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Mit der Fertigstellung der neuen Traubenannahme und Vinifikation hat die Kellerei Tramin ein Kapitel abgeschlossen, das 2010 begann. Was als mutiges architektonisches Statement in die erste Runde ging, ist heute als Einheit aus Wein, Landschaft
und Kellertechnik vollendet. Die von den Reben inspirierte Architektur der Kellerei setzt sich nun konsequent an jenem Ort fort, an dem aus sorgfältig gelesenen Trauben charaktervoller Wein entsteht: in der Verarbeitung. Die bedeutende Investition schafft Raum für noch prä-



zisere, schonendere und flexiblere Arbeitsabläufe. Sie ermöglicht es, Trauben aus verschiedenen Lagen noch differenzierter getrennt zu verarbeiten, sodass sich die Vielfalt des Terroirs in den Weinen noch präziser widerspiegelt. Gleichzeitig ermöglicht die neue Infra-
INGENIEURBÜRO
Dr.Fleischmann & Dr.Janser
Hauptstraße 43 Tel. 0473 622380
I – 39021 Latsch studio.fleischmann@rolmail.net
Projektierung und Bauleitung der Thermosanitär-, Lüftungs-, Elektro-, Photovoltaikanlage und Brandschutz
struktur eine schnelle Reaktion während der Ernte, wenn Wetterumschwünge oft über die Qualität entscheiden. Besonderes Augenmerk galt auch der Landschaft: Große Teile des Neubaus wurden unterirdisch auf bestehenden Flächen verwirklicht und harmonisch integriert.




Meisterwerk aus Architektur, Natur und Wein vollendet
Manche Gebäude erzählen ihre Geschichte auf den ersten Blick, so wie die Kellerei Tramin. Mit dem Umbau im Jahr 2010 entstand ein


architektonisches Wahrzeichen, dessen Gestaltung von der Rebe inspiriert ist und die tiefe Verbundenheit der Kellerei mit ihrem Terroir widerspiegelt. Mit der Erweiterung der Traubenannahme und Vinifikation wurde die damalige Vision nun konsequent zu Ende gedacht. Ein Kreis hat sich damit geschlossen. Form und Farbe der Architektur sind von den Reben inspiriert. Die ursprüngliche Idee war jene einer Rebe, die aus dem Anlieferungshof wächst, das Gebäude umrankt sowie Wein, Landschaft und Architektur miteinander verbindet. So verschmilzt das
Gebäude harmonisch mit der Landschaft und erzählt zugleich von der jahrhundertealten Weinbautradition des Ortes. Mit dem Umbau vor 16 Jahren entstand ein architektonisches Wahrzeichen, doch hinter den Kulissen blieb ein wichtiger Teil der Vision noch unvollendet: Traubenannahme und Weinverarbeitung. Im November 2023 starteten schließlich die Arbeiten für den Neubau des Kellers zur Anlieferung und Vinifikation der Trauben. Es handelt sich um eine der wichtigsten Investitionen in der fast 130-jährigen Geschichte der Genossenschaft.
Qualitätsarbeit fortführen
Der Neubau schafft die Voraussetzungen, um die bewährte Qualitätsarbeit auch in Zukunft auf höchstem Niveau fortzuführen. Erweiterte Kapazitäten und weiterentwickelte Betriebsabläufe ermöglichen eine noch flexiblere, individuellere und schonendere Verarbeitung der Trauben. Ein besonderer Vorteil zeigt sich in der größeren Flexibilität bei der Verarbeitung kleinerer Weinpartien. Dadurch können die unterschiedlichen Charaktere der Trauben von einzelnen Lagen noch präziser herausgearbeitet werden. Damit wurden die Voraussetzungen geschaffen, um die Besonderheiten des Terroirs noch klarer in die Flasche zu bringen. Die




Links hinten das neue Weinverarbeitungsgebäude, vorne das Besuchergebäude mit Parkmöglichkeit, das Ursprungsgebäude aus den 1970-er-Jahren (weiß) und rechts das Verwaltungsgebäude

Sorgte für einen historischen Moment: Epokale, der erste italienische Weißwein, der vom weltweit führenden Weinfüher Parker die Höchstnote von 100 Punkten erhielt.


Von der Besucher-Terrasse eröffnet sich ein atemberaubender Blick über die Weinberge bis zum Kalterer See


Das neue Gebäude für die Traubenannahme und Vinifikation
Kellerei verfügt nun über mehr Raum für den Ausbau der Weine und nutzt die natürliche Schwerkraft noch konsequenter – bei der gesamten Produktion der Weißweine sowie bei einem Großteil der Rotweine.
Natur gibt den Rhythmus vor Gerade während der Erntezeit zeigt sich die Bedeutung der neuen Strukturen. In der heiklen Reifephase kann eine kurzfristige Wetterveränderung entscheidend sein. Kündigt sich Regen an, der die Qualität der Trauben beeinträchtigen könnte, zählt jede Stunde. Dank der neuen Möglichkeiten kann die Kellerei die Trauben innerhalb kürzester Zeit annehmen und verarbeiten. Eine Stärke der Genossenschaft


Bahnhofstraße 11/A, Latsch | T. 0473/622 322 info@bauteam.it | www.bauteam.it
Teil des Qualitätskonzepts im Keller ist die Nutzung der Schwerkraft für eine schonende Verarbeitung von Trauben und Most.


liegt dabei auch in ihrer Struktur: Etwa 160 Winzerfamilien bewirtschaften kleine Weinberge, können dadurch flexibel reagieren und die festgelegten Erntezeitpunkte rasch wahrnehmen. Die Verbindung aus Zusammenarbeit und Technik schafft die Voraussetzung, auch bei schwierigen Bedingungen nach höchsten Qualitätsansprüchen zu arbeiten. Gleichzeitig erhöhen die neuen Strukturen die Arbeitssicherheit während der Erntezeit.
Architektur, die mit der Landschaft lebt
Bei der Projektierung legte Ar-

chitekt Werner Tscholl großen Wert auf einen respektvollen Umgang mit der Landschaft. Um die Kulturlandschaft bestmöglich zu schonen, wurde der überwiegende Teil des Neubaus in zwei unterirdischen Geschossen auf bereits versiegelten Flächen realisiert. Der Eingriff in die Umgebung konnte dadurch auf ein Minimum reduziert werden. Das prägende Gestaltungselement ist die neue Halle mit ihrer Hülle aus unterschiedlich grünem Profilglas. Sie verleiht dem Baukörper eine leichte, transparente Erscheinung, fügt ihn harmonisch in die Weinlandschaft ein und ver-




birgt zugleich die funktionalen Bereiche der Produktion. Die unterirdischen Gebäudeteile wurden angeschüttet und mit Reben bepflanzt. Dadurch ist das Bauvolumen zusätzlich in die Landschaft eingebunden worden. Und die ursprüngliche architektonische Idee konnte konsequent weitergeführt



werden: Die Kellerei und ihre Umgebung sind im wahrsten Sinne des Wortes zusammengewachsen.
Die Menschen hinter den Weinen
Hinter jeder Flasche Traminer Wein stehen Menschen, viel Erfahrung und eine außergewöhnliche Landschaft. Die Weingüter liegen auf Hügellagen zwischen 250 und 850 Metern vorwiegend in den Gemeinden Tramin, Montan, Auer und Neumarkt. Besondere Bodenbeschaffenheiten und das klimatische Zusammenspiel schaffen die Grund-

lage für fruchtbetonte, frische Weine mit Komplexität und eleganter Struktur. Seit fast 35 Jahren prägt Kellermeister Willi Stürz die Genossenschaft. Sein Qualitätsstreben, verbunden mit Innovation und Naturverbundenheit, hat die Genossenschaft zu einer der führenden Kellereien in Italien gemacht. 2004 wurde er von „Gambero Rosso“ und „Slow Food“ zum besten Kellermeister Italiens gekürt. Mit dem Gewürztraminer „Epokale“ schrieb die Kellerei schließlich ein Stück italienische Weingeschichte. Der Jahrgang 2009 erhielt von „Robert Parker’s Wine Advocate“ die Höchstnote
von 100 Punkten. Heute verbindet die Kellerei präzise Kellertechnik und hochwertige Architektur mit einem respektvollen Umgang mit der Kulturlandschaft. Auch Besucher erleben diese Verbindung unmittelbar: Denn das Verkostungs- und Verkaufslokal bietet einen Panoramablick auf Weingärten, den Kalterer See und die Berge. Hier werden Weine nicht nur verkostet, sondern erlebt.



Kellerei Tramin
Weinstraße 144 | Tramin Tel. 0471/096634 www.cantinatramin.it




