November in AustralienWM-Silber im Wasserskifahren eroberte.

MedaillewäreeinTraum

Wenige Tage nach denOlympischen Spielen in MailandCortina beginnen die 14.Winter-Paralympics. Beim wichtigstensportlichen Großereignis für Menschenmit körperlicher Beeinträchtigung stehen sechs Südtiroler im Para Ice Hockey-Team desGastgebers.

Para IceHockey oder Sledgehockey,wie das „Schlittenhockey“ bis 2017 genannt wurde, wurde in Italien 2003 gegründet, weildrei Jahre später die ParalympicsinTurinausgetragen wurden. Seit dem Debüt vor 20 Jahren nehmen die „Azzurri“ Anfang März zum sechsten Mal in Folgeanden Paralympics teil. Zwei Mal waren sieals Gastgeberautomatisch qualifiziert, vier Mal schafften sie die Qualifikation. „2006 war von der aktuellen Mannschaft nur Gian Luca Cavaliere dabei Alle anderen können erstmals vor eigenemAnhang spielen. Es ist schon etwas Besonderes, zu Hause antreten zu können“, freut sichder Kalterer Christoph Depaoli,der 2014 in Sotschi erstmals bei Paralympicsdabei war.

Der28-jähgieStürmerist neben Julian Kasslatter,Alex Enderle, Stephan Kafmann, Nils Larch undMatteo Remotti Marnini einer von sechs Südtirolern im Kader von Nationaltrainer Mirko Bianchi. Mit den Trentinern Gian Luca Cavaliere, Gianluigi Rosa und Francesco Torella gibt es drei weitere Akteure, die

Sind für dieParalympics in Mailand bereit: DiesechsSüdtirolerPara Ice HockeySpieler Nils Larch, MatteoRemottiMarnini, Christoph Depaoli,Julian Kasslatter,Alex Enderleund Stephan Kafmann (von links).

dem Team von Serien-Italienmeister South Tyrol Eagles angehören

NikkoLanderosist der große Hoffnungsträger

Eine Besonderheit im Aufgebot des Gastgebers bildet Nikko Landeros. Der 36-Jährige wurdeinSan Francisco geborenund gewann mitden USA bereits drei Mal dieParalympics (2010, 2014 und 2018). Der Vater des zweifachenWeltmeisters, derimAlter von17Jahren beieinem schwerenVerkehrsunfall beide Beine verloren hat, stammt aus Mexiko, die Mutteraus Mailand. Der Italo-Amerikaner hatte bei der B-WM im vergangenen SeptemberinAstana mit 24 (!) Toren und sechs Assistsinnur fünf Spielenmaßgeblichen Anteil an der Rückkehrvon Italien in dieWeltgruppe. Italien trifft in der GruppeAamSamstag,7.März um 17.05 Uhr in der „SantagiuliaIce Hockey Arena“auf dieUSA, die zuletzt vier MalinFolge dieGoldmedaillegewonnenhabenund erneut der Top-Favorit sind. Am Montag,9.März um 10.05 Uhr geht es für die Heimmannschaftgegen Chinaund am Dienstag, 10. März erneutum10.05 Uhr gegen Deutschland. In derGruppeB stehen sich Kanada, Japan,Tschechienund die Slowakei gegenüber.Die zwei erstplatzierten Mannschaften jeder Gruppe stehen im Halbfinale (13. März),während dierestlichenvier Mannschaften um die Plätze

fünf bisacht (12. und 14. März) spielen. Dasgroße Finaleund dasSpiel um Platz drei werden am Schlusstag,15. März, angepfiffen.

„Die Goldmedaille werdensichwohl erneut diebeidennordamerikanischen Teams unter sichausmachen. Danach ist einiges möglich. Auch für uns. Nach dem Auftaktspiel gegen die unschlagbaren Amerikaner wird die Partie gegen China entscheiden, ob wir ins Halbfinaleeinziehen oder nicht.Denn gegen Deutschland sind wir die Favoriten“, istDepaoli überzeugt. Die beste Platzierung vonItalien beiden Paralympics war2018 ein vierter Platz in Pyeongchang.

FACT

Das sind die sechs Athletenaus Südtirol,die vom6.bis 15.März bei den Paralympics in Mailand im Para Ice Hockey dem Puck hinterherjagen werden: TorhüterJulian Kasslatter (43 Jahre,St. Christina), Verteidiger Alex Enderle (27,Eppan) sowiedie Stürmer Christoph Depaoli (28, Kaltern),Stephan Kafmann (39,Kaltern), Nils Larch (28, Sterzing)und Matteo RemottiMarnini(26, Bozen)

47 Olympiamedaillen gewannen

Seit 16 Winterspielen immer mindestens einSüdtiroler Medaillengewinner

Renato Mocellini

Bob(Anschieber in italiens Viererbob)

Siegfried Mair

Walter Außerdorfer Rodeln Herren Doppelsitzer BRONZE

Erika Lechner RodelnDamen Einsitzer

Paul Hildgartner

Walter Plaikner

GustavThöni Skialpin Riesentorlauf GOLD

Rodeln Herren Doppelsitzer

GustavThöni Skialpin Slalom

Roland Thöni Skialpin Slalom

Gustav Thöni Skialpin Slalom

Paul Hildgartner

Rodeln Herren Einsitzer

PeterGschnitzer

KarlBrunner

Paul Hildgartner

Rodeln

Herren

Einsitzer

Johann Passler Biathlon 20 km

Werner Kiem

GottliebTaschler

Johann Passler

AndreasZingerle

Biathlon 4x7,5km-Staffel

Josef Polig Skialpin Kombination

HansjörgRaffl

NorbertHuber

Rodeln Herren Doppelsitzer

Hinzukommen noch 2Medaillen beiolympischen Demonstrationswettbewerben

Luis Prenn Einerder vier StarterItaliens beim Militärpatrouillenlauf, dem Vorläuferder Biathlon-Staffel

HugoHerrnhof einer der vier StarterItaliens in der Short-Track-5000-m-Staffel

SüdtirolsMedaillen beiWinterspielen aufgeteilt nach Sportart

Ski alpin

*Südtiroler Athlet Mitglied einer italienischenStaffel

** Demonstrationssportart; SüdtirolerAthlet Mitglied einer italienischen Staffel

Wintersportler bisher:wer,was,wann,

Gerda Weißensteiner

RodelnDamen Einsitzer

Kurt Brugger

Wilfried Huber

Hugo Herrnhof

Rodeln Herren Doppelsitzer

ShortTrack (einer vonvier Startern in Italiens 5000-m-Staffel)

HansjörgRaffl NorbertHuber Rodeln Herren Doppelsitzer

Günther Huber Zweierbob (mit Bremser Antonio Tartaglia)

Isolde Kostner (2x) Skialpin Abfahrtund Super-G

Günther Huber

Armin Zöggeler

Rodeln Herren Einsitzer

Thomas Prugger Snowboard Riesentorlauf

Armin Zöggeler

RodelnHerren Einsitzer

Karin Moroder Langlauf (Mitglied vonItaliens 4x5-km-Staffel)

Zweierbob (mit Bremser StefanoTicci)

ArminZöggeler

RodelnHerren Einsitzer

Isolde Kostner Skialpin Abfahrt

Karen Putzer Skialpin Super-G

ArminZöggeler

Rodeln Herren Einsitzer

Gerhard Plankensteiner

Oswald Haselrieder RodelnDoppelsitzer

Armin Zöggeler

Rodeln Herren Einsitzer

Gerda Weißensteiner Zweierbob (mitBremserin JenniferIsacco)

*davon

Niederlande

Christof Innerhofer Skialpin Abfahrt

Christof Innerhofer Skialpin Kombination

Armin Zöggeler Rodeln Herren Einsitzer

Carolina Kostner EiskunstlaufDamen

Dominik Windisch BiathlonSprint

Dorothea Wierer LukasHofer Dominik

Karin Oberhofer

DorotheaWierer Dominik Windisch LukasHofer BiathlonMixed-Staffel

Windisch (mit Lisa Vittozzi) Biathlon Mixed Staffel

Nadia Delago Skialpin Abfahrt

Dominik Fischnaller

Rodeln Herren Einsitzer

Omar Visintin Snowboardcross

Dorothea Wierer Biathlon Sprint 7,5km

FünfMedaillenmitkleinemTeam

Fünf Medaillen sammelten die Südtiroler Wintersportler bei den Olympischen Spielen2022 in Peking. Nu 1994 in Lillehammerw Südtirol mit acht Mal Edelmetall erfolgreicher.Dabei gehörten vorvier Jahrenlediglich 28 heimische Wintersport-Asse dem Team der „Azzurri“ an.

Bei den24. Olympischen Winterspielen in China eroberteOmarVisintin (Algund) gleich zwei Medaillen. Im Einzelwettkampf der Snowboardcrossergewann er Bronze und im Mixed Team Event mit Michela Moioli gab es sogarSilber.

Jeweils Bronzesicherten sich völlig überraschend in derAbfahrt derDamen bei 21 Minusgraden Nadia Delago (Wolkenstein), Kunstbahnrodler Dominik Fischnaller (Meransen) und Do-

aWierer(Niederrasen) iathlon-Sprint. Insgesamt Südtirolbei Olympischen terspielen bei 47 Mellen(11 Gold, 11 Silber, Bronze). Das wäre in der wigen Nationenwertung Rang18, noch weit vor Großbritannien (siehe auchSeite 49). Freilich gabes(wieimmer) auch den einen oder anderen Pechvogel,der nachtoller Leistung „nur“Vierter wurde. So etwaLukas Hofer(Montal),der nacheinemperfekten Wettkampfmit 20 Treffern bei20Schuss in der12,5-km-Verfolgung Bronzenur knappverfehlte. Ähnlich erging es Snowboarder Roland Fischnaller(CollinVillnöß), derim September 2026 46 Jahre alt wird. Im Parallel-Riesentorlauf preschteerbis ins Halbfinale vor und musste sich am Ende mit Blech (Vierter) begnügen. Corona warein leidiger wieständiger Begleiter derSpiele. Den Kombinierer Samuel Costa (Gröden) erwischte es

OmarVisintin gewann Silber und Bronze

schon vor den Spielen, Rodler Kevin Fischnaller (Meransen) traf es in China. Die dominierende Nation in Peking warNorwegen mit 16 Goldmedaillen, gefolgtvon Deutschland(12) undChina (9). Italiensammelte17Mal Edelmetall (2/7/9).

Dominik Fischnaller
Dorothea Wierer
Nadia Delago

PUBLIC VIEWING 6.-22.FEBRUAR

Bruneck

Tschurtschenthalerplatz

Beginn am 6.2.um19Uhr

Täglich von 10–22 Uhr

Bozen Waltherplatz

Täglich von9–22Uhr (jenachRennplan)

AntholzMittertal GaudiBiathlon

An Renntagen ab 14 Uhr

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