REMOTE WORK: DIE ETWAS ANDERE ARBEITSFORM
Das Büro neu definiert
Statt starrer Strukturen und strenger Kontrolle wird in der Arbeitswelt zunehmend auf Flexibilität und Eigenverantwortung gesetzt. Ein Beispiel für diese Entwicklung ist Remote Work. Aber was hat es damit auf sich? Mehr dazu auf Seite 3
Wie lässt sich der Wohnraum sinnvoll ausnutzen?




SOCIAL MEDIA ALS MARKETING-MUSS
SO ARBEITET SÜDTIROL
Wöchentliche Insidertipps
Ohne Reel kein Deal?
Facebook, Instagram, TikTok, YouTube und Co. sind soziale Plattformen, die Milliarden von Menschen weltweit nutzen. Für Unternehmen eröffnet eine eigene Online-Präsenz damit die Chance, weit über herkömmliche Werbekanäle hinaus sichtbar zu werden und neue Zielgruppen zu erreichen. So hat Social Media ebenso im Immobilienwesen an Bedeutung gewonnen und die Art und Weise verändert, wie Immobilien vermarktet werden.

DIGITAL STATT DRUCK
„In der Immobilienbranche hat die professionelle Vermittlung von Immobilien und die kompetente Beratung der Kundschaft oberste Priorität. Mit den Algorithmen der Socials können diese Leistungen für Werbezwecke sichtbar gemacht werden“, erzählt Immobilienmakler Thomas Baumann. Für ihn steht fest, dass neue audiovisuelle Medien die Immobilienvermarktung revolutionieren, indem sie klassische Printformate in Einfachheit und Kosteneffizienz überholen.
ZWISCHEN WIRKUNG UND INHALT
Werden Reels, Posts oder Stories erstellt, werden sie je nach Marketingziel und Kanal unterschiedlich aufbereitet. „Grundsätzlich gilt die Vorgabe, in sehr knapper Zeit einen möglichst intensiven Emotionscocktail zu liefern“, weiß Baumann. Neben Kontext und Emotion spielen zudem Timing, Eyecatcher und Fun-Elemente eine wichtige Rolle, um Aufmerksamkeit zu generieren. Der Haken: Ein Fokus auf verdauliche Informationen kann schnell dazu führen, dass fachspezifisches Wissen und Seriosität zugunsten leichter Konsumierbarkeit in den Hintergrund rücken.
PRÄZISION DURCH KI
Aktuell öffnet die KI weitere Türen, um online potenzielle Kundinnen und Kunden gezielt ansprechen zu können. „Sie erlaubt perfekte Visualisierungen im grafischen Bereich“, sagt Baumann. Werden diese dann mit interessenbasierten Suchsystemen kombiniert, können maßgeschneiderte Inhalte ausgespielt werden. Bei der Kampagnenarbeit wird KI ebenfalls als organisatorisches Werkzeug eingesetzt. Der Südtiroler erklärt: „Habe ich den KI-Account personifiziert und auf meine Bedürfnisse angepasst, dann steht mir eine sehr schlaue Assistenz bei der Planung zur Seite. Diese spart viel Zeit und optimiert Prozesse.“
KLICKS REICHEN NICHT
leitet in zweiter Generation das Familienunternehmen Immobilpoint, das seit über 35 Jahren umfassende Dienstleistungen rund um Immobilien anbietet. Die langjährige Erfahrung zeigt dabei: „Immobilienvermittlung ist und bleibt Vertrauenssache. Eine smarte SocialMediaStrategie trägt maßgeblich dazu bei, ebendieses Vertrauen zu stärken.“
Der Erfolg von Social-Media-Aktivitäten lässt sich insgesamt durch verschiedene Kennzahlen messen. Laut Baumann ist etwa die Klickrate ein bedeutender Leistungsindikator: „Wenn ein Video viele Aufrufe und Interaktionen hat, kann ich verlässlich davon ausgehen, dass es funktioniert und die gewünschte Resonanz findet.“ Entscheidend bleibt am Ende aber, ob aus dem Online-Auftritt auch reale Ergebnisse in Form von Kaufabschlüssen entstehen. Digitale Medien sind daher lediglich ein Einstiegspunkt in den Verkaufsprozess, der neue Kundensegmente erschließt und das Markenimage nachhaltig prägt.
REMOTE WORK: DIE ETWAS ANDERE ARBEITSFORM
DasBüro neudefiniert
Die Corona-Pandemie hat das traditionelle Verständnis von Arbeit stark verändert. Als Präsenzarbeit kaum möglich war, rückten dynamischere Konzepte in den Fokus. Dadurch konnten sich digitale Arbeitsformen wie Remote Work etablieren, die sich an die Bedürfnisse der Arbeitnehmenden anpassen lassen.
Langes Sitzen im Büro fällt besonders an regenfreien Tagen schwer. Umso besser ist es, wenn der gewohnte Bürostuhl gegen einen Platz im Freien eingetauscht werden kann, wo natürliches Tageslicht und eine sanfte Brise für klare Gedanken sorgen.

An einem normalen Mittwoch befindet sich wohl die überwiegende Mehrheit der Südtiroler Büroangestellten an ihrem gewohnten Arbeitsplatz im Unternehmen. Aber Arbeiten geht auch anders: Wie wäre es mit einem Co-WorkingSpace mit Blick aufs Meer? Oder einem Schreibtisch in einem gemütlichen Loft mitten in einer pulsierenden Großstadt? Klingt absurd? Genau das macht Remote Work jedoch möglich.
ORTSUNABHÄNGIGER JOB
Nach dem Polytechnikum Mailand sind es in Italien über 3,5 Millionen Menschen, die wenigstens einen Teil ihrer Arbeit remote absolvieren.
Remote Work sieht vor, dass die berufliche Tätigkeit an keinen festen Standort gebunden ist. Damit handelt es sich um eine variable Arbeitsform, bei der die Arbeitsstätte grundsätzlich an die persönlichen Bedürfnisse angepasst wird. Das bedeutet, dass produktives Schaffen je nach Situation ganz einfach von zu Hause, von unterwegs oder von einer ständig wechselnden Arbeitsstelle aus erfolgen kann.
Anders als beim Homeoffice ist es somit nicht verpflichtend, ausschließlich an der eigenen Wohnadresse erwerbstätig zu sein. Vielmehr kann das Modell genutzt werden, um als digitale Nomadin oder Nomade permanent auf Achse zu sein oder im Rahmen sogenannter Workations gelegentlich frische Luft zu schnappen.
ARBEITSRECHTLICHE ASPEKTE
Das italienische Ministerium für Arbeit und Sozialpolitik versteht Remote Work als Teil einer agilen Art und Weise, die abhängige Erwerbsarbeit zu verrichten. Um zulässig zu sein, braucht es eine schriftliche Vereinbarung zwischen den
Teammitgliedern und den Arbeitgebenden. Die Arbeitsbehörde ist dabei elektronisch über das freie Arbeitsverhältnis zu informieren. Außerdem müssen die betreffenden Unternehmen für eine rechtskonforme Umsetzung den Mitarbeitenden die erforderliche Technik zur Verfügung stellen. Zudem sind sie dazu verpflichtet, sich um deren Sicherheit und Funktionsfähigkeit zu kümmern.
GRENZENLOSE MÖGLICHKEITEN?
Die reine Ausstattung mit den benötigten Geräten reicht nicht allein für erfolgreiche Remote Work aus. Die Beschäftigten müssen sie auf einem Gelände verwenden, das für ihren Einsatz geeignet ist. Viele Remote-Arbeitende halten sich deshalb in einer Umgebung auf, in der eine leistungsfähige IT-Infrastruktur zum Standard gehört. Neben westlichen Regionen zählen dazu Länder wie Thailand, Indonesien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Die lückenloseste Netzabdeckung bringt allerdings wenig, wenn die Arbeitnehmenden nicht wissen, wie sie ihre Systeme zu bedienen haben. Problematisch ist es, wenn sie beispielsweise an einem wichtigen Meeting nicht teilnehmen können, nur weil sie die entsprechenden Programme nicht beherrschen. Dies verdeutlicht, dass es dennoch gewisse Einschränkungen gibt.
WAS ES WIRKLICH BRAUCHT
Wer Fernarbeit in Anspruch nehmen möchte, sollte also vorab sicherstellen, dass der Umgang mit den gängigen Tools keine Herausforderung darstellt. Es gibt eine Vielzahl an kostenlosen Onlinekursen, auf die dafür zurückgegriffen werden

Durch Computer und Internet sind wir vernetzter denn je. So lässt sich heute auch über große Entfernungen hinweg in Echtzeit kommunizieren, wodurch eine persönliche Anwesenheit vielfach entfallen kann.
Die lückenloseste Netzabdeckung bringt allerdings wenig, wenn die Arbeitnehmenden nicht wissen, wie sie ihre Systeme zu bedienen haben.
kann. Zusätzlich werden in den allermeisten Fällen betriebsinterne Weiterbildungen angeboten. Sie legen den Fokus auf arbeitsrelevante Herangehensweisen, die den konkreten Berufsalltag erleichtern.
Trotz dieser Unterstützung ist zu bedenken, dass nicht jeder Beruf für Remote Work gemacht ist. So ist es beispielsweise für Pflegefachkräfte kaum realistisch, aus der Ferne Kranke zu betreuen. In der Regel sind es beratende, kreative oder analytische Jobs, die den Berufsanforderungen selbst auf Distanz gerecht werden können. Typische Beispiele dafür sind Content Creator, Coaches oder Controllerinnen und Controller.
VOR- UND NACHTEILE ABWÄGEN
Es ist nicht zuletzt von Person zu Person unterschiedlich, welche Variante der Arbeitsorganisation passt. Oft ist eine Trial-and-Error-Phase nötig, um verlässlich einschätzen zu können, womit man selbst am besten zurechtkommt. Nichtsdestotrotz ist es sinnvoll, zentrale Argumente dafür und dagegen
zu beleuchten. Dadurch lässt sich vielleicht schon im Vorhinein erkennen, was mit dem individuellen Charakter kompatibel ist. Was sind Punkte, die bei einer Entscheidung berücksichtigt werden sollten?
• Selbstständigkeit: Treten vor Ort technische Schwierigkeiten auf, kann nicht jemand aus der IT-Abteilung kurz vorbeikommen. E-Mail-Support kann zwar helfen, doch die finale Problemlösung liegt oft in der eigenen Hand.
• Flexibilität: Bei Remote Work wird weitgehend selbst gesteuert, unter welchen Arbeitsbedingungen gearbeitet wird. Eine hohe Selbstdisziplin und ein gutes Zeitmanagement sind daher ein Muss.
• Soziale Nähe: Manche Menschen brauchen die physische Präsenz von anderen Mitarbeitenden, um sich nicht einsam zu fühlen. Digitale Kommunikationswege ersetzen nicht für alle einen persönlichen Austausch.
• Work-Life-Balance: Durch Remote Work müssen keine langen Pendelfahrten auf sich genommen werden. Es besteht jedoch die Gefahr, dass sich Berufliches und Privates miteinander vermischen.
• Teambuilding: Durch die räumliche Trennung ist die Face-to-face-Teilnahme an Grillpartys oder Weihnachtsfeiern schwer durchführbar. Stattdessen gibt es digitale Formate wie Online-Quizze oder gemeinsame After-Work-Calls.
• Erreichbarkeit: Wie kann gewährleistet werden, dass die Führungskraft nicht das
In der Regel sind es beratende, kreative oder analytische Jobs, die den Berufsanforderungen selbst auf Distanz gerecht werden können.
Vertrauen in die eigene Effizienz verliert? Müssen klare Reaktionszeiten abgemacht werden?
• Wertschätzung: Fernab des Firmengebäudes kann es mühsam sein, Leistung sichtbar zu machen. Dies gilt besonders dann, wenn informelles Feedback oder spontane Dankesgesten fehlen.
• Koordination: Remote Work macht es häufig notwendig, über verschiedene Zeitzonen hinweg Projekte zu managen. Darum ist es gefragt, sich international abstimmen zu können und vorausschauend zu planen.
EIN WACHSENDER TREND
Nach dem Polytechnikum Mailand sind es in Italien über 3,5 Millionen Menschen, die wenigstens einen Teil ihrer Arbeit remote absolvieren. Und die Zahl ist steigend. Aktuell sind es aber (noch) vor allem große Betriebe, die ihren Angestellten eine mobile Beschäftigung erlauben. Festgehalten wird noch, dass insgesamt sogar 21 Prozent aller Arbeitskräfte mindestens die Hälfte ihrer Aufgaben ortsunabhängig erfüllen könnten. Harvard berichtet ebenfalls, dass Remote Work an Bedeutung gewinnt. Neuere Beobachtungen deuten darauf hin, dass diese Arbeitsweise in Zukunft deutlich weiter verbreitet sein wird. Einerseits, weil sie als positiver Produktivitätsfaktor wahrgenommen wird, andererseits, weil die Belegschaft teilweise bereit wäre, dafür auf etwas Einkommen zu verzichten.
LÄSTERN IM BÜRO
Ein unterschätzter Teambildungsfaktor
Alle wissen, dass Lästern grundsätzlich keinen guten Ruf genießt. Es wird mit Missgunst oder Hinterhältigkeit verbunden, obwohl es laut Studien auch soziale Funktionen erfüllt.
Jeder Mensch hat sich wahrscheinlich schon einmal ertappt, heimlich über jemanden herzuziehen. Die Auslöser dafür können verschieden sein und müssen nicht unbedingt auf böswilliges Mobbing und Ausgrenzen zurückzuführen sein. Je nach Ton und Kontext brauchen Lästereien, anders als gezielte Hassrede, daher
nicht verächtlich formuliert zu werden. Vielmehr können kritische Aussagen ein Ausdruck von freier Meinungsäußerung sein und soziale Dynamiken widerspiegeln. Außerdem kann ein solches Gerede ein angenehmes Miteinander im Job unterstützen. Aber warum kann Klatsch und Tratsch überhaupt diesen Effekt entfalten?
Geheimnisse schaffen Nähe
Teilen sich mehrere Personen einen Arbeitsplatz, erleben sie zwangsläufig viele Situationen gemeinsam. Dazu gehören das Feiern großer Erfolge, die Annahme lukrativer Projekte sowie die Einführung neuer Arbeitsabläufe. Das muss allerdings nicht automatisch heißen, dass sich daraus auf privater Ebene ein enges Verhältnis entwickelt. Denn dafür braucht es mehr, unter anderem die Bereitschaft, authentisch die eigenen Gedanken zu äußern – gegebenenfalls sogar in Form von Lästereien. Das Ausplaudern persönlicher Einschätzungen macht Menschen verletzlich und vermittelt den Gesprächsteilnehmenden, dass sie ihnen damit vertrauen. Diese Offenheit kann echte Nähe und stabile Bindungen schaffen. Zusätzlich ruft sie oft ein Gefühl sozialer Verantwortung hervor: Niemand möchte schließlich, dass eine Person durch die eigene Indiskretion enttäuscht oder bloßgestellt wird.
Kommunikation stärkt Zusam-
menhalt
Stecken 2 Kollegen in der Pause die Köpfe zusammen und tuscheln aufgeregt, wird ihren Mitmenschen signalisiert, dass sie sich über ein exklusives Thema austauschen, bei dem Dritte unerwünscht sind. Diese Praxis ist beim Tratschen keine Seltenheit und grenzt die Beteiligten von ihrer Umwelt ab, während sich innerhalb der Gruppe ein Gefühl von Zusammengehörigkeit breitmacht.
Die Wirkung verstärkt sich, wenn im Laufe der Unterhaltung Gemeinsamkeiten entdeckt werden, die ein gegenseitiges Verständnis erlauben. Das stellt eine wichtige Grundlage für ein positives Arbeitsumfeld dar, in dem ein kollaboratives Arbeiten eher leichtfällt. Das Personal ist bereit, seinen Vertrauten motiviert zur Seite zu stehen und Probleme nicht allein, sondern in der Gemeinschaft zu betrachten. Auf diese Weise werden effiziente Lösungen gefunden, die den Betrieb voranbringen.
RandbemachenmerkungenProbleme sichtbar
In vielen Fällen kommen Lästereien durch Ereignisse zustande, die als ungerecht oder inakzeptabel wahrgenommen werden. Zum Beispiel, wenn der Drucker nicht läuft, obwohl die Verantwortlichen in der IT-Abteilung schon seit Monaten auf den Umstand hingewiesen wurden. In einem Team-Meeting kann dann ein beiläufiger Kommentar zur fragwürdigen Verlässlichkeit der Abteilung dazu führen, dass Vorgesetzte auf einen Missstand aufmerksam werden. Selbst wenn negative Bemerkungen nicht in einem formelleren Rahmen geäußert werden, können sie auf Herausforderungen hindeuten. Sie zeigen, was nicht funktioniert oder wo sich Menschen nicht ausreichend gehört bzw. gesehen fühlen. Und das, ohne dass es den Betroffenen vielleicht zunächst selbst bewusst war. Wird der wahre Kern unüberlegter Einwürfe erkannt, kann er als Anstoß genommen werden, um Veränderungen in die Wege zu leiten.

„Auskotzen“ entlastet
Personalmangel, Stress und unklare Organisation können Arbeitnehmende ernsthaft bedrücken. Werden die Arbeitsbedingungen mit der Zeit nicht besser, staut sich die innere Spannung immer weiter an. Schließlich kann eine nervige E-Mail oder ein ergebnisloses Telefonat reichen, um emotionale Reaktionen hervorzurufen. Dasselbe kann passieren, wenn jemand durch das Handeln anderer oder eine schlechte Nachricht verärgert ist.
Wird dem eigenen Unmut Luft gemacht, kann dies kurzfristig erleichternd wirken und die Produktivität steigern. Die Lästermäuler müssen nur aufpassen, dass sie im Rahmen ihr es Gefühlsausbruchs nicht zu ausfallend werden. Ansonsten kann eine unglückliche Wortwahl darin enden, dass man von der zuhörenden Person als unsympathisch und respektlos verurteilt wird. Darum sollte überlegt sein, was wie gesagt werden kann.
Im Klartext
Sprache gibt
Orientierung
Damit die professionelle Zusammenarbeit zwischen Individuen funktioniert, gibt es offizielle Regeln und Richtlinien. Wer sich daran hält, ist jedoch nicht automatisch vor Missverständnissen oder Konflikten geschützt. Deshalb müssen für einen glattlaufenden Berufsalltag ebenfalls die informellen Grundsätze verstanden werden. Dazu gehört etwa die Kenntnis, dass Bea aus der Buchhaltung und Klaus aus dem Vertrieb nicht miteinander zurechtkommen und Aufgaben auf eine Weise verteilt werden sollten, dass die beiden nicht in direkten Kontakt geraten. Oder die Tatsache, dass in der Firma Wert auf einfache Grußformeln gelegt wird und ein fehlendes „Hallo“ als unhöflich gilt. Wenn im Büro dann über schlechtes Verhalten gelästert wird, verstehen andere schnell, was gern gesehen ist und was nicht. Dies kann besonders für Neulinge hilfreich sein
Südtirol braucht mehr internationale Fachkräfte – ist aber oft nicht bereit dafür
Südtirol ist auf internationale Fachkräfte angewiesen. Doch Sprache, Integration und die Aufnahme in bestehende Teams bleiben Herausforderungen. Es reicht nicht, Talente zu gewinnen – wir müssen Bedingungen schaffen, damit sie bleiben und ihr Potenzial entfalten.
HANNES MAIR
studierte Rechts, Wirtschaftsund Politikwissenschaften an den Universitäten von Trient und Innsbruck. Er hat langjährige Berufserfahrung im Bereich Personalwesen und ist seit 2005 Geschäftsführer und Personalberater der look4U.

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Damit das Zuhause nicht aus allen Nähten platzt, ist eine systematische Planung zentral. Sie stellt sicher, dass der Überblick erhalten bleibt und das eigene Hab und Gut nicht zur Belastung wird.
Selbst wenn wir nicht an jedem Alltagsgegenstand festhalten, ist es ganz natürlich, dass das Heim über die Jahre voller wird. Kleidung, Technik, Bücher, Dokumente, Erinnerungsstücke, Geschirr und Dekorationen sammeln sich an, der Haushalt wächst, und neue Freundschaften führen zu mehr Gästen im Haus. Gerade deshalb ist ein bewusster Umgang mit dem vorhandenen Raum wichtig. Dies bedeutet eine vorausschauende Selektion und Anordnung des Interieurs sowie clevere bauliche Maßnahmen. Sie beeinflussen, wie hoch die Lebensqualität am Ende ausfällt.
Der multifunktionale Mehrwert von Treppen im Haus wird vielerorts nicht erkannt.
JEDE MAUER ZÄHLT
In vielen Wohnungen sind die Vertikalflächen leer, obwohl sie reichlich Potenzial für Stauraum bieten würden. Möbelhäu-
ser werben deshalb mit eleganten Wohnwänden, also harmonisch aufeinander abgestimmten Möbelkombinationen, die gemeinsam einen Wandabschnitt füllen. Typischerweise bestehen sie aus Standvitrinen, Low-, High- oder Sideboards. Ergänzend dazu werden häufig Schweberegale oder Eckkästen in die Konzepte integriert. Je nach Situation lassen sich dank dieser Vielfalt passgenaue Elemente wählen, die Nutzen und Design miteinander verbinden. Ob in der Küche als Vorratskammer, in der Stube als Entertainment-Center oder im Schlafzimmer als Kleiderschrankersatz: Den Einsatzmöglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt.
MEHR PLATZ DURCH ZWISCHENGESCHOSSE
Besonders in urbanen Gebieten sind historische Altbauten mit hohen Decken anzutreffen. Sofern es aus denkmalschutzrechtlicher Sicht kein Problem ist, kann sich die Montage eines selbsttragenden Zwischenstocks als vorteilhaft erweisen. Dieser wird dabei gerne mit Stahl(-beton) und/oder Holz realisiert. Unter der neu gewonnenen Etage
entstehen zusätzliche Quadratmeter, die sich als gemütlicher Ess- oder Aufenthaltsbereich einrichten lassen. Als Alternative wird oft ein ruhiges Homeoffice verwirklicht. Solche Anwendungen funktionieren genauso gut auf dem sogenannten Mezzanin. Noch geläufiger ist jedoch dessen Verwendung als Schlafzimmer. Das lohnt sich selbst bei geringer Deckenhöhe, da ein Großteil der Zeit ohnehin im Liegen verbracht wird.
INNENTREPPEN ALS CHANCE
Der multifunktionale Mehrwert von Treppen im Haus wird vielerorts nicht erkannt. Demnach bleiben die Stufen unbeansprucht, obwohl sie sich in staubfreie Aufbewahrungsorte verwandeln lassen. Abhängig von den individuellen Präferenzen und statischen Gegebenheiten erlaubt der Möbelbau kreative Lösungen. So kann die Setzstufe als ein ausziehbares Fach dienen oder die Trittfläche selbst aufklappbar sein. Es gibt außerdem abgestufte Möbelstücke, die als Ganzes eine durchdachte Treppenkonstruktion darstellen.
Je intelligenter vorhandene Strukturen eingesetzt werden, desto mehr Nutzungsspielraum lässt sich schaffen. Die Freiräume tragen nicht nur zur Wahrung von Ordnung bei, sondern fördern zugleich ein inneres Zen-Gefühl.

In vielen Wohnungen sind die Vertikalflächen leer, obwohl sie reichlich Potenzial für Stauraum bieten würden.
Wo Treppen von massiven Seitenwänden begrenzt werden, ergibt sich darunter zudem eine vielseitig erschließbare Nische. Sie kann durch maßgefertigte Einbauschränke oder Türen verschlossen werden, um etwa einen Putzraum von der Wohnzone abzutrennen. Offene Gestaltungen als Garderoben- und Leseecke oder sogar als Weinkeller und Minibar sind gleichfalls denkbar.
WANDELBARE SITZ- UND TISCHWELTEN
In keinem Essbereich darf er fehlen: ein mächtiger Esstisch, der die ganze Familie unterbringen kann, samt eventueller Besuchender. Weil solche Ausführungen das ganze Zimmer in Beschlag nehmen, liegen


verlängerbare Modelle aktuell im Trend. Die Anzahl der einlegbaren Teile entscheidet darüber, wie stark sie sich erweitern lassen. Nicht selten kann dadurch aus einem kleinen Tisch für vier Personen schnell eine lange Tafel werden, die zwölf Menschen fassen kann. Dasselbe Prinzip gilt mittlerweile für viele Sitzgelegenheiten. Auch hier gibt es Artikel, die über einen Auszieh- oder Ausklappmechanismus flexibel an den Bedarf angepasst werden können. Dazu gehören unter anderem Sitzbänke, Sofas oder Sessel.
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Vor allem in Einzimmerwohnungen kann es im Handumdrehen sehr eng werden, denn in diesen werden Wohn-, Schlaf- und Kochlandschaft in derselben Umgebung untergebracht. Um das Bestmögliche aus den Studio-Apartments herauszuholen, stehen kompakte Betten zur Verfügung.
Eine Option sind Versionen, die an ihrem Kopf- oder Fußende und an ihren Flanken praktische Schubkästen vorsehen. Ist die Immobilie aufgrund ihres Grundrisses für diese Variante eher ungeeignet, können an-
dere Bauarten in Betracht gezogen werden. Für einen langfristigen Gebrauch kann zum Beispiel auf Schrankbetten zurückgegriffen werden. Klappbetten lassen sich während des Tages zwar verstauen, allerdings kann es mühsam sein, sie immer wieder neu herzurichten.
APOTHEKERSCHRÄNKE ALS HIDDEN CHAMPIONS
Unzählige Salben, Tinkturen und Kräuter kamen in den alten Apothekerschränken ebenso unter wie Mullbinden, Skalpelle und Rezeptblöcke. Auf Effizienz und Übersichtlichkeit ausgelegt, überzeugen sie bis heute als wahre Platzwunder. Durch einfache Schiebesysteme sind die Inhalte nur einen Handgriff entfernt, die in mit Trennwänden unterteilten Fächern organisiert sind. Daneben punkten sie mit ihrer charakterstarken Holzoptik. Wer es moderner mag, findet in schmalen Auszugsschränken eine zeitgemäße Interpretation des Klassikers. Für nahezu jeden Zweck geeignet, beherbergen sie nicht nur Vorräte, sondern ebenfalls Schmuck, Büroutensilien oder Kosmetikprodukte.
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E-AUTO LADEN IN SÜDTIROL
Mit Strom durch die Alpen
Teurer Sprit, geräuschloses Fahrerlebnis und staatliche Förderungen: Elektrofahrzeuge werden aus den verschiedensten Gründen immer beliebter. Um die Autos jedoch optimal einsetzen zu können, braucht es eine flächendeckende Infrastruktur und die richtige Herangehensweise.
Allein in Europa war gemäß ICCT-Analyse im April 2026 jedes fünfte neu zugelassene Auto ein Elektroauto. Auch in Südtirol ist ein deutlicher Trend hin zur Elektromobilität zu beobachten. Dieser kommt der Umwelt zugute: Trotz des höheren Ressourcen- und Energieaufwands bei der Herstellung verursachen Elektroautos nach Angaben der Europäischen Umweltagentur weniger Emissionen als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Aus diesem Grund gelten sie als wichtiger Faktor, um den Straßenverkehr nachhaltiger zu gestalten. Damit ein Umstieg gelingt, ist allerdings eine ausreichende Versorgung mit Ladestationen zentral. Die Angst vor geringer Reichweite wirkt ansonsten abschreckend.
EIN WACHSENDES NETZ
Bereits 2024 gab es in Südtirol mehr als 300 öffentliche Ladestationen mit über 600 Ladepunkten, die der Sorge vor dem Liegenbleiben entgegenwirken sollten. Mehr als die Hälfte davon waren Normalladesäulen mit Wechselstrom (AC) von knapp 4 bis 22 kW, die für ein vollständiges Aufladen mehrere Stunden vorsahen. Der restliche Teil entfiel auf Schnellladestationen mit 50 bis 100 kW Gleichstrom (DC), die ein vollständiges Aufladen in unter einer Stunde ermöglichten. Inzwischen ist die Anzahl der öffentlichen Ladesäulen spürbar gestiegen.
Angekündigt wurde, dass deren Gesamtzahl bis Jahresende 1.000 Anlagen umfassen soll. Ziel ist es, dass jede Gemeinde von mindestens einer Ladestation profitieren kann.
NUTZUNG IM ALLTAG
Aktuell werden die lokalen Stromtankstellen noch besonders stark von Touristinnen und Touristen verwendet. Vor allem Gäste aus Deutschland sind dabei häufig vertreten, da sie bestens mit dem Umgang mit Elektrofahrzeugen vertraut sind. Dort sind schon über 2 Millionen batterieelektrische Wagen unterwegs. Anders als viele Einheimische wissen sie daher, worauf es beim E-Boxenstopp ankommt.
HINWEISE FÜR UNTERWEGS
Damit das Laden für alle kein Problem darstellt, sollten folgende Empfehlungen beachtet werden:
• Gezielte Routenplanung: Vor der Abfahrt sollte die geplante Strecke so angepasst werden, dass sie an geeigneten Ladestationen vorbeiführt. Wird berechnet, wie lange voraussichtlich angehalten werden muss, können die Wartezeiten perfekt getimt werden.
• Anschlüsse beachten: Je nach Ladeste cker variiert die Ladedauer erheblich. Zu bedenken ist, dass es ein kompatibles Ladekabel braucht, um am gewünschten Ladepunkt Strom zu beziehen.
• 80-20-Regel: Der Akkustand sollte nicht regelmäßig über 80 Prozent klettern oder unter 20 Prozent fallen. Dies schont die Batterie und verlängert wie das Normal laden ihre Haltbarkeit.
Bereits 2024 gab es in Südtirol mehr als 300 öffentliche Ladestationen mit über 600 Ladepunkten, die der Sorge vor dem Liegenbleiben entgegenwirken sollten.
LIVE-VERFÜGBARKEIT IM BLICK
Die Südtiroler Initiative „Green Mobility“ betreibt eine interaktive Online-Plattform, die in Echtzeit Informationen über den Zustand, den Zugang, den Bestand und die Steckertypen von Ladesäulen in und außerhalb der Provinz bietet. Außerdem wird eine Karte bereitgestellt, die den genauen Standort anzeigt.



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