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Tagesandachten
Jesus Christus:
Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben.
2019
Matthäus 11,28
Beröa-Verlag Postfach CH-8038 Zürich
www.beroea.ch
Der Herr sprach: Mein Angesicht wird mitgehen, und ich werde dir Ruhe geben. 2. Mose 33,14
Dienstag
1
Januar
Der Herr geht mit! Die Bibelzitate sind der überarbeiteten Elberfelder-Übersetzung (Edition CSV-Hückeswagen) entnommen.
© Beröa-Verlag Zürich 2018
Umschlagbild: • Motiv Berg © patrickloertscher.com, Wetterhorn, Schweiz • Motiv Waldweg © shutterstock.com, Simon Bratt • Motiv Blumen © prismaonline.ch, James Guilliam Druck: BasseDruck, Hagen
ISBN 978-3-03811-063-7 (Andachtsbuch)
363
Mose sollte das Volk Israel durch die Wüste führen. Das war keine leichte Aufgabe, weil die Israeliten bei jeder Schwierigkeit murrten und sich gegen Gott auflehnten. Da versprach ihm der Herr: «Mein Angesicht wird mitgehen, und ich werde dir Ruhe geben.» Dieses Bibelwort gilt auch uns am Anfang eines neuen Jahres. Es werden bestimmt wieder schwierige Aufgaben oder Situationen auf uns zukommen: Prüfungen in der Ausbildung, komplexe Aufträge am Arbeitsplatz, Herausforderungen in der Erziehung unserer Kinder oder Probleme mit der Gesundheit. Doch wir brauchen uns nicht davor zu fürchten. Als Glaubende sind wir nicht auf uns allein gestellt. Wir können mit der Hilfe des Herrn rechnen. Er geht mit uns ins neue Jahr hinein und wird uns beistehen. Er hat versprochen: «Ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters» (Matthäus 28,20). Seine Gegenwart macht uns Mut, die Aufgaben, die sich uns stellen, mit Zuversicht und im Vertrauen auf seine Hilfe in Angriff zu nehmen. Das neue Jahr wird auch hektische Tage bringen und zu mancher Befürchtung Anlass geben. Aber der Herr will uns mitten in den Turbulenzen des Weltgeschehens und den Sorgen des Alltags seinen Frieden schenken. Bei Ihm kommen unsere ängstlichen Herzen zur Ruhe, weil Er uns zeigt, dass alles in Gottes Hand liegt. Nichts kann uns geschehen, was der himmlische Vater nicht zulässt.
Mittwoch
2
Januar
So hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.
Lehre mich, Herr, deinen Weg, und leite mich auf ebenem Pfad. Psalm 27,11
Donnerstag
3
Januar
Johannes 3,16
Gott liebt die Menschen
Wie Gott führt
Seine Liebe zu uns Menschen ist unbegreiflich. Obwohl wir nicht nach unserem Schöpfer gefragt haben und unsere eigenen Wege gegangen sind, hat Er den ersten Schritt auf uns zu gemacht. Er hat seinen einzigen Sohn für uns in den Tod gegeben, um eine Brücke zu uns zu schlagen. Nie würde ein Mensch für seine erbitterten Feinde das Liebste opfern. Aber Gott hat es getan! Sein Sohn Jesus Christus, den Er von Ewigkeit her liebt, ist am Kreuz für uns gestorben, damit wir errettet und mit Gott versöhnt werden können. Gott will nicht, dass wir für unsere bösen Gedanken, Worte und Taten seine gerechte Strafe bekommen. Darum hat Er seinen Sohn für fremde Schuld gestraft, damit jeder, der an den Herrn Jesus glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben empfängt. Das ist das Angebot, das Gott uns heute macht. Wer an den Erlöser Jesus Christus glaubt, wird nicht gerichtet. Statt der verdienten Strafe für seine Sünden bekommt er ewiges Leben in einer glücklichen Beziehung zu Gott. Der persönliche Glaube an den Erlöser schliesst ein, dass wir zu unserer Schuld stehen und sie Gott aufrichtig bekennen. Dieses Eingeständnis unseres Versagens öffnet uns den Weg zum Herzen Gottes. Er vergibt uns unsere Sünden und nimmt uns als seine Kinder an. Nun können wir seine Liebe uneingeschränkt geniessen, weil alles, was uns von Gott getrennt hat, ausgeräumt ist.
Gott möchte uns in allen Entscheidungen des Lebens leiten. Damit wir seinen Willen erkennen können, stellt Er uns drei Hilfsmittel zur Verfügung: 1) In der Bibel hat Gott seine Grundsätze für jede Lebensfrage festgelegt. Wenn es zum Beispiel um die Wahl des Ehepartners geht, heisst es in 2. Korinther 6,14: «Seid nicht in einem ungleichen Joch mit Ungläubigen.» Gott will nicht, dass wir einen ungläubigen Partner heiraten. Das ist ein biblisches Prinzip für uns Christen. 2) Der Heilige Geist leitet uns, damit wir in den konkreten Detailfragen die göttliche Absicht erkennen (Römer 8,14). Das ist aber nur möglich, wenn wir in Übereinstimmung mit Gott leben. Ausserdem steht die Leitung durch den Heiligen Geist nie im Widerspruch zum geschriebenen Wort Gottes. 3) Erfahrene Christen, die mit Gott leben und die Bibel gut kennen, sind in der Lage, jungen Gläubigen eine Hilfe zu sein. Darum empfiehlt der weise König Salomo: «Höre auf Rat und nimm Unterweisung an, damit du in der Zukunft weise bist» (Sprüche 19,20). Gott kann uns nur leiten, wenn bei uns gewisse Voraussetzungen erfüllt sind: erstens die Bereitschaft, seinen Willen zu tun, zweitens den Glauben, dass Er uns den richtigen Weg führt, und drittens die Abhängigkeit, die im Gebet zum Ausdruck kommt. Dann macht Er sein Versprechen wahr: «Ich will dich unterweisen und dich den Weg lehren, den du wandeln sollst; mein Auge auf dich richtend, will ich dir raten» (Psalm 32,8).
Freitag
4
Freut euch vielmehr, dass eure Namen in den Himmeln angeschrieben sind. Lukas 10,20
Januar
Ich will euch belehren über die Hand Gottes; was bei dem Allmächtigen ist, will ich nicht verhehlen. Hiob 27,11
Samstag
5
Januar
Ein Klingelknopf im Himmel
Die Hand Gottes
Manche Menschen wohnen in grossen Häuserblocks mit vielen einzelnen Wohnungen. Wenn man jemand besuchen will, der in einem solchen Haus wohnt, sucht man bei den Klingelknöpfen neben der Eingangstür solange, bis man den Namen der gewünschten Person gefunden hat. Wenn ihr Name nicht aufgeführt ist, kann man davon ausgehen, dass sie keine Wohnung in diesem Haus hat. Als der Herr Jesus auf der Erde lebte, erzählte Er seinen Jüngern auch von einem Haus mit vielen Wohnungen. Er meinte damit das Haus seines Vaters im Himmel. Dort gibt es nur für solche einen Platz, deren Namen in den Himmeln angeschrieben sind. Die meisten Menschen möchten gern einmal in den Himmel kommen. Wenn du auch diesen Wunsch hast, musst du wissen, ob dein eigener Name dort angeschrieben ist und ob im Haus des Vaters eine Wohnung für dich bereit ist. Nun, es gibt nur einen Weg, um zu einer solchen Wohnung zu kommen: dein persönlicher Glaube an den Herrn Jesus. Glaubst du, dass Er auf die Erde gekommen ist, um am Kreuz für dich zu sterben und dadurch die Strafe für deine Sünden zu tragen? Wenn du Jesus Christus so als deinen Heiland annimmst, wird dein Name im Himmel eingetragen. Bildlich gesprochen bekommst du dann einen persönlichen Klingelknopf und eine Wohnung im Himmel. Du wirst einmal ewig dort leben, wo es viel schöner ist als in jeder Villa auf der Erde.
In einem Lied heisst es: «Alles aus Gottes Hand nehmen, alles in Gottes Hand legen, alles in Gottes Hand lassen, dann kannst getrost du sein.» • Hiob gibt uns ein Beispiel, wie wir alles, was uns im Leben geschieht, aus der Hand Gottes annehmen können. Er verlor auf einen Schlag seinen gesamten Besitz und alle seine Kinder. Da fiel er zur Erde nieder und sprach: «Der Herr hat gegeben, und der Herr hat genommen, der Name des Herrn sei gepriesen!» (Hiob 1,20-22). Er demütigte sich unter die Situation, anerkannte das souveräne Handeln Gottes in seinem Leben und betete an. • David zeigt uns in manchen Psalmen, wie wir alles, was uns auf der Seele liegt, in die Hand Gottes legen können. Er betete: «Mit meiner Stimme schreie ich zu dem Herrn, mit meiner Stimme flehe ich zu dem Herrn. Ich schütte meine Klage vor ihm aus, meine Bedrängnis tue ich vor ihm kund» (Psalm 142,2.3). Vertrauensvoll übergab er die Last, die auf seinem Herzen lag, dem starken und allmächtigen Gott. • David ist uns auch ein Vorbild, wie wir eine Sache in den Händen Gottes lassen sollen. Als König Saul ihn bedrängte und verfolgte, unternahm David nichts gegen ihn, sondern wartete auf das Eingreifen Gottes. Seinem Gegner erklärte er: «So sei denn der Herr Richter und richte zwischen mir und dir; und er besehe es und führe meine Rechtssache und schaffe mir Recht aus deiner Hand!» (1. Samuel 24,16).
Sonntag
6
Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Johannes 1,1
Januar
Der Gerechte aber wird aus Glauben leben. Römer 1,17
Montag
7
Januar
Gottes letztes Wort
Was ist Glaube?
Der Hebräer-Brief beginnt mit den Worten: «Nachdem Gott vielfältig und auf vielerlei Weise ehemals zu den Vätern geredet hat in den Propheten, hat er am Ende dieser Tage zu uns geredet im Sohn» (Hebräer 1,1.2). Dieser Sohn ist Jesus Christus. Er hat uns das Herz und die Gedanken Gottes offenbart. Er ist sozusagen das letzte Wort von Gott an uns Menschen. Zu Beginn seines Evangeliums spricht Johannes auch vom Sohn und bezeichnet Ihn als das Wort. Er ist der ewige Sohn Gottes, der schon immer war – soweit wir Menschen zurückdenken können. Er selbst hat keinen Anfang. Er konnte sagen: «Ehe Abraham wurde, bin ich» (Johannes 8,58). Zudem ist der Sohn Gottes das Wort, das die Schöpfung ins Dasein rief. «Durch das Wort des Herrn sind die Himmel gemacht worden ... Denn er sprach, und es war; er gebot, und es stand da» (Psalm 33,6.9). Die Welt und alles, was in ihr ist, wurde durch Ihn und für Ihn geschaffen (Kolosser 1,16). Dann sagt Johannes weiter: «Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns» (Johannes 1,14). Der ewige Sohn Gottes kam als wahrer Mensch, gezeugt vom Heiligen Geist, in die Welt. Er wurde den Menschen gleich, war also in jeder Hinsicht Mensch wie wir, ausgenommen die Sünde. Als Mensch erniedrigte Er sich, indem Er gehorsam wurde bis zum Tod am Kreuz. Dort sehen wir die volle Grösse der Gnade und Wahrheit: Er, der Sünde nicht kannte, wurde für uns zur Sünde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit würden in Ihm.
Die Bibel macht klar, dass Menschen nur aus Glauben errettet werden können und Erlöste nur aus Glauben in der Lage sind, ein Gott wohlgefälliges Leben zu führen. Da stellt sich die Frage: Was versteht Gottes Wort unter Glauben? Drei Vergleiche geben eine Antwort darauf: a) Der Glaube steht dem Sichtbaren gegenüber, das man nicht glauben muss. Christen leben nicht «durch Schauen», sondern «durch Glauben» (2. Korinther 5,7). Der Glaube gleicht einer Hand, die die unsichtbaren Tatsachen der unsichtbaren Welt ergreift und sie sich zu einer gekannten und genossenen Realität macht. b) Der Glaube steht den Werken der Menschen gegenüber. Obwohl die Bibel mehrfach betont, dass gute Werke für das Glaubensleben wichtig sind, können sie nie das Fundament sein, auf dem Menschen vor Gott stehen. Nur aufgrund des persönlichen Glaubens an den Erlöser nimmt Gott Sünder an (Epheser 2,8.9). Auf diesen Glauben folgen dann gute Werke. c) Der Glaube steht dem menschlichen Verstand gegenüber. Wenn es z. B. um die Erlösung geht, helfen intellektuelle Fähigkeiten nicht weiter. Gott appelliert nicht an den Verstand, sondern fordert die Menschen auf, an das zu glauben, was Er sagt. Das bedeutet allerdings nicht, dass glaubende Menschen keine denkenden Menschen sind. Aber die Erkenntnis der Wahrheit ist eine Folge des Glaubens, nicht dessen Voraussetzung.
Dienstag
8
Ehe sie rufen, werde ich antworten; während sie noch reden, werde ich hören.
Lasst euch versöhnen mit Gott! 2. Korinther 5,20
Jesaja 65,24
Januar
Mittwoch
9
Januar
Gott hört, bevor wir rufen
Versöhnung
Welch ein Geschenk unseres Gottes, dass wir zu Ihm beten können! Oft rufen wir erst, wenn die Not schon da ist. Doch in seiner Allwissenheit hat Er bereits Vorsorge für uns getroffen. Ihm ist nichts unmöglich, und Er handelt immer aus der Liebe seines Herzens heraus. Die Verheissung im heutigen Bibelwort lässt uns ans Mobiltelefon denken. Obwohl wir uns auf der Erde befinden und Gott im Himmel ist, erreichen Ihn unsere Gebete sofort. Doch was mit keiner Technik möglich ist, kann Gott: Bevor wir rufen, antwortet Er. Er hat die Geschicke schon in die Wege geleitet, bevor wir unser Problem erkennen und es Ihm sagen können. Das ist nicht blosse Theorie, ich habe es selbst erlebt. Exakt an dem Tag, als ich meine Krebs-Diagnose erhielt, rief mich eine ehemalige Mitarbeiterin an. Sie wollte wieder ins Berufsleben einsteigen und bat mich um eine Arbeitsstelle. Ich war derart überrascht, dass mir die Stimme versagte und ich um eine Antwort ringen musste. Erst durch diesen Anruf wurde mir bewusst, dass ich wegen meiner Krankheit nie mehr ins gewohnte Berufsleben zurückkehren würde. Nach 40-jähriger Tätigkeit würde ich meine Arbeit jemand anders übergeben müssen. Der Herr aber hatte schon eine passende Mitarbeiterin bereit, die zur rechten Zeit meine Aufgaben übernahm. Darum bete im Glauben! Bitte aber nicht nur, dass du erhört wirst, sondern danke auch, wenn Gott deine Gebete beantwortet hat.
Im Alltagsleben verstehen wir «Versöhnung» wie folgt: Wenn zwei Menschen nach einem Streit wieder Frieden schliessen, söhnen sie sich aus. Sie bereinigen die Unstimmigkeiten und wollen sich wieder miteinander vertragen. Im Blick auf das Verhältnis zu Gott hat «Versöhnung» eine andere, tiefere Bedeutung. Zuerst gilt es einmal festzuhalten, dass Gott kein Feind der Menschen ist. Er trägt nicht die Schuld für die gestörte Beziehung zwischen seinen Geschöpfen und Ihm. Im Gegenteil! Er liebt die Menschen und will nicht, dass sie ewig verloren gehen. Wir Menschen hingegen haben unser Verhältnis zum Schöpfer belastet. Anstatt Ihn zu ehren und seine Anweisungen zu befolgen, haben wir uns gegen Ihn aufgelehnt. In unseren Herzen hat sich eine Feindschaft gegen Ihn festgesetzt. Unsere Rebellion hat Gott jedoch nicht davon abgehalten, vor ungefähr 2000 Jahren seinen Sohn zu uns zu schicken und uns auf diese Weise seine Hand zur Versöhnung entgegenzustrecken. Durch seinen Tod am Kreuz hat Jesus Christus eine Brücke geschlagen, auf der wir zu Gott zurückkehren können. Seither lässt Er uns durch seine Botschafter sagen: «Lasst euch versöhnen mit Gott!» Wenn wir im Glauben an den Erlöser und mit einem Bekenntnis unserer Sünden diese Brücke betreten und zu Gott zurückkehren, werden wir mit Ihm versöhnt. Wir treten in ein ganz neues Verhältnis zu Ihm: Er macht uns zu seinen Kindern und schenkt uns seine Vaterliebe.
Donnerstag
10 Januar
Wir danken Gott allezeit für euch alle, indem wir euch erwähnen in unseren Gebeten, unablässig gedenkend eures Werkes des Glaubens und der Bemühung der Liebe und des Ausharrens der Hoffnung auf unseren Herrn Jesus Christus. 1. Thessalonicher 1,2.3
Glaube, Liebe, Hoffnung Die Christen in Thessalonich hatten sich erst vor kurzem zum lebendigen Gott bekehrt. Dennoch konnte Paulus Gott für sie alle danken, weil in ihrem Verhalten drei Kennzeichen des neuen Lebens sichtbar wurden:
1) Das Werk des Glaubens. Sie glaubten an Gott und pflegten den Kontakt zu Ihm. Diese lebendige Glaubensbeziehung veranlasste sie, für Ihn zu leben und Ihm zu dienen. – Das gilt auch für uns. Jede Tätigkeit für den Herrn muss einer gelebten Beziehung zu Gott entspringen, die durch das Bibellesen und das Beten gepflegt wird. Nur im Glauben an Ihn können wir segensreich für Ihn wirken. 2) Die Bemühung der Liebe. Sie liebten den Herrn Jesus und ihre Glaubensgeschwister. Deshalb scheuten sie keine Mühe, um sich liebevoll füreinander einzusetzen. – Echte Bruderliebe soll auch heute die Triebfeder sein, unsere Mitchristen einzuladen, ihnen im Glauben behilflich zu sein und für sie zu beten.
3) Das Ausharren der Hoffnung. Sie warteten sehnlich auf das Kommen des Herrn zur Entrückung. Diese Hoffnung gab ihnen Kraft, in den schwierigen Umständen auszuharren. – Mit der Sehnsucht auf das Kommen des Herrn im Herzen fällt es uns leichter, die Probleme auf dem Glaubensweg zu ertragen und in einer mühsamen Situation geduldig zu bleiben. Wir merken, wie wichtig ein gesunder Glaube, eine brennende Liebe und eine lebendige Hoffnung für unser Christenleben sind.
Du aber bist ein Gott der Vergebung, gnädig und barmherzig, langsam zum Zorn und gross an Güte. Nehemia 9,17
Freitag
11 Januar
Ein Gott der Liebe und Vergebung Ich wuchs in einer christlichen Familie auf und wusste, dass es Gott gibt. Aber ich kannte Ihn nicht persönlich. Was ich von Ihm hörte und las, wurde bei mir zu reinem Kopfwissen. Es drang nur selten in mein Herz. Das führte mich zu einem Leben, das von Regeln und religiösen Ritualen geprägt war. In meiner Studienzeit entschloss ich mich, in der Wirtschaft Karriere zu machen. Alles schien glänzend zu laufen. Aber mein Herz blieb hoffnungslos leer. In dieser Zeit lernte ich meine zukünftige Frau kennen. Sie sprach mich auf meine religiösen Gewohnheiten an und fragte mich, wer dieser Jesus sei, von dem ich redete. Warum ist Er gestorben? Wie ist Er auferstanden? Warum liebt uns Gott? Auf diese Fragen konnte ich ihr keine befriedigenden Antworten geben. So begannen wir gemeinsam die Bibel zu lesen und uns über das Gelesene auszutauschen. Die Liebe Gottes berührte ihr Herz. Sie nahm den Herrn Jesus als ihren persönlichen Heiland an. Sofort merkte ich, wie sich ihr Leben von Grund auf veränderte. Das beeindruckte mich. Nun fanden die Worte aus der Bibel auch in meinem Herzen Eingang. Ich merkte, dass ich Gott nicht richtig kannte. Er war nicht ein strenger Richter, der Regeln aufstellt und Gesetze erlässt, sondern ein Gott der Liebe und der Vergebung. Ich erkannte, dass sein Sohn Jesus Christus auch für mich und meine Sünden am Kreuz gestorben ist. Da übergab ich Ihm mein Leben – und wurde glücklich.
Samstag
12 Januar
Du hast meine Seele vom Tod errettet, ja, meine Füsse vom Sturz, damit ich vor dem Angesicht Gottes im Licht der Lebendigen wandle. Psalm 56,14
Als sie an den Ort kamen, der Schädelstätte genannt wird, kreuzigten sie dort ihn und die Übeltäter, den einen auf der rechten, den anderen auf der linken Seite. Lukas 23,33
Sonntag
13 Januar
Belohntes Gottvertrauen
Was das Kreuz klarmacht
In diesem Psalm beschreibt David seine Erfahrungen. Den ganzen Tag steht er Feinden gegenüber, die ihn bekämpfen, seine Worte verdrehen, seine Schritte hindern und seiner Seele nachstellen: • «Meine Feinde schnauben den ganzen Tag; denn viele bekämpfen mich in Hochmut.» • «Meine Worte verdrehen sie den ganzen Tag, alle ihre Gedanken sind gegen mich zum Bösen.» • «Sie rotten sich zusammen, verstecken sich, sie beobachten meine Fersen, weil sie meiner Seele auflauern.» Angesichts dieses Widerstands wendet sich der Psalmdichter an Gott: «An dem Tag, da ich mich fürchte, vertraue ich auf dich.» Da wird er von seinen Widersachern gerettet. Er erkennt, dass Gott für ihn ist: «Dann werden meine Feinde umkehren an dem Tag, da ich rufe; dies weiss ich, dass Gott für mich ist.» Er wird befreit und lebt jetzt vor dem Angesicht Gottes im Licht der Lebendigen. Der Gott Davids ist auch unser Gott. Ja, Er ist unser himmlischer Vater, der uns liebt und für uns ist. Wenn wir in der Welt Angst haben oder uns bedroht fühlen, wollen wir uns auf seine Gnade stützen und Ihm vertrauen. Er hat seinen Sohn für uns in den Tod gegeben. Dadurch hat Er uns bewiesen, wie viel Ihm an uns liegt! «Wenn Gott für uns ist, wer gegen uns? Er, der doch seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle hingegeben hat – wie wird er uns mit ihm nicht auch alles schenken?» (Römer 8,31.32).
Am Kreuz von Golgatha erreichte der Hass der Menschen gegen Gott seinen Höhepunkt. Juden und Römer, Gelehrte und Verbrecher verhöhnten den Herrn Jesus. Ihre Ablehnung und ihre Feindschaft waren so gross, dass sie – was ihre Verantwortung betrifft – den Urheber des Lebens töteten. Gleichzeitig erstrahlte dort die Liebe Gottes zu den Menschen in ihrem hellsten Glanz. Gott gab seinen einzigen, geliebten Sohn für Sünder, ja, für seine Feinde in den Tod. Die menschliche Bosheit hielt Ihn nicht davon ab, seinen Sohn zur Rettung von Verlorenen zu opfern. Der Kreuzestod des Herrn Jesus offenbarte auch die Heiligkeit Gottes. In den drei Stunden der Finsternis trug der Heiland die Strafe für unsere Sünden und wurde für uns zur Sünde gemacht. Da wandte sich Gott von Ihm ab, weil Er zu rein und zu heilig ist, um Böses zu sehen. Am Kreuz erduldete Jesus Christus unsagbar tiefe Leiden. Er ertrug die körperlichen Schmerzen und litt unter dem Hohn der Spottenden. Noch grösser war seine Qual, als Er im göttlichen Gericht für unsere Sünden stand. Wie schmerzte es Ihn, von Gott verlassen zu sein! Zugleich wurde am Kreuz die moralische Herrlichkeit des Herrn Jesus sichtbar. Still ertrug Er den Spott seiner Feinde. Er war vollkommen gehorsam und tat den Willen seines Vaters bis zuletzt. Schliesslich gab Er sein Leben in voller Hingabe an Gott und in grenzenloser Liebe zu uns.
Montag
14 Januar
Als zwei Blinde, die am Weg sassen, hörten, dass Jesus vorübergehe, schrien sie und sagten: Erbarme dich unser, Herr, Sohn Davids! Matthäus 20,30
Jesus Christus geht vorbei Auf dem Weg nach Jerusalem zieht der Heiland durch Jericho. Zwei Blinde hören, dass Er bei ihnen vorbeikommt. Sie ergreifen die Gelegenheit und rufen Ihn um Erbarmen an. Es ist nicht vergebens. Jesus Christus bleibt stehen, lässt sie zu sich kommen und fragt sie: «Was wollt ihr, dass ich euch tun soll?» Sie antworten: «Herr, dass unsere Augen aufgetan werden!» Da rührt Er ihre Augen an und heilt sie. Voll Freude darüber, dass sie sehen können, folgen sie Ihm nach. Es ist noch ein Mann in Jericho, der die Chance nicht verpassen will, den Herrn Jesus auf seiner Durchreise zu sehen: Zachäus, der klein gewachsene Oberzöllner. Weil ihm viele Menschen die Sicht verdecken, steigt er auf einen Baum. Als der Heiland an diesen Ort kommt, bleibt Er stehen, blickt Zachäus an und sagt zu ihm: «Heute muss ich in deinem Haus bleiben.» Da steigt dieser schnell vom Baum herab und nimmt Jesus Christus mit Freuden auf. Es gibt auch in unserem Leben Momente, wo der Heiland bei uns vorbeikommt. Durch ein Bibelwort spricht Er unser Gewissen an und zeigt uns, was wir verkehrt gemacht haben. Er stellt sich selbst als Erlöser vor, der zur Tilgung unserer Schuld am Kreuz gestorben ist. Ergreifen wir die Gelegenheit, die sich uns dadurch bietet, um Vergebung der Sünden zu bekommen? Sind wir bereit, dem Herrn Jesus unser Herz zu öffnen, damit Er die Führung in unserem Leben übernehmen kann?
Da ging Petrus hinaus und der andere Jünger, und sie gingen zu der Gruft. Die beiden aber liefen zusammen, und der andere Jünger lief voraus, schneller als Petrus, und kam als Erster zu der Gruft.
Dienstag
15 Januar
Johannes 20,3.4
Petrus und Johannes Mit Petrus und Johannes zeigt uns die Bibel zwei Menschen, die in ihrer Art sehr verschieden waren und trotzdem gemeinsam im Werk Gottes arbeiteten. Diese beiden Männer kannten sich schon lange. Bereits als Fischer hatten sie zusammengearbeitet. Petrus war älter als Johannes. Es scheint, dass er die Führung in jener Fischerei hatte. Daraus erkennen wir: In einem Team arbeiten lernt man nicht erst im Werk des Herrn. Schon im beruflichen Alltag können wir darin Erfahrungen sammeln. Als der Herr Jesus in Israel öffentlich lehrte und diente, folgten Ihm beide nach und lernten Ihn kennen. An seinem Auferstehungstag liefen sie zusammen zum leeren Grab. In der Apos telgeschichte sehen wir sie miteinander zum Tempel gehen. Sie waren beisammen, als der Gelähmte geheilt wurde. Sie ertrugen gemeinsam die darauffolgende Festnahme, das Verhör und die Haft. Immer war es Petrus, der redete und hervortrat, Johannes stand schweigend daneben. Ohne Neid und Eifersucht erkannten sie beim anderen das an, was der Herr besonders gebrauchen konnte. Das Wichtigste aber war, dass beide von der Grösse und Herrlichkeit ihres Herrn ergriffen waren. Petrus schreibt in 2. Petrus 1,16, dass sie «Augenzeugen seiner herrlichen Grösse geworden» waren. Und Johannes sagt: «Wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater» (Johannes 1,14).
Mittwoch
16 Januar
Jeder nun, der irgend diese meine Worte hört und sie tut, den werde ich mit einem klugen Mann vergleichen, der sein Haus auf den Felsen baute.
Gott ist uns Zuflucht und Stärke, eine Hilfe, reichlich gefunden in Drangsalen. Psalm 46,2
Donnerstag
17 Januar
Matthäus 7,24
Ein gutes Fundament
Unser Gott
Der Pazifische Feuerring ist ein Vulkangürtel, der den Pazifischen Ozean wie ein Hufeisen von drei Seiten umgibt. 90 Prozent aller Erdbeben weltweit treten in dieser Region auf. Viele Häuser in Hongkong sind deshalb auf Granit gebaut. Durch dieses stabile Fundament versucht man die Schäden eines Bebens möglichst gering zu halten. Mit einem Gleichnis macht der Herr Jesus klar, dass auch in unserem Leben ein festes Fundament entscheidend ist. Wer seine Worte hört und tut, baut sein Lebenshaus auf den Felsen. Wenn Stürme kommen, stürzt es nicht ein, weil es auf Gottes Wort gegründet ist. Zwei Beispiele dazu:
Wir haben einen gütigen und starken Gott, der uns im Glaubensleben jederzeit beisteht. Was Er für uns sein möchte, zählt der Psalmdichter im Tagesvers auf:
a) Jesus Christus hat gesagt: «Wer an mich glaubt, hat ewiges Leben» (Johannes 6,47). Wenn wir diesem Aufruf folgen, indem wir den Herrn Jesus im Glauben als unseren persönlichen Erlöser annehmen, bekommen wir ewiges Leben. Wir besitzen nun eine Hoffnung über den Tod hinaus, die durch kein Ereignis in unserem Leben erschüttert werden kann. b) Der Herr hat seinen Jüngern erklärt: «Wenn ihr meine Gebote haltet, so werdet ihr in meiner Liebe bleiben» (Johannes 15,10). Nur auf dem Weg des Gehorsams können wir die Liebe des Herrn Jesus geniessen. Wenn wir dem Wort Gottes gehorchen, werden wir jedoch das Unverständnis und den Widerstand der Welt erfahren. In dieser Anfechtung macht uns das Bewusstsein ruhig, dass wir die Zustimmung des Herrn besitzen.
a) Gott ist uns Zuflucht. Bei Ihm finden wir Schutz und Geborgenheit, wenn uns die gottlose Welt bedrängt. Zu Ihm können wir fliehen, wenn wir der Versuchung zur Sünde ausgesetzt sind. b) Gott ist uns Stärke. Von Ihm bekommen wir jeden Tag die nötige Kraft, um für Ihn zu leben. Er bestärkt uns, im Glauben gegen den Strom der ungläubigen Meinungen zu schwimmen. c) Gott ist uns Hilfe. Mit seiner Unterstützung sind wir in der Lage, die Probleme des Alltags zu bewältigen. Er hilft uns, schwierige Aufgaben zu erledigen und unseren Mitmenschen in der Gesinnung des Herrn Jesus zu begegnen. Wenn wir jeden Tag glaubensvoll mit Gott rechnen, machen wir die Erfahrung, dass Er uns genügt. Wir bekommen bei Ihm alles, was wir für das Glaubensleben nötig haben. Sein Schutz, seine Kraft und seine Hilfe sind nicht knapp bemessen. Er gibt uns aus seiner Fülle reichlich, so dass wir keinen Mangel haben. Ausserdem verspricht Er uns, dass Er immer leicht zu finden ist: «Rufe mich an am Tag der Bedrängnis: Ich will dich erretten, und du wirst mich verherrlichen!» (Psalm 50,15). Darum wollen wir im Alltag unser Vertrauen mehr auf unseren Gott setzen, der uns im Gegensatz zu Menschen nie enttäuscht.
Freitag
18
Glückselig der, dessen Übertretung vergeben, dessen Sünde zugedeckt ist! Psalm 32,1
Januar
David sprach in seinem Herzen: Nun werde ich eines Tages durch die Hand Sauls umkommen; mir ist nichts besser, als dass ich schnell in das Land der Philister entkomme. 1. Samuel 27,1
Samstag
19 Januar
Was ist göttliche Vergebung?
Wenn der Glaube zusammenbricht
Gott ist durch die Sünden, die wir begangen haben, zutiefst beleidigt worden. Trotzdem ist Er bereit, uns zu vergeben. In der Bibel nennt Er zwei Voraussetzungen dafür: 1) Das aufrichtige Bekenntnis unserer Schuld: «Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit» (1. Johannes 1,9). 2) Der Glaube an den Erlöser Jesus Christus: «Jeder, der an ihn glaubt, empfängt Vergebung der Sünden durch seinen Namen» (Apostelgeschichte 10,43). Wenn wir das begangene Unrecht mit Namen vor Gott bekennen und glauben, dass der Herr Jesus zur Tilgung unserer Schuld sein Leben gelassen hat, vergibt Gott uns alle Sünden. Damit ist die Frage unserer Schuld vor Ihm für immer geklärt und unsere Beziehung zu Ihm in Ordnung gebracht. Gott verspricht uns: «Ihrer Sünden und ihrer Gesetzlosigkeiten werde ich nie mehr gedenken» (Hebräer 10,17). Nie mehr wird Er darauf zurückkommen. Die Bibel veranschaulicht uns eindrucksvoll, was göttliche Vergebung ist: • König Hiskia betete dankbar: «Alle meine Sünden hast du hinter deinen Rücken geworfen» (Jesaja 38,17). Er war sich klar, dass seine Schuld nicht mehr vor Gottes Augen stand. Sie war getilgt. • Der Prophet Micha wusste: «Du wirst alle ihre Sünden in die Tiefen des Meeres werfen» (Micha 7,19). Vergebenes Unrecht ist weggetan. Die Frage der Schuld ist geklärt.
Es ist gesagt worden, dass unser Glaube nie gefährdeter ist als nach einem grossen Sieg. Das sehen wir bei David, Elia und anderen. In 1. Samuel 26 hätte David es in der Hand gehabt, sich an Saul zu rächen. Er war nachts mit seinem Neffen Abisai in die Wagenburg Sauls eingedrungen. Aber er lehnte es ab, dem König, der ihn ungerechterweise verfolgte, Schaden zuzufügen. Er nahm nur den Speer und den Wasserkrug Sauls mit. Doch nach diesem moralischen Sieg brach sein Glaube zusammen. Sein Vertrauen auf Gott schien zu Ende zu sein. Er floh zu den Philistern. So war es auch bei Elia. Mutig war er auf dem Berg Karmel allein für seinen Gott eingetreten. Dann drohte ihm Königin Isebel mit dem Tod. Nun wurde er von Furcht erfüllt und floh. Wir lesen nicht, dass Elia die Not im Gebet vor den Herrn gebracht hätte. Es heisst vielmehr: «Als er das sah, machte er sich auf und ging fort um seines Lebens willen» (1. Könige 19,3). Sein Blick war auf die Umstände gerichtet statt auf seinen Gott. In diesem Augenblick konnte er nicht wie früher sagen: «So wahr der Herr lebt, der Gott Israels, vor dessen Angesicht ich stehe» (1. Könige 17,1). Wie können wir vor einem Zusammenbruch des Glaubens bewahrt werden? Wenn wir nach einem Glaubenssieg, den Gott uns geschenkt hat, uns besonders nahe an Ihn halten und bewusst auf den Herrn Jesus blicken, der unseren Glauben stärkt und uns bewahren will.
Sonntag
20 Januar
Du hast mein Herz geprüft, hast mich bei Nacht durchforscht; du hast mich geläutert – nichts fandest du; mein Gedanke geht nicht weiter als mein Mund. Psalm 17,3
Du siehst, dass der Glaube mit seinen Werken zusammen wirkte und dass der Glaube durch die Werke vollendet wurde. Jakobus 2,22
Montag
21 Januar
Gedanken und Empfindungen
Aus Liebe
Sowohl am Jordan als auch auf dem hohen Berg ertönte die Stimme des Vaters aus dem Himmel: «Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe» (Matthäus 3,17; 17,5). Dieses doppelte Zeugnis betraf Jesus Christus, der durch sein vollkommenes Leben auf der Erde das Wohlgefallen des Vaters hervorrief. Alles, was Er tat, alles, was Er sagte, war zur Freude Gottes. Das heutige Psalmwort geht noch einen Schritt weiter: Gott sah nicht nur das vollkommene Verhalten des Herrn Jesus, Er blickte auch in sein Herz und durchforschte sein Inneres. Da fand Er nichts, was nicht in Übereinstimmung mit Ihm gewesen wäre. Jesus Christus handelte immer aus vollkommenen Beweggründen: • Aus Liebe zu seinem Gott, dessen Willen Er ausführen wollte, ging Er den Weg des Gehorsams bis ans Kreuz, obwohl es Ihm furchtbare Leiden einbrachte. • Sein Erbarmen mit den Sündern war so vollkommen wie sein Abscheu vor der Sünde. In seiner heiligen Seele empfand Er das eine wie das andere. • Er war innerlich bewegt über die Not und das Elend der Menschen. Gleichzeitig konnte Er mit Zorn auf solche blicken, die unbarmherzig und hart waren. Eine weitere Vollkommenheit des Herrn Jesus war der Gleichklang seiner Gedanken und Worte. Als die Menschen Ihn fragten: «Wer bist du?», gab Er ihnen zur Antwort: «Durchaus das, was ich auch zu euch rede» (Johannes 8,25).
Als ich heute nach Hause kam, entdeckte ich auf dem Küchentisch einen Teller mit zwei feinen Sandwichs – wunderschön zubereitet. Daneben lag eine Notiz meiner 12-jährigen Enkeltochter Anna: «Liebe Opa und Oma, ich habe dies für euch gemacht, weil ich euch liebe. Eure Enkelin Anna.» Niemand hat ihr gesagt, dass sie das tun sollte. Sie musste nicht, sie tat es einfach. Aber warum? Versuchte Anna damit die Gunst ihrer Grosseltern zu gewinnen? Wollte sie sicher sein, dass sie geliebt wurde? Beabsichtigte sie, bei Opa und Oma Bonuspunkte zu sammeln? Nein! Sie tat es einfach aus Liebe. Ihr Geschenk war ein Beweis ihrer guten Beziehung zu den Grosseltern. So ist es mit den guten Werken, die wir als Nachfolger des Herrn Jesus tun. Wir sind nicht aktiv, um einen Platz im Himmel zu bekommen. Vielmehr zeigen unsere guten Taten, dass wir durch Glauben errettet sind. Der Heiland hat alles zu unserer Errettung getan. Als Antwort darauf leben wir aus Dankbarkeit und Liebe für Ihn und tun den Menschen Gutes. Dadurch bezeugen wir unseren Glauben an Ihn. Wir stehen nicht unter Zwang, gute Werke zu tun. Wir leben in der christlichen Freiheit. Darum kommen wir den Worten unseres Herrn gern nach: «Wenn ihr mich liebt, so haltet meine Gebote» (Johannes 14,15). Unter Gesetz zu gehorchen ist eine Pflicht – in Liebe zu dienen ist eine Freude.
Dienstag
22
Das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert. Hebräer 4,12
Januar
Die Bibel Was macht die Bibel zum Buch der Bücher? Es ist die geistliche Kraft, die sie ausstrahlt, weil Gott in diesem Buch zu uns spricht. Ob ein Psalmdichter seine Erfahrungen beschreibt, der Herr Jesus eine Geschichte erzählt oder die Rechtfertigung aus Glauben erklärt wird – der Leser wird durch den Bibeltext angesprochen. Manchmal hält uns das Wort Gottes einen Spiegel vor. Im Verhalten eines Menschen, dessen Biografie in der Bibel geschildert wird, erkennen wir uns selbst wieder. Oder es trifft uns das Urteil, das Gott über die Menschen fällt. Wenn wir ehrlich sind, müssen wir zugeben: Das passt auch auf mich. Ich habe genauso wenig nach Gott gefragt und ebenfalls verkehrt gehandelt. Auf diese Weise appelliert Gott an unser Gewissen, damit wir unser Leben mit Ihm ins Reine bringen. Aber beim Lesen der Bibel bekommen wir auch einen tiefen Eindruck von der Güte Gottes. Wie oft hat Er den Menschen geholfen, die zu Ihm gerufen haben! Auch wenn sie selbstverschuldet in eine Notsituation geraten sind, hat Er sie nicht im Stich gelassen. Die vier Berichte über das Leben und den Kreuzestod des Herrn Jesus machen uns die Liebe Gottes besonders deutlich. Wird unser Herz nicht berührt, wenn wir lesen, wie der Heiland am Kreuz für sündige Menschen sein Leben liess? Er tat es, damit jeder, der persönlich an Ihn glaubt, vor dem göttlichen Gericht gerettet wird.
Gutschein Die Bibel ist Gottes Wort. Gott selbst spricht durch dieses Buch zu uns Menschen: • Darin gibt Er Antwort auf unsere Lebensfragen. Woher kommen wir? Wohin gehen wir? • Er stellt uns seinen Sohn Jesus Christus vor. Warum wurde Er Mensch? Wieso starb Er am Kreuz?
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Um Mitternacht aber beteten Paulus und Silas und lobsangen Gott. Apostelgeschichte 16,25
Mittwoch
23 Januar
Die Zeit bis Mitternacht
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Nach reiflicher Erwägung waren Paulus und Silas zum Schluss gekommen, dass Gott sie nach Mazedonien gerufen habe. So reisten sie nach Philippi und verkündeten dort das Evangelium. Doch der Feind widerstand ihrer Arbeit und hetzte eine Menschenmenge gegen sie auf. Da griff die römische Besatzungsmacht ein, misshandelte die Missionare und steckte sie ins Gefängnis. Nun sassen sie im innersten Verliess, ihre Füsse fest in den Stock geschlossen. Was zogen wohl für Gedanken durch ihre Herzen? Neben den körperlichen Schmerzen litten sie bestimmt auch unter der ungerechten Behandlung. Warum hatte Gott das zugelassen? Waren sie auf einem falschen Weg? Würde der Herr sie befreien? Wie viele Fragen mögen sie in diesem dunklen Kerker bedrängt haben! Die Stunden vergingen. Paulus und Silas brauchten zunächst einige Zeit, um alles zu verarbeiten und wieder auf den Herrn zu blicken. Um Mitternacht waren sie dann aber fähig, sich im Glauben über ihre Lage zu erheben. Sie beteten zu Gott und stellten Ihm ihre notvolle Situation vor. Darauf lobten sie Ihn. Nun hatten sie ein «Ja!» zu Gottes Wegen und die Zuversicht, dass der Herr ihnen helfen werde. Der Glaube hatte gesiegt. Hast du auch Mühe, die schwierige Situation, in die Gott dich geführt hat, anzunehmen? Dann lass deinem Herzen Zeit, im Vertrauen auf die Liebe Gottes und auf seine Führung zur Ruhe zu kommen.
Donnerstag
24 Januar
In Jerusalem war ein Mensch, mit Namen Simeon; und dieser Mensch war gerecht und gottesfürchtig und wartete auf den Trost Israels.
Er klopft: Mache mir auf! Hohelied 5,2
Freitag
25 Januar
Lukas 2,25
Simeon
«Ich komme gleich!»
Jesus Christus wurde in einer Zeit geboren, als im Volk Israel der Glaube an Gott weithin zu einer äusserlichen Religion verkommen war. Aber es gab einzelne Menschen, die eine echte Beziehung zu Gott hatten und im Alltag mit Ihm lebten. Einer von ihnen war Simeon. Sein Glaubensleben ist beispielhaft für uns:
Das ist die Antwort, die wohl alle Eltern schon mal hören, wenn sie einem ihrer Kinder einen Auftrag geben. Oft muss man noch ein zweites oder drittes Mal rufen, bis sich wirklich etwas tut. Nach dem ersten «Ich komme gleich!» folgt meistens eine längere Pause, in der gar nichts geschieht. Man fragt sich: Haben sie den Ruf überhaupt gehört? Ja, natürlich! Sie wissen auch, dass sie kommen sollen, deshalb antworten sie. Aber es passt ihnen jetzt nicht. Darum bleiben sie, wo sie sind, und lassen die Rufenden warten. Viele Menschen verhalten sich genauso, wenn der Herr Jesus ihnen zuruft: «Kommt her zu mir!», wenn Er an ihre Herzenstür klopft, um eingelassen zu werden. Sie hören sein Rufen und sein Klopfen. Schnell antworten sie: «Ich komme gleich!» Aber dann bleibt alles beim Alten. Sie lassen den Heiland einfach warten. Einmal fühlt man sich durch einen evangelistischen Flyer oder ein Bibelwort angesprochen. Ein anderes Mal ist es ein Gespräch oder ein Ereignis, wodurch man aufgerüttelt wird. Aber es kommt nicht zu einer bewussten Entscheidung. Die Zeit verstreicht und bald ist alles wieder vergessen. Gibt es etwas Schlimmeres als diese Unentschlossenheit und Gleichgültigkeit? Wir wissen nicht, wie lange Jesus Christus noch rufen und anklopfen wird. – Wollen Sie seiner Einladung nicht heute folgen und Ihm Ihr Herz öffnen, bevor es zu spät ist?
1) Er war gerecht. Simeon übervorteilte seine Mitmenschen nicht, sondern war bestrebt, allen das zu geben, was ihnen zustand. – Genauso sollen wir bei der Arbeit, in der Familie und in den weiteren Kontakten mit den Menschen gerecht und verlässlich sein.
2) Simeon lebte gottesfürchtig. Er suchte die Ehre Gottes und fürchtete sich davor, etwas zu sagen oder zu tun, was Gott nicht gefiel. Er verurteilte das, was Gottes Wort als Sünde bezeichnet, und suchte in einer gottfeindlichen Welt einen Weg, auf dem er vom Bösen bewahrt werden konnte. – Gottesfurcht soll auch unser Leben kennzeichnen. Wenn wir Gott gefallen möchten, werden wir die Sünde meiden.
3) Simeon wartete auf den Trost Israels. Der schlechte Zustand in Israel veranlasste ihn, sehnsüchtig auf den verheissenen Messias zu warten, der sein Volk erretten und segnen würde. Sein Kommen würde ein grosser Trost für alle sein, die unter dem moralischen Verfall litten. – Als Christen erwarten wir den Herrn Jesus zur Entrückung. Er wird uns aus den Problemen herausnehmen und in die himmlische Herrlichkeit holen.
Samstag
26
Ich warte auf den Herrn, meine Seele wartet; und auf sein Wort harre ich. Psalm 130,5
Betrachtet den, der so grossen Widerspruch von den Sündern gegen sich erduldet hat. Hebräer 12,3
Januar
Sonntag
27 Januar
Gottes Zeit
Der Widerspruch des Unglaubens
Gottes Zeit – unsre Zeit, manches Mal sind sie verschieden, und das Herz ist nur in Frieden, wenn es annimmt still, bereit, Gottes Zeit. Gottes Zeit – rechte Zeit. Mag sie auch den Glauben üben, soll es uns doch nicht betrüben, ist doch oftmals gar nicht weit Gottes Zeit. Gottes Zeit – weise Zeit. Er nur kann sie überblicken, und wie gut, wenn wir uns schicken, still erwarten, auch im Leid, Gottes Zeit. Gottes Zeit – Segenszeit! Denn sie wird ein Ende machen allen ungelösten Sachen, jeglicher Verlegenheit. Gottes Zeit. Paul Waltersbacher
Besonders der Evangelist Johannes beschreibt den heftigen Widerspruch der ungläubigen Menschen gegen den Herrn Jesus: • Sie glaubten nicht, dass Er aus dem Himmel herabgekommen war. Vehement wiesen sie diese Tatsache zurück: «Ist dieser nicht Jesus, der Sohn Josephs, dessen Vater und Mutter wir kennen? Wie sagt er nun: Ich bin aus dem Himmel herabgekommen?» (Johannes 6,42). • Aus ihrer ungläubigen Sicht konnte der Herr Jesus nicht der verheissene Messias sein. Sie sagten sich: «Diesen aber kennen wir, woher er ist; wenn aber der Christus kommt, so weiss niemand, woher er ist» (Johannes 7,27). • Als der Heiland den Menschen erklärte, wie sie durch die Wahrheit von der Macht der Sünde frei werden konnten, behaupteten sie: «Wir sind Abrahams Nachkommen und sind nie jemandes Knechte gewesen» (Johannes 8,33). • Sie widerstanden der Wahrheit, die der Herr ihnen vorstellte. Weil sie keinen guten Grund für ihren Unglauben vorbringen konnten, schmähten sie Ihn: «Sagen wir nicht zu Recht, dass du ein Samariter bist und einen Dämon hast?» (Johannes 8,48). • Sie wollten nicht wahrhaben, dass Jesus der Sohn Gottes ist. Vor Pilatus erklärten sie: «Wir haben ein Gesetz, und nach dem Gesetz muss er sterben, weil er sich selbst zu Gottes Sohn gemacht hat» (Johannes 19,7). Wie litt der Herr Jesus, der voller Gnade und Wahrheit zu den Menschen sprach, unter dem Widerspruch des Unglaubens!
Folge mir nach!
Montag
28
Johannes 1,43
Januar
Jünger des Herrn Jesus sein «Folge – mir – nach!» Drei Worte aus dem Mund deines Erlösers! Sie sind gut verständlich, fordern dich liebevoll auf und lassen keine Ausrede zu. 14-mal kannst du sie in der Bibel nachlesen und darüber nachdenken.
a) Wer soll nachfolgen? – Du und ich, jeder persönlich. Die Aufforderung «Folge mir nach!» gibt es in Gottes Wort nur in der Einzahl. Darum achte nicht in erster Linie darauf, was andere tun, sondern konzentriere dich auf deinen eigenen Weg. b) Wem soll ich nachfolgen? – Natürlich dem Herrn Jesus! Er ist der Lehrer, du bist sein Schüler – lerne von Ihm! Er ist der Meister, du bist sein Jünger – mache es Ihm nach! Er ist der Herr, du bist sein Knecht – gehorche Ihm! Er ist der Hirte, du bist sein Schaf – vertraue Ihm!
c) Was bedeutet nachfolgen? – Nachfolgen heisst: Dicht hinterher gehen und nachahmen. Dazu muss ich den Herrn Jesus, dem ich folge, ständig im Auge haben. Ein Blick auf die schwierigen Umstände – und ich verlangsame meinen Schritt. Ein Blick in die Welt – und ich stolpere und komme zu Fall. d) Was bringt nachfolgen? – Es ehrt und freut den Herrn Jesus, wenn du Ihm – der sein Leben für dich gelassen hat – aus Liebe folgst. Es ist auch zum Segen für deine Umgebung: Deine Nachfolge spornt andere Christen an, es ebenso zu tun. Schliesslich verspürst du dabei selbst eine tiefe innere Freude.
Ich werde sie reinigen von all ihrer Ungerechtigkeit, womit sie gegen mich gesündigt haben; und ich werde alle ihre Ungerechtigkeiten vergeben, womit sie gegen mich gesündigt haben.
Dienstag
29 Januar
Jeremia 33,8
Reinigung von Sünden Sauberkeit und Hygiene haben in unserer Zeit einen grossen Stellenwert. Wir duschen uns regelmässig, waschen uns die Hände vor dem Essen und putzen unsere Wohnung mit den besten Reinigungsmitteln. Wir empfinden es als angenehm, wenn wir mit gepflegten Leuten zu tun haben und uns in sauberen Räumen aufhalten. Aber etwas können wir mit keinem Mikrofasertuch wegwischen und mit keiner Seife abwaschen: unsere Sünden! Wie viel Mühe geben wir uns mitunter, um unsere Worte zurückzunehmen oder unsere Taten ungeschehen zu machen. Wenn es uns auch gelingt, manches vor den Menschen zu mildern und zu verbessern, vor Gott bleiben unsere Sünden in ihrer ganzen Hässlichkeit bestehen. Schon vor 2500 Jahren schrieb Jeremia, der Prophet Gottes: «Wenn du dich mit Natron wüschest und viel Laugensalz nähmest: Schmutzig bleibt deine Ungerechtigkeit vor mir, spricht der Herr» (Jeremia 2,22). Dennoch gibt es ein Reinigungsmittel für unsere Sünden. Es ist das Blut Jesu Christi, des Sohnes Gottes (1. Johannes 1,7). Es hat die Fähigkeit, Sünden vor Gottes heiligen Augen für immer wegzunehmen. Gott erwartet aber, dass wir unseren Stolz beiseitelegen und Ihm unsere Sünden offen bekennen. Dann kann Er uns aufgrund des Erlösungswerks seines Sohnes vergeben und uns reinigen. Wir erfahren, wie das Psalmwort für uns wahr wird: «Wasche mich, und ich werde weisser sein als Schnee» (Psalm 51,9).
Mittwoch
30 Januar
Da unterredeten sich miteinander, die den Herrn fürchten, und der Herr merkte auf und hörte; und ein Gedenkbuch wurde vor ihm geschrieben für die, die den Herrn fürchten und die seinen Namen achten. Maleachi 3,16
Der Herr nimmt es wahr! Der Niedergang im Volk Gottes hatte zur Zeit Maleachis einen Tiefpunkt erreicht. Die Menschen waren äusserlich fromm, aber innerlich weit vom Herrn entfernt. Es gab jedoch Einzelne, die den Herrn fürchteten und auf seinen Namen achteten. Ihr Herz schlug für Gott und ihr Leben zeichnete sich durch echte Gottesfurcht aus. Wir befinden uns in einer ähnlichen Situation. Viele Menschen in der Christenheit fragen nicht nach Gottes Willen. Sie passen sich der Welt an und versuchen ihre eigenen Wünsche zu verwirklichen. In diesem Umfeld ist es nicht leicht, entschieden für den Herrn zu leben. Doch seine Liebe spornt uns an, seinem Wort zu gehorchen und Ihn durch unser Verhalten zu ehren. Das hat allerdings zur Folge, dass wir uns von allem distanzieren, was Er nicht gutheissen kann. Ein Leben in echter Gottesfurcht ist nur durch eine klare Trennung vom Bösen möglich. Auf diesem Weg der Absonderung, den wir in Demut und Liebe gehen möchten, müssen wir mit Unverständnis und Spott rechnen. Wir werden als «stur» und «rückständig» betrachtet. Aber der Herr sieht, dass wir diesen Weg gehen, um Ihm zu gefallen. Er nimmt unsere Gottesfurcht und unsere Ehrfurcht vor seinem Namen wahr. Er weiss, dass wir uns nicht über andere stellen möchten, sondern den schlichten Wunsch haben, Ihm zu gehorchen. Ist seine Wertschätzung nicht eine Ermutigung, Ihm weiter treu zu sein?
Siehe, jetzt ist die wohlangenehme Zeit, siehe, jetzt ist der Tag des Heils. 2. Korinther 6,2
Donnerstag
31 Januar
Die letzte Frist Im Alltag werden wir dauernd mit Fristen konfrontiert, die es einzuhalten gilt: Rechnungen zahlen, Lizenzen erneuern, Steuererklärungen einreichen usw. Manche Fristen sind wichtiger als andere, einige können verlängert werden, andere nicht. Eine Frist ist jedoch von höchster Wichtigkeit. Sie läuft ab, wenn wir die Erde verlassen. Die Bibel sagt: «Es ist den Menschen gesetzt, einmal zu sterben, danach aber das Gericht» (Hebräer 9,27). Wer unversöhnt mit Gott stirbt, nimmt seine Schuld ins Jenseits mit und wird zu ewiger Strafe verurteilt werden. Mit dem Tod verstreicht also die Frist, in der wir unser Leben mit Gott ins Reine bringen können. Darum ist es äusserst wichtig, heute zu Ihm umzukehren und Ihm unsere Sünden zu bekennen. Wer von uns weiss, ob er morgen noch lebt? In Lukas 12 erzählt Jesus Christus eine Geschichte von einem reichen Mann, der nur an das jetzige Leben dachte. Dabei liess er die Frist verstreichen, die er hatte, um für seine unsterbliche Seele vorzusorgen. Völlig unerwartet kündigte Gott ihm an: «Du Tor! In dieser Nacht fordert man deine Seele von dir; was du aber bereitet hast, für wen wird es sein?» (Lukas 12,20). Bist du bereit, Gott zu begegnen? Wenn nicht, dann wende dich heute zu Jesus Christus und nimm Ihn als deinen persönlichen Retter an. Glaube, dass Er zur Tilgung deiner Schuld am Kreuz sein Leben gelassen hat.