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Fundamente Teil 3: Lebensstil der Erweckung Geistliches Wachstum durch JĂźngerschaft


Fundamente Teil 3: Lebensstil der Erweckung – Geistliches Wachstum durch Jüngerschaft

TOS Verlag • Tübingen


© 2009 TOS Verlag (TOS GmbH) Eisenbahnstr. 124, 72072 Tübingen, www.tos-verlag.de Fundamente Teil1, ISBN: 978-3-9812441-2-0, Best.-Nr.: 880712 Fundamente Teil2, ISBN: 978-3-9812441-3-7, Best.-Nr.: 880713 Fundamente Teil3, ISBN: 978-3-9812441-4-4, Best.-Nr.: 880714 Fundamente Teil 1-3, ISBN: 978-3-9812441-6-8, Best.-Nr.: 880716 Die Bibelstellen sind folgenden Übersetzungen entnommen: Hoffnung für alle®, Copyright© 1983, 1996, 2002 by International Bible Society®. Verwendet mit freundlicher Genehmigung des Verlags. Sowie der Lutherbibel, revidierter Text 1984, durchgesehene Ausgabe in neuer Rechtschreibung, © 1999 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart. Layout: Stefan Gärtner, Hannah Dißelhorst Umschlaggestaltung: Matthias Kletzsch Herstellung: Schönbachdruck


Inhaltsverzeichnis Einleitung Vorwort von Jobst Bittner Gebrauchsanleitung Praktische Anleitung zur Arbeit mit diesem Buch Praktische Einleitung in das Wort Gottes Bibellese-Plan

I II III IV VIII

Fundamente Teil 3: Lebensstil der Erweckung – Geistliches Wachstum durch Jüngerschaft Kapitelnummern werden aus Band 2 fortgesetzt 9. Der Auftrag Mission possible

1

a) b) c) d) e) f) g)

2 4 5 6 7 7 9

Einleitung: Das Vorbild der Apostelgeschichte Das Tun zählt Die Bestimmung Der Auftrag Das Evangelium Zeuge sein Zusammenfassung

10. Demut Schlüssel zum Herzen Gottes

13

a) b) c) d) e) f) g) h) i)

14 15 16 19 19 21 23 24 27

Was sagt die Bibel über Stolz? Was sind Ursachen von Stolz? Worin drückt sich Stolz aus? Der Herr warnt Die Folgen von Stolz Der Stolze im Buch der Sprüche Worin drückt sich Demut aus? Demut und Stolz Zusammenfassung


11. Jüngerschaft Schlüssel für geistliches Wachstum

29

a) b) c) d) e) f) g)

30 31 32 32 33 36 42

Der Stellenwert des Themas „Jüngerschaft“ Was bedeutet „Jüngerschaft“? Wie wird man ein „Jünger“? Wer ist ein Jünger? Jünger-sein bei anderen Menschen Kennzeichen eines Jüngers Zusammenfassung

12. Kindlicher Gehorsam Schlüssel für Segen

47

a) b) c) d) e) f) g) h)

48 49 49 51 52 53 55 57

Einleitung Gott erwartet, dass wir seiner Stimme gehorchen Das Vorbild Jesu Ziel des Missionsbefehls: Kindlicher Gehorsam Gehorsam: Wann? Gehorsam: Wie? Gehorsam und Ungehorsam in den Augen Gottes Zusammenfassung

13. Dienen & Treue im Kleinen Schlüssel für Berufung

59

a) b) c) d) e)

60 66 67 68 70

Beispiele von Dienern in der Bibel Worte Jesu Falsches Dienen Treue im Kleinen Zusammenfassung

14. Leben am Licht und in Wahrheit Schlüssel für Vergebung & Gemeinschaft

75

a) Leben am Licht und in Wahrheit b) Leben in Lüge c) Zusammenfassung

76 77 79


15. Ständige Vergebungsbereitschaft Schlüssel für Gnade

81

a) Ständige Vergebungsbereitschaft b) Zusammenfassung

82 84

16. Reines Gewissen Schlüssel, um Gott zu sehen

87

a) Reines Gewissen b) Zusammenfassung

88 90

17. Leben mit dem Wort Gottes Schlüssel für Glauben

91

a) b) c) d) e) f)

92 93 94 96 98 99

Die Bibel – das Wort Gottes Eigenschaften des Wortes Gottes Wirkungen des Wortes Gottes Umgang mit dem Wort Gottes Jesus – das Wort Gottes Zusammenfassung

18. Tägliches, persönliches Gebet Schlüssel für die Gegenwart Gottes

101

a) Tägliches, persönliches Gebet b) Verschiedene Arten des Gebets c) Gottes Stimme hören

102 103 105

19. Leben im Sieg Schlüssel für Durchbruch

107

a) b) c) d) e)

108 109 111 112 114

Die Tatsachen, die Jesus errungen hat Leben im Kampf Wer sind wir in Christus? Leben im Sieg Zusammenfassung

20. Finanzen Gottes Versorgungsprinzip

119

a) Zehnter und Opfer b) Der Zehnte im Alten Testament c) Die Versorgung des Tempels im Alten Testament

120 121 121


d) e) f) g)

Der Zehnte im Neuen Testament Versorgung der vollzeitigen Mitarbeiter im Neuen Testament Freiwillig und mit Freude Zusammenfassung

123 123 125 125

21. Eternity Leben in Ewigkeit

129

a) b) c) d) e) f) g) h)

130 131 132 135 137 139 140 143

Das Gericht Zwei Arten des Gerichts Die Hölle Der Himmel Der Lauf und die Siegeskrone Überwinder Himmlischer Lohn Zusammenfassung

Anhang Anhang 1: Die Vision und Geschichte der TOS Anhang 2: Ein gutes tägliches Bekenntnis

147 151


Einleitung

I

Vorwort „Und sie blieben ein ganzes Jahr bei der Gemeinde und lehrten viele ...“ (Apg. 11,26) In den über 20 Jahren der TOS-Dienste konnten wir immer beobachten, dass die richtigen Fundamente eines Glaubensgrundkurses wesentlich darüber entscheiden, wie ein Christ als Nachfolger Jesu lebt, ja, ob er überhaupt das Ziel erreicht und den „Siegeskranz“ ergreift! Ich habe immer wieder festgestellt, dass siegreiche und fruchtbare Jünger Jesu nur diejenigen werden, die wirklich bereit sind, sich durch einen Glaubensgrundkurs persönlich herausfordern und lehren zu lassen. Nicht ohne Grund war die Lehre eine der Grundlagen bei den Christen der ersten Gemeinden und ein wesentliches Element ihrer Jüngerschaft. Wir führten in den TOS Diensten von Anfang an regelmäßige Glaubensgrundkurse durch, die die Grundlage dieses Arbeitsheftes bilden. In diesen Kursen wurde bei zahlreichen Teilnehmern ein stabiles Glaubensfundament gelegt, dass bis heute viele begeistert hat. Stefan Haas hat diese Kurse in hervorragender Weise zusammengefasst. Er ermöglicht dem Einzelnen die zuhörende Position eines Schülers zu verlassen und mit einem hohen Maß an Eigenverantwortung zu einem Studierenden zu werden. Dabei sollte der Studierende von einem Mentor begleitet werden, der ihn bei Fragen und im persönlichen Gebet unterstützt. Diese Arbeitsbücher „Fundamente“ werden für viele eine entscheidende Hilfe sein, biblische Fundamente in ihrem Leben zu legen, auf denen sie fest und sicher stehen und ein siegreiches Leben als Christ leben können. Ich wünsche Ihnen, dass es für Sie zu einer Quelle des Segens wird. Jobst Bittner


II

Einleitung

1. Gebrauchsanleitung Dieser Glaubensgrundkurs soll Ihnen helfen, ein gutes Fundament als Christ zu bekommen, damit Sie so schnell wie möglich soviel wie möglich von den Verheißungen Gottes in Ihrem Leben erleben können. Deshalb raten wir Ihnen, sich genügend Zeit zu nehmen und die Aufgaben sorgfältig zu bearbeiten. Wenn Sie jeden Tag ca. 30 Minuten einplanen, dann müssten Sie damit gut zurechtkommen. Die Aufgaben bestehen aus folgenden Teilen: 1.) Pro Woche wollen wir uns ein Kapitel des Glaubensgrundkurses vornehmen. Wenn Sie also jeden Tag etwa einen Unterpunkt eines Kapitels behandeln, dann haben Sie innerhalb einer Woche leicht ein Kapitel durchgearbeitet. Wenn Sie sich jeden Tag diese ca. 30 Minuten einräumen, hat das einen beabsichtigten NebenEffekt: Sie üben einen Lebensstil ein, sich jeden Tag mit dem Wort Gottes zu beschäftigen. Schon alleine damit erreichen Sie ein wichtiges Ziel des Glaubensgrundkurses! Darum empfehlen wir Ihnen, die Hausaufgaben nicht in einem Rutsch kurz vor dem nächsten Treffen zu machen, sondern Tag für Tag in kleinen Portionen. 2.) Bitte nehmen Sie sich die Zeit, alle angegeben Bibeltexte in Ihrer eigenen Bibel nachzuschlagen und sie dort noch einmal zu lesen. Das bewirkt nämlich, dass Sie sich innerhalb kurzer Zeit in Ihrer eigenen Bibel zurechtfinden werden! Und das ist ebenfalls ein wichtiges Ziel dieses Glaubensgrundkurses. 3.) Zu den Hausaufgaben gehört noch ein weiterer Punkt: Lesen Sie jeden Tag ein Kapitel in Ihrer Bibel. Wir beginnen mit dem Lukasevangelium (Siehe Bibelleseplan auf Seite VIII).

Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei diesem Kurs und ein stabiles Fundament für Ihr Leben.


Einleitung

III

2. Praktische Anleitung zur Arbeit mit diesem Buch Der Schwerpunkt dieses Buches liegt - wie gesagt - darin, dass Sie sich anhand des Wortes Gottes und mit Hilfe der Fragen selbst Grundlagen erarbeiten. Damit dieses Selbststudium richtig effektiv wird, möchten wir Ihnen hier noch eine ganz praktische Anweisung geben: Die Aufgaben sollen Ihnen helfen, den entscheidenden Punkt in den jeweiligen Bibelversen herauszufinden. In jedem der Bibelverse steckt also eine Antwort auf die Fragen. Daher einfach als Idee: Nehmen Sie z.B. verschiedenfarbige Neonstifte zur Hand (für jede Frage eine Farbe) und streichen Sie in jedem Vers das entscheidende Wort an. Beispiel Zur Frage „Wer ist Jesus von Nazareth?“ (S. 43) • Markus 1,1 (HfA) (1) Dies ist die rettende Botschaft von Jesus Christus, dem Sohn Gottes. • Markus 14,61+62 (HfA) (61) Aber Jesus schwieg. Da stellte ihm der Hohepriester eine weitere Frage: „Bist du Christus, der Sohn Gottes?“ (62) „Ja, der bin ich“, antwortete Jesus. „Ihr werdet den Menschensohn an der rechten Seite Gottes sitzen und auf den Wolken des Himmels kommen sehen.“

 Aufgabe: Wie wird Jesus im Wort Gottes genannt? Was sagt das Wort Gottes über die Frage, wer Jesus ist? Nehmen Sie einen Farbstift und markieren Sie so wie oben die entscheidenden Antworten. Bei der nächsten Frage nehmen Sie eine andere Farbe. Wenn Sie die Texte so durchgearbeitet haben, dann versuchen Sie anhand der Bibelstellen, die Fragen in einem eigenen Heft o.ä. zu beantworten.


IV

Einleitung

3. Praktische Einleitung in das Wort Gottes Hier wollen wir Ihnen einen kurzen Überblick und eine praktische Einleitung in Ihre Bibel geben. Ein wichtiges Ziel dieses Glaubensgrundkurses ist es auch, dass Sie mit Ihrer Bibel vertraut werden. Darum einige grundlegenden Infos über die Bibel: 1. Die richtige Bibelübersetzung Die richtige Bibelübersetzung zu wählen ist sehr wichtig. Manche machen folgenden Fehler: Aus einem völlig bibelfremden Hintergrund kommend greifen sie – wenn sie dann anfangen, sich für die Bibel zu interessieren – nach der Bibel der verstorbenen Urgroßmutter, die noch irgendwo im Regal steht. Die ist dann im Lutherdeutsch von 1663 und dazu noch in altdeutscher Schrift. Nun ist manches ohnehin erstmal fremd, wenn man sich in der Bibel gar nicht auskennt. Wenn man dann noch in altdeutscher Schrift (wo man zunächst nicht weiß, ob es jetzt „Luft“ oder „Lust“ heißt) und dazu noch in einer uralten, weltfremd klingenden Übersetzung liest, dann kann man schnell Luft und Lust daran verlieren. Darum empfehlen wir Ihnen sehr, sich folgende Bibel anzuschaffen: •

„Hoffnung für alle“, Brunnen Verlag. Diese gibt es in verschiedenen Designs, z.B. ISBN 3-7655-6051-0 zum Preis von 9,95 €. Diese „Trend-Edition“-Ausgabe ist sehr handlich und zum Mitnehmen geeignet (ca. 10 x 15 Zentimeter), hat aber den Nachteil, dass manche die Schrift als zu klein empfinden.

•

Bibeln in der „Hoffnung für alle“-Übersetzung gibt es auch etwas größer für ca. 15,- Euro. Angenehmer zu lesen, passt aber nicht mehr in jede Handtasche.

Diese „Hoffnung für alle“-Übersetzung ist modern, gut und kraftvoll. Sie ist der ideale Einstieg für den Newcomer-Bibelleser. Diese Bibel kann man in den meisten Buchhandlungen kaufen bzw. bestellen. In diesem Glaubensgrundkurs werden zwei Bibelübersetzungen verwendet: Die revidierte Lutherübersetzung von 1984 (gekennzeichnet mit „LÜ“) und die „Hoffnung für alle“ (gekennzeichnet mit „Hfa“).


Einleitung

V

2. Die grobe Einteilung der Bibel Und nun eine kurze Einleitung, damit Sie einen Überblick über dieses wunderbare Buch bekommen: Die Bibel hat eine grobe Zweiteilung: • Das Alte Testament (= der „Alte Bund“) Hier geht es um die Geschichte Gottes mit dem Volk Israel. Insgesamt handelt es sich um 39 Bücher, die in drei Kategorien aufgeteilt werden können: -

Die Geschichtsbücher (chronologisch, erzählte Geschichte)

-

Die „Schriften“ (Poesie, Gebete, Weisheit)

-

Die prophetischen Bücher

• Das Neue Testament (= der „Neue Bund“) Hier geht es um das Leben und Wirken Jesu, die Geschichte der ersten Gemeinden und die Briefe. Im Neuen Testament sind es 27 Bücher, die wieder in drei Kategorien aufgeteilt werden können: -

Die Geschichtsbücher (das Leben Jesu dargestellt in vier „Evangelien“ und die Geschichte der ersten Gemeinden „Apostelgeschichte“)

-

Briefe von Leitern der ersten Christenheit an Gemeinden oder an Mitarbeiter

-

Ein prophetisches Buch ganz am Ende der Bibel: Die „Offenbarung“


VI

Einleitung

3. Wie liest und findet man eine Stellenangabe? Der Bibeltext jedes einzelnen Buches in der Bibel ist zur besseren Orientierung eingeteilt in Kapitel und Verse. Die Kapitel sind mit größeren Zahlen am Abschnittsbeginn gekennzeichnet, die Verse dann mit kleineren, fortlaufenden Zahlen im Text. Bibelstellen werden damit folgendermaßen angegeben – z.B.: •

Matthäus 28,18-20 - das bedeutet: Matthäusevangelium, Kapitel 28, die Verse 18 bis 20.

•

Timotheus 3,5+6 - das bedeutet: Der erste Brief des Paulus an Timotheus, Kapitel 3, die Verse 5 und 6.

•

Könige 10,3.6-8 - das bedeutet: Das erste Buch der Könige, Kapitel 10, der Vers 3 und die Verse 6 bis 8.

4. Die Bücher der Bibel Die Bibel besteht aus folgenden Büchern: Altes Testament •

Die Geschichtsbücher: 1.-5. Mose, Josua, Richter, Ruth, 1.+2. Samuel, 1.+2. Könige, 1.+2. Chronik, Esra, Nehemia, Esther.

•

Die „Schriften“: Hiob, Psalmen, Sprüche, Prediger, Das Hohelied.

•

Die prophetischen Bücher: Jesaja, Jeremia, Klagelieder, Hesekiel, Daniel, Hosea, Joel, Amos, Obadja, Jona, Micha, Nahum, Habakuk, Zefanja, Haggai, Sacharja, Maleachi.


Einleitung

VII

Neues Testament •

Die Geschichtsbücher: -

Die Vier Evangelien: Matthäus, Markus, Lukas, Johannes

-

und die „Apostelgeschichte“

•

Die Briefe: Römer, 1.+2. Korinther, Galater, Epheser, Philipper, Kolosser, 1.+2. Thessalonicher, 1.+2. Timotheus, Titus, Philemon, Hebräer, Jakobus, 1.+2. Petrus, 1.-3. Johannes, Judas

•

Das prophetische Buch: Die Offenbarung

 Aufgabe: Nehmen Sie sich etwas Zeit, in Ihrer Bibel zu blättern. Schauen Sie mal das Inhaltsverzeichnis durch und machen Sie sich mit Ihrer Bibel vertraut.  Zwei Tipps zum Blättern in der Bibel: •

Wenn Sie Ihre Bibel genau in der Mitte aufschlagen gelangen Sie in der Regel zu den „Psalmen“ (das Gebetsbuch in der Bibel).

•

Wenn Sie Ihre Bibel so aufschlagen, dass Sie links ungefähr zwei Drittel und rechts etwa ein Drittel der Bibel haben, dann gelangen Sie zum Beginn des Neuen Testamentes.


VIII

Einleitung

4. Bibel-Leseplan Ein Teil der täglichen Hausaufgaben besteht, wie gesagt, darin, dass Sie täglich ein Kapitel in der Bibel lesen. Hier kÜnnen Sie das entsprechende Kapitel abhaken, wenn Sie es gelesen haben.

Markusevangelium 1

5

9

13

2

6

10

14

3

7

11

15

4

8

12

16

1

3

5

2

4

6

Epherserbrief


Kapitel 9

Der Auftrag Mission possible


2

Kapitel 9 – Der Auftrag

a) Einleitung: Das Vorbild der Apostelgeschichte Nach dem Start mit Band 1 und 2 haben Sie nun gute Grundlagen für Ihr neues Leben als Christ gelegt. Um jetzt all die starken Verheißungen, die Gott für Ihr Leben hat, wirklich zu erleben, ist es wichtig herauszufinden, welcher Lebensstil dazu gehört. Manches haben wir schon studiert: Ein Leben in Freundschaft und Partnerschaft mit dem Heiligen Geist und Ihr Platz in der Gemeinde. Nun wollen wir uns in diesem dritten Band einige weitere Themen anschauen, die absolut wichtig sind, um die ganze Kraft und Herrlichkeit Gottes auch wirklich in Ihrem Leben zu sehen. Wie geht es nun weiter? Jetzt ist es wichtig, dass Sie einen Lebensstil der Erweckung einüben. Jesus hat Sie nicht dafür gerettet, sonntags einen Sitzplatz in einer Kirchenbank anzuwärmen. Er hat Pläne mit Ihnen und einen Auftrag für Sie. Und er ruft Sie zu einem Lebensstil, der ihm eine leidenschaftliche Antwort gibt auf seine leidenschaftliche und radikale Hingabe und Liebe, die er Ihnen am Kreuz gezeigt hat. Das Vorbild der Apostelgeschichte Wenn Sie die Apostelgeschichte lesen, dann wird Ihnen ein Bild davon gegeben, wie Christen einen Lebensstil der Erweckung leben: Sie sehen, wie sie leidenschaftlich sind, hingegeben, gehorsam, den Herrn und einander lieben und das Evangelium bis an die Enden der Erde bringen. Ein Schlüssel-Vers für Ihr neues Leben als Christ ist Römer 12,11: •

Römer 12,11 (LÜ) Seid nicht träge in dem, was ihr tun sollt. Seid brennend im Geist. Dient dem Herrn.

 Aufgabe: Fassen Sie nach Römer 12,11 zusammen 1.) Wie sollen wir nicht sein? 2.) Wie sollen wir sein? 3.) Was sollen wir tun?


Kapitel 9 – Der Auftrag

3

Im Wesentlichen geht es in diesem dritten Band um zwei Fragen: •

Wie können wir einen Lebensstil leben, sodass wir ständig „brennend im Geist“ sind?

•

Wie können wir dem Herrn dienen?

Alle folgenden Kapitel sind Mosaiksteine, die jeweils ihren Beitrag zu einem solchen Lebensstil leisten. Zusammengenommen ergibt das einen Lebensstil, wie Sie ihn bei den ersten Christen der Apostelgeschichte sehen können.


4

Kapitel 9 – Der Auftrag

b) Das Tun zählt Der entscheidende Schlüssel dabei ist: Nicht die Erkenntnis bringt die Veränderung, sondern das Tun. •

Jakobus 1,22 (LÜ) Seid aber Täter des Worts und nicht Hörer allein; sonst betrügt ihr euch selbst.

•

Matthäus 7,24-27 (LÜ) - Jesus sagt: (24) Darum, wer diese meine Rede hört und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute. (25) Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, fiel es doch nicht ein; denn es war auf Fels gegründet. (26) Und wer diese meine Rede hört und tut sie nicht, der gleicht einem törichten Mann, der sein Haus auf Sand baute. (27) Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, da fiel es ein und sein Fall war groß.

 Aufgabe: Fassen Sie zusammen 1.) Wenn wir das Wort Gottes nur hören, aber nicht tun – was bewirkt das dann nach Jakobus 1,22? 2.) Wer die Rede Jesu hört und tut – wie ist er nach Matthäus 7,24+25? 3.) Wie ist jemand, der die Rede Jesu hört und nicht tut nach Matthäus 7,26+27? 4.) Um welchen Teil eines Gebäudes geht es in Matthäus 7,24-27? Was wird also durch das Tun verändert?


Kapitel 9 – Der Auftrag

5

c) Die Bestimmung Jesus gibt uns als Christen eine Bestimmung: •

Apostelgeschichte 1,8 (LÜ) … ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde.

•

Markus 1,16+17 (LÜ) (16) Als er aber am Galiläischen Meer entlangging, sah er Simon und Andreas, Simons Bruder, wie sie ihre Netze ins Meer warfen; denn sie waren Fischer. (17) Und Jesus sprach zu ihnen: Folgt mir nach; ich will euch zu Menschenfischern machen!

•

Apostelgeschichte 22,10.14+15 (LÜ) Paulus erzählt seine Bekehrung: (10) Ich fragte aber: Herr, was soll ich tun? Und der Herr sprach zu mir: Steh auf und geh nach Damaskus. Dort wird man dir alles sagen, was dir zu tun aufgetragen ist. (…) (14) Er aber sprach: Der Gott unserer Väter hat dich erwählt, dass du seinen Willen erkennen sollst und den Gerechten sehen und die Stimme aus seinem Munde hören; (15) denn du wirst für ihn vor allen Menschen Zeuge sein von dem, was du gesehen und gehört hast.

 Aufgabe: Fassen Sie zusammen 1.) Welche Bestimmung gibt Jesus den Jüngern in Apostelgeschichte 1,8 und Markus 1,16+17? 2.) Wie sagt er ihnen das? Ist es eine Bitte, ein Auftrag? 3.) Paulus sollte unmittelbar nach seiner Bekehrung nach Damaskus gehen - was erwartete ihn nach seiner eigenen Erzählung in Apostelgeschichte 22,10 dort? 4.) Die Bekehrung des Paulus war nach Apostelgeschichte 22,15 sofort mit einer Bestimmung verbunden – mit welcher?


6

Kapitel 9 – Der Auftrag

d) Der Auftrag Darüber hinaus gibt Jesus seinen Jüngern aber auch ausdrücklich einen Auftrag: •

Matthäus 28,18-20 (LÜ) (18) Und Jesus trat herzu und sprach zu ihnen: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. (19) Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes (20) und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

•

Markus 16,15 (LÜ) Und er sprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur.

•

Matthäus 10,32+33 (LÜ) - Jesus sagt: (32) Wer nun mich bekennt vor den Menschen, den will ich auch bekennen vor meinem himmlischen Vater. (33) Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will ich auch verleugnen vor meinem himmlischen Vater.

•

Römer 10,10 (LÜ) Denn wenn man von Herzen glaubt, so wird man gerecht; und wenn man mit dem Munde bekennt, so wird man gerettet.

 Aufgabe: Fassen Sie zusammen 1.) Welche zentrale Aufgabe gibt Jesus seinen Jüngern bei seinem Abschied in Matthäus 28,18-20? 2.) In welcher Form spricht er dabei mit ihnen in Matthäus 28,19+20? 3.) Wohin sollen die Jünger nach Markus 16,15 gehen und was sollen sie predigen? 4.) Was passiert, wenn wir uns zu Jesus bekennen – was verspricht das Wort Gottes in Matthäus 10 und Römer 10? 5.) Überlegen Sie: Was bedeutet es wohl, Jesus zu „bekennen“ (Matthäus 10 und Römer 10)?


Kapitel 9 – Der Auftrag

7

e) Das Evangelium Das entscheidende Instrument für Evangelisation ist das Evangelium (= „die frohe Botschaft“): •

Römer 1,16 (LÜ) Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht (= „rettet“, d. Verf.) alle, die daran glauben, die Juden zuerst und ebenso die Griechen.

 Aufgabe: Fassen Sie zusammen 1.) Welche Aussage macht Röm. 1,16 über das Evangelium – was ist das Evangelium? 2.) Was kann das Evangelium nach Röm. 1,16 tun? 3.) Überlegen Sie: Was ist das „Evangelium“? Was soll man predigen, wenn man „das Evangelium“ predigen will?

f) Zeuge sein Jesus umschreibt unseren Auftrag immer wieder damit, dass wir Zeuge sein sollen. •

Apostelgeschichte 1,8 (LÜ) … ihr werdet die Kraft des heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde.

 Aufgabe: Fassen Sie zusammen 1.) Welche Aufgabe hat ein Zeuge? 2.) Für wen sollen wir nach Apostelgeschichte 1,8 Zeugen sein? 3.) Überlegen Sie: Wie kann man „Zeuge für Jesus“ sein?


8

Kapitel 9 – Der Auftrag

g) Zusammenfassung 1. Das Tun zählt Nur wer seinen Lebensstil nach dem Wort Gottes ausrichtet und verändert, der wird auch die Ergebnisse in seinem Leben sehen, die Gott verspricht. Nur der, der den Willen Gottes wirklich tut, wird auch die Wunder Gottes in seinem Leben erfahren. Wer es hört, aber nicht tut, der betrügt sich, indem er nämlich denkt, dass sein Leben alleine durch die Erkenntnis schon Fortschritte und Wachstum zeigen würde. Nur indem wir den Willen Gottes tun bekommt unser Leben ein gutes Fundament. Alle entscheidende Veränderung passiert auf der Grundlage, dass wir den Willen Gottes tun. Darum müssen wir genau hinschauen, wie Gott sich den Lebensstil eines Christen vorstellt. Und Kapitel für Kapitel sind wir herausgefordert, alten Lebensstil, alte Denkweisen, Gewohnheiten und Werte hinter uns zu lassen: • In Lukas 9, 62 (LÜ) heißt es: Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes. Gott fordert uns zu einem neuen Lebensstil nach seinen Vorstellungen heraus! Darum geht es in diesem dritten Band. 2. Die Bestimmung Jesus gibt seinen Jüngern als erstes eigentlich keinen Auftrag, sondern eine Bestimmung. Er sagt: • • •

zu den Jüngern an Pfingsten: Ihr werdet meine Zeugen sein – bis an die Enden der Erde! zu Petrus und Andreas, als er sie in die Nachfolge ruft: Ich will Euch zu Menschenfischern machen! zu Paulus, als er sich bekehrt: Du wirst für ihn vor allen Menschen Zeuge sein von dem, was du gesehen und gehört hast.

Das ist keine Bitte, es ist kein Auftrag und es lässt auch gar keinen Entscheidungsspielraum. Der Herr gibt uns eine missionarische Bestimmung.


Kapitel 9 – Der Auftrag

9

Als Jesus Petrus, Andreas oder Paulus in seine Nachfolge ruft, lässt er ihnen keine Zeit, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Auch die Geistestaufe an Pfingsten ist nicht einfach dazu da, die Jünger zu segnen und ihnen ein intensiveres Erleben der Gegenwart Gottes zu ermöglichen. Der Herr gibt der Existenz der Jünger eine eindeutige Ausrichtung. Man könnte es so darstellen:

Jünger: Mission!

Völker & Nationen

3. Der Auftrag Zum Abschied gibt Jesus seinen Jüngern einen Befehl, der ihrem gesamten Leben eine Richtung gibt. Der Missionsbefehl Jesu ist nicht eine unter vielen Lebensanweisungen, sondern bestimmt die Ausrichtung. Man könnte also die Grafik von oben noch einmal aufgreifen und sie so darstellen:

Heiliger Geist, Gemeinde, Demut, Jüngerschaft, Kindlicher Gehorsam, Treue im Kleinen, Dienen, Reines Gewissen, Ständige Vergebungsbereitschaft, Leben am Licht und in Wahrheit, Wort Gottes, Gebet, Leben im Sieg, Finanzen, Ewigkeit

Mission

Alle Themen in diesem dritten Band haben eine Zielrichtung: Mission!


10

Kapitel 9 – Der Auftrag

4. Das Evangelium Nach Römer 1,16 ist das Evangelium eine Kraft Gottes, die Menschen retten kann, wenn sie es glauben. Es liegt also Kraft in dieser Botschaft! Aber was ist „das Evangelium“? Das Evangelium ist die kurz zusammengefasste Botschaft der Bibel: •

Gott hat Sie mit Liebe gemacht. Sie sind geschaffen für Freundschaft und Beziehung mit Gott

•

Die Sünde hat diese Beziehung zerstört

•

Jesus kam als Sohn Gottes in die Welt und starb am Kreuz stellvertretend für unsere Sünde. Er ist auferstanden und lebt. Durch seinen Tod am Kreuz können wir Vergebung bekommen und Kind Gottes werden

•

Dieses Angebot wird nur wirksam, wenn wir es bewusst annehmen, indem wir Jesus durch ein Gebet als Herrn und Retter annehmen und einladen

Wenn wir dieses Evangelium weitersagen, dann können sich Menschen bekehren. Die Kraft dazu liegt im Evangelium selbst. 5. Zeuge sein Ein Zeuge hat in einer Gerichtsverhandlung nur die Aufgabe, wahrheitsgetreu wiederzugeben, was er gehört, gesehen oder erlebt hat. Seine Meinung ist nicht gefragt. Er selbst als Person ist eigentlich uninteressant – höchstens wird man ihn anschauen, um zu beurteilen, wie zuverlässig er als Zeuge ist. Im Fokus ist aber das Geschehen, um das es dabei geht. Genau so sind wir Zeugen Jesu: Das persönliche Zeugnis Jeder wiedergeborene Christ kann ein persönliches Zeugnis davon erzählen, dass Jesus lebt und wie er ihn erlebt hat. Dieses Zeugnis kann ihm niemand nehmen – es ist das, was er bereits mit Jesus erlebt hat: die Wunder, die Jesus schon in seinem Leben getan hat und wie Jesus sein Leben verändert hat.


Kapitel 9 – Der Auftrag

11

Zeuge für das Evangelium Mit diesem Zeugnis ist er aber noch in anderer Weise Zeuge: Sein persönliches Zeugnis unterstreicht die Wahrheit des Evangeliums! Das persönliche Zeugnis sagt aus: „Jesus ist wirklich auferstanden und er lebt! Ich habe seine Kraft in meinem Leben erlebt! Ich habe die Kraft seiner Vergebung erlebt und bin jetzt Kind Gottes!“ Das persönliche Zeugnis bekräftigt, dass das Evangelium wahr ist. Wenn ich anderen von Jesus erzählen will, dann kann ich also meine persönlichen Erfahrungen mit Jesus erzählen, aber es muss dazu führen, dass ich letztendlich das Evangelium predige! Denn das Evangelium hat die Kraft, durch die sich Menschen bekehren können. Mein Zeugnis unterstreicht das Evangelium – es ersetzt es aber nicht. Werden Sie also zu einem Prediger des Evangeliums! Jesus gibt seinen Jüngern zum Abschied also einen einzigen Auftrag: Geht und macht zu Jüngern alle Völker! Evangelisation ist also ein selbstverständlicher Teil vom Lebensstil eines Christen. Indem Sie anderen das Evangelium und Ihr persönliches Zeugnis weitererzählen, wird Gott Sie immer mehr gebrauchen! Dabei ist es für Jesus ausgesprochen wichtig, dass Sie sich immer wieder vor Arbeitskollegen, Familie, Freunden oder auch Fremden zu ihm stellen und bekennen, dass Sie Christ sind. Indem Sie das tun, stellt er sich auch zu Ihnen und bekennt Sie vor dem Vater im Himmel. Manchmal wachsen wir als Christen überhaupt nur weiter, wenn wir Jesus wieder vor anderen neu bekennen. Manche Christen haben einen „Stau“ an neuer Gegenwart Gottes in ihrem Leben, weil sie seit längerer Zeit niemandem mehr von Jesus erzählt haben. Dieser Auftrag ist so zentral, dass wir nicht lange leben können, ohne anderen von Jesus zu erzählen. Wenn wir am zentralen Auftrag Jesu für unser Leben vorbeileben, dann brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn die Gegenwart und Freude Gottes in unserem Leben nachlässt.


12

Kapitel 9 – Der Auftrag

Der Heilige Geist in Ihnen drängt darauf, andere zu berühren! Die Kraft des Heiligen Geistes hat in der Apostelgeschichte vor allem ein Ziel: Die Welt mit dem Evangelium zu erreichen! Ein wichtiger grundlegender Vers dazu ist: • Apostelgeschichte 1,8 (LÜ) Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem, Judäa, Samaria und bis an die Enden der Erde. Zwei Dinge können Sie dabei trainieren: •

Wie kann man das Evangelium zusammenfassen?

•

Wie können Sie Ihr persönliches Lebenszeugnis erzählen?

Probieren Sie es ruhig einmal aus, beides schriftlich auszuformulieren und es vor einer anderen Person vorzutragen.


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