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BĂźndnis des Todes

Wie sich Nationalsozialismus und Islamismus in Deutschland verbĂźndeten und gemeinsam den Holocaust planten

Rosemarie Stresemann


3. Auflage, Februar 2013 4. Auflage, November 2018 © 2011 beim Herausgeber: Christen an der Seite Israels e.V. Friedberger Str. 101 61350 Bad Homburg v. d. Höhe eMail: info@israelaktuell.de www.israelaktuell.de Umschlaggestaltung: Ewald Sutter, AZAR GbR Satz: Ewald Sutter, AZAR GbR Herstellung: www.wir-machen-druck.de Alle Rechte vorbehalten. Die Übersetzung, Vervielfältigung, Speicherung oder Weitergabe dieses Buches in jedweder elektronischer, mechanischer, photo- oder tontechnischer Form ist, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers gestattet.


Bündnis des Todes

Vorwort der Autorin Im Sommer dieses Jahres sah ich in einer DVD von Spiegel TV über die Geschichte des Nahen Ostens folgende Szene: Ein hoher SS-Offizier kniete zusammen mit muslimischen SS-Soldaten auf der Erde und betete mit ihnen zu Allah. Der Heilige Geist alarmierte mich und gab mir die deutliche Erkenntnis, dass es einen Zusammenhang zwischen Deutschland und dem Islam gibt, der vor den Augen von Fürbittern bis jetzt verborgen war. Ich fühlte mich gedrängt, diesen Zusammenhang historisch zu erforschen. Ziel dieser vorliegenden Schrift ist es, den Fürbittern bis jetzt verborgene Schuldzusammenhänge Deutschlands aufzuzeigen, die sich geistlich belastend auf die Beziehung zwischen Deutschland und Israel auswirken. Der geschichtliche Hintergrund ist von mir auf die Fragestellung hin recherchiert worden, welche Informationen für Beter wichtig sind, damit der Heilige Geist jedem einzelnen Fürbitter zeigen kann, für was und in welcher Art und Weise er beten soll. Der Leser kann die historischen Fakten selbst anhand der Quellenangaben nachprüfen.

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Einen sehr guten Einstieg in das Thema bieten zwei Filme, die in letzter Zeit gedreht wurden. Der eine gehört zur Sendereihe des ZDF „Der Heilige Krieg“ und ist in der Mediathek abrufbar unter „Dschihad für den Kaiser“: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/startseite/#/beitrag/ video/1416738/Dschihad-f%C3%BCr-den-Kaiser Der andere Film lief unter anderem bei ARTE und hat den Titel „Turban und Hakenkreuz – der Großmufti und die Nazis“. Man kann ihn bei YouTube anschauen unter: http://www.youtube.com/watch?v=lrSvzx6FsKI Berlin, 4. 10. 2011 Rosemarie Stresemann

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Vorwort von Harald Eckert Rosemarie Stresemann, leitende Mitarbeiterin bei der Gebetsbewegung Wächterruf und der Netzwerkarbeit Gemeinsam für Berlin ist als Beterin und als Berlinerin auf ein wichtiges Kapitel der deutschen Geschichte gestoßen: die Allianz zwischen Hitler und dem Mufti von Jerusalem während des Zweiten Weltkriegs und die damit verbundene Allianz zwischen Deutschland und dem radikalen Islam. Eine Allianz, die schon vor Hitler begonnen hat (Wilhelm II.) und die bis heute – oft im Verborgenen – nach- und weiterwirkt. Wie genau – da gibt es bestimmt noch viel zu entdecken und zu erforschen. Mir scheint es von großer Bedeutung zu sein, dass wir auf diese Zusammenhänge aufmerksam gemacht werden im Vorfeld des 70. Jahrestages der Wannsee-Konferenz vom 20. Januar 1942. Mit diesem historischen Datum verbindet sich zunächst die Koordination und Eskalation des dämonischen „Masterplans“ der Nazi-Herrscher zur staatlich gelenkten industriellen Ermordung von 11 Millionen europäischen Juden – der sogenannten „Endlösung“. Hätte Hitler den Zweiten Weltkrieg gewonnen und wären die Pläne dieser tödlichen Allianz Wirklichkeit geworden, dann wäre das erst Phase I gewesen. Phase II wäre dann die Ermordung aller weiteren Juden in Palästina und der gesamten arabisch-muslimischen Welt gewesen. Phase III deren globale Vernichtung. Die eigentlich erschütternde Tatsache für uns heute liegt jedoch darin, dass auf arabisch-muslimischer Seite die Phase II weiterläuft. Der Mufti war einer

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der Gründungs- und Führungsfiguren der Muslimbruderschaft in den Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg. Dieser Geist ist ungebrochen und wirkt bis heute weiter – in der Hamas und in zahlreichen Terrorgruppen im Nahen Osten und weltweit. Und in weiteren Gruppen etwas anderer Prägung, die an der einen Stelle jedoch mit Hitler, dem Mufti und all seinen heutigen Nachfolgern und Ziehsöhnen übereinstimmen: Sie wollen die Juden weltweit vernichten. Und heute heißt dies eben auch: Sie wollen Israel auslöschen. Diese Veröffentlichung ist in erster Linie für Fürbitter geschrieben. Fürbitter in Deutschland, denen nicht nur Israel, sondern auch das Schicksal und die Zukunft unseres Volkes am Herzen liegen. Der Heilige Geist führt uns seit Jahren Schritt für Schritt darin, die „Decke des Schweigens“ zu durchbrechen. Dieser Beitrag von Rosemarie Stresemann zeigt einmal mehr, dass man hierfür kein Schlussdatum setzen darf – sondern offen sein sollte, dem Geist dann weiter zu folgen, wenn er dabei ist, sein Licht in eine weitere finstere Ecke unserer Geschichte leuchten zu lassen. Er macht das ja, weil er gute Gedanken und weitreichende Erlösungsabsichten hat – für Israel, für das jüdische Volk und für unser deutsches Volk. In diesem Sinne befehle ich diese Lektüre Ihrer und unserer gemeinsamen Aufmerksamkeit als Beterschaft in Deutschland an. Harald Eckert Christen an der Seite Israels (1. Vorsitzender)

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70 Jahre nach der Wannsee-Konferenz Am 20. Januar 2012 wird es 70 Jahre her sein, dass auf der Wannsee-Konferenz in Berlin unter Führung von SS-Obergruppenführer Reinhard Heydrich die totale Vernichtung der Juden in Europa planmäßig organisiert wurde. Als Christen haben wir in Deutschland schon seit 1980 öffentlich begonnen, uns zu unserer Schuld zu stellen. In größeren Veranstaltungen, z.B. 1985 in Nürnberg (50 Jahre Rassengesetzgebung) und 1988 in Berlin (50 Jahre EvianKonferenz), sind wir mit messianischen Geschwistern gemeinsam vor Gott getreten, um unsere Schuld zu bekennen und um seine Gnade zu erbitten. Dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen! Wir haben sehr viel Gnade Gottes seither erlebt – die Wiedervereinigung unseres Landes ist sicherlich ein deutliches Zeichen der Gnade und der Vergebung Gottes für uns gewesen! Die prophetischen Zusagen Gottes für unser Land, dass es die Berufung hat, als Freund an der Seite Israels zu stehen, haben sich in den vergangenen 20 Jahren immer deutlicher erfüllt. Politisch gesehen wird Deutschland inzwischen als ein sehr enger Freund Israels von Israel selber bezeichnet. Diese Freundschaft ist umkämpft – dass sie aber auch geistlich noch einer Lösung von alten Bindungen bedarf, das war uns bis jetzt nicht so bekannt. Mit antisemitischer Propaganda, die sich in ihren Zeichnungen und Inhalten an Vorbilder aus dem Stürmer anlehnt, gewinnen Fatah und Hamas Tag für Tag

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immer mehr Anhänger. In ihrer Propaganda tauchen immer wieder wörtliche Aussagen aus der Nazipropaganda auf.1 Dies ist jedoch kein Rückgriff auf eine historische Propagandamethode der Nazis – es ist vielmehr eine Kontinuität, für deren Ursprung wir als Deutsche eine große Verantwortung tragen. Sie führt zurück auf ein Bündnis, das Hitler mit dem Großmufti von Jerusalem im November 1941 in Berlin einging. Der Großmufti war einer der einflussreichsten und machtvollsten politischen und religiösen Führer des Islams und der islamischen Welt. Das beruhte auf dem Ansehen von Jerusalem als „Heiliger islamischer Stadt“ – der drittheiligsten nach Mekka und Medina. Das Bündnisziel war klar definiert: •

Verhinderung einer nationalen Heimstätte für die Juden in Palästina.

•

Auslöschung des Judentums nicht allein in Europa, sondern im gesamten arabischen Raum – speziell in Palästina.

Im Klartext bedeutete diese Vereinbarung nicht allein ein Bündnis mit einem arabischen Führer, sondern es war ein Bündnis geistiger Mächte. Es verbanden sich in Deutschland (genauer in Berlin) dadurch zwei judenfeindliche Weltanschauungen: Faschismus und Islam/Islamismus mit weit reichenden Auswirkungen für die Zukunft. Dieses Todesbündnis wirkt ungebrochen in der gesamten islamischen Welt bis heute fort. Es ist uns Deutschen aber nicht bewusst, dass wir die Grundlage für den Erfolg von Organisationen wie Fatah und Hamas gelegt haben. Über diese Zusammenhänge müssen wir betend nachdenken und auch vor Gott Buße tun über das, was von unserem Land aus ausgelöst wurde. Um das zu verstehen, ist ein genauerer Blick auf die Hintergründe hilfreich. Wer sich davon überzeugen will: http://www.youtube.com/watch?v=0ThxFEz3co0&feature=related sowie http://www.wikiislam.net/wiki/Images:Antisemitic_Cartoons

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Ein Todesbündnis, das zur endgültigen Vernichtung der Juden führen sollte Sowohl Faschismus als auch Islamismus beinhalten ein Konzept der Vernichtung der Juden: der deutsche Faschismus mit dem planmäßigen Holocaust und der Islamismus mit seinem Konzept des Dschihad (Heiliger Krieg gegen die Ungläubigen). Deutschland als Nation wurde von den Mächten der Finsternis gebraucht, um deren Vernichtungspläne gegen die Juden auszuführen. Diese beinhalteten auch, dass es nie einen neuen Staat Israel geben sollte. Dafür sollte eine Doppelstrategie sorgen: Deutschland musste nicht nur an die Ideologie des Nationalsozialismus gebunden werden, sondern sollte auch gleichzeitig durch ein Bündnis mit dem Islam (in der Ausprägung der Ideologie des Islamismus) die Auslöschung der Juden unterstützen. Dadurch dass Deutschland die islamistischen Mordpläne finanzierte sowie materielle und ideologische Unterstützung gab, wurden die Pläne der Finsternis auf zweifache Weise abgesichert. Würde eine Weltanschauung nicht mehr „populär“ sein und ihre Wirksamkeit verlieren, gab es auf diese Weise noch „PlanB“.

Der Islamismus Zur gleichen Zeit, als sich in Deutschland der Nationalsozialismus als Ideologie und politische Kraft formte, deren Erstarken ab 1933 direkt in den Holocaust mündete, entstand in der arabischen Welt/in Ägypten eine andere Bewegung: Die Muslimbruderschaft, die den Islamismus als politische Ideologie aufbrachte. Die Muslimbruderschaft wurde im Jahr 1928 von Hassan al-Banna in Ägypten gegründet und ist bis heute die ideologische Basis für alle Islamisten, einschließlich al-Qaida. Sie wurde nach dem Führerprinzip ausgerichtet, verfügte über paramilitärische Organisationen und wollte eine Staatsordnung auf Basis von Scharia und Kalifat.

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Der Koran wurde von den führenden Muslimbrüdern neu ausgelegt. In den Mittelpunkt stellten sie das Konzept des Dschihad – das mit Sehnsucht verfolgte Ziel, im Krieg gegen die Ungläubigen als Märtyrer zu sterben. Ihr Motto war: „Gott ist unser Streben, der Prophet unser Führer, der Koran unsere Verfassung, der Dschihad unser Weg und für Gott zu sterben unser höchstes Ziel.“1

„Die Todesindustrie“ 1938 erschien unter der Überschrift „Die Todesindustrie“ ein Leitartikel von Hassan al-Banna: „Derjenigen Nation, welche die Industrie des Todes perfektioniert und die weiß, wie man stirbt, gibt Gott ein stolzes Leben auf dieser Welt und ewige Gunst in dem Leben, das noch kommt.“ Al-Banna propagierte eine neue Auslegung des Korans: „Der Koran habe es den Gläubigen aufgegeben, den Tod mehr zu lieben als das Leben. Siegen könne nur, wer es in der ‚Kunst des Todes‘ zur Meisterschaft bringt.“2 Der Antisemitismus Hitlers und des Naziregimes wurde zur Quelle der Inspiration für die Muslimbruderschaft. In Ägypten gab es zum Beispiel schon seit 1926 eine NSDAP/AO (NSDAP-Auslandsorganisation), aufgebaut vom Bruder des späteren Hitler-Stellvertreters Rudolf Heß – Alfred Heß. Deutsche antijüdische Propaganda wurde von dieser Organisation durch Broschüren in Ägypten verbreitet. Während die Muslimbruderschaft erstarkte, gewann auch Nazideutschland in Ägypten zunehmend an Einfluss und wurde bewundert. Pro-faschistische paramilitärische Jugendverbände bildeten sich und auch die Muslimbruderschaft wurde durch antisemitische Propaganda inspiriert. In Ägypten arbeitete al-Banna mit Agenten des Deutschen Reiches im Verborgenen zusammen, um einen anti-britischen Aufstand in Ägypten hervorzurufen.

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Matthias Küntzel. Djihad und Judenhass. Freiburg: 2003, S. 17 ff. Küntzel, a. a. O. S. 23.

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Wie die Nazipropaganda die islamische Sicht auf die Juden veränderte Während es im Koran bereits eine Herabsetzung der Juden gab, kannte die islamische Welt jedoch nicht die faschistische Sicht auf das vermeintlich bedrohliche „internationale Judentum“ als den Feind der ganzen Menschheit. Diese ganz neue Sicht auf die Juden bekam sie allerdings durch die Nazis.

Kernpunkt der Nazi-Propaganda: Die Gefahr des internationalen Judentums Der Ausgangspunkt nationalsozialistischer Propaganda war, die „Gefahr des Judentums“ darzustellen. In Hitlers Weltsicht gab es eine „jüdische internationale Verschwörung“. Alles, was in der Weltgeschichte passierte, wurde als ein jüdisches Komplott gedeutet. Hinter Kommunismus, Kapitalismus, Materialismus – später hinter den kriegführenden Parteien Amerika, Sowjetunion und Großbritannien stand immer als wirklicher Feind, der von den Nationalsozialisten klar benannt wurde: der Jude. Beweismittel für Hitler war ein Buch, das die sogenannten „Protokolle der Weisen von Zion“ enthielt. Das Buch war von vorn bis hinten eine Fälschung. Es enthielt angeblich 24 Protokolle einer geheimen Weltverschwörung der Juden. Diese frei erfundenen Protokolle stellen dar, wie das angebliche Weltjudentum plane, die Regierungen in den verschiedenen Staaten und damit die Weltherrschaft zu übernehmen, die als Gewaltherrschaft und allumfassender Terror beschrieben wird. Sowohl Hitlers Buch „Mein Kampf“ als auch die infamen „Protokolle der Weisen von Zion“ wurden in der islamischen Welt in arabischer Version verbreitet. Die Muslimbruderschaft wurde von diesem Antisemitismus inspiriert. Auf einer „Islamischen Parlamentarierkonferenz zu Gunsten von Palästina“ ließen

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sie 1938 diese beiden Bücher sowie antisemitische Traktate verteilen.1 Auch der Boykott jüdischer Waren und Geschäfte wurde imitiert. Während des arabischen Aufstands in Palästina gegen die Briten und Juden zwischen 1936 und 1939 organisierte die Muslimbruderschaft große, gewalttätige antijüdische Proteste in Ägypten, unter den Parolen „Nieder mit den Juden“ und „Juden raus aus Ägypten“. So unterstützte die Bruderschaft – angefacht vom deutschen Beispiel – die Araber in Palästina.

Islamist der ersten Stunde – der Großmufti von Jerusalem Ein Mufti war im alten Osmanischen Reich die höchste islamische religiös-rechtliche Autorität in einer politischen Region. Seine Auslegung des Korans war gültig und bindend. Die Briten hatten den Sohn des sehr einflussreichen arabischen Familienclans der Husseinis, die ihre direkte Abstammung bis auf Mohammed zurückführten, in ihrem Mandatsgebiet Palästina 1921 zum „Großmufti von Palästina“ eingesetzt. Sie gaben dem mit 28 Jahren sehr jungen Der Großmufti von Jerusalem Hadsch Amin el Husseini 1929 Foto: G. Eric and Edith Matson Photograph Collection Hadsch Amin el Husseini (1893-1974) den Ehrentitel „Großmufti“ und verstärkten damit sein Ansehen in der arabischen Welt. Sie machten ihn auch zum Führer des „Obersten muslimischen Rates“ und verschafften ihm so die Kontrolle über die Finanzen und die personelle Besetzung aller religiösen Einrichtungen in Palästina. Zielstrebig vergrößerte der Mufti seine Machtbasis, gründete eine „Palästinensische Arabische Partei“, rief den 1. islamischen Weltkongress ins Leben, der 1931 in Jerusalem tagte, und wurde im Jahr 1936 auch der Vorsitzende im „Hohen Komitee“, einer politischen Vertretung der Araber Palästinas, gebildet aus mehreren palästinensischen Parteien.2 1 2

Küntzel, a. a. O. S. 33. Vgl. http://www.zeit.de/1990/37/der-traum-vom-grossen-arabien

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Zusammen mit dem Gründer der Muslimbrüder, Hassan al-Banna, wurden seine religiösen Ansichten durch einen gemeinsamen Religionslehrer geprägt, der den saudischen Wahabiten nahestand. Es war der Syrer Rashid Rida. Der Führer der Muslimbrüder, Hassan al-Banna, und der Mufti inspirierten sich gegenseitig. Für die Juden sollte es keinen Platz geben in einem islamischen Palästina. Die Islamisierung der palästinensischen Frage brachte den Muslimbrüdern in Ägypten reichen Zulauf, so dass sie zu einer großen politischen Macht in Ägypten heranwuchsen.1 Al-Banna trat ebenso wie der Mufti auch für den bewaffneten, offensiven Dschihad gegen Nicht-Muslime, insbesondere die Juden und deren Helfer ein. Die Muslime sollten mit dem Dschihad die al-Aqsa-Moschee in Jerusalem verteidigen. Ab 1936 gab es eine offizielle Beziehung der Muslimbruderschaft zum „Hohen arabischen Komitee“ unter Führung des Muftis.

Verbindung zum Nationalsozialismus Während die Muslimbruderschaft von der Ideologie der Nationalsozialisten in ihrer Judenfeindlichkeit beeinflusst wurde, war der Judenhass des Muftis bereits von klein auf geprägt worden. Er wuchs schon als Kind mit dem Judenhass seines Vaters auf, der ebenfalls Mufti gewesen war. Schon der Vater des Muftis hatte jüdische Einwanderer im osmanischen Palästina bekämpft. Sein Sohn Amin el-Husseini stand ab 1920 hinter allen antijüdischen Ausschreitungen. Dennoch machten ihn die Briten zum Großmufti. 1929 entfachte er ein Pogrom in Jerusalem und ließ dort Flugblätter verteilen mit der Aufschrift: „O Araber! Vergesst nicht, dass der Jude euer schlimmster Feind ist und von jeher der Feind eurer Vorfahren war.“2 Artikel von Azmul Fahimi Kamaruzaman. The Emergence of the Egyptian Muslim Brotherhood in Palestine: Causes, Activities and the Formation of Identity. http://www.ulum.nl/azmulfahimi%27s%20article%5B1%5D.pdf 2 Matthias Küntzel, a. a. O. S. 36. 1

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In der Rückbesinnung auf den „Ur-Islam“ fand der Mufti im Koran genügend Hinweise, die seinen Judenhass nährten und ihm die Möglichkeit gaben, den Kampf gegen den Zionismus von vornherein als einen religiösen Kampf um islamisches Land zu propagieren: •

„Und verwandelt hat er einige von ihnen [die Juden] zu Affen und Schweinen.“ Sure 5/60

•

„Und sie [die Juden] betreiben auf Erden Verderben.“ Sure 5/64.

•

„Wahrlich, du wirst finden, dass unter allen Menschen die Juden […] den Gläubigen am meisten Feind sind.“ Sure 5/821

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Die Ungläubigen sind zu töten.2 „Und tötet sie, wo (immer) ihr sie zu fassen bekommt, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben.“ Sure 2/191

Der Judenhass des Muftis machte ihn zu einem begeisterten Anhänger der Nationalsozialisten. Der Jugendverband seiner von ihm gegründeten Palästinensischen Arabischen Partei trug den Namen „Nazi-Scout“. Auf Flugblättern wurden nationalsozialistische Parolen übernommen und Hakenkreuze als Symbole verwandt. Hitler erhielt 1935 zur Verkündigung der Nürnberger Rassengesetze aus Palästina Glückwunschtelegramme. Die wichtigsten Berührungspunkte zwischen islamischer und nationalsozialistischer Weltanschauung fasste der Mufti später einmal wie folgt zusammen: 1. Monotheismus – Einheit der Führung, Führerprinzip. 2. Sinn für Gehorsam und Disziplin. 3. Der Kampf und die Ehre, im Kampf zu fallen. 1 2

http://wahrheitgraben.wordpress.com/2009/02/27/die-juden-im-koran/ http://de.wikipedia.org/wiki/%E1%B8%A4arb%C4%AB

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4. Die Gemeinschaft nach dem Motto: Gemeinnutz geht vor Eigennutz. 5. Hochschätzung der Mutterschaft und Verbot der Abtreibung. 6. Verhältnis zu den Juden – „in der Bekämpfung des Judentums nähern sich der Islam und der N.S. einander sehr.“ 7. Verherrlichung der Arbeit und des Schaffens: „Der Islam schützt und würdigt die Arbeit, welche sie auch sein mag.“1 Da der Mufti in Palästina einen grausamen Kampf gegen alle Araber führte, die seine antijüdische Politik nicht teilten, wurde das Hakenkreuz zum Erkennungszeichen derer, die auf der Seite des Muftis standen. Mit einem Hakenkreuz an seinem Fahrzeug war man geschützt. Denn viele sogenannte „Kollaborateure“ wurden von den Anhängern des Mufti grausam hingerichtet: „So behandeln wir die Verräter an der nationalen Sache!“, stand auf Zetteln, die ermordeten Arabern angeheftet waren, denen man das Herz aus dem Leib geschnitten oder die Zunge durch die Kehle gezogen hatte.2

Der Traum von Großarabien Bald nach der Machtergreifung Hitlers im Jahr 1933 nahm der Mufti Kontakt zu deutschen Dienststellen auf – er hatte Kontakt zu Adolf Eichmann und zur SS. Er wollte eine Koalition mit Hitler, um seine Großarabischen Herrschaftsansprüche zu verwirklichen. Der Mufti war nicht nur Islamist – sondern auch Vertreter des arabischen Nationalismus. Er träumte von einem Großarabien, das alle Araber vom Atlantik bis zum Persischen Golf unter seiner Führung vereinigte. Öffentlich stellten sich die Nationalsozialisten aber wegen England noch nicht gleich auf die Seite des Muftis.

Matthias Küntzel zitiert aus einem Vortrag des Muftis in Djihad und Judenhass, a. a. O. S. 39. Artikel in der „Zeit“ vom 7.9.1999. Klaus von Münchhausen. Der Traum vom großen Arabien, S. 2, http://www.zeit.de/1990/37/der-traum-vom-grossen-arabien

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Bündnis des Todes Wie sich Nationalsozialismus und Islamismus in Deutschland verbündeten und gemeinsam den Holocaust planten

Die Durchführung des Holocausts, die auf der Wannsee-Konferenz am 20. Januar 1942 organisiert wurde, erfasste bereits Juden in Gebieten, die außerhalb deutscher Reichweite lagen. In einem Bündnis zwischen Hitler und dem Mufti von Jerusalem 1941 in Berlin wurden schon Pläne zur Vernichtung der Juden in Palästina und in den gesamten arabischen Gebieten gemacht. Es gibt eine Verbindung zwischen Deutschland und dem radikalen Islam, die schon lange vor Hitler, nämlich bereits unter Kaiser Wilhelm II., begonnen hat und die bis heute – oft im Verborgenen – nach- und weiterwirkt. Rosemarie Stresemann, leitende Mitarbeiterin bei der Gebetsbewegung Wächterruf-Gebetsnetz für Deutschland, zeigt in dieser Schrift die Zusammenhänge auf und möchte damit Beterinnen und Betern eine Hilfestellung für die geistliche Aufarbeitung geben.

Christen an der Seite Israels e. V. Friedberger Str. 101, 61350 Bad Homburg v. d. Höhe Tel.: (06172) 918 2740, Fax: (06172) 918 2742 www.israelaktuell.de


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