Skip to main content

Radius Hockey 2014/2015

Page 1


Editorial

Inhaltsverzeichnis

Aktuell

04 EBEL: HCB Südtirol

08 Serie A

10 Rittner Buam

16 HC Pustertal

20 Broncos Sterzing

24 HC Neumarkt

28 HC Gröden

31 HC Eppan

34 SV Kaltern

38 SERIE A: Die Herausforderer

40 Neue Regeln und Schiedsrichter

41 Nationalmannschaften

Zum Herausnehmen

Die Spielkalender 2014/15

Impressum

Eigentümer/Herausgeber: Athesia Druck GmbH, Bozen; Druck: Athesia Druck, Bozen; Ermächtigung: Landesgericht Bozen 2.4.1948, Nr.7/48 | Chefredakteur und presserechtlich verantwortlich: Dr. Toni Ebner | Verantwortlicher Projektleiter: Franz Wimmer | Produktion: Magdalena Pöder | Redaktion: Kurt Platter | Werbung/Verkauf: Lorenz Mederle, Marita Wimmer | Verwaltung: Kapuzinergasse 5, 39100 Bozen, Tel. 0471 081 561, info@mediaradius.it, www.mediaradius.it | Fotos: Max Pattis, APA | Statistiken: Walter Morandell | Grafik-Layout: Karin Von Elzenbaum | Infografiken: Josef Markart, Michal Lemanski, Christian Staffler | Konzept und Abwicklung: King Laurin GmbH, Eppan | Produktion/ Druck: Athesia Druck Bozen | Auflage: 50.000 | Vertrieb: Sonderdruck zur heutigen Dolomiten-Ausgabe

Die Redaktion übernimmt keinerlei Haftung für die Inhalte der Werbeseiten, PR-Seiten und der angeführten Webseiten. Redaktionsschluss: Freitag, 12. September 2014

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Vor einem Jahr habe ich an dieser Stelle noch geschrieben, dass es die höchste italienische Spielklasse nicht mehr lange geben wird, da dem Eishockey scheinbar keine Grenzen gesetzt waren. Der HCB Südtirol mischte die Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) auf, fünf Südtiroler Serie A2-Vereine sorgten in der Inter National League (INL) für Furore und drei Klubs bestritten die Elite.A. Zwölf Monate später ist vieles anders. Zum einen ziehen an der Verbandsspitze neue Leute die Fäden. Andrea Gios, Reinhard Zublasing und Tomaso Teofoli scheinen wirklich Nägel mit Köpfen zu machen. Um die erste Liga aufzuwerten, haben sie die letztjährigen INL-Vereine in einer radikalen Rückholaktion „gezwungen“, nach Hause zurückzukehren. Das Ergebnis dieser vielleicht unpopulären Entscheidung: In diesem Winter wird es eine Serie A mit zwölf Mannschaften – davon sieben aus Südtirol – geben. Sie ist ein Glücksfall für die hiesige (marode) Eishockey-Bewegung. Ebenso wie die drastische Reduzierung der Ausländeranzahl von acht auf vier. Das Niveau könnte zwar darunter leiden, dennoch ist eine spannende Meisterschaft zu erwarten. Vor allem aber können die unzähligen Südtiroler Nachwuchshoffnungen ihr Können unter Beweis stellen.

Zum sechsten Mal halten Sie, geschätzter Leser, dieses Sonderheft in den Händen. Es soll ein Begleiter für eine mitreißende Saison sein. Viel Spaß bei der Lektüre wünscht

Kurt Platter, Sportredaktion „Dolomiten“

Kurt Platter

Ein Südtiroler Erfolgsmärchen

„Es war einmal …“ So beginnen die Märchen der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm. Und auch die Premierensaison des HCB Südtirol in der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) liest sich wie ein Märchen. Als erster internationaler Club und als erster Neuling sicherte sich die Mannschaft aus Bozen den Meistertitel dank eines 3:2-Erfolges nach Verlängerung im fünften und alles entscheidenden Finalspiel gegen Red Bull Salzburg.

Wenn

die Brüder Grimm ein Märchen über den HCB Südtirol geschrieben hätten, dann hätte es so begonnen: „Es war einmal ein Eishockey-Verein, der in Italien 19 Meistertitel gewonnen hat. Dieser erhielt eigentlich nur zufällig die Möglichkeit, an der EBEL teilzunehmen. Ende April 2013 erklärte Medvescak Zagreb den Ausstieg aus der Meisterschaft und kündigte den Gang in die Kontinentale Hockey Liga (KHL) an. Weil einen Monat später auch Jesenice auf eine mögliche EBEL-Teilnahme aus finanziellen Gründen verzichten musste, fasste der HCB die Chance beim Schopf und erhielt Ende Juni vom italienischen Verband die Freigabe für die Auswanderung nach Österreich.“

Jeder Anfang ist schwer

Die Bozner Klubführung hat sehr spät mit der Mannschaftszusammenstellung im Hinblick auf das EBEL-Abenteuer begonnen. Während andere Vereine längst auf dem Eis standen, trudelten im August des vergangenen Jahres in Bozen so langsam die Verpflichtungen neuer Spieler ein. Der Neuling wurde von allen Seiten belächelt. Sogar die kühnsten Optimisten und Experten malten alles schwarz.

Zu sehr hatte der Vorstand des italienischen Rekordmeisters in Vergangenheit gewurstelt und improvisiert. Sponsoren und Zuschauer hatten den „WeißRoten“ längst den Rücken gekehrt. Die glorreichen Zeiten gehörten in Bozen der Vergangenheit an. Als HCBGeschäftsführer Dieter Knoll zwei Tage vor dem Saisonauftakt bei der Mannschaftsvorstellung verkündete: „Unser Ziel ist der Play-off-Einzug“, schüttelten die anwesenden Journalisten ungläubig den Kopf.

Mittelmäßige und billige Spieler

Die klamme finanzielle Situation ließ beim Spieler-Einkauf keine großen Sprünge zu. Knoll und sein Trainer Tom Pokel fischten hauptsächlich in den nordamerikanischen Minor Leagues und achteten bei der Auswahl der Spieler in erster Linie auf die charakterlichen Eigenschaften. Auf dem Papier kamen durchwegs mittelmäßige und verhältnismäßig billige Spieler in die Südtiroler Landeshauptstadt. Pokel ist es innerhalb kürzester Zeit gelungen, aus dem bunt zusammen gewürfelten Haufen eine verschworene Einheit zu formen, die schon bald der Konkurrenz das Fürchten lehrte.

13 Transferkartenspieler, darunter zwei Italokanadier, standen zum Saisonauftakt am 8. September im Auswärtsspiel gegen den HC Innsbruck im Kader von Trainer Pokel. Der Neuling gewann das Tiroler Derby überraschend klar mit 6:1. Dass es keine Eintagsfliege war, bewies der HCB nur zwei Tage später mit dem 4:3-Sieg beim Heimdebüt gegen den als Titelkandidat Nummer eins gestarteten Red Bull Salzburg,

Ziga Pance

der 215 Tage später erneut die Bozner Übermacht anerkennen musste. Der Höhenflug hielt an. Die Zuschauer kehrten angesichts der Erfolge wieder langsam in die Eiswelle zurück.

Der Star war der Trainer

„Die Mannschaft ist der Star“, hatte Pokel immer wieder betont. In der Tat: Das Team überzeugte die ganze Saison über als kompakte Truppe, aus der kein Spieler besonders herausragte. Alle vier Linien erzeugten großen Druck und trugen sich konstant in die Torschützenliste ein. Die Stärke war das Kollektiv – der Star war der Trainer selbst. Der Taktikfuchs verbrachte unzählige Stunden beim Videostudium und stellte seine Mannschaft immer perfekt auf den nächsten Gegner ein. Pokel war der einzige EBEL-Trainer, dem (aus Kostengründen) kein Assistent zur Seite gestellt wurde. Dem 47-jährigen US-Amerikaner gelang es, alle Spieler bei Laune zu halten. Er legte großen Wert auf Disziplin, forderte von seinen Spielern viel Laufbereitschaft und ein noch größeres Kämpferherz. Wer einen Einbruch des Neulings erwartete, sah sich getäuscht: Vier Niederlagen in Folge bedeuteten die längste Durststrecke. Der HCB mischte die Liga auf und setzte sich die ganze Saison über in der oberen Tabellenhälfte fest. Den Grunddurchgang beendete die Pokel-Truppe am 12. Jänner dieses

Jahres auf Platz fünf. In der Pick-Round holte der Neueinsteiger 13 von möglichen 20 Punkten und verbesserte sich auf Rang zwei.

Happy End am 13. April 2014

Im Viertelfinale sorgte der HCB gegen Fehervar mit vier Siegen für einen „Sweep“. In der Vorschlussrunde wurde der Villacher SV in der „Best-of-Five“Serie mit 3:1 aus dem Weg geräumt. Im Finale machte es der HCB Südtirol gegen die Millionentruppe aus Salzburg spannend. Die 2:0-Serienführung konnten die „Roten Bullen“ ausgleichen.

Das alles entscheidende Spiel war nichts für schwache Nerven. Ziga Pance sorgte nach 11.27 Minuten der Verlängerung für das Happy End des Südtiroler Erfolgsmärchens. Am 13. April 2014 um 20.54 Uhr stand der HCB Südtirol als neuer EBEL-Meister fest.

Zugänge: Richard Crowley (Briancon/ FRA), Guntis Galvins (AIK Stockholm/ SWE), Roland Hofer (Peliitat/FIN2), John Lee (San Antonio Rampage/AHL), Sean McMonagle (Angers/FRA), Mark Cullen (Red Bull Salzburg), Philip DeSimone (Björklöven/SWE2), Justin Keller (Vienna Capitals), Derek Nesbitt (Chicago Wolves/ AHL), Mathew Sisca (Alaska Aces/ ECHL), Paul Zanette (Asiago), Tom Zanoski (Troja-Ljungby/SWE2)

Abgänge: Davide Nicoletti (HC Valpellice), Sebastien Pichè (Black Wings Linz), Matt Tomassoni (Kassel/DEL2), Angelo Esposito (Fort Wayne Komets/ECHL), Mark Santorelli (Villach), MacGregor Sharp (Schwenningen), Kim Strömberg (Klagenfurt), Peter Wunderer (Cortina), Joe Charlebois, Mathieu Beaudoin, John Esposito, David Lalibertè, (alle Ziel unbekannt), Trent Whitfield (Karriereende)

DIVUS. Leader im Bereich Smart Home

Die Firma DIVUS wurde 2002 in Eppan gegründet und entwickelt und vertreibt erfolgreich innovative Gebäudetouchpanels und die dazu passende Softwarelösung für den weltweiten Markt. 95 Prozent der Produkte werden mittlerweile gewinnbringend exportiert. Namhafte Unternehmen sind DIVUS OEM Partner und haben DIVUS Gebäudelösungen in ihrem Sortiment.

Wie sieht der Trend im Bereich intelligenter Gebäude aus?

Auf dem Gebiet des Intelligenten Hauses hat die Zukunft erst begonnen. Gebäudeautomation ist mit DIVUS Touchpanels mehr als intelligente Licht- und Temperatursteuerung. Steigendene Anforderungen an Sicherheit, Komfort und Energieeinsparung machen besonders das System KNX CONTROL für jeden Bauherren interessant. Die Touchpanels verbinden alle Systeme eines Gebäudes miteinander, um es zu steuern und den Bewohnern als Infopoint und Entertainment-Zentrale zu dienen.

Welche Bereiche sind DIVUS besonders wichtig?

DIVUS setzt hohe Design- und Technikansprüche an seine Touchpanels. Ein breites Spektrum an Gebäudetouchpanels und Türsprechlösungen mit vielfältiger Designauswahl, unterschiedlicher Performance und Features sowie verschiedenster Einbauvarianten hält DIVUS für seine Kunden bereit.

Die Welt von DIVUS KNXCONTROL umfasst die Bedienoberfläche Optima, über welche das Gebäude einfach und intuitiv gesteuert wird. Das System ist

selbsterklärend und für jeden einfach zu begreifen und zu bedienen. Das gilt für den Ersteller einer Visualisierung wie auch für den Endanwender, der später vor dem Touchpanel steht. Die Bedienung des Touchs ist für den Endkunden überschaubar gestaltet. Sie erfolgt über vordefinierte Bedienbereiche und Gebäudefunktionen. Diese sollen dem Benutzer die Navigation erleichtern und Funktionen schnell und einfach zugänglich machen.

Welche besonderen Features kann DIVUS mit KNXCONTROL bieten?

• Die Anforderung an Energieeffizienz und Nachhaltigkeit nehmen stetig zu. DIVUS Touchpanels regeln das intelligente Haus praktisch auch von alleine über verschiedenste Sensoren. Der Energiekonsum von Heizung, Kühlung, Beschattung, Licht, Lüftung und Stromquellen wird optimiert. Durch intelligente Steuerung – z.B. durch Helligkeitsund Temperatursensoren – wird das Raumklima auf das Ambiente

abgestimmt. Der Energieverbrauch des Gebäudes wird dabei aktiv gesenkt und der Wohnkomfort für die Bewohner optimiert.

• Vorprogrammierte Szenarien machen alltägliche Situationen angenehmer. Ein Klick und das Wohnzimmer passt sich einem Eishockey-Fernsehabend mit Freunden an oder es wird zum Entspannungsraum mit Musik, Kaminfeuer und gedimmtem Licht.

• IP-Kameras können problemlos in das System integriert werden. Diese dienen als Überwachungsanlage. Bequem über das Touchpanel oder auch von unterwegs über ein Smartphone oder einem Computer können die Informationen abgerufen werden.

• Auch die Multiroom-Audio Steuerung von Systemen wie Sonos, Rossound, Crestron, WHD, Nuvo oder anderen erfolgt über die DIVUS

Touchpanels. Jeder einzelne Raum kann individuell mit dem jeweiligen Wunschprogramm beschallt werden.

• Über das Touchpanel können aber auch viele nützliche und praktische Informationen dargestellt werden. Einige davon sind E-Mail, Internet, Wetterstation, Überwachungskameras, der Terminkalender der Familie oder die Stromverbrauchanzeige u.v.m.

• Mobil von unterwegs ist es möglich, das Gebäude über Apps zu steuern und es unter Kontrolle zu haben. Das Smartphone wird unabhängig vom Aufenthaltsort zum mobilen, virtuellen Touchpanel – ihr Alleskönner für unterwegs.

Mit Touchpanels von DIVUS werden individuelle Lösungen zur Erhöhung von Wohnkomfort, Gebäudesicherheit und Energieeffizienz geschaffen.

Mirco Zublasing

Radius: Sie haben ja auch Eishockey gespielt und waren in der Kampfmannschaft des HC Eppan. Erzählen Sie uns etwas über Ihre Eishockeyerfahrungen.

M. Zublasing: Ja, ich habe mit sechs Jahren angefangen, in Eppan Eishockey zu spielen und 1997 mit 16 Jahren debütierte ich in der ersten Mannschaft. In den folgenden Jahren bestritt der HC Eppan die erste und zweite Liga. Höhepunkt war sicherlich der A2-Vizemeistertitel 2000/01 und die zwei darauffolgenden A2Meistertitel 2001/02 und 2002/03. Um mich dann hundertprozentig der Firma widmen zu können, die sich in dieser Zeit ja erst richtig formte, habe ich meine aktive Zeit beim HC Eppan beendet. Dies war natürlich nicht leicht, schließlich ist Eishockey die schönste Sportart der Welt und die Kameradschaft einfach unglaub-

lich. Mittlerweile haben so gut wie alle damaligen Mannschaftskammeraden auch die aktive Zeit hinter sich und wir bestreiten zusammen mit den HC Black Tigers den Haudegen-Freizeiteishockey-Cup. Auch meine zwei Söhne (5/7) haben begonnen, beim HC Eppan in der U8 mitzuspielen. Man kommt vom Eishockey einfach nicht los. www.divus.eu

Mirco Zublasing, ehemaliger Eishockeyspieler, heute Geschäftsführer der Firma DIVUS

EINIGEREFERENZEN

•BMW WorldMünchen

•BibliothekStuttgart

•VillaBeckenbauer -Salzburg

•VillaRoger Federer -Schweiz

•VillaSebastian Vettl

•MinthisHillsGolfResor t- Zypern

•Trump Tower- Türkei

FEELGOOD AT HOME

Steuer nSieIhrZuhause EINFACH& INTUITIV

Licht,Beschattung, Temperatur,Musik,Tür kommunikation! Gebäude bequem vomTouch Panel, Handy oder Tablet kontrollieren. Sicherheit füreingutesGefühlzuHause. Komfort durchsinnvolleGebäude-und Multimediafunktionen. Energieeffizienz alsidealerBegleitfaktormit derGebäudevisualisierung DIVUS OPTIMA.

Die üblichen Verdächtigen

In der Saison 2003/04 spielten letztmals mehr als zehn Mannschaften in der Serie A. In der am 20. September 2014 beginnenden 81. Spielzeit werden elf Teams Jagd auf die Rittner Buam machen.

Vorelf Jahren kämpften 15 Teams um den Titel, in dieser Saison sind es deren zwölf. Das Gros der teilnehmenden Mannschaften kommt aus Südtirol. Die Rittner Buam, der HC Pustertal, die Broncos Sterzing Weihenstephan, HC Neumarkt Riwega, der HC Gherdeina valgardena.it, der HC Eppan und der der SV Kaltern Rothoblaas treffen auf Asiago, Cortina, Valpellice, Mailand und Fassa. Ein Favorit auf den Meistertitel ist schnell ausgemacht: Die Rittner Buam werden erneut die Gejagten sein. Erste Herausforderer des Titelverteidigers dürften Asiago, Pustertal, Sterzing und Valpellice sein. Dahinter ist ein erbitterter Kampf um die drei restlichen Play-off-Tickets zu erwarten. Die drei letztjährigen INL-Vereine Gröden, Neumarkt und mit Abstrichen Eppan werden Cortina und Mailand das Leben sehr schwer machen. Schließlich hat das Trio den Vorteil, dass die

HC Gröden

Serie A – Teilnehmende Teams

Patrick Rizzo

Sterzing Rittner Buam

HC Mailand HC Mailand

HC Mailand

HC Mailand

HC Mailand

SG Cortina

HC Mailand

HC Mailand

HC Diavoli R-N

HC Diavoli R-N

ASS. Milanese

ASS. Milanese

ASS. Milanese

HC Mailand HC Mailand

HC Diavoli HC Mailand

M. Lemanski/Ch. Staffler

Klobenstein

HC Eppan

SV Kaltern

HC Gröden

HC Neumarkt

Alle Eishockey-Italienmeister

HC Mailand Inter

HC Mailand Inter

HC Diavoli R-N

HC Mailand Inter

HC Mailand Inter

SG Cortina

HC Mailand Inter

SG Cortina

HC Diavoli M

SG Cortina

HC Bozen

SG Cortina

SG Cortina

SG Cortina

SG Cortina

SG Cortina SG Cortina

SÜDTIROL Bruneck HC Pustertal

HC Mailand

jungen, einheimischen Spieler bereits in der vergangenen Saison in entscheidenden Momenten (special teams) Erfahrung gesammelt haben. Kaltern und Fassa dürften dagegen einen schweren Stand haben und versuchen, die „rote Laterne“ des Tabellenletzten dem jeweils anderen zu überlassen. Der erste Titel der Saison wird bereits morgen Abend vergeben, wenn die Rittner Buam, amtierender Meister und Pokalsieger, im Finale des Supercups zu Hause auf Vizemeister und

HC Gröden

SG Cortina

SG Cortina

SG Cortina

HC Bozen

SG Cortina

SG Cortina

HC Gröden

HC Bozen

HC Bozen

HC Bozen

HC Gröden

HC Gröden

HC Bozen

HC Bozen

HC Bozen

HC Bozen

Pokal-Finalist HC Pustertal treffen. Wie in den vergangenen Jahren auch, wird erneut der Italienpokal ausgespielt. Die ersten acht Mannschaften nach der ersten Hinrunde (elf Spiele bis zum 25. Oktober 2014) qualifizieren sich für das Viertelfinale, das im „Best-of-three“-Modus ausgetragen wird (27. und 29. November bzw. 2. Dezember 2014). Die jeweiligen Sieger lösen das Ticket für das „final four“, das am 24. und 25. Jänner 2015 auf dem Programm steht.

HC Meran

AS Varese

HC Bozen

AS Varese

HC Bozen

Saima Mailand

Devils Mailand

Lion Mailand

Milan Hockey

HC Bozen

HC Bozen

HC Bozen

HC Bozen

HC Meran

HC Bozen

HC Asiago

HC Mailand

HC Mailand

HC Mailand

HC Mailand

HC Mailand

SG Cortina

HC Bozen

HC Bozen

HC Asiago

HC Asiago

HC Bozen

HC Asiago

-Infografik: Ch. Staffler
HC Valpellice
Verona Venedig
Torre Pellice Po Gardasee
HC Fassa
HC Asiago SG Cortina

Saison soll mit einer Gala enden

Nach 17 Jahren hat es einen Wechsel an der Spitze des Eissportverbandes (FISG) gegeben. Andrea Gios hat im Mai dieses Jahres Giancarlo Bolognini als FISG-Präsident abgelöst.

Gemeinsam mit seinem Vizepräsidenten Reinhard Zublasing und Eishockeychef Tommaso Teofoli will er den Eishockeysport in den nächsten Jahren wieder salonfähig machen. Der neue Vorstand hat sich bereits für diese Saison einige Neuerungen einfallen lassen. „Geplant ist eine Hockey-Gala am Ende der Saison. Diese soll voraussichtlich zwei Tage nach dem siebten Finalspiel, also am 11. April 2015 über die Bühne gehen“, verrät Zublasing, der sich vordergründig um das Marketing des Verbandes kümmert. Bei dieser Abschlussfeier werden prämiert:

„Young Italian Team“ Dabei wird die Mannschaft mit dem jüngsten Durchschnittsalter ausgezeichnet. „Uns liegt die Nachwuchsförderung besonders am Herzen. Deshalb haben wir auch die Ausländer reduziert.

Die jungen Spieler sollen im Vordergrund stehen. Wer auf den Nachwuchs setzt, soll dafür auch belohnt werden“, erklärt Zublasing. In die vom Verband geführte Wertung, wo es um die eingesetzten Spieler geht, kommen alle Italiener und Doppelstaatsbürger mit unbegrenzter Transferkarte (ausgenommen sind die Ausländer). Die Teams auf den Plätzen eins bis drei werden mit einem Geldpreis belohnt (geplant sind 7000 Euro für den Sieger, 5000 Euro für den Zweit- und 3000 Euro für den Drittplatzierten).

„Rookie oft the year“ Alle zwölf Serie A-Trainer und ausgewählte Journalisten ernennen die besten Nachwuchsspieler (U24-Cracks). Ausgezeichnet werden der beste Torhüter, der linke und rechte Vertei-

diger, der linke und rechte Flügelstürmer sowie der beste Mittelstürmer der Jahrgänge 1990 und jünger.

„All Star Team Italy“

Prämiert wird auch das All Star Team mit den besten einheimischen Spielern.

„Best player in the league“ Der beste Spieler der Serie A wird mit dem „goldenen Puck“ ausgezeichnet.

„Das sind einige unserer Initiativen, mit denen wir neue Impulse setzen wollen. Es ist bedauerlich, welch niedrigen Stellenwert das Eishockey in Italien hat. Wir wollen wieder glaubwürdig werden und etwas bewegen. Wir werden alles unternehmen, damit die Meisterschaft attraktiv ist und reibungslos über die Bühne gehen kann. Dafür benötigen wir aber Zeit. Von heute auf morgen ist das nicht möglich“, sagt Zublasing. Seit 15. September ist die neue Homepage des Verbandes, die vor allem auf die Fans ausgerichtet ist, in Betrieb. Unter www.fisg.it findet man Informationen rund um alle Eissportarten. 15. sportarten.

Reinhard Zublasing, Andrea Gios und Tommaso Teofoli (von links)

Der Weg zum Titel führt über Ritten

Die Rittner Buam sind auch in dieser Saison der ganz große Favorit. Alles andere als der zweite Meistertitel in der Vereinsgeschichte wäre eine Überraschung. Der Vorstand um Präsident Thomas Rottensteiner hat keine Mühen gescheut, um erneut eine mehr als schlagkräftige Truppe ins Rennen zu schicken.

DieRittner Buam können sich eigentlich nur selbst schlagen. Schließlich ist der Meister in allen drei Mannschaftsteilen erstklassig und tief besetzt und muss die Konkurrenz nicht fürchten. Die Rittner Buam wollen aber nicht nur in der Meisterschaft die erste Geige spielen, sondern auch im Continental Cup für Furore sorgen. Die Mischung zwischen starken Ausländern sowie erfahrenen und jungen Einheimischen stimmt. Auf der Ausländerfront setzt man mit der Bestätigung von Travis Ramsey, Patrick Rissmiller und Eric Johansson auf Kontinuität, während die einheimische Fraktion mit den Verpflichtungen von Christi-

an Borgatello, Andrea Ambrosi, Luca Felicetti und Simon Kostner gezielt verstärkt wurde.

Marty Raymond löst Rob Wilson ab Auf der Rittner Bank hat Marty Raymond das Sagen. Der 49-jährige Kanadier tritt bei den „Buam“ die Nachfolge des nach Straubing abgewanderten Meistertrainers Rob Wilson an. Thomas Rottensteiner kennt seinen neuen Übungsleiter seit nunmehr sieben Jahren und stand mit ihm in ständigem Kontakt. Raymond hatte noch einen gültigen Vertrag beim ungarischen EBEL-Vertreter Fehervar. Weil der Klub aus Stuhlweißenburg (Szekesfehervar) die Prämie aus der letzten Saison, als man im Viertelfinale gegen den HCB Südtirol ausgeschieden war, zu spät ausbezahlt hatte, löste der Trainer seinen Vertrag in Ungarn auf. Raymond war nach einer durchwachsenen Spielerkarriere als Stürmer 1997 ins Trainerlager übergewechselt und hatte bei den Tucson Gila Monsters in der WCHL das Sagen. In der Saison 1999/2000 führte Raymond die Phoenix Mustangs (WCHL) zum Gewinn des „Taylor Cup“. Im Som-

mer 2001 wurde er Assistent bei den Bakersfield Condors in der ECHL, wo er nach drei Jahren zum Headcoach befördert wurde und sieben Saisonen blieb. 2011 kam der Kanadier nach Europa, arbeitete zwei Jahre lang bei Medvescak Zagreb und zuletzt bei Fehervar in der EBEL. Raymond gilt als erstklassiger Trainer, der einen aggressiven und temporeichen Spielstil bevorzugt. Seine Mannschaften sind gut strukturiert. Er legt großen Wert auf die Disziplin seiner Spieler und die special teams. Raymond hat kein Problem, mit jungen Spielern zu arbeiten. Man kann davon ausgehen, dass das eine oder andere Rittner Nachwuchstalent heuer den endgültigen Durchbruch schaffen wird. Roberto Scelfo wird weiterhin als Assistent fungieren.

Chris Holt beerbt

Meistergoalie Chris Mason

Chris Holt setzt in Klobenstein die Tradition starker Torhüter fort. Jeff Maund, Phil Groeneveld, Michel Robinson, Frederic Cloutier, Jeff Pogge und Chris Mason wussten in jüngster Vergangenheit allesamt zu überzeugen. Einzig Karol Krizan tanzte vor

Marty Raymond

drei Jahren aus der Reihe. Holt bringt alle Voraussetzungen mit, um in die Fußstapfen seines Vorgängers Chris Mason treten zu können. Der 29-jährige US-Boy, der auch den kanadischen Pass besitzt, dürfte den letztjährigen Meistergoalie schnell vergessen lassen. Zwischen Holt und Mason gibt es eine Parallele: Sie haben nicht nur den gleichen Vornamen, sondern sind zwei von nur zehn Torhütern, die in der AHL das Kunststück zustande gebracht haben, sich als Torhüter in die Torschützenliste einzutragen. Holt traf am 19. März 2010 gegen die Rochester Americans in der Schlussminute ins leere Tor.

Zudem haben Holt und Mason vor fünf Jahren bereits Bekanntschaft miteinander gemacht: Bei Holts zweiten Einsatz in der NHL am 18. Februar 2009 der St. Louis Blues gegen die Columbus Blue Jackets löste er seinen Vorgänger bei Ritten nach 40 Minuten ab und hielt seinen Kasten wie schon bei seinem NHL-Debüt (zehn Minuten) am 11. März 2005 bei der 1:5-Niederlage seiner New York Rangers gegen Washington sauber. Holt wurde 2003 in der sechsten Runde als insgesamt 180. Spieler von den New York Rangers gedraftet und pendelte zwischen 2005 und 2010 mit den zwei erwähnten Ausnahmen zwischen den nordamerikanischen Minor Leagues AHL (86 Spiele) und ECHL (132) hin und her.

Im Sommer 2010 wagte Holt den Sprung nach Europa und heuerte bei Dinamo Riga in der russischen KHL an. In seiner zweiten Saison beim lettischen Spitzenklub wurde der Torhüter

ins All-Star-Team gewählt. Im Sommer 2012 wechselte Holt zu Automobilist Yekaterinburg und beendete die Saison bei Donbass Donetsk. Insgesamt hütete Holt 122 Mal ein KHL-Tor. Am 29. August 2013 verletzte er sich und fiel bis Anfang dieses Jahres aus, ohne jedoch wieder aufs Eis zurückzukehren. Auf den Tag genau ein Jahr später feierte der Hobbymusiker und dreifache Familienvater beim 3:1-Testspielsieg in Ravensburg sein Comeback im Rittner Trikot. Holt strahlt sehr viel Ruhe auf seine Vorderleute aus. Der 100-KiloMann verfügt über unglaubliche Reflexe und wird – sollte er gesund bleiben – der beste Torhüter der gesamten Liga sein.

Rittner Buam in Zahlen

Gegründet: 1933 Kontakt

ASV Ritten Sport Zaberbach 15 39054 Klobenstein Telefon 0039 0471 358071 Fax 0039 0471 358861 hockey@rittensport.it www.rittensport.it

Serie-A-Teilnahmen:

Spiele:

Siege:

Unentschieden:

Niederlagen: Torverhältnis:

Größter Erfolg:

Stadion:

Chris Holt

Präsident

Thomas Rottensteiner

-Infografik: M. Lemanski

Höchster Heimsieg:

Höchster Auswärtssieg:

Höchste Heimniederlage:

Höchste Auswärtsniederlage:

Sollte Holt länger ausfallen, dann könnten die Rittner Buam ein Problem haben. Und das, obwohl mit Josef Niederstätter, Roland Fink und Hannes Treibenreif drei Torhüter um den Platz hinter Holt kämpfen werden. Die größten Chancen auf den Posten des Ersatzmannes werden Roland Fink eingeräumt. Der 21-Jährige verfügt über das nötige Talent, während Josef Niederstätter besonders für die gute Stimmung im Team zuständig ist und der erst 17-jährige Hannes Treibenreif vor allem im Training erste Erfahrungen im Seniorenbereich sammeln soll.

Abwehr: Drei Haudegen und zahlreiche Talente In der Abwehr wird Travis Ramsey auch in dieser Saison die Fäden ziehen. Der US-Amerikaner hat in seiner ersten Saison in Europa Leaderqualitäten übernommen und den Meister nicht nur als Kapitän aufs Eis geführt. Ramsey gilt als kompromissloser Abräumer, der auch über das nötige Einschüchterungspotenzial verfügt und trotz seiner Größe sehr mobil ist. Der 31-Jährige kann aber nicht nur verteidigen, sondern auch im Spiel nach vorne Akzente setzen. Hatte er es im Grunddurchgang in 41 Spielen

Rittner Buam: Serie A-Bilanz gegen …

Asiago

auf „nur“ 15 Skorerpunkte (2 Tore) gebracht, so mauserte sich Ramsey im Play-off zum fleißigen Punktesammler: In 17 Partien traf er ein Mal ins Schwarze und bereitete elf Tore vor. Ingemar Gruber steht bei Ritten vor seiner Jubiläumssaison: Der 37-jährige Meraner wird die zehnte Spielzeit bei den „Buam“ in Angriff nehmen. „Inge“ ist aus der Rittner Hintermannschaft aufgrund seiner Allround-Qualitäten und seiner großen Erfahrung nicht mehr wegzudenken.

-Infografik: Ch. Staffler

Mit Christian Borgatello stößt sein Meraner Kumpel zum Titelverteidiger. „Skizzo“ zählt nach wie vor zu den drei besten Südtiroler Verteidigern und peilt den fünften Meistertitel in seiner Karriere an. Der 32-jährige Nationalverteidiger rackert stets unermüdlich, kämpft um jede Scheibe und hat defensiv wie offensiv kaum Schwächen.

fensiv wie offensiv kaum Schwächen.

Christian Borgatello
Andreas Alber
Simon Kostner

Das Trio wird die „jungen Wilden“ gemeinsam mit Andrea Ambrosi, der sich in den vergangenen Jahren zu einem zuverlässigen, stabilen und soliden Verteidiger gemausert hat, bei der Hand nehmen. Andreas Alber, Ivan Tauferer und Max Ploner haben zuletzt große Fortschritte gemacht und können es aufgrund ihrer körperlichen Voraussetzungen mit jedem Gegner aufnehmen. Das Wort Angst kennen die drei „Greenhorns“, denen die Zukunft gehört, ohnehin nicht. Im Angriff ruhen die Hoffnungen auf den beiden Gastarbeitern Eric Johansson und Patrick Rissmiller.

Eric Johansson hat sich zuletzt als erstklassiger

Spielmacher und guter Puckverteiler hervorgetan. Der in Kanada geborene Schwede ist zudem ein zuverlässiger Arbeiter und Punktesammler. Für Johansson war es der zweite Meistertitel in seiner Karriere: In der Saison 2007/08 war er mit dem HV71 Jönköping schwedischer Meister geworden, wobei er in der Verlängerung des sechsten Finalspiels den 3:2-Siegtreffer erzielt hatte.

„Play-o -Monster“ Patrick Rissmiller Patrick Rissmiller war erst Ende November 2013 nach Klobenstein gekommen, hatte dort aber eingeschlagen wie eine Bombe. Der 222-fache NHL-Spieler trumpfte vor allem im Play-off auf, wo er mit 22 Punkten in 17 Spielen maßgeblichen Anteil am Titelgewinn hatte. Trotz seiner imposanten Körperstatur gilt der 35-jährige US-Boy als schneller und exzellenter Schlittschuhläufer, der sich auch nicht für die Drecksarbeit in den Ecken zu schade ist. Neben den beiden Ausländern verfügen vor allem Emanuel Scelfo, Dan Tudin, Luca Ansoldi und Luca Felicetti über genügend Erfahrung. Scelfo ist nach wie vor für Tore gut, während Tudin, für den Oberbozen längst zur zweiten Heimat geworden ist, in seine neunte Saison bei den „Buam“ geht. Der 36-Jährige aus Kanada hat 390 Mal das Rittner Trikot übergestreift und dabei 464 Skorerpunkte (199 Tore) gesammelt. Ansoldi hat in den vergangenen Jahren zwar

Prognose:

etwas abgebaut, ist aber noch immer ein Stürmer, den jeder Trainer in seinen Reihen haben möchte. Neuzugang Luca Felicetti ist eine fleißige Arbeitsbiene, die nicht nur für Defensivaufgaben geeignet ist, sondern auch regelmäßig punktet. Neu ist auch Simon Kostner. Der 23-Jährige ist der Sohn des einstigen Rittner Trainers Erwin Kostner. Er hat in Mannheim und Finnland eine ausgezeichnete Ausbildung genossen, von der jetzt auch die Rittner Buam profitieren werden. Kostner ist ein steter Unruheherd, der auch mit dem nötigen Torriecher ausgestattet ist. Lorenz Daccordo, Alexander Eisath und Thomas Spinell stellen sich seit jeher in den Dienst der Mannschaft und sind in Klobenstein unverzichtbar. Dahinter drängen sich mit Julian Kostner, Mirko Quinz und Markus Spinell drei Nachwuchstalente auf, die ebenfalls ihren Beitrag zum vermutlich zweiten Meistertitel in der Vereinsgeschichte leisten werden.

Chris Holt (Donbass Donetsk/ KHL), Christian Borgatello (HC Pustertal), Andrea Ambrosi (HC Valpellice), Luca Felicetti (Cortina), Simon Kostner

Chris Mason (Augsburg/DEL), Gabe Guentzel (Asplöven/SWE2), Ruben Rampazzo (Davos/NLA), Maxime Moisand (Epinal/FRA), Matt Siddall (Innsbruck/EBEL), David Urquhart, Levi Nelson (beide Ziel unbekannt)

Andrea Ambrosi
Eric Johansson und Patrick Rissmiller (rechts)

Der Star ist die Mannschaft

Der HC Pustertal war in den vergangenen Jahren stets als einer der Favoriten in die Meisterschaft gestartet. Und auch heuer zählen die „Wölfe“ zu den Titelaspiranten. Und das, obwohl ein herausragender Spieler fehlt. Deshalb ist die Mannschaft der Star.

In den vergangenen zehn Jahren tummelten sich unzählige, vermeintliche Ausnahmekönner mit NHL-Erfahrung in Bruneck. Erstmals seit der Saison 2003/04 steht heuer kein Spieler im Pusterer Kader, der bereits in der besten Liga der Welt gespielt hat. Zum einen, weil auch in der östlichen Landeshälfte die Gelder knapper geworden sind. Zum anderen, weil die sportliche Leitung verstanden hat, dass ausrangierte, vermeintliche Stars, die ihren Leistungszenit längst überschritten haben, auch nicht den erhofften Erfolg gebracht haben. Deshalb setzt man in Bruneck in diesem Winter auf fleißige

Arbeiter und Spieler, die auch charakterliche Vorzüge haben. Zwei Ausländer wurden vorerst mit einem Probevertrag ausgestattet. Bei Redaktionsschluss war noch nicht klar, ob die Verträge mit Tuukka Mäkelä und Armands Berzins verlängert werden oder nicht. Das Duo wird aber mit größter Wahrscheinlichkeit in Bruneck bleiben.

Mario Richer bleibt der Chef

Mario Richer hatte Anfang dieses Jahres in Bruneck die Nachfolge von Mike Busniuk und Oly Hicks angetreten. Während seiner dreimonatigen Tätigkeit hatte der 49-jährige Franko-

kanadier bei den „Wölfen“ zwar einiges verändert und bewegt, der ersehnte Meistertitel blieb ihm aber verwehrt. Trotzdem wurde sein Vertrag verlängert. Richer konnte bei der Spielerwahl mitentscheiden und seinem Team während der kraftraubenden Vorbereitung das von ihm geforderte Spielsystem einfiltern. Dieses sieht hartes, offensives Eishockey vor. Richer bevorzugt das einfache, ehrliche Eishockey, das an das berühmte kanadische „Old-style“-Hockey erinnert. Viel Körpereinsatz ist bei seiner Spielweise gefragt. Deshalb legte er in der Vorbereitung den Schwerpunkt auf die konditionelle Verfassung

seiner Spieler, die bis zu drei Mal am Tag auf dem Eis oder in der Kraftkammer gefordert wurden.

Richer gilt als harter Hund, der über eine starke Persönlichkeit verfügt. Er begann seine Trainerlaufbahn bereits im Alter von 23 Jahren als Spielertrainer bei Avignon in Frankreich, arbeitete danach zehn Jahre lang in der kanadischen Nachwuchsliga QMJHL, ehe er 2009 erstmals nach Europa kam, zwei Jahre lang den EC Salzburg II in der österreichischen Nationalliga betreute und danach für knapp drei Saisonen die Graz 99ers in der EBEL als Headcoach anführte. Als Assistent wird ihm der 41-jährige Elmar Parth zur Seite stehen. Der ehemalige Grödner Torhüter sammelte bereits Erfahrung als CoTrainer beim HC Bozen und zuletzt in Cortina.

Jerry Kuhn beerbt Jean-Sebastien Aubin Nachdem in den vergangenen zwei Jahren der NHL-erfahrene Jean-Sebastien Aubin das Pusterer Tor gehütet hatte, ist fortan Gerald „Jerry“ Kuhn die neue Nummer eins bei den „Wölfen“. Der 28-jährige US-Boy hat in den vergangenen zwei Jahren sein Können beim EBEL-Nachzügler Olympia Laibach, wo er oft unter Dauerbeschuss stand, immer wieder unter Beweis gestellt. Kuhn zeichnen vor allem eine schnelle Beinarbeit und wieselflinke Reflexe aus.

HC Pustertal in Zahlen

Gegründet: 1954

Kontakt

HC Pustertal

Oberer Rienzdamm 3 39031 Bruneck

Telefon 0039 346 010 1495

Fax 0039 0474 410 811

info@hcpustertal.com www.hcpustertal.com

Präsident

-Infografik: M. Lemanski

Serie-A-Teilnahmen:

Spiele:

Siege:

Unentschieden:

Niederlagen:

Torverhältnis:

Größter Erfolg:

Stadion:

Vier Mal Vize-Italienmeister zuletzt (2013/2014)

Rienzstadion (Fassungsvermögen 2050 Zuschauer)

Höchster Heimsieg:

Höchster Auswärtssieg:

Höchste Heimniederlage:

Höchste Auswärtsniederlage:

(13. 1. 1994)

Mario Richer und Elmar Parth (rechts)

verlässlichen Torhüter entwickelt, der mit dem nötigen Talent

Er wird seinen Vorderleuten die nötige Sicherheit geben und dürfte zu den drei besten Torhütern der gesamten Liga gehören. Mit Philipp Kosta steht ein aufstrebender Goalie Gewehr bei Fuß. Der 22-Jährige hat sich in den vergangenen Jahren zu einem und Biss ausgestattet ist. Für Nachwuchshoffnung Gabriel Pramstaller dürfte die Serie A dagegen noch zu früh kommen.

HC Pustertal: Serie A-Bilanz gegen …

Eppan

Fassa

Gröden

Pos. Nr. Name Geboren cmkg

Tor

Abwehr

30 Philipp Kosta23.09.9117875

31 Gabriel Pramstaller05.06.9518988

35 Gerald Kuhn (USA) 20.03.8618087

9 Armin Hofer 19.03.8718493

20 Ivan Althuber28.03.9418890

21 Daniel Glira 25.03.9518887

22 Danny Elliscasis16.02.9318293

62 Armin Helfer31.05.8018897

73 Tuukka Mäkelä (FIN) 24.05.82190102

Hannes Tiefenthaler 17.07.9518885

Kaltern

6 Max Oberrauch 26.04.84184100

7 Lukas Crepaz06.01.9217769

8 Philip-Michael Devos (CAN) 26.04.9018081

10 Giulio Scandella 18.09.8318583

11 Simon Harrasser16.06.9616967

12 Armands Berzins (LAT) 27.12.83192100

13 Patrick Bona14.02.8117084

15 Viktor Schweitzer15.06.9218888

17 Benno Obermair17.01.9318875

18 Thomas Erlacher09.08.8818582

Jonas Thum 27.04.9717873 Angri

19 Alex Obermair14.05.9117878

90 Lukas Tauber 18.02.9017778

95 Michael Purdeller03.05.9517875

98 Patrick Rizzo18.06.8817180

Alex DeLorenzo Meo17.03.9716875

Filippo Gabriele05.02.97200114

Elias Thum 27.04.9718380

Durchschnitt: 23,4 Jahre 182,4 85,0

Trainer: Mario Richer (bestätigt)

Mailand

Neumarkt

Ritten

Sterzing

Valpellice

Insgesamt

-Infografik: Ch. Staffler

Abwehr könnte der Schwachpunkt sein

Die Pusterer Hintermannschaft muss den Abgang von Christian Borgatello und das Karriereende von Christian Mair, der mit 690 Einsätzen in 16 Jahren hinter Rekordmann Martin Crepaz (863) am zweitmeisten Spiele für seinen Heimatverein bestritten hat, verkraften. Das entstandene Loch sollen nun Daniel Glira, Ivan Althuber und Danny Elliscasis irgendwie schließen. Das Trio verfügt zwar über genügend Talent, die nötige

Prognose: Platz 3

Zugänge: Gerald Kuhn (Krefeld/ DEL), Tuukka Mäkelä (HJFK Helsinki/ FIN), Philip-Michael Devos (Florida Everblades/ECHL), Patrick Rizzo (HC Valpellice), Armands Berzins (Beibarys Atyrau/KAZ)

Abgänge: Jean-Sebastien Aubin (Angers/ FRA), Christian Borgatello (Ritten), Ryan O’Marra (Coventry/GBR), Darcy Campbell, Dennis McCauley, Kiel McLeod, Rob Sirianni, David Ling (alle Ziel unbekannt), Christian Mair (Karriereende)

Erfahrung dürfte aber fehlen. Deshalb sind Armin & Armin noch mehr gefordert. Armin Helfer und Armin Hofer zählen längst zu den solidesten und verlässlichsten Verteidigern in Südtirol und haben auch auf internationalem Niveau bewiesen, dass sie es mit jedem Angreifer aufnehmen können. Die beiden Leader werden aber noch mehr Verantwortung übernehmen und gemeinsam mit Rückkehrer Tuukka Mäkelä für größtmögliche Stabilität sorgen müssen. Der finnische „Bär“ hatte bereits in der Saison 2012/13 36 Spiele für den HCP bestritten. Der Finne gilt als klassischer stay-at-homeVerteidiger, der hart, aber fair zu Werke geht. Vor zwei Jahren hat er sich stets in den Dienst der Mannschaft gestellt und war bei seinen Mitspielern sehr beliebt. Dank seiner Gardemaße wird Mäkelä für viel Wasserverdrängung vor dem eigenen Tor sorgen und auch als „Polizist“ fungieren.

Philip-Michael Devos – der Zauberer, Armands Berzins – der Arbeiter Im Angriff sollen die beiden ausländischen Mittelstürmer Philip-Michael Devos und Armands Berzins die Fäden ziehen. Während ersterer ein Zauberer ist, ist der andere ein harter Arbeiter. Devos spielt erstmals in Europa und hatte in der Vorbereitung etwas Mühe, sich an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Trotzdem könnte sich der

Philip-Michael Devos

24-jährige Kanadier als echter Glücksgriff erweisen. Devos bringt nicht nur gute Statistiken mit nach Bruneck, sondern er gilt auch als guter Schlittschuhläufer, der mit einem harten Schuss und einer exzellenten Übersicht ausgestattet ist. In der Quebec Major Junior Hockey League (QMJHL) hat sich der quirlige und wendige Angreifer auch als Unterzahlspezialist einen Namen gemacht.

In der QMJHL war Devos drei Jahre Kapitän und bestritt 375 Spiele, wobei ihm 352 Skorerpunkte gelangen (134 Tore). In den vergangenen drei Saisonen spielte der technisch versierte Angreifer in der ECHL (69 Punkte in 78 Spielen) und AHL (59 Punkte in 161 Spielen), wo er 2012 mit den Norfolk Admirals den „Calder Cup“ gewann. Berzins ist dagegen ein kompletter Center, der defensiv wie offensiv kaum Schwächen hat. Er ist sich nicht zu schade, die Drecksarbeit zu erledigen, hat stets ein Auge für seine Mitspieler und weiß auch seinen Körper einzusetzen. Der 30-jährige Lette hat bereits in Kasachstan, Weißrussland, Ukraine, Finnland, Slowakei, Tschechien und in Nordamerika (ECHL) gespielt und bringt jede Menge internationale Erfahrung mit. Der groß gewachsene Angreifer hat bereits an drei Olympischen Spielen und sieben A-Weltmeisterschaften teilgenommen. Giulio Scandella geht bei den „Wölfen“ in seine dritte Saison. Der Italokanadi-

Simon Harrasser, Daniel Glira, Armin Hofer (verdeckt) und Patrick Bona (von links)

er zählt zu den torgefährlichsten und schnellsten Spielern der Liga, dem allerdings das Image des „ewigen Verlierers“ anhaftet.

Patrick Rizzo kehrt nach sechs Jahren in der Fremde nach Bruneck zurück und wird dank seines großen Kämpferherzens eine Bereicherung sein. „Scharfschütze“ Max Oberrauch und „Turbostürmer“ Patrick Bona brachten zuletzt konstant gute Leistungen und sind aus dem Pusterer Kader nicht mehr wegzudenken. Auf ihren Schultern wird erneut eine große Last liegen. Schließlich muss der Rest der Offensivabteilung erst noch den Beweis erbringen, den Anforderungen gewachsen zu sein. Thomas Erlacher und Lukas Tauber wurden zuletzt durch Verletzungen gestoppt. Lukas Crepaz, Viktor Schweitzer, Benno und Alex Obermair waren oft nur Mitläufer und müssen sich steigern. Schließlich lauern einige aufstrebende Nachwuchshoffnungen um Michael Purdeller und Simon Harrasser auf ihre Chance.

Das Halb nale ist keine Utopie

In der vergangenen Saison war in der Halb nal-Quali kation Endstation. In diesem Winter ist der Einzug in die Vorschlussrunde für die Broncos Sterzing Weihenstephan keine Utopie. Für so manchen Experten zählen die „Wildpferde“ sogar zu den Geheimfavoriten.

Vorallem die Reduzierung der Ausländer könnte ein Vorteil für die Broncos sein, die seit Jahren auch dank der Sterzinger Sportoberschule über eine exzellente Jugendarbeit verfügen. Wenn alle Spieler gesund bleiben und die vier Gastarbeiter wie Bomben einschlagen, dann wird so mancher Gegner einen schweren Stand haben. Schließlich haderte Sterzing in der abgelaufenen Spielzeit mit dem Verletzungspech und hatte bei der Auswahl der Transferkartenspieler nicht immer das beste Händchen, weshalb sich ein Dutzend Ausländer sprichwörtlich die Türklinke in die Hand gab.

Axel Kammerer hat weiterhin auf der Bank das Sagen Der Vertrag mit Trainer Axel Kammerer wurde verlängert. Der 50-Jährige

aus Bad Tölz hatte im Februar dieses Jahres den glücklosen Zdenek Travnicek hinter der Bande abgelöst und in den wenigen Wochen ausgezeichnete Arbeit geleistet. Seine Trainerkarriere begann Kammerer in der Saison 2000/01, als ihn der „Alpenvulkan“ Hans Zach als Assistent zu den Kassel Huskies in die DEL holte. Kammerer gilt so wie sein Lehrmeister und großer Mentor als sehr temperamentvoller Übungsleiter und exzellenter Motivator. Der Bayer treibt seine Spieler, mit denen er sehr viel spricht, stets zu Bestleistungen. Der 135-fache ehemalige deutsche Nationalspieler ist ein akribischer Arbeiter, der auf ein hart arbeitendes, gut in der Defensive organisiertes Team setzt und taktisch diszipliniertes Personal bevorzugt. Er liebt geradliniges Eishockey und fordert von seinen Spielern den bedin-

gungslosen Zug zum Tor. „Mein Vorbild ist die Spielweise von Dortmund im Fußball. Das schnelle Umschalten von Abwehr auf Angriff ist für mich der Schlüssel zum Erfolg“, verrät Kammerer, der vier Jahre als Assistenz- und neun Jahre als Headcoach in Deutschland gearbeitet hat, ehe er erstmals den Sprung ins Ausland wagte.

Als Assistent steht dem Chef Alex Gschliesser zur Seite. Der 41-jährige Ex-Stürmer gilt als lernwilliger, aufstrebender Trainer, der bei der Weltmeisterschaft in Minsk dem Betreuerstab der italienischen Nationalmannschaft angehörte. Um die Torhüter wird sich in der kommenden Saison Michael Schmidt kümmern. Der 47-jährige Deutsche stand bis 1994 selbst zwischen den Pfosten.

Erneut ist ein Finne die Nummer eins Nach Marko Leinonen und Joni Myllykoski, baut Sterzing mit Jon Puurula erneut auf einen finnischen Torhüter. Der 32-Jährige wurde den „Wildpferden“ von seinem Vorgänger Myllykoski empfohlen. In der Vorbereitung deutete Sterzings neue Nummer eins an, was in ihr steckt. Puurula ist ein sehr ruhiger Torhüter, der die gegnerischen Angreifer vor allem beim Nachschuss mit blitzschnellen Reflexen zur Verzweiflung bringen kann. Der sehr agile Schlussmann bestritt insgesamt 175 Liiga-Spiele und stand 106 Mal in

Axel Kammerer

der zweithöchsten finnischen Spielklasse seinen Mann, wo er mit Sport Vasa zwei Mal Meister wurde. Zudem sammelte Puurula Erfahrung in Russland (Salavat Julaew Ufa) und in Dänemark (Aalborg). Im Sommer 2009 wollte der U18-Weltmeister von 2000 seine Karriere beenden, setzte ein Jahr lang aus und kehrte noch stärker zurück. Puurula ist kein typischer Finne: Er ist alles andere als kalt und verschlossen, sondern ein sehr aufgeschlossener Typ, der auch über Führungsqualitäten verfügt. Er lief in Vergangenheit immer wieder in den wichtigen Spielen und pünktlich zu den Play-offs zur Höchstform auf.

Der Ersatz von Puurula ist Dominik Steinmann. Der 25-Jährige konnte bisher nur selten sein Können unter Beweis stellen. Wenn er jedoch gebraucht wurde, dann war „Steini“ zur Stelle.

Matti Näätänen wird in der Abwehr die Fäden ziehen

In der Abwehr ruhen nach dem Abgang von Derek Eastman die Hoffnungen auf Matti Näätänen. Der 31-jährige Finne hat schon vieles in der Eishockey-Welt gesehen. Neben den beiden höchsten Ligen in Finnland war der Rechtsschütze auch in Norwegen, Tschechien, Österreich, Schweden und Dänemark aktiv. Zuletzt allerdings fast nur noch durchwegs in den zweiten Ligen der jeweiligen Länder. Die letzte

höchsten Spielklassen verNorwegen bei Frisk Asker, wo er

schen Unterhaus zu einem der testen Abwehrspieler. In

komplette Saison in einer der höchsten Spielklassen verbrachte Näätänen 2005/06 in Norwegen bei Frisk Asker, wo er mit 22 Toren sein erfolgreichstes Jahr zu verzeichnen hatte. Damals war er allerdings noch Stürmer. Vor sechs Jahren wurde er bei Jokipojat zum Verteidiger umfunktioniert und entwickelte sich im finnischen Unterhaus zu einem der stärksten und konstantesten Abwehrspieler. In der abgelaufenen Spielzeit

Broncos Sterzing in Zahlen

Gegründet: 1948

Kontakt

Amateur W.S.V. Sterzing Eissport GmbH

Karl-Riedmann-Platz 1

39049 Sterzing

Telefon 0039 0472 767778 Fax 0039 0472 762497 info@broncos.it www.broncos.it Serie-A-Teilnahmen:

-Infografik: M. Lemanski

993:1064

Größter Erfolg: Vize-Italienmeister in der Saison 1997/98

Stadion: Weihenstephan-Arena (Fassungsvermögen 1500 Zuschauer)

Höchster Heimsieg: 12:1 gegen LSC Vinschgau (11. 10. 1997)

Höchster Auswärtssieg: 6:0 gegen LSC Vinschgau (12. 10. 1999)

Höchste Heimniederlage: 3:8 gegen HC Pustertal (30. 12. 1999)

Höchste Auswärtsniederlage: 0:11 gegen Asiago (21. 11. 2000)

Puurula

war der Offensivverteidiger eine feste Größe beim ESV Kaufbeuren. Mit 30 Toren (davon elf in Überzahl) in 68 Spielen sicherte er sich unter allen DEL2-Verteidigern die Torjägerkrone. Näätänen ist ein sehr guter Eisläufer, der in der Defensive zuverlässig und kompromisslos, aber nicht überhart spielt und im Powerplay sehr gefährlich ist. Seine stärkste Waffe ist aber sein Schuss. Das werden die gegnerischen Torhüter in den nächsten Monaten am eigenen Leib zu spüren bekommen.

An der Seite von Näätänen wird Daniel Maffia spielen. Der 21-Jährige gilt als aufstrebendes Abwehrtalent, das bereits in der vergangenen Saison positiv in Erscheinung getreten ist. Den zweiten Block werden Fabian Hackhofer und Michael Messner bilden. Während für Messner dasselbe wie für Maffia gilt, wird Hackhofer heuer noch mehr Verantwortung übernehmen müssen. Seine körperlichen Defizite macht der 24-Jährige mit seinem Spielinstinkt und seinem mühelosen Eislaufen wett. Kapitän Philipp Pircher und Simon Baur werden das dritte Paar bilden. Das Duo zeigte zuletzt vor niemandem Respekt und wird erneut den richtigen Beton vor dem eigenen Tor mischen.

„Canadian Power“ im Angri Einiges deutet darauf hin, dass Chris St. Jacques und Jordan Owens das Potenzial haben, das torgefährlichs-

Chris St. Jacques

Kanadier bringen exzellente Referenzen und beste Voraussetzungen mit, weshalb sich die gegnerischen Hintermannschaften warm anziehen müssen. St. Jacques wird als Mittelstürmer der Kopf der Sterzinger Offensivabteilung sein. Der 31-Jährige war in Vergangenheit zwar nie der fleißigste und fitteste Crack, verfügt aber über eine unglaubliche Spielintelligenz. Der bullige Angreifer ist ein guter, schneller und stocktechnisch versierter Eisläufer. Er gilt als sehr mannschaftsdienlicher Spieler, der sowohl in der offensiven als auch defensiven Zone eine körperbetonte Spielweise an den Tag legt. St. Jacques, der in Unterund Überzahl Regie führen wird,

verfügt über jede Menge Führungsqualitäten und den nötigen Torinstinkt. Jordan Owens ist dagegen auf dem Flügel zu Hause, obwohl er auch schon als Center gespielt hat. Er ist ein sehr schneller und hart spielender Stürmer, der das geradlinige Spiel bevorzugt und stets ein Auge für seine

und Überzahl Regie führen wird,

Blaze/GBR), Louis Liotti, Trevor Jon te Sturmduo der Liga zu werden. Die beiden

Prognose: Platz 4

Zugänge: Joni Puurula (Arlan Kokshetau/KAZ), Matti Näätänen (Kaufbeuren/ DEL2), Chris St. Jacques (Bietigheim/ DEL2), Jordan Owens (South Carolina Stingrays/ECHL), Philipp Grandi (Meran)

Abgänge: Joni Myllykoski (HPK Hämeenlinna/FIN), Derek Eastman (Gröden), Roman Erat (Horacka Slavia Trebic/TCH2), Derek Lee (Coventry Blaze/GBR), Louis Liotti, Trevor Jon Caig, Chris Knowlton, David Ludvik (alle Ziel unbekannt)

Christian Sottsas und Jordan Owens (rechts)

Mitspieler hat. Der 28-Jährige gilt als harter Arbeiter, der stets bis zum Umfallen kämpft. Owens bringt die Erfahrung von 363 AHL-Spielen mit in die Fuggerstadt. Den Paradeblock vervollständigen wird voraussichtlich Ivan Deluca. Das 17-jährige groß

gewachsene Talent hat bereits in der vergangenen Saison Erstliga-Luft geschnuppert und sich sogar in die Torschützenliste eingetragen. Mit Hannes Stofner, Florian Wieser, Patrick Mair, Christian Sottsas, Gunnar Braito und Daniel Erlacher

stehen sechs „gestandene“ Stürmer im Team von Axel Kammerer. Tobias Kofler und Neuzugang Philipp Grandi führen die junge Garde an, der Jonas Steiner, Ivan Seeber, Tommy Kruselburger und David Gschnitzer angehören.

Broncos Sterzing: Serie A-Bilanz gegen …

-Infografik: Ch. Staffler

Die regelmäßige Wartung der Heiz- und Lüftungsanlage garantiert eine optimale Energieausnutzung und reine Luft. Unsere Mitarbeiter führen die Überprüfungen gewissenhaft durch, dokumentieren die Kontrolle, können notwendige Arbeiten gleich ausführen und beraten Sie in den verschiedensten Bereichen.

VORTEILE: geringerer Verbrauch, dauerhafte Effizienz, höherer Wirkungsgrad, Langlebigkeit der Anlage.

Neue gesetzliche Bestimmung: Heizungs- und Kühlanlagen ab 10 KW müssen ab den 15 .10. 2 014 verpflichtend gewarte t werden. Infos unter Tel. 0472 975 180.

www.mader.bz.it

Philipp Pircher

Erster Meistertitel soll Flügel verleihen

Die letzte Saison wird in die Geschichte des HC Neumarkt Riwega eingehen. Am 5. April 2014 sicherten sich die Unterlandler mit dem Gewinn der Inter National League (INL) den ersten Meistertitel in der 51-jährigen Vereinsgeschichte (sieht man vom Serie C-Titel in der Saison 1981/82 ab). Deshalb kann Neumarkt in diesem Winter unbekümmert und ohne Druck aufspielen.

Mitte

Februar hatten die „Wildgänse“ erstmals überhaupt ein Endspiel erreicht; das A2-Finale gegen den HC Eppan aber überaus unglücklich mit 3:4 n.P. verloren. Die zweite FinalTeilnahme konnten sie sieben Wochen später gegen den EHC Bregenzerwald erfolgreich gestalten und das VerliererImage endlich ablegen. Schließlich war Neumarkt in den Jahren zuvor immer als einer der Titelaspiranten in die Meisterschaft gestartet, am Ende aber jeweils mit leeren Händen dagestanden. Der Vorstand um Präsident Ivo Visintin hatte in den Sommermonaten große Bedenken, in die Serie A zurückzukehren. Dieser Schritt ist aber längst überfällig, da Neumarkt über einen konkurrenzfähigen Kader, gespickt mit starken Ausländern und vielversprechenden Einheimischen, verfügt. Den

zum Ziel gesetzten Play-off-Einzug wird der amtierende INL-Meister mit größter Wahrscheinlichkeit auch schaffen.

Mike Flanagan folgt auf Meistertrainer Teppo Kivelä Weil der finnische Meistertrainer Teppo Kivelä aus persönlichen Gründen nicht nach Neumarkt zurückkehren wollte, musste sich der HCN nach einem neuen Übungsleiter umsehen. Fündig wurde er bei Mike Flanagan, der ein ausgewiesener Fachmann ist. Der 45-jährige Kanadier verfügt über eine 13-jährige Trainererfahrung und kennt bereits die Serie A. Schließlich hat Flanagan in den vergangenen zwei Jahren überaus erfolgreich beim HC Valpellice gearbeitet. In der Saison 2012/13 führte er die Piemontesen zum Gewinn des Italienpokals und

DerHCNeumark tR iwegabedank ts ichbei seine nWerbepartnern

Mike Flanagan

zum Vizemeistertitel. Zudem wurde er zum besten Trainer der Serie A ausgezeichnet. Flanagan versteht es ausgezeichnet, mit jungen Spielern zu arbeiten, weil er neun Jahre lang in den nordamerikanischen Nachwuchsligen gecoacht. Vor seinem Wechsel nach Europa war Flanagan Assistenztrainer bei den Norfolk Admirals in der AHL und gewann in der Saison 2011/12 den „Calder Cup“. Der Kanadier ist ein moderner Trainer, der von seinen Spielern größten Einsatz verlangt und attraktives Eishockey spielen lässt.

Im Tor steht Thomas Tragust Zwischen den Pfosten tritt Thomas Tragust die Nachfolge von Alex Caffi an. Der 28-jährige Butterfly-Goalie aus Goldrain bringt sehr viel Erfahrung ins Unterland. „Tschomby“ hat bereits vier

Jahre lang in der Serie A1 gespielt, aber auch in der 2. Deutschen Bundesliga und in der EBEL sein Können unter Beweis gestellt. Der ehemalige Nationaltorhüter strahlt sehr viel Ruhe auf seine Vorderleute aus, ist mit den nötigen Reflexen ausgestattet und wird auch in dieser Saison so manchen Angreifer zur Verzweiflung bringen. Sein Ersatz Tizian Giovanelli ist derzeit wahrscheinlich Südtirols in dieser Saison so fer zur Verzweiflung

Südtirols

HC Neumarkt in Zahlen

Gegründet: 1963 Kontakt

Amateurhockeyclub Neumarkt Romstraße 14

39044 Neumarkt

Telefon 0039 0471 813614 Fax 0039 0471 813613 hc-neumarkt@dnet.it www.hc-neumarkt.com

größtes Torhütertalent, das in der vergangenen Saison maßgeblich zum U18-Meistertitel beigetragen hat.

Die Abwehr ist dünn besetzt

Die Abwehr könnte sich bei Neumarkt als Schwachstelle erweisen. Zum einen steht mit Steve Pelletier vorerst nur ein Ausländer in der Hintermannschaft, zum anderen fehlt den Eigengewächsen Kevin Zucal, Daniele Cataldi und Tobias Brighenti die nötige Erfahrung. Deshalb werden Pelletier, Christian Willeit, Manuel Bertignoll und Alexander Sullmann Überstunden leisten müssen. Pelletier hat damit kein Problem. Der 31-jährige Frankokanadier, der bei Neumarkt in seine fünfte Saison geht, kann pro Spiel mühelos 40 Minuten lang auf

Serie-A-Teilnahmen: Spiele: Siege: Unentschieden: Niederlagen: Torverhältnis: Größter Erfolg:

Ivo Visintin
Thomas Tragust

dem Eis stehen. In der zweihöchsten Spielklasse hat der Offensivverteidiger seine Skorerqualitäten längst unter Beweis gestellt (237 Punkte in 182 Spielen), weshalb seine Tore auch im Oberhaus gefragt sein werden. Willeit war in der vergangenen Saison lange Zeit nicht die gewünschte Verstärkung. Der 27-jährige Brunecker machte sich im alles entscheidenden dritten Finalspiel der INL allerdings „unsterblich“, als er in der Verlängerung den Treffer zum 2:1-Sieg erzielte. Der ehemalige Nationalverteidiger steht heuer in der Pflicht. Manuel Bertignoll und Alexander Sullmann sind aufgrund ihrer physischen Vorzüge wichtige Stützen im Neumarkter Defensivverbund.

machte sich im alles

Der Angri ist das Prunkstück In der Offensivabteilung steckt sehr viel Potenzial, obwohl mit Stefano Margoni, Markus Simonazzi und Hannes Walter drei Aktivposten nicht

Asiago Cortina

Eppan

Fassa

Gröden

Kaltern

Mailand

Pustertal

Ritten

Sterzing

Valpellice

Insgesamt

Prognose: Platz 7

Abgänge:

Thomas Tragust (Eppan), Manuel Lo Presti (Mailand), Alex Berry (Fredrikshavn/DAN), Eric Lampe (Oji/Asia League), Flavio Faggioni Alex Caffi (Mailand), Ondrej Nedved (Hodonin/TCH3), Hannes Walter (Auer), Tomi Wilenius (Graz/EBEL), Jimmy Kilpatrick (Ziel unbekannt), Martin Rizzi, Markus Simonazzi, Stefano Margoni (alle

mehr zur Verfügung stehen.

Rudi Locatin, Paolo Bustreo, Titelgarant Enrico Dorigatti, der mit dem HC Bozen bereits drei Mal Italienmeister war, sowie die beiden Neuzugänge Flavio Faggioni und Manuel Lo Presti haben allesamt bereits auf hohem Niveau und teilweise sogar in der Nationalmannschaft gespielt. Michael Sullmann und Matteo Peiti sind überaus talentiert und stets für Tore gut. Dahinter tummeln sich mit Alex Nagele, Alessio Piroso und Martin Graf zahlreiche Nachwuchshoffnungen, die zuletzt den U18-Meistertitel gewonnen haben.

HC Neumarkt: Serie A-Bilanz gegen …

Die Hoffnungen ruhen aber auf den beiden 28-jährigen US-Boys Eric Lampe und Alex Berry. Lampe wird aufgrund seiner Schnelligkeit für die nötige Durchschlagskraft, aber auch für viele Tore sorgen. Der U18-Weltmeister von 2003 hat sich vor allem in der ECHL einen Namen gemacht, wo er einen Punkt pro Spiel sammelte. In der vergangenen Saison spielte er erstmals außerhalb von Nordamerika und hatte in der Asia League mit +60 den besten Wert in der aussagekräftigen Plus-Minus-Wertung. Alex Berry ist der Sohn des langjährigen NHL-Trainers Bob Berry. Der großgewachsene Angreifer kann sowohl als Center, als auch als Flügelstürmer eingesetzt werden. Berry bringt ausreichend AHL-Erfahrung mit und hat in der Saison 2010/11 bei den Norfolk Admirals bereits Bekanntschaft mit seinem jetzigen Trainer gemacht. Er ist ein harter Arbeiter, der über den nötigen Zug zum Tor verfügt und eine körperbetonte Spielweise bevorzugt.

(Meran)
Stefano
Christian Willeit

Auf die Ausrüstung kommt es an

Bauer ist weltweit der führende Ausrüster in Sachen Eishockey. Bauer produziert Helme, Handschuhe, Schläger, Schlittschuhe, Schienbeinschoner, Schulterund Ellenbogenschoner sowie Torhüterausrüstung. Ohne diese Utensilien geht im schnellsten Mannschaftssport der Welt gar nichts.

Seit 2012 gibt es in der Bozner Puccinistraße 12 das Fachgeschäft „Spirit of Hockey“, das der italienische Vertriebspartner für Bauer-Produkte und ein Ableger des deutschen Unternehmens „Schanner“ ist. Geführt wird der Shop in Bozen vom ehemaligen Grödner Nationalspieler Guido Paur, dem mit Daniel Gamper und Armin Fiechter zwei kompetente Mitarbeiter zur Seite stehen. „Bauer ist auf dem Weltmarkt der führende Eishockeyanbieter. Bei den Produkten steht die Sicherheit der Spieler im Vordergrund. Jedes Jahr kommen neue, bis ins kleinste Detail ausgetüftelte Produkte auf den Markt“, versichert Paur.

Neuer Schulterschutz kommt ohne Plastik aus Eine Weltneuheit bietet Bauer im Schulterschutzbereich an. Der „Vapor APX2“ ist der erste Schulterschutz, der ohne Plastik auskommt. Er wird nach der „Aerolite-Technologie“

hergestellt und wiegt 30 Prozent weniger als ein herkömmlicher Schulterschutz. Die konische Passform ermöglicht eine noch bessere Beweglichkeit. Zudem verfügt der „Vapor APX2“ über die „37.5-Technologie“, die sechs Mal schneller trocknet als vergleichbare andere Produkte und die Körperwärme des Sportlers optimal verdampfen lässt.

Eine weitere Neuheit stellt der Helm Re-Akt 100 dar. Dieser ist mit den neuesten Technologien ausgestattet und sorgt für einwandfreien Schutz und Komfort. „Nachdem es zuletzt immer wieder schwere Gehirnerschütterungen gab, wurde dieser neue Helm entwickelt. Durch die Beweglichkeit des Innenpolsters wird das

Gehirn bei Einwirkungen auf den Helm zusätzlich geschützt“, erklärt Paur. Neu auf dem Markt gekommen, sind auch die Schlittschuhe „Supreme MX3“ und „Nexus 8000“. Bei „Spirit of Hockey“ findet man eigentlich alles, was das Eishockeyherz begehrt. Neben Ausrüstungsgegenständen gibt es auch jede Menge Zubehör. „Wir rüsten nicht nur Profis aus, sondern auch Jugend- und Hobbyspieler“, erklärt Paur.

Der „Bauer-Day“ bei „Spirit of Hockey“ war ein großer Erfolg.

Vom Mitfavoriten zum Favoritenschreck

61 Jahre nach der erstmaligen und elf Jahre nach der bisher letzten Serie A-Teilnahme kehrt der HC Gherdeina valgardena.it ins Oberhaus zurück. Die Ladiner werden zwar nicht an die glorreichen Zeiten anknüpfen können, das Erreichen des Play-o könnte aber bereits als Erfolg bezeichnet werden.

Vor45 Jahren wurde der HC Gröden zum ersten Mal, 1981 zum vierten und bisher letzten Mal Italienmeister. Gröden ist nicht nur einer der erfolgreichsten Vereine, sondern mit 37 Serie A-Teilnahmen die Nummer sechs hinter dem HC Bozen (59), Cortina (48), Alleghe (46), Asiago (44) und dem HC Pustertal (40). Deshalb ist es auch verständlich, dass Eishockey im Tal der Holzschnitzer eine große Tradition hat und eine noch größere Euphorie auslösen kann. Die Ladiner werden auf alle Fälle eine Bereicherung für die Liga sein. Zählte der HCG in den vergangenen Jahren in der zweithöchsten Spielklasse oder in der INL zu den Favoriten, so könnte er in diesem Winter zum Favoritenschreck werden und mit Sicherheit dem einen oder anderen Titelaspiranten ein Bein stellen.

Wiedersehen mit Jarno Mensonen Mit Albert Perathoner gibt es beim HC Gröden nicht nur einen neuen Präsidenten, sondern mit Jarno Mensonen auch einen neuen Trainer. Der 43-jährige Finne ist hierzulande ein alter Bekannter: In der Saison 2012/13 führte er den HC Eppan zum A2-Meistertitel, ehe er in seine Heimat zurückkehrte und zuletzt in der dritthöchsten Spielklasse arbeitete. Mensonen ist kein Defensiv- oder Offensivfanatiker: Es muss einfach die Balance zwischen Angriff und Abwehr stimmen. Er propagiert eine aktive und schnelle Spielweise. Trotz seiner kühlen nordischen Art kann Mensonen auch hart durchgreifen, wenn es sein muss. Er genießt den höchsten Respekt und Rückhalt seitens des Teams, von dem er stets maximalen Einsatz verlangt. Der ehemalige Flügelstürmer ist ein penibler Analytiker und studiert den Gegner, aber auch die eigene Mannschaft bis ins kleinste Detail. Mensonen ist ein sehr umgänglicher Mensch mit guten Deutschkenntnissen. Zu Beginn seiner Trainerkarriere betreute Mensonen die U20-Mannschaft von Heki. 2007 landete er beim HC Innsbruck, wo er zuerst Assistent des derzeitigen deutschen Nationaltrainers Pat Cortina und des leider viel zu früh verstorbenen Ron Kennedy war. Danach führte er die Nordtiroler zwei Jahre als Headcoach durch die österreichische Nationalliga. In Wolkenstein wird ihm Walter Ploner als Assistent mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Jarno Mensonen
Mark Demetz

Auf Mark Demetz ist Verlass Im Tor baut der HC Gröden auf Mark Demetz, der zwischen 2011 und 2013 in Eppan bereits unter Mensonen gespielt hat. Dort machte sich der Linkshänder in der Meistersaison „unsterblich“, als er in der gesamten Finalserie gegen Sterzing ohne Gegentreffer blieb und für insgesamt 363.13 Minuten ungeschlagen war. Der 34-Jährige, der mit dem HC Mailand als Ersatztorhüter drei Mal Meister geworden war, zählt zu den erfahrensten und stärksten einheimischen Schlussmännern. Demetz verfügt über ein gutes Stellungsspiel und strahlt sehr viel Ruhe auf seine Vorderleute aus. Mensonen wird dem Routinier die eine oder andere Verschnaufpause gönnen, da er blindes Vertrauen in Luca Burzacca hat. Martin Bergmeister soll behutsam an das Serie A-Niveau herangeführt werden.

Zwei US-Boys sollen Abwehr führen

Auch in der Abwehr kann Mensonen auf ein Mosaiksteinchen aus dem Eppaner Meisterteam zurückgreifen. Jake Newton hatte vor zwei Jahren nicht nur im Überetsch einen bleibenden Eindruck hinterlassen und wurde zum „Spieler des Jahres“ der gesamten Serie A2 gewählt. Der bald 26 Jahre alte US-Amerikaner ist ein kompletter Verteidiger, der defensiv wie offensiv keine Schwächen hat. Der Allrounder bestach in der Saison

2012/13 vor allem durch seine eisläuferischen Fähigkeiten und war ein echtes Vorbild. In 55 Spielen für die „Piraten“ gelangen ihm 48 Skorerpunkte (26 Tore). Newton, der durchaus das Zeug hat, ligaweit der beste

HC Gröden in Zahlen

Gegründet: 1927 Kontakt

HC Gherdeina ASD Str. Nives 17 39048 Wolkenstein Telefon 0039 0471 794409 Fax 0039 0471 794409 info@hcgardena.com www.hcgherdeina.com

Serie-A-Teilnahmen: Spiele: Siege: Unentschieden: Niederlagen: Torverhältnis:

Größter Erfolg:

Stadion:

(Fassungsvermögen 2000 Zuschauer) Vier Mal Italienmeister (zuletzt 1980/1981)

Höchster Heimsieg:

Höchster Auswärtssieg:

gegen Valpellice (5. 2. 1977) 17:2 gegen

Höchste Heimniederlage:

Höchste Auswärtsniederlage:

-Infografik: M. Lemanski
Albert Perathoner
837
Derek Eastman
Daniele Veggiato

Verteidiger zu werden, soll gemeinsam mit Derek Eastman das Grödner Überzahlspiel beleben. Eastman ist ein klassischer Offensivverteidiger, der nach zwei Jahren bei Sterzing an seine ehemalige Wirkungsstätte zurückkehrt. Im Grödner Tal ist der 34-Jährige nicht nur sportlich, sondern auch privat glücklich geworden. In der Saison 2011/12 war Eastman, der mit einem harten und präzisen Schuss ausgestattet ist, mit 76 Punkten (27 Tore) der mit Abstand punktbeste Defensivspieler in der Serie A2. Aber auch in Sterzing unterstrich der exzellente Eisläufer und Stocktechniker seine Skorerqualitäten: 64 Punkten in der A2 ließ er in der abgelaufenen Saison 40 Zähler in der A1 folgen.

Prognose: Platz 8

Zugänge: Derek Eastman (Sterzing), Jake Newton (Bridgeport Sound Tigers/ AHL), Daniele Veggiato (Eppan), Anthony Nigro (Idaho Steelheads/ECHL), Justin Maylan (Herning/DAN)

Abgänge: Steve Birnstill (Frederikshavn/ DAN), Jakub Schejbal (Dukla Jihlava/ TCH2), Michal Chvostek (Novy Jicin/ TCH3), Dylan Stanley (Feldkirch/INL)

Zwei Kanadier sollen

Angriff wird nordamerikanisch geprägt sein.

ebenfalls Erfah-

sowie die beiden Nach-

Kapitän Fabrizio Senoner und Benjamin Bregenzer bringen ebenfalls Erfahrung im Oberhaus mit. Marco Senoner sowie die beiden Nachwuchshoffnungen Simon Vinatzer und Daniel Costa werden als Ergänzungsspieler fungieren.

Die beiden Kanadier Justin Maylan und Anthony Nigro sind zwar noch jung, könnten aber durchaus

Asiago

Cortina

Eppan

Fassa

Kaltern

Mailand

Neumarkt

HC Gröden: Serie A-Bilanz gegen …

Unentschieden Siege Spiele

Pustertal Ritten

Insgesamt

-Infografik: Ch. Staffler

Liga „rocken“.

Maylan ist ein kreativer Mittelstürmer sowie ein schneller und sicherer Schlittschuhläufer. Er verfügt über exzellente Spielmacherqualitäten tore Tore

und eine hervorragende Übersicht. In der vergangenen Saison wusste Maylan mit 38 Punkten in 40 Spielen bei Herning in Dänemark voll zu überzeugen. Anthony Nigro spielt dagegen erstmals in Europa. Der 24-Jährige ist nicht mit dem in Gröden unvergessenen Frank Nigro verwandt. Er gilt als ZweiWege-Stürmer, der auf den Kufen zwar nicht der Stabilste ist, dieses Manko aber mit seinen technischen Fähigkeiten wettmacht. Nigro hat bereits 181 AHL-Spiele auf dem Buckel und kann auf allen drei Stürmerpositionen eingesetzt werden. Die beiden Gastarbeiter werden gemeinsam mit dem 36-jährigen Daniele Veggiato, der mit seinem Heimatverein HC Alleghe mehr als 700 Serie A-Spiele bestritten und von seiner Torgefährlichkeit wenig eingebüßt hat, die Offensivabteilung ankurbeln. Matthias Fauster, Ivan Demetz, Rupert Stampfer und Benjamin Kostner werden den zahlreichen Eigengewächsen um Gabriel Vinatzer und Fabio Kostner eine wichtige Stütze sein.

Justin Maylan

„Piraten“ schlagen neuen Kurs ein

Beim HC Eppan ist fast alles neu. Neuer Trainer, neuer Torhüter und vier neue Ausländer. Nicht neu ist für die „Piraten“ die Serie A. Bereits im Winter 1999/2000 und 2003/04 haben sie in der höchsten Spielklasse mitgemischt. So wie damals werden sie wohl auch in der heurigen Saison Lehrgeld bezahlen müssen.

Eppan hat sich in den vergangenen 13 Jahren zu einem Serie A2-Spezialisten gemausert und fünf Mal den Meistertitel gewonnen. Im Oberhaus dürfte dem Piratenschiff aber ein viel rauherer Wind entgegenblasen. Sollte es vom Kurs nicht abkommen, dann könnte es im Frühjahr sogar in den Play-off-Hafen einfahren.

Patrice Lefebvre muss sich beweisen Neuer Steuermann auf dem Piratenschiff ist Patrice Lefebvre. Der 47-jährige Italokanadier, der mit einer Italienerin verheiratet ist, hat erst vor vier Jahren seine großartige Spielerkarriere bei Real Turin beendet. 27 Jahre lang war der kleingewachsene Stürmer als „Giftzwerg“ in Nordamerika, Frankreich, der Schweiz, Großbritannien und Italien von seinen Gegenspielern gefürchtet. Aber nicht nur, weil er in seiner Karriere rund 2000 Strafminuten gesammelt hat, sondern weil

er ein begnadeter, überaus talentierter Angreifer war. Lefebvre hat es sogar zu drei Einsätzen für die Washington Capitals in der NHL gebracht. Mit dem HC Mailand wurde der ehemalige italienische Nationalspieler drei Mal Meister. Wenn Lefebvre als Trainer ähnlich erfolgreich ist wie als Spieler, dann könnte Eppan sogar zum Überraschungsteam werden. Weil der HC Eppan seine erste „richtige“ Trainerstation ist, muss sich Lefebvre erst noch beweisen. Erste Erfahrungen hat der Trainer in der Saison 2009/10 als Assistent bei Val-d’Or

HC Eppan in Zahlen

Gegründet: 1981

Kontakt

HC Eppan

Kapuzinerstraße 23 39057 Eppan

Telefon 0039 0471 661165 Fax 0039 0471 661165 office@hceppan.it www.hceppan.it

Unentschieden: Niederlagen: Torverhältnis:

Höchster Heimsieg:

Höchster Auswärtssieg:

Höchste Heimniederlage:

Florian Großgasteiger
Patrice Lefebvre

Foreurs in der Quebec Mayor Junior Hockey League (QMJHL) gesammelt. In der Folge hatte er beim HC Como in der Serie C als Headcoach das Sagen. In den vergangenen zwei Jahren arbeitete Lefebvre in der Schweiz, wo er die U20-Mannschaft des HC Sierre betreute und beim NLB-Klub als Assistent mitwirkte. Ebenso wie beim EHC Olten, wo sein Kumpel aus Mailänder Zeiten, Scott Beattie, der Chef war. In Eppan betritt Lefebvre, der perfekt Englisch, Französisch, Deutsch und Italienisch spricht, Neuland und wird erstmals eine Erstliga-Mannschaft als Headcoach anführen. „Ich sehe Eppan als Sprungbrett für höhere Aufgaben. Ich bevorzuge eine schnelle und aggressive Spielweise und verlange bedingungslosen Einsatz von meinen Spielern. Wichtig ist, die richtige Balance zwischen Defensive und Offensive zu finden“, erklärt der Eppaner Übungsleiter seinen Spielstil.

Prognose: Platz 10

Zugänge: Simon Lacroix (University of Moncton/CIS), Miloslav Guren (Rouen/ FRA), Philipp Beber, Julian Schwienbacher (beide Meran), Jonathan Hazen (Cincinnati Cyclones/ECHL), MarcOlivier Vallerand (Greenville Road Warriors/ECHL)

Abgänge: Thomas Tragust (Neumarkt), Daniele Veggiato (Gröden), David Hale, Milan Bednar, Patrik Wallenberg (alle Ziel unbekannt)

Florian Großgasteiger erhält eine zweite Chance

Die neue Nummer eins bei den „Piraten“ ist Florian Großgasteiger. Der gebürtige Grödner hat in der vergangenen Saison pausiert und erhält nun eine zweite Chance. Der Jungvater bringt alle Voraussetzungen mit, die einen guten Torhüter auszeichnen. „Groß“ gilt als sehr ruhiger und cooler Schlussmann, der an bestimmten Abenden Spiele im Alleingang entscheiden kann. Der 27-jährige ehemalige U18- und U20-Nationaltorhüter wird sich beim HCE voll reinhängen und versuchen, es all seinen Kritikern noch einmal zu zeigen. Mit Alex Tomasi steht ihm ein verlässlicher Ersatz zur Seite.

Miloslav Guren hat 36 NHL-Spiele auf dem Buckel

Die Abwehr war in den vergangenen Jahren stets das Prunkstück der „Piraten“ und dürfte auch in dieser Saison vor Großgasteiger den richtigen Beton mischen. Neuer „Verteidigungsminister“ wird Miloslav Guren sein. Der bald 38-jährige Tscheche bringt sehr viel Erfahrung mit und wird für Ruhe in der Eppaner Hintermannschaft sorgen. Der 36-fache NHL-Haudegen war in seiner Karriere

kaum verletzt und wird dank seiner imposanten Statur auch für die nötige Wasserverdrängung vor dem eigenen Tor sorgen. Guren gilt als kompromissloser Abräumer, der aber auch offensive Qualitäten mitbringt. Das hat er in der Saison 2012/13 bewiesen, als er für Pontebba in 44 Spielen 35 Punkte sammelte. Von Simon Lacroix hält Lefebvre große Stücke: „Er wird die Verteidiger-Überraschung in dieser Saison werden“. Der neue Trainer kennt den frankokanadischen Defensivspieler aus der Saison 2009/10 und hat sich für ihn stark gemacht. Der 25-Jährige gilt als kompletter Abwehrrecke, der bisher allerdings nur in unterklassigen Ligen gespielt hat und erstmals nach Europa kommt. Lacroix kann Schüsse blocken, aber auch den ersten Pass spielen.

Kapitän David Ceresa, Matthias Eisenstecken und Peter Stimpfl haben in Vergangenheit bereits Serie A-Luft geschnuppert und sind aus der Eppaner Defensiv-Abteilung nicht mehr wegzudenken. Fabian Ebner hat sich längst für höhere Aufgaben empfohlen, während der erst 19-jährige Philipp Beber aus Meran zu den größten Talenten zählt.

Miloslav Guren
Jonathan Hazen und Tobias Ebner (rechts)

Zwei aufstrebende Frankokanadier Im Angriff ruhen die Hoffnungen auf den beiden Frankokanadiern Marc-Olivier Vallerand und Jonathan Hazen, die Lefebvre ebenfalls aus seiner Zeit als Assistenztrainer in der QMJHL kennt. Beide verfügen über genügend Leaderqualitäten, waren sie doch trotz ihres jungen Alters ebenso wie Lacroix bereits Kapitäne. Vallerand hat in 272 ECHL-Spielen beachtliche 244 Punkte (115 Tore) gesammelt und defensiv wie offensiv kaum Schwächen. Der 25-Jährige ist ein fleißiger Arbeiter, der mit einem harten Schuss, dem nötigen Torriecher und einer guten Stocktechnik ausgestattet ist. Hazen bringt die Erfahrung von 67 AHL- (17 Punkte) und 142 ECHL-Spielen (110) mit und hat mit Lacroix bereits bei den Vald’Or Foreurs Bekanntschaft gemacht. Er gilt als wieselflinker Flügelstürmer, der mit einer guten Übersicht und zwei „goldenen Händen“ ausgestattet ist. Die einheimische Stürmer-Fraktion

FA

hat zwar kaum Serie A-Erfahrung, wird dieses Manko aber durch das nötige Talent wettmachen. Daniel Peruzzo ist mit seinen 29 Jahren der „Senior“ im Angriff. Gemeinsam mit Philipp Platter, Tobias Ebner und Stefan Unterkofler wird er den „jungen

Wilden“ um Jan Waldner, Robert Raffeiner, Julian Schwienbacher, Alex und Philipp Jaitner eine Stütze sein. Die beiden „Greenhorns“ Maximilian Von Payr und Alexander Anderlan sollen behutsam an das höhere Niveau herangeführt werden.

HC Eppan: Serie A-Bilanz gegen …

Insgesamt

-Infografik: Ch. Staffler

GEMEIN SA M ZI ELE ERREIC HE N.

Ob auf dem Spielf eld oder im Büro: Eine star ke Mannschaft ist mehr als die Summe ihrer Einzelspieler In einem perfek t eingespielten Team hat jeder seine Po sition inne, auf der er der Fachmann ist, und doch greifen alle Gebiete nahtlo s ineinander. Der r eibun gslose Spielablauf sorgt für ein Tr aumergebnis – in unserem Fall: Perfekten Serv ice für Ihre Zufriedenheit.

Nur nicht Letzter werden

Der SV Kaltern Rothoblaas wird von vielen Experten als schwächste Mannschaft der Serie A eingestuft. Schließlich stehen im Kader großteils junge, zum Teil noch unerfahrene Spieler. Während sich andere Mannschaften hohe Ziele setzen, wäre es für die „Hechte“ bereits ein Erfolg, nicht Letzter zu werden.

Dasist keinesfalls ausgeschlossen. Zum einen sind es die Überetscher gewohnt, als Außenseiter in die Spiele zu gehen, zum anderen können sie ohne Druck aufspielen, da die Erwartungshaltung eher bescheiden ist. Lange Zeit war unklar, ob Kaltern überhaupt im Oberhaus mitmischen wird. Es stand sogar eine Fusion mit dem Erzrivalen HC Eppan im Raum, die dann aber nicht zustande gekommen ist. Der Vorstand um Präsident Mathias Lobis hält auch in dieser Saison am Sparkurs fest, weshalb er sich auswärtiges Hilfspersonal kaum leisten kann und will. Er vertraut vielmehr auf die

Don MacAdam

zahlreichen talentierten Eigengewächse und hat versucht, mit den vorhandenen Geldmitteln, vier starke Ausländer zu verpflichten. Das dürfte gelungen sein.

Don MacAdam gibt die Richtung vor Der Star im Team dürfte aber der Trainer sein. Don MacAdam verfügt über eine mehr als 30-jährige TrainerErfahrung. Der 64-jährige Kanadier hat sogar in der NHL gearbeitet: Bei den Detroit Red Wings kümmerte er sich zwischen 1986 und 1989 als Assistent um die Verteidiger. Der Professor in Leibeserziehung kann durchaus auch als „Eishockeyprofessor“ bezeichnet

SV Kaltern in Zahlen

Gegründet: 1962

Kontakt

Amateursportverein SV Kaltern

Altenburger Weg 45/b

39052 Kaltern

Telefon 0039 0471 966137

Fax 0039 0471 966137 info@eishockey-kaltern.com

werden. Schließlich hat er zehn Jahre lang im Jugend- und Universitätsbereich gearbeitet und mehr als 1300 professionelle Spiele in der AHL, ECHL und auch in Asien gecoacht. MacAdam war nicht nur Trainer, sondern teilweise auch General Manager, Präsident oder sogar Eigentümer und Co-Autor von sechs Eishockeybüchern. Der Kanadier war in den vergangenen vier Jahren ohne Trainerjob und wird als absolut siegeshungrig, professionell und zielorientiert beschrieben. Er liebt es, junge Spieler zu fördern. MacAdam ist eine große Persönlichkeit. Er ist ein Trainer der alten Schule, der sehr direkt ist; er

Serie-A-Teilnahmen:

Spiele: Siege:

Unentschieden:

Niederlagen:

Torverhältnis:

Größter Erfolg:

Stadion:

Höchster Heimsieg:

Zwei Mal Serie A2-Meister (zuletzt 2007/08)

Höchster Auswärtssieg:

Höchste Heimniederlage:

Höchste Auswärtsniederlage:

Mathias Lobis

hat klare Ideen und Vorstellungen. Als Assistent wird ihm Luca Großrubatscher behilflich sein.

Daniel Morandell ist die jüngste Nummer eins

Mit seinen erst 19 Jahren ist Daniel Morandell der jüngste Nummer-eins-Schlussmann der gesamten Liga. Der U20-Nationaltorhüter hat bereits in der vergangenen INL-Saison mehrmals sein Können unter Beweis gestellt. Er lässt sich in der Regel durch nichts aus der Fassung bringen und gibt seinen Vorderleuten dank seines guten Stellungsspiels die nötige Sicherheit.

Angesichts seines jungen Alters könnte die Konstanz ein Problem sein. Sollte es bei Morandell einmal nicht nach Wunsch laufen, dann wird Hannes Pichler für Entlastung sorgen. Der 31-Jährige verfügt

Daten & Fakten der Südtiroler Wirtschaft

Anzeigenschluss: 26. September

Steve Tarasuk
Alex Frei

Raphael Andergassen

nicht nur über die nötige Erfahrung, sondern wird dem Team mit seinem Können auch helfen. Der erst 17-jährigen Alex Andergassen soll behutsam für die Zukunft aufgebaut werden.

Ein Kanadier und ein Slowake als Ho nungsträger

In der Abwehr ruhen die Hoffnungen auf Steve Tarasuk und Daniel Brejcak. Tarasuk gilt als Offensivverteidiger mit guten Spielmacherqualitäten. Der 24-jährige Kanadier ist zudem ein hervorragender Eisläufer, der über eine gute Übersicht verfügt. Tarasuk spielte bereits vor zwei Jahren in Europa. Für die Lausitzer Füchse bestritt er damals 48 Spiele in der DEL2 und brachte es dabei auf 33 Skorerpunkte. Der quirlige Verteidiger kann zudem 202 Partien in der ECHL vorweisen (89 Punkte). In der Saison 2010/11 bestritt er das All

SV Kaltern: Serie A-Bilanz

Ritten

Insgesamt

-Infografik: Ch.

Prognose: Platz 11

Zugänge: Daniel Brejcak (Poprad/SVK), Steve Tarasuk (Allen Americans/CHL), Alex Frei (Ritten), Jakub Sindel (Fassa), Stefano Piva (Pergine)

Abgänge: Danko Deveri (Freiburg/ GER3), Troy Barnes, Riku Väkiparta, Lorenz Röggl (alle Ziel unbekannt)

Star Game der ECHL, während er im Vorjahr mit den Allen Americans die Central Hockey League (CHL) gewann. Brejcak hat sich schnell an seine neue Umgebung gewöhnt und in Kaltern bestens eingelebt, obwohl er erstmals außerhalb seiner slowakischen Heimat spielt. Den klein gewachsenen, aber sehr beweglichen Verteidiger zeichnen ein gutes Stellungsspiel und eine hervorragende Technik aus. Der 27-Jährige hat in Vergangenheit 334 Spiele in der höchsten slowakischen Liga bestritten. Das ausländische Duo wird oft an seine Grenzen gehen müssen. Schließlich fehlt dem Großteil der Defensivspieler nicht nur die Erfahrung, sondern auch die nötige Klasse.

Der „verlorene Sohn“ will zu Hause wieder durchstarten Im Angriff gibt es ein Wiedersehen mit Alex Frei. Der 21-Jährige hat zuletzt aufgrund einer schweren Gehirnerschütterung mehr als ein Jahr nicht

…

gespielt. Nach seinem Gastspiel bei den Rittner Buam, wo er heuer Meister wurde, will das in Vergangenheit viel gepriesene Talent wieder durchstarten. Auf seinen Schultern liegt ebenso wie auf jenen von Alexander Andergassen eine große Last. Gemeinsam mit den beiden Ausländern Jakub Sindel und Pontus Moren, der sich steigern muss, werden sie die Verantwortung in der Offensivabteilung tragen. Sindel hat in den vergangenen zwei Jahren beim HC Fassa auf der ganzen Linie überzeugt. In 89 Spielen brachte es der 28-jährige Tscheche für das letztjährige Schlusslicht auf beachtliche 110 Skorerpunkte (46 Tore). Der Mittelstürmer gilt als erstklassiger Eisläufer, der technisch versiert ist und mit zwei „goldenen Händen“ ausgestattet ist. Den Großteil seiner Karriere verbrachte der „Weltenbummler“ in seiner tschechischen Heimat. Die zahlreichen Eigengewächse rund um Raphael Andergassen, Michael Felderer oder Patrick Gius werden sich erst noch an das höhere Niveau und Tempo gewöhnen müssen.

Ohne Eis kein Eishockey

Eishockey ist nicht nur die schnellste, sondern für viele auch die faszinierendste Mannschaftssportart der Welt. Wie der Name bereits verrät, benötigt man aber Eis, damit man dem Puck nachjagen kann.

Das Sterzinger Unternehmen

Intercom Dr. Leitner ist im Bereich Eis Marktführer in Italien und außerdem seit knapp 50 Jahren in den Bereichen Schnee, Straße und Runway tätig. Es bietet von der mobilen bis hin zur fest installierten Eisbahn schlüsselfertige Lösungen von der Planung bis zur Realisierung an. Allein in Italien hat Intercom Dr. Leitner bis heute bereits mehr als 400 mobile und feste Eisbahnen errichtet. Das letzte Projekt in Südtirol war der Terlaner Eislaufplatz, der vor einem Jahr seiner Bestimmung übergeben wurde. Aber auch größere

Projekte, wie die größte mobile Eisbahn der Welt in Mexiko Zocalo (im Bild), die von einem Partnerunternehmen realisiert worden ist, sind möglich. Eine Eisbahn alleine ist aber zu wenig, um Eishockey spielen zu können. Dazu benötigt es auch eine Eisaufbearbeitungsmaschine und Bandenanlagen, die das

SCHLÜSSELFERTIGE LÖSUNGEN...

Unternehmen aus Sterzing ebenfalls im Angebot hat. Intercom Dr. Leitner wird hierbei den Ansprüchen der IIHF oder des IOC vollauf gerecht. Alle Bandenanlagen in den Hauptstadien und die Eistechnologie bei den Olympischen Winterspielen in Turin 2006 sind der beste Beweis dafür.

HC Asiago führt die Konkurrenz an

Der HC Asiago dürfte für die Südtiroler Spitzenklubs erneut der ärgste Widersacher sein. Der dreifache Meister führt die Herausforderer an. Der HC Valpellice und Cortina könnten sich als gefährliche Außenseiter entpuppen. Der HC Mailand und der HC Fassa können dagegen froh sein, wenn sie das Play-o erreichen.

John Parco (HC Asiago)

SG Cortina

HC Asiago

Tor 1 Vincenzo Marozzi 04.04.9018379 31 Gian lippo Pavone28.11.8817283 Davide Mantovani14.04.9518784

4 Dan Sullivan 26.04.8718188

6 Luca Mattivi 04.07.9519083

Abwehr

7 Andrea Strazzabosco07.10.9418278

17 Lorenzo Casetti14.09.9319080

23 Stefano Marchetti10.11.8618082

96 Michele Strazzabosco02.06.76193101

9 Nicola Tessari 10.11.8717675

10 David Borrelli 14.01.8117688

11 Mirko Presti 29.09.9117877

13 Fabrizio Pace11.10.9517572

14 Matteo Tessari 30.07.8918584

16 Michele Stevan11.03.9318184

Angri

18 Layne Ulmer (CAN) 14.09.8018695

19 Sean Bentivoglio16.10.8518086

27 Diego Iori 20.05.8617388

51 Kevin DeVergilio (ITA/USA) 01.08.8618384

55 Federico Benetti08.06.8617276

61 Simone Olivero06.04.9518575

95 Marco Magnabosco12.08.9516770

Durchschnitt: 25,4 Jahre 180,7 82,4

Trainer: John Parco (bestätigt)

Prognose:

Platz 2

Zugänge: Diego Iori (Fassa)

Abgänge: Nick Ross (Innsbruck/ EBEL), Andrè Signoretti (HC Valpellice), Paul Zanette (HCB Südtirol/ EBEL), Luca Rigoni (Ziel unbekannt), Marc Zanette (Karriereende)

Cortina baut auf Kontinuität und hat mit Anthony Borelli, Paul Albers, Ryan Dingle und Stanislav Gron alle vier Ausländer aus dem Vorjahr bestätigt. Neuer Trainer ist Oly Hicks, der in den vergangenen Jahren in Sterzing und Bruneck gearbeitet hat. Beim Altmeister drückt vor allem in der Abwehr der Schuh. Schließlich wurden Jakub Grof, Michele und Luca Zanatta nicht gleichwertig ersetzt.

HC Asiago

Der HC Asiago hat Geldprobleme und stand bei Redaktionsschluss noch ohne Hauptsponsor da. Deshalb hat sich der Klub vom Hochplateau der Sieben Gemeinden auf dem Transfermarkt zurückgehalten und mit Diego Iori offenbar nur einen neuen Spieler verpflichtet. Offenbar deshalb, weil vom Verein keine einzige Mitteilung gekommen ist und auch der nebenstehende Kader inoffiziell ist. Gerüchten zufolge soll sich der kanadische Verteidiger Scott Hotham mit Asiago bereits einig sein. Trainer John Parco geht in seiner zweiten Heimat in die vierte Saison und verfügt über einen eingespielten Kader. Diesem gehören mit Vincenzo Marozzi, Dan Sullivan, Dave Borrelli und Sean Bentivoglio vier Doppelstaatsbürger mit unbefristeter Transferkarte an.

Prognose: Platz 6

Zugänge: Martino Valle Da Rin (Toblach), Alex Gellert (Mailand), Daniel Fabris (Meran), Peter Wunderer (HCB Südtirol), Jari Pra Floriani (Alleghe)

Abgänge: Jakub Grof (Orli Znojmo/ EBEL), Michele und Luca Zanatta (Red Ice/NLB), Luca Felicetti (Rittner Buam), Ricards Birzins, Kevin Doell (beide Ziel unbekannt)

Stanislav Gron (SG Cortina)

HC

Fassa

Der HC Fassa wird erneut einen schweren Stand haben. Das Schlusslicht der vergangenen Saison hat mit den beiden torgefährlichen Angreifern Simon Kostner und Diego Iori zwei Leistungsträger der vergangenen Saison verloren und nicht gleichwertig ersetzt. Trainer Erwin Kostner stehen mit Kai Tillanen, Filip Björk und Sami Ryhänen vorerst nur drei – dafür aber starke – Ausländer zur Verfügung, die allesamt Überstunden leisten werden müssen. Die zahlreichen jungen Eigengewächse werden dagegen viel Lehrgeld zahlen müssen. Talent allein ist in der Serie A zu wenig.

HC Fassa

6 Marco Marzolini27.01.9717572

7 Filip Björk (SWE) 01.10.8618385

17 Constantin Soel17.04.9418074

20 Thomas Dantone29.10.8218487

25 Mark Trottner 11.12.9417067

HC Mailand

Beim HC Mailand ist (fast) alles neu. Trainer Pat Curcio muss sich erst beweisen. Neben dem neuen Torhüter Alex Caffi haben die Lombarden vier neue Ausländer. Diese bringen zwar gute Referenzen mit, haben aber mit Ausnahme von Chris Murray noch nie in Europa gespielt.

HC Mailand

HC Valpellice

Der HC Valpellice baut in erster Linie auf „eingebürgerte“ Spieler. Mit Dusan Sidor, Stefan Ilic, Andrè Signoretti, Davide Nicoletti, Trevor Johnson und Nate DiCasmirro stehen sechs Spieler, die nicht in Italien geboren sind, im Kader des neuen Trainers Jeff Pyle.

Angri

Alessandro Re20.07.8618588

Matt Campanale (ITA/USA) 14.02.8818091

Andreas Lutz30.03.8618084

Niccolò Lo Russo26.11.9118688

9 Federico Colombo 10.02.9318170

Edoardo Caletti16.07.8618285

Marcello Borghi22.03.9318587

Alessio Folini06.08.9617870

Alexander Petrow25.05.83187100

Stefano Gherardi30.03.9317878

10 Massimo Valeruz 20.05.9417075

11 Federico Gilmozzi04.03.9017076

19 Mattia Bernard11.06.9017580

21 Sami Ryhänen (FIN) 23.05.8017979

23 Michele Marchetti27.09.9418988

29 Matteo Dantone29.08.9617073

90 Milos Ganz 09.03.9018075 Angri

33 Cesare Sottsass12.05.9417875

36 Martin Castlunger18.12.9316866

56 Manuel Da Tos 03.03.8317679

80 Enrico Chelodi19.09.8218088

93 Nicola Deluca24.05.9317074

Durchschnitt: 23,6 Jahre 177,5 78,9

Trainer: Erwin Kostner (bestätigt)

Prognose:

Platz 12

Zugänge: Filip Björk (Beibarys Atyrau/KAZ), Manuel Da Tos (Alleghe), Sami Ryhänen (Kaufbeuren/DEL2)

Abgänge: Martin Jakovlevs (Yuzhny Ural Orsk/RUS2), David Turon (AZ Hairov/TCH2), Simon Kostner (Rittner Buam), Jakub Sindel (Kaltern), Johan Burlin (Manchester/ GBR), Diego Iori (Asiago), Michal Jeslinek (Ziel unbekannt)

David Vallorani (ITA/CAN) 27.03.8917382 Gerome Giudice11.03.8918192

Durchschnitt: 23,2 Jahre 181,0 84,1

Prognose:

Platz 9

Zugänge: Alex Caffi (Neumarkt), Chris Murray (Nottingham/GBR), Matt Campanale (Reading Royals/ ECHL), Federico Colombo (Herisau/ SUI3), Gerome Giudice (Coventry Blaze/GBR), Tyler Gron (Ontario Reign/ECHL), David Vallorani (Utah Grizzlies/ECHL), Alexander Petrow (Kongsvinger/NOR2), Tommaso Terzago (Lugano U20/SUI)

Abgänge: Alex Gellert (Cortina), Jamie Fritsch (Brahead Clan/GBR), Stefan Ilic (HC Valpellice), Brad Schell (Herning/DAN), Manuel Lo Presti (Neumarkt), Devin DiDiomete (Sheffield/GBR), Paul Dainton, Uinter Guerra, Adam Estoclet, Marcello Ranallo, Tommaso Goi (alle Ziel unbekannt)

Prognose: Platz 5

Zugänge: Dusan Sidor (Poprad/ SVK), Andrè Signoretti (Asiago), Stefan Ilic (Mailand), Davide Nicoletti (HCB Südtirol), Luca Frigo (Omaha Lancers/USHL), Nate DiCasmirro (Sheffield Steelers/GBR), Matt Pope (Aalborg/DAN), Scott Campbell (South Carolina Stingrays/ECHL)

Abgänge: Jeff Frazee (Sonderjyske/ DAN), Andrea Ambrosi (Rittner Buam), Kevin Dusseau (Amiens/ FRA), Scott Barney (Lustenau/INL), Tyler Maxwell (Stockton Thunder/ ECHL), Ryan McDonough (Odense/DAN), Michal Petrak (Epinal/ FRA), Patrick Rizzo (HC Pustertal), Joe Grimaldi (Edinburgh/GBR), Slavomir Tomko, Gary Nunn, Dean Strong (alle Ziel unbekannt)

Trainer: Pat Curcio (neu)

Alles neu macht der Mai

Auf dem jährlichen Kongress des Internationalen Eishockeyverbandes (IIHF) im Mai 2014 in Minsk wurden für die kommenden Jahre bis 2018 einige Regeländerungen beschlossen.

So wird ab dieser Saison mit dem bereits in der NHL praktizierten „Hybrid Icing“ gespielt. So endet ein unerlaubter Befreiungsschlag nicht mehr automatisch mit einem Bully in der Zone des verteidigenden Teams; ein Duell um den Puck in der Endzone ist neu unter gewissen Bedingungen möglich. Die verteidigende Mannschaft kann den unerlaubten Befreiungsschlag verhindern, indem ein Spieler zuerst den Puck berührt. Der Unterschied zur traditionellen „Touch-Icing“-Regel aus Nordamerika ist im Wort „Hybrid“ zu finden. Der Linienrichter muss auf der Höhe der Bullypunkte in der Endzone entschei-

den, ob der verteidigende oder der angreifende Spieler zuerst am Puck sein wird. Nur falls der angreifende Spieler vorne ist, darf er um den Puck kämpfen, ansonsten wird abgepfiffen, sobald der Puck die Torlinie kreuzt. Damit gleichen sich die NHL und Europa an. In der NHL galt bis 2013 76 Jahre lang das „Touch-Icing“ mit erheblichen Verletzungsrisiken, während im internationalen Eishockey bis 2014 automatisch ein unerlaubter Befreiungsschlag ausgesprochen wurde. Einer der Gründe für die Abschaffung des „Touch-Icing“ war der tragische Tod von Ludek Cajka. Der Tscheche war am 6. Jänner 1990 beim Versuch, als Verteidiger an den Puck zu gelangen, um ein Icing zu erhalten, gecheckt worden und schlug mit dem Kopf an der Bande auf. Nachdem Cajka über einen Monat im Koma lag, erlag er am 14. Februar 1990 seinen schweren Verletzungen.

Außerdem werden die Spieler ab der kommenden Saison mehr Platz in der offensiven Zone haben. Diese wird um je eineinhalb Meter zur Mittellinie hin vergrößert, ohne dass dabei die gesamte Eisfläche größer sein darf. Das Angriffsdrittel wird von 21,33 Meter auf 22,86 Meter vergrößert. Damit wird die neutrale Zone, die um drei Meter verkleinert wird, zukünftig kürzer und schneller zu überwinden sein.

Beim Penaltyschießen soll in Zukunft für einen gültigen Versuch wieder mehr Wert auf die Vorwärtsbewegung der Scheibe gelegt werden. „Spin-o-rama-Moves“ oder „Lacrosse-Tricks“, bei dem sich ein Spieler 360 Grad um sich selbst dreht, sind bei Penaltys – während des Spiels und auch im Shootout –nicht mehr regelkonform und somit nicht erlaubt.

Der Schiedsrichterverband

Vorstand

Ehrenpräsident: Roman Gasser (†)

Präsident: Renzo Stenico

Vizepräsident: Giancarlo Bosio

Mitglieder: Luca Cassol, Thomas Gasser, Mauro Scanacapra

Ehrenmitglieder: Luciano Checchini (†), Luciano Claut, Abbiati G. Galetti (†), Roman Gasser (†), Adolfo Girtler (†), Mario Guichardaz, Roberto Moschen, Ruggero Savaris, Bruno Stenico (†), Cesare Tadini, Renato Tortelli, Alfio Tuzzi (†)

Disziplinen-Kommission: Mario Guiachardaz, Giuseppe Coceano, Matteo Rigoni

Verantwortlicher SchiedsrichterBeobachter: Renato Tortelli

Schiedsrichter-Einteiler für die Serie A: Renzo Stenico

Schiedsrichter

Marco Bagozza, Andrea Benvegnù, Luca Cassol, Nadir Ceschini, Glauco Colcuc, Davide Deidda, Claudio Ferrini, Thomas Gasser, Michele Gastaldelli, Alex Lazzeri, Gregory Loreggia, Fabio Lottaroli, Luca Marri, Karel Metelka, Andrea Moschen, Claudio Pianezze, Karl Pichler, Max Rebeschin, Leandro Soraperra

Linienrichter

Nicola Basso, Marco Bettarini, Cristiano Biacoli, Lorenzo Calligaro, Lorenzo Chiodo, Christian Cristeli, Matthias Cristeli, Fabrizio De Toni, Tommaso Facchin, Christian Gamper, Federico Giacomozzi, Luca Grisenti, Patrick Gruber, Mirjam Gruber, Simone Lega, Maurizio Lorengo, Manuel Manfroi, Simone Mischiatti, Marco Mori, Federico Pace, Omar

Piniè, Alberto Plancher, Federico Stefenelli, Stefano Terragni, Fabio Tirelli, Helga Tschörner, Claus Unterweger, Willi Volcan, Alex Waldthaler, Alex Wiest, Luca Zatta

Supervisoren

Punzetti,

Florenzio Bellenzier, Luigi Cavallaro, Giuseppe Coceano, Gianpaolo Gaspari, Roberto Guerra, Romeo Manfroi, Piero Nobili, Gianmario Punzetti, Ruggero Savaris, Renato Tortelli

Das Fernziel lautet Olympia 2022

Italien ist bei der A-Weltmeisterschaft im heurigen Mai in Minsk abgestiegen. Jetzt soll es nicht nur in der Meisterschaft, sondern auch in der Nationalmannschaft einen Neuanfang geben.

Ziel ist nicht unbedingt der sofortige Wiederaufstieg, sondern die Olympischen Spiele 2022. „In acht Jahren wollen wir bei den Olympischen Spielen dabei sein. Damit das auch gelingt, werden wir mit den verschiedenen Nationalmannschaften neue Wege beschreiten“, sagt Tommaso Teofoli.

Gemeinsam mit Verbandspräsident Andrea Gios war der neue Eishockeychef bereits am Sitz des Internationalen Eishockey-Verbandes (IIHF) in Zürich, um Unterstützung anzufordern. „Die IIHF wird uns helfen und verschiedene Programme zur Entwicklung und Förderung junger Spieler zur Verfügung stellen. Unser erster Schritt ist die Verpflichtung eines Sportdirektors. Dieser wird den Platz von Fabio Polloni einnehmen. Er soll sich hauptberuflich um die Förderung und Ausbildung junger Trainer und Spieler sowie als eine Art Supervisor um die einzelnen Nationalmannschaften kümmern,“ erklärt Teofoli. Der Kanadier Glen Williamson war erster Kandidat, hat aber bereits abgesagt, da er in Ungarn bleibt. In Absprache mit dem neuen Sportdirektor soll im Oktober auch der Nachfolger von Nationaltrainer Tom Pokel ernannt werden. Aus Kostengründen wird dabei nach einer „einfachen Lösung“ gesucht. „Es ist gut möglich, dass ein Klubtrainer in Doppelfunktion auch das Amt des Nationaltrainers ausüben wird. Schließlich haben wir gesehen, dass es durchaus möglich ist, da ein Klubtrainer alle in Frage kommenden Spieler kennt und mehrmals in der Saison sieht,“ ist Teofoli überzeugt.

An den sofortigen Wiederaufstieg bei der WM der I. Division Gruppe A

im April des nächsten Jahres denkt Teofoli nicht: „Wir haben in den vergangenen Jahren gesehen, dass wir in der A-Gruppe einen schweren Stand und in der derzeitigen Verfassung eigentlich nichts verloren haben. Deshalb ist der Aufstieg in die A-Gruppe nicht Pflicht. Es würde nicht schaden, wenn wir die nächsten Jahre in der I. Division bleiben würden.“ Sollte der Aufstieg bei der WM im nächsten Jahr nicht gelingen, dann würde Italien das Image der Fahrstuhl-Nation vorerst ablegen. Schließlich stecken die „Azzurri“ seit 2008 im Fahrstuhl, in dem sie zwischen Top und First Division hin- und herpendeln. In Minsk wurde der vierte Abstieg in den vergangenen sechs Jahren besiegelt.

Daniel Bellissimo

7. bis 9. November 2014: Euro Ice Hockey Challenge in Ungarn Italien tri t auf Gastgeber Ungarn, Südkorea und Polen.

6. bis 8. Februar 2015: Euro Ice Hockey Challenge in Österreich Italien tri t auf Gastgeber Österreich, Slowenien und entweder auf Kroatien oder Südkorea.

18. bis 24. April 2015: Weltmeisterschaft der I. Division Gruppe A Eigentlich hätte die WM in Donezk in der Ukraine statt nden sollen. Aufgrund der politischen Unruhen und da das Stadion abgebrannt ist, dürften die Titelkämpfe im April 2015 im polnischen Krakau, wo derzeit eine 15.000 Zuschauer fassende Arena gebaut wird, ausgetragen werden. Die WM-Vergabe erfolgt beim IIHF-Kongress vom 17. bis 20. September 2014 auf Teneri a. Italien tri t bei der Weltmeisterschaft auf Kasachstan, Japan, Ukraine, Ungarn und Polen.

7. bis 9. November 2014: Vier-Nationenturnier in Budapest Italien tri t auf Gastgeber Ungarn, Slowenien und Frankreich.

UNTER 20

UNTER 18

UNTER 16

UNTER 15

DAMEN

14. bis 20. Dezember 2014: Weltmeisterschaft der I. Division, Gruppe A in Asiago Aufsteiger Italien tri t bei der Heim-WM auf Norwegen, Lettland, Weißrussland, Österreich und Slowenien.

5. bis 8. November 2014: Vier-Nationenturnier in Telfs Italien tri t auf Gastgeber Österreich, Ungarn und Slowenien.

2. bis 7. Februar 2015: Vier-Nationenturnier in Italien Italien tri t auf Österreich, Ungarn und Slowenien.

12. bis 18. April 2015: Weltmeisterschaft der I. Division, Gruppe B in Maribor Absteiger Italien tri t auf Gastgeber Slowenien, Österreich, Japan, Ukraine und Litauen.

5. bis 8. November 2014: Vier-Nationenturnier in St. Pölten

Italien tri t auf Gastgeber Österreich, Ungarn und Slowenien.

18. bis 21. Dezember 2014: Vier-Nationenturnier in Kaposvar Italien tri t auf Gastgeber Ungarn, Österreich und Slowenien.

6. bis 11. April 2015: Sechs-Nationenturnier in Österreich Italien tri t auf Österreich, Norwegen, Dänemark, Deutschland und die Schweiz.

7. bis 9. November 2014: „Kufstein-Cup“ in Kufstein Italien tri t auf Gastgeber Österreich, Bayern und Baden-Württemberg.

17. bis 20. Dezember 2014: Vier-Nationenturnier in St. Pölten

Italien tri t auf Gastgeber Österreich, Ungarn und Slowenien.

25. und 26. Oktober 2014: Zwei Testspiele gegen Österreich in Telfs

April 2015: Weltmeisterschaft der I. Division, Gruppe B Wann und wo die WM ausgetragen wird, steht noch nicht fest. Italien tri t dabei auf die Slowakei, China, Ungarn, Niederlande und Nordkorea.

HERREN

Nie war Eis so ent ammend

Die Arena von Verona gehört zu den bekanntesten Theaterstätten der Welt. Alljährlich drängen Tausende zu Opernau ührungen auf die Ränge. Am 20. und 21. September 2014 wird das antike Amphitheater Austragungsort einer einzigartigen Show: Bei „Operapop-Intimissimi on Ice“ bezaubern die besten Eiskunstläufer der Welt.

Bereits zum vierten Mal findet die Eisshow in der Arena statt. Zunächst als „Opera on Ice“ als Eislaufgala mit klassischer Livemusik entstanden, hat sich das Konzept in diesem Jahr verändert. Die Eislaufstars Carolina Kostner, Stéphane Lambiel, Pang e Tong, Anna Cappellini, Luca Lanotte u.v.a. bieten eine Show zu Livemusik aus Pop und Klassik, vorgetragen vom Symphonieorchester der Arena. Kein Geringerer als Marco Balich zeichnet für diese einmalige Darbietung verantwortlich. Die Kreativität des künstlerischen Leiters werden Millionen von Zuschauern auch auf der Expo 2015 in Mailand und in zwei Jahren bei den Olympischen Sommerspielen während der Eröffnungs- und Schlusszeremonie in Rio bewundern können.

Südtiroler Unternehmen sorgt für perfektes Eis

In Mailand wird seit dem 1. September intensiv geprobt. „In einem Riesenzelt wurde dieselbe Eisbahn errichtet, die die Athleten auch in Verona vorfinden werden“, berichtet Günther Alber. Seine Firma Icefantasy ist Spezialist für die Errichtung von Kunsteisbahnen und sorgt seit der ersten Show vor drei Jahren für optimale Bedingungen.

1.200 Quadratmeter Eisfläche sind unter extremen Bedingungen aufzubauen und in Topzustand zu halten. Ein logistisches Meisterwerk, bedenkt man, dass die Arena erst am 15. September zum Aufbau freigegeben wird. Die Generalprobe findet bereits am 18. September statt. 200 Mitarbeiter bereiten das Event vor, darunter zehn Mitarbeiter von Icefantasy. Die Kühltechnik muss außerhalb der denkmalgeschützten Arena installiert werden. 40 Kilometer Rohrleitungen sind zu verlegen, 70 Kubikmeter Wasser müssen vereist werden. „Die Herausforderung besteht darin, dass in der Arena tagsüber bis 40 Grad in der Sonne herrschen können. Von Regen und Wind in diesem Sommer nicht zu reden. Die Eisbahn muss unter Tags abgedeckt werden“, berichtet der

Fachmann. Jahrelange Erfahrungen sind die Garantie. Auch die Südtiroler wissen das. Auf den Eisbahnen von Icefantasy auf dem Meraner Thermenplatz, in Algund, Bruneck, Lana, Kastelruth und Salurn drehen sie alljährlich im Winter ihre Runden.

Info Ticket: www.operapoponice.com

INFO

Icefantasy Italia d. Alber Günther J.-Kravoglstr. 30 | 39012 Meran Tel. 0473 490 600 | Fax 0473 490 602 alber@icefantasy.it | www.icefantasy.it

Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook